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GKW5 - Wie kann ich lernen, andere zu lieben - FEG Visp

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Gottesdienst-Serie "Geistl<strong>ich</strong> konstant wachsen" Teil 5<br />

Thema: "<strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>lernen</strong>, <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>?"<br />

I. Nur wer s<strong>ich</strong> selbst geliebt weiss, KANN <strong>andere</strong> <strong>lieben</strong><br />

II. Jemanden <strong>lieben</strong> heisst, ihn mit Gottes Augen sehen<br />

III. Jemanden <strong>lieben</strong> heisst, in Liebe ihm gegenüber handeln<br />

Einleitung<br />

Wir haben uns an den vergangenen Sonntagen Gedanken darüber gemacht,<br />

wie wir als Christen in unserer Beziehung <strong>zu</strong> Jesus Christus wachsen<br />

können. Und wir haben verschiedene Fragen angeschaut, die Christen<br />

immer wieder beschäftigen: "<strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong> meine Bibel lesen? <strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong><br />

beten? <strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong> Gott in meinem Alltag erleben? <strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong> in<br />

Gemeinschaft mit <strong>andere</strong>n leben?"<br />

Und jede einzelne dieser Fragen ist n<strong>ich</strong>t einfach "theoretisch" in diese<br />

Gottesdienstserie hineingekommen, sondern weil sie mir als Pfarrer im<br />

Verlauf meines Pfarrerlebens gestellt worden sind und gestellt werden. Es<br />

sind Punkte, bei denen wir wissen, dass sie für unser geistl<strong>ich</strong>es Leben und<br />

für "geistl<strong>ich</strong> konstantes Wachstum" w<strong>ich</strong>tig wären, aber bei denen wir alle<br />

unweigerl<strong>ich</strong> immer wieder anstehen.<br />

Und die Frage, die wir heute anschauen, knüpft eigentl<strong>ich</strong> direkt an der<br />

Predigt vom vergangenen Sonntag an, wo wir über "Beziehungen"<br />

nachgedacht haben. Die beiden grössten Gebote, sagt Jesus, sind, Gott <strong>zu</strong><br />

<strong>lieben</strong> und den Nächsten. Und <strong>ich</strong> weiss n<strong>ich</strong>t, wie das bei Euch ist, aber <strong>ich</strong><br />

habe in der Regel n<strong>ich</strong>t unbedingt Probleme damit, Gott <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>. Immerhin<br />

ist ER es, der m<strong>ich</strong> geschaffen hat, der m<strong>ich</strong> gerettet hat, der m<strong>ich</strong> erlöst hat.<br />

Ich bin auf IHN angewiesen und erlebe immer wieder, wie ER m<strong>ich</strong> trägt,<br />

tröstet, erfüllt und Gutes erleben lässt. Gott <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong> erscheint mir n<strong>ich</strong>t so<br />

schwer <strong>zu</strong> sein.<br />

Aber meinen Nächsten <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong> … – Nun: DAS ist eine ganz <strong>andere</strong> Sache.<br />

Das ist n<strong>ich</strong>t immer so einfach. Im Gegenteil: Oftmals fällt mir das schwer.<br />

Und <strong>ich</strong> denke, einigen von Euch geht es genau so. Denn eine Frage, die mir<br />

oft gestellt wird und die <strong>ich</strong> selber Jesus oft stelle, lautet: "<strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong><br />

<strong>lernen</strong>, <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>?" (Titelfolie)<br />

© Diese Predigt ist urheberrechtl<strong>ich</strong> geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist<br />

ohne Zustimmung des Copyright-Inhabers un<strong>zu</strong>lässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspe<strong>ich</strong>erung und<br />

Verarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2011 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong><br />

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Und obwohl <strong>ich</strong> weiss, dass "Liebe" eigentl<strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t primär etwas mit<br />

"Gefühlen" <strong>zu</strong> tun hat, verbinde <strong>ich</strong> halt Liebe dennoch irgendwie damit,<br />

positive Gefühle jemandem gegenüber <strong>zu</strong> haben. M<strong>ich</strong> <strong>zu</strong> ihm hingezogen <strong>zu</strong><br />

fühlen oder ihn sympathisch <strong>zu</strong> finden etc. Und es gibt Menschen, die diese<br />

