Wir sind Magdeburg! - dasMD.de

dasmd.de

Wir sind Magdeburg! - dasMD.de

Das Magazin

zum mitnehmen!

Wir sind Magdeburg!

Das Magazin für Magdeburg und seine Gäste

Ausgabe 3 2012

Magdeburg macht Mode

Otto & Fritz im Duell

Unterwegs auf dem Elberadweg


Geflügelter Herbst im Zoo

ZOOLOGISCHER GARTEN

MAGDEBURG

...Sittiche füttern in

der begehbaren

Australienvoliere...

...Kopf einziehen bei der

Greifvogelflugschau

vom 30.10.-4.11...

...Mund zu beim

Bestaunen der

Farbenpracht

des Tragopans...

www.zoo-magdeburg.de


Gefundene Zuweisungen des Farbfeldes “Blue”:

Zeichenformat “Link”: > Zeichenfarbe > Unterstreichung

Textketten: 2 Textstil-Bereiche (ohne Format; oder lokale Formatierung)


Wir wünschen eine erlebnisreiche Zeit.

ausMD

3 Otto der Große

5 Otto-Ausstellung im Museum

6 Korrespondenzstandorte

der Otto-Ausstellung

kulturinMD

9 Agenda Magdeburgensis

9 Katharina-Route in Zerbst

10 Stadtrecht im Mittelalter

12 Modespezial

16 Wir sind Magdeburg!

Kein Magazin in Sicht?

Bei unseren Partnern Café „Alt Magdeburg“ in der Grünen Zitadelle oder in der

Stadtinformation Ernst-Reuter-Allee finden Sie mit Sicherheit ein Exemplar!

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Agentur Elbland • Detlef Pickut

Medien • Werbung

Veranstaltungsservice

Breiter Weg 25B

39104 Magdeburg

Tel./Fax: 0391 - 56 120 46

Funk: 0177 - 56 120 46

Mail: info@dasmd.de

Internet: www.dasmd.de

rundumMD

18 Elberadweg

22 Die Gierfähre

23 Theaterschiff Magdeburg

24 Unsere Empfehlungen

26 Wegweiser Magdeburg

27 DDR-Museum Langenweddingen

leckerMD

28 Magdeburger Rotspon

29 Gastronomieempfehlungen

serviceMD

30 WohinMD

32 Tourismusinformationen

ANZEIGENREDAKTION

Katrin Reich

anzeigen@dasmd.de

REDAKTION

Detlef Pickut (dp) V.i.S.d.P.

Sebastian Pötzsch (sp) Stellv.

Benjamin Stratemann (bs)

Eric Pattin (ep)

Evelyn Zarth (ez)

redaktion@dasmd.de

SATZ UND LAYOUT

DP Pressebüro

grafik@dasmd.de

DRUCK

GCC Calbe/Saale

© Alle nicht gesondert

gekennzeichneten Fotos: dasMD,

K.S. Reich, D. Pickut, S. Pötzsch

Titelfoto: Hanna Uhlmann

INHALT

Auflage - je 20 000 Stück

Auslage: 280 Stellen in

Magdeburg & im Umland

Hotels in Magdeburg, 6000 Stck.

Haushalte 8000 Stck.

Verteilung: 6000

Magdeburg & Umland

- agentur frische ideen GmbH

- Werbemittelvertrieb Vogt

- „dasMD

Liebe Magdeburger, liebe Gäste der Elbestadt,

das war ein Sommer - oder doch nicht? Nun, wir hoffen, Sie hatten trotz aller

Wetterkapriolen einen schönen und erholsamen Urlaub und können jetzt ganz

entspannt die dritte Ausgabe unseres Magazins genießen.

Alle guten Dinge sind drei? Wir jedenfalls haben uns entschlossen,

das Magazin „dasMD“ - Magdeburg spricht an! ab seiner dritten Ausgabe

mit dem Slogan „Wir sind Magdeburg“ zu ergänzen. Hier zu Hause, hier am

Arbeiten und Gestalten, hier am Shoppen, Feiern und Genießen. Wir werden

dabei nicht an den Stadtgrenzen halt machen, sondern das Umland gerne einbeziehen.

Nur die Region ist stark - wir sind stark!

Im Moment hat Otto wieder ein ausgesprochen anziehendes Wesen.

Das Museumsteam hat mit dem Besucherstrom alle Hände voll zu tun.

Die Ausstellung „Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der

Antike zum Mittelalter“ ist sehr zu empfehlen - nicht nur den Touristen, auch

den Magdeburgern, so sie noch nicht da waren.

Auch die Korrespondenzstandorte (siehe Seiten 6 und 8) sind einen Abstecher

wert. Andere kulturelle Höhepunkte dieses Herbstes sind zum Beispiel die

Modavision im Maritim Hotel. Und der 1. FCM scheint wieder gewinnen zu können!

Jung‘s, helft uns, die letzte Saison schnell zu vergessen!

Ansonsten seien Sie in Magdeburg herzlich willkommen, haben Sie eine schöne

Zeit und Ihr Magdeburger, bleibt immer schön neugierig!

Ihr

Wir sind Magdeburg!

Steuernummer:

102/257/10290 - FA MD

Anzeigen- & Redaktionsschluss

4. Ausgabe 25.10.2012

Anzeigenpreisliste

gültig ab 01.04.

ausMD

dasMD 3


OTTO DER GROSSE

oder Fritz, der Alte?

Historiker im amüsanten Streit über wahre deutsche gröSSen

Die Landeshauptstadt Magdeburg hatte jüngst zu einer Diskussion in die Landesvertretung nach Berlin geladen. Im durchaus

amüsanten Streitgespräch debattierten Prof. Matthias Puhle, Direktor des Kulturhistorischen Museums Magdeburg, und Dr.

Jürgen Luh, wissenschaftlicher Leiter der aktuellen Friederisiko-Ausstellung in Potsdam, über die Bedeutung der beiden Herrscher

Otto der Große und Friedrich der Große und stellten sich der Frage: Wer war denn nun größer?

Das spricht für Otto als Lebemann. Doch ob er tatsächlich

solch einer war und letztlich gar an vielerlei

Gelüsten starb, mochte Puhle stark bezweifeln, „zumal

er immerhin 61 Jahre alt wurde. Er betete sehr

viel und ihm lag die Jagd am Herzen.“ „Bei Friedrich

war es genau das Gegenteil“, entgegnete ihm

Luh. „Fast nur beten war nichts für Friedrich und mit

dem Jagen hatte er es auch nicht so.“ Essen habe

eine große Rolle gespielt. So habe er seinen Speisezettel

selbst bestimmt und sich schon am Vortag

auf das Essen mit 12 Gängen gefreut. „Dabei hat er

viel und gerne geredet, Monologe haben sich schon

bis zu sechs Stunden hinziehen können.“

„1:0 für Otto“! Denn was die Körperlänge

anbelangt hatte der Kaiser wohl

deutlich die Nase vorn. So stellte Dr.

Luh gleich am Anfang der Diskussion

fest: „Friedrich war mit 1,58 Meter bis

1,60 Meter nicht besonders hoch gewachsen.

Außerdem überragte sein

Bauch ganz leicht den Gürtel“. Otto

dagegen soll „ein stattlicher Mann gewesen

sein. Wie groß genau, ist nicht

überliefert. Informationen über sein

genaues Aussehen gibt es nicht“, schilderte

Puhle und ergänzte: „Wenn wir

von den Schilderungen, die wir haben,

ausgehen, war er überdurchschnittlich

groß gewachsen, jedoch kein Riese.“

Außerdem habe er wohl rote Haare

und einen Bart gehabt.

Otto erst nach

seinem Tode „groSS“

Doch ab wann war eigentlich von

„Otto dem Großen“ und „Friedrich

dem Großen“ die Rede? Den Worten

des Potsdamer Wissenschaftlers zufolge

hat Friedrich seinen Beinamen im

Briefwechsel mit dem französischen

Philosophen Voltaire gezielt in Szene

gesetzt. Voltaire sei ein Mittel zum

Zweck gewesen. Alle Kommunikation

zwischen den beiden habe ab Dezember

1745, also nach dem Einzug aus

dem siebenjährigen Krieg in Berlin, gezielt

die Öffentlichkeit erreicht.

Dem entgegnete der Magdeburger

Museumsdirektor: „Otto nennt sich

auf seinen Siegel Otto Imperator Augustus

(Otto der Erhabene Kaiser, Anm.

d. Red.), da braucht man kein Magnus

(für groß, Anm. d. Red.) dabei.“ Erst

nach seinem Tod sei in den Annalen

Ottos der Zusatz Magnus angefügt

worden. „Groß“ geworden sei er nicht

erst durch die Kaiserkrönung, sondern

bereits durch die große Schlacht gegen

die Ungarn auf dem Lechfeld im Jahr

955.

Das nimmt denn sein „Widersacher“

für „seinen“ Friedrich auch in Anspruch:

„Schon in der Antike als auch

zu Friedrichs Zeiten war es von Nöten,

militärische Siege zu erringen und

ruhmreiche Schlachten zu gewinnen,

um sich ‚der Große’ nennen zu können.

Doch auch das Dichten brachte

für Friedrich Quote, um als allgemein

hin als ‚Großer’ bezeichnet zu werden.“

Friedrich mit „klarer Stimme“

Alles, was Friedrich gesagt hätte, habe

er übrigens mit schöner, klarer Stimme

ausgesprochen, wie schon zu seinen

Lebzeiten propagiert worden sei. Über

die Stimme Ottos dagegen ist nach

Aussagen des Magdeburger Wissenschaftlers

nichts überliefert. „Fakt ist,

dass Kaiser in Europa schon immer

viel sprechen mussten. Sprache gehörte

damals zum wichtigsten Herrscherinstrument“.

Des Schreibens und Lesens

war dagegen Otto zunächst nicht

mächtig, ganz im Gegensatz zu seiner

Frau Adelheid. Deshalb habe er es später

erlernt.

Friedrich dagegen war Luh zufolge bereits

seit seiner Jugendzeit äußerst belesen.

„Vor allem in militärischen Belangen

war er sehr gebildet. In Sachen

Naturwissenschaften sei er, wie er es

selbst gesagt hat, ‚oft ein Dilettant’

gewesen.“ Und Otto? Puhle schildert,

wie entsetzt Adelheid gewesen sei,

dass der „Nordmensch“ Otto so wenig

konnte. „Der Kaiser hatte Herrschertugenden:

Er konnte zwar nicht lesen

und schreiben, doch er musste das

auch nicht können. Dafür hatte er seine

Leute. Otto musste nur den Vollziehungsstrich

beherrschen, mit denen er

die Urkunden besiegelte“. „Kaiser Otto

muss sehr vertrauenselig gewesen sein,

denn er wusste ja nicht genau was er

da unterschrieben hatte.“, entgegnete

dem der Potsdamer Wissenschaftler

und erntete wohlwollendes Gelächter.

„Nein,“ antwortete Puhle. „Der Herrscher

Otto hatte ein gesundes Misstrauen,

das ist überliefert. Jeweils sechs

Anwesende hatten zu bezeugen, dass

das, was vorgelesen wurde, auch richtig

vorgelesen wurde.“ Ansonsten sei

Otto einer gewesen, der sehr schnell

lernte.

Otto als

serieller Monogamist

Und wie sah es mit den Frauen aus?

Geht da die Punkteverteilung ans Mittelalter?

„Das kommt ganz auf den

Standpunkt an“, sagte der Friedrich-

Experte. Tatsächlich hätte der Preußenkönig

Frauen in seiner unmittelbareren

Umgebung nicht brauchen können.

Und das sagte Puhle über Otto und

das weibliche Geschlecht: „Wir bezeichnen

ihn gerne als ‚seriellen Monogamisten’.“

So sei seine erste Frau eine

slawische Fürstentochter gewesen. Die

zweite Frau Editha, die ihm zwei Söhne

schenkte, war offensichtlich die Liebe

seines Lebens und machte Otto zum

würdigen König, anschließend kam

Adelheid und machte ihn zum würdigen

Kaiser.“ Insgesamt habe Otto wohl

sieben Kinder gehabt.

Und wer von beiden war nun größer? Otto, der erste

deutsche Kaiser, oder Friedrich, König von Preußen

und Vorfahre der letzten deutschen Kaiser?

Beide an seinen Leistungen zu bemessen, vielleicht

noch in Zahlen, vermag wohl niemand! (bs)

Ein aus dem heutigen Mitteldeutschland

stammender Sachsenherzog

machte sich einst auf, aus einer Siedlung

an der Elbe den Nabel der Welt zu

machen und zum Zentrum der europäischen

Macht auszubauen. Die Rede ist

von Otto I. und dem heutigen Magdeburg.

Der Herrscher ließ sich vor 1050

Jahren in Rom zum Kaiser des Heiligen

Römischen Reiches krönen und stellte

sich damit bewusst als christlicher

Herrscher des Mittelalters in die Tradition

der römischen Kaiser. Ab diesem

Zeitpunkt erhält das Konstrukt des

„Heiligen Römischen Reiches Deutscher

Nation“ seine Prägung.

