Mit Softshell- Jacke und Poloshirt

kummkla

Ausgabe 1 / 2015

Die Mitarbeiter-Zeitschrift der KSB-Gruppe

Interview

Mit Softshell-

Jacke und

Poloshirt

Hobby: Traum vom freien Fall

Wer sind unsere Kunden? 2. Die Anlagenbauer


2

Mitarbeiterzeitschrift

der KSB-Gruppe

erscheint viermal im Jahr in

Deutsch, Englisch und Französisch

Herausgeber

KSB Aktiengesellschaft

Unternehmenskommunikation (CC)

Ullrich Bingenheimer

Redaktion

Alexandra Leiner (verantw.)

Marc Sproß

Redaktionsadresse

KSB Aktiengesellschaft

Abt. CC, A. Leiner

67225 Frankenthal, Deutschland

Tel. +49 6233 86-2257

E-Mail: alexandra.leiner@ksb.com

Ansprechpartner

an den Standorten

(ansonsten siehe Redaktion)

Argentinien

Ana Karina Reitmeyer

Australien

Dave Alexander

Chile

Ximena Torres

China

Christa Zhao

Dänemark

Lisbeth Lyngsfeldt Jensen

Deutschland

Gabriele Beßenreither (Pegnitz)

Petra Fischbeck (Halle)

Frankreich

Michel Oddoux

Indien

Shekhar Karale

Indonesien

David Haliyanto

Italien

Annamaria Chierici

Kanada

Michael Blundell

Luxemburg

Rainer Brücker

Mexiko

Liliana Espinola

Niederlande

Iris Moens

Österreich

Andrea Parzer-Belmonte

Pakistan

Hasan Belal

Peru

Diana Apaza

Portugal

João Leite

Russland

Maria Gladysheva

Schweden

Renée Lindqvist

Singapur

Robert Ong

Spanien

Olga Soria

Südafrika

Annett Kriel

Türkei

Korhan Güzellik

USA

Pamela Aaron (Grove town)

Sherry Heinly (Richmond)

Staci Guillotte (Houston)

Übersetzungen

CS-GX61

(verantw. Carina Reichelt)

Layout

Katharina Götze

Christophe Delaunay

Herstellung

Ottweiler Druckerei

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung der

Redaktion.

Editorial

Neue Wege gehen Interview 4

Mit Softshell-Jacke und Poloshirt

Controlling 11

„Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war,

sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird.“ Dieses Zitat

des libanesisch-amerikanischen Malers, Philosophen und Dichters

Khalil Gibran (1883–1931) passt zu der derzeitigen Neuausrichtung

von KSB. Serviceleiter Dr. Bernd Garbe und Christian Haag,

in der Region „Europa Central“ zuständig für den Verkauf, verdeutlichen

im Interview die derzeitige Situation bei KSB: entweder

weiter in unseren traditionellen Märkten schrumpfen oder neue

Märkte auftun und dort wachsen. Gute Chancen, um den Umsatz

von KSB zu steigern, sehen beide im Betreibergeschäft. Der neue

Verkaufskanal „Installed Base“ wird sich zukünftig gezielt um

Anlagenbetreiber kümmern, die einen kontinuerlichen Bedarf an

Serviceleistungen, Ersatzteilen und Neuprodukten haben. Daumen

drücken!

Ebenfalls gute Absatzchancen – sofern alle Tests erfolgreich

verlaufen – traut man dem Ballastwasser-System für den Einsatz

auf Tankern und Containerschiffen zu. Laut Traugott Ulrich, Leiter

„Start-up-Projekte, Entwicklung neue Geschäfte“, öffnet sich für

KSB damit ein Riesenmarkt, der nur auf diese Innovation wartet.

Natürlich gibt es noch viel mehr interessante Themen in dieser

Ausgabe. Lassen Sie sich überraschen!

Alexandra Leiner,

Redaktion

Business

Mehr Transparenz im Zahlenwerk

Neue Aufträge 16

Wer sind unsere Kunden? 22

2. Die Anlagenbauer

Industrie 4.0@KSB 26

Wachstum durch smarte Geschäftsmodelle

Regional Deutschland

Pumpenmodell 28

„Betti” mit dem „Klein'schen Herz”

Historische Pumpe 28

„KSB-Pumpenschätzchen” entdeckt

Wissensfabrik 29

Für echte Mitmacher

Ausbildung 30

Wichtige Hinweise

Ausbildung 30

Schlaue Köpfe

Prozessverbesserung 31

Mehr Struktur sorgt für bessere Abläufe

Darmkrebs-Screening 31

Testkits einschicken

Entdeckung 32

Hydrantdeckel mit Geschichte

Spende 32

Gute Tat

Ausbildung 32

Das Kreuz mit dem Kreuz

Auszubildende 33

Stolz auf Leistungen

Jugend forscht 34

Junge Forscherherzen schlagen höher

Jubiläen 35

Todesfälle 35

KSB forum 1 / 2015


3

4 Interview

Dr. Bernd Garbe (l.) und Christian Haag

berichten, wie KSB mit dem neuen

Verkaufskanal „Installed Base“ im

Markt punkten möchte.

Kurznachrichten 8

Mitarbeiter

14 Hobby

Traum vom freien Fall

19 P 3 / Performance Evaluation

Kompetenzen entwickeln

20 Katalogpreislisten

Ein guter Prozess erleichtert das Arbeiten

Neuigkeiten aus der KSB-Welt halten

uns auf dem Laufenden.

Produkte und Technik

12 Ballastwasser-System

Reif für den Einsatz auf See

25 Ecochem Non-Seal

Die Spaltrohrmotorpumpe für

höchste Ansprüche

12 Ballastwasser-

System

Wenn das innovative Ballastwasser-

System von KSB alle notwendigen Tests

an Land und auf See absolviert hat,

steht einem erfolgreichen Absatz im

Marinemarkt nichts mehr im Wege.

Kurznachrichten

8 Auszeichnung

Meilenstein der Industriegeschichte

8 Spende

Wasserversorgung gesichert

9 Globaler Einkauf

Internationales Treffen

9 Marke „KSB“

AMRI, Inc. heißt KSB AMRI, Inc.

10 CHTR-Pumpe

Erfolgreicher Testlauf

10 Systemumstellung

SAP-P14-Einführung erfolgreich beendet

Hobby 14

KSB-Mitarbeiter Robert Kwiatek mag es

in luftigen Höhen. Deshalb hat er sich in

seiner Freizeit dem Fallschirmspringen

verschrieben.

KSB forum 1 / 2015


4 Business

KSB forum 1 / 2015


5

Interview

Mit Softshell-Jacke

und Poloshirt

Im Betreibergeschäft (Installed Base) will KSB seine Absatzchancen erhöhen.

Dr. Bernd Garbe und Christian Haag erläutern, welche Maßnahmen man im

Vertrieb und im Service dazu in Angriff nehmen muss.

Herr Dr. Garbe, Herr Haag, wesentlich neu an unserem 2014 eingeführten Vertriebssystem ist der Verkaufskanal,

über den wir die Anlagenbetreiber unter unseren Kunden gezielt betreuen. Inwieweit

macht diese vertriebliche Fokussierung Sinn?

Dr. Garbe: Schauen wir nur, wie schlecht sich die Auftragslage bei den europäischen Anlagenbauern und Erstausrüstern

entwickelt. Oder wie der Servicebedarf in den nuklearen Kraftwerken hier in Deutschland zurückgeht. Im

Grunde haben wir daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder schrumpfen wir in unseren traditionellen Märkten

und müssen mittelfristig weiter Personal abbauen –, oder wir wachsen auf neuen Feldern. Solche Wachstumsmöglichkeiten

sehen wir auch dort, wo bereits KSB-Produkte installiert sind, wo Service, Ersatzteile und weitere

Neupumpen und -armaturen benötigt werden.

Haag: Tatsächlich wissen wir, dass Wettbewerber im Aftermarket mit Service und Ersatzteilen prozentual viel

mehr Geld verdienen als wir. Indem wir uns den Betreibern, als den Endkunden, stärker zuwenden, können wir

diesen Anteil weiter steigern und zugleich das Geschäft mit neuen Produkten ausbauen. Insofern macht eine Fokussierung

auf diese Kunden sehr viel Sinn. In Deutschland betreuen darum heute viermal mehr Vertriebsleute

diese Endkunden als zuvor Vertriebskollegen aus dem Service bei ihnen unterwegs waren.

Im Januar und Februar fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz spezielle Motivationsveranstaltungen

statt. Zusammen mit Norbert Maier (Verkauf Europa Mitte) haben Sie den Vertriebsmitarbeitern

deren spezielle Aufgabe noch einmal verdeutlicht. Was unterscheidet diese denn von der ihrer

Kollegen im Breiten- und Projektgeschäft?

Haag: Der Fokus der Vertriebsmitarbeiter liegt in diesem Vertriebskanal nicht mehr auf den Neuprodukten, sondern

auf dem kontinuierlichen Bedarf an Serviceleistungen. Hierbei unterstützt uns wesentlich die „360°-Kampagne“:

Die erste Pumpe verkauft der Vertrieb, alle weiteren Leistungen inklusive der potenziellen Austauschaggregate

verkauft der Service beziehungsweise der darauf geschulte „Installed-Base“-Vertriebsmitarbeiter. Damit

dieses Vorgehen zum Erfolg wird, müssen die Mitarbeiter im Vertrieb und im Service wesentlich enger kooperieren,

als das in der Vergangenheit der Fall war. Deshalb müssen wir erreichen, dass beide Seiten an einem Ort, vornehmlich

den jeweiligen Service-Centern, zusammenarbeiten und dass beide Seiten ihre Vorbehalte überwinden.

Dr. Garbe: Ganz wesentlich ist die Ausrichtung auf die Serviceleistungen. Der Service ist die Eintrittskarte in das

Geschäft mit den Endkunden. Diese betreiben Anlagen, für die Anlagenbauer und Erstausrüster ihre primären

Kontakte waren. Nun aber kommen wir ins Spiel und übernehmen die dauerhafte Betreuung. Unsere Ansprechpartner

bei diesen Kunden sind die Mitarbeiter der Instandhaltungsabteilungen und die Betriebsleiter. Deren

KSB forum 1 / 2015


6 Business

Entweder

schrumpfen

wir in unseren

traditionellen

Märkten, oder wir

wachsen auf neuen

Feldern. Dr. B. Garbe

Bedürfnisse müssen wir verstehen und deren Sprache müssen wir

sprechen. Für einige Kollegen, die sich heute in diesem Vertriebskanal

engagieren, bringt das Umstellungen mit sich. Das angemessene

Verhalten und das Auftreten sind anders, als wenn zum Beispiel

mit dem Einkauf des Kunden verhandelt wird. Auch müssen diese

Vertriebskollegen das gesamte Leistungsspektrum von KSB genau

kennen. Unsere Motivations- und Schulungsveranstaltungen zielen

darauf, sie bei ihrer etwas anderen Vertriebsarbeit zu unterstützen

und ihnen ihre neue Rolle zu verdeutlichen.

Für die Kundenbesuche vertauschen die Kollegen den Anzug

gegen die Softshell-Jacke und das Krawattenhemd gegen

das Poloshirt. Warum der neue Dresscode?

Dr. Garbe: Die Ansprechpartner für unsere Außendienstmitarbeiter

sind andere als in der Vergangenheit. Sie kommen nun verstärkt

in Kontakt mit Instandhaltungsabteilungen und Betriebsleitern,

weniger mit Einkäufern. Entsprechend müssen sich unsere Außendienstler

mit ihrem Auftreten und Verhalten anpassen. Anzug und

Krawatte sind dann oftmals nicht der richtige Dresscode. Softshell-

Jacke und Poloshirt passen da schon eher, zumal unser Außendienst

Anlagen betritt, in denen eine Sicherheitsausstattung vorgeschrieben

ist, wie Schutzbrille, Warnweste, Sicherheitsschuhe und Helm.

Haag: Wie mein Kollege gerade sagte: Das Auftreten muss ein

anderes sein. Wenn man Service verkaufen will, muss man dorthin,

wo unsere Pumpen und Armaturen installiert sind. Dort sind Krawatten

eher hinderlich und meist nicht angemessen. Deshalb haben

wir allen Vertriebsmitarbeitern der Region „Europa Central“ ein

Set, bestehend aus besagter Softshell-Jacke und Poloshirt, zur Verfügung

gestellt. Das ist bei den Kollegen sehr gut angekommen.

„Kundenorientierung“ ist nach Meinung vieler bei KSB der

wichtigste Punkt unserer „Must-win-battles“. Entsprechend

sollten wir die Bedarfe und Wünsche auch der Betreiber genau

kennen. Wie gelingt uns das heute und was bleibt noch

zu tun?

Dr. Garbe: Nun, im Grunde kennen wir natürlich die Wünsche

und Bedarfe unserer Kunden schon. Allerdings haben wir unsere

Vertriebsarbeit gerne auf die großen Kunden, beispielsweise in der

Energiewirtschaft und in der Chemieindustrie, ausgerichtet. Dort

hatten die Aufträge, ob für Neuprodukte oder Serviceleistungen,

immer gleich ein großes Volumen. Der Außendienstmann, der dort

erfolgreich war, konnte dann auch einmal bei einem B-Kunden

weniger hartnäckig sein. Jetzt aber geht es uns auf dem neuen

Vertriebsweg darum, tatsächlich das Potenzial auszuschöpfen und

auch die kleineren Kunden von unseren Leistungen und Produkten

zu überzeugen.

Haag: Wichtig dabei ist auch, dass jeder unserer Kunden bei KSB

nur noch einen Ansprechpartner hat, egal ob er Pumpen, Armaturen,

Ersatzteile oder Service braucht. Auch das ist bereits ein Stück

weit kundenfreundlicher.

Betreiber benötigen relativ kontinuierlich Service, Ersatzteile,

Austauschaggregate. Herr Dr. Garbe, Sie wollen den Umsatz

dieses sogenannten Aftermarket-Geschäfts, in den nächsten

vier Jahren von 30 auf 40 Prozent steigern. Wie kann das gelingen?

