15.11.2012 Aufrufe

Echo 1/2008 - Westfalenfleiß

Echo 1/2008 - Westfalenfleiß

Echo 1/2008 - Westfalenfleiß

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Westfalenfl eiß<br />

Ein Magazin für Beschäftigte, Mitarbeiter<br />

Heft 1/<strong>2008</strong><br />

und Freunde<br />

Rendezvous mit dem Frühling<br />

Es grünt und blüht in der Westfalenfl eiß-Gärtnerei


Rendezvous mit dem Frühling<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser!<br />

„Westfalenfleiß treibt den Winter aus,<br />

mit Blütenzauber, Hexen und Magie“,<br />

so, oder so ähnlich könnte das Motto<br />

dieser Ausgabe des Westfalenfleiß­<br />

ECHO lauten, denn das vorliegende<br />

Heft ist in großen Teilen den ersten<br />

warmen Sonnenstrahlen gewidmet. Sie<br />

erfahren, wie sich die Westfalenfleiß­<br />

Gärtnerei auf<br />

den Beginn<br />

der Frühjahrssaison<br />

vorbereitet<br />

und wir zeigen<br />

Ihnen Bildimpressionen<br />

aus der Halle<br />

Münsterland,<br />

Auftakt für die<br />

neue Saison<br />

unserer Gärtnerei<br />

auf der<br />

diesjährigen<br />

Frühlingsmesse.<br />

Dort<br />

präsentierte<br />

in der Halle<br />

Mitte die Gärtnerei<br />

und Gut<br />

Kinderhaus<br />

erfolgreich am neuen Messestand von<br />

Westfalenfleiß eine bunte Produktpalette,<br />

­ von Frühlingsfloristik über<br />

Beet­ und Balkonpflanzen, bis hin zu<br />

Osterschmuck, Äpfeln und Holzspielzeug.<br />

Und nicht nur der Westfalenfleiß­Stand<br />

war dicht umringt. Insgesamt<br />

35000 Besucher ließen sich fünf<br />

Tage lang vom 20. ­ 24. Februar auf der<br />

„Frühling ­ Blumen ­ Freizeit“ auf die<br />

warme Jahreszeit einstimmen.<br />

Weit weg vom<br />

Arbeitsalltag<br />

Ein Gefühl der Zugehörigkeit<br />

„Die Karnevalsfeiern bei<br />

Westfalenfleiß bedeuten für<br />

viele Menschen mit Behinderungen<br />

ein Gemeinschaftserlebnis,<br />

bei dem viele sich<br />

selbst und andere auch mal<br />

weit weg vom Arbeitsalltag<br />

erleben und, man kann es<br />

spüren, viele erfahren dadurch<br />

ein großes Gefühl der<br />

Zugehörigkeit!“<br />

Karl-Heinz Garbe<br />

Außerdem finden Sie in diesem Heft<br />

auf unseren Karnevalsseiten zahlreiche<br />

Fotos, die die zauberhafte Stimmung<br />

der fünften Jahreszeit widerspiegeln.<br />

Ausstaffiert in dekorativen und fantasievollen<br />

Kostümen gaben sich<br />

Beschäftigte und Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter alle Mühe, in diesen<br />

frühen Karnevalstagen als Hexen oder<br />

Zauberlehrlinge den Winter auszutreiben.<br />

Wer erlebt hat, wie ausgelassen die<br />

Stimmung war, wie so manch einer der<br />

Menschen mit Behinderungen in die<br />

Rolle des Paradiesvogels schlüpfte, sich<br />

vor den zahlreichen Zuschauern ans<br />

Mikrofon traute, um zu singen oder<br />

sich einfach tanzend und selbstvergessen<br />

nach der Musik bewegte, der kann<br />

vielleicht ermessen, wie bedeutsam<br />

solche Veranstaltungen für den Einzelnen<br />

sind. Karneval wird so zu einem<br />

Gemeinschaftserlebnis, bei dem viele<br />

sich selbst und andere auch mal weit<br />

weg vom Arbeitsalltag erleben und,<br />

man kann es spüren, viele erfahren<br />

dadurch ein großes Gefühl der Zugehörigkeit.<br />

Wir wünschen auch Ihnen<br />

einen schönen Frühlingsanfang!<br />

Ihr Karl-Heinz Garbe


Impressum<br />

Westfalenfleiß-ECHO erscheint<br />

vierteljährlich für Mitglieder,<br />

Gesellschafter, Beschäftigte,<br />

Mitarbeiter und Förderer der<br />

Westfalenfleiß GmbH Münster.<br />

Herausgeber:<br />

Westfalenfleiß GmbH<br />

Arbeiten und Wohnen<br />

Kesslerweg 38-42<br />

48155 Münster<br />

Telefon: (0251) 6 18 00-0<br />

Fax: (0251) 6 18 00 - 55<br />

e-mail:<br />

info@westfalenfleiss.de<br />

homepage:<br />

www.westfalenfleiss.de<br />

www.eigenprodukte.de<br />

www.mds-muenster.de<br />

Sparkasse Münsterland Ost<br />

Kto. 300517<br />

BLZ 40050150<br />

Bank für Sozialwirtschaft<br />

GmbH Köln<br />

Kto. 6019400<br />

BLZ 3702500<br />

Verantwortlich<br />

für den Inhalt:<br />

Karl-Heinz Garbe<br />

Redaktion:<br />

Margret Topp,<br />

Helene Wentker<br />

Titelfoto:<br />

Westfalenfleiß GmbH<br />

Fotos:<br />

Westfalenfleiß GmbH<br />

Titelgestaltung:<br />

Peter Schladoth, Frankfurt<br />

Anzeigen:<br />

Karl-Heinz Garbe<br />

Die veröffentlichten Beiträge<br />

geben nicht unbedingt die<br />

Auffassung des Herausgebers<br />

wieder.<br />

Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte und Fotos wird<br />

keine Haftung übernommen.<br />

Anzeigenschluss ist jeweils<br />

vier Wochen vor Quartalsende;<br />

zur Zeit ist Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 3 gültig.<br />

