HAUPTBAHNHOF WIEN - architekturwettbewerb
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<strong>HAUPTBAHNHOF</strong> <strong>WIEN</strong><br />
Städtebauliche Entwicklung // Leben am Helmut‐Zilk‐Park (Baufelder C.09 – C.15)<br />
Aufruf zur Bewerbung für die Teilnahme am kooperativen ExpertInnenverfahren<br />
Datum: 31.05.2012
In Zusammenarbeit mit<br />
Bild 1: Das Stadtentwicklungsgebiet Hauptbahnhof Wien im großräumigen, urbanen Kontext.<br />
Seite 2
1 Präambel<br />
Für einen Teil des Stadtentwicklungsgebietes im Umfeld des Wiener Hauptbahnhofs soll ein neues städtebauliches<br />
Leitbild durch einen integrierten Stadtentwicklungsprozess entstehen. Im Vordergrund des Verfahrens steht die Frage<br />
nach dem Charakter und der Identität dieses Quartiers. Die Beziehung zum Umfeld spielt dabei ebenso eine Rolle, wie<br />
Bebauungs‐ und Freiraumtypologien und der Nutzungsmix innerhalb des Planungsgebiets. Aus diesen Überlegungen<br />
soll die Verteilung der möglichen Kubatur – der Masterplan sieht auf der rund 12 ha großen Grundfläche rund<br />
250.000 m² BGF vor – abgeleitet werden. Dabei sind Rahmenbedingungen, die sich aus dem Gesamtprojekt<br />
Hauptbahnhof Wien oder übergeordneten Strategien und Konzepten ergeben, zu berücksichtigen.<br />
Im kooperativen ExpertInnenenverfahren werden die städtebaulichen Konzepte im Dialog mit anderen PlanerInnen<br />
und der Jury entwickelt. Gegenstand des Verfahrens ist die Konzepterstellung: Es wird keine GewinnerIn ermittelt und<br />
es sind keine weiterführenden Planungsaufträge beabsichtigt. Die Beauftragung der PlanerInnen bzw. Planungsteams<br />
mit der Teilnahme am kooperativen ExpertInnenverfahren erfolgt vorab in Direktvergaben.<br />
Der Ideenfindungs‐ und Planungsprozess wird durch moderierte Workshops kanalisiert, in denen insbesondere auch<br />
eine kollegiale Würdigung der vorgestellten Ideen und Konzepte durch die PlanerInnen erfolgen soll. Das kooperative<br />
ExpertInnenverfahren beschreitet organisatorisch und verfahrenstechnisch neue Wege für die Bearbeitung<br />
städtebaulicher Problemstellungen. Es ist beabsichtigt, sowohl die inhaltlichen Ergebnisse zu veröffentlichen als auch<br />
das Verfahren und die gewonnenen Erfahrungen zu publizieren.<br />
2 Masterplanung Hauptbahnhof Wien<br />
Das Gesamtprojekt Hauptbahnhof Wien mit einer Größe von 109 ha ist die für Wien derzeit bedeutendste<br />
Infrastrukturmaßnahme. Es geht bei diesem Projekt nicht nur um eine Verkehrsstation, sondern um die Entwicklung<br />
eines gesamten Stadtviertels.<br />
Der neue Durchgangsbahnhof wird die Stadt zu einem multi‐modalen Knotenpunkt des transeuropäischen<br />
Schienennetzes machen und für den internationalen und nationalen Bahnverkehr von großer Bedeutung sein. Der<br />
neue Bahnhof ermöglicht die reibungslose Durchbindung transeuropäischer Eisenbahnlinien der Nord‐Süd‐ und Ost‐<br />
West‐Achse. Dies bedeutet für Reisende schnellere Zugsverbindungen, mehr Reisekomfort durch einfaches Umsteigen<br />