Die jüngst im Magdeburger Kulturhistorischen

Museum eröffnete Ausstellung

„Otto der Große und das

Römische Reich“ will erstmals diese

Entwicklung des europäischen Kaisertums

im ersten Jahrtausend nachzeichnen.

Prof. Matthias Puhle, MDR-Programmchef Dr. Winfried Bettecken und

Dr. Jürgen Luh (von links) in angeregter Diskussion.

OTTO DER GROSSE UND

DAS RÖMISCHE REICH

Einzigartige Exponate aus

aller Welt in Magdeburg

Dem Erfolg der nicht zuletzt durch

Papst Benedikt gesegneten Mittelalterschau

dürfte nun nichts mehr im

Wege stehen. „Weit über 10.000 Besucher

zählten wir bereits in den ersten

Wochen“, verriet Projektleiterin Dr.

Gabriele Köster. In einem spannenden

Rundgang durch ein Jahrtausend europäischer

Kaisergeschichte dokumentiert

die Ausstellung von Rom ausgehend

Beginn, Kontinuität und Wandel

der römischen Kaiseridee.

Zu sehen sind rund 350 Exponate aus

der ganzen Welt. Ergänzt wird die

Schau durch ein abwechslungsreiches

Begleitprogramm mit wissenschaftlichen

Vorträgen, Museumsnächten

und besonderen Angeboten für

Kinder. Gemeinsam mit Magdeburg

bieten insgesamt sieben Korrespondenzorte

ein umfangreiches Begleitprogramm

an. Mehr dazu lesen auf

den folgenden Seiten. (sp)

Mehr als 10 000 Besuchen sahen in den

ersten Wochen die Ausstellung im Magdeburger

Museum.

4 dasMD ausMD

ausMD

dasMD 5


Wanzleben

Oschersleben

Korrespondenzstandorte Magdeburg

Gernrode

In der Stiftskirche St. Cyriakus

in Gernrode ruhen die sterblichen

Überreste des Markgrafen

Gero, ein Vertrauter

Ottos des Großen. Gero war

wesentlich an der Eroberung

slawischer Gebiete beteiligt.

Um das eigene Seelenheil

und das seiner Familie zu sichern

sowie den Erbansprüchen

seiner Geschwister zuvorzukommen,

gründete er in

Gernrode ein Kanonissenstift.

Er entzog es dem Einfluss des

Halberstädter Bischofs, indem

er es direkt dem König unterstellte. Als erste Äbtissin setzte

er seine Schwiegertocher Hathui ein, eine Verwandte

der Mutter Ottos des Großen. Von einer Pilgerreise

nach Rom brachte Gero die Armreliquie des hl. Cyriakus

mit. 965 wurde er in seiner Stiftskirche beigesetzt. Heute

zählt das Bauwerk zu den am besten erhaltenen ottonischen

Kirchen und beherbergt die deutschlandweit älteste

Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem.

Eintritt frei - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 65 km/1 h

QUEDLINBURG

Ilse

Wernigerode

W. Bode

K. Bode

Holt e mme

Halberstadt

Quedlinburg

Selke

Gernrode

Wallhausen

Stausee

Kelbra

Helme

Wipper

Bode

Staßfurt

Süßer

See

Sangerhausen

Eisleben

Tilleda

Hettstedt

Nebra

Querfurt

Memleben

Unstrut

Naumburg

Saale

Schönebeck

Bernburg

ter

Weiße

Saale

Halle

Merseburg

Weissenfels

Zeitz

Burg

ELBE

Köthen

Elster

Zerbst

Nuthe

Rappbodetalsperre

Aschersleben

Hohenmölsen

Dessau-

Roßlau

Bitterfeld

Osterfest 966: Otto der Große setzt in Quedlinburg den Halberstädter

Bischof Bernhard gefangen. Damit eskaliert ein

seit etwa elf Jahren währender Konflikt um die von Otto betriebene

Gründung des neuen Erzbistums Magdeburg. Zur

Kirchweih des Halberstädter Domes rund 25 Jahre später sitzen

die Mitglieder der ottonischen Herrscherfamilie und 14

Bischöfe, darunter auch der Erzbischof von Magdeburg, wohl

recht einträchtig beisammen. Die Sonderausstellung im Domschatz

zu Halberstadt nimmt die frühe Geschichte des Bistums

Halberstadt in den Blick und schaut dabei vor allem auf

Netzwerke politischer Kommunikation.

Mulde

G

Eintritt: 8 €/Erw. - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 60 km/45 min.

Bildquellen: IMG Sachsen-Anhalt; Texte sp

Den Pfalzort Quedlinburg besuchten immer wieder ottonische und

später salische Könige und Kaiser. 929 heiratete Otto der Große wahrscheinlich

hier die angelsächsische Prinzessin Edgith. Ausgehend von

dieser Hochzeit beleuchtet die gemeinsame Sonderausstellung von

Domschatz und Schlossmuseum die ottonische Heiratspolitik und das

damit verbundene Taktieren um Macht und Besitz. Hier wurde auch

Heinrich I., der Vater Ottos des Großen, bestattet. Das von der Witwe

des Verstorbenen, Königin Mathilde, gegründete Damenstift wurde zu

einem der wichtigsten Gedächtnisorte der Herrscherfamilie.

Kombiticket 7,00 € p. Erw. - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 60 km/1 h

Halberstadt

6 dasMD ausMD


Förderverein Schloß Wallhausen

Bildquellen: IMG Sachsen-Anhalt; Texte sp

TILLEDA

Wie wurde in ottonischer Zeit gewohnt, gegessen, gespielt, geheizt

...? Im Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda lässt sich all das

und noch mehr heute wieder erleben. Zum ersten Mal genannt

wurde sie 972, als Kaiser Otto II. sie seiner Gemahlin Theophanu

als Wittum übergab. Zwischen 1935 und 1976 wurde die Anlage

ergraben und später teilweise anschaulich rekonstruiert: Wehranlagen,

Grubenhäuser, Speicher und Webereien, Hauptburg,

Wohntürme, Küche, Königshalle ...

Eintritt: 4 €/Erw. - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 130 km/1:45 h

WALLHAUSEN

MERSEBURG

Einzigartige Königsurkunden aus der Frühzeit des Bistums

Merseburg belegen die umfangreichen Schenkungen Kaiser

Ottos des Großen und seiner Nachfolger an die Merseburger

Domkirche. Am 10. August 955 hatte Otto vor der Schlacht

auf dem Lechfeld ein Gelübde abgelegt: Wenn ihm der Tagesheilige

Laurentius in dieser Schlacht gegen die Ungarn

den Sieg schenkte, würde er in Merseburg ein Bistum gründen.

Dreizehn Jahre später löste Otto sein Versprechen ein.

Von den Zuwendungen legen die im Dom und im Museum

ausgestellten Exponate Zeugnis ab.

Eintritt: 8 €/Erw. - Fahrt mit Pkw: ca. 115 km/1:15 h

Im Jahr 909 heiratete der 33-jährige Heinrich I. in Wallhausen die 13-jährige

und in Ostsachsen begüterte Mathilde, eine Nachfahrin des Sachsenherzogs

Widukind. Nach der Hochzeit erhielt Mathilde Wallhausen als

Morgengabe. Einiges spricht dafür, dass der Sohn des Paares, der spätere

Otto der Große, am 23. November 912 in Wallhausen geboren wurde. Die

Ausstellung erzählt vom Aufstieg der Ottonen, ihrem von ständigem Reisen

begleiteten Herrschaftsalltag und von der damaligen Festkultur. Die

Rolle der Klöster für Otto den Großen machen zwei erstmals in Deutschland

präsentierte Originalurkunden zugunsten des Klosters Einsiedeln in

der Schweiz deutlich.

Eintritt: 3 €/Erw. - Fahrt von MD mit Pkw: ca. 100 km/1:40 h

MEMLEBEN

Was beschäftigte die Menschen im Mittelalter, wenn sie an

den eigenen Tod dachten? In einprägsamen Bildern erzählt die

Sonderausstellung von Klöstern, Heiligen, Eingeweidegräbern,

Friedhöfen, Himmel, Hölle, Almosen, Ängsten und Hoffnungen.

Der Kaiser und das Seelenheil im Zeitalter der Ottonen übernehmen

die „Hauptrollen“ der Exposition. Ihnen verdankt der

Ausstellungsort seine große Bedeutung um das Jahr 1000. Das

Kloster ist eine Stiftung für das Seelenheil Ottos des Großen

und seines Vaters Heinrichs I. Eine Zeit lang gehörte es zu den

großen Reichsabteien. Vor diesem historischen Hintergrund bildet

das ehemalige Kloster den idealen Ausstellungsrahmen.

Eintritt: 6 €/Erw. - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 145 km/1,5 h

MEMLEBEN

Agenda Magdeburgenisis von 1497

Magdeburger Druckerkunst in der Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Magdeburg beherbergt

seit kurzem einen ganz besonderen

Schatz: Seit August präsentiert

die Bücherburg am Breiten Weg

den mehr als 500 Jahre alten Wiegendruck

„Agenda Magdeburgensis“ exklusiv

im Lesesaal.

Auf den Spuren Katharinas II.

Zerbster eröffnen am 19. September touristische Route

Mitten im Jubiläumsjahr Anhalt 800,

wird das anhaltische Zerbst nachhaltig

touristisch reicher. Die deutsche Heimatstadt

der russischen Zarin Katharina

II. eröffnet eine touristische Route,

die eigens ihrer großen Tochter gewidmet

ist. Anlass dafür ist, fast Tag genau,

die 250. Wiederkehr der offiziellen

Krönung von Katharina zur Zarin

von Russland.

Die insgesamt zehn Stationen umfassende

Route „Katharina die Grosse“

führt zu geschichtlich relevanten Orten

und informiert über Leben und

Wirken der einstigen Prinzessin von

Anhalt-Zerbst. Über historische Ereignisse,

Persönlichkeiten und Bauwerke

wird auf den Schautafeln ebenso informiert,

wie über die Stadt- und Familiengeschichte.

(dp)

Mehr unter: www.stadt-zerbst.de

Das kleine unscheinbare Büchlein ist

in Schweinsleder gebunden, mit einer

Metallschließe versehen und in

rot und schwarz gedruckt. Es wurde

laut Impressum bereits im Jahre 1497

in Magdeburg in der Druckerei von

Moritz Brandis hergestellt. „Moritz

Brandis war wohl einer der bekanntesten

Gutenberg-Schüler, der zwischen

1491 und 1504 seine Druckerei

in Magdeburg hatte“, erklärte Bibliotheks-Sprecher

Maik Hattenhorst und

ergänzte: „Er gilt als einer der hervorragenden

Buchdrucker und Verleger

des 15. Jahrhunderts. Die

Autoren der Agenda Magdeburgensis,

vermutlich Theologen,

sind dagegen unbekannt.“

Als „Inkunabeln“ oder „Wiegendrucke“

(diese lagen damals

noch gleichsam in der Wiege

oder in den Windeln) würden

die ersten zur Gutenbergzeit

zwischen 1450 und 1500 hergestellten

Bücher bezeichnet. Sie besäßen

allein aufgrund ihres Alters und

ihrer Seltenheit in deutschen Bibliotheken

einen besonders hohen Wert.

Inhaltlich handele es sich bei dem vorreformatorischen

Werk um eine von

Theologen verfasste liturgische Ordnung.

Der genaue Inhalt solle von

Experten erschlossen werden. „So

gartenstrasse

teehäuschen

marstall

Legende

5

i

katharinaweg

i

i

4

i

orangerie

corthumsweg

faschweg

3

katharinaweg

klappgasse

2

i i

i

neue brücke

rathaus

1

kiekinpott

1 - Schlossfreiheit 12

2 - Kavalierhaus mit Sammlung Katharine II.

3 - Schloss Zerbst/Anhalt - Ostflügel

4 - Schlossgarten

5 - Katharina-Denkmal

würden wir uns freuen, wenn Mittelalterforscher

dieses herausragende

Zeugnis früher Magdeburger Druckerkunst

in Augenschein nehmen“, lud

Hattenhorst ein. Auch Interessierte

können das Büchlein in Augenschein

nehmen, zunächst unter einer Glasvitrine

und alsbald als Vor-Ort-Ausleihe

im Lesesaal. (sp)

alte brücke

dicker turm

schlossfreiheit

10

richtung

markt

fritz-brandt-strasse

breite

9

breite

richtung

bahnhof

mühlenbrücke

puschkinpromenade

6 - Barocke Stadthalle

7 - Kleiner Klosterhof-Marienpforte

8 - Breite 38

9 - Breite 21

10 - Breite 10

11 - Stifts- und Hofkirche St. Bartholomäi

i - Info-Steine zur Parkhistorie

8

7

wolfsbrücke

kleiner klosterhof

ihr standort

1 schlossfreiheit 12,

kavalierhaus mit sa

2 schloss zerbst/anh

ostflügel

3 schlossgarten

4 katharina-denkmal

5 barocke stadthalle

6

6 kleiner klosterhofbreite

38

7

8 breite 21

9 breite 10

10 stifts- und hofkirch

i

info-steine zur park

Fotos: Touristeninformation Zerbst (Karte)

stadtmauer

8 dasMD ausMD

kulturinMD dasMD 9


Alles was Recht ist

Magdeburger Stadtrecht im Mittelalter

Rechtsanwälte DAHM & Koll.

