Stadt Wolfenbüttel

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Stadt Wolfenbüttel

Blickpunkt

Wolfenbüttel

Ausgabe 8 | Juni 2012

Aktuelles und Interessantes aus dem Konzern Stadt

www.wolfenbuettel.de

Medizin und Pflege

auf hohem Niveau

Den Weg ins Städtische Klinikum kennt wohl

jeder Bürger in Wolfenbüttel und Umgebung.

Jeder weiß, hier findet er 24 Stunden am Tag,

an jedem Tag der Woche, Hilfe im Krankheitsfall.

Fast 14.000 Patienten wurden im vergangenen

Jahr stationär aufgenommen, weitere

14.000 ambulant versorgt. Rund 600 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sorgten dafür, dass

sie auf hohem Niveau behandelt, gepflegt und

betreut wurden. Hoch spezialisierte und erfahrene

Ärzte und Ärztinnen sind in Wolfenbüttel

tätig. Baulich und technisch wird das Krankenhaus

stetig modernsten Erfordernissen angepasst.

Auch die Qualität in allen Bereichen ist

kürzlich erneut umfänglich geprüft worden. Wir

werden erneut das Zertifikat der Kooperation

für Transparenz und Qualität (KTQ) wieder erhalten.

Außerordentlich wichtig war in den vergangenen

Monaten aber auch die Erarbeitung

eines Leitbildes, das nun dem Handeln aller

Mitarbeiter zugrunde liegt. Unser Ziel ist es, für

die Menschen, die zu uns kommen, leistungsfähig

und patientenfreundlich, gleichzeitig aber

auch für unsere Mitarbeiter ein guter Arbeitgeber

zu sein. Auf den folgenden Seiten berichten

leitende Ärzte des Städtischen Klinikums über

wichtige medizinische Handlungsfelder in ihren

Kliniken.

Joachim Kröger,

Geschäftsführer des Städtischen Klinikums

Direkt zu ® Bürgermeister Thomas Pink

direktzu® ergänzt ab dem morgigen Montag, 18. ergänzendes Stimmungsbild der lokalen

Juni, die bisherigen Informationsangebote der Stadt

und ermöglicht auch größeren Gruppen, sich unter

der Internetadresse www.direktzu.de/pink an der

Meinungsbildung und Priorisierung von wichtigen

Bewertung aus Bürgersicht zu einschlägigen

Themen öffentlich – aber nicht anonym –

abzubilden und damit den Verantwortlichen

in Politik und Verwaltung wichtige zusätzliche

lokalen Themen in Wolfenbüttel zu beteiligen. Rahmeninformationen und mitunter auch

Neben den bisherigen Angeboten in Form

Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.

von Bürgersprechstunden und regelmäßigen Ich freue mich über dieses niedersachsenweit

öffentlichen Informationsständen, dem seit Jahren erstmalige Experiment in Sachen

etablierten Ideen- und Beschwerdemanagement,

der regelmäßig kreisweit über das Schaufenster

Bürgerkommunikation und -dialog und bin sehr

gespannt auf die ersten Rückmeldungen.

Wolfenbüttel am Sonntag verteilten Konzernzeitung

BlickPunkt Wolfenbüttel sowie den direkten

Kommunikationskanälen über das Internetportal

www.wolfenbuettel.de soll diese zeitgemäße Ihr Thomas Pink,

Kommunikationsplattform dazu beitragen, ein Bürgermeister

Wir leben

Energie.

Als Stadtwerke sind wir direkt vor Ort in Wolfenbüttel präsent.

Wir sorgen dafür, dass Unternehmen wie Haushalte sicher und

zuverlässig mit Energie versorgt sind – jederzeit rund um die Uhr.

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Blickpunkt Wolfenbüttel Ausgabe 8 | Juni 2012 2

D Dr. Kinan Rifai, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel:

Darmkrebs: Patienten profitieren von modernsten Verfahren

gute Sicht ins Darminnere zu haben. Während

der Koloskopie schläft der Patient typischerweise

(„Sedierung“). Er wird dann technisch überwacht

- Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung

werden gemessen. Zur Koloskopie verwendet

man heute flexible Video-Koloskope von rund

1 cm Durchmesser. Das sind spezielle Schläuche,

die mit einer Lichtquelle und einer Minikamera

versehen sind. Während der Untersuchung

wird Luft in den Darm geblasen, um die Sicht

zu verbessern. Der gesamte Dickdarm sollte dabei

eingesehen werden. Die Untersuchung dauert

normalerweise rund 20 Minuten. Durch die

Sedierung ist sie schmerzfrei. Hinterher kann

es eventuell zu leichten Beschwerden durch die

eingeblasene Luft im Darm kommen oder durch

Zug an den Bändern, die den Darm halten. Ansonsten

ist die Untersuchung sehr sicher.

Ultraschallbild der Leber eines Patienten mit

vielen Lebermetastasen. Diese stellen sich

in der hier durchgeführten Kontrastmittel-

Ultraschalluntersuchung als dunkle Flecken dar.