und optimale Anbindungen sowie Barrierefreiheit gemäß den neuesten Standards.<br />
Das Stadtbild erfährt eine neue Prägung und auch die umliegenden Gebiete werden von dieser Entwicklung positiv<br />
beeinflusst werden. Mit Büroflächen im Ausmaß von 550.000 m², 5.000 neuen Wohnungen für rund 13.000<br />
Menschen, einem 8 ha großen Park sowie Schulen und Kindergarten entsteht ein neuer Stadtteil mit hoher Qualität<br />
für eine Wohn‐ und Arbeitsbevölkerung von rund 30.000 Menschen. Das neue Stadtviertel wird an hochrangige<br />
öffentliche Verkehrsmittel angebunden und durch ein dichtes Netz an Rad‐ und Fußwegen erschlossen.<br />
Zur Entwicklung eines Masterplans für den Gesamtraum zwischen Wiedner Gürtel und Gudrunstraße wurde 2004<br />
seitens der ÖBB, der Post und der Stadt Wien ein ExpertInnenverfahren ausgeschrieben, zu dem zehn zum Teil<br />
internationale Teams geladen wurden.<br />
Zentrale Aufgabenstellungen des zweistufigen Expertenverfahrens waren:<br />
Seite 3<br />
� Ein Aufnahmegebäude für den Hauptbahnhof<br />
� Eine urbane gemischte Dienstleistungs‐ Handels‐ und Büronutzung im Bereich des Wiedner Gürtels<br />
� Eine hochwertige Wohnbebauung mit entsprechender sozialer und technischer Infrastruktur auf dem Areal<br />
südlich des neuen Bahnhofs.<br />
Die hochkarätige Jury empfahl im Juli 2004, die Projekte der Architekten Hotz/Hoffmann und Albert Wimmer zu einem<br />
Masterplan zusammenzuführen. Die Entscheidung basierte vor allem darauf, dass beide Projekte in den Grundzügen<br />
ähnliche Ansätze hatten.
Der Masterplan wurde im Dezember 2004 unter dem Titel „Masterplan Bahnhof Wien – Europa Mitte“ vom Wiener<br />
Gemeinderat einstimmig beschlossen. Aufgrund geänderter Vorgaben des Gleisprojekts der ÖBB und unter<br />
Berücksichtigung der Ergebnisse vertiefender Planungen und Untersuchungen waren laufend Anpassungen<br />
erforderlich. Eine dieser Untersuchungen war die Prüfung des Projekts auf eine mögliche Beeinträchtigung des in der<br />
Kernzone des Weltkulturerbes liegenden Schlosses Belvedere. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf wichtige<br />
Blickachsen gelegt. So ist u. a. sichergestellt, dass keines der geplanten Hochhäuser den Blick vom Unteren zum<br />
Oberen Belvedere beeinträchtigt.<br />
Bild 2: Die Städtebauliche Entwicklung Hauptbahnhof Wien im 10. Bezirk<br />
Facts & Figures Hauptbahnhof Wien<br />
- Lage zwischen Wiedner Gürtel, Sonnwendgasse, Gudrunstraße und Arsenalstraße<br />
- 109 ha Gesamtausmaß, davon 59 ha Stadtentwicklungsgebiet und davon 8 ha Helmut‐Zilk‐Park<br />
- Gemischte Nutzung: Büros, Wohnungen, Handels‐, Dienstleistungsbetriebe, Hotel, Bildungscampus, Kindergarten<br />
- Ca. 1,2 Mio. m² Bruttogeschossfläche (über Niveau)<br />
- 550.000 m² Büroflächen, entspricht 20.000 Arbeitsplätze<br />
- 5.000 Wohneinheiten für 13.000 Menschen auf dem Gesamtareal.<br />
Öffentlicher Verkehr<br />
- Direkte Anbindungen an den Nahverkehr durch S‐Bahn‐Linien (S1, S2, S3, S5, S6, S8, S9, S15, S60, S70, S80), U‐<br />
