DMG-informiert 2/2015

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 2/2015

WO CHRISTUS NICHT

BEKANNT ...


THEMA

WO

CHRISTUS NICHT

BEKANNT ...

So war es mir möglich, von Jerusalem aus

in weitem Bogen bis nach Illyrien die gute

Nachricht von Christus zu verbreiten. Dabei

war es mir stets eine Ehrensache, die Botschaft

nur dort zu verkünden, wo man

noch nichts von Christus gehört

hatte. Römer 15,19f

In weitem Bogen

bis nach Illyrien (V.19)

Fünfzehn Jahre ist der Apostel Paulus

bereits unterwegs. Von Antiochia aus hat

er das Evangelium nach Syrien, in die heutige

Türkei und Griechenland getragen

und weiter bis nach Illyrien, ins heutige

Mazedonien, Albanien, den Kosovo und

Serbien. In zentralen Städten hat er die

gute Nachricht von Jesus verkündigt; oft

ist eine kleine Gemeinde entstanden,

und er hat sich in die Entwicklung junger

Leiter investiert.

Meist setzt schon bald massive

Verfolgung ein, und er muss überstürzt

wieder abreisen. Ein paar junge, einheimische

Christen bleiben zurück. Aus der

Ferne ermutigt er sie durch einen Brief,

manchmal auch durch den Besuch eines

seiner Mitarbeiter. Und auf der nächsten

Missionsreise schaut er selbst nochmals

vorbei, um sie zu stärken. Dieser kleinen

Gemeinde überträgt Paulus die Aufgabe,

ihre ganze Provinz mit dem Evangelium

zu erreichen.

Nachdem er in diesem riesigen Gebiet

des östlichen Mittelmeers etwa ein

Dutzend kleiner Gemeinden gegründet

hat, schreibt er an die (ihm unbekannte)

Gemeinde in Rom: „… da es keine Arbeit

mehr für mich in diesen Ländern (des

östlichen Mittelmeerraums) gibt, will ich

nach Spanien reisen ...“ (V.23f). Keine Arbeit

mehr für ihn? Die weitere Evangelisation

und Schulung hatte er den örtlichen

Christen übertragen.

Nicht auf fremdem

Grund (V.20)

Zugegeben, es gab weitere Verkündiger

in Kleinasien: der Apostel Johannes predigte

im Nordwesten; Petrus im Nordosten

sowie im heutigen Irak; Andreas vermutlich

im Gebiet der heutigen Ukraine.

Matthäus war nach Äthiopien gezogen;

Taddäus nach Ostsyrien; Markus nach

Ägypten; und Thomas bis nach Indien.

Einige, die das Pfingstwunder in Jerusalem

miterlebt hatten, trugen das Evangelium

nach Libyen und Tunesien – so Eckhard

2 DMG-informiert | 2 | 2015

Schnabel in seinem monumentalen Buch West- und Nordafrika, dem Orient sowie

„Urchristliche Mission“ (TGV, 2001). Was Zentral- und Südostasien leben heute

blieb da noch für Paulus? Der westliche mehr als 4.000 Volksgruppen ohne eine

Mittelmeerraum: Spanien.

einheimische christliche Gemeinde: Drei

Dort gab es bereits römische Kolonien Milliarden Menschen, und 86 Prozent

wie Gades und Tarraco, und kurz zuvor von ihnen sind noch nie einem Christen

war die gesamte Iberische Halbinsel von begegnet! Informationen über diese unerreichten

Völker finden Sie im Internet

den Römern erobert worden. Wie viele

Völker lebten dort, die noch nichts von unter: www.JoshuaProject.net, www.

Jesus gehört hatten? Auf zu den Unerreichten!

Sie für eines dieser Völker, dass Gottes

ethne.net und www.etnopedia.de. Beten

Alle Menschen brauchen Jesus! Ist Liebe auch sie erreicht?

es da nicht unfair, wenn einige die gute „Wie sollen sie an Jesus glauben, wenn

Nachricht zum hundertsten Mal erfahren, sie nie von ihm gehört haben? Wie sollen

obwohl viele sie noch nie gehört haben. sie die gute Nachricht hören, wenn

Die gleiche Frage treibt auch uns als keiner zu ihnen geht?“, fragt der Apostel

DMG um: Menschen brauchen Jesus! Paulus in Römer 10,14. Uns als DMG

liegen diese unerreichten Volksgruppen

schon immer am Herzen, und wir sind

Wo Jesus nicht bekannt (V.20) stolz, dass zwei Drittel aller DMG-Missionare

unter den am wenigsten erreichten

Seit damals ist die gute Nachricht um

die ganze Erde getragen worden und Volksgruppen weltweit arbeiten – und es

Unzählige sind Jesus-Nachfolger geworden

– in den vergangenen 100 Jahren Im vergangenen Jahr haben wir in der

sollen noch mehr werden!

besonders in Afrika und Lateinamerika: DMG besonders an unseren Prioritäten

Dort sind starke Gemeinden gewachsen, gearbeitet und um Gottes Wegweisung

die fröhlich ihren Glauben leben und die gebetet. Dabei haben wir diesen Schwerpunkt,

„Christus verkündigen, wo er

Botschaft von Jesus weitergeben.

Anderswo jedoch sind Kirchen und noch nicht bekannt ist“, neu bekräftigt.

Gemeinden wieder eingegangen – oft Das ist uns Priorität! Damit folgen wir

durch Verfolgung, wie in der Türkei, dem Beispiel des Apostels Paulus. Auch

Tunesien, Libyen und Tibet. Dort gibt ihn zog es zu den Unerreichten! Dafür

es heute nur noch wenige Christen. In gibt es die DMG.

Progress Progress of the Progress of Gospel of the Progress the Gospel of by the of People the Gospel of by the Gospel by People Group Gospel by by People Group People by People Group Group

Quelle:

Joshua Project, Juni 2014

(www.joshuaproject.net)

Based on the Based Joshua Based on the Project on Based Joshua the Based Progress Joshua on Project the Based on Joshua Project the Scale Progress on Joshua Project Progress the Joshua Project Scale Progress Scale Project Progress Scale Progress Scale Scale

Stabile Gemeinden

People Entstehende Group Gemeinden Status

Volksgruppen People ohne People Group Gemeinde People Group Status People Status Group People Group Status Group Status Status

Data not available or uninhabited

Established / Data Significant Data not available not Data available or not Data uninhabited available or not uninhabited Data available or not uninhabited available or uninhabited or uninhabite

Formative / Nominal Established Established / Significant Established / Significant Established / Significant Established / Significant / Significant

Source: Joshua Project (www.joshuaproject.net), June 2014

Map by Joshua Project and Global Mapping International (www.gmi.org) Unreached / Least-Reached

Formative Formative / Nominal Formative / Nominal Formative / Nominal Formative / Nominal / Nominal

Source: Source: Joshua Joshua Project Source: Project (www.joshuaproject.net), Source: Joshua Joshua Project Source: Project Joshua June Project 2014 June (www.joshuaproject.net), 2014June 2014 June 2014June 2014

Map by Map Joshua by Joshua Project Map by Project and Map Joshua Global by and Joshua Project Global Mapping by Project and Mapping Joshua International Global and Project International Mapping Global and (www.gmi.org)

Mapping International Global (www.gmi.org) International Mapping (www.gmi.org) International (www.gmi.org) Unreached Unreached (www.gmi.org) / Least-Reached

Unreached / Unreached / Unreached / Least-Reached / Least-Reached

Karte: Joshua Project und

Global Mapping International

(www.gmi.org)

Die Gebiete

mit den wenigsten

Christen


Europa, der

vergessen(d)e Kontinent

Zu den Gegenden, wo Christus eher

unbekannt ist, gehört heute leider auch

Europa, wohin es bereits Paulus gezogen

hatte. Europa ist heute erneut der

vergessen(d)e Kontinent. Die Statistik nebenan

zeigt, in welchen Weltregionen die

Gemeinden am schnellsten wachsen. Es

ist schockierend, dass Europa inzwischen

der Kontinent mit dem geringsten Anteil

engagierter Christen ist. Schlimmer noch:

der einzige Kontinent, wo ihre Zahl abnimmt.

Viele Menschen in Europa haben

Gott vergessen. Aufklärung, Wohlstand

und Sozialismus haben da ganze Arbeit

geleistet. Das „Christliche Abendland“

hat ausgedient, Kirchen gelten als rückständig,

und die Menschen finden keinen

Zugang mehr zur Bibel. Darum suchen

wir verstärkt Missionare für unseren

Kontinent.

In Europa haben wir keine Visabeschränkungen

(wie Missionare aus

anderen Kontinenten, die nach Europa

wollen), doch sind die Herzen vieler

Europäer verschlossen. Da gilt es, die

Menschen im Alltag in ihren Bedürfnissen

abzuholen. Deshalb arbeitet eine wachsende

Zahl unserer Missionare in Europa

teilzeitlich in ihrem erlernten Beruf, etwa

als Krankenpfleger, Erzieherin, Lehrer

oder Geschäftsfrau. Sie bauen natürliche

Beziehungen auf, um Vertrauen zu gewinnen.

Sie verkündigen durch „Wort und

Werk“ (V.18): gelebter Glaube im Alltag,

das wirkt im postmodernen Europa.

Das Evangelium

voll ausgerichtet (V.19)

Paulus hat nicht nur evangelisiert,

das heißt Menschen zur Begegnung mit

Jesus eingeladen. Er hat das Evangelium

„voll ausgerichtet“, geographisch und

inhaltlich: Sein Herzenswunsch war, „die

Heiden zum Gehorsam (des Glaubens)

zu bringen“ (V.18; Römer 1,5; 16,26).

