DEGEMED News 51 April 2015

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Nr. 51 April 2015

news

Lasst uns reden!

Wie ernst ist es uns mit der Partnerschaft in der Rehabilitation?

Reha-Träger und Reha-Einrichtungen

sind aufeinander angewiesen. Die Träger

müssen ihr Leistungsversprechen gegenüber

den Versicherten einlösen, wenn es

darauf ankommt, müssen sie schnellstmöglich

hochwertige medizinische Reha-

Leistungen bereitstellen. Das gilt für Renten-,

Kranken- und Unfallversicherung

gleichermaßen. Die Betreiber brauchen

auf der anderen Seite stabile Rahmenbedingungen,

um die notwendigen Leistungen

in ihren Einrichtungen zu organisieren.

Hier sind alle gleich betroffen, unabhängig

davon, ob sie in öffentlicher, frei-gemeinnütziger

oder privater Trägerschaft stehen.

Augenhöhe notwendig

Die gegenseitige Abhängigkeit erfordert

ein sachliches und konstruktives Miteinander

und einen fairen und transparenten

Umgang. Offenheit und Dialogbereitschaft

müssen die Gesprächskultur prägen. Diktate

und einseitige Vorgaben sind kontraproduktiv.

Sie führen nur Konfrontationen

herbei, die kein Außenstehender versteht

und von denen niemand profitiert. Doch

nicht überall ist die Bereitschaft zu partnerschaftlichem

Miteinander und Gesprächen

auf Augenhöhe vorhanden.

Landesarbeitsgemeinschaft NRW

In Nordrhein-Westfalen haben bereits

im vergangenen Jahr zahlreiche Einrichtungen

eine Landesarbeitsgemeinschaft

(LAG) gegründet. Sie machen damit von

einem Instrument Gebrauch, das ihnen

der Gesetzgeber schon 2001 ausdrücklich

gegeben hat. Sie sprechen nun mit den

Reha-Trägern über Rahmenbedingungen

der Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht

das Thema Fahrtkosten. Die LAG will eine

Änderung der aktuellen Praxis, nach der

die Einrichtungen den überwiegenden Teil

der anfallenden Kosten ohne Kompensation

tragen. Hier werden die Beteiligten nur

miteinander Lösungen finden können.

Einstieg der DAK in Selektivverträge?

Einen ganz anderen Weg geht die Deutsche

Angestelltenkrankenkasse (DAK). Sie listet

stillschweigend Reha-Einrichtungen aus,

wenn sie ihr zu teuer sind und schneidet sie

dadurch von der Belegung ab. Zwar können

Versorgungsverträge nur „einheitlich und

gemeinsam“ abgeschlossen (§ 111 SGB

V) und beendet werden. Dennoch bleibt

die DAK bei ihrer Vertragspolitik. Sie steigt

damit faktisch in ein Selektivvertragssystem

ein. Mit den grundlegenden Bestimmungen

des Leistungserbringerrechts in SGB V und

SGB IX ist das kaum in Einklang zu bringen.

Denn eigentlich ist für das Vertragsmanagement

der vdek mit seinen Landesvertretungen

zuständig. Die weitere Entwicklung

ist offen.


Inhalt

Degemed intern

2 Editorial

Meine Reha – Mein Leben.

3 Kampagne im Endspurt

5 DEGEMED-Kampagne

bei internationalem Sportevent

Initiativen

5 Diskussionsforum – Big Data Reha?

4 Prävention betriebsnah organisieren

Symposium eröffnet therapie Leipzig

12 LAG MedReha NRW

Im Westen was Neues

Politik

6 Ausschreibung von Reha-Leistungen

ab 2016? EU-Richtlinien regeln Vergabe

öffentlicher Aufträge neu

6 Pflegereform: „Luft nach oben“

8 Der Pflegebedürftigkeitsbegriff

Erprobung bestanden?

8 Aus für Zuweisung gegen Entgelt

Stopp der Korruption

9 Gesetzgebung: E-Turbo vor dem Start

Liebe Kolleginnen

und Kollegen,

Editorial

Norbert

Glahn,

Vorstands–

vorsitzender

der DEGE-

MED

es ist schon beeindruckend zu sehen, wie

stark die Rehabilitation in Deutschland sein

kann. Rund 1.500 Wissenschaftler, Ärzte,

Psychologen und Therapeuten haben im

März beim Reha-Kolloquium in Augsburg

gemeinsam diskutiert, wie Rehabilitation

und Prävention dazu beitragen können,

Menschen in unserer anspruchsvollen

modernen Arbeitswelt gesund zu erhalten.

Eine überzeugende Demonstration

der gemeinsamen Leistungsfähigkeit, bei

der auch die DEGEMED, wie Sie auf Seite

vier dieses Newsletters lesen können, mit

einem eigenen Forum vertreten war. Angesichts

der Zahlen, die uns die Gesund-

heitsreports der Krankenkassen in jedem

Frühjahr zeigen, ist dieser Schulterschluss

der Reha jedoch nicht nur Kür, sondern

Pflicht. Alle Teile des Gesundheitssystems

müssen miteinander im Austausch bleiben,

um die kommenden Herausforderungen zu

meistern. Hinterhofdenken ist dabei ebenso

fehl am Platz wie Opportunismus – was

zählt, ist das Gemeinwohl. Ich will an dieser

Stelle bewusst nicht John F. Kennedy zitieren,

weil mir das Pathos des „Frage nicht,

was Dein Land für Dich tun kann …“ etwas

zu weit geht. Mir reicht ein kurzer Blick auf

die griechische Polis. Dort bezeichnete man

Personen, die sich aus Angelegenheiten

des Gemeinwohls heraushielten und keine

Ämter wahrnahmen, auch wenn ihnen

das möglich war, als „idiotes“ (griechisch

ἰδιώτης), was wertfrei in etwa „Privatperson“

bedeutet. Ich denke, wir alle sollten

keine „idiotes“ sein und uns gemeinsam

und sektorenübergreifend für die Lösung

der unabdingbar anstehenden Aufgaben

in unserem Gesundheitssystem einsetzen.

Ihr Professor Bernd Petri

Vorstandsvorsitzender der DEGEMED

Wissenschaft

7 DKV-Gesundheitsreport

Deutsche sind Sitzenbleiber

Verzeichnis

Wissenschaftler im Überblick

7 Krankschreibungen

Depressionen erreichen Höchststand

10 Reden ist Gold

von Dr. Susanne Dibbelt

13 Kommt die Tele-Reha?

von Dr. Michael John

Projekte

11 Mit Wattestäbchen in den Kampf

von Daniel Fischer

Intern

14/15 Neue Mitglieder vorgestellt:

Die salus klinik Hürth

Die salus klinik Lindow

Die Landgrafen-Klinik in Bad Nenndorf

Service

6 Mehr Durchblick im Siegel-Dschungel

9 Diskussionsforum www.reha-recht.de

15 Reha-Welt in Zahlen

16 Termine und Veranstaltungen

16 Impressum

REHADAT hat im März die umfassend aktualisierte

Ausgabe des Verzeichnisses der

Rehabilitationswissenschaftlerinnen und

Rehabilitationswissenschaftler in Deutschland

veröffentlicht. Das Verzeichnis listet die

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

alphabetisch auf und vermerkt ihre Forschungsschwerpunkte.

Außerdem ist angegeben,

ob die Person mit der Internationalen

Klassifikation der Funktionsfähigkeit,

Behinderung und Gesundheit (ICF) arbeitet.

Rund zwei Drittel der eingetragenen

Wissenschaftler/-innen haben Angaben

zur ICF ergänzt. Das Verzeichnis ist in ein

Namensregister und ein Sachverzeichnis

gegliedert. Das Verzeichnis wird jährlich im

März zu den Rehabilitationswissenschaftlichen

Kolloquien herausgegeben von RE-

HADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für

Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung

für Rehabilitation und der Deutschen Rentenversicherung

Bund. REHADAT ist ein

Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft

Köln und wird gefördert vom Bundesministerium

für Arbeit und Soziales.

Bereit zum Download

Die 23. Auflage des Verzeichnisses

kann im Internet unter http://www.

rehadat-forschung.de (unter dem

Punkt Rehawissenschaftler) kostenlos

heruntergeladen werden.

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Kampagne im Endspurt

Die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“

ist über den Jahreswechsel in ihre

letzte und entscheidende Phase getreten.

Erneut unterstützten zahlreiche Reha-Kliniken

und Rehabilitanden mit ihren Aktionen

die Forderungen „Einfacher Zugang in die

Reha“, „Erhalt der Reha als Komplexleistung“

und „Bedarfsgerechte Finanzierung“.

Rund 15.000 Unterschriften, davon

allein über 12.000 Aktions-Unterschriften,

konnten bis zum Redaktionsschluss dieses

Newsletters gesammelt werden.

Nicht mit Einzelmaßnahmen abspeisen

„Das gesamte Leistungsspektrum – und

nicht nur ein Stück!“ – mit dieser Forderung

startete die Rehaklinik Sonnhalde in

Donaueschingen, die zur Gruppe der RehaZentren

Baden-Württemberg gehört, am

6. März ihren Aktionstag zur Kampagne.

Die Beschäftigten verteilten Äpfel an die

„Reha-Richtlinie muss geändert werden!“

Immer mehr Menschen scheitern, wenn sie eine medizinische Reha bei ihrer Krankenkasse

beantragen wollen. Darum forderte die DEGEMED gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss

die Abschaffung des mehrstufigen Antragsverfahrens der Krankenkassen.

