Energiekongress Regensburg Tagungsdoku 2015.pdf
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2.REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS<br />
FOKUS:ENERGIEEFFIZIENZ<br />
24.-25.02.2015<br />
DOKUMENTATION
VORWORT<br />
Innerhalb der Energiewende beschäftigen die Fragen zur Bewältigung<br />
des Umbaus unseres Versorgungssystems die gesellschaftlichen Akteure.<br />
Neben den Aspekten der volkswirtschaftlich effizienten Erzeugung und<br />
Verteilung geht es nicht zuletzt darum, den Einsatz wertvoller Energie<br />
optimal zu gestalten. Energieeffizienz gilt deshalb als eine der Hauptsäulen<br />
der aktuellen und zukünftigen Energiepolitik.<br />
INHALT<br />
& VORTRÄGE<br />
SEITE 2<br />
VORWORT<br />
SEITE 4-5<br />
BEGRÜSSUNG<br />
Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,<br />
Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik OTH <strong>Regensburg</strong><br />
SEITE 6<br />
BEGRÜSSUNG<br />
Josef Beimler,<br />
Stv. Hauptgeschäftsführer IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />
In Industrie, Handel und Gewerbe gehören entsprechende Konzepte<br />
und Techniken bereits seit Langem zum Repertoire. Dennoch sind zum<br />
einen die technologischen Potenziale bei Weitem nicht ausgeschöpft<br />
und zum anderen setzt der Gesetzgeber gezielt Impulse, um Unternehmen<br />
zu verstärkten Anstrengungen in der Energieeffizienz zu motivieren.<br />
Vor diesem Hintergrund veranstalten das <strong>Regensburg</strong> Center of Energy<br />
and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule<br />
<strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>), das Ostbayerische Technologie-<br />
Transfer-Institut (OTTI) e. V. und die IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/<br />
Kelheim gemeinsam den 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> mit dem<br />
Schwerpunkt „Energieeffizienz“. Der Kongress richtet sich dabei gleichermaßen<br />
an Unternehmen der Energiewirtschaft und des produzierenden<br />
Gewerbes sowie an wissenschaftliches Fachpublikum und bietet an<br />
den beiden Veranstaltungstagen diesen Gruppen die Möglichkeit zum<br />
Austausch und Wissenstransfer.<br />
SEITE 7-17<br />
AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM SANDKORN BIS ZUM E-CAR<br />
Dr. Erwin Hammerl,<br />
Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />
SEITE 18-25<br />
RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –<br />
EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton,<br />
Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig<br />
ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME – DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT<br />
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,<br />
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam 1<br />
1<br />
Der Vortrag kann leider aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.<br />
2
SEITE 26-32<br />
DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ<br />
Prof. Dr. Wolfgang Irrek,<br />
Hochschule Ruhr West, Mühlheim a. d. Ruhr<br />
SEITE 34-48<br />
NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER WOHNQUARTIERE –<br />
GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN NEUEM LICHT:<br />
WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?<br />
Prof. Dr. Oliver Steffens,<br />
OTH <strong>Regensburg</strong><br />
SEITE 49-55<br />
INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG<br />
EINER WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG<br />
Raphael Lechner,<br />
OTH Amberg-Weiden<br />
SEITE 56-62<br />
ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN<br />
Samir Binder,<br />
Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg<br />
SEITE 63-68<br />
ENERGIEEFFIZIENZ UND NAPE – IM BUND UND IN BAYERN<br />
Dr. Rupert Pritzl,<br />
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien,<br />
Energie und Technologie<br />
SEITE 69-73<br />
ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK<br />
AM BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER<br />
Ralf Weikert,<br />
Building@Controls GmbH, Lauterhofen<br />
SEITE 74-84<br />
ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE NUTZEN!<br />
ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT KRAFT-WÄRME-<br />
KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER GIESSEREI<br />
Dieter Lichtenberger,<br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg<br />
SEITE 86-90<br />
WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –<br />
ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN IN BESTANDSGEBÄUDEN<br />
Stefan Paa,<br />
BRK-Senioren-Wohn- und Pflegeheim Waldmünchen<br />
Armin Meißauer,<br />
RENG Innovative Energien GmbH, Neustadt a. d. Donau<br />
SEITE 91-96<br />
EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER PHOTOVOLTAIK:<br />
RYGOL DÄMMSTOFFE<br />
Johann Bauer,<br />
Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim<br />
3
SEITE 97-101<br />
ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME<br />
IN INDUSTRIE UND GEWERBE<br />
Markus Bschick,<br />
MBEnergieEffizienz GmbH, Beratzhausen<br />
SEITE 101-106<br />
GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –<br />
SYSTEM „TERRA COOL“<br />
Oliver Denhardt,<br />
OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten<br />
ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN<br />
IM LAUFE DER GESCHICHTE<br />
Prof. Dr. Oliver Mayer,<br />
GE Global Research, München 2<br />
SEITE 107<br />
IMPRESSUM/ SPONSOREN<br />
2<br />
Der Vortrag wurde ohne Präsentation gehalten.<br />
BEGRÜSSUNG<br />
Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,<br />
Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik<br />
OTH <strong>Regensburg</strong><br />
Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />
sehr verehrte Referentinnen und Referenten,<br />
sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,<br />
liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />
ich freue mich sehr, dass ich Sie heute im Namen des Präsidenten der Hochschule, Herrn Prof. Baier, zum<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> hier an unserer Hochschule begrüßen kann.<br />
Leider ist unser Präsident Herr Prof. Baier kurzfristig verhindert und hat mich daher gebeten, als zukünftiger<br />
Dekan der Fakultät Elektro- und Informationstechnik Ihre Begrüßung zu übernehmen.<br />
Entschuldigen muss ich auch, dass wir den heutigen Kongress in diesen älteren Hörsaal verlegen mussten.<br />
Wir sind eben eine Hochschule voller Energie mit einer hohen dynamischen Entwicklung. Das schlägt sich<br />
auch in der baulichen Entwicklung nieder. Die laufenden Bauarbeiten am Standort Galgenberg hätten<br />
diese Tagung zu stark beeinträchtigt, so dass wir hierher ausweichen mussten.<br />
Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />
hatte der 1. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> die Energieverteilung über das Stromnetz im Blick, so rückt nun<br />
bei der zweiten Ausgabe die effiziente Verwendung der Energie, und damit die zweite wichtige Säule bei<br />
der Bewältigung der Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft, in den Fokus.<br />
Eine enge Verzahnung von innovativer Forschung und hochwertiger Lehre stellt dabei eine wichtige<br />
Voraussetzung für die schnelle Umsetzung von Innovationen in der betrieblichen Praxis und der Produktentwicklung<br />
dar.<br />
Die OTH <strong>Regensburg</strong> bietet hierbei nicht nur mit Studiengängen wie Regenerative Energien und Energieeffizienz<br />
oder Gebäudeklimatik, sondern auch mit zahlreichen Forschungsaktivitäten zur effizienten Energiegewinnung<br />
und Nutzung optimale Bedingungen, zumal wir mit 8 Fakultäten sehr breit aufgestellt sind und<br />
somit nicht nur technische Fragestellungen, sondern auch Aspekte wie Energierecht, Energiewirtschaft oder<br />
auch gesellschaftsrelevante Herausforderungen wie Akzeptanzforschung usw. interdisziplinär bearbeiten<br />
können.<br />
An der OTH <strong>Regensburg</strong> werden all diese Kompetenzen im <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and Resources<br />
gebündelt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Brückl wird darin die interdisziplinäre<br />
Forschung unter Beteiligung aller Fakultäten der OTH <strong>Regensburg</strong> groß geschrieben. Die Mitwirkung<br />
zahlreicher Partner wie Wirtschaftsunternehmen, Kommunen sowie der Partnerhochschule Amberg-<br />
Weiden garantiert hierbei praxisgerechte und ökonomisch sinnvolle Lösungen sowie einen effizienten<br />
Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung. Eine Maßnahme hierfür sind Veranstaltungen wie<br />
dieser <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong>.<br />
4
Ich bedanke mich daher bei den Initiatoren und Organisatoren dieser Veranstaltung,<br />
allen voran bei meinen Kollegen des <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and Resources.<br />
Hier in erster Linie bei Herrn Prof. Dr. Michael Elsner von unserer Fakultät Maschinenbau,<br />
der diesmal die wissenschaftliche Leitung des Kongresses übernommen hat. Mein Dank gilt<br />
auch dem Organisationsteam: dem Geschäftsführer des <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and<br />
Resources, Herrn Michael Riederer sowie Frau Petra Schmöller von unserem Zentrum für<br />
Weiterbildung und Wissensmanagement.<br />
Ganz herzlich danke ich auch den beiden Mitveranstaltern, der Industrie- und Handelskammer<br />
<strong>Regensburg</strong> sowie dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut OTTI e.V..<br />
Sehr geehrter Herr Beimler, sehr geehrter Herr Dr. Luck vielen Dank für Ihre Unterstützung<br />
und die gute Zusammenarbeit!<br />
In unser aller Namen danke ich auch den zahlreichen Sponsoren, die diesen Kongress finanziell<br />
ermöglicht haben.<br />
Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />
das Thema ”Energieeffizienz” ist ein wichtiger ökonomischer Aspekt, der derzeit nicht nur<br />
Unternehmen der Energiewirtschaft, sondern insbesondere auch deren Kunden beschäftigt,<br />
nachdem die Energiekosten ein wesentlicher Faktor im wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens<br />
geworden sind.<br />
Ich freue mich daher, dass es gelungen ist, hierzu ausgewiesene Redner zu gewinnen, die<br />
aus Ihrer jeweiligen beruflichen Tätigkeit heraus wertvolle und interessante Beiträge liefern<br />
werden.<br />
Spannend wird heute Nachmittag sicher auch die Podiumsdiskussion, an der neben Herrn<br />
Prof. Hüttl und Prof. Irrek auch Frau Susanne Horn teilnehmen wird, die Geschäftsführerin<br />
der Neumarkter Lammsbräu ist. Frau Horn ist übrigens auch eine Absolventin unserer Hochschule.<br />
Sie hat bei uns ihr Diplom als Betriebswirtin gemacht.<br />
Des Weiteren wird der Vorstandsvorsitzende unserer <strong>Regensburg</strong>er Energie- und Wasserversorgung–<br />
Herr Olaf Hermes - an der Podiumsdiskussion teilnehmen.<br />
Vielen Dank an Sie alle für Ihre Beiträge und herzlich willkommen an der OTH <strong>Regensburg</strong>!<br />
Mein Dank gilt auch den beiden Moderatoren des heutigen Tages:<br />
Herrn Florian Rieder von der IHK sowie Herrn Martin Gottschalk von TVA Ostbayern, der<br />
heute Nachmittag die Podiumsdiskussion moderieren wird.<br />
Zu guter Letzt begrüße ich Sie alle als Teilnehmer und Gäste dieses Kongresses: mein<br />
besonderer Gruß gilt dabei unserem <strong>Regensburg</strong>er Bürgermeister Herrn Jürgen Huber sowie<br />
dem Leitenden Ministerialrat Herrn Dr. Frank Messerer, der im Bayerisches Staatsministerium<br />
für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie das Referat Wissens- und Technologietransfer<br />
sowie Energieforschung und –technologie leitet.<br />
Auch Ihnen beiden ein herzliches Willkommen!<br />
Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />
ich wünsche Ihnen allen — auch im Namen des Präsidenten — interessante Vorträge, viele<br />
gute Kontakte und neue Erkenntnisse sowie einen gehaltvollen und effizienten Meinungsund<br />
Wissensaustausch.<br />
Ich begrüße:<br />
Herrn Dr. Erwin Hammerl, der am Standort <strong>Regensburg</strong> das Infineon-Werk leitet. Herrn Prof.<br />
Dr. Martin Maslaton von der Maslaton Rechtanwaltsgesellschaft, Herrn Prof. Dr. Dr. Reinhard<br />
Hüttl, Präsident der deutschen Akademie für Technikwissenschaften und wissenschaftlicher<br />
Vorstandssprecher des deutschen geoforschungszentrums in Potsdam, sowie Herrn Prof. Dr.<br />
Wolfgang Irrek vom Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule Ruhr West.<br />
5
BEGRÜSSUNG<br />
Josef Beimler,<br />
Stv. Hauptgeschäftsführer IHK<br />
<strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Niemetz,<br />
sehr geehrter Herr Dr. Luck,<br />
sehr geehrte Damen und Herren,<br />
auch ich freue mich, Sie heute zum 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> begrüßen zu dürfen.<br />
Unter dem Titel „Fokus: Energieeffizienz“ werden wir uns mit einem wichtigen Thema der<br />
aktuellen Energiepolitik auseinandersetzen. Uns erwartet heute und morgen ein spannender<br />
Austausch zwischen Unternehmen und Wissenschaft.<br />
Mit diesem Dialog wollen die OTH <strong>Regensburg</strong>, OTTI e. V. und die IHK <strong>Regensburg</strong> für<br />
Oberpfalz / Kelheim nicht nur technische Lösungswege aufzeigen, sondern auch eine ordnungspolitische<br />
Standortbestimmung durchführen.<br />
Ich möchte mich Herrn Prof. Dr. Niemetz anschließen und mich ebenso bei allen Personen<br />
bedanken, die diese Veranstaltung ermöglicht haben.<br />
Nach beinahe vier Jahren gelebter Energiepolitik seit Fukushima ist man derzeit eher ratlos.<br />
Die anfangs schier grenzenlose Euphorie hin zu „100% erneuerbar“ ist einer Tristesse aus<br />
juristisch wackeliger 10-H-Regelung, fehlender Begeisterung für E-Autos und Trassenwiderstand<br />
gewichen.<br />
Im zum Teil heftigen Ringen der Einzelinteressen lässt sich aber überraschend immer dann<br />
Einigkeit beobachten, wenn es ums Energiesparen geht. „Die beste Kilowattstunde ist die<br />
nicht verbrauchte“ bzw. die am besten genutzte, lautet dabei das einhellige Credo.<br />
Der eben beendete bayerische Energiedialog betont, dass sich der Stromverbrauch bis 2023<br />
wohl nicht signifikant senken lassen wird. In diesem Punkt waren sich alle Akteure einig.<br />
Der von der Bundesregierung beschlossene Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)<br />
wird es nach dieser Aussage zumindest möglich machen, den Verbrauch konstant zu halten.<br />
Er soll dabei helfen, bis 2020 mittelbar bis zu 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid einzusparen.<br />
Für den Verkehr werden zudem Aktivitäten geplant, die das Klima zusätzlich um bis<br />
zu 10 Millionen Tonnen entlasten können. Dieser eingeschlagene Weg ist richtig und gut.<br />
In unseren Unternehmen gehört der Einsatz energiesparender Anlagen und Produktionsabläufe<br />
seit langen Jahren zum Standardwerkzeug, um wettbewerbsfähig zu sein. Grundsatz<br />
kann dabei aber immer nur sein, ökonomisch vernünftig zu handeln, denn Energieeffizienz<br />
ist kein Selbstzweck. Dies unterscheidet das Unternehmen maßgeblich vom Privatmann, der<br />
sein Eigenheim energetisch saniert und die Rentabilität der Investition aus politischer Überzeugung<br />
nicht immer an erster Stelle sieht.<br />
Aus der Verpflichtung gegenüber dem Unternehmenserfolg, den Beschäftigten und Kapitalgebern<br />
wird ein Unternehmen aber immer genau rechnen, ob sich die Investition in Energieeffizienz<br />
lohnt. Dass noch weiteres Potenzial in den Betrieben schlummert, steht außer Frage.<br />
Gerade deshalb treffen wir uns heute und morgen, um Expertenmeinungen zu genau diesen<br />
Fragen auszutauschen und Best-practice-Beispiele aufzuzeigen.<br />
Die schöne Welt der Energieeffizienz darf uns jedoch nicht den Blick für das große Ganze<br />
verstellen. Auch wenn die Energieeffizienz in den Augen der Politik als „zweite Säule der<br />
Energiewende“ gilt, wird sie alleine nicht zum Ziel führen. Energie zu sparen und optimal<br />
zu nutzen entbindet uns nicht davon, schmerzhafte Diskussionen zu führen. Ob der Ausbau<br />
Erneuerbarer Energien, neue Netze oder die immer noch notwendige konventionelle<br />
Energieerzeugung, wir brauchen endlich einen verlässlichen Rahmen und Planbarkeit.<br />
Die (Landes-)Politik tut sich offensichtlich schwer, diesen Rahmen zu gestalten. Der reflexhafte<br />
Ruf nach staatlichen Subventionen wird uns keinen Schritt in Richtung einer volkswirtschaftlich<br />
vernünftigen Energiewende bringen. Aufgabe der Politik ist es, die öffentliche Meinung<br />
abzuwägen, den Bürgern aber ebenso schmerzhafte Notwendigkeiten zu benennen und<br />
notfalls unpopuläre Entscheidungen zu treffen.<br />
Erst wenn diese zentralen Weichenstellungen vorgenommen sind, kann auch die Energieeffizienz<br />
ihren Anteil leisten, ein neues Energiesystem zu schaffen, das umweltfreundlich,<br />
sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu haben ist.<br />
Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />
ich wünsche Ihnen nun eine interessante Tagung, produktive Gespräche und nicht zuletzt<br />
auch gute Unterhaltung bei unserem Abendprogramm.<br />
Bis dahin.<br />
6
Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar<br />
Auf ganzer Linie –<br />
Energieeffizienz<br />
vom Sandkorn bis zum eCar<br />
Dr. Erwin Hammerl<br />
Sprecher der Betriebsleitung<br />
Was nicht verbraucht wird, muss<br />
auch nicht erzeugt werden!<br />
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Page 2<br />
Globale Herausforderungen<br />
• Jeden Tag wächst die Erdbevölkerung um<br />
220.000 Menschen.<br />
• 2030 leben 5 Milliarden Menschen in Städten<br />
(von 8 Milliarden)<br />
• 2035 wird die Hälfte aller heute bekannten<br />
Ölreserven aufgebraucht sein.<br />
Jede Woche ein neues Rechenzentrum!<br />
Weltweit geht pro Woche ein neues Rechenzentrum mit<br />
bis zu 100 MW Leistung in Betrieb.<br />
• Soziale Netzwerke,<br />
Cloud-Computing und<br />
Online-Handel<br />
verstärken Nachfrage nach<br />
hocheffizienten Netzteilen.<br />
• 2050 muss der Ausstoß an Treibhausgasen<br />
halbiert sein, um die Erwärmung zu<br />
begrenzen.<br />
• Datenvolumen verdoppelt sich alle 2 Jahre:<br />
Heute sind bereits 2 Zettabyte Daten (2x10 21 )<br />
gespeichert.<br />
• Digital Power Management<br />
mit Halbleitern ist die<br />
optimale Lösung für flexible<br />
Lastanforderungen.<br />
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7
Weltenergieverbrauch steigt und steigt!<br />
Millionen Tonnen Öl-Äquivalent<br />
Wer braucht wie viel Energie?<br />
Struktur des Endenergieverbrauches in Bayern<br />
nach Verbrauchsgruppen (2012)<br />
33%<br />
23%<br />
15%<br />
29%<br />
Quelle: www.oekosystem-erde.de<br />
Haushalte<br />
Verkehr<br />
Industrie, verarbeitendes Gewerbe<br />
Handel, Gewerbe, Dienstleistungen<br />
Quelle: Bayer. Landesamt für Umwelt<br />
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Haben Sie gewusst, …<br />
Energieeffizienz<br />
von der Stromerzeugung bis zum Verbrauch<br />
…dass derzeit 60-70% der Energie<br />
nicht “verbraucht” werden, sondern “verloren”<br />
gehen?<br />
Erzeugung<br />
Übertragung<br />
Verbrauch<br />
Automotive Elektromobilität<br />
Nutzfahrzeuge<br />
Schienenfahrzeuge<br />
Strom<br />
Erzeugung<br />
Übertragung<br />
& Verteilung<br />
Verbrauch<br />
(Beispiel Notebook)<br />
Windenergie<br />
Industrie<br />
Motorsteuerung Beleuchtung<br />
und Antriebe<br />
Haushaltsgeräte<br />
Solarenergie<br />
Computertechnik Cloud Luftfahrt Stromversorgung<br />
~ 220 W<br />
Kohle-<br />
Kraftwerk<br />
130W<br />
Hauptsächlich thermische<br />
Verluste<br />
Wechselstrom-<br />
Übertragung<br />
Energie<br />
Verteilung<br />
Netzteil<br />
(AC/DC)<br />
4W 13W 13W<br />
Verlust: 160 W<br />
Gleichspannung<br />
(DC/DC)<br />
Prozessor<br />
60W<br />
Speicher<br />
Display<br />
etc.<br />
Kraftwerke<br />
Tragbare<br />
Endgeräte<br />
Medizintechnik Audio Authentifikation/<br />
Sicherheit<br />
Quelle: Infineon-Schätzung; nur zur Illustration zu verwenden.<br />
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Leistungskomponenten<br />
für Windkraftanlagen und HGÜ-Verbindungen<br />
Onshore-/Offshore-Windkraftanlagen<br />
HGÜ-Verbindungen für Offshore-Parks<br />
Industrieantriebe –<br />
Energiesparer im Leistungsbereich von 100W-4MW<br />
Nicht drehzahlgeregelter Antrieb<br />
AC 240-690 V<br />
Energiequelle<br />
Verbraucher<br />
Energieverbrauch<br />
100%<br />
Drehzahlgeregelter Antrieb<br />
• Leistung: 1MW bis 6MW<br />
pro Turbine<br />
• Bis 48 IGBT-Module<br />
pro Turbine<br />
• Halbleiteranteil:<br />
~ € 5.000 pro MW<br />
• Leistung ist abhängig von der<br />
Anzahl angeschlossener<br />
Offshore-Parks.<br />
• Bis 16.000 Module pro<br />
Verbindung<br />
• Halbleiteranteil:<br />
~ € 5.300 pro MW<br />
AC 240-690 V<br />
Energiequelle<br />
Inverter &<br />
Leistungselektronik<br />
Verbraucher<br />
Energieverbrauch<br />
60%<br />
HGÜ: Hochspannungsgleichstromübertragung<br />
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Quelle: ZVEI 2006<br />
Januar 2015<br />
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Energieeinsparung –<br />
mit drehzahlgeregelten Antrieben<br />
Beispiel: Deutsche Industrie<br />
Antriebe mit<br />
elektronischer<br />
Drehzahlregelung<br />
Heute<br />
15%<br />
geregelt<br />
Quelle: ZVEI 03/2012<br />
Energieeinsparung<br />
beim Einsatz von<br />
elektronischen<br />
Bauelementen<br />
Poten<br />
tial<br />
50%<br />
geregelt<br />
Reduzierung von<br />
22TWh<br />
=<br />
9 Kraftwerken<br />
(400MW)<br />
Energieeinsparung<br />
20%<br />
vermeidet<br />
17 Millionen<br />
Tonnen CO 2<br />
Entspricht 40% Energieeinsparung pro Einheit.<br />
Wenn 50% aller Antriebe über elektrische<br />
Dreh-zahlregelungen verfügen, wird eine<br />
allgemeine Energieeinsparungen von 20%<br />
erzielt.<br />
Traktion – eine Hochleistungsanwendung<br />
