Energiekongress Regensburg Tagungsdoku 2015.pdf

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2.REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS

FOKUS:ENERGIEEFFIZIENZ

24.-25.02.2015

DOKUMENTATION


VORWORT

Innerhalb der Energiewende beschäftigen die Fragen zur Bewältigung

des Umbaus unseres Versorgungssystems die gesellschaftlichen Akteure.

Neben den Aspekten der volkswirtschaftlich effizienten Erzeugung und

Verteilung geht es nicht zuletzt darum, den Einsatz wertvoller Energie

optimal zu gestalten. Energieeffizienz gilt deshalb als eine der Hauptsäulen

der aktuellen und zukünftigen Energiepolitik.

INHALT

& VORTRÄGE

SEITE 2

VORWORT

SEITE 4-5

BEGRÜSSUNG

Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,

Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik OTH Regensburg

SEITE 6

BEGRÜSSUNG

Josef Beimler,

Stv. Hauptgeschäftsführer IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

In Industrie, Handel und Gewerbe gehören entsprechende Konzepte

und Techniken bereits seit Langem zum Repertoire. Dennoch sind zum

einen die technologischen Potenziale bei Weitem nicht ausgeschöpft

und zum anderen setzt der Gesetzgeber gezielt Impulse, um Unternehmen

zu verstärkten Anstrengungen in der Energieeffizienz zu motivieren.

Vor diesem Hintergrund veranstalten das Regensburg Center of Energy

and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule

Regensburg (OTH Regensburg), das Ostbayerische Technologie-

Transfer-Institut (OTTI) e. V. und die IHK Regensburg für Oberpfalz/

Kelheim gemeinsam den 2. Regensburger Energiekongress mit dem

Schwerpunkt „Energieeffizienz“. Der Kongress richtet sich dabei gleichermaßen

an Unternehmen der Energiewirtschaft und des produzierenden

Gewerbes sowie an wissenschaftliches Fachpublikum und bietet an

den beiden Veranstaltungstagen diesen Gruppen die Möglichkeit zum

Austausch und Wissenstransfer.

SEITE 7-17

AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM SANDKORN BIS ZUM E-CAR

Dr. Erwin Hammerl,

Infineon Technologies AG, Regensburg

SEITE 18-25

RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –

EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE

Prof. Dr. Martin Maslaton,

Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig

ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME – DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam 1

1

Der Vortrag kann leider aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.

2


SEITE 26-32

DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ

Prof. Dr. Wolfgang Irrek,

Hochschule Ruhr West, Mühlheim a. d. Ruhr

SEITE 34-48

NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER WOHNQUARTIERE –

GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN NEUEM LICHT:

WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?

Prof. Dr. Oliver Steffens,

OTH Regensburg

SEITE 49-55

INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG

EINER WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG

Raphael Lechner,

OTH Amberg-Weiden

SEITE 56-62

ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN

Samir Binder,

Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg

SEITE 63-68

ENERGIEEFFIZIENZ UND NAPE – IM BUND UND IN BAYERN

Dr. Rupert Pritzl,

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien,

Energie und Technologie

SEITE 69-73

ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK

AM BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER

Ralf Weikert,

Building@Controls GmbH, Lauterhofen

SEITE 74-84

ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE NUTZEN!

ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT KRAFT-WÄRME-

KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER GIESSEREI

Dieter Lichtenberger,

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

SEITE 86-90

WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –

ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN IN BESTANDSGEBÄUDEN

Stefan Paa,

BRK-Senioren-Wohn- und Pflegeheim Waldmünchen

Armin Meißauer,

RENG Innovative Energien GmbH, Neustadt a. d. Donau

SEITE 91-96

EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER PHOTOVOLTAIK:

RYGOL DÄMMSTOFFE

Johann Bauer,

Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim

3


SEITE 97-101

ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME

IN INDUSTRIE UND GEWERBE

Markus Bschick,

MBEnergieEffizienz GmbH, Beratzhausen

SEITE 101-106

GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –

SYSTEM „TERRA COOL“

Oliver Denhardt,

OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten

ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN

IM LAUFE DER GESCHICHTE

Prof. Dr. Oliver Mayer,

GE Global Research, München 2

SEITE 107

IMPRESSUM/ SPONSOREN

2

Der Vortrag wurde ohne Präsentation gehalten.

BEGRÜSSUNG

Prof. Dr. rer. nat. Michael Niemitz,

Dekan Fakultät Elektro- und Informationstechnik

OTH Regensburg

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

sehr verehrte Referentinnen und Referenten,

sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich freue mich sehr, dass ich Sie heute im Namen des Präsidenten der Hochschule, Herrn Prof. Baier, zum

2. Regensburger Energiekongress hier an unserer Hochschule begrüßen kann.

Leider ist unser Präsident Herr Prof. Baier kurzfristig verhindert und hat mich daher gebeten, als zukünftiger

Dekan der Fakultät Elektro- und Informationstechnik Ihre Begrüßung zu übernehmen.

Entschuldigen muss ich auch, dass wir den heutigen Kongress in diesen älteren Hörsaal verlegen mussten.

Wir sind eben eine Hochschule voller Energie mit einer hohen dynamischen Entwicklung. Das schlägt sich

auch in der baulichen Entwicklung nieder. Die laufenden Bauarbeiten am Standort Galgenberg hätten

diese Tagung zu stark beeinträchtigt, so dass wir hierher ausweichen mussten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

hatte der 1. Regensburger Energiekongress die Energieverteilung über das Stromnetz im Blick, so rückt nun

bei der zweiten Ausgabe die effiziente Verwendung der Energie, und damit die zweite wichtige Säule bei

der Bewältigung der Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft, in den Fokus.

Eine enge Verzahnung von innovativer Forschung und hochwertiger Lehre stellt dabei eine wichtige

Voraussetzung für die schnelle Umsetzung von Innovationen in der betrieblichen Praxis und der Produktentwicklung

dar.

Die OTH Regensburg bietet hierbei nicht nur mit Studiengängen wie Regenerative Energien und Energieeffizienz

oder Gebäudeklimatik, sondern auch mit zahlreichen Forschungsaktivitäten zur effizienten Energiegewinnung

und Nutzung optimale Bedingungen, zumal wir mit 8 Fakultäten sehr breit aufgestellt sind und

somit nicht nur technische Fragestellungen, sondern auch Aspekte wie Energierecht, Energiewirtschaft oder

auch gesellschaftsrelevante Herausforderungen wie Akzeptanzforschung usw. interdisziplinär bearbeiten

können.

An der OTH Regensburg werden all diese Kompetenzen im Regensburg Center of Energy and Resources

gebündelt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Brückl wird darin die interdisziplinäre

Forschung unter Beteiligung aller Fakultäten der OTH Regensburg groß geschrieben. Die Mitwirkung

zahlreicher Partner wie Wirtschaftsunternehmen, Kommunen sowie der Partnerhochschule Amberg-

Weiden garantiert hierbei praxisgerechte und ökonomisch sinnvolle Lösungen sowie einen effizienten

Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung. Eine Maßnahme hierfür sind Veranstaltungen wie

dieser Regensburger Energiekongress.

4


Ich bedanke mich daher bei den Initiatoren und Organisatoren dieser Veranstaltung,

allen voran bei meinen Kollegen des Regensburg Center of Energy and Resources.

Hier in erster Linie bei Herrn Prof. Dr. Michael Elsner von unserer Fakultät Maschinenbau,

der diesmal die wissenschaftliche Leitung des Kongresses übernommen hat. Mein Dank gilt

auch dem Organisationsteam: dem Geschäftsführer des Regensburg Center of Energy and

Resources, Herrn Michael Riederer sowie Frau Petra Schmöller von unserem Zentrum für

Weiterbildung und Wissensmanagement.

Ganz herzlich danke ich auch den beiden Mitveranstaltern, der Industrie- und Handelskammer

Regensburg sowie dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut OTTI e.V..

Sehr geehrter Herr Beimler, sehr geehrter Herr Dr. Luck vielen Dank für Ihre Unterstützung

und die gute Zusammenarbeit!

In unser aller Namen danke ich auch den zahlreichen Sponsoren, die diesen Kongress finanziell

ermöglicht haben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Thema ”Energieeffizienz” ist ein wichtiger ökonomischer Aspekt, der derzeit nicht nur

Unternehmen der Energiewirtschaft, sondern insbesondere auch deren Kunden beschäftigt,

nachdem die Energiekosten ein wesentlicher Faktor im wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens

geworden sind.

Ich freue mich daher, dass es gelungen ist, hierzu ausgewiesene Redner zu gewinnen, die

aus Ihrer jeweiligen beruflichen Tätigkeit heraus wertvolle und interessante Beiträge liefern

werden.

Spannend wird heute Nachmittag sicher auch die Podiumsdiskussion, an der neben Herrn

Prof. Hüttl und Prof. Irrek auch Frau Susanne Horn teilnehmen wird, die Geschäftsführerin

der Neumarkter Lammsbräu ist. Frau Horn ist übrigens auch eine Absolventin unserer Hochschule.

Sie hat bei uns ihr Diplom als Betriebswirtin gemacht.

Des Weiteren wird der Vorstandsvorsitzende unserer Regensburger Energie- und Wasserversorgung–

Herr Olaf Hermes - an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Vielen Dank an Sie alle für Ihre Beiträge und herzlich willkommen an der OTH Regensburg!

Mein Dank gilt auch den beiden Moderatoren des heutigen Tages:

Herrn Florian Rieder von der IHK sowie Herrn Martin Gottschalk von TVA Ostbayern, der

heute Nachmittag die Podiumsdiskussion moderieren wird.

Zu guter Letzt begrüße ich Sie alle als Teilnehmer und Gäste dieses Kongresses: mein

besonderer Gruß gilt dabei unserem Regensburger Bürgermeister Herrn Jürgen Huber sowie

dem Leitenden Ministerialrat Herrn Dr. Frank Messerer, der im Bayerisches Staatsministerium

für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie das Referat Wissens- und Technologietransfer

sowie Energieforschung und –technologie leitet.

Auch Ihnen beiden ein herzliches Willkommen!

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich wünsche Ihnen allen — auch im Namen des Präsidenten — interessante Vorträge, viele

gute Kontakte und neue Erkenntnisse sowie einen gehaltvollen und effizienten Meinungsund

Wissensaustausch.

Ich begrüße:

Herrn Dr. Erwin Hammerl, der am Standort Regensburg das Infineon-Werk leitet. Herrn Prof.

Dr. Martin Maslaton von der Maslaton Rechtanwaltsgesellschaft, Herrn Prof. Dr. Dr. Reinhard

Hüttl, Präsident der deutschen Akademie für Technikwissenschaften und wissenschaftlicher

Vorstandssprecher des deutschen geoforschungszentrums in Potsdam, sowie Herrn Prof. Dr.

Wolfgang Irrek vom Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule Ruhr West.

5


BEGRÜSSUNG

Josef Beimler,

Stv. Hauptgeschäftsführer IHK

Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Niemetz,

sehr geehrter Herr Dr. Luck,

sehr geehrte Damen und Herren,

auch ich freue mich, Sie heute zum 2. Regensburger Energiekongress begrüßen zu dürfen.

Unter dem Titel „Fokus: Energieeffizienz“ werden wir uns mit einem wichtigen Thema der

aktuellen Energiepolitik auseinandersetzen. Uns erwartet heute und morgen ein spannender

Austausch zwischen Unternehmen und Wissenschaft.

Mit diesem Dialog wollen die OTH Regensburg, OTTI e. V. und die IHK Regensburg für

Oberpfalz / Kelheim nicht nur technische Lösungswege aufzeigen, sondern auch eine ordnungspolitische

Standortbestimmung durchführen.

Ich möchte mich Herrn Prof. Dr. Niemetz anschließen und mich ebenso bei allen Personen

bedanken, die diese Veranstaltung ermöglicht haben.

Nach beinahe vier Jahren gelebter Energiepolitik seit Fukushima ist man derzeit eher ratlos.

Die anfangs schier grenzenlose Euphorie hin zu „100% erneuerbar“ ist einer Tristesse aus

juristisch wackeliger 10-H-Regelung, fehlender Begeisterung für E-Autos und Trassenwiderstand

gewichen.

Im zum Teil heftigen Ringen der Einzelinteressen lässt sich aber überraschend immer dann

Einigkeit beobachten, wenn es ums Energiesparen geht. „Die beste Kilowattstunde ist die

nicht verbrauchte“ bzw. die am besten genutzte, lautet dabei das einhellige Credo.

Der eben beendete bayerische Energiedialog betont, dass sich der Stromverbrauch bis 2023

wohl nicht signifikant senken lassen wird. In diesem Punkt waren sich alle Akteure einig.

Der von der Bundesregierung beschlossene Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

wird es nach dieser Aussage zumindest möglich machen, den Verbrauch konstant zu halten.

Er soll dabei helfen, bis 2020 mittelbar bis zu 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid einzusparen.

Für den Verkehr werden zudem Aktivitäten geplant, die das Klima zusätzlich um bis

zu 10 Millionen Tonnen entlasten können. Dieser eingeschlagene Weg ist richtig und gut.

In unseren Unternehmen gehört der Einsatz energiesparender Anlagen und Produktionsabläufe

seit langen Jahren zum Standardwerkzeug, um wettbewerbsfähig zu sein. Grundsatz

kann dabei aber immer nur sein, ökonomisch vernünftig zu handeln, denn Energieeffizienz

ist kein Selbstzweck. Dies unterscheidet das Unternehmen maßgeblich vom Privatmann, der

sein Eigenheim energetisch saniert und die Rentabilität der Investition aus politischer Überzeugung

nicht immer an erster Stelle sieht.

Aus der Verpflichtung gegenüber dem Unternehmenserfolg, den Beschäftigten und Kapitalgebern

wird ein Unternehmen aber immer genau rechnen, ob sich die Investition in Energieeffizienz

lohnt. Dass noch weiteres Potenzial in den Betrieben schlummert, steht außer Frage.

Gerade deshalb treffen wir uns heute und morgen, um Expertenmeinungen zu genau diesen

Fragen auszutauschen und Best-practice-Beispiele aufzuzeigen.

Die schöne Welt der Energieeffizienz darf uns jedoch nicht den Blick für das große Ganze

verstellen. Auch wenn die Energieeffizienz in den Augen der Politik als „zweite Säule der

Energiewende“ gilt, wird sie alleine nicht zum Ziel führen. Energie zu sparen und optimal

zu nutzen entbindet uns nicht davon, schmerzhafte Diskussionen zu führen. Ob der Ausbau

Erneuerbarer Energien, neue Netze oder die immer noch notwendige konventionelle

Energieerzeugung, wir brauchen endlich einen verlässlichen Rahmen und Planbarkeit.

Die (Landes-)Politik tut sich offensichtlich schwer, diesen Rahmen zu gestalten. Der reflexhafte

Ruf nach staatlichen Subventionen wird uns keinen Schritt in Richtung einer volkswirtschaftlich

vernünftigen Energiewende bringen. Aufgabe der Politik ist es, die öffentliche Meinung

abzuwägen, den Bürgern aber ebenso schmerzhafte Notwendigkeiten zu benennen und

notfalls unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Erst wenn diese zentralen Weichenstellungen vorgenommen sind, kann auch die Energieeffizienz

ihren Anteil leisten, ein neues Energiesystem zu schaffen, das umweltfreundlich,

sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu haben ist.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich wünsche Ihnen nun eine interessante Tagung, produktive Gespräche und nicht zuletzt

auch gute Unterhaltung bei unserem Abendprogramm.

Bis dahin.

6


Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar

Auf ganzer Linie –

Energieeffizienz

vom Sandkorn bis zum eCar

Dr. Erwin Hammerl

Sprecher der Betriebsleitung

Was nicht verbraucht wird, muss

auch nicht erzeugt werden!

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Globale Herausforderungen

• Jeden Tag wächst die Erdbevölkerung um

220.000 Menschen.

• 2030 leben 5 Milliarden Menschen in Städten

(von 8 Milliarden)

• 2035 wird die Hälfte aller heute bekannten

Ölreserven aufgebraucht sein.

Jede Woche ein neues Rechenzentrum!

Weltweit geht pro Woche ein neues Rechenzentrum mit

bis zu 100 MW Leistung in Betrieb.

• Soziale Netzwerke,

Cloud-Computing und

Online-Handel

verstärken Nachfrage nach

hocheffizienten Netzteilen.

• 2050 muss der Ausstoß an Treibhausgasen

halbiert sein, um die Erwärmung zu

begrenzen.

• Datenvolumen verdoppelt sich alle 2 Jahre:

Heute sind bereits 2 Zettabyte Daten (2x10 21 )

gespeichert.

• Digital Power Management

mit Halbleitern ist die

optimale Lösung für flexible

Lastanforderungen.

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Weltenergieverbrauch steigt und steigt!

Millionen Tonnen Öl-Äquivalent

Wer braucht wie viel Energie?

Struktur des Endenergieverbrauches in Bayern

nach Verbrauchsgruppen (2012)

33%

23%

15%

29%

Quelle: www.oekosystem-erde.de

Haushalte

Verkehr

Industrie, verarbeitendes Gewerbe

Handel, Gewerbe, Dienstleistungen

Quelle: Bayer. Landesamt für Umwelt

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Haben Sie gewusst, …

Energieeffizienz

von der Stromerzeugung bis zum Verbrauch

…dass derzeit 60-70% der Energie

nicht “verbraucht” werden, sondern “verloren”

gehen?

Erzeugung

Übertragung

Verbrauch

Automotive Elektromobilität

Nutzfahrzeuge

Schienenfahrzeuge

Strom

Erzeugung

Übertragung

& Verteilung

Verbrauch

(Beispiel Notebook)

Windenergie

Industrie

Motorsteuerung Beleuchtung

und Antriebe

Haushaltsgeräte

Solarenergie

Computertechnik Cloud Luftfahrt Stromversorgung

~ 220 W

Kohle-

Kraftwerk

130W

Hauptsächlich thermische

Verluste

Wechselstrom-

Übertragung

Energie

Verteilung

Netzteil

(AC/DC)

4W 13W 13W

Verlust: 160 W

Gleichspannung

(DC/DC)

Prozessor

60W

Speicher

Display

etc.

Kraftwerke

Tragbare

Endgeräte

Medizintechnik Audio Authentifikation/

Sicherheit

Quelle: Infineon-Schätzung; nur zur Illustration zu verwenden.

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Leistungskomponenten

für Windkraftanlagen und HGÜ-Verbindungen

Onshore-/Offshore-Windkraftanlagen

HGÜ-Verbindungen für Offshore-Parks

Industrieantriebe –

Energiesparer im Leistungsbereich von 100W-4MW

Nicht drehzahlgeregelter Antrieb

AC 240-690 V

Energiequelle

Verbraucher

Energieverbrauch

100%

Drehzahlgeregelter Antrieb

• Leistung: 1MW bis 6MW

pro Turbine

• Bis 48 IGBT-Module

pro Turbine

• Halbleiteranteil:

~ € 5.000 pro MW

• Leistung ist abhängig von der

Anzahl angeschlossener

Offshore-Parks.

• Bis 16.000 Module pro

Verbindung

• Halbleiteranteil:

~ € 5.300 pro MW

AC 240-690 V

Energiequelle

Inverter &

Leistungselektronik

Verbraucher

Energieverbrauch

60%

HGÜ: Hochspannungsgleichstromübertragung

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Quelle: ZVEI 2006

Januar 2015

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Energieeinsparung –

mit drehzahlgeregelten Antrieben

Beispiel: Deutsche Industrie

Antriebe mit

elektronischer

Drehzahlregelung

Heute

15%

geregelt

Quelle: ZVEI 03/2012

Energieeinsparung

beim Einsatz von

elektronischen

Bauelementen

Poten

tial

50%

geregelt

Reduzierung von

22TWh

=

9 Kraftwerken

(400MW)

Energieeinsparung

20%

vermeidet

17 Millionen

Tonnen CO 2

Entspricht 40% Energieeinsparung pro Einheit.

Wenn 50% aller Antriebe über elektrische

Dreh-zahlregelungen verfügen, wird eine

allgemeine Energieeinsparungen von 20%

erzielt.

Traktion – eine Hochleistungsanwendung

Motorsteuerung & Rückgewinnung der Bremsenergie

Bis 10 MW pro Zug und

bis 120 IGBT-Module pro Zug

Leistungshalbleiter

Bremsenergie -

Rückgewinnung

Energieeinsparung

ca. 20 - 30%

Optimierte

Beschleunigung des

Bahn-System

Beispiel:

In Deutschland sparte die Rückgewinnung von Bremsenergie 300

GWh, das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Kleinstadt

von 30.000 Einwohnern (einschließlich Heizenergie)

Quelle: BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft) 2004; DB Energie 09-2006

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Alles in Einem:

Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch

Alles in Einem:

Erzeugung, Weiterleitung, Verbrauch

Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment

Antriebsstrang Sicherheit Body Infotainment

• Motorsteuerung

• Getriebesteuerung

• Anlasser

• Hybrid Antrieb

• Ladesystem

• DC/DC

• Batterie

Management

• Airbag

• Reifendruck

• Power steering

• Suspension

• ABS

• ADAS

• Assistenz-Systeme

• Beleuchtung

• Klima

• Door & Seat

• Wischer

• Schließen

• Audio

• Navigation

• Fahrer-

Information

• Connectivity

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BMW und Infineon: Gemeinsam die Zukunft

der Elektromobilität gestalten.