Das bedeutet, sie einzuladen zur Jesus-

Nachfolge, dass Gottes Wort in ihrem

Wo Gemeinden am

stärksten wachsen

Leben wirksam wird (vgl. Kol 1,25); und

sie sollen selbst Botschafter der Wahrheit

werden. Das gilt auch für uns.

Heiko Krimmer fasst das in seinem

Kommentar zum Römerbrief zusammen

(S. 388): „Sind nicht viele unserer

Evangelisationen, Bibelwochen, Bibelstunden

usw. eine Flucht vor dem

‚Hinaus‘, Ungehorsam gegen den Befehl

Jesu: ‚Gehet hin!‘? Wir sollten unsere

Arbeit einmal gründlich überprüfen. Die

Botschaft gilt allen! Säen wir nicht oft,

wo schon alles dicht besät ist? Bauen wir

nicht oft, wo schon längst gebaut ist?

Verschönerungsarbeiten sind überflüssig,

solange die Mehrzahl der Menschen in

Elendsquartieren lebt, ja stirbt. Paulus hat

das Evangelium voll ausgerichtet. Können

wir da mitsprechen?“

Da denke ich besonders an die Menschen,

die Jesus nicht kennen, direkt

vor unserer Haustür: Deutsche und neu

Zugezogene.

In der Kraft des

Geistes Gottes (V.19)

Dies kann nur durch Gottes Geist

geschehen. Er muss Herzen öffnen,

Erkenntnis von Sünde wecken und

Wiedergeburt schenken. Er baut seine

Gemeinde, nicht wir Menschen. Gott hat

Paulus das Durchhaltevermögen gegeben;

er schenkte ihm Weisheit, Vollmacht und

Kraft (V.18). Darüber freute sich Paulus.

Können wir warten, bis Gott gewirkt hat?

Von Zeichen und

Wundern (V.19)

In unseren Tagen handelt Jesus ebenfalls

auf einzigartige Weise, sogar unter

Muslimen: In seinem Buch „A Wind in the

House of Islam“ schreibt David Garrison,

dass es in den ersten 1.000 Jahren keine

einzige große Bewegung von Muslimen

hin zu Jesus gegeben habe. Dazu zählte er

geistliche Aufbrüche, bei denen in einer

Volksgruppe mehr als 1.000 Muslime zu

Jesus-Nachfolgern wurden oder mehr

als 100 kleine christliche Gemeinden

entstanden sind.

Die ersten beiden Erweckungen seien

zwischen 1850 und 1980 geschehen.

Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 zählte

er bereits elf Aufbrüche in muslimischem

Kontext, und in den vergangenen 14

Jahren mehr als 65! Ähnliches gilt auch

für andere Hochreligionen wie den

Hinduismus. Dabei dürfen wir Gottes

Mitarbeiter sein.

Nach Spanien geleitet (V.24)

Jetzt zieht es Paulus nach Spanien, ans

andere „Ende der Welt“. Dort sprechen

die Leute aber Latein; sie haben andere

Gewohnheiten; ihre Kultur ist ihm fremd.

Paulus kennt dort niemanden. Darum

bittet er die Gemeinde in Rom um

Unterstützung: finanziell, fachlich, logistisch,

mit Mitarbeitern. Er benötigt ihre

Erfahrung und persönlichen Beziehungen,

wenn der Einsatz in Spanien gelingen soll.

Herzlichen Dank auch Ihnen, liebe Leser,

für all Ihre Unterstützung mit Gebet

und finanziell, damit heute Missionare –

wie Paulus damals – zu den Unerreichten

gehen. Auch Sie zu den Asylbewerbern in

Ihrer Nachbarschaft?!

Dr. Detlef Blöcher

Missionsleiter

DMG-informiert | 2 | 2015

3


EUROPA

DEUTSCHLAND

Thomas und Mirjam Hieber

Unerreichte

mitten unter uns

Umgeben von viergeschossigen Wohnhäusern

liegt die „Fazle-Omar-Moschee“

in Hamburg-Stellingen. Sie ist ein eher unscheinbares

Gebäude, als Moschee nur an

zwei angedeuteten Minaretten und dem

Mittelbau erkennbar. 1957 eröffnet, ist

sie die zweitälteste Moschee der Ahmadiyya-Bewegung

in Deutschland. Freundlich

begrüßt mich Karim, ein junger Pakistani,

der fließend Deutsch spricht. Bereitwillig

führt er mich durch

die Moschee und

erzählt Interessantes

über die Ahmadiyyas

in Deutschland.

Die meisten

Angehörigen dieser

Gruppe stammen

aus Pakistan, und sie verstehen sich als

Reform-Muslime. Der Gründer ihrer Bewegung,

Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad,

hat 1889 erklärt, dass er ein von Gott

beauftragter Prophet sei, wie Mose, Jesus

und Mohammed. Diese Behauptung löste

Widerspruch aus, denn Mohammed gilt

im Islam als der letzte Prophet.

Da die Ahmadis in Pakistan verfolgt

wurden, flohen viele in den 1970er-Jahren

in den Westen, und ihr geistlicher Leiter

verlegte sein Hauptquartier nach London.

Heute haben sie in Deutschland 39 Moscheen

und 225 lokale Gemeinden mit

rund 35.000 Mitgliedern, davon 2.400 in

Hamburg.

Als wir im großen Gebetssaal ankommen,

der mit rot-blauem Muster ausgelegt

ist, erzählt Karim, dass die Freitagsansprachen

von Mirza Masrur Ahmad

(dem heutigen Oberhaupt der Bewegung)

Hier sind so viele Menschen

aus Pakistan, die schon seit

Jahren unter uns wohnen.

Sie sind offen, über den

Glauben und Jesus zu reden.

per Satellit in all ihre Moscheen weltweit

übertragen wird – zu zehn Millionen Anhängern

in 190 Ländern. Höhepunkt ihres

Jahres sei die „Jalsa Salana“-Versammlung,

bei der sich in Städten auch in Deutschland

jeweils rund 30.000 Ahmadis mit

Gästen zusammenfinden, um drei Tage

lang im Geist des Friedens gemeinsam

zu beten, Ansprachen zuzuhören und zu

diskutieren. Ihr Motto laute: „Liebe für

alle – Hass für keinen.“

Am Ausgang verabschiede

ich mich herzlich

von Karim. Auf meinem

Weg zur S-Bahn gehen

mir Gedanken durch den

Kopf. Hier sind so viele

Menschen aus Pakistan,

die schon seit Jahren unter uns wohnen.

Sie sind offen, über den Glauben und

Jesus zu reden. Nach ihrem Verständnis

hat Jesus am Kreuz ohnmächtig überlebt

und ist in der Kühle des Grabes wieder

zu sich gekommen. Danach soll er nach

Kaschmir gewandert sein, habe dort

geheiratet, eine Familie gegründet und

sei im Alter von 120 Jahren verstorben.

Sie verehren das Grab eines „Yuz Asaf“

als Grab von Jesus und reisen als Pilger

dorthin.

Lasst uns für diese Menschen beten

und auf sie zugehen. Sie sind unsere

Nachbarn in vielen Städten Deutschlands.

Es ist Gottes gute Absicht, dass sie in

unserer Nachbarschaft leben. Ich lade Sie

ein, auch in Ihrer Stadt die Begegnung mit

Ahmadiyyas zu suchen …

Ahmadiyyas reden gerne über den Glauben

INHALT

4 EUROPA

6 Interview mit Ehepaar Kuna

8 ASIEN

10 AFRIKA

12 AMERIKA

14 Veranstaltungen

4 DMG-informiert | 2 | 2015

FLÜCHTLINGS-

HILFE SYRIEN:

Stichwort P50402

NOTHILFE IRAK:

Stichwort P50401


DEUTSCHLAND

Luis und Ute Trujillo

DEUTSCHLAND

Peter und Gabriele

Laut Statistik gibt es hier in

Mecklenburg-Vorpommern nur

0,1% entschiedene Christen –

selbst Saudi-Arabien bringt es

aufgrund der Gastarbeiter auf

deutlich mehr!

Zweimal zurück

nach Hause

„Auf den Dreesch

gehe ich nicht“

Geh zurück zu deinen

Angehörigen und erzähl ihnen,

was der Herr für dich getan

und wie viel Erbarmen er

mit dir gehabt hat.

Markus 5,19

Mit diesem Bibelvers berief Gott uns

vor 16 Jahren in meine Heimat Ecuador

zurück. Wir waren im medizinischen

Dienst (Ute als Krankenschwester) und

in der Gemeinde- und Schulungsarbeit tätig

und haben christliche Radiosendungen

erstellt. Als Krankenhausseelsorger durfte

ich vielen Menschen helfen, Jesus als

liebenden und heilenden Vater anzunehmen,

und müde gewordenen Christen

Mut machen, neu Jesus zu vertrauen.

Seit einiger Zeit sprach Gott erneut zu

uns, diesmal mit 1. Mose 12,1, wo Gott

zu Abraham sagt: „Geh aus deinem Vaterland

und von deiner Verwandtschaft

… in ein Land, das ich dir zeigen will.“

Nun sehen wir uns nach Deutschland

zurückberufen; in eine Arbeit mit Einwanderern,

die Jesus noch nicht kennen.

Gott bestätigte diesen Ruf dreimal durch

denselben Bibelvers, und wir waren uns

als ganze Familie einig.