Motorsteuerung & Rückgewinnung der Bremsenergie<br />
Bis 10 MW pro Zug und<br />
bis 120 IGBT-Module pro Zug<br />
Leistungshalbleiter<br />
Bremsenergie -<br />
Rückgewinnung<br />
Energieeinsparung<br />
ca. 20 - 30%<br />
Optimierte<br />
Beschleunigung des<br />
Bahn-System<br />
Beispiel:<br />
In Deutschland sparte die Rückgewinnung von Bremsenergie 300<br />
GWh, das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Kleinstadt<br />
von 30.000 Einwohnern (einschließlich Heizenergie)<br />
Quelle: BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft) 2004; DB Energie 09-2006<br />
Januar 2015<br />
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Januar 2015<br />
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9
Alles in Einem:<br />
Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch<br />
Alles in Einem:<br />
Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch<br />
Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment<br />
Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment<br />
• Motorsteuerung<br />
• Getriebesteuerung<br />
• Anlasser<br />
• Hybrid Antrieb<br />
• Ladesystem<br />
• DC/DC<br />
• Batterie<br />
Management<br />
• Airbag<br />
• Reifendruck<br />
• Power steering<br />
• Suspension<br />
• ABS<br />
• ADAS<br />
• Assistenz-Systeme<br />
• Beleuchtung<br />
• Klima<br />
• Door & Seat<br />
• Wischer<br />
• Schließen<br />
• Audio<br />
• Navigation<br />
• Fahrer-<br />
Information<br />
• Connectivity<br />
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BMW und Infineon: Gemeinsam die Zukunft<br />
der Elektromobilität gestalten.<br />
Leistungshalbleiter –<br />
Schlüsselelemente der Hybrid und Elektro Fahrzeug Architektur<br />
IFX Unterscheidungsmerkmale<br />
Niedrigleitungs<br />
Batterie<br />
• Verlängerung der Batterielebensdauer<br />
• Effizente DC/AC und AC/DC Umwandlung<br />
• Überwachung und Kontrolle des Batterieladezustand<br />
durch intelligente Algorithmen<br />
• MOSFETs, µCs, Sensors, Vregs<br />
Leistungselektronik-Modul<br />
M<br />
HV-LV<br />
DC/DC<br />
HV Unterstützung<br />
Hochspannungs-Bordnetz<br />
Batterie<br />
steuerung<br />
Hochleistungs<br />
Batterie<br />
Umrichter<br />
Hochleistungs<br />
DC/DC<br />
Ladegerät<br />
AC/DC<br />
• 75 Halbleiter sorgen für einen hocheffizienten Elektroantrieb im<br />
BMW i3.<br />
• Weitere Komponenten: Steuerung von Airbags, LED-Lichtmodul,<br />
Lenkungsverriegelung, Scheibenwischer und Gurtaufroller.<br />
IFX Unterscheidungsmerkmale<br />
• Höchste Leistungsdichte<br />
• Innovative Montage & Verbindungen<br />
• HybridPACKs, IGBTs, µCs<br />
IFX Unterscheidungsmerkmale<br />
• Effiziente AC/DC Umwandlung<br />
• Kurze Ladezeit<br />
• Handhabung von hohen Strömen<br />
• IGBTs, MOSFETs<br />
EV<br />
HEV<br />
HV<br />
LV<br />
AC<br />
DC<br />
= electric vehicle<br />
= hybrid electric vehicle<br />
= high-voltage<br />
= low-voltage<br />
= alternating current<br />
= direct current<br />
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10
Für effiziente Energienutzung im Haus:<br />
vernetzte smarte Leistungshalbleiter<br />
Für effiziente Energienutzung im Haus:<br />
vernetzte smarte Leistungshalbleiter<br />
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Energieeinsparung im Haushalt<br />
mit diskreten IGBTs, Silizium Dioden und IC’s *<br />
* verglichen mit Niederspannungshalbleiterlösungen<br />
• Halbleiter gesteuerter Reiskocher<br />
25% Einsparungen 70kWh ~ 14 €/a<br />
• Induktive Heizsysteme<br />
30% Einsparungen 400kWh ~ 80 €/a<br />
Riesenaufwand für kleinste Chips<br />
Riesen-Aufwand für Chip-Zwerge<br />
• Halbleiter gesteuerte Waschmaschine mit<br />
bürstenlosem Motor<br />
40% Wasser und 45% Energie<br />
14kl/a und 250kWh ~ 100 €/a<br />
• Halbleiter gesteuerte Kühlschränke<br />
40% Einsparungen 64kWh ~ 13 €/a<br />
• Halbleiter gesteuerte Klimaanlagen<br />
50% Einsparungen 300kWh ~ 60 €/a<br />
200 mm<br />
4 mm<br />
set date<br />
Copyright © Infineon Technologies AG 2014. All rights reserved.<br />
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2015-02-24 Copyright © Infineon Technologies AG 2015. All rights reserved.<br />
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11
Unser Kleinster<br />
Riesenaufwand für kleinste Chips<br />
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2015-02-24 Copyright © Infineon Technologies AG 2015. All rights reserved.<br />
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Riesenaufwand für kleinste Chips<br />
Riesenaufwand für kleinste Chips<br />
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2015-02-24 Copyright © Infineon Technologies AG 2015. All rights reserved.<br />
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12
12.0 0.0 8.9<br />
12.0<br />
Reinraum<br />
7.18 7.18<br />
6.80<br />
6.80<br />
Reinraum Luftversorgung<br />
6.20<br />
5.00<br />
Reinraum für<br />
Produktion ist<br />
nur ca. 20% der<br />
Gebäudefläche<br />
6.20<br />
5.00<br />
Luftstrom<br />
6.40<br />
• Luftstrom: 0,4 m/s<br />
• Luftaustausch: 420 x pro Stunde<br />
• Überdruck: 12 - 26 Pascal<br />
• Temperatur: 22,0 °C<br />
• Relative Feuchte: 40%<br />
6.40<br />
8.60<br />
8.60<br />
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Standort <strong>Regensburg</strong><br />
Ökologische Nachhaltigkeit* (Company)<br />
Zertifizierungen bestätigen:<br />
• Infineon verbraucht etwa 20% weniger Wasser pro cm²<br />
produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />
• Infineon verbraucht etwa 32% weniger Elektrizität pro cm²<br />
produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />
• Infineon verursacht etwa 47% weniger Abfall pro cm²<br />
produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />
*ohne International Rectifier<br />
** ISO 50001 wesentliche EU Standorte<br />
1) Gemäß "World Semiconductor Council“<br />
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13
Entwicklung Stromverbrauch<br />
Infineon <strong>Regensburg</strong><br />
Optimierung Umluft – Historie<br />
[GWh/a]<br />
[output]<br />
220<br />
210<br />
200<br />
190<br />
180<br />
170<br />
160<br />
150<br />
140<br />
130<br />
120<br />
[kWh/a]<br />
9.000.000<br />
8.000.000<br />
7.000.000<br />
6.000.000<br />
5.000.000<br />
4.000.000<br />
3.000.000<br />
2.000.000<br />
1.000.000<br />
7.829.700<br />
neue Ventilatoren mit Flachriemen<br />
5.815.604<br />
5.202.192<br />
5.379.604<br />
5.161.378<br />
5.051.560<br />
5.045.971<br />
5.140.623<br />
5.149.548<br />
5.384.503<br />
5.005.633<br />
Diverse Klein-Projekte<br />
4.498.000<br />
3.211.344<br />
Reinraum-Druckabsenkung<br />
2.755.472<br />
2.840.769<br />
2.955.754<br />
2.932.136<br />
2.565.492<br />
1.456.000<br />
Umluft-<br />
Umbau<br />
1)<br />
110<br />
100<br />
1 2 3 4 5 6 7<br />
GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011 GJ 2012 GJ 2013 GJ 2014 GJ 2015<br />
0<br />
GJ<br />
97<br />
GJ<br />
98<br />
GJ<br />
99<br />
GJ<br />
00<br />
GJ<br />
01<br />
GJ<br />
02<br />
GJ<br />
03<br />
GJ<br />
04<br />
GJ<br />
05<br />
GJ<br />
06<br />
GJ<br />
07<br />
GJ<br />
08<br />
GJ<br />
09<br />
GJ<br />
10<br />
GJ<br />
11<br />
GJ<br />
12<br />
GJ<br />
13<br />
GJ<br />
14<br />
GJ<br />
15<br />
GJ<br />
16<br />
1) Prognosen<br />
GJ<br />
17<br />
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Gebäudesanierung<br />
Photovoltaik-Fassade<br />
Maßnahmen zur Effizienzsteigerung<br />
– Einsparungen:<br />
• Strom: 300 MWh<br />
- drei Abluft-Ventilatoren statt 35<br />
alten Einzelanlagen<br />
- Umstellung Klimatechnik auf<br />
zentrales Zuluftsystem mit<br />
dezentraler Umluftkühlung<br />
- Büroklimatisierung mit<br />
energiesparenden Induktionsauslässen<br />
• Wärme: 2.750 MWh<br />
- Isolierung der Fassade, neue<br />
Fenster<br />
- Abwärmenutzung aus N 2 -Anlage<br />
• Fassadenintegrierte<br />
Photovoltaik-Anlage an Südund<br />
Westseite mit 1042<br />
mikrokristalline Dünnschicht-<br />
Modulen<br />
• Leistung: 120 kWp<br />
• Stromertrag ca. 91.000 kWh/a<br />
45 Tonnen weniger CO 2<br />
entspricht 375.000 km Pkw<br />
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14
Abwärmenutzung aus der N 2 -Anlage<br />
• Wärme des Kompressors<br />
wird zur Beheizung der<br />
Zuluft eines Gebäudes<br />
genutzt.<br />
• Einsparung 2.100 MWh/a<br />
Primärheizenergie -<br />
das entspricht dem jährlichen<br />
Stromverbrauch von<br />
1.000 Personen.<br />
Wärmerückgewinnung bei<br />
Infineon <strong>Regensburg</strong> GJ 2014<br />
• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik<br />
8.600 MWh zurückgewonnene Energie,<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
285 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 1.500 t CO ² - Ausstoß<br />
• Wärme aus Drucklufterzeugung<br />
zurückgewonnene Energie 5.200 MWh<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
173 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 900 t CO ²<br />
• Einsatz von Wärmepumpen<br />
3.800 MWh zurückgewonnene Energie<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
128 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 660 t CO ²<br />
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Wärmerückgewinnung bei<br />
Infineon <strong>Regensburg</strong> GJ 2014<br />
Blockheizkraftwerk<br />
Spatenstich 14.09.2014<br />
• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik<br />
8.600 MWh zurückgewonnene Energie ,<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
285 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 1.500 t CO ² - Ausstoß<br />
• Wärme aus Drucklufterzeugung<br />
zurückgewonnene Energie 5.200 MWh<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
173 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 900 t CO ²<br />
• Einsatz von Wärmepumpen<br />
3.800 MWh zurückgewonnene Energie<br />
entspricht Heizenergieverbrauch von<br />
128 4-Personen-Haushalten,<br />
oder 660 t CO ²<br />
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15
Blockheizkraftwerk liefert Strom und Wärme<br />
BHKW Historie<br />
Strom<br />
45%<br />
Energieträger<br />
Erdgas<br />
Wärme<br />
43%<br />
Gesamt-Wirkungsgrad<br />
88%<br />
Leistung:<br />
• elektrisch: 13.0 Mio kWh/a<br />
(ca. 10% Gesamtverbrauch Infineon<br />
<strong>Regensburg</strong>)<br />
• thermisch: 12.3 Mio kWh/a<br />
(ca. 50% Wärmebedarf Infineon<br />
<strong>Regensburg</strong> )<br />
CO 2 Bilanz:<br />
• 80% Einsparung<br />
4.500 t/a 880 t/a<br />
Wirtschaftlichkeit:<br />
• Projektkosten : 2.1 Mio €<br />
• Energiekostenersparnis:<br />
1.0 Mio €/Jahr<br />
• Amortisation: 2,5 Jahre<br />
EEG<br />
Umlage<br />
KWK<br />
Gesetz<br />
• 2012<br />
Wirtschaftlichkeit unklar, weil<br />
Netzentgeltbefreiung<br />
(800.000 €/a) in der Schwebe<br />
• 2013<br />
neue EU-Vorgaben BHKW wieder<br />
wirtschaftlich<br />
• 2014<br />
jetzt doch wieder Wegfall der<br />
Netzentgeltreduktion<br />
• 2015<br />
EEG Umlagepflicht (1,85 ct/kWh)<br />
Wirtschaftlichkeit des BHKW wird<br />
um ca. 260.000 €/a verschlechtert!<br />
• 1,5 Jahre Projektverzögerung<br />
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Highlight aus <strong>Regensburg</strong>:<br />
DrBlade für Internet-Datenzentren<br />
DrBlade für Internet-Datenzentren<br />
DrBlade für die Gleichspannungsregelung<br />
in<br />
Servern für das Internet<br />
DrBlade für die Gleichspannungsregelung<br />
in<br />
Servern für das Internet<br />
Server für ein Internet-Datenzentrum<br />
• 25% geringere Verlustleistung<br />
der Spannungswandlung<br />
bedeutet,<br />
allein die Verwendung in<br />
Servern kann weltweit<br />
jährlich rund 460<br />
Gigawattstunden<br />
einsparen.<br />
Server für ein Internet-Datenzentrum<br />
• 25% geringere Verlustleistung<br />
der Spannungswandlung<br />
• geringerer Kühlaufwand<br />
• niedrigere Umweltbelastung<br />
und reduzierte<br />
Stromkosten<br />
Vorder- und Rückseite eines DrBlade-<br />
Produktes der ersten Generation<br />
• geringerer Kühlaufwand<br />
• Niedrigere Umweltbelastung<br />
und reduzierte<br />
Stromkosten.<br />
Vorder- und Rückseite eines DrBlade-<br />
Produktes der ersten Generation<br />
• Überwachung des<br />
Betriebszustandes durch<br />
Strom- und Temperatursensoren<br />
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16
Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar<br />
Was nicht verbraucht wird, muss<br />
auch nicht erzeugt werden!<br />
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17
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Referent:<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton<br />
M A S L A T O N<br />
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH<br />
___________________________________________________________<br />
Leipzig<br />
.<br />
München<br />
.<br />
Köln<br />
Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton<br />
Recht der Erneuerbaren Energien<br />
TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,<br />
Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />
sowie geschäftsführender Gesellschafter der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft<br />
mbH, die sich schwerpunktmäßig mit sämtlichen<br />
Fragen des Rechts der Erneuerbaren Energien befasst.<br />
Als Hochschullehrer unterrichtet er das Recht der Erneuerbaren<br />
Energien und das Umweltrecht an der TU Chemnitz / TU Bergakademie<br />
Freiberg, publiziert und referiert national und international zu diesen<br />
Themen, mit denen er sich im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit als<br />
Referent im Deutschen Bundestag seit 1987 beschäftigt. Er ist als<br />
Funktionsträger in einer Reihe von Branchenverbänden, u.a ist er<br />
Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft Wärme Kopplung , engagiert.<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Gliederung:<br />
Die Themen:<br />
I. EnEV<br />
I. Energieeinsparverordnung (EnEV)<br />
II. EEWärmeG<br />
II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)<br />
III. KWKG-Novelle<br />
III. KWKG-Novelle<br />
I. Energieeinsparverordnung (EnEV)<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
18
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
1. Allgemeines<br />
§ Letzte Novellierung im Juli 2014 (EnEV 2014)<br />
§ Wesentlicher Regelungsgegenstand:<br />
− energetische Mindestanforderungen an Neubauten sowie an<br />
Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender<br />
Gebäude<br />
− Energieausweise für Gebäude<br />
− Mindestanforderungen an Heizungstechnik<br />
− Ordnungswidrigkeiten<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
2. Anwendungsbereich<br />
§ erfasst:<br />
− geheizte & gekühlte Gebäude bzw. Gebäudeteile (Wohn- und<br />
Nichtwohngebäude)<br />
§ nicht erfasst:<br />
− Betriebsgebäude, die überwiegend Tierhaltung dienen<br />
− Gewächshäuser<br />
− unterirdische Bauten<br />
− Traglufthallen, Zelte, offene Betriebsgebäude<br />
§ Durchsetzung:<br />
Einhaltung der EnEV-Vorgaben ist im Bauantragsverfahren der<br />
jeweiligen unteren Baubehörde nachzuweisen<br />
− dem Gottesdienst /religiösen Zwecken gewidmete Gebäude<br />
− Gebäude, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und<br />
zerlegt zu werden sowie provisorische Gebäude mit geplanter<br />
Nutzungsdauer von weniger als 2 Jahren<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 6<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
2. Anwendungsbereich<br />
I. EnEV<br />
3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ nicht erfasst:<br />
− Wohngebäude, die<br />
à<br />
für eine Nutzungsdauer von weniger als vier<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§<br />
Keine Überschreitung des Energiebedarfs für Heizung, Warm-wasser,<br />
Lüftung und Kühlung im Vergleich zum Jahres-Primärenergiebedarf<br />
eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und<br />
Ausrichtung<br />
Monaten jährlich bestimmt sind oder<br />
à<br />
für eine begrenzte jährliche Nutzungsdauer bestimmt<br />
sind, wenn der zu erwartende Energieverbrauch der<br />
Gebäude weniger als 25 % des zu erwartenden<br />
§<br />
Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten durch<br />
EnEV 2014 ggü. alter Rechtslage ab 01.01.2016<br />
−<br />
−<br />
um durchschnittlich 25 % des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs<br />
um durchschnittlich 20 % bei der Wärmedämmung der<br />
Gebäudehülle (zulässiger Wärmedurchgangskoeffizient)<br />
EnergieverbrauchsbeiganzjährigerNutzungbeträgt,− sonstigehandwerkliche,landwirtschaftliche,gewerblicheundindustrieleBetriebsgebäude,die:<br />
à<br />
nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Innentemperatur<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
von weniger als 12 Grad Celsius oder<br />
à<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
19
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />
I. EnEV<br />
3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />
II. EEWärmeG<br />
§ Anhebung der Neubauanforderungen als wichtiger Zwischen-Schritt<br />
hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard<br />
− Spätestens ab dem Jahr 2021 verbindlich für alle Neubauten<br />
II. EEWärmeG<br />
§ Vorgaben für Neubauten:<br />
− konkrete Anforderungen an die Dichtheit und die<br />
Sicherstellung eines Mindestluftwechsels (§ 6 EnEV)<br />
III. KWKG-Novelle<br />
− Für Neubauten von Behördengebäuden bereits ab 2019<br />
verbindlich<br />
III. KWKG-Novelle<br />
− Mindestwärmeschutz nach den anerkannten Regeln der<br />
Technik (§ 7 Abs. 1 EnEV), dies gilt auch für Trennwände zu<br />
bereits bestehender Nachbarbebauung<br />
§ Festlegung konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität<br />
von Niedrigstenergiegebäuden bis spätestens Ende 2016 für<br />
Behördengebäude bzw. Ende 2018 für alle Neubauten<br />
− Pflicht zur Verringerung von Wärmeverlusten an konstruktiven<br />
Wärmebrücken (§ 7 Abs. 2 EnEV)<br />
§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine Ordnungs-widrigkeit,<br />
mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />
I. EnEV<br />
4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Wird in einem Neubau Strom aus Erneuerbaren Energien eingesetzt,<br />
so darf dieser Strom bei der Berechnung des Gesamtenergiebedarfs<br />
nach § 5 EnEV wieder abgezogen werden, wenn er:<br />
− in unmittelbarem Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt<br />
wird und<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Einhaltung energetischer Mindeststandards auch bei der Änderung,<br />
Erweiterung oder dem Ausbau von Bestandsbauten:<br />
− Bei Wohngebäude darf der Jahres-Primärenergiebedarf des<br />
Referenzgebäudes um nicht mehr als 40 % überschritten<br />
werden<br />
− vorrangig in dem Gebäude unmittelbar nach Erzeugung oder<br />
nach vorübergehender Speicherung selbst genutzt und nur die<br />
überschüssige Energiemenge in ein öffentliches Netz<br />
eingespeist wird<br />
§ Dabei darf höchstens die Strommenge angerechnet werden, die<br />
dem berechneten Strombedarf der jeweiligen Nutzung entspricht.<br />
− Bei Sanierung von Nichtwohngebäuden genügt alternativ auch<br />
die Einhaltung des 1,4 fachen Energieverbrauchs eines neuen<br />
Referenzgebäudes<br />
§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine<br />
Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
20
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten<br />
I. EnEV<br />
5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Pflicht zum Austausch alter Heizkessel erweitert<br />
à Einbau vor 01.01.1985 – Austausch bis Ende 2014<br />
à<br />
Einbau nach 01.01.1985 – nach Ablauf von 30 Jahre<br />
à<br />
Bisher nur Austausch von Kessel, die vor 1978 eingebaut<br />
wurden§ AusgenommensindBrenwertkeselundNiedertemperatur-heizkeselmitbesondershohenWirkungsgrad<br />
§ KeineAustauschpflichtfürEigentümervonEin-undZweifamilienhäuser,dieam01.02.202indiesenHäusernmindestenseineWohnungselbstnutzen<br />
à<br />
gilt bereits seit EnEV 2002<br />
§ Bei Eigentümerwechsels ist Neueigentümer zum Austausch<br />
innerhalb von zwei Jahren verpflichtet<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§<br />
für neugebaute, zu verkaufende, verpachtete oder vermietete<br />
Gebäude ist vom Eigentümer ein Energieausweis, der die<br />
energetischen Eigenschaften des Gebäudes wiedergibt, vorzulegen<br />
à zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts<br />
à spätestens auf Verlangen der zuständigen Behörde, des Käufers,<br />
Pächters oder Mieters<br />
à gilt nicht für Baudenkmäler<br />
à Nichtbeachtung ist eine Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 15.000<br />
€ Gelbuße geahndet<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />
I. EnEV<br />
5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in Gebäuden mit starkem<br />
Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht,<br />
wenn bereits ein Energieausweis vorliegt<br />
à z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants<br />
oderBanken § Gebäudezurbehördlichen Nutzung sindEnergieausweiseauszustelenundgutsichtbarauszuhängen à miteinerNutzflächevonmehrals500m ²à<br />
ab Juli 2015 mehr als 250 m² Nutzfläche<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ NEU: Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in<br />
Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung<br />
à Angabe der Energieeffizienzklasse (umfasst die Klassen<br />
A+ bis H)<br />
à nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem<br />
Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden<br />
à Nichtvorlage ist hier aber keine Ordnungswidrigkeit<br />
§ keine Energieausweisplflicht bei Gebäuden kleiner 50 m²<br />
à Keine Pflicht zur Angabe der Klasse, wenn bereits ein gültiger<br />
Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer<br />
Energieeffizienzklasse, vorliegt<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
§ NEU: Unabhängige Stichprobenkontrolle durch die Länder für<br />
