Ausgabe 35 Doppelseiten - Gemeinsam Zukunft Gestalten

gemeinsam.zukunft.gestalten.net

Ausgabe 35 Doppelseiten - Gemeinsam Zukunft Gestalten

kost nix < September 2011 < #35

JULIA

KÖNIG

Musik ist mein

Lebenselixier

XXL!-

FUNPARK

VORSTAND VS.

FREUNDESKREIS

Garantiert Papstfrei!


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2

Inhaberin: Steffi Töpfer

BLÜTENTRAUM

JETZT AUCH IN MÜHLHAUSEN

NEUERÖFFNUNG

8. OKTOBER 2011

9:00 - 10:00 UHR

MÜHLHAUSEN

BRÜCKENSTRASSE 10

BLUMEN, STRÄUSSE, KRÄNZE, GESTECKE

UND VIELES MEHR

Inhalt

Gemeinsam Zukunft gestalten

Interkulturelle Woche 2011 .............. 4

Friedensfest in MHL ......................... 5

Neuer Internetauftritt ....................... 5

Kurz und Knapp

OB Wahl in MHL .............................. 6

Interview mit einem Bagger ............... 6

Jugendbands rocken MGH ................ 6

Erster Skatecontest in LSZ ................ 7

Spaceman Spiff in MHL .................... 8

NoXeeN in Dingelstädt ..................... 8

Vernissage ”Stilbruch” in LSZ ........... 9

Anna für sich. ................................. 9

Abrissverschwörung in MHL? .......... 10

Kompetenzagentur verlängert ......... 10

Tanzen und ausrasten .................... 11

Im MGH rollen die Kugeln... ............. 11

Pinnwand

Es war ´ne geile Zeit ....................... 12

JugendleiterCard ........................... 13

Danke für die schöne Zeit ............... 14

Spielplan 3K ................................. 16

Vorgestellt

Was ist los im XXL! Funpark ............ 22

Jugend für Europa ......................... 26

Poster

Night-Bike .................................... 18

Interviews

XXL!: Vorstand vs. Freundeskreis ...... 23

DJane Julia König .......................... 30

Rückblick

Kirmes 2011 ................................ 28

Brief aus Berlin

Gesuche ...................................... 20

Buchbesprechung

Mein Vater John A. Roebling ........ 32

Schwarze Poesie

Gedichte von Stephan Pitelka ....... 33

Das Letzte

Gregor: Armylife ............................ 34

Werbung

Neueröffnung Blütentraum ............... 2

Anzeige: Tina Pech .......................... 8

Unityheart.de .............................. 36

Gefördert mit Lottomitteln des Freistaates Thüringen durch

das Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

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3


Interkulturelle Woche

im Unstrut-Hainich-Kreis

Auch in diesem Jahr findet ab Ende

September im Unstrut-Hainich-

Kreis die Interkulturelle Woche –

Woche der ausländischen Mitbürger

statt. Diese hat sich in den letzten

Jahren in der Kreisstadt geradewegs

zu „Interkulturellen Monaten“

entwickelt, an denen sich etli

che Vereine und Bürger beteiligen.

Auch in diesem Jahr wurde ein vielseitiges

Programm mit unterschiedlichen

Veranstaltungen und

Aktivitäten auf die Beine gestellt.

Los geht's am 30. August, die letzte

Veranstaltung soll im Dezember

stattfinden. Die Angebote reichen

von Fahrten, über Feste, Konzerte

und Theateraufführungen, bis zu

Gottesdiensten und Gesprächskreisen.

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung

findet am 25. September,

um 17:00 Uhr, im Mühlhäuser

Ratssaal statt. Neben dem

Schirmherrn, dem Mühlhäuser

Oberbürgermeister Hans-Dieter

4

Dörbaum, sprechen Superintendent

Andreas Piontek, Stadtdechant

Gerhard Stöber und Walter

Schröder vom Kreissportbund Unstrut-Hainich.

Das Rahmenprogramm

gestaltet, wie im letzten

Jahr, die Gruppe „Xibugo“ vom

Eichsfelder Verein für Menschen in

Not. Es singen und spielen Antya

und Ardya Pradono sowie Nonni Athari

aus Indonesien. Anschließend

findet im Ratskeller ein Abend der

Begegnung statt. Zu diesem erwarten

die Besucher wieder internationale

Speisen und Musik der Gruppe

„pro feeling“. Koordiniert wird

die vom Verein Miteinander e.V. –

Netzwerk für Toleranz und Demokratie

im Unstrut-Hainich-Kreis. Als

Kooperationspartner sind das Diakonisches

Werk Eichsfeld-Mühlhausen

und die Caritas-Beratungsstelle

beteiligt. Die Organisatoren

danken besonders der Ausländerbeauftragten

des Freistaates Thü

ringen, Petra Heß (Erfurt), dem Kirchenkreis

Mühlhausen, der Stadt

Mühlhausen sowie der Sparkasse

Unstrut-Hainich für die freundliche

Unterstützung. Über die einzelnen

Veranstaltungen informiert ein Flyer,

der öffentlich ausliegt. Die Organisation

und Koordination der In

terkulturellen Woche im Unstrut-

Hanich-Kreis wäre ohne das Engagement

von Frau Vater und dem

Miteinander e.V., für den sie tätig

ist, nicht möglich. Die Aktivitäten

des Vereins werden im Rahmen

des Lokalen Aktionsplans “Gemeinsam

Zukunft gestalten” durch

das Bundesprogramm “Toleranz fördern

- Kompetenz stärken” und das

Bundesministerium für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend unterstützt.

Weiterreichende Informationen

dazu findest Du unter www.gemeinsam-zukunft-gestalten.netsowie

unter www.toleranz-foerdernkompetenz-staerken.de.

Friedensfest in

Mühlhausen

Zu einem Friedensfest lädt der Verein MuK – Kunst und Kultur e.V. am 24. September auf den Mühlhäuser Obermarkt

ein. Die Veranstaltung beginnt um 13:00 Uhr. Neben Reden zum Frieden erwarten die Besucher die Aktion

99+ Luftballons, ein Bastelstand, Aktionen mit Farbe, verschiedene Rampen zum Skaten sowie ein Kuchenbasar

und Essen aus aller Welt. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Gruppe “Sour Cream Experience”. Das Fest

soll bis 18:00 Uhr gehen. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Geschwister-Scholl-Heim, von der Theaterwerkstatt

3K, dem Jugendprojekt Boje, dem Verein XXL! – Das Jugendprojekt, der Ortsgruppe des Deutschen Frauenrings,

den Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte und dem Verein Farbklang aus Bad Langensalza. Alle Interessierten

sind herzlich eingeladen!

Gemeinsam Zukunft gestalten

mit neuem Internetauftritt

Im neuen Gewand zeigt sich seit kurzem die Internetseite des Lokalen Aktionsplans “Gemeinsam Zukunft gestalten”.

Unter www.gemeinsam-zukunft-gestalten.net wird über aktuelle Projekte und Veranstaltungen, die Strukturen

des Aktionsplans im Landkreis und das Bundesprogramm informiert. Künftig soll die Homepage zum Portal

für alle Mitmachaktivitäten im Unstrut-Hainich-Kreis ausgebaut werden. Wer seine Veranstaltungen, Workshops,

Seminare, Ferienfreizeiten usw. über die Seite bewerben möchte, sende einfach eine E-Mail mit den entsprechenden

Informationen und seinen Kontaktdaten an info@jim-zone.de. Die Veröffentlichung auf der Homepage

ist kostenlos. Den Lokalen Aktionsplan führt der Landkreis im Rahmen des Bundesprogramms “Toleranz fördern -

Kompetenz stärken” durch. Ziel des Programms ist es ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und den

Einsatz für Vielfalt und Toleranz zu fördern. Dabei sollen besonders Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern, Pädagogen,

lokal einflussreiche Akteure sowie Multiplikatoren angesprochen werden. Träger des Programms ist das

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

5


knapp

&kurz

OB Wahl in MHL

Im kommenden Jahr wird auch in

Mühlhausen wieder der Oberbürgermeister

gewählt. Der Amtsinhaber,

Hans-Dieter Dörbaum, tritt

nicht mehr an. Ein Umstand, den

die Herausgeber dieses Magazins

als besonders bedauerlich empfinden.

Denn Sprüche, wie „Kein

Grün auf dem Steinweg, aber einen

Dörbaum im Rathaus“, dürften

dann unglücklicherweise der Vergangenheit

angehören. Muss sich

Scholle halt was anderes einfallen

lassen. Leider geben die Namen

der Kandidaten, die von ihren Parteien

als OB vorgeschlagen wurden

bzw. dem Vernehmen nach noch

werden sollen, in diesem Zusammenhang

nicht viel her. Jörg Kubitzki

(Kandidat der Partei Die Linke)

und Dr. Johannes Bruns (eventuell

Kandidat der SPD und – wenn es

nach Informationen der TA geht -

nach der Wahl vielleicht ohne Parteibuch)

wecken, zumindest beim

ersten Hören, keine Assoziationen

zu den Zuständen in der Kreisstadt.

Die CDU will ihren Kandidaten erst

im Herbst wählen und auch die anderen

im Stadtrat vertretenen Parteien

haben sich noch nicht entschieden.

Dafür brodelt die Gerüchteküche.

So werden Namen

von Personen gehandelt, die eventuelle

eine parteiunabhängige Kandidatur

anstreben könnten. Unter

anderem wird gemunkelt, ein Bekannter

DJ würde insgeheim über

eine Kandidatur nachdenken. Welchen

Wahrheitsgehalt das alles hat

sei dahin gestellt. Fakt ist, ein für

Satirezwecke geeigneter Name ist,

nach unseren Recherchen, nicht

dabei. Scholle, übernehmen sie!

6

Interview mit

einem Bagger

Zwar wurden in letzter Zeit in der Regionalzeitung

keine Interviews mit

Tieren oder Gegenständen mehr

veröffentlicht, aufgrund der überaus

positiven Reaktionen unserer

Leser haben wir uns allerdings

trotzdem dazu entschlossen, auch

weiterhin Dinge zu befragen, die

uns etwas zu sagen haben. Heute:

Interview mit einem Mühlhäuser

Bagger.

JiM: Hallo, was machst Du so?

Bagger: Ich grabe gerade ein niedliches

Häuschen an. Das hat mir

schon immer gefallen. Tolle Statik

und was für ein Vorbau! Da gerät

mein Öldruck in Wallung und mir

wird der Ausleger ganz steif.