Andreas Dahm Norbert Krause

Rechtsanwalt

Rechtsanwalt

MAGDEBURG

Kurzgeschichte

unserer Stadt

Eigentlich sollte Kämmerern das Lesen des folgende Beitrag nicht gestattet sein.

Ließen sich doch in Anbetracht der angeführten nackten Tatsachen chronisch

leerer Stadtkassen in ziemlich (un)ziemlichem Tempo füllen. Da kann das gemeine

Volk wohl von Glück reden, dass unsere Vorfahren einst die Stadtmauern

abschafften - beabsichtigt? Der Magdeburger Rechtsanwalt Andreas Dahm hat

in den Archiven der Stadt - aus heutiger Sicht - Unglaubliches entdeckt.

Aber von vorn. Lassen Sie uns eintauchen

in das „Ehe-Strafrecht“ des

16. Jahrhunderts am Beispiel der

Stadt Magdeburg...

… im Jahre 1544 erließ der Rat von

Magdeburg eine Verordnung, die

sich gegen das Auftreten der Stadtbürger

hinsichtlich des „Ehebruchs

sowie des übermäßigen Aufwandes

bei Hochzeiten und Verlöbnissen“

richtete und zugleich eine strenge,

detaillierte Kleiderordnung enthielt.

Unsere Stadtväter sahen sich veranlasst,

„ .....dem wieder eingerissenen,

großen Luxus und zugleich der immer

mehr um sich greifenden Unsittlichkeit“

mit neuen, scharfen Regeln entgegenzutreten.

Interessant daran sind aus heutiger

Sicht die harten Strafen bei verschiedenen

Verfehlungen. Beginnen wir

mit den in „Des Rades der Oldenstadt

Ordenunge“ enthaltenen Sanktionen

auf verschiedene Formen der ehelichen

Untreue:

Geschlechtergleichbehandlung

Wurde ein Mann oder eine Frau (oder

natürlich beide) eines Ehebruchs beschuldigt

- es war kein Schuldnachweis

erforderlich! - so wurde das mit

einer Geldbuße von 5 Mark geahndet.

Falls die Summe nicht gezahlt

werden konnte, musste die Stadt so

lange verlassen werden, bis das Geld

eingezahlt werden konnte (zeitweilige

Aussperrung). Wurde eine Person

zum zweiten Mal, also quasi als

einschlägig vorbestrafter „Wiederholungstäter“

des genannten Vergehens

beschuldigt und wollte diese

sodann einen „Reinigungseid“ (reuevolles

Nachtatverhalten mit Schuldanerkenntnis)

nicht ablegen, so sah die

Verordnung vor, sie für 14 Tage „in

den Turm zu setzen“. Mit Ausnahme

des eigenen Ehegatten (falls dieser

noch wollte…), der Kinder und des

Gesindes durfte niemand ohne „obrigkeitliche

Erlaubnis“ Besuch abstatten.

Nach Ablauf der Arrestzeit mussten

dann noch 10 Mark an den Rat

gezahlt werden, wofür blieb unklar,

vielleicht für Brot und Wasser. Beim

dritten Mal (Serientäter!) erhöhte sich

die Strafe auf 20 Mark und war mit

einer Ausweisung aus der Stadt für

die Dauer von einem Jahr verbunden.

Damals gab es hohe Stadtmauern

und ein kontrolliertes Zugangstor ....

Stadtmauern

eingerissen

Konnte das Straf- oder Bußgeld zur

damaligen Zeit nicht beigetrieben

werden, drohte dem säumigen Zahler

dafür auch die zeitweilige Verbannung

aus der Stadt oder bei erneuter

„schlechter Zahlungsmoral“ der Arrest

im Turm.

In „Des Rades der Oldenstadt Ordenunge“

war auch geregelt, dass der

oder die Beschuldigte die eigene Unschuld

beweisen konnte. In diesem

Fall sollte „ihm dazu ein Termin bestimmt

und Zeugen … verhört werden“.

Es ist nicht überliefert, ob und

wie das jemals praktiziert wurde.

Im Übrigen stellt sich die Frage, wie

die Beschuldigten hätte beweisen

können, die eheliche Treue nicht gebrochen

zu haben? Unabhängig vom

Geschlecht wurden die Taten verfolgt

und bestraft, auch, wenn von einer

Gleichstellungsbeauftragten im Mittelalter

nichts überliefert wurde.

Dennoch waren die „Spätfolgen“

(Nebenstrafen) verschieden: Ein

Mann konnte dann nicht mehr in den

Rat gewählt oder zu einem „ehrlichen

Amte“ zugelassen werden. Eine

Frau durfte sich weder mit Gold und

Edelsteinen schmücken, noch in der

Öffentlichkeit zeigen. Entscheiden

Sie selbst, ob nun der untreue Gatte,

oder das ehebrecherische Weibe härter

bestraft worden war.

Harte Sitten

Wie aber wurde mit unseren städtischen

Vorfahren umgegangen, die

„in flagranti“ bei einem Ehebruch

ertappt worden waren oder deren

Schuld anderweitig erwiesen war?

Bekannte sich der Täter hernach für

schuldig, so wurde er gleich für zwei

Jahre aus der Stadt verwiesen. Der

andere Ehepartner konnte sich dann

durch eine rechtmäßige Scheidung

trennen, falls nicht die Absicht zur

Versöhnung bestand.

Der Bestrafte konnte nach Ablauf der

zwei Jahre wieder in unsere Stadt zurückkehren,

musste aber zuvor dem

Rate eine Gebühr von zehn Mark

entrichten. Wurde dieser Täter sodann

wiederum bei einer derartigen

Handlung „gestellt“, verbannte man

ihn sogar für ewig aus den Mauern

der Stadt und beförderte ihn, falls

er sich dennoch in Magdeburg antreffen

ließ, ohne Gnade mit dem

Breiter Weg 10

39104 Magdeburg

In der Grünen Zitadelle von Magdeburg

Schwerte „vom Leben zum Tode“!

Aus den Mitteilungen des Vereins für

Geschichte und Altertumskunde des

Herzogtums und Erzstifts Magdeburg

(herausgegeben vom Vorstand

des Magdeburger Geschichtsvereins)

aus dem Jahre 1887 sind uns einige

Fälle aus dem 16. Jahrhundert überliefert

worden, die die Schärfe der

damaligen Rechtssprechung und die

Vollstreckung der Urteile aufzeigen.

So hatte sich Hans Hardegen, ein bis

dato Unbescholtener, der im Stande

der Ehe lebte, im Jahr 1594 „....... mit

dem Eheweibe Matthias Schleppweizens

dahingehend verglichen, miteinander

davonzulaufen und ihre

Ehegatten zu verlassen, darauf auch

weggezogen, als Ehegatten auswärts

sich zu verhalten, und also im Ehebruch

gelebt, inmaßen sie auch von

ihm geschwängert worden“.

Die juristischen Folgen

Kurzum: Hans und Frau S. hatten ihre

Ehepartner verlassen, waren außerhalb

der Stadt zusammengezogen

und lebten als ein Paar mit entsprechenden

biologischen Folgen. Man

legte fest, dass der Angeklagte Hans

Hardegen, falls er in einem einberaumten

Halsgericht die Beschuldigungen

bestätigen würde, mit dem

Schwerte vom Leben zum Tode zu

strafen sei. Da das Urteil an einem

Montag im Jahre 1594 vollzogen

wurde, ist anzunehmen, dass Hans

Hardegen zu seinem sträflichen Verhalten

stand und sich zur Liebe zum

Eheweibe von Matthias Schleppweizen

bekannt hatte. Was mit Schleppweizens

Gattin geschah, blieb in der

www.kanzlei-dahm.de

Telefon.: 03 91/7 31 61 11

Fax: 03 91/7 34 86 14

Historie verborgen. Aus einer Schrift

Jakob Uhlemanns („Palaestra consultationum

iuris illustrium“ – 1630) erfahren

wir einen ähnlich gelagerten

Fall: Kersten Köppe, ein verheirateter

Bürger und die Ehefrau von Martin

Hennemann wurden wegen mehrmaligen

Ehebruchs und der „Oberhurerei“

angeklagt. Die „Schöppen

zu Magdeburg“ äußerten sich hierzu

folgendermaßen:

„Wenn sich beide darum im peinlichen

Halsgericht, peinlich angeklagt,

und sich dazu öffentlich bekennen

und darauf verharren werden, so sind

sie mit dem Schwerte zu bestrafen

und von Rechtes wegen“. Das peinliche

Halsgericht muss wohl die Zungen

entsprechend gelockert haben…

Die juristischen Folgen

Auch in diesem Fall wurde das Urteil

gesprochen und die Hand des Henkers

führte gnadenlos das scharfe

Schwert – „von Rechts wegen“, also

„Im Namen des Volkes“.

Bleibt nur zu vermuten, dass diese

Beispiele unsere Vorfahren damals

zur Einhaltung der ehelichen Treue

mahnten, mindestens wohl zur Vorsicht.

Manchmal könnte man schon

den Kopf verlieren.... Denn, sowohl

damals auch auch heute, den Kopf

will so schnell keiner verlieren – oder?

Andreas Dahm

Der Verfasser ist gebürtiger Magdeburger

und als Rechtsanwalt unter anderm für

Familien- und Strafsachen tätig.

15.000 v. Ch.: gefundene Faustkeile

beweisen sesshafte menschliche Anwesenheit

rd. 500 n Ch.: Funde belegen Befestigungsanlagen

und zentralen Ort aus

heidnischer Zeit, Nachweis einer zentralen

Rolle als Handels- und Machtzentrum

Etymologen erkennen im Namen

Magdeburg den germanischen Begriff

„magaþ“ für groß/mächtig, tatsächlich

hieß Magdeburg damals wohl Magathaburg,

also „große, mächtige Burg“ und

war offensichtlich große germanische

Wehrburg

929 n. Ch.: Editha, Tochter Edwards des

Älteren von England, erhält Magdeburg

als Morgengabe zur Hochzeit mit Otto

I., dem späteren ersten deutschen Kaiser

946 n. Ch.: Beisetzung Edithas in der

Klosterkirche, dem späteren Magdeburger

Dom

962 n. Ch.: Krönung Ottos I. und seiner

zweiten Frau Adelheid zum Kaiserpaar

des heiligen Römischen Reiches

968 n. Ch.: Magdeburg wird zum Erzbistum

inkl. der Bistümer Brandenburg,

Havelberg, Meißen, Merseburg, Posen,

Zeitz-Naumburg und Lebus

973: Tod Otto I.

12. Jh.: „Magdeburger Recht“ galt als

praktisch, modern und vorbildlich und

wurde in vielen Gebieten Mitteleuropas

und Osteuropas übernommen

seit 1295 nachweislich Mitglied der

Hanse

18. Jh.: weiterer Ausbau der Festung,

Magdeburg wurde unter Preußen als

seine stärkste Festung erwähnt

8. November 1806: Kapitulation vor

französischen Truppen

16. Januar 1945: 90prozentige Zerstörung

der Altstadt durch Luftangriff

- Nordfront und Breiter Weg, einer

der schönsten Barockstraßen Europas,

wurde völlig zerstört,

1952: Magdeburg wird Bezirkshauptstadt

seit Juni 1990 ist Magdeburg Landeshauptstadt

von Sachsen-Anhalt und

Sitz der Landesregierung

10 dasMD kulturinMD kulturinMD

dasMD 11


Modavision als Feste GröSSe

MAGDEBURGER MODENACHT am 27. Oktober IM Hotel Maritim

Magdeburg Macht Mode

Schule für Mode und Design macht Ottonen schick

Quelle: Veranstalter, Fotos Andreas Lander

Zum 8. Mal findet Sachsen-Anhalts

größte Fashion & Lifestyle Show am

27. Oktober im Maritim Hotel Magdeburg

statt. In diesem Jahr hat sich

der Veranstalter etwas ganz besonderes

einfallen lassen: Erstmalig wird auf

einer beeindruckenden Bühnenkonstruktion,

die Philharmonie - das Orchester

des Theaters Magdeburg Platz

nehmen und die Fashionshow begleiten.

Dabei sind die 30 besten klassischen

Musiker der Stadt im Einsatz um den

Zuschauern eine abwechslungsreiche

Musikdarbietung der Extraklasse zu

präsentieren. Es treffen theatralische

Inszenierungen auf moderne Dekorationen

mit einem Hauch von Paris

und Mailand. Erwartet werden eine

spektakuläre Entertainment Show mit

modischen, visuellen und akustischen

Highlights.

Showzeiten:

Show 1

Einlass: 15:30 Uhr/ Beginn: 16:00 Uhr/

Mögliches Dinner ab 19:00 Uhr im

Restaurant

Show 2

Einlass: 19:00 Uhr/ Beginn: 20:00 Uhr

Neu in diesem Jahr: Die MODAVISI-

ON findet zwei Mal am Tag statt und

bietet endlich auch die Möglichkeit,

ein erlesenes Abendessen zu genießen.

FASHION & DINNER heißt das

Programm während der Nachmittagsshow

ab 16.00 Uhr. Mode und Accessoires

bilden dabei die Basis und

werden extravagant in Szene gesetzt.

