Moeller Solutions Ausgabe 07

moeller

Moeller Solutions Ausgabe 07

Automatisierungslösungen im Maschinen- und Anlagenbau

SOLUTIONS 07

Neue

Motorstarter

Generation

xStart

Think future. Switch to green green.

www.moeller.net


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INHALT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .SEITE

News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-9

HMI-PLC: Toffee-Produktion

gemäß International Food Standard . . . . . . . . . . 10-11

Visualisierungssoftware EPAM reduziert Engineering

Kompakt-Steuerung PS 4

klimatisiert Meisterwerke in London . . . . . . . . .12-13

Individuelle Anwenderbibliotheken

sparen Zeit in der Programmierung

MFD-Titan ® steuert historischen Aufzug

im Stadtmuseum in Jaromìo . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-15

HMI-CONTROL für eine innovative

Automatisierungslösung

Automobilindustrie: Zuverlässige

Energieversorgung für Produktionsstraßen . . . 17-18

Typgeprüfte Schaltgerätekombinationen

sorgen für hohe Verfügbarkeit

Sichere Energieversogung

in der Chemischen Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . .19-20

Mit Automatisierung Transparenz

in der Energieverteilung

Windkraftanlagen: Hohe Ströme

sicher beherrschen und zuverlässig schalten . . 21-22

Internationale Approbation

für den weltweiten Einsatz

Multifunktionsdisplay steuert

pneumohydraulische Antriebe . . . . . . . . . . . . . . 23-24

Wirtschaftliches Bedien- und Steuerungskonzept

Diagnose-Software

für kommunikative Leistungsschalter . . . . . . . . 25-26

Leistungsschalter NZM berichten an das Leitsystem

content

Impressum

Moeller Solutions ist die Moeller

Kundenzeitschrift der Industrieautomation

Herausgeber:

Moeller GmbH

Redaktion:

Dirk Wunder (v.i.S.d.P.)

Frank Spelter

INTEGRAL Dr. Schumacher ®

Autoren :

Volker Busch

Lukas Matejicek

Franz Mittelviefhaus

Paul-Walter Schmidt

Burkhard Staudacker

Jutta Zacharias

Hein-Moeller-Straße 7-11

53115 Bonn

Tel.: +49 228 602-0

Fax: +49 228 602-1200

E-mail: mci@moeller.net

www.moeller.net/solutions

Copyright 2004 by Moeller GmbH

KM 0213-4249 D

Gestaltung:

Eye-Eye, Raum für Werbung

Printed in Germany (04/04)

Article-No.: 284611


NEWS

FDT-Navigator – die

„schlüsselfertige“

Servicestation für

Leistungsschalter

Mit der neuen Software FDT-Navigator

ist die Fernsteuerung und

Ferndiagnose der elektronischen

NZM-Leistungsschalter für alle

Anwender völlig unproblematisch.

Hierzu werden die per Profibus

DP-V1 vernetzten

Leistungsschalter durch Anschluss

eines Service-PCs einfach

mit dem FDT-Navigator eingelesen.

Die Software identifiziert die

NZM-Typen und stellt sie in einer

Topologie grafisch dar.

Alle Daten und Parameter lassen

sich mit einem einzigen Mausklick

aus den Schalterelektroniken

und den angeschlossenen

Data Management Interfaces

(DMIs) einlesen. Für jeden Schalter

öffnet sich eine fertige Bedienoberfläche

– der

NZM-XPC-DTM. Sie zeigt alle

Diagnose- und Statusdaten sowie

die Ströme an und lässt die Fernparametrierung

und Fernschaltung

zu. Anwender stellen

hiermit beispielsweise schnell

fest, ob eine Lastwarnung vorliegt

oder ob ein Leistungsschal-

Field Service Einsatz im

Forschungszentrum Karlsruhe

Der Moeller Field Service löst

Kundenprobleme vor Ort: Rund

um den Globus vertrauen

Moeller-Kunden auf seine kompetente

und zügige Problemlösefähigkeit.

Ein Einsatz führte in

das Forschungszentrum Karlsruhe,

mit 3.500 Mitarbeitern eine

der größten natur- und ingenieurwissenschaftlichenForschungseinrichtungen

Europas.

Das Forschungszentrum in Karlsruhe

meldet sich nachts um 3.00

Uhr über die 24-h-Hotline beim

Moeller Field Service, Bonn. Ein

inzwischen 15 Jahre alter Leistungsschalter

NZM sichert und

schützt die Energiezufuhr sowie

die komplette Kühlanlage des

Karlsruher Forschungszentrums.

Dazu gehören Testeinrichtungen

für supraleitende Modellspulen.

Sicherheit ist im Forschungszentrum

oberstes Gebot. Da

unklar ist, ob die Auslösefunktionen

des NZM weiterhin zuverlässig

arbeiten, schätzen die

Karlsruher Forscher das Risiko

einer ungesicherten Anlage als

zu hoch ein. Das Zeitfenster für

eine Reparatur oder einen Geräteaustausch

ist knapp bemessen,

drei Stunden darf die Kühlanlage

abgeschaltet werden – länger

nicht.

Die Technikexperten des Field

Services sind auf Moeller-Produktgruppen

spezialisiert. Nicht

ter ausgelöst hat und gleichfalls,

welcher Grund für die Warnung

oder Auslösung vorliegt. Mit dem

FDT-Navigator erfolgt das Parametrieren

und Diagnostizieren

über Profibus und Ethernet in Sekundenschnelle

– ohne aufwen-

immer reicht die Problembeschreibung

der Kunden

aus, die Fehlerquellen einzukreisen

– ein Produktaustausch

wird zumeist

einkalkuliert. Per Express

wird ein NZM in der Moeller-Produktion

geordert –

er begleitet den Field

Service Experten auf seiner

vierstündigen Fahrt nach

Karlsruhe.

Vor Ort stellt sich sofort heraus:

Die Zeit reicht gerade für den

Geräteaustausch. Das 30 Kilogramm

schwere Gerät ist in einer

Nische der Schaltanlage untergebracht

– nur für eine Person zugänglich.

Mit Spezialwerkzeug

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www.moeller.net

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dige Bilderstellung oder Zuordnung

von Kommunikationsvariablen:

Einfach anschließen und

einlesen.

http://nzm.moeller.net

werden die Befestigungsschrauben

gelöst, der Schalter abgehoben

und der neue angeschraubt

– der Field Service Techniker

bleibt im Zeitlimit, innerhalb von

drei Stunden nimmt die Kühlanlage

ihren Betrieb wieder auf.

www.moeller.net/fieldservice

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MF Neue Com Motorstarter-Generation

65 Bold

20 xStart pt mit 28 überzeugenden

pt Zeilenabstand,

ein-, Benefits

zwei- oder dreizeilig

Nachdem Moeller in den

letzten vier Jahren alle

Schütze DIL M im oberen

Leistungsbereich und alle

Leistungsschalter NZM

und IZM erneuert hat,

bietet Moeller nun auch

im unteren Leistungsbereich

bis 150 A ein

neues, vielseitiges Produktsystem.

Wo es physikalisch

machbar war, sind durchgängig

gleiche Zusatzausrüstungen

verfügbar. Das

Entwicklungsergebnis erhöht

die Wirtschaftlichkeit

durch optimierte Komponentenvielfalt

sowie

reduziertes Volumen

und Verlustleistung.


Kundenbefragungen zeigen: Ein

Leistungsschütz reicht nicht, sie

erwarten weltweit einsetzbare

Motorstarter. Das gilt für die IECgleichwie

für die CSA/UL-Welt.

Zum Motorstarter gehören Motorschutzschalter.

Auch heute verzichten Kunden

nicht auf Hilfsschütze und Motorschutzrelais.

Und gleich zwei

Marktsegmente gilt es zu bedienen:

Das überlegene schmelzsicherungslose

Sortiment und die

schmelzsicherungsbehaftete

Lösung. Zu große Entwicklungsschritte

lehnen Kunden ab. Der

Kundenwunsch nach austauschbaren,

standardisierten Geräten

ließ Moeller genügend Raum für

innovative Differenzierungen.

Schütze DIL kommen seit 100

Jahren von Moeller, PKZ steht als

Synonym für Motorschutzschalter

– beide Kürzel stehen für Innovation

und Qualität.

Neue doppelkammrigeRahmenklemmen

für unterschiedlicheLeiterquerschnitte.

Kraftvolle Antriebe:

Für alle Fälle

Das Applikationsspektrum von

Schützen ist umfangreich. Die verschiedenen,

weltweit üblichen

Betätigungsspannungen, Frequenzen

und die unterschiedlichen

Anwendungen bedingen je ein

Wechselstrom- und ein Gleichstromantriebssystem

für die

zuverlässige Bewegung der Kontakte.

Die neuen Antriebssysteme

bilden das Herz der Schütze.

Dank traditionell umfangreichem

Ingenieurswissen setzt Moeller

mit seinen Antriebssystemen

auch bei dieser Schütz-Generation

wieder Maßstäbe – bei gesteigerter

Wirtschaftlichkeit des Produktsystems.

Die neue Schütz-Generation

erhält DC-Antriebe, deren

Energie elektronisch dem jeweiligen

Kraftbedarf angepasst wird –

eine mittlerweile bei Moeller

bewährte Spitzentechnologie.

Seitlich angebrachteSpulenanschlüsse.

Die neue Lösung, die jetzt erstmals

auch im kleinen Leistungsbereich

eingesetzt wird, bietet

kundenorientierte Vorteile:

Schütze mit Gleich- und Wechselstromantrieben

sind von der Geometrie

her identisch. Hierdurch

reduziert sich die Einbautiefe der

DC-Schütze deutlich. Außerdem

lassen sich Hilfsschaltglieder in

die Grundgeräte integrieren. Die

Leistungsbilanz der Antriebe und

das Verhältnis von geschalteter

Nutzleistung zur benötigten

Hilfsenergie verbesserte Moeller

deutlich. Die DC-Halteleistung

beträgt für alle Schützantriebe

über 12 bis 150 A Bemessungsstrom

oder 75 kW Leistung nur

noch 0,5 – 1,5 Watt. Alle DC-Antriebe

besitzen zudem eine integrierte

Schutzbeschaltung.

Die weit über den Normen liegende

Antriebs-Spannungssicherheit

der gleichstrombetätigten Schütze

– mit 24 V-Antrieben – sorgt

für außergewöhnliche Elektronik-Kompatibilität

und praxisgerechten

Schutz bei Unter- und

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Koppelrelais entfällt

durch geringe

Halteleistung

Schutzbeschaltung

ab Werk im

DC-Schütz integriert.

Überspannungen. Moeller ermöglicht

ferner die direkte Ansteuerung

aus der SPS für gleichstrombetätigte

Schütze bis 32 A,

ohne zusätzliche Koppelrelais.

Ein weiteres Highlight ist die

Erfüllung der neuesten amerikanischen

Anforderungen aus der

Halbleiterindustrie (SEMI F47,

Semiconductor Equipment and

Materials International), da die

geforderte Überbrückung von

Spannungseinbrüchen ohne

Zusatzbausteine erreicht wird.