Jugendbands rocken MGH

JiM: Der Altersunterschied spielt

dabei keine Rolle?

Bagger: Ein paar Jährchen hat das

niedliche Ding ja schon hinter sich,

aber ich bin ja auch nicht mehr der

Jüngste. Was soll´s, sie ist schon

lange keine 16 mehr und ich bin immer

noch nicht 40! Also, kein Problem.

Wir könnten sogar in die Politik

gehen, ohne dass ich von einem

Posten zurücktreten müsste.

JiM: Und? Hast Du Erfolg bei ihr ?

Bagger: Wenn ich noch ein bisschen

weiter grabe, liegt sie mir garantiert

bald zu Füßen.

JiM: Und was dann?

Bagger: Dann nehme ich sie sanft

auf meinen starken, langen Arm

und wir fahren gemeinsam in die

Flitterwochen nach Emilienhausen

oder auf eine andere Deponie. Ist

das nicht romantisch?

Das Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus (MGH) startet am

17.09. seine neue Staffel der traditionellen Rockwechseltour. Für alle musikbegeisterten

Zuhörer gibt es wieder tolle Konzerte mit vielen jungen

Nach-wuchsbands und ihrer Livemusik. Gäste aus nah und fern haben

sich angesagt. Den Anfang machen „Rockania“ aus Neustadt/Harz, die

Metalband „MINDCUT“ aus der Hochschulstadt Merseburg sowie „Atlanta

Hope“, eine jungen Metalband aus Mühlhausen. Ein neues technisches

Konzept sorgt ab sofort für eine verbesserte Bühnenpräsentation. Los

geht es ab 21.00 Uhr, der Kartenverkauf (3,00 Euro) startet eine Stunde

zuvor. Die nächsten Konzerte sind übrigens bereits fest für den 12.

November und 10. Dezember 2011 eingeplant.

Erster Skatecontest in Bad Langensalza

Wort: Jana Anton

Am 16.07. fand der erste Wettbewerb

für Skater in Bad Langensalza

auf dem Jahnplatz der

Rosenstadt statt. 2.500 Flyer, 30

Poster und jede Menge Internetwerbung

machten schon im Vorfeld

auf dieses Event aufmerksam.

Organisiert hatte es der Verein

„Farbklang“ zusammen mit jungen

Skatern aus Bad Langensalza. Um

10.00 Uhr trafen die ersten Skater

ein und fuhren sich warm. In zwei

Gruppen führen die Jugendlichen

abwechselnd über einen Parkour,

der aus ausgeliehenen und selbst

gebauten Rampen bestand. In

Gruppe A zeigten die unter 16jährigen

ihr Können, in Gruppe B die Älteren.

Eine Jury aus Bad Langensalzaer

Skatern vergab Punkte in

den Bereichen Parkcontest,

Highest Ollie (höchster Sprung)

und Game of Skate. In der Gruppe

unter 16 Jahren belegten die

Plätze eins bis drei Oliver Fischer,

14 Jahre, aus Schwarza, Michel

Gary, 15 Jahre, aus Bruchstedt und

Nils Nichterlein, 13 Jahre, aus Bad

Langensalza. Bei den über Älteren

belegte der 17jährige Eisenacher

Chris Ebert den 1. Platz, Manuel

Jand, 23 Jahre, aus Jena wurde

Zweiter und der Jenenser Clemens

Wigger, ebenfalls 23 Jahre, Dritter.

Chris Ebert sicherte sich auch den

Game Of Skate. Clemens Wigger

gewann den Highest Ollie. Als

Preise gab es für die Bestplatzierten

unter anderem Decks

und Gutscheine von Szeneläden

aus Erfurt und Mühlhausen. Besonders

belebt war die Fingerboardbahn,

die Marcus Weiß eigens

für diesen Tag zusammengebaut

hatte. Dabei handelte es sich

um einen Miniaturparkour, auf dem

kleine Boards mit Mittel- und

Zeigefinger gefahren werden. Auch

bei diesem Contest gab es Preise

zu gewinnen. Aufgrund der hohen

Einsatzbereitschaft aller Mitwirkenden

und der guten Besucher-

zahlen sind sich alle Beteiligten einig,

dass es im kommenden Jahr eine

Wiederholung der Veranstaltung

geben soll. Dann vielleicht im

Skatepark, der aufgrund von Beschädigungen

zurzeit leider nicht

nutzbar ist, der aber ein idealer

Platz für ein solches Event wäre.

Besonders bedanken möchte sich

der Verein „Farbklang“ bei Pierre

Freitag, Matthias Meyer, Alexander

Röth, Tom Schulze, Ute Freitag,

Andre Vockrodt und Marcus Weiß

für ihr Engagement, der Stadtverwaltung

Bad Langensalza für ihre

unkomplizierte Hilfe, dem Thuringia

Funpark aus Mühlhausen für

die Skaterampen und allen die an

diesem Tag mitgeholfen haben!

JiM - Das Magazin schließt sich an

und gratuliert nachträglich allen

Gewinnern ganz herzlich!

7


8

Spaceman Spiff in MHL

Liedermacher und Hip-Hop an einem Abend! Mit seinem

zweiten Album "... und im Fenster immer noch Wetter"

schloss der in Hamburg lebende Spaceman Spiff, alias

Hannes, zu Indie-Songwritern wie Click-ClickDecker auf. Es

ist nicht nur die Musik, die überzeugt, vor allem die Spaceman

Spiffs Texte sind bemerkenswert. Es wäre schon ein

Ereignis, würde er sie nur vorlesen. Wenn er am 23.09. nach

Mühlhausen kommt, hat Hannes natürlich auch seine

Gitarre im Gepäck, um in gemütlicher Atmosphäre seine

Songs zu präsentieren. Wo ginge das besser als im Cheers,

direkt am Mühlhäuser Steinweg. Vielversprechend ist auch

der zweite Programmpunkt des Abends. Das neue Hip-Hop-

Dreiergespann Die Obskuriosen tritt erstmals in Mühlhausen

auf. Unter ihnen sind alte Bekannte: Jaba und Jimmi

Vau waren Teil der Bad Langensalzaer Rap-Crew Tonträger.

Gemeinsam mit Jahmica, der sein großartiges Demotape

"Ungereimtheiten" vor wenigen Wochen veröffentlichte, garantieren

sie im Cheers Freestyle Rap und Beatbox. Los geht

es am 23.09. gegen 21:00 Uhr. Da das Cheers ein kleines

Lokal ist, ist ein rechtzeitiges Erscheinen von Vorteil!

Wort: Martin Zenge

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NoXeeN

Martin (Gesang/Bass), Chris (Gitarre/Gesang),

Benjamin (Gitarre) und Roberto (Schlagzeug)

von der Hüpstedter Death-Metaler haben gerade

die Aufnahmen an ihrem nigelnagelneuen Album

beendet. Wann das Teil endlich erscheinen soll,

steht allerdings noch nicht fest. Bevor es soweit

ist, müssen erst noch das Covers gestaltet und

ein passender Name dafür gefunden werden. Wir

halten Euch jedenfalls auf dem Laufenden, wenn

wir mehr wissen. Wer nicht so lange warten

möchte und die Jungs demnächst mal wieder live

erleben will, sollte sich am Sonnabend, den 22.

Oktober 2011, ins Schützenhaus nach Dingelstädt

begeben. Also, nischt wie hin!

Vernissage „Stilbruch“ in LSZ

Bereits zum zweiten Mal haben sich die Künstler von „Über den Tellerrand“

ans Werk gemacht, um eine Vernissage zu präsentieren. Manuel Jarowsky,

Melissa Domni, Superidiot, Sebastian Gallert, Frances Läger und

Tino Anton suchten sich dieses Mal dafür die Gemeindeschenke in

Ufhoven dazu aus. Zusammen mit dem Kunst- und Kulturverein „Farbklang“

wurde ein Konzept erstellt, die notwendigen Absprachen getroffen

und die Ausstellung feierlich mit Sekt und Orangensaft eröffnet. Clint

Büchner, Vorstandsmitglied des Vereins, hielt eine Laudatio und bedankte

sich bei allen, die geholfen hatten diese Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Die Ausstellung, die Fotografien, Ölgemälde und Bleistiftzeichnungen

zeigte, war jeweils an den Wochenenden vom 15. bis zum 30.07. geöffnet.

Für jedes Wochenende ließen sich die Veranstalter ein neues Highlight

einfallen. So begeisterte am Tag der Eröffnung Eric Seehofer mit seinem

ruhigen Gitarrenspiel das Publikum. Am Wochenende darauf gab es

Live Action Painting - Tino Anton, Clint Büchner und Sebastian Gallert malten

auf riesigen Leinwänden mit Sprühdose, Kreide oder Edding. Unterstützt

wurden sie dabei von der Gruppe „Teacup Exhibition“, die dafür extra

aus München angereist war. Auch einige Bilder wurde während der

Veranstaltung verkauft. Das Geld soll für neue Jugendprojekte genutzt werden.

Die nächste Ausstellung der jungen Garde soll im nächsten Jahr im

Rathaus von Bad Langensalza stattfinden. Wort: Jana Anton

Anna für sich.

Anna Pumpe

Ick Anna Pumpe

Stehe anna Pumpe.

Ick pumpe anna Pumpe.

He, Anna Pumpe pumpste?

Ja. Ick pumpe anna Pumpe!

www.gemeinsam-zukunft-gestalten.net

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Abriss Verschwörung in MHL?

Schon komisch, aber das alte Haus, das in der Ausgabe 33 auf Seite 3 abgebildet

war, wurde einige Wochen nach Erscheinen des Heftes abgerissen.

Na und, werden jetzt einige sagen, was soll´s, es war halt alt. Nur wurde

mittlerweile auch das Nachbarhaus des Gebäudes entsorgt! Bedeutet

das, dass jetzt alle Häuser, deren Fotos in unsrem Magazin erscheinen, abgebrochen

werden? Wir wissen es nicht, werden aber - selbst auf die Gefahr

weiterer Abbrucharbeiten - auch künftig Bilder von alten Häusern veröffentlichen.

