April 2007 - Gornergrat Bahn

matterhorngotthardbahn.ch

April 2007 - Gornergrat Bahn

einfach retour

Matterhorn Gotthard Bahn, Gornergrat Bahn, Glacier Express: mehr erfahren 1/07

Einen Zug

voraus

BVZ Holding:

Erlebnisse in Fahrt.

Seite 4

Im Anrollen

Neue Regionalzüge:

Sonne der Matterhorn

Gotthard Bahn

Seite 8

Erlebnisbahn

Mitfahren und gewinnen:

Die Tipps

für fröhliche Stunden

Seite 10


einfach retour · 3

Editorial

Spüren Sie den Fahrtwind?

Vor Ihnen liegt die

erste Ausgabe «einfach

retour». Das Magazin der

Matterhorn Gotthard Bahn,

der Gornergrat Bahn und

des Glacier Express begleitet

Sie in eine neue

Reisewelt.

Sie lesen in dieser Ausgabe

über aktuelle Projekte, die die Zukunft der Bahnen

prägen und die Sie in Fahrt bringen.

Die Bahn ist ein Zukunftsunternehmen. Sie bleibt

mobil, wenn sie auf topmoderne Infrastruktur zählen

kann. Selten wurde so viel zur gleichen Zeit geplant,

gebaut und in Bewegung gesetzt.

Baustellen in Visp und Brig, das MTT in Täsch, das

Tourismus-Projekt in Andermatt, die Porta Alpina und

verlockende Freizeitangebote entlang der Strecke

sind Vorboten der NEAT.

Eine Reise – sei sie im Geist oder direkt im Zug –

kommt immer gut an. Erfahren Sie, was uns bewegt.

Gute Fahrt!

Christoph Kronig

Unternehmenskommunikation

Impressum

Herausgeber:

Matterhorn Gotthard Bahn

Gornergrat Bahn

Adresse:

Nordstrasse 20, 3900 Brig

Redaktionsteam:

Christoph Kronig

Susanne Perren

Erscheinungsweise:

2-mal jährlich

Auflage:

28 500 Exemplare

Grafik, Layout und Druck:

Mengis Druck und Verlag AG

Terbinerstrasse 2

3930 Visp

© Herausgeber; Nachdruck oder

sonstige Wiedergabe nur mit

schriftlicher Bewilligung gestattet.

Inhalt

4

Erlebnisbahnen mischen

den Verkehr neu auf

Bahndirektor Hans-Rudolf Mooser über

den Wandel zur Freizeitbahn

6

(Un)endlich komfortabel

Im Matterhorn Terminal Täsch

als Vorzeigetreff

8

Bei jedem Wetter:

Sitz mit Sonne

«Sun and Ice» schimmern auf den neuen

Abteilsitzen

10

Frei der Freizeitlaune nach

Kreuzworträtsel und beliebte Reisen:

Lesen, mitmachen, mitfahren

12

Das neue Tor zur (Bahn)Welt

Schöner verkehren im neuen Bahnreisezentrum

Visp

13

Zug um Zug der Zeit voraus

Die Matterhorn Gotthard Bahn zieht

in einen Glasbau

14

Der Pharao von Andermatt

Andermatt: Wunsch oder Wirklichkeit?

Seite 6

Seite 8

Seite 13

Seite 14


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«Wer einen Zug vermarktet,

sagt auch etwas über die Region»

Auf langen Strecken sind sie Erlebnisbahnen, im Nahbereich ein

starker Partner im Regionalverkehr: Die Bahnen der BVZ Holding

mischen den öffentlichen Verkehr neu auf.

Bahnchef Hans-Rudolf Mooser: «Die Bahninfrastruktur befindet sich im Umbruch.»

Hans-Rudolf Mooser, die bekannten

Marken Glacier Express, Gornergrat

Bahn und Matterhorn Gotthard Bahn

sind in der BVZ Holding zusammengefasst.

Wozu braucht es diese Holding?

Hans-Rudolf Mooser: Die BVZ Holding

positioniert sich als Dienstleistungsunternehmen

und koordiniert die Angebote ihrer

Tochtergesellschaften mit den genannten

Brands. Als Unternehmen richtet sie

sich primär an mögliche Partner und Investoren.

1999 gegründet, war die BVZ Holding

eine der Voraussetzungen für den

späteren Zusammenschluss der FO Bahn

und der BVZ Zermatt Bahn im Jahr 2003.

Die BVZ Holding trennte nämlich die für

die Eisenbahn betrieblich notwendigen

Vermögenswerte von den übrigen Vermögenswerten.

Die BVZ Holding positioniert sich als

Dienstleistungsunternehmen mit hoher

Erlebnisqualität. Inwiefern kann

eine Bahn diese Rolle spielen?

Die geografischen Schwerpunkte der Tochtergesellschaften

reichen vom Gornergrat,

über Zermatt bis nach Disentis. Entlang

dieser Strecke schaffen wir Erlebniswelten.

Dazu gehören der Glacier Express und die

Gornergrat Bahn, aber auch Vergnügungsangebote

wie Brunch- und andere Erlebniszüge

zwischen Brig und Disentis oder

die sommerlichen Angebote wie Bike und

Bahn.

Die Zubringer wandeln sich zur Freizeitbahn?

Wir nehmen eine touristisch bedeutende

Funktion wahr: Wir befördern die Gäste in

die Destinationen und schaffen überdies

eigene touristische Produkte. Das wiederum

bringt der Region zusätzliche Gäste,

da wir aktiv auf den Märkten auftreten.

Wer einen Zug vermarktet, sagt auch etwas

über die Region. Der Glacier Express

ist wesentlich mitverantwortlich für die

Sommerfrequenzen in Zermatt und St. Mo-


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ritz: In Zermatt generiert dieser Zug im

Sommer 40 Prozent der Hotelübernachtungen.

Zudem bieten wir den Gästen ein abgerundetes

Vergnügen: Wir arbeiten mit Sportgeschäften,

Hoteliers und Restaurateuren

zusammen.