Gefühle bei mir eben n<strong>ich</strong>t auslösen. <strong>Wie</strong> <strong>kann</strong> <strong>ich</strong> sie dennoch <strong>lieben</strong><br />

<strong>lernen</strong>? Und was hat das alles mit meinem persönl<strong>ich</strong>en geistl<strong>ich</strong>en<br />

Wachstum <strong>zu</strong> tun?<br />

Nun: Paulus sagt in Gal 5, dass "Liebe" ein wesentl<strong>ich</strong>er Teil dessen ist, was<br />

Gottes Geist in mir heranbilden will. Petrus sagt in 2Petr 1.7, dass Liebe die<br />

letzte und grösste Charaktereigenschaft ist, die wir <strong>zu</strong> unserem Glauben<br />

hin<strong>zu</strong>fügen sollen. Und Paulus geht so weit, dass er in 1Tim 1.5 sagt: "Das<br />

Endziel aller Gebote aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem<br />

Gewissen und ungeheucheltem Glauben!"<br />

Persönl<strong>ich</strong>es geistl<strong>ich</strong>es Wachstum hat wesentl<strong>ich</strong> damit <strong>zu</strong> tun, dass wir<br />

<strong>lernen</strong>, <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>. Nur: <strong>Wie</strong> geht das? Kann man Liebe <strong>lernen</strong>? – Nun:<br />

Wenn man Liebe "gebieten" <strong>kann</strong> – und die Bibel tut das immer und immer<br />

wieder – dann muss man auch den <strong>lieben</strong> können, dem gegenüber man n<strong>ich</strong>t<br />

automatisch liebevolle Gefühle empfindet. Wenn Liebe einfach ein "Gefühl"<br />

wäre, dann ginge das n<strong>ich</strong>t – denn Gefühle <strong>kann</strong> man n<strong>ich</strong>t "befehlen". Liebe<br />

hingegen schon. <strong>Wie</strong> also <strong>kann</strong> <strong>ich</strong> <strong>lernen</strong>, <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>?<br />

Ein erstes: Du <strong>kann</strong>st <strong>andere</strong>n n<strong>ich</strong>t geben, was Du selber n<strong>ich</strong>t hast. Nur<br />

wer s<strong>ich</strong> selbst geliebt weiss, KANN <strong>andere</strong> <strong>lieben</strong><br />

I. Nur wer s<strong>ich</strong> selbst geliebt weiss, KANN <strong>andere</strong> <strong>lieben</strong><br />

Die Fähigkeit, <strong>andere</strong>n in Liebe begegnen <strong>zu</strong> können, wurzelt letztl<strong>ich</strong> im<br />

Bewusstsein, dass <strong>ich</strong> selber tief geliebt bin. Du <strong>kann</strong>st <strong>andere</strong>n n<strong>ich</strong>t geben,<br />

was Du selber n<strong>ich</strong>t hast. Andere <strong>lieben</strong> <strong>zu</strong> <strong>lernen</strong> hat deshalb ganz<br />

entscheidend und wesentl<strong>ich</strong> damit <strong>zu</strong> tun, dass wir <strong>lernen</strong>, uns selber von<br />

Gott <strong>lieben</strong> <strong>zu</strong> lassen bzw. uns von Gott geliebt <strong>zu</strong> wissen. Und WIE Du diese<br />

Liebe Gottes Dir gegenüber definierst, wird ganz wesentl<strong>ich</strong>en Einfluss<br />

darauf haben, wie Du DEINE Liebe <strong>andere</strong>n gegenüber definierst.<br />

Wenn Du zB. denkst, dass Jesus D<strong>ich</strong> zwar liebt, aber nur bis <strong>zu</strong> einem<br />

gewissen Punkt, zB., bis Du einen Fehler machst, aber Dir dann Gottes Liebe<br />

n<strong>ich</strong>t mehr gilt, dann wirst Du das Gle<strong>ich</strong>e auch im Blick auf die <strong>andere</strong>n<br />

machen. Du wirst bereit sein, sie <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>, solange sie s<strong>ich</strong> r<strong>ich</strong>tig verhalten.<br />

Aber sobald sie einen Fehler machen oder s<strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t so verhalten, wie sie<br />

s<strong>ich</strong> verhalten sollten, wirst Du Dir selber innerl<strong>ich</strong> sagen: "Jetzt bin <strong>ich</strong> frei.<br />