Dr. Garbe: Die 40 Prozent haben wir beispielsweise in Deutschland

und Frankreich schon erreicht. Im Rest der Welt sieht es aber oft

ganz anders aus. Wir haben viele Länder, in denen der Aftermarket-

KSB forum 1 / 2015


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Anteil unter zehn Prozent liegt. Nehmen wir nur den Riesenmarkt

in China. Dort sind Tausende unserer Kraftwerkspumpen installiert:

Kesselspeisepumpen, Kesselumwälzpumpen, REA-Pumpen.

Vom Service für diese Pumpen profitieren bislang andere. In China

müssen wir die Kollegen in Sachen Service besser schulen, wir

müssen teilweise investieren und wir müssen unsere Leistungen

aktiv verkaufen. Dass wir hier anderen den Vortritt lassen, ist ökonomisch

sträflich. Dies gilt auch für andere Länder. Nicht umsonst

haben wir im vergangenen Jahr weltweit 14 neue Servicezentren

geschaffen.

Neben dem Erlernen des

‚Handwerkszeugs’ geht es

auch darum, die Menschen

zusammenzubringen und für ihre

Aufgabe zu begeistern. Chr. Haag

Um die Chancen im Betreibergeschäft bestmöglich zu nutzen,

müssen Vertrieb und Service also eng zusammenarbeiten.

Wie funktioniert das heute in der Praxis?

Haag: Das Betreibergeschäft ist ein regionales Geschäft, in dem der

Vertrieb und der Service vor Ort eng zusammenarbeiten müssen.

Dazu werden wir zum 1. April dieses Jahres die Organisation des

Service anpassen. Wir werden die Leitung der Servicezentren und

der Außenmontage regionalisieren. Das heißt, zu jedem Vertriebshausleiter

wird es dann entsprechend einen regionalen Serviceleiter

geben. Das fördert die Zusammenarbeit vor Ort und lässt uns

schneller und flexibler werden. Außerdem werden wir die Ziele

unserer Vertriebs- und Serviceeinheiten harmonisieren und klare

Spielregeln aufstellen. Dies gilt beispielsweise auch für die Kooperation

mit unseren Pumpenpartnern, damit wir Konkurrenzsituationen

im Markt vermeiden.

Das neue Vertriebssystem ist konzernweit ausgerichtet. Was

können Sie aus den Erfahrungen in Mitteleuropa heraus für

andere Regionen empfehlen?

Dr. Garbe: Das Wichtigste für mich ist eine gute Vorbereitung der

Vertriebsmitarbeiter auf ihre neue Aufgabe. Dazu durchlaufen die

Vertriebskollegen derzeit ein Schulungsprogramm, das in ähnlicher

Weise sicher auch in anderen Ländern hilfreich sein kann. Wir wol-

len, dass unsere Vertriebsmitarbeiter in allen technischen Fragen

absolut sattelfest sind. Und das ist für die Kollegen in anderen Regionen

gewiss ebenso wichtig.

Haag: Neben dem Erlernen des „Handwerkszeugs“, wie ich es

nennen möchte, geht es aber auch darum, die Menschen zusammenzubringen

und für ihre Aufgabe zu begeistern. Die Kollegen

im Vertrieb wie im Service müssen verstehen, dass Veränderung

notwendig ist, um unter den neuen Marktbedingungen erfolgreich

zu sein. Und sie müssen ihre neue Aufgabe engagiert und mit professioneller

Leidenschaft wahrnehmen. Erfolgreich zu sein, setzt

zwei Dinge voraus: klare Ziele und den brennenden Wunsch, diese

zu erreichen! Der Satz ist keine KSB-Weisheit, sondern ein Goethe-

Zitate. Passt aber haargenau!

KSB forum 1 / 2015


8 Kurznachrichten

Auszeichnung

Meilenstein der Industriegeschichte

Deutschland Am 15. Januar hat die Fachzeitschrift „MM MaschinenMarkt“

die Etanorm-Baureihe von KSB in der Kategorie

„Pumpen und Armaturen“ prämiert. Vorstandsmitglied Dr. Peter

Buthmann nahm die Auszeichnung entgegen. „Mit der Mutter aller

Normpumpen hat KSB international Maßstäbe gesetzt“, so Laudator

Frank Jablonski, Chefredakteur des Industriemagazins.

„MM MaschinenMarkt“ besteht seit 120 Jahren. Zu diesem

Anlass lobte der Verlag der Fachzeitschrift insgesamt zwölf Preise

für Innovationen aus. Neben KSB erhielten unter anderem ABB,

Linde und Trumpf eine Auszeichnung. Alle Preisträger stellten

ihre „Meilensteine der industriellen Entwicklung“ im Foyer des

Festsaals aus. KSB zeigte drei Pumpen der Eta-Baureihe von 1939,

1964 und 2013.

Freudiger Anlass: Vorstandsmitglied Dr. Peter Buthmann (r.) und Laudator

Frank Jablonski während der Preisverleihung (Foto: Katrin Heyer)

Spende

Wasserversorgung gesichert

Mexiko Für einen Hilfsbrunnen im Dorf

El Retiro in Chiapas hat KSB Mexiko eine

Tauchmotorpumpe gespendet. Normalerweise

versorgen sich die rund 350 Bewohner

aus einem Bach, doch in der Trockenzeit

versiegt dieser. Damit die Menschen

trotzdem ausreichend Wasser bekommen,

ließ die Deutsch-Mexikanische Gesellschaft

e. V. einen zusätzlichen Brunnen und eine

Zisterne bauen. Der Verein führt im nordamerikanischen

Land zahlreiche Sozialprojekte

durch, darunter „El Retiro“. Im Dorf

hat sich der Verein bereits um einen Kindergarten

und eine größere Ambulanzstation

gekümmert.

Zufriedene Gesichter: In diesem Brunnen ist

die KSB-Pumpe installiert. Bewohner von „El

Retiro“ und Vertreter der Deutsch-Mexikanischen

Gesellschaft freuen sich über die Spende.

KSB forum 1 / 2015


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Globaler Einkauf

Internationales Treffen

Deutschland Im November letzten Jahres haben sich 35 Teilnehmer, darunter Vorstandsmitglied Dr. Peter Buthmann, zum internationalen

Einkaufsleiter-Meeting in Frankenthal getroffen. Während der viertägigen Veranstaltung legten die Teilnehmer unter anderem

die Aufgabenverteilung der global tätigen „Category Manager“ und der operativen Einkaufsabteilungen fest. Als Hilfsmittel diente die

sogenannte RACI-Matrix, mit der man Verantwortlichkeiten analysiert und definiert. Der Name leitet sich aus den Anfangsbuchstaben

der englischen Begriffe Responsibility (Zuständigkeit), Accountability (Verantwortlichkeit), Consult (Beratung) und Information (Information)

ab.

Der Globale Einkauf hat sich für dieses Jahr ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Man möchte mehr als 40 Millionen Euro einsparen.

Möglich machen das diverse Projekte und eine weitere Verbesserung der Zahlungsbedingungen für KSB.

Thomas Ihli berichtete über das neue Lieferantenportal. Über dieses erfolgt der Bestellprozess zwischen KSB und Lieferant elektronisch.

Somit reduzieren sich nichtwertschöpfende Tätigkeiten im Unternehmen. Darüber hinaus werden Lieferanten künftig ihre Zertifikate

dort hochladen. Über eine SAP-Schnittstelle stehen diese den Mitarbeitern im Einkauf und im Qualitätsmanagement zur Verfügung;

ein manueller Pflegeaufwand entfällt. Ein weiterer Vorteil: Eingehende Lieferungen lassen sich besser planen. Hierfür steht das Modul

„Lieferavisierung“ zur Verfügung. Das Lieferantenportal ist aktuell in Deutschland und Frankreich im Einsatz. Bis 2016 sollen auch Brasilien,

China und Indien damit arbeiten.

Informationsaustausch: Einkaufsleiter aus der KSB-Welt trafen sich in Frankenthal.

Marke „KSB"

AMRI, Inc. heißt KSB AMRI, Inc.

USA Seit Beginn dieses Jahres firmiert die

US-amerikanische Tochtergesellschaft

AMRI, Inc. mit Sitz in Houston (Texas) unter

KSB AMRI, Inc. Die Markenintegration

trägt dazu bei, dass Kunden und Wettbewerber

die KSB-Gesellschaft als Teil des

KSB Konzerns wahrnehmen. „Die Namensänderung

ist wichtig für unsere Kunden“,

erläutert Charles Kulhanek, Geschäftsführer

der KSB AMRI, Inc. „Der neue Gesellschaftsname

verbindet zwei Marken, die

unsere Kunden mit qualitativ hochwertigen

Produkten in Verbindung bringen.“

Ein Lenkungsausschuss stimmte im

Herbst 2014 der Namensänderung zu.

Die Teilnehmer entschieden, dass alle

Kommunikationsmittel zukünftig mit der

Unternehmensmarke KSB und dem Zusatz

„AMRI Valves“ versehen werden. „Für

unsere Kunden und Lieferanten ist der

Übergang fließend, zumal die Marke

AMRI immer noch Bestandteil des

Namens ist“, so Kulhanek.

Veränderter Name, gleicher Inhalt: Das Gebäude

der KSB AMRI, Inc. mit neuem Logo

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10 Kurznachrichten

CHTR-Pumpe

Erfolgreicher Testlauf

Indien Am Standort Pune hat KSB eine

Hochdruckpumpe des Typs CHTR mit einem

2,8-Megawatt-Motor und Ölschmierung getestet.

Vor Ort informierten sich Vertreter der

Firmen Reliance Industries (Indien) und Bechtel

(USA) über den erfolgreichen Prüflauf. Die

Hauptgeschäftsfelder von Reliance sind Petrochemie

und Textilien, Bechtel ist das größte

Bau- und Anlagenbau-Unternehmen der

Vereinigten Staaten und fungiert als Berater

für das Auftragsprojekt. Die CHTR ist aus

dem nichtrostenden Sonderstahl Alloy gefertigt.

Sie kommt als Kesselspeisepumpe beim

Kunden Reliance in einem Kraftwerk zum

Einsatz, das zu einer Raffinerie im indischen

Jamnagar gehört. Das Aggregat fördert

500 Kubikmeter Wasser pro Stunde auf tur des Mediums kann dabei bis zu 120 °C

eine Höhe von 1.520 Metern. Die Tempera-

betragen.

Auf Herz und Niere getestet: CHTR-Pumpe plus Motor auf dem Prüfstand

Systemumstellung

SAP-P14-Einführung erfolgreich beendet

USA Nach 15-monatiger Projektlaufzeit

arbeiten 290 Kollegen von GIW Industries

bereits seit November letzten Jahres mit

SAP-P14. Im August begann die Systemumstellung

unter dem Motto „SAP Evolution –

Creating the Future“. Zu Spitzenzeiten engagierten

sich mehr als 70 Team-Mitglieder

von GIW, der KSB AG und einem externen

Beratungsunternehmen an der Umstellung.

„Wir mussten uns einigen größeren Herausforderungen

stellen. So schafften wir

eine Schnittstelle zum Planungssystem ‚Synchrono‘,

führten das neue Service-Template

ein und migrierten die Daten vom bis dato

genutzten AS/400-Großrechner-System“,

erläutert Torsten Lenhart, Leiter „IT-Projektmanagement

Global SAP“. Parallel zu

P14 führte man außerdem das Customer-

Relationship-Management (CRM) ein.

Mittlerweile arbeiten die Kollegen in Grovetown

und Thomson sowie alle Vertriebsund

Servicestandorte mit beiden Systemen.

Mit SAP-P14 nutzen wir nun eines

der führenden Enterprise-Resource-

Planning-Systeme, mit dem wir all unsere

Geschäftsprozesse steuern können“, so Karl

Bergmann, Projektleiter bei GIW. „Das unterstützt

uns dabei, zukünftiges Wachstum

zu generieren, und wir rücken näher an die

anderen Gesellschaften der KSB-Gruppe

heran.“

Gute Arbeit geleistet: Teamleiter und Key-User, die an der Umstellung auf SAP-P14 beteiligt waren.

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Business

11

Auf einen Blick: Das ist der Würfel, der die Unterschiede zwischen „altem“ und neuem Controlling-Modell visualisiert.

Controlling

Mehr Transparenz im Zahlenwerk

KSB führt in den kommenden Monaten und Jahren ein neues Controlling- und Finanz-Konzept ein.

Es soll Kennzahlen transparenter und vergleichbarer machen. Ein modular aufgebauter Würfel visualisiert

die Wandlung zum neuen Controlling-Konzept.

Leitgedanke des neuen Controlling-Modells

ist es, die Unternehmenseinheiten stärker

an den Kosten zu messen, die sie selbst

beeinflussen können. Bisher hat man Kosten

nach Umlageschlüsseln auf die Profit-

Center und Geschäftseinheiten verteilt – ob

sie diese zu verantworten hatten oder nicht.

Damit errechnete man sogenannte Vollkosten,

um die Ergebnisse der Profit-Center

und Geschäftseinheiten auszuweisen. Mit

dem neuen Controlling-Modell führt KSB

nun eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung,

vergleichbare Werteflüsse und

gleiche Reportingstrukturen ein. „Dadurch

entfällt unter anderem die Schlüsselung

von Strukturkosten, wie beispielsweise für

Administration, Logistik sowie Forschung

und Entwicklung“, erläutert Peter Weber,

Leiter „Controlling Gruppe“. „Wir vermeiden

so die Diskussion um einen – nie

richtigen – Umlageschlüssel und können

den Fokus darauf richten, wo Kosten entstehen

und wer für sie verantwortlich ist.“

Der erste Schritt bei der Umsetzung

des neuen Controlling-Modells ist getan.

Die KSB AG, die KSB Service GmbH und

die KSB S.A.S. arbeiten schon mit entsprechenden

SAP-Programmen. Die anderen

KSB-Gesellschaften mit SAP-Anbindung

werden in diesem Jahr nach und nach

ebenfalls umgestellt.

Mit dem Wechsel des Modells soll

auch an die Rolle des Controllers erinnert

werden. Bildlich gesprochen hat der Controller

gleiche Aufgaben wie ein Beifahrer

und Navigator in einem Rallye-Auto. Er

unterstützt mit seinem Wissen den Fahrer

(den Manager) dabei, sein Ziel schnell und

sicher zu erreichen.

