immobilien - Fokus

fokus.media.at

immobilien - Fokus

Österreich € 3,– � P.b.b. Verlagspostamt A-1140 Wien � Zlg.-Nr. 06Z036886 M

www.immobilienfokus.at

WELLNESS &

ERHOLUNG

Das neue Badezimmer

THE NEXT GENERATION

NACHHALTIGKEIT

Die kommenden

Büroprojekte in Wien

EXKLUSIVITÄT

WOHNEN MIT STIL

Österreichs teuerste Wohngebiete und die besten Hotels

Monatsmagazin � 6. Jg./Nr. 01/2010 � Februar 2010


Alles rund ums Wohnen.

Wichtige Service-Informationen

Information und Service

InfoCenter „Alles rund ums Wohnen“

Die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen

rund ums Wohnen

Bartensteingasse 9, 1082 Wien

Tel.: 4000-8000

Telefonische Auskünfte: Mo – Fr: 8 – 20 Uhr

Persönliche Information: Mo – Fr: 8 – 17 Uhr

www.wohnservice-wien.at

Wohnungssuche

Wohnservice Wien

Das Beratungs- und Informationszentrum

rund ums Wohnen mit einem vielfältigen

Angebot an geförderten Wohnungen

Taborstraße 1–3, 1020 Wien

Tel.: 24 503-25800

Telefonische Beratung: Mo – Fr: 8 – 20 Uhr

Persönliche Beratung: Mo – Mi, Fr: 8 – 20 Uhr

Do: 8 – 12 Uhr

www.wohnservice-wien.at

Wiener Wohnen

Die Hausverwaltung der Wiener Gemeindebauten –

hier gibt es Beratung für GemeindemieterInnen

und Wohnungssuchende 7 Tage die Woche,

rund um die Uhr.

Service-Nummer: 05 75 75 75 (0 – 24 Uhr)

Öffnungszeiten der Kundendienstzentren:

Mo und Fr: 8 – 12 Uhr sowie

mit Terminvereinbarung: 13 – 15 Uhr

Di und Do: 8 – 17.30 Uhr

www.wienerwohnen.at

Förderungen

Wien bietet ein von Vielfalt geprägtes, bedarfs gerechtes

und leistbares Wohnungs angebot. Umfassende und

kompetente Auskunft und Information

zur Wohnungssuche sowie zu allen

anderen a

Fragen rund ums Wohnen

geben die MitarbeiterInnen dieser

Einrichtungen.

Dr. Michael Ludwig

Wohnbaustadtrat

Vizebürgermeister der Stadt Wien

Sanierung

Förderbare Sanierungen: Sanitär, Heizung,

sonstige Installationen, Wärmedämmung,

Schallisolierung, behindertengerechter Umbau

Info-Point für Wohnungsverbesserung der MA 25

und MA 50

Muthgasse 62, 1190 Wien

Ebene 1. OG, Riegel C, Zimmer C1.09

Tel.: 4000-74860

Telefonische Beratung: Mo – Fr 8 – 15 Uhr

Persönliche Beratung: Mo – Fr 8 – 13 Uhr

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbautechnik/

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung

Sanierungsberatung für Hauseigentümer

wohnfonds_wien

Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung

Lenaugasse 10, 1082 Wien, Tel.: 4035919-0

Beratung: Mo – Do: 9 – 16 Uhr und Fr 9 – 11.30 Uhr

www.wohnfonds.wien.at

Neubau

Voraussetzungen: Bestimmte, genau festgelegte

Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten

werden.

Antragsstellung Neubau

MA 50, Muthgasse 62, 1190 Wien

Tel.: 4000-74844 bis - 74852

Parteienverkehr: Mo – Fr: 8 – 12 Uhr

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung

Unterstützung und Hilfe

Mieterhilfe-Telefon

Das Mieterhilfe-Telefon von Wohnbaustadtrat

Dr. Michael Ludwig ist die einzige Einrichtung

in Wien, bei der man rasch und kostenlos jeden

Werktag von 8 bis 17 Uhr Antworten auf alle

Wohnrechtsfragen bekommt.

Mieterhilfe: 4000-25900

wohnpartner

Das neue Nachbarschafts-Service im Wiener

Gemeindebau bietet umfassende Angebote

und Unterstützungen im Bereich Gemeinwesen,

Konfl iktarbeit und Prävention, um gemeinsam mit

den BewohnerInnen die hohe Wohn- und Lebensqualität

in den städtischen Wohnhaus anlagen zu

sichern.

Öffnungszeiten der Hauptlokale:

Mo, Di, Do: 9 – 18 Uhr, Fr: 9 – 12 Uhr

Telefonisch erreichbar unter: 24 503-01-080

(diese Nummer gilt für den 1. Bezirk – sind Sie

in einem anderen Bezirk wohnhaft, ersetzen Sie

die 01 durch Ihren Bezirk: 09 für den 9. Bezirk,

23 für den 23. Bezirk)

www.wohnpartner-wien.at

Wiener Gebietsbetreuung

Die Wiener Gebietsbetreuungen bieten ein

umfassendes Informations- und Beratungs angebot

zu Fragen des Wohnens, des Wohnumfeldes,

der Infrastruktur und der Stadterneuerung.

Nähere Informationen:

MA 25, Tel.: 4000-25000

www.gebietsbetreuung.wien.at


Liebe Leser!

HOCH HINAUS. Die Themen Immobilien und Aufzüge sind eng miteinander verbunden.

Grund genug, in der aktuellen Ausgabe einen Überblick über die wichtigsten technologischen

Herausforderungen für die Aufzugsindustrie zu geben. Unser Redakteur Roland

Popp befasst sich in seinem Beitrag auch mit aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen

und Fragen der Energieeffizienz beim Betrieb von Aufzugsanlagen. Das Thema wird

durch ein Expertengespräch mit dem Geschäftsführer von OTIS Österreich abgerundet,

in den nächsten Ausgaben werden weitere renommierte Anbieter zu Wort kommen.

HERAUSFORDERUNG. In unserem schon traditionellen jährlichen Mediengespräch mit

Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig haben wir uns auf Fragen konzentriert,

die derzeit breit diskutiert werden. Dazu zählen Themen wie Sicheres Wohnen,

die aktuelle Hausbesorgerfrage sowie Maßnahmen in Richtung Barrierefreies Wohnen.

Weiters erläutert Michael Ludwig, auf welche Kriterien er bei künftigen Projekten in den

zahlreichen Entwicklungsgebieten von Wien besonderen Wert legt.

HOME SWEET HOME. Mit Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden und ganz speziell im Badezimmer

beschäftigt sich unsere Living- und Lifestyle Ressortleiterin Gabriela Trautenberg

ab Seite 66. Dabei geht es allerdings nicht nur um Design und Interieur, wird doch

im Rahmen unserer neuen Serie „Test it“ eine wirksame Art der Schimmelbekämpfung

vorgestellt. Auch in Zukunft werden wir die allerneuesten Methoden und Produkte rund

um Immobilien, Wohnen und Leben für Sie testen. Vorschläge nehmen wir gerne unter

g.trautenberg@immobilienfokus.at an.

SERIENSTART. Eine weitere neue Serie mit dem Titel „Trend und Tradition“ startet auf Seite

95. Ab nun werden wir Ihnen in jeder FOKUS-Ausgabe ein Traditionsunternehmen

beziehungsweise eine bekannte Marke mit Geschichte und Charakter präsentieren. Wir

starten diese Serie mit der wohl bekanntesten Zahl der Welt – „4711“.

VIEL VERGNÜGEN beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen Ihr

Dr. Alexander Scheuch

FEBRUAR 2010

EDITORIAL

„Wer heute nichts

tut, lebt morgen wie

gestern!“ Anonymus

FOKUS I HOME & BUSINESS 3


INHALT

4 FOKUS I HOME & BUSINESS

48

28

IMMOBILIEN

06 News & Infos

Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.

20 Aquatherm – Treffen des Who’s who?

Was auf der Aquatherm 2010 präsentiert wurde.

24 Im Zeichen der Hitze

Bauen und Energie – die Zukunft ist effizient.

26 Energetisches Bauen in China

Interview mit Botschaftsrat Jianzhong Ye.

28 Haus der Zukunft

Österreichs erstes CO 2-neutrales Einfamilienhaus.

30 Architekturfestival „Turn on“

Plattform für Politik, Architektur und Wirtschaft.

32 Wohnen nach Wunsch

Originelle Hausprojekte.

34 Top-Regionen Österreichs

Wo der Preis eine große Rolle spielt.

OFFICE

38 Aufzugstechnologie

Statusbericht führender Unternehmen.

42 Sicherheit und Energieeffizienz

DI Alexander Kontrus über wichtige Herausforderungen.

46 Bauen für neue Zeiten

Nachhaltigkeit und Ökologie sind gefragt.

48 Bulgarien aktuell

Auch Bulgarien wurde von der Krise erfasst.

RATGEBER

50 Mietrecht

Kündigungsgrund des nachteiligen Gebrauchs.

52 Dachbodenausbau

„Wohntraum“ oder finanzieller Ruin?

WIRTSCHAFT & FINANZEN

54 News

Kurznachrichten aus der Welt der Wirtschaft.

56 Wiener Wohnbaupolitik

Dr. Michael Ludwig zu aktuellen Themen.

60 Herausforderung für Investoren

Im Dickicht der Anlagen – ein Überblick.

62 Der israelische Immobilienmarkt

Willkommen im Heiligen Land?

FEBRUAR 2010


LIVING & LIFESTYLE

64 Überblick über die Welt des Lifestyle

Neues und Interessantes auf dem Markt.

66 Home Sweet Home Spa

Baden Sie im Luxus.

74 Ideenreich

Chices Wohnen leicht gemacht.

76 Prominent

Persönlichkeiten laden in die eigenen vier Wände.

78 Test it

Wie man Schimmel wirksam bekämpft.

MOVING

80 Relax-Express

Streifzug durch die Wellnesswelt.

88 Vienna Autoshow

Neues und Interessantes vom Automarkt.

92 Kfz-Versicherungen

Vergleichen lohnt sich.

BUSINESS

94 Trend und Tradition

4711 – ein duftender Erfolg.

98 Style for Success

Auf den richtigen Auftritt kommt es an.

100 Seltsame Arbeitsplätze

Ist das Kaffeehaus der bessere Arbeitsplatz?

102 UMFRAGE

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,

A-1140 Wien, Tel. 01/813 03 46-0, office@immobilienfokus.at, www.immobilienfokus.at Herausgeber, Geschäftsführung und Verlagsleitung

Dr. Alexander Scheuch, a.scheuch@immobilienfokus.at Redaktion Ressort Immobilien Mag. Walter Senk, w.senk@immobilienfokus.at

Redaktion Ressort Living Gabriela Trautenberg, g.trautenberg@immobilienfokus.at Chefin vom Dienst Ingeborg Zauner, i.zauner@immobilienfokus.at

Art Direction André Unger, grafik1@immobilienfokus.at Litho Gai Jeger Office Ingeborg Zauner, Sabine Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe

Dr. Alexander Scheuch, Mag. Walter Senk, Dipl.-Ing. Roland Popp, Brigitte Redling, Alexandra Koch, Dr. Gerhard Gangelberger, Robert Schweiger,

Dr. Erich René Karauscheck, Ingeborg Zauner, Gabriela Trautenberg, Dr. Georg Röhsner, Mike Turner, Mag. Julia Andras, Bea Burger, Christian Cerny-

Wolf, Silvana Stroh, Ronnie Sambor, Brigitte Schedl-Richter, Brigitte Ernszt, Nina Martin Anzeigenleitung: Michael Willner Anzeigen Wolfgang Schebek,

Ingrid Horvath, Dr. Bernd Liebmann, Brigitte Ernszt Coverfoto Shutterstock Druck Niederösterreichisches Pressehaus Vertrieb Valora Services Austria

Freier Vertrieb Medien für Med, Post AG Auflage 165.000

OFFENLEGUNG NACH § 25 MEDIENGESETZ

Medieninhaber und Herausgeber: ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH. Sitz der Gesellschaft: 1140 Wien, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,

FN 259322g, HG Wien, Tel. 01/813 03 46-0, Fax 01/813 03 46-160, E-Mail: office@immobilienfokus.at, www.immobilienfokus.at Geschäftsführer

Dr. Alexander Scheuch Gesellschafter RA Dr. Anton Draskovits und RA Dr. Richard Köhler, beide 1060 Wien, Amerlingstraße 19.

Unternehmensgegenstand: a) Die Herausgabe von periodischen Druckwerken und Büchern sowie die vertragliche Erbringung von Verlagsfunktionen

gegenüber Dritten einschließlich der Gestaltung von Medien und anderen Druckwerken, deren Anzeigenverwaltung und Anzeigenakquisition, des Druckes

und des Vertriebes, b) der Buch-, Kunst- und Musikalienhandel sowie die Verwertung von Urheberrechten und jedweden Lizenzrechten, die geeignet

sind, dem Geschäftsgegenstand dienlich zu sein, insbesondere an Verlagen und Medienunternehmen. Erklärung über die grundlegende Richtung:

Unabhängige Zeitschrift zur Information der Leser zum Thema Immobilien, Wohnen, Business, Lifestyle und Finanzen. Copyright der namentlich genannten

Artikel bei den Autoren. Namentlich gezeichnete Beiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden bzw. entfallen sämtliche Honoraransprüche.

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 5

66

94


IMMOBILIEN

FOTO: EUROPACITY, CA IMMO AG

Kurz-News

NEWS

Zentrale. CA Immo baut in Berlin für TOTAL.

��� �Der Auftakt für die Entwicklung des

von der CA Immo-Gruppe geplanten Stadtquartiers

Europacity am Berliner Hauptbahnhof

ist erfolgt: Die CA Immo-Tochter

Vivico baut einen 17-geschoßigen Büroturm

als Deutschlandzentrale für das französische

Mineralölunternehmen TOTAL.

�� Das Vermietungsvolumen an den 15

größten Bürostandorten sei 2009 laut Berechnungen

von DIP/Aengevelt Research

um 23,5 Prozent auf 2,85 Millionen Quadratmeter

zurückgegangen. Wobei einige

Städte auch 50 Prozent Rückgang des

Büroflächenumsatzes zu verzeichnen hatten.

Auch die Spitzenmieten und Durchschnittsmieten

seien um 7,9 bzw. 8,4 Prozent

gesunken.

�� Die SEB Asset Management hat für

ihren Immobilien-Spezialfonds SEB Europe

REI erstmals ein Objekt in Österreich

erworben. Die in Enns gelegene Immobilie

mit einer Gesamtmietfläche von rund

33.700 Quadratmetern ist bis Ende 2020

an die C&A Mode Gesellschaft mbH & Co.

vermietet und wird als Verteilerzentrum

genutzt. Verkäufer ist die REDEVCO

Central Europe, die mit dem erfolgreichen

Verkauf ihre Fokussierung auf Einzelhandelsimmobilien

fortsetzt. Über den Kaufpreis

wurde Stillschweigen vereinbart.

6 FOKUS I HOME & BUSINESS

IMMOBILIENINVESTMENTS

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Nachfrage. Nachhaltige Investments werden für Investoren immer wichtiger.

�� Die europäischen Immobilieninvestoren

beziehen ökologische und soziale

Kriterien zunehmend in ihre Anlageentscheidungen

mit ein. Der Schwerpunkt

nachhaltiger Immobilieninvestments in

Europa liegt im Bereich der Neubauten; in

zunehmenden Maße werden jedoch auch

Gebäudesanierungen und Entwicklungsmaßnahmen

im Bestand unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten

durchgeführt.

Diesen Schluss legen die Einreichungen

für den Prime Property Award 2010 nahe,

ZENTRALBAHNHOF

Umbau auf vollen Touren

dessen erste Wettbewerbsstufe jetzt abgeschlossen

wurde. Für den mit 30.000

Euro dotierten Investorenpreis von

Union Investment wurden insgesamt

143 Immobilienprojekte aus 19 europäischen

Ländern eingereicht. Beim ersten

Durchlauf 2008 standen 90 Projekte

im Rennen. Verliehen wird der Prime

Property Award 2010 für das beste europäische

Immobilieninvestment auf der

Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL

im Oktober.

Zentralbahnhof. Der ehemalige Südbahnhof

wird bald nicht mehr wiederzuerkennen sein.

��Seit Ende der 50er-Jahre kamen am Südbahnhof täglich Zehntausende Fahrgäste

der Süd- und der Ostbahn an. Mit Fahrplanwechsel im Dezember wurde die gemeinsame

Eingangshalle der beiden Kopfbahnhöfe gesperrt. Der Bahnhof Wien Meidling

hat teilweise die Funktion des Südbahnhofs übernommen, die Provisorien haben

ihren Betrieb aufgenommen. Im Jänner begannen die Abbrucharbeiten – der Bahnhof

macht Platz für das neue Stadtviertel des Gesamtprojekts Hauptbahnhof Wien.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2010.

FEBRUAR 2010

FOTO: SXC.HU

FOTO: SÜDBAHNHOF ÖBB


FOTO: ROSTOKINO

MOSKAU

Europas größte Shopping Mall

Immoeast. Europas größte Shopping Mall mit 170.000 Quadratmetern Mietfläche und 440

Geschäften steht zwar in Moskau, aber sie gehört einem österreichischen Unternehmen.

��In Sviblovo, dem Moskauer Bezirk mit

der höchsten Bevölkerungsdichte, hat

die IMMOEAST AG in Partnerschaft mit

dem Projektentwickler Patero die größte

Shopping Mall Europas errichtet. Golden

Babylon Rostokino hat auf insgesamt

170.000 Quadratmetern Mietfläche

440 Geschäfte in zwei Etagen sowie

ein Entertainmentbereich. Rostokino

ist gemessen an der gesamten vermietbaren

Fläche auch das größte Objekt des

IMMOEAST-Portfolios. Eduard Zehet-

WOHNRAUM

Preise steigen weltweit

FEBRUAR 2010

ner, CEO der IMMOEAST AG, zeigt sich

mit dem Projekt äußerst zufrieden, zumal

das Unternehmen durch die Managementfehler

aus der Vergangenheit

mit großen Problemen in den letzten

18 Monaten zu kämpfen hatte. Zehetner:

„Der Bau und die Eröffnung dieser

außergewöhnlichen Shopping Mall sind

ein weiterer signifikanter Erfolg für die

IMMOEAST als international erfolgreicher

Player bei der Entwicklung und

Errichtung von Immobilienprojekten.“

��Laut einer Studie des international tätigen Immobilienunternehmens Knight Frank

sollen in 68 Prozent aller weltweit untersuchten Standorte die Preise für Wohnungen

in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 wieder gestiegen sein. Am stärksten

legten die Preise mit 13,7 Prozent in Israel zu, am tiefsten fielen sie in Dubai mit minus

47 Prozent. Während die Preise in Spanien, Dänemark und Irland weiter sinken, steigen

sie in Großbritannien bereits wieder. Hier sind die Preise für Eigenheime im

Dezember den sechsten Monat in Folge gestiegen.Gegenüber dem Vorjahr erhöhten

sich die Hauspreise im Schnitt um 5,6 Prozent. Dazu beigetragen hätten insbesondere

die gesunkenen Zinsen.

WISSENSBILANZ

Das zukünftige

Erfolgspotenzial

Potenzial. Wissen und Know-how sind die

klaren Erfolgsfaktoren für die Zukunft.

��In der Zukunft werden sich Unternehmen

nicht mehr nur über das Produkt

unterscheiden. Merkmale für die Unterscheidung

guter und mäßiger Unternehmen

findet man zum Beispiel in der Ausführungsqualität,

der Termintreue, aber

auch dem Wissen des Unternehmens

und deren Mitarbeiter. Dieses Wissen

stellt letztendlich – unter anderen Kriterien

– auch das zukünftige Erfolgspotenzial

dar. Als eines der ersten Unternehmen

Österreichs in der Bauwirtschaft hat sich

die Dipl.Ing. Wilhelm Sedlak GmbH entschlossen,

das vorhandene Wissen in einer

Wissensbilanz zu dokumentieren,

um daraus wertvolle Erkenntnisse für

die Zukunft zu gewinnen.

Dass das derzeit im Unternehmen vorhandene

Wissen auch bisher erfolgreich

verwendet wurde, wird mit dem Erreichen

des 2. Platzes im Wettbewerb

„Austria’s Leading Companies“ untermauert

(2. Platz in der „Wien-Wertung“,

4. Platz in der „Österreich-Wertung“, in

der Kategorie „Goldener Mittelbau“).

Dieser branchenübergreifende Unternehmensvergleich

wird jährlich durchgeführt

und von der Institution „WirtschaftsBlatt“,

Price Waterhouse Coopers

und KSV 1870 ausgelobt.

FOTO: SEDLAK BAUUNTERNEHMEN

FOKUS I HOME & BUSINESS 7


IMMOBILIEN

NEWS

FOTO: PREMIUM AG

WIEN

Preise und Mieten

steigen stetig

��„Das Krisenjahr war ein Boomjahr für die

Immobilienbranche“, konstatieren die beiden

Immobilienexperten Benedikt Gabriel

und Bernd Hlawa vom Portal FindMy-

Home.at anlässlich der Vorstellung des

aktuellen Immo-Barometers für das Jahr

2009, in dem die Preise von rund 6.000

Objekten in der Bundeshauptstadt erfasst

werden. Die Gründe für die massiven Preissteigerungen

sind mannigfaltig, wie Hlawa

und Gabriel erklären. Eigentumsimmobilien

erfreuen sich seit Beginn der Wirtschaftskrise

als sichere Wertanlage besonders

hoher Nachfrage. Im Bereich der

Mietobjekte wurden deutlich weniger Neuflächen

auf den Markt gebracht, was bei

einer konstanten Nachfrage naturgemäß

zu Preissteigerungen führte. Seit Jahresbeginn

stieg der Preis für den Quadratmeter

Eigentum von 2.943 Euro um 9,8 Prozent

auf derzeit 3.231 Euro. Allein im letzten

Quartal legte der Eigentumspreis nochmals

um satte 3,8 Prozent zu. Der Mietpreis lag

vor einem Jahr noch bei 11,70 Euro und

stieg in den letzten zwölf Monaten um

8,2 Prozent auf aktuell 12,67 Euro. Auch

hier gab es nur im letzten Quartal einen

Zuwachs um 1,8 Prozent. „Da 2009 kaum

Neuflächen errichtet wurden, wird dieser

Trend anhalten, zumal die Nachfrage nicht

abreißt“, blicken Gabriel und Hlawa in die

Zukunft. Sie rechnen mit einer Entspannung

frühes tens 2011, Preisrück gänge

seien ausgeschlossen, da die Wiener Immo-

bi lienpreise im internationalen Vergleich

noch immer als sehr günstig gelten.

8 FOKUS I HOME & BUSINESS

HOCHWERTIG

Aus Geriatriezentrum wird

„Parkstadt Hietzing“

„Parkstadt Hietzing“. Direkt am Wienerwald entsteht ein außergewöhnliche Projekt. Das alte

Geriatriezentrum soll in einen modernen Wohnstandort im Grünen umfunktioniert werden.

�� Mit einem Entwurf, der sich optimal

in die gegebene Struktur und den vorhandenen

Alt bestand einfügt, hat das Wiener

Architekturbüro Veit Aschenbrenner

Architekten den städtebaulich-architektonischen

Wettbewerb für die Nachnutzung

des Geriatriezentrums „Am Wienerwald“

gewonnen. Die Einrichtung in

Lainz soll zur „Parkstadt Hietzing“ umgestaltet

werden, zu einem urbanen, modernen

Wohnstandort im Grünen. „Bereits

vor Jahren haben wir – gemeinsam

mit Stadträtin Brauner – darauf hinge-

wiesen, dass es sich beim Areal des ehemaligen

Geriatriezentrums am Wienerwald

um einen Stadtteil handelt, der von

seiner Nutzung her in Richtung Wohnen

transferiert wird. Das nun vorliegende

Siegerprojekt verspricht hochwertiges

Wohnen, wobei Schützenswertes erhalten

wird und durch sensible Zubauten

sehr attraktive Wohnräume in einer

großzügigen Grünanlage entstehen“, sagte

der Wiener Planungsstadtrat Rudolf

Schicker. „Der besondere Reiz ist die Lage

direkt am Waldrand.“

IKEA

Einstieg ins Immobiliengeschäft

mit Eigenheimen

��Der schwedische Möbelkonzern Ikea steigt in Deutschland ins Geschäft mit Eigenheimen

ein. Im Rahmen des Joint Ventures BoKlok, das von Ikea und dem schwedischen

Bauunternehmen Skanska gegründet wurde, sollen in einem ersten Schritt bis

zum Jahresende 60 Reihenhäuser und 20 Wohnungen in Offenbach, Nürnberg, Wiesbaden

und Hofheim entstehen. Die Häuser werden in Holzrahmenbauweise gefertigt

und entsprechen dem Energiestandard des KfW 70 Effizienzhauses. Die Häuser richten

sich vor allem an preisbewusste Käufer. Ein Reihenhaus in Offenbach ist schon ab

179.500 Euro zu haben, eine Zweizimmerwohnung für 99.500 Euro. Der Verkaufsstart

ist für Ende April geplant. Womit die Eigentümer das Haus einrichten werden,

versteht sich wohl von selbst …

FEBRUAR 2010

FOTO: PAV HISTORISCH


Bauvorhaben Wien 22.,

Viktor Wittner Gasse 31

ANZAHL DER WOHNUNGEN:

22 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 50-92 m² und 44 Reihenhäuser

mit einer Wohnfläche von 126 m² Derzeit stehen noch eine 3-Zimmerwohnung

mit 91 m² und 7 Reihenhäuser zur Verfügung. Keine Eigentumsoption.


ORIENTIERUNG DER WOHNUNGEN:�

Alle Wohnungen sind west- bzw. ostseitig gelegen und verfügen über

einen Freiraum, wie einer Loggia, Terrasse und Mietergarten.

Die Reihenhäuser sind nord-südseitig durchgehend angelegt. Die

Mietergärten befinden sich auf der Südseite.

ÖKOLOGISCHE BESONDERHEIT:�

Der Heizbedarf wird auf dem Standard eines Niedrigenergiehauses

ausgelegt. Am Dach wird eine Solaranlage zur Gewinnung der Warmwasseraufbereitung

errichtet.

KONTAKT:�

Silke Kisshauer

Tel. 203 12 46 DW 21

E-Mail: kisshauer@siedlungsunion.at

1220 Wien, Mergenthalerplatz 10

BAUFIRMA:�

Dipl. Ing. Wilhelm SEDLAK GmbH

1100 Wien, Quellenstraße 163

www.sedlak.co.at


IMMOBILIEN

NEWS

FOTO: SXC.HU

PEKING

Auch in China

blubbert eine

Blase

�� Am chinesischen Immobilienmarkt

mehren sich die Sorgen vor einer Blasenbildung.

Chinas Zentralbank habe ein sofortiges

Ende der Unterstützung für den Immobilienmarkt

gefordert und vor einer

massiveren Blase gewarnt. Die ungezügelte

Spekulation mit Immobilien gleiche einer

Zeitbombe, die das künftige Wachstum

bedrohe. Wenn China seine Förderung

nicht zurückfahre, könnten die Preise und

der Markt außer Kontrolle geraten. Der

starke Anstieg der Immobilienpreise in einem

sonst eher deflationären Umfeld zeige

nach Ansicht von Experten den Zufluss

von spekulativen Geldern aus dem Kreditprogramm.

Die Vermutung liegt nahe, dass

staatlicherseits erleichterte Darlehen aus

dem nationalen Konjunkturprogramm, die

eigentlich krisengeplagte Unternehmen

mit Liquidität versorgen und den Kon-

sum anregen sollen, am Immobilienmarkt

zweckentfremdet werden. Bis Oktober

wuchs die Summe aller neuen Kredite um

150 Prozent auf fast 8.700 Milliarden Yuan

(rund 870 Milliarden Euro). Niemand

weiß, wie viel davon in Gebäude geflossen

ist, doch fällt auf, dass etwa im November

fast doppelt so viele Liegenschaften verkauft

wurden wie im Vergleichszeitraum.

Eine Auswertung der kanadischen Botschaft

von Maklerangeboten in elf Großstädten

ergab, dass die Preise im November

um 14 Prozent zugelegt hatten. In

Peking waren es 22 Prozent. Vergleicht

man das durchschnittliche Hauhaltseinkommen

(68.000 Yuan) mit den mittleren

Häuserpreisen (800.000 Yuan), so beträgt

das Verhältnis 1 : 12, in Shanghai fast

1 : 20. In anderen teuren Städten wie Tokio

sind die Preise allenfalls achtmal so hoch

wie die Haushaltseinkommen

10 FOKUS I HOME & BUSINESS

TOP-QUALITÄT

Vorarlberger Architekten entwickeln

Rarität in Paris

Konkurrenzlos. Bauqualität à la Vorarlberg mitten in der französischen Hauptstadt Paris.

�� Gegen internationale Konkurrenz

konnte sich das Vorarlberger Architekturbüro

Baumschlager Eberle durchsetzen: In

Boulogne-Billancourt, nahe dem Zentrum

von Paris, werden nach Plänen der Architekten

Wohnungen und Büros mit 33.000

Quadratmetern Fläche errichtet. Rund

11.000 Quadratmeter Fläche machen die

hochwertigen Eigentums- und Mietwohnungen

aus, die jeweils in separaten Bauabschnitten

untergebracht werden, während

21.000 Quadratmeter den Büros

vorbehalten sind. Das Bürogebäude kann

in drei unabhängige Einheiten unterteilt

oder als Ganzes vermietet werden. Diese

Flexibilität war mitentscheidend für den

Sieg von Baumschlager Eberle. Gemeinsam

ist beiden Bautypen die rasche Veränderbarkeit

der Grundrissstruktur wie auch

das Angebot an privaten und halböffentlichen

Freiräumen, wozu Terrassen und

Innenhöfe zählen. Eine solche Qualität

zählt in den Vororten von Paris zu den

gesuchten Raritäten. Das Areal selbst ist

städtebaulich und wirtschaftlich besonders

interessant, weil es als Teil der ehemaligen

Renault-Werke in das Gesamtkonzept

von Development Boulogne

Seguin (DBS) integriert ist. Für die Entwicklung

des Wettbewerbsgebietes zeichnet

das französische Büro des Immobiliendevelopers

Hines verantwortlich.

VIRTUALITÄTEN

Sichere Geldanlage im Internet

Wer sein Geld sicher veranlagen will, ist offensichtlich in der virtuellen Welt von

www.planetcalypso.com bestens aufgehoben. Für 330.000 Dollar wurde vor Kurzem

im Echtgeld-Rollenspiel „Planet Calypso“ die teuerste virtuelle Immobilie versteigert.

Der Meistbietende erwarb die Crystal Palace Space Station, ein sehr beliebtes Jagdziel

im Orbit des virtuellen Planeten. Erik Nowak heißt der neue „Eigentümer“ der Immobilie,

und er freut sich über die „beeindruckende Investmentgelegenheit“, die sich

ihm in der virtuellen Welt bot: „Ich bin mit dem Kauf der Station sehr zuversichtlich.

Er ist einer der weniger sicheren Investitionen dieser Branche.“ Seine Hoffnung

ist tatsächlich nicht unberechtigt, denn zahlreiche Mitspieler machen tatsächlich

Gewinn in dieser virtuellen Welt. Wer das allerdings zahlt, kann man sich auch

ausrechnen: die anderen Mitspieler. Die Champagnerkorken für diesen Deal werden

wohl eher vor dem Computer knallen, denn in seine neue Immobilie kann Nowak

kaum jemanden einladen …

FEBRUAR 2010

FOTO: BAUMSCHLAGER EBERLE


NEW YORK

Stuyvesant Town –

Trump in Wartestellung

��Es war das teuerste Immobiliengeschäft in der Geschichte

der USA. 5,4 Milliarden Dollar (3,65 Mrd. Euro) blätterte ein

Konsortium um die Unternehmen Tishman Speyer und

BlackRock 2006 zum Höhepunkt der Immobilienblase für

einen riesigen Wohnhauskomplex in Manhattan hin, der als

Stuyvesant Town und Peter Cooper Village bekannt ist. die

Investoren hatten natürlich einen Plan: Sie wollten die Tausenden

von mietpreisgebundenen Appartements, in denen

vor allem Familien der Mittelschicht in bester Lage zu

bezahl baren Preisen wohnen, in Luxuswohnungen umwandeln

und teuer verkaufen. Der Preis schien damals empörend

hoch, und es war dann auch tatsächlich so. Denn nach drei

Jahren und der Wirtschaftskrise ist das gesamte Areal weniger

als die Hälfte wert. Experten schätzen den Preis des

32 Hektar großen Grundstücks, auf dem rund 25.000 Menschen

wohnen, mittlerweile nur noch auf zwei Milliarden

Dollar – und auf dem Wohnkomplex lasten mittlerweile

Schulden von rund 4,4 Milliarden Dollar. Jetzt scheint dieses

Projekt auch für den Milliardär und Immobilientycoon Donald

Trump interessant zu werden, dessen Name bei einem

eventuellen Verkauf immer öfter ins Spiel gebracht wird.

Schluss mit Suchen!

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OKTOBER 2008 FOKUS I HOME & BUSINESS 11

epmedia


IMMOBILIEN

NEWS

FOTO SXC.HU

HÄUSERMARKT

Lage in USA

weiter unsicher

�� Laut aktuellen Daten über Hypothekendarlehen

ist die Krise am US-Häusermarkt

trotz der Stabilisierung in den

vergangenen Monaten noch nicht ausgestanden.

Inzwischen sollen fast ein

Viertel aller Hausbesitzer in Schwierigkeiten

sein, weil sie ihrer Bank mehr

schuldeten, als ihr Haus oder ihre

Wohnung noch wert ist. Akut betroffen

seien rund 10,7 Millionen Hausbesitzer.

Für viele entstehe ein Anreiz, Hypotheken

nicht mehr zu bedienen, weil sie nur

mit dem Haus oder der Wohnung, aber

nicht mit ihrem sonstigen Vermögen

hafteten. Rund 588.000 Hausbesitzer

hätten im vergangenen Jahr ihre Darlehen

nicht mehr bedient, obwohl sie

finanziell dazu noch in der Lage gewesen

wären. Ein weiteres Problem: Die

Banken sitzen jetzt auf Häusern, die

derzeit keiner kaufen will. Experten bei

Moody’s befürchten sogar einen weiteren

Einbruch der Häuserpreise bis zum

dritten Quartal 2010.

12 FOKUS I HOME & BUSINESS

HAUSHALTSAUSGABEN

Gesundheit, Bildung und Wohnen

Umschichtung. Das vorhandene Haushaltsbudget wird nachhaltiger investiert.

�� Die Bereiche Ernährung und Wohnen

sind immer noch die größten Brocken, die

das Haushaltsbudget belasten – für den

Bereich Gesundheit sind die Ausgaben

aber am meisten gestiegen. Dicht gefolgt

von Bildung und Wohnen. Dies zeigt die

neueste Studie des Standortberatungsunternehmens

RegioPlan Consulting zu

den Konsumausgaben. Zum Teil deutlich

weniger Geld haben die Österreicher 2009

für Verkehr und Kommunikation ausgegeben.

Die Konsumenten schichten ihr

Geld um. Einrichtungshäuser und die Elek-

trobranche haben größere Ausfälle durch

viel Werbung und Null-Prozent-Finanzierungsangebote

abfangen können, verzichtet

wird daher eher auf Extras wie die zweite

Urlaubsreise, teure Markenprodukten

oder aufs Essen außer Haus. Das gesparte

Geld wird dann in nachhaltigere Bereiche

wie Bildung, Gesundheit und Wohnen investiert.

„Die Konsumenten scheinen sich

wieder mehr auf sich selbst und das eigene

Umfeld zu konzentrieren als auf Statussymbole“,

so Michael Oberweger, Leiter

des Consultings bei RegioPlan.

BERLIN

Single-Haushalte steigen weiter

Die Zahl der Privathaushalte, die maßgeblich für die Wohnraumnachfrage in Berlin

verantwortlich ist, wird weiter steigen. Mit diesem Zuwachs wird sich der Trend zu

Haushaltsverkleinerungen fortsetzen. Die Zahl der Single-Haushalte erhöht sich seit

mehreren Jahren nahezu ununterbrochen. Dies gilt allerdings nicht nur für die deutsche

Hauptstadt, sondern für alle Großstädte in Europa. Mehr als eine Million der

insgesamt rund zwei Millionen Berliner Privathaushalte sind Einpersonenhaushalte.

Das entspricht einem Anteil von 53 Prozent. Noch vor zehn Jahren machten die rund

850.000 Einpersonenhaushalte 46 Prozent aus.

FEBRUAR 2010

FOTO SXC.HU


Konzept für die Zukunft

Als das Projekt EURO PLAZA im Jahr 2001 der Öffentlichkeit zum ersten Mal

vorgestellt wurde, ahnte noch niemand, wie gut dessen Gesamtkonzept

durchdacht war. Dass der Business-Standort in den vergangenen Jahren

kaum adaptiert werden musste, zeigt die nachhaltige Qualität von der Planung

bis zur Durchführung. FOTO NEUMANN + PARTNER, ANNA BLAU

Ausbau. Mit der neuen Bauphase wird das Gesamtkonzept im

EURO PLAZA erweitert und der Campus erhält ein grünes Zentrum.

NEUES KONZEPT Es war der 28. August 2001, als bei einer Pressekonferenz

ein neuer Office Park vorgestellt wurde: Das EURO

PLAZA sollte direkt am Wienerberg auf den ehemaligen

Kapsch-Gründen errichtet werden. Damals waren rund

100.000 Quadratmeter Büros, Service-, Lager- und Geschäftsflächen

vorgesehen. Am 8. Oktober fand die Grundsteinlegung

für die erste Bauphase statt. Bis Ende 2002 entstanden in diesem

Teilabschnitt rund 30.000 Quadratmeter Bürofläche in

drei Gebäuden. „Die Nachfrage nach Büros im EURO PLAZA

ist überraschend gut", erklärte Karl-Heinz Strauss, Geschäftsführer

des Projektentwicklers Strauss & Partner kurz nach

dem Projektstart. „Viele Unternehmen wechseln heute von ihren

alten Flächen in neue Büros. Dieser Trend dürfte auch in

den nächsten Jahre anhalten.“ Durch die Entwicklung des

Standortes in einzelnen Bauphasen sei man außerdem durch

zyklische Schwankungen des Marktes kaum betroffen, zeigte

sich Strauss vom Erfolg des Projektes überzeugt.

MIETERNACHFRAGE Und er sollte Recht behalten. Bereits im November

2001 hatte man mit Microsoft einen Mietvertrag über

4.500 Quadratmeter abgeschlossen und bereits fünf Monate

vor seiner Fertigstellung war die Bauphase 1 des EURO PLAZA

zu 80 Prozent vermietet. Die Mieter waren vom Konzept überzeugt.

Das EURO PLAZA ist ein klassischer Office Park mit

OKTOBER FEBRUAR 2010 2008

Architektur. Auffällige Gebäudeschnitte machen das Euro Plaza zu einem

attraktiven Blickfang für die Besucher und die Nutzer.

einheitlichem Management, der sich sogar um die Umgebung

des Areals kümmert. Und es gibt keine Türme am Campus –

selbst als der Tower-Boom in Wien losbrach, ließen sich die

Verantwortlichen nicht beirren.

DIE NEUE PHASE Die Infrastruktur im EURO PLAZA umfasst ein

ausgeklügeltes PKW-Leitsystem eine Bäckerei, eine Bankfiliale,

Postservice, Restaurants und viele weitere Einrichtungen,

die von den Mietern sehr geschätzt werden. Diese infrastrukturellen

Voraussetzungen sind für einen funktionierenden Office

Park „selbstverständlich“, so Karl-Heinz Strauss. Mit der

Bauphase 5, die Ende 2009 in Angriff genommen wurde, wird

das EURO PLAZA um drei weitere Gebäude erweitert und insgesamt

rund 190.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.

Auch für die Zukunft ist man gut gerüstet. So meinte Mastermind

Strauss vor kurzem in einem Interview: „Für die nächsten

20 Jahre gehen wir von einem weitreichenden strukturellen

Umbruch aus. Da stellen sich für uns als Büroentwickler

natürlich wichtige Fragen: Etwa wie die Arbeitsplätze der Zukunft

aussehen werden oder welche Features ein Bürohaus der

nächsten Generation benötigen wird? Und lassen sich bestehende

Gebäude auf diese neuen Anforderungen umrüsten? Im

EURO PLAZA entwickeln wir mit unseren Mietern dahingehend

schon heute Konzepte für die Zukunft.“ �

FOKUS I HOME & BUSINESS 13


IMMOBILIEN

NEWS

FOTO: REGUS

REGUS

Konferenzen

ohne Reisespesen

�� Jüngste Studien des Marktforschungs-

und Beratungsunternehmens

Gartner kommen zu dem Ergebnis, dass

der Wert des Markts für Videokommunikation

zwischen 2008 und 2013 von 3,8

Milliarden Dollar um durchschnittlich

17,8 Prozent pro Jahr auf 8,6 Milliarden

wachsen dürfte.

