Buch 1.indb - life + science

lifeandscience.de

Buch 1.indb - life + science

+

life + science

www.lifeandscience.de

l i f e

ASTRONOMIEJAHR

2009

Helle Sterne

– dunkle Mächte

+

science

Feb. 2009 – April 2009

7. Jahrgang

Hef t 1

ABITUR +++ WISSENSCHAFT +++ AUSBILDUNG

+++ WIRTSCHAFT +++ TECHNIK +++ STUDIUM

Lehrer

aufgepasst!

Lehrerwettbewerb

auf Seite 8

E X P E D I T I O N I N S A L L

BIOLOGISCHE

BRENNSTOFFZELLEN

Mikroorganismen

als Kraftwerke

BEWERBEN

IM INTERNET

E-Assessment

und Bewerbung

KARRIERE

IM HANDEL

Vom Azubi zur

Führungskraft


Hier seh´ ichZukunft

Visionen von Ingenieurinnen und Ingenieuren prägen und bereichern

unser Leben. Sie schaffen die moderne Welt - und sind gefragt

wie nie zuvor. Wer von Technik fasziniert ist und erfahren möchte,

wie unsere moderne Welt eigentlich „tickt“. Wer die Zukunft aktiv

mitgestalten will, wer sich Neues ausdenken oder Bestehendes verbessern

will, für den ist ein Ingenieurstudium genau das Richtige.

Welche Studienrichtung hat Zukunft? Welche Abschlüsse gibt es?

Was wird von Ingenieurstudierenden erwartet? Wie sind die Berufschancen

danach?

Tu den ersten Schritt - informier dich: www.think-ing.de


Liebe Leser,

das Jahr hat gerade erst begonnen,

doch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise

hat ihm schon den Stempel

aufgeprägt: 2009 ist ein Jahr der

Rezession und damit, so Bundeskanzlerin

Angela Merkel, ein „Jahr

der schlechten Nachrichten“. Eingefleischte

Europäer, Musikliebhaber,

Affenfans, Baumwollträger,

Abstammungsanhänger und Nachtschwärmer

werden jedoch ihre Hand

und Einspruch erheben: Sie begehen

2009 unter anderen Vorzeichen.

2009 ist nämlich auch das „Europäische

Jahr der Kreativität und Innovation“.

Beides Eigenschaften, die

immer nützlich sind, insbesondere

aber in Krisenzeiten. Der Zeitpunkt

ist also gut gewählt.

Kreativ war ohne Zweifel der

Komponist Joseph Haydn, der vor

200 Jahren starb. Will man in dem

ihm gewidmeten Jahr nur all seine

Sinfonien hören, muss man zwei pro

Woche auflegen – 104 hinterließ er

der Nachwelt, darunter die mit dem

Paukenschlag. Außerdem komponierte

er die Melodie unserer Nationalhymne.

Mit Kunst haben Gorillas vermutlich

weniger im Sinn (doch wer

weiß?); sie haben derzeit andere

Sorgen: Ihr Lebensraum ist bedroht,

sie werden nach wie vor gejagt und

sterben an Krankheiten wie Ebola.

Das Umweltprogramm der Vereinten

Nationen (UNEP) und die World

Association of Zoos and Aquariums

haben 2009 zum „Jahr des Gorillas“

erklärt, um auf diese Missstände aufmerksam

zu machen.

Die Vereinten Nationen sorgen

sich aber nicht nur um Menschenaffen,

sondern auch um die Naturfaser.

Ein Hinweis für alle, die nur

© Ulrich Kilian

Sportunterwäsche tragen: Das sind

Materialien wie Jute, Baumwolle,

Seide, Wolle und Leinen. Das „Jahr

der Naturfaser“ soll sie ins Gedächtnis

rufen – sehr löblich.

An Charles Darwin wird 2009

auch gedacht, 200 Jahre nach seinem

Geburtstag und 150 Jahre nach

der Veröffentlichung seiner berühmtesten

Arbeit. Eigentlich hatte die

Menschheit inzwischen genügend

Zeit, sich daran zu gewöhnen, das

Resultat einer Evolution zu sein.

Doch viele Menschen haben nach

wie vor ihr Problem damit, dass Darwin

den Menschen angeblich zum

Affen machte. Aufklärung tut also

not – ein Anliegen des Darwin-Jahres.

Die größte Aufmerksamkeit zieht

allerdings das „Internationale Jahr

E d i t o r i a l

der Astronomie“ auf sich. Kein Wunder,

denn kaum eine andere wissenschaftliche

Disziplin produziert so

viele schöne Bilder, kennt so viele

obskure Objekte wie etwa Schwarze

Löcher und lässt sich so einfach –

zumindest ein bisschen – von jedermann

betreiben. Über eine Million

„Galileoskope“ sollen unters Volk

gebracht werden, damit jeder Jupitermonde

und Mondkrater sehen

kann. So manches Aha-Erlebnis dürfte

das bescheren – nicht das Allerschlechteste

in einem Jahr schlechter

Nachrichten.

Viel Spaß bei der Lektüre

wünscht euch

euer life + s c i e n c e-Team

life + s c i e n c e 1

© Dr. Ulrich Kilian


SCIENCE TECH

Jahr der Astronomie

Helle Sterne, dunkle Mächte – Rätsel des Weltalls 4

Lehrerwettbewerb 2009

Sternstunden für Ihre Schüler 8

Teachers’ Corner 10

Forschungsexpedition Deutschland

Wissenschaftsjahr 2009 11

Biologische Brennstoffzellen

Mikroorganismen als Kraftwerke 12

Flash + Back

Mit „Allos“ und „Ergos“ zum Weltruhm 14

Fast + Forward 15

+

LIFE STYLE

Market + Place 16

Surf + Science/Termine 17

Books + More 18

+

LEARN EARN

Didacta 2009

didacta 2009 – Bildungsgipfel im Flachland 19

Bewerben im Internet

Online-Bewerbung und E-Assessment 20

Karriere im Handel

Vom Azubi zur Führungskraft 22

Studieren im Doppelpack

Fit in Theorie und Praxis 24

Gute Chancen für Informatiknachwuchs 27

Forschung ist Teamarbeit 28

Maschinenbau

Einsatz für Technik-Freaks 31

Gegen den Strom

Orchideenfächer als Chance 32

Zukunftsberuf: Multimedia-Allrounder

Praxisnahe Ausbildung am SAE-Institute 34

Study + Guide 35

Studieren auf Lehramt 36

Up + away

Mein Praktikum in Schottland 38

+

+

HAPPY END

Rätsel 39

WIN + FUN

WIN + FUN

WIN + FUN

WIN + FUN

Impressum/Vorschau 40

4

22

38

I n h a l t

life + s c i e n c e 3


© NASA/JPL-Caltech

+

SCIENCE TECH

4 life + s c i e n c e

Jahr

der

Astronomie

Helle Sterne, dunkle Mächte – Rätsel des Weltalls

Die Astronomie ist die älteste Wissen-

schaft – und das zweitälteste Gewerbe,

wie oft schmunzelnd hinzugefügt wird.

Sie lässt sich bis in die Steinzeit zurück-

verfolgen. Als Beginn der modernen

Astronomie gilt das Jahr, in dem Gali-

leo Galilei erstmals ein Teleskop gen

Himmel richtete: 1609. Das ist genau

400 Jahre her, deshalb wird 2009 das

Jahr der Astronomie begangen.


8 Die Astronomie hat nicht nur

eine lange Tradition; sie ist eine

ganz dynamische Wissenschaft – mit

zahlreichen ungelösten Fragen, aber

auch immer leistungsfähigeren Teleskopen,

um diese Fragen zu beantworten.

In diesem Sinne erleben wir

ein goldenes Zeitalter der Astronomie:

Ein Grund mehr, dieser Wissenschaft

ein Jahr mit vielen Veranstaltungen

zu widmen.

Dunkle Mächte ...

Fragt man Astronomen nach den

spannendsten aktuellen Forschungsgebieten,

werden viele Themen

genannt. Eines dürfte jedoch immer

darunter sein: das Rätsel um die

„Dunklen Mächte“ in unserem Universum.

Die simple Frage, woraus unser

Universum überhaupt besteht, ist

eine richtig harte Nuss. Früher dachte

man: Sterne mit Staub dazwischen.

Unsere Milchstraße

Dann begann man jedoch, sich über

Galaxien zu wundern, die so schnell

rotierten, dass sie eigentlich auseinander

fliegen müssten – es sei denn,

sie enthalten irgendwelche Materie,

die man nicht sieht, die aber mit ihrer

Schwerkraft die Galaxie zusammenhält.

Inzwischen weiß man: Wenn

Astronomen über die normale, sichtbare

Materie reden, tauschen sie sich

nur noch über ein Randphänomen

aus. Gerade mal fünf Prozent des

Universums macht sie aus. Das ist

schon bittere Ironie: Je größer und

besser die Teleskope und Satelliten

der Forscher wurden, desto weniger

verstanden sie, was die Welt im Großen

zusammenhält.

Was hinter der mysteriösen

„Dunklen Materie“ steckt, ist unklar.

Viele Kosmologen vermuten ein

unbekanntes Teilchen, dessen Name

eigentlich nur ausdrückt, dass es eine

Masse, mit bekannten Teilchen aber

Die Beschaffenheit unserer Milchstraße erahnte bereits der griechische Philo-

soph Demokrit. Er vermutete, dass das breite helle Band am Nachthimmel aus

einer Vielzahl weit entfernter Sterne bestehen könnte. Heute wissen die Astro-

nomen, dass unsere Heimatgalaxie zu den größeren Sternsystemen zählt; das

letzte Wort über die genaue Masse und andere Eigenschaften unserer Milch-

straße ist aber noch lange nicht gesprochen. So hat sie nach jüngsten Daten

des Spitzer-Weltraumteleskops nur zwei große Spiralarme und nicht, wie früher

vermutet, vier. Außerdem schließen Forscher vom Bonner Max-Planck-Institut

für Radioastronomie aus den Beobachtungen mit zehn nordamerikanischen

Teleskopen, dass die Masse der Galaxis um etwa 50 Prozent größer ist als

bislang angenommen. Damit widersprechen sie jedoch amerikanischen Astro-

nomen, die nur kurz zuvor genau das Gegenteil behauptet hatten: Die Masse der

Milchstraße sei nur halb so groß wie bislang gedacht.

Obwohl die Milchstraße unsere Heimatgalaxie ist, sind Beobachtungen der

gesamten Galaxis schwierig, da sich der Beobachtungsposten Erde mitten drin

befindet – genauer: eher am Rand – und insbesondere dichte Gaswolken um das

Zentrum den Blick verwehren.

life + s c i e n c e 5


+

SCIENCE TECH

6 life + s c i e n c e

wenig Berührungspunkte hat: Weakly

Interacting Massive Particle,

kurz WIMP. Die Hoffnung besteht,

dass man vielleicht doch mal eines

erwischt – bisher allerdings: Fehlanzeige.

Oder selbst eines produziert,

beispielsweise mit dem neuen Teilchenbeschleuniger

LHC am Genfer

Forschungszentrum CERN (ja der

Riesenaugen blicken ins All

mit den winzig kleinen Schwarzen

Löchern ...).

Eine andere Erklärung wäre

bekannte Materie, die aber ziemlich

kalt sein muss, weil sie andernfalls

Strahlung abgeben würde wie

ein Stern. Astronomen kürzen diese

Alternative mit MACHO ab. Nein,

das ist nicht der ekelhafte Typ von

Als Galileo Galilei 1609 von der Erfindung eines Gerätes hörte, mit

dem man weit entfernte Objekte sehen könne, baute er sofort selbst

ein solches Fernrohr, richtete es gegen den Himmel und entdeckte

die vier Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Callisto. Damit war

die moderne Astronomie geboren. Seitdem wurden die Teleskope

immer leistungsfähiger und die Spiegel immer größer. Bis 1979 war

der 5-m-Spiegel auf dem Mount Palomar das größte Teleskop der

Erde, heute gebührt dem Gran Telescopio Canarias auf der Kanareninsel

La Palma mit 10,4 m Spiegeldurchmesser dieser Titel. Eigentlich

wird es aber noch übertroffen vom Large Binocular Telescope (LBT) in

Arizona, das zwei Spiegel enthält, die zwar jeweils nur 8,4 m Durchmesser

haben, zusammengeschaltet aber genauso viel Licht wie ein

11,8-m-Spiegel sammeln. Doch auch das LBT wirkt wie ein Spielzeug

gegen den Plan der Europäischen Südsternwarte ESO, ein Riesenteleskop

namens E-ELT mit 42 m Spiegeldurchmesser zu bauen!

Solche Instrumente werden dann viel leistungsfähiger als das

1990 gestartete Hubble-Weltraumteleskop sein. Es profitiert zwar

von dem Vorteil, oberhalb der störenden Erdatmosphäre stationiert

zu sein. Auf der Erde hat man inzwischen aber gelernt, die Luftunruhen

auszutricksen: Das ankommende Licht wird analysiert und

mit einem Idealzustand verglichen; anschließend wird diese Abweichung

durch einen kleinen beweglichen Spiegel ausgeglichen, dessen

genaue Form in Windeseile von einem Computer berechnet wird.

So soll es einmal aussehen, das E-ELT; zum Größenvergleich ist

rechts der Big Ben in London abgebildet.

© ESO

nebenan mit den frauenfeindlichen

Sprüchen, sondern steht für „Massive

Compact Halo Objects“: Große

dunkle Himmelskörper. Das könnten

Weiße Zwerge sein, die nach dem

Ende eines Sternenlebens übrig bleiben,

oder Braune Zwerge, die es erst

gar nicht schaffen, Sterne zu werden,

weil sie zu klein sind, um im Innern

eine Kernfusion – die Heizung der

Sterne – anzuwerfen.

So lange man nicht wusste, ob

und wie viele solcher schwach vor

sich hin glimmender Objekte es im

Weltall gibt, hoffte man, dass sie

schon ausreichen würden, die Dunkle

Materie zu erklären. Inzwischen

wurden jedoch zahlreiche Braune

Zwerge entdeckt und die Erwartungen

enttäuscht: Es reicht nicht. Auch

für andere MACHO-Kandidaten

und die Neutrinos gilt: Es reicht einfach

nicht für die Menge an Dunkler

Materie, die man im All „beobachtet“.

Jetzt ruhen die Hoffnungen

also auf dem LHC ...

Doch es kommt noch schlimmer:

Neben der Dunklen Materie treibt

eine rätselhafte Dunkle Energie ihr

Unwesen im Universum. Sie verriet

sich erstmals vor zehn Jahren, als

Kosmologen weit entfernte Supernovae

beobachteten, die eigentlich

zu weit weg waren – die Entfernung

lässt sich aus der Helligkeit bestimmen

–, als es in einem Weltall der

Fall sein dürfte, dessen Ausdehnung

durch die Schwerkraft gebremst

wird. Das Gegenteil ist der Fall: Das

Universum dehnt sich immer schneller

aus, angetrieben durch eine Kraft,

die der Gravitation entgegenwirkt.

Also eine Art Antigravitationskraft –

Science-Fiction lässt grüßen.

Inzwischen haben sich die Fachleute

an den Gedanken gewöhnt,

dass unser Universum anscheinend

von „dunklen Mächten“ beherrscht

wird, und suchen nach weiteren

Anhaltspunkten. Zu diesem Zweck

untersuchte eine Forschungsgruppe

86 Galaxienhaufen, von denen

49 eine relativ geringe Entfernung

zur Erde haben. Der Rest ist jedoch

vier bis sieben Milliarden Lichtjahre

entfernt. Da deren Licht ja genau

diese Zeit braucht, bis es bei uns


angekommen ist, sehen die Astronomen

von diesen entfernten Galaxienhaufen

ein ziemlich jugendliches

Stadium. Der Vergleich der

Galaxienhaufen zeigte, dass die

nahe gelegenen, also älteren Galaxien

mehr Masse haben als die weiter

entfernten. Das war zu erwarten,

denn Galaxienhaufen werden

im Laufe der Zeit immer „dicker“.

Sie waren aber längst nicht so massereich,

wie man es in einem Universum,

in dem es nur Materie gibt,

erwarten würde. Irgendeine Größe

hat ihr Wachstum gehemmt:

die Dunkle Energie. Sie scheint die

Galaxienhaufen auf Nahrungsentzug

zu setzen.

... und gigantische Löcher

Damit ist das Rätselbuch der Astronomen

aber noch lange nicht voll.

Schwarze Löcher zum Beispiel – ihre

Existenz ist zwar heutzutage akzeptiert

und ihre Bildung prinzipiell verstanden:

Sie entstehen, wenn besonders

massereiche Sterne am Ende

ihres Lebens unter ihrer eigenen

Schwerkraft kollabieren.

Woher aber stammen die Superschweren

Schwarzen Löcher, die sich

im Zentrum fast aller Galaxien befi nden?

Auch unsere Milchstraßengalaxie

enthält eines, das etwa die

viermillionenfache Masse der Sonne

besitzt! Doch halt: Woher weiß

man das? Schwarze Löcher kann

man doch nicht beobachten.

Das stimmt, beobachten kann

man jedoch die Sterne, die um ein

Schwarzes Loch kreisen. In einer 16

Jahre langen Beobachtungskampagne

verfolgte man die Umlaufbahnen

von 28 Sternen rund um das Schwarze

Loch im Herzen der Galaxis, wobei

sogar ein Stern eine vollständige

Umrundung schaffte. Und ähnlich

wie Laub, das von einem Windstoß

hinweggefegt wird, ein komplexes

Netzwerk aus Luftströmen enthüllt,

spiegeln auch die Umläufe der Sterne

deutlich die Kräfte wider, die im

galaktischen Zentrum wirken. Die

Forscher erreichten bei ihren Untersuchungen

wirklich eine unglaubliche

Genauigkeit, so als würde man

eine Ein-Euro-Münze aus einer Ent-

Das Weltall. Du lebst darin

– Entdecke es!

2009 wird von der UNO das Internationale Jahr

der Astronomie begangen (IYA 2009) – 400

Jahre nach Galileis Entdeckung der Jupitermon-

de und Keplers Veröff entlichung seiner Gesetze

der Planetenbewegungen. Auch in Deutschland

wird es zahlreiche Veranstaltungen geben, von

Ausstellungen über Planetariumshows bis zum

Kulturfest. Vor allem soll jeder die Gelegenheit

haben, selbst einen Blick durch ein Teleskop zu

werfen. Öff entliche Beobachtungen an Stern-

warten sind daher in großer Zahl geplant.

Die Woche vom 9. bis 15. November 2009 soll

ganz der Astronomie an Schulen gewidmet sein.

Eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen sowie die Möglichkeit,

selbst eine anzumelden, bietet die Website www.astronomy2009.de. Dort fi n-

det man auch eine Aufstellung der Himmels ereignisse 2009 bis zum würdigen

Abschluss, einer partiellen Mondfi nsternis am Silvesterabend.

fernung von rund 10.000 Kilometern

beobachten.