Energieausweise und Berichte über die Inspektion von<br />
Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe)<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
21
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
I. EnEV<br />
1. Allgemeines<br />
II. EEWärmeG<br />
II. EEWärmeG<br />
§<br />
aktueller EE-Anteil am Wärmeverbrauch in Deutschland bei<br />
nur 6 %<br />
III. KWKG-Novelle<br />
II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz<br />
(EEWärmeG)<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§<br />
Ziel des EEWärmeG: Erhöhung des EE-Anteils für Heizung,<br />
Warmwasser und Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme auf<br />
14 % bis 2020<br />
§<br />
Wesentlicher Regelungsinhalt:<br />
- die Nutzungspflicht von EE für Gebäudeeigentümer<br />
- die finanzielle Förderung durch Marktanreizprogramm<br />
- die Förderung des Ausbaus von Wärmenetzen<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
2. Nutzungspflicht<br />
I. EnEV<br />
3. Erfüllung der Nutzungspflicht<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§<br />
§<br />
§ 3 Abs. 1 EEWärmeG:<br />
„Die Eigentümer von Gebäuden [...], die neu errichtet<br />
werden, müssen den Wärme- und Kälteenergiebedarf durch<br />
die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien [...]<br />
decken.“<br />
Nutzungspflicht gilt:<br />
− nur für Neubauten ab 2009<br />
− grds. für alle betroffenen Gebäude mit einer Nutzfläche von<br />
mehr als 50 m², Ausnahmen gem. § 4 HS. 2 EEWärmeG<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ § 5 EEWärmeG regelt zu welchem Anteil der Wärme- und<br />
kälteenergiebedarf aus den jeweils eingesetzten Erneuerbaren<br />
Energien gedeckt werden muss<br />
à durch Nutzung Solare Strahlungsenergie, Biomasse,<br />
Geothermie<br />
§ Entscheidend ist allein die Erfüllung des Pflichtanteils bezogen<br />
auf den gesamten Wärme- und Kälteenergiebedarf des Gebäudes<br />
§ Wärmebedarf ist die zur Deckung des Wärme- oder Kältebedarfs<br />
für Heizung, Warmwasserbereitung oder Kühlung jährlich<br />
benötigte Wärmemenge.<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
22
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG<br />
Gasförmige Biomasse<br />
§ Nutzungsanteil von mind. 30 % vorgeschrieben<br />
§<br />
à nur bei Nutzung in einer KWK-Anlage<br />
Voraussetzungen bei Einsatz von aufbereitetem Biogas:<br />
à Verwendung der besten verfügbaren Technik bei Aufbereitung<br />
und Einspeisung und hierdurch<br />
à Senkung von Methanemissionen und Stromverbrauch<br />
à Gewinnung der Prozesswärme, die zur Aufbereitung<br />
erforderlich ist, aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme<br />
Flüssige und feste Biomasse<br />
§ Nutzungsanteil von zu mind. 50 %<br />
§ Flüssige Biomasse: eingesetzter Heizkessel muss bester verfügbarer<br />
Technik entsprechen<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG<br />
Solarer Strahlungsenergie<br />
§ muss der Nutzwärmebedarf zu min. 15 % gedeckt werden<br />
à entspricht der Verwendung von Sonnenkollektoren mit einer<br />
Fläche von min. 0,04 m² Kollektorfläche je m²<br />
Nutzfläche<br />
à Sonnenkollektoren mit dem europäischen Prüfzeichen<br />
„Solar-Keymark“ zertifiziert sein<br />
Geothermie, Umweltwärme<br />
§ Nutzungsanteil von mind. 50 % erforderlich<br />
§ Erfasst ist auch die Nutzung von Erdwärme durch Tiefengeothermie.<br />
BEACHTE: Die Erfüllung der Nutzungspflicht ist auch durch eine<br />
Kombination von Erneuerbaren Energien untereinander oder mit<br />
Ersatzmaßnahmen möglich!<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
4. Ersatzmaßnahmen, § 7 Abs. 1 EEWärmeG<br />
§<br />
Nutzungspflicht gilt als erfüllt bei:<br />
- Deckung des Wärmebedarfs zu mindestens 50 % und<br />
unmittelbar aus hocheffizienten KWK-Anlagen oder aus<br />
Anlagen zur Nutzung von Abwärme<br />
- Maßnahmen zur Energieeinsparung, wenn die Anforderungen<br />
der EnEV um min. 15 % unterschritten werden,<br />
oder<br />
- vollständiger Deckung des Wärmebedarfs aus Nahoder<br />
Fernwärmenetz, wenn<br />
à die Wärmeenergie zu einem wesentlichen Teil aus<br />
Erneuerbaren Energien oder<br />
à zu mindestens 50 % aus hocheffizienten KWK-<br />
Anlagen oder Abwärme stammt.<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
5. Nachweis und Ausnahmen von der Nutzungspflicht<br />
§ Nachweis zur Erfüllung der Nutzungspflicht ist innerhalb von<br />
drei Monaten ab Inbetriebnahme der Heizungsanlage des<br />
Gebäudes an die zuständige Behörde zu erbringen<br />
à Ländersache, § 12 EEWärmeG (Erlass ZuständigskeitsVO)<br />
à größtenteils Baubehörden, z.T. Umwelt-/Wirtschaftsbehörde<br />
§ Unter bestimmten Voraussetzungen sind im Einzelfall auch<br />
Ausnahmen von der Nutzungspflicht möglich, § 9 EEWärmeG:<br />
1. bei technischer Unmöglichkeit oder<br />
2. bei einem Widerspruch zu anderen öffentlichrechtlichen<br />
Pflichten oder (z.B. Denkmalschutz)<br />
3. bei Erteilung einer Befreiung wegen unangemessenenm<br />
Aufwand oder sonstiger unbilliger Härte<br />
MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 2 4<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
23
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
III. KWKG-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
1. Aktueller Stand<br />
§ KWK-Monitoringbericht veröffentlicht am 01.10.2014:<br />
à 25 % KWK-Ausbauziel ist bis 2020 derzeit nicht erreichbar<br />
à KWK als wichtige Verbindung zwischen Strom- und<br />
Wärmemarkt<br />
à Weiterer KWK-Ausbau mit den Zielen des Ausbaus der<br />
fluktuierenden Wind- und PV-Stromerzeugung<br />
§ Derzeit:<br />
Zwischenüberprüfung (§ 12 KWKG) und Verbändeanhörung<br />
§ Schwerpunkte der KWKG-Novelle:<br />
à Anhebung der KWK-Zuschläge, um die Belastung der<br />
Eigenversorgung mit EEG-Umlage zu kompensieren<br />
à Neuregelungen zur Förderung von KWK-Anlagen bei einer<br />
Verdrängung von Fernwärme aus KWK<br />
MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 2 5<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />
I. EnEV<br />
2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Beibehaltung der Systematik des KWKG für Neuanlagen bei<br />
angepassten KWK-Zuschlägen:<br />
§ Leistungsklasse bis kleiner 50 kW:<br />
à bis 2 kW: 9,41 Ct/kWh<br />
à von 2 kW bis kleiner 50 kW: 7,41 Ct/kWh<br />
à Bertriebsstundenorientierte Förderung: mindestens 70.000<br />
Vollbenutzungsstunden innerhalb von 15 Jahren<br />
§ 50 kW bis kleiner als 2 MW:<br />
à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für die ins Netz<br />
der allgemeinen Versorgung eingespeiste Strommenge<br />
§ Größer als 2 MW:<br />
à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für eingespeiste<br />
Strommenge<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
§ Ziel der Anpassung der KWK-Zuschläge bei Neuanlagen:<br />
Beseitigung der Unwirtschaftlichkeit<br />
à Milderung der Belastung durch EEG-Umlage auf<br />
Eigenverbrauch<br />
à Investitionsanreiz mittels Anschubförderung über eine<br />
Förderdauer von 10 Jahren<br />
§ Kompensation der sinkenden Großhandelspreise für Strom durch<br />
KWK-Zuschlag für Bestandsanlagen:<br />
à bei Bestandsanlagen außerhalb der KWK-Förderung<br />
temporärer KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh<br />
à Zahlung über separaten Fördertopf<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
24
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />
EEWärmeG und KWK-Novelle<br />
I. EnEV<br />
II. EEWärmeG<br />
III. KWKG-Novelle<br />
2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />
§ Verstetigung des Förderzeitraums für KWK-Anlagen bis 250 kW<br />
à Bestehender Zeitsprung des Förderzeitraums für KWK-<br />
Anlagen bei 50 kW führt zu nicht optimalen Auslegung<br />
à Vorschlag: auch bei Anlagen bis 250 kW für die ersten 50 kW<br />
die 10 Jahre Förderung<br />
§ Ausstellung vorläufiger Fördervorbescheide (Zulassungsbescheide)<br />
à Bisher: Inbetriebnahme der Anlage, bevor die Förderung<br />
genehmigt wird<br />
§ Fernwärmeverdrängung klarer ausgestalten<br />
à Insbesondere: Anspruch des Anlagenbetreibers ggü.<br />
Fernwärmenetzbetreiber auf Informationen<br />
à Förderung der nicht-stromerzeugenden KWK mit einem KWK-<br />
Zuschlag von 6 Ct/kWh<br />
Vielen Dank für Ihre<br />
Aufmerksamkeit!<br />
M A S L A T O N<br />
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH<br />
___________________________________________________________<br />
Leipzig<br />
.<br />
München<br />
.<br />
Köln<br />
Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton<br />
Recht der Erneuerbaren Energien<br />
TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,<br />
Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
25
Welche der drei Lampen ist die energieeffizienteste?<br />
Institut Energiesysteme und<br />
Energiewirtschaft<br />
Der Markt für Energieeffizienz<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> – Fokus: Energieeffizienz<br />
<strong>Regensburg</strong>, 24. Februar 2015<br />
Prof. Dr. Wolfgang Irrek<br />
1 2 3<br />
Welche der drei Lampen ist die wirtschaftlichste?<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
1<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
2<br />
Überblick<br />
• Heterogene Marktsituation<br />
o Ausgangssituation<br />
o Energieeffizienz-Technologien<br />
o Energieeffizienz-Dienstleistungen<br />
o Treiber und Erfolgsfaktoren<br />
• Rechnet sich die Energieeffizienz im Markt?<br />
o Risikobetrachtung (Amortisation) vs.<br />
Wirtschaftlichkeit (Rendite)<br />
o Finanzierungsmöglichkeiten<br />
o Fördermittel für KMU<br />
• Perspektiven<br />
• Fazit<br />
Hochschule Ruhr West (HRW) – www.energy-campus.de<br />
Energie bezogene Studiengänge Forschungspartnerschaften<br />
Energy Campus Lab – Lehren und Forschen am innovativen Objekt<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
3<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
4<br />
26
Partielle Entkopplung von Wachstum und Energieverbrauch<br />
Potenzial für weitere Endenergieeinsparungen in der EU bis<br />
2050 im Vergleich zum Trend<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
5<br />
Quelle: FhG-ISI 2013<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
6<br />
Energieeffizienzpolitik: Anspruch und Realität<br />
‣ Versagen der Marktakteure oder der Politik?<br />
Indikator bisher erreicht* 2008-2020 2008-2050<br />
Primärenergieverbrauch -4,3%<br />
-20% -50%<br />
2008-2012<br />
Stromverbrauch -1,9%<br />
-10% -25%<br />
2008-2012<br />
Heizenergieverbrauch -6,3%<br />
-20%<br />
2008-2012<br />
Primärenergieverbrauch<br />
-80%<br />
Gebäude<br />
Sanierungsrate ca. 1%/a min. 2%/a min. 2%/a<br />
Raumwärmeverbrauch je<br />
qm Wohnfläche<br />
-34,5%<br />
1996-2012<br />
Wohnfläche +15,3%<br />
1996-2012<br />
* inklusive Vereinigungseffekt<br />
Quellen: BMWi-Monitoringbericht „Energie der Zukunft“ 2014<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
7<br />
Quellen: Statistisches Bundesamt (www-genesis.destatis.de); Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt.de/daten/rohstoffe-als-ressource/gesamtermaterialaufwand-deutschlands)<br />
Der heterogene<br />
Markt für<br />
energieeffiziente<br />
Produkte<br />
Vielfältige<br />
Technologie-<br />
Komponenten<br />
und -Systeme<br />
Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
8<br />
27
Steigerung der Energieeffizienz bei vielen Strom betriebenen<br />
Produkten durch Standards und Label (Ökodesign-Richtlinie)<br />
Stagnation bei der Energieeffizienz in Gebäuden<br />
Beispiel Heizungssystem:<br />
• 71% der Wärmeerzeuger ineffizient<br />
• Jährlicher Ersatz nur bei ca. 3%<br />
• Oft ineffiziente Heizungsumwälzpumpen –<br />
Beispiel MFH in Bottrop:<br />
71% weniger Stromverbrauch und<br />
Nettokostenvorteil durch neue Pumpe<br />
• Hydraulischer Abgleich fehlt oft<br />
Beispiel Gebäudehülle:<br />
• Sanierungsrate nur bei knapp 1 Prozent<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
Demnächst z. B. für gewerbl.<br />
Kühl- und Gefriergeräte<br />
9<br />
‣ Oft fehlende integrierte Betrachtung von<br />
Gebäudehülle, Gebäudetechnik,<br />
Nutzer/innen-Bedarf und -Verhalten<br />
Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), www.bdh-koeln.de [27.06.2014]; BMWi 2014<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
10<br />
Der Markt für<br />
Energieeffizienz-<br />
Dienstleistungen<br />
Energieberatung<br />
Energiemanagement<br />
Planung & Installation<br />
Contracting<br />
Energieberatung<br />
• 12.500-14.000 vorwiegend kleinere Anbieter<br />
• Niedrige Stundenlöhne insbesondere im Gebäudebereich (15-30 Euro/h)<br />
• Haupttreiber: steigende Energiepreise, Agenda-Setting, Förderung<br />
• Wachsender Druck: Transparenz, Qualifizierung, Zertifizierung<br />
Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos / ifeu / HRW 2013<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
11<br />
Quelle: ifeu 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
12<br />
28
Energiemanagement-Dienstleistungen<br />
• Energiemonitoring, Energiecontrolling, Energiemanagement<br />
• Heterogene Anbieterlandschaft<br />
• 250-500 Mio. Euro Umsatz in 2012 (inkl. Management Gebäudetechnik)<br />
• Weiteres leichtes bis starkes Marktwachstum erwartet<br />
Zertifiziertes Energiemanagement:<br />
ca. 13-14 Mio. Euro Umsatz in 2012<br />
Contracting<br />
• 500 – 550 Anbieter mit 90.000 – 100.000 Verträgen<br />
• 3 – 4 Mrd. Euro Marktvolumen in 2011; leicht wachsender Markt<br />
• Potenzial: 1% der Wohngebäude gut, 18% eingeschränkt geeignet;<br />
10-20% der öffentlichen Liegenschaften geeignet;<br />
Übertragbarkeit auf Industrie und Gewerbe prinzipiell gegeben<br />
Energieliefercontracting /<br />
Energieeinsparcontracting<br />
ELC = Energieliefercontracting<br />
ESC = Energieeinsparcontracting<br />
Quelle: prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013<br />
Quellen: HRW 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013; Reinhard Peglau, UBA, 2014; ISO Survey 2013, www.iso.org, 26.01.2015<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
13<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
14<br />
DENEFF/pwc: Geschätztes Marktvolumen<br />
Energieeffizienzmärkte 2013<br />
162 Mrd. Euro Umsatz 848.000 Beschäftigte<br />
Wirtschaftlichkeit: Die Lebenszykluskosten, nicht die<br />
Anschaffungskosten sind entscheidend!<br />
Umsatzwachstum gg. Vorjahr +11% Beschäftigtenwachstum +5%<br />
Haupttreiber: Erwartung steigender Energiepreise; politisch-rechtliche<br />
Rahmensetzungen (Erfüllung Vorgaben, Steuervorteile, Fördermittel);<br />
(persönliche) Kommunikation; technischer Fortschritt<br />
Quelle: DENEFF / pwc (2014): Branchenmonitor Energieeffizienz 2014., Berlin (Hochrechnung auf Basis einer Umfrage unter 90 Unternehmen der<br />
Energieeffizienz-Branchen)<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
15<br />
Quelle: www.topmotors.ch für das Beispiel eines 4-poligen IE3-11kW-Motors über 15 Jahre Nutzungsdauer mit 4.000 h/a<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
16<br />
29
Risikobetrachtung (Amortisation) vs.<br />
Wirtschaftlichkeit (Rendite)<br />
Investition A:<br />
10.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt<br />
5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung<br />
2 Jahre Nutzungsdauer<br />
Amortisationszeit: 2 Jahre – Rendite: 0%/a<br />
Finanzierung durch Dritte beim Contracting: Energie und<br />
Kosten garantiert sparen ohne selbst zu investieren<br />
Investition B:<br />
20.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt<br />
5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung<br />
6 Jahre Nutzungsdauer<br />
Amortisationszeit: 4 Jahre – Rendite: 13%/a<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
17<br />
Quelle: Energieagentur NRW (2007): Contracting: Energieeffizienztechnologien ermöglichen, Ein Leitfaden, Wuppertal<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
18<br />
Finanzierung im Bürger/innen-Contracting:<br />
Solar & Spar-Projekte in Schulen in NRW<br />
Möglichkeiten für institutionelle Investoren<br />
SUSI Energy Efficiency Funds 2013:<br />
(Revolvierender) Fonds zur Finanzierung der energetischen<br />
Sanierung von Gebäuden, Infrastruktur, Produktionsanlagen<br />
Fondsvolumen 300 Mio. Euro + 100 Mio. CHF<br />
Projekte in Deutschland und Monaco<br />
Probleme:<br />
• Kleinteiligkeit und Diversität der Energieeffizienz-Maßnahmen<br />
• Bewertung der Maßnahmen aufwendig<br />
• Keine gewachsenen Strukturen für Bündelung / Risikostreuung<br />
Bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für<br />
Energieeffizienz-Projekte<br />
Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH 2012<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
19<br />
Quelle: SUSI Partners 2013: SUSI Energy Efficiency Fonds; bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienz-Projekte<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
20<br />
30
Fördermittel und zinsgünstige Kredite für KMU<br />
• BAFA-Förderung von Energieberatungen im Mittelstand<br />
• BAFA-Förderung von Energiemanagementsystemen<br />
• BAFA-Förderung von Beratungen zum Energieeinspar-<br />
Contracting (in Vorbereitung)<br />
• BAFA-Förderung energieeffizienter Kälte- und Klimaanlagen,<br />
KWK-Anlagen, Heizen mit erneuerbaren Energien,<br />
Querschnittstechnologien (Pumpen, LED, etc.)<br />
• KfW-Energieeffizienzprogramm und KfW-Umweltprogramm<br />
• KfW-Finanzierungsinitiative Energiewende<br />
• BMUB-Umweltinnovationsprogramm und ERP-<br />
Innovationsprogramm<br />
• Ggf. Programme der Bundesländer und Energieagenturen<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
21<br />
Wird der Nationale Energieeffizienz-Aktionsplan<br />
(NAPE) 2014 die Energieeffizienz-Märkte stimulieren?<br />
Die Bundesregierung setzt auf …<br />
… Kommunikation, Beratung, Vernetzung (Informieren)<br />
z. B. Energieeffizienz-Netzwerke, Beratung, Checks, Kampagnen<br />
… finanzielle Anreize (Fördern)<br />
z. B. Förderprogramme, steuerliche Abschreibungen,<br />
wettbewerbliche Ausschreibungen, Ausfallbürgschaften<br />
… Ordnungsrecht (Fordern)<br />
z. B. Mietrecht, Standards (EnEV, EU-Ökodesign-Richtlinie),<br />
Energieaudits nach DIN EN 16247 in Nicht-KMU bis 05.12.2015<br />
‣ Zum großen Teil sinnvolle Maßnahmen, aber Wirkungen<br />
vermutlich deutlich überschätzt<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
22<br />
Nationale Optionen zur Weiterentwicklung des<br />
Energieeffizienz-Marktes<br />
• Schrittweise Erhöhung der Ökosteuer<br />
[FÖS: +1 Cent/l bringt höhere Nettoeinnahmen als PkW-Maut]<br />
• Bessere Nutzung von Ohnehin-Gelegenheiten, die zu Kauf-,<br />
Miet-, Lease-, Sanierungs- und Neubauentscheidungen führen<br />
• Verbesserung der Vergleichbarkeit von Produkten /<br />
Dienstleistungen<br />
• Erleichterte Identifikation von Angeboten und Anbietern<br />
guter Qualität<br />
• Verbesserung der Kommunikation und Netzwerkbildung<br />
• Stärkere Ausrichtung der Wirtschaft auf mittelfristige<br />
Renditeziele anstatt kurzfristige Risikoüberlegungen<br />
• Vorbildfunktion der öffentlichen Hand stärken<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
23<br />
Fazit<br />
1. Insgesamt wachsender Markt, aber heterogen: Energieeffizienz<br />
bleibt in vielen Bereichen ein schwieriges Geschäft<br />
2. Haupttreiber: steigende Energiepreise, persönliche Kommunikation /<br />
Marketing / Netzwerke, förderliche Rahmenbedingungen, technischer<br />
Fortschritt<br />
3. Wachsende Anforderungen an Transparenz, Glaubwürdigkeit und<br />
Systemkompetenz der Anbieter<br />
-> Qualifizierung, Qualitätssicherung<br />
4. Wirtschaftlichkeit: Ein großer Teil der Energieeinspar-Potenziale in<br />
Unternehmen ist wirtschaftlich erschließbar; Blick nur auf die<br />
Amortisationszeit lässt Potenziale mit hoher Rendite ungenutzt<br />
5. Finanzierung: Vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten vorhanden;<br />
Perspektiven für institutionelle Investoren bei Bündelung<br />
‣ Steigerung der Energieeffizienz ist Schlüssel für den Erfolg der<br />
Energiewende: Großer Handlungsbedarf bei Politik und<br />
Marktakteuren für eine Halbierung der Energieverschwendung<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
24<br />
31
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />
www.hochschuleruhr-west.de<br />
www.energycampus.de<br />
Nationaler<br />
Aktionsplan<br />
Energieeffizienz<br />
(NAPE)<br />
vom 03.12.2014<br />
Quelle: BMWi 2014<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
25<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
26<br />
Zentrale<br />
Maßnahmen<br />
des NAPE<br />
Quelle: BMWi 2014<br />
24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz Quelle: BMWi 272014 24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />
28<br />
32
IMPRESSIONEN<br />
33
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Prof. Dr. Oliver Steffens<br />
Ostbayerische Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong><br />
Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauen<br />
NACHHALTIGE MODERNISIERUNG<br />
HISTORISCHER WOHNQUARTIERE<br />
Gebäude-Energieeffizienz in neuem Licht:<br />
Was bleibt vom kulturellen Erbe?<br />
Beitragende: Prof. Dr. habil. Haug, Prof. Dr. Rechenauer, Prof. Dr. Schulz-Brize,<br />
Annika Zeitler, Simon Schaubeck, Tobias Saller, Matthias Vernim u.v.a.<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 1<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 2<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Bestandsgebäude des frühen 20. Jahrhunderts<br />
§ Zensus 2011 (Statistisches Bundesamt)<br />
− 12% des Wohnungsbestands stammt aus den Jahren 1919–1949<br />
1979-1986<br />
10%<br />
1987-1990<br />
4%<br />
1991-1995<br />
6% 1996-2000<br />
8%<br />
2001-2004<br />
4%<br />
2005-2008<br />
3%<br />
2009 und später<br />
1%<br />
1949-1978<br />
38%<br />
Vor 1919<br />
14%<br />
1919-1948<br />
12%<br />
Wie gehen wir mit den Bauten<br />
des frühen 20. Jahrhunderts<br />