Am 12. Dezember traf sich der Vorstand der DEGEMED mit dem Vorsitzenden des Gemeinsamen

Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken. „In Wahrheit ist das mehrstufige

Antragsverfahren der Kassen ein Antragsverhinderungsverfahren“, kritisierte DEGEMED-

Vorstandsvorsitzender Prof. Bernd Petri im Gespräch mit Hecken.

Patienten und informierten über die Forderungen.

160 Unterschriften kamen in kurzer

Zeit zusammen. Der Kaufmännische Leiter

der Klinik, Markus Struck, betonte während

der Veranstaltung, dass Reha eine Komplexleistung

bleiben müsse. Martin Vierl,

Chefarzt der Rehaklinik, teilte diese Meinung:

„Patienten werden nur zu oft mit Einzelmaßnahmen

abgespeist, welche nicht

auf langfristige Verbesserung ausgerichtet

sind, hierfür möchten wir uns einsetzen.“

Ländliche Reha-Standorte zukunftsfähig machen

Eine Fortbildungsveranstaltung der GLG Fachklinik Wolletzsee nutzte DEGEMED-Geschäftsführer

Christof Lawall, um die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ den Mitarbeitern

vorzustellen. Ende Januar verteilte das Kampagnenteam blaue Postkarten mit einer

Schokomünze als Symbol für die bedarfsgerechte Finanzierung der Reha. Günter Janz,

Verwaltungsdirektor der GLG Fachklinik Wolletzsee, kann diese Forderung nur unterstützen:

„Um ländliche Reha-Standorte zukunftsfähig zu machen, ist eine bedarfsgerechte

Finanzierung unabdingbar.“

Aktuelles zur Kampagne

Weitere Klinikaktionen gibt es unter:

• www.meinereha-meinleben.de

• Facebook:

https://www.facebook.com/

pages/Meine-Reha-Mein-

Leben/662733683792854?fref=ts

• Twitter:

https://twitter.com/RehaKampagne

• E-Mail: info@meinereha-meinleben.de

degemed@degemed.de

Niemals nach Kassenlage

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden Prävention und Rehabilitation

immer wichtiger. Doch wie kann der steigende Bedarf gedeckt und finanziert werden?

Bei der Arbeitstagung der DRV Baden-Württemberg am 22. November 2014 in Nordrach

äußerten sich wichtige Akteure zur Bedeutung von Prävention und Rehabilitation und den

Fragen der Finanzierung. „Keine Reha nach Kassenlage“, unterstrich der Erste Direktor der

DRV Baden-Württemberg, Hubert Seiter, und stellte sich damit hinter eine der wichtigsten

Forderungen der DEGEMED-Kampagne nach einer bedarfsgerechten Finanzierung.

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Prävention betriebsnah organisieren

Symposium in Leipzig zeigt Möglichkeiten

und Schwächen des

neuen Präventionsgesetzes

Wenige Tage vor der ersten Lesung des

Präventionsgesetzes im Bundestag stand

die Prävention im Mittelpunkt des Symposiums

„Betrieb – Prävention – Rehabilitation“

im Congress Centrum Leipzig. Damit eröffneten

der Bundesverband ambulanter medizinischer

Rehabilitationszentren (BamR)

und die DEGEMED die Messe therapie

Leipzig 2015.

Neues Geld und bekannte Hürden

Die sächsische Staatsministerin für Soziales

und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch,

unterstrich in ihrem Grußwort die Herausforderungen

und die Erwartungen der Landespolitik

deutlich. Es sei nun bereits der

vierte Anlauf für das Präventionsgesetz.

Der aktuelle Entwurf sieht die Aufstockung

der finanziellen Mittel der Krankenkassen

für Prävention auf etwa 500 Mio. Euro pro

Jahr vor. Diese sollen künftig auch stärker in

betriebliche Gesundheitsförderung fließen.

Wie sich durch die Impulsbeiträge aus verschiedenen

Blickwinkeln zeigte, bestehen

bei der Ausgestaltung von Präventionsprogrammen

in und mit Betrieben aber offenkundig

noch erhebliche Hürden. Vor allem

kleine und mittlere Betriebe wüssten nicht,

wie es geht oder sie scheuen nach Aussage

BamR und degemed begrüßten gemeinsam

die Teilnehmer des Eröffnungssymposiums

bei der therapie Leipzig.

Die Teilnehmer des Symposiums: (v. l.) Christof Lawall (DEGEMED), Ulrike Steinecke

(Moderation), Dr. Jan Henkel (TOP Life), Olaf Liebig (Bundesministerium für Gesundheit),

Dr. Ina Ueberschär (DRV Mitteldeutschland), Holger Kammann (Paracelsus Gesundheitszentrum

Bad Gandersheim), Dr. Guido Engelhardt (BMW Group), Joscha Brunßen

(BamR)

von Holger Kammann (Paracelsus Gesundheitszentrum

Bad Gandersheim) und Dr.

Jan Henkel (Top Life Gesundheitszentrum

Berghaupten) den Aufwand. Zur Unterstützung

kündigte Dr. Ina Ueberschär (DRV

Mitteldeutschland, Leipzig) einen Arbeitgeberservice

der Rentenversicherung an.

Künftig sollen sich alle Arbeitgeber mit ihren

Fragen an eine bundesweit einheitliche

Telefonnummer wenden können, wenn sie

Fragen zur Prävention oder Rehabilitation

für Mitarbeiter haben.

Wirksamkeit fraglich

Ob das neue Präventionsgesetz betriebliche

Gesundheitsstrategien tatsächlich

messbar unterstützen wird, ist nach Einschätzung

der Veranstalter noch offen.

Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender

des BamR, betont, „ein Gesetz alleine

bringt noch keine größere Akzeptanz für

das Thema der Betrieblichen Gesundheitsförderung

(BGF) in den Betrieben. Hierfür ist

wichtig, dass alle Akteure einbezogen werden

und Transparenz über die Vorteile von

BGF hergestellt wird.“ „Der aktuelle Entwurf

für das Präventionsgesetz ist nur eine kleine

Lösung, die tatsächlichen Präventionspotenziale

werden nicht ausgenutzt“, bemängelt

DEGEMED-Geschäftsführer Lawall

den aktuellen Entwurf. Die DEGEMED und

der BamR fordern daher vor allem die systematische

Einbindung der sozialmedizinischen

Kompetenz in Reha-Einrichtungen

und Prävention mit den Methoden der Rehabilitation.

Was ist eigentlich …?

Der BamR

Der Bundesverband ambulanter

medizinischer Rehabilitationszentren

e. V. ist die Interessensvertretung ambulanter

medizinischer Rehabilitationszentren

in Deutschland. Gegründet

2007, mit Sitz in Berlin und Leipzig,

gehören dem Verband heute 48 Mitglieder

an. Zu den Kernthemen zählen

Qualität, leistungsgerechte Vergütung,

Förderung von Innovationen und Forschung

und allen voran die Vertretung

von Mitgliederinteressen in der Öffentlichkeit.

www.bamr.de

Weitere Infos

• Bundesverband ambulanter medizinischer

Rehabilitationszentren e. V.:

www.bamr.de

DEGEMED: www.degemed.de

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Diskussionsforum

Big Data Reha?

Das DEGEMED-Diskussionsforum beim

24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium

in Augsburg zeigte Chancen und

Grenzen der Nutzung von Patientendaten.

Das Erfassen von Daten in großem Stil

gehört routinemäßig dazu, wenn ein Akut-

Patient zum Rehabilitanden wird. Allen voran

die Rentenversicherung und die Krankenkassen

sammeln umfangreiche medizinische

und soziale Fakten. Das beginnt

schon bei der Antragstellung. Im weiteren

Verlauf des Rehabilitationsprozesses werden

auch Reha-Kliniken und Arbeitgeber zu

fleißigen Datensammlern. Die meisten dieser

Daten fließen in die statistische Auswertung

der Reha-Träger ein. Sie machen den

Umfang und die Effizienz der Leistungen

transparent, sind Grundlagen für Studien

und letztendlich für die Qualitätssicherung.

Bessere Versorgung durch Big Data?

Sind sie aber auch der Schlüssel für bessere

Versorgung? Darüber diskutierten die

Teilnehmer des Diskussionsforums der

DEGEMED beim Rehawissenschaftlichen

Kolloquium am 17. März in Augsburg. Die

Impulsbeiträge von Dr. Here Klosterhuis

(DRV Bund) und Prof. Dr. Roland Linder (WI-

Was ist eigentlich …?

Das wineg

Das Wissenschaftliche Institut für Nutzen

und Effizienz im Gesundheitswesen

der Techniker Krankenkasse (WIN-

EG) kümmert sich um Evaluierung von

Versorgungsprojekten der TK, die Auseinandersetzung

mit medizinischen

Leistungen sowie gesundheitsökonomische

und Gesundheitssystemanalysen.

Weitere Informationen unter:

www.tk.de/tk/wineg/118306

NEG) zeigten Stand und Ausmaß, aber auch

die Grenzen der heutigen Routineauswertungen.

PD Dr. Kurt Bestehorn (Institut für

Klinische Pharmakologie der TU Dresden)

richtete den Blick in die Zukunft. Für ihn

liegen die Chancen für eine Verbesserung

der Versorgung in der trägerübergreifenden

Zusammenarbeit und gemeinsamen Analyse

von Versorgungsdaten.

