Die genüssliche Seite des Schwarzwaldes - Schnapsideen

Bad.Peterstal.Griesbach

Eine Wanderreportage zum Premiumwandern auf dem Peterstaler Schwarzwaldsteig und Griesbacher Wiesensteig. Von Beate Wand.

Wandern

Renchtal

Die genüssliche Seite des Schwarzwalds

Schnapsideen

Peterstaler Schwarzwaldsteig und Griesbacher Wiesensteig: Wie ein

Geschwisterpaar entführen die beiden hochkarätigen Premiumwege in

die facettenreiche Natur des Oberen Renchtals. Dank der Schnapsideen

des dortigen Tourismuschefs können sich Wanderer den Schwarzwald

unterwegs auf der Zunge zergehen lassen.

Text & Fotos: Beate Wand

Baden-Württemberg

Renchtal

Auf die Anstrengung folgt das Ausruhen:

An Schwarzwaldsteig und Wiesensteig

laden perfekt platzierte Bänke,

Ruhe liegen und Picknickplätze immer

wieder zum Lauschen und Schauen ein.

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Wandern

Renchtal

Puh, jetzt erst mal tief Luft

holen. Ganz schön steil! Ob

einem der schneidige Anstieg

oder der turbulente Blick das Bästenbachtal

hinunter mehr den Atem raubt, ist

schwer zu sagen. Die Augen saugen sich

ständig an den Kirschblüten fest, die überall

um die Wette strahlen. Wie ein Schneeschleier

untermalen sie die Aussicht, über

dem frühlingssatten Grün tieferliegender

Wiesen schweben sie wie puffige Wölkchen.

Wahnsinn! Monika Noll schnuppert

an einer – „hmmm“. Ein breites Grinsen

huscht über ihr Gesicht.

Die Bad Peterstalerin kennt den

Schwarzwaldsteig wie ihre Westentasche,

schließlich pflegt ihr Mann an den Hängen

des Wendelinsbergs auch Obstbäume –

direkt am Weg. An einem Stamm dort verrät

das Schild „’s Monika-Bernhard-Plätzle“

ihr Lieblingsfleckchen, doch auch den

Blick vom Rastplatz aus Naturfels im Bästenbachtal

mag sie sehr. Dahinter wechselt

der Schwarzwaldsteig von offener

Blümchenwiese in dunklen Wald voller

handgesägter Waldgeister.

Ein typischer Kontrast im Tal der oberen

Rench, die vom Hauptkamm des Mittleren

Schwarzwalds durch die von Obst

und Wein geprägte Ortenau dem Rhein

zugluckst. Auf den steilen Buntsandsteinhängen

rechts und links ihres Oberlaufs

verzahnen sich bunte, quirlige Obstwiesen

mit herbem Nadelwald.

Peterstal brennt für Wanderer

Den Kirschblütentraum auf dem Schwarzwaldsteig

verdanken die Wanderer dem

„Schnapsbischof“ von Straßburg, Kardinal

Armand Gaston de Rohan. Er spornte die

Bevölkerung an, Kirschen zu pflanzen:

Um mehr Steuern zu kassieren, erlaubte

er 1726 allen Einwohnern und bäuerlichen

Untertanen des Amts Oberkirch, zu

brennen. Wird kontinuierlich destilliert,

vererbt sich das Brennrecht. Bis heute.

So wimmelt es entlang der Rench von

Hausbrennereien wie nirgends sonst in

Deutschland. Essenz für die von Schwarzwälder

Kirschwasser beseelten Schwarzwälder

Kirschtorten: Gebirgskirschen

entwickeln intensiveren Geschmack als

die schneller wachsenden Sorten in der

Ebene. Auch Monikas Mann Bernhard

besitzt sie, die Lizenz zum Brennen. Er

pflückt quasi das Bouquet vom Baum,

indem er maischt, vergärt und destilliert.