Jetzt muss <strong>ich</strong> den <strong>andere</strong>n n<strong>ich</strong>t mehr <strong>lieben</strong>!"<br />

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Wenn Du Gottes Liebe Dir gegenüber so definierst, dass Du denkst: "Jesus<br />

liebt m<strong>ich</strong> zwar, aber nur, WENN <strong>ich</strong> bereit bin, dieses oder jenes <strong>zu</strong> tun!",<br />

dann wirst Du Deine Liebe <strong>andere</strong>n gegenüber genau gle<strong>ich</strong> definieren.<br />

Deine Liebe wird an Bedingungen geknüpft sein. "Ich bin bereit, D<strong>ich</strong> <strong>zu</strong><br />

<strong>lieben</strong>, Dir in Güte und Barmherzigkeit <strong>zu</strong> begegnen, WENN Du bereit bist,<br />

das und das <strong>zu</strong> tun!" – Die Bedingungen können unterschiedl<strong>ich</strong> aussehen,<br />

aber Du wirst Bedingungen stellen.<br />

Und wenn Du Gottes Liebe Dir gegenüber so definierst, dass Du sagst:<br />

"Jesus ist bereit, m<strong>ich</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>. Aber bevor ER das tut, muss <strong>ich</strong> bestimmte<br />

Vorausset<strong>zu</strong>ngen erfüllen, zB. einen bestimmten Lebensstil annehmen oder<br />

versprechen, gewisse Dinge <strong>zu</strong> verändern in meinem Leben", dann wirst Du<br />

Deine Liebe gegenüber <strong>andere</strong>n genau gle<strong>ich</strong> definieren. "Solange der so ist,<br />

wie er momentan ist, muss <strong>ich</strong> ihn n<strong>ich</strong>t <strong>lieben</strong>. Erst muss der mal das und<br />

das ändern, und DANN bin <strong>ich</strong> bereit, ihm mit Respekt, Liebe und Annahme<br />

<strong>zu</strong> begegnen!"<br />

Unser Verständnis von Gottes Liebe <strong>zu</strong> uns hat grosse Auswirkungen darauf,<br />

wie und OB wir <strong>andere</strong> Menschen <strong>lieben</strong> können oder n<strong>ich</strong>t. Nun – wie liebt<br />

uns Jesus? Jesus liebt uns <strong>zu</strong>m Einen vorausset<strong>zu</strong>ngslos. Es ist n<strong>ich</strong>t etwa<br />

so, dass wir <strong>zu</strong>erst bestimmte Vorausset<strong>zu</strong>ngen erfüllen müssten, DAMIT<br />

Jesus uns <strong>lieben</strong> könnte. Paulus sagt in Röm 5.8: "Gott aber beweist seine<br />

Liebe <strong>zu</strong> uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch<br />

Sünder waren!" Gottes Liebe uns gegenüber ze<strong>ich</strong>net s<strong>ich</strong> eben gerade<br />

dadurch aus, dass ER NICHT irgendwelche Vorausset<strong>zu</strong>ngen an uns gestellt<br />

hat, die erfüllt werden müssten, DAMIT ER D<strong>ich</strong> <strong>lieben</strong> könnte. Sondern<br />

Jesus liebt D<strong>ich</strong> genau so, wie Du bist. Das biblische Konzept von Liebe<br />

entspringt der Gnade. Gnade bedeutet, dass die von Jesus geliebt werden,<br />

die diese Liebe eben n<strong>ich</strong>t "verdient" haben.<br />

Jesus liebt D<strong>ich</strong> <strong>zu</strong>m zweiten bedingungslos. Seine Liebe ist n<strong>ich</strong>t an<br />

Bedingungen geknüpft. Jesus sagt eben n<strong>ich</strong>t: "Ich liebe D<strong>ich</strong> solange, wie<br />