Auflage: 4.500<br />

Einzelpreis: 0,45 Euro<br />

Druck:<br />

LV Druck<br />

Hülsebrockstraße 2<br />

48165 Münster<br />

Die Westfalenfleiß-Gärtnerei<br />

präsentierte<br />

sich in der Halle<br />

Münsterland<br />

und ist für die<br />

neue Früh-<br />

jahrssaison<br />

bestens<br />

gerüstet:<br />

Seite 4 - 9.<br />

Karneval <strong>2008</strong>:<br />

Westfalenfleiß treibt<br />

den Winter aus!<br />

Hexen, Magier, Narren und Feen<br />

sehen Sie in unserem Karnevalsrückblick<br />

auf den Seiten 20 - 25.<br />

Idyllische Fototapeten zieren jetzt<br />

die ehemaligen Raucherecken.<br />

Grund genug für den Arbeitskreis<br />

Gesundheit, um unter die Dichter<br />

zu gehen. Erkunden Sie die Ode an<br />

die Nichtraucher auf Seite 36.<br />

Aus dem Inhalt<br />

Frühling - Blumen - Freizeit + Landlust<br />

Westfalenfleiß­Messestand<br />

in der Halle Münsterland Seite 4<br />

150.000 Pflanzen warten<br />

auf den Frühlingsansturm<br />

Westfalenfleiß­Gärtnerei für die<br />

Frühjahrssaison bestens gerüstet Seite 6<br />

Mit Teamgeist und Fingerspitzengefühl<br />

Erfolgreicher Arbeitsplatzwechsel Seite 10<br />

In Telgte geht’s ab aufs Fahrrad!<br />

Sicher mit dem Rad zur Arbeit Seite 14<br />

Dreirad zum halben Preis<br />

Dieter Kunath­Stiftung<br />

bewilligte Zuschuss Seite 16<br />

Neue Vertrauensperson im Werkstattrat<br />

Werkstattrat besuchte Haus Hall Seite 18<br />

„sonnensteine“<br />

Sonnenstein­Pyramide<br />

erinnert an Spendenaktion Seite 19<br />

Hexenkessel Westfalenfleiß<br />

Beim Westfalenfleiß­Karneval<br />

herrschten Hexen und Zauberer Seite 20<br />

Bestens vorbereitet für den<br />

allgemeinen Arbeitsmarkt<br />

EU­Projekt „PIA“<br />

erfolgreich abgeschlossen Seite 26<br />

Neue Ideen mit Sprung und Schwung<br />

Regionaltreffen „Sport“ Seite 28<br />

Westfalenfleiß-Team setzt sich durch<br />

Siegreich beim Fußballturnier<br />

in Lüdenscheid Seite 30<br />

Gut Kinderhaus<br />

MDS­Veranstaltungen im Cafe Seite 32<br />

Bilder & Berichte<br />

Vortrag „Persönliches Budget“ Seite 33<br />

Dienstjubiläum Seite 33<br />

AWO­Kalender: Künstlertreffen Seite 33<br />

Gospelchor - Lesung - Begegnung<br />

Integrativer Gottesdienst Seite 34<br />

Arbeitskreis Gesundheit<br />

„Raucherecken“ neu gestaltet Seite 36<br />

Tipp: Karfreitag gibts Struwen Seite 37<br />

Gewinnen mit ECHO<br />

Preisrätsel Seite 38


4<br />

Fotos: Margret Topp


Frühling - Blumen - Freizeit + Landlust<br />

20. - 24. Februar <strong>2008</strong><br />

Impressionen aus der Halle Münsterland vom Westfalenfleiß-Messestand<br />

5


150.000 Pflanzen und schicke Trends<br />

warten auf den Frühlingsansturm<br />

Westfalenfleiß bestens gerüstet für Beet- und Balkonpflanzenzeit/<br />

Beige, Grün und Naturstein sind in<br />

Aussäen, pikieren, topfen,<br />

Pflanzen putzen, stutzen,<br />

düngen, wässern: Kulturarbeit<br />

nennt Karl Stahlhöfer<br />

die Palette von Arbeiten,<br />

die besonders im Frühjahr<br />

täglich anfallen, um die<br />

zarten Pflänzchen bei Laune<br />

zu halten. 150.000 an der<br />

Zahl. So viele ziehen der<br />

6<br />

Gärtnereimeister und seine<br />

Beschäftigten alle Jahre wieder.<br />

Von der Geranie bis zur<br />

Tagetes, von der Begonie bis<br />

zu Männertreu: Die Saison<br />

ist angebrochen.<br />

„Sobald die Sonne höher<br />

steigt, lockt es die Menschen<br />

wieder auf ihre Balkone<br />

Geranien, Tagetes, Begonien,<br />

Männertreu und Osterschmuck:<br />

Auch für Benjamin Bergmann -<br />

einer der 40 Beschäftigten in der<br />

Westfalenfleiß-Gärtnerei - ist die<br />

Frühlingssaison angebrochen.<br />

Fotos: hwe<br />

und in die Gärten.“ Eine<br />

arbeitsintensive Zeit steht<br />

damit für die Gärtnerei der<br />

Westfalenfleiß an, in der<br />

40 Beschäftigte, vier Gruppenleiter,<br />

zwei Mitarbeiter<br />

und ein Azubi unter Karl<br />

Stahlhöfers Leitung die<br />

Beet­ und Balkonpflanzzeit<br />

vorbereiten. Sie tun das mit


großer Freude an der Arbeit.<br />

„Nur wenn nicht alles abverkauft<br />

werden kann und<br />

einige Pflanzen auf dem<br />

Kompost landen, werden die<br />

Gesichter lang. Aber das“,<br />

schränkt Karl Stahlhöfer<br />

ein, passiere zum Glück nur<br />

selten. Nur dann, wenn das<br />

Wetter so gar nicht mitspielt.<br />

Ideal für die Frühjahrszeit<br />

nennt Karl Stahlhöfer sonnige<br />

Tage und kalte<br />

Nächte. „Das tut den<br />

Pflanzen gut und<br />

weckt die Kauflust.“<br />

Auch diesmal hat<br />

sich das Gärtnereiteam<br />

sorgfältig auf<br />

den bevorstehenden<br />

Ansturm vorbereitet.<br />

Und das nicht nur<br />

in der Aussaat und<br />

Aufzucht der Pflanzen,<br />

sondern auch<br />

im Einkauf neuester<br />

Accessoires und Dekorationen,<br />

die Heim<br />

und Garten erst das<br />

gewisse Etwas geben.<br />

„Landlust“ in der<br />

Halle Münsterland<br />

Die Trendfarben<br />

dieser Saison stehen<br />

dabei schon lange<br />

fest und werden von<br />

den Trendsettern<br />

viele Monate im<br />

Voraus festgelegt.<br />

„Wer in sein will,<br />

der wählt in diesem<br />

Jahr Beige, Grün und<br />

viel Glas“, sagt Karl<br />

Stahlhöfer. Orange<br />

sei ziemlich out,<br />

Frühling in der Westfalenfleiß-Gärtnerei<br />

„und kam bei uns nur noch<br />

in der Halle Münsterland am<br />

Messestand der Frühjahrsmesse<br />

„Frühling, Blumen,<br />

Freizeit“ im Februar in der<br />

Halle Münsterland vor ­ als<br />

Westfalenfleiß­Logo“, lächelt<br />

der Chef der Gärtnerei.<br />

Wer in seinem Garten neue<br />

Akzente setzen will, dem rät<br />

Karl Stahlhöfer zu Naturstein<br />

und Holz. Gefragt seien lauschige<br />

Plätzchen, die Ruhe<br />

und ein Gefühl von Wellness<br />

vermittelten. Individuell<br />

seien dabei die Geschmäcker:<br />

„Der eine setzt sich<br />

einen Strandkorb in den<br />

Garten (laut Karl Stahlhöfer<br />

ist das ganz hipp), der andere<br />

bevorzugt ein Gartenhäuschen.<br />

Auch Natursteine<br />

als Weg durch die Anlagen<br />

7


Frühling in der Westfalenfleiß-Gärtnerei<br />

sind sehr gefragt. Als out<br />

dagegen gelten Gartenmöbel<br />

aus Plastik.<br />

Frühlingsmesse<br />

setzte neue Trends<br />

„Die Trends der Saison<br />

verkaufen wir natürlich mit“,<br />

fährt Karl Stahlhöfer fort. Er<br />

kennt dabei die unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse von<br />

Kunden: Die junge Familie<br />

wünscht sich ein paar Obstbäume,<br />

damit die Kinder<br />

erleben, dass der Apfel vom<br />

Baum kommt und nicht aus<br />

dem Obstregal des Supermarktes.<br />

Ältere Menschen<br />

bevorzugen einen ruhigen<br />

8<br />

Garten mit Liege, ein Plätzchen<br />

zum Kaffeetrinken und<br />

dabei ein Blümchen auf dem<br />

Tisch. Viel geliebt seien auch<br />

die Kräutergärtchen und das<br />

Anpflanzen eigener Kräuter.<br />

„Rosmarin ist sowohl zum<br />

Kochen als auch für<br />

die Dekoration ein<br />

gefragtes Kraut“, weiß<br />

Karl Stahlhöfer.<br />

Pflanzenhotel als<br />

Bleibe für mediterrane<br />

Schmuckstücke<br />

Nun, der Frühjahrsansturm<br />

kann kommen.<br />

Die Mitarbeiter in der<br />

Gärtnerei sind bes­<br />

tens vorbereitet. Und das<br />

zu allen Jahreszeiten. Denn<br />

über die wenig ertragreichen<br />

Wintermonate hilft das<br />

Pflanzenhotel hinweg, das<br />

inzwischen in Münster und<br />

Umgebung so bekannt ist,<br />

Eine arbeitsintensive Zeit steht mit dem Beginn der Frühlingssaison für die Gärtnerei der Westfalenfleiß<br />

an. Vom aussäen, pikieren und topfen bis hin zum Pflanzen putzen, stutzen, düngen<br />

und wässern reicht die Palette von Arbeiten, die besonders im Frühjahr täglich anfallen.


dass Westfalenfleiß längst<br />

nicht alle Pflanzen aufnehmen<br />

kann, die angemeldet<br />

werden.<br />

„Allein 150 Kunden stehen<br />

auf der Liste, die wir vertrösten<br />

müssen“, sagt Karl<br />

Stahlhöfer. Ist ein solches<br />

Luxusplätzchen im Pflanzenhotel<br />

nicht manchmal<br />

teurer als eine neuangeschaffte<br />

Pflanze? „Das mag<br />

gelegentlich so sein ­ rein<br />

rechnerisch“, räumt Karl<br />

Stahlhöfer ein. „Doch was<br />

Frühling in der Westfalenfleiß-Gärtnerei<br />

„Unser Pflanzenhotel“, so Gärtnermeister Karl Stahlhöfer stolz, „ hilft uns nicht nur über die<br />

wenig ertragreichen Wintermonate hinweg, sondern ist inzwischen in Münster und Umgebung<br />

so bekannt, dass wir längst nicht alle Pflanzen aufnehmen können, die angemeldet werden!“<br />

ein echter Pflanzenfreund<br />

ist, der lässt seine mediterrane<br />

Gartenpflanze nicht<br />

eingehen.“<br />

Kaminanzünder<br />

für die Grillsaison<br />

Ein weiterer Produktions­<br />

und Verkaufsschlager hält<br />

die Gärtnerei im Winter, aber<br />

auch Sommer auf Trab: Der<br />

K­lumet Kaminanzünder.<br />

Die Ledder Werkstätten verfügten<br />

in ganz Deutschland<br />

über das Monopol für dieses<br />

Produkt, und Westfalenfleiß<br />

sei als produzierender<br />

Zulieferer mit im Boot, ist<br />

Karl Stahlhöfer stolz. Auch<br />

im Sommer tut K­lumet gute<br />

Dienste: Als Anzünder für<br />

den Grill. Und der kann hoffentlich<br />

schon bald wieder<br />

angeworfen werden...<br />

hwe<br />

Öffnungszeiten der Gärtnerei,<br />

Kesslerweg, montags bis donnerstags<br />

8 bis 15 Uhr, freitags<br />

8 bis 13 Uhr; Laden in Hiltrup<br />

montags bis freitags 9 bis 18<br />

Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr.<br />

9


„Jeder nach seinen Fähigkeiten am richtigen Platz“, mit dieser Überzeugung verabschiedet sich<br />

Gruppenleiterin Stefi Rosengarten (li.) von Holger Scherbel, der jetzt an seinem neuen Arbeitsplatz<br />

in der Hauswirtschaft zufrieden ist. Seine Schwester Birgit Puzicha besuchte ihn in der<br />

Werkstatt und schildert in Bildern und einem „offenen Brief“ den ECHO-Lesern ihre Eindrücke.<br />