Auch beim Reha-Kolloquium in

Augsburg war die DEGEMED für ihre

Kampagne aktiv.

Ergebnisse im Detail

Die von der DRV erhobenen Daten dienen

vor allem der epidemiologischen

Forschung und der Qualitätssicherung.

Weitere Infos unter:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Turnier der Meister 2015

DEGEMED-Kampagne bei internationalem Sportevent präsent

„Reha braucht Dich und Deinen Einsatz!“

Das ist die Botschaft, mit der die DEGE-

MED und Eberhard Gienger beim Turnier

der Meister 2015 in der Lausitz-Arena in

Cottbus die Kampagne „Meine Reha – Mein

Leben.“ vorstellten. Über 10.000 Zuschauer

verfolgten an mehreren Tagen die hochklassigen

Qualifikationswettbewerbe und die

Finalkämpfe der Turner aus 40 Nationen.

Unterstützung für Reha-Kampagne

Zahlreiche Gäste interessierten sich für die

aktuelle DEGEMED-Kampagne. Gerade

Sportler und Sportbegeisterte verstehen

die Anliegen und die Bedeutung der medizinischen

Reha sehr gut. Sie kennen ihren

Wert aus eigener Erfahrung oder haben

Reha in ihrem Umfeld oder Verein erlebt.

Der Einsatz für die Reha ist daher auch für

die meisten selbstverständlich. Cottbus hat

gezeigt: Reha kann mobilisieren!

Ergebnisse im Detail

Infos zum Turnier finden Sie unter

www.turnier-der-meister.de

Reha überzeugt Sportler aller Altersklassen.

Auch diese jungen Turner ließen

sich von der Kampagne der DEGEMED

begeistern.

Am Rande des Turniers warb die DEGE-

MED zusammen mit Eberhard Gienger

für die Kampagne „Meine Reha – Mein

Leben.“ Büroleiterin Sabine Weiprecht

und ihre Kolleginnen sammelten am Aktionsstand

Unterschriften.

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Ausschreibung von Reha-Leistungen ab 2016?

EU-Richtlinien regeln Vergabe öffentlicher Aufträge neu

Das Bundeskabinett hat Anfang des Jahres

Eckpunkte zur Umsetzung von drei EU-

Richtlinien zur Reform des europäischen

Vergaberechts verabschiedet. Sie sollen

das Vergaberecht neu strukturieren und

modernisieren. Deutschland hat nun bis

zum 18. April 2016 Zeit, diese Richtlinien in

nationales Recht zu überführen. Die Richtlinien

gelten für alle Aufträge der öffentlichen

Hand und zwingen grundsätzlich zur Vergabe

durch öffentliche Ausschreibung.

Keine Bereichsausnahme für Reha

Die Novellierung des EU-Vergaberechts

zielt auf eine Vereinfachung und Flexibilisierung

der Vergabeverfahren, eine Erweiterung

der elektronischen Vergabe sowie die

Verbesserung des Zugangs für kleine und

mittlere Unternehmen. Eine Bereichsausnahme

für die Sozialversicherung oder das

Gesundheitswesen existiert nicht. Das neue

Vergaberecht gilt damit prinzipiell auch für

die Beschaffung von Rehabilitationsleistungen.

Die EU-Richtlinien ermöglichen

es aber, für bestimmte – insbesondere soziale

– Dienstleistungen vereinfachte Vergabeverfahren

vorzusehen. Die Bundesregierung

hat bereits angekündigt, für soziale

Dienstleistungen ein deutlich erleichtertes

Vergabeverfahren einzuführen.

Vergabe von Reha-Kapazitäten

Die Umsetzung der EU-Richtlinie ist besonders

im Bereich der medizinischen

Reha-Leistungen heikel. Denn der Bundesrechnungshof

hat in der Vergangenheit

schon mehrfach die selektive Vergabe von

Bringt Europa Bewegung in die Vergabe von Reha-Kapazitäten?

Reha-Kapazitäten durch die DRV moniert

und über Intransparenz geklagt. Inzwischen

beginnen einige DRV-Träger damit, die Kriterien

zu veröffentlichen, die Kliniken erfüllen

müssen, um einen Belegungsvertrag zu

bekommen.

Ergebnisse im Detail

Das Eckpunktepapier des BMWi finden

Sie im Internet unter

www.bmwi.de

Zeitplan zur Umsetzung der

EU-Richtlinie:

• Frühjahr 2015: Kabinettsbeschluss

zur GWB-Novelle

• Herbst 2015: Gesetzgebung

Bundestag und Bundesrat

• Herbst 2015: Kabinettsbeschluss

zu den Verordnungen

• Winter 2015/2016:

Bundesrat-Zustimmung

• 18. April 2016: Inkrafttreten

Umsetzung

„Luft nach oben“

Gesundheitsminister Hermann Gröhe

(CDU) will die Reha in der Pflege aufwerten.

Die Pflegereform werde dazu

beitragen, dem Prinzip Rehabilitation

vor Pflege mehr Gewicht zu verleihen,

so Gröhe beim 13. Kölner Sozialrechtstag.

Derzeit werde verkannt, welchen

Beitrag die Reha auch für die Eigenständigkeit

und die Lebensqualität älterer

Menschen leisten könne. Bei über

einer Million Pflegebegutachtungen im

Jahr komme es nur in knapp 6000 Fällen

zu einer Reha-Empfehlung. „Da ist

noch gewaltig Luft nach oben“, betonte

der Minister. Das neue Begutachtungssystem

(s. Bericht Seite 8) sei besser

geeignet, die Rehabilitationsfähigkeit

von Pflegebedürftigen abzubilden.

neuer online-dienst

Mehr Durchblick im Siegel-Dschungel

Deutschlandweit gibt es etwa 30 Siegel

und Zertifikate, die über die Qualität von

Pflegeheimen und ambulanten Diensten

Auskunft geben sollen. Allerdings ist es

für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen,

aber auch für professionell Tätige schwer,

die Übersicht zu behalten und den Nutzen

einzuschätzen. Ein neuer Online-Dienst der

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege

(ZQP) bietet jetzt Orientierung zu Siegeln

und Zertifikaten in der Altenpflege. Der neue

Online-Dienst des ZQP ist das Ergebnis einer

stiftungseigenen Recherche und soll

regelmäßig aktualisiert werden.

Kostenloser Zugang

Zugang zur Datenbank unter www.zqp.de.

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DKV-Gesundheitsreport

Deutsche sind Sitzenbleiber

Nie hatten es die Menschen so bequem

wie heute: Wir sitzen beim Arbeiten, vor

dem Fernseher, im Auto und während wir

online einkaufen. Die Zahlen des DKV-Reports

2015 zeigen, dass die Deutschen im

Mittel siebeneinhalb Stunden pro Tag sitzen,

die jungen Erwachsenen sogar neun

Stunden. „Wir sind ein Volk der Sitzenbleiber

geworden. Das dauerhafte Sitzen

hat weitreichende Folgen für den Fett- und

Blutzuckerstoffwechsel und macht die

Menschen krank“, warnt Clemens Muth,

Vorstandsvorsitzender der DKV.

Echter Risikofaktor

Dauersitzen ist neben allgemeinem Bewegungsmangel

heute als ein eigenständiger

Risikofaktor für die Gesundheit anerkannt.

„Im Bundesdurchschnitt sitzen die Menschen

am längsten vor dem Fernseher“,

stellt Ingo Froböse, Professor an der Deutschen

Sporthochschule Köln und wissenschaftlicher

Leiter des DKV-Reports, fest.

Der zweithäufigste Grund fürs Sitzen ist im

Bundesdurchschnitt die Arbeit am Schreibtisch.

Hier sieht Froböse die Arbeitgeber am

Zug: „Es gibt Möglichkeiten, das Sitzen zu

begrenzen, etwa Stehmeetings, verstellbare

Schreibtische und aktive Büropausen.“

Schon Kinder wachsen im Sitzen auf

Erstmals enthält der DKV-Report 2015 auch

eine Befragung von 300 Eltern zu Mediennutzung

und Gesundheitsverhalten ihrer

Bewegung nötig? Einfach mal den Fernseher

ausmachen und spazieren gehen

oder mit dem Rad fahren.

Psychische Erkrankungen verursachen

bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage.

Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Prozent

aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen

und andere psychische Leiden.

Das ist ein Anstieg um knapp 12 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr. Nach Analysen

der DAK-Gesundheit rangieren diese Diagnosen

damit erstmals auf Platz zwei der

Fehltage-Statistik. Nie war die Zahl der

Fehltage aufgrund dieser Erkrankung so

hoch wie im vergangenen Jahr: Laut der

Auswertung entfielen 2014 auf 100 DAKsechs-

bis zwölfjährigen Kinder. Nur ein

Viertel der Kinder hält sich demnach an die

Empfehlung, nicht länger als eine Stunde

pro Tag Bildschirmmedien zu nutzen.

72 Prozent der Kinder haben sogar einen

eigenen Fernseher im Kinderzimmer, 50

Prozent einen Internetzugang. „Wir haben

festgestellt, dass sich jedes zweite Kind zu

wenig bewegt“, sagt DKV-Chef Muth. „Kinder

wachsen praktisch im Sitzen auf und

kopieren den ungesunden Lebensstil ihrer

Eltern.“

Die Studie

Der DKV-Report 2015 „Wie gesund

lebt Deutschland?“ wurde im Januar

von der DKV Deutsche Krankenversicherung

zusammen mit dem Zentrum

für Gesundheit durch Bewegung und

Sport der Deutschen Sporthochschule

Köln (DSHS) veröffentlicht.