um, die nicht unter<br />
Denkmalschutz stehen?<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 3<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 4<br />
34
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Arbersiedlung<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Sanierungsbeispiele<br />
Margaretenau<br />
Damaschkesiedlung<br />
Staudinger Hof<br />
Genossenschaftsbauten der Zwischenkriegszeit<br />
(1918–1933): Beispiele in <strong>Regensburg</strong><br />
Wie könnte eine nachhaltige<br />
Modernisierung dieser historisch<br />
bedeutenden Gebäude aussehen?<br />
Eisbuckel<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 5<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 6<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Gebäudemodernisierung – Zielkonflikte<br />
Kategorien der nachhaltigen Modernisierung<br />
§ Ökonomische Ziele<br />
− Investitionskosten, Energiekosten<br />
− Rendite, Werterhalt, Attraktivität<br />
− Lebenszyklus, Folgekosten<br />
§ Umwelt (ökologische Ziele)<br />
− Klimaschutz, Naturschutz<br />
− Lebensqualität<br />
§ Soziale Zielsetzungen<br />
− Günstiger Wohnraum, niedrige Wohnkosten („2. Miete“)<br />
− Stadtentwicklung<br />
− Gemischte Bewohnerstruktur<br />
(keine Ghettoisierung oder Gentrifizierung)<br />
§ Denkmalschutz und kulturelle Werte<br />
− Erhalt des kulturellen Erbes<br />
− Vielfalt der Baustile und Formsprachen<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 7<br />
UMWELTSCHUTZ<br />
(ÖKOLOGIE)<br />
Regenerative Energien<br />
Abwärmenutzung<br />
Umweltfreundlichen Baustoffe<br />
Umnutzungsfähigkeit<br />
WIRTSCHAFTLICHKEIT<br />
(ÖKONOMIE)<br />
Gebäude-Energieeffizienz<br />
(Endenergie)<br />
Amortisationszeit/Rendite<br />
Lebenszyklusanalyse<br />
SOZIOKULTURELLE<br />
ANFORDERUNGEN<br />
Niedrige Mieten<br />
Gemischte Bewohnerstruktur<br />
Soziale Einrichtungen<br />
Erhaltung wertvoller Architektur<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 8<br />
35
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Projekt RENARHIS (2012 – 2014)<br />
Modellobjekt: Genossenschaftlicher Wohnungsbau der<br />
Zwischenkriegszeit – „Plato-Wild-Ensemble“ <strong>Regensburg</strong><br />
(Gemeinnütziger Bauverein <strong>Regensburg</strong> e.V.)<br />
„… der Grundkonflikt zwischen modernen Funktionen und<br />
überkommenen Strukturen kann auf die Dauer überhaupt nur dann<br />
zu einer plausiblen Erhaltungsbegründung führen,<br />
wenn man die baulichen Strukturen in Zusammenhang sieht<br />
mit den sozialen.“<br />
Norbert Huse (1996)<br />
Projektphasen:<br />
Bauaufnahme und architektonische Würdigung<br />
Sozialstudie (Nutzer-Survey)<br />
Bauschadensanalyse und Bauphysik<br />
Architektonisches Modernisierungskonzept<br />
Energieversorgungskonzepte und Wirtschaftlichkeit<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 9<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 10<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Behutsame Restauration mit regenerativem<br />
Energieversorgungskonzept<br />
§ Alternativen zu einer „radikalen“ Sanierung<br />
§ Randbedingungen:<br />
− Erhaltung der Architektur und Fassadengliederung<br />
− Hohe Gebäude-Energieeffizienz<br />
− Niedrige Wohnkosten (Miete/Heizung/Strom)<br />
Lösungsansatz:<br />
v Restauration der Bausubstanz und behutsame Modernisierung<br />
v Höheren Wärmebedarf akzeptieren (Lösung mit Innendämmung)<br />
v Regeneratives Energieversorgungskonzept<br />
à Nutzung des Ensemble-Charakters<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 12<br />
36
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Bauaufnahme<br />
Bauaufnahme<br />
Baudokumentation<br />
Konservierungskonzept<br />
§ Lage im städtbaulichen Kontext<br />
§ Historische Einordnung<br />
§ Gebäudeaufmaß (Tachymetrie)<br />
§ Grundrissprüfung, Raumbuch<br />
§ CAD-Pläne<br />
Quelle: A. Zeitler<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 13<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 14<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Baubeschreibung und Dokumentation<br />
Konservierungs- und Nutzungskonzept<br />
§ Konservierung<br />
− Gesimsbänder, Holzfenster, Pilaster, Kamine ...<br />
− Umgang mit Dachflächen: definierte Freigabe für<br />
Solarthermiekollektoren oder Photovoltaik-Module<br />
§ Nutzungskonzept<br />
− Historische Würdigung des Entstehungskontextes und Charakters<br />
− Soziale Funktionen: Traditionen, „narrative Strategien“<br />
− Umfang von Grundrissänderungen<br />
Quelle: A. Zeitler<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 15<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 16<br />
37
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Sozialstudie<br />
Sozialstudie<br />
§ Sozialhistorische Studie zum Ensemble<br />
§ Analyse der Bewohnerstruktur<br />
− Herkunft, Bildungsniveau,<br />
Haushaltsgrößen...<br />
§ Nutzerbefragung in 146 Haushalte (46%)<br />
− Wertvolle Hinweise auf Probleme und<br />
Wünsche<br />
Alter der Bewohner des Kasernenviertels<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 17<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 18<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Wünsche und Erwartungen<br />
Wo gibt es Probleme?<br />
§ Meist genannte Probleme (Anzahl der Nennungen)<br />
Rollläden kaputt<br />
Bad renovierungsbedürftig<br />
Probleme mit der Heizung<br />
Trittschall<br />
Schimmel/Feuchtigkeit im Keller<br />
Undichte Fenster und Türen<br />
Schimmel in der Wohnung<br />
0 5 10 15 20 25 30<br />
Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)<br />
Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 19<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 20<br />
38
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Bauschäden<br />
Bauschäden<br />
Bauphysik<br />
§ Aufsteigende Mauerwerksfeuchte über<br />
Natursteinsockel<br />
− Sockelschäden<br />
− Schimmelbefall und Putzabplatzer im Innenbereich<br />
(Keller, EG)<br />
§ Schäden der Gebäudehülle, z.B. Risse<br />
§ Schimmelbildung in Innenräumen<br />
infolge zu kalter Wandoberflächen oder bei<br />
unzureichender Belüftung<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 21<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 22<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Problemzonen der Gebäudesanierung<br />
Kapillaraktive Innendämmung<br />
§ Problemzonen<br />
− Außenwände / Dach / Fenster / Sockel / Tragstruktur / Boden<br />
− Holzbalkenköpfe (Feuchte!)<br />
§ Typische Maßnahmen<br />
− Fassadensanierung<br />
− Wärme- / Feuchteschutz<br />
− Dachsanierung / Dachausbau<br />
§ Innendämmung aus Calciumsilikat<br />
− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz<br />
(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)<br />
Primärenergieverbrauch (nicht erneuerbar)<br />
in MJ pro m 2<br />
Kosten für 2.700 m 2 (Euro)<br />
Hier genauer untersucht:<br />
− Kapillaraktive Innendämmung<br />
− Sockelheizung (Wandtemperierung)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 23<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 24<br />
39
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Kapillaraktive Innendämmung<br />
Sockelheizung (Konvektor-Wandheizung)<br />
§ Innendämmung aus Calciumsilikat<br />
− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz<br />
(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)<br />
− Kapillaraktives Material: feuchteregulierend aufgrund<br />
beschleunigter Austrocknung, hoher Wasserspeicherfähigkeit<br />
− Reduziertes Tauwasser und Schimmelrisiko<br />
(hoher pH-Wert)<br />
(Variotherm Heizsysteme GmbH 2013)<br />
§ Idee: Sockelheizung (Wand-Konvektor)<br />
− Behaglichkeit (Strahlungswärme)<br />
− Temperierung der Holzbalkenköpfe<br />
− Schimmelvermeidung (vor allem EG)<br />
§ Hygrothermische Detail-Simulation<br />
− Innendämmung<br />
− Integrierte Sockelheizung<br />
8,1°C<br />
3,7°C<br />
24,9°C<br />
13,6°C<br />
Wird eine kritische Holzfeuchte des Balkenkopfs<br />
im Mauerwerk überschritten?<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 25<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 26<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Grundriss-Anpassungen und Dachausbau<br />
Architektonische<br />
Konzepte<br />
§ Maßvolle Zusammenlegung von Wohnungen<br />
− zeitgemäße Wohnflächen für 2- bis 3-Personen-Haushalte<br />
§ Dachgeschossausbau (Nachverdichtung)<br />
Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand. Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 27<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 28<br />
40
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Fassaden-Restaurierung<br />
− Zweiflügliche Holz-Fenster (Dreifach-Verglasung) mit Fensterläden<br />
− Rückbau von Rollladenkästen<br />
− Gaubendächer ersetzt durch abgeschirmtes Glasdach (Tageslicht)<br />
Energieversorgung<br />
Potenzialanalyse<br />
Heizungskonzept<br />
Bestand (2013)<br />
Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.<br />
Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 29<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 30<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Regenerative Energieversorgung<br />
Energieversorgung im Ensemble<br />
Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 31<br />
Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 32<br />
41
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Variantenvergleich<br />
§ Variante A: Solarthermische Anlage<br />
+ Holzpellet-Kessel + maximale Innen-Dämmung<br />
Bedarfsberechnungen nach DIN 18599<br />
Var. A: Solarthermie +<br />
Pelletkessel + max. Dämmung<br />
Var. B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />
(hier Nahwärmenetz) + min.<br />
Dämmung<br />
Endenergie<br />
§ Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Blockheizkraftwerk + Erdgas-Spitzenlastkessel<br />
+ reduzierte Dämmung (z.B. Wärmedämmputz)<br />
− Beispiel: Festbrennstoff (Hackschnitzel) über Holzvergaser<br />
Wärmeverluste<br />
Primärenergie<br />
Quelle: Planungsbüro<br />
Schröter, Abensberg<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 33<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 34<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Variante A: Solarthermie<br />
Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)<br />
OTH <strong>Regensburg</strong> 2013<br />
Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung<br />
§ Option 1: Warmwasser<br />
(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)<br />
§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme<br />
(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%<br />
§ Hochtemperatur-Heizsystem (bis 90° Vorlauftemperatur)<br />
− BHKW mit Hackschnitzel-Vergaser (80 kW th , 30 kW el ), 5000 h Volllast<br />
− Erdgas-Spitzenlastkessel (500 kW)<br />
− Eigenstromproduktion:<br />
• Nutzungsgrad ca. 90%<br />
• Deckungsgrad ca. 33%<br />
− Primärenergieeinsparung gegenüber<br />
getrennter Erzeugung: ca. 60%, d.h.<br />
ca. 640 t CO 2 oder 2,6 t CO 2 pro Kopf<br />
BHKW (Verbrennungsmotor)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 35<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 36<br />
42
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung<br />
Wirtschaftlichkeit<br />
§ Annuitätenverfahren<br />
− Investitionskosten<br />
− Brennstoff- und Betriebskosten<br />
− Förderung/Vergütung<br />
− Kalkulationszins<br />
− Preisänderungsfaktor<br />
Excel-Tools zum Vergleich verschiedener Varianten<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 37<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 38<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Wärmegestehungskosten<br />
Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />
Steigender Nutzenergieverbrauch à<br />
− Technische Funktionsgebäude<br />
− Ersatz für Balkone und private Freiflächen<br />
− Soziale Begegnungsstätten<br />
Dominik Plass, Elena Volkovskaya, Florian Wall (2014)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 39<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 40<br />
43
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />
Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />
Bärbel Haas / Melanie Götz (2014)<br />
Sebastian Aumeier (2014)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 41<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 42<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Was bleibt vom kulturellen Erbe?<br />
„Es wird ganz entscheidend für die künftige urbane<br />
Qualität unserer Städte sein, wie mit diesen Resten der<br />
industriellen Vergangenheit der Städte umgegangen wird.“<br />
Walter Siebel (1994)<br />
Projekt-Team<br />
Prof. Dr. Oliver Steffens (PL)<br />
Prof. Dr. habil. Sonja Haug<br />
Prof. Dr. Christian Rechenauer<br />
Prof. Dr. Birgit Scheuerer<br />
Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize<br />
Tobias Saller M.Sc.<br />
Simon Schaubeck M.Eng.<br />
Matthias Vernim M.A.<br />
Annika Zeitler M.A.<br />
Mit besonderem Dank an<br />
Studierende und Kollegen der<br />
OTH <strong>Regensburg</strong><br />
und an den Gemeinnützigen Bauverein<br />
<strong>Regensburg</strong> e.V.<br />
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 43<br />
Teile dieser Arbeit wurden im Förderprojekt „RENARHIS“ durch die<br />
Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ vom Bundesinstitut für Bau-,<br />
Stadt- und Raumforschung gefördert<br />
(Aktenzeichen II 3-F20-11-1-038/SWD-10.08.18.7-12.21)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 44<br />
44
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Endenergiebedarf in Deutschland<br />
Wärme aus Regenerativen Energien<br />
Gesamt-Endenergie (2013): ca. 2500 Mrd. kWh<br />
(ohne Energiesektor!)<br />
133 Mrd. kWh (9% des Gesamtwärmebedarfs)<br />
Quelle: BMWi<br />
Energiedaten: Gesamtausgabe<br />
(November 2014)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 47<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Randbedingungen<br />
Modernisierungskonzept<br />
§ Rechtliche und logistische Aspekte für BHKWs<br />
− Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG):<br />
• Feuerungsleistung unter 50 MW nicht genehmigungspflichtig<br />
(4. BImSchV); vereinfachtes Verfahren (§19 BImSchG)<br />
• Holzvergaser-Anlage: unter 1 MW reicht Baugenehmigung aus<br />
• Besondere Verpflichtungen (§22 Abs. 1 BImSchG): Umwelteinwirkungen<br />
vermeiden bzw. minimieren nach Stand der Technik (!),<br />
Abfallbeseitigung<br />
• Grenzwerte TA Lärm, TA Luft<br />
− Kaminhöhe über höchstem First des Ensembles<br />
− Anlieferung, Trocknung, Lagerung von Festbrennstoffen<br />
§ Lösungen<br />
− Maßvoll dimensionierte Innendämmung<br />
− Fenster mit angepasster Dichtigkeit<br />
(Gefahr von Schimmel bei unzureichender Belüftung!)<br />
− Dämmung von Dach / oberster Geschossdecke und Keller<br />
− Temperierung feuchtegefährdeter Bereiche<br />
§ Damit verknüpft: Gebäudetechnik / Energieversorgung<br />
− Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger<br />
zur Begrenzung der Schadstoffemission (CO 2 ), niedriger<br />
Primärenergiebedarf<br />
Metzler, Stahlmann, Strasser<br />
(Studienarbeit 2012)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 48<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 49<br />
45
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Schimmelpilzbefall in den Wohnungen<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
3. Architektonisches Modernisierungskonzept<br />
Holzbalkenköpfe<br />
3,0°C<br />
14,2°C<br />
3,7°C<br />
13,5°C<br />
mit Innendämmung<br />
(80 mm Calciumsilikat)<br />
-1,9°C<br />
-1,3°C<br />
4,6°C<br />
4.6°C<br />
Risiko!<br />
Ursachen:<br />
- kühle Wandoberflächen (ungedämmte Außenwand)<br />
- unzureichende Belüftung<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 50<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 51<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
3,0°C<br />
14,2°C<br />
Holzbalkenköpfe<br />
Innenhof-Gestaltung – Quartierskonzept<br />
3,7°C<br />
13,5°C<br />
− Entwürfe für soziale und technische Funktionsgebäude<br />
− Gemischte Wohnstruktur und Gemeinschaftssinn<br />
mit Innendämmung<br />
und Sockelheizung<br />
− Ersatz für Balkone und private Freiflächen („Urban Gardening“)<br />
8,1°C<br />
24,9°C<br />
3,7°C<br />
13,6°C<br />
Aussparungen<br />
Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.<br />
Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 52<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 53<br />
46
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Energieversorgung im Ensemble<br />
Entscheidungsdiagramm<br />
Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 54<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Weitere regenerative Versorgungspotenziale<br />
Variante A: Solarthermie- und Photovoltaik<br />
§ Biogene Brennstoffe<br />
− Pellets oder Holzhackschnitzel<br />
− Holzabfälle aus Alt- und Schwachholz der regionalen Forstwirtschaft<br />
• Problem: Lagerhaltung und Anlieferung<br />
− Biogas (aus dem Gasnetz; sehr flexibel, keine Lagerhaltung, aber teuer)<br />
§ Geothermie<br />
− Geothermie-Atlas: Potenzial für Erdwärme-Kollektoren<br />
(tief, > 400 m, oder oberflächennah) à Voralpenland<br />
− Erd-Wärmepumpe / Grundwasser-WP / Erdwärme-Kollektoren (1,5 m)<br />
§ Abwasser-Wärmegewinnung<br />
− Kanalabwasser-Wärmetauscher oder kanalexterne Wärmetauscher<br />
(Grauwasser) mit einer Wärmepumpe (1,2 kWh/m 3 Abwasser)<br />
Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)<br />
OTH <strong>Regensburg</strong> 2013<br />
Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung<br />
§ Option 1: Warmwasser<br />
(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)<br />
§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme<br />
(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 56<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 57<br />
47
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />
Annuitätenvergleich der Varianten<br />
Stromversorgung<br />
Steigender Nutzenergieverbrauch à<br />
§ Strompreisentwicklung mit Eigennutzung<br />
− Kraft-Wärme-Kopplung:<br />
Mehrwert für den Mieter<br />
durch günstigen Strombezug<br />
direkt vom Vermieter<br />
(Genossenschaft)<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 58<br />
“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 59<br />
48
Inhalt<br />
Innovative KWK-Systeme als Beitrag einer<br />
wirtschaftlichen Energieversorgung<br />
Raphael Lechner<br />
Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden<br />
1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />
2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />
3. Aktuelle Forschungsthemen<br />
4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />
Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />
Pilotprojekten<br />
Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />
Inhalt<br />
• KWK ist eine Schlüsseltechnologie im Rahmen der Energiewende<br />
• Gleichzeitige Steigerung der Energieeffizienz in der Strom- und<br />
Wärmeversorgung<br />
• Regelbar und planbar<br />
• Vielfältig einsetzbar (zentral / dezentral, wärmegeführt / stromgeführt,<br />
fossile / regenerative Brennstoffe,…)<br />
• Noch erhebliches Entwicklungspotential vorhanden<br />
• Weitere Effizienzsteigerung, v.a. durch Kombination verschiedener<br />
Verfahren (z.B. Abgasnachverstromung)<br />
• Neue Einsatzmöglichkeiten durch neue Verfahren (Mikroturbinen,<br />
Brennstoffzellen, Stirling-Motoren,…)<br />
• Bedarfsgerechte und flexible Stromerzeugung auf Verteilnetz-Ebene<br />
(Regelenergie, Kapazitätsmarkt)<br />
1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />
2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />
3. Aktuelle Forschungsthemen<br />
4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />
Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />
Pilotprojekten<br />
49
Partnernetzwerk<br />
Handlungsfelder des Kompetenzzentrums KWK<br />
Emissionen<br />
• Emissionsanalyse<br />
• Emissionsminderung<br />
Energieeffizienz<br />
• Motorische Optimierungen<br />
• Abgasnachverstromung<br />
• Optimierung Mikro-BHKW<br />
Biogene Brennstoffe<br />
• TCR-Verfahren (Fraunhofer<br />
UMSICHT)<br />
• Einsatz von Schwachgasen<br />
• Heißluftturbinenprozess<br />
• Biomasse-Stirling<br />
KWK-Systemtechnik<br />
• Speichertechnologien für Wärme<br />
und Strom<br />
• Bedarfsgerechte Einbindung von<br />
KWK-Anlagen in<br />
Energieversorgungsnetze<br />
• Bereitstellung von Regel- und<br />
Ausgleichenergie mit KWK-Anlagen<br />
Innovative Verfahren der KWK<br />
• Mikroexpansionsturbinen<br />
• Brennstoffzellen-KWK<br />
• Mikro-ORC-Prozesse (Uni Bayreuth)<br />
Inhalt<br />
Effizienzsteigerung durch Abgasnachverstromung<br />
mit Turbogenerator<br />
1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />
2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />
3. Aktuelle Forschungsthemen<br />
4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />
Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />
Pilotprojekten<br />
Steigerung elektr. Wirkungsgrad von 41 % auf 45 %<br />
G<br />
Verbrennungsmotor<br />
Heizwärme<br />
Ladeluft-<br />
Kühler<br />
2-stufig<br />
Frischluft<br />
Abgasturbine<br />
Turbolader<br />
Abgaswärmetauscher<br />
Abgas<br />
Kraftstoffzufuhr<br />
Heizwärme<br />
Turbogenerator<br />
G<br />
Hochfrequenzgenerator<br />
Heizwärme<br />
50
Turbogenerator am Versuch-Blockheizkraftwerk<br />
Turbogenerator-Konzept – Elektrischer Wirkungsgrad<br />
46<br />
44<br />
Elektr. Wirkungagrad brutto in %<br />
42<br />
40<br />
38<br />
36<br />
34<br />
32<br />
20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 110%<br />
Anlagenlast in % der Nennlast<br />
Elektr. Wirkungsgrad Motor+Turbine<br />
Elektr. Wirkungsgrad Motor<br />
Neuentwicklung Abgasturbine<br />
Neuentwicklung Abgasturbine<br />
• Magnetisches Getriebe<br />