Dafür sorgen die angesagtesten Fachgeschäfte

der Stadt und ihrer Umgebung

sowie nationale und internationale

Modedesigner. Ein glänzender

Auftritt steht den 40 professionellen

und wunderschönen Models, Tänzern

und Künstlern bevor. Erstmals kommen

auch Kindermodels und damit

verbunden hochwertige Kindermode

zum Einsatz.

Über 1500 Gäste besuchen alljährlich

die Modeveranstaltung des Jahres.

Viele Besucher nutzen die Gelegenheit,

um sich selbst mal wieder richtig

schick zu machen und im Blitzlichtgewitter

auf dem roten Teppich zu

Aftershowparty für beide Shows

ab 21:30 Uhr in der Piano Bar des

Maritim Hotels

Ticketpreise:

Kategorie 1:

Kategorie 2:

30,00 € zzgl. VVG

20,00 € zzgl. VVG

gehen, der zu einer unvergesslichen

Abendgala führt. SAW-Moderator

Volker Haidt und Veranstalter Holger

Salmen führen durch das Programm.

Die Tickets zu diesem Top Event gibt

es an allen bekannten VVK-Stellen.

Weitere Informationen sowie Impressionen

der vergangenen Jahre finden

Sie unter www.modavision.de

Dinner Ticket: 35,00 € zzgl. VVG

(opulentes Buffet

inkl. 1 Glas Champagner)

www.modavision.de

Was ist Mode? Gehen Sie in sich und Sie werden bestätigen: Die

erste Entscheidung des Tages! Mode, das ist nicht in erster Linie

der Laufsteg. Mode, das ist ein großes Stück „ich selbst“, Mode

ist Charakter, Wohlfühlen.

Wir waren zu Gast in der Magdeburger Schule für Mode und Design,

in der Brandenburger Straße und haben dort mit Dozentin

Barbara Liebecke darüber geplaudert, wie man denn Mode lernt.

Sie gestalten verrückte Sachen, die Magdeburger

Modemacher: Garderobe aus

Papier und davon gleich eine ganze Kollektion

oder Salzkleider. Jetzt schicken

sie sich an (für 2013), anlässlich der Erfindung

des Kaprolaktams vor 70 Jahren

in Leuna aus diesem synthetischen Material,

aus dem auch Damenstrumpfhosen

sind, Modisches zu machen. „Nun

sind Damenstrumpfhosen auch immer

modisch, aber ich bin mir sicher“, erzählt

Barbara Liebecke, „dass wir aus Geotextilien

noch ganz andere anziehbare Garderobe

mit Pfiff schneidern können. Es

muss ja nicht gleich schusssicher sein,“

fügt sie schmunzelnd hinzu, „weil auch

die Westen, die man kennt, aus solchen

synthetischen Materialien sind.“

Magdeburger

Mode mit langer

Tradition

Die private Schule, die auch ein Büro in

Halle/Saale hat, erwartet für das nächste

Semester sechs „Neue“, die Design und

das Schneiderhandwerk erlernen möchten.

Sie werden das in einer Stadt tun,

in der 1915 Deutschlands (damals Preußens)

allererste Modeklasse gebildet

wurde. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts

wollte man damit der übermächtigen

Konkurrenz aus Frankreich entgegentreten.

Die Klasse bestand bis 1952.

Dass man das Schneiderhandwerk lernen

kann, ist wohl unbestritten. Kann

Design erlernt werden oder

muss man das im Blut haben?

Es ist erlernbar, es sollten für

das Besondere aber Talent

und handwerkliche Fähigkeiten

mitgebracht werden.

„Mode & Design“, erklärt die

Dozentin, „heißt nicht nur tolle

Entwürfe schneidern. Viel

wichtiger ist, dass der Student

es lernt, sich und seine

Kollektion zu präsentieren.

Das beginne beim Schreiben

von Pressemitteilungen und

endet auf dem Laufsteg oder

im Shop des Labels. Es gilt

die Idee zu verkaufen. Wer

das beherrscht, wird den

Thron des Designers erklimmen

können. Das Rüstzeug

versuchen wir zu vermitteln.

Unsere Erfolgsquote ist nicht

schlecht“, freut sich Barbara

Liebecke. „Die meisten Absolventen finden

Ihren Weg. Man trifft Sie in Kollektionen

von Latex Berlin oder C&A und

anderswo. Manche sind selbständig, andere

angestellt.“

Magdeburg und Mode?

„Nun, es gibt sehr viele Magdeburger,

die am Morgen die richtige Entscheidung

treffen,“ sagt die Dozentin, „aber

es gibt auch in Magdeburg noch viel zu

tun.....“ Aber das wäre ja schon wieder

ein neues Thema.

Die jungen Modemacher und Designer

der Schule sind übrigens auf vielen Festen

im Land vertreten. So beim Sachsen-

Anhalt-Tag, wo „Otto Mode“ machte.

Viele Unternehmen im Land laden die

jungen Gestalter zu Präsentationen bei

Veranstaltungen ein. Magdeburg hängt

da etwas hinterher. Naja, der Prophet.....

Aber zur gegenwärtigen Kaiser-Otto-

Show im Museum ist die Schule gern

dabei, gestaltet die Modenschau „Von

Rom bis zur Romantik“ - feine Sache!

Dafür, dass ich die Kostüme beim Otto-Fest

so toll fand, gab es übrigens ein

Schmunzeln. „Ja, die sind schön, aber -

etwa 300 Jahre zu jung, bei Otto war

es noch etwas „eintöniger“, ergaben

Recherchen mit Museumchef Dr. Puhle.

Ich denke aber, den gemeinen Ottojaner

stört das nicht, er hat Freude an den Bildern

und Geschichten. (dp)

12 dasMD kulturinMD

kulturinMD dasMD 13


Heinz Bormann - eine geschichte

„The Best In Town“

Dior des Ostens war ein magdeburger

Magdeburger Modemarke Delapente

Quelle: Ulrike Köpp, Dr. phil., Kulturhistorikerin, Berlin; Wikipedia.org./ Foto: Fundus von Hans-Jürgen Anton, bis 89 Ltr. Qualitätssicherung, VEB Magdeburger Oberbekleidung

Heinz Bormann (* 1918; † 8. Februar 1989) musste nach Ende des Krieges den

völlig zerstörten kleinen Textilbetrieb seines Schwiegervaters erleben. Ort des Geschehens:

die Stadt Schönebeck. Ohne Berufsausbildung, aber mit einer gelernten

Schneiderin an seiner Seite startete das Ehepaar mit elf alten Nähmaschinen

seine selbständige Tätigkeit. Sie reparierte Uniformen für die Rote Armee.

Im Herbst 1945 wurden die Heinz Bormann Bekleidungswerkstätten gegründet,

nach den Armeeaufträgen begann die Fertigung von Herrenoberbekleidung.

Die Nachkriegswirren durchlebt,

machte die sozialistische Planwirtschaft

auch vor den Bormanns nicht

halt. 1953 stellte Bormann die Produktion

seines Betriebes um. Von

jetzt an wurde gefällige Damenoberbekleidung

fabriziert. Seine Designerin

Helena Petsch, eine junge Absolventin

der Münchener Modeschule,

entwarf die erste Kollektion der Original

Bormann-Moden, die 1954 auf

der Modemesse in Düsseldorf sogleich

Aufsehen erregte.

Die westdeutsche Presse fand für den

Unternehmer ein prägnantes Etikett:

„Der rote Dior“. Wenig später entstand

die Heinz Bormann KG, deren

Produkte reichlich Absatz fanden.

1959 verlagerte er seinen Betrieb

komplett nach Magdeburg. Er war

damit seinem Traum ein Stück näher

gekommen, die alte Modestadt Berlin

zu erobern. Neben dem Export in die

damalige Sowjetunion belieferte das

Unternehmen auch Versandhäuser

wie Quelle und Neckermann.

© Thomas Berg - Fotolia.com

Bormann präsentierte seine Mode

vielfach auf internationalen Messen.

Im Inland waren und blieben die

Modenschauen der Heinz Bormann

KG beliebte gesellschaftliche Ereignisse

zu verschiedensten Anlässen

und an vielen Orten der DDR. Er moderierte

sie selbst und offensichtlich

mit großem Vergnügen.

Als erste Kommanditgesellschaft

auf dem Gebiet der DDR wurde Bormanns

Unternehmen Anfang der

siebziger Jahre voll verstaatlicht und

aus juristischen Gründen am 27.

März 1972 unter der Bezeichnung

VEB Magdeburger Damenmoden

neu gegründet. Heinz Bormann leitete

den Betrieb noch bis zum Dezember

1974 – jetzt als Angestellter

– und zog sich dann wegen einer

ernsthaften Erkrankung zurück.

Im Modearchiv des Berliner Stadtmuseums

befinden sich in dem aus

dem Modeinstitut der DDR überkommenen

Fundus einige Modelle

AR

Goldschmiede

mit dem Etikett „Original Bormann

Kleidung“. Es sind festliche Kleider,

ganz im Geschmack der sechziger

und siebziger Jahre, etwa aus geschäumtem

blaßgelben Dederon mit

abstraktem Blütenornament oder

ockerfarbener Kunstfaser mit durchwirkten

silbernen Ornamenten gefertigt.

(ep)

Andrea Reich

Schartauer Straße 14

39288 Burg

Tel: 03921 - 987914

Anfertigung von Unikatschmuck

Schmuckreparaturen • Wertgutachten

Viel Beifall erntete die Reihe „The Best

In Town“ bei der Erstpräsentation im

Frühjahr 2012 und zu haben ist sie seitdem

auch schon. Nun an einem neuen

Ort. Denn jüngst bekam die Magdeburger

Modemarke Delapente Fashion

eine eigene Homebase sozusagen. Label-Gründer

David Fehse zog es samt

seinem gesamten Equipment nach

Cracau. In der Mehringstraße 2 eröffnete

der Modeliebhaber seinen ersten

Delapente-Store mit Showroom.

Dort zeigt David Fehse seine aktuelle

Delapente-Streetwear- und die -Lifestyle-Kollektion.

Ob Hosen, Hoodies,

Sweatshirts oder elegante Kleider -

auf allen Kleidungsstücken prangt das

Logo „Delapente“ in allen Formen

und Farben. Ebenfalls zu sehen sind

edle Damenshirts mit Swarovski-Steinen

verziert. Aber auch Taschen, Mützen

und Sporthosen finden hier großen

Anklang. Wer auf Heimat steht

oder ein Geschenk benötigt, ist mit

„The Best In Town“genau richtig beraten:

Jeans für Sie und Ihn sowie Pullover

und Shirts mit Magdeburg-Motiven.

Auch in der „La Boutique Pfofe“ sowie

bei „La Chica“ kann die Mode

des Labels „Delapente“ bereits erworben

werden, außerdem in angesagten

Oase in der grünen Zitadelle

Verschnaufpause gefällig? Dann sind Sie im Café „Alt Magdeburg

an der richtigen Stelle. Ob im schattigen Hof, oder lieber auf der

Sonnenseite am Domplatz oder im Gastraum mit seinen unzähligen

alt-magdeburger Stadtansichten - hier lässt es sich verweilen.

Mit leckerem Kaffee, hausgebackenem, täglich frischem Kuchen,

dem Eis als Balsam für die Seele und vielen anderen Köstlichkeiten,

hilft Ihnen das Team, den Bummel durch die Stadt und die Grüne

Zitadelle für einen guten Moment zu vergessen - aber nur der Füße

wegen!

Genießen Sie Gastlichkeit und

ausgezeichneten Service als Krönung

Ihres Stadtbummels.

Wir freuen uns auf Sie!

den in Berlin, Dresden und

Potsdam. „Und bald in ganz

Deutschland“, hofft David

Fehse und ergänzt: „Die Marke

zwischen Ostsee und Alpen

bekannt zu machen kostet

zwar viel Arbeit, Zeit und

Mühe, ist aber mein großes

Ziel!“

Eigenständig, ausdrucksstark,

selbstbewußt, anziehend, einzigartig

- so beschreibt David

Fehse sein vor zwei Jahren gegründetes

Modelabel.

Mehr Informationen unter www.delapente-fashion.de.

Feiern & Feste, Frühschoppen,

Tanz- & Kulturveranstaltungen

Tel.: 0391 - 58 23 154

www.cafealtmagdeburg.de

Geöffnet:

täglich 10 – 18 Uhr

14 dasMD kulturinMD

kulturinMD dasMD 15


Familie Regener und das Team um Alexander

Neumann vom Grieschischen Restaurant Olymp

Wir erwarten Sie im Cafe Seestraße!

Wir sind

Scharfe Sache - Olaf Bernhards Curry 54!

Sehen und gesehen werden - Augen - Optik - Diederichs

Magdeburg!

Axel Ständer, Mechaniker & Philipp Hoffman,

Verkäufer - bei RadMitte immer auf Draht!