Dr. Albrecht Grothey, leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie am Städtischen

linikum Wolfenbüttel und Ingeborg Seggelke, Leiterin der Sonographie und Endoskopie, bei einer

Darmspiegelung.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Tumorarten

in Deutschland. Über 70.000 Patienten

erkranken daran jährlich neu. Beide Geschlechter

sind ungefähr gleich betroffen.

Dabei gibt es seit einigen Jahren eine Empfehlung

zur Vorsorge-Darmspiegelung für

alle. Die Ärzte des Städtischen Klinikums

Wolfenbüttel führen jährlich rund 200 Darmoperationen

durch. Dazu werden ambulant

nd stationär im Jahr rund 1500 Darmspiegelungen

sowie über 11000 Ultraschalluntersuchungen

des Bauches vorgenommen.

Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) ist sowohl

bei Männern als auch bei Frauen der zweithäufigste

Tumor in Deutschland. Etwa sechs Prozent

der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens

daran. Darmkrebs entsteht durch Genmutationen,

die zu ungehemmter Zellteilung führen.

Dadurch können die Krebszellen sich stark

vermehren und zunächst im Darm, später auch

in angrenzenden Geweben, Lymphknoten oder

anderen Organen (Metastasen) wachsen. Der

Tumor tritt überwiegend im Rektum auf (zu ca.

60%). Die übrigen 40% verteilen sich auf den

Dickdarm (das Kolon) und – sehr viel seltener –

auf den Dünndarm. In rund 90% der Darmkrebsfälle

entwickeln sich diese langsam aus gutartigen

Schleimhautwucherungen (Polypen).

Wer hat ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs?

Risikofaktoren für Darmkrebs sind u.a. Übergewicht,

fettreiche Ernährung, Alkohol, Rauchen

und mangelnde Bewegung. Ein gesunder

Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener

Ernährung, Verzicht auf das Rauchen

und übermäßigen Alkohol senkt also das Erkrankungsrisiko.

Deutlich erhöht ist das Risiko

auch bei Patienten mit chronisch-entzündlichen

Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa

oder Morbus Crohn. Daher gehören insbesondere

bei der Colitis ulcerosa regelmäßige Darmspiegelungen

zur unbedingten Vorsorge.

Gibt es Warnsignale?

Ein wichtiges Warnsignal bei Darmkrebs ist das

Auftreten von Blut im Stuhl. Der Test auf verstecktes

Blut dient dazu, dies zu erkennen. Dann

sollte zum Ausschluss von Darmkrebs immer

eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt

werden. Auch Änderungen der Stuhlgewohnheiten,

Bauchschmerzen, Leistungsabfall,

Gewichtsabnahme und Blutarmut können unspezifische

Zeichen von Darmkrebs sein. Andere

häufige Indikationen für die Koloskopie sind

die Abklärung von Durchfall oder von unklaren

Magen-Darm-Beschwerden sowie Divertikel

(Wandausstülpungen) im Dickdarm.

Der Darm

besteht aus dem rund fünf Meter langen

Dünndarm, in den der Speisebrei aus

dem Magen kommend fließt. Hier

wird die Nahrung verdaut, zerkleinert

in den Blutkreislauf aufgenommen.

Anschließend gelangt der Rest des

Speisebreis in den Dickdarm (Kolon),

der etwa 1,5 Meter lang ist. Dort wird

ihm primär Wasser entzogen und

Darmbakterien wandeln ihn in Stuhl

um. Dieser wird in den kurzen Enddarm

(Rektum) transportiert und über den

After ausgeschieden.

Wann sollte eine Vorsorge-Darmspiegelung erfolgen?

Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und

Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt eine

Vorsorge-Darmspiegelung im Regelfall ab dem

50. Lebensjahr. Wenn in einer Familie bestimmte

erbliche Darmkrebs-Formen (z.B. familiäre adenomatöse

Polyposis) bekannt sind, ist eine Überwachung

schon in jungen Jahren erforderlich.

Allerdings sind erbliche Formen nur für unter

zehn Prozent der Darmkrebsfälle verantwortlich.

Polypen im Darm können Vorstufen von Darmkrebs

sein. Daher werden sie im Rahmen der

Koloskopie üblicherweise direkt und schmerzfrei

abgetragen.

Die virtuelle Koloskopie per Computertomographie

(CT) oder per Kernspintomographie (MRT)

ist keine ausreichende Alternative zur endoskopischen

Koloskopie, da sie bei gleicher Vorbereitung

(Darmreinigung) häufiger kleine Polypen

übersieht. Falls Polypen entdeckt werden, kann

man diese auch nicht gleich abtragen, so dass

zusätzlich noch eine endoskopische Koloskopie

durchgeführt werden muss. Darüber hinaus bedeutet

ein CT eine deutliche Strahlenbelastung

für den Patienten. Auch eine sogenannte Rekto-Sigmoidoskopie

ist keine Alternative zur Vorsorge-Koloskopie,

denn damit kann ein Teil der

Darmkrebsfälle nicht erkannt werden.

