23.04.2015 Aufrufe

Ausgabe 3/4 _ 2015 - KÜCHENFERTIGUNG

KÜCHENPLANER Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Achtmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen. Mit anerkannt hoher fachlicher Kompetenz informiert KÜCHENPLANER über aktuelle Küchentrends, Küchenplanung, Küchenmöbel, Produktneuheiten, Zubehör, Hausgeräte, sowie über Markt, Menschen und Events in der Küchenszene. KÜCHENPLANER ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)“. Kontakt Redaktion: Dirk Biermann | d.biermann@strobel-verlag.de Kontakt Anzeigen: Stefan Schütte | s.schuette@strobel-verlag.de www.kuechenplaner-magazin.de

KÜCHENPLANER

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten.

Achtmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

Mit anerkannt hoher fachlicher Kompetenz informiert KÜCHENPLANER über aktuelle Küchentrends, Küchenplanung, Küchenmöbel, Produktneuheiten, Zubehör, Hausgeräte, sowie über Markt, Menschen und Events in der Küchenszene. KÜCHENPLANER ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)“.

Kontakt Redaktion:
Dirk Biermann | d.biermann@strobel-verlag.de

Kontakt Anzeigen:
Stefan Schütte | s.schuette@strobel-verlag.de

www.kuechenplaner-magazin.de

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

www.kuechenplaner-magazin.de<br />

<strong>Ausgabe</strong> 3/4 / <strong>2015</strong><br />

Strobel VerlAg<br />

<strong>KÜCHENFERTIGUNG</strong><br />

powerd by KÜCHeNPlANer<br />

SPeCIAl – interzum <strong>2015</strong> in Köln


AUSGEZEICHNET: ÖKO LINER<br />

& ORGANISATIONSSCHUBLADE<br />

DIE SYSTEMLÖSUNG FÜR UNTERSCHRÄNKE<br />

Individuelle Abfalltrennung und die übersichtliche<br />

Lagerung von Reinigungsutensilien im Unterschrank<br />

dürfen in keiner modernen Küche fehlen. Eine besonders<br />

clevere Systemlösung ist der Öko Liner, der nicht<br />

nur durch seinen Bewegungskomfort, sondern auch<br />

durch die Möglichkeit der individuellen Gestaltung mit<br />

Behältern unterschiedlicher Größe beeindruckt. Ausgestattet<br />

mit der neuen Organisationsschublade steht<br />

dem Küchennutzer zusätzlicher Stauraum zur Verfügung,<br />

der multifunktional bestückt werden kann. Design,<br />

Komfort und Funktionalität auf höchstem Niveau –<br />

ausgezeichnet mit dem international anerkannten<br />

interior innovation award 2014.<br />

Vauth-Sagel – seit 1962. www.vauth-sagel.de<br />

BESUCHEN SIE UNS IN HALLE 7,<br />

STAND C20


Inhalt<br />

interzum<br />

4 Was ein Möbel zum Möbel macht<br />

ZOW<br />

6 Baustelle ZOW<br />

10 „trend_works“:<br />

Keine weiteren Fragen<br />

12 Produktneuheiten von der ZOW<br />

Eggerzum<br />

18 Köttbullar statt Currywurst<br />

interzum<br />

22 Grass: Puristische Innen-Orga<br />

23 Hettich: Kompetenz im Kasten<br />

24 Hailo:<br />

Lebensmittel im Auszug lagern<br />

25 Kesseböhmer: 100 % im Zugriff<br />

26 Blum: Immer die richtige Klappe<br />

27 30 Jahre Schattdecor<br />

29 Drei Engel für Pfleiderer<br />

30 Surteco: Alles passt zusammen<br />

31 Vauth-Sagel:<br />

Stauraum mit System<br />

Arbeitsplatten<br />

32 Neuheitenübersicht:<br />

Natur ist Trumpf<br />

39 Impressum<br />

Foto: Vauth-Sagel<br />

Zum Titelbild<br />

Abseits vom Standard<br />

Vauth-Sagel wird zur Weltleitmesse<br />

interzum <strong>2015</strong> innovative Systemlösungen<br />

für besondere Stauräume in<br />

modernen Küchenplanungen präsentieren.<br />

„Die Ecke neu denken“ ist dabei<br />

ein Highlight, welches die Besucher in<br />

Köln vom 5. bis 8. Mai <strong>2015</strong> in Halle 7,<br />

Stand C20 erwartet. www.vauth-sagel.de<br />

Foto: Cosentino Foto: Biermann<br />

Foto: Biermann<br />

Fotos Koelnmesse<br />

6<br />

4/22<br />

Oberflächen und Beschläge<br />

satt: Die interzum,<br />

Weltleitmesse<br />

für Möbelbau und<br />

Innenausstattung, findet<br />

vom 5. bis 8. Mai<br />

<strong>2015</strong> in der Messe<br />

Köln-Deutz statt.<br />

Die ZOW ringt um ihre Zukunft und tritt dabei auf<br />

der Stelle. Nun will der Veranstalter Dinge besser machen,<br />

die gar nicht erst hätten schlecht laufen dürfen.<br />

Und das mit neuem Personal: Der Ex-Kölner Frank<br />

Haubold (Foto) soll die einstige Vorzeigemesse aus<br />

der Misere führen.<br />

18<br />

32<br />

Immer wieder anders<br />

kombinieren: Dafür<br />

stehen in der Saison<br />

<strong>2015</strong> viele helle Hölzer,<br />

Blau- und Grautöne<br />

sowie Elemente des<br />

„Industry Chic“ zur<br />

Verfügung.<br />

Drei Michelin-Sterne<br />

heften an der Brust<br />

des spanischen Kochs<br />

David Muñoz (Foto).<br />

Seine preisgekrönten<br />

Häppchen richtet er<br />

hier direkt auf einer<br />

Dekton-Fläche von<br />

Cosentino an. Weil<br />

es mit dem Hygieneschutz<br />

klappt. Eine<br />

Übersicht mit ausgewählten<br />

Neuheiten<br />

von der LivingKitchen.<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchEnplAnEr 3


Küchenfertigung/Messe<br />

Tatsächlich ist die interzum Geburtsstätte<br />

vieler Trends. Die weltweit führenden Möbelund<br />

Objektausstatter haben sich in einer Art<br />

Schwarmintelligenz – also nicht offiziell abgesprochen<br />

– darauf geeinigt, dass alle zwei<br />

Jahre auf dem Messegelände in Köln-Deutz<br />

die maßgebenden Neuheiten, Prototypen und<br />

Konzepte gezeigt werden. Entsprechend groß<br />

ist das Interesse. Die Koelnmesse heißt mehr<br />

als 1500 Aussteller in ihren Hallen willkommen<br />

und rechnet ähnlich wie 2013 mit 53 000<br />

Besuchern – oder mehr.<br />

Gerade die Prototypen machen einen interzum-Besuch<br />

so wertvoll. Denn längst nicht jedes<br />

Produkt beginnt seine Existenz gleich als<br />

serienreifes Modell. Viele beginnen als Studie,<br />

die erst ausgiebig mit Kunden diskutiert<br />

und anschließend in Details verfeinert werden,<br />

bevor der Musterbau aktiviert wird. Wie<br />

zum Beispiel das Boxsystem „Legrabox pure“<br />

Was ein Möbel zum Möbel macht<br />

Wer wissen will, was im Winter im Handel steht, muss im Mai auf die interzum. Aber nicht allein<br />

wegen der kurzfristigen Trends lohnt ein Besuch auf der internationalen Zuliefermesse. In Köln wird<br />

alles das präsentiert, was ein Möbel überhaupt erst zum Möbel macht. Am 5. Mai geht’s los.<br />

Oberflächen, Beschläge und Bewegungssysteme stehen für die Küchenspezialisten im Mittelpunkt der interzum. Hier eine Messe-<br />

Impression vom Pfleiderer-Stand aus dem Jahr 2013.<br />

Fotos: Koelnmesse<br />

4 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


von Blum, das erstmalig auf der interzum<br />

2011 präsentiert wurde. Schon auf der darauffolgenden<br />

LivingKitchen war das System<br />

in ausgereifter Form zu sehen und ist nun im<br />

Jahre <strong>2015</strong> bei Unternehmen wie Ballerina,<br />

Schüller oder Störmer tragender Bestandteil<br />

des Designs. Weitere ausgewählte Technologien,<br />

die allein auf der interzum 2013 das<br />

Licht der Möbelwelt erblickten: das mechanische<br />

Bewegungssystem „Tip-On Blumotion“<br />

(Blum), Designschubkasten „ Vionaro“ (Grass),<br />

Vorratsschrank VSA (Vauth- Sagel), Oberflächen<br />

mit Synchronpore (Egger), Flächen-LED<br />

„Disc Bianco“ (Elektra), Glas laminat „ Rauvisio<br />

crystal“ (Rehau), Null fugenkante „Raukantex<br />

laser edge“ (ebenfalls Rehau).<br />

Besser zwei Tage<br />

Auf der interzum ist so viel zu sehen<br />

und auszuprobieren, dass ein Messetag dafür<br />

nicht reicht. Mit dieser Aussage werben<br />

die Veranstalter auch in diesem Jahr dafür,<br />

mindestens zwei Tage für den Messebesuch<br />

einzuplanen. Schließlich gibt es neben den<br />

Produktvorführungen ein anspruchsvolles<br />

Rahmen- und Eventprogramm mit Vorträgen<br />

und Designausstellungen. Ganz praktisch<br />

konzipiert sind Demonstrationen, wie der<br />

3-D-Druck funktioniert – präsentiert wird<br />

dies auf der Piazza „innovations of interior“.<br />

Fachlich spannend wird es vermutlich auf<br />

dem fünften „Innovationsworkshop Holzwerkstoffe“,<br />

der am 4. Mai im Congress-Centrum<br />

Nord der Koelnmesse durchgeführt<br />

wird. Vertreter der Industrie und Forschungseinrichtungen<br />

aus den Bereichen Holzwerkstoffe,<br />

Möbelbranche und Innenausbau stellen<br />

aktuelle Produktinnovationen vor und<br />

laden zum anschließenden Plenumsgespräch.<br />

Schon jetzt lässt sich absehen, dass die<br />

Flächenbelegung im Vergleich zur Messe<br />

2013 um mehr als 5 % zugelegt hat. Ein<br />

Grund für die Steigerung ist unter anderem<br />

die Vergrößerung des Segments „Function +<br />

Components“ – hier wird <strong>2015</strong> die Ausstellungsfläche<br />

um eine ganze Halle (4.1) ergänzt.<br />

Matthias Pollmann, Projektmanager der<br />

interzum, ist sich deshalb sicher: „Wer weniger<br />

als zwei Tage für die interzum einplant,<br />

kann gar nicht alles schaffen. Selbst wenn<br />

man sich dabei nur auf ein Angebotssegment<br />

fokussiert. Denn neben den Produktneuheiten<br />

unserer Aussteller bieten wir erstklassige<br />

Vorträge, Workshops und Eventflächen,<br />

von denen alle Besucher ebenfalls nachhaltig<br />

profitieren werden.“<br />

Sonderschau der Besten<br />

Zu den Ausstellern gehören auch in diesem<br />

Jahr zahlreiche Teilnehmer des „interzum<br />

award: intelligent material & design<br />

<strong>2015</strong>“. Diese Unternehmen haben sich dem internationalen<br />

Vergleich gestellt und ihre Expertise<br />

mit Produktneuheiten und -weiterentwicklungen<br />

bewiesen. Der Wettbewerb wird<br />

nun bereits zum achten Mal von der Koelnmesse<br />

ausgerichtet, und zwar in Kooperation<br />

mit der Designinitiative „red dot“. <strong>2015</strong> verzeichnete<br />

der Wettbewerb 269 Anmeldungen<br />

aus 21 Ländern. In drei verschiedenen Kategorien<br />

waren innovative Gestaltungen für<br />

die Möbel industrie und den Innenausbau gefragt:<br />

von Materialien und Oberflächen über<br />

Beschläge, Glas und Licht bis hin zu Polstermöbelfertigung<br />

und Schlafzimmerbetten.<br />

In diesem Jahr vergab die Jury 50-mal die<br />

Auszeichnung „Hohe Produktqualität“ für besondere<br />

Designleistungen in Form und Funktion.<br />

Nur neun Produkte wurden als „Best of<br />

the Best“ geehrt. Darüber freuen dürfen sich:<br />

das Fraunhofer-Institut für Holzforschung<br />

WKI, Richter akustik & design GmbH & Co.<br />

KG, Schock Metallwerk GmbH und OCTO<br />

Actuators GmbH ( Bionical Design GmbH) –<br />

alle aus Deutschland – sowie Organoid Technologies<br />

GmbH aus Öster reich und aus der<br />

Schweiz der Hersteller Lamello AG. Ebenso<br />

sicherten sich ALPI SPA und Arpa Industriale<br />

S.p.A. aus Italien sowie DesleeClama aus<br />

Belgien mit ihren Produkten die Höchstauszeichnung<br />

des Wettbewerbs.<br />

Weitere für die Küchenbranche relevante<br />

Preisträger in der Kategorie „Hohe Produktqualität“<br />

sind die Firmen cap. GmbH,<br />

Neelsen, Niemann, Pfleiderer, Rehau, Grass,<br />

Hettich und Blum.<br />

ausstellung auf dem Messeboulevard<br />

Im Rahmen der Messe werden sämtliche<br />

ausgezeichneten Gestaltungen in einer Sonderausstellung<br />

der Öffentlichkeit vorgestellt.<br />

Die Preisträger der Auszeichnung „Best of<br />

the Best“ werden in einem begehbaren Quader<br />

auf dem Messeboulevard hervorgehoben.<br />

Damit will die Koelnmesse die Bedeutung<br />

von Design als Innovationsmotor unterstreichen.<br />

Zudem werden die preisgekrönten Gestaltungen<br />

in der Online-Ausstellung unter<br />

www.interzum-award.de präsentiert.<br />

aktuelle Infos im Web<br />

Die interzum findet vom 5. bis 8. Mai <strong>2015</strong><br />

in Köln statt. Geöffnet sind die Messehallen<br />

an diesen Tagen von 9 bis 18 Uhr. Die aktuelle<br />

Ausstellerliste, Anreiseinformationen<br />

sowie Infos zum Rahmen- und Vortragsprogramm<br />

der interzum mit konkreten Zeiten<br />

finden sich auf der Internetseite der Messe<br />

unter www.interzum.de.<br />

Ab Seite 22 in dieser <strong>Ausgabe</strong> vom KÜ-<br />

CHENPLANER stellen wir ausgewählte Messeneuheiten<br />

vor. Ebenso tagesaktuell nach<br />

Erscheinen dieser <strong>Ausgabe</strong> auf www.kuechenplaner-magazin.de<br />

www.interzum.de<br />

LED<br />

Licht - Technologie<br />

Erstklassige Lichtlösungen<br />

für Interior- und<br />

Shop-Anwendungen.<br />

5. –8. Mai <strong>2015</strong><br />

Köln<br />

Halle 8<br />

Stand D018<br />

kontakt @ elektra.de<br />

www.elektra.de<br />

3/4/<strong>2015</strong>


Küchenfertigung/Messe<br />

Baustelle ZOW<br />

Von Dirk Biermann<br />

Immer weniger Aussteller, immer weniger Besucher – die ZOW ringt um ihre<br />

Zukunft und tritt dabei auf der Stelle. Dabei sind sich alle einig: Format, Ort und<br />