So kehrten wir nach Deutschland zurück,

gespannt, was Gott für uns vorbereitet

hat. Er belohnte unser Vertrauen:

Wir fanden eine schönes Haus zur Miete,

die Kinder haben ihren Platz in Schulen.

Doch das Wichtigste: Eine Gemeinde

in Heilbronn hat uns gebeten, bei ihnen

Gottesdienste in Spanisch zu halten. In

Heilbronn gibt es viele Migranten aus

Spanien und Lateinamerika, die sich

in unserer auf sie eher kalt wirkenden

Kultur oft nur mühsam einleben. Es ist

für die Gemeinde und uns eine Gebetserhörung,

dass wir bei ihnen unser neues

Wirkungsfeld gefunden haben.

Seit September gestalten wir jeden

dritten Sonntag im Monat um 17 Uhr

(Dammstraße 55, Heilbronn) einen

Gottesdienst in Spanisch. Herzliche Einladung

an Sie und Ihre spanischsprachigen

Freunde! Wir kommen auch gerne zu

persönlichen Gesprächen in Ihre Gemeinde

und berichten über unser bisheriges

Einsatzland Ecuador und unsere neue

Arbeit. Ein großer Dank an alle Beter

und Geber der DMG für Ihre treue Unterstützung

und Gottes Segen.

„… da ist es viel zu gefährlich!“ Diesen

Satz haben wir oft gehört, seit wir hier

in Schwerin leben. Wir sind als Familie

ganz bewusst in diese Plattenbausiedlung

gezogen. Im „Dreesch“ wohnten zur Zeit

der Wende 23.000 Menschen, heute sind

es nur noch etwa 7.000, obwohl viele

Migranten zugezogen sind.

Rund um unser

Haus parken Autos

mit russischen,

polnischen, ukrainischen

und vielen

anderen ausländischen

Nummernschildern. Laut Statistik gibt es

in Mecklenburg-Vorpommern nur 0,1%

entschiedene Christen – selbst Saudi-Arabien

bringt es aufgrund der Gastarbeiter

auf deutlich mehr!

Mit den Gästen unseres Adventscafés

haben wir ein Quiz zum Thema Weih-

„Jetzt reißt sich die Kirche

auch noch Weihnachten

unter den Nagel.“

nachten gemacht. „Wie hieß der Mann

von Maria?“ Schon diese einfache Frage

bereitete vielen Schwierigkeiten. Wir

staunten über Aussagen wie: „Jetzt reißt

sich die Kirche auch noch Weihnachten

unter den Nagel.“ Ein anderer meinte

schmunzelnd: „Wenn die Welt heute

untergeht, passiert das in

Mecklenburg-Vorpommern

50 Jahre später.“

Doch es gibt auch

Lichtblicke, bei manchen

Menschen sehen wir kleine

Aufbrüche in Richtung Jesus Christus.

Abends nach dem Aufräumen, Geschirrspülen

und Putzen zum Beispiel betet

jemand in unserem Kreis zum ersten Mal

frei und öffentlich. Da wir Gott am Wirken

sehen, arbeiten wir treu weiter und

sind dankbar für alle Ihre Gebete.

Leben im

Plattenbauviertel

DMG-informiert | 2 | 2015

5


INTERVIEW

FRANKREICH

Dr. Ralf und Claudia Kuna

36.000 Studenten

und jeder zehnte offen für Jesus!

Ralf und Claudia Kuna haben im Herzen Frankreichs

eine Studentenmission FEU (Feuer) in Clerment-Ferrand

mitgegründet. Ein Interview:

Wie seid ihr in die Mission gekommen?

Klingt ja nicht gerade nach dem normalen

Berufsweg für einen Physiker und

eine Chemieingenieurin?

Ich (Ralf) habe mich zu Beginn meines

Studiums 1980 in Wuppertal für Jesus

entschieden. Damals hatte ich eine

zehnjährige „Drogenkarriere“ hinter mir.

Wahrscheinlich hab ich mich deshalb so

darüber gefreut, wie Jesus mein Leben

umgestaltet hat. Ich war neugierig und

wollte mehr über Gott und die Bibel

wissen – und allen von Jesus erzählen.

Am liebsten wäre ich direkt Missionar

geworden. Doch mir war klar, dass ich

zuerst mein Studium beenden sollte.

Wie waren deine ersten Jahre als Christ?

Eine wichtige Zeit. Damals half ich

ehrenamtlich in einer christlichen Straffälligenhilfe

und einer Studentenarbeit

mit und habe dabei enorm viel gelernt.

1985 ist mir Chemiestudentin Claudia

begegnet, und 1987 haben wir geheiratet.

Von nun an wollten wir gemeinsam in

die Mission. Bis zum Abschluss meiner

Doktorarbeit haben wir uns weiter in die

Studentenarbeit in Wuppertal

eingebracht. Anschließend

ging es zur theologischen

Ausbildung, und

dann haben wir uns

bei der DMG beworben


Weshalb arbeitet ihr im „christlichen“

Frankreich?

Nun, der Begriff „christlich“ meint ja

meist die Kultur eines Landes, nicht ob

die Menschen bewusst mit Jesus leben.

In der „Grande Nation“ sind das leider

gerade mal ein Prozent von 66 Millionen

Franzosen. Anfangs waren wir skeptisch,

ob Frankreich wirklich richtig war, denn

wir kannten die geistliche Not nicht. Inzwischen

sind wir uns sicher über unsere

Berufung.

Was unterscheidet Frankreich von

Deutschland?

Das Verhältnis der Menschen zu Religion.

Besonders die Laizität, die Trennung

von Staat und Kirche. In Deutschland

gewährt der Staat der Kirche einen

gewissen Schutz. Die meisten Franzosen

dagegen denken, dass der Staat sich vor

dem Einfluss der Kirche schützen muss.

Die Behörden halten sich konsequent

aus allem Religiösen heraus. Bei einer

Umfrage in Grenoble meinte sogar eine

Mehrheit, dass es verboten sei, öffentlich

über Glauben zu reden – was glücklicherweise

nicht stimmt! Es gibt an staatlichen

Schulen keinen Religionsunterricht. Wird

über Religion gesprochen, dann meist

negativ.

Was sind die Folgen?

Es erschüttert uns immer wieder, wie

wenig die Leute – sogar Studenten – über

den christlichen Glauben wissen. Bei unseren

Umfragen sagen Muslime oft mehr

Richtiges über die Bibel als vermeintlich

„christlich“ erzogene Franzosen. Letztere

haben Vorbehalte gegen die Religionen,

besonders gegen uns Christen, was durch

die Medien noch geschürt wird – ähnlich

wie in Deutschland, doch extremer.

Trotzdem sind die ev. Freikirchen in den

vergangenen Jahrzehnten gewachsen,

besonders in Großstädten. In vielen

kleineren Städten gibt es so gut wie keine

wiedergeborenen Christen.

Ist es euch schwergefallen, als Familie

nach Frankreich auszuwandern?

Es klingt vielleicht seltsam; aber wir

kamen an den Ort, wo Gott uns haben

wollte. Deshalb ist es uns erstaunlich

leichtgefallen, uns in die Kultur einzuleben.

Unsere beiden Kinder, Pierre (16)

und Samuel (14), sind in Grenoble zur

Welt gekommen. Während unseres Heimatdienstes

gingen sie zweimal ein Jahr

in Deutschland zur Schule. Beide fanden

die deutschen Schulen angenehmer, die

Lehrer netter und die Atmosphäre in den

Klassen freundlicher. Aber das sind Momentaufnahmen.

In Frankreich legt man

mehr Wert aufs Lernen, in Deutschland

aufs Verstehen. In der Lebensqualität gibt

es keine großen Unterschiede. Auffallend

ist das Wertesystem: Obwohl Franzosen

ähnlich verdienen wie Deutsche, sind

ihre Autos meist kleiner; dafür geben sie

mehr Geld für gutes Essen aus. Franzosen

sind freundlich, wir hatten immer gute

Kontakte zu Nachbarn und konnten

auch schon Bibelgrundkurse mit ihnen

durchführen.

Was tut ein Missionar sonst in Frankreich?

Hauptsächlich arbeiten wir in der

Studentenmission, dem FEU (Foyer

Évangélique Universitaire). Wir wollen

Studenten mit Jesus bekanntmachen.

Und wir helfen Christen an der Uni, ihren

Glauben besser zu verstehen, auszuleben

(Jüngerschaft) und sich verbindlich in eine

örtliche ev. Gemeinde einzubringen. So

evangelisieren wir viel, betreuen kleine

Bibelgruppen und arbeiten eng mit den

Gemeinden in unserer Stadt zusammen,

damit Studenten ein geistliches Zuhause

finden.

Ihr seid vor zwei Jahren nach Clermont-

Ferrand umgezogen …

Ja, unser neues Zuhause liegt im

Zentralmassiv. Die Stadt hat 140.000

Einwohner und ist bekannt für die vielen

erloschenen Vulkane im näheren Umfeld.

Was mich besonders freut: Es ist die Heimat

des großen Physikers Blaise Pascal

(1623–1662).

6 DMG-informiert | 2 | 2015


Bibelabend mit Studenten in einer Wohngemeinschaft

Wie kam es, dass euch eine Gemeinde

dort eingeladen hat?

In Clermont-Ferrand gab es Studenten,

die unser FEU in Grenoble kannten und

begeistert davon erzählten. Deshalb hat

sich die Leitung unserer jetzigen Gemeinde

an uns gewandt, ob wir auch bei

ihnen eine FEU-Studentenarbeit beginnen

könnten. Die Gemeinde hatte knapp

60 Mitglieder und war stark überaltert,

konnte also die Arbeit nicht selbst

beginnen. Wir haben viel gebetet, ob das

unser Weg ist, und Gott hat es bestätigt.