Aber zurück zur eigentlichen Frage:

Woher stammen diese Supermassiven

Schwarzen Löcher? Klar

ist, dass sie schon früh in unserem

Universum entstanden, aber nicht

wie. Eventuell stand am Anfang ein

kleines Schwarzes Loch – die Saat

dafür könnten die ersten Populationen

von Sternen im Universum gebildet

haben. Diese waren sehr massereich

und dürften die „normalen“

Schwarzen Löcher aus ihrem Kollaps

hinterlassen haben, die dann im Laufe

der Zeit immer mehr Masse angezogen

haben und sogar mit anderen

Schwarzen Löchern fusionierten.

Vielleicht haben sich Supermassive

Schwarze Löcher aber auch direkt

aus gigantischen Gaswolken gebildet

– ohne den Umweg über die ersten

Sterne. Um diese Frage zu beantworten,

hoffen die Astronomen auf

die neuen leistungsfähigen Telesko-

pe, die derzeit gebaut werden. Damit

werden sie noch weiter in die Entwicklungsgeschichte

der Galaxien

zurückblicken können.

Schwarze Löcher, Dunkle Materie

– nur zwei Rätsel von vielen: Nie war

Astronomie so spannend wie heute!

7 (uk)

Win+Fun

Ihr interessiert euch für die

unendlichen Weiten des Weltalls?

Dann spielt, trumpft

und gewinnt mit dem Quartett

„Das Weltall“ von Top

Trumps. Einfach eine E-Mail an

win@lifeandscience.de mit dem

Betreff: Das Weltall senden.

Wir verlosen drei Kartenspiele

unter allen Einsendungen.

life + s c i e n c e 7


+

SCIENCE TECH

Lehrerwettbewerb 2009

8 life + s c i e n c e

Kaum etwas

vermag uns

Menschen

derart zu

faszinieren

wie der Blick

in die Tiefen

des Univer-

sums.

8 Sterne, Galaxien und Gasnebel offenbaren einen Reichtum an Formen und

Strukturen, die sich ein Künstler nicht besser hätte ausdenken können. Die

Astronomie zählt deshalb zu den Wissenschaften, die auch Schülerinnen und

Schüler unmittelbar anspricht, von der eigenen Beobachtung durch das Fernglas

oder Fernrohr bis hin zu den „großen“ Fragen der Kos mologie, beispielsweise

nach dem Urknall. Und die Astronomie ist eine dynamische Wissenschaft: Je

mehr sie über das Universum in Erfahrung bringt, desto zahlreicher werden neue

Fragen: Was ist Dunkle Materie? Ist das Universum unendlich? Gibt es noch

weiteres Leben im All? Und natürlich prägte die Astronomie immer die jeweilige

Kultur, regte die Phantasie der Künstler an, forderte die Philosophie heraus und

beeinfl usste zu allen Zeiten das Weltbild der Menschen.

Genau 400 Jahre nachdem Galileo Galilei erstmals seine Fernrohre gen Himmel

richtete, wird mit dem Internationalen Jahr der Astronomie die Botschaft verbreitet

„Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!“. Besonders das Interesse

junger Menschen an Astronomie und Wissenschaft soll so geweckt werden.

THINK ING. und Science on Stage Deutschland e.V. suchen dafür gemeinsam

mit dem Wissens- und Karrieremagazin life + s c i e n c e innovative und kreative

Unterrichtskonzepte für „Sternstunden für Ihre Schüler!“ 7

1. Preis:

Einwöchiges Forschungscamp (Klassen- oder Kursexkursion)

zum Radioteleskop Stockert (www.astropeiler.de) und

zum Radioteleskop Effelsberg im Rheinland (vier Übernachtungen)

2. Preis:

Zweitägige Klassen- oder Kurs exkursion mit Übernachtung

zu einer astronomischen Forschungseinrichtung

oder zu ei nem Unternehmen mit Schwerpunkt Optronik

(eine Übernachtung)

3. Preis:

Eine eintägige Klassen-/Kursexkursion zu einer

Sternwarte (in bis zu 150 km Entfernung

vom Schulort)

4.–5. Preis:

Bücher-/Softwaregutschein im Wert von 500 €

6.–10. Preis:

Bücher-/Softwaregutschein im Wert von 300 €


Teilnehmer

Alle Lehrkräfte der Sekundarstufen I

und II (auch Lehrkräfte im deutschsprachigen

Ausland)

Aufgabe

Mit unserem Lehrerwettbewerb

2009 möchten wir Lehrer/innen aller

Fächer und Disziplinen aufrufen,

ihr Verständnis und ihre Interpretation

von „Astronomie“ im Unterricht

vorzustellen. Gesucht werden vor allem

anregende und praktische Unterrichtskonzepte

und Schulprojekte.

Die Arbeiten können sich auf alle

Fachbereiche beziehen, wenn der

Bezug zu den naturwissenschaftlichen

Fächern deutlich wird.

Zielsetzung

Erarbeitung von Unterrichtskonzepten,

die auch anderen Schulen Anregung

für die Praxis geben.

Anmeldefrist

20. April 2009 (auf der Homepage

von Science on Stage Deutschland)

Einreichungsfrist

20. Mai 2009 (elektronische Einreichung

über das Bewerbungsformular

auf der SonSD-Homepage)

Bewertungskriterien

• Fachliche Richtigkeit

• Originalität und Kreativität

• Interdisziplinarität

• Didaktische und methodische

Aufbereitung

• Umsetzbarkeit in den

Unterricht

Formale Kriterien

4 DIN-A4-Seiten (Arial 12) dürfen

nicht überschritten werden (exklusive

der Anhänge/Bilder).

Die Arbeiten sind bis zum 20. Mai

2009 elektronisch bei Science on

Stage Deutschland e.V. einzureichen:

Dazu füllen Sie bitte das Formblatt online

aus.

Das Bewerbungsformular laden Sie sich

von der SonSD-Homepage herunter,

füllen es aus und senden es als Attachment

per E-Mail an info@science-onstage.de.

Bitte notieren Sie in der Betreffzeile

Ihren Nachnamen und den

Titel der Arbeit (z.B. Mustermann_Anton_Astronomie).

Jury

Die Jury für die Bewertung der Arbeiten

besteht aus Unterrichtspraktikern,

Personen aus der Lehrerfortbildung

und der Didaktik und Personen

aus Unternehmen.

Preisverleihung

Die Preisverleihung fi ndet am 24.

September 2009 im Rahmen der

gemeinsamen Abendveranstaltung

zum Auftakt der Bildungsveranstaltung

EduNetwork 09 im UNESCO-

Weltkulturerbe Alte Völklinger Hütte

im Saarland statt.

Schirmherrschaft

Prof. Dr. Eva K. Grebel

Professorin für

Astronomie am Zentrum

für Astronomie der

Universität Heidelberg

Veröffentlichung

Die ausgezeichneten Arbeiten wer den

in einer Sonderbeilage im Wissens-

und Karrieremagazin life + s c i e n c e

im September 2009 veröffentlicht

und auf www.science-on-stage.de

zum Download eingestellt. Die Einreichung

der Arbeit bedeutet gleichzeitig

das Einverständnis für die anschließende

Veröffentlichung.

Präsentation der prämierten

Arbeiten

Neben den Geld- und Sachpreisen

erhalten ausgewählte Preisträger/innen

außerdem die Möglichkeit, ihre

Arbeiten und Ideen im Rahmen der

Bildungsveranstaltung EduNetwork

09 in einer Posterausstellung zu präsentieren,

um den Austausch anregender

Unterrichtskonzepte und den

Diskurs darüber zu fördern.

Alle Informationen fi nden Sie auch

unter www.science-on-stage.de

Kontakt und Ansprechpartner

bei Rückfragen:

Science on Stage

Deutschland e.V.

Stefanie Schlunk

Geschäftsführerin

Poststr. 4/5, 10178 Berlin

Tel.: ++49 (0)30-400067.40

Fax: ++49 (0)30-400067.35

www.science-on-stage.de

info@science-on-stage.de

l i f e

+

science

life + s c i e n c e 9


+

SCIENCE TECH

t e a c h e r s ‘ c o r n e r

––––––––––––– Darwin-Jahr 2009 –––––––––––––

8 2009 ist nicht nur das Internationale

Jahr der Astronomie, sondern

auch das Darwin-Jahr. Aus

doppeltem Anlass: Vor 200 Jahren

wurde Charles Darwin geboren,

vor 150 Jahren veröffentlichte

er sein berühmtes Werk „On

the origin of species“. Mit seiner

Theorie von der Entstehung der

Arten stellte der Naturforscher

das Weltbild seiner Zeit radikal

auf den Kopf.

Zum Jubiläumsjahr erinnern

zahlreiche Veranstaltungen und

Veröffentlichungen an das Leben

und Werk dieses Ausnahmewissenschaftlers.

Lehrer fi nden viele

Materialien zu Darwin und zum

Thema Evolution im Internet.

Einen umfangreichen Veranstal

tungskalender zum Darwin-

10 life + s c i e n c e

Jahr präsentiert die Webseite

www.darwinjahr2009.de des

Kon sortiums „Deutsche NaturwissenschaftlicheForschungssammlungen“.

Viele der genannten

Ausstellungen sind sicher für

Schulklassen einen Besuch wert.

Ein Blog unter dem Titel „Ach du

lieber Darwin“ sammelt Informationen

und kommentiert ausgewählte

Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr.

Wer will, kann sich mit

Kommentaren und eigenen Beiträgen

beteiligen.

Auf www.darwin-jahr.de –

betrieben von der Giordano Bruno

Stiftung und der Arbeitsgemeinschaft

Evolutionsbiologie

– fi ndet man neben Veranstaltungshinweisen

auch neueste

Erkenntnisse der Evolutionsbio-

logie und viele Buchtipps.

Das „Evolution MegaLab“ ruft

auf, selbst zu forschen. Gesucht

werden Bänderschnecken, die

sich zur Tarnung an ihre Umwelt

anpassen. Der Hauptfressfeind

der Schnecke, die Singdrossel, ist

inzwischen jedoch selten geworden.

Wirkt sich das auf die Schnecken

aus? Aus dieser Frage kann

man sicherlich ein interessantes

Projekt machen: Erfassen Sie mit

Ihrer Klasse die Schneckenvielfalt

in ihrer Umgebung! (www.evolutionmegalab.org/de/information/viewHomePage).

www.lehrer-online.de weist

auf eine Unterrichtseinheit für

die Jahrgangsstufe 11 zum Thema

„Evolution oder Schöpfung –

woran können wir glauben?“ hin.

1837 skizzierte

Darwin erstmals

seine Idee vom

Stammbaum des

Lebens.

Ein Special zum Darwin-Jahr hat

der Hamburger Bildungsserver

zusammengestellt (www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.biologie.darwin).

Das komplette Werk von

Charles Darwin ist übrigens

im Internet frei zugänglich:

www.darwin-online.org.uk/

7 (uk)


2009 hat

Deutschland

einiges zu fei-

ern – ange-

sichts von

Finanz- und

Wirtschaftskri-

se sollte man

das nicht ver-

gessen. Vor 60

Jahren wurde

die Bundesre-

publikgegrün- det, vor 20 Jah-

ren fiel die

Mauer – zwei

wichtige Ereig-

nisse für unser

Land, zwei

entscheidende

Jubiläen für

das Selbstver-

ständnisunse- res Staates.

Prof. Gerold Wefer, Wissenschaft im Dialog, Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Prof. Peter

Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, stellen den Ausstellungszug „Expedition Zukunft“ vor.

Forschungsexpedition

Deutschland

Das Wissenschaftsjahr 2009

8 Das Jahr soll aber auch Anlass sein,

die Wissenschaft in Deutschland zu

erkunden – auch sie spielt eine bedeutende

Rolle für die Menschen. Viele

Ideen, Erfindungen und Erfolge sind

aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken,

von der sozialen Marktwirtschaft

bis zum MP3-Format. Das

hat nämlich nicht Apple erfunden,

sondern deutsche Forscher.

Das Wissenschaftsjahr möchte

zum einen den Pioniergeist der Menschen,

die Forschung betreiben, in

den Mittelpunkt stellen. Mit Kreativität,

Entdeckerlust und Beharrlichkeit

erkunden sie unbekanntes Terrain,

stellen scheinbar sicheres Wissen

in Frage, entwickeln neue Produkte

und Technologien.

Gleichzeitig soll allen Bürgern

die Möglichkeit gegeben werden,

den Forschern dieses Landes über

die Schulter zu blicken, ihre Labore,

Institute und Unternehmen kennen

zu lernen – und natürlich das, woran

sie forschen. Möglichst viele Stationen

möchte die „Forschungsexpedition

Deutschland“ aufsuchen.

Tage der offenen Tür, Vorträge,

Ausstellungen, Filmreihen, Festivals

und Erlebnisnächte – überall in

Deutschland werden größere und

kleinere Veranstaltungen dafür sorgen,

dass der Funke der Begeisterung

für das Abenteuer Forschung

auf Besucher aller Altersgruppen

überspringt.

Ein Beispiel ist der Ausstellungszug

„Expedition Zukunft“ der deutschen

Wissenschaft, der 2009 in über

60 deutschen Städten Halt macht.

Die mobile Ausstellung gibt Einblicke

in das Leben von morgen: Interaktive

Exponate, faszinierende Bilder und

aufschlussreiche Hintergrundinformationen

veranschaulichen, wie der

Alltag in zehn bis 15 Jahren aussehen

wird und welchen Beitrag die Wissenschaft

dazu leistet. Auch die „MS

Wissenschaft“, eine gute Bekannte

aus den vergangenen Jahren, ist

wieder schwimmend unterwegs. Sie

hat eine neue Themenschau an Bord,

die sich insbesondere an Schulklassen

richtet, und macht in 30 Städten

Station.

Die Website zum Wissenschaftsjahr,

www.forschungsexpedition.de,

bietet einen Überblick über die Veranstaltungen

und stellt auch zwei

Wettbewerbe für Schulen vor: Mit

dem Förderpreis „Schule trifft Wissenschaft“

zeichnet die Robert Bosch

Stiftung die gemeinsame Arbeit von

Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern

aus, beim Wettbewerb „Geistesblitze“

sind Schulen aufgefordert,

markante Orte herausragender

Erkenntnisse oder Erfindungen

in ihrer Umgebung ausfindig zu

machen und diese der Öffentlichkeit

zu präsentieren. 7 (uk)

life + s c i e n c e 11


Fossile Brenn-

stoffe werden

immer knapper,

das bei ihrer

Verbrennung

frei werdende

CO 2 trägt zur

Klimaerwär-

mung bei.

Wind-, Wasser-

und Sonnene-

nergie können

zurzeit jedoch

nicht einmal

den aktuellen

Energiebedarf

sichern.

+

SCIENCE TECH

BIOLOGISCHE BRENNSTOFF

Atomenergie

ist umstritten.

Gleichzeitig

wächst der

Energiehunger.

Der Ruf nach

sauberen Ener-

gien führt des-

halb weltweit

zu verstärkten

Forschungsan-

strengungen.

12 life + s c i e n c e

Mikroorganismen als Kraftwerke

8 Brennstoffzellen könnten einen

Ausweg bieten. Sie liefern Energie,

ohne die Umwelt mit Schadstoffen

zu belasten. So fällt bei der Wasserstoff-Brennstoffzelle

als „Abfallprodukt“

lediglich Wasser an (s. Infobox

AbiWissen). Die elektrochemische

Art der Energieerzeugung ist

zudem extrem effi zient, da die chemische

Energie ohne Umweg über

Verbrennungsprozesse in elektrische

Energie umgewandelt wird.

Mikrobiologische Brennstoffzellen

Auch in Mikroorganismen werden

zur Energiegewinnung im Stoffwechsel

Elektronen von einem energiereichen

Substrat, dem „Brennstoff“,

abgespalten und auf einen geeigneten

Empfänger (Akzeptor) übertragen

– bei der Zellatmung beispielsweise

vom Energieträger Glucose

über mehrere Zwischenstufen letzt-

An der Hochschule

Offenburg erforschen

Wissenschaftler und Studenten

mikrobiologische

Brennstoffzellen.

lich auf Sauerstoff. Dabei entstehen

Kohlendioxid und Wasser. Die frei

werdende Energie nutzen die Mikroorganismen

zum Wachstum und zur

Aufrechterhaltung ihrer Lebensfunktionen.

Kann man daraus nicht eine mikrobiologische

Brennstoffzelle bauen? In

der Tat lässt sich ein Teil der freigesetzten

Elektronen zur Stromerzeugung

nutzen. Hierzu muss die konventionelle

Brennstoffzelle natürlich

angepasst werden: Im Anodenraum

wachsen die Mikroorganismen, wandeln

die angebotenen Substrate in

verschiedene Reaktionsprodukte um

und setzen dabei Elektronen frei.

Die Elektronenübertragung zur Anode

kann auf unterschiedliche Weise

erfolgen. Manche Mikroorganismen

geben die Elektronen direkt

an die Anode ab. Andere benutzen

„Elektronenfähren“, d.h. Mole-

© (4) Hochschule Offenburg

küle, die zuerst Elektronen aufnehmen

und sie schließlich an der Anode

abladen. Auch elektrisch leitende

„Anhängsel“ von Mikroorganismen

– so genannte „Nanowires“ –, über

die Elektronen direkt von der Zelle

zur Anode gelangen, scheinen

eine Rolle zu spielen. An der Anode

entsteht durch die angesammelten

Elektronen ein negativer Ladungsüberschuss,

der dazu genutzt werden

kann, elektrische Arbeit zu verrichten.

Mikrobiologische Brennstoffzellen

können die unterschiedlichsten

„Brennstoffe“ verwerten. So leisten

Mikroorganismen bereits seit mehr

als zwei Milliarden Jahren in der

Natur als „Abfallverwerter“ wertvolle

Dienste. Auch wo kein Sauerstoff

vorhanden ist, fi ndet sich eine

reichhaltige Mikrofl ora. Hier erfolgt

der Energiegewinn entweder durch

Gärungsprozesse oder durch die so

genannte „anaerobe Atmung“. Die

bei der Gärung entstehenden Produkte

sind noch in gewissem Umfang

energiehaltig. Bei der an aeroben

Atmung sind die Endprodukte energieärmer,

der Energiegewinn für die

Mikroorganismen ist höher.

Die große Stoffwechselvielfalt der

Mikrobenwelt eröffnet für mikrobiologische

Brennstoffzellen ein enormes

Potenzial. Geeignete Mikroorganismen

sind nämlich in der Lage, auch

organische Abfallstoffe, z.B. Inhaltsstoffe

von Abwässern, zu verwerten.

Theoretisch kann dadurch die Stromerzeugung

mit einer Abwasserreinigung

gekoppelt werden. Das macht

mikrobielle Brennstoffzellen attraktiv,

obwohl sie die Leistung konventioneller

Brennstoffzellen noch bei weitem

nicht erreichen.

Forschungsaktivitäten an der

Hochschule Offenburg

Auch an der Hochschule Offenburg

beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe

mit der Weiterentwicklung eines


ZELLEN

Funktionsprinzip der MIBIZELL: Das Substrat wird von den im Anodenraum

wachsenden Bakterien abgebaut. Dabei werden Elektronen und

Protonen frei. Die Elektronen erzeugen an der Anode einen negativen

Ladungsüberschuss und damit Spannung.

mikrobiologischen Brennstoffzellensystems.

Bei der so genannten MIBIZELL

werden Glucose oder Abwasser

als Brennstoff verwendet. Dieser

wird von im Abwasser bereits vorhandenen

oder aber speziell zugesetzten

Bakterien (Shewanella putrefaciens)

abgebaut. Kathode und

Anode sind wie bei einer normalen

PEM-Brennstoffzelle über eine

protonendurchlässige Membran

getrennt.