Sollten dann in einigen Jahren alle Häuser, die in unserem

Magazin abgebildet waren, abgerissen worden sein, haben wir wenigstens

1.000 neue Jobs im Baugewerbe geschaffen und einen Beitrag für die Zukunft

der Region erbracht! Und nun zu etwas völlig anderem …

Kompetenzagentur verlängert

Die Kompetenzagentur Unstrut-Hainich-Kreis wird bis zum 31.12.2013

weiter finanziert. Das zweiköpfige Team, bestehend aus Juliane Kollars

und Michael Weschke, betreut besonders benachteiligte Jugendliche im

Alter zwischen 14 und 27 Jahren an der Schnittstelle zwischen Schul- und

Berufsleben, damit sie ihren Weg in einen Beruf und in die Gesellschaft finden.

Beide beraten, begleiten und unterstützen, wenn Jugendliche keinen

Schulabschluss, keine Ausbildung haben, nicht wissen, wie es nach der

Schule weitergeht und bei Schwierigkeiten in Familie oder Freundeskreis.

Die Agentur existiert seit März 2007. Mehr als 500 Jugendliche wurden

seitdem betreut. Das Team hat sich in den letzten Jahren etabliert und verzeichnet

eine verstärkte Nachfrage. Immer mehr Jugendliche werden auf

das breitgefächerte Leistungsspektrum - bestehend aus komplexer Beratung

und engmaschiger Betreuung - aufmerksam und möchten kompetent

unterstützt werden. Juliane und Michael haben ihr Büro in Bad

Langensalza in der Thamsbrücker Straße 20, im Zimmer 201. Sie sind

dort unter der Telefonnummer 03603 - 802560, per Mail unter kompetenzagentur@lrauh.thueringen,

und im Internet unter www.kompetenzagentur-uhk.de

zu erreichen. Seit Mai 2011 gibt es auch ein Büro in der

Mühlhäuser Röblingstraße 12. Die Kompetenzagentur ist ein Projekt des

Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird

über den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

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>>> Impressum >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

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Es war 'ne geile Zeit!

Wort und Bild: Walter Schröder

Das war die Meinung der meisten

Teilnehmer, die mit der Kreissportjugend

Unstrut-Hainich die Sommerferien

verbrachten. Über 80

Mädchen und Jungen nutzten die

Möglichkeit, mit der Sportjugend

am Kyffhäuser und bei Potsdam erlebnisreiche

Ferientage zu verbringen.

Im Jugendwalheim in Rathsfeld

im Kyffhäusergebirge erholten

sich fünf Tage lang Kinder in Alter

von sieben bis zwölf Jahren. Neben

dem, was normalerweise zu einer

Freizeit dazugehört, wie Sport,

Spiel, Spaß, Lagerfeuer und Disco,

gab es weitere einzigartige Erlebnisse.

Zu den Höhepunkten gehörte

ein Besuch des Kyffhäuserdenkmals,

der mit dem traditionellen

„Kyffhäusertreppenlauf“ verbunden

war, und eine Sonderführung

durch die Barbarossa-

Höhle. Weiterhin ein Badetag am

Stausee Berga Kelbra (mit Edelstahl

Doppelrutsche!), eine Tagesfahrt

zur Kaiserpfalz Tilleda und ein

Besuch der Sommerrodelbahn im

Erlebnispark Straußberg. An der

zweiten Freizeit des Sommers nahmen

Kinder und Jugendliche im

Alter zwischen zehn bis 15 Jahren

teil. Diese waren acht Tage im Kindererholungszentrum„Inselparadies“

zu gast, welches direkt am

Schwielowsee, in der Nähe Potsdam,

auf einer Halbinsel liegt. Bei

ansprechendem Sommerwetter

nutzten sie hier die Möglichkeiten,

die das Wasser bot. Neben dem

Baden wurden eine Ruderregatta

und eine Kanutour durchgeführt.

Etwas anstrengend, aber sehr interessant,

war eine Tagestour mit

dem Fahrrad Rund um den See.

Höhepunkt der Freizeit stellte der

Besuch der Bundeshauptstadt mit

der Besichtigung des Olympiastadions

dar. Dabei nutzen einige

Teilnehmer die Möglichkeit, Zuschauer

beim Training der Fußballprofis

von Hertha BSC zu sein.

Sportlich ging es auch bei verschie

12

denen Teamwettbewerben zu, bei

denen es u.a. galt als Mannschaft

möglichst schnell durch ein

Maislabyrinth zu kommen. Selbstverständlich

gehörten auch während

dieser Freizeit kleine Sportspiele,

eine Flirt-Disco u.ä. zum

Programm. Durch die finanzielle

Unterstützung des Landratsamtes

konnten an beiden Freizeiten auch

Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen

Familien teilnehmen.

Dafür an dieser Stelle ein großes

Dankeschön! Ab jetzt laufen bereits

die Vorbereitungen für die

Freizeiten in Herbst und Winter.

Vom 17. bis 21.10. werden wir erneut

nach Rathsfeld ins Kyffhäusergebirge

fahren. Anmeldeschluss

dafür ist der 30. September

2011. Die Winterfreizeit 2012

wird uns vom 5. bis zum 11.02. ins

tschechische Riesengebirge führen.

Dafür können sich Interessenten

noch bis zum 30. November

2011 anmelden. Informationen zu

der jeweiligen Freizeit erhaltet ihr

bei der Kreissportjugend Unstrut

Hainich unter der Telefonnummer:

03601 – 498 254.

Lass dich

Das Juleica-Seminar bietet dir Grundlagen

für alle wichtigen Bereiche, von

Recht bis Pädagogik, von Finanzen bis

Planung. Du erfährst warum es im deiner

Gruppe manchmal Stress gibt, und

was du dagegen tun kannst. Du lernst,

wo man Geld für Aktionen herbekommen

kann, und welche Stolperfallen es

bei der Planung geben kann. Und vielleicht

stößt du auf Grenzen, die du selber

bei dir noch nicht kanntest.

Gratis dazu gibt es jede Menge Spaß

mit Leuten, die alle das selbe wollen:

Aktion statt Langeweile.

Anmeldung und Info:

nichtbelöffeln!

JugendleiterCard

Kreissportjugend im Kreissportbund

Unstrut-Hainich e.V.

Kasseler Str. 5

99974 Mühlhausen

Tel: (03 60 1) 49 82 54

Fax: (03 21) 21 03 64 44

Email: sportjugend-UHK@gmx.de

Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis

Fachdienst Familie und Jugend

Thamsbrücker Str. 20

99947 Bad Langensalza

Tel: (03 60 3) 80 - 27 45

Fax: (03 60 3) 80 - 13 27 45

Email: jugendarbeit@lrauh.thueringen.de

Seminar 2011

7./8. u. 28./29.10. + 4./5.11.

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Danke für die schöne Zeit!

Die Sommerfreien 2011 waren ein voller Erfolg. Das große Engagement von Gemeinden,

ehrenamtlichen Helfern, zahlreichen Spendern und Vereinen ermöglichte tolle Ferienangebote

und damit vielen Kindern und Jugendlichen schöne und erlebnisreiche Ferientage.

Susann Waschtowitz, beim Kreisverband der AWO in Bad Langensalza für die mobile Jugendarbeit

im Sozialraum 2 verantwortlich, wirft einem Blick zurück.

Ende Juli fand bereits zum vierten

Mal in Folge die Ferienfreizeit „5 für

20“ im Freibad Kirchheilingen

statt. Dieses Projekt wird vom Landesjugendwerk

der AWO Thüringen

getragen und ermöglicht Kindern

und Jugendlichen eine elternfreie

Zeit von fünf Tagen für insgesamt

20 Euro. Und dieses Geld ist echt

sehr gut angelegt! Über 20 Kids

campierten im Freibad Kirchheilingen

in Zelten und erlebten Natur

pur mit Badespaß. Das Wetter war

nicht immer das Beste, aber es wurde

das Beste daraus gemacht.

Zahlreiche Spender, Vereine und

ehrenamtliche Helfer engagierten

sich mit vollem Einsatz, um diese

Freizeit zu einem besonderen Erlebnis

zu machen. Die teilnehmenden

Kinder und Jugendlichen dankten

es mit einem Leuchten in den

Augen und herzhaftem Lachen.

Hier konnten die Kleinen einmal

ganz GROSS sein – ob als Feuerwehrhelfer,

Bulldogfahrer, Reiter

oder Nachtschwimmer. Für jeden

war etwas dabei. Die Betreuer waren

zwar ständig in vollen Einsatz,

hatten aber jede Menge Spaß dabei.

Selbst der Feldküchendienst

funktionierte reibungslos. Auch im

nächsten Jahr soll diese Freizeit

wieder stattfinden. Wer Interesse

daran hat mitzumachen – egal ob

als Helfer oder Teilnehmer – kann

sich gern beim Landesjugendwerk

der AWO melden. Infos gibt es unter

Landesjugendwerk der AWO in

Thüringen, Josef-Ries-Straße 15,

99086 Erfurt. Telefon: 0361 – 511

596, E-Mail: landesjugendwerk@awo-thueringen.de,Internet:

www.jw-zukunft.de. Einfach

mal checken!

14

Parallel zur Ferienfreizeit in Kirchheilingen

liefen die Ferienspiele im

Herbslebener Johanniter Jugendtreff

an. Die Ferienspiele fanden

drei Wochen hinter einander statt.

Willkommen waren alle Kinder im

Alter zwischen 6 und 12 Jahren.

Hier gab es viel aufregendes und

Neues zu erfahren. Neben vielen

Gruppenaktivitäten war auch genü

gend Raum für eigene Interessen.

Es fanden sich einige Talente im

Wave Board fahren, sowie Skaten

und Klettern. Natürlich konnte

auch gebastelt, gemalt, Trampolin

gehüpft und gebadet werden. Die

Höhepunkte der jeweiligen Woche

fanden zu den Thementagen statt.

In der einen Woche war „Star

Wars“ Thema und in der Anderen

„Western“. In dieser Zeit machten

die Kids eine Menge Ausflüge, die

die kleinen und großen Herzchen

höher schlagen ließen. Die Rumpelburg

in Bad Langensalza machte

ihren Namen alle Ehre und sorgte

für viel Spaß und Lärm. Eine Abkühlung

gab es im Freibad Kirchheilingen

und die Demonstration

von Windkraft in Herbsleben. Das

war noch längst nicht alles. Es standen

auch ein Bergwerksbesuch,

Hallenbad, Gold schürfen und Trabi

Museum auf dem Tourenplan. Alles

in allem ein echtes Komplettpaket

für die Ferien. Gestützt wurde auch

diese Freizeit von den Gemeinden,

Vereinen, Spendern und ehrenamtlichen

Helfern.