Für den Bericht befragte das Marktforschungsinstitut

GfK mehr als 3.000

Menschen in Deutschland telefonisch

zu ihrem Gesundheitsverhalten, darunter

erstmals auch, bei welchen Gelegenheiten

und wie lange sie sitzen.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Ingo

Froböse und Dr. Birgit Wallmann-

Sperlich, Zentrum für Gesundheit der

Deutschen Sporthochschule Köln,

www.zfg-koeln.de

PDF-Datei zum Download unter

www.ergo.com/dkv-report

Krankschreibungen

Depressionen erreichen Höchststand

Infos im Netz

Weitere Infos unter www.dak.de

Versicherte 112 Ausfalltage wegen Depressionen.

Der Anstieg ist rasant, in den letzten

zehn Jahren hat sich die Zahl der Fehltage

mehr als verdoppelt. Nur Erkrankungen des

Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise

Rückenschmerzen sorgten 2014 für

noch mehr Ausfalltage.

Krankenstand 2014 gesunken

Für die Analyse im Rahmen des DAK-

Gesundheitsreports hat das IGES Institut

die Daten von insgesamt 2,7 Millionen

erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.

Insgesamt ist danach der Krankenstand

2014 um 0,1 Prozentpunkte auf eine

Quote von 3,9 Prozent gesunken. Damit

waren an jedem Tag des Jahres 2014 im

Durchschnitt 39 von 1.000 Beschäftigten

krankgeschrieben. Insgesamt meldeten

sich 2014 jedoch nur 48 Prozent der Erwerbstätigen

krank (2013: 51 Prozent).

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand

waren 2014 das Gesundheitswesen,

die Öffentliche Verwaltung sowie

Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit

jeweils 4,5 Prozent.

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Pflegebedürftigkeitsbegriff

Erprobung bestanden?

Funktioniert der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff

in der Praxis? Das Bundesministerium

für Gesundheit und der GKV-

Spitzenverband haben im Januar erste

Ergebnisse aus zwei Erprobungsstudien

vorgestellt, die seit dem Frühjahr 2014 liefen.

Sie gelten als wichtige Vorarbeit für die

Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs

in dieser Legislaturperiode. Er soll

die Situation der Pflegebedürftigen deutlich

verbessern. „Die Ergebnisse der Erprobung

zeigen: Das neue Begutachtungsverfahren

funktioniert“, so Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe, „gleichzeitig geben sie

wertvolle Hinweise, wo noch ein Feinschliff

nötig ist. Jetzt geht es darum, Tempo zu

machen, damit die verbesserte Unterstützung

den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen

auch zügig zugutekommt.“ Noch

im Sommer will Gröhe den Gesetzentwurf

vorlegen.

Ungerechtigkeiten vermeiden

Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes,

zeigte sich ebenfalls zufrieden:

„Mit diesen beiden Studien haben wir einen

wichtigen Schritt getan, um Ungerechtigkeiten

und Fehler bei der Einführung des

neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der

geplanten fünf Pflegegrade so weit wie

möglich zu vermeiden. Nun müssen wir –

Politik, Wissenschaft und Krankenkassen

– zügig Hand in Hand weiterarbeiten, damit

die geplanten Verbesserungen möglichst

Möchte noch im Sommer den Gesetzentwurf vorlegen: Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe

schnell bei den Menschen ankommen.“

Ob im Rahmen des neuen Begutachtungsassessments

(NBA) auch Reha-Potenziale

Die zwei Studien

Mit der „Praktikabilitätsstudie zur Einführung

des neuen Begutachtungsassessments

(NBA) zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

nach dem SGB XI“ sollten

mögliche Probleme bei der Begutachtung

frühzeitig aufgedeckt werden.

abgefragt werden, geht aus dem Bericht

nicht hervor.

Parallel fand die „Evaluation des NBA –

Erfassung von Versorgungsaufwendungen

in stationären Einrichtungen“ statt. Mit

ihr sollte eine empirische Grundlage geschaffen

werden, um Hinweise für künftige

Leistungshöhen je Pflegegrad in Abhängigkeit

vom Pflegeaufwand zu ermitteln.

Aus für Zuweisung gegen Entgelt

Stopp der Korruption

Die Bundesregierung will schärfer als

bisher gegen Korruption im Gesundheitswesen

vorgehen. Bundesjustizminister

Heiko Maas (SPD) stellte dazu Anfang

Februar einen Gesetzentwurf vor, der die

bestehenden Strafvorschriften im StGB

auf Leistungsträger und Leistungserbringer

im Gesundheitswesen ausdehnt. Bis zum

Sommer 2015 soll er vom Bundeskabinett

beschlossen werden.

Geltung über GKV hinaus

Neu ist die Einführung eines Straftatbestands

der Bestechlichkeit und Bestechung

im Gesundheitswesen. Er bezieht alle Heilberufe

ein, die für die Berufsausübung

oder die Führung der Berufsbezeichnung

eine staatlich geregelte Ausbildung erfor-

dern. Er gilt für Sachverhalte innerhalb und

außerhalb des Bereichs der gesetzlichen

Krankenversicherung. Der neue Straftatbestand

wird als neuer § 299a StGB in den

Abschnitt „Straftaten gegen den Wettbewerb“

eingefügt.

Relevanz bei Reha

Die medizinische Rehabilitation ist ebenfalls

betroffen. Eine 2013 veröffentlichte

Studie im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes

wies nach, dass mindestens jeder

fünfte Reha-Anbieter schon einmal in einer

Situation war, in der von ihm die Gewährung

eines Vorteils erwartet wurde. Das deutet

darauf hin, dass das Phänomen „Zuweisung

gegen Entgelt“ verbreiteter ist als

bisher angenommen.

Bundesjustizminister Heiko Maas: oberster

Korruptionsbekämpfer – jetzt auch im

Gesundheitswesen

Infos im Netz

Weitere Infos gibt es auf der Website

des Bundesministeriums für Justiz und

Verbraucherschutz unter www.bmjv.de

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news Nr. 51April 2015


Gesetzgebung

E-Turbo vor dem Start

Im Januar hat das BMG den Referentenentwurf

zum eHealth-Gesetz ( Gesetz für sichere

digitale Kommunikation und Anwendungen

im Gesundheitswesen) vorgelegt.

Er wurde mit Spannung erwartet, denn mit

ihm soll die Innovationsgeschwindigkeit auf

dem bundesweiten elektronischen Gesundheits-Highway

erheblich erhöht werden.

Telemedizin, elektronische Gesundheitskarte,

elektronische Arztbriefe und vieles

mehr sollen künftig selbstverständlicher

Bestandteil der Gesundheitsversorgung

werden. Kontrolliert wird der Gesamtprozess

im Wesentlichen von der gematik

(Gesellschaft für Telematikanwendungen

der Gesundheitskarte mbH) in Berlin. Sie

erstellt Konzepte und Spezifikationen, um

die Standards für Komponenten, Dienste

und Prozesse zu definieren. Nach positiven

Tests erteilt sie die Zulassungen für die Gesundheitstelematik

und sie wacht über den

Betrieb der Telematikinfrastruktur und trägt

die letztendliche Verantwortung.

„Wer blockiert, zahlt“

Das Gesetz sieht erstmals konkrete Fris ten

für Vernetzung und elektronische Anwendungen

vor. Wenn´s klappt, locken Anreize,

wenn nicht, Sanktionen wie Budget- und

Honorarkürzungen. Denn Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe will keine

weiteren Verzögerungen hinnehmen.

„Vernetzung, Telemedizin, neue Therapien

und Datenschutz – das ist die digitale Revolution

im Gesundheitswesen. Wer sich

diesem Schritt aus Eigennutz verweigert,

schadet dem Gemeinwohl“, wird Gröhe

in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

(F.A.Z.) zitiert, „wer blockiert, zahlt!“ Sanktionen

könnten sowohl die gematik als auch

Ärzte treffen. Derzeit lehnen Teile der Ärzteschaft

die elektronische Gesundheitskarte

noch ab, IT-Branchenverbände befürchten

Chaos durch alte Bestandsnetze und Datenschützer

vermissen die Transparenz für

Patienten. Angesichts der Kritik wird es

wohl noch einige Änderungen am Gesetz

geben.

Was ist eigentlich …?

Die gematik

Die gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen

der Gesundheitskarte

mbH – ist eine Organisation, die von

den Spitzenverbänden der Leistungserbringer

und Kostenträger des deutschen

Gesundheitswesens 2005 gegründet

wurde. Ihr Ziel: die Einführung

einer elektronischen Gesundheitskarte

(eGK) und der Telematikinfrastruktur

zur Modernisierung des Gesundheitswesens,

in dem der Patient im

Mittelpunkt steht. Gesellschafter der

gematik sind Bundesärztekammer

und Bundeszahnärztekammer, der

Deutsche Apothekerverband e. V., die

Deutsche Krankenhausgesellschaft

e. V., die Kassenärztliche Bundesvereinigung,

die Kassenzahnärztliche

Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband.

www.gematik.de

Diskussionsforum www.reha-recht.de

Neues aus dem Rehabilitations- und Teilhaberecht

Info

Die aktuellen Beiträge aus der Infothek

können Sie sich regelmäßig über

den kostenlosen Newsletter zuschicken

lassen. Anmeldung über www.

reha-recht.de/newsletter

In Forum A thematisiert Dennis Bunge die

Wahlfreiheit von arbeitslosen, arbeitsunfähigen

Versicherten zwischen Kranken- und

Arbeitslosengeld nach Unterbrechung der

Arbeitslosigkeit durch eine erfolglose medizinische

Rehabilitation (Beitrag A4-2015). In

einem zweiteiligen Beitrag widmet sich Fabian

Walling der Frage, ob bei Teilhabeleistungen

entstandene Mehrkosten vom Versicherten

selbst zu tragen sind (Beiträge A3

und A4-2015). Probleme und Versorgungslücken

bei der ambulanten neurologischen

Rehabilitation im Lebensumfeld für Patienten

mit erworbenen Hirnschädigungen

erläutert Dr. Kirsten Teetz (C2-2015). Prof.