In den letzten zwölf Monaten bis Dezember

2009 war weltweit eine durchschnittliche

Zunahme der Buchungen

von Videokommunikationseinrichtungen

um 22 Prozent zu verzeichnen. Unternehmen

suchen zunehmend nach

Möglichkeiten, um die Anzahl ihrer

Geschäftsreisen sowie die damit einhergehenden

Kosten und Umweltbelastungen

zu reduzieren, ohne ihre geschäftlichen

Aktivitäten einzuschränken. Video-

kommunikation kann die Kosten im

Vergleich zu Geschäftsreisen um bis zu

75 Prozent senken und den CO 2-Ausstoß

auf ein Minimum reduzieren.

Regus, der weltweit führende Anbieter

von flexiblen Arbeitsplatzlösungen, hat

vor Kurzem das weltweit größte öffentlich

zugängliche Videokommunikationsnetzwerk

eingeführt: Dieses umfasst

2.500 Videokonferenzräume, die in den

Regus Business Centers sowie Partnereinrichtungen

zur Verfügung stehen.

Damit werden 1.110 Städte und Ballungsgebiete

in 115 Ländern abgedeckt.

14 FOKUS I HOME & BUSINESS

NACHFRAGE

Wertanstieg bei Premium-Immobilien

London. Auch in der englischen

Hauptstadt haben die Preise

angezogen.

�� Die Werte für Top-Büroimmobilien in

besten Lagen mit langfristigen Mietverträgen

sind im vierten Quartal des vergangenen

Jahres fast überall in Europa

gestiegen. Im Büroimmobiliensektor haben

die Preise deutlich mehr anzogen als

im dritten Quartal 2009. Dieser Umstand

ist deshalb bemerkenswert, weil bei den

Büroflächen auch der stärkste Rückgang

bei den Mietpreisen zu verzeichnen war.

Andreas Ridder, Geschäftsführer CB

Richard Ellis in Österreich, kommentiert:

„Die steigende Nachfrage nach zentral

gelegenen Premium-Immobilien zu Ende

des vergangenen Jahres hat zu steigen-

den Preisen auf vielen Märkten geführt,

dies gilt insbesondere für Großbritannien.

Hier wurden die stärksten Bewegungen

registriert. Dennoch ist der Preisanstieg

im Spitzensegment auch in den

kontinentaleuropäischen Zentren Paris,

Mailand und Madrid sowie den Top-

Standorten in Deutschland zu spüren.“

Aufgrund der Tatsache, dass sich das

Interesse von Investoren gegenwärtig auf

diese Märkte konzentriert, ist auch hier

die größte Veränderung bei den Werten

zu verzeichnen.

STANDORTSUCHE

Weniger Lebensmittel – mehr

Gastronomie

��Trotz angespannter Wirtschaftslage suchen Händler in Österreich rund 1.700 neue

Standorte. Das sind in etwa gleich viele Standorte wie im Vorjahr und um zirka 400

weniger als im Rekordjahr 2008. Das ist das Ergebnis einer aktuellen RegioPlan-Befragung

von 450 expansionswilligen Unternehmen aus den wichtigsten 20 Handelsbranchen.

Zeigte sich die Lebensmittelbranche im Vorjahr noch optimistisch, so werden

für heuer um rund 60 Standorte weniger als im Jahr 2009 gesucht. Hingegen scheint

die Expansionslust der Systemgastronomie ungebremst zu sein: Seit Jahren suchen

Gastronomen immer mehr Standorte, heuer wieder knapp 130 neue Lokale. Die Expansion

im österreichischen Einzelhandel wird im Wesentlichen von der Bekleidungs-,

Lebensmittel- und Gastronomiebranche getragen, die insgesamt rund 50 Prozent der

Standorte suchen.

FEBRUAR 2010

FOTO: SXC.HU


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(baulichen) Barrieren kann jedoch mit erheblichen Kosten verbunden sein. Laut Bundes-

Behindertengleichstellungsgesetz gelten für barrierefreies Bauen folgende

Übergangsfristen:

1.1.2006 für alle neuen Bauwerke, Generalsanierungen und rechtswidrig errichtete

Barrieren

1.1.2007 für alte Bauwerke (Aufwand bis � 1.000)

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1.1.2010 für alte Bauwerke (Aufwand bis � 3.000)

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Information und Beratung erhalten Sie im Rahmen der Sonderschau „Sanitärkomfort mit

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IMMOBILIEN

NEWS

FOTO: VIE OFFICE PARK

INVESTMENT-RANKING

Wien auf Platz 5

verbessert

��Für Wien hat sich der Wind auf dem Immobilienmarkt

in eine positive Richtung

gedreht: Beim Investment-Ranking konnte

sich die Donaumetropole von Platz 17

auf Platz 5 verbessern und liegt damit unter

den Top 10 vor Mailand, Istanbul, Berlin,

Rom und Frankfurt. Im Segment der

Projektentwicklungen liegt Wien jetzt auf

Platz 7. Zu diesem Ergebnis kommt die

Studie „Emerging Trends in Real Estate®

Europe 2010“, die von Pricewaterhouse-

Coopers gemeinsam mit dem Urban Land

Institute (ULI) veröffentlicht wurde. Erleichterungen

bei der Kreditvergabe und

die Stabilisierung der Immobilienwerte

werden die Lage am europäischen Immobilienmarkt

2010 verbessern, aber der Aufschwung

wird nur langsam und stockend

vonstatten gehen. Da Wien sehr ähnliche

Charakteristika aufweist wie die führenden

deutschen Städte, sind es vor allem

deutsche Investoren, die Wien sehr positiv

bewerten. Das führt zu einer verbesserten

Grundstimmung in puncto Immobilieninvestments

und einer stabilen Einschätzung

bezüglich neuer Projektentwicklungen.

Während bedeutende Städte im

Ranking abgefallen sind, konnte sich Wien

sowohl bei der Rendite von bestehenden

Immobilieninvestitionen als auch bei Neuakquisitionen

und Projektentwicklungen

vom Mittelfeld in die Top 10-Immobilienstandorte

katapultieren. Bereits zum siebten

Mal analysierten PricewaterhouseCoopers

und das Urban Land Institute (ULI)

gemeinsam den europäischen Immobilienmarkt.

16 FOKUS I HOME & BUSINESS

DONAUKANAL

Raiffeisen komplettiert die „Meile“

Immodeal. Dank des Zukaufs des Bürogebäudes Obere Donaustraße im 2. Wiener

Gemeindebezirk wird die „Raiffeisenmeile“ am Wiener Donaukanal komplettiert.

�� Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg.

Gen.m.b.H. hat über eine Tochtergesellschaft

das Bürogebäude Obere Donaustraße

91–95 am Donaukanal im 2. Wiener

Gemeindebezirk – besser bekannt

unter IBM-Gebäude – erworben. Verkäufer

ist eine Tochtergesellschaft der

Vienna Insurance Group Wiener Städtische

Versicherung AG. Über den Kaufpreis

wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Gebäude aus dem Jahr 1969 umfasst

rund 21.700 m² Nutzfläche und verfügt

über zwei Keller- und 16 Obergeschoße.

Es wurde in den Jahren 2000 bis 2001

generalsaniert und bleibt längerfristig zu

100 Prozent an das internationale IT-

und Beratungsunternehmen IBM vermietet.

„Wir freuen uns über den Abschluss

eines der größten Immobilien-

investments in der jüngsten Vergangen-

heit. Mit dem Erwerb des IBM-Gebäudes

wird die Raiffeisenmeile am Wiener

Donaukanal vom UNIQA-Haus über das

neue Hotel der UNIQA, den NEWS-Tower

bis hin zum Raiffeisenhaus Wien mit seinem

in Errichtung befindlichen Zubau

komplettiert“, erklärt Michaela Steinacker,

für Immobilien verantwortliche

Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding

NÖ-Wien.

EUROPA

Kaufkraft: Stagnation und Gegensätze

��Von 2008 auf 2009 ist die durchschnittliche Kaufkraft eines Europäers um 3,7 Prozent

zurückgegangen. In absoluten Zahlen heißt das, dass die Menschen in Europa vergangenes

Jahr durchschnittlich um 360 Euro weniger zur Verfügung hatten als 2008. Ohne

Wechselkursschwankungen/Abwertungen bedeutet dies de facto eine Stagnation der

Kaufkraft in Europa. Dies geht aus einer Studie von Regio Data Research hervor. Seit der

Wende ist die Kaufkraft insbesondere in den osteuropäischen Ländern stark angestiegen.

2009 hat die aktuelle Wirtschaftskrise diesen raschen Aufholprozess jäh unterbrochen.

Während gerade die Länder mit sehr hohen Wachstumsraten wie die baltischen Staaten

und Ungarn an Kaufkraft verloren haben, ist beispielsweise Polen bisher relativ gut durch

die Krise gekommen.

FEBRUAR 2010

FOTO: IBM_GEBÄUDE©R-HOLDING


Bank Austria fördert

energieeffizientes Wohnen

Klimaschutz beginnt in den eigenen vier Wänden. Der KlimaKredit der Bank

Austria mit bis zu EUR 600,– UmweltBonus unterstützt Energiesparmaßnahmen

bei Neubau, Sanierungsprojekten und Renovierungsarbeiten.

ALLES IM GRÜNEN BEREICH. „Der Schutz von Umwelt und Klima verlangt

heute von jedem einen Beitrag. Der KlimaKredit mit

Umwelt Bonus der Bank Austria unterstützt Bauherren, ihren

ganz persönlichen Anteil zum Klimaschutz einzubringen. Mit

dieser Aktion fördert die Bank Austria Energiesparmaßnahmen

in Neubauvorhaben und Sanierungsprojekten. Mit dem Klima-

Kredit und dem damit verbundenen UmweltBonus bieten wir bis

30. April 2010 die Möglichkeit, Geld zu sparen und einen Beitrag

zu Umwelt- und Klimaschutz zu leisten“, betont Wolfgang Schilk,

Leiter Privatfinanzierungen der Bank Austria. Schließlich beginnt

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden.

DREIFACH KOSTEN SPAREN. Der KlimaKredit schützt Brieftasche

wie Umwelt. Bauherren profitieren bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen

in dreifacher Hinsicht. Sie erhalten staatliche

Förderungen, sparen am niedrigeren Energieverbrauch ihrer

Immobilie und profitieren zusätzlich vom UmweltBonus der

Bank Austria. Abhängig von der künftigen Energieklasse im

Energieausweis kann der UmweltBonus bis zu EUR 600,– betragen.

Je besser die Klassifizierung, desto höher der UmweltBonus.

DER ENERGIEAUSWEIS. Seit Beginn letzten Jahres ist jeder Bauherr,

Käufer oder Mieter verpflichtet, einen Energieausweis zu führen.

Der Ausweis gibt Auskunft darüber, wie viele Kilowattstunden

Energie pro Quadratmeter der Immobilie im Jahr benötigt

werden. In neun Energieeffizienzklassen – von A++, der umweltfreundlichsten,

bis zu G, der schlechtesten Klasse – wird der

Energieverbrauch kategorisiert.

Bei der Klasse A++ beträgt der UmweltBonus der Bank Austria

EUR 600,–, bei A+ werden EUR 500,– gutgeschrieben, die Klasse

A wird mit EUR 400,– belohnt, bei B gibt es EUR 300,– und bei

der Klasse C warten EUR 200,– UmweltBonus auf Bank Austria

Kundinnen und Kunden.

Unter http://klimakredit.bankaustria.at kann mit wenigen Mausklicks

der persönliche Bank Austria Energieausweis errechnet

werden. Jeder Interessent erhält einen Überblick, in welche Energiekategorie

das Wohnumfeld fällt und mit welchen Maßnahmen

die Energieeffizienz verbessert werden kann.

DER UMWELT NÄHER MIT DEM KLIMAKREDIT. Die Höhe des KlimaKredits

ist dabei vom Wert der Liegenschaft und dem Einkommen

abhängig. Die Laufzeit von bis zu 30 Jahren bietet ausreichend

Freiraum bei der Umsetzung aller Wohnträume. Die Finanzie-

FEBRUAR 2010

rung läuft in Euro, die Rückzahlung erfolgt in Pauschalraten.

Kapital und Zinsen werden gleichzeitig rückgeführt. Der Kreditnehmer

kann dabei zwischen fixen, variablen und indikatorgebundenen

(EURIBOR) Konditionen wählen. Und selbstverständlich

kann der KlimaKredit mit einer Wohnbauförderung

kombiniert werden. Es bleibt alles im grünen Bereich.

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Wohnkomfort bei niedrigen Energiekosten und wie sich das

auch bei ihrem Projekt verwirklichen lässt, erfahren Hausbauer

und Renovierer jetzt aus erster Hand: In Kooperation mit „die

umweltberatung“ lädt die Bank Austria zum kostenlosen EnergiesparSeminar

am Donnerstag, 18. März 2010, ab 18 Uhr, ein,

in dem vom Keller bis zum Dach alle Themen wie Dämmung,

Fenster und Heizung behandelt werden, mit denen Sie den Energiebedarf

Ihres Gebäudes reduzieren, ohne Komfort einzubüßen!

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FOKUS I HOME & BUSINESS 17

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FOKUS I HOME & BUSINESS 19


IMMOBILIEN

TEXT ROBERT SCHWEIGER

FOTOS BEIGESTELLT

Grünes Licht

Treffen des Who’s who

Neu durchgestartet, viele Aussteller und Besucher

sowie gute Noten – so präsentierte sich die

„Aquatherm 2010“.

20 FOKUS I HOME & BUSINESS

ERFOLG. Österreichs einzige SHK-Fachmesse

ist neu durchgestartet: Die „Aquatherm

2010“ vereinte vom 26. bis 29. Jänner erstmals

seit vielen Jahren wieder die Branchensegmente

Heizung, Sanitär, Klima

und Lüftungstechnik unter einem gemeinsamen

Messedach am Standort Wien, was

sich als voller Erfolg für Aussteller wie

Fachbesucher erwies. So war zum Beispiel

in den letzten Jahren die Messe kein Thema

für die Toshiba-Generalvertretung. Zu

wenig Fachpublikum und Interesse aus der

Klima-Kältebranche haben vor Jahren ein

FEBRUAR 2010


Umdenken bei Air-Cond herbeigeführt

und die Toshiba-Messepräsenz über Kooperationen

mit Partnerfirmen umgesetzt.

Doch 2010 hat man sich wieder auf einem

Stand – ganz in Rot – präsentiert. Aufgrund

einer absolut neuen Produktlinie –

der ESTIA Luft-Wasserwärmepumpe – hat

man nun entschieden, dieses absolut im

Trend der Zeit liegende Produkt standesgemäß

zu präsentieren. Viele Partner aus

dem In- und Ausland kamen, um gemeinsam

mit dem Air-Cond-Vertriebsteam in

die neue Saison zu starten. So gab es neben

dem gesamten TOSHIBA air conditioning-

Programm die ESTIA Luft-Wasserwärmepumpe

als Demo-Anlage zu sehen. Ein routiniertes

Technikteam stand geduldig Rede

und Antwort, beantwortete viele fachspezifische

Fragen und konnte dabei auch

beobachten, dass gerade, was die Luft-Wasser-Wärmepumpen

ganz allgemein betrifft,

in Österreich noch sehr viel Aufklärungsarbeit

zu leisten ist. Unterschätzt

werden die vielen Vorteile – angefangen

von einer einfachen, schnellen und damit

auch kostengünstigen Installation bis hin

zu äußerst attraktiven Leistungszahlen,

die durchaus mit anderen alternativen Heizungssystemen

mithalten können. Zu sehr

konditioniert sind Installationsbetriebe

FEBRUAR 2010

auf bereits eingeführte Systeme, die Bereitschaft,

sich mit Neuem auseinanderzusetzen,

ist oft nicht da. Umso intensiver

wird sich die Informationskampagne in

den nächsten Monaten gestalten, denn

Toshiba ist ein ernst zu nehmender Anbieter

– jetzt auch in der Heizungsbranche.

Obwohl große Namen aus der Klima-Kältebranche

fehlten, ist Air-Cond rückblickend

mit der Nachfrage und dem Interesse seitens

des Fachpublikums zufrieden.

„DER NEUSTART IST GELUNGEN“, resümiert

Dir. Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter

Reed Exhibitions Messe Wien.

Das Einlasssystem hat an den vier Messetagen

exakt 19.691 Fachbesucher registriert.

Damit wurde eine der besten

„Aquatherm“-Ausgaben in der jüngeren

Ge schichte der Messe Wien erzielt. Zum

Erfolg haben mehrere Faktoren beigetragen:

Durch den Schulterschluss der Branchensegmente

waren alle wichtigen Key

Player vor Ort, „außerdem haben wir den

richtigen Standort und den optimalen Termin

vor dem Beginn der Bausaison gewählt“,

fasst Christian Friedl, themenverantwortlicher

Leiter des Geschäftsbereichs

Messen bei Reed Exhibitions Messe Wien,

zusammen. „Der gemeinsame Auftritt er-

Fertinger. Eine umfassende

Angebotspalette bietet Fertinger von

der klassischen Linie im Bad bis zum

täglichen Installationsbedarf.

möglichte einen kompletten Marktüberblick

und schuf für Aussteller wie Besucher

den größtmöglichen Nutzen.“ Insgesamt

256 Aussteller haben in den Hallen A und B

der Messe Wien ihre Innovationen, aktuellen

Produkte, Systeme, Programme und

Sortimente präsentiert. Nach jahrelanger

Pause haben daher auch „Nischenplayer“,

wie die Fertinger Armaturen GmbH, wieder

die Möglichkeit, ihre Produktprogramme

auf der Messe in Wien zu präsentieren.

Die Angebotspalette von Fertinger umfasst

die traditionelle Nostalgie-Armaturenlinie

„Schönbrunn“ und das „handfeste“

Hilfsmittelprogramm, wie

Griffstangen aus poliertem Edelstahl für

öffentliche Stellen und Bereiche wie Spitäler,

REHA-Zentren oder Seniorenheime

und für die Genera tion 50+, die auch in

Nassräumen sicher durchs Leben gehen

möchte. Für den täglichen Installationsbedarf

gehört selbstverständlich zum Sortiment

Zubehör (Sifone RF72, Abdeckplatten,

Anhaltestangen), das dem

interessierten Fachpublikum der Sanitär-

und Heizungsbranche, welches in großer

Zahl kam, vorgestellt wurde. Als „Messeneuheit“

präsentierte Fertinger eine

Kooperation mit dem leistungsstarken innovativen

Armaturenhersteller aus Italien

FOKUS I HOME & BUSINESS 21


Wirtschaftlich. Die neue Pumpengeneration von Wilo ist nicht

nur effektiv, sondern auch enorm effizient und damit energiesparend.

Die „Wilo-Stratos PICO“ ermöglicht durch einen neu

entwickelten Pumpenmotor mit „3-Watt-Technologie“ eine bisher

nicht erreichte Energieeffizienz.

22 FOKUS I HOME & BUSINESS

HUBER Spa. Dadurch verfügt Fertinger

jetzt über eine erweiterte Produktpalette

für die Bäderausstattung von traditionell

(Schönbrunn) bis modern (z. B. Aquadra,

Volo). Gleichzeitig nimmt das Unternehmen

mit dem qualitativ hochwertigen

Armaturen- und Thermostatprogramm

des Hauses HUBER Spa. eine Spitzenposition

im Armaturenbereich ein. Es eröffnen

sich durch Tradition, solide Technik, hohe

Produktqualität und Innovationsfreude

neue Perspektiven.

DESIGNWÄRME. Ebenfalls äußerst innovativ,

präsentierte ETHERMA die neue CRYS-

TAL-Produktlinie mit edlen Swarovski

Kris tallen für exklusive Ansprüche. Energieeffizienz

und Design sind zwei Paradigmen

der heutigen Zeit, wenn es darum

geht, Räume modern und kostengünstig

zu beheizen. LAVA® ist ein Infrarot-Strahlungsheizpaneel

aus Glas, das diese Vorgaben

optimal erfüllt. Die Glasoberfläche des

Heizgeräts besteht aus Sicherheitsglas, das

in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist

und so harmonisch in die Architektur eines

jeden Raumes integriert werden kann. Die

Infrarot-Strahlungswärme wird durch ein

spezielles magnetfeldfreies Heizelement

erzeugt und erwärmt – anders als bei herkömmlichen

Heizgeräten – nicht nur die

Luft, sondern alle Objekte und Gegenstände

des Raumes. Das spart nicht nur Heizkosten,

sondern erzeugt ein angenehmes,

gesundes Raumklima. Der LAVA®-Glas-

heizkörper vereint Komfort und Design

perfekt: Bei Bedarf nutzt man den Glasheizkörper

als beheizten Badezimmerspiegel

–und mit einem Knopfdruck verwandelt

man die gespiegelte Oberfläche in ein

beleuchtetes Designobjekt.

PUMPENPROFI. Neben Design durften die

Großen der Branche natürlich auch nicht

fehlen, wie zum Beispiel die Firma Grundfos.

Mit einer Jahres-Absatzmenge von

mehr als 16 Millionen Pumpen ist Grundfos

einer der führenden Pumpenhersteller

auf dem Weltmarkt. Grundfos produziert

Pumpen für die Heizungs-, Lüftungs- und

Klimatechnik, für industrielle Anwendungen,

die Wasserver- und Wasserentsorgung

und die Dosiertechnik. Grundfos ist weltweit

der größte Hersteller von Heizungsumwälzpumpen

und hat hier einen Marktanteil

von ca. 50 Prozent. Darüber hinaus

stellt Grundfos selbst die Standardmotoren

für die Pumpen her. Ein großer Anteil

FEBRUAR 2010


Heizkörper. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es geht hier um Möbel oder Gemälde, aber definitiv sind es die Heizkörper von

Etherma. Die Infrarot-Strahlungsheizpaneele aus Glas passen sich hervorragend der Umgebung an und geben zudem behagliche Wärme.

der Motoren wird auch für andere Anwendungen

verkauft. Grundfos-Pumpen werden

heute in verschiedenen Aufgabenbereichen

eingesetzt. In der Gebäudetechnik

finden sie Anwendung für die Wasserversorgung,

Heizungstechnik, Abwasserförderung,

Feuerlöschanlagen usw. Für den

Industriesektor liefert Grundfos Kreiselpumpen

für die Kesselspeisung, Druckerhöhung

und andere industrielle Zwecke –

sowie auch Komponenten für OEM

(Original Equipment Manufacture). Im Bereich

Wasserver- und -entsorgung wird

eine breite Palette von Pumpen benötigt,

z. B. für die Feldberegnung, in Treibhäusern

und die zuverlässige Wasserversorgung

im Haushalt. Im Bereich Umwelt,

zugleich das jüngste der vier Segmente,

finden Grundfos-Pumpen ihre Anwendung

bei Probeentnahmen an Grundwassermessstellen

und zur Förderung von verunreinigten

Medien.

EFFIZIENZ. Ökologie stand damit auf der

Tagesordnung, ebenso wie Ökonomie. Damit

war der Pumpenspezialist Wilo aus

Wien bestens auf der „Aquatherm“ aufgehoben.

Das neue Spitzenmodell – die

FEBRUAR 2010

Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos PICO“

– bietet einen besonders geringen Stromverbrauch

bei kompakter Bauform und

eine Vielzahl technischer Innovationen.

Sie ist primär als Heizungspumpe für Ein-

bzw. Zweifamilienhäuser konzipiert, kann

aber auch in Klimaanwendungen zum Einsatz

kommen. Die „Wilo-Stratos PICO“ ermöglicht

durch einen neu entwickelten

Pumpenmotor mit „3-Watt-Technologie“

eine bisher nicht erreichte Energieeffizienz.

Unter dem Strich verbraucht das

neue Modell nur halb so viel Strom wie

nach der aktuell besten Energieeffizienzklasse

A gefordert. Der deutsche TÜV SÜD

hat nach dem Standard-Messverfahren des

Europumps Commitments einen Verbrauchswert

von nur noch 46,5 kWh/a für

ein typisches Einfamilienhaus zertifiziert.

Das belegt, dass sie effizienter als jede

andere Pumpe der Energieeffizienzklasse

A ist. Mit bis zu 90 % Stromkosteneinsparung

im Vergleich zu alten ungeregelten

Heizungspumpen ist die neue Hocheffizienzpumpe

– so Wilo – „eine Klasse für

sich“. Neben einer weiteren Verringerung

des Stromverbrauchs standen bei der Entwicklung

der neuen Hocheffizienzpumpe

vor allem Bedienungsfreundlichkeit und

vereinfachte Montage im Vordergrund. So

erlaubt ein großes, übersichtliches Frontdisplay

eine intuitive menügeführte Einstellung

der Pumpe von vorn und zeigt

neben dem Betriebszustand auch die aktuelle

Leistungsaufnahme in Watt an.

PUBLIKUMSZUFRIEDENHEIT. Bei so vielen

technischen Neuerungen und innovativen

Ausstellern war die Meinung des Publikums

natürlich eindeutig positiv bezüglich

der Meinung über die Messe: Vier von fünf

Befragten (79 %) zeigten sich mit der Messe

insgesamt sehr zufrieden (Schulnoten 1

+ 2; plus 3 = 96,2 %). 85 % erklärten, die

Messekollegen weiterempfehlen zu wollen.

Im Einzelnen wurden unter anderem die

Kriterien „Überblick über Markt und Anbieter“

(81,1 %), „große Auswahl an Produkten

und Sortimenten“ (80,8 %), „Treffpunkt

und Kontaktpflege“ (78,2 %), „hohe

Anzahl von Ausstellern pro Branche“

(77,3 %) und „interessante Produktneuheiten“

(71 %) besonders positiv hervorgehoben.

Drei von fünf Befragten (58,4 %) berichteten

überdies, neue Produkte entdeckt

zu haben. �

FOKUS I HOME & BUSINESS 23


IMMOBILIEN

Die „Bauen & Energie Wien“ präsentiert vom 18. bis 21. Februar 2010 in

der Messe Wien die neuesten Trends, Produkte und Systeme rund ums Sanieren,

Bauen und Renovieren.

ENERGIEEFFIZIENZ. Im Mittelpunkt der bewährten

Branchenplattform steht die

effiziente Energienutzung in sämtlichen

Teilbereichen des Bauens. Gerade in Zeiten

der öffentlichen Klimadiskussion

gewinnt das Thema Energieeffizienz bei

allen Arten von Bauvorhaben immens an

Bedeutung. Gernot Blaikner, themenzuständiger

Leiter des Geschäftsbereichs

Messen bei Reed Exhibitions, ergänzt:

„Beim Energiesparen geht es um Kostensenkung

und Ressourcenschonung – das

beginnt bei der Wahl der optimalen Baustoffe

und setzt sich in allen weiteren

Entscheidungen rund um ein Bauprojekt

fort, bis hin zur effizientesten Heizmethode.“

Sicherlich eines der wesentlichsten

Themen auf der Messe, denn Energiesparen

wird das Gebot der Stunde,

wobei das verstärkte CO 2-Bewusstsein

TEXT ROBERT SCHWEIGER

FOTOS REED EXHIBITIONS MESSE WIEN/C. HUSAR

Im Zeichen der Hitze

Die Zukunft ist effizient

der Konsumenten sowohl das Thema

Erneuer bare Energien als auch das Thema

Energieeffizienz im nächsten Jahrzehnt

massiv prägen wird. Diesem Trend

wird sich die Heizungsindustrie mit effizienten

Hybridlösungen anpassen müssen.

HEIZSYSTEME. „Durch die zunehmende

Erholung der Weltwirtschaft wird es zu

einem Anstieg des Energieverbrauchs

und als Folge dessen zu einer Preiserhöhung

aller Energieträger kommen“,

schätzt Prokurist Dr. Georg Patay, Leiter

Marktentwicklung Vaillant Group Austria,

die Marktentwicklung ein. Das energieeffiziente

Bauen wird sich in zwei

Ausprägungen darstellen: „In Betriebskosten

und in Anschaffungskosten eines

Heizsystems. Beide Kostenarten werden

an Bedeutung gewinnen und das Käuferverhalten

beeinflussen“, schätzt Patay.

Ein Trend zu Mikronetzen ist bemerkbar,

bei dem sich mehrere Haushalte eine

Heizungsanlage teilen. Dipl.-Ing. (FH)

Wolfgang Karlovits, productmanager renewable

energy systems bei HERZ Energietechnik

GmbH: „Hier hat der Kunde

den Vorteil, dass keine eigene Heizanlage

notwendig ist. Lediglich eine kleine

Übergabestation im eigenen Haus ist

notwendig. Ansonsten kann man sagen,

dass auch oft die Kombination Heizanlage

mit Solarkollektoren realisiert wird.“

Beide Unternehmen sind auf der „Bauen

& Energie Wien“ vertreten und punkten

mit ihren individuellen Lösungen.

DAS KOMPLETTE ANGEBOT. HERZ ist Komplettanbieter

bei Heizsystemen mit

erneuerbarer Energie. Karlovits: „Wir bieten

Stückholzkessel, Pelletsanlagen, Hackschnitzelanlagen,

Wärmepumpen für die

Wärmequelle Erdreich, Wasser und Luft sowie

Solarkollektoren für die Brauchwassererwärmung

und für Heizungsunterstützung.“

Vaillant stellt eine Reihe von

zukunftsorientierten Produkt-Dienstleistungskombinationen

auf der „Bauen &

Energie“ vor – als Antwort auf die Anforderungen

der Zielgruppen nach innovativen

und effizienten System lösungen. Prokurist

Manfred Ceplecha, Vertriebsleiter Vaillant

Österreich: „So wird zum Beispiel das bereits

bewährte Konzept der ,Wärmegarantieplus‘

auf alle ,exclusiv‘-Produkte erweitert

und mit einem neu konzipierten

Endkunden-Interface präsentiert. Unter

den weiteren Vaillant-Produkt-Highlights

sind neben der komplett neuen Luft-Wasser-Split-Wärmepumpe

auch neue Solarröhren-Kollektoren

sowie ein innovatives

Schichtenspeichersystem zu sehen.“ �

24 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


Keine Sorge! Moderne Betonsteine widerstehen jedem Angriff. Sie sind unverwüstlich gegen

Belastungen und Verschmutzungen jeglicher Art, auch gegen eine ganze Bande von Piraten.

Die Gestaltung öffentlicher Plätze und Anlagen mit Beton ist modern, historisch,

praktisch, günstig, aber vor allem nachhaltig. Zudem trägt Betonpflaster zu kommunaler

Verantwortung und Verkehrssicherheit bei.

Wenn Sie mehr zum Thema Beton in der öffentlichen Fläche und Kapitän Rotbart

sehen möchten, dann werfen Sie einen mutigen Blick auf: www.betonmarketing.at

„Fertigmachen

zum Entern!“


IMMOBILIEN TEXT WALTER SENK

FOTO BEIGESTELLT

Zwei unterschiedliche

Länder – gleiche Ideen.

Bauen und Energie sparen

Im Interview mit dem FOKUS Home & Business spricht Botschaftsrat

Jianzhong YE über energieoptimiertes Bauen in China und warum Österreich

eine Vorbildfunktion hat.

Ist energieeffizientes Bauen ein Thema in

China?

Ye: In China wird seit einigen Jahren

große Aufmerksamkeit auf das Thema

„energieeffizientes Bauen“ gelegt. Das

Ministerium für Bauwesen entwickelt in

Zusammenarbeit mit Österreich Standards

und Normen für energiesparendes

Bauen.

Wieso gerade Österreich?

Ich war schon von 1985 bis 89 in der Botschaft

als erster Sekretär für Wissenschaft

und Technologie tätig, daher kenne ich

das Land schon sehr lange. Damals begann

gerade der Aufschwung des energieoptimierten

Bauens. Als ich vor zwei Jahren

wieder gekommen bin, habe ich schon

gemerkt, wie schnell die Entwicklung war

und dass Österreich sehr große Fortschritte

gemacht hat. Es ist weltweit

sicher an einer der führenden Stellen in

Prof. Jianzhong YE ist Botschaftsrat und

zuständig für die Zusammenarbeit zwischen

Österreich und China im Bereich Wissenschaft

und Forschung.

diesem Bereich. Das sieht man auch bei

den Messen.

Zum Beispiel?

Ich habe bereits dreimal die Energiesparmesse

in Wels besucht und bin erstaunt,

wie sich der Markt entwickelt hat

und welche Angebote es bereits gibt. Die

chinesische Regierung hat sehr großes

Interesse, mit Österreich zusammenzuarbeiten.

In China wird ja auch geforscht …

Natürlich. In China gibt es auch Forschungszentren

für energiesparendes

Bauen, die auch mit der TU Wien zusammenarbeiten.

Wir erforschen auch neue

Bau- und Dämmmaterialien zum Beispiel

aus Bambus.

Es geht aber nicht nur um private Wohnhäuser,

sondern auch um größere Objekte.

Ja. Von chinesischer Seite besteht sehr

großes Interesse an Hochhäusern, weil

wir sehr viele Menschen im Land haben,

und daher ist wichtig, das energieoptimiertes

Bauen auch in größeren Projekten

funktioniert. Im Mai 2009 hat der Vorsit-

zende des Volkskongresses (zweithöchstes

Amt im chinesischen Staat, Anm. d. Red.)

mit einer Delegation Österreich besucht

und unter anderem auch das Bürohaus

ENERGYbase vom WWFF.

Wie wichtig ist so ein Besuch für China?

Sehr wichtig, denn der Vorsitzende des

Volkskongresses ist in unserem Land für

die Umweltpolitik zuständig und spielt

eine entscheidende Rolle, was die Zukunft

des energieoptimierten Bauens in China

betrifft.

Nachhaltiges Bauen ist für Sie die Zukunft?

Ja, ganz klar. Energieoptimiertes Bauen

hat ja das Thema Bauen und Baumaterialen

komplett umgedreht. Es ist eine

Revolution für das Bauwesen, und bei dieser

Revolution ist Österreich ganz vorne.

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung

in China ein?

Derzeit ist die Bauweise noch eine Frage

der Kosten. Ein Passivhaus kostete fünf

bis acht Prozent mehr als ein normales

Haus, aber in China werden diese Baukosten

noch nicht getragen. Unterstützung

für Private gibt es für energiesparende

Maßnahmen noch nicht. Teilweise

ist auch die Technik noch nicht so ausgefeilt,

aber es geht in die richtige Richtung.

Es liegt auch in der Verantwortung der

Regierung, dies zu fördern und die Technologien

zu entwickeln.

Danke für das Gespräch. �

26 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


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IMMOBILIEN

TEXT NINA MARTIN

FOTOS VELUX, ADAM MORK

Klimagerechtes Bauen ist auch heute schon möglich, wie das

„Sunlighthouse“ zeigt.

Haus der Zukunft –

„Sunlighthouse“

Österreichs erstes CO2neutrales

Einfamilienhaus

Luft, Licht, Energieeffizienz, Umweltschonung und Wohnkomfort sind die fünf

Faktoren, die beim Bau des CO2-neutralen Hauses berücksichtigt wurden.

ENERGIEVERBRAUCH. Gebäude verursachen

laut einer EU-Studie rund 40 Prozent des

gesamten Energieverbrauchs. Nicht nur der

Betrieb von Gebäuden, sondern schon die

Errichtung spielen in puncto Klimaschutz

eine bedeutende Rolle. Der Wohnraum soll

für den Menschen gesund sein und auch

eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre bieten,

denn wir verbringen sehr viele Stunden

unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen.

Das „Sunlighthouse“ von Velux ist ein

CO 2-neutrales Einfamilienhaus mit einem

außergewöhnlich hohen Tageslichtanteil.

Velux hat mit diesem beispielgebenden

Projekt ein Zeichen gesetzt und will damit

zeigen, dass Bauen heute schon umweltschonend

möglich ist. In Serie wird dieses

Musterhaus aber nie gehen, denn es ist ein

Modell im Sinne eines Vorbildes.

DER UMWELT ZULIEBE. „Uns war wichtig, ein

Gebäude zu konzipieren, das sowohl in der

Errichtung als auch im Betrieb CO 2-neutral

ist und trotzdem ein für den Menschen gesundes

und behagliches Umfeld bietet“, betont

DI Michael Walter, Geschäftsführer

von Velux Österreich. Ein besonderer Planungsschwerpunkt

war der Primärenergieeinsatz,

da dieser unmittelbar mit der CO 2-

Bilanz verbunden ist. Der Primärenergie-

einsatz ist jene Energie, die benötigt wird,

um die Baustoffe herzustellen. Es wird

errechnet, wie hoch die CO 2-Emissionen

bei der Holzbearbeitung sowie bei der Herstellung

von Beton, Ziegel, Dämmstoffen

und allen Materialien sind, die man zur Errichtung

des Gebäudes benötigt. CO 2-neutral

ist das „Sunlighthouse“ deshalb, weil

für die Errichtung und den Betrieb nur so

viel CO 2 eingesetzt werden muss, wie das

Haus in 30 Jahren einspart. Dann ist die

CO 2-Bilanz ausgeglichen.

NEUE ÄRA DES HAUSBAUS. Der Baubeginn des

„Sunlighthouse“ ist im Frühjahr 2010 in

Pressbaum bei Wien. Das Haus wird nach

„Green Lighthouse“. Ein weiteres Projekt im Rahmen des

„Model Home 2020“ steht am Campus der Uni Kopenhagen.

der Fertigstellung im Herbst 2010 ein Jahr

lang zu besichtigen sein, danach wird

es verkauft. Die Wohnnutzfläche beträgt

150 m 2. Das Haus ist aufgrund der Hanglage

nur teilweise unterkellert. Einfach war

die Umsetzung dieses Musterhauses jedenfalls

nicht.

Das „Sunlighthouse“ ist kein Fertigteilhaus,

sondern wurde von den Architekten

DI Matthias Hein und Mag. Juri Troy

geplant und genau auf dieses Grundstück in

Pressbaum individuell zugeschnitten. Der

Baugrund weist eine starke Hanglage auf,

hat keine ausschließliche Südausrichtung

und auch sehr viel Schatten durch den

nahen Wald.

„Wir haben uns bewusst für ein schwierig

zu bebauendes Grundstück entschieden“,

erklärt DI Walter. „Wir dokumentieren damit,

dass es auch unter schwierigen Bedingungen

möglich ist, CO 2-neutral zu bauen.“

Die Gesamt kosten des Hauses will Velux

nicht nennen, denn in dieses Projekt ist viel

28 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


„Home for Life“. Dieses Einfamilienhaus der Velux-Gruppe

wurde im dänischen Aarhus errichtet.

Entwicklung hineingeflossen, auch durch

die Zusammenarbeit mit der Donau-Universität

Krems und dem Institut für Baubiologie

und -ökologie (IBO), wie man es bei

einem herkömmlichen Haus nicht hat. Die

beiden Institute haben die bauphysikalischen

und energetischen Berechnungen

gemacht sowie die ökologische Bewertung

der Baustoffe und die Tageslicht-

berechnungen. Auf gesundes Baumaterial

wird beim gesamten Bau des Hauses sehr

viel Wert gelegt. Alle tragenden Konstruk-

STATIONEN

MESSE PRATER

UND KRIEAU

Mit der U-Bahn U2 direkt zur Messe Wien

FEBRUAR 2010

tionen des Wohnhauses werden in Holz-

riegel -Bauweise ausgeführt. Die Außenfassade

besteht aus un behandeltem sägerauem

wintergeschlägertem Fichtenholz aus dem

Waldviertel. Auch im Inneren wird viel

Wert auf natürliche Baustoffe gelegt.

SPARSAMES HAUS. Die Frischluftzufuhr spielt

in diesem Haus eine besonders wichtige

Rolle. In der wärmeren Jahreszeit sorgen

die vollautomatisierten Fenster für natürliche

Belüftung. Während der Heizperiode

Viel Licht und eine gemütliche Atmosphäre zeichnen das

Sunlighthouse aus.

Alles rund um gesundes Bauen, Renovieren, Finanzieren und Energiesparen.

Mit Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz.

ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung

mit Wärmerückgewinnung im Einsatz. Eine

Sole-Wasser-Kleinstwärmepumpe sorgt für

die Beheizung.

Der Strom dafür kommt aus der eigenen

Photovoltaikanlage, braucht also keine externe

Energie. Die Photovol taikanlage ist

so groß dimensioniert, dass sie viel mehr

Strom erzeugt, als das Haus braucht. Der

Strom wird in das Netz ein gespeist, Solarkollektoren

sind für die Warmwasserproduktion

verantwortlich. �

In Kooperation mit:

FOKUS I HOME & BUSINESS 29


IMMOBILIEN TEXT WALTER SENK

FOTOS HERTHA HURNAUS

„Turn On“

Architektur im Rampenlicht

Als Plattform zwischen Politik, Architekten und

Wirtschaft sowie als Präsentationsmöglichkeit

für junge Architekten findet das Architekturfestival

„Turn on“ bereits zum achten Mal statt. FOKUS

sprach mit Festivalleiterin Margit Ulama.

Wer ist für die

Entstehung des

Architekturfestivalsverantwortlich?

Margit Ulama: Es

war meine Idee und

mein Konzept und

ist aufgrund meiner

Initiative entstanden.

Vor einigen Jahren

allerdings konnte ich

die Architekturstiftung

zusätzlich als Veranstalter gewinnen.

Was war Ihre Grundidee für das Architekturfestival?

