Gesundheit - Netzwerk Gesunde Gemeinde - Land Oberösterreich

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Gesundheit - Netzwerk Gesunde Gemeinde - Land Oberösterreich

Gesunde Gemeinde

Gesundheits LAND

OBERÖSTERREICH

Ausgabe 2 – Mai 09

Eine Information

für Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

im Netzwerk

Gesunde Gemeinde


Inhalt

Sinnliche Gesundheitsvorsorge 3-4

Termine 4

Oberösterreich ist für schwierige

Zeiten gut gewappnet 5

Diabetes gut im Griff 5

Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter 6

Qualitätssicherung in

Gesunden Gemeinden 7

Genuss- und Bewegungsentdecker 8

Stimme – Ausdruck unserer

Persönlichkeit 9

Gesundheitsförderungspreis 2009/

Bezirkssieger 10-17

Sonderpreis 2009 18-21

Gesunde Küche –

Tagesheimstätte Unterweißenbach 22-23

Rezepttipp 23

Neu ausgezeichnete

Gesunde Küche“-Betriebe 23

Ortstafelverleihungen 24-25

Aktuelles 26

Treffpunkt Arbeitskreis SE-KI 27

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in den Gesunden Gemeinden!

Unsere Vorbereitungen für die Einführung des Qualitätszertifikats

Gesunde Gemeinde gehen in die Endphase.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen

Gemeinden, die uns dabei unterstützen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Konzeptes

haben vor allem die 17 Pilotgemeinden geleistet, aber

auch alle Gemeinden, die ihre Aktivitäten in die für das

Qualitätszertifikat adaptierte Web-Anwendung eingeben.

Bei Eintragungen der Veranstaltungen durch die Gesunden

Gemeinden haben sich viele Fragen zur Zuordnung

im Punkteschema des Qualitätszertifikats ergeben. Die

Beantwortung dieser Fragen hat in vielen Fällen zu einer

Präzisierung der Arbeitsunterlagen geführt. Wir bedanken

uns für die vielen Anregungen, die über die Regionalbetreuung

an uns herangetragen wurden.

Die eine oder andere Änderung wird im Konzept noch

erforderlich sein, ehe ab 1. Jänner 2010 das endgültige

Konzept fertiggestellt ist.

Wir freuen uns, dass sich bis Ende April – 8 Monate vor

Start des Qualitätszertifikats – bereits fast 50 Gemeinden

zur Teilnahme im Zertifizierungszeitraum 2010–2012

entschlossen haben. Viele weitere Gemeinden haben für

die nächsten Monate die Abgabe ihrer Beitrittserklärung

angekündigt. Die aktuelle Liste der teilnehmenden

Gemeinden finden Sie auf unserer Homepage.

Die Einführung des Qualitätszertifikats ist ein wesentlicher

Schritt zur Weiterentwicklung des Netzwerks

Gesunde Gemeinde. Gemeinden, die an qualitativer

Gesundheitsförderung interessiert sind, steht nunmehr

mit dem Qualitätszertifikat eine wirksame Unterstützung

zur Verfügung. Die Erkenntnisse fließen natürlich in das

Gesamtkonzept Gesunde Gemeinde ein, sodass alle

Gesunden Gemeinden an dieser Entwicklung profitieren.

Das erste Halbjahr 2009 war wieder reich an Aktivitäten

im Netzwerk Gesunde Gemeinde, erfreulicherweise vielfach

zu unserem Jahresschwerpunkt „Mit allen Sinnen“.

Zu Beginn der Urlaubszeit wünsche ich Ihnen ein gutes

Gelingen der Ferienprogramme in den Gesunden

Gemeinden und erholsame Urlaubstage.

Dr. Heinrich Gmeiner

Leiter des Netzwerks

Gesunde Gemeinde

Editorial

Fotoquelle: Seite 1 + 28: ©OÖ.Werbung/Popp, Seite 2: Land OÖ, Seite 3: Land OÖ/Dedl, Seite 4: Land OÖ/Kraml, Seite 5: Privat, Land OÖ,

Seite 6: Land OÖ/Linschinger, Seite 7: Privat, Seite 8: Pixelio, Privat, Seite 9: Fotostudio Hirnschrodt, Pixelio, Ried i.I., Seite 10-21: Privat,

Seite 15: Pfarre Zell/Pram, Seite 22: Land OÖ/Pichler, Seite 23: Land OÖ/Pichler, Johannes Kaltenberger, Seite 24-25: Privat, Seite 27: Privat.

2 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


Sinnliche Gesundheitsvorsorge

Die Sinne stehen heuer im Mittelpunkt der Aktivitäten

der Gesunden Gemeinden. „Und wir erleben in den

Programmen einen sehr kreativen Umgang mit dem

Thema. Gerade weil die Sinne das ganze Spektrum

des Erlebens eines Menschen ausmachen, entwi -

ckeln sich die vielen Veranstaltungen so bunt“, freut

sich Gesundheits-Landesrätin Dr. in Silvia Stöger.

Unsere Lebensqualität steht in engem Zusammenhang

mit unseren Sinnen. Die intensive Aufmerksamkeit

auf Sehen, Hören, Riechen, Schmecken,

Tasten rückt uns das wieder in das Bewusstsein.

Etwas schmecken, ohne es zu sehen, etwas hören

und sich dabei ganz auf das Gefühl konzentrieren,

etwas riechen und dabei etwas Besonderes hören, ...

Die Sinne helfen uns festzustellen,

was unserem Körper gut

tut, was ihn fördert und was ihn nährt.

Nahrung ist nicht nur Essen und Trinken.

Die Musik, die Welt der Klänge

spielt dabei auch eine enorme Rolle.

So langsam werden wir auch wieder

offen für das Potenzial, das uns unsere

Nase bietet. Berührungen können

sehr heilsam sein. Wir spüren, welche

Kraft uns nach einem frischen,

wertvollen Essen zur Verfügung

steht, im Gegensatz zu industriell

erstellten Mahlzeiten.

Die Sinne ermöglichen uns die Fähigkeit,

in allen Situationen rasch zu

erkennen, ob eine Gefahr für uns

besteht. Sie machen es möglich,

dass wir unsere Lage einschätzen

können.

Großes Fest der Sinne in

Wels am 6. Juni

Für unsere Gesundheit ist die Pflege

und der Schutz der fünf Sinne sehr

wichtig. Bei dem großen „Fest der

Sinne“ in Wels am Samstag, 6. Juni,

bieten sich bei 50 Programmpunkten

viele Möglichkeiten, sich zu spüren,

die Sinne zu testen und sich für das

eigene Erleben der Welt ganz neue

Anregungen zu holen. Denn was man

intensiv über die Sinne erlebt hat und

positiv verknüpft, bleibt und regt zu

Neuem, zu Verbesserungen und

Weiterentwicklung an. „Ein so vielseitiges

Programm zu diesem Thema

hat es in Oberösterreich noch nicht

gegeben“, betont Stöger.

Bei freiem Eintritt

erlebt man

SINNliches

Essen, SIN-

Nes-Schulungen,

SINNbringende Workshops und

SINNvolle Worte und Klänge. Einige

Highlights sind das Essen im Dunkeln,

das audiovisuelle Wahrnehmungstraining

mit Klaus Landauf

(Mentaltrainer österreichischer Spitzensportler),

die Sinnesstraße, die

Schwingungsmessung nach Klangproben,

die Geschmacksschule, und

das Medizinmuseum. Das Mitmachen

steht im Vordergrund bei Workshops

wie z.B. Sinn und Sinnlichkeit, die

duftende Hausapotheke, bei der Malund

Gestalttherapie, der Relax-Lounge,

Stress – Burn Out – Angst u.v.m.

Sieben Bezirksveranstaltungen

„Fest der Sinne“

Als Dankeschön für die Arbeit in den

Gesunden Gemeinden finden in

Ried/Innkreis, Enns, Steyr, Vöcklabruck

(wegen Ortstafeleinweihung

öffentliche Veranstaltung), Bad Hall,

Braunau und Kirchdorf eigens für die

ArbeitskreisleiterInnen und BürgermeisterInnen

„Feste der Sinne“ satt.

Der Programmumfang ist individuell.

Jedoch sind folgende Programmpunkte

in jedem Ort fix dabei:

Sinnesstraße SINN-voll:

Verschiedene Stationen laden ein,

die Sinne spielerisch zu entdecken.

An und mit unterschiedlichen Geräten

werden die Sinne geweckt und

Stadträtin Silvia Huber (links) und Landesrätin Silvia Stöger

laden ein zum „Fest der Sinne“, bei dem auf vielfältige

Weise die Sinne geweckt werden sollen.

diverse Fähigkeiten, wie z.B. Auge-

Hand-Koordination, räumliches Denken

u.v.m. geschult.

Geschmacksschule –

Genießen mit allen Sinnen:

Praktisches Erleben von Gemüse mit

allen Sinnen an einem aktiven Infostand.

Die Seminarbäuerin wird mit

den TeilnehmerInnen verschiedene

saisonale Gemüsesorten genüsslich

und sinnlich verkosten.

Medizinmuseum – Sinne medizinisch

entdecken:

Früherkennung von Sehstörungen,

Lärmbelastung des Ohres, Gerüche

erkennen, Tastsinn – was spüren

Sie? Aktiv ausprobieren mit ÄrztInnen,

MTA und der Ausstellung des

Medizinmuseums OÖ.

Duftende Moleküle –

riech mal!

Riechexperimente, Ölquiz mit Speiseölen

und sanft entspannende Aroma-Handstreichungen

mit ätherischen

Ölen.

Audiovisuelles Wahrnehmungstraining

wie österreichische

Skispringer:

(außer in Enns!) Ein Wahrnehmungs -

training aller Sinne in einer entspannten

Atmosphäre. Stressmanagement

und Entspannung pur.

Gesunde Gemeinde aktuell 3




„Blind Dinner“:

Essen im Dunkeln mit anschließender

Reflexion. Durchgeführt von blinden

KellnerInnen und BetreuerInnen

des OÖ Blinden- und Sehbehindertenverbands.

Dazu kommen je nach Ort verschiedene

Workshops, z.B. Aromawork -

shops (Sommer-Sonnenpflege, Ätherische

Hausapotheke für die Seele,

Kinderduftworkshop), Sinn und Sinnlichkeit,

Nähe und Distanz, Perspektivenwechsel,

Buntes Programm der

SchülerInnen und Kindergartenkinder,

Klangstraße, Kabarett „Glück“,

Musikvorführungen der Landesmusikschule

und einige lokale Angebote.

Willkommen in der Gesunden Gemeinde

TERMIN ORT VERANSTALTUNGSORT

26.06.2009

14:00-19:00

Ried AK Ried

03.07.2009

10:00-17:00

Inkl. Ortstafelverleihung

Vöcklabruck Landesmusikschule & Park

10.07.2009

14:00-19:00

Bad Hall Kurpark

17.07.2009 Braunau TAU-KOLLEG,

14:00-19:00 Krankenpflegeschule

24.07.2009

14:00-19:00

Steyr Stadtsaal

21.08.2009 Kirchdorf LMS im

14:00-19:00 Schloss Neupernstein

18.09.2009

14:00-19:00

Enns Schloss Ennsegg

Freier Eintritt beim „Fest der Sinne“ am Samstag, 6. Juni 2009,

09:00 bis 17:00 Uhr, Stadthalle Wels.