Um den von der Umstellung betroffenen

Mitarbeitern weltweit die wichtigsten

Änderungen vor Augen zu führen, gibt es

einen modular aufgebauten Würfel. „Die

Visualisierung mit dem Würfel kann uns

dabei helfen, die Controller abzuholen,

sodass der Umstieg so schnell wie möglich

klappt“, so Weber.

KSB forum 1 / 2015


12 Produkte und Technik

Ballastwasser-System

Reif für den Einsatz

Das Ballastwasser-System von KSB hat im vergangenen Jahr mehrere Tests an Land

erfolgreich absolviert. 2015 steht das Neuprodukt wieder auf dem Prüfstand und muss sich

vor den Augen der kritischen Reeder auch auf See bewähren.

„Unser innovatives Filter- und UV-System

zur Reinigung von Ballastwasser hat gute

Chancen, sich im Schifffahrtssektor zu

etablieren und dort Wachstum für KSB

zu generieren“, ist Traugott Ulrich, Leiter

„Start-up-Projekte, Entwicklung neue Geschäfte“,

überzeugt. Die Messergebnisse

aus den Tests an Land mit Meerwasser und

Brackwasser waren erfolgreich. Sie liegen

bereits dem Zertifizierungsunternehmen

DNV GL vor. 2015 werden weitere Tests

sowohl mit dem gesamten System als auch

mit dem Filter folgen. „Wenn wir diese

erfolgreich abschließen, haben wir alle

sogenannten Land-based-Tests hinter uns

gebracht, wie sie die Richtlinie der US-Küstenwache

vorschreibt“, erläutert Ulrich.

Parallel dazu suchen er und Projektleiter

Vivart Kapoor ein Schiff, auf dem das

Ballastwasser-System den Seetest absolvieren

kann.

Absatzchancen nutzen

Falls das KSB-Produkt alle Tests – an Land

und auf See – besteht, stehen die Chancen

gut, dass das Ballastwasser-System ein Hit

im Schifffahrtsmarkt wird. Laut Ulrich

geht man davon aus, dass es weltweit rund

60.000 Schiffe gibt, die aufgrund der Richtlinien

der Vereinten Nationen und der USA

sukzessive mit einem Ballastwasser-System

ausgerüstet werden müssen. Darüber hinaus

kommen pro Jahr rund 2.300 neue

Schiffe hinzu. Außerdem sieht Ulrich bei

der Installation und der Inbetriebnahme

des Ballastwasser-Systems unter KSB-Regie

weitere Geschäftsmöglichkeiten. „Das ist

ein Riesenmarkt, den sich nach unseren

Analysen maximal acht Produzenten für

Ballastwasser-Systeme teilen werden“, so

Ulrich. „Doch unser Produkt hat gegenüber

denen des Wettbewerbs zwei Vorteile: Es ist

KSB forum 1 / 2015


13

Das Ballastwasser-System

von KSB

Das neue Produkt funktioniert folgendermaßen:

Bei Aufnahme des Ballastwassers

in die Schiffstanks werden größere Organismen

und Partikel ausgefiltert. Der Filter

wird während des Reinigungsprozesses

mit aufgenommenem Wasser aus den

Tanks rückgespült. Die noch im Ballastwasser

verbliebenen Mikroorganismen

macht eine UV-Bestrahlung unschädlich.

auf See

platzsparend zu installieren und einfacher

zu handhaben. Das haben auch die von

uns besuchten Reeder bestätigt.“ Darüber

hinaus punktet die KSB-Innovation mit

weiteren Vorteilen: einem modularen

Aufbau, hervorragender Energieeffizienz

sowie einer Ballastwasser-Reinigung ohne

chemische Zusätze.

Ulrich und Kapoor haben damit begonnen,

Reeder von dem neuen Produkt

zu überzeugen. Kein leichtes Unterfangen,

wenn man bedenkt, dass diese wegen der

Risiken der Schifffahrt eher vorsichtig und

zurückhaltend agieren. Die KSB-Experten

besuchten gemeinsam mit Kollegen aus

dem Verkauf und dem Produktmanagement

insgesamt zehn Reeder in Hamburg, Emden

und Neapel (Italien), denen jeweils eine

Flotte zwischen 20 und mehreren Hundert

Tankern, Container-Schiffen und Schüttgut-

Frachtern gehören. „Neun Reeder haben

uns versichert, dass unser Produkt absolut

in Ordnung ist“, berichtet Ulrich. „Sechs

haben sogar angeboten, dass wir unser

Ballastwasser-System auf ihren Tankern

und Container-Schiffen testen dürfen.“

Insgesamt beabsichtigt KSB, vier Shipboard-Tests

durchzuführen, mindestens

zwei davon finden in diesem Jahr statt.

Das ist ein großer Vertrauensvorschuss

der Reeder, denn ein solcher Test ist ein

enormer Eingriff in den Ablauf an Bord.

So muss die Crew zwei der Ballastwasser-

Tanks komplett leeren und reinigen, bevor

man das KSB-Produkt dort installieren

kann.

Neben dem innovativen Ballastwasser-

System waren die langjährigen Erfahrungen,

die KSB im Marinesektor hat, das

weltweit aufgestellte Service-Netz und das

Angebot, die Schiffscrews im Umgang mit

dem Ballastwasser-System zu schulen, ausschlaggebend

für die positive Resonanz

der Reeder.

Reibungsloser Betrieb: ein KSB-Ballastwasser-

System in einer Testanlage bei DHI in Dänemark

KSB forum 1 / 2015


14 Mitarbeiter

Hobby

Traum vom freien Fall

Wer es noch nie probiert hat, wird nicht ermessen können, welche Gefühle

ein Fallschirmsprung auslöst. Auch KSB-Mitarbeiter Robert Kwiatek fragt

sich manchmal heute noch, warum er eigentlich aus dem Flugzeug springen

soll – und das freiwillig. Aber während des Falls wird es ihm bewusst: Es ist

der pure Spaß!

„Man hört das Dröhnen des Flugzeugmotors,

gepaart mit dem Rauschen und Pfeifen

des Luftwiderstands, durch den man rast.

Und dann dieser gigantische Ausblick auf

Wolken und Sonne und auf die Umgebung,

die 4.000 Meter unter einem liegt – Wahnsinn“,

schwärmt KSB-Kollege Robert

Kwiatek.

Kwiatek wollte schon mit 17 Jahren

einen Fallschirmsprung absolvieren. Eine

Lehrerin, die selbst Sprungausbilderin ist,

hatte ihn auf den Geschmack gebracht.

Damals machten seine Eltern ihrem Sohn

allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Im August 2013, 16 Jahre später, sollte

der Wunsch wahr werden – dank seiner

Ehefrau Rebecca, die ihm einen Tandemsprung

zum Geburtstag schenkte. „Es hat

mich gleich gepackt und ich habe mich mit

sechs Freunden für den Kurs angemeldet“,

berichtet er. Bereits im April letzten Jahres

beendete er auf Sardinien die Ausbildung

zum Fallschirmspringer erfolgreich. Neben

den Sprüngen müssen die Absolventen

KSB forum 1 / 2015


15

praktische Übungen absolvieren und theoretische Prüfungen bestehen,

darunter Aerodynamik und Luftrecht. Mittlerweile ist der

35-Jährige Mitglied in einem Fallschirmspringer-Klub in der Nähe

des pfälzischen Neustadt und hat knapp 100 Sprünge auf seinem

Konto.

Der Fall aus einem Flugzeug ist für viele Menschen eher Albtraum

als Genuss. Fallschirmspringer sind jedoch keine lebensmüden

Haudegen, die – koste es, was es wolle – den Kick suchen.

Ganz im Gegenteil: Sie wollen das Fallen aktiv beherrschen,

steuern und gestalten. Erst eine gelungene Landung bringt das von

Adrenalin gepuschte Hochgefühl zutage. „Wenn ich mal zwei oder

drei Wochen nicht gesprungen bin, dann habe ich vor dem Ausstieg

schon feuchte Hände“, gibt Kwiatek zu. „Aber Aufregung gehört

dazu und ist auch gut so. Gefährlich wird es, wenn alles zur Routine

wird – dann wird man leichtsinnig.“ Es gelte immer, das Risiko

beim Springen gegen null zu minimieren. „Es muss alles stimmen:

Wetter, Ausrüstung, Gesundheit und persönliches Wohlbefinden

des Springers. Wenn auch nur eins davon nicht passt, sollte man an

diesem Tag besser unten bleiben“, bringt es Kwiatek auf den Punkt.

Oberstes Prinzip: Sicherheit

Beim Fallschirmspringen muss man zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen

beachten. Das beginnt beim Packen des Haupt- und des Reserveschirms,

der gegenseitigen Kontrolle der Ausrüstung am Boden,

einem am Handgelenk befestigten Höhenmesser sowie einem

Öffnungsautomaten. Letzterer ist ein kleiner Computer, der Höhe

und Fallgeschwindigkeit des Springers misst. Er öffnet automatisch

den Reservefallschirm, sobald eine bestimmte Höhe unterschritten

und eine definierte Sinkgeschwindigkeit überschritten wird. „Natürlich

kommt es während des Sprungs immer auf einen selbst an.

Aber bei 220 bis 500 Kilometern pro Stunde, die man dem Boden

entgegenrast, muss man sich einfach auf die Technik verlassen“, so

Kwiatek.

Noch in diesem Jahr möchte der Hobby-Springer aus einem

Heißluftballon und eventuell aus einem Helikopter springen. „Ansonsten

probiere ich einfach noch verschiedene Sprung-Disziplinen

aus und schaue, was mir Spaß macht.“ Bisher hat er sich in der

Freifallformation, dem sogenannten Relative Work, versucht, bei

dem der Springer bäuchlings aus dem Flugzeug fällt und mit anderen

im freien Fall Figuren bildet. Aber auch das Freeflying, bei

dem der Springer entweder im Sitzen (sitfly) oder mit dem Kopf

voran (head-down) durch die Luft schießt, ist ganz nach Kwiateks

Geschmack.

Der Fallschirmsport erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Was macht ihn denn so interessant? „Es lässt sich schwer in Worte

fassen“, sagt Kwiatek. „Man muss es einfach selbst erleben. Hat

man einmal eine Minute im freien Fall verbracht und gemerkt, wie

man mit kleinsten Bewegungen seinen Flug verändern kann, ist das

einfach gigantisch.“

Das Video dazu

finden Sie bei

Facebook unter

„KSB Company”

KSB forum 1 / 2015


16 Business

Neue Aufträge

Wasser aus der Tiefe

Betriebssicherheit steigern

Bis November dieses Jahres liefert KSB neue Läufer für Rohrgehäusepumpen

der Baureihe PHZ in den Schleusenanlagen Bachhausen,

Berching und Dietfurt am Main-Donau-Kanal in Deutschland.

Dort trägt unsere Technik seit 1992 zu einem reibungslosen Schifffahrtsverkehr

bei. Die Servicemitarbeiter können den kompletten

Läufer herausziehen, ohne das Gehäuse auseinanderzubauen. So

sind die Stillstandszeiten der Pumpen kürzer und die Lebenszykluskosten

reduzieren sich.

Mit neuen Pumpenläufern möchte der Kunde die Betriebssicherheit

der Pumpstationen weiter erhöhen.

RHD-Pumpen für chinesisches

Kernkraftwerk

Drei Speisewasserpumpen der Baureihe RHD plus Ersatzteile sind

bis Ende Januar 2017 für den zweiten Block des Kernkraftwerks

Shidaowan nahe der Stadt Rongcheng in der Provinz Shandong

(China) bestimmt. Die noch im Bau befindliche Anlage erhält einen

Druckwasserreaktor vom Typ CAP1400, einen der weltweit

sichersten seiner Art. Bei einer thermischen Reaktorleistung von

4.040 Megawatt wird der Block eine elektrische Bruttoleistung von

1.500 Megawatt erreichen, von denen 1.400 Megawatt netto in

das Stromnetz gelangen.

Die KSB AG liefert zunächst die Produkte an das Joint Venture

SEC-KSB, das wiederum den Kunden, die State Nuclear Power

Technology Company (SNPTC), bedient. Die KSB AG übernimmt

auch die Stringtests der Pumpen, also den kompletten Testaufbau

mit der Hauptpumpe RHD, Getriebe, Motor und der Vorpumpe

YNK. So lassen sich die Aggregate auf Herz und Nieren prüfen.

32 UPA-Pumpen, 32 Rückschlagventile und 20 Unterwassermotoren

inklusive Kühlvorrichtungen sind für den Einsatz in den Al-

Wasia-Brunnenfeldern in Saudi-Arabien bestimmt. Kunde ist die

National Water Company (NWC).

Die Brunnen sind mitten in der Wüste mit Bohrlöchern errichtet,

die 600 Meter tief sind. Täglich werden dort 200.000 Kubikmeter

sandiges, salziges und heißes Wasser aus dem Untergrund

gepumpt, gekühlt und mit der Technik der Umkehr-Osmose aufbereitet.

Das Wasser dient der Versorgung der Stadt Riad.

Sonnenkraft nutzen

KSB liefert bis Januar 2016 sieben Pumpen der Baureihen HGC

und WKTB inklusive Frequenzumrichtern und Motoren sowie

diverse Hochdruckarmaturen nach Israel. Die Aggregate sind für

das Solarkraftwerk Ashalim des Kunden Megalim Solar Power

bestimmt, ein Konsortium der Firma BrightSource Energy und des

französischen Alstom-Konzerns. Die Anlage entsteht derzeit in der

Negev-Wüste und wird Mitte 2017 den Betrieb aufnehmen. Sie

soll weltweit eine der größten thermosolaren Kraftwerke mit einer

Leistung von 121 Megawatt werden.