Das Bakterium Shewanella kann

vermutlich die im Stoffwechsel freigesetzten

Elektronen direkt auf die

Anode übertragen, Abwasserbakterien

nutzen wahrscheinlich unterschiedliche

Übertragungswege (z.B.

Elektronenfähren).

Da der Weg der Elektronen aus

den Bakterien zur Anode ein „Flaschenhals“

ist, beschäftigen sich die

Offenburger Forscher vor allem mit

dem Anodenmaterial und den chemischen

Eigenschaften der Elektrodenoberfl

äche. Durch konstruktive

Veränderungen der Anode und

die Verwendung unbeschichteter

Graphitmaterialien konnten deutliche

Leistungssteigerungen erzielt

werden. Derzeit wird zudem überprüft,

ob eine leichte Schädigung der

Zellwand durch eine Erhöhung der

Durchlässigkeit für Elektronen bzw.

Elektronenfähren die Leistung der

MIBIZELL steigern kann.

Ausblick

Noch sind die Leistungen mikrobiologischer

Brennstoffzellen nicht mit

denen konventioneller Brennstoffzellen

vergleichbar. Aber das Entwicklungspotenzial

ist enorm. Bisher

wurden nämlich erst wenige Mikroorganismenarten

in Brennstoffzellen

getestet. Verbesserte Hochleistungsstämme

könnten erheblich

gesteigerte „Elektronenausbeuten“

liefern. Auch optimierte Brennstoffzellarchitekturen

versprechen noch

erhebliches Steigerungspotenzial.

Der größte Vorteil der mikrobiellen

Brennstoffzelle liegt in der Nutzung

auch geringwertiger Biomasse

oder sogar von Abfallstoffen. Strom-

ABI WISSEN CHEMIE

Funktion einer Wasserstoff-

Sauerstoff-Brennstoffzelle

am Beispiel der PEM(Proton Exchange

Membrane)-Brennstoffzelle

Eine PEM-Brennstoffzelle besteht aus zwei Elektroden

(Anode und Kathode), die durch eine Membran, die nur

H + (Protonen) durchlässt, getrennt sind. An der An ode

wird Wasserstoff in H + und Elektronen aufgespalten. An

der Kathode befi ndet sich Sauerstoff. Kathode und Anode

sind über einen elektrischen Leiter verbunden, so

dass die an der Anode freigesetzten Elektronen hierüber

zur Kathode gelangen und dabei Arbeit verrichten können.

Durch den Elektronenstrom wird der Sauerstoff an

der Kathode reduziert, d.h. er nimmt die Elektronen auf.

Die nun negativ geladenen Ionen reagieren mit den an

der Anode gebildeten und durch die Mem bran gewanderten

positiv geladenen H + zu Wasser.

Anode: 2 H ‡ 4 H 2 + + 4 e –

Kathode: O + 4 e 2 – – ‡ 2 O2 Gesamtreaktion: 2 H + O ‡ 2 H O

2 2 2

erzeugung und Beseitigung organischer

Substanzen können kombiniert

werden. Das macht die mikrobielle

Brennstoffzelle auch bei geringerer

Leistung wirtschaftlich und unter

Umweltaspekten sinnvoll. In einem

ökologisch orientierten Energiemix

der Zukunft könnten mikrobiologische

Brennstoffzellen einen sinnvollen

Beitrag leisten. 7

Prof. Dr. Christiane Zell

Dr.-Ing. Andreas Wilke

Noch Fragen?

Dann wendet euch an Professorin

Dr. Christiane Zell oder Dr. Andreas

Wilke von der Hochschule

Offenburg. Sie leiten die Arbeitsgruppe

„MIBIZELL“ und beantworten

eure Fragen gerne unter

question+answers

auf www.lifeandscience.de.

Theoretisch kann

die Stromerzeugung

mit einer

Abwasserreinigung

gekoppelt

werden.

life + s c i e n c e 13


f l a s h + b a c k

Mit „allos“und

„ergos“zum Weltruhm

Er ist berufl ich erfolgreich und gesell-

schaftlich anerkannt. Als Begrün-

der der Allergielehre und Entwickler

der „Pirquet´schen Hautreaktion“ wird

Clemens von Pirquet fünf Mal für den

Nobelpreis nominiert. Wegen seines

gesellschaftlichen Ansehens und zahl-

reicher Hilfsaktionen für unterernähr-

te Kinder schlägt man ihn für das Amt

des österreichischen Bundespräsiden-

ten vor. Umso unfassbarer, dass sich der

geschätzte Pionier der Naturwissenschaf-

ten im Februar 1929 das Leben nimmt.

14 life + s c i e n c e

8 Am 12. Mai 1874 kommt Clemens

Johann Freiherr von Pirquet als

Sohn einer österreichischen Adelsfamilie

in Hirschstetten zur Welt. Zum

Priester bestimmt, beginnt er in Innsbruck

ein Theologie-Studium. Nach

zwei Jahren wechselt er das Fach und

studiert Philosophie in Löwen. Seine

wahre Berufung fi ndet Pirquet

erst im dritten Anlauf – gegen den

Widerstand der Eltern: Die Medizin

führt den Kinderarzt und Begründer

der Allergielehre zu Weltruhm.

Nach Studienstationen in Wien,

Königsberg und Graz, wo er 1900

promoviert, wird Pirquet Assistenzarzt

am St.-Anna-Kinderspital in

Wien, später arbeitet er an der Uniklinik

in Berlin. 1908 habilitiert er an

der Wiener Universitäts-Kinderklinik

unter Theodor Escherich, dem Entdecker

des Bakteriums Escherichia

Coli. Als Escherichs Nachfolger übernimmt

Pirquet bereits mit 37 Jahren

den Vorstand des Lehrstuhls für Pädiatrie

in der Wiener Kinderklinik. Dort

wirkt er bis zu seinem Tod.

Was eine Allergie ist, weiß – anders

als heute – bis dato niemand. 1906

führt Pirquet den Begriff als Kombination

aus den griechischen Worten

„allos“ (verändern) und „ergos“

(Aktion) in den medizinischen Jargon

ein. Er erkennt auch als Erster, dass

Antikörper nicht nur eine schützende

Funktion haben, und beweist, dass

sie die Ursache von Überempfi ndlichkeitsreaktionen,

genauer Allergien,

sein können. Eine revolutionäre

Entdeckung – wie auch die ein

Jahr später entwickelte Methode zur

Frühdiagnose der Tuberkulose.

Mit dem Tuberkulin-Hauttest

(„Pirquet´sche Hautreaktion“) rettet

Pirquet zahlreiche Menschenleben.

Daneben engagiert er sich bei

einer Kinderhilfsorganisation,

die von 1919 bis 1921 täglich

etwa 400.000 unterernährte

Kinder in

Österreich mit

Nahrung versorgt.

Für seinewissen-

Zum Weiterlesen

➔ GABRIELE DORFFNER,

GERALD WEIPPL

Clemens von Pirquet

Ein begnadeter Arzt und

genialer Geist

320 Seiten, Strasshof, Vier

Viertel Verlag 2004, 32,– €

schaftlichen Verdienste wird er fünf

Mal für den Nobelpreis vorgeschlagen;

jedes Mal geht er leer aus.

Am 28. Februar 1929, mit 54 Jahren,

beendet Clemens von Pirquet

sein Leben und das seiner Frau. Die

Obduktion ergibt eine Vergiftung

durch Zyankali. Die Gründe bleiben

ungeklärt. Noch heute erinnern

eine Büste am Eingang der Kinderklinik

in der österreichischen Hauptstadt

sowie ein Denkmal auf dem

Arkadenhof der Wiener Uni an den

engagierten Arzt und Wissenschaftler.

7 (ht)

© Archiv der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Wien


© Pixelio/motograf

8The secret of blinking

Why do we blink and what happens

when we are doing it? The

lid disperses tear fl uid so that the

eye does not run dry. But the act of

blinking differs depending on what

we are doing and how we are feeling.

A relaxed person blinks about

15 times per minute whereas a nervous

person blinks up to 50 times.

When we are reading, watching TV

or are working on the computer,

we blink less (about 7.5 times per

minute) – as a result our eyes run

dry and start to itch. We blink more

often when we are tired, afraid or

telling lies. Allegedly, psychopaths

blink less hard than other people

when they are scared. It is still not

quite clear though, why babies

only blink twice a minute. One

Win+Fun

theo ry suggests that babies are

way too occupied with absorbing

new impressions. Big differences

also occur among animals. A parrot

blinks 26 times per minute and an

ostrich only once.

Sweet cure

Since more and more bacteria are

becoming resistant to antibiotics,

doctors the world over have start -

ed to fall back on an old cure –

honey. Even in Ancient Egypt,

honey was used for the treatment

of wounds because it helps to cure

infl ammations. How come? Honey

contains sugar. This sugar permanently

generates small amounts of

hydrogen peroxide. This substance

is antiseptic and prevents the reproduction

of bacteria not only in a

Any idea what ”gorilla legs“ mean? Send us the correct

an swer to win@lifeandscience.de and win one of 100 copies

of the PONS Wörterbuch der Jugendsprache.

Please mention the catchword

gorilla legs and let us know

your name and address.

All entries must be received

by March 30th 2009.

f a s t + f o r w a r d

beehive but also in a wound. An

increasing number of hospitals in

Asia and Europe are making use of

bandages and plasters which are

soaked in Manuka-honey. This type

of honey comes from New Zealand

and has very strong effects. It is a

natural product which, in contrast

to others, does not have to be made

germfree with the help of gamma

radiation. It is not quite clear which

of the over one hundred substances

the honey contains are actually

responsible for the medical benefi

ts. However, for many doctors it

has become indispensable – especially

in the treatment of patients

with burns.

Dark chocolate: medicine for

the heart

Chocolate is bad for our teeth

and when we eat too much of it

we put on weight. But dark chocolate

is not only bad; it also helps to

prevent heart disease. That is what

scientists found out by conducting

a study with 20,000 probands in

Italy. Eating only 6.7 grams of dark

chocolate (a little less than half a

vocabulary

bar of 100 grams) a day has benefi

cial effects. Components of the

cocoa bean such as water-soluble

plant pigments are responsible for

the anti-infl ammatory effect. The

risk of getting heart disease can be

reduced by up to a third by regularly

eating small amounts of dark

chocolate. Enjoy!

Drinking beer against cancer

Beer drinkers all over the world

might soon be able to enjoy a special

brew that prevents cancer. For a

science competition, students from

Texas designed a genetically modifi

ed beer containing yeast which

had been modifi ed using a substance

called “resveratrol”. Experiments

with mice showed that “resveratrol”

helps prevent infl ammations,

heart disease and cancer. It is

not quite sure though, whether it

will have the same effect on human

beings. The beer does not taste

very good yet, either. But the students

are still working on it. Who

knows, maybe the improved brew

will be ready in time for the next

Oktoberfest. 7 (lt)

powered by

to blink blinzeln

to disperse verteilen

allegedly angeblich

impressions Eindrücke

infl ammations Entzündungen

hydrogen Wasserstoff

beehive Bienenstock

radiation Strahlung

to prevent vorbeugen

responsible for verantwortlich für

brew Gebräu

genetically modifi ed genmanipuliert

yeast Hefe

Übersetzungen aus dem PONS Schülerwörterbuch.

ISBN: 978-3-12-517028-5, € 15,95

life + s c i e n c e 15


+

LIFE STYLE

m a r k e t + p l a c e

Trends nicht nur für Technik-freaks

vorgestellt von Carmen Korzeniewski

„Und... wie ist das Wetter so bei euch?“

Wenn du wieder einmal zu Smalltalk mit Bekannten gezwungen

bist oder ein Date mit deinem Traumpartner hast und dir

nicht einfällt, was du sagen kannst – macht nichts. Denn jetzt

gibt es „Gesprächsstoff original“: 110 Karten mit ungewöhnlichen,

interessanten Fragen, die Pep in jedes Gespräch bringen

und dich zum kreativen Gesprächpartner machen. Auf

Fragen wie „Wenn man einen Film über dein Leben drehen

würde, welche Momente sollte dieser auf jeden Fall enthalten?“

oder „Von welchem Produkt, das du heute benutzt

hast, glaubst du, dass es

die Menschen auch in 500

Jahren noch benutzen werden?“

sollte man nicht

nur mit „Ja“, „Nein“ oder

„Gut“ antworten. Boxen mit

Anregungen für verschiedene

Gelegenheiten kann

man auf der Homepage

www.gespraechs-stoff.com

für 19,90 Euro kaufen.

Heute bleibe ich im Bett...

Denn nun kannst du auch

bequem vom Bett aus im

Internet recherchieren, Referate

und E-Mails schreiben.

Der Laptophalter Bräda bietet

neben einem stabilen Halt

auf den Knien oder anderen

unebenen Flächen auch

noch Platz für dein Handy

und weitere Dinge, die du

gerne griffbereit hast. Selbst

verschütteter Kakao ist kein

Problem: Bräda ist einfach

waschbar. Gesehen bei www.

ikea.de für 14,90 Euro.

16 life + s c i e n c e

© Inter IKEA Systems B.V.

Win+Fun

Gegen den Strom schwimmen

Du kennst das Problem? Ein neuer

Modehit kommt raus, du bist der Erste,

der ihn trägt – und eine Woche

später laufen alle damit rum. Ab heute

ist Schluss damit. Auf der Homepage

www.de.dawanda.com/trend verkaufen

Künstler handgefertigte Produkte, die niemand

so schnell nachkaufen kann – unter

anderem aus den Kategorien Mode, Kunst

oder Wohnen. Der Filz-Elch vom Verkäufer

tigapics, ausgestopft, mit Klettverschluss

auf bemalter Holzplatte, ist nur eines von

vielen Produkten, die es zu kaufen gibt.

Du wolltest schon immer eine ganz spezielle Trophäe in deinem

Zimmer haben? Dann sende uns eine E-Mail mit Betreff „Elch“

an win@lifeandscience.de. Wir verlosen einen Elch unter allen

Einsendungen.

Schal oder Kapuze?

Liebst du es auch, deinen Kopf

wie eine Schildkröte in ihren Panzer

vor den neugierigen Blicken

der Außenwelt in deine Kapuze

zurückzuziehen? Damit das

auch möglich ist, wenn all deine

Kapuzenpullover in der Wäsche

sind, gibt es jetzt den Kapuzenschal

aus Baumwolle. Nun kannst

du selbst Omas Strickpullover

mit einer trendigen Kapuze aufpeppen.

Zu haben ist der Schal für 35 Euro auf der Homepage

www.urbantrendsetter.de.


s u r f + s c i e n c e T e r m i n e

ON TOUR

www.rausvonzuhaus.de

Du willst eine zeitlang im Ausland

leben, deine Sprachkenntnisse verbessern,

Land und Leute kennen

lernen? In Kanada die Schule besuchen,

ein freiwilliges soziales Jahr

oder Zivildienst in Südamerika leisten?

In Frankreich studieren oder

ein Praktikum „down under“ in

Australien machen? Hier kannst du

dich informieren – kostenlos, neutral

und trägerübergreifend. Du fi ndest

Infos über verschiedene Programme

und Organisationen, über

Fördermöglichkeiten, Veranstaltungen

und Beratungsstellen in deiner

Nähe.

RECHT

www.ecom-stelle.de

Im Internet rund um die Uhr

shoppen. Weltweit nach günstigen

Angeboten Ausschau halten.

Per Mausklick Neues er- oder

Gebrauchtes versteigern. Doch

die Shopping-Tour im world wide

web hat ihre Tücken. So manches

Schnäppchen ist teurer als vorgesehen.

Auf der Homepage der

der eCommerce-Verbindungsstelle

Deutschland erfährst du Wissenswertes

über Verträge, Sicherheit

und Zahlungen im Internet,

über Vorsichtsmaßnahmen und

darüber, an wen du dich wenden

kannst, wenn bei einem Vertrag

nicht alles glatt läuft.

FORSCHUNG

www.lernort-labor.de

Der Chemieraum eurer Schule bietet

zu wenige Möglichkeiten, der Physikunterricht

ist langweilig. Kein Problem:

In Schülerlaboren könnt ihr

mit eurer Klasse oder eurem Kurs

Natur- und Ingenieurwissenschaften

hautnah erleben und nach Herzenslust

experimentieren. Auf der

Homepage erfahrt ihr die Adressen

von Universitäten, Fachhochschulen,

Forschungseinrichtungen,

Museen, Science Centern, Technolo-

gie- und Gründerzentren und Unternehmen,

die ihre Labors für Kinder

und Jugendliche öffnen und Experimentiertage

anbieten. Außerdem

fi ndet ihr Infos über viele Schüler-

und Jugendwettbewerbe in Naturwissenschaften

und Technik.

STUDIUM

www.studis-online.de

Du willst studieren, weißt aber noch

nicht so recht was oder wo. Du

möchtest wissen, was dein Studium

kostet oder wie du es fi nanzieren

kannst. Oder du brauchst Hilfe

bei der Suche nach einer Unterkunft.

Die Homepage beantwortet

viele Fragen rund ums Studium. Du

kannst nach Studienfächern suchen

oder nach Orten bzw. Hochschulen,

wo du dein Wunschfach studieren

kannst. Du kannst ausrechnen, ob

du Chancen auf BAföG hast oder

dich über diverse Stipendien informieren.

Die Wohnungsbörse hilft

bei der Suche nach einer Unterkunft

und unter der Rubrik Geld

+ BAföG fi ndest du Spartipps und

verschiedene Vergünstigungen für

Studenten.

EUROPA

http://europa.eu/youth/

Einen schnellen und einfachen

Zugang zu Information über Europa,

die Europäische Union und ihre

Mitgliedstaaten ermöglicht das

Europäische Jugendportal. Wenn

du für ein Referat Fakten über den

Europäischen Gerichtshof oder die

Geschichte des Europarates benötigst,

über deine Rechte und Möglichkeiten

als junger Europäer

Bescheid wissen oder einfach über

die Entscheidungen in Straßburg,

Luxemburg oder Brüssel auf dem

Laufenden sein möchtest, bist du

hier richtig. Auch wer für eine Reise

durch die Nachbarländer günstige

Übernachtungsmöglichkeiten

sucht oder in einem europäischen

Land studieren möchte, fi ndet hier

wichtige Infos. (ews)

Laufende Veranstaltungen

bis 30.06.09 Einmalige Einblicke in das noch weitgehend unerforschte

größte Ökosystem der Erde gewährt die Tiefsee-

Ausstellung im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt.

Mit Tauchkugel und begehbarem Tauchboot

kannst du die geheimnisvolle Welt entdecken. Auf

der virtuellen Reise begegnen dir Bewohner der Tiefsee:

leuchtende Fische und Fleisch fressende Quallen

ebenso wie die Tiefseegiganten Pottwal und Riesenkalmar.

Näheres unter www.tiefsee.senckenberg.de/

de/start.php?page=ts_ausstellung.