Die Krankenkassen zahlen die Vorsorge-Koloskopie

normalerweise erst ab dem 56.-Lebensjahr

und dann alle zehn Jahre. Ab dem 50.-Lebensjahr

übernehmen sie aber die Kosten für den

Stuhltest auf verstecktes Blut.

Wie läuft die Darmspiegelung ab?

Vor der Koloskopie führt der Arzt mit dem Patienten

ein Aufklärungsgespräch. Dann folgt, unter

Anleitung, eine Darmreinigung mit speziellen

Trinklösungen, um bei der Untersuchung eine

Was passiert, wenn tatsächlich Darmkrebs festgestellt

wird?

In diesem Fall sind zunächst weitere Untersuchungen

notwendig. Hierzu zählen ein Ultraschall

des Bauches („Abdomen-Sonographie“),

ein Röntgen des Brustraums („Röntgen-Thorax“),

sowie eine Bestimmung des Tumormarkers

CEA („carcinoembryonales Antigen“) im

Blut. Das CEA eignet sich bei vielen Patienten

gut zur Verlaufskontrolle des Darmkrebses. Ergänzende

Untersuchungen wie ein Kontrastmittel-Ultraschall,

ein endoskopischer Ultraschall

des Rektums („rektale Endosonographie“), ein

CT oder MRT können ebenfalls hinzukommen.

Die Prognose von Darmkrebs ist stark abhängig

vom Krankheitsstadium: Wie weit hat er sich bereits

ausgebreitet? Sind Lymphknoten befallen?

Sind schon Metastasen aufgetreten (v.a. in der

Leber)?

Auch die Therapie ist abhängig vom Krankheitsstadium.

Sie basiert auf vier Säulen: Der Operation,

der Chemotherapie, der Strahlentherapie

(nur bei Enddarmkrebs) sowie lokalen Therapieverfahren

(Verkochung von Lebermetastasen;

Blick in den Darm während einer Darmspiegelung.

Man erkennt den Dickdarmkrebs links im Bild

Privatdozent Dr. Kinan Rifai ist seit dem

1. Mai neuer Chefarzt der Klinik für

Innere Medizin – Gastroenterologie im

Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. Der

Facharzt für Innere Medizin war zuvor

Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie,

Hepatologie und Endokrinologie an der

Medizinischen Hochschule Hannover.

Dr. Rifai ist u.a. Spezialist für

Ultraschall-Untersuchungen. So führt

er spezielle Untersuchungen mit

hochauflösenden Ultraschallsonden

zur ambulanten Verlaufskontrolle von

Patienten mit chronisch-entzündlichen

Darmerkrankungen durch.

Er hat zudem viel Erfahrung mit der bisher

in Wolfenbüttel nicht angebotenen lokalen

Verkochung von Lebermetastasen mittels

Radiofrequenz-Ablation (RFA), die er auch

im Städtischen Klinikum rasch etablieren

will.

„Radiofrequenz-Ablation“). Es sind daher auch

mehrere ärztliche Gruppen beteiligt. Neben den

internistischen Fachärzten für Magen-Darm-

Krankheiten („Gastroenterologen“) auch Bauchchirurgen

(„Abdominalchirurgen“) sowie Krebsärzte

(„Onkologen“) und Strahlentherapeuten.

Sie müssen sehr gut zusammenarbeiten, um die

verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten effektiv

und für den einzelnen Patienten optimal

zu gestalten. Seit längerem gibt es am Städtischen

Klinikum u.a. eine wöchentliche Tumorkonferenz.

Hier legen alle beteiligten ärztlichen

Gruppen gemeinsam das Vorgehen bei Tumorpatienten

fest.

Wie wird Darmkrebs behandelt?

Meist werden im ersten Behandlungsschritt

bei Dickdarmkrebs der Tumor sowie eventuelle

Lymphknoten oder Metastasen operativ entfernt.

Ein künstlicher Darmausgang (Stoma) ist

in der Regel nur bei Tumoren notwendig, die sehr

nah am After sitzen. Je nach Stadium der Erkrankung

schließt sich eine Chemotherapie an („adjuvante

Chemotherapie“). Hierfür werden seit

einigen Jahren auch die modernen sogenannten

molekularen Therapien genutzt. Bei Enddarmkrebs

erfolgt meist vor der Operation eine

Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie

(„neoadjuvante Radio-Chemotherapie“).

Haben sich Lebermetastasen gebildet, kann

auch eine lokale Verkochung mittels Radiofrequenz-Ablation

(RFA) sinnvoll sein. Der Vorteil

ist, dass diese durch die geschlossene Bauchdecke

unter Ultraschallsicht erfolgen kann.