Kostproben heimischer Edelbrände

schlummern in drei Schnapsbrunnen am

Wegesrand. Sie spülen Wanderern die

Aromen des Schwarzwaldsteigs von der

Nase über den Gaumen die Kehle hinunter.

Am Holderstanzenhof hinter dem

Waldstück warten schon die nächsten.

Natursteintreppe: Die Stufen

zur Maiersloch-Bachquerung

am Wiesensteig offenbaren den

Wanderuntergrund im oberen

Renchtal – roter Buntsandstein.

Unterhalb des Holderskopfs schmiegt

sich das typische Schwarzwälder Bauernhaus

in den Talschluss des Bästenbachtals:

Unten Ställe für Kühe und Zwergziegen,

darüber Wohnräume, ganz oben der Heustock.

Durch die Lage am Hang kann der

Trecker an alle Etagen heranfahren. Gegenüber

strömt der Duft von frischgebackenem

Brot aus einem alten Holzofen. Die tier- und

kinderliebe Hausseele Margit Kimmig reanimierte

ihn mit einem Rezept der Schwiegermutter.

Nun backt sie etwa alle zwei

Blickwechsel: Der untere Dollenberg

vor den Himmelsliegen am

Wiesensteig. Dank gilt allen, die

solch steile Hänge noch mit der

Sense mähen. Sie schenken dem

Wanderer damit herrliche Ausund

Einblicke.

Wochen für ihre Gäste und die Leute aus

Bad Peterstal. Auch ihr Ziegenfrischkäse ist

berühmt. Und dem Holzfässchen draußen

beim Schnapsbrunnen entzapft ein Wanderer

im rotkarierten Hemd ein Schlückchen

hausgemachten Apfelmosts – Monika Noll

soll ihn mal probieren.

Unzertrennliche Geschwister

Er heißt Axel Singer und hat zwei „Kinder“:

ein Mädchen und einen Jungen. Zumindest

charakterisiert der Chef für touristische

Angelegenheiten in Bad Peterstal-Griesbach

den Schwarzwaldsteig als

großen Bruder des Wiesensteigs. Obwohl

die lieblichere kleine Schwester zuerst das

Licht der Welt erblickte. Wie ein echter

Papa zieht er kein Kind vor. „Jeder hat sein

ganz eigenes Wesen, man kann sie nicht

vergleichen“, liebt der umtriebige Badener

jeden Steig auf seine Art. Er baldowerte

Routen aus, trommelte Freiwillige an die

Spaten und als Paten zusammen, hauchte

den Wegen mit seinen Schnapsideen – drei

Getränkebrunnen pro Steig – Leben ein.

Der extrovertierte, etwas derbere große

Bruder umrundet den Braunberg. Wie bei

einem aufgeschüttelten Kissen wölben

sich Buntsandstein-Plateaus sachte, bis

sie sich am Rande jäh zu Tale stürzen. Der

Schwarzwaldsteig flaniert auf Augenhöhe

mit der Kirchturmspitze von St. Peter und

Paul über den Dächern von Bad Peterstal

entlang, bevor er über lichte Streuobstwiesen

und durch einen verhexten Wald das

Bästenbachtal hinaufklettert. Vom Holderstanzenhof

kraxelt er auf dem Bildstöcklepfad

zum höchsten Punkt, dem Sattelplatz,

auf knapp 750 Metern. Dort wechselt

er auf den raueren Nordhang, quert auf

rotem Grund die Buntsandstein-Steilwand

des Ibacher Schliffs. Wo der Wald sich lichtet,

sausen die Blicke Richtung Straßburg

bis zur Rheinebene hinunter. Gemächlich

trottet er an der Westflanke über den breiten

Rollwasenweg. Zeit, um die rasanten

Blickwechsel, das Blütenmeer der Kirschen,

die Schnapsproben zu verdauen.

Bis der Premiumweg am Braunbergstüble

zum großen Finale trommelt: Auf weichstem

Wiesengrund umläuft er eine sonnenverwöhnte

Gebirgsnase und stromert –

ein paar Waldserpentinen tiefer – an den

lieblichen Südhängen des Wendelinsbergs

durch die Bilderbuch-Streuobstwiesen von

Edelbrenner Noll auf den Waldrand oberhalb

von Bad Peterstal zu.

