INFO - Fachgruppe Werbung Wien
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WERBUNG<br />
8. Auflage<br />
IN WIEN
Herausgeber <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/514 50-3790, -3791, -3792,<br />
werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />
Redaktion Mag. Jörg Trobolowitsch, Mag. Marianne Kitzler, Caroline Rigler BA<br />
Handbuch für Mitglieder der<br />
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation<br />
in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
8. Auflage 2011<br />
Fachliche Beratung: Dr. Manfred Pichelmayer, Geschäftsführer <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong>,<br />
Dr. Elisabeth Czerwenka-Kulmon, Dkfm. Karin Lehmann<br />
© <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />
8. Auflage 2011. Alle Rechte vorbehalten, auch der auszugsweisen Wiedergabe<br />
in Print- und elektronischen Medien<br />
Bilder Die Bilder zu allen Kapiteln stammen von fotolia.com (wenn nicht anders angegeben)<br />
Editorial: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong><br />
Verlag Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>, www.albatros-media.at<br />
Layout und Produktion: Julia Proyer, Designkonzept: Michi Jo Standl,<br />
Lektorat: Yvonne Gokesch, Angelika Hierzenberger-Gokesch,<br />
Anzeigen: Mag. Alexander Uitz, Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz<br />
Druck NP Druck, 3100 St. Pölten<br />
Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde vorwiegend die maskuline Schreibweise verwendet. Grundsätz-<br />
lich werden damit aber immer beide Geschlechter angesprochen.<br />
Haftungsausschluss: Alle Angaben in diesem Handbuch erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr.<br />
Eine Haftung des Herausgebers oder der Autoren ist ausgeschlossen.<br />
WERBUNG<br />
IN WIEN<br />
8. Auflage
Foto: ONEYE<br />
KommR Brigitte Jank<br />
Präsidentin der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
2<br />
Vorwort<br />
Kein anderer Dienstleistungssektor unterliegt einem<br />
derartigen Wandel wie die Kommunikationsbranche.<br />
Vom mobilen Medium bis hin zu Social Media – in<br />
der Werbewirtschaft herrscht stetige Dynamik und Innovation.<br />
Zu bewältigen gilt es vor allem die rasanten<br />
Veränderungen im Medienkonsumverhalten, das Entstehen<br />
neuer Berufsbilder und die damit verbundenen<br />
notwendigen Anpassungen in vielen Unternehmen dieser<br />
Branche.<br />
Die Werbeausgaben sind zuletzt spürbar gestiegen und<br />
der wirtschaftliche Druck auf Werber, Marketer, Grafiker<br />
und viele weitere Dienstleister der Kommunikationsbranche<br />
bleibt weiterhin bestehen. Das Jahr 2010 war<br />
für die <strong>Wien</strong>er Werbewirtschaft voller Herausforderungen.<br />
Aber sie blickt positiv gestimmt in die Zukunft.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> begleitet diese Entwicklungen<br />
intensiv. Sie unterstützt Sie vom Beginn Ihrer<br />
unternehmerischen Tätigkeit an mit praktischen Tipps,<br />
Bildungsangeboten, Informationen zu Rechts- und<br />
Steuerfragen, beim Netzwerken und in vielen anderen<br />
Fragen, sie ist aber vor allem auch Ihre Interessensvertretung,<br />
die sich bei Politik und Behörden für Ihre Belange<br />
einsetzt.<br />
Das vorliegende Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“, das<br />
bereits in der 8. Auflage erscheint, bietet einen umfassenden<br />
und praxisorientierten Überblick über dieses<br />
Angebot und das kreative Geschehen in der <strong>Wien</strong>er<br />
Kommunikationswirtschaft. Es zeigt darüber hinaus die<br />
Vielseitigkeit und Stärke der mehr als 8000 <strong>Wien</strong>er Werbe-<br />
und Marketingunternehmen.<br />
Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke und viel unternehmerischen<br />
Erfolg!<br />
KommR Brigitte Jank<br />
Präsidentin der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>
Mag. Michael Himmer<br />
Obmann der <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
Elke Zellinger MSc<br />
Obmannstellvertreterin<br />
der <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Kommunikation als<br />
Investition in die<br />
Zukunft<br />
Liebes Mitglied,<br />
in Zeiten des kommunikativen Wandels wollen wir den<br />
Wert von kreativen Leistungen, die von jedem einzelnen<br />
Mitglied der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> täglich erbracht<br />
werden, noch stärker betonen und gerade bei den Auftraggebern<br />
in deren Bewusstsein rücken.<br />
Ein erster erfolgreicher Schritt in diese Richtung war die<br />
Facebook-Kampagne „Gegen Schwarze Schafe“. Mehr<br />
als 1.200 Menschen verfolgten im Internet die Diskussion<br />
rund um das Thema Gratispräsentation. Dieses Thema<br />
wird auch weiterhin im Fokus unserer Aktivitäten stehen,<br />
denn Kommunikationsleistungen sind für jedes Unternehmen<br />
Investitionen in die Zukunft. Damit wollen wir<br />
ein klares Zeichen setzen gegen unbezahlte Leistungen<br />
und gegen nicht marktgerechte Vergabe- und Ausschreiberichtlinien.<br />
Um unserem Vorhaben mehr Gewicht zu<br />
verleihen, haben wir gemeinsam mit dreizehn Berufsverbänden<br />
eine breit angelegte Initiative unter dem Arbeitstitel<br />
„Wert der Kommunikation“ ins Leben gerufen. Eine<br />
Qualitätsoffensive im Bereich Marktforschung unterstützt<br />
dieses Vorhaben zusätzlich. Für mehr als 8.000 Mitglieder,<br />
von denen rund 65 Prozent Ein-Personen-Unternehmen<br />
darstellen, soll dieses Buch ein wertvoller Ratgeber<br />
sein. Hier geben Experten viele Tipps und Informationen<br />
für den Berufsalltag.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> bietet Ihnen viele Serviceleistungen an:<br />
ein Versicherungsservice im Bereich der Vermögensschadenshaftpflicht,<br />
Betriebsunterbrechung und Unfallversicherung;<br />
ein Anwaltsservice, das Sie jederzeit kostenlos<br />
nutzen können, wenn es um betriebsbezogene Rechtsfragen<br />
geht. Besonderen Fokus legen wir auch auf Weiterbildung.<br />
Wir haben heuer erstmalig eine kleine Broschüre<br />
herausgegeben, in der Sie ein für Sie hilfreiches Seminarangebot<br />
finden.<br />
Zögern Sie nicht, mit Ihren Anliegen an uns heranzutreten,<br />
wir sind gerne für Sie da.<br />
Mag. Michael Himmer Elke Zellinger MSc<br />
3
INHALT<br />
4<br />
01<br />
START<br />
Aller Anfang ist leicht 7 Förderungen 10<br />
02<br />
HILFE<br />
Ihre <strong>Fachgruppe</strong> 13 Service für Mitglieder 16 Frischer Wind 22<br />
Networking <strong>Wien</strong>er Art 23<br />
03<br />
WISSEN<br />
Bildungsangebote 25 Die neuen Kreativen 35 Wissenstest 36<br />
04<br />
PRAXIS<br />
Tipps für den Start 45 Creation of Value 50 Der Wert der Kommunikation 54<br />
Wichtige Partner 56 Berufe in der <strong>Werbung</strong> 60 Einer für alle ... Jobprofile 66<br />
Niemals ohne Briefing 70
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Downloads<br />
Neben vielen anderen nützlichen Informationen<br />
finden Sie auf der Website Ihrer <strong>Fachgruppe</strong> zum<br />
Herunterladen:<br />
� Geschäftsbedingungen für Werbeagenturen<br />
� Muster-Vereinbarungen für Werbeagenturen<br />
� Muster eines PR-Beratungsvertrages<br />
www.werbungwien.at<br />
05<br />
ZUKUNFT<br />
Die Zukunft ist mobile 73 Social Media: Was vom Hype bleibt 79<br />
Goldene Zeiten: Digital Marketing 84<br />
06<br />
GELD & RECHT<br />
Geld sparen mit Profi-Tipps 87 Recht haben & Recht bekommen 93<br />
07<br />
MARKT<br />
Medien 99 Werbemittel und Preise 104 Werbemarkt 112 Awards 114<br />
08<br />
ANHANG<br />
Fachmedien 133 Fachkongresse 135 Marktstudien 137 Nachschlagewerke 140<br />
Standardwerke 142 Glossar 144 Stichwortverzeichnis 156<br />
5
Aller Anfang ist leicht | Förderungen<br />
Start<br />
6
01 Auf<br />
Aller Anfang ist leicht<br />
Vor der Unternehmensgründung sollten Sie sich<br />
folgende Fragen stellen:<br />
Welche persönlichen Ziele habe ich?<br />
Wird das Vorhaben in meinem Bekannten-<br />
und Familienkreis akzeptiert und unterstützt?<br />
Welche fachliche Qualifikation bringe ich mit?<br />
Habe ich bereits eine Gewerbeberechtigung?<br />
Gibt es für meine Idee einen Markt?<br />
Möchte ich mit Partnern zusammenarbeiten?<br />
Welche Unternehmensform ist daher sinnvoll?<br />
Benötige ich Mitarbeiter?<br />
An welchem Standort soll das Unternehmen<br />
betrieben werden?<br />
Welche Investitionen sind notwendig?<br />
Welche sonstigen laufenden Kosten werden<br />
anfallen?<br />
Wie werde ich die Investitionen und die<br />
sonstigen Kosten finanzieren?<br />
Gibt es für mein Vorhaben Förderungen?<br />
Welcher Mindestumsatz ist notwendig?<br />
Benötige ich eine Betriebsanlagengenehmigung?<br />
Welche Art der Buchführung ist notwendig<br />
beziehungsweise sinnvoll?<br />
Wird sich mein Wunsch-Projekt rentieren?<br />
Welche Beratungsstellen gibt es?<br />
Auf viele dieser Fragen geben die folgenden<br />
Seiten Antwort.<br />
Die Wahl der Rechtsform<br />
Im Zuge der Unternehmensgründung ist – nicht<br />
zuletzt für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens<br />
– auch die Wahl der geeigneten Rechtsform<br />
entscheidend.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
dem Weg in die Selbstständigkeit<br />
liegen einige Stolpersteine. Viele<br />
davon lassen sich allerdings mit dem<br />
nötigen Know-how leicht umgehen.<br />
Auf den folgenden Seiten erfahren<br />
Sie, was Sie beachten sollten.<br />
Die Rechtsform richtet sich vordergründig nach:<br />
der Anzahl der Beteiligten (ein Unternehmer<br />
oder mehrere Unternehmer)<br />
dem Umfang des Unternehmens<br />
der Art der Finanzierung<br />
der Art und dem Ausmaß der Haftung etc.<br />
Sowohl die Form des Einzelunternehmens als auch<br />
jene der Gesellschaften haben Vor- und Nachteile,<br />
die es abzuwägen gilt.<br />
Erforderliche Dokumente<br />
Geburtsurkunde, Meldezettel, Staatsbürgerschaftsnachweis<br />
bzw. Aufenthaltsberechtigung<br />
bei Drittstaatsangehörigen, Heiratsurkunde,<br />
Scheidungsurkunde oder Bescheid über die<br />
Namensänderung bei Änderung des Namens<br />
Eventuell urkundlicher Nachweis akademischer<br />
Grade<br />
Bestätigung der zuständigen Wirtschaftskammer<br />
nach dem Neugründungsförderungsgesetz<br />
im Falle einer Neugründung<br />
Für die in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> vertretenen<br />
Berufsgruppen ist kein Befähigungsnachweis<br />
notwendig, da sie einem freien Gewerbe<br />
nachgehen<br />
First Start Shop<br />
Dieses neue Service der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
ermöglicht Ihnen in einem Arbeitsgang<br />
den Antrag auf Neugründungsförderung und<br />
die Anmeldung des Gewerbes<br />
Beides können Sie in der Wirtschaftskammer<br />
7
8<br />
Einzelkämpfer: Selbstständige<br />
haben oft viele Hürden zu<br />
überwinden – besonders zu<br />
Beginn der Gründung<br />
<strong>Wien</strong>, 1040 <strong>Wien</strong>, Schwarzenbergplatz 14,<br />
Zimmer 306, oder 1010 <strong>Wien</strong>, Stubenring 8–10,<br />
Hochparterre, erledigen.<br />
Anmeldung des Gewerbes<br />
Erforderliche Unterlagen<br />
Als Einzelfirma<br />
Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />
Meldezettel<br />
Bei Namensänderung auch Heiratsurkunde<br />
und Nachweise des akademischen Grades<br />
Reisepass (Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis<br />
sind dann nicht erforderlich)<br />
Als Gesellschaft oder Verein<br />
Firmenbuchauszug, nicht älter als sechs Monate,<br />
oder Auszug aus dem Vereinsregister<br />
Wenn die Firma noch nicht gegründet ist:<br />
Entwurf vom Notar (bei Kapitalgesellschaft)<br />
beziehungsweise Gesellschaftsvertrag (bei Personengesellschaften,<br />
formlos)<br />
Von jedem zur Vertretung nach außen Berufenen<br />
und von einem allfälligen Mehrheitsgesellschafter:<br />
Personaldokumente (Geburtsurkunde,<br />
bei Namensänderung auch Heiratsurkunde<br />
oder Bescheid über Namensänderung, Nachweis<br />
eines allfälligen Titels, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />
Meldezettel) oder Reisepass<br />
Vom gewerberechtlichen Geschäftsführer:<br />
Personaldokumente (Geburtsurkunde, bei<br />
Namensänderung auch Heiratsurkunde oder<br />
Bescheid über Namensänderung, Nachweis<br />
eines allfälligen Titels, Staatsbürgerschaftsnachweis)<br />
oder Reisepass<br />
Die Anmeldung des Gewerbes können Sie bei Ihrem<br />
Magistratischen Bezirksamt vornehmen.<br />
Neugründungsförderung<br />
Neugründer erhalten das NEUFÖG-Formular in<br />
der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation.<br />
Zumindest eine der folgenden Personen muss<br />
entweder persönlich erscheinen oder durch einen<br />
Bevollmächtigten mit schriftlicher Vollmacht vertreten<br />
werden.<br />
Bei Personengesellschaften:<br />
Persönlich haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />
(OG, KG)<br />
Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />
(Kommanditisten), die gleichzeitig<br />
zu mindestens 50 Prozent am Vermögen<br />
der Gesellschaft beteiligt sind<br />
Beschränkt haftende Gesellschafter einer<br />
Personengesellschaft mit mehr als 25 Prozent<br />
Beteiligung, die gleichzeitig mit der Geschäftsführung<br />
betraut waren (sind)<br />
Bei Kapitalgesellschaften:<br />
Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit<br />
einer Beteiligung von 50 Prozent oder mehr<br />
Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit<br />
einer Beteiligung von mehr als 25 Prozent und<br />
Geschäftsführerbefugnis<br />
Bei Personengesellschaften müssen alle persönlich<br />
haftenden Gesellschafter erscheinen beziehungsweise<br />
durch einen Bevollmächtigten mit schriftlicher<br />
Vollmacht vertreten sein.<br />
Wenn die Firma noch nicht im Firmenbuch eingetragen<br />
ist: Entwurf vom Notar (bei Kapitalgesellschaft)<br />
beziehungsweise Gesellschaftsvertrag
(bei Personengesellschaft, formlos). Bei Zutreffen<br />
der Förderungs voraussetzungen entfallen nämlich<br />
bei Vorlage der NEUFÖG-Bestätigung auch die<br />
Eintragungsgebühren im Firmenbuch.<br />
Gründungsvoraussetzungen<br />
Die österreichische Staatsbürgerschaft oder<br />
EU-Staatsbürgerschaft oder schweizerische<br />
Staatsangehörigkeit (Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen)<br />
Vollendung des 18. Lebensjahres<br />
Keine Gewerbeausschlussgründe (wie zum Beispiel<br />
Verurteilung wegen betrügerischer Krida,<br />
bestimmte Finanzstrafdelikte, Nichteröffnung<br />
der Insolvenz wegen eines zur Deckung der Insolvenzkosten<br />
nicht ausreichenden Vermögens)<br />
Vorhandensein eines geeigneten Standortes für<br />
die Ausübung des Gewerbes<br />
Finanzierung<br />
Neben der eigentlichen Geschäftsidee ist auch das<br />
Vorhandensein von Kapital eine Grundvoraussetzung<br />
für den Erfolg eines zu gründenden Unternehmens.<br />
In dieser Hinsicht sollten Sie Folgendes<br />
bedenken:<br />
Kapitalbedarf<br />
In der Anlaufphase eines neu gegründeten Unternehmens<br />
können unerwartet hohe Kosten auf den<br />
Gründer zukommen. Um in dieser Phase die Liquidität<br />
und den Fortbestand des Unternehmens zu<br />
sichern, ist es notwendig, den Kapitalbedarf genau<br />
zu ermitteln.<br />
Investitionen, die im Zuge einer Betriebsgründung<br />
zu leisten sind, betreffen in erster Linie Investitionen<br />
in das Anlagevermögen (zum Beispiel Grundstücke,<br />
Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Büroausstattung).<br />
Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs<br />
müssen Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notariatskosten,<br />
Gebühren und Kosten der Kapitalbeschaffung<br />
beinhaltet sein. Weiters sollte eine Reserve<br />
von etwa zehn Prozent aufgeschlagen werden.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Besonders in der Anfangsphase eines Unternehmens<br />
können die laufenden Kosten oft die Einnahmen<br />
übersteigen. Dies ist davon abhängig, ob in<br />
der jeweiligen Branche Zahlungsziele üblich sind<br />
oder ob die Bezahlung der Waren und Dienstleistungen<br />
sofort erfolgt. Folgende Positionen sind bei<br />
der Ermittlung des Betriebsmittelbedarfs zu berücksichtigen:<br />
Außenstände<br />
Personalkosten<br />
Miete<br />
Büro- und Verwaltungskosten<br />
Energiekosten<br />
Fahrzeugkosten<br />
Zinsen<br />
Notwendige Privatentnahmen<br />
Planen Sie eine ausreichende Reserve ein. Denken<br />
Sie an möglicherweise „Unvorhersehbares“. Reduzieren<br />
Sie Ihren Betriebsmittelbedarf durch sofortige<br />
Rechnungslegung, rationelle Lagerhaltung,<br />
konsequente Zahlungsüberwachung und durch<br />
ein geordnetes Mahnwesen.<br />
Kapitalbeschaffung<br />
1. Eigenkapital<br />
Nach Ermittlung des Kapitalbedarfs berechnen<br />
Sie, welchen Teil Sie davon selbst aufbringen können.<br />
Machen Sie eine detaillierte Aufstellung über<br />
Bargeld, Sparguthaben und Sachwerte, die Sie in<br />
das Unternehmen einbringen können. Um den<br />
Eigenkapitalanteil zu erhöhen, können Sie einen<br />
Partner für Ihr Unternehmen gewinnen, der mitinvestiert<br />
und mitarbeitet. Eventuell kommt auch die<br />
Beteiligung eines stillen Gesellschafters (Teilhabers)<br />
in Frage, der sich nur mit einer Kapitaleinlage am<br />
Unternehmen beteiligt.<br />
2. Fremdkapital<br />
Fremdkapital wird in erster Linie durch Kredite<br />
aufgebracht. Folgende Hauptgruppen von Krediten<br />
sind zu unterscheiden:<br />
Investitionskredit<br />
Leasing<br />
Kontokorrentkredit<br />
9
Förderungen<br />
Die Zahl der Jungunternehmer steigt von Jahr zu<br />
Jahr. Zahlreiche Fördermodelle unterstützen neu<br />
gegründete und auch bestehende Unternehmen<br />
auf Bundes-, Landes-, teilweise auch auf Gemeindeebene.<br />
Beachten Sie aber, dass Möglichkeiten<br />
und Arten der Förderungen immer im Einzelfall<br />
abzuklären sind. Einen Überblick über die Möglichkeiten<br />
bietet die Förderdatenbank der Wirtschaftskammern:<br />
http://wko.at/foerderungen.<br />
Oder kommen Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch<br />
in Ihre Wirtschaftskammer oder zu<br />
Ihrer Bank.<br />
Folgende Förderungen können Sie bekommen:<br />
Zuschüsse: für das Ansparen von Eigenkapital,<br />
für Investitionen, Beihilfen<br />
Günstige Kredite: durch nach oben gedeckelte<br />
Zinsen<br />
Bürgschaften und Garantien: Übernahme von<br />
Bürgschaften für Kredite und Garantien für<br />
Beteiligungen mit Eigenkapitalcharakter<br />
Geförderte Beratung und Information: kostenlose<br />
Informationen, Gründungs- und Rechtsberatung,<br />
Zuschüsse zu Beratungsleistungen<br />
externer Unternehmensberater<br />
Befreiung von bestimmten Gebühren und<br />
Abgaben: gilt sowohl für Neugründer als auch<br />
für Betriebsübernehmer<br />
Überblick über Förderungen<br />
Zuschüsse, Zinsen,<br />
Haftungsübernahmen<br />
Bundesweite Förderungen<br />
aws/WKO (Gründungs-/Nachfolgebonus)<br />
Wer plant, in der Zukunft ein Unternehmen zu<br />
gründen oder zu übernehmen, kann bereits mit<br />
dem Ansparen von Eigenkapital beginnen. Gemeinsam<br />
sorgen aws (Austria Wirtschaftsservice)<br />
und WKO (Wirtschaftskammern Österreich) dafür,<br />
dass es bei der Gründung oder Übernahme<br />
eine Prämie von 14 Prozent auf das angesparte<br />
Geld gibt. Das können bis zu 8.400 Euro sein.<br />
10<br />
Voraussetzungen:<br />
Das Geld muss mindestens über einen Zeitraum<br />
von zwölf Monaten angespart und daher<br />
mindes tens ebenso lange vorher angemeldet<br />
werden.<br />
Angespart werden kann maximal sechs Jahre lang.<br />
Maximal gefördert wird ein Guthaben von<br />
60.000 Euro, pro Jahr können maximal<br />
25.000 Euro angespart werden.<br />
Sie gründen ein gewerbliches Unternehmen<br />
mit weniger als 50 Mitarbeitern und maximal<br />
10 Millionen Euro Umsatz.<br />
Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />
sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />
Die Sparform ist frei wählbar, ausgenommen<br />
sind bereits geförderte Sparformen wie etwa<br />
das Bausparen.<br />
Wer sich für den Gründungsbonus anmeldet,<br />
geht kein Risiko ein: Entscheiden Sie sich, doch<br />
kein Unternehmen zu gründen, bekommen Sie<br />
die normalen Sparkonditionen, nur eben keine<br />
Prämie.<br />
Infos und Anmeldung:<br />
www.gruendungsbonus.at oder<br />
www.nachfolgebonus.at<br />
aws-Jungunternehmerförderungsaktion<br />
Diese Förderung des aws richtet sich an Personen,<br />
die kleine Unternehmen neu gründen oder<br />
übernehmen wollen. Ausgenommen sind Unternehmen<br />
der Tourismus- und Freizeitwirtschaft<br />
(Förderung über die Österreichische Hotel- und<br />
Tourismusbank).<br />
Voraussetzungen:<br />
Die Förderung beträgt bis zu zehn Prozent<br />
(Stand: Jänner 2011).<br />
Es werden Investitionen in Höhe von maximal<br />
300.000 Euro gefördert, der maximale<br />
Zuschuss beträgt somit 30.000 Euro.<br />
Die Kreditzinsen für die finanzierenden Banken<br />
sind nach oben begrenzt.<br />
Bei Betriebsübernahmen ist zwischen<br />
Neuinves titionen und Kosten der Übernahme<br />
zu unterscheiden (Förderung von Betriebsübernahmen<br />
bzw. dem Anschaffen von Betriebsmitteln<br />
nur in Form von Bürgschaften, Haftung
der aws: bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags<br />
für Investitionskredite und Kredite für Unternehmensübernahmen.<br />
Maximal bis zu 600.000<br />
Euro, für Betriebsmittelkredite bis zu maximal<br />
300.000 Euro.)<br />
Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />
sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />
Antragstellung: innerhalb von drei Jahren ab<br />
Gründung bzw. Übernahme möglich (über Ihre<br />
Bank bzw. bei Eigenmitteln direkt an das aws).<br />
Infos: www.awsg.at<br />
Weitere bundesweite Förderungen<br />
Gründungsbeihilfen des Arbeitsmarktservice<br />
(AMS): Über ein eigenes Unternehmensgründungsprogramm<br />
(UGP) werden arbeitslose<br />
Personen unterstützt, die beabsichtigen sich<br />
selbstständig zu machen. Infos: www.ams.at<br />
Akademische, innovative Unternehmensgründungen:<br />
Förderaktion AplusB (Academia plus<br />
Business). Infos: www.ffg.at/aplusb<br />
KMU-Innovationsförderung „Unternehmensdynamik“,<br />
max. 750.000 Euro/Jahr geförderte<br />
Investition. Infos: www.awsg.at<br />
aws-Mikrokredit für kleine Unternehmen. Projektgröße<br />
max. 30.000 Euro. Infos: www.awsg.at<br />
aws-Eigenkapitalgarantien: Das Programm<br />
<strong>INFO</strong><br />
Unter http://wko.at/foerderungen können Sie sich<br />
einen ersten Überblick über mögliche Förderungen<br />
verschaffen. Ebenfalls hlifreich ist die Seite der<br />
Austria Wirtschaftsservice GmbH, www.awsg.at<br />
Beachten Sie bitte:<br />
Förderansuchen müssen immer VOR der Investition<br />
gestellt werden!<br />
Förderungen sind nichts anderes als eine Unterstützung<br />
Ihres Finanzierungsvorhabens. Doch sie<br />
sind nie ausschlaggebend dafür, ob Sie Ihre Idee<br />
umsetzen oder nicht!<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Zuschüsse und Förderungen<br />
warten auf Neugründer und<br />
Betriebsnachfolger – sie müssen<br />
nur abgeholt werden<br />
soll Anreize für private Investoren schaffen,<br />
sich mit Risikokapital an neu gegründeten<br />
und jungen Unternehmen zu beteiligen. Infos:<br />
www.awsg.at<br />
aws Double-Equity-Garantiefonds nach einer<br />
Idee der Jungen Wirtschaft Österreich. Ab einer<br />
Projektgröße von 25.000 Euro. Infos: awsg.at<br />
JungunternehmerInnen Förderungsaktion,<br />
Zuschuss von bis zu 10 Prozent für Investitionen<br />
bis max. 300.000 Euro, max. Zuschuss 30.000<br />
Euro<br />
ERP-KMU-Programm: Auch für Anbieter von<br />
E-Business-Dienstleistungen. Kreditleistungen ab<br />
0,35 Millionen Euro bis max. 7,5 Millionen Euro<br />
Über weitere spezielle Förderungen informieren<br />
Sie sich unter www.awsg.at oder<br />
www.wko.at/foerderungen<br />
Landesspezifische Förderungen<br />
Auch die Länder unterstützen Unternehmer durch<br />
Zuschüsse, Darlehen oder Garantien, teilweise<br />
auch die Gemeinden. Erkundigen Sie sich bei den<br />
jeweiligen Landesstellen und auf deren Internet-<br />
Seiten. Auch die Austria Wirtschaftsservice GmbH<br />
und die Wirtschaftskammer listen zahlreiche länderspezifische<br />
Förderungen auf.<br />
Infos: www.awsg.at, www.wko.at<br />
Befreiung von Gebühren und Abgaben<br />
Das Neugründungsförderungsgesetz macht es<br />
möglich: Unter bestimmten Voraussetzungen sind<br />
sowohl Neugründungen als auch Betriebsübertragungen<br />
von bestimmten Abgaben und Gebühren<br />
befreit.<br />
Gefördert werden:<br />
Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben<br />
Grunderwerbssteuer<br />
Gerichtsgebühren für die Eintragung in das<br />
Firmenbuch<br />
Gerichtsgebühren für die Eintragung in das<br />
Grundbuch<br />
Gesellschaftssteuer<br />
Lohnnebenkosten<br />
KFZ-Ummeldung<br />
Nähere Infos: http://wko.at/foerderungen<br />
11
Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> | Service für Mitglieder<br />
Hilfe<br />
12
02<br />
Ihre <strong>Fachgruppe</strong><br />
Das ist Ihr Team<br />
Mag. Michael Himmer<br />
<strong>Fachgruppe</strong>nobmann<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> vertritt<br />
folgende Berufsgruppen:<br />
Werbeagenturen<br />
Multimedia-Agenturen<br />
Werbetexter<br />
Werbearchitekten<br />
Werbegrafik-Designer<br />
Werbemittelhersteller<br />
Werbemittelverteiler<br />
PR-Berater<br />
Markt- und Meinungsforscher<br />
Ankündigungsunternehmen<br />
Adressverlage und Direktwerbeunternehmen<br />
<strong>Werbung</strong>svertreter<br />
Event-Agenturen<br />
Sponsoring-Agenturen<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Elke Zellinger MSc<br />
<strong>Fachgruppe</strong>nobmannstellvertreterin<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> ist die<br />
offizielle Interessenvertretung der<br />
<strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche.<br />
Und wir sind immer für Sie da.<br />
Gen.-Dir. Kommerzialrat<br />
Karl Javurek, <strong>Fachgruppe</strong>nobmann-Stv.<br />
Dr. Manfred<br />
Pichelmayer<br />
Geschäftsführer<br />
Unsere Aufgaben<br />
Zu den Aufgaben der <strong>Fachgruppe</strong> zählen neben der<br />
Betreuung der Mitglieder in allen fachlichen beziehungsweise<br />
branchenspezifischen Angelegenheiten<br />
unter anderem die umfassende Information der<br />
Mitglieder über Neuerungen in der Branche und<br />
am Markt, gezieltes Lobbying auf nationaler und<br />
internationaler Ebene, die Mitgestaltung von Gesetzen<br />
wie zum Beispiel die Begutachtung von Entwürfen<br />
für Bundes- beziehungsweise Landesgesetze<br />
und Verordnungen, die Interessenvertretung gegenüber<br />
den Sozialpartnern, die Ausverhandlung von<br />
Kollektivverträgen sowie die Vertretung von Wirtschaftsinteressen<br />
in staatlichen und halbstaatlichen<br />
Einrichtungen wie Fonds, Kommissionen, Ausschüssen<br />
und Fachbeiräten sowie beim Arbeits- und<br />
13
Sozialgericht <strong>Wien</strong>. Ein Beispiel für das Engagement<br />
der <strong>Fachgruppe</strong> ist die Kampagne zur Abschaffung<br />
der Werbeabgabe: In einem ersten Schritt wurde<br />
deren Senkung erreicht; in weiterer Folge wird die<br />
ersatzlose Abschaffung ebenso gefordert wie eine<br />
Werbeausgaben-Zuwachsprämie. Die <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong> stellt mit<br />
über 8.000 Mitgliedern einen gewichtigen Teil aller<br />
österreichischen Mitgliedsbetriebe aus der Werbeund<br />
Kommunikationsbranche. Entsprechend groß<br />
ist der Stellenwert der <strong>Wien</strong>er <strong>Fachgruppe</strong>.<br />
Wir sind Sie. Sie sind Wir.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> – wer ist das? Zu<br />
allererst SIE. Gemeinsam mit über 8.000 <strong>Wien</strong>er<br />
Werbe- und Kommunikationsunternehmen aus<br />
14 Berufsgruppen. Und wir sind gemeinsam stark<br />
– <strong>Wien</strong> ist die Nummer eins in Österreichs Kommunikationswirtschaft.<br />
Ein wesentlicher Anteil aller<br />
Betriebe der Kommunikationswirtschaft hat ihren<br />
Sitz hier in der Hauptstadt. Wir vertreten Ihre Interessen,<br />
wir fördern Sie und fordern für Sie. Wir sind<br />
Ihre Stimme gegenüber Politik und Gesetzgeber<br />
genauso wie Ihre Serviceorganisation. Die Palette<br />
an Förderungen und Forderungen finden Sie auf<br />
dieser und den folgenden Seiten.<br />
Was gibt es Neues für Sie?<br />
Es gibt einen neuen, modernen Kollektivvertrag<br />
für die <strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche<br />
Die Diskussion über die Zukunft des Kommunikationsstandorts<br />
<strong>Wien</strong> kommt in Gang<br />
Schluss mit Werbeverboten<br />
Mehr Informationen finden Sie auf unsere Website<br />
www.werbungwien.at.<br />
Gegen Gratis<br />
Die neue Online-Kampagne gegen Gratis-Präsentationen,<br />
Infos: www.gegen-gratis.at<br />
Was wir Ihnen bieten –<br />
unser Service für Sie<br />
Kostenloses Versicherungsservice<br />
Ihr Sicherheitsnetz: Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />
Unfallversicherung und Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung<br />
für Mitglieder, mit<br />
14<br />
Helvetia und <strong>Wien</strong>er Städtische als starken Partnern<br />
(nach Maßgabe der jeweils geltenden Versicherungsbedingungen)<br />
um lediglich zehn Euro pro<br />
Jahr.<br />
Kostenloses Anwaltsservice<br />
Ihr Recht: Eine kostenlose Rechtsberatungseinheit<br />
pro Quartal beim Rechtsanwalt der <strong>Fachgruppe</strong>.<br />
Kostenloses Steuerservice<br />
Beratung und Formulare.<br />
Top-Weiterbildung<br />
Ihr Vorsprung: Kontinuierlich werden von der<br />
<strong>Fachgruppe</strong> Weiterbildungsseminare angeboten,<br />
die für alle Mitglieder zugänglich sind.<br />
Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“ – Ihr Überblick<br />
Umfassendes Nachschlagewerk kostenlos für alle<br />
Mitglieder.<br />
Was wir für Sie leisten –<br />
unsere Aufgaben<br />
Info & Service für Mitglieder<br />
Im Daily Business: Betriebsgründung, Neugründungsförderung,<br />
arbeitsrechtliche und kollektivvertragliche<br />
Beratung, Betreuung von Sonderprojekten,<br />
Kampagnen, Koordination fachgruppenübergreifender<br />
Aktivitäten innerhalb der Sparte Information<br />
und Consulting und vieles mehr.<br />
Gesetze mitgestalten<br />
Wie z. B. die Begutachtung von Entwürfen für Bundes-<br />
bzw. Landesgesetze und Verordnungen.<br />
Interessen vertreten<br />
Bei der Verhandlung von Kollektivverträgen. Bei<br />
staatlichen und halbstaatlichen Kommissionen,<br />
Ausschüssen und Fachbeiräten sowie beim Arbeitsund<br />
Sozialgericht <strong>Wien</strong>.<br />
Standort <strong>Wien</strong> stärken<br />
<strong>Wien</strong> hat alle Chancen als Medien- und Kommunikationsstandort.<br />
Die Politik muss die Chancen<br />
erkennen und die Branche bei ihrem Wachstum<br />
unterstützen. Die große Standortstudie der Fach-
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong>,<br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-3791 und -3792<br />
werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />
gruppe zum Thema gibt Aufschluss über die Bedingungen<br />
am Standort <strong>Wien</strong> und schafft die Fakten,<br />
mit denen wir Druck machen können.<br />
Gezieltes Lobbying<br />
Auf nationaler und internationaler Ebene über den<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> der WKO.<br />
Was wir für Sie wollen<br />
Weg mit der Werbeabgabe<br />
Die in Europa einzigartige Steuer wirft den Standort<br />
im Wettbewerb zurück.<br />
Stopp für Werbeverbote<br />
Werbeverbote sind Sprechverbote und einer freien<br />
Gesellschaft nicht weiter zumutbar. Die <strong>Fachgruppe</strong><br />
setzt mit einer Kampagne ein Zeichen dagegen.<br />
Professionelle Vergabeverfahren<br />
Bei Aufträgen der öffentlichen Hand – keine Gratispräsentationen.<br />
Fitness für Jungunternehmer<br />
Die neue Generation ist der Motor für Ideen – gerade<br />
in dieser Branche. Wir fördern die Neuen gezielt,<br />
etwa durch spezielle Workshops und Bildungsangebote.<br />
Gegen Gratis<br />
Die neue Online-Kampagne gegen Gratis-Präsentationen,<br />
Infos: www.gegen-gratis.at,<br />
www.facebook.com/gegenschwarzeschafe<br />
Qualitätszertifikat für<br />
Werbeagenturen<br />
Der Fachverband <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Österreich hat eine<br />
Qualitätsoffensive für österreichische Werbeagenturen<br />
ins Leben gerufen. Es wurde ein Modell zur<br />
freiwilligen Zertifizierung von Werbeagenturen<br />
geschaffen, das besonders qualifizierten Unternehmen<br />
einen besseren Marktauftritt ermöglicht<br />
und potenziellen Kunden eine Hilfestellung zur<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Marktorientierung bietet. Die Voraussetzungen<br />
zur CAAA-Zertifizierung sind nachlesbar unter<br />
www.fachverbandwerbung.at.<br />
Top-Adressen in <strong>Wien</strong><br />
Gewerbebehörde<br />
ist in <strong>Wien</strong> das Magistratische Bezirksamt:<br />
www.wien.gv.at/verwaltung<br />
Handelsgericht <strong>Wien</strong><br />
Marxergasse 1a, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/515 28-0,<br />
Fax 01/515 28-576<br />
Parteienverkehr: Mo–Fr 8.30–12.30 Uhr<br />
Notariatskammer für <strong>Wien</strong>, NÖ & Bgld.<br />
Landesgerichtsstraße 20, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/402 45 09-0, Fax 01/406 34 75<br />
kammer@notar.or.at, www.notar.at<br />
Rechtsanwaltskammer <strong>Wien</strong><br />
Rotenturmstraße 13, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 27 18-0, Fax 01/533 27 18-44<br />
office@rakwien.at, www.rakwien.at<br />
Sozialversicherungsanstalt der<br />
gewerblichen Wirtschaft (SVA)<br />
Wiedner Hauptstraße 84–86, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/546 54-0, Fax 01/546 54-385,<br />
www.sva.or.at<br />
<strong>Wien</strong>er Gebietskrankenkasse für<br />
Arbeiter und Angestellte (WGKK)<br />
<strong>Wien</strong>erbergstraße 15–19, 1100 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/601 22-0, Fax 01/602 46 13<br />
office@wgkk.at, www.wgkk.at<br />
Förderungen<br />
Wirtschaftspolitische Abteilung<br />
der WKW, Förderreferat<br />
15
Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-1429 oder -1306<br />
Auskunft über Förderungsmaßnahmen (nationale<br />
Förderungen, EU-Förderungen, <strong>Wien</strong>er Förderungen)<br />
Kreditreferat der WKW<br />
Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />
Information über allgemeine Finanzierungsfragen,<br />
Auskunft über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />
(zinsgünstige Kredite, Zinsenbei-<br />
Service für Mitglieder<br />
Werber zu sein ist nicht immer einfach.<br />
Selbstständig zu sein noch weniger. So ehrlich<br />
muss man sein. Um sich im Dschungel der Angebote<br />
zurechtzufinden, nicht in potenzielle Fallen<br />
zu tappen, finanziell und rechtlich abgesichert<br />
zu sein, ist eine Mitgliedschaft in der <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong> von Vorteil.<br />
Die Interessenvertretung der Kreativbranche bietet<br />
ihren Mitgliedern eine breite Palette an Angeboten<br />
und Services: unter anderem ein kostenloses<br />
Anwaltsservice, hilfreiche Steuertipps von Profis,<br />
ein Versicherungsservice und zahlreiche Seminare<br />
zur persönlichen Fortbildung.<br />
Versicherungsservice<br />
Bereits ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit<br />
kann für ein Unternehmen schwerwiegende<br />
Probleme mit sich bringen, Aufträge können<br />
auf Grund einer Verletzung nicht termingerecht<br />
fertiggestellt werden. Ein Rundum-Schutz der<br />
16<br />
hilfe, Förderungsbeiträge, Haftungseinrichtungen)<br />
Wirtschaftsagentur <strong>Wien</strong><br />
Ebendorferstraße 2, 1010 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/4000-8670<br />
info@wirtschaftsagentur.at,<br />
www.wirtschaftsagentur.at<br />
Anmeldestelle für das Gründungssparen<br />
Auskunft über Förderungsmöglichkeiten, insbes.<br />
Landesförderungen<br />
Einreichstelle für regionale Förderungsprogramme<br />
EURO <strong>INFO</strong> Center<br />
<strong>Fachgruppe</strong> gemeinsam mit den Versicherungsprofis<br />
der <strong>Wien</strong>er Städtischen und der Helvetia<br />
Versicherung kostet nur zehn Euro im Jahr und<br />
schützt vor unerwarteten und unangenehmen<br />
Ausfällen und finanziellen Belastungen.<br />
Wie bereits in den Vorjahren wurde das maßgeschneiderte<br />
Versicherungspaket speziell auf die<br />
Bedürfnisse der Werbebranche abgestimmt.<br />
Neu im Paket enthalten ist die Unfallversicherung.<br />
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung<br />
der <strong>Wien</strong>er Städtischen<br />
Ihre Vermögensschadenhaftpflicht deckt die gesetzliche<br />
Haftpflicht gegenüber Dritten wegen<br />
Vermögensschäden aus Fehlern bei Entwicklung,<br />
Entwurf, Herstellung oder Verbreitung von Werbemitteln,<br />
für Produkte und Dienstleistungen in<br />
Bild, Schrift und Ton.<br />
Betriebsunterbrechungs und Unfallversicherung<br />
der Helvetia<br />
Die Betriebsunterbrechungsversicherung bietet
Schutz bei vollständiger oder teilweiser Unterbrechung<br />
des Betriebes wegen Arbeitsunfähigkeit<br />
der den Betrieb leitenden Person infolge eines<br />
Unfalles, Krankheit, Quarantäne, eines Krankenhausaufenthaltes<br />
bzw. Nachbehandlung nach<br />
einem Unfall.<br />
Versicherungsschutz besteht auch bei Sachschäden<br />
durch Brand, Blitzschlag (direkt oder indirekt),<br />
Explosion, Flugzeugabsturz, Einbruchdiebstahl<br />
und Vandalismus sowie durch Sturm, Hagel,<br />
Schneedruck, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch,<br />
Frost oder Austreten von Leitungswasser. Die Unfallversicherung<br />
unterstützt Sie im Falle einer dauernden<br />
Invalidität ab 25 Prozent als unmittelbarer<br />
Unfallfolge.<br />
Für diese Versicherungen gelten die jeweiligen<br />
Versicherungsbedingungen (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung,Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />
Unfallversicherung), nachzulesen<br />
unter www.werbungwien.at.<br />
Eigene VersicherungsHotline<br />
Zur Aktivierung Ihrer Versicherung kontaktieren<br />
Sie die Hotline für Versicherungsfragen:<br />
Für die Vermögensschadenhaftpflicht:<br />
<strong>Wien</strong>er Städtische Versicherung AG<br />
Mag. Günther Stuifer<br />
Landesdirektion <strong>Wien</strong><br />
Obere Donaustraße 49–53, 1020 <strong>Wien</strong><br />
Tel. (0) 50 350 21 077<br />
Fax (0) 50 350 99 21 077<br />
<strong>INFO</strong><br />
Sämtliche Informationen zu den (größtenteils kostenlosen)<br />
Services und Angeboten der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
& Marktkommunikation <strong>Wien</strong> finden Sie auch im Internet<br />
unter www.werbungwien.at oder Sie erhalten telefonische<br />
Auskünfte unter 01/514 50-3791 oder -3792<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Für rechtliche Fragen steht Mitgliedern das kostenlose<br />
Anwaltsservice zur Verfügung<br />
17
Mobil (0) 50 350 90 21 077<br />
g.stuifer@staedtische.co.at<br />
www.wienerstaedtische.at<br />
Für die Betriebsunterbrechung/Unfall:<br />
Helvetia Versicherungen AG<br />
Dr. Helmut Zeglovits<br />
Financial Services & Consulting<br />
Stiftgasse 6/9, 1070 <strong>Wien</strong><br />
Tel. 02236/37 97 02<br />
Fax 02236/37 97 17<br />
Mobil 0676/89 32 54 50<br />
zeglovits.office@speed.at<br />
www.helvetia.at<br />
Anwaltsservice<br />
Ob Wirtschafts-, Wettbewerbs- oder Urheberrecht:<br />
Nur wenige können von sich behaupten, immer<br />
auf dem neuesten rechtlichen Stand zu sein, stets<br />
den Durchblick zu haben. Besonders für Selbstständige<br />
ist das ein Territorium, in dem es nicht<br />
immer einfach ist, sich zurechtzufinden. Selbst die<br />
Suche nach einem einfachen Mahnschreiben kann<br />
schon wertvolle Zeit kosten und am Ende doch<br />
nicht zum gewünschten Ergebnis führen.<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> haben das Recht auf eine Beratung<br />
durch den auf die Kommunikationsbranche<br />
spezialisierten Rechtsanwalt der <strong>Fachgruppe</strong>. Nach<br />
einer Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-<br />
3791 oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann<br />
außerdem in bestimmten Fällen Kostenersatz für<br />
eine umfassende Rechtsberatung geleistet werden.<br />
Zusätzlich bietet die <strong>Fachgruppe</strong> praktische PDF-<br />
Downloads zu neuen Gesetzesnovellen und anderen<br />
Rechtsfragen an.<br />
Mehr Infos auf www.werbungwien.at<br />
Steuerservice<br />
Zu viele Steuern sind bald bezahlt, etwa durch<br />
zu hohe Steuervorauszahlungen. Gerade für<br />
18<br />
junge Selbstständige können solche unnötigen<br />
Zahlungen schnell zur finanziellen Belastung<br />
werden. Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> hilft unter anderem mit stets<br />
aktualisierten Steuerinformationen und umfangreichen<br />
Formularen zum Download. Für eine<br />
leichtere und angenehmere Zusammenarbeit mit<br />
dem Finanzamt sorgen Informationsblätter und<br />
Musteranträge. Downloads finden Mitglieder auf<br />
www.werbungwien.at.<br />
Praktische Tipps und Seminare zum Thema<br />
Steuern führt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers<br />
durch. Außerdem gibt es bereits im<br />
vorliegenden Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> zahlreiche<br />
Tipps zu Steuererleichterungen – zusammengestellt<br />
von der Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />
GmbH und Houf Wirtschaftsprüfer & Steuerberater<br />
GmbH. Siehe ab Seite 87.<br />
Weiterbildung<br />
Bereits mit Branchenliteratur wie dem vorliegenden<br />
Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> sichern sich Mitglieder<br />
einen Informationsvorsprung. Zusätzlich<br />
empfiehlt die <strong>Fachgruppe</strong> aber nicht nur Angebote<br />
für die Aus- und Weiterbildung (von der Ausbildung<br />
für Grafik-Design, der Ausbildung zum Konzeptionisten<br />
oder Kontakter an der Werbe Akademie<br />
<strong>Wien</strong> bis zur Fachhochschule für Marketing<br />
& Sales). Gemeinsam mit Profis aus der Branche<br />
bietet die <strong>Fachgruppe</strong> auch selbst regelmäßig Seminare<br />
zu verschiedenen Themen an.<br />
Seminare der <strong>Fachgruppe</strong><br />
Folgende Seminare und Informationsveranstaltungen<br />
hat die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
in den vergangenen Jahren<br />
abgehalten. Sie werden bei Bedarf immer wieder<br />
angeboten. Details, Termine und Veranstaltungsorte<br />
entnehmen Sie dem regelmäßig an Mitglieder<br />
ausgesandten Headlineletter der <strong>Fachgruppe</strong>. Wir<br />
arbeiten stets an der Weiterentwicklung unserer<br />
Bildungsangebote. Beachten Sie dazu unsere eigene<br />
Broschüre auf www.werbungwien.at.
In zahlreichen Seminaren geben Experten ihr Wissen an<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> weiter<br />
Anwaltsservice<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> haben das<br />
Recht auf eine Beratung durch den auf die Kommunikationsbranche<br />
spezialisierten Rechtsanwalt der <strong>Fachgruppe</strong>.<br />
Nach einer Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-3791<br />
oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann außerdem in<br />
bestimmten Fällen Kostenersatz für eine umfassende<br />
Rechtsberatung geleistet werden. PDF-Downloads zu neuen<br />
Gesetzesnovellen und anderen Rechtsfragen ergänzen<br />
das Angebot. Infos: www.werbungwien.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Barrierefreie Kommunikation<br />
Prof. Dr. Klaus Miesenberger, Institut Integriert<br />
Studieren an der Johannes-Kepler-Universität<br />
Linz, Eva Papst, Obfrau von accessible media, und<br />
DI Michael Stenitzer, <strong>Wien</strong>fluss information.design.<br />
solutions, referierten unter anderem über die Themen<br />
Zugang, rechtliche Hintergründe, Umsetzung<br />
und Qualitätssicherung auf dem Weg in die schrankenlose<br />
Kommunikation.<br />
Rechtsfragen<br />
Im Rahmen einer Kooperation mit der Anwaltskanzlei<br />
Dr. Christian Nordberg, www.hbn-legal.at,<br />
war es möglich, betriebsspezifische Rechtsfragen<br />
zu klären. Sei es die Abfassung von Geschäftsbedingungen,<br />
die Überprüfung von Verträgen oder<br />
Fragen des Wettbewerbsrechts.<br />
Workshop „Betriebsprüfung“<br />
Experten von PricewaterhouseCoopers gaben<br />
Tipps, wie man sich bei einer Betriebsprüfung verhalten<br />
soll.<br />
APA OTS Workshop<br />
APA-Workshop zum Thema „Pressearbeit“. Ziel<br />
19
des Workshops war die Erlernung des professionellen<br />
Umgangs mit Journalisten.<br />
Weiters wurden die richtige Erstellung einer Pressemappe,<br />
das Schreiben von Pressemitteilungen<br />
und der Ablauf von Pressekonferenzen erklärt.<br />
Crash-Kurs „Agenturmanagement“<br />
Mag. Martin Weinand, Zero Communication,<br />
referierte vor Vertretern junger Kommunikationsagenturen.<br />
Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“<br />
Im Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“ lernten<br />
die Teilnehmer Kriterien für Mediaentscheidungen<br />
kennen und anzuwenden. Durch Vortrag<br />
und Übungen lernten sie die Trends der österreichischen<br />
Medialandschaft kennen und mit Mediazahlen<br />
und -begriffen zielsicher umzugehen.<br />
Inhalt: Entwicklung der Medialandschaft in Österreich,<br />
die wichtigsten Mediastudien, Mediabegriffe<br />
interpretieren, Stärken und Schwächen der einzelnen<br />
Mediengattungen, strategische Mediaplanung,<br />
Planung und Einkauf.<br />
Referentin: Herta Zink, Forum Mediaplanung<br />
Workshop „Financial Publishing und Investor<br />
Relations Events“<br />
Workshop zu Financial Publishing (Geschäftsbericht,<br />
Quartalsberichte, Nachhaltigkeitsbericht,<br />
diverse andere IR-Broschüren). Ausgewählte Investor<br />
Relations Events wie Hauptversammlung,<br />
Investor’s Day, Conference Calls.<br />
Vortragende: Mag. Marlene Binder, Cercle Investor<br />
Relations Austria<br />
Grundlagenseminar „Eventmanagement“<br />
Seminar zum Thema Eventmanagement. Ziel war<br />
es, die Grundlagen der Eventkonzeption und Organisation<br />
zu erlernen.<br />
Vortragender: DDr. Elmar Kickinger<br />
Workshop „Barrierefreies Web Design<br />
WCAG 2.0 – Hands on“<br />
Barrierefreiheit in der Kommunikation ist eines<br />
20<br />
der Grundrechte der EU. In Österreich ist die barrierefreie<br />
Gestaltung von Webseiten seit 2008 verpflichtend.<br />
Im „Hands-on“-Seminar am PC konnten<br />
die Teilnehmer die Werkzeuge kennenlernen,<br />
mit denen Barrierefreiheit erreicht wird.Vorgestellt<br />
wurden die neuen WCAG 2.0 Richtlinien der EU<br />
durch Shadi Abou-Zara, WAI International Program<br />
Office Activity Lead, WC3 Evaluation &<br />
Repair Tools Working Group Chair. Er ist Mitentwickler<br />
der neuen Richtlinien.<br />
Anhand konkreter Websites wurden die Themen<br />
Barrierefreiheit, Fallen, Hindernisse, Behebung<br />
von Fehlern sowie Gestaltungsmöglichkeiten eingehend<br />
behandelt.<br />
Leitung: Eva Papst, Obfrau von WAI Austria und<br />
von Accessible Media, und Mag. Wolfram Huber,<br />
web-tech coaching<br />
Professionell werben<br />
In den Abendcollegs der Werbe Akademie erfahren<br />
Sie alles rund um die <strong>Werbung</strong>, von der Strategie<br />
über die kreative Gestaltung bis zur Mediaplanung<br />
„above and below the line“.<br />
Nähere Informationen zu den Diplomlehrgängen<br />
<strong>Werbung</strong>, Kommunikationsmanagement, Mediaberatung,<br />
Dialogmarketing, Event- und Messemanagement<br />
finden Sie unter:<br />
www.werbeakademie.at oder telefonisch unter<br />
01/476 77-5252 oder -5255<br />
Workshop „Sprechen für Kreative“<br />
Sprechen und Sprache haben im Bereich der <strong>Werbung</strong><br />
und der kreativen Umsetzung von Marketingideen<br />
einen besonders hohen Stellenwert. Aus<br />
diesem Grund lud die <strong>Fachgruppe</strong> zum Workshop<br />
„Sprechen für Kreative“ mit Peter Strauß ein.<br />
Peter Strauß ist ein Fachmann auf dem Gebiet der<br />
Sprachbeherrschung, er verfügt über Diplome für<br />
Schauspiel und Regie und hat die Hochschule für<br />
Musik und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg<br />
besucht.<br />
„Souverän präsentieren“ –<br />
Crash-Seminar für Werber<br />
Häufig entscheidet bei Auftragserteilung durch
Kunden nicht nur der Inhalt, sondern auch die<br />
Professionalität einer Präsentation.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> bot daher ein<br />
Crash-Seminar über professionelle Präsentationstechniken<br />
an.<br />
Colleg „Mediaberatung“<br />
Der Verein Forum Mediaplanung bot in Kooperation<br />
mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
wieder den Fachlehrgang „Mediaberatung“ an.<br />
Dieser zweisemestrige Lehrgang ist die einzige<br />
Aus- und Weiterbildung in Österreich mit dem Fokus<br />
auf das Thema „Media“. Weitere Informationen<br />
unter www.forummediaplanung.at<br />
Workshop „Investor Relations“<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> organisierte mit C.I.R.A. (Cercle<br />
Investor Relations Austria) einen Workshop zum<br />
Thema Investor Relations. Ziel war es, interessierten<br />
Mitgliedern der <strong>Fachgruppe</strong> die Disziplin<br />
„Investor Relations“ und die Agenden der Investor<br />
Relations Manager in börsenotierten Unternehmen<br />
näherzubringen, Schnittstellen zwischen<br />
Kommunikationsberatern und Investor Relations<br />
Managern zu definieren und Möglichkeiten der<br />
Zusammenarbeit und Beratungstätigkeit aufzuzeigen.<br />
Infos: www.cira.at<br />
Europäischer Workshop „Alkoholwerbung“<br />
<strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke steht in einem<br />
besonderen gesellschaftlichen Spannungsfeld.<br />
Gute <strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke braucht<br />
besonderes Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein<br />
in Konzeption und Strategie.<br />
Referenten: Dominic Lyle, EACA, Brüssel; Helmut<br />
Wagner, Experte für Alkoholmarketing, Brüssel<br />
Seminar „Einführung in die Medienarbeit“<br />
Das Seminar „Medienarbeit“ zeigte die Macht<br />
bundesweiter, regionaler und lokaler Medien auf<br />
und gab Einblick, wer dabei gewinnt und wer verliert.<br />
Das Seminar beschäftigte sich zudem mit den<br />
Spielregeln der Medienbranche und wer wen wie<br />
beeinflussen möchte. Es vermittelte den Teilnehmern,<br />
was Medien und was Journalisten wollen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Und es verhalf den Teilnehmern dazu, sich darüber<br />
klar zu werden, was sie von Medien wollen und<br />
was sie den Medien bieten können.<br />
Darauf aufbauend beschäftigte sich das Seminar<br />
ausführlich damit, welche Medien Sie ansprechen<br />
wollen und warum. Zu den weiteren Schwerpunkten<br />
des Seminars gehörte, wie Sie Medienkontakte<br />
systematisch aufbauen können, wann welche<br />
Medienveranstaltung Sinn macht, wie Sie richtig<br />
reagieren, wenn Journalisten Sie telefonisch oder<br />
persönlich interviewen wollen und was Medien<br />
von einer Pressestelle beziehunsweise einer PR-<br />
Agentur erwarten.<br />
Referent: Mag. Erwin Frasl, Media Consulting<br />
Mehr Infos zu Krediten<br />
Wenn Sie nicht sicher sind, welche Art von Kredit<br />
für Sie in Frage kommt oder eine Bank Ihr Kreditansuchen<br />
abgelehnt hat, wenden Sie sich an<br />
die Kredithotline der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>.<br />
Die Finanzierungsexperten beraten Sie und geben<br />
Ihnen Tipps für weitere Kreditgespräche mit<br />
Banken.<br />
Kredithotline der WKW: 01/514 50-1020<br />
Im Kreditreferat der WKW erhalten Sie Auskunft<br />
über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />
(zinsgünstige Kredite, Zinsenbeihilfe, Förderungsbeiträge,<br />
Haftungseinrichtungen)<br />
Kontakt: Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>, Stubenring<br />
8–10, 1010 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />
EPU-Forum<br />
Das Forum Ein-Personen-Unternehmen der Wirtschaftskammer<br />
<strong>Wien</strong> unterstützt kleine Unternehmen,<br />
vor allem sogenannte Ein-Personen-Unternehmen<br />
(EPU). Geboten werden etwa Vorträge<br />
und Workshops zu bestimmten Themen sowie exklusive<br />
Meeting-Räume zur kostenlosen Verwendung.<br />
Eine Kinderbetreuung kann um einen Euro<br />
pro Stunde und Kind dazugebucht werden.<br />
Infos: www.forumepu-wkw.at<br />
21
Frischer Wind<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
ist nicht nur zentrale Servicestelle für alle Mitglieder,<br />
sondern setzt sich auch als Interessenvertretung<br />
für die Anliegen der Unternehmer ein. So<br />
hat der neu gewählte Vorstand in den vergangenen<br />
Monaten ein Programm entwickelt, das nun<br />
im Interesse der Mitglieder umgesetzt wird.<br />
Dialog im Mittelpunkt<br />
„Ein ganz zentrales Anliegen ist es für uns, viel<br />
stärker als bisher mit den einzelnen Mitgliedern<br />
in Dialog zu treten“, sagt <strong>Fachgruppe</strong>nobmann<br />
Mag. Michael Himmer. Als erster Schritt in diese<br />
Richtung wird nun die Website der <strong>Fachgruppe</strong><br />
www.werbungwien.at neu konzipiert.<br />
Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt,<br />
die bis zum <strong>Fachgruppe</strong>ntag im Herbst<br />
eine „Web 2.0-fähige“ Kommunikationsplattform<br />
online stellen wird. Das wichtigste Kommunikationsmittel<br />
der <strong>Fachgruppe</strong>, die Website, soll dann,<br />
als modernisierte Kommunikationsplattform, als<br />
wichtige operative Basis für eine Reihe weiterer<br />
Vorhaben dienen. Folgende Themen stehen für<br />
uns im Mittelpunkt:<br />
Vorhaben der <strong>Fachgruppe</strong><br />
Bewertung von Agenturleistungen<br />
Qualität hat ihren Preis, das ist klar, doch sie zu<br />
erkennen und richtig zu bewerten ist auch eine<br />
Know-how-Frage. Hierfür will die <strong>Fachgruppe</strong> in<br />
absehbarer Zeit praktikable Lösungen anbieten.<br />
„Im kompetitiven und unübersichtlichen Werbeund<br />
Kommunikationsmarkt wollen wir für Agenturen<br />
und Kunden Hilfsmittel entwickeln, um bei<br />
der Bewertung von kommunikativen Dienstleistungen<br />
zusammenzufinden“, sagt Mag. Michael<br />
Himmer.<br />
Werbeausgabenzuwachsprämie<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
setzt sich schon seit längerer Zeit für die<br />
Einführung dieser Prämie ein. Die richtigen und<br />
erforderlichen Maßnahmen zur Einführung der<br />
geforderten Prämie sollen weiter an den richtigen<br />
22<br />
politischen Stellen mit Nachdruck vorangetrieben<br />
werden.<br />
Marktgerechte Vergabe und<br />
Ausschreibungsrichtlinien<br />
Ziel der neuen <strong>Fachgruppe</strong>n-Führung ist es, für<br />
faire Marktbedingungen zu sorgen und Abhilfe für<br />
derzeit herrschende Missstände zu schaffen.<br />
Nein zu Gratispräsentationen<br />
Gegen die Unsitte der Gratispräsentationen hat<br />
die <strong>Fachgruppe</strong> mit der Kampagne „Gegen Gratis“<br />
schon viel unternommen.<br />
Zusätzlich soll nun die neue Online-Plattform<br />
www.gegen-gratis.at spürbaren medialen Druck<br />
auf Auftraggeber ausüben, die den Wert von Kreativleistungen<br />
nicht anerkennen wollen. Ziel ist es,<br />
das Bewusstsein für den Wert von Kreativität zu<br />
steigern, denn Kreativität ist nicht umsonst.<br />
„Kreative Leistung muss, auch wenn sie nicht unmittelbar<br />
in Anspruch genommen wird, zukünftig<br />
ausreichend honoriert werden“, sagt Obmannstellvertreterin<br />
Elke Zellinger MSc.<br />
Qualitätsoffensive im Bereich<br />
der Marktforschung<br />
Ziel der <strong>Fachgruppe</strong> ist es, den Mitgliedern in Zukunft<br />
noch hilfreichere Informationen über den<br />
Werbemarkt und darüber hinaus zur Verfügung<br />
zu stellen.<br />
Bei all diesen Vorhaben stehen auch die Bedürfnisse<br />
der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und<br />
Mikrobetriebe – sie machen die Mehrzahl der<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> aus – im Mittelpunkt.<br />
„Geplant sind dazu unter anderem auch fachgruppen-<br />
und spartenübergreifende Maßnahmen<br />
und neue Veranstaltungsformate zur nachhaltigen<br />
Unterstützung von Ein-Personen-Unternehmen“,<br />
sagt <strong>Fachgruppe</strong>n-Obmann Mag. Michael Himmer.<br />
Für ihn ist auch klar, dass die erfolgreichen Services<br />
wie das Versicherungsservice, das Anwaltsservice<br />
sowie die Bildungsangebote nicht nur weitergeführt,<br />
sondern auch ausgebaut werden sollen.