Was kann ich als Gast von der BVZ Holding

erwarten?

Die BVZ Holding tritt gegenüber dem Kunden

mit ihren starken Marken wie Glacier

Express und

Gornergrat

Bahn sowie mit

den Leistungen

der Matterhorn

Gotthard Bahn

auf. Kundenbefragungen

und

-reaktionen führen zu steten Verbesserungen.

Unser Ziel bleibt ein qualitativ hochstehender

Kundenservice.

Welche strategische Stossrichtung verfolgt

die Holding?

Die BVZ Holding richtet ihren geografischen

Fokus auf die Erlebniswelt zwischen

Zermatt / Gornergrat und Disentis. Sie will

die Gäste vollumfänglich betreuen, also

auch vor und nach dem Reiseerlebnis – im

Sinne einer integrierten Dienstleistungskette.

Erleben die Kunden ein gesamthaftes

Reisevergnügen und nehmen sie den Übergang

von einer zur anderen Gesellschaft

nicht wahr, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Die attraktive Landschaft, die einmaligen

Aussichtspunkte und der Umstand,

dass die Matterhorn Gotthard

Bahn wie die Gornergrat Bahn Zahnradbahnen

sind, unterstützen dieses Vorhaben.

«Wir betreuen Gäste

auch vor und

nach der Reise»

Welche Herausforderungen warten auf

die BVZ Holding?

Die Bahninfrastruktur befindet sich im Umbruch.

Der neue Personenbahnhof in Visp,

der Matterhorn Terminal Täsch, die Ostausfahrt

Brig sowie das neue Rollmaterial für

den Glacier Express, die Gornergrat Bahn

wie für den Regionalverkehr läuten ein

neues Zeitalter

ein. Wir

sind darauf

bedacht, alle

Projekte konsequent

und

gut umzusetzen.

Dazu arbeiten

wir eng mit Kantonen, Regionen

und Destinationen zusammen.

Bis zur Eröffnung der NEAT steht das neue

Betriebskonzept 2008. Wir wollen den

Mehrverkehr, den die NEAT der Region

bringt, optimal abholen.

Wo orten Sie Veränderungen?

Der weltweit vernetzte Tourismus ist eine

volatile Branche. Um auf den internationalen

Märkten wahrgenommen zu werden,

braucht es eine noch viel stärkere Zusammenarbeit.

Die Kunst ist es, gleichzeitig als

Partner und Mitbewerber zu agieren. Auch

der Spardruck der öffentlichen Hand wird

in den kommenden Jahren seine Spuren in

der Bahnlandschaft zeichnen.

BVZ Holding

Die BVZ Holding, 1999 gegründet, ist ein börsenkotiertes

Dienstleistungsunternehmen mit verschiedenen

Tochtergesellschaften. Der breiten Öffentlichkeit

bekannt sind vor allem die Gornergrat Bahn und

die Matterhorn Gotthard Bahn mit dem erfolgreichen

Glacier Express. Über diese tritt die BVZ Holding

zwischen Zermatt / Gornergrat und Disentis

gegenüber Gästen und Reisenden als Bahn- und

Erlebnisunternehmen auf.

Zu den jüngsten Errungenschaften der BVZ Holding

gehört u.a. der Matterhorn Terminal Täsch, die moderne

Umsteigeplattform für Zermattreisende von

der Strasse auf die Schiene.

Zusätzlich nimmt die BVZ Holding Managementfunktionen

für die Tochtergesellschaften wahr, tritt

gegenüber Partnern und Investoren auf und erbringt

mit ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft BVZ

Asset Management AG Immobilien-Dienstleistungen.

Die Holdingstruktur ermöglicht der BVZ Holding,

Angebote und Wirtschaftlichkeit der verschiedenen

BVZ-Tochterunternehmen zu koordinieren und zu

optimieren.

Hans-Rudolf Mooser hält den Vorsitz der Gruppenleitung

der BVZ Holding AG inne. Er ist zugleich

Direktor der Matterhorn Gotthard Bahn und der

Gornergrat Bahn.

Erlebnisse schaffen

zwischen Zermatt und

Gornergrat:

Die Gornergrat Bahn.


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(Un)endlich komfortabel

Der Tourismusdirektor von Zermatt, Roland Imboden, hat ein Handicap

bei Täsch. Auf dem Green, wohlbemerkt. Der neue Matterhorn Terminal

Täsch hingegen ist für ihn ein Segen: Das Umsteigen wird ein Erlebnis.

Matterhorn Terminal Täsch

In Kürze

Der Matterhorn Terminal Täsch ist ein 80-Millionen-

Projekt, das die Matterhorn Terminal AG Täsch und

die Matterhorn Gotthard Bahn in Zusammenarbeit

mit der Gemeinde Täsch erstellt haben.

Kapazität Parking

– 2000 gedeckte Parkplätze

– 13 Kurzzeitparkplätze («Kiss & Ride»)

– 4 Taxistandplätze

– 10 überdachte Andockstellen für Busse

– 48 Stellplätze für Busse, 97 Stellplätze für

Kleinbusse im P2 Schali (im Norden des MTT)

– Parkfläche für Zweiradfahrzeuge

Dienstleistungen

– 1000 Gepäck-Trolleys an 18 Depotstationen

– Durchgehend behindertengerechtes Bauwerk

– Kostenlose elektronische

Hotelinformation/-reservation

– Bistro und Kiosk

– Telefonstation

– Bancomat/Change

– Schliessfächer

«Am peinlichsten war mir, wenn die Gäste

ihre Episode vom ausgeschaufelten Auto

zum Besten gaben, das das falsche war. Bei

den wöchentlichen Gästeehrungen schilderten

sie immer wieder, wie sie sich auf

der Heimreise im Vorjahr in den Schneemassen

ab und an in der Reihe geirrt hätten.»

Roland Imboden, Tourismusdirektor

von Zermatt, fährt mit Schneid in den neuen

Matterhorn Termial Täsch. «Es gab auch

immer wieder Gäste, die ihr Auto ungern

im Freien stehen liessen. Die Kälte und der

Frost setzten den Karossen zu.»