Mit Teamgeist und Fingerspitzengefühl<br />

Holger Scherbels Wechsel von der Verpackungs- in die Hauswirtschaftsgruppe<br />

Liebe Leser, ich muss es<br />

einfach loswerden und in<br />

die Welt hinausposaunen:<br />

Ich bin ja sooooo stolz !!!<br />

- worauf? - auf meinen<br />

Bruder Holger, von dem ich<br />

eigentlich immer dachte, er<br />

sei eine mega faule Socke!<br />

Aber ich möchte eigentlich<br />

von vorne beginnen, sonst<br />

kann mich niemand so wirklich<br />

verstehen.<br />

Holger ist also mein von mir<br />

über alles geliebter Bruder.<br />

Er ist 35 Jahre alt, wohnt seit<br />

Februar 2006 auf Gut Kinderhaus<br />

und arbeitet in der<br />

Westfalenfleiß­Zweigwerkstatt<br />

Münster Nord in der<br />

Rudolf­Diesel­Straße.<br />

10<br />

Nicht nur, dass es ihm sehr<br />

schwer fiel, sich an die<br />

neue Umgebung und an ein<br />

zweites Zuhause zu gewöhnen<br />

(ich glaube, er wurde<br />

von meinen Eltern, meinem<br />

Freuen sich über ihren neuen Kollegen Holger Scherbel (re.) in<br />

der Hauswirtschaftsgruppe der Zweigwerkstatt Münster Nord:<br />

Mechthild Böcker-Grause (Mitte) und Federico Talerico.<br />

Fotos: Birgit Puzicha


Mann und mir nämlich ganz<br />

schön betuddelt); nein, hinzu<br />

kam auch noch eine neue<br />

Arbeitsstelle.<br />

Er verpackte mit seinen<br />

Kolleginnen und Kollegen<br />

für eine Firma Bonbons, also<br />

eine Tätigkeit, bei der er sitzend<br />

arbeiten und sich stark<br />

auf jeden Arbeitsschritt über<br />

längere Zeit konzentrieren<br />

musste. Das hatte zur Folge,<br />

dass er zu allen möglichen<br />

und unmöglichen Sachen<br />

Lust hatte, nur nicht zum<br />

Arbeiten.<br />

Jetzt kommen seine „alten“<br />

Chefinnen, und auch seine<br />

„neue“ Chefin ins Spiel. Es<br />

ist unglaublich, wie gut sie<br />

alle diese Situation eingeschätzt<br />

haben. Ihnen ist<br />

nämlich aufgefallen, dass<br />

Holger sich gerne im Küchenbereich<br />

herum trieb<br />

und dort alles total interessant<br />

fand.<br />

Folge: Holger durfte dort<br />

ein Praktikum machen und<br />

hat sich so prima bewährt,<br />

dass er dort eine feste Stelle<br />

bekommen hat.<br />

Auch hier erfolgte vorher<br />

wiederum eine Absprache<br />

mit dem Bezugsbetreuer<br />

und der Teamleiterin. Die<br />

konnten sich Holger gut in<br />

der Küche vorstellen, da er<br />

auf Gut Kinderhaus ebenfalls<br />

gerne praktische Tätigkeiten<br />

rund um die Küche<br />

wahrnahm. Als ich dies zum<br />

ersten Mal von Holger hörte,<br />

konnte ich nicht wirklich<br />

daran glauben, dass es sich<br />

Zweigwerkstatt Münster Nord<br />

Freundliche Aufnahme: Holger Scherbel (2.v.r.) mit seinen<br />

neuen Kolleginnen und Kollegen der Hauswirtschaftsgruppe.<br />

tatsächlich um meinen<br />

Bruder handelt, der, wenn<br />

man ihn mal zum Abtrock­<br />

nen aufforderte, sich mit viel<br />

Maulerei und lautem Gestöhne<br />

verdrückte.<br />

11


Zweigwerkstatt Münster Nord<br />

O.k., fairerweise muss ich<br />

sagen, bei den Eltern bzw.<br />

der Schwester zu helfen<br />

ist natürlich nicht gerade<br />

so spannend, ich habe das<br />

früher auch nur ungern<br />

gemacht.<br />

Also habe ich ihn in der Küche<br />

besucht um mich davon<br />

zu überzeugen, dass es sich<br />

tatsächlich um meinen Bruder<br />

handelt und kann nur<br />

sagen, ich bin schlichtweg<br />

begeistert!<br />

Er ist so stolz auf seine<br />

Arbeitskleidung, gibt Suppe<br />

aus, hat gelernt, Tische abzu­<br />

Viel gelernt: Mechthild Böcker-Grause<br />

übt mit Holger<br />

Scherbel neue Fertigkeiten<br />

ein. Er gibt Suppe aus, hat<br />

gelernt, Tische abzuwischen,<br />

die Spülmaschine einzuräumen<br />

und viele Sachen mehr.<br />

12<br />

wischen, die Spülmaschine<br />

einzuräumen und viele<br />

Sachen mehr.<br />

Grundstein gelegt<br />

für große Zufriedenheit<br />

Holger fühlt sich so wohl,<br />

dass er eine sichtbar andere<br />

Ausstrahlung bekommen<br />

hat, keinen Urlaub mehr<br />

haben möchte und schon<br />

morgens um 6.15 Uhr fertig<br />

angezogen in der Wohnstätte<br />

sitzt und mit Ungeduld darauf<br />

wartet, dass es endlich<br />

losgeht.<br />

Und ­ ganz klar ­ dem Rest<br />

der Familie geht es auch<br />

dementsprechend besser. Ist<br />

das „Nesthäkchen“ zufrieden,<br />

dann sind alle glücklich<br />

und es gibt schon mal ein<br />

paar Freudentränen.<br />

Mir ist schon klar, dass<br />

es sicherlich auch andere<br />

Zeiten geben wird, in denen<br />

seine „Arbeitswut“ nicht<br />

mehr so ausgeprägt ist. Aber<br />

der Grundstein dafür wurde<br />

gelegt.<br />

Deshalb gilt mein ganz<br />

dickes Dankeschön:<br />

• als erstes allen seinen<br />

neuen Kolleginnen und<br />

Kollegen, die ihn so toll<br />

aufgenommen haben!<br />

• seinen „alten“ Chefinnen<br />

Stefi Rosengarten und<br />

Helgard Wollwage, die uns<br />

immer wieder Mut gemacht<br />

haben!<br />

• seiner „neuen“ Chefin<br />

Mechthild Böcker­Grause,<br />

Strahlt: Holger Scherbel (li.),<br />

hier im Bild mit dem Zivildienstleistenden<br />

Alexander<br />

Keuper, der sich mit ihm<br />

freut über den gelungenen<br />

Arbeitsplatzwechsel von der<br />

Verpackungsabteilung zur<br />

Hauswirtschaftsgruppe.<br />

die er absolut nicht gegen<br />

meine Chefin tauschen<br />

möchte!<br />

• Dietmar Gutt vom Sozialen<br />

Dienst, der immer Dinge<br />

möglich macht, die in<br />

meinen Augen gar nicht zu<br />

ermöglichen sind!<br />

• seinem Bezugsbetreuer<br />

Hendrik Hoffjann, der Holger<br />

unendlich gut tut und<br />

• seiner Teamleiterin Martina<br />

Fehnker, die immer ein offenes<br />

Ohr hat und zur Stelle<br />

ist, wenn man denkt, es geht<br />

nicht mehr weiter!