Networking <strong>Wien</strong>er Art<br />
<strong>Wien</strong> macht <strong>Werbung</strong>. Denn <strong>Wien</strong> ist Österreichs<br />
größter Kommunikationsstandort. In der Bundeshauptstadt<br />
treffen Werbefachleute auf Medienmacher<br />
und beweisen gemeinsam, dass ihre<br />
Branchen zu den dynamischesten Wirtschaftsbereichen<br />
zählen.<br />
65 Prozent EPUs<br />
Rund 50.000 Menschen in ganz <strong>Wien</strong> arbeiten<br />
in der Medienbranche. Die Hälfte der rund<br />
2.000 <strong>Wien</strong>er Medienunternehmen wurde erst<br />
in den vergangenen zehn Jahren gegründet.<br />
70 Prozent der Betriebe haben weniger als zehn<br />
Mitarbeiter. Auch in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation dominiert die Gruppe der<br />
Klein- und Kleinstunternehmen mit lokaler Orientierung.<br />
Rund 65 Prozent aller Unternehmen<br />
in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
in <strong>Wien</strong> sind Ein-Personen-Unternehmen<br />
(EPUs).<br />
Lukrative Netzwerke<br />
Apropos EPUs: Gerade kleinere Unternehmen<br />
und Freiberufler sind auf Netzwerke angewiesen.<br />
Da kann beispielsweise auch das EPU-Forum<br />
der Wirtschaftskammer hilfreiche Dienste leisten.<br />
Denn wo sich Dienstleister der verschiedensten<br />
Disziplinen treffen, entstehen oft lukrative Netzwerke,<br />
von denen alle profitieren können. Denn<br />
jeder Werber braucht irgendwann einmal auch<br />
eine kompetente Buchhaltung und vielleicht<br />
braucht ja auch der Friseur von nebenan mal eine<br />
neue Werbestrategie. Vernetztes Denken ist also<br />
gefragt, wenn sich langfristig der Erfolg einstellen<br />
soll.<br />
Der Networking-Aspekt ist für das EPU-Forum<br />
an zentraler Stelle. So unterstützen spezielle Themenveranstaltungen<br />
und professionell ausgestattete<br />
Meeting-Räume, die kostenlos zu mieten sind,<br />
das Netzwerkmanagement der Ein-Personen-Unternehmer.<br />
Beamer, Laptop, kostenloses WLAN<br />
und ein zusätzliches Kinderbetreuungsangebot<br />
schaffen ein Umfeld, in dem es sich gut netzwerken<br />
lässt. Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
in Form von Schulungen, Vorträgen und Beratungen<br />
runden das umfangreiche Angebot des EPU-<br />
Forums ab.<br />
Mehr Infos: www.forumepu-wkw.at<br />
Netzwerken im Mediacluster: MQM<br />
Eines ist also klar: Wer sich kennt, macht lieber<br />
Geschäfte miteinander. Den Aufbau eines soliden<br />
Netzwerkes erleichtert in besonderer Weise ein<br />
Mediacluster, eine Konzentration mediennaher<br />
Unternehmen auf engstem Raum. Umgesetzt<br />
wird dieses Konzept in <strong>Wien</strong> mit dem „Media<br />
Quarter Marx“ (MQM) seit dem Jahr 2003. Kreative<br />
Köpfe treffen sich seitdem am Standort und<br />
bilden lukrative Netzwerke. Wie gut das funktioniert,<br />
beweisen die ersten beiden Objekte des<br />
Media Quarter Marx. 2009 konnten im MQM2<br />
auf insgesamt 1.200 m 2 zahlreiche junge und interessante<br />
Medienunternehmen eine neue Heimat<br />
finden. „Das MQM wird der neue Kreativkern<br />
der österreichischen Medienlandschaft. Die Innovationsleader<br />
der Branche versammeln sich hier.<br />
Und das spürt man“, sagt Matthias Euler-Rolle<br />
von der „ER+Euler Rolle Media GmbH“ auf<br />
mediaquarter.at.<br />
Dritter Bauteil bis 2011<br />
Das Mediaquarter ist kein gewöhnlicher Bürostandort,<br />
sondern eine Art Themenstandort für<br />
alle Medienschaffenden und Kreativen. Vielfältige<br />
Akteure aus verschiedenen Bereichen der<br />
gleichen Branche schaffen in St. Marx ein Netzwerk,<br />
von dem alle Beteiligten profitieren. Dieses<br />
Netzwerk soll nun mit dem dritten Bauteil weiter<br />
wachsen. Geplant ist ein weiterer hochmoderner<br />
Medienkomplex, der auf insgesamt 35.000 m 2<br />
Bruttogeschossfläche neue Chancen für die Medienbranche<br />
bieten soll. Auch Werber finden im<br />
MQM alles, was sie brauchen – topmoderne Infrastruktur<br />
und unbegrenztes Networking-Potenzial.<br />
Der Netzwerkgedanke hinter dem MQM wird<br />
zusätzlich durch die befruchtende Nachbarschaft<br />
zum Campus Vienna Biocenter und dem T-Center<br />
verstärkt.<br />
Infos: www.mediaquarter.at<br />
23
Bildungsangebote | Die neuen Kreativen | Wissenstest<br />
Wissen<br />
24
03<br />
Bildungsangebote<br />
In der Branche der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
gewinnt Professionalismus immer mehr an<br />
Bedeutung. Entsprechend steigt auch die Zahl der<br />
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Jahr<br />
zu Jahr. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.<br />
Universitäten<br />
Universität für angewandte Kunst <strong>Wien</strong><br />
Grafik und <strong>Werbung</strong><br />
Die Verbindung von Konzeption und Kreation<br />
steht im Zentrum des Studienzweigs Grafik und<br />
<strong>Werbung</strong> – mit dem Ziel, die Studierenden auf<br />
den dynamischen Arbeitsmarkt für kreative und<br />
beratende Werbeberufe in Theorie und Praxis optimal<br />
vorzubereiten.<br />
Das Lehrangebot umfasst die methodische Entwicklung<br />
von Ideen und deren Visualisierung,<br />
Techniken der werblichen Kommunikation,<br />
Typografie, Layout, Scribble, Illustration, Fotografie,<br />
Verpa ckungsgestaltung, Entwicklung von<br />
TV-Spots, Webdesign. Absolventen arbeiten als<br />
Grafiker, Texter oder Art Directors in führenden<br />
Werbeagenturen.<br />
Studiendauer: 8 Semester<br />
Institut für Design,<br />
Klasse für Grafik und <strong>Werbung</strong>,<br />
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 33-2454, Fax -2089,<br />
grafik.werbung@uni-ak.ac.at<br />
www.dieangewandte.at,<br />
www.grafikwerbung.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Wer sich regelmäßig weiterbildet,<br />
kommt rascher ans Ziel. Für Ihre<br />
persönliche Aus- und Weiterbildung<br />
finden Sie auf den folgenden Seiten<br />
viele Angebote an Studien,<br />
Lehrgängen und Seminaren.<br />
Grafik Design<br />
Schwerpunkte sind: konzeptionelles Denken und<br />
inhaltliche Recherche, Bewusstseinsbildung für<br />
globale Zusammenhänge, Ausbildung persönlicher<br />
Verantwortlichkeit für die Gestaltung unserer<br />
Umwelt.<br />
Grundanliegen des Studiums ist es, Studierende zu<br />
eigenständigen und verantwortungsvollen Gestalterpersönlichkeiten<br />
auszubilden, die in allen gegenwärtigen<br />
und zukünftigen Medien arbeiten und in<br />
künstlerischen Bereichen tätig sein können. Workshops<br />
und Vorträge nationaler und internationaler<br />
Experten bereichern das Studium auf handwerklicher,<br />
gestalterischer und intellektueller Ebene.<br />
Studiendauer: 8 Semester<br />
Institut für Design,<br />
Klasse für Grafik Design,<br />
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 33-2440, Fax -2449,<br />
grafikdesign@uni-ak.ac.at,<br />
www.klassekartak.com<br />
Uni <strong>Wien</strong> – Publizistik und<br />
Kommunikationswissenschaft<br />
Bakkalaureatsstudium<br />
Das Bakkalaureatsstudium dient der wissenschaftlichen<br />
Berufsvorbildung. Es werden insbesondere<br />
jene Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die für<br />
Kommunikationsberufe in Praxisfeldern wie Journalismus<br />
(Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia),<br />
Öffentlichkeitsarbeit, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />
sowie der Medien- und Kommunikationsforschung<br />
erforderlich sind.<br />
Dauer: 6 Semester<br />
25
Magisterstudium<br />
Das Magisterstudium dient der Vertiefung und Ergänzung<br />
der wissenschaftlichen Berufsvorbildung<br />
auf der Grundlage des Bakkalaureats. Weiters soll<br />
die Befähigung zu leitenden Tätigkeiten in Kommunikationsberufen<br />
erworben werden. Die Wahlfächer<br />
erweitern das Wissensangebot um die Bereiche<br />
Medien- und Kommunikationsmanagement,<br />
Medien- und Kommunikationsrecht und interpersonelle<br />
Kommunikation, Gruppen- und Organisationskommunikation.<br />
Das Studium kann nur nach<br />
erfolgreichem Abschluss des Bakkalaureats Publizistik<br />
und Kommunikationswissenschaft bzw. eines<br />
gleichwertigen Studiums begonnen werden.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Doktoratsstudium Publizistik und<br />
Kommunikationswissenschaft<br />
Ein Doktoratsstudium bedeutet „training through<br />
research“. Im Rahmen eines Doktorats wird von den<br />
jungen Forscherinnen und Forschern neues Wissen<br />
generiert und ein wichtiger Beitrag zur Forschung<br />
geleistet. Im Zentrum des Doktoratsstudiums steht<br />
also die eigenständige wissenschaftliche Forschungsleistung,<br />
die in Form einer Dissertation am Ende des<br />
Doktorats vorgestellt und verteidigt wird.<br />
Studiendauer: 3 Jahre<br />
Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft,<br />
Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong><br />
Tel. 01/4277 493 01<br />
Publizistik@univie.ac.at<br />
www.univie.ac.at/Publizistik<br />
WU <strong>Wien</strong> <strong>Werbung</strong>- und<br />
Markenmanagement<br />
Ziel der Ausbildung der speziellen BWL „<strong>Werbung</strong><br />
und Markenmanagement“ am Institut für Werbewissenschaft<br />
und Marktforschung ist die Vermittlung<br />
von Grundlagenwissen in den Kernbereichen Wer-<br />
26<br />
bung, Marktforschung und Markenführung sowie<br />
die Vorbereitung auf den Einstieg in die (internationale)<br />
Berufswelt.<br />
Bachelorstudenten der SBWL „<strong>Werbung</strong> und Markenmanagement“<br />
sind in der Lage, sich rasch in eine<br />
Vielzahl von Tätigkeiten in den folgenden Bereichen<br />
einzuarbeiten: Marken- und Produktmanagement in<br />
Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben,<br />
<strong>Werbung</strong> und Marketing in Industrie-, Handels- und<br />
Dienstleistungsbetrieben, Werbe-, PR- und Media-<br />
Agenturen, Kundenkontakter und Mediaplanung in<br />
Mediaagenturen, Marktforschungsabteilungen von<br />
Industriebetrieben oder in Marktforschungsinstituten.<br />
Voraussetzung: absolvierte Prüfungen des ersten<br />
Studienabschnittes<br />
Dauer: 2 Semester innerhalb des 6-semestrigen<br />
Studiums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften<br />
Abschluss: Bachelor BSc(WU)<br />
Institut für Werbewissenschaft und Marktforschung,<br />
Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong>, Augasse 2–6,<br />
1090 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/313 36-4613,<br />
Fax 01/317 66 99, www.wu-wien.ac.at/werbung<br />
New Design University<br />
Umfangreiches Wissen ist<br />
in Kommunikationsberufen<br />
von großem Nutzen<br />
Privatuniversität der Kreativwirtschaft<br />
Die Privatuniversität der Kreativwirtschaft – besser<br />
bekannt als New Design University (NDU) – ist eine<br />
der jüngsten Universitäten Österreichs. Eigentümer<br />
und Initiator ist die Wirtschaftskammer NÖ. Im<br />
Dezember 2004 wurde die Fakultät für Gestaltung<br />
mit den Bachelorstudiengängen „Grafikdesign &<br />
mediale Gestaltung“ und „Innenarchitektur & 3D-<br />
Gestaltung“ sowie mit den Masterstudiengängen<br />
„Illustration & Printmedien“ und „Innenarchitektur<br />
& 3D-Gestaltung“ und dem offenen Masterstudiengang<br />
„Innovations- und Gestaltungsprozesse“<br />
akkreditiert. Die Fakultät für Gestaltung entwickelt<br />
ein Profil, das sich zum einen grundlegender künst-
lerisch-handwerklicher Auseinandersetzung mit der<br />
Gestaltung auf höchstem Niveau widmet und parallel<br />
dazu den Umgang mit den avanciertesten elektronischen<br />
Entwurfsmedien vermittelt. Zugleich fungiert<br />
die Fakultät für Gestaltung als Fundament und<br />
Quelle weiterer Entwicklungen. Der Brückenschlag<br />
vom Design zur Technik ist das konsequente Weiterführen<br />
einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie<br />
bis hin zur Wirtschaft. Mit der im September 2008<br />
akkreditierten Fakultät für Technik wurde das Studienangebot<br />
für kreative junge Menschen um zwei<br />
neue Vollzeitstudiengänge in den Bereichen „Event<br />
Engineering“ sowie „Design Engineering“ erweitert.<br />
Zukunftsthemen werden an der Schnittstelle zur Gestaltung<br />
umgesetzt.<br />
Bachelor-Studiengänge (6 Semester)<br />
Grafikdesign & mediale Gestaltung<br />
Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />
Event Engineering Design &<br />
Architektur Technologie<br />
Master-Studiengänge (4 Semester)<br />
Illustration & Printmedien<br />
Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />
Innovations- & Gestaltungsprozesse<br />
Kosten: Bachelor: € 2.500,– pro Semester, Master:<br />
€ 3.500,– pro Semester<br />
New Design University, Mariazeller Straße 97,<br />
3100 St. Pölten, Jacqueline Gritsch,<br />
Tel. 02742/890-2418, Fax -2413<br />
office@ndu.ac.at www.ndu.ac.at<br />
Fachhochschulstudiengänge<br />
FH<strong>Wien</strong> Studiengänge der WKW<br />
Studiengang Marketing- & Salesmanagement<br />
Das Studium ist darauf ausgerichtet, in sechs Semestern<br />
ein umfassendes Spezialwissen in den Bereichen<br />
Marketing und Verkauf zu vermitteln und<br />
die sozialen Kompetenzen der Studierenden weiterzuentwickeln.<br />
Der Bachelor-Studiengang wird als<br />
Tagesstudium und als berufsbegleitendes Abendstu-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
dium angeboten. Der Schwerpunkt der Ausbildung<br />
liegt in der Vermittlung von praktischen Qualifikationen<br />
für den Berufseinstieg und von persönlichen<br />
Qualifikationen für den Berufsaufstieg in die Führungsebene.<br />
Eine Karriere in Marketing- und Salesabteilungen<br />
kleiner bis größerer Unternehmen ist<br />
genauso möglich wie der Weg in die Selbstständigkeit.<br />
Ein wichtiger Schritt bei der Praxisorientierung<br />
ist ein sechsmonatiges Berufspraktikum für Studierende<br />
des Tagesstudiums im letzten Studienjahr.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />
bzw. Studienberechtigungsprüfung oder ein<br />
ausländisches Zeugnis, das durch Nostrifizierung<br />
oder Anerkennung einem der beiden oberen Zeugnisse<br />
gleichwertig ist.<br />
Studienbeginn: Wintersemester<br />
Dauer: Bachelor-Studium 6 Semester,<br />
Master-Studium 4 Semester<br />
Institut für Marketing- & Salesmanagement<br />
Währinger Gürtel 97, Bauteil B/3. Stk., 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5850, Fax -5704<br />
mars@fh-wien.ac.at<br />
www.fh-wien.ac.at/marketing-salesmanagement<br />
FH<strong>Wien</strong> Studiengang Kommunikationswirtschaft<br />
Der Studiengang für Kommunikationswirtschaft<br />
kann als Tages- (Vollzeit) oder Abendstudium (berufsbegleitend)<br />
absolviert werden und bietet eine<br />
praxisbezogene Kombination aus Kommunikations-Know-how<br />
und betriebswirtschaftlichem Basiswissen.<br />
Für Studierende ohne Berufserfahrung<br />
in der Kommunikationsbranche ist außerdem ein<br />
15-wöchiges Berufspraktikum vorgesehen. Der Tagesstudiengang<br />
bietet in Form der „Instrumenten-<br />
Werkstatt“ eine etwas stärkere Vertiefung im Bereich<br />
der Kommunikationsinstrumente.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />
oder Studienberechtigungsprüfung (mit den<br />
Fächern Deutsch 1, Mathematik 1 und Englisch 2)<br />
Studienbeginn: Wintersemester<br />
Dauer: Bachelor-Studium 6 Semester, Master-Studium<br />
4 Semester<br />
Institut für Kommunikationsmanagement,<br />
FH<strong>Wien</strong>-Studiengänge der WKW, Währinger<br />
Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>, Bauteil B, 6. Stock,<br />
Tel. 01/476 77-5840, Fax -5704,<br />
27
komm@fh-wien.ac.at,<br />
www.fh-wien.ac.at/kommunikationsmanagement<br />
LIMAK Austrian Business School<br />
MBA-Lehrgang „Creative Process Leadership“<br />
Dieses in Europa einzigartige Programm vermittelt<br />
das Know-how, um das kreative Potenzial im Unternehmen<br />
zu heben und kreative Wertschöpfungsprozesse<br />
zu optimieren. Die eigene Kreativität zu<br />
entwickeln, kreative Prozesse in Teams zu steuern<br />
und Management, Marketing, Innovation und Gestaltung<br />
in ein gemeinsames Prozessdenken zusammenzuführen<br />
sind die Schwerpunkte. Das neue<br />
Masterprogramm, das mit dem Titel Professional<br />
MBA abschließt, wird in drei Semestern berufsbegleitend<br />
in Blockveranstaltungen (vorwiegend<br />
Donnerstag bis Samstag) abgehalten. In der Master<br />
Thesis setzen die Teilnehmer das erlernte Wissen in<br />
einer realen Problemstellung ihres Unternehmens<br />
um, dieses erhält eine betreute Beratungsleistung<br />
durch eine unternehmensinterne Person.<br />
Voraussetzung zur Zulassung: Abschluss eines Studiums<br />
sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung.<br />
Dauer: 46 Tage (berufsbegleitend) in 3 Semestern,<br />
Kosten: € 19.900,–<br />
Unterrichtssprachen Deutsch und Englisch<br />
LIMAK Austrian Business School,<br />
Bergschlößlgasse 1, 4020 Linz,<br />
Tel. 0732/66 09 44 0, limak@jku.at, www-limak.at<br />
Donau-Universität Krems<br />
Die Donau-Universität Krems ist auf postgraduale<br />
akademische Weiterbildung spezialisiert. Sie bietet<br />
exklusive Masterstudiengänge sowie verschiedene<br />
Lehrgänge und Seminare (sowohl für Personen mit<br />
akademischem Grad als auch ohne Abschluss), unter<br />
anderem in den Bereichen Wirtschafts- und Managementwissenschaften,<br />
Telekommunikation, Information<br />
und Medien, an. Neben hoher Qualität<br />
in Lehre, Forschung und Consulting sind Kundenorientierung<br />
und Praxisnähe die Markenzeichen<br />
des europäischen Modellprojekts. Interessierte können<br />
zwischen Lehrgängen und Seminaren in den<br />
Bereichen Kommunikation, IT und Medien (u. a.<br />
PR, Journalismus und Strategisches Informations-<br />
28<br />
management) wählen.<br />
Donau-Universität Krems<br />
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems,<br />
Tel. 02732/893-6000, Fax -4000<br />
info@donau-uni.ac.at www.donau-uni.ac.at<br />
Schule von Willendorf<br />
Der Creativ Club Austria (CCA) engagiert sich mit<br />
zwei Teilstipendien, ausgewählten Vortragenden<br />
und Praktikumsplätzen in der akademischen Weiterbildung<br />
der Donau-Universität Krems. Die zwei<br />
Stipendien in der Höhe von jeweils 6.950 Euro sind<br />
für den Masterlehrgang „PR und Integrierte Kommunikation“<br />
ausgeschrieben. Unter der Marke<br />
„Schule von Willendorf“ bündelt und erweitert der<br />
CCA seine Beteiligung an Weiterbildungsaktivitäten.<br />
Theoretische Fundierung auf hohem Niveau<br />
und ein besseres Verständnis für strategische Zusammenhänge<br />
könnten für viele jüngere Kollegen<br />
eine ideale Zusatzqualifikation sein. Dabei sollen<br />
sowohl dem Nachwuchs, als auch bereits im Berufsleben<br />
stehenden Kreativen mehr Möglichkeiten der<br />
beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Verfügung<br />
gestellt werden. Voraussetzung für die Bewerbung<br />
um ein Teilstipendium ist ein akademischer Abschluss<br />
oder eine mindestens vierjährige einschlägige<br />
Berufserfahrung im Bereich <strong>Werbung</strong>. Unter<br />
http://www.donau-uni.ac.at/ijz/stipendien stehen<br />
alle für die Bewerbung zum Stipendium erforderlichen<br />
Unterlagen als Download zur Verfügung. Internationales<br />
Journalismus Zentrum,<br />
Donau- Universität Krems, Tel. 02732/893-2702,<br />
brigitte.reiter@donau-uni.ac.at,<br />
www.donau-uni.ac.at/ijz/prik<br />
Universitätslehrgänge<br />
Universität <strong>Wien</strong><br />
Universitätslehrgang für Public<br />
Communication/Öffentlichkeitsarbeit<br />
Der postgraduale Universitätslehrgang bietet eine<br />
wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und berufsbegleitende<br />
Ausbildung in zentralen Bereichen der öffentlichen<br />
Kommunikation: Public Relations, Public
Affairs, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />
sowie Journalismus.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Abgeschlossenes Studium<br />
oder eine gleichwertige Ausbildung und facheinschlägige<br />
Berufserfahrung. Die Aufnahme erfolgt<br />
aufgrund eines mehrstufigen Verfahrens (Verfassen<br />
eines Textes, Wissenstest, Anhörung), das jeweils Anfang<br />
Juli sowie Mitte September für das kommende<br />
Studienjahr stattfindet.<br />
Dauer des Lehrgangs: 4 Semester, berufsbegegleitend<br />
Lehrgangsbeitrag: 1., 2. und 4. Semester: € 1.200,–,<br />
3. Semester: € 1.400,–. Die Gebühr für die kommissionelle<br />
Abschlussprüfung beträgt € 350,–.<br />
Abschluss: Master of Arts (MA) Postgradualer Universitätslehrgang<br />
„Public Communication“<br />
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft,<br />
Universität <strong>Wien</strong>,<br />
Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/42 77-<br />
49334 (Nicole Behounek Bakk.)<br />
nicole.behounek@univie.ac.at oder<br />
01/42 77-49341 (DDr. Julia Wippersberg)<br />
julia.wippersberg@univie.ac.at<br />
www.public-communication.at<br />
WU <strong>Wien</strong><br />
Universitätslehrgang für <strong>Werbung</strong> und Verkauf<br />
Der renommierte Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong><br />
& Verkauf der WU Executive Academy startete im<br />
Oktober 2010 mit einem neuem Programm. Das<br />
Curriculum wurde an die aktuellen Branchenanforderungen<br />
angepasst und bietet berufsbegleitend in<br />
nur 18 Monaten eine fundierte und hochqualitative<br />
Weiterbildung in <strong>Werbung</strong>, Marketing und Verkauf.<br />
Der Lehrgang bietet Nachwuchskräften im Werbe-<br />
und Marketingbereich eine fundierte Weiterbildung<br />
mit Qualitätskontrolle. Er ist für jene gedacht, die<br />
bereits über praktische Erfahrung in diesen Berufsfeldern<br />
verfügen und ihre Grundkenntnisse ausbauen<br />
wollen. Den Teilnehmern wird eine fundierte<br />
Ausbildung auf internationalem Niveau für den gesamten<br />
Bereich des Marketings geboten. Abschluss:<br />
Akademische/r Werbe- und Marketingkauffrau/<br />
Marketingkaufmann<br />
Dauer: 18 Monate, berufsbegleitend<br />
Gesamtkosten: ca. € 6.560,– (inkl. Prüfungsgebühren)<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Nur durch lebenslanges Lernen<br />
können wir den Ansprüchen der<br />
Kunden und unserer Branche<br />
gerecht werden“<br />
Dr. Elisabeth Czerwenka-Kulmon<br />
Geschäftsführerin COC, zuständig für Bildung<br />
bei der <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong><br />
Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong> & Verkauf – WU<br />
Executive Academy, Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong>,<br />
UZA 4, Nordbergstraße 15, 6. Stock, Kern B<br />
1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/313 36-4612, Fax -904612<br />
werbung.verkauf@wu.ac.at www.werbelehrgang.at<br />
Akademien<br />
Werbe Akademie <strong>Wien</strong><br />
Fachlehrgang für Marktkommunikation<br />
Die berufsbildende Schule mit Öffentlichkeitsrecht<br />
bietet eine praxisorientierte Ausbildung für<br />
Berufe in der Kommunikationsbranche. Ziel ist<br />
es, jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren<br />
eine fachspezifische Ausbildung zum/zur Kommunikationsfachmann/-frau<br />
zu bieten. Als Training<br />
on the Job ist zwischen dem 2. und dem 3. Semester<br />
ein vierwöchiges Praktikum verpflichtend.<br />
Voraussetzung ist ein Pflichtschulabschluss. Von<br />
allen Bewerbern ist ein Eignungstest am PC und ein<br />
persönliches Aufnahmegespräch zu absolvieren.<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie und<br />
Diplom der IAA (International Advertising<br />
Association).<br />
Kosten: € 1.890,– pro Semester, Materialkostenbeitrag<br />
€ 350,– einmalig bei Studienbeginn für diverses<br />
Druck- und Präsentationsmaterial. Der Aufnahmetest<br />
kostet € 45,–.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong>,<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>, Doris Filip,<br />
Tel. 01/476 77-5254, Fax -5259, filip@wifiwien.at,<br />
www.werbeakademie.at<br />
Fachausbildung für Grafik Design<br />
Die Werbe Akademie bietet grafisch begabten jungen<br />
Menschen (18–24 J.) eine maßgeschneiderte,<br />
kompakte Ganztagsausbildung zum Grafik-Designer.<br />
Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit,<br />
wofür Ateliers mit praxisgerechter Ausstattung zur<br />
Verfügung stehen. Die Studenten erwerben umfangreiches<br />
Spezialwissen über Design, Illustration,<br />
Schrift und Typografie, Text und Konzeption, Wer-<br />
29
ung, Video, Web-Design, Englisch und vieles mehr.<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie, WIFI Abschlusszeugnis<br />
und Diplom der IAA (International<br />
Advertising Association)<br />
Kosten: € 2.190,– pro Semester inkl. Lehrbehelfe,<br />
Materialkostenbeitrag € 390,– für Präsentationstafeln<br />
etc. Der Aufnahmetest kostet € 45,–.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong>,<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5255, Fax -5259,<br />
ingrid.weghofer@wifiwien.at,<br />
www.werbeakademie.at<br />
Bachelor of Arts in Advertising and Brand<br />
Management<br />
Der Bachelor of Arts in Advertising and Brand<br />
Management setzt den inhaltlichen Schwerpunkt<br />
auf strategisches Brand Management und kreativer<br />
Umsetzung von integrierten Kommunikationskampagnen.<br />
Kosten: € 2.980,– pro Semester<br />
Dauer: 2 Semester<br />
Bachelor of Arts in Grafic Design<br />
Beim Bachelor of Arts in Grafic Design wird konzeptionelles<br />
Grafikdesign für klassische und neue<br />
Medien mit Schwerpunkt Kommunikationsdesign<br />
gelehrt.<br />
Kosten: € 3.290,– pro Semester<br />
Dauer: 2 Semester<br />
Zur Prüfung und teilweise für Gastvorträge werden<br />
Lektoren der Staffordshire University nach <strong>Wien</strong><br />
entsandt. Das Diplomzeugnis der Werbe Akademie<br />
(Fachlehrgang Marktkommunikation beziehungsweise<br />
zweijährige Fachausbildung für Grafik<br />
Design) berechtigt die Absolventen zum Einstieg in<br />
das dritte Jahr aufgrund der ECTS-Punkte, die für<br />
das Studium angerechnet werden. Somit kann in<br />
anschließenden zwei Semestern der Bachelor-Titel<br />
erworben werden. Die beiden Semester der Bachelor-Studiengänge<br />
werden vor Ort in der Werbe<br />
Akademie abgehalten.<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong>,<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>, Barbara Posch,<br />
30<br />
„Das Studium an der Fachhochschule<br />
ist berufsbegleitend organisiert und<br />
bietet damit einen generellen Vorteil gegenüber<br />
anderen Ausbildungsstätten“<br />
Dkfm. Karin Lehmann<br />
Geschäftsführerin Agentur Markenkern,<br />
Vortragende an der FH<strong>Wien</strong><br />
Tel. 01/476 77-5250, Fax -5259,<br />
posch@werbeakademiewien.at,<br />
www.werbeakademie.at<br />
Lehrgang „Professional in Advertising“ in<br />
Kooperation mit den FH<strong>Wien</strong>-Studiengängen<br />
der WKW<br />
Der Lehrgang „Akademischer Werbeexperte/Akademische<br />
Werbeexpertin (Professional in Advertising)“<br />
ist an ein 10-monatiges Traineeship bei ausgewählten<br />
Agenturen gebunden. Die Studierenden<br />
eignen sich an vier Agenturtagen pro Woche ihr<br />
praktisches Know-how an, an einem wöchentlichen<br />
Theorietag vermitteln Top-Referenten den zusätzlich<br />
nötigen Wissensbackground. Der 2-semestrige<br />
Lehrgang ist eine Eliteausbildung, die auf die<br />
Werbe Akademie oder vergleichbare Ausbildungen<br />
aufsetzt. Studierende erhalten von der Ausbildungsagentur<br />
ein monatliches Gehalt lt. aktuellem Kollektivvertrag<br />
(14 Mal).<br />
Kosten: € 3.500,– pro Semester, Dauer: 10 Monate<br />
Information und Anmeldung/WKO (Lehrgangsort):<br />
WIFI <strong>Wien</strong>, Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Katharina Grasser, Tel. 01/476 77-5251, Fax -5259,<br />
grasser@wifiwien.at, www.werbeakademie.at<br />
Abendcollegs für Berufstätige<br />
Für alle, die bereits in der Kommunikationsbranche<br />
oder im Marketing tätig sind und sich weiterbilden<br />
wollen, bietet die Werbe Akademie berufsbegleitende<br />
Diplomlehrgänge für Werbeberatung, Kommunikationsmanagement,<br />
Mediaberatung, Dialogmarketing,<br />
Eventmanagement und Online Marketing an. Die<br />
enge Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden<br />
DMVÖ, I.M. Austria, PRVA, IAB und F.M.P stellt<br />
sicher, dass die Lehrgänge der Werbe Akademie den<br />
Ausbildungserfordernissen der Praxis entsprechen.<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie<br />
Dauer: 2–3 Semester<br />
Kontakt: Diplomlehrgänge Kommunikationsmanagement,<br />
Dialog Marketing, Eventmanagement,<br />
Online Marketing sowie Kompaktkurse und Workshops<br />
für die Werbebranche: Ursula Tarbuk,<br />
Tel. 01/476 77-5252, tarbuk@wifiwien.at<br />
Diplomlehrgang Mediaberatung: Ingrid Weghofer,
Interessierte haben die Qual der Wahl: Universitäten<br />
und Akademien punkten mit einem<br />
vielseitigen Bildungsangebot<br />
Tel. 01/476 77-5255, ingrid.weghofer@wifiwien.at,<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong>, Währinger Gürtel<br />
97, 1180 <strong>Wien</strong>, www.werbeakademie.at<br />
Colleg „Mediaberatung“<br />
Der Verein Forum Media Planung bietet in Kooperation<br />
mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
auch heuer wieder den Fachlehrgang „Mediaberatung“<br />
an. Namhafte Experten aus der Kommunikationsbranche<br />
stehen als Referenten und Betreuer<br />
zur Verfügung und garantieren somit eine kompetente<br />
Ausbildung in Theorie wie auch den unverzichtbaren<br />
Praxisbezug. Der Fachlehrgang richtet<br />
sich sowohl an Mitarbeiter aus Agenturen, Medien<br />
und dem Marketing von Unternehmen, die bereits<br />
über erste Berufserfahrung verfügen, als auch an<br />
Neueinsteiger in die Mediabranche, die eine fundierte<br />
Aus- und Weiterbildung zum Thema Media<br />
anstreben. FMP-Mitglieder erhalten einen Rabatt<br />
in Höhe von 5 Prozent!<br />
Dauer: 2 Semester, berufsbegleitend<br />
Kosten: € 1.690,– pro Semester<br />
Informationen erhalten Interessierte bei Herta<br />
Zink: herta.zink@thinkzink.at oder unter der Tel.<br />
0664/333 08 68. Anmeldung über die Website der<br />
Werbe Akademie: www.werbeakademie.at<br />
Weitere Infos: www.forummediaplanung.at<br />
BFI Akademie <strong>Wien</strong><br />
Lehrgang Integrierte Kommunikation<br />
Im Lehrgang Integrierte Kommunikation lernen Studenten<br />
Methoden und Tools strategischer Unternehmenskommunikation<br />
in der Praxis richtig einzusetzen<br />
und werden zu selbstständiger Arbeit mit besonderem<br />
Merkmal auf vernetztes Denken herangeführt.<br />
Das Erstellen von eigenen Kommunikationskonzepten<br />
bereitet die Teilnehmer zusätzlich optimal auf<br />
die Anforderungen im Berufsalltag vor. Die Ausbildung<br />
ist in zwei Stufen gegliedert: Grundstufe zum/<br />
zur Akademischen Kommunikationsmanager/-managerin<br />
und Aufbaustufe zum Master of Arts Integrierte<br />
Kommunikation.<br />
Grundstufe: € 2.300,– pro Semester, exkl. € 200,–<br />
Prüfungsgebühren, Aufbaustufe: € 2.500,– pro<br />
Semester, exkl. € 200,– Prüfungsgebühren<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Dauer: Grundstufe 2 Semester,<br />
Aufbaustufe 2 Semester, berufsbegleitend<br />
bfi <strong>Wien</strong>-Akademie, Informationszentrum,<br />
Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/811 78-10131, Fax -10118<br />
anmeldung.bat@bfi-wien.or.at, www.bfi-wien.at<br />
Weitere Ausbildungen<br />
Privatschule für Werbedesign<br />
Die Privatschule für Werbedesign bietet eine fundierte<br />
Grundlagenausbildung, um Werbelinien<br />
planen und deren Umsetzung organisieren sowie<br />
Werbemittel selbstständig entwerfen und gestalten<br />
zu können. Die verschiedenen Teilbereiche der<br />
<strong>Werbung</strong> und des Designs werden unter Berücksichtigung<br />
wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte<br />
nahegebracht. Den Abschluss der Ausbildung bildet<br />
eine fachübergreifende Projektarbeit, in welcher<br />
die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch<br />
angewendet und vor einer Fachjury präsentiert<br />
werden. Voraussetzungen für eine Aufnahme<br />
sind: Abschluss einer Lehre oder einer mittleren/<br />
höheren Schule und mindestens ein Jahr allgemeine<br />
Berufserfahrung, Besuch des Informationsabends,<br />
Absolvierung des Aufnahmeverfahrens, PC-Kenntnisse.<br />
Absolventen stehen folgende Karrieremöglichkeiten<br />
offen: Werbedesigner in Agenturen und<br />
werbetreibenden Unternehmen, selbstständige Tätigkeit<br />
im Bereich Werbedesign und Grafik Design,<br />
Printproducer, Illustrator in Werbeagenturen, Verpackungsdesigner,<br />
Zeitschriftengrafiker und -Producer,<br />
Grafik Designer im Buchverlag.<br />
Absolventen der Privatschule für Werbedesign<br />
schließen mit einem staatlich anerkannten Abschlusszeugnis<br />
ab.<br />
31
Dauer: 4 Semester, berufsbegleitend<br />
bfi <strong>Wien</strong>,<br />
Schönbrunner Straße 213, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />
Andrea Tramberger, Tel. 01/811 78-122, Fax -105<br />
wpm.bat@bfi-wien.or.at<br />
www.werbedesign.at/_bfi/, www.bfi-wien.or.at<br />
Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />
Versuchsanstalt <strong>Wien</strong><br />
Die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt<br />
<strong>Wien</strong> bietet unterschiedliche Möglichkeiten<br />
der Ausbildung im Bereich Grafik und<br />
Design. Die Abteilung Druck- und Medientechnik<br />
ist im Prinzip am Ausbildungsmodell einer HTL<br />
orientiert, jedoch die einzige Ausbildungsstätte in<br />
Österreich im Fachbereich Druck- und Medientechnik.<br />
Die Absolventen arbeiten in Druckereien,<br />
Verlagen, Werbeagenturen und in der Zulieferindustrie<br />
im Bereich des mittleren Managements.<br />
Ihre Aufgaben sind sehr vielseitig, wie z. B. Verarbeitung<br />
von Texten, Bildern und Grafiken zu<br />
aussagekräftigen Medienprodukten.<br />
Drei Ausbildungsniveaus bieten unterschiedliche<br />
Einstiegs- bzw. Abschlussmöglichkeiten:<br />
Druck- und Medientechnik<br />
Höhere Lehranstalt für Druck- und<br />
Medientechnik<br />
Eintritt nach der 8. Schulstufe,<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Diplom- und Reifeprüfung<br />
Fachschule für Reproduktions- und<br />
Drucktechnik<br />
Eintritt nach der 8. Schulstufe,<br />
Dauer: 4 Jahre<br />
Abschluss: Fachabschlussprüfung<br />
Die Absolventen sollen Arbeiten für neue Medien,<br />
der Druckvorstufe und die Steuerung drucktechnischer<br />
Anlagen praktisch durchführen können.<br />
Kolleg für Druck- und Medientechnik<br />
Eintritt nach der Reifeprüfung<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplomprüfung<br />
32<br />
Grafik- und Kommunikationsdesign<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Mit dem Schwerpunkt auf praktischer Arbeit bietet<br />
die Abteilung Grafik Design eine umfassende<br />
Ausbildung auf dem Gebiet der visuellen Gestaltung,<br />
die zum vielseitig tätigen Grafik Designer<br />
führt. Zusätzlich erwerben die Absolventen die<br />
Studienberechtigung durch Ablegen der Matura.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplom mit staatlichem Zeugnis<br />
Die Absolventen sollen (z. B. in einer Werbeagentur)<br />
als Teil eines Teams ihren grafischen und organisatorischen<br />
Beitrag leisten können.<br />
Meisterschule<br />
Dauer: 1 Jahr<br />
Abschluss: Staatliches Zeugnis<br />
Bei ausgezeichneten Ergebnissen erhalten die<br />
Absolventen ein Diplom.<br />
Im Zuge des Projektjahres für Absolventen der<br />
Graphischen und artverwandter Ausbildungen<br />
sollen diese als Leiter eines Teams komplexe Kommunikationsaufgaben<br />
lösen können (z. B. Projekte<br />
selbstständig als Projektleiter abwickeln).<br />
Abendkolleg<br />
Schwerpunkt Layout und Producing (6 Semester)<br />
Aufgrund starker Nachfrage bietet die Graphische<br />
seit Herbst 2010 ein berufsbegleitendes Abendkolleg<br />
für Grafik- und Kommunikationsdesign an.<br />
Diese Ausbildung richtet sich an alle, die mit Medien<br />
und visueller Kommunikation zu tun haben,<br />
dafür aber bisher keine spezielle Ausbildung absolvieren<br />
konnten. Angesprochen werden nicht<br />
nur Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit, sondern<br />
auch Lehrlinge aus der Medienbranche mit Maturaabschluss,<br />
die berufsbegleitende Weiterbildung<br />
anstreben sowie Wiedereinsteiger aus der Medienbranche<br />
oder Personen, die eine Umschulung<br />
suchen.<br />
Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis
Fotografie und audiovisuelle Medien<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Absolventen sollen Konzepte in analoger und<br />
digitaler Fotografie mittels Dia-Audiovision oder<br />
Videofilm umsetzen können.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplomprüfung bzw.<br />
Reife- und Diplom prüfung<br />
Absolventen sollen Managementfähigkeiten für<br />
audiovisuelle Medien beherrschen.<br />
Multimedia<br />
Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der<br />
praktischen Arbeit von der Konzeption bis zur<br />
Fertigstellung eines medialen Produktes. Dabei<br />
wird neben dem Lösen von individuellen Aufgabenstellungen<br />
insbesondere das Arbeiten in Teams<br />
gefördert. Die Komplexität heutiger Aufgabenstellungen<br />
erfordert auch eine theoretische Basis für<br />
die Erkenntnis und die Analyse kultureller Zusammenhänge.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der<br />
Vermittlung von wirtschaftlichen und rechtlichen<br />
Kenntnissen.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Matura einer AHS oder<br />
BHS bzw. Ablegen einer fachlichen Eignungsprüfung.<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Die Absolventen sollen technische und gestalterische<br />
Aufgaben bei der Produktion von Multimedia-Projekten<br />
bewältigen können.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
(Nach der Matura beziehungsweise alternativem<br />
Einstieg)<br />
Absolventen sollen Multimedia-Projekte vom<br />
Design bis zur Programmierung konzipieren und<br />
organisieren können.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
In der Praxis sind Teamarbeit und individuelle<br />
Lösungen gefragt<br />
Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />
Versuchsanstalt <strong>Wien</strong>,<br />
Leyserstraße 6, 1140 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/982 39 14-0, Fax -111,<br />
direktion@graphische.at,<br />
www.graphische.at<br />
33
WIFI-Managementforum<br />
Seminarreihe – Komplett Digital<br />
Der Dialog Marketing Verband Österreich<br />
(DMVÖ) hat sich in Kooperation mit dem WIFI<br />
Management Forum zum Ziel gesetzt, mit der Seminarreihe<br />
„Komplett Digital“ einen kompakten<br />
Überblick über die Möglichkeiten und Instrumente<br />
digitaler Markenführung zu geben. In insgesamt<br />
sechs Seminaren informieren anerkannte Experten<br />
über die wichtigsten Erolgsparameter der einzelnen<br />
digitalen Kategorien.<br />
Die Seminare:<br />
Digitale Markenstrategien<br />
E-Mail-Marketing<br />
The Power of Mobile<br />
Wirtschaftlicher Erfolg durch „Suchmaschinen“<br />
Performance – messbare Vertriebserfolge im<br />
Internet<br />
„Social Media“ – aber richtig<br />
34<br />
Bakkalaureat-Studium<br />
Master-Studium<br />
Doktor-Studium<br />
Bildungsangebote<br />
Akadem. Lehrgang<br />
Fachhochschule<br />
Akademie<br />
Universität Berufsbildende<br />
Schule<br />
Die Seminare finden zwischen 23. September 2011<br />
und 5. Juni 2012 statt und sind einzeln buchbar.<br />
Preise: € 290,– (1 Seminar), € 1.450,– (6 Seminare),<br />
Ermäßigung: € 40,– bis € 490,– für DMVÖ-<br />
Mitglieder<br />
Info: WIFI Management Forum,<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/ 476 77,<br />
managementforum@wifiwien.at, www.wifiwien.at<br />
Weiterführende Links anderer<br />
Organisationen<br />
Folgende Links führen Sie zu weiteren Bildungsangeboten<br />
anderer Organisationen:<br />
www.iaaat.org<br />
www.marketinggesellschaft.at<br />
www.fachhochschulen.ac.at<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
www.forummediaplanung.at<br />
www.prva.at<br />
www.wifi.at<br />
www.wko.at<br />
Lehrgang/Kurs A<br />
Lehrgang/Kurs B<br />
Lehrgang/Kurs C<br />
Schule oder Beruf<br />
Wissenschaftlich Praxisbezogen Themenbezogen
Die neuen Kreativen<br />
Die Kommunikationsbranche – unendliche Weiten.<br />
Wer in dieser schnelllebigen Welt bestehen will,<br />
braucht Köpfchen, Talent und vor allem Einsatzbereitschaft.<br />
Längst vorbei sind die Zeiten, in denen<br />
ein Hauch von Kreativität reichte, um die Festen<br />
der <strong>Werbung</strong> zu erschüttern. Heutzutage ist Professionalität<br />
gefragt, vor allem bei Berufseinsteigern.<br />
Knochenjob mit Aussicht<br />
Dabei sind die Ausbildungsmöglichkeiten und<br />
Tätigkeitsfelder vielfältig – sie erschweren besonders<br />
jungen Menschen zunehmend die Suche nach<br />
einem geeigneten Job. Wie nie zuvor gilt: Wer die<br />
(Berufs-)Wahl hat, hat die Qual. Ist die Entscheidung<br />
für eine Branche schließlich gefallen, bleiben<br />
Unsicherheiten bestehen. „Habe ich mich für<br />
das Richtige entschieden?“, fragen sich auch viele<br />
angehende Werber. Die Antwort gibt meist der<br />
Berufsalltag.<br />
Kein Schlaraffenland<br />
Zuerst gilt es zu klären, ob die eigenen Erwartungen<br />
an die gewünschte Tätigkeit auch realistisch<br />
sind. „Gerade Bewerber nach Abschluss der Matura<br />
haben oft noch keine konkrete Vorstellung von<br />
der Branche“, weiß Sieglinde Martin, Institutsvorsteherin<br />
für Kommunikationsmanagement an der<br />
FH<strong>Wien</strong> der WKW. „Man muss sich bewusst sein,<br />
dass <strong>Werbung</strong> auch ein Knochenjob ist und dass es<br />
dabei nicht immer nur lustig und kreativ zugeht“,<br />
beschreibt Martin den häufigsten Irrglauben der<br />
Jobanwärter.<br />
Absolventen einer einschlägigen Ausbildung, wie<br />
eines Studiums oder Lehrganges, wissen hingegen<br />
großteils, was sie erwartet – da sind sich die Ausbilder<br />
einig. Die Diskrepanz zwischen Erwartungen<br />
und Realität sei früher höher gewesen. Durch externe<br />
Lehrende an den Instituten und berufsbegleitende<br />
Studiengänge seien die Anforderungen der<br />
Branche heute klar nachvollziehbar. „Unsere Absolventen<br />
lernen im Rahmen eines verpflichtenden<br />
Berufspraktikums die Berufsbilder in der <strong>Werbung</strong><br />
aus erster Hand kennen“, bekräftigt Barbara Posch,<br />
Direktorin der Werbe Akademie des WIFI. Praxis-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
nah gestalten sich auch die meisten anderen Ausbildungswege,<br />
um den Werbenachwuchs optimal<br />
auf die Zukunft vorzubereiten. Gelingt dies auch?<br />
Grundsätzlich ja, meint Bernd Georgsdorf, Absolvent<br />
des Diplomstudiengangs für Kommunikationswirtschaft<br />
an der FH<strong>Wien</strong> und Kundenberater bei<br />
der PKP BBDO Werbeagentur. „Meine Erwartungen<br />
an den Beruf haben sich eigentlich schon erfüllt.<br />
Vom Studium wird man hingeführt, man setzt<br />
sich Ziele.“ Einen Aha-Effekt habe es für ihn trotzdem<br />
gegeben: „Während im Studium die Qualität<br />
besonders wichtig war, steht im Arbeits leben oft die<br />
Quantität an erster Stelle – der Druck ist sehr hoch.“<br />
Druckprobe<br />
Lang und steinig kann sich der Weg in den Traumjob<br />
gestalten, das wissen die Experten nur allzu gut.<br />
Verfechter der Nine-to-five-Mentalität sollten ihn<br />
erst gar nicht beschreiten, denn sie könnten mit dem<br />
raschen Tempo des Faches nicht Schritt halten. Wer<br />
jedoch Einsatzbereitschaft und einen starken Willen<br />
zeigt, wird meist belohnt. „Die Kommunikationsbranche<br />
gibt sehr viel zurück, denn man ist laufend<br />
mit seiner Arbeit konfrontiert und von ihr umgeben“,<br />
erklärt Publicis-Group-Austria-Chef Raffaele<br />
Arturo.<br />
Allerdings müsse man frühzeitig erkennen, dass<br />
Geld allein nicht alles ist. Doch wann ist jemand<br />
für die Arbeit in der <strong>Werbung</strong> und Kommunikation<br />
geeignet? Entscheidend sind laut führenden Branchenexperten<br />
vor allem Leidenschaft, Einsatz und<br />
das unbedingte Interesse für das Fach. „Von einem<br />
Einsteiger wird in unserer Agentur erwartet, dass er<br />
offen, flexibel und – wie ich es nenne – überneugierig<br />
ist“, so Arturo. Ein kommunikatives, extrovertiertes<br />
Auftreten wird zudem ohnehin vorausgesetzt.<br />
Ideen wollen schließlich verkauft werden. Ob ein<br />
Bewerber dieser Aufgabe gewachsen ist, zeigt sich<br />
am besten in der Präsentation der eigenen Person.<br />
Doch auch die Identifikation mit Kundenbedürfnissen<br />
spielt im Dienstleistungsgewerbe eine nicht unerhebliche<br />
Rolle. Bei der Auswahl eines geeigneten<br />
Kandidaten wird außerdem die Problemlösungsfähigkeit<br />
betrachtet, die besonders für kreative Konzepte<br />
wichtig ist.<br />
Fortsetzung Seite 38<br />
35
36<br />
Testen Sie Ihr Wissen<br />
Prüfen Sie Ihr Wissen mit 66 wichtigen Fragen zu Marktforschung, Kreation, Business und mehr. Damit es nicht zu<br />
schwer wird, finden Sie auf Seite 40 die Antworten. Mehr Fachbegriffe finden Sie im Glossar am Ende des Buches<br />
