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Energiekongress Regensburg Tagungsdoku 2015.pdf

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2.REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS<br />

FOKUS:ENERGIEEFFIZIENZ<br />

24.-25.02.2015<br />

DOKUMENTATION


VORWORT<br />

Innerhalb der Energiewende beschäftigen die Fragen zur Bewältigung<br />

des Umbaus unseres Versorgungssystems die gesellschaftlichen Akteure.<br />

Neben den Aspekten der volkswirtschaftlich effizienten Erzeugung und<br />

Verteilung geht es nicht zuletzt darum, den Einsatz wertvoller Energie<br />

optimal zu gestalten. Energieeffizienz gilt deshalb als eine der Hauptsäulen<br />

der aktuellen und zukünftigen Energiepolitik.<br />

INHALT<br />

& VORTRÄGE<br />

SEITE 2<br />

VORWORT<br />

SEITE 4-5<br />

BEGRÜSSUNG<br />

Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,<br />

Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik OTH <strong>Regensburg</strong><br />

SEITE 6<br />

BEGRÜSSUNG<br />

Josef Beimler,<br />

Stv. Hauptgeschäftsführer IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />

In Industrie, Handel und Gewerbe gehören entsprechende Konzepte<br />

und Techniken bereits seit Langem zum Repertoire. Dennoch sind zum<br />

einen die technologischen Potenziale bei Weitem nicht ausgeschöpft<br />

und zum anderen setzt der Gesetzgeber gezielt Impulse, um Unternehmen<br />

zu verstärkten Anstrengungen in der Energieeffizienz zu motivieren.<br />

Vor diesem Hintergrund veranstalten das <strong>Regensburg</strong> Center of Energy<br />

and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule<br />

<strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>), das Ostbayerische Technologie-<br />

Transfer-Institut (OTTI) e. V. und die IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/<br />

Kelheim gemeinsam den 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> mit dem<br />

Schwerpunkt „Energieeffizienz“. Der Kongress richtet sich dabei gleichermaßen<br />

an Unternehmen der Energiewirtschaft und des produzierenden<br />

Gewerbes sowie an wissenschaftliches Fachpublikum und bietet an<br />

den beiden Veranstaltungstagen diesen Gruppen die Möglichkeit zum<br />

Austausch und Wissenstransfer.<br />

SEITE 7-17<br />

AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM SANDKORN BIS ZUM E-CAR<br />

Dr. Erwin Hammerl,<br />

Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />

SEITE 18-25<br />

RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –<br />

EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton,<br />

Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig<br />

ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME – DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,<br />

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam 1<br />

1<br />

Der Vortrag kann leider aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.<br />

2


SEITE 26-32<br />

DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Prof. Dr. Wolfgang Irrek,<br />

Hochschule Ruhr West, Mühlheim a. d. Ruhr<br />

SEITE 34-48<br />

NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER WOHNQUARTIERE –<br />

GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN NEUEM LICHT:<br />

WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?<br />

Prof. Dr. Oliver Steffens,<br />

OTH <strong>Regensburg</strong><br />

SEITE 49-55<br />

INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG<br />

EINER WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG<br />

Raphael Lechner,<br />

OTH Amberg-Weiden<br />

SEITE 56-62<br />

ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN<br />

Samir Binder,<br />

Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg<br />

SEITE 63-68<br />

ENERGIEEFFIZIENZ UND NAPE – IM BUND UND IN BAYERN<br />

Dr. Rupert Pritzl,<br />

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien,<br />

Energie und Technologie<br />

SEITE 69-73<br />

ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK<br />

AM BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER<br />

Ralf Weikert,<br />

Building@Controls GmbH, Lauterhofen<br />

SEITE 74-84<br />

ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE NUTZEN!<br />

ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT KRAFT-WÄRME-<br />

KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER GIESSEREI<br />

Dieter Lichtenberger,<br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg<br />

SEITE 86-90<br />

WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –<br />

ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN IN BESTANDSGEBÄUDEN<br />

Stefan Paa,<br />

BRK-Senioren-Wohn- und Pflegeheim Waldmünchen<br />

Armin Meißauer,<br />

RENG Innovative Energien GmbH, Neustadt a. d. Donau<br />

SEITE 91-96<br />

EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER PHOTOVOLTAIK:<br />

RYGOL DÄMMSTOFFE<br />

Johann Bauer,<br />

Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim<br />

3


SEITE 97-101<br />

ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME<br />

IN INDUSTRIE UND GEWERBE<br />

Markus Bschick,<br />

MBEnergieEffizienz GmbH, Beratzhausen<br />

SEITE 101-106<br />

GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –<br />

SYSTEM „TERRA COOL“<br />

Oliver Denhardt,<br />

OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten<br />

ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN<br />

IM LAUFE DER GESCHICHTE<br />

Prof. Dr. Oliver Mayer,<br />

GE Global Research, München 2<br />

SEITE 107<br />

IMPRESSUM/ SPONSOREN<br />

2<br />

Der Vortrag wurde ohne Präsentation gehalten.<br />

BEGRÜSSUNG<br />

Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,<br />

Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik<br />

OTH <strong>Regensburg</strong><br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />

sehr verehrte Referentinnen und Referenten,<br />

sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,<br />

liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

ich freue mich sehr, dass ich Sie heute im Namen des Präsidenten der Hochschule, Herrn Prof. Baier, zum<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> hier an unserer Hochschule begrüßen kann.<br />

Leider ist unser Präsident Herr Prof. Baier kurzfristig verhindert und hat mich daher gebeten, als zukünftiger<br />

Dekan der Fakultät Elektro- und Informationstechnik Ihre Begrüßung zu übernehmen.<br />

Entschuldigen muss ich auch, dass wir den heutigen Kongress in diesen älteren Hörsaal verlegen mussten.<br />

Wir sind eben eine Hochschule voller Energie mit einer hohen dynamischen Entwicklung. Das schlägt sich<br />

auch in der baulichen Entwicklung nieder. Die laufenden Bauarbeiten am Standort Galgenberg hätten<br />

diese Tagung zu stark beeinträchtigt, so dass wir hierher ausweichen mussten.<br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />

hatte der 1. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> die Energieverteilung über das Stromnetz im Blick, so rückt nun<br />

bei der zweiten Ausgabe die effiziente Verwendung der Energie, und damit die zweite wichtige Säule bei<br />

der Bewältigung der Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft, in den Fokus.<br />

Eine enge Verzahnung von innovativer Forschung und hochwertiger Lehre stellt dabei eine wichtige<br />

Voraussetzung für die schnelle Umsetzung von Innovationen in der betrieblichen Praxis und der Produktentwicklung<br />

dar.<br />

Die OTH <strong>Regensburg</strong> bietet hierbei nicht nur mit Studiengängen wie Regenerative Energien und Energieeffizienz<br />

oder Gebäudeklimatik, sondern auch mit zahlreichen Forschungsaktivitäten zur effizienten Energiegewinnung<br />

und Nutzung optimale Bedingungen, zumal wir mit 8 Fakultäten sehr breit aufgestellt sind und<br />

somit nicht nur technische Fragestellungen, sondern auch Aspekte wie Energierecht, Energiewirtschaft oder<br />

auch gesellschaftsrelevante Herausforderungen wie Akzeptanzforschung usw. interdisziplinär bearbeiten<br />

können.<br />

An der OTH <strong>Regensburg</strong> werden all diese Kompetenzen im <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and Resources<br />

gebündelt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Brückl wird darin die interdisziplinäre<br />

Forschung unter Beteiligung aller Fakultäten der OTH <strong>Regensburg</strong> groß geschrieben. Die Mitwirkung<br />

zahlreicher Partner wie Wirtschaftsunternehmen, Kommunen sowie der Partnerhochschule Amberg-<br />

Weiden garantiert hierbei praxisgerechte und ökonomisch sinnvolle Lösungen sowie einen effizienten<br />

Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung. Eine Maßnahme hierfür sind Veranstaltungen wie<br />

dieser <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong>.<br />

4


Ich bedanke mich daher bei den Initiatoren und Organisatoren dieser Veranstaltung,<br />

allen voran bei meinen Kollegen des <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and Resources.<br />

Hier in erster Linie bei Herrn Prof. Dr. Michael Elsner von unserer Fakultät Maschinenbau,<br />

der diesmal die wissenschaftliche Leitung des Kongresses übernommen hat. Mein Dank gilt<br />

auch dem Organisationsteam: dem Geschäftsführer des <strong>Regensburg</strong> Center of Energy and<br />

Resources, Herrn Michael Riederer sowie Frau Petra Schmöller von unserem Zentrum für<br />

Weiterbildung und Wissensmanagement.<br />

Ganz herzlich danke ich auch den beiden Mitveranstaltern, der Industrie- und Handelskammer<br />

<strong>Regensburg</strong> sowie dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut OTTI e.V..<br />

Sehr geehrter Herr Beimler, sehr geehrter Herr Dr. Luck vielen Dank für Ihre Unterstützung<br />

und die gute Zusammenarbeit!<br />

In unser aller Namen danke ich auch den zahlreichen Sponsoren, die diesen Kongress finanziell<br />

ermöglicht haben.<br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />

das Thema ”Energieeffizienz” ist ein wichtiger ökonomischer Aspekt, der derzeit nicht nur<br />

Unternehmen der Energiewirtschaft, sondern insbesondere auch deren Kunden beschäftigt,<br />

nachdem die Energiekosten ein wesentlicher Faktor im wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens<br />

geworden sind.<br />

Ich freue mich daher, dass es gelungen ist, hierzu ausgewiesene Redner zu gewinnen, die<br />

aus Ihrer jeweiligen beruflichen Tätigkeit heraus wertvolle und interessante Beiträge liefern<br />

werden.<br />

Spannend wird heute Nachmittag sicher auch die Podiumsdiskussion, an der neben Herrn<br />

Prof. Hüttl und Prof. Irrek auch Frau Susanne Horn teilnehmen wird, die Geschäftsführerin<br />

der Neumarkter Lammsbräu ist. Frau Horn ist übrigens auch eine Absolventin unserer Hochschule.<br />

Sie hat bei uns ihr Diplom als Betriebswirtin gemacht.<br />

Des Weiteren wird der Vorstandsvorsitzende unserer <strong>Regensburg</strong>er Energie- und Wasserversorgung–<br />

Herr Olaf Hermes - an der Podiumsdiskussion teilnehmen.<br />

Vielen Dank an Sie alle für Ihre Beiträge und herzlich willkommen an der OTH <strong>Regensburg</strong>!<br />

Mein Dank gilt auch den beiden Moderatoren des heutigen Tages:<br />

Herrn Florian Rieder von der IHK sowie Herrn Martin Gottschalk von TVA Ostbayern, der<br />

heute Nachmittag die Podiumsdiskussion moderieren wird.<br />

Zu guter Letzt begrüße ich Sie alle als Teilnehmer und Gäste dieses Kongresses: mein<br />

besonderer Gruß gilt dabei unserem <strong>Regensburg</strong>er Bürgermeister Herrn Jürgen Huber sowie<br />

dem Leitenden Ministerialrat Herrn Dr. Frank Messerer, der im Bayerisches Staatsministerium<br />

für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie das Referat Wissens- und Technologietransfer<br />

sowie Energieforschung und –technologie leitet.<br />

Auch Ihnen beiden ein herzliches Willkommen!<br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />

ich wünsche Ihnen allen — auch im Namen des Präsidenten — interessante Vorträge, viele<br />

gute Kontakte und neue Erkenntnisse sowie einen gehaltvollen und effizienten Meinungsund<br />

Wissensaustausch.<br />

Ich begrüße:<br />

Herrn Dr. Erwin Hammerl, der am Standort <strong>Regensburg</strong> das Infineon-Werk leitet. Herrn Prof.<br />

Dr. Martin Maslaton von der Maslaton Rechtanwaltsgesellschaft, Herrn Prof. Dr. Dr. Reinhard<br />

Hüttl, Präsident der deutschen Akademie für Technikwissenschaften und wissenschaftlicher<br />

Vorstandssprecher des deutschen geoforschungszentrums in Potsdam, sowie Herrn Prof. Dr.<br />

Wolfgang Irrek vom Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule Ruhr West.<br />

5


BEGRÜSSUNG<br />

Josef Beimler,<br />

Stv. Hauptgeschäftsführer IHK<br />

<strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Niemetz,<br />

sehr geehrter Herr Dr. Luck,<br />

sehr geehrte Damen und Herren,<br />

auch ich freue mich, Sie heute zum 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> begrüßen zu dürfen.<br />

Unter dem Titel „Fokus: Energieeffizienz“ werden wir uns mit einem wichtigen Thema der<br />

aktuellen Energiepolitik auseinandersetzen. Uns erwartet heute und morgen ein spannender<br />

Austausch zwischen Unternehmen und Wissenschaft.<br />

Mit diesem Dialog wollen die OTH <strong>Regensburg</strong>, OTTI e. V. und die IHK <strong>Regensburg</strong> für<br />

Oberpfalz / Kelheim nicht nur technische Lösungswege aufzeigen, sondern auch eine ordnungspolitische<br />

Standortbestimmung durchführen.<br />

Ich möchte mich Herrn Prof. Dr. Niemetz anschließen und mich ebenso bei allen Personen<br />

bedanken, die diese Veranstaltung ermöglicht haben.<br />

Nach beinahe vier Jahren gelebter Energiepolitik seit Fukushima ist man derzeit eher ratlos.<br />

Die anfangs schier grenzenlose Euphorie hin zu „100% erneuerbar“ ist einer Tristesse aus<br />

juristisch wackeliger 10-H-Regelung, fehlender Begeisterung für E-Autos und Trassenwiderstand<br />

gewichen.<br />

Im zum Teil heftigen Ringen der Einzelinteressen lässt sich aber überraschend immer dann<br />

Einigkeit beobachten, wenn es ums Energiesparen geht. „Die beste Kilowattstunde ist die<br />

nicht verbrauchte“ bzw. die am besten genutzte, lautet dabei das einhellige Credo.<br />

Der eben beendete bayerische Energiedialog betont, dass sich der Stromverbrauch bis 2023<br />

wohl nicht signifikant senken lassen wird. In diesem Punkt waren sich alle Akteure einig.<br />

Der von der Bundesregierung beschlossene Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)<br />

wird es nach dieser Aussage zumindest möglich machen, den Verbrauch konstant zu halten.<br />

Er soll dabei helfen, bis 2020 mittelbar bis zu 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid einzusparen.<br />

Für den Verkehr werden zudem Aktivitäten geplant, die das Klima zusätzlich um bis<br />

zu 10 Millionen Tonnen entlasten können. Dieser eingeschlagene Weg ist richtig und gut.<br />

In unseren Unternehmen gehört der Einsatz energiesparender Anlagen und Produktionsabläufe<br />

seit langen Jahren zum Standardwerkzeug, um wettbewerbsfähig zu sein. Grundsatz<br />

kann dabei aber immer nur sein, ökonomisch vernünftig zu handeln, denn Energieeffizienz<br />

ist kein Selbstzweck. Dies unterscheidet das Unternehmen maßgeblich vom Privatmann, der<br />

sein Eigenheim energetisch saniert und die Rentabilität der Investition aus politischer Überzeugung<br />

nicht immer an erster Stelle sieht.<br />

Aus der Verpflichtung gegenüber dem Unternehmenserfolg, den Beschäftigten und Kapitalgebern<br />

wird ein Unternehmen aber immer genau rechnen, ob sich die Investition in Energieeffizienz<br />

lohnt. Dass noch weiteres Potenzial in den Betrieben schlummert, steht außer Frage.<br />

Gerade deshalb treffen wir uns heute und morgen, um Expertenmeinungen zu genau diesen<br />

Fragen auszutauschen und Best-practice-Beispiele aufzuzeigen.<br />

Die schöne Welt der Energieeffizienz darf uns jedoch nicht den Blick für das große Ganze<br />

verstellen. Auch wenn die Energieeffizienz in den Augen der Politik als „zweite Säule der<br />

Energiewende“ gilt, wird sie alleine nicht zum Ziel führen. Energie zu sparen und optimal<br />

zu nutzen entbindet uns nicht davon, schmerzhafte Diskussionen zu führen. Ob der Ausbau<br />

Erneuerbarer Energien, neue Netze oder die immer noch notwendige konventionelle<br />

Energieerzeugung, wir brauchen endlich einen verlässlichen Rahmen und Planbarkeit.<br />

Die (Landes-)Politik tut sich offensichtlich schwer, diesen Rahmen zu gestalten. Der reflexhafte<br />

Ruf nach staatlichen Subventionen wird uns keinen Schritt in Richtung einer volkswirtschaftlich<br />

vernünftigen Energiewende bringen. Aufgabe der Politik ist es, die öffentliche Meinung<br />

abzuwägen, den Bürgern aber ebenso schmerzhafte Notwendigkeiten zu benennen und<br />

notfalls unpopuläre Entscheidungen zu treffen.<br />

Erst wenn diese zentralen Weichenstellungen vorgenommen sind, kann auch die Energieeffizienz<br />

ihren Anteil leisten, ein neues Energiesystem zu schaffen, das umweltfreundlich,<br />

sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu haben ist.<br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />

ich wünsche Ihnen nun eine interessante Tagung, produktive Gespräche und nicht zuletzt<br />

auch gute Unterhaltung bei unserem Abendprogramm.<br />

Bis dahin.<br />

6


Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar<br />

Auf ganzer Linie –<br />

Energieeffizienz<br />

vom Sandkorn bis zum eCar<br />

Dr. Erwin Hammerl<br />

Sprecher der Betriebsleitung<br />

Was nicht verbraucht wird, muss<br />

auch nicht erzeugt werden!<br />

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Page 2<br />

Globale Herausforderungen<br />

• Jeden Tag wächst die Erdbevölkerung um<br />

220.000 Menschen.<br />

• 2030 leben 5 Milliarden Menschen in Städten<br />

(von 8 Milliarden)<br />

• 2035 wird die Hälfte aller heute bekannten<br />

Ölreserven aufgebraucht sein.<br />

Jede Woche ein neues Rechenzentrum!<br />

Weltweit geht pro Woche ein neues Rechenzentrum mit<br />

bis zu 100 MW Leistung in Betrieb.<br />

• Soziale Netzwerke,<br />

Cloud-Computing und<br />

Online-Handel<br />

verstärken Nachfrage nach<br />

hocheffizienten Netzteilen.<br />

• 2050 muss der Ausstoß an Treibhausgasen<br />

halbiert sein, um die Erwärmung zu<br />

begrenzen.<br />

• Datenvolumen verdoppelt sich alle 2 Jahre:<br />

Heute sind bereits 2 Zettabyte Daten (2x10 21 )<br />

gespeichert.<br />

• Digital Power Management<br />

mit Halbleitern ist die<br />

optimale Lösung für flexible<br />

Lastanforderungen.<br />

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Weltenergieverbrauch steigt und steigt!<br />

Millionen Tonnen Öl-Äquivalent<br />

Wer braucht wie viel Energie?<br />

Struktur des Endenergieverbrauches in Bayern<br />

nach Verbrauchsgruppen (2012)<br />

33%<br />

23%<br />

15%<br />

29%<br />

Quelle: www.oekosystem-erde.de<br />

Haushalte<br />

Verkehr<br />

Industrie, verarbeitendes Gewerbe<br />

Handel, Gewerbe, Dienstleistungen<br />

Quelle: Bayer. Landesamt für Umwelt<br />

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Page 6<br />

Haben Sie gewusst, …<br />

Energieeffizienz<br />

von der Stromerzeugung bis zum Verbrauch<br />

…dass derzeit 60-70% der Energie<br />

nicht “verbraucht” werden, sondern “verloren”<br />

gehen?<br />

Erzeugung<br />

Übertragung<br />

Verbrauch<br />

Automotive Elektromobilität<br />

Nutzfahrzeuge<br />

Schienenfahrzeuge<br />

Strom<br />

Erzeugung<br />

Übertragung<br />

& Verteilung<br />

Verbrauch<br />

(Beispiel Notebook)<br />

Windenergie<br />

Industrie<br />

Motorsteuerung Beleuchtung<br />

und Antriebe<br />

Haushaltsgeräte<br />

Solarenergie<br />

Computertechnik Cloud Luftfahrt Stromversorgung<br />

~ 220 W<br />

Kohle-<br />

Kraftwerk<br />

130W<br />

Hauptsächlich thermische<br />

Verluste<br />

Wechselstrom-<br />

Übertragung<br />

Energie<br />

Verteilung<br />

Netzteil<br />

(AC/DC)<br />

4W 13W 13W<br />

Verlust: 160 W<br />

Gleichspannung<br />

(DC/DC)<br />

Prozessor<br />

60W<br />

Speicher<br />

Display<br />

etc.<br />

Kraftwerke<br />

Tragbare<br />

Endgeräte<br />

Medizintechnik Audio Authentifikation/<br />

Sicherheit<br />

Quelle: Infineon-Schätzung; nur zur Illustration zu verwenden.<br />

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Leistungskomponenten<br />

für Windkraftanlagen und HGÜ-Verbindungen<br />

Onshore-/Offshore-Windkraftanlagen<br />

HGÜ-Verbindungen für Offshore-Parks<br />

Industrieantriebe –<br />

Energiesparer im Leistungsbereich von 100W-4MW<br />

Nicht drehzahlgeregelter Antrieb<br />

AC 240-690 V<br />

Energiequelle<br />

Verbraucher<br />

Energieverbrauch<br />

100%<br />

Drehzahlgeregelter Antrieb<br />

• Leistung: 1MW bis 6MW<br />

pro Turbine<br />

• Bis 48 IGBT-Module<br />

pro Turbine<br />

• Halbleiteranteil:<br />

~ € 5.000 pro MW<br />

• Leistung ist abhängig von der<br />

Anzahl angeschlossener<br />

Offshore-Parks.<br />

• Bis 16.000 Module pro<br />

Verbindung<br />

• Halbleiteranteil:<br />

~ € 5.300 pro MW<br />

AC 240-690 V<br />

Energiequelle<br />

Inverter &<br />

Leistungselektronik<br />

Verbraucher<br />

Energieverbrauch<br />

60%<br />

HGÜ: Hochspannungsgleichstromübertragung<br />

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Quelle: ZVEI 2006<br />

Januar 2015<br />

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Energieeinsparung –<br />

mit drehzahlgeregelten Antrieben<br />

Beispiel: Deutsche Industrie<br />

Antriebe mit<br />

elektronischer<br />

Drehzahlregelung<br />

Heute<br />

15%<br />

geregelt<br />

Quelle: ZVEI 03/2012<br />

Energieeinsparung<br />

beim Einsatz von<br />

elektronischen<br />

Bauelementen<br />

Poten<br />

tial<br />

50%<br />

geregelt<br />

Reduzierung von<br />

22TWh<br />

=<br />

9 Kraftwerken<br />

(400MW)<br />

Energieeinsparung<br />

20%<br />

vermeidet<br />

17 Millionen<br />

Tonnen CO 2<br />

Entspricht 40% Energieeinsparung pro Einheit.<br />

Wenn 50% aller Antriebe über elektrische<br />

Dreh-zahlregelungen verfügen, wird eine<br />

allgemeine Energieeinsparungen von 20%<br />

erzielt.<br />

Traktion – eine Hochleistungsanwendung<br />

Motorsteuerung & Rückgewinnung der Bremsenergie<br />

Bis 10 MW pro Zug und<br />

bis 120 IGBT-Module pro Zug<br />

Leistungshalbleiter<br />

Bremsenergie -<br />

Rückgewinnung<br />

Energieeinsparung<br />

ca. 20 - 30%<br />

Optimierte<br />

Beschleunigung des<br />

Bahn-System<br />

Beispiel:<br />

In Deutschland sparte die Rückgewinnung von Bremsenergie 300<br />

GWh, das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Kleinstadt<br />

von 30.000 Einwohnern (einschließlich Heizenergie)<br />

Quelle: BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft) 2004; DB Energie 09-2006<br />