Die Grundidee ist und war, eine Plattform

für herausragende österreichische Architektur

zu schaffen und diese auch einer

breiten Öffentlichkeit vor zu stellen.

Das wievielte Architekturfestival findet

heuer statt?

Das achte. Die Plattform hat über Jahre

bewirkt, dass sich zunehmend mehr und

mehr Leute für Architektur in diesem Rahmen

interessieren und sich auch sehr ambitionierte

Firmen als Sponsoren beteiligen

– auch aus dem Ausland.

Was ist Ihre Vision für die Zukunft?

Die Grundidee – die sich in Laufe der Jahre

immer weiter entwickelt hat – ist, eine

Plattform als Vermittlung zwischen Politik,

Architekten und Wirtschaft zu schaffen.

Und natürlich ist mir wichtig, auf den

Prozess der Entstehung von Architektur in

einem ambitionierten Sinn einzuwirken.

Da möchte ich auch etwas in Gang bringen.

Wie sind Sie mit Architektur verbunden?

Ich habe selbst auf der TU Architektur studiert

und dort auch meine Dissertation

verfasst. Das ist auch meine Grundbasis

für die Arbeit am Architekturfestival.

Die Besucher sind in den letzten Jahren

mehr geworden …

Ja, und das freut mich sehr, weil von meiner

Seite sehr viel Arbeit dahinter steht.

Wir haben mittlerweile die Räumlichkei-

ten erweitert, weil die anderen zu klein geworden

sind – eben aufgrund der großen

Nachfrage. Die Freitagnachmittagvorträge

an der TU Wien sind sehr spezifisch und

für ein Fachpublikum. Der Samstag ist

breiter angelegt, und da passt der Sendesaal

im Funkhaus sehr gut.

Haben wir in Österreich das Potenzial für

„gute“ Architektur?

Absolut. Österreich könnte eine große Architekturnation

werden, was die internationale

Wahrnehmung betrifft – wobei wir

natürlich schon eine bekannte Riege an

Architekten haben, die auch international

tätig sind. Aber es könnten mehr sein.

Wäre das auch ein Ziel von Ihnen?

Ja. Aber man muss das Bewusstsein verändern

hinsichtlich des Bauprozesses. Und

man muss jungen und unbekannten Architekten

auch die Chance bieten, sich einem

größeren Publikum präsentieren zu können

– und das geschieht eben beim Architekturfestival.

Wir stellen neben international

bekannten Architekten auch junge

innovative vor.

Vielen Dank für das Gespräch! �

ARCHITEKTURFESTIVAL

„TURN ON“

www.nextroom.at/turn-on/

(aktuelles Programm ab Ende Jänner

2010) – Wien, 5./6. März 2010,

Eintritt frei

Freitag: ca. 13.30 – 19 Uhr, TU Wien,

Kuppelsaal, 1040 Wien, Karlsplatz 13

Samstag: 13 – 22 Uhr, ORF Radio

Kulturhaus, 1040 Wien, Argentinierstr. 30a

Festivalleiterin: Margit Ulama, Büro

für Architektur_Theorie_Organisation

Veranstalter: Architekturstiftung

Österreich

Moderation: Michael Kerbler, Barbara

Rett, Margit Ulama

30 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


Ökologisch effizient

… der integrative

Planungszugang

von blueberg

Jedes Bauprojekt ist stets ein

komplexes Engagement mit vielen

Schnittstellen zu den beteiligten

Gewerken. Die pgg blueberg

control gmbh bietet innerhalb

ihrer Kernkompetenzen des TECH

und ÖKO building consulting mit

dem innovativen 3-Phasen-Modell

integrative Planungslösungen mit

„Benutzerkomfort“.

KOMFORTABLER VORSPRUNG. Eingebettet in ein

Expertennetzwerk hat blueberg mit seinem

3-Phasen-Modell ein einzigartiges „Frühwarnsystem“

entwickelt, das frühzeitig auf

Energieeffizienz, CO 2-Emissionen und

auch Nutzungskomfort des Objekts achtet.

„Werden derlei Überlegungen nicht rechtzeitig

in die Planung mit eingeschlossen,

werden erhöhter Energieverbrauch sowie

erhöhte Wartungs- und Betriebskosten zu

irreversiblen Langzeitkostentreibern“, so

blueberg-Geschäftsführer Gerhard Grünbichler.

In der (ersten) Konzeptionsphase

erfolgen die Analyse des in Planung befindlichen

Baukörpers inklusive Fassade sowie

der geplanten Energieträger in Hinblick auf

ökologische und ökonomische Effizienz.

Basierend auf diesen Erkenntnissen werden

in der (zweiten) Integrationsphase

vertiefende Berechnungen und Simulationen

betreffend Gesamtenergie und deren

Sparpotenziale, Akustik, Licht, CO 2-Emissionen

inklusive Wirtschaftlichkeitsrechnung,

Gebäudezertifizierung und klare

Vorgaben für die weiterführenden Gewerkeplaner

erstellt. In der (dritten) Realisierungsphase

erfährt der Investor professionelles

und durchgängiges Projektcontrol

ling, denn blueberg nimmt alle Pla-

FEBRUAR 2010

nungs- und Ausführungsleistungen genau

unter die Lupe. Die Vielzahl der Fachexperten

im blueberg-Netzwerk ermöglicht diesen

Benutzerkomfort, denn sie reduziert

die Kommunkationsschnittstellen für den

Auftraggeber um ein Vielfaches.

TECH MEETS ÖKO. Nicht nur in der Struktur,

sondern auch in den Inhalten ist blueberg

einen Schritt voraus. Im Kernkompetenzbereich

des TECH building consulting werden

die klassischen TGA-Leistungen wie

HKLSE- oder MSR-Technik inklusive Bauüberwachung

abgedeckt. Aber auch bauenergetische

und -physikale Überlegungen

betreffend Baukörper und Fassade stehen

hier im Vordergrund. Insbesondere das

ÖKO building consulting trägt der zunehmenden

Forderung nach einer energieeffizienten

Immobilienbewirtschaftung nachhaltig

Rechnung.

Je nach Kundenwunsch werden Green Building-Ratings

nach internationalen Standards

durchgeführt oder auch die Bereiche

des Facility- und Asset-Managements vertieft.

Zwar werden diese Leistungen im

Paket angeboten, können aber je nach

Bedarf auch punktuell nachgefragt bzw.

umgesetzt werden und sind jedenfalls ein

Das blueberg 3 Phasen-Modell liefert bereits frühzeitig ein integriertes

Gesamtkonzept unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit, der Ökologie

und des Nutzungskomforts.

absolutes Muss für die Zukunft. „Das Thema

des projektbegleitenden, dynamischen

Green Building-Ratings ist noch relativ

jung“, weiß Grünbichler, „aber es wird unaufhaltsam

an Bedeutung gewinnen. Denn

in Hinblick auf stetig steigende Bezugspreise

bieten energieeffiziente Konzepte

klare Betriebskostenvorteile und sichern

den Wert jeder Immobilie nachhaltig.“ �

Gerhard

Grünbichler

MSc, geschäftsführender

Gesellschafter von pgg

blueberg control gmbh

Bahnhofgürtel 59/5, 8020 Graz

Tel. 0316/76 47 39-905

www.blueberg.eu

FOKUS I HOME & BUSINESS 31


IMMOBILIEN

NEWS

Wohnen nach Wunsch

Originelle Hausprojekte

Luxus ist nicht alles – in Zukunft werden vor allem originelle Häuser den

Baumarkt bereichern. Dabei passen sich die Wohnräume perfekt an

den Hauseigentümer an, jeder Wunsch ist realisierbar und auch die

angrenzende Landschaft wird in den Wohnbereich integriert.

NATÜRLICHES LICHT. Im Schein von modernem

Design und offenen Räumen glänzen

die neuesten Hausprojekte namens „Ranchoux

House“ oder „House Tyrol“. Ersteres

wird in einigen Monaten in Maghera, im

Norden Irlands, realisiert werden. Bei Fertigstellung

soll das Haus eine Kombination

aus gemütlicher Familienhaus- Atmosphäre

und fortschrittlichem Design

versprühen. Das Erdgeschoß stellt einen

großen und offenen Familienbereich dar,

32 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT ALEXANDRA KOCH

FOTOS NORBERT POLAK, FMKNI

welcher mit viel natürlichem Licht erhellt

werden soll. Im ersten Stock werden die

Kinderzimmer, eine luxuriöse Suite für die

Eltern sowie ein Gästezimmer eingerichtet.

Um auch dort die wunderbare irische

Landschaft bestaunen zu können, gibt es

Dachfenster und große Glasfronten, welche

teilweise sogar aus zweistöckigen

Fens tern bestehen. Damit das Licht auch

richtig in das Haus einfallen kann und

möglichst alle Räumlichkeiten mit Hellig-

keit erfüllt, sind die Wohnräume doppelt

so hoch wie normale Zimmer. Aus demselben

Grund hat das Projekt auch gewölbte

Decken, wodurch das „Ranchoux House“

noch größer, aber auch gemütlicher und

moderner wirkt. Die Eingangshalle des

Hauses führt zu dem geteilten Hauptbereich,

der aus Küche und Wohnraum besteht.

Daran angeschlossen befinden sich

die Speisekammer und ein voluminöser

Küchentisch für Verwandte und Bekannte.

FEBRUAR 2010


Aber auch die Süd- und Westseite des Gebäudes

ist attraktiv gestaltet und verfügt

über ein großes Fenstersystem mit Glastüren.

Diese erleichtern das Eintreten in

den Wohnbereich von außen. Auf der anderen

Seite gibt es eine separate Lounge,

die als Musikzimmer, aber auch als Lesezimmer

mit Bibliothek benützt werden

kann. Der gewollte Abstand zum Hauptteil

des Hauses zeigt auch räumlich den Unterschied

zum geschäftigen Wohnbereich.

Während die Lounge zum Entspannen

einlädt, ist die Hinterseite des Hauses für

den Lagerraum, die Waschräume, die WCs

und dergleichen reserviert.

WELLNESS. Auch in Österreich gibt es zukünftig

ein neuartiges Hausprojekt – das

„House Tyrol“ in Kitzbühel. Es wird sich

auf ca. 700 m 2 Wohnfläche mit einer fast

200 m 2 großen Terrassenanlage erstrecken

und eine atemberaubende Sicht auf

die Region ermöglichen. Neben dem Blick

auf den „Hahnenkamm“ verfügt das Haus

auch über ein luxuriöses Wohnambiente

mit zwei exklusiven Suiten, sieben Bädern

und einer Gästewohnung. Die Verbindung

von Alt-Tiroler Stil und modernem Design

macht das 6,5 Millionen teure Bauprojekt

einzigartig in der Gegend. Doch das wirklich

Außergewöhnliche an dem Haus ist

der Wellnessbereich, der sich mit einer

Fläche von 200 m 2 ruhig sehen lassen

kann. Das hausinterne Spa wird über alle

Entspannungsgeräte verfügen, welche

sich die Eigentümer zur absoluten Erho-

lung wünschen. Ein moderner Lift bringt

den erholten Bewohner dann wieder zurück

bis in die Wohnhalle unter dem

Dach. Mit einer holzverkleideten Glasfront

wirkt der Aufenthaltsbereich sehr

offen und geräumig – schließlich sollen

alle individuellen Wohnträume realisiert

und die Sicht auf Kitzbühel durch nichts

verdeckt werden. Im Endeffekt sollen

nach Fertigstellung des „Ranchoux

House“ und des „House Tyrol“ die Gebäude

eine einzigartige Kombination aus

Modernität, Helligkeit, Geräumigkeit

und einem Hauch von Luxus darstellen.

Auch andere Hausprojekte werden sicher

davon beeinflusst und die interessierten

Bauherren mit originellen Bauplänen

beeindrucken. �

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 33


IMMOBILIEN

Wo der Preis

eine Rolle spielt

Österreichs Top-Regionen

Das Tiroler Unterland und die Region in und um

Wien sind die Sieger beim Ranking der exklusivsten

Wohnregionen, das Dr. Max Huber als Pilotstudie

für 2009 durchgeführt hat. Kitzbühel ist der klare

Favorit in Sachen Wohneigentum, nur bei den

Mietpreisen übertroffen vom 1. Bezirk in Wien.

STUDIE. Ob Mietwohnung oder Seegrundstück

von Wien bis Vorarlberg: Das Realbüro

Dr. Max Huber hat eine Studie

durchgeführt und dabei die exklusivsten

Wohngegenden in Österreich ermittelt.

Exklusiv heißt natürlich auch gleichzeitig

teuer, und da hat sich ein Ort als absolut

top erwiesen. Er war am meisten

unter den ersten Plätzen zu finden bezie-

TEXT ROBERT SCHWEIGER

FOTOS TOURISMUSVERBAND FERIENREGION ATTERSEE-

SALZKAMMERGUT, STERN & HAFFERL, VTG

hungsweise am ersten Platz: Kitzbühel.

Vermutlich hätte der Nobel-Skiort auch

bei den Seegrundstücken die teuersten

Immobilien gehabt, aber Seegrundstücke

gibt es nun mal in dieser Region nicht

wirklich. Ob Villa, Eigentumswohnung

oder Einfamilienhaus – Kitzbühel hat

die Nase vorne. Aber nun die Studie im

Detail.

Ein Schloss am See. Ortschaften

mit Seezugang zählen ebenfalls

zu Österreichs begehrten

Wohngebieten – und in dieser

Kategorie allen voran Velden mit

den weitaus höchsten Preisen.

WOHNGEBIETE. Die exklusivsten Wohngebiete/Miete:

Mit Durchschnittspreisen

für gehobene Lagen zwischen 10 und 14

Euro pro Quadratmeter und Monat für

eine 100 Quadratmeter große bezugsfertige

Wohnung führt Wien gleich mit drei

Bezirken das Ranking an: Innere Stadt,

Döbling und Hietzing heißen die teuersten

„Mietpflaster“ von Österreich.

34 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


Die nächste Region schließt gleich direkt

an die Bundeshauptstadt an: Der Speckgürtel

rund um Klosterneuburg im Nordwesten

Wiens liegt mit Preisen von 8 bis

13,5 Euro an zweiter Stelle. Den dritten

Platz nimmt verdienterweise das Tiroler

Unterland mit Preisen zwischen 9 und 13

Euro ein. In der Region Bregenzerwald/

Arlberg sind exklusive Mietobjekte zwi-

FEBRUAR 2010

schen 11 und 12,5 Euro pro Quadratmeter

zu haben. Die Top 5 vervollständigt

der Nordosten Wiens mit 9 bis 11 Euro.

Wenn man nicht die Regionen nimmt,

sondern auf einzelne Ortschaften aufsplittet,

ergibt sich ein anderes Bild:

Wiens Innere Stadt führt mit exklusiven

Mieten in exklusiven Lagen zwischen 15

und 18 Euro pro Quadratmeter, gefolgt

Naturerlebnis. Bei den

Seeliegenschaften in Österreich

gibt es einen großen Sieger – und

das ist der Wörthersee.

von Kitzbühel mit 9,75 bis 17 und Reit

mit 13 bis 16,74 Euro. Lech und Zürs belegen

ex aequo mit einem Durchschnittspreis

von 15 Euro pro Quadratmeter den

vierten Platz.

EIGENTUM. Die exklusivsten Wohngebiete

im Eigentum: Bei dem Preisranking für

Immobilien im Eigentum ist der Sieger

FOKUS I HOME & BUSINESS 35


derselbe wie bei Mieten, die weiteren

Ränge stellen sich etwas anders dar. Hier

wurden die Makler nach den Preisen für

Einfamilienhäuser (140 m², Grundstück

zwischen 500 und 700 m²) und Villen

(250 m², Grundstück ca. 1.000 m²) mit

guter bis sehr guter Ausstattung gefragt.

Das Ranking wird von der Region Wien

(Döbling, Hietzing und Innere Statd) mit

Quadratmeterpreisen von durchschnittlich

4.500 bis 8.300 Euro pro Quadratmeter

angeführt. Das Tiroler Unterland

liegt an zweiter Stelle (4.600 bis 6.350

Euro/m²), dicht gefolgt vom direkten

Nachbarn, dem Tiroler Oberland (4.400

bis 4.900 Euro/m²). Die Region Klagenfurt

liegt mit Preisen von 2.700 bis 4.500

Euro pro Quadratmeter an vierter Stelle,

gefolgt vom Traunviertel in Oberösterreich,

mit Preisen zwischen 1.800 und

4.400 Euro. Nimmt man aber die einzelnen

Orte, so ist das Ergebnis klar: In

allen Objektkategorien (Wohnung, Einfamilienhaus,

Villa) liegt Kitzbühel an

erster Stelle, dicht gefolgt von den Wiener

Nobelbezirken 1010 und 1190. Ebenfalls

im Tiroler Unterland gelegen, belegen

Reit (exklusive Eigentumswohnungen

von 5.000 bis 7.000 Euro/m²) und Kirchberg

(exklusive Häuser von 750.000 bis

Velden. Je näher am Wasser, desto

teurer – hier liegen Grundstücke bei

einem Quadratmeterpreis von 1.000

bis 2.500 Euro.

1,2 Millionen Euro) auch im Eigentum

eine Führungsposition. Immobilien

im Luxusurlaubsort Ischgl

runden mit Spitzenpreisen für exklusives

Wohneigentum bis zu

7.000 Euro die Top-Rankings der

exklusivsten Wohnorte ab.

KITZBÜHEL ALS SPITZENREITER. „Mit Kitzbühel

als Spitzenreiter sowohl bei Miete als auch

bei Eigentum hat die Marktstudie unsere

Erfahrungswerte bestätigt. Besonderes

Merkmal in Kitzbühel sind die großen

Preisvariationen innerhalb eines kleinen

geografischen Raums, die Preise können

von Straßenzug zu Straßenzug erheblich

variieren – sogar im gleichen Straßenzug

können Objekte zu komplett unterschiedlichen

Preisen angeboten werden“, analysiert

Max Huber die Studienergebnisse.

So ist es auch wenig erstaunlich, dass Kitzbühel

natürlich auch bei den Grundstückspreisen

„Spitze“ ist. Die Durchschnittswerte

für einen Baugrund in guter Lage

liegen hier zwischen 900 und 2.600 Euro

pro Quadratmeter. Für Villen (250 m², mit

36 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


entsprechend großem Grundstück, ca.

1.000 m²) muss man durchschnittlich

schon bis zu vier Millionen Euro hinblättern

– durchschnittlich, wohlgemerkt,

denn Maklerprofi Huber fügt hinzu: „Für

Liebhaberobjekte werden natürlich auch

Preise weit über den in der Studie ermittelten

Durchschnittswerten erzielt.“ Das

Preisniveau hat sich zumindest in Zentrumslagen

in den letzten Monaten nicht

verändert, die Nachfrage ist dort sogar

leicht gestiegen, denn Kitzbühel zieht noch

immer kaufkräftige Klientel an: „Objekte

von höchster Qualität in Top-Lage haben

immer ihren Markt, und die Verkäufer wissen

das. Oft wird dann einfach abgewartet,

bis ein Käufer bereit ist, die geforderte

Summe zu zahlen“, weiß der Maklerprofi

zu berichten.

DIE EXKLUSIVSTEN SEEGRUNDSTÜCKE. Einzig

und alleine in einer Kategorie hatten die

Wiener Innenstadt und Kitzbühel keine

Chance: bei den Seegrundstücken. Die Ortschaften

mit Seezugang zählen ebenfalls

zu Österreichs begehrten Wohngebieten,

und wer in dieser Kategorie führt, ist nicht

schwer zu erraten: Der Wörthersee ist der

klare Favorit. Velden liegt mit Quadratmeterpreisen

von 1.000 bis 2.500 Euro an

erster Stelle, dicht gefolgt von Pörtschach

FEBRUAR 2010

mit 1.800 bis 2.250 und Krumpendorf mit

1.300 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter.

Alles Lagen, die sich rund um den Wörthersee

befinden. Grundstücke in Seewalchen

am Attersee sind zwischen 1.200 und

1.800 Euro zu haben, St. Wolfgang im Salzkammergut

(1.650 Euro) rundet die Top 5

ab. Wer also in einer in der Studie genannten

Gegenden ein Objekt sucht, egal ob

Miete oder Kauf, ob Wohnung, Grundstück

oder Villa, der weiß zumindest, was

auf ihn zukommt … �

Kitzbühel. So eine Postkartenidylle

gespickt mit Promis und solchen,

die es sein wollen, hat natürlich

ihren Preis – und so zählt Kitzbühel

bei Wohnungen, Einfamilienhäusern,

Villen und Grundstücken zu den

teuersten Lagen.

FOKUS I HOME & BUSINESS 37


IMMOBILIEN

FOTO: KONE

OFFICE

38 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT ROLAND POPP

FOTOS KONE, OTIS

Kraftwerk Aufzug

Wirtschaftlichkeit beim Einsatz

energiesparender Technik

Ein aktueller Statusbericht bei führenden Unternehmen der Aufzugsindustrie

zeigt, dass die kommenden Richtlinien und Normen nicht als zusätzliche

Belastung, sondern als Chance gesehen werden.

Donauturm. Der EcoDisc von KONE bei seinem Einbau auf rund 180 m Höhe. Technologie, die sowohl in Hochleistungsaufzügen,

aber auch in den Standardaufzügen erhältlich ist.

BALLUNGSRÄUME. Zum ersten Mal lebt

heute mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung

in Städten. Während sich diese Ballungsräume

immer weiter in die Breite

und Höhe ausdehnen, steigt auch der

Energieverbrauch der Gebäude. Bereits

40% des gesamten Weltenergiebedarfs

entfallen auf Häuser, davon bis zu 10%

auf die Aufzüge. Gerade bei steigenden

Energiepreisen sind diese Aspekte alarmierend

und lassen jeden auf Nachhaltig-

keit und Ressourcenschonung bedachten

Planer und Projektentwickler mittlerweile

umdenken. Das Angebot an Energieträgern

ist begrenzt. An neuen Energieträgern

wird geforscht, aber die Ent-

wicklungen sind sehr teuer und zeit-

intensiv. Die Deckung des gesamten

Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien

ist jedenfalls bei Weitem noch nicht

möglich. In Deutschland liegt der Anteil

von Strom aus regenerativen Energien

aktuell bei ca. 12%. Das reicht noch lange

nicht für eine flächendeckende Versorgung.

Ziel kann es daher nur sein, mit vorhandenen

Energieressourcen möglichst

sparsam und effizient umzugehen. Auf

den Bau von Aufzügen zu verzichten, ist

natürlich keine Alternative. Aufgrund der

demografischen Entwicklung der Bevölkerung

wird der Bedarf nach Wohnraum,

der mit einem Aufzug zugänglich ist, sogar

steigen. Elektrische Geräte weniger zu

FEBRUAR 2010


enutzen, ist im Bereich der Aufzugstechnik

auch keine Alternative. Also müssen

neue Techniken entwickelt werden, um

den Energiebedarf zu senken, ohne die

Funktionsfähigkeit einzuschränken.

ENERGIEBEDARF VON AUFZÜGEN. Zurzeit liegt

der Bedarf bei Aufzugsanlagen an elektrischer

Energie bei ca. 5 bis 8% des Energiebedarfs

eines Gebäudes, weiß Dipl.-Ing.

Jörg Hellmich von der Böhnke und Partner

GmbH in Bergisch Gladbach, welche

für die Aufzugsindustrie Komponenten,

Steuerungen und Ferndiagnosesysteme

entwickelt, konstruiert und fertigt. Der

Wärmeverlust durch einen offenen Aufzugsschacht

und der Energiebedarf für

eventuell vorhandene Belüftung/Klimatisierung

der Triebwerksräume kommen

noch dazu. Mit fast 60% wird am meisten

Energie für die Wärmeversorgung der

Gebäude aufgebracht. Hier hat die Politik

durch das Energieausweis-Vorlage-Gesetz

EAVG eine erste Basis geschaffen, durch

einen Energiepass eine transparente Beurteilung

des Heizwärmebedarfs eines

Gebäudes zu ermöglichen, sodass Nutzer

und Eigentümer zukünftig motivierter

sind, wärmedämmende Maßnahmen umzusetzen.

Erste Nullenergiehäuser gibt es

ohnehin seit einigen Jahren. Fällt bei

einem Gebäude der Bedarf an Wärmeenergie

weg, liegt der prozentuale Anteil

des Energiebedarfs der Aufzüge plötzlich

bei 20% des Gesamtenergiebedarfs des

Gebäudes, referierte Hellmich im Rahmen

seines im Vorjahr gehaltenen Vortrags

über die Energieeffizienz bei Aufzügen

in Bad Honnef. Die Anschaffungs-

kosten einer Aufzugsanlage liegen durch-

schnittlich bei nur 25 bis 30% der Gesamt-

kosten über die ca. 20-jährige Lebens-

dauer eines Aufzugs. Die Betriebskosten

sind damit wesentlich höher als die Anschaffungskosten.

Neben dem unmittelbaren

Energiebedarf des Aufzugs stecken

indirekte Energiekosten in den benötigten

Ersatzteilen, Aufwendungen für die

Wartung, die Herstellung und die Entsorgung

des Aufzugs.

ENERGIEAUSWEIS FÜR AUFZÜGE IN AUSSICHT?

Im Kyoto-Protokoll wurde mit dem Ziel

des Klimaschutzes im Dezember 1997 beschlossen,

global den Ausstoß von Treibhausgasen

mittels völkerrechtlich verbindlichen

Zielwerten zu senken. Die

meisten Staaten der Welt haben das

FEBRUAR 2010

Kyoto-Protokoll inzwischen unterzeichnet

und ratifiziert. Unabhängig davon erhöht

sich jedoch der Anteil der Treibhausgase

in der Atmosphäre weiterhin. Im

Bereich der Aufzugsindustrie gibt es aktuell

in Österreich noch keine gültigen Normen,

die sich direkt auf den Energie bedarf

eines Aufzugs beziehen. In Deutschland

hat der Verein Deutscher Ingenieure die

Richtlinie VDI 4707 erarbeitet. Dieser

aktuelle Entwurf behandelt die Energieeffizienz

von Aufzugsanlagen für alle Gebäudearten

und hat sich zum Ziel gesetzt,

die Beurteilung und Kennzeichnung für

den Energiebedarf und -verbrauch von

Aufzugsanlagen nach einheitlichen Kriterien

festzulegen und transparent darzustellen.

Ähnlich wie beim Energieausweis

für Gebäude im Sinne der OIB-Richtlinie

6, soll für Aufzüge ein einheitlicher Energiepass

ausgestellt werden. Die Richtlinie

VDI 4707 gibt damit ein einfach zu verstehendes

Mittel zur energetischen Klassifizierung

des Aufzugs vor. Schon bei einem

Kühlschrank ist der für einen Haushalt

energieeffizienteste nicht automatisch

der mit dem Label A plus, sondern der

kleinstmögliche, der die individuellen

Lageranforderungen erfüllt und dabei

den geringstmöglichen Energieverbrauch

liefert. Noch eine Spur komplizierter ist

es bei Aufzügen: Die VDI 4707 berücksichtigt

auch die tatsächliche Nutzungserfordernis,

indem die Einordnung eines

Aufzugs in eine Energieeffizienzklasse zunächst

getrennt für Fahrt- und Stillstandsverbrauch

erfolgt, in der Gesamtklassifizierung

dann aber eine Klasse für

den Aufzug bei der jeweiligen geplanten

Nutzung vergeben wird. Die Einteilung

von Aufzügen in Energieeffizienzklassen

soll das ressourceneffiziente Wirtschaften

unterstützen und ein Qualitätsmerkmal

für eine Aufzugsanlage und deren

Betrieb darstellen sowie zu einer nachhaltigen

Bewirtschaftung führen. Noch nicht

berücksichtigt ist bei diesen Klassifizierungsmodellen

eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung,

welche nicht nur

den Energieeinsatz in der Betriebsphase

beurteilt, sondern auch die Herstellung

einer Aufzugsanlage, die Bereitstellung

der Rohstoffe sowie die Entsorgung berücksichtigt.

Das Ziel der aufgrund von

ersten Einwendungen zunächst zurückgezogenen

VDI-Richtlinie ist die globale

Einsparung von Energie. Dieses Ziel hat

sie teilweise schon heute erreicht, da die

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FOKUS I HOME & BUSINESS 39


FOTO: OTIS

Umrüsten ohne Bauarbeiten mit der Slim Comfort Tür von Otis:

Automatische Schacht- und Kabinentür ersetzt schwere Drehtüren

alleinige Ankündigung dazu geführt hat,

dass sich viele Hersteller von Komponenten

und Aufzügen mit dem Thema beschäftigt

und dann energiesparende Produkte

entwickelt haben.

ENERGIEEFFIZIENTE ANTRIEBE. Wegweisend

im Bereich energieeffizienter Motorantriebe

war sicherlich die Entwicklung von

Synchronmotoren mit frequenzgesteuerten

Permanentmagnetantrieben, welche

erstmals 1996 von KONE auf den Markt

kamen. Diese energiesparende Antriebstechnik

hat sich seither stark durchgesetzt,

und der getriebelose Antrieb Eco-

Disc ist auch heute noch das Flaggschiff

der KONE „Eco-efficient Solutions“, einer

auf Energieeinsparungspotenziale bedachten

Gesamtlösung für Aufzüge. Für

den Antrieb des KONE EcoDisc hat CAD-

DET (Centre for the Analysis and Dissemination

of Demonstrated Energy Technologies)

eine 53,3%ige Energieeinsparung im

Betrieb ausgewiesen. Die Frequenzregelung

reduziert den Anlaufstrom um 30 bis

40% im Vergleich zu hydraulischen und

konventionellen Seilantrieben. Die jährlichen

Einsparungen sind von der Anlage

und dem Gebäude abhängig. Sie reichen

von einigen tausend kWh bei Einzelaufzügen

bis zu Zehntausenden von kWh bei

Hochgeschwindigkeits-Aufzugsgruppen.

Bei einem Standardaufzug bedeutet

das jedenfalls eine Energieersparnis von

4.000 kWh/a verglichen mit Hydraulikantrieben

bzw. 2.000 kWh/a verglichen

mit zweitourigen Seilantrieben. Das größte

Potenzial der erzielbaren Energieeffizienz

liegt derzeit vor allem in regenerativen

Systemen. Insbesondere bei großen

Aufzugsanlagen mit hoher Fahrtenzahl

kann bei diesem System ein rückspeisefähiger

Umrichter energetisch und wirtschaftlich

sinnvoll sein. Hierbei wird

Strom aus der Bremsenergie der Aufzugsanlage

zur Nutzung im Stromnetz zurück-

gewonnen. Beim KONE EcoDisc wirken

das Gegengewicht oder die Kabine als

Motor und der Aufzugsantrieb wird zum

Generator. Die Einsparmöglichkeiten regenerativer

Systeme im Verbund mit Vektorsteuerung

und EcoDisc Antrieb sowie

weiteren serienmäßigen und optionalen

Energiesparfunktionen sind erheblich:

Verbraucht ein typischer maschinenraumloser

Aufzug jährlich 3.000 kWh (bei

630 kg Nennlast, 1,0 m/s Geschwindigkeit,

200.000 Anfahrten/Jahr), benötigt

ein entsprechend ausgestatteter MonoSpace

nur noch 1.535 kWh. Das entspricht

einer Einsparung von 49%. Auch

beim Kabinenlicht besteht ein enormes

Optimierungspotenzial, weiß Günter Baca,

Marketingdirektor von KONE Österreich.

Beim Kabinenlicht bietet die Nutzung

der LED-Technologie Spar potentiale

durch geringeren Verbrauch (minus 80%)

und eine deutlich längere Lebensdauer

(zehnfach). Es gibt laut Günter Baca wei-

40 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


tere Aspekte, die nach dem Stand der

Technik möglich sind und bei KONE angewendet

werden: effizientere Netzteile

(Schaltnetzteile, Ringkerntrafos) und eine

Abschaltung der Frequenzumrichtersteuerung

und anderer Steuerungsfunktionen

bei Stillstand.

FLACHRIEMEN-ANTRIEBSTECHNOLOGIE. OTIS

setzte seine Entwicklung in den letzten

Jahren auf die maschinenraumlosen

Gen2 Systeme mit Flachriemen-Antriebstechnologie.

Der getriebelose Permanentmagnet-Antrieb

verbraucht hierbei auch

nur mehr rund 50% weniger Energie als

herkömmliche Aufzüge mit Getriebeantrieb.

Die zusätzlich entwickelten OTIS

ReGen-Antriebe ziehen die Energie aus

vollbesetzten herabfahrenden oder aus

leicht beladenen hinauffahrenden Aufzügen.

Sie konvertieren die Energie in

Elektrizität, die dann in das Stromnetz

der Gebäude zurückgespeist wird. Seit

diesem Jahr bietet Otis die gesamte

GeN2-Aufzugsreihe serienmäßig mit dem

neuen energierückgewinnenden Antrieb

ReGen an. Damit verbessert OTIS die

Energiebilanz seiner Aufzüge entscheidend

und rüstet sie für die Zukunft. Mit

dem GeN2 Gurt revolutionierte OTIS bereits

im Jahr 2000 die Aufzugstechnologie

in Richtung Energieersparnis und

Umweltfreundlichkeit. Die wichtigsten

ökologischen und betriebswirtschaftlichen

Vorzüge des Systems sind sicher die

korrosionsfreien und bis zu dreimal länger

haltbareren Gurte im Vergleich zu

Stahlseilen und der energieeffiziente getriebelose

Permanentantrieb. Darüber

hinaus benötigen die von OTIS patentierten,

mit stahlseelenarmierten Polyurethangurten

versehenen Gen2-Aufzüge kei-

ne Schmierung, so dass das System auch

in diesem Detail umweltfreundlich ist.

OTIS hat außerdem mit der Einführung

von LED-Kabinenbeleuchtung für die gesamte

GeN2-Aufzugsreihe ein weiteres

Einsparungspotenzial von bis zu 80% gegenüber

Sparlampen und Leuchtstoffröhren

in seiner Produktlinie erreicht. Mit

Safety Car LED hat OTIS eine neue Aufzugskabine

auf den Markt gebracht, die

erstmals serienmäßig mit energiesparender

LED-Kabinenbeleuchtung ausgestattet

ist. Darüber hinaus kann die Kabinenbeleuchtung

mit LED-Lampen abgeschal-

tet werden, wenn die Kabine keinen

Fahrbefehl hat. Das ergibt einen zusätzli-

FEBRUAR 2010

chen Spareffekt. LED-Lampen halten

auch länger als Leuchtstoffröhren, weil

ihre Lebensdauer ausschließlich durch die

Brenndauer bestimmt wird. Das Ein- und

Ausschalten verkürzt die Lebensdauer der

LED-Lampen nicht, wie das bei Leuchtstoffröhren

der Fall ist.

ENERGIEMESSUNGEN BEI AUFZÜGEN. Im Rahmen

des Forschungsprojekts wurden im

Auftrag des Bundesamtes für Energie der

Schweiz 33 Aufzüge unterschiedlicher

Art, Alters, Größe und Nutzung und auch

verschiedener Hersteller messtechnisch

untersucht. Diese Messungen haben folgende

grundsätzliche Ergebnisse gebracht:

Dipl.-Ing. Jörg Hellmich fasst zusammen,

dass der Energiebedarf für das

Fahren bei Seilaufzügen dank Frequenzumrichter

und getriebelosem Antrieb zurückgegangen

ist. Bei Aufzügen mit hydraulischem

Antrieb zeigt der Einsatz von

Frequenzumrichtern, Gegengewichten

oder Druckspeichern, dass ebenfalls ein

großes Einsparpotenzial für den Fahrbetrieb

vorhanden ist. In den letzten 30 Jahren

ist der Energiebedarf im Stand-by-

Modus jedoch stark angestiegen. Er liegt

bei den bestehenden Anlagen bei ca. 60%

des gesamten Energiebedarfs. Betrachtet

man sich den Energiebedarf eines Aufzugs

im Stillstand, so entfällt zurzeit zirka

ein Drittel auf das Kabinenlicht, wenn

dieses nicht in Ruhe ausgeschaltet wird.

Ein weiteres Drittel entfällt auf die Ansteuerung

automatischer Türen, wenn

diese ständig bestromt werden müssen,

um in den End positionen gehalten zu

werden. Das letzte Drittel des Energieverbrauchs

ist für den gesamten Rest aller im

Stillstand betriebenen Verbraucher notwendig,

wie zum Beispiel Steuerung, Frequenzumrichter,

Tableaus mit Digitalanzeigen,

Lichtgitter und Notrufeinrichtung.

ENERGIEEINSPARUNGSPOTENZIALE. Für den

Fahrbetrieb eines Seilaufzugs gilt, dass ein

moderner getriebeloser Antrieb mit Frequenzumrichter

energietechnisch sehr effektiv

arbeitet. Bei Aufzügen mit hydrauli-

schem Antrieb sollte der Einsatz eines

Antriebs mit Frequenzumrichter geprüft

werden. Daraus ergibt sich eine wesentlich

bessere Energiebilanz, und die entstehende

Wärme kann über einen Bremswider-

Der Bedarf nach Wohnraum, der

mit einem Aufzug zugänglich ist,

wird steigen.

stand abgeleitet werden, wodurch sich die

Haltbarkeit des Öls spürbar verlängert. Generell

gilt laut Hellmich, dass in Aufzügen

sparsame Leuchtmittel eingesetzt werden

sollten. Das Kabinenlicht und die Anzeigen

in der Kabine sollten in Ruhe immer abgeschaltet

werden. Wird das Kabinenlicht

öfter ausgeschaltet, macht hier der Einsatz

einer Energiesparlampe keinen Sinn. Es

sollten dann die modernen LED-Leuchten

verwendet werden, da die Lebensdauer bei

LEDs nicht von der Schalthäufigkeit beeinflusst

wird und sie nach dem Einschalten

sofort die volle Helligkeit haben. Ein großer

Energiebedarf entsteht beim Halten

der Türen in den Endlagen. Hier sollten

Türantriebe eingesetzt werden, die mechanisch

die Türen in den Endlagen halten,

ohne oder zumindest mit einem sehr geringen

Bedarf an elektrischer Energie. Eine

sehr effektive Maßnahme zur Reduzierung

des Stillstandbedarfs ist die teilweise oder

komplette Abschaltung von einzelnen Aufzugsgruppen

in Ruhephasen. So können

zum Beispiel nachts in einem Hotel drei

Aufzugsanlagen einer Vierergruppe abgeschaltet

werden. Entsteht erhöhter Bedarf,

können die im Ruhemodus befindlichen

Aufzüge wieder „geweckt“ werden. In Verwaltungsgebäuden,

die an Wochenenden

nicht benutzt werden, können die Aufzüge

durch Abschaltung einzelner Aufzugsgruppen

in eine Art Tiefschlaf geschaltet werden.

Da bei dem ersten Ruf an einem Außentableau

die Anlage dann erst „booten“ muss,

wird dieser Ruf um ca. 20 Sekunden verzögert

behandelt, ein Kompromiss, der sicherlich

in den meisten Fällen akzeptabel ist.

Nun müssen die gewonnenen Kenntnisse in

die Praxis umgesetzt werden. Die Beispiele

zeigen, dass die Wirtschaftlichkeit beim

Einsatz energiesparender Technik gegeben

ist. Die kommenden Richtlinien und Normen

sollten nicht als zusätzliche Belastung,

sondern auch als Chance gesehen werden. �

FOKUS I HOME & BUSINESS 41


IMMOBILIEN

OFFICE

42 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT ALEXANDER SCHEUCH UND ROLAND POPP

FOTOS OTIS

Sicherheit durch Technik

Rechtliche Rahmenbedingungen und die

Herausforderungen für die Aufzugsindustrie

FOKUS im Gespräch mit dem Area Director für Central Europe von Otis

DI Alexander Kontrus über die neuesten Marktentwicklungen zum Thema

Energieeffizienz und über den wichtigen Aspekt Sicherheit und Modernisierung

von Aufzugsanlagen.

Otis-Aufzug mit energierückgewinnendem

ReGen Drive im Marienheim in Wien-

Hietzing: umweltfreundlich, komfortabel,

sicher und schön.

Der TÜV Österreich hat im Vorjahr festgestellt,

dass 38 % der Unfälle bei Aufzügen

durch fehlende oder unzureichende

Schutzeinrichtungen an kraftbetätig -

ten Türen passieren, das heißt, Men -

schen verletzen sich an der sich schließen-

den Aufzugstür. Haben Sie die Erfahrung

gemacht, dass sich Aufzugsbetreiber die-

ses Sicherheitsrisikos bewusst sind und

hier ältere Anlagen technisch aufrüsten?

Kontrus: Wir verfolgen die Statistiken,

und ich kann bestätigen, dass die Nachrüstung

noch nicht flächendeckend umgesetzt

wird und es vor allem noch bei

türlosen Kabinen vermehrt zu Unfällen

kommt. Betroffen sind zum Großteil

ältere oder kranke Personen, natürlich

auch Kinder, weil die ihre Finger doch

gerne überall hinstecken. Es passiert leider

auch öfter, dass jemand, der nicht so

gut auf den Beinen ist, von der sich

schließenden Tür umgestoßen wird. Es

gibt technische Möglichkeiten, dagegen

etwas zu tun, doch auf breiter Basis wird

hier noch zu wenig gemacht, es beginnt

erst ins Bewusstsein der Aufzugsbetreiber

zu dringen.