Leistungshalbleiter –

Schlüsselelemente der Hybrid und Elektro Fahrzeug Architektur

IFX Unterscheidungsmerkmale

Niedrigleitungs

Batterie

• Verlängerung der Batterielebensdauer

• Effizente DC/AC und AC/DC Umwandlung

• Überwachung und Kontrolle des Batterieladezustand

durch intelligente Algorithmen

• MOSFETs, µCs, Sensors, Vregs

Leistungselektronik-Modul

M

HV-LV

DC/DC

HV Unterstützung

Hochspannungs-Bordnetz

Batterie

steuerung

Hochleistungs

Batterie

Umrichter

Hochleistungs

DC/DC

Ladegerät

AC/DC

• 75 Halbleiter sorgen für einen hocheffizienten Elektroantrieb im

BMW i3.

• Weitere Komponenten: Steuerung von Airbags, LED-Lichtmodul,

Lenkungsverriegelung, Scheibenwischer und Gurtaufroller.

IFX Unterscheidungsmerkmale

• Höchste Leistungsdichte

• Innovative Montage & Verbindungen

• HybridPACKs, IGBTs, µCs

IFX Unterscheidungsmerkmale

• Effiziente AC/DC Umwandlung

• Kurze Ladezeit

• Handhabung von hohen Strömen

• IGBTs, MOSFETs

EV

HEV

HV

LV

AC

DC

= electric vehicle

= hybrid electric vehicle

= high-voltage

= low-voltage

= alternating current

= direct current

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Januar 2015

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Für effiziente Energienutzung im Haus:

vernetzte smarte Leistungshalbleiter

Für effiziente Energienutzung im Haus:

vernetzte smarte Leistungshalbleiter

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Energieeinsparung im Haushalt

mit diskreten IGBTs, Silizium Dioden und IC’s *

* verglichen mit Niederspannungshalbleiterlösungen

• Halbleiter gesteuerter Reiskocher

25% Einsparungen 70kWh ~ 14 €/a

• Induktive Heizsysteme

30% Einsparungen 400kWh ~ 80 €/a

Riesenaufwand für kleinste Chips

Riesen-Aufwand für Chip-Zwerge

• Halbleiter gesteuerte Waschmaschine mit

bürstenlosem Motor

40% Wasser und 45% Energie

14kl/a und 250kWh ~ 100 €/a

• Halbleiter gesteuerte Kühlschränke

40% Einsparungen 64kWh ~ 13 €/a

• Halbleiter gesteuerte Klimaanlagen

50% Einsparungen 300kWh ~ 60 €/a

200 mm

4 mm

set date

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Unser Kleinster

Riesenaufwand für kleinste Chips

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Riesenaufwand für kleinste Chips

Riesenaufwand für kleinste Chips

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12.0 0.0 8.9

12.0

Reinraum

7.18 7.18

6.80

6.80

Reinraum Luftversorgung

6.20

5.00

Reinraum für

Produktion ist

nur ca. 20% der

Gebäudefläche

6.20

5.00

Luftstrom

6.40

• Luftstrom: 0,4 m/s

• Luftaustausch: 420 x pro Stunde

• Überdruck: 12 - 26 Pascal

• Temperatur: 22,0 °C

• Relative Feuchte: 40%

6.40

8.60

8.60

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Standort Regensburg

Ökologische Nachhaltigkeit* (Company)

Zertifizierungen bestätigen:

• Infineon verbraucht etwa 20% weniger Wasser pro cm²

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .

• Infineon verbraucht etwa 32% weniger Elektrizität pro cm²

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .

• Infineon verursacht etwa 47% weniger Abfall pro cm²

produziertem Wafer als der globale Durchschnitt 1) .

*ohne International Rectifier

** ISO 50001 wesentliche EU Standorte

1) Gemäß "World Semiconductor Council“

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Entwicklung Stromverbrauch

Infineon Regensburg

Optimierung Umluft – Historie

[GWh/a]

[output]

220

210

200

190

180

170

160

150

140

130

120

[kWh/a]

9.000.000

8.000.000

7.000.000

6.000.000

5.000.000

4.000.000

3.000.000

2.000.000

1.000.000

7.829.700

neue Ventilatoren mit Flachriemen

5.815.604

5.202.192

5.379.604

5.161.378

5.051.560

5.045.971

5.140.623

5.149.548

5.384.503

5.005.633

Diverse Klein-Projekte

4.498.000

3.211.344

Reinraum-Druckabsenkung

2.755.472

2.840.769

2.955.754

2.932.136

2.565.492

1.456.000

Umluft-

Umbau

1)

110

100

1 2 3 4 5 6 7

GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011 GJ 2012 GJ 2013 GJ 2014 GJ 2015

0

GJ

97

GJ

98

GJ

99

GJ

00

GJ

01

GJ

02

GJ

03

GJ

04

GJ

05

GJ

06

GJ

07

GJ

08

GJ

09

GJ

10

GJ

11

GJ

12

GJ

13

GJ

14

GJ

15

GJ

16

1) Prognosen

GJ

17

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Gebäudesanierung

Photovoltaik-Fassade

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

– Einsparungen:

• Strom: 300 MWh

- drei Abluft-Ventilatoren statt 35

alten Einzelanlagen

- Umstellung Klimatechnik auf

zentrales Zuluftsystem mit

dezentraler Umluftkühlung

- Büroklimatisierung mit

energiesparenden Induktionsauslässen

• Wärme: 2.750 MWh

- Isolierung der Fassade, neue

Fenster

- Abwärmenutzung aus N 2 -Anlage

• Fassadenintegrierte

Photovoltaik-Anlage an Südund

Westseite mit 1042

mikrokristalline Dünnschicht-

Modulen

• Leistung: 120 kWp

• Stromertrag ca. 91.000 kWh/a

45 Tonnen weniger CO 2

entspricht 375.000 km Pkw

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Abwärmenutzung aus der N 2 -Anlage

• Wärme des Kompressors

wird zur Beheizung der

Zuluft eines Gebäudes

genutzt.

• Einsparung 2.100 MWh/a

Primärheizenergie -

das entspricht dem jährlichen

Stromverbrauch von

1.000 Personen.

Wärmerückgewinnung bei

Infineon Regensburg GJ 2014

• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik

8.600 MWh zurückgewonnene Energie,

entspricht Heizenergieverbrauch von

285 4-Personen-Haushalten,

oder 1.500 t CO ² - Ausstoß

• Wärme aus Drucklufterzeugung

zurückgewonnene Energie 5.200 MWh

entspricht Heizenergieverbrauch von

173 4-Personen-Haushalten,

oder 900 t CO ²

• Einsatz von Wärmepumpen

3.800 MWh zurückgewonnene Energie

entspricht Heizenergieverbrauch von

128 4-Personen-Haushalten,

oder 660 t CO ²

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Wärmerückgewinnung bei

Infineon Regensburg GJ 2014

Blockheizkraftwerk

Spatenstich 14.09.2014

• Wärmerückgewinnung aus Klimatechnik

8.600 MWh zurückgewonnene Energie ,

entspricht Heizenergieverbrauch von

285 4-Personen-Haushalten,

oder 1.500 t CO ² - Ausstoß

• Wärme aus Drucklufterzeugung

zurückgewonnene Energie 5.200 MWh

entspricht Heizenergieverbrauch von

173 4-Personen-Haushalten,

oder 900 t CO ²

• Einsatz von Wärmepumpen

3.800 MWh zurückgewonnene Energie

entspricht Heizenergieverbrauch von

128 4-Personen-Haushalten,

oder 660 t CO ²

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Blockheizkraftwerk liefert Strom und Wärme

BHKW Historie

Strom

45%

Energieträger

Erdgas

Wärme

43%

Gesamt-Wirkungsgrad

88%

Leistung:

• elektrisch: 13.0 Mio kWh/a

(ca. 10% Gesamtverbrauch Infineon

Regensburg)

• thermisch: 12.3 Mio kWh/a

(ca. 50% Wärmebedarf Infineon

Regensburg )

CO 2 Bilanz:

• 80% Einsparung

4.500 t/a 880 t/a

Wirtschaftlichkeit:

• Projektkosten : 2.1 Mio €

• Energiekostenersparnis:

1.0 Mio €/Jahr

• Amortisation: 2,5 Jahre

EEG

Umlage

KWK

Gesetz

• 2012

Wirtschaftlichkeit unklar, weil

Netzentgeltbefreiung

(800.000 €/a) in der Schwebe

• 2013

neue EU-Vorgaben BHKW wieder

wirtschaftlich

• 2014

jetzt doch wieder Wegfall der

Netzentgeltreduktion

• 2015

EEG Umlagepflicht (1,85 ct/kWh)

Wirtschaftlichkeit des BHKW wird

um ca. 260.000 €/a verschlechtert!

• 1,5 Jahre Projektverzögerung

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Highlight aus Regensburg:

DrBlade für Internet-Datenzentren

DrBlade für Internet-Datenzentren

DrBlade für die Gleichspannungsregelung

in

Servern für das Internet

DrBlade für die Gleichspannungsregelung

in

Servern für das Internet

Server für ein Internet-Datenzentrum

• 25% geringere Verlustleistung

der Spannungswandlung

bedeutet,

allein die Verwendung in

Servern kann weltweit

jährlich rund 460

Gigawattstunden

einsparen.

Server für ein Internet-Datenzentrum

• 25% geringere Verlustleistung

der Spannungswandlung

• geringerer Kühlaufwand

• niedrigere Umweltbelastung

und reduzierte

Stromkosten

Vorder- und Rückseite eines DrBlade-

Produktes der ersten Generation

• geringerer Kühlaufwand

• Niedrigere Umweltbelastung

und reduzierte

Stromkosten.

Vorder- und Rückseite eines DrBlade-

Produktes der ersten Generation

• Überwachung des

Betriebszustandes durch

Strom- und Temperatursensoren

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Energieeffizienz – vom Sandkorn bis zum eCar

Was nicht verbraucht wird, muss

auch nicht erzeugt werden!

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Referent:

Prof. Dr. Martin Maslaton

M A S L A T O N

Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

___________________________________________________________

Leipzig

.

München

.

Köln

Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig

Prof. Dr. Martin Maslaton

Recht der Erneuerbaren Energien

TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,

Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Prof. Dr. Martin Maslaton ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

sowie geschäftsführender Gesellschafter der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft

mbH, die sich schwerpunktmäßig mit sämtlichen

Fragen des Rechts der Erneuerbaren Energien befasst.

Als Hochschullehrer unterrichtet er das Recht der Erneuerbaren

Energien und das Umweltrecht an der TU Chemnitz / TU Bergakademie

Freiberg, publiziert und referiert national und international zu diesen

Themen, mit denen er sich im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit als

Referent im Deutschen Bundestag seit 1987 beschäftigt. Er ist als

Funktionsträger in einer Reihe von Branchenverbänden, u.a ist er

Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft Wärme Kopplung , engagiert.

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2. Regensburger Energiekongress

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Gliederung:

Die Themen:

I. EnEV

I. Energieeinsparverordnung (EnEV)

II. EEWärmeG

II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

III. KWKG-Novelle

III. KWKG-Novelle

I. Energieeinsparverordnung (EnEV)

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

1. Allgemeines

§ Letzte Novellierung im Juli 2014 (EnEV 2014)

§ Wesentlicher Regelungsgegenstand:

− energetische Mindestanforderungen an Neubauten sowie an

Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender

Gebäude

− Energieausweise für Gebäude

− Mindestanforderungen an Heizungstechnik

− Ordnungswidrigkeiten

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

2. Anwendungsbereich

§ erfasst:

− geheizte & gekühlte Gebäude bzw. Gebäudeteile (Wohn- und

Nichtwohngebäude)

§ nicht erfasst:

− Betriebsgebäude, die überwiegend Tierhaltung dienen

− Gewächshäuser

− unterirdische Bauten

− Traglufthallen, Zelte, offene Betriebsgebäude

§ Durchsetzung:

Einhaltung der EnEV-Vorgaben ist im Bauantragsverfahren der

jeweiligen unteren Baubehörde nachzuweisen

− dem Gottesdienst /religiösen Zwecken gewidmete Gebäude

− Gebäude, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und

zerlegt zu werden sowie provisorische Gebäude mit geplanter

Nutzungsdauer von weniger als 2 Jahren

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

2. Anwendungsbereich

I. EnEV

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ nicht erfasst:

− Wohngebäude, die

à

für eine Nutzungsdauer von weniger als vier

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§

Keine Überschreitung des Energiebedarfs für Heizung, Warm-wasser,

Lüftung und Kühlung im Vergleich zum Jahres-Primärenergiebedarf

eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und

Ausrichtung

Monaten jährlich bestimmt sind oder

à

für eine begrenzte jährliche Nutzungsdauer bestimmt

sind, wenn der zu erwartende Energieverbrauch der

Gebäude weniger als 25 % des zu erwartenden

§

Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten durch

EnEV 2014 ggü. alter Rechtslage ab 01.01.2016



um durchschnittlich 25 % des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs

um durchschnittlich 20 % bei der Wärmedämmung der

Gebäudehülle (zulässiger Wärmedurchgangskoeffizient)

EnergieverbrauchsbeiganzjährigerNutzungbeträgt,− sonstigehandwerkliche,landwirtschaftliche,gewerblicheundindustrieleBetriebsgebäude,die:

à

nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Innentemperatur

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von weniger als 12 Grad Celsius oder

à

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten

I. EnEV

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten

II. EEWärmeG

§ Anhebung der Neubauanforderungen als wichtiger Zwischen-Schritt

hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard

− Spätestens ab dem Jahr 2021 verbindlich für alle Neubauten

II. EEWärmeG

§ Vorgaben für Neubauten:

− konkrete Anforderungen an die Dichtheit und die

Sicherstellung eines Mindestluftwechsels (§ 6 EnEV)

III. KWKG-Novelle

− Für Neubauten von Behördengebäuden bereits ab 2019

verbindlich

III. KWKG-Novelle

− Mindestwärmeschutz nach den anerkannten Regeln der

Technik (§ 7 Abs. 1 EnEV), dies gilt auch für Trennwände zu

bereits bestehender Nachbarbebauung

§ Festlegung konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität

von Niedrigstenergiegebäuden bis spätestens Ende 2016 für

Behördengebäude bzw. Ende 2018 für alle Neubauten

− Pflicht zur Verringerung von Wärmeverlusten an konstruktiven

Wärmebrücken (§ 7 Abs. 2 EnEV)

§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine Ordnungs-widrigkeit,

mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

3. Energetische Mindestanforderungen: Neubauten

I. EnEV

4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Wird in einem Neubau Strom aus Erneuerbaren Energien eingesetzt,

so darf dieser Strom bei der Berechnung des Gesamtenergiebedarfs

nach § 5 EnEV wieder abgezogen werden, wenn er:

− in unmittelbarem Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt

wird und

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Einhaltung energetischer Mindeststandards auch bei der Änderung,

Erweiterung oder dem Ausbau von Bestandsbauten:

− Bei Wohngebäude darf der Jahres-Primärenergiebedarf des

Referenzgebäudes um nicht mehr als 40 % überschritten

werden

− vorrangig in dem Gebäude unmittelbar nach Erzeugung oder

nach vorübergehender Speicherung selbst genutzt und nur die

überschüssige Energiemenge in ein öffentliches Netz

eingespeist wird

§ Dabei darf höchstens die Strommenge angerechnet werden, die

dem berechneten Strombedarf der jeweiligen Nutzung entspricht.

− Bei Sanierung von Nichtwohngebäuden genügt alternativ auch

die Einhaltung des 1,4 fachen Energieverbrauchs eines neuen

Referenzgebäudes

§ Nichtbeachtung der Anforderungen ist eine

Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 50.000 € Gelbuße geahndet

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

4. Energetische Mindestanforderungen: Bestandsbauten

I. EnEV

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Pflicht zum Austausch alter Heizkessel erweitert

à Einbau vor 01.01.1985 – Austausch bis Ende 2014

à

Einbau nach 01.01.1985 – nach Ablauf von 30 Jahre

à

Bisher nur Austausch von Kessel, die vor 1978 eingebaut

wurden§ AusgenommensindBrenwertkeselundNiedertemperatur-heizkeselmitbesondershohenWirkungsgrad

§ KeineAustauschpflichtfürEigentümervonEin-undZweifamilienhäuser,dieam01.02.202indiesenHäusernmindestenseineWohnungselbstnutzen

à

gilt bereits seit EnEV 2002

§ Bei Eigentümerwechsels ist Neueigentümer zum Austausch

innerhalb von zwei Jahren verpflichtet

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§

für neugebaute, zu verkaufende, verpachtete oder vermietete

Gebäude ist vom Eigentümer ein Energieausweis, der die

energetischen Eigenschaften des Gebäudes wiedergibt, vorzulegen

à zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts

à spätestens auf Verlangen der zuständigen Behörde, des Käufers,

Pächters oder Mieters

à gilt nicht für Baudenkmäler

à Nichtbeachtung ist eine Ordnungswidrigkeit; mit bis zu 15.000

€ Gelbuße geahndet

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.

I. EnEV

5. Energieausweis, § 16 EnEV ff.

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in Gebäuden mit starkem

Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht,

wenn bereits ein Energieausweis vorliegt

à z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants

oderBanken § Gebäudezurbehördlichen Nutzung sindEnergieausweiseauszustelenundgutsichtbarauszuhängen à miteinerNutzflächevonmehrals500m ²à

ab Juli 2015 mehr als 250 m² Nutzfläche

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ NEU: Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in

Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung

à Angabe der Energieeffizienzklasse (umfasst die Klassen

A+ bis H)

à nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem

Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden

à Nichtvorlage ist hier aber keine Ordnungswidrigkeit

§ keine Energieausweisplflicht bei Gebäuden kleiner 50 m²

à Keine Pflicht zur Angabe der Klasse, wenn bereits ein gültiger

Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer

Energieeffizienzklasse, vorliegt

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§ NEU: Unabhängige Stichprobenkontrolle durch die Länder für

Energieausweise und Berichte über die Inspektion von

Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe)

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

I. EnEV

1. Allgemeines

II. EEWärmeG

II. EEWärmeG

§

aktueller EE-Anteil am Wärmeverbrauch in Deutschland bei

nur 6 %

III. KWKG-Novelle

II. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

(EEWärmeG)

III. KWKG-Novelle

§

Ziel des EEWärmeG: Erhöhung des EE-Anteils für Heizung,

Warmwasser und Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme auf

14 % bis 2020

§

Wesentlicher Regelungsinhalt:

- die Nutzungspflicht von EE für Gebäudeeigentümer

- die finanzielle Förderung durch Marktanreizprogramm

- die Förderung des Ausbaus von Wärmenetzen

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

2. Nutzungspflicht

I. EnEV

3. Erfüllung der Nutzungspflicht

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§

§

§ 3 Abs. 1 EEWärmeG:

„Die Eigentümer von Gebäuden [...], die neu errichtet

werden, müssen den Wärme- und Kälteenergiebedarf durch

die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien [...]

decken.“

Nutzungspflicht gilt:

− nur für Neubauten ab 2009

− grds. für alle betroffenen Gebäude mit einer Nutzfläche von

mehr als 50 m², Ausnahmen gem. § 4 HS. 2 EEWärmeG

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ § 5 EEWärmeG regelt zu welchem Anteil der Wärme- und

kälteenergiebedarf aus den jeweils eingesetzten Erneuerbaren

Energien gedeckt werden muss

à durch Nutzung Solare Strahlungsenergie, Biomasse,

Geothermie

§ Entscheidend ist allein die Erfüllung des Pflichtanteils bezogen

auf den gesamten Wärme- und Kälteenergiebedarf des Gebäudes

§ Wärmebedarf ist die zur Deckung des Wärme- oder Kältebedarfs

für Heizung, Warmwasserbereitung oder Kühlung jährlich

benötigte Wärmemenge.

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG

Gasförmige Biomasse

§ Nutzungsanteil von mind. 30 % vorgeschrieben

§

à nur bei Nutzung in einer KWK-Anlage

Voraussetzungen bei Einsatz von aufbereitetem Biogas:

à Verwendung der besten verfügbaren Technik bei Aufbereitung

und Einspeisung und hierdurch

à Senkung von Methanemissionen und Stromverbrauch

à Gewinnung der Prozesswärme, die zur Aufbereitung

erforderlich ist, aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme

Flüssige und feste Biomasse

§ Nutzungsanteil von zu mind. 50 %

§ Flüssige Biomasse: eingesetzter Heizkessel muss bester verfügbarer

Technik entsprechen

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2. Regensburger Energiekongress

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

3. Erfüllung der Nutzungspflicht, § 5 EEWärmeG

Solarer Strahlungsenergie

§ muss der Nutzwärmebedarf zu min. 15 % gedeckt werden

à entspricht der Verwendung von Sonnenkollektoren mit einer

Fläche von min. 0,04 m² Kollektorfläche je m²

Nutzfläche

à Sonnenkollektoren mit dem europäischen Prüfzeichen

„Solar-Keymark“ zertifiziert sein

Geothermie, Umweltwärme

§ Nutzungsanteil von mind. 50 % erforderlich

§ Erfasst ist auch die Nutzung von Erdwärme durch Tiefengeothermie.

BEACHTE: Die Erfüllung der Nutzungspflicht ist auch durch eine

Kombination von Erneuerbaren Energien untereinander oder mit

Ersatzmaßnahmen möglich!