Der Schnapsbrunnenbauer

Auch die Brunnen, die an beiden Steigen Mineralwässer,

Schnaps, Bier und Wein aus Bad Peterstal-

Griesbach bzw. seiner unmittelbaren Umgebung

kühlen, zählen zum heimischen Kulturgut: Am

unteren Ortsausgang haut, fräst und bohrt Lothar

Baumann. Aus Buntsandstein-Findlingen fertigt er

Quellbrunnen, Tröge, Sitzbänke und aus Abfallsteinen

auch kleinere Deko-Figuren. Die restlichen

Abfallsplitter holen Landwirte, um Wege aufzufüllen

– alles wird genutzt! Jeder kann durch die

Ausstellung wandern, über polierte Flächen und

Inschriften tasten, gewichtige Souvenire mit nach

Hause schleppen oder ein Stück nach eigenen Vorstellungen

beauftragen. www.sandsteinartikel.de

28 02|15 29


Wandern

Wandern

Eher introvertiert richtet die kleine

Schwester den Blick nach innen: Sie

bleibt ihrem Tal treu, dem eingekerbten

der wilden Rench. Wie ein fröhliches

Mädchen hopst sie nach dem Einstieg am

Weiherplatz von einem Ufer zum anderen.

Grobe, rötliche Klötze türmen sich

quer zum Flussbett auf, auf denen ihr

kantige Buntsandsteinquader eine Brücke

schlagen. Zumindest bis zum nächsten

Hochwasser. Die wilde Rench gurgelt,

gluckst und rauscht ihr freudig entgegen.

Sie schluckt die Stimmen des Waldes, bis

30 02|15

sich der Wiesensteig zur Fischfelsenhütte

aus der Schlucht emporschwingt, einen

Haken schlägt und, mit dem Weitwanderweg

Renchtalsteig (www.renchtalsteig.de)

plaudernd, über den Mittleren Brandweg

dem zweiten Einstieg bei der Renchtalhütte

entgegentrödelt.

Kurz vorher stiehlt sich die kleine

Schwester jedoch klammheimlich davon.

Nach links huscht sie den Wald hinunter,

stürmt mal über steile Wiesen, mal durch

Waldfleckchen, an „Rosls Weinbrunnen“

und dem Naturfenster vorüber zu den

Wilde Rench: Gerade an heißen

Sommertagen erfrischt auch die

Natur am Wiesensteig, ganz wie

die heimischen Mineralwässer,

Biere und Weine.

Salut! Im Renchtal grüßt französische

Lebensart. Die vielen

Kirschen am Schwarzwaldsteig

stehen hier dank eines Dekrets

des Bischofs von Straßburg.

Himmelsliegen. Man möchte hinüberhüpfen

zu den Bächlein, Bäumen und Büschen

gegenüber am unteren Dollenberg, so

dicht baumeln sie vor der Nase. Etwa so

könnte es im Paradies ausgesehen haben.

Schweißtreibende Schönheitskur

Es wäre verständlich, wenn der Wiesensteig

hier einfach bleiben wollte. Doch

gewissenhaft wie eine kleine Schwester

ist, setzt sie ihren Weg fort: Springt runter

auf einen Erfrischungstrunk bei den

Hubers am Haus Wilde Rench, tingelt bis

zum Brunnen mit Alpirsbacher Klosterbräu-Bierspezialitäten

aus dem benachbarten

Kinzigtal und rappelt sich noch mal zu

ein paar knackigen Anstiegen an der anderen

Talseite auf. Voller Rückblicke auf

ihre bisherige Laufbahn. Sie taucht in ein

verwunschenes Nadelwäldchen voll grün

übermooster Trollsteine ein.

Ein ganz neuer Abschnitt, den „Papa

und die Patenonkels“ erst kürzlich erschufen.