Zwei ehemalige Studenten aus dem FEU

in Grenoble sind mit uns nach Clermont-

Ferrand gezogen.

Gab es schon eine Studentenarbeit in

der Stadt?

Für die 36.000 Studenten in Clermont-

Ferrand gab es nur eine einzige christliche

Studentengruppe mit circa 15 Personen,

viel zu wenig! Also gründeten wir unser

FEU, und erfreulicherweise sind beide

Gruppen seither gewachsen. Die Zusammenarbeit

macht Freude, zweimal im Jahr

veranstalten wir gemeinsame Aktionen

und treffen uns öfter zum Gebet.

Was genau tut ihr im FEU?

Wir veranstalten Bibelentdeckergruppen,

bieten Jüngerschaftskurse an sowie

geistliche und seelsorgerliche Einzelbetreuung

von Studenten. Da sie viele

Fragen stellen, behandeln wir je nach

Bedarf auch apologetische Themen, bei

denen es um die Erklärung der christlichen

Botschaft geht. Wir setzen uns

offensiv mit Zeitströmungen auseinander,

beispielsweise Gender-Mainstreaming.

Wir veranstalten Schulungstage, Freizeiten,

offene Abende, Konzerte – und

Events zu Erntedank, Weihnachten und

Ostern. Dazu gehören auch Planungstreffen,

Organisation und das Gestalten von

Einladungen und Plakaten. Wir könnten

problemlos mehr Mitarbeiter einsetzen.

Im Grunde schaffen wir nie alles, was wir

machen möchten. Christliche Studenten

aus Deutschland können gerne zum

Kurzeinsatz, Praktikum oder einem Auslandssemester

kommen und uns helfen.

Wie reagieren Studenten auf die Botschaft

von Jesus? Sind sie nicht hochgradig

skeptisch?

Manche sind interessiert am Glauben.

Eine von zehn Personen, mit denen wir

länger ins Gespräch kommen, besucht

unsere Veranstaltungen. Oft bringen sie

noch Bekannte mit. In den vergangenen

Jahren hat es völlig ausgereicht, wenn wir

zu Semesterbeginn eingeladen haben.

Schnell waren unsere Gruppen und Räume

randvoll, und die Zahl der Mitarbeiter

ist begrenzt.

Euer schönstes Erlebnis in 16 Jahren

Frankreich?

Natürlich sind das die Studenten,

die Jesus annehmen. Ein junger Mann

kam schon länger zu unseren Abenden

und fühlte sich wohl. Er nahm an einer

Bibelentdeckergruppe teil, doch was immer

ich sagte, er war dagegen! Das war

schwierig. Ich musste ihm immer wieder

neu das Evangelium erklären. Er hielt

alles für unlogisch. Nach Abschluss seines

Studiums zog er fort. Sechs Monate

später tauchte er freudestrahlend wieder

im FEU auf. Ich sah sofort, dass etwas

geschehen war. Ohne Zögern sagte er,

dass er Jesus ins Leben aufgenommen

hat. Er war in seinem neuen Wohnort

auf Christen gestoßen – das gab den

entscheidenden Anstoß. Ob

das möglich gewesen wäre,

ohne die Zeit, die wir

im FEU in ihn investiert

haben?

Im

Januar rief der Leiter unseres

Partners „France Pour Christ“,

Jeannot Gauggel, zum Gebet für Frankreich

auf, mit den Worten: „Leider meinen

die meisten Franzosen, Freiheit bedeute, frei zu

sein von Gott. Bitte beten Sie, dass sich die Franzosen

nach Befreiung von ihrer Schuld sehnen. Nur Jesus

bringt wahre Freiheit.“

Als DMG haben wir ein „Projekt Frankreich“ zugunsten

der Arbeit unserer 23 Missionare dort gegründet. Mit Ihrer

Spende unterstützen Sie die Gründung ev. Gemeinden, Studentenmission,

Literaturarbeit und Migrantenhilfe im Nachbarland

– zunächst die Arbeit von Ehepaar Kuna.

Stichwort: P40026 Frankreich

P R O J E K T F R A N K R E I C H

Was wünscht ihr euch für Clermont-

Ferrand?

Wir wollen die Studentenarbeit vergrößern,

aber uns fehlen Mitarbeiter – und

unsere Räume sind begrenzt. Wir treffen

uns in der WG von Kollegen und nutzen

die Schlafzimmer mit für Bibelgruppen.

Auf Dauer suchen wir neue Räume, die

wir mieten oder kaufen können.

Nun sind ja weder die Studenten, noch

die Gemeinden vor Ort in der Lage, eure

Arbeit zu finanzieren. Wer bezahlt euer

Gehalt?

Wir leben von Geld aus Deutschland,

das für uns an die DMG gespendet wird,

nur ein kleiner Teil unserer Unterstützung

kommt aus Frankreich. In 16 Jahren

Missionsarbeit haben die Spenden für uns

nur selten die Ausgaben gedeckt, materiell

gesehen sind wir also ein Verlustgeschäft

für die DMG. Anderseits beten

und vertrauen wir, dass Gott uns über

weitere Spender künftig besser versorgt,

sodass wir die gesegnete Studentenarbeit

noch viele Jahre tun können und Menschen

Jesus begegnen.

P R O J E K T F R A N K R E I C H

DMG-informiert | 2 | 2015

7


EUROPA

ASIEN

ITALIEN

Johannes und Anke Wiegers

PHILIPPINEN

Andreas und Angela Staigmiller

Telefonseelsorge

rettet Leben

Die Krise in den südeuropäischen

Ländern trifft besonders auch christliche

Werke, die sich durch Spenden finanzieren.

Beispielsweise die Seelsorge-Hotline

unseres Radiosenders CRC. Der örtliche

Sponsor musste Konkurs anmelden. War

das das Ende unserer Telefonseelsorge?

Im Vertrauen auf Gott beschloss unser

Vorstand, das wichtige Angebot für die

Hörer unserer Radiosendungen aufrechtzuerhalten.

Am selben Abend rief Nino an, ein

langjähriger Hörer und Beter, und sagte:

„Ich freue mich sehr, dass ihr Telefonseelsorge

anbietet und auf die Nöte

der Menschen hört.“ Nino hat in seiner

Bäckerei stets Flyer mit unseren UKW-

Frequenzen ausliegen und macht seine

Kunden auf die Sendungen aufmerksam.

„Die Leute wollen nicht mit mir in die

Gemeinde gehen“, sagte er, „aber durchs

Radio kommt Gottes Wort direkt in ihre

Häuser.“

Am selben Abend rief Elisa unsere

Hotline an und sagte dem ehrenamtlichen

Seelsorger: „In meinem Leben ist

eigentlich alles schief gelaufen, meine

Ehe ging vor 20 Jahren zu Bruch, und zu

meiner Tochter habe ich keinen Kontakt

mehr. Eigentlich will ich nur noch sterben

– vergibt Gott mir, wenn ich meinem

Leben ein Ende setze?“ Es folgte ein tiefes

Gespräch, und wir konnten sie mit einem

Seelsorger in ihrer Stadt in Verbindung

bringen. Inzwischen ist auch ihre Tochter

in der Seelsorge, und Mutter und Tochter

nähern sich einander langsam wieder an.

Vor allem aber erfahren sie, dass bei Gott

Vergebung ist.

Eine andere Hörerin lädt jede Woche

Sendungen auf ihren MP3-Player und

hört sie, wenn sie mit ihrer Putzkolonne

unterwegs ist. Zudem gibt sie unsere

Programme an Kollegen weiter: „Weil

ich sonntags Büros putzen muss, kann

ich kaum den Gottesdienst besuchen.

Euer Radio ist fast so etwas wie meine

Gemeinde.“

Wenn Sie mehr über unsere landesweite

Radioarbeit in Italien erfahren

möchten, setzen Sie sich über

die DMG mit uns in Verbindung,

wir sind bis Ende

April im Reisedienst.

Sie baten ihn,

Imam zu werden

Student

bei einem

Missionseinsatz

In

unserem

theologischen

Seminar bilden wir philippinische

Missionare für die Arbeit in unerreichten

Völkern aus, und das trägt

Frucht: An unserem diesjährigen

Ehemaligentreffen im Januar nahmen

mehr als 50 aktive Missionare

teil, die hier ihre Ausbildung absolviert

haben. Das sind Leute wie Jon

und seine Familie:

Seit zehn

Jahren arbeiten

sie unter den

Bewohnern

einer Insel am

südlichen Ende

der Philippinen,

die die Botschaft von Jesus nicht

kannten. Auf dem Eiland haben sie

Ausbildung

philippinischer Missionare

Die Menschen haben

großes Vertrauen in Jon

und sein Team und öffnen

sich der Frohen Botschaft.

keine Verbindung zur Außenwelt;

weder elektrischen Strom noch

Handysignal oder Internet. Jons

Familie leidet manchmal unter

Malaria. Wenn sie einen Arzt

benötigen, müssen sie auf

gutes Wetter warten und

Stunden mit dem Boot zu

einer anderen Insel fahren.

Auf die Frage „Warum

macht ihr das?“ antworten

sie: „Weil uns die

Liebe von Jesus drängt.“

Inzwischen sind sie als

geistliche Leiter in ihrem

Dorf anerkannt. Jon dient als

Berater im Gemeinderat. Als

der Imam (muslimische Geistliche)

starb, fragten sie Jon sogar,

ob er diesen Posten übernehmen

würde.