Die Welt trifft ein

Ihm, dem Bergler, und seinem Audi mögen

die unwirtlichen Bedingungen weniger anhaben.

Der Zermatter Tourismusdirektor ist

einer zum Anfassen. Er hat Stehvermögen

– und er weiss, worauf es ankommt. Zügigen

Schrittes begibt er sich zur Umsteigehalle.

Die orangen Wände spiegeln seinen

Elan. Und seine gute Laune.

«Zermatt ist ein Superprodukt. Aber bis

anhin war der Empfang für Auto fahrende

Gäste nicht kundenfreundlich. Jetzt stimmt

auch dieses Glied in der Dienstleistungskette»,

sagt er. «Der Matterhorn Terminal

Täsch passt als Musterbeispiel in die Philosophie

unserer Qualitätsoffensive ‹Enjoy

Switzerland›.»

In Stosszeiten bewegen sich stündlich bis

zu 4000 Personen als An- und Abreisende

durch diesen Ort. «Hier begegnet sich die

Welt, hier begegnen sich Kulturen», nennt

er die Halle auch gleich seinen Lieblingsplatz

im Matterhorn Terminal Täsch.

Ferien informiert andenken

Sauber, sicher, freundlich, funktional und

doch gestalterisch grosszügig – das schätzt

Roland Imboden am Terminal. «Sehr convenient»,

nickt er weltmännisch, während

er im Bistro letzte Akten für die nächste

Sitzung überfliegt. Er weiss, worauf es

beim Gästeempfang ankommt: Hell, farbig,

optimal beschildert und angenehm

warm muss es sein. «Auch genügend Toiletten

und Trolleys sind wichtig.»

Bahninfrastruktur

– 2 Shuttle-Gleise

– 2 Gleise Regionalverkehr

Perronlänge: 140 Meter

Erstmals steuert ein elektronisches Stellwerk

den Zugverkehr der MGBahn.


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Grosse Anzeigen informieren über die Ankunft

und Abfahrt der Züge. Plasmabildschirme

stimmen gleichzeitig auf den Aufenthalt

in Zermatt ein. Events oder

Meldungen über die aktuelle Wettersituation

lassen den ersten Ferientag andenken.

«Neu können die Gäste im Winter 06/07 auf

einer digitalen Anlage bereits ihr Hoteltaxi in

Zermatt bestellen», erklärt Roland Imboden.

Schöner ankommen

Roland Imboden ist ein Ästhet. Was Wunder,

hat es ihm die filigrane, schnörkellose

und doch anmutende Innenarchitektur des

attraktiven Terminals angetan. «Professionell

platzierte Werbung wirkt in dieser Umgebung

beinahe wie ein Kunstwerk.» Er sei

überzeugt, dass man mit diesem Standard

Gäste erneut gewinnen könne, die einst

genau wegen der mühsamen Plackerei auf

der An- und Abreise Zermatt vom Ferienplan

gestrichen haben. «Täsch schrieb in

diesem Sommer bereits ein Plus von 10

Prozent und auch Zermatt wird besser abschliessen

als im Vorsommer.»

«Der Gast hat kein Ortsdenken. Er betrachtet

das Ganze. Sein Ferienerlebnis geht

über unsere Gemeindegrenzen hinaus.»

Wer künftig von Zermatt auf die Täschalpe

wandere, kann mit dem Peak-Pass gratis

von Täsch zurück nach Zermatt fahren. Solche

Destinationsangebote soll es in Zukunft

noch mehr geben. Schliesslich nutzt

Roland Imboden selber aktiv das übergreifende

Angebot: Er steht ab und an auf

dem Golfplatz von Randa zwischen Täsch

und Randa. Die Symbiose von Konzentration,

Spannung und Bewegung hat es dem

ehemaligen Skirennfahrer angetan. «Für

mich ist das kein ‹Social Event›. Ich gehe

um des Spielens willen», meint er und hat

gut sagen: Sein Handicap 16 darf sich sehen

lassen.

Tor zum Green

Zwei Monate im Jahr ist der vitale Tourismusdirektor

selber auf Reisen. «Hauptsächlich

in den Ferndestinationen Asien

und Russland.» Sein Marketingteam bearbeitet

vorab die Primärmärkte: 60 Prozent

der Gäste stammen aus der Schweiz und

aus Deutschland. Grossbritannien steht mit

13 Prozent an dritter, Japan mit 7 Prozent

an vierter und die USA mit 6 Prozent an

fünfter Stelle.

Dass Zermatt nun zusammen mit Täsch

und Randa auftritt, sei mehr als logisch.

Express

• Der neue Terminal ist seit Dezember

2006 in Betrieb.

• 2000 gedeckte Parkplätze ermöglichen

komfortables Umsteigen.

• An- und Abreise sind ein Erlebnis.

(Bilder oben) Schneeschaufeln war gestern: Im Parkhaus bleiben die Autos

geschützt. Übersichtliche Gänge zu den Zügen, eine sinnvoll ausgestattete

Wartehalle und eine bequeme Perronhöhe: Der Matterhorn Terminal Täsch

ist mehr als ein Bahnhof.


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Premium fährt vor: «Sun and Ice» schmückt künftig als Thema die

Reise von Brig via Visp nach Zermatt. Entsprechend farbig reflektiert

das Interieur der neuen Reisezüge für den Regionalverkehr

zwischen Zermatt und Disentis das kosmische Spiel von Gletscher

und Sonne.

Bei jedem Wetter:

Sitz mit Sonne

«Züge sind Hightech-Produkte»:

Franz Karlen, Leiter Rollmaterial-

Engineering.

Franz Karlen ist nicht einer, der mit grossen

Farben um sich wirft. Dezent sein Stil,

akkurat und wohlüberlegt seine Antworten.