Ohne dieses gemeinsame<br />

Wirken, bei dem immer die<br />

Person, um die es geht im<br />

Mittelpunkt steht, wäre Holger<br />

weiterhin ziemlich unglücklich<br />

und so ist er wieder<br />

der „Strahlemann“, den ich<br />

kenne und den ich liebe.<br />

Ich denke, die Bilder auf diesen<br />

Seiten sprechen für sich.<br />

Ach ja, Holger ist übrigens<br />

der mit den Hosenträgern!<br />

Cool, nicht wahr ?!<br />

Ihre<br />

Birgit Puzicha<br />

Zweigwerkstatt Münster Nord<br />

Grundstein gelegt für große Zufriedenheit: Holger Scherbel<br />

(re.) fühlt sich wohl an seinem neuen Arbeitsplatz.<br />

13


Dieter wartet auf grün.<br />

In Telgte geht’s ab aufs Fahrrad<br />

- aber mit Sicherheit!<br />

Exkursion zum Verkehrsübungsplatz in Münster<br />

Anna, Dieter und Christoph<br />

kommen jetzt sicherer mit<br />

dem Rad zur Arbeit nach<br />

Telgte.<br />

Im Rahmen der arbeitsbegleitenden<br />

Maßnahme<br />

„Sicher mit dem Rad zur<br />

Werkstatt fahren“, planten<br />

Gruppenleiter Harald Kinzel<br />

und seine Kollegin Heike<br />

Welter auch einen Besuch<br />

auf dem Verkehrsübungsplatz<br />

in Münster ein. Auch<br />

die eisige Novemberkälte<br />

konnte sie nicht von ihrem<br />

Vorhaben abhalten.<br />

„Schon Wochen vorher haben<br />

wir uns auf den Ausflug<br />

gefreut“, sagte Anna. Was<br />

in Telgte zuvor theoretisch<br />

14<br />

erarbeitet worden war,<br />

konnten die Teilnehmer jetzt<br />

selber ausprobieren.<br />

Im Gespräch mit Herrn<br />

Helms vom Verkehrsübungs­<br />

platz, der die Gruppe mit<br />

viel Geduld betreute, konnte<br />

Dieter noch Fragen klären,<br />

die ihn besonders interessierten.<br />

„Endlich habe ich<br />

verstanden, was das Schild<br />

Dieter, Anna, und Christoph kommen jetzt sicherer mit dem<br />

Rad zur Arbeit nach Telgte, - dank ihrer erfolgreichen Teilnahme<br />

an der arbeitsbegleitenden Maßnahme „Sicher mit dem<br />

Rad zur Werkstatt fahren“. Fotos: hw


mit dem schwarzen Kreuz in<br />

der Mitte bedeutet!“<br />

Neben den interessanten<br />

und lehrreichen Eindrücken,<br />

die die Gruppe aus Münster<br />

mitgenommen hat, gehörten<br />

außerdem auch noch einige<br />

andere Themen zur Gesamtmaßnahme<br />

wie zum Beispiel:<br />

• Fahrrad reparieren<br />

(winterfest machen)<br />

• Hindnernisparcours<br />

• Verkehrsregeln<br />

• Richtige Kleidung in der<br />

dunklen Jahreszeit<br />

Weil Christoph gelernt hat,<br />

wie wichtig es ist, im Dunkeln<br />

gut gesehen zu werden,<br />

Zweigwerkstatt Telgte<br />

So viele Schilder, - aber Herr Helms behält die Ruhe.<br />

freute er sich über ein passendes<br />

Geschenk von Herrn<br />

Helms. Alle Teilnehmer<br />

bekamen Reflektorstreifen<br />

für ihre Kleidung überreicht.<br />

Der Kurs hat alle Beteiligten<br />

so begeistert, dass fürs<br />

nächste Jahr eine Wiederholung<br />

fest auf dem Wunschzettel<br />

steht. hw<br />

15


Dieter Kunath-Stiftung<br />

Dreirad<br />

zum halben Preis<br />

Vorstand der Dieter Kunath-Stiftung bewilligte<br />

Zuschuss für neuwertiges Erwachsenendreirad<br />

„Da werden wir doch mal<br />

sehen, ob sich da nichts<br />

machen lässt“, waren sich<br />

die Vorstandsmitglieder<br />

Karl-Heinz Garbe, Siegfried<br />

Thomaszick, Paul Damhorst<br />

und Klaus-Michael Müller<br />

von der Dieter Kunath-<br />

Stiftung einig. Sie fackelten<br />

nicht lange: Bereits<br />

am selben Nachmittag,<br />

wenige Stunden nach der<br />

Vorstandssitzung, stand<br />

ein Mitglied des Vorstands<br />

vor dem Mecklenbecker<br />

Fahrradladen „Look“, betrat<br />

entschlossen das Geschäft,<br />

- und wurde fündig bei der<br />

Suche nach einem Dreirad<br />

für Marc Hörstker.<br />

Marc Hörstker hatte dem<br />

Vorstand der Dieter Kunath­<br />

Stiftung einen mehrseitigen<br />

Brief geschrieben (s. Kasten),<br />

in dem er um einen Zuschuss<br />

für ein gebrauchtes<br />

Dreirad gebeten hatte, da<br />

es ihm aufgrund seiner<br />

16<br />

Behinderung nicht möglich<br />

sei, ein normales Fahrrad<br />

zu fahren. Er selbst könne<br />

sich aber nur mit 300 Euro<br />

beteiligen, schrieb Marc<br />

Hörstker an den Vorstand in<br />

seinem Brief, von dem die<br />

Vorstandsmitglieder begeistert<br />

waren.<br />

„Die Angelegenheit hat mich<br />

nicht mehr losgelassen,<br />

denn der Brief hat mich sehr<br />

beeindruckt“, gestand Klaus­<br />

Michael Müller rückblickend<br />

und er nahm gerne den Auftrag<br />

des Vorstandes an, sich<br />

der Sache anzunehmen.<br />

Er fuhr direkt zu den ihm<br />

bekannten Fahrradhändlern<br />

und fand dann in seiner<br />

Nachbarschaft ganz in<br />

der Nähe genau das, was<br />

er suchte, ­ ein passendes<br />

Dreirad im Fahrradgeschäft<br />

„Look“ in Mecklenbeck.<br />

Hier wurde mit dem Zweiradmechanikermeister<br />

Florian Look „hart“ verhandelt<br />

und stolz erstand der<br />

Vermittler schließlich im Namen<br />

der Dieter Kunath­Stiftung<br />

ein neuwertiges Dreirad<br />

für die Hälfte des Preises.<br />

Einen Eigenanteil in Höhe<br />

von 300 Euro übernahm<br />

Marc Hörstker.<br />

Zweiradmechanikermeister<br />

Florian Look mit dem Dreirad<br />

für Marc Hörstker. Fotos: kmm<br />

Die Restfinanzierung erfolgte<br />

über eine Spende an<br />

die Dieter Kunath­Stiftung.<br />

Als leicht lösbar erwies sich<br />

das Problem, eine Vorrichtung<br />

für einen Gehstock<br />

anzubringen. Die montierte<br />

Geschäftsinhaber Florian<br />

Look umgehend und schon<br />

konnte Marc Hörstker seine<br />

erste Probefahrt machen.<br />

„Ein super Fahrrad ist das“,<br />

freute sich Marc Hörstker,<br />

der nun seine Unabhängigkeit<br />

genießen kann und wieder<br />

mit dem Fahrrad zur Arbeit<br />

fährt. Sein altes Dreirad<br />

ließ sich nicht mehr reparieren<br />

und ein nagelneues hätte<br />

er ohne den Zuschuss der<br />

Dieter Kunath­Stiftung gar<br />

nicht finanzieren können.


„Da kann der Frühling kommen“,<br />

freute sich der Vermittler<br />

und Marc Hörstker,<br />

­ natürlich gemeinsam mit<br />

den Vorstandsmitgliedern<br />

der Dieter Kunath­Stiftung<br />

und besonders mit dem<br />

Gründungsstifter selbst,<br />

Dieter Kunath, dem die<br />

Belange von Menschen mit<br />

Behinderungen besonders<br />

am Herzen liegen.<br />

mt<br />

Spenden für die<br />

der Dieter Kunath-Stiftung:<br />

Sparkasse Münsterland Ost<br />

BLZ 400 501 50<br />

Konto-Nr.: 134546829<br />

An die<br />

Dieter Kunath Stiftung<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

mein Name ist Marc Hörstker,<br />

ich bin 33 Jahre alt und arbeite<br />

schon ca. 11 Jahre bei der<br />

Westfalenfleiß GmbH in der WfbM<br />

am Kesslerweg. Ich wohne im<br />

Rahmen des DSE [Dezentrales<br />

Stationäres Einzelwohnen] mit<br />

einem Mitbewohner in einer<br />

eigenen Wohnung.<br />

Aufgrund meiner Behinderung<br />

ist es mir nicht möglich, ein<br />

normales Fahrrad zu fahren.<br />

Bisher hatte ich ein gebrauchtes<br />

Erwachsenendreirad, welches<br />

leider defekt ist und auch nicht<br />

von einer Fachwerkstatt repariert<br />

werden kann. Dieses liegt daran,<br />

dass es die Herstellerfirma [...]<br />

nicht mehr gibt und daher keine<br />

Ersatzteile zu bekommen sind.<br />

Meine jetzige Situation ist für<br />

mich sehr schwierig, da ich<br />

bisher immer mit meinem Fahrrad<br />

zur Arbeit fahren konnte. Ich<br />

fahre sehr gerne Fahrrad, denn<br />

dieses bedeutet für mich Unab-<br />

hängigkeit. Insbesondere bestätigt<br />

mein Arzt, dass es für meine<br />

Muskulatur und den Erhalt meiner<br />

Beweglichkeit sehr wichtig ist,<br />

Fahrrad zu fahren. Zur Zeit muss<br />

ich einen Fahrdienst in Anspruch<br />

nehmen, um trotz meiner Bewegungseinschränkung<br />

zur Arbeit zu<br />

kommen. Dieses ist für mich aber<br />

keine Dauerlösung, da ich den<br />

Verlust meiner Selbstständigkeit<br />

und den Abbau meiner Muskulatur<br />

und Mobilität befürchte.<br />

Im Jahre 2005 habe ich bereits<br />

einen Antrag auf Kostenübernahme<br />

für ein Behindertendreirad bei<br />

meiner Krankenkasse eingereicht.<br />

Dieser wurde inklusive Widerspruch<br />

abgelehnt. Mein größter Wunsch<br />

ist ein neues Fahrrad, jedoch bin<br />

ich nicht in der Lage, alleine ein<br />

Fahrrad zu finanzieren. Über Herrn<br />

Suer-Schlüter [Sozialer Dienst]<br />

habe ich von Ihrer Stiftung erfahren<br />

und möchte Sie bitten, mir zu<br />

helfen.<br />

Dieter Kunath-Stiftung<br />

Marc Hörstker mit seinem neuen Dreirad. Foto: mt<br />

Marc Hörstker<br />

Diesem Schreiben füge ich einen<br />

Kostenvoranschlag [...] bei<br />

[über] ein gutes Angebot für<br />

ein Vorführrad [...]. Im Rahmen<br />

meiner Möglichkeiten bin ich in<br />

der Lage, einen Eigenanteil von<br />

300 Euro zu übernehmen. Monatlich<br />

steht mir ein Betrag von<br />

maximal 205 Euro (Taschengeld<br />

+ Lohn) zur Verfügung. Von diesem<br />

Geld spare ich, um einmal<br />

im Jahr an einer Freizeit teilzunehmen.<br />

Zusätzlich bestreite ich<br />

von diesem Geld Ausgaben wie<br />

Gebühren für Kurse und Veranstaltungen<br />

und Anschaffungen<br />

von Möbeln und Geräten. Meine<br />

Eltern sind nicht in der Lage, mir<br />

bei der Finanzierung des Fahrrades<br />

zu helfen.<br />

Ich würde mich sehr über eine<br />

positive Nachricht von Ihnen<br />

freuen.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Marc Hörstker<br />

17


Der „Neue“ und der „Alte“: Heiner Viefhues (li.) löste jetzt Joachim Schreiber als Vertrauensperson für<br />

den Westfalenfleiß-Werkstattrat ab. Seinen Einstand gab der „Neue“ zusammen mit dem „Alten“ bei<br />