Januar 2015<br />

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Januar 2015<br />

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Alles in Einem:<br />

Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch<br />

Alles in Einem:<br />

Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch<br />

Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment<br />

Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment<br />

• Motorsteuerung<br />

• Getriebesteuerung<br />

• Anlasser<br />

• Hybrid Antrieb<br />

• Ladesystem<br />

• DC/DC<br />

• Batterie<br />

Management<br />

• Airbag<br />

• Reifendruck<br />

• Power steering<br />

• Suspension<br />

• ABS<br />

• ADAS<br />

• Assistenz-Systeme<br />

• Beleuchtung<br />

• Klima<br />

• Door & Seat<br />

• Wischer<br />

• Schließen<br />

• Audio<br />

• Navigation<br />

• Fahrer-<br />

Information<br />

• Connectivity<br />

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BMW und Infineon: Gemeinsam die Zukunft<br />

der Elektromobilität gestalten.<br />

Leistungshalbleiter –<br />

Schlüsselelemente der Hybrid und Elektro Fahrzeug Architektur<br />

IFX Unterscheidungsmerkmale<br />

Niedrigleitungs<br />

Batterie<br />

• Verlängerung der Batterielebensdauer<br />

• Effizente DC/AC und AC/DC Umwandlung<br />

• Überwachung und Kontrolle des Batterieladezustand<br />

durch intelligente Algorithmen<br />

• MOSFETs, µCs, Sensors, Vregs<br />

Leistungselektronik-Modul<br />

M<br />

HV-LV<br />

DC/DC<br />

HV Unterstützung<br />

Hochspannungs-Bordnetz<br />

Batterie<br />

steuerung<br />

Hochleistungs<br />

Batterie<br />

Umrichter<br />

Hochleistungs<br />

DC/DC<br />

Ladegerät<br />

AC/DC<br />

• 75 Halbleiter sorgen für einen hocheffizienten Elektroantrieb im<br />

BMW i3.<br />

• Weitere Komponenten: Steuerung von Airbags, LED-Lichtmodul,<br />

Lenkungsverriegelung, Scheibenwischer und Gurtaufroller.<br />

IFX Unterscheidungsmerkmale<br />

• Höchste Leistungsdichte<br />

• Innovative Montage & Verbindungen<br />

• HybridPACKs, IGBTs, µCs<br />

IFX Unterscheidungsmerkmale<br />

• Effiziente AC/DC Umwandlung<br />

• Kurze Ladezeit<br />

• Handhabung von hohen Strömen<br />

• IGBTs, MOSFETs<br />

EV<br />

HEV<br />

HV<br />

LV<br />

AC<br />

DC<br />

= electric vehicle<br />

= hybrid electric vehicle<br />

= high-voltage<br />

= low-voltage<br />

= alternating current<br />

= direct current<br />

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Januar 2015<br />

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Für effiziente Energienutzung im Haus:<br />

vernetzte smarte Leistungshalbleiter<br />

Für effiziente Energienutzung im Haus:<br />

vernetzte smarte Leistungshalbleiter<br />

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Energieeinsparung im Haushalt<br />

mit diskreten IGBTs, Silizium Dioden und IC’s *<br />

* verglichen mit Niederspannungshalbleiterlösungen<br />

• Halbleiter gesteuerter Reiskocher<br />

25% Einsparungen 70kWh ~ 14 €/a<br />

• Induktive Heizsysteme<br />

30% Einsparungen 400kWh ~ 80 €/a<br />

Riesenaufwand für kleinste Chips<br />

Riesen-Aufwand für Chip-Zwerge<br />

• Halbleiter gesteuerte Waschmaschine mit<br />

bürstenlosem Motor<br />

40% Wasser und 45% Energie<br />

14kl/a und 250kWh ~ 100 €/a<br />

• Halbleiter gesteuerte Kühlschränke<br />

40% Einsparungen 64kWh ~ 13 €/a<br />

• Halbleiter gesteuerte Klimaanlagen<br />

50% Einsparungen 300kWh ~ 60 €/a<br />

200 mm<br />

4 mm<br />

set date<br />

Copyright © Infineon Technologies AG 2014. All rights reserved.<br />

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2015-02-24 Copyright © Infineon Technologies AG 2015. All rights reserved.<br />

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11


Unser Kleinster<br />

Riesenaufwand für kleinste Chips<br />

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2015-02-24 Copyright © Infineon Technologies AG 2015. All rights reserved.<br />

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Riesenaufwand für kleinste Chips<br />

Riesenaufwand für kleinste Chips<br />

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12


12.0 0.0 8.9<br />

12.0<br />

Reinraum<br />

7.18 7.18<br />

6.80<br />

6.80<br />

Reinraum Luftversorgung<br />

6.20<br />

5.00<br />

Reinraum für<br />

Produktion ist<br />

nur ca. 20% der<br />

Gebäudefläche<br />

6.20<br />

5.00<br />

Luftstrom<br />

6.40<br />

• Luftstrom: 0,4 m/s<br />

• Luftaustausch: 420 x pro Stunde<br />

• Überdruck: 12 - 26 Pascal<br />

• Temperatur: 22,0 °C<br />

• Relative Feuchte: 40%<br />

6.40<br />

8.60<br />

8.60<br />

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Standort <strong>Regensburg</strong><br />

Ökologische Nachhaltigkeit* (Company)<br />

Zertifizierungen bestätigen:<br />

• Infineon verbraucht etwa 20% weniger Wasser pro cm²<br />

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />

• Infineon verbraucht etwa 32% weniger Elektrizität pro cm²<br />

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />

• Infineon verursacht etwa 47% weniger Abfall pro cm²<br />

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .<br />

*ohne International Rectifier<br />

** ISO 50001 wesentliche EU Standorte<br />

1) Gemäß "World Semiconductor Council“<br />

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13


Entwicklung Stromverbrauch<br />

Infineon <strong>Regensburg</strong><br />

Optimierung Umluft – Historie<br />

[GWh/a]<br />

[output]<br />

220<br />

210<br />

200<br />

190<br />

180<br />

170<br />

160<br />

150<br />

140<br />

130<br />

120<br />

[kWh/a]<br />

9.000.000<br />

8.000.000<br />

7.000.000<br />

6.000.000<br />

5.000.000<br />

4.000.000<br />

3.000.000<br />

2.000.000<br />

1.000.000<br />

7.829.700<br />

neue Ventilatoren mit Flachriemen<br />

5.815.604<br />

5.202.192<br />

5.379.604<br />

5.161.378<br />

5.051.560<br />

5.045.971<br />

5.140.623<br />

5.149.548<br />

5.384.503<br />

5.005.633<br />

Diverse Klein-Projekte<br />

4.498.000<br />

3.211.344<br />

Reinraum-Druckabsenkung<br />

2.755.472<br />

2.840.769<br />

2.955.754<br />

2.932.136<br />

2.565.492<br />

1.456.000<br />

Umluft-<br />

Umbau<br />

1)<br />

110<br />

100<br />

1 2 3 4 5 6 7<br />

GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011 GJ 2012 GJ 2013 GJ 2014 GJ 2015<br />

0<br />

GJ<br />

97<br />

GJ<br />

98<br />

GJ<br />

99<br />

GJ<br />

00<br />

GJ<br />

01<br />

GJ<br />

02<br />

GJ<br />

03<br />

GJ<br />

04<br />

GJ<br />

05<br />

GJ<br />

06<br />

GJ<br />

07<br />

GJ<br />

08<br />

GJ<br />

09<br />

GJ<br />

10<br />

GJ<br />

11<br />

GJ<br />

12<br />

GJ<br />

13<br />

GJ<br />

14<br />

GJ<br />

15<br />

GJ<br />

16<br />

1) Prognosen<br />

GJ<br />

17<br />

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Gebäudesanierung<br />

Photovoltaik-Fassade<br />

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung<br />

– Einsparungen:<br />

• Strom: 300 MWh<br />

- drei Abluft-Ventilatoren statt 35<br />

alten Einzelanlagen<br />

- Umstellung Klimatechnik auf<br />

zentrales Zuluftsystem mit<br />

dezentraler Umluftkühlung<br />

- Büroklimatisierung mit<br />

energiesparenden Induktionsauslässen<br />

• Wärme: 2.750 MWh<br />

- Isolierung der Fassade, neue<br />

Fenster<br />

- Abwärmenutzung aus N 2 -Anlage<br />

• Fassadenintegrierte<br />

Photovoltaik-Anlage an Südund<br />

Westseite mit 1042<br />

mikrokristalline Dünnschicht-<br />

Modulen<br />

• Leistung: 120 kWp<br />

• Stromertrag ca. 91.000 kWh/a<br />

45 Tonnen weniger CO 2<br />

entspricht 375.000 km Pkw<br />

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14


Abwärmenutzung aus der N 2 -Anlage<br />

• Wärme des Kompressors<br />

wird zur Beheizung der<br />

Zuluft eines Gebäudes<br />

genutzt.<br />

• Einsparung 2.100 MWh/a<br />

Primärheizenergie -<br />

das entspricht dem jährlichen<br />

Stromverbrauch von<br />

1.000 Personen.<br />

Wärmerückgewinnung bei<br />

Infineon <strong>Regensburg</strong> GJ 2014<br />

• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik<br />

8.600 MWh zurückgewonnene Energie,<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

285 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 1.500 t CO ² - Ausstoß<br />

• Wärme aus Drucklufterzeugung<br />

zurückgewonnene Energie 5.200 MWh<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

173 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 900 t CO ²<br />

• Einsatz von Wärmepumpen<br />

3.800 MWh zurückgewonnene Energie<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

128 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 660 t CO ²<br />

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Wärmerückgewinnung bei<br />

Infineon <strong>Regensburg</strong> GJ 2014<br />

Blockheizkraftwerk<br />

Spatenstich 14.09.2014<br />

• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik<br />

8.600 MWh zurückgewonnene Energie ,<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

285 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 1.500 t CO ² - Ausstoß<br />

• Wärme aus Drucklufterzeugung<br />

zurückgewonnene Energie 5.200 MWh<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

173 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 900 t CO ²<br />

• Einsatz von Wärmepumpen<br />

3.800 MWh zurückgewonnene Energie<br />

entspricht Heizenergieverbrauch von<br />

128 4-Personen-Haushalten,<br />

oder 660 t CO ²<br />

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15


Blockheizkraftwerk liefert Strom und Wärme<br />

BHKW Historie<br />

Strom<br />

45%<br />

Energieträger<br />

Erdgas<br />

Wärme<br />

43%<br />

Gesamt-Wirkungsgrad<br />

88%<br />

Leistung:<br />

• elektrisch: 13.0 Mio kWh/a<br />

(ca. 10% Gesamtverbrauch Infineon<br />

<strong>Regensburg</strong>)<br />

• thermisch: 12.3 Mio kWh/a<br />

(ca. 50% Wärmebedarf Infineon<br />

<strong>Regensburg</strong> )<br />

CO 2 Bilanz:<br />

• 80% Einsparung<br />

4.500 t/a 880 t/a<br />

Wirtschaftlichkeit:<br />

• Projektkosten : 2.1 Mio €<br />

• Energiekostenersparnis:<br />

1.0 Mio €/Jahr<br />

• Amortisation: 2,5 Jahre<br />

EEG<br />

Umlage<br />

KWK<br />

Gesetz<br />

• 2012<br />

Wirtschaftlichkeit unklar, weil<br />

Netzentgeltbefreiung<br />

(800.000 €/a) in der Schwebe<br />

• 2013<br />

neue EU-Vorgaben BHKW wieder<br />

wirtschaftlich<br />

• 2014<br />

jetzt doch wieder Wegfall der<br />

Netzentgeltreduktion<br />

• 2015<br />

EEG Umlagepflicht (1,85 ct/kWh)<br />

Wirtschaftlichkeit des BHKW wird<br />

um ca. 260.000 €/a verschlechtert!<br />

• 1,5 Jahre Projektverzögerung<br />

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Highlight aus <strong>Regensburg</strong>:<br />

DrBlade für Internet-Datenzentren<br />

DrBlade für Internet-Datenzentren<br />

DrBlade für die Gleichspannungsregelung<br />

in<br />

Servern für das Internet<br />

DrBlade für die Gleichspannungsregelung<br />

in<br />

Servern für das Internet<br />

Server für ein Internet-Datenzentrum<br />

• 25% geringere Verlustleistung<br />

der Spannungswandlung<br />

bedeutet,<br />

allein die Verwendung in<br />

Servern kann weltweit<br />

jährlich rund 460<br />

Gigawattstunden<br />

einsparen.<br />

Server für ein Internet-Datenzentrum<br />

• 25% geringere Verlustleistung<br />

der Spannungswandlung<br />

• geringerer Kühlaufwand<br />

• niedrigere Umweltbelastung<br />

und reduzierte<br />

Stromkosten<br />

Vorder- und Rückseite eines DrBlade-<br />

Produktes der ersten Generation<br />

• geringerer Kühlaufwand<br />

• Niedrigere Umweltbelastung<br />

und reduzierte<br />

Stromkosten.<br />

Vorder- und Rückseite eines DrBlade-<br />

Produktes der ersten Generation<br />

• Überwachung des<br />

Betriebszustandes durch<br />

Strom- und Temperatursensoren<br />

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16


Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar<br />

Was nicht verbraucht wird, muss<br />

auch nicht erzeugt werden!<br />

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17


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Referent:<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton<br />

M A S L A T O N<br />

Rechtsanwaltsgesellschaft mbH<br />

___________________________________________________________<br />

Leipzig<br />

.<br />

München<br />

.<br />

Köln<br />

Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton<br />

Recht der Erneuerbaren Energien<br />

TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,<br />

Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />

sowie geschäftsführender Gesellschafter der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft<br />

mbH, die sich schwerpunktmäßig mit sämtlichen<br />

Fragen des Rechts der Erneuerbaren Energien befasst.<br />

Als Hochschullehrer unterrichtet er das Recht der Erneuerbaren<br />

Energien und das Umweltrecht an der TU Chemnitz / TU Bergakademie<br />

Freiberg, publiziert und referiert national und international zu diesen<br />

Themen, mit denen er sich im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit als<br />

Referent im Deutschen Bundestag seit 1987 beschäftigt. Er ist als<br />

Funktionsträger in einer Reihe von Branchenverbänden, u.a ist er<br />

Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft Wärme Kopplung , engagiert.<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Gliederung:<br />

Die Themen:<br />

I. EnEV<br />

I. Energieeinsparverordnung (EnEV)<br />

II. EEWärmeG<br />

II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)<br />

III. KWKG-Novelle<br />

III. KWKG-Novelle<br />

I. Energieeinsparverordnung (EnEV)<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

18


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

1. Allgemeines<br />

§ Letzte Novellierung im Juli 2014 (EnEV 2014)<br />

§ Wesentlicher Regelungsgegenstand:<br />

− energetische Mindestanforderungen an Neubauten sowie an<br />

Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender<br />

Gebäude<br />

− Energieausweise für Gebäude<br />

− Mindestanforderungen an Heizungstechnik<br />

− Ordnungswidrigkeiten<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

2. Anwendungsbereich<br />

§ erfasst:<br />

− geheizte & gekühlte Gebäude bzw. Gebäudeteile (Wohn- und<br />

Nichtwohngebäude)<br />

§ nicht erfasst:<br />

− Betriebsgebäude, die überwiegend Tierhaltung dienen<br />

− Gewächshäuser<br />

− unterirdische Bauten<br />

− Traglufthallen, Zelte, offene Betriebsgebäude<br />

§ Durchsetzung:<br />

Einhaltung der EnEV-Vorgaben ist im Bauantragsverfahren der<br />

jeweiligen unteren Baubehörde nachzuweisen<br />

− dem Gottesdienst /religiösen Zwecken gewidmete Gebäude<br />

− Gebäude, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und<br />

zerlegt zu werden sowie provisorische Gebäude mit geplanter<br />

Nutzungsdauer von weniger als 2 Jahren<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

2. Anwendungsbereich<br />

I. EnEV<br />

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ nicht erfasst:<br />

− Wohngebäude, die<br />

à<br />

für eine Nutzungsdauer von weniger als vier<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§<br />

Keine Überschreitung des Energiebedarfs für Heizung, Warm-wasser,<br />

Lüftung und Kühlung im Vergleich zum Jahres-Primärenergiebedarf<br />

eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und<br />

Ausrichtung<br />

Monaten jährlich bestimmt sind oder<br />

à<br />

für eine begrenzte jährliche Nutzungsdauer bestimmt<br />

sind, wenn der zu erwartende Energieverbrauch der<br />

Gebäude weniger als 25 % des zu erwartenden<br />

§<br />

Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten durch<br />

EnEV 2014 ggü. alter Rechtslage ab 01.01.2016<br />

−<br />

−<br />

um durchschnittlich 25 % des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs<br />

um durchschnittlich 20 % bei der Wärmedämmung der<br />

Gebäudehülle (zulässiger Wärmedurchgangskoeffizient)<br />

EnergieverbrauchsbeiganzjährigerNutzungbeträgt,− sonstigehandwerkliche,landwirtschaftliche,gewerblicheundindustrieleBetriebsgebäude,die:<br />

à<br />

nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Innentemperatur<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

von weniger als 12 Grad Celsius oder<br />

à<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

19


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />

I. EnEV<br />

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />

II. EEWärmeG<br />

§ Anhebung der Neubauanforderungen als wichtiger Zwischen-Schritt<br />

hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard<br />

− Spätestens ab dem Jahr 2021 verbindlich für alle Neubauten<br />

II. EEWärmeG<br />

§ Vorgaben für Neubauten:<br />

− konkrete Anforderungen an die Dichtheit und die<br />

Sicherstellung eines Mindestluftwechsels (§ 6 EnEV)<br />

III. KWKG-Novelle<br />

− Für Neubauten von Behördengebäuden bereits ab 2019<br />

verbindlich<br />

III. KWKG-Novelle<br />

− Mindestwärmeschutz nach den anerkannten Regeln der<br />

Technik (§ 7 Abs. 1 EnEV), dies gilt auch für Trennwände zu<br />

bereits bestehender Nachbarbebauung<br />

§ Festlegung konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität<br />

von Niedrigstenergiegebäuden bis spätestens Ende 2016 für<br />

Behördengebäude bzw. Ende 2018 für alle Neubauten<br />

− Pflicht zur Verringerung von Wärmeverlusten an konstruktiven<br />

Wärmebrücken (§ 7 Abs. 2 EnEV)<br />

§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine Ordnungs-widrigkeit,<br />

mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten<br />

I. EnEV<br />

4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Wird in einem Neubau Strom aus Erneuerbaren Energien eingesetzt,<br />

so darf dieser Strom bei der Berechnung des Gesamtenergiebedarfs<br />

nach § 5 EnEV wieder abgezogen werden, wenn er:<br />

− in unmittelbarem Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt<br />

wird und<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Einhaltung energetischer Mindeststandards auch bei der Änderung,<br />

Erweiterung oder dem Ausbau von Bestandsbauten:<br />

− Bei Wohngebäude darf der Jahres-Primärenergiebedarf des<br />

Referenzgebäudes um nicht mehr als 40 % überschritten<br />

werden<br />

− vorrangig in dem Gebäude unmittelbar nach Erzeugung oder<br />

nach vorübergehender Speicherung selbst genutzt und nur die<br />

überschüssige Energiemenge in ein öffentliches Netz<br />

eingespeist wird<br />

§ Dabei darf höchstens die Strommenge angerechnet werden, die<br />

dem berechneten Strombedarf der jeweiligen Nutzung entspricht.<br />

− Bei Sanierung von Nichtwohngebäuden genügt alternativ auch<br />

die Einhaltung des 1,4 fachen Energieverbrauchs eines neuen<br />

Referenzgebäudes<br />

§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine<br />

Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

20


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten<br />

I. EnEV<br />

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Pflicht zum Austausch alter Heizkessel erweitert<br />

à Einbau vor 01.01.1985 – Austausch bis Ende 2014<br />

à<br />

Einbau nach 01.01.1985 – nach Ablauf von 30 Jahre<br />

à<br />

Bisher nur Austausch von Kessel, die vor 1978 eingebaut<br />

wurden§ AusgenommensindBrenwertkeselundNiedertemperatur-heizkeselmitbesondershohenWirkungsgrad<br />

§ KeineAustauschpflichtfürEigentümervonEin-undZweifamilienhäuser,dieam01.02.202indiesenHäusernmindestenseineWohnungselbstnutzen<br />

à<br />

gilt bereits seit EnEV 2002<br />

§ Bei Eigentümerwechsels ist Neueigentümer zum Austausch<br />

innerhalb von zwei Jahren verpflichtet<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§<br />

für neugebaute, zu verkaufende, verpachtete oder vermietete<br />

Gebäude ist vom Eigentümer ein Energieausweis, der die<br />

energetischen Eigenschaften des Gebäudes wiedergibt, vorzulegen<br />

à zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts<br />

à spätestens auf Verlangen der zuständigen Behörde, des Käufers,<br />

Pächters oder Mieters<br />

à gilt nicht für Baudenkmäler<br />

à Nichtbeachtung ist eine Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 15.000<br />

€ Gelbuße geahndet<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />

I. EnEV<br />

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in Gebäuden mit starkem<br />

Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht,<br />

wenn bereits ein Energieausweis vorliegt<br />

à z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants<br />

oderBanken § Gebäudezurbehördlichen Nutzung sindEnergieausweiseauszustelenundgutsichtbarauszuhängen à miteinerNutzflächevonmehrals500m ²à<br />

ab Juli 2015 mehr als 250 m² Nutzfläche<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ NEU: Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in<br />

Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung<br />

à Angabe der Energieeffizienzklasse (umfasst die Klassen<br />

A+ bis H)<br />

à nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem<br />

Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden<br />

à Nichtvorlage ist hier aber keine Ordnungswidrigkeit<br />

§ keine Energieausweisplflicht bei Gebäuden kleiner 50 m²<br />

à Keine Pflicht zur Angabe der Klasse, wenn bereits ein gültiger<br />

Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer<br />

Energieeffizienzklasse, vorliegt<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

§ NEU: Unabhängige Stichprobenkontrolle durch die Länder für<br />

Energieausweise und Berichte über die Inspektion von<br />

Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe)<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

21


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

I. EnEV<br />

1. Allgemeines<br />

II. EEWärmeG<br />

II. EEWärmeG<br />

§<br />

aktueller EE-Anteil am Wärmeverbrauch in Deutschland bei<br />

nur 6 %<br />

III. KWKG-Novelle<br />

II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz<br />

(EEWärmeG)<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§<br />

Ziel des EEWärmeG: Erhöhung des EE-Anteils für Heizung,<br />

Warmwasser und Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme auf<br />

14 % bis 2020<br />

§<br />

Wesentlicher Regelungsinhalt:<br />

- die Nutzungspflicht von EE für Gebäudeeigentümer<br />

- die finanzielle Förderung durch Marktanreizprogramm<br />

- die Förderung des Ausbaus von Wärmenetzen<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

2. Nutzungspflicht<br />

I. EnEV<br />

3. Erfüllung der Nutzungspflicht<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§<br />

§<br />

§ 3 Abs. 1 EEWärmeG:<br />

„Die Eigentümer von Gebäuden [...], die neu errichtet<br />

werden, müssen den Wärme- und Kälteenergiebedarf durch<br />

die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien [...]<br />

decken.“<br />

Nutzungspflicht gilt:<br />

− nur für Neubauten ab 2009<br />

− grds. für alle betroffenen Gebäude mit einer Nutzfläche von<br />

mehr als 50 m², Ausnahmen gem. § 4 HS. 2 EEWärmeG<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ § 5 EEWärmeG regelt zu welchem Anteil der Wärme- und<br />

kälteenergiebedarf aus den jeweils eingesetzten Erneuerbaren<br />

Energien gedeckt werden muss<br />

à durch Nutzung Solare Strahlungsenergie, Biomasse,<br />

Geothermie<br />

§ Entscheidend ist allein die Erfüllung des Pflichtanteils bezogen<br />

auf den gesamten Wärme- und Kälteenergiebedarf des Gebäudes<br />

§ Wärmebedarf ist die zur Deckung des Wärme- oder Kältebedarfs<br />

für Heizung, Warmwasserbereitung oder Kühlung jährlich<br />

benötigte Wärmemenge.<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

22


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG<br />

Gasförmige Biomasse<br />

§ Nutzungsanteil von mind. 30 % vorgeschrieben<br />

§<br />

à nur bei Nutzung in einer KWK-Anlage<br />

Voraussetzungen bei Einsatz von aufbereitetem Biogas:<br />

à Verwendung der besten verfügbaren Technik bei Aufbereitung<br />

und Einspeisung und hierdurch<br />

à Senkung von Methanemissionen und Stromverbrauch<br />

à Gewinnung der Prozesswärme, die zur Aufbereitung<br />

erforderlich ist, aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme<br />

Flüssige und feste Biomasse<br />

§ Nutzungsanteil von zu mind. 50 %<br />

§ Flüssige Biomasse: eingesetzter Heizkessel muss bester verfügbarer<br />

Technik entsprechen<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG<br />

Solarer Strahlungsenergie<br />

§ muss der Nutzwärmebedarf zu min. 15 % gedeckt werden<br />

à entspricht der Verwendung von Sonnenkollektoren mit einer<br />

Fläche von min. 0,04 m² Kollektorfläche je m²<br />

Nutzfläche<br />

à Sonnenkollektoren mit dem europäischen Prüfzeichen<br />

„Solar-Keymark“ zertifiziert sein<br />

Geothermie, Umweltwärme<br />

§ Nutzungsanteil von mind. 50 % erforderlich<br />

§ Erfasst ist auch die Nutzung von Erdwärme durch Tiefengeothermie.<br />

BEACHTE: Die Erfüllung der Nutzungspflicht ist auch durch eine<br />

Kombination von Erneuerbaren Energien untereinander oder mit<br />

Ersatzmaßnahmen möglich!<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

4. Ersatzmaßnahmen, § 7 Abs. 1 EEWärmeG<br />

§<br />

Nutzungspflicht gilt als erfüllt bei:<br />

- Deckung des Wärmebedarfs zu mindestens 50 % und<br />

unmittelbar aus hocheffizienten KWK-Anlagen oder aus<br />

Anlagen zur Nutzung von Abwärme<br />

- Maßnahmen zur Energieeinsparung, wenn die Anforderungen<br />

der EnEV um min. 15 % unterschritten werden,<br />

oder<br />

- vollständiger Deckung des Wärmebedarfs aus Nahoder<br />

Fernwärmenetz, wenn<br />

à die Wärmeenergie zu einem wesentlichen Teil aus<br />

Erneuerbaren Energien oder<br />

à zu mindestens 50 % aus hocheffizienten KWK-<br />

Anlagen oder Abwärme stammt.<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