Der Leiter Rollmaterial-Engineering

kennt sich aus in Designfragen. Er redet

bei der Beschaffung des neuen Rollmaterials

tüchtig mit: Zwischen Brig und Zermatt

sowie zwischen Brig und Disentis verkehren

künftig vermehrt moderne Niederflur-

Triebzüge. Auf der Strecke der Gornergrat

Bahn kommen seit Anfang 2007 vier neue

Doppeltriebwagen zum Einsatz.

Franz Karlen, die neuen Shuttlezüge

zwischen Täsch und Zermatt verkehren

bereits, der Glacier Express führt die

neuen Panoramazüge und auf der Gornergrat-Strecke

sind topmoderne Wagen

im Einsatz. Inwiefern profitieren

die Reisenden davon?

Zwischen Täsch und Zermatt kennzeichnen

vier gediegene Shuttlezüge mit LCD-Bildschirmen

die neue Generation. Diese Innen-

und Aussenanzeigen mit aktuellen Informationen

werden sehr geschätzt. Die

Gelenktriebzüge überzeugen mit ihrem

Niederflurabteil. Sie liegen tiefer und sind

geräumiger, was den Gepäckumlad bequem

macht. Die Luftfederung optimiert

den Fahrkomfort.

Zudem haben wir mit den neuen Shuttlezügen

die Kapazität erhöht. Maximal 1000

Personen mit 300 Gepäcktrolleys oder

2000 Personen – beides jeweils pro Stunde

und Richtung – entlasten in Stosszeiten

merklich.


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Elegant verkehren: Die neuen Triebzüge

überzeugen durch hohen Reisekomfort.

Gelb und Grau mischen das neue

Interieur der Triebzüge auf.

Sie stocken im Regionalverkehr auf:

Fährt das NEAT-Zeitalter ein?

Wir erwarten Frequenzsteigerungen Richtung

Zermatt. Visp wird im Dezember

2007 zum Vollknoten. Gleichzeitig eröffnen

wir die Ostausfahrt

Brig. Um der

steigenden Nachfrage

gerecht zu werden,

haben wir ein

neues Betriebskonzept

ausgearbeitet.

Steigt die Zahl der Sitzplätze?

Wir wollten eine möglichst hohe Sitzplatzkapazität

bei höchsten Sicherheits- und

Komfortstandards gewährleisten und dabei

die Wirtschaftlichkeit wahren. Die neuen

Wagen sind behindertengerecht gebaut.

Darauf legen wir Wert. Das Sitzplatzangebot

beträgt bei den vierteiligen

Triebzügen 188 Sitzplätze und bei den

dreiteiligen Triebzügen 144 Sitzplätze.

Triebzüge sind ein Novum auf der Regionalstrecke

– mit betrieblichen Vorteilen?

Bei erhöhtem Kapazitätsbedarf können

zwei (Doppeltraktion) oder mehrere solcher

Züge (Mehrfachtraktion) miteinander

automatisch gekoppelt werden. Um diese

zu fahren, genügt ein Lokführer. Das erhöht

die betriebliche Flexibilität und reduziert

den Rangieraufwand.

Einen neuen Zug bestellt man nicht in

einem Zug. Worauf achten Sie?

Züge sind Hightech-Produkte. Die neue

Generation erhöht den Fahrkomfort für

die Reisenden. Weniger Lärm, ein besseres

«Der erste

Eindruck zählt»

Raumklima und ein grösserer Sitzabstand

vermitteln ein gediegenes Fahrgefühl. Hinzu

kommen unzählige Details, die der Kunde

als grosses Ganzes wahrnimmt: Optische

Innen- und Aussenanzeigen, eine

behindertengerechte

Toilette pro Zugseinheit,

akustische Kundeninformation,

Abteile

für das Gepäck,

Velos oder Sportgeräte

sowie Panoramafenster.

Erhöhte

Sicherheit gewähren zudem die SOS-Notrufsysteme.

Der Triebzug

Triebzüge sind in sich abgeschlossene Zugseinheiten. Ihr Antriebsteil ist irgendwo

im Zug integriert. Das unterscheidet sie von lokbespannten Zügen wie zum Beispiel

dem Glacier Express oder den Pendelzügen mit eigener Lokomotive und Steuerwagen.

Moderne S-Bahnen und Regionalbahnen verkehren meist mit Triebzügen.

Technische Spezifikation der neuen Triebzüge der MGBahn für den

Regionalverkehr:

Technische Hauptdaten Typ ABDeh 4/8 Typ ABDeh 4/10

Länge über Kupplung in m 56,6 73,9

Gewicht brutto in t 88 108

Anzahl Sitzplätze 144 188

Maximalleistung am Rad in kW 1300 1300

Maximalgeschwindigkeit km/h 80 80

Zahnradsystem Abt Abt

Minimaler befahrbarer Kurvenradius in m 70 70

Was für Stoffe und Farben sind en

vogue?

Die Hausfarbe der Matterhorn Gotthard

Bahn, das Rot, bleibt bestimmend für das

Aussendesign. Im Innern warten wir mit

einem Kontrast auf: «Sun and Ice». Symbolisch

für den Sommer- und Winterbetrieb

variieren Grau, Silber und Erdfarben

in geometrischen, aber unsymmetrischen

Formen. Ein Hingucker für den Regionalverkehr.

In der 1. Klasse kombinieren wir

Velours mit Leder, in der 2. Klasse mit

Kunstleder. Neu sind alle Wagen mit Teppich

ausgelegt.

Was zeichnet komfortables Reisen aus?

Der erste Eindruck zählt. Sauberkeit vermittelt

ein ansprechendes Ambiente. Wir

legen Wert darauf, dass man Beine und Ellbogen

am Sitzplatz grosszügig bewegen

kann. Gut erreichbare Garderoben und Gepäckablagen

sind ebenfalls wichtig. Der

Sitz sollte nicht zu weich, aber ergonomisch

gut geformt sein.

Neu bis 2015

Die Matterhorn Gotthard

Bahn rüstet ihre

Flotte bis 2015 auf. In

einer ersten Phase kommen

zwischen Brig/Visp

und Zermatt die neuen

Regionalzüge zum Einsatz.