Eine regelmäßige Nachsorge bei Darmkrebs ist

notwendig, selbst wenn der Tumor vollständig

entfernt wurde. Sie wird mittels Darmspiegelungen

und Ultraschall des Bauches durchgeführt.

Auch Verlaufskontrollen des CEA-Wertes sind

sinnvoll.

Kontakt: Tel.: 05331 934-3201, E-Mail: maike.schulz@klinikum-wolfenbuettel.de.


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Ausgabe 8 | Juni 2012

Blickpunkt Wolfenbüttel

Oberarzt Torsten Zeyher und Chefarzt Prof. Dr. Heinrich Keck, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie:

Die Schilddrüse – was man darüber wissen sollte

Jährlich werden in Deutschland bis zu

100.000 Patienten an der Schilddrüse operiert.

Im Städtischen Klinikum Wolfenbüttel

behandelt die Klinik für Allgemein-, Viszeral-

und Minimal-Invasive Chirurgie in

jedem Jahr etwa 100 Patienten mit einer

Schilddrüsenerkrankung.

Chefarzt Prof. Dr. Heinrich Keck, Facharzt

für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ,

das großen Einfluss auf viele Funktionen unseres

Körpers hat. Die hier gebildeten jodhaltigen Hormone

Trijodthyronin T3 und Thyroxin T4 wirken

auf Kreislauf und Stoffwechsel, aber auch auf

das Wachstum und die Psyche. Spezielle Zellen

produzieren zudem das Hormon Kalzitonin, das

an der Regulation des Kalzium- und Phosphatstoffwechsels

beteiligt ist. Wird die Schilddrüse

operativ entfernt, müssen lebenslang Hormone

zugeführt werden.

Die Schilddrüse befindet sich am Hals unterhalb

des Kehlkopfes auf und neben der Luftröhre. Sie

besteht aus zwei Lappen, die durch eine Brücke

(Isthmus) verbunden sind und sieht damit

Untersuchung der Schilddrüse.

einem Schmetterling ähnlich. Die Ausschüttung

der Schilddrüsenhormone wird über Regelkreisläufe

vom Gehirn durch die Hirnanhangdrüse

(Hypophyse) gesteuert.

Welche Schilddrüsenerkrankungen gibt es?

Man unterscheidet zwischen gutartigen und

bösartigen Erkrankungen (Krebs) der Schilddrüse.

Die wichtigsten gutartigen Erkrankungen

sind:

• euthyreote Knotenstruma (Vergrößerung mit

normaler Funktion)

• Morbus Basedow (Überfunktion durch Immunveränderungen)

• Autonomie (Überfunktion ohne Beeinflussung

durch übergeordnete Organe)

• Entzündungen (Thyreoiditis)

Welche Symptome können auf eine Erkrankung

hinweisen?

Es gibt zwei wesentliche Hinweise auf eine

Schilddrüsenerkrankung: Das Organ selbst kann

vergrößert sein oder die Erkrankung kann sich

durch eine Veränderung der Hormonproduktion

– eine Über- oder Unterfunktion - bemerkbar

machen. Wichtig ist dabei: Es gibt keinen direkten

Zusammenhang zwischen Organgröße und

Funktionszustand. Eine vergrößerte Schilddrüse

kann also normal funktionieren, eine kleine

Schilddrüse auch zu einer Überfunktion führen.

Durch die Größenzunahme kann es aber zu mechanischen

Beschwerden wie Druck- und Engegefühl

am Hals, Luftnot oder Heiserkeit kommen.

Bei einer Überfunktion treten z.B. innere Unruhe,

Nervosität, Angst, Schlaflosigkeit, Schwitzen,

Gewichtsabnahme oder Herzrasen auf. Die Folge

einer Unterfunktion können Leistungsminderung,

Konzentrationsschwäche, Kälteempfindlichkeit,

Sprachstörungen, Verstopfungen oder

eine trockene, kühle und raue Haut sein.

Was ist eigentlich ein Kropf?

Ein Kropf (Struma) ist eine Vergrößerung der

Schilddrüse über das normale Volumen von 20

ml bei Frauen und 25 ml bei Männern hinaus.

Diese Vergrößerung kann das gesamte Organ

betreffen oder durch Bildung von Knoten hervorgerufen

werden. Etwa 20 bis 30 Prozent der

Bevölkerung in Deutschland, also rund 20 Millionen

Einwohner, haben eine Struma. Die Ursache

ist meist ein nahrungsbedingter Jodmangel.

Jod ist ein wichtiger Baustein der Schilddrüsenhormone.

Welche Diagnostik ist notwendig?

Um die Art der Schilddrüsenerkrankung festzustellen,

sind verschiedene Untersuchungen erforderlich:

• Per Ultraschall werden vorhandene Knoten

beurteilt und ihre Größe ermittelt.

• Eine Szintigrafie dient zur Differenzierung

zwischen warmen und kalten Knoten.

• Mittels einer Blutuntersuchung werden die

Schilddrüsenhormone und ein Hormon der Hirnanhangsdrüse

(das TSH) bestimmt.