Februar

bis 01.03.09 Noch bis zum 1. März könnt ihr eure Lösung für die erste

Aufgabe des Monats bei der Intel®-Leibniz-Challenge

einreichen. Insgesamt müssen vier Aufgaben gelöst

werden. Teilnehmen können Teams mit drei bis fünf

Mitgliedern aus den Klassen 9 bis 13. Preisverleihung

ist am 24. Juni 2009 in Hannover. Infos und Anmeldung

unter www.intel-leibniz-challenge.de.

März

06./07.03.09 Auf dem Messegelände Chemnitz kannst du dich bei

den „azubi- und studientagen“ von 10 bis 16 Uhr über

Ausbildungen, Studiengänge und alternative Möglichkeiten

des Berufseinstieges informieren. Der Eintritt ist

frei. In München fi ndet die Messe für Ausbildung und

Studium am 20. und 21. März von 9 bis 16 Uhr in Halle

3 des M,O,C, statt. Mehr unter www.azubitage.de.

April

14./15.04 Du interessierst dich für Chemie? Dann kannst du in

und den Osterferien beim zweitägigen Schnupperstudium

16./17.04.09 an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg den Studiengang

„Chemie mit Materialwissenschaften“ kennen

lernen. Morgens besuchst du verschiedene Vorlesungen,

nachmittags kannst du selbst in den Laboren experimentieren.

Online-Anmeldung unter

http://fb05.fh-brs.de/Schnupperstudium_2009.html.

Mai

15./16.05.09 Informationen aus erster Hand zu Bachelor- und Masterstudiengängen

und individuelle Beratung zu Studium

und Praktika in aller Welt bietet die StudyWorld

2009. Zu den Ausstellern der internationalen Messe für

Studium, Praktikum und akademische Weiterbildung

im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in

Berlin zählen nationale und internationale Hochschulen,

Stipendien- und Förderinstitutionen, Studieninformations-

und Beratungsdienste, Praktikumsvermittler,

Austausch- und Wissenschaftsorganisationen. Weitere

Infos unter www.studyworld2009.com/

life + s c i e n c e 17


+

LIFE STYLE

b o o k s + m o r e

WERNER NACHTIGALL

Bionik – Was ist das? Was

kann das? Was soll das?

Supposé, 1 CD, € 18,00

Die Bionik versucht, „Erfindungen“

der Natur zu kopieren und in die

Technik zu übertragen. So entdeckten

Botaniker, dass einige Pflanzen

ihre Blätter durch eine spezielle

Beschichtung selbst reinigen können.

Flüssigkeiten perlen ab und

spülen den Dreck mit. Die Wissenschaftler

tauften den Effekt „Lotus-

Effekt“. Heute besitzen wir selbstreinigende

Dachziegel und Autolacke,

die diesen Trick der Natur

nutzen. Auch die Mechanismen

von Alltagsgegenständen wie Salzstreuer,

Klettverschlüssen, Stacheldraht

oder Autos haben ihre Vorbilder

in der Natur. Anwendungen der

Bionik findet man in nahezu allen

Bereichen – von der Medizin und

Nanotechnologie bis hin zum Verkehrswesen

und der Robotik.

Der emeritierte Professor und Zoologe

Werner Nachtigall zählt zu den

Pionieren der Bionik-Forschung und

erzählt uns in diesem Hörbuch die

Geschichte der Bionik, von ihren

wichtigsten Anwendungen in der

Industrie sowie im Alltag. Außerdem

gibt er uns einen Ausblick in

die Zukunft. Die lockere Art und

der interessante Erzählstil fesseln

die Hörer von der ersten bis zur

letzten Minute.

18 life + s c i e n c e

HÖRBUCH-SPEZIAL

HANS HATT

Dem Rätsel des Riechens auf

der Spur

Grundlagen der Duftwahrnehmung

Supposé, 2 CDs, € 24,80

Der Geruchssinn gehört zu den

wichtigsten Sinnen im Tierreich.

Tiere riechen, ob Nahrungsmittel

verdorben oder giftig sind, ob ihre

Partner zur Paarung bereit sind, wo

sich Feinde befinden oder ob ein

Gegner Angst hat. Auch wir Menschen

können einige Menschen besser

„riechen“ als andere und sind

mehr auf den Geruchssinn angewiesen,

als uns vielleicht bewusst

ist. Welche Rolle spielt der Geruch

von Schweiß? Was sind eigentlich

Pheromone? Kann man lernen,

Gerüche zu unterscheiden?

Hans Hatt ist einer der wichtigsten

Forscher auf dem Gebiet der

Geruchswahrnehmung und forscht

an der Ruhr-Universität in Bochum

zu diesem Thema. Für das Hörbuch

erzählt er, wie er als Erster menschliche

Riechrezeptoren entdeckte und

feststellte, dass diese nicht nur in

der Schleimhaut der Nase sitzen,

sondern z.B. auch in Spermien. Er

erzählt was passiert, wenn Duftstoffe

sich an diese Rezeptoren binden,

und bringt uns auf den neuesten

Stand der Forschung. Dabei plaudert

er aus dem Nähkästchen und

erreicht, dass die Zuhörer Gerüche

automatisch bewusster wahrnehmen.

SANDRA AAMODT,

SAMUEL WANG

Welcome to your brain

Ein respektloser Führer durch

die Welt unseres Gehirns

Kein & Aber Verlag, 4 CDs,

€ 19,90

Schon einmal vom Jojo-Effekt

nach einer Blitzdiät gehört? Warum

spinnt unser Körper bei einem

Jetlag? Stimmt es, dass Kinder klüger

sind, wenn sie während der

Schwangerschaft mit klassischer

Musik beschallt wurden? Und

benutzen wir tatsächlich nur etwa

zehn Prozent unseres Gehirns?

Um unser Gehirn kreisen viele

Mythen. Zahlreiche Rätsel der

Neurowissenschaften sind immer

noch ungelöst. Dabei werden doch

all unsere Körperfunktionen und

Verhaltensmuster vom Gehirn

gesteuert.

Das Hörbuch räumt mit vielen Irrtümern

über das menschliche Gehirn

auf. Der Hörer erhält wertvolle und

nützliche Tipps für den Alltag und

lernt gleichzeitig Grundlegendes

über die Funktionen des Gehirns.

Besonders hilfreich ist die Rubrik

„Praktische Tipps“, die jedes Mal

direkt auf ein Alltagsphänomen

aufmerksam macht.

Fazit: Inhaltlich sowie sprachlich

ein tolles Hörbuch für jeden Interessierten.

Das liegt auch an den

hochklassigen, äußerst fachkundigen

Autoren und der angenehmen

Erzählstimme.

MAXIMILIAN SCHÖNHERR

Die Stammheim-Bänder

Baader-Meinhof vor Gericht

Der Audio Verlag, 1 CD,

€ 15,99

Die Verfilmung von Stefan Austs

Buch „Der Baader Meinhof Komplex“

lief 2008 in den Kinos und

zeigte Moritz Bleibtreu als RAF-

Anführer Andreas Baader. Zusammen

mit Gudrun Ensslin und Ulrike

Meinhof gründete Andreas Baader

die so genannte „Rote-Armee-

Fraktion“. Im Mai 1975 begann

der Prozess gegen die „Top-Terroristen“

im eigens für sie erbauten

Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim.

Die Anklage

lautete: mehrfacher Mord, schwere

Sachbeschädigung und Sprengstoffanschläge.

30 Jahre später wurden Tonbänder

des Prozesses mit den Originalstimmen

der Angeklagten sowie der

Anwälte (u.a. der spätere Innenminister

Otto Schily) im Keller des

Oberlandesgerichts Stuttgart wieder

gefunden. Ausschnitte der Originalaufnahmen

werden in diesem

Tondokument wiedergegeben

und von Sprechern kommentiert.

Sie dokumentieren die hitzige

Stimmung im Gerichtssaal und wiederholen

die Debatten und Eklats,

die diesen politischen Ausnahmeprozess

begleiteten. Das Tondokument

ist ein hoch spannender Teil

deutscher Zeitgeschichte. (ci)


+

LEARN EARN

Fünf Tage lang

stand in Han-

nover die Bil-

dung im Mit-

telpunkt. Rund

700 Aussteller

präsentierten

bei der größ-

tenBildungs- messe Europas

auf 60.000 m²

Neuheiten aus

den Bereichen

Kindergarten,

Schule/Hoch-

schule,Aus- bildung/Qua-

lifikation und

Weiterbildung/

Beratung. In

Vorträgen und

Workshops

diskutierten

Vertreter aus

Praxis, Wissen-

schaft, Politik

und Wirtschaft

mit Besuchern

über die

Bedeutung

lebenslangen

Lernens in Zei-

ten der Globa-

lisierung.

didacta 2009 Bildungsgipfel

8 Neben neu bearbeiteten klassischen

Lehr- und Lernmaterialien

wie Schul- und Lehrerhandbüchern,

Arbeitsheften, Karten und Folien

werden künftig verstärkt interaktive

Medien wie Whiteboards im Unterricht

eingesetzt. An dem berührungsempfindlichen

Bildschirm in

Größe einer Wandtafel können Texte,

Bilder und Videos bearbeitet werden.

In Deutschland sind erst knapp

fünf Prozent aller Klassenräume mit

Whiteboards ausgestattet – in Großbritannien

bereits 60 Prozent. Mehrere

Schulbuchverlage bieten spezielle

Unterrichtssoftware und Whiteboard-Materialien

an.

Online-Tests, mit denen die Stärken

und Schwächen von Lernenden

detailliert ausgewertet werden,

sollen die individuelle Förderung im

Unterricht und eine gezielte Prüfungsvorbereitung

erleichtern. Den

Testergebnissen entsprechend können

individuelle Lerntipps und Förderaufgaben

zusammengestellt und

aus dem Internet heruntergeladen

werden.

Wie Wissen schneller, nachhaltiger

und bedarfsorientierter vermittelt

werden kann, zeigte die in die

Bildungsmesse integrierte Fachtagung

„Professional E-Learning“.

E-Learning-Systeme ermöglichen es

zu lernen, wann und wo man will.

© bikl.de

Unternehmen wie Volkswagen nutzen

die modernen Technologien

bereits jetzt im Unternehmensalltag

und in der betrieblichen Weiterbildung.

Ziel des EU-Projektes GRAPP-

LE ist es, eine für alle nutzbare Lernumgebung

zu kreieren, die sich automatisch

an persönliche Präferenzen,

Vorwissen, Fähigkeiten und Lernziele

anpasst. Die personalisierte Lernumgebung

soll 2011 fertiggestellt

werden.

Ein souveräner Umgang mit digitalen

Medien ist in unserer heutigen

Wissensgesellschaft unerlässlich.

Deshalb ist es wichtig, jungen

Leuten IT-Kompetenzen zu vermit-

im Flachland

teln – und ihr Interesse an Berufen

und Karrierewegen in den Bereichen

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik (MINT) zu

wecken. Denn in diesen Berufen wird

in Zukunft ein Mangel an gut ausgebildeten

Fachkräften herrschen. Die

Initiative „MINT Zukunft schaffen“

sucht deshalb Botschafter, die junge

Menschen, insbesondere Frauen, für

MINT begeistern.

Wer den Bildungsgipfel im Flachland

verpasst hat, bekommt im nächsten

Jahr in Köln eine neue Gelegenheit.

Detaillierte Informationen zur didacta

2009 sind unter unter www.didactahannover.de

abrufbar. 7 (kh)

Neue Technik für den

Unterricht: Whiteboards

ergänzen die klassische Tafel.

life + s c i e n c e 19

© Deutsche Messe Hannover


Richtig bewerben im Internet

Online-Bewerbung

und E-Assessment

Die Stellenan-

zeige ist online,

warum nicht

gleich im Inter-

net bewerben?

Was vor eini-

gen Jahren

noch die Aus-

nahme war, ist

inzwischen zur

Regel gewor-

den. Doch mit

der neuen

Technik

kommen auch

neue Fallstri-

cke. Wir zeigen

euch, worauf

es bei Online-

Bewerbungen

ankommt.

20 life + s c i e n c e

8 Das Internet hat nicht nur die

Art verändert, wie heutzutage Jobs

gesucht werden. Auch für Bewerbungen

ist es – gerade für Schulabgänger

und Studenten – nicht mehr

wegzudenken. Von Online-Bewerbungen

profitiert sowohl ihr als

Bewerber als auch die Unternehmen:

Die Unternehmen, weil sie so

große Mengen Bewerber wesentlich

schneller bearbeiten können, und

der Bewerber, weil keine Kosten für

Fotos, Kopien und Bewerbungsmappen

anfallen. Die einzigen Verlierer

sind der Schreibwarenhandel und die

Post. Was genau Online-Bewerbung

bedeutet, kann je nach Unternehmen

und Job allerdings sehr unterschiedlich

aussehen.

Per E-Mail

Am nächsten am klassischen Verfahren

ist die Bewerbung per E-Mail.

Auch hier braucht ihr ein Anschreiben,

einen Lebenslauf und Zeugnis-

Kopien. Und obwohl eine E-Mail

wesentlich schneller abgeschickt ist

als ein Brief, müssen all diese Dokumente

mit der gleichen Sorgfalt

geschrieben werden wie ihre Ahnen

auf Papier. Via E-Mail solltet ihr euch

nur bewerben, wenn die Stellenanzeige

danach verlangt. Im Betreff der

E-Mail müsst ihr euch dann klar auf

diese Stellenanzeige beziehen, damit

sofort feststeht, um welchen Job es

geht. Wichtig ist auch eine seriöse

E-Mail-Adresse – haeschen89@gmx.

de dürfte für die wenigsten Jobs

angemessen sein. Gerade bei E-Mail-

Diensten wie GMX und Yahoo ist es

außerdem wichtig, die E-Mail nicht

über das Webinterface, sondern mit

einem Mailprogramm wie Outlook

oder Thunderbird abzuschicken, weil

sonst automatisch ein Werbehinweis

ans Ende der Mail angehängt wird.

In die E-Mail selbst gehört das

Anschreiben, in dem kompakt dargestellt

wird, warum ihr euch für

die Stelle interessiert und warum ihr

besonders geeignet seid. Der Lebenslauf

kommt in eine eigene Datei und

wird angehängt. Dabei solltet ihr darauf

achten, dass die Datei nicht größer

als 2 MB ist und in einem gängigen

Format vorliegt. Besonders gut

geeignet sind PDFs, weil sie auf allen

Computern genau gleich aussehen

und anders als Word-Dateien garantiert

virenfrei sind. In den meisten

Textverarbeitungsprogrammen gibt

es inzwischen die Möglichkeit, direkt

in ein PDF zu drucken.

Im Web

Gerade große Unternehmen gehen

inzwischen dazu über, Bewerbun-

gen nicht mehr per E-Mail, sondern

direkt im Browser anzunehmen.

Wie das konkret aussieht, variiert je

nach Branche und Stelle allerdings

sehr stark. In der Regel müsst ihr

Daten, die sonst Teil eures Lebenslaufs

wären, in Formulare eintragen.

Das macht es für die Personalabteilung

einfacher, nach Kandidaten

zu suchen, die genau die richtigen

Voraussetzungen mitbringen. Oft

umfassen diese Formulare auch Fragen,

die etwas ausführlicher beantwortet

werden müssen – z.B. wie

man auf die Ausschreibung aufmerksam

geworden ist. Hier macht es auf

jeden Fall Sinn, die Antwort in Word

vorzuformulieren und zu korrigieren.

So könnt ihr eure Antworten unter

Umständen auch für andere Bewerbungsformulare

verwenden.

Bei der Citibank umfasst die Online-Bewerbung

neben den Formularen

noch ein klassisches Anschreiben.

Unternehmen wie die Deutsche

Bank gehen noch einen Schritt weiter

und benutzen ein mehrstufiges

Bewerbungssystem. Nach der Registrierung

folgen zuerst eine Reihe

von Seiten, in denen ihr die wichtigsten

Eckdaten wie eure Schulnoten

eintragen müsst; ein klassisches

Anschreiben oder ein Lebenslauf


entfallen hier komplett. Wenig später

solltet ihr dann zu einem Online-Test

eingeladen werden. Diese

Form der Online-Bewerbung nennt

man auch E-Assessment. Schneidet

ihr in den Tests gut ab, folgt dann

ein persönliches Auswahlverfahren,

in dem ihr eure Fähigkeiten vor

Ort unter Beweis stellen müsst. Sehr

ähnlich funktioniert beispielsweise

auch die Bewerbung auf Azubi-

Stellen bei der Commerzbank.

Im E-Assessment geht es darum,

mehr über eure Persönlichkeit

zu erfahren. Hierfür kann ein

Online-Test natürlich nur Anhaltspunkte

liefern: „Der wesentliche

Beurteilungsmaßstab für die wichtigen

so genannten weichen Faktoren

wie etwa die Teamfähigkeit

ist und bleibt natürlich das persönliche

Kennenlernen eines Bewerbers“,

bestätigt auch Oliver Stoisiek

von der Personalabteilung der

Deutschen Bank.

Übungstests im Internet

Damit ihr bei eurem ersten Online-

Test nicht ins kalte Wasser springen

müsst, macht es Sinn, schon vorher

ein bisschen zu üben. Beispielsweise

bei einem der Self-Assessment-

Angebote im Internet. Auf Seiten

wie dem Allianz-Perspektiven-Test

könnt ihr kostenlos ein E-Assessment

durchspielen und erfahrt dabei,

wo eure Stärken liegen und welche

Berufe zu euch passen. Auch wenn

das Abitur noch vor euch liegt, könnt

ihr schon einmal in den Allianz-Test

für Studenten schauen. Im Gegensatz

zur Schüler-Version gibt es hier

auch einige Logik-Rätsel zu knacken,

die euch möglicherweise in anderen

Assessments wieder begegnen.

Self-Assessment wird inzwischen

auch von einigen Universitäten

angeboten, um euch bei der Wahl

des richtigen Studiengangs zu unterstützen.

Mit ein paar Stunden Zeitaufwand

könnt ihr auch hier einen

Einblick ins E-Assessment und die

Anforderungen verschiedener Studiengänge

bekommen.

Fazit

Ob nun per E-Mail, im mehrstufigen

Assessment oder per Web-Formular.

Entscheidend ist, dass man die

nötige Zeit in die Bewerbung investiert.

Gerade Formulare im Browser

verleiten zu hastigen Antworten –

anders als im E-Assessment gibt es

hier aber keinerlei Zeitdruck. Mit ein

wenig Sorgfalt und etwas Glück ist

es dann auch kein weiter Weg mehr

ins reale Vorstellungsgespräch. 7

(bg)

© Fotolia/L.S.

http://

Allianz-Perspektiven-Test

www.allianz.de/start/

Online-Azubi-Bewerbung bei

der Deutschen Bank

www.db-azubi-online.de

Self-Assessment: RWTH Aachen

www.assess.rwth-aachen.de

Self-Assessment: Verbund Norddeutscher

Universitäten

www.selfassessment.uninordverbund.de

Online-Azubi-Bewerbung bei

der Commerzbank

www.azubi-commerzbank.de

Bei der Citibank umfasst die Online-Bewerbung neben den

Formularen auch noch ein klassisches Anschreiben.

Self-Assessment-Angebote helfen, die eigenen Stärken kennen

zu lernen und sich mit E-Assessment vertraut zu machen.

© Allianz © Citibank


+

LEARN EARN

22 life + s c i e n c e

Klamotten, CDs,

Computer – shoppen

steht bei Jugend-

lichen hoch im Kurs.