5. Nachweis und Ausnahmen von der Nutzungspflicht<br />

§ Nachweis zur Erfüllung der Nutzungspflicht ist innerhalb von<br />

drei Monaten ab Inbetriebnahme der Heizungsanlage des<br />

Gebäudes an die zuständige Behörde zu erbringen<br />

à Ländersache, § 12 EEWärmeG (Erlass ZuständigskeitsVO)<br />

à größtenteils Baubehörden, z.T. Umwelt-/Wirtschaftsbehörde<br />

§ Unter bestimmten Voraussetzungen sind im Einzelfall auch<br />

Ausnahmen von der Nutzungspflicht möglich, § 9 EEWärmeG:<br />

1. bei technischer Unmöglichkeit oder<br />

2. bei einem Widerspruch zu anderen öffentlichrechtlichen<br />

Pflichten oder (z.B. Denkmalschutz)<br />

3. bei Erteilung einer Befreiung wegen unangemessenenm<br />

Aufwand oder sonstiger unbilliger Härte<br />

MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 2 4<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

23


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

III. KWKG-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

1. Aktueller Stand<br />

§ KWK-Monitoringbericht veröffentlicht am 01.10.2014:<br />

à 25 % KWK-Ausbauziel ist bis 2020 derzeit nicht erreichbar<br />

à KWK als wichtige Verbindung zwischen Strom- und<br />

Wärmemarkt<br />

à Weiterer KWK-Ausbau mit den Zielen des Ausbaus der<br />

fluktuierenden Wind- und PV-Stromerzeugung<br />

§ Derzeit:<br />

Zwischenüberprüfung (§ 12 KWKG) und Verbändeanhörung<br />

§ Schwerpunkte der KWKG-Novelle:<br />

à Anhebung der KWK-Zuschläge, um die Belastung der<br />

Eigenversorgung mit EEG-Umlage zu kompensieren<br />

à Neuregelungen zur Förderung von KWK-Anlagen bei einer<br />

Verdrängung von Fernwärme aus KWK<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />

I. EnEV<br />

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Beibehaltung der Systematik des KWKG für Neuanlagen bei<br />

angepassten KWK-Zuschlägen:<br />

§ Leistungsklasse bis kleiner 50 kW:<br />

à bis 2 kW: 9,41 Ct/kWh<br />

à von 2 kW bis kleiner 50 kW: 7,41 Ct/kWh<br />

à Bertriebsstundenorientierte Förderung: mindestens 70.000<br />

Vollbenutzungsstunden innerhalb von 15 Jahren<br />

§ 50 kW bis kleiner als 2 MW:<br />

à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für die ins Netz<br />

der allgemeinen Versorgung eingespeiste Strommenge<br />

§ Größer als 2 MW:<br />

à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für eingespeiste<br />

Strommenge<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

§ Ziel der Anpassung der KWK-Zuschläge bei Neuanlagen:<br />

Beseitigung der Unwirtschaftlichkeit<br />

à Milderung der Belastung durch EEG-Umlage auf<br />

Eigenverbrauch<br />

à Investitionsanreiz mittels Anschubförderung über eine<br />

Förderdauer von 10 Jahren<br />

§ Kompensation der sinkenden Großhandelspreise für Strom durch<br />

KWK-Zuschlag für Bestandsanlagen:<br />

à bei Bestandsanlagen außerhalb der KWK-Förderung<br />

temporärer KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh<br />

à Zahlung über separaten Fördertopf<br />

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2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 2 8<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

24


Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,<br />

EEWärmeG und KWK-Novelle<br />

I. EnEV<br />

II. EEWärmeG<br />

III. KWKG-Novelle<br />

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle<br />

§ Verstetigung des Förderzeitraums für KWK-Anlagen bis 250 kW<br />

à Bestehender Zeitsprung des Förderzeitraums für KWK-<br />

Anlagen bei 50 kW führt zu nicht optimalen Auslegung<br />

à Vorschlag: auch bei Anlagen bis 250 kW für die ersten 50 kW<br />

die 10 Jahre Förderung<br />

§ Ausstellung vorläufiger Fördervorbescheide (Zulassungsbescheide)<br />

à Bisher: Inbetriebnahme der Anlage, bevor die Förderung<br />

genehmigt wird<br />

§ Fernwärmeverdrängung klarer ausgestalten<br />

à Insbesondere: Anspruch des Anlagenbetreibers ggü.<br />

Fernwärmenetzbetreiber auf Informationen<br />

à Förderung der nicht-stromerzeugenden KWK mit einem KWK-<br />

Zuschlag von 6 Ct/kWh<br />

Vielen Dank für Ihre<br />

Aufmerksamkeit!<br />

M A S L A T O N<br />

Rechtsanwaltsgesellschaft mbH<br />

___________________________________________________________<br />

Leipzig<br />

.<br />

München<br />

.<br />

Köln<br />

Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton<br />

Recht der Erneuerbaren Energien<br />

TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,<br />

Fachanwalt für Verwaltungsrecht<br />

MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 2 9<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH · www.maslaton.de · <strong>Regensburg</strong>, 24.02.2014 · 3 0<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

25


Welche der drei Lampen ist die energieeffizienteste?<br />

Institut Energiesysteme und<br />

Energiewirtschaft<br />

Der Markt für Energieeffizienz<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> – Fokus: Energieeffizienz<br />

<strong>Regensburg</strong>, 24. Februar 2015<br />

Prof. Dr. Wolfgang Irrek<br />

1 2 3<br />

Welche der drei Lampen ist die wirtschaftlichste?<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

1<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

2<br />

Überblick<br />

• Heterogene Marktsituation<br />

o Ausgangssituation<br />

o Energieeffizienz-Technologien<br />

o Energieeffizienz-Dienstleistungen<br />

o Treiber und Erfolgsfaktoren<br />

• Rechnet sich die Energieeffizienz im Markt?<br />

o Risikobetrachtung (Amortisation) vs.<br />

Wirtschaftlichkeit (Rendite)<br />

o Finanzierungsmöglichkeiten<br />

o Fördermittel für KMU<br />

• Perspektiven<br />

• Fazit<br />

Hochschule Ruhr West (HRW) – www.energy-campus.de<br />

Energie bezogene Studiengänge Forschungspartnerschaften<br />

Energy Campus Lab – Lehren und Forschen am innovativen Objekt<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

3<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

4<br />

26


Partielle Entkopplung von Wachstum und Energieverbrauch<br />

Potenzial für weitere Endenergieeinsparungen in der EU bis<br />

2050 im Vergleich zum Trend<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

5<br />

Quelle: FhG-ISI 2013<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

6<br />

Energieeffizienzpolitik: Anspruch und Realität<br />

‣ Versagen der Marktakteure oder der Politik?<br />

Indikator bisher erreicht* 2008-2020 2008-2050<br />

Primärenergieverbrauch -4,3%<br />

-20% -50%<br />

2008-2012<br />

Stromverbrauch -1,9%<br />

-10% -25%<br />

2008-2012<br />

Heizenergieverbrauch -6,3%<br />

-20%<br />

2008-2012<br />

Primärenergieverbrauch<br />

-80%<br />

Gebäude<br />

Sanierungsrate ca. 1%/a min. 2%/a min. 2%/a<br />

Raumwärmeverbrauch je<br />

qm Wohnfläche<br />

-34,5%<br />

1996-2012<br />

Wohnfläche +15,3%<br />

1996-2012<br />

* inklusive Vereinigungseffekt<br />

Quellen: BMWi-Monitoringbericht „Energie der Zukunft“ 2014<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

7<br />

Quellen: Statistisches Bundesamt (www-genesis.destatis.de); Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt.de/daten/rohstoffe-als-ressource/gesamtermaterialaufwand-deutschlands)<br />

Der heterogene<br />

Markt für<br />

energieeffiziente<br />

Produkte<br />

Vielfältige<br />

Technologie-<br />

Komponenten<br />

und -Systeme<br />

Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

8<br />

27


Steigerung der Energieeffizienz bei vielen Strom betriebenen<br />

Produkten durch Standards und Label (Ökodesign-Richtlinie)<br />

Stagnation bei der Energieeffizienz in Gebäuden<br />

Beispiel Heizungssystem:<br />

• 71% der Wärmeerzeuger ineffizient<br />

• Jährlicher Ersatz nur bei ca. 3%<br />

• Oft ineffiziente Heizungsumwälzpumpen –<br />

Beispiel MFH in Bottrop:<br />

71% weniger Stromverbrauch und<br />

Nettokostenvorteil durch neue Pumpe<br />

• Hydraulischer Abgleich fehlt oft<br />

Beispiel Gebäudehülle:<br />

• Sanierungsrate nur bei knapp 1 Prozent<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

Demnächst z. B. für gewerbl.<br />

Kühl- und Gefriergeräte<br />

9<br />

‣ Oft fehlende integrierte Betrachtung von<br />

Gebäudehülle, Gebäudetechnik,<br />

Nutzer/innen-Bedarf und -Verhalten<br />

Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), www.bdh-koeln.de [27.06.2014]; BMWi 2014<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

10<br />

Der Markt für<br />

Energieeffizienz-<br />

Dienstleistungen<br />

Energieberatung<br />

Energiemanagement<br />

Planung & Installation<br />

Contracting<br />

Energieberatung<br />

• 12.500-14.000 vorwiegend kleinere Anbieter<br />

• Niedrige Stundenlöhne insbesondere im Gebäudebereich (15-30 Euro/h)<br />

• Haupttreiber: steigende Energiepreise, Agenda-Setting, Förderung<br />

• Wachsender Druck: Transparenz, Qualifizierung, Zertifizierung<br />

Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos / ifeu / HRW 2013<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

11<br />

Quelle: ifeu 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

12<br />

28


Energiemanagement-Dienstleistungen<br />

• Energiemonitoring, Energiecontrolling, Energiemanagement<br />

• Heterogene Anbieterlandschaft<br />

• 250-500 Mio. Euro Umsatz in 2012 (inkl. Management Gebäudetechnik)<br />

• Weiteres leichtes bis starkes Marktwachstum erwartet<br />

Zertifiziertes Energiemanagement:<br />

ca. 13-14 Mio. Euro Umsatz in 2012<br />

Contracting<br />

• 500 – 550 Anbieter mit 90.000 – 100.000 Verträgen<br />

• 3 – 4 Mrd. Euro Marktvolumen in 2011; leicht wachsender Markt<br />

• Potenzial: 1% der Wohngebäude gut, 18% eingeschränkt geeignet;<br />

10-20% der öffentlichen Liegenschaften geeignet;<br />

Übertragbarkeit auf Industrie und Gewerbe prinzipiell gegeben<br />

Energieliefercontracting /<br />

Energieeinsparcontracting<br />

ELC = Energieliefercontracting<br />

ESC = Energieeinsparcontracting<br />

Quelle: prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013<br />

Quellen: HRW 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013; Reinhard Peglau, UBA, 2014; ISO Survey 2013, www.iso.org, 26.01.2015<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

13<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

14<br />

DENEFF/pwc: Geschätztes Marktvolumen<br />

Energieeffizienzmärkte 2013<br />

162 Mrd. Euro Umsatz 848.000 Beschäftigte<br />

Wirtschaftlichkeit: Die Lebenszykluskosten, nicht die<br />

Anschaffungskosten sind entscheidend!<br />

Umsatzwachstum gg. Vorjahr +11% Beschäftigtenwachstum +5%<br />

Haupttreiber: Erwartung steigender Energiepreise; politisch-rechtliche<br />

Rahmensetzungen (Erfüllung Vorgaben, Steuervorteile, Fördermittel);<br />

(persönliche) Kommunikation; technischer Fortschritt<br />

Quelle: DENEFF / pwc (2014): Branchenmonitor Energieeffizienz 2014., Berlin (Hochrechnung auf Basis einer Umfrage unter 90 Unternehmen der<br />

Energieeffizienz-Branchen)<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

15<br />

Quelle: www.topmotors.ch für das Beispiel eines 4-poligen IE3-11kW-Motors über 15 Jahre Nutzungsdauer mit 4.000 h/a<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

16<br />

29


Risikobetrachtung (Amortisation) vs.<br />

Wirtschaftlichkeit (Rendite)<br />

Investition A:<br />

10.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt<br />

5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung<br />

2 Jahre Nutzungsdauer<br />

Amortisationszeit: 2 Jahre – Rendite: 0%/a<br />

Finanzierung durch Dritte beim Contracting: Energie und<br />

Kosten garantiert sparen ohne selbst zu investieren<br />

Investition B:<br />

20.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt<br />

5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung<br />

6 Jahre Nutzungsdauer<br />

Amortisationszeit: 4 Jahre – Rendite: 13%/a<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

17<br />

Quelle: Energieagentur NRW (2007): Contracting: Energieeffizienztechnologien ermöglichen, Ein Leitfaden, Wuppertal<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

18<br />

Finanzierung im Bürger/innen-Contracting:<br />

Solar & Spar-Projekte in Schulen in NRW<br />

Möglichkeiten für institutionelle Investoren<br />

SUSI Energy Efficiency Funds 2013:<br />

(Revolvierender) Fonds zur Finanzierung der energetischen<br />

Sanierung von Gebäuden, Infrastruktur, Produktionsanlagen<br />

Fondsvolumen 300 Mio. Euro + 100 Mio. CHF<br />

Projekte in Deutschland und Monaco<br />

Probleme:<br />

• Kleinteiligkeit und Diversität der Energieeffizienz-Maßnahmen<br />

• Bewertung der Maßnahmen aufwendig<br />

• Keine gewachsenen Strukturen für Bündelung / Risikostreuung<br />

Bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für<br />

Energieeffizienz-Projekte<br />

Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH 2012<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

19<br />

Quelle: SUSI Partners 2013: SUSI Energy Efficiency Fonds; bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienz-Projekte<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

20<br />

30


Fördermittel und zinsgünstige Kredite für KMU<br />

• BAFA-Förderung von Energieberatungen im Mittelstand<br />

• BAFA-Förderung von Energiemanagementsystemen<br />

• BAFA-Förderung von Beratungen zum Energieeinspar-<br />

Contracting (in Vorbereitung)<br />

• BAFA-Förderung energieeffizienter Kälte- und Klimaanlagen,<br />

KWK-Anlagen, Heizen mit erneuerbaren Energien,<br />

Querschnittstechnologien (Pumpen, LED, etc.)<br />

• KfW-Energieeffizienzprogramm und KfW-Umweltprogramm<br />

• KfW-Finanzierungsinitiative Energiewende<br />

• BMUB-Umweltinnovationsprogramm und ERP-<br />

Innovationsprogramm<br />

• Ggf. Programme der Bundesländer und Energieagenturen<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

21<br />

Wird der Nationale Energieeffizienz-Aktionsplan<br />

(NAPE) 2014 die Energieeffizienz-Märkte stimulieren?<br />

Die Bundesregierung setzt auf …<br />

… Kommunikation, Beratung, Vernetzung (Informieren)<br />

z. B. Energieeffizienz-Netzwerke, Beratung, Checks, Kampagnen<br />

… finanzielle Anreize (Fördern)<br />

z. B. Förderprogramme, steuerliche Abschreibungen,<br />

wettbewerbliche Ausschreibungen, Ausfallbürgschaften<br />

… Ordnungsrecht (Fordern)<br />

z. B. Mietrecht, Standards (EnEV, EU-Ökodesign-Richtlinie),<br />

Energieaudits nach DIN EN 16247 in Nicht-KMU bis 05.12.2015<br />

‣ Zum großen Teil sinnvolle Maßnahmen, aber Wirkungen<br />

vermutlich deutlich überschätzt<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

22<br />

Nationale Optionen zur Weiterentwicklung des<br />

Energieeffizienz-Marktes<br />

• Schrittweise Erhöhung der Ökosteuer<br />

[FÖS: +1 Cent/l bringt höhere Nettoeinnahmen als PkW-Maut]<br />

• Bessere Nutzung von Ohnehin-Gelegenheiten, die zu Kauf-,<br />

Miet-, Lease-, Sanierungs- und Neubauentscheidungen führen<br />

• Verbesserung der Vergleichbarkeit von Produkten /<br />

Dienstleistungen<br />

• Erleichterte Identifikation von Angeboten und Anbietern<br />

guter Qualität<br />

• Verbesserung der Kommunikation und Netzwerkbildung<br />

• Stärkere Ausrichtung der Wirtschaft auf mittelfristige<br />

Renditeziele anstatt kurzfristige Risikoüberlegungen<br />

• Vorbildfunktion der öffentlichen Hand stärken<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

23<br />

Fazit<br />

1. Insgesamt wachsender Markt, aber heterogen: Energieeffizienz<br />

bleibt in vielen Bereichen ein schwieriges Geschäft<br />

2. Haupttreiber: steigende Energiepreise, persönliche Kommunikation /<br />

Marketing / Netzwerke, förderliche Rahmenbedingungen, technischer<br />

Fortschritt<br />

3. Wachsende Anforderungen an Transparenz, Glaubwürdigkeit und<br />

Systemkompetenz der Anbieter<br />

-> Qualifizierung, Qualitätssicherung<br />

4. Wirtschaftlichkeit: Ein großer Teil der Energieeinspar-Potenziale in<br />

Unternehmen ist wirtschaftlich erschließbar; Blick nur auf die<br />

Amortisationszeit lässt Potenziale mit hoher Rendite ungenutzt<br />

5. Finanzierung: Vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten vorhanden;<br />

Perspektiven für institutionelle Investoren bei Bündelung<br />

‣ Steigerung der Energieeffizienz ist Schlüssel für den Erfolg der<br />

Energiewende: Großer Handlungsbedarf bei Politik und<br />

Marktakteuren für eine Halbierung der Energieverschwendung<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

24<br />

31


Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />

www.hochschuleruhr-west.de<br />

www.energycampus.de<br />

Nationaler<br />

Aktionsplan<br />

Energieeffizienz<br />

(NAPE)<br />

vom 03.12.2014<br />

Quelle: BMWi 2014<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

25<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

26<br />

Zentrale<br />

Maßnahmen<br />

des NAPE<br />

Quelle: BMWi 2014<br />

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz Quelle: BMWi 272014 24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz<br />

28<br />

32


IMPRESSIONEN<br />

33


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Prof. Dr. Oliver Steffens<br />

Ostbayerische Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong><br />

Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauen<br />

NACHHALTIGE MODERNISIERUNG<br />

HISTORISCHER WOHNQUARTIERE<br />

Gebäude-Energieeffizienz in neuem Licht:<br />

Was bleibt vom kulturellen Erbe?<br />

Beitragende: Prof. Dr. habil. Haug, Prof. Dr. Rechenauer, Prof. Dr. Schulz-Brize,<br />

Annika Zeitler, Simon Schaubeck, Tobias Saller, Matthias Vernim u.v.a.<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 1<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 2<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Bestandsgebäude des frühen 20. Jahrhunderts<br />

§ Zensus 2011 (Statistisches Bundesamt)<br />

− 12% des Wohnungsbestands stammt aus den Jahren 1919–1949<br />

1979-1986<br />

10%<br />

1987-1990<br />

4%<br />

1991-1995<br />

6% 1996-2000<br />

8%<br />

2001-2004<br />

4%<br />

2005-2008<br />

3%<br />

2009 und später<br />

1%<br />

1949-1978<br />

38%<br />

Vor 1919<br />

14%<br />

1919-1948<br />

12%<br />

Wie gehen wir mit den Bauten<br />

des frühen 20. Jahrhunderts<br />

um, die nicht unter<br />

Denkmalschutz stehen?<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 3<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 4<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Arbersiedlung<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Sanierungsbeispiele<br />

Margaretenau<br />

Damaschkesiedlung<br />

Staudinger Hof<br />

Genossenschaftsbauten der Zwischenkriegszeit<br />

(1918–1933): Beispiele in <strong>Regensburg</strong><br />

Wie könnte eine nachhaltige<br />

Modernisierung dieser historisch<br />

bedeutenden Gebäude aussehen?<br />

Eisbuckel<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 5<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 6<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Gebäudemodernisierung – Zielkonflikte<br />

Kategorien der nachhaltigen Modernisierung<br />

§ Ökonomische Ziele<br />

− Investitionskosten, Energiekosten<br />

− Rendite, Werterhalt, Attraktivität<br />

− Lebenszyklus, Folgekosten<br />

§ Umwelt (ökologische Ziele)<br />

− Klimaschutz, Naturschutz<br />

− Lebensqualität<br />

§ Soziale Zielsetzungen<br />

− Günstiger Wohnraum, niedrige Wohnkosten („2. Miete“)<br />

− Stadtentwicklung<br />

− Gemischte Bewohnerstruktur<br />

(keine Ghettoisierung oder Gentrifizierung)<br />

§ Denkmalschutz und kulturelle Werte<br />

− Erhalt des kulturellen Erbes<br />

− Vielfalt der Baustile und Formsprachen<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 7<br />

UMWELTSCHUTZ<br />

(ÖKOLOGIE)<br />

Regenerative Energien<br />

Abwärmenutzung<br />

Umweltfreundlichen Baustoffe<br />

Umnutzungsfähigkeit<br />

WIRTSCHAFTLICHKEIT<br />

(ÖKONOMIE)<br />

Gebäude-Energieeffizienz<br />

(Endenergie)<br />

Amortisationszeit/Rendite<br />

Lebenszyklusanalyse<br />

SOZIOKULTURELLE<br />

ANFORDERUNGEN<br />

Niedrige Mieten<br />

Gemischte Bewohnerstruktur<br />

Soziale Einrichtungen<br />

Erhaltung wertvoller Architektur<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 8<br />

35


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Projekt RENARHIS (2012 – 2014)<br />

Modellobjekt: Genossenschaftlicher Wohnungsbau der<br />

Zwischenkriegszeit – „Plato-Wild-Ensemble“ <strong>Regensburg</strong><br />

(Gemeinnütziger Bauverein <strong>Regensburg</strong> e.V.)<br />

„… der Grundkonflikt zwischen modernen Funktionen und<br />

überkommenen Strukturen kann auf die Dauer überhaupt nur dann<br />

zu einer plausiblen Erhaltungsbegründung führen,<br />

wenn man die baulichen Strukturen in Zusammenhang sieht<br />

mit den sozialen.“<br />

Norbert Huse (1996)<br />

Projektphasen:<br />

Bauaufnahme und architektonische Würdigung<br />

Sozialstudie (Nutzer-Survey)<br />

Bauschadensanalyse und Bauphysik<br />

Architektonisches Modernisierungskonzept<br />

Energieversorgungskonzepte und Wirtschaftlichkeit<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 9<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 10<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Behutsame Restauration mit regenerativem<br />

Energieversorgungskonzept<br />

§ Alternativen zu einer „radikalen“ Sanierung<br />

§ Randbedingungen:<br />

− Erhaltung der Architektur und Fassadengliederung<br />

− Hohe Gebäude-Energieeffizienz<br />

− Niedrige Wohnkosten (Miete/Heizung/Strom)<br />

Lösungsansatz:<br />

v Restauration der Bausubstanz und behutsame Modernisierung<br />

v Höheren Wärmebedarf akzeptieren (Lösung mit Innendämmung)<br />

v Regeneratives Energieversorgungskonzept<br />

à Nutzung des Ensemble-Charakters<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 12<br />