Termin passen perfekt. Nun will Veranstalter Clarion Dinge besser machen, die<br />

gar nicht erst hätten schlecht laufen dürfen. Und das mit neuem Personal.<br />

Fotos: Biermann


Ausgerechnet am Würstchenstand offenbart sich die<br />

Misere der ZOW. Keine lange Schlangen, keine Wartezeit<br />

– da knurrt der Magen zur Mittagszeit vor lauter<br />

Vorfreude glatt eine Nuance tiefer. Entsprechend wohlgestimmt<br />

begutachtet der Messebesucher die Auslage.<br />

„Haben Sie die Bockwürstchen gar nicht mehr?“,<br />

fragt der etwa 45-jährige Anzugträger die Frau hinter<br />

dem Tresen und rückt den weißen Leinenbeutel über<br />

der Schulter zurecht.<br />

„Neee“, knallt es von der anderen Seite der<br />

Glasauslage zurück.<br />

„Ach!“, entgegnet der Interessent<br />

und lächelt unbeirrt<br />

weiter, „da macht man uns erst<br />

viele Jahre abhängig von dem<br />

fettigen Stoff, und dann werden<br />

die Würstel einfach aus dem Programm<br />

genommen.“<br />

Der offensichtlich witzig gemeinte Unterton scheint<br />

irgendwo zwischen Sender und Empfängerin verloren<br />

gegangen zu sein. „Die haben wir schon seit Jahren<br />

nicht mehr“, blafft die Enddreißigerin.<br />

„nahezu“ 7000 Besucher<br />

Im Rahmen der ZOW-Pressekonferenz berichtet<br />

Rudolph noch über die ZOW-Belange. Dass er als Veranstalter<br />

mit den 204 Ausstellern nicht zufrieden sei<br />

(was verständlich ist), dass er mit bis zu 7500 Fachbesuchern<br />

rechne (am Ende waren es „nahezu“ 7000) und<br />

dass das Unternehmen, bei dem er beschäftigt ist, zum<br />

Jahreswechsel verkauft worden sei. Wie bitte? „Das ist<br />

vielleicht noch nicht bei allen von Ihnen angekommen“,<br />

konkretisiert er den letzten genannten Punkt. Das ist<br />

richtig. Eine offizielle Mitteilung an den großen Verteiler<br />

hat es dazu nie gegeben. Das lässt die anwesenden<br />

Fachjournalisten tuscheln. Doch Horst Rudolph wiegelt<br />

ab. Bereits seit zwei Jahren sei der Eigentümerwechsel<br />

in Vorbereitung gewesen. Jetzt hat die US-amerikanische<br />

Investmentgesellschaft „Providence Equity<br />

Partners“ die Verantwortung übernommen. Es ist das<br />

erste Messeengagement im Portfolio des Risiko-Kapi-<br />

Was der Messegast so nicht stehen lassen will, es<br />

scheint sich um einen Kenner des kulinarischen ZOW-<br />

Angebots zu handeln. „Aber ...“, setzt er an, stutzt<br />

dann einen Moment und besinnt sich offenbar eines<br />

Strategiewechsels: „Egal, was haben Sie denn sonst<br />

noch im Angebot?“<br />

„Asiatische Gemüsepfanne.“<br />

„Das hört sich aber gut an,<br />

die nehme ich.“<br />

„Kostet 5,90 Euro.“<br />

Ich habe hier Wertgutscheine<br />

von einem Aussteller<br />

bekommen.“<br />

„Die gelten nicht für die Gemüsepfanne.“<br />

„Wofür denn?“<br />

„Für die Snacks und die Getränke.<br />

Der Rest kostet.“ ...<br />

An dieser Stelle verlassen wir das verbale Geplänkel.<br />

Für die momentane Schwäche der Zuliefermesse im<br />

lippischen Bad Salzuflen sind natürlich weder schlecht<br />

informierte und genervt agierende Dienstleister verantwortlich,<br />

noch allzu themenfeste Messebesucher.<br />

Diese Anekdote verdeutlicht jedoch die angekratzte<br />

Stimmung auf dem Areal zwischen Ostwestfalenstraße<br />

und B 239. Die Zahl der besuchenswerten Aussteller<br />

ist eine Sache, die Qualität der Messegespräche eine<br />

andere, aber wenn das bislang „immer“ kostenfreie<br />

Catering eingestampft wird, dann schlagen die Wellen<br />

hoch. So tickt der Mensch. Das mag ungerecht sein,<br />

sollte jedoch von Veranstaltungsmanagern einkalkuliert<br />

werden. Zumal Mieter und Besucher der ZOW in<br />

diesem Punkt gemeinsame Sache machen. „Es ist ein<br />

Unding, dass ich meine Kunden mit Wertcoupons fürs<br />

Mittagessen ausstatten muss“, moniert einer der Aussteller.<br />

Ein anderer winkt ab und grinst gequält: „Das<br />

sagt doch alles.“<br />

Keine guten Zahlen<br />

Doch was sagt es<br />

genau? Wohl zuerst,<br />

dass es um die Finanzen<br />

schlecht bestellt<br />

sein muss. Bei 204<br />

Ausstellern keine allzu<br />

verwegene Vermutung.<br />

Gerade mal<br />

zwei Hallen füllte<br />

die einst bärenstarke<br />

Veranstaltung im<br />

Messezentrum Bad<br />

Salzuflen in diesem<br />

Jahr. Etliche Quadratmeter<br />

wurden<br />

sogar noch für großzügig<br />

bemessene<br />

Sonderthemen abgesperrt.<br />

Die optische<br />

Reduktion sticht ins<br />

Auge. Deshalb spricht<br />

Horst Rudolph, zum<br />

Zeitpunkt der Messe<br />

noch Geschäftsführer<br />

des ZOW-Veranstalters<br />

Clarion Events<br />

Deutschland, in diesem<br />

Punkt Klartext.<br />

„Wir werden keine<br />

schwarzen Zahlen schreiben in diesem Jahr“, sagt<br />

er im Rahmen einer Pressekonferenz. 500000 Euro<br />

habe man investiert. Ob dies auch der konkrete Verlust<br />

ist, bleibt offen. Weitere Details wird Rudolph dazu<br />

kaum mehr berichten. Wie das Unternehmen eine Woche<br />

nach Messeschluss mitteilte, werde Rudolph seinen<br />

Schreibtisch in der Geschäftsleitung im Laufe des<br />

Jahres räumen und Platz für einen Nachfolger machen.<br />

Einnehmen wird diesen Frank Haubold, in der Branche<br />

bestens bekannt und hoch geschätzt als ehemaliger<br />

Manager der Branchenmessen interzum und LivingKitchen.<br />

Rudolph selbst bleibe als Berater für die<br />

Clarion-Gruppe aktiv. Seine Themen: Expansion und<br />

Erschließung neuer Märkte.<br />

Horst Rudolph gibt<br />

die Verantwortung<br />

für die ZOW ab und<br />

verlässt im Laufe<br />

des Jahres <strong>2015</strong> die<br />

Geschäftsleitung<br />

von Clarion Events.<br />

Frank Haubold hat<br />

als Portfolio-Direktor<br />

das Ruder<br />

bei Clarion Events<br />

Deutschland übernommen<br />

– und<br />

damit auch für die<br />

ZOW. Zuvor war er<br />

u. a. für die Messen<br />

interzum und<br />

LivingKitchen im<br />

Team der Koelnmesse<br />

aktiv.<br />

3/4/<strong>2015</strong> Küchenplaner 7


Küchenfertigung/Messe<br />

talgebers, dessen weltweiter Kapitaleinsatz 21 Milliarden<br />

US-Dollar betragen soll. Bei mehr als 100 Beteiligungen.<br />

Einen dreistelligen Millionenbetrag in Pfund<br />

wolle die neue Eigentümergesellschafterin nun in die<br />

Gesamtgruppe Clarion investieren. „Um das internationale<br />

Wachstum weiter voranzutreiben“, heißt es. Von<br />

den Millionen soll auch die ZOW profitieren. Das Tagesgeschäft<br />

von Clarion Events Deutschland, so Rudolph<br />

im Februar <strong>2015</strong>, bleibe vom Eigentümerwechsel aber<br />

unberührt. Eine Personalmeldung später hatte man als<br />

Beobachter einen anderen Eindruck.<br />

Bemerkenswerte Sätze<br />

Ein grundsätzlich ausbaufähiges Thema im Hause<br />

Clarion scheint die Kommunikation zu sein. Im Verhältnis<br />

zu den Medien, insbesondere aber im Kontakt<br />

zu potenziellen Kunden. Das lässt die jüngste<br />

Entwicklung vermuten. So reduzierte sich die Zahl<br />

der Aussteller von 671 (2013) über 485 (2014) auf jetzt<br />

204. Diesen massiven Rückgang allein auf die Entscheidung<br />

marktführender Beschlägehersteller zurückzuführen,<br />

ihre Neuheiten in den ungeraden Kalenderjahren<br />

grundsätzlich auf der Kölner interzum<br />

zu präsentieren und darüber hinaus lieber in regionale<br />

Messeauftritte in den Exportmärkten zu investieren,<br />

statt Standfläche auf der ZOW zu buchen, greift<br />

als Erklärung zu kurz. Auch wenn der Zugpferdcharakter<br />

der Blums, Hettichs, Grass’, Vatuh-Sagels und<br />

Kesseböhmers beachtlich ist. Aber schon 2013 räumte<br />

Horst Rudolph ein, dass seine Gesellschaft „den Markt<br />

nicht genug beobachtet hat“, nun folgte die selbstkritische<br />

Erkenntnis, dass „wir zu spät im Jahr mit dem<br />

neuen Konzept im Markt waren“. „Wir werden künftig<br />

besser mit unseren Kunden kommunizieren“, verspricht<br />

der Messechef nun, und man fragt sich, wie<br />

es zu einer schlechten Kommunikation überhaupt<br />

kommen konnte. Beide Aussagen sind bemerkenswert,<br />

handelt es sich bei der Marktbeobachtung und<br />

der Kundenkommunikation doch um die unabdingbaren<br />

Kernkompetenzen eines Messeveranstalters.<br />

Wie sonst will man seinen Kunden den aktuell besten<br />

Service bieten? Menge ist bestimmt nicht alles und<br />

Qualität sollte vor Quantität gehen, aber eine Messe<br />

muss sich immer auch an den reinen Zahlen messen<br />

lassen. Schließlich verlangen die Aussteller möglichst<br />

viele Kontakte für ihre erheblichen Investitionen. Innerhalb<br />

der letzten beiden Jahre hat die ZOW mehr als<br />

10 000 Besucher verloren. 2013 zählte Clarion 17 500<br />

Fachbesucher, 2014 sollen es 11 800 gewesen sein. In<br />

diesem Jahr „nahezu“ 7000, wie der Veranstalter meldet.<br />

Wobei der Zusatz „nahezu“ in diesem Zusammenhang<br />

seltsam klingt.<br />

Verwaist: Die Kojen der Designausstellung „trend_works“ stießen auf wenig Resonanz beim ZOW-Publikum. Im<br />

Foto links unterhalten sich Edmund Lütkemeier, seit neuestem Vertriebsmitarbeiter im Team der Ausstellungsplattform<br />

Forum 26, und sein Ex-Chef Peter H. Meyer, Erfinder und ehemaliger Ausrichter der ZOW.<br />