Das nötige Taschen-

geld verdient sich

mancher im Super-

markt um die Ecke.

Doch auf Dauer

möchten nur wenige

Abiturienten im Han-

del arbeiten. Dabei

bietet der Einzelhan-

del dem Nachwuchs

interessante Aufga-

ben und sehr gute

Perspektiven.

© N.W./PIXELIO

Vom Azubi

zur Führungskraft

8 Ob klassische Ausbildung, spezielle

Abiturientenprogramme, Duales

Studium oder Traineeausbildung

nach der Uni – im Handel führen

viele Wege nach oben. Praktische

Erfahrung wird groß geschrieben.

„Kundenzufriedenheit steht an erster

Stelle. Alle Prozesse sind darauf

ausgerichtet“, erklärt Wilfried Malcher,

im Hauptverband des Deutschen

Einzelhandels für den Bereich

Bildung verantwortlich. „Nur wer

die Erwartungen der Kunden und

die Abläufe in den Filialen kennt,

kann die Backoffi ce-Prozesse optimal

steuern.“ Rabatte und freundlicher

Service reichen im Wettbewerb

nicht aus. Und so suchen die Unternehmen

kluge Köpfe, die neue Konzepte

entwickeln und umsetzen.

© ALDI SÜD

Sabrina Ney,

Bereichsleiterin

Filialorganisation

bei ALDI SÜD

Wer nach dem Abitur sofort in die

Praxis einsteigen möchte, kann eine

Ausbildung beginnen, die bei guten

Leistungen oft verkürzt wird. Noch

schneller geht’s in vielen Unternehmen

mit speziellen Abiturientenprogrammen:

Die Prüfung zur/m Einzelhandelskauffrau/mann

legen die

Azubis mit Abi bereits nach anderthalb

Jahren ab; in den nächsten 18

Monaten folgt eine Weiterbildung

zum Handelsassistenten oder Handelsfachwirt.

Oft erhalten sie auch

den Ausbildereignungsschein und

können dann selbst Nachwuchs

schulen.

Studium oder Berufspraxis – Abiturienten,

die beides wollen, können

beispielsweise bei ALDI SÜD

oder Kaufl and Duale Studiengänge

IM GESPRÄCH

Welche Möglichkeiten bietet ALDI SÜD

Abiturienten?

Abiturienten haben bei uns zwei Einstiegsmöglichkeiten:

Sie können eine Ausbildung

beginnen oder sich für ein Duales Studium

an einer unserer Partnerhochschulen bewerben.

Für Hochschulabsolventen bieten wir einen

Einstieg in das Traineeprogramm als Bereichsleiter

Filialorganisation. Da wir höhere Positionen

ausschließlich aus den eigenen Reihen

besetzen, sind wir ständig auf der Suche


IM GESPRÄCH

Welche Dualen Studiengänge

sind bei Kaufland möglich?

Wir kooperieren mit 13 Berufsakademien

in ganz Deutschland. Neben

Handels- und Dienstleistungsmanagement

können die Abiturienten

auch Foodmanagement, Immobilienwirtschaft,

Industrie, Medien- und

Kommunikationswirtschaft, Steuern

und Prüfungswesen, Spedition und

Logistik, Warenwirtschaft und Logistik,

Angewandte Informatik oder

Wirtschaftsinformatik studieren.

absolvieren. Theorie- und Praxisphasen

wechseln ab; während des praktischen

Teils der Ausbildung arbeiten

die Studierenden in verschiedenen

Bereichen der Unternehmen

– und entdecken dabei oft ihre Stärken

und Vorlieben. Nach sechs oder

sieben Semestern haben sie dann

nicht nur einen Bachelor-Abschluss,

sondern sind auch fit für Führungsaufgaben.

Jenny Ihloff hat sich für ein Duales

Studium entschieden und es

nicht bereut: Die 20-Jährige lernte

ihr Ausbildungsunternehmen Kaufland

durch einen Aushilfsjob kennen;

jetzt studiert sie im dritten Semester

an der Berufsakademie Riesa Handels-

und Dienstleistungsmanagement.

Schon jetzt hat sie klare Vor-

nach engagierten Nachwuchskräften und

bieten vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten.

Das Duale Studium wird immer beliebter.

Wie geht es danach weiter?

Nach erfolgreicher Bachelor-Prüfung folgt

eine intensive Einarbeitung als Bereichsleiter

Filialorganisation: Danach übernimmt

man die Verantwortung für fünf bis sieben

Filialen mit 60 bis 80 Mitarbeitern. Bei Erfolg

haben BA-Absolventen – wie auch Uniabsolventen

mit Traineeausbildung – die Chance

© Kaufland

Welche Voraussetzungen müssen

Abiturienten erfüllen?

Im Abiturzeugnis sollte idealerweise

eine Zwei vor dem Komma stehen.

Aber gute Noten sind nicht alles –

es kommt auch auf die Persönlichkeit

an. Wir wünschen uns Bewerber,

die Interesse für den Handel

mitbringen und vorwärts kommen

wollen. Außerdem sollten sie Spaß

am Umgang mit Menschen haben:

Kontaktfreude, Kommunikationstalent

und Teamfähigkeit sind wichtig.

auf höhere Führungspositionen mit Prokura

bis hin zur Geschäftsführung.

Sind Auslandsaufenthalte möglich?

Natürlich. Wer will, kann schon während

des Dualen Studiums ein Semester im Ausland

absolvieren. Bei erfolgreicher Tätigkeit

besteht für Bereichsleiter Filialorganisation

nach drei bis vier Jahren ebenfalls die

Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts. ALDI

SÜD Filialen gibt es auf drei Kontinenten – in

Europa, in Amerika und in Australien.

Wie sind die Chancen nach

dem Studium?

Sehr gut. Die jungen Leute werden

im Rahmen des BA-Studiums auf

ihren Einstieg als Führungskraft in

den Warenhäusern oder in der Zentrale

vorbereitet. Wir übernehmen

in der Regel alle Absolventen der

Berufsakademien und bieten viele

anspruchsvolle Positionen. Ihnen

stehen vielseitige Karrieremöglichkeiten

offen.

Ob Filiale (links) oder Backoffice (rechts)

– in der Ausbildung lernen die

Studenten alle Bereiche des

Unternehmens kennen.

© Kaufland

Reiner Fleischer,

Abteilungsleiter

Personalentwicklung

stellungen, wie’s weitergehen soll.

Nach dem Abschluss möchte sie

zunächst als Warenbereichsleiterin

Food arbeiten, später dann die Leitung

eines Hauses übernehmen. Die

Aussichten sind gut: „Vom letzten

Jahrgang unseres Studiengangs wurden

alle übernommen.“

Patrick Redmann wählte einen

anderen Weg: Er stieg nach einer

Ausbildung zum Versicherungskaufmann

und BWL-Studium an der Universität

Köln direkt ins Traineeprogramm

bei ALDI SÜD ein. Ein Jahr

lang wurde er durch ein praxisorientiertes

Training-on-the-job auf

seine Aufgaben vorbereitet. An der

Seite erfahrener Kollegen lernte er

die verschiedenen Abteilungen des

Unternehmens kennen, ehe er als

Bereichsleiter Filialorganisation die

Verantwortung für fünf Filialen übernahm.

7 (ews)

life + s c i e n c e 23

© ALDI SÜD


Studieren und

eigenes Geld

verdienen! In

kleinen Grup-

pen lernen statt

in überfüllten

Hörsälen. The-

orie und Praxis

verbinden. In

nur drei Jahren

den Bachelor

oder ein Diplom

erwerben und

gleichzeitig

jede Menge

Berufserfah-

rung sammeln.

Mit einem Stu-

dium an einer

Berufsakade-

mie gelingt der

Karrierestart

schnell und

sicher.

+

LEARN EARN

24 life + s c i e n c e

© Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

STUDIEREN IM STUDIEREN IM DOPPELPACK

STUDIEREN IM DOPPELPACK

STUDIEREN IM DOPPELPACK

STUDIEREN IM DOPPELPACK

Fit in Theorie und Praxis

8 Du willst an einer Berufsakademie

studieren? Dann musst du früher

loslegen als deine Mitschüler. Denn

Studienplätze an Berufsakademien

sind begehrt. Die Zahl der Bewerber

ist in den vergangenen Jahren

stark gestiegen. Außer Abitur, fachgebundener

Hochschulreife oder

Fachabitur brauchst du einen Ausbildungsvertrag

mit einem kooperierenden

Unternehmen.

Über die Zulassung zum Studium

entscheidet nicht die Berufsakademie,

sondern der Ausbildungsbetrieb.

Die meisten Firmen suchen

schon ein Jahr vor Studienbeginn

nach geeigneten Bewerberinnen und

Bewerbern. Dabei ist nicht nur die

Abi-Note entscheidend: Auch durch

sicheres Auftreten, Engagement und

Interesse am Beruf kannst du im

Bewerbungsverfahren punkten.

Wenn du dich für einen Studiengang

an einer bestimmten Berufsakademie

interessierst, macht es

Sinn, auf der Internetseite nach Partnerunternehmen

zu suchen, die dort

Studienplätze „reserviert“ haben. Da

die Konkurrenz groß ist, solltest du

auch ähnliche Studiengänge an dei-

© Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

© Berufsakademie Karlsruhe

ner „Wunsch-Akademie“ oder andere

Studienorte in Erwägung ziehen.

Weit aufwendiger ist ein dritter

Weg: Du suchst einen Ausbildungsbetrieb

und überzeugst ihn, dich als

Student an eine Berufsakademie zu

schicken. Das Unternehmen muss

sich dann bei der Akademie um die

Zulassung als Kooperationspartner

bemühen.

Die Mühe lohnt: Von den Bedingungen

an Berufsakademien können

viele Studierende an Unis und

Fachhochschulen nur träumen:

Seminargruppen mit 20 bis 30 Studenten,

individuelle Betreuung,

moderne Ausstattung sowie genü-

gend Arbeits- und Laborplätze für

alle. „Wir bieten Studienbedingungen

wie amerikanische Eliteuniversitäten“,

erklärt Dr. Detlef Reeker,

Geschäftsführer der Wirtschaftsakademie

Schleswig-Holstein.

Das Studium ist kurz und intensiv,

die Anforderungen sind hoch: In

Vorlesungen besteht Präsenzpfl icht,

Semesterferien gibt es nicht. Dafür

bekommst du aber auch während

der wissenschaftlich-theoretischen

Studienabschnitte dein Gehalt – je

nach Branche und Unternehmen bis

zu 1.300 Euro.

Drei Monate Studium, drei Monate

Ausbildung im Betrieb: Theorie-

© Berufsakademie Karlsruhe © Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein


und Praxisphasen wechseln einander

ab. Studien- und Ausbildungspläne

werden stets aktualisiert und

sind gut aufeinander abgestimmt:

Was du während des Studiums

lernst, kannst du anschließend im

Betrieb praktisch anwenden – und

umgekehrt. Der Praxisbezug ist auch

durch die Lehrkräfte gewährleistet:

Neben hauptberuflich tätigen Professoren

und Dozenten unterrichten

an Berufsakademien viele Lehrbeauftragte

aus der freien Wirtschaft.

Mit dem Diplom- oder Bachelorabschluss

hast du deinen Arbeitsplatz

fast sicher. Erfahrungsgemäß werden

etwa 90 Prozent der Absolventen

von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen.

Schließlich investieren die

Unternehmen viel Geld in den Nachwuchs.

Da die jungen Leute „ihr“

Unternehmen bereits kennen, spart

der Arbeitgeber lange Einarbeitungszeiten

und Kosten. Auch bei anderen

Unternehmen haben Absolven-

ten der Berufsakademien gute Karten.

Denn sie sind nicht nur in der

Theorie, sondern auch in der Praxis

fit. Und so muss kein Personalchef

befürchten, dass sein neuer Mitarbeiter

einen Praxisschock erleidet.

„Unsere Absolventen haben gute

Entwicklungschancen. Sie sind auch

in den Führungsetagen der Unternehmen

angekommen“, stellt Professor

Dietwin Weigert, Direktor der

Berufsakademie Karlsruhe, fest. Drei

der zehn bedeutendsten Unternehmen

in Baden-Württemberg werden,

so Weigert, von Absolventen

der Berufsakademien geleitet.

Berufsrechtlich sind die Abschlüsse

an Berufsakademien bereits seit

Mitte der neunziger Jahre Fachhochschulabschlüssengleichgestellt;

die neu geschaffenen akkreditierten

Bachelorstudiengänge der

Berufsakademien sind nach einem

Beschluss der Kultusministerkonferenz

auch hochschulrechtlich den

Extrapunkte

In den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen

erhalten Studierende in Seminaren und Übungen

nicht nur Noten. Der Arbeitsaufwand wird zusätzlich

durch so genannte Credit Points gemessen. Pro

Studienjahr werden in der Regel 60 Punkte vergeben

– das dreijährige Studium an einer Berufsakademie

schlägt also mit 180 Credits zu Buche.

An baden-württembergischen Berufsakademien

wird der hohe Arbeitsaufwand durch die parallele

theoretische und praktische Ausbildung jetzt mit

Extrapunkten honoriert: Die dreijährigen Bachelor-

Studiengänge wurden im Juli 2008 von der Zentralen

Evaluations- und Akkreditierungsagentur

Hannover (ZEvA) mit 210 ECTS-Punkten akkreditiert.

Davon profitieren Studenten, die nach dem

Abschluss einen Master erwerben wollen: Für diesen

Abschluss sind mindestens 300 Credit Points

erforderlich.

life + s c i e n c e 25


+

LEARN EARN

Staatlich oder privat

Erfunden haben es die Baden-Württemberger: Als Ausbildungsalternative

für Abiturienten entwickelten drei

Unternehmen Anfang der siebziger Jahre gemeinsam mit

der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie

(VWA) in Stuttgart und der Industrie- und Handelskammer

Mittlerer Neckar das so genannte „Stuttgarter

Modell“. Ähnliche Überlegungen gab es auch im

hohen Norden, an der Wirtschaftsakademie Schleswig-

Holstein. Und so starteten im Herbst 1974 die ersten

Studenten an den Berufsakademien in Stuttgart, Mannheim,

Kiel, Lübeck und Flensburg.

Das Modell machte schnell Schule: Inzwischen gibt es in

den meisten Bundesländern Berufsakademien. Gemeinsam

ist ihnen die enge Verzahnung von Theorie und Praxis;

Unterschiede bestehen vor allem bei der Finanzierung.

An den Staatlichen Berufsakademien in Baden-Württemberg,

Sachsen und Thüringen sowie in Berlin trägt der

Staat die Kosten für den wissenschaftlich-theoretischen

Teil der Ausbildung, an den privaten Berufsakademien –

z.B. in Schleswig-Holstein und Niedersachsen – finanzieren

die Partner-Unternehmen die gesamte Ausbildung.

Bachelor-Studiengängen der Hochschulen

gleichwertig. Das bedeutet:

Mit einem akkreditierten Bachelor-

Abschluss kann man im Prinzip an

jeder Uni ein Master-Studium beginnen.

In der Praxis sieht es bislang mitunter

anders aus. Zwar ist in einigen

Ländern – z.B. in Baden-Württemberg

und Sachsen – gewährleistet,

dass Studienleistungen und -abschlüsse

von Berufsakademien von

den Universitäten anerkannt werden.

„In Sachsen wird die Durchlässigkeit

zwischen Berufsakademien

und Universitäten bei inhaltlich

ähnlichen Studien- und Prüfungsordnungen

formal sichergestellt“,

erklärt Professor Heinz Zieger von

der Berufsakademie Sachsen.

In Baden-Württemberg, dem

„Mutterland“ der Berufsakademien,

geht man jetzt neue Wege: Zum

1. März werden die acht Berufsakademien

des Landes in die selbst-

Das Praxisstudium für die Medienbranche

Auch ohne Abitur zum Bachelor * & Master of Arts *

Kostenlose Workshops für Schüler & Lehrer

Kurzkurse für Schüler

ständige Duale Hochschule Baden-

Württemberg umgewandelt. Der

Hochschulstatus soll die Anerkennung

der Berufsakademien weiter

verbessern.

An der dualen Struktur der Ausbildung

ändert sich nichts; die praktische

Ausbildung behält ihren hohen

Stellenwert. Die Studierenden profitieren

jedoch vom neuen Hochschulstatus:

Die Duale Hochschule

verleiht akademische Grade; Absolventen

erhalten künftig einen Hochschulabschluss.

Auch Masterstudiengänge sind

an der Dualen Hochschule geplant.

„Wir werden vermutlich ein berufsbegleitendes

Masterstudium anbieten“,

meint Professor Weigert. Denn

die meisten Absolventen gehen nach

dem Studium in die Praxis. Ihre

Arbeitgeber wollen zwar, dass ihre

Mitarbeiter sich weiterbilden; sie sollen

dem Unternehmen jedoch in dieser

Zeit erhalten bleiben. 7 (ews)

• mehr als 30 Jahre

Lehrerfahrung

• 7 mal in Deutschland,

60 mal weltweit

• modernste Studios und

High-End-Equipment

• MacBook zum

Studienstart inklusive

• internationales

Business-Netzwerk

MÜNCHEN – 0 89.5 50 68 60 | KÖLN – 02 21.9 54 12 20 | BERLIN – 0 30.43 09 44 70 | HAMBURG – 0 40.23 68 80 80

STUTTGART – 07 11.81 47 36 90 | LEIPZIG – 03 41.3 08 51 60 | FRANKFURT – 0 69.54 32 62 www.sae.edu


Gute Chancen für

Informatik-Nachwuchs

8 Und weil er nicht nur theoretisches

Wissen, sondern auch praktische

Erfahrung sammeln wollte, entschied

er sich für ein Duales Studium,

und zwar für den Studiengang

Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik

an der Nordakademie –

Hochschule der Wirtschaft in Elmshorn.

Dort fand er mit der Techniker

Krankenkasse (TK) das ideale

Kooperationsunternehmen.

„Es passte einfach alles“, erzählt

Kai Lehmann. „Der Schwerpunkt

liegt bei der Techniker Krankenkasse

auf der Softwareentwicklung,

also dem Bereich, in dem ich arbeiten

wollte.“ Und auch an Möglichkeiten,

theoretische Kenntnisse praktischanzuwen-

den, mangelt es

nicht. „Ich konnte

schon im ersten

Semester an

einem wichtigen

IT-Projekt

mitarbeiten und

eigenständig Aufgaben übernehmen.“

Inzwischen studiert der 21-Jährige

im dritten Semester. Studien-

und Ausbildungspläne sind, so

seine Erfahrung, gut aufeinander

abgestimmt. Die Theoriephasen an

der Nordakademie dauern jeweils

nur etwa zehn Wochen: Nach neun

Wochen Vorlesungszeit stehen eine

Woche lang Klausuren und Prüfungen

auf dem Programm, ehe dann

wieder eine längere Praxisphase im

Betrieb folgt.

Wirtschaftsinformatik sollte es sein, das war für

Kai Lehmann klar. Die Kombination von Informatik und

Wirtschaftswissenschaften empfand er als sehr reizvoll.