Du dieses oder jenes tust oder dieses und jenes NICHT tust!" In Röm 8.39<br />

sagt Paulus: "N<strong>ich</strong>ts <strong>kann</strong> uns trennen von der Liebe Gottes, die er uns<br />

in Jesus Christus, unserem Herrn, bewiesen hat!" Und Paulus zählt ganz<br />

viele Dinge auf: "Weder Hohes noch Tiefes, weder Gegenwärtiges, noch<br />

Zukünftiges, weder Engel noch Gewalten!" etc.. NICHTS. Gottes Liebe ist<br />

n<strong>ich</strong>t an Bedingungen geknüpft, sondern sie gilt Dir – einfach so.<br />

Und Jesus liebt D<strong>ich</strong> drittens uneingeschränkt. Seine Liebe erfährt keine<br />

Einschränkungen. Wenn Du sündigst: Jesus liebt D<strong>ich</strong>. Wenn Du strauchelst:<br />

Jesus liebt D<strong>ich</strong>. Wenn Du fällst: Jesus liebt D<strong>ich</strong>. Jesus liebt D<strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t,<br />

WEIL Du bist, wie Du bist, sondern OBWOHL Du bist, wie Du bist! In Jer<br />

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31.3 sagt Gott gegenüber Israel: "Mit ewiger Liebe habe <strong>ich</strong> D<strong>ich</strong> geliebt!"<br />

Wisst Ihr: Gottes Liebe im AT Israel gegenüber ist ein starkes Bild dafür, wie<br />

ER liebt. Dieses Volk hat immer wieder getan, was sie n<strong>ich</strong>t hätten tun sollen.<br />

Und natürl<strong>ich</strong> hat das Auswirkungen gehabt in ihrer Beziehung <strong>zu</strong> Gott. In<br />

ihrer Nähe <strong>zu</strong> IHM. Aber was auch immer Israel getan hat: Es hat NIE etwas<br />

daran geändert, dass Gott sein Volk liebt. Und genau gle<strong>ich</strong> liebt Jesus D<strong>ich</strong>.<br />

Ob wir uns über dieses "Geliebt-und-angenommen-sein" durch Jesus<br />

identifizieren oder über <strong>andere</strong> Dinge (wie unsere Leistung / unser<br />

vermeintl<strong>ich</strong> gutes Leben / unsere Gaben / unsere Beliebtheit bei <strong>andere</strong>n<br />

etc.) ist grundlegend dafür, ob wir <strong>andere</strong> Menschen <strong>lieben</strong> können. Dieses<br />

"S<strong>ich</strong>-Von-Jesus-Geliebt-Wissen", vorausset<strong>zu</strong>ngslos, bedingungslos und<br />

uneingeschränkt, ist die Grundlage dafür, dass wir auch <strong>andere</strong> Menschen<br />

<strong>lieben</strong> können. "Nehmt Euch gegenseitig an, WIE Christus Euch<br />

angenommen hat", sagt Paulus in Röm 15.7. Wir sollen <strong>andere</strong> so <strong>lieben</strong>,<br />

wie wir uns selber von Jesus Christus geliebt wissen.<br />

Vielle<strong>ich</strong>t merkst Du bei Dir selber, dass Du Mühe hast, <strong>andere</strong> Menschen<br />

annehmen <strong>zu</strong> können. Sie <strong>lieben</strong> <strong>zu</strong> können. Nun: Vielle<strong>ich</strong>t liegt der Grund<br />

dafür darin, dass Du selber D<strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t angenommen und geliebt weisst von<br />

Jesus. Oder aber, dass Du D<strong>ich</strong> über <strong>andere</strong> Dinge definierst als über Gottes<br />

Liebe. Wenn Du <strong>lernen</strong> möchtest, <strong>andere</strong> Menschen <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>, dann <strong>kann</strong>st<br />

Du n<strong>ich</strong>t geben, was Du selber n<strong>ich</strong>t hast. Lass D<strong>ich</strong> selber von Gott <strong>lieben</strong>.<br />

Damit <strong>zu</strong>m Zweiten: "Andere <strong>lieben</strong>" – das klingt toll, aber was heisst das?<br />

Nun: Es heisst ganz grundlegend, Menschen mit Gottes Augen <strong>zu</strong> sehen.<br />

II. Jemanden <strong>lieben</strong> heisst, ihn mit Gottes Augen sehen<br />

Andere <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong> hat ganz stark damit <strong>zu</strong> tun, was <strong>ich</strong> über m<strong>ich</strong> und über<br />