Später verkehren

auch auf der Strecke

Visp/Brig–Disentis neue

Kompositionen.

Total Rollmaterial

● 4 vierteilige Grundmodule,

Typ ABDeh

4/10

● 10 dreiteilige Grundmodule,

Typ ABDeh 4/8


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Mehr Zug ab 9. Dezember 2007

Der Anschluss via Vollknotenbahnhof Visp an die NEAT durch den Lötschberg bringt ab 9. Dezember 2007

«mehr Zug fürs Oberwallis». Mit dem Betriebskonzept 2008 steigt die Matterhorn Gotthard Bahn auf den

«NEAT-Zug» auf. Zusammen mit ihren ÖV-Partnern, den Regionen und Destinationen wird sie auch entlang ihres

gesamten Streckennetzes für «mehr Zug» sorgen

– im Mattertal mit den Destinationen Zermatt und

Grächen, im Aletschgebiet, im Goms, im Urserental,

in der Surselva und in der Agglomeration Brig-Glis-

Visp-Naters. Mit rund 20 % «mehr Zug» will die

Matterhorn Gotthard Bahn das Potenzial der einmaligen

Chance NEAT ausschöpfen – zum Wohle der

Bevölkerung in den Talschaften zwischen Disentis

und Zermatt/Gornergrat. Nähere Informationen zum

Betriebskonzept 2008 folgen in der nächsten Ausgabe

von «einfach retour» im Herbst 2007.

Samstags

nach Zermatt

Traumskitage in Zermatt sind

Samstage: Die Pisten sind frei,

weil die Gäste an- und abreisen

und weil an Samstagen Kinder

bis 16 Jahre gratis fahren.

Kinder bis 9 Jahre fahren in

Zermatt generell gratis. Die MG-

Bahn setzt der attraktiven Samstagsidee

noch einen drauf: Sie

offeriert den Einheimischen (Region

2) ein Kombibillett für die

Bahnfahrt inklusive Skipass. Ab

55 Franken ist das samstägliche

Skivergnügen zu haben.

GOBA: Auf Nachbars Pisten

Die Pisten in Sedrun/Disentis oder Andermatt haben es in sich: Sie sind in einem einmaligen

Kombibillett zusammen mit der Matterhorn Gotthard Bahn erhältlich.

Als Gotthard Oberalp Arena GOBA setzen die Sportbahnen und die Walliser Erlebnisbahn ein Zeichen, das seiner

Zeit voraus ist.

Gäste wie Einheimische profitieren mit einem günstigen Billett von einem Mehrfachen an Pisten und Wintervergnügen.

Ab 54 Franken (49 für Senioren oder 172 als Familienpauschale) stehen die Sportbahnen in Andermatt

und Sedrun inklusive die Fahrt mit der Matterhorn Gotthard Bahn zwischen Disentis/Sedrun-Andermatt-Göschenen-Niederwald

offen. Im Sommer wird zudem das Stanserhorn im Kombiabo inbegriffen sein.

www.gotthard-oberalp-arena.ch

Frei der Freizeitlaune nach

Die neue Erlebnis Card der Bahn- und Postautolinien der

Matterhorn Gotthard Bahn und PostAuto Oberwallis berechtigt

zu beherztem Freifahr-Vergnügen.

Der Clou: Die Abenteuer neben

der Bahn oder dem Postauto stehen

zum halben Preis offen. Die

Fahrt ist ohnehin frei: Von Domodossola,

Saas-Fee oder Zermatt

nach Disentis berechtigt die Erlebnis

Card an zwei, drei oder fünf

wählbaren Tagen während eines

Monats zur freien Reise. Die Bergbahnen,

die SBB und attraktive

Tourismusbahnen wie die Gornergrat

Bahn oder die Dampfbahn

Furka Bergstrecke gewähren an

jenen Tagen 50 Prozent Rabatt.

Doch am Ende der Fahrt fängt

das Vergnügen erneut an: 73 ErlebnisPoints

bieten

50 Prozent

Ermässigung auf

den Eintritt. In Ferienerlebnissen:

Das Bade- und Wellnesscenter Salina

Maris, das Kloster in Disentis,

die Thermalbäder in Leukerbad,

die Golf Driving Range in Randa

und Realp, der Feeblitz in Saas-

Fee, gar das Kino Capitol in Brig

spannt den Fächer für einen langen

Tag zum halben Preis.

Gültig ist die Erlebnis Card das

ganze Jahr über.

Der Familiencoup für die Bergferien

ist an den Bahnhöfen und bei

den Buschauffeuren innerhalb des

Geltungsbereichs ab 49 Franken

(2 Tage mit 1 /2-Preis-Abo) erhältlich.

Frühlingsboten im

Gommer Wald

Eine ideale Frühlingswanderung

im Goms zieht sich durch den

Gommerwald. Auf der anderen

Talseite des berühmten Höhenwegs

schlängelt sich ein lauschiger

Waldweg durch das Tal, der

stets verblüffende Ein- und Ausblicke

auf die Dörfer offenbart.

Im praktischen Wanderführer

der Matterhorn Gotthard Bahn

ist dieser Weg zwischen Oberwald

und Niederwald eingehend

beschrieben. Die handliche

Broschüre nennt 31 Wanderungen

entlang der Strecke mit

Gehzeitangaben, Höhenunterschieden,

Anforderungen und

Sehenswürdigkeiten.

Erlebnis Card auf einen Blick:

Freie Fahrt: 483 km Matterhorn Gotthard Bahn und

PostAuto Oberwallis

50 %: 362 km weitere Bahn- und Autobuslinien

50 %: 76 Luft- und Standseilbahnen

50 %: 73 Erlebnispoints

www.mgbahn.ch, www.postauto.ch/br, www.sbb.ch


einfach retour · 11

1. Preis: 2 5-Tages-Erlebnis-Card-Pässe im Wert von je Fr. 169.–, 2. Preis: 2 3-Tages-Erlebnis-Card-Pässe im Wert von je Fr. 119.–

3. Preis: 2 2-Tages-Erlebnis-Card-Pässe im Wert von je Fr. 89.–, 4.–20. Preis: Baseball-Cap MGBahn im Wert von je Fr. 9.–

Einsenden an: Matterhorn Gotthard Bahn, einfach retour, Nordstrasse 20, 3900 Brig. E-Mail: info@mgbahn.ch mit Betreff: einfach retour.