Mehr Infos unter www.pga.at oder Telefon 0732 / 77 12 00 -46.

Einführungsseminar für neue Arbeitskreisleiterinnen und Arbeitskreisleiter

Freitag, 18. September 2009, 14:30 – 19:00 Uhr

LandesDienstleistungsZentrum, Linz

Eine Einladung ergeht direkt an die Zielgruppe.

Bezirkstreffen 2009

Wir laden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gesunden Gemeinden sehr herzlich zu

unseren Bezirkstreffen ein!

Bezirk Braunau

Dienstag, 29. September

Naturschule, St. Veit

Bezirk Eferding

Donnerstag, 5. November

Stroheim

Bezirk Freistadt

Donnerstag, 22. Oktober

Musikschule, Lasberg

Bezirk Gmunden

Mittwoch, 14. Oktober

Gasthaus Sibermair, St. Konrad

Bezirk Grieskirchen

Mittwoch, 28. Oktober

Gasthaus Urtlhof-Peham, Peuerbach

Bezirk Kirchdorf

Donnerstag, 29. Oktober

Gemeindeamt, Roßleithen

Bezirk Linz-Land

Dienstag, 13. Oktober

Gasthaus Luger, St. Marien

Bezirk Perg

Donnerstag, 22. Oktober

Pfarrheim, Arbing

Bezirk Ried i. Innkreis

Donnerstag, 1. Oktober

Gemeindeamt, Geinberg

Bezirk Rohrbach

Dienstag, 3. November

Kulturhaus, Aigen

Bezirk Schärding

Donnerstag, 12. November

Dorfwirt, Dorf an der Pram

Bezirk Steyr-Land

Dienstag, 20. Oktober

Bezirksalten- und Pflegeheim, Sierning

Bezirk Urfahr-Umgebung

Dienstag, 6. Oktober

Veranstaltungszentrum Gramaphon, Gramastetten

Bezirk Vöcklabruck

Donnerstag, 5. November

Gasthaus Grüner Baum, Vöcklamarkt

Bezirk Wels-Land

Donnerstag, 15. Oktober

Hauptschule, Buchkirchen

4 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

Oberösterreich ist für

schwierige Zeiten gut gewappnet

Oberösterreichs Landesfinanzen sind gut aufgestellt

für schwierige Zeiten – der Rechnungsabschluss

2008 hat gezeigt, dass das Land auch im Vorjahr seinen

Haushalt ohne Neuverschuldung abschließen konnte –

und das zum 13. Mal in Folge! Die Investitionsausgaben

lagen 2008 auf hohem Niveau, nämlich bei 20,67 Prozent,

das sind in Zahlen ausgedrückt rund 887 Millionen Euro.

Eine Extra-Unterstützung gab es für die oberösterreichischen

Gemeinden: Sie konnten durch die erneute Senkung

der Landesumlage auf 6,5 % entlastet werden, das

Land OÖ hat damit zugunsten der Gemeinden auf Einnahmen

in der Höhe von 8,7 Millionen Euro verzichtet,

was diesen direkt zugute kommt.

Die aktuelle Wirtschaftskrise ist nicht wegzuleugnen,

gerade deswegen wurde ein Bündel an Maßnahmen

geschnürt, das insbesondere die regionale Wirtschaft

Diabetes gut im Griff

Eine Initiative von Land OÖ und OÖGKK

in Kooperation mit der OÖ Ärztekammer.

Projekt „Strukturierte Betreuung für

TYP 2-Diabetiker“ bietet wirksame Hilfe in OÖ

Das oberösterreichische Langzeitprogramm für Typ 2-DiabetikerInnen ist eine wirksame Hilfe für PatientInnen,

die an dieser Erkrankung leiden – oft lange Jahre. Das Programm umfasst eine intensive ärztliche Betreuung und

eine informative Schulung, die sie dabei unterstützen, im täglichen Leben mit Diabetes umgehen zu können.

Was ist „Diabetes mellitus?“

„Diabetes“, so die Kurzform, auch bekannt als „Zuckerkrankheit“,

ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die

gekennzeichnet ist durch dauernde Erhöhung der Blut -

zuckerkonzentration.

Warum ist eine regelmäßige Betreuung so

wichtig?

Diabetes selbst „tut lange Zeit nicht weh“, wird die Erkrankung

aber über einen längeren Zeitraum nicht behandelt,

führt dies zu irreparablen Schäden.

Das sind zum Beispiel:

• Schlaganfall • Blindheit

• Herzinfarkt • Nierenversagen

• Amputation • „Diabetiker-Fuß“

Folgeschäden können heutzutage durch eine gute ärztliche

Therapie sowie durch aktive Mitarbeit des Patienten/der

Patientin weitgehend vermieden werden.

Welche Inhalte bietet das Programm?

• Periodische (vierteljährliche) Untersuchungen zur Kontrolle

des Krankheitsverlaufs

• Gemeinsam vereinbarte Behandlungsziele zwischen Arzt/

Ärztin und Patient/Patientin zum Schutz vor Folgeschäden

• Informationen über den Umgang mit der Erkrankung

ankurbeln soll. Beispielsweise

werden die Ausgaben

für Landesinvestitionen

sowie Forschung und

Entwicklung steigen, bei

den Ordensspitälern werden

Investitionen vorgezogen,

das Bauprogramm

bei Pflichtschulen wird

beschleunigt und noch viele

andere Maßnahmen

mehr sollen dazu beitragen,

dass das wichtigste

Ziel erreicht werden kann: Arbeitsplätze zu sichern und zu

schaffen sowie die hohe Lebensqualität in unserem

Bundesland zu erhalten.

• Schulung (Wissenswertes über Diabetes, Ernährung,

Bewegung sowie Möglichkeiten der Selbstkontrolle)

Wo kann dieses Angebot in Anspruch

genommen werden?

Bei allen am Diabetes-Projekt teilnehmenden AllgemeinmedizinerInnen

und FachärztInnen für Innere Medizin in

ganz Oberösterreich. Eine Auflistung der teilnehmenden

ÄrztInnen finden Sie auf der Homepage der OÖGKK unter:

www.ooegkk.at > Service > Diabetesbetreuung.

Nützen Sie das Angebot!

Die Diabetes-Betreuung orientiert sich an internationalen

Qualitätskriterien zur Vermeidung und Reduktion krankheitsbedingter

Komplikationen verursacht durch Diabetes

Mellitus. Gefährliche Folgeerkrankungen sollen so systematisch

reduziert werden.

Weitere Informationen:

OÖ Gebietskrankenkasse, Frau Sabine Hackl

Tel. 05 / 78 07 – 10 48 15

E-Mail: sabine.hackl@ooegkk.at

Gesunde Gemeinde aktuell 5


hrung

Ehrung langjähriger

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Um dem Dank und der Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Gesundheitsförderung in den Gesunden

Gemeinden Ausdruck zu verleihen, wurden am 6. März 09 im Anschluss an die Preisverleihung des Gesundheitsförderungspreises

in den Redoutensälen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt.

Landesrätin Dr. in Silvia Stöger zeichnete im feierlichen

Rahmen Arbeitskreisleiterinnen und Arbeitskreisleiter,

die mindestens 10 Jahre in ihrer Gesunden Gemeinde

ehrenamtlich tätig sind, aus.

Für mehr als 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit:

Für mehr als 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit:

• LAbg. Erich Pilsner, St. Marienkirchen • Maria Ruhsam, Neumarkt im Mühlkreis

• Renate Riener, Gramastetten • Dr. Georg Witzmann, Neumarkt im Mühlkreis

• Dr. Johann Reiter, Gramastetten

LR in Dr. in Silvia Stöger, LAbg. Erich Pilsner und

Bgm. Ing. Josef Dopler, St. Marienkirchen, Dr. in

Renate Priglinger

6 Gesunde Gemeinde aktuell

Folgende Personen erhielten eine Urkunde und ein

Geschenk als Anerkennung ihrer Leistung:

• Bgm. Rudolf Kehrer, Niederkappel • Dr. Otto Pjeta, Steinerkirchen an der Traun

• GV Gertrude Kellerer-Pirklbauer, Aigen im Mühlkreis • Dr. Urban Schneeweiß, Maria Neustift

• GV Alfred Narovnigg, Asten • Gerlinde Tucho, Lasberg

Dr. in Bettina Blanka, Maria Ruhsam und Dr. Georg

Witzmann, Neumarkt i. M., LR in Dr. in Silvia Stöger

LR in Dr. in Silvia Stöger,

Vzbgm. Martin Buchgeher,

Renate Riener und Dr.

Johann Reiter, Gramastetten


ualität

Qualitätssicherung (QS)

in Gesunden Gemeinden

In der kommunalen Gesundheitsförderung soll wie in anderen Bereichen des

Gesundheitswesens Qualitätssicherung (im Sinne der ISO-Norm 9000) eingeführt

werden. Das ist das Ziel des Qualitätszertifikats Gesunde Gemeinde, das ab Jänner

2009 im Netzwerk Gesunde Gemeinde eingeführt wird.

Was ist ein Qualitätszertifikat? (QZ)

Allgemein gesprochen, ist ein QZ ein Gütesiegel, mit dem

Ziel, die Transparenz und Qualität von Angeboten zu erhöhen

sowie deren Weiterentwicklung zu fördern. Damit sollen

Gesunde Gemeinden ausgezeichnet werden, die vorgegebene

Qualitätskriterien erfüllen.

Entscheidend ist beispielsweise, dass nicht nur Aktivitäten

angeboten werden, sondern diese auch die entsprechende

Qualität in der Durchführung aufweisen, um die Ziele

kommunaler Gesundheitsförderung zu erreichen.

Im Vordergrund stehen beim QZ daher nicht nur die strukturellen

Gegebenheiten, sondern die Art und Weise, wie

Ressourcen genutzt werden, welche Schwerpunkt-Themen

und -Programme des Landes OÖ aufgegriffen werden

und wie die Durchführung erfolgt.

Neben der Qualität der Angebote beurteilt das QZ u.a.

auch, wie weit diese eine entsprechende Kontinuität aufweisen,

wie hoch der zeitliche Aufwand für die Arbeitskreise

ist und wie weit damit eine Stärkung des Netzwerks

(Beitrag zum OÖ Netzwerk Gesunde Gemeinde) erfolgt.

Mit dem QZ soll die bereits bestehende Qualität in Gesunden

Gemeinden auch nach außen sichtbar gemacht werden

sowie ein Anreiz für weitere Verbesserungen der Qualität

Gesunder Gemeinden gesetzt werden.

Wie ist Qualität im Gesundheitssystem

definiert?

Eine praktikable Definition von "Qualität" enthält das österreichische

Gesundheitsqualitätsgesetz 2005 (GQG 2005):

„Qualität betrifft die Relation zwischen definierten Idealen

(Anm.d.Verf.: z.B. vorgegebenen Qualitätskriterien) und

der tatsächlichen Realisierung einer Leistung“.