• Neu entwickelte Turbine in Kooperation mit Fa. Deprag<br />
• Förderung durch StMWI<br />
51
Zündstrahltechnologie<br />
Zündstrahl-Versuchs-Blockheizkraftwerk 240 kW el<br />
• Gas-Luft-Gemisch wird durch eine geringe Menge Flüssigkraftstoff<br />
kontrolliert gezündet<br />
• Höheres Verdichtungsverhältnis als reiner Gasmotor à höherer<br />
Wirkungsgrad<br />
• Brennstoffflexibilität (Betrieb mit Gas oder Flüssigkraftstoff möglich)<br />
Wirkungsgradvorteile Zündstrahl-Technologie<br />
Flexibilisierung KWK – Regelenergie<br />
Einhaltung der Frequenz<br />
im dt. Stromnetz ist Aufgabe<br />
der ÜBN:<br />
Erzeugung<br />
=<br />
Verbrauch<br />
Bei Abweichungen wird<br />
Regelenergie genutzt<br />
Bildquelle: SW München<br />
52
Flexibilisierung KWK – Regelenergiebereitstellung<br />
Flexibilisierung KWK – Elektrische Lasten<br />
Bildquelle: Ohmex<br />
Regelenergiebereitstellung – Wärmeabnahme<br />
Inhalt<br />
14.000<br />
Leistung [kW th ]<br />
12.000<br />
10.000<br />
8.000<br />
6.000<br />
4.000<br />
2.000<br />
1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />
2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />
3. Aktuelle Forschungsthemen<br />
4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />
Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />
Pilotprojekten<br />
0<br />
53
Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Hocheffiziente<br />
Gasmotoren-BHKW im Klinikum Weiden“<br />
Versuchsreihen im Klinikum Weiden<br />
• Neueste Gasmotorentechnologie<br />
mit el.<br />
Wirkungsgrad > 42 %<br />
• Erforschung und Erprobung<br />
neuer Technologien in<br />
Kooperation mit Fa. 2G<br />
• Umsetzung stromorientierte<br />
Betriebsstrategie in<br />
Kooperation mit Stadtwerke<br />
Weiden<br />
• Förderung durch StMWi<br />
Demonstrationsprojekt BHS Weiherhammer<br />
Umsetzung der Turbogenerator-Technologie in die<br />
betriebliche Praxis<br />
• Historisch gewachsenes<br />
Wärmenetz mit veralteter,<br />
ineffizienter Anlagentechnik<br />
• Konzeption eines neues<br />
Wärmeversorgungsystems mit<br />
BHKW und Spitzenlastkesseln<br />
• Bau einer neuer Heizzentrale<br />
• Erfolgreiche Umsetzung der<br />
Abgasturbinentechnologie in die<br />
betriebliche Praxis<br />
Turbolader<br />
Abgasturbine<br />
54
Blick in die neue Heizzentrale<br />
Kosten für die Wärmeversorgung vorher/nachher<br />
Jahreskosten für die Wärmeversorgung<br />
3 NT-Erdgaskessel mit<br />
Zweistoffbrenner für<br />
Biokraftstoffbetrieb<br />
Heizkreisverteiler<br />
700.000<br />
600.000<br />
500.000<br />
Jahreskosten [Euro]<br />
400.000<br />
300.000<br />
200.000<br />
100.000<br />
0<br />
2002 2003 2004 2005 2009 2010<br />
Jahreskosten Wärme tatsächlich Jahreskosten Wärme relativiert *<br />
Primärenergiebilanz vorher/nachher<br />
14.000<br />
12.000<br />
Primärenergiebilanz<br />
2002-2005: Ausgangssituation vor Energiekonzept<br />
2008: Neubau Heizzentrale<br />
mit Biokraftstoff-Grundlast-BHKW + Erdgaskesseln<br />
Aug/Sept 2008: Inbetriebnahme neue Heizzentrale<br />
Weitere Infos / Kontakt<br />
Prof. Markus Brautsch<br />
Raphael Lechner<br />
Tel.: +49 (0) 9621 482 3308 Tel.: +49 (0) 9621 482 3923<br />
Fax: +49 (0) 9621 482 4308 Fax: +49 (0) 9621 482 4923<br />
m.brautsch@oth-aw.de r.lechner@oth-aw.de<br />
Primärenergieeinsatz [MWh/Jahr]<br />
10.000<br />
8.000<br />
6.000<br />
4.000<br />
Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden<br />
Kaiser-Wilhelm-Ring 23<br />
92224 Amberg<br />
kwk.oth-aw.de<br />
2.000<br />
0<br />
2002 2003 2004 2005 2009 2010<br />
Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden<br />
Tel.: +49 (0) 9621 482 3921<br />
www.ifeam.de<br />
55
Centrum für<br />
Energiespeicherung<br />
gefördert durch das StMWi<br />
Energieeffizienz in Gießereien<br />
Analyse der Abwärmenutzung und KWK bei<br />
der Fronberg Guss GmbH<br />
25. Februar 2015<br />
2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Fraunhofer UMSICHT<br />
Fraunhofer UMSICHT<br />
Daten und Fakten<br />
Gesamtleitung: Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner<br />
Leitung SuRo: Prof. Dr. Andreas Hornung<br />
• Gründung 1990<br />
• Gesamthaushalt 2012 35,2 Mio. €<br />
• Mitarbeiter/innen*<br />
• Spin-Offs 12<br />
528 (308 Stammpersonal)<br />
• Institutsteil<br />
in Sulzbach-Rosenberg seit dem 1.7.2012<br />
Standort Oberhausen<br />
Standort Sulzbach-Rosenberg<br />
Samir Binder, Martin Zimmermann, Paul Rundel<br />
© Fronberg Guss GmbH<br />
Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 1<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 2<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
* Stand 1.10.2013<br />
Fraunhofer im Landkreis Amberg-Sulzbach<br />
Unsere Leistungen<br />
Gliederung<br />
Energieeffizienz in Gießereien<br />
Beratung &<br />
Studien<br />
Prototypen<br />
… zum<br />
Produkt<br />
• Hintergrund<br />
• Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />
• Abwärmenutzung der Induktionsschmelzöfen<br />
Von der<br />
Idee …<br />
Entwicklung &<br />
Engineering<br />
Pilotbetrieb<br />
… Verfahrensumsetzung<br />
• Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />
• Fazit<br />
Machbarkeit ● Wirtschaftlichkeit ● Ökologie ● Sicherheit ● rechtlicher/politischer Rahmen<br />
Folie 3<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 4<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
56
Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />
Fertigungsverfahren<br />
Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />
Energieverbrauchsanalyse<br />
• Über 8.000 t Guss /a für Verbrennungsmotoren, Antriebstechnik,<br />
Maschinenbau<br />
‣ Energiefluss und Prozessschritte Sandgießen<br />
Energiebedarf (2013)<br />
• Strom: 14,2 GWh<br />
• Erdgas: 3,8 GWh<br />
• Diesel: 0,25 GWh<br />
Spezifischer Energieverbrauch (2013)<br />
• Strom: 1698 kWh/t<br />
• Erdgas: 454 kWh/t<br />
Diagramm: Fronberg Guss<br />
Folie 9<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 10<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />
Energieverbrauchsanalyse<br />
Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />
Energiebedarf Sommer und Winter<br />
Strom 2013 Gas 2013<br />
Gasverbraucher 21 %<br />
1%<br />
1%<br />
4% 7%<br />
13%<br />
11%<br />
63%<br />
1% 20%<br />
2%<br />
2%<br />
5%<br />
5%<br />
Stromverbraucher 78 %<br />
65%<br />
Pfannenwirtschaft<br />
Glühofen (Erhitzung Gussteil - Schweißarbeiten)<br />
Gasstation<br />
Gastherme (Heizzwecke) Kernmacherei<br />
Heizung Waschraum<br />
Hallenheizungen<br />
Heizung Kundenzentrum<br />
E-Öfen<br />
Werksbeleuchtung<br />
Rump Strahlanlage<br />
Rest<br />
Kompressoren<br />
E-Öfen Kühlanlage<br />
Absaugung Putzerei<br />
Folie 11<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 12<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
58
Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Kosten und Erlöse<br />
Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />
Wirtschaftlichkeitsbewertung<br />
Kosten<br />
Vergütungen<br />
• Verbrauchsgebunden Zuschlag nach<br />
• Investition<br />
• Betriebsgebunden<br />
KWKG<br />
Energiesteuererstattung<br />
Einspeisevergütung<br />
≤50 kWel ≤250 kWel<br />
5,41 ct/kWhel 4 ct/kWhel<br />
0,55 ct/kWhBS (Erdgas)<br />
0,5-1,5 ct/kWhel<br />
Variante 1<br />
Variante 2<br />
4.600 h<br />
82 kWth<br />
50 kWel<br />
5.050 h<br />
68 kWth<br />
Jahr<br />
30 kWel<br />
Variante 3<br />
3.900 h<br />
102 kWth<br />
65 kWel<br />
ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen<br />
Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de<br />
Folie 22<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 23<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Fazit<br />
FRAUNHOFER UMSICHT<br />
• Langfristig positive wirtschaftliche Auswirkung<br />
Energieeffizienzsteigerung<br />
• Politische Lage zu EEG-Umlagen unsicher (Grenzfall)<br />
• Erhebliche Erdgaseinsparung durch Nutzung von Abwärme-Restpotential<br />
‣ Mögliche Erweiterung der Restpotentialnutzung durch Umrüstung<br />
Hallenheizung; Anschluss weiterer Gaskessel<br />
• Wärmegeführter BHKW Einsatz nicht vorteilhaft<br />
‣ Hohes Einsparpotential an elektrischer Energie bei stromgeführtem<br />
BHKW-Betrieb (Voraussetzung: ausreichend hohe Wärmesenke)<br />
Energieeffizienz in Gießereien<br />
Kontakt<br />
Samir Binder<br />
09661-908 410<br />
samir.binder@umsicht.fraunhofer.de<br />
Fraunhofer UMSICHT<br />
Institutsteil Sulzbach-Rosenberg<br />
An der Maxhütte 1<br />
92237 Sulzbach-Rosenberg<br />
Folie 24<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
Folie 25<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
61
8. Quellen<br />
1. BAFA; Merkblatt für Unternehmen des produzierenden Gewerbes;<br />
www.bafa.de<br />
2. Professor Peter von Böckh, Wärmeübertragung; 2. Auflage 2006<br />
3. Taschenbuch für Heizung + Klimatechnik 09/10 (Recknagel)<br />
4. ONI-Wärmetrafo GmbH/ Fronberg Guss GmbH<br />
5. Professor Dr. Biffar (Hochschule Kempten); Betriebliche<br />
Energieversorgung (Vorlesung)<br />
6. ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen<br />
7. Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de<br />
Folie 26<br />
© Fraunhofer UMSICHT<br />
62
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Energieeffizienz und NAPE –<br />
im Bund und in Bayern<br />
Dr. Rupert Pritzl<br />
Energiepolitische Grundsatzfragen, Energieeffizienz,<br />
Energieeinsparung und energetische Gebäudemodernisierung<br />
„2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />
Fokus: Energieeffizienz“<br />
<strong>Regensburg</strong>, 25. Februar 2015<br />
1. Wo stehen wir im Februar 2015?<br />
• Ausbaustand der Erneuerbaren Energien, Ausstieg<br />
aus Kernenergie<br />
• Entkoppelung Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch,<br />
große Fortschritte bei Energieeffizienz<br />
• CO 2 -Emissionen in D nehmen zu<br />
• Anteil Deutschlands an weltweiten CO 2 -Emissionen<br />
bei 0,8% (2012)<br />
• Klimaschutzziele 20:20:20<br />
• „Einspar-Lücke“ beim Energieverbrauch von mind.<br />
1.440 PJ PEV für 2020-Effizienzziel -> NAPE<br />
2<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
2. Was wollen wir? – Koalitionsvertrag:<br />
grundlegende Ziele<br />
• Bekenntnis zur Energiewende und Umbau des<br />
Energiesystems<br />
• Energiekonzept Bund 2010 und Bayern 2011<br />
• Zieldreieck: Klima- und Umweltverträglichkeit,<br />
Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit<br />
• Ausbaukorridor für EE-Anteil an der Stromversorgung:<br />
40 - 45 % in 2025, 55 - 60 % in 2035, 80 - 95 % in<br />
2050<br />
• Verringerung PEV: -20% bis 2020 und -50% bis 2050<br />
• Zieltrias der EU bis 2030: CO 2 -Minderung 40%, 27%<br />
EE-Ausbau und Energieeffizienz 27%<br />
(Erhöhungsoption).<br />
3<br />
3. Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)<br />
• Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz im Jahr 2014<br />
erarbeitet und am 3.12.2014 beschlossen<br />
• Sofortmaßnahmen und weiterführende Arbeitsprozesse<br />
(Energieeffizienzstrategie Gebäude)<br />
• Prognostizierte Einsparung insges.: 390-460 PJ PEV<br />
• Umsetzung „anspruchsvoller“ Effizienzmaßnahmen<br />
fördern<br />
• Sachgerechte Umsetzung der EU-Effizienz-RL<br />
• Steuerliche Förderung der energetischen<br />
Gebäudemodernisierung, Teil der „ganzheitlichen<br />
Gebäudestrategie“ von BM Gabriel (40 PJ)<br />
• Schwerpunkt auf fundierte und unabhängige<br />
Energieberatung (4 PJ)<br />
4<br />
63
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
• Initiative Energieeffizienznetzwerke: Vereinbarung<br />
mit 18 Verbänden und Organisationen, flächendeckende<br />
Einführung von 500 EE-Netzwerke bis<br />
2020 (74,5 PJ)<br />
• Dynamische und anspruchsvolle Standards für<br />
energierelevante Produkte i.R.d. Öko-Design-RL (Top-<br />
Runner-Prinzip) (85 PJ)<br />
• Aussagekräftige Gestaltung der Energiekennzeichnung<br />
(z.B. Haushaltsgeräte)<br />
• Wärmemarkt: Klimaneutraler Gebäudebestand bis<br />
2050 (E-Effizienz und EE-Einsatz)<br />
• Weiterentwicklung EEWärmeG und Überlegungen<br />
einheitliches Energieeffizienzgesetz (mit EnEV)<br />
5<br />
6<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Energiekonzept 2010: ambi4onierte Ziele 2020 -‐ 2050 <br />
Klimaschutz<br />
(1990)<br />
Senkung der<br />
Treibhausgasemissionen<br />
in %<br />
Stand 2013<br />
-23.8%<br />
(geschätzt)<br />
2020 2025 2030 2035 2040 2050<br />
-40<br />
-55<br />
-70<br />
-80 bis -95<br />
Ø Bundeskabine= am 3. Dezember 2014: <br />
u Na4onaler Ak4onsplan Energieeffizienz (NAPE) <br />
u Ak4onsprogramm Klimaschutz <br />
u Fortschri=sbericht zur Energiewende <br />
Erneuerbare<br />
Energien<br />
Energie-<br />
Effizienz<br />
(2008)<br />
Anteil am<br />
Stromverbrauch<br />
Anteil am<br />
Endenergieverbrauch<br />
Senkung Primärenergieverbrauch<br />
Energieproduktivität<br />
25.4%<br />
12.4%<br />
(2012)<br />
-3,3 %<br />
+1.1% p.a.<br />
35 40 bis 45<br />
18<br />
-20<br />
50 55 bis 60 65<br />
45<br />
30<br />
+2.1% p.a.<br />
80<br />
60<br />
-50<br />
7<br />
8<br />
64
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Sofortmaßnahmen - Gebäude/Wärme<br />
Ø Qualitätssicherung und Optimierung/Weiterentwicklung der<br />
bestehenden Energieberatung<br />
Ø Verstärkung des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms um 200<br />
Mio. €/a<br />
Ø Steuerliche Förderung 2015 – 2019, Volumen 1 Mrd. €/a,<br />
Gespräche Bundesregierung mit Ländern<br />
Ø Energieberatung / Energieberatung für Kommunen<br />
Ø Heizungscheck: Effizienzlabel f. Heizungsaltanlagen<br />
Sofortmaßnahmen - Energiesparen als Rendite- und<br />
Geschäftsmodell<br />
u Ausschreibungsmodell (Pilotphase 2015-2018, ab 2018: 150<br />
Mio. € Förderung)<br />
u Ausfallbürgschaft bei Contracting-Projekten und Ausbau<br />
Beratung<br />
u Weiterentwicklung der KfW – Effizienzprogramme<br />
u Verstärkte Förderung Abwärmenutzung<br />
u Pilotprogramm Einsparzähler<br />
9<br />
1 0<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Sofortmaßnahmen - Eigenverantwortlichkeit für<br />
Energieeffizienz<br />
u Initiative Energieeffizienznetzwerke (Ziel: rd. 500 neue<br />
Netzwerke bis 2020, 18 Verbände beteiligt)<br />
u Top-Runner-Initiative, auch zur Unterstützung und<br />
Weiterentwicklung EU-Label / Ökodesign-Richtlinie<br />
u Ausbau Beratungs- und Informationsangebote für Gewerbe<br />
(z.B. Mittelstandsinitiative, Effizienzmanager und Kampagnen)<br />
u Auditpflicht für Nicht-KMU (Umsetzung Art. 8 EED)<br />
u Neue Förder- und Beratungsprogramme:<br />
Abwasserbehandlung, Landwirtschaft und Gartenbau<br />
Weiterführende Arbeitsprozesse<br />
u Beratung & Information (Überprüfung bestehender Angebote,<br />
Qualitätssicherung) gemeinsam mit „Plattform Gebäude“<br />
u Verbesserung der Rahmenbedingungen für EDL (z.B.<br />
Überprüfung Rechtsrahmen Contracting, Mietrecht,<br />
Energieeinsparrecht, indiv. Sanierungsfahrpläne)<br />
u Prüfung innovativer Finanzierungsinstrumente (z.B.<br />
Effizienzanleihe, Fondsmodelle)<br />
u Entwicklung von Kennzahlen, Standards und Benchmarks<br />
(gewerblicher Bereich & Haushalte)<br />
u begleitet von vier Arbeitsgruppen der Plattform Energieeffizienz<br />
ab Jahr 2015<br />
1 1<br />
1 2<br />
65
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
4. Was machen wir? – Bayern setzt eigene Akzente<br />
• Bayerischer Energiedialog von StM‘in Aigner<br />
• AG 1: umfangreicher Katalog mit Maßnahmen für<br />
Energieeffizienz und –einsparung, Bereiche: Strom und<br />
Wärme, für alle Sektoren<br />
• Ziel: Stromverbrauch bis 2023 konstant halten!<br />
• Umsetzung des vom Energiedialog empfohlenen Maßnahmenpakets<br />
(rd. 140 Vorschläge) auf allen Verbrauchsebenen<br />
• v.a. Verbesserung energiespezifischer Infos, Erhöhung der<br />
Energietransparenz, objekt- und adressatenspezifische<br />
Gestaltung der Beratungsleistungen<br />
• (bayerische Initiative) Steuerliche Förderung der<br />
energetischen Gebäudemodernisierung wichtiges Ziel -><br />
Bund-Länder-Gespräche<br />
• Initiative „10.000-Häuser-Programm“: Selbstversorgungsgrad<br />
erhöhen und intelligente Verknüpfung von Wärme<br />
und Strom, Systemdienlichkeit verbessern<br />
• Neues Förderprogramm der LfA „Energiekredit Gebäude“<br />
für Modernisierung der Gebäudesubstanz für Unternehme<br />
• Bessere Informationen für Einsparen von Wärme, Strom<br />
und Kraftstoffen bei Bürgern, Unternehmen und<br />
Kommunen und Fortführung des Energiedialogs<br />
13<br />
14<br />
Kampagne Energieeffizienz<br />
• Publikationen<br />
– Broschüre: Energiesparlampe und LED<br />
– Beleuchtungskärtchen<br />
– Faltblätter<br />
– Broschüre: Bauen und Sanieren für die<br />
Zukunft<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Kampagne Energieeffizienz<br />
– Immerwährender Kalender<br />
„Energiejahr“<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
1 5<br />
1 6<br />
66
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Vervielfältigung der Ausstellung „Energiewende“ für die Regierungen, BN und LBV<br />
– Adventskalender<br />
– Grundschulkalender<br />
1 7<br />
1 8<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
– Kinderbuch in der Reihe<br />
„Was ist Was – Wissensschatz“ des<br />
Tessloff-Verlages (alter 7+)<br />
(Druck November 2014)<br />
Energieeffizienz in Industrie<br />
und Gewerbe<br />
u Motivationsbroschüre:<br />
Energiemanagement<br />
1 9<br />
1 4<br />
© LfU / Ökoenergie-Institut 2 0 Bayern / 22.10.2014<br />
67
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Bayerisches Staatsministerium für<br />
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />
Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe<br />
u Abwärmeinformationsbörse im Energie-Atlas Bayern<br />
http://www.energieatlas.bayern.de/thema_abwaerme/<br />
abwaermeinformationsboerse.html<br />
Vielen Dank für<br />
Ihre Aufmerksamkeit und<br />
Ihre Energie!<br />
Dr. Rupert Pritzl<br />
Bayerisches Wirtschaftsministerium<br />
Tel.: 089/ 2162-2255<br />
Rupert.Pritzl@stmwi.bayern.de<br />
2 1<br />
22<br />
68
Building@Controls GmbH<br />
Luftbild Liegenschaft<br />
Präsentation<br />
am 25.2.15<br />
Google-earth Foto von Fa. Fischer!<br />
Vorstellung Auto Fischer,<br />
Pilsach<br />
Quelle: www.bayernviewer.de<br />
Building@Controls GmbH<br />
Building@Controls GmbH<br />
Historie<br />
• Verkaufs- und Werkstattgebäude mit einer<br />
zentralen Ölheizung<br />
• Nach und nach wurde der Standort mit<br />
weiteren Gebäude und damit<br />
Wärmeverbrauchern für eine<br />
zukunftorientierte Entwicklung bestückt<br />
BHKW<br />
Gaskessel<br />
Solaranlage<br />
Ölkessel<br />
4<br />
69
Building@Controls GmbH<br />
Einstellung des Eigentümers<br />
Building@Controls GmbH<br />
1. Schritt<br />
• Er wollte sich unabhängig machen von<br />
– externer Versorgung<br />
– Preisschwankungen<br />
• Nebeneffekte:<br />
– Fixkosten besser im Griff<br />
– eigene Gewinn-Margen optimieren<br />
– Grundstock für weiteres Wachstum!<br />
• BHKW:<br />
– Erzeugung des eigenen Strombedarfs<br />
– „Abfall“ Wärme nutzen zur Beheizung der<br />
Liegenschaft und<br />
– Nutzung für den Bedarf bei Prozessen mit<br />
Wärmenutzung<br />
– Ergebnis: Wertschöpfung im Haus wird<br />
generiert!<br />
Building@Controls GmbH<br />
Betrieb in der Folge<br />
Building@Controls GmbH<br />
2. Schritt<br />
• Es steht in manchen Zeiten zunächst<br />
ausreichend Wärmeenergie zur Verfügung!<br />
• Durch weiteres und strukturiertes Wachstum<br />
wächst die Wärmeabnahme!<br />
• Es kommt der Punkt:<br />
Wärmeenergie reicht nicht mehr!<br />
Es muss der Einsatz kontrolliert werden!<br />
• Weiterer Ausbau muss überlegt und<br />
geplant verfolgt werden:<br />
– ermitteln, wo ist wann welcher thermischer<br />
Bedarf<br />
– ermitteln, wo stehen Abwärmen zur<br />
Verfügung, die genutzt werden können<br />
– konsequente Realisierung!<br />
=> Realisierung der Energie-Ader!<br />
70
Building@Controls GmbH<br />
Entwicklung im Gelände<br />
Werkstatt<br />
Gasheizung<br />
Lackiererei<br />
nur Wärmeverbraucher<br />
Building@Controls GmbH<br />
Aktueller Aufbau<br />
Werkstatt<br />
nur Wärmeverbraucher<br />
(Einspeisung<br />
Kompressor-Abwärme)<br />
Werkstatt<br />
BHKW<br />
Verwaltungsgebäude<br />
(inkl. ehem. Werkstatt)<br />
Ölheizung<br />
Spätestens bei der Realisierung der<br />
Energieader ist eine übergeordnete<br />
Regeleinrichtung notwendig, so dass die<br />
unterschiedlichen Situation verwaltet<br />
werden können!<br />
Building@Controls GmbH<br />
Grafische Bedienung<br />
Building@Controls GmbH<br />
Grafische Bedienung<br />
• „Einfache“ Art der Web-Visualisierung<br />
ausgewählt!<br />
• Kunde kann mit Arbeitsplatz-PC oder Smart-<br />
Phones ohne weitere Software auf die Grafiken<br />
zugreigen!<br />
• Keine zusätzliche Hardware<br />
(PC oder Server) notwendig!<br />
• Kein Problem mit Virenschutz usw.<br />
• Kein Problem mit Datensicherung!!!<br />
Anzeige des<br />
Energiestroms!<br />
Einfache Übersicht:<br />
- Energieströme<br />
- Vorlauf-<br />
Temperaturen<br />
71
Building@Controls GmbH<br />
Building@Controls GmbH<br />
Einbindung Abwärme<br />
Kompressoren!<br />
ISP1-BHKW<br />
ISP2-Werkstatt Verteilung<br />
Building@Controls GmbH<br />
Building@Controls GmbH<br />
Anzeige:<br />
Soll-Wert<br />
Ist-Wert<br />
Anzeige<br />
Betriebszustand<br />
Einbindung<br />
Therm. Solaranlage!<br />
ISP3-Verwaltung (Ölkessel)<br />
ISP4-Werkstatt (Gaskessel)<br />
72
Building@Controls GmbH<br />
Ende!<br />
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!<br />
Puffer um zeitliche<br />
Spitzenentnahme vom Netz<br />
zu entkoppeln!<br />
ISP4-Lackierei<br />
73
Vorstellung Gammel Engineering <br />
Energiekosten reduzieren! <br />
Einsparpoten2ale nutzen! <br />
Abwärmenutzung in Kombina9on <br />
mit Kra:-‐Wärme-‐Kälte-‐Kopplung <br />
am Beispiel einer Gießerei <br />
Gammel Engineering GmbH <br />
25.02.2015 <br />
Dipl.-‐Physiker Dieter Lichtenberger <br />