Israel hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 zehn Prozent seines

Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

KSB-Pumpen für gutes Klima

Bereits Ende Dezember letzten Jahres lieferte KSB mehrere Pumpen

der Baureihen Omega, ETN und CPKN mit explosionsgeschützten

Antrieben und Hochspannungsmotoren sowie Frequenzumrichtern

und Steuerungen für das Messe- und Kongresszentrum in

Shanghai (China). Es gilt als der weltweit größte Ausstellungskomplex

mit einer Baufläche von 1.470.000 Quadratmetern. Neben 16

Messehallen verfügt das Center über Bürogebäude, ein Einkaufszentrum

und ein Hotel. Die Pumpen kommen in der Klimatechnik

des Energieversorgungskomplexes zum Einsatz.

Deutschland

Frankreich

China

Israel

Saudi-Arabien

KSB forum 1 / 2015


17

Kanada

Mit Qualität gepunktet

Zehn Kondensatpumpen der Baureihe NLT inklusive Armaturen,

Verrohrung, Ersatzteilen und Steuerungssystem kommen ab Februar

2017 im Kernkraftwerk Hongyanhe in Wafangdian (China)

zum Einsatz. Die Anlage gehört zu den neuesten Kernkraftwerken

mit Druckwasserreaktoren des Typs CPR-1000.

Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an KSB war die Qualität

der Pumpen, mit denen der Kunde bereits in der Vergangenheit

gute Erfahrungen gemacht hat.

TBC helfen beim Ölsand-

Transport

Acht Feststoffpumpen der Baureihe TBC kommen ab dem dritten

Quartal 2015 in Fort McMurray (Kanada) zum Einsatz. Sie werden

in einer Mine des Unternehmens Canadian Natural Resources

(CNRL) Ölsand zur Bitumen-Produktion transportieren.

Für die US-amerikanische GIW Industries ist das der erste

große Auftrag von CNRL.

RHM-Pumpe entspricht hohen

Sicherheitsanforderungen

Bis Januar 2017 liefert KSB eine horizontale Speisepumpe der Baureihe

RHM, eine sogenannte Bare-Shaft-Pumpe ohne Motor, für

die Blöcke 5 und 6 des Kernkraftwerks Shin Hanul an der Ostküste

Südkoreas. Endkunde ist die Korean Hydro & Nuclear Power Co.

Ltd. (KHNP), eine der größten Energieversorgerinnen des Landes.

Die RHM kommt im Primärkreislauf des Kernkraftwerks zum

Einsatz. Sie versorgt die Dichtungssysteme der Hauptkühlmittelpumpen

mit Sperrwasser. Die Pumpe wird zum überwiegenden Teil

aus Austenit-Stahl gefertigt und entspricht dem ASME-Standard

Section III.

KSB hat in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl dieser Pumpen

für südkoreanische Kernkraftwerke geliefert (Shin Kori, Shin

Hanul 1 & 2, Shin Wolsong).

Auftragserfolg für

Tieftemperaturklappen

KSB hat im Dezember letzten Jahres zwei wichtige Auftäge zur

Ausstattung von Flüssiggastankern mit Tieftemperaturklappen

erhalten:

Bis September 2015 liefert KSB für eine der weltweit größten

Werften, der Samsung Heavy Industries Co. (Südkorea), 64 Klappen

der Baureihen DANAÏS TBT2 und TRIODIS TBT. Sie kommen

auf einem schwimmenden Seefahrzeug des malaysischen Mineralölkonzerns

Petronas zum Einsatz, das ab 2018 seinen Betrieb über

den Tiefsee-Gasfeldern vor dem Bundesstaat Sabah (Malaysia) aufnimmt.

Dort sollen pro Jahr 1,5 Millionen Kubiktonnen Flüssiggas

produziert werden. Das Seefahrzeug ist so wartungsarm konstruiert,

dass es mindestens 20 Jahre auf dem Meer bleiben kann, bevor

es ins Trockendock muss.

Für die Werft Hyundai Heavy Industries Co. in Südkorea liefert

KSB bis April 2016 rund 70 Tieftemperaturklappen der Baureihe

DANAÏS TBT2. Die Armaturen sind für einen Flüssiggas-Tanker

des Unternehmens Petronas bestimmt. Das Gefährt ist 290 Meter

lang, rund 50 Meter breit und hat eine Höhe von zwei Metern. Es

transportiert das umgewandelte Erdgas vom Kanowit-Gasfeld, das

sich 180 Kilometer vor der malaysischen Stadt Bintulu befindet, zu

Flüssiggas-Anlagen in der ganzen Welt.

China

Südkorea

Malaysia

KSB forum 1 / 2015


18 Business

Neue Aufträge

„Salzernte“ in China

30 Feststoffpumpen mit drehzahlgeregelten Antrieben liefert KSB

bis Mai dieses Jahres für schwimmende Raupenfahrzeuge, die Salze

und Phosphate aus einem der weltweit größten Salzseen in der

Provinz Qinghai (China) „ernten“. Der See befindet sich auf einer

Höhe von rund 3.000 Metern und liefert die Basisstoffe zur Produktion

von Kaliumchlorid (Kalidünger).

Abwasseraufbereitung

in Peking

56 Pumpen der Baureihen KRT, Amaline und Amacan sowie 102

Amaprop- und Amamix-Rührwerke aus Hallescher Produktion

kommen ab Mitte dieses Jahres in einer Abwasseraufbereitungsanlage

in Peking (China) zum Einsatz. Sie hat eine Tageskapazität von

300.000 Kubikmetern und ist eine der größten Anlagen der Beijing

Drainage Group. Die chinesische Hauptstadt möchte als erste

Kommune des Landes 100 Prozent ihrer Abwässer aufbereiten.

Wichtigen Grundstein gelegt

Für eine der weltweit größten Weizenstärkeanlagen der Firma Südzucker

in Zeitz (Deutschland) hat KSB im Dezember letzen Jahres

den Auftrag erhalten, 100 Pumpen der Baureihen KWP, MegaCPK,

Eta und RWCP zu liefern. Weizenstärke ist ein wichtiges Vorprodukt

für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Die Auslieferung

erfolgte innerhalb von drei Monaten.

Entscheidend für den Auftragserfolg war das schnelle Projektmanagement

der anbietenden Abteilung, des „Local Project

Sales Europa Mitte“, sowie deren gute Zusammenarbeit mit den

Vertriebsstellen „Deutschland Ost“ und „Deutschland Mitte“. Die

termingenaue Lieferung der Pumpen kann helfen, auch bei den ausstehenden

Armaturenaufträgen erfolgreich zu sein.

Robuste Pumpen

26 Heißwasser-Umwälzpumpen der Baureihe HPH sind bis Mai

2015 für Kraftwerke in China bestimmt. Sie kommen in den Synthese-

und Verbrennungsprozessen der Anlagen zum Einsatz und

müssen hohen Drücken und Temperaturen standhalten.

Gefeit gegen hohe Drücke

und Temperaturen

Für eine Kupfer- und Goldschmelzanlage in der Provinz Hunan

(China) liefert KSB bis August dieses Jahres Pumpen der Baureihen

HGC und HPH. Sie dienen der Kesselspeisung und der Heißwasserumwälzung.

Die Pumpengehäuse, Laufräder, Wellen und

Wellenschutzhülsen werden aus Edelstahl gefertigt. Grund sind die

hohen Drücke und Temperaturen in der Anlage.

Die vergleichsweise kurze Lieferzeit sowie die gute Produktqualität

waren ausschlaggebend für den Erhalt des Auftrags.

Deutschland

China

KSB forum 1 / 2015


Mitarbeiter

19

P 3 / Performance Evaluation

Kompetenzen entwickeln

Entsprechend dem Leistungsgedanken, der bei KSB in den Fokus

rückt , ist es bei der „Performance Evaluation“ (Leistungsbeurteilung)

wichtig, die Kompetenzen der Mitarbeiter zu besprechen und sie

weiterzuentwickeln. Dabei helfen nicht nur Trainings.

Die Performance Evaluation ist Bestandteil

des globalen KSB-HR-Prozesses, der

sowohl die Leistung als auch die Kompetenzentwicklung

der Mitarbeiter in den

Mittelpunkt stellt. KSB wird nur dann

erfolgreich sein, wenn auf jeder Position im

Unternehmen die Mitarbeiter richtig eingesetzt

sind. Sie müssen über die notwendigen

Kompetenzen verfügen, um die Anforderungen

der Position zu erfüllen und bereit

sein, ihre Fähigkeiten mit Engagement

einzubringen. Beurteilungssysteme dienen

der Orientierung, auf welche Kompetenzen

es im Unternehmen ankommt und wie der

einzelne Mitarbeiter diese beherrscht.

Die erste Beurteilungsrunde der Performance

Evaluation läuft noch bis 30. Juni

dieses Jahres. In den daran anschließenden

Gesprächen vermitteln die Vorgesetzten

ihren Mitarbeitern, wie sie ihre Leistung

einschätzen. Es geht darum, eine realistische

und ehrliche Rückmeldung zu geben. Wie

hat der Vorgesetzte die Arbeit des Mitarbeiters

erlebt? Wie kann der Mitarbeiter seine

Leistung verbessern? Die in diesen Gesprächen

vereinbarten Maßnahmen sollen die

persönliche und berufliche Entwicklung des

Mitarbeiters fördern. Trainings sind allerdings

nicht immer die einzige Möglichkeit.

Kompetenzen können auch am Arbeitsplatz

und innerhalb der Abteilung entwickelt

werden. So kann eine Aufgabenerweiterung,

ein systematischer Austausch mit

Kollegen oder regelmäßiges Feedback die

Entwicklung der Mitarbeiter fördern. Auch

externe Veranstaltungen wie Messen, Kongresse

und Vorträge tragen dazu bei, neue

Impulse zu geben. Wichtig ist, dass Mitarbeiter

und Führungskräfte miteinander im

Gespräch bleiben.

Nähere Informationen, Ansprechpartner

und Formulare sind im Intranet hinterlegt:

Arbeitshilfen > Formulare > Formulare_de

> Performance Evaluation.

Kompetenzen, die KSB

erfolgreich machen

Die Unternehmensziele, langjährige

Erfahrung und die KSB-Kultur sind die

Basis für einen gemeinsamen Erfolg.

Daraus abgeleitet benötigen KSB-Mit-

arbeiter und -Führungskräfte spezifische

Kompetenzen, die im Folgenden kurz

beschrieben sind. Sie dienen der Orientierung

und sind weder ausschließlich

noch vollständig.

1. Kernkompetenzen: Sie spiegeln

die Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die

alle Mitarbeiter weltweit und unabhängig

von Funktion und Position benötigen.

■■

■■

■■

■■

■■

Den Geschäftserfolg in den Mittelpunkt

stellen. Sein eigenes Verhalten

auf den Unternehmenserfolg ausrich-

ten und Verantwortung übernehmen.

Initiative und Antrieb zeigen. Die

Dinge von sich aus angehen, sich enga-

gieren und Hindernisse überwinden.

Professionell handeln. Eine effektive

und effiziente Arbeitsweise sowie eine

kundenorientierte Haltung einnehmen.

Sich in der Zusammenarbeit souverän

und vertrauensvoll zeigen.

Persönliches Verhalten reflektieren,

konstruktiv kooperieren und die KSB-

Werte vorleben.

Fachlich kompetent sein. Das eigene

Fachgebiet effektiv und effizient

beherrschen.

2. Führungskompetenzen: Sie

spiegeln die Rolle und die Verantwortung

aller KSB-Führungskräfte sowie das

erwartete Führungsverhalten, unabhängig

von Funktion oder Position.

■■

■■

■■

Mitarbeiter ergebnisorientiert

führen. Aufgaben, Prozesse, Produktivität

und Verbesserung in den Mittelpunkt

stellen.

Mitarbeiter leistungsorientiert

führen. Mitarbeiter und Team moti-

vieren, ihr Bestes zu geben.

Mitarbeiter entwickeln. Die Fähigkeiten

der Mitarbeiter stärken und

entwickeln.

KSB forum 1 / 2015


20 Mitarbeiter

Katalogpreislisten

Ein guter Prozess erleichtert

Ein Projektteam hat im vergangenen Jahr den kompletten Prozess der Erstellung

von Katalogpreislisten analysiert und Schwachstellen erkannt. Ein verbesserter und

neu strukturierter Prozess lässt Abläufe zukünftig straffer und koordinierter

vonstattengehen.

Hilfreiche Kataloge: Die KSB-Katalogpreislisten informieren Kunden

unter anderem über die Preise der Produkte.

KSB forum 1 / 2015


21

das Arbeiten

Hinweis

Den kompletten Prozess zur Erstellung der Katalogpreislisten finden

Sie demnächst in Form eines Prozessassistenten im Intranet.

Unter dem Begriff „Katalogpreislisten“ versteht man Verzeichnisse

in Katalogform, mit deren Hilfe sich Kunden über die wichtigsten

Eigenschaften und Preise der KSB-Produkte informieren. Diese

Preislisten, die teilweise mehrere Hundert Seiten stark sind, erstellt

man in einem Redaktionssystem. Preise und einige Produktdaten

fließen direkt aus dem SAP-System der teilnehmenden KSB-Gesellschaften

ein, Übersetzungen werden aus den entsprechenden Systemen

übernommen und in vordefinierten Layouts eingefügt.

Einige KSB-Ländergesellschaften in Europa und Asien bestellen

die zentral in Deutschland produzierten Katalogpreislisten, um sie

an ihre Kunden weiterzugeben. Sie profitieren von der Aktualität

der Daten und haben vor Ort nur noch einen geringen Aufwand

damit. Je mehr Landesgesellschaften diese Leistung nutzen, desto

mehr reduzieren sich die Kosten für lokale redaktionelle Tätigkeiten

und desto einheitlicher präsentiert sich KSB seinen Kunden. Da

die Prozesse automatisiert sind, müssen jedoch alle Beteiligte die

Termine genau einhalten.

„In der Vergangenheit haperten die Abläufe allerdings an

etlichen Stellen“, berichtet Kathrin Schneider aus dem „Produktmanagement

Serienpumpen“ und verantwortlich für das Projekt

„Katalogpreislisten“. „Es gab schlecht definierte Verantwortlichkeiten,

kaum Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen und

zu viele Korrektur- und Abstimmungsschleifen; sie führten immer

wieder zu Störungen im Ablauf.“ Abhilfe bringt nun ein klar strukturierter

und dokumentierter Prozess, an dem sich die involvierten

Abteilungen orientieren: das Produktmanagement für Pumpen und

Armaturen, die Technische Dokumentation, die Übersetzungsabteilung,

das Pricing-Team, die Medienerstellung, der Verkauf und die

Ländergesellschaften.