Bahn Linie U1, Straßenbahn Linien D, O, 18, Buslinien 13A, 69A und den regionalen Busbahnhof<br />
- Tiefgarage unterhalb der Verkehrsstation mit ca. 630 PKW‐Stellplätzen, Fahrradgarage mit ca. 1.150<br />
Radabstellplätzen Behindertenstellplätze, Kiss & Ride, Taxistandplätze<br />
Weitere Facts & Figures zum Projekt finden sich auf folgender Website:<br />
http://hauptbahnhof‐wien.at/de/Presse/Publikationen/Folder/Faktenblatt_April_2012.pdf<br />
Seite 4<br />
4. Bezirk<br />
EG D<br />
10. Bezirk<br />
Schloss Belvedere<br />
Hauptbahnhof Wien<br />
Quartier Belvedere<br />
Schweizer<br />
Garten<br />
Sonnwendviertel<br />
Arsenal<br />
Aspang/<br />
Eurogate<br />
3. Bezirk<br />
St. Marx<br />
Erdberg
3 Planungsgebiet<br />
Das Planungsgebiet liegt im Sonnwendviertel, südlich der Alfred‐Adler‐Straße und nördlich der Südbahnhofbrücke,<br />
zwischen dem Helmut‐Zilk‐Park und dem Verkehrsband der Eisenbahn. Das Planungsgebiet hat eine Ausdehnung von<br />
ca. 12,2 ha inkl. Das Gebiet ist durch die „Erschließungsstraße C“, die verlängerte Laimäckergasse und die Alfred‐Adler‐<br />
Straße erschlossen.<br />
Das Planungsgebiet bestehend aus den Baufeldern C.09 bis C.15 liegt im Stadtentwicklungsgebiet Hauptbahnhof<br />
Wien; das Gebiet südlich der Alfred‐Adler‐Straße wird Sonnwendviertel bezeichnet. Der von der<br />
Stadtentwicklungskommission (STEK) akzeptierte Masterplan O sieht für dieses Areal eine kammartige Bebauung vor;<br />
die Erschließung erfolgt über die Erschließungsstraße C. Im Wesentlichen handelt es sich um eine geschlossene<br />
Bauweise zur Straße, mit zum Park ausgerichteten, privaten Grünräumen im südlichen Bereich. Die Bauklasse (BK) ist<br />
BK IV (d. h. Gebäudehöhe mindestens 12 m, höchstens 21 m), die Nutzung ist Wohnen (C.10 bis C.12) bzw. Gewerbe<br />
(C.13). Nördlich der Erschließungsstraße C ist ebenfalls eine geschlossene Bebauung entlang der Straße vorgesehen,<br />
die Bauklasse entlang der Straße ist BK IV (C.14), die zum Verkehrsband gerichteten Baufelder (C.15) haben BK II<br />
(mindestens 2,5 m, höchstens 12 m). C.14 und C.15 sind für Gewerbenutzung vorgesehen. Ein Teil der nördlichen<br />
Baufelder C.14 und C.15 verfügen über einen rechtsgültigen Flächenwidmungs‐ und Bebauungsplan. Die restlichen<br />
Flächen (C.09 bis C.13) haben eine rechtsgültige Flächenwidmung aber verfügen über keine Bebauungsbestimmungen.<br />
Bild 3: Das Planungsgebiet und das Umfeld<br />
Der Masterplan O zum Download:<br />
http://hauptbahnhof‐wien.at/de/__Teaser/__Downloads/310_MasterplanVersO_101027_aktuell_A3.pdf<br />
Seite 5
Bild 4: der Bahnknoten Wien Bild 5: Korridore des TEN<br />
Bild 8: Organisation des ÖV im Planungsgebiet<br />
Seite 6<br />
Bild 6: Das Rautendach des Hauptbahnhof Wien (Hotz/Hoffmann ●<br />
Wimmer)<br />
Bild 7: Die Bahnsteige des künftigen Bahnhofs<br />
(Hotz/Hoffmann ● Wimmer)
Bild 9: Hochhäuser im Quartier Belvedere (A.01 – Bild 10: Hochhäuser im Quartier Belvedere (B.01 – ÖBB<br />