<strong>andere</strong> denke. Denn <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong> hat mit Respekt <strong>zu</strong> tun. Damit, dass<br />

man Menschen stehenlassen <strong>kann</strong> so, wie sie sind. Und darüber hinaus<br />

annehmen und akzeptieren <strong>kann</strong> so, wie sie sind. Und das ist n<strong>ich</strong>t immer<br />

einfach.<br />

Wir gehen in der Regel von uns selber aus. Das ist ja normal, denn wir<br />

kennen keinen <strong>andere</strong>n Massstab als unseren eigenen. "Das, was <strong>ich</strong> denke,<br />

was <strong>ich</strong> fühle, was <strong>ich</strong> lebe und er-lebe und wie <strong>ich</strong> BIN, ist das R<strong>ich</strong>tige!"<br />

Wenn <strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t überzeugt wäre von meinem eigenen Weg, würde <strong>ich</strong> ihn ja<br />

auch n<strong>ich</strong>t gehen. Logisch, n<strong>ich</strong>t wahr?<br />

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Aber früher oder später (meistens eher früher als später ☺) merkt man, dass<br />

es Menschen gibt, die anders denken, anders fühlen, einen <strong>andere</strong>n<br />

Erfahrungshintergrund haben als <strong>ich</strong> und eine ganz <strong>andere</strong> Persönl<strong>ich</strong>keit.<br />

Und man muss etwas ganz Entscheidendes <strong>lernen</strong>: "Ich bin NICHT das Mass<br />

aller Dinge. Und der Wert eines Menschen lässt s<strong>ich</strong> n<strong>ich</strong>t daran messen,<br />

dass er mir "ähnl<strong>ich</strong>" ist. Sondern er ist wertvoll, weil er in Gottes Augen<br />

wertvoll ist! Und weil er in den Augen Gottes wertvoll ist, deshalb hat er<br />

meinen Respekt und meine Annahme verdient!"<br />

Seht Ihr: Paulus sagt ja, dass wir uns "…gegenseitig annehmen sollen,<br />

wie Christus uns angenommen hat…". Und interessanterweise hat Jesus<br />

n<strong>ich</strong>t nur D<strong>ich</strong> angenommen sondern auch den, der heute neben Dir sitzt.<br />

Auch den, der vielle<strong>ich</strong>t weit entfernt von Dir sitzt, weil Du Dir Deinen Platz<br />

heute morgen vielle<strong>ich</strong>t bewusst so weit entfernt wie mögl<strong>ich</strong> von ihm<br />

gesucht hast. Jesus hat den <strong>andere</strong>n genauso angenommen, wie er D<strong>ich</strong><br />

angenommen hat. Und wenn Jesus sagt: "In meinen Augen bist Du<br />

unendl<strong>ich</strong> kostbar und wertvoll – <strong>ich</strong> liebe D<strong>ich</strong>!" (Jes 42.4), dann gilt das<br />

eben n<strong>ich</strong>t nur Dir. Sondern das gilt (stell Dir vor!) auch dem, der Dir n<strong>ich</strong>t<br />

"passt".<br />

Und wir werden n<strong>ich</strong>t <strong>lernen</strong>, Menschen <strong>lieben</strong> <strong>zu</strong> können, wenn wir n<strong>ich</strong>t<br />

<strong>lernen</strong>, sie mit Gottes Augen <strong>zu</strong> sehen. Als das, was sie in Seinen Augen<br />

sind: Geliebte, geachtete und wertvolle Menschen. Sie waren Jesus<br />

immerhin so viel wert, dass ER sein Leben für sie gab. Erst, wenn wir <strong>lernen</strong>,<br />

<strong>andere</strong> in diesem L<strong>ich</strong>t <strong>zu</strong> sehen, werden wir in der Lage sein, sie <strong>lieben</strong> <strong>zu</strong><br />

können.<br />

Ich mache Dir Mut, dass Du für einen kurzen Moment überlegst, welches die<br />

Menschen sind, die Dir in Deinem Alltag 1x wöchentl<strong>ich</strong> begegnen. Darunter<br />

sind solche, die Du wirkl<strong>ich</strong> von Herzen gern hast. Solche, die Dir relativ egal<br />

sind und solche, auf die Du jederzeit gerne verz<strong>ich</strong>ten würdest. Als<br />