Sie haben Hausbibelkreise

und Kinderstunden angefangen und

pflanzen Menschen das Evangelium

ins Herz. Dieses Jahr konnten sie

eine weiterführende Schule eröffnen,

bis dahin endete die Schulbildung

der Kinder ihres Dorfes nach

der Grundschule.

Die Menschen haben großes

Vertrauen in Jon und sein Team und

öffnen sich der Frohen Botschaft.

Diese Glaubensgeschwister sind

uns eine große Ermutigung, weiterhin

junge Filipinos

zu Missionaren

auszubilden.

Einige unserer

derzeit 13 Studenten

kommen

aus einfachen

Bergfamilien, oft selbst aus nahezu

unerreichten Volksgruppen. Sie

möchten die Botschaft von Jesus in

ihren Völkern, zu ihren Freunden

und Familien tragen, an Orte, wo

Jesus noch nicht verkündigt wird.

Durch unseren Lehrdienst

tragen wir direkt dazu bei, solche

Botschafter der Liebe Gottes

auszubilden und zu ihrem Dienst zu

befähigen. Herzlichen Dank allen

Lesern, die uns dabei finanziell und

betend unterstützen.

8 DMG-informiert | 2 | 2015


Buchtipp

TAIWAN

Dr. Alain und Rita Haudenschild

Unerreichte Volksgruppe

Die Hakkas

Heilong ist ein Hakka-Christ, und er

dankt Gott für die Menschen, die ihm von

Jesus erzählt haben. Zu seiner Volksgruppe

gehören weltweit rund 70 Millionen

Menschen. Die Hakkas ( 客 家 ; „Kè jia“;

bed. „Gäste“) sind eine der acht Gruppen

Han-Chinesen, und sie sprechen eine eigene

Sprache, die sich in mehrere Dialekte

aufteilt.

Seit 2.400 Jahren sind sie in mehreren

Migrationswellen vom Baikalsee in Sibirien

aus südostwärts durch China nach

Südostasien eingewandert; ab dem 7.

Jahrhundert auch nach Taiwan. Sie haben

Malaysia, Indonesien, Hawai, Surinam

sowie Nord- und Mittelamerika erreicht.

Hakkas finden sich oft in verantwortlichen

Positionen in Bildung, Politik,

Kultur und Armee, eine starke Bewegung

fördert ihr kulturelles Erbe. 1

1

Hakka – An important Element in Chinese

Culture, www.asiawind.com/hakka, 14.12.2014

Spendenprojekt

Was die Beringstraße mit unerreichten

Völkern zu tun hat

„Beringstraße“, so wird von den

Mitarbeitern der DMG-Zentrale liebevoll

der Weg zwischen unserem „Haus Asien“

und „Haus Amerika“ bezeichnet. Eine

wichtige Passage für Besucher unserer

Veranstaltungen auf dem Buchenauerhof,

wenn sie von der Halle in die Seminare

gehen. Wie die reale Beringsee zwischen

Asien und Amerika ist auch unser Schotterweg

schwer passierbar. Beim letzten

Herbstmissionsfest sind zwei Besucher

gestürzt, glücklicherweise ging es glimpflich

aus. Nun möchten wir diesen Weg

pflastern.

Gleichzeitig schlägt unser Herz für

Mission: In den kommenden Jahren haben

wir die rund 4.000 noch unerreichten

Völker weltweit im Blick (siehe Leitartikel,

Seite 2). Der Großteil davon lebt in

Asien. Auf der anderen Seite der Beringstraße,

in Amerika, gibt es bereits viele

Christen. Dort bilden DMG-Mitarbeiter

lateinamerikanische Missionare für diese

FÜRS GEBET:

Gläubige Hakka im Jahr

1993. Sie gaben dem Team

von Haudenschilds Sprachunterricht

• Wir suchen kultursensitive Mitarbeiter,

die den Hakkas das Evangelium

verständlich nahebringen und helfen,

christliche Gemeinden in ihrer Sprache

aufzubauen.

• Im Januar wurden Heilong und weitere

gläubig gewordene Hakkas getauft.

Bitte beten Sie für sie und ihre Stadt,

dass noch viele Jesus kennenlernen.

• Und um Kraft für die wenigen Missionare,

die unter den Hakkas tätig

sind. Unsere Partnermission SEND

arbeitet bei ihnen in Dongshe, Guandong

und Gongguan (Taiwan), wo sie

sich ein Zentrum wünschen, um sich

versammeln zu können.

• In Longtan (Taiwan) soll bis 2016 ein

theologisches Seminar entstehen, das

in Hakka unterrichtet. Für die Finanzierung

des Baus, gute Dozenten und

die künftigen Studenten.

Völker aus.

Daniel und

Myriam Zinser

beispielsweise schulen

in Costa Rica junge Christen für den

Dienst unter Unerreichten; ebenso Hans

und Carmen Ziefle in Chile und Andreas

und Gabriela Fuchs in Brasilien.

Wir bitten Sie, für diese unerreichten

Völker und Missionare zu beten und

zu spenden, damit sie wiederum neue

Missionare schulen können. Die zwei „Beringstraßen“

möchten wir verknüpfen:

90% Ihrer Gabe mit Vermerk „P50253

Beringstraße“ werden für Mission unter

unerreichten Völkern eingesetzt – und

10% für die Pflasterung des Verbindungswegs

in der DMG-Zentrale. Vielen Dank

für Ihre Spende!

Spendencode: P50253 Beringstraße

„So habe

ich es erlebt“

Nahaufnahmen

aus Pakistan

und Afghanistan

Unwegsame Wege

gehen und Menschen

selbst am anderen Ende

der Erde die Liebe von

Jesus nahebringen – in

diese Aufgabe sieht sich

Autorin Corrie Swen

berufen. Viele Jahre

arbeitet sie als Krankenschwester

in den Bergen

Pakistans nahe Afghanistan.

Ihre faszinierenden

Erlebnisse lassen Leser

in die Stammeskultur

der Paschtunen eintauchen.

Menschen finden

Heilung – nicht nur

medizinisch. Zwischen

Kreißsaal, OP und der

Begegnung mit Patienten

wird Swens Liebe zum

Schöpfer deutlich, der sie

auf ihrem Weg begleitet.

Erleben Sie mit, wie Gott

alle Kulturen in seine

große Liebesgeschichte

hineinnimmt …

Ein Taschenbuch, das

Liebe zu unerreichten

Völkern weckt.

Eine Koproduktion von

OM und DMG.

Preis:

9,95 Euro

Bestellung:

Tel. 07265 959-0

DMG-informiert | 2 | 2015

9


AFRIKA

KENIA

Dr. Gisela Roth

KENIA

Martin und Joy Koch

Selbst für Diebe

und Gewalttäter!

Unerreichte mit dem Evangelium

zu erreichen ist nicht einfach. Diese

Gruppen sind nicht ohne Grund „unerreicht“.

Manchmal ist der Zugang

schwierig; weil sie entlegen leben

oder Nomaden sind, oder es gibt

keine Visa, das Leben unter ihnen ist

gefährlich, was Gesundheit, Gewalt,

Religion oder Terror betrifft, oder

Klima, Kultur, Sprache, Kommunikation

und Einkaufsmöglichkeiten

sind mühselig. Wer als Missionar

diesen zentralen Auftrag von Jesus

erfüllen will, muss

widerstandsfähig

sein und zahlt oft

einen hohen Preis.

Tibarek ist Äthiopierin

und arbeitet

im Südsudan.

Ihre Mission bat

unser Tumaini-Seelsorgezentrum um

Hilfe. Denn Tibarek war schreckhaft

und angespannt, jedes Geräusch ließ

sie zusammenzucken und verursachte

heftige Erinnerungen an durchlittene

Gefahren und Gewehrfeuer. Sie hatte

Schlafstörungen. Kein Wunder. Seit

Beginn ihrer Arbeit 2007 mussten sie

und ihr Mann mehrfach aus Kampfgebieten

evakuiert werden; meist zu

Fuß oder mit dem kleinen Boot.

Sie hatten sich oft Tage im afrikanischen

Busch versteckt; einen Monat

überlebten sie fast ohne Nahrung

mitten in einer umkämpften Stadt.

2009 wurde das Dach ihrer Hütte

über ihrem Kopf angezündet, und sie

wussten, wenn wir jetzt fliehen, wird

auf uns geschossen. Zweimal wurde

ihr gesamter Hausstand gestohlen.

Zudem blieb ihr Kinderwunsch unerfüllt.

Schließlich starb ihr Ehemann

2010 unerwartet an Malaria, kurz

bevor er zu einem besseren Krankenhaus

hätte ausgeflogen werden

können.

Tibarek kam mit ihrem zweiten

Mann in unser Zentrum und fand

seelsorgerliche Hilfe. Sie wollten

Jesus weiter im Südsudan dienen,

doch Tibarek war traumatisiert.

Wer als Missionar diesen

zentralen Auftrag von Jesus

erfüllen will, muss widerstandsfähig

sein und zahlt

oft einen hohen Preis.

Wir begannen eine Behandlung mit

EMDR, einem bewährten Traumatherapieverfahren.

Mit der Zeit konnte

sie die furchtbaren Erlebnisse verarbeiten.