WWW.GAMMEL.DE <br />
Geschä:sleitung Gammel Engineering GmbH <br />
Team Gammel Engineering GmbH <br />
1 Dr. Ingenieur <br />
22 Ingenieure <br />
6 Techniker <br />
4 Meister <br />
22 AssistentInnen <br />
Thomas Winkler, Klaus Röhrmoser, Gudrun Gammel, <br />
Michael Gammel, Dieter Lichtenberger, Max Oblinger <br />
55 Mitarbeiter/-‐Innen <br />
74
Unsere Dienstleistung <br />
DienstleistungsporNolio Gammel Engineering GmbH <br />
Wir sind Spezialisten in der Projektentwicklung und Planung von Kra:-‐Wärme-‐Kälte-‐<br />
Kopplungssystemen und Abwärme-‐Rückgewinnungsanlagen: <br />
Technische Gebäudeausrüstung <br />
Heizkra:werke <br />
l Konzep9on, Basic Engineering <br />
l Planung, Detail Engineering <br />
l Baubegleitung <br />
l Op9mierung und Betriebsunterstützung <br />
Planung von Wärmeverbundsystemen, Fernwärmenetzen und Rohrleitungsbau: <br />
l Berechnung der Rohrsta9k <br />
l Planung und Baubegleitung <br />
Effizienz / Abwärme / Verbund-‐systeme <br />
Kra:-‐Wärme-‐Kälte-‐Kopplung <br />
Painten Mikrogasturbinen Kalkwerk Rygol <br />
Burghausen Wacker Chemie Abwärmenutzungskonzept <br />
DAS OBJEKT <br />
Am Standort der Kalkwerk Rygol GmbH & Co. KG in Painten wurden zur <br />
energieeffizienten Betriebsweise des Trommeltrockners zwei Mikro-‐Gasturbinen <br />
mit einer Gesamtleistung von 265 kW el errichtet. Das Heißgas aus den Gasturbinen <br />
wird direkt im Trocknungsprozess genutzt. Um die Trocknungsgase dem Prozess <br />
zuführen zu können, hat unser Team den Heißgaserzeuger neu designt, konstruiert <br />
und zur Fer9gung in Au:rag gegeben. <br />
Zudem wurde die Gasanbindung des Werks erneuert und dem erforderlichen <br />
Druck der Gasturbinen angepasst, um auf den Gasverdichter für die Gasturbinen <br />
verzichten zu können. <br />
DAS OBJEKT <br />
Aus dem Silizium-‐Ziehprozess werden Abwärmen frei. Diese Abwärmen werden <br />
durch Umbau des Heißwasserkreises auf ein Temperaturniveau von 120°C gebracht. <br />
Zusammengefasst aus allen Reaktoren und Anlagen wird Heißwasser über <br />
Rohbündelwärmetauscher in ein Fernwärmesystem übergeben. Über Rohrbrücken, <br />
Rohrsleeper (bei oberirdischer Verlegung) und Verlegung im Erdreich wird über eine <br />
ca. 3000m lange, am Werksgelände verlaufende Leitung, die Wärmeenergie an <br />
Trockneranlagen eingespeist. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />
ı System-‐, Genehmigungs-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Konstruk9on Heißgaserzeuger <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
ı Inbetriebnahmeunterstützung <br />
ı Abnahme und Rechnungsprüfung <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Erstellung der Machbarkeitsstudie <br />
ı Anlagenplanung (Rohrbau und Apparatebau, MSR-‐Technik) <br />
ı Fer9gungszeichnungen (Isometrien, Stücklisten, etc.) <br />
ı Montageüberwachung <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Ansprechpartner: <br />
Anlagentechnik: <br />
Leistung elektrisch: <br />
Inves99on Technik: <br />
Planung / Ausführung:: <br />
Kalkwerk RYGOL GmbH & Co. KG <br />
Friedrich Schardt, Tel. 09499/9418-‐13 <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
265 kW el <br />
ca. 800.000,-‐ € <br />
Mai 2012 – September 2013 <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Wacker Chemie Burghausen <br />
Ansprechpartner: Herr Fadanelli, Siltronic, Tel.: 08677/83-‐3850 <br />
Herr Strobl, Werksunterhalt, Tel.: 08677/83-‐3741 <br />
Gesamtplanung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Abwärmenutzung: max. 9.000 kW <br />
Einsparung: ca. 4 Mio. Liter Heizöl/a <br />
75
Haar Kra:-‐Wärme-‐Kopplung Isar-‐Amper-‐Klinikum <br />
Schwabmünchen Kra:-‐Wärme-‐Kälte-‐Kopplung Osram <br />
DAS OBJEKT <br />
Auf Grund grundlegender Umstrukturierungsmaßnahmen im Isar-‐Amper Klinikum <br />
München-‐Haar wurde vom Bezirk Oberbayern eine Projektstudie an Gammel <br />
Engineering in Au:rag gegeben, in der die Möglichkeit der weitgehenden <br />
Eigenstromversorgung geprü: wurde. <br />
Nach Feststellung der posi9ven Wirtscha:lichkeit wurde entschieden, eine <br />
Kra:-‐Wärme-‐Kopplungsanlage in dem denkmalgeschützten Kesselhaus des <br />
Klinikums aufzubauen. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5, 8 <br />
ı Alle Leistungsphasen der HOAI <br />
DAS OBJEKT <br />
Die Entscheidung für die neue Energiezentrale mit Kra:-‐Wärme-‐Kälte-‐Kopplung <br />
wurde unter betriebswirtscha:lichen Gesichtspunkten getroffen: Die von der <br />
Industrie geforderte kurze Kapitalrückflusszeit konnte in der Projektentwicklung <br />
auch für den Standort der Osram AG in Schwabmünchen nachgewiesen werden. <br />
Herzstück der Anlage ist ein Gas-‐BHKW mit ca. 2 MW elektrischer und 2 MW <br />
thermischer Leistung. Die KWK-‐Wärme wird zur Deckung des Heizwärmebedarfs <br />
genutzt. Außerhalb der Heizsaison unterstützt der neue Kälteabsorber mit einer <br />
Leistung von ca. 1,6 MW die Prozesskühlung über das Werks-‐Kältenetz. <br />
Der in den BHKW-‐Modulen erzeugte Strom wird überwiegend am Standort <br />
genutzt, überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz nach dem KWK-‐Gesetz <br />
eingespeist. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı System-‐, Genehmigungs-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplans <br />
ı Qualitätssicherung in der Bauphase <br />
ı Abnahmen und Dokumenta9on <br />
ı Rechnungsprüfung <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Isar-‐Amper-‐Klinikum gemeinnützige GmbH <br />
Ansprechpartner: Herr Andreas Walter, Tel. 089/4562-‐2555 <br />
Planung TGA: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Leistung BHKW 2 x 430 kW th / 2 x 400 kW el <br />
Inves99on TGA: 2,1 Mio. EUR <br />
Ausführungszeitraum: März 2013 bis Dezember 2014 <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Ansprechpartner: <br />
Anlagentechnik: <br />
Leistung BHKW: <br />
Leistung Absorber: <br />
Inves99on Technik: <br />
Ausführungszeitraum: <br />
Siemens AG <br />
Gerhard Wegmann, Tel.: 08232/182-‐373 <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
1.999 kWel , 2.213 kWth <br />
ca. 1.600 kWth <br />
ca. 2 Mio. € neso <br />
August – Dezember 2011 <br />
Eichstä[ OSRAM BHKW <br />
Cham Biomasse-‐Heizkra:werk Naturenergie <br />
DAS OBJEKT <br />
Für den Standort Osram in Eichstäs wurde ein KWKK-‐Konzept entwickelt und <br />
umgesetzt. In der neuen Energiezentrale in Mise des Industriebetriebes ist ein <br />
Erdgas-‐BHKW mit 2 MWel und 2 MW Abwärme sowie eine Absorp9ons-kältemaschine<br />
(AKM) mit 750 kW Kälteleistung installiert. Das BHKW deckt die <br />
elektrische Grundlast (ca. 50 %) ab. Am Standort werden in 3-‐Schicht ganzjährig <br />
380 Mio. Leuchtmisel produziert. <br />
Die Abwärme wird ins bestehende Wärmenetz eingespeist und deckt ca. 90 % des <br />
Heizwärmebedarfes ab. <br />
Ein neues Kältenetz 13/19 °C wird im gesamten Betrieb aufgebaut. Mit der zentral <br />
erzeugten Kälte wird die Grundlast der 32 im Werk verteilten Kompressions-kältemaschinen<br />
abgedeckt werden. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı System-‐, Genehmigungs-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
ı Umfassende Inbetriebnahmebegleitung <br />
ı Entwicklung und Fortschreibung des Geschä:smodells <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Osram GmbH <br />
Ansprechpartner: <br />
Herr Andreas Böhm, Tel.: 08421/609-‐4357 <br />
Gesamtplanung: <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Leistung BHKW: <br />
2.000 kWel , 2.000 kWth <br />
Leistung Absorber: <br />
750 kWth <br />
Gesam9nves99on: <br />
ca. 3,5 Mio. € <br />
Konzept + Genehmigungsplanung: Oktober 2013 bis Januar 2014 <br />
Umsetzung: Juli 2014 bis April 2015 <br />
DAS OBJEKT <br />
Die Naturenergie Cham GmbH erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen Prozess-dampf<br />
für die benachbarte Käserei Goldsteig sowie Niedertemperatur-‐wärme für <br />
das Fernwärmenetz der Stadtwerke Cham. Der im Heizkra:werk produzierte <br />
Strom wird nach dem EEG ins öffentliche Netz eingespeist. <br />
Über den mit naturbelassenem Waldholz und Landscha:spflegeholz aus der Re-gion<br />
befeuerten Dampwessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 16 MW wird <br />
die Entnahme-‐Gegendruck-‐Damp:urbine betrieben. Die Naturenergie Cham belie-fert<br />
die Käserei direkt mit Prozessdampf und Heizwärme und speist Wärme in das <br />
Netz der Stadtwerke ein. Die Projektentwicklung für das Geschä:sfeld Wärmever-sorgung<br />
der Stadtwerke Cham und die Planung des Fernwärmenetzes hat ebenfalls <br />
das Team Gammel Engineering übernommen. Auch die Integra9on der Wärme in <br />
die Heizsysteme der größeren Abnehmer war Planungsumfang. Als Ausfallreserve <br />
sowie zur Abdeckung der Spitzenlast sind zwei ölbefeuerte Dampwessel mit <br />
jeweils 10 Tonnen pro Stunde installiert. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Entwicklung des Geschä:smodells (Businessplan – Basis für Wirtscha:sprüfer) <br />
ı Systemplanung Heizkra:werk und Wärmenetz <br />
ı Genehmigungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren Heizkra:werk und Wärmenetz <br />
ı Ausführungsplanung Heizkra:werk und Wärmenetz <br />
ı Projektleitung / Bauleitung <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen <br />
ı Betriebsbetreuung <br />
DIE DATEN <br />
Ansprechpartner: <br />
Gesamtplanung: <br />
Biomasseleistung: <br />
Spitzenlast: <br />
Fernwärme: <br />
Gesam9nves99on:<br />
Ausführungszeitraum: <br />
Josef Windmaißer, Tel. 09971/8507-‐14 <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Max. 2.800 kWel, 17 t Dampf bei 65 bar <br />
2 x 6,8 MWth <br />
Ca. 5 km <br />
20 Mio. € (HKW) + 4,5 Mio. € (FW) <br />
November 2010 – Mai 2012 <br />
76
Sengenthal Heizkra:werk Max Bögl <br />
Girvan (GB) Biomasse-‐Heizkra:werk & Pelletproduk2on <br />
DAS OBJEKT <br />
Zur Versorgung des Industriestandorts der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal <br />
errichtet die Max Bögl Bioenergie GmbH ein neuar9ges KOMBI POWER SYSTEM® <br />
Heizkra:werk. Zwei Holzvergaser (je 4,1 MW FWL) liefern das Brenngas für die <br />
externe Beheizung einer für unser Haus modifizierten Gasturbine. Die heiße Ablu: <br />
erzeugt Hochdruckdampf oder wird direkt für Trocknungszwecke genutzt. Der <br />
Dampf entspannt in einem 2-‐stufigen Dampfmotor und erzeugt zusätzlich Strom. Der <br />
Abdampf versorgt das eigene Werksnetz und damit die Produk9on. Die restliche <br />
Abwärme wird im Fernwärmenetz zur Beheizung der Bürogebäude sowie der <br />
Werkstäsen genutzt. <br />
Eine konven9onelle Roszeuerung (8MW FWL) mit Dampwessel sichert die <br />
Versorgung bei Reserve-‐ und Spitzenlast. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />
ı Unterstützung bei der Fördermiselbeschaffung <br />
ı System-‐, Genehmigungs-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Ansprechpartner: <br />
Anlagentechnik: <br />
Leistung Dampf: <br />
Leistung Heizwasser:<br />
Leistung elektrisch: <br />
Inves99on Technik:<br />
Ausführungszeitraum:<br />
Max Bögl Bioenergie GmbH <br />
Maximilian Schmidt, Tel. 09181-‐90911143 <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
6,0 t/h bzw. 10,5 t/h Sasdampf (25 bar) <br />
Bis zu 8 MW Heizwasser <br />
Gasturbine 2.000 kWel <br />
Dampfmotor 312 kWel <br />
13 Mio. € <br />
Oktober 2011 – Juli 2013 <br />
DAS OBJEKT <br />
LandEnergy Girvan Ltd. hat in Girvan, Schosland, eine Holzpelletproduk9on <br />
errichtet. Die Wärmeversorgung der integrierten Holztrocknungsanlage erfolgt durch <br />
ein ORC-‐Biomasseheizkra:werk. <br />
Angeliefertes Rundholz wird entrindet und Mechanisch zerkleinert und versorgt so <br />
die Pelletproduk9on mit der erforderlichen Stammholzqualität. Die Rinde wird im <br />
Biomassekessel verbrannt. Restholz fällt nicht an. <br />
Die entstehende Wärme erzeugt zunächst elektrischen Strom in einer ORC-‐Anlage. <br />
Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Restwärme wird in einem <br />
Bandtrockner zur Trocknung der Späne genutzt. Die zerkleinerten, getrockneten <br />
Holzspäne werden durch zwei Pressen zu Holzpellets geformt. Diese <br />
werden nach Kundenwunsch verpackt. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />
ı System-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Beratung bei der interna9onalen Bieterauswahl <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen <br />
ı Betriebsbetreuung <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
LandEnergy Girvan Ltd. <br />
Ansprechpartner: Bill Palmer, Tel. (0044) 1465/ 715-‐754 <br />
Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Pelletproduk9on: 8,2 t/h <br />
Leistung: 12,5 MWth / 2.322 kWel <br />
Gesam9nves99on: ca. 21 Mio. € <br />
Ausführungszeitraum: Mai 2011 – Oktober 2012 <br />
<strong>Regensburg</strong> Neubau Druckzentrum <br />
Neuburg AUDI AG Fahr-‐ und Erlebniszentrum <br />
DAS OBJEKT <br />
Im Rahmen einer vorbereiteten Konzeptstudie zeigte Gammel Engineering die <br />
Möglichkeiten der energe9schen Op9mierung, CO2-‐Minderung und Schonung von <br />
Ressourcen für den Neubau des Druckzentrums auf. Der erfolgreiche Vorschlag <br />
wurde in nur 5 Monaten zur Systemplanung weiterentwickelt, ausgeschrieben und <br />
vergeben. <br />
Die Anlagenkonzep9on beinhaltet Raumlu:technik, Lu:befeuchtung, <br />
Gaslöschanlagen, Gebäudeleisechnik und die prozesstechnischen Anforderungen <br />
der Wasser-‐au|ereitung, Drucklu:versorgung. Darüber hinaus wurden innova9ve <br />
Maßnahmen zur Abwärmenutzung über Betonkernak9vierung und Wärmepumpe, <br />
Senkung des Energieverbrauches durch Nutzung der Prozesswärme, Freie Kühlung <br />
und Adiabate Kühlung zur Minimierung Betriebslaufzeiten der Kältemaschinen, <br />
Einsatz von modernster innova9ver Kältemaschinentechnik und Unterschreitung <br />
der EnEV-‐Anforderungen um 30% realisiert. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Wasser-‐ /Abwassertechnik <br />
ı Technische Gase <br />
ı Heizungstechnik <br />
ı Raumlu:technik <br />
ı Kältetechnik <br />
ı Elektrotechnik <br />
ı MSR-‐Technik <br />
DAS OBJEKT <br />
Die AUDI AG errichtet auf einem Gesamtgelände von 47 ha ein Fahr-‐ und <br />
Testzentrum für AUDI Sport. Insgesamt beträgt das Inves99onsvolumen über <br />
100 Mio. EUR. <br />
Mit der Zielsetzung einen CO2-‐neutralen Standort zu entwickeln wurde zusammen <br />
mit der Werksstrukturplanung der AUDI AG und den Architekten ein Versorgungs-system<br />
geplant und gebaut, das diese hohe Anforderung erfüllt. <br />
Hierfür wurde die TGA für das sehr repräsenta9ve Entree-‐Gebäude sowie die <br />
komplesen Funk9onsbereiche für AUDI Sport, von der Betankung bis zu den Werk-stäsen<br />
und Prü|ereiche, geplant. <br />
Au:ragsumfang der Gammel Engineering war die Planung der komplesen <br />
Versorgungstechnik: <br />
Prozesswärme und -‐kälte auf unterschiedlichen Temperaturniveau, Feuerlösch-technik,<br />
Drucklu:, technische Gase und Elektrotechnik (Miselspannung und <br />
Niederspannung). <br />
Die Energiezentrale mit 2,7 MW Wärmeleistung, 5,4 MW Kälteleistung und 5 MW <br />
Elektroenergie (20 kV) lag ebenfalls in der Planungsverantwortung der Gammel <br />
Engineering GmbH. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Projektentwicklung des Versorgungskonzeptes <br />
ı Entwurf-‐, Genehmigungs-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Objektüberwachung bis zur Übergabe <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Miselbayerische Verwaltungs-‐GmbH <br />
Ansprechpartner: Herr Ludwig Grüneisl, Tel.: 0941/207-‐455 <br />
Generalübernehmer: IE Group Graphic Engineering München <br />
Technische Ausrüstung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Elektrotechnik: Varoplan GmbH, Abensberg als Subplaner <br />
Inves99on Technik: 9 Mio. € <br />
Ausführungszeitraum: Juli 2009 bis Dezember 2009 <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
Ansprechpartner: <br />
Anlagentechnik: <br />
Inves99on Technik: <br />
Planung / Ausführung: <br />
AUDI AG <br />
Klaus Bumba, Tel. 0841/89-‐54127 <br />
Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
ca. 25 Mio. € <br />
Januar 2013 – Oktober 2014 <br />
77
BMW Group Lageplan Gießerei Landshut <br />
Ausgangssitua2on <br />
Bestehender Schmelzofen <br />
Daten Schmelzofen <br />
Brennerleistung IST: 3,2 MW<br />
(Normiert)<br />
(Betrieb)<br />
(Betrieb)<br />
78
Messaueau am Ofen S2 <br />
Qualita2ve Volumenstrommessung <br />
der Zulu: durch den Ringspalt <br />
Abgasstutzen des gasbefeuerten <br />
Aluminium Schmelzofen <br />
Durchgeführte Abgasmessung <br />
Aufzeichnung der Temperatur des <br />
reinen Rauchgases am Stutzen <br />
Abgasführung Ofen S2 <br />
Volumenstrom bei Brennerleistung 3MW <br />
Öfen werden mit Brennerleistung von 3MW betrieben<br />
Abgasführung mit <br />
Frischlu:beimischung <br />
Messstelle für <br />
Volumenstrom-‐ und <br />
Temperaturmessung <br />
Gasverbrauch<br />
mittlerer Volumenstrom Mischgas<br />
mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas<br />
mittlere Temperatur Mischgas<br />
4.680 Nm 3 /h<br />
Ringspalt <br />
Zum Kamin <br />
3.015 Nm 3 /h<br />
3.780 Nm 3 /h<br />
2.700 Nm 3 2.970 Nm 3 /h<br />
/h 3.825 Nm 3 /h<br />
400 °C<br />
310 °C<br />
180 °C<br />
260 °C<br />
175 °C<br />
260 °C<br />
Frischlu:beimischung <br />
Warmhaltebetrieb<br />
Schmelzbetrieb<br />
79
Regelung zur Anhebung der Abgastemperatur <br />
Op2mierung Warmhaltebetrieb <br />
Temperatur geregelte<br />
Mischerklappe<br />
Hallenzuluft<br />
p<br />
T<br />
Mischgas<br />
reduzierte Zuluft am<br />
Ringspalt durch Reduktion<br />
am Querschnitt<br />
Abluft<br />
Vom Schmelzofen<br />
Produktionshalle<br />
Untergeschoss<br />
Volumenstrom Nm 3 /h<br />
8000<br />
7500<br />
7000<br />
6500<br />
6000<br />
5500<br />
5000<br />
4500<br />
4000<br />
3500<br />
3000<br />
2500<br />
2000<br />
mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas<br />
mittlerer Volumenstrom Mischgas mit Regelung<br />
mittlere Temperatur Mischgas<br />
Neue gemittelte Temperatur<br />
Reduzierung des Volumenstroms<br />
Anheben der Temperatur<br />
während Brennerstillstand im<br />
Warmhaltebetrieb durch Reduzierung<br />
der Ringspaltzuluftmenge<br />
Schmelzbetrieb:<br />
Temperatur: 400 °C<br />
Volumenstrom: 4.680 Nm 3 /h<br />
800<br />
700<br />
600<br />
500<br />
400<br />
300<br />
200<br />
Temperatur °C<br />
Mischgas<br />
Druckregelung im<br />
Abgasstutzen mit zweiter<br />
Klappe um Unterdruck im<br />
Ofen zu vermeiden<br />
1500 Warmhaltebetrieb:<br />
1000<br />
Temperatur: 287 °C<br />
100<br />
Volumenstrom: 2.487 Nm 3 /h<br />
500<br />
0<br />
Warmhaltebetrieb<br />
Schmelzbetrieb<br />
0<br />
15:40 15:50 16:00 16:10 16:20 16:30 16:40 16:50 17:00 17:10 17:20<br />
Kaskadierung der Schmelzöfen <br />
Mögliche Kaskadierung der neuen Schmelzöfen<br />
(Folgebetrieb; Betrachtung eines Durchschnitttages 2013)<br />
00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00<br />
6<br />
Legierung A<br />
Ermi[lung der <br />
nutzbaren Wärmemengen <br />
5<br />
4<br />
3<br />
Legierung B<br />
2<br />
1<br />
00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00<br />
0<br />
3 Öfen im<br />
2 Öfen im<br />
1 Ofen im<br />
2 bzw.3 Öfen im<br />
Schmelzbetrieb<br />
Schmelzbetrieb<br />
Schmelzbetrieb<br />
Schmelzbetrieb<br />
80
Nutzbare Abwärmemenge, Laststufen <br />
Nutzbare Abgasmenge mit Regelung Pro Ofen Pro Ofen<br />
der Zuluft bei reduzierter Ringspalt Zuluft im Schmelzbetrieb im Warmhaltebetrieb<br />
Temperatur Mischgas 650 °C 650 °C<br />
Massenstrom Mischgas 6.049 kg/h 3.214 kg/h<br />
cp bei T 1,180 kJ/(kg*K) 1,180 kJ/(kg*K)<br />
Enthalpie 767 kJ/kg 767 kJ/kg<br />
Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 4.680 Nm³/h 2.487 Nm³/h<br />
Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 15.823 Bm³/h 8.408 Bm³/h<br />
minimaler Lastfall<br />
Standard<br />
Betriebspunkt<br />
Annahme<br />
Nutzbarer<br />
Volumenstrom<br />
nur von Öfen im<br />
Schmelzbetrieb!!<br />
maximaler Lastfall<br />
Öfen im Schmelzbetrieb 2 3 4<br />
Öfen im Warmhaltebetrieb 4 3 2<br />
Temperatur Mischgas 640 °C 640 °C 640 °C<br />
Massenstrom Mischgas 12.097 kg/h 18.146 kg/h 24.195 kg/h<br />
cp bei T 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K)<br />
Enthalpie 949 kJ/kg 949 kJ/kg 949 kJ/kg<br />
Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 9.360 Nm³/h 14.040 Nm³/h 18.720 Nm³/h<br />
Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 31.303 Bm³/h 46.954 Bm³/h 62.606 Bm³/h<br />
Nutzbares<br />
therm. Potential<br />
1.760 kW 2.640 kW<br />
3.520 kW<br />
Möglichkeiten der Stromerzeugung <br />
zur Nutzung von Abwärmen <br />
Systemauswahl / Vergleich ORC Systeme <br />
Energiemengen ORC Motor <br />
1.) Stromerzeugung aus Wärmerückgewinnung<br />
Gesamtlaufzeit 7.220 h<br />
angenommene Verfügbarkeit 90 %<br />
6.500 h<br />
Bei angen. 6.500 Betriebsstunden beträgt das jährl. Einspeisepotential<br />
400 kW<br />
ca. 2.599.706 kWh Strom pro Jahr.<br />
2.) Energiesubstitution aus Niedertemperaturabwärme<br />
2.749 kW 1.952 kW Kälte mit VL / RL: 6 / 12°C<br />
damit kann unter Berücksichtigung eines Feuerungstechnischen<br />
Wirkungsgrades von 93%<br />
damit kann unter Berücksichtigung eines durchschn.<br />
296 m³/h Erdgas substituiert werden. Strombedarfs einer Kältemaschine von 0,3 kWel/kWKälte<br />
586 kW Strom substituiert werden.<br />
Bei angen. 6.500 Vollaststunden beträgt das jährliche Einsparpotential<br />
17.870 MWh thermische Energie ca. 3.806.399 kWh Strom pro Jahr<br />
ca. 1.921.550 m³ Erdgas pro Jahr.<br />
Turbine mit Silikonöl<br />
als Arbeitsmedium<br />
Kolbenmaschine mit Ethanol<br />
als Arbeitsmedium<br />
3.) Einsparung an CO 2<br />
Somit ergibt sich eine jährliche Einsparung von<br />
Ansatz 0,220 kg / kWh (aus Gas) entweder ca. 3.931 Tonnen CO 2 aus der Wärmenutzung und<br />
0,522 kg / kWh(el) oder ca. 1.987 Tonnen CO 2 aus der Bereitstellung von Kälte<br />
0,522 kg / kWh(el) und zugleich ca. 1.357 Tonnen CO 2 aus der Stromproduktion.<br />