Freude über

Unterstützung

An dieser Stelle muss ich gestehen,

dass ich überwältigt

war, wie viele Menschen es

gibt, die Kindern und Jugendlichen

eine schöne Freizeit

ermöglichen wollen. Zu

mal es viele Kinder und Jugendliche

gibt, die sich keinen

Urlaub und keine teuren

oder weit entfernten Ausflüge

leisten können. Es

stimmt: Wunder geschehen

– auch in der sozialen Arbeit.

Dafür möchte ich mich

bei allen bedanken, die unsere

Arbeit unterstützen. Besonderer

Dank gebührt all

denen, die sich freiwillig engagieren

und ihre Freizeit

der Betreuung von Kids widmen.

Danke! Die vorgestellten

Ferienfreizeiten habe

ich mitbetreut und kann bestätigen,

dass die Spenden

angekommen sind.

15


16

DerMühlenRebhuhnBlumenKornGeschichtsEintopf

Ein mehr als gewöhnlicher Stadtrundgang durch Mühlhausen, eigens erdacht

für Kinder. Beginnend am Inneren Frauentor zieht die mobile

Theaterbühne vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der historischen

Mühlhäuser Altstadt, so unter anderem am ehemaligen Hospital

und Posthaus in der Holzstraße, am Rathaus bis hin zum Kornmarkt.

Unsere „Stadtführer“ berichten charmant und humorvoll Lehrreiches aus

Lebenswelt und Handwerk, aber auch „Sagenhaftes“ aus dem spätmittelalterlichen

Leben der Stadt Mühl-hausen.

Mittwoch, 07.09., 14.00 Uhr Treffpunkt:

Mittwoch, 14.09., 14.00 Uhr Inneres Frauentor, Mühlhausen

Artedrale Nr. V

Die „artedrale“ ist eine Veranstaltungsreihe, die vom 3K im Jahr 2002 ins

Leben gerufen wurde, um einen Kirchenraum mittels künstlerischer

Auseinandersetzung mit musikalischen, theatralen und bildnerischen

Elementen neu zu entdecken. Anknüpfend an die Erfolge der vergangenen

Jahre, widmet sich die „artedrale Nr. V“ dem „Licht“ in all seinen inhaltlichen

und formellen Facetten. Die diesjährige „artedrale“, die die

Besonderheiten kleiner Kirchen in Mühlhausen und Umgebung aufzeigen

soll und in deren Ergebnis auch ein Film entstehen wird, wird gemeinsam

mit Schülern gestaltet.

Samstag, 24.09., 20.00 Uhr Kilianikirche Mühlhausen

SPIELPLAN

3K – Kunst, Kultur, Kommunikation e.V.

09/10

Unter der Linde 7, 99974 Mühlhausen

Tel: 03601 - 440 937, Fax: 03601 - 403 784

E-Mail: post@3k-theaterwerkstatt.de

WORD ALERT

WORD ALERT ist ein Spoken-Word-

Kollektiv aus dem Rhein-Main-

Gebiet, das Poesie auf die Bühne

bringt, die mit herkömmlichen

Lesungen wenig gemein haben. Es

werden keine Gedichte rezitiert,

sondern Texte als Performance vorgetragen,

die den drei Poeten

Körpereinsatz, Taktgefühl und Synchronisation

abverlangen. Während

ihrer Auftritte vermengen sich

prosaische Szenen und Improvisation,

sowie SpokenWord und

Rapeinlagen zu einem eigenständigen

Gemisch. Mit ihnen auf der

Bühne steht der Poetry-Slam-Poet

Felix Römer, der am selben Tag um

11.00 Uhr im 3K einen Poetry-

Slam-Workshop durchführt, bei

dem Schüler das Schreiben kurzer,

Poetry-Slam-geeigneter Texte und

den Umgang mit dem Mikrofon erlernen

können.

Donnerstag, 15.09.,

11.00 Uhr: Poetry-Slam-Workshop

19.00 Uhr: WORD ALERT

Kilianikirche Mühlhausen

Momo

Ein modernes Märchen für

Erwachsene und Kinder ab acht.

Erzählt die Geschichte eines

Mädchens, das uns, die wir nur

noch an nützlichen Tätigkeiten interessiert

sind und nur noch Hektik

und Stress kennen, einen Spiegel

vorhält und uns zeigt, was wir oft

verlernt haben: Uns Zeit zu nehmen

und Zeit zu haben, zum

Genießen, für Freundschaften und

Gespräche, für all das, was uns im

Inneren immer schon ganz wichtig

war und wieder sein sollte.

Donnerstag, 06.10., 19.30 Uhr

Kilianikirche Mühlhausen

Erwachsene: 5,00 EUR

Ermäßigt: 4,00 EUR

Kinder: 3,00 EUR

Kindergruppen: 2,50 EUR p.P.

Waldwerkstattgeschichten

Dieses Ferienangebot ist eine interaktive

Traumreise in eine Phantasiewelt.

Geführt wird sie von

Kobolden, von Hase und Igel, von

Geistern und Feen oder anderen fabelhaften

Wesen, die meist vor einem

unlösbaren Problem stehen.

Die Kinder nehmen aktiv an der

Geschichte teil und verhelfen den

Hauptfiguren zu einem glücklichen

Ende. Neben einer mitreißend erzählten

Geschichte wird natürlich

auch das Basteln nicht zu kurz kommen.

Montag, 24.10., 10.00 Uhr

Dienstag, 25.10., 10.00 Uhr

Donnerstag, 26.10., 10.00 Uhr

Funktionsgebäude des 3K,

Unter der Linde 7, Mühlhausen

Eintritt: 3,50 EUR

B-Premiere: „HEUTE ABEND: LOLA BLAU“

„Heute Abend: Lola Blau“ ist die Geschichte der jungen Schauspielerin und Sängerin Lola. Eine Geschichte von

Georg Kreisler, die man erzählen muss, damit sie niemand vergisst. Lola ist eine freche und verlorene, eine verfolgte

moderne Frau, deren Lebensgeschichte geprägt ist von den politischen Ereignissen und der Suche nach einem

Zuhause. Sie singt und tanzt, und will Theater spielen. Sie reist durch Europa und Amerika, erlebt Erfolg und

Einsamkeit, Glück und Hoffnungslosigkeit. Sie findet ihr Lebensgefühl in Chanson- und Kabarett-Liedern, die sie

durch das ganze Stück und durch das Leben tragen. In berührenden und bissigschwarzhumorigen Songs lässt

Lola das Publikum an ihrer packenden „Fahrt ums Überleben“ teilhaben. Es erwartet Sie ein fulminanter Abend

mit der 3K Schauspielerin Diana Floetenmeyer.

Sonntag, 16.10., 19.00 Uhr Erwachsene: 15,00 EUR

Kilianikirche Mühlhausen Ermäßigt: 10,00 EUR

17


Gesuche

Wort und Bild: Charlotte Klaus

Country Manager, Sales/Key Account

Manager, Senior Publisher Sales Manager,

Trainee und Android Entwickler – wo sind eigentlich

die schönen ach so leicht verständlichen

Berufsbezeichnungen von

einst? Bäckereifachverkäuferin, Diplom-

Ökonom, Hausmeister – nichts da!

Heutzutage sind das Facility Manager! Schnell bekommt

man den Eindruck, ein zusätzliches Studium

zum Verstehen der Berufsbezeichnungen absolvieren

zu müssen. Englische Songtexte schlecht mitzusummen

reicht nicht mehr aus, man sollte einem chinesischen

Geschäftspartner mindestens den Fall der

Mauer mit allen politischen Hintergründen und das

Kuchenrezept der Oma erklären können. Dafür spart

man beim Schreiben der Bewerbung das Papier und

den Fotografen. Bewerbungsschreiben werden nämlich

vorrangig digital entgegengenommen und wegen

eventueller Diskriminierung wird auch gern mal auf ein

Foto verzichtet. Wer aber dennoch nicht mindestens

ein Foto in ein Dokument einfügen kann, hat allerdings

wenige Chancen und sollte über Selbstständigkeit

nachdenken. Wer neben dem Studium nicht mindestens

drei Fremdsprachen und zwölf Praktika absolviert

hat, kann sich mit den eben angesprochenen

Kollegen zusammensetzen und über eine GbR nachdenken.

Ob man eingeladen wird oder nicht, hängt also

vom Glück und vom sprachlichen Geschick ab. So

oder so ähnlich wirkt der Markt derzeit auf mich. Ähnliches

spielt sich in der Hauptstadt auf dem Sektor

Wohnungsmarkt ab. Es ist verwunderlich, dass bei den

Besichtigungen, wo sich etwa 30 Studenten in einem

kleinen Zimmer gegenseitig auf die Füße treten, nicht

jemand sein neues Mac Book Pro aus der Tasche holt,

um sein Leben in Powerpoint Präsentation dem jeweiligen

Immobilienmakler entgegenzuwerfen. Wer seine

Unterlagen nicht augenblicklich dabei hat oder nicht

wenigstens mit dem Makler ins Gespräch kommt,

braucht nicht zu hetzen, höchstens zum nächsten

Wohnungsbesichtigungstermin. Im Radio posaunt

man unterdessen, wie zahlreich die Stars in die Stadt

pilgern, weil es hier eine so kreative und ansteckende

Szene gibt. Stare und Meisen sieht man hier allerdings

wenige. Da geht man besser in den Zoo. Insofern man

Zeit hat und nicht Bewerbungen schreibt oder Präsentationen

baut, um zu präsentieren, dass man der

Beste für diese Wohnung ist.

20

XXL! FUNPARK

Pleite oder Panikmache?

VORSTAND VS. FREUNDESKREIS

DAS INTERVIEW

21


Was ist los bei XXL!?

In den letzten Monaten war viel

über das Jugendprojekt XXL! bzw.

den Thuringia Funpark zu lesen und

zu hören. Da war von Schulden und

einer Rückforderung von Fördermitteln

in Höhe von 250.000 Euro

die Rede, von dubiosen Kanälen, in

die Geld geflossen sein soll, und

von der Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit)

des Vereins. Es hieß, der

Vorstand sei aufgrund der Fördergeldrückforderung

abgetaucht, zurückgetreten

und nicht erreichbar.