AC- und DC-Schütze kommen

auch gemischt zum Einsatz. Die

reduzierte Einbautiefe der gleichstrombetätigten

Schütze macht

sich beim Einbau in Klein- und

Sondergehäuse bezahlt. Baubreitenreduzierung

und Breitenanpassung

an die Schutzschalter

ermöglichen nun Layoutoptimierungen

im Schaltschrank. Motorstarter

bis 15 kW passen jetzt auf

45 mm breite Sammelschienenadapter.

AC- und DC-Schütze

in gleicher Baugröße.

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Schnelle Schutzbeschaltung

Die neuen xStart Standard-Schütze

für DC-Ansteuerung können

bis 32 A direkt aus einer SPS

angesteuert werden. Das neue

Antriebssystem für Schütze oberhalb

12 A wird jetzt elektronisch

so unterstützt, dass die Leistungsaufnahme

des Antriebs an den

jeweiligen Kraftbedarf der Kontakte

angepasst wird. Der Kraftbedarf

ist beim Schließen der

Kontakte größer als beim geschlossenen

Kontaktzustand. Gleichzeitig

erhöht die Kraftanpassung

die Kontaktlebensdauer, weil das

Kontaktprellen, durch den Wegfall

von überschüssigen Energien,

wesentlich reduziert wird.

Ein weiterer Vorteil der neuen

Antriebe liegt in der Integration

einer schnellen Schutzbeschaltung.

Im neuen System xStart ergänzt

Moeller seine Motorschutzschalter

durch neue Schütze mit reduzierten

Abmessungen und

geringerer Leistungsaufnahme.

Gleichzeitig reduziert Moeller

die Anzahl der Baugrößen bei

seinen Schützen. Das System

erneuert und optimiert alle

Motorstarter-Komponenten im

Bereich bis 150 A.

PKZ steht weltweit als Synonym

für Motorschutzschalter. Moeller

führt mit dem neuen Produktsystem

xStart für PKZM01

(bis 16 A) – neben dem Drehan-

Zuverlässigkeit

auch bei großen

Spannungsschwankungen.

Diese Schutzbeschaltung reduziert

die Abschaltspannungsspitzen

der Antriebsspulen auf ein unschädliches

Maß. Dadurch entfällt

eine externe Schutzbeschaltung.

Nun sind auch Kontakte

zwischen Elektronikausgang und

Schützspule, etwa für Sicherheitsverriegelungen,

projektierbar.

Modulare Kombistecktechnik

xStart reduziert drastisch Montage-

und Verdrahtungszeiten durch

Kombinieren von Standardkomponenten

zu Motorstartern –

schnell und fehlerfrei. Bei Direktstartern

klicken Anwender die

Komponenten einfach aneinander.

Bei Wendestartern reduziert

sich zudem das zeitraubende

Verdrahten von Klemmstellen

z.B. für Parallel- sowie Reversier-

Neuer Motorschutzschalter PKZ:

Drücken, statt wippen oder kippen.

trieb – die kundenseitig beliebte

Drucktastenbetätigung

wieder ein. Auch die aufgesetzte

Pilztaste für NOT-AUS-Betätigungen

an einfachen Maschinen

kehrt zurück. Im Notfall wird der

Schalter einfach ausgeschlagen.

PKZ lassen sich wahlweise offen,

im Isolierstoff-Aufbaugehäuse

mit hoher Schutzart oder mit

Einbauplatte für die Montage

direkt in das Maschinen- oder

Apparate-Gehäuse einsetzen.

Für den Einsatz im Schaltschrank

empfehlen sich Schalter mit

Drehantrieben. Den Strom-

Entspricht den

Anforderungen

der Halbleiterindustrie

(SEMI F47).

verbinder. Die modulare xStart-

Kombistecktechnik bietet dem

Anwender eine optionale neutrale

Schnittstelle zwischen den Standard-SchaltgerätenMotorschutzschalter

PKZM0 und Schütz DILM

im Strombereich bis 12 A – ohne

Mehrkostenaufwand. Die optionale

Schnittstelle kontaktiert die

entsprechenden Hilfs- respektive

Hauptstrombahnen an den

Schaltgeräten. Das Entfernen des

elektrischen Verbinders schafft

eine sichtbare Trennstrecke.

In einem ersten Schritt bietet

Moeller elektrische Verbinderbausteine

auf Basis der Kombistecktechnik

an. Im zweiten

Schritt bringt Moeller Funktions-

bereich des PKZM0 erhöht Moeller

auf 32 A. Anwender kombinieren

Motorschutzschalter

häufig mit Schützen. Moeller

setzt hierzu die Breite aller Motorstarter

bis 15 kW bei 400 V

auf ein einheitliches Maß – auf

45 mm. Diese Breite ist bei der

Hutschienenmontage und auf

Sammelschienenadaptern ein

vorteilhaftes Projektierungsmaß.

Schnelles

Kombinieren

von Standardkomponenten

zu Motorstartern.

module auf den Markt: Die Funktionsmodule

in Kombistecktechnik

sollen hierbei zukünftig eine

Vielzahl von Applikationen zentraler

und dezentraler Art – etwa

Timerbaustein, Thermistorschutz,

Vernetzungsmodul – abdecken.

Der Direktstarter besteht als Komplettgerät

je aus Motorschutzschalter

PKZM0 und Leistungsschütz

DILM. Beide Schaltgeräte

sind über einen steckbaren Verbindungsbaustein

mechanisch

miteinander verbunden. Ein auf

der Kombistecktechnik basierender

steckbarer Kontaktbaustein

stellt die elektrische Verbindung

zwischen Motorschutzschalter

und Leistungsschütz her. Die

Schaltgerätekombination (Direktoder

Wendestarter) lässt sich

adapterlos auf eine Tragschiene

montieren.

Motorschutzschalter PKZ werden

bei dezentralisierten elektrischen

Ausrüstungen zunehmend

häufiger als Hauptschalter oder

als Hauptstrom-NOT-AUS-Schalter

eingesetzt. Für die Schaltschrankmontage

gibt es

Türkupplungs-Drehgriffe mit

Türverriegelungen. Achsverlängerungen

mit zentrierter Führung

erleichtern die Anpassung

an unterschiedliche Schranktiefen.

Der PKZM04 schützt jetzt Motoren

bis 65 A. Die passenden

Schütze DIL M65 besitzen nun

die gleiche Breite wie der Schalter,

dabei wurde die Schützbreite

um etwa 20 Prozent

reduziert.


Das typgeprüfte Schaltanlagensystem

speziell für den Schaltschrankbau

In allen Wirtschaftsbereichen

steigt der Strombedarf - bei hohem

Kostendruck. Hierzu gilt es,

kostengünstige und standardisierte

Energieverteiler-Systeme

anzubieten. Beim Kunden zählen

individuelle Projektierbarkeit,

maximale Flexibilität, Wirtschaftlichkeit

und Sicherheit. Getreu

dem Motto „aus der Praxis für

die Praxis“ entwickelte Moeller

ein Schaltanlagensystem neuester

Generation, das all diese

Eigenschaften in sich vereint. Die

Schalt- und Schutzgeräte, die dazugehörige

Einbausystemtechnik

und der Schaltschrank bilden

nunmehr eine technische und

wirtschaftliche Einheit.

xEnergy, das neue integrierte Systemangebot

von Moeller, steht

für Energieverteiler -

speziell für die Gebäudeinfrastruktur

bis 4000 A. Aus einer

Hand liefert Moeller zu den

Schalt- und Schutzgeräten eine

intelligente Systemplattform, die

Schaltanlagenbauer individuell

projektieren, zügig bauen - und

die einfach im Handling ist.

Moeller setzt dabei auf ein Baukastenprinzip,

das aus passgenauen

und gemäß IEC 60 439

typgeprüften Funktionsmodulen

besteht. Der Systembaukasten -

verfügbar von Form 1 bis Form 4

– ist auf lokale Installationsgewohnheiten

(DIN VDE, CEI, NF,

UNE) hin konstruiert: Schaltanlagenbauer

bieten hiermit individuelle

Lösungen an, die zudem

überregional einsetzbar sind.

Das Angebotsspektrum umfasst:

- Einspeise- und Kupplungsfelder

für Leistungsschalter bis 4000 A,

- individuell bestückbare Abgangsfelder

mit Festeinsatzmodulen

für Schalt- und

Schutzgeräte bis 630 A,

- Abgangsfelder bis 630 A für

Schaltersicherungsleisten,

Sicherungslastschaltleisten und

Sicherungslasttrennern in

Aufbauform,

- Steuerungs- und Leerfelder zur

freien Bestückung etwa mit

Motorstartern, Kompensationsmodulen,

Frequenzumrichtern,

Softstartern oder zur Lösung

von Automatisierungsaufgaben,

- Trägersysteme für Reiheneinbaugeräte

für die klassischen

Installationsverteiler.

Moeller liefert das gesamte Sortiment

funktional verpackt in Einzelteilen

(Flatpack) oder gemäß

Kundenwunsch als vormontierten

Schaltschrank.

xEnergy, das neue integrierte

Systemangebot von Moeller -

bestehend aus Schalt- und

Schutzgeräten, der Einbausystemtechnik,

dem Schaltschrank

inklusive der Planungs- und Kalkulations-Tools

- ist optimal auf

die sichere Energieverteilung zugeschnitten.

Individuelle Projekte,

ob im Zweckbau oder für

Büro- und Industriegebäude, lassen

sich schnell und effizient realisieren.

Technischer Steckbrief

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www.moeller.net

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Damit sparen Kunden nicht nur

Zeit, Geld und Platz, sie setzen

außerdem auf die geprüfte Sicherheit

von Moeller.

Standards: IEC/EN 60 439-1

Typprüfung (TSK/PTSK): Typgeprüfte Systembausteine

Bemessungsbetriebsspannung U e: 690V / 50 - 60Hz

Bemessungsbetriebsstrom I e: bis 4000 A

Schutzart: IP 31 / IP 55

Netzsysteme: TN-C / TN-C-S / TN-S / IT

Leistungsfelder: Kabel- und Schienenanschluss

Sammelschienenlage: oben, hinten, links oder rechts

Schalt- und Schutzgeräte: 3- und 4-polig

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Neuheiten

im

RMQ-TITAN

Sortiment

Ihr Aufbau ist modular konzipiert.

Zur Anwendung

kommen Kontaktelemente

aus dem RMQ-TITAN Programm.

Die Frontringe und

Frontrahmen sind in der von Nutzern

gewohnten RMQ-TITAN

Form und Farbe ausgeführt.

Vierfach Drucktasten: Über die

vierfach ausgelegten Drucktaster

steuern Anwender an Maschinen

und Anlagen vier Bewegungsrichtungen.

Dabei ist jeder Bewegungsrichtung

ein Kontaktelement

zugeordnet. Die Taste

verfügt über vier einzelne Drukktastenplatten.

Sie lassen sich für

verschiedene Applikation individuell

auswählen und entsprechend

mit Laser beschriften.

Joystick: Der Joystick besitzt vier

präzise ausgelegte Stellungen,

denn jeder Bewegungsrichtung

ist ein Kontaktelement zugeordnet.

Über den Joystick steuern

Anwender an Maschinen und

Anlagen vier Bewegungsrichtungen.

Wahltasten: Über vier Stellungen

verfügen die Wahltasten.

Der Betätiger ist wahlweise in

den Ausführungen Drehknopf

oder Knebelgriff erhältlich. Beide

Varianten sind um 360 Grad

drehbar. Der Schalter besitzt vier

Ein- und vier Aus-Stellungen.