36


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Bauaufnahme<br />

Bauaufnahme<br />

Baudokumentation<br />

Konservierungskonzept<br />

§ Lage im städtbaulichen Kontext<br />

§ Historische Einordnung<br />

§ Gebäudeaufmaß (Tachymetrie)<br />

§ Grundrissprüfung, Raumbuch<br />

§ CAD-Pläne<br />

Quelle: A. Zeitler<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 13<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 14<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Baubeschreibung und Dokumentation<br />

Konservierungs- und Nutzungskonzept<br />

§ Konservierung<br />

− Gesimsbänder, Holzfenster, Pilaster, Kamine ...<br />

− Umgang mit Dachflächen: definierte Freigabe für<br />

Solarthermiekollektoren oder Photovoltaik-Module<br />

§ Nutzungskonzept<br />

− Historische Würdigung des Entstehungskontextes und Charakters<br />

− Soziale Funktionen: Traditionen, „narrative Strategien“<br />

− Umfang von Grundrissänderungen<br />

Quelle: A. Zeitler<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 15<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 16<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Sozialstudie<br />

Sozialstudie<br />

§ Sozialhistorische Studie zum Ensemble<br />

§ Analyse der Bewohnerstruktur<br />

− Herkunft, Bildungsniveau,<br />

Haushaltsgrößen...<br />

§ Nutzerbefragung in 146 Haushalte (46%)<br />

− Wertvolle Hinweise auf Probleme und<br />

Wünsche<br />

Alter der Bewohner des Kasernenviertels<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 17<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 18<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Wünsche und Erwartungen<br />

Wo gibt es Probleme?<br />

§ Meist genannte Probleme (Anzahl der Nennungen)<br />

Rollläden kaputt<br />

Bad renovierungsbedürftig<br />

Probleme mit der Heizung<br />

Trittschall<br />

Schimmel/Feuchtigkeit im Keller<br />

Undichte Fenster und Türen<br />

Schimmel in der Wohnung<br />

0 5 10 15 20 25 30<br />

Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)<br />

Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 19<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 20<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Bauschäden<br />

Bauschäden<br />

Bauphysik<br />

§ Aufsteigende Mauerwerksfeuchte über<br />

Natursteinsockel<br />

− Sockelschäden<br />

− Schimmelbefall und Putzabplatzer im Innenbereich<br />

(Keller, EG)<br />

§ Schäden der Gebäudehülle, z.B. Risse<br />

§ Schimmelbildung in Innenräumen<br />

infolge zu kalter Wandoberflächen oder bei<br />

unzureichender Belüftung<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 21<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 22<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Problemzonen der Gebäudesanierung<br />

Kapillaraktive Innendämmung<br />

§ Problemzonen<br />

− Außenwände / Dach / Fenster / Sockel / Tragstruktur / Boden<br />

− Holzbalkenköpfe (Feuchte!)<br />

§ Typische Maßnahmen<br />

− Fassadensanierung<br />

− Wärme- / Feuchteschutz<br />

− Dachsanierung / Dachausbau<br />

§ Innendämmung aus Calciumsilikat<br />

− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz<br />

(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)<br />

Primärenergieverbrauch (nicht erneuerbar)<br />

in MJ pro m 2<br />

Kosten für 2.700 m 2 (Euro)<br />

Hier genauer untersucht:<br />

− Kapillaraktive Innendämmung<br />

− Sockelheizung (Wandtemperierung)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 23<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 24<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Kapillaraktive Innendämmung<br />

Sockelheizung (Konvektor-Wandheizung)<br />

§ Innendämmung aus Calciumsilikat<br />

− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz<br />

(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)<br />

− Kapillaraktives Material: feuchteregulierend aufgrund<br />

beschleunigter Austrocknung, hoher Wasserspeicherfähigkeit<br />

− Reduziertes Tauwasser und Schimmelrisiko<br />

(hoher pH-Wert)<br />

(Variotherm Heizsysteme GmbH 2013)<br />

§ Idee: Sockelheizung (Wand-Konvektor)<br />

− Behaglichkeit (Strahlungswärme)<br />

− Temperierung der Holzbalkenköpfe<br />

− Schimmelvermeidung (vor allem EG)<br />

§ Hygrothermische Detail-Simulation<br />

− Innendämmung<br />

− Integrierte Sockelheizung<br />

8,1°C<br />

3,7°C<br />

24,9°C<br />

13,6°C<br />

Wird eine kritische Holzfeuchte des Balkenkopfs<br />

im Mauerwerk überschritten?<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 25<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 26<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Grundriss-Anpassungen und Dachausbau<br />

Architektonische<br />

Konzepte<br />

§ Maßvolle Zusammenlegung von Wohnungen<br />

− zeitgemäße Wohnflächen für 2- bis 3-Personen-Haushalte<br />

§ Dachgeschossausbau (Nachverdichtung)<br />

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand. Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 27<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 28<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Fassaden-Restaurierung<br />

− Zweiflügliche Holz-Fenster (Dreifach-Verglasung) mit Fensterläden<br />

− Rückbau von Rollladenkästen<br />

− Gaubendächer ersetzt durch abgeschirmtes Glasdach (Tageslicht)<br />

Energieversorgung<br />

Potenzialanalyse<br />

Heizungskonzept<br />

Bestand (2013)<br />

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.<br />

Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 29<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 30<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Regenerative Energieversorgung<br />

Energieversorgung im Ensemble<br />

Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 31<br />

Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 32<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Variantenvergleich<br />

§ Variante A: Solarthermische Anlage<br />

+ Holzpellet-Kessel + maximale Innen-Dämmung<br />

Bedarfsberechnungen nach DIN 18599<br />

Var. A: Solarthermie +<br />

Pelletkessel + max. Dämmung<br />

Var. B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />

(hier Nahwärmenetz) + min.<br />

Dämmung<br />

Endenergie<br />

§ Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Blockheizkraftwerk + Erdgas-Spitzenlastkessel<br />

+ reduzierte Dämmung (z.B. Wärmedämmputz)<br />

− Beispiel: Festbrennstoff (Hackschnitzel) über Holzvergaser<br />

Wärmeverluste<br />

Primärenergie<br />

Quelle: Planungsbüro<br />

Schröter, Abensberg<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 33<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 34<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Variante A: Solarthermie<br />

Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)<br />

OTH <strong>Regensburg</strong> 2013<br />

Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung<br />

§ Option 1: Warmwasser<br />

(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)<br />

§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme<br />

(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%<br />

§ Hochtemperatur-Heizsystem (bis 90° Vorlauftemperatur)<br />

− BHKW mit Hackschnitzel-Vergaser (80 kW th , 30 kW el ), 5000 h Volllast<br />

− Erdgas-Spitzenlastkessel (500 kW)<br />

− Eigenstromproduktion:<br />

• Nutzungsgrad ca. 90%<br />

• Deckungsgrad ca. 33%<br />

− Primärenergieeinsparung gegenüber<br />

getrennter Erzeugung: ca. 60%, d.h.<br />

ca. 640 t CO 2 oder 2,6 t CO 2 pro Kopf<br />

BHKW (Verbrennungsmotor)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 35<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 36<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

§ Annuitätenverfahren<br />

− Investitionskosten<br />

− Brennstoff- und Betriebskosten<br />

− Förderung/Vergütung<br />

− Kalkulationszins<br />

− Preisänderungsfaktor<br />

Excel-Tools zum Vergleich verschiedener Varianten<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 37<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 38<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Wärmegestehungskosten<br />

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />

Steigender Nutzenergieverbrauch à<br />

− Technische Funktionsgebäude<br />

− Ersatz für Balkone und private Freiflächen<br />

− Soziale Begegnungsstätten<br />

Dominik Plass, Elena Volkovskaya, Florian Wall (2014)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 39<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 40<br />

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale<br />

Bärbel Haas / Melanie Götz (2014)<br />

Sebastian Aumeier (2014)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 41<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 42<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Was bleibt vom kulturellen Erbe?<br />

„Es wird ganz entscheidend für die künftige urbane<br />

Qualität unserer Städte sein, wie mit diesen Resten der<br />

industriellen Vergangenheit der Städte umgegangen wird.“<br />

Walter Siebel (1994)<br />

Projekt-Team<br />

Prof. Dr. Oliver Steffens (PL)<br />

Prof. Dr. habil. Sonja Haug<br />

Prof. Dr. Christian Rechenauer<br />

Prof. Dr. Birgit Scheuerer<br />

Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize<br />

Tobias Saller M.Sc.<br />

Simon Schaubeck M.Eng.<br />

Matthias Vernim M.A.<br />

Annika Zeitler M.A.<br />

Mit besonderem Dank an<br />

Studierende und Kollegen der<br />

OTH <strong>Regensburg</strong><br />

und an den Gemeinnützigen Bauverein<br />

<strong>Regensburg</strong> e.V.<br />

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 43<br />

Teile dieser Arbeit wurden im Förderprojekt „RENARHIS“ durch die<br />

Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ vom Bundesinstitut für Bau-,<br />

Stadt- und Raumforschung gefördert<br />

(Aktenzeichen II 3-F20-11-1-038/SWD-10.08.18.7-12.21)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 44<br />

44


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Endenergiebedarf in Deutschland<br />

Wärme aus Regenerativen Energien<br />

Gesamt-Endenergie (2013): ca. 2500 Mrd. kWh<br />

(ohne Energiesektor!)<br />

133 Mrd. kWh (9% des Gesamtwärmebedarfs)<br />

Quelle: BMWi<br />

Energiedaten: Gesamtausgabe<br />

(November 2014)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 47<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Randbedingungen<br />

Modernisierungskonzept<br />

§ Rechtliche und logistische Aspekte für BHKWs<br />

− Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG):<br />

• Feuerungsleistung unter 50 MW nicht genehmigungspflichtig<br />

(4. BImSchV); vereinfachtes Verfahren (§19 BImSchG)<br />

• Holzvergaser-Anlage: unter 1 MW reicht Baugenehmigung aus<br />

• Besondere Verpflichtungen (§22 Abs. 1 BImSchG): Umwelteinwirkungen<br />

vermeiden bzw. minimieren nach Stand der Technik (!),<br />

Abfallbeseitigung<br />

• Grenzwerte TA Lärm, TA Luft<br />

− Kaminhöhe über höchstem First des Ensembles<br />

− Anlieferung, Trocknung, Lagerung von Festbrennstoffen<br />

§ Lösungen<br />

− Maßvoll dimensionierte Innendämmung<br />

− Fenster mit angepasster Dichtigkeit<br />

(Gefahr von Schimmel bei unzureichender Belüftung!)<br />

− Dämmung von Dach / oberster Geschossdecke und Keller<br />

− Temperierung feuchtegefährdeter Bereiche<br />

§ Damit verknüpft: Gebäudetechnik / Energieversorgung<br />

− Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger<br />

zur Begrenzung der Schadstoffemission (CO 2 ), niedriger<br />

Primärenergiebedarf<br />

Metzler, Stahlmann, Strasser<br />

(Studienarbeit 2012)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 48<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 49<br />

45


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Schimmelpilzbefall in den Wohnungen<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

3. Architektonisches Modernisierungskonzept<br />

Holzbalkenköpfe<br />

3,0°C<br />

14,2°C<br />

3,7°C<br />

13,5°C<br />

mit Innendämmung<br />

(80 mm Calciumsilikat)<br />

-1,9°C<br />

-1,3°C<br />

4,6°C<br />

4.6°C<br />

Risiko!<br />

Ursachen:<br />

- kühle Wandoberflächen (ungedämmte Außenwand)<br />

- unzureichende Belüftung<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 50<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 51<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

3,0°C<br />

14,2°C<br />

Holzbalkenköpfe<br />

Innenhof-Gestaltung – Quartierskonzept<br />

3,7°C<br />

13,5°C<br />

− Entwürfe für soziale und technische Funktionsgebäude<br />

− Gemischte Wohnstruktur und Gemeinschaftssinn<br />

mit Innendämmung<br />

und Sockelheizung<br />

− Ersatz für Balkone und private Freiflächen („Urban Gardening“)<br />

8,1°C<br />

24,9°C<br />

3,7°C<br />

13,6°C<br />

Aussparungen<br />

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.<br />

Studienarbeit. OTH <strong>Regensburg</strong><br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 52<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 53<br />

46


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Energieversorgung im Ensemble<br />

Entscheidungsdiagramm<br />

Quelle: S. Schaubeck (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 54<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Weitere regenerative Versorgungspotenziale<br />

Variante A: Solarthermie- und Photovoltaik<br />

§ Biogene Brennstoffe<br />

− Pellets oder Holzhackschnitzel<br />

− Holzabfälle aus Alt- und Schwachholz der regionalen Forstwirtschaft<br />

• Problem: Lagerhaltung und Anlieferung<br />

− Biogas (aus dem Gasnetz; sehr flexibel, keine Lagerhaltung, aber teuer)<br />

§ Geothermie<br />

− Geothermie-Atlas: Potenzial für Erdwärme-Kollektoren<br />

(tief, > 400 m, oder oberflächennah) à Voralpenland<br />

− Erd-Wärmepumpe / Grundwasser-WP / Erdwärme-Kollektoren (1,5 m)<br />

§ Abwasser-Wärmegewinnung<br />

− Kanalabwasser-Wärmetauscher oder kanalexterne Wärmetauscher<br />

(Grauwasser) mit einer Wärmepumpe (1,2 kWh/m 3 Abwasser)<br />

Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)<br />

OTH <strong>Regensburg</strong> 2013<br />

Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung<br />

§ Option 1: Warmwasser<br />

(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)<br />

§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme<br />

(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 56<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 57<br />

47


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015<br />

Annuitätenvergleich der Varianten<br />

Stromversorgung<br />

Steigender Nutzenergieverbrauch à<br />

§ Strompreisentwicklung mit Eigennutzung<br />

− Kraft-Wärme-Kopplung:<br />

Mehrwert für den Mieter<br />

durch günstigen Strombezug<br />

direkt vom Vermieter<br />

(Genossenschaft)<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 58<br />

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 59<br />

48


Inhalt<br />

Innovative KWK-Systeme als Beitrag einer<br />

wirtschaftlichen Energieversorgung<br />

Raphael Lechner<br />

Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden<br />

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />

3. Aktuelle Forschungsthemen<br />

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />

Pilotprojekten<br />

Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />

Inhalt<br />

• KWK ist eine Schlüsseltechnologie im Rahmen der Energiewende<br />

• Gleichzeitige Steigerung der Energieeffizienz in der Strom- und<br />

Wärmeversorgung<br />

• Regelbar und planbar<br />

• Vielfältig einsetzbar (zentral / dezentral, wärmegeführt / stromgeführt,<br />

fossile / regenerative Brennstoffe,…)<br />

• Noch erhebliches Entwicklungspotential vorhanden<br />

• Weitere Effizienzsteigerung, v.a. durch Kombination verschiedener<br />

Verfahren (z.B. Abgasnachverstromung)<br />

• Neue Einsatzmöglichkeiten durch neue Verfahren (Mikroturbinen,<br />

Brennstoffzellen, Stirling-Motoren,…)<br />

• Bedarfsgerechte und flexible Stromerzeugung auf Verteilnetz-Ebene<br />

(Regelenergie, Kapazitätsmarkt)<br />

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />

3. Aktuelle Forschungsthemen<br />

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />

Pilotprojekten<br />

49


Partnernetzwerk<br />

Handlungsfelder des Kompetenzzentrums KWK<br />

Emissionen<br />

• Emissionsanalyse<br />

• Emissionsminderung<br />

Energieeffizienz<br />

• Motorische Optimierungen<br />

• Abgasnachverstromung<br />

• Optimierung Mikro-BHKW<br />

Biogene Brennstoffe<br />

• TCR-Verfahren (Fraunhofer<br />

UMSICHT)<br />

• Einsatz von Schwachgasen<br />

• Heißluftturbinenprozess<br />

• Biomasse-Stirling<br />

KWK-Systemtechnik<br />

• Speichertechnologien für Wärme<br />

und Strom<br />

• Bedarfsgerechte Einbindung von<br />

KWK-Anlagen in<br />

Energieversorgungsnetze<br />

• Bereitstellung von Regel- und<br />

Ausgleichenergie mit KWK-Anlagen<br />

Innovative Verfahren der KWK<br />

• Mikroexpansionsturbinen<br />

• Brennstoffzellen-KWK<br />

• Mikro-ORC-Prozesse (Uni Bayreuth)<br />

Inhalt<br />

Effizienzsteigerung durch Abgasnachverstromung<br />

mit Turbogenerator<br />

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />

3. Aktuelle Forschungsthemen<br />

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />

Pilotprojekten<br />

Steigerung elektr. Wirkungsgrad von 41 % auf 45 %<br />

G<br />

Verbrennungsmotor<br />

Heizwärme<br />

Ladeluft-<br />

Kühler<br />

2-stufig<br />

Frischluft<br />

Abgasturbine<br />

Turbolader<br />

Abgaswärmetauscher<br />

Abgas<br />

Kraftstoffzufuhr<br />

Heizwärme<br />

Turbogenerator<br />

G<br />

Hochfrequenzgenerator<br />

Heizwärme<br />

50


Turbogenerator am Versuch-Blockheizkraftwerk<br />

Turbogenerator-Konzept – Elektrischer Wirkungsgrad<br />

46<br />

44<br />

Elektr. Wirkungagrad brutto in %<br />

42<br />

40<br />

38<br />

36<br />

34<br />

32<br />

20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 110%<br />

Anlagenlast in % der Nennlast<br />

Elektr. Wirkungsgrad Motor+Turbine<br />

Elektr. Wirkungsgrad Motor<br />

Neuentwicklung Abgasturbine<br />

Neuentwicklung Abgasturbine<br />

• Magnetisches Getriebe<br />

• Neu entwickelte Turbine in Kooperation mit Fa. Deprag<br />

• Förderung durch StMWI<br />

51


Zündstrahltechnologie<br />

Zündstrahl-Versuchs-Blockheizkraftwerk 240 kW el<br />

• Gas-Luft-Gemisch wird durch eine geringe Menge Flüssigkraftstoff<br />

kontrolliert gezündet<br />

• Höheres Verdichtungsverhältnis als reiner Gasmotor à höherer<br />

Wirkungsgrad<br />

• Brennstoffflexibilität (Betrieb mit Gas oder Flüssigkraftstoff möglich)<br />

Wirkungsgradvorteile Zündstrahl-Technologie<br />

Flexibilisierung KWK – Regelenergie<br />

Einhaltung der Frequenz<br />

im dt. Stromnetz ist Aufgabe<br />

der ÜBN:<br />

Erzeugung<br />

=<br />

Verbrauch<br />

Bei Abweichungen wird<br />

Regelenergie genutzt<br />

Bildquelle: SW München<br />

52


Flexibilisierung KWK – Regelenergiebereitstellung<br />

Flexibilisierung KWK – Elektrische Lasten<br />

Bildquelle: Ohmex<br />

Regelenergiebereitstellung – Wärmeabnahme<br />

Inhalt<br />

14.000<br />

Leistung [kW th ]<br />

12.000<br />

10.000<br />

8.000<br />

6.000<br />

4.000<br />

2.000<br />

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende<br />

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK<br />

3. Aktuelle Forschungsthemen<br />

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die<br />

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und<br />

Pilotprojekten<br />

0<br />

53


Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Hocheffiziente<br />

Gasmotoren-BHKW im Klinikum Weiden“<br />

Versuchsreihen im Klinikum Weiden<br />

• Neueste Gasmotorentechnologie<br />

mit el.<br />

Wirkungsgrad > 42 %<br />

• Erforschung und Erprobung<br />

neuer Technologien in<br />

Kooperation mit Fa. 2G<br />

• Umsetzung stromorientierte<br />

Betriebsstrategie in<br />

Kooperation mit Stadtwerke<br />

Weiden<br />

• Förderung durch StMWi<br />

Demonstrationsprojekt BHS Weiherhammer<br />

Umsetzung der Turbogenerator-Technologie in die<br />

betriebliche Praxis<br />

• Historisch gewachsenes<br />

Wärmenetz mit veralteter,<br />

ineffizienter Anlagentechnik<br />

• Konzeption eines neues<br />

Wärmeversorgungsystems mit<br />

BHKW und Spitzenlastkesseln<br />

• Bau einer neuer Heizzentrale<br />

• Erfolgreiche Umsetzung der<br />

Abgasturbinentechnologie in die<br />

betriebliche Praxis<br />

Turbolader<br />

Abgasturbine<br />

54


Blick in die neue Heizzentrale<br />

Kosten für die Wärmeversorgung vorher/nachher<br />

Jahreskosten für die Wärmeversorgung<br />

3 NT-Erdgaskessel mit<br />

Zweistoffbrenner für<br />

Biokraftstoffbetrieb<br />

Heizkreisverteiler<br />

700.000<br />

600.000<br />

500.000<br />

Jahreskosten [Euro]<br />

400.000<br />

300.000<br />

200.000<br />

100.000<br />

0<br />

2002 2003 2004 2005 2009 2010<br />

Jahreskosten Wärme tatsächlich Jahreskosten Wärme relativiert *<br />

Primärenergiebilanz vorher/nachher<br />

14.000<br />

12.000<br />

Primärenergiebilanz<br />

2002-2005: Ausgangssituation vor Energiekonzept<br />

2008: Neubau Heizzentrale<br />

mit Biokraftstoff-Grundlast-BHKW + Erdgaskesseln<br />

Aug/Sept 2008: Inbetriebnahme neue Heizzentrale<br />

Weitere Infos / Kontakt<br />

Prof. Markus Brautsch<br />

Raphael Lechner<br />

Tel.: +49 (0) 9621 482 3308 Tel.: +49 (0) 9621 482 3923<br />

Fax: +49 (0) 9621 482 4308 Fax: +49 (0) 9621 482 4923<br />

m.brautsch@oth-aw.de r.lechner@oth-aw.de<br />

Primärenergieeinsatz [MWh/Jahr]<br />

10.000<br />

8.000<br />

6.000<br />

4.000<br />

Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden<br />

Kaiser-Wilhelm-Ring 23<br />

92224 Amberg<br />

kwk.oth-aw.de<br />

2.000<br />

0<br />

2002 2003 2004 2005 2009 2010<br />

Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden<br />

Tel.: +49 (0) 9621 482 3921<br />

www.ifeam.de<br />

55


Centrum für<br />

Energiespeicherung<br />

gefördert durch das StMWi<br />

Energieeffizienz in Gießereien<br />

Analyse der Abwärmenutzung und KWK bei<br />

der Fronberg Guss GmbH<br />

25. Februar 2015<br />

2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Fraunhofer UMSICHT<br />

Fraunhofer UMSICHT<br />

Daten und Fakten<br />

Gesamtleitung: Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner<br />

Leitung SuRo: Prof. Dr. Andreas Hornung<br />

• Gründung 1990<br />

• Gesamthaushalt 2012 35,2 Mio. €<br />

• Mitarbeiter/innen*<br />

• Spin-Offs 12<br />

528 (308 Stammpersonal)<br />

• Institutsteil<br />

in Sulzbach-Rosenberg seit dem 1.7.2012<br />

Standort Oberhausen<br />

Standort Sulzbach-Rosenberg<br />

Samir Binder, Martin Zimmermann, Paul Rundel<br />

© Fronberg Guss GmbH<br />

Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 1<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 2<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

* Stand 1.10.2013<br />

Fraunhofer im Landkreis Amberg-Sulzbach<br />

Unsere Leistungen<br />

Gliederung<br />

Energieeffizienz in Gießereien<br />

Beratung &<br />

Studien<br />

Prototypen<br />

… zum<br />

Produkt<br />

• Hintergrund<br />

• Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />

• Abwärmenutzung der Induktionsschmelzöfen<br />

Von der<br />

Idee …<br />

Entwicklung &<br />

Engineering<br />

Pilotbetrieb<br />

… Verfahrensumsetzung<br />

• Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />

• Fazit<br />

Machbarkeit ● Wirtschaftlichkeit ● Ökologie ● Sicherheit ● rechtlicher/politischer Rahmen<br />

Folie 3<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 4<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