Dr. Katja Nebe und Cindy Schimank diskutieren

in Forum E rechtliche Möglichkeiten

des Patientendatenaustauschs (E1-2015).

Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, sich

mit einem Kommentar oder eigenen Beitrag

am Diskussionsforum zu beteiligen.

Infos zur Rechtsprechung und neue

Studien

In der Infothek haben wir in der Rubrik

Rechtsprechung verschiedene Entscheidungen

des Bundessozialgerichts vom 25.

Februar 2015 für Sie zusammengefasst.

Dabei ging es um die Kostenerstattung für

einen schwenkbaren Autositz, die Gewährung

von Pflegegeld während eines Auslandsaufenthaltes

und die Kostenerstattung

für Leistungen zur häuslichen Krankenpflege.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat

eine Studie zur Situation pflegender Angehöriger

durchgeführt, deren Ergebnisse

und Zahlen in einem Studienband erhältlich

sind. Informationen dazu sowie einen Link

zum Download gibt es in der Rubrik Veröffentlichungen

unter „Daten und Fakten“.

Vor der Staatenberichtsprüfung am 26./27.

März 2015 hat die Monitoring-Stelle beim

zuständigen UN-Fachausschuss ihren Parallelbericht

zum Umsetzungsstand der UN-

Behindertenrechtskonvention in Deutschland

eingereicht. Das Dokument greift 24

Problembereiche auf, denen der Fachausschuss

für die Rechte von Menschen mit

Behinderungen aus Sicht der Monitoring-

Stelle besondere Aufmerksamkeit widmen

sollte.

news Nr. 51April 2015

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Reden ist Gold

von Dr. Susanne Dibbelt, Institut für Rehabilitationsforschung Norderney

Weniger Schmerzen, Depressionen und Fehlzeiten: Gute Kommunikation in

Reha-Einrichtungen ist die Voraussetzung für erfolgreiche Rehabilitation.

Rehabilitanden, die ihren Kontakt zum behandelnden

Arzt oder Therapeuten sehr positiv

einschätzen, profitieren mehr von einer

Rehabilitation als Patienten, die diesen weniger

positiv oder negativ bewerten. „Gute

Gespräche mit Ärzten und Therapeuten wirken

sich – auch langfristig – auf messbare

Behandlungsergebnisse aus: Patienten, die

den Kontakt mit den Ärzten positiv bewerten,

leiden sechs Monate nach der Entlassung

weniger unter ihren Schmerzen, sind

seltener depressiv verstimmt und kürzer

krankgeschrieben. Das konnten unter anderem

unsere Studien P.A.INT und OPTIPPAR

zeigen“, sagt Dr. Susanne Dibbelt vom Institut

für Rehabilitationsforschung Norderney

mit Sitz in Bad Rothenfelde.

Tagung über den Einfluss von

Kommunikation

Die Bedeutung von Kommunikation und

Partizipation für den Erfolg von Rehabilitation

und geeignete Umsetzungskonzepte war

auch das Thema der Jahrestagung 2015

des Nordrhein-Westfälischen Forschungsverbundes

Rehabilitationswissenschaften

bei der Deutschen Rentenversicherung

Westfalen in Münster. Die Tagung legte

den Schwerpunkt auf die praktische Umsetzung

von patientenorientierter Kommunikation

in der Rehabilitation. Die Beiträge

der Expertinnen und Experten präsentierten

ein breites Spektrum an Interventionen und

Strategien für die Patientenschulung, Personalfortbildung

und Medizinerausbildung,

um patientenorientierte Kommunikation

umzusetzen. Gleichzeitig dokumentierten

die Beiträge der Fachleute den erheblichen

Einfluss von guter Kommunikation auf den

Erfolg der Rehabilitation.

Infos

Infos zum Verein und Institut für Rehabilitationsforschung

Norderney unter:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Gute Gespräche mit Ärzten und Therapeuten

wirken sich laut Studie positiv auf

das Behandlungsergebnis aus.

Team-Interaktion führt zum Erfolg

So zeichnen sich erfolgreiche Reha-Einrichtungen

dadurch aus, dass dort echte Team-

Interaktion und weniger ärztliche Dominanz

gelebt wird. Wenn Reha-Ziele gemeinsam

mit den Patienten ausgehandelt werden –

anstatt dass sie ausschließlich durch die

Behandler vorgegeben werden –, führt dies

zu besseren Behandlungsergebnissen. Eine

patientenorientierte Kommunikation, die

Rehabilitanden wirklich zu Wort kommen

lässt und ihre Anliegen berücksichtigt, fördert

die Selbstkompetenz und Motivation

der Rehabilitanden, ihren Lebensstil zu

verändern und gesundheitsfördernder zu

gestalten. Andererseits werden Rehabilitanden

aber auch kritischer, wenn man sie

besser informiert. Diagnosegruppenspezifische

Informationsbroschüren für orthopädische

Rehabilitanden, die diese gezielter

auf ihren Reha-Aufenthalt vorbereiten

sollten, führten nicht immer zu größerer

Patientenzufriedenheit.

Studienhospital Münster bietet Kommunikations-Training

für Studenten

Ein gutes Beispiel für richtungsweisendes

Umdenken in der Medizinerausbildung ist

das Studienhospital Münster. Dort trainieren

Medizinstudenten patientenorientierte

Kommunikation unter realistischen

Bedingungen mit Schauspieler-Patienten,

mit denen sie in vollständig eingerichteten

Krankenzimmern sprechen. In der anschließenden

Podiumsdiskussion, die der

Sprecher des Nordrhein-Westfälischen

Forschungsverbundes Rehabilitationswissenschaften,

Professor Dr. Bernhard Greitemann,

moderierte und an der neben den

Referenten auch der erste Direktor der DRV

Westfalen, Thomas Keck, teilnahm, wurde

unter Beteiligung des Publikums lebhaft

darüber diskutiert, wie gute Kommunikation

und Partizipation in Reha-Einrichtungen

umgesetzt und befördert werden kann.

Die Autorin

Dr. phil. Susanne Dibbelt, Diplom-

Psychologin, forscht am Institut für

Rehabilitationsforschung Norderney zur

Kommunikation im Gesundheitswesen

und zur Versorgung von Patienten mit

chronischen Schmerzen. Seit 2001

ist sie als Projektleiterin für diese Forschungseinrichtung

der Deutschen Rentenversicherung

am Rehaklinikum Bad

Rothenfelde tätig.

Sie studierte Psychologie an der RWTH

Aachen und an der TU Berlin und promovierte

1996 an der Uni Osnabrück

über die willentliche Steuerung von

Entscheidungen. Als approbierte Gesprächspsychotherapeutin

ist sie neben

wissenschaftlichen Tätigkeiten auch als

Psychotherapeutin tätig.

Für die Arbeit „Das Integrierte Orthopädisch-Psychosomatische

Konzept

zur medizinischen Rehabilitation von

Patienten mit chronischen Erkrankungen

des Bewegungsapparates – Entwicklung

und Evaluation“ erhielt sie 2006 den Förderpreis

der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften

Nordrhein-Westfalen.

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news Nr. 51April 2015


Insgesamt dauerte die Prozedur zur Entnahme der Stammzellen für Christian Kanne, Pflegedienstleiter der Dr. Becker Kiliani-Klinik

in Bad Windsheim, fünf Stunden.

Mit Wattestäbchen in den Kampf

von Daniel Fischer

Vor einem Jahr beschlossen 14

Azubis der Dr. Becker Unternehmensgruppe,

den Kampf gegen

den Blutkrebs aufzunehmen.

Im Zuge des ersten standortübergreifenden

Azubi-Projektes der Dr. Becker Unternehmensgruppe,

firmiert unter dem Namen

„WIR bei Dr. Becker“, lag es in den Händen

der Auszubildenden, ein unternehmensweites

Projekt in Zusammenarbeit

mit der DKMS (Deutsche Knochenmark

Spenderdatei) selbstständig zu planen und

durchzuführen. Jeder Mitarbeiter der Unternehmensgruppe

sollte die Möglichkeit bekommen,

sich als potenzieller Lebensretter

(Knochenmarkspender) im Kampf gegen

den Blutkrebs typisieren zu lassen.

Alle machten mit

Um die Mitarbeiter für das Thema Blutkrebs

zu sensibilisieren und die Typisierungsaktion

zu bewerben, erstellten die Azubis in

Eigenregie Präsentationen, Hausmitteilungen

sowie Intranet-Artikel und legten

Informationsmaterial der DKMS in den 16

Dr.-Becker-Standorten aus. Eine Woche

lang hatten die Mitarbeiter der Dr. Becker

Unternehmensgruppe an jedem Standort

Zeit, sich typisieren zu lassen. Die Azubis

standen dabei als Ansprechpartner zur Verfügung

und sorgten für einen reibungslosen

und ordnungsgemäßen Ablauf der Aktion.