Der Freundeskreis des Vereins

übernahm daraufhin das Kommando,

um die Skatehalle offen zu

halten und die Abrechnung der

Fördermittel zu bewerkstelligen. Er

führten Gespräche mit der Stadtverwaltung,

den Gläubigern (also

den Unternehmen, die vom Verein

noch Geld bekommen) und der

Institution, die die Fördermittel abgerechnet

oder zurück haben will.

Nach Aussagen des Freundeskreises

reagierten alle Gesprächspartner

positiv und stellten ihre

Unterstützung in Aussicht. Da die

beteiligten allerdings nicht über die

Berechtigung verfügten Überweisungen

und Verträge zu unterzeichnen,

waren sie auf die Unterschriften

von Vorstandsmitgliedern

angewiesen. Das gestaltete sich

wohl äußerst schwierig, da diese,

nach Aussagen des Freundeskreises,

nur unregelmäßig oder gar

nicht zu erreichen waren. Nachdem

die Mühlhäuser Allgemeine

Zeitung (MA) in einem Artikel auf

die oben genannten Missstände

hingewiesen hatte, kam es unter

den Kooperationspartnern und in

der Öffentlichkeit zu kritischen Äußerungen

über die Geschäftsführung.

Es wurde befürchtet, dass die

Situation zur Schließung des Funparks

führen könnte. Alle waren

sich darin einig, dass genau das

nicht passieren darf. Um volle

Handlungsfähigkeit zu erlangen

und die Veränderungen in der Ge-

22

schäftsführung des Vereins auch

gegenüber den Kooperationspartnern

und der Öffentlichkeit zu

demonstrieren, lud der Förderverein

Ende Juli deshalb zu einer außerordentlichenMitgliederversammlung

ein. Zu dieser erschien

neben den Mitgliedern des Freundeskreises

auch eins der Vorstandsmitglieder,

das angeblich zurückgetreten

war. Außerdem waren

die Stadträte Volker Bade (CDU),

Norbert Mros (Die Linke) und Rene

Seyfert (SPD) sowie etliche ehemalige

und aktive Vereinsmitglieder

anwesend. Allerdings stellte

sich schnell heraus, dass die Mitgliederversammlung

gar keine war,

da zu dieser nur der Vorstand einladen

darf und niemand anderes. So

steht es in der Satzung. Sonst sind

sämtliche Beschlüsse unwirksam.

Nachdem das geklärt war, informierte

der stellvertretende Ver-

einsvorsitzende die Anwesenden

darüber, dass er und der Vorsitzende

gar nicht zurückgetreten seien

und die Gesamtsituation gar nicht

so prekär wäre, wie in der MA und

manchen in Internetforen behauptet

werden würde. Darauf hin wurde

er von den Anwesenden dazu gedrängt,

zum nächstmöglichen Termin

eine beschlussfähige Versammlung

einzuberufen. Auf dieser

solle der Vorstand über die aktuelle

Situation informieren, Rechenschaft

über die finanzielle Lage des

Vereins ablegen und anschließend

am besten zurücktreten. Mehrere

Teilnehmer vertraten die Meinung,

der alte Vorstand hätte abgewirtschaftet

und müsste durch neue,

fähigere Leute ersetzt werden, um

das Projekt weiter voranbringen zu

können. Frust machte sich breit.

Dazu trug auch bei, dass weder der

Vereinsvorsitzende noch die Vorstandsmitglieder

anwesend waren,

die eine sofortige Entscheidung hätten

herbeiführen können. Enttäuscht

gingen die Teilnehmer auseinander.

Knapp drei Wochen später

wurde auf der Vereins-Homepage

das Datum für die Versammlung

bekanntgegeben. Wie wir erfuhren,

ist dieser Termin allerdings

auf einen späteren, nicht genannten

Zeitpunkt verschoben worden.

Nach Aussage des Vorstands will

man erst die Bestätigung über die

korrekte Abrechnung der Fördermittel

abwarten, ein neues Konzept

erarbeiten und die Finanzen

des Vereins ordnen, bevor man die

Mitglieder zusammenruft. Größtmögliches

Durcheinander also. Wir

wollten es etwas genauer wissen

und befragten unabhängig voneinander

den Vorstand des Vereins

XXL! – Das Jugendprojekt, der Träger

des Thuringia Funparks ist, und

den Freundeskreises. Zur besseren

Lesbarkeit haben wir die Antworten

auf die Fragen einfach gegenüber

gestellt.

XXL! - DAS INTERVIEW

Vorstand: Entgegen aller Gerüchte in der Presse ist der

Vorstand definitiv nicht zurückgetreten, sondern nach

wie vor sehr aktiv.

Ist der Vorstand zurückgetreten oder nicht?

Wer hat im Verein bzw. in der Skatehalle jetzt das Sagen?

Vorstand: Weiterhin der Vorstand, in Zusammenarbeit

mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern.

In einem Zeitungsartikel der „Mühlhäuser Allgemeinen“ vom 10. Juni war zu lesen, der Verein hätte

Schulden. Wie hoch sind diese und woher kommen sie?

Vorstand: Unser Verein hat keine Schulden, sondern

Verbindlichkeiten, die in Übereinstimmung mit den

Firmen in Raten getilgt werden. Die Verbindlichkeiten

sind entstanden durch unvorhersehbare Ausgaben,

wie Reparaturen, Anschaffungen usw., die nicht über

die Fördermittel finanziert werden konnten, sondern in

Eigenleistung erbracht werden mussten.

Vorstand: Wie bereits erwähnt werden die Verbindlichkeiten

in Raten abbezahlt, sodass wir sie in absehbarer

Zeit getilgt haben werden. Das Geld dafür erwirtschaften

wir aus den Betrieb der Skatehalle, also über

Eintrittsgelder.

Wie sollen diese Schulden abgebaut werden?

Freundeskreis: Nein, es existierte jedoch nachweislich

ein Rücktritts-Schreiben. Dieses kam aber leider nie

im Thuringia Funpark an.

Freundeskreis: Eigentlich der noch vorhandene alte

Vorstand. Da aber niemand, außer Frau Göbel vom

Vorstand eine Übersicht hat, tun wir als Freundeskreis

unser Bestes.

Freundeskreis: Wir geben gerne in persönlichen

Gesprächen über die aktuelle Finanzlage Auskunft,

denn diese ist positiv. Wer also Einsicht in die

Vereinsbücher haben will, kann uns gerne ansprechen.

Freundeskreis: Es wurden Gespräche mit den

Gläubigern über Ratenzahlungsvereinbarungen geführt,

um die Schulden sukzessive abzubauen. Knapp

ein Drittel, also 10.000 Euro, wurden in den letzten

drei Monaten abgetragen.

23


In dem erwähnten Artikel hieß es, es wäre Geld „in Kanäle“ geflossen. Um welche dubiosen Kanäle

handelt es sich dabei?

Vorstand: Es sind zu keiner Zeit Gelder in „dubiose

Kanäle“ geflossen. Wären seitens des sogenannten

„Freundeskreises“ Rück-sprachen mit dem Vorstand

gehalten wurden, wären diese Gerüchte nie entstanden.

Vorstand: Da wo keine dubiosen Kanäle sind, können

auch keine geschlossen werden.

Vorstand: Nein, der Verein war und ist nicht insolvent!

Wir kommen allen Zahlungsverpflichtungen nach.

Allerdings gab es, bedingt durch hohe Stromrechnungen

und einen verloren Arbeitsrechtsprozess

einen finanziellen Engpass.

Vorstand: Es gibt keine Rückforderung von Fördermitteln,

die der Verein zum Bau der Halle erhalten hat.

Es gibt eine Forderung der GFAW, einen Verwendungsnachweis

über die erhaltenen Fördermittel zu erbringen.

Dieses erfolgt zum gegenwärtigem Zeitpunkt!

Nach einer Sichtung der Unterlagen durch einen unabhägigen

Finanzprüfer, ist ein positiver Teilnachweis bereits

erfolgt. Die Verwendungszwecke der Fördermittel

von der Stadt und vom Land Thüringen sind anhand

von original Quittungen nachweisbar. Gegenwärtig

müssen noch die Eigenleistungen und Eigenanteile

des Vereines an der Finanzierung nachgewiesen werden.

Dieses wird in kürze erfolgen.

Vorstand: Die Androhung einer Rückforderung entstand

durch eine Verzögerung des Verwendungsnachweises

durch den Verein. Dafür gibt es aber objektive

Gründe. So ist der Verein z.B. immer noch in der Bauphase,

bedingt durch den immensen Anteil der geforderten

Eigenleistung bei der Umsetzung des Projektes.

Daher konnte bisher noch keine Abrechnung erfolgen.

24

Freundeskreis: Der Verein hat sich im Laufe der Zeit zu

einem kleinen Wirtschaftsunternehmen entwickelt.

Alle Aufgaben aus einer Hand zu erledigen, kann da

nicht funktionieren. Manche Ausgabe hätte noch mal

überdacht werden müssen, unter Berücksichtigung

der finanziellen Situation des Vereins.

Was wurde zwischenzeitlich in dieser Beziehung unternommen?

Freundeskreis: Da die Stadt und das Land die Mittel

für die Mitarbeiter komplett gestrichen haben und der

Verein die Gehälter aus eigenen Mitteln nicht aufbringen

kann, mussten wir uns von zwei Mitarbeitern trennen.

Für uns nicht nachvollziehbare Zahlungen wurden

gestoppt, bis deren Notwendigkeiten geklärt sind.

Ist der Verein insolvent und kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen?

Freundeskreis: Nein!

Von wem gibt es Rückforderungen und in welcher Höhe?

Freundeskreis: Eine offizielle Rückforderung von der

GFAW - Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung

des Freistaates Thüringen gibt es noch nicht.

Wir befinden uns noch im Anhörungsverfahren, in der

eine Rückforderung angedroht wurde. Wir können allerdings

die Verwendung der durch die GFAW geleisteten

Fördergelder nachweisen.

Wie ist es zur Androhung der Rückforderung gekommen?

Freundeskreis: Weil der Freundeskreis erst seit Anfang

des Jahres besteht, können wir dazu keine Aussage

machen.

Was wird unternommen, um die Halle offen zuhalten und eine Insolvenz des Vereins zu vermeiden?

Vorstand: Wie erwähnt, ist der Verein nicht insolvent!