In Wien sind noch rund 9.000 Aufzüge

ohne Fahrkorbtüren in Betrieb. Dieses

Sicherheitsrisiko sollte im Sinne des

Wiener Aufzugsgesetzes bis spätestens

Ende 2011 von den jeweiligen Aufzugsbetreibern

behoben werden und alle Aufzüge

mit Kabinentüren nachgerüstet

sein. Merken Sie hier einen Ansturm bei

Aufträgen?

FEBRUAR 2010


Es gibt hier noch immer einen Rückstau

bei den Aufzugsbetreibern. Die sicherheitstechnischen

Überprüfungen werden

zwar größtenteils zeitgerecht durch-

geführt, nicht aber die Behebung der

Sicherheitsmängel. Trotz des Risikos

stellen wir fest, dass die Investitionen

eher hinausgeschoben werden. Oft sind

keine finanziellen Mittel vorhanden beziehungsweise

ist eine Modernisierung

des Aufzugs bei der Hausgemeinschaft

nicht budgetiert. Das birgt mehrere Risken.

Wo der Betreiber oder Eigentümer

über ein Risiko Bescheid weiß, sieht die

rechtliche Situation anders aus, wenn

etwas passieren sollte. Und es bleibt

auch abzuwägen, wie weit es zumutbar

gewesen wäre, doch schon früher etwas

gegen einen Sicherheitsmangel unternommen

zu haben. Es ist grundsätzlich

zu erkennen, dass es vermehrt zu Bestellungen

in diesem Modernisierungsbereich

kommt und ein leicht ansteigender

Trend festzustellen ist.

Mit welchen Kosten muss ein Betreiber

im Regelfall bei einer Aufzugsmodernisierung

rechnen?

Es kommt dabei auf den Anlagentyp,

das Alter, die Größe und die Ausstattung

an. Es sind jedenfalls einige tausend

Euro. Bei Anlagen, die noch keine

Tür haben, sind oft noch andere sicherheitstechnische

Mängel zu beheben.

Der Kostenbereich liegt somit zwischen

rund 5.000 und 30.000 Euro.

Müssen Aufzugsbetreiber mit Wartezeiten

rechnen, bis eine Modernisierung

durchgeführt werden kann?

Eine Aufzugsmodernisierung geht nicht

spontan, weil die meisten Elemente auftragsbezogen

sind, die bestellt werden

müssen und Lieferzeiten haben. Viele

Teile müssen für bestehende Anlagen

nach Maß angefertigt werden. Meine

Erwartungen sind, dass die Produktionszeiten

länger werden, weil ja die

Aufzugsmodernisierung nicht nur in

Wien ein Thema ist, sondern auch in

den Bundesländern ein Rückstau zu erwarten

und gleichzeitig eine europaweite

Initiative in Richtung Sicherheits-

Upgrades zu beobachten ist.

Welche Lösung bietet Otis speziell in

diesem Bereich an?

Es gibt mehrere Varianten. Eine Mög-

FEBRUAR 2010

lichkeit ist die Slim Comfort-Tür. Der

Vorteil liegt dabei nicht nur darin, eine

automatische Innentür nachzurüsten,

sondern auch gleichzeitig die noch immer

häufig bestehenden Drehtüren

durch eine automatische Tür zu ersetzen.

Die alten Drehtüren sind von der

Bedienung und Benutzung her sehr um-

ständlich, vor allem für ältere Menschen

und Personen mit Kinderwagen oder

Einkaufstaschen. Die ganze Umrüstung

passiert ohne Bauarbeiten und auch

ohne Stemmarbeiten.

Wie lange dauert der gesamte Umbauprozess?

Wenn eine große Aufrüstung ansteht,

dauert es rund zwei Wochen. Es kann

aber auch kürzer sein, wenn nur die Tür

nachgerüstet wird.

Laut Gesetz sollten in Wien 2011 alle

Aufzugsanlagen mit Innentüren aufgerüstet

sein. Wird dieses Geschäftsfeld

nach 2011 zurückgehen?

Wenn das Gesetz in Wien entsprechend

ernst genommen wird, dann wird der

Modernisierungsbereich zurückgehen,

weil dann die größeren Risiken in den

meisten Fällen für viele Jahre abgedeckt

sind. In den Bundesländern ist die Sache

zeitversetzt. Manche Bundesländer hinken

ziemlich nach, es gibt dort teilweise

nur Empfehlungen oder freiwillige Umsetzungen.

Der Energieausweis für Gebäude ist in

den letzten Jahren ein wichtiges Thema

für jeden Immobilienbesitzer und Nutzer

geworden. Wann, glauben Sie,

werden behördliche Vorschriften zur

Energieeffizienz für Aufzüge vorgeschrieben

sein?

Ich bin überzeugt, es wird bald etwas

Vergleichbares im Aufzugsbereich kommen.

Auf der internationalen Ebene

gibt es die ersten Richtlinien dazu, die

ähnlich wie der Energieausweis für Gebäude

funktionieren. Es führt aus meiner

Sicht kein Weg daran vorbei – und es

darf auch kein Weg daran vorbeiführen.

Welche Lösungen und Perspektiven bietet

Otis hinsichtlich energieeffizienter

Aufzugstechnologie und nachhaltigem

Bauen an?

Unser Pluspunkt ist, dass wir schon seit

vielen Jahren begonnen haben, unsere

Produktpalette energieeffizient auszustatten.

Wir bieten nur Produkte an, bei

„Die neuesten Produkte arbeiten

energierückspeisend.“

denen keine Schmierstoffe verwendet

werden. Hydraulikanlagen sind in der

Produktpalette nicht mehr zu finden,

außer in Einzelfällen, wo es noch keine

andere wirtschaftlich sinnvolle Lösung

gibt, wie zum Beispiel bei Anlagen ab

fünf Tonnen aufwärts, da ist es noch

sehr kostenintensiv, elektrische Antriebe

zu machen. Die Richtung geht in

elektrisch und antriebstechnisch stark

DI Alexander Kontrus, Geschäftsführer

von Otis Österreich und Direktor Central

European Group, stieg nach Abschluss

des Maschinenbaustudiums in Wien 1997

bei Otis Österreich als Montagetechniker

ein. Es folgten Managmentpositionen in

Österreich, Deutschland und in einem der

Otis Headquarter (für England, Deutschland,

Zentral- und Osteuropa).

FOKUS I HOME & BUSINESS 43


Die automatische Slim Comfort-Tür von Otis für die Aufzugsmodernisierung:

Schacht- und Kabinentür in einem.

optimierte Aufzüge mit energieeffizienten

elek trischen Systemen. Die neuesten

Produkte arbeiten energierückspeisend,

das heißt, ein Großteil der

Energie, welche eigentlich in der Bremswirkung

vernichtet werden würde, wird

wieder in das Netz zurück gespeist.

Wird die energietechnische Modernisierung

von bestehenden Aufzugsanlagen

das nächste große Geschäftsfeld für die

Aufzugsindustrie?

Ich denke schon. Es kommen immer mehr

Kundenanfragen wie etwa aus dem Großkundenbereich.

Die Stadt Wien denkt bei-

spielsweise intensiv darüber nach, wie sie

ihre Energiekosten reduzieren kann.

Ist der Marktanteil bei nachträglichen

Aufzugseinbauten im Rahmen von

Haussanierungen und Dachgeschoßausbauten

im Vorjahr aufgrund der strengeren

Reglements für den Dachgeschoßausbau

zurückgegangen?

Das haben wir stark gespürt, vor allem

bei der Althaussanierung im Wiener Bereich,

wo stets ein Aufzug mit eingebaut

wird. Die Anfragen und Konsultierungen

in diesem Bereich sind zurückgegangen.

Auch so genannte Feuerwehr-

aufzüge – für Dachgeschoßausbauten

mit einem Fluchtniveau über 22 Meter

– sind deshalb keineswegs mehr angefragt,

da diese technisch komplexer und

deshalb auch teurer sind. Es ist leider

noch kein Aufwärtstrend spürbar, was

für den unsanierten Althausbestand in

Wien bedauerlich ist.

Sie sind als Geschäftsführer von Otis

Austria zum Direktor der Central European

Group – CEG – von Otis aufgestiegen.

Welche Bedeutung hat das für Sie

und den Standort Österreich?

Es ist mir gelungen, die ost- und südosteuropäischen

Länder, deren Stationen

von Österreich aus vor 15 bis 20 Jahren

gegründet und entwickelt wurden und

deren Verantwortung vor drei Jahren an

Deutschland abgegeben wurde, wieder

nach Österreich zurückzuholen. Das Geschäft

in diesen Regionen war in den

letzten ein bis zwei Jahren schwierig. Es

hängt viel von den Projektentwicklungen

und dem Baugeschäft ab, welches in dieser

Region sehr stark zurückgegangen

ist. Erst in den letzten Wochen sehe ich

einen leichten Anstieg, da manche Projekte

wieder aufleben. Ich bin aber noch

sehr verhalten mit meinem Optimismus.

Ist der österreichische Markt schon gesättigt

oder erwarten Sie sich Impulse?

Der österreichische Markt ist ziemlich

gesättigt, wobei ich die Impulse der Zukunft

in der steigenden und älter werdenden

Bevölkerung sehe, in der Mobilität

im Alter und im Eigenheim. Ins-

besondere für das barrierefreie Ein-

familienhaus sehe ich ein bedeutendes

Potenzial für Aufzugseinbauten.

In welche Richtung gehen die Entwicklungen

bei Otis?

Ich denke, wir sind mit vielen Dingen am

richtigen Weg, indem wir durch Produktführerschaft

innovative technische

Lösungen, aber auch durch Lösungen,

die die Anforderungen unserer Kunden

erfüllen, daran arbeiten, unsere Marktposition

weiter auszubauen. Speziell in

Österreich sind die Themen Aufzugsservice

und generell die gesamte Dienstleistung

im Vordergrund. Das ist ein

Bereich, der sehr stark in Richtung Vertrauen

auf den Partner geht, dass man

sich auf ihn verlassen kann und die Verpflichtungen

rund um den Aufzug als

Betreiber abgenommen bekommt. �

44 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


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IMMOBILIEN

OFFICE

Bauen für

neue Zeiten

Nachhaltigkeit und

Ökologie gefragt

Projekte, die derzeit in Bau sind, haben

beste Chancen auf einen Markt zu treffen,

der wenige Büroflächen zu bieten hat.

Wie die Nachfrage sein wird, weiß allerdings

noch niemand.

AUSSICHTEN. Die Banken sind weiterhin

restriktiv mit der Kreditvergabe, und

Geld für neue Projekte ist kaum zu bekommen.

Die schwieriger gewordenen

Finanzierungskonditionen und die Sorge

über die Wirtschaftsentwicklung haben

2009 zu einem Rückgang der Fertigstellungen

um rund 10 bis 15 Prozent gegenüber

dem Vorjahr geführt, und die neu

auf den Markt gebrachten Flächen gingen

von 220.000 m 2 auf 195.000 m 2 zurück.

Mit 2010 und 2011 ist ein weiteres

– vermutlich sehr markantes – Absinken

der Flächenproduktion zu erwarten. Tat-

TEXT ROBERT SCHWEIGER

FOTOS SIEMENS, STRAUSS&PARTNER, BEYER

(WIEN MITTE), S+B GRUPPE, TOWN TOWN

sächlich sind nämlich eine ganze Reihe

von Projekten, mit deren Bau heuer oder

Ende letzten Jahres begonnen werden

sollte, verschoben, verkleinert oder abgesagt

worden. Nach Einschätzung der

Experten werden diese wenigen Büroflächen

allerdings auch auf eine geringere

Nachfrage treffen, womit – wenn auch

auf einem niedrigen Niveau – die Stabilität

des Marktes wieder gegeben wäre.

Sollte die Wirtschaft wieder anspringen,

dann kann der Zeitpunkt für die Projekte,

die fertig werden, gar nicht besser

gewählt sein. Obwohl die fertigen Pro-

jekte auf einen – wie gesagt – relativ ausgedünnten

Markt treffen werden, so sind

es doch Projekte, die in Zukunft in einem

harten Konkurrenzkampf stehen sollten.

Die Immobilienwirtschaft befindet sich

in einem Paradigmenwechsel und neue

Projekte werden viel stärker an ihrer

Ökologie und Nachhaltigkeit gemessen

und wie sehr sie den Bedürfnissen der

Mieter und der Investoren entsprechen.

Wer jetzt Projekte umsetzt, die beide

Seiten in dieser Weise befriedigen, hat

in Zukunft die besseren Chancen auf

dem Markt. �

46 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


LX2

Das Bürohaus mit rund 17.500 Quadratmetern

ist das erste Bürogebäude am neuen

Hauptbahnhof-Areal. Die Fertigstellung

ist für 2010 geplant – zwei Jahre vor der

Inbetriebnahme des Hauptbahnhofs, die 2012

erfolgen soll.

Projekte in Realisierungsphase

und in Fertigstellung

Rivergate

Developer des 120-Millionen-Euro-Projekts ist die Signa Holding. Dachgleiche für

das 50.000 Quadratmeter große Projekt war am 22. Oktober 2009. Im Frühjahr

2010 sollen die Flächen bezugsfertig sein.

TownTown

Die derzeit in Bau befindliche dritte Bauphase

beinhaltet 52.000 Quadratmeter.

Die Fertigstellung ist für 2010/11 geplant.

Im Jahr 2010 wird das vorerst letzte Bauwerk

in TownTown in Angriff genommen –

das Hochhaus „Company Building 21“

mit rund 30.000 Quadratmetern Fläche.

Die Fertigstellung ist für 2012 geplant.

Siemens City

Mit dem Bau der Siemens City Vienna in

Wien-Floridsdorf setzt Siemens Österreich

das weltweit größte Immobilienprojekt

des Konzerns um. Der Einzug der ersten

MitarbeiterInnen ist für Anfang 2010 geplant.

Green Worx

Neben Büroflächen soll das Projekt auch

Wohnungen und ein Hotel beinhalten. Es entsteht

im ehemaligen UCI-Kino-Center in der

Lassallestraße. Fertigstellung des Gebäudes,

das nach Grundsätzen der Ökologie entwickelt

wird, ist für 2010 vorgesehen.

MGC

Das ehemalige Modecenter im 3. Wiener Gemeindebezirk erfährt einen Relaunch,

und zu den bestehenden 17.000 Quadratmetern Bürofläche kommen weitere 10.000

dazu. Die Fertigstellung der in zwei Bauphasen abgewickelten Erweiterung ist für

Mitte 2010 (3.000 Quadratmeter) und Ende 2010 vorgesehen.

Marxbox

Das Projekt mit einer Nutzfläche von ca. 3.500 Quadratmetern ist Teil des

Stadtentwicklungsgebietes St. Marx. Für den Bauteil 1 ist die Fertigstellung im

Herbst 2010 geplant, der Bauteil 2 folgt ein Jahr später.

Bürohaus am Donaukanal

In unmittelbarer Anbindung an das Raiffeisenhaus Wien am Wiener Donaukanal

beabsichtigt die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ein energieeffizientes Vorzeigebürohaus

zu errichten. Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 80 Millionen Euro

werden mehr als 20.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Die Fertigstellung des

Gebäudes soll Ende 2011 erfolgen.

FEBRUAR 2010

Wien Mitte

Die Überbauung des Bahnhofs Wien Mitte

stellt die aktuell größte innerstädtische

Projektentwicklung dar. Kostenpunkt: 400

Millionen Euro. Baubeginn war 2007, die

Fertigstellung ist für Ende 2012 geplant.

Euro Plaza

Bis 2012 wird der Office Park mit den Bauphasen 5 und 6 weiter ausgebaut.

Den Auftakt machte im Oktober 2009 die Bauphase 5 mit 35.000 Quadratmetern.

Marina City

Wird derzeit umgeplant – Gespräche mit der Stadt Wien laufen bezüglich

Neuausrichtung. Baubeginn sollte 2010 erfolgen.

Hauptzollamt

Dort, wo jahrelang Lkws abgefertigt wurden, soll ein multifunktionaler Komplex mit

Büros, einem Boarding House und Geschäften entstehen. Verantwortlich zeichnen

Soravia und BIG. Nach einer entsprechenden Umwidmung soll mit der Realisierung

des Umbaus 2011 begonnen werden, die Finalisierung des Gesamtprojekts ist Mitte

2013 vorgesehen.

Großprojekte in der Pipeline

Vienna DC Towers

Die beiden Türme warten immer noch auf den Baustart, sind aber in der Vienna DC

fix eingeplant.

Intercity

Ein Büroprojekt beim neuen Zentralbahnhof mit 130.000 Quadratmetern BGF.

Derzeit läuft ein Ausschreibungsverfahren der ÖBB. Käufer für das Grundstück

werden noch gesucht.

Bahnhofcity

Rund 100.000 BGF. Ebenfalls beim Zentralbahnhof.

ERSTE Campus

Der ERSTE Campus, die neue Zentrale der Erste Group, wird auf dem heutigen

Areal des Südbahnhofs gebaut. In dem Campus werden die derzeit 15 in ganz Wien

verteilten Geschäftsstellen mit rund 4.000 MitarbeiterInnen angesiedelt.

Erdberger Lände

Auf dem Siemens Areal, das im Eigentum der CA Immo AG steht, wird auf 20 Hektar

ein neuer Stadtteil entstehen. Der Nutzungsmix wird neben Büros auch Wohnungen,

Einzelhandelsflächen und ein Hotel umfassen. Von den 185.000 Quadratmetern

Bruttogeschoßfläche sind 33.000 für Büros vorgesehen.

„aspern – Die Seestadt Wiens“

Im Sommer haben die ersten Arbeiten für eines der größten Stadtentwicklungsprojekte

Europas begonnen. In den nächsten 20 Jahren entsteht im Nordosten Wiens

„aspern – Die Seestadt Wiens“ mit 240 Hektar Fläche.

FOKUS I HOME & BUSINESS 47


IMMOBILIEN

OFFICE

PROGRAMME. In den letzten Monaten haben

die EU und ihre Mitgliedsstaaten zahlreiche

regulatorische und finanzielle Programme

eingeführt, um eine wirtschaftliche

Stabilität in der EU-Gemeinschaft

sicherzustellen und die derzeitige Rezession

schnellst- und bestmöglich zu überwinden.

Nach dem Amtsantritt der neuen

bulgarischen Regierung im Sommer 2009

hat Bulgarien ebenso eigene staatliche Programme

eingeleitet, welche die bulgarische

Wirtschaft stabilisieren soll.

BÜROMÄRKTE. In der gesamten Region beginnen

sich die Büromärkte zu ändern beziehungsweise

anzupassen, und es wird

generell mit einem nachhaltigeren Wachstum

gerechnet. Dazu Jos Tromp, Head of

48 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT ROBERT SCHWEIGER

FOTOS SPARKASSEN IMMOBILIEN AG, ECE

Bulgarien

Der Markt wartet …

Wie alle anderen Länder auch, wurde Bulgariens Immobilienmarkt von der Krise

erfasst und konnte sich der allgemeinen Wirtschaftssituation nicht entziehen.

CEE Research bei CB Richard Ellis: „Büroentwicklungsvorhaben

in der Region wurden

gestoppt, da Finanzierungen nach wie

vor schwierig zu erhalten waren und die

Entwickler entsprechend der neuen Marktsituation

reagieren mussten. Kurz- und

mittelfristig sind in einigen Märkten Angebots-

und Nachfrageschwankungen durchaus

möglich, die den Märkten helfen sollten,

sich wieder einzupendeln.“ Zwischen-

zeitlich sind nun Spitzenimmobilien das

attraktivste Investitionsprodukt am Markt.

Mietpreissenkungen werden dort nur begrenzt

stattfinden, da die Anzahl an Top-

Büroflächen in CEE beschränkt ist. Das

bulgarische Büroimmobiliensegment hat

die negativen Auswirkungen der Rezession

am schlimmsten zu spüren bekommen.

Sofia. Das Potenzial für Shoppingcenter

ist noch groß in Bulgarien, doch werden in

Zukunft nur noch qualitative Projekte von

den Konsumenten angenommen.

Das derzeitige Angebot an Büroflächen

übertrifft die vorhandene Nachfrage bei

Weitem und hat zu einem durchschnittlichen

Leerstand von 14,5 Prozent am Ende

des dritten Quartals 2009 geführt. Dennoch

erlebte das Bürosegment das erste

Anzeichen auf eine bevorstehende langsame

Erholung, als im Oktober 2009 die

erste große Immobilientransaktion des

Jahres um ungefähr 27 Millionen Euro bei

einer Rendite von 10 Prozent abgeschlossen

wurde.

Als relativ kleiner Markt mit wenigen großen

Investmentprodukten blieb dieser anfangs

von der Kreditkrise relativ unberührt.

Dennoch war und ist die Vorsicht

gegenüber sämtlichen osteuropäischen

Ländern seitens der Investoren bemerk-

FEBRUAR 2010


ar, sodass es auch hier zu einer stagnierenden

Nachfrage kam. Wobei in CEE

derzeit ein eindeutiges Ost-West-Gefälle

beziehungsweise Nord-Süd-Gefälle festzustellen

ist. Das heißt: Je weiter östlich

beziehungsweise südlich, desto geringer

das Investoreninteresse. Und jetzt erst

beginnen die internationalen Investoren

wieder langsam sich dem osteuropäischen

Markt anzunähern. Allerdings werden

derzeit nur Core-Immobilien erworben,

das heißt, wenn gekauft wird, dann Immobilien

in bester Lage mit bonitätsstarken

multinationalen Mietern. Schlechte

Projekte haben faktisch keine Chance

mehr. Investoren und Entwickler haben

erkannt, dass die zentraleuropäischen

Büromärkte bereits reifer sind, was heißt,

dass minder- oder grenzwertige Entwicklungen

schwerer bis unmöglich zu vermieten

und damit auch uninteressant für den

Erwerb sind.

SHOPPINGCENTER-LANDSCHAFT. Die Zahlen

zeigen deutlich, dass die größte Dynamik

in der Shoppingcenter-Entwicklung in

Osteuropa stattfindet. Das Potenzial in

Osteuropa ist riesig, die Entwicklung daher

dementsprechend dynamisch. Die

Märkte sind aber auch labiler, weil die Entwicklungen

teils viel zu schnell und am

Konsumenten vorbei vorangetrieben wurden.

Die Finanzkrise hat also im Osten

sicher mehr Spuren hinterlassen als im

stabileren Westen. „Die Pipeline ist aber

überall kleiner geworden“, fasst Regio-

Plan-Geschäftsführer Wolfgang Richter

zusammen. Gute Chancen dürften für Bulgarien

bestehen: Der bulgarische Markt

für Handelsimmobilien hat die Rezession

auch relativ gut überstanden – bulgarische

Einkaufszentren weisen nach wie vor

einen minimalen Leerstand auf. Außerdem

profitiert der Sektor von einer Unterversorgung

an Handelsflächen, da Bulgarien

mit lediglich 35 m 2 Handelsfläche pro

1.000 Einwohner derzeit das EU-weit

niedrigste Verhältnis von Quadratmeter-

Handelsfläche pro Einwohner aufweist.

Weiters hält die Expansion von bereits im

Land etablierten Handelsketten und

Großhändlern wie Carrefour und Peek &

Cloppenburg sowie von Diskontern wie

Penny Markt und Mercator weiter an und

sorgt für eine stabile Nachfrage auf dem

Markt. Nichtsdestotrotz wird auch die

Bauverzögerung von neuen Shoppingcentern

auch im ersten Quartal 2010 anhalten

– und vermutlich auch im zweiten.

FEBRUAR 2010

Veränderung. Nach der Krise wird alles

anders sein: Nur noch Top-Produkte

werden im Bürobereich von Investoren

angenommen.

INDUSTRIE UND LOGISTIK. Auf dem bulgarischen

Markt für industrielle und Logistikimmobilien

herrscht zurzeit eine Unterversorgung,

welche die Nachfrage in

diesem Sektor 2009 trotz der schwierigen

wirtschaftlichen Verhältnisse stabil gehalten

hat. Aus diesem Grund lag das durchschnittliche

Mietniveau für Logistikflächen

im Land am Ende des dritten Quar-

tals 2009 bei 5,5 Euro pro m 2 – ein minimaler

Rückgang von den sechs Euro, die im

dritten Quartal 2008 verlangt wurden.

WOHNIMMOBILIENSEKTOR. Hier hat Bulgarien

hingegen mehr an der Rezession gelitten

und durchschnittliche Verkaufspreissenkungen

von 28 Prozent und durchschnittliche

Mietniveausenkungen von 18 Prozent

seit 2008 erlebt. Erfreulicherweise hat

sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien

in Bulgarien seit April 2009 langsam zu erholen

begonnen, und die Verkaufspreissenkung

für Wohnungen im Land hat sich

im dritten Quartal 2009 deutlich verlang-

samt (mittlerer Preisfall von lediglich 0,8

Prozent seit dem zweiten Quartal 2009).

Aus diesem Grund wird erwartet, dass die

Verkaufspreisniveaus im bulgarischen

Wohnimmobiliensektor vorraussichtlich

bis zum Ende des ersten Halbjahrs 2010 zu

einer Stabilität zurückfinden und danach

sogar steigen werden.

PROGNOSE. Die neue bulgarische Fiskalpolitik

hat seit dem Amtsantritt der derzeitigen

bulgarischen Regierung im Juli 2009

bereits ganz klar positive Resultate gezeigt.

Obwohl kein allzu starker Aufschwung

während des ersten Quartals 2010 erwartet

wird, zeigen die oben erwähnten Faktoren,

dass Bulgarien eines der attraktivsten

Wirtschaftsumfelder in Osteuropa hinsichtlich

politischer Stabilität und Aussicht

auf wirtschaftliche Erholung bietet. Deshalb

sollte man Bulgarien als Zielort für

Immobilienentwicklungs– und Investitionsaktivitäten

in 2010 und darüber

hinaus im Auge behalten. �

FOKUS I HOME & BUSINESS 49


IMMOBILIEN

RATGEBER

Vertragswidrig

Kündigungsgrund des erheblich

nachteiligen Gebrauchs

Das MRG (§ 30 Abs. 2 Z. 3 (1. Fall) sieht einen gesetzlichen Kündigungsgrund

vor, wenn der Mieter vom Mietgegenstand einen erheblich nachteiligen

Gebrauch macht. In den Worten des Gesetzgebers: den Mietgegenstand in

arger Weise vernachlässigt. TEXT ERICH RENÉ KARAUSCHECK

VERSCHULDENSFRAGE. Für die Verwirklichung dieses Kündigungsgrundes

ist ein Verschulden des Mieters nicht erforderlich. Im

Regelfall ist eine erhebliche Verletzung der Substanz des Mietgegenstandes

oder zumindest eine Substanzgefährdung erforderlich.

Werden allerdings wichtige wirtschaftliche Interessen

des Vermieters verletzt, kann der Kündigungsgrund auch dann

vorliegen, wenn keine Substanzschädigung oder zumindest

Substanzgefährdung erfolgt. Es reicht vielmehr, wenn das vertragswidrige

Verhalten geeignet ist, den Ruf oder wichtige wirtschaftliche

oder sonstige Interessen des Vermieters zu schädigen

oder zu gefährden.

ANLASSFALL. Diesen Aspekt des Kündigungsgrundes, der Schädigung

des Rufs oder der wirtschaftlichen oder sonstigen Interessen

des Vermieters hat der OGH in der Entscheidung vom

23.06.2009, 3 Ob 108/09t, abermals als wesentlichen Kündigungsgrund

hervorgehoben.

Im Anlassfall war streit gegenständlich, dass eine Mietergesellschaft

im Zuge eines behördlich genehmigten und beauftragten

Austauschs eines „Magnetresonanztomographen“

ohne Zustimmung der Haus eigentümer ein „Quench-Rohr“

verlegen ließ, das so verlaufen ist, dass die geplante Verputzung

der Feuermauer aus technischen Gründen abgebrochen

werden musste. Gerüststeh kosten in der Höhe von zumindest

8.884,51 Euro sind aus Anlass dieses Mieterverhaltens entstanden.

FACHUNTERNEHMEN. Dennoch wird der Kündigung vom Obersten

Gerichtshof keine Folge gegeben. Für die beklagte Mietergesellschaft

sprach, dass der Gerätetausch samt Führung des

„Quench-Rohres“ behördlich genehmigt wurde, die Mietergesellschaft

sich eines Fachunternehmens bediente, welches

einen Detailplan für die Installierung des Geräts samt „Quench-

Rohr“ erstellte. Als die Mietergesellschaft davon erfuhr, dass

die Situierung dieser Einrichtung eine Gefahr für Bauarbeiter

darstellen könne, ließ sie eine Schutzvorrichtung anbringen,

die geeignet war, die Gefährdung von Arbeitern zu unterbinden,

wenn diese unterwiesen sind, was im Falle eines „Quench“

(Heliumaustritts) zu tun ist.

50 FOKUS I HOME & BUSINESS

VORAUSSETZUNG. Auch diese Kündigung – wie

viele andere Kündigungen im Sinne

des § 30 Abs. 2 Z. 3

(1. Fall) MRG – scheitert

an einer weiteren

gesetzlichen

bzw. von der JudikaturentwikkeltenVoraussetzung:

dass dem Mieter

die Nachteiligkeit seines

Gebrauchs bewusst oder die

Schädlichkeit seines Verhaltens

objektiv erkennbar war. Diese Erkennbarkeit

wird vom OGH unter Zugrundelegung

der behördlichen Genehmigung

der mieterseits durchgeführten Arbeiten

verneint.

SCHADENERSATZ? Unberücksichtigt bleibt in dieser OGH-

Entscheidung, dass die Mietergesellschaft dem zitierten

Sachverhalt folgend keine Genehmigung für die Durchführung

der Arbeiten durch den Vermieter eingeholt hat. Aus dem Sachverhalt

wird auch nicht klar, ob die Mietergesellschaft für den

verursachten Schaden von EUR 8.884,51 aufgekommen ist

bzw. ob die Vermieter ausschließlich an der Kündigung und

nicht an der Refundierung des Schadens – im Wege des Schadenersatzrechtes

– interessiert waren.

Der Autor

Dr. Erich René Karauscheck ist ein

auf Immobilienrecht spezialisierter

Partner der Themmer, Toth & Partner

Rechtsanwälte GmbH

1010 Wien, Biberstraße 15

Tel. 01/515 06, Fax 01/515 06-16

erich.karauscheck@ttplaw.at

FEBRUAR 2010


Erstklassige

Gestaltungsmöglichkeiten

Öffentliche Plätze, Wege und Parkanlagen sind heutzutage weit mehr als nur

ein Teil der Infrastruktur. Sie sollen strapazierfähig und leicht pflegbar sein.

Mit der Vielseitigkeit von Betonpflasterungen können die Interessen von

Städteplanern und Kommunen vereint werden. FOTO SEMMELROCK

PLANUNG. „Architektur braucht Freiräume, um sich zu entfalten,

nicht nur im übertragenen künstlerischen Sinn, sondern

auch im Sinne einer intelligenten Städteplanung. Freiflächen

geben den Hochbauten den Raum, sich perspektivisch entsprechend

zu entfalten. Mit einer adäquaten Gestaltung von

öffentlichen Plätzen entsteht so ein stimmiges Gesamtbild“,

erklärt Robert F. Holzer, Vorstandsmitglied des Verbandes

Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB), die Bedeutung

moderner urbaner Platzgestaltung.

Bislang hat sich in den Planungen von öffentlichen Plätzen

oftmals Asphalt durchgesetzt, was vor allen Dingen den Spielraum

für Design stark einschränkt. Aufgrund neuer Techniken

für Oberflächenstrukturen, Kantenführung und Farbgebung

in Verbindung mit der Möglichkeit der plangenauen Herstellung

sind Betonpflastersysteme heute architektonisch äußerst

vielfältig und bieten auch aufgrund ihrer langen Lebensdauer

und maßgenauen Fertigung eine ästhetische und zeitgemäße

Alternative für eine attraktive Flächengestaltung.

EINFACHE HERSTELLUNG HOCHWERTIGER BETONPFLASTERSYSTEME. Die

Herstellung der einzelnen Betonpflastersteine im Betonwerk

garantiert für jeden einzelnen Pflasterstein Präzision in Form,

Oberfläche und Farbe, da sämtliche erforderlichen Bedingungen

dort optimal eingestellt werden können. Durch innovative

Entwicklungsarbeit und fortschrittliche Fertigungsmethoden

erfüllen qualitativ hochwertige Betonpflastersysteme die

Anforderungen nach dauerhaftem Nutzen und anhaltende

natürliche Farbbrillanz. Beton kann durch die Beimischung

von Zusatzstoffen, Farbpigmenten und Naturstein-Edelsplitten

nahezu in allen Farben hergestellt werden. Ist der Farbton

einmal genau definiert, bleibt er aufgrund der durchgängigen

Mischung für alle Zeit unverändert.

ZEITGEMÄSSE UND ANSPRECHENDE FREIRAUMGESTALTUNG FÜR JEDEN

BAUSTIL. Durch die Veredelung der Oberfläche mittels verschiedener

Techniken erhalten Betonsteine eine individuelle Note

und prägen damit den Charakter einer Fläche. Sie können zum

Beispiel hochmoderne strukturierte Muster annehmen oder

historischen Vorlagen nachempfunden werden. Je nach geplanter

Nutzung und Beanspruchung können die Produkte

auch noch hinsichtlich Steindicke, Formate und Verlege muster

FEBRUAR 2010

Betonpflastersysteme. Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten sind

möglich wie z. B. am Stadtplatz St. Paul im Lavanttal, Kärnten.

optimal für die jeweiligen Anforderungen ausgewählt werden.

„Mit Beton kann genau das Produkt hergestellt werden, das

ins Ortsbild passt. Gerade auch in Städten, in denen der Denkmalschutz

in besonderem Maße Berücksichtigung finden

muss, können wir den Kommunen hervorragende Lösungen

anbieten“, so Holzer.

REINIGUNG. Auch im Unterhalt und Reinigungsverfahren bietet

Beton viele Vorteile. Betonpflastersteine mit spezieller Oberflächenbeschichtung

sind einfach und kostengünstig zu reinigen,

ohne dass sie optisch an Qualität verlieren. „Der Kundennutzen

durch leicht rein zu haltende Flächensysteme mit

Oberflächenbeschichtung ist ein Meilenstein in der Entwicklung“,

erläutert Holzer.

Darüber hinaus können bei Bedarf (etwa bei Grabungsarbeiten)

einzelne Elemente aus der Gesamtfläche herausgenommen und

dann wieder eingesetzt werden. �

FOKUS I HOME & BUSINESS 51


IMMOBILIEN

RATGEBER

Dachbodenausbau

„Wohntraum“ oder finanzieller Ruin?

Das wahrscheinlich größte Investment seines Lebens sollte man nicht wie

„den Kauf einer Wurstsemmel“ tätigen, sondern mit entsprechender Umsicht.

Denn sonst wird aus dem Wohntraum ein Alptraum, aus dem es erst sehr spät

ein Erwachen gibt – das aber umso schmerzhafter. TEXT GEORG RÖHSNER FOTOS CONWERT, LUTTER n

Steile Treppe. Der Traum vom Dachboden sollte wohlüberlegt sein und

nur gut informiert und beraten über die Bühne gebracht werden.

EIN KURZER TRAUM. Der Traum einiger Wiener Familien währte nur

kurz. Sie meinten, bei einem Bauträger, der im Süden Wiens

einen Dachboden ausbaute und dort fünf neue Wohnungen errichtete,

ihre Traumwohnung gefunden zu haben: sonnig, ein

traumhafter Blick über Wien und dazu auch noch zu einem leistbaren

Preis. Schnell waren die Verträge bei dem vom Bauträger

genannten Notar unterschrieben, hohe Kredite aufgenommen

und die Kaufpreise an den Notar überwiesen. Als es zu ersten

52 FOKUS I HOME & BUSINESS

Verzögerungen bei der Fertigstellung kam, dachte man noch

nichts Böses. Auch über den Umstand, dass viele der auf der Baustelle

anwesenden Arbeiter weder Deutsch sprachen noch einen

besonders kompetenten Eindruck hinterließen, machte man

sich in Vorfreude auf den baldigen Einzug wenig Gedanken.

Dann traten erste Wasserschäden auf, in deren Zuge die Wärmedämmung

geöffnet werden musste – dahinter fehlte so manches,

das dort sein sollte, dafür fand sich aber jede Menge Schimmel.

FEBRUAR 2010


Mehrere Monate und diverse Untersuchungen durch Sachverständige

später steht fest, dass die Traumwohnungen de facto

unbewohnbare Ruinen sind. Zur Sanierung werden sechsstellige

Beträge pro Wohnung erforderlich sein. In der Zwischenzeit

sind der Bauträger, viele seiner Sub-Auftragnehmer und

auch der als Treuhänder eingesetzte Notar in Konkurs, das

Geld ist weg und auch von der – jahrelang in vielen Inseraten

gepriesenen – Versicherung der Notariatskammer hört man

seit Monaten nur „Bitte warten!“. Die Wohnungskäufer stehen

vor dem finanziellen Ruin.

Was wie ein unglaublicher Einzelfall klingt, ist kein solcher. Die

Zahl der solcherart „verunglückten“ Dachgeschoß-Ausbauten

ist mittlerweile Legion. Um zu vermeiden, selbst in diese missliche

Situation zu geraten, empfiehlt es sich für Interessenten

an solchen Projekten, die folgenden Regeln zu beachten:

1. Nehmen Sie sich Zeit – lassen Sie sich nicht drängen!

2. Überprüfen Sie, mit wem Sie es zu tun haben, bevor Sie

eine Unterschrift leisten!

3. Vertrauen Sie nicht den Versprechungen der Verkäufer,

sondern kaufen Sie rechtzeitig vor Vertragsabschluss das nötige

Fachwissen (juristischer wie auch bautechnischer Art) zu!

WAS IST DAMIT IM EINZELNEN GEMEINT? Tätigen Sie das – wahrscheinlich

– größte Investment Ihres Lebens nicht wie den

Kauf einer Wurstsemmel! Auch wenn der Makler fünfmal erzählt,

wie viele Interessenten es für genau diese Wohnung gibt

– lassen Sie sich nicht drängen, solange Sie nicht alle Ihre Fragen

ausreichend (schriftlich) beantwortet erhalten haben. Ein

Verkäufer, der Ihnen nicht die nötige Zeit zur Überlegung

geben will, hat meist etwas zu verbergen. Prüfen Sie, wie lange

es den Bauträger im Firmenbuch schon gibt, welche Gewerbeberechtigung

er besitzt und lassen Sie sich frühere, schon fertiggestellte

Projekte nennen. Gibt es die nicht, lassen Sie die

Finger davon! Sie wollen ja schließlich auch nicht derjenige

sein, an dem ein Arzt seine erste Herzoperation übt. Nennt

man Ihnen andere Projekte, so haben Sie keine Scheu, hinzufahren,

diese anzusehen und die Bewohner zu fragen, wie sie

mit der Abwicklung durch den Bauträger zufrieden waren.

Auch das Internet kann durchaus zur Recherche herangezogen

werden – Sie werden staunen, was da (wenn auch vielleicht

nicht immer objektiv) so alles auftaucht. Und schließlich der

wichtigste Punkt: Sorgen Sie auch auf fachlicher Ebene für

„Waffengleichheit“ mit dem Verkäufer. Meist ist dieser mit

einem „günstigen“ Vertragserrichter (Notar oder Anwalt)

schnell zur Hand. Dieser erzählt ein wenig über die Sicherheiten

durch das Bauträgervertragsgesetz, lässt seinen Standardvertrag

aus dem Computer laufen – und schon haben Sie sich

mit Gedeih und Verderb dem Bauträger ausgeliefert (und für

diese „Leistungen“ auch noch extra bezahlt). Halten Sie sich

daher an die Regel „Wer zahlt, schafft an!“ und bestehen Sie

darauf, dass Vertrag und Treuhandschaft durch einen Vertragserrichter

Ihres Vertrauens abgewickelt werden. Dieser wird dann

– bei aller rechtlichen Fairness gegenüber dem Verkäufer – für ein

ausgewogenes Verhältnis von Rechten und Pflichten und die

nötigen Absicherungen sorgen (und ist meist nicht viel teurer als

der vom Verkäufer vorgeschlagene).

FEBRUAR 2010

BEGLEITENDE KONTROLLE. Ebenso wichtig ist aber auch die begleitende

Kontrolle in technischer Hinsicht. Lassen Sie Pläne

und Baustelle schon vor Unterschriftsleistung von einem Ziviltechniker

oder Baumeister Ihres Vertrauens überprüfen. Dieser

sollte auch während des Baus immer wieder auf der Baustelle

vorbeischauen und die Arbeiten überprüfen – denn vieles

verschwindet, wie erwähnt, schnell hinter Gipskartonplatten

und taucht erst auf, wenn die Verantwortlichen längst über alle

Berge sind.

All dies kann zwar zu Mehrkosten führen, diese Kosten sind aber

im Vergleich zu den Gesamtkosten und vor allem den möglichen

Schäden minimal. �

Panorama. Der Blick aus dem eigenen Dachboden

entschädigt oft für den weiten rechtlichen Weg.