bei Nutzung von 50% Kälte und 50 % Wärme Gesamt ca. 4.316 Tonnen CO 2<br />
81
3D-‐Ansicht Wärmerückgewinnung -‐ Verdampfereinheit <br />
3D-‐Ansicht Wärmerückgewinnung <br />
Bypass in der<br />
Rauchgasleitung<br />
Abwärmeauskopplung<br />
Wärmebedarf; zusätzliche KWK mit 1,8 MW (therm) <br />
35.000<br />
Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10<br />
Integration eines zusätzlichen BHKW mit 1,8 MW (thermisch)<br />
GAMMEL ENGINEERING<br />
Maximale Auslegung der KWK Anlage <br />
35.000<br />
Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10<br />
Integration eines zusätzlichen BHKW mit 3,1 MW (thermisch)<br />
GAMMEL ENGINEERING<br />
30<br />
30.000<br />
Jahrewärmebedarf 2011:<br />
80.351 MWh<br />
Deckungsanteil 2 x KWK Bestand 29,0 %<br />
Deckungsanteil 3 x KWK 44,3 %<br />
Jahreswärmemenge<br />
BHKW 1<br />
BHKW 1 + 2<br />
BHKW 1 + 2 + 3<br />
BHKW 1 + 2 + 3+WRG<br />
30.000<br />
Jahrewärmebedarf 2011:<br />
80.351 MWh<br />
Jahreswärmemenge<br />
BHKW 1<br />
BHKW 1 + 2<br />
BHKW 1 + 2 + 3<br />
BHKW 1 + 2 + 3+WRG<br />
25<br />
20<br />
25.000<br />
25.000<br />
Außentemperatur nach DIN4710<br />
14<br />
15<br />
Leistung [kW]<br />
20.000<br />
15.000<br />
10.000<br />
Betrachtung mit maximalen Lastfall:<br />
Unterbringung der Leistung von 3520 kW aus der WRG zu 5306 Vollbenutzungsstunden<br />
Laufzeit 3. KWK 7631 Vollbenutzungsstunden bei einem 1,8 MW (thermisch) BHKW<br />
Leistung [kW]<br />
20.000<br />
15.000<br />
10.000<br />
< 4°C<br />
Freie Kühlung<br />
Maximale BHKW Leistung ca. 3,1 MW (therm)<br />
4°C < T < 14°C<br />
Gleitender Übergangsbetrieb<br />
T > 14°C<br />
Kompressorkälte<br />
4<br />
10<br />
5<br />
0<br />
-5<br />
Außenlufttemperatur [°C]<br />
-10<br />
5.000<br />
5.000<br />
-15<br />
0<br />
0<br />
3.327<br />
0<br />
-20<br />
1.000<br />
2.000<br />
3.000<br />
4.000<br />
5.000<br />
6.000<br />
7.000<br />
8.000<br />
9.000<br />
0<br />
1.000<br />
2.000<br />
3.000<br />
4.000<br />
5.000<br />
6.000<br />
7.000<br />
8.000<br />
9.000<br />
Jahresstunden<br />
Jahresstunden<br />
82
Schema2sche Darstellung der gebauten Variante <br />
Einbindung Abwärme, Integra2on der KWK-‐Anlage <br />
Kamin<br />
l<br />
l<br />
Einspeisung bis 3,5 MW <br />
Abwärme in Heiß-wassernetz<br />
an 7.200 h/a <br />
Kälteerzeugung an <br />
> 3.000 h/a mit 130/70 <br />
AKM 2MW <br />
Abgas 640°C<br />
130 °C<br />
70 °C<br />
DRUCKGUSS<br />
Anbindung an Bestand<br />
Wärmeauskopplung<br />
DN 150<br />
l<br />
Integra9on einer weiteren <br />
KWK Anlage <br />
2,7 MWel, 2,4 MWth <br />
Rückkühler 2,1 MW<br />
28 °C<br />
34 °C<br />
AKM 2<br />
900 kW<br />
70 °C<br />
Bei 6,5MW:<br />
DN200 bei dT=40K<br />
v`=1,25m/s<br />
DN150 bei dT=40K<br />
v`=2,2m/s<br />
SANDKERN-<br />
FERTIGUNG<br />
DN 200<br />
Neubau Geb.<br />
066.2<br />
l<br />
Schnisstellendefini9on <br />
über Wärmemengenzähler <br />
gut möglich <br />
Kaltwasseranbindung<br />
an Geb. 69.0<br />
Rückkühler 2,6 MW<br />
28 °C<br />
25 °C<br />
15 °C<br />
AKM 1<br />
91,5 °C<br />
Pumpengruppe und<br />
Zusätzliche KWK Anlage<br />
34 °C<br />
1.100 kW<br />
130 °C<br />
Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />
Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />
83
Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />
Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />
DAS OBJEKT <br />
Auf Grundlage eines von Gammel Engineering ausgearbeiteten Abwärme-nutzungskonzeptes<br />
für die effiziente Nutzung der Abgase aus der Erweiterung der <br />
Aluminium-‐Schmelzerei am BMW Standort Landshut errichtet das Konsor9um <br />
Siemens/Müller im Rahmen eines Energieeinsparcontrac9ngs eine <br />
Wärmerückgewinnungsanlage. Die überschüssige Wärme aus den Schmelzöfen wird <br />
in das werksinterne Heißwassernetz zugeführt. Über zwei Absorp9ons-kältemaschinen<br />
mit einer Gesamtkälteleistung von ca. 2,0 MW wird Prozesskälte <br />
erzeugt und ins Kaltwassernetz eingespeist. <br />
Im gleichen Zug wird die bestehende Energiezentrale um ein zusätzliches BHKW mit <br />
einer elektrischen Leistung von 2,68 MW erweitert. Die Gesamtplanung zur <br />
Realisierung des Bauvorhabens wird durch Gammel Engineering ausgeführt. <br />
DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />
ı Potenzialermislung <br />
ı Abwärmenutzungskonzept <br />
ı System-‐ und Ausführungsplanung <br />
ı Mitwirken bei der Genehmigungsplanung <br />
ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />
ı Projektleitung / Bauleitung <br />
ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />
ı Begleiten der Inbetriebnahme <br />
DIE DATEN <br />
Bauherr: <br />
ARGE Siemens AG / U. Müller GmbH <br />
Ansprechpartner: Hr. Stegmann, SIEMENS AG, Tel. 089/9221-‐5627 <br />
Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />
Nutzbare Abwärme aus Abgas: Max. Laszall: 3,5 MWth, <br />
Auslegungsfall 2,6 MWth <br />
Kälteleistung: <br />
2,0 MW bei 10 °C/ 18 °C <br />
Leistung BHKW: 2,68 MWel / 2,36 MWth bei 130 °C <br />
Inves99on Technik: 5,1 Mio. EUR <br />
Ausführungszeitraum: Januar 2013 – Oktober 2014 <br />
Vielen Dank <br />
für Ihre Aufmerksamkeit ! <br />
Dipl.-‐Physiker Dieter Lichtenberger <br />
WWW.GAMMEL.DE <br />
84
IMPRESSIONEN<br />
85
Weniger Kosten Bei Gleichem Komfort<br />
Energieeffizienzmassnahmen Bei Bestandsgebäuden<br />
Das Haus<br />
Stefan Paa, Heimleiter<br />
BRK Seniorenheim Waldmünchen<br />
Armin Meißauer<br />
Reng Innovative Energien GmbH<br />
Baujahr: 1972 – 1989<br />
Wohn- und Nutzfläche: 6.000 m2<br />
Wohnplätze: 109 - aktuell ca. 38.000 Belegungstage pro Jahr<br />
Mitarbeiter: 100<br />
Produktionsküche 55.500 Essen<br />
Inkl. kleiner Bäckerei<br />
Nur Elektrogeräte<br />
Interne Wäscherei 26 to/a<br />
Fernwärme ca. 850 Mwh/a<br />
Zwei große Aufzüge<br />
Die Entdeckung<br />
Die Analyse<br />
SICOTRONIC 4000 – Installation<br />
und Inbetriebnahme 1996<br />
Lastoptimierung der Bestellleistung<br />
bei den Stadtwerken ( EVU )<br />
angeschlossen sind Kochgeräte der<br />
Großküche<br />
Grenzleistung 106 KW (2010)<br />
Verbrauch 323.000 Kwh (2010)<br />
Volllaststunden 3047h<br />
¨ Nur elektrische Verbraucher mit 2-Punkt-Regelung<br />
¨ Glühplatte 16 KW (Großkochfeld)<br />
¨ Kombidämpfer 18 KW<br />
¨ Aufzug mit Schützsteuerung – 65 KW Spitze<br />
¨ Veraltete Spültechnik<br />
¨ Dauerbeleuchtung in den Fluren<br />
¨ Wäscherei nicht durch SICOTRONIC überwacht –<br />
dadurch keine Lastregelung<br />
86
Das Ziel<br />
Der Weg<br />
¨ Mehr regelbare Lasten an SICOTRONIC<br />
¨ Reduzierung der elektrischen Hausanschlussleistung<br />
¨ Effizientere Nutzung der elektrischen Energie<br />
¨ Keine Komforteinbußen<br />
¨ Induktionskochfeld<br />
¨ 4 X 7 KW<br />
¨ voll regelbar<br />
¨ Wärme nur im Topf<br />
¨ Hohe Ankochleistung<br />
¨ Geringe Wärmebelastung<br />
im Raum<br />
Der Weg<br />
Der Weg<br />
¨ Kombidämpfer 16 KW<br />
¨ voll regelbar<br />
¨ Übernachtgaren<br />
¨ Selbstreinigung<br />
¨ Haubenspülmaschine<br />
¨ mit Wärmerückgewinnung<br />
¨ Wassersparend (450 cbm/a)<br />
¨ Chemiesparend<br />
¨ Kaltwasseranschluss<br />
¨ Wrasenabsaugung<br />
¨ Sehr gutes Raumklima<br />
¨ Leise<br />
¨ Selbstreinigung<br />
87
Der Weg<br />
Was sonst noch geschah<br />
¨ Aufzugsteuerung<br />
¨ FU-Regelung<br />
¨ Reduzierte Lastspitzen<br />
¨ Sanfter Lauf<br />
¨ Schnellere Fahrt<br />
¨ Keine Netzstörungen<br />
¨ Wäschetrockner an SICOTRONIC angeschlossen<br />
und Grenzleistung an SICOTRONIC reduziert<br />
¨ Flurbeleuchtung auf Nachtschaltung umgebaut<br />
¤ - 11.000 Kwh/a !!!<br />
¨ Hofbeleuchtung verbrauchsoptimiert<br />
Die Kosten<br />
Das Ergebnis<br />
¨ Induktionskochfeld 11.000 €<br />
¨ Spülmaschine 11.000 €<br />
¨ Kombidämpfer 10.000 €<br />
¨ Aufzugssteuerung 5.000 €<br />
¨ Beleuchtung 2.000 €<br />
¨ Wäscherei 1.000 €<br />
¨ Gesamt 40.000 €<br />
¨ Reduzierung der Anschlussleistung von 106 KW auf 81 KW<br />
=> 28 KW x 126,60 €/KW = -3544 €/a<br />
¨ Verbrauchsreduzierung -10% => ca. 8.500€/a<br />
¨ 2010 10,21Kwh/Belegungstag<br />
¨ 2014 9,05 Kwh/Belegungstag<br />
¨ Optimierte Volllaststunden (4440h) => Stromhandel !!!<br />
¨ Effizienzsteigerung Küche<br />
¤ 2010 2,66 Kwh/Essen<br />
¤ 2014 1,85 Kwh/Essen => entspricht -30%<br />
¨ Hohe Einsparung bei der Spülmaschine<br />
¤ Ca. 10.000 €/a (Strom, Warmwasser, Abwasser, Reiniger)<br />
¨ Hochwertige Arbeitsplätze<br />
88
Energie reduzieren, Kosten senken !<br />
Der bewusste und effiziente Umgang mit elektrischer Energie ist zu einem<br />
immer wichtigeren wirtschaftlichen Faktor geworden.<br />
Die Reduzierung der elektrischen Leistung (kW) und des Verbrauchs (kWh)<br />
wirken sich positiv auf Ihre Betriebskosten aus, und Sie leisten andererseits<br />
einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Umweltentwicklung.<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
Energiemanagement und<br />
Lastmanagement !<br />
Lastspitzenmanagement<br />
• Energiemanagement – ist ein Managementsystem zur Reduzierung des<br />
Energieverbrauchs, dies bedeutet eine Steigerung der Energieeffizienz.<br />
Hierfür wurde 2011 die ISO 50001 eingeführt.<br />
Energiecontrolling - Regelkreis<br />
Planung und Konzeption<br />
Energiesparziele aufstellen, Strategie festlegen, erforderliche Mittel<br />
bereitstellen, Plan aufstellen für Durchführung.<br />
Umsetzen und Kontrolle<br />
Strukturen für einen kontinuierlichen Prozesses einführen,<br />
Überprüfung der Effektivität des EnMS, Sammlung neuer Ideen.<br />
Datenerfassung und Messung<br />
Energieverbrauch erfassen, Energieschwerpunkte ermitteln,<br />
erfasste Daten auswerten und Ansätze zur Reduzierung ergreifen.<br />
Analyse<br />
Soll – Ist – Vergleich, Bewertung des Fortschritts anhand aktueller<br />
Energiedaten, Optimierung der aktuellen Energiedaten, Ableitung<br />
neuer Ziele.<br />
• Eine besondere Maßnahme stellt das Lastmanagement dar, die Optimierung<br />
des Lastprofils bewirkt zwar keine Energieeinsparung ( kWh ), kann aber je<br />
nach Stromliefervertrag zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.<br />
Da der Leistungsbedarf über einen 24-Stunden-Zyklus erheblich variiert, führt<br />
dies zu massiven Belastungen von Erzeugungs- und Verteilungseinrichtungen<br />
der Energieversorger .<br />
Für diese Wirkleistungsspitzen haben die Energieversorger entsprechende<br />
Leistungspreistarife eingeführt.<br />
• Je nach Tarif wird bei der Festsetzung der Stromkosten der höchste über<br />
eine Viertelstunde gemessene Leistungsspitzenwert des Monat oder der<br />
Jahreshöchstwert in Rechnung gestellt.<br />
• Das bedeutet bei 8 Produktionsstunden am Tag sind dies 32 Viertelstunden,<br />
bei einer 5 Tagewoche sind dies 160 Messzyklen pro Woche und ca. 640<br />
Abrechnungszeiträume pro Monat - und nur eine Viertelstunde ist für Ihren<br />
Leistungspreis je Monat ausschlaggebend !!!!<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
15<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
16<br />
89
Lastspitzen z.B. in der Großküche<br />
und die Reduzierung der Lastspitze !!<br />
Beispielberechnung<br />
Durch das thermostatische und<br />
dadurch rein zufällige zu- bzw.<br />
abschaltung von elektrischen<br />
Großkochgeräten entstehen die<br />
Lastspitzen, diese müssen nun<br />
kontrolliert gesteuert werden ! !<br />
- durch bedarfsorientierte Steuerung der Kochgeräte, das bedeutet unser<br />
System zur Lastoptimierung erkennt einerseits die bezogene elektrische<br />
Leistung in der Einspeisung und andererseits die Zustände der Kochgeräte<br />
z.B. über Steuerleitungen. Jetzt kann über die Auswertung des Geräte-<br />
Hauptschalter und über den internen Geräte-Thermostat der tatsächliche<br />
Zustand erfasst werden, und entsprechende Geräte können nun kurzzeitig<br />
zur Leistungsoptimierung abgeschaltet werden.<br />
Durch diese Methode ist eine optimale Regelung der Bezugsleistung möglich,<br />
ohne Beeinträchtigung des Produktionsablaufs an den Kochgeräten.<br />
Der Anschlusswert der Küchen- und Wäschereigeräte beträgt ca. 250 kW<br />
Bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor 0,6 errechnet sich eine Leistung von 150 kW<br />
ohne Optimierung<br />
Bei 25% Reduzierung ergibt<br />
dies eine optimierte Leistung<br />
von 112,5 kW<br />
Einsparung 37,5 kW<br />
monatlicher Leistungspreis<br />
ca. 10,- € pro kW<br />
Ersparnis durch Einsatz einer<br />
Spitzenlastoptimierung<br />
375,- € pro Monat<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
17<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
18<br />
Reduzierung der Kosten für die<br />
Erzeugung der Grundlast durch KWK<br />
Durch den Einsatz von Micro- und Mini- Blockheizkraftwerken kann die<br />
elektrische Leistung für die Grundversorgung sinnvoll erzeugt werden.<br />
Beim BHKW treibt ein Gasmotor den Generator für die Stromerzeugung an,<br />
die dabei entstehende Wärme wird dann dem Heizungsnetz zugeführt.<br />
Die produzierte elektrische Energie sollte ins eigene Leitungsnetz eingespeist<br />
werden, somit lassen sich die Kosten für die Leistungsbereitstellung ( kW ) und<br />
die Verbrauchskosten ( kWh ) senken.<br />
Wenn die Dimensionierung der BHKW-Auslegung nicht zu groß gewählt wird so<br />
ist unter Umständen sogar eine Laufzeit des BHKW über das ganze Jahr<br />
möglich.<br />
Bei 365 Tagen / Jahr sind dies 8760 Stunden, rechnet man nun die el. Leistung<br />
des BHKW z.B 4 kW x 8760 Stunden dann werden 35.040 kWh erzeugt. Bei<br />
einem Tarif von ca. 0,25 € / kWh ist das eine Einsparung von 8.760 € / Jahr.<br />
Voraussetzung ist die Wärmeabnahme von 12 kWh thermisch z.B Warmwasser.<br />
abschließend möchte ich mich für Ihre Aufmerksamkeit bedanken<br />
Armin Meißauer – Elektrotechniker<br />
Tel. 0941 – 298485160 oder 0152 – 56602160<br />
Armin.Meissauer@Renggruppe.de<br />
Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />
19<br />
90
Energieerzeugungsanlagen <br />
vorrangig für den Eigenverbrauch <br />
Ein Praxisbeispiel: <br />
Dämmstoffwerk Werner Rygol GmbH & Co KG, <br />
Standort Painten: <br />
Ein innovaPves Unternehmen setzt auf <br />
regeneraPve Energieversorgung und erkennt <br />
die Chancen der Energiewende <br />
Feb. 2015 <br />
1 <br />
Feb. 2015 <br />
2 <br />
Zwei Standorte: Stammbetrieb Painten und Werk <br />
Lauta <br />
Dämmstoffwerk Rygol Painten <br />
Mai 2014 <br />
3 <br />
Feb. 2015 <br />
4 <br />
91
403 kWp PV-‐Leistung wurden 2013 als <br />
Eigenverbrauchsanlagen installiert <br />
2014 wurde einen Mikrogasturbine mit 200 kWel. <br />
in Betrieb genommen. <br />
Micro Gas Turbine <br />
2014 <br />
TrafostaPon & <br />
Schaltanlage mit Messung <br />
und Fernwirktechnik <br />
Ausrichtung 25° Nord West <br />
Dachneigung 9° <br />
Montage dachparallel <br />
Wechselrichter SMA <br />
Module Yingli monokristallin <br />
Gasturbine dient <br />
zusammen mit dem <br />
Gaskessel zur <br />
Dampferzeugung <br />
Hersteller Capstone <br />
380 kWth <br />
Feb. 2015 <br />
Feb. 2015 <br />
ProdukPon und Energiedaten für den <br />
Standort Painten (Stand 2012) <br />
So setzt sich der Strompreis zusammen <br />
Arbeitspreis 0,0667 € Pro kWh <br />
Leistung (kW) <br />
Pro kW und Monat bei 15 minüPger <br />
7,1920 € Überschreitung der vereinbarten Leistung <br />
• Durchschniclicher Einsatz von elektrischer Energie ca. 2.400 MWh/a <br />
• Erreichte Leistungsspitzen elektrisch 650 kW bis 770 kW <br />
• Durchschniclicher Gasverbrauch ca. 13.600 MWh/a <br />
• Leistungsspitze Gas ca. 4.000 kW <br />
Messpreis 86,0300 € pro Monat <br />
KWK Umlage 0,0006 € pro kWh <br />
Netzentgelte (+§19) 0,0084 € pro kWh <br />
pro kWh <br />
Off Shore Uml. §17 <br />
0,0016 € <br />
EEG Umlage 0,061 € pro kWh <br />
pro kWh <br />
Stromsteuer <br />
0,0205 € <br />
Strompreis ohne <br />
Leistungsüberschreitung <br />
Strompreis/ kWh je nach <br />
Leistungsüberschreitung <br />
ca. 16ct/kWh <br />
ca. 19ct/kWh <br />
(aus Stromrechnungen 2012 & 2013) <br />
(aus Stromrechnungen 2012 & 2013) <br />
Feb. 2015 <br />
7 <br />
Feb 2015 <br />
8 <br />
92
Spitzenleistung wird teuer! <br />
• Ein Beispiel für die Auswirkung des Leistungspreises: <br />
Vereinbarte Leistung von 543 kW wurde im Juli 15 Minuten lang mit einer <br />
Leistung von 766 kW überschricen! <br />
Es gilt 766 kW * 7,19 € = 5.507,54€ Preis für die Leistungsbereitstellung <br />
Monat Juli 2013 <br />
Die Strategie <br />
• Energieflüsse sichtbar machen. <br />
Wo, wann wird welche Energieform <br />
gebraucht. Die Leistung beobachten und <br />
Spitzen vermeiden. <br />
• Energie selbst erzeugen und selbst <br />
verbrauchen und dadurch die Grundlast <br />
verringern <br />
• EinsparpotenPale ausfindig machen <br />
• Energie effizient einsetzen <br />
Feb 2015 <br />
9 <br />
Feb 2015 <br />
10 <br />
Energieflüsse sichtbar machen <br />
Wochenlastgang ProdukPon Mai 2014 <br />
800 <br />
700 <br />
Leistungsspitzen <br />
Leistung ProdukPon <br />
600 <br />
500 <br />
Grundlast <br />
Feb 2015 <br />
Temporäre und fest installierte <br />
Lastgangmessungen an den <br />
verschiedenen <br />
ProdukPonseinheiten sind <br />
wichPg um die <br />
Erzeugungsanlagen an den <br />
Bedarf -‐-‐-‐ oder den Bedarf an <br />
die Erzeugung anpassen zu <br />
können. <br />
400 <br />
300 <br />
200 <br />
100 <br />
0 <br />
Feb. 2015 <br />
00:00:00 <br />
03:45:00 <br />
07:30:00 <br />
11:15:00 <br />
15:00:00 <br />
18:45:00 <br />
22:30:00 <br />
02:15:00 <br />
06:00:00 <br />
09:45:00 <br />
13:30:00 <br />
17:15:00 <br />
21:00:00 <br />
00:45:00 <br />
04:30:00 <br />
08:15:00 <br />
12:00:00 <br />
15:45:00 <br />
19:30:00 <br />
23:15:00 <br />
03:00:00 <br />
06:45:00 <br />
10:30:00 <br />
14:15:00 <br />
18:00:00 <br />
21:45:00 <br />
01:30:00 <br />
05:15:00 <br />
09:00:00 <br />
12:45:00 <br />
16:30:00 <br />
20:15:00 <br />
00:00:00 <br />
03:45:00 <br />
07:30:00 <br />
11:15:00 <br />
15:00:00 <br />
18:45:00 <br />
22:30:00 <br />
02:15:00 <br />
06:00:00 <br />
09:45:00 <br />
13:30:00 <br />
17:15:00 <br />
21:00:00 <br />
05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014 <br />
Mo Di MI Do Fr Sa So <br />
P Bezug <br />
12 <br />
93
Lastgang ProdukPon und PV <br />
Erzeugung Mai 2014 <br />
Lastgang und PV Erzeugung als Summe <br />
800 <br />
700 <br />
600 <br />
Leistungsspitzen <br />
können nicht <br />
vermieden werden <br />
500 <br />
400 <br />
P Bezug <br />
Grundlast sinkt <br />
deutlich <br />
300 <br />
P PV <br />
200 <br />
100 <br />
0 <br />
00:00:00 <br />
03:45:00 <br />
07:30:00 <br />
11:15:00 <br />
15:00:00 <br />
18:45:00 <br />
22:30:00 <br />
02:15:00 <br />
06:00:00 <br />
09:45:00 <br />
13:30:00 <br />
17:15:00 <br />
21:00:00 <br />
00:45:00 <br />
04:30:00 <br />
08:15:00 <br />
12:00:00 <br />
15:45:00 <br />
19:30:00 <br />
23:15:00 <br />
03:00:00 <br />
06:45:00 <br />
10:30:00 <br />
14:15:00 <br />
18:00:00 <br />
21:45:00 <br />
01:30:00 <br />
05:15:00 <br />
09:00:00 <br />
12:45:00 <br />
16:30:00 <br />
20:15:00 <br />
00:00:00 <br />
03:45:00 <br />
07:30:00 <br />
11:15:00 <br />
15:00:00 <br />
18:45:00 <br />
22:30:00 <br />
02:15:00 <br />
06:00:00 <br />
09:45:00 <br />
13:30:00 <br />
17:15:00 <br />
21:00:00 <br />
05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014 <br />
Überschusseinspeisungen <br />
werden vergütet könnten aber <br />
wirtschaulicher in der ProdukPon <br />
eingesetzt werden <br />
Feb. 2015 <br />
13 <br />
Feb. 2015 <br />
14 <br />
Die Mikrogasturbine unterstützt bei der <br />
Dampferzeugung und liefert elektrische Energie <br />
Lastgang ProdukPon & Erzeugung PV <br />
& Erzeugung Turbine <br />
Leistungsspitzen sind <br />
kleiner werden aber <br />
nicht vermieden <br />
Grundlast sinkt <br />
weiter deutlich <br />
Überschussenergie sollte <br />
wirtschaulicher genutzt werden <br />
Feb. 2015 <br />
15 <br />
Feb. 2015 <br />
16 <br />
94
Vergleich „Vorher-‐Nachher“ <br />
Ergebnisse PV Anlage 2014 <br />
PrognosPzierter Ertrag 850 kWh/kWp*a. Tatsächlich 912 kWh/kWp*a <br />
Feb. 2015 <br />
17 <br />
Feb. 2015 <br />
Jahresverteilung der PV Energie <br />
EnergePsches Gesamtergebnis <br />
Ohne <br />
Erzeugungs-anlagen<br />
<br />
Eigennutzung <br />
der PV <br />
Energie <br />
Eigennutzung <br />
der PV und <br />
Mikro Gas <br />
Turbine <br />
Feb. 2015 <br />
Feb. 2015 <br />
95
Fazit <br />
• Die ProdukPonsmenge der Fa. <br />
Dämmstoffwerk Rygol war 2014 um ca. 2% <br />
geringer als 2013. <br />
• Der Bezug an elektrischer Energie war 2014 <br />
um ca. 26 % weniger als 2013 <br />
• Die Kosten die die Leistungsspitzen <br />
verursachen müssen mit anderen <br />
Maßnahmen, z.B. durch Lastmanagement <br />
gedämpu werden. <br />
Danke für Ihre Aufmerksamkeit <br />
Ich freue mich auf Ihre Fragen. <br />
Feb. 2015 <br />
Okt. 2013 <br />
22 <br />
96
1. Inhaltsverzeichnis<br />
Mit dem Thema:<br />
Zertifizierte Energiemanagementsysteme<br />
in Industrie und Gewerbe<br />
1. Inhaltsverzeichnis<br />
2. Zur Person<br />
3. Welche<br />
„Energiemanagementsysteme“ (EnMS) gibt<br />
es?<br />
4. Welches der Systeme ist zertifizierbar?<br />
5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />
Energiemanagementsystem?<br />
6. Fazit<br />
7. Schluss - Fragen<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
2<br />
2. Zur Person<br />
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es?<br />
Markus Bschick <br />
Dipl. Ing. (FH) Verfahrenstechnik und Dipl. Wirtschaftsing. (FH) <br />
Leitender Auditor für Energiemanagementsysteme nach DIN<br />
ISO 50001 und SpaEfV <br />
Berater für Energie- und Qualitätsmanagementsysteme <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
• DIN EN ISO 50001:2011<br />
(Im weiteren Vortrag: DIN 50001) <br />
• Anlage 2 – SpaEfV <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Freiberuflicher Dozent der TÜV-Süd Akademie GmbH für<br />
Energiemanagementfachkräfte und -beauftragte <br />
Seite<br />
3<br />
• DIN EN 16247-1:2012-10<br />
(Im weiteren Vortrag: DIN 16247-1) 4<br />
Seite<br />
97