Hotz/Hoffmann ● Wimmer) Konzernzentrale, Zechner & Zechner Architekten)<br />
Bild 11: Modellfoto Sonnwendviertel mit dem Helmut‐Zilk‐Park (8 ha)<br />
Mehr Modellfotos finden Sie auf:<br />
http://hauptbahnhof‐wien.at/de/Service/Bildergalerien/Gesamtprojekt_Hauptbahnhof_Wien/<br />
Das Originalmodell ist im bahnorama zu besichtigen. Infos dazu unter: http://hauptbahnhof‐wien.at/de/bahnorama<br />
Seite 7
Bild 12: Freiräume im Bildungscampus (C.07 ‐ PPAG Architekten) Bild 13: Modellfoto Bildungscampus (PPAG Architekten)<br />
Infos zum Bildungscampus:<br />
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/oeffentliche‐bauten/schulbauten/bildungscampus‐hauptbahnhof.html<br />
https://www.wien.gv.at/verkehr‐stadtentwicklung/ppag.html<br />
Bild 14: Geförderter Wohnbau im Sonnwendviertel Bild 15: Geförderter Wohnbau im Sonnwendviertel<br />
(Kada, Riepl Kaufman Bammer, Vlay+Streeruwitz, (Riepl Kaufman Bammer)<br />
Delugan‐Meissl, S+SArchitekten, Albert Wimmer,<br />
Geiswinkler+Geiswinkler, Hubert Riess, Blaich+Delugan)<br />
Aktuelle Baustellenfotos finden sich auf der Seite: http://hauptbahnhof‐wien.at/de/Service/Bildergalerien/<br />
Eine Übersicht über die laufenden geförderten Wohnbauprojkete findet man unter: http://www.sonnwendviertel.at/<br />
Bild 16: Blick auf den Schlosspark Belvedere Bild 17: Vogelperspektive auf das Schloss Belvedere<br />
Seite 8
Bild 18: Das 21er Haus nach seiner Eröffnung 2011 (Karl Schwanzer/ Bild 19: Hotel Daniel / ehem. Hoffmann‐La Roche (Arch.<br />
Adaptierung Krischanitz) Lippert) am Wiedner Gürtel<br />
Bild 20: Blick auf das Arsenal (Museum und Park, Kulturnutzungen) Bild 21: Blick auf die Tennisanlagen im Arsenal Wien<br />
Bild 22: Probebühnen der Wiener Staatsoper im Arsenal ( Kiskan‐ Bild 23: Wohnen im Arsenal Wien (z.B. ein Projekt von Wertinvest)<br />
Kaufmann und Venturo ZT)<br />
Seite 9
4 Gegenstand und Aufgabenstellung<br />
Gegenstand des kooperativen ExpertInnenverfahrens ist die Erarbeitung eines neuen städtebaulichen Leitbildes durch<br />
einen integrierten Stadtentwicklungsprozess im Dialog mit anderen PlanerInnen und der Jury. Im Vordergrund des<br />
Verfahrens steht die Frage nach dem Charakter und der Identität dieses Quartiers. Die Beziehung zum Umfeld spielt<br />
dabei ebenso eine Rolle, wie Bebauungs‐ und Freiraumtypologien und der Nutzungsmix innerhalb des<br />
Planungsgebiets.<br />
Ziel ist es, ein mischgenutztes, lebendiges Stadtquartier in Zentrumsnähe zu schaffen, welches über eine<br />
hervorragende Qualität an Frei‐ und Erholungsflächen, Wohn‐ und Bürostandorten und kleineren<br />
Betriebsansiedlungen verfügt. Vom städtebaulichen Leitbild soll ein Bebauungsplanentwurf zur Beurteilung durch die<br />
Stadtentwicklungskommission (STEK) abgeleitet werden..<br />
Im kooperativen ExpertInnenverfahren soll jedenfalls ein gemeinsamer, konzeptioneller Entwurfsvorschlag für das<br />
gesamte Planungsgebiet erarbeitet werden, der:<br />