Die Frage nach Qualität stellt sich bereits im Planungsund

Umsetzungsstadium und umfasst unterschiedliche

Ebenen:

Strukturqualität bezieht sich auf strukturelle Voraussetzungen

wie Ressourcen, Ausstattung, qualifiziertes Personal

etc.

Die Prozessqualität bezieht sich auf die Frage, welche

Abläufe für die Umsetzung (qualitativer Gesundheitsförderung)

zielführend sind, wie beispielsweise regelmäßige

Sitzungen, Einbeziehen der betreffenden Zielgruppe in die

Planung, etc. und schließlich die Ergebnisqualität, die ei -

nerseits aufzeigt, was für die Zielgruppe erreicht werden

konnte und andererseits danach bewertet wird, ob Maßnahmen/Aktivitäten

nach vordefinierten Q-Kriterien umgesetzt

werden konnten.

Struktur- und Prozessqualität bilden die Basis dafür, dass

eine angestrebte Ergebnisqualität erreicht werden kann.

In Gesunden Gemeinden definiert sich die Ergebnis -

qualität entsprechend den initiierten und umgesetzten

Aktivitäten unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien.

Entwicklung des QZ

Methodisch wurde in der Weise vorgegangen, dass eine

Arbeitsgruppe mit Expertenbeirat Qualitäts-Kriterien nach

den Zielvorgaben des Netzwerks Gesunde Gemeinde entwickelt

hat.

In einer dreijährigen Pilotphase wurde das Konzept in 17

Pilotgemeinden erprobt, die Verbesserungspotenziale

werden zurzeit in das endgültige Konzept für den Zertifizierungszeitraum

2010 bis 2012 eingearbeitet.

Mit diesem QZ wird ein wesentliches Zeichen auch über

die Grenzen OÖ hinaus gesetzt. Gleichzeitig leistet das

QZ einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Öster -

reichischen Qualitätsgesetzes (179. Gesundheitsreformgesetz

2005 Art. 9), das für alle gesundheitsrelevanten

Bereiche Qualitäts-Bemühungen vorsieht.

Reli Mechtler, Leiterin der Abteilung Gesundheitssystem -

forschung, Universität Linz

Bereits fast 50 Gemeinden haben sich zur Teilnahme

am QZ im Zertifizierungszeitraum 2010 bis 2012

entschlossen. Eine aktuelle Liste wird auf unserer

Homepage geführt. Die Gemeinden mit Stand 18.05.09

finden Sie auch auf Seite 26 dieser Ausgabe.

Gesunde Gemeinde aktuell 7


Genuss- und Bewegungsentdecker

Gesunde Kinder für die Zukunft – ein Projekt für 3- bis 6-Jährige!

Die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Gesundheit startet in Kooperation mit der

Direktion Bildung und Gesellschaft und dem Fonds Gesundes Österreich im Bezirk Rohrbach

das Pilotprojekt „Genuss- und Bewegungsentdecker – Gesunde Kinder für die Zukunft“. Das

Projekt startet im Herbst 2009 in den Kindergärten und soll nach einer 3-jährigen Erprobungsphase

auf alle Kindergärten in OÖ ausgeweitet werden.

Ziel des Projekts ist es, Kindergartenkinder

spielerisch an eine gesunde Lebensweise

heranzuführen und ein ausgewogenes

Ernährungs- und Bewegungsverhalten in

deren Lebensalltag zu etablieren. Es soll

sowohl auf das Verhalten des einzelnen

Kindes als auch auf gesundheitsfördernde

Bedingungen im Setting Kindergarten eingewirkt

werden.

Die wichtigsten Bereiche des Projekts:

• Den Kindern wird die ganze Vielfalt an Lebensmitteln, Bedeutung und Genuss von gesundem Essen

spielerisch näher gebracht und der Spaß und die Möglichkeiten von Alltagsbewegung gefördert.

• Eltern und Bezugspersonen der Kinder werden verstärkt ins Boot geholt.

• Ernährungs- und Bewegungsexperten/innen schulen die Kindergartenpädagogen/innen in Theorie

und Praxis und geben ihnen Unterstützung bei der Umsetzung der Gesundheitserziehung im Kindergarten

und bei der Elternarbeit.

• Die Einbindung und Schulung der Vertreter/innen der Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe gilt als

wichtigster Bestandteil in der Arbeit mit dem sozialen Umfeld. Erarbeitung von kindgerechten Speiseplänen,

qualitative Verbesserung des bestehenden Speisenangebots und die Kommunikation zwischen

Kindergarten und Gemeinschaftsverpflegungsbetrieb sind hier die wichtigsten Handlungsschritte.

• Das Netzwerk der Gesunden Gemeinden stellt die Basis für die Arbeit außerhalb des Kindergartens

dar und wird von Beginn an in die Umsetzung des Projekts eingebaut.

Die teilnehmen Kindergärten in der Pilotregion Rohrbach sind:

• Aigen/Schlägl

• Altenfelden

• Arnreit

• Auberg

• Berg bei Rohrbach

Ernährungswissenschafterin

Martina Kürmayr bäckt mit

Kindergartenkindern

„gesunde“ leckere Kekse.

• Helfenberg

• Julbach

• Kleinzell

• Kollerschlag

• Neufelden

Außerdem:

• Steinerkirchen (Bezirk Wels-Land)

• Puchenau – Unterstützung bei Planung des Projekts

Gesundheits LAND

OBERÖSTERREICH

• Niederwaldkirchen

• Oberkappel

• Oepping

• Schönegg/Afiesl

• St. Oswald

• St. Peter am Wbg.

• St. Stefan

• St. Veit

• Ulrichsberg

Mag. a Claudia Barth, Dr. in Katharina Bhalla

8 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


Stimme – Ausdruck unserer Persönlichkeit

Stimme ist Ausdruck unserer Persönlichkeit und somit maßgeblich daran beteiligt, wie wir auf andere wirken.

Doch Stimme ist nicht isoliert zu betrachten. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen Atem, Stimme und

Haltung. Stimme könnte man auch als hörbar gemachte Ausatemluft bezeichnen, und Atem fließt am besten

bei einer optimalen, aufrechten Haltung mit einem Mittelmaß an Körperspannung.

Vielleicht haben Sie schon einmal an sich selbst beobachtet,

dass sich in angespannten Situationen Ihre Stimme

verändert. Oftmals wird sie höher, es kann auch sein, dass

sie wegkippt. Sie verlieren somit Ihre „mittlere Sprechstimm -

lage“ – insgesamt sind Sie nicht mehr ganz bei sich. Für ein

sicheres Auftreten ist Authentizität besonders wichtig. Durch

Stimm-, Atem- und Haltungsschulung kann es Ihnen gelingen,

auch in aufregenden Situationen in Ihrer Mitte zu bleiben.

Stellen Sie sich vor, Sie telefonieren mit einer/m guten

Freund/in. Diese/r ist nicht besonders gut gelaunt. Schon

nach wenigen Worten werden Sie sich erkundigen, was denn

los sei. Sie erkennen, wie viel alleine durch den Stimmklang

transportiert wird, ohne dass das Problem gleich formuliert

wird. Versuchen Sie nun sich vorzustellen, welche Haltung

der/die Freund/in gerade eingenommen hat – vermutlich

zusammengesunken, runder Rücken, die Schultern hat

er/sie nach vor genommen. Haltung ist ebenso wie der

Stimmklang ein wichtiger Parameter dafür, wie wir auf andere

wirken. „Die innere Haltung bestimmt die äußere und

umgekehrt“ – das heißt, wenn Sie sich bewusst in einer

unangenehmen Situation auf eine gute Haltung konzentrieren,

wirken Sie zum ersten auf die Umgebung anders, zum

zweiten kann der Atem optimaler fließen. Sie werden spüren,

dass Sie sich durch diese kleine Veränderung der Körperhaltung

auch tatsächlich besser fühlen!

Damit die Stimme wirklich wohlig klingt, möchte sie natürlich

gepflegt werden. Eine deutliche Artikulation mit lockerem

Unterkiefer bewirkt oft, dass wir auch mit viel weniger Lautstärke

als gewohnt gut verstanden werden. Die Kunst ist es,

die Stimme ökonomisch und wirkungsvoll einzusetzen. Durch

eine weite Kieferöffnung und Fokussierung auf die Vokale

beim Sprechen können Sie Ihre Stimme schonen. Denn die

Vokale stellen die Klangträger der Stimme dar. Sie sind es,

die unser Sprechen interessant machen. Vokale kann man

tönen, stimmlose Konsonanten nicht. Diese können im

Gegensatz zu den Vokalen nur kurz gesprochen werden.

Aber was tut der Stimme nun wirklich gut?

Eine der besten Entspannungsübungen für Stimme und

Kehlkopf ist das Gähnen – laut und herzhaft! Auch das

Lippenflattern mit der Vorstellung, Sie schnauben wie ein

Pferd, wirkt effektiv für eine gute Artikulation.

Bei Heiserkeit ist Vorsicht geboten – schonen Sie Ihre Stimme

unbedingt so gut wie möglich! Sollte die Heiserkeit länger

als 3 Wochen andauern, wenden Sie sich bitte an einen

HNO-Arzt und/oder Phoniater.

Allgemein ist noch zu sagen – so ziemlich alles, was Ihnen

gut tut, tut auch Ihrer Stimme gut! Stimme …. Stimmung ….

nicht umsonst sind sich diese Wörter so ähnlich. Achten

Sie auf Ihre Bedürfnisse und auf Ihr Wohlbefinden. Ausgeglichener

Schlafrhythmus,

ausreichende Flüssigkeitszufuhr

(am besten Leitungswasser,

verdünnte

Fruchtsäfte und Kräutertees),

regelmäßige sportliche

Aktivitäten an der frischen

Luft, Entspannungstechniken

wie autogenes

Training, Qi Gong, Massagen

etc. – all dies wird

Ihnen Ihre Stimme danken!

Silvia Strasser, Logopädin

oberoesterreich@logopaedieaustria.at

Kernaufgaben der Logopädie sind die Prävention, Beratung, Untersuchung, Diagnose, Therapie und wissenschaftliche

Erforschung von Störungen und Behinderungen der Sprache, des Sprechens, der Atmung, der Stimme,

der Mundfunktionen, des Hörvermögens und der Wahrnehmung, die bei allen Altersgruppen auftreten können.

Erforderlichenfalls liegt es in der Verantwortung des/r einzelnen Logopäden/in, andere Berufsgruppen beizuziehen

und interdisziplinär zusammenzuarbeiten.

Berufsverbände der Logopädinnen/Logopäden in OÖ

• LOGOPÄDIEAUSTRIA – www.logopaedieaustria.at

• Verband der LogopädInnen in Oberösterreich – www.logopaedie-ooe.at

Beide Verbände bieten auf ihrer Homepage eine Therapeutinnen und Therapeutensuche an.

Gesunde Gemeinde aktuell

9


esund

Gesundheitsförderungspreis 2009

Erstmals gab es bei der Preisverleihung am 6. März 2009 neben den drei Hauptpreisen einen zusätzlichen

Preis für das bestbewertete Projekt in jedem Bezirk. Zudem wurden sieben Sonderpreise vergeben. Auf den

nächsten Seiten stellen wir Ihnen diese Projekte näher vor.