Kathrin Berth & Hannes Koch

lassen im SteakHaus OvG nicht anbraten

Zwei Radler vom Elberadweg „abgekommen“,

Dr. Wolfgang Mathias (re.) aus Bonn und Rüdiger

Allroggen aus Berlin: „Wir sind zwar keine Magdeburger,

aber schön habt ihr‘s hier, tolle Stadt!“

Frisches Team im Café Alt Magdeburg

Frank Bartel, Christine Hochbaum

und Eike Findeklee - ein dreiblättriges

Glückskleeblatt -Gartencenter Findeklee

Grüzi sagen Jianni und seine Frauen

16 dasMD kulturinMD

kulturinMD

dasMD 17


präsentiert:

Anzeige

Bildquellen: IMG Sachsen-Anhalt

Er schlängelt sich auf rund 840 Kilometern quer durchs Land und ist der beliebteste seiner Art in Deutschland. Der Elberadweg

von Cuxhaven an der Nordsee bis Bad Schandau an der tschechischen Grenze ist wohl die abwechslungsreichste Randwanderroute

Europas. Durch sieben Bundesländer führt er entlang vielfältiger Landschaftsformen, spannender Historie und

einzigartigem Kulturerbe.

Dritter Teil:

„von Rogätz bis

Tangermünde

Entlang des Elberadweges nördlich

von Magdeburg bis zur sachsenanhaltischen

Grenze geht es durch

eine der storchen- und biberreichsten

Regionen Deutschlands. In nahezu

jedem Dorf klappern die Storchenpaare.

Die Fahrt führt durch die märkische

Elbtalniederung, die niedrige

Talsandflächen mit Dünen aufweist.

Zahlreiche Altwasserarme und verlandete

Altwasserrinnen begleiten

die Flussläufe der Ohre, Elbe und der

„alten“ Elbe.

Route westlich der Elbe

Ausgangspunkt ist die Fähre nach

Rogätz, das idyllisch am Westufer

der Elbe liegt. Diese „schwimmende

Brücke“ ist Informationen des Eigentümers

zufolge die letzte Fähre

auf der Elbe, die den Fährbetrieb bei

Auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse

wurde der Elberadweg wiederholt zum beliebtesten

deutschen Fernradweg gekürt. Damit behauptet er

zum achten Mal in Folge seine Spitzenposition in der

jährlichen Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs.

Laut Magdeburger Tourismusverband Elbe-

Börde-Heide steht er bei den Reisezielen an erster

Stelle. Insbesondere die einmalige Landschaft und

die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten an der Strecke

würden immer wieder gewürdigt, aber auch die zahlreichen

Unterkünfte, Tourismusvereine sowie Kulturund

Freizeiteinrichtungen.

In mehreren Teilen stellt die Redaktion den Elberadweg

als besonderes Erlebnis vor. Im ersten Teil konnten

Sie die Strecke von Barby im Süden bis zum Wasserstraßenkreuz

im Norden miterleben, im zweiten

Teil ging es von der Fähre Rogätz rechtselbisch bis

nach Jerichow. Dieser dritte Teil stellt Ihnen die Strecke

von Rogätz linkselbisch bis Tangermünde vor.

Hochwasser einstellen muss und bietet

nach der Überfahrt nach Rogätz

interessante Ausflugsziele.

Von Römern gegründet

Die Ortsbezeichnung Rogätz führt

angeblich auf den römischen Hauptmann

Ragustus zurück, der um das

Jahr 20 (n. Ch.) den Ort als festen

Platz begründet haben soll. Ragustus

stand im Römerheer unter der Leitung

von Claudius Drusus, der während

seines Germanenfeldzuges bis

an die Elbe vorgestoßen sein soll.

Der weithin sichtbare und in Teilen

über 900 Jahre alte und 32 Meter

hohe Klutturm ist der verbliebene

Rest der ehemaligen Rogätzer Burg,

die im Dreißigjährigen Krieg zerstört

wurde. Sie ist aus Findlingssteinen

errichtet worden, erstreckt sich über

drei Geschosse und wurde lange

Zeit als Wohnturm genutzt, bis dieser

1924 zu einem Wasserbehälter

umgebaut wurde. Seit den 1990er

Jahren dient das Bauwerk als Ausstellungsraum

und Aussichtsturm.

Zielitz

Rogätz

Magdeburg

Wahrenberg

G

Bertingen

Wittenberge

Tangermünde

BRANDENBURG

Parey

Burg

G

Wasserstraßenkreuz

Magdeburg/Hohenwarthe

Elbe

Aland

Biese

Buch

Tanger

Grieben

Havel

Elbe

Werben G

Hohenberg-

Krusemark

Arneburg

SACHSEN-ANHALT

Plötzky

Pretzin

www.elberadweg.de

SACHSEN-ANHALTS GRÖSSTE AUSWAHL

Direkt am Elberadweg im Herzen Magdeburgs

Havelberg

Sandau

G

Elb-Havel-

Winkel

Fischbeck

Mittellandkanal

Jerichow

Ferchland

Elbe-

Havel-Kanal

Schönebeck

G Breitenhagen

Barby

G

Steckby

Saale

G

Brambach

Steutz

Vockerode

Coswig

G Gr. Rosenburg

G

Calbe

G

Aken

Wörlitz

Dessau-

Roßlau Oranienbaum

Wer die Experten in Sachen Radfahren

an der Goldschmiedebrücke direkt am

Allee Center besucht, wird belohnt:

Auf zwei Etagen mit insgesamt

1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche

findet sich ein umfangreiches

Sortiment, das seinesgleichen sucht!

Reparaturen innerhalb von 24 Stunden,

bei Nachfrage auch sofort!

RadMitte

Goldschmiedebrücke 7, 9, 11

39104 Magdeburg

Tel.: 0391 - 55721721

Kontakt • info@radmitte.de • www.radmitte.de

Raguhn

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag – Freitag 10 bis 20.00 Uhr

Samstag 10 bis 18.00 Uhr

Muld

e

Lutherstadt

Wittenberg

G

Schwarze

Elster

G

Elbe

SACHSEN

G

Bildquellen: IMG Sachsen-Anhalt

18 dasMD rundumMD

rundumMD

dasMD 19


Hoch hinaus

Weiße Bergrücken und Gipfel im Sommer

erklimmen? Tatsächlich bietet das

der Kalimandscharo, nur wenige Kilometer

südlich von Rogätz. Seine hellen

Silhouetten sind einfach nicht zu

übersehen! Von 42.000 Tonnen Kalisalz,

die hier tagtäglich nach oben befördert

werden, sind 30.000 Tonnen

nicht zu gebrauchen. Sie landen als

Abraumsalz auf der Halde. So kommt

es, dass Halde 1 auf über 70 Meter und

Halde 2 auf über 120 Meter anwachsen

sind. Die Gipfel können ganz offiziell

gestürmt werden, natürlich mit

der Bergwacht an der Seite! Den Gipfel

erreicht bietet sich ein imposanter

Blick über die grüne Colbitz-Letzlinger

Heide, die umliegenden Ortschaften,

Europas größtem geschlossenen Lindenwald

und größtem Wasserstraßenkreuz,

nach Magdeburg und, mit

etwas Glück, sogar bis hin zum Brocken!

GröSStes

Heidegebiet Europas

Einen Ausflug wert ist die Colbitz-

Letzliner Heide, die sich von der Altmark

im Norden bis zu Ohre und dem

Mittellandkanal im Süden erstreckt.

Das riesige Areal ist auch das größte

unbewohnte Gebiet Deutschlands.

Ausgedehnte Kiefernforste, uralte

Mischwälder und große Heidekrautflächen

prägen das Bild dieser außergewöhnlichen

Landschaft.

Cowboy oder Indianer?

Von Rogätz führt der Elberadweg entlang

des Elbdeiches, der Alten Elbe

und durch Wald in Richtung Bertingen.

Nun kann es sein, alsbald ein

Trommeln und Indianerschreie zu vernehmen.

Dann ist das kleine Örtchen

Bertingen mit seinem Campingplatz

und dem Tipi-Dorf nicht mehr weit.

Die wunderschönen Standplätze am

Silbersee und das Indianer-Tipidorf

bieten beste Erholung vom Fahrradfahren.

Selber Panzer fahren

Wem Pfeil und Bogen noch lange

nicht genug sind, sollte unbedingt

einen Ausflug ins Nahe gelegene

Mahlwinkel wagen. Hier bietet die

Panzerfahrschule alles, was das starke

Männerherz begehrt. Doch finden

sich immer wieder auch Frauen, die

den BMP-Schützenpanzer, einen T72-

Kampfpanzer, den SPW40- oder den

SPW60-Radpanzer sowie die besonders

geländegängigen LKW „Ural“

und „ZIL“ aus sowjetischer Entwicklung

selber fahren.

Von Bertingen geht es weiter auf

dem Elberadweg entlang des Deiches

durch die kleinen, idyllisch in die Elbeniederung

eingebetteten Ortschaften

Kehnert, Sandfurth, Ringfurth und

Bittkau, die Elbe rechterhand zumeinst

im Blick. Hinter Bittkau mit seinem

„Family Camp Kellerwiehl“ dreht die

Route nach Norden ab, bis Grieben erreicht

ist. Die ältesten Spuren hier sind

die Reste einer alten Wehrburg, erbaut

etwa um 987. Von hier aus sind

es übrigens nur wenige Kilometer bis

zur Elbfähre, mit der nach Ferchland

übergesetzt werden kann.

Dem Elberadweg linkselbisch folgend

geht es weiter auf dem Elbdeich, linker

wie rechter Hand umrahmt von

Feldern, durch das Örtchen Schelldorf

- die Elbe wieder im Blick. Nördlich des

Dorfes biegt der Weg hart nach links

ab und erreicht die Tanger-Elbeniederung.

Der Ort Buch ist erreicht.

Übernachten im Heu

Buch liegt inmitten von Landschaftsund

Naturschutzgebieten. 1335 wurden

dem Ort städtische Rechte verliehen,

obwohl es nie eine Stadt war. Der

Roland, um 1580 auf dem Marktplatz

aufgestellt, wurde 1683 an seinen jetzigen

Standort vor den Lehnschulzenhof

umgesetzt.

Eine Pause wert ist die im Ort ansässige

NABU-Ökoscheune. Auf die kleinen

und großen Gäste warten hier wechselnde

Ausstellungen und interessante

Live-Bilder aus dem Storchennest.

Das vielfältig gestaltete Außengelände

mit altmärkischem Bauern- und

Färbergarten, praktischen Beispielen

zum Naturschutz ums Haus sowie Naturspielplatz

und Lehmbackofen lädt

zum Verweilen und Erkunden ein.

Wer hier übernachten möchte, auf den

wartet etwas ganz Besonders: Eine

Heuherberge in der urigen Fachwerkscheune

lädt Naturinteressierte, Familien

mit Kindern, Jugendgruppen und

Radreisende ein, in entspannender Atmosphäre

Natur pur zu genießen.

Sitz der ersten

Hohenzollern und der

Störche

Nur rund acht Kilometer

nordwärts den Elberadweg

entlang wird Tangermünde

erreicht, die einstige Residenz

Kaiser Karls IV. und der

ersten brandenburgischen

Hohenzollern. Das Städtchen

liegt an der Mündung des

Flüsschens Tanger in die Elbe

und konnte bis in die heutige

Zeit ihr mittelalterlich anmutendes

Stadtbild bewahren. Nahezu

lückenlos wird die weitgehend sanierte

Altstadt von der beeindruckenden

Stadtmauer mit zahlreichen Türmen

und wehrhaften Toren umschlossen.

Fachwerkhäuser mehrerer Epochen

bilden einen reizvollen Kontrast zu

den backsteingotischen Baudenkmälern.

Prächtiges

Rathaus

Das um 1430 errichtete

Rathaus mit seiner

prächtigen dreiteiligen

Giebelwand gehört zu

den bedeutendsten baukünstlerischen

Leistungen

spätgotischer Profanarchitektur

im norddeutschen Raum.

Inmitten der Altstadt erhebt sich die

St. Stephanskirche mit ihrem weit

sichtbaren Turm.

Nebenresidenz

von Kaiser Karl IV.

Die Burg hoch über der Elbe, übrigens

erstmals im Jahre 1009 erwähnt, ließ

Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert zu

seiner Nebenresidenz ausbauen. Im

15. Jahrhundert residierten hier die

Hohenzollern. Die Lage am Fluss und

die touristische Erschließung des Bereiches

unmittelbar am Wasser tragen

zum individuellen Flair der Stadt bei.

Für ein vielfältiges

kulturelles Programm

sorgen die Museen,

Ausstellungen sowie

die zahlreichen Veranstaltungen,

oftmals in

historischem Ambiente,

die bei Tangermündern

und ihren Gästen

auf reges Interesse

stoßen.

Vor allem im Sommer:

Störche, wohin

das Auge blickt

In den Sommermonaten sind es neben

den historischen Bauten immer

wieder Störche, die unsere Blicke auf

sich ziehen. Auf mehreren Schornsteinen

und Dächern befinden sich

ihre Nester. Somit ist Tangermünde

auch ein idealer Ort für diejenigen,

die neben Historie, Architektur und

Kultur die Schönheiten der Natur genießen

möchten.