Azubi und Projektleiter Daniel Fischer zeigte

sich vom Projektverlauf durchweg begeistert:

„Für uns als Azubi-Team gab es von

den Mitarbeitern viel Zuspruch für das tolle

Projekt.“

Blutkrebszellen unter dem Mikroskop

Zwei Treffer bei der Typisierung

Bei der standortübergreifenden Typisierungsaktion

haben sich insgesamt über

230 Dr.-Becker-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter

registrieren lassen. Bereits kurze

Zeit nach Projektabschluss meldete

sich die DKMS bei zwei Mitarbeitern der

Dr. Becker Unternehmensgruppe für eine

Knochenmarkspende. Beide überstanden

die fünfstündige Prozedur, bei der – ähnlich

wie bei einer Dialyse – das Blut an einem

Arm entnommen, gefiltert und am anderen

Arm wieder zurück in den Körper geführt

wird, ohne Komplikationen. Frau Roxana

Trieß, Betreuerin im Vitalis Wohnpark Bad

Essen, würde es jederzeit wieder tun: „Es ist

ein wunderbares Gefühl, einem Menschen

zu helfen, der keine andere Chance mehr

hat und ihm damit vielleicht das Leben zu

retten.“ Auch für Christian Kanne, Pflegedienstleiter

der Dr. Becker Kiliani-Klinik

in Bad Windsheim, war die Möglichkeit,

Stammzellen zu spenden, ein „bewegendes

und unbeschreibliches Erlebnis“.

Spende motiviert Spender

Als kleine Motivationshilfe spendete die

Dr. Becker Unternehmensgruppe außerdem

für jede Typisierung, die im Rahmen

des Azubi-Projektes „WIR bei Dr. Becker“

durchgeführt wurde, 50 Euro an die DKMS.

Insgesamt kamen so 12.460 Euro zusammen.

Angestoßen hatte das Azubi-Projekt

Dr. Petra Becker, Geschäftsführerin der Dr.

Becker Unternehmensgruppe. Wer mehr

über das Projekt wissen möchte, wendet

sich bitte an Projektleiter Daniel Fischer,

E-Mail: dfischer@dbkg.de

Der Autor

• Daniel Fischer

• Alter: 23 Jahre

• Allg. Fachhochschulreife/Abitur

(bilingual)

• Ausbildung als Kaufmann im

Gesundheitswesen (3. Lehrjahr)

news Nr. 51April 2015

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Arbeitsgemeinschaft der Reha-Leistungserbringer

Im Westen was Neues

Interview mit Achim Schäfer,

Vorsitzender des Vorstands der

LAG MedReha NRW

Die Reha ist zu nett, friedlich und angepasst

– so lautet ein gängiges Vorurteil!

Dass dies nicht so sein muss, zeigten nun

zahlreiche Kliniken in Nordrhein-Westfalen.

Sie taten sich zusammen und gründeten

im vergangenen Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft

der Reha-Leistungserbringer

NRW (LAG MedReha NRW). Die neue LAG

soll künftig den gesetzlichen Auftrag des

SGB IX wahrnehmen und bessere Rahmenbedingungen

mit den Arbeitsgemeinschaften

der Rehabilitationsträger aushandeln.

Achim Schäfer ist Vorsitzender der LAG

MedReha NRW und erläutert deren Ziele.

Zur Person

Achim Schäfer ist Vorsitzender des

Vorstands der LAG MedReha NRW und

gleichzeitig Geschäftsführer des Medizinischen

Zentrums für Gesundheit

(MZG) Bad Lippspringe.

Ansprech- und Verhandlungspartner bei den

Sozialversicherungsträgern zu sein – dies ist

eine Aufgabe der LAG MedReha NRW.

DEGEMED news: Herr Schäfer, eine LAG

ist schon lange im SGB IX vorgesehen.

Trotzdem gehören Sie in Nordrhein-Westfalen

zu den ersten, die sich so organisieren.

Wie haben Sie Ihre Kollegen überzeugt?

Achim Schäfer: Es war eine große Herausforderung,

derart viele Kliniken, wie sie

jetzt unter dem Dach der LAG versammelt

sind, unter den sprichwörtlichen Hut zu

bekommen. Aber weiter abzuwarten, dass

jemand anderes die Initiative ergreift, war

keine Option. Überzeugen konnten wir mit

Sachargumenten. Eigentlich waren sich

auch alle schnell einig, dass die Gründung

einer LAG überfällig war. Als erste Thematik,

die wir angehen wollten, hatten wir uns für

eine Neugestaltung der bestehenden Regelungen

zur Durchführung der Patiententransporte

entschieden.

DEGEMED news: Wie haben Sie sich bei

den Krankenkassen Gehör verschafft?

Achim Schäfer: Zu Beginn war es nicht einfach,

Ansprechpartner für uns zu finden. Auf

Grund des erheblichen Abstimmungsbedarfes

bei den Vertretern der Krankenversicherungen

und großer Terminprobleme gab

es schlichtweg keine Möglichkeiten, unsere

Anliegen vorzubringen. Wir haben daraufhin

beschlossen, die Vorstände der Krankenversicherungsträger

direkt anzuschreiben

und auf die Schwierigkeiten bei den derzeit

bestehenden Regelungen hinzuweisen. So

kamen wir endlich mit den ersten großen

Krankenversicherungsträgern in konkrete

Verhandlungen.

DEGEMED news: Was sind Ihre nächsten

Ziele?

Achim Schäfer: Kurzfristig wollen wir zu

einer Neuregelung der vertraglichen Gestaltung

der Transportkosten für die Reha-Patienten

kommen. Die derzeit bestehenden

Regelungen basieren auf den unterschiedlichsten

Vereinbarungen, die letztendlich

alle nicht gesetzeskonform sind. Darüber

hinaus streben wir ganz normale regelmäßige

Verhandlungsbeziehungen mit den

Arbeitsgemeinschaften der Sozialversicherungsträger

an, um die Rahmenbedingungen

für die Rehabilitationskliniken in

NRW zu gestalten. Letztlich geht es nur

darum, dass die rechtlichen Vorgaben umgesetzt

werden. Und in diesem Rahmen

wollen wir der legitimierte Vertreter unserer

Mitglieder sein.

DEGEMED news: Kann die LAG MedReha

NRW Vorbild auch in anderen Ländern sein?

Achim Schäfer: Ich persönlich würde

mich sehr freuen, wenn wir Vorreiter wären.

LAGen kann ich mir durchaus in vielen

anderen Bundesländern vorstellen.

So sehen die Kostenträger die LAG

„ Wir wünschen uns eine konstruktive

und sachliche Zusammenarbeit mit der

LAG. Sie soll dem Ziel dienen, die rehabilitative

Behandlung der Versicherten

zu verbessern. “

AOK NORDWEST

Die Gesundheitskasse.

„ Grundsätzlich ist es in der Gesundheitspolitik

wichtig, dass sich die

Akteure kennen und sich über die Weiterentwicklung

der Versorgung austauschen.

Der Verband der Ersatzkassen

hat deshalb mit der im vergangenen

Jahr gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft

der Reha-Leistungserbringer

in Nordrhein-Westfalen ein

Gespräch geführt. Dabei ging es vor

allem darum, erste Kontakte zu knüpfen

und die Vorstandsmitglieder der

LAG MedReha NRW und deren Ziele

kennenzulernen. Welchen Einfluss und

welches Verhandlungsmandat die Landesarbeitsgemeinschaft

künftig haben

wird, bleibt abzuwarten. Darüber entscheiden

die Mitglieder der LAG. “

Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)

Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

LAG

MedReha NRW

Was ist eigentlich …?

Die LAG MedReha NRW

Die Landesarbeitsgemeinschaft der

Reha-Leistungserbringer in Nordrhein-Westfalen

e.V. ist ein Zusammenschluss

von rund 50 Einrichtungen der

medizinischen Rehabilitation. Sie ist

die gesetzlich vorgesehene Ansprechpartnerin

der Sozialversicherungsträger

für Rahmenvereinbarungen auf

Landesebene und erfüllt damit eine

wichtige Funktion im System der Rehabilitation.

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news Nr. 51April 2015


Kommt die Tele-Reha?

von Dr. Michael John

Die Antworten werden vertraulich behandelt und für wissenschaftliche

Zwecke genutzt. Die Ergebnisse werden anlässlich

eines für den Februar 2015 geplanten Workshops am Fraunhofer

FOKUS in Berlin vorgestellt.

Wofür plädiert der Bericht?

Der Bericht nimmt eine Bestandsaufnahme und Positionsbestimmung

für innovative Assistenzsysteme in der Rehabilitation,

Prävention und Nachsorge vor.

KONTAKT

Dr. Michael John

Kompetenzzentrum E-HEALTH

Tel. +49 (0)30 3463-7400

Fax +49 (0)30 3463-99 7400

michael.john@fokus.fraunhofer.de

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR

OFFENE KOMMUNIKATIONSSYSTEME FOKUS

BERICHT

TELEREHABILITATION

2015

Für eine Gesellschaft im demografischen Wandel gilt es, neue,

integrierte, vernetzte, assistierende und nachhaltige medizinische

Versorgungsformen zu entwickeln. Zukünftig wird es darum

gehen, modular aufgebaute, kostengünstige Therapie-, Rehabilitations-

und Präventionsangebote über einen längeren Zeitraum

auch im häuslichen Umfeld bzw. alltagsbegleitend anzubieten.