Fotos: Biermann<br />

8 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Zu spät am Markt<br />

Und die Ungereimtheiten setzen<br />

sich fort. „Wir mussten abwarten, ob<br />

wir die Pläne zur Neuausrichtung der<br />

ZOW umsetzen konnten“, erklärt Rudolph<br />

weiter. Das sei erst im Sommer<br />

2014 schriftreif gewesen – „und für<br />

manchen zu spät“. Dabei hatte er persönlich<br />

bereits im Februar 2014 den<br />

Fachjournalisten detailliert von den<br />

Ideen zur Neuausrichtung der Zuliefermesse<br />

berichtet. Das hörte sich<br />

vor Jahresfrist alles sehr konkret und<br />

stimmig an. Dass begleitende Foren-<br />

Themen wie „Individualisierung der<br />

Serienfertigung“ oder „Globale Designtrends“<br />

nicht von heute auf morgen<br />

etabliert sind und postwendend nach<br />

Bekanntgabe der Pläne Massen an<br />

Aussteller und Besucher ins Lippische<br />

ziehen, versteht sich von selbst. Aber<br />

um dieses mittelfristig angelegte Beiwerk<br />

ging es im Kern nie. Im Fokus<br />

stand vielmehr, dass sich die ZOW als<br />

Produktplattform „auf alles konzentrieren<br />

will“, so Rudolph vor 12 Monaten<br />

wörtlich, „was die Industrie im<br />

Möbelbau im täglichen Geschäft unmittelbar<br />

braucht.“ Und auf alles, was<br />

die ständig wechselnde Mode benötigt,<br />

um aktuell zu sein. Zierbeschläge,<br />

Oberflächen, Dekore und Licht sind<br />

die dazugehörigen Stichwörter. Für die<br />

Ansprache dieser Kunden braucht man<br />

sicher keinen Masterplan, diese Adressen<br />

dürften in der Kundenliste gespeichert<br />

sein.<br />

Mehr als E-Mail und Newsletter<br />

2016 soll nun alles besser werden.<br />

500 Aussteller wolle man auf der<br />

nächs ten ZOW präsentieren, kündigt<br />

Rudolph an. Wie weit er sich damit aus<br />

dem Fenster gelehnt hat, wird nun sein<br />

Nachfolger Frank Haubold erfahren.<br />

Unabhängig von der Person Rudolph<br />

sollen Vertrieb und das Projektmanagement<br />

personell verstärkt werden.<br />

„Wir werden uns mit jedem potenziellen<br />

Aussteller persönlich auseinandersetzen“,<br />

erläutert der Ex-Geschäftsführer<br />

und sagt einen weiteren dieser bemerkenswerten<br />

Sätze: „Nur über E-Mail<br />

und Newsletter mit den Kunden zu<br />

kommunizieren, genügt nicht.“<br />

Inhaltlich soll die im vergangenen<br />

Jahr initiierte Drei-Säulen-Strategie<br />

fortgeführt werden. Diese basiert<br />

auf den Themen Produktpräsentation,<br />

Trend & Design sowie Wissenstransfer.<br />

Insbesondere vom Thema „Individualisierung<br />

der Serienfertigung“ verspricht<br />

sich Clarion viel. Hier will man<br />

sich als Kompetenzplattform etablieren.<br />

Ob auch die Designschau „trend_<br />

works“, die unter Federführung der<br />

renommierten Expertin Lidewij Edelkoort<br />

<strong>2015</strong> Premiere feierte, fortgeführt<br />

wird, bleibt hingegen abzuwarten. Die<br />

Präsentation wurde von Veranstalterseite<br />

zwar überschwänglich gelobt, auf<br />

Publikumsresonanz stießen die abgehoben<br />

wirkenden Präsentationen aber<br />

kaum (siehe Bericht im Anschluss).<br />

Und das Büro Edelkoort wird sicher einen<br />

ordentlichen Honorarsatz haben.<br />

Irgendwer macht es<br />

Auch im kommenden Jahr wird es<br />

wohl wieder eine ZOW in Bad Salzuflen<br />

geben. Allein, weil der Mietvertrag<br />

für die Messehallen noch bis 2016<br />

läuft, führt daran wirtschaftlich kaum<br />

ein Weg vorbei. Zudem macht die interzum<br />

in Köln Pause, das dürfte manchen<br />

Namen mehr auf die Ausstellerliste<br />

bringen. Wie es dann weitergeht?<br />

Das ist Spekulation. Ein Wechsel zum<br />

„Zwei-Jahres-Rhythmus“ alternierend<br />

zur interzum in Köln war für Horst<br />

Rudolph in den Vorjahren nie ein Thema.<br />

Jetzt sagt er: „Heute schließe ich es<br />

erst mal aus.“ Das klingt nach Umdenken.<br />

Allerdings betont Rudolph auch:<br />

„Termin, Ort und Format der ZOW sind<br />

richtig, wenn wir als Clarion diese<br />

Messe nicht machen, dann macht es<br />

ein anderer.“ Das wird Frank Haubold<br />

ähnlich einschätzen.<br />

So oder so: Rote Zahlen wird sich<br />

eine Investmentgesellschaft vom Format<br />

einer „Providence Equity Partners“<br />

sicher nicht lange ansehen.<br />

Herzblut für den so oft beschworenen<br />

Möbelclus ter OWL dürfte bei den Verantwortlichen<br />

am Hauptsitz im fernen<br />

Providence im Bundesstaat Rhode Island<br />

ebenfalls kaum fließen. So läuft es<br />

wohl darauf hinaus: Die Messegesellschaft<br />

muss kurzfristig ihre Baustellen<br />

im Vertrieb und in der Kommunikation<br />

in den Griff bekommen. Für alle<br />

anderen gilt: Wer eine ZOW im Februar<br />

des Jahres will, muss hingehen. Als<br />

Besucher, als Aussteller. Auch wenn<br />

Würstchen für lau offenbar Geschichte<br />

sind.<br />

www.zow.de<br />

LED ModuLite F<br />

Flache LED-Unterbauleuchte<br />

für 230V<br />

Profi leuchte aus dem Shopbereich<br />

mit fl ächigem Licht jetzt auch für Ihr<br />

Zuhause!<br />

Die wesentlichen Vorteile auf einem<br />

Blick:<br />

› Hervorragende Ausleuchtung durch Flächenlicht<br />

› Integrierte HVLCS Steckerverbindung im<br />

Gehäuse für nahtlose Lichtbänder mit<br />

integriertem Schalter<br />

› Verschiedene Längenvarianten erhältlich<br />

› Lichtfarbe ww (warm weiß) mit ca. 3000 K<br />

› Für den direkten Anschluss an Netzspannung<br />

230V<br />

› Extrem langlebige 80 mW LED<br />

› Lebensdauer ca. 30.000 Stunden<br />

Erleben Sie die Hera Lichtwelten:<br />

Interzum <strong>2015</strong>, Köln<br />

05. – 08. Mai <strong>2015</strong><br />

Halle 4.2 Gang A Nr. 040<br />

®<br />

3/4/<strong>2015</strong><br />

Hera GmbH & Co. KG · Dieselstraße 9 · 32130 Enger<br />

Tel. +49 (0) 5224 911-0 · Fax +49 (0) 5224 911-215<br />

mail@hera-online.de · www.hera-online.de


Küchenfertigung/Messe<br />

Symbolisiert den Trend zum Materialismus.<br />

KEINE weiteren Fragen<br />

Stille. Nachdem Lidewij Edelkoort während der<br />

Pressekonferenz der ZOW über kommende Trends referiert<br />

hatte, blieben weiterführende Fragen aus. Es war<br />

nicht so, dass die international renommierte Trendforscherin<br />

nichts zu berichten gehabt hätte. Ganz im Gegenteil.<br />

Aber die Journalisten interessierte weniger das<br />

Material der Zukunft, sondern ausschließlich die Zukunft<br />

der schwächelnden Messe.<br />

Lidewij Edelkoort wirkte mit ihrer schillernden Erscheinung<br />

auf der Pressekonferenz fast schon etwas<br />

deplatziert neben Dr. Lucas Heumann, dem Hauptgeschäftsführer<br />

der Verbände der Holz- und Möbelindustrie<br />

Nordrhein-Westfalen, und Horst Rudolph, dem Geschäftsführer<br />

von Clarion Events Deutschland. Optisch<br />

wie inhaltlich: Die Herren präsentierten Fakten, vor<br />

allem Zahlen. Sie, die weltweit anerkannte Trendforscherin,<br />

war für die soften Argumente zuständig. Dabei<br />

sprach die 64-Jährige ruhig, unaufgeregt und erklärte<br />

plausibel, warum es sechs Trends gibt, die ihrer<br />

Meinung nach in den kommenden Jahren Bestand haben<br />

werden.<br />

Koryphäe ihres Fachs<br />

Doch sie wolle nicht zu viel erzählen, sagte sie, sondern<br />

freue sich auf weitere Fragen zur Ausstellung. Es<br />

wäre spannend gewesen zu wissen, was die Niederländerin<br />

dachte, als sich niemand der Berichterstatter für<br />

Hintergründe der Sonderausstellung „trend_works“ interessierte.<br />

Schließlich gilt Lidewij Edelkoort als Koryphäe<br />

ihres Fachs. Sie sah den Wellnessboom, die Modefarbe<br />

Pink und den Trend zur Familie voraus und<br />

berät die Kosmetik-, Automobil- und Modeindustrie.<br />

Siemens, Coca-Cola und Nissan gehören ebenso zu ihren<br />

Kunden wie Estée Lauder, Lancôme, L‘Oréal oder<br />

Gucci. „Manche sprechen der einflussreichen Trendforscherin<br />

gar prophetische Fähigkeiten zu – dabei<br />

scheint sie einfach nur gut im Sammeln und Analysieren<br />

von Daten zu sein“, hat die Tageszeitung Die Welt<br />

einmal über Edelkoort geschrieben.<br />

aufwendig recherchiert<br />

In Bad Salzuflen berichtete sie über die Trends, die<br />

sie in den letzten Monaten weltweit ausgemacht hat:<br />

Sie recherchierte auf der International Contemporary<br />

Furniture Fair in New York, dem Salone Internazionale<br />

del Mobile in Mailand, auf der London Design Week,<br />

der Maison & Objet in Paris und der Dutch Design Week<br />

in Eindhoven. „Frau Edelkoort ist in unserem Auftrag<br />

zwölf Monate gereist, um diese Studie vorzunehmen“,<br />

sagte Horst Rudolph. Es war also eine aufwendige Arbeit,<br />

die bei den Messebesuchern so wenig ankam und<br />

bei den Fachjournalisten des Möbelbaus so wenig Gehör<br />

fand. Dabei ist sie doch weltweit eine gefragte Gesprächspartnerin.<br />

10 KüchENplaNEr 3/4/<strong>2015</strong>


Lidewij Edelkoort<br />

nahm die Stille mit Fassung<br />

und bewundernswerter<br />

Contenance. Die<br />

Niederländerin verließ<br />

die Pressekonferenz<br />

in Richtung Flughafen.<br />

Auch in aller Stille<br />

und ohne dass sie von<br />

den Veranstaltern verabschiedet<br />

wurde.<br />

anfassen verboten!<br />

Das Ausstellungsformat<br />

„trend_works“<br />

wirkte ähnlich deplatziert<br />

auf der ZOW. Auf<br />

den 2000 Quadratmetern<br />

waren sechs Kojen aufgebaut,<br />

in denen die Trends beispielhaft dargestellt wurden.<br />

Dabei ging es vordergründig um Materialien und Farben.<br />

Wie die Möbel der Zukunft aussehen werden, war nicht das<br />

Thema. Eher wie sie sich anfühlen. Seltsam nur: Ein Mann<br />

im schwarzen Anzug wachte über die Fläche und guckte<br />

grimmig dabei. „Anfassen verboten!“, lautete seine Botschaft.<br />

Dabei hatte Edelkoort besonders betont, dass die<br />

Haptik und das Erleben der Materialien zunehmend wichtiger<br />

werden. „Denn die Formen gleichen sich immer mehr<br />

an“, erklärte die Trendforscherin. So werden wir beispielsweise<br />

von immer mehr Flachbildschirmen umgeben. Sei es<br />

als Telefon, Fernseher oder Tablet. Diese Einschätzung ist<br />

nachvollziehbar – aber wenn die Besucher die Materialien<br />

nicht berühren dürfen, wird ein wichtiger Teil ihrer These<br />

nicht erlebbar, nämlich das Fühlen der Materialien.<br />

Der wachsame Mann im schwarzen Anzug hatte ohnehin<br />

kaum etwas zu tun. Die Ausstellungsfläche wurde von<br />

den Messebesuchern nur spärlich wahrgenommen. Ein<br />

wenig erinnerte die Stimmung an ein Museum. Nur vereinzelt<br />

verliefen sich Interessierte in die hinterste Ecke der<br />

Halle 20.<br />

Was gibt es noch?<br />

Die sechs Trends, die Lidewij Edelkoort auf der ZOW<br />

vorstellte, waren mit sechs Schlagwörtern überschrieben:<br />

Classicism (Klassizismus), Expressionism (Expressionismus),<br />

Materialism (Materialismus), Emotionalism (Pathos),<br />

Industrialism (Industrialismus) und Primitivism (Primivität).<br />

Letzteres steht für den Trend zu Holz, Industrialism<br />

dagegen für den zu Metall. Classicism beschreibt die<br />

Rückkehr zu Naturstein und Marmor. Emotionalism stellt<br />

den Drang zum Verschönern und Dekorieren dar. Materialism<br />

wird mit den verschiedensten Textilien verbunden<br />

und Expressionism steht für den Trend zu mehr Farbigkeit.<br />

Als Beobachter fragt man sich: Sind damit nicht schon nahezu<br />

alle Materialbereiche abgedeckt? Was gibt es darüber<br />

hinaus noch?<br />

Interessant aber unpassend<br />

Sicher: Das von Lidewij Edelkoort in Szene gesetzte<br />

Thema ist spannend und hochinteressant – aber es passte<br />

nicht wirklich zur ZOW. Es war wohl das ungeeignete Umfeld<br />

dafür.<br />

Astrid Plaßhenrich<br />

Fotos: Biermann<br />

Design- und Trendexpertin<br />

mit der Fähigkeit zur stilvollen<br />

Contenance: Lidewij<br />

Edelkoort.<br />

PANTRY-BOX<br />

DIE LEBENSMITTELSCHUBLADE<br />

HALLE 7.1<br />

StAND A040<br />

PantRY-boX<br />

IDEAL für Brot<br />

UND BAckwArEN<br />

SowIE oBSt UND GEmüSE<br />

· appetitlich gelagert und schnell erreichbar<br />

· passend auf 60er Zargen und Schubkästen<br />

· inklusive Glas-Schiebedeckel<br />

· inklusive herausnehmbarem Behälter<br />

3/4/<strong>2015</strong><br />

www.hailo-einbautechnik.de


Küchenfertigung/Produkte<br />

Für alles, was nicht zwangsläufig in den Kühlschrank muss. Kristina Wetz<br />

vom hailo-Marketing präsentiert die Lebensmittelschublade „Pantry-Box“.<br />

Foto: Biermann<br />

Grünes Licht<br />

für die Pantry-Box<br />

Hailo sieht es pragmatisch: „Solange die Kunden<br />

kommen, ist die ZOW für uns gesetzt.“ Dieses<br />

Jahr kamen sie, wie Marketingleiter Frank- Peter<br />

Koch berichtete. Und keineswegs nur die aus der<br />

näheren Umgebung der Möbelhochburg Ostwestfalen-Lippe.<br />

Selbst aus Afrika, Indien, Pakistan und<br />

Kuweit stellten sich Gäste vor. Trotz dieser „überraschend<br />

vielen Exportkunden“ in Bad Salz uflen ist<br />

ein 2-Jahres-Rhythmus, also abwechselnd zur interzum,<br />

auch in Haiger längst kein Tabuthema mehr.<br />

Aber dazu ist nichts entschieden. Vorerst nutzt das<br />

Unternehmen die ZOW-Bühne, um wie gewohnt mit<br />

seinen Industriekunden in kleiner Runde die neuesten<br />

Ideen zu diskutieren. Denn bevor in Werkzeuge<br />

und Kapazitäten investiert wird, prüft Hailo<br />

die Vermarktbarkeit. Gut gelungen ist dies zuletzt<br />

mit der Lebensmittelschublade „ Pantry-Box“. Die<br />

wurde im vergangenen Jahr als Prototyp gezeigt<br />

und von den Kunden für gut befunden. Zur Küchenmeile<br />

wird der mit Holzgerüstboden und Glasschiebedeckel<br />

ausgestattete Auszug wohl in manchen<br />

Küchenausstellungen live zu sehen sein. Im<br />

Sommer soll alles lieferfähig sein. Gedacht ist die<br />

„ Pantry-Box“ für Staugut, das nicht zwangsläufig<br />

im Kühlschrank gelagert werden muss. Also für<br />

Brot und sonstige Backwaren, manche Gemüsesorten<br />

sowie empfindliche Südfrüchte. Ebenfalls den<br />

Weg in die Serie gefunden hat das Wäsche-Sammelsystem<br />

„Laundry Carrier“. Hier platziert Hailo<br />

tragbare Systemkörbe zwischen zwei Auszugschienen.<br />

Eine praktische Lösung für den Waschkeller<br />

– aber natürlich auch für die Küche oder das Bad.<br />

Je nachdem wo die Waschmaschine steht. Aktuell<br />

darf sich der „Laundry Carrier“ mit dem iF Design<br />

Award schmücken.<br />

Dass nicht jede Idee ein Treffer ist, beweist ein<br />

spezieller, im Vorjahr als Prototyp gezeigter Einsatz,<br />

in dem Geschirrspüler-normiert verschmutztes<br />

Geschirr so lange im Möbelauszug gelagert werden<br />

kann, bis es im Spüler an der Reihe ist. Dafür gab es<br />

von der Küchenmöbelindustrie ein klares Nein.<br />

Mit zwei Entwicklungen im Segment der Abfalltrennung<br />

geht Hailo auf den Trend der zunehmenden<br />

Platzknappheit im Spülenunterschrank<br />

ein. Der Cargo-Soft „short“ misst nur 352 mm in<br />

der Tiefe und eignet sich für Schränke, in denen<br />

z. B. ein Reservoir für Heißwasser oder die Technik<br />

für ein Wasser-Filtersystem untergebracht werden<br />

muss. Der Cargo-Soft „low“ wiederum spielt bei einer<br />

Höhe von 308 mm immer dann seine Stärken<br />

aus, wenn der Platz nach oben eng wird – beispielsweise<br />

durch die Montage der zunehmend beliebten<br />

Unterbaubecken. Diese „short“- und „low“-Ideen<br />

kamen aus dem Kundenkreis. „Hailo, ihr müsst<br />

dazu mal was bauen“, habe es geheißen. In einem<br />

der ZOW-Gespräche.<br />

www.hailo-einbautechnik.de<br />

12 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


ONE STOP<br />

DE S I G N<br />

SOLUTIONS<br />

5. – 8. Mai <strong>2015</strong><br />

EIN TEAM – ALLE LÖSUNGEN.<br />

Sie wünschen perfekt aufeinander abgestimmte<br />

Dekore von der Fläche bis zur Kante?<br />

Design und Oberflächentechnologie in höchster<br />

Qualität und aus einem Guss?<br />

Dann legen Sie einen „Boxenstopp“ beim<br />

Team der SURTECO Oberflächenspezialisten<br />

ein! Das SURTECO Serviceteam freut sich auf<br />

Ihren Besuch in Halle 6, Stand D-50/E-59<br />

auf der interzum Köln vom 5. – 8. Mai <strong>2015</strong>.<br />

ONE TEAM – ALL SOLUTIONS.<br />

Are you looking for perfect colour coordination<br />

across the surface to the edge?<br />

Top quality design and surface technology<br />

from just one source?<br />

Then make sure to stop by SURTECO’s stand<br />

and meet the surface technology specialists!<br />

The SURTECO service team is looking forward<br />

to your visit. You can find us in Hall 6 on<br />

stand D-50/E-59 at the interzum, Cologne,<br />

Germany from the 5th – 8th of May <strong>2015</strong>.<br />

WWW.ONE-STOP-DESIGN-SOLUTIONS.COM


Küchenfertigung/Produkte<br />

Ninka feilt an Details<br />

Für die komfortable Entsorgung grünen Schnippelguts: der „Bioboy“.<br />

Auf der ZOW zeigte Ninka den Behälter noch als Prototyp, zur<br />

interzum soll er serienreif sein. Dann gibt es ihn auch in Farbe.<br />

Die Differenzierung spielt sich immer häufiger auch hinter<br />

der Möbelfront ab. Dies hat Ninka längst erkannt und ein produktübergreifendes<br />

Konzept umgesetzt. „Trendline“ heißt es.<br />

Dahinter verbergen sich zahlreiche Veränderungen im Detail an<br />

ebenso zahlreichen Produkten. Vieles wirkt nun schlanker und<br />

puristischer, „aber ohne uniform zu sein“, wie Pressekoordinator<br />

Dr. Frank B. Müller betont. Den nächsten Neuheitenschleier<br />

wird auch Ninka erst zur interzum lüften. Dennoch gab es in Bad<br />

Salzuflen einen guten Überblick über das „Trendline“-optimierte<br />

Sortiment. Und das sogar doppelt. Auf dem Messestand und auf<br />

dem Ninka-Werksgelände vis-a-vis Halle 21 des Messegeländes.<br />

„Brennpunkte“ nennt der Spezialist für Kunststoffformgebung<br />

und Oberflächenveredelung seine Hausausstellung.<br />

Ein Beispiel von mehreren, wie Ninka unter den Gesichtspunkten<br />

Funktionalität, Individualität und Design seine Kernkompetenzen<br />

umsetzt, ist der Schubkasteneinsatz „Cuisio“. Der<br />

hohe Variantenreichtum dieses Ordnungssystems resultiert<br />

aus einem Materialmix von transluzenten Kunststoffschalen in<br />

Weiß, Grün und Graphit mit unterschiedlichen Aluminium-Verbindungsprofilen.<br />

Mit einer ausgeklügelten Stecktechnik lässt<br />

sich das System flexibel an unterschiedliche Schubkastenbreiten<br />

anpassen. Die Raumaufteilung innerhalb der einzelnen Schalen<br />

durch Trennstege ermöglicht dabei eine optimale Platzausnutzung<br />

nach den persönlichen Bedürfnissen der Endkunden. Seitliche<br />

Dichtlippen schließen den Schubkasten komplett ab und<br />

verhindern das Eindringen von Schmutz.<br />

Fortgesetzt wird in diesem Jahr zudem die Vertriebsoffensive<br />

für die „Sidebox“ – dem seitlichen Organisationstool für Auszüge<br />

in Küchenunterschränken unmittelbar neben Abfallbehältersystemen.<br />

Um Abfälle besser in den Griff zu bekommen, hat Ninka zudem<br />

einen Abdeckrahmen für das Behältersystem „Eins2vier“<br />

entwickelt. Der Rahmen verhindert das versehentliche Durchfallen<br />

von Abfall, er ist leicht und hygienisch zu reinigen. Zusätzlich<br />

erhöht er die Standfestigkeit der Behältersysteme und geht<br />

in verschiedenen Farbstellungen harmonische Farbverbünde ein.<br />

www.ninka.de<br />

Foto: Biermann<br />

Elektra ist vorn dabei<br />

Auch Elektra konzentriert sich bei der<br />

Präsentation der Neuheiten auf die interzum,<br />

nutzt die ZOW jedoch bewusst zur<br />

Kundenpflege und Diskussionsplattform.<br />

Das Elektra­Sortiment an besonders flachen LED­Unterbauleuchten wächst ständig.<br />

Foto: Biermann<br />

Zum Beispiel zum Thema OLED: Haben<br />

die ultradünnen Lichtflächen mit Stärken<br />

von gerade mal 1 bis 1,5 mm einen Nutzen,<br />

den andere Produktlösungen nicht haben?<br />

Und sind Kunden bereit, dafür mehr<br />

Geld auszugeben? Mehr als für herkömmliche<br />

Spots, deren Aufbauhöhen sich zuletzt<br />

ebenfalls deutlich reduzieren ließen<br />

und auch nur noch 12 mm messen? „Aktuell<br />

sind OLEDs wegen der Kosten sicher<br />

noch nicht wettbewerbsfähig“, sagt Marketingleiterin<br />

Kirsten Kauss, und doch sei<br />

es für den Leuchtenhersteller aus Enger<br />

wichtig, bei diesem Zukunftsthema mit<br />

vorn dabei zu sein. Die Botschaft: „ Elektra<br />

gestaltet den Markt mit“.<br />

Bereits bestellbereit ist eine andere Eigenentwicklung:<br />

Eine dimmbare Lautsprecherleuchte,<br />

die per Bluetooth über<br />

das Smartphone oder das Tablet gesteuert<br />

und deren Lichtfarbe frei eingestellt werden<br />

kann. Memoryfunktion inklusive.<br />

www.elektra.de<br />

14 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


SILENTIA.<br />

SILENCE INCLUDED.<br />

Aus der Erfahrung, der Leidenschaft und dem Engagement von Salice entstehen die innovativen Scharniere Silentia,<br />

entworfen, um lästige Geräusche beim Schließen der Türen zu beseitigen. Silentia ist das Scharnier mit dämpfendem<br />

Effekt. Das gedämpfte System ist kein äußerliches Bestandteil mehr, es ist nicht sichtbar und ist komplett mit den<br />

Komponenten des Scharniers verbunden, es verändert das Design des Möbels nicht und ermöglicht die Dämpfung der<br />

Tür. Mit Silentia entdecken Sie wieder die Ruhe in Ihrem zu Hause.<br />

DEUTSCHE SALICE GMBH<br />

NECKARWESTHEIM - www.deutschesalice.de - info.salice@deutschesalice.de<br />

VERKAUFSBÜRO NORD - LÖHNE - www.deutschesalice.de - vknord@deutschesalice.de<br />

thanks_showroom binova<br />

artworkweb.com ph_sabine schweigert


küchenfertigung/Produkte<br />

Foto: Biermann<br />

„Eclipse“ (Foto links) und „Luna“ heißen die beiden Neuheiten im Inselhauben-Programm von Airforce. Wie sich diese Technik bequem<br />

über das Kochfeld steuern lässt, veranschaulichen Erica Paffi (Export) und Stefano Provvedi (Vertrieb Deutschland).<br />