und auf zahlreichen Seiten im Internet.<br />
Werbeformen<br />
1. Wofür steht AdImpression?<br />
2. Wie nennt man eine doppelseitige Werbefläche?<br />
3. Was ist ein Blook?<br />
4. Was versteht man unter Product Placement?<br />
5. Wie bezeichnet man es, wenn der vermittelte<br />
Besucher auf der Website des Merchants auf einen<br />
dort gelisteten Anbieter bzw. auf eine weitere Seite<br />
des Sponsoren klicken muss, damit eine Provision<br />
gezahlt wird?<br />
6. Wie hoch ist das zulässige Tagesmaximum an<br />
<strong>Werbung</strong> im ORF?<br />
7. Was ist der Unterschied zwischen Leser pro Ausgabe<br />
(LpA), Leser pro Nummer (LpN) und Leser pro<br />
Exemplar (LpE)?<br />
8. Wie nennt man es, wenn der User beim E-Mail-<br />
Marketing, nachdem er die Erlaubnis für weitere<br />
Zusendungen gegeben hat, seine Einwilligung per<br />
E-Mail noch einmal aktivieren muss?<br />
9. Wie bezeichnet man die Werbeform, deren Position<br />
sich permanent am unteren Bildschirmrand befindet?<br />
10. Was ist ein Blow-up?<br />
11. Was ist ein Titelkuller?<br />
12. Wie nennt man ein weiterentwickeltes Pop-up,<br />
das im Hintergrund geladen wird?<br />
Business<br />
13. Wie bezeichnet man ein gut eingeführtes Produkt<br />
oder Geschäft, das ohne große Anstrengungen<br />
einen ständigen Gewinnfluss erzeugt?<br />
14. Durch welches Gesetz werden rechtliche Aspekte<br />
des elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs<br />
geregelt?<br />
15. Was bedeutet B2B?<br />
16. Was ist ein IPO?<br />
17. Was ist ein Klickbetrug?<br />
18. Wer oder was ist ROI?<br />
19. Wie nennt man es, wenn Web-Angebote von allen<br />
Nutzern, unabhängig von körperlichen und/oder<br />
technischen Möglichkeiten, uneingeschränkt genützt<br />
werden können?<br />
20. Wofür steht USP?<br />
21. Was bezeichnet der Long Tail?<br />
22. Was gibt der Deckungsbeitrag (DB) an?<br />
23. Was versteht man unter Folksonomy?<br />
24. Was ist ein meritorisches Gut?<br />
25. Was sind die Gründe für die zu geringe Nachfrage<br />
nach meritorischen Gütern?<br />
26. Was ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit (Werbeerfolg)<br />
von Direktwerbemaßnahmen?<br />
27. Wie bezeichnet man Personen, die den Informationsfluss<br />
zu und aus dem Buying Center steuern<br />
können?<br />
Strategie<br />
28. Wie nennt man Marketingaktivitäten, die auf eine<br />
virale Verbreitung durch die Zielgruppe setzen?<br />
29. Wofür steht die Abkürzung SEO?<br />
30. Wie bezeichnet man die Auswahl der Zielgruppen?
31. Was versteht man unter Image-Transfer?<br />
32. Wie heißt die Phase, die an die Einführungswerbung<br />
anschließt, was ist ihr Ziel?<br />
33. Was versteht man unter Bulk Buying?<br />
34. Welche Liste verwaltet die RTR? Was gibt diese an?<br />
35. Was besagt die 90-9-1-Regel?<br />
36. Wofür steht die Abschöpfungsstrategie?<br />
37. Wer oder was sind Dinks?<br />
38. Was ist das Ziel des semantischen Webs?<br />
39. Wie nennt man die Kostenvorteile, die durch Größe ent-<br />
stehen?<br />
40. Was bedeutet integrierte Kommunikation?<br />
41. Welche Informationen soll ein Kontaktbericht in jedem<br />
Fall beinhalten?<br />
Marktforschung<br />
42. Wie nennt man die Marktsituation, bei der das Angebot<br />
die Nachfrage übersteigt?<br />
43. Was bezeichnet eine Omnibusbefragung?<br />
44. Was misst der Aided-Recall-Test?<br />
45. Wofür steht die AIDA-Formel?<br />
46. Was bedeutet Cocooning?<br />
47. Was sind hybride Konsumenten?<br />
48. Was ist der Unterschied zwischen CAPI und CATI?<br />
49. Was ist der Unterschied zwischen CAWI und CASI?<br />
50. Welche Faktoren beeinflussen die kognitive Dissonanz<br />
positiv?<br />
51. Wie lautet die Formel für OTS?<br />
52. Wie berechnet man die Zielgruppenaffinität?<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Kreation<br />
53. Was bedeutet CMYK?<br />
54. Wie bezeichnet man die Ton-Atmosphäre?<br />
55. Was ist die Methode 635?<br />
56. Wie nennt man das Phänomen, wenn einzelne<br />
Gestaltungselemente die eigentliche Botschaft<br />
überdecken?<br />
57. Was sind Teaser?<br />
58. Was sind die wichtigsten Regeln für Werbetexte?<br />
59. Was besagt die Filtertheorie der Wahrnehmung?<br />
60. Was ist das sogenannte Berliner Format?<br />
61. Was misst Ping?<br />
62. Wie nennt man den Effekt, wenn Farben, die<br />
durch Komprimierung entfernt wurden, an abgestuften<br />
Farbverläufen fehlen?<br />
63. Wie nennt man es, wenn E-Mail-Programme<br />
Nachrichten im Doppelformat (HTML und Text)<br />
verschicken?<br />
64. Wie nennt man das Verfahren zur Klebebindung<br />
von Druckerzeugnissen?<br />
65. Was bezeichnet ein Vektor-Grafikformat, bei<br />
dem man den Inhalt nicht mehr verändern<br />
kann?<br />
66. Was besagt die KISS-Formel?<br />
37
Auch müsse man im „Zeitalter der Netzwerke“ mit<br />
„dem hohen Tempo der Kommunikation Schritt<br />
halten“ können, ergänzt Bernhard Krumpel, Geschäftsführer<br />
von Brandstätter Business Communications.<br />
Die Erwartungshaltung an den Nachwuchs<br />
ist folglich hoch – dem Druck standzuhalten und<br />
trotzdem Freude an der Arbeit zu haben, ist wohl<br />
die wahre Leidenschaft.<br />
Würzige Mischung<br />
Neben diesen sogenannten „Soft Skills“ sollten<br />
Nachwuchs-Werber sowohl theoretisches Wissen<br />
als auch praktische Erfahrung vorweisen können.<br />
Nur so wird es ihnen langfristig möglich sein, sich<br />
in der Branche zu etablieren. „Die Kombination aus<br />
theoretischem Rüstzeug und Praxis bezug macht es<br />
aus, eines geht nicht ohne das andere“, ist Reinhard<br />
Bösenkopf, Geschäftsführer bei Cayenne, überzeugt.<br />
Ohne eine theoretische Grundlage sei es schwer, die<br />
Zusammenhänge in der Kommunikation zu verstehen,<br />
einem erfahrenen Jobanwärter brauche man<br />
hingegen nicht jeden Handgriff neu zu erklären,<br />
pflichtet Krumpel bei. Bösenkopf, der sein Wissen<br />
über verschiedene Bildungsinstitutionen auch<br />
an Nachwuchs-Werber weitergibt, bindet deshalb<br />
38<br />
Was Werber brauchen<br />
Räumliches Denken<br />
Umgang mit Farben, Flächen<br />
Fachliches, technisches, kaufmännisches Wissen,<br />
strategisches Denken<br />
Soziale Kompetenz, selbstsicheres Auftreten<br />
Verständnis für Kreativität<br />
Teamfähigkeit<br />
Leidenschaft und Einsatzbereitschaft<br />
Wissbegierde<br />
Talent im Zeichnen, Fotografieren, Malen, Texten<br />
Stressresistenz<br />
„Es genügt nicht, wie früher alleine<br />
die Berufung in sich zu spüren“<br />
Mag. Bernhard Krumpel<br />
Geschäftsführer Brandstätter Business<br />
Communications<br />
sowohl Theorie- als auch Praxisbeispiele in seinen<br />
Lehrplan ein: „Theorie verbinde ich zu 90 Prozent<br />
mit Fällen aus der Praxis, weil sie so besser merkbar<br />
und umsetzbar wird.“ Einsteiger brauchen also das<br />
nötige Wissen wie auch Erfahrung in der Umsetzung.<br />
„Wir sind in der glücklichen Lage, dass sich<br />
am Markt beides anbietet“, so Krumpel.<br />
Sprungbrett Ausbildung<br />
Die Wichtigkeit einer fundierten Ausbildung ist unter<br />
Experten unumstritten. Quereinsteiger gebe es<br />
kaum noch. „Es genügt nicht, wie früher allein die<br />
Berufung in sich zu spüren“, meint Krumpel. Durch<br />
die zunehmende Professionalisierung der Kommunikationsbranche<br />
sind viele Bildungsangebote für<br />
Wissensdurstige entstanden. „Grundsätzlich gibt es<br />
entweder breitere Ausbildungsmöglichkeiten wie die<br />
Fachhochschule oder sehr spezialisierte Stellen wie<br />
die Lehrgänge der Werbe Akademie“, erklärt Sieglinde<br />
Martin von der FH<strong>Wien</strong>. Besonders Einsteigern<br />
ohne konkrete Vorstellungen empfehle sie die<br />
breitere Schiene.<br />
Wegen der vielfältigen Anforderungen der Branche<br />
an Absolventen bieten jedoch die meisten Institutionen<br />
bereits eine umfassende Basis: Von Betriebswirtschaft<br />
über Marketing, Marktforschung und<br />
Präsentation bis hin zur crossmedialen Umsetzung<br />
von Ideen erlangen die Nachwuchs-Werber umfangreiche<br />
Kenntnisse. Von erheblichem Vorteil<br />
kann außerdem ein Auslandsaufenthalt sein. An<br />
der FH<strong>Wien</strong> unterstützt etwa Sieglinde Martin<br />
die Möglichkeit eines Semesters in einem anderen<br />
Land, da sie internationale Kontakte und Erfahrungen<br />
für besonders wichtig hält.<br />
Bernd Georgsdorf hat während seiner Ausbildung<br />
ein halbes Jahr in Kanada studiert. Das Auslandssemester<br />
war für ihn das Highlight des Studiums.<br />
„Heute bin ich froh, dass ich einmal über den Tellerrand<br />
hinausblicken konnte – damit rückt alles in<br />
einen größeren Zusammenhang“, so der Kundenberater.<br />
„Aber auch mein Studium hier hat mich<br />
durch sehr viel Praxisnähe, etwa durch Workshops<br />
und Projektarbeiten, gut auf den Job vorbereitet.<br />
Wichtig war für mich besonders, vieles auszuprobieren<br />
und, im Gegensatz zur Berufswelt, auch Fehler<br />
machen zu dürfen.“
Lebenslanges Lernen<br />
Alles kann die Lehre freilich nicht abdecken. „Ich<br />
habe die Ausbildung immer als Impulsgeber gesehen.<br />
Die Basis ist sehr gut, es ist aber jedem einzeln überlassen,<br />
sich zu spezialisieren und weiterzubilden“,<br />
erinnert sich Georgsdorf. Auch Elisabeth Czerwenka-Kulmon,<br />
Geschäftsführerin bei Communication<br />
Organisation Consulting (COC), ist von der Wichtigkeit<br />
lebenslangen Lernens überzeugt. „Nur so können<br />
wir den Ansprüchen der Kunden, unserer Branche,<br />
der Wirtschaft, aber auch uns selbst als ‚denkenden‘<br />
Menschen gerecht werden“, so Czerwenka-Kulmon.<br />
Regelmäßige Weiterbildung sei für sie deshalb durch<br />
nichts ersetzbar. Gerade in der schnelllebigen Werbebranche<br />
ist es vonnöten, das Bildungsangebot so<br />
aktuell wie möglich zu halten. „Die laufende Aktualisierung<br />
des Lehrplanes, Vortragende aus der Werbebranche<br />
sowie die Arbeit an realen Projekten sind<br />
der beste Garant dafür, dass unsere Inhalte den Anforderungen<br />
der Praxis entsprechen“, meint Barbara<br />
Posch von der Werbe Akademie. Und hoch sind sie,<br />
die Ansprüche des Berufes.<br />
Arbeitsmarkt<br />
Dass die Werbebranche nicht stillsteht, beobachten<br />
Experten seit Jahren. Im Vergleich zu früher sind<br />
heute die Rahmenbedingungen anders, Kommunikation<br />
geht im Allgemeinen schneller vonstatten.<br />
Um den Einstieg in das Berufsleben so reibungslos<br />
wie möglich zu gestalten, rät Elisabeth Czerwenka-<br />
Kulmon zu „Praktika und Volontariaten während<br />
der Ausbildung, sowohl direkt bei Agenturen als auch<br />
auf Kundenseite“. Denn Bewerber ohne Erfahrung<br />
haben es auf dem Jobmarkt ungleich schwerer als<br />
jene, die schon einmal in der Branche gearbeitet haben.<br />
Dabei sei laut Reinhard Bösenkopf auch Steh-<br />
bzw. Durchhaltevermögen ein wesentlicher Faktor:<br />
„Oft stößt man in der Praxis mit seinen Ideen auf<br />
Ablehnung, damit muss man umgehen können.“<br />
Am Puls der Zeit<br />
Durch neue Entwicklungen, wie im Bereich neuer<br />
Medien, haben sich zusätzlich die Jobprofile in der<br />
Fortsetzung Seite 42<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Online- und Social-Media-Experten<br />
stehen derzeit hoch im Kurs“<br />
Mag. Barbara Posch<br />
Direktorin Werbe Akademie <strong>Wien</strong><br />
Die größten Fehler beim<br />
Berufseinstieg<br />
Selbstüberschätzung<br />
Selbstunterschätzung<br />
Bequemlichkeit<br />
Dienst nach Vorschrift<br />
Nach Geld streben und für ein höheres Einstiegsgehalt<br />
auf Traumjob verzichten<br />
Oberflächlichkeit<br />
Das Privatleben zu sehr vernachlässigen<br />
Spezialistentum – alles selbst machen wollen<br />
Kostenlose Präsentationen<br />
Die technische Umsetzung einer Präsentation nicht<br />
prüfen<br />
Zu wenig Mut haben<br />
39<br />
Foto: Wilke
Antworten zum Wissenstest<br />
1. Englischer Begriff für „Werbeeinblendung“. Unter einer Werbeeinblendung<br />
versteht man eine im Browser des Internetbenutzers dargestellte<br />
<strong>Werbung</strong> in Form eines Banners oder anderer Werbeformen wie Pop-ups<br />
2. Back-to-Back-Panel<br />
3. Ein Buch, das auf Inhalten basiert, die zuerst in einem Weblog veröffentlicht<br />
wurden<br />
4. Platzierung von Produkten, Waren, Dienstleistungen, Marken oder deren<br />
Namen in Filmen oder Fernsehsendungen gegen Entgelt oder sonstige<br />
Gegenleistung<br />
5. Pay per Click out<br />
6. 50 Minuten und 24 Sekunden (plus 20 Prozent)<br />
7. LpA: Leserschaft einer durchschnittlichen Ausgabe einer Zeitschrift,<br />
LpN: direkt erhobene Reichweite eines Printmediums im Erscheinungsintervall,<br />
LpE: Anzahl der Personen, die das gleiche Exemplar einer<br />
Zeitung oder Zeitschrift lesen, nicht direkt erhoben, sondern eine rechnerische<br />
Größe<br />
8. Double Opt-in<br />
9. Footer<br />
10. Ein extrem großformatiges Plakat, meist an Gebäuden<br />
11. Eine Kleinanzeige oben rechts oder links neben dem Titelschriftzug einer<br />
Zeitung<br />
12. Superstitial<br />
13. Cash Cow<br />
14. E-Commerce-Gesetz (ECG)<br />
15. Business to Business, steht für Beziehungen zwischen Unternehmen<br />
16. Initial Public Offering: Börsegang eines Unternehmens, auch Going Public<br />
genannt. Bezeichnet die Neuemission von Aktien zu einem von Banken<br />
festgesetzten Kurs<br />
17. Missbrauch des „Pay per Click“-Vergütungsmodells<br />
18. Return on Investment. Zurückfluss an Einnahmen, als Folge der Ausgaben<br />
für die Kundengewinnung<br />
19. Barrierefreies Internet/Web Accessibility<br />
20. Unique Selling Proposition, übersetzt etwa „einzigartige Werbebotschaft“<br />
21. „Langer Schwanz“, Tatsache, dass Anbieter im Internet durch eine große<br />
Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen können<br />
22. Inwieweit ein Produkt zur Deckung der Gemeinkosten und zum Unternehmensgewinn<br />
beigetragen hat<br />
23. Zusammengesetzter Begriff aus den Wörtern folk (Volk) und taxonomy<br />
(Klassifikation), Verschlagwortung von Internetinhalten<br />
24. Ein Gut, bei dem die Nachfrage der Bürger aus gesellschaftlicher Sicht zu<br />
gering ist (z. B. Ausbildung, Gesundheits- und Kulturwesen)<br />
25. Irrationale Entscheidungen, unvollständige Information, falsche Zeitpräferenzrate,<br />
externe Effekte<br />
26. Cost Per Order (CPO)<br />
27. Gate Keeper<br />
28. Viral Marketing<br />
29. Search Engine Optimization (SEO), Suchmaschinenoptimierung<br />
30. Targeting<br />
31. Den angestrebten Übertragungseffekt des positiven Images eines ähnlichen<br />
Produktes, einer starken Marke, einer Person oder einer Sache auf<br />
das zu bewerbende Produkt<br />
32. Durchsetzungswerbung; Ziel ist es, die in der Einführungsphase erreichte<br />
Marktposition für ein neues Produkt zu stabilisieren<br />
33. Den Einkauf von Werbeflächen und -zeiten in großen Mengen<br />
34. Die Robinsonliste für E-Mails und Newsletter. Liste von Personen,<br />
die keine Werbebotschaften auf elektronischem Weg erhalten möchten<br />
35. 90 Prozent der Internet-User lesen Beiträge, nehmen daran aber nicht<br />
aktiv teil, 9 Prozent der User nehmen ab und zu teil, kommentieren<br />
Beiträge oder bessern Fehler aus und nur 1 Prozent der User nimmt<br />
40<br />
aktiv an sozialen Netzwerken teil und ist für einen Großteil des Inhalts<br />
(Posts, Kommentare) verantwortlich<br />
36. Der Preis bei der Einführung eines Produkts wird so hoch angesetzt,<br />
dass hohe Gewinne erzielt werden. Auf diese Weise amortisieren sich<br />
die Entwicklungs kosten. In einer späteren Phase wird der Preis gesenkt.<br />
Diese Preisstrategie wird häufig bei Innovationen verwendet<br />
37. Steht für Double Income No Kids, beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener<br />
ohne Kinder<br />
38. Die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen.<br />
Die Informationen im Web sollen von Maschinen interpretiert und automatisch<br />
maschinell weiterverarbeitet werden können<br />
39. Economies of Scale<br />
40. Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle,<br />
um aus den Quellen der internen und externen Kommunikation von Unternehmen<br />
eine Einheit herzustellen<br />
41. Alle für ein laufendes Projekt relevanten Daten: Projektname, Verantwortliche/Beteiligte,<br />
Ort, Datum, fortlaufende Nummer, Projektstand<br />
42. Käufermarkt<br />
43. Eine Umfrage, bei der Fragen mehrerer Auftraggeber und unterschiedlichste<br />
Themen gleichzeitig abgefragt werden<br />
44. Sowohl aktive als auch passive Gedächtnisinhalte<br />
45. Attention – Aufmerksamkeit erregen, Interest – Interesse wecken, Desire<br />
– Wünsche erzeugen, Action – Kauf auslösen<br />
46. Gesellschaftserscheinung: Rückzug in die eigenen vier Wände, mehr zu<br />
Hause sein<br />
47. Konsumenten, die ein extrem kontroversielles Verhalten an den Tag legen,<br />
z. B. sowohl eine starke Markenbindung als auch eine steigende<br />
Preissensibilität<br />
48. CAPI (Computer Assisted Personal Interviewing): Bildschirmbefragung mit<br />
Interviewer, CATI (Computer Assisted Telephone Interview): computergestützte<br />
Telefonbefragung, Interviewer gibt Antworten direkt ein<br />
49. CAWI (Computer Assisted Web Interviewing): Die Personen beantworten<br />
den Fragenbogen online entweder über eine Website oder als E-Mail,<br />
CASI (Computer Assisted Self Interview): Der interviewten Person wird<br />
ein Laptop vorgelegt, auf dem ein Frageprogramm abläuft<br />
50. Involvement, Commitment, Differenzierungsgrad der Einstellungen und<br />
Präferenzen vor dem Kauf<br />
51. OTS = (Bruttoreichweite des Mediaplans : Nettoreichweite des Mediaplans)<br />
x 100<br />
52. Zielgruppenaffinität = (RW in % Zielgruppe : RW in Gesamtbevölkerung)<br />
x 100<br />
53. Die Buchstaben stehen für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key<br />
oder BlacK. Das im professionellen Druck vorherrschende Farbmodell<br />
54. Atmo<br />
55. Kreativitätstechnik des Brainwriting, bei der 6 Personen jeweils 3 Ideen<br />
entwickeln, die durch 5-maligen Tausch immer wieder ergänzt werden<br />
56. Vampir-Effekt<br />
57. Besonders verlockende Werbemittel, die vor allem die Neugier anregen<br />
sollen<br />
58. Einfache und kurze Wörter, max. 15 Wörter pro Satz, der Text soll die Gefühle<br />
des Lesers ansprechen, er soll interessant und logisch aufgebaut sein<br />
59. Erwünschte oder erwartete Informationen werden bevorzugt registriert<br />
60. Zeitungsformat, Satzspiegel je Seite: 280 x 420 mm<br />
61. Die Zuverlässigkeit einer Netzwerkverbindung, Reaktionszeit des Servers<br />
62. Banding<br />
63. Multipart<br />
64. Lumbecken<br />
65. EPS<br />
66. Keep It Short and Simple
<strong>Werbung</strong> verändert, wie Raffaele Arturo weiß. „Digitale<br />
Anwendungen führen etwa dazu, dass sich die<br />
Berufsbilder anpassen müssen, nicht notwendigerweise<br />
zu zusätzlichen Jobs“, so der Agenturchef.<br />
„Online- und Social-Media-Experten stehen derzeit<br />
hoch im Kurs“, pflichtet Barbara Posch bei.<br />
„Insbesondere von jungen Werbern wird erwartet,<br />
dass sie einen integrierten Kommunikationsplan<br />
entwickeln können.“ Tatsächlich wird der Umgang<br />
mit digitalen Medien bereits vorausgesetzt. Ob die<br />
neue Werber-Generation durch das Aufwachsen<br />
in der Informationsgesellschaft Vorteile gegenüber<br />
erfahreneren Mitarbeitern hat, sei jedoch dahingestellt.<br />
Um in der Branche bestehen zu können, ist<br />
Weiterbildung und die Verfolgung aktueller Trends<br />
ohnehin ein Muss.<br />
Mehr Stellenangebote<br />
Auch die Wirtschaftskrise birgt sowohl Chancen als<br />
auch Risiken für Einsteiger. So besteht laut Krumpel<br />
etwa die Gefahr, sich aufgrund der Budgetknappheit<br />
unter dem Wert zu verkaufen oder gar in die<br />
Versuchung zu kommen, nahezu gratis zu arbeiten.<br />
Das relativ niedrige Bezahlungsniveau kann jedoch<br />
auch als Chance für den Berufseinstieg gesehen<br />
werden, da das Budget der Agenturen begrenzt ist.<br />
Die möglichen Betätigungsfelder für die Kommunikationsbranche<br />
werden außerdem erweitert, denn<br />
gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten steigt das<br />
Bedürfnis der Unternehmen nach Imagepflege. Ob<br />
sie dieses auch wahrnehmen, ist hingegen fraglich.<br />
Barbara Posch von der Werbe Akademie beobachtet<br />
jedoch eine „deutlich steigende Anzahl von Stellenangeboten<br />
für unsere Absolventen“.<br />
Gemeinsam statt einsam<br />
Hat man erst einmal in der Branche Fuß gefasst,<br />
ist das Knüpfen von Beziehungen, auch Networking<br />
genannt, entscheidend. Als wesentliches Element<br />
der Kommunikation ist in der Branche ohne<br />
Beziehungen kein Vorankommen. „Ich sage immer<br />
zu meinen Studierenden: Nützen Sie das Netzwerk<br />
an der FH, sowohl mit Lehrenden als auch mit Kollegen<br />
– das kann später von enormer Bedeutung<br />
sein“, erzählt Sieglinde Martin.<br />
Auch Georgsdorf, der noch am Anfang seiner<br />
42<br />
„Nur geteiltes Wissen vermehrt sich<br />
und begünstigt damit die permanente<br />
Weiterentwicklung“<br />
Klement Cabana<br />
Projektleiter und Vorstandsmitglied<br />
Österreichische Marketinggesellschaft<br />
Karriere steht, sieht das ähnlich: „Es gibt viele<br />
Fachveranstaltungen, auch für die Jugend, wo man<br />
interessante Leute kennenlernt, mit denen man sich<br />
austauschen kann.“ Jungen Werbern empfiehlt er<br />
das adforum oder den Dialog Marketing Verband<br />
(DMVÖ unplugged) als Anknüpfungspunkte. „Gemeinsam<br />
statt einsam“ lautet die Devise des neuen<br />
Werbezeitalters. Die sogenannte Ellenbogentechnik<br />
ist hingegen schon lange nicht mehr gefragt. Dazu<br />
meint Krumpel: „Mein Rat: Forget it.“ In Agenturen<br />
mit ihrem intensiven Arbeitsklima sei Ellenbogentechnik<br />
denkbar fehl am Platz. „Es ist wesentlich<br />
besser, die Ellbogen zum Aufstützen zu verwenden<br />
und stattdessen das Köpfchen einzusetzen“, betont<br />
der Kommunikationsfachmann.<br />
Vernetzung durch Bildung<br />
Dass Networking in der Werbebranche ein zentraler<br />
Wert ist, zeigt auch die Österreichische<br />
Marketinggesellschaft (ÖMG) mit ihrem zu Beginn<br />
des Jahres ins Leben gerufenen Mentoring-<br />
Programm „next generation mentoring“. Die<br />
ÖMG agiert als Wissens-, Bildungs- und Kompetenzplattform,<br />
durch die Marketingwissen von<br />
Profis an neue Marketing-Generationen weitergegeben<br />
wird. Die zentrale These: Bildung ist ein<br />
notwendiges Kriterium zur sozialen Vernetzung.<br />
„Eine Gesellschaft, die zur Selbstoptimierung<br />
drängt, Karriere und Einkommen statt Selbstverwirklichung<br />
und idealistische Gesellschaftsutopien<br />
in den Vordergrund stellt, benötigt Bildung<br />
zur sozialen Vernetzung. Denn nur geteiltes<br />
Wissen vermehrt sich und begünstigt damit die<br />
permanente Weiterentwicklung“, sagt Klement<br />
Cabana, Projektleiter und Vorstandsmitglied der<br />
ÖMG. Frei nach Benjamin Franklins berühmtem<br />
Satz „Tell me and I forget, teach me and I remember,<br />
involve me and I learn“ begleiten acht<br />
erfahrene Mentoren aus der Branche ihre Mentees<br />
rund ein Jahr lang in ihrer persönlichen und<br />
beruflichen Entwicklung und setzen ihre Führungs-<br />
und Sozialkompetenz dazu ein, um ihre<br />
Schützlinge bestmöglich zu führen und zu fördern.
Lernen von den Profis: Erfahrene Mentoren unterstützen Mentees bei der beruflichen Weiterentwicklung<br />
Wissenstransfer<br />
Der dadurch entstehende Wissenstransfer soll im<br />
besten Fall nicht nur zu Mitarbeitern führen, die<br />
unternehmerisch mitwissen, mitdenken, mithandeln<br />
und mitverantworten, sondern wird auch für<br />
die Unternehmen zu einem identitätsbildenden<br />
Faktor. „Unternehmen sind wieder verstärkt gezwungen,<br />
explizit zu zeigen, was sie von anderen<br />
unterscheidet, und verankern dabei Bildung als<br />
wichtigen Baustein für die Arbeitgeberattraktivität,<br />
um die Besten der Passenden zu ermitteln und<br />
an das Unternehmen zu binden“, gibt Klement<br />
Cabana Einblick in das Mentoring-Konzept der<br />
ÖMG. Beim Mentoring geht es also auch darum,<br />
das vorhandene intellektuelle Kapital neben den<br />
klassischen Produktionsfaktoren als zentrales strate-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
gisches Thema zu positionieren. Bildung und Wissenstransfer<br />
werden so integrativer Bestandteil des<br />
betriebswirtschaftlichen Gestaltungsprozesses. Für<br />
die Mentees bringt dieser Ansatz viel, nämlich die<br />
Chance, sich durch die Unterstützung des Mentors<br />
schnell und erfolgreich im beruflichen Umfeld weiterzuentwickeln.<br />
Potenzielle Mentees der ÖMG sind unter 30 Jahre<br />
alt, haben ein aufrechtes Beschäftigungsverhältnis,<br />
bekleiden aber keine Führungsposition und verfügen<br />
über kein abgeschlossenes Universitätsstudium.<br />
Die Anwärter werden von einer Jury, die aus Mentoren<br />
und Vorständen der ÖMG zusammengesetzt<br />
ist, ausgewählt. Kosten fallen für die Mentees nicht<br />
an!<br />
Info: www.marketinggesellschaft.at<br />
43
Tipps für den Start I Wichtige Partner I Berufe in der <strong>Werbung</strong> I Jobprofile I Briefing<br />
Praxis<br />
44
04<br />
Tipps für den Start<br />
Der Gang in die Selbstständigkeit ist vor allem für<br />
viele Kreative eine attraktive Option. Können sie<br />
doch so ein hohes Maß an Unabhängigkeit bewahren<br />
und Ideen oft deutlich schneller umsetzen<br />
als in einem großen Unternehmen. Doch das<br />
Chefsein hat auch seine Tücken und es ist vor allem<br />
eines: einsam. 65 Prozent aller Unternehmen<br />
im Bereich <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
in Österreich sind Ein-Personen-Unternehmen<br />
(EPUs). Insgesamt waren mit Ende 2010 55,6 Prozent<br />
der gesamten aktiven Wirtschaftskammer-<br />
Mitglieder Ein-Personen-Unternehmen.<br />
Positionierung wichtig<br />
Gerade in der Werbebranche tragen die Ein-Personen-Unternehmen<br />
mit ihrer Kreativität aber<br />
viel zu Österreichs Wirtschaft bei. Grafiker, Werbetexter<br />
oder PR-Berater können gerade als EPUs<br />
ihre Kreativität oft besser umsetzen als in einem<br />
Dienstverhältnis. Doch nicht jeder eignet sich auch<br />
mit ausreichender fachlicher Qualifikation für die<br />
Selbstständigkeit. Worauf sollten also angehende<br />
EPUs im Besonderen achten und welche Eigenschaften<br />
benötigen sie, damit die Unternehmensgründung<br />
auch ein Erfolg wird?<br />
„Die Positionierung ist für EPUs entscheidend“,<br />
sagt Birgit Kraft-Kinz, Geschäftsführerin bei<br />
KRAFTKINZ, dem Strategieberater im Bereich<br />
der Kommunikation. Wichtig ist es also, schon vor<br />
Beginn der Geschäftstätigkeit Klarheit über die<br />
eigenen Stärken und die Ziele des Unternehmens<br />
zu haben. Warum soll der potenzielle neue Kunde<br />
gerade mit Ihnen als Neugründer ins Geschäft<br />
kommen? Für Birgit Kraft-Kinz müssen alle Bemühungen<br />
zu einer eindeutigen Erleichterung der<br />
Kaufentscheidung für den Kunden führen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Die Unternehmensgründung erfordert<br />
eine Vielzahl reiflicher Überlegungen.<br />
Mit den richtigen Tipps zu Manage-<br />
ment, Institutionen, Berufen und Brie-<br />
fing fällt der Start ins Geschäftsleben<br />
aber in jedem Fall leichter.<br />
So sehr auch rationale Argumente für eine Unternehmensgründung<br />
ausschlaggebend sind, geht<br />
es aber nicht ohne eine Portion Leidenschaft und<br />
Gefühl. Rudi Kobza, CEO bei Lowe GGK, bringt<br />
es auf den Punkt: „Man benötigt Leidenschaft<br />
und eine Vision, gepaart mit Kultur! Der Rest ist<br />
Buchhaltung.“ Neuen, jungen Ein-Personen-Unternehmen<br />
empfiehlt er: „Gestaltet, baut auf und<br />
manifestiert eure Träume. Vieles geht.“ Diese motivierenden<br />
Töne können junge Unternehmer gut<br />
brauchen, denn der Weg in die Selbstständigkeit<br />
ist alles andere als einfach.<br />
Ständig am Ball bleiben<br />
Gerade Ein-Personen-Unternehmen stehen unter<br />
einem besonderen Druck, denn niemand wird<br />
ihnen Arbeit abnehmen oder gar für sie werben.<br />
Noch mehr als größere Firmen müssen allein<br />
agierende Unternehmer ständig am Ball bleiben.<br />
Wichtig ist es, den „Erfahrungsaustausch innerhalb<br />
der Branche zu suchen und die Kontakte<br />
und das Netzwerk zu pflegen. Man gerät schnell in<br />
Vergessenheit, wenn man nicht auch für sich selbst<br />
<strong>Werbung</strong> und Kommunikation macht“, sagt Birgit<br />
Kraft-Kinz.<br />
Gegen die drohende Vereinsamung der EPUs empfiehlt<br />
Rudi Kobza Bürogemeinschaften. „EPUs fühlen<br />
sich oft alleine in puncto Austausch, Motivation<br />
und Teilen der Begeisterung. Alleine deswegen sind<br />
Bürogemeinschaften mehr als sinnvoll.“<br />
Unternehmer-Eigenschaften<br />
Für Cindy Luisser, Geschäftsführerin der Marketing-<br />
und Kommunikationsagentur com::con,<br />
haben EPUs „die größte Chance, wenn sie eine<br />
Nische besetzen bzw. Experten in einem Bereich<br />
45
sind und/oder über ein gutes Netzwerk verfügen.“<br />
Hierbei spielen Kooperationen und Empfehlungen<br />
eine besondere Rolle. Luisser ist bereits seit<br />
sieben Jahren Einzelunternehmerin, den Schritt<br />
in die Selbstständigkeit hat sie nie bereut. Selbst<br />
wenn für sie zu Beginn auch die Vereinbarkeit von<br />
Familie und Beruf ausschlaggebend war, ist für die<br />
Quereinsteigerin klar: „Man muss ein Unternehmertyp<br />
sein.“<br />
Unternehmer benötigen eine Vielzahl von Eigenschaften,<br />
die weit über die fachliche Qualifikation<br />
hinausgehen. Einerseits ist Kompetenz gefragt,<br />
aber auch Visionen sind zur Realisierung einer<br />
Geschäftsidee von Vorteil. Cindy Luisser bringt<br />
Kraft ihrer Erfahrung die Top-Unternehmereigenschaften<br />
auf den Punkt: Durchhaltevermögen,<br />
Zielstrebigkeit, Wirtschaftsverständnis, Networkingfähigkeiten,<br />
Prioritäten setzen können,<br />
Präsenz und Optimismus. Hartnäckigkeit und<br />
Durchhaltevermögen sind auch für Birgit Kraft-<br />
Kinz entscheidene Eigenschaften als Unternehmerin.<br />
Ihrer Erfahrung nach hat aber auch die<br />
Fähigkeit, zuhören und im Sinne des Kunden<br />
denken zu können, ebensolches Gewicht.<br />
Recherche und Outsourcing<br />
Sind einmal die Würfel für die Unternehmensgründung<br />
gefallen, warten eine Vielzahl von<br />
Vorarbeiten auf die Neugründer. Wichtig ist zu<br />
Beginn die gründliche Rechereche sowie die Einplanung<br />
von ausreichend Vorlaufzeit. Aber auch<br />
die Inanspruchnahme der zahlreichen Unterstützungen<br />
spielt eine Rolle. „Es gibt von vielen Seiten<br />
hervorragende Unterstützung wie zum Beispiel<br />
von der Wirtschaftskammer, aber auch von anderen<br />
Organisationen“, weiß Birgit Kraft-Kinz.<br />
Generell sollten sich Neugründer Rat von Erfahrenen<br />
holen. Promotoren, Mediatoren, Kooperationen<br />
und ein gut funktionierendes Netzwerk<br />
sind für jeden Neugründer Gold wert. Damit es zu<br />
keinen unangenehmen Überraschungen kommen<br />
kann, empiehlt Cindy Luisser außerdem dringend,<br />
vor dem Start alle möglichen Szenarien durchzuspielen.<br />
„Es kommt meistens anders, als man<br />
denkt, aber man ist dann flexibler.“ Aber auch ein<br />
konsequentes Outsourcing ist hilfreich. „Tätigkei-<br />
46<br />
„Mit einem guten Netzwerk an Partnern<br />
kann man sich besser auf die<br />
eigenen Stärken konzentrieren“<br />
Elke Zellinger MSc<br />
Geschäftsführerin Ultramarin<br />
ten, die selbst nicht in die Kernkompetenz fallen,<br />
sollte man outsourcen“, sagt Luisser. „So bleiben<br />
Ressourcen für das Wesentliche.“<br />
Gegen das Scheitern hilft es auch, schon vor dem<br />
eigentlichen Start einen Kunden zu haben. Das rät<br />
jedenfalls Rudi Kobza. „Das erinnert ein bisschen<br />
an Henne und Ei, trotzdem scheitern viele im<br />
ersten Jahr. Die monatliche Burnrate ist schnell zu<br />
hoch.“<br />
Partner: Ja oder nein?<br />
Als Unternehmer braucht man aber nicht nur<br />
Kunden, sondern oft auch Partner. Lohnt sich also<br />
die Zweisamkeit? Birgit Kraft-Kinz empfiehlt ein<br />
Netzwerk und keine direkte Partnerschaft: „Partnerschaft<br />
ist nicht nur in Ehen zeitaufwändig.“<br />
Auch für Rudi Kobza gilt: „There ist just one<br />
captain on the boat. Partnerschaften funktionieren<br />
nur dann perfekt, wenn die Aufgaben und<br />
Verantwortlichkeiten glasklar geregelt sind.“ Für<br />
Cindy Luisser hängt die Entscheidung für oder<br />
gegen eine Partnerschaft ganz klar vom Businessmodell<br />
ab. „Ich denke, hier gibt es kein Besser oder<br />
Schlechter.“<br />
Praxis-Tipps für den Start<br />
In der Euphorie einer Neugründung kommt neben<br />
der eigentlichen Arbeit das Management des<br />
eigenen Unternehmens oft zu kurz. Viele Fehler<br />
lassen sich aber von Beginn an vermeiden, wenn<br />
einige Regeln beachtet werden. Folgende Tipps<br />
können Neugründern den Einstieg in den Markt<br />
erleichtern:<br />
Bedenken Sie, dass auch in der Nische (Spezialagentur<br />
mit spezifischen Kompetenzen) eine<br />
Menge Potenzial schlummert.<br />
Machen Sie sich ein Bild von Ihren unmittelbaren<br />
Mitbewerbern! Lernen Sie davon, überlegen<br />
Sie sich aber auch, wie Sie sich gezielt abheben<br />
können.<br />
Bedenken Sie, dass Ihr Unternehmen eine<br />
Marke ist. Versuchen Sie von Beginn an, ein<br />
eigenständiges, unverwechselbares Profil (USP)<br />
herauszuarbeiten.<br />
Vergessen Sie nicht auf PR in eigener Sache:<br />
Informieren Sie die Fachpresse über die Grün-
dung Ihres Unternehmens, Personalia, gewonnene<br />
Etats, Kreativ- und Effizienz-Awards. Aber<br />
versenden Sie PR nur, wenn Sie wirklich etwas<br />
zu sagen haben!<br />
Sammeln Sie Fachpresseartikel über Ihre eigene<br />
Agentur und über Ihre Mitbewerber.<br />
Reichen Sie Arbeiten bei Kreativ- und Effizienz-<br />
Awards ein, wenn Sie überzeugt sind, dass Sie<br />
eine reelle Chance auf einen Preis haben. Die<br />
(oft hohen) Einreichkosten sind eine sinnvolle<br />
Investition.<br />
Gehen Sie zu Beginn sparsam mit Ihren finanziellen<br />
Ressourcen um und überlegen Sie, ob eine<br />
Investition wirklich sinnvoll ist.<br />
Seien Sie besonders anfangs nicht zu risikofreudig!<br />
Prüfen Sie die Bonität Ihrer (vor allem) kleineren<br />
Kunden! Sie können sich zu Beginn keine Forderungsausfälle<br />
leisten.<br />
Eine Bankverbindung bei einer namhaften Bank<br />
mit einem kompetenten Berater ist Gold wert.<br />
Überlegen Sie sich, ob die Hereinnahme eines<br />
kompetenten Partners nicht sinnvoller ist als das<br />
Einzelkämpferdasein.<br />
Bauen Sie Netzwerke auf und aus. Besuchen Sie<br />
laufend Fachveranstaltungen, die Ihren Horizont<br />
erweitern können.<br />
Lesen Sie Fachpublikationen und bleiben Sie<br />
über die Online-Dienste der Fachpresse stets auf<br />
dem Laufenden.<br />
Mieten Sie zu Beginn kein zu großes, aber auch<br />
kein zu kleines Objekt an: Ein Umzug innerhalb<br />
der ersten Monate lähmt den eigentlichen Betrieb<br />
für einige Tage oder Wochen, ein zu großes<br />
Objekt verursacht unnötig hohe Kosten.<br />
Gehen Sie bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter<br />
sorgsam um: Gerade zu Beginn können Sie sich<br />
ein Vorgehen nach dem Prinzip „Trial and Error“<br />
nicht leisten. Legen Sie Wert auf die fachliche<br />
Kompetenz sowie auch auf gute Umgangsformen,<br />
angemessenes Auftreten und den Ruf,<br />
der Ihren neuen Mitarbeitern vorauseilt.<br />
Reagieren Sie auf Ihren ersten größeren Etatgewinn/Auftrag<br />
nicht mit allzu viel Euphorie.<br />
Seien Sie behutsam beim Einstellen von Angestellten<br />
(Lohnnebenkosten!).<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Die Förderung junger Kreativer<br />
geschieht durch gezielte<br />
Vernetzungsarbeit“<br />
Mag. Anja Hasenlechner<br />
Geschäftsführerin hasenlechner – artconsult<br />
Bedenken Sie, dass jeder Auftrag nicht nur die<br />
laufenden Kosten (Miete, Strom etc.) und die<br />
Kosten für Mitarbeiter abdecken muss, sondern<br />
auch den Unternehmerlohn.<br />
Sehen Sie sich rechtzeitig nach einem guten und<br />
in Ihrem Feld kompetenten Steuerberater um!<br />
Scheuen Sie allzu hohe Kredite.<br />
Bedenken Sie, dass Sie vor allem in den ersten<br />
Wochen/Monaten wenig Freizeit haben werden.<br />
Hüten Sie sich zu Beginn vor allzu großzügigen<br />
Privatentnahmen. Und bedenken Sie, dass<br />
Sie von den Einnahmen neben den laufenden<br />
Kosten auch Steuern (Umsatz-, Körperschafts-<br />
und Einkommensteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge<br />
entrichten müssen.<br />
Konsultieren Sie Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation und nützen Sie andere<br />
Beratungsstellen: Guter Rat muss nicht immer<br />
teuer sein!<br />
Businessplan wichtig<br />
Nicht nur hilfreich, sondern absolut notwendig ist<br />
die Erstellung eines detaillierten Business- oder<br />
Geschäftsplans. Egal welche Idee Sie mit Ihrem<br />
eigenen Unternehmen verwirklichen möchten, Sie<br />
brauchen genaue Aufstellungen und Argumente<br />
Ihres Vorhabens.<br />
Regie führen<br />
Gehen Sie davon aus, dass Sie der Kapitän an<br />
Bord oder zumindest ein wichtiger Partner in Ihrem<br />
Unternehmen sein werden. Sie werden daher<br />
nicht nur Ihr eigenes Geld, sondern wahrscheinlich<br />
einen Teil Ihrer Freizeit in Ihre Firma stecken<br />
<strong>INFO</strong><br />
Konsultieren Sie bei Fragen und Unklarheiten Ihre <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation und nützen<br />
Sie auch andere Beratungsstellen von Institutionen,<br />
Bund und Ländern.<br />
Denn guter Rat muss nicht immer teuer sein – oft ist er<br />
sogar kostenlos!<br />
47<br />
Foto: Udo Titz
48<br />
„Das Wichtigste für EPUs ist eine<br />
realistische Einschätzung der eigenen<br />
Möglichkeiten und Fähigkeiten“<br />
André Felker MBA<br />
Sieben Marketing- und<br />
Kommunikationsberatungs GmbH<br />
müssen. Daher sollten Sie bereits im Vorfeld der<br />
Gründung die Chance wahrnehmen, mit einem<br />
detaillierten Business- oder Geschäftsplan mögliche<br />
Risiken zu vermindern und potenzielle Fallen<br />
aufzuspüren. Die Inhalte eines solchen Plans<br />
benötigen Sie zum Beispiel bei Kapitalgebern wie<br />
Investoren, Banken und Förderstellen, bei denen<br />
Sie auf Finanzierungsmittel hoffen. Gleichzeitig ist<br />
Ihr Businessplan für Ihre Idee das wichtigste Kommunikationsinstrument<br />
nach außen.<br />
Denn eine gute Idee alleine ist noch lange nicht<br />
ausreichend für eine gute Unternehmung. Ihre<br />
potenziellen Geschäftspartner möchten konkrete<br />
Ziele und keine Luftschlösser vor Augen haben.<br />
Aber auch für ein bestehendes Unternehmen ist<br />
dieses Dokument sinnvoll, wenn es zum Beispiel<br />
eine Geschäftserweiterung oder eine Kooperation<br />
mit einem anderen Unternehmen plant oder eine<br />
Übernahme beziehungsweise Übergabe im Raum<br />
steht.<br />
Die Firma i2b („ideas to business“) erstellt Unternehmenskonzepte<br />
und hat es sich zum Ziel gesetzt,<br />
mit professionellen Anweisungen aus Ihrem<br />
Businessplan eine Folge von Regieanweisungen<br />
für die einzelnen Schritte Ihres Unternehmens zu<br />
machen. Betrachten Sie die Vorschläge von i2b<br />
Wichtige Fragen<br />
Welche grundsätzlichen Chancen und Risiken<br />
bestehen für Ihr Geschäftsvorhaben?<br />
Gibt es eine detaillierte SWOT-Analyse<br />
(Stärken-, Schwächen-, Chancen-, Gefahrenanalyse)?<br />
Welche Maßnahmen sind geplant, um die<br />
aufgezeigten Risiken einzuschränken<br />
(Innovations- beziehungsweise Risikomanagement)?<br />
Inwieweit können Sie durch Anpassung Ihrer Pläne<br />
diese Auswirkungen (im Falle von Risiken)<br />
begrenzen oder (im Falle von Chancen) nützen?<br />
Wie wird im günstigsten und im ungünstigsten<br />
Szenario Ihre Planung für die nächsten<br />
vier bis fünf Geschäftsjahre aussehen?<br />
als solche und verwirklichen Sie damit Ihr eigenes<br />
Drehbuch Schritt für Schritt.<br />
Andere überzeugen<br />
Um andere zu überzeugen, müssen Sie in der Lage<br />
sein, potenzielle Abnehmer bzw. Kunden für Ihr<br />
Produkt oder Ihre Dienstleistung zu begeis tern.<br />
Das erreichen Sie nur, wenn Sie jede einzelne der<br />
folgenden Eigenschaften klar und verständlich<br />
formulieren können:<br />
Kundennutzen: Sie bieten DIE Lösung für ein<br />
(mögliches) Problem des Kunden, der Nutzen<br />
muss allerdings „messbar“ sein.<br />
Innovation: Sie bieten etwas völlig Neues, Neuartiges,<br />
Anderes, also die NEUE Lösung im Vergleich<br />
zu jenen, die bisher auf dem Markt sind.<br />
Markt: Dieser sollte groß genug sein, damit eine<br />
genügend große Menge an Menschen bzw. Unternehmen<br />
das Problem hat, welches Sie lösen<br />
könnten.<br />
Umsetzung: Sie müssen Ihre Lösung in einem<br />
Unternehmen durchsetzen können.<br />
Profitabilität: Einnahmen minus Ausgaben<br />
müssen am Ende ein Plus ergeben.<br />
Businessplan erstellen<br />
Es gibt keinen „Masterplan“ für die Erstellung eines<br />
Geschäftsplans. Dennoch sollten Sie einige wesentliche<br />
Punkte beachten, um potenzielle Partner<br />
und Investoren zu überzeugen. Zum Beispiel die<br />
Geschichte Ihres Unternehmens: Was steckt hinter<br />
Ihrer Geschäftsidee, was waren die Beweggründe<br />
dafür? Was gibt es über Ihr Unternehmen zu sagen?<br />
Handeln Sie aus Überzeugung? Verfügen Sie<br />
über die notwendigen Eigenschaften und Befähigungen?<br />
Wie hat sich Ihr Unternehmen, sofern es<br />
bereits besteht, bisher entwickelt?<br />
Auch sollten Sie in Ihrem Plan aufzeigen können,<br />
warum der Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen<br />
sollte. Haben Sie eine besonders innovative Idee?<br />
Was unterscheidet Ihre Art der Dienstleistung von<br />
anderen? Wie wird sich Ihre Kommunikationsagentur<br />
von anderen Agenturen unterscheiden?<br />
Was ist neu? Warum braucht der Markt gerade<br />
Sie? Wenn es um innovative Geschäftsideen geht,<br />
ist vorab zu klären, ob es für diese überhaupt einen
Markt gibt. Menschen sind bereit, für bestimmte<br />
Bedürfnisse Geld auszugeben – und dieser Nutzen<br />
muss messbar dargestellt werden.<br />
Dabei ist die USP (Unique Selling Proposition<br />
– „Alleinstellungsmerkmal“), also die Differenzierung<br />
Ihrer Dienstleistung von den Dienstleistungen<br />
Ihrer Mitbewerber wesentlich. Inwieweit<br />
bieten Sie etwas Einzigartiges beziehungsweise<br />
Besonderes an? Weshalb soll ein Kunde sein Geld<br />
ausgerechnet bei Ihnen ausgeben? Diese Differenzierung<br />
muss eindeutig und glaubhaft sein, sie<br />
muss klar beweisbar dargestellt werden. Nur wenn<br />
die Differenzierung stimmt, gibt es auch einen logischen<br />
Grund, weshalb Kunden zu Ihnen kommen<br />
sollen und nicht zu Ihren Mitbewerbern.<br />
Wenn Ihre Dienstleistung nicht innovativ genug<br />
ist oder Ihnen aus anderen Gründen Zweifel kommen,<br />
sollten Sie Ihren Schritt noch einmal überdenken<br />
beziehungsweise Ihren Plan in eine andere<br />
Richtung gehend überarbeiten. Wenn Ihre Idee<br />
bereits von genügend anderen Marktteilnehmern<br />
angeboten wird, weshalb sollte man dann ausgerechnet<br />
auf Ihre Agentur warten? Bedenken Sie<br />
aber, bevor Sie jetzt Ihr Konzept zum Opfer der<br />
Mülltonne machen wollen, dass nicht unbedingt<br />
die angebotene Dienstleistung selbst neu sein<br />
muss, sondern auch etwa das Marketing für diese<br />
neuartig sein kann. Und darin sind Sie ja mit hoher<br />
Wahrscheinlichkeit Profi!<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„EPUs können vor allem in den Bereichen<br />
Marketingberatung, Social<br />
Media und ganzheitliche Markenentwicklung<br />
punkten“<br />
Albert Essenther<br />
EURO RSCG Vienna GmbH<br />
Tipps für den perfekten Businessplan<br />
Nur wenn Sie selbst von Ihrer Geschäftsidee<br />
überzeugt sind, können Sie das auch an potenzielle<br />
Partner vermitteln.<br />
Erstellen Sie Ihren Businessplan bereits für die<br />
nächsten drei bis fünf Jahre. Im ersten Jahr sollten<br />
Sie unbedingt jeden einzelnen Monat planen, die<br />
restlichen Jahre können auf Jahresbasis beruhen.<br />
Der Markt als Risiko und Chance<br />
Bei Ihrer Entscheidung spielt der Markt eine wesentliche<br />
Rolle. Informieren Sie sich genau über<br />
Chancen und Risiken sowie über potenzielle Mitbewerber<br />
in Ihrer Branche. Hilfreich sind dabei<br />
die Marktgröße und die Beschreibung Ihrer Zielkunden:<br />
Wie groß ist der Markt für Ihre Dienstleistung? Erkundigen<br />
Sie sich zum Beispiel bei der Wirtschaftskammer<br />
Österreich (www.wko.at) oder bei einer<br />
der zahlreichen Institutionen, die auf <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation spezialisiert sind. Denn<br />
nur wenn ein Markt groß genug ist, macht es Sinn,<br />
Ihre Idee in einem Unternehmen umzusetzen.<br />
Hilfreiche Informationen über den Markt bekommen<br />
Sie durch die Wirtschaftskammern,<br />
Statistische Ämter, Banken und das Internet.<br />
Diese Quellen machen es Ihnen auch möglich,<br />
An nahmen über die Struktur Ihrer Zielkundengruppen<br />
zu treffen und darzustellen.<br />
Links:<br />
www.gruenderservice.at<br />
http://wko.at<br />
www.berufskompass.at/gruendereignung<br />
www.i2b.at<br />
Je einfacher Sie Ihre Idee beschreiben können,<br />
desto attraktiver werden Geldgeber, Kunden,<br />
Lieferanten und Mitarbeiter diese finden.<br />
Im Endeffekt ist ein Kunde nur bereit, Geld auszugeben,<br />
wenn es am Ende eine „Win-Win-Situation“<br />
gibt. Das heißt, nicht nur der Unternehmer, sondern<br />
vor allem der Kunde muss ein Gewinner sein.<br />
49
Creation of Value<br />
Sie ist die inoffizielle Währung der Werbebranche<br />
und wird doch oftmals stiefmütterlich behandelt:<br />
die Kreation. Welchen Wert Ideen tatsächlich haben,<br />
wird von Auftraggebern und Agenturen im<br />
Angesicht ständigen Wandels gerne vergessen.<br />
Gerade deshalb feiert die Kreation dieser Tage ein<br />
Revival – und rückt wieder in den Mittelpunkt der<br />
Aufmerksamkeit.<br />
Conditio sine qua non<br />
Neue Medien, Informationsüberlastung und<br />
geringere Aufmerksamkeitsspannen – Herausforderungen,<br />
denen Werber heutzutage nur gewachsen<br />
sind, indem sie sich die Kreativität zunutze<br />
machen und das Produkt möglichst integriert<br />
kommunizieren. Der Bereich der Kreation wird<br />
damit zur „Conditio sine qua non“, der Bedingung<br />
und Voraussetzung für die Werbewirtschaft.<br />
Doch wie kreativ können Werbeagenturen im<br />
Lichte von Zeit- und Leistungsdruck überhaupt<br />
sein? „Das ist eine Frage der Philosophie“, meint<br />
Peter Hofer, Geschäftsführer der Werbeagentur<br />
ideenwerk. Langfristig gesehen müsse man sich als<br />
Agentur die Zeit für Ideenfindung unbedingt nehmen,<br />
denn „Blut, Schweiß und Tränen gehören<br />
nun mal zu unserem Handwerk“, so Hofer.<br />
Auf Kosten der Kreativität<br />
Dieser Aufwand werde vor allem von Seiten der<br />
Auftraggeber zu wenig gewürdigt, meint der<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer. Gerade die „Unkultur<br />
der Gratispräsentationen“ mindere laut Michael<br />
Himmer, Obmann der <strong>Fachgruppe</strong> der WKO,<br />
den Wert von Kreativleistungen. Nach wie vor ist<br />
es in der Werbebranche gang und gäbe, sich vor<br />
der Auftragsvergabe mehrere ausgefeilte Konzepte<br />
präsentieren zu lassen – wobei der Großteil<br />
der Agenturen später leer ausgeht. Der durch den<br />
Wettbewerb verursachte Zwang zu kostenlosen<br />
Pitches und das damit verbundene Risiko haben<br />
in den letzten Jahren zu einem erschütterten Vertrauensverhältnis<br />
zwischen Werbeagenturen und<br />
Auftraggebern geführt. ideenwerk-Chef Peter<br />
Hofer weiß aus eigener Erfahrung, dass Geschäftsbeziehungen<br />
meist von kurzer Dauer sind, wenn<br />
50<br />
Unternehmen proaktives Verhalten einfordern.<br />
Für Hofer ist die Entlohnung von Präsentationen<br />
„eine reine Frage der Wertschätzung“. Grundsätzlich<br />
könne man relativ früh feststellen, welche Einstellung<br />
das Gegenüber zum Wert von Ideen habe.<br />
„Es ist höchst an der Zeit, Kreativleistungen von<br />
Werbern bei Pitches ordentlich und professionell<br />
zu honorieren“, befindet auch Himmer. Zu diesem<br />
Zweck hat die <strong>Fachgruppe</strong> bereits einige Projekte<br />
in die Wege geleitet, so etwa die Online-Initiative<br />
„Gegen Schwarze Schafe“. Mit ihrer Hilfe sollen<br />
unter anderem Unternehmen, die Gratispräsentationen<br />
einfordern, enttarnt werden.<br />
Unbezahlbar wertvoll<br />
Als zentral gestaltet sich folglich die Frage: Wie bemisst<br />
man den Wert von Ideen? „Eine Gretchenfrage“,<br />
wie Hofer meint. Tatsächlich scheiden sich<br />
hierbei die Geister. Während manche behaupten,<br />
man brauche nur einen guten Einfall, um erfolgreich<br />
zu sein, weisen andere Stimmen auf die<br />
Wichtigkeit der Ausführung hin. Denn was bringt<br />
eine gute Idee ohne mögliche Umsetzung? Die<br />
Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, oder,<br />
wie Hofer salopp bemerkt: „Wie viel ist Sterben<br />
ohne Leben wert?“ Fakt ist, die Kreation ist das
Herzstück jeder Agentur, denn ohne sie gäbe es<br />
keine <strong>Werbung</strong>. Im ideenwerk wird der Kreativität<br />
daher ein besonderer Stellenwert zugeschrieben.<br />
„Eine wirklich gute Idee ist quasi unbezahlbar“,<br />
bestätigt der Geschäftsführer. Dies wird besonders<br />
klar, wenn man sich vor Augen hält, dass auch der<br />
Wert einer Agentur selbst in Kreativität gemessen<br />
wird. Wie man einen guten Einfall erkenne? Jedenfalls<br />
müsse er Relevanz für Zielgruppe, Markt und<br />
Produkt haben. Das Pricing gestaltet sich dementsprechend<br />
schwierig. „Man kann nicht einfach<br />
sagen, ob eine bestimmte Idee nun zehn oder hundert<br />
Euro kosten soll“, erklärt Hofer. Gelöst werde<br />
das Problem beispielsweise mit internen Preislisten,<br />
die immer neu bewertet würden.<br />
Talentierte Experten<br />
Unbestreitbar ist die Arbeit, die tagtäglich in die<br />
Entwicklung kreativer Vorschläge investiert wird.<br />
Vom Creative Director bis hin zum Grafiker wird<br />
fachmännisch daran gefeilt, Produkte neuartig zu<br />
präsentieren. Zunehmend werden auch Software<br />
Designer aufgrund neuer technologischer Anforderungen<br />
an die Kommunikation in den agenturinternen<br />
Arbeitsprozess eingebunden. Der Erfolg<br />
wird jedoch nicht nur von Fachwissen bestimmt.<br />
„In erster Linie steckt in Kreation Intuition, Inspiration<br />
und Talent. Expertenwissen ist ein Hygienefaktor“,<br />
erklärt Hofer. Ähnlich verhält es sich mit<br />
der Förderung eines angenehmen und anregenden<br />
Arbeitsumfelds. Schließlich ist es das Zusammenspiel<br />
von Wissen um aktuelle Trends und dem Mut<br />
zur bestmöglichen Umsetzung, das die Spreu vom<br />
Weizen trennt.<br />
Mut zur Neugier<br />
Die Kommunikationslandschaft hat sich in den<br />
letzten Jahren fundamental gewandelt: Smartphones<br />
und Tablet-PCs sorgen für den Zugriff<br />
auf Information und Unterhaltung – jederzeit und<br />
überall. HTML5 lässt unterschiedliche Web-Standards<br />
künftig verschmelzen. Social Media vernetzen<br />
Menschen über Landesgrenzen hinweg. Dies<br />
sind nur einige Trends, die das Konsumenten- und<br />
Rezipientenverhalten massiv beeinflussen. „Die<br />
neuen Kommunikationstechnologien eröffnen ein<br />
52<br />
„Eine wirklich gute Idee ist quasi<br />
unbezahlbar“<br />
Peter Hofer<br />
Geschäftsführer ideenwerk<br />
wunderbares Spielfeld, sozusagen Möglichkeiten,<br />
um neue kleine Räder zu erfinden“, betont Hofer<br />
die Wichtigkeit der Nutzung neuer Medien. Bedingt<br />
durch den rapiden technischen Wandel<br />
und dessen Folgen verändert sich auch das Werbeumfeld.<br />
Wie Matthias Schrader, Mitgründer der<br />
Interaktiv-Agentur SinnerSchrader aus Hamburg,<br />
in seinem Vorwort zum Jahrbuch „Hamburgs<br />
Kreative 2010“ feststellte: „Heute funktionieren<br />
die gelernten Kampagnenmechaniken immer seltener.“<br />
Push werde zu Pull, der Konsument suche<br />
die Beziehung zur Marke aktiv. Die Folge für Werbeagenturen:<br />
„Die wichtigste Agenturleistung ist<br />
immer seltener die Kampagne, sondern vielmehr<br />
die Kreation von Plattformen, die Konsumenten<br />
langfristig an die Marke binden“, so Schrader.<br />
Somit verschmelzen Produkt, Kundenservice und<br />
Internet zunehmend – eine große Herausforderung<br />
für Agenturen, die sich ebenfalls weiterentwickeln<br />
müssen. Crossmediale Konzepte und die<br />
Verzweigung aller Kundenkontakte sind besonders<br />
gefragt. Für Peter Hofer bleibt eine Mischung<br />
aus Wissbegier und Tatendrang der Schlüssel zum<br />
Erfolg: „Wer neugieriger ist, wird die Nase vorne<br />
haben. Wer die Trends und Paradigmenwechsel in<br />
RechTSgRuNdlage<br />
Nach dem Kartellgesetz 2005 und den einschlägigen<br />
EU-Wettbewerbsrichtlinien ist das Bezwecken oder das<br />
Bewirken einer Verhinderung oder Einschränkung des<br />
Wettbewerbes verboten. Honoraranordnungen und -leitlinien<br />
(Richtpreise) sowie sonstige Tarifempfehlungen,<br />
die eine unmittelbare oder mittelbare Preisfestsetzung<br />
vorsehen, widersprechen somit dem Kartellrecht und<br />
wurden bereits vom Fachverband <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
widerrufen!<br />
Weitere Infos unter: http://portal.wko.at/wk/format_<br />
detail.wk?angid=1&stid=579088&dstid=335&openna<br />
vid=51265
Gute Ideen zeichnen sich durch Wissen um aktuelle Trends, Kreativität und Umsetzbarkeit aus<br />
der Kommunikation früher erkennt, wird erfolgreicher<br />
sein. Wer mit seiner eigenen Kreation ständig<br />
unzufrieden ist, wird die zufriedensten Kunden<br />
haben.“<br />
Zeit vergeht, Kreativität bleibt<br />
Eine Konstante bleibt inmitten des beständigen<br />
Wandels jedoch unbestritten: der Wert der Kreation.<br />
Trotz der gesteigerten Anzahl an Innovationen<br />
und Neuerungen müsse man sich laut Hofer<br />
bewusst sein, dass Ideen „zeitlos und unabhängig<br />
von Veränderungen“ sind. Es liege in der Natur<br />
der Kreativität, sich automatisch auf neue Bedingungen<br />
einzustellen. Der Zukunft blickt der<br />
ideenwerk-Chef deshalb positiv entgegen: „Wer<br />
mit guten Ideen kommt, wird sie in der Regel auch<br />
verkaufen können.“ Das funktioniere am besten,<br />
indem man die USP (Unique Selling Proposition),<br />
also die Einzigartigkeit des Einfalls, betone. Neuartigkeit<br />
und der Mut, anders zu sein, werden also<br />
meist belohnt. Schließlich ist zu beachten, dass<br />
jede Werbeagentur gleichzeitig ein Wirtschaftsunternehmen<br />
ist, das der Gewinnerzielung unterworfen<br />
ist. „Kreativität ist nicht umsonst, denn ohne<br />
Kreativität keine Innovation und ohne Innovation<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
kein Überleben am Markt“, fasst <strong>Fachgruppe</strong>nobmann<br />
Michael Himmer zusammen. Wer den Wert<br />
von Ideen nicht würdigt, hat also keine langfristige<br />
Zukunft in der Werbebranche zu erwarten.<br />
JOBS IN deR kReaTION<br />
Welche Jobs umfasst die Kreation? „Alle Tätigkeiten,<br />
die man aus einem Standardmodus befreien kann“,<br />