Sie rupften Gestrüpp raus, schleppten

Trittsteine, karrten 400 Schubkarren voll

Hackschnitzel nach Feierabend in den

Wald. Damit buhlte die Schwester erfolgreich

um noch mehr Punkte bei Deutschlands

strengster Jury im Wanderwege-

Schönheitswettbewerb und überholte

ihren großen Bruder. Konkurrenzkampf

unter Geschwistern. Dennoch: „Die Jungs

vom Schwarzwaldsteig haben am neuen

Wegstück ausgeholfen, Seite an Seite!“,

beschreibt Axel Singer, wie so ein Styling

die Menschen aus beiden zwangsverheirateten

Orten zusammenschweißt.

Nur ein Katzensprung

Seit 2014 ist Deutschland um einen Nationalpark

reicher: Der Nationalpark Schwarzwald ist die

Nummer 15 und liegt von Bad Peterstal-Griesbach

nur rund zwanzig Autominuten entfernt. Auf den

höchsten Buckeln des Nordschwarzwalds erstrecken

sich zwischen Alexanderschanze und Plättig die

beiden räumlich voneinander getrennten Teilgebiete

Hoher Ochsenkopf und Ruhestein. Auf Passhöhe der

Schwarzwaldhochstraße informiert das Naturschutzzentrum

Ruhestein darüber, wie Wald, Moor und

Grinden, die letzten baumfreien Feuchtheiden auf

den abgeflachten Buntsandstein-Höhenrücken des

nördlichen Schwarzwalds, geschützt werden.

www.nordschwarzwald-nationalpark.de

Umtriebig: Margit Kimmig vom

Holderstanzenhof bemuttert

ihre Ziegen, käst, backt Brot,

beherbergt Gäste und bestückt

die Erfrischungsstation im oberen

Bästenbachtal.

Buntsandsteinbrocken drapieren sich zu

einer Natursteintreppe, über die der Wiesensteig

zu einem Gebirgsbächlein hinuntertrippelt

– perfekt für ein Fußbad!

Andrea Fahrion-Haas zieht sich sofort die

Schuhe aus und plätschert mit den Zehen.

Uaah! Es zieht noch etwas. Die Kräuter- und

Heilpflanzenexpertin liebt die Natur, ganz

besonders die Wiesen am Wiesensteig.

Kurz vor dem Höhengasthaus Herbstwasen

rupft der fröhliche Lockenkopf sich durch

seine Lieblingswiese, schnuppert hier an

Blüten, nagt dort an Wurzeln. Ein Bächlein

rinnt hindurch. In den verschiedenen

Prädikat

wertvoll

Der Wiesensteigteller

Feuchtezonen wachsen Brunnenkresse,

Sumpfdotterblume, Schlüsselblume, Löwenzahn,

Sauerampfer, Wegerich, Quendel und

noch andere dicht beieinander.

Apotheke am Wiesensteig

Für die Heilpraktikerin aus Oberkirch eine

Apotheke am Wegesrand, sie weiß jedes

Kräutlein zu nutzen: Unterwegs eignen sich

zerriebene Breitwegerichblätter als entzündungshemmendes

Wundheilmittel auch

gegen Insektenstiche. Beim Löwenzahn

lohnt es sich, auch die Wurzel auszubuddeln:

Alle Pflanzenteile entschlacken und

Im Nachbarort von Bad Peterstal-Griesbach bemalen die Mitarbeiter der

Zeller Keramik Manufaktur – bekannt durch ihre Serie „Hahn und

Henne“ – den Wiesensteigteller von Hand. Alle sechs Blumenmotive

darauf wuchern auf den Wiesen am Wanderweg. Die Zutaten für die Gerichte,

die Köche darauf anrichten, wachsen auch nicht viel weiter weg. Die örtlichen

Gast häuser servieren auf dem Wiesensteigteller durchweg jahreszeittypische

Spezialitäten aus der näheren Umgebung: Bärlauchspätzle, Badischen Spargel mit

Kratzede und Medaillons vom Schwein aus dem Renchtal, Käseknödel in Pfifferling-

Rahm soße, Sauerbraten vom Renchtäler Weiderind, Schwarzwälder Rehgulasch –

nur einige Auszüge aus dem kulinarischen Kalender in Bad Peterstal-Griesbach.

entgiften – perfekt für eine Frühjahrskur.