Der Autor

Dr. Georg Röhsner

Partner bei Lambert Eversheds.

Lambert Rechtsanwälte OEG ist Mitglied

der EVERSHEDS International Ltd.

1010 Wien, Kärntner Ring 12

Tel. 01/516 20-0

www.lamberteversheds.com

FOKUS I HOME & BUSINESS 53


WIRTSCHAFT / FINANZEN

PORTFOLIO

Conwert verkauft

und kauft

54 FOKUS I HOME & BUSINESS

FOTO: SHUTTERSTOCK

�� Die börsennotierte conwert Immobilien

Invest SE hat im Geschäftsjahr 2009

auf Basis vorläufiger Zahlen Immobilien

im Gesamtwert von über 350 Millionen

Euro verkauft. Das von ursprünglich 200

Millionen Euro auf 300 Millionen Euro

angehobene Verkaufsziel wurde damit

noch einmal deutlich übertroffen. Wesentlich

zum guten Verkaufsgeschäft beigetragen

hat die starke Nachfrage nach

hochwertigen Zinshäusern und Eigentumswohnungen

in Österreich, wo rund

63 Prozent der Verkaufserlöse erzielt wurden.

Deutlich positiv entwickelte sich

auch das Deutschland-Geschäft, wo die

Verkaufsumsätze erstmals die Marke von

100 Millionen Euro überstiegen. Johann

Kowar, Vorsitzender des geschäftsführenden

Direktoriums: „Im Geschäftsjahr

2009 konnten wir die hohe Nachfrage

nach hochwertigen Eigentumswohnungen

und Zinshäusern optimal nutzen. Unsere

Verkaufsziele haben wir klar übertroffen

und dabei rund 45 Millionen Euro

Cash-Ertrag erzielt.“ Für 2010 rechnet

Kowar weiterhin mit einem starken Verkaufsgeschäft:

„Die Nachfrage nach Top-

Immobilien ist ungebrochen hoch. Unsere

Verkaufspipeline ist gut gefüllt, sodass

wir für 2010 zuversichtlich sind, erneut

rund zehn Prozent unseres Immobilienportfolios

handeln zu können. Denn die

Gewinne aus den Verkäufen werden wir

erneut investieren. conwert wird heuer

also auch ganz klar auf der Käuferseite zu

finden sein.“

NEWS

GOLDRAUSCH

Anleger- und

Sammlermünzen

UNSICHERHEIT

Pessimismus an der Börse

��War zu Jahresbeginn noch Optimismus

an den Börsen zu spüren, so hat sich die

Stimmung mittlerweile gewandelt. Die

Nervosität ist gut am amerikanischen Volatilitätsindex

Vix abzulesen: Binnen vier

Handelstagen sprang das Angstbarometer

von knapp 18 auf 27,3 Punkte. Drei Gründe

sind für den Sinneswandel verantwortlich:

Präsident Barack Obama hat den Entwurf

eines Gesetzes vorgelegt, das die Bankenmacht

eindämmen soll – und unerwartet

scharf ausfiel. Die Institute sollen nicht nur

rigiderer Kontrolle unterliegen, auch ihre

Größe und Geschäftstätigkeit soll beschnitten

werden. Analysten befürchten nun,

dass die Unternehmensgewinne leiden

könnten, und reduzieren ihre Prognosen

für Finanztitel nach unten.Ein weiterer Belastungsfaktor

ist die Situation in China.

Mit einem Wirtschaftswachstum von 8,7

war das Land der große Stabilisator der

FOTO: SHUTTERSTOCK

��Seit der Finanzkrise wird immer stärker nicht nur auf das edle Metall als Währung gesetzt.

Aus Angst vor der schleichenden Entwertung unseres Papiergelds haben viele Menschen

sich auf Edelmetall als Geldanlage verlegt. Erspartes fließt immer mehr in Münzen

und Barren aus Gold oder Silber. Das Geschäft mit Metallen zieht seit Jahren stetig an.

Allerdings eignet sich nicht jede Form von Edelmetall gleichermaßen zur Geldanlage –

manche Stücke haben nur Sammlerwert, andere sind „Münzschrott“. Numismatiker ziehen

eine Trennlinie zwischen Anlage- und Sammlermünzen. Während die Anlegermünze

rein nach dem Wert des in der Münze enthaltenen Edelmetalls gehandelt wird, stellt sich

bei der zweiten Kategorie die Sache ganz anders dar: Bei Sammlermünzen entscheidet

nicht der Materialwert über den Preis, sondern wie begehrt die Münze unter Sammlern ist.

Aussichten. Die Lage an den Börsen ist derzeit sehr unsicher – und es gibt Anlass zur Sorge,

dass sich einige Spekulationsblasen aufgebaut haben, die demnächst platzen könnten.

Weltbörsen im Jahr 2009. Mittlerweile

sieht aber Peking sich immer mehr genötigt,

die Wirtschaftsentwicklung im Land

zu dämpfen. Die zu lockere Geld politik

könnte ansonsten zu einer Überhitzung,

zu Spekulationsblasen und zu Inflation

führen (siehe „Immobilien-News“). In Europa

kommt noch das Griechenland-Problem

hinzu. Im Land laufen die Staatsdefizite

aus dem Ruder, und es ist keineswegs

ausgeschlossen, dass der Tag kommt, da

Athen ähnlich wie Dubai um einen Zahlungsaufschub

bitten muss. Allerdings ist

auch die Finanzlage von Irland, Spanien

und Portugal „potenziell explosiv“. Allein

Deutschlands Banken halten griechische

Staatsanleihen im Wert von rund 40 Milliarden

Euro, Frankreichs Banken sogar

doppelt so viel. Eine Insolvenz könnte

ähnlich fatale Folgen haben wie der Lehman-Kollaps

im September 2008.

FEBRUAR 2010

FOTO: SHUTTERSTOCK


FOTO: KGAL_BILDMATERIAL_TC1

FONDS

Wald und Photovoltaik

Sonne und Wald. Ökologie ist das Stichwort der Stunde und auch der nächsten Jahre.

Innovative Fonds bringen derzeit zahlreiche Produkte in dieser Kategorie auf den Markt.

��Die KGAL hat mit ihrem European Solar

Power Fund, dem ersten länderübergreifenden

europäischen Photovoltaikfonds

für institutionelle Investoren, einen großen

Platzierungserfolg erzielt: In weniger

als einem Jahr wurde das ambitionierte

Platzierungsziel von 200 Millionen Euro

Eigenkapital erreicht. Aktuell sind unter

planmäßiger Aufnahme von Fremdkapital

bereits rund 290 Millionen in Photovol taik-

Projekte investiert. „Wir freuen uns über

diesen Erfolg in der aktuellen wirtschaftlichen

Situation. Unsere Anleger haben

erkannt, dass ein professionell gemanagtes

und diversifiziertes Photovoltaik-Portfolio

ein höchstmögliches Maß an Sicherheit

und Rendite bietet“, so Gert Waltenbauer,

IMMOBILIEN

Versicherungen gehen

auf Nummer sicher

FEBRUAR 2010

Mitglied der Geschäftsführung der KGAL.

Ebenfalls nachhaltig erfolgreich wurde im

Publikumsbereich der erste Waldfonds –

TimberClass 1: Er konnte bis zur planmäßigen

Fondsschließung 94,2 Millionen US-

Dollar Eigenkapital einwerben. Anleger des

TimberClass 1 sind anteilig und mittelbar

an 625.000 Hektar bestehenden Waldflächen

in den vier US-amerikanischen Bundesstaaten

Texas, Louisiana, Georgia und

Alabama beteiligt. Der Investitions fokus

USA wurde bewusst als Standort gewählt,

um dem Fonds zusätzliche Sicherheit in Bezug

auf Markttransparenz, professionelles

Asset-Management, regionale Nachfrage

sowie Rechtssicherheit und politische Stabilität

zu geben.

��Die EU und die Bilanzstandardorganisation IASB wollen nicht nur Banken, sondern

auch die Assekuranz dazu zwingen, künftig ihre Wertpapiere zeitnah zu bewerten

und Wertschwankungen in Quartals- und Jahresabschlüssen zu zeigen. Dies

spreche dafür, dass die Versicherungsgesellschaften ihre Immobilienquote ganz

erheblich ausweiten werden.

Aber die aktuellen Entwicklungen lassen der Assekuranz kaum eine andere Wahl.

Entweder blieben die Zinsen dauerhaft niedrig, dann hätten die Versicherungen ein

erhebliches Problem mit ihren Anleihen. Oder aber die Zinsen stiegen, auch dann

sind Immobilieninvestments das Gebot der Stunde.

GRIECHENLAND

Sonnenuntergang

Düstere Aussichten. Im Süden Europas lassen

die Staatsfinanzen die Sonne verblassen.

��Griechenland steht vor einem kapitalen

Bankrott. Im laufenden Jahr dürfte die Gesamtverschuldung

120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

(BIP) erreichen. Zwar versichert

die Regierung, die außer Kontrolle

geratenen Finanzen in den Griff zu bekommen,

aber das Land kämpft nicht nur mit

den Staatsschulden, sondern so wie alle anderen

Länder in Europa auch mit der Wirtschaftskrise.

Benzinsteuer und das Renteneintrittsalter

sollen heraufgesetzt werden,

wie der Regierungschef in einer Fernsehansprache

sagte. Zahlen nannte er nicht,

bzw. konnte er nicht nennen. Neben der

Einführung einer 90-prozentigen Steuer auf

Managerboni ist eine Erhöhung von Immobiliensteuern

und indirekten Steuern vorgesehen.

Außerdem soll ein Stopp von Gehaltsanhebungen

für öffentlich Beschäftigte

mit höheren Bezügen auf alle Staatsbediensteten

ausgedehnt werden. Ganz so leicht

dürfte es aber nicht werden, denn Finanzprofis

sagten, zur Gesundung des Haushalts

seien deutlich mehr bittere Pillen nötig.

Aber Griechenland ist leider nicht das einzige

Land in der europäischen Union, das

einem Staatsbankrott näher ist als einem

vernünftigen Haushalt. Auch Irland, Portugal,

Spanien und Italien haben jetzt in den

schwierigen Zeiten mit den Fehlern der Vergangenheit

zu kämpfen. Wie sich die Lage

allgemein auf die EU auswirken wird, kann

man nur abschätzen, der Euro auf jeden Fall

wird nicht nur an Glaubwürdigkeit verlieren,

sondern auch als Währung.

FOKUS I HOME & BUSINESS 55

FOTO: SHUTTERSTOCK


WIRTSCHAFT

Unser letztjähriges Gespräch hat mit

einem Ausblick auf Entwicklungsgebiete

und deren Potenziale geendet. Wie läuft

konkret das Projekt Seestadt Aspern?

Welche Impulse erwarten Sie für Wien aus

diesem Entwicklungsgebiet?

Ludwig: Wir haben generell einige Entwicklungsgebiete,

davon auch eine Reihe

im innerstädtischen Bereich. Der neue

56 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT INGEBORG ZAUNER UND ALEXANDER SCHEUCH

FOTOS PID/HALADA, WIENER WOHNEN/STEINBACH

Herausforderungen

bei neuen Entwicklungsgebieten und

der Sanierung bestehender Projekte

Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig über aktuelle Fragen zur

Stadtplanung sowie zu Sicherheit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Lebensqualität. Für Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister

Dr. Michael Ludwig soll Wien internationales Vorbild sein.

Hauptbahnhof ist dabei sicher das Wichtigste,

es gibt aber auch eine Reihe von anderer

Zonen, die wir neu entwickeln, etwa

frühere Bahnhofsgelände wie zum Bei

spiel der ehemalige Aspanger Bahnhof im

3. Bezirk. Dieses Entwicklungsgebiet wird

unter dem Titel „Eurogate“ einen besonderen

ökologischen Schwerpunkt haben. Wir

errichten dort die größte Passivhaus-

Siedlung Europas. Wir hätten auch Interesse

an weiteren vom österreichischen

Bundesheer nicht mehr benötigten Kasernen,

um diese für Wohnzwecke umzuwidmen.

Und dann gibt es die großen

Erweiterungsgebiete am Stadtrand, dabei

ist die Seestadt Aspern nicht nur das

größte, sondern auch jenes Gebiet, wo wir

auch einen besonderen infrastrukturellen

FEBRUAR 2010


Sanierung. Auch auf dem privaten Wohnungsmarkt gibt es eine starke Bewegung, da das Thema Energiekosten immer wichtiger wird.

Schwerpunkt setzen wollen. Das Gebiet

ist so groß wie der 7. und 8. Bezirk zusammen,

daher ist es notwendig, neben der

Stadterweiterung im Wohnbau auch entsprechende

Arbeitsplätze anzubieten sowie

die soziale und technische Infrastruktur.

Ein Vorteil der Seestadt Aspern ist

auch die sehr gute verkehrstechnische

Anbindung, sowohl für Pkw als auch hinsichtlich

des öffentlichen Verkehrsnetzes

mit zwei U-Bahn Stationen direkt in

ihrem Gebiet. Von Beginn an klargestellt

ist weiters, dass die Seestadt Aspern keine

„Schlafstadt“ werden soll, sondern dass es

einen sinnvollen Nutzungsmix und sehr

attraktive Wohnformen geben wird.

Wie sehen Sie generell den Bedarf an

Wohnimmobilien, insbesondere vor dem

Hintergrund des erwarteten Bevölkerungszuwachses

in Wien?

Vom Bedarf her werden wir in den nächsten

Jahren eine ungebrochene Nachfrage

nach Wohnungen haben. Mit ein Grund,

warum wir – seit ich Wohnbaustadtrat bin

– die Neubauleistung stark forciert und

erhöht haben. Wir gehen, wie Sie sagen,

davon aus, dass die Bevölkerung zunehmen

wird, unter anderem durch Zuwanderung,

die freilich in den nächsten

Jahren in Veränderung begriffen sein

wird. Wir werden stärkere Zuwanderung

aus den österreichischen Bundesländern

haben und aus den Staaten der EU. Die am

stärksten zunehmende Zuwanderungsgruppe

kommt dabei aus Deutschland.

Die Zuwanderung der so genannten Dritt-

FEBRUAR 2010

staaten wird hingegen stark zurückgehen.

Wir werden unabhängig davon mehr

Wohnungen benötigen, weil wir in den

letzten Jahren einen Geburtenüberschuss

hatten und – was besonders erfreulich ist

– das Lebensalter der Menschen zunimmt.

Und weil diese Menschen auch

länger in ihren Wohnungen bleiben wollen.

Das heißt aber auch, dass man die

Wohnungen dafür adaptieren muss.

Betrifft das Thema „Barrierefreies Wohnen“

nur Neubauprojekte oder gibt es da

auch Initiativen, bei den bestehenden

Objekten Adaptionen vorzunehmen?

Wir versuchen beide Bereiche zielführend

abzudecken. Aus diesem Grund haben wir

eine eigene Informationsstelle für barriere

freies Bauen und Wohnen eingerichtet.

Diese Informationsstelle beschäftigt

sich mit Maßnahmen, die man im Neubau

wie auch im Bereich der Sanierung treffen

kann, und richtet sich neben interessierten

Bürgerinnen und Bürgern auch an

Bauträger und Architekten.

Stichwort „internationaler Vergleich“:

Was sind konkret die Kriterien, in welchen

sich Wien international – gemäß den sehr

positiven Studien und Bewertungen – entsprechend

abhebt?

Der Auslöser der jetzigen Wirtschaftskrise

war eine Finanzkrise, die von den

USA ausgegangen ist, indem sich viele

Menschen den eigenen Wohnraum nicht

leisten konnten. Und da glaube ich, dass

wir uns in Wien ganz besonders davon ab-

heben, weil wir einen sehr hohen Anteil

an geförderten Wohnungen haben. Rund

60 Prozent der Wienerinnen und Wiener

leben im geförderten Wohnbau. Das führt

auch dazu, dass die Miethöhen – verglichen

mit anderen europäischen Städten –

als durchaus erschwinglich zu bezeichnen

sind. Wir schaffen insbesondere auch für

junge Menschen und junge Familien gerade

am Start ihres Berufs- und Familienlebens

attraktive Angebote. Das ist ein

sehr starker Unterschied zu anderen

wichtigen und renommierten Städten,

und dies ist auch ein wichtiger Teil der

Lebensqualität in unserer Stadt.

Zum Thema Sicherheit und sicheres Wohnen

gibt es seit rund eineinhalb Jahren

Initiativen aus Ihrem Büro. Wie sind die

bisherigen Erfahrungswerte, wie ist der

Stand der Dinge?

Das ist ein Thema, das zunehmend an Bedeutung

gewinnt. Das zeigt sich auch in

der Nachfrage der Mieterinnen und Mieter,

die immer größeren Wert darauf

legen, wie sicher ein Haus gebaut und ausgeführt

ist, zum Beispiel im Sinne der

Verhinderung von Einbrüchen. Wir haben

aus diesem Grund mehrere Pilotversuche

durchgeführt. Ein besonders interessantes

Projekt ist ein vor wenigen Wochen

eröffnetes Wohnhaus im 15. Bezirk, wo

wir gemeinsam mit sehr engagierten Bauträgern,

mit dem Bezirk und dem Kriminalpolizeilichen

Beratungsdienst versucht

haben, bei der Architektur und bei

der Ausgestaltung des Hauses die Erfah-

FOKUS I HOME & BUSINESS 57


Projekte. Bei der Planung wird verstärkt auf die soziale Nachhaltigkeit geachtet.

rungen der Polizei zu berücksichtigen und

beispielsweise die Eintrittsmöglichkeiten

für Einbrecher, Diebe und Vandalen reduziert

haben. So haben wir etwa spezielle

Postkästen eingebaut, die die Postzustellung

von außen ermöglichen, wodurch

anlagenfremden Personen der Zutritt ins

Haus verwehrt wird. Weitere Maßnahmen

wie einbruchshemmende Türen und

die Tatsache, dass es keine herkömmlichen

Erdgeschoßwohnungen gibt, runden

das Projekt ab. Wir beabsichtigen jetzt

auch im Rahmen der Wohnbauforschung,

dieses Objekt zu begleiten und zu prüfen,

welche Maßnahmen in Bezug auf die Kostenstruktur

für den gesamten Wohnbau

interessant sind. Darüber hinaus haben

wir generell eine umfassende Förderaktion

für einbruchshemmende Türen,

wo wir Mieterinnen und Mietern, die ihr

Haus oder ihre Wohnung nachrüsten wollen,

bis zu 400 Euro anbieten. Bei Flügeltüren

sind Förderungen bis zu 800 Euro

möglich. Diese Initiative wird sehr positiv

angenommen. Ein weiterer Versuch ist,

auszutesten, inwieweit Videoüberwachung

helfen kann, das Sicherheitsgefühl

der Bewohner zu erhöhen. Die Videoüber-

wachung wird in vielen Privathäusern bereits

angewendet. Wir wollten das jetzt

auch in den Gemeindebauten ausprobieren

und haben in den letzten eineinhalb

Jahren in acht Objekten Videoüberwachung

getes tet. Wir haben das Projekt in

enger Kooperation mit der

Datenschutzkommis sion des Bundes abgewickelt

und haben insbesondere so genannte

„Angsträume“ mit Videokameras

begleitet, wie etwa Tiefgaragen, Müllräume

und Aufzüge. Es hat sich eindeutig gezeigt,

dass die Generalprävention der Videoüberwachung

wirkt. In diesen acht

Anlagen gibt es Rückgänge bei den Schäden

in der Größenordnung von insgesamt

50 bis 60 Prozent, das ist natürlich für die

Mieter inte ressant, weil das eine deutliche

Re duzierung der Kosten bedeutet. Daneben

ist natürlich auch das Sicherheitsgefühl

ein positives Asset. Wir haben jedenfalls

die Videoüberwachung in diesen acht

Gemeindebauten verlängert und zusätzlich

weitere 15 eingereichte Anlagen bewilligt

bekommen. Das heißt, es wird künftig

in 23 Anlagen Videoüberwachung geben.

Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang

die aktuelle Hausmeisterfrage?

Ich persönlich hätte gerne ein Bundesgesetz,

das die Hausbesorgerfrage regelt.

Sie wissen ja dass die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung

im Jahr 2000 das bestehende

Hausbesorgergesetz abgeschafft hat. Seither

dürfen keine neuen Hausbesorgerinnen

und Hausbesorger beschäftigt wer-

den. Ich würde auch nicht zurückkehren

wollen zu den früheren Bedingungen. Es

sollte ein modernes Hausbesorgergesetz

geben, weil auch viele Mieterinnen und

Mieter zwar mit der Tätigkeit der Reinigungsdienste

durchaus zufrieden sind,

aber sich diese Firmen ausschließlich auf

das Reinigen konzentrieren, aber viele

gerne wieder eine „gute Seele“ im Haus

hätten, die auch für andere Funktionen

ansprechbar ist. Das heißt für kleinere

Reparaturmaßnahmen oder auch für die

soziale Kommunikation in einer Wohnhausanlage.

Insgesamt gibt es große Herausforderungen

im technischen und auch

im sozialen Bereich – mit einem neuen,

modernen Berufsbild könnte das auch

eine attraktive Tätigkeit für viele Menschen

sein. Ungeachtet dessen würde dies

auch ganz stark das Sicherheitsgefühl anheben,

wenn eine Person ständig in der

Anlage unterwegs ist und man so ein kontrollierendes

Auge auf die Anlage hat.

Wichtig ist mir aber, dass es letztlich Wahlfreiheit

zwischen Hausbesorgern, Haus-

betreuung und Reinigungsdiensten gibt.

Zum Thema Sanierung: Im Gegensatz zu

den Gemeindewohnungen wird bei den

thermischen Sanierungen im privaten

Bereich noch ein großer Aufholbedarf

geortet. Wie sind die bisherigen Maßnah-

58 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


men und Ideen angenommen worden, Privatinvestoren

für Nachbesserungen zu

ermuntern?

Es gibt auch auf dem privaten Wohnungsmarkt

eine starke Bewegung, weil natürlich

auch die Hauseigentümer erkennen,

dass viele Mieterinnen und Mieter – auch

potenzielle – großen Wert auf eine thermische

Sanierung legen, weil die immer

stärker steigenden Energiekosten für

viele Menschen ein Grund sind, Energie

einzusparen, und wir daher dieses Thema

in Wien so stark betreiben. Weil es zwei

große Vorteile hat: Zum einen ist es ein

wichtiger Beitrag zum Klimaschutzprogramm

der Stadt Wien damit auch die

Möglichkeit, für die nachfolgenden Generationen

eine funktionierende Welt zu

übergeben. Und der zweite, direktere Vorteil

ist, dass die Mieter bei den Heiz-

kos tenabrechnungen reduzierte Kosten

haben. Damit leisten wir einen wichtigen

Beitrag zur Entspannung bei den Wohnkosten,

und das ist in wirtschaftlich

schwierigen Zeiten jedenfalls ein wesentliches

Argument. Insgesamt erkennen wir

ein starkes Umdenken, auch eine starke

Nachfrage nach Niedrigenergiehäusern.

Wir versuchen mit starker finanzieller

Unterstützung auch private Hauseigentümer

zu motivieren, hier mitzuwirken.

Das ist deshalb nicht ganz leicht, weil wir

in Wien einen sehr hohen Anteil an so genannten

Gründerzeithäusern haben, aber

auch in diesem Segment gibt es gute

Referenzbeispiele. Ich vergebe ja gemeinsam

mit der Bauinnung Wien den Stadterneuerungspreis,

wo wir auch den Hauseigentümern

Lust machen wollen und

zeigen können, was man in diesem Bereich

alles tun kann. Und ich versuche

viele dieser Maßnahmen nicht nur auf

Einzelgebäude zu beschränken, sondern

auch so genannte Blocksanierungsgebiete

zu forcieren. Das bietet den Vorteil, beispielsweise

Verkehrswege neu zu strukturieren

oder Grün- und Freiräume anders

zu definieren, aber auch die Nahversorgung

unterstützen zu können. Die Blocksanierung

hat starke Impulse für die Verbesserung

der Qualität ganzer Bezirks-

und Stadtteile mit sich gebracht.

Worauf achtet die Wiener Stadtplanung

bei aktuellen und künftigen Projekten?

Wir haben kürzlich eine Studie präsentiert,

in der wir erhoben haben, wie die

Wohnungssuchenden ihre Wunschwoh-

nung einschätzen und was sie am Wohnungsmarkt

suchen. Die Ergebnisse sind

dabei sehr interessant. Zum einen gibt es

den Wunsch nach immer größeren Wohnungen,

was sich meiner Meinung nach

nicht immer mit den wirtschaftlichen

Möglichkeiten deckt. Dennoch ist die

Wohnungsgröße pro Kopf in den letzten

Jahrzehnten deutlich gestiegen. In den

70er-Jahren hatten wir pro Kopf eine

durchschnittliche Wohnungsgröße von

25 m 2, wir liegen jetzt bei 36 m 2, und bei

der Erhebung der Wohnungs suchenden

am Markt bewegen wir uns nunmehr zwischen

42 und 44 m 2. Wir sehen auch, dass

immer mehr Mieterinnen und Mieter

nach individuellen Freiräumen suchen,

wie etwa einen Wintergarten, einen Balkon

oder eine Terrasse. Und natürlich ist

die Frage der Gemeinschaftseinrichtungen

und der Grünflächen in der Hausanlage

relevant. Ein ganz wichtiger weiterer

Aspekt ist auch der Wunsch nach Wohnungen,

die sehr gut an das öffent liche

Verkehrsnetz angebunden sind. Alle diese

Kriterien versuchen wir bei Neubaupro-

jekten im Rahmen der Bauträgerwettbewerbe

zu berücksichtigen. Wir haben dabei

elementare Entscheidungskrite rien:

die Wirtschaftlichkeit, die Ökologie mit

verpflichtendem Niedrigenergiehausstandard

sowie die architektonische Qualität.

Zudem habe ich vor einem Jahr

noch eine vierte Kategorie eingeführt,

„Wir erkennen ein Umdenken

und eine starke Nachfrage nach

Niedrigenergiehäusern.“

Planung. Die Bedürfnisse der

Wohnungssuchenden haben sich in den

letzten Jahren gewandelt.

jene der sozialen Nachhaltigkeit. Ich

möchte einen starken Fokus darauf legen,

dass die Wohnungen so konzipiert werden,

dass sie noch „alltagstauglicher“

sind, dass etwa die Grundrisse darauf

ausgerichtet sind, mit Standardmöbeln

eingerichtet werden zu können. Darüber

hinaus haben wir zahlreiche weitere Parameter

entwickelt, auf die die Bauträger

achten müssen, zu Themenbereichen wie

der Optimierung von Brutto-Nutzflächen

im Gebäude, der Konzeption von Gemeinschaftsräumen

und ähnlichem mehr. Alle

diese Aspekte sehe ich auch vor dem Hintergrund

der Auswirkung auf die Mieten

und dem für mich ganz wichtigen Ziel der

Leistbarkeit für die Bewohnerinnen und

Bewohner. �

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 59


WIRTSCHAFT / FINANZEN

60 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT WALTER SENK, MIKE TURNER

FOTOS SHUTTERSTOCK

Herausforderung

für Investoren

Im Dickicht der Anlagen –

wer behält den Überblick?

2010 wird ein schwieriges Jahr für

Investoren werden, denn die wirtschaftliche

Situation bleibt weiterhin angespannt.

WIRTSCHAFTSSIGNALE. Obwohl es Signale

für eine wirtschaftliche Erholung gibt –

die Euro-Zone, Japan und die USA schreiten

langsam aus der Rezession heraus –,

haben die Märkte wohl dennoch in ihrer

Begeisterung überreagiert. Aktien und

Renten mit gutem Wachstumspotenzial

werden aufgrund niedriger Inflationsraten

mit einem Abschlag gehandelt. Wir

werden wohl die extrem niedrigen Kursniveaus

vom Jahreswechsel 2008/09 nicht

wiedersehen, dennoch sollten Inves toren

mehrere Faktoren im Blick behalten: Obwohl

sich der US-Immobilienmarkt – einer

der Auslöser der Finanzkrise – langsam erholt,

steigt die Arbeitslosenquote in den

USA weiter, und die Spar raten sind nach

wie vor zu niedrig. Da rüber hinaus haben

die westlichen Regierungen, allen voran

die USA und Großbritannien, immer noch

kein glaubwürdiges Programm für ein mittelfristig

ausgeglichenes Haushaltsbudget

veröffentlicht.

ANLEIHENMÄRKTE. Für Anleger in Staatsanleihen

bleibt der Bereich der öffentlichen

Finanzierungen besorgniserregend.

Bis mindestens Ende des vierten Quartals

2010 bleibt diese Sorge aufgrund der

außergewöhnlich günstigen Geldpolitik

wohl eher im Hintergrund. Die Renditen

von Schatzbriefen, Euro-Staatsanleihen

und US-Schatzscheinen werden wohl den

Geldmarkt auch 2010 wieder schlagen.

Trotz starker Rückschläge in den letzten

Monaten sind auch Anlagen an den Anleihen-

und Hochzinsmärkten weiterhin

attraktiv. Die Bandbreiten der Renditen

blieben bei erstklassigen Anleihen jedoch

wesentlich größer als während der Dot-

com-Krise und der folgenden Krisen zu

Beginn des Jahrzehnts. Ähnlich hoch bleiben

auch die Risikoaufschläge bei europäischen

Hochzinsanleihen. Angesichts der

wirtschaftlichen Unwägbarkeiten wird

eine gute Auswahl an Einzeltiteln immer

wichtiger. Schwellenländeranleihen bleiben

eine attraktive Assetklasse für Investoren:

Die globale Geldpolitik, niedrige

Inflationsrisiken und gute Wachstumsaussichten

erweisen sich besonders für

Anlagen in lokalen Währungen als lohnend.

HANDELSWÄHRUNG. An den Währungsmärkten

wird der US-Dollar nach wie vor

schwach bleiben, dennoch behält er dank

des reichlichen Dollar-Angebots seine

Rolle als bedeutendste Handelswährung.

Dabei kann die Risikoabneigung der

FEBRUAR 2010


Investoren zeitweise zu einer besseren

Performance des Dollar führen. Währungen,

die an Rohstoffe gebunden sind, werden

hingegen aufgrund ihres potenziellen

Risikos wenig Interesse wecken und erscheinen

eher überbewertet.

AKTIEN. Bewertungen von Aktientiteln

sind längst nicht mehr so attraktiv wie vor

zwölf Monaten: Unternehmensgewinne

haben sich aufgrund drastischer Einsparungen

und verbesserter Erträge wieder

erholt. Der Einnahmenzuwachs sollte

jetzt einsetzen, damit Erwartungen an

zukünftige Erträge erfüllt werden. Das

wiederum hängt vom globalen Wirtschaftswachstum

ab, das nach wie vor beeinträchtigt

ist. Aktien bleiben dennoch

interessant, da ihre Dividendenrenditen

nach wie vor höher sind als das Niveau der

kurzfristigen Zinssätze. Die hohe Liquidi-

FEBRUAR 2010

FEBRUAR 2010

tät in den Märkten wird zu einer positiven

Entwicklung der Aktienrenditen im kommenden

Jahr beitragen.

IMMOBILIENMARKT. Mit Blick auf die Immobilienmärkte

erwarten wir eine stabile

Wertentwicklung, insbesondere in Großbritannien.

In der langfristigen Betrachtung

sind speziell die Marktrenditen in

Großbritannien als günstig einzustufen,

auch weil die Renditeunterschiede zu

anderen Anlageklassen im Wertpapierbereich

nicht geringer geworden sind. Für

diese günstige Einstufung der britischen

Immobilienmärkte erwarten wir in nächster

Zeit keinen unmittelbaren Trendwechsel.

Dies gilt auch, wenn die Märkte

dem üblichen Muster folgen, bei dem die

Erholung der Immobilienwerte schneller

sein wird als die Erholung der Vermietungsmärkte.


Fakten

Mike Turner, Marktspezialist von Aberdeen

Asset Management, kommentierte den Ausblick

für 2010:

„Nachdem sich das Jahr 2009 zu Ende neigt,

blicken wir auf eine außerordentliche Kursrallye

zurück. Dabei bleibt das wirtschaft liche Umfeld

allerdings unsicher, weshalb unser Ausblick für

2010 eher vorsichtig ist. Eine gute Diversifikation

in Immobilien – speziell in britische – erscheint

sinnvoll.“

„Nach wie vor sind wir von Investitionen in asiatische

Märkte und Schwellenländer überzeugt. Ein

weiteres Potenzial liegt in Schwellenländeranleihen

und Unternehmensanleihen. Als traditioneller Asset

Manager mit einem stringenten Investmentprozess

sind wir hier gut aufgestellt. Aberdeen wird auch

2010 wieder unterbewertete Werte aufspüren, die

sich langfristig überdurchschnittlich entwickeln.“

FOKUS I HOME & BUSINESS 61


WIRTSCHAFT / FINANZEN TEXT JULIA ANDRAS

FOTOS ISRAELISCHES TOURISMUSAMT

Der israelische

Immobilienmarkt

Willkommen im Heiligen Land?

Seit Beginn der 1990er-Jahre ist Israel unbestritten auf dem Vormarsch.

Tel Aviv wird auch gerne in Anlehnung an New York „The Big Orange“ genannt.

ISRAEL – „The land of milk and honey“,

Schmelztiegel der Kulturen, Zentrum

dreier Weltreligionen, Schauplatz permanenter

Auseinandersetzungen und Angriffsziel

internationaler Kritik. Israel ist

mehr als nur ein sich über eine Fläche von

gerade mal 20.770 km² erstreckender

Landstrich. Israel, ein moderner Staat und

im Nahen Osten die einzige, nach westlichem

Vorbild, parlamentarische Demokratie,

befindet sich spätestens seit Beginn

der 1990er-Jahre unbestritten auf dem

Hightech-Vormarsch. „The Big Orange“,

wie Tel Aviv in Anlehnung an den „Big

Apple“ genannt wird, ist das wirtschaft-

liche und finanzielle Zentrum des Landes

und darüber hinaus eine boomende, hippe

Metropole, deren Nachtleben selbst einem

Vergleich mit Städten wie New York, London

oder Paris durchaus standhalten

kann. Das an vier arabische Staaten (Ägypten,

Libanon, Syrien und Jordanien) grenzende

Land wurde im Mai 1948 aufgrund

einer UNO-Resolution gegründet und ist

sowohl landschaftlich wie auch kulturell

eine brisante und ausgewogene Mischung.

Von der Hafenstadt Haifa im bergigen und

dicht begrünten Norden erstreckt sich

Israel an der Mittelmeerküste entlang

durch Tel Aviv über die Hügel von Jerusa-

lem – Hauptstadt und religiöses Zentrum

des Landes – bis in den Süden durch die

steinige und heiße Negev-Wüste und

mündet schließlich an der Grenze zu Jordanien

und Ägypten im Roten Meer. Israel

grenzt insgesamt an drei, wenn man den

See Genezareth („Kineret“) mitzählt, sogar

an vier Meere (Mittelmeer, Rotes

Meer, Totes Meer) und hat eine Einwohnerzahl

von 7,43 Millionen. Als so genanntes

Drittland hat Israel insbesondere

im EU-Raum eine Vorreiterstellung, ist es

doch das einzige Nicht-EU-Mitglied, das

sämtliche wichtigen Verträge ratifiziert

hat. Israel ist Mitglied der UNO, der WTO,

62 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


der IMF sowie der EFTA und wird voraussichtlich

im Mai 2010 der OECD beitreten.

Israel hat weiters das Assoziationsabkommen

mit der EU und das Freihandelsabkommen

mit den USA, Kanada und Mexiko

unterzeichnet. Zwischen Österreich

und Israel bestehen einige wichtige bilaterale

Abkommen, darunter unter anderem

ein Doppelbesteuerungsabkommen.

WIRTSCHAFTSAUFSCHWUNG TROTZ KRISE. Erstaunlicherweise

ist es Israel nicht nur gelungen,

aus zahlreichen politischen Krisen

und Kriegsführungen, sondern sogar aus

der neuesten Weltwirtschaftskrise mit

einem blauen Auge hervorzugehen. Das

liegt nicht zuletzt an der konservativen

Führung der Bank of Israel, die während

des Höhepunkts der weltweiten Wirtschaftskrise

die Devisenreserven fast verdoppelte,

den Shekel stabil und die Zinsen

gering hielt. Andere Faktoren, wie beispielsweise

ein geringes Engagement israelischer

Banken in „toxic assets“ bzw.

geringe Abhängigkeit von besonders betroffenen

Industriesektoren, trugen ebenfalls

dazu bei, dass sich die israelische

Wirtschaft vergleichsweise stabil halten

konnte. Israels Stellung als hochentwickeltes

Industrieland gründet vor allem auf

seiner Bedeutung in Wirtschaftssektoren

wie Hightech, Diamanten, Rüstungsgüter,

Chemie und Plastik und nicht zuletzt Tourismus.

Während das Wirtschaftswachstum

für 2009 auf + 0,5 % geschätzt wurde,

soll es bereits im Jahr 2010 + 3,5 % betragen.

Die Exporte werden 2010 um knapp

9 % steigen, die Importe um 11,4 %. Investitionen

sollen 2010 um 9,3 % wachsen,

der Privatkonsum um 4,8 %. Gleichzeitig

wird die Arbeitslosigkeit von 7,7 % auf

7,1 % sinken. Trotzdem kämpft Israel gegen

eine Inflation von 3,9 %, die weit über

den Schätzungen der Bank of Israel liegt,

welche lediglich 1 bis 3 % vorausgesehen

hatte. Die Umsatzsteuer wurde am 1. 1.

2010 nach einer kurzen Erhöhung von

15,5 auf 16,5 wieder auf 16 % herabgesetzt.

ACHTERBAHN DES IMMOBILIENMARKTES. Besonders

der israelische Immobilienmarkt erfuhr

im Jahr 2009 eine interessante Achterbahnfahrt.

Neben einem Preisabfall

von 5,7 % im November 2009, gefolgt von

einem Abstieg von 0,8 % im Dezember

2009 für Neubauten, stiegen die Verkaufszahlen

für Zweitbezüge im Dezember

2009 um 2,1 %. Dennoch wurden im De-

FEBRUAR 2010

zember 2009 rund 20 % weniger Apartments

verkauft als im Dezember 2007.

Besonders die nördlichen und östlichen

Gebiete rund um Tel Aviv, wie Kfar Shma-

„Alles wird gut!“

ryahu, Herzliya Pituach, Ra’anana oder

Savyon, erfuhren eine massive Preissteigerung

und gelten heute als absolute Luxus-

Wohngegenden. Explodierende Kauf- und

Mietpreise in Tel Aviv selbst zwangen vor

allem junge Paare zu einer Abwanderung

in die umliegenden suburbanen Gebiete

wie Petah Tikva, Kiryat Ono oder Rishon

Le Zion, aber auch tiefer in den Süden

nach Ashdod oder den Norden bis Netanya

und Hadera. Luxus ist auch das Stichwort

in Jerusalem, wo immer mehr hochwertige

Apartmentkomplexe rund um die Altstadt

die Immobilienpreise in schwindelerregende

Höhen schießen lassen.

WOHNIMMOBILIEN. Eine Wohnung mit Meerblick

ist in Anbetracht der steigenden Immobilienpreise

ohne Lotteriegewinn wohl

kaum zu realisieren. Während sich Wohnungen

im Erdgeschoß bei einem Quadratmeterpreis

von 7.500 US-Dollar bewegen,

galoppieren höhergeschoßige Objekte

bereits auf 9.000 US-Dollar zu und können

sogar in 12.000 US-Dollar pro Quadratmeter

gipfeln. Aber nicht nur die Aussicht

auf das Meer ist vor allem in Tel Aviv

unbezahlbar. Während man in umliegenden

Gebieten, aber auch in Städten wie

Haifa, Netanya und Jerusalem eine 2-Zimmer-Wohnung

für 600 bis 750 US-Dollar

mieten kann, zahlt man in Tel Aviv bereits

1.000 bis 1.200 US-Dollar im Monat.

Mietverträge werden meist nur für ein

Jahr abgeschlossen, allerdings mit Option

auf Verlängerung. Meist ist nach Ablauf

der Frist auch mit einer Mieterhöhung zu

rechnen. An Steuern fällt bei einem Immobilienkauf

die so genannte Purchase Tax

an, die 5 % des Kaufpreises beträgt. Immobilienpreise

werden meist in US-Dollar angegeben.

Die Währung in Israel heißt „Israel Shekel“

(ILS), wobei 5,5 Shekel in etwa einem Euro

entsprechen. Das Prozedere zur Grundbuchseintragung

kann bis zu einem halben

Jahr dauern und unterliegt der

Umsatzsteuer von nunmehr 16 %.

BAUBOOM. Problematisch erscheint auch die

Nutzung der Negev-Wüste, die mit einer

Größe von 12.000 km² rund 60 % des Landes

einnimmt. Dennoch leben nur knapp

Wichtigstes israelisches Lebensmotto.

10 % der Bevölkerung in diesem Gebiet.