56


Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />

Fertigungsverfahren<br />

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />

Energieverbrauchsanalyse<br />

• Über 8.000 t Guss /a für Verbrennungsmotoren, Antriebstechnik,<br />

Maschinenbau<br />

‣ Energiefluss und Prozessschritte Sandgießen<br />

Energiebedarf (2013)<br />

• Strom: 14,2 GWh<br />

• Erdgas: 3,8 GWh<br />

• Diesel: 0,25 GWh<br />

Spezifischer Energieverbrauch (2013)<br />

• Strom: 1698 kWh/t<br />

• Erdgas: 454 kWh/t<br />

Diagramm: Fronberg Guss<br />

Folie 9<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 10<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />

Energieverbrauchsanalyse<br />

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH<br />

Energiebedarf Sommer und Winter<br />

Strom 2013 Gas 2013<br />

Gasverbraucher 21 %<br />

1%<br />

1%<br />

4% 7%<br />

13%<br />

11%<br />

63%<br />

1% 20%<br />

2%<br />

2%<br />

5%<br />

5%<br />

Stromverbraucher 78 %<br />

65%<br />

Pfannenwirtschaft<br />

Glühofen (Erhitzung Gussteil - Schweißarbeiten)<br />

Gasstation<br />

Gastherme (Heizzwecke) Kernmacherei<br />

Heizung Waschraum<br />

Hallenheizungen<br />

Heizung Kundenzentrum<br />

E-Öfen<br />

Werksbeleuchtung<br />

Rump Strahlanlage<br />

Rest<br />

Kompressoren<br />

E-Öfen Kühlanlage<br />

Absaugung Putzerei<br />

Folie 11<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 12<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

58


Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Kosten und Erlöse<br />

Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung<br />

Wirtschaftlichkeitsbewertung<br />

Kosten<br />

Vergütungen<br />

• Verbrauchsgebunden Zuschlag nach<br />

• Investition<br />

• Betriebsgebunden<br />

KWKG<br />

Energiesteuererstattung<br />

Einspeisevergütung<br />

≤50 kWel ≤250 kWel<br />

5,41 ct/kWhel 4 ct/kWhel<br />

0,55 ct/kWhBS (Erdgas)<br />

0,5-1,5 ct/kWhel<br />

Variante 1<br />

Variante 2<br />

4.600 h<br />

82 kWth<br />

50 kWel<br />

5.050 h<br />

68 kWth<br />

Jahr<br />

30 kWel<br />

Variante 3<br />

3.900 h<br />

102 kWth<br />

65 kWel<br />

ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen<br />

Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de<br />

Folie 22<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 23<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Fazit<br />

FRAUNHOFER UMSICHT<br />

• Langfristig positive wirtschaftliche Auswirkung<br />

Energieeffizienzsteigerung<br />

• Politische Lage zu EEG-Umlagen unsicher (Grenzfall)<br />

• Erhebliche Erdgaseinsparung durch Nutzung von Abwärme-Restpotential<br />

‣ Mögliche Erweiterung der Restpotentialnutzung durch Umrüstung<br />

Hallenheizung; Anschluss weiterer Gaskessel<br />

• Wärmegeführter BHKW Einsatz nicht vorteilhaft<br />

‣ Hohes Einsparpotential an elektrischer Energie bei stromgeführtem<br />

BHKW-Betrieb (Voraussetzung: ausreichend hohe Wärmesenke)<br />

Energieeffizienz in Gießereien<br />

Kontakt<br />

Samir Binder<br />

09661-908 410<br />

samir.binder@umsicht.fraunhofer.de<br />

Fraunhofer UMSICHT<br />

Institutsteil Sulzbach-Rosenberg<br />

An der Maxhütte 1<br />

92237 Sulzbach-Rosenberg<br />

Folie 24<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

Folie 25<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

61


8. Quellen<br />

1. BAFA; Merkblatt für Unternehmen des produzierenden Gewerbes;<br />

www.bafa.de<br />

2. Professor Peter von Böckh, Wärmeübertragung; 2. Auflage 2006<br />

3. Taschenbuch für Heizung + Klimatechnik 09/10 (Recknagel)<br />

4. ONI-Wärmetrafo GmbH/ Fronberg Guss GmbH<br />

5. Professor Dr. Biffar (Hochschule Kempten); Betriebliche<br />

Energieversorgung (Vorlesung)<br />

6. ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen<br />

7. Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de<br />

Folie 26<br />

© Fraunhofer UMSICHT<br />

62


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Energieeffizienz und NAPE –<br />

im Bund und in Bayern<br />

Dr. Rupert Pritzl<br />

Energiepolitische Grundsatzfragen, Energieeffizienz,<br />

Energieeinsparung und energetische Gebäudemodernisierung<br />

„2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong><br />

Fokus: Energieeffizienz“<br />

<strong>Regensburg</strong>, 25. Februar 2015<br />

1. Wo stehen wir im Februar 2015?<br />

• Ausbaustand der Erneuerbaren Energien, Ausstieg<br />

aus Kernenergie<br />

• Entkoppelung Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch,<br />

große Fortschritte bei Energieeffizienz<br />

• CO 2 -Emissionen in D nehmen zu<br />

• Anteil Deutschlands an weltweiten CO 2 -Emissionen<br />

bei 0,8% (2012)<br />

• Klimaschutzziele 20:20:20<br />

• „Einspar-Lücke“ beim Energieverbrauch von mind.<br />

1.440 PJ PEV für 2020-Effizienzziel -> NAPE<br />

2<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

2. Was wollen wir? – Koalitionsvertrag:<br />

grundlegende Ziele<br />

• Bekenntnis zur Energiewende und Umbau des<br />

Energiesystems<br />

• Energiekonzept Bund 2010 und Bayern 2011<br />

• Zieldreieck: Klima- und Umweltverträglichkeit,<br />

Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit<br />

• Ausbaukorridor für EE-Anteil an der Stromversorgung:<br />

40 - 45 % in 2025, 55 - 60 % in 2035, 80 - 95 % in<br />

2050<br />

• Verringerung PEV: -20% bis 2020 und -50% bis 2050<br />

• Zieltrias der EU bis 2030: CO 2 -Minderung 40%, 27%<br />

EE-Ausbau und Energieeffizienz 27%<br />

(Erhöhungsoption).<br />

3<br />

3. Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)<br />

• Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz im Jahr 2014<br />

erarbeitet und am 3.12.2014 beschlossen<br />

• Sofortmaßnahmen und weiterführende Arbeitsprozesse<br />

(Energieeffizienzstrategie Gebäude)<br />

• Prognostizierte Einsparung insges.: 390-460 PJ PEV<br />

• Umsetzung „anspruchsvoller“ Effizienzmaßnahmen<br />

fördern<br />

• Sachgerechte Umsetzung der EU-Effizienz-RL<br />

• Steuerliche Förderung der energetischen<br />

Gebäudemodernisierung, Teil der „ganzheitlichen<br />

Gebäudestrategie“ von BM Gabriel (40 PJ)<br />

• Schwerpunkt auf fundierte und unabhängige<br />

Energieberatung (4 PJ)<br />

4<br />

63


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

• Initiative Energieeffizienznetzwerke: Vereinbarung<br />

mit 18 Verbänden und Organisationen, flächendeckende<br />

Einführung von 500 EE-Netzwerke bis<br />

2020 (74,5 PJ)<br />

• Dynamische und anspruchsvolle Standards für<br />

energierelevante Produkte i.R.d. Öko-Design-RL (Top-<br />

Runner-Prinzip) (85 PJ)<br />

• Aussagekräftige Gestaltung der Energiekennzeichnung<br />

(z.B. Haushaltsgeräte)<br />

• Wärmemarkt: Klimaneutraler Gebäudebestand bis<br />

2050 (E-Effizienz und EE-Einsatz)<br />

• Weiterentwicklung EEWärmeG und Überlegungen<br />

einheitliches Energieeffizienzgesetz (mit EnEV)<br />

5<br />

6<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Energiekonzept 2010: ambi4onierte Ziele 2020 -­‐ 2050 <br />

Klimaschutz<br />

(1990)<br />

Senkung der<br />

Treibhausgasemissionen<br />

in %<br />

Stand 2013<br />

-23.8%<br />

(geschätzt)<br />

2020 2025 2030 2035 2040 2050<br />

-40<br />

-55<br />

-70<br />

-80 bis -95<br />

Ø Bundeskabine= am 3. Dezember 2014: <br />

u Na4onaler Ak4onsplan Energieeffizienz (NAPE) <br />

u Ak4onsprogramm Klimaschutz <br />

u Fortschri=sbericht zur Energiewende <br />

Erneuerbare<br />

Energien<br />

Energie-<br />

Effizienz<br />

(2008)<br />

Anteil am<br />

Stromverbrauch<br />

Anteil am<br />

Endenergieverbrauch<br />

Senkung Primärenergieverbrauch<br />

Energieproduktivität<br />

25.4%<br />

12.4%<br />

(2012)<br />

-3,3 %<br />

+1.1% p.a.<br />

35 40 bis 45<br />

18<br />

-20<br />

50 55 bis 60 65<br />

45<br />

30<br />

+2.1% p.a.<br />

80<br />

60<br />

-50<br />

7<br />

8<br />

64


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Sofortmaßnahmen - Gebäude/Wärme<br />

Ø Qualitätssicherung und Optimierung/Weiterentwicklung der<br />

bestehenden Energieberatung<br />

Ø Verstärkung des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms um 200<br />

Mio. €/a<br />

Ø Steuerliche Förderung 2015 – 2019, Volumen 1 Mrd. €/a,<br />

Gespräche Bundesregierung mit Ländern<br />

Ø Energieberatung / Energieberatung für Kommunen<br />

Ø Heizungscheck: Effizienzlabel f. Heizungsaltanlagen<br />

Sofortmaßnahmen - Energiesparen als Rendite- und<br />

Geschäftsmodell<br />

u Ausschreibungsmodell (Pilotphase 2015-2018, ab 2018: 150<br />

Mio. € Förderung)<br />

u Ausfallbürgschaft bei Contracting-Projekten und Ausbau<br />

Beratung<br />

u Weiterentwicklung der KfW – Effizienzprogramme<br />

u Verstärkte Förderung Abwärmenutzung<br />

u Pilotprogramm Einsparzähler<br />

9<br />

1 0<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Sofortmaßnahmen - Eigenverantwortlichkeit für<br />

Energieeffizienz<br />

u Initiative Energieeffizienznetzwerke (Ziel: rd. 500 neue<br />

Netzwerke bis 2020, 18 Verbände beteiligt)<br />

u Top-Runner-Initiative, auch zur Unterstützung und<br />

Weiterentwicklung EU-Label / Ökodesign-Richtlinie<br />

u Ausbau Beratungs- und Informationsangebote für Gewerbe<br />

(z.B. Mittelstandsinitiative, Effizienzmanager und Kampagnen)<br />

u Auditpflicht für Nicht-KMU (Umsetzung Art. 8 EED)<br />

u Neue Förder- und Beratungsprogramme:<br />

Abwasserbehandlung, Landwirtschaft und Gartenbau<br />

Weiterführende Arbeitsprozesse<br />

u Beratung & Information (Überprüfung bestehender Angebote,<br />

Qualitätssicherung) gemeinsam mit „Plattform Gebäude“<br />

u Verbesserung der Rahmenbedingungen für EDL (z.B.<br />

Überprüfung Rechtsrahmen Contracting, Mietrecht,<br />

Energieeinsparrecht, indiv. Sanierungsfahrpläne)<br />

u Prüfung innovativer Finanzierungsinstrumente (z.B.<br />

Effizienzanleihe, Fondsmodelle)<br />

u Entwicklung von Kennzahlen, Standards und Benchmarks<br />

(gewerblicher Bereich & Haushalte)<br />

u begleitet von vier Arbeitsgruppen der Plattform Energieeffizienz<br />

ab Jahr 2015<br />

1 1<br />

1 2<br />

65


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

4. Was machen wir? – Bayern setzt eigene Akzente<br />

• Bayerischer Energiedialog von StM‘in Aigner<br />

• AG 1: umfangreicher Katalog mit Maßnahmen für<br />

Energieeffizienz und –einsparung, Bereiche: Strom und<br />

Wärme, für alle Sektoren<br />

• Ziel: Stromverbrauch bis 2023 konstant halten!<br />

• Umsetzung des vom Energiedialog empfohlenen Maßnahmenpakets<br />

(rd. 140 Vorschläge) auf allen Verbrauchsebenen<br />

• v.a. Verbesserung energiespezifischer Infos, Erhöhung der<br />

Energietransparenz, objekt- und adressatenspezifische<br />

Gestaltung der Beratungsleistungen<br />

• (bayerische Initiative) Steuerliche Förderung der<br />

energetischen Gebäudemodernisierung wichtiges Ziel -><br />

Bund-Länder-Gespräche<br />

• Initiative „10.000-Häuser-Programm“: Selbstversorgungsgrad<br />

erhöhen und intelligente Verknüpfung von Wärme<br />

und Strom, Systemdienlichkeit verbessern<br />

• Neues Förderprogramm der LfA „Energiekredit Gebäude“<br />

für Modernisierung der Gebäudesubstanz für Unternehme<br />

• Bessere Informationen für Einsparen von Wärme, Strom<br />

und Kraftstoffen bei Bürgern, Unternehmen und<br />

Kommunen und Fortführung des Energiedialogs<br />

13<br />

14<br />

Kampagne Energieeffizienz<br />

• Publikationen<br />

– Broschüre: Energiesparlampe und LED<br />

– Beleuchtungskärtchen<br />

– Faltblätter<br />

– Broschüre: Bauen und Sanieren für die<br />

Zukunft<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Kampagne Energieeffizienz<br />

– Immerwährender Kalender<br />

„Energiejahr“<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

1 5<br />

1 6<br />

66


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Vervielfältigung der Ausstellung „Energiewende“ für die Regierungen, BN und LBV<br />

– Adventskalender<br />

– Grundschulkalender<br />

1 7<br />

1 8<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

– Kinderbuch in der Reihe<br />

„Was ist Was – Wissensschatz“ des<br />

Tessloff-Verlages (alter 7+)<br />

(Druck November 2014)<br />

Energieeffizienz in Industrie<br />

und Gewerbe<br />

u Motivationsbroschüre:<br />

Energiemanagement<br />

1 9<br />

1 4<br />

© LfU / Ökoenergie-Institut 2 0 Bayern / 22.10.2014<br />

67


Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Bayerisches Staatsministerium für<br />

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie<br />

Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe<br />

u Abwärmeinformationsbörse im Energie-Atlas Bayern<br />

http://www.energieatlas.bayern.de/thema_abwaerme/<br />

abwaermeinformationsboerse.html<br />

Vielen Dank für<br />

Ihre Aufmerksamkeit und<br />

Ihre Energie!<br />

Dr. Rupert Pritzl<br />

Bayerisches Wirtschaftsministerium<br />

Tel.: 089/ 2162-2255<br />

Rupert.Pritzl@stmwi.bayern.de<br />

2 1<br />

22<br />

68


Building@Controls GmbH<br />

Luftbild Liegenschaft<br />

Präsentation<br />

am 25.2.15<br />

Google-earth Foto von Fa. Fischer!<br />

Vorstellung Auto Fischer,<br />

Pilsach<br />

Quelle: www.bayernviewer.de<br />

Building@Controls GmbH<br />

Building@Controls GmbH<br />

Historie<br />

• Verkaufs- und Werkstattgebäude mit einer<br />

zentralen Ölheizung<br />

• Nach und nach wurde der Standort mit<br />

weiteren Gebäude und damit<br />

Wärmeverbrauchern für eine<br />

zukunftorientierte Entwicklung bestückt<br />

BHKW<br />

Gaskessel<br />

Solaranlage<br />

Ölkessel<br />

4<br />

69


Building@Controls GmbH<br />

Einstellung des Eigentümers<br />

Building@Controls GmbH<br />

1. Schritt<br />

• Er wollte sich unabhängig machen von<br />

– externer Versorgung<br />

– Preisschwankungen<br />

• Nebeneffekte:<br />

– Fixkosten besser im Griff<br />

– eigene Gewinn-Margen optimieren<br />

– Grundstock für weiteres Wachstum!<br />

• BHKW:<br />

– Erzeugung des eigenen Strombedarfs<br />

– „Abfall“ Wärme nutzen zur Beheizung der<br />

Liegenschaft und<br />

– Nutzung für den Bedarf bei Prozessen mit<br />

Wärmenutzung<br />

– Ergebnis: Wertschöpfung im Haus wird<br />

generiert!<br />

Building@Controls GmbH<br />

Betrieb in der Folge<br />

Building@Controls GmbH<br />

2. Schritt<br />

• Es steht in manchen Zeiten zunächst<br />

ausreichend Wärmeenergie zur Verfügung!<br />

• Durch weiteres und strukturiertes Wachstum<br />

wächst die Wärmeabnahme!<br />

• Es kommt der Punkt:<br />

Wärmeenergie reicht nicht mehr!<br />

Es muss der Einsatz kontrolliert werden!<br />

• Weiterer Ausbau muss überlegt und<br />

geplant verfolgt werden:<br />

– ermitteln, wo ist wann welcher thermischer<br />

Bedarf<br />

– ermitteln, wo stehen Abwärmen zur<br />

Verfügung, die genutzt werden können<br />

– konsequente Realisierung!<br />

=> Realisierung der Energie-Ader!<br />

70


Building@Controls GmbH<br />

Entwicklung im Gelände<br />

Werkstatt<br />

Gasheizung<br />

Lackiererei<br />

nur Wärmeverbraucher<br />

Building@Controls GmbH<br />

Aktueller Aufbau<br />

Werkstatt<br />

nur Wärmeverbraucher<br />

(Einspeisung<br />

Kompressor-Abwärme)<br />

Werkstatt<br />

BHKW<br />

Verwaltungsgebäude<br />

(inkl. ehem. Werkstatt)<br />

Ölheizung<br />

Spätestens bei der Realisierung der<br />

Energieader ist eine übergeordnete<br />

Regeleinrichtung notwendig, so dass die<br />

unterschiedlichen Situation verwaltet<br />

werden können!<br />

Building@Controls GmbH<br />

Grafische Bedienung<br />

Building@Controls GmbH<br />

Grafische Bedienung<br />

• „Einfache“ Art der Web-Visualisierung<br />

ausgewählt!<br />

• Kunde kann mit Arbeitsplatz-PC oder Smart-<br />

Phones ohne weitere Software auf die Grafiken<br />

zugreigen!<br />

• Keine zusätzliche Hardware<br />

(PC oder Server) notwendig!<br />

• Kein Problem mit Virenschutz usw.<br />

• Kein Problem mit Datensicherung!!!<br />

Anzeige des<br />

Energiestroms!<br />

Einfache Übersicht:<br />

- Energieströme<br />

- Vorlauf-<br />

Temperaturen<br />

71


Building@Controls GmbH<br />

Building@Controls GmbH<br />

Einbindung Abwärme<br />

Kompressoren!<br />

ISP1-BHKW<br />

ISP2-Werkstatt Verteilung<br />

Building@Controls GmbH<br />

Building@Controls GmbH<br />

Anzeige:<br />

Soll-Wert<br />

Ist-Wert<br />

Anzeige<br />

Betriebszustand<br />

Einbindung<br />

Therm. Solaranlage!<br />

ISP3-Verwaltung (Ölkessel)<br />

ISP4-Werkstatt (Gaskessel)<br />

72


Building@Controls GmbH<br />

Ende!<br />

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!<br />

Puffer um zeitliche<br />

Spitzenentnahme vom Netz<br />

zu entkoppeln!<br />

ISP4-Lackierei<br />

73


Vorstellung Gammel Engineering <br />

Energiekosten reduzieren! <br />

Einsparpoten2ale nutzen! <br />

Abwärmenutzung in Kombina9on <br />

mit Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung <br />

am Beispiel einer Gießerei <br />

Gammel Engineering GmbH <br />

25.02.2015 <br />

Dipl.-­‐Physiker Dieter Lichtenberger <br />

WWW.GAMMEL.DE <br />

Geschä:sleitung Gammel Engineering GmbH <br />

Team Gammel Engineering GmbH <br />

1 Dr. Ingenieur <br />

22 Ingenieure <br />

6 Techniker <br />

4 Meister <br />

22 AssistentInnen <br />

Thomas Winkler, Klaus Röhrmoser, Gudrun Gammel, <br />

Michael Gammel, Dieter Lichtenberger, Max Oblinger <br />

55 Mitarbeiter/-­‐Innen <br />

74


Unsere Dienstleistung <br />

DienstleistungsporNolio Gammel Engineering GmbH <br />

Wir sind Spezialisten in der Projektentwicklung und Planung von Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐<br />

Kopplungssystemen und Abwärme-­‐Rückgewinnungsanlagen: <br />

Technische Gebäudeausrüstung <br />

Heizkra:werke <br />

l Konzep9on, Basic Engineering <br />

l Planung, Detail Engineering <br />

l Baubegleitung <br />

l Op9mierung und Betriebsunterstützung <br />

Planung von Wärmeverbundsystemen, Fernwärmenetzen und Rohrleitungsbau: <br />

l Berechnung der Rohrsta9k <br />

l Planung und Baubegleitung <br />

Effizienz / Abwärme / Verbund-­‐systeme <br />

Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung <br />

Painten Mikrogasturbinen Kalkwerk Rygol <br />

Burghausen Wacker Chemie Abwärmenutzungskonzept <br />

DAS OBJEKT <br />

Am Standort der Kalkwerk Rygol GmbH & Co. KG in Painten wurden zur <br />

energieeffizienten Betriebsweise des Trommeltrockners zwei Mikro-­‐Gasturbinen <br />

mit einer Gesamtleistung von 265 kW el errichtet. Das Heißgas aus den Gasturbinen <br />

wird direkt im Trocknungsprozess genutzt. Um die Trocknungsgase dem Prozess <br />

zuführen zu können, hat unser Team den Heißgaserzeuger neu designt, konstruiert <br />

und zur Fer9gung in Au:rag gegeben. <br />

Zudem wurde die Gasanbindung des Werks erneuert und dem erforderlichen <br />

Druck der Gasturbinen angepasst, um auf den Gasverdichter für die Gasturbinen <br />

verzichten zu können. <br />

DAS OBJEKT <br />

Aus dem Silizium-­‐Ziehprozess werden Abwärmen frei. Diese Abwärmen werden <br />

durch Umbau des Heißwasserkreises auf ein Temperaturniveau von 120°C gebracht. <br />

Zusammengefasst aus allen Reaktoren und Anlagen wird Heißwasser über <br />

Rohbündelwärmetauscher in ein Fernwärmesystem übergeben. Über Rohrbrücken, <br />

Rohrsleeper (bei oberirdischer Verlegung) und Verlegung im Erdreich wird über eine <br />

ca. 3000m lange, am Werksgelände verlaufende Leitung, die Wärmeenergie an <br />

Trockneranlagen eingespeist. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Konstruk9on Heißgaserzeuger <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

ı Inbetriebnahmeunterstützung <br />

ı Abnahme und Rechnungsprüfung <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Erstellung der Machbarkeitsstudie <br />

ı Anlagenplanung (Rohrbau und Apparatebau, MSR-­‐Technik) <br />

ı Fer9gungszeichnungen (Isometrien, Stücklisten, etc.) <br />

ı Montageüberwachung <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Ansprechpartner: <br />

Anlagentechnik: <br />

Leistung elektrisch: <br />

Inves99on Technik: <br />

Planung / Ausführung:: <br />

Kalkwerk RYGOL GmbH & Co. KG <br />

Friedrich Schardt, Tel. 09499/9418-­‐13 <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

265 kW el <br />

ca. 800.000,-­‐ € <br />

Mai 2012 – September 2013 <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Wacker Chemie Burghausen <br />

Ansprechpartner: Herr Fadanelli, Siltronic, Tel.: 08677/83-­‐3850 <br />

Herr Strobl, Werksunterhalt, Tel.: 08677/83-­‐3741 <br />

Gesamtplanung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Abwärmenutzung: max. 9.000 kW <br />

Einsparung: ca. 4 Mio. Liter Heizöl/a <br />

75


Haar Kra:-­‐Wärme-­‐Kopplung Isar-­‐Amper-­‐Klinikum <br />

Schwabmünchen Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung Osram <br />

DAS OBJEKT <br />

Auf Grund grundlegender Umstrukturierungsmaßnahmen im Isar-­‐Amper Klinikum <br />

München-­‐Haar wurde vom Bezirk Oberbayern eine Projektstudie an Gammel <br />

Engineering in Au:rag gegeben, in der die Möglichkeit der weitgehenden <br />

Eigenstromversorgung geprü: wurde. <br />

Nach Feststellung der posi9ven Wirtscha:lichkeit wurde entschieden, eine <br />

Kra:-­‐Wärme-­‐Kopplungsanlage in dem denkmalgeschützten Kesselhaus des <br />

Klinikums aufzubauen. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5, 8 <br />