Jeder Ein- und Aus-Stellung ist

ein Kontaktelement zugeordnet.

Schilder: Für alle Bedienelemente

bietet Moeller Schilder in

verschiedenen Ausführungen an:

Verfügbar sind die Ausführungen

blanko, eine Version mit Richtungspfeilen

und eine Variante

mit der Beschriftung „0-1-0-2-0-

3-0-4“. Darüber hinaus lässt sich

eine kundenspezifische Beschriftung

erstellen. Mittels der Software

Labeleditor werden

individuelle Beschriftungen entworfen,

die anschließend per

Laser dauerhaft und wischfest

auf die Schilder aufgebracht

werden.

www.moeller.net

Näherungssensoren für

vielfältige Applikationen

Sensoren sind die Schnittstelle

zwischen Mensch und Maschine.

Überall, wo Sensoren in höchster

Qualität gefordert sind, bietet

Moeller nun ein anwenderfreundliches

und flexibles Sortiment

in der hohen Schutzart

IP67.

Ob induktive (LSI), kapazitive

(LSC) oder optische

(LSO) Erfassung,

Moeller-Sensoren

erweisen

sich als zuverlässig

und optimal

einsetzbar - selbst

unter rauesten Bedingungen

in der Prozessperipherie.

LSI-, LSC- und LSO-Sensoren eignen

sich für verschiedenste

Applikationen: Das reicht vom

Einsatz in Roboteranlagen, über

Werkzeugmaschinen bis hin zu

Fertigungsstraßen aller Art. Sensoren

und Leitungen verfügen

neben guten mechanischen

Eigenschaften ebenso über eine

hohe Beständigkeit gegen vielfältige

Chemikalien.

Optische LSO-Sensoren sind kompakt,

vielseitig und mit LED ausgestattet.

Sie sind wirtschaftlich

attraktiv und leistungsstark.

Labeleditor: Produkte einfach und kundenspezifisch beschriften

Wenn Kunden Symbole, ein Firmenemblem,

einen Schriftzug

oder Grafiken, Bilder, individuelle

Zeichen oder asiatische, kyrillische,

griechische und lateinische

Buchstaben – auch gemischt -

auf einem Gerät per Laser beschriften

möchten, bietet der

neue Moeller Labeleditor die passende

Lösung an.

Die neue Beschriftungs-Software

Labeleditor führt Anwender bei

ihren Beschriftungsaufgaben zielgenau

durch das Programm.

Nach Kundenangaben lasert Moeller

dann das Gerät ganz individuell.

Ob das Befehls-Meldegerät

RMQ-Titan (22,5 mm Programm),

das Multi-Funktions-Display

MFD-Titan oder Steuerrelais easy

wunschgetreu beschriftet werden

sollen - mit dem Labeleditor

erstellen und versenden Kunden

die Beschriftungsdatei mit wenigen

Mausklicks. Am Bildschirm

Kapazitive LSC-Sensoren – wahlweise

in den Bauformen rund

und quadratisch - erfassen nichtmetallische

Objekte. Den Feinabgleich

realisiert das eingebaute

Potentiometer.

Induktive LSI-Sensoren sind selbst

unter extremsten Bedingungen

äußerst zuverlässig, besitzen ein

robustes Edelstahlgehäuse und

zeichnen sich durch ihre absolute

Dichtigkeit und hohe Resistenz

gegen Schmier- und Kühlmittel

aus.

www.moeller.net

ist unmittelbar erkennbar, wie

das spezifische Gerät nach dem

Laseraufdruck aussehen wird.

Die Software integriert weit über

400 implementierte Symbole, ob

für NOT-AUS-Beschriftung, Tippbetrieb,

Hupe, Spannen, Lösen

und so weiter – in mehreren internationalen

Sprachen.

mfd.moeller.net


Next Generation:

easy500, easy700

Die allseits bekannten und überaus

erfolgreichen Steuerrelais

easy von Moeller liegen in einer

neuen Produktgeneration vor:

Leistungsstärker, vielseitiger und

schneller. Entsprechend der

neuen Leistungsfähigkeit passte

Moeller seine easy-Typenbezeichnungen

an – auch von außen

sichtbar. Aus der Typenreihe 400,

für kleinere Applikationen, entwickelte

sich die leistungsfähigere

Reihe easy500, aus der

Reihe 600, für mittelgroße Steuerungsaufgaben,

die potentere

Reihe easy700.

Ein bis zu dreimal größerer Speicher

für die Steuerungsprogramme

erweitert die

Einsatzvielfalt der „kleinen“ und

„mittleren“ easy für Anwender

deutlich. Die neuen easy-Reihen

stellen mehr Funktionsbausteine

- wie etwa Zeitrelais, Zähler oder

Analogwertvergleicher - zur Verfügung,

genau je 16. Das

erweitert die Ressourcen um ein

Vielfaches. Die beiden neuen Leistungsklassen

besitzen zudem

eine vierfach schnellere Verarbeitung.

Um bei Maschinen und

Anlagen die Betriebs-, Wartungsoder

eventuelle Stillstandsintervalle

zu erfassen, integrieren

easy500 und easy700 jetzt maximal

vier Betriebsstundenzähler.

Deren Inhalt bleibt - auch nach

einem erneuten Programm-

Download - remanent gespeichert

und lässt sich nur über

einen gezielten Rücksetzimpuls

löschen. Alle Programme, das

heißt Schaltplan mit zugehörigen

Funktionsbausteinen sowie alle

remanenten Parameter und

Daten, speichert das Steuerrelais

easy nullspannungssicher in

einem EEPROM.

Die Versorgung der easy500- und

easy700-Netzteile beziehungsweise

ihrer digitalen Eingänge,

erfolgt - wie bei den Vorgängergeräten

– wahlweise mit 100 bis

240 V AC oder mit 24 V DC, letztere

entweder als Relais- oder

Transistorausgänge. Die neuen

Steuerrelais decken jetzt zwei

weitere Spannungsbereiche ab:

Alle Geräte der easy500- und

easy700-Reihe sind auch für 24 V

AC und 12 V DC lieferbar. Die

Signalausgabe erfolgt über

Relais, jedes einzelne schaltet

Ströme bis 10 A.

easy.moeller.net

easy

jetzt mit abgesetztem

IP65-Display

Moeller bietet mit dem neuem

Versorgungs- und Kommunikations-Modul

MFD-CP4-500 / MFD-

CP4-700 ein abgesetztes

IP65-Display für alle easy500/700

und easy800 Applikationen.

Via Plug & Play schließen Anwender

das Display von MFD-Titan

(MFD-80-B oder MFD-80) über

das Versorgungs- und Kommunikations-Modul

MFD-CP4 an das

jeweilige easy-Steuerrelais an:

Hierzu integriert das Modul

MFD-CP4 bereits ab Werk ein ablängbares,

serielles Verbindungskabel.

Das Display lässt sich –

vom Steuerrelais abgesetzt - bis

zu fünf Meter entfernt betreiben.

Familienzuwachs

im MFD-Titan

Sortiment

Mit dem Multifunktionsdisplay

MFD-Titan entwickelte Moeller

ein Gerät der neuen Automatisierungsgeneration,

das Steuerungsund

Visualisierungsfunktionen in

einem Gerät vereint. Der Bonner

Automatisierungsspezialist bietet

damit eine echte Alternative zu

bestehenden SPS-Lösungen im

kleineren bis mittleren Maschinenbau.

Mit den neuen Versorgungs- und

CPU-Modulen MFD-AC-CP8 stehen

Anwendern nun auch 230 V

AC Varianten für seine Applikationen

zur Verfügung. Wie bei

der bereits bekannten 24 V DC

SOLUTIONS07

www.moeller.net

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Die Vorteile sind vielfältig. Anwender

benötigen keine Software

oder Treiber zum Anschluss,

MFD-CP4 bietet echtes Plug &

Play. Die E/A-Verdrahtung kann

im Schaltschrank verbleiben.

Außerdem lässt sich das Display

mit 2 x 22.5 mm Befestigungslöchern

einfach montieren. Das in

Schutzart IP65 ausgeführte

Display selbst ist hintergrundbeleuchtet

und sehr gut ablesbar.

Für die Steuerrelais easy sind

zwei Varianten verfügbar:

MFD-CP4-500 kommt bei allen

easy500/700, MFD-CP4-800 bei

allen easy800 und MFD-CP8 zum

Einsatz.

easy.moeller.net

Variante stehen jeweils ein Netzteil/CPU-Modul

ohne easy.NET

(MFD-AC-CP8-ME) und eines mit

easy.NET (MFD-AC-CP8-NT) abrufbar

bereit.

Benötigt der Anwender für seine

MFD-Titan-Applikationen zusätzlich

auch 230 V AC Eingänge, so

offeriert ihm Moeller nun das

E/A-Modul MFD-AC-R16 in Kombination

mit den beiden Netzteil/CPU-Modulen

MFD-AC-CP8.

Damit sind jetzt 12 Eingänge und

4 Relaisausgänge vorhanden.

mfd.moeller.net

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HMI-PLC:

Toffee-Produktion gemäß

International Food Standard

Anlagen in der Nahrungsmittelindustrie

sind zumeist

modular aufgebaut.

Jedes Aggregat gilt es, in

eine Linie zu integrieren,

die auf das Produkt hin

abgestimmt ist. Mit

xSystem von Moeller passt

der Ausrüster die Automatisierungstechnik

den

verfahrenstechnischen,

modularen Bedingungen

an – ein unschätzbarer

Vorteil hinsichtlich der

Durchgängigkeit und

Flexibilität bei Visualisierungs-,

Bedien- und

Steuersystemen.


Seit über 90 Jahren liefert Klöckner Hänsel

Processing Prozessanlagen (KHP) und Verpakkungsmaschinen

für die Süßwarenindustrie.

KHP operiert weltweit in Kooperation mit seinen

zahlreichen Vertretungen in fast jedem

Land der Erde. Die Kombination der Prozessmodule

erlaubt, individuellen Kundenwünschen

in der Produktion zu entsprechen. Eine

Anlage zur Herstellung von Toffees beim Unternehmen

Toffee Tec, in der Elbestadt Boizenburg

gelegen, besteht aus Bevorratung,

Verwiegungen, mehreren Kochern, Temperierung,

Strangform- und Verpackungsmaschinen.

Ziel der Automatisierungslösung ist eine

hohe Produktivität, maximale Flexibilität – bei

gleich bleibend hoher Qualität. Beliefert wird

ausschließlich der Großhandel, ohne Lagerbevorratung.

Von der Verwiegeeinrichtung Contigrav 1030,

dem Herzstück der Automatisierung, werden

die Rohstoffe aus ihren Outdoor-Silos gezogen.

Die Contigrav versorgt mehrere Kochanlagen

gleichzeitig mit unterschiedlichen

Rezepturen. Bei der anschließenden Temperierung

ändert sich die Viskosität des flüssigen,

fertigen Produkts in eine weiterverarbeitbare

weiche, zähe Masse. Die Strangformmaschinen,

sprich die Stradas, führen den geformten

Strang den Schneide- und Verpackungsmaschinen

zu.

