„Psychische Erkrankungen im Arbeitsleben“ - Gute Arbeit - ver.di ...

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„Psychische Erkrankungen im Arbeitsleben“ - Gute Arbeit - ver.di ...

„Psychische Erkrankungen

im Arbeitsleben“

ver.di Tagung Gute Arbeit

Arbeitsgruppe „Leistungsverdichtung und

Stress“

Hans Dieter Gimbel

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Zu meiner Person:

Ä Seit 1992 tätig im IFD als Berater für

Menschen in psychischen Krisen

Ä Stellvertr. BR-Vorsitzender in Betrieb

mit 150 MitabeiterInnen

Ä Freiberuflich tätig u.a. in der Schulung

von Interessenvertretungen zum Thema

„Psychische Krisen im betriebl. Alltag“

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Thesen

1.Psychische Erkrankungen im

Berufsleben

nehmen zu!

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Fragezeichen????

„Während Depressionen etwa

zweimal häufiger bei Frauen als

bei Männern diagnostiziert werden,

begehen etwa dreimal soviel Männer

Suizid.“

BKK-Gesundheitsreport 2007, S. 42

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Gesundheitsbericht TK 08

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Depressiv: Überwiegend weiblich,

arbeitslos oder in überfordernder Tätigkeit

Bei psychischen Erkrankungen stehen die

„affektiven Störungen“, unter die

Depressionen fallen, im Vordergrund.

Arbeitslose Frauen sind hiervon am stärksten

betroffen. Bei den weiblichen Berufstätigen

weisen Montiererinnen, Helferinnen in der

Krankenpflege und Sozialarbeiterinnen sowie

Hilfsarbeiterinnen diese Diagnosen auf. Bei

den Männern sind es Krankenpfleger,

Sozialarbeiter und wiederum Arbeitslose.

Pressemitteilung BKK vom 23.08.2005

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Gesundheitsbericht TK 08

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Thesen

2. Der Umgang mit

Mitarbeitern in psychischen

Krisen kann

zu besonderen Belastungen

führen!

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Doppelgesicht des Helfens

Ä Ratsuchende hinterlassen Spuren

an ihren Helfern:

einerseits Befriedigung,

Sinnerfüllung und Lebensbejahung,

andererseits Erschöpfung und

Beschädigung.

Ä Fengler, 1994

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Triviale Maschine: z.B. Toaster

Input

Output

Nach Heinz von Foerster

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Der Mensch ist kein Toaster!

Input

Mögliche

Outputs

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Fragen, Unklarheiten und

Unsicherheiten

Wie kann ich feststellen, ob meine

Wahrnehmung stimmt?

„Kann der nicht anders oder will der nicht

anders“ („Mad or bad?“)

Habe ich das Recht, etwas zu

unternehmen?

Wie lange soll ich warten, bevor ich aktiv

werde?

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Fragen, Unklarheiten und

Unsicherheiten (2)

Was kann ich falsch machen, wenn ich

die Situation anspreche?

Wie hoch ist die Gefahr, dass die

betroffene Person sich dann etwas

antut?

Wie hoch ist möglicherweise die

Gewaltbereitschaft?

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Wann handeln?

Geduld

A

B

Problem

Verärgerung

Zeit

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Thesen

3. Zur Entlastung sollten

externe Beratungsangebote

frühzeitig genutzt werden!

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Angebot des IFD:

Beratung des Systems

Krankheit

Behandlung

„Operation“

Heilung

Symptom

IFD

Problem

Verhandlung

Kooperation

Lösung

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„Stricken“ von Lösungen

Ä

Stufenweise Wiedereingliederung

Ä

Versetzung / Umsetzung

Ä

Veränderung der Arbeitsinhalte

Ä

Weiterqualifizierung

Ä

Verkürzung der Arbeitszeit (Teilrente?)

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„Stricken“ von Lösungen

Ä

Medizinische Reha („Kur“)

Ä

Maßnahme zur Teilhabe am

Arbeitsleben (Berufl. Reha)

Ä

Rente auf Zeit

Ä

Moderation von

Lösungssuchgesprächen

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Thesen

4. Verbesserung der

innerbetrieblichen Kooperation

unabhängig vom konkreten

Einzelfall ist hilfreich

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Schulung für mehr

Handlungssicherheit

Ä Separate Schulungen für BR,

Vertretung der Schwerbehinderten

Sozialberatung, Leitungskräfte,

Personalabteilung etc.

Ä Gemeinsame innerbetriebliche

Schulungen mit Beteiligung der

verschiedenen Akteure, die bei der

Lösungssuche zusammenarbeiten

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„Team für komplizierte Fälle“

Betriebsrat/

Personalrat

Vertrauensperson der

Schwerbehinderten

Leitung

Beauftragter des

Arbeitgebers

Frauenbeauftragte

Sozialberatung

Betriebsarzt

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Thesen

5.Verbesserte Kooperation

erhöht Handlungssicherheit;

dann werden Probleme

frühzeitiger angegangen,

die Erfolgsaussicht steigt und

die Belastung sinkt

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Veränderung bei Lösung

Geduld

A

Problem

Verärgerung

Zeit

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Thesen

6. Das dabei gewonnene

„know how“ und die

entstandene Kooperation kann

auf andere betriebliche

Situationen positiv ausstrahlen

und kann Ansatzpunkte zur

Prävention ergeben.

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