� neue städtebauliche Rahmenbedingungen festlegt und die architektonische Gestaltungsqualität bewertbar<br />
macht;<br />
� unterschiedliche Nutzungen aufweist;<br />
� Freiraumqualitäten ablesbar macht;<br />
� die Flächenbeziehungen und die innere und äußere Erschließung deutlich macht;<br />
� die Erfüllung von Flächenanforderungen nachweist;<br />
� die Positionierung von qualitativ hochwertigen Wohnen entlang der Bahntrasse überprüft;<br />
� die Wirtschaftlichkeit der Bauvorhaben nachvollziehbar macht.<br />
Die Ausarbeitung erfolgt auf der Maßstabsebene 1 : 1.000 (Pläne und Einsatzmodell).<br />
Die Präzisierung der Aufgabenstellung wird im Kick‐Off‐Workshop erfolgen.<br />
5 Verfahrensart<br />
Das Verfahren wird als einstufiges kooperatives ExpertInnenverfahren mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren<br />
ausgeschrieben. Die Aufgabe des kooperativen Planungsprozesses ist die Erstellung von Grundlagen für den Entwurf<br />
des Flächenwidmungs‐ und Bebauungsplans im südlichen Bereich des Stadtentwicklungsgebiets zwischen Bahntrasse<br />
und Helmut‐Zilk‐Park.<br />
Die Kooperation und Interaktion zwischen Planern, Juroren und Beratern ist ein zentrales Anliegen dieses<br />
Planungsansatzes. Es wird kein Gewinner ermittelt und es sind keine weiterführenden Planungsaufträge beabsichtigt.<br />
Es handelt sich um kein Vergabeverfahren im Sinne des BVergG. Die Beauftragung der PlanerInnen bzw.<br />
Planungsteams mit der Teilnahme am kooperativen ExpertInnenverfahren erfolgt vorab in Direktvergaben.<br />
Der Ideenfindungs‐ und Planungsprozess wird durch moderierte Workshops kanalisiert, in denen insbesondere auch<br />
eine kollegiale Würdigung der vorgestellten Ideen und Konzepte durch die PlanerInnen bzw. Planungsteams erfolgen<br />
soll.<br />
6 Ausloberin, Vorprüfung und Verfahrensorganisation<br />
Ausloberin des kooperativen ExpertInnenverfahrens:<br />
ÖBB Immobilienmanagement GmbH<br />
Nordbahnstraße 50 /2. Stock/Zi.008.c<br />
A‐1020 Wien<br />
Seite 10
Koordination, Verfahrensorganisation und Vorprüfung:<br />
ÖBB Immobilienmanagement GmbH<br />
DI Roland KREBS MBA<br />
Nordbahnstraße 50 /2. Stock/Zi.008.c<br />
A‐1020 Wien<br />
mail: roland.krebs@oebb.at<br />
M: +43 664 617 6471<br />
in Zusammenarbeit mit<br />
next‐pm ZT GmbH<br />
Arch. DI Günther STEFAN<br />
Spiegelgasse 10/5<br />
A‐1010 Wien<br />
7 Jury und Beratungsgremium<br />
Zusammensetzung der Jury:<br />
� Arch. Dipl.‐Ing. Kinayeh GEISWINKLER; Ersatz: Arch. Dipl.‐Ing. Ernst BENEDER<br />
� Arch. Mag. arch. Thomas FORSTHUBER; Ersatz: Arch. Dipl.‐Ing. Thomas MOSER<br />
� Dr. Reinhard SEISS; Ersatz: Prof. Dipl.‐Ing. Sybilla ZECH<br />
� Arch. Dipl.‐Ing. Albert WIMMER; Ersatz: Arch. Dipl.‐Ing. Christopher LOTTERSBERGER<br />
� Univ.‐Prof. Arch. Dr. Erich RAITH, TU Wien; Ersatz: Arch. Dr. Markus TOMASELLI, TU Wien<br />
� Dr. Christoph CHORHERR, Politik; Ersatz: Dr. Jennifer KICKERT, Politik<br />
� Hermine MOSPOINTNER, Bezirk; Ersatz: Josef KAINDL, Bezirk<br />