Komfortable, intuitive Bedienung

Das über die 15-Zoll HMI-PLC XVC-601 von

Moeller gesteuerte, zentrale Dosier- und Verwiege-System

Contrigrav 1030 der Kochanlage

JellyStar 2012 verarbeitet gleichermaßen

flüssige, pulverförmige und kristalline Rohstoffe.

Dabei ist eine hohe Präzision beim Rezepturansatz

für Gelee- oder Fondant-Produkte

notwendig. Wie erläutert, lassen sich über die

technische Ausstattung und die Wägeprozessor-Steuerung

bis zu fünf Rezepturen gleichzeitig

fahren.

Die HMI-PLC XVC-601 speichert

bis zu 250 Rezepte

mit bis zu 64 Komponenten.

Tara-Automatik,

Grob-/ Fein-Dosierung für

hohe Genauigkeit, Entleerungskontrolle

sowie Toleranz-Überwachung

und

Interface zum Druckeranschluss

komplettieren das

einfach zu bedienende

Touch-Panel. Auftrags-,

Schicht- und Chargenprotokolle

werden generiert

und auf einer internen

Compact-Flash-Karte gespeichert.

Zum Auswerten

und Archivieren sind die

LOG-Dateien über Ethernet

vom Server oder einem

Prozess-Management-System

abrufbar.

Via Visualisierungstool Easy PageMachine

(EPAM) lässt sich der Bildschirm, ebenso wie

die Scada-Systeme, in mehrere aktive Fenster

teilen. Die Bedienoberflächen der kompakten

Anlagengeräte können analog den Scada-Systemen

in der Leitwarte gestaltet werden.

Mit der Remote-Control-Funktion (Bild-in-Bild)

blenden Anwender in mehreren Fenstern die

komplette Bedienoberfläche aller Unterstationen

auf dem zentralen TFT-Touch-Panel ein -

gänzlich ohne Programmieraufwand. Die Bedienoberfläche

der Contigrav ist stets die gleiche,

unabhängig von Anzahl und Art der

Unterstationen. Das aktuelle Bild eines 5,7und

10,4-Zoll Panels wird dabei als 1:1 Bildkopie

auf die Visualisierungsseite einer 15-Zoll

XVC-601 eingeblendet. Alle Touchfunktionen

sind nun lokal über das 5,7- respektive 10-Zoll

Panel oder über das eingeblendete Bild in der

HMI-PLC XVC-601 abrufbar.

Hohe Funktionalität aller Touch-HMI-PLC

Das innovative Gerätekonzept der Moeller

HMI-PLC bietet vielfältige Automatisierungsund

Vernetzungsmöglichkeiten. Alle Bediengeräte

verfügen - on Board - über Ethernetund

CANopen-Schnittstelle. Zudem reduziert

die in einem Gerät kombinierte PLC / HMI

Schnittstellen und senkt den Zeit- respektive

Kostenbedarf beim Programmieren gleichwie

beim Engineering. Die Bildschirmeingabemasken

parametrieren Anwender mit dem Visualisierungstool

EPAM unter Excel. Frei

konfigurierbar ist die Dimension der Softwareobjekte.

Dank integrierter Scrollbar entfällt

eine Seitenumschaltung.

SOLUTIONS07

Daten für Rezepturen und Protokolle werden

über die OPC-Server-Client-Technologie direkt

aus einer Datenbank vom Büro-PC gelesen

oder dort hineingeschrieben. Mit EPAM-

Runtime für MS-Windows lässt sich eine

kosteneffiziente zentrale Bedienstation auf

den Büro-PC projektieren. Via WEB-EPAM

informieren sich Produktionsleiter von ihren

Arbeitsplätzen aus über den aktuellen Produktionsstatus,

Elektriker identifizieren Alarme.

Klöckner Hänsel Processing diagnostiziert

heute bei seinen Kunden um den Globus

schnell und einfach, ob etwa ein Maschinenfehler

oder einer des Anlagenführers vorliegt.

FAZIT

Friedrich Reinecke, Leiter Elektrotechnik

bei Klöckner Hänsel Processing,

zum Moeller HMI-PLC Konzept: „EPAM

erlaubt uns, die Bedienoberflächen der

Anlagengeräte analog den Scada-Systemen

in der Leitwarte zu gestalten. So erstellen

wir etwa die Kopf- und Fußzeile

für jedes Projekt nur einmal – das sorgt

außerdem für ein einheitliches Aussehen.

Und die Bild-in-Bild-Funktionalität deckt

einen Teil der projektbezogenen Visualisierung

ab - wir konzentrieren uns heute

mehr auf die Standardisierung der einzelnen

Aggregate. Die Excel-Programmieroberfläche

verringert übrigens nicht nur

unseren Engineeringaufwand, in der Akquisitionsphase

erstellen oder verändern

wir wichtige Masken zügig und diskutieren

sie direkt mit unseren Kunden – ein

enormer Vorteil“.

13


14

Kompakt-Steuerung PS 4

klimatisiert Meisterwerke

in London

NATIONAL GALLERY

Im Jahre 1824 mit einer Kollektion von

nur 38 Gemälden vom Britischen Parlament

gegründet, umfasst die National

Gallery, London, heute etwa 2300 westeuropäische

Bilder vom Mittelalter bis

zum 19. Jahrhundert, die der Besucher in

mehreren Flügeln, unterteilt nach Epochen,

besichtigen kann. Zu den ausgestellten

Bildern gehören Werke von

Botticelli, Monet, Constable, Van Gogh

und Rembrandt. Die Gesandten von Holbein,

der Heuwagen von Constable und

die Arnolfini-Hochzeit von Jan Van Eyck

sind Anziehungspunkte der National

Gallery.

Um der Vorgabe der britischen Regierung nachzukommen,

in allen öffentlichen Gebäuden

energieeffizient zu sein, sanierte die National

Gallery am Trafalgar Square ihre Klimaanlage

vollständig. Mit neuer Automatisierungstechnik

von Moeller, gepaart mit der Sachkenntnis des

britischen Unternehmens Dajo Solutions, Towcester,

Northamptonshire, unter Leitung von J & E

Hall, Westerham, Kent, entstand ein kundenspezifisches

Automatisierungskonzept.


Um die National Gallery mit ihren wertvollen

Kunstwerken exakt zu temperieren, haben

sich sechs York-Kühler, jeder mit einer Leistung

von 700 kW, bewährt. Bislang waren jeweils

zwei Motoren steuerbar, die jedoch einzeln

nicht geschaltet werden konnten. Das alte

System verwendete je ein Haupt- und Hilfssteuerpult

für die Steuerung der vier 119 kW

JS84E Kompressoren, die mit zwei einzelnen

Kühlereinheiten - zwei Kompressoren pro

gemeinsamem Wasserkühler - versorgt wurden.

Zudem liefen im Winter zeitweilig zwei

Kompressoren auf halber Leistung, das System

betrachtete die Kompressorpaare wie einen

1400 kW Kühler – eine mehr als unwirtschaftliche

Lösung. Die neue Lösung trennt die Hilfsvon

der Hauptsteuerkonsole und betrachtet

jede Einheit als solche.

Das neue Steuerungssystem sollte, so die Vorgabe,

das vorhandene Gebäudemanagementsystem

integrieren: Letzteres

kontrolliert und überwacht das gesamte

Gebäude hinsichtlich Klimasteuerung, Energieverteilung

und Beleuchtung. Die von

Moeller und Dajo Solutions erarbeitete Lösung

sieht sechs Moeller PS4 201-MM1 PLCs vor, die

jeweils einem Kühler zugeordnet sind. Die

dezentralen Steuerungssysteme sind über PS4

341 MM1 vernetzt und integrieren die Steuerungen

in das Gebäudemanagementsystem.

Analoge Messsignale erfasst dezentral das

Moeller Remote I/O System XI/ON. Status und

Steuerung jedes Kühlers wird über ein Moeller

MI4 Anzeige- und Bediengerät kontrolliert, es

ist direkt mit dem dazu gehörenden Kühlgebläse

verbunden. Ein weiteres MI4 Bedienund

Visualisierungsgerät überwacht und

steuert alle sechs Maschinen an zentraler

Stelle.

PS4-341-MM1 PLC entspricht den kundenseitigen

Anforderungen nach Schnelligkeit bei der

Datenverarbeitung, der hohen Speicherkapazität

und vielseitigen Vernetzbarkeit. Zudem

war eine kosteneffiziente und platzsparende

Lösung gefragt. Die Interrupteingänge der

Steuerung erlauben schnelle Reaktionen für

die geforderten Prozessschritte. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit

beträgt 0.5 ms/ 1K mit

einer benutzerdefinierten Speicherkapazität

von 512 Kbyte, erweiterbar um 1 MB für

zusätzliche Applikationen oder für die Datensicherung.

PS4-341-MM1 besitzt 16 digitale

Ein- und 14 Ausgänge, zwei analoge Ein- und

einen Ausgang. PS4 201-MM1 wiederum ist

von 24 Kbytes erweiterbar auf 32 Kbytes und

verfügt über acht digitale Ein- und sechs Ausgänge,

zwei analoge Ein- und einen Ausgang.

Eine Danfoss-Steuerung überwacht die Wassertemperatur,

stellt die Last fest, die jeder

Kompressor benötigt und steuert das elektronische

Auslassventil. Die Kompressorlast-Anforderung

wird der dezentralen PS4 201-MM1

übergeben. Nach Prüfung aller Sicherheitskreise,

die mit dem jeweiligen Kompressor verbunden

sind, startet die PLC den Kompressor.

Das den Kühler verlassende Wasser wird von

zwei Temperaturprüfspitzen gemessen.

PS4 201-MM1 überwachen und kontrollieren

ferner die Hilfshydraulikanlagen der Kühler.

Sie sichern ebenso alle kritischen Punkte im

System: Analogsignale wie Saug-, Öl- und

Entladedruck, ferner Kompressorstrom und

Kompressorkurbelkasten-Öltemperatur. Digitale

Eingänge werden mit Daten von I/O-Signalen,

Notaus-Ereignissen, Schmierölniederdruck,

Kompressormotor- oder Trockenlaufschutz

gespeist – mit Reset-Funktion.

Ausgabeseitig wird nicht nur das einfache Einund

Ausschalten der Kompressoren realisiert,

die neue Lösung lässt das lastabhängige, variable

Ansteuern der Kompressorkapazität in

Schritten von 50, 75 und 100 Prozent zu. Das

dezentrale Steuerpult aktiviert die Kondensatorventilatoren,

liest den Kühlerstatus aus und

gibt dies an die zentrale Bedieneinheit weiter.

Das neue Netzwerk der Kühlerautomatisierung

stellt Informationen in Echtzeit zur Verfügung.

Die Leistung jeder Maschine ist

unmittelbar, auch vom Dach aus, abrufbar.

Diese Informationen stehen gleichfalls dem

Gebäudemanagementsystem, das sich im Büro

des Gebäudeservices befindet, bereit.

FAZIT

James Cheesewright, Projekt-Manager

der Nationalgalerie: „Die Moeller PLC bietet

beträchtliche Energieeinsparungen für

unser System. Ein weiterer Vorteil resultiert

aus XI/ON, dem Remote I/O System

von Moeller. Wir benötigen keine komplizierte

Programmiersoftware mehr zur Inbetriebnahme.