• Bei krebsverdächtigen Knoten erfolgt eine

Punktion zur Gewinnung und Untersuchung von

Gewebe.

• Eine Stimmbandspiegelung (Laryngoskopie)

liefert Erkenntnisse über die Funktionsfähigkeit

der Stimmbandnerven.

Was bezeichnet man als „warme“ und „kalten“

Knoten?

Die Jodaufnahme, und damit die Hormonproduktion,

kann in einzelnen Knoten der Schilddrüse

unterschiedlich sein. Diese Unterschiede

werden in der Szintigrafie sichtbar. Dem Patienten

wird dafür schwach radioaktives Jod verabreicht.

Knoten, die mehr Jod als das restliche

Schilddrüsengewebe speichern, werden im

szintigrafischen Bild in Rottönen abgebildet und

als „warm“ bezeichnet. Sie produzieren ungebremst

Hormone (sogenannte autonome Adenome).

Wird in einem Areal der Schilddrüse dagegen

überhaupt kein Jod aufgenommen, stellt

sich dieses im Szintigramm in Blautönen dar und

man spricht von einem „kalten Knoten“. Solche

Knoten können auf eine bösartige Erkrankung

hinweisen und müssen weiter abgeklärt werden.

Wie werden gutartige Schilddrüsenerkrankungen

behandelt?

Die Behandlung umfasst medikamentöse Maßnahmen,

die Radiojodbehandlung und die operative

Therapie. Internisten (Endokrinologen),

Radiologen (Nuklearmediziner) und Chirurgen

arbeiten hier eng zusammen. Bei der medikamentösen

Therapie erhalten Patienten zur Rückbildung

der vergrößerten Schilddrüse Hormone

in Tablettenform.

Auch die Überfunktion der Schilddrüse, insbesondere

der Morbus Basedow, kann durch Medikamente

behandelt werden. Im Rahmen der

Radiojodtherapie wird ein schwach radio-aktives

Jod verabreicht, das zu einer Verkleinerung

des Schilddrüsengewebes führt. Bei der Operation

entfernt der Chirurg das krankhafte Schilddrüsengewebe.

Häufig ist auch eine komplette

Entfernung der Schilddrüse notwendig. Welches

Therapieverfahren im Einzelnen angewandt

wird, hängt von den konkreten Untersuchungsergebnissen

ab. Auch das Lebensalter und die

Begleiterkrankungen des Patienten spielen eine

Rolle. Das für ihn günstigste Behandlungsverfahren

wird individuell festgelegt.

Wann muss man operieren?

Gründe für eine Operation können mechanische

Beschwerden durch die Schilddrüsenvergrößerung,

ein Verdacht auf Bösartigkeit, aber auch

der Wunsch des Patienten (z.B. kosmetische

Gründe) sowie das Versagen der nichtoperativen

Behandlungsverfahren sein. Letzteres ist häufig

bei einer Überfunktion der Schilddrüse der Fall.

Wie wird operiert?

Ziel der Operation ist es, das gesamte erkrankte

Gewebe zu entfernen. Die Schilddrüsenverkleinerung

wird in Abhängigkeit vom Befund einoder

beidseitig vorgenommen. Aktuelle wissenschaftliche

Erkenntnisse legen zunehmend die

komplette Entfernung eines oder beider Schilddrüsenlappen

nahe. Dadurch kann ein Rezidiv

– eine erneute Schilddrüsenvergrößerung - sicher

vermieden werden. Zum anderen sind mit

dieser Vorgehensweise die meisten zufällig gefundenen

Schilddrüsenkarzinome ausreichend

behandelt. Auch eine Überfunktion kann so am

effektivsten behandelt werden.

Wie erfolgt die Nachbehandlung?

Um einer erneuten Schilddrüsenvergrößerung

vorzubeugen, muss der Patient lebenslang

Schilddrüsenhormone in Tablettenform einnehmen.

Die genaue Dosierung legt der Arzt anhand

der Hormonwerte im Blut und ggf. einer Szintigrafie

fest.

Was könnte auf einen bösartigen Schilddrüsentumor

hinweisen?

Impressum

Anzeichen für einen bösartigen Tumor können

schnell wachsende oder sehr derbe Knoten sein,

eine fehlende Schluckverschieblichkeit der Knoten,

kalte Knoten oder auch vergrößerte Halslymphknoten.

Sicherheit gibt eine feingewebliche

Untersuchung.

Dafür ist eine Punktion notwendig. Meist werden

Schilddrüsenkarzinome jedoch als Zufallsbefund

bei der Gewebeuntersuchung einer

entfernten Struma entdeckt. Bösartige Schilddrüsenerkrankungen

treten mit einer Häufigkeit

von zwei bis drei Neuerkrankungen pro 100 000

Einwohner im Jahr auf.

Leitender Oberarzt, Torsten Zeyher, Facharzt

für Chirurgie und Viszeralchirurgie.