Wie schätzen Ärzte, Therapeuten,

Kostenträger und Technologiehersteller

die Einsatzmöglichkeiten von

Assistenzsystemen ein? Erste Ergebnisse

einer Expertenbefragung von

Fraunhofer FOKUS liegen jetzt vor.

Gerade in Zeiten zunehmend begrenzter finanzieller Mittel

können derartige Angebote einen Beitrag leisten, um eine

nachhaltige, zugleich effiziente wie qualitativ hochwertige

Versorgung zu gewährleisten.

Systeme, die das Selbstmanagement der Patienten verbessern,

über Feedbackmechanismen zur Lebensstilmodifikation beitragen

und die Kommunikation zwischen allen am Behandlungsprozess

Beteiligten fördern, sind für die nachhaltige Fortführung

von Behandlungs- und Therapieprozessen unverzichtbar.

Johannes Einhaus

Kompetenzzentrum E-HEALTH

Tel. +49 (0)30 3463-7586

Fax +49 (0)30 3463-99 7586

johannes.einhaus@fokus.fraunhofer.de

Fraunhofer FOKUS

Kaiserin-Augusta-Allee 31

10589 Berlin

www.telereha-bericht.de

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

FOKUS, Berlin, befragte

Anfang November 2014 bis Ende

Januar 2015 insgesamt 68 Experten, darunter

26 Experten Ärzte und Therapeuten,

19 Kos tenträger und 23 Technologiehersteller,

zu „Einsatzmöglichkeiten medizinischer

Assistenzsysteme in der Prävention, Rehabilitation

und Nachsorge“. Die Hypothesen:

Der Einsatz medizinischer Assistenzsysteme

wird von den befragten Experten

grundsätzlich befürwortet, die Bereitschaft

zu ihrer Erprobung ist sowohl bei den befragten

Kostenträgern als auch Ärzten/

Therapeuten vorhanden und die Voraussetzungen

für den Weg derartiger Systeme

über die Versorgungsforschung in einen

standardmäßigen Einsatz sind gegeben.

Bessere Kontrolle der Therapie

Ärzte und Therapeuten sehen eine bessere

Selbstkontrolle und Eigenmotivation des

Patienten als zentrale Vorteile von medizinischen

Assistenzsystemen. Ebenso positiv

wird die Möglichkeit einer zeitnahen und

strukturierten Rückmeldung über den Gesundheitszustand

und Therapiefortschritt

des Patienten gesehen. Die wichtigsten

Indikationen sind der chronische Rückenschmerz,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Folgeschäden nach Schlaganfall und psychologische

bzw. stressbedingte Erkrankungen.

jda | 1409 (Fotos: Fraunhofer FOKUS)

Dr. Michael John, stellvertretender Abteilungsleiter

Kompetenzzentrum E-HEALTH

im Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

FOKUS, Berlin

gleichen Maße auch Incentive-Modelle in

Betracht gezogen.

Entwicklung für die Praxis

Die Technologiehersteller haben erkannt,

dass eine einfache Bedienbarkeit von

Assis tenzsystemen eine grundlegende Voraussetzung

für deren Einsatz ist. Sie geben

an, dass die Softwareentwicklung sowie die

hohen Sicherheitsanforderungen des Medizinmarktes

die kostenrelevanten Faktoren

für ein medizinisches Assistenzsystem sind.

Aus der vergleichenden Analyse der Daten

Bessere Kommunikation

Verbessertes Gesundheitsbewusstsein

Strukturierte und zeitnahe Rückmeldung

Ergebnisse im Mai

Die Ergebnisse werden noch ausführlicher

in dem Bericht „Telerehabilitation

2015“ dargestellt, der bis Ende Mai

fertiggestellt wird.

Weiterführende Links:

• https://www.fokus.fraunhofer.de/go/

bericht

• www.telereha-bericht.de/

wird ersichtlich, dass die Integration in die

Behandlungsprozesse von allen Gruppen

als wichtiger gegenüber der Integration in

die entsprechenden IT-Infrastrukturen angesehen

wird. Für die Kostenträger und

Technologiehersteller bieten medizinische

Assistenzsysteme durch die Zeit- und Ortsungebundenheit

einen hohen Nutzen.

So sehen die befragten Experten den Nutzen medizinischer Assistenzsysteme

(Angaben in Prozent)

Nachweis der Wirksamkeit erforderlich

Kostenträger sehen als wichtigste Anwendungsbereiche

für medizinische Assistenzsysteme

die Prävention und die Nachsorge

an. Der Nachweis der Wirksamkeit ist dabei

zentral für die Beurteilung, ob solche

Systeme später in der Praxis eingesetzt

und vergütet werden. Die Kostenträger

sind durchaus bereit, in dieses Zukunftsthema

in Form von Pilotierungsvorhaben

zu investieren. Es wurde deutlich, dass es

bei entsprechendem Nutzengewinn keine

finanziellen Beschränkungen gibt. Bei der

Finanzierung medizinisch assistierter Angebote

werden neben der Vollfinanzierung im

Indikationsspezifische Trainings-/Therapiepläne

Automatische Dokumentation

Höhere Eigenmotivation

Bessere Möglichkeit zur Selbstkontrolle

Effizienz durch Zeit-/Ortsungebundenheit

Sonstiges

0 % 20 % 40 % 60 % 80 %

Kostenträger Ärzte/Therapeuten Technologiehersteller

100 %

news Nr. 51April 2015

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Neue Mitglieder vorgestellt

Der Mitgliederzuwachs hält an. Gleich drei neue Mitglieder konnte die DEGEMED zu Beginn des Jahres begrüßen.

Die salus klinik Hürth

Die salus klinik Hürth ist eine Fachklinik

für die Behandlung von Abhängigkeits- und

psychosomatischen Erkrankungen. 230

stationäre sowie 20 ambulante Rehabilitanden

können hier am Rande von Köln ihren

Weg in ihre Gesundheit finden. Die Klinik

gehört zu der Gruppe der salus kliniken, die

seit gut 25 Jahren und inzwischen mit fünf

Standorten (in Brandenburg, Hessen und

NRW) auf dem Markt sehr gut etabliert ist.

„Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.“

Dieses Motto steht am Hürther Standort

in der Fachklinik für Psychosomatik mit 70

stationären und 20 ambulanten Behandlungsplätzen

an vorderster Stelle und begleitet

die Patienten durch die Behandlung.

Burn-out, Depressionen und Ängste werden

ebenso behandelt wie Traumafolge- oder

Schmerzstörungen. Auch bei Problemen

am Arbeitsplatz, die psychische Auswirkungen

haben, sind Patienten in der salus

klinik Hürth richtig. Ein Spezialisten-Team

schneidert für jeden Patienten ein individuelles

Behandlungsangebot. In der Klinik

für Abhängigkeitserkrankungen stehen

die Mitarbeiter bei Problemen im Bereich

Die salus klinik Hürth am Rande von Köln

behandelt Patienten mit abhängigkeitsund

psychosomatischen Erkrankungen.

Sucht (u. a. Alkohol, Medikamente, Amphetamine,

Kokain, Cannabis) zur Verfügung.

Beide Häuser arbeiten auf verhaltenstherapeutischer

Basis mit Unterstützung des

Selbstmanagement-Ansatzes nach Kanfer.

Trotzdem sind uns andere Therapieschulen

nicht fremd. Die interdisziplinäre, hochqualitative

Arbeit ist für die rund 130 Mitarbeiter

selbstverständlich.

www.salus-huerth.de

„ Als Rehabilitationsklinik für Abhängigkeitserkrankungen

und psychosomatische

Erkrankungen und somit

einem eher kleinen Fleck in der

Rehabilitationslandschaft ist eine

Institution wie die DEGEMED für uns

ein unerlässlicher Partner für Kooperation

und Vernetzung!

Dr. Julia Domma-Reichart,


Direktorin der salus klinik Hürth

Die salus klinik Lindow

Die Klinik mit 253 Therapieplätzen im

Norden Brandenburgs ist spezialisiert auf

die Behandlung von psychosomatischen

Störungen (u. a. Essstörungen, Angsterkrankungen,

pathologisches Glücksspiel

und pathologischer Internet- und PC-Gebrauch)

sowie Suchterkrankungen (Alkohol-

und Medikamentenabhängigkeit). Im

Zentrum der Behandlung steht eine engmaschige

Einzeltherapie. Einen besonderen

Schwerpunkt bilden teilhabeorientierte Behandlungsangebote

wie z. B. eine arbeitstherapeutische

Übungsfirma oder die Therapiegruppe

„Stress am Arbeitsplatz“. Zur

salus klinik Lindow gehören eine Nachsorgeambulanz

in Berlin, mehrere Beratungsstellen

im Landkreis Potsdam-Mittelmark

sowie ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut

für Verhaltenstherapie. Die

Klinik ist durch eine enge Kooperation mit

mehreren Universitäten an verschiedenen

internationalen Forschungsprojekten zur

Optimierung der Behandlungsmethoden

beteiligt.

www.salus-lindow.de

„ Wir sind der DEGEMED beigetreten,

um gemeinsam mit anderen Leistungserbringern

daran mitzuwirken,

dass die heute geforderte Qualitätssicherung

auch tatsächlich der Qualität

unserer Behandlungsangebote

Die salus klinik Lindow behandelt Patienten mit psychosomatischen Störungen und

Suchterkrankungen.

dient. “

PD Dr. Johannes Lindenmeyer

Direktor der salus klinik Lindow

14

news Nr. 51April 2015


Die Landgrafen-Klinik in Bad Nenndorf

Moderne, multimodale Behandlungskonzepte

unter Einbindung der örtlichen

natürlichen Heilmittel Moor, Schwefel und

Sole zeichnen die Landgrafen-Klinik mit 201

Betten als Reha-Fachklinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie sowie das angeschlossene

ambulante Therapiezentrum aus. Der

Behandlungsschwerpunkt liegt in der Anschlussrehabilitation

nach orthopädischen

und unfallchirurgischen Operationen und

der konservativen Behandlung entsprechender

Beschwerdebilder. Ein multidisziplinäres

Team aus Ärzten, Pflegekräften,

Physio-/Sportphysiotherapeuten, Masseuren,

Ergotherapeuten, Sozialdienst, Psychologen,

Diätassistenten, Klinikseelsorge

usw. begleitet die Patienten während ihres

Aufenthaltes.