einem Besuch des Werkstattrates in Haus Hall. Fotos: Timo Kampschulte<br />

18


Sonnenstein-<br />

Pyramide<br />

„sonnensteine“ war eine Spendenaktion der Werkstatt für<br />

behinderte Menschen in Münster, der Westfalenfleiß<br />

GmbH, Arbeiten und Wohnen.<br />

Menschen mit Behinderungen des Werkstattrates<br />

von Westfalenfleiß brachten nach der Flutkatastrophe<br />

in Südostasien an Weihnachten 2004<br />

den „Stein ins Rollen“ und erreichten, dass<br />

mehr als 800 Menschen mit Behinderungen<br />

aus den Werkstätten und dem Wohnverbund<br />

von Westfalenfleiß den Betroffenen<br />

der Flutkatastrophe in Südostasien mit<br />

einer kreativen und selbstbewussten<br />

Aktion beim Wiederaufbau halfen.<br />

Im März, April und Mai 2005<br />

bemalten sie „sonnensteine“<br />

und verkauften sie für 1,­ Euro<br />

das Stück. Der Erlös kam dem<br />

Münsteraner Spendenprojekt<br />

„Münster hilft Nias zugute.<br />

Die „Sonnenstein­Pyramide“<br />

in der Eingangshalle<br />

der Westfalenfleiß<br />

GmbH am Kesslerweg,<br />

in der die restlichen<br />

„sonnensteine“<br />

aufgeschichtet<br />

sind, erinnert an<br />

diese erfolgreiche<br />

Aktion, auf die<br />

Beschäftigte<br />

und Mitarbeiterinnen<br />

und<br />

Mitarbeiter<br />

von Westfalenfleißgleichermaßen<br />

stolz<br />

sind.<br />

mt<br />

Werkstattrat<br />

19


Hexenkessel Westfalenfleiß<br />

Beim Westfalenfleiß-Karneval herrschten Hexen, Feen, Magier und Zauberer<br />

In der fünften Jahreszeit<br />

herrschte beim diesjährigen<br />

Karneval bei Westfalenfleiß<br />

auch in diesem Jahr wieder<br />

ausgelassene Stimmung.<br />

Echt gute Hexen, sozialpädagogische<br />

Besentänze,<br />

Bibi Blocksberg & Co., der<br />

Dieser „große Zampano“<br />

heizte den Hexenkessel an und<br />

ließ die Puppen tanzen: Er gab<br />

das Startzeichen für die Hexentänze<br />

der Magier und Fabelwesen aus<br />

dem Zauberland. Fotos: dg/hs/bh<br />

Stadtprinz, die<br />

Wiedertäufer, die<br />

„Zauberlehrlinge“<br />

und die<br />

Tanztruppe mit<br />

Hanno Liesner<br />

brachten das<br />

Publikum am<br />

Kesslerweg in zauberhafte<br />

Stimmung. Ganz Westfalenfleiß<br />

verwandelte sich in<br />

einen brodelnden Hexenkessel.<br />

In Harry­Potter­Manier<br />

als Albus Dumbledore und<br />

Rubeus Hagrid führten Joachim<br />

Schreiber<br />

und<br />

Bastian<br />

Jescher gemeinsam<br />

mit<br />

DJ Gerd Winter<br />

durch das Programm<br />

am Kesslerweg. Das<br />

Publikum war begeistert<br />

von magischen Vampiren,<br />

Graf Dracula,<br />

fantastisch buckligen<br />

Hexenoutfits und


Petra Laube gewann<br />

den ersten<br />

Preis bei der Kostümprämierung<br />

an der Rudolf-<br />

Diesel-Straße.<br />

An der Rudolf-Diesel-Straße sorgten Federico Talarico (re.)<br />

und Josef Jurkiewicz für gute Laune. Fotos: Dietmar Gutt<br />

fantasievollen Kostümen<br />

mit liebevoll arrangierten<br />

Spinnweben mit feurigen<br />

Hexenbesen oder geschulterter<br />

Katze. Aber auch Bibi<br />

Blocksberg und Carla Kolumna<br />

­ alias Zivis & FSJler ­ fehlten<br />

nicht, gefolgt von einer<br />

fetzigen Tanzperformance<br />

mit der Gruppe „Funky<br />

movements“. Der Stadtprinz<br />

und die Wiedertäufer setzten<br />

einen weiteren närrischen<br />

Höhepunkt.<br />

Weiberfastnacht<br />

in der Werkstatt Nord<br />

In der Zweigwerkstatt an der<br />

Rudolf­Diesel­Straße (Fotos<br />

auf dieser Seite) wurde an<br />

Weiberfastnacht gefeiert<br />

Als DJ‘s an der Rudolf­<br />

Diesel­Straße sorgten<br />

Federico Talarico und<br />

Josef Jurkiewicz für gute<br />

Laune. Sie übernahmen<br />

auch die Moderation<br />

und die Stimmung<br />

war super! Pünktlich<br />

um 13.11 Uhr begann<br />

das Fest mit einer<br />

Polonaise aus den<br />

Gruppen, gefolgt<br />

von einer „Reise<br />

nach Jerusalem“ und<br />

einem spektakulären<br />

Auftritt von Zivis und<br />

FSJlern, die nach<br />

dem begeisterten<br />

Applaus im Publikum zum<br />

allgemeinen Tanz für alle<br />

mit Luftballon aufforderten.<br />

Bei der Kostümprämierung<br />

gewann Petra Laube den ersten<br />

Preis. Den zweiten und<br />

dritten Platz belegten Jürgen<br />

Winkelnkemper und Martin<br />

Dierkes.


Zauberhafte Fotoschau<br />

vom Karneval <strong>2008</strong><br />

Liebe Leserinnen, liebe<br />

Leser! Auf diesen<br />

Seiten präsentieren<br />

wir Ihnen Fotos<br />

von Dietmar Gutt,<br />

Henning Schlüter<br />

und Barbara<br />

Horwath. Wir<br />

hoffen, dass Ihnen<br />

die „Nachlese“<br />

gefällt.<br />

Helau!<br />

mt<br />

Manch einer<br />

erkannte in den<br />

verhexten Gestalten<br />

Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter aus<br />

der Verwaltung, dem<br />

Sozialen Dienst oder<br />

dem Gruppendienst.


24<br />

Echte Hexen, sozialpädagogische<br />

Besentänze, Bibi<br />

Blocksberg & Co., der Stadtprinz,<br />

die Wiedertäufer,<br />

die „Zauberlehrlinge“ und<br />

die Tanztruppe mit Hanno<br />

Liesner brachten das Westfalenfleiß-Publikum<br />

in zauberhafte<br />

Stimmung.


Fotos: Barbara Horwath/Henning Schlüter<br />

Kornelia Pohl (li.)<br />

gewann den ersten<br />

Preis bei der Kostüm-<br />

prämierung am<br />

Kesslerweg.<br />

Führten durch das<br />

närrische Programm<br />

(v.l.n.r.): Joachim<br />

Schreiber, Gerd Winter<br />

und Bastian Jescher.<br />

25


„Wir haben an Stärke, Ausdauer und Mut gewonnen“, - so lautet das überwiegende Fazit der<br />

insgesamt 15 „PIA“- Teilnehmer, die in den letzten zweieinhalb Jahren individuelle Berufswege<br />

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschritten haben. Foto: mt<br />

An Stärke, Ausdauer und Mut gewonnen<br />

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EU-Projektes „PIA“ ziehen Bilanz<br />