ı Alle Leistungsphasen der HOAI <br />

DAS OBJEKT <br />

Die Entscheidung für die neue Energiezentrale mit Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung <br />

wurde unter betriebswirtscha:lichen Gesichtspunkten getroffen: Die von der <br />

Industrie geforderte kurze Kapitalrückflusszeit konnte in der Projektentwicklung <br />

auch für den Standort der Osram AG in Schwabmünchen nachgewiesen werden. <br />

Herzstück der Anlage ist ein Gas-­‐BHKW mit ca. 2 MW elektrischer und 2 MW <br />

thermischer Leistung. Die KWK-­‐Wärme wird zur Deckung des Heizwärmebedarfs <br />

genutzt. Außerhalb der Heizsaison unterstützt der neue Kälteabsorber mit einer <br />

Leistung von ca. 1,6 MW die Prozesskühlung über das Werks-­‐Kältenetz. <br />

Der in den BHKW-­‐Modulen erzeugte Strom wird überwiegend am Standort <br />

genutzt, überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz nach dem KWK-­‐Gesetz <br />

eingespeist. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplans <br />

ı Qualitätssicherung in der Bauphase <br />

ı Abnahmen und Dokumenta9on <br />

ı Rechnungsprüfung <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Isar-­‐Amper-­‐Klinikum gemeinnützige GmbH <br />

Ansprechpartner: Herr Andreas Walter, Tel. 089/4562-­‐2555 <br />

Planung TGA: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Leistung BHKW 2 x 430 kW th / 2 x 400 kW el <br />

Inves99on TGA: 2,1 Mio. EUR <br />

Ausführungszeitraum: März 2013 bis Dezember 2014 <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Ansprechpartner: <br />

Anlagentechnik: <br />

Leistung BHKW: <br />

Leistung Absorber: <br />

Inves99on Technik: <br />

Ausführungszeitraum: <br />

Siemens AG <br />

Gerhard Wegmann, Tel.: 08232/182-­‐373 <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

1.999 kWel , 2.213 kWth <br />

ca. 1.600 kWth <br />

ca. 2 Mio. € neso <br />

August – Dezember 2011 <br />

Eichstä[ OSRAM BHKW <br />

Cham Biomasse-­‐Heizkra:werk Naturenergie <br />

DAS OBJEKT <br />

Für den Standort Osram in Eichstäs wurde ein KWKK-­‐Konzept entwickelt und <br />

umgesetzt. In der neuen Energiezentrale in Mise des Industriebetriebes ist ein <br />

Erdgas-­‐BHKW mit 2 MWel und 2 MW Abwärme sowie eine Absorp9ons-­kältemaschine<br />

(AKM) mit 750 kW Kälteleistung installiert. Das BHKW deckt die <br />

elektrische Grundlast (ca. 50 %) ab. Am Standort werden in 3-­‐Schicht ganzjährig <br />

380 Mio. Leuchtmisel produziert. <br />

Die Abwärme wird ins bestehende Wärmenetz eingespeist und deckt ca. 90 % des <br />

Heizwärmebedarfes ab. <br />

Ein neues Kältenetz 13/19 °C wird im gesamten Betrieb aufgebaut. Mit der zentral <br />

erzeugten Kälte wird die Grundlast der 32 im Werk verteilten Kompressions-­kältemaschinen<br />

abgedeckt werden. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

ı Umfassende Inbetriebnahmebegleitung <br />

ı Entwicklung und Fortschreibung des Geschä:smodells <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Osram GmbH <br />

Ansprechpartner: <br />

Herr Andreas Böhm, Tel.: 08421/609-­‐4357 <br />

Gesamtplanung: <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Leistung BHKW: <br />

2.000 kWel , 2.000 kWth <br />

Leistung Absorber: <br />

750 kWth <br />

Gesam9nves99on: <br />

ca. 3,5 Mio. € <br />

Konzept + Genehmigungsplanung: Oktober 2013 bis Januar 2014 <br />

Umsetzung: Juli 2014 bis April 2015 <br />

DAS OBJEKT <br />

Die Naturenergie Cham GmbH erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen Prozess-­dampf<br />

für die benachbarte Käserei Goldsteig sowie Niedertemperatur-­‐wärme für <br />

das Fernwärmenetz der Stadtwerke Cham. Der im Heizkra:werk produzierte <br />

Strom wird nach dem EEG ins öffentliche Netz eingespeist. <br />

Über den mit naturbelassenem Waldholz und Landscha:spflegeholz aus der Re-­gion<br />

befeuerten Dampwessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 16 MW wird <br />

die Entnahme-­‐Gegendruck-­‐Damp:urbine betrieben. Die Naturenergie Cham belie-­fert<br />

die Käserei direkt mit Prozessdampf und Heizwärme und speist Wärme in das <br />

Netz der Stadtwerke ein. Die Projektentwicklung für das Geschä:sfeld Wärmever-­sorgung<br />

der Stadtwerke Cham und die Planung des Fernwärmenetzes hat ebenfalls <br />

das Team Gammel Engineering übernommen. Auch die Integra9on der Wärme in <br />

die Heizsysteme der größeren Abnehmer war Planungsumfang. Als Ausfallreserve <br />

sowie zur Abdeckung der Spitzenlast sind zwei ölbefeuerte Dampwessel mit <br />

jeweils 10 Tonnen pro Stunde installiert. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Entwicklung des Geschä:smodells (Businessplan – Basis für Wirtscha:sprüfer) <br />

ı Systemplanung Heizkra:werk und Wärmenetz <br />

ı Genehmigungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren Heizkra:werk und Wärmenetz <br />

ı Ausführungsplanung Heizkra:werk und Wärmenetz <br />

ı Projektleitung / Bauleitung <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen <br />

ı Betriebsbetreuung <br />

DIE DATEN <br />

Ansprechpartner: <br />

Gesamtplanung: <br />

Biomasseleistung: <br />

Spitzenlast: <br />

Fernwärme: <br />

Gesam9nves99on:<br />

Ausführungszeitraum: <br />

Josef Windmaißer, Tel. 09971/8507-­‐14 <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Max. 2.800 kWel, 17 t Dampf bei 65 bar <br />

2 x 6,8 MWth <br />

Ca. 5 km <br />

20 Mio. € (HKW) + 4,5 Mio. € (FW) <br />

November 2010 – Mai 2012 <br />

76


Sengenthal Heizkra:werk Max Bögl <br />

Girvan (GB) Biomasse-­‐Heizkra:werk & Pelletproduk2on <br />

DAS OBJEKT <br />

Zur Versorgung des Industriestandorts der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal <br />

errichtet die Max Bögl Bioenergie GmbH ein neuar9ges KOMBI POWER SYSTEM® <br />

Heizkra:werk. Zwei Holzvergaser (je 4,1 MW FWL) liefern das Brenngas für die <br />

externe Beheizung einer für unser Haus modifizierten Gasturbine. Die heiße Ablu: <br />

erzeugt Hochdruckdampf oder wird direkt für Trocknungszwecke genutzt. Der <br />

Dampf entspannt in einem 2-­‐stufigen Dampfmotor und erzeugt zusätzlich Strom. Der <br />

Abdampf versorgt das eigene Werksnetz und damit die Produk9on. Die restliche <br />

Abwärme wird im Fernwärmenetz zur Beheizung der Bürogebäude sowie der <br />

Werkstäsen genutzt. <br />

Eine konven9onelle Roszeuerung (8MW FWL) mit Dampwessel sichert die <br />

Versorgung bei Reserve-­‐ und Spitzenlast. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />

ı Unterstützung bei der Fördermiselbeschaffung <br />

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Ansprechpartner: <br />

Anlagentechnik: <br />

Leistung Dampf: <br />

Leistung Heizwasser:<br />

Leistung elektrisch: <br />

Inves99on Technik:<br />

Ausführungszeitraum:<br />

Max Bögl Bioenergie GmbH <br />

Maximilian Schmidt, Tel. 09181-­‐90911143 <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

6,0 t/h bzw. 10,5 t/h Sasdampf (25 bar) <br />

Bis zu 8 MW Heizwasser <br />

Gasturbine 2.000 kWel <br />

Dampfmotor 312 kWel <br />

13 Mio. € <br />

Oktober 2011 – Juli 2013 <br />

DAS OBJEKT <br />

LandEnergy Girvan Ltd. hat in Girvan, Schosland, eine Holzpelletproduk9on <br />

errichtet. Die Wärmeversorgung der integrierten Holztrocknungsanlage erfolgt durch <br />

ein ORC-­‐Biomasseheizkra:werk. <br />

Angeliefertes Rundholz wird entrindet und Mechanisch zerkleinert und versorgt so <br />

die Pelletproduk9on mit der erforderlichen Stammholzqualität. Die Rinde wird im <br />

Biomassekessel verbrannt. Restholz fällt nicht an. <br />

Die entstehende Wärme erzeugt zunächst elektrischen Strom in einer ORC-­‐Anlage. <br />

Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Restwärme wird in einem <br />

Bandtrockner zur Trocknung der Späne genutzt. Die zerkleinerten, getrockneten <br />

Holzspäne werden durch zwei Pressen zu Holzpellets geformt. Diese <br />

werden nach Kundenwunsch verpackt. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes <br />

ı System-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Beratung bei der interna9onalen Bieterauswahl <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen <br />

ı Betriebsbetreuung <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

LandEnergy Girvan Ltd. <br />

Ansprechpartner: Bill Palmer, Tel. (0044) 1465/ 715-­‐754 <br />

Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Pelletproduk9on: 8,2 t/h <br />

Leistung: 12,5 MWth / 2.322 kWel <br />

Gesam9nves99on: ca. 21 Mio. € <br />

Ausführungszeitraum: Mai 2011 – Oktober 2012 <br />

<strong>Regensburg</strong> Neubau Druckzentrum <br />

Neuburg AUDI AG Fahr-­‐ und Erlebniszentrum <br />

DAS OBJEKT <br />

Im Rahmen einer vorbereiteten Konzeptstudie zeigte Gammel Engineering die <br />

Möglichkeiten der energe9schen Op9mierung, CO2-­‐Minderung und Schonung von <br />

Ressourcen für den Neubau des Druckzentrums auf. Der erfolgreiche Vorschlag <br />

wurde in nur 5 Monaten zur Systemplanung weiterentwickelt, ausgeschrieben und <br />

vergeben. <br />

Die Anlagenkonzep9on beinhaltet Raumlu:technik, Lu:befeuchtung, <br />

Gaslöschanlagen, Gebäudeleisechnik und die prozesstechnischen Anforderungen <br />

der Wasser-­‐au|ereitung, Drucklu:versorgung. Darüber hinaus wurden innova9ve <br />

Maßnahmen zur Abwärmenutzung über Betonkernak9vierung und Wärmepumpe, <br />

Senkung des Energieverbrauches durch Nutzung der Prozesswärme, Freie Kühlung <br />

und Adiabate Kühlung zur Minimierung Betriebslaufzeiten der Kältemaschinen, <br />

Einsatz von modernster innova9ver Kältemaschinentechnik und Unterschreitung <br />

der EnEV-­‐Anforderungen um 30% realisiert. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Wasser-­‐ /Abwassertechnik <br />

ı Technische Gase <br />

ı Heizungstechnik <br />

ı Raumlu:technik <br />

ı Kältetechnik <br />

ı Elektrotechnik <br />

ı MSR-­‐Technik <br />

DAS OBJEKT <br />

Die AUDI AG errichtet auf einem Gesamtgelände von 47 ha ein Fahr-­‐ und <br />

Testzentrum für AUDI Sport. Insgesamt beträgt das Inves99onsvolumen über <br />

100 Mio. EUR. <br />

Mit der Zielsetzung einen CO2-­‐neutralen Standort zu entwickeln wurde zusammen <br />

mit der Werksstrukturplanung der AUDI AG und den Architekten ein Versorgungs-­system<br />

geplant und gebaut, das diese hohe Anforderung erfüllt. <br />

Hierfür wurde die TGA für das sehr repräsenta9ve Entree-­‐Gebäude sowie die <br />

komplesen Funk9onsbereiche für AUDI Sport, von der Betankung bis zu den Werk-­stäsen<br />

und Prü|ereiche, geplant. <br />

Au:ragsumfang der Gammel Engineering war die Planung der komplesen <br />

Versorgungstechnik: <br />

Prozesswärme und -­‐kälte auf unterschiedlichen Temperaturniveau, Feuerlösch-­technik,<br />

Drucklu:, technische Gase und Elektrotechnik (Miselspannung und <br />

Niederspannung). <br />

Die Energiezentrale mit 2,7 MW Wärmeleistung, 5,4 MW Kälteleistung und 5 MW <br />

Elektroenergie (20 kV) lag ebenfalls in der Planungsverantwortung der Gammel <br />

Engineering GmbH. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Projektentwicklung des Versorgungskonzeptes <br />

ı Entwurf-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Objektüberwachung bis zur Übergabe <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Miselbayerische Verwaltungs-­‐GmbH <br />

Ansprechpartner: Herr Ludwig Grüneisl, Tel.: 0941/207-­‐455 <br />

Generalübernehmer: IE Group Graphic Engineering München <br />

Technische Ausrüstung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Elektrotechnik: Varoplan GmbH, Abensberg als Subplaner <br />

Inves99on Technik: 9 Mio. € <br />

Ausführungszeitraum: Juli 2009 bis Dezember 2009 <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

Ansprechpartner: <br />

Anlagentechnik: <br />

Inves99on Technik: <br />

Planung / Ausführung: <br />

AUDI AG <br />

Klaus Bumba, Tel. 0841/89-­‐54127 <br />

Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

ca. 25 Mio. € <br />

Januar 2013 – Oktober 2014 <br />

77


BMW Group Lageplan Gießerei Landshut <br />

Ausgangssitua2on <br />

Bestehender Schmelzofen <br />

Daten Schmelzofen <br />

Brennerleistung IST: 3,2 MW<br />

(Normiert)<br />

(Betrieb)<br />

(Betrieb)<br />

78


Messaueau am Ofen S2 <br />

Qualita2ve Volumenstrommessung <br />

der Zulu: durch den Ringspalt <br />

Abgasstutzen des gasbefeuerten <br />

Aluminium Schmelzofen <br />

Durchgeführte Abgasmessung <br />

Aufzeichnung der Temperatur des <br />

reinen Rauchgases am Stutzen <br />

Abgasführung Ofen S2 <br />

Volumenstrom bei Brennerleistung 3MW <br />

Öfen werden mit Brennerleistung von 3MW betrieben<br />

Abgasführung mit <br />

Frischlu:beimischung <br />

Messstelle für <br />

Volumenstrom-­‐ und <br />

Temperaturmessung <br />

Gasverbrauch<br />

mittlerer Volumenstrom Mischgas<br />

mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas<br />

mittlere Temperatur Mischgas<br />

4.680 Nm 3 /h<br />

Ringspalt <br />

Zum Kamin <br />

3.015 Nm 3 /h<br />

3.780 Nm 3 /h<br />

2.700 Nm 3 2.970 Nm 3 /h<br />

/h 3.825 Nm 3 /h<br />

400 °C<br />

310 °C<br />

180 °C<br />

260 °C<br />

175 °C<br />

260 °C<br />

Frischlu:beimischung <br />

Warmhaltebetrieb<br />

Schmelzbetrieb<br />

79


Regelung zur Anhebung der Abgastemperatur <br />

Op2mierung Warmhaltebetrieb <br />

Temperatur geregelte<br />

Mischerklappe<br />

Hallenzuluft<br />

p<br />

T<br />

Mischgas<br />

reduzierte Zuluft am<br />

Ringspalt durch Reduktion<br />

am Querschnitt<br />

Abluft<br />

Vom Schmelzofen<br />

Produktionshalle<br />

Untergeschoss<br />

Volumenstrom Nm 3 /h<br />

8000<br />

7500<br />

7000<br />

6500<br />

6000<br />

5500<br />

5000<br />

4500<br />

4000<br />

3500<br />

3000<br />

2500<br />

2000<br />

mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas<br />

mittlerer Volumenstrom Mischgas mit Regelung<br />

mittlere Temperatur Mischgas<br />

Neue gemittelte Temperatur<br />

Reduzierung des Volumenstroms<br />

Anheben der Temperatur<br />

während Brennerstillstand im<br />

Warmhaltebetrieb durch Reduzierung<br />

der Ringspaltzuluftmenge<br />

Schmelzbetrieb:<br />

Temperatur: 400 °C<br />

Volumenstrom: 4.680 Nm 3 /h<br />

800<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

Temperatur °C<br />

Mischgas<br />

Druckregelung im<br />

Abgasstutzen mit zweiter<br />

Klappe um Unterdruck im<br />

Ofen zu vermeiden<br />

1500 Warmhaltebetrieb:<br />

1000<br />

Temperatur: 287 °C<br />

100<br />

Volumenstrom: 2.487 Nm 3 /h<br />

500<br />

0<br />

Warmhaltebetrieb<br />

Schmelzbetrieb<br />

0<br />

15:40 15:50 16:00 16:10 16:20 16:30 16:40 16:50 17:00 17:10 17:20<br />

Kaskadierung der Schmelzöfen <br />

Mögliche Kaskadierung der neuen Schmelzöfen<br />

(Folgebetrieb; Betrachtung eines Durchschnitttages 2013)<br />

00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00<br />

6<br />

Legierung A<br />

Ermi[lung der <br />

nutzbaren Wärmemengen <br />

5<br />

4<br />

3<br />

Legierung B<br />

2<br />

1<br />

00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00<br />

0<br />

3 Öfen im<br />

2 Öfen im<br />

1 Ofen im<br />

2 bzw.3 Öfen im<br />

Schmelzbetrieb<br />

Schmelzbetrieb<br />

Schmelzbetrieb<br />

Schmelzbetrieb<br />

80


Nutzbare Abwärmemenge, Laststufen <br />

Nutzbare Abgasmenge mit Regelung Pro Ofen Pro Ofen<br />

der Zuluft bei reduzierter Ringspalt Zuluft im Schmelzbetrieb im Warmhaltebetrieb<br />

Temperatur Mischgas 650 °C 650 °C<br />

Massenstrom Mischgas 6.049 kg/h 3.214 kg/h<br />

cp bei T 1,180 kJ/(kg*K) 1,180 kJ/(kg*K)<br />

Enthalpie 767 kJ/kg 767 kJ/kg<br />

Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 4.680 Nm³/h 2.487 Nm³/h<br />

Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 15.823 Bm³/h 8.408 Bm³/h<br />

minimaler Lastfall<br />

Standard<br />

Betriebspunkt<br />

Annahme<br />

Nutzbarer<br />

Volumenstrom<br />

nur von Öfen im<br />

Schmelzbetrieb!!<br />

maximaler Lastfall<br />

Öfen im Schmelzbetrieb 2 3 4<br />

Öfen im Warmhaltebetrieb 4 3 2<br />

Temperatur Mischgas 640 °C 640 °C 640 °C<br />

Massenstrom Mischgas 12.097 kg/h 18.146 kg/h 24.195 kg/h<br />

cp bei T 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K)<br />

Enthalpie 949 kJ/kg 949 kJ/kg 949 kJ/kg<br />

Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 9.360 Nm³/h 14.040 Nm³/h 18.720 Nm³/h<br />

Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 31.303 Bm³/h 46.954 Bm³/h 62.606 Bm³/h<br />

Nutzbares<br />

therm. Potential<br />

1.760 kW 2.640 kW<br />

3.520 kW<br />

Möglichkeiten der Stromerzeugung <br />

zur Nutzung von Abwärmen <br />

Systemauswahl / Vergleich ORC Systeme <br />

Energiemengen ORC Motor <br />

1.) Stromerzeugung aus Wärmerückgewinnung<br />

Gesamtlaufzeit 7.220 h<br />

angenommene Verfügbarkeit 90 %<br />

6.500 h<br />

Bei angen. 6.500 Betriebsstunden beträgt das jährl. Einspeisepotential<br />

400 kW<br />

ca. 2.599.706 kWh Strom pro Jahr.<br />

2.) Energiesubstitution aus Niedertemperaturabwärme<br />

2.749 kW 1.952 kW Kälte mit VL / RL: 6 / 12°C<br />

damit kann unter Berücksichtigung eines Feuerungstechnischen<br />

Wirkungsgrades von 93%<br />

damit kann unter Berücksichtigung eines durchschn.<br />

296 m³/h Erdgas substituiert werden. Strombedarfs einer Kältemaschine von 0,3 kWel/kWKälte<br />

586 kW Strom substituiert werden.<br />

Bei angen. 6.500 Vollaststunden beträgt das jährliche Einsparpotential<br />

17.870 MWh thermische Energie ca. 3.806.399 kWh Strom pro Jahr<br />

ca. 1.921.550 m³ Erdgas pro Jahr.<br />

Turbine mit Silikonöl<br />

als Arbeitsmedium<br />

Kolbenmaschine mit Ethanol<br />

als Arbeitsmedium<br />

3.) Einsparung an CO 2<br />

Somit ergibt sich eine jährliche Einsparung von<br />

Ansatz 0,220 kg / kWh (aus Gas) entweder ca. 3.931 Tonnen CO 2 aus der Wärmenutzung und<br />

0,522 kg / kWh(el) oder ca. 1.987 Tonnen CO 2 aus der Bereitstellung von Kälte<br />

0,522 kg / kWh(el) und zugleich ca. 1.357 Tonnen CO 2 aus der Stromproduktion.<br />

bei Nutzung von 50% Kälte und 50 % Wärme Gesamt ca. 4.316 Tonnen CO 2<br />

81


3D-­‐Ansicht Wärmerückgewinnung -­‐ Verdampfereinheit <br />

3D-­‐Ansicht Wärmerückgewinnung <br />

Bypass in der<br />

Rauchgasleitung<br />

Abwärmeauskopplung<br />

Wärmebedarf; zusätzliche KWK mit 1,8 MW (therm) <br />

35.000<br />

Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10<br />

Integration eines zusätzlichen BHKW mit 1,8 MW (thermisch)<br />

GAMMEL ENGINEERING<br />

Maximale Auslegung der KWK Anlage <br />

35.000<br />

Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10<br />

Integration eines zusätzlichen BHKW mit 3,1 MW (thermisch)<br />

GAMMEL ENGINEERING<br />

30<br />

30.000<br />

Jahrewärmebedarf 2011:<br />

80.351 MWh<br />

Deckungsanteil 2 x KWK Bestand 29,0 %<br />

Deckungsanteil 3 x KWK 44,3 %<br />

Jahreswärmemenge<br />

BHKW 1<br />

BHKW 1 + 2<br />

BHKW 1 + 2 + 3<br />

BHKW 1 + 2 + 3+WRG<br />

30.000<br />

Jahrewärmebedarf 2011:<br />

80.351 MWh<br />

Jahreswärmemenge<br />

BHKW 1<br />

BHKW 1 + 2<br />

BHKW 1 + 2 + 3<br />

BHKW 1 + 2 + 3+WRG<br />

25<br />

20<br />

25.000<br />

25.000<br />

Außentemperatur nach DIN4710<br />

14<br />

15<br />

Leistung [kW]<br />

20.000<br />

15.000<br />

10.000<br />

Betrachtung mit maximalen Lastfall:<br />

Unterbringung der Leistung von 3520 kW aus der WRG zu 5306 Vollbenutzungsstunden<br />

Laufzeit 3. KWK 7631 Vollbenutzungsstunden bei einem 1,8 MW (thermisch) BHKW<br />