Der anspruchslose und antiseptische Quendel

fördert die Verdauung, lindert sogar bei

den Weidetieren Magen-Darm-Infekte.

So wie Andrea begeistert das Geschwisterpaar

noch mehr Einheimische für die

Schönheiten vor ihrer Haustüre. Rosl am

Weinbrunnen freut sich über einen Plausch

mit Wanderern, und die Freiwillige Feuerwehr

redet stolz von „unserem“ Weg, wenn

am Schwarzwaldsteig eine Übung „Wie rette

ich einen Wanderer?“ ansteht. Eine ziemlich

gute Idee, falls mal einer zu tief in

den Schnapsbrunnen geschaut hat …

32 02|15


Wandern Wandern

Renchtal

Renchtal

Anreisen und orientieren

Umtriebig: Margit Weiter Kimmig Blick vom durch

Holderstanzenhof das bemuttert Naturfenster

ihre Ziegen, käst, am backt Wiesensteig. Brot,

beherbergt Gäste und bestückt

die Erfrischungsstation im oberen

Bästenbachtal.

Tourenhöhepunkte

Auf dem Schwarzwaldsteig

1

Sophienquelle: Im

Brunnentempel der

Sophienquelle können Durstige

mit Peterstaler Mineralwasser

ihren Brand löschen. Gleich

drei Mineralwasserabfüller

schöpfen aus den mineralreichen

Quellen von Bad

Buntsandsteinbrocken Peterstal-Griesbach. drapieren sich zu

einer Natursteintreppe, Schnapsbrunnen: Die

2

über die der Wiesensteig

zu einem

ersten Höhenmeter

sind geschafft,

Gebirgsbächlein

der längste

hinuntertrippelt

Anstieg – perfekt beginnt für ein am Hilsenhof. Fußbad!

Andrea Fahrion-Haas Da verführt zieht die sich erste sofort von die

drei Erfrischungsstationen

Schuhe aus und plätschert mit den Zehen.

zu einer kurzen Rast. Neben

Uaah! Es zieht noch heimischem etwas. Die Mineralwasser Kräuter- und

Heilpflanzenexpertin liegen auch liebt Bier die und Natur, Brände ganz

besonders die

aus

Wiesen

der Region

am

in

Wiesensteig.

den roten

Sandsteintrögen.

Kurz vor dem Höhengasthaus Holderstanzenhof: Herbstwasen Nach

rupft der fröhliche 3 Lockenkopf etwa zwei Dritteln sich durch des

seine Lieblingswiese, Anstiegs schnuppert lädt der Brunnen hier an

am Holderstanzenhof, einem

Blüten, nagt dort an Wurzeln. Ein Bächlein

rinnt hindurch. In den verschiedenen

Tipps für das

Obere Renchtal

Schlemmen und schlummern:

Schwarzwaldsteig: Hotel Hirsch,

Insel 1, 77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/9840500, www.

hot-hirsch.de Holderstanzenhof,

Bästenbach 23, 77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/8424,

www.ferienwohnungen-kimmig.de

Berggasthaus Braunbergstüble,

Braunberg 2, 77728 Oppenau, Tel.:

07806/541, www.braunbergstueble.de

Längs des Wiesensteigs:

Renchtalhütte, Rohrenbach 8,

77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/910075, www.

renchtalhuette.de Haus Wilde

Rench (FeWos), Wilde Rench 35,

77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Der Wiesensteigteller

typischen Schwarzwälder Bauernhaus,

erneut zum Auftanken

ein. Hausgemachter Most

ist nur eine der Spezialitäten.