Das feingranulare System

lässt sich auf unsere Bedürfnisse maßschneidern

und ist problemlos erweiterbar“.

Das Resümee von Cheesewright:

„Das neue Automatisierungssystem regelt

die komplette Kühlanlage bis hin zum

einzelnen Kühler und Verdampfer. Das

verschafft uns Einsparpotenziale bei der

Instandhaltung und Energieverwaltung.“

SOLUTIONS07

PS4 - ALL IN ONE

Individuelle

Anwenderbibliotheken

www.moeller.net/all-in-one

Hier stehen Ihnen jetzt „kostenlos“ folgende

Anwenderbibliotheken als Toolboxen zum

Download bereit:

Mit der CoBox ins

Ethernet

Direkter WEB- Zugriff

auf SPS Daten

OPC Server

Für die schnelle Anbindung

an Leitsysteme.

Info per SMS

Zur Protokollierung

oder direkten

Kommunikation

Motion Control

Toolbox

Positionieren

leicht gemacht

Regelungstechnik

Toolbox

Mehr als 100 Funktionsbausteine

für

Regelungsaufgaben

Fernwirken und

Fernmelden

Fernwirken nach

IEC 870-5

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16

MFD-Titan® steuert

historischen Aufzug im

Stadtmuseum in Jaromìø

easy.NET

Im ehemaligen

Kaufhaus Wenke

– 1910 vom Architekten

Josef Goèár

erbaut - befindet

sich heute das

Stadtmuseum von

Jaromìø.

Die tschechische

Stadt Jaromìø liegt

etwa 120 km östlich

von Prag. Im Stadtmuseum

galt es,

einen historischen Aufzug

für die Neuzeit zu

erhalten – oder aber den

Aufzug selbst als still stehendes

Museumsstück zu

betrachten.

Der Aufzug aus dem Jahr

1910 nutzt heute MFD-

Titan von Moeller zur

Aufzugssteuerung.


Das jetzige Stadtmuseum besaß seit der Ersterbauung

und Nutzung als Kaufhaus einen Personenaufzug

– heute Lasten. Der

Maschinenraum befindet sich Keller. Das

Bedienungssystem ist voll mechanisch ausgelegt,

einschließlich der Leistungsschütze. Die

Nockenabmessanlage stoppt die Maschine in

den Endstationen. Kabine wie Gegengewicht

sind einfache Seilflaschenzüge, wobei das

Gegengewicht sich außerhalb des Gebäudes

bewegt. Die Kabine ist durch einen Hebelfänger

in Gleitschienen gegen Fall gesichert.

Die Steuerung des Aufzugs erfolgt heute

durch vier MFD-Titan-Stationen, die via

easy.NET verbunden sind. Die vier Stationen

sind den Geschossen des Gebäudes zugeordnet:

Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss und

Galerie. Die Steuereinheiten MFD-Titan bestehen

aus einem Display mit den Tasten

MFD-80-B, einer CPU MFD-CP8-NT und

Eingängen/ Ausgängen MFD-R16. Die Konfiguration

der Hardware ist in allen Stationen

identisch.

MFD-Titan sorgt für Sicherheit

Der Aufzug nimmt nur bei funktionsfähiger

Netzkupplung und gleichzeitiger Schließung

aller Schachttüren Fahrt auf. Die Kabinenposition

im Schacht wird zweifach überwacht,

jeweils unabhängig voneinander: Durch Zählen

der Impulse in der Maschine mittels eines

schnellen Zählers in der Station Keller sowie

durch die in jeder Station befindlichen Induktionssensoren.

Die Tür einer Station lässt sich

nur dann öffnen, wenn beide Informationen

identisch sind.

Die Türen sichert ein elektromagnetisches

Schloss. Die MFD-Steuerungseinheit im Keller

nutzt zwei weitere Ausgänge zum Lockern der

Schützkupplung der Motoreinspeisezuführung

für die Fahrt nach oben oder unten. Die Leistungkreise

werden durch die - mittels Nocken

betätigten - mechanischen Schütze gekuppelt.

Die Schütze lassen sich an dem manuell

bedienten Steuerungsseil per Ziehen in die

gewünschte Fahrtrichtung in einen gekuppelten

Zustand versetzen. Ein Ziehen in die entgegengesetzte

Richtung bringt den Aufzug in

den Ruhezustand.

Im Multifunktionsdisplay MFD-Titan ist ein

„easy“-Steuergerät integriert, genannt easyinside.

Herzstück ist eine easy800 mit einem

erweiterten Spektrum an Funktionsbausteinen

wie PID-Reglern, Signalglättung, Pulsweitenmodulation

und vielem mehr. Der Prozessor

erlaubt 32-Bit-Operationen. Die Zykluszeit

kann auf die kürzeste Zeit, auf feste Werte

zwischen 1...1000 ms oder per Software eingestellt

werden. Als Zykluszeit-Sollwert sind

zahlreiche Variablen verwendbar. Damit lösen

Maschinenbauer komplexe Aufgaben der

Regelungstechnik in vielfältiger Weise.

Das kompakte MFD-Titan gehört zur easy800

Familie und ist mit ihr problemlos kombinierund

erweiterbar. So stecken Anwender die

easy-Module einfach seitlich an. Über easyLink

erfolgt die dezentrale Erweiterung von MFD-

Titan, über easy.NET lässt sich ein komplettes

Netzwerk installieren. Damit ergeben sich

weitreichende Ausbauvarianten: Zur Kommunikation

mit Fremdgeräten sieht das MFD-

Steuerungskonzept Anschaltgeräte mit

Profibus DP, CANopen oder DeviceNet vor.

Folglich ist die Maschinensteuerung in einen

entsprechenden Kommunikationsverbund

integrierbar, außerdem lassen sich Daten mit

einem übergeordneten System austauschen.

MFD-Titan bietet Komfort

MFD-Titan ergänzt die historische Maschine

um die Funktion des „Bringers“. Nach Drükken

der O.K.-Taste auf dem Display MFD-80-B

erscheint die Aufschrift „Ziehen Sie “ – damit

ist das Steuerungsseil gemeint. Nachdem sich

der Aufzug in Bewegung setzt, stoppt die

Maschine selbstständig in der Station, aus wel-

FAZIT

Das Steuerungssystem erleichtert die

Bedienung des Aufzugs, dennoch sind die

Anhaltemanöver in hohem Maße von der

Geschicklichkeit des Bedieners abhängig.

Das Stadtmuseum konnte – dank MFD -

den Lastenaufzug wieder in Betrieb nehmen.

Bei einem Museum ein nahezu

unerlässliches Erfordernis. Am Beispiel des

Aufzugs zeigt sich: Auch scheinbar unlösbare

Aufgaben sind mit pfiffigen Ideen zu

lösen.

SOLUTIONS07

cher sie herbeigerufen wurde, was früher

nicht möglich war. Das Anhalten steuern Zählimpulse.

Das Stopp-Signal auf dem Display

visualisiert dem Bediener, das Steuerungsseil in

Ruheposition zu bringen. Falls nicht, kann er

die Schachttür nicht öffnen, auch wenn der

Aufzug bereits in der Station steht.

Bei der Visualisierung erstellen Anwender

Masken – das MFD stellt hierzu vielfältige

Werkzeuge und Anzeigeelemente bereit, die

mit verschiedenen Attributen versehen werden.

Die Elemente können statische Texte,

Meldetexte, Grafiken, Zahlenwertanzeigen

oder Datumsangaben sein, jeweils in verschiedenen

Formaten, Werteingaben oder Bit-

Anzeigen. Die variablen Attribute eines

Elementes reichen von „sichtbar, nicht sichtbar“,

„blinkend, statisch“ bis hin zu inversen

Darstellungen. Die Textverwaltung unterstützt

Mehrsprachigkeit. In der Maskenübersicht lassen

sich mehrere Sprachen angelegen - unter

ihnen werden die statischen Texte und Meldetexte

eingegeben und aufgerufen.

MFD-MERKMALE

• drei Produkte in einem:

-Bedieneinheit mit Display und Tastatur,

-Steuereinheit mit schneller CPU

(easy inside), ab Werk mit zehn

Menüsprachen ausgestattet,

-analoge und digitale I/Os mit

Cage-Clamp-Technik,

• mit easy.NET bis zu 8 Stationen,

320 I/Os und 1000 m vernetzbar,

• optionale Feldbusankopplung

(Profibus, Device-Net, CANopen,

AS-Interface),

• attraktives Industriedesign,

• kundenspezifische Belaserung der

Frontplatte,

• Parametrieren anstatt Programmieren:

Eine Software für Steuerung,

Visualisierung und Vernetzung.

17


18

Automobilindustrie:

Zuverlässige Energieversorgung

für Produktionsstraßen

In der Automobilindustrie sind der Automatisierungsgrad

der Fertigung und ihre Ausfallsicherheit

wettbewerbsentscheidende Faktoren. Die

bedarfsgerechte und flexible Versorgung aller

Verbraucher mit Energie ist die Grundlage einer

störungsfreien, effizienten Automobilfertigung.

Daher werden an die Energieverteilungsanlagen

höchste Anforderungen an die Zuverlässigkeit,

die Verfügbarkeit, die Bedienung und die

Datenerfassung gestellt - zur Minimierung

äußerst kostenträchtiger Ausfallzeiten - gerade

in der Automobilindustrie.

Vernetzte, dezentrale

Energieverteilersysteme

Ein versorgungssicheres Energieverteilungskonzept

erreichen entsprechend ausgelegte

Transformatoren, die dezentral installierte

MODAN-Schaltanlagen speisen. Sie lassen sich

über eine Kuppelschiene so verbinden, dass sie

bei erhöhtem Energiebedarf oder im Fehlerfall

der Einspeisetransformatoren die veränderten

Bedingungen kompensieren. Die Dezentralisierung

der Schaltanlage im Fertigungsbereich

erfordert zudem vernetzte Schienenverteiler.

Technik und Service

Für die Versorgung der Fertigungs- und Lüftungsanlage

sowie der Transportbänder liefert

Moeller nicht nur die Produkte, sondern übernimmt

auch das Projektmanagement, das

Engineering, die Baustellenabwicklung,

Montage, Inbetriebnahme und den Service.


Rolls Royce Motor Cars,

England: Sichere Energieversorgung

für die

Phantom-Fertigung

Vier Jahre nach Beginn der

Kooperation der britischen Traditionsmarke

mit der BMW AG

lief die Produktion des ersten Rolls Royce an.

Für das neue Phantom-Modell wurde im südenglischen

Goodwood ein neues Werk errichtet.

Bei der Planung und der Realisierung der

Energieverteilungssysteme galt es, besonderen

Anforderungen zu genügen. Gefordert waren

neben kompromissloser Qualität ein hohes

Maß an Flexibilität und Modularität – bedingt

durch den hohen Anteil manueller Fertigungsschritte

bei Rolls Royce. Hinzu kam die eigenständige

Architektur der Werkshallen: Kaum

gerade Linien, dafür geschwungene und

zudem begrünte Hallen.

BMW AG: Fertigungsorientierte

Stromversorgung für Motorrad-

Produktionshalle in Berlin

Auf die positive Absatzentwicklung seiner

Motorräder reagierte die Bayerische Motoren

Werke AG: BMW investierte rund 120 Mio.

EUR in das Motorradwerk in Berlin-Spandau.