Menschen ist es völlig "normal", da ss wir so denken über <strong>andere</strong>. Weil<br />

wir grundsätzl<strong>ich</strong> von Sympathie und Antipathie ausgehen. Von Anziehung<br />

und von Ablehnung. Aber stell Dir einen kurzen Moment vor, was Dir Jesus<br />

<strong>zu</strong> all diesen Menschen sagen würde, wenn er s<strong>ich</strong> mit Dir 1:1 über sie<br />

unterhalten würde.<br />

Ich denke, Jesus würde uns vor allen Dingen eines zeigen: S<strong>ich</strong> selber, wie<br />

er blutend am Kreuz hängt und für diese Menschen betet. S<strong>ich</strong> selber, wie er<br />

s<strong>ich</strong> auf's Grausamste auspeitschen lässt – um eben dieser Menschen<br />

willen. Weil ER sie liebt! Bedingungslos, vorbehaltlos und uneingeschränkt.<br />

Genau so, wie ER D<strong>ich</strong> liebt. So wenig, wie ER von Dir verlangt hat, dass DU<br />

<strong>zu</strong>erst Dein Leben ändern musst, damit ER D<strong>ich</strong> liebt, so wenig verlangt er<br />

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das von den <strong>andere</strong>n. Und wenn Jesus diese Menschen liebt, so, wie sie<br />

sind, dann müssen auch wir <strong>lernen</strong>, sie so <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>, wie sie sind.<br />

Wo Du lernst, Menschen mit Gottes Augen <strong>zu</strong> sehen, lernst Du das <strong>zu</strong><br />

sehen, was aus ihnen WERDEN KANN, statt auf das <strong>zu</strong> sehen, was sie<br />

derzeit SIND. Du lernst, auf ihr Potential <strong>zu</strong> sehen statt auf ihre<br />

Einschränkungen. Du lernst, auf das <strong>zu</strong> sehen, was hinter der Fassade steckt<br />

statt "nur" auf das Verhalten von Menschen. Du lernst, die Frage <strong>zu</strong> stellen:<br />

"Warum ist jemand, wie er ist?", anstatt nur darauf <strong>zu</strong> schauen, was er tut<br />

oder wie er s<strong>ich</strong> gibt.<br />

Denk daran: "Es gibt keinen Menschen, der uns begegnet, der n<strong>ich</strong>t von<br />

Jesus geliebt wird." Und wenn Jesus ihn liebt, dann bin <strong>ich</strong> herausgefordert,<br />

ihm in Liebe <strong>zu</strong> begegnen.<br />

Damit <strong>zu</strong>m Dritten und letzten: Was bedeutet es praktisch, jemanden <strong>zu</strong><br />

<strong>lieben</strong>? – Nun: Es heisst, in Liebe ihm gegenüber <strong>zu</strong> handeln!<br />

III. Jemanden <strong>lieben</strong> heisst, in Liebe ihm gegenüber handeln<br />

Johannes sagt in 1Joh 3.18: "Lass uns n<strong>ich</strong>t <strong>lieben</strong> mit Worten noch mit<br />

der Zunge allein, sondern in Tat und Warhheit." Du musst n<strong>ich</strong>t mit<br />

jemandem übereinstimmen, um n<strong>ich</strong>t dennoch ihm gegenüber in Liebe<br />

handeln <strong>zu</strong> können. Du musst jemanden n<strong>ich</strong>t mögen, um ihm n<strong>ich</strong>t<br />

gle<strong>ich</strong>zeitig dennoch mit Taten der Liebe begegnen <strong>zu</strong> können.<br />

Seht Ihr: Wenn es heisst, dass wir <strong>lieben</strong> sollen, wie Jesus uns geliebt hat,<br />

dann ist es letztl<strong>ich</strong> das, was Gottes liebe uns gegenüber ausmacht. Jesus<br />

hatte keine romantischen Gefühle, als er am Kreuz hing. Er starb n<strong>ich</strong>t nur für<br />

die, die ER "sympathisch" fand. Liebe ist n<strong>ich</strong>t ein romantisches Gefühle oder<br />

ein Schweben auf rosaroten Wolken. Liebe ist eine Tat. Liebe ist eine<br />

Entscheidung. Liebe bedeutet, bereit <strong>zu</strong> sein, s<strong>ich</strong> für den <strong>andere</strong>n<br />

ein<strong>zu</strong>setzen und weg<strong>zu</strong>schauen von s<strong>ich</strong> selber.<br />