„Studium und Ausbildung sind

sehr arbeitsintensiv. Die Anforderungen

sind hoch“, räumt Kai Lehmann

ein. Statt langer Semesterferien hat

er 28 Tage Urlaub im Jahr. Viel Zeit

für lockeres Studentenleben bleibt

nicht. Doch er ist überzeugt, dass er

die richtige Wahl getroffen hat. „Ich

bekomme eine Ausbildungsvergütung;

außerdem übernimmt die TK

die Studiengebühren“, was er als ein

Plus ansieht. Neben der finanziellen

Unabhängigkeit sprechen auch die

guten Studienbedingungen für das

Duale Studium: kleine Gruppen,

vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten

und gute technische Ausstattung.

Kein Wunder, dass die Hochschule

im ver-

Ich konnte schon im

ersten Semester an

einem wichtigen

IT-Projekt mitarbeiten

und eigenständig

Aufgaben übernehmen

gangenen Jahr

beim CHE-Ranking

einen Platz

in der Spitzengruppebelegte.

Ganz entscheidend

aber sind für Kai Lehmann

die Berufserfahrung während

des Studiums und die guten

Karriereaussichten: Nach nur sieben

Semestern hat er, mit dem Bachelor

of Science in der Tasche, gute Chancen

auf einen Arbeitsplatz bei seinem

Ausbildungsunternehmen. Die

TK kooperiert seit mehreren Jahren

mit der privaten Hochschule, um den

eigenen Informatik-Nachwuchs auszubilden,

und hat mit der Kombina-

tion aus Theorie und Praxis sehr gute

Erfahrungen gemacht.

© Techniker Krankenkasse

„Bisher haben wir fast alle Absolventen

nach Abschluss des Studiums

übernommen“, beschreibt Ralf Kohl,

in der Personalabteilung für das Duale

Studium zuständig, die Zukunftsperspektiven.

7

Weitere Infos unter www.tk-online.de/jobs

life + s c i e n c e 27


+

LEARN EARN

Daniel Düsentrieb hätte es

heute schwer. Der weltfrem-

de Tüftler, der allein in sei-

nem Labor vor sich hin forscht

und die Welt mit ebenso genia-

len wie unnützen Erfindungen

beglückt, ist ein Auslaufmodell.

Denn neben Fachwissen und

Kreativität ist in der Forschung

auch Teamfähigkeit gefragt.

© Mauelshagen

Gemeinsam geht manches besser –

Christine Mauelshagen (li.) und Rosa Meyer

beim Vermessen der Dächer.

28 life + s c i e n c e

Forschung ist

8 Erfindungen und Weiterentwicklungen

in Naturwissenschaft und

Technik sind heute in der Regel mit

erheblichem technischem – und

finanziellem – Aufwand verbunden.

Viele Fragestellungen und Aufgaben

sind so komplex, dass sie nur

gemeinsam – oft über Fächer- und

Ländergrenzen hinweg – gelöst wer-

Einser-Abi, Leistungskurs

Mathe und Physik,

technikbegeistert, ein wenig

menschenscheu und natürlich

männlich. So

stellen sich viele die Gewinner

eines naturwissenschaftlichen

Wettbewerbs vor.

Auch bei Rosa Meyer und

Christine Mauelshagen, den

Siegerinnen des Siemens-

Schülerwettbewerbs 2008,

stand im Abi-Zeugnis eine

Eins vor dem Komma. Doch

sonst trifft das Klischee auf

sie nicht zu.

© Siemens

den können. „Forschung ist Teamarbeit“,

weiß Dr. Annette Stein. Die

promovierte Elektrotechnik-Ingenieurin

arbeitet bei Siemens Healthcare

an der Verbesserung von Magnetresonanztomographen.

In einem guten Team kann jeder

seine Stärken einbringen: Der geniale

Tüftler ist für den Erfolg ebenso wich-

Ich gehe Dingen gern

life + s c i e n c e: Sind Sie ein Technikfreak?

Christine Mauelshagen: Eher nicht. Eigentlich

habe ich mich nie besonders für Technik

interessiert. Für unser Projekt habe ich

mir dann die nötigen technischen Kenntnisse

angeeignet. Als das Interesse da war, war das

kein Problem. Im Gegenteil: Es hat mir gefallen,

dass unser Projekt verschiedene Bereiche

der Naturwissenschaft abdeckt.

Sie haben das photovoltaische

Potenzial in ihrem Heimatort untersucht.

Was hat Sie daran gereizt?

Als wir das Thema „alternative“ Energien im

Unterricht behandelten, fiel uns auf, dass es

in der Region nur wenige Photovoltaikanla-


Teamarbeit

tig wie der Projektmanager, der darauf

achtet, dass die oft engen Zeitvorgaben

eingehalten werden und

der Kostenrahmen nicht gesprengt

wird. Gemeinsam können die besten

Ergebnisse erzielt werden.

Die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern

und Technikern verschiedener

Fachrichtungen empfin-

auf den Grund

gen gibt. Ich gehe Problemen gerne auf den

Grund und wollte herausfinden, warum das

so ist. Es reicht nicht, Dinge nur zur Kenntnis

zu nehmen.

Warum haben Sie sich für Teamarbeit

entschieden?

Ich arbeite gerne mit anderen zusammen.

Aber am Anfang war es eher Zufall: Rosa und

ich saßen nebeneinander und haben während

des Unterrichts viel diskutiert und Ideen

entwickelt. Das hat unser Projekt vorangetrieben.

Ein Vorteil der Teamarbeit ist auch,

dass man sich anspornen und weiterhelfen

kann, wenn es nicht so gut läuft.

© Siemens

© Siemens

det Dr. Stein als Bereicherung: „Physiker

gehen oft ganz anders an ein

Problem heran als Ingenieure oder

Mathematiker“, erklärt sie. Der Blick

über den „Tellerrand“ des eigenen

Fachs eröffnet neue Perspektiven.

Interesse und der Wunsch, Dingen

auf den Grund zu gehen, sind,

so Dr. Stein, in der Forschung eben-

Haben Sie je daran gedacht,

aufzugeben?

Eigentlich nie. Wir sind beide ehrgeizig:

Wenn wir ein Ziel haben, wollen wir es auch

erreichen. In den Wettbewerb sind wir allerdings

recht locker gegangen. Mit einem Sieg

haben wir nicht gerechnet.

Wie haben Sie die Arbeiten aufgeteilt?

Die Arbeitsteilung hat sich durch unsere Interessen

ergeben. Rosa hat die Berechnungen

übernommen, ich habe mich mehr um die

Präsentation gekümmert. Andere Aufgaben

wie die Vermessung der Dächer oder

die Suche nach Sponsoren wurden gemeinsam

erledigt.

so unerlässlich wie Experimentierfreude.

„Man muss bereit sein, verschiedene

Wege zu gehen und Neues

auszuprobieren“, betont sie.

Kreative Ansätze allein reichen

aber nicht aus: Forscher brauchen

daneben eine gute Portion Durchhaltevermögen.

Es ist wichtig, sich

nicht entmutigen zu lassen und

Bei der Talent

Academy und

bei Science

Camps erhalten

begabte Schülerinnen

und

Schüler einen

Einblick in den

Forschungsalltag.

Sie haben viel Zeit investiert:

Hat sich der Aufwand gelohnt?

Ja, auf jeden Fall. Die Projektarbeit war

eine gute Abwechslung. Der Wettbewerb

ist super organisiert; man lernt vieles, was

in Studium und Beruf nützlich ist – vom Projektmanagement

bis zu Präsentationstechniken.

Außerdem lernt man nette Menschen

kennen.

Sie studieren jetzt Geografie. Warum?

Geografie ist schon seit Jahren mein Wunschfach.

Mir gefällt der interdisziplinäre Charakter

– Physik, Chemie, Biologie und auch

Mathematik sind Bestandteile des Studiums.

(ews)

life + s c i e n c e 29


© Siemens

+

LEARN EARN

Lohn der

Mühe: Ein

Scheck über

30.000 Euro

erleichtert

den Gewinnerinnen

des

Schülerwettbewerbs

die Finanzierung

des

Studiums.

Mehr Teams

Projekte zum Abschluss zu bringen.

Nicht alles ist planbar. „Auch

wenn ein Weg nicht zum gewünschten

Ergebnis führt, kann man daraus

lernen.“

Früh übt sich, wer ein Forscher

werden will. Doch in Kindergarten

und Schule gelingt es bislang noch

zu selten, Forschergeist, Freude am

Experimentieren und Begeisterung

für Naturwissenschaften und Technik

zu wecken. So manches Talent bleibt

unentdeckt. Deshalb fördert Siemens

mit seinem Bildungsprogramm Sie-

Der Trend zur Teamarbeit und zur interdisziplinären Forschung zeigt sich auch

beim Siemens-Schülerwettbewerb: Fast 70 Prozent der Beiträge des Wettbe-

werbs 2009 wurden von Teams eingereicht, die meisten (38,5 Prozent) von

Zweier-Teams. Die interdisziplinären Einsendungen liegen mit einem Drittel

vorn – 2008 waren es sogar 39 Prozent.

Erfreulich auch: Der Anteil der Mädchen steigt kontinuierlich – von 25,4 Pro-

zent beim ersten Wettbewerb auf 37 Prozent in diesem Jahr.

30 life + s c i e n c e

Mit Teamwork zum Nobelpreis

Auch Nobelpreisträger verdanken ihre Erfol-

ge oft ihren Teams. So basierte die mit dem

Physik-Nobelpreis 2006 ausgezeichnete

Entdeckung der Schwarzkörperform und der

Anistropie der kosmischen Mikrowellen-Hin-

tergrundstrahlung auf Messungen mit Hilfe

des COBE-Satelliten. Am Erfolg von COBE

waren über 1.000 Teammitglieder beteiligt.

Nobelpreisträger John C. Mather koordinier-

te das Projekt und leitete das Experiment,

das die Schwarzkörperform der Mikrowellen-

Hintergrundstrahlung aufdeckte. George F.

Smoot war verantwortlich für die Messung der

Temperaturabweichungen der Strahlung.

mens Generation21 das technischnaturwissenschaftliche

Wissen und

Interesse schon vor und während

der Schulzeit und unterstützt junge

Talente.

Mit speziell entwickelten Forscherkisten

kommen schon Drei-

bis Sechsjährige spielerisch den

Geheimnissen von Wasser, Luft, Farben,

Elektrizität und Schall auf die

Spur. Bei der Talent Academy entwickeln

technisch und naturwissenschaftlich

begabte Schülerinnen

und Schüler gemeinsam innovative

Lösungen für interdisziplinäre Aufgaben.

Schülerinnen mit besonderen

Leistungen in Mathematik und

Physik können bei Science Camps

ihre Talente in praktischen Experimenten

testen. Die Erstplatzierten

beim Siemens-Schülerwettbewerb

erhalten nicht nur Geldpreise; sie

werden auch ins Tutorenprogramm

aufgenommen. Die Tutoren beraten

sie u.a. bei Fragen der Studien- und

Berufswahl sowie über Möglichkeiten

zu Werkstudenten- oder Praktikantentätigkeiten.

So betreut Johanna Grau, Studentin

aus dem TOPAZ-Programm, als

Tutorin Christine Mauelshagen. Die

Gewinnerin des Siemens-Schülerwettbewerbs

2008 studiert Geografie.

Davon, dass ihr Schützling ihren

Weg gehen wird, ist Johanna Grau

überzeugt: „Sie ist zielstrebig, arbeitet

äußerst selbstständig und hat großes

Interesse für ihr Fach. Außerdem

ist sie sehr offen und kann andere

mitreißen.“ Ihre Kreativität und die

Fähigkeit, ein Projekt von der Idee bis

zur Präsentation erfolgreich durchzuziehen,

hat Christine Mauelshagen

schon beim Schülerwettbewerb

unter Beweis gestellt. 7 (ews)


© THINK-ING.

© FAG

Maschinenbau

Einsatz für Technik-Freaks

8 Maschinenbau gehört zu den

klassischen Ingenieurwissenschaften

– mit Abi, Fachabi oder fachgebundener

Hochschulreife kannst du

das Fach an vielen Berufsakademien,

(Fach-)Hochschulen und Universitäten

studieren. Das Studium dauert

bis zum Bachelor, dem ersten berufsqualifizierenden

Abschluss, in der

Regel sechs Semester. Die Studiengänge

an den Universitäten sind eher

theoretisch, an Fachhochschulen und

Berufsakademien eher anwendungsbezogen.

Duale Studiengänge – die

Verbindung von betrieblicher Ausbildung

und FH-Studium – haben den

engsten Bezug zur Praxis im Unternehmen.

In den ersten Studiensemestern

werden die mathematisch-naturwissenschaftlichen

Grundlagen vermittelt,

dann stehen Fächer wie

Mechanik, Thermodynamik, Konstruktionslehre,

Werkstoff- und Fertigungstechnik

auf dem Plan. Auch

an Informatik und Betriebswirtschaftslehre

führt kein Weg vorbei.

Zudem bieten die Hochschulen ver-

schiedene Spezialfächer und Vertiefungsrichtungen

an – von der Biomedizin

über Kraftfahrzeug- oder

Luft- und Raumfahrttechnik bis hin

zur Umwelt- oder Werkzeugmaschinentechnik.

Der Lernaufwand ist hoch. Doch

Maschinenbau-Ingenieuren winken

interessante Aufgaben und Perspektiven.

Die Einsatzmöglichkeiten sind

so vielfältig wie die Maschinen, die

sie entwickeln, bauen, aufstellen

und warten. Wegen ihrer vielseitigen

Ausbildung und des hohen Standards

der Maschinen und Anlagen

made in Germany zählen Maschinenbau-Ingenieure

zu den gefragtesten

Fachleuten überhaupt.

Auf der Website der Ingenieur-

Nachwuchs-Initiative THINK ING.

kannst du unter www.think-ing.

de/eignungstest deine Eignung fürs

Ingenieurstudium testen. Du benötigst

etwa eine halbe Stunde, um

40 Fragen aus fünf verschiedenen

Bereichen zu beantworten, die für

künftige Ingenieure wichtig sind:

mathematisches Verständnis, Logik,

Technik-Talent, naturwissenschaftlicheBegabung

und natürlich

auch Allgemeinwissen.

Die ausführliche Testauswertung

hilft dir, die

richtige Entscheidung zu

treffen.

Du interessierst dich

speziell für einen Beruf

im Maschinen- und

Anlagenbau? Dann

kannst du beim Institut

für Berufsprofiling mit

einem Orientierungstest

überprüfen, welche

Ausbildung am bes-

Maschinen haben dich schon immer

fasziniert? Du hast schon als Kind mit

dem Technik-Baukasten wundersame

Apparate konstruiert. Mathe, Physik

und Computer schrecken dich nicht?

Und Teamarbeit macht dir Spaß?

Dann ist ein Maschinenbau-Studium

vielleicht das Richtige für dich.

ten zu dir passt. Der Verband Deutscher

Maschinen- und Anlagenbau

e.V. (VDMA) sponsert den Online-

Test; die Teilnahme ist daher kostenlos.

7 (ews)

Findige Ingenieure

Bauingenieurwesen und

Umwelttechnik

Fahrzeugsysteme und

Produktion

Vielfalt ist unser Programm.

Sie haben die Wahl!

Mit über 65 Bachelor- und Masterstudiengängen ist die Fachhochschule

Köln die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in

Deutschland. Wir bieten ein praxisnahes Studium mit Schwerpunkt in

den Ingenieurwissenschaften. Die enge Verbindung zur Wirtschaft, anwendungsorientierte

sowie fächerübergreifende Lehre und eine kurze

Studiendauer: das ist unser Markenzeichen.

Infos: Zentrale Studienberatung

Telefon: 0221/8275-3407; -3480

E-Mail: studieninfos@fh-koeln.de

Anlagen, Energie- und

Maschinensysteme

Den Gutscheincode

zum Berufsprofiling-

Test findest du unter

www.karriere-immaschinenbau.org.

Der Maschinen- und Anlagenbau gehört zu den wichtigsten

Branchen in Deutschland. Daran, dass Deutschland

Exportweltmeister ist, haben Maschinenbau-Ingenieure

maßgeblichen Anteil: Fast jede fünfte Maschine

auf dem Weltmarkt und gar jedes vierte Maschinenbau-

Patent kommt aus Deutschland.

Informations-, Medien und

Elektrotechnik

Informatik und

Ingenieurwissenschaften

www.fh-koeln.de

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+

LEARN EARN

Mit dem

Abitur in der

Tasche

studieren

deine

Mitschüler

Medizin,

Biologie, Jura

oder Elektro-

technik; sie

wollen Ärzte

werden,

Lehrer, Rechts-

anwälte oder

Ingenieure.

Du willst nicht

mitschwim-

men im

Strom? Finde

die Nische für

dein Talent.

32 life + s c i e n c e

Gegen den Strom:

8 Studenten, die einen klassischen

Studiengang wählen, wissen, wie

ihr späteres Arbeitsfeld und ihre

Zukunftschancen wahrscheinlich

aussehen. Für künftige Literaturübersetzer,

Fachleute für kindliche

Lebenswelten oder Raumfahrtexperten

ist die Zukunft nicht so klar.

Doch es kann sich durchaus lohnen

zu lernen, was sonst keiner lernt:

Hinter jungen Fächern mit „abgedreht“

klingendem Namen stecken

oft hoch spezialisierte, anwendungsbezogene

und fachübergreifende

Ausbildungen, die mehr und mehr

gefragt sind.

Romane übersetzen

Sprache sollte es ein, das war klar.

Aber was genau? Jennie Merling

beginnt klassisch, mit dem Lehramtsstudium

Germanistik. „Aber eigentlich

wollte ich Sprache nicht lehren,

sondern damit arbeiten.“ Jennie

bricht ab und studiert heute an

der Universität Düsseldorf Literaturübersetzen.

Wie aber lernt man das?

„Erst studiert man eine Sprache oder

gleich Übersetzung. Dann kann man

mit der Literatur aufsatteln.“

Das Gefühl für Sprache und deren

unterschiedliche Stile und Färbungen

bringt die 26-Jährige von Hause aus

mit. „Doch es ist gar nicht so leicht,

z.B. moderne Umgangssprache wirklich

wie gesprochene Sprache klingen

zu lassen und nicht einfach nur

platt.“ Jennie hat sich etwas anderes

ausgesucht: Sie mag die Zeit, in

der man Leute noch mit „Ihr“ und

„Euch“ ansprach, am liebsten. Ihr

Übersetzungstraum ist der große

Geschichtsroman: „Ein dicker Wälzer

mit viel Geschichte über Familiengenerationen

hinweg – das wär’s.“

Kindheit lernen

Um Familie geht es auch hier, besonders

darum, wie Kinder sie erleben:

Im Studiengang Kindheitswis-

© Rainer Sturm / PIXELIO

© freeday / Photocase

senschaften an der Fachhochschule

Magdeburg-Stendal. Aber wissen

wir nicht schon genug über Kinder?

Vielleicht, aber fast immer müssen

Experten ihr Wissen mühevoll

aus verschiedenen Wissenschaften

zusammenklauben.

Im zwei Jahre jungen Studiengang

in Magdeburg-Stendal gibt

es das Rundumpaket: Er bündelt

alle Fachrichtungen, die sich mit

der Entwicklung von Kindern und

Jugendlichen beschäftigen. Soziologie,

Pä dagogik, Psychologie und

Gesundheitswissenschaften gehören

dazu, aber auch Kenntnisse über

Familienbildung und -beratung und

Kinderrechte. So ausgebildet könntest

du später in Erziehungs-, Bildungs-

und Gesundheitseinrichtungen,

in der Politik oder in Nichtregierungsorganisationen

arbeiten.