Einen Gang zulegen bitte!

Im Glas perlt der Champagner und die Aussicht auf

ein im Pinot-Noir-Jus gebratenes Rindsfilet ist ebenso

verlockend wie die Fahrt durch das malerisch

verschneite Goms: Am 19. März findet erneut eine

der exklusiven Gourmetfahrten statt. Zwischen Brig

und dem Oberalppass geniessen die Reisenden ein

7-Gang-Menu der Extraklasse im Panoramawagen

1. Klasse.

Für geprüfte Brunch-Liebhaber und alle, die es werden

wollen, verkehrt im März und April zudem der

Brunchzug zwischen Brig und Andermatt oder Andermatt

und Brig.

Schreiben Sie uns


Mit uns fahren Sie gut.

Oder noch besser?

Ihre Meinung interessiert uns. Anmerkungen, Ergänzungen, Lob oder

Anregungen zu unseren Projekten und Produkten nehmen wir gerne

entgegen. Und weil uns Ihre Meinung wichtig ist, verlosen wir unter den

Einsendungen attraktive Preise.

Mit etwas Glück fahren Sie mit einem unserer Lokführer im Führerstand

der Matterhorn Gotthard Bahn mit.

Einsenden an: Matterhorn Gotthard Bahn, einfach retour, Nordstrasse 20, 3900 Brig.

E-Mail: info@mgbahn.ch mit Betreff: einfach retour.

Bitte geben Sie ihre vollständige Adresse und Ihre Telefonnummer an.


einfach retour · 12

Das neue Tor zur (Bahn)Welt

Die Welt verkehrt künftig im neuen Bahnreisezentrum Visp. Das verkürzt die Reisezeiten.

Doch zählt nicht allein die Reisezeit, sondern auch das Wie: In Visp entsteht

eine komfortable Umsteigeplattform, die Reisen und Shopping praktisch verbindet.

Der künftige Bahnhof Visp bietet, was das

Umsteigen zwischen zwei Zügen oder den

Übergang vom Postauto auf die Bahn ausmacht:

Aktuelle Fahrgastinformation auf

gut sichtbaren Tafeln, bequeme Perronsteige,

Cafeteria, Geschäfte, Bancomaten, gut

erreichbare Schliessfächer und eine optimale

Verbindung zu Postauto oder Parkplatz.

Die Matterhorn Gotthard Bahn schreibt ein

neues Kapitel Geschichte: Sie verkehrt

künftig auf Perron 1 (Gleis 1 und 2) auf

gleicher Höhe mit den SBB. Ab Dezember

2007 sollen bis zu 8000 Personen pro Tag

im Bahnhof Visp ein- und ausgehen. Heute

sind es an die 2500 Passanten.

Die Trümpfe des neuen Bahnhofs Visp

• grosszügigere, helle Personenunterführung

mit Monitoren, die über Abfahrten

informieren

• modernste Fahrgastinformation über die

aktuelle Betriebslage auf den Perrons

• kurzer Umsteigeweg zum neuen

Busbahnhof auf dem Bahnhofplatz

• bereitstehende, einfach bedienbare

Handgepäck-Trolleys

• gemeinsames Bahnreisezentrum der SBB

und der Matterhorn Gotthard Bahn für

Beratung und Billette (national und

international, kein Fly-Gepäck), inklusive

Reisebüro, Change, Western Union

(weltweiter Money-Transfer), Eventticketing

sowie Bancomat

• ausgebildetes Personal für Reisende mit

einer Behinderung

• erweitertes Parkhaus mit 500 Parkplätzen

• Zweirad-Parkplätze auf dem Bahnhofplatz

Mehr als eine Regionalbahn

René Imoberdorf,

Gemeindepräsident Visp

«Die Matterhorn Gotthard

Bahn beweist: Der Weg vom

Reise- und Erlebniszug zu einer

regionalen S-Bahn ist nicht

mehr weit. Visp wird enorm an

Bedeutung gewinnen. Das ist

mitunter auch dem Antrieb der Matterhorn Gotthard

Bahn geschuldet: Sie wertet Visp zusammen mit

Postauto zum wichtigsten Verkehrsknoten im Oberwallis

auf. Die Frequenzen der Matterhorn Gotthard

Bahn geben dem Oberwallis Impulse – auch, weil sie

im Regionalverkehr mit häufigen und schnellen Verbindungen

zwischen Brig und Visp verkehrt.»

Der Bahnhof Visp im Umbau:

Ab Dezember 2007 ist er NEAT-reif.

Eröffnung Dezember 2007

Bauetappen

der Matterhorn Gotthard Bahn

Ab Januar 2007 Perronausbau Perron 2

Gleis 2: Unterbau, Gleis- und

Fahrleitungsbau

Frühsommer 2007 Das Perron 2 der Matterhorn

Gotthard Bahn ist vollendet

Bis Herbst 2007

Herbst 2007

Dezember 2007

Gleis 1: Erstellen des Unterbaus,

der Gleis- und Fahrleitungen

Das Perron 1 der Matterhorn

Gotthard Bahn ist betriebsbereit

Das neue Bahnreisezentrum

öffnet seine Türe


Zug um Zug

der Zeit voraus

einfach retour · 13

Die Matterhorn Gotthard Bahn residiert künftig in einem halbtransparenten

Glasgebäude. Das neue Verwaltungsgebäude nimmt

den Dialog mit dem Bahnhof und der Stadt auf.