Ein erfolgreiches Projekt<br />

zur Integration psychisch<br />

erkrankter Menschen in<br />

Unternehmen auf den<br />

allgemeinen Arbeitsmarkt<br />

wurde jetzt beim „Industrie-Service-Münster“<br />

(ISM)<br />

der Westfalenfleiß GmbH<br />

umgesetzt, - ein Projekt zur<br />

Integration in den Arbeitsmarkt,<br />

- kurz: PIA.<br />

„Wir haben an Stärke, Ausdauer<br />

und Mut gewonnen“,<br />

­ so lautete das überwiegende<br />

Fazit der 15 „PIA“­<br />

Teilnehmer, die gemeinsam<br />

mit allen Projektbeteiligten<br />

am 12. Dezember in den<br />

Räumen des ISM am Kaiserbusch<br />

die Ergebnisse<br />

des Projektes der Presse<br />

vorstellten.<br />

Mit dabei waren der<br />

Projektleiter Karl­Heinz<br />

Rotte, die Organisatoren<br />

Hildegard Wilken und<br />

26<br />

Michael Wenker­Gierschner<br />

vom Industrie­Service<br />

Münster, der Geschäftsführer<br />

der Westfalenfleiß<br />

GmbH, Karl­Heinz Garbe,<br />

sowie Michael Schneider<br />

vom Integrationsamt<br />

des Landschaftsverbandes<br />

Westfalen­Lippe.<br />

Praktika und externe<br />

Arbeitsplätze<br />

Insgesamt 15 ISM­<br />

Beschäftigte waren<br />

während der zweieinhalbjährigen<br />

Projektdauer in<br />

Form von Praktika<br />

und externen Beschäftigungen<br />

mit<br />

längerfristiger Perspektive<br />

tätig. Dabei<br />

erhielten nicht nur<br />

die Projektteilnehmer<br />

Begleitung und<br />

Unterstützung durch<br />

pädagogisches Fachpersonal<br />

der Werkstatt, sondern<br />

auch die Kooperationspartner<br />

in den Unternehmen.<br />

Neben dem „Coaching“ am<br />

Arbeitsplatz und den be­


gleitenden Abstimmungen<br />

zur Einarbeitung, sorgten<br />

individuelle, ergänzende<br />

Qualifizierungen wie EDV­<br />

Schulungen, Workshops und<br />

interne Vorbereitungen für<br />

gute Voraussetzungen.<br />

Erfolge des Projektes sind<br />

neben der Aufnahme einer<br />

Berufsausbildung eines Projektteilnehmers<br />

die dauerhafte<br />

Etablierung von neun<br />

Teilnehmern auf externen<br />

Werkstattarbeitsplätzen in<br />

den Kooperationsunternehmen.<br />

Und genau das<br />

war auch das Ziel des vom<br />

Integrationsamt des Landschaftsverbandes<br />

Westfalen<br />

Lippe mitgetragenen EU­<br />

Projektes: Die Begleitung<br />

von Übergängen von Beschäftigten<br />

aus der Werkstatt<br />

für psychisch behinderte<br />

Menschen auf Arbeitsplätze<br />

in Unternehmen des allgemeinen<br />

Arbeitsmarktes.<br />

Die Bandbreite der Arbeitsfelder<br />

und Beschäftigungs­<br />

Erfolgreich abgeschlossen: EU-Projekt PIA<br />

inhalte ist sehr vielfältig und<br />

reicht von Verwaltungstätigkeiten<br />

über das Handwerk<br />

bis hin zum Dienstleistungsgewerbe<br />

und können auch<br />

zukünftig noch die Funktion<br />

eines „Sprungbrettes“ in ein<br />

Regelbeschäftigungsverhältnis<br />

übernehmen.<br />

Regionale Kooperationen<br />

und europäische Partner<br />

Das PIA­Projekt war Teil<br />

des Equal­Netzwerkes „MIK<br />

­ Modulare Integrationskonzepte“,<br />

in dem die Handwerkskammer<br />

Münster die<br />

Gesamtkoordination übernommen<br />

hatte. Die gesamte<br />

Entwicklungspartnerschaft<br />

hat sich für eine Verbesserung<br />

der Berufschancen<br />

von Menschen mit Behinderungen,<br />

benachteiligte<br />

Jugendliche und Migranten<br />

eingesetzt. Die breite Unterstützung<br />

aus der Region<br />

des Regierungsbezirkes<br />

Münster durch Kommunen,<br />

Arbeitsagenturen, Land­<br />

schaftsverband Westfalen­<br />

Lippe und Schulen sowie<br />

zahlreiche Unternehmen<br />

konnte dazu beitragen, dass<br />

die vielen Teilnehmer der<br />

unterschiedlichen Projekte<br />

eine persönliche berufliche<br />

Fortentwicklung erreichen<br />

konnten. Um Ansätze aus<br />

anderen Ländern kennen<br />

zu lernen, fand eine Zusammenarbeit<br />

mit Partner<br />

aus Finnland, Litauen und<br />

den Niederlanden statt. Das<br />

Gesamtvorhaben endete im<br />

Dezember 2007 und wurde<br />

von der Europäischen Union<br />

aus dem Programm „Equal“<br />

mitfinanziert.<br />

Für Westfalenfleiß bedeutet<br />

der Projektabschluss, dass in<br />

Zukunft gezielt unterschiedliche<br />

Formen von Übergängen<br />

aus der Werkstatt auf<br />

den Arbeitsmarkt weiter<br />

verfolgt und unter dem Gesichtspunkt<br />

der Integration<br />

für die Beschäftigten weiter<br />

entwickelt werden.<br />

khr<br />

27


Neue Ideen für den Rehasport entwickeln: Dazu trafen sich in der Westfalenfleiß-Sporthalle<br />

am Kesslerweg experimentierfreudige Sport- und Gymnastiklehrerinnen aus Werkstätten des<br />

Münsterlandes zu ihrem turnusgemäßen Regionaltreffen „Sport“. Fotos: mt<br />

Neue Ideen mit Sprung und Schwung<br />

Verknüpfung von Theorie und Praxis beim Werkstätten-Regionaltreffen „Sport“<br />

In der Sporthalle der<br />

Westfalenfleiß GmbH am<br />

Kesslerweg fand am 12. Dezember<br />

2007 turnusgemäß<br />

das vierteljährliche Regionaltreffen<br />

„Sport“ statt.<br />

Zu diesem Fortbildungstreffen<br />

werden Sport­ und<br />

Gymnastiklehrerinnen aus<br />

den Werkstätten der Regionen<br />

Steinfurt, Warendorf,<br />

Tecklenburg Coesfeld und<br />

28<br />

Münster eingeladen, um<br />

sich in Praxis und Theorie<br />

zu aktuellen Themen ihres<br />

Berufes mit dem Anspruch<br />

an den Werkstattsport auszutauschen.<br />

Für das Treffen bereiteten<br />

Kornelia Hüsing und Ulrike<br />

Scheck, Mitarbeiterinnen<br />

der Sportabteilung der Westfalenfleiß<br />

GmbH, Themen<br />

vor, die das Interesse der<br />

experimentierfreudigen<br />

Kollegen und Kolleginnen<br />

voll trafen und zur regen<br />

Teilnahme animierten:<br />

• Bewegungsspiele mit dem<br />

Erwachsenen­Dreirad und<br />

• neue Ideen auf dem<br />

großen Trampolin.<br />

So wurde in der Sporthalle<br />

ausprobiert, variiert und neu


konzipiert. Aktuelle<br />

Neuerungen<br />

zu diesen Themen<br />

wurden besprochen<br />

und an die<br />

Bedürfnisse der<br />

Beschäftigten in<br />

den Werkstätten<br />

angepasst.<br />

Denn in diesem<br />

Punkt waren sich<br />

alle Teilnehmer<br />

einig: Nur mit<br />

motivierenden<br />

und den Erfordernissen<br />

des<br />

Rehasports gerecht<br />

werdenden<br />

Angeboten, könne<br />

den zeitgemäßen<br />

Anforderungen<br />

an den Werkstattsport<br />

entsprochen<br />

werden. Überzeugende<br />

Qualität, so<br />

die Sportaktivisten,<br />

sei dafür einer<br />

der wichtigsten<br />

Faktoren, um<br />

die Attraktivität<br />

dieses Angebotes<br />

aufrecht zu erhalten<br />

und weiter zu<br />

entwickeln.<br />

Nach intensiven<br />

Diskussionen und<br />

neuen, schweißtreibendenBewegungserfahrungen<br />

lautete das Fazit<br />

des Tages dann<br />

auch: „Mit frischem<br />

Schwung<br />

ins neue Arbeitsjahr!“<br />

kh/us<br />

Sport<br />

Motivation und Qualität, - das sind nach Auffassung der Sportfachkräfte<br />

aus Werkstätten die zeitgemäßen Anforderungen an den Werkstattsport.<br />

29


Auf Erfolgskurs: Die Fußballmannschaft von Westfalenfleiß in Lüdenscheid mit den Trainern<br />

Kay Herweg (1.v.l.) und Thomas Danek (1.v.r.). Fotos: td<br />

Westfalenfleiß-Team setzt sich durch<br />

Westfalenfleiß-Kicker siegreich beim Fußballturnier in Lüdenscheid<br />

„Westfalenfleiß Münster II“,<br />

so heißt der erste Sieger des<br />

Hallenfußballturnieres für<br />

Menschen mit Behinderung,<br />

das 2007 in der Vorweihnachtszeit<br />

in Lüdenscheid<br />

ausgetragen wurde.<br />

Das Team setzte sich mit<br />

11:2 Punkten gegen das<br />

Franz­Sales­Haus Essen<br />

30<br />

durch (9:3). Im drittletzten<br />

Spiel des Tages fiel nach<br />

spannendem Verlauf die<br />

letztendliche Sieger­Entscheidung,<br />

denn gespielt<br />

wurde im überschaubaren<br />

Modus „Jeder gegen Jeden“.<br />

Knapp wurde es um den 3.<br />

Platz: Westfalenfleiß I setzte<br />

sich schließlich punktgleich<br />

dank eines besseren Tor­<br />

verhältnisses (+3) gegen<br />

Gottessegen Dortmund (+2)<br />

durch und holte somit einen<br />

weiteren Pokal ins Münsterland.<br />

Die beiden LTV­Teams vom<br />

Lüdenscheider Turnverein<br />

von 1861 e.V. belegten<br />

bei ihrer Turnierpremiere<br />

zwar nur die letzten Plätze,<br />

Schoss ein entscheidendes<br />

Tor zur erfolgreichen<br />

Platzierung der<br />

Westfalenfleiß-Teams in<br />

Lüdenscheid:<br />

Jürgen Dieckmann (li.).<br />

Mannschaftskamerad<br />

Dieter Unländer<br />

gratuliert.