Ein 16.000 Quadratmeter großer Erweiterungsbau

ergänzt die heute ausgebaute

Motorkomponenten-Fertigung um eine neue

Lackieranlage. Die Stromversorgung der zweigeschossigen

Halle galt es zu flexibilisieren,

um jederzeit zügig Produktionsänderungen

vornehmen zu können.

Modulare Energieverteilung,

ausbaufähig und flexibel

Die Projektierung und Abwicklung übernahm

Moeller. Die komplette Installation und Inbetriebnahme

war Aufgabe des in Pulheim bei

Köln ansässigen Unternehmens Enertec.

Insgesamt kamen 15 MODAN ® Energieverteiler

zum Einsatz, davon fünf als Schwerpunktstationen

mit 3600 A und 2200 A. Die

kompakten Versorgungseinheiten integrieren

MODAN ® Energieverteiler

und NS Trafo im

Schutzgehäuse. Hervor-

zuheben ist, dass die

MODAN ® -Verteiler in der

Schutzart IP54 ausgeführt

sind. Sicherungsleisten

in waagerechter und

senkrechter Anordnung

befinden sich hinter

geschlossenen Feldtüren.

Trafo

(optional)

Flächendeckende Energieversorgung

Das Stromversorgungskonzept sieht für die

Halle eine eigene Mittelspannungsstation vor,

ausgeführt als zehnfeldrige EA10 Anlage,

versehen mit einer Doppeleinspeisung mit

Längskupplung. Die Abgänge zu den Schwerpunktstationen

sind geteilt, drei je Block

beziehungsweise zwei plus eine Reserve. Fünf

Schwerpunkt-Stationen mit insgesamt 27 Feldern

MODAN ® werden an unterschiedlichen

Standorten und auf drei Gebäudestockwerken

versorgt. Die Stationen selbst bestehen aus

einer Niederspannungshauptverteilung mit

Transformator. Die Stationen wiederum sind

miteinander „vermascht“. Die Hauptverbindung

zwischen den Stationen in Erd- und

Obergeschoss besteht aus zwei Hochstromschienen.

Sie dienen gleichzeitig als Kupplung

2MVA

33/0.4KV

SOLUTIONS07

Teil des Sicherheitskonzepts bei der Energieverteilung

ist, die Schwerpunktstationen, die

aus zwei Mittelspannungsnetzen gespeist werden,

untereinander zu kuppeln. Hierfür sind

Hochstromschienensysteme (4000 A und

2500 A) installiert. Zur Energieverteilung zum

Endverbraucher und für die Beleuchtung sind

Mittelstromschienensysteme eingebaut. Diese

Aufteilung sichert stets die bedarfsgerechte

Verteilung der erforderlichen Energie im

gesamten Werksbereich.

4000A

2MVA

33/0.4KV

2500A

Trafo

(optional)

LVS40 3600A LVS40 3600A LVS40 3600A

1MVA

33/0.4KV

1MVA

33/0.4KV

LVS10 2200A LVS12 2200A LVS50 2200A

1MVA

33/0.4KV

EPS10 1000A EPS12 1000A EPS50 1000A EPS51 1000A

EPS40 1000A

Trafo

(optional)

LVS51 2200A LVS90 2200A

EPS90 1000A

und Backbone zur Versorgung der Verteilschienen

im Produktionsbereich. Beide Schienen

besitzen fernsteuerbare Trenner, um den

Stromfluss zwischen Erd- und Obergeschoss

bei Bedarf zu kuppeln.

Stromfluss und Kommunikation

intelligent integriert

UPS90 1000A

Alle relevanten Betriebsdaten wie Strom,

Spannung, cos phi, Leistung, Arbeit sowie alle

einschlägigen Meldungen werden elektronisch

erfasst. Die Informationen sammelt und verarbeitet

eine PS4-341 über Profibus DP und leitet

sie an ein übergeordnetes System weiter.

G

UPS

19


20

Sichere Energieversorgung in

der Chemischen Industrie

Am neuen Fertigungsstandort in Map Ta Phut,

Thailand, produziert Bayer Polycarbonate für

unterschiedliche Anwendungen und Einsatzbereiche.

Die hohe Komplexität der Produktionsanlage

stellt eine Herausforderung

hinsichtlich der Energieversorgung dar. Im

Zentrum stand, UL-Vorgaben der Bayer AG

nach IEC-Richtlinien umzusetzen. Hinzu kam

die Auflage, die gesamte Installation in Thailand

identisch zu einer bestehenden Bayer-

Anlage in den USA zu projektieren, dies betraf

die Dokumentation gleichwie die Energieverteilung

für die Prozessleittechnik. Innerhalb

von zwölf Monaten sollte die Fertigung in

Betrieb gehen.

Prozessnahe Elektrotechnik

betriebsfertig in zwölf Monaten

Dank Xtra Combinations liefert Moeller das

maßgeschneiderte Lösungspaket für eine prozessnahe

Elektrotechnik und fungiert ebenso

als verantwortlicher Turn-Key-Projektpartner.

Von der Vorplanung über das Engineering,

von der Aufstellung und Kommissionierung

Bayer AG in Map Ta Phut, Thailand: Energieversorgung

für die Infrastruktur und Polycarbonat-Produktion

der Anlage bis hin zu Service und Supportleistungen

war Moeller Ansprechpartner für

Bayer vor Ort. Nach der ersten Kundenanfrage

bis zur Abnahme der betriebsfertigen, elektrotechnischen

Infrastruktur vergingen knapp

zwölf Monate. Die Einhaltung des Zeitplans

gelang, da das Moeller-Projektmanagement

transparente Prozessabläufe und klare Schnittstellen

zwischen allen involvierten Partnern

definierte.

Energieverteilung sicher und flexibel

Moeller überzeugte ebenso beim technologischen

Know-how und seiner Produktkompetenz:

So konzipierte das Bonner Unternehmen

eigens für die begrenzten Platzverhältnisse in

der Anlage eine Lösung aus Motor Control

Center MODAN mit integriertem FU-Schwerpunkt.

Dabei blieben NAMUR-Vorgaben für

die Integration der Antriebstechnik nicht

unberücksichtigt – für die dahinter liegenden

Motoren lieferte Moeller die kompletten

Antriebe für die Prozesskette. Zum Einsatz

kamen konventionell ausgelegte und druck-

fest gekapselte Motoren, gemäß Explosionsschutzart

EEx de IIC T4, mit einer Leistung von

bis zu 250 kW. Über mehrere Niederspannungs-Hauptverteiler,

die über Stromschienensysteme

mit den Transformatoren verbunden

sind, werden die Motor Control Center und

die Antriebstechnik im Feld zuverlässig und

sicher mit Strom versorgt. Auch nach der

Erstinstallation bleibt Bayer flexibel: Sogar

unter Spannung sind Erweiterungen oder

Änderungen problemlos vorzunehmen. Variabilität

erreicht Bayer gleichermaßen bei den

Motorschutzfunktionen – mit dem multifunktionalen

Kompaktstarter PKZ2.

Maximale Prozessverfügbarkeit

Bei Bayer Thai Co., Ltd., endet die umfassende

Betreuung am neuen Produktionsstandort

nicht nach der Inbetriebnahme: Ein 24-Stunden-Service

sowie die Verfügbarkeit von

Ersatzteilen und Komponenten in Thailand

komplettieren das Moeller-Leistungsportfolio.


Integrierte Antriebs- und

Energieleittechnik in der

Pharma-Wirkstoffproduktion

Für Boehringer Ingelheim begann mit der

Grundsteinlegung für den neuen Pharma-

Wirkstoffbetrieb in Ingelheim ein neues Kapitel

der Firmengeschichte. Die moderne

Produktionsanlage versorgt den Unternehmensverband

weltweit mit Pharma-Wirkstoffen.

Neben hoher Anlagenverfügbarkeit sind

Kosteneffizienz und eine sichere Betriebsführung

die entscheidenden Erfolgskriterien einer

Markteinführung innovativer Wirkstoffe. Der

Launch-Betrieb erfordert neben maximaler

Transparenz von Prozessgröße und Verbrauch

die Einhaltung der Regularien der US-amerikanischen

FDA (Food and Drug Administration)

sowie von GMP (Good Manufacturing Practice).

Daraus resultieren erhöhte Forderungen

an die prozessnahe Elektrotechnik und die

Steuerung der Anlage.

PROJEKTZAHLEN

Stromschienensysteme

21 Schaltanlagen

125 Felder

800 Abgänge

400 Antriebe

9 Daten-Konzentratoren

Energieleittechnik (PROFIBUS DP)

Kopplung PLT (PROFIBUS FMS)

Energiegebäude

NSHV

UV1 MCC

PEC (IP66)

(2x1250A, 2x2000A)

Systemintelligenz von der

Einspeisung bis zum Antrieb

Moeller projektierte die gesamte Niederspannungsverteilung

sowie die Antriebs- und Energieleittechnik.

Über Schienenverteiler-Systeme

wird Energie vom Transformator zur Hauptverteilung

im rund 50 Meter hohen Mehrzweckkomplex

transportiert. Vergossene Schienen

PEC in Schutzart IP66 überbrücken auch außen

liegende Abschnitte zwischen Energie- und

Produktionsgebäude. Die modularen Hauptverteiler

integrieren die Kommunikationstechnik

auf Basis von Profibus DP. Neben der

Antriebssteuerung gestattet der direkte

Zugriff auf Status, Diagnose und Wartungsdaten

eine vorausschauende Prozessführung –

elektronischer Motorschutz inbegriffen.

PLS

UV2

FMS

MCC

DK

ELT

3-4 MCC pro Etage

Produktionsgebäude

SOLUTIONS07

Zentrale

Informationsverarbeitung

über Leitsystem

Der aktuelle Verbrauch sowie die Qualität der

Netze geben kontinuierlich Aufschluss über

den Zustand der Anlage. Gleiches gilt für die

Motor Control Center – über 400 Antriebe lassen

sich einheitlich überwachen und bedienen.

Alle zehn Synthesetrakte des Mehrzweckkomplexes

werden in 21 Schaltanlagen über etwa

800 Abgänge versorgt. Dabei reduziert die flexible

Moeller-Steckeinsatztechnik die Umrüstzeiten.

Die generierten Signale und Messwerte

werden zentral zusammengeführt und an die

Leitebene übergeben. Die Moeller-Energieleittechnik

bündelt die Daten und bietet umfangreiche

Analysevarianten: Zustände, Meldungen

und Wartungsdaten von über 400 Antrieben -

unter anderem aus Pumpen, Rührwerken und

Ventilatoren von 0,14 bis 90 kW - gilt es kontinuierlich

zu erfassen und zu überwachen.

Hinzu kommen relevante Netzgrößen der über

200 Energieabgangskreise.

Effizienter Ressourceneinsatz

Bei Boehringer Ingelheim liefern intelligent

integrierte Systembausteine Transparenz – von

der Einspeisung bis zum Antrieb. Zuverlässige

und rechtzeitige Aussagen zu Status, Verbrauch

und Qualität der gesamten Infrastrukturversorgung

gleichwie der prozessnahen

Energieverteilung führen neben hoher Produktqualität

und gesteigertem Durchsatz zum

effizienten Energie- und Rohstoffverbrauch.