Ein im Mai letzten Jahres aufgestelltes Projektteam hat sich der

Aufgabe angenommen.

Defizite behoben

Während der Analyse des bisherigen Prozesses kamen die Schwachstellen

zum Vorschein. Bei vielen mit Produktcodes dokumentierten

Pumpen und Armaturen war beispielsweise nicht erkennbar, wie

deren Preise zustandekommen. Deshalb erhalten nun – mit Ausnahme

weniger Armaturen – alle in den Katalogen aufgeführten

Produkte Materialnummern. Mit deren Hilfe kann man nachvollziehen,

wie sich die Preise zusammensetzen.

Ein weiteres Manko war die fehlende Termintreue. So gehen

Informationen über Neuerungen und Änderungen bei Pumpen und

Armaturen nicht immer fristgerecht bei der Technischen Dokumentation

ein. „Wenn die Beteiligten die Abgabetermine nicht einhalten,

hat das Auswirkungen auf alle nachfolgenden Prozessschritte

und gefährdet den vereinbarten Liefertermin“, so Schneider. „Zukünftig

nehmen wir alle involvierten Bereiche mehr in die Pflicht,

den vereinbarten Zeitplänen nachzukommen.“ Vertreter aus dem

Produktmanagement, der Technischen Dokumentation und den

Ländergesellschaften legen in einem Abstimmungs-Workshop zu

Beginn jedes Jahres Termine fest, die dann alle Beteiligten über

Outlook erhalten. Der Vorteil: Das System erinnert rechtzeitig daran,

wann die Abgabe zu erfolgen hat.

Auch die zahlreichen Korrekturschleifen zur Prüfung der

technischen Daten und Preise stellte das Projektteam in Frage.

Die „technischen Änderungen“ soll das Produktmanagement in

Zukunft direkt an die Technische Dokumentation melden. Die

Mitarbeiter dort pflegen diese sofort ins Layout ein und schicken

alles wieder an das Produktmanagement zur einmaligen Prüfung.

Änderungen sind bis zum festgelegten Redaktionsschluss möglich.

Die „preisliche Korrektur“ erfolgt im neuen Prozess nun automatisiert.

Ein Programm simuliert die Preisbildung und meldet, wenn

es Unregelmäßigkeiten erkennt. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens:

Die Fehlerquote sinkt deutlich!

Darüber hinaus erhalten die Katalogpreislisten ein einheitliches

Erscheinungsbild. Hatte in der Vergangenheit jedes Land eigene

Titelblätter für seine Katalogpreislisten, legt zukünftig die Abteilung

„Geschäftsentwicklung“ fest, welche Produktabbildungen auf

den Titeln der Kataloge erscheinen.

„Die ersten Maßnahmen konnten wir schon für die Katalogpreislisten

2015 umsetzen“, erläutert Schneider. „Für die Kataloge

2016 ziehen wir im Laufe dieses Jahres den Erstellungsprozess

konsequent durch. So können wir dem Wunsch der Ländergesellschaften

nachkommen, den Kunden die Katalogpreislisten immer

rechtzeitig zukommen zu lassen.“

KSB forum 1 / 2015


22 Business

Wer sind unsere Kunden?

2. Die Anlagenbauer

Im Projektgeschäft müssen die Anbieter mit spezifisch konstruierten

Produkten überzeugen. KSB unterstützt Anlagenbauer mit professionellem

Know-how und bietet maßgeschneiderte technische Lösungen an. Das forum

stellt in einer Serie unsere wichtigsten Kundengruppen vor.

Sebastian Huchatz und Helge Kahrmann

betrachten sich am Rechner die aktuelle

Version eines Kesselspeisepumpen-Aggregates.

Die beiden Ingenieure haben bereits

mehrere Wochen Arbeit in die Angebotsbearbeitung

gesteckt. Die Auslegeparameter

der Pumpe sowie die technischen Spezifikationen

des Aggregats ändern sich häufig

während der Projektierungsphase. Manchmal

müssen die Spezialisten ganze Komponenten

austauschen. „Im Projektgeschäft ist

vieles im Fluss“, erklärt Bernd Hoffmann,

Leiter „Globaler Projektverkauf Konventionelle

Energie & Entsalzung“. „Der Aufwand

bei der Angebotserstellung ist deshalb

erheblich.“ Das bedeutet viel Arbeit im

Vorfeld. Dabei nutzen die Projektingenieure

IT-gestützte Auslegeprogramme, um ihre

Komponenten immer wieder anzupassen.

Dies beinhaltet die zugehörigen Handelsteile

wie Motor, Regelkupplung, Getriebe,

Frequenzumformer und Mindestmengenanlagen

mit den Lieferanten abzustimmen.

Unsere Kunden aus dem Anlagenbau

realisieren technische Großanlagen für

verschiedene Endkunden, etwa für Industrieunternehmen,

Energieversorger sowie

die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Dafür

benötigen sie Pumpenaggregate, die

spezifizierte Aufgaben erfüllen müssen.

Anlagenbauer sind anspruchsvolle Kunden.

Jede Anlage ist individuell und keine Maschine

gleicht einer anderen. Da ist die hohe

Ingenieurskunst gefragt. Im globalen Projektgeschäft

gewinnt KSB daher auch nur

Aufträge, wenn die angebotene Technik den

Spezifikationsanforderungen entspricht.

Frühzeitiges Einsteigen

Weltweite Großprojekte wie der Bau eines

neuen Kraftwerks oder einer Entsalzungsanlage

steuert der Globale Projektverkauf.

Der Globale Verkauf identifiziert und

entwickelt Projekte, die für KSB in Frage

kommen. „Ein frühzeitiges Einsteigen ist

wichtig“, so Hoffmann. „Wir müssen alle

Informationen zum Projekt zusammentragen

und mit allen Beteiligten in den verschiedenen

Ländern eng zusammenarbeiten,

um am Ende erfolgreich zu sein.“ Über

Ausschreibungen oder Projektanfragen entsteht

der Kontakt zu den Anlagenbauern.

Während der Angebotsphase, die sich über

mehrere Wochen oder Monate hinziehen

KSB forum 1 / 2015


23

Angebotsbearbeitung: Am Rechner entstehen hochkomplexe

technische Lösungen. Ändern die Anlagenbauer die Vorgaben,

passen die Projektingenieure Sebastian Huchatz (links) und Helge

Kahrmann das Angebot an.

KSB forum 1 / 2015


24 Business

Maßgeschneiderte Lösung: Während der Projektierungsphase ändern sich häufig die technischen

Spezifikationen. „Im Projektgeschäft ist vieles im Fluss“, sagt Bernd Hoffmann, Leiter „Globaler

Projektverkauf Konventionelle Energie & Entsalzung“.

kann, besprechen die KSB-Projektingenieure

im Detail die technische Ausführung

der verschiedenen Pumpen und Armaturen.

Darüber hinaus vereinbaren sie den genauen

Liefer-, Dokumentations- und Leistungsumfang

und regeln die kaufmännischen Bedingungen

in einem umfassenden Vertrag.

In einem kontinuierlichen Prozess klären

die Beteiligten alle technischen und kommerziellen

Einzelheiten des Projektes. Dabei

ist der Projektmanager auf die Zuarbeit der

einzelnen Fachbereiche angewiesen. Auch

der zuständige regionale KSB-Mitarbeiter,

bei dem die Kundenverantwortung liegt,

unterstützt nach besten Kräften. Projektgeschäft

ist Teamwork.

Das ist Alstom

Kunden erwarten Unterstützung

Die Anlagenbauer haben klare Vorstellungen

an unser Unternehmen. „Wir erwarten,

dass KSB uns schon während der Ausschreibungsphase

bestmöglich unterstützt“,

erklärt Christophe Gigoi, der beim französischen

Konzern Alstom in der Sparte

Power arbeitet. „Ebenso wesentlich sind für

uns aber auch eine transparente Kommunikation

und eine schnelle Reaktionszeit.“

Für Anlagenbauer ist es wichtig, dass

der Lieferant sich an die getroffenen Vereinbarungen

hält. „Die Lieferung erwarten wir

gemäß des Terminplans“, so Gigoi. Die einzelnen

Schritte zeitlich zu koordinieren, ist

beim Anlagenbau besonders entscheidend,

damit die Übergabe an den Endkunden

Der französische Konzern fertigt weltweit Anlagen und Produkte für die Stromerzeugung, die

Energieübertragung und die Schieneninfrastruktur. In rund 100 Ländern beschäftigt Alstom

etwa 93.000 Menschen. Das Unternehmen erzielt dabei einen Umsatz von mehr als 20

Milliarden Euro.

Der börsennotierte Konzern hat seinen Sitz in Levallois-Perret bei Paris. Hier entstand das

Unternehmen durch die Fusion zweier Firmen im Jahr 1928.

Zum Portfolio von Alstom gehören schlüsselfertige Kraftwerke, die Strom aus Gas, Kohle,

Wasser, Wind und Solarwärme erzeugen. Bei diesen Projekten unterstützt KSB das französische

Unternehmen seit Jahrzehnten partnerschaftlich.

zum geforderten Termin stattfinden kann.

„Wir sind darauf angewiesen, dass KSB uns

während der Montage und der Inbetriebnahme

mit aller Kraft unterstützt.“

Hoffmanns Bereich betreut weltweit

Projekte für konventionell betriebene

Kraftwerke. Darüber hinaus bearbeiten sie

Projekte zum Bau von Entsalzungsanlagen

und solarthermischen Kraftwerken. Das

Projektgeschäft ist heute schwierig. „Der

Markt hat sich verändert, die Zahl der konkurrierenden

Anlagenbauer vervielfachte

sich“, berichtet Hoffmann. Der Konkurrenzkampf

um die Projekte sei enorm, sinkende

Erlöse die Folge.

In der Regel treffen die Endkunden eine

Vorauswahl möglicher Lieferanten. Wer am

Ende das Rennen macht, entscheidet der

Anlagenbauer. Manchmal sind auch Planer

und Berater mit von der Partie, sodass KSB

die Wünsche mehrerer Parteien berücksichtigen

muss, um einen Auftrag zu gewinnen.

Will KSB einen Auftragserfolg verbuchen,

bedarf es aber nicht nur einer komplexen

und passenden technischen Lösung.

„Wir kaufen nur zu wettbewerbsgerechten

Preisen“, so Alstom-Manager Gigoi.

Letztlich entscheidet also der Preis. Damit

der stimmt, bilden die Projektingenieure

im Globalen Projektverkauf Pakete mit

Produkten aus der gesamten KSB-Gruppe.

„Unser Ziel ist den Auftrag für KSB zu

sichern“, erklärt Hoffmann. „Wir haben

nicht nur das Wohl einer einzelnen Gesellschaft

wie der KSB Aktiengesellschaft

im Blick.“ Das erhöht zwar den internen

Abstimmungsaufwand. Doch das lohnt

sich. „Wenn wir gemeinsam mit unseren

Ansprechpartnern in der Welt die richtigen

Entscheidungen treffen, profitiert KSB als

Ganzes“, so Hoffmann. So könne beispielsweise

ein Mix aus mehreren Produkten, die

von verschiedenen Fertigungsstandorten

stammen, zum Erfolg führen. Voraussetzung

hierfür sei eine funktionierende länder-

und gesellschaftsübergreifende Kommunikation.

KSB forum 1 / 2015


Produkte und Technik

25

Ecochem Non-Seal

Spaltrohrmotorpumpe für höchste Ansprüche

Im Mai dieses Jahres kommt die neue Pumpenbaureihe Ecochem Non-Seal auf den Markt.

Sie ist für den Einsatz in der Verfahrens- und Prozesstechnik vorgesehen. Das Produkt kombiniert

die bewährte KSB-ISO-Hydraulik mit dem Spaltrohrmotoren-Programm von Nikkiso.

Die leckagefreie Ecochem Non-Seal fördert

aggressive, entflammbare und explosive

Flüssigkeiten in der chemischen und petrochemischen

Industrie. Sie komplettiert

somit das KSB-Produktprogramm für

diesen Marktsektor. Das Einsatzgebiet der

Spaltrohrmotorpumpen ist durch ihre

leckagefreie Konstruktion deutlich größer

als bei anderen Kreiselpumpen. Die Sicherheit

steht im Vordergrund. Alleinstellungsmerkmal

der Ecochem ist die etablierte

elektronische Überwachung des Lagers per

E-Monitor. Einen zusätzlichen Schutz bietet

die Überprüfung des Stator-Spaltrohrs mittels

Druckschalter am Statorraum. Die Ecochem

vereint weitere Vorteile der Spaltrohrmotorpumpen:

wenig Platzbedarf, geringe

Geräuschemission und serienmäßiger

Ex-Schutz. Außerdem ist beim Aufstellen

kein aufwändiges Ausrichten von Motor,

Kupplung und Gehäuse nötig.

Die Ecochem Non-Seal ist eine Innovation

des Joint Ventures Nikkiso-KSB.

Die Zusammenarbeit zwischen KSB und

Nikkiso gilt als beispielgebend für zukünftige

Produktentwicklungsvorhaben.

Unter anderem erfolgte der Austausch

technischer Informationen über eine webbasierte

Plattform. Außerdem schätzten

die Kunden die gemeinsamen Besuche des

KSB-Vertriebs mit den Spezialisten von

Nikkiso-KSB.

KSB wird die Ecochem-Baureihe in

Europa und im Mittleren Osten vertreiben

und in diesen Märkten zum zweitgrößten

Anbieter von Spaltrohrmotorpumpen werden.

Darüber hinaus kümmert sich KSB in

diesen Regionen um den Verkauf der Nikkiso-Spaltrohrmotorpumpen-Baureihe

SGM.

Als etabliertes und bekanntes Produkt hat

die Spaltrohrmotorpumpe des japanischen

Partners dort einen sehr guten Namen.

Im Juni präsentiert KSB die Ecochem

Non-Seal auf der Achema in Frankfurt.