Ein öffentliches Parkhaus und der Verwaltungssitz

der Matterhorn Gotthard Bahn

prägen künftig das Erscheinungsbild des

Briger Bahnhofareals mit. Der viergeschossige

Neubau des Architekturbüros

Guido Sprung sieht

eine raffinierte Verbindung eines

langgezogenen, 122 Meter langen

Parkhauses mit einem mehrgeschossigen

Gebäudeteil vor.

Das Parkhaus bildet einen neutralen Sockel,

der kaum in Erscheinung tritt und die

Blicke auf das neue Gebäude lenkt. Der

Aufbau gleicht einem kompakten Kubus.

Er ist mit einer luminösen, farbigen Eingangshalle

versehen und kontrastiert mit

den historischen Bauten der SBB.

Stattliches Stadttor

Auf dem Perrongeschoss ziehen der Bahnbetrieb

sowie der Empfang ein. Das erste

Obergeschoss ist dem Bereich Marketing

und Services vorbehalten. Auf der zweiten

Etage sind die Bereiche Finanzen, Controlling,

Support und Informatik vorgesehen.

Die dritte Etage beleben die Direktion und

der Bereich Projektmanagement.

Städtebaulich entsteht mit dem neuen Gebäude

ein zeitweisendes Stadttor.

Im Februar 2007 soll die Ausführungsplanung

starten. Ab Januar 2008 ist der Bau

geplant, der mit dem Parkhaus beginnt. Im

Sommer 2008 soll das Verwaltungsgebäude

entstehen. Bezugsbereit ist das Juwel

am Bahnhof im Frühjahr 2009.

Brig: Neue Strecke

Ostausfahrt in Anfahrt

Mit der Eröffnung der NEAT am Lötschberg im Dezember 2007 ändert die Matterhorn Gotthard Bahn ihre Streckenführung.

Sie fährt nicht mehr durch Naters und somit über 20 unbewachte Bahnübergänge, sondern verlässt

Brig via Bahnhofplatz Richtung Simplontunnel. Dort unterquert sie die SBB und schwenkt über eine 176 Meter

lange Brücke eingangs Bitsch auf das bisherige Trassee ein.

Schneller und sicherer

Eine Fahrt von Visp nach Oberwald wird in Zukunft 20 Minuten kürzer. Das 62,5-Millionen-Projekt erhöht die Sicherheit

der Passanten in Brig und Naters und vereinfacht die Abläufe: die Lokwechsel auf dem Briger Bahnhofplatz

fallen weg. Die Rangierbewegungen beschränken sich in Zukunft auf ein Minimum. Die Jungfernfahrt findet

am 3./4. Dezember 2007 statt.

Naters: Neuer Weg

Erholen und frei bewegen

Die Gemeinde Naters hat das frei werdende Trassee

der Matterhorn Gotthard Bahn gekauft. Inzwischen

unterbreitete sie den Bürgerinnen und Bürgern eine

Image-Umfrage, in der es auch um den möglichen

Zweck des Trassees ging.

Die Natischerinnen und Natischer entschieden sich

mit 44 Prozent für eine Naherholungszone. Die Gemeinde

besitzt verschiedene Grundstücke entlang

des Trassees. Sie sollen als Plätze gestaltet werden,

die Konzerte, Zirkusaufführungen, Theater oder anderes

beherbergen. Das Trassee soll die Plätze als Weg

verbinden und somit auch zu einer angesagten Flaniermeile

werden.


einfach retour · 14

Ein Pharao in Andermatt

Die heroischen Pläne des Ägypters Sawiris sollen noch

vor dem Sommer 2007 konkrete Form annehmen.

Andermatt hat den Richtplan im

Dezember 2006 angepasst, der

Bundesrat hat ihn im Januar 2007

genehmigt. Damit steht ein weiterer

Meilenstein auf dem Weg zum

Sawiris-Projekt. «Wir sprechen immer

noch von einer Projektidee»,

präzisiert Franz Egle, Berater von

Samih Sawiris.

2000 Arbeitsplätze soll das Winter-

und Sommerferienresort

schaffen. Geplant ist eine touristische

Anlage mit 800 Zimmern im

Luxushotel, 600 Appartements

und 100 Villen. Insgesamt sollen

3000 Gästebetten entstehen.

Die Diskussionen mit den Landeignern

laufen. Involviert sind 20

Bauern. Ein halbes Dutzend von

ihnen ist existenziell betroffen.

Der bereinigte Zonenplan soll bis

im Frühling 2007 vorliegen – vorab

kann die Bevölkerung von Andermatt

ihre Anliegen vorbringen.

2007 erstellt die Investorin die

Baueingabe; 2008 sollen die Baubewilligungen

erteilt werden. Der

Bau startet 2008 oder 2009.

«Die Anbindung an den öffentlichen

Verkehr ist enorm wichtig»,

bekräftigt Franz Egle. Er räumt der

Matterhorn Gotthard Bahn gute

Chancen ein, sei die Bahn auch

ein attraktiver Trumpf für die Resortgäste.

«Einen Ausflug mit dem

Glacier Express oder auch einmal

einen Brunchzug oder einen Besuch

im Kloster Disentis werden

die Gäste begrüssen», sagt Franz

Egle. Um die Gäste des Resorts direkt

ins Skigebiet Nätschen zu

transportieren, prüfen die Verantwortlichen

derzeit eine Verlängerung

der Nätschenbahn bis in den

Eiboden.

Sympathischer Sawiris

«Die Stimmung im Dorf ist positiv»,

sagt Marino Walker, Teamleiter

Infrastruktur der MGBahn Andermatt.

Samih Sawiris sei sehr

sympathisch und gewinnend. «Er

spricht perfekt Deutsch, gab allen

und auf alles Antwort und nahm

die Probleme zur Kenntnis», berichtet

Marino Walker. In den Treffen

sei auch der Verkehr ein Thema

gewesen. Eine Arbeitsgruppe

der Matterhorn Gotthard Bahn

hat sich des Themas angenommen.

