Bericht über das Konzert im Crystal - Multicult.fm

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DAVID PFEFFER & BAND - Konzert 09.08.2013 im Crystal Berlin

Es ist ein wechselhafter Tag in Berlin, regnet aber nicht, also rauf auf's Rad und zunächst mal von

Schöneberg über Tempelhof nach Neukölln fahren. Es geht immer ein bisschen bergauf auf der

Strecke. So richtig schön in Schwung gekommen auf dem Columbiadamm, wunderte ich mich erst

mal darüber, warum die denn den Zaun am Tempelhofer Flugfeld kaputt machen... Ein paar

hundert Meter weiter, wieder so richtig schön in Schwung, bremsen, zu viele Besucher der

Moschee zum Freitagsgebet auf dem Radweg. Dann ankommen, Aufnahmegerät aufladen, drei

Fragen ausdenken und versuchen Handynetz zu kriegen, telefonieren, auf Rückruf warten und

Radio hören. Ach, ein Konzert der Toten Hosen hat die teilweise Demontage des

Flughafenfeldzaunes zu verantworten. Und ach, im Radio werden 2 Karten für das Konzert von

David Pfeffer & Band im Crystal verlost. Wieder telefonieren und los fahren um erst mal das

Interview zu machen. Diesmal geht’s bergab, von Neukölln nach Tempelhof. Die Menschen rund

um das Flugfeld werden immer mehr, aber jetzt weiß ich ja warum. Zwei Stunden später wieder

bergauf und gemächlich – der Fahrradweg wimmelte nun von Hosen Fans, die man nicht nur

sehen, sondern auch noch hören (und riechen) konnte - von Tempelhof nach Neukölln radeln, um

in der Zeit bis zum Konzert noch schnell Nudeln zu essen und die Jacke für die nächtliche Fahrt

nach Hause einzupacken. Wieder zwei Stunden später bergab in die untergehende Sonne zum

Crystal radeln, Brause kaufen, die Kamera klar machen und dem Supportact an diesem Abend

lauschen. Jan Roettger spielt gut Gitarre und singt mit einer schönen, besonderen Stimme seine

eigenen Lieder, erzählt von seiner Band und davon, dass er und ein Mädchen mal verliebt

ineinander waren, sich aber beide nicht getraut haben, es einander zu sagen... und lädt auf ein

nächstes Konzert von Jan Roettger & Friends ein.

Pause, raus, Umbau. Puh, warm ist's im Club.

Gegen 21 Uhr kommt dann der David raus. Und die Band:


Sie werden trotz Hitze vor der Bühne freudig begrüßt. Das erste Lied beginnt. David singt einen

erzählenden Text, der mit lang anhaltenden Akkorden aus den Keys und Gitarren unterlegt ist...(da

leg ich meine Hand aber nicht ins Feuer für, denn so genau kann ich mich nicht erinnern). Die

Band ist gut drauf und David begrüßt ausgelassen das Publikum. Zweites Lied...dann wieder gut

gelaunte Worte von David: „Heute geht’s mir gut!“ Erinnerungen an sein letztes Clubkonzert in

Berlin, als es ihm wegen einer heftigen Magenverstimmung, ausgelöst von fiesen, asiatischen

Gewürzen, nicht so gut ging. Das Publikum, in dem anscheinend viele treue Fans waren, verstand

den Insider-Witz und amüsierte sich. Die Setlist beinhaltete ausschließlich die Songs von dem

neuen Album „Waking Life & Fading Pictures“. Auch die Reihenfolge der Songs wird so auf dem

Album zu hören sein und die ist sehr gelungen. Daran kann ich mich erinnern, weil ich genau das

dachte, als der letzte Song verklungen war. Die Setlist wurde aber nicht einfach runter gespielt, zu

dem einen oder anderen Lied erzählte uns David

etwas über den Inhalt der Songs oder darüber,

warum der eine oder andere Song entstanden ist.

Die meisten der Lieder sind zum Tanzen gut und ich

hörte ihn sagen: „Es wäre schön euch tanzen zu

sehn, HAUPTSTADT.“ Humor hat er ja, der Herr

Pfeffer. Und er war sich auch nicht zu fein, sich

selber zu veräppeln, als er über das Vorurteil sprach,

er würde ja nur Schnulzen spielen, um dann in schnieker ironischer Manier die ersten paar Takte

von „seiner“ ersten Single I'm Here - einer leicht melodramatischen Ballade - anzuspielen. Seiner

in Gänsefüßchen, weil I'm Here ja gar nicht seines - von ihm selbst komponiert - ist...zum Glück!!!

Ja, ich hab auch Humor. ; )

Und die liebe Eva, Bassistin, hat auch Humor, überbrückte sie doch die

Zeit eines notwendig gewordenen Saitenwechsels mit einem sehr

amüsanten Bericht über ihren Tag, der sehr ereignisreich für sie gewesen

ist.

Ja, und mehr gibt es eigentlich auch nicht zu erzählen. Die Stimmung im

Club war trotz der unglaublich heißen Luft super, es gab gute Musik zu

hören und weil: „der ist ja voll lustig.“ (Zitat von meiner Kamerafrau) gab

es auch viel zu lachen. Das begeisterte Publikum forderte verständlicherweise

eine Zugabe, die die Musiker trotz schweißnasser T-Shirts gerne

gaben und besonders „Riot In My Veins“ in ihrer eigenen Version noch mal so richtig schön gerockt

haben.

David und die anderen standen später noch für Fotos, Smalltalks und Autogramme geben zur

Verfügung. Da lege ich meine Hand aber auch nicht ins Feuer für, ich war da nämlich schon weg.

Immer bergab nach Schöneberg.

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