Darüber hinaus wirbt KSB mit Fachpressemeldungen,

Fachartikeln, Broschüren und

Anzeigen für die Ecochem Non-Seal.

KSB forum 1 / 2015


26 Business

Industrie 4.0@KSB

Wachstum durch smarte

Eine 2015 bei KSB ins Leben gerufene Task-Force soll das Unternehmen fit

machen für die vierte industrielle Revolution. Der Begriff „Industrie 4.0“

bezog sich zunächst ausschließlich auf die Fertigungstechnik. KSB geht jedoch

einen Schritt weiter: Mit Hilfe der Internet- und Automatisierungstechnologie

möchte man neue Geschäftsmodelle generieren.

Die Wirtschaft steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution.

Durch das Internet getrieben, wachsen reale und virtuelle

Welt zusammen. Was man in Deutschland mit dem Stichwort

„Industrie 4.0“ bezeichnet, versuchen mittlerweile alle großen

Industrienationen weltweit umzusetzen: die Informatisierung der

Fertigungstechnik. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory),

die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und

Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Lieferanten in

Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet.

KSB fasst den Begriff „Industrie 4.0“ allerdings weiter. „Mit

smarten Produkten und Dienstleistungen möchten wir neue Geschäftsmodelle

und damit Wachstum für KSB generieren“, erläutert

Dr. Thomas Paulus, Leiter „Sales Support“. Er führt das Task-

Force-Team an, in dem auch die Unternehmensbereiche „Technologie“,

„IT“, „Strategie“, „Marketing“, „Pumpen“, „Armaturen“

und „Service“ vertreten sind; miteinbezogen werden auch die Bereiche

„Produktion“ und „HR“. Die Arbeitsgruppe kanalisiert alle

Ideen, die man als Geschäftsmodelle realisieren kann und die für

KSB und die Kunden einen echten Mehrwert bringen. Einige davon

werden derzeit als konkrete Projekte verfolgt.

Viele Ideen warten auf Umsetzung

Ein Beispiel dieser Vorhaben ist „PumpCall“. Darunter versteht

man eine App, die einfache Effizienzschätzungen bei Pumpen

ermöglicht. Nur anhand der Pumpengeräusche erkennt die App,

in welchem Betriebspunkt sich das Aggregat befindet. Im Falle

Industrie 4.0

„Industrie 4.0“ steht in Deutschland als Synonym für die vierte industrielle

Revolution. Generell hat das Thema jedoch weltweit Bedeutung

erlangt. Mit der Verschmelzung von Internet-Technologien und Maschinenbau

sollen Werkstücke, Werkzeuge und Maschinen kommunikationsfähig

werden. Dies soll den Produktionsprozess neu organisieren

und revolutionieren. In der vernetzten Fabrik steuern intelligente Produkte

den Fertigungsprozess, der komplette Lebenszyklus eines Produktes

wird verfolgbar. Menschen, Maschinen und Produktionsmittel kommunizieren

über die ganze Wertschöpfungskette von der Entwicklung

bis zum Service miteinander. Man digitalisiert Produktionsprozesse

und Produkte, Hersteller, Lieferanten sowie Kunden werden miteinander

vernetzt.

Der Begriff „Industrie 4.0“ kam erstmals 2011 zur Hannover-Messe auf.

Zwei Jahre später nahm die von den drei deutschen Branchenverbänden

Bitkom, VDMA und ZVEI eingerichtete Plattform Industrie 4.0 ihre Arbeit

auf. Sie koordiniert alle Aktivitäten ihrer Mitgliedsunternehmen.

Kommunikation und Vernetzung: Smarte Lösungen brauchen

geeignete IT-Voraussetzungen.

KSB forum 1 / 2015


27

Geschäftsmodelle

eines erkannten Einsparpotenzials, beispielsweise beim Betrieb der

Pumpe in Teillast, kann der Nutzer direkt mit dem zuständigen

KSB-Ansprechpartner in Kontakt treten. Dieser erhält gleichzeitig

alle notwendigen Daten inklusive der Angabe, an welchem Ort sich

die Pumpe befindet.

In einem weiteren Beispiel geht es um Equipment Management.

Die Idee ist, zukünftig KSB-Pumpen mit einem Label zu versehen,

auf dem alle relevanten Informationen wie Standort, technische

Daten, Zeichnungen, Betriebsanleitungen, Wartungen und Reparaturen

sowie Prüfberichte gespeichert sind. Servicetechniker

können diese dann beispielsweise mit Hilfe eines Smartphones oder

eines Tabletcomputers abrufen und weiterverarbeiten. Alle Daten

werden zentral verwaltet. Ein Berechtigungskonzept legt die Daten

fest, die KSB an Kunden weitergibt. Die Grundlage für diese Idee

hat die KSB Belgium S.A. 2012 mit dem Easy-Maintenance-System

gelegt (forum 3 / 2014); KSB Slowenien hat ein ähnliches System

eingeführt. Ziel ist es nun, eine konzernweite Lösung zu finden, die

alle KSB-Gesellschaften nutzen können.

„Wir haben noch viele Ideen in petto, die wir in der Task-Force

bewerten müssen, um sie im Anschluss dann so schnell wie möglich

zu realisieren“, berichtet Dr. Paulus. „Außerdem müssen wir uns

auf unsere zukünftigen Kunden einstellen, die mit Apps, Clouds

und smarten Produkten aufwachsen.“ Man stelle sich nur vor, dass

KSB-Mitarbeiter irgendwann die Daten von Ersatzteilen zum Kunden

schicken, diese dort per 3-D-Druckertechnologie erzeugt werden

und ein KSB-Servicetechniker die Ersatzteile gleich einbaut!

Voraussetzungen schaffen

Um all diese Ideen umsetzen zu können, sind jedoch die IT-Voraussetzungen

zu schaffen. Dazu zählen das Cloud Computing (dt.

Rechnen in der Wolke), deren Nutzer Daten in einem entfernten

Rechenzentrum speichern, sowie IT-Integrations-Plattformen, um

alle Systeme miteinander zu vernetzen. Dies erfordert die Einbindung

der KSB-IT-Experten.

Um sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen, gibt es in den

für KSB relevanten Fachverbänden entsprechende Industrie-4.0-

Arbeitsgruppen. Dr. Paulus ist beim „Zentralverband Elektrotechnik-

und Elektronikindustrie“ (ZVEI) Mitglied des Führungskreises,

KSB ist zudem im Verband Deutscher Maschinen- und

Anlagenbau“ (VDMA) vertreten. „Wir müssen uns diesem Thema

stellen. Wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer“, so der

Leiter „Sales Support“.

Machen KSB fit für die Zukunft: (v. l.) Christoph Emde, Torsten Gabelmann, Daniel Gontermann, Dr. Thomas Paulus, Kerstin

Gontermann, Andreas Hugo Kessen, Dr. Gerd Janson; es fehlen Stefan Reutter, Karsten Kreher und Dr. Manfred Oesterle

KSB forum 1 / 2015


28 Deutschland

Pumpenmodell

„Betti“ mit dem „Klein’schen Herz“

Sitzendorf Manchmal ist es Liebe auf den aus Frankenthaler Produktion war zu ihrer

ersten Blick. So zumindest bei Lothar Matrian „aktiven“ Zeit in der ehemaligen Lederfabrik

aus Dortmund, einem Hobby-Modellbauer. Er „Otto Metzner“ in Rudolstadt im Einsatz.

entdeckte im Dampfmaschinenmuseum Sitzendorf

in Thüringen das Original einer einstufi-

Man geht davon aus, dass die KSB-Pumpe eine

Dort diente sie ab 1908 der Vakuumerzeugung.

gen KSB-Saugluftpumpe für Dampfantrieb des der ältesten deutschlandweit noch erhaltenen

Typs „Betti“ aus dem Jahr 1907. Die Pumpe Dampf-Luftpumpen dieser Bauart ist.

Elegante Form, gepaart mit präziser Arbeit: das „Betti“-Modell von Lothar Matrian

„Ich war sofort fasziniert, machte viele

Fotos und nahm Maß an Betti“, so der begeisterte

Modellbauer. Danach wandte er sich

an KSB mit der Bitte, weitere Informationen

über die Pumpe zu erhalten. KSB-Ruheständler

und -Archivar Albert Bader versorgte ihn

mit reichlich Material. Eine Besonderheit an

Betti: das „Klein’sche Herz“, auf das der

KSB-Firmengründer Johannes Klein im Jahr

1882 sein drittes Patent erhielt. Dieses in der

Produktion häufig verwendete, herzförmige

Maschinenelement ersetzte die gängige

Kolbenpleuelstange. „Betti“ leistete 3,6 PS

bei 200 Umdrehungen in der Minute. Dabei

saugte sie 217 Kubikmeter Luft pro Stunde.

Um auch anderen die Eleganz und Präzision

von „Betti“ näherzubringen, stellte Matrian

sein „Betti“-Modell mittlerweile in der Zeitschrift

„Maschinen im Modellbau“ vor.

Historische Pumpe

„KSB-Pumpenschätzchen“ entdeckt

Berlin Die Arena Berlin ist ein multifunktionelles

Veranstaltungsgebäude im Ortsteil

Alt-Treptow, direkt an der Spree gelegen.

Sie wurde 1927 als Betriebshof der Allgemeinen

Berliner Omnibus AG errichtet und

war damals eine der größten freitragenden

Hallen Europas. Seit 1995 steht sie für kulturelle

Großveranstaltungen zur Verfügung.

Der denkmalgeschützte Komplex verbindet

heute die Atmosphäre der industriellen Architektur

der 1920er-Jahre mit der modernen

Infrastruktur der Gegenwart.

Philip Storch, Leiter „TSS Pumpen

Halle“, stieß bei einem Familienausflug in

Berlin-Alt-Treptow auf – wie er sagt – ein

„KSB-Pumpenschätzchen“, das sich vor der

Arena in unmittelbarer Nähe des berühmten

„Badeschiffs“ befindet. Es handelt sich um

eine zweistufige Feuerlösch- und Sprinklerpumpe

aus den 1920er-Jahren mit druckseitiger

Sammelleitung und Absperrarmaturen.

Ein Stück KSB-Geschichte in Berlin: Vor der historischen

Halle in Berlin-Alt-Treptow ist eine alte

Sprinklerpumpe platziert.

KSB forum 1 / 2015


29

Wissensfabrik

Für echte Mitmacher

Frankenthal Im Jahr 2005 gründeten neun

Unternehmen, darunter die BASF, Bosch und

KSB, die Wissensfabrik, um Bildung und Unternehmertum

zu fördern. Die Initiative will die

Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland

sichern.

Sägen, hämmern, feilen – beim Projekt

„Kinder entdecken Technik“ lassen sich die

Grundschüler kaum bremsen. Ganz nebenbei

lernen sie physikalische Zusammenhänge

kennen und erhalten so Antworten auf praktische

Fragen, zum Beispiel warum eine Brücke

stabil ist. Die Projekte der Initiative „Wissensfabrik

– Unternehmen für Deutschland e.V.“

setzen auf die Neugier und die Faszination

von Kindern und Jugendlichen, um sie für

Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft

zu begeistern. Darüber hinaus fördern die

Mitglieder auch Start-up-Firmen, indem sie

ihnen fachkundige Ratgeber zur Seite stellen.

Die Unternehmensinitiative feiert in

diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und

veranstaltete im Februar in Berlin eine Pressekonferenz.

„Die Wissensfabrik ist eine echte

Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft“,

sagte Sigmar Gabriel, Bundesminister für

Wirtschaft und Energie, bei seiner Gratulation

zum Jubiläum. In zehn Jahren stieg die

Anzahl der beteiligten Unternehmen von

neun auf 124. Die Wissensfabrik versteht

sich als Mitmach-Initiative, die praxisnahe

Lernkonzepte entwickelt und umsetzt sowie

Unternehmensgründer fördert. Bis heute vereinbarten

die Mitglieder etwa 2.500 Bildungspartnerschaften,

schulten 12.000 Lehrer und

erreichten so 700.000 Kinder sowie 180 neu

gegründete Unternehmen.

Damit die Schulen junge Menschen künftig

besser auf ihr Arbeitsleben vorbereiten,

fordern die Wissensfabrik-Mitglieder, das

Fach ökonomische Bildung flächendeckend

einzuführen. Gabriel versprach, diesen

Wunsch zu unterstützen: „Junge Menschen

sind daran interessiert, wie Gesellschaft und

Wirtschaft funktionieren.“

Voller Tatendrang: Die Wissensfabrik-Projekte beinhalten lebendige und praxisnahe Bildungsangebote.

Sie nutzen dabei den Spieltrieb und die natürliche Neugier von Kindern.

„KSB ist Teil der Wissensfabrik, weil

Deutschland auch in Zukunft hervorragend

ausgebildete Menschen braucht“, so Prof.

Dieter-Heinz Hellmann in Berlin über das

Engagement unseres Unternehmens. Der

Vorstandsvorsitzende der KSB Stiftung entscheidet

als Mitglied des Lenkungskreises

der Wissensfabrik mit über die Strategie der

Initiative. KSB fördert besonders die Bildung

von Kindern und Jugendlichen. So kamen bisher

22 Bildungspartnerschaften mit Schulen

und Kindertagesstätten im Umfeld der Standorte

Frankenthal, Halle und Pegnitz zustande.

Dabei unterstützen zahlreiche ehemalige

Mitarbeiter ehrenamtlich die Wissensfabrik-

Projekte. Auch Auszubildende engagieren sich

für die Initiative.

KSB forum 1 / 2015


30 Deutschland

Ausbildung

Wichtige Hinweise

Gut zu wissen: In Halle veranstaltete die Ausbildungsabteilung einen Workshop mit Hauptkommissar

Wilfried Krüger (vorn, 2. v. r.).

Halle Wann muss ich in einen Streit eingreifen?

Was muss mein Fahrrad alles haben,

damit es verkehrssicher ist? Diese und viele

weitere Fragen stellten Auszubildende des ersten

und zweiten Lehrjahres Hauptkommissar

Wilfried Krüger. Er leitete einen Workshop zu

den Themen „Strafrecht“, „Verkehrsrecht“,

„legale und illegale Drogen“ sowie „Toleranz

und Akzeptanz“. In seinen Ausführungen

hob Krüger immer wieder hervor, welche

wichtige Rolle Eltern spielen, um Straftaten

vorzubeugen.