� Dipl.‐Ing. Christoph HRNCIR, MA 21B; Ersatz: Dipl.‐Ing. Andreas PFLEGER, MA 21B<br />
� Dipl.‐Ing. Robert BUCHNER, ÖBB Immobilien; Ersatz: Dipl.‐Ing. Roland KREBS MBA, ÖBB‐Immobilien<br />
BeraterInnen der Jury (ohne Stimmrecht):<br />
� Dipl.‐Ing. Günther STOCKER, Snizek ZT (Verkehrsplaner)<br />
� Prof. Arch. Dipl.‐Ing. Maria AUBÖCK (Landschaftsplanerin)<br />
� Arch. Dipl.‐Ing. Elke ECKERSTORFER, Gebietsbetreuung 10. Bezirk<br />
� Dr. Robert KORAB, Raum‐ und Kommunikation<br />
� Mag. Herwig KRAEMER, ONZ & ONZ Rechtsanwälte<br />
� NN, MA 50 Referat Wohnbauforschung und internationale Beziehungen<br />
� NN, MA 28 Straßenverwaltung und Straßenbau<br />
� NN, MA 42 Wiener Stadtgärten<br />
� NN, MA 29 Wiener Brückenbau und Grundbau<br />
� Dipl.‐Ing. Judith ENGEL, ÖBB‐Infrastruktur<br />
� Dipl.‐Ing. Andrea FAAST, Wirtschaftskammer Wien<br />
� Mag. Andrea JÄGER, Fonds Soziales Wien<br />
� Hinweis auf mögliche Änderungen bzw. Ergänzungen hinzufügen<br />
Änderungen bzw. gegebenenfalls Ergänzungen im Beraterteam sind möglich.<br />
Seite 11
8 Bewerbungsverfahren<br />
8.1<br />
Seite 12<br />
Bewerbung<br />
Die Bewerbung muss mit deutlich sichtbarem Absender sowie dem Vermerk „Bewerbung – kooperatives<br />
ExpertInnenverfahren Leben am Helmut‐Zilk‐Park“ in einem verschlossenen Kuvert bis spätestens<br />
Dienstag, 26. Juni 2012 ‐ 12:00 Uhr<br />
bei<br />
ÖBB Immobilienmanagement GmbH<br />
DI Roland KREBS MBA<br />
Nordbahnstraße 50 /2. Stock/Zi.008.c<br />
A‐1020 Wien<br />
einlangen.<br />
Die Bewerbung hat zu enthalten:<br />
8.2<br />
� Formblatt Bewerbungsbogen mit Unternehmens‐ und Kontaktdaten. Das Formblatt „Bewerbungsbogen“ ist<br />
zwingend zu verwenden.<br />
� Nachweis der Berufsberechtigung<br />
� Ideenkonzept (1‐2 A3‐Blätter)<br />
� Büropräsentation (1‐2 A3‐Blätter)<br />
� Datenträger (CD, DVD oder USB‐Datenstick) mit der vollständigen Bewerbung als PDF<br />
Ideenkonzept<br />
Die BewerberIn bzw. das Team soll die Entwicklung eines zukunftsweisenden urbanen Szenarios für das<br />
Planungsgebiet aufzeigen. Aus diesem Szenario soll der Lösungszugang der Bewerberin zu folgenden Fragestellungen<br />
für die Jury erkennbar sein:<br />
� Welchen Charakter hat das Quartier und welche Beziehung hat es zum Helmut‐Zilk‐Park, dem<br />
Sonnwendviertel, den historischen Stadtvierteln des 10. Bezirk und dem Arsenal?<br />
� Welche sind die wesentlichen Potentiale des Planungsgebiets und wie können diese zur Schaffung von<br />
Identität beitragen?<br />
� Haltung zu Bebauungs‐ / Freiraumtypologien und Nutzungsmix innerhalb des Planungsgebiets?<br />
� Wie wird mit Barrieren umgegangen?<br />
Das Ideenkonzept ist auf max. 2 Blätter im Format A3 einzureichen. Die Darstellung ist den BewerberInnen bzw.<br />
Teams freigestellt (Texte, Handskizzen, …).<br />
8.3<br />
Büropräsentation<br />
Die Büropräsentation auf max. 2 Blätter im Format A3 soll die für die Aufgabenstellung relevanten Referenzen bzw.<br />