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es? – Die DIN 50001<br />
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es? – Die DIN 50001<br />
Ein Managementsystem wie die ISO 9001, ISO 14001,… mit<br />
folgenden Inhalten:<br />
Energiemanagementbeauftragter/-e<br />
Strategische und operative Ziele<br />
Management Review<br />
Energetische Analyse<br />
Umgang mit Nichtkonformitäten<br />
Auslegung, Beschaffung<br />
Dokumentation und dazugehörige Lenkung<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
5<br />
Die Energetische Analyse<br />
• Energetische Bewertung: <br />
• Bewertung des Energieeinsatzes (Verbrauch) <br />
• Auflistung der Energieverbraucher (Ermittlung des Verbrauchs,<br />
der relevanten Variablen und des Personals mit wesentlichem<br />
Einfluss auf den Verbrauch) <br />
• Identifizierung von Einsparmöglichkeiten <br />
• Bewertung der Einsparmöglichkeiten <br />
• Aufnahme der Einsparmöglichkeiten in den Aktionsplan <br />
• Energetische Ausgangsbasis festlegen (für Vergleiche) <br />
• Kennzahlen <br />
• Überwachung, Messung und Analyse <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
6<br />
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es? – Die DIN 50001<br />
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es? – Anlage 2 - SpaEfV<br />
Energetische Analyse - Verbraucherübersicht<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Im Wesentlichen besteht die Anlage 2 der SpaEfV<br />
aus drei Tabellen:<br />
Tabelle 1:<br />
Auflistung der Energieträger mit Verbrauch und Kosten <br />
Tabelle 2: <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Auflistung der Energieverbraucher, Ermittlung des<br />
Messgenauigkeit, Abwärmeniveau,… <br />
Verbrauchs,<br />
Seite<br />
7<br />
Tabelle 3: <br />
Auflistung und Bewertung von Verbesserungsmaßnahmen <br />
Seite<br />
8<br />
98
3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />
es? – DIN 16247-1<br />
3. Welche "Energiemanagementsysteme" gibt es?<br />
-<br />
DIN 16247- 1 <br />
Die Elemente des Energieauditprozesses: <br />
Einleitender Kontakt <br />
Auftaktbesprechung <br />
Datenerfassung <br />
Außeneinsatz (Ziel / Verhalten / Ortsbegehung) <br />
Analyse <br />
Bericht (Allgemeines / Inhalt des Berichts) <br />
Abschlussbesprechung <br />
Die DIN EN 16247 ähnelt eher einer Energieberatung als einem<br />
Managementsystem. <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
9<br />
Die Inhalte des Berichts: <br />
• Analyse des Energieverbrauchs <br />
• Rangfolge der Möglichkeiten zur Verb. der Energieeffizienz<br />
• Relevante Normen und Vorschriften <br />
• Beschreibung der Datenerfassung inkl. Messaufbau, verwendete Werte,… <br />
• Beschreibung der Annahmen und Genauigkeit der Berechnungen <br />
• Informationen über anwendbare Zuschüsse und Beihilfen <br />
• Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Empfehlungen <br />
• Mess- und Nachweisverfahren zur Überprüfung der Einsparungen <br />
• Beschreibung des / der auditierten Objekte <br />
• Beschreibung von Audit, Anwendungsbereich, Ziel, Umfang, Zeitrahmen und<br />
Grenzen <br />
• … <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
10<br />
4. Welches der Systeme ist zertifizerbar?<br />
5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />
Energiemanagementsystem?<br />
Zertifizierbares Energiemanagementsystem ist nur die<br />
DIN 50001 <br />
Für die DIN 16247-1 und die Anlage 2 – SpaEfV können die<br />
Zertifizierer nur ein Testat bzw. den Nachweis für das<br />
Zollamt ausstellen. <br />
Allerdings dürfen die Zertifizier auch für die DIN 16247-1<br />
Berichte zur Erfüllung der Anforderungen aus dem<br />
Energiedienstleistungsgesetz anfertigen.<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
11<br />
• Eine Möglichkeit für große Unternehmen das<br />
Energiedienstleistungsgesetz zu erfüllen <br />
• Um als großes produzierendes Unternehmen vom<br />
Spitzensteuerausgleich zu profitieren <br />
• Um als produzierendes Unternehmen mit Stromverbrauch<br />
größer 5 Mio. kWh die EEG-Umlage zurückerstattet zu<br />
bekommen. <br />
• Um Kundenanforderungen zu erfüllen <br />
• Um strukturiert, kontinuierlich und langfristig Energie<br />
einzusparen. <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
12<br />
99
5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />
Energiemanagementsystem? – Exkurs<br />
5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />
Energiemanagementsystem? - Exkurs<br />
Was ist ein großes Unternehmen? <br />
Dies ist aus der Definition nach Empfehlung der EU-<br />
Kommission vom 06.05.2003 (2003/361/EG) zu ermitteln. <br />
• Mehr als 250 Mitarbeiter oder über 50 Mio. Euro<br />
Umsatz bzw. über 43 Mio. Euro Bilanzsumme. <br />
• Achtung: Mitarbeiter und Umsatz bzw. Bilanzsummen<br />
von Anteilseignern oder Partnerunternehmen müssen<br />
ggf. anteilig mitgezählt werden.<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
13<br />
Anforderung des EnergiedienstleistungsG:<br />
Jedes große Unternehmen in Deutschland muss entweder:<br />
• ein zertifiziertes EnMS nach DIN 50001 vorweisen oder<br />
• Alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchführen /<br />
durchführen lassen.<br />
Geplante Übergangsregel:<br />
• Bei der DIN 50001 reicht bis 31.12.16 eine Verpflichtungserklärung<br />
Erleichterung für Unternehmen mit mehreren Standorten:<br />
Zulassung d. Multi-Site-Verfahrens lt. DakkS-Dok. „71 SD 6 022“<br />
Weitere Detailregelungen folgen von der BAFA.<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
14<br />
6. Fazit<br />
6. Fazit <br />
Gefahren bei der DIN 16247-1:<br />
• Bei Betrieb der DIN 16247-1 nach EDL-G werden kein bzw. nur<br />
ein Bruchteil der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und<br />
dann verschwindet der Bericht in der Schublade. Somit keinen<br />
Mehrwert für das Unternehmen generiert. Bei der 50001 ist die<br />
kontinuierliche Verbesserung Pflicht!<br />
• Auswahl des günstigsten Angebots. Somit kaum Zeit zur<br />
Verfügung und nur 08/15 Vorschläge. Ggf. nur Betrachtung<br />
einzelner Verbraucher und keine Prozesse,…. Großes Potential<br />
bleibt unberücksichtigt.<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
15<br />
Nutzen der 50001 für Unternehmen: <br />
Beispiele aus von mir auditierten Unternehmen: <br />
• Seit 8 Jahren aktives Arbeiten mit EnMS. Ergebnis über 20%<br />
Einsparung in den Kennzahlen bei sinkender Produktion. <br />
• Bei der Datenaufnahme schon Potential für Einsparungen von<br />
60.000 Euro (ca. 7%) entdeckt.<br />
• Messergebnisse wurden auch in der Kalkulation und dem<br />
Controlling verwendet.<br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
16<br />
100
7. Schluss - Fragen <br />
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. <br />
Bei Fragen kommen Sie einfach zum Stand der Energieagentur<br />
<strong>Regensburg</strong> oder melden Sie Sich bei mir unter den angegebenen<br />
Kontaktdaten : <br />
MB EnergieEffizienz GmbH <br />
Markus Bschick <br />
Tel.: 09493-952945 <br />
Mobil: 0176-103 53 031 <br />
Mail: gmbh@mbee.org <br />
Markus Bschick 11.03.15<br />
Seite<br />
17<br />
Grüne Kühlenergie aus 20 Meter Tiefe –<br />
Das System "TerraCool"<br />
Gerhard Bodensteiner, OM-Klebetechnik GmbH<br />
Februar 2015<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
OM-Klebetechnik - Zahlen und Fakten<br />
Kerngeschäft = Weiterverarbeitung von<br />
Klebebändern für Industrie, Handwerk & Handel<br />
28,2 MIO. € UMSATZ 2014<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
101
Weitere Produkte<br />
Etiketten und<br />
Kennzeichnungssysteme<br />
Formstanzteile<br />
Unsere starken Partner<br />
Partnerschaften:<br />
§ 3M Premiumpartner Industrie<br />
§ 3M Autorisierter Verarbeiter Automotive Produkte<br />
§ 3M Select Zertifizierter Fachbetrieb Folienlösungen<br />
§ 3M Autorisierter Verarbeiter Kennzeichnungsprodukte<br />
§ tesa® Industrie & Converting Partner<br />
§ Orafol-Partner<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
Die Standorte<br />
Der Standort Seligenporten<br />
Zentrale<br />
D-90602 Seligenporten<br />
Werk Ippesheim<br />
D-97258 Ippesheim<br />
Niederlassung Österreich<br />
A-4911 Tumeltsham<br />
Terracool <br />
Energiepfähle <br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Industrie-Klebebänder<br />
Etikettendruck<br />
Digitaldruck<br />
Siebdruck<br />
Lasertechnik<br />
Verpackungsklebebänder<br />
Konfektionierung<br />
§<br />
Formstanzteile<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Textildruck<br />
Plotter-Folienschriften<br />
Handelsprodukte<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
102
Warum setzen wir TerraCool ein?<br />
§ Problem: Extrem hohe Energiekosten für die<br />
Walzenkühlung und Prozesswärmeableitung der<br />
Druckmaschinen<br />
§ Eingesetzten Kaltwassermaschinen verursachten Kosten<br />
von<br />
> 30.000 Euro pro Jahr<br />
è Ziel: Senkung der Betriebskosten bei Beachtung<br />
der Umweltbilanz<br />
Warum setzen wir TerraCool ein?<br />
§ Lösung:<br />
ein hocheffizientes Kühlsystem basierend auf<br />
GEOTHERMIE<br />
mit Aussicht auf Einsparung von<br />
95%<br />
der bisherigen Stromkosten durch<br />
Hochleistungs-Energiepfähle<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
Hintergrund Geothermie<br />
Der Standort Seligenporten als Pilotprojekt<br />
§ Der Hochleistungs-Energiepfahl macht sich die Merkmale der<br />
in der Geologie als „oberflächennahe Geothermie“ (bis ca.<br />
400 m Tiefe) definierten Kühlwirkung zu Nutze.<br />
§ Beim Einsatz zur Kühlung nutzt der Pfahl die konstanten<br />
Temperaturen des Erdreichs von ca. 10 °C im Tiefenbereich<br />
von 15 - 30 m.<br />
§ Bereits seit Jahrhunderten wird dieses Prinzip der Kühlung bei<br />
Erdkellern eingesetzt, um Vorräte und verderbliche Güter auf<br />
natürliche Art zu kühlen.<br />
Druckzentrum <br />
Hier erfolgt die Kühlung <br />
TerraCool <br />
Energiepfähle <br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
103
Die Hochleistungs-Energiepfähle<br />
Der Aufbau und die Funktionsweise<br />
§<br />
Aufbau:<br />
− Befüllung der Pfähle mit Trinkwasser<br />
− Befüllung des Ringraum zwischen Pfahl und<br />
Gebirge mit Verpressmaterial.<br />
− Installation eines Wärmetauschers zu<br />
Kühlzwecken<br />
Innenansicht des Pfahls<br />
(Ø 1,10 m)<br />
Absenken des 20 m langen<br />
Pfahls in Bohrlöcher (Gesamt<br />
6 Stück in Abstand 8 m)<br />
Befahrbare Revisionsdeckel<br />
§<br />
Funktionsweise:<br />
− Das im Hochleistungs-Energiepfahl stark<br />
abgekühlte Wasser wird durch ein<br />
Rohrleitungs- und Wärmeübertrager-System<br />
zu den zu kühlenden Maschinen geleitet.<br />
Dort sorgt es für die Einhaltung exakt<br />
voreingestellter Temperaturen, läuft erwärmt<br />
zurück in die Pfähle, kühlt dabei wieder ab<br />
und wird in einem „ewigen“ Kreislauf<br />
eingebunden.<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
Der geschlossene Wasserkreislauf<br />
Schematischer Aufbau<br />
Pumpenbaugruppe<br />
Hauptverteiler<br />
ersetzte Kaltwassermaschinen<br />
Druckmaschine<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
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104
Überwachung mit modernster Messtechnik<br />
§ Monitoring auf Knopfdruck und<br />
in Echtzeit:<br />
− Jeder einzelne Pfahl<br />
− Temperaturen<br />
− Wärmemengen<br />
− Volumenströme<br />
− Leistung der<br />
Industriedruckmaschinen<br />
Ergebnis<br />
Energieeinsparung pro Jahr:<br />
99,48 %<br />
§ 130.749 kWh<br />
§ > 30.000 Euro<br />
§ Amortisation der Anlage nach 4,5 Jahren und keine<br />
Wartungskosten, da Umwälzpumpen einzige technische<br />
Einrichtung<br />
§ 80 t CO2-Reduktion<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
Weitere Vorteile<br />
§ Anwendung und Betrieb trotz schlechter Bodenbeschaffenheit<br />
§ Abtragung hoher Leistungsspitzen durch Wasser als<br />
Puffermedium (sehr gute Wärmekapazität)<br />
§ Kein Risiko einer Kontamination des Untergrunds, da doppelt<br />
geschlossenes System:<br />
− 1. in sich geschlossene Kreislauf (Wärmetauscher und<br />
Druckstraßen)<br />
− 2. Pfahl zu Gebirge<br />
§ Schnelle Montage, kein Produktionsstillstand und geringer<br />
Platzbedarf<br />
−<br />
−<br />
Planungs- und Realisierungsdauer 8 - 10 Wochen<br />
In bestehende Steuerungstechnik integrierbar – keine aufwendige<br />
Nachrüstung von Sensorik nötig<br />
Weiterführende Informationen<br />
§ Kühlsystem TerraCool (Hochleistungs-Energiepfähle) wurde in<br />
Kooperation von<br />
− Viatherm GmbH und<br />
− Europoles GmbH & Co KG entwickelt.<br />
§ TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH hat die Anlage auf<br />
Funktionalität untersucht und den Nachweis der<br />
Nachhaltigkeit erbracht.<br />
§ Um die tatsächliche Leistung der Anlage zu ermitteln, wurde<br />
an einem Pfahl ein Spitzenlastversuch durchgeführt, der<br />
fachgutachterlich über 4 Monate zusammen mit Uni Erlangen<br />
ausgewertet wurde.<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
105
Zu guter Letzt….<br />
§ Nominierung unter die besten zwölf Teilnehmer für den<br />
international renommierten Energy Efficiency Award 2014<br />
der dena aus mehr als 500 Projekten aus 42 Ländern<br />
Zu guter Letzt….<br />
§ …und Auszeichnung des Energieeffizienzprojekts mit dem<br />
Best-Practice-Label der dena<br />
Projektbeschreibung unter www.stromeffizienz.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
Kontakt<br />
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />
Gibt es noch Fragen?<br />
OM-Klebetechnik GmbH<br />
Am Brand 11-13<br />
90602 Seligenporten<br />
Telefon: +49 (0)9180 / 9406-0<br />
Telefax: +49 (0)9180 / 9406-99<br />
http://www.om-klebetechnik.de<br />
E-Mail: info@om-klebetechnik.de<br />
Geschäftsführung<br />
Olaf und Elvira Mundt<br />
Sitz Seligenporten<br />
Handelsregister Nürnberg HRB 9309<br />
USt.-ID-Nr.: DE 133 531 100<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
www.om-klebetechnik.de<br />
106
VERANSTALTER<br />
Der 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> wurde vom 24. bis 25.02.2015 vom <strong>Regensburg</strong><br />
Center of Energy and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule<br />
<strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>), dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut (OTTI)<br />
e. V. und der IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/Kelheim gemeinsam veranstaltet.<br />
SPONSOREN<br />
Für die freundliche Unterstützung des 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong>es bedanken wir uns<br />
bei folgenden Sponsoren:<br />
IMPRESSUM<br />
Herausgeber<br />
IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />
D.-Martin-Luther-Straße 12<br />
93047 <strong>Regensburg</strong><br />
Telefon (0941) 5694-0<br />
www.ihk-regensburg.de<br />
Redaktion<br />
Florian Rieder<br />
Michael Riederer<br />
Bernd Porzelius<br />
Gestaltung<br />
DARWIN COMMUNICATION<br />
AGENTUR FÜR WERBUNG UND FOTOGRAFIE<br />
Herrnstraße 10<br />
92224 Amberg<br />
Telefon (09621) 600125<br />
Bilder<br />
Ostbayerische Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />
Hinweis<br />
Die Druckschrift wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt.<br />
Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts kann<br />
dessen ungeachtet nicht übernommen werden. Für die Inhalte<br />
der Vorträge sind die jeweiligen Referenten verantwortlich.<br />
REGENSBURG<br />
energieagentur<br />
107
ANHANG<br />
giewende beschäftigen die<br />
gung des Umbaus unseres<br />
s die gesellschaftlichen<br />
n Aspekten der volkswirtn<br />
Erzeugung und Verteilung<br />
t darum, den Einsatz wertvoll<br />
zu gestalten. Energieeffizienz<br />
e der Hauptsäulen der<br />
nftigen Energiepolitik.<br />
el und Gewerbe gehören<br />
nzepte und Techniken bereits<br />
epertoire. Dennoch sind zum<br />
gischen Potenziale bei Weitem<br />
t und zum anderen setzt der<br />
lt Impulse, um Unternehmen<br />
trengungen in der Energieren.<br />
rund veranstalten das<br />
r of Energy and Resources<br />
erischen Technischen<br />
sburg (OTH <strong>Regensburg</strong>),<br />
Technologie-Transfer-Institut<br />
e IHK <strong>Regensburg</strong> für Obereinsam<br />
den 2. <strong>Regensburg</strong>er<br />
it dem Schwerpunkt<br />
Der Kongress richtet sich<br />
en an Unternehmen der<br />
nd des produzierenden<br />
n wissenschaftliches Fachet<br />
an den beiden Veranstal-<br />
Gruppen die Möglichkeit zum<br />
ssenstransfer.<br />
FOKUS SCHÄRFEN<br />
PROGRAMM DI 24.02.2015<br />
Moderation: Florian Rieder, IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/Kelheim<br />
12.30 UHR EINTREFFEN UND REGISTRIERUNG<br />
DER TEILNEHMER UND TEILNEHMERINNEN<br />
13.00 UHR BEGRÜSSUNG<br />
• Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident Ostbayerische<br />
Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong><br />
• Josef Beimler, Stv. Hauptgeschäftsführer IHK <strong>Regensburg</strong><br />
für Oberpfalz/Kelheim<br />
• Dr. Thomas Luck, Geschäftsführer Ostbayerisches<br />
Technologie-Transfer-Institut (OTTI) e. V.<br />
13.30 UHR AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM<br />
SANDKORN BIS ZUM E-CAR<br />
Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />
14.05 UHR RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –<br />
EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE<br />
Prof. Dr. Martin Maslaton,<br />
Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig<br />
14.40 UHR KAFFEEPAUSE<br />
15.20 UHR ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME –<br />
DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT<br />
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,<br />
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam<br />
15.55 UHR NAPE – DER NATIONALE AKTIONSPLAN<br />
ENERGIEEFFIZIENZ<br />
Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin<br />
16.30 UHR PAUSE<br />
16.45 UHR PODIUMSDISKUSSION „ENERGIEEFFIZIENZ –<br />
DER SCHLAFENDE RIESE?“<br />
Moderation: Martin Gottschalk, TVA Ostbayern<br />
• Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />
• Susanne Horn, Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG<br />
• Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl, Deutsches GeoForschungs-<br />
Zentrum GFZ, Potsdam<br />
• Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin<br />
• Prof. Dr. Martin Maslaton, Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft<br />
mbH, Leipzig<br />
18.30 UHR BUSTRANSFER IN DIE INNENSTADT<br />
19.00 UHR ABENDEMPFANG<br />
mit anschließender Stadtführung im UNESCO-Welterbe<br />
„Altstadt von <strong>Regensburg</strong> mit Stadtamhof“ und Ausklang<br />
im Fürstlichen Brauhaus<br />
SERVICE<br />
Die Teilnehmenden können während des Kongresses persönliche Erstgespräche<br />
mit Energieberatern kostenlos vor Ort buchen und wahrnehmen.<br />
FIRMENAUSSTELLUNG<br />
In einer Begleitausstellung verschiedener Firmen und Institutionen haben die<br />
Teilnehmenden zusätzlich Gelegenheit zur Information und zum Austausch.<br />
FOKUS SCHÄRFEN<br />
PROGRAMM MI 25.02.2015<br />
SESSION I: WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG<br />
Moderation: Bernd Porzelius, Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut<br />
(OTTI) e. V.<br />
09.00 UHR NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER<br />
WOHNQUARTIERE – GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN<br />
NEUEM LICHT: WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?<br />
Prof. Dr. Oliver Steffens, OTH <strong>Regensburg</strong><br />
09.25 UHR INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG EINER<br />
WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG<br />
Prof. Dr. Markus Brautsch, OTH Amberg-Weiden<br />
09.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN<br />
Samir Binder, Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil<br />
Sulzbach-Rosenberg<br />
10.15 UHR DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ<br />
Prof. Dr. Wolfgang Irrek, Hochschule Ruhr West,<br />
Mülheim an der Ruhr<br />
10.40 UHR KAFFEEPAUSE<br />
SESSION II: BETRIEBLICHE ENERGIEEFFIZIENZ –<br />
ERFAHRUNG AUS DER PRAXIS<br />
Moderation: Dr. Michael Riederer, <strong>Regensburg</strong> Center of Energy<br />
and Resources, OTH <strong>Regensburg</strong><br />
11.10 UHR ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK AM<br />
BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER<br />
Ralf Weikert, Building@Controls GmbH, Lauterhofen<br />
11.35 UHR ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE<br />
NUTZEN! ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT<br />
KRAFT-WÄRME-KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER<br />
GIESSEREI<br />
Dieter Lichtenberger, Gammel Engineering GmbH, Abensberg<br />
12.00 UHR WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –<br />
ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN<br />
IN BESTANDSGEBÄUDEN<br />
• Stefan Paa, BRK-Senioren-Wohn- und<br />
Pflegeheim Waldmünchen<br />
• Armin Meißauer, RENG Innovative Energien GmbH,<br />
Neustadt a. d. Donau<br />
12.30 UHR MITTAGSPAUSE<br />
13.40 UHR EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER<br />
PHOTOVOLTAIK: RYGOL DÄMMSTOFFE<br />
Johann Bauer, Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim<br />
14.00 UHR ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME<br />
IN INDUSTRIE UND GEWERBE<br />
Markus Bschick, MBEnergieeffizienz GmbH, Beratzhausen<br />
14.25 UHR GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –<br />
SYSTEM „TERRA COOL“<br />
Oliver Denhardt, OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten<br />
14.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN<br />
IM LAUFE DER GESCHICHTE<br />
Prof. Dr. Oliver Mayer, GE Global Research, München<br />
15.15 UHR ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK<br />
15.45 UHR AUSKLANG IN DER AUSSTELLUNG<br />
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