„Unsere Auszubildenden waren sehr

interessiert und haben dem Hauptkommissar

Löcher in den Bauch gefragt“, berichtet

Ausbildungsleiter Dirk Simon. „Er hat ihnen

in vielen Fällen wichtige Hinweise und Ratschläge

gegeben.“

Ausbildung

Schlaue Köpfe

Pegnitz / Hof Ende letzten Jahres hat die

Hochschule Hof Bachelor- und Masterstudenten

geehrt, die zu den besten zehn Prozent in

den Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften

zählen. Zu den Ausgezeichneten gehörten

neun KSB-Verbundstudenten: Kristin Kohl,

Super gemacht: Viel Lob erntete Julia Meyer von Dr. Alexander Böhm (l.), Leiter „Werkstofftechnik“,

sowie von Roland Haber (r.), Ausbildungsleiter in Pegnitz, und Ausbilder Georg Herzing.

Andreas Preisinger, Benjamin Preiß, Christian

Schmidt, Christopher Schraml und Amanda

Thumbeck (alle Maschinenbau), Patrick

Meyer und Eva Ollert (Wirtschaftsingenieurwesen)

sowie Corinna Schmitt (Betriebswirtschaft).

Doch nicht nur die Studenten machten

mit sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam.

Als Jahrgangsbeste erhielt die angehende

KSB-Chemielaborantin Julia Meyer

mit einem Notendurchschnitt von 1,15 ihr

Abschlusszeugnis von der Staatlichen Berufsschule

in Selb. Die junge Nachwuchskraft

bekam dafür einen Preis der Gesellschaft

Deutscher Chemiker.

KSB forum 1 / 2015


31

Ordentlicher Anblick: Markierte Stellflächen, ein strukturierter Ablauf und eine zusätzliche Lackierkabine sorgen für kurze Durchlaufzeiten und bessere

Produktivität.

Prozessverbesserung

Mehr Struktur sorgt für bessere Abläufe

Pegnitz Um die Kapazitäten der Farbgebung

zu erhöhen, die Produktivität zu steigern

und die Durchlaufzeit zu verringern, hat ein

Projektteam in der Pumpenfertigung mehrere

Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt.

Um herauszufinden, wo die Abläufe haken,

analysierte die Arbeitsgruppe um Thomas

Simon aus der Abteilung „Produktion Kleinpumpen“

zunächst den gesamten Prozess

von der Anlieferung bis zur Auslieferung der

Pumpen. „Wir haben herausgefunden, dass

wir einige umständliche Abläufe hatten“, so

Simon. Eine Ursache: Der Ort der Anlieferung

war je nach Auslastung unterschiedlich. Mittlerweile

gibt es einen festgelegten Platz, von

dem Rollbänder die Pumpen zur weiteren Bearbeitung

transportieren. Außerdem markierte

das Projektteam Abstellflächen, an denen

die Mitarbeiter nun Zugriff auf jede einzelne

Pumpe haben. „Früher mussten die Kollegen

erst mehrere Pumpen mit dem Gabelstapler

wegfahren, bevor man an die benötigte Pumpe

herankam“, berichtet Simon.

Darüber hinaus führten die Mitarbeiter

der Farbgebung eine Reihe von KVP-Maßnahmen

durch, um ihre Arbeit grundsätzlich

zu erleichtern. „Alle Beteiligten waren sehr

engagiert, haben viele Ideen in Workshops

erarbeitet und umgesetzt“, lobt Simon. Gruppensprecher

Andreas Jöbstel bringt die Vorteile

auf den Punkt: „Unsere Laufwege sind kürzer

und wir arbeiten wesentlich effizienter.“

i-Tüpfelchen war die Investition in eine

zusätzliche Lackierkabine. Sie ist über einen

automatischen Kettenförderer mit dem Trockenofen

verbunden. Eine Standardpumpe

durchläuft die komplette Farbgebung nun

innerhalb von vier Stunden. „Durch den

strukturierten Ablauf beim Anliefern und die

definierten Stellplätze hat sich der unnötige

Hin-und-her-Transport deutlich reduziert“,

betont Alfons Bauer, Leiter „Farbgebung“.

„Wir sind nun wesentlich schneller, haben

weniger Aufwände für die Mitarbeiter und

leisten somit einen Beitrag, um das Pegnitzer

Werk wettbewerbsfähiger zu machen.“

Darmkrebs-Screening

Testkits einschicken

FT / HA / PE Der werksärztliche Dienst

bittet alle Mitarbeiter, die ein Testkit für die

kostenlose Darmkrebsfrüherkennung erhalten

haben, dieses auch an das Analyse- und

Auswertungsinstitut ScheBo Biotech AG zu

senden. „Bis Ende 2014 hatten erst zwei Drittel

der Teilnehmer ihren Test eingeschickt“,

berichtet Dr. Joachim Burkhard. „Es wäre

schade, wenn das noch fehlende Drittel die

Gelegenheit ungenutzt verstreichen lässt; auch

mit Blick auf all die Mitarbeiter, die keinen

Testkit mehr bekommen haben.“

Dr. Burkhard weist darauf hin, dass der

Kombi-Test noch bis Juli dieses Jahres verwendbar

ist.

KSB forum 1 / 2015


32

Deutschland

Entdeckung

Hydrantdeckel mit Geschichte

Spende

Gute Tat

Berchtesgadener Land / Pegnitz KSB-

Ruheständler Emil Steinlein aus Pottenstein

(Oberfranken) hat vor einigen Jahren während

seines Urlaubs im Berchtesgadener Land

eine Entdeckung gemacht: Am Fuße der Rei-

Hydrantdeckel aus

Pegnitz: Eine nette

Erinnerung an ein

Produkt, das schon

seit Jahrzehnten nicht

mehr produziert wird,

das aber immer noch

im Einsatz ist.

teralpe fand er einen Hydrantdeckel. Vermutlich

bis in die 1940er-Jahre hat die damalige

Amag-Hilpert-Pegnitzhütte diese hergestellt.

Immerhin etwas länger als KSB, die bis in die

1930er-Jahre solche Deckel fertigte.

Homburg Die Mitarbeiter des Standorts

haben Ende letzten Jahres 530 Euro für die

„Elterninitiative krebskranker Kinder im

Saarland e. V.“ gesammelt. Diesen Betrag

übergab Dietmar Oberbillig am 22. Dezember

an Maria Hippler vom Kinderonkologiezentrum

des Saarlandes.

In den vergangenen Jahren haben die

Mitglieder der Initiative mit ehrenamtlichem

Engagement und zahlreichen Spenden

einiges erreicht: Sie gestalteten das onkologische

Zentrum der Homburger Kinderklinik

kindgerecht, optimierten die medizinische

Ausstattung, schafften zusätzliche Spieleinrichtungen

für junge Patienten und Wohnbereiche

für deren Familien und verbesserten die

psychologische Betreuung sowie den Ausbau

der häuslichen Nachsorge.

Ausbildung

Das Kreuz mit dem Kreuz

Halle Kräftig, beweglich, stark – so sollte

ein gesunder Rücken sein. Dank eines optimal

aufeinander abgestimmten Zusammenspiels

von Wirbeln, Bändern und Muskeln ist er

in der Lage, tagtäglich viel zu leisten. Doch

gerade bei der Arbeit ist der Rücken vielen

Belastungen ausgesetzt. Langes Sitzen und

Stehen, schweres Heben und Tragen oder

das Arbeiten in Zwangshaltungen führen

zu Rückenschmerzen. Viele Belastungen

lassen sich jedoch vermindern, ausgleichen

oder ganz vermeiden. Damit schon die KSB-

Auszubildenden achtsam mit ihrem Rücken

umgehen, veranstaltete die Ausbildungsabteilung

in Halle Ende Januar einen Präventi-

onsworkshop. Gerd Kiederley, Leiter „Umweltmanagement

/ Arbeitssicherheit Halle“,

erläuterte den Jugendlichen die Anatomie des

Rückens und zeigte ihnen das richtige Heben

und Tragen. Darüber hinaus stehen seit Anfang

des Jahres im Ausbildungszentrum des

Standorts Aufsteller, die veranschaulichen,

wo im beruflichen Alltag „Gefahren“ für

den Rücken lauern.

Die Präventionskampagne unter dem

Motto „Denk an mich. Dein Rücken“ haben

die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen,

die Knappschaft und die Sozialversicherung

für Landwirtschaft, Forsten und

Gartenbau initiiert.

Für krebskranke Kinder: Dietmar Oberbillig und

Maria Hippler bei der Spendenübergabe im

Dezember

Achtsamer Umgang: Ein gerader Rücken und eine

starke Bauchmuskulatur sind wichtig, um beim

Heben den Rücken nicht unnötig zu belasten.

(Bild links)

Gewusst wie: Gerd Kiederley (l.) wies die

Auszubildenden an, wie richtiges Heben und

Tragen funktioniert. (Bild rechts)

KSB forum 1 / 2015


33

Auszubildende

Stolz auf Leistungen

Frankenthal Am 13. Februar haben 21 gewerbliche

Auszubildende ihre Freisprechung

gefeiert. Vier Jugendliche hatten ihre Ausbildung

bereits früher beendet. „Wir sind sehr

stolz auf Eure Leistungen“, lobte Ausbildungsleiter

Rüdiger Köpp. Denn die können sich

sehen lassen: Bei den Industriemechanikern lag

der Notendurchschnitt bei 2,3 (IHK-Schnitt:

3,1), bei den Zerspanungsmechanikern bei 1,8

(IHK-Schnitt: 2,4); der einzige Mechatroniker

in der Runde erzielte einen Notendurchschnitt

von 1,8 (IHK-Schnitt: 2,0). Besonders

der Zerspaner-Nachwuchs überzeugte bei der

praktischen Prüfung mit einer Durchschnittsnote

von 1,1 – sehr zur Freude von Ausbilder

Friedrich Franzreb.

Für herausragende Leistungen erhielten die

Industriemechaniker Dirk Börstler, Alexander

Caspar, Lukas Daiker und Mathias Hock, die

Zerspanungsmechaniker Richard Bergmann,

Heinrich Bergmann, Aksoy Süleyman und David

Schinnerer sowie der Mechatroniker Felix

Burkert jeweils eine Prämie von KSB.

Die Ergebnisse zeigten, so Köpp, dass sowohl

die Ausbildungsabteilung als auch die

Produktion und die Berufsschule hervorragende

Arbeit leisteten. Trotzdem ermahnte

er die jungen Nachwuchskräfte, „am Ball“

zu bleiben und sich ständig weiterzubilden.

„Damit sichert ihr Eure berufliche Zukunft

und die Zukunft von KSB.“

Helmut Lang, Leiter „HR Business

Partner / Ausbildung Deutschland“, hob

hervor, dass die KSB-Berufsausbildung das

Herzstück der Nachwuchsgewinnung für das

Unternehmen sei. Er hieß die Jugendlichen

im „KSB-Team“ willkommen und wünschte

ihnen für die Zukunft alles Gute. Stellvertretend

für die Produktionsbereiche sprach

Stefan Pöschko, Leiter „Produktbereitstellung

Pumpen Engineered Frankenthal“,

den Nachwuchskräften Anerkennung aus.

KSB sei ein Unternehmen mit Substanz, in

dem es Freude mache mitzuarbeiten. „Wir

brauchen gute Fachkräfte, die mit dazu beitragen,

dass wir unsere Kunden mit unseren

Produkten und Dienstleistungen begeistern.“

Lobend erwähnte Pöschko, dass einige der

Auszubildenden in den kommenden Wochen

und Monaten im Homburger Werk aushelfen,

um dort die Lieferfähigkeit der U-Pumpen

aufrechtzuerhalten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen

mit Vertretern der Ausbildungsabteilung,

des Personalwesens, des Betriebsrats, der

Produktion und der Berufsschule verbrachten

die Jugendlichen den Nachmittag auf einer

Bowlingbahn. Für sie hat mittlerweile der Arbeitsalltag

begonnen oder, wie Rüdiger Köpp

treffend formulierte, „Der Welpenschutz ist

rum!“

Gut gemacht: (v. l.) Rüdiger Köpp, Stefan Pöschko und Joachim Krusch beglückwünschen den „frischgebackenen“

Industriemechaniker Sandro Cucinella zu seinem Abschluss.

Es ist vollbracht: fröhliche Gesichter ob der tollen Leistungen der Auszubildenden

KSB forum 1 / 2015


34 Deutschland

Einfallsreiche Teilnehmer: Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ im Berufsbildungszentrum in Frankenthal präsentierten

101 Kinder und Jugendliche ihre wissenschaftlichen Arbeiten.

Jugend forscht

Junge Forscherherzen schlagen höher

Frankenthal Da war allerhand los in der

dritten Etage des Frankenthaler Berufsbildungszentrums!

Als Gastgeber begrüßte

KSB im Februar zum dritten Mal die Teilnehmer

des Regionalwettbewerbs von „Jugend

forscht – Schüler experimentieren“. Die 101

Nachwuchsforscher im Alter von 10 bis 19

Jahren präsentierten ihre Projekte aus den

Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie,

Physik und Technik. Lehrer und Eltern

unterstützten die jungen Teilnehmer dabei tatkräftig.

In aller Frühe hatten die Kinder und

Jugendlichen ihre Stände vorbereitet, um ihre

Projekte möglichst anschaulich darzustellen.

Dann war es soweit: Die 24-köpfige

Jury – darunter auch einige kundige KSB-

Mitarbeiter – startete ihren Rundgang, um

sich die 51 Projekte genau anzuschauen. Die

jungen Forscher erläuterten den Juroren ihre

Vorhaben sowie die gewonnenen Ergebnisse.

Entscheidende Kriterien waren wie immer die

schriftliche und mündliche Darstellung der

Arbeiten. Darüber hinaus flossen auch die

Originalität der Projekte und die Standgestaltung

mit in die Bewertung ein.