meint Peter Hofer, Geschäftsführer von ideenwerk.<br />
Traditionellerweise findet man in Kreativabteilungen<br />
folgende Berufe:<br />
Creative Director (Leitung Kreation)<br />
Art Director<br />
Grafiker<br />
Reinzeichner/Mediengestalter<br />
Texter<br />
Weitere Informationen finden Sie ab S. 60.<br />
53
Der Wert der Kommunikation<br />
Ein Leitsatz der Public Relations ist „Gutes tun<br />
und darüber reden“. Darin manifestiert sich das<br />
Yin und Yang der Werbebranche: Ideen kreieren,<br />
Ideen kommunizieren. Während die Kreation der<br />
erste und grundlegende Schritt der <strong>Werbung</strong> ist, ist<br />
es die Kommunikation, die erst für Anerkennung<br />
dieser Werte sorgt. Marketing der eigenen Kreativität<br />
ist also genauso wichtig wie diese selbst, denn<br />
es entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg.<br />
Birgit Kraft-Kinz, Geschäftsführerin des Strategieberatungsunternehmens<br />
KRAFTKINZ beschreibt<br />
das Verhältnis zwischen Kreation und effektiver<br />
Kommunikation wie folgt: „Kreative Ideen<br />
können überproportionale Effekte im Ausbau von<br />
Bekanntheit, Positionierung und Vertrauenskapital<br />
bewirken. Das kann man messen. Die Kenntnis<br />
über die Zielerreichung bzw. -abweichung macht<br />
ein Steuern möglich. Nur so kann der Erfolg sichergestellt<br />
werden.“<br />
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm<br />
Ein Paradebeispiel für den Wert der Kommunikation<br />
ist das Unternehmen Apple. Der iPhone- und<br />
iPad-Hersteller findet sich im Ranking „Fortune<br />
Global 500“ der weltgrößten Unternehmen nach<br />
Umsatz weit hinter Wal-Mart, Shell, Exxon Mobil<br />
und Co. In der Liste der wertvollsten Unternehmen<br />
zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Hier<br />
rangiert Apple mit einem Marktwert von rund<br />
337 Milliarden Dollar mittlerweile sogar vor<br />
Exxon Mobil auf Platz eins. Das ist weniger auf<br />
die reinen Vermögenswerte des Konzerns zurückzuführen,<br />
als auf das Marketing der Produkte.<br />
iMac, iPhone, iPad und iPod haben im Gegensatz<br />
zu ähnlichen Konkurrenzprodukten ein lupenreines<br />
Image. Ein Verdienst der Kommunikation,<br />
denn von Design über Vermarktung ist hier alles<br />
genau aufeinander abgestimmt.<br />
Effektiv kommunizieren<br />
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der integrierten<br />
Kommunikation, der Abstimmung sämtlicher<br />
kommunikativer Aktivitäten. Auf diese Weise soll<br />
die Wirkung gestärkt und die Botschaft in den Köpfen<br />
der Zielgruppe verankert werden. Erfolgreiche<br />
Kommunikation behält stets im Blick, an wen sie<br />
54<br />
gerichtet ist. Ob Direct Marketing, Public Relations,<br />
Event Marketing oder Verkaufsförderung –<br />
jede Form der Kommunikation hat ihre eigenen<br />
Regeln. Diese müssen ständig überdacht und neu<br />
formuliert werden, denn sie verändern sich durch<br />
das Aufkommen neuer Medien. Das Internet etwa<br />
hat ein völlig neues Feld für <strong>Werbung</strong> eröffnet:<br />
Unternehmen können nun zu geringen Kosten<br />
ein größeres, internationales Publikum erreichen.<br />
Zudem werden neue Disziplinen geschaffen. Im<br />
Bereich der Public Relations hat sich beispielsweise<br />
das Feld der Online-PR formiert. Diese ergänzt<br />
die traditionelle Pressearbeit um die Dimension<br />
des Internets und nützt Kommunikationswege wie<br />
News-Portale, Blogs, Foren oder Social Networks.<br />
Bei den Chancen, die neue Medien bieten, ergeben<br />
sich allerdings auch Herausforderungen. Fragen<br />
wie „Braucht jedes Unternehmen Internet<br />
und Social Media?“ oder „Braucht ein Steuerberater<br />
eigentlich Facebook-Freunde?“ treten auf<br />
den Plan. In der Folge wird die Unsicherheit der<br />
Kommunikation noch erhöht, die Messung von<br />
Werbewirkungen erschwert. Übrig bleibt die Frage<br />
aller Fragen: Wann ist <strong>Werbung</strong> erfolgreich? „<strong>Werbung</strong><br />
ist dann erfolgreich, wenn in den definierten<br />
Zielgruppen die Bekanntheits- und Positionierungsziele<br />
erreicht werden“, meint Strategieberaterin<br />
Birgit Kraft-Kinz. Auch der Aufbau von<br />
Vertrauen sei ein willkommenes und wertvolles<br />
Ergebnis.<br />
Planen, steuern, messen<br />
Der eigentliche Wert der Kommunikation liegt im<br />
Aufbau von möglichst langfristigen Beziehungen.<br />
Diese schaffen Vertrauen bei Zielgruppen und<br />
Kunden. Vertrauen wiederum ist unabdingbar für<br />
<strong>Werbung</strong>, die oft mit Unsicherheit behaftet ist. So<br />
ist es etwa Aufgabe der Kommunikation, Kunden<br />
im Rahmen von Präsentationen von einer Idee<br />
zu überzeugen. Zudem muss Auftraggebern das<br />
Gefühl von Sicherheit vermittelt werden, obwohl<br />
tatsächliche Wirkungen nach wie vor nicht genau<br />
vorhergesagt werden können.<br />
„Kommunikation schafft immaterielles Vermögen“,<br />
weiß Strategieberaterin Birgit Kraft-Kinz.<br />
Zweifel sollen Auftraggebern durch die Aktivitäten
Inspiration, Kreation und Kommunikation sind das Um und Auf in der Kommunikationsbranche<br />
„planen, steuern, messen“ genommen werden. Zur<br />
Messung von Kommunikation hat das Unternehmen<br />
eine eigene Kennzahl entwickelt: „KRAFT-<br />
KINZ misst den Wert von Kommunikation über<br />
die Spitzenkennzahl Return on Communication,<br />
ROC, anhand der drei Parameter Bekanntheit,<br />
Positionierung und Vertrauenskapital einer Marke“,<br />
so die Expertin. Auf diese Weise soll der Unternehmenswert<br />
langfristig erhöht werden.<br />
Trotzdem sollte die Entscheidung über Konzeption-<br />
und Werbestrategie nicht allein den Controllern<br />
überlassen werden. Es handelt sich hierbei<br />
nämlich nicht um nach den Kriterien des Einkaufs<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
beurteilbare Waren, sondern um Wertschöpfung,<br />
die auf Ideen basiert und nicht in Stunden gemessen<br />
werden kann. Oder, um es mit den Worten der<br />
PR zu sagen: Aus Pressemeldungen sind längst<br />
Pressebeziehungen geworden. Beziehungen von<br />
unschätzbarem Wert für kommunizierende Unternehmen.<br />
55
Wichtige Partner<br />
Österreichische Institutionen<br />
creativ club austria (cca)<br />
Kochgasse 34/16, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/408 53 51, Fax 01/408 53 52<br />
office@creativclub.at, www.creativclub.at<br />
design austria (da)<br />
Berufsverband der Grafik-Designer,<br />
Illustratoren und Produkt-Designer<br />
designforum MQ, Museumsplatz 1, 1070 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/524 49 49-0<br />
service@designaustria.at, www.designaustria.at<br />
dialog Marketing Verband Österreich (dMVÖ)<br />
Hollandstraße 20/7, 1020 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/911 43 00, Fax 01/911 43 00-22<br />
office@dmvoe.at, www.dmvoe.at<br />
event Marketing Board austria (eMBa)<br />
Mag. Martin Brezovich<br />
Zennergasse 3, 1160 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/485 22 44-0, Fax 01/485 22 44-10<br />
office@emba.co.at, www.emba.co.at<br />
Fachverband der Film- und Musikindustrie der<br />
WkO<br />
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 05 90 900-3011, Fax 05 90 900-276<br />
www.filmandmusicaustria.at<br />
Fachverband der Telekommunikations- und<br />
Rundfunkunternehmungen der WkO<br />
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 05 90 900-3172, Fax 05 90 900-3178<br />
http://wko.at/telekom<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der WkO<br />
Wiedner Hauptstraße 57, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 05 90 900-3503, Fax 05 90 900-285<br />
werbung@wko.at,<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
Interessengemeinschaft der Messe- und<br />
live-Marketing-Spezialisten Österreichs<br />
(I.M. austria)<br />
Schlickgasse 4/1/4–5, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/310 94 00, Fax 01/310 94 00-7<br />
office@imaustria.at,<br />
www.imaustria.at<br />
56<br />
International advertising association (Iaa),<br />
austrian chapter<br />
Bauernmarkt 10/9, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/535 37 95-125, Fax 01/535 37 95-200<br />
office@iaa-austria.at, www.iaa-austria.at<br />
Internet advertising Bureau (IaB) austria<br />
c/o Freie Digitale, Karin Hammer<br />
Lerchenfelder Straße 88–90/13, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 0680/128 00 34<br />
administration@iab-austria.at, www.iab-austria.at<br />
kommunikationsbehörde austria<br />
(kommaustria)<br />
Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191<br />
rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />
Marketing club Österreich (McÖ)<br />
Währingerstraße 61/2.01, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/481 66 67, Fax 01/481 67 99<br />
buero@marketingclub.at, www.marketingclub.at<br />
MediaWatch<br />
Institut für Medienanalysen gmbh<br />
Bürgerstraße 2, 6020 Innsbruck,<br />
Tel. 0512/58 89 59-0, Fax 0512/58 89 59-20<br />
mediawatch@apa.at,<br />
www.apa-mediawatch.at<br />
Österreichische auflagenkontrolle (Öak)<br />
Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/512 88 66, Fax 01/512 88 66-22<br />
office@oeak.at, www.oeak.at<br />
Österreichische Marketing-gesellschaft (ÖMg)<br />
Gumpendorfer Straße 19, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/997 12 64-0, Fax 01/997 12 64-4<br />
info@marketinggesellschaft.at,<br />
www.marketinggesellschaft.at<br />
Österreichischer Presserat<br />
c/o Presseclub Concordia,<br />
Bankgasse 8, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 85 73, Fax 01/533 71 72-9<br />
www.voez.at<br />
Österreichischer Verband der<br />
Markenartikelindustrie (MaV)<br />
Am Heumarkt 12, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/713 32 88, Fax 01/713 83 28<br />
office@mav.at, www.mav.at
Österreichische Webanalyse (ÖWa)<br />
Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/512 88 66-17, Fax 01/512 88 66-22<br />
office@oewa.at, www.oewa.at<br />
Österreichische Werbewissenschaftliche<br />
gesellschaft (WWg)<br />
Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong><br />
Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/313 36-4617, Fax 01/317 66 99<br />
wwg@wu-wien.ac.at,<br />
www.wwgonline.at<br />
Österreichischer Werberat (ÖWR)<br />
Wiedner Hauptstraße 57/III, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 05 90 900-3577, Fax 05 90 900-285<br />
office@werberat.at, www.werberat.at<br />
Österreichischer Zeitschriften- und<br />
Fachmedien-Verband (ÖZV)<br />
Renngasse 12/6, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/319 70 01<br />
oezv@oezv.or.at, www.oezv.or.at<br />
Rundfunk und Telekom Regulierungs-gmbh<br />
(RTR)<br />
Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191,<br />
rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />
Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ)<br />
Postfach 182, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 0699/102 307 64, Fax 0699/402 307 64<br />
sekretariat@vmoe.at,<br />
www.vmoe.at<br />
Verband der Regionalmedien Österreichs<br />
(VRM)<br />
Esterhazygasse 4a/2/17, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/585 77 37, Fax 01/585 77 37-37<br />
vrm@vrm.at, www.vrm.at<br />
Verband für Integrierte kommunikation<br />
(VIkOM)<br />
Schwarzenbergplatz 4, 1031 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 35-2413, Fax 01/711 35-2313<br />
vikom@iv-net.at, www.vikom.at<br />
Verband Österreichischer Privatsender (VÖP)<br />
Parkring 10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/516 33-3166, Fax 01/516 33-3000<br />
office@voep.at, www.voep.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ)<br />
Wipplingerstraße 15, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 79 79<br />
office@voez.at, www.voez.at<br />
Verein aRge Media-analysen<br />
Riemergasse 11/3/11, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/513 25 70, Fax 01/513 25 70-2<br />
ma@media-analyse.at, www.media-analyse.at<br />
Verein Forum Media-Planung (FMP)<br />
c/o Sales Crew, Susanne Kristek<br />
Schlöglgasse 11, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />
www.forummediaplanung.at<br />
Internationale Institutionen<br />
european advertising Standards<br />
alliance (eaSa)<br />
Rue de la Pépinière/Boomkwekerijstraat 10-10a,<br />
B-1000 Bruxelles, Belgien,<br />
Tel. 0032/2/513 78 06, Fax 0032/2/513 28 61<br />
info@easa-alliance.org, www.easa-alliance.org<br />
european association of<br />
communications agencies (eaca)<br />
152 Boulevard Brand Whitlock,<br />
B-1200 Bruxelles, Belgien,<br />
Tel. 0032/2/740 07 10, Fax 0032/2/740 07 17<br />
www.eaca.be<br />
Federation of european direct and Interactive<br />
Marketing (FedMa)<br />
439 Avenue de Tervuren,<br />
B-1150 Bruxelles, Belgien,<br />
Tel. 0032/2/779 42 68,<br />
Fax 0032/2/779 42 69<br />
info@fedma.org, www.fedma.org<br />
Iaa International advertising association<br />
World Service Center, 275 Madison Avenue,<br />
Suite 2102, New York, NY 10016, USA,<br />
Tel. 001/212 557 1133, Fax 001/212 983 0455<br />
membership@iaaglobal.org,<br />
www.iaaglobal.org<br />
Icc austria – Internationale handelskammer<br />
Wiedner Hauptstraße 57, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/504 83 00, Fax 01/504 83 00-3703<br />
icc@icc-austria.org,<br />
www.icc-austria.org<br />
57
Zeitungs Marketing gesellschaft mbh & co.<br />
kg (ZMg)<br />
Darmstädter Landstraße 125,<br />
D-60598 Frankfurt am Main, Deutschland,<br />
Tel. +49/69/97 38 22-0<br />
kommunikation@zmg.de, www.zmg.de<br />
Zentralverband der deutschen<br />
Werbewirtschaft (ZaW)<br />
Am Weidendamm 1A, D-10117 Berlin,<br />
Deutschland, Tel. +49/30/59 00 99-700,<br />
Fax +49/30/59 00 99-722<br />
zaw@zaw.de, www.zaw.de<br />
Sonstige Institutionen (a–Z)<br />
Bundesministerium für Finanzen<br />
Hintere Zollamtstraße 2b, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 33-0, www.bmf.gv.at<br />
Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend<br />
Stubenring 1, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 00-0, www.bmwfj.gv.at<br />
datenverarbeitungsregister<br />
Hohenstaufengasse 3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/531 15-4043, Fax 01/531 15-4016<br />
dvr@dsk.gv.at, www.dsk.gv.at<br />
Vergabe von DVR-Nummern<br />
Finanzämter finden Sie unter www.bmf.gv.at<br />
Firmenbuch<br />
<strong>Wien</strong><br />
Handelsgericht <strong>Wien</strong><br />
Marxergasse 1a, 1030 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/515 28-0<br />
Niederösterreich<br />
Landesgericht Korneuburg<br />
Hauptplatz 18, 2100 Korneuburg,<br />
Tel. 02262/799-0<br />
Landesgericht Krems/Donau<br />
Josef Wichner Straße 2, 3500 Krems/Donau,<br />
Tel. 02732/809-0<br />
Landesgericht St. Pölten<br />
Schießstattring 6, 3100 St. Pölten,<br />
Tel. 02742/809-0<br />
58<br />
Landesgericht Wr. Neustadt<br />
Maria-Theresien-Ring 5,<br />
2700 <strong>Wien</strong>er Neustadt,<br />
Tel. 02622/215 10-0<br />
Burgenland<br />
Landesgericht Eisenstadt<br />
<strong>Wien</strong>er Straße 9, 7000 Eisenstadt,<br />
Tel. 02682/70 10<br />
Oberösterreich<br />
Landesgericht Linz<br />
Fadingerstraße 2, 4020 Linz,<br />
Tel. 05 76 01-21<br />
Landesgericht Ried/Innkreis<br />
Bahnhofstraße 56, 4910 Ried im Innkreis,<br />
Tel. 05 76 01-25<br />
Landesgericht Steyr<br />
Spitalskystraße 1, 4400 Steyr,<br />
Tel. 05 76 01-26<br />
Landesgericht Wels<br />
Maria-Theresia-Straße 12, 4600 Wels,<br />
Tel. 05 76 01-24<br />
Salzburg<br />
Landesgericht Salzburg<br />
Rudolfsplatz 2, 5010 Salzburg, Tel. 05 76 01-233<br />
Steiermark<br />
Landesgericht Leoben<br />
Dr.-Hanns-Groß-Straße 7, 8700 Leoben,<br />
Tel. 03842/404-0<br />
Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz<br />
Marburger Kai 49, 8010 Graz,<br />
Tel. 0316/80 64-0<br />
kärnten<br />
Landesgericht Klagenfurt<br />
Dobernigstraße 2, 9020 Klagenfurt,<br />
Tel. 0463/58 40<br />
Tirol<br />
Landesgericht Innsbruck,<br />
Maximilianstraße 4, 6020 Innsbruck,<br />
Tel. 0512/59 30-0<br />
Vorarlberg<br />
Landesgericht Feldkirch
Schillerstraße 1, 6800 Feldkirch,<br />
Tel. 05522/30 20<br />
Österreichisches Patentamt<br />
Markenregister<br />
Dresdner Straße 87/Postfach 95, 1200 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/534 24-0<br />
info@patentamt.at, www.patentamt.at<br />
der Österreichische Werberat<br />
Der Österreichische Werberat (ÖWR) fördert die<br />
Selbstdisziplin der <strong>Werbung</strong>. Er unterstützt verantwortungsbewusstes<br />
Handeln und korrigiert<br />
Missbräuche und Fehlentwicklungen. Der „Selbstbeschränkungskodex<br />
der <strong>Werbung</strong>“ umfasst Verhaltensregeln<br />
für Werber, außerdem prüft der<br />
ÖWR Beschwerden in Bezug auf unerwünschte<br />
<strong>Werbung</strong>.<br />
Allgemeine Werbegrundsätze<br />
<strong>Werbung</strong> soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung<br />
geprägt sein.<br />
<strong>Werbung</strong> muss gesetzlich zulässig sein und muss<br />
die gesetzlichen Normierungen strikt beachten.<br />
<strong>Werbung</strong> muss den Grundsätzen der Lauterkeit,<br />
wie sie im Wirtschaftsleben allgemein anerkannt<br />
sind, entsprechen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf nicht gegen die allgemein anerkannten<br />
guten Sitten verstoßen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf nicht die Würde des Menschen<br />
verletzen, insbesondere durch eine entwürdigende<br />
Darstellung von Sexualität oder anderweitig<br />
diskriminierende Darstellungen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf nicht gegen den Grundsatz der<br />
Redlichkeit und Wahrhaftigkeit verstoßen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf nicht durch anlehnende und<br />
nachahmende Darstellungen irreführen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf nicht das Recht auf Schutz der<br />
Privatsphäre verletzen.<br />
<strong>Werbung</strong> muss als solche klar erkennbar sein.<br />
<strong>Werbung</strong> soll keinen direkten oder indirekten<br />
Kaufzwang auf Konsumenten ausüben.<br />
Ethik und Moral<br />
Verantwortungsbewusste <strong>Werbung</strong> muss vor der<br />
Kreation beziehungsweise dem Einsatz von Werbekampagnen<br />
untersuchen und abwägen, welche<br />
Sujets mit den rechtlichen Normen und ethischmoralischen<br />
Werten der Gesellschaft verträglich<br />
sind und welche nicht.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Gewalt<br />
<strong>Werbung</strong> darf sich keiner gewalttätigen, Gewalt<br />
ästhetisierenden oder Gewalt verharmlosenden<br />
Sujets bedienen. Es sollen keine Darstellungen<br />
und Aussagen erfolgen, welche brutales, aggressives<br />
oder asoziales Verhalten enthalten oder dazu<br />
ermutigen. <strong>Werbung</strong> darf keine Angst und Furcht<br />
erzeugen. <strong>Werbung</strong> darf Aufstachelung zum Hass<br />
weder aufweisen noch billigen, fördern oder verherrlichen.<br />
Gesundheit<br />
<strong>Werbung</strong> soll nicht diskriminieren, darf den Konsum<br />
von Heilmitteln und anderen die Gesundheit<br />
und Ernährung betreffenden Präparaten weder<br />
verharmlosen noch zu deren übermäßigem Konsum<br />
ermutigen.<br />
Umwelt<br />
Es sollen keine Darstellungen und Aussagen erfolgen,<br />
die nicht durch Fakten belegt werden können.<br />
Alkohol<br />
<strong>Werbung</strong> soll nicht zum Alkoholmissbrauch oder<br />
zum übermäßigen Konsum auffordern.<br />
Frauen<br />
<strong>Werbung</strong>, die die Würde der Frau verletzt, frauenfeindlich<br />
ist beziehungsweise Frauen diskriminiert,<br />
ist zu unterlassen.<br />
Kinder<br />
<strong>Werbung</strong> mit Kindern und <strong>Werbung</strong>, die an Kinder<br />
gerichtet ist, soll nichts enthalten, was Kindern<br />
irgendeine Art von Schaden zufügen kann.<br />
Kraftfahrzeuge<br />
<strong>Werbung</strong> soll keine riskanten, aggressiven oder<br />
leichtsinnigen Fahrszenen darstellen. Schnelligkeit<br />
soll nicht die dominierende Aussage der Botschaft<br />
sein.<br />
Ältere Menschen<br />
Jede diskriminierende Darstellung und verbale<br />
Äußerung über ältere Personen ist zu vermeiden.<br />
Ältere Menschen sind in der Darstellung nicht auf<br />
ihre Defizite zu reduzieren.<br />
Eine vollständige Auflistung der einzelnen Verhaltensregeln<br />
finden Sie unter www.werberat.at<br />
59
Berufe in der <strong>Werbung</strong><br />
Werbeagentur<br />
<strong>Werbung</strong> ist angewandte Kommunikation, die ein<br />
immer breiteres Spektrum an Fachkenntnissen aus<br />
den verschiedensten Spezialgebieten erfordert.<br />
Eine Full-Service-Werbeagentur (vormals Werbeberater/<strong>Werbung</strong>smittler)<br />
sucht einen strategischen<br />
Ansatz für das werbliche Vorgehen und<br />
entwickelt dann aufbauend ein Kommunikationskonzept.<br />
Dieses beinhaltet alle zur Erreichung des<br />
Werbezieles relevanten kreativen und medialen<br />
Bereiche.<br />
Aufgaben<br />
Entgegennehmen eines Briefings und, wenn<br />
vonnöten, Hinterfragen und Kommentieren der<br />
einzelnen Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />
Entwicklung von Kreativkonzepten<br />
Planung und Gestaltung aller relevanten Kommunikationsinstrumente<br />
Entwicklung und Optimierung von Mediakonzepten<br />
Ausschreibungen und Verhandlungen mit Produzenten<br />
und Medien zur Erzielung bester Einkaufsbedingungen<br />
für den Kunden<br />
Produktion und Exekution aller Werbemaßnahmen<br />
Verwaltung von Produktions- und Mediabudgets<br />
unter Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />
Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />
Maßnahmen<br />
Veranlassen und Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />
Laufende Beratung der Klienten in allen relevanten<br />
Bereichen<br />
Wahrung von Geschäftsgeheimnissen<br />
Werbearchitekt<br />
Werbearchitekten (vormals Werbegestalter) entwerfen,<br />
planen, dekorieren und gestalten Flächen,<br />
Bereiche und Räume im Rahmen von Ausstellungen<br />
und Messen sowie den Innen- und Außen-<br />
60<br />
bereich von Gebäuden. Der Werbearchitekt ist<br />
verantwortlich für die exakte Planung und die termin-<br />
und kostengerechte Erstellung der in Auftrag<br />
gegebenen Leis tungen.<br />
Die Aufgaben eines Werbearchitekten umfassen<br />
insbesondere Konzeption, Planung/Entwurf und<br />
Ausführung von räumlicher <strong>Werbung</strong>.<br />
Aufgaben<br />
Beratung des Auftraggebers hinsichtlich der in<br />
Frage kommenden Werbemedien (Messe, Vitrine,<br />
Schaufenster …)<br />
Erstellen von Aktionsplänen<br />
Planen und Entwurf von Werbegestaltungen<br />
Durchführung von Werbegestaltungen und<br />
Herstellung der Werbemittel<br />
Koordinierung von für die Ausführung notwendigen<br />
anderen Unternehmen<br />
Erstellen von dreidimensionalen Werbemitteln<br />
für Schaufenster, Messen, Ausstellungen, Vitrinen,<br />
Bühnen, Tagungen, Kongresse etc.<br />
Werbegrafik-designer<br />
Werbegrafik-Designer planen und entwerfen kreative<br />
Layouts. Der Bereich Werbegrafik-Design<br />
gehört zum Bereich der visuellen Kommunikation<br />
und ist ein künstlerisch-kreativer Beruf, der der<br />
Zielgruppe die Nutzen und Vorteile von Waren<br />
und Dienstleistungen durch visuelle Elemente näherbringt.<br />
Die Aufgaben eines Werbegrafik-Designers<br />
umfassen insbesondere die Beratung sowie die<br />
Gestaltung und Produktion von Werbemitteln.<br />
Aufgaben<br />
Corporate Design, Markenzeichen,<br />
Logistiksysteme, Signets<br />
Geschäftsdrucksorten<br />
Firmenbroschüren, Geschäftsberichte,<br />
Zeitschriften<br />
Verpackungen<br />
Inserate, Plakate<br />
Prospekte, Flugblätter, Direct Mails<br />
Warenkataloge<br />
Außenwerbung
Displays, POS-Material und sonstige Verkaufshilfen<br />
Multimedia- und Webdesign<br />
ankündigungsunternehmen<br />
Ankündigungsunternehmen übernehmen Aufträge<br />
zur Veröffentlichung von Werbebotschaften und<br />
führen diese selbst oder gemeinsam mit Unternehmen<br />
derselben Berufsgruppe aus. In der Regel stellen<br />
sie gegen Entgelt Werbeträger zur Verfügung,<br />
die den Auftraggebern die Durchführung von optischer,<br />
akustischer sowie audio-visueller <strong>Werbung</strong><br />
ermöglichen.<br />
Aufgaben<br />
Jede Art der Herstellung, der Errichtung, der Bewirtschaftung<br />
(Affichierung, Montage, Wartung<br />
usw.), der Bereitstellung oder Vermietung von<br />
Plakatflächen unbeleuchtet, beleuchtet und hinterleuchtet<br />
Wartehallen<br />
Litfaßsäulen<br />
Sportstättenwerbung<br />
Dauerwerbeflächen<br />
Werbeflächen an und in Verkehrsmitteln<br />
Lichtwerbung<br />
Luftwerbung<br />
elektro-akustischer, audio-visueller und elektronischer<br />
<strong>Werbung</strong><br />
sonstigen Werbeträgern im Bereich der Außenwerbung<br />
City Lights<br />
elektronischen Werbeflächen<br />
Stadtinformationsanlagen<br />
Stadtmobiliar<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Werbeflächen auf Internetseiten,<br />
aber auch die Auskunftserteilung über alle für die<br />
Mediaplanung relevanten Daten (wie etwa Standort-<br />
oder Werbewirkungsdaten) der angebotenen<br />
Werbeformen.<br />
Werbemittelverteiler<br />
Hand in Hand:<br />
Agenturen, Grafik-<br />
Designer oder Werbemittelverteiler<br />
haben<br />
das gleiche Ziel, aber<br />
unterschiedliche<br />
Aufgaben<br />
Die Werbemittelverteilung versteht sich als Teil<br />
eines Gesamtkonzeptes zur Steigerung der Wahrnehmung<br />
und Bekanntheit sowie der Überbringung<br />
von Werbebotschaften. Durch die Übermittlung<br />
konkreter Angebote bzw. durch Zustellen von<br />
Warenproben direkt an die Tür der Konsumenten<br />
wirkt die Werbemittelverteilung im höchsten Maße<br />
absatzfördernd.<br />
Die Tätigkeit des Werbemittelverteilers umfasst die<br />
kundenorientierte Festlegung von regionalen und<br />
überregionalen Verteilgebieten. Die Festlegung<br />
der Verteilgebiete erfolgt nach den besonderen<br />
Erfordernissen des Kunden, wobei auf computergestützte,<br />
sogenannte GIS (Geographische Informations-Systeme)<br />
zurückgegriffen werden kann,<br />
die eine konsumentengerechte Selektion der Gebiete<br />
ermöglichen.<br />
Aufgaben<br />
Beratung bei Werbe- und Direktmarketingmaßnahmen<br />
Bestimmung optimaler Zielgruppen und Verteilgebiete<br />
(unter Verwendung sogenannter GIS)<br />
Lagerverwaltung und korrekte sowie zeitgerechte<br />
Distribution der angelieferten Werbemittel an<br />
die selektierten Verteilgebiete<br />
Verteilung von Werbemitteln wie Prospekten,<br />
adressierten und unadressierten Werbebriefen,<br />
61
62<br />
Zeitungen, Drucksorten, Warenproben u. v. m.<br />
Kontrolle der Verteiler durch geschulte, angestellte<br />
Kontrolleure<br />
Public-Relations-Berater<br />
Public Relations sind die Gesamtheit der bewussten,<br />
geplanten, zielgerichteten und dauernden<br />
Bemühungen, in der Öffentlichkeit sowie bei<br />
direkt oder indirekt betroffenen Gruppen gegenseitiges<br />
Verständnis und Vertrauen aufzubauen<br />
und zu fördern. Ziel der Public Relations ist es,<br />
Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken, Bekanntheitsgrad<br />
und Imageprofil aufzubauen sowie<br />
Sympathie und Vertrauen zu gewinnen. Public<br />
Relations sollen Entscheidungsprozesse beeinflussen,<br />
der Konfliktbewältigung und dem Bemühen<br />
um Konsens dienen.<br />
Nur der ständige Dialog mit den verschiedenen<br />
Interessengruppen im jeweiligen Beziehungsumfeld<br />
sowie der gegenseitige Interessenausgleich<br />
können das notwendige Klima für Verständigung<br />
und Vertrauen schaffen. Die Gestaltung dieses<br />
Dialogs mit der Öffentlichkeit ist die eigentliche<br />
Aufgabe von Public Relations. Die PR-Tätigkeit<br />
kann sich dabei sowohl auf eine reine Beratungstätigkeit<br />
erstrecken als auch die für die Durchführung<br />
der Öffentlichkeitsarbeit notwendigen<br />
Maßnahmen beinhalten.<br />
Aufgaben<br />
Planung, Begleitung und Realisierung von<br />
CI-Programmen<br />
Erarbeitung und Mithilfe bei der Einführung<br />
von Unternehmensleitbildern<br />
Initiierung, Begleitung und Interpretation von<br />
Imageuntersuchungen<br />
Erarbeitung von PR-Strategien und Formulierung<br />
von PR-Zielen<br />
Quantitative und qualitative Analyse von Dialoggruppen<br />
sowie der Aufbau von Kontakten zu<br />
diesen Dialoggruppen<br />
Beratung im Kommunikationsmanagement<br />
Beratung in Fragen der Medien- und Kommunikationsarbeit<br />
Konzeption der Struktur und Organisation der<br />
Public Relations<br />
Erarbeitung integrierter Kommunikationskonzepte<br />
sowie deren Umsetzung<br />
Konzeption und Durchführung von PR-Maßnahmen<br />
Erarbeitung von Krisen-PR-Plänen sowie von<br />
Strategien zur Bewältigung schwieriger Situationen<br />
im Unternehmen<br />
Koordination der Zusammenarbeit aller Beteiligten<br />
an Kommunikationsaufgaben<br />
Verwaltung des PR-Budgets unter Berücksichtigung<br />
höchster Sorgfaltspflicht<br />
Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
adressenverlage und<br />
direktwerbeunternehmen<br />
Adressenverlage sind Unternehmen, die sich mit<br />
Direktwerbung befassen. Der Sammelbegriff<br />
Direktwerbung wird für <strong>Werbung</strong> aller Art verwendet,<br />
die sich in Form geschriebener – vervielfältigter<br />
oder gedruckter – Werbemittel direkt an<br />
ausgewählte Empfänger richtet. Darunter fallen<br />
sämtliche persönlich adressierten Werbebotschaften<br />
von der Postkarte bis hin zum Versandhauskatalog,<br />
aber auch unadressierte Handzettel oder<br />
Prospekte, die im täglichen Sprachgebrauch als<br />
„Postwurfsendungen“ bezeichnet und von der Post<br />
oder von privaten Unternehmen verteilt werden.<br />
Zur Direktwerbung gehören auch Warensendungen<br />
und Warenproben, ferner die sogenannte<br />
„dreidimensionale“ oder Geschenkwerbung mit<br />
Gegenständen, deren Streuung ebenfalls per Post<br />
oder als unadressierte Wurfsendung an ausgewählte<br />
Personen oder Personengruppen erfolgt.<br />
Aufgaben<br />
Vorbereitung von Direct Mailings<br />
Bestimmung optimaler Zielgruppen<br />
Technische Beratung bei Direktwerbekampagnen<br />
Beratung bei der Gestaltung und Verwertung<br />
von Direktwerbemitteln sowie Herstellung der<br />
zu versendenden Werbemittel
Begleitende Kontrolle von durchgeführten<br />
Direktwerbeaktionen<br />
Treuhänderische Verwaltung von Kundenadressendateien<br />
Vermittlung zwischen Mieter und Vermieter<br />
von Kunden- und Interessentenadressen unter<br />
Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen<br />
Beratung über kostengünstige und werbewirksame<br />
Versandmöglichkeiten<br />
Kooperation mit der Post und privaten Werbemittelverteilern<br />
Nebenarbeiten wie Verpackung jeglichen Versandmaterials<br />
Auswahl der jeweils günstigsten postalischen<br />
Versandmöglichkeit<br />
Bereitstellung von möglichst aktuellen Adressdateien<br />
und deren laufende Berichtigung<br />
Sorgfältige Lagerhaltung des übergebenen<br />
Versandmaterials<br />
Telefonmarketing<br />
Direktwerbeunternehmen und Adressenverlage<br />
unterscheiden sich grundsätzlich von „Adressenbüros“<br />
(Allgemeiner Fachverband des Gewerbes),<br />
die sich mit der Vermittlung von Adressen für<br />
Wohnungssuchende und Ähnlichem befassen.<br />
Markt- und Meinungsforschung<br />
Markt- und Meinungsforschung ist die Ermittlung<br />
von Entscheidungshilfen für den Auftraggeber<br />
durch Anwendung wissenschaftlicher Erhebungstechniken.<br />
Die Dienstleistungen des Markt- und<br />
Meinungsforschers umfassen neben der Marktforschungsberatung<br />
auch die Analyse des Untersuchungsgegenstandes,<br />
den Aufbau von Erhebungsmodellen,<br />
den Einsatz wissenschaftlicher<br />
Erhebungstechniken, die Erarbeitung exakter<br />
Problemlösungen und deren praktische Umsetzung<br />
sowie die Interpretation der Untersuchungsergebnisse.<br />
Zunehmend an Bedeutung gewinnen<br />
prozessorientierte Anwendungen, beispielsweise in<br />
Form von Dialogmodellen und Monitoring sowie<br />
Benchmarketing-Systemen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Die Arbeitsbereiche der Markt- und Meinungsforschung<br />
umfassen unter anderem alle Arten der<br />
betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen<br />
und psychologischen Marktforschung, die Meinungsforschung,<br />
die empirische Sozialforschung<br />
sowie Mediendokumentation (Clippingservice<br />
und Ähnliches).<br />
Aufgaben<br />
Problemanalyse und Beratung<br />
Erstellen von Marktforschungskonzepten<br />
Planung des Untersuchungsdesigns<br />
Entwicklung und Modifikation von Erhebungsmodellen<br />
Projektkonzeption und Koordination<br />
Durchführung empirischer Untersuchungen<br />
und Datenerhebungen<br />
Auswertung, Datenanalyse und Aufbereitung<br />
Interpretation und Präsentation der Untersuchungsergebnisse<br />
Beratung der Klienten in allen relevanten Bereichen<br />
Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Mehrjähriges Archivieren der Studienbasisdaten<br />
Werbetexter<br />
Werbetexter sind im Rahmen von Kommunikationsaufgaben<br />
für die textliche Gestaltung<br />
der Werbemittel verantwortlich – meist in Zusammenarbeit<br />
mit den Konzeptionisten einer<br />
Werbe agentur. Das geschieht mit Kreativität und<br />
Ein fühlungsvermögen und erfordert Recherchear<br />
beit, hohe Sprachkompetenz und gutes Sprachgefühl.<br />
Die Werbetexter-Leistung umfasst insbesondere<br />
die textliche Konzeption von werblichen<br />
Botschaften.<br />
Aufgaben<br />
Mitarbeit bei Ideenfindung und Konzeption<br />
Erstellen von Werbetexten für sämtliche Werbemittel<br />
der Bereiche Print/Audio/Video/<br />
Film<br />
63
64<br />
Texten von Presseartikeln, Presseaussendungen,<br />
Pressemappen<br />
Konzepterstellung und Textierung von Websites<br />
Texten von (Firmen-) Zeitschriften, -Zeitungen,<br />
-Magazinen und Ähnlichem<br />
Erstellung und Textierung von Storyboards/<br />
Treatments<br />
Korrekturlesen<br />
Ghostwriting<br />
Die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen läuft<br />
zum Beispiel folgendermaßen ab:<br />
Mitarbeit bei der Erörterung der werblichen<br />
Zielvorgaben des Auftraggebers<br />
Zusammenarbeit mit den anderen an Entwurf,<br />
Gestaltung und Ausführung des Werbemittels<br />
beteiligten Fachleuten, wie zum Beispiel Creativ-<br />
und Art Director, Layouter, Grafik-Designer<br />
etc.<br />
Erarbeitung und termingerechte Übergabe des<br />
Werbetextes<br />
<strong>Werbung</strong>svertreter<br />
Der <strong>Werbung</strong>svertreter ist der Akquisiteur von<br />
Aufträgen für Wirtschaftswerbung im eigenen<br />
und fremden Namen. Dies erfolgt auf Rechnung<br />
von Medien, Verlagen, Ankündigungsunternehmen,<br />
<strong>Werbung</strong>smittlern und Werbeagenturen.<br />
Aufgaben<br />
Die Akquisition von Wirtschaftswerbung für<br />
einzelne oder mehrere Werbemedien<br />
Die damit in Zusammenhang stehende Beratung<br />
Werbemittelhersteller<br />
Die Tätigkeit des Werbemittelherstellers umfasst<br />
die Einzel- oder Serienfertigung von Werbemitteln<br />
in Spritz-, Präge-, Stanz- und sonstigen Verfahren<br />
sowie das Formen und Konfektionieren<br />
der Erzeugnisse, sofern alle diese Tätigkeiten<br />
nicht handwerksmäßigen Gewerben vorbehalten<br />
sind.<br />
event-agentur<br />
Event-Marketing ist die Konzeption, Planung und<br />
Organisation sowie Realisierung von Kommunikationssituationen,<br />
mit denen sowohl image- als<br />
auch verkaufsfördernde Ziele verfolgt werden<br />
und die weder mit klassischer <strong>Werbung</strong> noch mit<br />
Instrumenten der PR realisiert werden können.<br />
Das Event-Marketing umfasst insbesondere die<br />
Event-Beratung und -Konzeption und das Event-<br />
Management.<br />
Aufgaben<br />
Entwicklung eines Kreativ- und Durchführungskonzeptes<br />
Kreative Ausgestaltung und technische Produktion<br />
aller relevanten Maßnahmen<br />
Finden und/oder Ausstatten geeigneter Locations<br />
Auswahl, Bewertung und vertragliche Verpflichtung<br />
geeigneter Partner<br />
Verhandlungen mit externen Produzenten,<br />
Partnern und sonstigen Lieferanten zur Erzielung<br />
bester Einkaufsbedingungen für den Kunden<br />
Berücksichtigung aller behördlichen Auflagen<br />
und Einholung aller nötigen Genehmigungen<br />
Koordination und Durchführung des Events<br />
sowie allfälliger Begleitmaßnahmen unter Bedachtnahme<br />
auf ein bestmögliches kreatives,<br />
organisatorisches und betriebswirtschaftliches<br />
Ergebnis<br />
Verwaltung von Event-Budgets unter Berücksichtigung<br />
höchstmöglicher Sorgfaltspflicht<br />
Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Multimedia-agentur<br />
Unter Multimedia versteht man elektronische Medien,<br />
die mehrere der folgenden Kommunikationsmittel<br />
in sich vereinen:<br />
Text, Bild, Ton, Laufbild. Multimediale Projekte
sind auf Datenträgern speicherbar oder online<br />
elektronisch übertragbar.<br />
Multimedia-Agenturen bieten Know-how über<br />
diesen Kommunikationszweig, das heißt insbesondere:<br />
Kenntnisse über das aktuell zur Verfügung<br />
stehende Multimedia-Angebot<br />
Kenntnisse der visuellen Mediengestaltung im<br />
Bereich des statischen Bildes wie auch des bewegten<br />
Bildes (Film)<br />
Kenntnisse aller Bereiche der Multimedia-<br />
Technik<br />
Kenntnisse der Wirkungskontrolle<br />
Aufgaben<br />
Entgegennehmen eines Briefings und, wenn vonnöten,<br />
Hinterfragen und Kommentieren der einzelnen<br />
Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />
Beratung des Kunden über das aktuell zur Verfügung<br />
stehende Multimedia-Angebot (Bewerten<br />
und Auswahl nach Kosten/Nutzen)<br />
Entwicklung eines multimedialen Kreativkonzeptes<br />
Entwicklung eines multimedialen Streu-/Distributionskonzeptes<br />
Planung und Gestaltung aller relevanten Multimedia-Instrumente<br />
Einbinden von Multimedia-Auftritten in bereits<br />
bestehende oder noch zu findende Gesamt-<br />
Kommunikationskonzepte<br />
Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />
Maßnahmen sowie das Veranlassen und<br />
Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />
Verwaltung von Multimedia-Budgets unter<br />
Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />
Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Sponsoring-agentur<br />
Die Sponsoring-Agentur soll den Bekanntheits-<br />
und Sympathiegrad eines Unternehmens, einer<br />
Institution, einer Persönlichkeit etc. steigern.<br />
Sponsoring hat im Wesentlichen eine Komplementäraufgabe<br />
und kann nur als Teil einer<br />
Gesamtkonzeption erfolgreich sein.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Andererseits hat die Sponsoring-Agentur die Aufgabe,<br />
für Vereine etwa in den Bereichen Kunst,<br />
Kultur, Umwelt, Soziales, Gesundheit oder Sport<br />
die erforderlichen finanziellen Mittel aufzubringen.<br />
Die Aufgaben einer Sponsoring-Agentur<br />
umfassen insbesondere die Konzeption und<br />
Durchführung von Sponsoring-Kampagnen und<br />
-Aktivitäten.<br />
Aufgaben<br />
Beratung über Sponsoring-Aktivitäten im Sinne<br />
der Gesamtkommunikationsausrichtung von<br />
Unternehmen, Institutionen, Vereinen oder Personen<br />
Konzeption und Durchführung von Aktivitäten<br />
im Rahmen des Sponsorings<br />
Konzeption und Durchführung von Sponsoring-<br />
und Fund-Raising-Aktivitäten mit hoher<br />
betriebswirtschaftlicher Sorgfalt<br />
Formulieren und Abschließen von Sponsorverträgen<br />
Kenntnisse über Vorschriften, Usancen von<br />
Sportverbänden, Kultureinrichtungen, Sozialeinrichtungen,<br />
Medien etc.<br />
Kenntnisse über die Marktverhältnisse und<br />
Marktpreise<br />
Analyse von Marktforschungen<br />
Weitere Infos:<br />
www.werbungwien.at<br />
65
Einer für alle … Jobprofile<br />
Nicht nur bei den drei Musketieren, auch im Bereich<br />
der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind<br />
alle aufeinander angewiesen. So kann ein Grafiker<br />
eine Kampagne alleine ohne Texter genauso wenig<br />
umsetzen wie ein Event nicht ohne Eventplaner<br />
verwirklicht und das Budget nicht ohne Controller<br />
überwacht werden kann. Lesen Sie auf den<br />
folgenden Seiten, welches die wichtigsten Tätigkeitsfelder<br />
und Berufsbilder im Bereich <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation – auf Agenturseite und<br />
auf Seite des werbetreibenden Unternehmens –<br />
sind und worauf es jeweils ankommt.<br />
In agenturen<br />
Kontakter/Kundenberater<br />
Der Kontakter oder Kundenberater ist die Schnittstelle<br />
zwischen Agentur und Auftraggeber. In der<br />
Agentur vertritt er die Wünsche des Kunden, beim<br />
Kunden präsentiert er die Ideen der Kreativen. Er<br />
hält den Kontakt zum Kunden aufrecht, damit die<br />
Agentur auch in ruhigen Zeiten nicht in Vergessenheit<br />
gerät.<br />
In den Aufgabenbereich des Kontakters fallen die<br />
Teilnahme an Kundenmeetings, die Abstimmung<br />
von Layouts und Reinzeichnungen, die Überwachung<br />
von Zeit- und Produktionsplänen – und<br />
zwar meist bei mehreren Kunden gleichzeitig. Der<br />
Kontakter sollte Einfühlungsvermögen, Knowhow<br />
in der jeweiligen Branche des Auftraggebers<br />
und ein ausgezeichnetes Organisationstalent mitbringen.<br />
Etat Director<br />
Der Etat Director steht an der Spitze der Kontaktgruppe.<br />
Er sichert eine umfassende Beratung und<br />
ist verantwortlich für das Zusammenspiel der einzelnen<br />
Kontakter-Teams. Weiters ist er der Hauptverantwortliche<br />
für die der Agentur anvertrauten<br />
Werbeetats.<br />
Client Service Director<br />
„Client Service Director“ ist – abhängig von der<br />
Struktur einer Agentur – entweder die Bezeichnung<br />
für einen Kundenberater oder beschreibt in<br />
66<br />
großen Agenturen den Leiter kompletter Agenturteams<br />
und damit auch Koordinator von Gruppen<br />
von Kundenaufträgen. Er ist häufig Mitglied der<br />
Geschäftsleitung. In großen internationalen Agenturnetzwerken<br />
werden Client Service Directors<br />
auch als Konfliktmanager eingesetzt.<br />
Texter/Konzeptionist<br />
Der Texter/Konzeptionist arbeitet eng mit Kundenberater,<br />
Grafiker, Art Director und Creative<br />
Director zusammen. Gemeinsam wird im Team<br />
die Grundidee ganzer Werbekampagnen entwickelt<br />
und in der Folge umgesetzt.<br />
In die Zuständigkeit des Texters fällt hierbei alles,<br />
was mit Sprache zu tun hat – sei es eine provokante<br />
Headline für Plakate und Anzeigen oder ein<br />
25-sekündiger Monolog für einen TV- oder Radio-<br />
Spot. In Zeiten der weltweiten Vernetzung zählt zu<br />
seinen Aufgaben auch die textliche Inszenierung<br />
von Online-<strong>Werbung</strong>en, Websites etc.<br />
Früher waren die beiden Bereiche Text und Konzeption<br />
eigenständige Berufsfelder. Personen, die<br />
sich nur auf eine der beiden Tätigkeiten beschränken,<br />
gibt es heutzutage jedoch nur mehr selten.<br />
Grafiker<br />
Dass ein Grafiker zeichnerisches und gestalterisches<br />
Talent haben muss, überrascht sicher niemanden.<br />
Design, Illustration und Typografie sind<br />
sein tägliches Brot. Er setzt die Vorstellungen des<br />
Kreativteams (zu dem er oft selbst gehört) für<br />
Printanzeigen, Plakate, TV-Spots usw. visuell um<br />
und entwirft immer wieder unverkennbare, faszinierende<br />
Bildwelten.<br />
Art Director (AD)<br />
Der Art Director trägt die Verantwortung für die<br />
visuelle und ausführungstechnische Qualität von<br />
Projekten und Kampagnen. Er benötigt eine umfassende<br />
Ausbildung im grafischen Bereich und<br />
aktuelles Wissen über visuelle Trends. Der Art Director<br />
muss außerdem gesellschaftliche Entwicklungen<br />
und ihre Wirkung auf die Kommunikation<br />
verstehen. Er hat die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln,<br />
ohne die Realität außer Acht zu lassen. Er<br />
ist ein Trendsetter.
Alle ziehen an einem Strang: In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind die verschiedenen Berufsgruppen mehr<br />
aufeinander angewiesen als anderswo. Nur gemeinsam lassen sich optimale Lösungen finden<br />
Creative Director (CD)<br />
Die Entwicklung der Kreativstrategie unterliegt<br />
der Verantwortung des Creative Directors. Er<br />
koordiniert Texter, Grafiker und Art Directors,<br />
muss diese motivieren und führen. Der Creative<br />
Director behält den Überblick, hat Trends der<br />
Alltagskultur und Gesellschaft im Auge, weiß, was<br />
die Konkurrenz macht und braucht viel kreative<br />
Energie.<br />
Media Buyer<br />
Der Media Buyer koordiniert den Werbemedien-<br />
und Werbemitteleinkauf, überwacht die korrekten<br />
Schaltungen sowie die Effizienzdaten, die von<br />
Seiten der Medien kommen. Er muss über Reichweiten,<br />
Zielgruppen und Tarife Bescheid wissen,<br />
um den ihm anvertrauten Etat optimal einsetzen<br />
zu können. Media Buyer arbeiten meist in speziellen<br />
Agenturen. Der Media Buyer ist oft auch<br />
gleichzeitig der Mediaplaner.<br />
Mediaplaner<br />
Der Mediaplaner ist in Abstimmung mit der Konzeption<br />
und dem Kunden dafür zuständig, nach<br />
den vorgegebenen Marketingplänen und Zielgruppen<br />
den richtigen Media-Mix zusammenzustellen.<br />
Das heißt, er ist für den Einsatz der Plakate, Anzeigen,<br />
Radio-, Kino- und TV-Spots zur richtigen<br />
Zeit im richtigen Medium zu einem möglichst kos-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
tengünstigen Preis verantwortlich. Er ist auf dem<br />
Gebiet der Marktforschung versiert, kennt alle relevanten<br />
Marktmess instrumente, Reichweiten etc.<br />
Aufgrund des von ihm erarbeiteten Mediaplans<br />
beginnt die Arbeit des Media Buyers. Heutzutage<br />
werden diese beiden Aufgaben oft schon von derselben<br />
Person ausgeführt.<br />
Strategic Planner<br />
Strategic Planner sind meist aus der Marktforschung<br />
kommende Spezialisten, die kreative<br />
Chancen der Positionierung und die Entwicklung<br />
der Strategie erarbeiten. Erst danach setzt die Arbeit<br />
der Kreativen ein.<br />
FFF-Producer<br />
FFF steht für Film-Funk-Fernsehen. Ein FFF-Producer<br />
ist demnach für die Produktion von Spots für<br />
die elektronischen Medien zuständig. Die Tätigkeit<br />
umfasst die Auswahl von Regisseur, Produktionsfirma<br />
und Models, die Planung der Spots sowie die<br />
Überwachung des Budgets und der Produktion.<br />
FFF-Producer arbeiten zumeist in eigenen Produktionen<br />
und nicht mehr direkt in einer Werbeagentur.<br />
Print Producer<br />
Drucksorten (Folder, Broschüren, Plakate etc.) so<br />
gut und günstig wie möglich zu produzieren, ist die<br />
67
Aufgabe des Print Producers. Er ist ein absoluter<br />
Experte in Sachen Druckvorstufe, verschiedenen<br />
Druckarten (Bogenoffset-, Rollenoffset-, Digital-,<br />
Sieb-, Flexo- und Tampondruck), kennt den Unterschied<br />
zwischen RGB und CMYK und vieles<br />
mehr.<br />
Natürlich weiß er auch über die aktuellen Preise<br />
am Papiermarkt zu jeder Zeit Bescheid.<br />
Controller/Finanzdirektor<br />
Controller und Finanzdirektoren sind in Werbeagenturen<br />
für das Finanzielle verantwortlich. Sie<br />
prüfen alles Buchhalterische, wachen über Ausgaben<br />
und Einnahmen, erstellen Finanzpläne und<br />
behalten die Leistungen und Kosten der Lieferanten<br />
im Auge.<br />
Teamgeist ist in der Werbebranche unerlässlich<br />
68<br />
Art Buyer<br />
Der Art Buyer stellt den Kontakt zwischen der<br />
Werbeagentur und allen künstlerischen Auftragnehmern<br />
einer Produktion her und wählt diese<br />
nach den spezifischen Bedürfnissen eines Jobs<br />
aus. Er organisiert und kauft Fotografen, Modelle,<br />
Stylisten, Regisseure, Kameraleute etc. ein. Sogar<br />
mit Tiertrainern hat er es manchmal zu tun.<br />
Er ist auch für die Kalkulation von Foto-Jobs verantwortlich.<br />
Die von ihm eingekauften Leistungen<br />
müssen sich natürlich immer im vom Kunden vorgegebenen<br />
finanziellen Rahmen bewegen.<br />
Nicht mehr viele heimische Agenturen haben<br />
diese Funktion besetzt. Häufig übernehmen Art<br />
Director, Creative Director oder Kontakter diesen<br />
Job.
In werbetreibenden<br />
unternehmen<br />
Marketingleiter/Leiter Marketing und<br />
Kommunikation<br />
Der Marketingleiter entwickelt den Marketingplan<br />
auf Basis der Unternehmens- und Kommunikationsstrategie<br />
und setzt diesen in die Tat um. Zu<br />
seinen primären Aufgaben zählen die Maßnahmen-<br />
und Budgetplanung sowie die Umsetzung in<br />
enger Zusammenarbeit mit der Werbeleitung und<br />
der/den betreuenden Werbeagentur(en).<br />
Werbeleiter<br />
Der Werbeleiter erstellt in enger Zusammenarbeit<br />
mit der Marketingabteilung und den Product Managern<br />
die Werbestrategie eines Unternehmens.<br />
Der Werbeleiter trägt Sorge für die Planung, Realisierung<br />
und Kontrolle der Werbemaßnahmen,<br />
sorgt dafür, dass die notwendigen personellen und<br />
sachlichen Voraussetzungen gegeben sind und<br />
kümmert sich um die Auswahl einer geeigneten<br />
Werbeagentur.<br />
Brand Manager<br />
Marken gewinnen in unserer Welt von Tag zu<br />
Tag stärker an Bedeutung. Ein unverwechselbares<br />
Image ist für jede Marke unerlässlich. Die Kreation<br />
dieses Images übernimmt der Brand Manager.<br />
Er macht einen austauschbaren Artikel durch einen<br />
Markennamen und zusätzliche Eigenschaften<br />
unverwechselbar. Dabei muss er sich zum einen<br />
um die Gestaltung von Design und <strong>Werbung</strong> eines<br />
Markenartikels und zum anderen um eine passende<br />
Preis-, Produkt- und Vertriebspolitik kümmern.<br />
Der Brand Manager ist für die Positionierung „seiner“<br />
Marke(n) und auch für die Einhaltung dieser<br />
Positionierung im Tagesgeschäft zuständig.<br />
Brand Manager werden in verschiedenen Unternehmen<br />
auch Product Manager genannt, je nachdem,<br />
wie stark das Unternehmen auf Markenpflege<br />
eingestimmt ist.<br />
Customer Relationship Manager<br />
Der Customer Relationship Manager steuert die<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
PR-Mitarbeiter versorgen die Medien mit zielgruppenrelevanten<br />
Informationen<br />
kundenorientierten Service- und Vertriebsprozesse,<br />
Qualitätschecks etwa des Call Centers sowie<br />
die Entwicklung von Kundenbindungs- und Beschwerdemanagement-Systemen.<br />
Dabei muss er<br />
stets den Wert der Geschäftsbeziehungen und die<br />
Kosten der Loyalitätsprogramme im Blick haben.<br />
Event- und Messemanager<br />
Häufig koordiniert in großen Unternehmen eine<br />
Person Messen und/oder Events, sowohl intern als<br />
auch extern. Fachliches Wissen über Auswahl der<br />
Messen, Zielgruppensegmentierung, Konzeption,<br />
Zeit- und Kostenplan, Personalmanagement, begleitende<br />
Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen<br />
bis zur Nachbearbeitung sind hier Voraussetzung.<br />
Kleinere Unternehmen greifen meist auf<br />
externe Berater zurück.<br />
PR-Mitarbeiter<br />
Er versorgt die Presse mit relevanten Mitteilungen.<br />
Die Inhalte müssen nachvollziehbar sein und sollen<br />
überzeugend auf die Zielgruppe wirken. PR-<br />
Mitarbeiter verfassen als Ghostwriter die Reden<br />
von Vorständen, koordinieren Pressekonferenzen,<br />
sind die erste Anlaufstelle in Krisensituationen und<br />
bemühen sich um ein positives Image des Unternehmens<br />
in der Öffentlichkeit.<br />
69
Niemals ohne Briefing<br />
Jeder kennt die Situation: Einige Menschen sitzen<br />
in einer (kleineren oder größeren) Gruppe zusammen<br />
und besprechen künftige Kommunikationsmaßnahmen<br />
gemeinsam mit dem Kunden. Wenn<br />
die Kampagne umgesetzt ist, ist der Kunde unzufrieden.<br />
Der Grund liegt mit großer Wahrscheinlichkeit<br />
im nicht ausreichenden Briefing.<br />
Dieses gilt nicht ohne Grund als Basis für alle<br />
Kommunikationsmaßnahmen. Es bildet den Beginn<br />
und die Grundlage jeder Zusammenarbeit<br />
zwischen einem werbetreibenden Unternehmen<br />
und einer Kommunikationsagentur. Entweder<br />
wird das Briefing bereits vom Auftraggeber vergeben<br />
oder es wird gemeinsam mit der Agentur<br />
erarbeitet.<br />
Erst aufbauend auf ein entsprechendes Briefing<br />
kann die Kommunikationsagentur dann ihre eigentliche<br />
Arbeit leis ten. Wichtig ist, dass das Briefing<br />
alle für die Zusammenarbeit relevanten Details<br />
beinhaltet.<br />
Im Briefing sollten folgende Aspekte erarbeitet<br />
werden:<br />
Statusanalyse<br />
Die Werbe- oder Kommunikationsagentur muss<br />
die bisherigen Kommunikationsaktivitäten des<br />
Unternehmens kennen und muss wissen, wie sich<br />
der Markt in den wesentlichen Rahmenbedingungen<br />
darstellt und in welcher Phase sich das Unternehmen<br />
derzeit befindet.<br />
Kommunikationsziele<br />
Ziele müssen in einem Briefing präzise formuliert<br />
werden und übernehmen nicht die Aufgabe der<br />
„Wunscherfüllung“. Die Kommunikations ziele<br />
kann man in folgende Dimensionen einteilen:<br />
Bekanntheit, Sympathie und Verhaltensbeeinflussung.<br />
Die Ziele müssen messbar, motivierend und<br />
realis tisch sein.<br />
Zielgruppen<br />
Zielgruppenbeschreibungen sollen nicht nur rein<br />
soziodemografisch, nach Alter und Geschlecht,<br />
sondern nach Lebenswelten erfolgen. Individuelle<br />
Erkenntnisse über Zielgruppen erhält man durch<br />
70<br />
Fokusgruppengespräche. Mit ihrer Hilfe macht<br />
man aus den Menschen, die angesprochen werden<br />
sollen, mehr als statistisch reduzierte Durchschnittswerte.<br />
Bei guten Briefings können sich die Kreativen in<br />
die umworbene Zielgruppe hineindenken und<br />
-fühlen.<br />
Wettbewerber<br />
Kenntnisse über die Wettbewerber, ihre Stärken<br />
und Schwächen und der Überblick über den<br />
Markt müssen ein klares Bild ergeben.<br />
Differenzierungen zu den konkurrierenden Unternehmen<br />
sind mehr und mehr durch Added Values<br />
via Dienst leistungen zu erzielen oder durch den<br />
Aufbau von Erlebniswelten, die emotionale Bindungen<br />
erzeugen, zu erreichen.<br />
Produkt- und Unternehmenspositionierung<br />
Eine saubere Positionierung entscheidet über die<br />
Glaubwürdigkeit, die getroffene Wahl und die<br />
Loyalität. Die differenzierte Positionierung ist die<br />
schwierigste Aufgabe im Marketing. Eine gute<br />
Positionierung gilt als Leitplanke für die kreativen<br />
Lösungen.<br />
Hauptnutzen<br />
„Warum würde ich für dieses Produkt Geld ausgeben?“<br />
Die Antwort ist der Nutzen. Aus Sicht<br />
der Kunden ergibt sich dieser aus der abgeleiteten<br />
Leis tung.<br />
Das Resultat des Produkts oder seiner Verwendung<br />
muss in Nutzen überlegungen bedacht werden.<br />
Nur so können auch wirklich neue Kreativlösungen<br />
gefunden werden.<br />
Begründung des Nutzens<br />
Das Unternehmen sollte der Agentur im Briefing<br />
immer Begründungen zum Nutzen ver sprechen<br />
liefern. Beweise aus der historischen Kompetenz<br />
des Unternehmens, seiner For schungsaktivität und<br />
der Unternehmensphilosophie machen die Begründungen<br />
nachvoll zieh bar. Die Agentur erhält<br />
dadurch die Chance, den Konsumenten damit<br />
überzeugen zu können.