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

4. Ersatzmaßnahmen, § 7 Abs. 1 EEWärmeG

§

Nutzungspflicht gilt als erfüllt bei:

- Deckung des Wärmebedarfs zu mindestens 50 % und

unmittelbar aus hocheffizienten KWK-Anlagen oder aus

Anlagen zur Nutzung von Abwärme

- Maßnahmen zur Energieeinsparung, wenn die Anforderungen

der EnEV um min. 15 % unterschritten werden,

oder

- vollständiger Deckung des Wärmebedarfs aus Nahoder

Fernwärmenetz, wenn

à die Wärmeenergie zu einem wesentlichen Teil aus

Erneuerbaren Energien oder

à zu mindestens 50 % aus hocheffizienten KWK-

Anlagen oder Abwärme stammt.

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I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

5. Nachweis und Ausnahmen von der Nutzungspflicht

§ Nachweis zur Erfüllung der Nutzungspflicht ist innerhalb von

drei Monaten ab Inbetriebnahme der Heizungsanlage des

Gebäudes an die zuständige Behörde zu erbringen

à Ländersache, § 12 EEWärmeG (Erlass ZuständigskeitsVO)

à größtenteils Baubehörden, z.T. Umwelt-/Wirtschaftsbehörde

§ Unter bestimmten Voraussetzungen sind im Einzelfall auch

Ausnahmen von der Nutzungspflicht möglich, § 9 EEWärmeG:

1. bei technischer Unmöglichkeit oder

2. bei einem Widerspruch zu anderen öffentlichrechtlichen

Pflichten oder (z.B. Denkmalschutz)

3. bei Erteilung einer Befreiung wegen unangemessenenm

Aufwand oder sonstiger unbilliger Härte

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2. Regensburger Energiekongress

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

III. KWKG-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

1. Aktueller Stand

§ KWK-Monitoringbericht veröffentlicht am 01.10.2014:

à 25 % KWK-Ausbauziel ist bis 2020 derzeit nicht erreichbar

à KWK als wichtige Verbindung zwischen Strom- und

Wärmemarkt

à Weiterer KWK-Ausbau mit den Zielen des Ausbaus der

fluktuierenden Wind- und PV-Stromerzeugung

§ Derzeit:

Zwischenüberprüfung (§ 12 KWKG) und Verbändeanhörung

§ Schwerpunkte der KWKG-Novelle:

à Anhebung der KWK-Zuschläge, um die Belastung der

Eigenversorgung mit EEG-Umlage zu kompensieren

à Neuregelungen zur Förderung von KWK-Anlagen bei einer

Verdrängung von Fernwärme aus KWK

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2. Regensburger Energiekongress

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle

I. EnEV

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Beibehaltung der Systematik des KWKG für Neuanlagen bei

angepassten KWK-Zuschlägen:

§ Leistungsklasse bis kleiner 50 kW:

à bis 2 kW: 9,41 Ct/kWh

à von 2 kW bis kleiner 50 kW: 7,41 Ct/kWh

à Bertriebsstundenorientierte Förderung: mindestens 70.000

Vollbenutzungsstunden innerhalb von 15 Jahren

§ 50 kW bis kleiner als 2 MW:

à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für die ins Netz

der allgemeinen Versorgung eingespeiste Strommenge

§ Größer als 2 MW:

à zusätzlicher KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh für eingespeiste

Strommenge

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

§ Ziel der Anpassung der KWK-Zuschläge bei Neuanlagen:

Beseitigung der Unwirtschaftlichkeit

à Milderung der Belastung durch EEG-Umlage auf

Eigenverbrauch

à Investitionsanreiz mittels Anschubförderung über eine

Förderdauer von 10 Jahren

§ Kompensation der sinkenden Großhandelspreise für Strom durch

KWK-Zuschlag für Bestandsanlagen:

à bei Bestandsanlagen außerhalb der KWK-Förderung

temporärer KWK-Zuschlag von 2 Ct/kWh

à Zahlung über separaten Fördertopf

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2. Regensburger Energiekongress

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2. Regensburger Energiekongress

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Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

Recht und Gesetz in der Energieeffizienz – EnEV,

EEWärmeG und KWK-Novelle

I. EnEV

II. EEWärmeG

III. KWKG-Novelle

2. Vorschläge zur KWKG-Novelle

§ Verstetigung des Förderzeitraums für KWK-Anlagen bis 250 kW

à Bestehender Zeitsprung des Förderzeitraums für KWK-

Anlagen bei 50 kW führt zu nicht optimalen Auslegung

à Vorschlag: auch bei Anlagen bis 250 kW für die ersten 50 kW

die 10 Jahre Förderung

§ Ausstellung vorläufiger Fördervorbescheide (Zulassungsbescheide)

à Bisher: Inbetriebnahme der Anlage, bevor die Förderung

genehmigt wird

§ Fernwärmeverdrängung klarer ausgestalten

à Insbesondere: Anspruch des Anlagenbetreibers ggü.

Fernwärmenetzbetreiber auf Informationen

à Förderung der nicht-stromerzeugenden KWK mit einem KWK-

Zuschlag von 6 Ct/kWh

Vielen Dank für Ihre

Aufmerksamkeit!

M A S L A T O N

Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

___________________________________________________________

Leipzig

.

München

.

Köln

Holbeinstraße 24, 04229 Leipzig

Prof. Dr. Martin Maslaton

Recht der Erneuerbaren Energien

TU Chemnitz / TU Bergakademie Freiberg,

Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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2. Regensburger Energiekongress

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2. Regensburger Energiekongress

25


Welche der drei Lampen ist die energieeffizienteste?

Institut Energiesysteme und

Energiewirtschaft

Der Markt für Energieeffizienz

2. Regensburger Energiekongress – Fokus: Energieeffizienz

Regensburg, 24. Februar 2015

Prof. Dr. Wolfgang Irrek

1 2 3

Welche der drei Lampen ist die wirtschaftlichste?

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

1

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

2

Überblick

• Heterogene Marktsituation

o Ausgangssituation

o Energieeffizienz-Technologien

o Energieeffizienz-Dienstleistungen

o Treiber und Erfolgsfaktoren

• Rechnet sich die Energieeffizienz im Markt?

o Risikobetrachtung (Amortisation) vs.

Wirtschaftlichkeit (Rendite)

o Finanzierungsmöglichkeiten

o Fördermittel für KMU

• Perspektiven

• Fazit

Hochschule Ruhr West (HRW) – www.energy-campus.de

Energie bezogene Studiengänge Forschungspartnerschaften

Energy Campus Lab – Lehren und Forschen am innovativen Objekt

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

3

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

4

26


Partielle Entkopplung von Wachstum und Energieverbrauch

Potenzial für weitere Endenergieeinsparungen in der EU bis

2050 im Vergleich zum Trend

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

5

Quelle: FhG-ISI 2013

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

6

Energieeffizienzpolitik: Anspruch und Realität

‣ Versagen der Marktakteure oder der Politik?

Indikator bisher erreicht* 2008-2020 2008-2050

Primärenergieverbrauch -4,3%

-20% -50%

2008-2012

Stromverbrauch -1,9%

-10% -25%

2008-2012

Heizenergieverbrauch -6,3%

-20%

2008-2012

Primärenergieverbrauch

-80%

Gebäude

Sanierungsrate ca. 1%/a min. 2%/a min. 2%/a

Raumwärmeverbrauch je

qm Wohnfläche

-34,5%

1996-2012

Wohnfläche +15,3%

1996-2012

* inklusive Vereinigungseffekt

Quellen: BMWi-Monitoringbericht „Energie der Zukunft“ 2014

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

7

Quellen: Statistisches Bundesamt (www-genesis.destatis.de); Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt.de/daten/rohstoffe-als-ressource/gesamtermaterialaufwand-deutschlands)

Der heterogene

Markt für

energieeffiziente

Produkte

Vielfältige

Technologie-

Komponenten

und -Systeme

Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

8

27


Steigerung der Energieeffizienz bei vielen Strom betriebenen

Produkten durch Standards und Label (Ökodesign-Richtlinie)

Stagnation bei der Energieeffizienz in Gebäuden

Beispiel Heizungssystem:

• 71% der Wärmeerzeuger ineffizient

• Jährlicher Ersatz nur bei ca. 3%

• Oft ineffiziente Heizungsumwälzpumpen –

Beispiel MFH in Bottrop:

71% weniger Stromverbrauch und

Nettokostenvorteil durch neue Pumpe

• Hydraulischer Abgleich fehlt oft

Beispiel Gebäudehülle:

• Sanierungsrate nur bei knapp 1 Prozent

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

Demnächst z. B. für gewerbl.

Kühl- und Gefriergeräte

9

‣ Oft fehlende integrierte Betrachtung von

Gebäudehülle, Gebäudetechnik,

Nutzer/innen-Bedarf und -Verhalten

Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), www.bdh-koeln.de [27.06.2014]; BMWi 2014

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

10

Der Markt für

Energieeffizienz-

Dienstleistungen

Energieberatung

Energiemanagement

Planung & Installation

Contracting

Energieberatung

• 12.500-14.000 vorwiegend kleinere Anbieter

• Niedrige Stundenlöhne insbesondere im Gebäudebereich (15-30 Euro/h)

• Haupttreiber: steigende Energiepreise, Agenda-Setting, Förderung

• Wachsender Druck: Transparenz, Qualifizierung, Zertifizierung

Quellen: DENEFF Branchenmonitor 2013; prognos / ifeu / HRW 2013

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

11

Quelle: ifeu 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

12

28


Energiemanagement-Dienstleistungen

• Energiemonitoring, Energiecontrolling, Energiemanagement

• Heterogene Anbieterlandschaft

• 250-500 Mio. Euro Umsatz in 2012 (inkl. Management Gebäudetechnik)

• Weiteres leichtes bis starkes Marktwachstum erwartet

Zertifiziertes Energiemanagement:

ca. 13-14 Mio. Euro Umsatz in 2012

Contracting

• 500 – 550 Anbieter mit 90.000 – 100.000 Verträgen

• 3 – 4 Mrd. Euro Marktvolumen in 2011; leicht wachsender Markt

• Potenzial: 1% der Wohngebäude gut, 18% eingeschränkt geeignet;

10-20% der öffentlichen Liegenschaften geeignet;

Übertragbarkeit auf Industrie und Gewerbe prinzipiell gegeben

Energieliefercontracting /

Energieeinsparcontracting

ELC = Energieliefercontracting

ESC = Energieeinsparcontracting

Quelle: prognos 2013 in: prognos / ifeu / HRW 2013

Quellen: HRW 2013, in: prognos/ifeu/HRW 2013; Reinhard Peglau, UBA, 2014; ISO Survey 2013, www.iso.org, 26.01.2015

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

13

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

14

DENEFF/pwc: Geschätztes Marktvolumen

Energieeffizienzmärkte 2013

162 Mrd. Euro Umsatz 848.000 Beschäftigte

Wirtschaftlichkeit: Die Lebenszykluskosten, nicht die

Anschaffungskosten sind entscheidend!

Umsatzwachstum gg. Vorjahr +11% Beschäftigtenwachstum +5%

Haupttreiber: Erwartung steigender Energiepreise; politisch-rechtliche

Rahmensetzungen (Erfüllung Vorgaben, Steuervorteile, Fördermittel);

(persönliche) Kommunikation; technischer Fortschritt

Quelle: DENEFF / pwc (2014): Branchenmonitor Energieeffizienz 2014., Berlin (Hochrechnung auf Basis einer Umfrage unter 90 Unternehmen der

Energieeffizienz-Branchen)

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

15

Quelle: www.topmotors.ch für das Beispiel eines 4-poligen IE3-11kW-Motors über 15 Jahre Nutzungsdauer mit 4.000 h/a

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

16

29


Risikobetrachtung (Amortisation) vs.

Wirtschaftlichkeit (Rendite)

Investition A:

10.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt

5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung

2 Jahre Nutzungsdauer

Amortisationszeit: 2 Jahre – Rendite: 0%/a

Finanzierung durch Dritte beim Contracting: Energie und

Kosten garantiert sparen ohne selbst zu investieren

Investition B:

20.000 Euro Mehrkosten gegenüber herkömmlichem Produkt

5.000 Euro/a Energiekosteneinsparung

6 Jahre Nutzungsdauer

Amortisationszeit: 4 Jahre – Rendite: 13%/a

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

17

Quelle: Energieagentur NRW (2007): Contracting: Energieeffizienztechnologien ermöglichen, Ein Leitfaden, Wuppertal

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

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Finanzierung im Bürger/innen-Contracting:

Solar & Spar-Projekte in Schulen in NRW

Möglichkeiten für institutionelle Investoren

SUSI Energy Efficiency Funds 2013:

(Revolvierender) Fonds zur Finanzierung der energetischen

Sanierung von Gebäuden, Infrastruktur, Produktionsanlagen

Fondsvolumen 300 Mio. Euro + 100 Mio. CHF

Projekte in Deutschland und Monaco

Probleme:

• Kleinteiligkeit und Diversität der Energieeffizienz-Maßnahmen

• Bewertung der Maßnahmen aufwendig

• Keine gewachsenen Strukturen für Bündelung / Risikostreuung

Bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für

Energieeffizienz-Projekte

Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH 2012

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

19

Quelle: SUSI Partners 2013: SUSI Energy Efficiency Fonds; bettervest 2014: Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienz-Projekte

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

20

30


Fördermittel und zinsgünstige Kredite für KMU

• BAFA-Förderung von Energieberatungen im Mittelstand

• BAFA-Förderung von Energiemanagementsystemen

• BAFA-Förderung von Beratungen zum Energieeinspar-

Contracting (in Vorbereitung)

• BAFA-Förderung energieeffizienter Kälte- und Klimaanlagen,

KWK-Anlagen, Heizen mit erneuerbaren Energien,

Querschnittstechnologien (Pumpen, LED, etc.)

• KfW-Energieeffizienzprogramm und KfW-Umweltprogramm

• KfW-Finanzierungsinitiative Energiewende

• BMUB-Umweltinnovationsprogramm und ERP-

Innovationsprogramm

• Ggf. Programme der Bundesländer und Energieagenturen

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

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Wird der Nationale Energieeffizienz-Aktionsplan

(NAPE) 2014 die Energieeffizienz-Märkte stimulieren?

Die Bundesregierung setzt auf …

… Kommunikation, Beratung, Vernetzung (Informieren)

z. B. Energieeffizienz-Netzwerke, Beratung, Checks, Kampagnen

… finanzielle Anreize (Fördern)

z. B. Förderprogramme, steuerliche Abschreibungen,

wettbewerbliche Ausschreibungen, Ausfallbürgschaften

… Ordnungsrecht (Fordern)

z. B. Mietrecht, Standards (EnEV, EU-Ökodesign-Richtlinie),

Energieaudits nach DIN EN 16247 in Nicht-KMU bis 05.12.2015

‣ Zum großen Teil sinnvolle Maßnahmen, aber Wirkungen

vermutlich deutlich überschätzt

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

22

Nationale Optionen zur Weiterentwicklung des

Energieeffizienz-Marktes

• Schrittweise Erhöhung der Ökosteuer

[FÖS: +1 Cent/l bringt höhere Nettoeinnahmen als PkW-Maut]

• Bessere Nutzung von Ohnehin-Gelegenheiten, die zu Kauf-,

Miet-, Lease-, Sanierungs- und Neubauentscheidungen führen

• Verbesserung der Vergleichbarkeit von Produkten /

Dienstleistungen

• Erleichterte Identifikation von Angeboten und Anbietern

guter Qualität

• Verbesserung der Kommunikation und Netzwerkbildung

• Stärkere Ausrichtung der Wirtschaft auf mittelfristige

Renditeziele anstatt kurzfristige Risikoüberlegungen

• Vorbildfunktion der öffentlichen Hand stärken

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

23

Fazit

1. Insgesamt wachsender Markt, aber heterogen: Energieeffizienz

bleibt in vielen Bereichen ein schwieriges Geschäft

2. Haupttreiber: steigende Energiepreise, persönliche Kommunikation /

Marketing / Netzwerke, förderliche Rahmenbedingungen, technischer

Fortschritt

3. Wachsende Anforderungen an Transparenz, Glaubwürdigkeit und

Systemkompetenz der Anbieter

-> Qualifizierung, Qualitätssicherung

4. Wirtschaftlichkeit: Ein großer Teil der Energieeinspar-Potenziale in

Unternehmen ist wirtschaftlich erschließbar; Blick nur auf die

Amortisationszeit lässt Potenziale mit hoher Rendite ungenutzt

5. Finanzierung: Vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten vorhanden;

Perspektiven für institutionelle Investoren bei Bündelung

‣ Steigerung der Energieeffizienz ist Schlüssel für den Erfolg der

Energiewende: Großer Handlungsbedarf bei Politik und

Marktakteuren für eine Halbierung der Energieverschwendung

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

24

31


Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

www.hochschuleruhr-west.de

www.energycampus.de

Nationaler

Aktionsplan

Energieeffizienz

(NAPE)

vom 03.12.2014

Quelle: BMWi 2014

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

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24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

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Zentrale

Maßnahmen

des NAPE

Quelle: BMWi 2014

24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz Quelle: BMWi 272014 24. Februar 2015 Irrek / Markt für Energieeffizienz

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IMPRESSIONEN

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Prof. Dr. Oliver Steffens

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauen

NACHHALTIGE MODERNISIERUNG

HISTORISCHER WOHNQUARTIERE

Gebäude-Energieeffizienz in neuem Licht:

Was bleibt vom kulturellen Erbe?

Beitragende: Prof. Dr. habil. Haug, Prof. Dr. Rechenauer, Prof. Dr. Schulz-Brize,

Annika Zeitler, Simon Schaubeck, Tobias Saller, Matthias Vernim u.v.a.

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 1

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 2

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Bestandsgebäude des frühen 20. Jahrhunderts

§ Zensus 2011 (Statistisches Bundesamt)

− 12% des Wohnungsbestands stammt aus den Jahren 1919–1949

1979-1986

10%

1987-1990

4%

1991-1995

6% 1996-2000

8%

2001-2004

4%

2005-2008

3%

2009 und später

1%

1949-1978

38%

Vor 1919

14%

1919-1948

12%

Wie gehen wir mit den Bauten

des frühen 20. Jahrhunderts

um, die nicht unter

Denkmalschutz stehen?

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 3

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 4

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Arbersiedlung

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Sanierungsbeispiele

Margaretenau

Damaschkesiedlung

Staudinger Hof

Genossenschaftsbauten der Zwischenkriegszeit

(1918–1933): Beispiele in Regensburg

Wie könnte eine nachhaltige

Modernisierung dieser historisch

bedeutenden Gebäude aussehen?

Eisbuckel

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 5

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 6

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Gebäudemodernisierung – Zielkonflikte

Kategorien der nachhaltigen Modernisierung

§ Ökonomische Ziele

− Investitionskosten, Energiekosten

− Rendite, Werterhalt, Attraktivität

− Lebenszyklus, Folgekosten

§ Umwelt (ökologische Ziele)

− Klimaschutz, Naturschutz

− Lebensqualität

§ Soziale Zielsetzungen

− Günstiger Wohnraum, niedrige Wohnkosten („2. Miete“)

− Stadtentwicklung

− Gemischte Bewohnerstruktur

(keine Ghettoisierung oder Gentrifizierung)

§ Denkmalschutz und kulturelle Werte

− Erhalt des kulturellen Erbes

− Vielfalt der Baustile und Formsprachen

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 7

UMWELTSCHUTZ

(ÖKOLOGIE)

Regenerative Energien

Abwärmenutzung

Umweltfreundlichen Baustoffe

Umnutzungsfähigkeit

WIRTSCHAFTLICHKEIT

(ÖKONOMIE)

Gebäude-Energieeffizienz

(Endenergie)

Amortisationszeit/Rendite

Lebenszyklusanalyse

SOZIOKULTURELLE

ANFORDERUNGEN

Niedrige Mieten

Gemischte Bewohnerstruktur

Soziale Einrichtungen

Erhaltung wertvoller Architektur

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 8

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Projekt RENARHIS (2012 – 2014)

Modellobjekt: Genossenschaftlicher Wohnungsbau der

Zwischenkriegszeit – „Plato-Wild-Ensemble“ Regensburg

(Gemeinnütziger Bauverein Regensburg e.V.)

„… der Grundkonflikt zwischen modernen Funktionen und

überkommenen Strukturen kann auf die Dauer überhaupt nur dann

zu einer plausiblen Erhaltungsbegründung führen,

wenn man die baulichen Strukturen in Zusammenhang sieht

mit den sozialen.“

Norbert Huse (1996)

Projektphasen:

Bauaufnahme und architektonische Würdigung

Sozialstudie (Nutzer-Survey)

Bauschadensanalyse und Bauphysik

Architektonisches Modernisierungskonzept

Energieversorgungskonzepte und Wirtschaftlichkeit

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 9

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 10

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Behutsame Restauration mit regenerativem

Energieversorgungskonzept

§ Alternativen zu einer „radikalen“ Sanierung

§ Randbedingungen:

− Erhaltung der Architektur und Fassadengliederung

− Hohe Gebäude-Energieeffizienz

− Niedrige Wohnkosten (Miete/Heizung/Strom)

Lösungsansatz:

v Restauration der Bausubstanz und behutsame Modernisierung

v Höheren Wärmebedarf akzeptieren (Lösung mit Innendämmung)

v Regeneratives Energieversorgungskonzept

à Nutzung des Ensemble-Charakters

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 12

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Bauaufnahme

Bauaufnahme

Baudokumentation

Konservierungskonzept

§ Lage im städtbaulichen Kontext

§ Historische Einordnung

§ Gebäudeaufmaß (Tachymetrie)

§ Grundrissprüfung, Raumbuch

§ CAD-Pläne

Quelle: A. Zeitler

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 13

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 14

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Baubeschreibung und Dokumentation

Konservierungs- und Nutzungskonzept

§ Konservierung

− Gesimsbänder, Holzfenster, Pilaster, Kamine ...