Das war für dieses Jahr unsere letzte

Radtour auf dem Elberadweg. Nach

dem Winterhalbjahr starten wir dann

in Richtung Havelberg und auch die

Tour aus der Lutherstadt Wittenberg

durchs Anhaltische bis Ronney wäre

noch zu meistern. Da ist noch viel Interessantes

zu entdecken! (sp)

Mehr Informationen erhalten Interessierte

im Elberadweg-Journal „Radtour“,

unter www.grieben-elbe.de,

www.wikipedia.de und www.sachsen-anhalt.nabu.de

Bildquellen: IMG Sachsen-Anhalt; NABU Sachsen-Anhalt (Heuhotel); Jens Klingebiel © fotolia.de (Störche)

20 dasMD rundumMD

rundumMD dasMD 21


Immer Theater an Bord

Magdeburger Künstler vorgestellt

DIE GIERFÄHRE

Keine Angst, hier hängt nichts am seidenen Faden, sondern

am gut verankerten Seil. Die Technik der Gierseilfähre ist seit

Jahrhunderten bewährt und eine Erfindung des Holländers

Hendrik Heuck aus Nimwegen. Er verwirklichte sie zunächst

im Jahre 1657 am heimatlichen Fluss Waal. An der Elbe ließ

bereits 1682 Fürst Johann Georg II. am Roßlauer Elbübergang

eine Gierseilfähre einsetzen. Diese war nach rheinischem

Muster gebaut und entsprach im Prinzip den heutigen Gierseilfähren.

Auch im 18. Jahrhundert setzten sich an weiteren

Elbübergängen die Gierseilfähren gegen die Stak- und Ruderfähren

durch.

Besonders an Elbe, Weser und Saale sind heute noch Gierfähren

im Einsatz. Sie sind umweltfreundlich, ersparen manchem

Anlieger weite Umwege oder ermöglichen Nutzern des Elbradweges

schnelle Abstecher an das andere Ufer, um auch

dort die Sehenswürdigkeiten „mitzunehmen“. Die meisten

Elbfähren im 302 Kilometer langen Elbabschnitt Sachsen-Anhalts

sind übrigens Gierfähren. Bei Hochwasser müssen sie,

sehr zum Leidwesen vieler Menschen in den anliegenden Orten,

den Betrieb einstellen. Allerdings kann es auch bei Niedrigwasser

passieren, dass das Ufer in weite Ferne rückt. Sachsen-Anhalts

Landesregierung möchte die Fähren an Elbe und

Saale möglichst erhalten. Zumeist in kommunaler Hand ist der

Fährbetrieb allerdings ein Zuschussgeschäft.

Seil

Fließrichtung

Drehung

im gegen

die

Uhr

Das Prinzip der Gierfähre am Beispiel Magdeburg

Westerhüsen. Vorn das Seil, daran in Fließrichtung die

Fähre. Stellt der Fährmann hier die „Ruder im Uhrzeigersinn,

dann treibt die Strömung der Elbe die Fähre an

das andere Ufer.

Das Seil ist abseits der Fahrrinne im Strom verankert,

damit die „großen Pötte“ problemlos passieren können.

Vorfahrt hat die Berufsschifffahrt.

Seit nunmehr fünf Jahren schippert das

Theaterschiff Magdeburg die Elbe entlang

und bietet seinen Gästen Kulturerlebnisse

der besonderen Art. Dafür

wurde das gesamte Team um die Musik-

Theatergruppe „Die Nachtschwärmer“

Ulrike Nocker, Oliver Vogt und Matthias

Krizek im Jahr 2010 mit einem Tourismuspreis

des Landes Sachsen-Anhalt

geehrt.

Verdient haben sie ihn allemal. Nimmt

die Crew doch in ihren Programmen immer

wieder den Kampf gegen den ganz

normalen Wahnsinn auf und widmet

sich grundlegenden Problemen des Alltags,

und zwar mit viel Musik und Vergnüglichkeit.

Zum Lachen komisch, witzig

und ironisch überspitzt nehmen sie

das Alltagsdrumherum auf die Schippe,

ohne es jedoch zu verdammen.

Musik scheint allen Dreien schon mit in

die Wiege gelegt worden zu sein. „Ich

bin sozusagen im Theater groß geworden,

durch meinen Vater Hermann Nocker,

der als Tenor auf den deutschen

Bühnen stand“, erinnert sich Ulrike Nocker.

Sie habe in Kinder-, Jugend- und

Erwachsenenchören

gesungen

und mit 16

eine Schlager-CD

aufgenommen.

„In dem Studio

war ich eigentlich

Background-Sängerin.

Als die eigentliche

Künstlerin

erkrankte,

bin ich einfach

eingesprungen.

Heute ist der Jazz mein Leben.“

Ihre Liebe Oliver Vogt ist der zweite

„Nachtschwärmer“ im Bunde. Der gelernte

Pianist hat in derart vielen Musik-

Projekten mitgewirkt, dass eine Aufzählung

mehrere Seiten einehmen würde.

Nur soviel: In seinem Studio entstanden

das „Lied für Magdeburg“, das berühmte

„Lied der Magdeburger Kinder“ oder

die „Ottohymne“ für das achte „Kammer

Open Air“, die CD „Machteburjer

Weihnacht“ und viele weitere Produktionen.

Der dritte ist Matthias Krizek und

hat als kleiner Junge mit dem Federballschläger,

gelungenen Luftgitarren-

Moves und mit viel Talent Chris Norman

imitiert. Über mehrere Stationen und

dem Wunsch, mal Rocksänger mit langen

Haaren zu werden, absolvierte Krizek

Ende der 90er Jahre sein Diplom

zum Sänger.

Mittlerweile hat die Theaterschiff-Crew

ihr achtes Programm aufgelegt. Aktuell

kann zum „Songbankett im Elbflussbett“

fast jeden Donnerstag und Freitag

ab 19 Uhr am Sarajevo-Ufer eingecheckt

werden. Dazu wird kullinarisch verwöhnt.

(sp)

Kartentelefon: 01805 - 23 09 57 oder

0 39 28 - 46 92 71

Bleibt zu wünschen, dass diese reizvoll romantische Art der

Elbquerung uns noch lange erhalten bleibt und das „Fährmann

hol über“ auch den Berufsstand des Fährmann erhält. Es

muss ein schöner Job sein zwischen den Ufern. (dp)

dasMD 22 rundumMD rundumMD

dasMD 23


UNSERE EMPFEHLUNGen

Kurz&Knapp

Quelle: Texte: dp; IMG Sachsen-Anhalt; Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt;

Talsperren zum Anfassen

Viele Orte, nicht nur Sachsen-Anhalts, verdanken dem Talsperrensystem an der

Rappbode ihr sauberes Trinkwasser. Mitten im Harz gelegen ist das riesige Gebiet

Hochwasserschutz, Trinkwasserreservoire und Ausflugsziel.

Die große Rappbode-Talsperre mit ihrer 100 Meter hohen Staumauer ist der Riese

unter den Harzer Wasserbecken. Die „kleine“ Wendefurther, direkt an der B81

gelegen, bietet mit dem Informationszentrum des Talsperrenbetriebes Einblicke

in das Gesamtsystem

der Harzer Wasserwirtschaftsanlagen.

Hier werden zum

Beispiel Filme über

das Talsperrensystem

gezeigt. Beim anschließenden

Mauerrundgang

- auch im

Innern der Talsperre

- erhalten Gruppen

und Einzelbesucher

Einblicke in deren

Funktionsweise.

Noch bis Ende Oktober können Interessierte mittwochs um 14 Uhr und sonnabends

um 11 Uhr einen etwa 1,5 Stunden langen Einblick erhaschen. Größere

Gruppenführungen gibt es allerdings nur auf Anmeldung, auch an anderen Wochentagen!

An Feiertagen ist das Info-Zentrum geschlossen.

Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt

www.talsperren-lsa.de

Die Burg Falkenstein im Selketal wird 1120 erstmals in Zusammenhang mit Burchard

von der Konradsburg erwähnt. Sie ist heute gut erhalten und mit der Falknerei

und zahllosen mittelalter- und neuzeitlichen Veranstaltungen über das Jahr

hinweg Anziehungspunkt für die ganze Region. So findet dort vom 3. bis 7. Oktober

das 18. Mittelalterliche Burgfest statt. Reiterturniere, Feuerschauen, Musik,

Tanz und viele Aktionen für Groß und Klein locken auf das Anwesen.

Der Legende nach soll Eike von Repgow

den Sachsenspiegel auf dem Falkenstein

vollendet haben. Belegt ist, dass im nordöstlichen

Harz um 1220/35 der Sachsenspiegel

entstand. Er beeinflusste im Zusammenhang

mit dem Magdeburger

Stadtrecht vor allem die rechtliche Entwicklung

des Osteuropäischen Raumes.

Burg Falkenstein • www.falkenstein-harz.de

Fahrzeit ab Magdeburg:

ca 1,5h/B81 oder A14/B6 Richt. Blankenburg

Fahrzeit ab Magdeburg:

ca 1,5h/B81 oder A14/B6 Richt. Blankenburg

Geschichte Pur und Abenteuer

Stalagmiten und

Stalaktiten

In Rübeland sind diese beiden bergwerklichen

Fachbegriffe oft in vieler

Munde. Einfach zu merken Stalagmiten

wachsen von unten - Kartoffelmieten

sind am Boden! Zu finden

sind Stalagmiten und Stalaktiten in

der Rübeländer Baumanns- und der

Hermannshöhle. Erstgenannte ist eine

der ältesten Schauhöhlen der Welt.

Ihr Namensgeber war der Bergmann

Friedrich Baumann, soll die Höhle auf

der Suche nach Eisenerz zufällig entdeckt

haben. Seit 1646 finden hier organisierte

Führungen statt. Der größte

Hohlraum der Baumannshöhle ist der

Goethesaal. Hier finden vor traumhafter

Kulisse auch Theateraufführungen,

Konzerte und Events der besonderen

Art statt. Selbst geheiratet wird hier.

Die Hermannshöhle wurde 1866 zufällig

bei Straßenbauarbeiten entdeckt.

Sie wurde nach Ihrem Erforscher Hermann

Grotrian benannt. Schon 1890

wurde die Höhle, als erste in Deutschland,

mit elektrischer Beleuchtung

versehen. Herrliche Tropfsteine und

imposante Sintergebilde kennzeichnen

diese Höhle. Die Kristallkammer

mit Ihren funkelnden Calzitkristallen

zieht jeden Besucher in Ihren Bann.

In der Hermannshöhle beherbergt

der Olmensee noch 13 Exemplare des

gleichnamigen Grottenolms, den es

sonst nirgendwo in Deutschland gibt.

Hier sind 800 Meter Weg Bestandteil

der Führungen in der Baumannshöhle

600 Meter - inklusive etwa 300 Stufen.

Ziehen Sie sich warm an, denn in den

interessanten Höhlen herrschen ganzjährig

Temperaturen von konstant

acht bis neun Grad.

Rübeländer Höhlen • derzeit täglich von

9 bis 17:30 Uhr geöffnet

www.harzer-hoehlen.de

Fahrzeit ab Magdeburg:

ca 1,5h/B81 oder A14/B6 Richt. Blankenburg

Technik,

die Begeistert

So ein bisschen hat sie was von einer

Gerümpelkammer - die große Werkhalle

samt Außengelände im Magdeburger

Technikmuseum. Es ist richtig

etwas zum Stöbern dieses Haus, nicht

so wohlsortiert wie die Otto-Schau,

sondern eher wie Willi Schwabes

Rumpelkammer. Was sich hier an Exponaten

findet, ist oft dermaßen jung,

dass wir es noch selbst benutzten und

doch beinahe schon vergessen haben,

wie es aussah.

Bis zum 31. Oktober die Sonderausstellung

„Stühle und Sitzen in Vielfalt

und Variation“. Zu sehen sind: Kinder-,

Küchen-, Büro-, Arbeits-, Schul- und

Funktionsstühle, vom Melkschemel

bis zum Beichtstuhl und vom Flugzeugsessel

der JU 52 bis zum prämierten

Leichtbausitz der IFA-Rotorion

GmbH in Haldensleben.

Am 14. Oktober können Kinder von

zehn bis 14 Uhr hier Drachen und Modelle

aus Papier, Pappe, Holz und Plaste

bauen. Das Material wird kostenlos

zur Verfügung gestellt

Technikmuseum Magdeburg

Dodendorfer Straße 65

Dienstag bis Sonntag 10 -17 Uhr

www.technikmuseum-magdeburg.de

Nackt präsentiert sich derzeit das altehrwürdige

HdL (Bild re.), in Zukunft

„Katharinenturm“ genannt, auf dem

Magdeburger Breiten Weg. Es ist das

letzte große Projekt, mit dem die WO-

BAU der Fußgängerzone zu neuem

Glanz und Attraktivität verhilft. Im

Turm werden bis zum kommenden

Jahr Gastronomie, Handel, Wohnungen

und Büros Einzug halten. Das Haus

stand über Jahre leer und war neben

dem „Blauen Bock“ in der Reuter-Allee

Schandfleck in der Innenstadt.


Das Schiffshebewerk Rothensee soll

im Frühjahr wieder in Betrieb gehen.

Nachdem die Stadt mit dem Bund vereinbaren

konnte, das Hebewerk in eigener

Regie weiter zu betreiben, laufen

derzeit Reparaturmaßnahmen. Mit

Ausbau des Mittellandkanals und dem

Bau der großen Schleuse gleich nebenan

war der altgediente „Wasserfahrstuhl“

überflüssig geworden und seine

Zukunft ungewiss. Vor allem Wassersportler

warten sehnsüchtig auf die Inbetriebnahme.