Eine erste Belastungserprobung

im Südsudan gelang. Mehr und

mehr wechselte ihre Erfahrung von

Todesangst, Nöten und Verlusten zu

erlebter Treue Gottes und Hilfe für

viele Menschen um sie her. Denn neben

den traumatischen Erfahrungen

hat Tibarek auch Wunder erlebt:

Der letzte Diebstahl von Computern,

Pässen und Geld

war bitter: Wenn ihr

Team jetzt evakuiert

würde, müssten sie

wegen der fehlenden

Pässe zurückgelassen

werden. Sie beteten

intensiv. Da lief ihnen

auf dem Markt ein Mann in einem

ihrer Hemden über den Weg. Nach

einigen Verhandlungen brachte er sie

in Kontakt mit den Dieben. In der

Morgendämmerung erhielten sie ihre

Pässe zurück – und am selben Tag

noch musste das Team nach Kenia

evakuiert werden. Tibarek und ihr

Mann kamen mit – Maßarbeit Gottes!

Und als sie damals aus der brennenden

Hütte flohen, wurden weder

sie noch ihre nigerianischen Kollegen

von den Angreifern gesehen.

Dankbar macht sie auch, wie treu

ihre Gemeinde, Familie und Kollegen

sie mit Liebe, Kleidung und Hausrat

versorgen. Tibarek hat wieder Zugang

zu positiven Lebenserfahrungen

und ihrem tiefen Glauben gefunden.

Aus Schutzlosigkeit wuchs neu die

Überzeugung, wie sehr Gott sie liebt.

Und nach Jahren der Kinderlosigkeit

hat Gott ihnen jetzt einen Sohn

geschenkt. So hält Tibarek trotz aller

Gefahren an ihrer Berufung in den

Südsudan fest, damit Menschen dort

Jesus kennenlernen, selbst die Diebe

und Gewalttäter!

Gemeinden gründen

bei den Samburus

Von den rund 250.000 Samburus im

Norden Kenias sind bisher nur wenige

Christen. Viele leben als Nomaden.

Ihr Alltag dreht sich um die Kühe und

Schafe, Ziegen und Kamele, die ihre

Lebensgrundlage bilden. Seit März 2014

versucht unser Team im Dorf Lchakwai,

im Tiefland, eine christliche Gemeinde zu

gründen.

Kürzlich hat ein junger Mann in unserer

Gegend seinen Freund erschossen.

Daraufhin wurde er von der Dorfgemeinschaft

ausgeschlossen. Keiner sprach

mehr mit ihm, niemand wollte ihn mehr

berühren, etwas zu essen geben, ihn in

sein Haus lassen oder sonst irgendetwas

mit ihm zu tun haben.

In unserem Gottesdienst lasen wir zu

diesem Zeitpunkt gerade im Lukasevangelium,

wie Jesus Gemeinschaft mit Sündern

und Zöllnern suchte. Die Samburus in unserer

Gemeinde stimmten darin überein,

dass der junge Mörder große Schuld auf

sich geladen hatte – und auch sie wollten

nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die

Botschaft, dass Jesus solche Grenzen

durchbrochen hat, ja dass wir selbst alle

Sünder sind, nicht besser als die Zöllner

damals oder der junge Mörder in Lchakwai,

war für sie nur schwer zu fassen.

Die Auswirkungen der Tat des jungen

Mannes sind spürbar. Sie geben uns

Einblick in die Kultur der Samburus und

fordern uns und die Samburu-Christen

heraus, unseren Standpunkt zu finden.

10 DMG-informiert | 2 | 2015


MADAGASKAR

Karin Mende

Von Kuhdieben

und Ahnengeistern

Die Bara leben

mit und von Kühen

Ehepaar Koch und ihr Team leben

in einem Hirtenvolk Kenias, um dort

eine Gemeinde zu gründen

Eine Frau forderte uns auf, keine

Milch mehr von der Familie des

jungen Mannes zu trinken. Auch nicht

Tee, der mit Milch aus diesem Haus

gekocht ist. Die Menschen glauben,

dass sie durchs Trinken dieser Milch

an die Sünde des jungen Mannes gebunden

werden und schlimme Folgen

zu fürchten hätten.

Inzwischen haben wir gehört, dass

dieses Milchverbot nur für Verwandte

gilt. Wir dürfen die Milch wohl

doch annehmen, müssen aber darauf

achten, wem wir davon zu trinken

anbieten. Wenn wir hierbei Fehler

machen, kann das Auswirkungen auf

unseren Stand in der Dorfgemeinschaft

haben.

Unsere Stellung hier wurde in

den vergangenen Wochen eh auf

die Probe gestellt. Männer aus den

Bergen wollten, dass wir Lchakwai

verlassen. Die Menschen, mit denen

wir hier zusammenleben, haben

diese Aufforderung glücklicherweise

zurückgewiesen und uns ermöglicht,

dass wir bleiben können. Eine

Antwort auf Gebet und Frucht des

Einsatzes unseres Teams, weil wir das

Leben mit den Menschen hier teilen.

Gleichzeitig fordern uns solche kritischen

Situationen heraus, unseren

Auftrag treu auszuführen und die

Samburus zu einem Leben mit Jesus

einzuladen.

Die Baras unterscheiden sich stark

von anderen Völkern in Madagaskar.

Kühe stehlen ist bei ihnen kein Unrecht,

und Zauberei ein normales Hilfsmittel,

um Feinde zu

schädigen. Für sie

ist Gott zwar der

höchste Schöpfer,

aber weit

entfernt. Stattdessen

verehren

sie Geister, weil

diese Segen und Fluch auf die Lebenden

übertragen würden. Durch Rituale und

Opfer wollen sie die Harmonie zwischen

Lebenden und Toten erhalten.

Obwohl das Evangelium schon vor 200

Jahren nach Madagaskar kam, gibt es

nur wenige Bibelteile in ihrer Sprache

und bis heute noch keine lebensfähige

Kirche.

Hary und Noelina aus Mandoto leben

mit ihren kleinen Söhnen Jesaja und

Hosea seit fünf Jahren im Bara-Dorf

Ampahitra. Von der Hauptstraße bis

in das 1.000-Seelen-Dorf sind es acht

Stunden Fußmarsch. Sie sind Christen,

haben die Bara-Sprache erlernt und sich

an das raue Leben bei den Kuhhirten

gewöhnt. Im Frühjahr 2012 haben sie an

einem meiner Seminare teilgenommen.

Sie konnten gar nicht genug bekommen

von den grundlegenden Lektionen über

ganzheitliche Entwicklung, Versöhnung

(2.Kor 5,18-20), Freiheit in Christus (Joh

8,36), wie man Vertrauen gewinnt, gesunde

Dorfgemeinschaft und Prinzipien

anhaltender Entwicklung.

Hary, Pionier im

unerreichten Bara-Stamm

Ihr Herz brennt für die Bara-

Kinder, die nicht nur den himmlischen

Vater noch nicht kennen,

sondern oft auch nicht wissen,

wer ihr leiblicher Vater ist.

Ihr Herz brennt für die Bara-Kinder,

die nicht nur den himmlischen Vater

noch nicht kennen, sondern oft auch

nicht wissen, wer ihr leiblicher Vater

ist. Promiskuität 1

ist bei Baras an der

Tagesordnung und

die Einehe nahezu unbekannt.

Als Grundschullehrer

haben sie

eine Schule gegründet.

Sie bringen 80

Bara-Kindern Lesen und Schreiben bei,

Grundlagen der Hygiene, Erdnuss- und

Kichererbsen anbau sowie Fischzucht.

Hary hat eine theologische Ausbildung

absolviert, um auch die Botschaft

der Bibel vermitteln zu können. Anfangs

kamen ihre Nachbarn aus Neugier auf

sie zu, mittlerweile zeigen sie echtes

Interesse an Gottes Wort. Hary erklärt

ihnen die Bibel. Donnerstags haben sie

eine Gebetsstunde in ihrem Haus. Einmal

kam sogar ein Kuhdieb mit Gewehr

vorbei und wollte Gott kennenlernen.

Vertrauen wächst, und es gibt immer

weniger Diebstähle und Teenagerschwangerschaften

im Dorf.

Das Leben im Busch ist nicht einfach.

Die Reisernte wird manchmal von

Heuschrecken gefressen, Kinder werden

krank und Häuser von Plünderern

angezündet. Sind feindliche Kuhdiebe

im Anmarsch, müssen sie sich mit den

Dorfbewohnern tagelang im Busch

verstecken. Oft schon hätten Hary und

Noelina beinahe aufgeben, doch Gott

hat ihnen geholfen. Hary bezeugt: „Vor

drei Jahren spürten wir noch eine Barriere

zwischen uns und der Bevölkerung,

weil wir nicht von ihrem Stamm sind.

Inzwischen haben 30 Erwachsene und

25 Kinder Jesus angenommen.“

Es gibt noch weitere zehn unerreichte

Völker auf Madagaskar, von

denen ich Ihnen persönlich erzählen

kann. Bis November 2015 bin ich im

Reisedienst und komme gerne in Ihre

Gemeinde oder Ihren Hauskreis (Kontakt

über die DMG).

1

Promiskuität ist die Praxis sexueller

Kontakte mit häufig wechselnden Partnern

DMG-informiert | 2 | 2015

11


AFRIKA

AMERIKA

SÜDAFRIKA

Winfried und Dr. Hildegard Steiner

ECUADOR

Martin und Julia Henrich

Bis

2011

waren

wir bei den

Yaos in Malawi

tätig, einem muslimisch-animstischen

Volk von rund

drei Millionen Menschen. Im Auftrag

der malawischen Bibelgesellschaft

haben wir das Wort Gottes in ihre

Sprache übersetzt, im Oktober 2014

ist die neue Yao-Bibel veröffentlicht

worden. Wie es dazu kam?