− Umgang mit Dachflächen: definierte Freigabe für

Solarthermiekollektoren oder Photovoltaik-Module

§ Nutzungskonzept

− Historische Würdigung des Entstehungskontextes und Charakters

− Soziale Funktionen: Traditionen, „narrative Strategien“

− Umfang von Grundrissänderungen

Quelle: A. Zeitler

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 15

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 16

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Sozialstudie

Sozialstudie

§ Sozialhistorische Studie zum Ensemble

§ Analyse der Bewohnerstruktur

− Herkunft, Bildungsniveau,

Haushaltsgrößen...

§ Nutzerbefragung in 146 Haushalte (46%)

− Wertvolle Hinweise auf Probleme und

Wünsche

Alter der Bewohner des Kasernenviertels

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 17

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 18

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Wünsche und Erwartungen

Wo gibt es Probleme?

§ Meist genannte Probleme (Anzahl der Nennungen)

Rollläden kaputt

Bad renovierungsbedürftig

Probleme mit der Heizung

Trittschall

Schimmel/Feuchtigkeit im Keller

Undichte Fenster und Türen

Schimmel in der Wohnung

0 5 10 15 20 25 30

Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)

Quelle: Sonja Haug / Matthias Vernim (IST)

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“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 20

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Bauschäden

Bauschäden

Bauphysik

§ Aufsteigende Mauerwerksfeuchte über

Natursteinsockel

− Sockelschäden

− Schimmelbefall und Putzabplatzer im Innenbereich

(Keller, EG)

§ Schäden der Gebäudehülle, z.B. Risse

§ Schimmelbildung in Innenräumen

infolge zu kalter Wandoberflächen oder bei

unzureichender Belüftung

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 21

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 22

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Problemzonen der Gebäudesanierung

Kapillaraktive Innendämmung

§ Problemzonen

− Außenwände / Dach / Fenster / Sockel / Tragstruktur / Boden

− Holzbalkenköpfe (Feuchte!)

§ Typische Maßnahmen

− Fassadensanierung

− Wärme- / Feuchteschutz

− Dachsanierung / Dachausbau

§ Innendämmung aus Calciumsilikat

− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz

(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)

Primärenergieverbrauch (nicht erneuerbar)

in MJ pro m 2

Kosten für 2.700 m 2 (Euro)

Hier genauer untersucht:

− Kapillaraktive Innendämmung

− Sockelheizung (Wandtemperierung)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 23

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 24

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2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Kapillaraktive Innendämmung

Sockelheizung (Konvektor-Wandheizung)

§ Innendämmung aus Calciumsilikat

− Primärenergetisch günstige Lebenszyklusbilanz

(recyclingfähig, geringer nicht erneuerbarer Primärenergieeinsatz)

− Kapillaraktives Material: feuchteregulierend aufgrund

beschleunigter Austrocknung, hoher Wasserspeicherfähigkeit

− Reduziertes Tauwasser und Schimmelrisiko

(hoher pH-Wert)

(Variotherm Heizsysteme GmbH 2013)

§ Idee: Sockelheizung (Wand-Konvektor)

− Behaglichkeit (Strahlungswärme)

− Temperierung der Holzbalkenköpfe

− Schimmelvermeidung (vor allem EG)

§ Hygrothermische Detail-Simulation

− Innendämmung

− Integrierte Sockelheizung

8,1°C

3,7°C

24,9°C

13,6°C

Wird eine kritische Holzfeuchte des Balkenkopfs

im Mauerwerk überschritten?

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 25

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 26

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Grundriss-Anpassungen und Dachausbau

Architektonische

Konzepte

§ Maßvolle Zusammenlegung von Wohnungen

− zeitgemäße Wohnflächen für 2- bis 3-Personen-Haushalte

§ Dachgeschossausbau (Nachverdichtung)

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand. Studienarbeit. OTH Regensburg

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 27

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 28

40


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Fassaden-Restaurierung

− Zweiflügliche Holz-Fenster (Dreifach-Verglasung) mit Fensterläden

− Rückbau von Rollladenkästen

− Gaubendächer ersetzt durch abgeschirmtes Glasdach (Tageslicht)

Energieversorgung

Potenzialanalyse

Heizungskonzept

Bestand (2013)

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.

Studienarbeit. OTH Regensburg

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 29

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 30

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Regenerative Energieversorgung

Energieversorgung im Ensemble

Quelle: S. Schaubeck (OTH Regensburg)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 31

Quelle: S. Schaubeck (OTH Regensburg)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 32

41


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Variantenvergleich

§ Variante A: Solarthermische Anlage

+ Holzpellet-Kessel + maximale Innen-Dämmung

Bedarfsberechnungen nach DIN 18599

Var. A: Solarthermie +

Pelletkessel + max. Dämmung

Var. B: Kraft-Wärme-Kopplung

(hier Nahwärmenetz) + min.

Dämmung

Endenergie

§ Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerk + Erdgas-Spitzenlastkessel

+ reduzierte Dämmung (z.B. Wärmedämmputz)

− Beispiel: Festbrennstoff (Hackschnitzel) über Holzvergaser

Wärmeverluste

Primärenergie

Quelle: Planungsbüro

Schröter, Abensberg

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 33

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 34

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Variante A: Solarthermie

Variante B: Kraft-Wärme-Kopplung

Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)

OTH Regensburg 2013

Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung

§ Option 1: Warmwasser

(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)

§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme

(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%

§ Hochtemperatur-Heizsystem (bis 90° Vorlauftemperatur)

− BHKW mit Hackschnitzel-Vergaser (80 kW th , 30 kW el ), 5000 h Volllast

− Erdgas-Spitzenlastkessel (500 kW)

− Eigenstromproduktion:

• Nutzungsgrad ca. 90%

• Deckungsgrad ca. 33%

− Primärenergieeinsparung gegenüber

getrennter Erzeugung: ca. 60%, d.h.

ca. 640 t CO 2 oder 2,6 t CO 2 pro Kopf

BHKW (Verbrennungsmotor)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 35

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 36

42


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Wirtschaftlichkeit

§ Annuitätenverfahren

− Investitionskosten

− Brennstoff- und Betriebskosten

− Förderung/Vergütung

− Kalkulationszins

− Preisänderungsfaktor

Excel-Tools zum Vergleich verschiedener Varianten

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 37

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 38

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Wärmegestehungskosten

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale

Steigender Nutzenergieverbrauch à

− Technische Funktionsgebäude

− Ersatz für Balkone und private Freiflächen

− Soziale Begegnungsstätten

Dominik Plass, Elena Volkovskaya, Florian Wall (2014)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 39

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 40

43


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale

Innenhof-Gestaltung – Energiezentrale

Bärbel Haas / Melanie Götz (2014)

Sebastian Aumeier (2014)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 41

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 42

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Was bleibt vom kulturellen Erbe?

„Es wird ganz entscheidend für die künftige urbane

Qualität unserer Städte sein, wie mit diesen Resten der

industriellen Vergangenheit der Städte umgegangen wird.“

Walter Siebel (1994)

Projekt-Team

Prof. Dr. Oliver Steffens (PL)

Prof. Dr. habil. Sonja Haug

Prof. Dr. Christian Rechenauer

Prof. Dr. Birgit Scheuerer

Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize

Tobias Saller M.Sc.

Simon Schaubeck M.Eng.

Matthias Vernim M.A.

Annika Zeitler M.A.

Mit besonderem Dank an

Studierende und Kollegen der

OTH Regensburg

und an den Gemeinnützigen Bauverein

Regensburg e.V.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 43

Teile dieser Arbeit wurden im Förderprojekt „RENARHIS“ durch die

Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ vom Bundesinstitut für Bau-,

Stadt- und Raumforschung gefördert

(Aktenzeichen II 3-F20-11-1-038/SWD-10.08.18.7-12.21)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 44

44


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Endenergiebedarf in Deutschland

Wärme aus Regenerativen Energien

Gesamt-Endenergie (2013): ca. 2500 Mrd. kWh

(ohne Energiesektor!)

133 Mrd. kWh (9% des Gesamtwärmebedarfs)

Quelle: BMWi

Energiedaten: Gesamtausgabe

(November 2014)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 47

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Randbedingungen

Modernisierungskonzept

§ Rechtliche und logistische Aspekte für BHKWs

− Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG):

• Feuerungsleistung unter 50 MW nicht genehmigungspflichtig

(4. BImSchV); vereinfachtes Verfahren (§19 BImSchG)

• Holzvergaser-Anlage: unter 1 MW reicht Baugenehmigung aus

• Besondere Verpflichtungen (§22 Abs. 1 BImSchG): Umwelteinwirkungen

vermeiden bzw. minimieren nach Stand der Technik (!),

Abfallbeseitigung

• Grenzwerte TA Lärm, TA Luft

− Kaminhöhe über höchstem First des Ensembles

− Anlieferung, Trocknung, Lagerung von Festbrennstoffen

§ Lösungen

− Maßvoll dimensionierte Innendämmung

− Fenster mit angepasster Dichtigkeit

(Gefahr von Schimmel bei unzureichender Belüftung!)

− Dämmung von Dach / oberster Geschossdecke und Keller

− Temperierung feuchtegefährdeter Bereiche

§ Damit verknüpft: Gebäudetechnik / Energieversorgung

− Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger

zur Begrenzung der Schadstoffemission (CO 2 ), niedriger

Primärenergiebedarf

Metzler, Stahlmann, Strasser

(Studienarbeit 2012)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 48

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 49

45


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Schimmelpilzbefall in den Wohnungen

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

3. Architektonisches Modernisierungskonzept

Holzbalkenköpfe

3,0°C

14,2°C

3,7°C

13,5°C

mit Innendämmung

(80 mm Calciumsilikat)

-1,9°C

-1,3°C

4,6°C

4.6°C

Risiko!

Ursachen:

- kühle Wandoberflächen (ungedämmte Außenwand)

- unzureichende Belüftung

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 50

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 51

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

3,0°C

14,2°C

Holzbalkenköpfe

Innenhof-Gestaltung – Quartierskonzept

3,7°C

13,5°C

− Entwürfe für soziale und technische Funktionsgebäude

− Gemischte Wohnstruktur und Gemeinschaftssinn

mit Innendämmung

und Sockelheizung

− Ersatz für Balkone und private Freiflächen („Urban Gardening“)

8,1°C

24,9°C

3,7°C

13,6°C

Aussparungen

Hoffmann, Meier, Queck, Smettan (2013): Bauen im Bestand.

Studienarbeit. OTH Regensburg

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 52

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 53

46


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Energieversorgung im Ensemble

Entscheidungsdiagramm

Quelle: S. Schaubeck (OTH Regensburg)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 54

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Weitere regenerative Versorgungspotenziale

Variante A: Solarthermie- und Photovoltaik

§ Biogene Brennstoffe

− Pellets oder Holzhackschnitzel

− Holzabfälle aus Alt- und Schwachholz der regionalen Forstwirtschaft

• Problem: Lagerhaltung und Anlieferung

− Biogas (aus dem Gasnetz; sehr flexibel, keine Lagerhaltung, aber teuer)

§ Geothermie

− Geothermie-Atlas: Potenzial für Erdwärme-Kollektoren

(tief, > 400 m, oder oberflächennah) à Voralpenland

− Erd-Wärmepumpe / Grundwasser-WP / Erdwärme-Kollektoren (1,5 m)

§ Abwasser-Wärmegewinnung

− Kanalabwasser-Wärmetauscher oder kanalexterne Wärmetauscher

(Grauwasser) mit einer Wärmepumpe (1,2 kWh/m 3 Abwasser)

Birkenseer &Meyer (Studienarbeit)

OTH Regensburg 2013

Nutzbare Dachfläche mit 45° Neigung

§ Option 1: Warmwasser

(45 m 2 , 3400 Liter Speicher, Deckung 65%)

§ Option 2: Warmwasser / Heizwärme

(60 m 2 , 5400 Liter Speicher, Deckung 60% / 4%)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 56

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 57

47


2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

2. REGENSBURGER ENERGIEKONGRESS 24.-25.02.2015

Annuitätenvergleich der Varianten

Stromversorgung

Steigender Nutzenergieverbrauch à

§ Strompreisentwicklung mit Eigennutzung

− Kraft-Wärme-Kopplung:

Mehrwert für den Mieter

durch günstigen Strombezug

direkt vom Vermieter

(Genossenschaft)

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 58

“Nachhaltige Modernisierung historischer Wohnquartiere…” (Prof. Dr. Oliver Steffens) 59

48


Inhalt

Innovative KWK-Systeme als Beitrag einer

wirtschaftlichen Energieversorgung

Raphael Lechner

Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK

3. Aktuelle Forschungsthemen

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und

Pilotprojekten

Bedeutung der KWK für die Energiewende

Inhalt

• KWK ist eine Schlüsseltechnologie im Rahmen der Energiewende

• Gleichzeitige Steigerung der Energieeffizienz in der Strom- und

Wärmeversorgung

• Regelbar und planbar

• Vielfältig einsetzbar (zentral / dezentral, wärmegeführt / stromgeführt,

fossile / regenerative Brennstoffe,…)

• Noch erhebliches Entwicklungspotential vorhanden

• Weitere Effizienzsteigerung, v.a. durch Kombination verschiedener

Verfahren (z.B. Abgasnachverstromung)

• Neue Einsatzmöglichkeiten durch neue Verfahren (Mikroturbinen,

Brennstoffzellen, Stirling-Motoren,…)

• Bedarfsgerechte und flexible Stromerzeugung auf Verteilnetz-Ebene

(Regelenergie, Kapazitätsmarkt)

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK

3. Aktuelle Forschungsthemen

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und

Pilotprojekten

49


Partnernetzwerk

Handlungsfelder des Kompetenzzentrums KWK

Emissionen

• Emissionsanalyse

• Emissionsminderung

Energieeffizienz

• Motorische Optimierungen

• Abgasnachverstromung

• Optimierung Mikro-BHKW

Biogene Brennstoffe

• TCR-Verfahren (Fraunhofer

UMSICHT)

• Einsatz von Schwachgasen

• Heißluftturbinenprozess

• Biomasse-Stirling

KWK-Systemtechnik

• Speichertechnologien für Wärme

und Strom

• Bedarfsgerechte Einbindung von

KWK-Anlagen in

Energieversorgungsnetze

• Bereitstellung von Regel- und

Ausgleichenergie mit KWK-Anlagen

Innovative Verfahren der KWK

• Mikroexpansionsturbinen

• Brennstoffzellen-KWK

• Mikro-ORC-Prozesse (Uni Bayreuth)

Inhalt

Effizienzsteigerung durch Abgasnachverstromung

mit Turbogenerator

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK

3. Aktuelle Forschungsthemen

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und

Pilotprojekten

Steigerung elektr. Wirkungsgrad von 41 % auf 45 %

G

Verbrennungsmotor

Heizwärme

Ladeluft-

Kühler

2-stufig

Frischluft

Abgasturbine

Turbolader

Abgaswärmetauscher

Abgas

Kraftstoffzufuhr

Heizwärme

Turbogenerator

G

Hochfrequenzgenerator

Heizwärme

50


Turbogenerator am Versuch-Blockheizkraftwerk

Turbogenerator-Konzept – Elektrischer Wirkungsgrad

46

44

Elektr. Wirkungagrad brutto in %

42

40

38

36

34

32

20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 110%

Anlagenlast in % der Nennlast

Elektr. Wirkungsgrad Motor+Turbine

Elektr. Wirkungsgrad Motor

Neuentwicklung Abgasturbine

Neuentwicklung Abgasturbine

• Magnetisches Getriebe

• Neu entwickelte Turbine in Kooperation mit Fa. Deprag

• Förderung durch StMWI

51


Zündstrahltechnologie

Zündstrahl-Versuchs-Blockheizkraftwerk 240 kW el

• Gas-Luft-Gemisch wird durch eine geringe Menge Flüssigkraftstoff

kontrolliert gezündet

• Höheres Verdichtungsverhältnis als reiner Gasmotor à höherer

Wirkungsgrad

• Brennstoffflexibilität (Betrieb mit Gas oder Flüssigkraftstoff möglich)

Wirkungsgradvorteile Zündstrahl-Technologie

Flexibilisierung KWK – Regelenergie

Einhaltung der Frequenz

im dt. Stromnetz ist Aufgabe

der ÜBN:

Erzeugung

=

Verbrauch

Bei Abweichungen wird

Regelenergie genutzt

Bildquelle: SW München

52


Flexibilisierung KWK – Regelenergiebereitstellung

Flexibilisierung KWK – Elektrische Lasten

Bildquelle: Ohmex

Regelenergiebereitstellung – Wärmeabnahme

Inhalt

14.000

Leistung [kW th ]

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

1. Bedeutung der KWK für die Energiewende

2. Vorstellung des Kompetenzzentrums KWK

3. Aktuelle Forschungsthemen

4. Umsetzung der Forschungsergebnisse in die

Praxis im Rahmen von Demonstrations- und

Pilotprojekten

0

53


Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Hocheffiziente

Gasmotoren-BHKW im Klinikum Weiden“

Versuchsreihen im Klinikum Weiden

• Neueste Gasmotorentechnologie

mit el.

Wirkungsgrad > 42 %

• Erforschung und Erprobung

neuer Technologien in

Kooperation mit Fa. 2G

• Umsetzung stromorientierte

Betriebsstrategie in

Kooperation mit Stadtwerke

Weiden

• Förderung durch StMWi

Demonstrationsprojekt BHS Weiherhammer

Umsetzung der Turbogenerator-Technologie in die

betriebliche Praxis

• Historisch gewachsenes

Wärmenetz mit veralteter,

ineffizienter Anlagentechnik

• Konzeption eines neues

Wärmeversorgungsystems mit

BHKW und Spitzenlastkesseln

• Bau einer neuer Heizzentrale

• Erfolgreiche Umsetzung der

Abgasturbinentechnologie in die

betriebliche Praxis

Turbolader

Abgasturbine

54


Blick in die neue Heizzentrale

Kosten für die Wärmeversorgung vorher/nachher

Jahreskosten für die Wärmeversorgung

3 NT-Erdgaskessel mit

Zweistoffbrenner für

Biokraftstoffbetrieb

Heizkreisverteiler

700.000

600.000

500.000

Jahreskosten [Euro]

400.000

300.000

200.000

100.000

0

2002 2003 2004 2005 2009 2010

Jahreskosten Wärme tatsächlich Jahreskosten Wärme relativiert *

Primärenergiebilanz vorher/nachher

14.000

12.000

Primärenergiebilanz

2002-2005: Ausgangssituation vor Energiekonzept

2008: Neubau Heizzentrale

mit Biokraftstoff-Grundlast-BHKW + Erdgaskesseln

Aug/Sept 2008: Inbetriebnahme neue Heizzentrale

Weitere Infos / Kontakt

Prof. Markus Brautsch

Raphael Lechner

Tel.: +49 (0) 9621 482 3308 Tel.: +49 (0) 9621 482 3923

Fax: +49 (0) 9621 482 4308 Fax: +49 (0) 9621 482 4923

m.brautsch@oth-aw.de r.lechner@oth-aw.de

Primärenergieeinsatz [MWh/Jahr]

10.000

8.000

6.000

4.000

Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Kaiser-Wilhelm-Ring 23

92224 Amberg

kwk.oth-aw.de

2.000

0

2002 2003 2004 2005 2009 2010

Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden

Tel.: +49 (0) 9621 482 3921

www.ifeam.de

55


Centrum für

Energiespeicherung

gefördert durch das StMWi

Energieeffizienz in Gießereien

Analyse der Abwärmenutzung und KWK bei

der Fronberg Guss GmbH

25. Februar 2015

2. Regensburger Energiekongress

Fraunhofer UMSICHT

Fraunhofer UMSICHT

Daten und Fakten

Gesamtleitung: Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner

Leitung SuRo: Prof. Dr. Andreas Hornung

• Gründung 1990

• Gesamthaushalt 2012 35,2 Mio. €

• Mitarbeiter/innen*

• Spin-Offs 12

528 (308 Stammpersonal)

• Institutsteil

in Sulzbach-Rosenberg seit dem 1.7.2012

Standort Oberhausen

Standort Sulzbach-Rosenberg

Samir Binder, Martin Zimmermann, Paul Rundel

© Fronberg Guss GmbH

Fraunhofer UMSICHT

Folie 1

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 2

© Fraunhofer UMSICHT

* Stand 1.10.2013

Fraunhofer im Landkreis Amberg-Sulzbach

Unsere Leistungen

Gliederung

Energieeffizienz in Gießereien

Beratung &

Studien

Prototypen

… zum

Produkt

• Hintergrund

• Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH

• Abwärmenutzung der Induktionsschmelzöfen

Von der

Idee …

Entwicklung &

Engineering

Pilotbetrieb

… Verfahrensumsetzung

• Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung

• Fazit

Machbarkeit ● Wirtschaftlichkeit ● Ökologie ● Sicherheit ● rechtlicher/politischer Rahmen

Folie 3

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 4

© Fraunhofer UMSICHT

56


Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH

Fertigungsverfahren

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH

Energieverbrauchsanalyse

• Über 8.000 t Guss /a für Verbrennungsmotoren, Antriebstechnik,

Maschinenbau

‣ Energiefluss und Prozessschritte Sandgießen

Energiebedarf (2013)