Der Vorstand hat schon vor etlichen Monaten ein Projekt

ins Leben gerufen, das darauf abzielt auch behinderten

Menschen Zugang und Möglichkeiten der

sportlichen Betätigung in der Halle zu schaffen. Außerdem

sind wir gemeinsam mit Jugendlichen und Skateszene

dabei, den Park noch attraktiver zu gestalten.

Was ist mit dem Parkplatz, den der Verein von der Stadt bekommen hat, der noch nicht fertig ist?

Vorstand: Wir bekamen von der Stadt die Auflage, für

Großveranstaltungen zusätzliche Parkplätze zu errichten.

Dafür wurde uns ein Grundstück zugewiesen, das

sich als unwegsames, verwildertes Gelände heraus

stellte, ohne Zufahrtswege. Wir fanden Tonnen von

Schotter und Massen von kaputten Ziegeln vor. Das

Areal hätte man nur mit einem Panzer befahren können.

Selbst Stadträte bemängelten diese Vorgehensweise

der Stadt. Es kam der Verdacht auf, dass dem

Verein absichtlich so ein „Schlachtfeld“ angedreht wurde,

um ihm zu Schaden. Die Stadt wusste, dass uns

für die Herrichtung des Platzes erhebliche Kosten entstehen

würden. Trotzdem haben wir es aber in Eigenleistung

und Hunderten von Arbeitsstunden geschafft,

den Platz zu begradigen, so dass wir ihn noch dieses

Jahr eröffnen werden können.

Stadtrat und Verwaltung denken darüber nach, das Projekt dem Stadtjugendhaus anzugliedern.

Vorstand: Jeder hat das recht, sich seine eigenen

Gedanken zu machen. Wir werden uns an diesen

Gerüchten nicht beteiligen. Jeder Jugendliche wird

sich dazu sein eigenes Bild machen.

Vorstand: Gegenwärtig werden neue Strukturen aufgebaut,

um die die Zukunft des Vereins sichern. Engagierte

Personen, darunter Pädagogen, Künstler, Initiativen

und Firmen, haben dem Verein bereits ihre

Unterstützung zugesagt! Wir sind dabei uns mit anderen

Skatehallen und Jugendeinrichtungen zu vernetzen.

Im Moment ist eine wahre Welle der Sympathie zu

erleben, von Leuten, die den Verein ehrlich unterstützen

wollen.

Wie soll es jetzt weitergehen?

Freundeskreis: Wir unterstützen den Verein beim

Erbringen der Nachweise für die GFAW. Die drei Jungs

hinter dem Tresen kümmern sich täglich um den laufenden

Betrieb und wir als Freundeskreis treffen uns

mindesten einmal wöchentlich, um Problem zu klären,

die aktuelle Finanzlage zu besprechen und um Zukunftsideen

zu sammeln.

Freundeskreis: Der Parkplatz ist da - nur leider auf der

anderen Straßenseite. Die damit verbundene Überquerung

der Industriestraße würde laut Aussage des

Bauamtes zu verkehrsrelevanten Änderungen führen.

Zudem existiert im Moment noch keine befahrbare Zuwegung

auf dieses Grundstück.

Freundeskreis: Das Geschwister-Scholl-Heim und der

Funpark könnten sich bestimmt gegenseitig unterstützen.

An eine Förderlichkeit eines Zusammenschlusses

beider Projekte glauben wir nicht.

Freundeskreis: In der Hoffnung auf eine nötige Akzeptanz

des vorhandenen Vorstandes hoffen wir auf eine

Vorstandsneuwahl am 24. September, die im Interesse

aller sein dürfte, denen der Wunsch der Kinder

und Jugendlichen nach dem Erhalt dieses einmaligen

Projektes am Herzen liegt.

Na, alles klar? Was auch immer passiert. Wir bleiben dran und halten Euch auf dem Laufenden.

25


JUGEND IN AKTION

Förderprogramm der Europäischen Union

unterstützt Initiativen von Jugendlichen

Das EU-Programm “Jugend

in Aktion” unterstützt mit

der “Aktion 1.2 - Jugendinitiativen”

junge Leute, die

sich in ihrem lokalen Umfeld

engagieren mit Geld und

Beratungsangeboten.

Wolltest Du nicht auch schon immer

mal mit ein paar Freunden eine

gute Idee umsetzen? Zum Beispiel

ein Festival ins Leben rufen, einen

Film drehen, eine heruntergekommene

Bude in einen Jugendtreff

verwandeln oder einen eigenen

Radiosender starten? Ideen

habt ihr genug, und alles was fehlt

ist ein bischen Kleingeld und jemand

der euch hin und wieder unter

die Arme greift, wenn ihr nicht

mehr weiter wisst. Doch das ist

kein Problem! Denn die Aktion 1.2

des EU-Programms “Jugend in

Aktion” bietet euch genau das.

Wenn ihr euch in eurem lokalen

Umfeld engagiert, könnt ihr über

das EU-Programm “Jugend in

Aktion” Unterstützung für eure Projekte

beantragen. Dazu müssen ihr

euch nicht einmal als Verein organisieren

oder irgendeiner Organisation

beitreten. Sogenannte „informelle

Gruppen“, also Initiativen,

Freundeskreise oder Cliquen von

Jugendlichen, sind ausdrücklich

als Antragsteller erwünscht. Dabei

verwaltet ihr euer Projekt selbst

und arbeiten eigenständig. Um einen

Antrag auf finanzielle Unterstützung

stellen zu können, muss

eure Gruppe mindestens vier

Personen umfassen. Teilnehmen

können Jugendliche und junge Erwachsene

im Alter zwischen 15

und 30 Jahren. Euer Projekt kann

eine Dauer zwischen drei und 18

26

Monaten haben. Wenn ihr nicht alles

selber leisten könnt oder jemanden

braucht, der euch auch

mal Hilft, wenn ihr nicht weiter

wisst, könnt ihr euch von erfahrenen

Coaches (z.B. einer Sozialpädagogin,

einem Jugendarbeiter

oder jemandem der Experte auf

dem Gebiet für euer Projekt ist) unterstützen

lassen. Dabei gilt aber

immer, das euch diese Person

Hilfestellung geben, aber sich nicht

in euer Projekt einmischen darf!

Für Jugendinitiativen, an denen

Jugendliche im Alter zwischen 15

und 18 Jahren teilnehmen, ist ein

Coach allerdings Bedingung. Neben

Aktivitäten auf der lokalen

Ebene fördert das Programm auch

grenzüberschreitende Initiativen.

In einem solchen Fall führen zwei

oder mehrere Jugendinitiativen

aus verschiedenen Ländern der

Europäischen Union ein Projekt gemeinsam

durch. Solltet ihr keine

Kontakte zu Jugendgruppen aus

dem Ausland haben, helfen euch

die freundlichen und kompetenten

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

des deutschen Büros von Jugend

für Europa gern bei der Suche nach

geeigneten Projektpartnern. So ein

selbstorganisiertes Projekt aufzuziehen

und durchzuführen, erfordert

von euch natürlich viel Eigenverantwortung

und eine Menge soziale

Kompetenz. Das heißt, dass

ihr die verschiedenen Handlungsschritte

planen und danach umsetzen

müsst. Bei unvorhergesehe-

nen Problemen müsst ihr erfolgreich

Lösungen erarbeiten und da

ihr nicht alles selber machen

könnt, müsst ihr mit Partnern zusammenzuarbeiten.

Bei all dem

lernt ihr, wie wir aus eigenen

Erfahrungen bestätigen können,

ständig jede Menge dazu und

macht wichtige Erfahrungen.

Neben einer gehörigen Portion

Selbstvertrauen erwerbt ihr also

auch wichtige Schlüsselqualifikationen.

Das sind zum Beispiel die

Übernahme von Verantwortung,

Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, die

Zusammenarbeit mit anderen,

aber auch Hartnäckigkeit und das

Umgehen mit Sachen, die schief

gehen. Diese – und viele andere –

sind für eure späteres Leben und

eure berufliche Entwicklung wichtig.

Deshalb werden euch diese gesammelten

Erfahrungen am Ende

des Projekts in einem Youthpass bescheinigt.

Diesen könnt ihr zum

Beispiel an die Bewerbung anhängen,

wenn ihr eine Ausbildungsstelle

oder einen Arbeitsplatz

sucht. Arbeitgeber finden es grundsätzlich

gut, wenn man sich ehrenamtlich

engagiert. Und die nachgewiesenen

Erfahrungen aus den

Projekten bedeuten immer ein Plus

gegenüber Bewerbern, die diese

nicht nachweisen können. Die EU

will mit der Förderung von Jugendinitiativen

durch das Programm das

Gespür von jungen Menschen für

die Europäische Bürgerschaft stärken.

Das soll dadurch erreicht wer

den, indem besonders solche

Themen unterstützt werden, die in

der Europäischen Gemeinschaft

von Interesse sind. Zu diesen gehören

die Themen Rassismus und

Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus

und Drogenmissbrauch genauso

wie die Diskussion um gemeinsame

Werte, um Menschenrechts-

und Demokratiefragen

oder um Chancengleichheit und

Respekt für andere Kulturen. Vor einer

Antragstellung solltet ihr euch

unbedingt über die formalen Richtlinien

und die inhaltlichen Förderprioritäten

informieren. Das ist für

eine erfolgreiche Projektbewilligung

unumgänglich. Schaut dazu

auf die Homepage www.jugend-inaktion.de

(und da bei Aktion 1.2 -

Jugendinitiativen) oder nehmt

Kontakt mit den dafür zuständigen

Mitarbeiterinnen auf. Das sind

Barbara Schmidt (Telefon: 0228 -

9506-264,E-Mail: schmidt@jfe

mail.de) und Nina Schmidt (Telefon:

0228 - 9506-266, E-Mail:

nschmidt@jfemail.de). Da unser

Verein, JiM – Die Jugendinitiative

e.V., schon seit Jahren mit der deutschen

Agentur von “Jugend in

Aktion” zusammenarbeitet, könnt

ihr euch selbstverständlich auch

bei uns Informationen aus erster

Hand holen (Telefon: 03601 - 407

946, E-Mail: info@jim-zone.de).

Oder ihr wendet euch an die

Jugendinitiativen MAKE – Mühlhäuser

Alternative Musik Events

oder Kulturinsel Mühlhausen, die

ebenfalls beide schon durch das

EU- Programm unterstützt wurden

bzw. werden.

Die Fotos zeigen Teilnehmerinnen

und Teilnehmer bei Aktivitäten unseres

Vereins, die ebenfalls durch

das Programm “Jugend in Aktion”

gefördert wurden.

