Mitteilungen 2010 - Solidarität Dritte Welt

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Mitteilungen 2010 - Solidarität Dritte Welt

Mitteilungen

2010

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Liebe Spenderinnen, Liebe Spender

2009 war ein sehr bewegtes Jahr.

Die Drittweltstaaten wurden vor viele Herausforderungen globalen Ursprungs gestellt.

Die Wirtschaftkrise hat auch sie stark getroffen. Die westlichen Staaten konnten sich

noch weniger auf Handelsabkommen einigen, die der Dritten Welt Entwicklungschancen

geben könnten – im Gegenteil, der Protektionismus der Industriestaaten hat noch zu -

genommen.

Am Klima-Gipfel in Kopenhagen wurde zwar anerkannt, dass die Dritte Welt von der Kli -

ma katastrophe am meisten betroffen ist, doch blieb es bei schönen Worten. Es kam

nicht einmal zu Versprechungen. Als Folge für dieses Abseitsstehen der Industrie -

staaten herrscht in den betroffenen Ländern noch grösserer Hunger, noch schlimmeres Elend. Vor allem schwin det für

diese Menschen jegliche Hoffnung auf eine sich sukzessiv ver bes sern de, lebenswürdige Zukunft.

Auch für die Stiftung Solidarität Dritte Welt war das abgelaufene Jahr nicht einfach. Leider konnten wir den hohen Spen -

deneingang des vergangenen Jahres nicht mehr erreichen. Einige private Spender haben uns nicht mehr berücksichtigt

und die neu dazu gewonnenen konnten den Ausfall nicht ganz kompensieren. Einige Unternehmen, die selbst von der

Rezession betroffen sind, kürzten ihre Beiträge oder haben sie gestrichen. Selbstverständlich habe ich Verständnis für

deren Situation, hoffe aber doch, dass wir bei der nun einsetzenden Wirtschaftserholung wieder mit ihrer Unterstützung

rechnen dürfen.

Vor allem aber danke ich allen treuen Spenderinnen und Spendern für ihre grosszügige und nachhaltige Unter -

stützung recht herzlich.

Trotz rückgängigem Spendenvolumen sind für unsere Stiftung auch weiterhin vier Herausforderungen entscheidend:

• Die Regionalkomitees wollen alle Möglichkeiten wahrnehmen, um unseren Sammelerfolg zu verbessern.

• Wir unterstützen nur die dringendsten Projekte, welche eine nachhaltige Wirkung erzielen und dabei den Grundsatz

«Hilfe zu Selbsthilfe» erfüllen.

• Wir stellen sicher, dass auch in Zukunft das gespendete Geld vollumfänglich direkt in den Projekten eingesetzt wird.

• Wir wollen unsere schon bisher sehr tiefen Administrationskosten wenn immer möglich weiter senken.

Unsere Hilfe in der Dritten Welt ist nur möglich dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung unserer Spenderinnen

und Spender. Ihnen gehört mein grösster Dank. Und ich freue mich, Ihnen die grosse Dankbarkeit der in grösster Not

leben den Menschen weiterzuleiten, denen Sie, liebe Spenderinnen und Spender, mit Ihren Beiträgen nachhaltig helfen.

Vergelt’s Gott!

Erich Müller

Präsident Solidarität Dritte Welt

Geld, Vertrauen und Kontrolle

Unsere Partner in der Dritten Welt sind Vertreter der schwei -

ze rischen Mis si onsgesellschaften, die in enger Abstim mung

mit der Bevöl kerung und lokalen Verantwortlichen arbeiten,

durch ihre lang jährige Präsenz die Verhältnisse vor Ort ken -

nen und das ihnen anvertraute Geld sparsam und mit grösst -

mög lichem Nutzen in den Projekten verwenden. Sie be rich -

ten uns regelmässig über den Fortgang der Projekte. Ihre

Unter stützungsgesuche werden jährlich vom Prüfungs aus -

schuss beurteilt, die Abrechnungen und Budgets eingehend

ge prüft. Auch erhalten die Missionsgesellschaften nur Unter -

stütz ung, wenn für das vergangene Jahr ein Bericht er stellt

wurde. Der Verwaltungsaufwand in der Schweiz ist be schei -

den, da mit Ausnahme der Teilzeit-Geschäftsstelle alle Mit -

glieder ehrenamtlich arbeiten. Unsere Buchhaltung wird von

BDO Visura geprüft. Die Jahresrechnung und den Revi so ren -

bericht senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu.


Projekte, Partner und Ziele der Solidarität Dritte Welt

Projekte 2009

Partnerorganisationen

Folgende Projekte unterstützten wir mit einer Gesamtsumme von CHF 534'600.

Afrika

Ägypten Nilspital mit Basisgesundheitsdienst; Naqada (15)

Äthiopien Landwirtschaftl. Entwicklungsprogramm, Nonno (15)

Burundi Hausbau für Pygmäen (24)

Burundi Neue Hoffnung Aids Projekt, Bujumbura (24)

Gazastreifen Frauenförderung- und Schutzprogramm (3)

Kamerun Ausbildungs- und Beherbergungszentrum (4)

Kamerun Druckereiausbildung für Jugendliche (14)

Kenia Hilfe suchtbelasteter Familien (20)

Kongo (Kinshasa) Bildung und Gesundheit «Pro Lomela», Lomela (10)

Kongo (Kinshasa) Berufsbildungszentrum «Panzi» (15)

Kongo (Kinshasa) Schulen in Bas-Congo (7)

Kongo (Brazzaville) Rehabilitierung von Blinden, Brazzaville (16)

Madagaskar Lehrerfortbildung (4)

Madagaskar Technische Hochschule (17)

Madagaskar Wiederaufbau Sekoly FJKM (4)

Mali Krankenstation, Karangasso (6)

Ruanda Programme d’Education (4)

Ruanda Gesundheitszentrum Ruram (12)

Ruanda Waisenhaus, Kinazi (12)

Sambia Ausbildung und Ernährung (2)

Sambia Mpima Farmprojekt (2)

Sudan Poliklinik «Abu Rof», Khartoum (15)

Tansania Krankenpflegeschule, Peramiho (1)

Tansania Schreinerausbildung und Gesundheitsprogramm (2)

Tansania Zentrum für mentalbehinderte Kinder, Ifakara (21)

Westafrika Ländlicher Beratungsdienst SECAAR (4)

div. afri. Länder Transportkosten Milchpulverlieferungen (Div.)

Asien

Bangladesh Gesundheits- und Quartierentwicklung (8)

Indien Chance für Mädchen (13)

Indien Gesundheitsprogramm, Uttar Pradesh (13)

Indien Sekundarschule Anand Vidyalaya (22)

Indien Micro-Watershed Project, Karnataka (13)

Indonesien Ausbildungszentrum Gesundheitsdienste, Tomohon (14)

Indonesien Traditionelle Naturheilkunde, Nord-Sulawesi (14)

Laos Gesundheitsprogramm, Attopeu (23)

Pakistan Schulgelder für arme Kinder (11)

Philippinen Kindergärten, Bohol (18)

Philippinen Wiederaufforstung/Umweltpflege (2)

Sri Lanka Landspital, Gesundheitszentrum (13)

Südamerika

Brasilien Ausbildung Jugendlicher, Belem (19)

Brasilien Strassenkinderprojekt «Torre» (7)

Brasilien Schulbildung, Rio de Janeiro (19)

Chile Entwicklungs- und Ausbildungsdienst (14)

El Salvador Kinderhort «Nina Carolina» (6)

Kolumbien Waisenhaus Hogar de Maria (6)

Nicaragua Einkommensförderung Bäuerinnen (9)

Peru Alphabetisierungsprogramm (14)

Peru Ganzheitliche Gesundheit (5)

Detaillierte Informationen zu den Projekten finden Sie auf unserer Projektliste.

Projekte folgender Organisationen werden von SDW unterstützt:

(1) Benediktiner, Uznach. (2) Bethlehem Mission, Immensee. (3) Christlicher Frie -

densdienst, Bern. (4) DM-échange et mission, Lausanne. (5) Franziskaner Mis -

sionsschwestern, Rheineck. (6) Franziskanerinnen, Oberriet. (7) Heilsarmee, Bern.

(8) HorYzon, Olten. (9) Interteam, Luzern. (10) Kapuziner, Fribourg. (11) Kloster

Bald egg, Baldegg. (12) Kloster St. Ursula, Brig. (13) Menzinger Schwestern, Men -

zingen. (14) mission21, Basel. (15) Mis sion am Nil, Knonau. (16) Mission Evang.

Braille, Vevey. (17) Oeuvre de Saint-Paul, Fri bourg. (18) Partner sein, Ober hasli.

(19) Sale si aner Don Bosco, Bero mün ster. (20) Schweizerisches Blaues Kreuz,

Bern. (21) Schweizer Kapuziner, Olten. (22) Schweizerische Zigeuner mission,

Winterthur. (23) Service Missionnaire Evan gélique, St-Prex (24) Weisse Väter,

Fribourg.

Sammelergebnis (2009)

Spenden: Im Jahr 2009 sammelten unsere 15 Regional komi -

tees CHF 1'001'023.

Naturalspenden: Dank der Naturalspende der Direktion für Entwicklung

und Zusammenarbeit (DEZA) konnten wir zusätzlich

Milch produkte im Wert von CHF 123’800 liefern.

Ihre Spende wird benötigt und kommt an! Unserer administrative

Aufwand liegt dank dem grossen Aufwand unserer Frei -

willigen bei 9,1%.

Wir danken Ihnen für Ihre Spende!

Unsere Ziele

Solidarität Dritte Welt unterstützte im Jahr 2009 47 Ent -

wicklungshilfeprojekte in 27 Ländern auf 3 Kontinenten.

Wir unterstützen Projekte, von deren Nachhaltigkeit wir über zeugt

sind. Viele unserer Projekte sind in Länderprogramme eingebunden,

andernorts unterstützen wir Pionierprojekte, die mit Krea -

ti vi tät und bescheidenen Mitteln «Hilfe zur Selbst hilfe» geben.

Unsere Projektschwerpunkte der Entwicklungszusam men ar beit

sind die Bereiche:

Ausbildung Gesundheit Landwirtschaft/

Gemeinwesenarbeit

Solidarität Dritte Welt fördert nur Projekte, die allen Men -

schen zugänglich sind – unabhängig von Glaubens- oder

Religionszugehörigkeit.


Solidarität Dritte Welt (SDW)

Alle verwendeten Fotos sind in SDW-Projekten entstanden.

Sammeltätigkeit:

Spender und Sammler

• Von Vertretern der Wirtschaft und der Landes kirchen 1971

gegründet. Seit 1994 ist SDW eine Stiftung un ter Aufsicht

des Eidgenössischen Departements des Innern.

• Die Stiftung sammelt Geld bei Industrie, Handel, Finanz -

in stitutionen, dem Gewerbe, der öffentlichen Hand, Stift -

un gen und Privatpersonen für Entwicklungsprojekte der

evangelischen und katholischen Missionen.

• Sie fördert den Dialog zwischen Verantwortlichen der Kir -

chen und der Wirtschaft über die Tätigkeiten in den Ent -

wicklungsländern.

• Der Stiftungsrat ist paritätisch mit Vertretern der Wirt schaft

und der Missionsräte besetzt.

• 15 Regionalkomitees sind in der Schweiz für die Geld -

sammlung verantwortlich.

• Die SDW ist berechtigt das ZEWO-Gütesiegel zu tragen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website:

www.sdw-stm.ch

Die 15 Regionalkomitees sammeln Geld für Entwicklungsprojekte der schweizerischen Missionsgesellschaften. Die Mitglieder der

Regio nalkomitees, des Stiftungsrats und des Prüfungsausschusses arbeiten alle ehrenamtlich. Oft sind die Mitglieder aktiv in der

Wir tschaft verankert und nutzen ihre Verbindungen für die Sammeltätigkeit. Grössere Donatoren werden persönlich besucht, um

detailliert ein Projekt zu unterbreiten. Jede Spende wird geschätzt und als wichtiger Beitrag für das Gesamtergebnis betrachtet.

SDW baut auf die vielen treuen Spender, die SDW regelmässig unterstützen, aber auch einmalige Spenden sind herzlich willkommen.

Gelegenheiten zum Spenden gibt es immer wieder – sei dies anlässlich eines Firmenjubiläums, Geburtstags, Weih nachts an -

lasses, als Legat oder einfach aus persönlicher Überzeugung.

Helfen Sie den notleidenen Menschen in der Dritten Welt. Herzlichen Dank!

Stiftungsrat: Erich Müller, Präsident; Hans Zuberbühler, Vizepräsident; Christian Ayer, Martin Bernet, Henri Bioley, Alexander Flisch,

Ursula Haag, Rudolf Imhof, Paul Jeannerat, Jean-Pierre Mosimann, Jean-Daniel Peterschmitt, François Roduit, Traugott Rüttimann,

Jürg Spiller, Lukas Zemp.

Patronatskomitee: Peter Arbenz, Präsident Helvetas, Schweizer Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Winterthur; Monique

Bär, Stiftungsratpräsidentin Arcas Foundation, Zürich; Dr. Peter Bieri, Ständerat, Ing. agr. ETH, Kant. Landw. Bildungszentrum Schluecht -

hof, Cham; Susy Brüschweiler, CEO SV Group AG, Dübendorf; Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St. Gallen, Präsident Fastenopfer, Gossau;

Walter Fust, CEO Humanitarian Forum, Genf; Prof. Dr. Arnold Koller, alt Bun des rat, Appen zell; Prof. Dr. Klaus Leisinger, Präs.

Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, Basel; Helen Leumann, Ständerätin, VR Collano AG, Sempach; Dr. Harald Rein,

christkatholischer Bischof, Bern; Johann N. Schneider-Ammann, Nationalrat, Präs. und Del. Ammann-Gruppe Langenthal, Präs.

Swiss mem; Dr. Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen Gruppe, St. Gallen; Pfarrer Thomas Wipf, Präsident

des Schwei zerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, Bern; Rosmarie Zapfl, alt Nationalrätin, Präsidentin alliance F, Dübendorf

Solidarität Dritte Welt

Geschäftsführerin bis 30.6.2010: Regina Hauenstein

Büelgass 7, 6204 Sempach

Telefon: 041 460 49 33, Telefax: 041 460 49 34

Geschäftsführerin ab 1.7.2010: Sophia Maria Würmli

Wiesenstrasse 2, 8820 Wädenswil

Telefon: 044 680 15 58, Telefax: 044 680 15 59

PC 30-671-7

E-Mail: geschaeftsstelle@sdw-stm.ch

Homepage: www.sdw-stm.ch

Grafikerei Heidi Meier, Grossdietwil

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