Information ist entscheidend: Partner, Kunden und Mitarbeiter müssen laufend mit ausreichenden Projekt-<br />
Informationen versorgt werden<br />
Markenbild/Markenkern<br />
Jede Marke besitzt einen Markenkern und eine<br />
Markenvitalität. Im Kern sind die Konstanten<br />
positioniert, die eine Wiedererkennung der Marke<br />
ermöglichen, wie etwa die formalen Kriterien<br />
von Farbe und Schrifttyp.<br />
Zur Vitalität gehört die Anpassung an neue<br />
Konsumgewohnheiten oder den technischen<br />
Fortschritt. Für das Briefing ergibt sich daraus<br />
die Forderung, dass präzise festgehalten werden<br />
sollte, was Bestand haben muss und was veränderbar<br />
ist.<br />
Restriktionen<br />
In jedem Unternehmen gibt es geschriebene und<br />
ungeschriebene Spielregeln, auch für <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation. Es kann zum Beispiel<br />
eine Abneigung gegen Anglizismen oder<br />
Visualisie run gen geben. Die Agentur muss dies<br />
allen betroffenen Mitarbeitern kundtun, damit<br />
eine Zusammenarbeit nicht gefährdet wird.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Tonalität<br />
Die verbale und nonverbale Kommunikation<br />
wird einheitlicher und unverwechselbarer, wenn<br />
das Unternehmen seine <strong>Werbung</strong> im Sinne einer<br />
Marke gestaltet.<br />
Die Tonalität muss die Akzeptanz der Zielgruppe<br />
finden und das Selbstverständnis des Unternehmens<br />
treffen.<br />
Zeit- und Kostenplan<br />
Die Vorgabe von Zeit- und Kostenplänen ist natürlich<br />
abhängig vom Projektumfang. Vor allem über<br />
den Zeitplan sollten sich Unternehmen und Agentur<br />
gemeinsam einig werden.<br />
Rebriefing<br />
Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte die<br />
Agentur in eigenen Worten formulieren, was sie<br />
verstanden hat. Ein Abzeichnen des Rebriefings<br />
vom Unternehmen hilft, spätere Streitigkeiten zu<br />
vermeiden.<br />
71
Zukunft Mobile I Social Media: Was vom Hype bleibt I Digital Marketing<br />
Zukunft<br />
72
05<br />
Die Zukunft ist mobile<br />
Schenkt man aktuellen Studien Glauben, dann<br />
steht die Gesellschaft zurzeit mitten im größten<br />
technologischen Umbruch seit der Einführung<br />
des Internets, denn das mobile Internet ist<br />
drauf und dran, den Massenmarkt zu erobern.<br />
„Die Wachstumsraten sind von einem niedrigeren<br />
Niveau ausgehend naturgemäß wesentlich<br />
höher als beim bereits etablierten Desktop-Internetzugriff“,<br />
gibt Lilian Meyer- Janzek, CEO<br />
bei GroupM Interaction, einen Einblick in die<br />
aktuelle Lage: „Im ersten Halbjahr 2011 stieg<br />
die mobil abgerufene Datenmenge global um<br />
77 Prozent versus 25 Prozent stationär.“<br />
Das mobile Internet hat sich in den vergangenen<br />
fünf Jahren im Alltag der User etabliert,<br />
bis zuletzt blieben diese noch in der Minderzahl.<br />
Das soll sich nun bald ändern. Laut der<br />
„Mobile Web Watch Studie“ von „Accenture“<br />
surften 2010 rund 31 Prozent der Österreicher<br />
im mobilen Web, 76 Prozent besitzen aber ein<br />
internetfähiges Gerät, davon nützen 46 Prozent<br />
Smartphones, Tendenz stark steigend. Laut<br />
Austrian Internet Monitor (AIM) hat sich der<br />
mobile Internetzugang in den letzten fünf Jahren<br />
mehr als verdreifacht. Gerade die äußerst<br />
zügige Verbreitung der Smartphones und immer<br />
günstigere Tarife haben dazu geführt, dass<br />
das mobile Internet nun kurz vor dem Durchbruch<br />
in die Masse steht.<br />
Wende im Jahr 2015<br />
Eine Studie von „Morgan Stanley“ geht davon<br />
aus, dass es global gesehen im Jahr 2015 bereits<br />
mehr mobile als stationäre User geben wird.<br />
Der Durchbruch finde demnach vor allem<br />
durch verbesserte Technologien (Smartphones,<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Welche Herausforderungen der aktuelle<br />
Social-Media-Hype und Mobile<br />
Media für Agenturen mit sich bringen<br />
und warum dem Digital Marketing<br />
goldene Zeiten bevorstehen, lesen<br />
Sie auf den folgenden Seiten.<br />
Tablets, GPS-Systeme, WLAN-Applikationen)<br />
statt. Allerdings wird Mobile das stationäre Internet<br />
nicht ablösen, sondern ergänzen.<br />
100 Prozent Wachstum<br />
in Deutschland<br />
In Deutschland, das im Bereich Online Österreich<br />
immer um rund zwei bis drei Jahre voraus<br />
ist, wird 2011 zum Mobile-Schlüsseljahr. „Die<br />
Zahl der Anfragen und die der <strong>Werbung</strong>treibenden<br />
hat im Vergleich zu den Vorjahren deutlich<br />
zugenommen“, sagt Arne Wolter, Geschäftsführer<br />
bei G+J EMS, dem reichweitenstärksten<br />
Mobile-Vermarkter in Deutschland: „Damit<br />
sind wir fest davon überzeugt, dass der Tipping<br />
Point beim Mobile Advertising nun durch ist<br />
und wir in diesem Jahr ein stark beschleunigtes<br />
Wachstum und damit den endgültigen Durchbruch<br />
von Mobile Advertising erleben werden<br />
– nicht umsonst sind wir schon zum Teil bei<br />
einigen Umfeldern und insbesondere bei Sonderwerbeformen<br />
ausgebucht.“ Wolter rechnet<br />
damit, dass der Mobile-Markt in Deutschland<br />
in diesem Jahr um rund 100 Prozent wachsen<br />
wird und ein Volumen von rund 40 Millionen<br />
Euro brutto erreicht.<br />
Für Österreich fallen die Zahlen etwas bescheidener<br />
aus, wenngleich die Wachstumsprognosen<br />
mehr als eindeutig sind. Laut<br />
werbeplanung.at wurde 2010 in Österreich mit<br />
Mobile Advertising ein Bruttowerbeumsatz von<br />
1,75 Millionen Euro erwirtschaftet, aktuelle<br />
Prognosen von Focus Media Research gehen<br />
davon aus, dass bereits im zweiten Halbjahr<br />
2011 die Marketingsbudgets für den Bereich<br />
Mobile um rund elf Prozent wachsen.<br />
73
Herausforderung für Agenturen<br />
Die Agenturen und Dienstleister in der Werbebranche<br />
sowie die zahlreichen Kreativen sind ob dieser<br />
Prognosen besonders gefordert. Denn sie müssen<br />
relativ rasch mobile Kampagnen, Werbeformen,<br />
Applikationen und Tools entwickeln, die beim User<br />
auch ankommen. Obwohl in den letzten Jahren hier<br />
viel entwickelt wurde, steht man genau genommen<br />
im Bereich Mobile noch ganz am Anfang, denn vielerorts<br />
fehlen noch die entsprechenden Reichweiten<br />
und technischen Umsetzungen.<br />
Andreas Wochenalt, Head of Digital/Cross-Media<br />
bei Demner, Merlicek & Bergmann, sieht die besonderen<br />
Herausforderungen in der medienadäquaten<br />
Umsetzung von Mobile-Kampagnen: „Text und<br />
Bildsprache sind gänzlich anders. Die angebotenen<br />
Interaktionen fordern User – da ist noch viel<br />
Know-how in Usability Design zu investieren. Und<br />
entscheidend ist immer noch der Mehrwert für die<br />
Anwender. Wenn sich User die Mühe machen,<br />
einen QR-Reader zu öffnen, via kostenpflichtiges<br />
Internet unsere Werbebotschaften aufrufen und<br />
dann nur den TV-Spot zu sehen bekommen, haben<br />
wir etwas falsch gemacht.“<br />
Denn jede technische Barriere reduziere die Reichweite.<br />
Hinzu kommt, dass das Mobile Marketing<br />
nicht getrennt von konventionellem Marketing gedacht<br />
werden kann. Wochenalt resümiert: „Wenn<br />
Mobile Marketing crossmedial und barrierefrei<br />
umgesetzt wird, kann eine Kampagne ganz schön<br />
Beine bekommen.“<br />
<strong>Werbung</strong> mediumgerecht umsetzen<br />
Die Österreicher stehen der mobilen <strong>Werbung</strong> noch<br />
skeptisch gegenüber, umso größer ist die Herausforderung<br />
für die Werber. 55 Prozent lehnen mobile<br />
<strong>Werbung</strong> grundsätzlich ab und können mit Werbebotschaften<br />
als täglichem Begleiter am Smartphone<br />
nur wenig anfangen. Akzeptiert wird mobile <strong>Werbung</strong><br />
nur, wenn damit ein unmittelbarer Mehrwert<br />
in Form von Gutscheinen oder reduzierter Grundgebühr<br />
verknüpft ist. Applikationen, die direkt mit<br />
Produkten verküpft sind, wie zum Beispiel Online-<br />
Banking, Online-Shopping oder auch Tickets buchen,<br />
werden über das Handy bzw. Smartphone<br />
74<br />
„Wenn Mobile Marketing crossmedial<br />
und barrierefrei umgesetzt wird,<br />
kann eine Kampagne ganz schön<br />
Beine bekommen “<br />
Andreas Wochenalt, MA<br />
Head of Digital/Cross-Media<br />
Demner, Merlicek & Bergmann<br />
noch wenig genützt, obwohl sie im Prinzip massentauglich<br />
wären. Auch hier gibt es also für die Werbebranche<br />
noch viel zu tun.<br />
Usability & Reduktion<br />
Die Zauberworte heißen hier Usabilitiy und Reduktion.<br />
Für Andreas Wochenalt sind sie das Um<br />
und Auf für Designer mobiler Websites oder Apps.<br />
„Bilder in der Totalen und Texte über 300 Zeichen<br />
pro Page werden kaum wahrgenommen, auch nicht<br />
auf Smartphones. Und Bewegtbild hat in den meisten<br />
Fällen einen miserablen Sound“, so Wochenalt.<br />
Nicht nur mobile Websites müssen medienadäquat<br />
umgesetzt werden, sondern auch die mobilen Werbeformate.<br />
Nur so könne sowohl im Standard- wie<br />
auch im Sonderwerbeformenbereich eine nachhaltige<br />
und mediumgerechte Zielgruppenkommunikation<br />
ermöglicht werden, ist Arne Wolter überzeugt.<br />
Für Martina Zadina, Geschäftsführerin des Online-<br />
Mobile Websites<br />
oder Apps?<br />
Vorteile Apps:<br />
Können direkter auf die Hardware des Smartphones<br />
zugreifen<br />
Gute Monetarisierungsmöglichkeiten<br />
Mehr kreative, technologische Möglichkeiten<br />
Insgesamt viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten<br />
Funktionieren auch offline<br />
Im Allgemeinen besser zu bedienen<br />
Vorteile mobile Websites:<br />
Relative Plattformunabhängigkeit, einfachere Updateprozesse,<br />
laufen auf allen Geräten<br />
Stehen dank HTML5 und CSS3 Apps kaum noch<br />
nach<br />
Sprechen breiteres Publikum an<br />
Können auf Suchmaschinen gefunden werden<br />
Können auf sozialen Netzwerken geteilt werden<br />
Keine Prüfung eines Betriebssystembetreibers<br />
notwendig, keine Kontrolle<br />
Kostengünstiger<br />
Höhere Reichweite
Vermarkters „adworx“, haben jene Werbeformate<br />
die größten Erfolgschancen, „die den User in seinem<br />
gewohnten mobilen Surf-Verhalten nicht stören<br />
beziehungsweise inhaltlich so gestaltet sind, dass<br />
sie das Interesse des Users wecken und diesen zur<br />
Interaktion mit dem Werbemittel motivieren“.<br />
Und Lilian Meyer-Janzek ergänzt: „Grundvoraussetzung<br />
einer mobilen Internet-Kampagne ist<br />
jeweils eine für mobile Endgeräte optimierte Landingpage.<br />
<strong>Werbung</strong> am Handy wird als invasiver<br />
wahrgenommen als über andere Kanäle. Der zielgruppenspezifische<br />
Zuschnitt der Werbeangebote<br />
ist daher einer der zentralen Erfolgsfaktoren einer<br />
mobilen Kampagne.“<br />
Mobilen Websites gehört die Zukunft<br />
In puncto medienadäquater Umsetzung von Werbebotschaften<br />
sind Apps eine praktikable Lösung, das<br />
haben zumindest die letzten Jahre mit milliardenfachen<br />
Downloads in Apples App-Store gezeigt. Seit<br />
2008 werden im App-Store mehr als 425.000 Apps<br />
angeboten, die mittlerweile mehr als 15 Milliarden<br />
Mal heruntergeladen wurden. Doch sind die Apps<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Der Mobile Browser wird langfristig<br />
gesehen die relevantere Plattform<br />
beim Zugang zu mobilen Inhalten<br />
sein“<br />
Dipl. Wirt.-Ing. Arne Wolter MBA<br />
Geschäftsführer G+J Electronic Media Sales<br />
Alles App? Global verzeichnete der<br />
App-Store von Apple 15 Milliarden<br />
Downloads seit 2008. Experten sehen<br />
nun aber das Ende des Hypes nahen<br />
auch der Weisheit letzter Schluss und werden sie<br />
auch in Zukunft den angesprochenen Herausforderungen<br />
des Werbemarktes gerecht? Laut Austrian<br />
Internet Monitor (AIM) nützt jeder fünfte Handybesitzer<br />
in Österreich Apps und hat durchschnittlich<br />
zehn Apps installiert. Die beliebtesten App-Anwendungen<br />
sind Navigation, Wetter, Spiele oder soziale<br />
Netze, also nicht gerade Umfelder, in denen Mobile<br />
Advertising seine Stärken ausspielen kann.<br />
Für Lilian Meyer-Janzek muss mit einer App ein<br />
besonderer USP geboten werden, damit sich die<br />
Entwicklungskosten durch eine nachhaltige Nutzung<br />
auch rentieren: „Neben App-Marketing bietet<br />
In-App-Advertising reichhaltige Sonderwerbeformen.<br />
Aber auch die Werbeformate auf mobilen<br />
Webseiten werden zusehends vielseitiger und Erhöhen<br />
die Attraktivität mobiler Werbemöglichkeiten.“<br />
Das Ende des App-Hypes<br />
Derzeit scheint vieles darauf hinzudeuten, dass der<br />
momentane App-Hype bald der Vergangenheit<br />
angehört und sich top-optimierte mobile Websites<br />
letztlich immer mehr durchsetzen. Für Taptu, ein<br />
75
Unternehmen, das sich auf die Bewertung Touchscreen-freundlicher<br />
Websites spezialisiert hat, ist<br />
der App-Hype schon Geschichte. Demnach wachsen<br />
Mobile Websites bereits jetzt schneller als Apps.<br />
Ausgegangen wird von einer zukünftigen jährlichen<br />
Wachstumsrate von 232 Prozent, Apps von Apple<br />
würden im Gegenzug „nur“ um 144 Prozent wachsen,<br />
sagen die aktuellen Taptu-Zahlen. Vergleicht<br />
man die unmittelbaren Vorteile von Apps und mobilen<br />
Websites miteinander (siehe Kasten), zeigt sich<br />
bald, dass Letztere die Nase vorn haben, wenn es<br />
darum geht, Umfelder für mobile Werbebotschaften<br />
bereitzustellen.<br />
Dass mobile Websites in Zukunft eine größere Rolle<br />
spielen werden als Apps, davon geht auch G+J EMS,<br />
immerhin der größte Online-Vermarkter in Deutschland,<br />
aus: „Derzeit spielen Apps – sowohl auf dem<br />
iPhone als auch auf Android- und Blackberry-Geräten<br />
– eine relevante Rolle als Werbeträger. Allerdings<br />
sollte man trotz des aktuellen App-Hypes die Bedeutung<br />
des Mobile Browsing nicht unterschätzen,<br />
da dieses für alle Endgeräte relevant ist. Der Mobile<br />
Browser wird langfristig gesehen die relevantere<br />
Plattform beim Zugang zu mobilen Inhalten sein“,<br />
sagt G+J-EMS-Geschäftsführer Arne Wolter.<br />
Html5 als Turbo<br />
Auch das Experten-Forum „Mobile Media 2011“<br />
der VDZ Akademie in Hamburg prophezeit den<br />
Apps keine große Zukunft. Mobile Websites hätten<br />
auf Basis von HTML5 ein weitaus größeres Potenzial,<br />
so der Tenor der Vorträge. Andreas Wochenalt<br />
relativiert ebenso den App-Hype. Für ihn sind Apps<br />
Investitionen, die sich nicht immer rechnen. „Oft<br />
muss erst einmal die App beworben werden, das<br />
kann eine Kampagne schnell verwässern. Die Frage<br />
ist doch, werden die Apps auch tatsächlich genützt?<br />
Wenn ja, in welchem Ausmaß? Und wie geht man<br />
mit der Nutzung durch die User um. Haben Unternehmen<br />
und User etwas davon – zum Beispiel ein<br />
für beide Seiten nützliches CRM?“<br />
Wochenalt resümiert: „Mobile Websites sind absolute<br />
Pflicht, da ist noch viel zu tun.“ Geht es nach<br />
den Experten der VDZ Akademie in Hamburg,<br />
dann haben Apps nur dann eine Zukunft, wenn<br />
sie hochwertigen Content bieten. Insofern stehen<br />
76<br />
„Die potenziellen Targeting-Kriterien<br />
mobil ausgelieferter <strong>Werbung</strong> sind<br />
umfassend“<br />
Dr. Lilian Meyer-Janzek<br />
GroupM<br />
CEO Interaction<br />
hier die Chancen für Verlage gut. Für sie und andere<br />
Unternehmen können Apps ein wichtiges Instrument<br />
für die Kundenbindung und den Vertrieb<br />
sein.<br />
Mobile erhöht Werbevielfalt<br />
Ganz gleich, ob man nun auf Apps oder mobile<br />
Websites setzt, die Bandbreite der mobilen Werbeformate<br />
hat sich durch die außergewöhnliche<br />
Marktdynamik des Mobile-Segments in kurzer Zeit<br />
enorm vergrößert. „Die Mobile-Vielfalt ist schon<br />
fast genauso groß wie bei der Online-<strong>Werbung</strong>, wobei<br />
die außergewöhnliche Nähe zum Konsumenten<br />
in allen Lebenssituationen in Kombination mit<br />
Entwicklung der Online-Werbeaktivitäten<br />
Eingeschätztes Wachstum 7–12/2010 vs. 7–12/2011,<br />
Werte in Prozent<br />
Newsletter-<strong>Werbung</strong>/<br />
E-Mail-Marketing<br />
Suchmaschinen-Marketing<br />
und Optimierung<br />
Social Media<br />
Display/<br />
Bannerwerbung<br />
Classifieds/Kleinanzeigen/<br />
Directories<br />
Performance-Marketing exkl.<br />
Suchmaschinen-Marketing<br />
Video-In-Stream-<br />
Advertising<br />
Mobiles Marketing<br />
1,3<br />
1,1<br />
3,1<br />
8,9<br />
6,1<br />
9,9<br />
10,8<br />
17,6<br />
Quelle: Focus
Glossar Mobile<br />
TABLETS: Tablet-PCs sind (meist) tastaturlose Computer, die mittels<br />
Touchscreen bedient werden.<br />
GPS-SYSTEME: Global Positioning System (GPS), offiziell NAVSTAR<br />
GPS, ist ein globales Navigations-Satellitensystem zur Positionsbestimmung<br />
und Zeitmessung. Immer mehr Handys, Smartphones und<br />
Tablets sind mit diesem System ausgerüstet. Für die <strong>Werbung</strong> eröffnet<br />
diese Technologie (Targeting, Augmented Reality) viele Möglichkeiten.<br />
QR-READER: Meist auf Handys und Smartphones installierte Programme,<br />
die mit der Kamera aufgenommene QR-Codes entschlüsseln<br />
können. Sie können in QR-Codes enthaltene Befehle zur Weiterverarbeitung<br />
der entschlüsselten Daten interpretieren, um andere<br />
Programme zu öffnen und ihnen Parameter zu übergeben (z.B. Öffnen<br />
einer URL im mobilen Browser). Der QR-Code (englisch Quick<br />
Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist ein<br />
zweidimensionaler Strichcode (2D-Code) und wurde 1994 von der<br />
japanischen Firma Denso Wave entwickelt.<br />
innovativen Mobile-Features eine ganz besondere<br />
Awareness ermöglicht“, sagt Arne Wolter.<br />
Ein eindeutiger Trend, der sich im Bereich Mobile<br />
abzeichnet ist „Targeting“, also die zielgruppenspezifische<br />
Ansprache von Usern. „Die potenziellen<br />
Targeting-Kriterien mobil ausgelieferter <strong>Werbung</strong><br />
sind umfassend“, sagt Lilian Meyer-Janzek.<br />
Das liegt vor allem auch daran, dass das Mobile<br />
Targeting User mit bestimmten demografischen<br />
Merkmalen oder mit einer bestimmten regionalen<br />
Präsenz erreicht, dies lässt eine sehr effektive Kampagnen-Aussteuerung<br />
zu. Die Möglichkeit der Geolokalisierung<br />
kann vor allem im Mobile Couponing<br />
und im Rahmen von Location Based Services genützt<br />
werden. „Anbieterseitig hat Couponing stark<br />
zugenommen, Mobile Couponing ist eine Form von<br />
Performance-Marketing, die das Potenzial hat, dem<br />
klassischen Handelsprospekt den Rang abzulaufen“,<br />
sagt Meyer-Janzek.<br />
Tablets sorgen für Dynamik<br />
Der Einsatz der mobilen Werbeformate wird auch<br />
wesentlich vom mobilen Endgerät bestimmt. Während<br />
das Mobile Targeting vorrangig für Smart-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Social Media, Video Ads und<br />
Mobile Marketing werden der<br />
Online-Werbebranche in den<br />
nächsten Jahren zusätzliches<br />
Wachstums-potential bescheren“<br />
Karin Hammer<br />
Präsidentin des IAB Austria<br />
WLAN-APPLIKATIONEN: Lokales kabelloses Funknetzwerk, mit dem<br />
sich mobile Endgeräte (z. B. Notebooks und PDAs) kabellos verbinden<br />
lassen. Die Kombination W-LAN und Internetzugang ermöglicht<br />
schnelles, kabelloses Surfen sowie Zugreifen auf das firmeneigene<br />
Intranet. WLAN-Applikationen sind Miniprogramme, die sich diese<br />
Techologie zunutze machen.<br />
HTML5: HTML steht für Hypertext Markup Language. Eine Auszeichnungssprache,<br />
ursprünglich erfunden, um Dokumente zu gliedern<br />
und darzustellen sowie mit Verweisen (Links) zu navigieren. Der<br />
neue Standard HTML5 ist wie eine Sammlung verschiedener Webtechniken:<br />
Programmiersprachen sind sehr einfach zu implementieren<br />
und es bietet vielfältige neue Funktionalitäten wie u.a. Video,<br />
Audio, lokalen Speicher und dynamische 2D- und 3D-Grafiken, die<br />
zuvor nicht direkt unterstützt wurden.<br />
Quelle: Wikipedia<br />
phones und Handys eingesetzt wird, eignet sich<br />
der entspanntere Medienkonsum über Tablets<br />
wiederum für andere Kundenansprachen wie z. B.<br />
Stimmungswerbung und das Anstoßen von Impulskäufen.<br />
Vor allem die Tablets sollen in Zukunft eine immer<br />
größere Rolle spielen und sich in absehbarer Zeit zu<br />
einem mächtigen Kanal für das mobile Marketing<br />
entwickeln. „Ihre Stückzahl ist mit 45.000 Stück<br />
Verbreitung in Österreich zurzeit noch überschaubar.<br />
Innerhalb der nächsten Jahre kann mit einem<br />
Vielfachen davon gerechnet werden“, so Lilian<br />
Meyer-Janzek.<br />
Laut Umfrage des deutschen Branchenverbandes<br />
BITKOM soll in Deutschland der Umsatz mit Tablets<br />
2011 um 70 Prozent steigen. Und eine Untersuchung<br />
der Investmentbank „Goldman Sachs“ über<br />
Tablets und ihre Auswirkungen auf den IT-Markt<br />
kommt zu dem Schluss: „Tablets sind die größte<br />
Veränderung in der IT-Welt seit 30 Jahren.“<br />
Ob diese Prognose auch für die Werbebranche<br />
zutrifft, wird sich zeigen. Klar ist, dass die Tablets<br />
jetzt schon die Relevanz und Dynamik des Mobile<br />
Advertising weiter verstärken.<br />
77
Revolution: Laut Studien sind Tablets die größte<br />
Veränderung in der IT-Welt seit 30 Jahren<br />
(im Bild: iPad 2)<br />
78<br />
Rasante Entwicklung: Die erste<br />
Tablet-Generation ist bereits<br />
passé (im Bild: Samsung<br />
Galaxy Pad 10.1)<br />
Kampf der Konzerne: Apple<br />
hat längst Konkurrenz (im Bild:<br />
Android-Tablet HTC Flyer)<br />
Usability: Tablets müssen vielen<br />
Ansprüchen genügen, sollen<br />
leicht, aber dennoch stabil sein<br />
(im Bild: Fujitsu Stylistic Q550)<br />
Preisfrage: Wenn Tablets erst massentauglich<br />
sind, wird der Konsum stark<br />
ansteigen (im Bild: Asus Slide)
Social Media: Was vom Hype bleibt<br />
Fünf Jahre Facebook haben auch die Kommunikationsbranche<br />
in vielerlei Hinsicht tiefgreifend<br />
verändert. Wenn sich 2,3 Millionen Österreicher<br />
zwischen 14 und 49 Jahren, und damit potenzielle<br />
Kunden zahlreicher Unternehmen, aufmachen,<br />
die sozialen Netzwerke mit Kommunikation zu<br />
beleben, dann ist der Impact auf eine Branche, die<br />
von der Kommunikation lebt, vorprogrammiert.<br />
Vor allem während der vergangenen zwei bis drei<br />
Jahre gab es einen regelrechten Hype in der Kommunikations-Szene,<br />
vereinzelt war sogar richtige<br />
Goldgräberstimmung zu spüren.<br />
Medienbegriff ändert sich<br />
Auch wenn der Hype langsam abflaut – es wurde<br />
viel probiert, teilweise wurden auch grandiose Erfolge<br />
gefeiert, letztlich trat aber auch eine gewisse<br />
Ernüchterung ein –, ist die Veränderung, die Social<br />
Media in der Kommunikationsbranche hervorrufen,<br />
unübersehbar und vor allem unumkehrbar.<br />
„Social Media haben den gesamten Medienbegriff<br />
verändert. Das heißt, es geht nicht mehr primär<br />
ums Konsumieren, der Wechsel erfolgte von ‚readonly‘<br />
zu ‚read/write‘, das ist ein tiefgreifender<br />
Wandel. Das neue Motto lautet: consume + produce<br />
+ share“, bringt Dieter Rappold, Geschäftsführer<br />
der Onlineagentur vi knallgrau GmbH, den<br />
Wandel auf den Punkt.<br />
Im Prinzip wurden die Karten in der Kommunikationsbranche<br />
völlig neu gemischt. „Die sozialen<br />
Medien haben ein neues Kräfteverhältnis in der<br />
Kommunikationsbranche geschaffen. Damit hat<br />
sich auch die Meinungsbildung stark geändert.<br />
Der mündige Bürger und der Konsument haben<br />
das Sagen“, sagt Vera Steinhäuser, Head of Digital<br />
bei DDB Tribal.<br />
Das Ende der Einweg-Kommunikation<br />
Generell unterliegen die Werbekampagnen einem<br />
großen Wandel. „Die größte Umstellung war mit<br />
Sicherheit, dass die gewohnte Einweg-Kommunikation<br />
im Social Web nicht funktioniert. Wer dort<br />
reden will, muss auch zuhören, wer etwas gefragt<br />
wird, muss auch antworten. Das stellt die Branche<br />
vor neue Herausforderungen“, sagt Judith<br />
Denkmayer von der <strong>Wien</strong>er Social-Media-Agen-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Auf dem Trockenen? Der Social-Media-Hype flaut zwar<br />
ab, die Quellen versiegen aber sicherlich nicht<br />
tur Digital Affairs. Für Dieter Rappold verändern<br />
sich die Kampagnen generell in Richtung „continuous<br />
Dialog“: „Vom Charakter her verschwindet<br />
die klassische Kampagne und wird eher zum andauernden<br />
Projekt.“<br />
Heute geht es nicht mehr primär ums Verkaufen,<br />
sondern vor allem auch ums Community Building.<br />
Wilfried Seywald, Veranstalter der <strong>Wien</strong>er Social<br />
Media Convention und Geschäftsführer von<br />
pressetext.at, beschreibt den Wandel so: „Es geht<br />
nicht mehr ums Verkaufen, sondern ums Sinn<br />
und Nutzen Stiften. Eine Community kann man<br />
nur dann aufbauen, wenn man ihr etwas gibt, was<br />
sie woanders nicht bekommt. Kommunikation<br />
funktioniert nur dann, wenn man die Zielgruppe<br />
versteht und die Sicht des Kunden einnimmt. Der<br />
79
Foto: Ritchie Pettauer<br />
Dialog muss Freude machen, Scheindialog und<br />
billige Spielchen werden bestraft.“<br />
Hysterie & Ernüchterung<br />
Tatsächlich können Agenturen sowie Firmen in<br />
puncto Social Media auch viel falsch machen. Andreas<br />
Wochenalt, Head of Digital/Cross-Media<br />
bei Demner, Merlicek & Bergmann: „Die Grundlagen<br />
der Kommunikation werden bei vielen Initiativen<br />
auch jetzt noch über den Haufen geworfen.<br />
Da wird die Zahl der Facebook-Fans von Red Bull<br />
zur Benchmark für gelungenes Marketing oder<br />
80<br />
Social Media: Prognosen<br />
Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen<br />
werden die Vorteile der direkten Kommunikation mit<br />
dem Nutzer für sich entdecken<br />
Social Media werden in Unternehmenskommunikation<br />
intergriert und zum Alltag<br />
Produktentwicklung wird sozialisiert und nimmt auf<br />
Feedback aus SM Rücksicht = immer weniger klassische<br />
Befragungen, Beobachtungen vor der Einführung<br />
und Entwicklung neuer Produkte<br />
Social Media sind mehr als Facebook, Nutzer entdecken<br />
neue dynamische Plattformen und Applikationen für<br />
sich<br />
Social Monitoring bleibt ein großes Thema, unzählige<br />
Möglichkeiten für Daten aus dem Social Web, z. B. für<br />
Produktentwicklung<br />
Neue Berufsbilder durch SM: Community Manager sind<br />
die neuen „Arbeiter“<br />
Kampagnen funktionieren nicht mehr nach dem althergebrachten<br />
Rezept. Ideen müssen mehr können als<br />
Aufmerksamkeit zu generieren, gefragt ist Engagement,<br />
der Launch ist nicht das Ende der Arbeit, sondern der<br />
Anfang<br />
Community-Management ist die zentrale Grundlage der<br />
Kommunikation von morgen<br />
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft<br />
www.bvdw.org<br />
„Die größte Umstellung war mit<br />
Sicherheit, dass die gewohnte<br />
Einweg-Kommunikation im Social<br />
Web nicht funktioniert“<br />
Mag. Judith Denkmayr<br />
GF Digital Affairs<br />
man schielt auf scheinbare Gratis-Mediakontakte<br />
durch ‚Likes‘ und ‚Followers‘. Das ist aber zu verknappt.<br />
Nach den ersten Kampagnen folgt nun oft<br />
die Ernüchterung – zum Beispiel in Form der Erkenntnis<br />
in zusätzliche Ressourcen investieren zu<br />
müssen. Tut weh, aber muss sein. Muss? Ja! Das<br />
heißt aber nicht, dass jedes Unternehmen einen<br />
Blog benötigt.“<br />
Für Wochenalt wirkt die Hysterie, mit der das Thema<br />
Social Media hinsichtlich der Markenführung<br />
bearbeitet wurde, nahezu lächerlich, denn oft wurde<br />
vergessen, dass nicht die einzelnen Kommunikationsplattformen,<br />
sondern die Menschen, die<br />
die Produkte kaufen sollen, im Mittelpunkt stehen.<br />
Dass Millionen von „Freunden“ auf Facebook und<br />
ein perfekter Social-Media-Auftritt letztlich wenig<br />
Kauflust machen, zeigte beispielsweise „Pepsi<br />
Cola“ in den USA vor. Der Konzern konzentrierte<br />
einen Großteil seiner Markentingaktivitäten auf<br />
Social Media, investierte 20 Millionen Dollar und<br />
hatte am Ende fünf Prozent weniger Marktanteil<br />
und einen Verlust von 500 Millionen Dollar zu beklagen.<br />
Social-Media-Markt wächst<br />
Am Ende des Hypes haben Social Media sehr<br />
wohl ihren Platz in den Kommunikationsbudgets<br />
gefunden, durchgesetzt hat sich aber auch die Erkenntnis,<br />
dass sie bei Weitem nicht für alle Aufgabenstellungen<br />
einsetzbar sind. Trotzdem sollen<br />
die Spendings für Social Media in den nächsten<br />
Jahren stark in die Höhe schnellen. Eine Studie<br />
von BIA/Kelsey geht davon aus, dass die weltweiten<br />
Ausgaben für Social Media bis 2015 von 2,1<br />
Milliarden Dollar (2010) auf 8,3 Milliarden Dollar<br />
ansteigen. Der Outlook-Report 2011 (eMarketer)<br />
prognostiziert schon für dieses Jahr 6 Milliarden<br />
Dollar und einen Weltmarktanteil von Facebook,<br />
der bei 68 Prozent liegt.<br />
Anteil von 30 Prozent realistisch<br />
In Österreich liegt der Anteil von Social Media in<br />
den Online-Budgets laut Focus Media Research<br />
bei 16,7 Prozent und belegt damit Platz drei hin-
ter Suchmachschinen-Marketing (18,6 Prozent)<br />
und Newsletter-<strong>Werbung</strong> sowie E-Mail-Marketing<br />
(23,7 Prozent). Für das zweite Halbjahr 2011 sollen<br />
die Spendings für Social Media in Österreich<br />
stark wachsen, und zwar um 17,6 Prozent. Dieter<br />
Rappold von der Agentur vi knallgrau hält einen<br />
zukünftigen Werbeanteil von über 30 Prozent für<br />
absolut real: „Social Media werden sich in jedem<br />
Fall noch weiter etablieren und ziemlich unaufgeregt<br />
in den Mediamix integrieren.“ Mindshare-<br />
Geschäftsführerin Friederike Müller-Wernhart<br />
geht davon aus, dass das Wachstum noch rund<br />
zwei Jahre anhalten wird. „Irgendwann wird auch<br />
dieser Markt – im positiven Sinne – gesättigt sein.<br />
Social Media werden dann je nach Bedarf eine<br />
mehr oder weniger gewichtete Komponente im<br />
Werbemix sein“, sagt Müller-Wernhart in der Zeitung<br />
„MedienManager“.<br />
Social-Media-Kennzahlen notwendig<br />
Die Zahlen drücken aus, dass der Vertrauensvorschuss<br />
ins Social Web nach wie vor groß ist. Auf<br />
die vielen neuen Dienstleister in der Branche war-<br />
glossar Social Media<br />
Social Media Monitoring: Kontinuierlich durchgeführte Beobachtung<br />
von Social-Media-Inhalten, um die eigene Reputation bei<br />
den Internet-Nutzern zu testen<br />
tweet: (Engl. tweet = „Piep, Piepser“) Ein Beitrag auf der Plattform<br />
twitter. Tweets dürfen nur 140 Zeichen lang sein. Da die Beiträge<br />
somit ungleich kürzer sind als in Blogs, spricht man von Mikroblogging.<br />
USer generated content: Inhalte, die von Internet-Nutzern bereitgestellt<br />
wurden. Beispiele: Kommentare zu Blogs, Beiträge in<br />
Newsgroups und Profile in Social Networks.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Die klassische Kampagne<br />
verändert ihren Charakter und wird<br />
eher zum Projekt“<br />
Mag. Dieter Rappold<br />
GF vi knallgrau<br />
tet aber immer noch eine schwierig zu knackende<br />
Nuss. Denn laut aktuellen Zahlen des österreichischen<br />
GfK-Institutes stehen 92 Prozent der User<br />
<strong>Werbung</strong> in Social Networks gleichgültig oder<br />
ablehnend gegenüber. Auch wenn die Wachstumsprognosen<br />
eindeutig sind, <strong>Werbung</strong> im Umfeld<br />
von Social Media hat sich nach wie vor noch nicht<br />
richtig durchgesetzt. Das liegt auch daran, dass die<br />
Qualität von Dialog nur schwer messbar ist. „Facebook-Likes<br />
und Twitter-Retweets sind nur bedingt<br />
als Datengrundlage zu sehen“, sagt Social-Media-<br />
Expertin Judith Denkmayr. Umso wichtiger ist die<br />
Schaffung von Social-Media-Kennzahlen, in deren<br />
Entwicklung zurzeit viel Energie gesteckt wird.<br />
„Von dem Moment an, wo es solche Werte gibt,<br />
wird sich die Kommunikationsbranche auf diese<br />
Zahlen einrichten“, ist Denkmayer überzeugt.<br />
Dieter Rappold ergänzt: „Das Problem ist, dass es<br />
noch keine wirklich validen Daten am Markt gibt,<br />
die die Effektivität von Social-Media-Plattformen<br />
hinsichtlich ihrer finanziellen Effizienz messen, in<br />
die entsprechenden Messmethoden müsste mehr<br />
Geld investiert werden.“<br />
twitter retweet/rt: Interessante Tweets können an die eigenen<br />
Follower weitergeleitet werden. Dabei wird dem Tweet, den<br />
man zitiert, ein RT, gefolgt vom Benutzernamen der Quelle vorangestellt.<br />
reach Block adS: Der Reach Block ist eine Werbeform auf Facebook,<br />
mit der alle Nutzer, welche sich an einem Tag im gewählten<br />
Targeting Raum einloggen, bedient werden. Dabei „gehören“ die<br />
ersten fünf Anzeigen, welche der User an einem Tag durch Reloads<br />
etc. zu sehen bekommt, dem Werbetreibenden. Erst danach werden<br />
an den Nutzer die üblichen Anzeigen ausgeliefert.<br />
Quelle: www.datev.de; www.conception-blog.com, Wikipedia<br />
81
Gerade die fehlenden Kennzahlen halten viele<br />
Unternehmen davon ab, sich im Social Web zu<br />
engagieren. Eine Untersuchung von Makam Market<br />
Research zeigt, dass zwei Drittel der Unternehmen<br />
ab 25 Mitarbeitern in Österreich vom Erfolg<br />
der sozialen Netzwerke noch nicht überzeugt sind,<br />
wenngleich sich die unternehmerische Nutzung<br />
des Social Web klar im Aufbruch befindet. „In der<br />
passiven Nutzung sind Social Media in Österreichs<br />
Unternehmen angekommen, der gezielte aktive<br />
und gewinnbringende Einsatz lässt wohl noch auf<br />
sich warten“, resümiert Bertram Barth, Geschäftsführer<br />
von Integral.<br />
was Unternehmen brauchen<br />
Damit Unternehmen im Social Web erfolgreich<br />
sein können, benötigen sie eine klare Strategie,<br />
denn die Eigendynamik im Netz ist nicht zu unterschätzen<br />
und kann mitunter der Marke auch<br />
Schaden zufügen und letztlich Geld kosten. Aus<br />
diesem Grund sollten die Unternehmen auf das<br />
Know-how der zahlreichen Dienstleister in der<br />
Kommunikationsbranche zurückgreifen. Doch<br />
was können Agenturen tun, um den Unternehmen<br />
den Weg ins Social Web zu erleichtern?<br />
Training, Ausbildung, Coaching<br />
„Wichtig sind Training, Ausbildung und Coaching.<br />
Kleinere Unternehmen können es sich in<br />
der Regel finanziell nicht leisten, die Betreuung<br />
der Social-Media-Kanäle auszulagern, die Bespielung<br />
müssen sie zumeist selbst erledigen, kleinere<br />
Agenturen bzw. spezialisierte Berater sind die richtigen<br />
Partner, um das Know-how dafür aufzubauen“,<br />
sagt Dieter Rappold.<br />
Andreas Wochenalt empfiehlt, den Unternehmen<br />
Expertise und Exekution auf einem hohen<br />
Niveau, das auch Spass macht, anzubieten. „Wer<br />
Google nicht beherrscht, hat verloren. Wer keine<br />
sehenswerten Videos produzieren kann, hat verloren.<br />
Mit diesem Kernportfolio kann man schon<br />
viel umsetzen. Wobei Grafik und Text die Pflicht,<br />
Social Media inklusive Google in all seinen Aus-<br />
82<br />
„Alles, was Unternehmen tun, kann<br />
in Echtzeit überprüft werden. Dadurch<br />
kommt es in der Markenkommunikation<br />
zu einer Rückbesinnung<br />
auf das Wesentliche“<br />
Mag. Vera Steinhäuser<br />
Head of Digital, DDB Tribal GmbH<br />
prägungen sowie WebTV die Kür sind.“<br />
Die Anforderungen von Social Media haben auch<br />
zur Folge, dass der Kommunikationsbranche oft<br />
auch einige Aufgaben zufallen, die nicht zu ihrem<br />
Kerngeschäft gehören. Judith Denkmayr fasst<br />
dieses Phänomen unter dem Begriff „Change<br />
Management“ zusammen. Kurz gesagt geht es<br />
hier darum, bei den Unternehmen für die nötige<br />
Flexibilität in puncto interner Kommunikation zu<br />
sorgen. Denn auf abteilungsübergreifendes Zusammenarbeiten,<br />
die Weitergabe von Informationen<br />
an alle versus Wissensmonopole einzelner,<br />
Kontrollverlust gegenüber dem Kunden und auch<br />
wie Unternehmen soziale<br />
netzwerke nützen<br />
Eine aktuelle Studie der WKO zeigt, dass 48 Prozent<br />
der österreichischen Betriebe die sozialen Netzwerke<br />
nützen, vor einem Jahr waren es erst 39 Prozent.<br />
77 Prozent setzen auf Facebook, 56 Prozent auf Xing<br />
und 24 Prozent auf Twitter. Laut Umfrage posten zwei<br />
Drittel der Nutzer Nachrichten zumindest wöchentlich,<br />
18 Prozent täglich. 41 Prozent sehen aber den Nutzen<br />
fürs Geschäft nicht konkret.<br />
Imagepflege<br />
Neukundengewinnung<br />
Kundenbindung<br />
Verbesserung des<br />
Kundenservices<br />
40,8<br />
66,2<br />
69,2<br />
77,7<br />
Quelle: WKO, marketagent.com<br />
Mehr Info: www.wko.at/ecenter
den Mitarbeitern, darauf sind viele Unternehmen<br />
strukturell noch nicht eingerichtet, für die Funktion<br />
von Social Media ist dies aber Voraussetzung.<br />
Zahlreiche Gefahren<br />
Auch mit der Unterstützung von Social-Media-<br />
Spezialisten lauern vor allem für kleinere Firmen<br />
noch viele Gefahren im Social Web, da sie es sich<br />
ja kaum leisten können, die gesamte Betreuung<br />
auszulagern. Im Social Web kann man leicht den<br />
Fokus verlieren. „Wenn die Kampagne mal besser<br />
als das Produkt ist, wird es kostenintensiv. Da lohnt<br />
es sich schon einmal darüber nachzudenken, wie<br />
man Produkt und Kommunikation in Einklang<br />
bringen könnte“, sagt Andreas Wochenalt.<br />
Die Gefahr für Unternehmen liegt insbesondere<br />
darin, das Wesentliche, also das Produkt, aus den<br />
Augen zu verlieren, im Social Web ist das doppelt<br />
schlimm. Vera Steinhäuser, Head of Digital<br />
bei DDB Tribal <strong>Wien</strong>, erklärt warum: „Alles, was<br />
Marken und Unternehmen tun, kann in Echtzeit<br />
überprüft werden. Dadurch kommt es in der Markenkommunikation<br />
zu einer Form der Rückbesinnung<br />
auf das Wesentliche. Relevante Botschaften<br />
und Produkteigenschaften sind wichtiger als je<br />
zuvor.“ Das ist auch der Grund, warum die klassische<br />
Markenführung auch im Social Web wichtig<br />
bleibt. „Marken reduzieren Komplexität – und<br />
zu einer guten Markenführung gehört ein guter<br />
Marketing-Mix. Daran wird sich nichts ändern“,<br />
ist Judith Denkmayr überzeugt.<br />
Aufgrund der neu entwickelten Medienkompetenz<br />
der User sind Marken im Social Web ein höchst<br />
sensibles Gut, denn wenn ein Unternehmen einen<br />
Fehler macht, wird das im Social Web schonungslos<br />
aufgedeckt und behandelt. Andreas Wochenalt<br />
bringt es auf den Punkt: „War man mit einer Marke<br />
einem Shitstorm ausgesetzt, kommuniziert man<br />
in Zukunft auf Bewährung.“<br />
Werbeformen im Social Web<br />
Ein wesentliches Rezept gegen die Gefahren im<br />
Social Web ist Authentizität, denn im Web gibt es<br />
nichts zu leugnen, aber viel Raum, um zu argumentieren.<br />
Wer dies beherzt, profitiert auch von<br />
den zahlreichen Werbemöglichkeiten: „Nach un-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Wollen Unternehmen Social Media<br />
nützen, brauchen sie eine klare<br />
Strategie und einen professionellen<br />
Zugang“<br />
Dr. Wolfgang Chmelir MBA<br />
Geschäftsführer Mediazone Advertising GmbH<br />
serer Erfahrung funktionieren vor allem die klassischen<br />
Werbeformen auf Facebook gut, also Sponsored<br />
Stories, FacebookAds und Reach Block Ads.<br />
Diese sind auch für kleinere und mittlere Unternehmen<br />
interessant. Auch die YouTube-Formate<br />
funktionieren gut, allerdings erst ab einem Media<br />
Invest von mindestens 50.000 Euro, sind also nichts<br />
für kleinere Unternehmen. Und das Performance-<br />
Marketing funktioniert natürlich auch äquivalent<br />
im Social Web“, sagt Dieter Rappold.<br />
Auch Judith Denkmayer räumt der „klassischen<br />
<strong>Werbung</strong>“ im sozialen Netz ein hohes Potenzial<br />
ein: „Besonders zu empfehlen sind jene Werbeformen<br />
auf Facebook, die neue Fans für die Facebook-Seite<br />
des Unternehmens generieren.“<br />
Experten gefragt: Unternehmen brauchen eine klare<br />
Strategie, um mit Social Media erfolgreich sein zu können.<br />
Sonst kann es die Faust aufs Auge geben<br />
83
Goldene Zeiten: Digital Marketing<br />
Alle Umfragen sind sich darin einig. Das digitale<br />
Marketing in Österreich wird in den nächsten<br />
Jahren noch stärker als bisher boomen. „Die Werbeentwicklung<br />
für das zweite Halbjahr 2011 lässt<br />
eine weiterhin stabile Situation am Werbemarkt<br />
erwarten“, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten<br />
Prognose von Focus Media Research. Die werbetreibende<br />
Wirtschaft kann demnach von einem<br />
Wachstum von rund 3,1 Prozent ausgehen, wobei<br />
Agenturen mit einem noch deutlicheren Wachstum<br />
(4,5 Prozent) rechnen.<br />
Die prognostizierten Zuwachsraten für Online-<br />
<strong>Werbung</strong> liegen bei 13,8 Prozent, im Vergleich dazu<br />
sehen die Zahlen für TV (4,1 Prozent) und Direct<br />
Mail (4,0 Prozent) mickrig aus. Der Grund dafür<br />
liegt auf der Hand. Die Bereiche Social Media Marketing<br />
und Mobile Marketing, die 2010 langsam<br />
den Weg in die Budgets der großen Unternehmen<br />
gefunden haben, nehmen mit Jahresende 2011 und<br />
2012 erst so richtig Fahrt auf. Dieter Rappold, Geschäftsführer<br />
der Agentur vi knallgrau, die 2010 zur<br />
besten Online-Agentur Österreichs gewählt wurde,<br />
ist davon überzeugt, dass der Online-Werbeanteil in<br />
Österreich in den nächsten 24 Monaten auf über<br />
zehn Prozent ansteigen wird. (Focus Media Resarch<br />
geht von einem derzeitigen Online-Werbeanteil<br />
von rund 3,6 Prozent aus.)<br />
glossar digital Marketing<br />
SUchMaSchinen-Marketing: Auch SEM – Search Engine Marketing,<br />
umfasst sämtliche Marketing-Maßnahmen, die mit oder durch<br />
den Einsatz von Suchmaschinen durchgeführt werden. Ziel ist es,<br />
den User genau dann anzusprechen, wenn dieser gerade nach einem<br />
bestimmten Produkt sucht.<br />
MoBile targeting: Die Möglichkeit der Geo-Lokalisierung moderner<br />
Smartphones ermöglicht die gezielte Ansprache von Usern mit bestimmten<br />
demografischen Merkmalen oder einer bestimmten regionalen<br />
Präsenz, was eine äußerst effektive Kampagnensteuerung zulässt.<br />
84<br />
Die aktuellen Trends<br />
Die Zauberwörter, mit denen dieser digitale Werbeanteil<br />
erstmals erreicht werden könnte, heißen hier<br />
nicht nur Social-Media- und Mobile Marketing,<br />
sondern vermehrt auch Targeting, Suchmaschinen-<br />
und Performance-Marketing und nicht zuletzt<br />
VideoAds, denen sehr starke Zuwachsraten vorausgesagt<br />
werden. Die Kombination dieser Bereiche<br />
mit Mobile, also Mobile Targeting, Mobile Video<br />
und standortbezogene mobile Dienste wie „Near<br />
Field Communication (NFC)“ sowie die gesamte<br />
Konvergenz von Mobile mit Social sorgen jetzt<br />
schon im Digital Marketing für eine Dynamik, die<br />
bis vor kurzem noch nicht zu sehen war.<br />
Bei aller Hysterie um die neuen Technologien darf<br />
aber auch nicht vergessen werden, dass das klassische<br />
E-Mail-Marketing, das Suchmaschinen-Marketing<br />
und auch die Display- und Bannerwerbung<br />
nach wie vor starke Standbeine im Online-Marketingmix<br />
darstellen, die ihren Stellenwert so schnell<br />
nicht verlieren werden.<br />
Ein hohes Potenzial wird auch dem „Performance<br />
Marketing“, also Marketing-Instrumenten, die auf<br />
eine direkt messbare Aktion des Nutzers abzielen,<br />
bescheinigt. Thomas Obkircher, Geschäftsführer<br />
von Ligatus, erklärt, wie das System funktioniert:<br />
„Im Performance-Marketing ist eine exakte Erfolgs-<br />
PerForMance Marketing: Alle Marketinginstrumente digitaler<br />
Medien, die auf eine direkt messbare Aktion des Nutzers abzielen.<br />
Nur gelieferte Klicks (Cost per Click – CPC), Interessentenadressen<br />
(Cost per Lead – CPL) oder Vertragsabschlüsse (Cost per Order –<br />
CPO) werden vom Kunden bezahlt.<br />
near Field coMMUnication (nFc): Der elektronische Übertragungsstandard<br />
zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze<br />
Strecken.<br />
Quelle: www.bvdw.org; Wikipedia
kontrolle der generierten Klicks oder Leads möglich,<br />
wobei das erfolgsorientierte Abrechnungssystem<br />
zudem eine transparente Kostenkontrolle ermöglicht<br />
und <strong>Werbung</strong>treibende genau nachvollziehen<br />
können, wieviel ein Besucher oder ein Interessent<br />
sie gekostet hat.“ Nach seiner Erfahrung hätten<br />
die österreichischen Marktpartner mittlerweile verstanden,<br />
wie sich Performance Marketing gewinnbringend<br />
in ihre Kampagnen integrieren lässt und<br />
wie wichtig das Zusammenspiel von Branding- und<br />
Performance-Kampagnen ist. Obkircher: „Klassische<br />
Marketingmaßnahmen wie Imagekampagnen<br />
sorgen für den Aufbau von Markenbekanntheit und<br />
schaffen das notwendige Vertrauen bei den Konsumenten,<br />
sie werden daher aus den Marketingbudgets<br />
finanziert. Mit Performance Marketing lassen<br />
sich dann anschließend die Früchte dieser Arbeit<br />
ernten, indem das aufgebaute Image in konkrete<br />
Kundenkontakte bzw. Verkaufszahlen umgewandelt<br />
wird.“<br />
Gemeinsam gegen Google<br />
Ausdruck für dieses Interesse ist das kürzlich gestartete<br />
neue Netzwerk für digitale Performance-<br />
Vermarktung „premiumnet“. <strong>Werbung</strong>treibende<br />
können hiermit Performance-Marketing-Kampagnen<br />
auf den begehrtesten österreichischen Internetseiten<br />
aus einer Hand buchen und erreichen<br />
damit rund drei Millionen Österreicher. Indem die<br />
großen österreichischen Verlagshäuser wie News,<br />
Mediaprint oder Styria ihre Onlineauftritte nun<br />
gemeinsam vermarkten, wird ein Gegengewicht<br />
zum Platzhirschen Google geschaffen, der ebenfalls<br />
seine „Cashcow“ AdWords in Österreich stärkt. Zu<br />
diesem Zweck schult Google jährlich einige tausend<br />
Personen aus der Werbebranche für Google<br />
Adwords. Die Stoßrichtung geht dabei eindeutig<br />
in die Richtung kleinerer und mittlerer Unternehmen.<br />
„Österreichische Unternehmen haben erkannt,<br />
dass das Online-Geschäft ein wichtiges ist“,<br />
so Google-Österreich-Country-Manager Karl Pall.<br />
Der Markt würde in Österreich in erster Linie von<br />
den kleinen und mittleren Unternehmen leben, und<br />
genau für diese will Google in Zukunft sein Angebot<br />
noch weiter attraktivieren.<br />
Auch Thomas Obkircher ist überzeugt: „Suchma-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
„Suchmaschinenmarketing und<br />
Performance-Marketing haben für<br />
kleinere und mittlere Unternehmen<br />
eine zentrale Bedeutung“<br />
Thomas Obkircher<br />
GF Ligatus Austria<br />
schinenmarketing, aber auch Performance Marketing<br />
haben für kleinere und mittlere Unternehmen<br />
eine zentrale Bedeutung, da diese Art der <strong>Werbung</strong><br />
ihr Kernbedürfnis nach eigenständigen und unkomplizierten<br />
Buchungen bedient.“<br />
Videomarkt: noch viel Potenzial<br />
Neben den Facetten des Suchmaschinen-Marketings<br />
und Social Media wird in den nächsten Jahren<br />
eindeutig der Bereich Bewegtbild ein weiterer wichtiger<br />
Schauplatz des digitalen Marketings sein. Das<br />
Online-Videomarketing steckt noch in den Kinderschuhen,<br />
wird sich aber in den nächsten Jahren als<br />
wesentliches Element im Online-Mediamix etablieren.<br />
Nach Berechnungen von werbeplanung.at liegt<br />
der Bruttowerbewert von VideoAds in Österreich<br />
bei rund 18,6 Millionen Euro und ist damit höher<br />
als jener des Social Media Marketings (10,5 Mio.<br />
Euro), Tendenz steigend.<br />
Denn die Nachfrage nach Bewegtbild ist ungebrochen.<br />
Ein Blick nach Deutschland zeigt, was in<br />
Kürze auch nach Österreich überschwappen wird.<br />
Der „Web-TV-Monitor 2010“ von Goldmedia errechnete,<br />
dass die Zahl der Videoabrufe von aktuell<br />
rund 150 Millionen täglich bei unserem deutschen<br />
Nachbarn bis 2015 auf 388 Millionen täglich steigen<br />
wird. Arne Wolter, Geschäftführer bei G+J<br />
EMS, bestätigt: „In den letzten beiden Jahren konnten<br />
wir in Deutschland eine deutliche Nachfrage<br />
nach Bewegtbild- beziehungsweise Videoformaten<br />
feststellen.“<br />
Technische Hürden<br />
Damit der Video-Markt aber so richtig in Fahrt<br />
kommt, ist noch viel zu tun. Die Nachfrage nach<br />
innovativen und aufmerksamkeitsstarken VideoAds<br />
ist zurzeit größer als das Angebot, darum sind die<br />
Preise für Einkäufer momentan noch zu hoch. Damit<br />
das Marktpotenzial für Bewegtbild in Österreich<br />
von mehr als 100 Millionen Euro (laut Focus<br />
Media Research) auch ausgeschöpft werden kann,<br />
sind noch einige technische Hürden zu nehmen.<br />
„Die Inhalte müssen medienadäquater produziert<br />
werden“, resümiert Andreas Wochenalt. Erst wenn<br />
die Verlage investieren und ins Web-TV-Business<br />
einsteigen, würde es spannend werden.<br />
85
Steuertipps | Rechtshinweise<br />
Geld & Recht<br />
86
06<br />
Geld sparen mit Profi-Tipps<br />
Jede selbstständige Erwerbstätigkeit erfordert unter<br />
anderem auch eine effiziente Steuerplanung. Dennoch<br />
wird diesem Aspekt in der Praxis vielfach zu<br />
wenig Aufmerksamkeit geschenkt.<br />
Steuertipps für Werbeagenturen<br />
Die nachfolgenden Steuertipps wurden sorgfältig<br />
zusammengestellt, können jedoch eine individuelle<br />
Beratung, die auf die Bedürfnisse und Besonderheiten<br />
des Einzelfalles Rücksicht nimmt, nicht<br />
ersetzen. Sie sind aufgrund des beschränkten Umfanges<br />
vor allem als erste Hinweise gedacht und<br />
erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.<br />
Einkommensteuer/Körperschaftsteuer<br />
Eine Werbeagentur kann grundsätzlich in der<br />
Form eines Einzelunternehmens, einer Personengesellschaft<br />
oder einer Kapitalgesellschaft betrieben<br />
werden. Zu den Personengesellschaften<br />
gehören die OG und die KG. Unter Kapitalgesellschaften<br />
versteht man die AG und die GmbH.<br />
Neben zahlreichen anderen Entscheidungskriterien<br />
wie Haftungsfragen, Anzahl der Gesellschafter,<br />
Geschäftsführung und Vertretung, Finanzierungsmöglichkeiten<br />
etc. spielen auch die Unterschiede<br />
in der Besteuerung bei der Wahl der Rechtsform<br />
eine wesentliche Rolle.<br />
Bei Einzelunternehmern werden die betrieblichen<br />
Einkünfte (Gewinn oder Verlust) direkt bei diesem<br />
erfasst, bei Personengesellschaften direkt bei den<br />
einzelnen Gesellschaftern. Zur Berechnung der<br />
Einkommensteuer werden diese Einkünfte mit<br />
dem übrigen Einkommen dieser Personen zusammengerechnet<br />
und mit einem progressiven Steuer-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Welche steuerlichen Sonderfragen<br />
gelten insbesondere für Werbe<br />
agenturen? Und welche aktuellen<br />
Änderungen gibt es im Mediengesetz?<br />
Das und noch mehr erfahren Sie auf<br />
den folgenden Seiten.<br />
satz von bis zu 50 Prozent (für Einkommensteile<br />
über 60.000 Euro) versteuert. Einkommensteile bis<br />
11.000 Euro bleiben vollkommen steuerfrei. Durch<br />
die gemeinsame Versteuerung von Unternehmensgewinnen<br />
und den übrigen Einkünften ergibt sich<br />
in diesem Fall eine nachteilige Progressionswirkung.<br />
Die Zusammenrechnung kann aber auch<br />
vorteilhaft sein, wenn Verluste anfallen, die direkt<br />
mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden<br />
können (Verlustausgleich) und damit die Steuerlast<br />
mindern. Auch gibt es keine zu bezahlende<br />
Mindeststeuer.<br />
Ab der Veranlagung 2010 haben alle natürlichen<br />
Personen mit betrieblichen Einkünften, unabhängig<br />
von der Art der Einkunfts- und Gewinnermittlung,<br />
Anspruch auf den Gewinnfreibetrag. Der Gewinnfreibetrag<br />
beträgt 13 Prozent des Gewinns, höchstens<br />
jedoch 100.000 Euro. Für Gewinne von mehr<br />
als 30.000 Euro steht der 13-prozentige Freibetrag<br />
nur insoweit zu, als er durch Anschaffungs- und<br />
Herstellungskosten begünstigter Wirtschaftgüter<br />
gedeckt ist. Für Gewinne bis 30.000 Euro besteht<br />
kein Investitionserfordernis (= Grundfreibetrag).<br />
Wird das Unternehmen in der Rechtsform einer<br />
Kapitalgesellschaft betrieben, unterliegt diese (und<br />
nicht deren Gesellschafter) als juristische Person<br />
der Körperschaftsteuer. Diese beträgt einheitlich<br />
25 Prozent des Einkommens („Flat Tax“). Werden<br />
die Gewinne (nach Abzug der KöSt) dann an die<br />
Gesellschafter ausgeschüttet, sind davon nochmals<br />
25 Prozent Kapitalertragsteuer (KESt) abzuziehen.<br />
Ausschüttungen an Kapitalgesellschaften oder Privatstiftungen<br />
als Gesellschafter sind dabei nicht<br />
KESt-pflichtig (sogenanntes „Schachtelprivileg“).<br />
Bei natürlichen Personen errechnet sich für ausgeschüttete<br />
Gewinne somit eine lineare Gesamt-<br />
87
steuerbelastung von 43,75 Prozent. Vergleicht man<br />
nun die Steuerbelastung eines Einzelunternehmers<br />
(oder Gesellschafters einer Personengesellschaft)<br />
mit jener einer Kapitalgesellschaft, lässt sich als<br />
Grenze ein Einkommen von rund 165.240 Euro<br />
errechnen. Nimmt man gleiches Einkommen und<br />
Vollausschüttung (bzw. Entnahme) der Gewinne<br />
an, ist die Kapitalgesellschaft ab dieser Einkommenshöhe<br />
günstiger. Bei mehreren Gesellschaftern<br />
muss die Grenze jedoch je Gesellschafter gesehen<br />
werden.<br />
Ein Nachteil der Kapitalgesellschaft ist die Mindeststeuer<br />
von 3.500 Euro für die AG bzw. 1.750 Euro<br />
für die GmbH. Diese kommt dann zum Tragen,<br />
wenn in einem Jahr Verluste erzielt werden. Obwohl<br />
die Mindeststeuer auf die Körperschaftsteuer<br />
der Folgejahre angerechnet wird, stellt sie eine Liquiditätsbelastung<br />
dar, die in Verlustjahren vor allem<br />
für kleinere Agenturen schmerzhaft sein kann.<br />
Ein weiterer Nachteil kann dann entstehen, wenn<br />
bei mehreren Kapitalgesellschaften eines Gesellschafters<br />
Gewinne und Verluste nicht gegeneinander<br />
aufgerechnet werden können. Dies gilt auch,<br />
wenn ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft<br />
neben dieser Beteiligung noch andere Einkunftsquellen<br />
(z. B. Einzelunternehmen, Vermietung<br />
und Verpachtung) hat. Zwar bleibt die Möglichkeit<br />
des Verlustvortrags innerhalb der Kapitalgesellschaft<br />
gewahrt, doch müssen auf der anderen<br />
Seite die Gewinne voll versteuert werden.<br />
Abhilfe kann in solchen Fällen allenfalls die seit<br />
2005 mögliche Gruppenbesteuerung bringen, die<br />
unter bestimmten Voraussetzungen die steuerliche<br />
Zusammenrechnung von Ergebnissen mehrerer<br />
miteinander verbundener Kapitalgesellschaften<br />
erlaubt. Dabei dürfen grundsätzlich sogar Verluste<br />
ausländischer Tochterunternehmen in das<br />
Gesamtergebnis einbezogen werden. Vorteilhaft<br />
ist die Kapitalgesellschaft für sehr ertragreiche<br />
Unternehmen, weil der lineare KöSt-Satz von<br />
25 Prozent eben auch bei sehr hohen Gewinnen<br />
zur Anwendung kommt.<br />
Für die Rechnungslegung des Unternehmens<br />
(doppelte Buchführung oder bloße Einnahmen-<br />
Ausgaben-Rechnung zur Ermittlung des Gewinnes<br />
oder Verlustes) ist zunächst die Rechtsform zu<br />
88<br />
Für Werbeagenturen sind<br />
eine Reihe steuerlicher<br />
Sonderfragen relevant<br />
und zu berücksichtigen<br />
beachten. Kapitalgesellschaften sind stets buchführungspflichtig,<br />
wobei dies auch für „verdeckte“<br />
Kapitalgesellschaften wie z. B. die GmbH & Co<br />
KG gilt. Seit 2010 sind Einzelunternehmer und<br />
Personengesellschaften generell erst ab einem Jahresumsatz<br />
von 700.000 Euro buchführungspflichtig,<br />
sonst genügt die Erstellung einer Einnahmen-<br />
Ausgaben-Rechnung. Jedenfalls ist es auch zulässig,<br />
ohne rechtliche Verpflichtung Bücher zu führen,<br />
was z. B. zur Wahrung des zeitlich unbegrenzten<br />
Verlustvortragsrechts notwendig oder sinnvoll sein<br />
kann. Seit 2007 steht jedoch auch dem Einnahmen-Ausgaben-Rechner<br />
ein Verlustvortragsrecht<br />
der Verluste der vorangegangenen drei Jahre zu.<br />
Unabhängig von der Art der Gewinnermittlung<br />
haben Unternehmen ihre Steuererklärungen (ESt<br />
bzw. KöSt) bis zum 30. April (Papierform) bzw.<br />
30. Juni (elektronische Form) des Folgejahres beim<br />
zuständigen Finanzamt einzureichen. Auf Antrag<br />
ist die Verlängerung dieser Frist möglich. Guthaben<br />
bzw. Nachzahlungen, die sich im Vergleich zu<br />
den geleisteten Vorauszahlungen ergeben, werden<br />
ab 1. Oktober des Folgejahres bis zum Tag der Bescheiderlassung<br />
mit dem jeweils gültigen Zinssatz<br />
für Anspruchszinsen (derzeit 2,38 Prozent) für einen<br />
Zeitraum von maximal 48 Monaten verzinst.<br />
Umsatzsteuer<br />
Werbeagenturen unterliegen mit den von ihnen<br />
erbrachten Leistungen grundsätzlich der Umsatzsteuer<br />
(USt) in Höhe von 20 Prozent des vereinbarten<br />
Entgelts. Von diesem Betrag dürfen sie jene<br />
Umsatzsteuer abziehen, die ihnen von anderen<br />
Unternehmern in Rechnung gestellt wird (sog.<br />
Vorsteuerabzug). Voraussetzung für den Vorsteuerabzug<br />
ist, dass die Lieferung oder Leistung tatsächlich<br />
für das Unternehmen erbracht wurde und<br />
eine Rechnung vorliegt, die den im Umsatzsteuergesetz<br />
festgelegten Formerfordernissen entspricht.<br />
Der Saldo aus Umsatzsteuer und Vorsteuer (genannt<br />
Zahllast) ist monatlich vom Unternehmer<br />
selbst zu errechnen und bis spätestens 15. des<br />
zweitfolgenden Monats an das Finanzamt zu melden<br />
(Umsatzsteuervoranmeldung, UVA) und zu<br />
bezahlen. Kleinunternehmer mit Umsätzen von<br />
unter 30.000 Euro (exklusive USt) sind umsatz-
steuerbefreit, dürfen aber im Gegenzug auch keine<br />
Vorsteuer geltend machen (Kleinunternehmerregelung).<br />
Infolge einer Option zur „Regelbesteuerung“<br />
können diese Unternehmer ihre Umsätze<br />
freiwillig steuerpflichtig behandeln und dafür die<br />
Möglichkeit zum Vorsteuerabzug erlangen. Das<br />
wird dann sinnvoll sein, wenn der Saldo keine<br />
Zahllast, sondern ein Guthaben ergibt, das dann<br />
vom Finanzamt zurückgefordert werden kann. Für<br />
Unternehmer, deren Umsätze im vorangegangenen<br />
Kalenderjahr 100.000 Euro nicht überstiegen<br />
haben, ist das Kalendervierteljahr der Voranmeldungszeitraum.<br />
Kleinunternehmer, deren Umsätze im Veranlagungszeitraum<br />
30.000 Euro nicht übersteigen und<br />
die für den Veranlagungszeitraum keine Steuer zu<br />
entrichten haben, sind von der Verpflichtung zur<br />
Abgabe einer Steuererklärung befreit.<br />
Für Werbeleistungen, die an ausländische Unternehmen<br />
erbracht werden, ist grundsätzlich keine<br />
Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen, es sei denn,<br />
die Leis tung wird an eine inländische Betriebsstätte<br />
des ausländischen Unternehmens erbracht.<br />
Für die Abgabe der Jahreserklärung gelten dieselben<br />
Fristen wie im Bereich der ESt/KöSt.<br />
Werbeabgabe<br />
Eine Besonderheit der Werbebranche stellt die<br />
Werbeabgabe dar. Obwohl sie seit ihrer Einführung<br />
umstritten ist, waren Bemühungen zu ihrer<br />
Abschaffung durch politischen Druck und höchstgerichtliche<br />
Anfechtung bisher erfolglos.<br />
Gegenstand der Werbeabgabe ist die entgeltliche<br />
Erbringung von Werbeleistungen im Inland. Der<br />
Werbeabgabe unterliegen nur jene Werbeleistungen,<br />
die in Form der Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen<br />
in Druckwerken im Sinne des<br />
Mediengesetzes („Printwerbung“) oder in Form<br />
der Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen<br />
in Hörfunk und Fernsehen („TV- und Radiowerbung“)<br />
oder in Form der Duldung der Nutzung von<br />
Flächen und Räumen zur Verbreitung von Werbebotschaften<br />
(„Außenwerbung“) erbracht werden.<br />
Die Werbeabgabe beträgt 5 Prozent des für die<br />
Werbeleistung in Rechnung gestellten Entgelts.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Rabatte und Provisionen kürzen die Bemessungsgrundlage<br />
für die Werbeabgabe. Sie ist – analog<br />
dem Verfahren der Umsatzsteuervoranmeldung<br />
– vom „Werbeleister“ monatlich bis zum 15. des<br />
zweitfolgenden Kalendermonats nach Erbringung<br />
der Werbeleistung im Wege der Selbstbemessung<br />
zu entrichten. Die Jahreserklärung ist bis<br />
31. März des Folgejahres beim Finanzamt einzureichen.<br />
Kammerumlagen<br />
Werbeunternehmen haben als Mitglieder der<br />
Wirtschaftskammer neben einer Grundumlage, die<br />
ausschließlich der Finanzierung der <strong>Fachgruppe</strong>n<br />
und Fachverbände dient, auch die Kammerumlagen<br />
1 und 2 zu entrichten. Die Rechtsgrundlage<br />
für alle drei Umlagen ist das Wirtschaftskammergesetz.<br />
Die Kammerumlage 1 (KU 1) wird grundsätzlich<br />
auf Basis der dem Werbeunternehmen in<br />
Rechnung gestellten Umsatzsteuern (Vorsteuern)<br />
bemessen und beträgt für alle Bundesländer<br />
aktuell einheitlich 0,3 Prozent. Sind die im Inland<br />
erzielten steuerbaren Umsätze im Kalenderjahr<br />
nicht höher als 150.000 Euro, so ist keine KU 1<br />
zu entrichten (Freigrenze). Eine Besonderheit bei<br />
der Ermittlung der Höhe der KU 1 besteht für<br />
Mitglieder des Fachverbands <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
darin, dass bei Besorgungsleistungen<br />
(das sind Leistungen, die von Werbemittlern<br />
und Werbeagenturen im eigenen Namen, aber auf<br />
fremde Rechnung erbracht werden) die Vorsteuern<br />
aus den damit verbundenen Vorleistungen (meistens<br />
von Medienunternehmen) nur im Ausmaß<br />
von 4 Prozent berücksichtigt werden. Diese Sonderregelung<br />
ist auf zugekaufte bzw. besorgte Werbeleistungen<br />
jeglicher Art anwendbar. Die KU 1<br />
ist von der Werbeagentur selbst zu berechnen<br />
und vierteljährlich bis zum 15. des zweitfolgenden<br />
Kalendermonats nach Ende des Quartals an das<br />
Betriebsstättenfinanzamt abzuführen.<br />
Die Kammerumlage 2 (KU 2) trifft all jene Kammermitglieder,<br />
die Dienstnehmer beschäftigen. Sie<br />
ist je Bundesland verschieden hoch und beträgt<br />
durchschnittlich rund 0,4 Prozent der ausbezahl-<br />
89
ten Arbeitslöhne. Als „Arbeitslöhne“ sind auch<br />
Gehälter zu verstehen. Auf Grund der Konzeption<br />
als Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag nach dem<br />
Familienlastenausgleichsgesetz wird die KU 2 auch<br />
als DZ bezeichnet. Betragen die monatlich ausgezahlten<br />
Bruttolöhne nicht mehr als 1.460 Euro,<br />
so vermindert sich die Bemessungsgrundlage um<br />
1.095 Euro. Die KU 2 ist anders als die KU 1<br />
monatlich, jedoch ebenfalls bis zum 15. des Folgemonats<br />
zu entrichten.<br />
Ausgewählte steuerliche Sonderfragen<br />
für Werbeagenturen<br />
Repräsentationsaufwand,<br />
Geschäftsessen und Events<br />
Repräsentationsaufwendungen sind grundsätzlich<br />
nicht als Betriebsausgabe absetzbar. Repräsentationsaufwand<br />
liegt vor, wenn der Aufwand der Anbahnung<br />
und Pflege von Geschäftskontakten dient<br />
(personenbezogener Charakter). Abzugsfähiger<br />
Werbeaufwand liegt hingegen dann vor, wenn mit<br />
einer Maßnahme eine konkrete Produkt- und Leistungsinformation<br />
verbunden ist. Unter den Begriff<br />
„Repräsentation“ fallen vor allem Aufwendungen<br />
oder Ausgaben zur Bewirtung von Geschäftsfreunden.<br />
Gelingt der Nachweis, dass die Bewirtung der<br />
<strong>Werbung</strong> dient und die betriebliche Veranlassung<br />
weitaus überwiegt, kann die Hälfte der Bewirtungsspesen<br />
gewinnmindernd geltend gemacht werden.<br />
Werbeunternehmen und deren Kunden gehen<br />
immer öfter den Weg, <strong>Werbung</strong> im Rahmen von<br />
sogenannten Events, also Veranstaltungen mit Unterhaltungs-<br />
und Erlebnischarakter, anzubieten.<br />
Die Kosten solcher Veranstaltungen sind dann zur<br />
Gänze abzugsfähig, wenn ein betrieblicher Anlass<br />
sowie ein „Event-Marketing“-Werbekonzept vorliegen<br />
und der Event dazu dient, das Marktteilnehmerinteresse<br />
auf das Unternehmen zu lenken<br />
sowie dem Adressaten firmen- und produktbezogene<br />
Kommunikationsinhalte erlebnisorientiert zu<br />
vermitteln. Wird der Event steuerlich anerkannt,<br />
so sind auch die damit verbundenen Kosten der<br />
Bewirtung voll als Betriebsausgaben abzugsfähig.<br />
90<br />
Für rein betriebsinterne Veranstaltungen (Betriebsfeiern,<br />
Weihnachtsfeiern, Betriebsausflüge<br />
etc.) kann pro Arbeitnehmer und Jahr ein steuerfreier<br />
Betrag in Höhe von 365 Euro geltend gemacht<br />
werden. Zusätzlich sind Sachzuwendungen<br />
an Arbeitnehmer (z. B. Weihnachtsgeschenke) bis<br />
186 Euro jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei<br />
(beitragsfrei). Dies gilt nicht für Geldgeschenke!<br />
Abschreibung für Abnützung/<br />
geringwertige Wirtschaftsgüter<br />
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von<br />
abnützbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens<br />
(EDV-Ausstattung, Büromöbel etc.) können<br />
grundsätzlich nur über den Zeitraum ihrer betrieblichen<br />
Nutzung als Betriebsausgaben abgeschrieben<br />
werden.<br />
Die Abschreibung ist linear vorzunehmen und<br />
beträgt daher bei einer Nutzungsdauer von fünf<br />
Jahren 20 Prozent p. a. Geringwertige Wirtschaftsgüter<br />
mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten<br />
von nicht mehr als 400 Euro netto (ohne USt) können<br />
abweichend davon im Jahr der Anschaffung<br />
bzw. Herstellung sofort zur Gänze abgeschrieben<br />
werden.<br />
Bildungsfreibetrag und<br />
Bildungsprämie<br />
Investitionen in die Weiterbildung der eigenen<br />
Mitarbeiter sind steuerlich begünstigt, indem von<br />
den im betrieblichen Interesse gelegenen unmittelbaren<br />
Aus- und Fortbildungskosten, die von einer<br />
externen Bildungseinrichtung (WIFI, bfi etc.) in<br />
Rechnung gestellt werden, 20 Prozent als zusätzliche<br />
fiktive Betriebsausgabe geltend gemacht werden<br />
können.<br />
Alternativ kann für Aufwendungen, die einen<br />
Anspruch auf den externen Bildungsfreibetrag<br />
begründen, eine Bildungsprämie in Höhe von<br />
6 Prozent der Bildungsaufwendungen beansprucht<br />
werden. Die Geltendmachung der Bildungsprämie<br />
anstatt des Bildungsfreibetrags kann vor allem in<br />
Verlustjahren vorteilhaft sein. Sie wird nämlich<br />
unabhängig davon, ob im betreffenden Jahr ein<br />
Gewinn oder Verlust erzielt wurde, in jedem Fall<br />
dem Abgabenkonto des Steuerpflichtigen gutge-
Investitionen in die<br />
Weiterbildung der Mitarbeiter<br />
sind steuerlich begünstigt<br />
schrieben und anders als der Bildungsfreibetrag<br />
nicht bloß von der Steuerbemessungsgrundlage<br />
abgezogen. Bei Kapitalgesellschaften ist die Bildungsprämie<br />
stets steuerlich günstiger.<br />
Innerbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen in organisierter<br />
Form (z. B. Seminar, Lehrgang) werden<br />
in Form eines internen Bildungsfreibetrags gefördert.<br />
Er beträgt 20 Prozent der Bildungsaufwendungen,<br />
wobei die Aus- und Fortbildungseinrichtung<br />
von der sonstigen Tätigkeit abgrenzbar sein<br />
muss. Der begüns tigte Bildungsaufwand ist mit<br />
maximal 2.000 Euro je Ausbildungsmaßnahme<br />
pro Kalendertag, unabhängig von der Zahl der<br />
Teilnehmer, begrenzt.<br />
Websites und Internet-Domains<br />
<strong>Werbung</strong> im weitesten Sinne findet immer häufiger<br />
im Internet statt. Dazu zählt nicht nur die Platzierung<br />
einer Werbebotschaft auf fremden Websites,<br />
sondern auch das Anbieten der eigenen Produkt-<br />
und Leis tungspalette sowie die Information der<br />
(potenziellen) Kunden auf der eigenen Homepage.<br />
Ein überzeugender Internetauftritt stellt heute<br />
einen wichtigen Wettbewerbsfaktor dar.<br />
Zahlungen bzw. Aufwendungen für die Überlassung<br />
von Webspace auf fremden Websites für<br />
Werbezwecke (Werbebanner) sind zur Gänze als<br />
Betriebsausgabe abzugsfähig. Bezüglich der Programmierung<br />
einer Website ist zu unterscheiden:<br />
Aufwendungen für die Programmierung der eigenen<br />
Website sind zur Gänze im Jahr des Anfalls als<br />
Betriebsausgabe abzugsfähig (Aktivierungsverbot<br />
für selbst erstellte unkörperliche Wirtschaftsgüter<br />
des Anlagevermögens). Lässt ein Unternehmen<br />
hingegen seine Homepage von dritter Seite<br />
programmieren, so sind die hierfür in Rechnung<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
gestellten Anschaffungskosten verpflichtend zu aktivieren<br />
und auf die Laufzeit der wirtschaftlichen<br />
Nutzungsdauer der Website zu verteilen.<br />
Kosten für den Erwerb einer Internet-Domain<br />
sind stets zu aktivieren. Strittig ist allerdings, ob<br />
Internet-Domains planmäßig abzuschreiben sind.<br />
Unseres Erachtens ist dies zu verneinen, wenn die<br />
Domain grundsätzlich zeitlich unbegrenzt genützt<br />
werden darf. Teilweise besteht gerade bei Bilanzierungs-<br />
und Steuerfragen des Internets noch große<br />
Rechtsunsicherheit.<br />
Wie zuvor anhand der wichtigsten Abgaben gezeigt<br />
wurde, sind Werbeunternehmen einer vielfältigen<br />
Abgabenbelastung ausgesetzt. Durch eine<br />
gezielte, zweckadäquate steuerliche Beratung und<br />
Planung kann in den meisten Fällen eine spürbare<br />
Reduktion dieser Abgabenbelastung erreicht werden.<br />
Als Beispiele seien die Möglichkeit eines steuerneutralen<br />
Rechtsformwechsels (Umgründung),<br />
der unter Einhaltung spezifischer Anwendungsvoraussetzungen<br />
möglich ist, die Beschäftigung der<br />
eigenen Mitarbeiter als echte Dienstnehmer, freie<br />
Dienstnehmer oder im Werkvertrag sowie die Gestaltung<br />
der Vertragsbeziehungen der Gesellschafter<br />
zum eigenen Unternehmen (z. B. Vermietung<br />
an das eigene Unternehmen, Beschäftigung als<br />
Gesellschafter-Geschäftsführer etc.) genannt.<br />
Für den Inhalt verantwortlich:<br />
WP/StB Mag. Herbert Houf, Mag. Katharina<br />
Drexler, Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />
GmbH, Wagramer Straße 19, 1220 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/269 83 71-0, Fax 01/269 83 71-76<br />
office@auditpartner.at.<br />
Weitere Steuertipps finden Sie unter<br />
www.auditpartner.at<br />
91
Die richtige Vorbereitung<br />
auf das Bankgespräch<br />
Aller Anfang ist schwer, das gilt im Besonderen<br />
bei der Unternehmensgründung. Gerade beim<br />
Thema Geld sollte man von Anfang an nichts<br />
dem Zufall überlassen. Klarheit, Struktur und ein<br />
genauer Businessplan sind in diesem Bereich unerlässlich,<br />
wenn das Unternehmen von Beginn an<br />
auf festen Beinen stehen soll. Gerade die Banken<br />
bieten mit ihrem Förderservice und teilweise mit<br />
einem eigenen Gründercenter viel Hilfe an, die<br />
die Jungunternehmer in keinem Fall links liegen<br />
lassen sollten. Damit die Hilfe aber auch wirkt, ist<br />
die richtige Vorbereitung auf ein Bankgespräch<br />
unerlässlich.<br />
Praxistipps für Finanzierungen<br />
Entscheidend sind transparente Finanzierungsunterlagen,<br />
die auf einen Blick zeigen, wohin die<br />
Reise gehen soll. Dazu gehört ein detaillierter<br />
Businessplan ebenso wie eine Kapitalbedarfsrechnung,<br />
eine Planumsatzrechnung oder eine Drei-<br />
Jahres-Vorschau. Zusätzlich sollten die Unterlagen<br />
noch Aufschluss über das Eigenkapital und die<br />
Sicherheiten geben. Auch eine private Haushaltsrechnung<br />
und eine kurze Auflistung etwaiger Förderungsmöglichkeiten<br />
machen Sinn. Aber auch<br />
Soft Facts wie die persönliche Qualifikation und<br />
der persönliche Eindruck sind Kriterien für eine<br />
Finanzierung. Vergessen Sie deshalb beim Bankgespräch<br />
nie einen ausführlichen Lebenslauf.<br />
Entscheidend für eine Finanzierung ist immer die<br />
gute Vorbereitung, Finanzierungsgespräche sollten<br />
auch so früh wie möglich geführt werden. Die Finanzierung<br />
Ihres Unternehmens ist die Basis für<br />
alles, was folgen wird, deshalb: Schließen Sie keine<br />
rechtsverbindlichen Geschäfte ab, bevor die Finanzierung<br />
nicht gesichert ist. Im ganzen Prozess<br />
der Unternehmensgründung sollten Sie die Bank<br />
immer als Partner sehen, der am Geschäftserfolg<br />
des Unternehmens ebenso Interesse hat wie Sie<br />
selbst. Aus diesem Grund sollte Ihre Bank laufend<br />
über wichtige geschäftliche Ereignisse sowie über<br />
Ihren Geschäftserfolg informiert werden.<br />
92<br />
Förderungen<br />
Förderungen spielen bei der Unternehmensgründung<br />
eine Schlüsselrolle. Wichtig: Reichen<br />
Sie Förderanträge vor Investitionsbeginn ein, das<br />
schafft von Beginn an mehr Klarheit über Ihren<br />
finanziellen Spielraum. Die Förderlandschaft ist in<br />
Österreich äußerst vielfältig. Unter Förderungen<br />
versteht man nicht nur nicht rückzahlbare Zuschüsse,<br />
sondern auch begünstigte Kredite oder<br />
Darlehen, Zinsenzuschüsse oder Bürgschaften.<br />
Förderungen kommen im Allgemeinen vom Bund,<br />
von der EU, von den Landesförderstellen und<br />
Wirtschaftskammern, aber auch von den Gemeinden.<br />
Im Folgenden ein kurzer Überblick über die<br />
wichtigsten Förderstellen:<br />
Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft m.b.H.<br />
(vormals Bürges Förderungsbank)<br />
Österreichische Hotel- und Tourismusbank<br />
GmbH<br />
<strong>Wien</strong>er Wirtschaftsförderungsfonds<br />
Wirtschaftskammern, Landesregierungen,<br />
regionale Förderstellen<br />
Förderungen sind immer abhängig vom Investitionsstandort,<br />
von der Größe des Unternehmens<br />
und von der Art des Projektes, also seinem Innovationsgrad,<br />
und können sowohl materieller als immaterieller<br />
Natur sein. Zu den immateriellen Investitionen<br />
gehören Beiträge zum Produktdesign,<br />
Marketing oder auch zur Qualifikation. Zu den<br />
materiellen Investitionen zählen beispielsweise bauliche-,<br />
Maschinen- und Einrichtungsinvestitionen.<br />
Mehr Info: www.go-gruendercenter.net<br />
www.i2b.at, www.gruenderservice.at<br />
Förderreferat der WKO: www.wko.at<br />
Das Kapitel „Unternehmensgründung“ entstand<br />
mit freundlicher Unterstützung des Gründercenters<br />
& Förderservice der Erste Bank.
Recht haben & Recht bekommen<br />
Hier eine Auflistung jener Passagen der Medien-,<br />
Konsumentenschutz-, Datenschutz-, Steuer-, Urheberrechts-,<br />
Markenschutz- und UWG-Gesetzgebung,<br />
die sich im weitesten Sinne mit <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation beschäftigen und für Unternehmen<br />
im Bereich <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
von Relevanz sind.<br />
Werbeabgabegesetz<br />
Die stets im Kreuzfeuer der Kritik stehende Werbeabgabe<br />
ist im „Bundesgesetz, mit dem eine Abgabe<br />
auf Werbeleistungen eingeführt wird“, geregelt.<br />
Das Gesetz regelt den Steuergegenstand, die<br />
Bemessungsgrundlage und die Höhe der Abgabe<br />
(5 Prozent der Bemessungsgrundlage), definiert<br />
den Abgabenschuldner, Abgabenanspruch und<br />
Haftung, die Erhebung der Abgabe und regelt<br />
überdies die Aufzeichnungspflichten.<br />
Was unterliegt dem Werbeabgabegesetz? In erster<br />
Linie Werbeleistungen, soweit sie im Inland gegen<br />
Entgelt erbracht werden. Wird eine zum Empfang<br />
in Österreich bestimmte Werbeleistung in Hörfunk<br />
und Fernsehen vom Ausland aus verbreitet, dann<br />
gilt sie als im Inland erbracht. Ebenso dem Werbeabgabegesetz<br />
unterliegen Werbeeinschaltungen<br />
in Druckwerken im Sinne des Mediengesetzes, in<br />
Hörfunk und Fernsehen sowie die Duldung der Benützung<br />
von Flächen und Räumen zur Verbreitung<br />
von Werbebotschaften. Nicht als Werbeleistung gilt<br />
die mediale Unterstützung des Glücksspielgesetzes.<br />
Abgabenschuldner ist derjenige, der Anspruch auf ein<br />
Entgelt für die Durchführung einer Werbeleistung hat.<br />
Die Abgabe ist selbst zu berechnen und bis zum 15. des<br />
zweitfolgenden Monats nach Entstehen des Abgabenanspruches<br />
zu entrichten. Der Abgabenschuldner wird<br />
nach Ablauf des Kalenderjahres (Wirtschaftsjahres)<br />
zur Werbeabgabe veranlagt. Bis zum 31. März eines<br />
jeden Jahres hat der Abgabenschuldner dem Finanzamt<br />
eine Jahresabgabenerklärung für das vorangegangene<br />
Jahr zu übermitteln. Dieses Bundesgesetz ist auf<br />
Werbeleistungen anzuwenden, die nach dem 31. Mai<br />
2000 erbracht wurden.<br />
Details auch unter www.bmf.gv.at<br />
Infos: www.fachverbandwerbung.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Gesetz gegen den unlauteren<br />
Wettbewerb (UWG)<br />
Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,<br />
kurz UWG, regelt den wirtschaftlichen<br />
Wettbewerb von Unternehmen. Es verbietet unlautere<br />
Geschäftspraktiken und sonstige unlautere<br />
Handlungen.<br />
Als unlauter definiert das UWG Geschäftspraktiken<br />
wie beispielsweise die Behinderung (z. B.<br />
Boykott, Missbrauch von wirtschaftlicher Macht,<br />
Preisdumping), Ausbeutung (z. B. Nachahmen<br />
von bekannten Produkten, Leistungsübernahme),<br />
Rechtsbruch (z. B. Verstoß gegen Öffnungszeiten),<br />
aggressive Geschäftspraktiken wie Überrumpeln<br />
sowie irreführende Geschäftspraktiken (z. B. unzutreffende<br />
Preisvergleiche, unrichtige Produktangaben,<br />
Mogelpackungen etc.). In einem eigenen<br />
Anhang listet das Gesetz 31 konkrete Tatbestände<br />
auf, die allesamt als aggressive oder irreführende<br />
Geschäftspraktiken gelten und damit unzulässig<br />
sind. Nachdem das Geschäftsleben einem steten<br />
Wandel unterliegt und sich Geschäftspraktiken<br />
ändern können, enthält das Gesetz darüber hinaus<br />
einen allgemeinen Auffangtatbestand, der unlautere<br />
Geschäftspraktiken untersagt.<br />
Das UWG untersagt weiters den Missbrauch von<br />
Unternehmenskennzeichen (§ 9), Zugaben, sofern<br />
sie die Kaufentscheidung des Verbrauchers unsachlich<br />
beeinflussen (§ 9a), die Bestechung von<br />
Angestellten (§ 10) oder die Verletzung von Geschäftsgeheimnissen<br />
(§ 11).<br />
Das UWG sieht im Falle unlauterer Geschäftspraktiken<br />
Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung,<br />
bei Verschulden Schadenersatz, Urteilsveröffentlichung<br />
(in Zeitungen, im Internet, im Radio oder<br />
auch im TV) vor. Unterlassungsansprüche können<br />
nicht nur von betroffenen Mitbewerbern, sondern<br />
auch von Verbraucherschutzverbänden, Schutzverbänden<br />
gegen den unlauteren Wettbewerb und<br />
diversen Kammern geltend gemacht werden.<br />
Details lesen Sie nach unter www.schutzverband.at<br />
und www.voez.at/download<br />
93
Buchtipp: Wiebe/Kodek (Hrsg), Kommentar zum<br />
UWG (2009), (deutscher Kommentar) Köhler/<br />
Bornkamm, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,<br />
29. Auflage (2011)<br />
Urheberrechtsgesetz<br />
Gewerbliche Schutzrechte (sogenannte Immaterialgüterrechte)<br />
dienen dazu, bestimmte gewerblich<br />
verwertbare oder unternehmerische Leistungen<br />
und Unternehmenskennzeichen gegen Nachahmungen<br />
zu schützen. Immaterialgüterrechte<br />
umfassen gewerbliche Schutzrechte wie auch den<br />
Schutz geistiger Interessen oder Schutz der Leistungen<br />
ausübender Künstler.<br />
Das Bundesgesetz über das Urheberrecht an<br />
Werken der Literatur und der Kunst und über<br />
verwandte Schutzrechte umfasst Bestimmungen<br />
zu seiner Gültigkeit, dazu, wer Urheber ist, welche<br />
Urheberrechte es gibt (Verwertungs-, Vervielfältigungsrechte),<br />
den Schutz geistiger Interessen und<br />
auch den Werkschutz.<br />
Werkschutz<br />
In Sachen Vervielfältigung ist anzumerken, dass<br />
dieses Recht ausschließlich dem Urheber zusteht.<br />
Verwertungsrechte können auch an Dritte überlassen<br />
werden. Dem Werkschutz kommt in der Kreativwirtschaft<br />
besondere Bedeutung zu. Eine wichtige<br />
Bestimmung da raus lautet: Wird ein Werk<br />
auf eine Art, die es der Öffentlichkeit zugänglich<br />
macht, benützt oder zum Zweck der Verbreitung<br />
vervielfältigt, so dürfen auch von dem zu einer<br />
solchen Werknutzung Berechtigten an dem Werke<br />
selbst, an dessen Titel oder an der Urheberbezeichnung<br />
keine Kürzungen, Zusätze oder andere<br />
Änderungen vorgenommen werden, soweit nicht<br />
der Urheber einwilligt oder das Gesetz die Änderung<br />
zulässt.<br />
Zulässig sind insbesondere Änderungen, die der<br />
Urheber dem zur Benützung des Werkes Berechtigten<br />
nach den im redlichen Verkehr geltenden<br />
Gewohnheiten und Gebräuchen nicht untersagen<br />
kann, namentlich Änderungen, die durch die<br />
Art oder den Zweck der erlaubten Werknutzung<br />
94<br />
gefordert werden.<br />
Details auch unter http://ris.bka.gv.at<br />
Buchtipp: Kucsko, Roadmap Geistiges Eigentum,<br />
Markenrecht, Musterrecht, Patentrecht, Urheberrecht.<br />
Ein kurz gefasster Expeditionsführer durch<br />
den unsichtbaren Dschungel des Immaterialgüterrechts.<br />
Manz Verlag 2008, br., 256 Seiten, € 23,50,<br />
ISBN-10: 3-214-00427-1,<br />
ISBN-13: 978-3-214-00427-9<br />
Markenschutz-Gesetz<br />
Marken können alle Zeichen sein, die sich grafisch<br />
darstellen lassen, insbesondere Wörter einschließlich<br />
Personennamen, Abbildungen, Buchstaben,<br />
Zahlen und die Form oder Aufmachung der Ware,<br />
soweit solche Zeichen geeignet sind, Waren oder<br />
Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen<br />
anderer Unternehmen zu unterscheiden.<br />
Zeichen, die als Marken registriert werden sollen,<br />
müssen Unterscheidungskraft aufweisen. Der<br />
Erwerb des Markenrechtes erfordert immer die<br />
Eintragung der Marke in das Markenregister beim<br />
Patentamt. Für Markenrechte, die für das Gebiet<br />
von Österreich aufgrund zwischenstaatlicher Vereinbarungen<br />
wie z. B. nach dem Madrider Markenabkommen<br />
(„internationale Marke“) erworben<br />
werden, gilt dieses Bundesgesetz sinngemäß.<br />
Das Markenschutz-Gesetz regelt darüber hinaus<br />
detailreich, welche Zeichen von einer Registrierung<br />
als Marke ausgeschlossen sind. Das betrifft vor allem<br />
rein beschreibende Zeichen, täuschende Zeichen,<br />
Staatswappen oder auch unsittliche Zeichen. Vorbehaltlich<br />
der Wahrung älterer Rechte gewährt die<br />
eingetragene Marke ihrem Inhaber das ausschließliche<br />
Recht, Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung<br />
im geschäftlichen Verkehr die Marke zur<br />
Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen<br />
zu verwenden. Dem Inhaber einer eingetragenen<br />
Marke ist es auch gestattet, Dritten zu verbieten,<br />
ohne seine Zustimmung im geschäftlichen Verkehr<br />
ein mit der Marke gleiches oder ihr ähnliches Zeichen<br />
für Waren oder Dienstleistungen zu benützen.
Die Marke gewährt ihrem Inhaber allerdings nicht<br />
das Recht, einem Dritten zu verbieten, die Marke<br />
für Waren zu benützen, die unter dieser Marke von<br />
ihrem Inhaber oder mit seiner Zustimmung in der<br />
EU in den Verkehr gebracht worden sind.<br />
Das Markenschutz-Gesetz gewährt dem Inhaber<br />
einer Marke im Falle von Markenverletzungen<br />
Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung<br />
(Vernichtung), bei Verschulden Schadenersatz,<br />
Urteilsveröffentlichung (in Zeitungen, im Internet,<br />
im Radio oder auch im TV), Rechnungslegung<br />
sowie angemessenes Entgelt (in der Regel in Höhe<br />
einer üblichen Lizenzgebühr). Erfolgt die Markenverletzung<br />
vorsätzlich, dann liegt eine gerichtliche<br />
Straftat vor, die von den Strafverfolgungsbehörden<br />
verfolgt wird.<br />
Details auch unter www.patentamt.at<br />
Buchtipp:<br />
Kucsko, marken.schutz. Systematischer Kommentar<br />
zum Markenschutzgesetz.<br />
Manz Verlag 2006, geb., XLVI, 1.008 Seiten, € 145,–,<br />
ISBN-10: 3-214-00470-0,<br />
ISBN-13: 978-3-214-00470-5<br />
Mediengesetze<br />
Auch die Mediengesetzgebung beschäftigt sich mit<br />
dem Themenfeld <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation.<br />
Hier finden Sie die wichtigsten im Jahr<br />
2009 vom Ministerrat vorgeschlagenen Änderungen,<br />
die im Wesentlichen folgende Regelungsbereiche<br />
betreffen.<br />
Medienaufsicht<br />
Es soll eine unabhängige Medienbehörde, durch<br />
Umgestaltung der KommAustria in eine weisungsfreie<br />
Kollegialbehörde, geschaffen werden, die<br />
künftig neben privatem Rundfunk und von privaten<br />
Anbietern veranstalteten Mediendiensten auch<br />
die gesamte Rechtsaufsicht über den ORF und die<br />
Aufgaben nach dem Fernseh-Exklusivrechtegesetz<br />
(FERG) wahrnehmen soll. Die Tätigkeit der Aufsichtsbehörde<br />
für Verwertungsgesellschaften soll<br />
aus der KommAustria herausgelöst und als selbst-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Markenschutz, Urheberrecht, Mediengesetz<br />
und vieles mehr. In der Werbebranche<br />
kommen viele rechtliche<br />
Bestimmungen zur Anwendung<br />
ständige Behörde in den Bereich des BMJ übertragen<br />
werden. Ferner werden die Finanzierungsbestimmungen<br />
für die Medienbehörde angepasst.<br />
Förderungen in den Bereichen<br />
Film und Medien<br />
Die Fördermöglichkeiten des Fernsehfilmförderungsfonds<br />
sollen geringfügig adaptiert werden.<br />
Im Begutachtungsentwurf noch nicht enthalten<br />
war die nunmehr in der Regierungsvorlage nach<br />
Jahren gestaffelt vorgesehene Erhöhung der jährlich<br />
verfügbaren Fördermittel für die sog. Medienförderung<br />
für private kommerzielle bzw. nichtkommerzielle<br />
Rundfunkanbieter, die bis 2013 auf<br />
15 Millionen bzw. 3 Millionen Euro ansteigen soll.<br />
Regelungen für Großverfahren im<br />
Bereich Telekommunikation<br />
Es werden gesonderte Vorschriften für amtswegig<br />
geführte Großverfahren nach Vorbild des AVG eingeführt<br />
und entsprechende Sondervorschriften im<br />
Telekommunikationsgesetz (TKG 2003) verankert.<br />
ORF-Gesetze<br />
Im ORF-G betreffen die Neuerungen zum einen<br />
die Umsetzung der Vorgaben aus der Audiovisuelle-Mediendienste-Richtlinie<br />
AVMD-RL (u. a.<br />
Differenzierung zwischen Fernsehen und Abrufdiensten,<br />
Definition von audiovisueller kommerzieller<br />
Kommunikation, Verankerung inhaltlicher<br />
Standards auch für Abrufdienste, Neuregelungen<br />
bei Produktplatzierung), zum anderen die Umsetzung<br />
der beihilferechtlichen Anforderungen an den<br />
öffentlich-rechtlichen Rundfunk:<br />
Präzisierung des öffentlich-rechtlichen Auftrages<br />
des ORF hinsichtlich seiner Angebote im<br />
Bereich Online-Dienste und Fernseh-Spartenprogramme<br />
steht im Mittelpunkt, wobei fortan<br />
eine sogenannte Auftragsvorprüfung für neue<br />
oder wesentlich veränderte Angebote vorgesehen<br />
ist.<br />
Sicherstellung der Vermeidung von Überkompensationen<br />
und Regelungen zur Sicherung des<br />
wettbewerbskonformen Verhaltens des ORF<br />
sowie ein auf die Gleichstellung von Männern<br />
und Frauen gerichteter Regelungsbereich.<br />
95
Private Fernseh-und<br />
Mediendiensteveranstalter<br />
Mit der Novelle zum PrTV-G erfolgt die Umbenennung<br />
des Gesetzes in Audiovisuelle-Mediendienste-Gesetz<br />
(kurz: AMD-G). Wie im ORF-G ist<br />
der Schwerpunkt der Novelle die Umsetzung der<br />
Vorgaben der AVMD-RL, die zum Teil (betreffend<br />
Werberegelungen) bereits durch eine Novelle zum<br />
Jahresanfang (BGBl I 2009/7) gesetzlich erfolgt ist.<br />
Konkret kommt es zu einer Ausdehnung des Anwendungsbereiches<br />
auf alle audiovisuellen Mediendienste,<br />
das heißt insbesondere Web-TV und<br />
Abrufdienste (Video-on-Demand), sodass neben<br />
Rundfunkdiensten im Sinne des BVG Rundfunk<br />
künftighin auch rundfunkähnliche audiovisuelle<br />
Mediendienste erfasst sein werden (daher auch der<br />
Vorschlag für die Umbenennung des Gesetzestitels).<br />
Neu eingeführt im Bereich der privaten audiovisuellen<br />
Mediendienste werden, sowohl für den<br />
Bereich des Fernsehens als auch für den Bereich<br />
der Abrufdienste, Regeln zur Produktplatzierung.<br />
Diese wird in Kinofilmen, Fernsehfilmen, Fernsehserien,<br />
Sportsendungen und Sendungen der leichten<br />
Unterhaltung entsprechend den Vorgaben der<br />
Richtlinie erlaubt; Kernelemente der Neuerung<br />
sind ein Verbot der redaktionellen Beeinflussung<br />
beziehungsweise der Generierung einer werblichen<br />
Wirkung und ein umfassendes Kennzeichnungsgebot<br />
gegenüber den Konsumenten. Weiterhin zulässig<br />
bleibt die Beistellung von sogenannten Produktionshilfen<br />
für die Sendungsgestaltung.<br />
Bei Verstößen ist – wie bisher im Fernsehbereich –<br />
in letzter Konsequenz das Verfahren zum Entzug<br />
der Zulassung oder zur Untersagung eines audiovisuellen<br />
Mediendienstes vorgesehen.<br />
Es wird außerdem eine umfassende Rechtsbereinigung<br />
in dem Regelungsbereich des Gesetzes<br />
durchgeführt, der im Zuge der Digitalisierung seinen<br />
praktischen Anwendungsbereich verloren hat.<br />
Dabei wird zugleich auch die bislang im PrTV-G<br />
geregelte Kabel- und Satellitenhörfunkveranstaltung<br />
in das PrR-G übertragen. Geringfügige Adaptierungen<br />
sind speziell bei den Bestimmungen<br />
zur Frequenzzuteilung vorgesehen, wo eine „Öffnungsklausel“<br />
für andere Dienste als Rundfunk<br />
96<br />
eingeführt wird. Auch die Bestimmungen zum<br />
Digitalisierungskonzept werden verstärkt auf die<br />
Weiterentwicklung des digitalen Rundfunks ausgerichtet<br />
und erfassen künftighin auch digitales<br />
Radio.<br />
Im Bereich des Entzugs- bzw. Untersagungsverfahrens<br />
werden Differenzierungen im Hinblick auf die<br />
Art und Schwere der Rechtsverletzung sowie eine<br />
„Tilgungsfrist“ geschaffen. Dadurch sollen überschießende<br />
Sanktionen gegen Mediendiensteanbieter<br />
hintangehalten werden.<br />
Private Hörfunkveranstalter<br />
Die Novellierungen im Bereich des PrR-G sind<br />
zum einen Folge der beschriebenen Rechtsbereinigung<br />
im Bereich des PrTV-G (bzw. künftig<br />
AMD-G), wobei die Regelungen zur Kabel- und<br />
Satellitenhörfunkveranstaltung unverändert in das<br />
PrR-G übertragen werden und sich dessen Anwendungsbereich<br />
insoweit erweitert.<br />
Parallel wird eine gesetzliche Grundlage für die<br />
Veranstaltung von digitalem Hörfunk in Österreich<br />
geschaffen. Grundlegende Voraussetzung für die<br />
Einführung des digitalen Hörfunks in Österreich<br />
ist dabei eine entsprechende Erweiterung des Anwendungsbereiches<br />
des PrR-G auf digitalen terrestrischen<br />
Hörfunk. Es sind grundsätzlich nach dem<br />
Vorbild des digitalen terrestrischen Fernsehens<br />
ein Multiplex-Modell und die Schaffung digitaler<br />
Programmzulassungen vorgesehen. Der konkrete<br />
Zeitpunkt einer Ausschreibung ist nach Maßgabe<br />
des Digitalisierungskonzepts festzulegen, um eine<br />
entsprechende Flexibilität, auch im Hinblick auf<br />
Entwicklungen in anderen EU-Mitgliedstaaten,<br />
sicherzustellen. Bei der Programm belegung ist insbesondere<br />
eine angemessene Berücksichtigung der<br />
bestehenden Hörfunkveranstalter im Versorgungsgebiet<br />
vorgesehen. Mit den übrigen Anpassungen<br />
werden die im Bereich des AMD-G vollzogenen<br />
Änderungen im Bereich des Entzugsverfahrens<br />
auch für den Hörfunkbereich übertragen.<br />
Fernsehexklusivrechte<br />
Mit der Novelle des FERG werden die neuen Anforderungen<br />
des Art. 3k AVMD-RL betreffend das<br />
Kurzberichterstattungsrecht in die österreichische
Rechtsordnung übertragen. Die geltenden Regelungen<br />
bleiben dabei im Wesentlichen unberührt;<br />
Anpassungen erfolgen jedoch im Bereich der Verwendungsmöglichkeiten<br />
eines Kurzberichts und<br />
der Kostenerstattung. Außerdem wird, nach Vorbild<br />
des deutschen Rundfunkstaatsvertrages, eine<br />
Differenzierung zwischen gewerblich organisierten<br />
Veranstaltungen und Ereignissen, die aufgrund der<br />
faktischen Verhältnisse beschränkt zugänglich sind,<br />
geschaffen.<br />
Da die Einrichtung der KommAustria als verfassungsrechtlich<br />
unabhängige Medienbehörde einer<br />
Zweidrittelmehrheit bedarf, sind Gespräche geplant,<br />
die der Beschlussfassung im Ausschuss und<br />
im Plenum vorangehen sollen. Änderungen gegenüber<br />
der Regierungsvorlage in weiteren Einzelfragen<br />
der umfangreichen Novelle sind im Zuge der<br />
vorbereitenden Verhandlungen nicht ausgeschlossen.<br />
Die WKO-Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf<br />
für dieses Gesetzesvorhaben ist abrufbar<br />
unter: http://wko.at/rp<br />
Autor: MMag. Winfried Pöcherstorfer<br />
Rechtsdatenbanken<br />
www.wienerzeitung.at<br />
www.ris.bka.gv.at<br />
www.rida.at<br />
www.rdb.at<br />
www.parlinkom.gv.at<br />
www.europa.eu<br />
www.i4j.at (www.internet4jurists.at)<br />
www.bmi.gv.at<br />
www.bmwfj.gv.at<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
www.werbungwien.at<br />
www.schutzverband.at<br />
www.rtr.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Datenschutz-Gesetz<br />
Das Recht auf Datenschutz – die Sammlung von<br />
Daten zwecks Zielgruppenerfassung ist im Direct<br />
Marketing unerlässlich – wird im Datenschutzgesetz<br />
geregelt. Das Grundrecht auf Datenschutz<br />
wird dabei ebenso abgehandelt wie die Grundsätze<br />
zur Verwendung der Daten, die Zulässigkeit<br />
der Überlassung von Daten zur Erbringung von<br />
Dienstleis tungen und die Pflichten des Dienstleis ters.<br />
Details auch unter www.ad.or.at (ARGE Daten)<br />
Buchtipp: Studiengesellschaft für Wirtschaft und<br />
Recht, Geheimnisschutz – Datenschutz – Informationsschutz<br />
(für Österreich). Linde Verlag 2008,<br />
301 Seiten, € 78,10, ISBN-10: 3-7073-1206-2,<br />
ISBN-13: 9783707 312065<br />
Konsumentenschutzgesetz<br />
Im Konsumentenschutzgesetz sind Rechtsgeschäfte<br />
zwischen Unternehmen und Verbrauchern geregelt.<br />
Die für Unternehmen im Bereich <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation wichtigsten Punkte sind<br />
die besonderen Bestimmungen für Verträge zwischen<br />
Unternehmern und Verbrauchern. Dazu<br />
zählen etwa der Geltungsbereich und allgemeine<br />
Regeln wie das Rücktrittsrecht, die Regelung von<br />
Kostenvoranschlägen, Vertragsabschlüsse im Fernabsatz,<br />
unzulässige Vertragsbestandteile und die<br />
Bestimmungen der Gewährleis tung. Details auch<br />
unter http://ris.bka.gv.at<br />
www.konsumenten-schutz.at<br />
www.konsument.at<br />
Weitere für Agenturen wichtige gesetzliche Grundlagen<br />
sind unter anderem das E-Commerce-Gesetz,<br />
§ 107 Telekommunikationsgesetz (regelt Beschränkungen<br />
für die <strong>Werbung</strong> per SMS und E-Mail) und<br />
das Mediengesetz (u. a. Impressumpflicht).<br />
Beachten Sie stets, dass die Konsequenzen aus<br />
Verstößen gegen einige der in diesem Kapitel<br />
aufgelis teten Gesetze sogar bis hin zu kostspieligem<br />
Schaden ersatz und strafrechtlicher Verurteilung<br />
reichen können!<br />
97
Medien I Werbemittel und Preise I Werbe-Awards<br />
Markt<br />
98
07<br />
Medien<br />
Die meistgelesenen Tageszeitungen Meistgelesene Magazine/Illustrierte<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Quelle: Media-Analyse 2010<br />
In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommuni-<br />
kation zählt nicht nur die kreativste<br />
Anzeige oder der am meisten fes-<br />
selnde Fernsehspot. Wer erfolgreich<br />
werben möchte, sollte auch über die<br />
wichtigsten Werbemittel des Landes<br />
informiert sein.<br />
Titel Reichweite in % Projektion in 1.0000 Titel Reichweite in % Projektion in 1.000<br />
Kronen Zeitung<br />
38,9<br />
2.764 Auto Touring<br />
22,6<br />
1.608<br />
Kleine Zeitung gesamt 12,0<br />
855 Weekend Magazin (GRATIS) 14,2<br />
1.009<br />
Heute (GRATIS) 12,0<br />
849 TV-Media<br />
13,6<br />
967<br />
Österreich (GRATIS) 9,6<br />
680 Ganze Woche<br />
13,2<br />
934<br />
Kurier<br />
8,1<br />
575 News<br />
10,3<br />
730<br />
Der Standard<br />
5,3<br />
374 Solidarität<br />
9,9<br />
702<br />
OÖ Nachrichten<br />
4,8<br />
342 Gusto<br />
8,9<br />
634<br />
Tiroler Tageszeitung 3,9<br />
280 Woman<br />
7,3<br />
520<br />
Die Presse<br />
3,8<br />
271 Geo<br />
7,2<br />
509<br />
Salzburger Nachrichten 3,6<br />
253 Complete<br />
6,6<br />
467<br />
Profil<br />
6,3<br />
450<br />
Quelle: Media-Analyse 2010 Freie Fahrt<br />
6,1<br />
435<br />
ORF Nachlese<br />
5,9<br />
419<br />
Auto Revue<br />
5,3<br />
379<br />
Sportmagazin<br />
4,8<br />
342<br />
Schöner Wohnen 4,6<br />
328<br />
Skip (GRATIS)<br />
4,6<br />
325<br />
Medizin Populär 4,5<br />
320<br />
Gewinn<br />
4,1<br />
289<br />
Unsere Generation 3,9<br />
276<br />
Gesünder Leben 3,8<br />
272<br />
<strong>Wien</strong>erin<br />
3,7<br />
266<br />
Trend<br />
3,7<br />
261<br />
Regionale Wochenzeitungen (Kauf) Alles Auto<br />
3,7<br />
259<br />
E-Media (14-tägl.) 3,4<br />
239<br />
Titel Reichweite in %<br />
Projektion in 1.000 Maxima<br />
3,3<br />
236<br />
NÖ Nachrichten<br />
9,2<br />
651 Universum<br />
3,3<br />
235<br />
Salzburger Woche/Fenster 5,1<br />
364 Besser Wohnen<br />
3,1<br />
219<br />
Salzburger Woche 3,9<br />
274<br />
BVZ<br />
1,9<br />
134<br />
Quelle: Media-Analyse 2010<br />
99
Die meistgelesenen Gratiszeitungen<br />
Titel<br />
Kombi RMA gesamt (8 Blätter)<br />
Tips gesamt<br />
Heute gesamt<br />
Bezirksrundschau OÖ<br />
Österreich<br />
Bezirksblätter NÖ<br />
<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt<br />
Woche Steiermark<br />
BZ – <strong>Wien</strong>er Bezirkszeitung<br />
Bezirksblätter Tirol<br />
100<br />
Unique User PIs/Monat<br />
Projektion in 1.000<br />
3.795<br />
925<br />
849<br />
793<br />
680<br />
614<br />
577<br />
562<br />
461<br />
455<br />
Quelle: Media-Analyse/RegioPrint 2010<br />
Die zuschauerstärksten TV-Sender Die reichweitenstärksten Radiosender<br />
Sender Reichweite in % Projektion in 1.000 Sender<br />
Reichweite in %<br />
ORF 2<br />
38,8<br />
2.761 ORF Radio gesamt<br />
70,8<br />
ORF eins<br />
31,3<br />
2.226 Hitradio Ö3<br />
48,0<br />
ATV<br />
14,8<br />
1.052 Privatsender Inland (RMS-Top)<br />
33,9<br />
SAT.1 Österreich<br />
13,5<br />
959 ORF Regionalradios<br />
21,1<br />
PRO 7 Österreich<br />
13,2<br />
937 KRONEHIT<br />
13,4<br />
ZDF<br />
13,1<br />
930 FM4<br />
5,7<br />
ARD<br />
12,7<br />
904 Ö1<br />
5,9<br />
RTL Österreich<br />
12,0<br />
854<br />
Quelle: Radiotest 1. Hj. 2011<br />
Kabel 1 Österreich<br />
9,0<br />
641<br />
Tagesreichweite österreichweit<br />
VOX Österreich<br />
9,0<br />
638<br />
Mo–So, 14–49 Jahre<br />
Quelle: AGTT/GfK TELETEST; 01. 01. 2010–31. 12. 2010<br />
Die meistbesuchten Internetseiten<br />
Ranking nach Unique User in Tausend<br />
herold.at<br />
krone.at<br />
willhaben.at<br />
derStandard.at<br />
kleinezeitung.at<br />
kurier.at<br />
myvideo.at<br />
tupalo.com<br />
diepresse.com<br />
oeamtc.at<br />
1.877<br />
1.140<br />
1.070<br />
1.053<br />
719<br />
666<br />
620<br />
586<br />
578<br />
482<br />
34.965<br />
105.154<br />
175.615<br />
46.672<br />
28.027<br />
23.909<br />
6.724<br />
1.532<br />
13.868<br />
6.146<br />
Quelle: ÖWA Plus 2010/4, Einzelangebote<br />
Reichweite in %<br />
53,5<br />
13,0<br />
11,9<br />
11,2<br />
9,6<br />
8,6<br />
8,1<br />
7,9<br />
6,5<br />
6,4<br />
Internetnutzung in Österreich<br />
Struktur der Internetnutzer, Geschlecht und Alter, in %<br />
GesamtInternetbevölkerungnutzer Total<br />
Männer<br />
Frauen<br />
14–19 Jahre<br />
20–29 Jahre<br />
30–39 Jahre<br />
40–49 Jahre<br />
50–59 Jahre<br />
60–69 Jahre<br />
70 Jahre +<br />
7.090.000<br />
49<br />
51<br />
8<br />
16<br />
17<br />
19<br />
15<br />
12<br />
13<br />
5.690.000<br />
53<br />
47<br />
10<br />
20<br />
20<br />
22<br />
15<br />
10<br />
4<br />
Intensivnutzer<br />
4.980.000<br />
54<br />
46<br />
11<br />
21<br />
20<br />
22<br />
14<br />
9<br />
3<br />
ÖsterreicherInnen ab 14 Jahren<br />
Quelle: AIM/Integral 2011/Q1
Mit 3.500 €*<br />
Millionär werden?<br />
Auflage 1.470.763<br />
(ÖAK 2010)<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
* 1/4 Seite schwarz/weiß<br />
1,608 Mio Leser<br />
(MA 2010)<br />
Werden Sie Auflagen-Millionär mit auto touring,<br />
Österreichs Monatsmagazin Nr. 1, mit knapp 30% Reichweite in der<br />
AB-Schicht und höchster Glaubwürdigkeit und Kompetenz.<br />
101
Die reichweitenstärksten Radiosender nach Bundesländern<br />
Bundesland Sender<br />
<strong>Wien</strong><br />
Ö3<br />
Radio <strong>Wien</strong><br />
Radio Energy<br />
Niederösterreich<br />
Ö3<br />
KRONEHIT<br />
Radio Niederösterreich<br />
Burgenland<br />
Ö3<br />
Radio Burgenland<br />
KRONEHIT<br />
Steiermark<br />
Ö3<br />
Antenne Steiermark<br />
Radio Steiermark<br />
Kärnten<br />
Ö3<br />
Radio Kärnten<br />
Antenne Kärnten<br />
Oberösterreich<br />
Ö3<br />
Life Radio<br />
Radio Oberösterreich<br />
Salzburg<br />
Ö3<br />
Radio Salzburg<br />
Antenne Salzburg<br />
Tirol<br />
Ö3<br />
Radio Tirol<br />
KRONEHIT<br />
Vorarlberg<br />
Ö3<br />
Radio Vorarlberg<br />
Antenne Vorarlberg<br />
102<br />
Reichweite in %<br />
34,6<br />
10,4<br />
10,4<br />
51,5<br />
19,6<br />
18,9<br />
58,4<br />
27,3<br />
18,5<br />
51,0<br />
24,7<br />
21,3<br />
49,2<br />
30,5<br />
25,0<br />
51,9<br />
17,5<br />
16,0<br />
51,2<br />
21,6<br />
15,0<br />
52,8<br />
22,1<br />
11,6<br />
47,9<br />
25,0<br />
21,3<br />
Quelle: Radiotest 1. Halbjahr 2011<br />
Tagesreichweite Mo–So, 14–49 Jahre
Fotos: andrea mühlwisch<br />
mehr<br />
aufmerksamkeit<br />
für ihre kampagnen<br />
flieg mit LG & skip zum filmfestival in cannes<br />
kein glamour ohne<br />
Beweisfoto – z. B. das<br />
von Brittany murphy.<br />
aber der strenge<br />
dresscode gilt in<br />
cannes am roten<br />
As Good As Live<br />
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die kreativsten<br />
promotion-konzepte<br />
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cinelights im kinofoyer
Werbemittel und Preise<br />
Bevölkerung und Haushalte<br />
Basisdaten Bevölkerung<br />
in 1.000<br />
Total<br />
<strong>Wien</strong><br />
Niederösterreich<br />
Burgenland<br />
Steiermark<br />
Kärnten<br />
Oberösterreich<br />
Salzburg<br />
Tirol<br />
Vorarlberg<br />
104<br />
7.100<br />
1.441<br />
1.364<br />
246<br />
1.038<br />
482<br />
1.185<br />
444<br />
594<br />
306<br />
14 Jahre +<br />
in %<br />
100<br />
20,3<br />
19,2<br />
3,5<br />
14,6<br />
6,8<br />
16,7<br />
6,3<br />
8,4<br />
4,3<br />
Printmedien (Auszug); Reichweiten, Auflagen, Tarife<br />
Haushalte<br />
in 1.000<br />
3.624<br />
846<br />
669<br />
113<br />
504<br />
239<br />
586<br />
225<br />
291<br />
152<br />
total<br />
in %<br />
100<br />
23,3<br />
18,5<br />
3,1<br />
13,9<br />
6,6<br />
16,2<br />
6,2<br />
8,0<br />
4,2<br />
Quelle: Media-Analyse 2010, Statistik Austria<br />
Titel<br />
Gratiszeitungen<br />
1.000 NRW W NÖ Bgld. Stmk. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. Auflage Preis 1/1<br />
Heute<br />
849 12,0 37,6 13,0 – – – 8,7 – – – 557.151 20.672<br />
Salzburger Woche/Fenster 364 5,1 – – – – – 3,0 71,4 – – 258.967 18.668<br />
BZ <strong>Wien</strong>er Bezirkszeitung 461 6,5 32,0 – – – – – – – – 616.022 16.766<br />
<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt 577 8,1 40,0 – – – – – – – – 597.982 14.700<br />
Bezirksblätter NÖ 614 8,6 – 45,0 – – – – – – – 655.661 23.424<br />
Bezirksblätter Bgld. 186 2,6 – – 75,6 – – – – – – 221.677 5.381<br />
Woche Steiermark 562 7,9 – – – 54,2 – – – – – 479.970 18.663<br />
Woche Kärnten<br />
284 4,0 – – – – 58,9 – – – – 221.677 8.886<br />
Kärntner Regionalmedien 314 4,4 – – – – 65,3 – – – – 225.887 6.669<br />
Bezirksrundschau OÖ 793 11,2 – – – – – 66,9 – – – 528.577 16.896<br />
Tips<br />
925 13,0 – 6,1 – – – 71,1 – – – 793.800 18.057<br />
Bezirksblätter Sbg. 293 4,1 – – – – – – 65,9 – – 210.968 8.081<br />
Salzburger Fenster 257 3,6 – – – – – – 53,6 – – 180.467 15.600<br />
Bezirksblätter Tirol 455 6,4 – – – – – – – 76,5 – 268.869 11.738<br />
Mein kleines Blatt 154 2,2 – – – – – – – – 50,4 110.926 3.808<br />
Regionalztg. Vorarlberg 147 2,1 – – – – – – – – 48,2 130.715 4.308<br />
Wann & Wo SO 217 3,1 – – – – – – – – 71,1 126.929 5.342<br />
Wann & Wo MI<br />
206 2,9 – – – – – – – – 67,3 126.065 4.452<br />
Kombi Wann & Wo 246 3,5 – – – – – – – – 80,5 252.994 8.014<br />
Quelle: Media-Analyse 2010, Daten des Hauptverbreitungsgebietes, 14 Jahre +, leere Felder: nicht ÖAK-gemeldete Auflagen bzw. zu geringe Fallzahl<br />
Tageszeitungen, Supplements, regionale Wochenzeitungen<br />
Der Standard<br />
374 5,3 11,8 4,4 – 3,8 – 3,0 – – – 104.004 11.740<br />
Die Presse<br />
271 3,8 8,2 3,8 – 3,1 – 2,1 – – – 97.091 11.292<br />
Kronen Zeitung 2.764 38,9 35,6 42,7 59,0 41,0 42,8 40,8 39,6 36,8 – 928.627 31.484<br />
Kurier<br />
575 8,1 16,5 15,5 15,3 2,6 – – – – – 207.614 14.500<br />
WirtschaftsBlatt<br />
78 1,1 – – – – – – – – – 34.197 7.900
Titel<br />
Kleine Zeitung gesamt<br />
Kleine Zeitung (Graz)<br />
Kleine Zeitung (Klgft.)<br />
KTZ-Kärntner Tageszeitung<br />
OÖN-OÖ Nachrichten<br />
SN-Salzburger Nachrichten<br />
TT-Tiroler Tageszeitung<br />
Neue Vbg. Tageszeitung<br />
VN-Vbg. Nachrichten<br />
TOP Vorarlberg<br />
Kurier Freizeit<br />
Live<br />
Tele<br />
TV.Woche<br />
NÖN-NÖ Nachrichten<br />
BVZ<br />
Salzburger Woche<br />
Titel<br />
Magazine<br />
Total<br />
E-Media (14-täglich)<br />
Falter<br />
Format<br />
Ganze Woche<br />
News<br />
Profil<br />
Seitenblicke<br />
Sportwoche<br />
TV-Media<br />
Weekend Magazin<br />
Der österr. Lesezirkel<br />
Geo<br />
Gewinn<br />
Gusto<br />
ORF Nachlese<br />
Top Gewinn<br />
Trend<br />
Vor Magazin<br />
1.000 RW<br />
855<br />
596<br />
259<br />
48<br />
342<br />
253<br />
280<br />
39<br />
181<br />
199<br />
494<br />
1.554<br />
1.893<br />
412<br />
651<br />
134<br />
274<br />
7.100<br />
3,4<br />
1,4<br />
2,3<br />
13,2<br />
10,3<br />
6,3<br />
3,1<br />
2,5<br />
13,6<br />
14,2<br />
8,6<br />
7,2<br />
4,1<br />
8,9<br />
5,9<br />
1,7<br />
3,7<br />
3<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
12,0<br />
8,4<br />
3,6<br />
0,7<br />
4,8<br />
3,6<br />
3,9<br />
0,6<br />
2,6<br />
2,8<br />
7,0<br />
21,9<br />
26,7<br />
5,8<br />
9,2<br />
1,9<br />
3,9<br />
W<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
14,4<br />
21,3<br />
13,1<br />
11,5<br />
2,8<br />
–<br />
–<br />
3.440<br />
5,2<br />
1,5<br />
2,8<br />
8,8<br />
11,1<br />
7,7<br />
1,7<br />
4,4<br />
14<br />
13,2<br />
6,8<br />
7,5<br />
5,8<br />
3,3<br />
4,1<br />
2,5<br />
4,7<br />
2,9<br />
NÖ Bgld. Stmk. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. ÖAK 10 Tarif 11<br />
– – 53,0 49,0 – – – – 313.094 21.382<br />
– – 53,0 – – – – – 209.412 14.721<br />
– – – 49,0 – – – – 103.682 9.011<br />
– – – 9,0 – – – – 32.000 2.035<br />
– – – – 26,6 – – – 134.493 8.599<br />
– – – – 2,0 39,4 – – 86.494 8.613<br />
– – – – – – 46,0 – 105.861 7.777<br />
– – – – – – – 11,1 12.415 2.050<br />
– – – – – – – 57,5 69.379 5.298<br />
– – – – – – – 61,6 81.794 6.118<br />
15,2 14,3 – – – – – – 251.873 12.900<br />
26,1 39,8 22,2 26,5 20,5 22,7 14,8 – 1.016.671 29.000<br />
19,9 14,2 38,9 32,5 30,7 34,1 30,1 46,8 1.213.000 32.000<br />
12,5 10,8 – – – – – – 220.347 12.900<br />
43,4 – – – – – – – 169.932 22.000<br />
– 44,9 – – – – – – 30.333 3.780<br />
– – – – – 54,0 – – 78.500 7.735<br />
Quelle: Media-Analyse 2010, ÖAK 2010, leere Felder: nicht ÖAK-gemeldete Auflagen bzw. zu geringe Fallzahl<br />
Total Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J.. 70 J. +<br />
3.660<br />
1,6<br />
1,3<br />
1,8<br />
17,3<br />
9,5<br />
5<br />
4,4<br />
0,8<br />
13,3<br />
15,1<br />
10,4<br />
6,9<br />
2,5<br />
14,3<br />
7,6<br />
1<br />
2,7<br />
3<br />
591<br />
5<br />
–<br />
–<br />
5,7<br />
9,2<br />
4,4<br />
6,7<br />
4,7<br />
19,2<br />
12,1<br />
4,8<br />
6,8<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
1.063<br />
4,9<br />
2,4<br />
2,5<br />
7,2<br />
10,6<br />
7,2<br />
4,6<br />
4,6<br />
16,8<br />
14,5<br />
9<br />
7,7<br />
3,6<br />
7,2<br />
3,4<br />
–<br />
3,2<br />
4,2<br />
1.147<br />
3,8<br />
–<br />
2,8<br />
6,3<br />
11,7<br />
6,5<br />
4,3<br />
3<br />
15,2<br />
16,3<br />
9,9<br />
7,5<br />
4,3<br />
9,4<br />
4<br />
2,1<br />
3,5<br />
3,8<br />
1.397<br />
3,9<br />
1,8<br />
3,2<br />
11,6<br />
11,6<br />
7,5<br />
2,5<br />
2,5<br />
14,7<br />
14,4<br />
9<br />
8<br />
6,4<br />
11,5<br />
5,6<br />
2,8<br />
5<br />
3<br />
1.063<br />
2,9<br />
–<br />
2,4<br />
15,8<br />
11<br />
7,5<br />
–<br />
–<br />
12,7<br />
14,1<br />
9,7<br />
8,3<br />
5,6<br />
11,1<br />
8,3<br />
2,4<br />
5,4<br />
2,3<br />
917<br />
–<br />
–<br />
–<br />
19,6<br />
10,1<br />
6,4<br />
–<br />
–<br />
12,1<br />
14,6<br />
9,5<br />
6,2<br />
3,1<br />
10,8<br />
9,1<br />
–<br />
3,5<br />
2,9<br />
26,1<br />
–<br />
–<br />
–<br />
21,6<br />
6,1<br />
3,1<br />
–<br />
4,8<br />
5,3<br />
12,1<br />
6,5<br />
4,8<br />
–<br />
6,1<br />
7,2<br />
–<br />
–<br />
–<br />
105
Titel<br />
<strong>Wien</strong>er<br />
Besser Wohnen<br />
H.O.M.E.<br />
Schöner Wohnen<br />
Gesünder Leben<br />
Gesund + Leben in NÖ<br />
Medizin populär<br />
News Leben<br />
Wellness Magazin<br />
Alles Auto<br />
Auto Revue<br />
Auto Touring<br />
Freie Fahrt<br />
Motorradmagazin<br />
Skip (GRATIS)<br />
Sportmagazin<br />
Top Times (GRATIS)<br />
Universum<br />
Unsere Generation<br />
Complete<br />
106<br />
Total<br />
2,1<br />
3,1<br />
1<br />
4,6<br />
3,8<br />
2,4<br />
4,5<br />
2,1<br />
1,5<br />
3,7<br />
5,3<br />
22,6<br />
6,1<br />
2,6<br />
4,6<br />
4,8<br />
0,9<br />
3,3<br />
3,9<br />
6,6<br />
Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J. 70 J. +<br />
2,4<br />
2,7<br />
0,7<br />
2,5<br />
2,1<br />
1,7<br />
2,6<br />
1,2<br />
0,8<br />
6,6<br />
9,5<br />
30,6<br />
8,5<br />
4,6<br />
4,6<br />
8,5<br />
1,4<br />
3,3<br />
3,2<br />
7,6<br />
1,7<br />
3,5<br />
1,4<br />
6,7<br />
5,5<br />
3,1<br />
6,3<br />
2,9<br />
2,1<br />
0,9<br />
1,5<br />
15,2<br />
3,9<br />
0,7<br />
4,5<br />
1,3<br />
–<br />
3,3<br />
4,5<br />
5,6<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
4,4<br />
5,1<br />
11,1<br />
–<br />
4,8<br />
14,5<br />
9,2<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
Frauenmagazine haben die Wirtschaftskrise gut überstanden<br />
2,5<br />
2,9<br />
–<br />
4,2<br />
2,6<br />
–<br />
2,6<br />
–<br />
–<br />
5,7<br />
7,4<br />
18,9<br />
4,9<br />
3,4<br />
10<br />
7,9<br />
–<br />
2,7<br />
–<br />
4,9<br />
2,9<br />
3,4<br />
–<br />
5,4<br />
3,6<br />
2,6<br />
3,6<br />
2,2<br />
–<br />
4,8<br />
7,3<br />
22,9<br />
5,4<br />
3,9<br />
5,5<br />
5,8<br />
–<br />
3,3<br />
–<br />
8,4<br />
3<br />
3,5<br />
1,7<br />
5,9<br />
3,5<br />
3,2<br />
4,5<br />
2,8<br />
1,6<br />
4<br />
6<br />
25,6<br />
7,9<br />
2,8<br />
3,2<br />
4,7<br />
–<br />
3,5<br />
–<br />
8,7<br />
–<br />
3,9<br />
–<br />
4,8<br />
5,6<br />
2,9<br />
6,3<br />
2,6<br />
–<br />
3<br />
5,3<br />
26,7<br />
7<br />
–<br />
–<br />
3,5<br />
–<br />
4,1<br />
2,6<br />
8,9<br />
–<br />
3,9<br />
–<br />
5,2<br />
5,1<br />
3,3<br />
6,5<br />
–<br />
–<br />
2,6<br />
3,7<br />
29<br />
9<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
4<br />
10,2<br />
6,7<br />
–<br />
–<br />
–<br />
2,7<br />
4,3<br />
–<br />
6,3<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
18,6<br />
4,4<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
14,3<br />
3,8<br />
Quellen: Media-Analyse 2010, leere Felder: zu geringe Fallzahl
Fernsehen Marktanteile<br />
Marktanteile in %<br />
30,0<br />
25,0<br />
20,0<br />
15,0<br />
10,0<br />
5,0<br />
0,0<br />
Fernsehen Tarife, Reichweite und Preis-Leistungs-Verhältnis im Fernsehen 2010/2011 (Erwachsene 18–49 J.)<br />
Sender Tarif 30” 10 Tarif 30” 11 RW 2010 RW 2011 TKP 2010 TKP 2011<br />
ATV<br />
AUSTRIA 9<br />
Café Puls<br />
Kabel 1 A<br />
NICK/CC<br />
ORF eins<br />
ORF 2<br />
PRO7 A<br />
PULS 4<br />
Reg/gotv<br />
RTL A<br />
RTL2 A<br />
SAT.1 A<br />
Servus TV<br />
SRTL A<br />
VOX A<br />
ORF<br />
eins<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
ORF 2<br />
ATV Puls 4 Café Servus RTL RTL2 SRTL VOX AUST- PRO7 SAT.1 KAB1 GoTV NICK/ MTV<br />
Puls Tv<br />
RIA9<br />
TV<br />
VIVA<br />
431<br />
45<br />
224<br />
226<br />
73<br />
3.615<br />
4.812<br />
494<br />
151<br />
44<br />
517<br />
176<br />
439<br />
53<br />
167<br />
342<br />
424<br />
43<br />
306<br />
256<br />
66<br />
3.467<br />
4.572<br />
691<br />
219<br />
44<br />
654<br />
215<br />
542<br />
52<br />
221<br />
415<br />
17.899<br />
1.722<br />
13.237<br />
11.906<br />
1.173<br />
80.903<br />
101.060<br />
24.248<br />
9.414<br />
478<br />
19.651<br />
7.364<br />
18.864<br />
1.269<br />
8.143<br />
12.613<br />
Quelle: Teletest - Ö-Fenster Evogenius 12+ Jahre in %<br />
16.602<br />
1.562<br />
15.790<br />
11.480<br />
2.467<br />
84.677<br />
105.917<br />
26.416<br />
11.001<br />
349<br />
21.370<br />
7.677<br />
19.194<br />
2.060<br />
7.652<br />
13.730<br />
2007<br />
2008<br />
2009<br />
2010<br />
24,08<br />
26,66<br />
16,96<br />
19<br />
62,75<br />
44,69<br />
47,62<br />
20,38<br />
16,04<br />
93,53<br />
26,31<br />
23,97<br />
23,31<br />
42,35<br />
20,52<br />
27,12<br />
25,54<br />
27,78<br />
19,4<br />
22,35<br />
26,86<br />
40,95<br />
43,17<br />
26,17<br />
19,92<br />
128,24<br />
30,65<br />
28,01<br />
28,26<br />
25,69<br />
28,93<br />
30,27<br />
Quelle: Teletest Pinball, Tarifart 1–11, 13–20, anzahlgewichtet, 2011 Prognose Mediahaus, Expost Daten bis 01. 07. 2011,<br />
TKP = Kosten, um 1.000 Kontakte zu erreichen<br />
107
Hörfunk Marktanteile und Tagesreichweiten<br />
Sender 10 Jahre + 14–49 Jahre<br />
Total in 1.000<br />
Minuten gehört (Radiotest 2011)<br />
Marktanteil in %<br />
ORF gesamt<br />
Ö1<br />
Ö2 gesamt<br />
Ö3<br />
FM4<br />
Ö2 <strong>Wien</strong><br />
Ö2 NÖ<br />
Ö2 Burgenland<br />
Ö2 Steiermark<br />
Ö2 Kärnten<br />
Ö2 OÖ<br />
Ö2 Salzburg<br />
Ö2 Tirol<br />
Ö2 Vorarlberg<br />
Private Inland gesamt<br />
RMS Top<br />
KRONEHIT<br />
Tagesreichweite in %<br />
ORF gesamt<br />
Ö1<br />
Ö2 gesamt<br />
Ö3<br />
FM4<br />
Ö2 <strong>Wien</strong><br />
Ö2 NÖ<br />
Ö2 Burgenland<br />
Ö2 Steiermark<br />
Ö2 Kärnten<br />
Ö2 OÖ<br />
Ö2 Salzburg<br />
Ö2 Tirol<br />
Ö2 Vorarlberg<br />
Private Inland gesamt<br />
RMS Top<br />
KRONEHIT<br />
108<br />
7.461<br />
202<br />
75<br />
6<br />
36<br />
32<br />
2<br />
4<br />
8<br />
2<br />
6<br />
4<br />
5<br />
3<br />
3<br />
2<br />
22<br />
22<br />
6<br />
71,2<br />
9,8<br />
34,1<br />
38,9<br />
4,1<br />
4,6<br />
7,7<br />
2,6<br />
5,4<br />
3,2<br />
5,1<br />
2,9<br />
3,1<br />
1,7<br />
28,5<br />
27,9<br />
9,9<br />
4.191<br />
206<br />
68<br />
3<br />
20<br />
42<br />
3<br />
3<br />
3<br />
1<br />
4<br />
2<br />
2<br />
1<br />
2<br />
1<br />
30<br />
30<br />
9<br />
68<br />
6,3<br />
21,6<br />
49,4<br />
6,4<br />
3,7<br />
4,6<br />
1,2<br />
3,1<br />
2,2<br />
3,0<br />
1,8<br />
2,0<br />
1,2<br />
36,7<br />
36,5<br />
14,2<br />
Quelle: Radiotest 2011, 1. Halbjahr, Mo–So
Hörfunk Tagesreichweiten, Radionutzung<br />
Tagesreichweiten in Prozent 14–49 Jahre<br />
82,0<br />
80,7<br />
Radio<br />
gesamt<br />
70,8<br />
65,8<br />
ORF gesamt Ö1 Ö2 gesamt Ö3 FM4 Privat Inl.<br />
gesamt<br />
Radionutzung ab 10 Jahren<br />
Marktanteile in Prozent<br />
202<br />
194<br />
Radio<br />
gesamt<br />
76<br />
75<br />
5,5 5,9<br />
ORF gesamt Ö1 Ö2 gesamt Ö3 FM4 Privat Inl.<br />
gesamt<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
20,7 21,1<br />
47,6 48,0<br />
6,3 5,7<br />
1. HJ 2010<br />
1. HJ 2011<br />
32,9 36,3<br />
1. HJ 2010<br />
1. HJ 2011<br />
32,6 33,9<br />
12,1 13,4<br />
RMS Top KRONEHIT<br />
Quelle: Radiotest 2010/2011, 1. Halbjahr, Mo–So<br />
36 36<br />
32 32<br />
22 22 21<br />
22<br />
6 6 5 6<br />
2 2<br />
RMS Top KRONEHIT<br />
Quelle: Radiotest 2011, 1. Halbjahr, Mo–So<br />
109
Outdoor-Werbeformen Reichweiten, Nutzerstruktur<br />
110<br />
18<br />
1.255<br />
28<br />
52<br />
Ambient-Werbeformen<br />
5.622<br />
83<br />
9.086<br />
90<br />
Infoscreen Plakat City-Light<br />
<strong>Werbung</strong> auf Autobussen<br />
Kleinplakate auf Einkaufswagen<br />
Zapfpistolen auf Tankstellen<br />
Litfaßsäulen<br />
<strong>Werbung</strong> auf Kassatrennern<br />
Rolling Boards<br />
<strong>Werbung</strong> auf Straßenbahnen<br />
<strong>Werbung</strong> auf Taxis<br />
<strong>Werbung</strong> auf Autos (Smart, Mini)<br />
Beleuchtete Werbeprojektionen<br />
<strong>Werbung</strong> auf Baustellengerüsten<br />
Kleine Werbeplakate auf Toiletten<br />
McDonald Screens<br />
Werbeaufdruck am Boden<br />
Screens in Trafiken<br />
<strong>Werbung</strong> auf Gratispostkarten<br />
Plakat: Stellen nach Kategorien<br />
Werbeform gesehen (in %)<br />
19<br />
15<br />
27<br />
26<br />
24<br />
31<br />
91<br />
20.581<br />
38<br />
36<br />
36<br />
14+ 14-29 Jahre <strong>Wien</strong><br />
46<br />
15.139<br />
57<br />
79<br />
Quelle: Media-Analyse 2010, Reichweite in %<br />
56<br />
54<br />
51<br />
50<br />
47<br />
63<br />
68<br />
Quelle: Ambient Meter 2010<br />
4.438<br />
Superstar Starplus<br />
Star<br />
Top<br />
Select Standard<br />
Quelle: PWÖ
Plakat Tarife 2011 in Euro (ein Plakat/14 Tage)<br />
Kategorie Plakatwert Gewista<br />
Epamedia<br />
16 Bogen 24 Bogen 16 Bogen 24 Bogen<br />
Standard<br />
Select<br />
Top<br />
Star<br />
Star Plus<br />
Superstar<br />
Zuschlag: Montage<br />
3.200/2.900<br />
5.500<br />
10.000<br />
15.000<br />
20.000<br />
30.000<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
15,50<br />
35<br />
77,50<br />
122<br />
165<br />
275<br />
25,50<br />
Infoscreen Tarife 2011 (Spotlänge: 10 Sek., 7 Tage)<br />
<strong>Wien</strong>: 11 U-Bahn-Stationen, 65 Busse<br />
Graz: Screen Jakominiplatz + 240 Straßenbahnen<br />
Klagenfurt: 42 Busse<br />
Linz: 256 Busse und Straßenbahnen<br />
Innsbruck: 214 Busse und Straßenbahnen<br />
Eisenstadt: Terminals in Wartebereichen<br />
CAT: 40 Screens in allen Garnituren<br />
22,60<br />
51,50<br />
114,30<br />
175<br />
243<br />
402<br />
37<br />
7<br />
14<br />
14<br />
14<br />
14<br />
14<br />
16<br />
40<br />
60<br />
104<br />
156<br />
209<br />
314<br />
–<br />
60<br />
90<br />
155<br />
232<br />
314<br />
471<br />
–<br />
Quelle: Gewista und Epamedia<br />
Anzahl Screen Rotation (Min.) Kosten in EUR<br />
Die Daten des Kapitels „Werbemittel und Preise“ sind ein Auszug aus den Markt- und Mediadaten<br />
der Gruppe MediaAustria (www.mediaaustria.com)<br />
10.535<br />
2.415<br />
700<br />
2.835<br />
1.715<br />
280<br />
455<br />
Quelle: Infoscreen<br />
111
Werbemarkt<br />
Entwicklung der Werbeausgaben<br />
Werbeaufwand total<br />
Klass. <strong>Werbung</strong> total<br />
Kino<br />
Online<br />
Gelbe Seiten<br />
Außenwerbung total<br />
AW Billboard<br />
AW Street Furniture<br />
AW Transport<br />
AW Ambient-Medien<br />
Hörfunk<br />
HF (ORF)<br />
HF (privat)<br />
TV<br />
TV (ORF)<br />
TV (privat)<br />
Presse total<br />
Tageszeitungen<br />
Reg. Wochenzeitungen<br />
Illustrierte/Magazine<br />
Fachzeitschriften<br />
Direct Marketing total<br />
Klass. Prospekt<br />
Direct Mails (B2C)<br />
Zeitungsbeilagen<br />
Die Berechnung des Werbewertes erfolgt bei den klassischen Medien anhand der offiziellen Preislisten<br />
Quelle: Gewista und Epamedia<br />
und im Bereich Direktmarketing nur anhand der Vertriebskosten (keine Produktionskosten berücksichtigt).<br />
* inkl. neu aufgenommene Medien<br />
** gleiche Medienbasis wie im Vorjahr Quelle: Focus Media Research<br />
Österreichs größte Mediaagenturen<br />
112<br />
2009 in<br />
1.000 EUR<br />
3.289.210<br />
2.651.036<br />
11.502<br />
n. a.<br />
109.803<br />
200.921<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
172.037<br />
107.724<br />
64.312<br />
628.022<br />
295.279<br />
332.743<br />
1.528.751<br />
857.012<br />
225.911<br />
329.089<br />
116.739<br />
638.174<br />
249.994<br />
289.652<br />
98.528<br />
MediaCom<br />
Media.at<br />
Omnicom Media Group<br />
PanMedia Western Werbeplanung GmbH<br />
Mindshare GmbH & Co KG<br />
Mediaedge:cia GmbH<br />
Aegis Media Austria Central Services GmbH<br />
Media 1<br />
VivaKi Group Austria GmbH<br />
Initiative – Media Werbemittlung GmbH<br />
Anteil<br />
in %<br />
100,00<br />
80,60<br />
0,35<br />
n. a.<br />
3,34<br />
6,11<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
n. a.<br />
5,23<br />
3,28<br />
1,96<br />
19,09<br />
8,98<br />
10,12<br />
46,48<br />
26,06<br />
6,87<br />
10,01<br />
3,55<br />
19,40<br />
7,60<br />
8,81<br />
3,00<br />
2010, in Mio. Euro<br />
51<br />
2010* in<br />
1.000 EUR<br />
3.673.474<br />
2.992.756<br />
14.299<br />
133.694<br />
129.035<br />
195.745<br />
144.387<br />
29.024<br />
11.384<br />
10.949<br />
181.340<br />
113.065<br />
68.274<br />
674.954<br />
273.562<br />
401.392<br />
1.663.689<br />
936.842<br />
269.763<br />
342.527<br />
114.557<br />
680.719<br />
268.789<br />
298.115<br />
113.815<br />
206<br />
169<br />
161<br />
147<br />
137<br />
128<br />
118<br />
Anteil<br />
in %<br />
100,00<br />
81,47<br />
0,39<br />
3,64<br />
3,51<br />
5,33<br />
3,93<br />
0,79<br />
0,31<br />
0,30<br />
4,94<br />
3,08<br />
1,86<br />
18,3<br />
7,45<br />
10,93<br />
45,29<br />
25,50<br />
7,34<br />
9,32<br />
3,12<br />
18,53<br />
7,32<br />
8,12<br />
3,10<br />
Veränderung in %<br />
2009/2010**<br />
312<br />
6,7<br />
6,8<br />
24,3<br />
n. a.<br />
17,5<br />
–2,6<br />
n.a.<br />
n.a.<br />
n.a.<br />
n.a.<br />
5,4<br />
5,0<br />
6,2<br />
7,4<br />
–7,4<br />
20,6<br />
7,1<br />
9,5<br />
7,0<br />
4,3<br />
–3,3<br />
6,3<br />
7,5<br />
2,9<br />
13,5<br />
361
Die Top 20 Werbetreibenden Unternehmen Österreichs<br />
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
7<br />
8<br />
9<br />
10<br />
11<br />
12<br />
13<br />
14<br />
15<br />
16<br />
17<br />
18<br />
19<br />
20<br />
Rang<br />
Werbeaufwand in Mio. Euro 2010 Quelle: Focus Media Research<br />
Die top 2o werbetreibenden Marken<br />
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
7<br />
8<br />
9<br />
10<br />
Unternehmen<br />
Rang Marke Total Rang Marke<br />
Total<br />
Lutz<br />
Spar<br />
Hofer<br />
A1<br />
Lidl<br />
Stadt <strong>Wien</strong><br />
Orange<br />
Media Markt<br />
McDonald’s<br />
Billa<br />
Werbeaufwand in Mio. Euro 2010 Quelle: Focus Media Research<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Rewe<br />
Spar<br />
Telekom<br />
XXXLutz<br />
Procter & Gamble<br />
Raiffeisen Sektor<br />
Media Saturn<br />
Österreichische Lotterien<br />
T-Mobile<br />
L’Oréal<br />
Unilever<br />
Ferrero<br />
Henkel<br />
Hofer<br />
Verlagsgruppe NEWS<br />
Presse und Informationsdienst der Stadt <strong>Wien</strong><br />
Kika/Leiner<br />
Lidl Austria<br />
Orange<br />
McDonald’s<br />
33,5<br />
31,2<br />
25,9<br />
24,1<br />
22,3<br />
21,1<br />
20,3<br />
20,2<br />
19,9<br />
19,2<br />
11<br />
12<br />
13<br />
14<br />
15<br />
16<br />
17<br />
18<br />
19<br />
20<br />
T-Mobile<br />
Telekom<br />
Hartlauer<br />
3Mobile<br />
Nivea<br />
Interspar<br />
Kika<br />
VWD<br />
Saturn<br />
L’Oréal<br />
Total<br />
63,8<br />
59,7<br />
53,1<br />
47,8<br />
46,2<br />
34,7<br />
34,3<br />
33,6<br />
32,8<br />
32,3<br />
30,0<br />
28,7<br />
28,1<br />
27,4<br />
24,2<br />
24,2<br />
23,3<br />
22,4<br />
20,6<br />
20,0<br />
17,6<br />
16,9<br />
16,1<br />
16,1<br />
15,6<br />
15,4<br />
15,1<br />
14,5<br />
14,1<br />
14,0<br />
113
AND THE WINNE<br />
114
R is …<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Preise bei Wettbewerben sind für Werbefach-<br />
leute ungefähr so wie das Salz in der Suppe.<br />
Weil nicht nur die Kampagne ein Erfolg war,<br />
sondern auch Kreativität und Effizienz belohnt<br />
werden. Hier finden Sie eine Übersicht über<br />
Awards im In- und Ausland in alphabetischer<br />
Reihenfolge.<br />
Internationale Werbepreise<br />
ADC Annual Award New York<br />
Der ADC Annual Award zeichnet jährlich die<br />
besten Arbeiten in den Kategorien Print- und<br />
TV-<strong>Werbung</strong>, interaktive Medien, Grafik Design,<br />
Publikations- und Verpackungsdesign, Fotografie<br />
und Illus tration aus. Bei den ADC Young Guns<br />
werden junge Kreative geehrt.<br />
Veranstalter: ADC New York<br />
Infos: www.adcglobal.org<br />
ADC Awards<br />
Beim ADC-Wettbewerb dürfen alle kreativen<br />
Auftragsarbeiten eingereicht werden, die innerhalb<br />
eines Jahres veröffentlicht wurden. Insgesamt<br />
gibt es 46 Kategorien, die die gesamte<br />
Bandbreite der kreativen Kommunikation abdecken.<br />
Beim Nachwuchswettbewerb werden die<br />
Arbeiten junger Kreativ-Talente von einer Jury<br />
aus ADC-Mitgliedern bewertet.<br />
Veranstalter: Art Directors Club für Deutschland<br />
(ADC)<br />
Infos: www.adc.de<br />
ADC Europe Awards<br />
Am Best of European Design and Advertising<br />
Award nehmen automatisch alle Gold- und Silbermedaillengewinner<br />
der jeweiligen nationalen<br />
Kreativwettbewerbe aus den angeschlossenen<br />
Ländern teil. Bronze-Arbeiten und Auszeichnun-<br />
115
gen können auf Eigeninitiative der Einsender beim<br />
Wettbewerb antreten. Auch Clubs, die nicht im<br />
ADC*E-Verbund sind, können gegen eine Gebühr<br />
ihre ausgezeichneten Arbeiten einreichen.<br />
Infos: www.adceurope.org<br />
AdPrint<br />
Beim rumänischen Festival AdPrint werden als einzigem<br />
Wettbewerb Europas die Kreativteams, das<br />
heißt, die Partnerschaften, die hinter den großartigen<br />
Ideen stehen, ausgezeichnet.<br />
Veranstalter: Millenium Communications<br />
Infos: www.adprint.ro<br />
AME – Advertising Marketing<br />
Effectiveness<br />
Der AME-Award honoriert neben besonderer Kreativität<br />
vor allem die Effektivität von Marketingstrategien<br />
und -kampagnen. Seit 2010 werden Gewinner<br />
regional und international ausgezeichnet. Auch<br />
werden zusätzlich der Platinum und der Green<br />
AME-Award vergeben.<br />
Veranstalter: American Association of Advertising<br />
Agencies (AAAA)<br />
Infos: www.ameawards.com<br />
ANDY Award<br />
Mit dem ANDY Award werden jährlich die kreativsten<br />
<strong>Werbung</strong>en ausgezeichnet. Teilnehmen können<br />
sowohl einzelne Sujets als auch Kampagnen.<br />
Studenten können ihre Arbeiten bei der Student<br />
Competition einreichen.<br />
Veranstalter: The Advertising Club of New York,<br />
235 Park Avenue South, 6th Floor, NY 10003-1450<br />
Infos: www.theadvertisingclub.org oder<br />
www.andyawards.com<br />
Berliner Type<br />
Der Deutsche Kommunikationsverband veranstaltet<br />
jährlich den Kreativwettbewerb „Berliner<br />
Type“. Druckschriften der B2B- und B2C- Kommunikation<br />
(externe oder interne Kommunikationsaufgaben,<br />
Public oder Investor Relations etc.)<br />
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind<br />
teilnahmeberechtigt.<br />
Veranstalter: Awards Unlimited<br />
Infos: www.berliner-type.eu<br />
Cannes Lions Festival<br />
Das Cannes Lions Festival ist so etwas wie die Weltmeisterschaft<br />
der <strong>Werbung</strong>, bei der jährlich im Juni<br />
die begehrten Löwen in den Bereichen Film, Press,<br />
Outdoor, Direct Marketing, Media, Cyber, Radio,<br />
Promotion, Titanium and Integrated, Design und<br />
116<br />
PR vergeben werden.<br />
Veranstalter: Cannes International Advertising<br />
Festival<br />
Infos: www.canneslions.com oder beim österreichischen<br />
Cannes-Representative ORF Enterprise,<br />
http://enterprise.orf.at<br />
Clio Awards<br />
Die Clio Awards werden in den Kategorien Billboard,<br />
Content & Contact, Design, Innovative,<br />
Integrated, Interactive, Poster, Print, Direct<br />
Mail, Radio, Strategic Communications/PR,<br />
Television/Cinema und Student vergeben.<br />
Veranstalter: Clio Awards<br />
Infos: www.clioawards.com<br />
Corporate Design Preis<br />
Der Internationale Corporate Design Award<br />
zeichnet seit 13 Jahren Erscheinungsbilder<br />
(neue oder überarbeitete) aus. Herausragende<br />
Kommunikationsdesign-Projekte und zukunftsträchtige<br />
Konzeptionen aus Deutschland, Österreich<br />
und der Schweiz werden in neun Kategorien<br />
prämiert. Zusätzlich kann ein Grand<br />
Prix vergeben werden, wenn eine eingereichte<br />
Arbeit außergewöhnlich hervorsticht. 2009 gab<br />
es erstmals einen Nachwuchswettbewerb (Junior<br />
Corporate Design Award).<br />
Veranstalter: AwardsUnlimited<br />
Infos: www.corporate-design-award.eu<br />
CREA Credential Award<br />
Der CREA Credential Award wird für aussagekräftige<br />
Agentur-Eigendarstellungen und Agenturmarketing-Kampagnen<br />
verliehen. Prämiert<br />
wird auch die beste Newcomer-Agentur (nicht<br />
älter als zwei Jahre) mit dem CREA Newcomer<br />
Award.<br />
Veranstalter: cherrypicker<br />
Infos: www.credentialaward.com<br />
Cresta Awards<br />
Die Cresta Awards stehen für hohe Standards<br />
in der Kreativität. Für die Einreichung zählen<br />
zwei Kriterien: die Originalität der kreativen<br />
Idee und die Qualität der Umsetzung. Preise<br />
werden in den Kategorien Press, Outdoor, Ambient<br />
Media, TV/Cinema/Digital, Interactive,<br />
Radio, Direct Marketing, Design, Incentives &<br />
Promotions und Integrated Campaigns verliehen.<br />
Veranstalter: Creative Standards International<br />
Inc.<br />
Infos: www.cresta-awards.com
Das Plakat<br />
Der Wettbewerb „Das Plakat“ zeichnet beispielhafte<br />
Plakate in den Kategorien Gebrauchsgüter,<br />
Konsumgüter, Dienstleistungen, Institutionen,<br />
Handel, Kultur, Medien, Social Marketing und<br />
Imagewerbung aus.<br />
Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />
Infos: www.commclubs-bayern.de/awards<br />
DDC Wettbewerb<br />
Mitmachen können beim DDC Wettbewerb Gestalter<br />
aller Bereiche, Auftraggeber, die eigentlichen<br />
Kunden, einzeln oder gemeinsam. Bewertet<br />
werden Arbeiten aller Gestaltungs-Disziplinen in<br />
acht Kategorien und immer über die letzten beiden<br />
Jahre.<br />
Veranstalter: Deutscher Design Club<br />
Infos: www.ddc.de<br />
Deutscher Dialogmarketing Preis<br />
Wie in Österreich zeichnet auch in Deutschland<br />
der Deutsche Dialogmarketing Preis (ddp) die<br />
kreativsten Direktmarketing-Kampagnen aus. Im<br />
Rahmen dieses Awards werden auch Auszeichnungen<br />
für „Best in Show“, die „Agentur des<br />
Jahres“, der „Junior Creative Award“, sowie der<br />
EDDI vergeben. Letzterer wird traditionell an ein<br />
Unternehmen mit herausragender Direktmarketing-Strategie<br />
überreicht.<br />
Veranstalter: Deutscher Dialogmarketing Verband<br />
Infos: www.ddp-award.de oder www.ddv.de<br />
Deutscher Effie<br />
Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />
GWA zeichnet mit dem GWA Effie seit fast<br />
30 Jahren erfolgreiche Marketing-Kommunikation<br />
in 14 Kategorien, davon zwei sozialen Kategorien,<br />
aus. Effizienz, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit<br />
stehen dabei im Vordergrund.<br />
Veranstalter: Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />
GWA<br />
Infos: www.gwa.de<br />
Die Anzeige<br />
Der Wettbewerb „Die Anzeige“ ist der älteste und<br />
bedeutendste Wettbewerb für beispielhafte kreative<br />
Leistungen im deutschsprachigen Raum. In den<br />
Kategorien Konsum-/Gebrauchs-/Investitionsgüter,<br />
Pharma, Finanzen, Dienstleister, Institutionen,<br />
Personal-/Unternehmenswerbung, Handel, Social<br />
Marketing, Medien, Kultur und Ausstellungen<br />
wird der „Anzeiger“ verliehen.<br />
Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />
Infos: www.commclubs-bayern.de<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Die Klappe<br />
Die Klappe wird seit 31 Jahren vom Kommunikationsverband<br />
ausgeschrieben und ist der einzige<br />
disziplinübergreifende Bewegtbildpreis für<br />
die deutsch sprachige Kommunikationsindustrie.<br />
„Klappen“ in Gold, Silber und Bronze können in<br />
den Kategorien TV, Kino, Internet, Industriefilm,<br />
User Generated Content, Regie/Skript/Konzept,<br />
Kamera, Schnitt, Sound design, Digital Imaging,<br />
Making-of und Nachwuchs gewonnen werden.<br />
Veranstalter: Deutscher Kommunikationsverband<br />
Infos: www.dieklappe.de<br />
EACA Euro Effie<br />
Beim jährlich verliehenen EACA Euro Effie für<br />
besonders effiziente Kampagnen können Arbeiten<br />
in mehreren Kategorien eingereicht werden. Zusätzlich<br />
werden der „Grand Prix Award“ und der<br />
„Sappi Print Media Efficiency Award“ verliehen<br />
sowie das Agentur-Netzwerk des Jahres gekürt.<br />
Veranstalter: European Association of Communications<br />
Agencies<br />
Infos: www.euro-effie.com<br />
Echo Awards<br />
Die Echo Awards sind eine der wichtigsten<br />
Award-Shows für Direct-Marketing-Arbeiten. In<br />
folgenden Business-Kategorien können Arbeiten<br />
eingereicht werden: Automotive, Business & Consumer<br />
Services, Communications/Utilities, Financial<br />
Products & Services, Information Technologies,<br />
Insurance, Not-for-Profit, Pharmaceutical/<br />
Healthcare, Product Manufacturing & Distribution,<br />
Publishing/Entertainment, Retail & Direct<br />
Sales, Travel & Hospitality/Transportation.<br />
Veranstalter: Direct Marketing Association<br />
Infos: www.dma-echo.org<br />
Epica Award<br />
Beim Epica Award können europäische Kampagnen,<br />
die innerhalb eines Jahres veröffentlicht wurden,<br />
eingereicht werden. Die Jury aus Vertretern<br />
der internationalen Werbehandels-Presse wählt<br />
Preisträger in verschiedenen Kategorien. Die<br />
„Epica d’Or“ (Grand Prix) wird an die Besten aus<br />
den Bereichen Film, Press, Outdoor und Interactive<br />
vergeben.<br />
Veranstalter: Epica Awards<br />
Infos: www.epica-awards.com<br />
Eurobest Awards<br />
Die Eurobest Awards sind quasi das Cannes-Festival<br />
auf europäischer Ebene. Von den Organisatoren<br />
des Cannes Lions Festivals inszeniert, zeichnen<br />
117
die Eurobest Awards europäische <strong>Werbung</strong> in den<br />
unterschiedlichsten Wettbewerben und Kategorien<br />
aus. Zusätzlich zu den Eurobest Awards in Gold, Silber<br />
und Bronze wird im Rahmen des Wettbewerbs<br />
jeweils ein Grand Prix in den Kategorien TV/Kino,<br />
Print, Outdoor, PR, Media, Interactive, Direct, Radio,<br />
Sales Promotion, Integrated, Design und Craft<br />
vergeben.<br />
Veranstalter: Eurobest Advertising Festival<br />
Infos: www.eurobest.com<br />
EVA Award<br />
Der EVA Award wird weltweit für herausragende<br />
Marketing-Events und Maßnahmen der Live-Kommunikation<br />
vergeben. Ziel ist es, Projekte zu prämieren,<br />
in denen Marketinginhalte besonders erlebnisorientiert<br />
und erfolgreich umgesetzt wurden. Preise<br />
werden in den Event-Kategorien Corporate, Mitarbeiter,<br />
Public, Consumer, Exhibition und Charity/<br />
Social/Cultural vergeben.<br />
Veranstalter: Forum Marketing-Eventagenturen FME<br />
Infos: www.eva-award.de oder www.famab.de/eva<br />
Golden Award Montreux<br />
Der Golden Award Montreux war der erste internationale<br />
Werbe-Wettbewerb in Europa. Seit 1989 werden<br />
Arbeiten in den diversen Kategorien, angefangen<br />
bei TV/Cinema über Creative Use of Media bis<br />
hin zu Print Advertising/Poster/Direct Mail ausgezeichnet.<br />
Die Jury besteht aus Werbefachleuten und<br />
Universitätsprofessoren. Zusätzlich winkt ein eigener<br />
Talent Award für Studenten.<br />
Veranstalter: Golden Award of Montreux<br />
Infos: www.goldenawardmontreux.com<br />
Golden Drum Festival<br />
Das Golden Drum Festival zählt zu den größten und<br />
wichtigsten Werbe-Events. Unterschieden wird zwischen<br />
den Wettbewerben „New Europe“ für Länder<br />
des „neuen“ Europa (u. a. Österreich) und dem internationalen<br />
Wettbewerb „Open Worldwide“. Es gibt<br />
insgesamt 62 Kategorien für die verschiedenen teilnehmenden<br />
Gruppen (Radio, Outdoor, Press, Film,<br />
Design & Art Direction, Interactive, Media und PR).<br />
Verliehen werden ein Grand Prix, Golden und Silver<br />
Drum, Golden Watch, Best Act Award, Production<br />
House Award, Golden Net und Golden Rose Award.<br />
Veranstalter: Golden Drum Advertising Festival<br />
Infos: www.goldendrum.com<br />
International Sponsoring Award<br />
Der Sponsoringverband FASPO und der deutsche<br />
Kommunikationsverband vergeben alljährlich den<br />
International Sponsoring Award. Ausgezeichnet<br />
118<br />
werden herausragende Sponsoringkonzepte aus<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz.<br />
Veranstalter: Fachverband für Sponsoring<br />
FASPO<br />
Infos: www.faspo.de<br />
LeadAwards<br />
Die LeadAwards stützen sich auf vier Säulen:<br />
eine Ausstellung, die Preisverleihung, ein Symposium<br />
und das Jahrbuch. In den Hauptkategorien<br />
Zeitschriften, Design, Fotografie, Anzeigen<br />
und Online werden herausragende Arbeiten<br />
präsentiert. Zusätzlich wird ein Publikumspreis<br />
vergeben. Besonders begehrt sind die Ehrungen<br />
„LeadMagazin des Jahres“, „Kampagne des Jahres“,<br />
„Foto des Jahres“ und „Online-Dienst des<br />
Jahres“. Eine Bewerbung ist nicht möglich, das<br />
Auswahl- und Vorschlagsrecht liegt ausschließlich<br />
bei den Gremien der LeadAwards selbst.<br />
Veranstalter: LeadAcademy für Medien e. V.<br />
Infos: www.leadawards.de oder<br />
www.leadacademy.de<br />
London International Award<br />
Bei den renommierten London International<br />
Awards werden Werbemittel jeglicher Herkunft<br />
sowie Einreichungen in den Kategorien Design<br />
und Digital Media ausgezeichnet. Es gibt keinerlei<br />
Beschränkungen bezüglich Art oder Herkunft<br />
der Arbeiten. Seit 2009 gibt es „The NEW Category“,<br />
seit 2010 werden die Einreichungen unterteilt<br />
in Television/Cinema/Online Film – Technique<br />
und Musik, unabhängig vom Medium.<br />
Veranstalter: London International Awards (LIA)<br />
Infos: www.liaawards.com<br />
Moscow International Advertising<br />
Festival<br />
Das Moskauer International Advertising Festival<br />
zeichnet alljährlich die besten eingereichten Arbeiten<br />
in den Bereichen „TV/Cinema Advertising“<br />
und „Print and Outdoor Advertising“ mit<br />
einem Grand Prix aus. Weitere Kategorien, die<br />
bewertet werden, sind Radio, Grafik Design, Verpackung<br />
und viele mehr. Zusätzlich werden der<br />
„Press Prize“ und ein Preis für die „Advertising<br />
Person of the Year“ vergeben.<br />
Veranstalter: Moscow International Advertising<br />
and Marketing Festival Red Apple<br />
Infos: http://festival.ru/en<br />
One Show<br />
Die One Show ist eine der wichtigsten Kreativ-<br />
Award-Shows der Welt. Eingereicht werden kön-
nen alle Arbeiten in den Kategorien Print, Radio,<br />
TV, Design, Interactive und New Media. Bewertet<br />
wird von einer hochkarätigen Jury aus Top-Creative-Directors.<br />
Darüber hinaus gibt es auch eine<br />
„College“-Kategorie, in der Arbeiten des kreativen<br />
Nachwuchses präsentiert werden.<br />
Veranstalter: The One Club for Art and Copy<br />
Infos: www.oneclub.org<br />
Radiostars<br />
AS&S Radio GmbH ruft die Werbewelt jährlich<br />
auf, die kreativsten Radiospots und -kampagnen<br />
einzureichen, um die Radiostars des Jahres zu<br />
küren. Eine Jury bewertet die eingereichten Spots<br />
und Kampagnen individuell und unabhängig in<br />
sechs Kategorien: Text, Musik, Idee, SFX, Kampagne<br />
und Crossmedia.<br />
Veranstalter: AS&S Radio<br />
Infos: www.radiostars.de<br />
Ramses<br />
Mit dem „RAMSES Kreativ Award“ zeichnet der<br />
führende deutsche Audiovermarkter RMS jedes<br />
Jahr herausragende kreative Leistungen in der<br />
Audiowerbung aus. Der Preis wird in Gold, Silber<br />
und Bronze in den vier Kategorien Brand, Idea,<br />
Talent und Success vergeben.<br />
Veranstalter: Radio-Marketing-Service Hamburg<br />
Infos: www.rms.de oder www.ramses-award.de<br />
red dot design award<br />
Der red dot design award unterteilt sich in drei<br />
Bereiche, die unabhängig voneinander ausgeschrieben<br />
und juriert werden: product design,<br />
communication design und design concept.<br />
Designer, Agenturen, Designbüros und<br />
Auftraggeber können ihre innovativsten und<br />
fantasievolls ten Arbeiten einem hochkarätigen<br />
Expertengremium präsentieren. Heiß begehrte<br />
Trophäe ist der „red dot“, das in Fachkreisen<br />
hoch geschätzte internationale Siegel für<br />
Designqualität.<br />
Veranstalter: red dot<br />
Infos: www.red-dot.de<br />
Schweizer Dialogmarketing-Preis<br />
Prämiert werden kreative Ideen und raffinierte<br />
Strategien von Dialogkampagnen. Zusätzlich zu<br />
den Bewerben Adressierte Mailings Business-to-<br />
Consumer (2D und 3D), Adressierte Mailings<br />
Business-to-Business, Gedruckte, nicht personalisierte<br />
Werbemittel, Elektronische Medien,<br />
Guerilla Marketing, Ausländische Kampagnen,<br />
Mehrstufige Dialogprogramme und Crossmediale<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Kampagnen gibt es vier Spezialkategorien (u. a.<br />
Publikumspreis).<br />
Veranstalter: Verein Schweizer Dialogmarketing-<br />
Preis<br />
Infos: www.dm-preis.ch<br />
ZeitungKreativ<br />
„Anzeige des Jahres – Preis der Jury“ und „New(s)comers<br />
Best“ sind die zwei ZeitungKreativ-Wettbewerbe<br />
der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft.<br />
Kunden und Agenturen, die sich kreativ<br />
und überzeugend mit den Möglichkeiten des Werbeträgers<br />
Zeitung befasst haben, werden damit in<br />
ihrer Arbeit bestätigt. Der „New(s)comers Best“<br />
richtet sich speziell an junge Talente.<br />
Veranstalter: Zeitungs Marketing Gesellschaft<br />
ZMG<br />
Infos: www.zmg.de<br />
100 Beste Plakate<br />
Plakatgestalter, Druckereien und Auftraggeber aus<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz sind<br />
eingeladen, die im jeweiligen Vorjahr veröffentlichten<br />
Plakate aller Genres und Drucktechniken<br />
einzureichen. Diese werden nach den anerkannten<br />
Kriterien des Grafik Designs beurteilt. Preisträger<br />
werden in einem Jahrbuch und mehreren Ausstellungen<br />
veröffentlicht.<br />
Veranstalter: Verein 100 Beste Plakate<br />
Infos: www.100-beste-Plakate.de<br />
Weitere internationale Awards<br />
New York Festivals<br />
Inkl. International Advertising Awards, Innovative<br />
Advertising Awards, International Television &<br />
Film Awards, Radio Programming Awards.<br />
www.newyorkfestivals.com<br />
Best of Corporate Publishing<br />
Der BCP ist mit über 600 eingereichten Publikationen<br />
der größte CP-Wettbewerb in Europa. Seit<br />
2003 werden die besten Unternehmenspublikationen<br />
aus dem deutschsprachigem Raum mit dem<br />
BCP Best of Corporate Publishing Award ausgezeichnet.<br />
www.bcp-award.com<br />
HORIZONT Award<br />
HORIZONT verleiht jährlich den begehrten<br />
Branchenpreis in den Kategorien Unternehmen,<br />
Agenturen und Medien. Die „Männer und Frauen<br />
des Jahres“ zeichnen sich durch ihre persönliche<br />
119
Leistung, ihren unternehmerischen Mut, ihr Engagement<br />
und die Konsequenz ihrer Arbeit für die Branche<br />
aus.<br />
www.horizontaward.net<br />
BEST NEW 18/1<br />
Nicht die künstlerische Originalität, sondern die klare<br />
Botschaft, die schnell verstanden wird, steht im Mittelpunkt.<br />
Mit dem Preis ausgezeichnet wird das Plakat,<br />
das nach Ansicht der Jury die effektivste Werbeansprache<br />
hat und schnell Reichweite aufbauen kann.<br />
www.bestnew18-1.de<br />
Österreichische Werbepreise<br />
Adebar<br />
Der burgenländische Werbepreis wird seit 2006 alle<br />
zwei Jahre ausgerichtet. Um auch zwischen den Adebar-Jahren<br />
Akzente zu setzen, wurde der „Rabeda“<br />
geschaffen. Während der Adebar die kreativsten Arbeiten<br />
auf dem Gebiet der Marktkommunikation im<br />
Burgenland auszeichnet, soll der Rabeda seit 2009 als<br />
Werbeevent für Querdenker ganz neue Maßstäbe für<br />
einen burgenländischen Branchentalk setzen.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der WK Burgenland<br />
Infos: www.adebar.at<br />
ADGAR<br />
Seit 26 Jahren vergibt der VÖZ seinen Werbepreis,<br />
anfangs als „Print Oscar“, heute unter dem Titel<br />
„ADGAR“. Die ADGARs werden in folgenden Kategorien<br />
vergeben: Handel, Dienstleistungen, Konsum-<br />
und Industriegüter, Auto und Motor, Social<br />
Advertising, Kreativer Einsatz von Print, Printwerber<br />
des Jahres und best young team. Ein Sonderpreis wird<br />
für „Kreativen Einsatz von Onlinewerbung“ auf Mitgliedsportalen<br />
des VÖZ verliehen.<br />
In den Kategorien „Kreativer Einsatz von Print“,<br />
„Printwerber des Jahres“ und „best young team“ und<br />
dem Sonderpreis wird der Preis in einer Gesamtjahreswertung<br />
vergeben. Für alle anderen Kategorien<br />
werden zunächst pro Kategorie zehn Finalisten ausgewählt.<br />
Diese treten dann im Jahresfinale im Rennen<br />
um den ADGAR an.<br />
Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />
(VÖZ)<br />
Infos: www.adgar.at oder www.voez.at<br />
Adolf Loos Staatspreis Design<br />
Der „Adolf Loos Staatspreis Design“ ist Österreichs<br />
bedeutendster Design-Wettbewerb mit internationaler<br />
Ausrichtung. Er wird im Zweijahres-Rhythmus im<br />
120<br />
ADGAR Gewinner 2011<br />
Kategorie Auto und Motor<br />
„SLS Schaltungen“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Mercedes-Benz Österreich<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau<br />
best young team<br />
1. Platz: Anna Beimel (Text) und Roman Beck (Grafik)<br />
Euro RSCG/Universität für angewandte Kunst <strong>Wien</strong>
Kategorie Handel:<br />
„PREMIUM – Pierce Brosnan“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: SPAR<br />
Agentur: Wirz<br />
Kategorie<br />
Dienstleistungen:<br />
„Beef Baba”<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: McDonald’s<br />
Österreich<br />
Agentur: DDB Tribal <strong>Wien</strong><br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Demner, Merlicek & Bergmann<br />
Sonderpreis<br />
Kreativer<br />
Einsatz von<br />
Onlinewerbung:<br />
20|10|2010 –<br />
Online<br />
Auftraggeber:<br />
Kastner<br />
& Öhler<br />
Agentur: En<br />
Garde Communication<br />
&<br />
Design<br />
w w w.w iener-zucker.at<br />
zu10005_Lippizaner_WZ_210x280abf.indd 1 07.09.2010 17:30:34 Uhr<br />
Kategorie Konsum- und<br />
Industriegüter:<br />
„Lipizzaner“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: AGRANA<br />
Zucker GmbH<br />
Agentur: Demner, Merlicek<br />
und Bergmann<br />
Sonderpreis Kreativer Einsatz von Printwerbung<br />
Markenrelaunch Raiffeisen Bank<br />
International<br />
Auftraggeber: Raiffeisen Bank International<br />
Mediaagentur: Mindshare<br />
Kreativagentur: Ogilvy & Mather Vienna<br />
Kategorie Social Advertising<br />
„Gulu-Region“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Haus der<br />
Barmherzigkeit<br />
HdB10_5_ET.3.4_Stard_ICv2:_ 02.02.2010 11:09 Uhr Seite 1<br />
Agentur: Lowe GGK<br />
www.picturedesk.com Blaupapier W.Salvenmoser/<br />
präsentiert: Alter in anderen Kulturen<br />
Mann aus der Gulu-Region in Uganda.<br />
Der Rat der Alten ist gefragt.<br />
Wertschätzung und Respekt sind Vorbild für uns. Mit unseren Pflegekrankenhäusern setzen wir neue Qualitätsstandards.<br />
Unser Angebot reicht noch weiter. Information unter www.hausderbarmherzigkeit.at. Unser Spendenkonto: RLB 444.448.<br />
121
Rahmen einer Public-Private-Partnership vom Bundesministerium<br />
für Wirtschaft, Familie und Jugend<br />
und der Raiffeisenlandesbank NÖ-<strong>Wien</strong> gemeinsam<br />
mit Design Austria und dem Bundeskanzleramt ausgelobt.<br />
Kategorien: Produktgestaltung, Räumliche<br />
Gestaltung und Experimentelles Design.<br />
Veranstalter: Design Austria<br />
Infos: www.designaustria.at<br />
Austrian Event Award<br />
Der Austrian Event Award wird für herausragende<br />
Leistungen im Bereich des Eventmarketings und der<br />
Erlebniskommunikation in Gold, Silber und Bronze<br />
verliehen. Zusätzlich gibt es seit 2009 einen Sonderpreis<br />
für „Green Events“.<br />
Veranstalter: Eventwerkstatt<br />
Infos: www.eventaward.at<br />
Austrian Sales Promotion Award<br />
Zum Austrian Sales Promotion Award können Promotions<br />
aus ganz Österreich eingereicht werden.<br />
Der Award wird in zehn unterschiedlichen Kategorien<br />
verliehen, wobei in zwei Kategorien auch die besten<br />
Kampagnen im Ambient-Media-Bereich von der<br />
hochkarätig besetzten Fachjury in Gold, Silber und<br />
Bronze gekürt werden.<br />
Veranstalter: Austrian Federation of Sales Promotion<br />
AFSP<br />
Infos: www.afsp.at<br />
best YET<br />
Der VÖZ bietet österreichischen Jungkreativen seit<br />
2006 die Chance, bei der europäischen „best YET“-<br />
Competition dabei zu sein. Der „best YET – best<br />
European Young Team“ ist der bedeutendste europäische<br />
Wettbewerb für den Werbenachwuchs im Bereich<br />
der Printwerbung.<br />
Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />
VÖZ<br />
Infos: www.voez.at<br />
Caesar und Caesarino<br />
Neben dem „Caesar“ in Gold für die beste Werbekampagne<br />
vergibt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Oberösterreich<br />
auch einen Caesar in Gold für die besten<br />
Einzelleistungen in den Bereichen Print, Internet, Packaging,<br />
Direct Mailing, Event, Hörfunk, Film/Fernsehen,<br />
PR und Web. Dazu kommt der „Caesarino“<br />
für den besten Werbenachwuchs.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Oberösterreich<br />
Infos: www.werbung-ooe.at oder<br />
http://caesar.screenteam.at<br />
122<br />
CCA Venus Gewinner 2011<br />
MuseumsQuartier<br />
Imagekampagne 2010<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: Büro X <strong>Wien</strong><br />
Merceds Benz<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau
Morgenkaffee<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: DDB Tribal Group<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Penny PRICE<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann<br />
RailJET<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: PKP BBDO<br />
Frauenhäuser <strong>Wien</strong> Wohnungsanzeigen<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: Draftfcb Partners Mömax Möbelhaus<br />
Gold-Gewinner<br />
Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann<br />
123
CCA Venus<br />
Der CCA bietet den Gewinnern der „Venus“ für kreative<br />
Werbearbeiten einen besonderen Anreiz. Die<br />
österreichischen Preisträger steigen automatisch in<br />
den Wettbewerb auf europäischer Ebene beim ADC<br />
Europa auf. Weiters bietet die CCA Venus als einer<br />
von wenigen Wettbewerben die Kategorie „Creative<br />
Media“, in der die ungewöhnliche, kreative Nutzung<br />
von Medien, ein innovatives Zusammenspiel von<br />
Medien oder aber auch neue, kreative Zugänge zur<br />
Funktionsweise von Medien ausgezeichnet werden.<br />
Veranstalter: Creative Club Austria CCA<br />
Infos: www.creativclub.at<br />
Columbus<br />
Vergeben wird der „Columbus“, der Österreichische<br />
Direct-Marketing-Preis, in den Kategorien Konsumgüter,<br />
Gebrauchsgüter, Integrierte Kampagne,<br />
Dienstleistungen, Investitionsgüter, Telemarketing<br />
usw.<br />
Veranstalter: Dialog Marketing Verband Österreich<br />
DMVÖ<br />
Infos: www.dmvoe.at<br />
Effie<br />
Der vom Austrian Chapter der IAA (International<br />
Advertising Association) verliehene Effie ist der<br />
wichtigste Effizienz-Preis Österreichs. Er zeichnet<br />
Marketing-Kommunikation aus, die ausgewiesen<br />
wirkungsvoll, kreativ und effizient, bezogen auf ihr<br />
Kosten-Nutzenverhältnis und ehrgeizige Marketingziele,<br />
ist.<br />
Veranstalter: Austrian Chapter der IAA<br />
Infos: www.effie.at<br />
Goldener Hahn<br />
Der „Goldene Hahn“ ist die Auszeichnung für hervorragende<br />
niederösterreichische Werbeleistungen,<br />
die jährlich vergeben wird. Echte <strong>Werbung</strong>, sprich<br />
brillante Werbemaßnahmen mit kleineren Budgets<br />
und Realitätsnähe, steht im Vordergrund. Eine Jury<br />
ermittelt die Preisträger in insgesamt 13 Kategorien<br />
– darunter die beliebten Klassiker wie Plakat, Kampagne,<br />
PR, Design, Dialogmarketing oder Neue Medien.<br />
Seit 2009 ebenfalls mit von der Partie ist die<br />
Prämierung der besten Funkspots und Filme. Und<br />
auch das Publikum darf entscheiden und einen Zusatzpreis<br />
in der Kategorie Kampagne vergeben.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Niederösterreich<br />
Infos: www.goldenerhahn.or.at<br />
Green Panther<br />
Die Green-Panther-Gala, bei der die Preise für her-<br />
124<br />
COLUMBUS Gewinner 2010<br />
Kategorie Telekommunikation B2B und B2C<br />
„A1 Telekom Austria live“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: A1 Telekom Austria<br />
Agentur: Euro RSCG Vienna GmbH<br />
Kategorie Finanzdienstleistungen<br />
Austro-Fred<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: UniCredit Bank Austria<br />
Agentur: Draftfcb Partners
Kategorie D-A-CH<br />
„Chinesisch für Anfänger“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Lufthansa<br />
Agentur: Wunderman Frankfurt<br />
Kategorie Dialogorientierung in<br />
klassischen Medien kanälen<br />
„Frischer Atem“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Orbit<br />
Agentur: PKP BBDO<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Kategorie Flat Mailing<br />
„Ohne Umdrehen hinten sehen“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Range Rover<br />
Agentur: Wunderman <strong>Wien</strong><br />
Kategorie Handel<br />
„Die große Baumax Garten-Überraschung“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Baumax<br />
Agentur: PKP BBDO<br />
125
vorragende Werbeleistungen verliehen werden, ist der<br />
traditionelle Höhepunkt des steirischen Werbejahres.<br />
Awards werden in den Kategorien Kampagne, Outdoor<br />
Advertising, Print Media Communications, Motion<br />
Pictures, Corporate Design, Print-Design, Direct<br />
Marketing, Event, Internet und Outside the Box verliehen.<br />
Junge Kreative wurden 2010 erstmals aufgefordert,<br />
sich für den „Young Creatives Panther“ mittels<br />
eines Webvideos zum Thema Intoleranz zu bewerben.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Steiermark<br />
Infos: www.greenpanther.at<br />
Impactissimo<br />
Mit dem Impactissimo würdigt die Epamedia die<br />
besten Kampagnen im Public Space Advertising.<br />
Prämiert werden die effizientesten Plakate und City<br />
Lights Österreichs. Seit 2008 werden außerdem Preisträger<br />
in der Kategorie „Digital Signage“ ermittelt.<br />
Und auch die Gäste der Impactissimo-Gala haben ein<br />
Wörtchen mitzureden: Aus fünf Nominierten wird via<br />
Saal-Voting der Publikums-Sieger gekürt.<br />
Veranstalter: Epamedia – Europäische Plakat- und<br />
Außenmedien GmbH<br />
Infos: www.epamedia.at<br />
Joseph Binder Award<br />
Dieser internationale Design-Wettbewerb wird jährlich<br />
veranstaltet. Er umfasst abwechselnd die Gestaltungsbereiche<br />
Grafik Design & Illustration (2D) als eigenständigen<br />
Wettbewerb und Raumgestaltung (3D)<br />
als Kategorie im Rahmen des Adolf Loos Staatspreises<br />
Design im Bereich Produkt-Design. Im Bereich Media<br />
Design & Digitales Gestalten (4D) wird im Rahmen<br />
des Staatspreises Multimedia ein Sonderpreis gestiftet.<br />
Veranstalter: design austria<br />
Infos: www.designaustria.at<br />
Magazin Award<br />
Der „Magazin Award“ der Verlagsgruppe NEWS<br />
zeichnet jährlich die bemerkenswertesten Magazinanzeigen<br />
aus und würdigt außergewöhnliche Kampagnenideen<br />
und Umsetzungen. Einreichen können<br />
Werbeagenturen und Auftraggeber von <strong>Werbung</strong> in<br />
den Magazinen der Verlagsgruppe. Prämiert wird in<br />
sieben Kategorien, darunter Social & Non Profit. Jenes<br />
Sujet, das insgesamt am besten abgeschnitten hat,<br />
erhält den Grand Prix.<br />
Veranstalter: Verlagsgruppe NEWS<br />
Infos: www.magazinaward.at<br />
Media Award<br />
Im Spannungsfeld von Werbekunden, Agenturen<br />
und Medien entstehen permanent neue, innovative<br />
126<br />
EFFIE Gewinner 2010<br />
100 Jahre Technisches Museum <strong>Wien</strong><br />
Platin- + Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Technisches Museum <strong>Wien</strong><br />
Agentur: <strong>Wien</strong> Nord Werbeagentur GmbH
Entdecke den<br />
Opel Insignia<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
www.opel.at<br />
MVEG-Verbrauch gesamt in l/100 km: 5,8–11,6; CO2-Emission in g/km: 154–272<br />
Opel Insignia<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: General Motors Austria<br />
Agentur: McCann Erickson Austria<br />
Schärdinger Joghurt Topfennockerl<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Berglandmilch eGen<br />
Agentur: Publicis Group Austria GmbH<br />
127
Ideen und Lösungen. Media und Media-Agenturen<br />
nehmen in den letzten Jahren eine immer wichtigere<br />
Rolle in der strategischen Marktkommunikation ein.<br />
Die Media Awards zeichnen daher Media agenturen,<br />
Werbetreibende und Werbeagenturen für ihre hervorragenden<br />
Medialeistungen in den Kategorien<br />
„Kreative Media-Idee“ und „Exzellente Media-Strategie“<br />
aus.<br />
Veranstalter: Plasser Consulting<br />
Infos: www.media-award.at<br />
Multimedia und E-Business Staatspreis<br />
Der „Multimedia und E-Business Staats-, Innovations-<br />
und Förderpreis“ wird vom Bundesministerium<br />
für Wirtschaft, Familie und Jugend gemeinsam<br />
mit der Wirtschaftskammer Österreich ausgeschrieben.<br />
Seit 2010 wird der Staatspreis im Zweijahresrhythmus<br />
vergeben. Ausgezeichnet werden die besten<br />
und kreativsten Einreichungen, weiters gibt es<br />
Innovationspreise zu den Themen „Mobile Anwendungen<br />
und Dienste“, „Interaktives digitales TV“<br />
und den Förderpreis für junge Kreative sowie eine<br />
Sonderkategorie.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie<br />
und Jugend<br />
Infos: www.multimedia-staatspreis.at<br />
ORF-Werbehahn<br />
Der ORF zeichnet alljährlich die besten nationalen<br />
und regionalen Radiospots mit dem „ORF-Werbehahn“<br />
aus. Die Preisträger werden von einer hochkarätig<br />
besetzten Jury aus Branchenexperten in Kooperation<br />
mit dem Marktforschungsinstitut Triconsult<br />
ermittelt und hinsichtlich Gesamteindruck, Kreativität<br />
der Umsetzung und Auffälligkeit beurteilt. In<br />
der 2008 erstmals prämierten Kategorie „Best Use<br />
of Music“ wird die beste Verwendung von Musik in<br />
einem Werbespot ausgezeichnet.<br />
Veranstalter: ORF<br />
Infos: http://enterprise.orf.at/werbehahn<br />
Österreichischer Plakatpreis<br />
Der Große Österreichische Plakatpreis der Gewista<br />
gilt aufgrund seiner Sieger-Auswahlkriterien als renommiertester<br />
„Out of Home Award“ des Landes<br />
und wird seit 2001 im Rahmen der jährlichen Plakatparty<br />
vergeben. Bewertet werden sämtliche Außenwerbekampagnen<br />
des Vorjahres. Alle affichierten<br />
Kampagnen nehmen teil und müssen nicht gesondert<br />
eingereicht werden.<br />
Folgende zehn Preise werden verliehen: Der Große<br />
Österreichische Plakatpreis in Platin, Gold, Silber<br />
und Bronze ebenso wie Auszeichnungen für das werbewirksamste<br />
Rolling Board, City Light und Plakat<br />
128<br />
Effie Gewinner 2010<br />
Syoss Haarpflege<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Henkel Central<br />
Eastern Europe GmbH<br />
Agentur: TBWA Düsseldorf GmbH
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
CS Hospiz Rennweg<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: CS Hospiz Rennweg<br />
Agentur: Lowe GGK<br />
129
und das kreativste Rolling Board, City Light und Plakat.<br />
Die Preisträger für den Großen Österreichischen<br />
Plakatpreis in Platin, Gold, Silber und Bronze müssen<br />
sowohl im Kriterium Werbewirksamkeit als auch<br />
puncto Kreativität hohe Bewertungen aufweisen<br />
und werden nach einem Kombinationspunktesystem<br />
durch eine Kreativjury, bestehend aus Vertretern der<br />
25 kreativsten Agenturen, ermittelt.<br />
Veranstalter: Gewista Werbegesellschaft<br />
Infos: www.gewista.at<br />
printissimo, emballissimo<br />
„printissimo“ und „emballissimo“ sind Preise der<br />
österreichischen Papierindustrie, die damit die kreativsten<br />
und außergewöhnlichsten Produktionen<br />
auf Papier, Karton und Wellpappe auszeichnet. Der<br />
printissimo prämiert in den Kategorien Prospekt,<br />
Editorial, Image, Direct und Art. Den emballissimo<br />
gibt es für funktionale, innovative Verpackungslösungen<br />
in den Kategorien Tragendes, Umhüllendes,<br />
Gewelltes, Dreidimensionales sowie Funktionales.<br />
Veranstalter: Austropapier<br />
Infos: www.austropapier.at<br />
PR Wissenschaftspreis<br />
Der Public Relations Verband Austria verleiht jährlich<br />
für positiv beurteilte Masterthesen an Universitätslehrgängen,<br />
abgeschlossene und approbierte<br />
Diplomarbeiten an Fachhochschulen, Diplom-/Magister-/Masterarbeiten<br />
an Universitäten sowie alle<br />
drei Jahre für Dissertationen auf dem Gebiet der<br />
Öffentlichkeitsarbeit den „Österreichischen Wissenschaftspreis<br />
für Public Relations“.<br />
Veranstalter: Public Relations Verband Austria<br />
PRVA<br />
Infos: www.prva.at<br />
Salzburger Landespreis für Marketing,<br />
Kommunikation und Design<br />
Die Wirtschaftskammer Salzburg vergibt den „Salzburger<br />
Landespreis für Marketing, Kommunikation<br />
und Design“ jährlich in insgesamt 15 Kategorien.<br />
Teilnahmeberechtigt sind Mitgliedsbetriebe<br />
der Wirtschaftskammer Salzburg (FG <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation, FV der Audiovisions- und<br />
Filmindustrie, Landesinnung der Fotografen).<br />
Veranstalter: Wirtschaftskammer Salzburg<br />
Infos: www.salzburger-landespreis.at<br />
Staatspreis Marketing<br />
Mit dem „Staatspreis Marketing“ werden innovative<br />
strategische Marketingkonzepte ausgezeichnet.<br />
Entscheidend für die Zuerkennung des Staatspreises<br />
Marketing sind nicht Unternehmensgröße, Branche<br />
130<br />
oder Budgethöhe, sondern Qualität, betriebswirtschaftlicher<br />
Nutzen und Innovation. Nach<br />
einer Änderung des Konzepts wurde der nächste<br />
Preis im Mai 2011 verliehen. Anschließend findet<br />
die Verleihung alle zwei Jahre statt.<br />
Veranstalter: Österreichisches Produktivitäts-<br />
und<br />
Wirtschaftlichkeits-Zentrum ÖPWZ<br />
Infos: www.opwz.com<br />
Staatspreis für Public Relations<br />
Zur Förderung der professionellen und verantwortungsvollen<br />
Öffentlichkeitsarbeit verleiht<br />
der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und<br />
Jugend jährlich den „Staatspreis für Public Relations“.<br />
Ausgezeichnet werden besondere Leistungen<br />
auf dem Gebiet der Public Relations<br />
(Öffentlichkeitsarbeit bzw. institutionelle Kommunikation)<br />
in fünf Kategorien.<br />
Veranstalter: Public Relations Verband Austria<br />
PRVA<br />
Infos: www.prva.at<br />
Staatspreis Vorbildliche Verpackung<br />
Der Einsatz ganzheitlicher, umfassender Lösungen<br />
im Verpackungsbereich und die Verbesserung<br />
des Images von Verpackung sollen durch<br />
die Verleihung des Staatspreises „Vorbildliche<br />
Verpackung“ gefördert werden. Der Staatspreis<br />
kann für je eine Verpackung aus dem Konsumbereich<br />
und dem Transportsektor verliehen<br />
werden. Teilnahmeberechtigt sind Erzeuger,<br />
Verwender und Gestalter von Packmitteln,<br />
-hilfsmitteln, Packstoffen, Verpa ckungen als Verkaufshilfe,<br />
Displays, Verpackungssystemen und<br />
verpackungsverwandten Erzeugnissen.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend, Österreichisches Institut für<br />
Verpackungswesen<br />
Infos: www.verpackungsinstitut.at<br />
Staatspreis <strong>Werbung</strong><br />
Der Staatspreis <strong>Werbung</strong> hat das Ziel, durch<br />
Prämierung beispielhafter österreichischer Werbekampagnen<br />
Maßstäbe für Qualitätswerbung<br />
zu setzen. Alljährlich wird der Staatspreis <strong>Werbung</strong><br />
für die beste Werbekampagne sowie in den<br />
Kategorien Werbefilm und Print/Outdoor verliehen.<br />
Die mit dem Staatspreis oder einer Nominierung<br />
ausgezeichneten Werbekampagnen<br />
werden in einem Katalog präsentiert.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend<br />
Infos: www.bmwfj.gv.at
Tirolissimo<br />
Der Werbepreis der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation der Wirtschaftskammer<br />
Tirol prämiert die besten Arbeiten von Tiroler<br />
Werbeunternehmen. Die Arbeiten können in<br />
19 Kategorien – vom Tourismusprospekt über<br />
Messebau bis zum Industriefilm – eingereicht werden.<br />
Die von der Jury als beste aller Einreichungen<br />
beurteilte Arbeit erhält die Auszeichnung „Sonderpreis<br />
der Jury“.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
Tirol<br />
Infos: www.tirolissimo.at<br />
Top Spot<br />
Seit 1988 zeichnen der ORF und die ORF-Enterprise<br />
alljährlich die beliebtesten TV-Werbespots<br />
der Österreicherinnen und Österreicher aus. Seit<br />
2010 erfolgt die Bewertung in zwei Stufen. Eine<br />
Expertenjury wählt die fünf besten nationalen<br />
Fernsehspots, die anschließend ins Top-Spot-Finale<br />
mit Publikumswahl kommen. Jene drei Spots mit<br />
den meisten Votes werden mit der Werbetrommel<br />
in Gold, Silber bzw. Bronze ausgezeichnet. Zusätz-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
lich wird ein Sonderpreis für den besten Spot mit<br />
sozialem Anliegen vergeben.<br />
Veranstalter: ORF<br />
Infos: http://enterprise.orf.at<br />
Transport Media Award<br />
Hier stehen die kreativsten und impactstärksten<br />
Werbesujets auf Transport Media-Werbeträgern<br />
in ganz Österreich im Mittelpunkt.<br />
Der „Transport Media Award“ des Vereins „Out<br />
of Home Austria“ wird monatlich an die drei besten<br />
Transport Media-Kampagnen aus allen Bundesländern<br />
vergeben. Eine Jury – bestehend aus<br />
Vertretern der Top 25 Agenturen des Landes – bewertet<br />
die Sujets nach Originalität der Message,<br />
technischer Umsetzung, Impactstärke und kreativem<br />
Ansatz. Aus den Monatssiegern wird Ende<br />
des Jahres schließlich der Top Award-Träger 2011<br />
ermittelt.<br />
Veranstalter: Out of Home Austria<br />
Infos: www.transport-mediaaward.at<br />
Twister<br />
Mit dem Twister – dem Carinthian Advertising<br />
Award – werden von der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation alle zwei Jahre die kreativsten<br />
Kärntner Werber ausgezeichnet. Das nächste<br />
Mal wird der Kärntner Landeswerbepreis im Jahr<br />
2012 verliehen. Vergeben werden zwölf Twister<br />
und vier Sonderpreise.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
Infos: www.twister.at<br />
131
Fachmedien | Fachkongresse I Marktstudien I Nachschlagewerke I Standardwerke<br />
Anhang<br />
132
08<br />
Fachmedien<br />
a3Boom!<br />
a3 Wirtschaftsverlag GmbH,<br />
<strong>Wien</strong>er Straße 2/1/6, 2340 Mödling,<br />
a3@a3verlag.com, www.a3verlag.com<br />
Absatzwirtschaft<br />
Verlagsgruppe Handelsblatt AG,<br />
Kasernenstraße 67, D-40213 Düsseldorf,<br />
www.absatzwirtschaft.de<br />
AdAge<br />
The Ad Age Group,<br />
Crain Communications Inc.,<br />
711 Third Avenue, New York,<br />