27


Kirmes 2011

28

Kirmesumzug

Mit 900 Metern in diesem Jahr einer der längsten überhaupt, stand zumindest

in der Tageszeitung. Doch trotz aller Länge, war nur eineinziges kritisches

Bild zusehen. Die Kirmesgemeinde „Kräuterstraße“ hatte sich auf

satirische Weise mit dem geschlossenen Freibad auseinandergesetzt.

Danke dafür! Der Rest war ganz nett, aber nicht weiter erwähnenswert.

Neben einigen recht schönen Bildern leider auch viel einfallsloser Unfug,

meist ohne Bezug zu Stadt. Manche Sachen erinnerten eher an billigen

Karnevalsklamauk. Vielleicht sollte man beim nächsten Mal trotz höherer

Quantität (viele Leute, langer Umzug) auf mehr Qualität (aussagekräftige

Bilder) setzen. Danke an alle, die mitgemacht haben!

Kirmesbier

Nach Aussage mehrerer Kirmesbesucher,

die uns leider ausdrücklich

verboten ihren Namen in diesem

Zusammenhang zu nennen,

führte der ausgiebige Genuss des

Kirmesbiers am darauffolgenden

Tag zu gesteigerter Flatulenz (starke

Blähungen und häufiges Furzen)

sowie erhöhtem Stuhlgang. Auch

das Bekämpfen der Symptome

durch weiteren Bierkonsum, entsprechend

der Methode „Fight fire

with fire“ (Bekämpfe Feuer mit

Feuer) führte, den Aussagen der

Betroffenen nach, nicht zum gewünschten

Erfolg. Tja, weniger ist

eben manchmal mehr!

Kirmesfrühschoppen

So schön der Frühschoppen auch ist, leider offenbart er auch, dass manche

Mitmenschen mit Alkohol nichts Sinnvolles anfangen können. Es gibt

Mitbürger und - wenn auch weitaus weniger - Mitbürgerinnen, die benehmen

sich im Suff so, dass ihnen das Trinken - von Genuss kann hier wirklich

keine Rede mehr sein - von alkoholischen Getränken gerichtlich und

bei Androhung von schlimmen Strafen verboten werden müsste! Selbst

bei eingeschränktem Bewusstsein, sollte sich Mensch zusammenreißen

und wie ein solcher benehmen können. Aber vor allen sollte man wissen,

wie viel man verträgt und wann Schluss ist! Kleine Episode am Rande: Auf

dem Weg in ein anderes Kirmeszelt kamen wir am Montagnachmittag in

der Nähe der Persiluhr vorbei. Dort sass ein Mann auf den Stufen einer

Treppe. Er war offensichtlich betrunken. Seine Beine hatte er der Länge

lang auf den Fußweg gestreckt, sein Mund war offen und seine Augen

starrten ins Nirgendwo. Als wir an ihm vorbei gingen, rülpste er laut. Ich

wandte mich entsetzt zu ihm um, sah ihn aber nicht mehr sitzen. Der

Rückstoß seines gewaltigen Rülpsers hatte ihn wohl umgehauen. Na

dann, gute Nacht!

Die 134. Mühlhäuser Stadtkirmes ist Geschichte. Die „Kirmesgrippe“

(der Kater vom exzessiven Alkoholgenuss) ist

abgeklungen und der Alltag hat uns alle wieder. Zeit für einen

kurzen Rückblick.

Kirmesküsse

Auch in diesem Jahr wurde während der Kirmes wieder ausgiebig und leidenschaftlich

geküsst. Ob dafür die durch die Kirmes angeregte

Lebensfreude oder der durch sie verursachte Alkoholkonsum verantwortlich

waren, ließ sich trotz intensiver Recherche nicht einwandfrei ermitteln.

Wir sind aber der Meinung, dass beide Faktoren eine nicht zu unterschätzende

Rolle spielten, tendieren allerdings eher dazu, Letzteres anzunehmen.

Sich gegenseitig die Lippen aufeinander zu drücken finden wir

auf jeden fall sympathischer, als sich die Fäuste ins Gesicht und die

Biergläser auf den Kopp zu hauen, was leider hier und da auch passierte.

Wie bereits gesagt, manche können halt mit Alkohol nicht umgehen.

Kirmesmugge

An dieser Stelle mal ein großes Lob

an all die Spielmannszüge aus nah

und fern, die jedes Jahr mit ihren

Auftritten für tolle Stimmung sorgen.

Dank auch an die vielen mehr

oder weniger bekannten Bands

und DJs, die uns mit ihrer Musik unterhalten

und zum Tanzen animieren.

Unser Highlight während dieser

Kirmes war die Jubiläumsfeier

zum 25jährigen Bestehen der

Heavy-Metal-Partie in der Kirmesgemeinde

am „Weg zum Eigenheim“.

Nachträglich auch noch von

uns herzliche Glückwünsche! Auf

die nächsten 25 Jahre und ein kräftiges

Rock on!

Kirmeshistorie

Im Jahr 1877 gab der Magistrat

der Stadt Mühlhausen dem Drängen

von Fabrikbesitzern und Händlern

sowie des königlich-preußischen

Landrates (Mühlhausen gehörte

damals zu Preußen) nach

und beschloss, dass von nun an alle

Kirchgemeinden eine gemeinsame

Kirchweihmesse (Kirmes) zu feiern

hatten. Das war aus Sicht der

städtischen Unternehmer - dieser

alten Spaßbremsen - notwendig geworden,

weil ihnen, aufgrund der

häufigen Kirchweihfeiern, zu oft die

Arbeitskräfte fehlten. Denn bis dahin

feierte jede der zehn genutzten

Kirchen in der Stadt ihre eigene

Kirmes. Das Motto lautete damals:

Weniger Saufen für alle, dafür

mehr Profite für wenige. Die ehedem

mit enormen Tempo voranschreitende

kapitalistische Industrialisierung

forderte halt auch von

den Mühlhäusern ihre Opfer.

Kirmesklos

Eigentlich ist man ja froh, wenn

man es nicht benutzen muss. Aber

was bleibt einem schon anderes

übrig, wenn man muss? Man benutzt

es halt, das ToiToi-Häuschen,

und hofft – toi, toi, toi! – ein leeres

und sauberes vorzufinden. Leider

sind die Dinger nur so lange sauber

und leer, wie man sie nicht wirklich

benötigt. In dem Moment, wo man

richtig muss, steht davor garantiert

eine Schlange. Kommt man dann

endlich rein, ist es drinnen zappen

duster und naja … die Details erspare

ich mir. PS: Das eine oder andre

Häuschen mehr würde garantiert

auch nicht schaden!

29


Musik ist mein

Bereits mit süßen 16 Jahren begann

sie, ihrer Liebe zur Musik an

den Plattentellern Ausdruck zu verleihen.

Musik ist nicht nur ihre

Profession, sondern vor allem ihre

höchste Leidenschaft. Wie sie

selbst sagt, setzt Musik ungeahnte

Energien impulsartig frei und es ist

die Kunst und die Aufgabe eines

DJ's, diese Energie so zu bündeln,

dass im Zuhörer Emotionen geweckt

werden, die sich zu einem

Erlebnis der Sinne manifestieren.

Ihr Sound umfasst seit über 8

Jahren housige bis technoide

Tunes. Als Strawberry Haze legt sie

warme housige und sphärische

Beats auf. Unter dem Pseudonym

Julia König gestaltet sie ein brachiales

Klangkino aus Techhouse,

Minimal und Techno. Doch damit

nicht genug, seit über 5 Jahren moderiert

sie ihre regelmäßige

Musiksendung Club Ultra und seit

2006 studiert sie Philosophie an

der Universität in Jena. Julia ist darüber

hinaus Liedschreiberin und

Sängerin und seit einigen Jahren

auch mit diversen Künstlern am

Produzieren, um ihre gesammelten

Eindrücke auf die Welt musikalisch

umzusetzen. Im Oktober 2010 wurde

Julia von der Raveline zum "Dj of

the Month" gekürt. Seit Dezember

2010 hat Julia einen Exklusivvertrag

bei dem belgischen Label

Juice Records Antwerpen. Sie

dreht ihre Platten als Resident im

angesagten 180° Grad Club Gera

und im legendären Schloss

Milkersdorf bei Cottbus.

Wie lange bist Du schon dabei?

Auf Partys bin ich schon ab 99 gegangen

und habe dann dort meine

Liebe zur Musik und zum Tanzen

entdeckt. Ich fand es sehr beeindruckend,

was die DJs machen.

30

DJane Julia König aus Leipzig im Gespräch mit

Mit 16 stand ich dann zuhause bei

Freunden selbst hinter den

Plattenspielern. Mein erster gelungener

Übergang war ein derartiges

ergreifendes Glücksgefühl, dass

ich seitdem nicht mehr vom DJing

ablassen konnte. Kurze Zeit später

hatte ich dann meinen ersten öffentlichen

Auftritt in der Distillery in

Leipzig. Ein guter Freund, DJ Foch,

hatte mich einfach mitgenommen

und ich durfte am Anfang der Party

drehen. Ich war sehr aufgeregt,

aber das Gefühl war unbeschreiblich

schön. Nun sind 10 Jahre vergangen,

man hat viele Partys erlebt,

viel hat sich verändert, man ist

reifer geworden, doch die

Leidenschaft zur Musik ist geblieben.

Lebenselixier!

Stefan Wenzel vom Mühlhäuser Label Unityheart

Wo warst Du alles schon und wo

hat es Dir am Besten gefallen?

Meine Referenzen sind unzählig.

Unter anderem gehören dazu:

180° Grad - Gera, Abfab Parties/

London (UK), Butan Club/ Wuppertal,

Caleidospheres/Jena, Distillery/Leipzig,E-Werk/Reichenbach,

Filou Club/Weimar, Kassablanca/Jena,

Lederwerk/Neustadt,

Lehmann Club/Stuttgart, Liberty

Elite/Leicestershire (UK), Löbejün/

Halle, Lovelite/Berlin, Manga Club/

Jena, Ostfrieslandhalle/Leer, Radio

OKJ/Jena, Redclub und Schloss

Milkersdorf/Cottbus, Villa K/

Schmalkalden, Volksbad/Jena,

Zooma/Plauen. Am Besten gefällt

es mir immer noch dort, wo ich

auch eine Residentschaft angestrebt

habe und frei meinen eigenen

Sound spielen kann ohne mich

als Jukebox zu fühlen. In Schloss

Milkersdorf bei Cottbus und Abfabparties

London zum Beispiel.