• Strom: 14,2 GWh

• Erdgas: 3,8 GWh

• Diesel: 0,25 GWh

Spezifischer Energieverbrauch (2013)

• Strom: 1698 kWh/t

• Erdgas: 454 kWh/t

Diagramm: Fronberg Guss

Folie 9

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 10

© Fraunhofer UMSICHT

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH

Energieverbrauchsanalyse

Energiesystemanalyse Fronberg Guss GmbH

Energiebedarf Sommer und Winter

Strom 2013 Gas 2013

Gasverbraucher 21 %

1%

1%

4% 7%

13%

11%

63%

1% 20%

2%

2%

5%

5%

Stromverbraucher 78 %

65%

Pfannenwirtschaft

Glühofen (Erhitzung Gussteil - Schweißarbeiten)

Gasstation

Gastherme (Heizzwecke) Kernmacherei

Heizung Waschraum

Hallenheizungen

Heizung Kundenzentrum

E-Öfen

Werksbeleuchtung

Rump Strahlanlage

Rest

Kompressoren

E-Öfen Kühlanlage

Absaugung Putzerei

Folie 11

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 12

© Fraunhofer UMSICHT

58


Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung

Kosten und Erlöse

Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung

Wirtschaftlichkeitsbewertung

Kosten

Vergütungen

• Verbrauchsgebunden Zuschlag nach

• Investition

• Betriebsgebunden

KWKG

Energiesteuererstattung

Einspeisevergütung

≤50 kWel ≤250 kWel

5,41 ct/kWhel 4 ct/kWhel

0,55 ct/kWhBS (Erdgas)

0,5-1,5 ct/kWhel

Variante 1

Variante 2

4.600 h

82 kWth

50 kWel

5.050 h

68 kWth

Jahr

30 kWel

Variante 3

3.900 h

102 kWth

65 kWel

ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen

Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de

Folie 22

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 23

© Fraunhofer UMSICHT

Fazit

FRAUNHOFER UMSICHT

• Langfristig positive wirtschaftliche Auswirkung

Energieeffizienzsteigerung

• Politische Lage zu EEG-Umlagen unsicher (Grenzfall)

• Erhebliche Erdgaseinsparung durch Nutzung von Abwärme-Restpotential

‣ Mögliche Erweiterung der Restpotentialnutzung durch Umrüstung

Hallenheizung; Anschluss weiterer Gaskessel

• Wärmegeführter BHKW Einsatz nicht vorteilhaft

‣ Hohes Einsparpotential an elektrischer Energie bei stromgeführtem

BHKW-Betrieb (Voraussetzung: ausreichend hohe Wärmesenke)

Energieeffizienz in Gießereien

Kontakt

Samir Binder

09661-908 410

samir.binder@umsicht.fraunhofer.de

Fraunhofer UMSICHT

Institutsteil Sulzbach-Rosenberg

An der Maxhütte 1

92237 Sulzbach-Rosenberg

Folie 24

© Fraunhofer UMSICHT

Folie 25

© Fraunhofer UMSICHT

61


8. Quellen

1. BAFA; Merkblatt für Unternehmen des produzierenden Gewerbes;

www.bafa.de

2. Professor Peter von Böckh, Wärmeübertragung; 2. Auflage 2006

3. Taschenbuch für Heizung + Klimatechnik 09/10 (Recknagel)

4. ONI-Wärmetrafo GmbH/ Fronberg Guss GmbH

5. Professor Dr. Biffar (Hochschule Kempten); Betriebliche

Energieversorgung (Vorlesung)

6. ASUE; BHKW-Grundlagen 2010; asue.de/bhkw-grundlagen

7. Sokratherm GmbH; Förderung von BHKW-Anlagen; www.sokratherm.de

Folie 26

© Fraunhofer UMSICHT

62


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Energieeffizienz und NAPE –

im Bund und in Bayern

Dr. Rupert Pritzl

Energiepolitische Grundsatzfragen, Energieeffizienz,

Energieeinsparung und energetische Gebäudemodernisierung

„2. Regensburger Energiekongress

Fokus: Energieeffizienz“

Regensburg, 25. Februar 2015

1. Wo stehen wir im Februar 2015?

• Ausbaustand der Erneuerbaren Energien, Ausstieg

aus Kernenergie

• Entkoppelung Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch,

große Fortschritte bei Energieeffizienz

• CO 2 -Emissionen in D nehmen zu

• Anteil Deutschlands an weltweiten CO 2 -Emissionen

bei 0,8% (2012)

• Klimaschutzziele 20:20:20

• „Einspar-Lücke“ beim Energieverbrauch von mind.

1.440 PJ PEV für 2020-Effizienzziel -> NAPE

2

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

2. Was wollen wir? – Koalitionsvertrag:

grundlegende Ziele

• Bekenntnis zur Energiewende und Umbau des

Energiesystems

• Energiekonzept Bund 2010 und Bayern 2011

• Zieldreieck: Klima- und Umweltverträglichkeit,

Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit

• Ausbaukorridor für EE-Anteil an der Stromversorgung:

40 - 45 % in 2025, 55 - 60 % in 2035, 80 - 95 % in

2050

• Verringerung PEV: -20% bis 2020 und -50% bis 2050

• Zieltrias der EU bis 2030: CO 2 -Minderung 40%, 27%

EE-Ausbau und Energieeffizienz 27%

(Erhöhungsoption).

3

3. Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

• Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz im Jahr 2014

erarbeitet und am 3.12.2014 beschlossen

• Sofortmaßnahmen und weiterführende Arbeitsprozesse

(Energieeffizienzstrategie Gebäude)

• Prognostizierte Einsparung insges.: 390-460 PJ PEV

• Umsetzung „anspruchsvoller“ Effizienzmaßnahmen

fördern

• Sachgerechte Umsetzung der EU-Effizienz-RL

• Steuerliche Förderung der energetischen

Gebäudemodernisierung, Teil der „ganzheitlichen

Gebäudestrategie“ von BM Gabriel (40 PJ)

• Schwerpunkt auf fundierte und unabhängige

Energieberatung (4 PJ)

4

63


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

• Initiative Energieeffizienznetzwerke: Vereinbarung

mit 18 Verbänden und Organisationen, flächendeckende

Einführung von 500 EE-Netzwerke bis

2020 (74,5 PJ)

• Dynamische und anspruchsvolle Standards für

energierelevante Produkte i.R.d. Öko-Design-RL (Top-

Runner-Prinzip) (85 PJ)

• Aussagekräftige Gestaltung der Energiekennzeichnung

(z.B. Haushaltsgeräte)

• Wärmemarkt: Klimaneutraler Gebäudebestand bis

2050 (E-Effizienz und EE-Einsatz)

• Weiterentwicklung EEWärmeG und Überlegungen

einheitliches Energieeffizienzgesetz (mit EnEV)

5

6

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Energiekonzept 2010: ambi4onierte Ziele 2020 -­‐ 2050

Klimaschutz

(1990)

Senkung der

Treibhausgasemissionen

in %

Stand 2013

-23.8%

(geschätzt)

2020 2025 2030 2035 2040 2050

-40

-55

-70

-80 bis -95

Ø Bundeskabine= am 3. Dezember 2014:

u Na4onaler Ak4onsplan Energieeffizienz (NAPE)

u Ak4onsprogramm Klimaschutz

u Fortschri=sbericht zur Energiewende

Erneuerbare

Energien

Energie-

Effizienz

(2008)

Anteil am

Stromverbrauch

Anteil am

Endenergieverbrauch

Senkung Primärenergieverbrauch

Energieproduktivität

25.4%

12.4%

(2012)

-3,3 %

+1.1% p.a.

35 40 bis 45

18

-20

50 55 bis 60 65

45

30

+2.1% p.a.

80

60

-50

7

8

64


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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Sofortmaßnahmen - Gebäude/Wärme

Ø Qualitätssicherung und Optimierung/Weiterentwicklung der

bestehenden Energieberatung

Ø Verstärkung des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms um 200

Mio. €/a

Ø Steuerliche Förderung 2015 – 2019, Volumen 1 Mrd. €/a,

Gespräche Bundesregierung mit Ländern

Ø Energieberatung / Energieberatung für Kommunen

Ø Heizungscheck: Effizienzlabel f. Heizungsaltanlagen

Sofortmaßnahmen - Energiesparen als Rendite- und

Geschäftsmodell

u Ausschreibungsmodell (Pilotphase 2015-2018, ab 2018: 150

Mio. € Förderung)

u Ausfallbürgschaft bei Contracting-Projekten und Ausbau

Beratung

u Weiterentwicklung der KfW – Effizienzprogramme

u Verstärkte Förderung Abwärmenutzung

u Pilotprogramm Einsparzähler

9

1 0

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Sofortmaßnahmen - Eigenverantwortlichkeit für

Energieeffizienz

u Initiative Energieeffizienznetzwerke (Ziel: rd. 500 neue

Netzwerke bis 2020, 18 Verbände beteiligt)

u Top-Runner-Initiative, auch zur Unterstützung und

Weiterentwicklung EU-Label / Ökodesign-Richtlinie

u Ausbau Beratungs- und Informationsangebote für Gewerbe

(z.B. Mittelstandsinitiative, Effizienzmanager und Kampagnen)

u Auditpflicht für Nicht-KMU (Umsetzung Art. 8 EED)

u Neue Förder- und Beratungsprogramme:

Abwasserbehandlung, Landwirtschaft und Gartenbau

Weiterführende Arbeitsprozesse

u Beratung & Information (Überprüfung bestehender Angebote,

Qualitätssicherung) gemeinsam mit „Plattform Gebäude“

u Verbesserung der Rahmenbedingungen für EDL (z.B.

Überprüfung Rechtsrahmen Contracting, Mietrecht,

Energieeinsparrecht, indiv. Sanierungsfahrpläne)

u Prüfung innovativer Finanzierungsinstrumente (z.B.

Effizienzanleihe, Fondsmodelle)

u Entwicklung von Kennzahlen, Standards und Benchmarks

(gewerblicher Bereich & Haushalte)

u begleitet von vier Arbeitsgruppen der Plattform Energieeffizienz

ab Jahr 2015

1 1

1 2

65


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

4. Was machen wir? – Bayern setzt eigene Akzente

• Bayerischer Energiedialog von StM‘in Aigner

• AG 1: umfangreicher Katalog mit Maßnahmen für

Energieeffizienz und –einsparung, Bereiche: Strom und

Wärme, für alle Sektoren

• Ziel: Stromverbrauch bis 2023 konstant halten!

• Umsetzung des vom Energiedialog empfohlenen Maßnahmenpakets

(rd. 140 Vorschläge) auf allen Verbrauchsebenen

• v.a. Verbesserung energiespezifischer Infos, Erhöhung der

Energietransparenz, objekt- und adressatenspezifische

Gestaltung der Beratungsleistungen

• (bayerische Initiative) Steuerliche Förderung der

energetischen Gebäudemodernisierung wichtiges Ziel ->

Bund-Länder-Gespräche

• Initiative „10.000-Häuser-Programm“: Selbstversorgungsgrad

erhöhen und intelligente Verknüpfung von Wärme

und Strom, Systemdienlichkeit verbessern

• Neues Förderprogramm der LfA „Energiekredit Gebäude“

für Modernisierung der Gebäudesubstanz für Unternehme

• Bessere Informationen für Einsparen von Wärme, Strom

und Kraftstoffen bei Bürgern, Unternehmen und

Kommunen und Fortführung des Energiedialogs

13

14

Kampagne Energieeffizienz

• Publikationen

– Broschüre: Energiesparlampe und LED

– Beleuchtungskärtchen

– Faltblätter

– Broschüre: Bauen und Sanieren für die

Zukunft

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Kampagne Energieeffizienz

– Immerwährender Kalender

„Energiejahr“

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

1 5

1 6

66


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Vervielfältigung der Ausstellung „Energiewende“ für die Regierungen, BN und LBV

– Adventskalender

– Grundschulkalender

1 7

1 8

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

– Kinderbuch in der Reihe

„Was ist Was – Wissensschatz“ des

Tessloff-Verlages (alter 7+)

(Druck November 2014)

Energieeffizienz in Industrie

und Gewerbe

u Motivationsbroschüre:

Energiemanagement

1 9

1 4

© LfU / Ökoenergie-Institut 2 0 Bayern / 22.10.2014

67


Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe

u Abwärmeinformationsbörse im Energie-Atlas Bayern

http://www.energieatlas.bayern.de/thema_abwaerme/

abwaermeinformationsboerse.html

Vielen Dank für

Ihre Aufmerksamkeit und

Ihre Energie!

Dr. Rupert Pritzl

Bayerisches Wirtschaftsministerium

Tel.: 089/ 2162-2255

Rupert.Pritzl@stmwi.bayern.de

2 1

22

68


Building@Controls GmbH

Luftbild Liegenschaft

Präsentation

am 25.2.15

Google-earth Foto von Fa. Fischer!

Vorstellung Auto Fischer,

Pilsach

Quelle: www.bayernviewer.de

Building@Controls GmbH

Building@Controls GmbH

Historie

• Verkaufs- und Werkstattgebäude mit einer

zentralen Ölheizung

• Nach und nach wurde der Standort mit

weiteren Gebäude und damit

Wärmeverbrauchern für eine

zukunftorientierte Entwicklung bestückt

BHKW

Gaskessel

Solaranlage

Ölkessel

4

69


Building@Controls GmbH

Einstellung des Eigentümers

Building@Controls GmbH

1. Schritt

• Er wollte sich unabhängig machen von

– externer Versorgung

– Preisschwankungen

• Nebeneffekte:

– Fixkosten besser im Griff

– eigene Gewinn-Margen optimieren

– Grundstock für weiteres Wachstum!

• BHKW:

– Erzeugung des eigenen Strombedarfs

– „Abfall“ Wärme nutzen zur Beheizung der

Liegenschaft und

– Nutzung für den Bedarf bei Prozessen mit

Wärmenutzung

– Ergebnis: Wertschöpfung im Haus wird

generiert!

Building@Controls GmbH

Betrieb in der Folge

Building@Controls GmbH

2. Schritt

• Es steht in manchen Zeiten zunächst

ausreichend Wärmeenergie zur Verfügung!

• Durch weiteres und strukturiertes Wachstum

wächst die Wärmeabnahme!

• Es kommt der Punkt:

Wärmeenergie reicht nicht mehr!

Es muss der Einsatz kontrolliert werden!

• Weiterer Ausbau muss überlegt und

geplant verfolgt werden:

– ermitteln, wo ist wann welcher thermischer

Bedarf

– ermitteln, wo stehen Abwärmen zur

Verfügung, die genutzt werden können

– konsequente Realisierung!

=> Realisierung der Energie-Ader!

70


Building@Controls GmbH

Entwicklung im Gelände

Werkstatt

Gasheizung

Lackiererei

nur Wärmeverbraucher

Building@Controls GmbH

Aktueller Aufbau

Werkstatt

nur Wärmeverbraucher

(Einspeisung

Kompressor-Abwärme)

Werkstatt

BHKW

Verwaltungsgebäude

(inkl. ehem. Werkstatt)

Ölheizung

Spätestens bei der Realisierung der

Energieader ist eine übergeordnete

Regeleinrichtung notwendig, so dass die

unterschiedlichen Situation verwaltet

werden können!

Building@Controls GmbH

Grafische Bedienung

Building@Controls GmbH

Grafische Bedienung

• „Einfache“ Art der Web-Visualisierung

ausgewählt!

• Kunde kann mit Arbeitsplatz-PC oder Smart-

Phones ohne weitere Software auf die Grafiken

zugreigen!

• Keine zusätzliche Hardware

(PC oder Server) notwendig!

• Kein Problem mit Virenschutz usw.

• Kein Problem mit Datensicherung!!!

Anzeige des

Energiestroms!

Einfache Übersicht:

- Energieströme

- Vorlauf-

Temperaturen

71


Building@Controls GmbH

Building@Controls GmbH

Einbindung Abwärme

Kompressoren!

ISP1-BHKW

ISP2-Werkstatt Verteilung

Building@Controls GmbH

Building@Controls GmbH

Anzeige:

Soll-Wert

Ist-Wert

Anzeige

Betriebszustand

Einbindung

Therm. Solaranlage!

ISP3-Verwaltung (Ölkessel)

ISP4-Werkstatt (Gaskessel)

72


Building@Controls GmbH

Ende!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Puffer um zeitliche

Spitzenentnahme vom Netz

zu entkoppeln!

ISP4-Lackierei

73


Vorstellung Gammel Engineering

Energiekosten reduzieren!

Einsparpoten2ale nutzen!

Abwärmenutzung in Kombina9on

mit Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung

am Beispiel einer Gießerei

Gammel Engineering GmbH

25.02.2015

Dipl.-­‐Physiker Dieter Lichtenberger

WWW.GAMMEL.DE

Geschä:sleitung Gammel Engineering GmbH

Team Gammel Engineering GmbH

1 Dr. Ingenieur

22 Ingenieure

6 Techniker

4 Meister

22 AssistentInnen

Thomas Winkler, Klaus Röhrmoser, Gudrun Gammel,

Michael Gammel, Dieter Lichtenberger, Max Oblinger

55 Mitarbeiter/-­‐Innen

74


Unsere Dienstleistung

DienstleistungsporNolio Gammel Engineering GmbH

Wir sind Spezialisten in der Projektentwicklung und Planung von Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐

Kopplungssystemen und Abwärme-­‐Rückgewinnungsanlagen:

Technische Gebäudeausrüstung

Heizkra:werke

l Konzep9on, Basic Engineering

l Planung, Detail Engineering

l Baubegleitung

l Op9mierung und Betriebsunterstützung

Planung von Wärmeverbundsystemen, Fernwärmenetzen und Rohrleitungsbau:

l Berechnung der Rohrsta9k

l Planung und Baubegleitung

Effizienz / Abwärme / Verbund-­‐systeme

Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung

Painten Mikrogasturbinen Kalkwerk Rygol

Burghausen Wacker Chemie Abwärmenutzungskonzept

DAS OBJEKT

Am Standort der Kalkwerk Rygol GmbH & Co. KG in Painten wurden zur

energieeffizienten Betriebsweise des Trommeltrockners zwei Mikro-­‐Gasturbinen

mit einer Gesamtleistung von 265 kW el errichtet. Das Heißgas aus den Gasturbinen

wird direkt im Trocknungsprozess genutzt. Um die Trocknungsgase dem Prozess

zuführen zu können, hat unser Team den Heißgaserzeuger neu designt, konstruiert

und zur Fer9gung in Au:rag gegeben.

Zudem wurde die Gasanbindung des Werks erneuert und dem erforderlichen

Druck der Gasturbinen angepasst, um auf den Gasverdichter für die Gasturbinen

verzichten zu können.

DAS OBJEKT

Aus dem Silizium-­‐Ziehprozess werden Abwärmen frei. Diese Abwärmen werden

durch Umbau des Heißwasserkreises auf ein Temperaturniveau von 120°C gebracht.

Zusammengefasst aus allen Reaktoren und Anlagen wird Heißwasser über

Rohbündelwärmetauscher in ein Fernwärmesystem übergeben. Über Rohrbrücken,

Rohrsleeper (bei oberirdischer Verlegung) und Verlegung im Erdreich wird über eine

ca. 3000m lange, am Werksgelände verlaufende Leitung, die Wärmeenergie an

Trockneranlagen eingespeist.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung

ı Konstruk9on Heißgaserzeuger

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

ı Inbetriebnahmeunterstützung

ı Abnahme und Rechnungsprüfung

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Erstellung der Machbarkeitsstudie

ı Anlagenplanung (Rohrbau und Apparatebau, MSR-­‐Technik)

ı Fer9gungszeichnungen (Isometrien, Stücklisten, etc.)

ı Montageüberwachung

DIE DATEN

Bauherr:

Ansprechpartner:

Anlagentechnik:

Leistung elektrisch:

Inves99on Technik:

Planung / Ausführung::

Kalkwerk RYGOL GmbH & Co. KG

Friedrich Schardt, Tel. 09499/9418-­‐13

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

265 kW el

ca. 800.000,-­‐ €

Mai 2012 – September 2013

DIE DATEN

Bauherr:

Wacker Chemie Burghausen

Ansprechpartner: Herr Fadanelli, Siltronic, Tel.: 08677/83-­‐3850

Herr Strobl, Werksunterhalt, Tel.: 08677/83-­‐3741

Gesamtplanung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Abwärmenutzung: max. 9.000 kW

Einsparung: ca. 4 Mio. Liter Heizöl/a

75


Haar Kra:-­‐Wärme-­‐Kopplung Isar-­‐Amper-­‐Klinikum

Schwabmünchen Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung Osram

DAS OBJEKT

Auf Grund grundlegender Umstrukturierungsmaßnahmen im Isar-­‐Amper Klinikum

München-­‐Haar wurde vom Bezirk Oberbayern eine Projektstudie an Gammel

Engineering in Au:rag gegeben, in der die Möglichkeit der weitgehenden

Eigenstromversorgung geprü: wurde.

Nach Feststellung der posi9ven Wirtscha:lichkeit wurde entschieden, eine

Kra:-­‐Wärme-­‐Kopplungsanlage in dem denkmalgeschützten Kesselhaus des

Klinikums aufzubauen.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5, 8

ı Alle Leistungsphasen der HOAI

DAS OBJEKT

Die Entscheidung für die neue Energiezentrale mit Kra:-­‐Wärme-­‐Kälte-­‐Kopplung

wurde unter betriebswirtscha:lichen Gesichtspunkten getroffen: Die von der

Industrie geforderte kurze Kapitalrückflusszeit konnte in der Projektentwicklung

auch für den Standort der Osram AG in Schwabmünchen nachgewiesen werden.