Gastgeberin und „Ziegenmama“

Margit Kimmig backt auch Brot 5

und käst!

Sattelplatz: Am höchsten

Feuchtezonen

4

Punkt des wachsen Schwarzwaldsteigs

steht eine große Schlüsselblume, Picknick-

Löwen-

Brunnenkresse,

Sumpfdotterblume,

bank neben einer Schutzhütte.

zahn,

Wer

Sauerampfer,

allerdings weit

Wegerich,

gucken

Quendel und

noch möchte, andere muss dicht noch beieinander. einen rund

Apotheke am Wiesensteig

Im Nachbarort von Bad Peterstal-Griesbach bemalen die Mitarbeiter der

Prädikat Zeller Keramik Manufaktur – bekannt durch ihre Serie „Hahn und

wertvoll

Henne“ – den Wiesensteigteller von Hand. Alle sechs Blumenmotive

darauf wuchern auf den Wiesen am Wanderweg. Die Zutaten für die Gerichte,

die Köche darauf anrichten, wachsen auch nicht viel weiter weg. Die örtlichen

Gast häuser servieren auf dem Wiesensteigteller durchweg jahreszeittypische

Spezialitäten aus der näheren Umgebung: Bärlauchspätzle, Badischen Spargel mit

Kratzede und Medaillons vom Schwein aus dem Renchtal, Käseknödel in Pfifferling-

Rahm soße, Sauerbraten vom Renchtäler Weiderind, Schwarzwälder Rehgulasch –

nur einige Auszüge aus dem kulinarischen Kalender in Bad Peterstal-Griesbach.

Mit Bus und Bahn: Vom ICE-Bahnhof Offenburg verkehrt über Appenweier etwa stündlich

die Renchtalbahn (718/7137) nach Bad Peterstal und weiter nach Bad Griesbach.

www.bahn.de, www.ortenau-s-bahn.de, Tel.: 0781/92393-0.

Taxi: Reisebüro Ronecker, Tel.: 07806/593 oder 8585.

Mit dem Pkw: A 5 Karlsruhe – Freiburg bis AS Appenweier, B 28 über Oberkirch und

Oppenau nach Bad Peterstal-Griesbach. A 81 Stuttgart – Singen bis AS Horb, B 28 über

Freudenstadt nach Bad Peterstal-Griesbach.

Orientieren: Bad Peterstal-Griesbach – Genusswandern, Wanderkarte M 1:25.000 mit

Ortsplänen M 1:15.000, 3,50 Euro (Inhaber KONUS-Gästekarte 2,50 Euro); Premiumwandern

Bad Peterstal-Griesbach, Broschüre mit Beschreibung, Infos und Karten der

beiden Genießerpfade Schwarzwaldsteig und Wiesensteig kostenfrei bei der Kur und

Tourismus GmbH und online als PDF-Dokument, www.bad-peterstal-griesbach.de

sechsminütigen Abstecher zur

Braunbergstüble: Oberhalb

Sitzbank am „Panoramablick

der Gastwirtschaft

Renchtal“ machen.

überziehen warme Wiesen die

Ibacher Schliff: Geologie aussichtsreiche Hangnase. So

zum Anfassen – auf dem paradiesisch, dass der Akkordeonspieler

leicht ausgesetzten Pfad

nie von der Bank

durch die Felsabbruchwand des dort aufsteht!

Ibacher Schliffs rieselt es schon Urbanskreuz: Unterhalb

mal, wenn entgiften kleine Kieselchen – perfekt für eine 7 Frühjahrskur. des renovierten Feldkreuzes

liefern Quen-

wunderschöne

hin unterkullern. Der anspruchslose Hier entblößt und antiseptische

der Schwarzwaldsteig, was Streuobstwiesen Nachschub

del fördert die Verdauung, lindert sogar bei

unter ihm steckt: Roter Buntsandstein.

für die heimischen Schnäpse in

den Weidetieren Magen-Darm-Infekte. den

Brunnen.