sammelten aber wertvolle<br />

Erfahrungen und ließen sich<br />

den rundum gelungenen<br />

Turniertag nicht vermiesen.<br />

Wie geplant fand um 14 Uhr<br />

das Einlagenspiel der Stadt<br />

Lüdenscheid gegen eine<br />

Behindertenauswahl aller<br />

sechs Teams statt.<br />

Einige Trainer schienen bei<br />

der Aufstellung ihrer Kandidaten<br />

zu taktieren, indem sie<br />

ihre besten Spieler für das eigentliche<br />

Turniergeschehen<br />

schonten und auch einmal<br />

den weniger eingesetzten<br />

Kickern eine Chance gaben.<br />

Jedenfalls setzte sich die Verwaltung<br />

um den glänzend<br />

aufgelegten Bürgermeister<br />

Dieter Dzewas<br />

nach zwei Mal<br />

zwölf Spielminuten<br />

deutlich<br />

mit 6:2 durch.<br />

Zuvor begeisterten<br />

die LTV<br />

Cheerleader<br />

ihr Publikum,<br />

wobei sich<br />

einige Spieler<br />

hier anscheinend besonders<br />

motivieren ließen („Wenn<br />

ich gleich ein Tor schieße,<br />

bekomme ich dann einen<br />

Kuss von dir?“).<br />

Allemal sorgten die Cheerleader<br />

auch während der<br />

Siegerehrung für eine gute<br />

Stimmung. Klaus Müschenborn,<br />

1. Vorsitzender des LTV<br />

61, überreichte den drei Erst­<br />

Abschiedsgeschenke für die „altgedienten“ Trainer:<br />

Jochen Zeranka, Klaus und Markus Milkowski (v.l.n.r.). Fotos: kh<br />

Ein Dankeschön für lange Jahre Beistand<br />

Mannschaftsfotos zur Erinnerung an langjährige Zusammenarbeit<br />

Zu ihrem offiziellen Abschied<br />

von der Westfalenfleiß-Fußballmannschaft<br />

zum Jahresende 2007<br />

luden die „altgedienten“ Trainer<br />

Jochen Zeranka und Klaus und<br />

Markus Milkowski alle Spieler und<br />

die neuen Trainer Kay Herweg und<br />

Thomas Danek zu einer Feier ein.<br />

Sie überraschten die Gäste mit<br />

einem leckeren Essen und freuten<br />

sich über die Mannschaftsfotos,<br />

die sie zur Erinnerung an die langen<br />

Trainerjahre von den Mannschaftsspielern<br />

erhielten.<br />

Die Cheerleader des Lüdenscheider Turnvereins von<br />

1861 e.V. begeisterten das Publikum und sorgten<br />

auch während der Siegerehrung für gute Stimmung.<br />

platzierten die Pokale.<br />

Nach dem harmonischen,<br />

freudvollen und gut organisierten<br />

Turnierauftakt<br />

plant der LTV nun ein<br />

größeres Turnier für Menschen<br />

mit Behinderung im<br />

Sommer <strong>2008</strong>, zu dem die<br />

Stadt bereits erste positive<br />

Signale der Unterstützung<br />

zusicherte.<br />

Marc Brenzel<br />

In die neue Saison<br />

mit einer Spende<br />

der DFB-Stiftung<br />

Sechs neue Bälle für die<br />

Westfalenfleiß-Fußballer<br />

Qualitativ hochwertige Fußbälle<br />

erhielt jetzt die Westfalenfleiß-<br />

Fußballmannschaft<br />

von der<br />

„DFB-Stiftung<br />

Sepp<br />

Herberger“,<br />

die den<br />

Kickern von<br />

Westfalenfleiß sechs Bälle als<br />

Spende zur Verfügung stellte.<br />

Die Trainer Kay Herweg und Thomas<br />

Danek freuten sich zusammmen<br />

mit den Spielern über das<br />

großzügige Geschenk der Stiftung<br />

und hoffen, dass das „neue<br />

Ballgefühl“ zum Saisonauftakt<br />

im April zum weiteren Erfolg der<br />

Mannschaft beiträgt.<br />

31


MDS<br />

32<br />

Veranstaltungen <strong>2008</strong> 1. Halbjahr<br />

13. Januar <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

25. Januar <strong>2008</strong><br />

ab 18.00 Uhr<br />

27. Januar <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

10. Februar <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

22. Februar <strong>2008</strong><br />

ab 18.00 Uhr<br />

24. Februar <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

9. März <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

21. März <strong>2008</strong><br />

ab 12.00 Uhr<br />

24. März <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

6. April <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

20. April <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

25. April <strong>2008</strong><br />

ab 18.00 Uhr<br />

1. Mai <strong>2008</strong><br />

11.00 Uhr<br />

23. Mai <strong>2008</strong><br />

ab 18.00 Uhr<br />

01. Juni <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

15. Juni <strong>2008</strong><br />

ab 10.00 Uhr<br />

15. Juni <strong>2008</strong><br />

15.00 Uhr<br />

22.Juni <strong>2008</strong><br />

11.00 Uhr<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Grünkohlessen<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Fischbuffet<br />

„Neptuns-Reich“<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Struwen<br />

„zum Sattessen“<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Griechisches Buffet<br />

Gottesdienst<br />

der Markusgemeinde<br />

Buffet<br />

„Rund um Spargel und Erdbeere“<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Frühstücksbuffet,<br />

incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Hofkonzert<br />

„5 Jahre Gospelchor“<br />

Gottesdienst<br />

der Josefgemeinde<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

16,50 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

6,80 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

12,80 €<br />

14,50 €<br />

9,80 €<br />

9,80 €<br />

Gut<br />

Kinderhaus<br />

Neu!<br />

Mittwoch ist Kuchentag<br />

Jeden Mittwoch gibt es für 3,50 €<br />

Kuchen vom Kuchenbuffet zum<br />

Sattessen incl. einer Tasse Kaffee<br />

Donnerstag ist<br />

Reibeplätzchentag<br />

Jeden Donnerstag gibt es für 3,50 €<br />

Reibeplätzchen zum Sattessen<br />

Freitag ist Eintopftag<br />

Jeden Freitag Mittag gibt es<br />

für 3,00 € Eintopf zum Sattessen<br />

Café Gut Kinderhaus<br />

Am Max-Klemens-Kanal 19<br />

48159 Münster<br />

27. Juni <strong>2008</strong><br />

ab 18.00 Uhr<br />

Chinesisches Buffet<br />

9,80 €<br />

Fon: (02 51) 9 21 03 30<br />

Fax: (02 51) 9 21 03 32<br />

www.mds-muenster.de<br />

29. Juni <strong>2008</strong> Frühstücksbuffet,<br />

ab 10.00 Uhr incl. aller Kaffeespezialitäten<br />

Reservierung erforderlich<br />

Genießen Sie zudem in ländlicher Atmosphäre eine gute Tasse Kaffee<br />

9,80 €<br />

MDS gGmbH<br />

mit einem Stück selbstgebackenen Kuchen aus der hauseigenen Konditorei!<br />

Münsteraner Dienstleistungs Service


Vortrag zum Thema „Persönliches Budget“: Zu einem Vortrag zu<br />

dem Thema „Entwicklung und Einführung des persönlichen Budget<br />

(PB) in Westfalen-Lippe“ mit dem Referenten Herrn Lippert vom<br />

Landschaftsverband Westfalen-Lippe lud die Geschäftsführung der<br />

Westfalenfleiß GmbH am 10. Dezember 2007 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter aus der Werkstatt, dem Sozialen Dienst und der Verwaltung<br />

ein. Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung erörterte<br />

der Referent anhand einer Power Point Präsentation die Chancen<br />

und Risiken, die mit der Einführung des „Persönliches Budget“ aus<br />

der Sicht des Landschaftsverbandes in Westfalen-Lippe verbunden<br />

sind. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus einem Modellversuch<br />

in Bielefeld ging er insbesondere darauf ein, wie das relativ<br />

aufwendige und undurch schaubare Verfahren - vor allem für Menschen<br />

mit Behinderungen - transparenter gemacht werden kann.<br />

Gratulationen zum 25-jährigen Jubiläum: Einen großen Blumenstrauß<br />

bekamen die Jubilare Thomas Busse (3.v.l.) und Peter<br />

Kirchhoff (3.v.r.) überreicht, die seit 25 Jahren bei der Westfalenfleiß<br />

GmbH beschäftigt sind. In einer kleinen Feierstunde bei<br />

Kaffee und Kuchen gratulierten Westfalenfleiß-Geschäftsführer<br />

Karl-Heinz Garbe, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende<br />

Birgit Küper-Baumeister, Produktionsleiter Rainer Gottwald und<br />

Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszick (v.r.n.l.).<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

Bilder & Berichte<br />

AWO-Kalender-Künstlertreffen: Am 13. November<br />

2007 im Erna-David-Zentrum in Dortmund<br />

bedankte sich Petra Gessner, Vorsitzende des<br />

Fachverbandes für Behindertenhilfe der AWO<br />

(Mitte), bei den Künstlerinnen und Künstlern,<br />

die ihre Werke für die AWO-Kalender 2007/<strong>2008</strong><br />

zur Verfügung gestellt haben. In den nächsten<br />

Monaten sind die gerahmten Motive noch im<br />

Erna-David-Zentrum zu bewundern.<br />

33


34<br />

Gospelchor<br />

Lesung<br />

Begegnung


Integrativer Gottesdienst am 16. Februar in der Erlöserkirche<br />

Fotos: Margret Topp<br />

35


Gesund und glücklich: Mechthild Goldbach (li.) und Konni Hüsing lassen sich unter Bäumen und vor<br />

rauschenden Wasserfällen zu einem Loblied über Nichtraucher inspirieren. Fotos: mt<br />

Frischluft unter Bäumen in geschlossenen Räumen<br />

Loblied über die neue Idylle in den ehemaligen „Raucherecken“ bei Westfalenfleiß<br />