Du kannst sogar gezielt Kinderrechte

studieren. Seit einem Jahr gibt

es hierzu einen europäischen Masterstudiengang

an der Freien Universität

Berlin.

Hohe Sphären studieren

Doch nicht nur im kindlichen Universum

gibt es Pioniere: Nach dem Abitur

hat Stephan Busch aus Würzburg

Informatik studiert – und sich dann

fürs All entschieden: Busch ist einer

der ersten „Space Master“. „Das

klang nach Zukunft und irgendwie

abgedreht. Ein bisschen habe ich

den Studiengang auch deswegen

gewählt“, gibt er zu.

„Space Master“ heißt das zweijährige,

englischsprachige Masterprogramm,

das die Studierenden für

die Raumfahrt fi t macht. Es startet an

der Universität Würzburg, wo man

etwas über Weltraumphysik und die

Konstruktion von Raumsonden lernt.

Nächste Station ist der Weltraum-

Campus der Universität Luleå in


© spacejunkie / Photocase

Orchideenfächer als Chance

Nordschweden. Hier dreht sich alles

um Messinstrumente und Elektroniksysteme

für die Raumfahrt. Und

dann geht es erst richtig los: Sechs

europäische Partnerunis stehen zur

Wahl, neben Luleå u.a. auch Prag,

Toulouse und Helsinki.

„Das ist nicht einfach nur ein

Studium“, fi ndet Busch. „Hier kommen

Menschen aus vielen Nationen

zusammen und reisen miteinander

von Uni zu Uni, das schweißt

zusammen.“ Heute arbeitet Busch

als Doktorand an der Weiterentwicklung

von Kleinsatelliten. Für Sterngucker

und Raumschiff-Fans, die dem

All technisch näher kommen möchten

und ein naturwissenschaftliches,

technisches oder sogar medizinisches

Grundstudium mitbringen, sei der

„Space Master“ eine echte Chance:

„Es ist ein vergleichsweise junges

Fach. In den sechziger Jahren wurden

die ersten Mitarbeiter eingestellt

und die werden jetzt nach und nach

pensioniert. Es entsteht eine Lücke.

Aus meinem Jahrgang habe ich von

keinem gehört, der nichts in diesem

Bereich gefunden hätte.“

Übrigens: Ab Wintersemester

2009/2010 gibt es für Astronomie-

und Informatikfans an der Universität

Würzburg auch einen Bachelor-

Studiengang Luft- und Raumfahrt-

Informatik.

Für Vorkämpfer und Idealisten

Wenn du das Ungewöhnliche suchst

und Chancen siehst, etwas daraus

Aussergewöhnliche Studiengänge im Netz

Angewandte Kindheitswissenschaften: www.hs-magdeburg.de

Klicke „Fachbereiche“, „Fachbereiche Stendal“, „Angewandte Humanwissenschaften“

European Master of Children’s Rights: www.ewi-psy.fu-berlin.de

Den Link fi ndest du unter „Einrichtungen“, „Weitere Einrichtungen”

Space Master

www.spacemaster.uni-wuerzburg.de

Pferdewissenschaften

www.pferde.uni-goett ingen.de/

Weinbetriebwirtschaft

www.fh-heilbronn.de/studiengaenge/wb

zu machen, sind solche Exotenstudiengänge

vielleicht auch etwas

für dich. Nahezu für jeden außergewöhnlichen

Geschmack ist etwas

dabei: Der Pferdenarr wählt vielleicht

die Pferdewissenschaften an

der Universität Göttingen, der Liebhaber

des Rebensafts Weinbetriebswirtschaft

an der Hochschule Heilbronn

oder Weinbau und Oenologie

an der Fachhochschule Wiesbaden.

Für Kulturmenschen sind möglicherweise

die World Heritage Studies an

der Technischen Universität Cottbus

das Richtige.

Brotlose Künste? Die Jobchancen

in Nischenfächern sind mitunter

gar nicht so schlecht. Konkurrenten

gibt es jedenfalls vergleichsweise

wenige. 7 (cr)

Weinbau und Oenologie

www.campus-geisenheim.de/studium.441.0.html

Der Mut

zur Nische

kann sich lohnen.

Hinter

jungen Fächern

verbergen sich

oft interdisziplinäreAusbilddungen,

deren

Absolventen

gefragt sind.

Angewandte Freizeitwissenschaften

www.hs-bremen.de

Den Link fi ndest du unter „Studium“, „Studiengebiete“, „Geistes- und Sozialwissenschaften“

life + s c i e n c e 33


+

LEARN EARN

Praxisnahe Ausbildung

am SAE Institute

Zukunftsberuf: MULTIMEDIA-ALLROUNDER

8 Dein Abi hast du bald in der

Tasche, super! Aber wie geht’s

weiter? Du willst möglichst schnell

weg von der Schulbank, auf eigenen

Beinen stehen, aber dennoch einen

hochwertigen Berufsabschluss mit

besten Aussichten auf einen coolen

zukunftssicheren Job? Möglich

ist das am SAE Institute: Die größte

internationale Bildungseinrichtung

für Audio, Digital Film, Multimedia

und 3D macht aus dir einen

international geschätzten Multimedia-Allrounder.

Nach einer kurzen,

aber intensiven Ausbildungszeit

von nur einem Jahr kannst du deine

Karriere beispielsweise in zukunftsträchtigen

und gefragten Berufen

wie Tontechniker, Sounddesigner,

Web-Entwickler oder Game Developer

starten.

34 life + s c i e n c e

Altbewährt und hochmodern

Die Wurzeln des SAE Institute liegen

down under. Bereits 1976 gründete

der Audio Engineer und Producer

Tom Misner seine School of Audio

Engineering im australischen Sydney.

Heute gibt es 50 Institute auf

fünf Kontinenten mit insgesamt über

20.000 Studenten.

Der Grundsatz der Ausbildung

des SAE Institute und gleichzeitig

der entscheidende Erfolgsfaktor

heißt Learning by Doing. Das Studium

richtet sich dabei konsequent an

den Bedürfnissen der Medienindustrie

aus und besteht zum Großteil aus

praxisorientierter Ausbildung. Dazu

steht an den Instituten modernstes

professionelles Equipment zur

Verfügung, an dem die Studenten

ihre Fähigkeiten ausgiebig entwi-

Info SAE

ckeln können. Bereits nach einem

Jahr können sie das SAE-Diplom

erlangen, das in der Branche einen

ausgezeichneten Ruf genießt: Die

meisten Studenten werden deshalb

noch während des Studiums von der

Industrie rekrutiert.

Nach oben keine Grenzen

Das SAE Institute ist eine private Bildungseinrichtung;

anders als an einer

staatlichen Fachhochschule oder Universität

ist das Studium kostenpfl ichtig.

Ein Vollzeitstudium mit dem Abschluss

Digital Film and Animation Diploma

kostet ca. 11.000 Euro. Bei einer Dauer

von nur zwölf Monaten ist die Ausbildung

damit sehr kostengünstig. Denn

schon nach einem Jahr kannst du in

den Job starten und Geld verdienen.

Wer einen höheren Abschluss wie

den Bachelor anstrebt, kann das nach

einem weiteren Jahr erreichen, noch

ein zusätzliches Jahr ist für den Masterabschluss

notwendig.

Ganz in deiner Nähe

In Deutschland gibt es das SAE Institute

in München, Köln, Berlin, Hamburg,

Frankfurt, Leipzig und Stuttgart. Dank

des weltumspannenden SAE-Netzwerkes

sind auch Semester an den Instituten

im Ausland möglich. 7

SAE wurde 1976 gegründet und ist die

weltgrößte Bildungseinrichtung in den

Bereichen Audio, Digitalfi lm & Animation,

Webdesign & Development sowie

Gamedesign (Qantm Institute). Der

SAE-Lehrplan richtet sich konsequent

nach den Anforderungen der Medienindustrie

und ermöglicht bereits nach

einem Jahr die Erlangung eines SAE-

Diploms. Den Abschluss Bachelor of

Arts kann ein Student am SAE Institute

schon nach einem weiteren Jahr erreichen.

Darauf aufbauend ist ein Masterabschluss

nach einem weiteren Jahr

berufsbegleitend möglich.

Kontakt

Das SAE Institute

in deiner Nähe

fi ndest du unter

www.sae.edu


s t u d y + g u i d e

Neue Studiengänge kurz vorgestellt

zusammengestellt von Eva Walitzek-Schmidtko

Studiengang: Luft- und Raumfahrt-Informatik

Start: WS 2009/2010

Wo: Universität Würzburg

Dauer: 6 Semester

Abschluss: Bachelor of Science. Aufbauende Master-Studiengänge:

Space-Master oder Space-Mathematics

Ausbildungsinhalte: Vermittelt werden interdisziplinäre

Inhalte aus Physik, Elektronik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften

und Informatik, Weltraumwissenschaften

sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Auf dem Studienplan

stehen u.a. Einführung in Luft- und Raumfahrtsysteme,

Softwaretechnik, Algorithmen und Datenstrukturen,

Datenbanken, Astro-, Atmosphären- und Weltraumphysik

sowie Kern- und Teilchenphysik.

Einsatzmöglichkeiten: Der geplante Studiengang kombiniert

Inhalte aus Luft- und Raumfahrt mit Informatik. Den

Absolventen eröffnen sich wegen ihrer Fähigkeiten zum

Systemdesign auch über die Luft– und Raumfahrt hinaus

Berufschancen in der Industrie.

Weitere Informationen: www.zv.uni-wuerzburg.de/studienberatung/SpaceMaster.htm

Studiengang: Mathematical Engineering

Start: Herbsttrimester 2008

Wo: Universität der Bundeswehr München

Dauer: 7 Trimester, zivile Bewerberinnen und Bewerber müssen

sich bis zum 31. März bewerben

Abschluss: Bachelor of Science, nach fünf weiteren Trimestern

kann der Master-Abschluss erworben werden

Ausbildungsinhalte: Der Studiengang vermittelt theoretische

Grundlagen aus Mathematik, Physik und Informatik und –

darauf aufbauend – fachspezifi sche Kenntnisse aus Bauingenieur-

und Vermessungswesen, Informatik, Elektrotechnik

und Informationstechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik.

Die Studierenden können zwischen den Schwerpunkten

„Mathematische Modellbildung und Programmierung“ und

„Modellierung technischer Systeme“ wählen.

Einsatzmöglichkeiten: Technische Führungsaufgaben in den

Bereichen Bau- und Vermessungswesen, Luft und Raumfahrttechnik,

Informatik sowie Elektro- und Informationstechnik.

Weitere Informationen: www.unibw.de/me/studium/

Studiengang: Nanotechnologie

Start: WS 2008/2009

Wo: Leibniz Universität Hannover

Dauer: 6 Semester

Abschluss: Bachelor of Science, geplanter Master-Studiengang (ab

WS 2011/12)

Ausbildungsinhalte: Vermittlung von Grundlagenkenntnissen in

Mathematik, Physik, Chemie sowie den Ingenieurwissenschaften.

In physikalischen und chemischen Vertiefungsfächern lernen die Studierenden

die Grundlagen der Nanotechnologie kennen. Bei Praktika,

Laborarbeit und Fachexkursionen werden theoretische Kenntnisse

praktisch umgesetzt.

Einsatzmöglichkeiten: Tätigkeiten im Bereich der Energietechnik, Informationstechnik,

Biotechnologie, Medizintechnik oder Biomedizintechnik,

in Forschungslabors der Industrie oder Universitäten. Weitere

Tätigkeitsfelder sind Aufbau, Betrieb und Service diagnostischer

oder produzierender Anlagen auf dem Gebiet der Nanotechnologie

sowie Materialentwicklung und Messtechnik.

Weitere Informationen: www.lnqe.uni-hannover.de/nano/

Studiengang: Digitale Medien und Spiele

Start: WS 2008/2009

Wo: Fachhochschule Trier

Dauer: 6 Semester

Abschluss: Bachelor of Science, mögliche Master-Studiengänge: Informatik

oder Wirtschaftsinformatik-Informationsmanagement

Ausbildungsinhalte: Grundlagenausbildung im Bereich Informatik mit

Spezialisierung im Anwendungsfeld Digitale Medien. Vermittelt werden

Kenntnisse in den Bereichen Produktion, Speicherung und Verarbeitung

Digitaler Medien, Entwicklung und Programmierung Digitaler

Spiele, Durchführung und Bewertung von Medienprojekten.

Einsatzmöglichkeiten: Der Bereich Digitale Medien und Computerspiele

hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Informatik-Spezialisten

eröffnen sich interessante Arbeitsfelder bei Digitalen

und konventionellen Medien sowie in der boomenden Spiele-Branche.

Weitere Informationen: www.fh-trier.de

Studiengang: Medizintechnik

Start: WS 2008/2009

Wo: Hochschule Mannheim/Universität Heidelberg

Dauer: 7 Semester

Abschluss: Bachelor of Science, weiterführender Master-Studiengang

Medical Physics

Ausbildungsinhalte: Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung medizintechnischer

Geräte. Das Lehrangebot umfasst (informations-)technische

Fächer wie Physik, Elektro- und Digitaltechnik, Digital- und

Mikrocomputertechnik sowie medizinische Elemente, z.B. Grundlagen

der Medizin, Anatomie, Biochemie und Klinische Medizin.

Einsatzmöglichkeiten: Aufgabenfelder sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten,

Tätigkeiten im technischen Management sowie in

Marketing, Service und Vertrieb. Der Studiengang qualifi ziert u.a.

für die Entwicklung neuer medizintechnischer Produkte, für medizinisch-technische

Aufgaben in Unternehmen, Kliniken und Forschungsinstitutionen

oder für die Mitarbeit in Qualitätssicherungs-

und Normungsgremien.

Weitere Informationen: www.it.hs-mannheim.de

life + s c i e n c e 35


+

LEARN EARN

Unkündbarer Job, gute Bezahlung, sichere Pension,

lange Ferien – und jeden Nachmittag frei. Doch ein

Halbtagsjob mit voller Bezahlung ist der Lehrerberuf

keineswegs. Im Gegenteil: Laut Potsdamer Lehrer-

studie haben die Pädagogen einen der anstren-

gendsten Berufe überhaupt. Wer sich für

ein Lehramtsstudium entscheidet,

sollte es aus Überzeugung tun.

„HALB ZWEI IM FREIBAD?

ENTSCHULDIGUNG, DU BIST JA KEIN LEHRER...“

Von den Anforderungen

erdrückt fühlen

sich mancheReferendare

während

der praktischenAusbildung

in der

Schule.

36 life + s c i e n c e

8 Die vielen Vorurteile über Lehrer

entsprechen nicht der Realität.

Ihr Arbeitstag endet keineswegs mit

Schulschluss um 13 Uhr. Ferien sind

zwar unterrichts-, aber nicht immer

arbeitsfrei. Und die Aufgaben der

Lehrer bestehen nicht ausschließlich

im Vermitteln von Wissen. Neben

Unterricht und Unterrichtsvorbereitung

nehmen organisatorische Aufgaben,

z.B. Konferenzen, die Planung

von Klassenfahrten oder Elternabende,

viel Zeit in Anspruch.

Schulen sind in Deutschland Ländersache.

Und auch das Lehramtsstudium

ist in den Bundesländern

sehr unterschiedlich strukturiert.

Deshalb ist es wichtig, sich bereits

vor dem Studium genau im Bundesland

seiner Wahl zu informieren.

Wer Lehrer werden will, braucht

in der Regel die Allgemeine Hochschulreife;

in Baden-Württemberg

und fürs Lehramt an Berufsschulen

genügt teilweise die fachgebundene

Hochschulreife. In Sachsen wird

vor Studienbeginn ein vierwöchiges

Grundpraktikum verlangt.

In der Regel studieren angehende

Lehrer zwei Fächer. Diese können

meist frei gewählt werden; in

einigen Bundesländern sind jedoch

bestimmte Fächerkombinationen

vorgeschrieben oder unzulässig. Für

künftige Berufsschullehrer ist ein

berufskundliches Fach, z.B. Wirtschaftspädagogik

oder Holztechnik,

Pflicht. Manche Fächer sind zulassungsbeschränkt,

bei anderen sind

Aufnahmeprüfungen vorgeschrieben:

So ist in Bremen bei Sprachen

eine Eignungsprüfung obligatorisch,

angehende Musiklehrer müssen

in allen Bundesländern ihr Können

unter Beweis stellen.

Welche Fächer besonders aussichtsreich

sind, variiert je nach Bundesland:

So sucht man in Hessen der-

zeit Mathe-, Physik- und Chemielehrer;

in Baden-Württemberg gelten

Mathe und Chemie dagegen als

überbelegt. Lehrer für Haupt- und

berufsbildende Schulen sind zurzeit

gefragter als Grundschullehrer. Doch

das kann sich schnell ändern. Prognosen

und Empfehlungen – ohne

Gewähr – erhält man bei den Kultusministerien

der Länder.

Lehrer müssen nicht nur in ihren

Unterrichtsfächern fit sein; sie brauchen

auch – oder vor allem – pädagogische

und didaktische Fähigkeiten.

Und so bilden Fächer wie Erziehungswissenschaften,

Fachdidaktik,

Bildungswissenschaften und Vermittlungswissenschaften

einen weiteren

Ausbildungs-Schwerpunkt. In

Praktika sollen die Studenten nicht

nur hospitieren, sondern auch erste

Unterrichtserfahrungen sammeln.

Die meisten Bundesländer haben

die Lehrerausbildung auf das Bache-

©: ohneski / Photocase


lor-Master-System umgestellt; nur

wenige halten am Staatsexamen

fest. Die Regelstudienzeit für den

Bachelor beträgt sechs Semester,

das anschließende Master-Studium

dauert für Grund-, Haupt- und Realschullehrer

zwei bis drei, für Gymnasial-,

Sonderschul- und Berufsschullehrer

vier Semester.

Wer als Lehrer arbeiten will, muss

nach dem Studium

ein zwölf- bis 24monatigesReferendariatabsolvieren.

Das Referendariat

gliedert

sich in drei Phasen.

Die erste Phase ist

durch Hospitation bei erfahrenen

Lehrern gekennzeichnet. In Phase

zwei unterrichten die angehenden

Lehrer etwa zehn Wochenstunden

selbst unter Aufsicht. In der letzten

Phase erhöht sich der eigene Unterricht

auf 16 bis 18 Wochenstunden.

Neben Unterricht und Unterrichtsvorbereitung

müssen nachmittags

begleitende Seminare besucht

werden. Am Ende des Referendariats

steht das (zweite) Staatsexamen.

Das Gehalt beträgt je nach Bundesland

und Schulform 850 bis 1.000

Euro brutto.

Stress pur:

Im Referendariat

erfordern Unterricht,

Vorbereitungen

und Seminare gutes

Zeitmanagement

Internetlinks

Viele Referendare empfinden

die Zeit als sehr stressig und belastend.