Wenn es um die Frage geht, wie wir <strong>andere</strong> Menschen <strong>lieben</strong> können, dann<br />

müssen wir <strong>lernen</strong>, von uns selber weg<strong>zu</strong>schauen. Es geht n<strong>ich</strong>t um D<strong>ich</strong>.<br />

Sondern es geht um das Wohl des <strong>andere</strong>n. Jemanden <strong>lieben</strong> bedeutet,<br />

persönl<strong>ich</strong> etwas auf<strong>zu</strong>geben für den <strong>andere</strong>n, ohne dabei einen Gewinn <strong>zu</strong><br />

erwarten. Wenn Du <strong>andere</strong> <strong>lieben</strong> möchtest, dann hör auf, NUR an D<strong>ich</strong> <strong>zu</strong><br />

denken. Sondern frage D<strong>ich</strong>, wo der <strong>andere</strong> eine Not hat, der Du begegnen<br />

<strong>kann</strong>st. Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Tat.<br />

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Und damit Liebe n<strong>ich</strong>t einfach nur ein "leeres Wort" bleibt, braucht sie auch<br />

handfeste Ausdrucksformen. Handle und rede so, dass Dein Handeln und<br />

Reden ein Ausdruck Deines Respekts, Deiner Annahme und Deiner Liebe<br />

sind. Lerne es, <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> ermutigen, statt ständig nur <strong>andere</strong> <strong>zu</strong> kritisieren.<br />

Finde Worte der Anerkennung. Unter uns Christen herrscht manchmal die<br />

Haltung: "N<strong>ich</strong>t gestänkert ist schon genug gelobt!" Aber ist das Liebe? Liebe<br />

ist doch kreativ. Sie findet Wege, wie sie s<strong>ich</strong> ausdrücken <strong>kann</strong>. Fang an,<br />

Menschen mit einer Haltung der Demut, des Respekts und der Annahme <strong>zu</strong><br />

begegnen. Drück Deine Liebe ihnen gegenüber aus: In Worten und in Taten.<br />

Ich habe gelernt, dass dort, wo <strong>ich</strong> bereit war, in Liebe <strong>zu</strong> handeln, oftmals<br />

(n<strong>ich</strong>t immer – aber oftmals!) meine Gefühle plötzl<strong>ich</strong> folgten.<br />

Ein Letztes <strong>zu</strong>m Schluss: Bedeutet "Liebe", dass <strong>ich</strong> nie jemanden<br />

kritisieren darf? Dass <strong>ich</strong> <strong>zu</strong> allem Ja und Amen sagen "muss" unter dem<br />

Grundsatz der Liebe? – Ich glaube n<strong>ich</strong>t, dass das so ist. Sondern wenn Du<br />

jemandem in Liebe gegenüber handelst, dann MUSST Du unter Umständen<br />

<strong>zu</strong> gewissen Dingen Nein sagen. Ich glaube, dass ist eines der grössten<br />

Missverständnisse in der Kindererziehung, das Eltern meinen: "Nein <strong>zu</strong><br />

sagen und meinem Kind etwas <strong>zu</strong> verbieten bedeutet, ihm Liebe <strong>zu</strong><br />

verweigern!" Aber seht Ihr: Es gibt eine Altersgrenze für bestimmte Filme. Es<br />

gibt eine Altersgrenze für Alkohol. Es gibt eine Zeit, wo es einfach "gut" ist für<br />

ein Kind, in's Bett <strong>zu</strong> kommen. Und <strong>ich</strong> erwarte von meinen Kindern gar n<strong>ich</strong>t,<br />

dass sie das immer verstehen. Denn <strong>ich</strong> weiss, dass <strong>ich</strong> in den Punkten, wo<br />

<strong>ich</strong> "nein" sage, weiss, dass <strong>ich</strong> das aus Liebe IHNEN GEGENÜBER tue.<br />