das Portfolio der Bewerberin bzw. Teams darstellen. Es können hier z.B. Wettbewerbsarbeiten, realisierte Projekte<br />
und Studien etc. vorgestellt werden.<br />
8.4<br />
Auswahlkriterien<br />
Die Jury wird nach folgenden Kriterien die Auswahl der PlanerInnen bzw. der Planungsteams für das Hearing<br />
vornehmen:<br />
� Konzeptionelle Potentiale des skizzierten Szenarios;<br />
� Plausibilität und die Erfolgsaussichten des vorgeschlagenen Ideenkonzepts;<br />
� Innovation in der Lösung von städtebaulichen Aufgabenstellungen;<br />
� Bewertung des Portfolios hinsichtlich der Relevanz für die gegenständliche Aufgabenstellung;
8.5<br />
Seite 13<br />
Das Hearing<br />
Die Jury wählt aus den eingereichten Bewerbungen bis zu 15 BewerberInnen für ein Hearing aus. Im Hearing erfolgt<br />
die Auswahl von 4 bis 6 PlanerInnen bzw. Planungsteams für die Teilnahme am kooperativen ExpertInnenverfahren.<br />
Das Hearing findet am Dienstag, 3. Juli 2012 in der Zeit von 09:00 – 13:00 Uhr statt. Der Ort des Hearing wird<br />
gesondert bekanntgegeben.<br />
Die ausgewählten PlanerInnen bzw. Planungsteams werden eingeladen, das eingereichte Ideenkonzept bzw. das<br />
Entwicklungsszenario vor der Jury zu präsentieren. Dazu steht ein Beamer und Computer zur Verfügung. Zeitbudget<br />
pro BewerberIn bzw. Team ist auf 15 min inkl. Fragestellungen durch die Jury beschränkt. Die Präsentation ist im<br />
Format PDF auf einem Datenstick mitzunehmen.<br />
8.6<br />
Auswahl der PlannerInnen bzw. Planungsteams<br />
Die Bekanntgabe der definitiv ausgewählten PlanerInnen bzw. Planungsteams erfolgt zeitnah nach dem Hearing<br />
telefonisch. Bitte beachten Sie, dass am selben Tag bereits der „Kick‐Off“ Workshop stattfindet. Wir bitten daher um<br />
Freimachung eines gewissen Zeitbudgets.<br />
8.7<br />
Teilnahmeberechtigung<br />
Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen sowie Teilnahmegemeinschaften, die zur Erbringung der<br />
gegenständlichen Leistungen berechtigt sind (dh. ZiviltechnikerInnen mit aufrechter oder ruhender Befugnis der<br />
Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Landschaftsplanung/Landschaftspflege, Raumplanung/ Raumordnung oder<br />
Gewerbeberechtigte), auf die kein Ausschlussgrund gemäß Bundesvergabegesetz zutrifft und die in keinem<br />
beruflichen Abhängigkeitsverhältnis zu Mitgliedern der Jury stehen.<br />
Der Zusammenschluss mit einem oder mehreren anderen Fachplanern zu einem interdisziplinären Planungsteam (z.B.<br />
Einzelpersonen, Büros etc.) zu einer Arbeitsgemeinschaft ist möglich. Eine Arbeits‐/Bewerbergemeinschaft ist<br />
verpflichtet, eindeutig jene Person, jenes Büro etc. zu nennen, die von den PartnerInnen als KonsortialführerIn<br />
bestimmt wurde. Eine Arbeitsgemeinschaft darf nur eine Bewerbung einreichen. Mehrfachbeteiligungen (auch<br />
einzelner Mitarbeiter) sind ausgeschlossen.<br />
9 Vorschau auf den Ablauf des kooperativen ExpertInnenverfahrens<br />
Im Folgenden finden sich die grundsätzlichen Überlegungen zum Verfahrensablauf und die voraussichtlichen Termine.<br />
