Seniorenratgeber Hoyerswerda 2015-2016

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Informationsbroschüre für Senioren der Stadt Hoyerswerda.

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung

Vorsorgemaßnahmen können sehr behilflich sein, um zu

einem späteren Zeitpunkt in schwierigen Situationen besser

handeln zu können. Eine Patientenverfügung soll vorsorglich

dazu dienen, dass stets der Wille des Patienten

beachtet wird – auch, wenn dieser dann zu keiner Willensäußerung

in der Lage sein sollte. Bestenfalls hat er schriftlich

festgehalten, wie er in bestimmten Situationen medizinisch

versorgt und behandelt werden möchte. Irgendwann

kommen vielleicht auch Sie in die Lage, Ihre Angelegenheiten

ganz oder teilweise nicht mehr selbst erledigen

zu können. Bevor eine Betreuungsperson vom Gericht

bestellt werden muss, können Sie durch eine sogenannte

Vorsorgevollmacht einen Familienangehörigen, Bekannten

oder einen sozialen Dienst Ihres Vertrauens bevollmächtigen,

Ihre Angelegenheiten zu regeln. Beachten Sie: Im

Ernstfall dürfen weder Ehepartner / Lebenspartner noch

Kinder automatisch für Sie Entscheidungen treffen. Auch

Sie benötigen eine Vorsorgevollmacht.

Wegen der weitreichenden Folgen sollten Sie sich aber vorab

beraten lassen. Der Tipp der Deutschen Rentenversicherung:

Das Bundesministerium der Justiz hat unter dem Titel

„Betreuungsrecht“ eine kostenlose Broschüre zum Thema

Vorsorgevollmacht herausgegeben. Zusätzlich zur Vorsorgevollmacht

können Sie eine Patientenverfügung erstellen.

Auch hierzu wird eine kostenlose Broschüre angeboten.

Beide Broschüren stehen mit allen notwendigen Vordrucken

im Internet unter www.bmj.bund.de zur Verfügung.

Soweit Druckausgaben vorhanden sind, können diese

beim Publikationsversand der Bundesregierung telefonisch

unter: 030 18 272 272 1 oder per E-Mail an: publikationen@bundesregierung.de

bestellt werden.

Testament

Im Falle des Todes ist schließlich auch der persönliche

Nachlass zu klären. Was geschieht mit dem Vermögen oder

auch mit eventuellen Schulden? Der Erbe tritt die Nachfolge

für beide an. Die nachstehenden Erläuterungen sind

als allgemeine Hinweise zu verstehen. Mit dem Testament

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wird sichergestellt, dass bei der Aufteilung des Nachlasses

nach den Wünschen des Verstorbenen verfahren wird.

Testamente können entweder zur Niederschrift bei einem

Notar erstellt oder eigenhändig geschrieben werden.

Gemeinsames Testament von Ehegatten

Das Gesetz ermöglicht es, Ehegatten ein gemeinschaftliches

Testament, das für den Tod eines jeden Ehegatten

gilt, entweder in öffentlicher oder eigenhändiger Form zu

verfassen. Es reicht aus, wenn ein Ehegatte das Testament

eigenhändig niederschreibt und beide Eheleute mit

Vor- und Zunamen unterschreiben

Todesfall eines Angehörigen

Trotz der empfundenen persönlichen Trauer für den Verstorbenen

sollten Ihre Gedanken für die zu erledigenden

Formalitäten klar gefasst werden, um sie schrittweise zu

erledigen. Beim Tod zu Hause müssen Sie einen Arzt verständigen

und sich von ihm einen Totenschein ausstellen

lassen. Benachrichtigen Sie das Bestattungsunternehmen

und halten Sie Datum und Uhrzeit der Überführung fest.

Folgende Erledigungen nimmt Ihnen der Bestatter ab:

Terminabstimmung mit Friedhof, Redner/Pfarrer, Musiker...

Unterlagen bei der Meldung beim Standesamt:

Totenscheine, Personalausweis, Geburtsurkunde (bei Ledigen)/Familienstammbuch,

(Heirats-/Scheidungsurkunde),

ggf. Sterbeurkunde des Ehepartners

· Benachrichtigen Sie Verwandte, Freunde, Arbeitgeber etc.

· Informieren Sie die (Lebens-)Versicherung

· Veranlassen Sie eine Testamentseröffnung beim Amtsgericht/Notar,

wenn ein Testament vorliegt

· Beantragen Sie einen Erbschein

· Fertigen Sie die Steuererklärung für den Verstorbenen an

und holen Sie sich ggf. Rat bei einem Notar.

· Widerrufen von Bankvollmachten

· Versicherungskündigung die auf den Verstorbenen laufen

Standesamt

Eheschließungen, Eheregister, Lebenspartnerschaftsregister,

Geburtenregister, Sterberegister, Urkundenstelle

S.-G.-Frentzel-Str. 1, Tel. 03571 45 73 40

Hoyerswerda

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