Die Landgrafen-Klinik als Reha-Fachklinik

für Orthopädie und Unfallchirurgie verfügt

über 201 Betten.

Modern ausgestatteter

Diagnostikbereich

Die Abteilung für Physiotherapie/MTT/Physikalische

Therapie arbeitet mit mehr als 40

Mitarbeitern auf ca. 750 qm Therapiefläche.

Die Behandlungen erfolgen als Einzel- und

in Form strukturierter Gruppentherapien.

Spezielle Patientenschulungen runden das

Angebot ab. Für ganzheitliche Untersuchungen

steht ein modern ausgestatteter

Diagnostikbereich zur Verfügung. Rehabilitationsmaßnahmen

werden stationär oder

ganztägig ambulant durchgeführt. Unter

Anerkennung der gesetzlichen Krankenkassen

und Rentenversicherungsträger

bietet die Klinik je nach Indikation und dem

Ausmaß der erforderlichen Hilfestellung unterschiedlichste

Behandlungskonzepte und

Präventionsmaßnahmen.

www.landgrafen-klinik.de

Zahlen helfen uns, die Wirklichkeit zu erkennen. Wenn wir etwas wiegen, messen oder

zählen können, entsteht dabei ein Bild im Kopf und wir trauen uns ein Urteil zu. Nicht

immer liegen wir dabei richtig. Das liegt nur zum Teil an den Zahlen selbst.

„ Die Reha ist bei der Wiederherstellung

der eigenen Fähigkeiten und

Fertigkeiten für ein möglichst selbstbestimmtes

Leben immens wichtig

und wird zukünftig immer wichtiger

werden. Ihr wird dazu eine hohe

Wirksamkeit bescheinigt. Gleichzeitig

sind die Reha-Kliniken ausgabeseitig

vom Gesetzgeber und den Kostenträgern

abhängig. Die DEGEMED ist

die adäquate Interessenvertretung,

mit derer sich die Reha-Klinken gegenüber

den Entscheidungsträgern

positionieren können.

Hartmut


Ammann,

Geschäftsführer Landgrafen-Klinik

Bad Nenndorf

Unsere Rubrik „Die (Reha-)Welt in Zahlen“ stellt Zahlen ohne Kommentar zusammen,

die uns in den letzten Wochen begegnet sind. Manche Zahlen verblüffen oder ärgern,

andere erregen Widerspruch. Allen ist aber gemeinsam: Sie haben etwas mit Reha zu

tun und wurden bereits veröffentlicht.

Die (Reha-)Welt in Zahlen

Anteil der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren mit riskantem Alkoholkonsum (Quelle: Robert-Koch-Institut 2015) 15,8 %

Anteil der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren mit regelmäßigem Rauschtrinken (Quelle: Robert-Koch-Institut 2015) 11,5 %

Zeit, die jeder Deutsche durchschnittlich täglich sitzt (Quelle: DKV-Gesundheitsreport 2014)

7,5 h

Anteil der Sport- und Bewegungstherapie an der gesamten Therapiezeit in der medizinischen Reha der DRV (Quelle: DRV Bund) 69,1 %

Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung für Erwerbsminderungsrenten 2013 (Quelle: DRV Bund)

15,7 Mrd. Euro

Rücklagen GKV Ende 2014 (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

28 Mrd. Euro

news Nr. 51April 2015

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Termine und Veranstaltungen

Know-how aus der Praxis für die Praxis

Fachtagung: Integration nach der

Reha am 5.5.2015 in Berlin

in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung

für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen

(DVSG)

Moderne medizinische Rehabilitation ist

mehr als eine punktuelle Intervention. Sie

ist eingebettet in eine Behandlungskette, an

der viele Akteure beteiligt sind. Koordination

spielt dabei die entscheidende Rolle. Bereits

während der Reha müssen die weitere

Versorgung des Patienten, die Nachsorge

und (Re-)Integration in das Erwerbsleben

oder das häusliche Umfeld vorbereitet und

organisiert werden. Die Fachtagung richtet

sich an Mitarbeiter von Rehabilitationseinrichtungen

und Rehabilitationsträgern, an

Sozialdienste im Gesundheitswesen sowie

an alle, die mit der weiteren Versorgung

nach einer Reha und der Beratung der Patienten

beschäftigt sind.

Jahrestagung der Kinder- und Jugendrehabilitation:

Trägt das Hilfenetz

chronisch kranke Kinder und Jugendliche?

am 13.5.2015 in Berlin

in Kooperation mit dem Bündnis

Kinder- und Jugendreha

Rund ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen

in Deutschland ist von körperlichen,

psychischen und sozialen Problemen betroffen,

die ihre Teilhabe gefährden. Bei der

Versorgung der Betroffenen spielt die bedarfsgerechte

rehabilitative Versorgung eine

zentrale Rolle. Vor dem Hintergrund neuer

Forschungsergebnisse zur Kindergesundheit

und aktueller gesundheitspolitischer

Diskussionen werden aus der Perspektive

der niedergelassenen Ärzteschaft, der

Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und

Jugendpsychiatrie sowie der Selbsthilfe

Möglichkeiten der Kooperation erörtert.

Fachseminar: Interkulturelle Kompetenz

am 28.5.2015 in Berlin

Auf den wachsenden Bedarf an Rehabilitationsleistungen

bei Migrantinnen und

Migranten haben sich in Deutschland erst

wenige Einrichtungen eingestellt. Zahlen

über den Zuwachs von Patientinnen und

Patienten sowie Fachkräften im Gesundheitswesen

mit Migrationshintergrund geben

den Kliniken Recht, die sich bereits auf

die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten

spezialisiert haben. Die Fortbildung

gibt praktische Tipps, wie sich Kliniken

zielgerichtet auf Personen mit Migrationsgeschichte

einstellen können.

Vorankündigungen 2. Jahreshälfte

2015 (Änderungen vorbehalten):

Sozialmedizinisches Symposium – Veränderungen

der Altersstruktur der Rehabilitanden

am 16.6.2015 in Berlin

DEGEMED-Sommerakademie 2015,

Thema „Irritierende Kräfte“ vom 30.6. bis

3.7.2015 in Bernried (Starnberger See)

Praxisdialog Reha-Pflege: Pflegende

Angehörige in der Reha am 17.9.2015 in

Kassel

Qualitätskongress in Kooperation mit

dem Fachverband Sucht am 28. und

29.9.2015 in Berlin

9. Deutscher Reha-Rechtstag in Kooperation

mit der DAA und der DVfR am

2.10.2015 in Berlin

Fachtagung Sport und Sporttherapie in

der Reha im Oktober 2015 in Köln

Seminar „Konstruktives Verhandeln“ am

16. und 17.10.2015 in Stuttgart

Hauptstadtdialog Reha für Politik

und Presse (DEGEMED-Dialog) am

10.11.2015 in Berlin

DEGEMED-Mitgliederversammlung am

11.11.2015 in Berlin

Reha-Wirtschaftstag, gemeinsame Fachtagung

von DKI, VKD Fachgruppe Reha

und DEGEMED am 15.12.2015 in Berlin

Weitere Informationen zu den

Veranstaltungen und zur Anmeldung

erhalten Sie bei der Geschäftsstelle

der DEGEMED

Tel.: 030 284496-6

E-Mail: degemed@degemed.de

oder im Internet unter

www.degemed.de.

Impressum

DEGEMED

Deutsche Gesellschaft für

Medizinische Rehabilitation e.V.

Vorstand:

Prof. Bernd Petri (Vorsitzender)

Dr. Constanze Schaal

(1. stellv. Vorsitzende)

Thomas Bold

Horst Gollée

Thomas Heiming

Ricarda Lorenz

Dr. André M. Schmidt

Petra Schraml-Dussle

Geschäftsführer:

Christof Lawall (V.i.S.d.P.)

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 284496-6, Fax: 030 284496-70

E-Mail: degemed@degemed.de

Internet: www.degemed.de

Realisation:

müller:kommunikation,

Eichhoffstr. 36, 44229 Dortmund

Tel.: 0231 477988-30

www.muellerkom.de

Redaktionsschluss: 28.03.2015

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Hermann Gröhe: BMG/Stephan Klonk; Heiko

Maas: SPD Saar; S. 9: © Denis Junker

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privat; DKMS; S. 12: Achim Schäfer: Heiko

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die Meinung der Autoren wieder.

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news Nr. 51April 2015

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