Sie nahm Kontakt mit Sawiris

auf. Welche Rolle die Matterhorn

Gotthard Bahn einnehmen

kann, wird sich zeigen, sobald erste

Baupläne vorliegen.

www.gemeinde-andermatt.ch

Ferienresort

Andermatt

Erstmals zeigt

der Richtplan,

welche Fläche

das Ferienresort

beanspruchen wird.

Bahn verbindet

Eine viel gehegte Anregung lautet,

dass vorerst das Hotel und die

Sportanlagen zu erstellen sind und

erst später mit dem Bau der Villen

begonnen werden soll. Bis Ende

Wunsch oder Wirklichkeit: Ende 2007 fällt der Entscheid.

Porta Alpina

In aller Munde ist die Porta Alpina,

aber noch nicht in den Sedruner

Fels gehauen. Indes: Erste Sprengungen

für eine Wartehalle der

tiefsten Bahnstation im Berg sind

im Oktober 2006 erfolgt. Insgesamt

sollen vier Wartehallen entstehen.

Trotz Beginn der Arbeiten

bleibt offen, ob die Porta Alpina

tatsächlich realisiert wird. Erst Ende

2007 will das Parlament entscheiden,

ob der heutige Baulift in

einen Lift für Passagiere umgenutzt

werden darf.

Über diesen 800 Meter hohen Lift

soll nach der Inbetriebnahme der

NEAT-Alpentransversalen durch

den Gotthard die Verbindung zur

Surselva (GR) möglich sein. Für 50

Mio. Franken soll die Porta Alpina

realisierbar sein.

Für die Matterhorn Gotthard Bahn

wäre diese Haltestelle im Gotthardtunnel

ein weiterer Superlativ:

Der langsamste Schnellzug der

Welt führt zum längsten Lift.

www.visiun-porta-alpina.ch


einfach retour · 15

Cantina Transalpina

Gemeinsam

am Gotthard

Der Gotthardraum soll wieder

eine wirtschaftliche Perspektive

erhalten. Dieses Ziel setzen sich

die Regierungen von Graubünden,

Tessin, Uri und Wallis mit

dem Projekt PREGO.

Salami, Seuchen und Sex. Im Sog der Tunnelbaustellen

am Gotthard und am Lötschberg blühte das pralle Leben.

Die Bergdörfer wuchsen zu Orten

des Wandels, dem Alltag einer

Grossstadt gleich. Das Ausstellungsprojekt

Cantina Transalpina

spürt während des Sommers diesem

Leben diesseits und jenseits

der Tunnelportale nach. Die

Schauplätze: Brig, Kandersteg,

Göschenen, Gotthardpass, Pollegio.

Zum Jubiläum im September

wandern die Ausstellungen ins

Verkehrshaus Luzern.

Schule statt gebrannte Crème

Im berühmten Rüedihus in Kandersteg

wurden vor wenigen

Jahrzehnten statt der legendären

gebrannten Crème noch italienische

Vokabeln aufgetischt. In

der Italienerschule Missione Cattolica

in Naters paukten die Kinder

arrivierter Natischer Familien

Italienisch. Diese und andere

spannende Gegebenheiten setzen

wetterfeste Freilichtausstellungen

von Juni bis September in

Szene. In Brig, Göschenen, Kandersteg

und Pollegio wird das

blühende, teilweise auch schwierige

Leben in der Zeit des Tunnelbaus

verdeutlicht.

Cantina Transalpina ist Teil des

Kulturprogrammes der Pro Helvetia

zu den Tunnelbaustellen am

Gotthard und Lötschberg und es

ist Teil des Kulturengagements

der Matterhorn Gotthard Bahn.

www.cantina-transalpina.ch

Literatur:

Tiefenbohrungen, Hg. Elisabeth

Joris, Katrin Rieder und Beatrice

Ziegler, Hier + Jetzt

ISBN 10: 3-03919-034-2

ISBN 13: 978-3-03919-034-8

Freilichtausstellungen erzählen

von damals mit Bezug auf heute.

Im Herbst 2006 kam das kantonsübergreifende

Raumprojekt

erstmals zur Sprache. Unter der

Marke Gotthard sollen touristische

Angebote entstehen. Auch

will man die bestehende Bergbahn

durch den Tunnel als regionale

Verkehrsachse weiterführen.

«Bisher wurde am

Gotthard in Beton investiert.

Jetzt wollen wir in Köpfe investieren»,

akzentuiert Hans-Rudolf

Mooser, Direktor Matterhorn

Gotthard Bahn.

Die Gotthardregion steht derzeit

im Umbruch: Porta Alpina und

das Andermatt Tourismusresort

ergänzen die Wasserwelten Göschenen

oder das Museo Nationale

San Gottardo.

Totalumbau

Oberalppass

In diesem Jahr beginnt die Streckensanierung

auf der Ostrampe

am Oberalppass. In einer ersten

Etappe werden 1,1 km Zahnstangengleis

erneuert.

Bergmaler

Die Matterhorn Gotthard

Bahn ist auch eine Kunstbahn.

Sie sicherte sich jüngst

das Siegergemälde von Jean-

Pierre Goutaz, das dieser in

der Ausstellung der Gilde der

Schweizer Bergmaler in Zermatt

präsentierte. Das stimmige

Matterhorn-Bild erweitert

die Kunstsammlung der

Matterhorn Gotthard Bahn.

«D Gotthardbahn»

2007 jährt sich die Eröffnung

des Gotthard-Eisenbahntunnels

zum 125. Mal. Zu diesem Anlass

präsentiert das Kulturforum Andermatt

Gotthard eine Freilichtproduktion.

«D Gotthardbahn»

zeigt in drei Episoden die Anstrengungen,

die nötig waren,

um die Vision eines Alpentunnels

durch den Gotthard Wirklichkeit

werden zu lassen. Authentisch

ist die Kulisse: Gespielt

wird auf dem Areal vis-à-vis des

Bahnhofs Göschenen.

Die Matterhorn Gotthard Bahn

ist auch eine Kulturbahn: Sie unterstützt

das Freilichtspektakel.

Spieldaten: 6. Juli bis 25. August

2007.

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