Weitere Kochfelder mit Haubensteuerung<br />

Seit Jahren ein Hingucker inmitten<br />

des ZOW-typischen Kleinteilebedarfs ist<br />

Airforce mit seinen Dunstabzügen. Was<br />

nur auf den ersten Blick wundert. Schließlich<br />

sind alle wichtigen Kunden des Haubenspezialisten<br />

in den Messefluren unterwegs.<br />

Aktuell macht das Unternehmen<br />

aus dem italienischen Fabriano gut 95 %<br />

seiner Umsätze in Deutschland mit der<br />

Küchenmöbelindustrie. Bei allen großen<br />

Komplettvermarktern steht Airforce auf<br />

der Einkaufsliste. Hinzu kommen die<br />

beiden Großhandelsadressen Vogt und<br />

Sedia. In Bad Salzuflen führte Airforce<br />

ein Thema aus 2014 fort. „Wir haben unser<br />

Angebot an Kochfeldsteuerungen<br />

erheblich ausgeweitet“, sagte Stefano<br />

Provvedi, Verantwortlicher für den Vertrieb<br />

in Deutschland. Zur Verfügung stehen<br />

verschiedene Induktionskochfelder,<br />

mit denen sich entsprechend ausgerüstete<br />

Insel- und Wandhauben steuern lassen.<br />

Das Sortiment an Kochstellen und Hauben<br />

wird immer größer, ganz neu sind<br />

die beiden Messe-Highlights „ Eclipse“<br />

und „Luna“. Die Induktionskochfelder<br />

inklusive Haubensteuerung gibt es in<br />

60 cm und 30 cm Tiefe sowie in den Breiten<br />

60 cm, 70 cm und 90 cm. Die Montage<br />

dieser Kochfelder erfolgt in Eigenregie<br />

in Fabriano, die Komponenten dafür<br />

kommen von Qualitätslieferanten wie<br />

E.G.O. und Schott Ceran. Weitere Modelle<br />

mit Flächen- bzw. Flex-Induktion kündigt<br />

Airforce für den Herbst <strong>2015</strong> an.<br />

Für eine besondere Kochfeld-Hauben-<br />

Variante erhielt der italienische Hersteller<br />

jüngst den PlusXAward. Und zwar für<br />

die Kochfeld-/Down Draft-Kombination<br />

„Integra“. In Bad Salzuflen zeigte der Hersteller,<br />

wie diese Lösung platzsparend in<br />

einem 60 cm tiefen Unterschrank montiert<br />

werden kann – dank des besonders<br />

flachen Axial-Motors.<br />

Eine zunehmende Nachfrage registriert<br />

Airforce aktuell beim Thema<br />

Decken hauben bzw. Deckenlüfter. Auch<br />

dieses Programm wurde ausgeweitet –<br />

selbstverständlich mit Varianten samt<br />

Kochfeldsteuerung.<br />

Ein weiteres wichtiges Thema auf<br />

der ZOW war die Einführung des Energielabels<br />

bei Dunstabzügen zum 1. Januar<br />

<strong>2015</strong>. Am Messestand demonstrierte<br />

Airforce seine Leistungsfähigkeit und<br />

zeigte u. a. Geräte mit der Klassifizierung<br />

A++. Für die Kunden aus der Küchenmöbelindustrie<br />

ist dies sicher eine wichtige<br />

Info und ein Imagepunkt für den italienischen<br />

Lieferanten – aktuell beschränkt<br />

sich der Großteil der Nachfrage jedoch<br />

auf Geräte in den mittleren Effizienzklassen.<br />

www.airforcespa.it<br />

16 küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Folie heißt jetzt Acryllaminat<br />

„Der Handel schreit nach Lack“, sagt Wolfgang Redeker von Senoplast.<br />

Diese Wünsche will der Hersteller von Kunststoffplatten und -Folien gern erfüllen<br />

und hat sein Programm samt Fertigung entsprechend erweitert. Aber<br />

unter einer neuen Bezeichnung. Bei Senoplast heißt es jetzt Lack-Acryllaminat<br />

statt Hochglanzfolie. Damit reagiert der Hersteller auf einen aktuellen<br />

Hype im Markt: auf den nach Lacklaminat. Dabei handelt es sich zwar auch<br />

um eine Möbelfolie, doch anders benannt. Große Teile der Industrie sind im<br />

Moment ganz verrückt nach den Lacklaminat-Folien, die allesamt aus Korea<br />

stammen sollen. Die Motivation dafür: der günstige Preis. Senoplast greift<br />

dies zwar sprachlich auf, besteht aber weiterhin auf seine im Vergleich zu<br />

den aktuell erhältlichen Lacklaminat-Folien deutlich höhere Qualität. 0,7 bis<br />

1 mm stark seien die Folien aus der Senoplast-Produktion, bei Lacklaminat<br />

aus Korea reduziere sich die Stärke auf 0,25 bis 0,3 mm, so Redeker. Was einen<br />

prägnanten Unterschied hervorrufe: „Je dünner die Folie, desto unruhiger<br />

die Oberfläche.“<br />

Gut vom Markt angenommen wurde das scheuerresistente Lack-Acryllaminat<br />

„Senosan AM1800“. So gut, dass erst kürzlich eine weitere Produktionsanlage<br />

dafür in Betrieb genommen wurde. Ebenfalls neu ist ein Acryl-<br />

Glas in 2 mm Stärke – als Alternative zu Glasfronten. Als Vorteile nennt der<br />

Hersteller die „reklamationsarme Verarbeitung“ sowie die unkomplizierte<br />

Frontenbearbeitung beispielsweise beim Bohren für Knöpfe und Griffe. Auf<br />

der ZOW präsentierte Senoplast fünf verschiedene Glas-Acryl-Farben – jeweils<br />

lieferbar ab Lager.<br />

www.senosan.com<br />

Foto: Biermann<br />

Acrylfolie heißt jetzt Acryllaminat – „weil es der<br />

Markt so will“, sagt Wolfgang Redeker, Marketingberater<br />

von Senoplast.<br />

Sehen. Fühlen. Erleben.<br />

Unsere Oberflächentrends<br />

auf der Interzum <strong>2015</strong>.<br />

Köln, 5. - 8. Mai, Halle 6.1 / D010 E019<br />

NEU<br />

<strong>2015</strong><br />

Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH ∙ Ingolstädter Straße 51 ∙ D-92318 Neumarkt ∙ info@pfleiderer.com ∙ www.pfleiderer.com


küchenfertigung/Oberflächen + Dekore<br />

Foto: Biermann<br />

Immer wieder anders kombinieren: Dafür stehen in der Saison <strong>2015</strong> viel helle Hölzer sowie Blau- und Grautöne zur<br />

Verfügung. Ebenso Elemente des „Industry Chic“.<br />

Köttbullar statt Currywurst<br />

Sollte sich das Catering an den Ausstellungsthemen orientieren, werden die<br />

Besucher der Küchenmeile <strong>2015</strong> mit Köttbullar gefüttert bis zum Abwinken. Denn<br />

der leicht und freundlich wirkende skandinavische Stil erreicht die Küche. Wer vom<br />

Used Look nicht genug bekommen kann, aber trotzdem mit der Zeit gehen will,<br />

schreibt „Industry Chic“ drüber.<br />

Viele Jahre galt: Wer möglichst früh im Jahr wissen<br />

wollte, welche Möbeloptiken den Küchenherbst<br />

bestimmen, musste im Februar nach Ostwestfalen<br />

reisen. Zur Hausmesse Eggerzum nach Brilon und<br />

zur Fachmesse ZOW nach Bad Salzuflen. Dort hatten<br />

die Dekortrends ihre große Bühne. Da die führenden<br />

Oberflächenhersteller der Zuliefermesse in Bad Salzuflen<br />

aktuell die kalte Schulter zeigen, bleibt es zum<br />

Jahresauftakt <strong>2015</strong> an Egger hängen, die Möbelfachwelt<br />

über das zu informieren, was da optisch und immer<br />

häufiger auch haptisch auf sie zukommt. Ganz<br />

konkret trägt Klaus Monhoff diese Verantwortung.<br />

Für den Designexperten des Holzwerkstoffspezialisten<br />

ist die rund vierwöchige Dauerwerbesendung<br />

zur Hausmesse Eggerzum doch offensichtlich eher<br />

Vergnügen als Last. Mit sicherem Gespür wandelt er<br />

durch die Trendthemen des Industrie-, Mode- und Interiordesigns<br />

und argumentiert fachkundig, was das<br />

für die Möbel- und Küchenwelt bedeutet. Und natürlich,<br />

wie Egger die dokumentierten Trends aufs Holz<br />

bringt.<br />

Zur Eggerzum <strong>2015</strong> führte das Unternehmen sein<br />

Motto „MatchworX“ aus 2014 fort und nannte es zur<br />

besseren Unterscheidung „MatchworX 2.0“. Wer nun<br />

meint, dass Monhoff und seinem Team die Ideen ausgegangen<br />

sein könnten, fehlt. „Mit dem Trend zum ‚Mix<br />

& Mach‘ fühlen wir uns extrem bestätigt“, berichtet der<br />

Leiter Dekorentwicklung, dass es mit der Lust am Kombinieren<br />

nach wie vor gut bestellt sei. „Das Thema wird<br />

sich sogar weiter verstärken“, ist Monhoff überzeugt.<br />

Von pol zu pol<br />

Der Umgang mit Gegensätzen spielt bei „MatchworX<br />

2.0“ die dominierende Rolle. Denn alles, was sich<br />

stark ausdrückt, erzeugt automatisch eine gegenteilige<br />

Reaktion. So wird die Welt immer komplexer. Im<br />

Gegenzug gewinnen reduzierte Formen an Bedeutung.<br />

18 küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Foto: Egger<br />

Das sind die Trends<br />

• Mix & Match: Stimmig inszenierte Gegensätze<br />

bestimmen die neuen Dekore und<br />

Oberflächen.<br />

• „Industry Chic“ ist der neue „Used Look“.<br />

Beeinflusst wird dieser Stil vom Charme<br />

alter Fabrikhallen mit Optiken in Kupfer,<br />

Rost, Beton/Putz und Metall. Ebenso von<br />

markanten Holzbohlen oder nur grob behandelten<br />

Metalloberflächen bzw. Drahtgestellen<br />

und Glas.<br />

• Grau bleibt weiterhin wichtig, aber zunehmend<br />

kühlere, teils leicht farbige Varianten<br />

lösen die bekannten erdig-warmen<br />

Grautöne ab. Kombinieren lassen<br />

sich diese neuen Grautöne vor allem in<br />

der Küche mit Blau, Aqua und Türkis.<br />

• Rückkehr von Schwarz-Weiß – aber nun<br />

als Anthrazit kombiniert mit hellem Grau.<br />

• Schwarz wird als Akzent und Kontrastfarbe<br />

eingesetzt.<br />

• Helle Hölzer im skandinavischen Stil werden<br />

ebenfalls kombiniert: mit Weiß, Grau<br />

und Blautönen.<br />

• Im hochwertigen Marktsegment geht es<br />

deutlich dunkler zu: mit Braun und Nougattönen.<br />

• Synchronporen-Oberflächen, gebürstete<br />

Hölzer und Keramikoberflächen schaffen<br />

haptische Erlebnisse. Neu bei Egger<br />

ist eine Synchronpore mit Schichtstoff für<br />

die Arbeitsplatte (bislang nur als Direktbeschichtung<br />

erhältlich).<br />

• Mehrwert schaffen: Glasfronten mit Holzkante,<br />

Marmoroptik, Intarsien (Arbeitsplatte<br />

mit Ornamenten).<br />

• Holzdekore: verstärkt Nadelhölzer haptisch<br />

bearbeitet; weiße Hölzer; Eiche<br />

bleibt prägend, aber im Mitnahmemarkt<br />

zeigt sich immer häufiger Buche.<br />

• Farbton und Verarbeitung (Haptik) werden<br />

bei Hölzern wichtiger als die Holzart.<br />

• Arbeitsplatten: abgenutzte Holzoptik (Industrie<br />

Chic), feine Ornamentstrukturen,<br />

matt-glänzende Optiken in Keramik und<br />

Granit.<br />

Bei Hölzern kommt es immer mehr auf die Haptik an. Die Vertiefungen und Risse der „Halifax Eiche Natur“ springen dem Beobachter<br />

geradezu aus dem Bild entgegen. Wohlgemerkt: Es handelt sich um eine Nachbildung.<br />

Denn die vermitteln Ruhe in einer rasanten Welt. Urbanität<br />

ruft die Lust auf Natur hervor. Dicke Platten verlangen<br />

nach dem dünnen Gegenstück und glänzende Oberflächen<br />

nach der Variante in matt. „Hinter den neuen Dekoren und<br />

Oberflächen steht der Gedanke einer von Gegensätzen geprägten<br />

Gesellschaft, die unter dem Einfluss von Globalisierung<br />

und stets präsenten Informationsangeboten einer<br />

ständigen Veränderung unterworfen ist“, erläutert Monhoff.<br />

Und er fährt fort: „Menschen müssen und sollen sich<br />

heutzutage immer wieder neu erfinden. Die eigene Wohnwelt<br />

spielt dabei als Ausdruck des jeweiligen Lebensgefühls<br />

eine zentrale Rolle.“ Mit „MatchworX 2.0“ will Egger<br />

noch präziser und feinfühliger auf die stilistischen Entscheidungen<br />

eingehen.<br />

„Industry chic“ und klassiker<br />

Trotz aller Komplexität kristallisieren sich Trends und<br />

Einflüsse heraus, die zwar vielseitig gemixt werden, aber<br />

doch eine klare Materialität erfordern. Der neue „Industry<br />

Chic“, der vom coolen Charme alter Fabrikhallen beeinflusst<br />

wird, ist der neue Used Look. Das findet sich<br />

zum Beispiel in Materialien wieder wie Stahl, Beton und<br />

vergrauten Hölzern. Den natürlichen Gegensatz dazu bilden<br />

Hölzer, die von reduziert elegant über skandinavisch<br />

leicht bis ursprünglich markant reichen. Auch Klassiker<br />

erleben in „MatchworX 2.0“ ihr Comeback: mit eleganten<br />

Hölzern, Intarsien und Marmor, belebt reduzierten Formen<br />

oder bewusst kühlen Designs. Dabei sind die klassischen<br />

Materialien – wie zum Beispiel Marmor – seit<br />

längerem besonders bei jungen Designern beliebt, die<br />

das Material mit Beton oder sogar Neonfarben kombinieren.<br />

Gutes Design löst intelligent viele Herausforderungen.<br />

Kombinieren Sie Ihre Ideen mit unserer bewährten<br />

Technik. Zusammen entwickeln wir Produkte, die<br />

schön aussehen und perfekt funktionieren.<br />

Design auf einer anderen Ebene! www.linak.de<br />

Elektrische Höhenverstellung<br />

mit Technik von LINAK<br />

Besuchen Sie uns auf<br />

der Interzum in Köln<br />

Halle 7.1 Stand E019<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchenplaner 19


küchenfertigung/Oberflächen + Dekore<br />

Foto: Biermann<br />

Präsentierten zur Hausmesse Eggerzum <strong>2015</strong> in Brilon die Oberflächentrends: Klaus Monhoff (Leiter Dekorentwicklung,<br />

Foto links) und Philipp Sprockhoff, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb Nord-West Europa.<br />

Grau trifft Blau<br />

Neben den bisher bekannten erdig-warmen Grautönen<br />

treten zunehmend kühlere, teils leicht farbige Varianten<br />

in Erscheinung. Diese Untertöne prägen das<br />

sogenannte „Glory of Grey“ der Dekore Seidengrau,<br />

Kosmosgrau und Jadegrau. Diese Töne kreieren einen<br />

technisch-eleganten Gegensatz zu den natürlichen<br />

Holzoptiken. „Besonders in architektonisch sehr reduzierten<br />

Formen kommen immer häufiger kühle<br />

Grautöne zum Einsatz“, erläutert Monhof. Begleitet<br />

von stimmigen Akzenten in Blau-, Türkis- und Aquatönen.<br />

kupfer, rost, Beton<br />

In der Küche findet sich das Spiel der Gegensätze<br />

vielfach wieder. Zum Beispiel können Arbeitsplatte<br />

und Nischenrückwand sowohl als Gegensatz zu Front<br />

und Korpus inszeniert werden, als auch eine Einheit<br />

mit dem Küchenblock bilden. Diese unterschiedlichen<br />

Spielarten verlangen eine breite Palette von ruhigen<br />

und eleganten Steinen, markanten Hölzern oder Materialien<br />

im Dekor des Industrial Style wie Kupfer, Rost,<br />

Beton oder Metall.<br />

Vielfältige kombinationen<br />

Immer entscheidender wird die haptische Qualität,<br />

um jene Vielfalt zu erzeugen, die sich die auf Individualität<br />

getrimmte Gesellschaft erhofft. „Bei den Synchronporen-Oberflächen<br />

harmonieren die Verläufe von<br />

Maserung und Oberflächenstruktur so exakt wie nie<br />

zuvor“, schwärmt Monhoff und präsentierte als Premiere<br />

das Dekor Halifax Eiche natur mit synchroner<br />

Oberfläche (ST37 Feelwood Rift). „Aber nicht nur Holz,<br />

sondern auch andere Materialien verlangen nach der<br />

passenden Haptik“, betont er weiter. So hat Egger unter<br />

anderem für die Dekorserie Claystone eine passende<br />

Oberfläche entwickelt, die eine markante Putz-Optik<br />

erzeugt (Stucco).<br />

www.egger.com<br />

20 küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Die ideale Form ist einfach und klar:<br />

Vionaro – der schlanke<br />

Designklassiker von morgen.<br />

13 Millimeter, mehr<br />

braucht perfektes<br />

Design nicht.<br />

VIONARO<br />

Das kubistische Schubkasten-System<br />

kombiniert ein extrem schlankes<br />

Zargen-Design mit der neuesten<br />

Technologie des bewährten<br />

Führungs-Systems Dynapro.<br />

INTERZUM Köln<br />

05. – 08. Mai <strong>2015</strong><br />

Halle 07.1, Stand E 20/21<br />

Schönheit, Liebe zum Detail, Präzision in der Bewegung und perfekte industrielle Fertigung – kaum<br />

ein anderes Bewegungs-System verbindet rationale und emotionale Aspekte so harmonisch wie das<br />

neue Schubkasten-System von GRASS. Dabei wirken die feinen Aluminium- und Stahlzargen wie<br />

gestalterische Ausrufezeichen. Die stabile Frontanbindung ermöglicht eine stufenlose Seiten- und<br />