Leistung [kW]<br />

20.000<br />

15.000<br />

10.000<br />

< 4°C<br />

Freie Kühlung<br />

Maximale BHKW Leistung ca. 3,1 MW (therm)<br />

4°C < T < 14°C<br />

Gleitender Übergangsbetrieb<br />

T > 14°C<br />

Kompressorkälte<br />

4<br />

10<br />

5<br />

0<br />

-5<br />

Außenlufttemperatur [°C]<br />

-10<br />

5.000<br />

5.000<br />

-15<br />

0<br />

0<br />

3.327<br />

0<br />

-20<br />

1.000<br />

2.000<br />

3.000<br />

4.000<br />

5.000<br />

6.000<br />

7.000<br />

8.000<br />

9.000<br />

0<br />

1.000<br />

2.000<br />

3.000<br />

4.000<br />

5.000<br />

6.000<br />

7.000<br />

8.000<br />

9.000<br />

Jahresstunden<br />

Jahresstunden<br />

82


Schema2sche Darstellung der gebauten Variante <br />

Einbindung Abwärme, Integra2on der KWK-­‐Anlage <br />

Kamin<br />

l<br />

l<br />

Einspeisung bis 3,5 MW <br />

Abwärme in Heiß-­wassernetz<br />

an 7.200 h/a <br />

Kälteerzeugung an <br />

> 3.000 h/a mit 130/70 <br />

AKM 2MW <br />

Abgas 640°C<br />

130 °C<br />

70 °C<br />

DRUCKGUSS<br />

Anbindung an Bestand<br />

Wärmeauskopplung<br />

DN 150<br />

l<br />

Integra9on einer weiteren <br />

KWK Anlage <br />

2,7 MWel, 2,4 MWth <br />

Rückkühler 2,1 MW<br />

28 °C<br />

34 °C<br />

AKM 2<br />

900 kW<br />

70 °C<br />

Bei 6,5MW:<br />

DN200 bei dT=40K<br />

v`=1,25m/s<br />

DN150 bei dT=40K<br />

v`=2,2m/s<br />

SANDKERN-<br />

FERTIGUNG<br />

DN 200<br />

Neubau Geb.<br />

066.2<br />

l<br />

Schnisstellendefini9on <br />

über Wärmemengenzähler <br />

gut möglich <br />

Kaltwasseranbindung<br />

an Geb. 69.0<br />

Rückkühler 2,6 MW<br />

28 °C<br />

25 °C<br />

15 °C<br />

AKM 1<br />

91,5 °C<br />

Pumpengruppe und<br />

Zusätzliche KWK Anlage<br />

34 °C<br />

1.100 kW<br />

130 °C<br />

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />

83


Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut <br />

DAS OBJEKT <br />

Auf Grundlage eines von Gammel Engineering ausgearbeiteten Abwärme-­nutzungskonzeptes<br />

für die effiziente Nutzung der Abgase aus der Erweiterung der <br />

Aluminium-­‐Schmelzerei am BMW Standort Landshut errichtet das Konsor9um <br />

Siemens/Müller im Rahmen eines Energieeinsparcontrac9ngs eine <br />

Wärmerückgewinnungsanlage. Die überschüssige Wärme aus den Schmelzöfen wird <br />

in das werksinterne Heißwassernetz zugeführt. Über zwei Absorp9ons-­kältemaschinen<br />

mit einer Gesamtkälteleistung von ca. 2,0 MW wird Prozesskälte <br />

erzeugt und ins Kaltwassernetz eingespeist. <br />

Im gleichen Zug wird die bestehende Energiezentrale um ein zusätzliches BHKW mit <br />

einer elektrischen Leistung von 2,68 MW erweitert. Die Gesamtplanung zur <br />

Realisierung des Bauvorhabens wird durch Gammel Engineering ausgeführt. <br />

DIE PLANUNGSLEISTUNG <br />

ı Potenzialermislung <br />

ı Abwärmenutzungskonzept <br />

ı System-­‐ und Ausführungsplanung <br />

ı Mitwirken bei der Genehmigungsplanung <br />

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren <br />

ı Projektleitung / Bauleitung <br />

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung <br />

ı Begleiten der Inbetriebnahme <br />

DIE DATEN <br />

Bauherr: <br />

ARGE Siemens AG / U. Müller GmbH <br />

Ansprechpartner: Hr. Stegmann, SIEMENS AG, Tel. 089/9221-­‐5627 <br />

Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg <br />

Nutzbare Abwärme aus Abgas: Max. Laszall: 3,5 MWth, <br />

Auslegungsfall 2,6 MWth <br />

Kälteleistung: <br />

2,0 MW bei 10 °C/ 18 °C <br />

Leistung BHKW: 2,68 MWel / 2,36 MWth bei 130 °C <br />

Inves99on Technik: 5,1 Mio. EUR <br />

Ausführungszeitraum: Januar 2013 – Oktober 2014 <br />

Vielen Dank <br />

für Ihre Aufmerksamkeit ! <br />

Dipl.-­‐Physiker Dieter Lichtenberger <br />

WWW.GAMMEL.DE <br />

84


IMPRESSIONEN<br />

85


Weniger Kosten Bei Gleichem Komfort<br />

Energieeffizienzmassnahmen Bei Bestandsgebäuden<br />

Das Haus<br />

Stefan Paa, Heimleiter<br />

BRK Seniorenheim Waldmünchen<br />

Armin Meißauer<br />

Reng Innovative Energien GmbH<br />

Baujahr: 1972 – 1989<br />

Wohn- und Nutzfläche: 6.000 m2<br />

Wohnplätze: 109 - aktuell ca. 38.000 Belegungstage pro Jahr<br />

Mitarbeiter: 100<br />

Produktionsküche 55.500 Essen<br />

Inkl. kleiner Bäckerei<br />

Nur Elektrogeräte<br />

Interne Wäscherei 26 to/a<br />

Fernwärme ca. 850 Mwh/a<br />

Zwei große Aufzüge<br />

Die Entdeckung<br />

Die Analyse<br />

SICOTRONIC 4000 – Installation<br />

und Inbetriebnahme 1996<br />

Lastoptimierung der Bestellleistung<br />

bei den Stadtwerken ( EVU )<br />

angeschlossen sind Kochgeräte der<br />

Großküche<br />

Grenzleistung 106 KW (2010)<br />

Verbrauch 323.000 Kwh (2010)<br />

Volllaststunden 3047h<br />

¨ Nur elektrische Verbraucher mit 2-Punkt-Regelung<br />

¨ Glühplatte 16 KW (Großkochfeld)<br />

¨ Kombidämpfer 18 KW<br />

¨ Aufzug mit Schützsteuerung – 65 KW Spitze<br />

¨ Veraltete Spültechnik<br />

¨ Dauerbeleuchtung in den Fluren<br />

¨ Wäscherei nicht durch SICOTRONIC überwacht –<br />

dadurch keine Lastregelung<br />

86


Das Ziel<br />

Der Weg<br />

¨ Mehr regelbare Lasten an SICOTRONIC<br />

¨ Reduzierung der elektrischen Hausanschlussleistung<br />

¨ Effizientere Nutzung der elektrischen Energie<br />

¨ Keine Komforteinbußen<br />

¨ Induktionskochfeld<br />

¨ 4 X 7 KW<br />

¨ voll regelbar<br />

¨ Wärme nur im Topf<br />

¨ Hohe Ankochleistung<br />

¨ Geringe Wärmebelastung<br />

im Raum<br />

Der Weg<br />

Der Weg<br />

¨ Kombidämpfer 16 KW<br />

¨ voll regelbar<br />

¨ Übernachtgaren<br />

¨ Selbstreinigung<br />

¨ Haubenspülmaschine<br />

¨ mit Wärmerückgewinnung<br />

¨ Wassersparend (450 cbm/a)<br />

¨ Chemiesparend<br />

¨ Kaltwasseranschluss<br />

¨ Wrasenabsaugung<br />

¨ Sehr gutes Raumklima<br />

¨ Leise<br />

¨ Selbstreinigung<br />

87


Der Weg<br />

Was sonst noch geschah<br />

¨ Aufzugsteuerung<br />

¨ FU-Regelung<br />

¨ Reduzierte Lastspitzen<br />

¨ Sanfter Lauf<br />

¨ Schnellere Fahrt<br />

¨ Keine Netzstörungen<br />

¨ Wäschetrockner an SICOTRONIC angeschlossen<br />

und Grenzleistung an SICOTRONIC reduziert<br />

¨ Flurbeleuchtung auf Nachtschaltung umgebaut<br />

¤ - 11.000 Kwh/a !!!<br />

¨ Hofbeleuchtung verbrauchsoptimiert<br />

Die Kosten<br />

Das Ergebnis<br />

¨ Induktionskochfeld 11.000 €<br />

¨ Spülmaschine 11.000 €<br />

¨ Kombidämpfer 10.000 €<br />

¨ Aufzugssteuerung 5.000 €<br />

¨ Beleuchtung 2.000 €<br />

¨ Wäscherei 1.000 €<br />

¨ Gesamt 40.000 €<br />

¨ Reduzierung der Anschlussleistung von 106 KW auf 81 KW<br />

=> 28 KW x 126,60 €/KW = -3544 €/a<br />

¨ Verbrauchsreduzierung -10% => ca. 8.500€/a<br />

¨ 2010 10,21Kwh/Belegungstag<br />

¨ 2014 9,05 Kwh/Belegungstag<br />

¨ Optimierte Volllaststunden (4440h) => Stromhandel !!!<br />

¨ Effizienzsteigerung Küche<br />

¤ 2010 2,66 Kwh/Essen<br />

¤ 2014 1,85 Kwh/Essen => entspricht -30%<br />

¨ Hohe Einsparung bei der Spülmaschine<br />

¤ Ca. 10.000 €/a (Strom, Warmwasser, Abwasser, Reiniger)<br />

¨ Hochwertige Arbeitsplätze<br />

88


Energie reduzieren, Kosten senken !<br />

Der bewusste und effiziente Umgang mit elektrischer Energie ist zu einem<br />

immer wichtigeren wirtschaftlichen Faktor geworden.<br />

Die Reduzierung der elektrischen Leistung (kW) und des Verbrauchs (kWh)<br />

wirken sich positiv auf Ihre Betriebskosten aus, und Sie leisten andererseits<br />

einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Umweltentwicklung.<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

Energiemanagement und<br />

Lastmanagement !<br />

Lastspitzenmanagement<br />

• Energiemanagement – ist ein Managementsystem zur Reduzierung des<br />

Energieverbrauchs, dies bedeutet eine Steigerung der Energieeffizienz.<br />

Hierfür wurde 2011 die ISO 50001 eingeführt.<br />

Energiecontrolling - Regelkreis<br />

Planung und Konzeption<br />

Energiesparziele aufstellen, Strategie festlegen, erforderliche Mittel<br />

bereitstellen, Plan aufstellen für Durchführung.<br />

Umsetzen und Kontrolle<br />

Strukturen für einen kontinuierlichen Prozesses einführen,<br />

Überprüfung der Effektivität des EnMS, Sammlung neuer Ideen.<br />

Datenerfassung und Messung<br />

Energieverbrauch erfassen, Energieschwerpunkte ermitteln,<br />

erfasste Daten auswerten und Ansätze zur Reduzierung ergreifen.<br />

Analyse<br />

Soll – Ist – Vergleich, Bewertung des Fortschritts anhand aktueller<br />

Energiedaten, Optimierung der aktuellen Energiedaten, Ableitung<br />

neuer Ziele.<br />

• Eine besondere Maßnahme stellt das Lastmanagement dar, die Optimierung<br />

des Lastprofils bewirkt zwar keine Energieeinsparung ( kWh ), kann aber je<br />

nach Stromliefervertrag zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.<br />

Da der Leistungsbedarf über einen 24-Stunden-Zyklus erheblich variiert, führt<br />

dies zu massiven Belastungen von Erzeugungs- und Verteilungseinrichtungen<br />

der Energieversorger .<br />

Für diese Wirkleistungsspitzen haben die Energieversorger entsprechende<br />

Leistungspreistarife eingeführt.<br />

• Je nach Tarif wird bei der Festsetzung der Stromkosten der höchste über<br />

eine Viertelstunde gemessene Leistungsspitzenwert des Monat oder der<br />

Jahreshöchstwert in Rechnung gestellt.<br />

• Das bedeutet bei 8 Produktionsstunden am Tag sind dies 32 Viertelstunden,<br />

bei einer 5 Tagewoche sind dies 160 Messzyklen pro Woche und ca. 640<br />

Abrechnungszeiträume pro Monat - und nur eine Viertelstunde ist für Ihren<br />

Leistungspreis je Monat ausschlaggebend !!!!<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

15<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

16<br />

89


Lastspitzen z.B. in der Großküche<br />

und die Reduzierung der Lastspitze !!<br />

Beispielberechnung<br />

Durch das thermostatische und<br />

dadurch rein zufällige zu- bzw.<br />

abschaltung von elektrischen<br />

Großkochgeräten entstehen die<br />

Lastspitzen, diese müssen nun<br />

kontrolliert gesteuert werden ! !<br />

- durch bedarfsorientierte Steuerung der Kochgeräte, das bedeutet unser<br />

System zur Lastoptimierung erkennt einerseits die bezogene elektrische<br />

Leistung in der Einspeisung und andererseits die Zustände der Kochgeräte<br />

z.B. über Steuerleitungen. Jetzt kann über die Auswertung des Geräte-<br />

Hauptschalter und über den internen Geräte-Thermostat der tatsächliche<br />

Zustand erfasst werden, und entsprechende Geräte können nun kurzzeitig<br />

zur Leistungsoptimierung abgeschaltet werden.<br />

Durch diese Methode ist eine optimale Regelung der Bezugsleistung möglich,<br />

ohne Beeinträchtigung des Produktionsablaufs an den Kochgeräten.<br />

Der Anschlusswert der Küchen- und Wäschereigeräte beträgt ca. 250 kW<br />

Bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor 0,6 errechnet sich eine Leistung von 150 kW<br />

ohne Optimierung<br />

Bei 25% Reduzierung ergibt<br />

dies eine optimierte Leistung<br />

von 112,5 kW<br />

Einsparung 37,5 kW<br />

monatlicher Leistungspreis<br />

ca. 10,- € pro kW<br />

Ersparnis durch Einsatz einer<br />

Spitzenlastoptimierung<br />

375,- € pro Monat<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

17<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

18<br />

Reduzierung der Kosten für die<br />

Erzeugung der Grundlast durch KWK<br />

Durch den Einsatz von Micro- und Mini- Blockheizkraftwerken kann die<br />

elektrische Leistung für die Grundversorgung sinnvoll erzeugt werden.<br />

Beim BHKW treibt ein Gasmotor den Generator für die Stromerzeugung an,<br />

die dabei entstehende Wärme wird dann dem Heizungsnetz zugeführt.<br />

Die produzierte elektrische Energie sollte ins eigene Leitungsnetz eingespeist<br />

werden, somit lassen sich die Kosten für die Leistungsbereitstellung ( kW ) und<br />

die Verbrauchskosten ( kWh ) senken.<br />

Wenn die Dimensionierung der BHKW-Auslegung nicht zu groß gewählt wird so<br />

ist unter Umständen sogar eine Laufzeit des BHKW über das ganze Jahr<br />

möglich.<br />

Bei 365 Tagen / Jahr sind dies 8760 Stunden, rechnet man nun die el. Leistung<br />

des BHKW z.B 4 kW x 8760 Stunden dann werden 35.040 kWh erzeugt. Bei<br />

einem Tarif von ca. 0,25 € / kWh ist das eine Einsparung von 8.760 € / Jahr.<br />

Voraussetzung ist die Wärmeabnahme von 12 kWh thermisch z.B Warmwasser.<br />

abschließend möchte ich mich für Ihre Aufmerksamkeit bedanken<br />

Armin Meißauer – Elektrotechniker<br />

Tel. 0941 – 298485160 oder 0152 – 56602160<br />

Armin.Meissauer@Renggruppe.de<br />

Lösungen rund um die Elektrotechnik<br />

19<br />

90


Energieerzeugungsanlagen <br />

vorrangig für den Eigenverbrauch <br />

Ein Praxisbeispiel: <br />

Dämmstoffwerk Werner Rygol GmbH & Co KG, <br />

Standort Painten: <br />

Ein innovaPves Unternehmen setzt auf <br />

regeneraPve Energieversorgung und erkennt <br />

die Chancen der Energiewende <br />

Feb. 2015 <br />

1 <br />

Feb. 2015 <br />

2 <br />

Zwei Standorte: Stammbetrieb Painten und Werk <br />

Lauta <br />

Dämmstoffwerk Rygol Painten <br />

Mai 2014 <br />

3 <br />

Feb. 2015 <br />

4 <br />

91


403 kWp PV-­‐Leistung wurden 2013 als <br />

Eigenverbrauchsanlagen installiert <br />

2014 wurde einen Mikrogasturbine mit 200 kWel. <br />

in Betrieb genommen. <br />

Micro Gas Turbine <br />

2014 <br />

TrafostaPon & <br />

Schaltanlage mit Messung <br />

und Fernwirktechnik <br />

Ausrichtung 25° Nord West <br />

Dachneigung 9° <br />

Montage dachparallel <br />

Wechselrichter SMA <br />

Module Yingli monokristallin <br />

Gasturbine dient <br />

zusammen mit dem <br />

Gaskessel zur <br />

Dampferzeugung <br />

Hersteller Capstone <br />

380 kWth <br />

Feb. 2015 <br />

Feb. 2015 <br />

ProdukPon und Energiedaten für den <br />

Standort Painten (Stand 2012) <br />

So setzt sich der Strompreis zusammen <br />

Arbeitspreis 0,0667 € Pro kWh <br />

Leistung (kW) <br />

Pro kW und Monat bei 15 minüPger <br />

7,1920 € Überschreitung der vereinbarten Leistung <br />

• Durchschniclicher Einsatz von elektrischer Energie ca. 2.400 MWh/a <br />

• Erreichte Leistungsspitzen elektrisch 650 kW bis 770 kW <br />

• Durchschniclicher Gasverbrauch ca. 13.600 MWh/a <br />

• Leistungsspitze Gas ca. 4.000 kW <br />

Messpreis 86,0300 € pro Monat <br />

KWK Umlage 0,0006 € pro kWh <br />

Netzentgelte (+§19) 0,0084 € pro kWh <br />

pro kWh <br />

Off Shore Uml. §17 <br />

0,0016 € <br />

EEG Umlage 0,061 € pro kWh <br />

pro kWh <br />

Stromsteuer <br />

0,0205 € <br />

Strompreis ohne <br />

Leistungsüberschreitung <br />

Strompreis/ kWh je nach <br />

Leistungsüberschreitung <br />

ca. 16ct/kWh <br />

ca. 19ct/kWh <br />

(aus Stromrechnungen 2012 & 2013) <br />

(aus Stromrechnungen 2012 & 2013) <br />

Feb. 2015 <br />

7 <br />

Feb 2015 <br />

8 <br />

92


Spitzenleistung wird teuer! <br />

• Ein Beispiel für die Auswirkung des Leistungspreises: <br />

Vereinbarte Leistung von 543 kW wurde im Juli 15 Minuten lang mit einer <br />

Leistung von 766 kW überschricen! <br />

Es gilt 766 kW * 7,19 € = 5.507,54€ Preis für die Leistungsbereitstellung <br />

Monat Juli 2013 <br />

Die Strategie <br />

• Energieflüsse sichtbar machen. <br />

Wo, wann wird welche Energieform <br />

gebraucht. Die Leistung beobachten und <br />

Spitzen vermeiden. <br />

• Energie selbst erzeugen und selbst <br />

verbrauchen und dadurch die Grundlast <br />

verringern <br />

• EinsparpotenPale ausfindig machen <br />

• Energie effizient einsetzen <br />

Feb 2015 <br />

9 <br />

Feb 2015 <br />

10 <br />

Energieflüsse sichtbar machen <br />

Wochenlastgang ProdukPon Mai 2014 <br />

800 <br />

700 <br />

Leistungsspitzen <br />

Leistung ProdukPon <br />

600 <br />

500 <br />

Grundlast <br />

Feb 2015 <br />

Temporäre und fest installierte <br />

Lastgangmessungen an den <br />

verschiedenen <br />

ProdukPonseinheiten sind <br />

wichPg um die <br />

Erzeugungsanlagen an den <br />

Bedarf -­‐-­‐-­‐ oder den Bedarf an <br />

die Erzeugung anpassen zu <br />

können. <br />

400 <br />

300 <br />

200 <br />

100 <br />

0 <br />

Feb. 2015 <br />

00:00:00 <br />

03:45:00 <br />

07:30:00 <br />

11:15:00 <br />

15:00:00 <br />

18:45:00 <br />

22:30:00 <br />

02:15:00 <br />

06:00:00 <br />

09:45:00 <br />

13:30:00 <br />

17:15:00 <br />

21:00:00 <br />

00:45:00 <br />

04:30:00 <br />

08:15:00 <br />

12:00:00 <br />

15:45:00 <br />

19:30:00 <br />

23:15:00 <br />

03:00:00 <br />

06:45:00 <br />

10:30:00 <br />

14:15:00 <br />

18:00:00 <br />

21:45:00 <br />

01:30:00 <br />

05:15:00 <br />

09:00:00 <br />

12:45:00 <br />

16:30:00 <br />

20:15:00 <br />

00:00:00 <br />

03:45:00 <br />

07:30:00 <br />

11:15:00 <br />

15:00:00 <br />

18:45:00 <br />

22:30:00 <br />

02:15:00 <br />

06:00:00 <br />

09:45:00 <br />

13:30:00 <br />

17:15:00 <br />

21:00:00 <br />

05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014 <br />

Mo Di MI Do Fr Sa So <br />

P Bezug <br />

12 <br />

93


Lastgang ProdukPon und PV <br />

Erzeugung Mai 2014 <br />

Lastgang und PV Erzeugung als Summe <br />

800 <br />

700 <br />

600 <br />

Leistungsspitzen <br />

können nicht <br />

vermieden werden <br />

500 <br />

400 <br />

P Bezug <br />

Grundlast sinkt <br />

deutlich <br />

300 <br />

P PV <br />

200 <br />

100 <br />

0 <br />

00:00:00 <br />

03:45:00 <br />

07:30:00 <br />

11:15:00 <br />

15:00:00 <br />

18:45:00 <br />

22:30:00 <br />

02:15:00 <br />

06:00:00 <br />

09:45:00 <br />

13:30:00 <br />

17:15:00 <br />

21:00:00 <br />

00:45:00 <br />

04:30:00 <br />

08:15:00 <br />

12:00:00 <br />

15:45:00 <br />

19:30:00 <br />

23:15:00 <br />

03:00:00 <br />

06:45:00 <br />

10:30:00 <br />

14:15:00 <br />

18:00:00 <br />

21:45:00 <br />

01:30:00 <br />

05:15:00 <br />

09:00:00 <br />

12:45:00 <br />

16:30:00 <br />

20:15:00 <br />

00:00:00 <br />

03:45:00 <br />

07:30:00 <br />

11:15:00 <br />

15:00:00 <br />

18:45:00 <br />

22:30:00 <br />

02:15:00 <br />

06:00:00 <br />

09:45:00 <br />

13:30:00 <br />

17:15:00 <br />

21:00:00 <br />

05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014 <br />

Überschusseinspeisungen <br />

werden vergütet könnten aber <br />

wirtschaulicher in der ProdukPon <br />

eingesetzt werden <br />

Feb. 2015 <br />

13 <br />

Feb. 2015 <br />

14 <br />

Die Mikrogasturbine unterstützt bei der <br />

Dampferzeugung und liefert elektrische Energie <br />

Lastgang ProdukPon & Erzeugung PV <br />

& Erzeugung Turbine <br />

Leistungsspitzen sind <br />

kleiner werden aber <br />

nicht vermieden <br />

Grundlast sinkt <br />

weiter deutlich <br />

Überschussenergie sollte <br />

wirtschaulicher genutzt werden <br />

Feb. 2015 <br />

15 <br />

Feb. 2015 <br />

16 <br />

94


Vergleich „Vorher-­‐Nachher“ <br />

Ergebnisse PV Anlage 2014 <br />

PrognosPzierter Ertrag 850 kWh/kWp*a. Tatsächlich 912 kWh/kWp*a <br />

Feb. 2015 <br />

17 <br />

Feb. 2015 <br />

Jahresverteilung der PV Energie <br />

EnergePsches Gesamtergebnis <br />

Ohne <br />

Erzeugungs-­anlagen<br />

<br />

Eigennutzung <br />

der PV <br />

Energie <br />

Eigennutzung <br />

der PV und <br />

Mikro Gas <br />

Turbine <br />

Feb. 2015 <br />

Feb. 2015 <br />

95


Fazit <br />

• Die ProdukPonsmenge der Fa. <br />

Dämmstoffwerk Rygol war 2014 um ca. 2% <br />

geringer als 2013. <br />

• Der Bezug an elektrischer Energie war 2014 <br />

um ca. 26 % weniger als 2013 <br />

• Die Kosten die die Leistungsspitzen <br />

verursachen müssen mit anderen <br />

Maßnahmen, z.B. durch Lastmanagement <br />

gedämpu werden. <br />

Danke für Ihre Aufmerksamkeit <br />

Ich freue mich auf Ihre Fragen. <br />

Feb. 2015 <br />

Okt. 2013 <br />

22 <br />

96


1. Inhaltsverzeichnis<br />

Mit dem Thema:<br />

Zertifizierte Energiemanagementsysteme<br />

in Industrie und Gewerbe<br />

1. Inhaltsverzeichnis<br />

2. Zur Person<br />

3. Welche<br />

„Energiemanagementsysteme“ (EnMS) gibt<br />

es?<br />

4. Welches der Systeme ist zertifizierbar?<br />

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />

Energiemanagementsystem?<br />

6. Fazit<br />

7. Schluss - Fragen<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

2<br />

2. Zur Person<br />

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es?<br />

Markus Bschick <br />

Dipl. Ing. (FH) Verfahrenstechnik und Dipl. Wirtschaftsing. (FH) <br />

Leitender Auditor für Energiemanagementsysteme nach DIN<br />

ISO 50001 und SpaEfV <br />

Berater für Energie- und Qualitätsmanagementsysteme <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