Sie werden aus dem sehr theoretischen

Studium ins kalte Wasser

der Schul-Praxis gestoßen und

finden sich vor Klassen mit teilweise

mehr als 30 Schülern wieder. Auf

sich allein gestellt, quälten die angehende

Grundschullehrerin Martina L.

unerwartete Fragen: „Wie reagiere

ich angemessen?

Wie gehe ich mit

den Eltern um?“

Das alles

geschieht unter

enormem Zeit-

und Leistungsdruck:Referendare

stehen unter ständiger Beobachtung

und haben das Gefühl, es

Kollegen, Schülern, Seminarleitern

und Eltern gleichzeitig recht machen

zu müssen. Unterricht, schriftliche

Ausarbeitungen und Seminare erfordern

ein gutes Zeitmanagement; private

Interessen kommen oft zu kurz.

Doch die schönen Seiten des Berufes

sind das wert. „Ich bin mein eigener

Chef. Wenn ich mal einen Fehler

mache, denke ich mir: Okay, nächstes

Mal machst du es halt anders“,

resümiert Realschullehrerin Michaela

H.

www.dbb.de/lehrerstudie/start_fit_einleitung.php

www.cct-germany.de

©Regina Kaute / PIXELIO

Die Chancen, nach dem Referendariat

eine Stelle zu finden, sind

– abhängig von Fach, Schulart und

Noten – sehr unterschiedlich. Zwar

fehlen in Deutschland 20.000 Lehrer.

Doch einer Studie zufolge wurden

2007 weniger Lehrer eingestellt

als geplant. Vorteile haben diejenigen,

die ein „Mangelfach“ studiert

haben und nicht ortsgebunden sind.

Denn gerade in ländlichen Regionen

werden besonders viele Lehrer benötigt.

7 (ck)

Eignung testen

60 Prozent der Lehrer, die den Anforderun-

gen des Berufs nicht gewachsen sind, waren

schon im Studium überfordert. Dies zeigt

eine Studie des Bildungsforschers Professor

Dr. Udo Rauin. Deshalb werden immer häufi-

ger Eignungstests für angehende Pädagogen

gefordert.

Der aus der Potsdamer Lehrerstudie entwi-

ckelte „Selbsterkundungs-Check“ für poten-

zielle Lehrer ist auf der Website des Deut-

schen Beamtenbundes abrufbar. Ein ähnliches

Selbsterkundungsverfahren findet ihr auf der

Seite des Vereins CCT-Career Counselling.

An der Uni Kassel müssen Lehramtsstu-

denten der ersten beiden Semester seit

Wintersemester 2008/2009 das Semi-

nar „Psychosoziale Grundkompetenzen im

Lehrerberuf“ belegen. Darin reflektieren die

Studierenden über die Motive für ihre Stu-

dienwahl und absolvieren Übungen zu den

vier Grundkompetenzen des Lehrerberufs:

Selbst-, Handlungs-, Sozial- und Systemkom-

petenz. Zwei Teamer beobachten die Studen-

ten, geben ihnen ein Feedback zur Eignung und

empfehlen gegebenenfalls eine Beratung.

life + s c i e n c e 37


+

+

LEARN UP AWAY EARN

Wieso erin-

nern wir uns

an die Tele-

fonnummern

unserer Freun-

de, aber Eng-

lischvokabeln

können wir

uns einfach

nicht merken?

Wie funkti-

oniert unser

Gedächtnis?

Neurowissen-

schaftenver- suchen die

Funktionen

und Aufgaben

des Gehirns

zu entschlüs-

seln und

dadurch neuro-

degenerative

Krankheiten

wie Alzheimer

oder Parkin-

son zu heilen.

38 life + s c i e n c e

8 Während meines Biologiestudiums

wollte ich durch ein dreimonatiges

Auslandspraktikum neue Einblicke

in die neurowissenschaftliche

Forschung gewinnen, molekulare

und genetische Methoden erlernen

und mein Englisch verbessern. Deshalb

bewarb ich mich bei der Arbeitsgruppe

von Dr. Thomas Theil an der

„School of Biomedical Sciences“ der

Universität Edinburgh.

Dr. Theil interessiert sich für

die Entwicklung einer bestimmten

Gehirnstruktur bei Säugetieren, des

Hippocampus. Der Hippocampus ist

wichtig für unser Langzeitgedächtnis.

Informationen von unseren Sinnesorganen

laufen im Hippocampus

zusammen, werden dort verarbeitet

und dann im so genannten Kortex,

der Großhirnrinde, gespeichert. Die

Informationen können später wieder

abgerufen werden. Welche Faktoren

für die Entwicklung des Hippocampus

wichtig sind, ist noch nicht vollständig

bekannt. In Edinburgh wird

Nette Kollegen: die Arbeitsgruppe von Dr. Thomas

Theil (von links: Dario Magnani, Kerstin Hasenpusch-

Theil, Osmany Larralde-Diaz, Thomas Theil).

Mein Praktikum in

Schottland

an Mäusen untersucht, welche Gene

und Mechanismen beteiligt sind.

Während meines Praktikums

arbeitete ich zunächst an der Herstellung

genetisch veränderter Mäuse.

Später fertigte ich Gehirnschnitte

bei Mäuseembryonen an und färbte

bestimmte Zellbestandteile mit spezifi

schen, vorher farbmarkierten Antikörpern.

So prüfte ich, welche Substanzen

in der Gehirnregion vorliegen.

Auf diese Weise konnte ich viel

Laborerfahrung sammeln.

Außerdem lernte ich in Edinburgh

Menschen aus der ganzen Welt kennen.

Die Universität hat einen sehr

guten Ruf und zieht Studenten aller

Nationalitäten an. Meine Kollegen

kamen aus Kuba und Italien, meine

Mitbewohnerinnen im Wohnheim

aus den USA, Kanada, Georgien,

Australien, Korea und China.

Auch in der Freizeit konnte ich

viel unternehmen. So wird in Edinburgh

täglich eine kostenlose Stadtführung

angeboten (www.newedin-

Edinburgh Castle

burghtours.com); alle öffentlichen

Museen und Galerien sind kostenlos.

Mit dem internationalen Studentenausweis

ISIC (www.isic.de) gibt

es in Großbritannien überall Rabatte

für Schüler und Studenten – auch in

Restaurants. Mit dem Ausweis kann

man auch die „Young Persons Railcard“

kaufen, mit der man 33 Prozent

bei allen Bahnreisen in Großbritannien

spart (www.16-25railcard.co.uk).

Zwischen Juni und September fi nden

in Edinburgh viele Festivals statt,

u.a. das International Film Festival,

Festival Fringe (Musik und Theater)

und das International Book Festival.

Die ganze Stadt ist eine große Bühne,

immer ist etwas los.

Edinburgh ist für mich eine der

schönsten Städte Europas – ideal

für ein Auslandssemester oder Praktikum.

Auch das Essen in Großbritannien

ist längst nicht so schlecht

wie sein Ruf. Das Wetter allerdings

schon! 7 (ci)

life+science-03 30.01.2009 11:36 Uhr Seite 1

work experience

Auslandspraktika, wahlweise mit

oder ohne Sprachkurs in 13 Ländern,

z.B. Technik, IT, Ingenieurswesen etc.

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Tel.: 02506-8303-300

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+

HAPPY END

Kreuzworträtsel

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R

Senkrecht

B 1 Form der Online-Bewerbung, bei der zum

Online-Test eingeladen wird (ohne

Bindestrich)

D 1 Lat.: Gebärmutter

D 9 Engl.: blinzeln

F 6 Größte Bildungsmesse Europas

G 1 Schon lange her, also „psst! dazumal“

I 1 Sie haben nicht nur eine schützende

Funktion, sondern können auch Ursache

von Allergien sein

J 11 Einheit des elektr. Widerstands

K 5 Begründer der Allergielehre (Nachname)

L 1 Der vierte Planet unseres Sonnensystems

M 6 Grenzt an Deutschland, Liechtenstein,

Österreich, Italien und Frankreich

N 1 Personalpronomen: 2. Person Plural

(Genitiv)

O 3 Diese Wissenschaft befasst sich mit der

Entwicklung und Steuerung von Robotern

O 11 Der größte Produzent dieses heißen Auf-

gussgetränks ist China, gefolgt von Indien

Q 2 Fachbegriff für den Beruf des

„Sprachheilkundlers“

R 1 Abk.: Desoxyribonukleinsäure

R 9 Mit „Bleeding Love“ schaffte diese

Sängerin ihren Durchbruch (Vorname)

Lösungswort:

2

6 15

7 11

9 5 10

8

17 14 16

1 3

waagerecht

A 1 In Baden-Württemberg wird diese

Ausbildungsstätte zum 1. März in „Duale

Hochschule“ umgewandelt

A 4 Die Wissenschaft von den Gestirnen

A 9 Wenn man etwas leidenschaftlich betreibt,

ist man sprichwörtlich „mit psst! und Seele

dabei“

A 13 US-amerikanischer Schauspieler, der 1975

für „Einer fl og über das Kuckucksnest“

seinen ersten Oscar erhielt (Vorname)

B 6 Internationales Notsignal

B 11 Individuelles Merkmal, das u.a. durch die

Struktur der Blutgefäße und die

Pigmentierung der Haut bestimmt wird

E 7 Europäischer Masterstudiengang an der

Freien Universität Berlin, der zu den Exoten-

Studiengängen zählt

F 10 Eine der größten internationalen

Hilfsorganisationen, die 1945 gegründet

wurde

G 13 Um Jugendliche aus Deutschland

und Afrika zu fördern, hat dieser deutsche

Fußballspieler 2007 eine eigene Stiftung

gegründet (Nachname)

I 11 Farbe der chinesischen Flagge

K 10 Nebenfl uss der Elbe

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das Lösungswort aus

dem Kreuzworträtsel an

win@lifeandscience.de

senden.

L 4 Ein gehackter FTP-Server, bei dem der

Hacker volle Schreib- und Ausführrechte

hat (Abk.)

L 12 Bevölkerungsgruppe, die im 13.

Jahrhundert in das Hochtal von Mexiko

einwanderte

N 3 Griechisch: Aktion

O 5 Ein Grundnahrungsmittel, dessen Teig aus

Mehl, Salz, Wasser und Triebmittel besteht

O 8 Name des Hurrikans der im September

2008 u.a. auf Haiti, in Kuba und den USA

wütete

P 10 Eine Stadt mit diesem Namen gibt es u.a.

in Florida, Illinois, Maine, Massachusetts,

New Hampshire und New York

Q 2 Abk. bzw. Schreibweise des Logarithmus

zur Basis e (natürlicher Logarithmus)

Q 9 Abk.: Deziliter

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

4

12

13


w i n + f u n

In der letzten Ausgabe von life + science habt ihr wieder ordentlich mitgerätselt.

Auch vielen Dank an alle, die an unserer Leserbefragung

teilgenommen haben. Eure Meinung ist uns sehr wichtig und hilft uns,

life + science für euch weiterzuentwickeln. Wir werden alle Gewinnerinnen

und Gewinner schriftlich benachrichtigen.

p a t e n s c h a f t

Wir fördern Bildung!

Das life + science-Team dankt THINK ING., der Initiative für

Nachwuchsförderung der Arbeitgeberverbände der Metall-

und Elektroindustrie Gesamtmetall, für die Übernahme von

Patenschaftsabonnements. www.think-ing.de

Paten gesucht!

Sie möchten sich für die Förderung von Wirtschaft, Wissenschaft und

Technik an Schulen in Ihrer Region einsetzen?

Dann rufen Sie uns an: Petra Sonnenfroh-Kost, Tel. 0711 / 6672 - 5713

oder per E-Mail: p.sonnenfroh-kost@klett.de

v o r s c h a u

In diesem Heft ist ja schon von einigen Jubiläen im Jahr 2009 die Rede

gewesen. In der nächsten Ausgabe von life + science wollen wir uns

einem näher widmen: Vor 60 Jahren wurde die Bundesrepublik

gegründet.

Das ist nicht nur im Geschichtsunterricht ein spannendes Thema, zumal

die meisten von euch zwei deutsche Staaten ja gar nicht mehr selbst

erlebt haben. Immer leichtere Autos, neue Materialien in der Medizin,

Nanowerkstoffe – wer am Puls der technischen Entwicklung studieren

möchte, für den könnten die Materialwissenschaften das richtige Fach

sein. Dabei kommt man mit der Bionik in Berührung – auch das ein

Thema im nächsten life + science. Außerdem gibt‘s Wissenswertes zu

Banken und Versicherungen sowie Mobilität und Logistik.

I m p r e s s u m

HERAUSGEBER

Dr. Dierk Suhr (v.i.S.d.P.)

OBJEKTLEITUNG

Petra Sonnenfroh-Kost

Tel.: 0711 / 6672 - 5713

Fax: 0711 / 6672 - 2004

p.sonnenfroh-kost@klett.de

kontakt@lifeandscience.de

Marlies Poppe, Isernhagen

KOORDINATION

Angelika Mathes

Tel.: 0711 / 6672 - 5738

Fax: 0711 / 6672 - 2004

redaktion@lifeandscience.de

Eva Walitzek-Schmidtko,

Großburgwedel

REDAKTION

Angelika Mathes (ama)

redaktion@lifeandscience.de

Dr. Ulrich Kilian (Chefredaktion) (uk)

Björn Ganslandt (bg)

Kerstin Huber (kh)

Cordelia Imig (ci)

Carmen Korzeniewski (ck)

Cornelia Reichert (cr)

Lena Thiel (lt)

Hanna Tudor (ht)

Eva Walitzek-Schmidtko (ews)

WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr. Norbert Aschenbrenner

(Siemens Technikkommunikation)

Prof. Dr. Manfred Euler

(IPN, Leibniz-Institute für die Pädagogik

der Naturwissenschaften an der Universität

Kiel)

Prof. Dr. Dr. hc. Walter Leal Filho

(TU Hamburg-Harburg)

Dr. Olaf Fritsche

(Wissenschaftsjournalist)

Dr. Christoph Schumacher

(Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation

Wittenstein AG)

Dr. Uta Krautkrämer-Wagner

(Geschäftsführerin Stiftung Jugend

forscht e.V.)

VERLAG

Ernst Klett

Vertriebsgesellschaft mbH

Rotebühlstraße 77

70178 Stuttgart

Tel.: 0711 / 6672 -0

Fax: 0711 / 6672 - 2004

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Jörg Lasar

Bernhard Scierski

Dr. Dierk Suhr

ISSN: 1612-927X

ANZEIGENLEITUNG

Petra Sonnenfroh-Kost

Tel.: 0711 / 6672 - 5713

Fax: 0711 / 6672 - 2004

anzeigen@lifeandscience.de

ANZEIGEN

media.connect.gmbH

-Agentur für Werbung-

Veilchenstraße 10

30853 Langenhagen

Tel.: 0511 / 18607

Fax: 0511 / 1318542

bettina.wohlers@mediaconnect.de

www.mediaconnect.de

ERSCHEINUNG

vierteljährlich

(Februar/Mai/September/

November)

BEZUGSBEDINGUNGEN

Einzelheft € 3,50 zzgl. € 1,50

Versandkosten, jährlich € 12,50

zzgl. € 6 Versandkosten (Inland)

inkl. MwSt.

Erfüllungsort ist Stuttgart.

GESTALTUNG / HERSTELLUNG

Friedrich Medien Gestaltung

Im Brande 19

30926 Seelze

TITEL

André Klemm (Foto: The Sombrero

Galaxy in Infrared Light, © NASA)

DRUCK

L.N. Schaffrath DruckMedien

GmbH & Co. KG

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck,

Aufnahme in elektronischen Datenbanken,

Mailboxen sowie sonstige

Vervielfältigungen nur mit ausdrücklicher

Genehmigung des Verlages. Für

unverlangt eingesendetes Text- und

Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

Die Autoren und Redakteure

von life + s c i e n c e recherchieren

und prüfen jeden Artikel sorgfältig

auf seine inhaltliche Richtigkeit.

Dennoch kann es immer mal passieren,

dass sich Fehler in die Texte

oder Bilder schleichen. Wir übernehmen

daher keine Garantie für die

Angaben.

Gedruckt auf 100% Recycling-

Papier


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Studienstart

Oktober

2009

Genie gesucht. Wahnsinn kein Hindernis.

Die Deutsche Telekom ist in Bewegung. Als eines der führenden IT- und Telekommunikations-

Unternehmen bieten wir jungen Menschen mit einem dualen Studium die optimale Verbindung

aus Wissenschaft und Praxis. Unser Wandel ist Ihre Chance!

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Dann passt dieser Weg zu Ihnen. Los geht’s am 1. Oktober 2009.

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können. Ungefähr ein Drittel der Studienzeit studieren Sie an der

jeweiligen Hochschule in einem Netzwerk von Betrieb, Hochschule

und Studenten. Über die gesamte Studiendauer erhalten Sie eine

monatliche Vergütung entsprechend dem Tarifvertrag.

Das erwarten wir von Ihnen

Wir brauchen engagierte Persönlichkeiten, die ihre Arbeit als Herausforderung

sehen. Eigenverantwortung, Teamgeist und soziale Kompetenz

sind uns wichtig. Sie sollten neugierig und offen für moderne

Lernformen sein. Die allgemeine Hochschulreife oder einen vergleichbaren

Abschluss bringen Sie natürlich mit und haben auch Ihren

Wehr- oder Zivildienst bereits abgeschlossen. English? Yes, please!

Engagierten Studentinnen und Studenten mit Ideen bieten wir

deutschlandweit folgende Studiengänge an:

Bachelor of Engineering in Telekommunikationsinformatik

Bachelor of Arts in Business Administration, Vertrieb

Bachelor of Arts in Business Administration, Finanzen

Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik

Bachelor of Arts in Wirtschaftsinformatik

Bachelor of Science in Information Science for Business

Bachelor of Science in Informatik

Bachelor of Science in angewandter Informatik

Diplomingenieur (BA) Informationstechnik

Bachelor of Engineering in Informationstechnik

Bachelor of Arts in BWL und Industriedienstleistungsmanagement

Weitere Informationen zu den dualen Studiengängen

bei der Deutschen Telekom erhalten Sie unter

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1. Autobauen für Anfänger:

2. Autobauen für Fortgeschrittene:

Volkswagen sucht Auszubildende/Studenten

(m/w) für das duale Studium

Jeder muss zunächst den richtigen Einstieg finden. Am besten

einen Einstieg, der es ermöglicht, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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keine Grenzen gesetzt sind. Genau das können wir Ihnen

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Praxisverbund bei Volkswagen haben Sie die Chance, bei

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In der Ausbildung können Sie zwischen 29 (Stand: 12/2008)

gewerblich-technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen

wählen. Eine Berufsausbildung bei Volkswagen

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und die besten Chancen für die Zukunft.

Wer Studium und Ausbildung kombinieren möchte, dem

bieten wir 11 (Stand: 12/2008) verschiedene technische

sowie kaufmännische Studiengänge im Praxisverbund an.

Das Studium im Praxisverbund (StiP) ist eine Kombination

aus einem IHK-Ausbildungsberuf und einem Bachelor- oder

Diplom-Studiengang in Kooperation mit verschiedenen

Hochschulen und Universitäten. Hierfür suchen wir hoch

motivierten und engagierten Nachwuchs, der klare berufliche

Zielvorstellungen vor Augen hat und an der Entwicklung

und Herstellung von Automobilen kreativ und innovativ

mitwirken möchte.

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