Lesen Sie mehr zu den Siegerprojekten der drei Hauptpreise

– Neumarkt im Mühlkreis, Roßleithen und Inzersdorf im

Krems tal – in der Märzausgabe 1/2009 der Gesunden

Gemeinde aktuell oder auf www.gesundegemeinde.

ooe.gv.at unter Gesundheitsförderungspreis. (Neumarkt ist

gleichzeitig Bezirkssieger von Freistadt, Roßleithen von Kirchdorf.)

Lengau (Braunau) Wirbelsäulenvermessung HS Friedburg

Unter dem Motto „Aus dem Minus auf dem Bewegungskonto der Kinder muss wieder ein Plus werden“ und

dem Ziel, Wirbelsäulenproblemen und Haltungsschäden vorzubeugen, wurden Eltern und Lehrer/innen der

Hauptschule Friedburg mit einem speziellen „Wirbelsäulenwissen“ ausgestattet.

Die Gesunde Gemeinde Friedburg-Lengau, die Schulgemeinschaft

der HS Friedburg und ein Team von Fachleuten arbeiteten

an diesem Projekt mit. Das Hauptaugenmerk wurde auf

den Rücken und die Wirbelsäule gelegt. Die Turnlehrer/innen

wurden von den Fachkräften speziell geschult. Mit dem

gesamten Lehrkörper wurde ein Dreiminutenprogramm für

den Unterricht und für die Kinder zu Hause erarbeitet.

Vor Projektstart wurde der Wirbelsäulenstatus der Kinder der

ersten und zweiten Klassen erhoben und mit der „Medi-Mouse“

vermessen. Ein Jahr lang übten die Lehrkräfte mit den Kindern

das spezielle Wirbelsäulenprogramm. Der Erfolg der

Maßnahmen wurde anschließend durch einen Re-Test überprüft.

Die Eltern waren im gesamten Verlauf eingebunden und

auch über eventuell notwendige Maßnahmen beraten.

Als Ergebnis konnte das Projektteam bei der Wirbelsäulenvermessung

feststellen, dass sich mehr Schüler verbessert als

verschlechtert haben. Regelmäßige Updates mit Berücksichtigung

der Ergebnisse von Vergleichsmessungen und der

Feedbacks von Eltern, Kindern und Lehrkräften ermöglichen

eine Anpassung der Übungen und von notwendigen Maßnahmen.

Das Projekt ein-

schließlich der regelmäßigen

Messungen

wird so lange durchgeführt,

bis die erfassten

Kinder aus der Hauptschule

ausscheiden.

Hinzenbach (Eferding) Nordic Walking Verknüpfung

Die Nordic Walking-Gruppe der Gesunden Gemeinde

Hinzenbach verwirklichte die Idee, in andere Gebiete

„auszuwandern“ und durch Einbindung der Nachbargemeinden

auch diese fit zu machen.

Eine ausführliche Berichterstattung erfolgte bereits in der

Gesunden Gemeinde

aktuell,

Ausgabe März 2009.

Ansprechpartner:

Bgm. Erich Rippl

Erich Stütz, AKL a.D.

AKL Johann Cserkits

5211 Lengau

Ansprechpartner/in:

Bgm. Wolfgang Kreinecker

AKL in Karin Aichinger

AKL-Stv. in Sonja Brandstätter

4070 Hinzenbach

10 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


eitsförd

Kirchham (Gmunden) Deine Stimme zählt!

Das Projekt der Gesunden Gemeinde Kirchham richtete sich an Kinder und Jugendliche,

mit dem Ziel gesunde „Verhältnisse“ für diese Zielgruppe zu schaffen und deren Entscheidungsfähigkeit

für gesundes Verhalten zu steigern.

Dafür wurde mit

Jugendlichen

ein Fragebogen

für alle Kirchhamer

zwischen 8

und 18 Jahren

entwi ckelt, um

mehr über deren

Wünsche und

Vorstellungen zu

erfahren. Der großartige Rücklauf wurde vor allem über die

Einbindung der lokalen und regionalen Medien und Berichte

über das Projekt erreicht.

Die Ergebnisse des Jugendfragebogens zu den Schwerpunktthemen

wie Aktivitäten, die bereits ausgeübt werden,

Vereine oder Organisationen, welchen die Kinder und

Jugendlichen angehören, sowie gewünschte Angebote,

wurden allen interessierten Kirchhamern, Vereinen, Organisationen

und dem Arbeitskreis bei einer Veranstaltung

präsentiert.

Nun wurde ein E-Mail-Verteiler

angelegt, um Veranstaltungen und

Aktivitäten für Kinder und Jugendliche

besser kommunizieren zu können

und so die Teilnehmerzahl zu

erhöhen. Auch wurden nun Aktivitäten

gemeinsam mit Vereinen veranstaltet,

zum Beispiel wurden

gemeinsam mit der Bibliothek Kinoabende

organisiert und eine alkoholfreie

Bar bei Feuerwehrfesttagen

in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr

und der Landjugend. Für dieses Jahr sind bereits

weiterführende, arbeitskreisübergreifende Aktionen geplant,

beispielsweise ein Aktionswochenende „Expedition Kirch-

ham“ gemeinsam mit der

Feuerwehr oder ein Fotowettbewerb

in Zusam -

menarbeit mit dem Kulturausschuss.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Franz Bieregger

AKL in Claudia Spitzbart

4656 Kirchham

Pötting (Grieskirchen) Ferien(s)pass der Gesunden Gemeinde

Gemeinsam mit Vereinen und Organisationen organisierte der Arbeitskreis der Gesunden Gemeinde Pötting

ein vielseitiges Ferienangebot, bei dem die Kinder und Jugendlichen in den Ferien sinnvoll beschäftigt und

damit auch in der sommerlichen Betreuungslücke gut versorgt waren.

Mit dem Projekt „Ferien(s)pass“ organisierte der Arbeitskreis

ein Kinderferienprogramm abseits von Fernseher und Computer

und ermöglichte erlebnisvolle Ferientage in der Natur

und der Gemeinschaft. Es wurden alle Vereine und Organisationen

der Gemeinde eingeladen, sich zu beteiligen. Bei der

Erstellung des Programmangebots wurde besonders auf

gesundheits- und persönlichkeitsfördernde Inhalte, sowie auf

Nachhaltigkeit der Ressourcen geachtet.

Insgesamt wurden 14 Ferienveranstaltungen für Kinder und

Jugendliche von 3 bis 16 Jahren erarbeitet, welche in einem

Programmheft zusammengefasst und an alle Haushalte verteilt

wurden. Unter anderem war im vielseitigen Angebot zu finden:

Ein fünftägiger Schwimmkurs, „Schuahplattl`n für Kids“,

ein Schnuppertag bei den Schützen, Fluggleiter-Basteln am

Modellflugplatz, ein Nachmittag bei der Feuerwehr sowie ein

waldpädagogischer Nachmittag, Schmuckbasteln mit Perlen

und ein Spielefest für Kinder.

Den Kindern und Jugendlichen wurden außerdem verschiedeneAusflugsmöglichkei-

ten geboten, wie zum Beispiel

eine Fahrt nach Linz

in das Unfallkrankenhaus

oder ein Ausflug in den

Motorikpark Feldkirchen.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Peter Oberlehner

AKL in Rosemarie Mair

4720 Pötting

Gesunde Gemeinde aktuell 11


erungs

St. Florian (Linz-Land) Kids on Move

Mit dem Projekt „Kids on Move“ wollte die Gesunde Gemeinde St. Florian der Florianer Jugend die Wichtigkeit

der körperlichen und geistigen Beweglichkeit bewusst machen und die jungen Florianer zu Spaß an der

Bewegung und für viele Aktivitäten motivieren.

So wurde ein insgesamt dreiteiliges Projekt für Kinder und

Jugendliche im Alter von 5-18 Jahren entwickelt und durchgeführt.

In einem ersten Projektteil wurden Schüler der Volksschulklassen

mit einer speziellen psychomotorischen und motopädagogischen

Bewegungsentwicklung und -förderung begleitet.

Dabei wurde besonders Wert auf die Körpererfahrung,

Selbsterfahrung, Erfahrung mit Materialien sowie Erfahrungen

im eigenen sozialen Umfeld gelegt.

Der zweite Teil des Projekts „Kids on Move“ war die Impuls -

ausstellung „Der Mensch“, die an verschiedenen Orten in der

Gemeinde gezeigt wurde. Dabei sollte mithilfe einfacher Mittel

veranschaulicht werden, wie der menschliche Körper mit vielseitiger

Bewegung im Gleichgewicht gehalten werden kann.

Unter anderem wurde das Herz-Kreislauf-System als Zug dargestellt.

Punkte sammeln mit Schnupper-Aktivitäten

In einem dritten Projektteil wurden in Zusammenarbeit mit den

örtlichen Vereinen und Organisationen über mehrere Monate

hinweg zahlreiche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche zwischen

fünf und 18 Jahren angeboten. Die jungen Florianer

bekamen dazu einen sogenannten „Aktiv Punkte Pass“ zugesandt,

mit dem sie für jede besuchte Veranstaltung Punkte

sammeln konnten. In der breiten Angebotspalette an Schnupper-Aktivitäten

gab es Workshops wie „Hip Hop“, „Faustball

mit den Weltmeistern“ oder „Natur kennen lernen“, Tischtennis-,

Jonglier-, Tanz- und Bauchtanzkurse sowie Schnuppertage

bei den umliegenden freiwilligen Feuerwehren, Aktivitäten

wie eine „Taschenlampen-Nachtwanderung“ mit Steckerlbrot-Grillen,

Modellbahnbauabende und einen Jugendskitag

mit Geschicklichkeitsrennen. Die fleißigsten Punktesammler/innen

erhielten bei

einer Abschlussveranstaltung

mit ihrem

gefüllten „Aktiv Punkte

Pass“ verschiedene

Preise.

St. Thomas am Blasenstein (Perg)

Die Gesunde Gemeinde setzte sich die Neugestaltung eines Naturparkspielplatzes auf dem bestehenden

Gelände von ca. 3.000 m² in einem Waldstück im Ortszentrum zum Ziel. Als Grundlage dienten die Ergebnisse

einer Umfrage unter den Jugendlichen zu den Gestaltungswünschen und Anliegen.

Ziel und Hauptaugenmerk des Projekts war die Förderung der

Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen durch Bewegung

und Freizeitgestaltung sowie die Einbindung des Familienverbands

in St. Thomas am Blasenstein.

Der Naturspielplatz weist mit einer großen Artenvielfalt an

Bäumen und Sträuchern sowie vielen Felsformationen sehr

naturnahe Gegebenheiten auf. Im Gelände finden sich jetzt

mehrere Naturerlebnisstationen, die sich mit Themen wie

„Wasser-Stein“, „Naturpark-Irrwege“, „mit den Händen fühlen“,

„mit den Füßen spüren“, „Baum-Vielfalt“, „Einblicke –

12 Gesunde Gemeinde aktuell

Ansprechpartner/in:

Bgm. Robert Franz Zeitlinger

AKL in Ursula Leibensperger

4490 St. Florian

Kinder- und

Jugendgesundheit


preis 20

Ausblicke – Überblicke“, „Duft und Vielfalt“, „Feuer – Stein“

oder „Stein – Reich“ beschäftigen.