• DIN EN ISO 50001:2011<br />

(Im weiteren Vortrag: DIN 50001) <br />

• Anlage 2 – SpaEfV <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Freiberuflicher Dozent der TÜV-Süd Akademie GmbH für<br />

Energiemanagementfachkräfte und -beauftragte <br />

Seite<br />

3<br />

• DIN EN 16247-1:2012-10<br />

(Im weiteren Vortrag: DIN 16247-1) 4<br />

Seite<br />

97


3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es? – Die DIN 50001<br />

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es? – Die DIN 50001<br />

Ein Managementsystem wie die ISO 9001, ISO 14001,… mit<br />

folgenden Inhalten:<br />

Energiemanagementbeauftragter/-e<br />

Strategische und operative Ziele<br />

Management Review<br />

Energetische Analyse<br />

Umgang mit Nichtkonformitäten<br />

Auslegung, Beschaffung<br />

Dokumentation und dazugehörige Lenkung<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

5<br />

Die Energetische Analyse<br />

• Energetische Bewertung: <br />

• Bewertung des Energieeinsatzes (Verbrauch) <br />

• Auflistung der Energieverbraucher (Ermittlung des Verbrauchs,<br />

der relevanten Variablen und des Personals mit wesentlichem<br />

Einfluss auf den Verbrauch) <br />

• Identifizierung von Einsparmöglichkeiten <br />

• Bewertung der Einsparmöglichkeiten <br />

• Aufnahme der Einsparmöglichkeiten in den Aktionsplan <br />

• Energetische Ausgangsbasis festlegen (für Vergleiche) <br />

• Kennzahlen <br />

• Überwachung, Messung und Analyse <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

6<br />

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es? – Die DIN 50001<br />

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es? – Anlage 2 - SpaEfV<br />

Energetische Analyse - Verbraucherübersicht<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Im Wesentlichen besteht die Anlage 2 der SpaEfV<br />

aus drei Tabellen:<br />

Tabelle 1:<br />

Auflistung der Energieträger mit Verbrauch und Kosten <br />

Tabelle 2: <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Auflistung der Energieverbraucher, Ermittlung des<br />

Messgenauigkeit, Abwärmeniveau,… <br />

Verbrauchs,<br />

Seite<br />

7<br />

Tabelle 3: <br />

Auflistung und Bewertung von Verbesserungsmaßnahmen <br />

Seite<br />

8<br />

98


3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt<br />

es? – DIN 16247-1<br />

3. Welche "Energiemanagementsysteme" gibt es?<br />

-<br />

DIN 16247- 1 <br />

Die Elemente des Energieauditprozesses: <br />

Einleitender Kontakt <br />

Auftaktbesprechung <br />

Datenerfassung <br />

Außeneinsatz (Ziel / Verhalten / Ortsbegehung) <br />

Analyse <br />

Bericht (Allgemeines / Inhalt des Berichts) <br />

Abschlussbesprechung <br />

Die DIN EN 16247 ähnelt eher einer Energieberatung als einem<br />

Managementsystem. <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

9<br />

Die Inhalte des Berichts: <br />

• Analyse des Energieverbrauchs <br />

• Rangfolge der Möglichkeiten zur Verb. der Energieeffizienz<br />

• Relevante Normen und Vorschriften <br />

• Beschreibung der Datenerfassung inkl. Messaufbau, verwendete Werte,… <br />

• Beschreibung der Annahmen und Genauigkeit der Berechnungen <br />

• Informationen über anwendbare Zuschüsse und Beihilfen <br />

• Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Empfehlungen <br />

• Mess- und Nachweisverfahren zur Überprüfung der Einsparungen <br />

• Beschreibung des / der auditierten Objekte <br />

• Beschreibung von Audit, Anwendungsbereich, Ziel, Umfang, Zeitrahmen und<br />

Grenzen <br />

• … <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

10<br />

4. Welches der Systeme ist zertifizerbar?<br />

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />

Energiemanagementsystem?<br />

Zertifizierbares Energiemanagementsystem ist nur die<br />

DIN 50001 <br />

Für die DIN 16247-1 und die Anlage 2 – SpaEfV können die<br />

Zertifizierer nur ein Testat bzw. den Nachweis für das<br />

Zollamt ausstellen. <br />

Allerdings dürfen die Zertifizier auch für die DIN 16247-1<br />

Berichte zur Erfüllung der Anforderungen aus dem<br />

Energiedienstleistungsgesetz anfertigen.<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

11<br />

• Eine Möglichkeit für große Unternehmen das<br />

Energiedienstleistungsgesetz zu erfüllen <br />

• Um als großes produzierendes Unternehmen vom<br />

Spitzensteuerausgleich zu profitieren <br />

• Um als produzierendes Unternehmen mit Stromverbrauch<br />

größer 5 Mio. kWh die EEG-Umlage zurückerstattet zu<br />

bekommen. <br />

• Um Kundenanforderungen zu erfüllen <br />

• Um strukturiert, kontinuierlich und langfristig Energie<br />

einzusparen. <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

12<br />

99


5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />

Energiemanagementsystem? – Exkurs<br />

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes<br />

Energiemanagementsystem? - Exkurs<br />

Was ist ein großes Unternehmen? <br />

Dies ist aus der Definition nach Empfehlung der EU-<br />

Kommission vom 06.05.2003 (2003/361/EG) zu ermitteln. <br />

• Mehr als 250 Mitarbeiter oder über 50 Mio. Euro<br />

Umsatz bzw. über 43 Mio. Euro Bilanzsumme. <br />

• Achtung: Mitarbeiter und Umsatz bzw. Bilanzsummen<br />

von Anteilseignern oder Partnerunternehmen müssen<br />

ggf. anteilig mitgezählt werden.<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

13<br />

Anforderung des EnergiedienstleistungsG:<br />

Jedes große Unternehmen in Deutschland muss entweder:<br />

• ein zertifiziertes EnMS nach DIN 50001 vorweisen oder<br />

• Alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchführen /<br />

durchführen lassen.<br />

Geplante Übergangsregel:<br />

• Bei der DIN 50001 reicht bis 31.12.16 eine Verpflichtungserklärung<br />

Erleichterung für Unternehmen mit mehreren Standorten:<br />

Zulassung d. Multi-Site-Verfahrens lt. DakkS-Dok. „71 SD 6 022“<br />

Weitere Detailregelungen folgen von der BAFA.<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

14<br />

6. Fazit<br />

6. Fazit <br />

Gefahren bei der DIN 16247-1:<br />

• Bei Betrieb der DIN 16247-1 nach EDL-G werden kein bzw. nur<br />

ein Bruchteil der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und<br />

dann verschwindet der Bericht in der Schublade. Somit keinen<br />

Mehrwert für das Unternehmen generiert. Bei der 50001 ist die<br />

kontinuierliche Verbesserung Pflicht!<br />

• Auswahl des günstigsten Angebots. Somit kaum Zeit zur<br />

Verfügung und nur 08/15 Vorschläge. Ggf. nur Betrachtung<br />

einzelner Verbraucher und keine Prozesse,…. Großes Potential<br />

bleibt unberücksichtigt.<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

15<br />

Nutzen der 50001 für Unternehmen: <br />

Beispiele aus von mir auditierten Unternehmen: <br />

• Seit 8 Jahren aktives Arbeiten mit EnMS. Ergebnis über 20%<br />

Einsparung in den Kennzahlen bei sinkender Produktion. <br />

• Bei der Datenaufnahme schon Potential für Einsparungen von<br />

60.000 Euro (ca. 7%) entdeckt.<br />

• Messergebnisse wurden auch in der Kalkulation und dem<br />

Controlling verwendet.<br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

16<br />

100


7. Schluss - Fragen <br />

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. <br />

Bei Fragen kommen Sie einfach zum Stand der Energieagentur<br />

<strong>Regensburg</strong> oder melden Sie Sich bei mir unter den angegebenen<br />

Kontaktdaten : <br />

MB EnergieEffizienz GmbH <br />

Markus Bschick <br />

Tel.: 09493-952945 <br />

Mobil: 0176-103 53 031 <br />

Mail: gmbh@mbee.org <br />

Markus Bschick 11.03.15<br />

Seite<br />

17<br />

Grüne Kühlenergie aus 20 Meter Tiefe –<br />

Das System "TerraCool"<br />

Gerhard Bodensteiner, OM-Klebetechnik GmbH<br />

Februar 2015<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

OM-Klebetechnik - Zahlen und Fakten<br />

Kerngeschäft = Weiterverarbeitung von<br />

Klebebändern für Industrie, Handwerk & Handel<br />

28,2 MIO. € UMSATZ 2014<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

101


Weitere Produkte<br />

Etiketten und<br />

Kennzeichnungssysteme<br />

Formstanzteile<br />

Unsere starken Partner<br />

Partnerschaften:<br />

§ 3M Premiumpartner Industrie<br />

§ 3M Autorisierter Verarbeiter Automotive Produkte<br />

§ 3M Select Zertifizierter Fachbetrieb Folienlösungen<br />

§ 3M Autorisierter Verarbeiter Kennzeichnungsprodukte<br />

§ tesa® Industrie & Converting Partner<br />

§ Orafol-Partner<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

Die Standorte<br />

Der Standort Seligenporten<br />

Zentrale<br />

D-90602 Seligenporten<br />

Werk Ippesheim<br />

D-97258 Ippesheim<br />

Niederlassung Österreich<br />

A-4911 Tumeltsham<br />

Terracool <br />

Energiepfähle <br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Industrie-Klebebänder<br />

Etikettendruck<br />

Digitaldruck<br />

Siebdruck<br />

Lasertechnik<br />

Verpackungsklebebänder<br />

Konfektionierung<br />

§<br />

Formstanzteile<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Textildruck<br />

Plotter-Folienschriften<br />

Handelsprodukte<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

102


Warum setzen wir TerraCool ein?<br />

§ Problem: Extrem hohe Energiekosten für die<br />

Walzenkühlung und Prozesswärmeableitung der<br />

Druckmaschinen<br />

§ Eingesetzten Kaltwassermaschinen verursachten Kosten<br />

von<br />

> 30.000 Euro pro Jahr<br />

è Ziel: Senkung der Betriebskosten bei Beachtung<br />

der Umweltbilanz<br />

Warum setzen wir TerraCool ein?<br />

§ Lösung:<br />

ein hocheffizientes Kühlsystem basierend auf<br />

GEOTHERMIE<br />

mit Aussicht auf Einsparung von<br />

95%<br />

der bisherigen Stromkosten durch<br />

Hochleistungs-Energiepfähle<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

Hintergrund Geothermie<br />

Der Standort Seligenporten als Pilotprojekt<br />

§ Der Hochleistungs-Energiepfahl macht sich die Merkmale der<br />

in der Geologie als „oberflächennahe Geothermie“ (bis ca.<br />

400 m Tiefe) definierten Kühlwirkung zu Nutze.<br />

§ Beim Einsatz zur Kühlung nutzt der Pfahl die konstanten<br />

Temperaturen des Erdreichs von ca. 10 °C im Tiefenbereich<br />

von 15 - 30 m.<br />

§ Bereits seit Jahrhunderten wird dieses Prinzip der Kühlung bei<br />

Erdkellern eingesetzt, um Vorräte und verderbliche Güter auf<br />

natürliche Art zu kühlen.<br />

Druckzentrum <br />

Hier erfolgt die Kühlung <br />

TerraCool <br />

Energiepfähle <br />

www.om-klebetechnik.de<br />

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103


Die Hochleistungs-Energiepfähle<br />

Der Aufbau und die Funktionsweise<br />

§<br />

Aufbau:<br />

− Befüllung der Pfähle mit Trinkwasser<br />

− Befüllung des Ringraum zwischen Pfahl und<br />

Gebirge mit Verpressmaterial.<br />

− Installation eines Wärmetauschers zu<br />

Kühlzwecken<br />

Innenansicht des Pfahls<br />

(Ø 1,10 m)<br />

Absenken des 20 m langen<br />

Pfahls in Bohrlöcher (Gesamt<br />

6 Stück in Abstand 8 m)<br />

Befahrbare Revisionsdeckel<br />

§<br />

Funktionsweise:<br />

− Das im Hochleistungs-Energiepfahl stark<br />

abgekühlte Wasser wird durch ein<br />

Rohrleitungs- und Wärmeübertrager-System<br />

zu den zu kühlenden Maschinen geleitet.<br />

Dort sorgt es für die Einhaltung exakt<br />

voreingestellter Temperaturen, läuft erwärmt<br />

zurück in die Pfähle, kühlt dabei wieder ab<br />

und wird in einem „ewigen“ Kreislauf<br />

eingebunden.<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

Der geschlossene Wasserkreislauf<br />

Schematischer Aufbau<br />

Pumpenbaugruppe<br />

Hauptverteiler<br />

ersetzte Kaltwassermaschinen<br />

Druckmaschine<br />

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104


Überwachung mit modernster Messtechnik<br />

§ Monitoring auf Knopfdruck und<br />

in Echtzeit:<br />

− Jeder einzelne Pfahl<br />

− Temperaturen<br />

− Wärmemengen<br />

− Volumenströme<br />

− Leistung der<br />

Industriedruckmaschinen<br />

Ergebnis<br />

Energieeinsparung pro Jahr:<br />

99,48 %<br />

§ 130.749 kWh<br />

§ > 30.000 Euro<br />

§ Amortisation der Anlage nach 4,5 Jahren und keine<br />

Wartungskosten, da Umwälzpumpen einzige technische<br />

Einrichtung<br />

§ 80 t CO2-Reduktion<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

Weitere Vorteile<br />

§ Anwendung und Betrieb trotz schlechter Bodenbeschaffenheit<br />

§ Abtragung hoher Leistungsspitzen durch Wasser als<br />

Puffermedium (sehr gute Wärmekapazität)<br />

§ Kein Risiko einer Kontamination des Untergrunds, da doppelt<br />

geschlossenes System:<br />

− 1. in sich geschlossene Kreislauf (Wärmetauscher und<br />

Druckstraßen)<br />

− 2. Pfahl zu Gebirge<br />

§ Schnelle Montage, kein Produktionsstillstand und geringer<br />

Platzbedarf<br />

−<br />

−<br />

Planungs- und Realisierungsdauer 8 - 10 Wochen<br />

In bestehende Steuerungstechnik integrierbar – keine aufwendige<br />

Nachrüstung von Sensorik nötig<br />

Weiterführende Informationen<br />

§ Kühlsystem TerraCool (Hochleistungs-Energiepfähle) wurde in<br />

Kooperation von<br />

− Viatherm GmbH und<br />

− Europoles GmbH & Co KG entwickelt.<br />

§ TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH hat die Anlage auf<br />

Funktionalität untersucht und den Nachweis der<br />

Nachhaltigkeit erbracht.<br />

§ Um die tatsächliche Leistung der Anlage zu ermitteln, wurde<br />

an einem Pfahl ein Spitzenlastversuch durchgeführt, der<br />

fachgutachterlich über 4 Monate zusammen mit Uni Erlangen<br />

ausgewertet wurde.<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

105


Zu guter Letzt….<br />

§ Nominierung unter die besten zwölf Teilnehmer für den<br />

international renommierten Energy Efficiency Award 2014<br />

der dena aus mehr als 500 Projekten aus 42 Ländern<br />

Zu guter Letzt….<br />

§ …und Auszeichnung des Energieeffizienzprojekts mit dem<br />

Best-Practice-Label der dena<br />

Projektbeschreibung unter www.stromeffizienz.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

Kontakt<br />

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!<br />

Gibt es noch Fragen?<br />

OM-Klebetechnik GmbH<br />

Am Brand 11-13<br />

90602 Seligenporten<br />

Telefon: +49 (0)9180 / 9406-0<br />

Telefax: +49 (0)9180 / 9406-99<br />

http://www.om-klebetechnik.de<br />

E-Mail: info@om-klebetechnik.de<br />

Geschäftsführung<br />

Olaf und Elvira Mundt<br />

Sitz Seligenporten<br />

Handelsregister Nürnberg HRB 9309<br />

USt.-ID-Nr.: DE 133 531 100<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

www.om-klebetechnik.de<br />

106


VERANSTALTER<br />

Der 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong> wurde vom 24. bis 25.02.2015 vom <strong>Regensburg</strong><br />

Center of Energy and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule<br />

<strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>), dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut (OTTI)<br />

e. V. und der IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/Kelheim gemeinsam veranstaltet.<br />

SPONSOREN<br />

Für die freundliche Unterstützung des 2. <strong>Regensburg</strong>er <strong>Energiekongress</strong>es bedanken wir uns<br />

bei folgenden Sponsoren:<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber<br />

IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz / Kelheim<br />

D.-Martin-Luther-Straße 12<br />

93047 <strong>Regensburg</strong><br />

Telefon (0941) 5694-0<br />

www.ihk-regensburg.de<br />

Redaktion<br />

Florian Rieder<br />

Michael Riederer<br />

Bernd Porzelius<br />

Gestaltung<br />

DARWIN COMMUNICATION<br />

AGENTUR FÜR WERBUNG UND FOTOGRAFIE<br />

Herrnstraße 10<br />

92224 Amberg<br />

Telefon (09621) 600125<br />

Bilder<br />

Ostbayerische Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong> (OTH <strong>Regensburg</strong>)<br />

Hinweis<br />

Die Druckschrift wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt.<br />

Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts kann<br />

dessen ungeachtet nicht übernommen werden. Für die Inhalte<br />

der Vorträge sind die jeweiligen Referenten verantwortlich.<br />

REGENSBURG<br />

energieagentur<br />

107


ANHANG<br />

giewende beschäftigen die<br />

gung des Umbaus unseres<br />

s die gesellschaftlichen<br />

n Aspekten der volkswirtn<br />

Erzeugung und Verteilung<br />

t darum, den Einsatz wertvoll<br />

zu gestalten. Energieeffizienz<br />

e der Hauptsäulen der<br />

nftigen Energiepolitik.<br />

el und Gewerbe gehören<br />

nzepte und Techniken bereits<br />

epertoire. Dennoch sind zum<br />

gischen Potenziale bei Weitem<br />

t und zum anderen setzt der<br />

lt Impulse, um Unternehmen<br />

trengungen in der Energieren.<br />

rund veranstalten das<br />

r of Energy and Resources<br />

erischen Technischen<br />

sburg (OTH <strong>Regensburg</strong>),<br />

Technologie-Transfer-Institut<br />

e IHK <strong>Regensburg</strong> für Obereinsam<br />

den 2. <strong>Regensburg</strong>er<br />

it dem Schwerpunkt<br />

Der Kongress richtet sich<br />

en an Unternehmen der<br />

nd des produzierenden<br />

n wissenschaftliches Fachet<br />

an den beiden Veranstal-<br />

Gruppen die Möglichkeit zum<br />

ssenstransfer.<br />

FOKUS SCHÄRFEN<br />

PROGRAMM DI 24.02.2015<br />

Moderation: Florian Rieder, IHK <strong>Regensburg</strong> für Oberpfalz/Kelheim<br />

12.30 UHR EINTREFFEN UND REGISTRIERUNG<br />

DER TEILNEHMER UND TEILNEHMERINNEN<br />

13.00 UHR BEGRÜSSUNG<br />

• Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident Ostbayerische<br />

Technische Hochschule <strong>Regensburg</strong><br />

• Josef Beimler, Stv. Hauptgeschäftsführer IHK <strong>Regensburg</strong><br />

für Oberpfalz/Kelheim<br />

• Dr. Thomas Luck, Geschäftsführer Ostbayerisches<br />

Technologie-Transfer-Institut (OTTI) e. V.<br />

13.30 UHR AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM<br />

SANDKORN BIS ZUM E-CAR<br />

Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />

14.05 UHR RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –<br />

EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE<br />

Prof. Dr. Martin Maslaton,<br />

Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig<br />

14.40 UHR KAFFEEPAUSE<br />

15.20 UHR ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME –<br />

DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,<br />

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam<br />

15.55 UHR NAPE – DER NATIONALE AKTIONSPLAN<br />

ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin<br />

16.30 UHR PAUSE<br />

16.45 UHR PODIUMSDISKUSSION „ENERGIEEFFIZIENZ –<br />

DER SCHLAFENDE RIESE?“<br />

Moderation: Martin Gottschalk, TVA Ostbayern<br />

• Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, <strong>Regensburg</strong><br />

• Susanne Horn, Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG<br />

• Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl, Deutsches GeoForschungs-<br />

Zentrum GFZ, Potsdam<br />

• Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin<br />

• Prof. Dr. Martin Maslaton, Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft<br />

mbH, Leipzig<br />

18.30 UHR BUSTRANSFER IN DIE INNENSTADT<br />

19.00 UHR ABENDEMPFANG<br />

mit anschließender Stadtführung im UNESCO-Welterbe<br />

„Altstadt von <strong>Regensburg</strong> mit Stadtamhof“ und Ausklang<br />

im Fürstlichen Brauhaus<br />

SERVICE<br />

Die Teilnehmenden können während des Kongresses persönliche Erstgespräche<br />

mit Energieberatern kostenlos vor Ort buchen und wahrnehmen.<br />

FIRMENAUSSTELLUNG<br />

In einer Begleitausstellung verschiedener Firmen und Institutionen haben die<br />

Teilnehmenden zusätzlich Gelegenheit zur Information und zum Austausch.<br />

FOKUS SCHÄRFEN<br />

PROGRAMM MI 25.02.2015<br />

SESSION I: WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG<br />

Moderation: Bernd Porzelius, Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut<br />

(OTTI) e. V.<br />

09.00 UHR NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER<br />

WOHNQUARTIERE – GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN<br />

NEUEM LICHT: WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?<br />

Prof. Dr. Oliver Steffens, OTH <strong>Regensburg</strong><br />

09.25 UHR INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG EINER<br />

WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG<br />

Prof. Dr. Markus Brautsch, OTH Amberg-Weiden<br />

09.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN<br />

Samir Binder, Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil<br />

Sulzbach-Rosenberg<br />

10.15 UHR DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Prof. Dr. Wolfgang Irrek, Hochschule Ruhr West,<br />

Mülheim an der Ruhr<br />

10.40 UHR KAFFEEPAUSE<br />

SESSION II: BETRIEBLICHE ENERGIEEFFIZIENZ –<br />

ERFAHRUNG AUS DER PRAXIS<br />

Moderation: Dr. Michael Riederer, <strong>Regensburg</strong> Center of Energy<br />

and Resources, OTH <strong>Regensburg</strong><br />

11.10 UHR ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK AM<br />

BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER<br />

Ralf Weikert, Building@Controls GmbH, Lauterhofen<br />

11.35 UHR ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE<br />

NUTZEN! ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT<br />

KRAFT-WÄRME-KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER<br />

GIESSEREI<br />

Dieter Lichtenberger, Gammel Engineering GmbH, Abensberg<br />

12.00 UHR WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –<br />

ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN<br />

IN BESTANDSGEBÄUDEN<br />

• Stefan Paa, BRK-Senioren-Wohn- und<br />

Pflegeheim Waldmünchen<br />

• Armin Meißauer, RENG Innovative Energien GmbH,<br />

Neustadt a. d. Donau<br />

12.30 UHR MITTAGSPAUSE<br />

13.40 UHR EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER<br />

PHOTOVOLTAIK: RYGOL DÄMMSTOFFE<br />

Johann Bauer, Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim<br />

14.00 UHR ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME<br />

IN INDUSTRIE UND GEWERBE<br />

Markus Bschick, MBEnergieeffizienz GmbH, Beratzhausen<br />

14.25 UHR GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –<br />

SYSTEM „TERRA COOL“<br />

Oliver Denhardt, OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten<br />

14.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN<br />

IM LAUFE DER GESCHICHTE<br />

Prof. Dr. Oliver Mayer, GE Global Research, München<br />

15.15 UHR ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK<br />

15.45 UHR AUSKLANG IN DER AUSSTELLUNG<br />

108

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