Die Bandbreite der Themen war enorm:

Manche Arbeiten wie „Der Fleck muss weg!“

und „Ist die Tönung vom Friseur wirklich die

farbstabilere?“ hatten eher einen praktischen

Hintergrund. In anderen Projekten fertigten

die Teilnehmer Verpackungsmaterialien aus

Stärke, entwickelten eine autonome Drohne

für den Katastrophenschutz und nutzten Induktion,

um einen Akku aufzuladen. Einige

Jungforscher machten Hasen und Geckos

zum Gegenstand ihrer wissenschaftlichen

Untersuchungen.

Beeindruckt von der Qualität der Arbeiten

zeigte sich ein ehemaliger Ingenieur,

der bis zu seinem Ruhestand bei Bayer im

Rheinland arbeitete. Er reiste an, um das

Projekt seines Enkels mit eigenen Augen zu

begutachten. Aber nicht nur Freunde, Verwandte

und Lehrer der Teilnehmer schauten

sich die Ausstellung der Projekte an. Auch

viele interessierte KSB-Mitarbeiter aus Forschung

und Produktion drehten eine Runde

im Berufsbildungszentrum. Forschungsleiter

Dr. Sönke Brodersen freute sich genauso über

die interessanten Beiträge wie Prof. Dieter-

Heinz Hellmann, der als Vorstand einst für

Forschung verantwortlich war und nun Vorstandsvorsitzender

der KSB Stiftung ist.

Auf einer Feierstunde im Betriebsrestaurant

begrüßte der Frankenthaler Ausbildungsleiter

Rüdiger Köpp die Teilnehmer zur

Bekanntgabe der Ergebnisse. Ein herzliches

Dankeschön richtete er an die KSB-Auszubildenden,

die die Durchführung der Veranstaltung

mit ihrem Engagement erst ermöglicht

hätten. Vorstandsmitglied Dr. Peter Buthmann

lobte die jungen Teilnehmer: „Die Bereitschaft

zum Staunen ist groß bei Euch – und das ist

die Voraussetzung zum Forschen.“ Buthmann

erkannte in den behandelten Arbeiten viele

Themen, die auch KSB beschäftigten – so die

Energieeffizienz. „Vielleicht findet jemand

von Euch den Weg in unser Unternehmen

und forscht dann an innovativen Produkten.“

Dann stieg die Spannung, als Wettbewerbsleiter

Peter Rauth die Ergebnisse bekannt

gab. „Ihr seid alle mit auf eine Entdeckungsreise

gegangen“, so Rauth bei der

Siegerehrung. „Wir danken Euch im 50. Jahr

von Jugend forscht für Eure tollen Ideen!“

Die Sieger in den jeweiligen Fachbereichen

freuten sich über die Qualifikation in den

beiden Landeswettbewerben. Die Jugendforscht-Gewinner

fahren vom 23. bis zum 25.

März nach Bitburg. Die Sieger von „Schülerexperimentieren“

nehmen am Landeswettbewerb

in Ingelheim teil. Dieser findet vom

7. bis zum 8. Mai statt.

KSB forum 1 / 2015


35

Jubiläen

50 Jahre

Frankenthal

■■

Reinhard JORDE (ECO1O24) am 15. April

45 Jahre

Halle

■■

Lutz LIPPOLD (ECO1O741) am 15. Mai

35 Jahre

Frankenthal

■■

Thomas ALTER (ECO1O262) am 1. April

■■

Christine ENGEL (S-EA113) am 1. April

■■

Gabriele POMANTE (ECO1O231) am 1. April

■■

Detlev SCHESACK (ECOCO201) am 1. April

■■

Werner VOLKMER (ECS1S512) am 1. April

■■

Johann WASINGER (ECO1O161) am 1. April

■■

Karl-Ludwig WAGNER (ECO1O171) am 7. Mai

■■

Herbert FESSER (ECO1O131) am 2. Juni

■■

Andreas MROSS (ECO1O161) am 18. Juni

Pegnitz

■■

Walter HERETH (ECO1O452) am 1. April

■■

Alfred WALLNER (ECO1O432) am 1. April

■■

Roland BAIERLEIN (O-E1551) am 21. April

■■

Herbert TRAUTNER (ECO1O473) am 21. April

■■

Gottfried LINHARDT (EA2A105) am 28. April

■■

Erhard NEUNER (ECA2A104) am 28. April

■■

Steffen BIERMANN (ECO1O45) am 12. Mai

■■

Johann KRIEGER (ECO1O412) am 2. Juni

■■

Joachim MATHIS (ECO1O452) am 18. Juni

Todesfälle

Bremen

■■

Hans-Jürgen GÄRTNER, am 12. Juli

im Alter von 80 Jahren

■■

Harri MEINLSCHMIDT, am 7. September

im Alter von 90 Jahren

Frankenthal

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

Roland GROH, am 3. November

im Alter von 77 Jahren

Rudolf BECKER, am 17. November

im Alter von 81 Jahren

Anna ZIEHL, am 24. November

im Alter von 97 Jahren

Walter BENDER, am 1. Dezember

im Alter von 79 Jahren

Otto LÖFFLER, am 1. Dezember

im Alter von 90 Jahren

Engelbert GRIES, am 3. Dezember

im Alter von 89 Jahren

Ludwig RAFFEL, am 4. Dezember

im Alter von 91 Jahren

Elisabeth MÜLLER, am 10. Dezember

im Alter von 94 Jahren

Erwin MATHIAK, am 16. Dezember

im Alter von 86 Jahren

Christel RISTAU, am 19. Dezember

im Alter von 79 Jahren

Hans KRÄMER, am 24. Dezember

im Alter von 89 Jahren

Rainer BÖHNLEIN, am 27. Dezember

im Alter von 49 Jahren

Clemens PLATTES, am 7. Januar

im Alter von 93 Jahren

Halle

■■

Kerstin STAHR (PU-GP465) am 1. April

■■

Martin WERNER (PU-GP35) am 23. April

■■

Ingo SCHRÖTER (ECO1O752) am 6. Mai

Service

■■

Gebhard WIESEMANN (ECA2A314) am 1. Juni

■■

Jürgen BERTRAM (ECA2A102) am 2. Juni

25 Jahre

Frankenthal

■■

Christine ENTZER (CF-CF51) am 1. April

■■

Karl-Heinz KÖFLER (TE-GX4) am 1. April

■■

Johanna POSPESCH (CS-GX61) am 1. April

■■

Andrea RASP (BM) am 61. April

■■

Petra RUMPEL-IHRIG (HR-CH13) am 1. April

■■

Manfred STEINKOPF (ECS1S571) am 1. April

■■

Mike BÄR (ECO1O12) am 9. April

■■

Roland-Heinz UHLSTEIN (ECO1O12) am 9. April

■■

Harald KÜHNEL (ECO1O24) am 17. April

■■

Rainer EMLER (ECO1O131) am 23. April

■■

Frank SCHWAAB (PU-GP512) am 1. Mai

■■

Ernst LEPPELT (ECO1O251) am 7. Mai

■■

Christian DOELLE (ECO1O211) am 8. Mai

■■

Erwin HUTH (ECO1O222) am 8. Mai

■■

Erich LIEBENAU (ECO1O254) am 21. Mai

■■

Erwin POLLOCK (ECO1O253) am 21. Mai

■■

Michael SCHMITT (ECO1O212) am 5. Juni

Pegnitz

■■

Peter MÜLLER (ECS1S552) am 1. April

■■

Manfred BUSCH (ECO1O431) am 2. April

■■

Roland BUSCH (ECO1O65) am 2. April

■■

Norbert JÜNGER, am 14. Januar

im Alter von 78 Jahren

■■

Wilhelm AULENBACHER, am 15. Januar

im Alter von 89 Jahren

■■

Heinz BOURGETT, am 18. Januar

im Alter von 78 Jahren

■■

Petra BREIVOGEL, am 19. Januar

im Alter von 49 Jahren

■■

Rudolf GRABER, am 24. Januar

im Alter von 100 Jahren

■■

Karl-Heinz MÄRSCH, am 24. Januar

im Alter von 65 Jahren

Pegnitz

■■

Burkhardt ZAHN, am 28. Oktober

im Alter von 74 Jahren

■■

Otto NEUNER, am 3. November

im Alter von 81 Jahren

■■

Erhard HEINLEIN, am 7. November

im Alter von 70 Jahren

■■

Heinz HOFMANN, am 20. November

im Alter von 78 Jahren

■■

Dietmar KOHLER, am 1. Dezember

im Alter von 53 Jahren

■■

Georg NEUBAUER, am 3. Dezember

im Alter von 85 Jahren

■■

Karl RITTER, am 10. Dezember

im Alter von 56 Jahren

■■

Maria MATHIS, am 3. Januar

im Alter von 90 Jahren

■■

Lieselotte STRÖSSNER, am 5. Januar

im Alter von 89 Jahren

■■

Klaus BORN, am 12. Januar im Alter von 79 Jahren

■■

Stefan FÖRSTER (ECOCO50) am 2. April

■■

Johann TRENZ (ECO1O5564) am 2. April

■■

Markus ZERREIS (ECO1O452) am 2. April

■■

Hans NEUBAUER (ECO1O557) am 17. April

■■

Jürgen WEIß (ECOCO50) am 17. April

■■

Reiner RIESS (ECO1O543) am 23. April

■■

Bernhard ADELHARDT (CI-CX18) am 1. Mai

■■

Johannes GRADL (ECO1O431) am 14. Mai

■■

Hans-Joachim JÄNICKE (ECS1S546) am 14. Mai

■■

Karl MARTIN (ECO1O45) am 14. Mai

■■

Markus HENFLING (ECS1S544) am 15. Mai

■■

Armin ZEILMANN (ECO1O5571) am 16. Mai

■■

Stefan KOHLER (ECO1O663) am 28. Mai

■■

Ewald NEUENDORF (ECS1S543) am 5. Juni

■■

Egon WALTER (ECO1O471) am 5. Juni

■■

Georg DEINLEIN (ECO1O432) am 11. Juni

■■

Hendrik PLÜMER (CS-GX72) am 11. Juni

Service

■■

Armin RICHTER (ECA2A102) am 1. April

■■

Thomas NÜSSLER (ECA2A341) am 23. April

■■

Zeljko LUKACEVIC (ECA2A211) am 25. April

■■

Dirk TUCHEL (ECA2A212) am 2. Mai

■■

Joerg LECHLEITNER (ECA2A312) am 7. Mai

Außendienst

■■

Walter LOHSE (ECS1S84) am 1. April

■■

Thomas HAUCK (ECS1S841) am 23. April

Betreuungsbereich Führungskräfte

■■

Sonja SCHMID (CS-GX51) am 1. April

■■

Klaus-Dieter BERGER (ECA2A2) am 1. Mai

■■

Wolfgang DEMMLER (ME-2) am 15. Mai

■■

Dr. Soenke BRODERSEN (TE) am 1. Juni

■■

Wolfgang BÖTTCHER, am 25. Januar

im Alter von 71 Jahren

■■

Ernst SCHLEIFER, am 25. Januar

im Alter von 76 Jahren

Halle

■■

Walter RYBORZ, am 22. November

im Alter von 69 Jahren

■■

Bernd HUNDT, am 27. November

im Alter von 68 Jahren

■■

Gerhard GRIMMER, am 3. Dezember

im Alter von 69 Jahren

■■

Klaus MUSCULUS, am 3. Dezember

im Alter von 73 Jahren

■■

Traute KEILAU, am 7. Dezember

im Alter von 91 Jahren

■■

Manfred ZIMMERMANN, am 28. Dezember

im Alter von 72 Jahren

■■

Manfred MAAß, am 2. Januar

im Alter von 80 Jahren

■■

Karl URBANEK, am 6. Januar

im Alter von 78 Jahren

■■

Günther WRENCZYCKI, am 13. Januar

im Alter von 75 Jahren

Service

■■

Hans LOHNER, am 2. Januar im Alter von 62 Jahren

Betreuungsbereich Führungskräfte

■■

Max FORSTER, am 28. November

im Alter von 80 Jahren

■■

Josef LEICHTE, am 8. Dezember

im Alter von 86 Jahren

KSB forum 1 / 2015


Referenzauftrag

Amacan

überzeugen

Kanada Die Stadt Richmond in der Provinz British Columbia liegt in

der Deltamündung des Flusses Fraser. Dessen Pegel schwankt im Jahresdurchschnitt

um einen Meter, Überflutungen sind deshalb seit langem

ein großes Thema. Bei Richmond befindet sich allerdings auch Kanadas

Hauptanbaugebiet für Cranberrys. Im Herbst, zur Erntezeit, flutet man

die Felder, sodass die Früchte an der Wasseroberfläche schwimmen und

man sie leicht per Boot einsammeln kann. Der Wasserspiegel muss in

den Entwässerungskanälen aber niedrig gehalten werden, damit die

Wohngebiete in der Umgebung der Felder trocken bleiben.

Um den heiklen Balanceakt zwischen Bewässerung der Felder,

Entwässerung der Kanäle und Hochwasserschutz zu stemmen, betreibt

die Stadt 41 Pumpwerke. Sie fördern zusammen bis zu 85.000 Liter pro

Sekunde. Die meisten der Pumpen sind jedoch in die Jahre

gekommen, Ersatzteile sind nicht mehr zu beschaffen und

der Energieverbrauch der Altaggregate ist hoch. Deshalb

hat die Kommune ein Modernisierungs- und Neubauprogramm

für seine Pumpwerke ins Leben gerufen. Sowohl

beim Austausch der alten Aggregate als auch in den

neuen Anlagen bevorzugt das zuständige Amt der

Stadt Richmond KSB-Tauchmotorpumpen der

Baureihe Amacan.

In neun der bereits fertiggestellten Pumpwerke sind

insgesamt 28 Aggregate im Einsatz. Der kommunale

Betreiber ist ob der niedrigen Stillstandszeiten,

der einfachen Wartung und des schnellen Kundendienstes

sehr zufrieden. Auch die Qualität der

Pumpen, die dem hohen Eisengehalt im Wasser

standhalten, überzeugte den Betreiber, sodass die

KSB Pumps Inc. weitere Aufträge für die Lieferung

von Amacan-Aggregaten zu verzeichnen hat.

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