BioEnergie Viechtach - WBV Viechtach

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BioEnergie Viechtach - WBV Viechtach

Einleitung

BioEnergie Viechtach

Die WBV plant den Bau eines Heizwerkes in Viechtach

Der globale Klimawandel und die

Endlichkeit von fossilen Ressourcen auf

unserer Erde sind die großen

Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Die Umweltkatastrophen der letzten Jahre

haben gezeigt, dass unsere Gesellschaft

im energetischen Bereich umdenken und

wieder mehr zu einer stofflichen

Kreislaufwirtschaft zurückkehren muss.

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die

Energiegewinnung schrittweise umzustellen.

Die Abhängigkeit von Öl und Gas

und deren Preissteigerungen in den

letzten Jahren zeigen ganz deutlich, dass

man hier auf dem richtigen Weg ist.

Im Bayerischen Wald stehen nicht

Sonnenenergie und Windkraft an erster

Stelle, wenn von erneuerbaren Energiequellen

die Rede ist, sondern der Rohstoff

Holz.

Energie aus unseren Privatwäldern lautet

die Devise. Mit 66 % Waldandteil ist der

Landkreis Regen der waldreichste

Landkreis in der Bundesrepublik.

Der Anstieg des Kohlendioxidgehalts

Biomassenutzung in unserer näheren

Umgebung

Im Landkreis Regen gibt es schon eine

ganze Reihe von Biomasseheizwerken. In

Regen und in Zwiesel stehen größere

Anlagen, während in Kollnburg, Prackenbach,

Drachselsried, Kaikenried und

Teisnach etwas kleinere Anlagen in

Betrieb sind.

BioEnergie Viechtach

Seit geraumer Zeit werden bei der WBV

Überlegungen angestellt, unter Federführung

der Vereinigung die Nutzung von

nachwachsenden Rohstoffen ins Auge zu

fassen und ein Heizwerk zu bauen.

Heizkessel bei der Fertigung

In mühsamer Kleinarbeit hat unser Forstlicher

Berater Heinrich Schmidt die Grundlagen

für die Planung einer solchen Anlage

erfasst und so die Voraussetzungen

geschaffen, weitere Entscheidungs- und

Planungsschritte vorzubereiten.

Um das Projekt in Angriff nehmen zu

können, wurden in einer Studie verschiedene

Möglichkeiten untersucht.

Letztendlich wurde eine Konzeption

entwickelt, bei der zum einen ein

geeigneter Standort zur Verfügung steht

und zum anderen möglichst viele Energieabnehmer

mit einer relativ kurzen

Versorgungsleitung angeschlossen werden

können.

Wärme-Übergabestation


Das Versorgungsgebiet

Durch das geplante Projekt könnten

folgende Gebäude mit Fernwärme versorgt

werden:

Ä Realschule

Ä Gymnasium

Ä Grundschule

Ä Hauptschule

Ä Fa. Schmelmer

Ä BayWa

Ä Fitnesscenter

Ä Lebenshilfeprojekt

Ä Hotelfachschule

Ä Edeka-Markt

Ä Wohnhäuser

Ä Zentrale Bußgeldstelle

Ä Elisabethenheim

Ä Betreutes Wohnen

Ä Förderschule

Ä Mehrere städtische Wohnhäuser

Ä Private Wohnhäuser

Ä Rathaus

Ä Amtsgericht

Ä Finanzamt

Ä Regentalbahn

Ä GenoBank

Ä Pfarrzentrum

Ä Katholische Kirche

Ä Sparkasse

Ä Commerzbank

Ä Altes Rathaus

Ä Weitere Geschäftshäuser

am Stadtplatz

Bei der Größe des geplanten Heizwerkes

ist es jederzeit möglich, noch weitere Gebäude

an das Versorgungsnetz anzuschließen.