Westfalenfleiß hat´s<br />

jetzt geschafft,<br />

dass man in den Räumen<br />

nicht mehr pafft.<br />

I<br />

iihh, unansehnlich<br />

waren die Ecken,<br />

in denen Raucher<br />

sich verstecken.<br />

Einzig nur, um blauen Dunst<br />

in die Luft zu pusten,<br />

der dann die Nichtraucher<br />

bringt zum Husten.<br />

Da fragt man sich,<br />

was ist denn dran,<br />

dass der Raucher nicht<br />

davon lassen kann.<br />

Und er meint, in so ´nem<br />

kleinen Ding,<br />

da ist doch gar nicht<br />

so viel drin.<br />

Nur 90% Tabak,<br />

etwas Papier,<br />

die Frage lautet da,<br />

das schadet mir?<br />

Kommt dazu noch ein<br />

bisschen Teer, - doch halt:<br />

Die Liste geht weiter,<br />

es gibt noch mehr!<br />

Lieber Raucher, denkst Du,<br />

Arsen und Polonium,<br />

das bringt mich doch<br />

nicht sofort um?<br />

Ein bisschen Magnesium,<br />

Stickstoff und Kohlenmonoxyd,<br />

dazu noch gleich<br />

das Formaldehyd?<br />

36<br />

Ein wenig Ammoniak<br />

und Nitrosamin,<br />

Himmel, - und jetzt<br />

auch noch das Nikotin!<br />

Cadmium, Blausäure<br />

und Nephthalin,<br />

geben dem Ganzen<br />

auch keinen Sinn!<br />

Kommen noch dazu Nitro-<br />

samine, Nickel und Blei,<br />

bis dem Raucher so richtig<br />

schlecht wird dabei.<br />

Erst dann auch noch<br />

Radon und Plutonium, -<br />

ja ist er denn<br />

wirklich so dumm?<br />

Noch dazu Aceton,<br />

Benzol und DDT -<br />

das tut dann schon<br />

fast richtig weh.<br />

Echt, nun ist mal genug<br />

mit dem ganzen Gift.<br />

Wir haben jetzt eine<br />

neue Überschrift!<br />

Romantisch grün und gelb<br />

strahlen nun die Ecken,<br />

wo ehemals waren<br />

die Raucherecken.<br />

Booaahh, da schmeckt das<br />

Frühstück richtig lecker,<br />

man hört nicht mehr<br />

so viel Gemecker!<br />

Lieblich sitzt man in der<br />

Pause mal im Grünen,<br />

das ist schön,<br />

man kann es fühlen.<br />

Über uns der blaue<br />

Wasserfall rauscht,<br />

und ohne blauen<br />

Dunst, - das geht auch.<br />

Hellgelb, - wem<br />

das gefällt,<br />

man hat die Wahl<br />

auf dieser Welt.<br />

Es setzt sich in den<br />

„Wald“ hinein,<br />

wer genießt dabei<br />

den Sonnenschein.<br />

Nun lässt sich atmen<br />

hier die Luft,<br />

wo vorher man nur<br />

husten musst‘.<br />

Arbeitskreis Gesundheit


Unser Rezept-Tipp:<br />

Karfreitag gibts Struwen<br />

Zutaten:<br />

500 g Mehl<br />

3 Eier<br />

3/8 Liter Milch<br />

40 g Hefe<br />

2 Essl. Zucker<br />

30 g Butter<br />

1 Prise Salz<br />

ca. 125 g Rosinen (je nach Geschmack)<br />

Öl / Butter oder Schmalz zum Braten<br />

Zubereitung - Rezept für 4 Personen:<br />

Hefe mit etwas lauwarmer Milch anrühren. Mehl in eine Schüssel geben<br />

und mit der Hefe anrühren. Die Masse ¼ Stunde aufgehen lassen.<br />

Danach die übrigen Zutaten hinzugeben, und Teig geschmeidig schlagen.<br />

Diesen dann eine Stunde aufgehen lassen. Daraus dann in einer Pfanne<br />

kleine (ca. 10 cm Durchmesser), flache Kuchen braten.<br />

TIPP: Schmecken besonders gut mit Zimt und Zucker!<br />

Guten Appetit wünscht - der Arbeitskreis Gesundheit<br />

Exquisites Fastenessen<br />

Westfälische Tradition: Struwen an Karfreitag<br />

Manche haben noch Erinnerungen<br />

aus der Kinderzeit: Gesammelte<br />

Bonbons, die Ostern<br />

in einem dicken Klumpen im<br />

Einmachglas klebten und das<br />

Karfreitagsessen mit den westfälischen<br />

„Struwen“, auf die<br />

sich die ganze Familie freute.<br />

„Struwen“, - das sind Hefe-Pfannkuchen,<br />

die im Münsterland traditionell<br />

am Karfreitag gegessen<br />

werden.<br />

Der Karfreitag (althochdeutsch<br />

„kara“ = Klage,<br />

Kummer, Trauer), ist der<br />

Freitag vor Ostern. Die<br />

Christenheit gedenkt an<br />

diesem Tag des Kreuztodes<br />

von Jesus Christus.<br />

Er folgt auf den Gründonnerstag<br />

und geht dem<br />

Karsamstag voraus. Der<br />

Karfreitag wird auch „Stiller“<br />

oder „Hoher Freitag“<br />

genannt. Die Bezeichnung<br />

„Guter Freitag“ geht auf<br />

Martin Luther zurück. Unter Einbeziehung<br />

des Gründonnerstagabends<br />

ist der Karfreitag der erste<br />

Tag der österlichen Dreitagefeier.<br />

Da Karfreitag ein Fastentag ist<br />

und der höchste Feiertag des<br />

katholischen Glaubens, feiert man<br />

an diesem Tag keine Messe mit<br />

Eucharistiefeier, sondern nur einen<br />

Wortgottesdienst.<br />

Westfälische Struwen:<br />

Weder Fisch noch Fleisch<br />

Aus diesem Grund waren die<br />

Münsterländer der Meinung, dass<br />

an diesem Tag weder Fisch noch<br />

Fleisch gegessen werden sollte<br />

und erfanden die Struwen, das<br />

traditionelle Mittagsgericht für den<br />

Karfreitag. Struwen bildeten früher<br />

mit Milchkaffee das einzige warme<br />

und sättigende Mahl an diesem Tag,<br />

denn in der Fastenzeit, besonders<br />

in der Karwoche und vor allem am<br />

Karfreitag, wurde streng gefastet.<br />

Struwen<br />

... zum Sattessen!<br />

Karfreitag ist „Struwen-Tag“<br />

im Café Gut Kinderhaus<br />

Am Karfreitag ist auch im Café<br />

Gut Kinderhaus, Am Max-<br />

Klemens-Kanal 19, „Struwen-<br />

Tag“, - wie bei der Großmutter,<br />

mit Mehl, Eier, Hefe, Rosinen<br />

und Zucker in Schmalz gebacken.<br />

„Struwen zum<br />

Sattessen“ gibt es<br />

Karfreitag am 21. März<br />

ab 12.00 Uhr, pro<br />

Person für 6,80 Euro.<br />

Café Gut Kinderhaus,<br />

Am Max-Klemens-<br />

Kanal 19 in Münster €<br />

Struwen sind fast nur innerhalb<br />

vom Münsterland bekannt. Alle<br />

Leute bereiteten nicht nur Haus<br />

und Hof auf das Osterfest vor,<br />

sondern auch sich selbst durch<br />

Fasten, durch Kreuzweg-Prozessionen<br />

und durch Beten. In den<br />

wenigen Gemeinden mit evangelischer<br />

Bevölkerung ruhte die<br />

Arbeit am Karfreitag ganz. In den<br />

überwiegend katholischen Gemeinden<br />

wurde wohl gearbeitet;<br />

nur für die Zimmerleute und<br />

Schmiede bestand absolutes<br />

Arbeitsverbot - ein deutlicher<br />

Hinweis auf die Kreuzigung<br />

Christi. Nach dem<br />

Motto „Iärten un Drinken<br />

hölt Liew un Siäl bineen!”<br />

- „Essen und Trinken hält<br />

Leib und Seele zusammen“<br />

- waren die „Struwen“ zwar<br />

ein Fastenessen, bei dem<br />

auf „gute“ und früher sehr<br />

teure Lebensmittel wie<br />

Fleisch und Gemüse verzichtet<br />

wurde, trotzdem kam jedoch<br />

etwas Leckeres auf den Tisch!<br />

Eigentlich ja viel zu lecker für<br />

Karfreitag, aber schließlich sind<br />

sie ja im Münsterland Tradition.<br />

Fotos: Margret Topp<br />

37


4.<br />

4.<br />

Preisrätsel<br />

3.<br />

1.<br />

Liebe Rätselfreunde!<br />

„Igelhaus“ lautete das<br />

Lösungswort des Preisrätsels<br />

aus dem Westfalenfleiß­ECHO<br />

4 /07. Unter den<br />

insgesamt 25 Einsendungen<br />

ermittelte Kathrin Lux vom<br />

Werkstattrat die Gewinnerin<br />

Monika Lippert. Sie gewann<br />

einen tragbaren MP 3 ­ Player.<br />

Verwaltungsleiter Siegfried<br />

Thomaszick überreichte ihr<br />

den Gewinn an ihrem Arbeitsplatz<br />

in der Skin­ und<br />

Blisterabteilung in der Werkstatt<br />

am Kesslerweg.<br />

Wenn auch Sie gewinnen<br />

möchten, erraten Sie das farbig<br />

unterlegte Lösungswort.<br />

Schreiben Sie es auf eine<br />

Postkarte und schicken Sie<br />

diese bis zum 30.04.<strong>2008</strong> an:<br />

Redaktion<br />

Westfalenfleiß-ECHO<br />

Kesslerweg 38-42<br />

48155 Münster.<br />

38<br />

5.<br />

2.<br />

10.<br />

11.<br />

5.<br />

6.<br />

3.<br />

2.<br />

7.<br />

1.<br />

8.<br />

9.<br />

11.<br />

An ihrem Arbeitsplatz in der Skin- und Blisterabteilung in der<br />

Werkstatt am Kesslerweg gratuliert Verwaltungsleiter Siegfried<br />

Thomaszick Monika Lippert zu ihrem Gewinn, einem tragbaren<br />

MP 3-Player. Foto: mt<br />

6.<br />

10.<br />

7.<br />

8.<br />

9.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!