Etappenprofil

Für die Heilpraktikerin aus Oberkirch eine

1 2

Schönheiten vor ihrer Haustüre. Rosl am

3 4 5 6 7

Apotheke am Wegesrand, sie weiß jedes Weinbrunnen freut sich über einen Plausch

Kräutlein zu nutzen: Unterwegs eignen sich mit Wanderern, und die Freiwillige Feuerwehr

zerriebene Breitwegerichblätter als entzündungshemmendes

redet stolz von „unserem“ Weg, wenn

Wundheilmittel auch am Schwarzwaldsteig eine Übung „Wie rette

gegen Insektenstiche. Beim Löwenzahn ich einen Wanderer?“ ansteht. Eine ziemlich

lohnt es sich, auch die Wurzel auszubud-

gute Idee, falls mal einer zu tief in

deln: Alle Pflanzenteile entschlacken und

So wie Andrea begeistert das Geschwisterpaar

noch mehr Einheimische für die

Tel.: 07806/8231, www.fewosschwarzwald.de

Höhengasthaus

Herbstwasen, Wilde Rench 68,

77740 Bad Peterstal-Griesbach, Tel.:

07806/627, www.herbstwasen.de

In der Umgebung:

Herausragend: 2-Sterne-Gourmetrestaurant

und jeden Tag Wanderprogramm:

Hotel Dollenberg,

77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/780, www.dollenberg.de

Naturparkwirt: Flair Hotel

Adlerbad, Kniebisstr. 55, 77740

Bad Peters tal-Griesbach, Tel.:

07806/98930, www.adlerbad.de

Naturparkwirt: Hotel Döttelbacher

Mühle, Kniebisstr. 8, 77740

Bad Peterstal-Griesbach, Tel.:

07806/1037, www.doettelbachermuehle.de

Ferienhotel Faißt, Am

Eckenacker 5, 77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/98450,

www.hotel-faisst.de

Planen + Mängel melden:

Mobil als App oder bequem von zu

Hause im Web: ein lokaler Tourenplaner

hilft, Wander-, Mountainbikeund

Wintersportausflüge zu planen.

Per Mängelscout können Nutzer

einen umgestürzten Baum auf dem

Weg u. ä. Hindernisse gleich melden,

www.bad-peterstal-griesbach.de/

wandern-aktiv.html

Günstiger urlauben:

An 141 Ferienorten im Schwarzwald

erhalten Übernachtende die KONUS

Gästekarte. Inhaber fahren in der

gesamten Ferienregion Schwarzwald

kostenlos mit Bus und Bahn

und erhalten verschiedene weitere

Vergünstigungen, www.konusschwarzwald.info

6

den Schnapsbrunnen geschaut hat …

Informieren:

Kur und Tourismus GmbH, Wilhelmstr.

2, 77740 Bad Peterstal-Griesbach,

Tel.: 07806/91000,

www.bad-peterstal-griesbach.de,

www.peterstalerschwarzwaldsteig.de

und www.wiesensteigwandern.de

Einfach ins Gras plumpsen lassen!

Auf Bernhard Nolls Obstwiese.

Im oberen Renchtal

Typ: Rundwanderung

Länge: 10,9 Kilometer

Dauer: 4 Stunden

Markierung: blaues Genießerpfad-

Logo mit roten Bollen

Schwierigkeitsgrad: mittel bis

anspruchsvoll

Steigung/Gefälle: jeweils gut 500

Meter rauf/runter

Höchster Punkt: etwa 750 Meter

Beste Wanderzeit: Mitte April bis

Ende Oktober

Start/Ziel: Bahnhof in 77740 Bad

Peterstal, kostenloser Parkplatz

Wegequalität: Pfade, Wald- und

Wiesenwege, 81 Punkte gemäß

Deutsches Wanderinstitut

Am Bahnhof bringt das

Genießerpfad-Portal beim Hotel

Hirsch die Wanderer auf den

Schwarzwaldsteig, der schon

bald zum Renchbett hin abfällt,

über Felsblöcke turnt, am

Ende dieses abenteuerlichen

Auftakts nach links kurvt, die

Gleise unterquert, im Zickzack

an Höhe gewinnt und

nach rechts am Hang entlang

mit Blick auf die Peterstaler

Pfarrkirche und oberhalb der

Sophienquelle 1 verläuft.