Frauen sind dabei zwei- bis dreimal öfter betroffen

als Männer. Die häufigsten Schilddrüsenkarzinome

sind das papilläre (in 70 bis 80 Prozent)

und das follikuläre Karzinom (in 10 bis 20 Prozent).

Beide haben eine gute Prognose.

Wie werden bösartige Schilddrüsenerkrankungen

behandelt?

Ist ein Karzinom nachgewiesen, muss die Schilddrüse

komplett entfernt werden. Zusätzlich ist

eine Entfernung der Halslymphknoten auf der

betroffenen Seite und gegebenenfalls auch der

Gegenseite notwendig. Wird ein kleines Karzinom

(bis 1 Zentimeter Größe) zufällig nach einer

Schilddrüsenoperation gefunden, muss keine

weitere Operation erfolgen.

An die operative Behandlung schließt sich

eine spezielle Strahlentherapie – die Radiojodbehandlung

- an. Sie wird nicht in Wolfenbüttel,

sondern stationär im Städtischen Klinikum

Braunschweig oder an der Medizinischen Hochschule

Hannover durchgeführt. Mit beiden Zentren

pflegen wir eine intensive und erfolgreiche

Zusammenarbeit.

Wer ist mein Ansprechpartner bei einer Schilddrüsenerkrankung?

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Stellt

er eine Schilddrüsenerkrankung fest, wird er mit

der notwendigen Behandlung beginnen oder

den Patienten an einen Radiologen überweisen.

Ist eine Operation notwendig oder gibt es Fragen

zur Operation, kann jederzeit über das Sekretariat

unserer Klinik telefonisch (05331/9343301) ein

Vorstellungstermin vereinbart werden.

Redaktion: Bürgermeister Thomas Pink (V.i.S.d.P), Olaf Danell, Silvano Varisco, Sabrina Meyer,

Martha Thomaschewski, Kerstin Hecker, Horst Lippert

Bildmaterial: Stadt Wolfenbüttel, Klinikum Wolfenbüttel

Gestaltung: Verlag Schaufenster Wolfenbüttel

Druck: Druckhaus Oppermann, Rodenberg

Vertrieb: Vollbeilage im Schaufenster Wolfenbüttel

E-Mail: blickpunkt@wolfenbuettel.de


Blickpunkt Wolfenbüttel Ausgabe 8 | Juni 2012 4

Dr. Thomas Hockertz, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie:

Wenn die Hüfte zum Problem wird

Etwa 2.000 mal stehen die Ärzte der Klinik

für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel

jedes Jahr am Operationstisch. In vielen

Fällen geht es dabei um Patienten, die eine

Hüftfraktur – einen Oberschenkelhalsbruch

– erlitten haben. Bei Dreiviertel der Patienten

wird eine Endoprothese implantiert. Die

Menschen hierzulande werden immer älter.

Damit nehmen sowohl Abnutzungserscheinungen

als auch Stürze zu. Die Mediziner

werden sich also immer häufiger damit beschäftigen

müssen.

Dr. Thomas Hockertz, Chefarzt der Klinik

für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie.

Verletzungen sind im Alter die dritthäufigste Ursache

für einen Krankenhausaufenthalt. Meist

handelt es sich dabei um Stürze. Rund die Hälfte

der Patienten, die im vorigen Jahr in der Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie des Städtischen

Klinikums Wolfenbüttel behandelt wurden, war

älter als 60 Jahre. Ältere Menschen haben eine

verringerte Knochendichte, Abnutzungserscheinungen

verursachen Schmerzen beim Gehen,

sie stürzen schneller als jüngere. Mindestens 30

Prozent aller über 60jährigen stürzen mindestens

einmal im Jahr. Bis zu 20 Prozent von ihnen

erleiden dabei Verletzungen, die behandelt

werden müssen – Prellungen, Quetschungen,

Knochenbrüche. Bei bis zu zwei Prozent sind

das die früher gefürchteten Oberschenkelhalsbrüche.

Die Statistik zeigt, dass rund 90 Prozent

aller Patienten mit einer Hüftfraktur über 65 Jahre

alt sind. Sie ist eine der häufigsten Verletzungen

Älterer. Jedes Jahr erleiden in Deutschland

fast 100.000 Menschen einen Bruch des Hüftgelenkes.

Und wenn es dazu kommt, wird häufig

der Einsatz einer künstlichen Hüfte notwendig,

um Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten.

Jährlich werden in Deutschland 200.000

Hüftprothesen eingesetzt.

Warum ist die Sturzgefahr bei älteren Menschen

so besonders hoch?