Die israelische Regierung versucht seit

Jahren, die Negev-Wüste zu einer bewohnbaren

Gegend auszubauen, und versucht

sich hierbei Israels Vorreiterstellung

auf dem Gebiet der Bewässerungstechnik

zu bedienen. Ungeachtet dieser Bemühungen

kam es vor allem in der letzten Dekade

zu einem massiven Ausbau der Städte und

einer gleichzeitigen Entwicklung zahlreicher

Wolkenkratzerprojekte. Allein für Tel

Aviv ist in den nächsten Jahren der Bau

von 50 neuen Wolkenkratzern geplant,

wobei lediglich ein 25% iger Anteil auf die

Nutzung als privater Wohnraum entfallen

soll. Die Azrieli-Türme, die lange Zeit die

Skyline von Tel Aviv dominierten, sollen

durch die etwa 800.000 m² große Fläche

des North Central Business District entlang

der Stadtautobahn Ayalon Gesellschaft

bekommen.

Sofern man sich zu einem Immobilienerwerb

in Israel entscheidet, ist die Hinzuziehung

eines erfahrenen (Rechts-)Experten

schon allein aufgrund der kulturellen

Unterschiede und lokalen Besonderheiten

im Geschäftsverkehr jedenfalls dringend

anzuraten. Besonders empfehlenswert ist

die Einschaltung einer europäischen Anwaltskanzlei,

die mit Immobilienprojekten

in Israel bereits Erfahrung hat. �

Die Autorin

Mag. Julia Andras

Lansky, Ganzger & Partner

Rechtsanwälte GmbH

1010 Wien, Rotenturmstraße 29

Tel. 01/533 33 30-0

www.lansky.at

FOKUS I HOME & BUSINESS 63


LIVING / LIFESTYLE

NEWS

DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG

Crashkurs gegen

die Unsicherheit

� In nur 25 Schritten und mithilfe der wichtigsten

Regeln und Richtlinien sorgt das Buch

„Deutsche Rechtschreibung in 60 Minuten“

für Aha-Effekte. Beispiele und Wörterliste

machen es zum perfekten Helfer auf jedem

Schreibtisch. Erschienen ist das Wunderwerk

im Thiele Verlag (ISBN 978-3-85170-112-9).

www.amazon.at

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG

FOTOS BEIGESTELLT

TASSIMO – KAFFEEGENUSS PUR

Geschmackvoll und

umweltbewusst

��Ab jetzt gibt es für Tassimo erstmals 100 % Rainforest

Alliance-zertifizierten Kaffee mit feiner Crema. Als weltweit

größter Abnehmer von nachhaltig zertifiziertem Kaffee kooperiert

Kraft Foods bereits seit 2005 mit der Rainforest Alliance,

die zu den führenden Umweltschutzorganisationen zählt. Sie

hat es sich zur Aufgabe gemacht, den tropischen Regenwald als

einzigartiges Ökosystem zu schützen. www.tassimo.at

HL TRAVEL

Afrika-Kreuzflug

im Privatjet

��Der pure Luxus: Erstmals bietet

sich von 25.11. bis 12.12.2010

die Möglichkeit, den schwarzen

Kontinent von Nord nach Süd und

von Ost nach West im Rahmen

eines exklusiven Kreuzfluges zu

bereisen. Die vom Kreuzflug-

Spezialisten HL Travel sorgfältig

ausgewählten Destinationen sind

interessant und manche davon

ohne Privatjet unerreichbar. Am

Programm der 18-tägigen Tour

stehen Ägypten, Äthiopien, die

Komoren, Mosambik, Malawi,

Zambia, Sao Tomé, Mali und

Marokko. Geflogen wird mit

einem modernen Airbus 319, der

lediglich über 48 bequeme und

großzügig ausgestattete Premium Business Class-Sitze verfügt. Der mitreisende

Do&Co-Bordkoch verwöhnt die Reisenden während der Flüge mit frisch zubereiteten

Köstlichkeiten. Im Reisepreis von 28.860 Euro (bei Buchung bis zum 30.04.,

danach 27.860 Euro) sind Übernachtung in den besten Hotels (4 und 5 Sterne)

der jeweiligen Region im Doppelzimmer, Halbpension, alle Besichtigungen, Ausflüge,

Eintritte, Reiseleitung u. v. m. inkludiert. Man gönnt sich ja sonst nichts!

www.hltravel.at

KODAK

Preisträger

��Die neue Kodak Slice-Digitalkamera, die

Zi8 Digitale Videokamera und der Kodak S730

Digitale Bilderrahmen wurden mit angesehenen

„Innovations 2010 Design und Engineering

Awards“ von der Consumer Electronics Asso-

ciation (CEA) prämiert. Die Auszeichnung wird

für die besten Designs und Entwicklungen unter

den fortschrittlichsten Technologieprodukten

des Jahres vergeben. Chapeau!

www.kodak.at

64 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


ESTÉE LAUDER-AUSZEICHNUNG

Marion Pelzel: „Brand

Manager of the Year“

� Im Rahmen des Internationalen Estée Lauder-

Meetings, welches heuer erstmalig in Wien stattfand,

wurde Marion Pelzel zum „Brand Manager

of the Year“ ausgezeichnet. Sie konnte trotz wirtschaftlich

herausfordernder Rahmenbedingungen

das beste Bilanzergebnis erzielen. Außerdem

ist es Marion Pelzel und ihrem Team gelungen,

die Nummer-1-Position in der Prestige-Hautpflege

zurückzuerobern. Wir gratulieren herzlichst!

www.esteelauder.at

THERME LAA – HOTEL & SPA

Familien-Textilsauna

��Eine Wellness-Neuheit der besonderen Art, der „Laaer Dschungel“ – ein

eigener Textil-Saunabereich für die ganze Familie –, wurde kürzlich in der

Therme Laa eröffnet. Hier wird ein ganz neues Kapitel des Familienangebots

aufgeschlagen. Kindern und Teenies wird in abwechslungsreicher Form

die Möglichkeit geboten, sich bereits in jungen Jahren mit den positiven

gesundheitlichen Aspekten des Saunierens auseinanderzusetzen. Im „Laaer

Dschungel“ ist das Saunieren ausschließlich mit Badebekleidung erwünscht.

Neben dem entspannenden Saunaerlebnis für die ganze Familie wurde

auch eine Wärmebank eingebaut, von der aus man den Wasserfall im Laaer

Tümpel in Ruhe beobachten kann bzw. aktivierende Elemente für Kinder,

wie z. B. die drei Nasenhöhlen mit intensiven Dufterlebnissen oder die

Wasserinstallation „Fang den Wasserstrahl“ – um nur einige zu nennen.

www.therme-laa.at

FEBRUAR 2010

DYSON DC26

Klein, aber stark

wie ein Großer

�� Der neue Dyson City ist kleiner und

leichter, aber saugstark wie ein großer

Dyson-Staubsauger. Minimierung bedeutet

bei Dyson nicht, Dinge einfach nur

kleiner zu machen. Alle 275 Teile des Dyson

City wurden von Ingenieuren analysiert

und unter besonderer Berücksichtigung

von Größe, Gewicht, Funktionalität

und Robustheit entwickelt. So musste der

für enge Wohnverhältnisse konzipierte

kleine Neuling die hauseigenen Labortests,

wie 5.318 Mal auf harten

Boden und 10.000 Mal gegen eine

Metallwand geworfen zu werden,

überstehen, um in die Produktion zu

gelangen. Darüber hinaus erleichtert

das kleine „Fliegengewicht“

durch einfache Bedienung und seine

„Leichtigkeit“ die Hausarbeit nicht

nur für moderne Stadtmenschen,

sondern auch für viele ältere oder

gebrechliche Menschen. Ist der

DC26 doch so klein, dass er auf ein

DIN-A4-Blatt passt und weniger

wiegt als so mancher Laptop.

www.dyson.at

FOKUS I HOME & BUSINESS 65


TEXT BEA BURGER UND GABRIELA TRAUTENBERG

LIVING / LIFESTYLE FOTOS BEIGESTELLT

Poesie der Leichtigkeit. Duravit sorgt für die neue

Leichtigkeit im Bad, die man am besten als femininen

Minimalismus bezeichnen kann. www.duravit.com

66 FOKUS I HOME & BUSINESS

FEBRUAR 2010


Home Sweet Home Spa

Wohlfühlen im Badezimmer

Das Badezimmer gilt als einer der wichtigsten Räume in der

Wohnung. Relaxen und Wohlfühlen – kurzum, Luxus in den

eignen vier Wänden ist wieder angesagt ...

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 67


HOME SWEET HOME SPA. Badezimmer im heutigen

Sinne gibt es noch gar nicht so lange

– nämlich erst seit der zweiten Hälfte des

20. Jahrhunderts. Zuvor konnten nur

wohlhabende Leute über eine derartige

Wohlfühloase verfügen, denn für ein eigenes

Badezimmer mussten etliche Voraussetzungen

wie ein gesondertes Zimmer,

das auch beheizbar war, fließendes Wasser,

ein Kanalisationsanschluss und eine Möglichkeit,

viel Wasser in relativ kurzer Zeit

zu beheizen, erfüllt werden. Die Durchschnittsbürger

konnten sich das zumeist

nicht leisten und besuchten daher entweder

öffentliche Einrichtungen oder es

wurde in der Küche in Bottichen oder Wannen

gebadet. Heute sieht das schon ganz

anders aus. Mittlerweile ist es zur Selbstverständlichkeit

geworden, dass die Wohnungen

mit eigenen Nassräumen ausgestattet

sind. Je nach persönlichem Ge -

schmack und Bedürfnissen steht damit

einer Wellnessoase in den eigenen vier

Wänden nichts mehr im Wege. Unzählige

Firmen haben sich mittlerweile auf das

Badezimmer und dessen Ausstattung –

68 FOKUS I HOME & BUSINESS

angefangen von der Einrichtung bis hin zu

den Bodenbelägen – spezialisiert, um den

hohen Ansprüchen der Kunden gerecht zu

werden. Möglich ist fast alles, und Grenzen

gibt es aufgrund innovativer Entwicklungen

so gut wie keine.

DAS DESIGN GIBT DEN TON AN. Geschmäcker

sind verschieden und demnach auch die

Einrichtung des Badezimmers. Trotzdem

lassen sich eindeutige Trends erkennen. So

ist derzeit Schlichtheit angesagt –und damit

klare, zumeist natürliche Farben und

Strukturen. Besonders beliebt sind etwa

Sandfarben, Grautöne, Aquamarin, sämtliche

Blautöne oder ein dezentes Grün. Weiß

gilt nach wie vor als bevorzugter Klassiker,

zu dem sehr gerne gegriffen wird. Allerdings

sind in diesem Fall Akzente in einer

leuchtenden Farbe besonders wichtig,

denn ein weißes Badezimmer kann schnell

langweilig wirken. Auch interessante verschiedene

Strukturen wie rau oder glatt

sowie matt oder glänzend sind hier gefragt,

um das Badezimmer optisch zu beleben.

So sorgt etwa Duravit mit der „Seria

PuraVida“ für die neue Leichtigkeit im Bad,

die man am besten als femininen Minimalismus

definieren kann. Abgerundete

Ecken lockern die Strenge der Geometrie

auf und laden dazu ein, berührt zu werden,

genau wie der charakteristische sanfte

Schwung, der sich durch das gesamte Programm

zieht. Eine weitere Besonderheit

sind die Möbeloberflächen aus hochglänzendem

Lack, die zwar edel, aber nicht

protzig wirken. Auch die Firma Kaldewei

bringt Design ins Badezimmer. Und zwar

punkto Badewannen, Duschtassen und

Whirlness. Die Produkte erfüllen selbst

höchste Anforderungen an Robustheit und

Hygienefreundlichkeit und sind – dank der

einzigartigen Oberflächenvergütung – abrieb-,

kratz- und schlagfest sowie säure-

und chemikalienbeständig. Bei Armaturen

sind neben den minimalistischen Lösungen

auch wieder traditionelle Designs gefragt.

So hat etwa die Firma Fertinger

Armaturen GmbH die Nostalgie-Armaturenlinie

„Schönbrunn“ im Programm, die

durch ihr romantisches Design, ihre solide

Technik und eine hohe Produktqualität

FEBRUAR 2010


Exklusive Eleganz. Moderne klare Linien

werden Ansprüchen höchster Ästhetik

gerecht. www.fertinger.atzz (Foto linke

Seite). Dampfduschen wie etwa die

Design-Dampfdusche „Body + Soul“ von

Artweger bestechen durch ihren Komfort.

www.artweger.at (Foto oben).

besticht. Aber auch moderne Armaturenlösungen

werden angeboten, genauso wie

Sicherheits- und Rücklaufventile aus Edelstahl.

Auch Kludi punktet mit einer Vielzahl

an Armaturlösungen für jeden Geschmack

und für jedes Design – von

nostalgisch über klassisch bis hin zum Minimalismus.

Im Programm sind auch

Accessoires von bekannten Marken wie

etwa Esprit oder Joop.

KLEIN, ABER OHO! Sie haben nur wenig Platz?

Kein Problem, denn mit sorgfältiger Planung

und einigen Tricks lässt sich auch das

kleinste Badezimmer in einen Ort verwandeln,

in dem man nach Herzenslust relaxen

kann. In kleinen Räumen ist der Stauraum

Wohlige Wärme. b-intense setzt mit seinen Infrarot-Tiefenwärmekabinen in den

verschiedensten Designs neue Trends für besonders hohe Ansprüche. www.b-intense.at

besonders wichtig. Haben Sie schon einmal

daran gedacht, dass über der Tür eine freie

Fläche ist? Auch eine Eckbadewanne spart

Platz und eine Dusche anstatt einer Wanne

sowieso. Und eines ist klar – bei den modernen

Kabinen mit integrierten Massagedüsen

und Dampf- bzw. Saunaoptionen

bleiben keinerlei Wünsche offen. Großzügige

Spiegelflächen sind besonders

dank bar, denn sie sorgen für eine optische

Vergrößerung. Genauso wie helle, reflektierende

Oberflächen.

PREISE BEWEISEN DEN ERFOLG. Artweger bringt

eine innovative Lösung mit der Dusch-

Badewannen-Kombi „Twinline 2“. Sie kann

man als zukunftsweisende Alternative zu

herkömmlichen Wannen- oder Duschlösungen

bezeichnen. Mit ihrer geradlinigen

Wannenform mit integrierter Duschtür,

die sich nach innen öffnet, ist der

Raumbedarf der einer herkömmlichen

Badewanne angepasst. Beim bequemen

ebenen Zugang in den Dusch- und Badebereich

verbindet ein ausgeklügeltes mechanisches

Verschlusssystem den Wasserlauf

mit dem Türverschluss und verhindert

dadurch ein unbeabsichtigtes Öffnen der

Tür beim Befüllen und Baden. Auch die

Design-Dampfdusche „Body + Soul“, die

mit dem iF product design award 2010 ausgezeichnet

wurde und am Wettbewerb

„Aquadesign Award“ teilnimmt, ist ideal

für kleine Bäder. Binnen kürzester Zeit

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 69


Schöner Anblick. Luxuriöses Design triftt

hier auf höchste Qualität – Kaldewei

www.kaldewei.at und Villeroy Boch (unten)

www.villeroy-boch.at

Wasser, Wellness, Wohlgefühl –

baden Sie ruhig im Luxus!

70 FOKUS I HOME & BUSINESS

füllt sich die elegante Kabine, die unter

anderem mit einer Aromalade für Duftkonzentrate

ausgestattet ist, mit angenehm

feuchter Luft und schaltet automatisch

zurück, wenn genügend Dampf

vorhanden ist. Farbiges Licht, das aus den

LEDs aus dem Dachelement strahlt, sorgt

dabei – ganz nach Bedarf – für stimulierende

und belebende, stressmindernde

oder relaxende Effekte. Die passende

Musik – je nach Stimmung und Laune –

kommt aus einer integrierten Musikanlage

mit eingebautem Radio und Anschluss für

den iPod. Die Badelinie „Conform“ setzt

auf farbliche Akzente und widmet sich dem

Thema Hochglanzlack – sie überzeugt mit

ihren Metallspiegelschränken auch auf

kleinstem Raum. Das neue Sortiment

„Arondo“ mit weicher Linienführung und

innovativen Spiegellösungen kann man als

derzeitiges Highlight bezeichnen.

INNOVATIVE TECHNIKEN. Wer ein geräumiges

Badezimmer hat, der liebäugelt oft mit

einer Infrarotkabine. Hier setzt b-intense

neue Trends für besonders hohe Ansprüche

– und zwar mit den topaktuellen Infrarot-Tiefenwärmekabinen,

die mit ihrer

FEBRUAR 2010


offenen Gestaltung und den vielen Glasflächen

zum absoluten Luxusobjekt werden.

Das face-2-face-Modell für zwei Personen

ermöglicht ein angenehmes Gegenübersitzen.

Vollholzfurniere, ledergepolsterte

Sitze, starke Sicherheitsgläser, robuste

Griffe und Beschläge aus Edelstahl sowie

die superflache Digitalsteuerung, die LED-

Farblichttherapie und das automatische

Frischluftsystem lassen keine Wellnesswünsche

offen.

WARM MUSS ES SEIN. Wer sein Badezimmer

als Wellnessoase nützen möchte, der benötigt

auch die passende Wassertemperatur,

die natürlich so schnell wie möglich erreicht

werden sollte. Kaldewei gilt nicht

nur als Spezialist für Duschen und Badewannen,

sondern sorgt auch mit ausgeklügelter

Technik für wohlige Badeerlebnisse.

So etwa mit seinem Elektro-Warmwasserspeicher

– Modell 805 –, der ideal für die

dezentrale Wasserversorgung ist. Es genügen

ein Kaltwasseranschluss und eine

Steckdose und das Gerät ist als Untertisch-

oder Übertisch-Ausführung erhältlich. Mit

einer Nennleistung von 2 kW und einer

Nennspannung von 230 V können stufen-

Ganz schön warm. „Lava“-Glasheizkörper schaffen mit elektrischer Wärme ein ideales

magnetfreies Raumklima und werten den Raum optisch auf. www.etherma.com

Das Bad ist in jedem Zuhause eine Oase der Regeneration. Die Ausstattung und

die Armaturen sind gleichzeitig eine Frage des persönlichen Stils.

AQUADRA

modernes Design, klare Linien, zeitlos

schöne Stilelemente mit höchster Zuverlässlichkeit

der technischen Funktion

SCHÖNBRUNN

die exklusivse Serie, zeitlos schön

mit modernster Armaturentechnik.

Fertinger Armaturen GmbH.:

2120 Wolkersdorf, Wiener Str. 46, Tel: 02245/ 32 11-0, Fax: 02245/42 68, e-mail: katalog@fertinger.at, Internet: www.fertinger.at


Funktionelles Design. Wer auf edles Design und eine hohe Produktqualität in seinem Badezimmer Wert legt, der sollte auf bewährte Marken zurückgreifen.

So bietet etwa Kludi (oben) eine Vielzahl an Armaturlösungen, Laufen (rechts) überzeugt mit seinen keramischen Innovationen und BWT (unten) ist

der Fachmann für Wasseraufbereitungslösungen. www.kludi.at – www.laufen.com – www.bwt.at

los einstellbare Temperaturbereiche zwischen

30° C und 85° C erreicht werden. Wer

auf die Brieftasche achtet, der kann zum

emaillierten Kohlebadeofen mit besonders

niedrigen Heizkosten für die Erzeugung

von heißem Wasser und zur Erwärmung

des Baderaums greifen. Für dessen Beheizung

sind Holz, Braunkohle, Briketts und

Steinkohle gleich gut geeignet.

Um wohlige Temperaturen im Badezimmer

kümmert sich auch die Firma Etherma,

die unter anderem Fußbodenheizungen,

Fliesenheizungen, Glasheizkörper

oder Marmorheizkörper anbietet. Ist die

Fußbodenheizung bereits bei der Planung

des Badezimmers ein Thema, können

maßangepasste Heizmatten auch im Nachhinein

eingebaut werden und für eine

sichere und komfortable Temperierung des

72 FOKUS I HOME & BUSINESS

Badezimmers sorgen. Sie eignen sich für

beheizte Sitze, Wände, Bänke, geflieste

Duschtassen, Dampfsaunen oder Dampfkabinen

und sind in Größe und Form nach

Maß erhältlich. Wer es besonders edel

liebt, der sollte sich die Design-Heizgeräte

von Etherma zu Gemüte ziehen. So sehen

die Glasheizkörper „Solaris“ oder „Lava“

nicht nur stylish aus, sondern sorgen mit

der Infrarot-Strahlungswärme auch für gesunde

und reine Luft, sind leicht zu pflegen

– und maximale Sicherheit ist garantiert.

WASSER BEDEUTET LEBEN. Der menschliche

Körper besteht nicht nur zu über 70 Prozent

aus Wasser, auch äußerlich angewendet

hat es einen sehr großen Einfluss auf

unsere Gesundheit. Das erkannten schon

die alten Römer, die aus diesem Grund eine

„Wasserkultur“ im Thermalbad pflegten.

Ein viel zu wenig berücksichtigter Aspekt

ist jedoch seine Reinheit.

Diesem Thema hat sich die Firma

BWT gewidmet und liegt

damit richtig, denn Nitrate, Arsen,

Schwermetalle oder Bakterien

können zu schwerwiegenden

Krankheiten führen. Das

Produktspektrum von BWT beinhaltet

komplette Wasseraufbereitungslösungen

für Trinkwasser,

Heizungswasser, Kessel-, Kühl- und Klimaanlagenwasser.

RUTSCHPARTIE. Ein wichtiges Thema im

Badezimmer, das keinesfalls vernachlässigt

werden sollte, ist der passende Bodenbelag.

So darf der Boden in Nasszellen niemals

rutschig sein. Aus diesem Grund am

besten Materialien mit Struktur verwenden.

Auch wenn glatte und glänzende Fliesen

besonders edel wirken – eine Rutschpartie

kann schwerwiegende Folgen haben.

Auch auf die Kosten muss geachtet werden,

denn luxuriöse Mosaikmuster wirken

zwar besonders elegant, können aber ganz

schön den Geldbeutel belasten. Preiswerter

ist es, wenn der Boden mit besonders

schönen Fliesen verziert wird. Und auch

Holzböden liegen im Trend. Allerdings

muss hier auf eine hochqualitative wasserabweisende

Versiegelung geachtet werden.

ES WERDE LICHT! Im Badezimmer ist sowohl

helles als auch gedämpftes oder diffuses

Licht gefragt. Aber eines ist besonders

wichtig: die Sicherheit. Aus diesem Grund

sollte hier immer der Fachmann zu Rate

gezogen werden, denn Wasser und Elektrizität

sind eine gefährliche Kombination.

Auch auf die Sicherheitshinweise bei den

verwendeten Lampen oder Geräten muss

FEBRUAR 2010


peinlichst genau geachtet werden, um Unfälle

zu vermeiden. Auch eine gute Abdichtung

und eine geringe Voltzahl sind sehr

wichtig. Um nicht unnötig Strom zu verbrauchen,

sollte auf das einfallende Tageslicht

Rücksicht genommen werden. Zusätzlich

sorgen helle Farben, Spiegel und

glänzende Oberflächen für mehr Licht.

Am besten sind Kombi-Lösungen – etwa

Wandleuchten für besonders helle Strahlung

und Kerzen für einen romantischen

Schimmer. Die Deckenbeleuchtung spielt

zumeist eine untergeordnete Rolle und

sollte zu dimmen sein. Bunte LEDs oder

Spots bringen Fröhlichkeit ins Bad.

ACCESSOIRES SORGEN FÜR GEMÜTLICHKEIT. Ein

Badezimmer sollte nicht nur funktionell

und leicht zu pflegen sein, passende Accessoires

sorgen auch für Behaglichkeit. So

können Sie sich etwa bei der Wandgestaltung

oder bei den Fenstern austoben. Üppig

drapierte Vorhänge oder geblümte Tapeten

wie aus Großmutters Zeiten passen zum

nostalgischen Design. Wer es lieber avantgardistisch

mag, der kann zu schlichten

Rollos greifen oder auf Milchglasscheiben

setzen. Auch die Wände können für persönliches

Flair sorgen und mit Folien oder

laminierten Fotos beklebt werden. Sie lieben

Pflanzen? Viele Topfpflanzen fühlen

sich aufgrund der hohen Lufttemperatur

im Badezimmer besonders wohl, und ein

Strauß frischer bunter Blüten bringt Fröhlichkeit

in private Wellnessoasen. Auch

Düften kommt eine besondere Bedeutung

zu, da das Badezimmer als Ort der Sinnlichkeit

angesehen wird. Allerdings sollten Sie

chemische Lufterfrischer vermeiden und

stattdessen auf natürliche Düfte von getrockneten

Blumen, Gewürzen oder Aromakerzen

setzen. Auch dekorative und zugleich

nützliche Extras, wie Parfumflakons

oder die wunderschön designten Kosmetiktiegel,

lassen Sie im Luxus baden. �

Österreichs größte Messe für

Wohn(t)räume, Design, Accessoires,

Home Entertainment und Garten

13. – 21. März 2010

Messe Wien

Hallen A, B, C und D

Sa, 13. - Sa, 20. März: täglich 10 - 18 Uhr

So, 21. März: 10 - 17 Uhr

Alle Infos & ermäßigte Tickets:

www.wohnen-interieur.at

STATIONEN

MESSE/PRATER

UND KRIEAU

Mit der U-Bahn U2 direkt zur Wohnen-Interieur


TEXT BRIGITTE REDLING

LIVING / LIFESTYLE FOTOS BEIGESTELLT

IDEENREICH

Einrichten mit Köpfchen

Inspirierende Wohnideen für ein schöneres Zuhause

bietet „Das große Wohnbuch“. Darin findet sich

eine Vielfalt an praktischen Tipps und Tricks für

jeden Geschmack und Geldbeutel.

74 FOKUS I HOME & BUSINESS

HOME SWEET HOME. Seien Sie einmal

ehrlich: Ist es bei Ihnen zu Hause

denn wirklich so gemütlich, wie

Sie es gerne hätten? Stoßen Sie

nicht auch tagtäglich auf diese

lästigen „Übergangslösungen“,

die schon längst ersetzt werden

sollten? Der Kleiderschrank

im Schlafzimmer

platzt aus allen Nähten.

Auch der Arbeitsplatz im

Wohnzimmer müsste endlich

umgestaltet werden!

Die kalte Jahreszeit lädt

zum Nachdenken und

Planen ein und animiert

uns, die lang ersehnten

Wohnträume zu verwirklichen.

Wie schaffe ich den optimalen Stauraum

in der Küche, was macht mein Schlafzimmer

zur perfekten Ruheoase und wie plane

ich das ideale Wohnzimmer? „Das große

Wohnbuch“ liefert die Antworten: Raum

für Raum führt es in die Kunst der Gestaltung,

in die verschiedenen Stilrichtungen

und gekonnten Stilbrüche ein. Es bietet

eine Fülle von Anregungen, wie man sein

Zuhause den eigenen Bedürfnissen entsprechend

gestalten kann. Da für jeden

Geschmack und jeden Geldbeutel etwas

dabei ist, fällt es leicht, sich inspirieren zu

lassen.

Farben, Einrichtungsdetails und das Bodenmaterial

sind ebenso im Fokus wie

nützliche Anregungen zu perfekter Einrichtung

und ansprechender Dekoration.

FEBRUAR 2010


DIE KÜCHE – DAS HERZSTÜCK DES HAUSES. In vielen

Haushalten ist die Küche einer der

wichtigsten Räume. Hier wird nicht nur

gekocht, sondern auch gelebt und gelacht.

Einerseits ist sie Kommunikationszentrum

schlechthin und andererseits stellt sie

einen sehr privaten Rückzugsort dar, wo

man morgens den ersten Kaffee trinkt und

Energie sammeln kann.

Das A und O einer gelungenen Inneneinrichtung

ist eine gute Planung, und da der

Kauf und Aufbau jeder Küche eine teure

Angelegenheit werden kann, lohnt es, sich

intensiv damit auseinanderzusetzen. In

dem jüngst erschienenen Ideengeber „Das

große Wohnbuch“ finden Sie sehr hilfreiche

Ratschläge, die bei der Planung sehr

wertvoll sein können:

Schreiben Sie zum Beispiel ganz zu Beginn

der Küchenplanung eine Liste all jener

Dinge, die Ihnen wichtig sind – oder andersrum

eine Liste von jenen Dingen, die

Sie auf keinen Fall wollen, mögen oder

brauchen. Sehen Sie sich möglichst viele

Küchen in Zeitschriften, Büchern und

Werbebeilagen an und verschaffen Sie sich

einen Überblick über kluge Lösungen.

Besichtigen Sie die Küchen Ihrer Freunde

und lassen Sie sich schildern, wie diese mit

ihren Lösungen zufrieden oder unzufrieden

sind, was sie ändern würden oder

worauf sie niemals verzichten wollten.

Ganz egal, ob Ihre Küche nur umgebaut

werden soll, eine Einbau-, Retro- oder

Landhausküche Ihr großer Traum ist –

in diesem Buch werden Sie auf alle Fragen

eine Antwort finden!

SCHLAFEN SIE SICH SCHÖN! Das Schlafzimmer

ist der beste Ort zum Relaxen, Lesen oder

Tagträumen. Ein schön gestalteter Raum

kann viel dazu beitragen, dass Sie entspannt

in den Tag gehen und abends gut

in den Schlaf finden. Wie hätten Sie’s

denn gerne? Landhausflair oder Boutiquehotel?

Lassen Sie sich beim Durchblättern

dieses schönen Bildbandes von den geschmackvollen

Bildern verzaubern und

finden Sie heraus, welcher Stil Ihnen in

Ihrer Ruheoase erholsame Nächte bescheren

wird.

HEIMARBEIT IST IN MODE. Ein Trend der heutigen

Zeit ist das Homeoffice. Immer und

überall erreichbar sein ist das Um und Auf

in der Arbeitswelt. Ein Arbeitsplatz ist

heute aus der Wohnung kaum wegzudenken.

Zum Arbeiten ist es ratsam, einen

ruhigen Platz auszuwählen. Wenn kein

separater Raum für ein Büro zur Verfügung

steht, könnte dies ein nicht genutztes

Schlafzimmer, ein Ende des Küchentischs

oder eine nette Ecke im Wohnzimmer sein.

In den eigenen vier Wänden entpuppen

sich Klappmöbel oft als die ideale Lösung

für den Arbeitsplatz, besonders in Räumen

mit mehreren Funktionen. „Das große

Wohnbuch“ besticht durch seine Vielzahl

an Ideen und trifft aufgrund der Vielfalt an

Vorschlägen und Stilen jedermanns Geschmack.

Die Autorinnen bieten eine gute

Mischung aus praktischen und technischen

Details sowie ästhetischen Möglichkeiten

rund ums Wohnen. Ein wunderschönes

Nachschlagewerk, das bei ver-

änderungs- und umbaufreudigen Wohn-

liebhabern auf jeden Fall einen Logenplatz

im Bücherregal verdient hat. �

BUCHTIPP

Tipps und Tricks für ein gemütliches,

ansprechendes Heim

„Das große Wohnbuch – 1000 Ideen

für ein schönes Zuhause“ von Caroline

Clifton-Mogg, Joanna Simmons und

Rebecca Tanqueray ist im Callwey

Verlag erschienen.

€ 30,80 – ISBN 978-3-7667-1803-7

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 75


LIVING / LIFESTYLE TEXT CHRISTIAN CERNY-WOLF

FOTOS CHRISTIAN CERNY-WOLF

76 FOKUS I HOME & BUSINESS

FEBRUAR 2010


Einfach tierisch

Promis und ihre Lieblingsstücke

Moderator Dietmar Chmelar ist in der Vorstadt zu Hause, genauer gesagt

in Ottakring. Er wohnt dort in einer großzügigen hellen und freundlichen

Genossenschaftswohnung zusammen mit seiner Frau, seiner Hündin und dem

Lieblingsstück in der Wohnung: „Ferdinand“, einem Plüschelefanten.

WOHNEN OHNE SCHNICKSCHNACK. Seine Wohnung

hat Moderator Dieter Chmelar in der

Ottakringer Wichtelgasse in einem Neubau

aus den 80er-Jahren. Er ist ein Mensch, der

sich klar der Peripherie zugehörig fühlt und

dem Charme der Vorstadt unterliegt. Dort

verbringt er Stunden in der „Universität des

kleinen Mannes“, dem Café Ossi Ecke Wattgasse-Friedrich-Kaiser-Gasse.

Hier lernt man

Schmäh“, sagt er. „In diesem Espresso sitzen

Leute, die vom wirklichen Leben beseelt

sind.“ In dem Außenbezirk wohnt er seit 30

Jahren auf 125 m 2 mit Gattin Brigitte und

Glatthaar-Chihuahua Lucy. Auf die Bitte, seinen

kunterbunten Wohnstil selbst zu beschreiben,

kommt es wie aus der Pistole geschossen:

„Unser Stil ist frühes Disneyland!“

Damit übertreibt er natürlich maßlos. Die

drei wohnen so, wie sie sich wohlfühlen.

Nicht durchgestylt, keine Designermöbel.

Sein absolutes Lieblingsstück in der Wohnung

ist Stoffelefant „Ferdinand“. Den hat er

vor Jahren von Alfons Haider geschenkt bekommen,

mit dem er gerade zusammen in

dem Programm „Kalt – Warm“ auf der Bühne

steht (bis 27. 2. im Theater Akzent, Wien).

Warum gerade ein Stoffelefant? „Lucy liebt

ihn heiß. Spielt mit ihm, schläft bei ihm.“

Überhaupt schwärmt er stundenlang von seiner

Chihuahua-Hündin. „Wir haben unsere

gesamte Wohnung ,Lucy-fiziert‘ – im Badezimmer

steht eine Art Katzen-Hunde-Kisterl

für sie. Außerdem befinden sich in Küche,

Wohn- und Schlafzimmer gut gepolsterte

Ausruh-Inseln und auf allen Bänken und

Couchteilen weitere fixe Oasen der hundegerechten

Entspannung.“

LIEBLINGSPLATZ WOHNKÜCHE. Chmelar ist

einer, der durch Höhen und Tiefen gegangen

ist und letztlich alles ausgehalten

hat. Ja – und so wohnt er auch. Seine

Wohnung als sein Refugium, wo er sich

mit seiner kleinen Familie wohlfühlt.

Erstaunt ist er immer, wenn er in Hochglanzmagazinen

extrem durchgestylte

Wohnungen irgendwelcher Prominenter

sieht. Das ist nicht sein Stil. Seine Wohnung

ist eine Mischung aus Festung und

Oase. Kein Stück passt zum anderen, und

doch ist alles irgendwie harmonisch. Genau

zwei Lieblingsplatzerln hat er in der

Wohnung. Der eine ist die eben erst erworbene

Ledercouch, „meine alte Couch

ist mir eng um die Hüften geworden“.

Ebendort schläft er am liebsten vor dem

Fernseher ein und wacht erst wieder auf,

wenn mitten in der Nacht seine Frau das

Gerät abdreht. „Fernsehen ist mein wesentlichstes

Schlafmittel, das sollte eigentlich

rezeptpflichtig sein.“ Der zweite

Platz ist seine große Wohnküche. Sein

Hund isst immer dann, wenn er isst. Und

auch immer genau das, was er isst. Seine

Frau kocht fantastisch – und Hund Lucy

schmeckt das auch. Ein absolutes Highlight

ist der mit Swarovski-Steinen besetzte

schwarze Kühlschrank. Leider hat

er einen „Fehler“: „die Wurstsemmeln

rutschen einem wie von selbst in den

Mund. Immer zur unpassendsten Zeit,

mitten in der Nacht.“ Und das weiß auch

Lucy zu schätzen, fällt doch immer wieder

etwas für die 14-Jährige (!) ab.

MODERNE KUNST. Er hat zwei Kunstwerke

in seiner Wohnung, die ihm sehr wichtig

sind. Die Skulptur einer Nachwuchskünstlerin

steht in einem Rahmen, an

„Unser Wohnstil ist frühes

Disneyland!“ Moderator und Kabarettist Dieter Chmelar

der zwei Figuren baumeln. „Bei Luftzug

ist das eine lebendige Skulptur.“ Das

Zweite findet sich direkt beim Entrée,

ein Bild von Ona B. Das hat er vor 20 Jahren

erstanden. Zu seiner Freude ist es im

Wert gestiegen. Die Pinnwand gleich daneben

ist voll mit Fotos von Chmelar mit

Copperfield, Schimanko, Lugner, Haider.

Diese Pinnwand zieht alle Besucher magisch

an. Viele glauben, Dieter Chmelar,

dessen Gesicht man seit Jahrzehnten aus

dem Fernsehen kennt, wohnt in Döbling

oder in Hietzing – und sind dann überrascht:

„Was, Sie wohnen auch in Ottakring?“

Und da befindet er sich ja wohl in

bester Gesellschaft mit so prominenten

Namen wie Karl Hodina, Michael Häupl,

Arik Brauer, Ernst Fuchs – sie kommen

auch aus dem 16. Bezirk. �

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 77


LIVING / LIFESTYLE TEXT BEA BURGER

FOTOS OSKAR SCHMIDT

Saubere Sache …

So wird man lästigen Schimmel los

So werden Sie Schimmel, Viren und Bakterien garantiert für immer los.

FOKUS Home & Business hat für seine Leser eine neue Methode getestet.

Fazit: schnell und effizient!

UNLIEBSAMER „MITBEWOHNER“. Elsa Rupprecht

ist Eigentümerin einer wunderschön eingerichteten

und gepflegten Neubauwohnung

im 22. Bezirk in Wien. Nur mit ihrem Badezimmer

ist sie nicht zufrieden, denn seit

geraumer Zeit bildet sich in den Fugen und

in den Wandecken hässlicher braunschwarzer

Schimmel. Was sie auch versucht hat,

nichts hat geholfen, ihn zu beseitigen.

Weder Hausmittel noch herkömmliche

Chemikalien aus dem Supermarkt. Elsa

Rupprecht: „Ich bin verzweifelt. Nicht nur

dass dieser Schimmel einfach fürchterlich

aussieht, habe ich gehört, dass er gesundheitsschädlich

und für etliche Krankheiten

oder auch Allergien verantwortlich sein

kann. Gestern habe ich sogar im Wohnzim-

78 FOKUS I HOME & BUSINESS

mer erste Anzeichen davon entdeckt. Was

kann ich dagegen tun?“

PROBLEM UND LÖSUNG. Gerade in Neubauwohnungen

tritt Schimmel recht häufig

auf. Grund dafür ist, dass die heutzutage

verwendeten Materialien immer dichter

werden. Die Folge davon ist, dass einzelne

Räume und in manchen Fällen auch die

ganze Wohnung einfach nicht mehr atmen

können. Auch die zu frühe Übergabe an

Mieter oder Eigentümer – wenn etwa die

Trockenphase, die bis zu zwölf Monate andauern

kann noch gar nicht abgeschlossen

ist – gilt als mögliche Ursache. Auch falsches

Lüftungsverhalten oder falsche Temperaturen

können die Gründe für Schim-

JETZT NEU IM FOKUS

TEST IT

melbefall sein. So sollte es im Wohnbereich

und in der Küche 20° C, im Bad 21° C und

im Schlafzimmer nicht mehr als 18° C

haben. Die optimale Luftfeuchtigkeit sollte

zwischen 45 und 55 % liegen. Auch bei

Abwesenheit darf die Heizung nie ganz

ausgeschaltet werden. Beim Lüften gilt die

Faustregel: Je kälter es draußen und je

kühler die Zimmertemperatur ist, desto

öfter sollte gelüftet werden. Wenige Minuten

– am besten quer durch die ganze Wohnung

– sind so gut wie immer ausreichend.

Hausmittel wie etwa Essiglösungen helfen

nur bedingt. Besonders auf kalkhaltigen

Unterlagen sind sie wertlos, da der Kalk

den hohen pH-Wert des Essigs neutralisiert.

Hochprozentiger Alkohol hilft in

FEBRUAR 2010


Nachhaltig rein. Durch eine Luftkeimmessung werden die Mikroorganismen in der Luft festgestellt

und analysiert. Dann werden die Oberflächen mit einem speziell entwickelten Gerät gereinigt,

desinfiziert und der Raum „benebelt“. Pluspunkt: Es müssen keine Gegenstände weggeräumt

werden, schon nach zwei Stunden kann der Wohnraum wieder voll genützt werden.

manchen Fällen genau so gut wie im Handel

erhältliche Chemikalien, die aus einer

chlorhaltigen Lösung bestehen. Allerdings

sollten sie nur bei kleinen Flächen eingesetzt

werden, da die Dämpfe gesundheitliche

Schäden verursachen können.

WIE SCHLIMM IST SCHIMMEL WIRKLICH? Schimmel

kann eine echte Gefahr für unsere

Gesundheit darstellen und Allergien, Vergiftungen

und Infektionen verursachen.

Die Anzeichen dafür sind z. B. andauernder

Schnupfen oder Niesen, Hautreizungen,

Asthma, Durchfall oder Erbrechen.

Dazu kommt, dass manche Pilzarten toxische

Stoffwechselprodukte ausscheiden,

die Leberschäden hervorrufen können.

HILFE VOM FACHMANN. Da die Gesundheit als

wichtigstes Gut der Menschen gilt, sollte

man die Beseitigung des Schimmels am

besten kompetenten Spezialisten überlassen.