Höhenanpassung und sorgt in Verbindung mit der in die Zarge integrierten Neigungsverstellung für<br />

einen optimalen Bedienungskomfort.<br />

vionaro.com


Küchenfertigung/Messe<br />

Puristische<br />

Innen-Orga<br />

Für sein modernes Standkonzept wurde<br />

das Unternehmen Grass bereits hochkarätig<br />

ausgezeichnet. Auch auf der interzum<br />

in Köln wird der Spezialist für<br />

Bewegungssysteme seine Produkte in diesem<br />

außergewöhnlichen Rahmen inszenieren.<br />

Im Zentrum der Messepräsentation<br />

stehen gleich zwei Produktneuheiten:<br />

1. Eine Weiterentwicklung des bewährten<br />

doppelwandigen Auszugsystems, und 2.<br />

das modulare Ordnungssystem für Auszüge<br />

„Tavinea 91“.<br />

Das doppelwandige Auszugsystem von<br />

Grass ist millionenfach bewährt hinsichtlich<br />

Funktionalität, Komfort und Qualität.<br />

Nun will der Hersteller beweisen, dass<br />

diese Systeme auch in Hinblick auf das<br />

Design „up to date“ sind. „Die doppelwandigen<br />

Auszugsysteme werden künftig gemeinsam<br />

mit den Schubkasten-Systemen<br />

auf Unterflur-Basis den Ton angeben“, ist<br />

Grass überzeugt. Durch diese Vielfalt entständen<br />

neue Möglichkeiten zur Differenzierung<br />

und Segmentierung. Dies schaffe<br />

„echten Mehrwert für den Verarbeiter und<br />

die Möbelindustrie“.<br />

Schön geordnet<br />

Als weiteres Highlight wird das modulare<br />

Innenausstattungs-System „Tavinea<br />

91“ in Köln Premiere feiern. Damit<br />

Zählt zu den prägenden Grass-Neuheiten auf der interzum <strong>2015</strong> in Köln: das puristisch<br />

gestaltete Ordnungssystem „ Tavinea 91“.<br />

will sich Grass als Entwickler eines ganzheitlichen<br />

Ordnungs-Systems für Schubkästen<br />

neu etablieren. Mit „ Tavinea 91“<br />

könne mit wenigen Standard-Elementen<br />

eine große Vielfalt realisiert werden. Dabei<br />

gehe Funktionalität mit anspruchsvoller<br />

Optik Hand in Hand.<br />

Grundlage ist eine bewusst puristische<br />

Gestaltung, bei der die Zahl 91<br />

für den Idealabstand in Millimetern zwischen<br />

den einzelnen Ordnungselementen<br />

steht. „, Tavinea 91‘ macht aus jeder Schublade<br />

ein kleines, individuelles Kunstwerk“,<br />

betont der Hersteller. Und das in<br />

horizontaler, vertikaler oder diagonaler<br />

Anordnung. Wobei insbesondere die diagonale<br />

Ordnungsstruktur im 45 °-Winkel<br />

nicht nur gut aussehe, sondern die „optimale<br />

ergonomische Voraussetzung“ böte,<br />

um Staugut bequem entnehmen zu können.<br />

Zudem lässt sich der benötigte Stauraum<br />

durch flexible Schlitten-Elemente<br />

exakt proportionieren. Grass: „,Tavinea 91‘<br />

passt sich somit dem Inhalt an. Nicht umgekehrt.“<br />

www.grass.at<br />

Foto: Grass<br />

Falten und Einschieben: Der Beschlag „Folding Concepta 25“ lässt Schranktüren bündig<br />

im Korpus verschwinden, hier in Kombination mit „Concepta 30“.<br />

Foto: Hawa AG<br />

50 Jahre Schiebekompetenz. Das Interzumjahr<br />

<strong>2015</strong> steht bei Hawa unter einem besonderen Stern.<br />

Die Schweizer Experten für komfortables Schieben<br />

feiern den 50. Geburtstag ihres Unternehmens. Für<br />

die Messe in Köln kündigt Hawa zahlreiche Neuheiten<br />

und Weiterentwicklungen an. Drei Beschlagsysteme<br />

wurden dafür umfassend überarbeitet. Im<br />

Fokus stehen die Dreh- bzw. Falt-Einschiebebeschlagsysteme<br />

„Concepta“ und „Folding-Concepta“,<br />

die mit besonders breiten Schranktüren multifunktionale<br />

Raumlösungen ermöglichen oder Möbelfronten<br />

flächenbündig schließen. Dauerrenner am<br />

Markt sind zudem die Beschläge der „Junior-Familie“.<br />

Der „Junior 80/B“ für Holzschiebetüren mit minimaler<br />

Einbauhöhe bekommt jetzt einen Bruder mit<br />

der Modellbezeichnung „Junior 80/B (mod.)“. Ihm<br />

haben die Schiebebeschlagspezialisten einen neuen<br />

Aufhängeschlitten gegeben, der sich dank Clip-<br />

Montage einfach und schnell montieren lässt. „Zwischen<br />

Türoberkante und Laufschiene bleibt nur eine<br />

äußerst filigrane Fuge von einem Millimeter“, betont<br />

das Unternehmen. Diese Fuge sei nahezu unsichtbar.<br />

www.hawa.ch<br />

22 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Fotos: Hettich<br />

Kompetenz im Kasten“<br />

ist das Thema des neuen<br />

„Hettich ArtCube<br />

auf der interzum <strong>2015</strong>.<br />

Mit dem „ArciTech“-Plattformkonzept bietet Hettich<br />

ein großes Spektrum an Differenzierungspotenzial, mit<br />

dem schnell und flexibel auf Marktbedürfnisse und individuelle<br />

Kundenwünsche reagiert werden kann.<br />

Kompetenz im Kasten<br />

„Kompetenz im Kasten“ ist das Thema des neuen „Hettich ArtCube“ auf der interzum<br />

<strong>2015</strong> in Köln. Präsentiert werden dort die neuen Innovationen und Highlights.<br />

Die dreiteilige Show „Kompetenz im Kasten“ entführt die Besucher in die Welt<br />

der Schubkästen: Reale Exponate verschmelzen mit virtuellen Räumen, eine museale<br />

Installation beleuchtet Plattformkonzepte und überraschende, neue funktionale<br />

Highlights leiten über zu Produktneuheiten. „Der Trend zu mehr Schubkästen<br />

ist weltweit ungebrochen“, begründet Dr. Andreas Hettich das Thema zur interzum<br />

<strong>2015</strong>. Und er ergänzt: „Qualität, Design und Komfort sind unseren Kunden wichtig.<br />

Wir stellen fest, dass diese Wünsche zunehmend in die Sparte Weiße Ware hineinwachsen.<br />

Als branchenübergreifender Spezialist betrachten wir das Thema Schubkästen<br />

auf der interzum ganzheitlich unter den Aspekten Perfektion, Purismus,<br />

Plattform und Individualisierung.“ Anhand verfügbarer Produktlösungen und Zukunftsvisionen<br />

soll das Thema auf besondere Art inszeniert werden.<br />

Neben aktuellen Themen wie schmale Fugen, großformatige und elegante Schubkästen<br />

aus Stahl und Holz sowie griffloses Design sind die Wirtschaftlichkeit und<br />

ein einfaches Handling über die gesamte Prozesskette wichtige Aspekte, die beleuchtet<br />

werden: „Schubkastensysteme mit intelligenten Plattformkonzepten für Industrie,<br />

Beschlagfachhandel und Tischler reduzieren Komplexität und Kosten bei<br />

breiter Marktabdeckung“, lautet die Botschaft.<br />

Außergewöhnliche Messepräsentationen haben bei Hettich Tradition. 2009 sorgte<br />

„Küche Concept <strong>2015</strong>“ für Aufsehen, 2011 folgte die Erstpräsentation des „ArciTech“<br />

Schubkastensystems und 2013 lautete das Motto „Schieben lieben“. In diesem Jahr<br />

soll sich der „Hettich ArtCube“ als Besuchermagnet erweisen.<br />

Profitieren Sie<br />

von Erfahrung und Qualität.<br />

www.sprinz.eu<br />

www.hettich.de<br />

Ideen für Wohnstimmungen. Originell, kreativ<br />

und designorientiert – diese Attribute beschreiben<br />

den Stil „French touch“. Und der zieht sich wie ein<br />

roter Faden durch das interzum-Messekonzept von<br />

Polyrey. Der französische Hersteller von Schichtstoff-Oberflächen<br />

(HPL) und Kompaktplatten zeigt<br />

ein Spiel mit Farben, Dekoren und Texturen, das die<br />

Designerin Françoise Jouve in Szene setzen wird.<br />

Ganz wie in der Mode setzt Polyrey dabei auf Harmonien<br />

oder kontrastierende Arrangements, die<br />

aktuelle Trends und designorientierte Stimmungsbilder<br />

nachzeichnen. Zur Präsentation gehört auch<br />

die Kompaktplatte „Reysitop“, deren innovative<br />

Oberflächenausführung sich an den aktuellen Inneneinrichtungstrends<br />

orientiert. de.polyrey.com<br />

Used-Look in „Reysitop“: Die Kompaktplatte<br />

mit innovativer Oberflächenausführung<br />

wird zur<br />

interzum <strong>2015</strong> vorgestellt.<br />

Foto: Polyrey<br />

125 Jahre<br />

MADE IN<br />

GERMANY<br />

Joh. Sprinz GmbH & Co. KG<br />

Postfach 2148<br />

D-88191 Ravensburg<br />

Tel. +49 (0) 751 56080-0<br />

Fax + 49 (0) 751 54409<br />

info@sprinz.eu<br />

3/4/<strong>2015</strong> Küchenplaner 23


Küchenfertigung/Messe<br />

Neu von Hailo: Das Stauraumsystem „Pantry-Box“ eignet<br />

sich für alle 60er-Zargen der namhaften Beschlaghersteller.<br />

Foto: Hailo<br />

Lebensmittel<br />

im Auszug lagern<br />

Zu den wichtigen Neuheiten von Hailo auf der interzum zählt die<br />

„Pantry-Box“. Dieses Stauraumsystem baut auf alle gängigen 60er-<br />

Zargen und -Schubkästen der namhaften Beschlagspezialisten auf<br />

und besteht aus einer auswischbaren Kunststoffbox. Je nachdem, ob<br />

die „Pantry-Box“ für Salat, Obst, Gemüse oder Brot ausgelegt ist, erfolgt<br />

die Lagerung der offenen Lebensmittel auf einem Kunststoffboden<br />

mit Abtropf- und Lüftungsschlitzen oder einem Holzrost. Ein gehärteter<br />

Glas-Schiebedeckel deckt die Inhalte hygienisch und dennoch<br />

sichtbar ab. Herausnehmbare Kunststoffbehälter ergänzen das System<br />

und dienen ebenfalls zur Lagerung und zum Transport der Lebensmittel.<br />

Ebenfalls neu im Hailo-Sortiment sind die Abfalltrennsysteme<br />

„Cargo-Soft low“ und „Cargo-Soft short“. Hinzu kommen der „Laundry<br />

Carrier“ für eine aufgeräumte Waschküche bzw. den Hauswirtschaftsraum<br />

sowie der Kosmetikeimer fürs Bad. Beide Artikel erhielten kürzlich<br />

den international Designpreis „iF Design Award“ <strong>2015</strong>.<br />

www.hailo-einbautechnik.de<br />

„partner der Industrie“. Auf der interzum <strong>2015</strong> in Köln will<br />

sich das Unternehmen Elektra als leistungsstarker Partner sowohl<br />

für die Möbelindustrie als auch für den Laden- und Innenausbau<br />

präsentieren. Ob über Standardprodukte oder mit individuellen<br />

Sonderlösungen – „Wir bieten die marktgerechte<br />

Umsetzung und gemeinsame Ausarbeitung der Beleuchtungsdesigns<br />

für Küche und Bad von der Idee bis zur Serienreife“,<br />

heißt es aus Enger. Dabei würden technologische Trends frühzeitig<br />

eingebracht und produktionstechnische Gegebenheiten<br />

von Anfang berücksichtigt. www.elektra.de<br />

Im Zeichen der Wabe. Den Schwerpunkt seiner interzum-<br />

Präsentation legt Schichtstoffexperte Resopal in diesem Jahr<br />

auf die neue Trendkollektion. Die Präsentation findet in einem<br />

großzügig gestalteten Bereich des wabenförmig konstruierten<br />

Messestandes statt. Resopal überschreibt diese Fläche mit<br />

„ Essentials for Architecture“. Daneben können Besucher in<br />

„magischer Atmosphäre“ hautnah die Eigenschaften der Oberfläche<br />

„Traceless“ erleben und dabei Anregungen erhalten für<br />

die moderne Küchengestaltung. Produktlösungen rund ums Bad<br />

sind im „SpaStyling“-Areal zu finden. www.resopal.de<br />

clevere Schiebelösungen. Die<br />

Schweizer Schiebebeschlagexperten<br />

der EKU AG zeigen an ihrem interzum-Messestand<br />

eine Reihe von<br />

hochwertigen Möbeln. Interzum-<br />

Highlights im ständig wachsenden<br />

Sortiment sind die Premium-<br />

Schiebelösungen der kompletten<br />

„CLIPO“-Familie, der flächenbündige<br />

„Frontino“ in einer neuen<br />

Generation sowie der Beschlag<br />

„Porta“ für den Bau- und Objektbereich.<br />

Der Messestand wurde für<br />

die Präsentation in Köln komplett<br />

neu konzipiert. www.eku.ch<br />

Foto: EKU AG<br />

Mit EKU-CLIPO 26/36 gleiten bis 36 kg<br />

schwere Türen unsichtbar im Möbelkorpus.<br />

Die Dämpfung ist in der oben<br />

montierten Laufschiene integriert.<br />

24 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


100 % im Zugriff<br />

Mit dem „iMove“ stellt Kesseböhmer zur interzum<br />

<strong>2015</strong> eine Produktentwicklung vor, die auch die<br />

oberen Böden im Hängeschrank einfach und<br />

bequem zugänglich macht. Die Neuheit wurde<br />

bereits mit dem „iF product design award <strong>2015</strong>“<br />

ausgezeichnet.<br />

Mit einer leichten, fließenden Bewegung fahren die Tablare komplett<br />

aus dem Schrankkorpus heraus. So kommen die obere bzw. die<br />

beiden oberen Stauebenen in bequemer Reichweite des Nutzers zum<br />

Stehen und das gesamte Staugut ist jederzeit vollständig griffbereit.<br />

Die Technik setzt auf integrierte Federkraftunterstützung. „Damit<br />

ist sichergestellt“, betont Kesseböhmer, „dass der ‚iMove’ voll und<br />

leer gleichermaßen zuverlässig und sicher funktioniert.“ Mit dem an<br />

der Reling angesetzten, handfreundlichen Koffergriff wird er leichtgängig<br />

aus dem Schrankkorpus heraus und nach unten in die individuelle<br />

Reichhöhe geschwenkt. Ein eingebauter Finger-Klemmschutz<br />

garantiere die nötige Bediensicherheit. Der besondere Clou dabei:<br />

Die Reling, die das Staugut auf den Tablaren vor dem Herunterfallen<br />

schützt, senkt sich parallel mit der Ausfahrbewegung automatisch<br />

nach unten ab, sodass die Tablare vollständig zugänglich sind.<br />

Bei Bedarf lässt sich der ausgefahrene „iMove“ einrasten, sodass<br />

der komplette Beschlag vor dem Korpus sicher und stabil zum Stehen<br />

kommt. Der Nutzer hat dadurch beide Hände frei, um das Staugut herauszunehmen<br />

oder einzustellen.<br />

Montagefreundlich konzipiert<br />

Besonderen Wert haben die Produktentwickler auch auf die optimale<br />

Verbaubarkeit im industriellen und handwerklichen Einsatz<br />

gelegt. Positionierlaschen fördern eine einfache, schnelle und exakte<br />

Montage. Sie fixieren den Beschlag in vorgebohrten Löchern und dienen<br />

zugleich der Kraftübertragung in den Korpus. So müssen nur<br />

noch wenige Schrauben gesetzt werden, und „dank vormontierter<br />

Euro schrauben spart man Zeit und das lästige Schraubensuchen entfällt“,<br />

nennt Kesseböhmer einen weiteren, sehr praxisnahen Nutzen.<br />

Foto: Kesseböhmer<br />

„Typisch“ Kesseböhmer: Der „iMove“ kann ähnlich wie<br />

z. B. beim „LeMans“ oder „Convoy“ mit einer leichten,<br />

fließenden Bewegung komplett aus dem Schrankkorpus<br />

herausgefahren werden. Es gibt den Oberschrankbeschlag<br />

wahlweise mit ein oder zwei Tablaren.<br />

In zwei Varianten<br />

Der „iMove“-Beschlag ist in zwei Set-Varianten lieferbar – mit<br />

einem bzw. zwei übereinander angeordneten Tablaren. Das „Single<br />

Tray-Set“ gibt es für 50, 60, 80 und 90 cm breite Hängeschränke je<br />

nach Einbaukonstellation ab einer Korpushöhe von 470 mm. Sowohl<br />

für den Einsatz hinter scharnierten als auch Lift-Türen, zum Beispiel<br />

für den FREEfold-Liftbeschlag von Kesseböhmer oder wahlweise<br />

auch den Aventos HF-Beschlag von Blum. Das „Double-Tray-Set“<br />

ist lieferbar für 50 und 60 cm breite Hängeschränke ab einer Korpushöhe<br />

von 710 mm.<br />

Der „iMove“ trägt in den beiden lieferbaren Versionen eine Zuladung<br />

bis zu 8 kg. Da der untere Schrankbereich bzw. der Schrankboden<br />

von dem ausfahrenden „iMove“ nicht tangiert wird, ist es möglich,<br />

schwere Gegenstände, wie beispielsweise Tellerstapel, hier zu<br />

lagern.<br />

www.kesseboehmer.de<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchenplaner 25