Mit dem neuen Naturspielplatz steht Kindern und Jugendlichen

ein sicherer Spiel-, Bewegungs- und Lernraum zur Verfügung.

Der Naturspielplatz dient den Volksschülern auch, um

die Wartezeit für die Schulbusse sinnvoll zu nützen. Familien

können hier gemeinsam aktiv und sinnvoll die Freizeit genießen.

Hohenzell (Ried i.I.) Gesundheit – für Füße, Körper und Gemüt

Ziel des Projekts war es, durch verschiedene gemeinsame Aktionen möglichst vielen Gemeindebürger/innen

ein ganzheitliches Gesundheitsbewusstseins zu vermitteln und zu gesunder Bewegung zu animieren.

In einem ersten Teil des Projekts wollte man die Wichtigkeit

gesunder Füße bewusst machen. Unter dem Motto „Füße und

Bewegung“ wurde ein sogenannter „Fußgesundheitstag“

organisiert. Rund 300 Gemeindebürger/innen informierten

sich bei den eingeladenen Kooperationspartnern unter anderem

über Physiotherapie für die Füße, orthopädische Hilfsmittel

und Fußreflexzonenmassage. Eine Vielzahl an Hilfsangeboten

wurden vorgestellt und es wurde bewusst gemacht, wie

viel man selbst für gesunde Füße machen kann. Ein Minibarfußweg

lud die Besucher zum Ausprobieren ein und der angebotene

Büchertisch regte Wissbegierige zum Schmökern an.

Der Kurs „Bewegung für alle“ wird im Herbst fortgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres war das Thema „Wasser

und Gesundheit“.

Um die Wichtigkeit des Wassertrinkens besonders auch für die

Gesundheit von Kindern bewusst zu machen, verschenkte der

Arbeitskreis an alle Schulkinder ein Wasserglas mit dem

2_05/09

Die Ergebnisse des Jugendfragebogens ermöglichen eine

Jugendarbeit in der Gemeinde, die genau die Bedürfnisse dieser

Altersgruppe trifft. Es ist zudem gelungen, eine engere und

positive Bindung zwischen Gemeinde und Jugendlichen zu

schaffen.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Johannes Nenning

AKLin GRin Maria Leitner

4364 St. Thomas am Blasenstein

Gesunde Gemeinde-Logo. Für die Familien wurde zudem

eine herbstliche Erlebniswanderung zum Bassin der Ortswasserleitung

veranstaltet, um den Ursprung des Leitungswassers

erfahrbar zu machen.

„Gesang zur inneren Harmonie“

Bei diesem dritten Projektteil wurde für Jung und Alt ein gemütliches

Singen und Musizieren am Lagerfeuer veranstaltet. Ein

Liederbuch mit bekannten Texten und Noten motivierte zum

gemeinsamen Singen. Es wurde auch getrommelt, Mundharmonika,

Gitarre und Ziehharmonika gespielt und anschließend

gegrillt. Auf vielfachen Wunsch wird dieses Angebot auch in

diesem Jahr wiederholt.

Ansprechpartner:

Bgm. Johann Zweimüller

AKL Franz Bader

4921 Hohenzell

Gesunde Gemeinde aktuell 13


9 Gesu

St. Peter am Wimberg (Rohrbach)

Die Gesunde Gemeinde St. Peter am Wimberg

organisierte zum Schwerpunktthema „Kinderund

Jugendgesundheit“ drei Projekte für Kinder

und Jugendliche im Alter von 3 bis 14 Jahren.

Das „Projekt Nachmittagsbetreuung mit Schwerpunkt Integration“

wurde für Schüler im Alter von 6 bis 14 Jahren von berufstätigen

Eltern umgesetzt. Die Betreuung kann auch von Integrationskindern

genützt werden und steht auch in den Ferien

zur Verfügung.

Für das Projekt wurden zwei Erdgeschoßräume in der Volksschule

adaptiert und Spiele, Bücher und Instrumente angekauft.

Die Öffnungszeiten wurden gemeinsam mit den Eltern,

der Schule und der Gemeinde koordiniert. Ein Gastwirt versorgt

die Kinder mit einem warmen Mittagessen.

14 Kinder besuchen diese Einrichtung, davon benötigen zwei

einen erhöhten Betreuungsbedarf. Zwei Pädagoginnen sor-

Verschiedene Vorträge befassten sich mit der Stärkung von

Kindern und Jugendlichen, aber auch Suchtgefahren der heutigen

Zeit, wie zum Beispiel der bedenkliche Gebrauch von

• Nachmittagsbetreuung mit

Schwerpunkt Integration

• Fitmacher für die Jausenpause

• Genuss- und Bewegungsentdecker

gen für die Nachmittagsgestaltung und unterstützen die Kinder

bei ihren Hausaufgaben und der täglichen Lernstunde. Für

eine ausreichende Möglichkeit zur Bewegung vor allem an

Regentagen wurde der Turnsaal der Volksschule zur Verfügung

gestellt.

Fitmacher für die Jausenpause

Ziel des Projektes für Volksschüler war es, die Kinder mit einer

gesunden und ausgewogenen Ernährung vertraut zu machen

und einmal wöchentlich eine gesunde gemeinsame Schuljause

einzuführen.

In sogenannten Lebensmittelklassen wie „Getreideklasse“,

„Kartoffelklasse“, „Wasserklasse“, „Obstklasse“ und „Milchklasse“

setzten sich die Kinder speziell mit dem jeweiligen

Ernährungsthema auseinander und besuchten Workshops mit

einer Diätologin. Höhepunkt war ein großes Abschlussfest, an

dem jede Klasse ein kurzes Theater- oder Musikstück präsentierte.

„Genuss- und Bewegungsentdecker“

Dies ist ein Projekt für Kindergartenkinder, an dem sich der

Kindergarten St. Peter am Wimberg beteiligt. Damit soll

Kindern und deren Bezugspersonen die Wichtigkeit der

gesunden Ernährung und Bewegung im täglichen Leben

vermittelt werden.

Zell an der Pram (Schärding) Suchtprävention

Ansprechpartner/in:

Bgm. Engelbert Pichler

AKL in Gertrude Grininger-Reiter

4171 St. Peter am Wimberg

Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde stellte Suchtprävention in den Mittelpunkt des Arbeitsjahres 2008. Das

Projekt wurde in Kooperation mit den Vereinen des Ortes, der Pfarre, den Schulen und der Jugendleitung unter

Einbeziehung der Jugendlichen selbst durchgeführt. Das Ziel war, alle Altersgruppen anzusprechen und ein

breites Bewusstsein für das Thema in der Gemeinde zu schaffen.

Handys bei Jugendlichen, wurden aufgezeigt. Die Vorträge

waren sehr gut besucht und dienten als wichtige Impulse für

weitere Diskussionen in der Gemeinde. Eine Jugendpsycho-

14 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


ndheits

therapeutin stand neben einem Vortrag für Einzel- bzw. Familienberatung

zur Verfügung. Ein beträchtlicher Erfolg waren

auch zwei Raucherentwöhnungsseminare.

Adlwang (Steyr-Land)

Mit dem einstudierten Jugendtheaterstück „Wilder Panther

Keks“ konnte bei insgesamt neun Aufführungen reges Interesse

am Thema geweckt werden. Die jugendlichen Spieler

verstanden es ausgezeichnet den Inhalt – Probleme von

Jugendlichen – zu vermitteln. Das Stück ging den Zuschauern

unter die Haut und regte zum Nachdenken an.

Bei der Jugendmesse zum Thema „Farbe bekennen“ erarbeiteten

die Jugendlichen unter Anleitung des Diakons Texte und

Lieder.

Beim Zeltfest gab es an der „Barfußbar“ für durstige Besucher

bei einer „Antialkoholischen Happy Hour“ leckere Getränke.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Matthias Bauer

AKL in Veronika Hofinger

4755 Zell an der Pram

Der Arbeitskreis startete das Projekt mit einem Info-Stand beim Adlwanger Kirtag, wo sich interessierte Besucher/innen

über die „Lebensqualität durch die Gesunde Gemeinde“ und aktuelle Angebote informieren konnten.

Schwerpunkt des Projekts bildete die Bewusstseinsbildung rund um das Thema Gesundheit zur Thematik

Gesundes Essen – regional, saisonal, fair“.

Das Projekt sollte das Erkennen von Werten und Sinn fördern

sowie die Verknüpfung von Strukturen in der Gemeinde. Neue

Beziehungen sollten geschaffen werden.

Umgesetzt wurde die „gesunde Schuljause“ als kontinuierliches

Angebot und im Kindergarten ein Projekt für alle Sinne

„Rund um g´sund und fitt, unsere Kinder machen mit“. Für die

Fußballfans gab es einen Workshop unter dem Motto „Football

bridges the world – Fußball verbindet die Welt“ mit einer

Schwerpunktaktion zur Fußball EM 2008. Im Rahmen der Veranstaltung

„Fetzenfußbälle“ der Union Adlwang (U12) wurde

durch die Information über andere Länder die Akzeptanz

gegenüber fremden Kulturen gefördert.

Das Jugendlager

stand unter dem Motto

„Einfach Leben“

und setzte sich mit

dem Thema Nachhaltigkeit

eine

Woche lang auseinander.

Höhepunkt der zahlreichenVeranstaltungen

und Projekte

des Jahres war das

Lebensqualität gestalten –

Beziehung schaffen!

Kabarett „Später ist vorbei“

mit Lainer & Linhart zur

Lage der Nachhaltigkeit

mit anschließender „Fairtrade“-Kaffeeverkostung

und köstlichem Tortenbuffet

der Adlwanger

Bäuerinnen.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Franz Hieslmayr

AKL Josef Gaißberger

AKL in Maria Achathaler

4541 Adlwang

Gesunde Gemeinde aktuell 15


örderun

Hellmonsödt (Urfahr-Umgebung)

Unter dem Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“ organisierte der Arbeitskreis zur Umsetzung des Jahresschwerpunktes

„Kinder- und Jugendgesundheit“ die „JU TA HE – Jugend-Tage-Hellmonsödt“.

Durch die Einbindung

der Jugend sowie Vereinen

und Organisationen

von Hellmons -

ödt bei der Planung

und Organisation entstand

für ein gesamtes

Wochenende ein buntes

Angebot von Aktivitäten.

Workshops wie „Handicap

erleben“ und

„Geschmacksschule“

entpuppten sich als

Renner. Ein Highlight

war der „Love Tour“-

Bus, wo wissbegierige

Jugendliche einer

Sexualpädagogin Fragen

über Themen wie

Flirten, den ersten

Kuss und die große

JU TA HE –

Jugend-Tage-Hellmonsödt

Liebe stellen konnten. Ein Schautraining des Sportvereins

Sektion Fußball und die Präsentation der Aufgaben der Polizei

sowie eine technische Vorführung mit Feuerwehr und

Rotem Kreuz „Autounfall mit Bergung“ begeisterte die jungen

Besucher. Beim IMPRO-Theater „Kraftfeld Körper“ wurden im

Vorfeld gemeinsam mit den Jugendlichen Theaterszenen erarbeitet.