Energieabnehmer: z.B. Rathaus Viechtach

2

Der Standort des Heizwerkes

Das geplante Heizwerk soll an der Schul-

Wendeplatte errichtet werden. Die Vorteile

für diesen Standort sind:

Ä Ideales Hanggrundstück

Ä ein Teil der Hauptenergieabnehmer

(Schulen) sind in nächster Umgebung

Ä die Anlieferung der Holzhackschnitzel

erfolgt über die B85

Ä dadurch kein LKW-Verkehr in der

Stadt oder in Wohngebieten

Ä Keine Immissionsprobleme

Der geplante Standort an der Wendeplatte

Vorteile eines Biomasse-Heizwerkes

Durch die Realisierung des Bioenergieprojektes

in Viechtach ergeben sich eine

Reihe von Vorteilen:

Ä Versorgung der Energieabnehmer mit

bezahlbarer Energie

Ä Versorgungssicherheit

Ä Erhöhung der regionalen Wertschöpfung

durch die Biomasse – das Geld

bleibt bei den Waldbesitzern

Ä Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Ä Schaffung eines Demonstrationsprojektes

für die Schulen

Ä Reduzierung fossiler Brennstoffe

Ä CO2-Einsparung in Höhe von ca. 2500

Tonnen

Holzhackschnitzel


Die Technischen Daten des Projektes

Wärmebedarf: 6 bis 7 MW

Kesselgröße: 3 MW

Hackschnitzelbedarf: bis 15.000 Srm 3

Nahwärmenetz: 2.600 m

Geschätzte Kosten: 4,0 Mio. Euro

Heizöleinsparung ca.: 1,0 Mio. Liter

Energieabnehmer derzeit: 40

Betreiber

Als Anlangenbetreiber ist eine GmbH der

Waldbsitzervereinigung Viechtach vorgesehen.

Es ist geplant, im Gebäude auch

eine Geschäftsstelle unterzubringen.

Was ist eigentlich CO 2 ?

ist die chemische Formel für

Kohlendioxid.

Dies ist ein farb- und geruchloses Gas,

das neben Wasser als Endprodukt

aller Verbrennungsvorgänge entsteht

und derzeit als Klimaschädling mächtig

in der Diskussion ist. Kohlendioxid ist

auch ein natürlicher Bestandteil der

Atmosphäre. Der natürliche Kohlenstoffkreislauf

wird durch die Nutzung

fossiler Energieträger (Kohle, Öl und

Erdgas) gestört. Bei der Verbrennung

von Holz wird an die Atmosphäre nicht

mehr CO 2 abgegeben als diePflanzen

beim Wachstum aus der Luft

aufgenommen haben.

CO 2

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Die Umsetzung / Projektentwicklung

Wenn es gut läuft, ist folgender Zeitplan

vorgesehen:

März 2008 - Entscheidung des Stadtrates

April für die WBV als Betreiber

Mai 2008 - Informationsveranstaltung

möglicher Gesellschafter

und Energieabnehmer

Mai - Sept. - Projektierung u. Planung

2008

Okt. 2008 – Genehmigungsverfahren

März 2009 – Baubeginn

Nov. 2009 – Inbetriebnahme

Ein Projekt für unsere Waldbesitzer

Für unsere hiesigen Privatwaldbesitzer ist

das geplante Projekt eine gute Gelegenheit,

ihr Produkt Holz gut zu vermarkten. z

Darüber hinaus können sich sowohl

Waldbesitzer als auch Privatpersonen

durch Anteile an diesem Bio-Energieprojekt

beteiligen. Die Stückelung der

Beteiligungsanteile wird erst festgelegt,

wenn die Umsetzungsphase beginnt. Viele

Waldbesitzer haben immer wieder nachgefragt,

wann in Viechtach in Sachen

Biomasse „etwas geht“.

Wir hoffen, dass sich unsere Mitglieder

entsprechen engagieren und die Stadt

Viechtach sich für „ihre Waldbesitzer“ vor

Ort entscheidet.

Schmidt, OAR

Forstlicher Berater der WBV

Schematische Darstellung einer Biomasseheizanlage


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Entwurf eines Trassenplanes mit Heizwerkstandort

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