1922 begannen englische Bibelübersetzer,

die fünf Bücher Mose und die

Psalmen in die Yao-Sprache zu übertragen.

1952 folgte eine erste Übersetzung

des Neuen Testamentes. Doch

der gesellschaftliche und sprachliche

Wandel erforderte 1997 eine komplette

Neuübersetzung des Neuen und von

Teilen des Alten Testamentes.

Die Bibelgesellschaft und Missionsorganisationen

suchten einen Koordinator

und Exegeten, der das Projekt

leiten könnte. Sie riefen eine Versammlung

von Vertretern der Missionen und

Kirchen zusammen. Kein anwesender

Missionar schien geeignet oder bereit

für diese Aufgabe. Nach einem kurzen

Stoßgebet wurde mir klar, dass Gott

mich meinte. Als ich meine Bereitschaft

bekundete, ging ein Raunen der Erleichterung

durch den Saal. Die Abstimmung

verlief einstimmig.

Dieser Tag veränderte unseren

Dienst radikal. Meine Schulungsarbeit

wurde von anderen Missionaren

weitergeführt, während ich die Bibelübersetzung

begann. Hildegard konnte

ihren Einsatz unter Frauen und Kindern

fortführen und wurde mir ein wichtiger

Informant im Blick auf Vokabular und

Prüfleser. Meine wichtigste Aufgabe

war, geeignete Übersetzer zu finden:

engagierte, teamfähige Christen mit

Yao als Muttersprache und guten

Englischkenntnissen. Zunächst arbeiteten

wir im Nebengebäude unserer

Das Yao-

Volk erhält

seine Bibel

Wohnung, in den 15 darauffolgenden

Jahren mussten wir das Übersetzungsbüro

fünfmal umziehen.

Die Übersetzer merkten bald,

dass ihre neue Aufgabe Hingabe und

Demut erforderte. Immer wieder

mussten wir neue Übersetzer suchen.

Anfangs waren wir eines der ersten

Projekte dieser Art südlich der Sahara,

die Computer für die Übersetzung

nutzten. Kein Yao-Pastor, der bei uns

einstieg, brachte Computerkenntnisse

mit oder konnte Schreibmaschine

schreiben. Schulung und Übung

halfen, dass sie nach je zwei Jahren

Lehrzeit als Übersetzer produktiv

wurden.

Häufig gab es Stromausfälle, Abhilfe

schafften Autobatterien und Wechselrichter.

Die tropische Hitze war

unser größter Gegner, starker Tee

mit Milch und Zucker hielt uns wach.

Malaria, Todesfälle und Familienangelegenheiten

zehrten an unseren

Übersetzern, die an Wochenenden

noch als Pastoren ihre Gemeinden

versorgten. Doch Schritt für Schritt

kamen wir dem Ziel näher.

Im September 2007 war das Neue

Testament fertig und vertont, denn

die Mehrheit der Yaos kann nicht

lesen und schreiben. 2012 konnte

es gedruckt werden. Die Audiobibel

wird gerne gehört. Im Oktober 2014,

nach siebzehn Jahren Übersetzung

und Vorbereitung, konnte nun die

komplette Yao-Bibel inklusive Altem

Testament feierlich der Handvoll ev.

Yao-Gemeinden übergeben werden.

Sie haben viele Jahre auf eine verständliche

Bibelübersetzung gewartet

und freuten sich riesig. Nun beten

wir, dass die Versöhnungsbotschaft

der Bibel in die Herzen vieler Yaos

Zugang findet. Danke Ihnen allen,

die uns und das Projekt unterstützt

haben.

Gebet befreit

Gefangene …

Als sie zu beten anfing,

griff Gott ein: Nach zwei

Jahren Gefängnis kam ihr

Mann durch eine Gesetzesänderung

wieder frei.

Carmen war jung und hatte alles,

was man sich wünschen kann: Karriere,

Geld und Gesundheit. Sie arbeitete

für große Firmen in Asien und

konnte sich alles leisten. Dann machte

sie sich auf eine Weltreise und lernte

in Ecuador Vicente kennen, die Liebe

ihres Lebens. Sie heirateten und wollten

ihre Heimat in Spanien kennenlernen.

Doch ein paar Tage vor dem Flug

der Schock: Vicente wurde wegen

Drogenbesitzes festgenommen.

Was nun? Carmen blieb Vicente

treu und besuchte ihn über Monate

so oft wie möglich im Gefängnis. Sie

erkannte, dass sie das Leben nicht

allein meistern konnten, und fragte

nach Gott. Als sie zu beten anfing,

griff Gott ein:

Nach zwei Jahren kam ihr Mann

durch eine Gesetzesänderung wieder

frei. In den Wochen zuvor hatten

Gefängniswärter versucht, ihm erneut

Drogen in seiner Zelle unterzuschmuggeln,

doch er fand sie „zufällig“

eine halbe Stunde vor der Razzia.

Der Richter hat zudem versäumt,

den Vermerk „vorbestraft“ in seine

Polizeiakte einzufügen, sodass er ein

Dauervisum für Spanien beantragen

kann. Wir staunen, wie Gott ihnen

hilft. Sie brauchen Jesus weiter eng

an ihrer Seite, für ihre Ehe und ihren

gemeinsamen Weg als Familie.

Wollen Sie mehr über unsere

Arbeit wissen? Dann kommen Sie

über die DMG auf uns zu, wir sind

bis Juni in Deutschland.

Familie Henrich

12 DMG-informiert | 2 | 2015


MEXIKO

Michael und Lisa Schmid

Ostern bei den

Tarahumaras

Glühend heiß brennt die Mittagssonne

auf ein abgelegenes Dorf im

Sierra Madre-Gebirge Nordmexikos.

Kirchenglocken läuten, es ist Passionswoche.

Die Einwohner vom Volk

der Tarahumaras versammeln sich vor

ihrer Kirche, um Ostern zu feiern.

Die Männer mit weißen Lendenschurzen

und bunten Kopfbändern haben

die dunkle Haut ihrer Oberkörper mit

weißen Punkten bemalt, die Frauen

schmücken sich mit langen, bunten Kleidern.

Trommeln schlagen, die Aufführung

beginnt.

Tänzer drehen sich im Kreis hin und

zurück und schwenken weiße Fahnen.

Einer führt eine lebensgroße Strohpuppe

mit sich. In der Mitte

Ohne Jesus Christus sind die

Tarahumaras hoffnungslos

verloren. Ihre Traditionen

und Rituale können sie nicht

retten, nur Jesus kann ihnen

neues, ewiges Leben geben.

des Kirchhofs steht

ein kleines Holzkreuz.

Ein Mann mit

roter Fahne geht

darauf zu, schwenkt

die Fahne davor und

dreht sich im Kreis.

Ein anderer lehnt

einen Stock gegen

das Kreuz und vollzieht eine zeremonielle

Handlung, danach schreiten sie in die

Kirche. Andere Männer rennen auf den

Kirchhof mit roten und weißen Fahnen,

gefolgt von den Frauen, die ein großes

Bild der Jungfrau von Guadalupe tragen.

Auf den ersten Blick hat das alles nur

wenig mit Ostern zu tun. In der Aufführung

kommen zwar

die meisten Hauptpersonen

der Ostergeschichte

vor: Soldaten,

Pharisäer, Maria, Judas Iskariot

… Doch die Hauptperson, um die es

bei Ostern geht, fehlt: Was ist mit Jesus

Christus?

Obwohl Ostern für sie der Höhepunkt

des Jahres ist, wissen viele Tarahumaras

kaum etwas über dessen geistliche

Bedeutung. Die Aufführungen sind Teil

ihrer Tradition. Sie feiern, weil sie es

immer so gemacht haben. Dabei wird viel

Alkohol konsumiert. Fässer mit Tesguino

(Maisbier) werden zubereitet und bis zum

letzten Tropfen ausgetrunken. Viele betrinken

sich, bis sie bewusstlos sind. Nach

dem Fest bleiben ihre

Herzen leer zurück.

Ohne Jesus Christus

sind die Tarahumaras

hoffnungslos verloren.

Ihre Traditionen und

Rituale können sie nicht

retten, nur Jesus kann

ihnen neues, ewiges

Leben geben (vgl. Apg

4,12). Dass sie ein Kirchengebäude haben,

bedeutet nicht, dass sie das Evangelium

kennen.

Im 17. und 18. Jahrhundert haben Jesuiten

unter den Tarahumaras missioniert

und Kirchen gebaut. Doch die Menschen

haben die Lehren des Katholizismus mit

ihrer Naturreligion vermischt und vieles

falsch verstanden. Selbst wenn sie das

Kreuz in ihre Rituale mit aufgenommen

haben, sind sie im Grunde noch unerreicht.

Die meisten Tarahumaras können nicht

lesen, und es gibt die Bibel noch nicht in

ihrer Muttersprache. So bleibt ihnen die

gute Nachricht von Jesus fremd. In Römer

10,14 heißt es: „Wie sollen sie aber

an den glauben, von dem sie nichts gehört

haben?“ Gott liebt die Tarahumaras

und möchte, dass sie Jesus kennenlernen,

nachfolgen und ehren. Christus ist auch

für sie gestorben und auferstanden!

Wir wollen dazu beitragen, dass

Tarahumaras Jesus als Herrn und Retter

begegnen. Deshalb erlernen wir derzeit

ihre Sprache und Kultur. Langfristig

wollen wir mit Gottes Hilfe die Bibel in

die Tarahumara-Sprache übersetzen. Nur

durch die Botschaft des Evangeliums können

Tarahumaras die wahre Bedeutung

von Ostern kennenlernen und feiern.