21


22

Windkraftanlagen:

Hohe Ströme sicher beherrschen

und zuverlässig schalten

Der Energiebedarf rund um den Globus steigt unaufhörlich.

Neu in Betrieb genommene Kraftwerke setzen zum

größten Teil auf fossile Brennstoffe und erhöhen damit

weltweit die Schadstoffemissionen. Um dieser Spirale

entgegenzuwirken, unterstützen viele Staaten den Ausbau

regenerativer Energiequellen, so insbesondere die

Windenergie.

Große Leistung – kleine Abmessung

Wechselnde Wetterbedingungen und unstete

Windgeschwindigkeiten sind die Ursache für

häufiges Trennen und Wiederaufschalten der

Generatorleistung auf das Energieversorgungsnetz.

Dies führt zu einem deutlichen

Verschleiß des Kontaktapparats der Schütze

gleichwie der elektrischen Antriebe der Leistungsschalter.

Schließlich gilt es, Ströme von

mehreren tausend Ampere zu schalten und

gleichzeitig die anspruchsvollen Einspeiserichtlinien

der Energieversorgungsunternehmen

einzuhalten.

SEG Schaltanlagen-Elektronik-Geräte GmbH &

Co. KG mit Sitz in Kempen am Niederrhein,

Deutschland, setzt als Lieferant führender

Windkraftanlagen-Hersteller Hochleistungs-

Schütze von Moeller ein. Seine CONCYCLE

Wind-Umrichter sind wesentlicher Bestandteil

des Energieerzeugungssystems einer Windkraftanlage.

Als Hersteller von Umrichter-

Schaltanlagen für den Betrieb von

drehzahlvariablen, doppeltgespeisten Asynchrongeneratoren,

favorisiert SEG Schütze mit

Vakuumtechnologie der Typenreihe DILM und

DILH. Diese schalten Ströme von mehreren

tausend Ampere verschleißfrei -

bis 150.000 Mal.


Zuverlässigkeit aller Komponenten

ist ein Muss

Eine Windkraftanlage erfordert ein Investment

in Höhe von mehreren Millionen Euro. Diese

Investition rechnet sich nur, wenn die Turbine

möglichst ununterbrochen Strom liefert.

Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit aller

Komponenten ist daher ein Muss.

Enercon, der weltweit zweitgrößte Hersteller

von Windkraftanlagen, mit Sitz in Aurich,

Deutschland, setzt seit mehr als zehn Jahren

Moeller Komponenten in den Bereichen,

Automatisieren, Befehlen und Melden, Schalten

und Schützen ein. Entscheidend für die

Auswahl des Lieferanten Moeller waren und

sind die Qualität der Produkte sowie die enge

Zusammenarbeit mit den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.

Um den immer

anspruchsvolleren europäischen Einspeiserichtlinien

der Energieversorgungsunternehmen

(wie etwa E.on) zu entsprechen, setzt Enercon

Schütze großer Leistung ein, die mit einem

elektronischen Antrieb ausgestattetet sind. Sie

lassen sich - ab Werk - mit den erforderlichen

Zu- und Abschaltzeiten an die jeweiligen

Bestimmungen anpassen.

Betriebssicherheit auch bei extremen

Umweltbedingungen

Der Zuverlässigkeitsaspekt der Gesamtanlage

umfasst jedoch nicht nur die Ausfallsicherheit

der Anlage sondern ebenso die Betriebssicherheit

- also den Schutz von Mensch und

Maschine. Sicherheit ist heute, nicht nur

wegen der sprunghaft gestiegenen Versicherungsprämien,

durchgängig und in allen Bereichen

hoch bedeutsam.

Suzlon, der größte Windkraftanlagenhersteller

Asiens, mit Hauptsitz in Pune, Indien, setzt

elektrische Komponenten von Moeller in seinen

Turbinen ein. Trotz stark schwankender

Umweltbedingungen– etwa in

tropischen Küstenregionen oder

Gebirgsstandorten mit über tausend

Metern Höhe - leisten die Geräte

zuverlässig ihren Dienst. Die Schütze

oder Motorschutzschalter bieten die

geforderte Zuverlässigkeit – zu jeder

Zeit an jedem Ort.

Systemlösungen aus einer Hand

Windkraftanlagen gibt es nicht nur in der

Multi-Megawatt-Klasse. In Gegenden, wo die

Netzkapazität nicht zur Aufnahme größerer

Strommengen geeignet ist oder wo lokale

Inselnetzwerke gespeist werden, kommen

auch kleinere Maschinen zum Einsatz. So setzt

der Windkraftanlagenhersteller Windflow

Technology aus Christchurch, Neuseeland, mit

seiner 500kW-Anlage neue Maßstäbe für den

Windenergiemarkt. Kenneth Swift, Geschäftsführer

von Bremca Industries, verantwortlich

für die elektrische Ausstattung dieser Anlage,

sagt: „Wir haben hier in Neuseeland eine

eigene, kosteneffiziente Windturbine entwickelt

- geeignet für Anwendungen weltweit.

Eine Besonderheit ist der Zweiblatt-Rotor in

Verbindung mit einem neuartigen drehmomentbegrenzenden

Getriebesystem. Dies

ermöglicht den Einsatz eines Synchrongenerators,

der von sich aus steuerbare Blind- und

Wirkleistung zur Verfügung stellt. Wir rüsten

die komplette elektrische Anlage mit Moeller

Komponenten aus, weil wir uns erwiesenermaßen

auf die Zuverlässigkeit der Komponenten

verlassen können.“ Die zentrale Steuerung

der Turbine wird von einer SPS des Typs XC200

mit Ethernet-Anschluss und integrierter Web-

Visualisierung übernommen. Kompakte

Abmessung, integrierte Feldbusschnittstelle

und komfortable Betriebsdatenerfassung mit

Hilfe einer Standard Multimedia Card (MMC)

zeichnen dieses Steuerungssystem aus.

Schütze und Leistungsschalter sorgen für die

zuverlässige Netzaufschaltung, die Hydraulikpumpen

in der Gondel und der Anwurfmotor

des Synchrongenerators werden durch Motorschutzschalter

geschützt.

SOLUTIONS07

WELTWEIT

Alle führenden Windkraftanlagenhersteller

befinden sich in einem intensiven

Wettbewerb um die weltweiten Märkte.

Den Marktzugang erschweren nicht selten

aufwendige, zusätzliche Geräteapprobationen

und nationale

Sicherheitsvorschriften. Internationalität

und Produktion vor Ort sind Eintrittsbedingungen,

um sich prosperierende

Märkte zu erschließen. Moeller bietet

dazu eine Produktpalette mit umfassenden

internationalen Approbationen und

Zulassungen an, die einen Einsatz in

nahezu allen Ländern der Welt gestatten.

Moeller begleitet Windkraftanlagenhersteller

bei ihrem Markteintritt und

gewährleistet über das Moeller Vertriebsnetz

- mit 350 Standorten in mehr als 80

Ländern - eine zeitnahe Belieferung und

eine kompetente Beratung vor Ort.

23


24

MFD-Titan steuert pneumohydraulische

Antriebe

DAS UNTERNEHMEN

Als führender Hersteller von pneumohydraulischen

Antrieben und Blechverbindungssystemen

ist die TOX

PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG mit Sitz

im oberschwäbischen Weingarten weltweit

für die produzierende Industrie aktiv.

Das TOX –Blechverbindungssystem verbindet

unterschiedlichste metallische

Materialien - ohne Beschädigung der

Oberfläche. Die nahezu ausnahmslos

patentierten Technologien und Produkte

werden unter anderem in der Automobil-,

Elektro- und Computerindustrie sowie in

der Haushaltsgeräte- oder Möbelindustrie

eingesetzt.

Ein effizienter Kraft- und Energieeinsatz

schont Werkzeug gleichwie Werkstück

und vermeidet unnötigen Lärm. Der

Antrieb des TOX-Kraftpakets - ein Pneumatikzylinder

mit integriertem Ölsystem

und automatisch einsetzendem Krafthub

- benötigt für Eil- und Rückhub nur

wenig Energie. TOX PRESSOTECHNIK

entschied sich für MFD-Titan von Moeller

- eine einfach und sicher zu bedienende

Steuerung mit einem Maximum

an Funktionalität.


Das TOX-Kraftpaket arbeitet rein pneumatisch

ohne Hydraulikaggregat. Die Steuerung

erfolgt wie bei einem normalen, doppelt wirkenden

Pneumatikzylinder. In drei Arbeitsschritte

unterteilt sich der Arbeitsweg:

Luftbetriebener Eilhub, pneumohydraulischer

Krafthub, luftbetriebener Rückhub. Zur

Ansteuerung von TOX-Produkten steht ein

komplettes Steuerungsprogramm zur Verfügung.

Das Herzstück der Anlage bildet die

Steuerung. Alle Arbeitsläufe müssen klar

ersichtlich und jeder Zeit abrufbar sein. Diesen

Forderungen entspricht das Steuerrelais MFD-

Titan, indem es die Funktionalitäten - Steuerung

und Visualisierungsoberfläche - in einem

kompakten Gerät vereint. Mit dem Multi-

Funktions-Display bietet Moeller ein innovatives

und optisch attraktives Anzeige-, Bedienund

Visualisierungsgerät, mit kompakten

Abmessungen. Das robuste Display überzeugt

durch sein hochwertiges Design und ist in

Bedienung und Parametrierung äußerst flexibel.

Die Industriequalität nach IEC/EN 60947

erlaubt Einsätze in rauen Umgebungen gleichwie

in Außenanwendungen (outdoor).

Einfach parametrieren

Das vollwertige MFD-Grafik-Display mit 132 x

64 Pixel verfügt über eine frei zuschaltbare

Hintergrundbeleuchtung und entspricht der

hohen, industrietauglichen Schutzart IP65.

Zwei frei parametrierbare Stati-LEDs zeigen

zusätzliche Betriebszustände an und melden

Alarme. Der Betriebs-Temperaturbereich reicht

von –25 bis +55°C und erlaubt damit den Einsatz

der Steuerelektronik in Maschinen oder

Anlagen. Der überzeugendste Vorteil des

Multi-Funktions-Displays ist die einfache Eingabe

des Schaltplans. Wie in der Ausbildung

gelernt, erfolgt die Verdrahtung jedes Strompfads:

Kontakt – Kontakt – Kontakt – Spule;

fertig! Das Gerät verwaltet bis zu 256 Strompfade.

Reihen- und Parallelschaltung von

Kontakten sind ebenso selbstverständlich, wie

Parameter und Sollwertvorgaben für Zeitglieder

oder Zählbausteine. Um Sicherheit bei der

Inbetriebnahme zu erlangen und Fehler im

erstmals erstellten Schaltplan zu finden, verfügt

jedes MFD-Titan über eine eingebaute

Stromflussanzeige. Dabei wird jeder aktive

Strompfad klar erkennbar angezeigt, schwächer

visualisiert sind die nicht an Spannung

anliegenden Strompfade. Der Schaltplan ist

intern gesichert (nullspannungssicher), er lässt

sich - inklusive aller eingestellten Parameter -

auch extern, in einem Speicherbaustein

(EEPROM) für Transport, Sicherung und

Backup, speichern. Ein Passwortschutz und

zehn Bediener-Menüsprachen stehen zur

Verfügung.