Küchenfertigung/Messe<br />

Immer die richtige Klappe<br />

„Viel Gestaltungsspielraum bei Klappen – für nahezu jede Einbau situation“<br />

– das ist eines der wichtigen Themen für Blum auf der interzum.<br />

Fotos: Blum<br />

Küchen-Geräte, wie die Mikrowelle, können<br />

mittels Hochliftklappe „Aventos HL“<br />

elegant hinter Fronten versteckt werden.<br />

Der österreichische Beschlägehersteller<br />

bietet mit seinen verschiedenen<br />

Klappenvarianten ein umfassendes Programm.<br />

„Ob große Klappe oder kleine –<br />

wir decken in diesem Segment fast jede<br />

Einbausituation ab“, berichtet das Unternehmen.<br />

Die Überzeugung dahinter:<br />

„Klappen sind die richtige Wahl, wenn<br />

es um hohen Bewegungskomfort und viel<br />

Ergonomie im Oberschrankbereich geht.“<br />

Zudem seien Klappen im Oberschrank<br />

ergonomisch vorteilhaft, optisch ansprechend<br />

und liegen stark im Trend.<br />

Das Klappenprogramm von Blum<br />

heißt „Aventos“. Es gibt Lösungen für<br />

den gesamten Wohnbereich in unterschiedlichen<br />

Größen und Bauweisen und<br />

für nahezu jede Einbausituation – als<br />

Hochfalt- oder Hochschwenk-, als Hochlift-<br />

oder als Hochklappe. Der integrierte<br />

stufenlose Stopp ermöglicht, dass alle<br />

Klappen an jeder beliebigen Position angehalten<br />

werden können, dort stehen<br />

bleiben und damit zum Schließen wieder<br />

bequem zu erreichen sind.<br />

leichtes Öffnen und Schließen<br />

Zusätzlichen Komfort und noch<br />

mehr ergonomischen Nutzen beim Öffnen<br />

und Schließen von Klappen bringt<br />

Servo-Drive, die elektrische Bewegungsunterstützung<br />

von Blum. Leichtes<br />

Antippen genügt und die jeweilige<br />

Klappe öffnet sich fast geräuschlos.<br />

Das Schließen erfolgt ähnlich bequem,<br />

und zwar durch kurzes Drücken eines<br />

Schalters an der Korpusseite, und damit<br />

im optimalen Zugriffsbereich des<br />

jeweiligen Küchennutzers. Die seit Jahren<br />

bewährte Blumotion-Dämpfung<br />

sorgt bei allen Klappenvarianten für<br />

sanftes und leises Schließen. Für die<br />

Hochklappen Aventos HK und HK-S<br />

sowie die kleinste Ausführung HK-<br />

XS gibt es mit Tip-On auch eine mechanische<br />

Öffnungsunterstützung für<br />

das komfortable Öffnen von grifflosen<br />

Fronten.<br />

www.blum.com<br />

„Aventos HK-XS“ für Hoch- und Oberschränke<br />

mit geringer Korpustiefe, wie<br />

z. B. über dem Kühlschrank oder beim<br />

Dunstabzug über dem Herd.<br />

„Aventos HK-S“ für den kleinen Oberschrank<br />

und für Einbaulösungen z. B.<br />

über dem Vorratsschrank oder Kühlschrank.<br />

Sieht die Einbausituation breite,<br />

aber weniger hohe Oberschränke vor,<br />

so empfiehlt Blum die Hochklappe<br />

„Aventos HK“.<br />

Wenn zum Schwenken der Klappe<br />

Hochfaltklappe „Aventos HF“: spezipus<br />

entsprechend Platz über dem Korell<br />

für große, zweiteilige Fronten und<br />

vorhanden ist: Hochschwenkklappe<br />

hohe Oberschränke.<br />

„Aventos HS“ für große, einteilige<br />

Fronten.<br />

26 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


30 Jahre Schattdecor. Für den Dekordrucker<br />

Schattdecor steht die interzum diesmal ganz<br />

im Zeichen des 30-jährigen Firmenjubiläums.<br />

„Unsere Gäste können sich auf ein buntes<br />

Überraschungspaket freuen“, kündigt das Unternehmen<br />

an. Mit dem neuen Trendbuch 15/16<br />

zeigt Schattdecor seine Dekorauswahl erneut<br />

in drei Trendthemen. Dem Kunden soll auch<br />

diesmal eine Orientierungshilfe an die Hand<br />

gegeben werden. Als Produktneuheit wird die<br />

neue Oberfläche Smartfoil EVO als Kollektion<br />

zu sehen sein.<br />

„Der Natur ein Stück näher . . .“. Dies will die<br />

Finishfolie „Smartfoil EVO“ erreichen – und<br />

zwar durch eine furnierähnliche Optik, die<br />

sich durch den dekorsynchronen Matt-Glanz-<br />

Effekt ergibt. Schattdecor betont die deutlich<br />

verbesserten Oberflächenresistenzen.<br />

Ein Mus termöbel wird die flexiblen Einsatzmöglichkeiten<br />

in der Dekorstellung Columbia<br />

Nussbaum zeigen. Insgesamt gibt es das Produkt<br />

in den drei Holzarten Nussbaum, Buche<br />

und Eiche und zehn verschiedenen Farbstellungen.<br />

Präsentieren wird das Unternehmen<br />

auf der interzum zudem einen neuen Imagefilm<br />

sowie den komplett überarbeiteten Internetauftritt.<br />

Dazu gehört auch ein Design-<br />

Blog. www.schattdecor.de<br />

Auf der interzum <strong>2015</strong>: Schattdecor feiert<br />

den 30. Geburtstag.<br />

Foto: Schattdecor


Küchenfertigung/Messe<br />

Flexibel in Höhe und Tiefe<br />

Für das selbsttragende Rahmensystem<br />

Mover hat die Heer<br />

Systeme AG aus der Schweiz<br />

den Konsumentenpreis „Kücheninnovation<br />

des Jahres<br />

<strong>2015</strong>“ erhalten. Mit dem Mover<br />

lassen sich Arbeitsplatte wie<br />

auch Ober- und Unterschränke<br />

der Küchenzeile bis zu 40 cm<br />

in der Höhe sowie in der Tiefe<br />

stufenlos verstellen und so die<br />

Arbeitsposition an die individuellen<br />

körperlichen Bedürfnissen<br />

jedes Nutzers anpassen.<br />

Das funktioniert mit der<br />

Küchenzeile als Ganzes. Aber<br />

auch einzelne Schränke lassen<br />

sich individuell in der Höhe<br />

und Tiefe platzieren. Der Mover<br />

eröffne Küchenplanern, Küchenbauern,<br />

Architekten und<br />

Projektentwicklern neue Planungs-<br />

und Angebotsoptionen,<br />

erklärt Heikki Heer, Geschäftsführer<br />

der Heer Systeme AG mit<br />

Sitz in Arlesheim in der Schweiz. Denn das selbsttragende Rahmensystem<br />

könne bei Küchenneubau und Küchenrenovierungen<br />

eingesetzt werden und sei mit herkömmlichen Küchenmöbeln<br />

kombinierbar. Die Einbindung in gängige Küchenplanungssysteme<br />

sei gegeben. „Praktische Planungshilfen, Beratung und<br />

Support ermöglichen eine einfache Integration in jedes Küchenkonzept“,<br />

verspricht Heer.<br />

Der Stahlrahmen Mover lässt sich mit herkömmlichen Küchenmöbeln bestücken. Diese können in<br />

der Höhe und Tiefe frei positioniert werden. Je nach Bedarf.<br />

Montage auch frei im raum<br />

Technisch setzt das Unternehmen auf sogenannte Linearaktuatoren,<br />

auch Linear-Motoren genannt. Anders als die verbreiteten<br />

rotierenden Aggregate versetzt ein Linearmotor die von<br />

ihm getriebenen Objekte nicht in eine drehende Bewegung,<br />

sondern schiebt sie auf geradliniger oder gekurvter Bahn<br />

(Quelle: Wikipedia). Steuern lässt sich das System über eine<br />

Knopfschaltung und demnächst zusätzlich auch per Touchscreen.<br />

Der Rahmen selbst besteht aus Stahl. Es ist frei stehend<br />

und kann an der Wand oder frei im Raum platziert werden. Die<br />

Tragkraft beträgt 900 Kilo. Konzeptionell ist eine Bautiefe von<br />

80 cm. Dies ermöglicht eine unterschiedliche Positionierung<br />

von Unterbauten in der Tiefe. Fünf Standardbreiten sind erhältlich:<br />

180, 210, 240, 270 und 300 cm. Auf Wunsch fertigt der Hersteller<br />

aber jedes gewünschte<br />

Maß. Auch die Standardminimalhöhe<br />

der Unterbauten von<br />

65 cm lässt sich auf Wunsch<br />

anpassen.<br />

Fotos: Heer Systeme AG<br />

Selbst entwickelt<br />

Das Sicherheitssystem wurde<br />

von Heer selbst entwickelt<br />

und ist im Rahmen fertig installiert.<br />

Bei der Montage fallen damit<br />

keine weiteren Arbeiten an,<br />

betont Heikki Heer, der Monteur<br />

benötige keine weiteren<br />

Fachkenntnisse. Das Sicherheitssystem<br />

registriere Hindernisse<br />

unterhalb der Arbeitsfläche<br />

ebenso wie Hindernisse<br />

unterhalb der Unterbauten und<br />

stoppe automatisch.<br />

Heer stellt nicht auf der interzum<br />

aus.<br />

Die minimale Höhe beträgt 65 cm, kann auf Wunsch aber angepasst werden.<br />

www.heersysteme.ch<br />

28 Küchenplaner 3/4/<strong>2015</strong>


Foto: Häfele<br />

Klappen im Fokus: Häfele Klappenbeschläge der Familie<br />

„Free“ decken alle gängigen Öffnungsarten ab. Im Bild die<br />

Hochfalt-Lösung „Free fold“.<br />

Mehr leben pro Quadratmeter. Angesichts weltweit steigender<br />

Immobilienpreise und immer knapper werdendem Arbeits-<br />

und Wohnraum sind clevere Ideen gefragt. „Mehr Leben<br />

pro Quadratmeter“ lautet die Antwort von Häfele auf diese Herausforderung.<br />

Auf der interzum <strong>2015</strong> wagt das Unternehmen<br />

einen ganzheitlichen Blick auf die Möbelwelt. Zu sehen gibt es<br />

„viele neue Produkte zum Bau von innovativen Möbeln mit Zukunftspotenzial“.<br />

Wie das alles aus einer Hand perfekt zusammenpasst,<br />

dokumentiert das Motto „Easiness. Engineered by<br />

Häfele“. Zwei große Bereiche spannen hier den Bogen von der<br />

Innovation (= Produkt) zur Inspiration (= Möbel). Darüber hinaus<br />

soll am ganzen Messestand viel Platz zur Kommunikation bleiben:<br />

Für Gespräche übers Business und Markttrends genauso,<br />

wie über alles andere, was Menschen bewegt. www.hafele.com<br />

Schlanke lade. „SmartFlow“ heißt das neue Schubkastensystem<br />

des türkischen Beschlagherstellers Samet. Vorgestellt<br />

wird es auf der interzum. Ebenso zu sehen sind in Köln Weiterentwicklungen<br />

im Bereich der Klappenbeschläge sowie Schiebetürlösungen.<br />

Geradliniges Design, hochwertige Materialien<br />

und schlanke Zargen bestimmen laut Hersteller das Erscheinungsbild<br />

des neu entwickelten Schubkastensystems „Smart-<br />

Flow“. Konzipiert wurde es auf Basis einer Unterflurführung.<br />

Passend dazu zeigt Samet ein schlankes Inneneinrichtungssystem<br />

für diese Schubkästen und Auszüge. www.samet.com/tr<br />

Günstiges plattformkonzept. Auf der interzum <strong>2015</strong> zeigt der<br />

lippische Kunststoffverarbeiter Ninka klassische Serienprodukte<br />

ebenso wie die jüngsten Entwicklungen für OEM-Kunden. Diese<br />

stehen unter dem Label „Trendline“. Hinzu kommt die Zubehörreihe<br />

„Essenza“ für das Retail- und Consumer-Segment.<br />

„Trendline“ steht für zeitgemäße Individualität und greift viele<br />

Nuancen modernen Lebens auf. Ein hoher Designanspruch sei<br />

dabei Programm. Bei „Trendline“ setzt Ninka auf eine kostengünstige<br />

Plattform-Lösung. Darauf aufbauend sind breit gefächerte<br />

Individualisierungsgrade möglich, die auch einen Dekoroder<br />

Farbverbund mit einschließen. www.ninka.com<br />

Foto: Pfleiderer<br />

Pfleiderer erhält für „LivingBoard“ P4, P5 und „face“ das Umweltsiegel<br />

Blauer Engel.<br />

Drei Engel für Pfleiderer<br />

Produkte des Holzwerkstoffherstellers Pfleiderer sind erneut<br />

mit dem „Blauen Engel" ausgezeichnet worden: Neben „Deco-<br />

Board P2 ZU“ dürfen nun auch verschiedene Varianten seiner<br />

formaldehydfrei verleimten „LivingBoard“ das begehrte Umweltsiegel<br />

tragen, das seit 37 Jahren für besonders umweltfreundliche<br />

und emissionsarme Produkte steht. „Ebenso lang, seit 1978,<br />

ist ‚LivingBoard‘ der Inbegriff des wohngesunden Holz- und Innenausbaus“,<br />

bemerkt Claus Seemann, der bei Pfleiderer das Produktmanagement<br />

der Trägerwerkstoffe leitet. Die „LivingBoard“<br />

hat sich in unterschiedlichen Trägerausprägungen (P4, P5 oder<br />

als „face“ Variante) über Jahrzehnte hinweg bewährt, so Seemann:<br />

„Aus harzarmen Hölzern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung,<br />

ohne Recyclingmaterial hergestellt und formaldehydfrei<br />

verleimt, sind diese Platten überall dort die erste Wahl, wo<br />

Bauherren auf besonders emissionsarme Werkstoffe Wert legen.“<br />

Mit ihren isotropen Festigkeitseigenschaften in alle Richtungen<br />

sei die homogene Holzwerkstoffplatte „absolut anwendungssicher<br />

und optimal im Verschnitt“. Und da die PU-Verbindung<br />

feuchtebeständig sei, ergänzt Seemann, reduziere sich das<br />

Risiko für Schimmelbefall sogar in Feuchtbereichen auf ein Minimum.<br />

Auf Wunsch gibt es „ LivingBoard“ auch in unterschiedlicher<br />

Qualität und mit PEFCTM- oder FSC ® -Label (license code:<br />

FSC-C011773).<br />

www.pfleiderer.de<br />

Foto: Ninka<br />

Zeitgemäße Individualität<br />

und hohen<br />

Designanspruch<br />

demonstriert das<br />

flexibel in Schubkästen<br />

und Topfauszügen<br />

einsetzbare<br />

Organisationssystem<br />

„ Connect“ von<br />

Ninka.<br />

3/4/<strong>2015</strong> Küchenplaner 29


Küchenfertigung/Messe<br />

Alles passt zusammen<br />

„Ein Team – alle Lösungen“ überschreibt<br />

Oberflächenspezialist Surteco<br />

seinen interzum-Auftritt. Dahinter verbirgt<br />

sich ein komplettes Angebot an Dekoren<br />

von der Fläche bis zur Kante. „Wir<br />

bieten Design und Oberflächentechnologie<br />

in höchster Qualität und aus einem<br />

Guss!“, lautet das Versprechen. Am Surteco-Stand<br />

in Halle 6, D-50/E-59, präsentieren<br />

gleich acht Einzelunternehmen<br />

ihre abgestimmten Lösungen. Das sind<br />

Bausch Linnemann, Dakor, Döllken, Gislved,<br />

Kröning, Süddekor Art, Engraving<br />

und Surteco Decor. Hier einige Details zu<br />

den Angeboten.<br />

BauschLinnemann: dekor- und farbgleiche<br />

Oberflächen vom Fußboden bis<br />

zur Decke.<br />

Dakor Melamin Imprägnierungen<br />

GmbH: Produktentwickler, Hersteller und<br />

Partner im Bereich der Oberflächenveredelung<br />

für Möbel und Fußböden.<br />

Döllken-Kunststoffverarbeitung: Hersteller<br />

von thermoplastischen Kanten mit<br />

über 60 Jahren Erfahrung in der Extrusion<br />

kundenorientierter Kantenlösungen.<br />

Besondere Stärken sind Aspekte wie „Dekorverbund“,<br />

„Design“, „zukunftsweisende<br />

Fügetechnologien“, „erlebbare Haptik“<br />

sowie „Oberflächenveredelung“ und<br />

„supermatte Oberflächen“.<br />

Gislaved Folie produziert individuell<br />

nach Kundenspezifikation thermoplastisches<br />

Oberflächenmaterial, das Farbe,<br />

Form und Funktion vereint.<br />

Kröning: Spezialanbieter für Möbeloberflächen<br />

und Kanten. Hybridprodukte<br />

Surteco vereint Spezialisten, die abgestimmte Dekore für Möbeloberflächen, Kanten und<br />