Ich liebe dort das stilvolle und exklusive

Ambiente. Es ist als wäre

man in einem riesigen Wohnzimmer

indem man sich einfach

der Musik hingeben kann. Ansonsten

mag ich auch gerne rauhe und

dunkelgehaltene Technoveranstaltungen,

weil man sich dort auf

eine andere Art und Weise sehr frei

und wohl fühlen kann.

Du bist sehr beliebt als DJane.

Wie siehst Du das selbst?

Selbst sehe ich das nicht so. Musik

machen ist für mich einfach ein

Hobby, dem ich aus einem tiefen

Verbundenheitsgefühl nachgehe.

Es ist für mich eine Befreiung und

gibt ungemein viel Kraft. Aber natürlich

ist es auch sehr sehr toll,

dass ich mit vielen anderen Menschen

meine Liebe zur Musik teilen

kann, denn gerade die Resonanz

gibt noch mehr Stärke.

Produzierst Du selbst und ist ein für mich zufriedenstellendes Al-

von Dir schon etwas zu hören? bum erstellen. Privat ist für nächs-

Produzieren tue ich selbst schon tes Jahr ein gutes Examen ange-

seit einigen Jahren mit verschiedener

Soft- und Hardware, meistens

strebt.

jedoch mit anderen Künstlern, weil Fühlst Du Dich bei "UnityHe-

dann der Ideenreichtum größer ist art.de" wohl?

und es viel mehr Spaß macht. Ja, Unity Heart ist eine tolle Platt-

Dabei sind vor allem in verschiedeform. Die Künstlerbetreuung ist

nen Bandprojekten schon viele sehr gut und die Agentur hat noch

Sachen entstanden. Leider hat eine Menge Potential. Ich denke,

man sich immer wieder als Projekt da wird in Zukunft noch einiges pas-

aufgelöst und es konnte nichts veröffentlicht

werden. Derzeit arbeite

sieren.

ich zusammen mit einem Leipziger Wer unterstützt Dich noch?

Künstler an einem gemeinsamen Unterstützt werde ich von vielen

Album, wobei mein Gesang eine Fans, Freunden, Künstlern und

wichtige Rolle spielt. Außerdem bin Labels. Das Zwischenmenschliche

ich gerade an einem Remix für ein ist mir beim Musik machen sehr

namenhaftes Label beschäftigt. wichtig. Es ist ein Nehmen und

Geben, wo am Besten alle profitieren.

Zur Zeit lebst Du in Leipzig. Wie

ist dort die Szene?

Die Szene in Leipzig ist sehr vielfältig.

Man kann viel erleben. Aber

ich wohne noch nicht lang genug

hier, um über die Szene ein aussagekräftiges

Feedback zu geben.

Welche Ziele hast Du?

Musikalisch möchte ich mehr live

performen und live singen, sowie

Wünsche Dir einen Wunsch :-)?!

Ich wünsche mir, dass das Medium

Vinyl nicht stirbt. Denn die heutigen

Software-Möglichkeiten werden

auf lange Sicht den Zweck des

DJings weiter untergraben. Um

Mp3s mit der Sinc-Funktion aneinander

zu reihen, bedarf es keines

Künstlers.

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32

Mein Vater John A. Roebling

Ein Buch über den deutschen Erbauer der Brooklyn Bridge

Als 1869 in New York der Bau der

Brooklyn Bridge begann, galt dieses

Bauwerk als die größte Hängebrücke

der Welt und als modernes

Weltwunder. Die Brücke überspannt

den East River und verbindet

die Stadtteile Brooklyn und

Manhattan. Ihr Konstrukteur: Der

deutsche Ingenieur Johann August

Röbling. Geboren am 12. Juni

1806 im thüringischen Mühlhausen,

studierte er Architektur, Tief-

und Brückenbau, Deichbau, Hydraulik

und Maschinenbau. Im Mai

1831 wanderte er nach Amerika

aus und wurde 1837 amerikanischer

Staatsbürger. Aus Johann

August Röbling wurde John A.

Roebling. 1865 hatte er mit den

Planungen für die Brooklyn Bridge

begonnen Im Juli 1869 starb er an

den Folgen eines Arbeitsunfalls,

den er bei Vermessungsarbeiten

für einen Brückenpfeiler erlitten

hatte. Sein ältester Sohn Washington

Roebling setzte das Werk des

verstorbenen Vaters fort und vollendete

den Bau. Mehr noch: In

den Jahren 1893 bis 1907 verfasste

er ein handschriftliches Manuskript

über das Leben seines

Vaters. Dank des Historikers,

Forschers und Autors Donald

Sayenga, dem Herausgeber, erfolgte

die Übersetzung ins Deutsche.

Er bereichert das Manuskript

mit wichtigen Ergänzungen zu Personen,

geschichtlichen Ereignissen

und technischen Details.

Dieser Tatsachen wegen spricht

das so entstandene Buch einen großen

Leserkreis an. Wer an der

Familiengeschichte interessiert ist,

kommt auf seine literarischen Kosten,

desgleichen, wer historische

Stoffe liebt oder sich technischer

Details wegen gern für ein Fachbuch

entscheidet. So ist die Lektüre

anspruchsvoll, unterhaltsam

und bildend. In akribischer Kleinarbeit

erläutert Donald Sayenga anhand

von „Fußnoten“ (sie sind jeweils

am Rand nachzulesen)

Begriffe, Namen, Fakten, Ereignisse,

die Washington Roebling im

Text anführt. So wird der lockere

Erzählstil nicht etwa gestört, sondern

gebührend ergänzt. Das Buch

liegt auch in der englischen Originalausgabe

vor.

Gelesen und besprochen von

Diplom-Journalistin Christine Bose

Washington Roebling

Mein Vater John A. Roebling

Der deutsche Erbauer der

Brooklyn Bridge

Herausgegeben von Donald

Sayenga, aus dem Englischen von

Konrad Linke

ISBN 978-3-89812-731-8

Preis: 24,00 €

www.mitteldeutscherverlag.de

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Diplom-Journalistin

Joseph-von-Eichendorff-Weg 15a

37308 Heilbad Heiligenstadt

Tel. 03606 - 60 66 59

Fax 03606 - 61 22 28

E-mail: rainer.bose@t-online.de

Schwarze Poesie

by Stephan Pitleka

gottmenschtier

ich lieg am Boden und erfahre Stolz durch den bekannten Unterschied.

ich steh am Abgrund und war der Wahrheit noch nie näher.

ich bin von meiner selbst erschaffen und der Preis der schwachen Gedanken in dir.

ich instinktiere intuitiv Interesse an der Irre der Lehre von der Auseinandersetzung.

ich stehe über mir und auch durch mich werd ich wieder vergehen.

Kritik an mir ist nicht der richtige Weg,

besser greife man zur Selbstverleugnung,

um mich verstehen zu können.

mein Verständnis reicht nur vom Kopf bis zum Fuß,

aber die Unkenntnis unwiderstehlich unendlich weit.

Rettung erfahre ich in der Erfüllung meiner Triebe.

Bis zur Erlösung,

zur Auslösung

der Endlösung:

der Auflösung.

2011 by Stephan Pitelka

Selbstverständlich

Wenn hinter mir die Welt einstürzt, soll ich dann rennen oder langsamer gehen?

Wenn überall, wo ich bin, die Realität versinkt,

was soll ich dann noch aus der Taufe heben?

Ich rette lieber meine Felle und schwimme ans Land,

um dort wieder über den Boden zu schweben.

Wohl bekannt aber nicht näher verwandt mit mir

nicht die Welt sondern ich habe mich abgewandt,

den heeren Zielen zu trotzen, die auf jeden von uns lauern,

und alle Zeiten überdauern werden.

Mit äußerer Gelassenheit und innerer Zerrissenheit

wende ich mich meiner eigenen Wirklichkeit zu,

wie sie auch immer von anderen erdacht sein mag.

2011 by Stephan Pitelka

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Gregor: Armylife

An seinem Fallschirm hängend schwebte Gregor langsam über das

Meer. Die Sonne spiegelte sich in den Wellen, die unablässig wie

Goldflitter funkelten. Er sah zu, wie die Boing langsam im Wasser

versank. Der Ölfilm und das auslaufende Kerosin, das sie dabei wie

einen langen Schwanz hinter sich herzog, schimmerten in bunten

Farben. Bestimmt würden die austretenden Treib- und Schmierstoffe

schon bald Fischen und anderen Meeresbewohnern Haut und Kiemen

verkleben, schoss es ihm durch den Kopf. Doch er hatte keine Zeit sich

darüber Gedanken zu machen, wenn ihn nicht das gleiche Schicksal

ereilen sollte. In der Ferne sah er eine kleine grüne Insel. Wie eine

Oase des Lebens ragte sie aus der tödlichen Weite des Meeres.

Irgendwie musste er es schaffen, seinen Fallschirm in diese Richtung

zu lenken. Gregor hatte Glück. Ein scharfer Meerwind fuhr unerwartet

unter seine Fallschirmkappe und trug ihn in Richtung des

lebensrettenden Eilands. Mit knapper Not landete er auf dem weichen

Sand des Inselstrandes. Mit dem Kappmesser durchtrennte er die

Fallschirmleinen. Er riss seine Waffe in Anschlag, entsicherte sie dabei

und kniete ab, um sich und das Territorium zu sichern. So, wie er es

gelernt hatte. Die Wellen brachen sich tosend an den Klippen vor der

Küste der Insel, der Wind rauschte in sanften Böen über den gelben

Strand und im Wald zwitscherten die Vögel. Gregor kam sich ziemlich

blöd vor. Er sah einen Eismann, der, mit einer schneeweißen Uniform

bekleidet, einen dieser Eiswagen, wie man sie aus amerikanischen

Filmen der 60ger Jahre kennt, durch den Sand zerrte. Als der Mann

Gregor bemerkte, blieb er erschrocken stehen. Verwirrt grinsend fragte

er „Schoko oder Vanille?“ Gregor drückte ab. Der Feuerstoß zerriss die

weiße Uniform. Blut spritze aus der Brust. Der Mann sackte tot neben

dem Eiswagen zusammen. „So nicht.“ sagte Gregor laut zu sich selbst.

„So nicht!“

Wort und Bild: T.S.

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