Einfach und unmissverständlich bedienen

Nach Betätigung der 2-Hand-Sicherheitstaster

wird der Arbeitsgang bei TOX-Kraftpaketen

eingeleitet. Hierzu gilt es, beide Taster gleichzeitig

zu betätigen. Der Arbeitskolben fährt

daraufhin zunächst im Eilhub aus, bis er an

beliebiger Stelle auf Widerstand trifft. Die

Gegenkraft bewirkt das Umschalten des Krafthubventils

auf Krafthub. Die Steuerung wird in

Selbsthaltung geschaltet – also der Steuerbefehl

übernommen - und die 2-Hand-Sicherheitstaster

außer Funktion gesetzt. Ist die Kraft

erreicht, die proportional zu dem am Öldruckschalter

eingestellten Wert anliegt, leitet die

Steuerung den Rückhub ein – und zwar unabhängig

davon, ob die Sicherheitstaster noch

gedrückt sind oder bereits losgelassen wurden.

Der Arbeitskolben des Kraftpakets fährt

dann wieder in seine Ausgangsstellung

zurück. Optionale Zusatzfunktionen wie

Ölstandsüberwachung, Stückzähler, Sicherheits-Lichtvorhang,

Endlagenabfrage und

separater Ansteuerungsmöglichkeit sowie eine

Schnittstelle für Überwachungsgeräte (3 E/1A)

sind problemlos über MFD-Titan realisierbar.

Der Prozess wird grafisch visualisiert. Ein mehrfacher

Vorteil: Anwender reagieren zügig bei

Störungen, unmissverständliche Anzeigen auf

dem Display erleichtern das Handling.

Die komplette Schaltplanerstellung, sowie die

Erzeugung und Ausgabe von Bildern, animierten

Anzeigetexten oder Statuswerten erfolgt

über easySoft-Pro. Die Software ist einfach

und komfortabel zu bedienen. easySoft-Pro

dient zugleich der Speicherung, Archivierung

und dem Ausdruck des vollständigen Projekts.

Erlaubte Bild-Datenformate sind Windows Bitmap

und JPEG. Ihre Erstellung erfolgt im integrierten

Maskeneditor, das MFD-Display stellt

Bilder im Maßstab 1:1 dar oder vergrößert sie

bei Bedarf stufenweise.

Netzwerk on Board

Nahezu alle innovativen Automatisierungslösungen

setzten heute auf einen Kommunikationsbus

oder ein Informationsnetzwerk –

nicht zuletzt, um ein kostengünstiges, dezentrales

Konzept zu realisieren. Die Steuerrelaisfamilie

easy 800 und mit ihr das zur Familie

gehörende MFD-Titan ist für diese Aufgaben

prädestiniert. Mit dem integrierten, dezentra-

SOLUTIONS07

len Netzwerk easy.NET lässt sich das Steuerrelais

komfortabel und kostengünstig mit bis zu

acht Teilnehmern vernetzen. Eine easyLink-

Schnittstelle koppelt ein Steuerrelais zusätzlich

über entsprechende Module an gängige Feldbus-systeme.

Über diese Schnittstelle werden

Kommunikationsmodule ebenso an standardisierte

Feldbussysteme, wie CANopen, Device-

Net, ASi und PROFIBUS DP angekoppelt. Je

nach Wahl des Feldbusses fungiert das Steuerrelais

als intelligenter Knoten in einem Kommunikationsnetzwerk

mit beliebiger Masteroder

Kopfsteuerung.

FAZIT

Ständiger Innovations- und hoher Preisdruck

sowie steigende Anforderung an

die Bedienung und Steuerung kennzeichnen

den Markt im Maschinen- und Anlagenbau.

Diesem Trend kommt eine neue

Generation von Steuerrelais und Multifunktionsdisplays

entgegen – sie

entwickeln sich zunehmend zur Konkurrenz

von Mikro- und Kompakt-SPSen.

Mit kurzen Programmzyklen, vielfältigen

Funktions- und Rechenbausteinen sowie

der optionalen Vernetzung mit Feldbussystemen

ausgestattet, verwischen entsprechende

Geräte das traditionelle

Image eines Steuerrelais. Es avanciert zu

einem kompakten Visualisierungsgerät

mit integrierter Bedienung und

vollständiger Steuerungsfunktion.

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26

Diagnose-Software

für kommunikative

Leistungsschalter

Die neuen Leistungsschalter

NZM von Moeller

verfügen über ein elektronisches

Inneres: Das Kernstück

der Leistungsschalter

erfasst die aktuellen

Ströme und leitet daraus

wichtige Betriebs- und

Diagnosedaten ab, wie

etwa das Überschreiten

bestimmter Last- und

Überlastschwellen. Die

Elektronik erlaubt zudem,

die Geräte kommunikativ

anzubinden.


Leistungsschalterdiagnose

vor Ort – NZM-XPC-Kit

Ganz neue Anwendungen eröffnen sich durch

den direkten Anschluss eines Notebooks an

den Leistungsschalter NZM. Mit der Diagnosesoftware

NZM-XPC-Soft lassen sich mit einem

Mausklick die aktuellen Statusdaten, die Parameter

und die absoluten Stromwerte anzeigen.

Der Diagnosespeicher der letzten zehn

Diagnosemeldungen ist ebenso abrufbar. Die

Software wird per Notebook auch an spannungslose

Leistungsschalter angeschlossen

und eignet sich somit hervorragend zur Diagnose

nach einem Störfall. Erkennbar ist beispielsweise,

auf welcher Phase eine Überlast

abgeschaltet wurde. Das erlaubt Rückschlüsse

auf die Störursache und spart Zeit bei der Fehlerbehebung.

Die neue Software ist gleichsam ein „Rundum-

Sorglos-Paket“: Auslesbar sind alle elektronischen

Leistungsschalter der IEC- und

UL/CSA-Typenreihen. Mit anderen Worten: Die

Software adaptiert sich selbsttätig an das

betreffende Gerät. Die dazu erforderlichen

Kabel beinhaltet das Kit bereits ab Werk.

Darüber hinaus ist die Software prädestiniert

für das Erkunden und Erklären der neuen Diagnosemöglichkeiten

der Elektroniken. Zu diesem

Zweck steht die Software als kostenlose

NZM-XPC-Soft-Demo im Internet zum Download

bereit.

Servicesteckdose für die Energieverteilung

– FDT-Navigator

Bei einer Energieverteilung liegt der Fokus

nicht auf dem einzelnen Gerät, sondern auf

der gesamten Energieverteilung mit Leistungsschaltern,

elektronischen Motorschutzsystemen

und Antrieben. Via Servicestation lassen

sich für die vernetzten Leistungsschalter die

aktuellen Lastströme beobachten – zur recht-

zeitigen Reaktion auf Abweichungen. Über

Stromwerte sind Verbräuche erfassbar oder

Anwender realisieren ein Lastmanagement per

Fernschaltung. Gleichfalls starten oder stoppen

Anwender aus der Ferne die Motorabgänge

oder sie schalten die Drehrichtung eines

Wendestarters um.

All diese Aufgaben sowie die Ferndiagnose

übernimmt der FDT-Navigator mit dem NZM-

XPC-DTM. Die ausgereifte Software ist für den

Zugriff auf vernetzte Leistungsschalter – per

Profibus DP-V1- ausgelegt. Hierdurch wird

gleichsam eine Servicesteckdose für die Energieverteilung

bereitgestellt, über die sich ein

Service-PC temporär oder stationär anschließen

lässt.

Integration in ein Leitsystem –

NZM-XPC-DTM

Alternativ oder ergänzend zur Servicestation

ist die Diagnose- und Gerätebediensoftware

als fertiges Modul in ein Leitsystem integrierbar.

Den Schlüssel hierzu liefert die herstellerübergreifende

FDT-Technologie (FDT = Field

Device Tool): Gerätespezifische Software eines

Herstellers A kann aus einem Leit- oder Visualisierungssystem

von Hersteller B aufgerufen

werden und mit dem betreffenden Gerät kommunizieren.

Eine derartige gerätespezifische

Software nennt sich DTM (Device Type Manager).

Das Leitsystem stellt, vereinfacht formuliert,

Steckdosen bereit, in die sich beliebige

Geräte-DTMs einstecken lassen.

Jegliches zeitraubende Erstellen und Testen

von an das Gerät angepassten Bedienmasken

oder das Zuordnen von Kommunikationsvariablen

entfällt. Die Installation eines Geräte-

DTMs reicht aus, denn dieser identifiziert dann

das betreffende Gerät.

nzm.moeller.net

FAZIT

Ob Diagnose vor Ort oder Lastmanagement

per Fernschaltung, ob Ferndiagnose

oder Fernparametrierung per Servicestation

oder aus dem Leitsystem heraus -

für jede Anwendung bietet Moeller

entsprechende Kommunikations- und

„schlüsselfertige“ Softwareprodukte.

FAX-ANTWORT

Fax: +49 (0)228 602-1200

Bitte senden Sie mir „Moeller Solutions

regelmäßig zu

Senden Sie mir bitte zu folgenden Themen Infomaterial:

Firma:

Produktübersicht

Automatisierung

2004

Multifunktionsdisplay

MFD-Titan ®

Steuerrelais

EASY

Sensoren

LSI, LSO, LSC

Schütze DIL,

Motorschutzschalter

PKZ, Motorstarterkombination

MSC

Name/Vorname:

Abteilung/Funktion:

Straße:

PLZ/Ort:

Telefon:

E-Mail:

SOLUTIONS07

Leistungsschalter

NZM

Kommunikation

NZM

Energieverteiler

MODAN ®

Energieverteiler-Kit

xEnergy

Elektronischer

Katalog

Field Service

Dienstleistung vor

Ort

Bitte nehmen Sie mich

in den Verteiler für

Ihren elektronischen Newsletter auf.

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Der neue FDT-Navigator:

Alles aus der Ferne – Diagnose,

Bedienung, Parametrieren!

Energie sicher beherrschen,

schalten, steuern. In der

Industrie, im Gebäude und

im Maschinenbau. Innovative

Schutzkonzepte. Diagnose

und Kommunikation

eingebaut. In modernen

Schaltanlagen verpackt.

——— Leistungsschalter

NZM

——— Leistungsschalter

IZM

——— Schaltanlagensysteme

„Klasse! So weiß ich immer auf

den ersten Blick, was los ist.

Und kann entsprechend handeln.”

Moeller GmbH

Hein-Moeller-Straße 7–11

53115 Bonn

Fax (0228) 602-2275

info@moeller.net

Think future. Switch to green

www.moeller.net

Die neue Software FDT-Navigator erleichtert die

Fernsteuerung und -diagnose der elektronischen

NZM-Leistungsschalter für die Anwender. Die per

Profibus DP-V1 vernetzten Schalter werden durch

einen Service-PC einfach eingelesen und grafisch

dargestellt (Busscan).

Mit einem einzigen Mausklick informiert die bedienungsfreundliche

Oberfläche NZM-XPC-DTM

über Ströme, Diagnose- und Statusdaten und

ermöglicht über Profibus und Ethernet die Fernparametrierung

und -schaltung. So können

Anwender z.B. blitzschnell feststellen, ob eine

Lastwarnung vorliegt oder ein Leistungsschalter

ausgelöst hat und welchen Grund es dafür gibt.

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