Herzstück der Anlage ist ein Gas-­‐BHKW mit ca. 2 MW elektrischer und 2 MW

thermischer Leistung. Die KWK-­‐Wärme wird zur Deckung des Heizwärmebedarfs

genutzt. Außerhalb der Heizsaison unterstützt der neue Kälteabsorber mit einer

Leistung von ca. 1,6 MW die Prozesskühlung über das Werks-­‐Kältenetz.

Der in den BHKW-­‐Modulen erzeugte Strom wird überwiegend am Standort

genutzt, überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz nach dem KWK-­‐Gesetz

eingespeist.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplans

ı Qualitätssicherung in der Bauphase

ı Abnahmen und Dokumenta9on

ı Rechnungsprüfung

DIE DATEN

Bauherr:

Isar-­‐Amper-­‐Klinikum gemeinnützige GmbH

Ansprechpartner: Herr Andreas Walter, Tel. 089/4562-­‐2555

Planung TGA: Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Leistung BHKW 2 x 430 kW th / 2 x 400 kW el

Inves99on TGA: 2,1 Mio. EUR

Ausführungszeitraum: März 2013 bis Dezember 2014

DIE DATEN

Bauherr:

Ansprechpartner:

Anlagentechnik:

Leistung BHKW:

Leistung Absorber:

Inves99on Technik:

Ausführungszeitraum:

Siemens AG

Gerhard Wegmann, Tel.: 08232/182-­‐373

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

1.999 kWel , 2.213 kWth

ca. 1.600 kWth

ca. 2 Mio. € neso

August – Dezember 2011

Eichstä[ OSRAM BHKW

Cham Biomasse-­‐Heizkra:werk Naturenergie

DAS OBJEKT

Für den Standort Osram in Eichstäs wurde ein KWKK-­‐Konzept entwickelt und

umgesetzt. In der neuen Energiezentrale in Mise des Industriebetriebes ist ein

Erdgas-­‐BHKW mit 2 MWel und 2 MW Abwärme sowie eine Absorp9ons-­kältemaschine

(AKM) mit 750 kW Kälteleistung installiert. Das BHKW deckt die

elektrische Grundlast (ca. 50 %) ab. Am Standort werden in 3-­‐Schicht ganzjährig

380 Mio. Leuchtmisel produziert.

Die Abwärme wird ins bestehende Wärmenetz eingespeist und deckt ca. 90 % des

Heizwärmebedarfes ab.

Ein neues Kältenetz 13/19 °C wird im gesamten Betrieb aufgebaut. Mit der zentral

erzeugten Kälte wird die Grundlast der 32 im Werk verteilten Kompressions-­kältemaschinen

abgedeckt werden.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

ı Umfassende Inbetriebnahmebegleitung

ı Entwicklung und Fortschreibung des Geschä:smodells

DIE DATEN

Bauherr:

Osram GmbH

Ansprechpartner:

Herr Andreas Böhm, Tel.: 08421/609-­‐4357

Gesamtplanung:

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Leistung BHKW:

2.000 kWel , 2.000 kWth

Leistung Absorber:

750 kWth

Gesam9nves99on:

ca. 3,5 Mio. €

Konzept + Genehmigungsplanung: Oktober 2013 bis Januar 2014

Umsetzung: Juli 2014 bis April 2015

DAS OBJEKT

Die Naturenergie Cham GmbH erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen Prozess-­dampf

für die benachbarte Käserei Goldsteig sowie Niedertemperatur-­‐wärme für

das Fernwärmenetz der Stadtwerke Cham. Der im Heizkra:werk produzierte

Strom wird nach dem EEG ins öffentliche Netz eingespeist.

Über den mit naturbelassenem Waldholz und Landscha:spflegeholz aus der Re-­gion

befeuerten Dampwessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 16 MW wird

die Entnahme-­‐Gegendruck-­‐Damp:urbine betrieben. Die Naturenergie Cham belie-­fert

die Käserei direkt mit Prozessdampf und Heizwärme und speist Wärme in das

Netz der Stadtwerke ein. Die Projektentwicklung für das Geschä:sfeld Wärmever-­sorgung

der Stadtwerke Cham und die Planung des Fernwärmenetzes hat ebenfalls

das Team Gammel Engineering übernommen. Auch die Integra9on der Wärme in

die Heizsysteme der größeren Abnehmer war Planungsumfang. Als Ausfallreserve

sowie zur Abdeckung der Spitzenlast sind zwei ölbefeuerte Dampwessel mit

jeweils 10 Tonnen pro Stunde installiert.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Entwicklung des Geschä:smodells (Businessplan – Basis für Wirtscha:sprüfer)

ı Systemplanung Heizkra:werk und Wärmenetz

ı Genehmigungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren Heizkra:werk und Wärmenetz

ı Ausführungsplanung Heizkra:werk und Wärmenetz

ı Projektleitung / Bauleitung

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen

ı Betriebsbetreuung

DIE DATEN

Ansprechpartner:

Gesamtplanung:

Biomasseleistung:

Spitzenlast:

Fernwärme:

Gesam9nves99on:

Ausführungszeitraum:

Josef Windmaißer, Tel. 09971/8507-­‐14

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Max. 2.800 kWel, 17 t Dampf bei 65 bar

2 x 6,8 MWth

Ca. 5 km

20 Mio. € (HKW) + 4,5 Mio. € (FW)

November 2010 – Mai 2012

76


Sengenthal Heizkra:werk Max Bögl

Girvan (GB) Biomasse-­‐Heizkra:werk & Pelletproduk2on

DAS OBJEKT

Zur Versorgung des Industriestandorts der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal

errichtet die Max Bögl Bioenergie GmbH ein neuar9ges KOMBI POWER SYSTEM®

Heizkra:werk. Zwei Holzvergaser (je 4,1 MW FWL) liefern das Brenngas für die

externe Beheizung einer für unser Haus modifizierten Gasturbine. Die heiße Ablu:

erzeugt Hochdruckdampf oder wird direkt für Trocknungszwecke genutzt. Der

Dampf entspannt in einem 2-­‐stufigen Dampfmotor und erzeugt zusätzlich Strom. Der

Abdampf versorgt das eigene Werksnetz und damit die Produk9on. Die restliche

Abwärme wird im Fernwärmenetz zur Beheizung der Bürogebäude sowie der

Werkstäsen genutzt.

Eine konven9onelle Roszeuerung (8MW FWL) mit Dampwessel sichert die

Versorgung bei Reserve-­‐ und Spitzenlast.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes

ı Unterstützung bei der Fördermiselbeschaffung

ı System-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

DIE DATEN

Bauherr:

Ansprechpartner:

Anlagentechnik:

Leistung Dampf:

Leistung Heizwasser:

Leistung elektrisch:

Inves99on Technik:

Ausführungszeitraum:

Max Bögl Bioenergie GmbH

Maximilian Schmidt, Tel. 09181-­‐90911143

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

6,0 t/h bzw. 10,5 t/h Sasdampf (25 bar)

Bis zu 8 MW Heizwasser

Gasturbine 2.000 kWel

Dampfmotor 312 kWel

13 Mio. €

Oktober 2011 – Juli 2013

DAS OBJEKT

LandEnergy Girvan Ltd. hat in Girvan, Schosland, eine Holzpelletproduk9on

errichtet. Die Wärmeversorgung der integrierten Holztrocknungsanlage erfolgt durch

ein ORC-­‐Biomasseheizkra:werk.

Angeliefertes Rundholz wird entrindet und Mechanisch zerkleinert und versorgt so

die Pelletproduk9on mit der erforderlichen Stammholzqualität. Die Rinde wird im

Biomassekessel verbrannt. Restholz fällt nicht an.

Die entstehende Wärme erzeugt zunächst elektrischen Strom in einer ORC-­‐Anlage.

Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Restwärme wird in einem

Bandtrockner zur Trocknung der Späne genutzt. Die zerkleinerten, getrockneten

Holzspäne werden durch zwei Pressen zu Holzpellets geformt. Diese

werden nach Kundenwunsch verpackt.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes

ı System-­‐ und Ausführungsplanung

ı Beratung bei der interna9onalen Bieterauswahl

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

ı Abnahmen und Rechnungsprüfungen

ı Betriebsbetreuung

DIE DATEN

Bauherr:

LandEnergy Girvan Ltd.

Ansprechpartner: Bill Palmer, Tel. (0044) 1465/ 715-­‐754

Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Pelletproduk9on: 8,2 t/h

Leistung: 12,5 MWth / 2.322 kWel

Gesam9nves99on: ca. 21 Mio. €

Ausführungszeitraum: Mai 2011 – Oktober 2012

Regensburg Neubau Druckzentrum

Neuburg AUDI AG Fahr-­‐ und Erlebniszentrum

DAS OBJEKT

Im Rahmen einer vorbereiteten Konzeptstudie zeigte Gammel Engineering die

Möglichkeiten der energe9schen Op9mierung, CO2-­‐Minderung und Schonung von

Ressourcen für den Neubau des Druckzentrums auf. Der erfolgreiche Vorschlag

wurde in nur 5 Monaten zur Systemplanung weiterentwickelt, ausgeschrieben und

vergeben.

Die Anlagenkonzep9on beinhaltet Raumlu:technik, Lu:befeuchtung,

Gaslöschanlagen, Gebäudeleisechnik und die prozesstechnischen Anforderungen

der Wasser-­‐au|ereitung, Drucklu:versorgung. Darüber hinaus wurden innova9ve

Maßnahmen zur Abwärmenutzung über Betonkernak9vierung und Wärmepumpe,

Senkung des Energieverbrauches durch Nutzung der Prozesswärme, Freie Kühlung

und Adiabate Kühlung zur Minimierung Betriebslaufzeiten der Kältemaschinen,

Einsatz von modernster innova9ver Kältemaschinentechnik und Unterschreitung

der EnEV-­‐Anforderungen um 30% realisiert.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Wasser-­‐ /Abwassertechnik

ı Technische Gase

ı Heizungstechnik

ı Raumlu:technik

ı Kältetechnik

ı Elektrotechnik

ı MSR-­‐Technik

DAS OBJEKT

Die AUDI AG errichtet auf einem Gesamtgelände von 47 ha ein Fahr-­‐ und

Testzentrum für AUDI Sport. Insgesamt beträgt das Inves99onsvolumen über

100 Mio. EUR.

Mit der Zielsetzung einen CO2-­‐neutralen Standort zu entwickeln wurde zusammen

mit der Werksstrukturplanung der AUDI AG und den Architekten ein Versorgungs-­system

geplant und gebaut, das diese hohe Anforderung erfüllt.

Hierfür wurde die TGA für das sehr repräsenta9ve Entree-­‐Gebäude sowie die

komplesen Funk9onsbereiche für AUDI Sport, von der Betankung bis zu den Werk-­stäsen

und Prü|ereiche, geplant.

Au:ragsumfang der Gammel Engineering war die Planung der komplesen

Versorgungstechnik:

Prozesswärme und -­‐kälte auf unterschiedlichen Temperaturniveau, Feuerlösch-­technik,

Drucklu:, technische Gase und Elektrotechnik (Miselspannung und

Niederspannung).

Die Energiezentrale mit 2,7 MW Wärmeleistung, 5,4 MW Kälteleistung und 5 MW

Elektroenergie (20 kV) lag ebenfalls in der Planungsverantwortung der Gammel

Engineering GmbH.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Projektentwicklung des Versorgungskonzeptes

ı Entwurf-­‐, Genehmigungs-­‐ und Ausführungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Objektüberwachung bis zur Übergabe

DIE DATEN

Bauherr:

Miselbayerische Verwaltungs-­‐GmbH

Ansprechpartner: Herr Ludwig Grüneisl, Tel.: 0941/207-­‐455

Generalübernehmer: IE Group Graphic Engineering München

Technische Ausrüstung: Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Elektrotechnik: Varoplan GmbH, Abensberg als Subplaner

Inves99on Technik: 9 Mio. €

Ausführungszeitraum: Juli 2009 bis Dezember 2009

DIE DATEN

Bauherr:

Ansprechpartner:

Anlagentechnik:

Inves99on Technik:

Planung / Ausführung:

AUDI AG

Klaus Bumba, Tel. 0841/89-­‐54127

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

ca. 25 Mio. €

Januar 2013 – Oktober 2014

77


BMW Group Lageplan Gießerei Landshut

Ausgangssitua2on

Bestehender Schmelzofen

Daten Schmelzofen

Brennerleistung IST: 3,2 MW

(Normiert)

(Betrieb)

(Betrieb)

78


Messaueau am Ofen S2

Qualita2ve Volumenstrommessung

der Zulu: durch den Ringspalt

Abgasstutzen des gasbefeuerten

Aluminium Schmelzofen

Durchgeführte Abgasmessung

Aufzeichnung der Temperatur des

reinen Rauchgases am Stutzen

Abgasführung Ofen S2

Volumenstrom bei Brennerleistung 3MW

Öfen werden mit Brennerleistung von 3MW betrieben

Abgasführung mit

Frischlu:beimischung

Messstelle für

Volumenstrom-­‐ und

Temperaturmessung

Gasverbrauch

mittlerer Volumenstrom Mischgas

mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas

mittlere Temperatur Mischgas

4.680 Nm 3 /h

Ringspalt

Zum Kamin

3.015 Nm 3 /h

3.780 Nm 3 /h

2.700 Nm 3 2.970 Nm 3 /h

/h 3.825 Nm 3 /h

400 °C

310 °C

180 °C

260 °C

175 °C

260 °C

Frischlu:beimischung

Warmhaltebetrieb

Schmelzbetrieb

79


Regelung zur Anhebung der Abgastemperatur

Op2mierung Warmhaltebetrieb

Temperatur geregelte

Mischerklappe

Hallenzuluft

p

T

Mischgas

reduzierte Zuluft am

Ringspalt durch Reduktion

am Querschnitt

Abluft

Vom Schmelzofen

Produktionshalle

Untergeschoss

Volumenstrom Nm 3 /h

8000

7500

7000

6500

6000

5500

5000

4500

4000

3500

3000

2500

2000

mittlerer 10% reduzierter Volumenstrom Mischgas

mittlerer Volumenstrom Mischgas mit Regelung

mittlere Temperatur Mischgas

Neue gemittelte Temperatur

Reduzierung des Volumenstroms

Anheben der Temperatur

während Brennerstillstand im

Warmhaltebetrieb durch Reduzierung

der Ringspaltzuluftmenge

Schmelzbetrieb:

Temperatur: 400 °C

Volumenstrom: 4.680 Nm 3 /h

800

700

600

500

400

300

200

Temperatur °C

Mischgas

Druckregelung im

Abgasstutzen mit zweiter

Klappe um Unterdruck im

Ofen zu vermeiden

1500 Warmhaltebetrieb:

1000

Temperatur: 287 °C

100

Volumenstrom: 2.487 Nm 3 /h

500

0

Warmhaltebetrieb

Schmelzbetrieb

0

15:40 15:50 16:00 16:10 16:20 16:30 16:40 16:50 17:00 17:10 17:20

Kaskadierung der Schmelzöfen

Mögliche Kaskadierung der neuen Schmelzöfen

(Folgebetrieb; Betrachtung eines Durchschnitttages 2013)

00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00

6

Legierung A

Ermi[lung der

nutzbaren Wärmemengen

5

4

3

Legierung B

2

1

00:00 02:00 04:00 06:00 08:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 20:00 22:00 00:00

0

3 Öfen im

2 Öfen im

1 Ofen im

2 bzw.3 Öfen im

Schmelzbetrieb

Schmelzbetrieb

Schmelzbetrieb

Schmelzbetrieb

80


Nutzbare Abwärmemenge, Laststufen

Nutzbare Abgasmenge mit Regelung Pro Ofen Pro Ofen

der Zuluft bei reduzierter Ringspalt Zuluft im Schmelzbetrieb im Warmhaltebetrieb

Temperatur Mischgas 650 °C 650 °C

Massenstrom Mischgas 6.049 kg/h 3.214 kg/h

cp bei T 1,180 kJ/(kg*K) 1,180 kJ/(kg*K)

Enthalpie 767 kJ/kg 767 kJ/kg

Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 4.680 Nm³/h 2.487 Nm³/h

Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 15.823 Bm³/h 8.408 Bm³/h

minimaler Lastfall

Standard

Betriebspunkt

Annahme

Nutzbarer

Volumenstrom

nur von Öfen im

Schmelzbetrieb!!

maximaler Lastfall

Öfen im Schmelzbetrieb 2 3 4

Öfen im Warmhaltebetrieb 4 3 2

Temperatur Mischgas 640 °C 640 °C 640 °C

Massenstrom Mischgas 12.097 kg/h 18.146 kg/h 24.195 kg/h

cp bei T 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K) 1,124 kJ/(kg*K)

Enthalpie 949 kJ/kg 949 kJ/kg 949 kJ/kg

Volumenstrom Mischgas (feucht,normiert) 9.360 Nm³/h 14.040 Nm³/h 18.720 Nm³/h

Volumenstrom Mischgas (Betrieb) 31.303 Bm³/h 46.954 Bm³/h 62.606 Bm³/h

Nutzbares

therm. Potential

1.760 kW 2.640 kW

3.520 kW

Möglichkeiten der Stromerzeugung

zur Nutzung von Abwärmen

Systemauswahl / Vergleich ORC Systeme

Energiemengen ORC Motor

1.) Stromerzeugung aus Wärmerückgewinnung

Gesamtlaufzeit 7.220 h

angenommene Verfügbarkeit 90 %

6.500 h

Bei angen. 6.500 Betriebsstunden beträgt das jährl. Einspeisepotential

400 kW

ca. 2.599.706 kWh Strom pro Jahr.

2.) Energiesubstitution aus Niedertemperaturabwärme

2.749 kW 1.952 kW Kälte mit VL / RL: 6 / 12°C

damit kann unter Berücksichtigung eines Feuerungstechnischen

Wirkungsgrades von 93%

damit kann unter Berücksichtigung eines durchschn.

296 m³/h Erdgas substituiert werden. Strombedarfs einer Kältemaschine von 0,3 kWel/kWKälte

586 kW Strom substituiert werden.

Bei angen. 6.500 Vollaststunden beträgt das jährliche Einsparpotential

17.870 MWh thermische Energie ca. 3.806.399 kWh Strom pro Jahr

ca. 1.921.550 m³ Erdgas pro Jahr.

Turbine mit Silikonöl

als Arbeitsmedium

Kolbenmaschine mit Ethanol

als Arbeitsmedium

3.) Einsparung an CO 2

Somit ergibt sich eine jährliche Einsparung von

Ansatz 0,220 kg / kWh (aus Gas) entweder ca. 3.931 Tonnen CO 2 aus der Wärmenutzung und

0,522 kg / kWh(el) oder ca. 1.987 Tonnen CO 2 aus der Bereitstellung von Kälte

0,522 kg / kWh(el) und zugleich ca. 1.357 Tonnen CO 2 aus der Stromproduktion.

bei Nutzung von 50% Kälte und 50 % Wärme Gesamt ca. 4.316 Tonnen CO 2

81


3D-­‐Ansicht Wärmerückgewinnung -­‐ Verdampfereinheit

3D-­‐Ansicht Wärmerückgewinnung

Bypass in der

Rauchgasleitung

Abwärmeauskopplung

Wärmebedarf; zusätzliche KWK mit 1,8 MW (therm)

35.000

Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10

Integration eines zusätzlichen BHKW mit 1,8 MW (thermisch)

GAMMEL ENGINEERING

Maximale Auslegung der KWK Anlage

35.000

Jahreswärmebedarf BMW Werk Landshut 04.10

Integration eines zusätzlichen BHKW mit 3,1 MW (thermisch)

GAMMEL ENGINEERING

30

30.000

Jahrewärmebedarf 2011:

80.351 MWh

Deckungsanteil 2 x KWK Bestand 29,0 %

Deckungsanteil 3 x KWK 44,3 %

Jahreswärmemenge

BHKW 1

BHKW 1 + 2

BHKW 1 + 2 + 3

BHKW 1 + 2 + 3+WRG

30.000

Jahrewärmebedarf 2011:

80.351 MWh

Jahreswärmemenge

BHKW 1

BHKW 1 + 2

BHKW 1 + 2 + 3

BHKW 1 + 2 + 3+WRG

25

20

25.000

25.000

Außentemperatur nach DIN4710

14

15

Leistung [kW]

20.000

15.000

10.000

Betrachtung mit maximalen Lastfall:

Unterbringung der Leistung von 3520 kW aus der WRG zu 5306 Vollbenutzungsstunden

Laufzeit 3. KWK 7631 Vollbenutzungsstunden bei einem 1,8 MW (thermisch) BHKW

Leistung [kW]

20.000

15.000

10.000

< 4°C

Freie Kühlung

Maximale BHKW Leistung ca. 3,1 MW (therm)

4°C < T < 14°C

Gleitender Übergangsbetrieb

T > 14°C

Kompressorkälte

4

10

5

0

-5

Außenlufttemperatur [°C]

-10

5.000

5.000

-15

0

0

3.327

0

-20

1.000

2.000

3.000

4.000

5.000

6.000

7.000

8.000

9.000

0

1.000

2.000

3.000

4.000

5.000

6.000

7.000

8.000

9.000

Jahresstunden

Jahresstunden

82


Schema2sche Darstellung der gebauten Variante

Einbindung Abwärme, Integra2on der KWK-­‐Anlage

Kamin

l

l

Einspeisung bis 3,5 MW

Abwärme in Heiß-­wassernetz

an 7.200 h/a

Kälteerzeugung an

> 3.000 h/a mit 130/70

AKM 2MW

Abgas 640°C

130 °C

70 °C

DRUCKGUSS

Anbindung an Bestand

Wärmeauskopplung

DN 150

l

Integra9on einer weiteren

KWK Anlage

2,7 MWel, 2,4 MWth

Rückkühler 2,1 MW

28 °C

34 °C

AKM 2

900 kW

70 °C

Bei 6,5MW:

DN200 bei dT=40K

v`=1,25m/s

DN150 bei dT=40K

v`=2,2m/s

SANDKERN-

FERTIGUNG

DN 200

Neubau Geb.