Osterzeremonie der Tarahumaras:

Eine Mischung aus Katholizismus

und Naturreligion

DMG-informiert | 2 | 2015

13


F

HERZLICHE EINLADUNG!

DIE DMG ERLEBEN

Veranstaltungen:

26.04.2015, 10 Uhr: Jahresfest (siehe Rückseite)

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

17.05.2015, 10 Uhr: Gebetssonntag – Afrika

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

17.05.2015: Missionstag

14055 Berlin, Tel. 07265 959-0

Freizeiten:

DMG-Infostände bei:

04.-06.04.2015: Osterkonferenz

in 91710 Gunzenhausen

06.–11.04.2015: GemeindeFerienFestival SPRING

in 34508 Willingen (Upland)

01.05.2015: DIPM-Jugendtag

in 72813 St. Johann-Lonsingen

01.-03.05.2015: Dillenburger Jugendtage

in 35685 Dillenburg

Reisen:

Name des Ko

Konto-Nr. de

Bitte geben

Spendenbe

Freundesn

vorhanden

Namen un

30.05.–06.06.2015 und 08.–15.08.2015

AUSZEIT MIT INHALT

in den französischen Ardennen

Leitung: Günther Beck und Doris

Keller. Seminare zur Auswahl:

www.auszeit-mit-inhalt.de

Ab 498 Euro

(Vollpension, eigene Anreise).

Information und Anmeldung:

Doris Keller, Tel. 07135 963713

E-Mail: Doris.Keller@t-online.de

04.–08.05.2015

DMG-MISSIONSFREIZEIT

AUF DEM BUCHENAUERHOF

„Mein Haus soll ein Bethaus sein für alle Völker“

Die wunderschön gelegene DMG-Zentrale als

ruhigen Ort des Gebets erleben, Ausflüge in die

Umgebung, Bibelarbeiten,

Berichte von Missionaren,

Aktuelles der DMG und

Zeit für Begegnung mit

Missionaren und Mitarbeitern.

Leitung: Gerd Sigrist,

Detlef Garbers.

Gesamtpreis inkl. Vollpension,

DZ (Etagendusche):

155 Euro pro

Person. EZ: 180 Euro.

Zuschlag für Zimmer

mit Dusche und WC:

25 Euro.

Information, Flyer und Anmeldung:

Bettina Janzen, Tel: 07265 959-127

E-Mail: Anmeldung@DMGint.de

03.10.–13.10.2015

DIE TÜRKEI BETEND ENTDECKEN

Eine Reise des Männergebetsbundes (MGB)

und der DMG

Gemeinsam die Türkei entdecken,

auf den Spuren von Paulus. Viel Zeit

für Gebet und die Begegnungen mit

Christen vor Ort. DMG-Mitarbeiter

Detlef Garbers, der selbst viele Jahre

in der Türkei tätig war, gestaltet mit

Horst Weippert (MGB) diese Reise.

Ab 895 Euro pro Person.

Information:

Detlef Garbers, Tel. 07265 959-153

E-Mail: DGarbers@DMGint.de

29.10.–7.11.2015

JORDANIEN-REISE

Tours

SCHECHINGER

Auf biblischen und archäologischen Spuren durchs

Ostjordanland – mit Einblick in die heutige Situation

Reisen Sie mit unserem früheren Geschäftsführer Gerd

Sigrist zu biblischen Stätten in Jordanien, vom Norden

über Amman und Madaba, den

Berg Nebo ans Tote Meer, in

die Felsenstadt Petra und übers

Wadi Rum nach Aqaba (Baden

im Roten Meer). Begegnung mit

Christen vor Ort, ein unvergessliches

Erlebnis.

Ab 1.685 Euro pro Person.

Frühbucherbonus sichern bis

30.04.2015.

Information:

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610

E-Mail: Gerd.Sigrist@gmx.net

14 DMG-informiert | 2 | 2015


VIELEN DANK!

ntoinhabers

s Kontoinhabers

Sie für die

stätigung Ihre

ummer (falls

) oder Ihren

d Ihre Anschrift an.

Datum, Unterschrift

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung

des annehmenden Kreditinstituts

des

HELFEN SIE, DAMIT MENSCHEN GOTT BEGEGNEN

Impressum

Spenden per Lastschrift

Zeitschrift „DMG-informiert“ kostenlos beziehen

Herausgeber:

Ich möchte die Arbeit der DMG durch eine regelmäßige Lastschrift unterstützen.

Ich bitte Sie, von meinem Girokonto folgenden Betrag abzubuchen:

DMG interpersonal e.V.

(ehem. Deutsche

Missionsgemeinschaft)

Buchenauerhof 2

D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0

Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de

www.DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto:

Joy Koch, Kenia

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN:

DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN:

CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt

anerkannt. Spenden

werden im Rahmen der Satzung

entsprechend der Zweckbestimmung

für missionarische oder mildtätige

Zwecke eingesetzt. Stehen

für ein Projekt ausreichend Mittel

zur Verfügung, wird die Spende

für einen ähnlichen satzungsgemäßen

Zweck verwendet.

Herzlichen Dank

für Ihre Spende

Wir freuen uns über

Ihre Unterstützung der

missionarischen und

sozialen Arbeit der DMG.

Damit lindern Sie Not und

bringen Menschen in aller

Welt die Liebe Gottes auf

verständliche Weise nahe.

Ihre DMG

Euro

monatlich

jeweils zum

Telefon

Name, Vorname

Straße

PLZ/Ort

Datum

Bitte diesen Abschnitt ausschneiden und per Post an die DMG einsenden.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. (max. 27 Stellen, 27 Stellen, bei bei maschineller Beschriftung max. max. 35 Stellen) 35 Stellen)

IBAN IBAN

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder (8 oder 11 Stellen) 11 Stellen)

Spenden-/Mitgliedsnummer oder oder Name Name des des Spenders - (max. - (max. 27 27 Stellen)

PLZ PLZ und und Straße Straße des des Spenders: (max. (max. 27 27 Stellen)

IBAN IBAN

Datum Datum

für Verwendungszweck

vierteljährlich

01. / 15. des Monats

Meine Freundesnummer:

(Falls bekannt. Siehe auch sechsstellige Zahl im rückseitigen Adressfeld)

SEPA-Lastschriftmandat:

des IBAN des Auftraggebers

IBAN

für den Beleg/Quittung für den Auftraggeber

Empfänger

bei

Konto-Nr. bei

BLZ BLZ

EUR EUR

Auftraggeber/Einzahler:

Verwendungszweck:

zur beim Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt

BIC BIC

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Abzugsfähige Spende

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

G E N O D E 6 1 W I E

Unterschrift(en)

halbjährlich

erstmals ab:

(frühestens 15 Tage nach Eingang dieses Mandats bei der DMG)

Geburtsdatum

Unterschrift

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

EINZUGS-

ERMÄCHTIGUNG

Bitte geben Sie als Stichwort im Überweisungsträger den Namen eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an.

ggf. ggf. Stichwort

Angaben zum zum Kontoinhaber: Name, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. (max. 27 27 Stellen, keine keine Straßen- oder oder Postfachangaben

E-Mail

DMG interpersonal e.V., Buchenauerhof 2, 74889 Sinsheim

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE84ZZZ00000848177

Mandatsreferenz-Nr.: Wird von der DMG vergeben und Ihnen separat mitgeteilt.

Ich ermächtige DMG interpersonal e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift

einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von DMG interpersonal e.V. auf

mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.

Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des

belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

Bank

IBAN

BIC

jährlich

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

Staaten in in Euro. Euro.

06 06

SPENDE

SPENDE


Mission leidet

unter Euroschwäche

Bestellen Sie kostenlos Einladungen

und Plakate zu diesen Veranstaltungen:

Stellen Sie sich vor, der Wert Ihres

Gehaltes schrumpft um 20 Prozent. Das

erlebt gerade rund die Hälfte unserer

Missionare. Derzeit büßt der Euro erheblich

an Wert im Vergleich zum Dollar ein.

Viele Missionare müssen einen Verlust

ihres Vorort-Gehaltes um 15 bis 20

Prozent verkraften. Bitte greifen Sie den

betroffenen Missionaren durch eine Sonderspende

unter die Arme. Wir danken

Ihnen herzlich im Voraus.

What‘s

Mission

God's

MY

?

J U M I - N I G H T 2 0 1 5

Das Jugend-missions-event

25. » 26. Juli 2015

74889 SINSHEIM-Buchenauerhof

Worship mit der Band „A-Team“

Stichwort: P50201 Wechselkurs

Grafik: freevector/Vecteezy.com

www.jumi-night.de

Mehr Informationen:

www.DMGint.de/Wechselkurs

Jesus

unbekannt !?

Neues T-Shirt

Zeigen Sie, dass Sie ein Fan der DMG

und Missionsarbeit sind und kaufen Sie

für sich und Freunde in Ihrer Gemeinde

das neue T-Shirt der DMG. Und machen

Sie Kollegen und Bekannte damit auf

Gott aufmerksam. 12,50 Euro zuzüglich

Versandkosten (ab 20 Euro versandkostenfrei).

Hier bestellen:

Kontakt@DMGint.de, Tel. 07265 959-0

Jahresfest

Das Missionsfest der DMG

26. April 2015

ab 10 uhr

Buchenauerhof,

sinsheim

Parallel:

TeenTREFF

Infos:

www.DMGint.de/Jahresfest

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine