Landesverbands- tagung 2011 - Bund deutscher Baumeister NRW

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Landesverbands- tagung 2011 - Bund deutscher Baumeister NRW

B U N D D E U T S C H E R B A U M E I S T E R , A R C H I T E K T E N U N D I N G E N I E U R E E . V. , N R W

N A C H R I C H T E N

LANDESAUSGABE NRW

Ausgabe September 2011

u.a. weitere Themen dieser Ausgabe:

Einladung zur

Landesverbandstagung

2011

in Münster

Seminare Herbst 2011 • Bericht vom Baumeistertag München •

Aktuelles aus der Rechtsprechung • Optimierung der Bürostrukturen


Bau

Automotive

Industrie

REGENWASSERBEWIRTSCHAFTUNG

ZUKUNFTSSICHERE LÖSUNGEN VON REHAU

In der modernen Regenwasserbewirtschaftung kommt dem ökologischen und wirtschaftlichen Umgang mit der Ressource Wasser

eine immer größere Bedeutung zu. Neben der Erhaltung der Grundwasservorräte wird der Fokus auf die Entlastung der Kanal-

systeme gelegt. Dabei sind wirtschaftliche Gesichtspunkte, wie eine Reduzierung von Versiegelungsabgaben, oder gesetzliche

Vorgaben, wie im neuen Wasserhaushaltsgesetz zu finden, wichtige Entscheidungskriterien, die immer mehr zum Umdenken im

Umgang mit dem Regenwasser anregen.

REHAU bietet für die Regenwasserbewirtschaftung moderne, optimal aufeinander abgestimmte Systemlösungen, um den steigenden Anforderungen

auch morgen noch gerecht zu werden.

- Regenwassersammlung: RainSpot Straßenabläufe

- Regenwasserkanäle: AWADUKT PP und RAUVIA

- Anschlusssysteme: AWADOCK

- Kontrolle und Reinigung: RAUSIKKO/AWASCHACHT Systeme

- Regenwasserversickerung, -retention, -speicherung: RAUSIKKO Box

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September 2011

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe September 2011

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 4

Aus dem Landesverband . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 5

Landespolitik Aktuell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 12

AKNW Aktuell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 14

IK Bau-Aktuell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 15

Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 17

Rechtsprechungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 20

Arbeitshilfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 22

Kurz & Knackig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 25

Die Unita informiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 26

Bericht aus Berlin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 28

Wettbewerbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 37

Personalien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 44

Aus Fremder Feder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 44

Schlusspunkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 45

Impressum

Redaktion NRW: Reiner Stracke

BDB-Landesgeschäftsführer

Bismarckstraße 85

40210 Düsseldorf

Tel. 0211-363171

Fax 0211-356141

URL www.bdb-nrw.de

e-mail: info@bdb-nrw.de

Copyright Titelbild: Foto: Presseamt Münster

Heftpreis für Nichtmitglieder: 3,- Euro

Verlag und Komplettherstellung:

BDB-Nachrichten Verlag

ZIETHEN Medien GmbH & Co.KG

50999 Köln

Unter Buschweg 17

Tel. 02236-3989-0

Fax 02236-3989-89

e-mail: mail@ziethen.de

INHALT

PR-Berichte und Anzeigen unterliegen nicht der redaktionellen Verantwortung des BDB-NRW

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E-Mail: bdb.anzeigen@dom-innovation.de

www.dom-innovation.de

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BDB.NRW EDITORIAL

September 2011

Liebe BDB Kolleginnen und Kollegen,

Foto copyright: dreissig-krefeld

da ist es bereits Herbst und man fragt sich, wo war eigentlich der Sommer

2011. Zunehmend ist festzustellen, dass sich das Wetter verändert

und die Ausschläge extremer werden. Es gibt eigentlich keine richtigen

Jahreszeiten mehr, so mein Eindruck, der Sommer ist wie ein Frühling,

der Frühling – partiell wie in diesem Jahr - wie ein Sommer, der Winter

meistens wärmer und somit kein richtiger Winter mehr, nur der

Herbst bleibt bunt...

Fragen des Klimaschutzes haben mittlerweile eine herausragende Bedeutung

– hatten sie aber eigentlich immer, nicht erst seit den großen

Konferenzen von Kyoto 2005 oder den Folgekonferenzen, mit denen

Fragen des Klimaschutzes zunehmend ins öffentliche Bewusstsein gerückt

sind.

Auch Architekten und Ingenieure sind gefordert, sich den Herausforderungen

des Klimaschutzes zu stellen und einen wirksamen Beitrages

zur CO2-Reduzierung im Bauen zu leisten. Gerade im Baubereich stecken

enorme Einsparpotentiale, im Neubau sowieso, insbesondere

aber bei den energetischen Sanierungen. Immerhin resultieren rd. 40%

des Energieverbrauches und des Schadstoffausstoßes aus Wohngebäuden,

mehr als 80% unserer Wohngebäude sind vor Inkrafttreten

der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet worden.

Auf dem Baumeistertag in München haben die rd. 350 Delegierten die

besondere Verantwortung der Architekten und Ingenieure für den

Schutz des Klimas mit der Verabschiedung einer Resolution ( auch zum

demografischen Wandel ) herausgestellt.

Wir können und wollen unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten, es

müssen aber auch gute Bedingungen dafür gegeben sein und bspw.

Anreize geboten werden.

Man fragt sich, wie eine weitere Verschärfung der EneV 2012 umsetzbar

wird, wenn gleichzeitig Förderprogramme zusammengestrichen

werden.

Helfen könnte ja bspw. eine degressive AfA oder die steuerliche Förderung

von energetischen Sanierungen. Leider hat der Deutsche Bundesrat

am 8.7.2011 im Zuge der Beratungen zum Gesetzespaket zur

Energiewende diese steuerliche Begünstigung nicht mit beschlossen

und seit Ende August ist bekannt, dass wohl auch nicht der Vermittlungsausschuss

in dieser Angelegenheit angerufen werden soll.

Der Landesvorsitzende des BDB.NRW, Dipl.-Ing. Thomas Kempen, hat

in einem Brief an Bauminister Voigstberger Ende August 2011 das

Land NRW nochmals dringend dazu aufgefordert, zeitnah eine Bundesratsinitiative

zur Wiedereinführung der degressiven AfA zu ergreifen.

Vor der zuvor zitierten Beschlussfassung des Bundesrates hatten

wir in einer „Brandmail“ an die Frau Ministerpräsidentin appelliert, für

eine steuerliche Förderung zumindest von energetischen Sanierungsmaßnahmen

Sorge zu tragen.

Klimaschutz ist ein wichtiges Thema für den BDB – in diesem Heft finden

Sie einige Beiträge hierzu.

Ein gutes Klima wird sicherlich auf unserer kommenden Landesverbandstagung

am 18./19.11.2011 in Münster herrschen – das Programm

zur kommenden Landesverbandstagung bildet einen weiteren

Schwerpunkt des Heftes. Dank an die KollegenInnen des BDB.Münster

für ein Top-Programm und für die bisherige professionelle Unterstützung.

Der BDB.NRW feiert in Münster auch sein 60-jähriges Bestehen – erste

Informationen hierzu auch im Heftinnern.

Ich würde mich freuen, wenn wir uns in Münster auf unserer diesjährigen

Landesverbandstagung sehen würden.

Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Reiner Stracke

Landesgeschäftsführer BDB.NRW


September 2011 AUS DEM LANDESVERBAND

BDB.NRW in zwei Landtagshearings

als Sachverständiger

vertreten

Ende Juni 2011 fanden im Düsseldorfer Landtag zwei Anhörungen

statt, zu denen der BDB.NRW als Sachverständiger geladen war. Zum

einen ging es dabei um die seitens der Regierungsfraktionen und der

Fraktion Die Linke geplante Erhöhung des Steuersatzes für die

Grunderwerbssteuer von 3,5% auf 5 %, zum anderen um einen Gesetzentwurf

der Landesregierung zur Förderung und Nutzung von

Wohnraum. Im Detail ging es hierbei u.a. um Neuregelungen zur Belegungsbindung

bzw. deren Freistellung davon sowie um eine Neuregelung

der Zweckentfremdungsge- bzw. verbote.

Der BDB.NRW wurde in den Hearings durch das Mitglied des geschäftsführenden

Landesvorstandes und AKNW-Vorstand Dipl.-Ing.

Ernst Uhing sowie durch den Landesgeschäftsführer Reiner Stracke

vertreten.

Die detaillierten Stellungnahmen sind über das Internetangebot des

BDB.NRW unter http://bit.ly/j3SYDi abrufbar.

LBS West und BDB.NRW fördern

den Berufsnachwuchs

Bereits zum 15. Mal wurde der BDB-LBS-Studentenwettbewerb ausgelobt.

„Wohnen am Neumarkt – Neue Wohnformen für Bielefeld“

lautete das diesjährige Wettbewerbsthema.

Die Preisverleihung zum diesjährigen Wettbewerb findet am

21.09.2011 im Historischen Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld

statt. 1. Preisträgerin ist Christiane Lennartz von der FH Aachen.

Die 2.-4. Preise sowie die beiden Ankäufe gingen an Teams der Hochschule

Bochum, der TU Dortmund und nochmals an die FH Aachen.

Soeben ist die Dokumentation des aktuellen Wettbewerbs erschienen,

die wir auf der Seite Wettbewerbe unseres Internetangebotes zum

Download eingestellt haben: http://bit.ly/mPsPax

Gerne senden wir Ihnen aber auch eine gedruckte Version zu.

Zukunft BDB

BDB.NRW

Der BDB stellt in Bund, Land und Bezirksgruppen die Weichen neu für

einen modernen und attraktiven Berufsverband ( siehe auch Bericht

aus Berlin ). Mitte August 2011 wurden hierzu im Nachgang zu den Beschlüssen

des Deutschen Baumeistertages von Anfang Juni in München

6 Arbeitsgruppen, jeweils unter Leitung eines BDB-Präsidiumsmitglied,

gegründet – die Arbeitsgruppe Struktur des Verbandes leitet

BDB-Landesvorstand und AKNW-Präsident Dipl.-Ing. Hartmut

Miksch. Mitglieder der Arbeitsgruppe Struktur sind u.a. der Landesvorsitzende

Dipl.-Ing. Thomas Kempen und der Landesgeschäftsführer

Reiner Stracke. Weitere BDB-KollegenInnen aus unserem Landesverband

sind für die anderen Arbeitsgruppen vorgesehen.

Bis zum Jahresende 2011 sollen erste Vorschläge erarbeitet sein.

60 Jahre BDB.NRW

Am 10.02.1951 wurde der BDB.NRW in einer Sitzung im Düsseldorfer

Landtag nach dem Krieg wieder gegründet. Auf somit 60 Jahre engagiertes

und erfolgreiches berufspolitisches Wirken blickt der mit 4.100

Mitgliedern größte Landesverband im BDB und auch größte gemeinsame

Architekten- und Ingenieurverband in NRW somit mittlerweile

zurück.

Unser Jubiläum feiern wir am 18.11.2011 in Münster im Rahmen unserer

diesjährigen Landesverbandstagung – hierzu erfolgen im Herbst

noch gesonderte Einladungen.

Der BDB.NRW twittert

Immer aktuelle Infos zum Baugeschehen, zu den Angeboten, Terminen

und zu dem Informationsangebot des BDB.NRW erhalten Sie bequem

auch über Twitter: http://bit.ly/q69YoM .

Wenn Sie mögen, können Sie uns folgen.

Wir freuen uns auf Sie.

Reiner Stracke

Landesgeschäftsführer BDB.NRW

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Copyright: büro maas und partner

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BDB.NRW AUS DEM LANDESVERBAND

September 2011

Münster, ausgezeichnet als lebenswerteste

Stadt der Welt.

Hierhin möchten wir Sie, als

BDB Bezirksgruppe Münster,

gerne einladen. Diese Stadt

eignet sich als Tagungsort für

Baumeister hervorragend,

denn sie hat sich zu jeder Zeit

mit hochwertiger Architektur

auseinander gesetzt. Die Stadt

wird geprägt durch den Barockbaumeister

Johann Conrad

Schlaun, weise städtebauliche

Entscheidungen in der

Nachkriegszeit, das weltweit

bekannte Stadttheater und die

Ergebnisse zahlreicher Architektenwettbewerbe.

Die Berufsverbände unterstützen diese positive Haltung der Bevölkerung

zur Architektur, in dem Sie zum Beispiel mit den 3 aktiven Verbänden

(BDB, BDA, MAIV) paritätisch den Gestaltungsbeirat besetzen,

im Vorstand „Münster Modell“ vertreten sind und Stellungnahmen

zu Neubauprojekten verfassen.

Münster ist aber auch mit über 50.000 Studenten die Stadt der Bildung.

Da der BDB als einziger der genannten Berufsverbände so breit

aufgestellt ist, dass er auch Studenten zu seinen Mitgliedern zählt, ist

es für uns als Bezirksgruppe wichtig, eine enge Verbindung zur Hochschule

zu pflegen.

Das Studium ist die Zeit der Phantasie, es soll zum Träumen anregen

und die Kreativität aus jedem Studenten heraus kitzeln, denn ohne

Münster – Wissenschaft und

Lebensart

Bezaubernd alt. Aufregend jung.

Das Picasso-Museum hinter der Fassade eines alten Adelshofes,

Juwelen barocker Baukunst neben Ikonen zeitgenössischer Architektur,

über 60 Skulpturen als Zeugen der international einmaligen

Ausstellungsreihe „skulptur projekte“, gemütliche Traditionskneipen

und eine aufregende Clubszene direkt am Hafen – ein

reizvoller Mix macht Münsters Charme aus: das Nebeneinander

von ehrwürdiger Geschichte und weltoffener Internationalität.

Im Friedenssaal des Historischen Rathauses wurde 1648 mit dem

Westfälischen Frieden europäische Geschichte geschrieben, 1773

entstand die erste westfälische Universität, die Keimzelle der heutigen

Wissenschaftsstadt – mit rund 50.000 Studierenden.

Warum Münster zu den „Historic Highlights of Germany“ zählt,

ist auf dem Prinzipalmarkt zu erleben: Die Giebel der Kaufmannshäuser

bilden die prächtige Silhouette, unter ihren Bogengängen

laden exquisite Geschäfte zum Bummeln ein.

Überall lassen sich in „Deutschlands Fahrradhauptstadt“ grüne

Refugien „erfahren“: von der Promenade über den Schlossgarten

bis hin zum Aasee. Und beim Latte Macchiato kann man dann

Kreativität keine innovative Architektur, erlernbare Architektur hat

das Land schon genug. Dies gepaart mit Praxis; und die beste Praxis findet

man natürlich auf der Baustelle, legt das Fundament für einen guten

Baumeister. Dieser Weg hat die "msa - münster school of architecture

" zum zweiten Mal in Folge im deutschlandweiten Ranking der

Zeit auf Platz 1 geführt. Die BDB Bezirksgruppe ist an der Hochschule

auch im Beirat des Bildungsinstitutes vertreten und unterstützt die

Alumni- Veranstaltungen.

Aber natürlich ist auch Münster für uns Bauschaffende keine problemfreie

Zone. Versuchen doch auch hier immer mehr Projektentwickler

und –steuerer, Architekten und Ingenieure von der Position des Generalisten

zu einem „Rädchen des Baugeschehens“ zurückzudrängen.

Wenn die richtungbestimmende Person jedoch ein Kaufmann und

kein Baumeister (übrigens ein sehr schönes Wort, sollten wir uns öfter

mal "auf der Zunge zergehen lassen") ist, kommt eine völlig andere

Architektur heraus. Auch das Aushebeln der HOAI- Mindestsätze

weist auf Auftraggeberseite sehr kreative Züge auf.

Diese positiven wie negativen Punkte zeigen, wie wichtig das Engagement

von uns Bauschaffenden in der Verbandsarbeit, sowohl landesweit

aber auch vor Ort ist. Hierzu wünschen wir allen Delegierten eine

erfolgreiche und anregende Landesverbandstagung.

Am Freitagabend laden wir Sie zum Gedankenaustausch bei Bier, Wein

und Essen in den Veranstaltungsraum des denkmalgeschützten Stadttheaters

ein und wer Samstag zwischendurch eine „Auszeit“ braucht,

für den haben wir eine kulinarischen Stadtführung vorbereitet.

Wir freuen uns, Sie als Gast in unserer Stadt begrüßen zu dürfen.

Dipl.-Ing. Michael Maas

Vorsitzender BDB Bezirksgruppe Münster

überlegen: In welches der 30 Museen? Eine Führung auf den Spuren

der Wiedertäufer? Ein Altbier am Kiepenkerl oder ein Cocktail

am Kreativ-Kai? Noch ein paar Tage dranhängen? Oder bald wiederkommen?

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Zeit, in der sich Münster in

einen begehbaren Adventskalender verwandelt.

Prinzipalmarkt Foto Presseamt Münster/ Tilmann Roßmöller

Münster – Shopping für Fortgeschrittene

Heller Sandstein, markantes Kopfsteinpflaster zwischen Giebelhäusern

und elegante Geschäfte unter romantischen Bogengängen machen

den Prinzipalmarkt zu einer der schönsten Einkaufsstraßen


September 2011 AUS DEM LANDESVERBAND

Deutschlands. Doch Münster ist eine Stadt im Wandel und das Gesicht

der Stadt wird einer ständigen Verjüngungskur unterzogen. Mit aufsehenerregenden

Neubauprojekten wie den Münster Arkaden, dem

Hansecarré und der Stubengasse wurde die ohnehin hervorragende

Einkaufsqualität weiter gesteigert.

Münster – da capo!

Münsters kulturelle Angebote sind aufgrund der Mischung aus etabliertem

und jungem Kulturbetrieb lebendig und abwechslungsreich. Es

gibt mehr als 30 Museen, elf Theater, ein Varieté, rund 20 Kinosäle und

jede Menge Veranstaltungen, für die es große, kleine oder keine Bühnen

braucht. Eine Unmenge an Clubs, Lounges und Bars sorgen für die

kleinen Zwischenstopps auf dem Weg zum nächsten Kulturereignis.

Münster – die Stadt mit dem grünen Daumen

Bereits aus der Luft wird dem Betrachter klar, warum Münster als „grüne

Großstadt“ gilt. Die städtischen Grünflächen, Parks und Naherholungsgebiete

summieren sich auf beachtliche 348 Hektar – und davon

sind rund ein Viertel sogar Naturschutzgebiete. Doch diese liegen

nicht etwa nur vor den Toren der Stadt.

Münster – stramme Waden allerorten

Ganz Münster fährt Fahrrad. Quer durch alle Altersschichten und zu

allen Anlässen. Ob zum Einkauf um die Ecke, zur Arbeit oder als sportlicher

Ausgleich. Die „Leeze“ (Masematte-Ausdruck für „Fahrrad“) ist

das Verkehrsmittel der Wahl, es rollen doch rund 400.000 Drahtesel

über Münsters Straßen.

Münster – zwischen Frieden und Rebellion

In der Geschichte Münsters finden sich zwei einschneidende Ereignisse,

die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Zwischen 1530 und 1535 widersetzten sich die „Wiedertäufer“, eine

radikale protestantische Bewegung, dem katholischen Klerus und errichteten

in Münster das „Täuferreich“, in dem unter anderem die

Vielweiberei erlaubt war. Dies führte zu einer rund einjährigen Belagerung

durch den katholischen Bischof Franz von Waldeck. Er nahm im

Sommer 1535 die Stadt wieder ein und richtete unter der verteidigenden

Bevölkerung ein Blutbad an. Die Wiedertäufer wurden nach ausgiebiger

Folter erdolcht und schließlich in Eisenkäfigen an der Lambertikirche

zur Schau gestellt. Diese „Wiedertäuferkäfige“ hängen dort

noch heute und sind ein beliebtes Fotomotiv.

Gut 100 Jahre nach der Revolte, am 24. Oktober 1648, wurde im Historischen

Rathaus der Stadt nach fünfjährigen Friedensverhandlungen

der „Westfälische Friede“ geschlossen. Dieser beendete nicht nur den

verheerenden 30-jährigen Krieg im Herzen Europas, sondern auch

den bereits 80 Jahre dauernden Unabhängigkeitskrieg der Niederlande.

Noch heute erinnert der sehenswerte Friedenssaal im Historischen

Rathaus am Prinzipalmarkt an den Tag, der die Weichen für das Europa

von heute stellte.

Münster – wo die Forscher nachwachsen

Bemerkenswert ist die junge Ausstrahlung der traditionsreichen Stadt,

deren Gründung ins frühe 9. Jahrhundert fällt. Es sind die allgegenwärtigen

Studierenden, die Münster ein junges Gesicht geben und die

Stadt mit knapp 50.000 Immatrikulierten an acht Hochschulen zur

drittgrößten Hochschulstadt Deutschlands machen.

BDB.NRW

Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut oder die Unternehmen

im Technologiepark und im Center for Nanotechnology

(CeNTech) bestätigen Münsters Ruf als einer der führenden Wissenschaftsstandorte

mit internationalem Renommée. Insbesondere im

Bereich der Nano- und Biotechnologie hat sich Münster als Wissenschaftsstadt

von europäischem Rang etabliert.

Münster – erfolgreich dank Mord und Totschlag

Die Kriminalstatistik weist Münster zwar als eine der sichersten Städte

Nordrhein-Westfalens aus – nichtsdestotrotz machen seit Jahren

zwei Ermittler Münsteraner Verbrechern das Leben schwer. ZDF und

ARD senden mit dem Privatdetektiv „Wilsberg“ und dem „Münster-

Tatort“ zwei überaus beliebte Formate aus der Domstadt, die sich einen

festen Kreis von Fans erworben haben.

Weitere Infos zu einer wundervollen Stadt erhalten Sie über:

Münster Marketing / Münster Information

Heinrich-Brüning-Straße 9

48143 Münster

Tel. 0049(0)251 492-2710

Fax: 0049(0)251 492-7743

E-Mail info@stadt-muenster.de

www.tourismus.muenster.de

BDB – Landesverbandstagung

2011

Historischer Ratssaal / Stadtweinhaus Münster

Am Prinzipalmarkt

Gesamtprogramm 18./19.11.2011

Freitag, 18.11.2011

10.30 Uhr - Festakt 60 Jahre BDB.NRW

ca. 14.30 Uhr NRW.Bank Münster ( separates Programm )

15.00 Uhr Pressekonferenz des BDB.NRW

Treff Hotel Münster

16.00 Uhr Sitzung des erweiterten Landesvorstandes

Treff Hotel Münster

19.30 Uhr Begrüßungsabend der BDB-BG Münster

Theatercafé Münster

Samstag, 19.11.2011

09.00 Uhr Gemeinsames Frühstück der Delegierten

und Gäste, Wandelhalle, Historischer Ratssaal -

Stadtweinhaus Münster

Eröffnung der BDB-Messe *), Wandelhalle

Stadtweinhaus Münster

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BDB.NRW AUS DEM LANDESVERBAND

September 2011

10.00 Uhr Diskussion mit den baupolitischen Sprechern des

Landtags NRW und Vertretern des BDB.NRW

Als Themen sind vorgesehen

• Energiewende durch energetische

Gebäudesanierung

• Steuerliche Aspekte künftiger

Bauinvestitionen

Moderation:

Dr. Leo Flamm, Korrespondent Landespolitik

11.45 Uhr Öffentliche Veranstaltung

- Begrüßung

Dipl.-Ing. Thomas Kempen, Landesvorsitzender

BDB.NRW

12.45 Uhr Delegiertenessen

- Grußwort

Markus Lewe, Oberbürgermeister

der Stadt Münster

- Festvortrag

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz,

Umwelt, Landwirtschaft, Natur und

Umweltschutz NRW

14.00 Uhr Mitgliederversammlung - nicht öffentlich **)

Ende ca.

17.00 Uhr

Aktuelles Bauen in Münster

Hartwig Schultheiß, Stadtdirektor Münster

Weitere Punkte des Nachmittagsteils in der

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

ab 10.00 Uhr Rahmenprogramm der BDB-Bezirksgruppe

Münster

**) jedoch für interessierte BDB-Mitglieder, die

jedoch nicht Delegierte sind, zugänglich als Gäste

*) Als Aussteller für die BDB-Messe am 19.11.2011 in der Wandelhalle

des Stadtweinhauses sind derzeit gemeldet:

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland, Wernau

Haver & Boecker, Drahtweberei, Oelde

Janinhoff Ziegelwerk, Münster

KS-West e.V., Dorsten

Oevermann, Bauunternehmen, Münster

Stratesco, Beratungsunternehmen, Münster

Unita- ein Unternehmen der AON-Gruppe, Mülheim a.d. Ruhr

Wedi , Bauplatten - Systemchemie, Emsdetten

WGZ-Bank, Münster

Ferner unterstützen die kommende Landesverbandstagung

Betonmarketing West, Beckum

Erdbaulabor Dr. Krause, Münster

Rahmenprogramm zur

Landesverbandstagung am

18. und 19.11.2011 in

Münster

18.11. Abend :

ab 19.00 Uhr Begrüßungsabend, im Theater-Café des

Stadttheaters Münster, Dauer offen -

wir freuen uns auf jeden Gast

für einen Kostenbeitrag von 25,- €/Person (15,- €/StudentIn)

ein All-Inclusive-Angebot.

Im Schatten der Ruine des „Romberger Hofes“, die als Kulisse in den

epochalen Theaterentwurf der Nachkriegszeit integriert wurde (Architekten:

Deilmann, van Hausen, Rave), möchten wir Sie gerne in

Münster begrüßen.

Bei leichtem Jazz, kleinen Snacks und gekühlten Getränken möchten

wir Sie in geselligen Gesprächen für die Schönheiten unserer Stadt begeistern

und „verzaubern“.

19.11. Vormittag :

10.00 Uhr Münsteraner KrimiTour

Dauer 1,5 Std. - max. 25 Personen

Die Kosten trägt die BDB Bezirksgruppe Münster,

bitte melden Sie sich wegen der begrenzten

Teilnehmerzahl rechtzeitig an.

Foto: Presseamt Münster

90 Minuten Krimiführung in Münster: in diesem Fall ermitteln allerdings

nicht Privatdetektiv Wilsberg oder das Tatort Team um Hauptkommissar

Thiel und Rechtsmediziner Professor Boerne, denen es seit

einigen Jahren zuverlässig gelingt, jeden noch so verzwickten Fall eigenwillig,

beharrlich und unterhaltsam innerhalb dieser Frist zu lösen.

Im wahren Leben haben reale Kriminalfälle in Münster zu verschiedenen

Zeiten für Aufregung gesorgt und die Bevölkerung in Atem gehalten.

Verfolgen Sie auf der Münsteraner KrimiTour die Geschichten um

einen ungesühnten Mord auf dem Domplatz, einfallsreiche Kunstfälscher,

einen tödlichen Hinterhalt für einen Erzbischof, Leichenteile im

Aasee, spektakuläre Diebstähle, Entführung und Erpressung.


September 2011 AUS DEM LANDESVERBAND

Die Spurensuche zu Tätern und Opfern, Schuld und Strafe, Aufklärung

und Justizirrtum führt zu Schauplätzen realer Verbrechen und Drehorten

der Münster-Krimis aus ARD und ZDF.

19.11 Mittag:

11.30 Uhr kulturellkulinarische Kreuzviertel-Tour

Erleben Sie 3 Stunden kurzweilige Tour durch das

Kuh-und Kreuzviertel.

Während der Tour werden 7 kulinarische Kostproben für Sie

bereitgehalten, die in der Regel ein Mittagessen ersetzen

Kosten 30,00 €pro Person

Vom Bauern- zum Bürgertum. Unsere Tour startet im Kuhviertel -

einst das Viertel der Viehhirten, später auch der Gauner und kleinen

Ganoven mit ihrer eigenen Räubersprache. Es hat sich zum Ausgehund

Vergnügungsviertel von Studenten und anderen Nachtschwärmern

gemausert. Urige Kneipen und Restaurants sorgen für ausgelassene

Stimmung und ausgesuchte Gaumenfreuden.

Das Kreuzviertel dagegen vermittelt einen ganz anderen und eigenen

Charme. Die Jugendstilhäuser des wohlhabenden Bürgertums, die im

19. Jahrhundert moderne und großzügige Häuser für ihre Familien

brauchten, prägen bis heute das Bild dieses Kreuzviertels. Heute findet

man dort eine bunte Mischung vor. Hier lebt der Akademiker genauso

wie der Student oder aber auch die junge Familie. Kulinarisch hat das

Viertel einiges zu bieten …lassen Sie sich überraschen!

Während dieses kulinarischen Stadtrundganges durch das Kuh- und

Kreuzviertel von Münster erfahren Sie etwas über die Sehenswürdigkeiten

und Geschichte sowie über die Architektur. Außerdem informieren

wir Sie über interessante Unterhaltungsangebote. Sie werden

verschiedene kulinarische Spezialitäten probieren und entdecken

Münsteraner Geheimnisse.

Foto: BDB Münster/Harald Koops

19.11. Nachmittag

15.30 Besuch und Führung durch das Stadtmuseum von

Münster

Dauer 1 Stunde – max. 20 Personen

Die Kosten trägt die BDB Bezirksgruppe Münster, bitte melden Sie sich

wegen der begrenzten Teilnehmerzahl rechtzeitig an.

Das Stadtmuseum Münster zeigt die Geschichte der Stadt Münster

von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Kernstück des Museums ist

BDB.NRW

die Schausammlung im ersten und zweiten Obergeschoss, die einen

Überblick über die münsteraner Stadtgeschichte bietet.

Foto: Presseamt Münster

Tipp zum Selbstentdecken:

Picasso Museum

Eintritt: 10,00 €, Öffnungzeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Picassoplatz, 48143 Münster

Tel.: 0251 41447-10 Fax: 0251 41447-77

E-Mail: info@picassomuseum.de

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster liegt am Picassoplatz in der

Königsstraße, der mit zehn Adelshöfen in ihrer Umgebung ehemals vornehmsten

Straße der Altstadt. Die Ausstellungsräume befinden sich in

zwei historischen Gebäuden, die von der Sparkasse zur Verfügung gestellt

wurden. Der in den Jahren 1784 bis 1788 erbaute "Druffel'sche

Hof" gehört zu den bedeutendsten Bauten des Klassizismus in Münster.

Die Fassade dieses früheren Adelshofes konnte glücklicherweise in der

Nachkriegszeit erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Das aus einer für

Münster typischen Kombination aus Backstein und Sandstein errichtete

Haus verbanden die renommierten Architekten Hilmer & Sattler &

Albrecht Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Zuge

des Umbaus zum Museum mit dem benachbarten Hensenbau. Heute

verbirgt sich hinter den zwei aufwendig renovierten Fassaden ein großzügiger

und architektonisch anspruchsvoller Gesamtkomplex.

In regelmäßigem Wechsel präsentiert das Museum auf der rund 600

qm großen Ausstellungsfläche verschiedene Präsentationen rund um

Picasso, seine Zeitgenossen und Künstlerfreunde.

Foto: Presseamt Münster/ Bernd Fischer)

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BDB.NRW AUS DEM LANDESVERBAND

September 2011

BDB - Bezirksgruppe Münster

Geschäftsstelle

z.H. Herrn Koops

Am Hohen Ufer 17

48167 Münster

Mail: infos@bdb-ms.de

Fax: 02506-305 906

ANMELDUNG

zum Rahmenprogramm der BDB-Bezirksgruppe Münster

anlässlich der Landesverbandtagung 2011 in Münster

Begrüßungsabend, Freitag, 18.11.2011

Im Theater-Café des Stadttheaters Münster ab 19.00 Uhr ________ Personen

inkl. „Flying-Buffet“ und aller Getränke

Kosten: Euro 25,--/Person / Studenten Euro 15,00/Person

Rahmenprogramm 19.11.2011

Münsteraner KrimiTour ab 10.00 Uhr ________ Personen

auf den Spuren von Börne, Thiel, Wilsberg

und realen Verbrechen der Historie

Treffpunkt: historisches Rathaus, Prinzipalmarkt

kostenfrei – maximal 25 Personen

Kuh- und Kreuzvierteltour ab 11.30 Uhr ________ Personen

Kulinarischer Stadtrundgang durch beliebte

Münsteraner Viertel

Treffpunkt: Brauhaus Pinkus Müller am Rosenplatz

Kosten: Euro 30,--/Person inkl. div. Münsteraner Spezialitäten

Stadtmuseum ab 15.30 Uhr ________ Personen

auf den Spuren der Münsteraner Historie

Treffpunkt: Foyer Stadtmuseum, Salzstrasse 28

kostenfrei – maximal 20 Personen

Den Gesamtbetrag in Höhe von ____________ Euro habe ich auf folgendes Konto überwiesen:

BDB-Bezirksgruppe Münster, Sparkasse Münsterland Ost, BLZ 400 501 50, Konto Nr. 28 00 56 01

Bitte melden Sie sich bis spätestens 30.10.2011 an!

Absender:

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Name, Vorname

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Straße

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Ort

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Tel./E-mail

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Ort/Datum Unterschrift


September 2011

1948 Erste Zusammenschlüsse von Architekten und Ingenieuren,

Gründung erster Bezirksgruppen. Vorläufer waren

die sog. AHV's - Altherrenvereinigungen - die bereits

schon weit vor dem 2. Weltkrieg bestanden.

1949 Die Wiege des BDB-Bundesverbandes stand in NRW -

der Münsteraner Baumeister Franz Lappe gründete

1949 in seiner Heimatstadt den BDB neu ( wieder ).

Lappe war 1924 Mitbegründer des BDB-Vorläufers

AHV Höxter.

10.02.1951 Gründung des BDB - Landesverbandes NRW in

Düsseldorf, Erster Vorsitzender F. Gerbes.

1951 Erste Tagung des Landesverbandes im Düsseldorfer

Landtag. Vor dem Hintergrund der ausreichenden

Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum greift der

BDB erstmals das Thema "Baukostensenkung" auf.

08.03.1952 Erste Landesverbandstagung in Recklinghausen,

Erster Vorsitzender H. Brinker.

10.03.1952 Einrichtung einer Landesgeschäftstelle in

Recklinghausen.

30.03.1954 Erster Vorsitzender wird in Münster W. Horstmann.

1955 1. Baumeistertag (Bundestagung) in NRW, Aachen, mit

dem Schwerpunktthema "Sozialer Wohnungsbau".

28.04.1961 Erster Vorsitzender wird in Bonn W. Küppers.

12.11.1963 Erster Vorsitzender wird in Detmold der Kölner

Bauingenieur Klaus Opladen, der rd. 20 Jahre an der

Spitze den BDB in NRW führte

1967 Ein Schwerpunkt der Landesverbandsarbeit wird die

Weiterbildung der Mitglieder. Erstmalig werden

praxisrelevante Seminare aufgelegt.

1969 Erste Debatte über eine neue Gliederungsstruktur

des Verbandes.

70er Jahre Schwerpunktthema in der Landesverbandsarbeit ist die

Frage der Althausmodernisierung. Der BDB ist Initiator

und treibende Kraft für Förderungs- und Forschungsprogramme

auf Landes- und Bundesebene.

Erste regionale Studentenwettbewerbe.

01.04.1970 Gründung der Architektenkammer NRW, für dessen

Entstehung der BDB zuvor 16 Jahre lang gekämpft hat.

AUS DEM LANDESVERBAND

60 Jahre BDB.NRW

BDB.NRW

In diesem Jahr feiert der BDB.NRW sein 60-jähriges Bestehen. Mit einer kleinen Chronik des BDB erinnern wir an Ereignisse,

Namen, Aktionen des BDB.NRW.

Die Feier zu unserem 60-jährigen Bestehen findet am 18.11.2011 im Rahmen der diesjährigen Landesverbandstagung in Münster statt.

Chronik des BDB - Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (Auszug)

Der Leverkusener BDB-Architekt Hermannjosef Beu

wird stellv. Gründungspräsident, später Präsident der

Kammer.

01.07.1970 Die BDB-Landesgeschäftsstelle zieht in die Düsseldorfer

Friedrich-Ebert-Strasse 9 – mehr als 30 Jahre hat der

BDB seine Landesgeschäftsstelle dort

09.11.1979 1. Grenzlandtreffen der Architekten und Ingenieure aus

Belgien, der Niederlande und NRW in Aachen

80er Jahre Schwerpunktthema ist das kosten- und flächensparende

Bauen, der BDB hat hierbei eine Vorreiterfunktion inne

und weist u.a. durch Demonstrativbauten, praktisch

nachvollziehbar, innovative und richtungsweisende

Lösungen im Wohnungsbau auf, die seither zum 1x1

des Bauens gehören.

1981 Erster landesweiter BDB/LBS-Studentenwettbewerb

unter der Schirmherrschaft des Herrn Ministerpräsidenten,

„Bauen in alter Umgebung“ lautete die

konkrete praxisbezogene Bauaufgabe in Köln.

22.10.1983 Erster Vorsitzender wird in Aachen der Aachener

Architekt Heinz Schmitz.

90er Jahre Nach rd. 25.jährigen Bemühungen gelingt es dem BDB,

gemeinsam mit anderen Ingenieurverbänden, doch

noch Landtag und Ministerien davon zu überzeugen, für

die Belange der Bauingenieure eine Ingenieurkammer-

Bau NRW zu errichten. Der BDB wird zweitstärkste

Fraktion im Ingenieurparlament.

Der BDB ist Mitinitiator eines Energiesparprogramms

und wirkt an den Förderrichtlinien mit.

Er ist in NRW aufgrund seines Praxisbezuges und des

bei ihm organisierten gebündelten Sachverstandes der

Bauschaffenden ein geschätzter Gesprächspartner in

Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

27.09.1992 Erster Vorsitzender wird in Hamm der Bielefelder

Bauingenieur und Architekt Helmut Krause.

1994 Nach rd. 25 jähriger Tätigkeit für den BDB scheidet

Albert-Leo Troost aus den Diensten des BDB als

Landesgeschäftsführer aus.

Nachfolger wird ab 1.6.1994 Reiner Stracke.

20.09.1997 Der Düsseldorfer Architekt Hartmut Miksch wird

Erster Vorsitzender.

11


12

BDB.NRW AUS DEM LANDESVERBAND/LANDESPOLITIK AKTUELL

September 2011

2000er Jahre Die Diskussionen um eine zunächst Abschaffung und in

der Folge Novellierung der HOAI prägen u.a. die berufs

politische Arbeit. Die Diskussion um die neuen Studiengänge

Bachelor/Master bescheren dem Verband

intensive Diskussionen. Die Novellierungen der

Bauordnung NRW sind ein weiteres Schwerpunktthema

in der berufspolitischen Arbeit.

28.04.2001 Hartmut Miksch wird Präsident der Architektenkammer

NW und folgt Hermannjosef Beu, der 25 Jahre die

AKNW an der Spitze geführt hat.

17.11.2001 Erster Vorsitzender wird in Aachen Dipl.-Ing.

Robert Dorff

28.04.2002 Nach 30 Jahren in der Friedrich-Ebert-Straße verlegt der

Landesverband seinen Geschäftssitz in neue repräsentative

Räume auf der Bismarckstrasse 85, Düsseldorf

08.11.2008 Erster Vorsitzender wird in Krefeld der Aachener

Beratende Ingenieur Thomas Kempen

60 Jahre BDB Dortmund

Am 15. Februar 1951 fand die Gründungsversammlung der Bezirksgruppe

Dortmund statt. 5 Tage vorher hatte sich der Landesverband

in Düsseldorf gegründet.

Dies war Grund genug für die Bezirksgruppe Dortmund, am 09. Juli

2011 ihre 60-Jahr-Feier zu bestreiten. Eingeladen wurde in den Westfälischen

Industrieclub Dortmund e.V. zu einem vormittäglichen Sektempfang

mit anschließendem Buffet.

Nach den Glückwünschen des Planungsdezernenten der Stadt Dortmund,

Herrn Martin Lürwer, der stellvertretenden Landesvorsitzenden

Frau Gabriele Richter sowie Grußworten des Ehrenvorsitzenden

Heinz Spiess, konnte als Festredner Herr Prof. Dr. Wolfgang Sonne von

der TU Dortmund gewonnen werden, der einen spannenden Vortrag

zum Thema „Urbanität Bauen“ hielt.

Anschließend genossen ca. 70 Mitglieder und Gäste das Buffet und ließen

die Feier bei kalten Getränken ausklingen.

bdb.dortmund

Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Dipl.-Ing. Martin Lürwer,

Dipl.-Ing. (FH) BDB Frank Hofmann Foto: bdb.dortmund

Remmel: „NRW wird Vorreiter

beim Klimaschutz“

Kabinett beschließt bundesweit erstes Klimaschutzgesetz

mit Reduktionszielen für Treibhausgase

- Verbändeanhörung wird gestartet

Minister Johannes Remmel

Foto: MKULNV.NRW

( 22.06.2011 ) -- NRW wird Vorreiter

beim Klimaschutz. Das Kabinett

hat in seiner gestrigen Sitzung das

erste deutsche Klimaschutzgesetz

mit gesetzlichen Klimaschutzzielen

auf den Weg gebracht. Erstmals in

der Bundesrepublik werden damit

Minderungsziele für Treibhausgasemissionen

in einem Gesetz festgelegt.

„Die Landesregierung setzt

mit dem Klimaschutzgesetz eines

der wichtigsten Vorhaben aus dem

Koalitionsvertrag um. Das Gesetz

ist ein Meilenstein für den Klimaschutz

und legt die Basis für die

Energiestrategie der Zukunft“, sagte

NRW-Klimaschutzminister Johannes

Remmel. „Das Gesetz trägt

dabei den Interessen der Men-

schen genauso Rechnung wie denen der Wirtschaft. Denn Ökologie und

Ökonomie sind keine Gegensätze. Nur gemeinsam werden wir erfolgreich

sein“, so Remmel. Nach dem Beschluss des Kabinetts wird nun die

Verbändeanhörung gestartet. Ziel ist es, dass das Gesetz im Sommer in

den Landtag eingebracht wird.

Eckpunkte des Klimaschutzgesetzes sind u.a.:

1. Das Klimaschutzgesetz sorgt für eine gesetzliche Verankerung der

Klimaschutzziele in Nordrhein-Westfalen und schafft einen institutionellen

Rahmen für die Erarbeitung und Umsetzung von Emissionsminderungs-

und Anpassungsmaßnahmen.

2. Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen

soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum

Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen

des Jahres 1990 verringert werden.

3. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, werden der Steigerung des

Ressourcenschutzes, der Ressourcen- und der Energieeffizienz, der

Energieeinsparung und dem Ausbau Erneuerbarer Energien Vorrang

eingeräumt.

4. Die Landesregierung erstellt unter Beteiligung von gesellschaftlichen

Gruppen einen Klimaschutzplan, der vom Landtag beschlossen

wird. Der Klimaschutzplan wird erstmals im Jahr 2012 erstellt und danach

alle fünf Jahre fortgeschrieben.

5. Die Klimaschutzziele sind im Landesentwicklungsplan und darauf

aufbauend in den übrigen Raumordnungsplänen als Ziele der Raumordnung,

und ansonsten als Grundsätze der Raumordnung zu konkretisieren.

6. Die Landesregierung hat eine Vorbildfunktion bei der Erreichung der

Klimaschutzziele und legt ein verbindliches Konzept vor, mit dem Ziel,

eine CO2-neutrale Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

7. Es wird ein Klimaschutzrat eingesetzt, dem fünf herausragende Per-


September 2011 LANDESPOLITIK AKTUELL

sönlichkeiten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen angehören.

Der Klimaschutzrat achtet auf die Einhaltung der Klimaschutzziele

und berät die Landesregierung bei der Erarbeitung und Fortentwicklung

des Klimaschutzplans.

Remmel: NRW wird Industrie- und Energieland

bleiben

Dem Energieland Nordrhein-Westfalen kommt bei der Erreichung der

Klimaschutzziele in Europa eine besondere Verantwortung zu, da in

NRW etwa ein Drittel aller in Deutschland entstehenden Treibhausgase

emittiert, knapp 30 Prozent des in der Bundesrepublik benötigten

elektrischen Stroms erzeugt, fast ein Viertel der deutschen Endenergie

und 40 Prozent des bundesdeutschen Industriestroms verbraucht

werden. Remmel: „Wir wollen unsere Wirtschaft stärken und zugleich

wirksamen Klima- und Umweltschutz sicherstellen. Der richtige Weg

ist, beides zusammen zu führen: Mit ökologischer Erneuerung und Klimaschutz

sind große wirtschaftliche Chancen verbunden. Wir wollen

und müssen sie für Nordrhein-Westfalen nutzen.“

Bereits heute sind allein in NRW etwa 24.000 Arbeitnehmerinnen und

Arbeitnehmer in Unternehmen der Erneuerbaren Energien beschäftigt

- Tendenz steigend. Prognosen sagen voraus, dass die Zahl bis 2020

bundesweit auf etwa 500.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeiter ansteigen

wird - damit wären mehr Menschen im Bereich der Umweltwirtschaft

beschäftigt als heute etwa in der Chemieindustrie. Mit dem

Fortschrittsmotor Klimaschutz werden neue Arbeitsplätze entstehen,

wird die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt. Dass Klimaschutz

Wirtschaftsförderung bedeutet, haben zuletzt führende deutsche

Wirtschaftsvertreter betont.

Klimaschutz ist pure ökonomisch Vernunft

Remmel: „Klimaschutz ist daher keine Umwelt- und Naturromantik,

sondern pure ökonomische Vernunft.“ Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung

(DIW) schätzt die Kosten durch Klimaschäden in

Nordrhein-Westfalen aufsummiert bis zum Jahre 2050 auf mehr als 70

Milliarden Euro, sofern keine Klimaschutzmaßnahmen getroffen werden.

Das Nichtstun wäre bei weitem teurer als zu handeln. Darauf

weist kein geringerer als der ehemalige Chefökonom der Weltbank,

Nicolas Stern, hin: Ungebremster Klimawandel wird 5 bis 20 Prozent

des globalen Sozialprodukts verschlingen – aktive Klimapolitik dagegen

nur etwa ein Prozent kosten!

Der Hitzesommer 2003, der Orkan Kyrill 2007, die Starkregen-Ereignisse

2008 und der Schneewinter 2010/2011: Deutschland, aber vor allem

NRW, ist mit seiner hohen Bevölkerungsdichte, einer teuren Infrastruktur

und einer ausgeprägten Land- und Forstwirtschaft sehr verletzlich

gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Nach einer Berechnung

des DIW würden auf Deutschland Kosten durch Klimaschäden bis

zum Jahr 2050 von bis zu 800 Milliarden Euro zukommen.

PM des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur-

und Verbraucherschutz NRW

Hinweis:

Am 10.08.2011 fand in Düsseldorf eine sog. Verbändeanhörung des Ministeriums

zum Klimaschutzgesetz NRW statt. Nach Auswertung durch

die beteiligten Ministerien wird die Einbringung des Gesetzentwurfes in

den Landtag NRW für nach der Sommerpause 2011 erwartet.

Den Entwurf des Klimaschutzgesetzes NRW finden Sie unter

http://bit.ly/jP3Wtx

rs

Klimadialog Wohnen

BDB.NRW

Bauminister Voigtsberger startet "Klimadialog

Wohnen" mit Vertretern aus Bauwirtschaft und

Wohnungswesen

Bauminister Harry K. Voigtsberger

Düsseldorf. -- Die vorhandenen

Förderangebote von Bund und

Land zur energetischen Sanierung

von Gebäuden müssen

stärker als bisher durch koordinierte

Beratungsangebote beworben

und vor allem bei privaten

Immobilienbesitzern bekannt

gemacht werden. Das ist

ein Ergebnis des ersten "Klimadialogs

Wohnen", zu dem sich

der nordrhein-westfälische

Bauminister Harry K. Voigtsberger

am Dienstag (19. Juli)

mit Vertretern von Bauwirtschaft

und Wohnungswesen,

der Verbraucherzentralen und

der Handwerkskammern traf.

Das Land hat 2011 ein neues Förderprogramm in Höhe von 200 Millionen

Euro zur energetischen Modernisierung aufgelegt, über das in

diesen Wochen gezielt bei Kommunen, Wohnungsbauunternehmen

und Verbraucherzentralen informiert wird. "Die Energiewende lässt

sich ohne den Beitrag der Wohnungswirtschaft nicht bewältigen. Unsere

Ziele sind ambitioniert, aber nicht immer und an jedem Standort

ist die Rundum-Sanierung der Königsweg", erklärte Voigtsberger.

Im Zentrum der Diskussion standen die verschiedenen Möglichkeiten,

wirksame Anreize zur energetischen Modernisierung zu geben. Vertreter

der Bauwirtschaft betonten den hohen Stellenwert von verlässlichen

und berechenbaren Programmen und Förderangeboten. Eine

Verschärfung der Energieeinsparverordnung mit noch weitreichenderen

Klimaschutzzielen könne sich eher negativ auswirken. Der Gebäudepass

müsse griffiger und aussagekräftiger gestaltet werden, um für

Mieter wie Vermieter aussagefähig zu sein. Zudem erklärten die Vertreter

der Wohnungswirtschaft, dass sich Investitionen in Energiesparmaßnahmen

für alle Beteiligten rechnen sollten, für Mieter ebenso wie

für Eigentümer.

Der Klimadialog mit der Bauwirtschaft wird im Herbst mit erweitertem

Teilnehmerkreis fortgesetzt.

pm mwebwv.nrw; foto mwebwv.nrw

Zusatz:

Der BDB.NRW geht davon aus, dass die beiden Baukammern und die

Planerverbände bei künftigen Terminen zum Klimadialog Wohnen

ebenfalls Berücksichtigung finden.

rs

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Düsseldorf. Mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt das Bauministerium

in diesem Jahr sechs Architekturwettbewerbe sowie eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung

für Landesbauten. "Wir wollen mit unseren

Landesbauten Vorbilder für eine nachhaltige Baukultur schaffen", sagte

Bauminister Harry K. Voigtsberger am Dienstag (19. Juli). "Mit den

Architekturwettbewerben und der Zertifizierung unterstützen wir das

nachhaltige Bauen in NRW und tragen zu mehr Energieeffizienz über

den gesamten Lebenszyklus der Bauten bei."

Die geplanten Landesbauten sind architektonisch von herausgehobener

Bedeutung und sollen eine hohe Gestaltungsqualität erhalten. Bei

der Beurteilung der Wettbewerbsentwürfe wird die Energieeffizienz

besonders berücksichtigt.

Folgende Vorhaben werden in diesem Jahr gefördert:

• Aachen: Neugestaltung der Bibliothek der RWTH Aachen

14

BDB.NRW

BDB.NRW

LANDESPOLITIK AKTUELL

AKNW AKTUELL

Auszug aus dem Newsletter

der Architektenkammer

NRW – 08-2011

AKNW-Stellungnahme zum Entwurf eines Klimaschutzgesetzes NRW

Nordrhein-Westfalen will Vorreiter beim Klimaschutz werden: Die Landesregierung

hat das erste deutsche Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht,

in dem u. a. Minderungsziele für Treibhausgasemissionen gesetzlich

festgelegt werden sollen. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis

2020 um 25 und bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu reduzieren. In

einer Verbändeanhörung nahm am 10. August 2011 auch die Architektenkammer

NRW zu dem Gesetzesvorhaben Stellung.

Verantwortung gestalten: Deutscher Architektentag

in Dresden

Nach zehn Jahren Pause veranstaltet die Bundesarchitektenkammer

am 14. Oktober 2011 wieder einen Architektentag. "Verantwortung

gestalten" ist das Motto der Großveranstaltung, die Architektinnen

Copyright Foto: wurde seitens der AKNW z. Vfg. gestellt

September 2011

Bauminister Voigtsberger: "Landesbauten sollen Vorbilder

für nachhaltige Baukultur in NRW sein"

• Aachen: Erweiterung der Kinderpsychiatrie des Universitätsklinikums

Aachen

• Bonn: Städtebauliche Neuordnung des Universitäts-Campus

Endenich

• Bonn: Neubau einer Campus Sporthalle für die Universität Bonn

• Köln: Neubau der Chemischen Institute der Universität zu Köln

• Siegen: Neubau eines Verfügungszentrums für die Universität Siegen

• Bottrop: Nachhaltigkeits-Zertifizierung des Neubaus der

FH Ruhr-West

Die Architekturwettbewerbe werden durch die Niederlassungen des

Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW durchgeführt. Die Zuschüsse

sind ein Beitrag des Bauministeriums im Rahmen der Landesinitiative

StadtBauKultur. Weitere Informationen zur Landesinitiative unter

www.stadtbaukultur-nrw.de.

pm mwebwv.nrw

und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner

aus dem gesamten Bundesgebiet in Dresden zusammenbringt.

Dabei soll die Verortung des Berufsstandes in der Gesellschaft analysiert

und diskutiert werden.

Serie: Gemeinsam statt gegeneinander

Wenn Architekten und Juristen zusammentreffen, ist der Anlass meistens

ein wenig erfreulicher und die Stimmung entsprechend angespannt.

Ganz anders erlebt der Hagener Architekt Ernst Weide seine

regelmäßigen Treffen mit dem Rechtsanwalt und Notar Dietmar Dahmen.

Denn der Architekt und der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

arbeiten seit zwölf Jahren eng zusammen.

ArchitekTOUR. Schüler erkunden den Düsseldorfer

Medienhafen

Gebäude, die aussehen wie ein Schiffsbug; eine Glas-Fassade, die sich

wie ein Segel im Wind gen Hafenbecken wölbt oder ein Haus, das

wirkt, als hätte es wie ein Schiff gerade erst im Hafen "angelegt": Im

Düsseldorfer Medienhafen gibt es für Kinder und Jugendliche viel zu

entdecken. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen lud deshalb

in der Mitte der Sommerferien drei Schülergruppen zu geführten Hafenrundgängen

ein. Ein Angebot, das auf lebhafte Resonanz bei den

10- bis 15-jährigen traf.

Delegationsreise der italienischen Handelskammer

nach Trient

Die Italienische Handelskammer München-Stuttgart lädt vom 12. bis

14. Oktober 2011 zu einer internationalen Delegationsreise nach

Trient ein, bei der der Naturstein der norditalienischen Stadt im Mittelpunkt

steht. Die Delegationsreise richtet sich an Architekten, Interior

Designer sowie Einkäufer und Auftragsnehmer der Baubranche

aus dem deutschsprachigen Raum.


September 2011 AKNW-AKTUELL

Veranstaltungen der AKNW

Architektur und Film: Filmreihe "Berlin hoch 4" in Dortmund

Brandenburger Tor und Bahnhof Zoo, Flughafen Tempelhof und die

Mauer, Fabrikgebäude, Häuser am Wannsee und Abrissviertel - Berlin

hat viele Gesichter. Auch im Film standen in den vergangenen Jahrzehnten

immer wieder markante architektonische Punkte für diese

Stadt. "Berlin hoch 4 - Gesichter einer Stadt" ist der Titel einer Filmrei-

Ein „Joint-Venture“ für den

Berufseinstieg?

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen lädt Studierende des

Bau- und Vermessungswesens sowie der Technischen Ausrüstung an

den NRW-Hochschulen ein. Ab dem 4. Fachsemester und mit erfolgreich

abgeschlossenen Modulen im Wert von 90 Credits können Sie

dem Forum „ID. Die Nachwuchsinitiative“ beitreten.

Die Kammer möchte Studierende so auf dem Weg in den Ingenieurberuf

begleiten und unterstützen und erhofft sich andererseits von Ihren

Anregungen und Ideen neue Impulse für das Ingenieurwesen –

eine „Win-win-Situation“ für beide Seiten und eine Art „Joint-venture“

für den Berufseinstieg.

Informationen unter http://bit.ly/rnq0wp

Imagekampagne –

Kein Ding ohne ING.

Beruf: Ingenieur, Image: unspektakulär. Das muss sich ändern. 2008 hat

die Ingenieurkammer-Bau NRW die Imagekampagne für Ingenieure

"Kein Ding ohne ING." gestartet. Die Kampagne stellt das Wesentliche,

Spannende, Faszinierende des Ingenieurberufs anhand von zwölf

Sanieren und Schützen

IK BAU AKTUELL

BDB.NRW

he, die die Architektenkammer NRW ab 20. September in Kooperation

mit dem SweetSixteen-Kino in Dortmund zeigt.

Die vollständigen Artikel und Berichte finden Sie unter www.aknw.de

Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf

Tel.: (0211) 49 67 34, Fax: (0211) 49 67 95,

E-Mail: presse@aknw.de, Internet: www.aknw.de V.i.S.d.P.: Christof

Rose, Pressesprecher AKNW

BDB.NRW

Hauptbereichen des Bau- und Vermessungswesens vor und zeigt, dass

ohne Ingenieure tatsächlich nichts läuft, geht und steht.

Sie haben die Möglichkeit, die Artikel zur Kampagne bei uns zu bestellen

und Geschäftspartnern, Kunden oder Freunden ein ganz besonderes

Präsent zu machen. Sie finden bei uns ein kleines Produktheft – unterschiedlich,

je nachdem, ob Sie Mitglied der Ingenieurkammer-Bau

NRW sind oder (noch) nicht.

Informationen unter http://bit.ly/oXZJy0

DIB-Beilagen auch im Netz

Die Beilagen der NRW-Baukammer zum Deutschen Ingenieurblatt

( DIB ) sind seit geraumer Zeit auch im Internet verfügbar. Alle Beilagen

ab 2007 sind über den nachfolgenden „link“ abrufbar:

http://bit.ly/95QeSM

Termine für Ingenieure

u.a. Messen und Tagungen, Fachstudienreisen etc. finden sich ebenfalls

im Internetangebot der IK Bau NRW unter

http://bit.ly/nUkVh9.

Informationen von der Homepage der IK Bau NRW

Zusammenstellung: rs

gegen Feuer, Feuchtigkeit und Wärmeverlust

mit unseren rein mineralischen Perlit-Produkten

www.klimasan-perlit.de

Tel. 09305 – 90 68 12

Fax 09305 – 90 68 20

15


BDB.NRW FIRMENBERICHT

September 2011

6. Holcim Beton-Forum

„Maritimes Bauen“

Höver, 8. September 2011 –Bereits zum sechsten Mal lädt Norddeutschlands

größter Baustoffhersteller zum Holcim Beton-Forum ein, das dieses Jahr

unter dem Motto „Maritimes Bauen“ steht und am Montag, 7. November

2011 im Weserhaus in Bremen stattfindet. Die Veranstalter rechnen mit ca.

250 bis 300 Fachleuten aus der Bauwirtschaft und angrenzenden Fachbereichen.

Hochrangige Experten werden zu interessanten Themen referieren.

In diesem Jahr wird der Fernsehmoderator Ludger Abeln durch die Veranstaltung

führen.

Maritimes Bauen

Maritimes Bauen ist längst mehr als nur eine Modeerscheinung – inzwischen

beeinflusst es maßgeblich ganze Stadtentwicklungskonzepte, wie die

Großprojekte Überseestadt in Bremen oder HafenCity in Hamburg zeigen.

Dies gilt aber auch im ganz kleinen Maßstab, wenn wassernahe Grundstücke

zu maritimen Wohnoasen werden, wie sie momentan vielerorts entstehen.

Aber nicht nur Wohnen und Arbeiten in maritimer Umgebung generieren

neue Trends im Bauen, sondern auch groß dimensionierte Infrastrukturprojekte.

Gerade der Baustoff Beton ermöglicht dabei Lösungen, ohne die derartige

Projekte erst gar nicht realisierbar wären. So stellen Bauvorhaben wie

der JadeWeserPort oder die feste Fehmarnbelt-Querung mit der erforderlichen

Hinterlandanbindung hohe planerische und bauliche Anforderungen

an Unternehmen, Kommunen und Projektentwickler. Wie wirkt sich der

Trend zum Bauen am Wasser konkret aus? Welche Qualitäten des Baustoffes

Beton können Lebens- wie Arbeitsqualität erhöhen? Diesen und anderen Fragen

widmet sich das 6. Holcim Beton-Forum.

Um das breite Spektrum des maritimen Bauens zu präsentieren, konnten

Referenten aus Architektur, Stadtplanung und Infrastrukturbau gewonnen

werden, die über Herausforderungen und Lösungen aus ihrem Arbeitsumfeld

berichten werden. Einleitend wird das große Stadtentwicklungs-Projekt

„Überseestadt Bremen“ vorgestellt und danach gibt die namhafte Architektengruppe

B.I.G. aus Dänemark Einblicke in ihre Interpretation des maritimen

Bauens. Es folgt ein Bericht zu aktuellen und zukünftigen Wasserbauprojekten

im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte, bevor mit

dem JadeWeserPort, dem Bau von Betonfundamenten für Offshore-Windkraftanlagen

sowie mit der festen Fehmarnbelt-Querung drei besonders

große Infrastrukturprojekte in Nord- und Ostsee vorgestellt werden. Eine

Fotoausstellung über das zweitgrößte Betonbauwerk Europas, den U-Boot-

Bunker Valentin als nie vollendetes Relikt des 2. Weltkrieges, schließt den

Nachmittag ab.

Die Holcim (Deutschland) AG lädt wieder zu einer informativen und

abwechslungsreichen Veranstaltung ein und möchte auch Gelegenheit zum

interdisziplinären Austausch unter den Besuchern geben. Für Bewirtung und

die Möglichkeit zum Gespräch unter den Teilnehmern und Referenten wird

wie gewohnt gesorgt sein. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bei Frau

Katrin Bachmann unter Fax: (0 51 32) 9 27-430 oder per E-Mail:

Katrin.Bachmann@holcim.com.

Über Holcim Deutschland

Die Holcim (Deutschland) AG ist eine Tochtergesellschaft des weltweit tätigen

Baustoffkonzerns Holcim Ltd, Jona/Schweiz, mit 80.000 Beschäftigten

einem der weltweit führenden Baustoffhersteller. Unser Ursprung war vor

fast 150 Jahren die Zementherstellung; heute bilden die starken und eigenständigen

Produktsparten Bindemittel, Kies und Beton die Kernbereiche der

Unternehmensgruppe. Dem Auftraggeber werden zudem komplette

Baustoff-Lösungen und ergänzende Serviceleistungen angeboten.

Dabei wird über Spartengrenzen hinaus gedacht und gehandelt, um den Kunden

aktiv Leistungen anzubieten, die für sie einen deutlichen Mehrwert

darstellen.

16

Impressionen Holcim Beton Forum

Kontakt

Holcim (Deutschland) AG

Technical Marketing

Dr. Simeon Stracke

Hannoversche Straße 28

31319 Sehnde-Höver

Tel: (0 51 32) 9 27-480

E-Mail: simeon.stracke@holcim.com

Quelle „Holcim“

Quelle „Holcim“

Quelle „Holcim“


September 2011 SEMINARE

BDB.NRW-Seminarreihe Herbst 2011

Alles was Recht ist – und vieles mehr!

Die Themen und Termine:

NRW-2011-010 BDB-Reihe Bauschäden F

Instandsetzung feuchter- und salzgeschädigter

Mauerwerke

Donnerstag Commundo Tagungshotel

22.09.2011 Humboldtstraße 2

09.30 – 17.15 Uhr 41468 Neuss

Referent:

Prof. Dr. rer. nat. Helmut Weber,

Kompetenzzentrum Bautenschutz und Bausanierung, Ebersberg

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NRW-2011-011 BDB-Reihe Weiterbildung

Absolventen / Recht W

Grundlagenseminar Abstandflächen NRW

Samstag, TZU Oberhausen

08.10.2011 Essener Str. 3

09.30 – 17.15 Uhr 46047 Oberhausen

Referent:

RA Christian Reuter,

Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Kanzlei RGS, Düsseldorf;

Lehrbeauftragter für Bau- und Architektenrecht an der FH Düsseldorf

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NRW-2011-012 BDB-Reihe Kommunikation F

Schwierigen Gesprächssituationen professionell

begegnen

Donnerstag Commundo Tagungshotel

13.10.2011 Humboldtstraße 2

09.30 – 17.15 Uhr 41468 Neuss

Referentin:

Dipl.-Ing. Bettina Hattwig,

Architektin / Bauingenieurin BDB, Hamburg / Düsseldorf

Bitte beachten Sie:

Begrenzte Teilnehmerzahl: Maximal 24 Seminarteilnehmer/-innen,

erhöhte Seminargebühr!

BDB.NRW

Herbst 2011 – Nach erfolgreicher Seminarreihe im Frühjahr 2011 und hervorragenden Resonanzen auf das Sommer-Symposium

mit 190 Teilnehmern blickt der Landesverband NRW des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.

(BDB.NRW) nun auch zuversichtlich Richtung Herbst.

„Das neue Fort- und Weiterbildungsprogramm für den Herbst steht“, so Reiner Stracke, Landesgeschäftsführer BDB.NRW,

„es ist wieder gelungen, eine gute Themenkombination zu entwickeln. Es wird, wie gewohnt, für jede Interessenslage etwas

dabei sein und wir freuen uns, diesmal u.a. auch wieder ein spezielles Absolventen-Seminar zum Thema Abstandsflächen

anbieten zu können.“

Die acht Fort- und Weiterbildungsangebote starten ab 22. September 2011.

Weiterführende Informationen bietet die Webpräsenz des BDB.NRW unter www.bdb-nrw.de oder sind direkt über die Landesgeschäftsstelle,

Telefon 0211-363171, email seminare@bdb-nrw.de , erhältlich.

Tanja Kaiser, BDB.NRW-Seminare

NRW-2011-013 BDB-Reihe Bauphysik /

Neue Aufgabenfelder F

Zertifizierungssysteme im Wandel – vom Green Building

zum Sustainable Building

Donnerstag Kongresszentrum Westfalenhallen

13.10.2011 Rheinlanddamm 200

09.30 – 17.15 Uhr 44139 Dortmund

Referent:

Dipl.-Ing- Nicolas Kerz,

Stellv. Leiter Referat II 5 Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

(BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),

Berlin

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NRW-2011-014 BDB-Reihe Bauphysik /

Neue Aufgabenfelder F

Passivhäuser – wie geht das?

Donnerstag Commundo Tagungshotel

24.11.2011 Humboldtstraße 2

09.30 – 17.15 Uhr 41468 Neuss

Referent:

Dipl.-Ing. Andreas Nordhoff,

Geschäftsführer der IBN Passivhaus-Technik, Institut für Bauen und

Nachhaltigkeit, Köln

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NRW-2011-015 BDB-Reihe Baupraxis F

Gestörte Bauabläufe

Donnerstag VCC Recklinghausen

01.12.2011 Otto-Burmeister-Allee 1

09.30 – 17.15 Uhr 45657 Recklinghausen

Referent:

Dipl.-Wirt.-Ing. Frank A. Bötzkes,

Diplom-Wirtschaftsingenieur BDB/VSVI, Beratungen im Bauwesen,

von der Ingenieurkammer Niedersachsen öffentlich bestellter und vereidigter

Sachverständiger für Bauablaufstörungen, Braunschweig

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BDB.NRW SEMINARE

September 2011

NRW-2011-016 BDB-Reihe HOAI-Praxis F

HOAI im Dialog durchsetzen

Donnerstag Kongresszentrum Westfalenhallen

08.12.2011 Rheinlanddamm 200

09.30 – 17.15 Uhr 44139 Dortmund

Referenten:

Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert,

international zertifizierter Mediator und Mediationstrainer D.A.CH

Rechtsanwalt Dr. Reinhard Voppel,

Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

Rechtsanwälte Osenbrück, Bubert, Kirsten, Voppel, Köln

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NRW-2011-017 BDB-Reihe Neue Eurocodes F

Ausführung und Bemessung von Stahltragwerken nach

Eurocode 3

Donnerstag TZU Oberhausen

15.12.2011 Essener Straße 3

09.30 – 17.15 Uhr 46047 Oberhausen

Referentin:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Natalie Stranghöner,

Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Abteilung

Bauwissenschaften, Institut für Metall- und Leichtbau, Essen

Großer Erfolg für den

BDB.NRW

Rd. 200 ImmobilienbewerterInnen trafen sich in

Essen – neues Fachsymposium etabliert

Der BDB.NRW hat Anfang Juli 2011 im Essener Atlantic-Congress-Hotel

ein Fachsymposium für Immobilienwerte durchgeführt. Rund 200

ExpertenInnen - nicht nur aus NRW - haben dabei aktuelle Fragestellungen

aus der Wertermittlungspraxis beraten. Das Fachsymposium

war bereits seit Wochen ausgebucht!

Der gute Zuspruch zum Symposium ist für den Verband Signal und Beleg

dafür, dass das richtige Thema mit den richtigen Referenten zur

rechten Zeit als Fachveranstaltung entwickelt wurde und großer Bedarf

zum fachlichen Dialog und Austausch besteht. Folgerichtig ist das

2. BDB-Fachsymposium bereits terminiert: es ist für den 29.06.2012

vorgesehen.

Ein Bericht zur Tagung ist seit Mitte Juli 2011 auf der Homepage des

BDB.NRW unter www.bdb-nrw.de verfügbar.

Reiner Stracke, Landesgeschäftsführer BDB.NRW

Fotos: eres.ddorf

Teilnehmer im Perspektivenwechsel

Oberhausen - Fachlich anerkannt, von ausgewiesenen Spezialisten präsentiert

– dafür ist das BDB.NRW-Fortbildungsangebot traditionell bekannt.

Mit dem Seminar „Neue Planungsgrundlagen für Barrierefreies

Bauen“ anlässlich der neuen DIN 18040 konnte der BDB-Landesverband

nun jedoch noch mehr Praxisnähe als sonst unter Beweis stellen.

Im Rahmen des Ganztagesseminares in Oberhausen unter der Leitung

unserer BDB-Kollegin Dipl.-Ing. Vera Schmitz (Architektin BDB, Innenarchitektin,

Sachverständige für barrierefreies Planen und Bauen)

nahmen die 50 TeilnehmerInnen einen regelrechten Perspektivenwechsel

ein – und erprobten das Überwinden von Barrieren unter Realbedingungen.

Dipl.-Ing. Kerstin Müller aus Plettenberg beim

Praxistest mit einem Rollator

Die mitgebrachten Rollstühle,

Rollatoren, Ausrüstungen

zur Simulation

von Blind- und Taubheit –

nicht zuletzt Overalls zur

professionellen Simulation

von Bewegungseinschränkungen

oder allgemeinenAlterserscheinungen

– ermöglichten den

Teilnehmern einen klaren

Blick für das Wesentliche,

wenn es um das Planen

und Bauen von altersoderbehindertengerechten

Gebäuden geht.

„Eine tolle Idee“, so Architektin

Kerstin Müller aus

Plettenberg, „das Thema

wird vor dem Hintergrund

des demographischen Wechsels ja zunehmend wichtiger – aber gerade

für junge Architekten ist es unter Umständen nicht ganz einfach,

sich unabhängig von den theoretischen Grundlagen auch wirklich

praktisch in das Thema einzufinden. Hier ist die Kombination aus

Theorie und Praxis aber wirklich ganz hervorragend gelungen.“

Der BDB-Landesverband NRW legt bei der Planung und Durchführung

seiner Fort- und Weiterbildungsangebote grundsätzlich großen


September 2011 SEMINARE

Orientierung gibt ein Stock, wenn man nichts

sieht

Manövrieren mit dem Rollstuhl will geübt

werden

Wert auf Markt- und Praxisnähe

– und zwar nicht nur

was Themen und Inhalte betrifft.

„Für uns gehört es

selbstverständlich dazu, auch

die Alltagsanforderungen unserer

TeilnehmerInnen mit zu

berücksichtigen“, so Reiner

Stracke, Landesgeschäftführer

BDB.NRW, „deshalb versuchen

wir, wenn möglich,

zueinander passende Themen

effektiv zu kombinieren“.

Entsprechend fanden am 12.

Mai in Oberhausen gleich

drei Seminare aus der

Schmiede des BDB-Landesverbandes

statt. Neben dem

Angebot zu Planungsgrundlagen

für barrierefreies Bauen,

standen nacheinander

zwei Halbtagesseminare rund

um Bewertungsthemen -

„Hotelimmobilien kompakt“

sowie „Verkehrswertermittlung

von denkmalgeschützten

Objekten“ – zur Verfügung.

Kerstin Müller, Architektin

aus Plettenberg: „Die Seminarreihen

des BDB.NRW finde

ich thematisch immer sehr

ausgewogen. Zudem finde

ich es auch sehr sympathisch,

dass die Organisation und

Betreuung der Seminare vor

Ort sehr persönlich funktioniert und man daher die Gelegenheit zum

Austausch mit Kollegen und Vertretern des Verbandes hat“.

Tanja Kaiser, BDB.NRW-Seminare

Fotos: eres.ddorf

BDB.NRW

Seminare 2012 –

was wünschen Sie sich?

Aufruf zur Mitarbeit.

Seminargutscheine zu gewinnen.

Der BDB.NRW schult jährlich in seinen Seminaren, Foren, Symposien

rd. 1.000 Architekten, Ingenieure, Wohnungswirtschaftler, Studierende,

Jungabsolventen, Immobilienbewerter und und und. Das ist eine

stolze Zahl und die wird möglich, weil wir unsere Seminarangebote aus

der Praxis für die Praxis entwickeln.

Wir sind dabei ständig bemüht, unser Fort- und Weiterbildungsangebote

zu verbessern und vom Themenspektrum her auszuweiten. Wir

wollen uns – neben der Beobachtung des Marktes und aufkommender

aktueller Themen – weiterhin auch und noch stärker dabei als bisher

an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren.

Nicht von allen unseren Seminarkunden erhalten wir jedoch nach dem

Besuch der Seminare die Bewertungsbögen mit Themenvorschlägen

zurück. Wir wissen also teilweise von unseren Seminarkunden gar

nicht, was Sie sich an Seminaren wünschen, „wo der Schuh drückt“.

Helfen Sie uns.

Teilen Sie uns Ihre Seminarwünsche für 2012 mit.

Senden Sie uns ein email unter seminare@bdb-nrw.de.

Unter den ersten 100 Einsendern ( bei mindestens 75 Einsendern ) verlosen

wir 3 Seminargutscheine.

Also – an die Feder.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Reiner Stracke

Landesgeschäftsführer BDB.NRW

Foto: junkerspr, wernau

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20

BDB.NRW RECHTSPRECHUNG

September 2011

Aktuelles aus der

Rechtsprechung

Die Rechtsanwaltskanzlei RGS - Reuter, Grüttner, Schenck - Düsseldorf

hat uns freundlicherweise wieder einen Newsletter zur Verfügung gestellt.

Zwar seien, so die Fachanwälte für Bau- und Architektenrecht in

ihrem Anschreiben, keine umwälzenden rechtlichen Bewegungen im

ersten Halbjahr 2011 zu vernehmen gewesen, dennoch haben sie mit

dem Newsletter einige wichtige und wissenswerte Urteile und Entwicklungen

zum Bau- und Architektenrecht zusammengestellt.

Die Rechtsanwälte Christian Reuter und Wolfram Frhr. Schenck zu

Schweinsberg zählen seit vielen Jahren zu den BDB-Stammreferenten.

Auch in diesem Herbst haben wir mit Herrn Rechtsanwalt Christian

Reuter wieder ein Seminar zum Thema Abstandflächen in unserem Seminarangebot,

es findet am Samstag, 08.Oktober 2011, in Oberhausen

statt. Das Seminar wendet sich vordringlich an Absolventen.

Detaillierte Seminarbeschreibungen sowie Konditionen, Anerkennungsumfänge

der Kammern etc. wie immer auf unserer Homepage.

Reiner Stracke

Landesgeschäftsführer BDB.NRW

I. Wichtiges und Aktuelles mit Hinweisen

1. Planer sollte über die Nachteile des Genehmigungsfreistellungsverfahrens

aufklären können.

Mit Beschluss vom 19.08.2010 (VII ZR 194/09) hat der BGH die Nichtzulassungsbeschwerde

gegen ein Urteil des OLG Koblenz vom

04.11.2009 zurückgewiesen und damit das Urteil bestätigt. Das OLG

Koblenz hatte über einen Fall zu entscheiden, in welchem ein Architekt

im Rahmen der Beplanung eines Grundstücks in einem Hochwassergebiet

eine Rechtsverordnung übersehen und entsprechend in seiner

Planung die in der Rechtsverordnung vorgesehene Gründungstiefe

überschritten hatte. Der Architekt argumentierte, er habe betreffend

sonstigen öffentlichen Rechtes bei der Bauaufsicht angefragt, dort

aber keinen Hinweis erhalten. Das OLG Koblenz ließ die Argumentation

nicht gelten und verurteilte den Architekten zum Schadensersatz.

Immer und auch bzw. gerade im Genehmigungsfreistellungsverfahren

habe der Architekt das gesamte öffentliche Baurecht in eigener Verantwortung

zu prüfen.

Die Genehmigungsfreistellungsverfahren (die in den meisten Bundesländern

angeboten werden) bringen aber nicht nur für den Architekten

erhebliche Risiken, sondern auch für den Bauherrn. Der Architekt

muss nicht nur die eigenen Risiken im Rahmen des Genehmigungsfreistellungsverfahren

einzuschätzen wissen, sondern auch den Bauherrn

über die Nachteile des Genehmigungsfreistellungsverfahrens aufklären.

Die Nachteile des Genehmigungsfreistellungsverfahrens, die aus

der eben im Genehmigungsfreistellungsverfahren nicht erteilten Baugenehmigung

resultieren, sind allerdings häufig nicht bekannt:

1. Ein Gebäude, für welches eine Baugenehmigung (wenn auch im vereinfachten

Verfahren) erteilt wurde, ist nach Ansicht des Verfassers

schon während der Errichtung in der Regel erheblich mehr vor einer

etwaigen Stilllegungsverfügung der Bauaufsicht geschützt, als ein Gebäude

im Genehmigungsfreistellungsverfahren. Denn eine Genehmi-

gung bewirkt eine Legalisierung des Bauvorhabens, und zwar selbst

dann, wenn es eigentlich materiell illegal wäre. Ein Gebäude in der Errichtungsphase,

für welches eine Baugenehmigung erteilt wurde, kann

deshalb – selbst wenn es materiell illegal ist – grundsätzlich nur stillgelegt

werden, wenn vorher die Baugenehmigung zurückgenommen

wurde. Letzteres geschieht aber (außer im Rahmen von Nachbarwidersprüchen)

eher selten.

2. Rechtlich wenig geklärt ist, was mit einem im Genehmigungsfreistellungsverfahren

errichteten Gebäude geschehen soll, wenn eine der

wichtigen Voraussetzungen des Genehmigungsfreistellungsverfahren,

nämlich der Bebauungsplan, in einem Normenkontrollverfahren als

unwirksam angesehen wird. Einige Landesbauordnungen regeln diese

Situation jedenfalls teilweise (so z. B. § 67 Abs. 8 BauO NW). Häufig

wird dabei darauf abgestellt, dass die Beseitigung eines zumindest fertig

gestellten Gebäudes nur noch verlangt werden kann, wenn "Rechte

Dritter" nicht entgegenstehen. Im Ergebnis besteht also für den Bauherrn

im Genehmigungsfreistellungsverfahren ein erhebliches Risiko,

wenn der zugrundeliegende B-Plan "kaputt geht".

3. Schließlich ist für solche Gebäude, für die eine Genehmigung nicht

erteilt wurde, der Bestandsschutz häufig schwer oder gar nicht mehr

nachweisbar. Angesichts der fehlenden Baugenehmigung ist Bestandsschutz

nur noch über den Nachweis materieller Legalität möglich. Dies

wird spätestens ein paar Jahre nach Errichtung immer schwerer fallen.

Dabei liegt nach der Rechtsprechung die volle Beweislast für den Bestandsschutz

beim Eigentümer des Gebäudes.

Nach Ansicht des Verfassers hat jeder Planer, der mit dem Wunsch des

Bauherrn konfrontiert wird, das Genehmigungsfreistellungsverfahren

zu wählen, den Bauherrn über vorstehende Risiken aufzuklären. Im Ergebnis

wird das Genehmigungsfreistellungsverfahren nach Ansicht des

Verfassers allerhöchstens in Ausnahmefällen zu empfehlen sein.

2. Neu: Duldungspflicht einer Überbauung aus Zwecken

der Wärmedämmung für NRW im Nachbarrechtsgesetz

geregelt!

In Kraft getreten am 04.06.2011 ist der neue § 23 NachbG-NRW. Dieser

bestimmt in § 1, dass ein Eigentümer eines Grundstücks die Überbauung

des Grundstückes aufgrund von Maßnahmen, die an bestehenden

Gebäuden für Zwecke der Wärmedämmung vorgenommen

werden, grundsätzlich zu dulden hat, wenn u. a. die Bebauung des

Grundstückes nicht oder nur unwesentlich hierdurch beeinträchtigt

wird (bis 0,25 m, siehe im Einzelnen im Gesetzestext). Die Maßnahme

ist dem Nachbarn u. a. unter Übersendung des Bau- und Lageplans

vorher schriftlich anzuzeigen.

Mit dieser gesetzgeberischen Initiative ist der aus dem BGB gemäß

§ 912 stammende Grundsatz des Verbots eines Überbaus in NRW für

Wärmedämmungen außer Kraft gesetzt. Selbstverständlich muss der

Bauherr der Wärmedämmung dieser wieder zurückbauen, wenn und

soweit der Eigentümer selbst zulässigerweise an die Grenzmauer anbauen

will.

II. Wichtiges in Kürze

1. Architektenrecht: Akquisition auch noch nach Erbringung

der Leistungsphasen 1 bis 4 denkbar?

Ein Architekt erbringt für einen Bekannten Leistungen der Leistungsphase

1 bis 4. Der vom Architekten erstellte Bauantrag wird vom Auf-


September 2011

traggeber unterzeichnet, auf dessen Weisung aber nicht eingereicht.

Nach dem das Projekt nicht verwirklicht wird, streiten die Parteien um

das Honorar. Das OLG Celle weist die Klage des Architekten ab mit

dem Argument, der Umfang der erbrachten Leistungen besage für sich

alleine noch nichts darüber, ob eine unentgeltliche Akquisition oder

ein entgeltlicher Vertragsabschluss vorliege.

2. Architektenrecht: Mindestsatzunterschreitung zulässig

bei ständiger Geschäftsbeziehung?

Nach Ansicht des OLG Stuttgart (Urteil vom 21.09.2010, 10 U 50/10

– nicht rechtskräftig) ist eine Mindestsatzunterschreitung gemäß § 4

Abs. 2 HOAI 1996 auch unabhängig von einem Rahmenvertrag bei

ständigen Geschäftsbeziehungen zulässig. In diesem Fall war ein Statiker-Büro

innerhalb von ca. 3 Jahren in 17 Fällen mit Erbringung von

Statikerleistungen beauftragt worden. Das Urteil dürfte grundsätzlich

auch für die neue HOAI gelten, § 7 Abs. 3 HOAI 2009.

3. Architekten- und Baurecht: Aufrechnungsverbot in

AGBs unwirksam!

Mit Urteil vom 07.04.2011 (VII ZR 209/07) hatte der BGH klargestellt,

dass die von einem Architekten in allgemeinen Geschäftsbedingungen

verwandte Klausel "Eine Aufrechnung gegen den Honoraranspruch ist

nur mit einer unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderung

zulässig" unwirksam ist, weil in der Formulierung zum Nachteil

des Verwendungsgegners synallagmatische (im Gegenseitigkeitsverhältnis

stehende) Forderungen nicht berücksichtigt seien.

4. Öffentliches Baurecht: Abwehrrecht eines Denkmaleigentümers

gegen Nachbarbauvorhaben?

In der Vergangenheit war ein Drittschutz von Denkmaleigentümern

gegenüber benachbarten Bauvorhaben grundsätzlich mit der Begründung

abgelehnt worden, dass Denkmalschutzrecht (in den Bundesländern)

diene nur dem allgemeinen öffentlichen Interesse, nicht aber

dem einzelnen Denkmaleigentümer. Mit Urteil vom 21.04.2009 (Az. 4

C 3.08) hatte das Bundesverwaltungsgericht erstmals anerkannt, dass

ein Eigentümer eines geschützten Kulturdenkmals jedenfalls dann berechtigt

sein müsse, die denkmalrechtliche Genehmigung eines benachbarten

Vorhabens anzufechten, wenn das Vorhaben die Denkmalwürdigkeit

seines Anwesens möglicherweise erheblich beeinträchtigte.

Dieser Rechtsprechung schlossen sich an das OVG Saarland

(Beschluss vom 29.10.2009 -2 A 8/09-), das OVG Niedersachsen (Urteil

vom 01.06.2010 -12 LB 31/07) sowie das OVG Berlin-Brandburg

(Beschluss vom 25.01.2011 -2 S 93.10). Auch in NRW hat das OVG

Münster – während die Frage bisher offen gelassen worden war (Beschluss

vom 21.09.2010 -7 B 727/10) – nunmehr den Drittschutz des

Denkmalschutzrechtes im Sinne der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes

grundsätzlich anerkannt (Beschluss vom 30.12.2010 -10

B 1118/10).

RECHTSPRECHUNG

III. Aktuelle Entwicklung

BDB.NRW

1. Vergaberecht – VOF: Rolle rückwärts bei Schätzung

des Auftragswertes bei Vergabe von Architekten- und

Ingenieurleistungen

In unserem vorausgegangenen Rundschreiben konnten wir die durch

die jüngste Vergabereform entstandene Thematik um die Addition aller

erforderlichen Ingenieurleistungen im Rahmen der Vergabe aufzeigen.

Nach der neuen Rechtslage seit Juni 2010 waren die Ingenieursleistungen

der einzelnen Fachdisziplinen im Rahmen der Schätzung

des Auftragswertes zu addieren. Überstiegen die Leistungen gemeinsam

den Schwellenwert (z. Z. €193.000,- netto), war die VOF anzuwenden

und eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Es kam

nicht darauf an, ob die einzelnen Fachdisziplinen zusammen vergeben

werden sollten (Generalplanung). Das Bundesministerium für Verkehr,

Bau und Stadtentwicklung hat sich Anfang des Jahres (2011)

schnell darum bemüht, dass bei dem maßgeblichen § 3 Abs. 7 VgV

(Vergabeverordnung) ein weiterer Satz hinzugefügt werden soll:

"Soweit eine zu vergebende freiberufliche Leistung nach § 5 in mehreren

Teilaufträgen derselben Leistung aufgeteilt wird, müssen die Werte

der Teilaufträge zur Berechnung des geschätzten Auftragswertes addiert

werden."

Das führt zu der alten, nach deutschem Vergaberecht praktizierten

grundsätzlichen Trennung der Vergabe einzelner Leistungsbilder (z. B.

Objektplanung, TGA, Tragwerksplanung). Hier sind nur die jeweiligen

Honorare für die Frage entscheidend, ob nach VOF ausgeschrieben

werden muss. Anders bleibt es selbstverständlich bei der Addierung,

wenn z. B. Generalplanung ausgeschrieben wird. Ob diese Regelung einer

Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof standhält, wird abzuwarten

sein.

2. BFH: Zivilprozesskosten als außergewöhnliche Belastungen

Der Bundesfinanzhof hat am 12.05.2011 (VI R 42/10) entschieden,

dass Zivilprozesskosten unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche

Belastungen abzugsfähig sein können. Er hat damit

seine bisherige Rechtssprechung geändert. Wir können also in Zukunft

unbelastet prozessieren …

21


22

BDB.NRW ABEITSHILFEN

September 2011

Praxistipp – von Kollege zu

KollegenInnen

von Dipl.-Ing. Friedrich Fath, Kreuztal

Die KfW hat zum Programm 153 (Effizient Bauen) neue Unterlagen

(Antrage, Bestätigung, Merkblatt 07/2011) herausgegeben. Das

Merkblatt umfasst nicht wie bisher 4 Seiten sondern 10.

Ziemlich weit hinten stehen Hinweise zur Berechnung des Effizienzhauses,

die es in sich haben.

Der WBR Zuschlag UWB= 0,05 ist nicht mehr wie bisher erlaubt.

Es muss ein Gleichwertigkeitsnachweis erbracht werden, wobei die

Vereinfachung der EnEV §7 Abs.3 nicht angewendet werden darf.

Dort steht vereinfacht, dass BB2 auch dann erfüllt ist, wenn die Bauteile

besser dämmen als die Aufbauten des BB2.Wenn das nicht mehr

gilt, dann fallen z.B. Mauerwerk in 36,5 mit Lamda 0,14 und besser

oder Dächer mit mehr als 16 cm Dämmung 040 schon einmal raus. Dafür

ist kein Gleichwertigkeitsnachweis möglich,

Für gut gedämmte Objekte heißt das: entweder genaue Berechnung

der Wärmebrücken oder Zuschlag UWB= 0,10 verwenden.

Bei KfW 55 / 40 ist es ohnehin ohne genaue Berechnung praktisch nicht

machbar, bei KfW 70 war UWB= 0,05 bisher aber Gang und Gäbe.

Zwar verlangt die KfW bisher nur in Ausnahmen Einsicht in die Berechnungen,

bei Anträgen ab 07/2011 sollte man aber sicher sein, dass der

0,05er Zuschlag bei einer geforderten Berechnung auch erreicht würde.

Wenn

a) die Bodenplatte unterseitig gedämmt ist und die Dämmung an die

Wanddämmung anschließt und zudem

b) keine oder Vorbaurollläden verwendet werden , dann dürfte das

immer klappen.

Friedrich Fath

IBF - Ingenieurberatung FATH

57223 Kreuztal

FON 02732 6326

FAX 02732 6327

WEB ibf-fath.eu

MAIL info@ibf-fath.de oder ibf-fath@freenet.de

Hinweis:

Für das Frühjahr 2012 ist mit unserem BDB-Kollegen Friedrich Fath ein

Seminar zur EnEV 2012 in Vorbereitung.

rs

Sicher planen mit der neuen

LBO NRW im Bild

Dipl.-Ing. Dirk Richelmann, Architekt/Stadtplaner BDB; Dipl.-Ing.

Richard Welter, Architekt BDB

Alle Änderungen in Wort und Bild anschaulich erklärt!

Praktische Anwendung für den Architekten

Im Zuge der weiteren Deregulierung am Bau ziehen sich Kommunen

und Bauämter immer weiter zurück. Damit steigt die Verantwortung

der am Bau Beteiligten – insbesondere der Architekten und Planer. Um

späteren Haftungsansprüchen entgegenzuwirken, müssen die Gesetzestexte

richtig interpretieren und in die Praxis umgesetzt werden. Das

Buch stellt die aktuelle Landesbauordnung NRW der dazugehörigen

Verwaltungsvorschrift gegenüber. Die Autoren erläutern die „trockenen“

Rechtstexte durch praktische Autorenhinweise und erläuternde

Zeichnungen. Damit erleichtert das Buch die Anwendung der Bauordnung

in der Praxis und hilft beim Erstellen einer rechtlich sicheren, genehmigungsfähigen

Planung.

Neu in der 4. Auflage:

• § 6 Abstandflächen: Zahlreiche Änderungen, Erleichterungen und

Klarstellung im Abstandflächenrecht

• § 23 Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten im

Einzelfall und § 28 Prüf-, Zertifizierung- und Überwachungsstellen:

Änderungen der Bauproduktenrichtlinie gemäß EU-Recht

• § 65 Genehmigungsfreie Bauvorhaben: Der Katalog der

genehmigungsfreien Bauvorhaben wurde erneut ausgeweitet.

Damit wird das Bauen weiter vereinfacht, der Prüfumfang der

Baubehörden reduziert während gleichzeitig die Verantwortung

der Architekten und Planer weiter steigt.

• § 70 Bauvorlageberechtigung: Die Neufassung erweitert den Kreis

der Bauvorlageberechtigten und ermöglichen weiteren Personengruppen,

Bauanträge einzureichen.

• Bauantragsformulare und Verordnungen zum Download: Alle

Bauantragsformulare und aktuelle Rechtstexte stehen zum

Download bereit und erleichtern so einen schnellen, vollständigen

und rechtssicheren Bauantrag.

Die beiden Autoren sind BDB-Kollegen.

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Ali Rahim and Hina Jamelle/CAP, Jesús Aparicio, Alejandro Aravena,

Architects Patterson, Architecture Research Office, Felipe Assadi,

Atelier Barani, Atelier Bow-Wow, Atelier Feichang Jianzhu, Bearth

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Kaan Architekten, De Paor

Architects, Delugan_Meissl

Architects, Evan Douglis,

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liefert was?" unter www.youtube.com/WerLiefertWasDE. Diese stehen

in einer eigenen Playlist „Bauindustrie“ zur Verfügung.

Das Angebot befindet sich derzeit noch im Aufbau.

23


„Wir sind keine klassischen Bauunternehmen mehr, sondern sehen uns

heute als Dienstleister am Bau.“ So beschreibt Prokuristin Astrid Theisen

das Arbeitsfeld der Essener Hetzel-Gruppe. Die beiden Unternehmen

der Gruppe, die Hetzel GmbH & Co. KG und die J. Sponheuer

GmbH, haben sich in den vergangenen Jahren von klassischen Handwerksbetrieben

zu Komplettdienstleistern enwickelt. „Wir sehen unsere

Kompetenzen auch in der Beratung, Planung, Koordination und

dem Management und können unseren Kunden neben der technischen

Realisierung ein umfangreiches Servicepaket bieten.“

Im Bereich Software setzen die Essener selbst auf Leistungen eines einzelnen

Anbieters – seit 2009 verwendet die Hetzel-Gruppe Nemetscheks

Bau financials-Gesamtlösung.

Durchgängige Lösung gesucht

Die Entwicklung der Hetzel-Gruppe erforderte natürlich auch den Einsatz

einer adäquaten Software. Bis dahin hatte man eine Handwerkersoftware

im Einsatz, die trotz zahlreicher Zusatzprogrammierungen

nicht mehr den Anforderungen genügte. Eine Reihe von Insellösungen

(Finanzbuchhaltung, Lohn / Gehalt) und fehlende Schnittstellen sorgten

außerdem für erhöhten Verwaltungsaufwand. Die Hetzel-Gruppe

suchte daher eine neue Software, die eine umfassende Integration in

allen funktionalen Einheiten im kaufmännischen und technischen Bereich

bietet und entschied sich für die Nemetschek-Software.

24

BDB.NRW FIRMENBERICHT

September 2011

Dienstleister am Bau

Die Hetzel-Gruppe nutzt Bau financials-Gesamtlösung

Hetzel ist in vielen Einkaufszentren aktiv – in Düsseldorf findet eine komplette Revitalisierung

eines Einkaufscenters statt. (Foto: Susanne Seifert)

Montage einer vorgehängten hinterlüfteten Glasmosaikfassade an der Düsseldorfer

Fachbibliothek O.A.S.E. (Foto: Susanne Seifert)

André Kraska, Teamassistent in der kaufmännischen Projektabwicklung,

lobt die Integration: „Daten werden nur einmal erfasst und stehen

dann schnell in allen integrierten Anwendungen zur Verfügung.“

Vielseitigkeit der Hetzel-Gruppe

Schnelligkeit ist für Hetzel nicht nur im Bereich Software extrem wichtig.

Die Gruppe hat vor allem im Segment Einzelhandel zahlreiche

namhafte (Filial-)Kunden, die auf eine kurze Planungs- und Bauzeit angewiesen

sind. „Es ist eine unserer Stärken, zu gewährleisten, dass ein

Ladengeschäft zum Eröffnungstermin schlüsselfertig übergeben

wird“, erklärt Theisen. Und die Hetzel-Gruppe hat viele Stärken: spezialisiert

auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse findet der Kunde

in entsprechenden Geschäftsfeldern immer den richtigen Ansprechpartner.

Die Gruppe realisiert anspruchsvolle Umbau-, Ausbau- und Instandsetzungskonzepte

in den Bereichen Wohnbau, Gewerbe und Industrie

/ Einkaufszentren und Geschäften / Hotel und Gastronomie / Bauwerkserhaltung,

Denkmalschutz und Fassade.

Nutzung von durchgängiger kaufmännisch-technischer

Lösung

Im kaufmännischen Bereich werden die Module Finanzbuchhaltung,

Anlagenbuchhaltung, Baubetriebsabrechnung, Geräteabrechnung,

Baulohn und Gehalt sowie Materialwirtschaft umfangreich genutzt.

Astrid Theisen schätzt dabei die Detailgenauigkeit von Bau financials:

„Gebuchte Posten können über verschiedene Auswertungsebenen

nachvollzogen werden bis zum erfassten Einzelposten. Die für uns

notwendige Mandantenfähigkeit der Software hat uns Nemetschek

auch geboten. Gleichzeitig sind für uns mit Bau financials wichtige

mandantenübergreifende Auswertungen möglich.

Durch die umfassende Integration der einzelnen Module stehen die

Daten der Finanz-, Lohn- und Gehaltsbuchhaltung immer aktuell in

der Baubetriebsabrechnung zur Verfügung. Die Baubetriebsabrechnung

ist für uns ein wichtiges Instrument für die baubegleitende Betrachtung

der Kosten-Leistungssituation je Kostenstelle.“

In der Bautechnik werden neben den klassischen Modulen (Massenermittlung,

Kalkulation, Angebotserstellung, Bauabrechnung) auch


September 2011

AVA, die Nachkalkulation und die Projektkostenverfolgung genutzt.

Weitere Bereiche sollen folgen.

An der denkmalgeschützten Fassade der Duisburger Grillo-Villa führte die Hetzel-

Gruppe Stuck- und Putzarbeiten durch (Foto: Astrid Theisen)

Umfassende Nachunternehmerverwaltung

Ein Großteil der Leistung wird nicht nur von den 60 Mitarbeitern, sondern

durch den Einsatz von Nachunternehmern erbracht.

Entsprechend wichtig ist für die Hetzel-Gruppe eine umfangreiche

Nachunternehmerverwaltung. Jeder Vertrag wird mit allen Daten in

Bau financials hinterlegt, so dass jeder Mitarbeiter darauf Zugriff hat.

André Kraska lobt: „Das Gute dabei ist, dass die Daten schon voreingestellt

von der Nachunternehmerverwaltung in die Buchhaltung

übertragen werden.“ Intensiv genutzt wird bei der Zusammenarbeit

mit Nachunternehmern auch das Bescheinigungswesen.

„Das System meldet automatisch wenn vorliegende Bescheinigungen

abgelaufen sind. Das ist sehr praktisch“, erklärt Theisen. Ein wichtiges

Hilfsmittel zur Verwaltung von Nachunternehmern ist auch das CRM-

Modul iPunkt. Die dort angelegten Adressen stehen den kaufmännischen

und technischen Bereichen zur Verfügung und können auch

leicht gefiltert werden. In Kombination mit der Bautechnik lassen sich

z.B. alle möglichen Nachunternehmer, die für eine Ausschreibung infrage

kommen, mit ihren entsprechenden Gewerken auf einen Blick

anzeigen.

Auch wenn die Software schon umfassend eingesetzt wird, weiß man

bei Hetzel, dass einige Bereiche der Lösung noch intensiver genutzt

werden können. André Kraska gibt zu: „Nach zwei Jahren kennen wir

viele, aber noch längst nicht alle Möglichkeiten von Bau financials. Wir

freuen uns darauf, diese in den nächsten Jahren kennen zu lernen und

zu verwenden.“

Kontakt

Nemetschek Bausoftware GmbH

Martin Fricke

Im Finigen 3 • 28832 Achim

Tel.: 04202-989-0 • Fax: 04202-989-111

info@bausoftware.de

www.bausoftware.de

KURZ & KNACKIG

Kurz und knackig

Jeder wohnt – und wie wohnt Deutschland

morgen?

Die Netzwerkinitiative „wieweiterwohnen“, eine Initiative der Bundestiftung

Baukultur, ruft zur Mitarbeit auf. Ziel ist es, bundesweit Diskussionen

und Gespräche anzuregen und ein Netzwerk aufzubauen,

um gelungene Projekte vorzustellen und die Zukunft des Wohnens in

Deutschland öffentlich zu thematisieren. Infos: http://bit.ly/rkD0ed

Zahl der Hochschulabsolventen in NRW auf neuem

Rekordstand

2010 haben in NRW 79.200 Studierende erfolgreich ihr Studium abgeschlossen,

das waren 8% mehr als 2009. Der Anstieg ist laut IT.NRW

auf das im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführten Zwei-Stufen-

Systems bei Studienabschlüssen zurückzuführen.

Kleinräumige Ergebnisse für alle Städte und Gemeinden

Deutschlands

Die Statistischen Ämter in Bund und Land bieten unter

www.regionalstatistik.de ab sofort Daten für alle Städte und Gemeinden

in Deutschland zum kostenlosen Download an – die Daten können

unter http://bit.ly/94A6DV abgerufen werden, so z.B. detaillierte

Daten zur demographischen Entwicklung.

Analysen bis auf Kreisebene

Die Wohnungsmärkte haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert.

Sie sind äußerst heterogen und zeigen bspw. schrumpfende Einwohnerzahlen

in Angebotsüberhängen und Wohnungsleerständen, andererseits

steigende Einwohnerperspektiven und Nachfragen in Gebieten

mit schmalem Wohnungsangebot. Antworten auf die

gegenwärtigen Debatten zu Wohnungsüberhang und Leerständen einerseits

und Wohnungsnot andererseits bietet die Wohnungsmarktprognose

2025 des BBSR. Die Entwicklungen sind in der Studie für einen

Zeitraum von 2010 – 2025 prognostiziert, bis hinunter auf Kreisebene.

Die Kurzfassung steht z.B. auf der Homepage des BDB.NRW, die Langfassung

kann zu 15. —Euro als CD und 40. —Euro in gedruckter Form

bezogen werden bei: selbstverlag@bbr.bund.de –

ISBN-Nr. 3-87994-696-5.

27,9 % mehr genehmigte Wohnungen in Deutschland

– 5,7 % mehr in NRW

Aktuelle Zahlen aus Bund und Land weisen eine Zunahme der genehmigten

Wohnungen im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr

aus. Sollte der Trend anhalten, dürften in 2011 bundesweit wieder

über 200.000 Wohnungen genehmigt werden, in NRW lag die Steigerungszahl

der genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr deutlich

unter den Bundeszahlen. Experten in Bund und Land sind sich einig,

dass die Zahl der genehmigten und letztendlich dann fertiggestellten

Wohnungen deutlich zu gering ist, um nachhaltige Antworten auf die

Herausforderungen der Wohnungsmärkte zu geben.

NRW setzt Eigentumsförderung aus

BDB.NRW

Durch eine Änderung der Wohnungsbauförderbestimmungen ist per

31.07.2011 die Förderung der erstmaligen Schaffung und des Erster-

25


werbs von selbstgenutztem Wohneigentum ausgesetzt worden. Nach

Informationen des Bauministeriums liegt dies im Antragsstau begründet,

der bereits aus 2010 übernommen wurde.

Genügend Mittel in NRW für die energetische Sanierung

Hingegen sind im „Fördertopf“ für die energetische Sanierung – Programmumfang

in 2011 rd. 200 Mio. Euro – derzeit noch ausreichend

Mittel vorhanden. Nach Informationen des Bauministeriums sind zur

Jahresmitte erst ¼ der Mittel, also rd. 50 Mio. Euro abgerufen worden.

Informationen unter http://bit.ly/r6f4ts.

KFW fördert Passivhäuser in höchste Förderstufe

Passivhäuser werden in den Förderprogrammen „Energieeffizient Bauen“

der KFW seit 1.7.2011 auch bei der bestmöglichen Förderung berücksichtigt.

Infos unter zur Programmnummer 153 unter

http://bit.ly/qhuBFp.

Städtebauförderung 2012

Die Bauminister der Länder haben sich vor der Sommerpause intensiv

dafür eingesetzt, dass die Städtebauförderung 2012 auf dem zwar bereits

in 2010 gekürzten, aber eben diesem Niveau verbleibt. Nach Informationen

des BMVBS ist für 2012 nunmehr eine Förderung in einem

Gesamtvolumen von 410 Mio. Euro für 2012 vorgesehen. Dies

wäre gegenüber 2010 eine erneute Kürzung um rd. 45 Mio. Euro.

www.recht.nrw.de

Alle NRW-Gesetze,- Erlasse, -Verordnungen werden auf der o.a. Internetseite

des NRW-Innenministeriums eingestellt – ein toller Service.

Per Email kann man sich bei Neuerscheinungen von Ministerialblättern

etc. benachrichtigen lassen.

Infos: http://bit.ly/azUUqY

Folgende Termine der Gremien, Referate etc. stehen

für den Herbst 2011 bereits fest:

12.09.2011, Düsseldorf, Geschäftsführender Landesvorstand

17.09.2011, Bochum, Landesfachreferat Architekten

21.09.2011, Bielefeld, Preisverleihung 15. BDB-LBS-Studentenwettbewerb

07.10.2011, Bochum, Landesfachreferat Ausbildung mit Exkursion

14.10.2011, Bochum, Landesfachreferat Ingenieure/

1NG.enieurkollegen

17.10.2011, Düsseldorf, Geschäftsführender Landesvorstand

10.11.2011, Essen, Vertreterversammlung der IK Bau NRW

11./12.11.2011, Düsseldorf, Vertreterversammlung der AKNW

18.11.2011, Münster, Festakt 60 Jahre BDB

18.11.2011, Münster, Landesvorstand BDB.NRW

19.11.2011, Münster, Landesverbandstagung 2011

Beste Grüße aus Düsseldorf, kommen Sie gut in und durch den Herbst

Ihr

Reiner Stracke

Landesgeschäftsführer BDB.NRW

26

BDB.NRW KURZ & KNACKIG / UNITA INFORMIERT

September 2011

VBI-BDB-Bürokostenvergleich

2010 – Zusammenfassung

der Ergebnisse

Die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2010 liefern viele Erkenntnisse zur

wirtschaftlichen Standortbestimmung der Architekten und Ingenieure in

Deutschland. An der Befragung, die im Auftrag von VBI, BDB und AHO

von der UNITA Unternehmensberatung durchgeführt wurde, haben

mehr als 200 Unternehmen teilgenommen, die einen Gesamtumsatz von

knapp 580 Mio. € repräsentieren und 6.292 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Rückgang der verwertbaren Datensätze gegenüber dem Vorjahr

betrifft vor allem die Büros mit bis zu 10 Mitarbeitern, die größeren

Unternehmen sind folglich aufgrund stabiler Teilnehmerzahlen in den

Gesamtergebnissen stärker repräsentiert. Die erstmals verwendeten

Erläuterungen im Fragebogen haben die Aussagekraft der Ergebnisse

erhöht, ohne die Kontinuität im Vorjahresvergleich zu gefährden.

Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Unternehmen die Branchenzahlen

zu Kosten, Arbeitszeit, Honorar und die daraus ermittelten

Kennziffern für eigene unternehmerische Aktivitäten und Entscheidungen

nutzen, wie z. B. Kontakte zu Banken, Gesellschafterund/oder

Belegschafts-Informationen.

Auch für Kauf/Übernahme oder auch Fragen der Zusammenarbeit

zwischen Unternehmen gewinnen die Kennzahlen zunehmend an Bedeutung.

Mit Blick auf die erfolgte Novellierung der HOAI stehen damit

auch wesentliche Voraussetzungen für die Kalkulation und das

Controlling der eigenen Leistungen zur Verfügung. Darüber hinaus

sind die Benchmarks auch Indikator für die wirtschaftlichen Ziele im aktuellen

Jahr und darüber hinaus.

Neben der Auswertung der Gesamtbefragung können Unternehmen

auch nach sechs Größenklassen und 20 Fachgebieten entsprechend der

Unternehmensgrößen bewertet werden. Diese Detailkennziffern sind

den Bestellern einer individuellen Auswertung vorbehalten.

Tab. 1: Wichtige Kennziffern Gesamtbefragung

Honorar [€] je Beschäftigter und Jahr 97.611

Gesamtkosten [€] je Beschäftigter und Jahr 91.350

Personalkosten [€] je Beschäftigter u. Jahr 53.421

Rohertrag [€] je Beschäftigter u. Jahr 74.943

Leistungen Dritter [in % der Gesamtkosten] 24,82


September 2011

Die Stundenbezogenen Kennziffern werden wegen ihrer Missverständlichkeit

mit Rücksicht auf Honorarverhandlungen mit Auftraggebern

nicht frei veröffentlicht. So wurde z. B. der Gemeinkostenfaktor auf Basis

Umsatz sowie auf Basis Rohertrag ermittelt und steht den Bestellern

einer individuellen Auswertung jeweils sowohl unter Berücksichtigung

der Überstunden als auch ohne zur Verfügung.

Die Umsatzrendite liegt mit 6,42 Prozent deutlich unter dem wirtschaftswissenschaftlich

postulierten und in anderen Branchen üblichen Wert.

Über 60 Prozent (61,84) der Umsätze wurden 2010 mit öffentlichen

Auftraggebern in Deutschland erzielt, 35,59 Prozent mit privaten und

gewerblichen Auftraggebern. Auffällig ist das Ergebnis für den Auslandsumsatzanteil:

er betrug im Vorjahr 12,49 Prozent und 2010 nur

noch 2,57 Prozent. Bei den größeren Büros über 51 Mitarbeitern ist der

Anteil geradezu eingebrochen, während er bei den kleineren Büros dagegen

sogar leicht gestiegen ist.

Kann man diese Entwicklung allein mit konjunkturellen Rahmenbedingungen

interpretieren oder ist das ein Beispiel für die Gefährdung der

Kontinuität durch Änderungen im Fragebogen? Die 2011 erstmals verwendete

Erläuterung lautet: "Umsatzanteil für realisierte Projekte im

Ausland". Es könnte eine Erklärung sein, dass diese Erläuterung die vormals

individuelle Definition von "Auslandsprojekten" einschränkt.

Die Auftragssituation stellt sich mit 3,11 Angeboten pro Auftrag und

einem Auftragsbestand von 7,63 Monaten gut dar. Die Umsätze mit

Leistungen, die nicht in der HOAI beschrieben sind, bewegen sich mit

29 Prozent leicht unterhalb des langjährigen Vergleichswerts. Beim

durchschnittlichen Umfang je Auftrag (44.521 Euro) fällt auf, dass er

in der Größenklasse 26-50 nur unwesentlich über dem der Büros mit

2-5 Mitarbeitern liegt. Aus ökonomischer Sicht kann es eigentlich nicht

sinnvoll sein, dass sich derart unterschiedlich große Büros um die gleichen

mittelgroßen Aufträge bewerben.

Die Situation bei Außenständen (13,45 % des Honorars), Zahlungsausfällen

(2,51 %) und Zahlungseingang (31,26 Tage) hat sich im langjährigen

Vergleich auf nach wie vor kritischer Höhe eingependelt.

Kosten

Bei einem Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2009 wird deutlich, dass vor

allem die Unternehmen mit 51-100 Mitarbeitern in nahezu allen Kostenpositionen

gespart haben, über alle Größenklassen hinweg wurden

die Sachkosten für den Bürobetrieb weiter reduziert (um 2051 Euro

pro beschäftigter Person).

Tab. 2: Ausgewählte Kosten [%] Gesamtbefragung

Raumkosten 4,61

Sachkosten Bürobetrieb 4,10

Repräsentation, Akquisition 0,74

Kfz-Kosten 1,94

Reisekosten 1,30

Fort- und Weiterbildung 0,66

Bürosicherung 1,40

Kapitalkosten 0,52

Abschreibungen 1,94

Kalkulat. Kosten 0,70

Bemerkenswert ist, dass die Sachkosten pro Person sich auf dem gleichen

Niveau bewegen, egal wie groß das Büro ist.

UNITA INFORMIERT

Kosten [€] je Beschäftigter und Jahr

Personal

Bei der Erstveröffentlichung der Ergebnisse im Rahmen des VBI-BDB-

Praxisforums am 16. Juni bei der KfW in Frankfurt galt das besondere

Augenmerk der 80 Teilnehmer den Personalkennziffern. Vor allem

fällt die hohe Fluktuation auf, die erstmals seit Beginn der Erhebung

im Gesamtdurchschnitt über 22 Prozent beträgt. Weiterhin führt die

Auswertung zu dem Schluss, dass Effizienzsteigerungen durch Erhöhung

der Arbeitszeit von 1.833,79 Stunden im Jahr plus 63,64 Überstunden

kaum mehr möglich sind. Das gilt für alle sieben Größenklassen,

besonders für die Unternehmensgröße 2-5 Mitarbeiter: dort wurden

mit Abstand die meisten Überstunden geleistet – und nur in 22,73

Prozent der befragten Büros werden diese bezahlt (gesamt: knapp 40

Prozent).

Wie bereits im Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten in 2010 in allen

Größenklassen größer geworden. Das unterstützt die aktuell vieldiskutierte

These, dass sich der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verschärft

und damit Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Fachingenieuren

in den Unternehmen eine besondere Bedeutung gewinnen.

Bei der Mitarbeiterentwicklung kommt der Weiterbildung eine

Hauptrolle zu. Hierfür werden derzeit im Schnitt 2.577 Euro sowie

40,9 Stunden pro Jahr pro Beschäftigter aufgewendet.

Für Mitarbeiterbindung und –gewinnung werden angesichts des geringen

Spielraums beim Gehalt andere Instrumente an Bedeutung gewinnen.

Neben den folgenden in der Befragung aufgeführten Vergütungselementen

sind oft individuelle Lösungen in den Unternehmen

sinnvoll – vor allem wird über die Unternehmenskultur („social life“)

diskutiert.

Tab. 4: Zusätzliche Vergütungselemente

Anteil der Unternehmen mit... [%] Gesamtbefragung

Bezahlte Überstunden 39,18

Betriebliche Altersversorgung 40,94

Weihnachtsgeld 46,78

Urlaubsgeld 19,30

Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter 32,16

Sieht man sich die Bandbreite des Vergütungsvolumens in Relation

zum Jahresgehalt an, so beträgt die Differenz zwischen kleinstem und

höchstem Wert jeweils mehrere Prozentpunkte.

Fazit

BDB.NRW

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Honorarsituation sich nicht

wesentlich verbessert hat. Trotz guter Auftragslage ist keine spürbare

27


Ertragssteigerung erkennbar. Die Personalfrage entwickelt sich auch deshalb

zum wichtigsten Problem der Büros, weil sie nicht in die Lage versetzt

werden, ähnlich attraktive Gehälter zu zahlen wie die Industrie.

Weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse des Bürokostenvergleiches

2010 sind vom Autor unter info@seidel-consult.com bzw. telefonisch

unter 02225 7089964 zu erhalten.

Wird die Berufshaftpflichtversicherung

teurer?

Die BDB-Nachrichten befragten Bernd Mikosch, Geschäftsführer des

BDB-Rahmenvertragspartners UNIT Versicherungsmakler GmbH, zu

seinem Informationsstand im Hinblick auf zu erwartende Prämienerhöhungen

in der Berufshaftpflichtversicherung der Ingenieure und

Architekten.

BDB-Nachrichten: Herr Mikosch, wir erhalten besorgte Anfragen von

Mitgliedern, die von einer geplanten Prämienerhöhung der Berufshaftpflichtversicherungen

gehört haben. Angeblich stehen geplante

Steigerungen von bis zu 300 Prozent im Raum.

Mikosch: Diese Zahl weise ich als Panikmache zurück, das kann allenfalls

in Einzelfällen vorkommen. Wahr ist, dass der Markt derzeit in Bewegung

ist. Die Versicherer reagieren auf die geplante Reform der europäischen

Versicherungsaufsicht „Solvency 2“, mit der erhöhte Anforderungen

an das Eigenkapital der Gesellschaften eingeführt

werden. Damit ist leider in vorderster Linie die Berufshaftpflichtversicherung

mit ihrem für Versicherungsmathematiker schwer kalkulierbaren

Spätschadenrisiko und den hohen Reserven betroffen.

BDB-Nachrichten: Inwieweit sind denn der BDB-Rahmenvertrag und

damit unsere Mitglieder betroffen?

Mikosch: Der Rahmenvertrag bezieht sich ja auf die unabhängige Beratung

durch UNIT, also gerade nicht auf einen bestimmten Versicherer.

Bei allen Versicherern wird in den nächsten zwei Jahren mit Sanierungsaktionen

zu rechnen sein, das heißt mit Versuchen, das Verhältnis von

Prämieneinnahmen zu Schadenzahlungen und –rück stellungen zu verbessern.

Wir beobachten dabei unterschiedliche Ansätze. Die Zurich will

auf Basis der Schadenquote der Gesamtheit der versicherten Planer einen

sogenannten „technischen Versicherungsbeitrag“ berechnen. Andere

Versicherer planen so genannte Schadenbedarfsprämien, also Vertragssanierungen

auf Basis der Schadenquote des Einzelvertrags, was für

die betroffenen Büros dann noch teurer wird.

BDB-Nachrichten: Wie kann die UNIT betroffenen BDB-Mitgliedern

helfen?

Mikosch: UNIT wird überzogenen Forderungen der Gesellschaften

entgegentreten. Mit der Marktmacht unserer Muttergesellschaft Aon

im Rücken sind wir nicht wie viele kleinere Makler zum Umsetzen von

mehr oder weniger qualifizierter Sanierungsbestrebungen einzelner

Versicherer gezwungen. Wenn eine Gesellschaft über das Ziel hinausschießt,

verhandeln wir mit anderen Versicherern Paketlösungen. Der

Großteil unserer UNIT-Kunden wird dabei – zumindest in den nächsten

2 bis 3 Jahren – von Prämienerhöhungen verschont bleiben.

28

BDB.NRW UNITA INFORMIERT /BERICHT AUS BERLIN September 2011

Erheblich schadenbelastete Büros müssen aber durchaus damit rechnen,

dass im Ergebnis einer Marktausschreibung höhere Prämien zustande

kommen. Aber auch bei diesen Verträgen erwarten wir aufgrund

unseres stabilen Gesamtportfolios angemessene Sanierungsangebote.

BDB-Nachrichten: Dann wünschen wir im Interesse unserer Mitglieder

viel Erfolg bei den Verhandlungen und bedanken uns für das Gespräch.

Auszug aus dem Bericht aus

Berlin 08-2011

BDB-INTERN

Präsidiumssitzung

Am 6. Juli fand in Berlin die erste Präsidiumssitzung in personeller

Neubesetzung nach dem Deutschen Baumeistertag in München statt.

Der Baumeistertag wurde einer kritischen Analyse unterzogen. Man

war sich einig, dass man jetzt konstruktiv nach vorne schauen muss.

Die Arbeit der Arbeitsgruppe Zukunft wird in geänderter Form fortgesetzt

und zu Ende geführt. Es werden Arbeitsgruppen von maximal

fünf Personen gegründet. Jede Arbeitsgruppe wird von einem Präsidiumsmitglied

geleitet und es sollte ihr auch jeweils ein Mitglied des

Bundesvorstandes angehören.

Zu folgenden Themen, sie sind Inhalt des Leitantrages des Präsidiums,

sind Arbeitsgruppen einzusetzen:

Mehrwertgestaltung für Mitglieder, betreut durch Helmut Zenker

Mitgliederbetreuung, Mitgliederbindung,

betreut durch Christoph Schild

Mitgliederdialog unter Einbindung moderner Netzwerke betreut

durch Ernst Storzum

Fort- und Weiterbildung, betreut durch Klaus Schneider

Struktur des Verbandes, betreut durch Hartmut Miksch

Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit, betreut durch Hubert

Borchert.

Die Konstituierung der Arbeitsgruppen soll bis Ende August abgeschlossen

sein. Erste Zwischenergebnisse werden dem Bundesvorstand

im Dezember vorgelegt.

Aufgrund der Neuwahl von Klaus Schneider ins Präsidium wurde die

Geschäftsverteilung in einigen Bereichen geändert:

Präsident Hans Georg Wagner

Präsidium / Bundesvorstand / Saarland / Bundesregierung / Bundestag

/Verbändegespräch

Vizepräsident Hubert Borchert


September 2011

Berlin / Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern / Sachsen / Sachsen-Anhalt

/ Thüringen / Vertretung der neuen Länder und deren Koordinierung

/BFR Unternehmer

Vizepräsident Ernst Storzum

Haushalt und Finanzen / Rheinland-Pfalz / Hessen

Präsidiumsmitglied Klaus Schneider,

AHO / BFR Ingenieure / EFCA / Bildungswerk / Bundesingenieurkammer

/ Bayern

Präsidiumsmitglied Hartmut Miksch

BFR Architekten / Nordrhein-Westfalen / Bundesgeschäftsstelle /

Fachbeirat DBZ / ACE / Bun-desarchitektenkammer

Präsidiumsmitglied Christoph Schild

Hochschule / Studenten / Bremen / Hamburg / Niedersachsen /

Schleswig-Holstein

Präsidiumsmitglied Helmut Zenker

Angestellte / Beamte / Baden-Württemberg / Fachbeirat DBZ

Das neue Präsidium v.l.n.r. Dipl.-Ingenieure Klaus Schneider, Hubert Borchert, Hans

Georg Wagner, Hartmut Miksch, Ernst Storzum, Helmut Zenker, Christoph Schild

Foto: faces by frank

Auf dieser Sitzung wurde neben den verbandspolitischen Themen

auch die wichtigen berufspolitischen Probleme behandelt. Der

Schlussbericht des Bauministeriums zur HOAI liegt mittlerweile vor.

Leider wurden die meisten Forderungen der Bundesarchitektenkammer

nicht aufgenommen. So soll es zwar beim Planen im Bestand wieder

einen Umbauzuschlag und eine komplizierte Berücksichtigung der

mitverarbeiten Bausubstanz geben. Die Forderung des BDB nach Erhöhung

des Mindestumbauzuschlags auf 40% wurde dem gegenüber

nicht aufgenommen. Im Gegenteil: der Zuschlag wurde auf 20% gedeckelt.

Jetzt wird die Novelle im federführenden Wirtschaftsministerium

behandelt. Zur Honorarhöhe will das Ministerium ein Gutachten

erstellen lassen. Nach den Berechnungen der BAK müsste das Honorar

um 15% Prozent steigen.

In einer Eilaktion wurden noch Musterbriefe an die Landesverbände

versandt zum Thema "Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung

von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden"

mit der Bitte, diese an ihre Ministerpräsidenten zu verteilen, da am darauf

folgenden Freitag eine entscheidende Sitzung des Bundesrates zu

diesem Entwurf stattfand. Der Entwurf wurde vom Bundesrat abgelehnt.

BERICHT AUS BERLIN BDB.NRW

Christoph Schild wurde in das Kuratorium der Stiftung "Grüne Stadt"

berufen. Zweck der Stiftung DIE GRÜNE STADT ist die Förderung des

Umweltschutzes, der Wissenschaft und Forschung sowie des bürgerschaftlichen

Engagements. Sie widmet sich Städten und Gemeinden

als Zentren für Leben, Arbeiten, Wohnen, Kommunikation, Kultur und

Wirtschaft. Ziel ist die Bewusstseinsbildung bei jeglichen Entscheidungsträgern,

dass Art, Größe und Gestaltung von Grünflächen bei

Neu- und Umbauten in Städten von Anfang an feste Bestandteile der

Planung sind.

Präsident PSTS a.D. Hans Georg Wagner Foto: bdb.bund

Präsident Wagner in Auswahlkommission zur

nächsten Architekturbiennale

Präsident Wagner wurde vom Bundesbauministerium als Experte für

die Auswahlkommission, insgesamt 11 Personen, für den deutschen

Beitrag zur nächsten Architekturbiennale in Venedig im Jahr 2012 berufen.

In der ersten Sitzung am 2. August in Berlin wurden aus den 74

eingereichten Konzeptskizzen 6 ausgewählt. Die Konzepte befassten

sich mit den Themen: Zukunft des deutschen Pavillons, Energiewände,

Stadtentwicklung und Architektur.

Die ausgewählten Bewerber bekommen die Gelegenheit, während einer

zweiten Sitzung ihr Konzept persönlich der Kommission vorzustellen.

Diese Sitzung endet mit einer Empfehlung eines Bewerbers an das

Bundesbauministerium.

Selbstständig im Planungsbüro - BDB-Tipps für

Existenzgründer

Das BDB-Bildungswerk hat gemeinsam mit dem

Jahrbuch-Verlag erneut dieses Standardwerk für

Existenzgründer im Ingenieur- oder Architekturbüro

publiziert. Das Handbuch wurde komplett

überarbeitet. Die 13 Fachautoren widmen sich in

ihren Beiträgen allen Themen, die für Gründungswillige

relevant sind. Von der wirtschaftlichen Führung

des Büros über Marketing bis hin zu Haftungsfragen

reicht das Spektrum der Themen. Natürlich werden auch

Honorargestaltung und HOAI behandelt.

Selbstständig im Planungsbüro hilft nicht nur dem Existenzgründer,

sondern ist auch für Architekten und Ingenieure interessant, die nach

einigen Jahren der Freiberuflichkeit, die Strukturen im Büro optimieren

möchten.

Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis ermöglicht schnelles Auffinden

aller relevanten Inhalte: Von Abnahme bis Zielvereinbarung.

29


Foto: eres.ddorf

BDB.NRW BERICHT AUS BERLIN

September 2011

Herausgeber: BDB-Bildungswerk e.V.,

c/o BDB-Bundesgeschäftsstelle, Willdenowstraße 6, 12203 Berlin,

Fax 030/ 84189722, info@baumeister-online.de

Verlag: Jahrbuch-Verlag Foester & Partner oHG, Scholzenhof,

Lindenstraße 15, 54579 Leudersdorf, Tel.:02696/1221,

hfr@artcollegium.de

ISBN 978-3-89296-094-2,

200 Seiten Paperback, Preis 29,80 Euro

Für Mitglieder des BDB Euro 22,00 plus Euro 1,50 Porto und

Versandkosten.

E-mail: legans@baumeister-online.de

BERUF AKTUELL

Baugewerbe bleibt positiv gestimmt

Die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen

Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für Juni 2011

zeigt, dass die Geschäftslage auch im Juni im Wohnungsbau am besten

beurteilt wird. Per Saldo bleibt die Einschätzung im gewerblichen

Bereich ebenfalls positiv, wobei es zum Vormonat keine weitere Verbesserung

gab. Unbefriedigend bleibt dagegen die Lage im öffentlichen

Bau.

Die Ordertätigkeit hält im Wohnungsbau das in den Vormonaten erreichte

gestiegene Niveau. Der Wirtschaftsbau kann von der positiven konjunkturellen

Entwicklung weiter profitieren. Hier wird von steigender

Nachfrage berichtet. Zum öffentlichen Bau nehmen die Auftragnehmer

keine veränderte Nachfrage im Vergleich zu den Vormonaten wahr.

Die Bautätigkeit bleibt im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau belebt.

Im öffentlichen Bau fehlen neue Impulse, so dass die Bautätigkeit

auf Vormonatsniveau verbleibt.

Die Beschäftigung wird saisontypisch gestiegen bewertet. Die Auftragsbestände

sind im Hochbau in den alten Ländern nicht weiter angestiegen

und halten bei 2,6 Monaten (Vormonat 2,7 Monate). Im

Tiefbau gab es im Juni eine Steigerung um 0,3 Monate von 1,8 Monate

auf 2,1 Monate. In den neuen Ländern hielt das Niveau, im Hochbau

bei 3,5 Monaten und im Tiefbau bei 2,2 Monaten.

Die Geräteauslastung liegt im Hochbau in den alten und neuen Ländern

wieder bei knapp 70 %. Im Tiefbau erreichen die neuen Länder

30

mit 70 % nicht ganz das Niveau des Vormonats (73 %). In den alten

Ländern ist eine Zunahme von 65 % auf 68 % zu verzeichnen.

Die Erwartungen an die Geschäfts- und Auftragsentwicklung sind tendenziell

weiter positiv. Rückläufige Entwicklungen werden hier nicht

prognostiziert. Auch für die Preisentwicklungen erwarten zunehmend

Unternehmen ansteigende Tendenz. Hier spiegelt sich der gestiegene

Kostendruck bei den Einkaufspreisen für Material und gestiegene Löhnen

(seit Mai) wider. Ersatzbeschaffungen prägen das Bild bei der Investitionstätigkeit.

Meldungen zu Rationalisierungsinvestitionen nehmen

sichtbar zu.

Der Facharbeitermangel bleibt in Ost und West ein Hauptgrund für

Baubehinderungen. Zahlungsverzögerungen werden als häufigster

Grund für Baubehinderungen angeführt.

KULTUR UND MEHR

ERNST MAY (1886-1970). Neue Städte auf drei Kontinenten

28. Juli - 6. November 2011

Zum 125. Geburtstag von Ernst May am 27. Juli 2011 präsentiert das

DAM die erste Gesamtübersicht zum Wirken des Architekten und

Stadtplaners. May begann seine Architektentätigkeit in Frankfurt um

1912 und leitete schon bald in Schlesien einen umfangreichen Wohnungs-

und Städtebau. Nach seiner Rückkehr an den Main entwickelte

er ab 1925 das international anerkannte Experiment "Das Neue

Frankfurt", in dessen Rahmen auch die "Frankfurter Küche" entstand.

Im großen Stil plante er dann ab 1930 in der UdSSR neue Städte für

die Industriezentren. Es folgte ein zwanzigjähriges Exil im kolonialen

Ostafrika, bevor er 1954 nach Deutschland zurückkehrte, um noch ein

Spätwerk in Gestalt zahlreicher Großsiedlungen umzusetzen. Die Entwicklung

der Gartenstadtidee, des typisierten Wohnungsbaus und des

Trabantensystems zeigen Mays herausragendes Engagement für die

Moderne. Mays Wirkungsfeld erstreckte sich über drei Kontinente

und über sehr unterschiedliche politische Systeme. Sein Leben ist damit

auch als spannungsreiche politische Biographie zu lesen. Die Ausstellung

zeigt alle Stationen von Mays Wirken anhand von Fotografien,

Plänen, Modellen, Filmen und einer 3D-Projektion.

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein umfangreicher und

reich bebilderter Katalog in Deutsch\Englisch.

Neuerscheinung in der AHO-Schriftenreihe:

Heft Nr. 25

Leistungsbild und Honorierung

Leistungen für Baulogistik

Stand: März 2011

Überarbeitet von dem AHO-Arbeitskreis "Baulogistik"

Die in diesem Heft aufgezeigte Lösung von baulogistischen Problemen

soll die klassische Arbeitsvorbereitung der ausführenden Firmen nicht

ersetzen, sondern die Baustellenrandbedingungen bereits in der Planungsphase

erfassen, mittels eines Baulogistikkonzeptes analysieren,

Lösungswege aufzeigen und schließlich den anbietenden Unternehmen

als Angebotsgrundlage an die Hand geben.

Aus dem Inhalt:

• Leistungsbild

• Abgrenzung zu Leistungen der HOAI

• Ermittlung der Honorare

• Erläuterungen


September 2011

Der AHO und insbesondere die Autoren hoffen, mit diesem AHO-

Heft Nr. 25 die Erbringer baulogistischer Abläufe gerade beim Bauen

im Bestand hilfreich unterstützen zu können.

Das Heft ist in der Schriftenreihe des AHO Ausschuss der Verbände

und Kammern der Ingeni-eure und Architekten für die Honorarordnung

e.V. als unverbindliche Honorierungsempfeh-lung im Bundesanzeiger

Verlag erschienen. Es kann direkt beim AHO e.V. online über das

Bestellformular auf der AHO-Homepage unter

http://www.aho.de/schriftenreihe oder per Fax unter

030/310191711 zu einem Preis von 14,80 €inkl. gesetzl. MwSt. zzgl.

Versandkosten bezogen werden.

Auszug aus dem Bericht

vom Deutschen Baumeistertag

2.-4.6.2011 in München

Öffentliche Kundgebung

„Weniger, älter, grüner – Bauen im Spannungsfeld von Demografie

und Ökologie“ lautete das Motto des Baumeistertages, das Präsident

Hans Georg Wagner auch zum Thema seiner Einführungsrede machte.

Doch zuvor begrüßte er die Delegierten, die an den Baumeistertagen

die wichtigste Rolle für den BDB spielen, da sie die Geschicke des

Verbandes bestimmen. Als Ehrengäste hieß Wagner die Vertreterin der

Stadt München, die Berufsmäßige Stadträtin im Baureferat Rosemarie

Hingerl willkommen, ebenso den Staatsekretär im Bundesministerium

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Rainer Bomba, den Staatsminister

des Bayerischen Staatsministeriums des Innern Joachim Herrmann,

Frau Professorin Claudia Lüling in ihrer Funktion als Juryvorsitzende

des Studentenförderpreises und Festredner Uwe Möller vom

Club of Rome.

Vor dem Hintergrund der inzwischen parteiübergreifend geforderten

Energiewende, so Wagner, stehe die Bundesrepublik Deutschland vor

zwei großen Herausforderungen: Vor der Bewältigung der Folgen des

demografischen Wandels in unserem Land und vor der Bewältigung

der Klimafrage. Beide Themen haben massive Konsequenzen für die

Tätigkeit von Architekten und Ingenieuren und vor allem für das Bauen

in Deutschland. Der später abzustimmende Initiativantrag des Präsidiums

trage dieser Entwicklung Rechnung.

Wagner streifte das Thema HOAI, bei dem sich Architekten und Ingenieure

nicht mit einer Anhebung der Honorare um fünf Prozent zufrieden

geben würden, wenn Juristen mit Unterstützung der Justizministerin

19 Prozent einforderten. Auch dem zweiten Thema der letzten

Jahre, der Ausbildungssituation der Studierenden, widmete Wagner

einige Worte und warnte vor dem bereits existierenden Fachkräftemangel,

der eine Green-card für Bauingenieure nötig machen könnte.

Zudem habe Deutschland mit der Einführung von Bachelor und Master

die eingeführte Marke Dipl.-Ing. für nichts aufgegeben. Wagner betonte,

dass der BDB sich weiterhin für eine gute Ausbildung mit mindestens

acht Semestern Regelstudienzeit einsetzen werde.

Rosemarie Hingerl berufsmäßige Stadträtin im Baureferat der

Stadt München sagte, dass Oberbürgermeister Ude habe sie gebeten

habe, ein Grußwort an die Delegierten des Baumeistertages zu richten.

„Dieser Aufgabe komme ich sehr gerne nach, denn als gelernte Architektin

und Regierungsbaumeisterin fühle ich mich dem BDB ver-

BERICHT AUS BERLIN BDB.NRW

bunden, außerdem brauche ich die Mitglieder des BDB als Mitarbeiter

für die größeren und kleineren Bauaufgaben der Stadt München.“ Hingerl

lobte die Wahl des Veranstaltungsortes, zeige doch die gelungene

Verbindung von Tradition und Moderne des Ensembles von alter

Kongresshalle, Hallen des Deutschen Museums und neu entstandenem

Büro- und Wohnquartier deutlich die in München angestrebte

bauliche Qualität.

Im Baureferat der Stadt werde, so Hingerl, außer dem Wohnungsbau alles

betreut, was die Stadt München baue. „Ich verfüge über 3600 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und brauche für die anstehenden Aufgaben

vor allem die große Kompetenz von Architekten und Ingenieuren, da

HOAI-Leistungen vom Baureferat nicht selbst erbracht werden.“ Die

jährlichen Investitionen lägen bei 700 Mio. Euro, wobei 60 Prozent in

den Neubau und die Generalsanierung flössen und 40 Prozent in die Unterhaltung.

Die wirklich hohen Ausgaben entstünden bei der Planung

und beim Bau von Straßentunneln, wie derzeit am mittleren Ring, wo

zwei Tunnel in Arbeit sind und ein dritter sich in Planung befindet. Des

Weiteren saniere die Stadt seit 2009 das Lenbachhaus, dessen Fertigstellung

und Wiedereröffnung für das Jahr 2013 geplant sei, und setze den

Wettbewerb zum NS-Dokumentationszentrum um.

v.l. Rainer Bomba, Joachim Herrmann, Hans Georg Wagner

Als Boomregion passt München, so Hingerl, zumindest nicht unter den

ersten Teil des Baumeistertagsmottos, denn „weniger“ werde München

nicht, eher mehr. Doch „älter und grüner“ ließe sie für die Stadt

gelten und zeigte verschiedene Projekte auf, die das belegen sollten.

Weil ein Ballungszentrum wie München die höchsten CO2-Ausstöße

produziert, hat die Stadt ein integriertes Handlungsprogramm Klimaschutz

aufgelegt. Im Baubereich wird lange Lebensdauer und hohe

Umweltverträglichkeit angestrebt, zudem sei seit 1989 durch optimiertes

Energiemanagement der Energieverbrauch städtischer Gebäude

um 29 Prozent gesenkt worden. Als aktuelles Projekt entsteht

gerade ein vierzügiges Gymnasium in Passivhausstandard, was besondere

Anforderungen an die Planer stellt.

Neben solchen baulichen Maßnahmen hilft die Versorgung mit Grünanlagen,

die Erwärmung zu reduzieren, so Hingerl. Ziel der Münchner

Grünplanung sei es deswegen, Grünzüge nicht der Verdichtung zu opfern

und Grünflächen möglichst in den Quartieren zu verorten. Der

Leuchtturm der Grünplanung sei aber das seit zehn Jahren realisierte

Großprojekt „Erholungsraum Isar“. Gemeinsam mit dem Freistaat und

dem Wasserwirtschaftsamt wird der Hochwasserschutz an der Isar erhöht,

das Isarbett aufgeweitet, die Erholungsfunktion gestärkt und

auch der Raum für die isartypische Pflanzen- und Tierwelt verbessert.

Obwohl die Eröffnung erst für August 2011 vorgesehen ist, schlägt das

Projekt bereits internationale Wellen und Städte wie etwa Cincinnati

31


BDB.NRW BERICHT AUS BERLIN

September 2011

in den USA haben bereits nachgefragt, wie sie so eine Maßnahme

durchführen könnten.

Auch mit dem „älter“ sehe die Stadt München sich konfrontiert und

setze in öffentlichen Gebäuden bereits seit dem Jahr 2003 die Barrierefreiheit

um. München sehe die barrie-refreie Gestaltung von Gebäuden,

Plätzen und Verkehrsmitteln nicht nur als Rechtsaufgabe, sondern

im Zuge einer immer älter werdenden Gesellschaft auch als einen Indikator

für Lebensqualität in der Stadt. So wird etwa der in die Jahre gekommene

Bodenbelag der Fußgängerzone barrierefrei optimiert, im

Luitpoldpark in Schwabing wird ein Generationengarten errichtet und

mit dem Petuelpark sei im Jahr 2004 der erste Stadtpark behindertengerecht

ausgebaut worden. Auch hier sind die Bodenbeläge rollstuhlgerecht

und es gibt nur stufenlose Zugänge zu Spielplätzen, Gärten

und Gebäuden. Obwohl die Stadt München viel tut und sich der Herausforderung

von Demografie und Ökologie stellt, bleiben noch viele

Aufgaben für die Zukunft, sagte Hingerl und schloss: „Wir zählen auf

Sie, auf Ihre Branche, um uns zu unterstützen, damit wir mit Ihnen gemeinsam

in Zukunft diese Herausforderung meistern können.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bauen und

Stadtentwicklung Rainer Bomba bekannte gleich zu Beginn seiner

Rede, dass er selbst jahrelang als Ingenieur tätig gewesen sei und um

die Aufgaben und Nöte der Anwesenden wisse. Er dankte für die Einladung,

der er sehr gerne nachgekommen sei und überbrachte herzliche

Grüße von seinem Dienstherrn Bundesbauminister Ramsauer, der

aus terminlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein konnte. Der

Staatssekretär bescheinigte Präsident Wagner und dem BDB-Präsidium

hellseherische Fähigkeiten, denn wer konnte vor einem halben

Jahr, als das Motto beschlossen wurde, diese Entwicklung vorhersehen.

Die Bundesregierung arbeite in dieser Minute an der Energiewende,

erläuterte Bomba, denn die Kanzlerin treffe sich gerade mit den

Ministerpräsidenten der Länder um die Vorstellungen abzugleichen.

Bomba skizzierte kurz die aktuellen Rahmenbedingungen beim Bauen,

die sich vor allem wegen der Maßnahmen der Konjunkturpakete 1

und 2 nicht so düster gestalteten wie erwartet. Die Stabilisierung der

Bauwirtschaft sei erfolgreich verlaufen, niedrige Hypothekenzinsen

und robuste Arbeitsmärkte stützen diese Entwicklung. Bomba prognostizierte,

dass der Wohnungsbau weiter wachsen und sich der Wirtschaftsbau

dynamischer entwickeln werde. Und beim öffentlichen Bau

wirken die Konjunkturpakete im Jahr 2011 nach.

Eines der zentralen Politikfelder der nächsten Jahre sei der Klimaschutz

und vor allem die Verbesserung der Energieeffizienz. Man wolle

mit der energetischen Sanierung bis im Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen

Gebäudebestand erreichen, was auf dem heutigen Preisniveau

und Stand der Wohnungen Investitionen in einer Höhe von

mindestens 3,5 Bio. Euro bedeute. Da Zwangsmaßnahmen zur Erreichung

dieses Zieles abgelehnt würden, setzt die Regierung auf wirtschaftliche

Anreize und vor allem auf Eigenverantwortung.

Als angestrebtes Zwischenziel wurde formuliert, den Wärmebedarf bis

2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Man müsse sich vor Augen führen,

dass das Bun-desministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

für 70 Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland zuständig ist,

und auch für die damit in Verbindung stehenden CO2-Emissionen.

Deshalb trägt sein Ministerium eine besondere Verantwortung und

will mit einem ausgewogenen Instrumentenmix aus fordern, fördern,

informieren, Marktkräfte stärken und mobilisieren Energieeinsparpotenziale

zügig und konsequent erschließen. Um das CO2-Gebäudesanierungsprogramm,

das derzeit jährlich mit 1,5 Mrd. Euro bezuschusst

wird effektiver zu gestalten, werden marktbasierte Lösungen ausgearbeitet,

um noch mehr Geld für diese Aufgabe bereitstellen zu können.

32

Zudem werde ein neues Programm Energetische Stadtsanierung aufgelegt

und die Anpassung des Bauplanungsrechtes betrieben.

Die Städtebauförderung, erläuterte Staatssekretär Bomba, sollte aus

rein fiskalischen Gesichtspunkten halbiert werden, und er dankte dem

BDB und vor allem Hans Georg Wagner für das Engagement. Zwar seien

die 455 Mio. Euro noch immer zu wenig, doch die stehen auch für

das Jahr 2012 zur Verfügung und würden Investitionen in einer Höhe

von 3,9 Mrd. Euro auslösen. Damit könnten die Städte fitt für die Zukunft

gemacht werden. Bomba gratulierte Präsident Wagner zur Berufung

in das „Kuratorium nationaler Städtebau“ und bekannte, dass

er sich auf die Zusammenarbeit freue.

Für das Förderprogramm altengerechtes Wohnen, so Bomba, werde

man im Ministerium kämpfen, der Minister habe sich kürzlich erst wieder

dafür ausgesprochen. Und auch bei der HOAI könne sich der BDB

auf die Unterstützung des Ministeriums verlassen, denn das Bauministerium

stehe zu seinem Wort, dass man gemeinsam zu guten Ergebnissen

komme.

Zum Schluss dankte Rainer Bomba für die Einladung, der er sehr gerne

gefolgt sei.

Joachim Herrmann Staatsminister des Bayerischen Ministeriums

des Inneren betonte als erstes, dass er mit Begeisterung auch Bauminister

sei. „Bayern ist ein Kulturstaat, so steht es in der Verfassung, und

Kultur ist für mich auch Baukultur,“ sagte er. Er lobte das gewählte

Motto, „da steckt viel Musik drin“, wollte aber die Komponente der älter

werdenden Gesellschaft nicht so negativ sehen, sei es doch ein

Freude, dass Menschen länger leben könnten. Dieser Entwicklung

müsse man jetzt im Bauen gerecht werden, indem man keine Altersheime

baue, sondern altengerechte Wohnungen anbiete. Dass weniger

Kinder geboren würden, könne man durch bauliche Maßnahmen

nicht aus-gleichen, aber es gebe Regionen wie Bayern, die nicht

schrumpfen, sondern zumindest bis 2030 eine stabile Bevölkerungsentwicklung

aufweisen. Herrmann sprach sich für die Erhöhung der

Städtebaufördermittel aus, forderte für 2012 aber, zumindest das Niveau

des Vorjahres zu halten.

Bei der Energieeinsparung gehe das staatliche Bauen in Bayern als gutes

Vorbild voran, habe man doch viele staatliche Verwaltungsgebäude

auf Passivhausstandard gebracht. Die Energiewende könne nur gelingen,

so Herrmann, wenn entscheidende Einsparungen im Gebäudebereich

gemacht würden. „Das ist ein gewaltiges Investitionsprogramm

für die gesamte deutsche Bauwirtschaft!“

Staatsminister Herrmann dankte den Verbänden und Kammern für die

gute Zusammenarbeit und versicherte, dass sie in der bayerischen

Staatsregierung bei den Themen HOAI, leistungsgerechte Vergütung

und Modernisierung der Leistungsbilder einen verlässlichen Partner hätten.

Er attestierte dem BDB, seinen Gremien und jedem Mitglied, wertvolle

Arbeit zu leisten, und wünschte viel Erfolg und Gottes Segen.

Verleihung des Studentenförderpreises

Die Laudatio und die Verleihung des Studentenförderpreises übernahm

die Juryvorsitzende Prof. Claudia Lüling. Sie dankte dem BDB für

die Auslobung des Förderpreises, den Studierenden fürs Mitmachen,

den Kollegen fürs Preisrichten und Marianne LeGans fürs Organisieren.

Mit insgesamt 74 Einreichungen fiel die Zahl der Teilnehmer etwas

geringer aus als vor zwei Jahren, 30 beispielhafte Gebäude, 24 Ingenieurbauwerke

und Konstruktionen sowie 20 Projekte aus dem

Städtebau wurden eingereicht. Sie schätze den Preis vor allem weil es


September 2011

ein offener Preis ist, sagte Lüling, nur die Rubrik Gebäude war mit der

Forderung nach kreativem Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit

eingeschränkt. Dass das Thema energetische Sanierung nicht vorkam,

müsse ein Signal für Lehrende an Hochschulen sein.

Um die Auswahlkriterien nachvollziehbar zu machen, erläuterte Lüling,

dass beispielhafte Lösungen für die Jury Lösungen mit einem

Mehrwert waren, die sowohl das „Wie“, wie entsteht eine Planung als

auch das „Was“, was entsteht hinterher und was ist dann Baukultur behandelt

haben. In der Beantwortung dieser Frage wagte Lüling die These,

dass Baukultur heute ein Stück weit auch Energiekultur ist, wobei

interessant ist, was am Ende dabei herauskommt. Die Überlagerung

dieser drei Bereiche sollte in einer Arbeit vorhanden sein, damit sie diesen

Mehrwert hat. Im Bereich der Planungsstrategien reicht die Bandbreite

der 74 Arbeiten von fast aus den 70er-Jahren angehauchten partizipatorischen

Prozessen bis zu parametrischem Entwerfen. Das Was

zeigt sich oftmals in Überlagerungen, wo eine Infrastruktur fast schon

Gebäudequalitäten hat und Gebäude mit all ihrer technischen Ausstattung

ein Stück Infrastruktur der Stadt werden. Die einzelnen Arbeiten

stellte Lüling dem interessierten Publikum in Wort und Bild vor und

wer noch nicht genug gesehen hatte, konnte sie sich im Foyer in einer

kleinen Ausstellung noch einmal genau ansehen.

Die Förderpreise gingen an Jens Johannisson für die Arbeit „Von der

Kraft des Wassers …“, an Jens Lehmann für seine Arbeit „Dynamic

City“, und an Frank Lindner und Elias Fuchs für „Ein Haus heute“.

Festvortrag

Uwe Möller, Mitglied der Vorstandschaft der Deutschen Gesellschaft

Club of Rome, hatte das Thema „Keine Zukunft ohne nachhaltige

Städte“ für seinen Festvortrag gewählt, das er jedoch eher locker

umspielte als es stringent auszuarbeiten. Was in vielen Fällen zu

langwierigen Wortkaskaden führt, brachte hier den einen oder anderen

kurzweiligen Augenöffner, wenn Möller etwa China mit seiner inzwischen

dreißig Jahre währenden Ein-Kind-Politik nicht mehr zu den

dynamischen Gesellschaften zählt und behauptet, es gäbe nur noch

eine Region in der Welt, die wirklich wachse, Nordafrika. Porschefahrer

bekamen vom Festredner ebenso ihr Fett ab, wie die USA, die in der

Nachhaltigkeitsdebatte keine Führungsrolle einnähmen und auch bei

der Energieeffizienz hinterherhinkten.

Blick in den Saal

Möller beschrieb die Entwicklung des Club of Rome als private Gründung

eines FIAT-Managers und eines hochrangigen Mitglieds der

BERICHT AUS BERLIN BDB.NRW

OECD, die bereits 1968 die Frage aufwarfen, wie wir die Zukunft vernünftig

gestalten können. An der Beantwortung dieser Frage arbeitet

der Club of Rome noch immer, inzwischen jedoch nicht mehr nur analysierend,

sondern anhand mehrerer entwicklungspolitischer Projekte

auch praktisch.

Dabei nutzen die Mitstreiter des Club of Rome ihre Kontakte zur Wirtschaft

und arbeiten etwa bei dem DESERTEC-Projekt, einem Solarthermieprojekt

in Nordafrika, mit führenden deutschen und internationalen

Firmen zusammen.

Nur die schon fortgeschrittene Zeit zwang Möller, zum Ende zu kommen,

er selbst hätte gerne noch eine Stunde weiter von der Welt und ihrer

Rettung berichtet. Mit großem Applaus ging eine interessante öffentliche

Kundgebung zu Ende, die mit den gewählten Themen Demografie

und Ökologie offensichtlich einen Nerv der Zeit getroffen hatte.

Christoph Tempel

Hinweis: Der vollständige Bericht ist in der BDB-Beilage der dbz –

Ausgabe 8-2011 – veröffentlicht

Copyright Fotos: faces by frank

Im internen Teil der diesjährigen Versammlung beschlossen die Delegierten

eine Resolution zur Demographischen Entwicklung und zum

Klimawandel, die wir nachfolgend abdrucken.

Deutscher Baumeistertag 2011

Resolution zum Thema des Baumeistertages 2011

in München

Weniger, älter, grüner – Bauen im Spannungsfeld

von Demographie und Ökologie

Die Bundesrepublik Deutschland steht vor großen Herausforderungen,

die über die Zukunft der Bürger in der Bundesrepublik mitentscheiden

werden! Die Bewältigung der Folgen der demographischen

Entwicklung in unserem Land und die Bewältigung der Klimafrage.

Beide Zukunftsthemen haben Konsequenzen für das Bauen in

Deutschland und damit auch für die Tätigkeit von ArchitektInnen und

IngenieurInnen. Die Lösung dieser Aufgaben wird mit darüber entscheiden,

unter welchen Rahmenbedingungen unsere Kinder und wir

zukünftig leben können!

Demographische Entwicklung

Es ist unstrittig, dass die demographische Entwicklung bewirkt, dass

unsere Gesellschaft schrumpft, wir immer älter werden dürfen und der

Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung immer größer

wird.

Es ist ebenfalls unstrittig, dass der überwiegende Teil unserer Städte

und Gemeinden schrumpft, ohne dass wir hierauf bereits die richtige

Antworten kennen. Das hat nicht nur Konsequenzen für die Frage der

Rentenhöhe, sondern auch für die Frage des passenden Wohnungsangebotes

für ältere Menschen.

Wir müssen in den nächsten 15 - 20 Jahren mindestens ein Drittel un-

33


seres Wohnungsbestandes an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen,

Wohnungen in denen Menschen alt werden können, in einem

Wohnumfeld, das möglichst barrierearm ist. Alle Umfragen bestätigen,

dass auch alte Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben

wollen, solange es möglich ist. Sie wollen in ihrem gewachsenen sozialen

Umfeld leben, möglichst bis zu ihrem Tod. Diesem Wunsch entgegenzukommen

ist das Gebot der Stunde.

Auch ein reiches Land wie die Bundesrepublik Deutschland wird nicht

in der Lage sein, ältere Menschen mit einer gewissen Pflegebedürftigkeit

in Pflegeheimen zu versorgen. Aus diesem Grunde stimmen hier

die Wünsche der Betroffenen und die gesellschaftlichen Zielsetzungen

überein. Diese Bedürfnisse zu befriedigen erfordert allerdings ein gewaltiges

Bauprogramm sowohl in unseren Wohnungsbeständen als

auch im Bereich des Wohnungsneubaus.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind ca. 50 Milliarden € erforderlich, um

ein Drittel des vorhandenen Wohnungsbestandes altengerecht umzurüsten

bzw. neu zu errichten. Hierbei sind die Kosten für die Anpassung

des Wohn- und Lebensumfeldes noch nicht berücksichtigt.

Die hierzu notwendigen Maßnahmen kommen im Übrigen nicht nur

alten Menschen zugute, sondern ebenso Familien mit Kindern und Behinderten.

Klimafrage

Nicht erst seit Fukushima ist allen Verantwortlichen bewusst, dass wir

die Klimaveränderung langfristig stoppen, den Verbrauch von fossilen

Brennstoffen einschränken müssen und die Atomkraft keine Alternative

ist! Die Abkehr vom Einsatz fossiler Brennstoffe und die verstärkte

Nutzung von regenerativen Energien muss deutlicher den Forschungsbereich

und unseren Tätigkeitsbereich bestimmen.

Wir wissen, dass über 40 % des Energieverbrauchs und des Schadstoffausstoßes

aus Wohngebäuden resultiert.

Es steht außer Frage, dass der Einsatz von Energie, Rohstoffen und Boden

um ein Vielfaches verringert werden muss. Schätzungen besagen,

dass rund 40 Prozent der in Deutschland aufgewendeten Primärenergie

im Bausektor und hier insbesondere in der Beheizung unserer

Wohnungen verbraucht wird. Ein ungeheurer Wert, der deutlich

macht, welche Jahrhundertaufgabe hier vor uns liegt.

Mehr als 80 % unserer Gebäude sind vor dem Inkrafttreten der ersten

Wärmeschutzverordnung errichtet worden und entsprechen

längst nicht mehr heutigen energetischen Standards und Möglichkeiten.

Demgegenüber beträgt die Sanierungsquote in Deutschland etwa

ein Prozent des Bestandes pro Jahr! Alleine in NRW sind ca. 90 Mrd. €

notwendig, um ca. 70% unserer Bestände energetisch nachzurüsten!

Die Bundesregierung hat mit ihren Klimazielen für 2020 und 2050 ambitionierte

Marken gesetzt. Der BDB begrüßt diese Ziele ausdrücklich.

Wenn diese Ziele allerdings auch nur ansatzweise erreicht werden

sollen, brauchen wir ein belastbares, vertrauensbildendes politisches

Handeln. Die Investoren, die ArchitektInnen und IngenieurInnen

brauchen Planungssicherheit!

Die energetische Nachrüstung unserer Bestände muss eine zentrale

Aufgabe der nächsten 15-20 Jahre werden.

34

BDB.NRW BERICHT AUS BERLIN

September 2011

Fazit

• Wir brauchen nachfragegerechte Wohnungen für alle Bevölkerungsgruppen

insbesondere Angebote für die ältere Generation, in denen

sie mit Unterstützung sehr alt werden können.

• Wir brauchen eine energieeffiziente, altengerechte Architektur im

Neubau und die energetische Nachrüstung und den altengerechten

Umbau unserer Bestände.

• Wir brauchen ein barrierefreies/barrierearmes Wohnumfeld, überall

da wo alte Menschen leben.

• Wir brauchen zusätzliche Investitionen im Forschungsbereich für intelligente

Lösungen im Bereich der energetischen Nachrüstung der Bestände,

damit unsere Städte nicht im Einheitsbrei von Wärmedämmfassaden

verkommen!

•Wir brauchen eine vertrauensbildende Politik für diese Bereiche und

eine Verstetigung der finanziellen Basis.

Diese Zukunftsziele sind nicht alleine durch die Bereitstellung von Fördermitteln

zu erreichen. Wir brauchen sowohl Förderprogramme, die

diesen Aufgaben gerecht werden als auch die Aktivierung privaten Kapitals

über Abschreibungsmöglichkeiten, die zu wirtschaftlichen Ergebnissen

für diese Maßnahmen führen!

Für uns ArchitektInnen und IngenieurInnen stellt sich das Thema als

Zukunftsaufgabe, die nicht nur unser Fachwissen und Know-how erfordert

(und damit ein wichtiges Beschäftigungsfeld ist), sondern auch

große Verantwortung mit sich bringt.

• Verantwortung, die wir unseren Auftraggebern gegenüber haben,

• Verantwortung für die Baukultur in unserem Lande,

und

• Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen, denen

wir eine lebenswerte Umwelt hinterlassen wollen und müssen.

ArchitektInnen und IngenieurInnen des BDB stellen sich mit großer

Energie und Leidenschaft dieser Herausforderung!

Verbände fordern Kurskorrektur

bei der Energiewende – mehr

Gebäudesanierung (29. Juni 2011)

Morgen im Bundestag: Energiekonzept der Bundesregierung

32 Verbände fordern Kurskorrektur bei der Energiewende

– mehr Gebäudesanierung

Der Druck auf die Bundesregierung, Korrekturen an ihrem Energiekonzept

vorzunehmen, wächst. Einen Tag vor der geplanten Verabschiedung

im Bundestag haben sich 32 Verbände, Organisationen und

Institutionen für eine Nachbesserung des Gesetzespaketes zur Energiewende

ausgesprochen. Das Bündnis fordert die Bundesregierung in

einer gemeinsamen „Energie-Erklärung“ dazu auf, die energetische

Sanieren von Gebäuden sowie das energiesparende Planen und Bauen

stärker zu gewichten. Andernfalls könne das angestrebte Ziel, die

Sanierungsquote bei Gebäuden zu verdoppeln, nicht erreicht werden.

Dem Bündnis haben sich über die ursprünglich 26 Verbände der Bauund

Immobilienbranche seit Beginn dieser Woche weitere 6 Verbän-


September 2011

de und Institutionen angeschlossen. Damit wächst mit Blick auf die

energetische Gebäudesanierung die Kritik an der Energiewende der

Bundesregierung. Von der Gewerkschaft bis zur Wissenschaft – sie alle

treten für eine bessere Förderung der energetischen Gebäudesanierung

ein.

Der Altbaubestand in Deutschland biete ein „enormes Potenzial“, um

Energie zu sparen. Zudem würden Investitionen in die Gebäudesanierung

die Binnenkonjunktur beleben. Jeder Förder-Euro mobilisiere

acht Euro an privatem Kapital, das in den Baubereich investiert werde

– von der Planung des Architekten bis zur Fassadenisolierung. Steuern

und Sozialabgaben kämen zurück. Unterm Strich gehöre der Staat damit

– nicht nur klimapolitisch, sondern auch fiskalisch – zu den Gewinnern

der energetischen Gebäudesanierung.

Das Verbände-Bündnis fordert eine deutliche Aufstockung der KfW-

Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung. Kurzfristig müssten

hierfür mindestens 2 Milliarden – statt der bislang geplanten 1,5

Milliarden – Euro pro Jahr bereitgestellt werden. Mittelfristig seien 5

Milliarden Euro jährlich notwendig. Die Förderung müsse über mehrere

Jahre hinweg garantiert werden. Nur so bekämen sanierungswillige

Hausbesitzer die notwendige Sicherheit bei der Planung.

Die steuerlichen Anreize dürften nicht – wie geplant – ins nächste Jahr

verschoben werden. Dadurch verliere man bei der energiesparenden

Gebäudesanierung wertvolle Zeit. Darüber hinaus sprechen sich die

Bündnispartner dafür aus, bei Altbauten, die nicht mehr wirtschaftlich

zu sanieren sind, den Abriss und den anschließenden Neubau bei der

Förderung ebenso zu behandeln wie das energetische Sanieren. Der so

genannte Ersatzneubau müsse eine eigene KfW-Förderung und steuerliche

Anreize erhalten.

Hinweis:

Das Positionspapier finden Sie unter http://bit.ly/rlP4pT

Atomausstieg beschlossen -

Beschluss zur steuerlichen

Förderung der energetischen

Sanierung erfolgte jedoch

noch nicht

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung ( 08.07.2011 ) den Atomausstieg

und die Energiewende weitgehend abgesegnet. Er billigte das

Atomgesetz und sechs Begleitgesetze. Nur dem Gesetz zur steuerlichen

Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an

Wohngebäuden versagte er die Zustimmung. Bundestag und Bundesregierung

haben nun die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss

anzurufen.

Die Kernkraftwerke sind damit - zeitlich gestaffelt - bis zum 31. Dezember

2022 endgültig vom Netz zu nehmen. Der Anteil der Stromerzeugung

aus erneuerbaren Energien soll bis zum Jahr 2050 kontinuierlich

auf mindestens 80 Prozent steigen. Hierzu ist auch der rasche Ausbau

der Energienetze vorgesehen.

Infos unter: http://bit.ly/pXU1uM

BERICHT AUS BERLIN BDB.NRW

Übernahme der Meldung auf der Homepage des Deutschen Bundesrat

Hinweis: Der BDB.NRW-Landesvorsitzende Dipl.-Ing. Thomas Kempen

hatte sich in einer "Brandmail" vom 6.7.2011 an die Frau Ministerpräsidentin

noch vor der Beschlussfassung des Bundesrates bemüht,

praxisgerechte Änderungen anzubringen. Den Brief des Landesvorsitzenden

drucken wir auf der folgenden Seite ab.

Die Staatskanzlei NRW teilte uns hierzu per 20.07.2011 mit, dass sie

sich für die Überarbeitung des Gesetzentwurfes in der Bundesratssitzung

am 8.7.2011 eingesetzt hatte - leider erhielt der Vorstoß u.a.

NRWs nicht die Mehrheit. Es bleibt abzuwarten, ob und wann die Bundesregierung

ein Vermittlungsverfahren hierzu einleitet.

Nach Informationen des BDB.NRW ist der Vermittlungsausschuss in

dieser Angelegenheit noch nicht angerufen ( Stand: 23.08.2011 )

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35


September 2011

PreisträgerInnen des 15. BDB-LBS-Studentenwettbewerb

werden ausgezeichnet

Die diesjährigen PreisträgerInnen des 15. Ideenwettbewerbs von BDB.NRW und LBS.West werden am 21.09.2011 im Historischen Saal

der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld ausgezeichnet.

Die Preisträger sind:

1. Preis

Nr. 07/Kennzahl 180687

Christiane Lennartz, FH Aachen

2. Preis

Nr. 12/Kennzahl 291019

Yves-Birger Baumhold, Matthias Krakowka, Jennifer Schlotterbeck,

Hochschule Bochum

3. Preis

Nr. 23/Kennzahl 306048

Olga Bagaev, Anna Bardacheva, TU Dortmund

Auszug aus dem 1. Preis

4. Preis

Nr. 26/Kennzahl 788889, Hacer Aliusta, Belinda Ercan, Ghamshageny

Yasotharan, Hochschule Bochum

Ankauf

Nr. 10/Kennzahl 213823, Kai Figge, FH Aachen

Ankauf

Nr. 22/Kennzahl 431791, Kim Loan Vo Huu, Niels Weißenberg, Tillmann

Wieczorek, Hochschule Bochum

Zum diesjährigen Wettbewerb ist eine Dokumentation erschienen, sie

ist unter www.bdb-nrw.de im Download verfügbar – sie kann aber

auch in gedruckter Form bei der Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf

unter 0211-363171 angefordert werden.

rs

WETTBEWERBE BDB.NRW

37


Neuer Gebäudeanstrich mit umweltschützender

Außenwandfarbe

Das GENO-Haus in Stuttgart ist Zentrum und Wahrzeichen der württembergischen

Genossenschaftsorganisation. Es beherbergt genossenschaftlich

organisierte Firmen und Gesellschaften. Das in seiner

Zeit avantgardistische Gebäude, erbaut im Jahr 1973 von Kammerer&Belz,

mit 22.500 m² Bürofläche und 65 m Höhe, ist heute eine

Ikone intelligenter Bürohaus-Architektur und liegt zentral in der Stuttgarter

Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Löwentor.

Es wird vor allem wegen seiner technisch hochmodernen Ausstattung

für Veranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen und Seminare intensiv

genutzt.

Mit Farbe aktiven Umweltschutz leisten

Besonders schadstoffbelastet ist die Luft in der Innenstadt durch die

täglichen Abgase. Die umweltschützende Außenwandfarbe StoPhotosan

NOX der StoCretec GmbH kann Luft in erheblichem Maße säu-

38

BDB.NRW OBJEKTBERICHT

September 2011

GENO-Haus sorgt für reinere Luft im Stadtzentrum

copyright: Uwe Peters, GF, Genohaus GmbH

bern. Sie reduziert durch ihre katalytische Wirksamkeit Stickoxide und

Ozon in der Umgebungsluft. Dieser Ablauf funktioniert unter folgenden

Bedingungen: Die sich an der Oberfläche der Farbe angelagerten

Stickoxide oxidieren unter Sonneneinstrahlung zu unschädlichem Nitrat.

Der dabei verwendete Katalysator Titandioxid verbraucht sich

nicht. Solange die Kristalle durch elektromagnetische Wellen, d.h.

Lichteinwirkung, mit Energie versorgt werden, bleibt der Prozess aktiv.

Der sich auf der Oberfläche gebildete leicht lösliche Nitratstoff

wäscht der Regen ab und wird in die Kanalisation abgeführt. Gleichzeitig

findet bei der katalytischen Reaktion eine Umwandlung von

Ozon in Sauerstoff statt.

Technik und Design

Wegen seiner zentralen Lage inmitten des Stadtzentrums entschied

sich der Bauherr das GENO-Gebäude an der Außenfassade mit der innovativen

StoPhotosan NOX-Versiegelung zu beschichten. Mit der

Versiegelung können hier aktiv gefährliche Stickoxide und Ozon abgebaut

werden und trägt so für eine gesündere Luftqualität in der Stutt


September 2011

garter Innenstadt bei. Ein für das Gebäude entworfenes Farbkonzept

mit weißen und grauen Kontrastflächen trägt neben der umweltschützenden

Wirkung auch zu einem mit raffinierten Effekten aufgewertetem

Erscheinungsbild bei. Das Farbkonzept von spek Design, basierend

auf denkmalpflegerischen Ansätzen, erfüllt funktionale Aspekte und

setzt Akzente. Für die jeweiligen Flächen auf der Balustrade, den Fassadenelementen

und den aufstrebenden Vouten-Auskragungen werden

unterschiedliche Farbtöne aus der Farbpalette von StoPhotosan

NOX bedient.

Der hier gewählte Systemaufbau sieht eine vorherige Grundierung der

Altbeschichtung vor. Auf die etwa 13.000 m² große Fläche der Außenfassade

wird zur Verfestigung der Oberfläche zuvor StoCryl GW 200

auf die Altbeschichtung aufgetragen. Die umweltschützende Außenwandbeschichtung

StoPhotosan NOX wird anschließend appliziert.

Bildunterschrift: Die auf der Farbe angelagerten Stickoxide oxidieren

unter Sonneneinstrahlung zu unschädlichem Nitrat.

Copyright spekDesign: GENO-Haus mit weiß/grauen Kontrastflächen

OBJEKTBERICHT BDB.NRW

Bautafel:

Objekt: GENO Haus in Stuttgart

Bauherr: GENO-Haus GmbH&Co. KG Verwaltungsgesellschaft,

Stuttgart

Planer: spek Design Diplomingenieure, Stuttgart

Verarbeiter: Kraft GmbH, Ludwigsburg

Produktlieferant: StoCretec GmbH, Kriftel

Ausführungszeitraum: Juni – August 2011

Eingesetzte Produkte:

StoCryl GW 200, StoPhotosan NOX, verschiedene Farbtöne

Weitere Informationen:

StoCretec GmbH

Tel. 06192 – 401 - 104 • Fax. 06192 – 401 - 105

www.stocretec.de

Copyright spekDesign: Der Eingangsbereich

39


Der Himmel spiegelt sich auf dem Solardach des

Vermessungsamts im bayerischen Memmingen –

genauer gesagt auf den 114 Indach-Solarmodulen,

die das Verwaltungsgebäude seit Sommer 2010

vor Wind und Wetter schützen und gleichzeitig

umweltfreundliche Energie produzieren.

Modern und zeitgemäß sollte das Gebäude des Vermessungsamts

Memmingen werden. 1961 erbaut, standen für das Verwaltungsgebäude

im Jahr 2010 eine grundlegende Sanierung und Umbauarbeiten

an. Dabei galt es, vorhandene Baumängel zu beseitigen, einen barrierefreien

Zugang zum gesamten Gebäude zu ermöglichen, den technischen

Ausbau zu modernisieren und das Vermessungsamt

energietechnisch zu sanieren. Einen erhöhten CO 2 -Ausstoß zu vermei-

40

BDB.NRW FIRMENBERICHT

September 2011

Vermessung mit

Sonnenkraft

Vermessungsamt

Memmingen

den, war den Verantwortlichen besonders wichtig. So erhielt das

Gebäude eine Holzpelletheizung, Wärmedämmung, Fenster und

Außentüren mit Dreifachverglasung und Sonnenschutzaußenrollos

auf der kompletten Südseite. Das Herzstück der Komplettsanierung ist

in das Dach integriert: Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von

25 Kilowatt Peak, die rund 26.500 Kilowattstunden umweltfreundlichen

Strom pro Jahr produziert.

Modernes Solardach als dezentrales Kraftwerk

Eine große verschattungsfreie Fläche mit Südausrichtung – mit diesen

Rahmendaten war das Dach des Vermessungsamts wie gemacht für

die Gewinnung von Solarenergie. So fiel schnell die Entscheidung, auf

umweltfreundlichen Strom zu setzen und jeden verfügbaren Meter für

die Anbringung von Photovoltaik-Modulen zu nutzen.

Der Wunsch des Staatlichen Bauamts Kempten als Auftraggeber und

des betreuenden Architekturbüros F64 Architekten aus Kempten war

eine Indach-Anlage. „Das Dach hätte ohnehin saniert werden müssen.

Und wenn wir schon ein neues Dach benötigen, dann wollten wir eines

aus einem Guss haben. Eine Indach-Anlage erschien uns als gute Alternative

zu herkömmlichen Aufdach-Modellen, da sie an die Stelle der

sonst üblichen Dachpfannen tritt und eine voll funktionale Dachhaut

bildet“, erklärt Cornelia Bodenstab, Baudirektorin und 
Leiterin

Hochbau 
beim Staatlichen Bauamt Kempten. Gegenüber Aufdach-

Anlagen bieten Indach-Systeme den Vorteil, dass für die Anlagenfläche

kein konventionelles Bedachungsmaterial mehr nötig ist und auf die

vielfältigen Aufdach-Systemkomponenten verzichtet werden kann.

Welches Bedachungsmaterial für die restliche Fläche geplant ist, spielt

dabei keine Rolle. Die in das Dach integrierten Module kommen vollständig

ohne eine aufwendige Unterkonstruktion aus und schützen

gleichzeitig zuverlässig vor Wind und Wetter.


September 2011

Qualität von SCHOTT Solar

Peter Baur vom Ingenieurbüro für Elektrotechnik Kettner & Baur

GmbH
hat die Solaranlage geplant und die Umsetzung öffentlich ausgeschrieben.

Dabei kam die Solaranlage aus SCHOTT InDaX 225 Modulen

zum Zug. Das Hauptargument: Dieses Indach-System gewährleistet

schon bei flachen Dächern wie dem des Vermessungsamts mit

knapp 20 Grad Dachneigung, dass das Dach regensicher ist – während

andere Indach-Systeme dies häufig erst ab 25 Grad Dachneigung sicherstellen.

Aber auch die bisherigen guten Erfahrungen mit dem Anbieter

und der Qualität der Module als deutsche Markenprodukte waren

Gründe, die für das Solarunternehmen aus Mainz gesprochen haben.

Damit die Module und das Gebäude sehr lange Zeit vor Witterungseinflüssen

wie Hagel, Schnee oder Wind geschützt sind, nutzt SCHOTT

Solar über viele Jahre erarbeitete Forschungsergebnisse. „Das Glas wird

in einem speziellen Verfahren gehärtet, und für eine dauerhafte

Verbindung zwischen Alurahmen und Laminat bedienen wir uns einer

Technologie aus dem Flugzeugbau. Dass das InDaX-System zuverlässigen

Schutz für ein Gebäude gewährt, bescheinigen die diversen Zertifizierungen,

die das Modul erhalten hat. Dazu gehören zum Beispiel das

allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis sowie Zertifikate für Brandschutz,

Regensicherheit und erhöhte Flächenbelastung“, so Roland Neuner,

Leiter Vertrieb PV Building Solutions von SCHOTT Solar.

200 Quadratmeter große Solarstromanlage aus 114 InDaX-Modulen

Auf der Nordseite des Satteldaches des Vermessungsamts fungiert ein

gefalztes Edelstahlblech als Dachhaut. Die komplette Südseite sollte

für die Solaranlage genutzt werden. Die einzige Störgröße war dort der

Austritt des Kamins. Deshalb wurde beschlossen, diesen im Rahmen

der Umbauarbeiten auf die Nordseite zu verlegen, so dass die Südseite

frei für die Anbringung einer 200 Quadratmeter großen Solaranlage

zur Energiegewinnung ist.

Den Zuschlag für die Installation der Solaranlage erhielt die Firma SAG

in Ergolding. Projektleiter Christian Amser plante drei Installateure für

die Montage ein, die sich im Juni ans Werk machten. Es galt, auf die zur

Verfügung stehende südliche Dachfläche, eine rund 40 Meter breite und

6 Meter hohe Indach-Photovoltaikanlage zu installieren. Dazu wurden

114 Module benötigt, die je 1,7 Meter lang und 1 Meter breit sind und

nur 24 Kilogramm wiegen.

Diese sollten in drei horizontalen Reihen angebracht werden, in denen

je 38 Module nebeneinander liegen. Da die neue InDaX-Modulserie erst

seit März 2010 in Deutschland auf dem Markt ist, hatten die Installateure

vorher noch nicht mit diesem System gearbeitet. Um dennoch eine

zügige Montage zu gewährleisten, war ein Lehrverleger von SCHOTT

FIRMENBERICHT BDB.NRW

Solar vor Ort, der die Installateure im Verlegen des neuen Systems

schulte und gleichzeitig zertifizierte.

Leicht und montagefreundlich

Die objektspezifische Stehfalzeinblechung, die den äußeren Anschlussrahmen

bildet und die Solaranlage einfasst, wurde im Vorfeld

der Modulverlegung passgenau montiert. Die Installateure integrierten

die Module in die Stehfalzeindeckung, die der Spengler vorbereitet

hatte. Auf den Sparren wurden Zusatzbohlen angebracht, auf

denen die Monteure die Module mit je vier Schrauben befestigten. Das

InDaX-System besteht aus weniger Bauteilen als herkömmliche Photovoltaik-Systeme

und ist dadurch wesentlich montagefreundlicher.

Pro Modul gibt es nur eine Befestigungsebene mit vier Befestigungspunkten.

Die üblichen Eindeckrahmen, die für Dachziegeleindeckungen mit den

Modulen mitgeliefert werden, kamen in Memmingen nicht zum Einsatz.

Stattdessen hat der Spengler die Anschlussbleche aus dem gleichen

Material gefertigt, aus dem auch die Stehfalzeindeckung besteht.

Über Zeichnungen hat man sich im Vorfeld über die benötigten Details

wie den Traufanschluss und den seitlichen und firstseitigen

Anschluss verständigt. Die vorhandene Konterlattenebene definiert

den Hinterlüftungsquerschnitt und ein handelsübliches Traufanschlusselement

sorgt für einen ausreichenden Lufteintrag zur rückseitigen

Belüftung und Kühlung der Indach-Module. Damit ist ein hoher Energieertrag

der Solaranlage gewährleistet.

Das neue InDaX-System wird im Gegensatz zu herkömmlichen Indach-Modulen

von oben, also dem Dachfirst, nach unten verlegt.

Dabei lassen sich die Module ineinanderschieben, so dass eine schuppenförmige

Überdeckung entsteht. Der Installateur kann bei der Montage

immer auf der Lattung der freien Fläche stehen und muss nicht

über bereits verlegte Module steigen. Die einfache Montage spiegelt

sich auch in der benötigten Installationszeit wider: Innerhalb von anderthalb

Tagen waren die Monteure geschult und die 114 Module auf

dem Dach des Vermessungsamts installiert.

Die Inbetriebnahme erfolgte im August 2010. Die mit der Anlage

erzeugte Solarenergie wird seitdem ins Stromnetz eingespeist und mit

34,05 Cent für jede Kilowattstunde vergütet. Das Erneuerbare Energien

Gesetz garantiert dem Betreiber einer Solarstromanlage eine

Einspeisevergütung für das Jahr der Inbetriebnahme und über 20 weitere

Jahre hinweg.

Die Module von Qualitätsanbietern weisen über diese Laufzeit nahezu

gleichbleibend hohe Leistung auf und liefern auch darüber hinaus noch

Strom. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dacheindeckungen mit

Ziegeln oder Blech amortisieren sich die Investitionskosten des Solardaches

nach kurzer Zeit. Darüber hinaus erzeugt es wertvolle erneuerbare

Energie.

Bauherr:

Freistaat Bayern, vertreten durch das

Staatliche Bauamt Kempten, 87414 Kempten

Installation: SAG GmbH, 84030 Ergolding

Produkt: SCHOTT InDaX 225 von

SCHOTT Solar,

55122 Mainz


Dach aus ETFE bringt Tropenstrand

nach Kasachstan

(Burgkirchen/Astana, Januar 2011) Die weltweit größte Zeltdachkonstruktion

lockt seit Sommer 2010 mit dem Einkaufs- und

Freizeitzentrum Khan Shatyr die Einwohner der Hauptstadt

Kasachstans, Astana, an. Vom 150 Meter hohen Zentralmast aus

überspannt ein Dach mit transparenten Luftkissen aus einer

Spezialfolie das imposante Gebäude. Diese Folie aus Dyneon ETFE

umfasst eine Fläche von 140.000 Quadratmetern, das entspricht

mehr als zehn Fußballfeldern. Die Dachkonstruktion sorgt zusammen

mit einer ausgeklügelten Belüftung selbst bei den extremen

Temperaturen der kasachischen Steppe von unter -35 °C bis zu fast

+40 °C stets für ein angenehmes Klima.

Auf acht Etagen bieten in Khan Shatyr Einzelhandel, Restaurants, Kinos,

Sportmöglichkeiten und ein Schwimmbad mit Sandstrand und

tropischen Pflanzen in der obersten Etage bis zu 10.000 Besuchern gleichzeitig

Ablenkung vom Alltag. Der Entwurf des zu Ehren des 70.

Geburtstags von Staatspräsident Nursultan Nasarbajew errichteten

Komplexes stammt vom britischen Architekturbüro Foster and Partner,

das auch für die Neugestaltung des Berliner Reichstags oder das Wem-

42

BDB.NRW OBJEKTBERICHT

September 2011

Weltweit größte Zeltdachkonstruktion gleicht

Temperaturspanne von mehr als 70 Grad Celsius aus

bley Stadion verantwortlich zeichnete. Foster und Partner hat umfangreiche

Erfahrungen in der textilen Architektur und nutzt sie konsequent

für immer kühnere Entwürfe.

Von der zentralen, dreibeinigen Mastkonstruktion aus führen 192

Drahtseile zum Boden. Sie halten die Folienkissen. Die lediglich 250

Mikrometer dünnen Folien lassen das sichtbare Licht und die für das


September 2011

Pflanzenwachstum wichtigen UV-A Strahlen nahezu

ungehindert passieren. Dabei wiegt das Material jedoch

99 Prozent weniger als Glas. Der Siegsdorfer Spezialist

Nowofol Kunststoffprodukte GmbH & Co. KG verwendete

den Hochleistungskunststoff Dyneon ETFE, um

seine Nowoflon ET Folien in Stärken von 12 – 250 µm

und in verschiedenen Farben zu fertigen.

Die Umsetzung des architektonischen Entwurfs übernahm

die Bremer Vector Foiltec GmbH, Pionier und

Weltmarktführer im konstruktiven Folienbau. Das Unternehmen

hat zahlreiche nationale und internationale

Projekte realisiert. Die Luftkissen des Daches bestehen

aus drei Lagen Nowoflon ET Folie. Die Oberfläche der aus

Dyneon ETFE extrudierten Hochleistungsfolien ist so

glatt, dass sie selbstreinigend sind: Ein normaler Regenschauer

reicht, um Verschmutzungen rückstandsfrei

abzuwaschen. Das reduziert die Betriebskosten über die

gesamte Lebensdauer des Gebäudes erheblich. Der

Werkstoff zeigt sich bereits seit seinem ersten Einsatz

vor mehr als 30 Jahren als extrem witterungsbeständig

auch unter schwierigsten klimatischen Bedingungen. Anders

als bei starren Materialen treten bei den Luftkissen

bei starken Temperaturschwankungen keine inneren

Spannungen auf. Gleichzeitig erreichen die Luftkissen

hervorragende Wärmedämmwerte und reduzieren

damit den Energieverbrauch.

Die Temperaturregulierung von Khan Shatyr im harten

Klima der kasachischen Steppe stellt besondere Anforderungen.

Während die Außentemperaturen im

Jahresverlauf um mehr als 70 °C schwanken, bewegt sich

die Innentemperatur der öffentlichen Flächen des

Gebäudes lediglich zwischen 15 und 30 Grad Celsius.

Dazu strömt im Winter warme Luft entlang des Daches

nach oben, kühlt aus und sinkt wieder hinab. Dieser

Ansatz sorgt für eine natürliche Zirkulation der Wärme. Im heißen

Sommer entweicht die Wärme über Entlüftungsöffnungen an der

Dachspitze, während kühlere Luft von unten nachströmt.

Das Freizeitbad mit Sandstrand und tropischen Pflanzen in der obersten

Etage umschließt eine weitere Hülle aus Dyneon ETFE produzierten

Folien. Sie verhindert eine Kondensation der tropisch

feuchten Badeluft an der Außenwand der Zeltkonstruktion und sorgt

selbst bei minus 35 Grad Celsius Außentemperatur für angenehme

Badetemperaturen.

Dyneon, ein Unternehmen von 3M, ist einer der führenden Fluorpolymer-

Hersteller der Welt und in mehr als 50 Ländern vertreten. Das Unternehmen

mit Hauptsitz in Oakdale, Minnesota, USA, beschäftigt weltweit mehr als

700 Mitarbeiter. Der deutsche Hauptsitz mit rund 490 Mitarbeitern befindet

sich im bayerischen Burgkirchen.

Über 3M

OBJEKTBERICHT BDB.NRW

Als forschendes Multi-Technologieunternehmen produziert 3M Tausende von

innovativen Produkten für ganz unterschiedliche Märkte. Besondere Stärke ist

die vielfältige und oft kombinierte Nutzung von 45 eigenen Technologie-Plattformen,

aus denen sich immer wieder neue Anwendungslösungen für die

Kunden ergeben. Bei über 23 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr

beschäftigt 3M weltweit etwa 75.000 Menschen und hat Niederlassungen in

mehr als 60 Ländern.

Dyneon ist eine Marke der 3M Company

Nowoflon ist eine eingetragene Marke der

Nowofol Kunststoffprodukte GmbH &

Co. KG

Leserkontakt:

dyneon.europe@mmm.com

www.dyneon.eu

43


44

BDB.NRW PERSONALIEN / AUS FREMDER FEDER

September 2011

MARGOT GRÜNEWALD

verstorben

Frau Margot Grünewald ist im Mai 2011 plötzlich und unerwartet

im vierundachtzigsten Lebensjahr verstorben - sie war mehr

als 20 Jahre die gute Seele des BDB.Köln und hat bis 2007

die Geschäftsstelle der zweitgrößten BDB.NRW-Bezirksgruppe

geleitet und den Vorstand des BDB.Köln dabei in seiner

berufspolitischen Arbeit tatkräftig unterstützt.

Vielen BDB-KollegenInnen im Land war sie bekannt als eine der

Organisatorinnen des jährlichen Festes der Baumeister.

Wir in der Düsseldorfer Landesgeschäftsstelle hatten in ihr stets

eine verlässliche Partnerin bei vielerlei Verbandsarbeit und

Abstimmungen zwischen Land und Bezirksgruppe.

Wir werden Frau Grünewald in guter Erinnerung behalten.

Reiner Stracke, Landesgeschäftsführer BDB.NRW für

die Landesgeschäftsstelle des BDB.NRW

Hartwig von Graevenitz

verstorben

Kurz vor seinem 87. Geburtstag verstarb am 03.06.2011

Dipl.-Ing. Hartwig von Graevenitz.

Hartwig von Graevenitz war in den 50er Jahren

BDB-Bundesgeschäftsführer und hat mit dem

seinerzeitigen BDB-Präsidenten Heinz Kieselack

die Bezirksgruppen des BDB mit aufgebaut.

Nach vielen Jahren Geschäftsführung beim ZBI war

Hartwig von Graevenitz von 1994-1996 Vorsitzender der

BDB-Bezirksgruppe Bonn. Bis zu seinem Tod nahm er als

Kassenprüfer der Bezirksgruppe ehrenamtliche Aufgaben wahr.

Wir werden Hartwig von Graevenitz ein ehrendes

Andenken bewahren.

Reiner Stracke, Landesgeschäftsführer BDB.NRW

Effizientere Strukturen dank

spezieller Beratung

Wie stratesco, ein Beratungsunternehmen, das

sich auf Architekturbüros spezialisiert hat, dem

BDB-Mitglied Maas und Partner aus Münster bei

der Optimierung der Bürostrukturen erfolgreich

geholfen hat. Und das mit einer Förderung vom

Land NRW!

Das Architekturbüro Maas und Partner mit Sitz in Münster gehört seit

vielen Jahren zu den renommierten Anbietern in der Region und darüber

hinaus. Das Büro entwickelt, plant und realisiert mit mehr als 20

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Projekte und hat sich sowohl im

privaten und öffentlichen Geschosswohnungsbau als auch im Bau und

Umbau von Handelsimmobilien am Markt etabliert. Zusätzlich entstehen

unter der Regie von Maas und Partner Mehrgenerationenhäuser,

seniorengerechte Wohnanlagen und hochwertige Eigentumsobjekte.

Die gegenwärtige Sanierung des in Deutschland unter den größten

zählenden Einkaufszentren, dem Ruhrpark in Bochum, die Entwicklung

einzelner Stadtteilquartiere sowie die Entstehung von Studentenwohnungen

im ganzen Bundesgebiet sind nur einige aktuell zu nennende

Beispiele.

Im Februar 2010 entschied sich der Büroinhaber, Dipl.-Ing. Michael

Maas, für eine Unternehmensberatung, die vom Land Nordrhein-

Westfalen mit Unterstützung durch EU-Mittel im Rahmen der Potenzialberatung

gefördert wurde. Michael Maas beantwortet einige Fragen

zur Motivation für diesen Schritt sowie zum Ablauf und zu den Ergebnissen

der Unternehmensberatung.

Frage:

Herr Maas, Sie sind erfolgreich in Ihren Märkten unterwegs. Welchen

Anlass gab es für Sie, sich für eine Unternehmensberatung zu entscheiden?

Michael Maas:

Die Motive, sich mit dem Gedanken für eine Unternehmensberatung

zu beschäftigen und sich dann auch dafür zu entscheiden, können sehr

unterschiedlich sein. Wir haben keine großen Schwierigkeiten, neue

Aufträge zu akquirieren. Der Anlass in unserem Büro lag im Bereich der

Abwicklung der Aufträge, also vielmehr in den internen Strukturen.

Unser Büro ist in den letzten Jahren schnell gewachsen. Die Organisation

und die Abläufe waren aber noch auf einem Stand, bei dem die

meisten Prozesse auf mich zugeschnitten waren. Je mehr ich jedoch

meinen Schwerpunkt auf die Akquisition legte, desto weniger passten

die interne Organisation und die entsprechenden Strukturen. Ich habe

erkannt, dass sich strukturell etwas ändern musste, um weiter erfolgreich

wachsen zu können.

Frage:

Konnten Sie diese Veränderungen nicht selbst organisieren?

Michael Maas:

Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Nach einigen Überlegungen

habe ich mich aber entschieden, externes Know-How zu nutzen. Veränderungsprozesse

betreffen auch immer die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Daher war mir eine externe Begleitung wichtig.


September 2011

Frage:

Wie kamen Sie auf das Beratungsunternehmen stratesco?

Michael Maas:

Wir haben das Unternehmen stratesco im Rahmen einer Seminarveranstaltung

für unsere BDB-Bezirksgruppe kennen gelernt. Stratesco

hat sich auf die Beratung von Architekturbüros spezialisiert und somit

ein umfangreiches Know-How in diesem Bereich. Das war für unsere

Entscheidung ausschlaggebend. Wir haben Kontakt zum Inhaber des

Büros aufgenommen und uns nach zwei Grundsatzgesprächen entschieden,

den Beratungsauftrag zu erteilen. Von dort kam auch der

Hinweis, dass die Beratung im Rahmen der Potenzialberatung des Landes

NRW gefördert wird. Dabei geht es immerhin um 50% des Honorars

bzw. 500 Euro pro Beratungstag.

Frage:

Wie ist die Beratung abgelaufen?

Michael Maas:

In den ersten Beratungsterminen haben wir die zu diesem Zeitpunkt gültigen

Strukturen analysiert und herausgearbeitet, welche Vorteile aber

auch welche Schwächen diese Strukturen haben. In einer zweiten Phase haben

wir dann mit einigen Mitarbeitern unsere Abläufe neu strukturiert

und die dafür erforderliche Administration geschaffen. In einem zweitägigen

Workshop für alle Mitarbeiter wurden diese neuen Inhalte vorgestellt,

diskutiert und danach zu einem festen Termin eingeführt. Nach weiteren

sechs Monaten haben wir die Erfahrungen ausgewertet und die Abläufe

und Strukturen teilweise feinjustiert. Alle Schritte und Aktivitäten wurden

dabei von stratesco unterstützt, moderiert und die Umsetzung wurde begleitet.

Insgesamt hat dieser Prozess ca. 12 Monate gedauert.

Frage:

Was hat sich durch die Beratung konkret verbessert?

Michael Maas:

Für unsere Projekte haben wir ein 3-Phasen-Modell entwickelt, dass

aus Akquisition, Realisierung und Kundenbetreuung besteht. Konkret

haben wir eine zweite Führungsebene, das Projektmanagement, eingeführt.

Die Projektmanager sind in der Phase der Realisierung fachlich

und wirtschaftlich für die Projekte verantwortlich. Klare und definierte

Übergaben wurden entwickelt und sorgen dafür, dass die Projekte

mit allen Informationen von einer Phase zur anderen übertragen

werden können. Ebenfalls wurden eindeutige Meilensteine im Projektablauf

definiert, Projektbudgets eingeführt sowie ein Projektcontrolling

aufgesetzt. Dabei alles nach einem pragmatischen Ansatz: So wenig

wie möglich und soviel wie nötig. Ich, persönlich, habe mehr zeitlichen

Freiraum, unser Büro strategisch zu entwickeln.

Frage:

Wie beurteilen Sie diesen Prozess insgesamt?

Michael Maas:

Der Prozess ist insgesamt erfolgreich gelaufen. Veränderungen lösen

oftmals bestimmte Ängste bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

aus. Daher muss viel kommuniziert und erklärt werden. Die Erfahrung

und die Kompetenz, die erforderlich ist, diese Veränderungen zu organisieren

und zu begleiten, hat das Beratungsunternehmen stratesco

eingebracht. Die Prozesse sind schlank, die Kommunikation in den

Projekten kommt auf den Punkt und ist daher effizient. Es ist – bis auf

einige wenige Schwierigkeiten, die in solchen Phasen immer auftreten

– alles zu unserer Zufriedenheit gelaufen. Im Herbst dieses Jahres werden

wir einen weiteren Workshop für alle Mitarbeiter durchführen,

der den Prozess dann abschließt.

AUS FREMDER FEDER BDB.NRW

Kontakt:

Maas und Partner, Michael Maas, 0251-272829,

mm@maasundpartner.com

stratesco, Frank Thiel, 0251-6865043, info@stratesco.de

Zum Thema Potentialberatung:

Mehr als 16.000 Betriebe mit 500.000 Beschäftigten haben bislang bereits

eine vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Sozialfonds

geförderte Potentialberatung in Anspruch genommen. Sie

kann Unternehmen zugute kommen, die seit mindestens fünf Jahren

am Markt agieren und weniger als 250 sozialversicherungspflichtige

Arbeitnehmer beschäftigen. Das Förderinstrument stärkt die Wettbewerbsfähigkeit

der Betriebe, trägt infolgedessen häufig zur Schaffung

neue Arbeitsplätze bei und steigert die Zufriedenheit und Produktivität

der Unternehmen und Beschäftigten. Themenbereiche sind im

Schwerpunkt: Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Arbeit und Gesundheit,

Personalentwicklung, Qualifizierungsbedarf, Altersstruktur und

Fachkräftebedarf. Pro Beratungstag werden 50 Prozent der Kosten,

maximal jedoch 500 Euro übernommen. Es können bis zu 15 Beratungstage

gefördert werden.

Die Beratung bei Maas und Partner wurde erfolgreich abgeschlossen. (v.r.n.l. Günter

Klemm (Wirtschaftsförderung Münster), Michael Maas, Frank Thiel (stratesco)

Quelle: Rühle, WFM

Nächste Ausgabe –

voraussichtlich erste

Januarwoche 2012

• Berichte von der Landesverbandstagung 2011 in Münster und der

Preisverleihung des 15. BDB-LBS-Studentenwettbewerbes

• Vorschau auf BDB.NRW-Tagungen Frühjahr 2012

• Holzbaufachtagung im Rahmen der Deubai 2012 am

• 7. BDB-Bosch-Junkers-Forum am 08.03.2012 in Essen

• Vorschau auf die Deubau 2012

45


Akzentuiertes Viereck, Stadion-Oval oder sanftes Kreisrund – die modern

flachen Muldendesigns des neuen VARIUS-Waschtischprogramms

von Franke bieten alternative Gestaltungsmöglichkeiten für

unterschiedliche ästhetische Ansprüche. Individuelle Ausstattungsideen

und maßgeschneiderte Sanitärlösungen machen die Waschräume

öffentlicher und gewerblicher Einrichtungen zur Visitenkarte für Architekten

und Betreiber.

Variantenreich und flexibel

Dem Ideenreichtum sind dank flexibler Waschtischlänge, frei wählbarer

Muldenformen, Muldenanzahl und Muldenabständen fast keine

Grenzen gesetzt. Mit lediglich 25 mm Materialstärke wirkt die Waschtischplatte

äußerst grazil. In die maximale Waschtischlänge von 3.600

mm lassen sich bis zu 5 Mulden nahtlos einfügen. Die verschiedenen

Ausführungen mit und ohne Armaturenbank erlauben bei der Wahl

der Wunscharmatur als Wand- oder Standlösung alle Freiräume. Mit

der Entscheidungsoption für eine nahtlos angeformte Schürze vergrößert

sich die Waschtischhöhe auf 60 mm, ohne der Ausstattung ihre

Leichtigkeit zu nehmen. Auf Kundenwunsch werden die VARIUS-

Waschtische mit Aussparungen für Accessoires sowie individuellen

Abschrägungen und Schnitten gefertigt.

Einfache Planung

In wenigen Schritten nimmt die maßgeschneiderte VARIUS-Waschraumausstattung

Gestalt an. Nach der Entscheidung für eine der drei

46

BDB.NRW OBJEKTBERICHT

September 2011

Franke als Partner für individuelle

Sanitärraumausstattung

VARIUS – Waschtische nach Maß

Muldenformen, den Plattentyp und die Waschtischgröße, folgen die

detaillierten Planungsschritte nach Fertigstellung der Wandoberfläche

am Einbauort. Zunächst wird ein Aufmaßblatt mit Nischenmaßen, Nischenwinkeln,

Muldenform, -anzahl und -abstand erstellt. Anhand

dieses Aufmaßblattes kann beim Hersteller ein Fertigungsblatt angefordert

werden, in das alle Maße und Detailwünsche, wie z.B. Farbe,

Abschrägungen oder Aussparungen einzutragen sind. Die Fertigung

des individuellen Waschtisches erfolgt genau nach diesen Vorgaben.

Die VARIUS-Waschtische werden komplett mit Montage- und Befestigungsmaterial

geliefert und können bei Bedarf noch vor der Installation

mit einem Winkelschleifer mit Diamanttrennscheibe passgenau

zugeschnitten werden. In diesem Fall ist die Verwendung einer Absaugvorrichtung

zum Auffangen des Schleifstaubs zu empfehlen.

Stabiles MIRANIT-Material

Neben der enormen Variabilität besitzen die VARIUS-Waschtische alle

Materialvorteile des kunstharzgebundenen Mineralwerkstoffs MIRA-

NIT. Der äusserst stabile Materialmix aus 80 % natürlichen Mineralien

und 20 % eines hochwertigen ungesättigten Polyesterharzes wird von

einer porenfreien Gelcoat umhüllt. Diese hochglänzende und hygienische

Oberfläche zeichnet sich durch Reinigungsfreundlichkeit und

hohe Widerstandfähigkeit gegen physikalische oder chemische Beanspruchungen

aus. Neben den Standardfarben Alpinweiß, Pergamon

und Manhattan stehen Oberflächen in schwarzer, schwarz-weißer und

hellgrauer Granitoptik zur Verfügung.

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Ingenieuren Schutz vor den finanziellen Belastungen, die aus Ihrer Gesamtschuldnerischen Haftung resultieren

können. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrer VHV Regionaldirektion West, Auf dem Berlich 33,

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Eine 4-köpfige Familie verbraucht im Schnitt 3.500 kWh/Jahr.

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