Nach einer Weile wendet

er sich links hinauf in den

Wald, zweigt rechts auf einen

schmaleren Weg ab, knickt am

Waldrand links hinauf und vor

ein paar jungen Williamsbirnen

wieder rechts. Dahinter geht es

links in den Wald, scharf rechts

hinunter Richtung Bästenbach,

an einer Trockenmauer entlang,

den Hang hinunter, über Straße

und Bästenbächle zum ersten

Schnapsbrunnen 2 auf dem

Hilsenhof. Der Schotterweg

davor links führt unter tollen

Blicken und an Kirschbäumen

vorbei steil hinauf ins Bästenbachtal.

Hinter einer Rechtskurve

mit Panoramabank bei

den Kirschbäumen scharf

rechts, links über die Wiese

hinauf zu einem Natursteinrastplatz,

davor links abbiegen,

beim nächs ten Abzweig oben

rechts durch den Wald, an

der Gabelung den linken Pfad

wählen und an geschnitzten

Waldgeistern und Hexen vorüber

zum Holderstanzenhof 3

wandern. Hinter dem Bauernhaus

klettert der Bildstöcklepfad

an selbigem vorüber zum

Sattelplatz 4 hinauf. Der Weg

an der Infotafel fällt spektakulär

durch den Ibacher Schliff

5 ab. Am Ende der Steilwandpassage

der unteren Weggabel

folgen, beim Wiesengründlebrunnen

links, über den breiten

Rollwasenweg, bei einer Gabel

im Wald links hinauf, an einer

weiteren rechts und die nächste

Möglichkeit links hinauf. Oberhalb

des Braunbergstübles 6

den Hang umlaufen, im Wald in

einigen Kehren abfallen, beim

Asphaltweg sofort links hoch

auf den Waldweg, über Streuobstwiesen

an den Hängen des

Wendelinsbergs am Urbanskreuz

7 vorbeigehen. Unten

vor dem Wald nach rechts

abbiegen und am Wassertretbecken

vorüber zurück zum

Bahnhof wandern.

Wetterfeste Tourenkarte bestellen: Nr. WL150201. Anleitung siehe Seite 59.

Auf dem Peterstaler Schwarzwaldsteig

Aussichtsreiche Spritztour

Wald und Wiese, sich anstrengen und ausruhen, Kirschblüte und Kirschwasser: Auf der Runde um den Braunberg

beflügeln die immer wieder völlig verschiedenen Ausblicke, Kunstwerke aus gesägten Baumstämmen, drei

Schnapsbrunnen und „begreifbare“ Geologie am Ibacher Schliff.

Die kleine Schwester

Klein, aber oho: Auch auf dem Wiesensteig

sollte man sich einen ganzen Tag

Zeit lassen, um alle Ausblicke über die

Wiesen entlang des von der wilden

Rench eingekerbten Tals in Ruhe zu

genießen – vortrefflich platzierte

Bänke und Liegen laden dazu ein!

Gut gekühlt warten die besten Tropfen

aus der Region darauf, Wanderer zu

erfrischen: Im Bierbrunnen die Spezialitäten

von Alpirsbacher Klosterbräu,

im Weinbrunnen feine Rebsäfte der

Oberkircher Winzer. Den Durst löschen

die Mineralwässer aus Bad Peterstaler/Griesbacher

Quellen. Mit Renchtalhütte

und Herbstwasen bewirten

zwei Gasthäuser im perfekten Abstand

ihre Gäste. So wandern auf den knapp

11 Kilometern alle Sinne mit.

www.wiesensteigwandern.de

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