Viele wollen nicht wahrhaben, dass ihre Kraft

und Reaktionsfähigkeit im Alter abnehmen. Aufmerksamkeit,

Konzentration, die Schnelligkeit,

in der Informationen verarbeitet werden, lassen

nach. Abstände und Geschwindigkeiten werden

zunehmend schlechter eingeschätzt, was zu

Unfällen im Straßenverkehr führt. Die Sehkraft

nimmt ab. Oft haben sich chronische Krankheiten

eingestellt, es müssen regelmäßig Medikamente

genommen werden, die hin und wieder

zu Gleichgewichtsstörungen führen können. Das

macht den Gang unsicher. Ein Sturz wird nicht

mehr so einfach abgefangen, man stürzt daher

schwerer. Hat jemand schon einen Sturz hinter

sich, wird der Gang noch unsicherer, was den

nächsten Unfall dann oft nach sich zieht.

Ist die Furcht vor einem Oberschenkelhalsbruch

auch heute noch berechtigt?

Noch vor 20 Jahren war eine Hüftfraktur oft einschneidend

für das weitere Leben. Auch heute

ist das ein durchaus ernstes Ereignis. Die meisten

unserer Patienten sind aber nach der Operation

und einer entsprechenden Rehabilitation

wieder durchaus in der Lage, selbstständig ihren

Alltag weiter zu bestehen. Operative Behandlungsmethoden

und auch die Anästhesie haben

sich inzwischen weiterentwickelt. Je früher ein

Patient mit einer Hüftfraktur operiert wird, desto

besser und schneller kommt er nach der Operation

wieder auf die Beine. In unserer Klinik streben

wir an, einen Betroffenen innerhalb von 24

Stunden zu operieren.

Welche Operationsarten gibt es?

Bei wenig verschobenen Brüchen und guter

Knochenqualität kann der Bruch verschraubt

werden. Hierfür stehen spezielle Schrauben-

Plattensysteme zur Verfügung. Bei schlechter

Knochenqualität oder stark verschobenen Brüchen

sowie bei schon vorbestehender fortgeschrittener

Arthrose kommt nur der Ersatz des

Hüftgelenkes in Frage. Dies ist vor allem bei älteren

Patienten notwendig, um eine sofortige

postoperative Mobilisation zu ermöglichen.

Woraus besteht ein künstliches Hüftgelenk?

Das normale Hüftgelenk besteht aus einem pfannenförmigen

Teil, der Hüftpfanne die im Becken

lokalisiert ist, und einem kugelförmigen Teil des

Oberschenkelknochens, dem Hüftkopf. So ähnlich

sieht auch die „Ersatzhüfte“ aus, wenn es

sich um eine Totalendoprothese (Hüft-TEP) handelt.

Sie ersetzt Hüftkopf und Hüftpfanne.

Röntgenbild einer Schenkelhalsfraktur.

Die richtige Endoprothese

Es gibt heute eine Vielzahl unterschiedlicher Endoprothesen,

so dass wir das richtige Modell für

jeden Patienten auswählen können. Welches am

besten geeignet ist, hängt vom Alter und Allgemeinzustand

des Patienten und der Knochenqualität,

aber auch von dem erwünschten Mobilisationsgrad

des Patienten ab.

Wann erfolgt die Wahl des Implantats – vor der

Operation oder während der Operation?

Wir benutzen in unserer Klinik vor allem zementfreie

Prothesentypen bei ausreichender

Knochenqualität. Zementierte Modelle kommen

dann zur Anwendung, wenn die Knochenqualität,

z. B in Folge einer Osteoporose, stark

vermindert ist. Natürlich ist die exakte Planung

und Durchführung der Operation von entscheidender

Bedeutung. Mit den modernen digitalen

Röntgenaufnahmen können wir die Größe und

Position der Hüftprothese schon vor der Operation

am Computer simulieren und genau bestimmen.

Der künstliche Hüftgelenkersatz gehört

heute übrigens zu den häufigsten orthopädischen

Eingriffen. Die Behandlungsergebnisse

sind ausgesprochen gut.

Die ersten Schritte nach der OP

Die Mobilisation der Patienten nach operativer

Versorgung einer Oberschenkelhalsfraktur beginnt

am ersten Tage nach der Operation. Es

spielt dabei keine Rolle, welches operative Verfahren

zur Anwendung gekommen ist. Diese

Form der Frühmobilisation trägt zur Vermeidung

von postoperativen Komplikationen wie dem

Auftreten von Thrombosen, Lungenentzündun-

Postoperatives Bild einer Hüftgelenksprothesegen

oder Infektionen im Bereich des Uro-Genitaltraktes

bei. Während in den ersten drei bis

vier Tagen die Mobilisation mit Gehschulung und

das Erlernen von Verhaltensweisen im Vordergrund

stehen, wird ab dem 5. Tag zusätzlich das

Treppensteigen und auch Gehschulung im Unterwasserbewegungsbad

angeboten. Dieses erfreut

sich großer Beliebtheit. Der stationäre Aufenthalt

in der Klinik beträgt bei unkompliziertem

Verlauf ca. 12 bis 14 Tage. Im Anschluss an die

Krankenhausbehandlung schließt sich ein dreibis

vierwöchiger Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung

an. Die Art der Einrichtung hängt

von dem im Krankenhaus erreichten Mobilisationsgrad

ab und wird von unserem Sozialdienst

in die Wege geleitet.