Genauso wenig erwarte <strong>ich</strong>, dass jeder, <strong>zu</strong> dem ICH vielle<strong>ich</strong>t mal Nein sage,<br />

das versteht. Wenn jemand <strong>zu</strong> mir kommt und m<strong>ich</strong> um Unterstüt<strong>zu</strong>ng bittet<br />

für etwas, das <strong>ich</strong> nun wirkl<strong>ich</strong> einfach n<strong>ich</strong>t gut finde, dann sage <strong>ich</strong> "Nein –<br />

ohne m<strong>ich</strong>". N<strong>ich</strong>t, weil <strong>ich</strong> dem <strong>andere</strong>n etwas vorenthalten möchte.<br />

Sondern vielmehr, weil <strong>ich</strong> ihn vor etwas bewahren möchte.<br />

Manchmal kommt dann der Satz: "Du spr<strong>ich</strong>st von Liebe, aber wenn Du m<strong>ich</strong><br />

liebst, dann MUSST DU mir das und das jetzt geben oder m<strong>ich</strong> gewähren<br />

lassen!" etc. Ich erwarte n<strong>ich</strong>t, dass der <strong>andere</strong> meine Entscheidung versteht.<br />

Und schon gar n<strong>ich</strong>t lass' <strong>ich</strong> m<strong>ich</strong> damit unter Druck setzen. Seht Ihr: Bei der<br />

Liebe geht es letztl<strong>ich</strong> ja auch um Verantwortung. Kann <strong>ich</strong> das, was der<br />

<strong>andere</strong> da vorhat, vor Gott verantworten oder n<strong>ich</strong>t? Kann <strong>ich</strong> das gutheissen<br />

oder n<strong>ich</strong>t? Kann <strong>ich</strong> das mit meiner Verantwortung meiner Familie<br />

gegenüber oder der Gemeinde gegenüber vereinbaren oder n<strong>ich</strong>t? Wo <strong>ich</strong><br />

das n<strong>ich</strong>t <strong>kann</strong>, sage <strong>ich</strong> (manchmal auch schweren Herzens) nein. Denn<br />

Liebe bedeutet n<strong>ich</strong>t, dass man immer und überall "Ja" sagen muss.<br />

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Lasst m<strong>ich</strong> schliessen mit einem Text aus der Bibel, aus 1Joh 4. Johannes<br />

beschreibt dort, dass Liebe <strong>zu</strong> einander und geistl<strong>ich</strong> konstantes Wachstum<br />

ganz eng <strong>zu</strong>sammen gehören. Wer "Gott erkennen" will, wer in seiner<br />

Beziehung <strong>zu</strong> Gott wachsen will, sagt Johannes, der ist herausgefordert, den<br />

<strong>andere</strong>n <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>. Der Grund dafür ist, dass wir selber von Jesus<br />

angenommen sind. Und wo wir das tun, wo wir einander <strong>lieben</strong>, da kommt<br />

das, was Jesus mit s<strong>ich</strong> selber in unser Leben hineingelegt hat, <strong>zu</strong>m Ziel.<br />

Johannes sagt in 1Joh 4.7-12 Folgendes: "Laßt uns einander <strong>lieben</strong>! Denn<br />

die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, zeigt damit, dass er aus Gott<br />

geboren ist und in seiner Beziehung <strong>zu</strong> Gott wächst. Wer n<strong>ich</strong>t liebt, hat<br />

keine echte Nähe <strong>zu</strong> Gott, denn Gott ist Liebe. Liebe Gottes <strong>zu</strong> uns<br />

haben wir daran er<strong>kann</strong>t, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die<br />

Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben können. Liebe bedeutet<br />

letztl<strong>ich</strong>: N<strong>ich</strong>t WIR haben <strong>zu</strong>erst Gott geliebt, sondern ER hat <strong>zu</strong>erst<br />

UNS geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere<br />

Sünden. Geliebte: Wenn Gott uns dermassen geliebt hat, dann sind<br />

auch wir verpfl<strong>ich</strong>tet, einander <strong>zu</strong> <strong>lieben</strong>. Niemand hat Gott jemals<br />

gesehen. Wenn wir aber einander <strong>lieben</strong>, dann kommt Gott bei uns <strong>zu</strong>m<br />

Zug, breitet s<strong>ich</strong> in unserem Leben aus, und seine Liebe kommt in uns<br />

<strong>zu</strong>m Ziel!" 1<br />

-Amen-<br />

1<br />

Text nach Übertragung DR.<br />

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