Fußbödenbeläge anbieten.<br />

wie Echtmetall-Folien für die Profilummantelung<br />

oder Positionsdrucke für Möbelfronten<br />

in Caravan und Reisemobilen<br />

gehören ebenso zum Portfolio wie thermoplastische<br />

Folien für 2-D-Anwendungen.<br />

Süddekor Art zusammen mit der Engraving<br />

GmbH: ein hochmodern ausgestattetes<br />

Design- und Gravurzentrum.<br />

Hier werden Dekore für die Möbel- und<br />

Fußbodenindustrie entwickelt sowie Tiefdruck-<br />

und Prägezylinder für Laminat,<br />

PVC und LVT mit dem laut Unternehmen<br />

„weltweit stärksten Faserlaser“ graviert<br />

(max. 5080 mm Breite x 2080 mm Umfang).<br />

Surteco Decor: Hier werden Spezialpapiere<br />

für die industrielle Oberflächenveredelung<br />

im Prinzip des Rotationstiefdrucks<br />

mit dekorativen Strukturen<br />

bedruckt und veredelt.<br />

www.one-stop-design-solutions.com<br />

Kantenvielfalt<br />

by Surteco.<br />

Fotos: Surteco


Anzeige<br />

Foto: Vauth-Sagel<br />

Abseits vom<br />

Standard: Vauth-<br />

Sagel wird zur<br />

Weltleitmesse<br />

interzum <strong>2015</strong> auf<br />

430 m 2 Standfläche<br />

innovative<br />

Systemlösungen<br />

für besondere<br />

Stauräume in<br />

modernen Küchenplanungen<br />

präsentieren.<br />

Stauraum mit System<br />

Zahlreiche Neuheiten und Weiterentwicklungen kündigt Vauth-Sagel für die<br />

interzum <strong>2015</strong> an. Präsentieren wird sich das Unternehmen mit diesen Produkten<br />

als innovativer Systemanbieter für besondere Stauraumlösungen.<br />

„Den 60er-Küchenkorpus können viele ausstatten,<br />

hingegen ist Vauth-Sagel der Spezialist, wenn Stauräume<br />

jenseits dieses Standards komfortabel genutzt<br />

werden sollen“, betont Geschäftsführer Claus Sagel<br />

und kündigt an: „Genau diese Stärke werden wir unseren<br />

Gästen auf der interzum <strong>2015</strong> in Form einer breiten<br />

Produktpalette präsentieren.“ Viele bestehende<br />

Produkte wurden verfeinert und die Sortimente durch<br />

weitere Varianten ergänzt. Darüber hinaus wird es absolute<br />

Neuheiten geben.<br />

Neue Generation Hochschränke<br />

Ein Highlight stellt zum Beispiel die neue Generation<br />

von Hochschränken dar. Besonders in den Breiten<br />

300 bis 400 mm ist der Vorratsschrankauszug VSA die<br />

erste Wahl bei der Lagerung von Vorräten. Der neue<br />

Öffnungsmechanismus sorgt dafür, dass das Staugut<br />

mit nur einem Zug komfortabel vor den Korpus gelangt.<br />

Den Seitenauszug DSA kann man auf der interzum<br />

in den Varianten 150, 200 und 300 mm mit einer neuen,<br />

eigenen Führung erleben. Außerdem wurde Wert<br />

darauf gelegt, den schmalen Unterschrankauszug<br />

noch komfortabler zu gestalten: Unter anderem erfolgt<br />

die Montage nahezu werkzeuglos, und der DSA kann<br />

rechts oder links verbaut werden. „Letzteres bietet dem<br />

Küchenhersteller volle Flexibilität bei geringer Lagerhaltung“,<br />

erläutert Vauth-Sagel.<br />

Auch im Bereich Abfalltrennung wird es eine Verbreiterung<br />

des Angebots der bisherigen Öko-Familie<br />

geben.<br />

Die Ecke neu denken<br />

Fehlt also nur noch eine Produktgattung, die man<br />

als absolute Königsdisziplin im Bereich moderner<br />

Küchen planungen bezeichnen kann: die Ecke. Bei<br />

Vauth-Sagel wird dieser spezielle Stauraum deshalb<br />

ganz bewusst mit einer Neuheit in den Mittelpunkt<br />

des Messeauftritts gestellt – zu sehen vom 5. bis zum<br />

8. Mai <strong>2015</strong> auf der Weltleitmesse interzum in Köln in<br />

Halle 7, Stand C20.<br />

www.vauth-sagel.de<br />

3/4/<strong>2015</strong> kücHENplaNEr 31


Arbeitsplatten<br />

Seine preisgekrönten Häppchen<br />

richtet der Drei-Sterne-Koch David Muñoz (Foto)<br />

hier direkt auf einer Dekton-Fläche von Cosentino an.<br />

32 küchenplAner 3/4/<strong>2015</strong>


Natur ist Trumpf<br />

Schichtstoff ist mengenmäßig weiterhin das Arbeitsplattenmaterial Nr. 1.<br />

Oberhalb der Marktmitte wird es anspruchsvoller – vielfältig umgesetzt<br />

mit Naturstein, Quarzkomposit, Kompaktwerkstoff, Keramik, Edelstahl,<br />

Glas, Beton, Mineralwerkstoff oder Massivholz. Der Blick auf die aktuellen<br />

Sortimente zeigt: Insbesondere mit der hochwertigen Platte zieht die derzeit<br />

so begehrte Natürlichkeit in die Küche ein. Besonders im Trend: marmorierte<br />

Flächen. Ein Überblick mit ausgewählten Neuheiten von der LivingKitchen.<br />

Foto: Cosentino<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchenplAner 33


Arbeitsplatten<br />

Die hochwertigen Edelstahl-Arbeitsplatten<br />

sind nur 4 mm stark und werden auf Maß gefertigt.<br />

Foto: Franke<br />

Edelstahl auf Maß<br />

Mit der Einführung der neuen Becken-<br />

Serie „Franke Box“ erweitert der Spülenspezialist<br />

Franke gleichzeitig das Angebot<br />

maßgefertigter Arbeitsplatten um<br />

eine neue Variante aus 4 mm massivem<br />

Edelstahl. Die sichtbaren Seiten der Metallflächen<br />

können in zwei Oberflächen<br />

ausgeführt werden: gebürstet oder ellipsenförmig<br />

geschliffen. Die Spülbecken<br />

werden direkt mit der Platte verbaut –<br />

nahtlos. Auch die Ausschnitte z. B. für die<br />

Kochzone werden von Franke ab Werk realisiert.<br />

In der Gastronomie sind Oberflächen<br />

aus Edelstahl aus Gründen der<br />

Hygiene und wegen der enormen Strapazierfähigkeit<br />

seit Jahren Standard. Auch<br />

in hochwertigen privaten Küchen sind<br />

die Qualitäten des matt glänzenden Materials<br />

für Arbeitsplatten zunehmend gefragt.<br />

Edelstahlarbeitsplatten gelten als<br />

äußerst strapazierfähig, hygienisch sowie<br />

pflegeleicht und verleihen einer Küche<br />

eine edle, moderne und semiprofessionelle<br />

Optik.<br />

www.franke.de<br />

Wie Marmor<br />

„Veneto“ ist die neue Linie im Mineralwerkstoff-Sortiment<br />

der Westag<br />

& Getalit. Mit ihrer Anmutung eines<br />

Marmors bildet sie eine Erweiterung<br />

im Dekorspektrum des Mineralwerkstoffs<br />

„GetaCore“. „Die natürlich wirkende<br />

Marmorierung herzustellen, ist<br />

ein sehr aufwendiger Prozess“, sagt<br />

Adela Weiss, Leiterin Produktmanagement<br />

& Design. Das Plattenmaterial der<br />

„Veneto“-Linie ist schon in der Stärke<br />

3 mm verfügbar. „So lässt sich das Material<br />

beispielsweise kosten- und gewichtsoptimiert<br />

zur Beschichtung von<br />

Trägermaterialien verwenden und ist<br />

besonders gut verformbar“, erklärt das<br />

ostwestfälische Unternehmen. Aktuell<br />

bietet die Westag & Getalit AG drei Dekore<br />

der neuen „Veneto“-Linie an. Darunter<br />

eine weiße, graue und schwarze<br />

Variante.<br />

www.westag-getalit.de<br />

In drei Dekoren erhältlich: der marmorierte Mineralwerk<br />

stoff „Veneto“ aus dem „GetaCore“-Sortiment.<br />

Foto: Westag & Getalit<br />

34 küchenplAner 3/4/<strong>2015</strong>


Noch einen Hauch<br />

exklusiver<br />

Foto: Blanco<br />

Gold für Edelstahl: Die Edelstahl-Arbeitsplatte „Blanco Durinox“<br />

wurde mit dem internationalen Design- und Materialpreis „Materialica<br />

Design + Technology Gold Award 2014“ ausgezeichnet.<br />

Sie wirkt noch etwas glatter und fühlt sich noch etwas samtiger<br />

an: Blanco hat die Edelstahloberfläche „Durinox“ schon ein<br />

Jahr nach der Premiere verfeinert. Auch der Edelstahl-Glanz<br />

ist etwas stärker wahrnehmbar. Gleichzeitig bewahrt die Oberfläche<br />

den charakteristischen mattschimmernden Gesamteindruck.<br />

Laut Hersteller verfügt „Durinox“ über den höchsten<br />

Härtegrad für unbeschichtete Edelstahl-Arbeitsflächen und ist<br />

extrem widerstandsfähig gegenüber Kratzern. Für all diese Vorteile<br />

wurde das Material mit dem internationalen Material- und<br />

Designpreis „Materialica Design + Technology Gold Award 2014“<br />

ausgezeichnet. Die Edelstahl-Arbeitsplatten aus der SteelArt-Manufaktur<br />

bietet Blanco in individuellen Maßen und unterschiedlichen<br />

Stärken an. So sind Arbeitsplatten mit „Durinox“-Veredelung<br />

in einer Stärke von 12 bis 100 Millimetern und in Längen bis<br />

ca. 3,80 Metern möglich. Auf Wunsch können ein oder mehrere<br />

„Zerox“-Becken nahtlos integriert werden. Ebenso lassen sich Lösungen<br />

mit der eleganten Massiv-Kantenausführung „SolidEdge“<br />

realisieren.<br />

www.blanco-germany.com/de<br />

Struktur voller Tiefe<br />

Den Trend zum Naturstein spiegeln auch die neuen Silestone-Farben<br />

der Serie „Nebula Alpha“ wider. Die vier Farbtöne<br />

„Calypso“, „Orion White“, „Phoenix“ und „Ariel“ zeichnen<br />

sich durch ihre individuelle Äderung aus, die eine besonders<br />

authentische Struktur voller Tiefe, Strahlkraft, Wärme und<br />

Eleganz erzeugt. Laut Cosentino sind alle Produkte hitze-,<br />

kratz- und fleckenresistent sowie wasserdicht.<br />

Im Frühjahr 2013 führte Cosentino seine Oberflächeninnovation<br />

Dekton ein. Seitdem gewinnt die ultrakompakte Oberfläche<br />

immer mehr an Zuspruch im Markt. Highlight der aktuellen<br />

Kollektion ist das Designkonzept der Farbe „Aura“.<br />

Durch die Spiegelung der Maserung auf blass-weißem Hintergrund<br />

entstehen grenzenlos wirkende symmetrische Dekore.<br />

www.cosentino.com<br />

Foto: Cosentino<br />

„Orion White“<br />

heißt dieses<br />

Dekor der<br />

Silestone-<br />

Serie „ Nebula<br />

Alpha“ von<br />

Cosentino.<br />

Studie beleuchtet Markt für Arbeitsplatten<br />

Seit mehr als zehn Jahren analysiert die Unternehmensberatung<br />

Titze den Markt für Arbeitsplatten. Jetzt wurde eine 741 Seiten starke<br />

Studie dazu veröffentlicht. Hier einige Eckdaten:<br />

Die Produktion von Arbeitsplatten in Zentraleuropa (Deutschland,<br />

Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich,<br />

Großbritannien und Italien) ist in der Summe rückläufig. Das<br />

Volumen ist zwischen 2008 und 2013 um 38 Mio. Euro zurückgegangen.<br />

Das ist ein Minus von 3,4 %. Die stärksten Produktionsländer in<br />

Zentraleuropa sind Deutschland und Italien. In diesen beiden Ländern<br />

werden mehr als 55 % des gesamten Volumens hergestellt.<br />

Abgeschwächt hat sich laut Studie auch das Importvolumen. Hier<br />

ist der Wert seit 2008 um 6,6 % zurückgegangen.<br />

Positiv hingegen entwickelt sich der Export von Arbeitsplatten.<br />

So stieg das Exportvolumen in Zentraleuropa seit 2009 um 10,5 % an<br />

und übertrifft sogar den Wert von 2008 – also dem Zeitpunkt vor der<br />

einschneidenden Finanz- und Bankenkrise.<br />

Die Inlandsmarktversorgung Zentraleuropas mit Arbeitsplatten<br />

erreichte 2008 mit 1084 Mio. Euro ihren höchsten Wert. Nach einem<br />

Zwischenhoch in 2011 geht es mittlerweile leicht bergab. Der aktuelle<br />

Wert von 1023 Mio. Euro entspricht einem Rückgang in Höhe von<br />

5,6 % im Vergleich zu 2008.<br />

Der wichtigste Vertriebsweg für Arbeitsplatten ist laut Studie der<br />

Möbelhandel mit mehr als 46 % Marktanteil. Der Küchenspezialhandel<br />

kommt auf mehr als 30 % Marktanteil und ist damit der zweitwichtigste<br />

Vertriebsweg. Der Distanzhandel erreicht bei Arbeitsplatten<br />

laut Titze nur 2,4 %. Das Objektgeschäft liege bei 7 % und<br />

der sonstige Handel kommt auf mehr als bei 14 % Marktanteil. Zur<br />

letztgenannten Position tragen insbesondere die DIY-Märkte bei.<br />

Die Studie betrachtet auf 741 Seiten mit 390 Tabellen und Grafiken<br />

die aktuelle Branchensituation und zeigt laut Macher alle wesentlichen<br />

Zukunftstrends bis 2020 auf. Der Preis der Studie beträgt<br />

5000 Euro zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.<br />

www.titze-online.de<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchenplAner 35


Arbeitsplatten<br />

Neu mit Naturstein<br />

Lechner bietet nun auch ein Naturstein-<br />

Sortiment an. „ myLeStone“ heißt die neue Arbeitsplatten-Kollektion<br />

und umfasst 32 Steine<br />

in verschiedenen Farben, wahlweise poliert<br />

oder strukturiert. Die Arbeitsplatten sind in<br />

den Stärken 20, 30, 40 und 60 Millimeter erhältlich.<br />

Dazu ist das Sortiment in fünf Preisgruppen<br />

eingeteilt. Für die Abwicklung steht<br />

ein eigenes Service-Team bereit. Lechner verlässt<br />

sich auch bei seinem neuen Natursteinsortiment<br />

auf seine Kompetenz und hat in<br />

Rothenburg eine eigene Produktion dafür aufgebaut.<br />

20 500 Quadratmeter misst die Fläche<br />

vom Wareneingang über die Fertigung bis<br />

zum Versand. So wird die Strategie „Alles aus<br />

einer Hand“ gestärkt. Denn das umfangreiche<br />

Angebot umfasst nun die Materialien Laminat,<br />

Glas, Massivholz, Compact, Mineralwerkstoff,<br />

Foto: Biermann<br />

Ein Teil der neu aufgestellten Natursteinkollektion von Lechner.<br />

Keramik, Quarzstein und Naturstein. Hinzu<br />

kommen entsprechende Nischenwände.<br />

www.lechner-ag.de<br />

Ursprünglicher<br />

Quarz<br />

Die neue Arbeitsplatten-Kollektion<br />

„Cartapietra“ hebt das<br />

Quarz in seiner ursprünglichen<br />

Form hervor. Es gibt die Flächen<br />

in den Farbtönen Weiß, Grau und<br />

Beige. Und das in sechs verschiedenen<br />

Ausführungen. „Cartapietra“<br />

sei eine „farblose Kollektion<br />

und die Rückkehr zu den<br />

Ursprüngen“, erklärt das Unternehmen.<br />

Eine weitere Neuheit:<br />

„U Design“, das sich aus den Linien<br />

„U Design Kitchen“ und „U Design<br />

Bathroom“ zusammensetzt.<br />

Laut Stone Italiana „überschreitet<br />

die Kollektion die Grenzen der<br />

ebenen Flächen und führt Quarz<br />

in eine dritte Dimension.“ Hinzu<br />

kommt „Kstone“. Dabei handelt<br />

es sich um eine Platten-Kollektion,<br />

die speziell für Küchen entwickelt<br />

wurde. Das Material kombiniert<br />

die hohen technischen<br />

Leistungen von Quarz, wie beispielsweise<br />

Widerstandsfähigkeit,<br />

Langlebigkeit oder Hygiene,<br />

mit den typischen optischen Eigenschaften<br />

von Naturstein und<br />

bildet die unregelmäßigen Marmormaserungen<br />

natürlich nach.<br />

www.stoneitaliana.com<br />

Intensive Unterstützung<br />

Die bayrische Manufaktur JUMA stellt hochwertige Küchenarbeitsplatten aus Naturstein,<br />

Quarzkomposit sowie Massivkeramik her und ist dabei Partner von mehreren Hundert Küchenstudios<br />

in Deutschland. Die Arbeitsplatten der Linien „JUMAquarz“, „JUMAceram“<br />

und „JUMAnature“ bieten bei Farbe und Veredlung mehr als 500 Kombinationsmöglichkeiten.<br />

Während der LivingKitchen stand ein tonnenschwerer, unbearbeiteter Natursteinblock<br />

mit emotionaler Steinkruste im Mittelpunkt der Messepräsenz. Darauf positionierte<br />

JUMA eine massive „JUMAceram“-Platte. Ein Natursteinblock mit integrierter Abzugshaube<br />

vervollständigte diese Einheit konzeptionell.<br />

„Mit unserem Sortiment bieten wir Küchenstudios, Küchenplanern und Endkunden<br />

höchste Qualität und Individualität bei Material und Veredlung“, sagt Michael Holzäpfel,<br />

Geschäftsführer von JUMA, im Messegespräch. „Unser Anspruch an Perfektion und<br />