Eine neue Methode hat die Firma

KEIMFREI nach jahrelanger Forschungsarbeit

auf den Markt gebracht, die gesundheitsschädlichen

Schimmel, aber auch lästige

Gerüche sowie Viren und Bakterien

hochwirksam und sicher beseitigt. Sogar

die Klimaanlagen und Lüftungen werden

von KEIMFREI desinfiziert.

Gearbeitet wird bei dieser effizienten Methode

mit speziellen Geräten und kaltem

trockenem Nebel. Dabei werden die Oberflächen

mit einer Schutzsprühung gereinigt

und desinfiziert – ein Wegräumen der

Gegenstände ist dabei nicht notwendig. Da

der Wirkstoff nicht giftig ist und rein physikalisch

wirkt, ist diese Methode eine perfekte

Alternative zu sogenannten Hausmittelchen.

Und das Beste an der ganzen Sache ist: Bereits

zwei Stunden nach der Anwendung

kann der Wohnraum wieder vollständig genutzt

werden. Schimmel, Viren und Bakterien

sind danach beseitigt – das wird von

KEIMFREI garantiert. �

Benjamin Schmidt, GF KEIMFREI

SCHIMMEL ADE!

Weg mit lästigem Schimmel,

Viren und Bakterien!

Natürlich gesund arbeiten und

leben – das ist das erklärte Ziel der

Firma KEIMFREI. Das in jahrelanger

Forschungsarbeit entwickelte und

für die Gesundheit unbedenkliche

Produkt sorgt für schnelle & effiziente

Schimmelbekämpfung. Schon in kurzer

Zeit ist Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr

Unternehmen schimmel- bzw. virenfrei.

Schimmel, Viren und Bakterien werden

– von KEIMFREI garantiert – für immer

beseitigt! Durch die Anwendung verschwinden

auch lästige Gerüche und

die Raumluft wird komplett gereinigt.

Weitere Infos: Firma KEIMFREI

Wallnerstraße 2/1/5, 1010 Wien

www.keimfrei.at – Tel. 01/946 47 74

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 79


LIVING / LIFESTYLE

MOVING

Relax-Express

Einfach entspannen und

in sein Innerstes hören

Das Wort Wellness ist wohl an keinem von

uns spurlos vorübergegangen. Als erstmals im

Jahre 1654 dieser Begriff auftauchte, ahnte

noch niemand, wie wichtig er einmal sein wird.

80 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG UND SILVANA STROH

FOTOS BEIGESTELLT

FEBRUAR 2010


Energie tanken ist in unserer Zeit besonders wichtig. Meditationen – wie im Hotel Royal Spa Kitz oder Hotel Alpenrose – bringen binnen

kürzester Zeit Ruhe und Entspannung für Körper und Seele.

WAS IST EIGENTLICH WELLNESS? Das ist gar

nicht so einfach zu definieren. Am ehesten

könnte man sagen, dass der Lebensstil

Wellness auf Wohlbefinden, Spaß und eine

gute körperliche Verfassung abzielt. Und

zwar mit Methoden und Anwendungen,

die das körperliche, geis tige und seelische

Wohlbefinden steigern. Unzählige Hotels

und Kureinrichtungen bieten unter der Bezeichnung

„Wellness“ Tages- und Wochenprogramme

mit Massagen, bewusster

Ernährung, Entspannungs- und Stress-

management-Methoden und dem be -

wussten Umgang mit der Natur an.

Kurzum, es handelt sich dabei um Wohlfühlangebote,

die Entspannung bringen

sollen. Wir haben für Sie eine Reise in die

besten Wellnesshotels gemacht, um einen

Überblick zu bringen, was punkto Wellness

so alles möglich ist.

ROYAL SPA KITZBÜHEL. Es ist noch gar nicht

lange her, dass das Royal Spa Kitzbühel

seine Pforten geöffnet hat. Seit Dezember

vorigen Jahres werden hier im so genannten

„Mountain Health Spa“ Wellness und

damit Spa-Anwendungen angeboten, die

sich ganzheitlich der Natur und ihren Elementen

widmen. Es wurden unverwechselbare

Wohlfühlangebote geschaffen, die

sich rund um die Heilkraft der Natur, die

meditative Wirkung der Berge sowie die

Energie von Wasser und Feuer drehen. Neben

den traditionellen Anwendungen wurden

im Royal Spa Kitzbühel auch eigene

Ideen

verwirklicht. Etwa das Hildegard von Bingen-Dampfbad,

in dem die positive Wirkung

von Kristallen mit der von Kräutern

und Dampf verbunden wird. Dabei werden

fein zerriebene Kristalle und Kräuter in

Form einer Ganzkörperpackung auf die

Haut aufgetragen und dann geht es ab in

die Dampfkammer. Interessant und besonders

entspannend ist auch das „Holistic

Cocooning“, das mit der Atemfrequenz

arbeitet. Dazu kommen Klang-, Farb- und

Aromaeffekte, die unsere Sinne ansprechen

und auch verwöhnen. Traditionelle

Behandlungen wie etwa das Tiroler Steinölbad

oder Anwendungen mit Speikseife –

die aus der gleichnamigen Tiroler Pflanze

gewonnen wird – vervollständigen das Angebot.

Die vielen Ruhe- und Entspannungsbereiche

im Hotelbereich bis hin zu

den exklusiven Private Spa-Suiten lassen

den Körper richtig durchatmen und Geist

und Seele zur Ruhe kommen.

www.kitzbuehelroyalspa.com

POSTHOTEL ACHENKIRCH. In Tirol, zwischen

hohen Bergen und grünen Tälern, liegt das

Achental mit seinem Achensee. Dort befindet

sich auch das Posthotel Achenkirch,

das erst vor Kurzem mit der „Wellness-

Aphrodite“ ausgezeichnet wurde. Grund

für den Sieg war das Spa mit seinem „versunkenen

Tempel“, das durch seine mystische,

vom Fernen Osten geprägte Atmosphäre

besticht. Im Posthotel Achenkirch

kommen traditionelle Behandlungen genauso

zum Einsatz wie moderne. Die chinesische

Medizin ist hier kein Fremdwort,

bewirkt sie doch beträchtliche Erfolge bei

chronischen Krankheiten, aber auch beim

Energiekreislauf. Ayurveda ist ein weiterer

Weg zur Gesundheit und Lebensfreude,

der hier beschritten werden kann. Mit professionellen

Behandlungen von geschulten

Experten können Körper, Geist und Seele

wieder zum Leben erweckt werden.

www.posthotel.at

VERWÖHNHOTEL GOIES. Für Romantiker wie

geschaffen ist das Verwöhnhotel Goies in

der Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis. Die

luxuriös ausgestatteten Suiten mit offenem

Badezimmer, Whirlpool und Dampfdusche

lassen einfach keine Wünsche

offen. Ein kleines Problem taucht jedoch

immer wieder auf: Hier ist es einfach so

schön, dass man gar nicht nach draußen

gehen und die Natur genießen möchte.

Dem wurde Abhilfe geschaffen – nämlich

mit der neuen Penthouse-Suite „Wolke Sieben“,

die nicht nur über eine imposante

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 81


Die Relaxgalerie in Ebner’s Waldhof, Wellness am Dach beim Klausnerhof oder

Körperpackungen beim Angerhof bringen verbrauchte Energie sofort zurück.

Dachterrasse, sondern auch über eine

Rundum-Verglasung verfügt. Dass Wellness

und Wohlfühlen im Verwöhnhotel

Goies groß geschrieben werden, wird

einem klar, wenn man den trendig-gestylten

Spa-Bereich mit Sprudelbädern, Sauna

oder Bio-Saunarium besucht. Im Goies-

Vital-Schlössl lockern diverse Massageangebote

und chinesische Behandlungen

nicht nur die Muskulatur, sondern lassen

auch die Energie im Körper wieder blockadefrei

strömen.

www.goies.at

HOTEL THERESIA. Im Hause Theresia geht

Wellness durch den Magen, wurde es doch

2008 unter die besten Wellnessküchen

Österreichs gereiht und konnte auch die

„Grüne Haube“ ergattern. Aber – neben

den üblichen Behandlungen – ist hier auch

das mentale Wohlfühlprogramm beachtenswert.

So wird etwa mentale Tiefenentspannung,

Muskelentspannung, Irisdiagnose,

Hypnose, Kinesiologie,

Feldenkraistherapie und ein „i-health“ Medical

Wellness-Checkup für Ihr persönliches

Energieprofil angeboten.

www.hotel-theresia.co.at

HOTEL LOIPERSDORF SPA & CONFERENCE. Inmitten

von steirischen Kürbisfeldern und

Weingärten befindet sich das Hotel Loipersdorf

Spa & Confernence, das mit Massagen,

Dampfbädern, diversen Körper- und

82 FOKUS I HOME & BUSINESS

Kosmetikbehandlungen sowie exquisiter

Küche aufwartet. Hier fällt es

auch gar nicht schwer, zu seinem

Traumbody zu finden. Und zwar mit

der Struktur-Deluxe-Körperbehandlung

von Vinoble – einer speziellen

Wickeltechnik mit Essenz-Aromawickeln, auf

die jeweiligen Hautbedürfnisse abgestimmt

und somit den Abtransport von Schlacken unterstützend.

Zusätzlich werden die Wirkstoffe

mit einem Schwing-Massage-Spe zialgerät tief

in die Haut eingearbeitet und die Durchblutung

angeregt. Das Ergebnis sind ein optimal versorgtes,

gefestigtes Gewebe und eine schlanke

Silhouette. Und nicht nur das – fühlt man sich

in seinem Körper wohl, bedeutet das auch Balsam

für die Seele.

www.loipersdorfhotel.com

DOLOMITEN RESIDENZ SPORTHOTEL SILLIAN. Im

Osttiroler Hochpustertal, zwischen den

Dolomiten und dem Nationalpark Hohe

Tauern, befindet sich die Dolomiten Residenz

Sporthotel Sillian, deren Vitalresidenz

Schloss Heinfels auf 3.000 m 2 die

Energien nur so sprudeln lässt. Hier wird

auf uralte Hausmittel wie etwa Produkte

aus der Latschenkiefer geschworen, die in

Form von Ölbädern, Inhalationen, Massagen

u. v. m. zur Anwendung kommen. Aber

auch der erholsame Schlaf der Gäste liegt

den Osttirolern am Herzen. So befinden

sich in jedem Zimmer Zirbenholzscheite,

die mit ihrem typischen Geruch zum Rela-

xen beitragen. Gourmets kommen bei den

unzähligen Osttiroler Schmankerln auf

ihre Rechnung.

www.sporthotel-sillian.at

EBNER’S WALDHOF AM SEE HOTEL RESORT & SPA.

Alpine Wellness ist das Stichwort in diesem

Hotel am Fuschlsee. Sei es nun bei der Alpinen

Kräuter-Stempel-Massage oder bei

einer kosmetischen Behandlung mit besonderen

Schönheitswässerchen aus der

regionalen Kräuterküche. Hier wird ganz

auf den alpinen Charakter abgezielt. Das

Ergebnis ist Wellness im Zeichen von Vitalität

und Gesundheit – und zwar in sage

und schreibe 14 Behandlungsräumen. Passionierte

Saunagänger werden sich im

Ebner’s Waldhof besonders wohlfühlen. In

der finnischen Sauna, der Infrarot-Stube,

dem Sole-Dampfbad oder der Sole Gradier

Grotte werden nämlich Glückshormone

freigesetzt. Ein anschließender Besuch im

Quellgarten oder in der neuen Relax-Ruhegalerie

bringt Entspannung pur. Exquisit

ist auch die Vitalküche. Hier werden heimische

Heilpflanzen und Kräuter gezielt für

Küche und Wellness eingesetzt. Beachtenswert:

das tägliche Wildkräutermenü.

www.ebners-waldhof.at

FEBRUAR 2010


Wenn die Sterne über dem Posthotel Achenkirch aufgehen und langsam der

Dampf aus den Pools aufsteigt, ist Entspannung pur angesagt.

SPORTHOTEL ACHENSEE. Auch in

diesem Wellnesshotel können

Sie sich voll und ganz

auf das bestens geschulte

Personal verlassen, das für

jeden Gast ein individuell gestaltetes

Programm entwirft. Neben Ayurveda,

Hot Stone, diversen Wickeln und

Bädern, Behandlungen mit Erde, Salz,

Schokolade, Algen und Steinöl wird hier

auch die so genannte Kinderwellness angeboten,

die Bewegung, Ernährung, Massage

und Kosmetik umfasst.

Altersgerechte meditative Übungen zählen

dazu genauso wie der Weg zu einer gesunden

Ernährung, das Erlernen von Massagetechniken

und das Herstellen von

Cremes und Masken aus Naturprodukten.

Ach ja – und spezielle Anwendungskabinen

und die Ruhezonen nur für Erwachsene

sorgen dafür, dass ohne lauten Kinder lärm

die Wellnessangebote genossen werden

können. Die professionelle Kinderbetreuung

garantiert, dass die Eltern das vielseitige

Angebot in vollem Umfang in Ruhe

entspannt nützen können.

www.sporthotel-achensee.com

HOTEL ALPENROSE. Dass man einen Hotelbetrieb

auf Familien ausrichten und gleichzeitig

in Sachen Wellness und Fitness überragend

sein kann, beweist das Leading

Family Hotel & Resort Alpenrose in Lermoos

(Tirol). Im Beauty- und Spa-Center

setzt man nicht nur auf bewährte Methoden

und Anwendungen, sondern auch auf

völlig neue und regenerative Ansätze. So

bringen etwa karibische Spa-Rituale, bei

denen Ananas, Kokos, Avocado oder Meersalz

zum Einsatz kommen, nicht nur den

Körper, sondern auch den Geist in Einklang.

Einen Besuch wert ist auch das

haus eigene Private-Spa mit Hamam, Serailbad

und Whirlwanne. Während der Anwendungen

wird mit allerlei Schmankerln

zudem für kulinarische Genüsse gesorgt.

Im Hotel Alpenrose können sich auch die

Eltern gemeinsam mit ihren Sprösslingen

verwöhnen lassen. Im Angebot stehen exotische

Schönheitsbäder für Mütter & Töchter

oder Verwöhnbäder für Väter & Söhne.

www.hotelalpenrose.at

WABI BEAUTY CENTER. Eine knappe Stunde

von Wien entfernt, genauer gesagt in

Sopron in Ungarn, liegt das Wabi Beauty

Center. Hier wird nach der Zen-Ideologie

vorgegangen, deren Richtlinien Reinheit,

Hochachtung und Harmonie sind. Im

Beautyzentrum werden neben den traditionellen

Massagetechniken auch besondere

Schönheitsrituale und ästhetischmedizinische

Behandlungen angeboten.

Die Auswahl im Wabi Beauty Center ist

riesengroß – hier kann man sich von den

Zehenspitzen bis zum Scheitel verwöhnen

und verschönern lassen! �

www.wabi.hu

ELISABETH SCHEIRING IST HEAD

OF CORPORATE COMMUNICATIONS DER VIENNA

INTERNATIONAL HOTELMANAGEMENT AG

ZU SICH FINDEN ...

Wellness bringt Körper und

Seele in Einklang

Im Dezember vorigen Jahres hat die

Vienna International Hotelmanagement

AG in Jochberg das Royal Spa Kitzbühel

eröffnet. Wir wollen mit diesem Betrieb

neue Maßstäbe in Sachen Wellness

und Spa setzen. Etwa mit unseren

Anwendungen, die im Einklang mit

der Natur stehen. Dabei setzen wir auf

Energie durch Wasser und Feuer und

auf die meditative Wirkung der Berge.

Beim Holistic Cocooning hingegen arbeiten

wir mit der Atemfrequenz. Damit ist

eine sanfte und gleichzeitig entspannende

Regeneration möglich, die mit

aufeinander abgestimmten Farb- und

Aromaeffekten ergänzt wird. Besonders

am Herzen liegt uns auch der Genuss

zu zweit. So wird hier die Privatsphäre

mit besonderen Rückzugsmöglichkeiten

groß geschrieben, die im Mountain Health

Spa in eigenen Private Spa-Suiten in

trauter Zweisamkeit genossen werden

kann. Unsere Philosophie ist es, mit der

Kombination von traditionellen und neuartigen

Methoden den Körper und die

Seele in Einklang zu bringen.

ROYAL SPA KITZBÜHEL HOTEL JOCHBERG

Kitzbüheler Straße 48

6373 Jochberg

Tel. 05355/50 100

www.kitzbuehelroyalspa.com

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 83


LIVING / LIFESTYLE

MOVING

Erholung vom Feinsten …

… im Hotel & Spa DER STEIRERHOF*****

Der Urlaub sollte eine Zeit des Relaxens und der Entspannung sein.

Das Hotel & Spa DER STEIRERHOF***** in Bad Waltersdorf bietet ein

Wellness- und Wohlfühlerlebnis der besonderen Art.

Wasserspiele der Sonderklasse! Die exklusive Wasserwelt des Hotels DER STEIRERHOF: 2.500 m2 nur für die Gäste.

Sechs verschiedene Pools. Eigenes Thermalwasser, Solebecken und Thermal-Hot-Whirlpool.

DAS STEIRISCHE THERMENLAND zählt mit Recht

zu den schönsten Landschaften in Österreich.

Und genau dort, auf der Anhöhe von

Bad Waltersdorf, eingebettet in sanfte

Hügel, romantisch anmutende Apfelgärten

und Wiesen, liegt DER STEIRERHOF.

Schon bevor das Hotel gebaut wurde, wusste

man, dass genau dieses Fleckchen eine

gewisse Energie ausstrahlt. Nämlich genau

jene Energie, die benötigt wird, um die notwendige

Kraft für den stressreichen Alltag

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG

FOTOS DER STEIRERHOF

zu sammeln. Bereits bei der Planung des

Hotels wurde auf das entsprechende Wohlfühlambiente

besonderer Wert gelegt –

harmonische Farbkombinationen und viele

bauliche Elemente und Erkenntnisse aus

dem Feng-Shui sorgen für wohlige Geborgenheit

und positive Energie. Dem Team

des Hotels DER STEIRERHOF liegt es am

Herzen, seine Gäste zu verwöhnen und ihnen

einen Wellnessurlaub zu bieten, den sie

lange nicht vergessen werden.

WASSER IST LEBEN. Das beeindruckende

Herzstück des Hotels ist die haus eigene

Thermal badelandschaft, die mehr als

2.500 m 2 umfasst. Sechs Pools, die wetterunabhängig

und immer richtig temperiert

sind, beweisen, wie wichtig Wasser – und

hier besonders das steirische Thermalwasser

– für unser Leben ist. Im STEIRERHOF

steht zusätzlich auch ein Thermal-Sole-

Pool mit Meerwasserqualität zur Verfügung.

Die großzügige Saunalandschaft mit

84 FOKUS I HOME & BUSINESS

FEBRUAR 2010


Wohlfühlprogramm. Das umfangreiche

Wellnessprogramm sorgt für Entspannung.

finnischer Sauna, Biosoftsauna, Kräuterdampfbad,

Tepidarium, Infrarotsauna,

Kalt wasserbecken, Plauder ecke und einem

Sauna ruheraum mit offenem Kamin und

überdachter Terrasse ergänzt das Angebot.

Sichtgeschützte Liegewiesen, der große

FKK-Bereich „Garten-Eden“ mit genügend

Liegen und Sonnenschirmen garantieren

dabei Ruhe und Erholung inmitten der Natur.

Damen, die ganz unter sich bleiben

möchten, fühlen sich im ers ten Österreichischen

Ladies Spa wohl. Neu ist das so

genannte Garten-Spa, das inmitten der

Grünanlage liegt

und mit einem Kneipp-Tretbecken, einem

Brunnen sowie bequemen Strandkörben

punktet. Sport lichen Gästen steht die modernst

ausgestattete Fitnessarena zur Verfügung,

auch werden unzählige Aktivitäten

wie etwa Nordic Walking, Aquagymnastik,

Radfahren und Wandern angeboten.

EIN GARTEN FÜR ALLE SINNE. Hildegard von

Bingen hätte ihre helle Freude daran, und

Joseph Haydn, bekannt für seine Vorliebe

im „Kuchlgärtl“ Inspiration und Ruhe zu

Im Einklang mit der Natur. Küchenchef

Johann Pabst im hauseigenen Kräutergarten.

Das tut gut. Die Thermalbade- und Saunalandschaft

präsentiert sich besonders verlockend.

suchen, wäre wahrscheinlich Stammgast

geworden im neuen Kräutergarten. Im Einklang

mit dem Kreislauf der Natur, mit

Pflanzen, die sich natürlich ergänzen und

Symbiosen bilden, mit Trocken- und Feuchtbiotopen

unter Einbeziehung von Bäumen

und Sträuchern ist es so einfach, sich wohl

zu fühlen und Kraft zu tanken. Alle Sinne

werden hier gefordert und gefördert.

ALLES FÜRS WOHLBEFINDEN. 30 Therapeuten,

Sportwissenschafter und Kosmetikerinnen

optimieren mit viel Fachwissen den

Wellnessurlaub mit Massagen, Wohlfühlbädern,

Schönheits- und Entschlackungswickel,

Kosmetikbehandlungen, Akupunktur

u. v. m.

KULINARISCHE GAUMENFREUDEN. Aber auch die

kulinarischen Gaumenfreuden kommen

im STEIRERHOF nicht zu kurz. So hat

etwa der Küchenchef des Hauses unter

dem Motto „Balsamico und Kernöl“ eigene

steirisch-mediterrane Kreationen geschaffen,

die mit biologischen Naturprodukten

umgesetzt werden. Kein Wunder, dass das

Hotel mit der „Grünen Haube“ ausgezeichnet

wurde. Kurzum, im STEIRERHOF gibt

es Genüsse ohne Ende – angefangen beim

reichhaltigen Frühstücksbuffet über den

vitalen Mittags imbiss mit Suppen, Salaten

und Kompotten, die Nachmittagsjause mit

hausgemachten Kuchen- und Strudelspezialitäten,

cremigem Bauernjoghurt bis hin

zum fünfgängigen Wahlmenü. In einem eigenen

Obstraum können sich die Gäste den

ganzen Tag über mit frischem Obst kulinarisch

verwöhnen. Wer besonders gesund

leben will und am Abend auf üppiges Essen

verzichten möchte, der bucht ganz einfach

das so genannte „Dinner Canceling“ und

bekommt bereits beim Mittagessen ein delikates

Haubenmenü serviert. �

HOTEL & SPA DER STEIRERHOF*****

Bad Waltersdorf

8271 Bad Waltersdorf/Südoststeiermark

Tel. 03333/32 11-0

Fax-DW: -444

reservierung@dersteirerhof.at

www.dersteirerhof.at

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 85


LIVING / LIFESTYLE

MOVING

Traumurlaub. Verwöhnkur für Körper,

Geist und Seele. Der Kärntnerhof mit

seiner neuen Wohlfühllandschaft ist

der ideale Platz, um Kraft zu tanken

und zum Verwöhnen.

Vielfalt und Herzlichkeit

Wo das Bächlein rauscht ...

Die Bergwelt rund um den Großglockner, mitten im Herzen des Nationalparks

Hohe Tauern – das ist das Panorama vom Hotel Kärntnerhof in Heiligenblut.

NATUR PUR. Mit seinen 1.800 m 2 ist der

Nationalpark Hohe Tauern bis heute das

größte Naturschutzgebiet der Alpen. Charakteristisch

sind seine weiten Gletscherfelder,

die eiszeitlich geformten Täler und

die ausgedehnten Wälder mit Lärchen,

Fichten und Zirben, in denen sich ein Spaziergang

mehr als lohnt. Mitten in dieser

wunderbaren, fast zauberhaft anmutenden

alpinen Spielwiese liegt das familiär

geführte, idyllisch wirkende Hotel Kärntnerhof

– abseits von Trubel und Lärm. In

der Nacht, wenn alles ruhig ist, kann man

hier sogar das Rauschen der Möll hören.

EINFACH WOHLFÜHLEN. Das 4-Sterne-Hotel

Kärntnerhof ist rustikal, aber gemütlich

eingerichtet. Hier fühlt man sich herzlich

willkommen und binnen kürzester Zeit wie

zu Hause, wird offen für Ferienerlebnisse

der verschiedensten Art. Das fängt schon

TEXT SILVANA STROH

FOTOS BEIGESTELLT

beim Genießen an. So ist das Haus für seine

köstlichen Kärntner Schmankerln beliebt

– sei es nun beim großen Frühstücksbuffet

oder beim viergängigen Abendmenü,

bei dem täglich drei Hauptgerichte zur

Auswahl stehen. Sie brauchen jedoch nicht

um Ihre schlanke Linie besorgt sein, denn

eines davon ist stets ein gesundes und

kalorienarmes Wellnessgericht. Der Nachmittagsimbiss

mit süßen und pikanten

Schmankerln an der Kaminbar und Fondue-Abende

ergänzen das Angebot.

WELLNESS UND ERHOLUNG. Die Kärntnerhof-

Wohlfühllandschaft ist einzigartig in Heiligenblut

und der ideale Platz, um Kraft zu

tanken und sich nach Strich und Faden

verwöhnen zu lassen. Dafür stehen vier

Saunakabinen, Vitalduschen, das Hallenbad

mit Massagedüsen und Nackenschwall,

der Panoramawintergarten und

Hotel Kärntnerhof – Fam. Fleissner

Information und Buchung

Winkl 3

9844 Heiligenblut

Tel.: 04824/2004

Fax: 04824/2004-89

info@hotel-kaerntnerhof.com

http://www.hotel-kaerntnerhof.com

zwei Massageräume zur Verfügung. Kurzum:

Der Kärntnerhof und die neue Wohlfühllandschaft

sind die optimale Ergänzung

für Geist und Seele!

ABENTEURER UNTER SICH. In der Nationalpark

Region Hohe Tauern Kärnten ist immer

viel los. Hat man genug vom Erholen, bieten

sich unzählige Möglichkeiten, die Ferien

mit Spaß, Sport oder Abenteuer zu genießen.

So geht es etwa mit dem

Nationalpark-Wanderbus zu den schönsten

Wasserfällen oder zu ausgewählten

Erlebnisprogrammen – von der geführten

Rangertour bis hin zur Gletschersafari. Mit

der Kärnten Card – die Sie bei Ihrer Ankunft

gratis erhalten – erfahren Sie alles

über die besten Freizeitangebote. Etwa den

Besuch des Goldgräberdorfes Heiligenblut

oder des BIOS Nationalparkzentrums

(www.nationalpark-hohetauern.at) �

86 FOKUS I HOME & BUSINESS FEBRUAR 2010


LifeClass Hotels & Spa Portorozˇ

Information und Buchung:

Istrabenz Turizem d.d.

Obala 33, SLO-6320 Portorož, Slowenien

Tel.: +386 5 692 90 01

Fax: +386 5 692 90 03

booking@lifeclass.net

www.lifeclass.net

IN DEN LIFECLASS HOTELS & SPA PORTOROŽ lässt

sich der Urlaub so richtig genießen. Mitten

in Portorož und trotzdem unmittelbar in

der Nähe des Meeres befinden sich die Life-

Class Hotels, die sich durch ihre Ausstattung,

das vielseitige Thermal-, Wellness-

und Freizeitangebot und durch die

exzellente Küche auszeichnen. In den Life-

Class Hotels sind jedoch nicht nur unvergessliche

Urlaubstage möglich, sie sind

auch der richtige Ort für Konferenzen und

Events. In Portorož sind sechs Häuser dieser

Hotelgruppe angesiedelt: das Grand Hotel

Portorož, ein exzellentes Hotel der

5-Sterne-Kategorie, und fünf ausgezeichnete

Hotels der 4-Sterne-Kategorie: Slovenija,

Riviera, Apollo, Mirna und Neptun.

FÜR IHR WOHLBEFINDEN. Portorož ist schon

seit Langem als Ort für Wellness und Wohlbefinden

bekannt. So reichen Aufzeichnun-

FEBRUAR 2010

TEXT TEXT GABRIELA XXXXXXXXXX TRAUTENBERG

FOTOS FOTOS BEIGESTELLT XXXXXXXXXXXX LIVING / LIFESTYLE

Entspannung de luxe

LifeClass Hotels & Spa Portorož

Entspannende Spaziergänge am Strand, der Duft von Salz und Meer, der

Anblick von Rosen und viel Grün - das verbindet man mit Portorož

gen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Benediktinermönche

mit Meerwasser und

Sole rheumatische Krankheiten bekämpften.

Diese Tradition als Kurort lebt auch

heute in dem reichhaltigen Wohlfühlangebot

der LifeClass Hotels & Spa weiter. Das

LifeClass Thermal- und Wellnessangebot

umfasst das umfangreichste Wellness,

Thermal- und medizinische Angebot in

ganz Europa. Es gibt hier das Wai Thai Center,

Zentrum für traditionelle thailändische

Massage, das Shakti Ayurveda Center, ein

medizinisches und physiotherapeutisches

Zentrum, ein Thalasso und Beauty Center

sowie einen Sauna Park und einen

Schwimmbadkomplex mit Thermomineral-

sowie Meerwasser.

GUTEN APPETIT! In den LifeClass Hotels duftet

es nach den Gewürzen mediterraner

Küche – nach Rosmarin, Basilikum und

MOVING

Traumhafte Aussicht. Zu den

LifeClass Hotels & Spa Portoroz

gehören sechs in unmittelbarer

Nähe zueinander und direkt an der

Strandpromenade gelegene Häuser

mit 4- oder 5-Stern-Standard.

Thymian. Kurzum, die mediterrane Lebensweise

spielt eine große Rolle, und das

Meer bietet eine reichhaltige Auswahl an

Gaumenfreuden. Erlesene Weine vervollständigen

das Angebot.

KONGRESSE & MEHR. Portorož gilt als eine der

beliebtesten Destinationen für internationale

Kongresse oder kulturelle Veranstaltungen.

Im Kongresszentrum Portus im

LifeClass Resort können die modernen

Mehrzwecksäle den verschiedenen Anforderungen

angepasst werden. Hier können

in sieben Räumen an die 1.000 Gäste empfangen

werden. Natürlich ist auch eine moderne

technische Ausstattung vor Ort, und

das professionelle Personal, die qualitativ

hochwertige Unterkunft und das ausgezeichnete

kulinarische Angebot bieten

einen hervorragenden Rahmen für eine

erfolgreiche Veranstaltung. �

FOKUS I HOME & BUSINESS 87


LIVING / LIFESTYLE

MOVING

Begehrte mobile Träume

Neues von Mercedes, Audi und Peugeot

Bereits zum fünften Mal ging die Vienna Autoshow über die Bühne.

Die schönsten Automobile gaben sich ein Stelldichein und auch einige

Premieren waren zu sehen.

MERCEDES SLS AMG. Hat Gorden Wagener ,

der Designchef von Mercedes Benz Cars,

sein Ziel erreicht? „Unser Anspruch ist es,

mit dieser Interpretation den Klassiker der

Zukunft zu schaffen und den schönsten

Sportwagen des 21. Jahrhunderts auf die

Straße zu bringen“, so der Mann mit den

hohen Ansprüchen. Die Flügeltüren sind

auf jeden Fall stilistisches Highlight, überhaupt

wird der legendäre Fünfzigerjahre-

Urahn 300 SL (der erste Flügeltürer ist bis

heute eine Legende und kam 1954 auf den

Markt) stark zitiert. Und das ist gut so –

denn nach dem eher glücklosen Modell SLR

ist der SLS eine wahre Augenweide.

88 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT INGEBORG ZAUNER

FOTOS MERCEDES-BENZ, AUDI, PEUGEOT

Statt der spitzen Schnauze im Formel-

Autostil sind wieder die zeitlosen bulligen

Formen angesagt. Die stark gewölbte Heckscheibe

bieten einen ästhetischen Übergang

von der massiven B-Säule zum flach abfallenden

Heckdeckel. Von der Seite fallen

der lange Radstand und die kurzen Überhänge

ins Auge.

SPORTLICH. Spätestens nach den ersten Kilometern

war allen Fahrern klar: Das ist ein

Sportler! Wer hätte das den Teutonen zugetraut?

Das Fahrwerk ist ziemlich straff, und

für die üblichen Stern-Fahrer ist auch das

Anfahren zu abrupt. Der Frontmittelmotor

ist tief und weit hinten platziert. Durch die

Umstellung auf Trockensumpfschmierung

wurde eine tiefere Einbauposition des Triebwerks

im Fahrzeug erreicht. Die da raus resultierende

Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts

ermöglicht bei Kurvenfahr-

ten höchste Querbeschleunigungen und

führt zu einer begeisternden Fahrdynamik.

Der weiterentwickelte AMG-6,3-Liter-V8-

Motor macht den SLS AMG zu einem der

stärksten Sportwagen in seinem Segment.

Der Achtzylinder reagiert agil auf kleinste

Gaspedalbewegungen im gesamten Drehzahlbereich

und zeigt nun die typischen

Merkmale leistungsstarker Rennmotoren.

FEBRUAR 2010


Mercedes Benz SLS AMG

Motor: 8 Zylinder

Getriebe: AMG Speedshift DCT-7-Gang-Sportgetriebe

Leistung: 420 kW/571 PS

Höchstgeschwindigkeit: 317 km/h (von 0 auf 100 km/h

in 3,8 Sekunden)

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,2 l/100 km

Kaufpreis: ab 212.500 Euro

PURISTISCHES INNENLEBEN. Für den neuen

Mercedes SLS AMG haben Mercedes-

Benz und AMG einen puristischen Sportwageninnenraum

entwickelt, der gleichermaßen

Leichtigkeit, Dynamik und Emo tion

verkörpert.

Schon beim Öffnen der Flügeltüren wird

der Blick frei auf das eindrucksvolle Interieur

dieses sportlichen Traumes. Der Innenraum

bietet authentische Rennsportfunktionalität.

Feine Materialien wie Leder

Nappa, Echtmetall und auf Wunsch auch

Applikationen in Echt-Carbon zeigen das

hohe Niveau sowie den Manufakturcharakter

des Innenraums.

FLUGZEUG. Nun, ganz in die Wolken abheben

kann man mit dem SLS AMG nicht, auch

wenn einem öfters das Gefühl überkommt,

dass Fliegen nicht schöner sein kann. Aber

das Thema Flugzeugbau spiegelt sich hier

bis ins kleinste Detail wieder.

Die AMG DRIVE UNIT mit AMG E-

SELECT-Wahlhebel im Stil eines Jet-

Bedienpaneels besticht in der Mittelkonsole

aus massivem Metall. Die flügel-

förmige Instrumententafel mit vier mar -

kanten Belüftungsdüsen und das AMG-

Kombi-Instrument mit weiß hinterleuch-

teten Rundinstrumenten wirken imposant.

Hochwertige Sportsitze mit Magnesium-

sitzlehnen sind in edlem designo-Leder gehalten

und in neun Ausstattungsvarianten

passend zur Außenfarbe wählbar.

VISION. Begonnen mit der Konzeption des

neuen Supersportwagens wurde Ende

2006. Dank der virtuellen Vorarbeit hatten

die seit Frühjahr 2007 eingesetzten Testfahrzeuge

vom Start weg einen sehr hohen

Reifegrad. Entwickelt wurde der neue Flügeltürer

bei den Spezialisten des Mercedes-

Benz Technology Center in Sindelfingen.

Im Frühjahr 2010 beginnt der Marktstart

dieses außergewöhnlichen Sportwagens in

Österreich. >

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 89


Wellness-Lounge. Von Massagesitzen, 4-Zonen-Klimaautomatik, gebürstetem Aluminium und edlen Holzsorten bis hin zu spektakulären

Lichtinszenierungen – der Innenraum ist eine Wellness-Lounge für die Sinne. So macht Autofahren richtig Spaß!

VORSPRUNG DURCH TECHNIK. Mit diesem Slogan

wirbt Audi auch für sein neuestes Modell,

den Audi A8. Bereits zwei Tage nach

der Weltpremiere in Detroit präsentierte

Audi sein neuestes Flaggschiff und zündete

damit ein echtes Highlight auf der

Vienna Autoshow 2010. Klotzen trotz

Krise – das dürfte das Motto der Marke aus

Ingolstadt sein. Fand doch die Weltpremiere

in Miami am Rande einer Kunstmesse

statt. Geldsorgen haben andere ...

Auch auf den Straßen möchte Audi seinen

Konkurrenten gerne zeigen, wie der Hase

– sprich Audi – läuft. Eines vorweg: Der

Audi A8 ist gewachsen. Mit 5,14 Metern

90 FOKUS I HOME & BUSINESS

Länge wirkt er nicht gerade handlich. Doch

genau da verblüfft er uns das erste Mal.

Der Wagen lässt sich praktisch mit dem

kleinen Finger fahren – und bequem ist er

auch noch! Ein Auto für Kilometerfresser,

so kann man die Strecke Wien – Hamburg

ohne Probleme meistern und steigt auch

noch ausgeruht aus dem Wagen. Faszinierend

auch der Hightech-Schnickschnack:

LED-Scheinwerfer in der Großserie, Toter-

Winkel-Überwachung, Nachtsichtsystem,

Verkehrsschilder-Erkennung und ein vorausschauender

Tempomat, der bei einer

drohenden Karambolage automatisch eine

Vollbremsung vollführt.

KONVENTIONELL. Die beiden 4,2-Liter-V8-

Motoren der Startausstattung waren bereits

im Vorgängermodell zu finden.

Allerdings wurden sie überarbeitet: Der

V8-Benziner hat jetzt 372 PS und einen

Verbrauch von 9,5 Litern im Durchschnitt.

Der V8-Diesel zeigt mit 350 PS Stärke und

ist mit 7,6 Litern Verbrauch nicht gerade

ein Säufer. Bereits im Frühjahr soll ein

6-Zylinder-Diesel mit 250 PS folgen, noch

später wollen die Ingolstädter eine zweite

Variante des 3.0 TDI mit 204 PS auf den

Markt bringen. Erhältlich ist der A8 FSI

quattro ab 102.800 Euro, der A8 TDI

quattro um wohlfeile 102.500 Euro.

FEBRUAR 2010


SCHNELLER LÖWE. Eine weitere Österreich-

Premiere auf der Vienna Autoshow 2010

war der Peugeot RCZ. Er schreibt ein neues

Kapitel in der Geschichte der Sportcoupés

des renommierten Automobilherstellers

aus Frankreich. Das kompakte Coupé überzeugt

durch sein ausdrucksstarkes Design

und sein exklusives Interieur wie auch

durch effiziente, umweltfreundliche Motorisierungen

– ebenso beeindruckend das

optimierte Gewicht, die ausgeklügelte

Aerodynamik, die moderne Antriebstechnologie

sowie die erfreulich niedrigen

Emis sionswerte. Mit seiner markanten

Form und seiner einzigartigen kompakten

Stufenheck-Coupé-Architektur vermittelt

das dynamisch-elegante Design des RCZ

einen harmonischen und schwungvollen

Eindruck. Dank der beiden geschwindigkeitsabhängigen

Positionen des ausfahrbaren

Heckspoilers wird ein optimaler

Kompromiss zwischen Straßenlage und

Kraftstoffverbrauch erzielt. Der exklusive

Innenraum lässt beim Fahrer ein Motorsport-Feeling

aufkommen. Drei verschiedene

Modelle zwischen 156 PS und 200 PS

sind im Programm. Die Preise für den RCZ

beginnen ab 28.400 Euro. �

News

Land Rover erweitert Angebot

Beim Freelander 2 wird für das

Modelljahr 2010 das Angebot um

eine neue Variante erweitet. Der

Freelander 2„Sport“ besticht durch

dynamisches Styling und Fahrgefühl

mit Komfort, den vielfältigen Nutzen

und den güns tigen Verbrauch – er

wird seit 2009 als erster Kompakt-

SUV serienmäßig mit Stop/Start-

Automatik ausgeliefert. Verglichen

mit einem ähnlich ausgestatteten

Freelander 2 ergibt sich für den

Kunden bei diesem Sondermodell

ein Preisvorteil von über 3.700 Euro.

Der Land Rover Freelander 2 TD4_e

„Sport“ ist ab sofort ab 35.990 Euro

erhältlich.

Real Garant wird weltweiter

Partner der Chrysler Group

In Kooperation mit Chrysler Group

International versichert Real Garant

sowohl gebrauchte als auch neue

Fahrzeuge der Konzernmarken. Die

Zusammenarbeit umfasst fast alle

Auslandsvertretungen des Herstellers.

„Real Garant ist für uns – dank hoher

Flexibilität und starker Spezialisierung –

ein Wunschpartner. Die Zugehörigkeit

zur Zürich-Versicherung ist für uns

eine weitere Stärke hinsichtlich der

globalen Ausrichtung und Kompetenz“,

so Mark Quik, Projekt Manager Service

Contracts CGI von Chrysler.

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 91


LIVING / LIFESTYLE

MOVING

Kfz-Haftpflichtversicherung

Vergleiche lohnen sich

Einst streng reglementiert, herrscht heute weitgehende Gestaltungsfreiheit

der Tarife. Kunden können durch Vergleich gewinnen.