An beiden Tagen erhielten die jungen Leute kostenlose Informationen

und Broschüren am Infostand zum Thema Jugendschutz

des Landesjugendreferats Oberösterreich. Verschiedene

Vereine und Organisationen aus Hellmonsödt präsentierten

sich mit Infoständen.

Die Veranstaltung wurde an beiden Tagen umrahmt vom

Ensemble der HeJuKa – Hellmonsödter-Jugend-Kapelle. Eine

Preisverlosung rundete die Jugendtage ab. Für das leibliche

Wohl sorgen die Bäuerin-

nen, von der „Barfußbar“

kamen die alkoholfreien

Getränke.

Unterach am Attersee (Vöcklabruck)

Arbeitskreismitarbeiterin Karin Schindlauer schrieb und illustrierte ein Buch für Kinder mit dem Titel „Der

gesunde Xaver“! Darin wird thematisiert, wie wichtig gesunde Ernährung und Bewegung ist. Der Edelwaldkastanienwald

in Unterach lieferte die Grundlage für die Geschichte.

Die Hauptfigur in diesem Büchlein ist die Raupe namens

Xaver. Er weiß nichts mit seinem Leben anzufangen, liegt nur

faul im Wald herum. Eines Tages trifft Xaver die fleißige Biene,

den bewegungsfreudigen Grashüpfer und das gutgelaunte

Marienkäferl. Diese drei Tiere vermitteln Xaver Folgendes:

Nur mit gesunder Ernährung wie jene der Biene, nur mit viel

Bewegung wie

jener des Grashüpfers

und nur

mit viel guter

Laune wie es

der Marienkäfer

hat, ist das

Leben erst

lebenswert.

Anlässlich der

Eröffnung des „Fitnessparcours“ und der Verleihung der Ortstafel

Gesunde Gemeinde wurde das Buch vorgestellt und an

alle anwesenden Kinder verteilt. Die dritte Klasse der Volksschule

präsentierte die Geschichte in einem eigens einstudierten

Theaterstück. Dafür erhielten die Volksschule und der

Kindergarten für jedes Kind ein Exemplar des Buches als

Geschenk. Außerdem soll das Buch auch noch an Kindergärten

und Volksschulen in der näheren Umgebung verteilt werden.

Der direkte Bezug zum eigenen Ort trägt auch dazu bei, dass

das Buch bei Kindern

wie bei Erwachsenen

gleichermaßen gut

ankommt und zum

Schmunzeln anregt.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Anton Schwarz

AKL in Mag. a Doris Kapfer

4202 Hellmonsödt

Buch

„Der gesunde Xaver“

Ansprechpartner/in:

Bgm. Engelbert Gnigler

AKL Walter Titze

AKL in Petra Eichinger

4866 Unterach am Attersee

16 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


gspreis

Pichl bei Wels (Wels-Land)

Das Projekt ermöglichte Jugendlichen aus der Gemeinde gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde,

ihre Anliegen und Bedürfnisse darzubringen und gemeinsam mit der Gemeinde Pichl umzusetzen. Ein

Großteil der Wünsche konnte bereits erfüllt werden und es konnte insgesamt eine Verbesserung der Lebensqualität

der Jugendlichen erreicht werden.

Das Projekt „Create your future“ wurde gemeinsam mit

Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren umgesetzt.

Zum Auftakt wurden Einladungen, Plakate, Flyer und

Ankündigung in der Gemeindezeitung zur Veranstaltung

„Zukunftswerkstatt“ schon von den Jugendlichen selbst

gestaltet. Im Workshop selbst erarbeiteten die Jugendlichen

gemeinsam mit Arbeitskreismitgliedern, dem Landesjugendreferat

und Vizebürgermeister Roland Glück

Create your future –

Pichler Jugend macht Zukunft

ihre Anliegen. So wurde für alle sichtbar, welche Bedürfnisse

und Wünsche die jungen Menschen in der Gemeinde

haben. Viele Anliegen konnten im Laufe des Jahres

umgesetzt werden. Es wurden unter anderem verschiedene

Veranstaltungen wie zum Beispiel Filmabende, ein

Kabarettabend, ein Kochkurs für Jugendliche und ein Vortrag

über die Sinnhaftigkeit von Impfungen bei Kindern und

Jugendlichen organisiert. Auch der Wunsch nach einem

Skaterplatz konnte durch die gemeinsame Nutzung des

Platzes in der Nachbargemeinde realisiert werden. Von

der Pfarre Pichl wurde den Jugendlichen ein eigener Raum

zur Verfügung gestellt, welchen sie selbst ausgemalt und

gestaltet haben.

Weitere Veranstaltungen für Jugendliche im Jahr 2009

sind bereits geplant.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Johann Doppelbauer

AKL in Annemarie Keuschnigg

4632 Pichl

Gesunde Gemeinde aktuell 17


Sonderpreis 2009

Altenberg Darmkrebs-Vorsorge

Unter dem Motto „Vorsorge rettet Leben“ verteilten Schüler der Hauptschule Stuhlbriefchen an alle Altenberger/innen

zwischen 40 und 80 Jahren. 1966 Päckchen wurden verteilt, der Rücklauf betrug über 50 % (986)

und wurden großteils von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen verschiedener Vereine eingesammelt.

Ergebnis der Stuhlbriefchenaktion war, dass 215 Altenberger

wegen jedweder Farbveränderung als „positiv“ angesehen

wurden und sich der Großteil bei dem zuständigen Arzt

Dr. Schöbl zur weiteren Abklärung meldete. 61 Personen

wiederholten den Test und konnten beruhigt werden, 31 davon

hatten in den letzten 2-3 Jahren eine Coloscopie mit gutem

Befund. 73 Personen unterzogen sich einer Coloscopie. Von

diesen war bei 4 Personen eine sofortige Operation nötig, bei

weiteren 8 Personen wurden Vorstufen eines Carcinoms

gefunden.

Laut Todesursachenstatistik der Altenberger in den Jahren

1977 bis 2007 (erstellt von Gemeindearzt Dr. Berthold Kiblböck)

stand Dickdarmkrebs an 2. Stelle der Krebserkrankungen

und hat in den letzten Jahren auffällig zugenommen.

Somit war diese Vorsorgeaktion mit der hohen Beteiligung ein

sehr guter

Erfolg.

Ansprechpartner:

Bgm. Ferdinand Kaineder

AKL Vzbgm. Mag. Michael Hammer

Dr. Berthold Kiblböck, Gemeindearzt

4203 Altenberg bei Linz

Lichtenberg Funcourt – Multifunktionssportanlage

„Für die Jugend in Lichtenberg, da tut sich nichts! – DOCH jetzt tut sich etwas und DU kannst dazu beitragen!“

Unter diesem Slogan lud der Arbeitskreis alle Kinder- und Jugendlichen zu einem Workshop für die

Gestaltung eines sogenannten Funcourts ein, um ihre Ideen einzubringen.

Mit viel freiwilliger Unterstützung von Jung und Alt, unter der

Leitung einer Planungsfirma wurden auf einem Grundstück bei

der Sportanlage in Neulichtenberg die erarbeiteten Ideen verwirklicht.

Ein Tischtennistisch, eine Kletterkugel, der eigentliche

Funcourt mit der Möglichkeit, Fußball, Volleyball und

Basketball zu spielen und im Winter Eiszulaufen, ein Pavillon

als Rückzugsmöglichkeit für die Jugendlichen sowie diverse

Spielgeräte für die Kleinen laden nun zum Bespielen und als

Treffpunkt ein. Der Funcourt soll neben der Nutzung für sportliche

Aktivitäten den Jugendlichen in Zukunft auch für Events

zur Verfügung stehen.

Ansprechpartnerin:

Bgm. in und AKL in Daniela Durstberger

4040 Lichtenberg

18 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


Neuhofen an der Krems

Ziel des Projekts war es, den Schülern der Hauptschule die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstil bewusst

zu machen und im Schulalltag kleine, aber nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Die umgesetzten Projekte basierten auf 3 Ebenen:

• Ernährung – Ernährungsworkshop, Kochbuch „Klasse

Rezepte“, Zubereitung von Vollwertmenüs und Brot -

Seewalchen

Gesunde SchülerInnen

leisten mehr

backen im Unterricht, Verkostung von Gesunder Schuljause,

hergestellt von Schüler/innen, Einbindung der

Bäcker und Bäuerinnen, um ein vollwertigeres Jausen -

angebot zu erreichen.

• Bewegung – Motivationsworkshop für mehr Bewegung,

tägliche 5-Minuten-Gymnastik, welche von der Lehrkraft

oder Mitschüler/innen angeleitet wird.

• Entgiftung des Umfeldes – giftfreie Putzmittel wurden für

Reinigungspersonal angeschafft.

Alle Einzelaktionen wurden von den Schülern medial erfasst

und im Kabelfernsehen im Kremstal ausgestrahlt.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Günter Engertsberger

AKL in Vzbgm. in Gertraud Eckerstorfer

4501 Neuhofen an der Krems

Jonglieren im Kopf – Entdecke in 8 Modulen,

was für ein Potenzial in deinem Kopf steckt!

Bei den acht Workshops „Jonglieren im Kopf“ konnten die Kinder und Jugendlichen der Hauptschule Seewalchen

verschiedene Methoden des kreativen Denkens kennenlernen, etwas, was manche Firmenbosse und

Manager in teuren Seminaren erst lernen müssen.

10 Kinder beschäftigten sich zum Beispiel mit „Dem geheimen

Wissen echter Genies“, dem Entwickeln von Utopien in „Achtung

Hirnsturm“ oder dem Gedanken blasen in „Die Welt der

grauen Zellen“. Die Seminarleiterin konnte beobachten, dass

der Gruppenprozess von anfänglicher Konkurrenz durch eine

positive gegenseitig stärkende Haltung abgelöst wurde.

Dadurch wurde das Selbstwertgefühl der Jugendlichen enorm

gestärkt. Auch wurde eine positive Veränderung der schulischen

Leistungen bei allen Teilnehmer/innen festgestellt.

Gesunde Gemeinde aktuell 19


Das Ziel dieses Projekts war es, so vielen jungen Seewalchner/innen wie

möglich auf spannende Weise „Gesundheit schmackhaft“ zu machen.

300 Kinder und Jugendliche besuchten den 1. Seewalchner Kinder -

gesundheitstag.

Die Jüngsten konnte mit dem „Gesundheitskasperl“

lachen, beim Workshop

„Bären- und Puppenordination“ wurden

die mitgebrachten Lieblingspuppen und

Bärlis verarztet. Der Sinnesweg wurde

barfuß mit den Zehenzwergen Fridolin

und Franz im Zauberwald beschritten. An

der Wasserbar und mit einer gesunden

Jause konnten sich die jungen Teilnehmer/innen

zwischen den Workshops

stärken, unterstützt durch Peers-Schüler/innen

der HS und des Polytechnikums.

