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PARITÄT

Ansprechpartner/in: Heino Wolf, 0511 / 987 83-10

Hansina Merten, 0511 / 9 87 83-11

K U R Z H I N W E I S E Z U M Z I V I L D I E N S T

Dauer des Zivildienstes: Ab 01.01.2002: 10 Monate

Urlaubsanspruch der ZDL (bei fünf Tage Woche) Ab 01.01.2002: 22 Arbeitstage

Zivildienstleistende (ZDL) werden - sofern freie Kapazitäten vorhanden sind – in der Regel innerhalb der ersten drei

Monate der Dienstzeit je nach Art der Tätigkeit zu einem zweiwöchigen Fachlehrgang des Verbandes sowie vom Bundesamt

für den Zivildienst (BAZ) zu einem einwöchigen Rechte- und Pflichtenlehrgang (Einführungslehrgänge gemäß

§ 25a Zivildienstgesetz.) abgeordnet.

Davon unabhängig ist die Einarbeitung am Arbeitsplatz in jedem Fall von der Dienststelle durchzuführen und zu dokumentieren

(Einweisungsdienst gemäß § 25b Zivildienstgesetz.)

Ansprüche der ZDL / Geld- und Sachbezüge

Die Geld- und Sachbezüge müssen den ZDL jeweils zum 15. für den laufenden Monat zur Verfügung stehen.

Sold, Kleidergeld, Verpflegungsgeld sowie ggf. der Mobilitätszuschlag werden für jeden Kalendertag gewährt.

1. Sold: ab 01. Januar 2002

a) Soldgruppe 1 in der Regel während der ersten drei Monate € 7,41

bei mindestens durchschnittlicher Eignung, Leistung, Zuverlässigkeit etc.

b) ggf. Soldgruppe 2 ab dem vierten Dienstmonat € 8,18

c) ggf. Soldgruppe 3 ab dem siebten Dienstmonat € 8,95

2. Kleidergeld: ab 01. Januar 2002

a) Entschädigung für das Tragen eigener Kleidung € 0,69

b) Entschädigung für Reinigung der Kleidung € 0,49

Gesamtentschädigung Kleidergeld: € 1,18

3. Verpflegungsgeld: ab 01. Juli 2003

Grundsätzlich ist die Dienstelle verpflichtet, den ZDL kostenlos Verpflegung in natura zu stellen. Ist dies aufgrund

der Art der Einrichtung nicht oder nur teilweise möglich, erhält der ZDL eine entsprechende Entschädigung

für Selbstverpflegung.

a) Für fehlendes Frühstück € 2,20

b) Für fehlendes Mittagessen € 2,70

c) Für fehlendes Abendessen € 2,30

d) An freien Tagen, Urlaub, Überstundenausgleich etc. und wenn

Verpflegung grundsätzlich nicht möglich ist € 7,20

An Arbeitstagen erhält der ZDL für Mahlzeiten, die die Dienststelle grundsätzlich zur Verfügung stellen kann

und die nicht in die Arbeitszeit fallen, jeweils nur 50 % der obigen Entschädigungssätze, sofern der ZDL auf

eigenen Wunsch nicht an diesen Mahlzeiten teilnimmt. Für Mahlzeiten innerhalb der Arbeitszeit, die zur Verfügung

gestellt werden können, darf keine Entschädigung gezahlt werden.

4. Fahrkostenerstattung:

Sofern eine Dienstunterkunft zur Verfügung gestellt wird, sind die täglichen Fahrkosten zwischen Dienstunterkunft

und Dienststelle in der preiswertesten Fahrmöglichkeit (In der Regel öffentliche Verkehrsmittel) zu

erstatten. Gleiches gilt für die Fahrten zwischen der privaten Wohnung des ZDL und der Dienststelle wenn

eine Dienstunterkunft nicht gestellt wird.


5. Kosten für die private Wohnung des ZDL

Nur wenn dem ZDL keine Dienstunterkunft gestellt wird und er ledig und selbst Mieter oder Eigentümer

des Wohnraums ist, muß die ZDS die laufenden Verbrauchskosten (Heizung, Gas, Wasser, Strom.) sowie

ggf. den Teil der Miete, der nicht von der Unterhaltssicherungsbehörde übernommen wird, zu ihren Lasten

tragen. Bei selbst genutzten Wohnraum im Eigentum des ZDL wären nur die laufenden Kosten (Heizung,

Gas, Wasser und Strom.) zu übernehmen. Grundsätzlich ist der ZDL verpflichtet, einen Antrag auf Mietbeihilfe

bei der zuständigen Unterhaltssicherungsbehörde zu stellen. Bei Unterkunft in der elterlichen oder ehelichen

Wohnung muss die Dienststelle keine Kosten für die private Wohnung übernehmen.