Die Dauerschau mit der weltweit bekannten

Himmelsscheibe im halleschen

Landesmuseum für Vorgeschichte wird

erweitert. Dort sollen weitere 1500

Fundstücke aus Mitteldeutschland der

Öffentlichkeit zugänglich gemacht

werden. Darunter ist das 2550 Jahre

alte Grab der Fürstin von Trotha. Ab 7.

Dezember sind dann etwa 7900 Fundstücke

im ältesten Vorgeschichtsmuseum

Deutschlands öffentlich präsent.


Die Alvenslebensche Bibliothek ist wieder

in das Schloss Hundisburg zurückgekehrt.

Sie gilt mit über 6000 Bänden

und mehr als 13500 Titeln als eine der

bedeutsamsten Privatbibliotheken der

Renaissance. Sie geht im wesentlichen

auf Joachim I. von Alvensleben (1514

- 1588) zurück, der hier geboren wurde.

Die Bibliothek wurde aus mehreren

Standorten in Hundisburg wieder zusammengeführt.

Das rekonstruierte Schloss liegt in reizvoller

Umgebung. Der Landschaftspark

mit seinem vielfältigen Baumbestand

ist nicht nur an den Wochenenden

Ausflugsziel für die ganze Region.

24 dasMD rundumMD rundumMD dasMD 25


WEGWEISERMAGDEBURG

Ämter Theater Museen

Landeshauptstadt

Der Oberbürgermeister

Bürgerinformation

0391/115

Bürgerservice

Breiter Weg 222

Tel.: 0391/54 04 348

Tourist-Information

Magdeburg

Ernst-Reuter-Allee 12

Tel.: 0391/83 80-401/408

Polizei

Notruf 110

Revier Sternstr. 12, Tel.: 0391/5460

Feuerwehr

Notruf 112

Fundbüro

Bei der Hauptwache 4, Zimmer 1.7

Tel.: 0391/54 02 065

Taxi

Tel.: 0391/5 65 656

Tel.: 0391/7 37 373

Musiktheater - Opernhaus

Theater Magdeburg

Universitätsplatz 9

Tel.: 0391/54 06 500

www.theater-magdeburg.de

Schauspielhaus -

Theater Magdeburg

Otto-von-Guericke-Str. 64

Tel.: 0391/54 06 300

www.theater-magdeburg.de

Theater an der Angel

Zollstraße 19

Tel.: 0391/55 56 555

www.theater-an-der-angel.de

Puppentheater

Magdeburg

Warschauer Straße 25

Tel.: 0391/54 03 310

www.puppentheater-magdeburg.de

Theater Grüne Zitadelle

In der Grünen Zitadelle

Breiter Weg 8a

Tel.: 0391/59 750 490

www.gruene-zitadelle.de

Kulturhistorisches

Museum

Naturkundemuseum

Otto-v.-Guericke-Str. 68-73

Tel.: 0391/54 03 501

Technikmuseum

Dodendorfer Straße 65

Tel.: 0391/62 23 906

Kunstmuseum Kloster unser

lieben Frauen

Regierungsstraße 4-6

Tel.: 0391/56 50 2-0

Otto-von-Guericke-Museum im

Guericke-Zentrum - Lukasklause

Schleinufer 1

Tel.: 0391/56 39 09 80

Gedenkstätte Moritzplatz

Umfassungsstraße 76,

Tel.: 0391/24 45 590

Schiffsmuseum Elbe-Seitenrad

Schleppdampfer „Württemberg“

Heinrich-Heine-Platz

Tel.: 0391/56 28 992

Etappe III-2012 A 1-I 4c (42,5 x 48 mm)

Geld-zurück-

Garantie

Nach dem 1. Monat entscheiden:

Zufrieden oder Geld zurück!

MD-Mitte, 0391 / 5411676

MD-Nord, 0391 / 2532307

Rufen Sie uns an: Mo–Sa 8–20 Uhr

Allerlei

Zoologischer Garten

Zooallee 1

Tel.: 0391/28 090-0

Gruson Gewächshäuser MD

Schönebecker Str. 129b

Tel.: 0391/40 42 910

Elbauenpark Magdeburg

Tessenowstr. 7

Tel.: 0391/59 34 263

Ostalgie-Kabinett in Langenweddingen

Nach dem 1. Monat

entscheiden: Zufrieden

oder Geld zurück!

Etappe III-2012 B 1-II 4c (93 x 40 mm)

Mal wieder in alten Erinnerungen schwelgen mit Ostprodukten zum Anfassen.

Dies bietet das eigenen Angaben zufolge einzig privat geführte DDR-Museum

Sachsen-Anhalts in Langenweddingen bei Magdeburg. Nur wenige Tage im Jahr

und erst wieder am 3. Oktober öffnet das Ostalgie-Kabinett seine Pforten. „Über

20.000 Exponate aus 40 Jahren alter Republik und aus allen Bereichen des Lebens

lassen die Besucher in eine längst vergangene DDR-Alltagsgeschichte eintauchen“,

verspricht Dirk Grüner. Seit mehr als zehn Jahren sammeln er und seine

Eltern Erika und Bernd DDR-Alltagsgegenstände und typische Ost-Produkte und

machten sie seit 2004 auf mittlerweile über drei Etagen und mehr als 300 Quadratmetern

der Öffentlichkeit zugänglich. Öffnungszeiten am 3., 6., 7. Oktober,

jeweils ab 14 Uhr - Fahrt mit Pkw von MD: ca. 16 km/15 min.

Nachhilfe mit Geld-zurück-Garantie

Studienkreis Wernigerode, Burgstraße 52

03943 / 632842 • Rufen Sie uns an: Mo–Sa 8–20 Uhr

Notdienste

Kassenärztlicher Notdienst

Medico-Center • Leipziger Str. 16

39112 Magdeburg

Mo, Di, Do 18 - 24 Uhr,

Mi, Fr 14 - 24 Uhr

Sa, So, Feiertage 7 - 24 Uhr

Tel.: 0391/62 79 600

Kassenärztlicher

Bereitschaftsdienst

116 117 (bundesweit)

Tierärztlicher Notdienst

Tierärztliche Klinik

Ebendorfer Str. 39

39108 Magdeburg

Tel.: 0391/73 18 640

Tiernotrettung der Feuerwehr

0391-54 010

Kabarett

Magdeburger Zwickmühle

Leiterstraße 2a

Tel.: 0391/54 14 426

„... nach Hengstmanns“

Breiter Weg 37

Tel. 0391/ 40 255 40

Die Kugelblitze

Leiterstraße 2a

Tel.: 0391/54 14 426

Theaterschiff Magdeburg

Reederei Süßenbach

Kartenhotline: 01805 - 23 09 57

kontakt@theaterschiffmagdeburg.com

Viel Neues in altem gemäuer

teile der Kulturfestung modernisiert

In den alten Gemäuern der

Magdeburger Festung Mark

gibt es einiges Neues zu entdecken.

„Bis vor kurzem bestimmten

Bauarbeiter das

Geschehen beispielsweise im

großen Innenhof, der nun mit

neuem Pflaster aufwartet“,

verrät Pressesprecherin Anne

Kagelmann. Außerdem wurde

der obere Kanonengang

verputzt, das hohe Gewölbe

erhielt eine Heizung und einen

neuen Boden. Und ganz

modern muten die neuen Sanitäranlagen

im oberen Gewölbe gleich neben

dem so genannten „Kleinen Saal“ an.

Dieser ist übrigens mit seinen 500 Quadratmetern

gar nicht so klein und besticht

mit eindrucksvollem Ambiente und kleinen

geheimnisvollen Nischen, die sich individuell

als Cocktaillounge, Ausstellungsfläche

oder idealer Rückzugsort gestalten lassen.

Während an einem Tag Jubilare, Kongressveranstalter

und Referenten die gemütlichhistorische

Atmosphäre nutzen, stehen am

nächsten Tag Bands, Schauspieler oder DJs

auf der Bühne. Die einstige Kaserne Mark

wurde von 1860 bis 1862 als Defensivkaserne

der größten preußischen Festungsanlage

Magdeburg erbaut. In den Jahren

wandelte sich die Nutzung: städtisches

Verwaltungsgebäude, Ort für Handwerksund

Kleinbetriebe und heute - Kulturfestung.

Wo einst an die 800 Soldaten schliefen

bietet das Gebäude nun viel Raum für

Ideen, Kreativität, Feierlichkeiten, Konzerte,

Märkte, Kunstausstellungen, Theater, Film

und Bankette. (bs)

26 dasMD rundumMD

rundumMD

dasMD 27


Magdeburger Rotspon

Edle Tropfen sollen Magdeburg in die Welt tragen

Gauchos und Pampa

Im SteakHaus „Otto von Guericke“ wird‘s argentinisch

Quelle: Jürgen Treiber©pixelio.de

Ab sofort hat Magdeburg seine eigenen

Weine! Wer also auf der Suche

nach einem Geschenk aus der Elbestadt

ist oder selbst edle Tropfen mag,

ist mit dem „Magdeburger Rotspon“,

dem „Guericke-Tröpfchen“ oder dem

Magdeburger Reiter Sekt“ richtig beraten.

Mit dem „Magdeburger Rotspon“

möchte das Weinhaus Dittmer in

Magdeburg eine alte Tradition wiederbeleben

und hat jüngst diesen Wein

auf den Markt gebracht. „Jede Hansestadt

hatte im späten Mittelalter ein

Repräsentationsschild, und das war

allgemein hin der Rotspon“, erklärt

Lutz Dittmer. Er und seine Mutter führen

ihr Weinhaus bereits seit 1993 und

sind jüngst vom Magazin „Der Feinschmecker“

als eine der besten Adressen

für den Weinkauf in Deutschland

ausgezeichnet worden. Ihren Worten

zufolge brachten bereits im 14. Jahrhundert

die Kaufleute der Hansestädte

auf dem Rückweg von ihren Salz-,

Fisch- und Getreidefuhren nach Frankreich

edle Bordeauxweine in den Norden

Deutschlands.

Weil die Eichenholzfässer, in denen

der Wein während seiner Überfahrt

lagerte, die rote Farbe des Weines angenommen

habe, sei der abgefüllte

Tropfen Rotspon, also Rotspan, genannt

worden. „Begünstig durch die

Lage an der Elbe war Magdeburg ein

bedeutender Handelsknoten, eine europäische

Metropole. So gehen wir

davon aus, dass in dieser Zeit auch der

Rotspon bis hierher gelangte“, ist sich

Lutz Dittmer sicher und ergänzt: „An

diese alte Tradition wollen wir nach

über 500 Jahren wieder anknüpfen!“

Das Etikett des edlen Weines lehne

sich an historische Vorbilder an. Als

ein der Heimat verbundener Magdeburger

treib es ihn vor die Tore des

französischen Bordeaux, wo das traditionelle

Weingut Chai de Bordes nun

die besten Rebsorten

aus Merlot und

Cabernet Sauvignon

zum Magdeburger Rotspon

verschmelzen lässt. Der

tief granatrote Wein mit aromatisch-fruchtigem

Duft des

„großen Bordeaux“ ist weich

am Gaumen, mit langem Abgang

und hat Geschmacksnoten

getrockneter Früchte und

geröstetem Brot.

„Doch wem Weißwein lieber

ist, der sollte unbedingt zum

‚Guericke-Tröpfchen’ greifen“,

empfiehlt Dittmer. Dieser sehr edle

Rebensaft mit dem Konterfei des

Magdeburger Bürgermeisters und

Erfinders Otto von Guericke (1602 –

1686) komme aus dem Weinanbaugebiet

Saale-Unstrut von einem der

besten Thüringer Weingute. Auch

für Liebhaber spritziger Perlweine

gibt es etwas aus der Heimat. „Magdeburger

Reiter Sekt“ nennt sich

das Tröpfchen und wurde ebenfalls

von den Dittmers auf den Markt gebracht.

Das Etikett

zeigt

den Magdeburger

Reiter,

„übrigens

das erste Reiterstandbild

nördlich

der Alpen aus

der Mitte des 13.

Jahrhunderts“, wissen

Mutter Helgard und Sohn

Lutz. Die Flasche beherbergt

seinen Worten zufolge einen hochwertigen

Sekt von einem der ältesten

Sektkellereien Deutschlands.

Zu haben sind die edlen Tropfen mit

dem heimischen Magdeburger Etikett

nicht nur im Weinhaus Dittmer,

sondern auch bei „Magdeburg-Souvenir“

am Domplatz sowie in der

städtischen Tourismus-Informationen

in der Ernst-Reuter-Allee. (sp)

www.weinhaus-dittmer.de

Essen und Trinken wie die Gauchos,

Musik und Tanz wie in der Pampa.

Das bieten vom 13. bis 20. Oktober

Kathrin Berth und Hannes Koch in ihrem

SteakHaus „Otto von Guericke“

in Magdeburg.

„Gauchos stehen nicht nur für gutes

Essen, sondern auch für ein Stück authentischer

argentinischer Kultur, die

wir mit unseren Gästen gemeinsam

erleben möchten“, verbreitet Hannes

Koch schon Vorfreude.