066.2

l

Schnisstellendefini9on

über Wärmemengenzähler

gut möglich

Kaltwasseranbindung

an Geb. 69.0

Rückkühler 2,6 MW

28 °C

25 °C

15 °C

AKM 1

91,5 °C

Pumpengruppe und

Zusätzliche KWK Anlage

34 °C

1.100 kW

130 °C

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut

83


Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut

Abwärmenutzung BMW Group Werk Landshut

DAS OBJEKT

Auf Grundlage eines von Gammel Engineering ausgearbeiteten Abwärme-­nutzungskonzeptes

für die effiziente Nutzung der Abgase aus der Erweiterung der

Aluminium-­‐Schmelzerei am BMW Standort Landshut errichtet das Konsor9um

Siemens/Müller im Rahmen eines Energieeinsparcontrac9ngs eine

Wärmerückgewinnungsanlage. Die überschüssige Wärme aus den Schmelzöfen wird

in das werksinterne Heißwassernetz zugeführt. Über zwei Absorp9ons-­kältemaschinen

mit einer Gesamtkälteleistung von ca. 2,0 MW wird Prozesskälte

erzeugt und ins Kaltwassernetz eingespeist.

Im gleichen Zug wird die bestehende Energiezentrale um ein zusätzliches BHKW mit

einer elektrischen Leistung von 2,68 MW erweitert. Die Gesamtplanung zur

Realisierung des Bauvorhabens wird durch Gammel Engineering ausgeführt.

DIE PLANUNGSLEISTUNG

ı Potenzialermislung

ı Abwärmenutzungskonzept

ı System-­‐ und Ausführungsplanung

ı Mitwirken bei der Genehmigungsplanung

ı Ausschreibung und Vergabeverfahren

ı Projektleitung / Bauleitung

ı Qualitätssicherung / Überwachung der Realisierung

ı Begleiten der Inbetriebnahme

DIE DATEN

Bauherr:

ARGE Siemens AG / U. Müller GmbH

Ansprechpartner: Hr. Stegmann, SIEMENS AG, Tel. 089/9221-­‐5627

Anlagentechnik: Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Nutzbare Abwärme aus Abgas: Max. Laszall: 3,5 MWth,

Auslegungsfall 2,6 MWth

Kälteleistung:

2,0 MW bei 10 °C/ 18 °C

Leistung BHKW: 2,68 MWel / 2,36 MWth bei 130 °C

Inves99on Technik: 5,1 Mio. EUR

Ausführungszeitraum: Januar 2013 – Oktober 2014

Vielen Dank

für Ihre Aufmerksamkeit !

Dipl.-­‐Physiker Dieter Lichtenberger

WWW.GAMMEL.DE

84


IMPRESSIONEN

85


Weniger Kosten Bei Gleichem Komfort

Energieeffizienzmassnahmen Bei Bestandsgebäuden

Das Haus

Stefan Paa, Heimleiter

BRK Seniorenheim Waldmünchen

Armin Meißauer

Reng Innovative Energien GmbH

Baujahr: 1972 – 1989

Wohn- und Nutzfläche: 6.000 m2

Wohnplätze: 109 - aktuell ca. 38.000 Belegungstage pro Jahr

Mitarbeiter: 100

Produktionsküche 55.500 Essen

Inkl. kleiner Bäckerei

Nur Elektrogeräte

Interne Wäscherei 26 to/a

Fernwärme ca. 850 Mwh/a

Zwei große Aufzüge

Die Entdeckung

Die Analyse

SICOTRONIC 4000 – Installation

und Inbetriebnahme 1996

Lastoptimierung der Bestellleistung

bei den Stadtwerken ( EVU )

angeschlossen sind Kochgeräte der

Großküche

Grenzleistung 106 KW (2010)

Verbrauch 323.000 Kwh (2010)

Volllaststunden 3047h

¨ Nur elektrische Verbraucher mit 2-Punkt-Regelung

¨ Glühplatte 16 KW (Großkochfeld)

¨ Kombidämpfer 18 KW

¨ Aufzug mit Schützsteuerung – 65 KW Spitze

¨ Veraltete Spültechnik

¨ Dauerbeleuchtung in den Fluren

¨ Wäscherei nicht durch SICOTRONIC überwacht –

dadurch keine Lastregelung

86


Das Ziel

Der Weg

¨ Mehr regelbare Lasten an SICOTRONIC

¨ Reduzierung der elektrischen Hausanschlussleistung

¨ Effizientere Nutzung der elektrischen Energie

¨ Keine Komforteinbußen

¨ Induktionskochfeld

¨ 4 X 7 KW

¨ voll regelbar

¨ Wärme nur im Topf

¨ Hohe Ankochleistung

¨ Geringe Wärmebelastung

im Raum

Der Weg

Der Weg

¨ Kombidämpfer 16 KW

¨ voll regelbar

¨ Übernachtgaren

¨ Selbstreinigung

¨ Haubenspülmaschine

¨ mit Wärmerückgewinnung

¨ Wassersparend (450 cbm/a)

¨ Chemiesparend

¨ Kaltwasseranschluss

¨ Wrasenabsaugung

¨ Sehr gutes Raumklima

¨ Leise

¨ Selbstreinigung

87


Der Weg

Was sonst noch geschah

¨ Aufzugsteuerung

¨ FU-Regelung

¨ Reduzierte Lastspitzen

¨ Sanfter Lauf

¨ Schnellere Fahrt

¨ Keine Netzstörungen

¨ Wäschetrockner an SICOTRONIC angeschlossen

und Grenzleistung an SICOTRONIC reduziert

¨ Flurbeleuchtung auf Nachtschaltung umgebaut

¤ - 11.000 Kwh/a !!!

¨ Hofbeleuchtung verbrauchsoptimiert

Die Kosten

Das Ergebnis

¨ Induktionskochfeld 11.000 €

¨ Spülmaschine 11.000 €

¨ Kombidämpfer 10.000 €

¨ Aufzugssteuerung 5.000 €

¨ Beleuchtung 2.000 €

¨ Wäscherei 1.000 €

¨ Gesamt 40.000 €

¨ Reduzierung der Anschlussleistung von 106 KW auf 81 KW

=> 28 KW x 126,60 €/KW = -3544 €/a

¨ Verbrauchsreduzierung -10% => ca. 8.500€/a

¨ 2010 10,21Kwh/Belegungstag

¨ 2014 9,05 Kwh/Belegungstag

¨ Optimierte Volllaststunden (4440h) => Stromhandel !!!

¨ Effizienzsteigerung Küche

¤ 2010 2,66 Kwh/Essen

¤ 2014 1,85 Kwh/Essen => entspricht -30%

¨ Hohe Einsparung bei der Spülmaschine

¤ Ca. 10.000 €/a (Strom, Warmwasser, Abwasser, Reiniger)

¨ Hochwertige Arbeitsplätze

88


Energie reduzieren, Kosten senken !

Der bewusste und effiziente Umgang mit elektrischer Energie ist zu einem

immer wichtigeren wirtschaftlichen Faktor geworden.

Die Reduzierung der elektrischen Leistung (kW) und des Verbrauchs (kWh)

wirken sich positiv auf Ihre Betriebskosten aus, und Sie leisten andererseits

einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Umweltentwicklung.

Lösungen rund um die Elektrotechnik

Energiemanagement und

Lastmanagement !

Lastspitzenmanagement

• Energiemanagement – ist ein Managementsystem zur Reduzierung des

Energieverbrauchs, dies bedeutet eine Steigerung der Energieeffizienz.

Hierfür wurde 2011 die ISO 50001 eingeführt.

Energiecontrolling - Regelkreis

Planung und Konzeption

Energiesparziele aufstellen, Strategie festlegen, erforderliche Mittel

bereitstellen, Plan aufstellen für Durchführung.

Umsetzen und Kontrolle

Strukturen für einen kontinuierlichen Prozesses einführen,

Überprüfung der Effektivität des EnMS, Sammlung neuer Ideen.

Datenerfassung und Messung

Energieverbrauch erfassen, Energieschwerpunkte ermitteln,

erfasste Daten auswerten und Ansätze zur Reduzierung ergreifen.

Analyse

Soll – Ist – Vergleich, Bewertung des Fortschritts anhand aktueller

Energiedaten, Optimierung der aktuellen Energiedaten, Ableitung

neuer Ziele.

• Eine besondere Maßnahme stellt das Lastmanagement dar, die Optimierung

des Lastprofils bewirkt zwar keine Energieeinsparung ( kWh ), kann aber je

nach Stromliefervertrag zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Da der Leistungsbedarf über einen 24-Stunden-Zyklus erheblich variiert, führt

dies zu massiven Belastungen von Erzeugungs- und Verteilungseinrichtungen

der Energieversorger .

Für diese Wirkleistungsspitzen haben die Energieversorger entsprechende

Leistungspreistarife eingeführt.

• Je nach Tarif wird bei der Festsetzung der Stromkosten der höchste über

eine Viertelstunde gemessene Leistungsspitzenwert des Monat oder der

Jahreshöchstwert in Rechnung gestellt.

• Das bedeutet bei 8 Produktionsstunden am Tag sind dies 32 Viertelstunden,

bei einer 5 Tagewoche sind dies 160 Messzyklen pro Woche und ca. 640

Abrechnungszeiträume pro Monat - und nur eine Viertelstunde ist für Ihren

Leistungspreis je Monat ausschlaggebend !!!!

Lösungen rund um die Elektrotechnik

15

Lösungen rund um die Elektrotechnik

16

89


Lastspitzen z.B. in der Großküche

und die Reduzierung der Lastspitze !!

Beispielberechnung

Durch das thermostatische und

dadurch rein zufällige zu- bzw.

abschaltung von elektrischen

Großkochgeräten entstehen die

Lastspitzen, diese müssen nun

kontrolliert gesteuert werden ! !

- durch bedarfsorientierte Steuerung der Kochgeräte, das bedeutet unser

System zur Lastoptimierung erkennt einerseits die bezogene elektrische

Leistung in der Einspeisung und andererseits die Zustände der Kochgeräte

z.B. über Steuerleitungen. Jetzt kann über die Auswertung des Geräte-

Hauptschalter und über den internen Geräte-Thermostat der tatsächliche

Zustand erfasst werden, und entsprechende Geräte können nun kurzzeitig

zur Leistungsoptimierung abgeschaltet werden.

Durch diese Methode ist eine optimale Regelung der Bezugsleistung möglich,

ohne Beeinträchtigung des Produktionsablaufs an den Kochgeräten.

Der Anschlusswert der Küchen- und Wäschereigeräte beträgt ca. 250 kW

Bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor 0,6 errechnet sich eine Leistung von 150 kW

ohne Optimierung

Bei 25% Reduzierung ergibt

dies eine optimierte Leistung

von 112,5 kW

Einsparung 37,5 kW

monatlicher Leistungspreis

ca. 10,- € pro kW

Ersparnis durch Einsatz einer

Spitzenlastoptimierung

375,- € pro Monat

Lösungen rund um die Elektrotechnik

17

Lösungen rund um die Elektrotechnik

18

Reduzierung der Kosten für die

Erzeugung der Grundlast durch KWK

Durch den Einsatz von Micro- und Mini- Blockheizkraftwerken kann die

elektrische Leistung für die Grundversorgung sinnvoll erzeugt werden.

Beim BHKW treibt ein Gasmotor den Generator für die Stromerzeugung an,

die dabei entstehende Wärme wird dann dem Heizungsnetz zugeführt.

Die produzierte elektrische Energie sollte ins eigene Leitungsnetz eingespeist

werden, somit lassen sich die Kosten für die Leistungsbereitstellung ( kW ) und

die Verbrauchskosten ( kWh ) senken.

Wenn die Dimensionierung der BHKW-Auslegung nicht zu groß gewählt wird so

ist unter Umständen sogar eine Laufzeit des BHKW über das ganze Jahr

möglich.

Bei 365 Tagen / Jahr sind dies 8760 Stunden, rechnet man nun die el. Leistung

des BHKW z.B 4 kW x 8760 Stunden dann werden 35.040 kWh erzeugt. Bei

einem Tarif von ca. 0,25 € / kWh ist das eine Einsparung von 8.760 € / Jahr.

Voraussetzung ist die Wärmeabnahme von 12 kWh thermisch z.B Warmwasser.

abschließend möchte ich mich für Ihre Aufmerksamkeit bedanken

Armin Meißauer – Elektrotechniker

Tel. 0941 – 298485160 oder 0152 – 56602160

Armin.Meissauer@Renggruppe.de

Lösungen rund um die Elektrotechnik

19

90


Energieerzeugungsanlagen

vorrangig für den Eigenverbrauch

Ein Praxisbeispiel:

Dämmstoffwerk Werner Rygol GmbH & Co KG,

Standort Painten:

Ein innovaPves Unternehmen setzt auf

regeneraPve Energieversorgung und erkennt

die Chancen der Energiewende

Feb. 2015

1

Feb. 2015

2

Zwei Standorte: Stammbetrieb Painten und Werk

Lauta

Dämmstoffwerk Rygol Painten

Mai 2014

3

Feb. 2015

4

91


403 kWp PV-­‐Leistung wurden 2013 als

Eigenverbrauchsanlagen installiert

2014 wurde einen Mikrogasturbine mit 200 kWel.

in Betrieb genommen.

Micro Gas Turbine

2014

TrafostaPon &

Schaltanlage mit Messung

und Fernwirktechnik

Ausrichtung 25° Nord West

Dachneigung 9°

Montage dachparallel

Wechselrichter SMA

Module Yingli monokristallin

Gasturbine dient

zusammen mit dem

Gaskessel zur

Dampferzeugung

Hersteller Capstone

380 kWth

Feb. 2015

Feb. 2015

ProdukPon und Energiedaten für den

Standort Painten (Stand 2012)

So setzt sich der Strompreis zusammen

Arbeitspreis 0,0667 € Pro kWh

Leistung (kW)

Pro kW und Monat bei 15 minüPger

7,1920 € Überschreitung der vereinbarten Leistung

• Durchschniclicher Einsatz von elektrischer Energie ca. 2.400 MWh/a

• Erreichte Leistungsspitzen elektrisch 650 kW bis 770 kW

• Durchschniclicher Gasverbrauch ca. 13.600 MWh/a

• Leistungsspitze Gas ca. 4.000 kW

Messpreis 86,0300 € pro Monat

KWK Umlage 0,0006 € pro kWh

Netzentgelte (+§19) 0,0084 € pro kWh

pro kWh

Off Shore Uml. §17

0,0016 €

EEG Umlage 0,061 € pro kWh

pro kWh

Stromsteuer

0,0205 €

Strompreis ohne

Leistungsüberschreitung

Strompreis/ kWh je nach

Leistungsüberschreitung

ca. 16ct/kWh

ca. 19ct/kWh

(aus Stromrechnungen 2012 & 2013)

(aus Stromrechnungen 2012 & 2013)

Feb. 2015

7

Feb 2015

8

92


Spitzenleistung wird teuer!

• Ein Beispiel für die Auswirkung des Leistungspreises:

Vereinbarte Leistung von 543 kW wurde im Juli 15 Minuten lang mit einer

Leistung von 766 kW überschricen!

Es gilt 766 kW * 7,19 € = 5.507,54€ Preis für die Leistungsbereitstellung

Monat Juli 2013

Die Strategie

• Energieflüsse sichtbar machen.

Wo, wann wird welche Energieform

gebraucht. Die Leistung beobachten und

Spitzen vermeiden.

• Energie selbst erzeugen und selbst

verbrauchen und dadurch die Grundlast

verringern

• EinsparpotenPale ausfindig machen

• Energie effizient einsetzen

Feb 2015

9

Feb 2015

10

Energieflüsse sichtbar machen

Wochenlastgang ProdukPon Mai 2014

800

700

Leistungsspitzen

Leistung ProdukPon

600

500

Grundlast

Feb 2015

Temporäre und fest installierte

Lastgangmessungen an den

verschiedenen

ProdukPonseinheiten sind

wichPg um die

Erzeugungsanlagen an den

Bedarf -­‐-­‐-­‐ oder den Bedarf an

die Erzeugung anpassen zu

können.

400

300

200

100

0

Feb. 2015

00:00:00

03:45:00

07:30:00

11:15:00

15:00:00

18:45:00

22:30:00

02:15:00

06:00:00

09:45:00

13:30:00

17:15:00

21:00:00

00:45:00

04:30:00

08:15:00

12:00:00

15:45:00

19:30:00

23:15:00

03:00:00

06:45:00

10:30:00

14:15:00

18:00:00

21:45:00

01:30:00

05:15:00

09:00:00

12:45:00

16:30:00

20:15:00

00:00:00

03:45:00

07:30:00

11:15:00

15:00:00

18:45:00

22:30:00

02:15:00

06:00:00

09:45:00

13:30:00

17:15:00

21:00:00

05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014

Mo Di MI Do Fr Sa So

P Bezug

12

93


Lastgang ProdukPon und PV

Erzeugung Mai 2014

Lastgang und PV Erzeugung als Summe

800

700

600

Leistungsspitzen

können nicht

vermieden werden

500

400

P Bezug

Grundlast sinkt

deutlich

300

P PV

200

100

0

00:00:00

03:45:00

07:30:00

11:15:00

15:00:00

18:45:00

22:30:00

02:15:00

06:00:00

09:45:00

13:30:00

17:15:00

21:00:00

00:45:00

04:30:00

08:15:00

12:00:00

15:45:00

19:30:00

23:15:00

03:00:00

06:45:00

10:30:00

14:15:00

18:00:00

21:45:00

01:30:00

05:15:00

09:00:00

12:45:00

16:30:00

20:15:00

00:00:00

03:45:00

07:30:00

11:15:00

15:00:00

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22:30:00

02:15:00

06:00:00

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13:30:00

17:15:00

21:00:00

05.05.2014 06.05.2014 07.05.2014 08.05.2014 09.05.2014 10.05.2014 11.05.2014

Überschusseinspeisungen

werden vergütet könnten aber

wirtschaulicher in der ProdukPon

eingesetzt werden

Feb. 2015

13

Feb. 2015

14

Die Mikrogasturbine unterstützt bei der

Dampferzeugung und liefert elektrische Energie

Lastgang ProdukPon & Erzeugung PV

& Erzeugung Turbine

Leistungsspitzen sind

kleiner werden aber

nicht vermieden

Grundlast sinkt

weiter deutlich

Überschussenergie sollte

wirtschaulicher genutzt werden

Feb. 2015

15

Feb. 2015

16

94


Vergleich „Vorher-­‐Nachher“

Ergebnisse PV Anlage 2014

PrognosPzierter Ertrag 850 kWh/kWp*a. Tatsächlich 912 kWh/kWp*a

Feb. 2015

17

Feb. 2015

Jahresverteilung der PV Energie

EnergePsches Gesamtergebnis

Ohne

Erzeugungs-­anlagen


Eigennutzung

der PV

Energie

Eigennutzung

der PV und

Mikro Gas

Turbine

Feb. 2015

Feb. 2015

95


Fazit

• Die ProdukPonsmenge der Fa.

Dämmstoffwerk Rygol war 2014 um ca. 2%

geringer als 2013.

• Der Bezug an elektrischer Energie war 2014

um ca. 26 % weniger als 2013

• Die Kosten die die Leistungsspitzen

verursachen müssen mit anderen

Maßnahmen, z.B. durch Lastmanagement

gedämpu werden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Ich freue mich auf Ihre Fragen.

Feb. 2015

Okt. 2013

22

96


1. Inhaltsverzeichnis

Mit dem Thema:

Zertifizierte Energiemanagementsysteme

in Industrie und Gewerbe

1. Inhaltsverzeichnis

2. Zur Person

3. Welche

„Energiemanagementsysteme“ (EnMS) gibt

es?

4. Welches der Systeme ist zertifizierbar?

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes

Energiemanagementsystem?

6. Fazit

7. Schluss - Fragen

Markus Bschick 11.03.15

Seite

2

2. Zur Person

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es?