Wovon hängt ab, ob der Patient nach einer Operation

wieder gut laufen kann?

Der Bruch des Oberschenkelhalses stellt für

die Patienten ein einschneidendes Ereignis

Sportentwicklung in der Stadt Wolfenbüttel:

Ergebnisse der Bürgerbefragung

werden am 25. Juni vorgestellt

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Rat und Verwaltung der Stadt Wolfenbüttel

befassen sich derzeit intensiv mit elementaren

Fragen der Sportentwicklung, um die „Sportstadt

Wolfenbüttel“ im Hinblick auf das hiesige

Sportangebot, die Sportstätten und die Sportförderung

für die Bürgerinnen und Bürger unserer

Stadt möglichst optimal zu gestalten.

Um die Meinungen und Wünsche unserer Bürgerschaft

für eine zielführende Verbesserung

der Sportlandschaft Wolfenbüttels zu ermitteln

und diese als wesentliche Maßgabe in die

Planung einzubeziehen, wurde am Ende des

vergangenen Jahres eine Bürgerbefragung

durchgeführt. 5000 Bürgerinnen und Bürger

der Stadt Wolfenbüttel im Alter zwischen 10

und 75 Jahren, die mittels Zufallsprinzip repräsentativ

ausgewählt worden sind, wurden

gebeten, einen umfangreichen Fragebogen

zur Bewertung der Situation und der weiteren

Entwicklung des Sports auszufüllen. Mit 1656

Antworten, die bei der Stadt Wolfenbüttel eingegangen

sind, ist die Beteiligung an dieser

dar. Während sich der Patient mit einer Arthrose

des Hüftgelenkes genau über die Operation,

die Nachbehandlung und das zu erwartende Ergebnis

informieren und sich so auch mental auf

die bevorstehende Operation einstellen kann,

trifft die Patienten mit Fraktur des Schenkelhalses

das Schicksal unvorhergesehen. Neben den

Sorgen über die eigene Verletzung müssen die

Betreuung der eigenen Wohnung, Garten, Haustiere

und ggf. pflegebedürftiger Angehörige organisiert

werden. Hier können die Patienten von

unserem Sozialdienst unterstützt werden. Von

besonderer Bedeutung ist die Motivation der Patienten,

die oftmals überhaupt zum ersten Mal in

ihrem Leben in einem Krankenhaus verweilen. In

dieser Situation ist es besonders wichtig, dass

sie auch von ihren Familienangehörigen unterstützt

werden.

Sturzursachen - wie kann ich Stürzen vorbeugen?

Die häufigste Unfallursache des Oberschenkelhalsbruchs

ist der Sturz in der eigenen Wohnung.

Türschwellen, hoch stehende Teppichkanten,

ungünstig aufgestellte Möbel im Gangbereich,

aber auch fehlende Haltegriffe und das Fehlen

rutschfester Fußmatten im Bad können zu Stürzen

führen. Falsches Schuhwerk ist ebenfalls ein

Risiko. Sehr wichtig ist eine gute Beleuchtung

der Wohnung. Ältere Menschen brauchen im

Vergleich eine etwa doppelt so hohe Beleuchtungsstärke

wie jüngere. Die Lichtquellen in einer

Seniorenwohnung sollten etwa 100 Lux betragen,

zum Lesen sogar 500 Lux. Wichtig ist

eine regelmäßige Überprüfung der Sehfähigkeit.

Schrauben und Plattensystem zur Versorgung

von Schenkelhalsfrakturen.

Die wichtigste Vorbeugemaßnahme ist jedoch

die regelmäßige Bewegung. Sie kräftigt und erhält

die Muskulatur und übt auch das Gleichgewichtsgefühl.

Vor allem im Sommer ist auf ausreichende

Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wer zu

wenig trinkt, erhöht sein Risiko für Kreislaufstörungen

– und damit für Stürze.

Bürgerbefragung außerordentlich hoch ausgefallen.

Ich darf mich noch einmal bei allen

Teilnehmenden ganz herzlich für Ihr Engagement

bedanken.

Unser Kooperationspartner, die Hochschule

Ostfalia, hat in den vergangenen Monaten die

beantworteten Fragebögen umfassend ausgewertet

und die maßgeblichen Erkenntnisse

zusammengetragen.

Die Ergebnisse der durchgeführten Bürgerbefragung

zur Sportentwicklung in der Stadt

Wolfenbüttel werden am

Montag, 25. Juni 2012, ab 19.00 Uhr in

der Lindenhalle

der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu dieser Informationsveranstaltung lade ich

Sie sehr herzlich ein. Es würde mich freuen,

wenn ich Sie dort begrüßen dürfte.

Mit sportlichen Grüßen

Thomas Pink

Bürgermeister

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