Nicht nur, dass originale Speisen aus

der Pampa im Angebot sind. Serviert

werden sie von nettem Service-Personal

in authentischer Kleidung.

zu Gast im OlymP

Grieche mit allem, was zählt

Sie ist schon ein Erlebnis, die Einkehr im „Olymp“, in der

Magdeburger Otto-von-Guericke-Straße 58! Kenner meinen,

hier gibt es das beste Tzatziki der Stadt. Andere sagen,

so werden Sie nirgendwo anders verwöhnt. Die Gäste

kommen - ganz gezielt - sogar aus Braunschweig und München!

Seit einem Jahr hat das Restaurant geöffnet und hat

sich schnell einen guten Namen gemacht.

Wer in Magdeburgs „Olymp“ eintritt, den empfängt Wärme,

Moderne, Schlichtheit und griechisch Traditionelles -

ein Ambiente, das Appetit macht. Das Team um Alexander

Neumann reicht Ihnen die Hand, umsorgt Sie mit Charm,

verwöhnt Sie ohne Hast und mit charmantem fremdländischem

Lächeln.

Hier kann man gut und deftig speisen, und trinken - übrigens

auch am Kamin - zum Wohl! Eine gut sortierte Speise-

und Getränkekarte präsentiert vorrangig typisch Griechisches,

aber auch so manch andere Leckerei.

Im Restaurant ist Platz für 45 Gäste und solange das Sommerwetter

reicht, serviert das Team auch auf der Terrasse

vor der Gastlichkeit.

Gauchos werden in Argentinien, Paraguay

und Uruguay vorwiegend die

Nachkommen von Spaniern und Indios

genannt, die in den Pampas Viehzucht

betreiben. Der

Gaucho hatte in der

argentinischen Folkloremusik

seinen

festen Platz. Ein untrennbarer

Gefährte des

Gauchos ist seine Gitarre.

So trägt er wohl zur Verbreitung

von Stilen und Tänzen wie Zamba

und Chacarera sowie dem gedichtartigen

Sprechgesang der

Payada bei. Logisch, dass dies auch

im SteakHaus nicht fehlen wird. (sp)

Quelle: Veranstalter, Grafik: Schrift&Grafik Jens Isachsen

28 dasMD leckerMD

leckerMD

29 dasMD


WOHINMD?

WOHINMD?

konzerteMD

23.11. JÜRGEN VON DER LIPPE

20:00 Stadthalle

29.09. 18. Steinfelder Bauermarkt

10:00 Steinfeld

19./ Traditionelles Handwerk

21.10. Schloss Hundisburg

sportMD

23.09. 4. Magdeburger Domfestspiele

Mit Werken von Joseph Haydn.

20:00 Dom zu Magdeburg

27.09. DR. ECKART VON HIRSCHHAUSEN

20:00 Stadthalle

06.10. MDR ZAUBER DER MUSIK

17:00 Johanniskirche

13.10 HERMAN VAN VEEN & Ensemble

20:00 Stadthalle

14.10. Die MDR-Schlager-Starparade

14:30 GETEC-Arena, Magdeburg

18.10 URBAN PRIOL

20:00 Stadthalle

19.10. UTE FrEUDENBERG

20:00 Stadthalle

20.10. KRAFTKLUB

20:00 Stadthalle

04.11. ERSTE ALLGEMEINE

VERUNSICHERUNG

20:00 Stadthalle

06.11. BÜLENT CEYLAN

20:00 GETEC-Arena

08.11. NIK P. & ANDREAS GABALIER

20:00 Stadthalle

09.11. RALF SCHMITZ

20:00 Stadthalle

24.11. SALTATIO MORTIS

„Sturm auf’s Paradies“ Tour

20:00 Altes Theater

kulturinMD

14.09/ Edita my Love

17.11. Museum Kaiser-Otto Saal

23.09. MUSIK IM TURM

15:00 Jahrtausendturm

23.09. TERRAXOTICA-GERMANY

10:00 AMO

28.09 „Fisch sucht Angel“

Katherina Lange und Walter Plathe

im Theater Grüne Zitadelle

30.09 Gregor Gysi

20:00 Theater Grüne Zitadelle

07.10. DRACHENSPASS

10:00 Elbauenpark

13.10. LICHTERFEST zum Saisonausklang

17:00 Elbauenpark

12.10. 14. MAGDEBURGER CHORFEST

Eröffnungskonzert „Otto singt“

19:30 Johanniskirche

20.10. 1. MAGDEBURG OPEN Frisbee Golf

Elbauenpark

27.10. 45. INTERNATIONALES TANZTURNIER

„Europa tanzt“ 20:00 Stadthalle

bühneMD

20./

21.09. 1. Sinfoniekonzert

Mit Werken von Claude Debussy,

Alexander Borodin, Wolfgang

Amadeus Mozart

18:45 Einblick

28.09. Kabale und Liebe

Premiere von Friedrich Schiller

19:30 Schauspielhaus / Bühne

06.10. Die Entführung aus dem Serail

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

19:30 Opernhaus / Bühne

anschließend Premierenfeier, offen

für alle

12.10. Tschick

von Wolfgang Herrndorf

19:30 Schauspielhaus / Studio

13.10. Struwwelpeter

Grusical für Erwachsene von Phelim

McDermott/Julian Crouch/Martyn

Jacques

27.10. Französische Rhapsodie

Ballett von Gonzalo Galguera

19:30 Opernhaus / Bühne

02.11. Stromabwärts

Ein Projekt des „The Pipers e.V.“

19:30 Opernhaus / Podium

17.11. Sweeney ToddPremiere

Musical-Thriller von Stephen Sondheim

19:30 Opernhaus / Bühne

29.09. traditionelle Obsttage

Hundisburg

29.09. Rock-, Pop- und Tanz-Nacht

„ZEITLOS“ und „Harvest“ ,

20:00 Webers Hof, Farsleben

03.10. Ostalgie-kabinett

Langenweddingen 14:00

03.10. 18. mittelalterliches Burgfest

auf Burg Falkenstein im Harz

05.10. Hamburg Blues Band

20:00 Rautenkranz Barby

13.10. Baby Universal

20:00 Steintor-Variete

13.10. trendvision Paul Janke,

bekannt als „Der Bachelor“

moderiert die Veranstaltung

19:00 Palais Salfeldt

20./ Tangermünder Töpfermarkt

21.10 am Rathaus Tangermünde

10 bis 17 Uhr

20.10. „Tag der SüSSen Tour“

Verblüffende Leckereien aus der Rübe

Burg Ummendorf

21.10. Sonntagsmatinee

11:00 Schloss Hundisburg

21.10. Köhlerlauf Hasselfelde

info unter 03944/61418

27.10. Musical Dinner „Bon Voyage“

Dr.-Tolberg Saal, Bad Salzelmen,

Schönebeck, 18 Uhr

06.11. Maite Kelly

20:00 Steintor-Variete

07.11. Burgabend zum Martinsfest

19:00 Burg Ummendorf

14.11. Konstantin Wecker

Wut und Zärtlichkeit

20:00 Steintor-Variete

15.11. Münchner Freiheit

20:00 Steintor-Variete

16.11. Der Opa Karl Dall

20:00 Steintor-Variet

Heimspiele des 1. FCM - Fußball

23.09 FCM - VFC Plauen

07.10 FCM - Hertha BSC Berlin II

28.10 FCM - Torgelower SV Greif

09.11 FCM - RasenBallsport Leipzig

24.11 FCM - FC Energie Cottbus II

01.12. FCM - Germania Halberstadt

Heimspiele des SCM - Handball

07.10. SCM - MT Melsungen

17.10. SCM - HSG Wetzlar

11.11. SCM - TV Grosswallstadt

20.11. SCM - TSV Hannover-Burgdorf

27.11. SCM - Füchse Berlin

kinoMD

CINE STAR

Am Pfahlberg 5

Tel.: 0391/25 52 522

CINEMAXX

Kantstraße 6

Tel.: 0180 52 46 36 229

Studiokino Moritzplatz

Moritzplatz 1

Tel.: 0391/25 64 925

10.11. OST ROCK – Das Konzert

GETEC-Arena

rundumMD

17.11. ATZE SCHRÖDER

20:00 Stadthalle

17.11. Angelo Kelly

20:00 Altes Theater

27.10. Modavision – MD Modenacht

16:00/20:00 Maritim-Hotel

30.10. Frank-Sinatra-Story

Maritim- Hotel

19.09. ERÖFFNUNG der touristischen

ROUTE KATHARINA DIE GROSSE

Zerbst

21.09 Musikfest

Eröffnung in Halle

Von Klassik bis Jazz

22.09. Motocross WM „Talkessel“

Teutschenthal

22.09. Brocken-Dixi

„Quedlinburg swingt“

8:50 Abfahrt Bahnhof Quedlinburg

23.09. KRÄUTER IM TOPF

„Schmackhafte Rohstoff-Pflanzen“

12:00 Burg Ummendorf

Quelle: Veranstalter; meyertobi©pixelio.de (Drachen)

30 dasMD serviceMD

serviceMD

dasMD 31


TOURISMUSINFORMATIONEN

IN SACHSEN-ANHALT

ARENDSEE Tourist-Information

Töbelmannstrasse 1 • 39619 Arendsee

Tel.: 0 39 38 4 / 2 71 64

www.luftkurort-arendsee.de

DESSAU-ROSSLAU Tourist-Information

Zerbster Straße 2c • 06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 03 40 / 2 04 14 42 und 1 94 33

www.dessau-rosslau-tourismus.de

GENTHIN Tourist-Information

Bahnhofstraße 8 • 39307 Genthin

Tel.: 0 39 33 / 80 22 25

www.touristinfo-genthin.de

HALLE Stadtmarketing Halle (Saale)

Marktplatz 13 • 06108 Halle (Saale)

Tel.: 03 45 / 12 27 90

www.stadtmarketing-halle.de

HASSELFELDE Tourist-Information

Breite Str. 17 • 38899 Hasselfelde

Tel.: 03 94 59 / 7 13 69

info@hasselfelde.de

HAVELBERG Tourist-Information

Uferstraße 1 • 39539 Havelberg

Tel.: 0 39 38 7 / 7 90 91

www.havelberg.de

WERNIGERODE Tourist-Information

Marktplatz 10 • 38855 Wernigerode

Tel.: 0 39 43 / 55 378 35

www.wernigerode-tourismus.de

SCHIERKE Tourist-Information

Brockenstr. 10 • 38879 Schierke

Telefon: 03 94 55 / 86 80

STENDAL Tourist-Information

Kornmarkt 8 • 39576 Stendal

Tel.: 0 39 31 / 65 11 90

www.stendal.de

TANGERHÜTTe Touristeninformation

Bismarckstraße 5 • 39517 Tangerhütte

Tel.: 0 39 35 / 9 31 70

www.tangerhuette.de

TANGERMÜNDE Tourismus Büro

Markt 2 • 39590 Tangermünde

Tel.: 0 39 32 2 / 2 23 93

www.tourismus-tangermuende.de

WERBEN Tourist-Information

Markt 1 • 39615 Werben

Tel.: 0 39 39 3 / 9 27 55

www.werben-elbe.de.

LUTHERSTADT WITTENBERG

Touristinformation

Schlossplatz 2 •

06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: 0 34 91 / 49 86 10

www.lutherstadt-wittenberg.de

THALE UND UMGEBUNG

Bodetal-Information THALE

Bahnhofstr. 3 • 06502 Thale

Tel.: 0 39 47 / 25 97

HARZER BERGTHEATER

Hexentanzplatz 4 • 06502 Thale

Tel.: 0 39 47 / 23 24

www.harzer-bergtheater.de

Tourist-Information

Stadt Falkenstein/Harz

Markt 1 • 06463 Falkenstein -

OT Ermsleben

Tel. 034743 960

www.unterharz-info.de

NAUMBURG Tourist-Information

Markt 6 • 06618 Naumburg

Tel. 0 34 45 / 27 31 25

www.naumburg.de

BAD LAUCHSTÄDT Touristeninformation

06246 Bad Lauchstädt

Telefon: 03 46 35 / 2 16 34

www.stadt-bad-lauchstaedt.de

mehr unter

www.sachsen-anhalt-tourismus.de

ILSENBURG Tourismus GmbH

Karl-Marx-Straße 1 • 38871 Ilsenburg

Tel.: 0 39 45 2 / 19 4 33

www.ilsenburg.de

JERICHOW Stadt-Information

Karl-Liebknecht-Straße 55 • 39319 Jericho

Tel.: 0 39 34 3 / 3 49 88

www.jerichow.de

OSTERBURG Stadtinformation

Großer Markt 15 • 39606 Osterburg

Tel.: 0 39 37 / 89 50 12

www.osterburg.de

QUEDLINBURG Fremdenverkehrsamt

Markt 2 • 06484 Quedlinburg

Tel.: 0 39 46 / 90 56 24

www.quedlinburg.de

SALZWEDEL Tourist-Information

Neuperverstraße 29 • 29410 Salzwedel

Tel.: 0 39 01 / 42 24 38

www.kultour-saw.de

32 dasMD

serviceMD


Wir sehen uns!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine