Lebenshilfe Nachrichten 1/2009 - Lebenshilfe Berlin

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Lebenshilfe Nachrichten 1/2009 - Lebenshilfe Berlin

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. · Landesverband Berlin · Nr. 01/2009 | 31. Jahrgang

LebenshilfeNachrichten

Zeitschrift für Mitglieder und Freunde des Lebenshilfe e.V.

UN-Behindertenrechtskonvention

Im Fokus: Der Berliner Rat

Das neue Wohnteilhabegesetz


Liebe Mitglieder,

liebe Freunde der Lebenshilfe!

Lebenshilfe in Bewegung“ – nichts könnte die Berliner Lebenshilfe im Moment

besser charakterisieren als das Motto unseres sportlichen Lauftreffs. In

Bewegung sind unsere Beratungsangebote, die künftig einen umfassenden

und übergreifenden Service bieten sollen für Menschen mit geistiger Behinderung

und ihre Angehörigen. Dazu eröffnen wir demnächst ein Informations-

und Beratungscenter in der Heinrich-Heine-Straße mit kundenfreundlichen

Sprech- und Öffnungszeiten. Selbstverständlich wird dabei auch das Medium

Internet genutzt.

Notgedrungen in Bewegung ist auch unsere Einrichtung „Prettauer Pfad“. Bauliche

Mängel zwingen zu einer umfassenden Sanierung. Der Umzug hat bereits

begonnen. Nach den Baumaßnahmen können die 24 Klienten ein saniertes

und freundlich helles Haus mit schöner Außenanlage wieder beziehen.

In Bewegung ist die Lebenshilfe Berlin auch zu weiteren Themen. Dies ist einmal

der Entwurf eines „Wohnteilhabegesetzes“ als „Berliner Heimgesetz“

durch die zuständige Senatssozialverwaltung. Hierzu hat die Lebenshilfe Berlin

eindeutig Stellung bezogen. Dabei ist es uns wichtig, dass das Gesetz nicht nur

auf Pflegeeinrichtungen mit Heimcharakter für ältere Menschen ausgerichtet

ist, sondern insbesondere auch die Individualität ambulanter Wohnformen berücksichtigt.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderung

- die oft ein Leben lang in Einrichtungen leben - einen gesetzlichen Anspruch

auf ein Einzelzimmer haben. Unverständlich ist uns, dass im bisherigen

Beratungsverfahren die Betroffenen noch nicht gehört wurden. „Nicht über

uns, ohne uns“ ist unser Leitsatz dazu! Im Zusammmenhang mit der UN-Konvention

gilt dies insbesondere für alle staatlichen Regelungen.

Die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung an allen Entscheidungen

in der Lebenshilfe Berlin ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Auch

hier gibt es Bewegung. Der Berliner Rat bereitet sich derzeit intensiv darauf vor,

mehr Verantwortung im Landesverband zu übernehmen. So soll das Gremium

u.a. regelmäßig an den Sitzungen des Vorstands teilnehmen. Inwieweit dazu

Satzungsänderungen erfolgen müssen, wird derzeit geprüft und diskutiert.

Zum Jubiläumsjahr 2010 soll eine entsprechende Entscheidung der Mitglieder

erfolgen.

Vieles ist darüber hinaus durch Mitarbeiter, Angehörige und freiwillige Helfer

in Bewegung und sorgt so für ein unverwechselbares Profil der Lebenshilfe

Berlin, herzlichen Dank dafür!

Ihr Ulrich Arndt

INHALT

AUS DER LEBENSHILFE

4 Neuer Lauftreff

4 Beteiligung am Nueva-Projekt

4 70. Geburtstag des Bundesvorsitzenden

4 Ausstellung „Ballkönige“

4 Rechtsberatung

5 Zum Tod von Martin Franke

5 Wer klug ist, sorgt vor!

5 Ausstellung „Lebenskunst“

TITEL: UN - KONVENTION

6 Lebenshilfe begrüßt neue UN-Konvention

7 „Sich auf Lorbeeren auszuruhen wäre

falsch“

9 Auszug aus der UN-Konvention in

einfacher Sprache

GESEHEN, GEHÖRT, GELESEN

12 Neue Fachzeitschrift „Teilhabe“

12 Broschüre Behinderung und Ausweis

12 Steuermerkblatt 2008/2009

12 Unsere Chance - Das Persönliche

Budget

WEGWEISER / TERMINE

13 Lebenshilfe Wegweiser

13 Impressum

19 Fortbildungen

20 Veranstaltungen

RECHT

21 Aus dem Heimgesetz wird das

Wohnteilhabegesetz

FOKUS : DER BERLINER R AT

22 Der Berliner Rat

23 „Wir stehen für Selbstbestimmung

und Mitgestaltung“

24 „Sagen, was WIR verändern wollen“

LEBEN

25 19. Ball der Lebenshilfe Berlin

LEBENSHILFE AK TIV

26 Großzügige Spende für die Lebenshilfe

Berlin

26 Stiftung unterstützt Betreutes

Einzelwohnen

27 Neujahrsempfang auf der „Philippa“

27 Leserbrief zum Neujahrsempfang

27 Freiwilligeninterview

MENSCHEN IN DER

LEBENSHILFE

28 Berufswunsch Köchin

29 Traueranzeigen

30 Kontaktanzeigen

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 3


Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

AUS DER LEBENSHILFE

Neuer Lauftreff

Lebenshilfe in Bewegung

Lebenshilfe in Bewegung“ ist das

Motto, unter dem im April 2009 der

neue Lauftreff des Sport-Club Lebenshilfe

Berlin (SCL) an den Start

geht. Zukünftig können sich hier

Menschen mit und ohne Behinderung

jeden Alters zum gemeinsamen

Lauftraining treffen. In Laufgruppen

mit unterschiedlichen Anforderungen

findet hier jeder Sportbegeisterte seine

individuelle Leistungsgruppe. Ziel

des Lauftreffs ist es, sich gemeinsam

fit zu machen und auch bei öffentlichen

Laufereignissen in Berlin dabei

zu sein. Machen auch Sie mit!

Anmeldung über den SCL - siehe Innenteil

dieses Heftes.

Gerd Heinrichs

Sport-Club Lebenshilfe

70. Geburtstag des Bundesvorsitzenden

Robert Antretter,

Vorsitzender der

Bundesvereinigung

Lebenshilfe, feierte

am 5. Februar 2009

seinen 70. Geburtstag.

Der gelernte

Robert Antretter

Schriftsetzer war

von 1980 bis 1998

Abgeordneter der SPD im Deutschen

Bundestag und von 1993 bis

1999 Vizepräsident des Europarates.

Seit Oktober 2000 steht er als Bundesvorsitzender

an der Spitze der

Nach langer Pause gibt es endlich

wieder Rechtsberatung im Bereich

Sozialrecht! Die Beratung findet erstmals

am 15. April 2009 um 15.00 Uhr

statt. Danach jeden zweiten Mittwoch

im Monat.

4 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Rechtsberatung

Bundesvereinigung Lebenshilfe. Der

vierfache Vater, der aus einem katholischen

Elternhaus stammt, wird gern

als „christlicher Genosse“ bezeichnet

und tritt ohne Wenn und Aber für das

menschliche Leben ein.

Die Lebenshilfe Berlin wünscht ihm,

dass seine aufopferungsvolle Arbeit

auch zukünftig für Menschen mit

geistiger Behinderung in Deutschland

viele Früchte tragen wird.

Ulrich Arndt / 1. Vorsitzender

Katarina Schneider / 2. Vorsitzende

Telefonische Anmeldung erfolgt über

die Elternberatung. Die Kontaktdaten

finden Sie im Innenteil dieses Heftes.

Sigrid Sievert

Eltern- und Familienberatung

Beteiligung am

Nueva-Projekt

Die Lebenshilfe Berlin nimmt teil am

Nueva-Projekt. Aus Österreich stammend

ist Nueva ein innovatives Evaluationsverfahren,

das die Qualität von

betreuten Wohnangeboten misst und

in einem Qualitätsprofil beschreibt.

Das Besondere daran ist, dass es

von Menschen mit Lernschwierigkeiten

und Behinderung erarbeitet und

durchgeführt wird, die eigens dafür

geschult werden.

Beim Fachtag der Lebenshilfe Berlin

am 23. April 2009 wird das Berliner

Nueva-Projekt detailliert vorgestellt.

Auch in den kommenden Lebenshilfe

Nachrichten werden wir darüber berichten.

Martin Schützhoff

Leiter Konzepte und Beratungsdienste

Ausstellung

„Ballkönige“

Der Fotograf Florian von Ploetz zeigt

Menschen mit geistiger Behinderung,

wie wir sie im Alltag selten wahrnehmen.

In festlicher Garderobe, selbstbewusst

und lebensfroh – einzeln, als

Paar, mit Eltern oder Freunden.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 11.

April 2009. Genaue Infos im Veranstaltungskalender

im Innenteil. (cmz)

LebenshilfeNachrichten

Foto: Florian v. Ploetz


Foto: privat

Das Leben als Geschenk

Zum Tod des Journalisten Martin Franke

Seit 2002 prägte

er mit großer

Fachkompetenz

die Lebenshilfe

Nachrichten.

Wer ihn kannte,

schätzte seine

Liebenswürdig-

Martin Franke †

keit und seine

Bescheidenheit.

Martin Franke konnte zuhören und

besaß die seltene Gabe, jedem Menschen

das Gefühl zu geben, wichtig

für ihn zu sein.

Wer klug ist, sorgt vor!

Haben Sie schon einmal darüber

nachgedacht, was sein wird, wenn

Sie sich aufgrund eines Unfalls, einer

Krankheit oder einer Behinderung

nicht mehr um Ihre persönlichen Angelegenheiten

kümmern können? In

einem solchen Fall könnten Behördenangelegenheiten

oder finanzielle

Dinge zu regeln sein. Vielleicht wäre

eine Operation nötig, für die man

eine Einwilligung braucht. Es könnte

sein, dass man am eigenen Lebensende

nicht mehr in der Lage ist, über

gewünschte oder abzulehnende medizinische

Behandlungsmaßnahmen

Entscheidungen zu treffen.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme

sind dann weder Ehegatten,

Kinder noch Eltern automatisch berechtigt,

für den Betroffenen zu entscheiden

und zu handeln.

Man sollte deshalb an gesunden Tagen

frühzeitig und unabhängig vom

Alter, für solche Fälle persönliche

Vorsorge zum Beispiel durch eine

Vorsorgevollmacht, Betreuungs- oder

Patientenverfügung beziehungsweise

eine Kombination dieser Möglichkeiten

treffen. Wünsche des Verfassers

Er studierte Sozialarbeit, machte den

Master of Public Health und fand

nach Jahren in der freien Wirtschaft

seine Berufung als freischaffender

Journalist.

Mit erst 18 Jahren erhielt er als einer

der ersten Patienten in Deutschland

ein Spenderherz. Deshalb kostete

er jeden Moment seines Lebens bewusst

aus. Er liebte die Musik, sang in

einem Chor, ging gerne in die Oper,

in Ausstellungen und reiste viel.

Am 30. Januar verstarb er infolge eines

Sturzes an einer Gehirnblutung.

können so berücksichtigt und seine Interessen

gewahrt werden. Durch eine

Vorsorgevollmacht kann er sicherstellen,

dass Menschen seines Vertrauens

in seinem Sinne in dem von ihm gewünschten

Umfang für ihn tätig werden.

Eine Betreuungsverfügung enthält

Bestimmungen für den Fall, dass

später eine rechtliche Betreuung eingesetzt

werden sollte. Mit einer Patientenverfügung

kann vorsorglich bestimmt

werden, welche medizinische

Behandlung man im Notfall am Ende

seines Lebens wünscht oder nicht.

Der Betreuungsverein der Lebenshilfe

Berlin berät Angehörige und Betroffene

vertrauensvoll und kompetent

zu diesen Vorsorgemöglichkeiten und

unterstützt sie beim Abfassen von

Vollmachten und Verfügungen. Er

bietet ehrenamtlich tätigen Betreuern

und Bevollmächtigten Möglichkeiten

der Beratung, Weiterbildung und des

Erfahrungsaustausches. Gern beraten

wir Sie. Unsere Kontaktdaten finden

Sie im Innenteil dieses Heftes.

Dr. Wolfgang Rose

Betreuungsverein der Lebenshilfe Berlin

AUS DER LEBENSHILFE

Wie groß die Lücke ist, die Martin

Franke hinterlässt, zeigten die vielen

Menschen, die am 5. März auf dem

Waldfriedhof Zehlendorf von ihm Abschied

nahmen.

In seiner selbst vorbereiteten Traueranzeige

schrieb er: „Keinen Augenblick

meines Lebens kann ich festhalten

oder wiederholen. Aber wenn ich

ihn bewusst erlebt und mich an ihm

erfreut oder aus ihm gelernt habe,

dann brauche ich ihm nicht nachzutrauern.“

Christiane Müller-Zurek

Ausstellung

„Lebenskunst“

„Lebenskunst“ bietet einen faszinierenden,

farbintensiven Einblick in die

künstlerische Welt von Menschen mit

Behinderung aus den Fördergruppen

Neukölln der Lebenshilfe Berlin.

Durch kreatives Gestalten, das Experimentieren

mit Farben und Techniken

entstanden Exponate, die in ihrer

eigenen Sprache den Betrachter tief

berühren.

Die Werke werden vom 9. bis 23.

Mai 2009 in der Galerie im Gemeinschaftshaus

Lipschitzallee, Bat-Yam-

Platz 1 in 12353 Berlin ausgestellt.

Jeannette Hoffmann

Fördergruppen Neukölln

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 5

Künstler: Norbert Klooth


!

TITEL

Lebenshilfe begrüßt neue UN-Konvention

Auf dem Weg zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Mit der Hinterlegung der Ratifizierungsurkunde

am 24. Februar 2009 in

New York tritt die Behindertenrechtskonvention

der Vereinten Nationen

(United Nations - UN) auch offiziell in

Deutschland in Kraft. Damit werden

die umfassenden Rechte für Menschen

mit Behinderung verbindlich.

Als erstes EU-Land, hat Deutschland

damit das Ratifikationsverfahren formell

bis zum Ende durchlaufen. Das

Deutsche Institut für Menschenrechte

soll im Auftrag der Bundesregierung

als nationale Kontrollinstanz die Einhaltung

der Konvention in Deutschland

überwachen.

In Deutschland leben über acht

Millionen Menschen mit Behinderung.

Sie werden oft nachteiliger

behandelt als Menschen

ohne Behinderung. Das soll

anders werden. Menschen mit

Behinderung haben gesagt, was

besser werden muss und an einer

neuen Vereinbarung mitgearbeitet.

Darin steht, dass Rechte

von Menschen mit Behinderung

geachtet werden müssen. Menschen

mit Behinderung sollen

überall da mitmachen, wo alle

mitmachen. Die Lebenshilfe wird

darauf achten, dass Deutschland

seine Gesetze für Menschen mit

Behinderung verbessert.

Lange wurde an ihr auf internationaler

Ebene gefeilt und formuliert. Vieles

steckt in der zusammen mit Menschen

mit Behinderung erarbeiteten

Konvention – weg vom defizitären

Denken, die Gleichheit vor dem Gesetz,

das Recht auf Arbeit, Beschäftigung

und Bildung sowie umfassende

Barrierefreiheit in allen gesellschaftlichen

Bereichen. Nicht mehr die Für-

6 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Ende März 2009 tritt in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft.

sorge für Menschen mit Behinderung

steht im Vordergrund, sondern

umfassende Teilhabe und selbstbestimmtes

Leben in der Gemeinschaft.

Das multilaterale Übereinkommen ist

ein wichtiger Schritt zu einer inklusiven

Bürgergesellschaft. „Wir brauchen

dringend eine Bewusstseinsänderung

in Deutschland“, stellt Karin

Evers-Meyer, Bundesbeauftragte für

die Belange von Menschen mit Behinderung,

fest und lobt: „Die Lebenshilfe

ist ein ganz wichtiger Partner und

hat sehr intensiv an der Konvention

mitgearbeitet“. An entscheidenden

Punkten geht die Lebenshilfe sogar

weiter, als die UN-Konvention. Dies

betrifft beispielsweise Artikel 10 zum

Lebensrecht behinderter Menschen.

Die Lebenshilfe formuliert ihren

Standpunkt dazu genauer und wendet

sich gegen den Abtreibungsautomatismus

nach Pränataldiagnostik.

Die Rolle der Lebenshilfe wird sich

in der Phase der Angleichung des

deutschen Rechts an die Konvention

nicht ändern: „Wir stellen uns auch

in Zukunft der Herausforderung, unsere

Meinung zu den Punkten, die

in der Konvention nicht deutlich genug

formuliert wurden, auch in der

deutschen Diskussion weiter selbstbewusst

zu vertreten“, versichert der

Geschäftsführer des Lebenshilfe Landesverbands

Berlin, Daniel Fischer.

Wenn in Zukunft behinderte Menschen

„mitgedacht“ werden, ist der

Anfang gemacht. Konkrete Verbesserungen

können nur erreicht

werden, wenn das deutsche Recht

weiterentwickelt wird und Rechtssicherheit

herrscht. Vieles, was in New

York zu Papier gebracht wurde, hat

die Lebenshilfe im Zuge von gesellschaftlichen

Auseinandersetzungen

erkämpft. „Die neue UN-Konvention

gibt uns weiteren Rückenwind für die

kommenden Aufgaben“, so Fischer.

Michael Nüske

LebenshilfeNachrichten

© Thomas Stallkamp/PIXELIO´


„Sich auf Lorbeeren auszuruhen wäre falsch“

Katarina Schneider

Sie ist die 2. Vorsitzende der Lebenshilfe

Berlin und Mutter eines erwachsenen

Sohnes mit Down-Syndrom. Ihr

Mann arbeitet als Lehrer im Gemeinsamen

Unterricht an einer Berliner

Schule. Katarina Schneider zur UN-

Konvention und mit einem Ausblick

auf neue Lebenshilfe-Projekte:

Die Lebenshilfe kämpft seit

nunmehr 50 Jahren an der Seite

von Menschen mit Behinderung

für deren Rechte. Was

bedeutet die Ratifizierung der

UN-Konvention für die Lebenshilfe-Berlin

konkret?

Es wird in Zukunft von entscheidender

Bedeutung für die Lebenshilfe-

Berlin sein - hier in enger Zusammenarbeit

mit unserer Bundesvereinigung

- den bereits vor einigen Jahren eingeleiteten

Paradigmenwechsel „Weg

von der Fürsorge und dem Ausgleich

von vermeintlichen Defiziten hin zur

echten Teilhabe“ nicht nur zu bestätigen,

sondern in diesem Sinne weitere

Anstrengungen konsequent zu unternehmen.

Die Ratifizierung ist somit

nicht das Ende eines Prozesses, denn

Fotos: Lebenshilfe Berlin

die Herausforderung liegt darin, Behinderung

als Teil der Vielfalt menschlichen

Lebens wahrzunehmen, dabei

wichtige gesellschaftliche Bereiche

aus der Perspektive der Menschen

mit Behinderung zu durchleuchten

und ihre selbstbestimmte und diskriminierungsfreie

Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben sicherzustellen.

Verspüren Sie nach der Ratifizierung

der UN-Konvention

ein Stück Genugtuung? Sehen

Sie Ihre Arbeit honoriert?

Genugtuung ist das falsche Wort. Es

tritt erstmalig ein Menschenrechtstext

in Kraft, in dem die individuellen,

politischen, wirtschaftlichen, sozialen

und kulturellen

Rechte von

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 7

TITEL

Menschen mit Behinderung vereint

und rechtsverbindlich festgehalten

sind. Menschen mit Behinderung

erhalten dadurch ausdrücklich Anerkennung

als Träger eigener Rechte.

Aber als Mutter eines Sohnes mit

Down-Syndrom und als 2. Vorsitzende

der Lebenshilfe Berlin, sehe ich

das Engagement vieler Eltern und

die politische Arbeit unseres Landesverbandes

und insbesondere unseres

Bundesverbandes damit schon entsprechend

honoriert.

An welchen Stellen der UN-

Konvention finden Sie die

Arbeit der Lebenshilfe bestätigt?

Ich sehe das Vertragswerk als großes

Ganzes mit tiefgreifender Bedeutung

für Millionen behinderterMenschen

– nicht nur

in Deutschland,

sondern welt-

Laut UN-Konvention sollen Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen zur

Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung haben wie alle Menschen.


TITEL

In der UN-Konvention wurde fixiert, dass Menschen mit Behinderung das Recht auf

Ausbildung und Arbeit haben so wie alle Menschen.

weit. Es gewährt Menschen mit Behinderung

volle und gleichberechtigte

Bürgerrechte. Es schützt sie vor jeder

Form der Diskriminierung.

Ebenso sind alle Vertragsstaaten verpflichtet,

zum Beispiel beim Ausbau

der Infrastruktur, beim Bau öffentlicher

Gebäude und in anderen Lebensbereichen

für Barrierefreiheit zu

sorgen. Jeglicher Form von Entmündigung

oder Bevormundung wird

eine Absage erteilt. Menschen, die

beispielsweise bei der Erledigung von

Rechtsgeschäften oder auch bei der

Gesundheitsvorsorge Hilfe benötigen,

steht organisierte Unterstützung und

Hilfe flächendeckend zu. Insbesondere

sehe ich unsere Anstrengungen in

Bezug auf Wahlrecht in den Bereichen

Bildung, Arbeit und Wohnen hiermit

bestätigt. Nun steht der nächste

Schritt an – die Umsetzung der UN-

Konvention in nationales Recht.

8 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Welche Aufgaben hat aus Ihrer

Sicht die Lebenshilfe, wenn es

um die Anpassung des deutschen

Rechts an die UN-Vorgaben

und um die Umsetzung

des UN-Rechts in die Praxis

geht?

Wir fordern weiterhin Tempo. Der Alltag

der Menschen mit Behinderung

muss sich weiterhin spürbar positiv

verändern. Sich auf Lorbeeren auszuruhen

wäre falsch.

Wie schon gesagt, ich denke, dass

das große Innovationspotenzial der

Konvention in der Konkretisierung

und Präzisierung in nationales Recht

liegt. Die breite Öffentlichkeit muss

erkennen, wie bedeutsam das Übereinkommen

für das künftige Zusammenleben

von behinderten und nicht

behinderten Menschen ist. Die Landesverbände

und allen voran die Bun-

Foto: Gisela Lau

desvereinigung werden besonders

darum kämpfen, dass die Menschenrechte,

die für den von uns vertretenen

Personenkreis besondere Bedeutung

haben, umgesetzt, auf breiter

Ebene der Gesellschaft diskutiert und

auch in den Medien stärkere Beachtung

finden. „Bleiben Sie lästig und

bleiben Sie fordernd“ – so war der

politische Rat der Bundesministerin

Ulla Schmidt an uns, anlässlich ihrer

Rede beim Festakt zum 50-jährigen

Jubiläum der Bundesvereinigung in

Marburg. Das sollten wir uns zu Herzen

nehmen! Darüber hinaus sind die

Verbände der Behindertenhilfe gefordert,

zu vielen Detailfragen Stellung

zu nehmen. Ich würde mir wünschen,

dass die Kompetenzen der Verbände

und der Menschen mit Behinderung

– als Experten in eigener Sache – von

der Politik intensiv nachgefragt werden.

Die Vision 2020 der Bundesvereinigung

Lebenshilfe ist

sowohl mit Blick auf die UN-

Konvention als auch unter Einbezug

des deutschen Grundgesetzes

entstanden. Welchen

Beitrag muss die Lebenshilfe

leisten, um die Visionen Realität

werden zu lassen?

In der „Lebenshilfe-Vision“ werden ja

schon Antworten gegeben. Im Übrigen

solche, die sich nicht am kurzfristig

Machbaren orientieren, sondern

daran, was das Beste für behinderte

Menschen ist und worauf sie als Bürgerinnen

und Bürger unseres Landes

ein Anrecht haben. Konkret geht es

um die Verwirklichung von umfassender

Teilhabe behinderter Menschen in

allen Lebensbereichen. Um praktische

Wirkungen zu entfalten, werden Gesellschaft

und Politik aufgefordert, die

LebenshilfeNachrichten


Auszug aus der UN-Konvention in einfacher Sprache

Barrierefreiheit – Zugänge ermöglichen! Nichts ohne uns über uns!

• Teilhabe am Leben der Gesellschaft ist nur möglich, wenn alle Plätze, Straßen, Gebäude und Verkehrsmittel

so gestaltet werden, dass sie auch für Menschen mit Behinderung zugänglich

sind.

• Alle öffentlichen Bereiche der Gesellschaft, alle Schriftstücke und Medien müssen

so gestaltet werden, dass sich auch Menschen mit Behinderung orientieren und

alles verstehen können.

• Menschen mit Behinderung sollen in alle Dinge, die sie betreffen, einbezogen werden.

Wahlfreiheit – Wohnen, wo, wie und mit wem ich will!

• Menschen mit Behinderung sollen frei entscheiden, an welchem Ort und mit wem sie leben wollen.

• Menschen mit Behinderung dürfen nicht gezwungen werden oder sein, in besonderen

Einrichtungen zu leben. Für sie sollen unterschiedliche Möglichkeiten des Wohnens

mit Assistenz zur Auswahl stehen.

• Menschen mit Behinderung erhalten überall dort, wo sie leben wollen, die Unterstützung,

die sie dafür brauchen.

Bildung – Gleiche Bildungschancen, lebenslanges Lernen dort, wo alle lernen!

• Menschen mit Behinderung sollen die gleichen Chancen zur Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung

haben wie alle Menschen.

• Menschen mit Behinderung sollen nicht nur in Sondereinrichtungen lernen. Sie sollen

frei entscheiden können, welche Orte des Lernens für sie die richtigen sind.

• Menschen mit Behinderung sollen die Möglichkeit haben, dort zu lernen, wo alle Menschen

lernen.

Arbeit – mit gleichen Rechten und Pflichten wie für alle!

• Menschen mit Behinderung haben wie alle Menschen das Recht auf Ausbildung und Arbeit.

• Menschen mit Behinderung sollen nicht nur in Sondereinrichtungen, wie Werkstätten,

arbeiten. Sie sollen unterstützt werden, dort Arbeit zu finden, wo alle arbeiten.

• Menschen mit Behinderung sollen für vergleichbare Arbeit genauso viel verdienen wie andere.

• Menschen mit Behinderung sollen die gleichen Möglichkeiten haben, für ihre Arbeitnehmerrechte einzutreten.

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 9

TITEL

Textauszug mit freundlicher Genehmigung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel

Bilder: © SPD-Bundestagsfraktion


TITEL

Die UN-Konvention besagt, dass Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nur möglich

ist, wenn alle Plätze, Straßen, Gebäude und Verkehrsmittel so gestaltet werden, dass

sie auch für Menschen mit Behinderung zugänglich sind.

notwendigen Schritte einzuleiten, um

die Rahmenbedingungen zu schaffen,

innerhalb derer die Bürgerrechte

behinderter Menschen verwirklicht

werden können. Zum anderem sieht

sich die Lebenshilfe als Eltern- und

Selbsthilfevereinigung und als Trägerin

zahlreicher Angebote für behinderte

Menschen selbst in der Pflicht,

zur Verwirklichung dieser Vision beizutragen.

Die Vision ist für uns auch

eine Standortbestimmung.

„Vision kann Wirklichkeit werden,

wenn konkrete Ziele ins

Auge gefasst und verfolgt

werden“, heißt es in diesem

Papier. Wo wird sich die Lebenshilfe

im Jahr 2009 besonders

engagieren?

Bei der Lebenshilfe Berlin arbeiten wir

zum Beispiel daran, die Pflegekompetenz

im Rahmen der Eingliederungshilfe

zu verbessern. Gegenüber der

Politik, gibt es ein klares Votum der

Mitgliederversammlung, dass Pflegeheime

nicht in Betracht gezogen

werden. In diesem Zusammenhang

wird derzeit intensiv am Aufbau eines

10 | Ausgabe: Nr. 01/2009

gesundheitsbezogenen Dienstes gearbeitet.

Insbesondere wollen wir an

dieser Stelle Konzepte im Bereich des

stationären und ambulanten Wohnens

– unter Nutzung des Persönlichen

Budgets – weiterentwickeln. Bei

der Schaffung von Weiterbildungsangeboten

für Menschen mit Behinderung

in Berlin arbeiten wir mit der

Humboldt Universität zu Berlin zu-

sammen und hoffen, im Sommer erste

Ergebnisse vorstellen zu können.

Zudem werden die Informations- und

Beratungsangebote der Lebenshilfe

Berlin inhaltlich und strukturell weiterentwickelt.

Dazu wurde gerade

ein übergreifendes Lebenshilfe Beratungscenter

konzeptioniert, das

demnächst in die Praxis umgesetzt

wird. Ganz wichtig ist uns die starke

Einbindung von Menschen mit Behinderung

in die Entscheidungsprozesse

der Lebenshilfe Berlin. Ebenso haben

wir uns an der Erarbeitung der neuen

Heimgesetzgebung auf Landesebene

beteiligt und eine Stellungnahme zum

bisherigen Entwurf verfasst. Eine Benachteiligung

von Menschen mit hohem

Hilfebedarf wird die Lebenshilfe

Berlin als auch die gesamte Berliner

Behindertenhilfe nicht hinnehmen.

Sie sehen, dass sind alles Schwerpunkte

unserer Arbeit, die an die Vision

2020 anknüpfen.

In der UN-Konvention heißt es, dass Menschen mit Behinderung frei entscheiden

sollen, an welchem Ort und mit wem sie leben wollen.

Fotos: Lebenshilfe Berlin

Das Interview führte

Michael Nüske

LebenshilfeNachrichten

Foto: Eckard Herfet


Infos zum Titel

UN-KONVENTION:

Vereinte Nationen: Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Online in Internet: http://files.institut-fuer-menschenrechte.de/437/UN_BK_Konvention_Internet-Version_FINAL1.pdf

(Stand 13. März 2009)

SPD-Bundestagsfraktion: Menschen-Rechte für behinderte Frauen, Männer und Kinder

auf der ganzen Welt. UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

(Leichte Sprache).

Online in Internet: http://www.silviaschmidt.de/data/images/stories/Dokumente/un-konvention_-_einfache_sprache.pdf

(Stand 13. März 2009).

AUFSÄTZE / ARTIKEL:

Aichele, Valentin: Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihr Fakultativprotokoll. Hrsg.:

Deutsches Institut für Menschenrechte. Berlin 2008.

Online in Internet: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/webcom/show_shop.php/_c-

488/_lkm-618/_cat-2/_nr-80/i.html

Bielefeldt, Heiner: Zum Innovationspotenzial der UN-Behindertenrechtskonvention. Hrsg.:

Deutsches Institut für Menschenrechte. Berlin 2008. Online in Internet: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/webcom/show_shop.php/_c-488/_lkm-782/_cat-6/_nr-59/i.html

(Stand 13. März 2009)

Graumann, Sigrid: Die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

IMEW konkret, Berlin, 11 (2008).

Online in Internet: http://www.imew.de/index.php?id=72 (Stand 13. März 2009)

VERANSTALTUNGSHINWEIS:

Konferenz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Titel: Vereint für gemeinsame Bildung. Nationale Konferenz zu Artikel 24 des

VN-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung

Wann: 6. und 7. Mai 2009

Wo: bcc Berliner Congress Center, Alexanderstraße 11 in 10178 Berlin

Anmeldung: http://www.bmas.de/coremedia/generator/31074/2009__02__09__ver

eint__fuer__gemeinsame__bildung.html

Anmeldeschluss ist der 9. April 2009

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 11

TITEL


GESEHEN, GEHÖRT, GELESEN

Neue

Fachzeitschrift

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe

hat die erste Ausgabe der Zeitschrift

„Teilhabe“ herausgegeben. Sie löst

die als Fachpublikation der Lebenshilfe

über viele Jahre etablierte „Geistige

Behinderung“ sowie den Fachdienst

ab.

Die „Teilhabe“ richtet sich an alle, die

sich in Theorie und Praxis mit Menschen

mit geistiger Behinderung befassen,

Eltern sowie Interessenten im

Hochschulbereich. Als Fachzeitschrift

bietet sie viermal im Jahr Beiträge aus

Pädagogik, Psychologie, Soziologie,

Medizin und Recht sowie Beiträge

aus der Praxis und der Verbands- und

Organisationsentwicklung.

Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Steuermerkblatt

Der Bundesverband für körper- und

mehrfachbehinderte Menschen (bvkm.)

hat sein Steuermerkblatt für Familien

mit behinderten Angehörigen aktualisiert.

Berücksichtigt wird unter anderem

die Erhöhung des Kindergeldes

sowie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts

zur Pendlerpauschale.

Das Steuermerkblatt 2008/2009

können Sie im Internet abrufen unter:

www.bvkm.de

Quelle: bvkm.

12 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Aktualisierte Broschüre -

Behinderung und Ausweis

Die aktualisierte Broschüre „Behinderung

und Ausweis“ des Landesamtes

für Gesundheit und Soziales (LaGe-

So) ist erschienen. Sie gibt Hinweise

zu den Antragsstellungen nach dem

Schwerbehindertenrecht, zum Verfahren

beim Versorgungsamt, zu den

Merkzeichen, die Grundlage für die

unterschiedlichen Nachteilsausgleiche

sind sowie der GdB-Tabelle (Grad der

Behinderung).

Quelle: LaGeSo

Bestellung der Broschüre über:

integrationsamt@lageso.berlin.de

Fon 030. 90 12-74 46 od. -7285

Download: www.lageso.berlin.de

Unsere Chance - Das Persönliche Budget

Im November 2008 ließ der Landesverband

der Lebenshilfe Schleswig-

Holstein mit finanzieller Unterstützung

des Bundesministeriums für

Arbeit und Soziales den Film „Unsere

Chance - Das Persönliche Budget“ erstellen.

Im Film wird gezeigt, wie das Persönliche

Budget von Menschen mit Behinderung

genutzt wird und welchen

Erfolg sie damit haben. Anita Kröger

kauft beispielsweise Leistungen für

die Unterstützung im Haushalt und in

der Freizeit ein. Benjamin Postel konn-

te dank des Persönlichen Budgets in

die eigene Wohnung ziehen und sich

endlich den langgehegten Wunsch

erfüllen, Tiere zu halten. Und Gernot

Lüdemann lernt in einer Bäckerei das

Handwerk von Grund auf kennen.

Quelle: Landesverband Schleswig-Holstein

Der Film ist barrierefrei gestaltet

und kann kostenlos beim Landesverband

der Lebenshilfe Schleswig-

Holstein bestellt werden.

Mail: boersch@lebenshilfe-sh.de

Fon: 0431. 661 18-35

Von li. nach re. : Gernot Lüdemann, Benjamin Postel und Anita Kröger -

Die drei Budgetnehmer sind die Hauptdarsteller des Films.

LebenshilfeNachrichten

Foto: Lebenshilfe Schleswig-Holstein


Lebenshilfe Wegweiser

Geschäftsstelle:

Lebenshilfe Berlin

Heinrich-Heine-Straße 15

(Annenhöfe)

10179 Berlin

Fon 030. 82 99 98-0

Fax 030. 82 99 98-142

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Verkehrsanbindung:

U8 Heinrich-Heine-Straße

U2 Märkisches Museum

(rollstuhlgerecht)

S-Bahn Jannowitzbrücke

Bus 347, 147, M29

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Impressum:

Lebenshilfe Nachrichten Berlin

Herausgeber:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger

Behinderung e.V.

Landesverband Berlin

Vorsitzender:

Ulrich Arndt, Staatssekretär a.D.

Heinrich-Heine-Str. 15

10179 Berlin

Fon 030. 82 99 98-124, Fax -208

Redaktion:

Daniel Fischer (verantw.)

Susann Eckhardt, Barbara Freier,

Günter Jahn, Stefanie Kespohl,

Christiane Müller-Zurek, Katarina Schneider

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Haus der Lebenshilfe Berlin:

Dohnagestell 10

13351 Berlin

Fon 0176. 10 17 90 01

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Titelfoto:

Florian von Ploetz

Leserpost an:

lhn@lebenshilfe-berlin.de

Beiträge in dieser Ausgabe:

Ulrich Arndt, Gerhard Bernhardt,

Gitta Bernhardt-Dobrin, Susann Eckhardt,

Gerd Heinrichs, Jeannette Hoffmann,

Günter Jahn, Christiane Müller-Zurek (cmz),

Michael Nüske, Wolfgang Rose,

Katarina Schneider, Martin Schützhoff,

Sigrid Sievert, Fanny Thomas

Redaktionsschluss:

LHN 02/09:

30.04.2009

LEBENSHILFE WEGWEISER

Layout:

Susann Eckhardt

Herstellung/Bildbearbeitung:

tertia Berlin

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder: Für unverlangte eingesandte Manuskripte

wird keine Haftung übernommen. Die

Redaktion kürzt und verändert ggf. eingesandte

Manuskripte.

Auflage dieser Ausgabe insgesamt:

2.500 Exemplare

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 13

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Verkehrsanbindung:

Tram M13, 50 bis Endhaltestelle

Virchow-Klinikum und 10 Min. Fußweg

oder Bus 106 bis Sylter Straße

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LEBENSHILFE WEGWEISER

Berliner Rat Selbstbestimmung und

Interessenvertretung von

Menschen mit Behinderung

Beschwerden Beschwerdemanagement bei

Unzufriedenheit und Problemen

Betreuungsverein Rechtliche (gesetzliche)

Betreuung

Beratung und Vermittlung

ehrenamtlicher Betreuer

Eltern-und Familienberatung Individuelle Beratung für Eltern

und Angehörige:

Lebensgestaltung, Kita, Schule,

Arbeit und Beschäftigung

Elterngruppen

Informationsveranstaltungen

Familienentlastende Dienste (FED) Disco- und Tanztee

Ferienbetreuung

Freizeitgruppen

Hort

Reisen für Kinder, Jugendliche

und Erwachsene

Wochenendbetreuung

Familienprojekt Elternschaft von Menschen mit

Behinderung:

Individuelle Unterstützung von

Alleinerziehenden oder Paaren

Fördergruppen Förderung und Beschäftigung:

Tagesangebote für erwachsene

Menschen mit schwerer und

mehrfacher Behinderung, die zur

Zeit als nicht werkstattfähig

gelten.

14 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Fon 030. 82 99 98-158

Ansprechpartnerin:

Wiebke Bönning

wiebke.boenning@lebenshilfe-berlin.de

Hippelstraße 25, 12347 Berlin

Peter Schinner

Fon 030. 60 00 00 10

Mobil 0176. 10 17 90 83

peter.schinner@lebenshilfe-berlin.de

BTV Spandau

Streitstraße 11, 13587 Berlin

Walter Trost

Fon 030. 35 53 087 10, Fax -29

btv.spandau@lebenshilfe-berlin.de

BTV Marzahn - Hellersdorf

Helene-Weigel-Platz 13, 12 681 Berlin

Eva-M. Rose

Fon 030. 54 98 11 50, Fax -55

btv.marzahn-hellersdorf@

lebenshilfe-berlin.de

Barbara Freier

Fon 030. 82 99 98-103

Sigrid Sievert und Dagmar Goroncy

Fon 030. 82 99 98-102

elternberatung@lebenshilfe-berlin.de

Sprechzeiten:

Di: 10.00 - 13.00 Uhr

Mi: 13.00 - 16.00 Uhr

Hippelstraße 25, 12347 Berlin

Gerd Heinrichs

Fon 030. 60 00 00 0, Fax -25

fed@lebenshilfe-berlin.de

Annegret Simon-Sack

Fon 030. 82 99 98-172, Fax -142

annegret.simon@lebenshilfe-berlin.de

Fördergruppe Charlottenburg

Harbigstraße 10-12, 14055 Berlin

Dörte Eggers

Fon 030. 30 67 37 0, Fax -50

foerdergruppen.harbigstr@

lebenshilfe-berlin.de

Fördergruppe Neukölln

Straße 614 Nr. 26, 12347 Berlin

Jeannette Hoffmann

Fon 030. 60 61 392

Fax 030. 60 74 034

jeannette.hoffmann@lebenshilfe-berlin.de

LebenshilfeNachrichten


Freiwilligenmanagement Bürgerschaftliches Engagement

Ehrenamt

Freiwillige Mitarbeit

Lebenshilfe Beratung und

ambulante Betreuung (BAB)

Sozialpädagogische Familien-,

Einzel- und Gruppenarbeit

HelferInnenkreis

Lebenshilfe Bildung Fort- und Weiterbildung für

Menschen mit Behinderung,

Angehörige, Mitarbeiter der Behindertenhilfe

sowie Supervision

Tanja Weisslein

Fon 030. 82 99 98-128, Fax -208

freiwilligenprojekt@lebenshilfe-berlin.de

Innsbrucker Straße 37, 10825 Berlin

Fon 030. 59 00 317-11, Fax -16

info@Lebenshilfe-BAB.de

www.lebenshilfe-bab.de

Sprechzeiten:

Mo bis Do: 9.00 - 15.00 Uhr

Fr: 9.00 - 14.00 Uhr

Leiterin Fort- und Weiterbildung

Liane Neubert

Fon 030. 82 99 98-601

Assistentin Fort- und Weiterbildung

Isabel Overesch

Fon 030. 82 99 98-605, Fax -604

info@lebenshilfe-bildung.de

Lebenshilfe iKita Integrative Kindertagesstätte Straße 614 Nr. 24, 12347 Berlin

Geschäftsführer

Bernd-Uwe Weitenhagen

Fon 030. 60 08 82 33, Fax -34

integrationskita@lebenshilfe-berlin.de

Liebe, Lust und Frust (LILUFRU) Beratung und Fortbildung zu

Sexualität und Partnerschaft

LOTSE Berlin Trägerübergreifende Beratung zu

Wohnformen für Menschen mit

Behinderung

Vermittlung von Wohnplätzen

Nordberliner Werkgemeinschaft

(nbw)

Berufliche Bildung, Förderung und

Teilhabe am Arbeitsleben für

Menschen mit Behinderung

Werkstatt für behinderte Menschen

Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe Nachrichten

Internet

Veranstaltungen

Pressearbeit

Matina Sasse

Fon 030. 82 99 98-231, Fax -142

lilufru@lebenshilfe-berlin.de

Sprechzeiten:

Mo: 10.00-12.30 Uhr

Di und Mi: 10.00-18.00 Uhr

4 Standorte in Berlin

zentrale Rufnummer:

Fon 01803. 24 17 24

www.lotse-berlin.de

LEBENSHILFE WEGWEISER

Region Nord, Triftstraße 36,13127 Berlin

Fon 030. 47 47 94-0

Region Ost, Böhlener Str. 51, 12627 Bln

Fon 030. 56 59 81-0

www.nbw.de

Lebenshilfe Nachrichten, Internet:

Susann Eckhardt

Fon 030. 82 99 98-158

susann.eckhardt@lebenshilfe-berlin.de

Veranstaltungen:

Claudia Deppert

Fon 030. 82 99 98-149

claudia.deppert@lebenshilfe-berlin.de

Pressesprecherin:

Christiane Müller-Zurek

Fon 030. 82 99 98-181

christiane.mueller-zurek@

lebenshilfe-berlin.de

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 15


LEBENSHILFE WEGWEISER

Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)

Kinder- und Jugendambulanzen

Sport-Club Lebenshilfe Berlin e.V.

(S.C.L.)

Stiftung Lebenshilfe Berlin Spenden

Stiften

Testament

16 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Diagnostik, Therapie und

Beratung

Früherkennung und Frühförderung

für Kinder und Jugendliche

mit drohenden oder manifesten

Behinderungen und Entwicklungsstörungen

Fitness, Fußball, Kegeln, Kraftsport,

Leichtathletik, Rehasport,

Reiten, Schwimmen, Tanzen,

Trommeln

Sportgruppen

Suchtberatung Psychologische Suchtberatung

Sucht-Selbsthilfegruppe

Tandem Beschäftigungs- und

Qualifizierungsgesellschaft

(Tandem BQG)

Ambulante Dienste

Arbeitsförderung

Schulhelfer

Schulsozialarbeit

Prenzlauer Berg

Paul-Robeson-Straße 35, 10439 Berlin

Fon 030. 444 06 89

Marzahn

Blumberger Damm 158, 12679 Berlin

Fon 030. 542 90 37

Neukölln

Britzer Damm 65, 12347 Berlin

Fon 030. 622 90 11

Hellersdorf

Auerbacher Ring 43, 12619 Berlin

Fon 030. 99 40 11 66

Köpenick

Salvador-Allende-Str. 2, 12559 Berlin

Fon 030. 651 94 24

Treptow

Edisonstraße 63, 12459 Berlin

Fon 030. 538 99 20

Hippelstraße 25, 12347 Berlin

Gerd Heinrichs

Fon 030. 60 00 00 0, Fax -25

scl@lebenshilfe-berlin.de

Vorstand Günter Jahn

Fon 030. 82 99 98-180, Fax -208

stiftung@lebenshilfe-berlin.de

Hippelstraße 25, 12347 Berlin

Peter Schinner

Fon 030. 60 00 00 10

peter.schinner@lebenshilfe-berlin.de

Ambulante Dienste: Fon 030. 473 759 31

Arbeitsförderung: Fon 030. 44 33 60-25

Schulhelfer: Fon 030. 44 33 60-32

Schulsozialarbeit: Fon 030. 44 33 60-46

www.tandembqg.de

Traumpaar Partnersuche und -vermittlung Matina Sasse

Fon 030. 82 99 98-231, Fax -142

traumpaar@lebenshilfe-berlin.de

Sprechzeiten:

Mo: 10.00-12.30 Uhr

Di und Mi: 10.00-18.00 Uhr

Wohnberatung Individuelle Beratung zu den

Wohnangeboten der Lebenshilfe

Wohnvorbereitung

Veronika Schürheck

Carola Rohrschneider

Christian Barysch

Fon 030. 82 99 98-105

wohnberatung@lebenshilfe-berlin.de

Sprechzeiten:

Di: 14.00 - 17.00 Uhr

Do: 09.00 - 12.00 Uhr

Wenn nicht anders ausgewiesen, finden Sie alle Ansprechpartner in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe.

LebenshilfeNachrichten


Beitrittserklärung

Hiermit erkläre(n) ich (wir) den Beitritt zu dem Verein:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., Landesverband Berlin

Als Mitglied mit Behinderung

Eltern eines Menschen mit geistiger Behinderung

Angehöriger eines Menschen mit geistiger Behinderung

Förderer

BEITRIT T SERKL ÄRUNG

Ich bin (wir sind) bereit, den satzungsgemäß von der Mitgliederversammlung beschlossenen gültigen Jahresbeitrag

(zurzeit Euro 60,00) zu zahlen. Darüber hinaus erkläre(n) ich mich (wir uns) zu einer – jederzeit widerrufbaren und freiwilligen

– regelmäßigen jährlichen Spende von Euro ………… bereit.

Eltern von Menschen mit geistiger Behinderung, die beide Mitglied werden wollen, haben die Möglichkeit, zusammen

nur einen Beitrag zu entrichten. Auf Anfrage eines Mitgliedes kann in begründeten Fällen eine Beitragsreduzierung

durch den 1. Vorsitzenden genehmigt werden.

Antragsteller/in: Partner/in:

Name: Name:

Vorname: Vorname:

Geb.-Datum: Geb.-Datum:

Beruf/Tätigkeit: Beruf/Tätigkeit:

Anschrift: Anschrift:

Straße: Straße:

Ort: Ort:

Telefon: Telefon:

E-Mail*: E-Mail*:

Folgende Angaben erbitten wir zu Ihrem Angehörigen mit Behinderung:

Name: Vorname:

Geb.-Datum: Behinderung:

Straße: Ort:

Datum, Unterschrift/en:

Antragsteller/in Partner/in

* Ich bin damit einverstanden, dass meine E-Mail Anschrift für aktuelle Informationen der Lebenshilfe verwendet wird.

Es wird zugesichert, dass die erhobenen Daten nur für satzungsgemäße Zwecke genutzt werden. (Einzugsermächtigung siehe Rückseite)

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 17


EINZUGSERMÄCHTIGUNG

Einzugsermächtigung

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., Landesverband Berlin

Heinrich-Heine-Straße 15, 10179 Berlin

Hiermit ermächtige ich den Vorstand widerruflich,

den satzungsgemäßen von der Mitgliederversammlung beschlossenen Jahresbeitrag in

Höhe von 60,00 Euro

zuzüglich einer jährlichen Spende in Höhe von ………… Euro

bei Fälligkeit zu Lasten meines Kontos Nr.:

Bank: BLZ:

mittels Lastschrift einzuziehen.

Wenn mein Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, ist das kontoführende Kreditinstitut nicht

zur Einlösung verpflichtet.

Name: Vorname:

Anschrift:

Ort, Datum:

Unterschrift des Kontoinhabers:

Name und Anschrift bitte in Druckbuchstaben!

18 | Ausgabe: Nr. 01/2009

LebenshilfeNachrichten


Fortbildungsangebote der Lebenshilfe Bildung

TERMINE UND VER ANSTALTUNGEN

Die Lebenshilfe Bildung gGmbH in Berlin organisiert unter anderem Seminare für Menschen mit Behinderung sowie Informationsveranstaltungen

für Eltern und Angehörige.

Wir freuen uns, Ihnen für das 2. Quartal 2009 folgende Veranstaltungen anzukündigen:

Seminarangebote für Menschen mit Behinderung

Thema Termin Dozent Kosten

Persönliche Zukunftsplanung – oder gemeinsam

neue Lebenspläne entwickeln

„Selbstbewusst auftreten“ – Farb- und

Stilberatung für Männer

7. und 8. Mai 09

jeweils 10.00-15.00 Uhr

Anmeldefrist: 24. April 09

8. und 9. Mai 09

jeweils 11.00-16.00 Uhr

Anmeldefrist: 24. April 09

Dr. Antje Ginnold 5,- €

Leonie Wallenta 5,- €

Treffpunkt Lebenshilfe – Informationsveranstaltungen für Angehörige

Thema Termin Dozent Kosten

Wohnen, unterstützt durch die

Lebenshilfe

Testament und Erbschaft

STEP – Das Elterntraining für Familien

mit behinderten Kindern (Einführung)

Volljährigkeit

Wie sag ich´s meinem Kind? – Kinder

mit Behinderung in der Pubertät

STEP – Das Elterntraining für Familien

mit behinderten Kindern

6. Mai 09

18.00-20.00 Uhr

Anmeldefrist: 27. April 09

13. Mai 09

18.00-20.00 Uhr

Anmeldefrist: 4. Mai 09

15. Mai 09

18.00-20.00 Uhr

Anmeldefrist: 6. Mai 09

3. Juni 09

18.00-20.00 Uhr

Anmeldefrist: 25. Mai 09

10. Juni 09

18.00-20.00 Uhr

Anmeldefrist: 2. Juni 09

13. und 20 Juni 09

jeweils 11.00-17.00 Uhr

Anmeldefrist: 4. Juni 09

Veronika Schürheck,

Wohnberatung der

Lebenshilfe gGmbH

Renate Heinz-Grimm,

Bundesvereinigung

Lebenshilfe

Marion Reuschel,

Fürst Donnersmarck-

Stiftung

Christa Schaal,

Rechtsanwältin

Matina Sasse,

Beratungsstelle

„Liebe, Lust und Frust“

der Lebenshilfe gGmbH

Marion Reuschel,

Fürst Donnersmarck-

Stiftung

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 19

-

-

12,- €

-

-

90,-€ pro Person

150,-€ für Paare

Die Veranstaltungen und Seminare finden in der Zentrale der Lebenshilfe Berlin, Heinrich-Heine-Straße 15, 10179 Berlin

statt. Für nähere Informationen und zur Anmeldung erreichen Sie uns:

Fon 030. 82 99 98-605 oder info@lebenshilfe-bildung.de. Vielen Dank.

Liane Neubert

Leiterin Fort-und Weiterbildung


TERMINE UND VER ANSTALTUNGEN

Termine und Veranstaltungen

Datum Thema Ort Ansprechpartner

21.03. - 11.04.2009

Di bis Sa

15.00-19.00 Uhr

26.04.2009

15.00-18.00 Uhr.

23.04.2009

09.05. - 23.05.2009

30.05.2009

19.06.2009

15.00-18.00 Uhr

20.06.2009

11.00-14.00 Uhr

27.06.2009

12.00-17.00 Uhr

30.08.2009

14.00-18.00 Uhr

20 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Ausstellung „Ballkönige“

Konzert des populare e.V.

Fachtag impulse 2009

„Beratung ist der Anfang

von allem“

Kunst-Ausstellung

„Lebenskunst“ der

Fördergruppen Neukölln

Integratives

Fußballturnier

Parlamentarischer

Sommer

Sportfest für Kinder mit

und ohne Behinderung

Dampferfahrt der

Lebenshilfe Berlin

Sommerfest der

Lebenshilfe Berlin

Temporäre Galerie der

Lebenshilfe Berlin

Heinrich-Heine-Straße 27

10179 Berlin

Kulturhaus Mitte

Auguststraße 21

10117 Berlin

Jerusalemkirche

Lindenstraße 85

10969 Berlin

Gemeinschaftshaus

Lipschitzallee

Bat-Yam-Platz 1

12353 Berlin

Sportforum

Hohenschönhausen

Haus der Lebenshilfe Berlin

Dohnagestell 10

13351 Berlin

Stadion Britz-Süd

Buckower Damm 12

12347 Berlin

Ab- und Anlegestelle

Hafen Treptow

MS „Mark Brandenburg“

Domäne Dahlem

Königin-Luise-Straße 49

14195 Berlin

Christiane Müller-Zurek

Fon 030. 82 99 98-181

christiane.mueller-zurek@lebenshilfeberlin.de

Wiebke Bönning

Fon 030. 82 99 98-158

wiebke.boenning@lebenshilfe-berlin.de

Christiane Müller-Zurek

Fon 030. 82 99 98-181

christiane.mueller-zurek@lebenshilfeberlin.de

Jeannette Hoffmann

Fon 030. 606 13 92

jeannette.hoffmann@lebenshilfe-berlin.de

SCL Sport-Club Lebenshilfe Berlin e.V.

Gerd Heinrichs

scl@lebenshilfe-berlin.de

Christiane Müller-Zurek

Fon 030. 82 99 98-181

christiane.mueller-zurek@lebenshilfeberlin.de

SCL Sport-Club Lebenshilfe Berlin e.V.

Gerd Heinrichs

scl@lebenshilfe-berlin.de

Claudia Deppert

Fon 030. 82 99 98-149

claudia.deppert@lebenshilfe-berlin.de

Claudia Deppert

Fon 030. 82 99 98-149

claudia.deppert@lebenshilfe-berlin.de

LebenshilfeNachrichten


Aus dem Heimgesetz wird das Wohnteilhabegesetz

Ein Kurzbericht zur aktuellen Entwicklung und über die Stellungnahme der Lebenshilfe Berlin

Das Heimgesetz (HeimG) und

die dazu ergangenen Rechtsverordnungen

regelten bundesweit

die stationäre Versorgung älterer

Menschen und pflegebedürftiger

Erwachsener mit und ohne

Behinderungen. Die Vorschriften

dienten vor allem dem Schutz

der Bewohner und Bewohnerinnen

und ihrer Mitwirkung am

Heimgeschehen. Mit dem Inkrafttreten

der Föderalismusreform

2006 wurde die Gesetzgebungszuständigkeit

des Bundes im

Heimrecht auf die Bundesländer

übertragen. Wie weitreichend die

damit einhergehenden Veränderungen

sein werden, ist noch nicht

abzusehen. Einzelne Bundesländer

haben das Gesetzgebungsverfahren

zum Heimrecht bereits

abgeschlossen und neue Gesetze

in Kraft gesetzt.

Das neue

Wohnteilhabegesetz

In Berlin legte die zuständige Senatsverwaltung

für Integration, Arbeit

und Soziales am 12. Januar 2009

den zweiten Referentenentwurf des

„Gesetzes zur Stärkung der Selbstbestimmung

und der Teilhabe sowie

zum Schutz von Menschen in

gemeinschaftlich betreuten Wohnformen

Berlin (Wohnteilhabegesetz

- WtG)“ vor.

Zweck des Wohnteilhabegesetzes ist

es, ältere, pflegebedürftige oder behinderte

volljährige Bewohner und

Bewohnerinnen in gemeinschaftlich

betreuten Wohnformen bei der

Durchsetzung ihrer Interessen und

Bedürfnisse zu unterstützen und sie

vor Beeinträchtigungen zu schützen.

Der Geltungsbereich des Wohnteil-

habegesetzes erweitert sich folglich

auf Wohngemeinschaften für Menschen

mit geistiger, körperlicher, seelischer

und mehrfacher Behinderung

in Berlin.

Stellungnahme der

Lebenshilfe Berlin

Die Lebenshilfe Berlin verfasste zum

Referentenentwurf des Wohnteilhabegesetzes

eine Stellungnahme

und begrüßt darin die Stärkung des

Verbraucherschutzes durch die Erweiterung

des Geltungsbereichs auf

die Wohngemeinschaften. Auch die

Pflichtvorgaben zu Kontrolle und

Transparenz der Leistungserbringung

werden befürwortet. Hierzu zählen

beispielsweise die Veröffentlichung

von Prüfungsergebnissen, unangemeldete

Besuche der Heimaufsicht

oder die regelmäßige Nachfrage zur

Zufriedenheit.

Weiterhin beinhaltet die Stellungnahme

die Empfehlung, im Gesetz

die primäre Prüfung der Inhalte und

Ergebnisse von Betreuungs- und

Pflegeleistung zu fokussieren. Dass

der Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe,

der „ambulant vor

stationär“, Subjektorientierung und

Individualisierung der Leistungserbringung

fordert, wenig bis keine Berücksichtigung

im Gesetz findet, wird

kritisch angemerkt.

Der Gesetzentwurf beschränkt sich

bei der Prüfungsregelung für Wohngemeinschaften

auf anlassbezogene

Kontrollen der Leistungsqualität.

Diese Lösung wird hinsichtlich ihrer

Praktikabilität ebenfalls hinterfragt.

Außerdem empfiehlt die Lebenshilfe

Berlin dem Gesetzgeber, die Nutzer

sozialer Einrichtungen und Dienste

sowie ihre Vertreter, Selbsthilfezusammenschlüsse

und weitere sozialräumlich

orientierte Akteure stärker

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 21

RECHT

in die Prüfung von Betreuungs- und

Pflegeleistung einzubeziehen. Menschen

mit Behinderung und ihre

Vertreter sollten zugleich stärker als

bisher und unmittelbar an dem Gesetzgebungsverfahren

beteiligt werden,

um persönlich geäußerte Interessen

zu berücksichtigen.

Forderung der

Lebenshilfe Berlin

Ein neues Gesetz ist ein guter Anlass,

ein Qualitätskriterium aufzunehmen,

das für Menschen mit Behinderung,

die 30, 40, 50 oder mehr Jahre in einer

Einrichtung leben, von ausschlaggebender

Bedeutung ist.

Wir schlagen vor, den unverzichtbaren

Standard festzuschreiben, dass Menschen

mit Behinderung Anspruch auf

ein eigenes Zimmer (Einzelzimmer)

haben. Das Land Berlin sollte ein Signal

setzen, dass auch Menschen mit

Behinderung ein nicht infrage stehendes

Recht auf Wahrung ihrer Privat-

und Intimsphäre besitzen.

Fanny Thomas

Regionalleiterin Südost

Informationen zum Text

Die komplette Stellungnahme

der Lebenshilfe Berlin

finden Sie unter:

www.lebenshilfe-berlin.de

Informationen zu den Gesetzgebungsverfahren

zum

Heimrecht der einzelnen

Bundesländer erhalten Sie

unter:

http://bagfw-qualitaet.de


FOKUS

Der Berliner Rat -

Sprachrohr für Menschen mit Behinderung

Mitreden, mitgestalten und dabei

sein, wenn sich etwas tut in der Gesellschaft

oder im persönlichen Umfeld.

Für Menschen mit Behinderung

war und ist dies nicht immer ohne

weiteres möglich.

Die Lebenshilfe Berlin setzt sich seit

vielen Jahren aktiv für das Selbstvertretungsrecht

behinderter Menschen

ein. Um den Bewohnern der Lebenshilfe-Einrichtungen

eine Plattform für

ihre Forderungen und Wünsche zu

bieten, wurde deshalb im Jahr 2001

der Berliner Rat ins Leben gerufen.

Das Selbstvertretungsgremium besteht

aus acht Mitgliedern und trifft

sich regelmäßig einmal im Monat in

der Geschäftsstelle der Lebenshilfe

Berlin. Als Bindeglied zwischen Vorstand

und Bewohnern der Lebenshilfe-Einrichtungen

tritt der Berliner Rat

aktiv für Selbstbestimmung, Selbstvertretung

und Gleichberechtigung

von Menschen mit Behinderung in

allen Lebensbereichen ein.

Erst kürzlich rief er das Projekt

„Wunschbox“ ins Leben. Es soll den

Bekanntheitsgrad des Gremiums erhöhen

und den Bewohnern in den

Einrichtungen ermöglichen, sich mit

allen Dingen, die sie bewegen, an den

Berliner Rat zu wenden. Geplant ist,

Mario Herschel

GEBOREN AM:

7. April 1956 in Berlin

BERLINER RAT SEIT:

2001

WOHNFORM:

Betreutes Einzelwohnen Kreuzberg

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• Engagement im Freiwilligen

Projekt der Lebenshilfe Berlin

• Engagement im Netzwerk

People First Deutschland e.V.

22 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Alfredo Rosenbaum

GEBOREN AM:

11. August 1956 in Sevilla (Spanien)

BERLINER RAT SEIT:

2001

WOHNFORM:

Seit 16 Jahren im Betreuten Einzelwohnen

in Neukölln

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• seit 2001 Mitglied im Lebens-

hilferat in Marburg

• Einsatz für Menschenrechte

die Boxen langfristig in den Wohneinrichtungen

der Lebenshilfe Berlin aufzustellen.

Weiterhin beschäftigt sich

der Berliner Rat schon seit längerem

mit dem Projekt „Verkleinerung des

Behindertenausweises“. Um die Öffentlichkeit

zu mobilisieren, entstand

in gemeinsamen Sitzungen ein Fragebogen

zu diesem Thema. Auch bei

der Entwicklung des Angehörigenleitfadens

wurde die Meinung des

Gremiums eingeholt.

Zur Unterstützung der Arbeit und

Koordination der Termine gibt es

zwei Assistentinnen. Die Psychologin

Katharina Fleig und die Auszubildende

Wiebke Bönning genießen

das Vertrauen der Ratsmitglieder. Sie

„übersetzen“ Informationen in einfache

Sprache und erklären komplizierte

Sachverhalte so, dass sie leicht

verständlich sind. Für die Zukunft

wünscht sich Katharina Fleig, „...dass

die Mitglieder ihre Vorhaben und die

der Menschen mit Behinderung zur

Sprache bringen. Sie sollen erleben,

dass mit ihrer Arbeit Veränderungen

in Gang kommen können und werden.“

Seit einem Jahr lassen sich die

Mitglieder zur Professionalisierung

ihrer Arbeit in Fortbildungen, die

auch in 2009 andauern, in verschiedenen

Gesprächstechniken schulen.

Begleitend dazu sind Besuche in den

Wohneinrichtungen geplant, um die

Arbeit des Gremiums vorzustellen

und für sich zu werben. „Der Berliner

Rat ist auf dem richtigen Weg, ein

erfolgreich arbeitendes Gremium zu

werden, das die Interessen der Menschen

mit Behinderung innerhalb der

Lebenshilfe Berlin vertritt“, resümiert

Wiebke Bönning mit Blick auf die vergangenen

Monate Zusammenarbeit.

Weitere Informationen zum Berliner

Rat finden Sie unter:

www.lebenshilfe-berlin.de

Susann Eckhardt

LebenshilfeNachrichten

Fotos: Lebenshilfe Berlin


„Wir stehen für Selbstbestimmung und Mitgestaltung“

Gabi Gerwins ist seit 2003 Mitglied

des Berliner Rats. Geboren wurde

sie am 28. Oktober 1967 in Hamburg

und lebt heute im Betreuten

Einzelwohnen in Spandau. Neben

dem Berliner Rat engagiert sie

sich im Netzwerk „People First

Deutschland e.V.“ und ist aktiv im

Projekt „Händi Käp“ des Vereins

„die bösen Mädchen e.V.“. Sie ist

Mitglied der Frauengruppe „Courage“

und ist in der Kunstgruppe

Spandau. Für die Redaktion der

Lebenshilfe Nachrichten vervollständigte

sie die folgenden Sätze.

Für mich ist der Berliner Rat

ein Gremium, das...

... sich für Selbstbestimmung und

Selbstvertretung einsetzt.

Mit dem Berliner Rat möchte

ich erreichen, dass...

... die Verkleinerung des Behindertenausweises

in die Realität umgesetzt

wird.

Kay Rohrdantz

GEBOREN AM:

7. Juli 1951

in Berlin

BERLINER RAT SEIT:

2001

WOHNFORM:

„Ich wohne in einer

Wohngemeinschaft in

Kreuzberg. Ich lebe

mit drei Bewohnerinnen

zusammen. Ich bin der ,Hahn im Korb´.“

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• arbeitet in der Behindertenwerkstatt in

Reinickendorf

• Hobbys sind Lesen, Radio hören, Fernsehen

... wir bekannter werden und auch

andere Lebenshilfe Räte kennen

lernen.

Ich bin Mitglied des Berliner

Rats, weil...

... mich solche Gremienarbeit interessiert

und ich viel dazulernen kann,

auch über meine eigenen Verhaltensweisen.

An unserer Gesellschaft stört

mich, dass...

... Menschen mit Behinderung wenig

Geld bekommen und so aus der

Gesellschaft ausgegrenzt werden.

... Menschen mit Behinderung ausgegrenzt

und abgestempelt werden.

Ich wünsche mir, dass Menschen

mit Behinderung...

... auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert

werden.

... viel mehr Menschen mit Behinderung

in die Gesellschaft integriert

und nicht an den Rand gedrängt

werden.

Foto: Lebenshilfe Berlin

Thomas Schulzendorf

GEBOREN AM:

12. Dezember 1967

in Berlin

BERLINER RAT SEIT:

2005

WOHNFORM :

Betreutes Einzelwohnen

Wedding

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 23

FOKUS

Gabi Gerwins - zurzeit einziges weibliches

Mitglied im Berliner Rat

Wenn ich an die Arbeit im

Berliner Rat denke, bin ich

stolz darauf, dass...

... ich in so einem Gremium mitarbeiten

kann.

... wir im Berliner Rat fortgebildet

werden und auch andere Menschen

mit Behinderung.

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• Computer

• 3D - Fotografie (Anaglyph)

• Multikulti

Foto: privat

Foto: Lebenshilfe Berlin


FOKUS

„Sagen, was WIR verändern wollen“

Ich heiße Paraskevas Evthimiou, bin

30 Jahre alt, von Geburt an Grieche

und behindert. Ich lebe bei meiner

Mutter in einer Dreizimmerwohnung

mit Balkon und bin in der Fördergruppe

der Spastikerhilfe. Ich bin zumeist

in Einrichtungen für Behinderte gewesen.

Mein Ziel ist die „Unterstützte

Beschäftigung“ in der normalen Arbeitswelt.

Ich engagiere mich in sechs

griechischen Vereinen. Ich gehe zu

Fußballspielen und bin Mitglied im

„FC HELLAS BERLIN e.V.“. Im Jahr

2003 habe ich mich bei den Vorstandswahlen

der Lebenshilfe Berlin

aufstellen lassen.

Bei den Pontus Griechen gibt es ein

Lied, wo es heißt „Im Ausland bin ich

Grieche, in Griechenland bin ich Ausländer“.

Sie sind überall andere. Gut,

dass ich kein Pontus-Grieche bin. Ich

bin überall derselbe - ein Behinderter.

Auf der Straße, in der Werkstatt,

in der Tagesförderstätte - überall.

Pontus Griechen und Behinderte haben

aber etwas gemeinsam. Sie sind

Menschen.

Aloys Braunsdorf

GEBOREN AM:

31. Mai 1958

in Reulbach bei Fulda

BERLINER RAT SEIT:

2001

WOHNFORM:

„Ich habe eine schöne

Wohnung in einem

ruhigen Haus im Betreuten

Einzelwohnen in Kreuzberg. Mein

Kumpel wohnt seit 2008 auch in diesem Haus.

Ich bin sehr zufrieden.“

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• arbeitet in der Werkstatt

• Hobbys sind Kochen und Puzzeln

24 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Seit 2001 bin ich Mitglied des Berliner

Rats. Da sind nur Behinderte, die sagen,

was sie verändern wollen. Ich gehöre

dazu, weil ich für Menschen mit

Behinderung Politik machen möchte.

Oft kommen Menschen mit Behinderung

wegen Kosten für Ballkarten zu

uns. In den USA können Schwermehrfachbehinderte

Menschen unter dem

System der Unterstützten Beschäftigung

auf den ersten Arbeitsmarkt.

Ich will im Berliner Rat mehr über das

Thema sprechen, weil es in Deutschland

kein Gesetz dafür gibt.

Wir haben bereits erreicht, dass die

Fortbildung von 2008 für den Berliner

Rat weitergeht. Ich schreibe jetzt

die Protokolle und habe eine Unterschriftenliste

auf dem PC gemacht.

2001 machte ich ein Praktikum in der

PC-Gruppe der Spastikerhilfe. Da sind

die anderen Behinderten wie ich. Da

fühle ich mich gleich. Aber bei den

Betreuern fühle ich mich nicht gleich.

Sie sind höflich und meist freundlich,

aber ich fühle mich nicht gleich. Da ist

eine Grenze.

Manfred Beslé

Paraskevas Evthimiou möchte Inklusion

(er-)leben.

Für die Zukunft sollen wir im Berliner

Rat ein Thema richtig fertig

machen. Wir wollen mehr mit

dem Vorstand arbeiten und mit

Politikern aus dem Senat über Behinderten-Themen

sprechen.

Paraskevas Evthimiou

GEBOREN AM:

25. April 1966

in Berlin

BERLINER RAT SEIT:

2001

WOHNFORM:

„Ich lebe in einer

neuen Wohnung im

BEW Neukölln, da ich

körperbehindert geworden bin. Ich lebe mit

meiner Frau Hildegard zusammen.“

AKTIVITÄTEN/ENGAGEMENT:

• vormals Beirat Arbeit und Wohnen der

Bundesvereinigung Lebenshilfe

• mit neuem E-Rollstuhl Ausflüge machen

LebenshilfeNachrichten

Fotos: Lebenshilfe Berlin


19. Ball der Lebenshilfe Berlin

Die Lebenshilfe Berlin bedankt sich bei ihren Sponsoren:

BBS Berliner Bären Stadtrundfahrt l Berlin Marriott Hotel l Berliner

Bäder-Betriebe l Berliner Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ l Berliner

Philharmonie l Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) l Brandenburgisches

Staatsorchester Frankfurt l Chamäleon Theater l Coca Cola

l DKB-ISTAF l Erlebnishof Schönewalde l Estrel Hotel Berlin / „Stars in Concert“ l Gräfe und Unzer Verlag l HERTHA BSC l IMAX 3D

Potsdamer Platz l Lindner Feinkost l Maxim Gorki Theater Berlin l Messe Berlin l Quatsch Comedy Club l Rundfunk Orchester und

Chöre Berlin l 105´5 Spreeradio l Spreewald Therme l Stern und Kreisschiffahrt l Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin / Zeiss-

Großplanetarium l STORY OF BERLIN l Theater RambaZamba des Sonnenuhr e.V. l Theater Thikwa e.V. l Thörner fürs Büro l TIPI Zelt

am Kanzleramt / Bar jeder Vernunft l Velomax Berlin / Velodrom, Max-Schmeling-Halle l Innensenator Dr. Ehrhart Körting

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 25

LEBEN

Zum 19. Mal lud die Lebenshilfe Berlin am 13. Februar

2009 zum einzigen Berliner Ball für Menschen mit und

ohne Behinderung ins Sport- und Freizeitzentrum Siemensstadt

ein. Fast 700 Gäste - unter ihnen der diesjährige

Schirmherr Innensenator Dr. Ehrhart Körting

- genossen ein buntes Abendprogramm mit Unterhaltungsmusik

der Reinhard Stockmann Band, künstlerischen

Darbietungen und der allseits beliebten Tombola,

bei der in diesem Jahr 172 Preise von insgesamt 30 Unternehmen

verlost wurden.

Vorstand und Geschäftsführung

der Lebenshilfe Berlin Losfee Petra Körn (2.v.li.) gab die Gewinner der Tombola bekannt.

Die Brüder Besuch begeisterten das

Publikum mit Comedy-Clownerie.

unten: Showgruppe der Abteilung

Rhönradturnen des SC Siemensstadt

Schirmherr Senator Dr. Ehrhart Körting

begrüßte die Ballgäste.

Fotos: Lebenshilfe Berlin


LEBENSHILFE A K TIV

Großzügige Spende für die Lebenshilfe Berlin

Von li. nach re.: Daniel Fischer, Geschäftsführer Lebenshilfe e.V. Berlin, Katarina

Schneider, 2. Vorsitzende Lebenshilfe Berlin, Carsten Rutkowski, Geschäftsstellenleiter

der Schenker Deutschland AG in Berlin, und Erik Friedrich, Geschäftsführung Lebenshilfe

e.V. Berlin

Stiftung unterstützt Betreutes Einzelwohnen

Für viele Menschen mit Behinderung

ist das Betreute Einzelwohnen

die erstrebenswerteste Wohnform

schlechthin. Für das Leben in der eigenen

Wohnung nehmen sie auch einige

Nachteile in Kauf. Sie verzichten

auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung

und Zusatzleistungen. Im Schnitt haben

sie weniger Geld zur Verfügung

als die Bewohner von Wohngemeinschaften

und Wohnstätten. Denn

Miete und Lebensunterhalt sind zwar

abgesichert, aber die Lebenshaltungskosten

sind für Alleinlebende höher.

Deshalb fehlt es oft am nötigen

Kleingeld für die aktive Freizeitgestaltung.

Es gibt zwar viele kostenlose

Angebote in den Treffpunkten

des Betreuten Einzelwohnens der

Lebenshilfe Berlin, doch wenn es um

Ausflüge oder um Eintrittskarten für

kulturelle Veranstaltungen geht, wird

Bargeld benötigt.

26 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Deshalb erhält die Stiftung sehr viele

Anträge von Mitarbeitern des Betreuten

Einzelwohnens, die für die

Besucher ihres Treffpunktes um eine

Förderung bitten.

Sieben der insgesamt zwölf Projekte,

die die Stiftung im Jahre 2008 gefördert

hat, sind Projekte des Betreuten

Einzelwohnens, davon vier für kulturelle

Veranstaltungen. Darüber hinaus

wurden ein Kochclub, eine sportbetonte

Kurzreise und die Beschaffung

eines Brennofens bezuschusst.

Doch auch für andere Einrichtungen

der Lebenshilfe gab es Hilfe von der

Stiftung: Für das Hausorchester der

Fördergruppen Neukölln wurde ein

elektrisches Piano beschafft, in der

Wohnstätte Möckernstrasse eine

Theateraufführung bezuschusst, die

Reise des Heimbeirats der Wohnstätte

Spandau zu einem Treffen mit

anderen Heimbeiräten gefördert, die

Foto: Schenker Deutschland AG

Über ein vorweihnachtliches Geschenk

freute sich die Lebenshilfe

Berlin am 13. Dezember 2008 bei der

Kundenveranstaltung der Schenker

Deutschland AG. Die vom Unternehmen

getätigte Weihnachtsspende in

Höhe von 2.500 Euro wurde durch

den dortigen Geschäftsstellenleiter

Carsten Rutkowski feierlich in Form

eines großformatigen Schecks an Katarina

Schneider, 2. Vorsitzende der

Lebenshilfe Berlin, überreicht.

Das Geld wird für ein integratives

Musikprojekt in Zusammenarbeit mit

dem populare e.V. verwendet.

Die Schenker Deutschland AG ist ein

international tätiger Logistikanbieter.

Infos zum Musikprojekt unter: www.

lebenshilfe-berlin.de

Susann Eckhardt

Teilnahme von Sportlern des Sportclubs

der Lebenshilfe (SCL) an den

Special Olympics ermöglicht und ein

Gerät für die Lichttherapie einer Bewohnerin

der Wohnstätte Prettauer

Pfad beschafft.

Die Förderung der Dr. Waltraud Balla

Stiftung hatte im letzten Jahr ihren

Schwerpunkt im Familienprojekt, für

dessen Treffpunkte Kinderspielzeug

und andere Ausrüstungsgegenstände

beschafft werden konnten.

Die Finanzierung all dieser Projekte

erfolgte über die Ausschüttung der

Erträge des jeweiligen Stiftungskapitals

sowie über Spenden, die die Stiftungen

erhielten. Wenn Sie uns durch

eine Spende oder Zustiftung unterstützen

möchten, nehmen Sie bitte

Kontakt mit uns auf.

Günter Jahn

Vorstand der Stiftung Lebenshilfe Berlin

und der Dr. Waltraud Balla Stiftung

LebenshilfeNachrichten


Neujahrsempfang auf der „Philippa“

Ein Dankeschön an die freiwilligen Mitarbeiter

Tanja Weisslein (re.), Freiwilligenkoordinatorin

der Lebenshilfe Berlin, überreicht

Jürgen Stubbe (li.) den Berliner FreiwilligenPass.

Mit einer abendlichen Spreefahrt auf

dem Restaurantschiff „Philippa“ bedankte

sich die Lebenshilfe Berlin am

6. Februar 2009 bei ihren Freiwilligen

Mitarbeitern für das große Engagement

im vergangenen Jahr.

Olaf Wagner engagiert sich seit Frühjahr

2006 an drei Tagen in der Woche

ehrenamtlich in der Fördergruppe der

Nordberliner Werkgemeinschaft. Im

November 2008 wurde ihm für sein

großes Engagement der Berliner FreiwilligenPass

verliehen.

Olaf Wagner (li.) erhielt den Freiwilligen-

Pass von Heidi Knake-Werner, Senatorin

für Integration, Arbeit und Soziales (re.)

Fotos: Lebenshilfe Berlin

Freiwilligeninterview

Tanja Weisslein, Freiwilligenkoordinatorin

der Lebenshilfe Berlin, stellte

heraus, dass ohne das große freiwillige

Engagement vieles nicht möglich

gewesen wäre und bedankte sich im

Namen des Vorstands und der Geschäftsführung.

Anschließend nahm

sie den traditionellen Neujahrsempfang

zum Anlass, Jürgen Stubbe, der

sich seit 20 Jahren für die Lebenshilfe

Berlin engagiert, mit dem Berliner

FreiwilligenPass zu ehren.

Er ist einer der derzeit 150 freiwilligen

Mitarbeiter im Freiwilligenprojekt der

Lebenshilfe Berlin, durch die allein im

letzten Jahr etwa 20.000 Arbeitsstunden

ehrenamtlich in verschiedensten

Bereichen wie Betreuung, Sportpatenschaften

oder Büroorganisation

geleistet wurden.

Susann Eckhardt

Wie sind Sie auf die Idee gekommen,

bei der Lebenshilfe Berlin

freiwillig zu arbeiten?

Ich wollte auf christlicher Basis mit

Menschen umgehen. Vermittelt wurde

ich von der Christlichen Freiwilligen

Agentur.

Als was sind oder waren Sie hauptberuflich

tätig?

Bis 2005 war ich Netzwerkbetreuer in

einem Kaufhauskonzern. Jetzt bin ich

arbeitssuchend.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Sonntags und an Feiertagen mache

ich „Kirchdienst“, das heißt Vorbereitung

des Gottesdienstes und so weiter.

Bei „Laib und Seele“ bin ich einen

LEBENSHILFE A K TIV

Leserbrief zum

Neujahrsempfang

Der Neujahrsempfang war sehr schön.

Wir sind 17.30 Uhr von der Insel der Jugend

mit dem Restaurantschiff in Richtung

Spree losgefahren. Das war eine sehr

gelungene Veranstaltung.

Mario Herschel

Mit der „Philippa“ ging es auf Entdeckungsreise

durch das abendliche Berlin.

Tag tätig und mache Fahrdienst und

Ausgabe. Mein Hobby ist die Vorführung

von Zauberkunst.

Welche Zukunft hat das Ehrenamt

im sozialen Bereich?

Leider wird das Ehrenamt immer notwendiger,

da die Bedürftigkeit der

Menschen wächst, Hauptamtliche

aber immer weniger werden und keine

Stellen ausgebaut werden.

Wem zollen Sie Respekt?

Allen, die sich trotz Geld- und Zeitknappheit

mit immer neuer Kreativität

für ihre Mitmenschen einsetzen.

Das Interview führten Gitta Bernhardt-

Dobrin und Gerhard Bernhardt

Mitarbeiter im Freiwilligenprojekt

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 27


MENSCHEN IN DER LEBENSHILFE

Berufswunsch Köchin

Eine junge Frau mit Down-Syndrom möchte es auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen

Etwas schüchtern, aber gut gelaunt

und sichtlich zufrieden, sitzt sie inmitten

ihrer Kollegen im Küchenbereich

der Integrationskindertagesstätte der

Lebenshilfe Berlin (iKita). Bevor es losgeht

mit der täglichen Arbeit, nimmt

man sich hier die Zeit für einen kurzen

gemütlichen Austausch im Team.

Ragna Ronacher ist eine 20-jährige

junge Frau mit Down-Syndrom, deren

Berufswunsch schon ganz genau

feststeht - sie möchte Köchin werden.

Um diesem Traum etwas näher

zu kommen, ist sie seit einem guten

halben Jahr in der iKita beschäftigt -

zunächst als Praktikantin und mit Beginn

des Jahres als Teilnehmerin einer

betriebsintegrierenden Qualifizierung,

die sich über 24 Monate erstrecken

wird.

Bis heute ist es eher die Ausnahme,

dass sich Menschen mit so genannter

geistiger Behinderung auf dem ersten

Arbeitsmarkt etablieren können.

Viel zu häufig scheint es immer noch

vorbestimmt zu sein, im Anschluss

an die Schule in einer Werkstatt für

Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

Auf dem steinigen Weg in den

ersten Arbeitsmarkt helfen Projekte

wie „Sprungbrett“, das unter dem

Dach des Instituts für Integration,

Sozialforschung und Betriebspäda-

Die Integrationskindertagesstätte der

Lebenshilfe Berlin

28 | Ausgabe: Nr. 01/2009

gogik gGmbH (ISB gGmbH) angeboten

wird und an dem auch Ragna

Ronacher teilnimmt. Finanziert aus

dem Europäischen Sozialfonds und

der Berliner Senatsverwaltung für Bildung,

Wissenschaft und Forschung

werden hier seit 1999 Jugendliche

mit Lernschwierigkeiten oder so genannter

geistiger Behinderung beim

Übergang zwischen Schule und Beruf

begleitet. Ziel ist es, die Teilnehmer in

Praktika beruflich zu orientieren und

nach geeigneten Qualifizierungsmöglichkeiten

und Arbeitsplätzen Ausschau

zu halten.

Ragna Ronacher ist im Jahr 2006 ins

Projekt aufgenommen worden. Bevor

sie zur iKita kam, machte sie diverse

Praktika im Hotelgewerbe, im Café

sowie im Seniorenheim und konnte

ausprobieren, wo ihre Stärken und

Schwächen liegen. Doch der jetzige

Arbeitsplatz, scheint ihren Vorstellungen

besonders gut zu entsprechen.

Die junge Frau erzählt, dass ihr in der

iKita eigentlich alle Tätigkeiten Spaß

machen. Besonders mag sie es allerdings,

Kartoffeln und Karotten zu

schälen.

Insgesamt werden in der Küche der

iKita am Tag 200 Essen hergestellt.

Das zu bewerkstelligen, bedarf einer

strukturierten und aufeinander abgestimmten

Teamarbeit. Um sich in

aller Ruhe in die Abläufe der Küche

einfinden zu können, erhält Ragna

Ronacher Unterstützung durch eine

Arbeitsassistentin. Diese begleitete

sie zunächst während der gesamten

Arbeitszeit, das heißt viermal pro Woche

für sechs Stunden. Mittlerweile

ist Ragna Ronacher so gut ins Team

und in die Arbeitsabläufe hineingewachsen,

dass die Assistenzzeit auf

insgesamt sieben Stunden reduziert

werden konnte. An einem Tag in der

Woche nimmt die junge Frau außer-

Am liebsten kümmert sich Ragna

Ronacher um das Kartoffelschälen.

dem am theoretischen Unterricht im

ISB teil, der der Praxisreflexion dient

und fachpraktische Begriffe vermitteln

soll.

Monika Lorig, stellvertretende pädagogische

Leiterin der iKita, stellt

heraus, „…dass Ragnas Anwesenheit

das Team sehr bereichert und sie in

jeder Hinsicht eine wichtige und unverzichtbare

Unterstützung für alle

geworden ist.“ Auch Franziska Herrmann,

Integrationsberaterin am ISB,

die Ragna Ronacher seit drei Jahren

begleitet, sieht eine gute Chance auf

einen an die Qualifizierung anschließenden

Ausbildungsplatz am ersten

Arbeitsmarkt. Ihrer Ansicht nach liegen

die Stärken der jungen Frau vor

allem in ihrer offenen Art, der Fähigkeit

zu sagen, was sie will und was

nicht, sowie der großen Eigenmotivation,

den Berufswunsch in die Realität

umzusetzen.

Gute Voraussetzungen also für Ragna

Ronacher, ihren großen Traum Wirklichkeit

werden zu lassen.

Susann Eckhardt

LebenshilfeNachrichten

Fotos: Lebenshilfe Berlin


Traueranzeigen

...Wir trauen um Dich, doch

sind vor allem dankbar dafür,

Dich bei uns gehabt zu haben...

Am 11. Januar 2009 starb

überraschend und auf tragische

Weise im Alter von 51 Jahren

unsere Mitbewohnerin

Regina Kähn

Gerade erst angekommen in der

neuen Wohnung, hast Dich

eingelebt und musstest uns

wieder viel zu früh verlassen.

Dein Lachen, Dein Gesang, Deine

frohe und streitbare Art werden

uns sehr fehlen.

Es trauern um Dich und werden

Dich nie vergessen Deine

Schwester Marina, Mitbewohner,

Mitarbeiter und die Leitung des

Appartementhauses.

Wir trauern um

Martin Franke

*9.3.1965 † 30.01.2009

Wir haben einen kompetenten Kollegen in der

Redaktion der Lebenshilfe und einen

liebenswürdigen Freund verloren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Die Lebenshilfe Berlin

Deine Mitbewohnerin Melanie

hat in einem Brief an Dich

geschrieben:

... nun kannst Du leider nicht mehr

erleben, was wir so vorhaben.

Ich bin genauso traurig wie die

liebe Marina, wir Mitbewohner haben

auch sehr geweint. Es dauerte

bei mir sehr lange, bis ich mich

wieder beruhigt hatte.

Ich vermisse Dich Regina, ich werde

immer an Dich denken und wie

Du so gelacht hast.

Ich hätte nicht gedacht, das Du so

früh gehen musst, aber nun ist es

soweit gekommen.

Die Betreuer und wir,

die Mitbewohner vermissen Dich

sehr Regina. Ich finde sehr

schrecklich, dass jemand seine

Schwester oder das Kind oder

Baby oder seine Eltern oder Oma

und Opa verloren hat. Aber ich

denke trotzdem an Dich Regina,

auch wenn es sehr schrecklich ist

Dich zu verlieren.

Deine Melanie

Marion Ziegener

† 4.12.2008

MENSCHEN IN DER LEBENSHILFE

... eine Stimme, die uns so vertraut

war, schweigt nun nach

langem Leidensdruck...

Karin Handt

† 19.12.2008

ein ganz lieber und

einzigartiger Mensch, ist von uns

gegangen. Was uns bleibt, sind

dankbare Erinnerungen an Dich.

Wir nehmen Abschied und

wünschen Dir eine gute Reise.

In ewiger Erinnerung,

Deine MitbewohnerInnen sowie

alle MitarbeiterInnen der

Seniorengruppe der Wohnstätte 6

in Neukölln-Britz.

... und sie spannte ihre Flügel

aus, als flöge sie nach Haus...

(frei interpretiert aus „Mondnacht“

von Joseph Freiherr von Eichendorf)

Zu plötzlich bist du uns

entrissen, zu früh dein Platz in

unserem Haus ist leer.

Wir werden dich so sehr

vermissen, vergessen aber

nimmermehr.

Klienten, Mitarbeiter der

Wohnstätte Prettauer Pfad und

der Fördergruppen Neukölln

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 29


MENSCHEN IN DER LEBENSHILFE

Kontakte

Ich bin 51 Jahre alt.

Meine Hobbys sind

Musik hören, Lesen

und ich nehme gern

an Veranstaltungen

sowie Festen der Lebenshilfe

teil. Auf

diesem Weg suche ich einen Freund, der

ähnliche Interessen hat und der genau

wie ich gern unter Menschen ist und mit

mir gemeinsam zu vielen Festen gehen

möchte.

Ich heiße Andreas,

bin 25 Jahre alt,

1,75 m groß und wiege

86 kg. Ich möchte

eine feste Freundin,

die zu mir passt. Ich

wohne in einer WG für

Lernbehinderte.

Junger, großer, schlanker

Mann, 35 Jahre

alt, NR, Katzenliebhaber

und Mofa-Fan.

Suche liebe und ehr-

liche Frau, die mir

zeigt, wie schön eine

Beziehung sein kann. Bitte meldet Euch!

30 | Ausgabe: Nr. 01/2009

Liebe Frau, wenn Du einen guten Charakter

hast, zwischen 40 und 50 Jahre bist

und gerne Kaffee trinken gehst, melde

dich! Ich bin Ralf, 47 Jahre, Fußballfan

und sehr nett.

Hallo! Ich bin Sabine

und 47 Jahre alt. Ich

suche einen netten

Mann, der mit mir ins

Kino, ins Cafè, bummeln

und spazieren

geht. Gerne auch Raucher. Bitte meldet

euch im BEW.

Hallo, ich heiße Stefan Xxxxx und habe

das Alleinleben endgültig satt. Deshalb

suche ich eine unternehmungslustige

Partnerin, die zwischen 44 und 55 Jahren

jung ist und welche Nichtraucherin sein

sollte. Meine Hobbys sind Theater, Kino,

Reisen und ich bin gerne in der Natur.

Und welche Interessen haben Sie? Ich

bin am 31. Januar 1962 im Sternzeichen

„Wassermann“ geboren, 47 Jahre alt und

1,80 m groß.

Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Hallo, ich heiße Harry,

bin 45 Jahre alt und

suche eine Freundin

von 30 bis 49 Jahren.

Ich mag meine Wohnung,

spazieren und

Kaffee trinken gehen.

Ich freue mich auf Deinen Anruf!

Ich heiße Mario, bin

52 Jahre alt und suche

eine Freundin. Meine

Hobbys sind Musik hören,

tanzen gehen und

ins Kino und zu den

Spielen von Hertha

BSC gehen. Die Freundin sollte 45-50

Jahre alt und gläubig sein, da ich in einer

Gemeinde bin. Sie soll auch schlank und

häuslich sein und kochen können.

Ich will einen netten Mann kennen lernen.

Mein Name ist Rudolf Xanke. Ich male

und gehe sehr gern spazieren und bin 65

Jahre alt.

Ich heiße Katharina

und bin 28 Jahre

alt. Ich suche einen

Freund in meinem

Alter, mit dem man

auch abends weggehen

kann. Meine

Hobbys sind Fahrradtour, Musik hören,

Schwimmen gehen, Lesen, Computer

spielen, romantische Abende verbringen,

Shoppen. Ich bin Fan von Deutschland,

Hertha, Werder Bremen.

LebenshilfeNachrichten


Kontakte

Ich heiße Phalakorn und bin 29 Jahre alt.

Ich suche eine Partnerin, die ehrlich und

liebevoll meine Freizeit mit mir verbringt.

Ich würde mich auf eine Antwort freuen.

Hobbys: Billard spielen; Musik: Rap

Hallo, ich heiße Rico

Grunow und bin 23

Jahre alt. Ich suche

eine Freundin zwischen

20 und 30 Jahren.

Sie sollte schlank

sein und blondes oder

schwarzes langes Haar haben. Ich bin

nett, wiege 73 kg, bin 1,70 m groß und

blond. Bin unternehmungslustig.

Ich heiße Michael bin 48 Jahre alt und

1,80 m groß. Bin Hundebesitzer und tierlieb.

Ich suche eine ehrliche, treue Freundin

ab 35 Jahre. Ich freue mich auf einen

Anruf.

Hallo, Du mollige Frau. Vielleicht bist Du

die Frau, die ich suche. Du solltest zwischen

20 und 35 Jahre alt sein und Interesse

haben für viel Liebe und mehr.

Traumpaar

Kontaktanzeigen

MENSCHEN IN DER LEBENSHILFE

Berlins erste Partnerbörse für Menschen mit Behinderung.

Suchen Sie

EINEN PARTNER/EINE PARTNERIN?

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Ihre Partnervermittlerin Frau Sasse erreichen Sie wie folgt:

per E-Mail: traumpaar@lebenshilfe-berlin.de

per Post an: Traumpaar c/o Lebenshilfe Berlin

Heinrich-Heine-Straße 15, 10179 Berlin

Bitte schreiben Sie hier Ihren Text für die Kontaktanzeige, den Sie in den Lebenshilfe-Nachrichten

veröffentlichen wollen. Aufgrund der vielen eingesendeten

Kontaktanzeigen bitten wir Sie, den Text nicht länger als ca. 150 Zeichen

zu schreiben, da wir gerne alle eingesendeten Anzeigen veröffentlichen wollen.

Also, einfach das Formular ausfüllen und senden an:

Lebenshilfe-Nachrichten Berlin

Susann Eckhardt, Heinrich-Heine-Straße 15, 10179 Berlin

lhn@lebenshilfe-berlin.de

Name:

Vorname:

Straße:

Einrichtung:

PLZ, Ort:

Telefon:

E-Mail:

LebenshilfeNachrichten Ausgabe: Nr. 01/2009 | 31


Postvertriebsstück A 11247 F

Entgelt bezahlt

Lebenshilfe-Nachrichten Berlin

Heinrich-Heine-Str. 15, 10179 Berlin

Lebenshilfe für Menschen mit

geistiger Behinderung e.V.

Spendenkonto:

Postbank Berlin

Kto.: 22 63 98 - 101

BLZ 100 100 10

Lebenshilfe Berlin Dampferfahrt am 27. Juni 2009

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Ab- und Anlegestelle Hafen Treptow (S-Bhf. / Treptower Park)

Das Schiff ist rollstuhlfreundlich (nicht rollstuhlgerecht).

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abholen: montags und mittwochs 9.00 bis 15.00 Uhr bei

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barrierefrei I Bus 347, 147, M29

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