6. Besondere Zuwendung / Weihnachtsgeld

Zivildienstleistende erhalten von der Dienststelle einmalig in der Regel im Monat Dezember eine "besondere

Zuwendung" bei Ableistung der vollen Dienstzeit von 10 Monaten ab 01.01.2002 in Höhe von € 172,56.

7. Entlassungsgeld und Mobilitätszuschlag

Bei voll abgeleisteter Dienstzeit von 10 Monaten erhält der ZDL von der Dienststelle ein Entlassungsgeld in

Höhe von € 690,24 bei Entlassung ab Januar 2002. Bei kürzerer Dienstzeit wegen vorzeitiger Entlassung

wird das Entlassungsgeld anteilig gezahlt.

Dienstleistende, die mit der Anordnung zum Wohnen in der Unterkunft einberufen worden sind und denen

eine solche natürlich auch tatsächlich zur Verfügung gestellt werden musste, erhalten bei einer Entfernung

zwischen der Privatwohnung und der Dienstunterkunft von mehr als 30 Kilometern einen Mobilitätszuschlag

von kalendertäglich € 0,51 pro einfachen Kilometer, maximal jedoch € 204,00 pro Monat.

Der Mobilitätszuschlag ist von der Dienststelle lediglich zu verauslagen und wird vom Bundesamt in voller

Höhe erstattet. Das Entlassungsgeld wird nur zu 70 % (€ 483,17) vom Bundesamt erstattet.

Kostenerstattung des Bundes und allgemeine Hinweise

Kostenerstattung durch das Bundesamt für den Zivildienst pro Zivildienstleistenden und Kalendertag

Für Diensttage ab 01.01.2002 = € 6,22 Die Erstattung dieser Pauschale erfolgt automatisch quartalsweise

im nachhinein.

Kosten zu Lasten der Zivildienststelle

Bei Zugrundelegung von Durchschnittswerten für sämtliche Geld- und Sachbezüge, abzüglich der Erstattung

durch das Bundesamt für den Zivildienst, können durchschnittlich Kosten in Höhe von circa € 485,00 pro

Monat zuzüglich Personalkosten für Einsatzleitung und Verwaltung und Verwaltungssachkosten entstehen.

Dienstunterkunft für Zivildienstleistende

Neue Zivildienststellen werden nur unter der Voraussetzung anerkannt, dass sie sich verpflichten, den ZDL

zumindest bei Bedarf unverzüglich eine Dienstunterkunft tatsächlich und ständig zur Verfügung zu stellen.

Ausnahmen hiervon (Bitte ggf. bei uns genauer erfragen.) sind möglich in Großstädten über 200.000 Einwohnern

und in einigen Universitätsstädten.

Dienstweg an / über die Verwaltungsstelle für den Zivildienst

Jeglicher den Zivildienst betreffender Schriftverkehr muss an/über die zuständige Verwaltungsstelle Zivildienst

versandt werden. Der vermeintlich kürzere Weg direkt an das Bundesamt für den Zivildienst führt zu

unter Umständen erheblichen Verzögerungen, da der Vorgang wieder von dort zurückgegeben wird. Dies gilt

sowohl für die Dienststellen als auch für die ZDL, die Anträge u. ä. immer über die Dienststelle einzureichen

haben und selbstverständlich in umgekehrter Reihenfolge auch für uns als Verwaltungsstelle Zivildienst.

Beratung durch die Verwaltungsstelle für den Zivildienst

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir werden Ihnen gerne telefonisch

oder möglichst nach Terminabsprache ggf. auch im Rahmen eines persönlichen Gesprächs weiterhelfen.

Ihre

Verwaltungsstelle für

den Zivildienst Niedersachsen

Inhalt und Gestaltung: Der Paritätische, Verwaltungsstelle für den Zivildienst Niedersachsen, Zeißstr. 60, 30519 Hannover

[MERK-ETC\HINW-ZD.DOC] Stand: Juni 2004

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