Angeboten wurde auch Schnupper-Klettern

und das „Abenteuer

Dschungel“, wo unter professioneller

Anleitung ein Erlebnisparcours erkundet

wurde. Beim Wald- und Wiesenschmaus

mit der Kräuterfee vom Attersee wurden

Wildkräuter gesammelt, verkocht und

gemeinsam verspeist.

Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde startete einen Aufruf an alle Obstgartenbesitzer, Äpfel für die Erzeugung

von natürlichem Apfelsaft für Kindergarten- und Schulkinder kostenlos zur Verfügung zu stellen.

An gemeinsam mit dem Kindergarten

und dem Elternverein stattfindenden

Aktionstagen wurden von den Kindern

und den Eltern insgesamt 5500 kg

Äpfel eingesammelt. Eine Firma aus

dem Bezirk konnte für die Verarbeitung

zu Apfelsaft gewonnen werden

und die Kinder konnten auch beim

Herstellungsprozess zusehen.

Es wurden 900 l Apfelsaft erzeugt,

welcher dem Kindergarten und der

Schule kostenlos für das laufende

Jahr zur Verfügung gestellt wurde.

Der selbst produzierte Apfelsaft ist

nun zum Lieblingsgetränk vieler Kinder

avanciert.

„Abenteuer Gesundheit“ –

1. Seewalchner Kindergesundheitsnachmittag

Windhaag bei Perg Apfelsaft für Kinder

Ansprechpartner/in:

Bgm. Mag. Johann Reiter

AKL in Andrea Mayr

4863 Seewalchen

Ansprechpartner/in:

Bgm. Ignaz Knoll

AKL in Bettina Bernhart

4322 Windhaag bei Perg

20 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


Windischgarsten

„Äktschn 4 U“ KINDER und JUGEND-

TAG der Vereine und ihrer Gemeinde

Die fast 40 Vereine und Organisationen konnten durch das gemeinsame Engagement weit über

500 Besucher/innen am „Aktschn 4 U“ Kinder- und Jugendtag anlocken.

Im Vorfeld wurde eine Umfrage in den örtlichen Schulen

mit der Zielsetzung „Was können wir unserer

Jugend bieten?“ mit der Möglichkeit, interessante

Aktionen zu nennen und weitere Vorschläge einzubringen,

gestartet.

Besonderen Anklang fanden die kreativen Angebote

wie „Schreiraum“, „Meckerecke“, Wettmelken und

Notfallübungen mit Feuerwehr, Rettung und Notarzt

vorm Haus. Der Erfolg ist Motivation für eine Fortführung

diese Projekts.

Ansprechpartner:

Bgm. Ing. Norbert Vögerl

AKL Werner Gschaider

4580 Windischgarsten

Zell am Moos 4 Fragen zur Gesundheit – Videoprojekt

Anlässlich des Gesundheitstages und der festlichen Ortstafelverleihung in Zell am Moos erarbeitete ein Team

aus Jugendlichen und Vereinsmitgliedern von „Bader-Wender-Zechnwuzler“ unter der Leitung der Arbeitskreisleiterin

der Gesunden Gemeinde vier Fragen, die an die Bürger von Zell am Moos beim alljährlichen Dorffest

gestellt wurden.

Es wurden unterschiedlichste Zielgruppen befragt – von

Jugendlichen bis zu älteren Menschen, von der Bäuerin bis

Folgende Fragen wurden gestellt:

• Was heißt für mich Gesundheit?

• Was tust du für deine Gesundheit?

zum Arzt – und die Reaktionen und Antworten mit dem Video

aufgenommen.

• Was ist deine größte Sünde?

• Warum glaubst du, leben Frauen länger als Männer?

Die Nachdenklichkeit und selbstkritische Reflexion der

Erwachsenen, aber auch dass die beteiligten „Mitspieler“ aus

dem eigenen Lebensumfeld bekannt waren, machte das Produkt

persönlicher, emotionaler und es ist daher nachhaltiger

wirksam. Gesundheit wurde hier lebendig und authentisch vermittelt.

Ansprechpartner/in:

Bgm. Wilhelm Langwallner

AKL in Mag. a Helga Gumplmaier

4893 Zell am Moos

Gesunde Gemeinde aktuell 21


Gesunde-Küche-Betriebe stellen sich vor

Tagesheimstätte

Unterweißenbach

der Lebenshilfe Oberösterreich

Fünf MitarbeiterInnen und zwei Zivildiener betreuen zur Zeit vorbildlich 21 Menschen

mit Beeinträchtigung. In der zweiten Reihe links die Leiterin Angela Wirrer.

Das Küchenteam der Tagesheimstätte Unterweißenbach, welches für das

leibliche Wohl der gesamten Einrichtung sorgt, ist nicht nur eine kulinarische,

sondern vor allem auch gemäß der Auszeichnung „Gesunde Küche“

eine gesundheitsbewusste und gesundheitsfördernde Bereicherung für alle.

Der stark zunehmende Anteil an Übergewichtigen und

das stetig wachsende schlechte Ernährungsverhalten

der Gesellschaft gab Küchenleiter Johannes Kaltenberger

den Anlass, die „Gesunde Küche“ einzuführen.

Dem diätetisch geschulten Koch und seinem Team wurde

am 1. Oktober 2008 die Auszeichnung „Gesunde Küche“

überreicht, welche ein Markenzeichen für guten Geschmack

und ernährungsphysiologische Qualität darstellt.

Abwechslung durch vegetarische und

fleischlose Gerichte

Die Abwechslung durch vegetarische und fleischlose

Gerichte sowie fettarme Süßspeisen kommen bei den

Betreuten wie den Betreuerinnen sehr gut an. Für den

kleinen Hunger zwischendurch gibt es in der Tagesheimstätte

einen Obstkorb, der täglich mit frischem Obst aufgefüllt

wird, und eine Teebar steht allen zur Verfügung.

Außerdem wird einmal wöchentlich gemeinsam mit einigen

Klienten eine fruchtige Nachspeise zubereitet, wie

z.B. Apfelkompott, Obstsalat oder Früchtejoghurt.

„Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung werden

die Klienten der Sand-, Holz- und Fördergruppe

gestärkt, um eifrig ihren Beschäftigungen, wie die Produktion

von Sandbildern und diversen Holzprodukten

nachzugehen“, betont die Leiterin der Tagesheimstätte

Angela Wirrer.

Gesunde Küche

Ein Projekt des Netzwerkes Gesunde Gemeinde

Küchenleiter Johannes Kaltenberger mit seinem Team.

Neben dem Zubereiten des Mittagessens sind auch das

Einkaufen von frischen, regionalen und meist saisonellen

Lebensmitteln, das Abwaschen, theoretische Fortbildung

und Lerneinheiten Fixpunkte im täglichen Arbeitsablauf.

„Für einen Tag pro Woche können sich auch Klienten der

anderen Gruppen als zusätzliches Beschäftigungsangebot

an der Zubereitung des gesunden Mittagessens beteiligen“,

betont Johannes Kaltenberger, der seit der Eröffnung

Küchenleiter ist. Zuvor arbeitete er im Kurhotel Bad

Zell. Pro Tag werden zwischen 30 und 40 Essen von seinem

Team auf den Tisch gezaubert.

22 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09

für die Gemeinschaftsverpflegung


40 moderne Betreuungsplätze stehen in Unterweißenbach zur

Verfügung.

Vor zwei Jahren wurde die neue Tagesheimstätte

eröffnet

Am 2. Juli 2007 wurde die neue Tagesheimstätte in

Betrieb genommen. 21 Menschen mit Beeinträchtigung

werden von fünf MitarbeiterInnen und zwei Zivildienern

vorbildlich betreut.

Die Lebenshilfe Oberösterreich wurde 1969 in Vöcklabruck

gegründet. 1.530 Menschen mit geistiger und mehrfacher

Beeinträchtigung werden zur Zeit in mehr als

60 Einrichtungen betreut.

Neu ausgezeichnete

Gesunde Küche“-Betriebe

Im Rahmen des Wellnesstages am 25. April 2009 wurde die Urkunde „Gesunde Küche“ durch Landesrätin

Dr. in Silvia Stöger an 13 Betriebe verliehen. Aktuell führen nun bereits 112 Betriebe aus den unterschiedlichsten

Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie diese Auszeichnung der Abteilung Gesundheit.

Die neu ausgezeichneten „Gesunde Küche“-Betriebe:

Rezepttipp:

Freistadt: Tagesheimstätte Unterweißenbach der Lebenshilfe OÖ in Unterweißenbach

Gmunden: Evangelischer Kindergarten Bad Goisern

Gmunden: Schulküche der Stadtgemeinde Laakirchen

Grieskirchen: Kindergarten der Marktgemeinde Gallspach

Kirchdorf an der Krems: Schulküche der Marktgemeinde Molln

Linz-Land: Bezirksaltenheim Ansfelden-Haid des Sozialhilfeverbandes Linz-Land

Linz-Land: Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule St. Florian

Perg: Bauernhof Wurzergut

Perg: Kloster Baumgartenberg vom Guten Hirten

Schärding: Schulküche der Gemeinde Taufkirchen an der Pram

Schärding: Schulküche der Gemeinde Freinberg

Steyr-Land: Bezirksalten- und Pflegeheim Garsten

Vöcklabruck: Gasthaus Stadlmayr in Schwanenstadt

Mühlviertler Krautfleckerl

(für fünf Portionen)

Zutaten:

½ Kopf Weißkraut

1 große Zwiebel

80 g Selchspeck

1 EL Staubzucker

500 g Fleckerln (lang)

Salz, Pfeffer

1 EL Essig

etwas Kümmel (ganz)

1 Prise Paprikapulver

etwas Suppe

Petersilie

Zubereitung:

Das Weißkraut waschen und die äußeren Blätter ent -

fernen; danach das Kraut vom Strunk befreien; fein

nudelig schneiden und salzen; die Zwiebel schälen und

hacken; den Speck klein schneiden und anschwitzen.

Den Staubzucker beifügen und weiterrösten, bis der

Zucker eine bräunliche Farbe angenommen hat. Die

Fleckerln in reichlich Salzwasser bissfest kochen;

danach abschrecken, abseihen und bereithalten.

Die Zwiebel zum Speck in die Pfanne geben und alles

gemeinsam durchrösten; danach mit Essig ablöschen.

Das Kraut und die Gewürze zugeben und im eigenen

Saft weich garen; dabei öfters umrühren. Das Kraut soll

eine bräunliche Farbe annehmen, falls erforderlich,

etwas Suppe zugießen. Zuletzt die Fleckerln zugeben,

alles durchmischen; vor dem Servieren mit Petersilie

bestreuen.

Weitere Fotos der Urkundenverleihung sowie die aktuelle Liste aller „Gesunde Küche“-Betriebe finden Sie auf

www.gesundegemeinde.ooe.gv.at

Gesunde Gemeinde aktuell 23


Ortstafelverleihungen

Gesunde Gemeinde

Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde mit LAbg. Hans Affenzeller, Bgm. Josef

Hinterreither, Bürgermeister a.D. Herbert Wurz und AKL in Helga Nötstaller.