Markus Bschick

Dipl. Ing. (FH) Verfahrenstechnik und Dipl. Wirtschaftsing. (FH)

Leitender Auditor für Energiemanagementsysteme nach DIN

ISO 50001 und SpaEfV

Berater für Energie- und Qualitätsmanagementsysteme

Markus Bschick 11.03.15

• DIN EN ISO 50001:2011

(Im weiteren Vortrag: DIN 50001)

• Anlage 2 – SpaEfV

Markus Bschick 11.03.15

Freiberuflicher Dozent der TÜV-Süd Akademie GmbH für

Energiemanagementfachkräfte und -beauftragte

Seite

3

• DIN EN 16247-1:2012-10

(Im weiteren Vortrag: DIN 16247-1) 4

Seite

97


3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es? – Die DIN 50001

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es? – Die DIN 50001

Ein Managementsystem wie die ISO 9001, ISO 14001,… mit

folgenden Inhalten:

Energiemanagementbeauftragter/-e

Strategische und operative Ziele

Management Review

Energetische Analyse

Umgang mit Nichtkonformitäten

Auslegung, Beschaffung

Dokumentation und dazugehörige Lenkung

Markus Bschick 11.03.15

Seite

5

Die Energetische Analyse

• Energetische Bewertung:

• Bewertung des Energieeinsatzes (Verbrauch)

• Auflistung der Energieverbraucher (Ermittlung des Verbrauchs,

der relevanten Variablen und des Personals mit wesentlichem

Einfluss auf den Verbrauch)

• Identifizierung von Einsparmöglichkeiten

• Bewertung der Einsparmöglichkeiten

• Aufnahme der Einsparmöglichkeiten in den Aktionsplan

• Energetische Ausgangsbasis festlegen (für Vergleiche)

• Kennzahlen

• Überwachung, Messung und Analyse

Markus Bschick 11.03.15

Seite

6

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es? – Die DIN 50001

3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es? – Anlage 2 - SpaEfV

Energetische Analyse - Verbraucherübersicht

Markus Bschick 11.03.15

Im Wesentlichen besteht die Anlage 2 der SpaEfV

aus drei Tabellen:

Tabelle 1:

Auflistung der Energieträger mit Verbrauch und Kosten

Tabelle 2:

Markus Bschick 11.03.15

Auflistung der Energieverbraucher, Ermittlung des

Messgenauigkeit, Abwärmeniveau,…

Verbrauchs,

Seite

7

Tabelle 3:

Auflistung und Bewertung von Verbesserungsmaßnahmen

Seite

8

98


3. Welche „Energiemanagementsysteme“ gibt

es? – DIN 16247-1

3. Welche "Energiemanagementsysteme" gibt es?

-

DIN 16247- 1

Die Elemente des Energieauditprozesses:

Einleitender Kontakt

Auftaktbesprechung

Datenerfassung

Außeneinsatz (Ziel / Verhalten / Ortsbegehung)

Analyse

Bericht (Allgemeines / Inhalt des Berichts)

Abschlussbesprechung

Die DIN EN 16247 ähnelt eher einer Energieberatung als einem

Managementsystem.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

9

Die Inhalte des Berichts:

• Analyse des Energieverbrauchs

• Rangfolge der Möglichkeiten zur Verb. der Energieeffizienz

• Relevante Normen und Vorschriften

• Beschreibung der Datenerfassung inkl. Messaufbau, verwendete Werte,…

• Beschreibung der Annahmen und Genauigkeit der Berechnungen

• Informationen über anwendbare Zuschüsse und Beihilfen

• Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Empfehlungen

• Mess- und Nachweisverfahren zur Überprüfung der Einsparungen

• Beschreibung des / der auditierten Objekte

• Beschreibung von Audit, Anwendungsbereich, Ziel, Umfang, Zeitrahmen und

Grenzen

• …

Markus Bschick 11.03.15

Seite

10

4. Welches der Systeme ist zertifizerbar?

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes

Energiemanagementsystem?

Zertifizierbares Energiemanagementsystem ist nur die

DIN 50001

Für die DIN 16247-1 und die Anlage 2 – SpaEfV können die

Zertifizierer nur ein Testat bzw. den Nachweis für das

Zollamt ausstellen.

Allerdings dürfen die Zertifizier auch für die DIN 16247-1

Berichte zur Erfüllung der Anforderungen aus dem

Energiedienstleistungsgesetz anfertigen.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

11

• Eine Möglichkeit für große Unternehmen das

Energiedienstleistungsgesetz zu erfüllen

• Um als großes produzierendes Unternehmen vom

Spitzensteuerausgleich zu profitieren

• Um als produzierendes Unternehmen mit Stromverbrauch

größer 5 Mio. kWh die EEG-Umlage zurückerstattet zu

bekommen.

• Um Kundenanforderungen zu erfüllen

• Um strukturiert, kontinuierlich und langfristig Energie

einzusparen.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

12

99


5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes

Energiemanagementsystem? – Exkurs

5. Wann brauchen Sie ein zertifiziertes

Energiemanagementsystem? - Exkurs

Was ist ein großes Unternehmen?

Dies ist aus der Definition nach Empfehlung der EU-

Kommission vom 06.05.2003 (2003/361/EG) zu ermitteln.

• Mehr als 250 Mitarbeiter oder über 50 Mio. Euro

Umsatz bzw. über 43 Mio. Euro Bilanzsumme.

• Achtung: Mitarbeiter und Umsatz bzw. Bilanzsummen

von Anteilseignern oder Partnerunternehmen müssen

ggf. anteilig mitgezählt werden.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

13

Anforderung des EnergiedienstleistungsG:

Jedes große Unternehmen in Deutschland muss entweder:

• ein zertifiziertes EnMS nach DIN 50001 vorweisen oder

• Alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchführen /

durchführen lassen.

Geplante Übergangsregel:

• Bei der DIN 50001 reicht bis 31.12.16 eine Verpflichtungserklärung

Erleichterung für Unternehmen mit mehreren Standorten:

Zulassung d. Multi-Site-Verfahrens lt. DakkS-Dok. „71 SD 6 022“

Weitere Detailregelungen folgen von der BAFA.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

14

6. Fazit

6. Fazit

Gefahren bei der DIN 16247-1:

• Bei Betrieb der DIN 16247-1 nach EDL-G werden kein bzw. nur

ein Bruchteil der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und

dann verschwindet der Bericht in der Schublade. Somit keinen

Mehrwert für das Unternehmen generiert. Bei der 50001 ist die

kontinuierliche Verbesserung Pflicht!

• Auswahl des günstigsten Angebots. Somit kaum Zeit zur

Verfügung und nur 08/15 Vorschläge. Ggf. nur Betrachtung

einzelner Verbraucher und keine Prozesse,…. Großes Potential

bleibt unberücksichtigt.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

15

Nutzen der 50001 für Unternehmen:

Beispiele aus von mir auditierten Unternehmen:

• Seit 8 Jahren aktives Arbeiten mit EnMS. Ergebnis über 20%

Einsparung in den Kennzahlen bei sinkender Produktion.

• Bei der Datenaufnahme schon Potential für Einsparungen von

60.000 Euro (ca. 7%) entdeckt.

• Messergebnisse wurden auch in der Kalkulation und dem

Controlling verwendet.

Markus Bschick 11.03.15

Seite

16

100


7. Schluss - Fragen

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Bei Fragen kommen Sie einfach zum Stand der Energieagentur

Regensburg oder melden Sie Sich bei mir unter den angegebenen

Kontaktdaten :

MB EnergieEffizienz GmbH

Markus Bschick

Tel.: 09493-952945

Mobil: 0176-103 53 031

Mail: gmbh@mbee.org

Markus Bschick 11.03.15

Seite

17

Grüne Kühlenergie aus 20 Meter Tiefe –

Das System "TerraCool"

Gerhard Bodensteiner, OM-Klebetechnik GmbH

Februar 2015

www.om-klebetechnik.de

OM-Klebetechnik - Zahlen und Fakten

Kerngeschäft = Weiterverarbeitung von

Klebebändern für Industrie, Handwerk & Handel

28,2 MIO. € UMSATZ 2014

www.om-klebetechnik.de

www.om-klebetechnik.de

101


Weitere Produkte

Etiketten und

Kennzeichnungssysteme

Formstanzteile

Unsere starken Partner

Partnerschaften:

§ 3M Premiumpartner Industrie

§ 3M Autorisierter Verarbeiter Automotive Produkte

§ 3M Select Zertifizierter Fachbetrieb Folienlösungen

§ 3M Autorisierter Verarbeiter Kennzeichnungsprodukte

§ tesa® Industrie & Converting Partner

§ Orafol-Partner

www.om-klebetechnik.de

www.om-klebetechnik.de

Die Standorte

Der Standort Seligenporten

Zentrale

D-90602 Seligenporten

Werk Ippesheim

D-97258 Ippesheim

Niederlassung Österreich

A-4911 Tumeltsham

Terracool

Energiepfähle

§

§

§

§

§

§

§

Industrie-Klebebänder

Etikettendruck

Digitaldruck

Siebdruck

Lasertechnik

Verpackungsklebebänder

Konfektionierung

§

Formstanzteile

§

§

§

Textildruck

Plotter-Folienschriften

Handelsprodukte

www.om-klebetechnik.de

www.om-klebetechnik.de

102


Warum setzen wir TerraCool ein?

§ Problem: Extrem hohe Energiekosten für die

Walzenkühlung und Prozesswärmeableitung der

Druckmaschinen

§ Eingesetzten Kaltwassermaschinen verursachten Kosten

von

> 30.000 Euro pro Jahr

è Ziel: Senkung der Betriebskosten bei Beachtung

der Umweltbilanz

Warum setzen wir TerraCool ein?

§ Lösung:

ein hocheffizientes Kühlsystem basierend auf

GEOTHERMIE

mit Aussicht auf Einsparung von

95%

der bisherigen Stromkosten durch

Hochleistungs-Energiepfähle

www.om-klebetechnik.de

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Hintergrund Geothermie

Der Standort Seligenporten als Pilotprojekt

§ Der Hochleistungs-Energiepfahl macht sich die Merkmale der

in der Geologie als „oberflächennahe Geothermie“ (bis ca.

400 m Tiefe) definierten Kühlwirkung zu Nutze.

§ Beim Einsatz zur Kühlung nutzt der Pfahl die konstanten

Temperaturen des Erdreichs von ca. 10 °C im Tiefenbereich

von 15 - 30 m.

§ Bereits seit Jahrhunderten wird dieses Prinzip der Kühlung bei

Erdkellern eingesetzt, um Vorräte und verderbliche Güter auf

natürliche Art zu kühlen.

Druckzentrum

Hier erfolgt die Kühlung

TerraCool

Energiepfähle

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103


Die Hochleistungs-Energiepfähle

Der Aufbau und die Funktionsweise

§

Aufbau:

− Befüllung der Pfähle mit Trinkwasser

− Befüllung des Ringraum zwischen Pfahl und

Gebirge mit Verpressmaterial.

− Installation eines Wärmetauschers zu

Kühlzwecken

Innenansicht des Pfahls

(Ø 1,10 m)

Absenken des 20 m langen

Pfahls in Bohrlöcher (Gesamt

6 Stück in Abstand 8 m)

Befahrbare Revisionsdeckel

§

Funktionsweise:

− Das im Hochleistungs-Energiepfahl stark

abgekühlte Wasser wird durch ein

Rohrleitungs- und Wärmeübertrager-System

zu den zu kühlenden Maschinen geleitet.

Dort sorgt es für die Einhaltung exakt

voreingestellter Temperaturen, läuft erwärmt

zurück in die Pfähle, kühlt dabei wieder ab

und wird in einem „ewigen“ Kreislauf

eingebunden.

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Der geschlossene Wasserkreislauf

Schematischer Aufbau

Pumpenbaugruppe

Hauptverteiler

ersetzte Kaltwassermaschinen

Druckmaschine

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104


Überwachung mit modernster Messtechnik

§ Monitoring auf Knopfdruck und

in Echtzeit:

− Jeder einzelne Pfahl

− Temperaturen

− Wärmemengen

− Volumenströme

− Leistung der

Industriedruckmaschinen

Ergebnis

Energieeinsparung pro Jahr:

99,48 %

§ 130.749 kWh

§ > 30.000 Euro

§ Amortisation der Anlage nach 4,5 Jahren und keine

Wartungskosten, da Umwälzpumpen einzige technische

Einrichtung

§ 80 t CO2-Reduktion

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Weitere Vorteile

§ Anwendung und Betrieb trotz schlechter Bodenbeschaffenheit

§ Abtragung hoher Leistungsspitzen durch Wasser als

Puffermedium (sehr gute Wärmekapazität)

§ Kein Risiko einer Kontamination des Untergrunds, da doppelt

geschlossenes System:

− 1. in sich geschlossene Kreislauf (Wärmetauscher und

Druckstraßen)

− 2. Pfahl zu Gebirge

§ Schnelle Montage, kein Produktionsstillstand und geringer

Platzbedarf



Planungs- und Realisierungsdauer 8 - 10 Wochen

In bestehende Steuerungstechnik integrierbar – keine aufwendige

Nachrüstung von Sensorik nötig

Weiterführende Informationen

§ Kühlsystem TerraCool (Hochleistungs-Energiepfähle) wurde in

Kooperation von

− Viatherm GmbH und

− Europoles GmbH & Co KG entwickelt.

§ TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH hat die Anlage auf

Funktionalität untersucht und den Nachweis der

Nachhaltigkeit erbracht.

§ Um die tatsächliche Leistung der Anlage zu ermitteln, wurde

an einem Pfahl ein Spitzenlastversuch durchgeführt, der

fachgutachterlich über 4 Monate zusammen mit Uni Erlangen

ausgewertet wurde.

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105


Zu guter Letzt….

§ Nominierung unter die besten zwölf Teilnehmer für den

international renommierten Energy Efficiency Award 2014

der dena aus mehr als 500 Projekten aus 42 Ländern

Zu guter Letzt….

§ …und Auszeichnung des Energieeffizienzprojekts mit dem

Best-Practice-Label der dena

Projektbeschreibung unter www.stromeffizienz.de

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Kontakt

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Gibt es noch Fragen?

OM-Klebetechnik GmbH

Am Brand 11-13

90602 Seligenporten

Telefon: +49 (0)9180 / 9406-0

Telefax: +49 (0)9180 / 9406-99

http://www.om-klebetechnik.de

E-Mail: info@om-klebetechnik.de

Geschäftsführung

Olaf und Elvira Mundt

Sitz Seligenporten

Handelsregister Nürnberg HRB 9309

USt.-ID-Nr.: DE 133 531 100

www.om-klebetechnik.de

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106


VERANSTALTER

Der 2. Regensburger Energiekongress wurde vom 24. bis 25.02.2015 vom Regensburg

Center of Energy and Resources (RCER) der Ostbayerischen Technischen Hochschule

Regensburg (OTH Regensburg), dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut (OTTI)

e. V. und der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim gemeinsam veranstaltet.

SPONSOREN

Für die freundliche Unterstützung des 2. Regensburger Energiekongresses bedanken wir uns

bei folgenden Sponsoren:

IMPRESSUM

Herausgeber

IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

D.-Martin-Luther-Straße 12

93047 Regensburg

Telefon (0941) 5694-0

www.ihk-regensburg.de

Redaktion

Florian Rieder

Michael Riederer

Bernd Porzelius

Gestaltung

DARWIN COMMUNICATION

AGENTUR FÜR WERBUNG UND FOTOGRAFIE

Herrnstraße 10

92224 Amberg

Telefon (09621) 600125

Bilder

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)

Hinweis

Die Druckschrift wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt.

Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts kann

dessen ungeachtet nicht übernommen werden. Für die Inhalte

der Vorträge sind die jeweiligen Referenten verantwortlich.

REGENSBURG

energieagentur

107


ANHANG

giewende beschäftigen die

gung des Umbaus unseres

s die gesellschaftlichen

n Aspekten der volkswirtn

Erzeugung und Verteilung

t darum, den Einsatz wertvoll

zu gestalten. Energieeffizienz

e der Hauptsäulen der

nftigen Energiepolitik.

el und Gewerbe gehören

nzepte und Techniken bereits

epertoire. Dennoch sind zum

gischen Potenziale bei Weitem

t und zum anderen setzt der

lt Impulse, um Unternehmen

trengungen in der Energieren.

rund veranstalten das

r of Energy and Resources

erischen Technischen

sburg (OTH Regensburg),

Technologie-Transfer-Institut

e IHK Regensburg für Obereinsam

den 2. Regensburger

it dem Schwerpunkt

Der Kongress richtet sich

en an Unternehmen der

nd des produzierenden

n wissenschaftliches Fachet

an den beiden Veranstal-

Gruppen die Möglichkeit zum

ssenstransfer.

FOKUS SCHÄRFEN

PROGRAMM DI 24.02.2015

Moderation: Florian Rieder, IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim

12.30 UHR EINTREFFEN UND REGISTRIERUNG

DER TEILNEHMER UND TEILNEHMERINNEN

13.00 UHR BEGRÜSSUNG

• Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident Ostbayerische

Technische Hochschule Regensburg

• Josef Beimler, Stv. Hauptgeschäftsführer IHK Regensburg

für Oberpfalz/Kelheim

• Dr. Thomas Luck, Geschäftsführer Ostbayerisches

Technologie-Transfer-Institut (OTTI) e. V.

13.30 UHR AUF GANZER LINIE – ENERGIEEFFIZIENZ VOM

SANDKORN BIS ZUM E-CAR

Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, Regensburg

14.05 UHR RECHT UND GESETZ IN DER ENERGIEEFFIZIENZ –

EnEV, EEWärmeG UND KWKG-NOVELLE

Prof. Dr. Martin Maslaton,

Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig

14.40 UHR KAFFEEPAUSE

15.20 UHR ZUKÜNFTIGE ENERGIESYSTEME –

DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl,

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Potsdam

15.55 UHR NAPE – DER NATIONALE AKTIONSPLAN

ENERGIEEFFIZIENZ

Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin

16.30 UHR PAUSE

16.45 UHR PODIUMSDISKUSSION „ENERGIEEFFIZIENZ –

DER SCHLAFENDE RIESE?“

Moderation: Martin Gottschalk, TVA Ostbayern

• Dr. Erwin Hammerl, Infineon Technologies AG, Regensburg

• Susanne Horn, Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG

• Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl, Deutsches GeoForschungs-

Zentrum GFZ, Potsdam

• Stephan Kohler, EUREF AG, Berlin

• Prof. Dr. Martin Maslaton, Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft

mbH, Leipzig

18.30 UHR BUSTRANSFER IN DIE INNENSTADT

19.00 UHR ABENDEMPFANG

mit anschließender Stadtführung im UNESCO-Welterbe

„Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof“ und Ausklang

im Fürstlichen Brauhaus

SERVICE

Die Teilnehmenden können während des Kongresses persönliche Erstgespräche

mit Energieberatern kostenlos vor Ort buchen und wahrnehmen.

FIRMENAUSSTELLUNG

In einer Begleitausstellung verschiedener Firmen und Institutionen haben die

Teilnehmenden zusätzlich Gelegenheit zur Information und zum Austausch.

FOKUS SCHÄRFEN

PROGRAMM MI 25.02.2015

SESSION I: WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Moderation: Bernd Porzelius, Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut

(OTTI) e. V.

09.00 UHR NACHHALTIGE MODERNISIERUNG HISTORISCHER

WOHNQUARTIERE – GEBÄUDEENERGIEEFFIZIENZ IN

NEUEM LICHT: WAS BLEIBT VOM KULTURELLEN ERBE?

Prof. Dr. Oliver Steffens, OTH Regensburg

09.25 UHR INNOVATIVE KWK-SYSTEME ALS BEITRAG EINER

WIRTSCHAFTLICHEN ENERGIEVERSORGUNG

Prof. Dr. Markus Brautsch, OTH Amberg-Weiden

09.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ IN GIESSEREIEN

Samir Binder, Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil

Sulzbach-Rosenberg

10.15 UHR DER MARKT FÜR ENERGIEEFFIZIENZ

Prof. Dr. Wolfgang Irrek, Hochschule Ruhr West,

Mülheim an der Ruhr

10.40 UHR KAFFEEPAUSE

SESSION II: BETRIEBLICHE ENERGIEEFFIZIENZ –

ERFAHRUNG AUS DER PRAXIS

Moderation: Dr. Michael Riederer, Regensburg Center of Energy

and Resources, OTH Regensburg

11.10 UHR ENERGIEEFFIZIENTE REGELTECHNIK AM

BEISPIEL DES AUTOHAUSES FISCHER

Ralf Weikert, Building@Controls GmbH, Lauterhofen

11.35 UHR ENERGIEKOSTEN REDUZIEREN! EINSPARPOTENZIALE

NUTZEN! ABWÄRMENUTZUNG IN KOMBINATION MIT

KRAFT-WÄRME-KÄLTE-KOPPLUNG AM BEISPIEL EINER

GIESSEREI

Dieter Lichtenberger, Gammel Engineering GmbH, Abensberg

12.00 UHR WENIGER KOSTEN BEI GLEICHEM KOMFORT –

ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN

IN BESTANDSGEBÄUDEN

• Stefan Paa, BRK-Senioren-Wohn- und

Pflegeheim Waldmünchen

• Armin Meißauer, RENG Innovative Energien GmbH,

Neustadt a. d. Donau

12.30 UHR MITTAGSPAUSE

13.40 UHR EIGENSTROMVERSORGUNG ÜBER

PHOTOVOLTAIK: RYGOL DÄMMSTOFFE

Johann Bauer, Sonnenstrom Bauer GmbH & Co. KG, Kelheim

14.00 UHR ZERTIFIZIERTE ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME

IN INDUSTRIE UND GEWERBE

Markus Bschick, MBEnergieeffizienz GmbH, Beratzhausen

14.25 UHR GRÜNE KÜHLENERGIE AUS 20 METER TIEFE –

SYSTEM „TERRA COOL“

Oliver Denhardt, OM-Klebetechnik GmbH, Seligenporten

14.50 UHR ENERGIEEFFIZIENZ UND ENERGIEWENDEN

IM LAUFE DER GESCHICHTE

Prof. Dr. Oliver Mayer, GE Global Research, München

15.15 UHR ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

15.45 UHR AUSKLANG IN DER AUSSTELLUNG

108

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