Die Jury behält sich vor, das Verfahren nach Erfordernis zu modifizieren.<br />
Workshop 1 – Kick‐Off<br />
Dienstag, 03.07.2012, 16:00 – 18:00 Uhr PlanerInnen‐Workshop “Kick‐Off”<br />
Workshop 2 – „allgemeine Entwicklungsvarianten“<br />
Ziel: Information über Aufgabenstellung und städtebauliche<br />
Rahmenbedingungen. Die Jury informiert die PlanerInnen über die<br />
konkrete Aufgabenstellung und inhaltlichen Rahmenbedingungen des<br />
Kooperativen Expternverfahrens.<br />
Freitag, 31.08.2012, 09:00 – 14:00 Uhr PlanerInnen‐Workshop „allgemeine Entwicklungsvarianten“<br />
Ziel: Entscheidung über die prinzipielle Ausrichtung
Workshop 3 – „allgemeine Entwicklungsvarianten“<br />
Mittwoch, 26.09.2012, 12:00 Uhr Einreichung der Planungskonzepte zur Vorprüfung bei der Ausloberin.<br />
Montag, 01.10.2012, 13:00 – 17:30 Uhr PlanerInnen‐Workshop „städtebauliche Entwicklungsszenarien<br />
Workshop 4 – „städtebauliche Leitidee“<br />
Seite 14<br />
Ziel: Entscheidung über die prinzipielle Ausrichtung, ggf. die<br />
Differenzierung des Planungsgebiets und/oder Bildung von Teams, die<br />
weiteren Verfahrensschritte<br />
Freitag, 19.10.2012, 12:00 Uhr Einreichung der Projekte zur Vorprüfung bei der Ausloberin.<br />
Mittwoch, 24.10.2012, 13:00 – 17:30 Uhr PlanerInnen‐Workshop „städtebauliche Leitidee”<br />
10 Vergütung<br />
Ziel: Entscheidung über die prinzipielle Ausrichtung, ggf. die<br />
Differenzierung des Planungsgebiets und/oder Bildung von Teams, die<br />
weiteren Verfahrensschritte<br />
Die Vergütung ist abhängig von der Anzahl der zur Teilnahme ausgewählten PlanerInnen bzw. Planungsteams (vier bis<br />
sechs Teams). Insgesamt stehen netto EUR 100.000 Euro zur Verfügung, die zu gleichen Teilen auf die teilnehmenden<br />
PlanerInnen bzw. Planungsteams aufgeteilt werden.<br />
Die PlanerInnen bzw. Planungsteams sind zur Rechnungslegung nach Abschluss des Verfahrens berechtigt.<br />
11 Rückfragemöglichkeit<br />
Bei Unklarheiten in Hinblick auf die Bewerbung bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem Verfahrenskoordinator:<br />
ÖBB Immobilienmanagement GmbH<br />
DI Roland KREBS MBA<br />
Nordbahnstraße 50 /2. Stock/Zi.008.c<br />
A‐1020 Wien<br />
Mail: roland.krebs@oebb.at<br />
M: +43 664 617 6471<br />
12 Sonstige Verfahrensbedingungen<br />
Die PlanerInnen bzw. Planungsteams verpflichten sich, den Empfehlungen der Jury Folge zu leisten.<br />
Verfahrenssprache: Das kooperative ExpertInnenverfahren, die Bewerbung und Workshops werden ausschließlich in<br />
deutscher Sprache durchgeführt.<br />
Urheberrechte: Das sachliche Eigentumsrecht an den Plänen, Modellen und sonstigen Ausarbeitungen liegt bei der<br />
Ausloberin. Die PlanerInnen bzw. Planungsteams behalten das geistige Eigentum an den Projekten.<br />
Erstveröffentlichung: Nur die Ausloberin ist zur Erst‐Veröffentlichung berechtigt. Es ist beabsichtigt, die Erst‐<br />
veröffentlich spätestens 8 Wochen nach Abschluss des Verfahrens vorzunehmen.