Unter dem Motto „Utzenaich bewegt“ organisierte

die „Gesunde Gemeinde“ ein Ortsfest mit Gewerbe-Vereinsausstellung

und Gesundheitsstraße,

dessen Höhepunkt die Ortstafelübergabe durch

Gesundheitslandesrätin Dr. in Silvia Stöger war.

19 Gewerbebetriebe und 18 Vereine von Utzenaich

beteiligten sich aktiv am Programm, welches Jung

und Alt begeisterte. Die Gesundheitsstraße wurde

regelrecht gestürmt und insgesamt konnte das

Team der Gesunden Gemeinde mehr als 650 Personen

begrüßen. Sogar eine eigene Briefmarke wurde

kreiert.

Mit der Übergabe der Ortstafel „Gesunde Gemeinde

hat der Kaltenberger Arbeitskreis unter der

Leitung von Helga Nötstaller ein lange angepeiltes

Ziel erreicht. Am 21. März 2009 überreichte

LAbg. Hans Affenzeller in Vertretung von Landesrätin

Dr. in Silvia Stöger die Tafel an Bürgermeister

Josef Hinterreither.

Zu diesem festlichen Anlass hatte der Arbeitskreis

Gesunde Gemeinde“ ein Kochbuch mit

dem Titel „Was kochan ma heit?“ mit vielen Vorschlägen

für gesunde Menüs ohne besonderen

Aufwand zusammengestellt. Seh- und Hörtests,

Blutdruck- und Blutzuckermessungen, ein Vortrag

einer Diätologin und als besonderes Highlight eine „TeaKwonDo“-Vorführung

rundeten das Festprogramm ab.

Utzenaich

Kaltenberg

Das Team der „Gesunden Gemeinde Utzenaich“ mit Bgm. Karl

Ehwallner, AKL in Iris Lengauer und den Kindern, die ein Gedicht

für Landesrätin Dr. in Stöger vorbereitet hatten.

24 Gesunde Gemeinde aktuell 2_05/09


von li. n. re.: Weißengruber, Lehermayr, Hause, Rapapta,

AKL in Eva Hoffmann, Hackl, Hintersteininger, Asanger,

Bgm. Ing. Erich Wahl, Gusenleitner, LR in Dr. in Silvia Stöger,

Vzbgm. in Ingrid Wallner.

Sonnberg im Mühlkreis

Nach fast 5-jähriger Beteiligung der Gemeinde Sonnberg am Netzwerk

Gesunde Gemeinde und vielen gesundheitsfördernden

Veranstaltungen war es am 24. April so weit: Landeshauptmann

Dr. Josef Pühringer und LAbg. Josef Eidenberger (in Vertretung von

Landesrätin Dr. in Stöger) überreichten an Arbeitskreisleiterin Rosina

Gußner und Bgm. Josef Manzenreiter die Ortstafel Gesunde

Gemeinde.

Der Verleihung im Rahmen des 3. Sonnberger Gemeindetages wohnten

rund 180 Besucher und Besucherinnen bei.

St. Georgen an der Gusen

Beim 1. St. Georgener Gesundheitsnachmittag am

25.04.2009 im Aktivpark unter dem Motto „Mit allen

Sinnen“ informierten etwa 30 Aussteller rund um das

Thema Gesundheit und Wohlfühlen. Das breite Angebot

reichte von Informationen zum Thema Logopädie,

Physiotherapie, über Ernährung, Bewegung und Kräuter

und einer Gesundheitsstraße, die vom Roten Kreuz

St. Georgen/Gusen betreut wurde.

Höhepunkt des Nachmittags war die Verleihung der Ortstafel

durch Landesrätin Dr. in Silvia Stöger, musikalisch

umrahmt durch die Kinder des Kindergartens St. Georgen.

Die Gemeinde St. Georgen an der Gusen beteiligt sich seit

2004 am Netzwerk Gesunde Gemeinde.

Die Gesunde Gemeinde Ortstafel wurde auch verliehen an:

Herzliche Gratulation!

Ortstafelverleihung mit LH Dr. Josef Pühringer,

LAbg. Josef Eidenberger, AKL in Rosina Gußner,

Regionalbetreuerin Mag. a Martina Kürmayr.

Atzbach 17. April 2009 Bgm. Berthold Reiter, AKL in Silke Weik

Desselbrunn 8. Mai 2009 Bgm. in Ulrike Hille, AKL Johann Brummayer

Geinberg 5. Mai 2009 Bgm. Bernhard Schöppl, AKL in Helga Gapp

Rottenbach 28. Februar 2009 Bgm. Roman Anzengruber, AKL in Gabriele Raab-Obermayr

St. Pankraz 9. Mai 2009 Bgm. Manfred Degelsegger, AKL Gerhard Kaltenbrunner

Gesunde Gemeinde aktuell 25


Aktuelles

Als neue begrüßen wir die Gemeinden

• Handenberg • St. Georgen am Fillmannsbach

• Helpfau-Uttendorf • St. Willibald

• Moosdorf

Neue Arbeitskreisleiter/innen

• Karin Aichinger, Hinzenbach • Monika Mitterhauser, Reichraming

• Johann Cserkits, Lengau • Maria Oberndorfer, Hörbich

• Karl Eder, Schwand i. I. • Erwin Pachner, Unterweitersdorf

• Gabriele Friedl, Margit Reitinger, St. Roman • Gertraud Pichler, Pöndorf

• Sabine Forthuber, Helpfau-Uttendorf • Gabriele Raab-Obermayr, Rottenbach

• Tomislav Gabaldo, Großraming • Gertraud Schinagl, Moosdorf

• Waltraud Gerstner, St. Georgen am Fillmannsbach • Christa Maria Stachl, Handenberg

• Andreas Jetzinger, Geiersberg • Renate Tremesberger, Baumgartenberg

• Gabriele Meunier, Steinbach am Ziehberg • Dr. Reinhold Zischkin, Thalheim bei Wels

Ein herzliches Willkommen den neuen Arbeitskreis -

leiterinnen und Arbeitskreisleitern! Wir freuen uns auf

eine gute Zusammenarbeit.

Checkliste Gesunde Schuljause

Bei ausgeschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

möchten wir uns für ihr Engagement in der „Gesunden

Gemeinde“ aufs Allerherzlichste bedanken.

Die Checkliste Gesunde Schuljause wurde neue überarbeitet und ist wieder in der Gesunde Gemeinde

Homepage www.gesundegemeinde.ooe.gv.at unter Projekte/Gesunde Schuljause und im Mitarbeiterportal

unter Qualitätszertifikat zu finden. Die Checkliste ist Leitlinie für die Gesunde Schuljause der Abteilung

Gesundheit und kann für das Qualitätszertifikat ab dem Schuljahr 2009/2010 verwendet werden.

Bezirk Braunau

Burgkirchen

Geretsberg

Lengau

Moosbach

Perwang am Grabensee

Pischelsdorf am Engelbach

Polling im Innkreis

St. Radegund

Tarsdorf

Bezirk Freistadt

Hagenberg im Mühlkreis

Bezirk Gmunden

Bad Ischl

Pinsdorf

St. Konrad

Bezirk Grieskirchen

Gallspach

Dem Netzwerk Gesunde

Gemeinde gehören derzeit

bereits 421 von 444 oberösterreichischen

Gemeinden an.

Teilnehmende Gemeinden am Qualitätszertifikat im Zertifizierungszeitraum 2010 bis 2012

Bezirk Kirchdorf

Kirchdorf an der Krems

Kremsmünster

Steinbach am Ziehberg

Bezirk Perg

Luftenberg an der Donau

Bezirk Rohrbach

Aigen im Mühlkreis

Altenfelden

Arnreit

Neustift im Mühlkreis

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Treffpunkt Arbeitskreis SE-KI

21 Gesunde Gemeinden aus den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf kamen nach Grünburg,

um sich zu den Themen Qualitätszertifikat und Vernetzung zu informieren.

Aufbauend auf den Erfahrungen, die wir als neue

Regionalbetreuerinnen im letzten Jahr sammeln

konnten, organisierten wir am 31. März 2009

ein überregionales Arbeitskreis-Treffen für die Bezirke

Steyr-Land und Kirchdorf. 39 Teilnehmer/innen,

darunter Arbeitskreisleiter/innen, Arbeitskreismitarbeiter/innen

und Sachbearbeiter/innen aus insgesamt

21 Gemeinden folgten der Einladung nach

Grünburg und ließen den Treffpunkt Arbeitskreis SE-

KI zu einer sehr erfolgreichen Veranstaltung werden.

Hauptthemen des Abends waren die Informationsvermittlung

zum Qualitätszertifikat und die Möglichkeiten

der Vernetzung.

Das Qualitätszertifikat als wirksame Unterstützung

für eine qualitative Gesundheitsförderung stellten wir

auch anhand von Beispiel-Gemeinden aus den Bezirken vor.

Das Echo war grundsätzlich sehr positiv, vorhandene Fragen

und Unsicherheiten konnten im Gespräch geklärt werden. Ab

2010 kann jeweils 1/3 der Gemeinden eines Bezirks am

Qualitätszertifikat teilnehmen und viele Gemeinden in den

Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf haben bereits an diesem

Abend ihr Interesse bezüglich einer Teilnahme bekundet. Wir

als Regionalbetreuer/innen stehen den Gemeinden bei der

Planung und Umsetzung unterstützend zur Seite.

Möglichkeiten der Vernetzung – dieses Thema ist in unseren

Bezirken ebenfalls sehr aktuell. Darf man sich überhaupt vernetzen,

wie kann man sich vernetzen (z.B. innerhalb der

Gesunden Gemeinde, zu anderen Gesunden Gemeinden),

Stand: 18. Mai 2009

Oepping

Schlägl

St. Peter am Wimberg

Ulrichsberg

Bezirk Schärding

Kopfing im Innkreis

Rainbach im Innkreis

Bezirk Steyr-Land

Dietach

Großraming

Waldneukirchen

Die Information zum Qualitätszertifikat war ein Schwerpunkt des Treffpunkts.

Bezirk Urfahr-Umgebung

Hellmonsödt

Lichtenberg

Reichenthal

Bezirk Vöcklabruck

Berg im Attergau

Gampern

Neukirchen an der Vöckla

Puchkirchen am Trattberg

Rüstorf

Seewalchen am Attersee

St. Georgen im Attergau

was sind die Vorteile der Vernetzung? Das sind Fragen aus

der Praxis der Regionalbetreuung. Auch der „Treffpunkt

Arbeitskreis SE-KI“ sollte ein Beitrag zur Vernetzung/Kooperation

sein. Wir erachten es als besonders wichtig,

das Kennenlernen untereinander zu fördern und eine Plattform

für den Austausch mit Gleichgesinnten aufzubauen.

Im ersten Halbjahr 2010 wird es wieder eine Zusammenkunft

geben, allerdings in einem kleineren bezirksweiten Rahmen,

damit der Austausch noch intensiver sein kann.

Birgit Heidlberger und Monika Lechner,

Regionalbetreuerinnen Bezirk Kirchdorf und Steyr-Land

Straß im Attergau

Timelkam

Weyregg am Attersee

Bezirk Wels-Land

Buchkirchen

Pichl bei Wels

Sattledt

Thalheim bei Wels

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