RECHTLICHE GRUNDLAGEN. Die rechtlichen

Grundlagen bildet das Kraftfahrzeug-

Haftpflichtversicherungsgesetz 1994 –

KHVG 1994. Dieses führte zu weitgehender

Deregulierung und Gestaltungsfreiheit.

Dem war nicht immer so. Bis 1987 waren

die Preise geregelt. Dies wäre heute nach

EU-Recht unzulässig. Auch nach der Freigabe

der Preise 1987 blieb weiter durch

Verordnung geregelt, wie Versicherungen

tarifieren mussten. Die Prämie für die

Haftpflichtversicherung richtete sich bei

Pkws und Kombis grundsätzlich nach der

Motorleistung, bei einspurigen Fahrzeugen

nach dem Hubraum bzw. nach der Zahl

der Sitze, bei Lkws nach der Nutzlast und

bei Omnibussen nach der Anzahl der Sitz-

92 FOKUS I HOME & BUSINESS

TEXT GERHARD GANGELBERGER

FOTOS SHUTTERSTOCK

und Stehplätze. Auch die Bemessung der

Prämienhöhe nach dem Schadensverlauf –

Bonus-Malus-System – war geregelt. Auch

wenn sich viel geändert hat, die wesentlichen

Elemente der Kfz-Haftpflichtversicherung

sind gleichgeblieben.

VERPFLICHTEND. Voraussetzung für den Erhalt

des Kennzeichens ist der Abschluss

einer Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie ist

vom Gesetzgeber vorgeschrieben und hat

zwei wichtige Funktionen: Sie bezahlt

Schäden, die der Versicherte anderen mit

seinem Fahrzeug schuldhaft zufügt, und

verteidigt ihn (notfalls auch vor Gericht)

gegen zu Unrecht erhobene Ansprüche,

das heißt, wenn dem Versicherungsneh-

mer zu Unrecht Schuld am Unfall ange -

las tet wird. Dies wird durch § 28 KHVG

1994 ausdrücklich geregelt: Soweit durch

rechtskräftiges Urteil ein Schadenersatzanspruch

des geschädigten Dritten aberkannt

wird, wirkt das Urteil, wenn es

zwischen dem geschädigten Dritten und

dem Versicherer ergeht, auch zugunsten

des Versicherten … Diese Verteidigung vor

Gericht ist rein zivilrechtlich und hat

nichts mit einer allfälligen Strafverteidigung

nach einem Unfall mit Personenschaden

zu tun. Auch bei einem Freispruch in

einem Strafprozess können zivilrechtliche

Haftungen eintreten. Die Versicherung ist

verpflichtend, um Geschädigten sowie

Schädiger abzusichern und zu verhindern,

FEBRUAR 2010


dass ein Verkehrsunfall zum finanziellen

Ruin führt.

WER IST VERSICHERT? Versichert ist der Versicherungsnehmer,

der Eigentümer und

Halter, der berechtigte Lenker, Einweiser

und Insasse. Ein Beispiel: Ein Beifahrer öffnet

die Autotür und beschädigt ein anderes

Fahrzeug – die Kfz-Haftpflichtversicherung

ersetzt den entstandenen Schaden.

WAS IST VERSICHERT? Ersetzt werden die berechtigten

Ansprüche aus Schäden, die

dritte Personen durch das entsprechende

Kraftfahrzeug erleiden – Personenschäden,

Sachschäden und reine Vermögensschäden

–, und zwar bis zur Höhe der

vereinbarten Versicherungssumme. Die

Versicherung verteidigt versicherte Personen

aber auch gegen unberechtigt gegen

sie erhobene Ansprüche.

VERSICHERUNGSSUMME. In Österreich

ist eine Mindestversicherungssumme

in Höhe von

sechs Millionen Euro vom

Gesetzgeber vorgeschrieben.

Innerhalb dieser Summe

sind für Personenschäden

fünf Millionen Euro,

für Sachschäden eine Million

Euro vorgesehen. Das

mag auf den ersten Blick hoch

erscheinen, hat aber handfeste

Gründe. In den letzten Jahren

wurde die Mindestversicherungssumme

schrittweise angehoben, da die Unfallauswirkungen

immer schwerwiegender

wurden. Vor allem bei Massenkarambolagen

oder schweren Unfällen mit Personenschäden

(Invalidität!) ist die Obergrenze

bald erreicht. Ab da haftet der Fahrer dann

mit seinem privaten Vermögen! Mit relativ

geringem Prämienaufschlag kann man die

Mindestversicherungssumme auch aufstocken

lassen, zum Beispiel auf 10 Millionen

oder 15 Millionen Euro. Hier sollte das

Sicherheitsdenken über eine geringfügige

Ersparnis siegen. In der Praxis kommen die

höheren Versicherungssummen gut an.

PFLICHTEN DES VERSICHERTEN. Jeder Versicherungsnehmer

hat nicht nur Rechte, sondern

auch Verpflichtungen, dazu gehört:

Nie ohne Lenkerberechtigung fahren und

auch niemand anderen ohne gültige Pa piere

ans Steuer lassen. Nie alkoholisiert oder

unter Einfluss von Drogen und Medika-

menten fahren. Nur so viele Passagiere mitnehmen,

wie laut Zulassungsschein erlaubt

sind. Fahrzeug regelmäßig auf Betriebstüchtigkeit

überprüfen lassen. Prämie immer

pünktlich zahlen. Werden diese Pflichten

nicht erfüllt, ist es möglich, dass die

Versicherung im Schadensfall die Kosten

nicht übernimmt. Die Geschädigten werden

zwar vorab auf jeden Fall von der Versicherung

entschädigt, diese kann sich dann

aber vom Verursacher die Zahlung bis zu

einer Höhe von 22.000 Euro zurückholen.

ÖRTLICHER GELTUNGSBEREICH. Der örtliche

Geltungsbereich der Versicherung erstreckt

sich, unbeschadet einer darüber

hinausgehenden Vereinbarung, auf Europa

im geographischen Sinn, jedenfalls aber

auf das Gebiet jener Staaten, die das Übereinkommen

zwischen den nationalen Versicherungsbüros

der Mitgliedstaaten des

Europäischen Wirtschaftsraums und anderen

assoziierten Staaten vom 30. Mai 2002,

ABl. Nr. L 192 vom 31. Juli 2003, S. 23 unterzeichnet

haben.

VERSICHERUNGSPERIODE. Die Versicherungsperiode,

das ist die Dauer der Gültigkeit

des Versicherungsvertrages, beträgt

grundsätzlich ein Jahr. Der Vertrag verlängert

sich automatisch um ein weite -

res Jahr, wenn er nicht unter Einhaltung

der Kündigungsfrist – das ist in der

Kfz-Haftpflichtversicherung immer ein

Monat – vor dem Ablauftermin schriftlich

(am besten eingeschrieben) gekündigt

wird. Es sind im Bedarfsfall auch kürzere

Verträge möglich.

PRAKTISCHE TARIFGESTALTUNG. In der Praxis

folgen die meisten Versicherungen bei der

Gestaltung ihrer Tarife trotz rechtlicher

Deregulierung weiterhin dem traditionellen

Schema.

Das bedeutet, die Prämie für die Haftpflichtversicherung

richtet sich bei Pkws

und Kombis grundsätzlich nach der Motorleistung,

bei einspurigen Fahrzeugen

nach dem Hubraum bzw. nach der Zahl der

Sitze, bei Lkws nach der Nutzlast und bei

Omnibussen nach der Anzahl der Sitz-

und Stehplätze. Zudem bemessen die

meisten Versicherungen die Prämie nach

dem Schadenverlauf (Bonus-Malus). Wie

schon erwähnt, ist das frühere Schema

nicht mehr rechtlich bindend. Dies wird

von den Versicherungsunternehmen gerne

im Preiskampf genutzt. Daher bieten

heute unterschiedliche Versicherungsunternehmen

unterschiedliche Bonus-Malus-Systeme.

VERSICHERUNGSPRÄMIE. Was zahlt der Kunde

wirklich? Jede Versicherung kalkuliert eine

Grundnettoprämie anhand der gesetzlich

vorgeschriebenen Mindestversicherungssumme.

Klugerweise entscheiden

sich immer mehr Kunden freiwillig für

eine höhere Summe. Dies bewirkt nur eine

geringe Mehrprämie. Unterjährige Zahlungen

führen in der Regel zu einer Verteuerung.

Die Versicherungen können

freiwillige Rabatte anbieten. Jetzt kommen

noch elf Prozent Versicherungs steuer

dazu, weiters die so genannte motorbezogene

Versicherungssteuer. Diese ist aber

kein Teil der Versicherungs prämie, sondern

von dieser unabhängig und gesetzlich

geregelt. Sie löste nur die alte Kfz-

Steuer ab und ist daher bei allen Versicherungen

gleich. Die Versicherungen fungieren

also als Inkassobüros des Staates.

VERGLEICHEN LOHNT SICH. 27 Versicherungsunternehmen

bieten zum Teil Produkte

mit unterschiedlichen Versicherungssummen,

Zusatzleistungen und

unterschied lichen Bonus-Malus-Systemen

an. Zu erfragen sind sie beim Verband

der Versicherungsunternehmen

Österreichs (VVO), 1030 Wien, Schwarzenbergplatz

7, Tel. 01/711 56-0, www.

vvo.at. Prinzipiell ist jeder Vertrag jährlich

kündbar, aber längere Bindung kann zu

einem Treuerabatt führen. Daher lohnt

es sich auf jeden Fall, unterschiedliche

Angebote vor Vertragsabschluss zu vergleichen.


FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 93


TEXT GABRIELA TRAUTENBERG

LIVING / LIFESTYLE FOTOS BEIGESTELLT

94 FOKUS I HOME & BUSINESS

TREND

&

TRADITION

4711 Echt Kölnisch Wasser ist eine der ältesten

Marken mit weltweitem Bekanntheitsgrad. Sie ist die

„Mutter aller Eau de Cologne“.

FEBRUAR 2010


Duftender Erfolg

Die Geschichte einer Legende

Der Name Echt Kölnisch Wasser ist den meisten Menschen ein

Begriff. Aber wussten Sie, dass sich die Geschichte dieses

Duftwassers fast wie ein spannendes Märchen liest? Und

dass Napoleon Bonaparte ausschließlich Kölnisch Wasser als

Parfüm benutzte?

LANG, LANG IST’S HER, dass der dreißigjährige

Wilhelm Mülhens seine Catharina Josepha

Moers ehelichte, die die Tochter eines

kaiserlichen Notars war. Mülhens selbst

war äußerst erfolgreich in Spekulationsgeschäften

tätig und handelte zudem mit Getreide

und Fischen. So stellte es für ihn

keinerlei Problem dar, seiner jungen Frau

einen angemessenen Lebensstil zu bieten

und auch die Hochzeit dementsprechend

auszurichten. Einer der geladenen Gäste

war der Kartäusermönch Franz Maria

Farina, der dem Hochzeitspaar ein ganz

spezielles Geschenk machte: eine Pergamentpapierrolle.

Auf dem schon etwas verblichenen

Papier befand sich eine Geheimrezeptur

– nämlich die vom berühmten

„Aqua Mirabilis“, einem Wunderwasser.

Allerdings in einer etwas abgeänderten Rezeptur.

Dieses Geschenk war mehr als willkommen,

denn zu jener Zeit rochen die

meisten Menschen – sagen wir mal –

streng. Grund dafür war ihre Angst vor

Krankheiten, deren Ursache sie in zu häufigem

Waschen vermuteten. Der Geruch von

Schweiß war also an der Tagesordnung und

Abhilfe wurde mit diversen Duftwässerchen

geschaffen. Das Besondere an dem

geheimnisvollen Rezept auf der Pergamentrolle

war, dass ätherische Öle mit hochprozentigem

Alkohol gemischt wurden. Und

auch der Duft war völlig neuartig. Wurde

damals zumeist Moschus, Zimt oder Sandelholz

der Vorzug gegeben, erinnerte sein

erfrischend wirkender Duft an Zitrusfrüchte,

Lavendel und Rosmarin.

REZEPT MIT BESONDEREM WERT. Wilhelm

Mülhens, der als findiger Geschäftsmann

bekannt war, roch förmlich, dass dieses

Rezept einen besonderen Wert hatte, und

gründete kurzerhand eine kleine Brennerei

in seinem Haus in der Glockengasse in

Köln, das schon zur damaligen Zeit als

Eldorado für Kölnisch-Wasser-Hersteller

galt. Auffallend war, dass sich so gut wie

alle Firmen, die das angebliche Original

Kölnisch Wasser herstellten, auf den Namen

Farina oder Feminis beriefen, der als

der eigentliche „Vater“ des Kölnisch Was-

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 95


LIVING / LIFESTYLE TEXT XXXXXXXXXX

FOTOS XXXXXXXXXXXX

BUSINESS

01

4711 in seiner ganzen Pracht.

Die Anwendung der einzigartigen

Komposition wirkt in vielerlei Formen

– vom Duft über Duschgel bis hin zum

Erfrischungstuch – wohltuend auf Körper,

Geist und Seele.

sers gilt, das sogar als Allheilmittel gegen

alle möglichen Wehwehchen wie etwa

Ohnmachten, Koliken, Zahnschmerzen,

Verstopfung, Herzflattern und sogar gegen

die Pest eingesetzt wurde. Wer aber

weiß, dass zur damaligen Zeit etliche Gastarbeiterfamilien

dieses Namens in Köln

weilten, dem wird klar, warum diese begehrten

Namen so oft verwendet werden

konnten. Nämlich ganz einfach: Clevere

Geschäftleute schlossen Gesellschaftsverträge

mit jenen italienischen Familiensippen

ab und konnten so deren Namen

weiterverwenden.

KONKURRENZ IST WICHTIG. Wilhelm Mülhens

galt als ernst zu nehmender Konkurrent,

denn jener Kartäusermönch Franz Maria

Farina, der ihm das Geheimrezept geschenkt

hatte, gab Paolo de Feminis als sei-

02

96 FOKUS I HOME & BUSINESS

nen Großonkel an. Damit konnte sich Mülhens

auf den Erfinder selbst zurückberufen

und machte dem bis dahin berühmtesten

Hersteller Johann Maria Farina die Führung

streitig. Er ließ kurzerhand sein Kölnisch

Wasser auf den Namen des Mönchs

registrieren, unter dem das Wasser dann

bis 1881 hergestellt wurde. Aber so leicht

gaben die Konkurrenten nicht auf und

kämpften bis nach dem Zweiten Weltkrieg

um die Urheberrechte und die Rechte der

Namensführung.

4711, DIE WOHL BEKANNTESTE ZAHL DER WELT.

Napoleon Bonaparte führte in Köln die

Hausnummern ein. Mülhens Haus erhielt

dabei zufällig die Nummer 4711, was er sich

ab dem Jahre 1807 zunutze machte und genau

diese Zahl in seiner Werbung verwendete,

um sich von den anderen Kölnisch-Was-

03

ser-Herstellern zu unterscheiden. Da Napo -

leon auch untersagte, Fläschchen zu ver -

wenden, die für medizinische Inhalte

bestimmt waren, ließ Wilhelm Mülhens

kurzerhand von einem Designer namens

Molanus eine neue Flasche kre ieren. Peter

Joseph Mülhens, der zweite Firmenchef neben

Wilhelm, erweiterte erfolgreich die Produktpalette

mit anderen Düften, Cremes,

Seifen und auch Puder.

Er war es auch, der die Farben Blau-Gold

als Hausfarben einführte und auch das gotische

Etikett, das auf der einen Seite den Kölner

Dom und auf der anderen Seite das Bonner

Münster zeigt, kreierte. Zudem baute er

mit viel Firmen geschick das Netz der nationalen

und internationalen Vertretungen aus

und erweiterte so den Vertrieb von 4711

Eau de Cologne bis ins ferne Indien und

Indonesien.

04

05

FEBRUAR 2010


AM WEG ZUM ERFOLG. Doch die Erfolgsgeschichte

der Familie fand damit noch

lange kein Ende. So führte der Familienerbe

Ferdinand I. die Entwicklung fort und

gründete Niederlassungen in den

USA und in Russland. Allerdings verlor er

1881 einen Prozess um die Namensrechte

und nannte sein Unternehmen kurzerhand

„ab 1881“. Er war es auch, der in die

Mitte des blau-goldenen Etiketts eine

schwarzblaue 4711 setzte und damit diese

Zahl zum eigenständigen Markenzeichen

machte.

Ferdinand Mülhens, der als exzellenter

Parfümeur galt und „die Naas von Kölle“

genannt wurde, kann man mit gutem Fug

und Recht als Werbeprofi bezeichnen.

Er verstand es, seine Produkte in aller Welt

in Szene zu setzen – unzählige Medaillen

und Auszeichnungen berichten von seinen

durchschlagenden Erfolgen.

Sein Sohn – Peter Paul Mülhens – war

der vierte Firmeninhaber, der mit den

damals neuesten Erfindungen wie etwa

dem Telefon, Schreibmaschinen und auch

Elektromaschinen das Unternehmen auf

den modernsten Stand brachte. Ihm gelang

es trotz schwierigster wirtschaftlicher

Bedingungen, etliche neue Düfte

und Produkte – etwa „Tosca“ und „Sir“ –

einzuführen und zu den erfolgreichsten

Serien zu machen.

DAS ENDE DER GESCHICHTE? Der Zweite

Weltkrieg machte jedoch alle Erfolge der

Mülhens zunichte, und die Geschäfte wurden

in einem Hotel weitergeführt. Der

Witwe Maria Mülhens und ihren beiden

Töchtern gelang es jedoch, das Unternehmen

wieder aufzubauen und Ferdinand III.

auf seine Rolle als Juniorchef vorzubereiten.

1946 wurde die Produktion mit Kölnisch

Wasser, Seifen, Zahnpasten, Haar-

und Hautcremes wieder aufgenommen,

und bereits 1948 startete erneut das –

wenn auch bescheidene – Exportprogramm.

MÄURER & WIRTZ vertritt die Philosophie, dass man

sich an große Traditionen nicht nur erinnern, sondern

sie auch lebendig halten soll. Diesem Credo werden

die Dufthersteller mit ständiger Weiterentwicklung

bestehender Marken und Entwicklungen neuer Düfte

gerecht. Ein kleiner Auszug aus dem Reich der Düfte

mit hohem Identifikationspotenzial: 01 Royal Riesling

von Acqua Colonia; 02 QS by S. Oliver für „sie“ und

„ihn“; 03 Beautiful von Betty Barclay; 04 Velvet Kitten

von Pussy Deluxe; 05 Tabac Original Eau de Cologne

Der Flagshipstore in der Glockengasse 4711 in Köln gilt als modernes Event Center

für anspruchsvolle und außergewöhnliche Veranstaltungen rund um den Duft, die Sinne

und natürlich um die Schönheit.

DIE ERFOLGSGESCHICHTE GEHT WEITER. Heute

wird 4711 von der Firma Mäurer & Wirtz

vertrieben, die eine eigenständige Tochter

der Dalli-Gruppe ist und bereits in der

fünften Generation von der Familie Wirtz

geführt wird, die nach wie vor ihren ganz

eigenen und vor allem unverwechselbaren

Stil pflegt.

An der Spitze von Mäurer & Wirtz tragen

heute der Geschäftsführer Fabian Krone

und der geschäftsführende Gesellschafter

Dr. Hermann Wirtz die Verantwortung.

Mäurer & Wirtz vertritt die Philosophie,

dass man sich an große Traditionen nicht

nur erinnern, sondern sie auch lebendig

halten soll. So ist das Traditionshaus in

Köln, Glockengasse Nr. 4711, als großzügiger

Flagshipstore nach wie vor die

Heimat der klassischen Marken. Zudem

gilt das Haus als modernes Event Center

für anspruchsvolle und außergewöhnliche

Veranstaltungen rund um den Duft, die

Sinne und natürlich um die Schönheit.

Der Firmensitz und der Produktionsstandort

von Mäurer & Wirtz ist jedoch

Stolberg/Kr. Aachen, wo an die 350 Mitarbeiter

beschäftigt werden. Die Hauptmärkte

von Mäurer & Wirtz sind Deutschland,

die Beneluxstaaten, Österreich und

die Schweiz. Aber nach wie vor wird auch

kräftig exportiert, und zwar in mehr als

135 Länder. Die Vertriebspartner für die

Produkte rund um 4711 sind der Parfümerie-

und Drogeriefachhandel, Kauf-

und Warenhäuser und ausgewählte Verbrauchermärkte.

Und natürlich kann

Mäurer und Wirtz auch mit neuen Auszeichnungen

aufwarten. So konnte etwa

4711 das Markensiegel „Marke des Jahrhunderts“

ergattern. Damit werden nur

die erfolgreichsten deutschen Marken

prämiert, die zudem über Jahre als etablierte

Unternehmen die Marktlandschaft

prägen und die auch – wie 4711 –

eine besondere His torie erzählen können.

Wie eben die jenes Kartäuser-Mönchs, der

vor mehr als 200 Jahren dem jungen Unternehmer

Wilhelm Mülhens die Geheimrezeptur

des „Aqua Mirabilis“ zur Hochzeit

geschenkt hatte. �

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 97


LIVING / LIFESTYLE

98 FOKUS I HOME & BUSINESS

BUSINESS

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG UND BRIGITTE ERNSZT

FOTOS BEIGESTELLT

Imagewandel

Perfektes Styling

Romantisch, klassisch, sportlich: Mit den richtigen Beauty-

Tools haben Sie stylish gesehen jede Situation fest im Griff.

1

SPORTSKANONE

Natürliche Schönheit

Spiel, Satz und Sieg – die Profitennisspielerin

Maria Sharapova ist ein

schönes Beispiel für den natürlichsportlichen

Look.

1 Maria Sharapova trägt 20-Karat-

Ohrringe aus tropfenförmigem

gelbem Quartz in 18-karätigem Gold

von Paloma Picasso für Tiffany & Co.

www.tiffany.at

2 Energiespender de luxe für die Haut

Celluar Cream Platinum Rare.

www.laprairie.com

3 Zart rosige Lippen durch Lip Gloss

von Kiehl’s – www.kiehls.at

4. Premier von Seiko – www.seiko.at

4

2

4

1

ROMANTISCHES GIRL

Zarte Farben zaubern Frühlingslaune

3

Stimmungsmacher: 1 Zauberhafter Frühlingslook „Clinique Juiced Up

Colour“ + 2 „clinique happy in bloom“ – www.clinique.at

3 Pop N’ Cheeks + Color Fever Gloss von Lancôme – www.lancome.de

4 Leichtfüßig durchs Frühjahr mit Neosense – www.neosense.com

3

FEBRUAR 2010

2


2

3

KLASSISCHER LOOK

Luxuriöses Unterstatement

1 + 2 Perfekter Look mit Sumptnous Mascara und

Eyeshadow Quad, beide von Estée Lauder – www.esteelauder.com

3 Stilgerechte Handtasche von Louis Vuitton

– www.louis-vuitton.com 4 Ausdrucksstarke Lippen mit

Lippenrot von Chanel – www.chanel.at

4

BEAUTY-GEWINNSPIEL

MISS MODA-Gutscheine & Düfte von Hermès oder Mugler

Mit etwas Glück und dem richtigen Tastendruck zählen auch Sie bald zu den

glücklichen Gewinnerinnen. So einfach geht’s: Bis 15. März eine SMS mit dem

Kürzel FOKUS und einer entsprechenden Kennzahl (z. B. FOKUS 03) an 0900

800 400 (Kosten pro SMS: EUR 0,50) senden oder eine Postkarte mit FOKUS,

Kennwort „Februar-Gewinnspiel“ mit der passenden Kennzahl (Nummer des

Geschenks), Bergmillergasse 5/Stiege 2/2.DG, 1140 Wien, schicken. Viel Glück!

URSULA KORTE

BRAND MANAGER NOBIL COSMETIC

DÜFTE FÜR ALLE

GELEGENHEITEN

Emotionen im Flakon

Nur wenige Menschen verwenden von

morgens bis abends nur einen einzigen

Duft. Viel öfter wird – je nach Anlass – zu

unterschiedlichen Düften gegriffen. Hier

eine kleine Auswahl meiner Favoriten:

01 „Angel EdP“ von Thierry Mugler

eignet sich etwa am besten für den

glamourösen großen Auftritt.

Mit seiner herausfordernden

Überdosis Patchouli übt der Duft

blitzartig seine anziehende

Wirkung aus, der in einem

gewagten, aber äußerst

köstlichen Sinnesrausch mit

Nougat-Karamell und einem

Vanilleakkord endet.

02 Die zweite Linie von Thierry Mugler

– „Alien EdT“ – wiederum ist der passende

Duft für magische Momente,

die niemals vergessen werden sollen.

Die floral-holzige Komposition ist

geheimnisvoll mit viel Sinnlichkeit ausgestattet,

aber doch überschäumend

und schillernd.

03 Für fröhliche und unbeschwerte

Seelen bietet sich „Eau de

Pamplemousse EdC“ von Hermès

an. Prickelnde Zitrus- und raffinierte

Rosennoten vereinen sich

zu einem Duft, der einfach fröhlich

macht und gute Laune bringt.

04 Rassig – aber zart, frisch und

fröhlich ohne unnötiges Herumgetue:

So lässt sich am besten jene Frau

beschreiben, die zu „Kelly Calèche EdT“

von Hermès greift. Sie besteht aus reinster

Lebensfreude – prickelnd wie die

Kletterrose, die den neuen Duft mit einer

subtilen Lederidentität prägt.

FEBRUAR 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 99

1

05


LIVING / LIFESTYLE

BUSINESS

TEXT RONNIE SAMBOR UND BRIGITTE SCHEDL-RICHTER

FOTOS WWW.BENE.COM, SHUTTERSTOCK

Das Kaffeehaus – der

bessere Arbeitsplatz?

Der Wandel von Gesellschaft und Kommunikationsformen ist auch am Kaffeehaus

nicht spurlos vorübergegangen. Es bleibt weiterhin ein idealer Platz, um zu

sehen und gesehen zu werden – und Ort privater und beruflicher Begegnung.

ARBEITSPLATZ LIGHT. Neue Muster ergänzen

alte oder lösen sie ab – und manches tritt in

anderem Gewand auf. Deshalb unsere Gewissensfrage:

Welcher Kaffeehaus-Typ

sind Sie? … Zwischen Zeitungslesern und

Laptop-Usern – sie sollte eigentlich

nicht hier sein.

Thomas beobachtet

die Fliege jetzt schon

länger. Dem Rand

seines Cappuccino-

Häferls kommt sie

gefährlich nahe, tapst

rüsselsaugend vor sich

100 FOKUS I HOME & BUSINESS

hin. Kein spektakulärer Anblick, klar, aber

es brauchte auch nichts Spektakuläres, um

ihn vom Blick auf seinen Laptop abzulenken.

Der Download wird laut Anzeige noch

sechs Minuten benötigen.

Thomas beobachtet die Fliege. In wirrem

Zickzack bewegt sie sich auf die weiße

Theke zu, landet auf der Mehlspeisenvitrine

und krabbelt bis zum „Rauchen

verboten“-Schild. Dann scheucht sie ein

junger Mann, offensichtlich Kunde, mit

seiner Zeitung davon. Moment: Zeitung?

Thomas kommt schon seit einiger Zeit

regelmäßig hierher, aber jemanden mit ei-

ner Zeitung hat er eigentlich hier schon

länger nicht gesehen.

INVASION DER LAPTOPS. Laptops gibt es unzählige

in modernen Szenecafés und Coffee

shops. So gut wie jede und jeder hat

einen mit. Was die Leute damit machen, ob

sie in der WLAN-Wolke – sie hat die frühere

Rauchwolke abgelöst – ihr Profil auf

Facebook erneuern, mit Freunden chatten

oder „ernsthafter Arbeit“ nachgehen, ist

meist nur aus ihren Gesichtern ablesbar.

So ein plötzliches Lächeln, das über ein

Gesicht huscht, ohne einen für Außenste-

FEBRUAR 2010


hende erkennbaren Grund, macht neugierig.

Was war das wohl? In welchem Kommunikationsraum

befindet sie sich gerade?

Es ist schon eigenartig. So viele Menschen

in einem Raum, physikalisch – und doch

jeder woanders. Das Café als Knotenpunkt

zur Außenwelt – sozusagen als Terminal

zum Hyperspace.

PRIVATE WORKING AND PUBLIC PRIVACY. Im Kaffeehaus

verschwimmen Grenzen. Zum Beispiel

jene zwischen Öffentlichkeit und Privatheit.

An sich ist das Café ja ein

öffentlicher Ort – jeder ist willkommen

und allen ist klar, dass man hier nie alleine

ist. Man findet sich ein, um in Gesellschaft

zu sein – schließlich geht es so genannten

„home based workern“ doch manchmal auf

den Geist, ständig allein vor dem PC zu sitzen.

Da tut sozialer Kontakt durchaus gut.

Auch wenn er nur „atmosphärisch“ ist.

Und wenn alle Freunde während der

Arbeitszeit nicht greifbar sind, bietet sich

das Café als optimale Alternative an. Man

kann tüfteln, E-Mails bearbeiten, kommunizieren

– und das von Leuten umgeben

und dennoch ungestört. Jeder ist öffentlich

und zugleich privat hier.

LET’S TALK? Und wie steht es mit dem Gespräch?

Das Kaffeehaus war doch bisher

der klassische Ort von Klatsch, Tratsch,

Diskussion und Kontaktpflege offensichtlich

„altmodischen“ Stils!

Zwar hat sich die Kommunikation

zunehmend auf

die schwarzen Quader

und den dahinterliegenden

unendlich großen

„Raum“ verlagert. Doch –

keine Angst – die direkte

FEBRUAR 2010

zwischenmenschliche Begegnung ist noch

nicht abgeschafft. Auch in Coffeehouses

blüht und gedeiht das Face-to-face-Gespräch.

Man findet zusammen oder begegnet

einander. Und wird die Runde größer,

sind flugs zwei Tische zusammen -

gestellt. Auch wenn früher oder später der

Laptop oder zumindest das Smartphone

wieder gezückt werden.

INSPIRATION COFFEEHOUSE. Wo Menschen zusammenkommen,

entstehen Ideen. Und

gerade das Kaffeehaus scheint ein idealer

Ort dafür zu sein. Von Weltliteratur, Kunst

und Philosophie bis hin zu Politik und

Wirtschaft – das Kaffeehaus beweist sich

geradezu als fruchtbarer Boden für Neues.

So wurde beispielsweise in den Lon-

doner Coffeehouses des 18. Jahrhunderts

die Aktiengesellschaft erfunden, oder –

noch weit weniger lang her – bei Ritual Coffee

Roasters im Mission District in San

Francisco unter anderem Flickr erdacht.

Dort hat die Web-2.0-Szene auch den passenden

Ort entdeckt, um gemeinsam an

ihren Codes zu feilen. Unbeantwortet

bleibt bis dato die fast schon elementare

Frage angesichts dieses Ortes, ob es einfach

am inspirierend-pulsierenden Umfeld

oder vielleicht auch ein bisschen am Kaffee

selbst liegt (o;)? Weiß jeder von uns doch

aus eigener Erfahrung, dass das aufputschende

Koffein uns etwas unabhängiger

von Tag und Nacht macht und Produktivitätsphasen

somit durchaus verlängerbar

werden.

VER-APPLED? Übrigens – Statussymbole und

Kaffeehaus passen natürlich auch ganz

vorzüglich zusammen. Ein Beispiel? Die

Markenfreaks unter den Digital Workers

setzten ja bekanntlich häufig auf Apfel-

Produkte. Und Apple-User sind anders als

„Normal-User“ – sagt man. Die sitzen

zum Beispiel mit ihren iPhones stundenlang

im Kaffeehaus und trinken einen

Café Latte nach dem anderen, während sie

nebenbei mit ihren stylischen tastenlosen

Mobiltelefonen im Netz surfen.

Ein Klischee? Klar, aber manchmal ist

auch an Klischees etwas dran.

So hat das US-Unternehmen

JiWire, das WLAN-Hotspots

vor allem in der Gastronomie

vermarktet, eine Studie erstellt

– und die mobilen Internetnutzer

ins Visier genommen.

Da hat sich gezeigt, dass es tatsächlich

vor allem die Appleaner

sind, die in der Öffentlichkeit ins Netz gehen.

Beinahe 98 Prozent aller handyähnlichen

Geräte, die an den untersuchten

30.000 WLAN-Hotspots ins Netz gingen,

waren Apple-Produkte: das iPhone mit 54

Prozent, der iPod Touch mit 43,4. Und bei

den Notebooks? Apple-Notebooks haben

am amerikanischen Laptop-Markt zwar

nur 7,4 Prozent, doch an den Hotspots

wurden 25,6 Prozent aller Laptop-Zugriffe

von MacBooks aus gemacht.

UNSER TIPP: Bleiben Sie dennoch gelassenindividualistisch

und genießen Sie Ihren

Espresso! �

Der Artikel erschien erstmals unter dem Titel

„Welcher Kaffeehaus-Typ sind Sie?“ in der Serie

„New Working Environments“ des Bene Online-

Trendletters „Office.Info“. Die Beiträge zum Thema sind

auch als Podcast verfügbar. Der Text wurde für den

FOKUS Home & Business von Walter Senk bearbeitet.

www.bene.com

FOKUS I HOME & BUSINESS 101


DIE UMFRAGE TEXT WALTER SENK

FOTOS BEIGESTELLT

Was erwarten Sie von 2010?

Experten geben eine Einschätzung über den Markt.

Von links nach rechts: Hermann Klein, Geschäftsführer der IG Immobilien, Gerhard Dreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung Bank Austria Real

Invest GmbH, Michael Ehlmaier, geschäftsführender Gesellschafter EHL Immobilien, Rainer N. Filthaut, Geschäftsführer von IRC International

Realty Corporation in Naples (Florida), Karl-Heinz Strauss, Geschäftsführer Strauss & Partner, Michael Wenzl, Sedlak Immobilien.

HERMANN KLEIN: Die allgemeine Finanzkrise

ist noch nicht überwunden und hat auch

Einfluss auf die Immobilienwirtschaft.

Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass Nachfrage

und Preise wesentlich stabiler sind als

in anderen Branchen. IG Immobilien ist –

dank des ausgewogenen Portfolios von

Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen und

eines Vermietungsgrads von 97 Prozent –

auch für heuer bestens gerüstet. Unsere

wohlüberlegte Strategie, Immobilien als

langfristige Investments zu sehen, ist gerade

in herausfordernden Zeiten unsere Stärke.

GERHARD DREYER: Der Trend zu sicheren und

wertstabilen Veranlagungen ist ungebrochen.

Wir werden weiter in heimische

Wohnimmobilien investieren. Vor allem bei

Privatinvestoren erfreut sich das Segment

der Ertragswohnungen hoher Beliebtheit.

Wichtig ist dabei nicht nur die Qualität der

Immobilie, sondern die nachhaltig gute Vermietbarkeit

des Objekts. Außerhalb des

österreichischen Marktes ist die Lage differenziert

zu betrachten. Aufgrund solider

Konjunkturdaten in der Region bieten vor

allem die Städte Prag und Warschau nach

den Preiskorrekturen im Vorjahr wieder

interessante Chancen für einen Markteinstieg.

MICHAEL EHLMAIER: 2010 wird ein sehr spannendes

Jahr. Nachdem die vergangenen beiden

Jahre von Unsicherheit, Ängsten,

Finanzierungssorgen und dergleichen geprägt

waren, steht das heurige Jahr unter

dem Zeichen Stabilisierung. Ich gehe von

102 FOKUS I HOME & BUSINESS

einer Konsolidierung des Marktes in Österreich

aus. Wohnimmobilien bleiben im Fokus

der Privatanleger, das Interesse an

Gewerbeimmobilien seitens institutioneller

Investoren ist wieder im Steigen begriffen.

In CEE/SEE ist eine starke Länderdifferenzierung

durchzuführen. Polen, Tschechien

und die Slowakei haben die Krise am besten

durchtaucht, wogegen Ungarn, Rumänien,

Bulgarien und Russland noch länger die

Nachwehen spüren werden.

RAINER N. FILTHAUT: In den USA bieten sich im

Bereich der privaten Wohnimmobilien und

der gewerblichen Objekte 2010 interessante

Kaufmöglichkeiten. Die Werte von gewerblichen

Immobilien sind um 30 bis 40 Prozent

gefallen und bleiben auch 2010 auf tiefem

Niveau. Sinkende Mieten, steigende Leerstände

und die Fälligkeit von 1,2 Billionen

Dollar Hypotheken in den nächsten 18 Monaten

werden zur Zwangsversteigerung von

vielen Objekten führen. Im privaten Wohnbereich

ist die Talsohle bei Objekten bis

500.000 Dollar erreicht. Im oberen Bereich

sind je nach Lage und Objekt noch Korrekturen

von 10 bis 20 Prozent möglich. Die vielen

Zwangsversteigerungen drücken auf den

Markt. Ende April läuft der 8.000-Dollar-

Steuerbonus aus. Die Zentralbank hat um

1,45 Billionen Dollar Hypotheken gekauft.

Das Programm endet im März. Zusammen

mit der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit

sehe ich auf absehbare Zeit keine Erholung.

KARL-HEINZ STRAUSS: Im Bürobereich rechne

ich mit einer moderaten Nachfrage, bei

gleichbleibenden bzw. leicht steigenden

Preisen. Neubauten werden zurückgehen

und Projekte sich verzögern. Etablierte

Bürostandorte sind weiterhin gefragt. Bei

Gewerbeflächen muss man mit stärkerem

Rückgang rechnen. Hier wird der Umzug

von Einzelstandorten in etablierte Büro-

und Gewerbestandorte, mit Verkleinerung

der Flächen, im Vordergrund stehen.

Im Wohnbau gibt es weiterhin eine große

Nachfrage nach Vorsorge-, Ertrags- und

Luxuswohnungen. Start-up-Wohnungen

und Häuser rund um Wien sind weniger

gefragt. In den EU-Ländern sehe ich ab

der zweiten Jahreshälfte gute Einstiegschancen

im Büro-, Hotel- und Wohnbau.

MICHAEL WENZL: Sedlak Immobilien beschäftigt

sich hauptsächlich mit der Errichtung

und dem Vertrieb frei finanzierter

Eigentumswohnungen. Aus diesem

Grund sind für uns der Grundstücksmarkt,

die Baupreisentwicklung und die

Kreditvergabepraxis entscheidende Faktoren

bei der Umsetzung unserer Projekte.

Wir erwarten einen weiteren Anstieg der

Grundstückspreise, eine moderate Baupreissteigerung

und leider eine weiter restriktive

Vergabepraxis bei Wohnungskrediten.

Als Auswirkung werden die Nachfrage

nach Mietwohnungen und der Wunsch

nach alternativen Finanzierungsformen

steigen. Um diesem Trend Rechnung zu

tragen, wollen wir bei unserem Reihenhausprojekt

im 22. Bezirk auch eine Mietkaufvariante

anbieten, um Eigentumsbildung

möglich und leistbar zu machen. �

FEBRUAR 2010


innovativ

Bedeutung.

Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit

gewinnen bei Aufzügen an

Otis hat dieser Entwicklung mit der

GeN2 Technologie längst Rechnung

getragen.

• Bis zu 50 % weniger Energie als herkömmliche

Aufzüge durch getriebelosen Permanent-Antrieb.

• Die stahlseelenarmierten GeN2 Gurte sind

verlässlich

korrosionsfrei und bis zu dreimal länger haltbar

als bisherige Stahlseile.

• Umweltfreundliches System, weil keine Schmiermittel

eingesetzt werden müssen.

Nun verbessert Otis

die Energieeffizienz

seiner Aufzüge weiter.

kompetent

Durch den regenerativen Antrieb

ReGen drive gelingt es erstmals, die

Bremsenergie des Aufzugs in das

gebäude interne Stromnetz zurück zu

speisen und so den Energieverbrauch

eines Gebäudes zu senken.

Energi(e)sche

Die Energieeinsparung eines GeN2

innovativ

mit ReGen drive gegen über einem

Hydraulik-Aufzug beträgt 75% bei

rund 300.000 Fahrten im Jahr.

Weniger Energieverbrauch bringt auch

Entwicklung von Otis.

Aufzugsantriebe mit Energierückgewinnung.

die Beleuchtung der Aufzugskabine

mit LED-Technologie. Gegenüber Spar-

sicher

lampen und Leuchtstoffröhren ergibt

sich ein Einsparungspotenzial von

50%. Mit LED-Lampen ist darüber

hinaus die Abschaltung der Kabinen -

beleuchtung möglich, wenn die Kabine

keinen Fahrbefehl hat. Das ergibt einen

zusätzlichen Spareffekt. LED-Lampen

halten länger als Leuchtstoffröhren,

weil ihre Lebensdauer ausschließlich

durch die Brenndauer bestimmt wird.

Das Ein- und Ausschalten verkürzt die

Funktion der LED-Lampen nicht, wie

das bei Leuchtstoffröhren der Fall ist.

LED-Lampen erzeugen außerdem

»gesundes« Licht, weil sie nicht nur

einzelne Farben darstellen, sondern

das gesamte Farbspektrum abdecken.

Ein Zusatznutzen für die Fahrgäste.

Otis GesmbH

1230 Wien, Oberlaaer Straße 282

Tel.: +43 (0)1 610 05-0, Fax: DW 450

austria@otis.com

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