Zuverlässigkeit ist auch der Maßstab für unsere<br />

Kundenbeziehungen. So unterstützen<br />

wir unsere Partner gezielt und umfassend<br />

mit zahlreichen kaufmännischen, logistischen<br />

und marketingrelevanten Hilfestellungen.“<br />

„JUMAceram“-Arbeitsplatten bieten neben<br />

individuellem Design Pflegefreundlichkeit<br />

durch ihre Veredelung. Sie sind hitzebeständig,<br />

kratzunempfindlich und resistent<br />

gegen Verfärbungen. Die Arbeitsplatten<br />

der „JUMAquarz“-Linie bestehen zu 93 Prozent<br />

aus natürlichem Quarz. Durch die Beimischung<br />

von Harz- und Farbpigmenten,<br />

Spiegel- oder Glasstückchen kreiert das<br />

bayrische Unternehmen zahlreiche Farbvariationen<br />

und edle Design-Effekte. Aufgrund<br />

der besonderen Materialresistenz ist auch<br />

dieses Sortiment uneingeschränkt für die<br />

permanente Belastung im gastronomischen<br />

Bereich geeignet. Vervollständigt wird das<br />

Programm durch „JUMAnature“, der Linie<br />

aus „haptisch und optisch emotionalem“ Naturstein.<br />

Für Wand und Fläche: JUMAquarz in<br />

Marmorstruktur.<br />

Foto: Juma<br />

www.juma.com<br />

36 küchenplAner 3/4/<strong>2015</strong>


Jede Insel ein Unikat<br />

„Naturstein in der Küche boomt<br />

zurzeit wie noch nie“, sagt Johannes<br />

Artmayr, Geschäftsführer von Strasser<br />

Steine, während der LivingKitchen.<br />

Deshalb war es für den österreichischen<br />

Hersteller logisch, auf<br />

der Messe in Köln sein neuestes Produkt<br />

„ST-ONE“ vorzustellen, eine exklusive<br />

Kücheninsel aus Naturstein.<br />

Strasser Steine hat bereits vor zwei<br />

Jahren begonnen, die Küche aus Naturstein<br />

zu entwickeln. Damit kreierte<br />

erstmals ein Steinverarbeiter<br />

eine Kücheninsel, die als Solitär mit<br />

allen bekannten Küchenmarken harmoniert.<br />

Johannes Artmayr: „Wir sehen<br />

uns nicht als Konkurrenz zur<br />

Küchenindustrie. Viel mehr ist ,ST-<br />

ONE‘ die ästhetische Ergänzung, um<br />

ganz außergewöhnliche, einzigartige<br />

Küchen zu gestalten.“<br />

Strasser verwendet für „ST-ONE“<br />

besonders robuste Steine mit unterschiedlichen<br />

Zeichnungen – von dezenter<br />

Marmorierung bis zu wildem<br />

Feuer. Die Steine kommen aus Indien<br />

(Universe), China (Iceberg)<br />

oder aus Brasilien (Camouflage und<br />

Fossil). Sie werden für „ST-ONE“ poliert<br />

oder im sanft-matten Leather-<br />

Look ausgeführt. Einzigartig auf<br />

dem Markt ist derzeit die Ausführung<br />

„Cross Cut“ bei der Steinoberfläche<br />

Fossil. Das heißt, das grifflose<br />

Frontbild von „ST-ONE“ wird<br />

in einer 90 Grad gedrehten Schnittrichtung<br />

aus dem Naturstein-Rohblock<br />

gesägt. Jede Insel ist somit ein<br />

Unikat. Dem Betrachter vermittelt<br />

„ST-ONE“ das Bild einer in sich geschlossenen<br />

Fläche – wie beim<br />

Steinblock. Dabei sind die Fronten<br />

zehn Millimeter dünn. „ST-ONE“<br />

gibt es als Kubus oder Quader.<br />

www.strasser-steine.at<br />

Foto: Thesize<br />

Foto: Biermann<br />

Der österreichische Hersteller Strasser präsentierte während der LivingKitchen<br />

die Kücheninsel „ST-ONE“. Als Konkurrenz zur Küchenindustrie sehe sich das<br />

Unternehmen aber nicht, betont Geschäftsführer Johannes Artmayr.<br />

40 Dekore in Naturstein<br />

Auch die AKP Arbeitsplatten GmbH vertreibt von der klassischen Schichtstoff-Platte<br />

über Massivholz- und Mineralwerkstoffe bis hin zur aktuellen<br />

Stein-Arbeitsplatte. Auf der LivingKitchen präsentierte das Meininger Unternehmen<br />

den Naturstein „Brown Silk“. Er sei hygienisch, pflegeleicht, biegefest<br />

und recyclebar, heißt es vonseiten des Arbeitsplattenspezialisten. Es gibt ihn<br />

in 40 Dekor-Varianten. „Besonders satinierte Steine sind im Kommen. Sie sind<br />

sehr pflegeleicht und wirken in Kombination mit Naturholz sehr warm“, erklärt<br />

Vertriebsleiter Tilo Koitsch.<br />

Die Kompaktoberfläche „Neolith“ im Dekor<br />

„Iron Copper“ – prädestiniert für Planungen<br />

im angesagten „Industrial Chic“.<br />

Kompakte Platten<br />

aus „Neolith“<br />

Das spanische Unternehmen Thesize setzt<br />

auf die neu entwickelte Kompaktoberfläche<br />

„Neolith“. Das Produkt ist laut Hersteller<br />

„100 % natürlich und recyclebar“. Es besteht<br />

aus Rohstoffen wie Lehm, Feldspat, Kieselerde<br />

und natürlichen Mineraloxiden. Diese<br />

Zutaten werden unter hohem Druck und<br />

Temperaturen von bis zur 1200 °C zu Platten<br />

verpresst. Möglich sind Formate von maximal<br />

3,6 x 1,2 m mit einer Stärke von nur 3 mm.<br />

„Neolith“ eignet sich für Arbeits- und Ablageflächen<br />

in Küche und Bad, aber auch als Bodenbelag,<br />

Innenwandverkleidung und für<br />

Außenfassaden. „Seine hohen Leistungen machen<br />

Neolith zu einem vielseitigen Produkt“,<br />

schwärmt der Hersteller, „es verfärbt sich<br />

nicht, ist kratzfest und hitzebeständig.“<br />

www.thesize.es<br />

www.akp-apl.de<br />

3/4/<strong>2015</strong> küchenplAner 37


Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG<br />

97472 Zeil am Main · Postfach 13 40<br />

Tel. 0 95 24/91-0 · Fax 0 95 24/91-121<br />

Internet: www.allmilmoe.com<br />

Poggenpohl Möbelwerke GmbH<br />

Poggenpohlstraße 1<br />

32051 Herford<br />

Telefon: 05221 381- 0<br />

Fax: 05221 381321<br />

E-Mail: info@poggenpohl.com<br />

www.poggenpohl.com<br />

KITCHEN<br />

SYSTEMS<br />

Franke GmbH, Küchentechnik<br />

Mumpferfährstr. 70, 79713 Bad Säckingen, www.franke.de<br />

pronorm<br />

Einbauküchen GmbH<br />

Höferfeld 5 - 7<br />

D-32602 Vlotho<br />

E-Mail: info@pronorm.de<br />

Telefon 05733 979 - 0<br />

Telefax 05733 80483<br />

Postfach 1707<br />

D-32591 Vlotho<br />

Internet: http://www.pronorm.de<br />

Der Spezialist<br />

für die moderne,<br />

aufgeräumte<br />

Küche<br />

Hailo-Werk · Postfach 1262 · D-35702 Haiger · Tel.: +49(0)2773/82-0 · Fax: +49(0)2773/821261 · www.hailo-einbautechnik.de · info@hailo-einbautechnik.de<br />

Sie erhalten zzgl. 3% Rabatt<br />

bei Onlinebestellung.<br />

Küchenzubehör<br />

über 3800 Artikel<br />

und 300 Neuheiten<br />

Hotline: 0800 - 7882 000<br />

Fax: 02351- 7882 400<br />

TEBÜ – wir setzen Ihre Küche ins rechte Licht<br />

Küppersbusch hausgeräte gmbh<br />

Küppersbuschstraße 16 · D-45883 gelsenkirchen<br />

telefon 02 09/4 01-0 · telefax 02 09/4 01-3 03<br />

www.kueppersbusch-hausgeraete.de · info@kueppersbusch.de<br />

TEBÜ Licht GmbH<br />

Stockumer Straße 89<br />

59846 Sundern<br />

FON: +49 (0) 29 33 - 9 09 85 20<br />

FAX: +49 (0) 29 33 - 9 09 85 21<br />

E-Mail: info@tebue-licht.de<br />

Web: www.tebue-licht.de<br />

Telefon: 0 98 61/ 701-0 · Telefax: 0 98 61/ 701-109<br />

E-Mail: info@lechner-ag.de · Internet: www.lechner-ag.de<br />

Eisbereiter<br />

mit<br />

Edelstahlfront<br />

by W&B<br />

Premium Ice Cube I-S<br />

Immer kristallklare, geschmacksneutrale<br />

Eiswürfel (bis zu 20 kg am Tag)<br />

W&B Dr. Becker Appliances<br />

GmbH & Co.KG<br />

Neutorstr. 75/77 · 26721 Emden<br />

Tel.: 04921 9030 - 0 · Fax: 04921 9030 - 99<br />

www.vittoria5sterne.de<br />

Naber GmbH<br />

Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn<br />

Tel. 00 49 (0)59 21 704-0<br />

Fax 00 49 (0)59 21 704-140<br />

naber@naber.de · www.naber.de<br />

Der wöchentliche Newsletter für die Küchenbranche<br />

Jetzt anmelden unter:<br />

www.kuechenplaner-magazin.de<br />

38 KÜCHENPLANER 3/4/<strong>2015</strong>


Das VOGT-Verkaufshandbuch<br />

2014/<strong>2015</strong>: Jetzt anfordern!<br />

HORST VOGT GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Str. 23<br />

28876 Oyten<br />

info@vogtwelt.de<br />

www.vogtwelt.de<br />

Telefon: 0 42 07 / 91 68-0 · Fax: 0 42 07 / 91 68-50<br />

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG<br />

Mollenbachstraße 2 • 71229 Leonberg<br />

Tel.: 0 71 52 / 60 97-00 • Fax: 0 71 52 / 60 97-9999<br />

derkreis@derkreis.de • www.derkreis.com<br />

Deutschland Österreich Schweiz Niederlande Frankreich Belgien /<br />

Luxemburg<br />

Slowenien<br />

Großbritannien<br />

Der wöchentliche Newsletter für die Küchenbranche<br />

Jetzt anmelden unter:<br />

www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Impressum<br />

Magazin für alle, die Küchen planen und produzieren,<br />

kaufen und verkaufen.<br />

Erscheint im 49. Jahrgang (<strong>2015</strong>)<br />

www.kuechenplaner-magazin.de · www.strobel-verlag.de<br />

Verlag<br />

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG<br />

Postanschrift: Postfach 56 54, 59806 Arnsberg<br />

Hausanschrift: Zur Feldmühle 9 – 11, 59821 Arnsberg,<br />

Tel.: 02931 8900-0, Fax: 02931 8900-38<br />

Herausgeber<br />

Dipl.-Kfm. Christopher Strobel, Verleger<br />

Redaktion<br />

Dirk Biermann, Chefredakteur,<br />

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)<br />

Helleforthstraße 136, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock,<br />

Telefon: 05207 9932218, Telefax: 05207 9932219,<br />

E-Mail: d.biermann@strobel-verlag.de<br />

Redaktionssekretariat<br />

Birgit Brosowski<br />

Telefon: 02931 890041, Telefax: 02931 8900-48<br />

E-Mail: redaktion@strobel-verlag.de<br />

Ständige Autoren<br />

Sybille Hilgert (sy)<br />

Astrid Plaßhenrich (ap)<br />

Anzeigen<br />

Anzeigenleiter/Leiter Online-Medien: Stefan Schütte<br />

E-Mail: s.schuette@strobel-verlag.de<br />

Verkaufsleiter: Uwe Derr<br />

E-Mail: u.derr@strobel-verlag.de<br />

Verkauf: Stefan Hoffmann<br />

E-Mail: s.hoffmann@strobel-verlag.de<br />

Verkauf Print/Online: Jocelyn Blome<br />

E-Mail: j.blome@strobel-verlag.de<br />

Anzeigenmarketing/Unternehmenskommunikation:<br />

Dipl.-Kfm. Peter Hallmann<br />

E-Mail: p.hallmann@strobel-verlag.de<br />

Mediaservice: Anke Ziegler und Sabine Trost<br />

Telefon: 02931 8900-21 oder 02931 8900-24<br />

E-Mail: anzeigen@strobel-verlag.de<br />

Zurzeit ist Anzeigenpreisliste <strong>2015</strong> gültig.<br />

Anzeigenverkauf Inland: Uwe Sommerfeld,<br />

Iserstr. 58, 14513 Teltow,<br />

Telefon: 03328 3090566, Telefax: 03328 3090567,<br />

E-Mail: u.sommerfeld@strobel-verlag.de<br />

Anzeigen-Vertretung Italien: Media & Service<br />

Internat. Srl, Piazza Wagner 5, 20145 MILANO / ITALIEN,<br />

Telefon: + 39 248006193, Telefax: + 39 248193274<br />

Vertrieb/Leserservice<br />

Reinhard Heite, E-Mail: r.heite@strobel-verlag.de<br />

Bezugspreise<br />

„KÜCHENPLANER“ erscheint 7 x jährlich.<br />

Jahres bezugspreis 64,00 € inkl. 7 % MwSt. und Versandkosten.<br />

Einzelheft: 11,30 €<br />

Abonnementbedingungen<br />

Bestellungen sind jederzeit beim Leserservice oder bei<br />

Buchhandlungen im In- und Ausland möglich. Nach Abschluss<br />

einer Bestellung kann diese innerhalb von 14<br />

Tagen mit einer schriftlichen Mitteilung an den Verlag<br />

widerrufen werden. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige<br />

Absendung. Abonnements verlängern sich um<br />

ein Jahr, wenn sie nicht drei Monate vor Ablauf des Bezugsjahres<br />

schriftlich gekündigt werden, außer sie wurden<br />

ausdrücklich befristet abgeschlossen. Abonnementgebühren<br />

werden im Voraus berechnet und sind nach<br />

Erhalt der Rechnung ohne Abzug zur Zahlung fällig oder<br />

sie werden per Lastschrift abgebucht. Auslandsabonnements<br />

sind zahlbar ohne Spesen und Kosten für den Verlag.<br />

Die Annahme der Zeitschrift verpflichtet Wiederverkäufer<br />

zur Einhaltung der im Impressum angegebenen<br />

Bezugspreise.<br />

Sollte die Fachzeitschrift aus technischen Gründen oder<br />

höherer Gewalt nicht geliefert werden können, besteht<br />

kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter<br />

Bezugsgelder.<br />

Gerichtsstand für Vollkaufleute ist Arnsberg und Hamburg.<br />

Für alle übrigen Kunden gilt dieser Gerichtsstand<br />

für das Mahnverfahren.<br />

Bankverbindungen<br />

Sparkasse Arnsberg-Sundern,<br />

Konto 10 20 320 (BLZ 46650005)<br />

IBAN DE78 466500050001020320, BIC WELADED1ARN<br />

Postbank Dortmund, Konto 1647-467 (BLZ 440100 46)<br />

IBAN DE57 4401004600016474 67, BIC PBNKDEFFXXX<br />

Druckvorstufenproduktion<br />

STROBEL PrePress & Media,<br />

Postfach 56 54, 59806 Arnsberg,<br />

E-Mail: datenannahme@strobel-verlag.de<br />

Herstellung<br />

Siegbert Hahne<br />

Layout<br />

Catrin Dellmann<br />

Druck (Lieferadresse für Beihefter und Beilagen)<br />

Griebsch & Rochol Druck GmbH & Co. KG<br />

Gabelsbergerstraße 1 (Gewerbepark Rhynern)<br />

59069 Hamm<br />

Veröffentlichungen<br />

Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte und<br />

Bilder, einschließlich der Negative, gehen mit Ablieferung<br />

in das Eigen tum des Verlages über. Damit erhält er<br />

gleichzeitig im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen<br />

das Veröffentlichungs- und Verarbeitungsrecht. Der Autor<br />

räumt dem Verlag das unbeschränkte Nutzungsrecht ein,<br />

seine Beiträge im In- und Ausland und in allen Sprachen,<br />

insbesondere in Printmedien, Film, Rundfunk, Datenbanken,<br />

Telekommunikations- und Datennetzen (z. B. Online-<br />

Dienste) sowie auf Datenträgern (z. B. CD-ROM), Diskette<br />

usw. ungeachtet der Übertragungs-, Träger- und Speichertechniken<br />

sowie öffentlich wiederzugeben. Für unaufgefordert<br />

eingesandte Manuskripte übernehmen Verlag und<br />

Redaktion keine Gewähr.<br />

Mit Namen gezeichnete Beiträge geben die Meinung der<br />

Verfasser wieder und müssen nicht mit der des Verlages<br />

übereinstimmen. Für Werbeaussagen von Herstellern<br />

und Inserenten in abgedruckten Anzeigen haftet<br />

der Verlag nicht.<br />

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen,<br />

Waren bezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift<br />

berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche<br />

Namen ohne Weiteres von jedermann benutzt werden<br />

dürfen; oft handelt es sich um gesetzlich geschützte eingetragene<br />

Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche<br />

gekennzeichnet sind.<br />

Nachdruck, Reproduktion und das Übersetzen in fremde<br />

Sprachen ist nur mit schriftlicher Genehmigung des<br />

Verlages gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in<br />

elektronische Datenbanken und Vervielfältigungen auf<br />

Datenträgern jeder Art.<br />

Sofern Sie Artikel aus „KÜCHENPLANER“ in Ihren internen<br />

elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen,<br />

erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter<br />

www.pressemonitor.de oder unter Telefon 030 284930,<br />

PMG Presse-Monitor GmbH.<br />

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind<br />

urheberrechtlich geschützt.<br />

ISSN 0722-9917<br />

Mitglied bei:<br />

Arbeitsgemeinschaft<br />

Die Moderne Küche e.V.<br />

Informationsgemeinschaft zur Feststellung<br />

der Verbreitung von Werbeträgern<br />

3/4/<strong>2015</strong> KÜCHENPLANER 39

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!