NY 10017-4036, USA,<br />
www.adage.com<br />
Bestseller<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.manstein.at<br />
Campaign<br />
174 Hammersmith Road, London, W6 7JP,<br />
United Kingdom, campaign@haymarket.com,<br />
www.campaignlive.com<br />
Creativity<br />
Crain Communications Inc., 711 Third Avenue,<br />
New York, NY 10017-4036, USA,<br />
www.creativity-online.com<br />
Der Kontakter<br />
Verlag Werben & Kaufen GmbH,<br />
Hultschiner Straße 8, D-81677 München,<br />
webmaster@wuv.de, www.kontakter.de<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Auf den folgenden Seiten finden Sie<br />
nützliche Informationen zu Fach-<br />
kongressen, Fachmedien, Standard-<br />
werken und Marktstudien sowie<br />
Nachschlagewerke aus dem In- und<br />
Ausland.<br />
Der Österreichische Journalist<br />
Verlag Johann Oberauer GmbH,<br />
Fliederweg 4, 5301 Salzburg-Eugendorf,<br />
vertrieb@oberauer.com, www.journalist.at<br />
director –<br />
Corporate Publishing in Österreich<br />
Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
office@albatros-media.at, www.director.co.at<br />
Direkt Marketing<br />
IM Marketing-Forum GmbH,<br />
Englerstraße 26, D-76275 Ettlingen,<br />
info@im-marketing-forum.de,<br />
www.im-marketing-forum.de<br />
Extradienst<br />
Mucha Verlag GmbH, Zieglergasse 1, 1072 <strong>Wien</strong>,<br />
www.extradienst.at<br />
Horizont<br />
Deutscher Fachverlag GmbH,<br />
Mainzer Landstraße 251,<br />
D-60326 Frankfurt am Main,<br />
www.horizont.net<br />
Horizont Österreich<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.horizont.at<br />
Impact Magazin<br />
IP Deutschland GmbH,<br />
Vermarktung von Medienwerbung,<br />
Picassoplatz 1, D-50679 Köln,<br />
kontakt@ip-deutschland.de, www.ip-deutschland.de<br />
133
Insider Report<br />
Weinlich Verlags GmbH, Görgengasse 23c,<br />
1190 <strong>Wien</strong>, redaktion@insider.at, www.insider.at<br />
Intern<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.manstein.at<br />
Kressreport<br />
Haymarket Media GmbH | kress,<br />
Wieblinger Weg 17, D-69123 Heidelberg,<br />
www.kress.de<br />
Lürzers Archiv<br />
Lürzer GmbH, Keinergasse 29, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
www.luerzersarchive.com<br />
Medianet<br />
Medianet Verlag AG, Geiselbergstraße 15/1/4,<br />
1110 <strong>Wien</strong>, www.medianet.at<br />
Media Trend Journal<br />
Springer Business Media Schweiz AG,<br />
Neugasse 10, Postfach 1753, CH-8031 Zürich,<br />
info@mediatrend.ch, www.mediatrend.ch<br />
MedienManager<br />
Albatros Media GmbH, Grüngasse 16,<br />
1050 <strong>Wien</strong>, office@albatros-media.at,<br />
www.medienmanager.at<br />
MM flash - das Medien-WebTV<br />
Albatros Media GmbH, Grüngasse 16,<br />
1050 <strong>Wien</strong>, office@albatros-media.at,<br />
www.medienmanager.at<br />
Messe & Event<br />
Event & Medienbeteiligungs- und BetriebsGmbH,<br />
1110 <strong>Wien</strong>, Leberstraße 122,<br />
office@schmid-verlag.at<br />
New Business<br />
New Business Verlag GmbH & Co KG,<br />
Nebendahlstraße 16, D-22041 Hamburg,<br />
www.new-business.de<br />
134<br />
New Business Österreich<br />
New Business Verlag GmbH,<br />
Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
kontakt@newbusiness.at,<br />
www.newbusiness.at<br />
persönlich<br />
persönlich Verlags AG,<br />
Hauptplatz 5, Postfach 1260,<br />
CH-8640 Rapperswil,<br />
info@persoenlich.com, www.persoenlich.com<br />
PR Magazin<br />
Verlag Rommerskirchen GmbH & Co KG,<br />
Rolandshof, D-53424 Remagen,<br />
info@rommerskirchen.com,<br />
www.prmagazin.de<br />
PR Report<br />
Haymarket Media GmbH,<br />
Weidestraße 122a, D-22083 Hamburg,<br />
info@haymarket.de, www.prreport.de<br />
transfer – Werbeforschung und Praxis<br />
Österreichische Werbewissenschaftliche<br />
Gesellschaft, Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
wwg@wu-wien.ac.at,<br />
www.wwgonline.at<br />
Werbeplanung.at update<br />
Medienwirtschaft Verlags GmbH,<br />
Nikolsdorfer Gasse 7–11, Top 3, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
www.werbeplanung.at/update<br />
Werbewoche<br />
Springer Business Media Schweiz AG,<br />
Neugasse 10, Postfach 1753,<br />
CH-8031 Zürich,<br />
info@werbewoche.ch,<br />
www.werbewoche.ch<br />
w&v<br />
Europa-Fachpresse-Verlag GmbH & Co KG,<br />
Emmy-Noether-Straße 2/E,<br />
D-80992 München,<br />
www.wuv.de
Fachkongresse<br />
Weiterbildung heißt auch Kongresse und Messen<br />
besuchen. Auf nationalen und internationalen<br />
Fachkongressen erfahren Sie alles über zielgruppengerechte<br />
Vermarktung und tauschen sich mit Kollegen<br />
aus der Branche aus.<br />
access<br />
Seit Oktober 2004 ist die access alljährlicher Fixpunkt<br />
für österreichische und internationale Fachbesucher<br />
im Kongress-, Tagungs- und Incentive-Bereich. Die<br />
access richtet sich an internationale und österreichische<br />
Firmen-Entscheidungsträger aus Marketing,<br />
Verkauf und <strong>Werbung</strong>, wissenschaftliche Gesellschaften<br />
und Verbände, Agenturen, Opinion Leader,<br />
Berater, Trainer sowie Seminarveranstalter und Vertreter<br />
der Fachpresse. Das Hosted-Buyer-Programm<br />
umfasst die gezielte Einladung und Betreuung von<br />
300 internationalen Entscheidungsträgern.<br />
Termin: 3.–4. Oktober 2011<br />
www.access-austria.at<br />
Deutscher Markenkongress<br />
Das Thema Marke ist in den letzten Jahren immer<br />
mehr in den Mittelpunkt getreten. Der Deutsche<br />
Markenkongress greift die aktuellen Themen des<br />
Markenmanagements auf. Hochkarätige Referenten<br />
präsentieren Beispiele aus der Praxis, die wertvolle<br />
Orientierung vermitteln.<br />
Termin: Anfang März 2012, Düsseldorf<br />
www.markenkongress.de<br />
Deutscher Marketing-Tag<br />
Der Deutsche Marketing-Tag ist ein jährlicher Fachkongress<br />
für Marketing-Manager. Der eintägige<br />
Kongress versteht sich als Trendtag für Marketing-<br />
Entscheider aus allen Wirtschafts- und Beratungsbereichen<br />
in Deutschland.<br />
www.marketing-tag.de<br />
DMVÖ Congress<br />
Der DMVÖ Congress (vormals DICOM) ist der<br />
österreichische Dialog-Marketing-Kongress des Dialog<br />
Marketing Verbandes Österreich (DMVÖ) und<br />
der wichtigste Event der Dialog-Marketing-Szene<br />
Österreichs. Der DMVÖ Congress erweitert sich in<br />
Richtung neue Medien, mobile Anbieter und neue<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Branchen und liefert ein reichhaltiges Programm an<br />
Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen<br />
zum Themenkreis Dialog Marketing.<br />
Termin: 20. Oktober 2011<br />
www.dmvoe.at<br />
IMPACT-Forum<br />
Das IMPACT-Forum ist eine Veranstaltung für<br />
Marketing und Kommunikation in Rottweil.<br />
www.impact-forum.de<br />
IMPACT-Forum Österreich<br />
Im Rahmen der jährlichen Marketingfachmesse<br />
Impact auf dem Gelände des Messecenter Graz findet<br />
parallel das IMPACT-Forum statt. Dieses bietet<br />
Besuchern dreimal täglich ein perfektes Informationserlebnis<br />
durch Top-Referenten und Podiumsdiskussionen<br />
mit hochkarätigen Diskutanten.<br />
Messecenter Graz,<br />
www.messecentergraz.at<br />
Internationaler Mediendialog<br />
Hamburg<br />
Beim Hamburger Dialog bieten zielgruppenorientierte<br />
Programmleisten top-aktuelle Themen, vermittelt<br />
von kompetenten Fachleuten, die konkrete<br />
Fragen zu Medien-, Marketing- und Werbethemen<br />
beantworten. Der Hamburger Dialog besteht aus<br />
fachübergreifenden Panels mit Machern aus Unternehmen<br />
und der Medienbranche.<br />
Nächster Termin voraussichtlich Mai 2012<br />
www.mediendialog-hamburg.de<br />
Marketing Forum Linz<br />
Als österreichische Marketing-Großveranstaltung<br />
hat das Marketing Forum internationales Renommee<br />
und bringt Jahr für Jahr hunderte namhafte<br />
Teilnehmer aus dem In- und Ausland nach Linz.<br />
Es bietet den Teilnehmern die einmalige Chance,<br />
internationale Trends und Entwicklungen zu verfolgen,<br />
Expertenmeinungen zu aktuellen gesellschaftlichen<br />
und wirtschaftlichen Fragen zu hören<br />
und sich über Zukunftsperspektiven und Strategien<br />
zu informieren. Diese Aktualität und die hochkarätigen<br />
Referenten, die der Marketing Club jedes<br />
Jahr gewinnen kann, machen das Marketing<br />
135
Forum zum Publikumsmagneten und zu einem<br />
Highlight der österreichischen Marketing-Szene.<br />
Termin: 21. Oktober 2011<br />
www.marketingclub-linz.at<br />
Medientage München<br />
Bei den Medientagen München diskutieren Entscheider<br />
der deutschen Medienbranche jedes Jahr im<br />
Herbst über Entwicklungen und Trends derselben.<br />
Die Medientage München werden von der DVB<br />
Multimedia Bayern GmbH und gotoBavaria, der<br />
Agentur des Freistaates Bayern für Medien, Informations-<br />
und Kommunikationstechnik, veranstaltet<br />
und gelten als der wichtigste Medienkongress in<br />
Deutschland. Begleitend zu dem Kongress finden<br />
eine Medienmesse und zahlreiche Rahmenveranstaltungen<br />
statt.<br />
Termin: 19.–21. Oktober 2011<br />
www.medientage.de<br />
Österreichische Medientage<br />
Mit internationalen Top-Referenten und unter<br />
Beteiligung der wesentlichen Player der österreichischen<br />
Medien-, Kommunikations- und Werbeszene<br />
finden jedes Jahr Ende September/Anfang<br />
Oktober die Österreichischen Medientage<br />
statt. Ziel der Österreichischen Medientage ist es,<br />
aktuelle Medienthemen in Form von Vorträgen<br />
und Podiumsdiskussionen zu erörtern. Der schon<br />
etablierte „Online Day Austria“ findet direkt anschließend<br />
statt.<br />
Termin: 27.–29. September 2011<br />
www.medien-tage.at<br />
Print Akademie<br />
Die Print Akademie des Board Werbemarkt im<br />
VÖZ verfolgt das Ziel, der österreichischen Werbewirtschaft<br />
eine kontinuierliche Konferenzreihe<br />
zu zentralen Themen aus Mediaplanung, Mediennutzung<br />
und Werbewirkung anzubieten.<br />
www.printakademie.at<br />
Radio Day<br />
Der deutsche Radio Day ist ein jährlich stattfindender<br />
Kongress über Chancen und Möglichkeiten<br />
der Radiowerbung. Veranstalter sind der deutsche<br />
136<br />
Radiowerbezeiten vermarkter RMS Radio Marketing<br />
Service und ARD-<strong>Werbung</strong> Sales & Services.<br />
www.radioday.de<br />
Werbeplanung.at Summit<br />
Der Werbeplanung.at Summit ist ein Fachkongress<br />
zum Thema Online-<strong>Werbung</strong> und digitale Medien<br />
in Österreich. Der erste Werbeplanung.at Summit<br />
fand Mitte Juli 2009 statt. Entscheidungsträger<br />
aus der werbetreibenden Wirtschaft erhalten<br />
beim Werbeplanung.at Summit die Gelegenheit,<br />
sich in kompakter Form und aus erster Hand über<br />
Erfolgskriterien, Umsetzungsmöglichkeiten und<br />
Trends im Online- und Mobile-Marketing zu informieren.<br />
www.werbeplanung.at/summit
Marktstudien<br />
Alles, was Sie über <strong>Werbung</strong> und Medien in Österreich<br />
wissen müssen, wird in regelmäßigen<br />
Studien erhoben.<br />
Welche es gibt und wo Sie die gewünschten Daten<br />
finden, erfahren Sie hier:<br />
Ambient Meter (AM)<br />
Erhoben werden: Outdoor Werbeformen (Plakate,<br />
City Lights, Rolling Boards, Litfaßsäulen,<br />
Baustellengerüste und Videowalls), Indoor<br />
Werbeformen (in Schulen, Studenten heimen,<br />
Universitäten, Mensen, auf Toiletten [Kinos,<br />
Restaurants], Spiegeln [Friseur], am Boden von<br />
Supermärkten und Tankstellenshops, auf Einkaufswagen<br />
und Kassentrennern), elektronische<br />
Werbeformen (Bildschirme in Schulen, Studentenheimen,<br />
Universitäten, Mensen, Wartezimmern,<br />
in Tankstellenshops, in Trafiken, in Apotheken,<br />
in Supermärkten und in Stationen und<br />
U-Bahnen [Infoscreen]) sowie mobile <strong>Werbung</strong><br />
auf Straßenbahnen, Bussen, Autos, auf Taxis,<br />
Planen von LKW und Mietfahrrädern und Ambient-Kleinformate<br />
wie Gratispostkarten, Zapfpistolen<br />
bei Tankstellen, Bierdeckel, Parkscheine,<br />
Kinotickets, Popcorntüten und Zeitungsentnahmestellen.<br />
Für jede Werbeform wird Bekanntheit,<br />
Sympathie, Nutzung und Nutzungshäufigkeit erhoben.<br />
Weiters werden Tagesablauf, Mobilität,<br />
Berufstätigkeit, Einkaufsgewohnheiten, Mediennutzung,<br />
Haushaltsgröße, Haushalts-Nettoeinkommen,<br />
Interessen und soziodemografische<br />
Merkmale der Respondenten eruiert.<br />
www.turcsanyi.at<br />
Austrian Internet Monitor (AIM)<br />
Der von den Marktforschungsinstituten Integral<br />
und GfK erhobene Austrian Internet Monitor<br />
beobachtet kontinuierlich auf Basis einer fundierten<br />
Stichprobe den österreichischen PC- und<br />
Internetmarkt. 12.000 Interviews pro Jahr (seit<br />
2005) liefern Daten über Größe und Struktur des<br />
Internet publikums, über Themen wie EDV-Ausstattung<br />
im Haushalt, Internetnutzung und -zugang<br />
sowie zu Spezialgebieten wie E-Commerce<br />
oder Mobilkommunikation.<br />
http://mediaresearch.orf.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
CAWI-Print<br />
Da es in Österreich eine Vielzahl an Magazinen<br />
und Zeitschriften gibt, die in keiner bekannten<br />
Printstudie erhoben werden, haben GfK Austria<br />
& The Media Consultants die CAWI-Print<br />
(Computer Assisted Web Interviews) ins Leben<br />
gerufen. Abgefragt werden Special Interest<br />
Medien, die man käuflich erwerben oder gratis<br />
beziehen kann, sowie Kunden- und Mitgliederzeitschriften.<br />
Auch sehr spezifische Printprodukte konnten im<br />
Untersuchungsdesign untergebracht werden. Die<br />
Untersuchung basiert auf österreichweiten Online-Interviews<br />
während einer Feldzeit von vier<br />
Monaten.<br />
www.turcsanyi.at<br />
Focus Fachzeitschriftenstudie 2010<br />
Im Frühsommer 2010 wurden 1.000 Interviews,<br />
100 pro Zielgruppe (z. B. Medien, Touristik,<br />
Bauwirtschaft), telefonisch über die Nutzung von<br />
Fachzeitschriften durchgeführt.<br />
www.focusmr.com<br />
Focus Testimonialstudie<br />
Das Focus Institut untersuchte 2009 den Einfluss<br />
von Testimonials auf den Erfolg von TV-Spots.<br />
Zielsetzung dieser Studie ist es, den Einfluss von<br />
Prominenten als Überbringern der Werbebotschaft<br />
auf die Wirkung des TV-Spots zu untersuchen.<br />
www.focusmr.com<br />
Focus Werbebilanz<br />
Die Focus Werbebilanz ist eine monatliche Beobachtung<br />
der Bruttowerbeaufwendungen nach<br />
Sektoren und Werbeträgergruppen durch Focus<br />
Media Research. Sie wird auch als Indikator für<br />
die zukünftige Werbeaufwandsentwicklung gewertet.<br />
www.focusmr.com<br />
Gewista Außenwerbe Medien<br />
Analyse (GAMA)<br />
Mit der GAMA werden monatlich alle relevanten<br />
nationalen und regionalen Plakatkampagnen ab-<br />
137
getestet. Die Parameter dabei sind: Gesamtrecall<br />
(Werbeerinnerung), Impact (Werbeeffizienz), Recognition<br />
(Wiedererkennung), Akzeptanz (optische<br />
Gefälligkeit) und Kommunikationsleistung (Wie<br />
wurde die Message verstanden?).<br />
www.gewista.at<br />
Leseranalyse Entscheidungsträger<br />
(LAE)<br />
Die Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) informiert<br />
als Markt-Media-Studie über Funktion<br />
und Kompetenzen sowie über die Mediennutzung<br />
von Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung.<br />
Auftraggeber ist die ARGE LAE (Verlage),<br />
koordiniert von Till & Partner. Die LAE-<br />
Reichweitenmessung untersucht ca. 40 Printtitel<br />
mit Themenschwerpunkten Wirtschaft und/oder<br />
Politik, Entscheidungskompetenzen und Entscheidungsstrukturen<br />
im Unternehmen.<br />
http://lae.de<br />
Media-Analyse (MA)<br />
Die Media-Analyse ist eine umfassende Mediennutzungsstudie<br />
mit einem Schwerpunkt im Bereich<br />
der Printmedien. Auftraggeber ist der Verein Media-Analysen.<br />
Sie beinhaltet die Reichweitenmessung<br />
von rund 80 Printmedien, Radio, Fernsehen,<br />
Kino, Infoscreen, City Lights, Internet, Plakaten<br />
sowie Zielgruppenmerkmale. Die MA ist repräsentativ<br />
für alle Österreicher ab 14 Jahren und wird<br />
kontinuierlich von Jänner bis Dezember erhoben.<br />
www.media-analyse.at<br />
Nielsen Handelspanel<br />
Das Nielsen Handelspanel liefert kontinuierliche<br />
Verkaufsinformationen aus Lebensmittel-<br />
und Drogeriefachhandelsgeschäften und erfasst<br />
Marktgrößen, Marktanteile und deren erklärende<br />
Faktoren (wie Preis, Promotions) im Zeitablauf.<br />
www.nielsen-netratings.com<br />
Online Anzeigenmonitor<br />
Der Online Anzeigenmonitor ist ein vom Marktforschungsinstitut<br />
Integral angebotenes Testinstrument<br />
für die Werbewirtschaft. Der Online<br />
Anzeigenmonitor für Printanzeigen ist ein Ins-<br />
138<br />
trument zur Abtestung von jeweils zehn Anzeigen<br />
aus den Printmedien auf Basis von jeweils 300 Interviews,<br />
und zwar in Bezug auf Bekanntheit, Gefälligkeit,<br />
Anmutung, Kauf- und Nutzungswahrscheinlichkeit<br />
und Erinnerung.<br />
www.integral.co.at<br />
Österreichische Auflagenkontrolle<br />
(ÖAK)<br />
Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) erfasst,<br />
kontrolliert und publiziert halbjährlich die<br />
Auflagendaten ihrer Mitgliedsmedien und liefert<br />
damit detaillierte und objektive Daten über die<br />
Auflagenhöhe und Auflagenstruktur von Printmedien<br />
in Österreich.<br />
www.oeak.at<br />
Österreichische Verbraucheranalyse<br />
(ÖVA)<br />
Die Österreichische Verbraucheranalyse ist eine<br />
alljährlich durchgeführte Untersuchung zum Konsum-<br />
und Medienverhalten der Österreicher.<br />
www.imas-international.com<br />
Österreichische Web-Analyse (ÖWA)<br />
Die Österreichische Web-Analyse (ÖWA) erhebt<br />
seit 1998 exakte Zugriffszahlen für alle teilnehmenden<br />
Sites. Als Ergänzung zur ÖWA-Vollerhebung<br />
auf monatlicher Basis erhebt die neue ÖWA Plus<br />
seit 2008 zuverlässige Reichweiten sowie Strukturdaten<br />
(Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen<br />
etc.), die für die Mediaplanung zur Verfügung<br />
gestellt werden. Damit wird die Online-Mediaplanung<br />
mit der klassischen Mediaplanung kompatibel.<br />
Die Anzahl der Teilnehmer an der ÖWA<br />
Plus lag zuletzt bei 55.<br />
www.oewa.at<br />
Plakat Impact Test (PIT)<br />
Auf Basis der Auswertung von Plakatkampagnen<br />
untersucht die Außenwerbung die Entwicklung<br />
des Mediums Plakat. Im Auftrag der Epamedia –<br />
Europäische Plakat- und Außenwerbung GmbH<br />
werden von Karmasin Marktforschung – Österreichisches<br />
Gallup Institut für Kunden der Epamedia<br />
alle relevanten nationalen und regionalen Plakat-
kampagnen in Österreich getestet. Die Abtes tung<br />
erfolgt zwei Mal pro Monat, basierend auf jeweils<br />
1.000 Interviews, die repräsentativ für die österreichische<br />
Bevölkerung sind.<br />
www.epamedia.at<br />
Radiotest<br />
Die Radioforschung erfolgt seit Jänner 1993<br />
durch den Radiotest, eine kontinuierliche Telefonbefragung.<br />
Seit Jänner 2001 wird der Radiotest<br />
vom ORF und den Privatradios gemeinsam<br />
beauftragt. Der Radiotest ist im Prinzip eine<br />
Reichweitenstudie, in welcher die Radionutzung<br />
der österreichischen Bevölkerung ab zehn Jahren<br />
erhoben wird.<br />
http://mediaresearch.orf.at/radio.htm<br />
RegioPrint<br />
Die RegioPrint ist eine Reichweitenstudie für<br />
regionale Gratiszeitschriften. Auftraggeber ist<br />
der VRM (Verband der Regionalmedien Österreichs).<br />
Durchgeführt wird die Studie von der<br />
Projektgemeinschaft GfK Austria und IFES. Es<br />
handelt sich um eine Reichweitenmessung von<br />
80 regionalen Zeitschriften. Erhoben werden<br />
auch Zielgruppenmerkmale wie Einkaufshäufigkeit,<br />
Handel, Bankverbindungen, Medien-Time-<br />
Budget und Konsumeinstellungen.<br />
www.vrm.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Teletest<br />
Seit 1991 werden Reichweiten und Beurteilungen<br />
aller in Österreich empfangbaren Fernsehsender<br />
mithilfe des elektronischen Zuschauer-<br />
Mess systems Teletest ermittelt. Der Teletest wird<br />
von GfK Austria durchgeführt, Auftraggeber<br />
ist seit Anfang 2007 die „Arbeitsgemeinschaft<br />
Teletest“ (AGTT) – bis Ende 2006 wurde der<br />
Teletest vom ORF beauftragt. Die „Arbeitsgemeinschaft<br />
Teletest“ wurde im Juni 2005 gegründet,<br />
Gründungsmitglieder des Vereins sind<br />
ORF/ORF-Enterprise, ATV, IPA plus und<br />
Seven One Media Austria. Die Datennutzung<br />
durch Media- Agenturen sowie durch Sender, die<br />
nicht der AGTT angehören, ist in Lizenzverträgen<br />
geregelt.<br />
http://mediaresearch.orf.at/fernsehen.htm<br />
139
Nachschlagewerke<br />
Jedes Jahr erscheinen verschiedene Nachschlagewerke,<br />
in denen die Werbe- und Kommunikationsbranche<br />
ausführlich dokumentiert wird. Schlagen<br />
Sie nach!<br />
ADC-Buch (Deutschland)<br />
Das ADC-Jahrbuch ist eine der einflussreichsten<br />
Publikationen der Branche. Es ist unmöglich, sich<br />
nicht herausgefordert zu fühlen. Es ist unmöglich,<br />
nicht inspiriert zu werden.<br />
Bestellungen: www.adc.de<br />
ADC-Buch (Europe)<br />
Das ADC*E-Jahrbuch 2011 zeigt wieder nur die<br />
besten Arbeiten, die europäische Werbeagenturen<br />
geschaffen haben.<br />
Bestellungen: www.adceurope.org<br />
ADGAR Magazin<br />
Das ADGAR-Magazin erscheint jedes Jahr zur<br />
Verleihung der Preise für Printanzeigen und dokumentiert<br />
die ausgezeichneten Werbekampagnen<br />
des Jahres. Herausgeber des ADGAR-Magazins ist<br />
der VÖZ (Verband Österreichischer Zeitungen) in<br />
Zusammenarbeit mit dem Starmühler Verlag.<br />
Bestellungen: wm@voez.at<br />
Annual Multimedia Jahrbuch<br />
Dieses hochwertig gestaltete Jahrbuch kürt<br />
alljährlich die Highlights der Multimedia-<br />
Branche. Als Wegweiser für alle, die mit den<br />
neuen Medien arbeiten, zeigt es professionelle<br />
Anwendungen auf hohem Qualitätsniveau,<br />
brandneue Trends in Screen design, Benutzerführung<br />
und Navigation.<br />
Bestellungen: www.walhalla.de<br />
Best of Direct Marketing<br />
Der Manstein Verlag veröffentlichte in Kooperation<br />
mit der Österreichischen Post AG das Direct-<br />
Marketing-Jahrbuch „Best of Direct Marketing“<br />
mit den herausragendsten österreichischen und internationalen<br />
Direct-Marketing-Kampagnen des<br />
vergangenen Jahres.<br />
Bestellungen: Tel. 01/866 48-0 oder<br />
www.manstein.at<br />
140<br />
Cash Almanach<br />
Das österreichische Branchenlexikon für den<br />
Handel aus dem Manstein Zeitschriftenverlag.<br />
Der Fokus liegt auf dem Lebensmittelhandel, der<br />
Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie auf<br />
Dienstleistungs unternehmen.<br />
www.cashalmanach.at<br />
CCA-Jahrbuch<br />
Das CCA-Jahrbuch wird vom Creativ Club Austria<br />
herausgegeben und zeigt alljährlich die besten<br />
und vom CCA ausgezeichneten Arbeiten eines<br />
Jahrgangs.<br />
Bestellungen: www.creativclub.at<br />
creation/production<br />
creation/production – das Buch ist das Nachschlagewerk<br />
der österreichischen Kommunikationsszene.<br />
In der 2010 aktualisierten Auflage des<br />
kleinen, schlauen Servicehandbuchs von Caroline<br />
Seidler finden sich Personen, Firmen und Institutionen<br />
in ganz Österreich, die in den Bereichen<br />
<strong>Werbung</strong>, Marketing, PR, Grafik-Design, Fotografie<br />
und Film kreativ und produktiv tätig sind.<br />
Bestellungen: Falter Verlag, Tel. 01/536 60-0 oder<br />
www.falter.at<br />
Effie Annual<br />
Das Effie Annual erscheint einmal im Jahr nach<br />
der Verleihung der Effies und dokumentiert die<br />
effizientesten Werbekampagnen ausführlich mit<br />
Daten und Bildern. Es wird von der IAA (International<br />
Advertising Association) herausgegeben und<br />
erscheint bei Albatros Media.<br />
Bestellungen: Tel. 01/405 36 10-20 oder<br />
office@albatros-media.at, www.albatros-media.at<br />
Focus Jahrbuch<br />
Die achte Ausgabe des Focus-Jahrbuchs behandelt<br />
als Schwerpunkt die Zukunft der klassischen elektronischen<br />
Medien. Das seit 2004 im Focus Magazin<br />
Verlag erscheinende Focus Jahrbuch liefert<br />
Beiträge zur Werbe- und Mediaplanung sowie zur<br />
Markt-, Kommunikations- und Mediaforschung.<br />
Auch als Hörbuch erhältlich.<br />
Bestellungen: www.focus-magazin-verlag.de
Gunn Report<br />
Der Gunn Report listet die Gewinner aller größeren<br />
Werbepreise der Welt auf. Das Ergebnis ist ein<br />
weltweit einmaliges Kreativ-Ranking.<br />
Infos: www.gunnreport.com<br />
Jahrbuch der <strong>Werbung</strong><br />
Das Jahrbuch der <strong>Werbung</strong> ist das Standardwerk<br />
in der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche.<br />
Mehr als 400 Agenturen mit über<br />
1.300 Einreichungen stellen sich jährlich im gleichnamigen<br />
Wettbewerb der unabhängigen Jury, bestehend<br />
aus Experten und Branchenkennern.<br />
Infos: www.ullsteinbuchverlage.de/econ.<br />
Jahrbuch des BDZV<br />
Das Jahrbuch des Bundesverbandes Deutscher<br />
Zeitungsverleger resümiert Trends und Entwicklungen<br />
der Printmedien inklusive Zahlen, Daten<br />
und Fakten.<br />
Bestellungen: www.bdzv.de<br />
Pressehandbuch<br />
Das Pressehandbuch des Verbandes Österreichischer<br />
Zeitungen (VÖZ) liefert alle wichtigen<br />
Media daten und Anzeigentarife von 3.500 Print-,<br />
TV-, Radio- und Online-Medien sowie die Basisdaten<br />
der bedeutends ten Mediendienstleister<br />
Österreichs.<br />
Das Online-Portal www.pressehandbuch.at ersetzt<br />
seit April 2006 die CD-ROM Presse in Österreich.<br />
Bestellungen: www.pressehandbuch.at<br />
Werbealmanach<br />
Eine Übersicht über sämtliche Kommunikationsagenturen,<br />
sämtliche Medien sowie Dienstleister<br />
der heimischen Werbebranche, die alljährlich im<br />
Manstein Zeitschriftenverlag erscheint. 2009 wurde<br />
die Buch- und Online-Version umfassend neugestaltet.<br />
Bestellungen: Tel. 01/866 48-521 oder<br />
www.werbealmanach.at<br />
Werbeplanung.at Guide<br />
Der Werbeplanung.at Guide listet einmal jährlich<br />
die 500 wichtigsten buchbaren Online-Werbeträ-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
ger und die 250 relevanten New-Media-Agenturen<br />
Österreichs auf. Auf insgesamt 170 Seiten werden<br />
Agenturen, Medien, Vermarkter und Dienstleister<br />
der gesamten Digital-Marketing-Branche Österreichs<br />
präsentiert.<br />
Bestellungen: office@werbeplanung.at oder<br />
www.werbeplanung.at/guide<br />
141
Standardwerke<br />
Zahlreiche Werke haben die <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
zum Thema. Wir haben die wichtigsten<br />
Standardwerke (nach Autoren gereiht) für<br />
Sie aufgelistet:<br />
Benz, Maja:<br />
Branding im Social Media Marketing<br />
VDM Verlag Dr. Müller 2010,<br />
128 Seiten, 59,– Euro,<br />
ISBN-10: 3639280431<br />
Marketing gegen den Strom<br />
St. Gallen, THEXIS 2009,<br />
160 Seiten, 32,– Euro,<br />
ISBN 978-3-905819-13-7<br />
Busch, Rainer/Fuchs, Wolfgang/Unger,<br />
Fritz:<br />
Integriertes Marketing: Strategie –<br />
Organisation – Instrumente<br />
Wiesbaden, Gabler 2008, 4., vollst. überarb.<br />
Auflage, 1.004 Seiten, ca. 59,90 Euro,<br />
ISBN 3834909912<br />
Eck, Klaus:<br />
Corporate Blogs<br />
Zürich, Orell Füssli Verlag 2007,<br />
191 Seiten, 39,– Euro,<br />
ISBN 328005222X<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommuni kation (Hrsg.):<br />
„Kodex K“ – Richtlinien für die Ausschreibung<br />
und Vergabe von Kommunikations-<br />
Dienstleistungen<br />
<strong>Wien</strong> 2006, 2. Auflage;<br />
Bestellen: werbung@wko.at<br />
Franck, Georg:<br />
Ökonomie der Aufmerksamkeit<br />
München, dtv 2007, 250 Seiten, 17,90 Euro,<br />
ISBN 3423344016<br />
Hans Bredow Institut (Hrsg.):<br />
Medien von A bis Z<br />
Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften<br />
142<br />
2006, 411 Seiten, 29,90 Euro,<br />
ISBN 3531144170<br />
Hofe, Klaus G.:<br />
Praktisches Werbe- und Marketing-ABC<br />
Freiburg, Creativ collection 2005, 4. Auflage,<br />
450 Seiten, ISBN 3929709074<br />
Jung, Holger/Von Matt, Jean-Remy:<br />
Momentum –<br />
Die Kraft, die <strong>Werbung</strong> heute braucht<br />
Berlin, Lardon Media AG 2007, 5. Auflage,<br />
352 Seiten, 38,– Euro, ISBN 3897690314<br />
Kotler, Philip:<br />
Grundlagen des Marketing<br />
München, Pearson Studium 2011,<br />
5., aktual. Auflage, 1.159 Seiten,<br />
39,95 Euro, ISBN 978386940145<br />
Langwost, Ralf:<br />
How To Catch The Big Idea<br />
Die Strategien der Top-Kreativen<br />
Erlangen, Publicis MCD Verlag 2004,<br />
304 Seiten, 47,90 Euro, ISBN 3895782378<br />
Levinson, Jay Conrad:<br />
Die 100 besten Guerilla-Marketing-Ideen<br />
Frankfurt/New York, Campus Verlag 2006,<br />
2. Auflage, 259 Seiten, 34,90 Euro,<br />
ISBN 3593381702<br />
Pawlenka, Boris/Heumann, Karen:<br />
Fachwörterbuch <strong>Werbung</strong>, Marketing, Medien<br />
Frankfurt am Main, Edition Horizont,<br />
Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag 2007,<br />
649 Seiten, 98,– Euro,<br />
ISBN 3871509426<br />
Piwinger, Manfred/Zerfaß, Ansgar:<br />
Handbuch Unternehmenskommunikation<br />
Wiesbaden 2007, 940 Seiten, 129,– Euro,<br />
ISBN: 3409143440.<br />
Pricken, Mario:<br />
Kribbeln im Kopf. Kreativitätstechniken und
Brain Tools für <strong>Werbung</strong> und Design<br />
Mainz, Hermann Schmidt Verlag 2010,<br />
11. Auflage, 256 Seiten, 39,80 Euro,<br />
ISBN 3874397971<br />
Rademacher, Lars:<br />
Public Relations und Kommunikationsmanagement.<br />
Eine medienwissenschaftliche<br />
Grundlegung<br />
Wiesbaden 2009, 234 Seiten, 49,95 Euro,<br />
ISBN 9783531913292<br />
Röttger, Ulrike (Hrsg.):<br />
Theorien der Public Relations<br />
2. erw. und akt. Aufl., Wiesbaden 2009,<br />
320 Seiten, 29,90 Euro,<br />
ISBN: 978-3-531-15519-7<br />
Schneider, Willi:<br />
McMarketing<br />
Wiesbaden, Gabler Verlag 2007,<br />
260 Seiten, 42,95 Euro,<br />
ISBN 3834901601<br />
Schweiger, Günter/Schrattenecker,<br />
Gertraud:<br />
„<strong>Werbung</strong>“, Neuauflage des Werbeklassikers<br />
Stuttgart, UTB 2009, 7. Auflage,<br />
416 Seiten, 21,90 Euro,<br />
ISBN 3825213706<br />
Schweiger, Wolfgang/Beck, Klaus<br />
(Hrsg.):<br />
Handbuch Online-Kommunikation<br />
Wiesbaden 2010, 549 Seiten, 39,95 Euro,<br />
ISBN 9783531170138<br />
Weiss, Brigitte:<br />
Wie <strong>Werbung</strong> wirkt<br />
Herausgeber: IAA Austrian Chapter,<br />
<strong>Wien</strong>, Albatros Media 2001, 192 Seiten,<br />
ISBN 3-9501216-0-9<br />
Winter, Jörn:<br />
Handbuch Werbetext:<br />
Von guten Ideen, erfolgreichen Strategien<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
und treffenden Worten<br />
(gebundene Ausgabe)<br />
Deutscher Fachverlag 2008,<br />
3., erweiterte Auflage, 417 Seiten, 78,– Euro,<br />
ISBN 978-3866411463<br />
Wolters, Walburga/<br />
Pisani, Patricia/Radtke, Susanne P.:<br />
Handbuch Visuelle Mediengestaltung:<br />
Visuelle Sprache –<br />
Grundlagen der Gestaltung –<br />
Konzeption digitaler Medien<br />
Cornelsen Verlag Scriptor 2009,<br />
5. Auflage, 319 Seiten, 30,– Euro,<br />
ISBN 978-3589237296<br />
Zarrella, Dan:<br />
The Social Media Marketing Book<br />
O’Reilly Media 2010, 241 Seiten, 18,– Euro,<br />
ISBN: 9783897216570<br />
Zerfaß, Ansgar:<br />
Unternehmensführung und Öffentlichkeitsarbeit<br />
3. akt. Aufl., Wiesbaden 2010, 472 Seiten,<br />
49,95 Euro, ISBN: 978-3-531-16877-7<br />
Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/<br />
Schmidt, Jan (Hrsg.):<br />
Kommunikation, Partizipation und Wirkungen<br />
im Social Web 1. Grundlagen und Methoden:<br />
Von der Gesellschaft zum Individuum.<br />
Köln 2008, 391 Seiten, 29,50 Euro,<br />
ISBN: 97839382586688<br />
Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/<br />
Schmidt, Jan (Hrsg.):<br />
Kommunikation, Partizipation und Wirkungen<br />
im Social Web 2. Strategien und Anwendungen:<br />
Perspektiven für Wirtschaft, Politik und<br />
Publizistik.<br />
Köln 2008, 496 Seiten, 29,50 Euro<br />
ISBN 9783938258682<br />
143
Glossar<br />
A<br />
AdClick<br />
Häufigkeit, mit der ein Nutzer auf ein Werbebanner<br />
klickt.<br />
AdClick-Rate<br />
Das Verhältnis von AdClicks zu AdImpressions,<br />
ausgedrückt in Prozent.<br />
AdImpressions<br />
Beschreibt den garantierten Werbemittelkontakt eines<br />
Users. Von den deutschen Verbänden DMMV,<br />
GWA, VDZ, BDZV und VPRT als zukünftig verbindliche<br />
Größe zur Messung der Werbeträgerleistung<br />
verabschiedet. Gemessen wird im Unterschied<br />
zu PageImpressions die Anzahl der Sichtkontakte<br />
mit einem Werbebanner selbst, nicht mit der werbeführenden<br />
Seite.<br />
AdRequests<br />
Häufigkeit, mit der ein Werbebanner beziehungsweise<br />
die Seite mit dem Werbebanner von einem<br />
Nutzer geladen und damit annahmegemäß auch<br />
gesehen wird. Vergleichbar mit der Nettoreichweite<br />
in der klassischen <strong>Werbung</strong>.<br />
AdSense<br />
Englisch für „Anzeige + Sinn“ (Advertisement +<br />
Sense). Werbe-Tool von Google. AdSense stellt<br />
Website-Betreibern automatisch Text- und Bild-<br />
Anzeigen bereit, die genau auf die jeweiligen Seiten<br />
und auf deren Inhalt ausgerichtet sind.<br />
AdServer<br />
Ein zentraler Server, der unabhängig vom Server<br />
einer Website Banner an die Werbeflächen der Site<br />
liefert. Er ermöglicht es, mehrere Werbebanner<br />
abwechselnd nach bestimmten Kriterien einzuspielen<br />
– zum Beispiel thematisch passend zu dem vom<br />
User eingegebenen Suchbegriff oder zum angeklickten<br />
redaktionellen Inhalt.<br />
Advertorials<br />
Bezeichnung für redaktionelle Artikel, die Werbebotschaften<br />
enthalten oder eine Werbeform, in der<br />
die Anzeige wie ein redaktioneller Text aufgemacht<br />
ist.<br />
144<br />
Advertorials sind in Österreich kennzeichnungspflichtig.<br />
AdView<br />
Beschreibt die Anzahl der Sichtkontakte mit einem<br />
werbeführenden Objekt (z. B. mit einem Banner).<br />
After-Image<br />
Eindruck, der nach einer Kampagne im Gedächtnis<br />
oder im Gefühl des Publikums haften bleibt.<br />
Animated GIF<br />
Grafikformat zur Erstellung von animierten Bannern.<br />
Dahinter steht das Grafikformat GIF89a, das<br />
es erlaubt, eine Sequenz von hintereinander liegenden<br />
Einzelbildern anzuzeigen – eine Animation<br />
entsteht, ähnlich einem Daumenkino.<br />
Werbebotschaften können so in einem kleinen Film<br />
kommuniziert werden.<br />
Audience Flow<br />
Durch geschickte Programmierung wollen die<br />
TV-Sender die Zuschauer möglichst lange an ihr<br />
Programm binden und vom Umschalten auf einen<br />
anderen Kanal abhalten.<br />
Um den Zuschauerfluss von der einen zur nächsten<br />
Sendung zu gewährleisten, müssen die aufeinanderfolgenden<br />
Sendungen möglichst homogen sein.<br />
Average Impression Duration<br />
Durchschnittliche Dauer der Betrachtung eines<br />
Werbemittels.<br />
B<br />
Backlights<br />
Werbeflächen, die tagsüber unbeleuchtet sind und<br />
nachts von hinten oder von innen heraus beleuchtet<br />
werden.<br />
Back-to-Back Panel<br />
Doppelseitige Werbefläche.<br />
Banner-Burnout<br />
Nachlassende Werbewirkung eines Banners durch<br />
überproportionale Wiederholung oder zu lang anhaltende<br />
Darbietung.
Bannertausch<br />
Auch bekannt unter Banner Exchange. Serviceangebot<br />
von manchen Online-Vermarktern mit Netzwerk-Charakter.<br />
Dabei werden auf nicht verkauften<br />
Bannerflächen einer Website fremde Banner<br />
eingeblendet. Im Gegenzug wird das eigene Banner<br />
auf freie Flächen der anderen Werbenetz-Partner<br />
gespielt.<br />
Bartering<br />
Eine Sonderwerbeform, in der für <strong>Werbung</strong> nicht<br />
bezahlt, sondern getauscht wird. Der Waschpulverkonzern<br />
Procter & Gamble produzierte schon vor<br />
50 Jahren hausfrauenaffines Programm – die Rundfunksender<br />
stellten dem Unternehmen dafür gratis<br />
Werbezeit zur Verfügung. Daher kommt auch der<br />
Begriff „Soap Opera“.<br />
Behavior Scan<br />
Werbeerfolgskontrolle durch Scannersystem (misst<br />
den Erfolg einer <strong>Werbung</strong> ausschließlich nach dem<br />
Verkauf der beworbenen Produkte als Spiegelbild<br />
des Verhaltens der Kunden).<br />
Below-the-Line (BTL)<br />
Kommunikationsmaßnahmen, die nicht zur klassischen<br />
<strong>Werbung</strong> gehören, sondern mit gezielter Promotion,<br />
durch spezielle Events oder Sponsoring die<br />
gewünschte Zielgruppe anvisieren.<br />
Below-the-Line-Aktivitäten haben den Vorteil, große<br />
Streuverluste zu vermeiden.<br />
Benchmarking<br />
Branchenübergreifender Vergleich von verschiedenen<br />
Tätigkeits- und Leistungsbereichen eines Unternehmens.<br />
In den Vergleich wird nicht nur der<br />
wichtigste Mitbewerber einbezogen, sondern auch<br />
Firmen anderer Branchen mit denselben Arbeitsbereichen.<br />
Best Agers/Silver Surfers<br />
Die kaufkräftige Zielgruppe älterer Konsumenten,<br />
aktiver Senioren, die nicht mehr wie früher im „Ruhestand“<br />
sind, sondern als Konsumenten eine bedeutende<br />
Rolle spielen.<br />
Billings<br />
Bruttoumsatz einer Werbeagentur als Summe aller<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
insgesamt bewegten Werbegelder (inkl. Agenturprovision).<br />
Der eigentliche Umsatz (Netto-Umsatz) einer Werbeagentur<br />
ist daher das Gross Income. Teilt man die<br />
Billings durch die Zahl 6,67, kann man ungefähr<br />
das Gross Income, den Honorarumsatz, errechnen.<br />
Blaupause<br />
Probeabzug der Montagefolie für die Freigabe zum<br />
Druck, druckende Teile erscheinen dabei hellblau.<br />
Blickregistrierung<br />
Eye Mark Recorder – exlaborierte Vorrichtung<br />
zur Erfassung der Pupillenbewegungen auf einer<br />
Werbevorlage durch Umlenkspiegel, Mikroobjektiv,<br />
Glasfaserkabel und deren Projektion auf einen Monitor<br />
zusammen mit der betrachteten Vorlage.<br />
Blog (Weblog)<br />
Bei einem Blog handelt es sich um regelmäßig aktualisierte<br />
Webseiten, die bestimmte Inhalte (zumeist<br />
Texte beliebiger Länge, aber auch Bilder oder andere<br />
multimediale Inhalte) in umgekehrt chronologischer<br />
Reihenfolge darstellen. Die Beiträge sind<br />
einzeln über URLs adressierbar und bieten in der<br />
Regel die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen.<br />
Der Mikroblogging-Dienst Twitter ist gleichzeitig<br />
ein soziales Netzwerk.<br />
Brand Character<br />
Marken oder Unternehmen einen unverwechselbaren<br />
Markencharakter zu geben, dieses kreative<br />
Arbeits system heißt Branding. Nur wenige Schlüsselsignale<br />
sollen den Kunden direkt an die Marke<br />
erinnern und bestimmte Emotionen hervorrufen.<br />
Brutto-Reichweite<br />
Kenngröße vorwiegend in der Kampagnenplanung<br />
und -kontrolle. Die Brutto-Reichweite ist die Summe<br />
aller erzielten Kontakte oder Kontaktchancen<br />
von Personen mit einem oder mehreren Medien<br />
(auch mit einem oder mehreren Werbemitteln). Sie<br />
wird in Millionen oder Prozent ausgewiesen und<br />
basiert im TV-Bereich auf der Sehbeteiligung. Sofern<br />
Netto-Reichweite und Durchschnittskontakte<br />
bereits bekannt sind, kann die Brutto-Reichweite<br />
auch errechnet werden.<br />
145
Buzz-Marketing<br />
Opinion Leader als Marketing-Tool – Einsatz von<br />
Testimonials.<br />
C<br />
Cabbage Letter<br />
Kombinierte Werbesendung aus Brief und Prospekt.<br />
Entweder ist der Brief in den Prospekt integriert<br />
oder der Brief ist wie ein Prospekt illustriert.<br />
Cannes-Rolle<br />
Zusammenstellung der prämierten Werbespots des<br />
jährlich stattfindenden Werbefestivals in Cannes<br />
(Cannes Lions).<br />
Chain Break<br />
Werbeeinblendung im Funk- oder Fernsehprogramm.<br />
Claim<br />
Vermittelt in komprimierter Form die Werte und<br />
den Anspruch einer Marke beziehungsweise eines<br />
Produkts oder eines Unternehmens und ist so<br />
grundlegender Teil des langfristigen Imageaufbaus.<br />
Click Through Rate<br />
Prozentuale Klickrate eines Werbeobjekts, das<br />
heißt, die Anzahl der AdClicks/Anzahl der AdImpressions<br />
mal 100. Die Click Through Rate wird<br />
als Maß für die Werbewirkung einer Maßnahme<br />
genützt. Je besser das Ranking einer Website in einer<br />
Suchmaschine, desto höher ist in der Regel die<br />
Click Trough Rate.<br />
Clipping<br />
Zeitungsausschnitt, den ein Ausschnittdienst an<br />
seine Kunden versendet. Oft wird die Anzahl der<br />
Clippings, also der Erwähnungen in Printmedien,<br />
als Messgröße für den Erfolg einer PR-Kampagne<br />
angesehen.<br />
Commercial<br />
Englische Bezeichnung für Werbespot. Werden<br />
<strong>Werbung</strong> und Produktinformationen vermischt, so<br />
spricht man von Infomercial.<br />
146<br />
Corporate Design (CD)<br />
Ein äußeres Erscheinungsbild nach einheitlichen<br />
Regeln soll den Wiedererkennungswert steigern.<br />
Das CD ist Bestandteil der Corporate Identity, das<br />
Design spiegelt die Firmen-Philosophie optisch wider.<br />
Corporate Identity (CI)<br />
Die Corporate Identity ist das Erscheinungsbild<br />
und Erkennungszeichen eines Unternehmens, das<br />
nach innen und außen durch ein einheitliches Design<br />
aller relevanten Kommunikationsmittel vermittelt<br />
wird. Es geht also um eine ganzheitliche Kommunikation,<br />
die das Image verbessern soll.<br />
CPC<br />
Kurzform für Cost per Click, ist ein Abrechnungsmodell<br />
im Online-Marketing, bei dem pro Klick<br />
auf ein Werbemittel vergütet wird. Als Synonym<br />
für CPC wird dabei oft auch Pay per Click (PPC)<br />
verwendet.<br />
Cross-Promotion<br />
Die einzelnen Bereiche einer Medienfamilie empfehlen<br />
und bewerben die Angebote der jeweils anderen.<br />
Ziel ist es, die Kunden innerhalb der Medienfamilie<br />
zu halten.<br />
Crowdsourcing<br />
Im Rahmen des Crowdsourcing wird versucht, sich<br />
die „Kreativität und Weisheit der breiten Masse“<br />
zunutze zu machen. Dieses Verfahren wird in verschiedenen<br />
Facetten auf den Bereich Marketing<br />
übertragen (Open Source Marketing), zum Beispiel<br />
Projekte, bei denen sich Nutzer im Rahmen eines<br />
Wettbewerbs an der Erstellung von Ideen zu einer<br />
Kampagne beteiligen.<br />
Customer Relationship Marketing (CRM)<br />
Elektronisch unterstützte Pflege der Kundenbeziehungen.<br />
CRM-Systeme schaffen die Voraussetzung<br />
für das Sammeln und Analysieren kundenbezogener<br />
Daten, zum Beispiel Kaufverhalten, berufliche<br />
Stellung, Einkommensgruppe. Auf dieser Basis<br />
werden Handlungsrichtlinien entworfen, um Kunden<br />
persönlich anzusprechen, ihre Zufriedenheit zu<br />
erhöhen und damit langfristig die Kundenbindung<br />
zu stärken.
Cutter<br />
In Zusammenarbeit mit dem Redakteur gestaltet<br />
der Cutter das unbearbeitete Bild- bzw. Tonmaterial<br />
nach dramaturgischen und inhaltlichen Gesichtspunkten.<br />
Die Produktion erhält ihre endgültige<br />
Form.<br />
D<br />
Data Mining<br />
Auswertung und Archivierung von Informationen<br />
über den Endkunden. Grundlage für effizientes<br />
CRM und One-to-One-Marketing.<br />
Decoder<br />
Ein Decoder ist ein elektronisches Zusatzgerät, mit<br />
dessen Hilfe verschlüsselte Bild- und Tondaten so<br />
entschlüsselt und aufbereitet werden, dass sie mit<br />
Radio- und Fernsehgeräten des Empfängers ohne<br />
Verzerrung angesehen und gehört werden können.<br />
Dinks<br />
Ist ein Akronym für „Double Income No Kids“<br />
und beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener<br />
ohne Kinder. Darunter versteht man (Ehe-)Paare,<br />
meist um die Dreißig, die keine Kinder haben und<br />
sich auf ihre Karriere konzentrieren. Da beide Teile<br />
des Haushaltes berufstätig sind, erwirtschaften sie<br />
ein relativ hohes Einkommen und sind eine beliebte<br />
Zielgruppe für die <strong>Werbung</strong>. Dinks sind meist der<br />
oberen Mittelschicht zuzuordnen.<br />
Direct Response Television (DRTV)<br />
Ein TV-Werbespot, bei dem die Telefonnummer<br />
miteingeblendet wird. Der Konsument kann das<br />
Produkt oder Info-Material sofort telefonisch bestellen.<br />
Durchschnittskontakte<br />
Kontaktdosis, Opportunity to see (OTS), durchschnittliche<br />
Kontakthäufigkeit. Diese in der Kampagnenplanung<br />
und -kontrolle verwendete Größe<br />
gibt an, wie oft eine Person bei der Mehrfachbelegung<br />
eines Mediums oder mehrerer Medien im<br />
Durchschnitt erreicht wurde.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
E<br />
Early Adopter<br />
Frühe Nachahmer der Trendsetzer.<br />
Eckplatzierung<br />
Innerhalb eines Werbeblocks im Fernsehen und<br />
Hörfunk ist dies die begehrte erste und letzte Platzierung.<br />
Effipub<br />
Ist ein Verfahren der Werbewirkungskontrolle zur<br />
Messung der Effektivität einer Kampagne und der<br />
Kontrolle der Effizienz des Werbebudgeteinsatzes.<br />
E-Procurement<br />
Beschaffung von Gütern über das Internet.<br />
Ex-Post<br />
Kampagnenkontrolle im Nachhinein.<br />
F<br />
Fat Cat Advertising<br />
<strong>Werbung</strong> für Megakunden mit großem Etat.<br />
First Mover<br />
Unternehmen, das als erstes ein neues Produkt auf<br />
den Markt bringt.<br />
Flash Player<br />
Eine Programm-Erweiterung (Plug-in) der Firma<br />
Macromedia. Mit dem Flash Player können spezielle<br />
Animationen angesehen werden. Da dieser für<br />
viele Webseiten erforderlich ist, ist er auf aktuellen<br />
Browsern bereits vorhanden.<br />
G<br />
General-Interest-Titel<br />
Begriff für Periodika, die sich multithematisch an<br />
alle Bevölkerungsgruppen wenden, zum Beispiel<br />
aktuelle Illus trierte.<br />
Generika<br />
Erlaubte Plagiate von Markenprodukten.<br />
147
Giveaway<br />
Ein kleiner Präsentartikel, der als Zugmittel für eine<br />
Werbekampagne eingesetzt wird.<br />
Graphic Interchange Format (GIF)<br />
Bildformat, das häufig zur Erstellung von Animationen<br />
verwendet wird.<br />
Grassroots Marketing<br />
Verbraucher werden mit klassischer <strong>Werbung</strong> regelrecht<br />
bombardiert. Darunter leiden die Aufnahmefähigkeit<br />
und auch das Vertrauen in die Werbeaussagen<br />
vieler Unternehmen. Im Gegenzug gewinnen<br />
Empfehlungen von Freunden, Bekannten, Kollegen<br />
etc. verstärkt an Bedeutung. Genau hier setzt Grassroots<br />
Marketing an. Dabei werden Werbebotschaften<br />
an der Wurzel einer Zielgruppe gepflanzt (Seeding).<br />
Gross Income<br />
Geldbetrag, der einer Agentur übrig bleibt, wenn<br />
Produktions- und Schaltungskosten bezahlt wurden.<br />
Dazu zählen Beratungs- oder Gestaltungshonorare.<br />
Nicht zu verwechseln mit Gewinn, denn Steuern,<br />
Personalkosten etc. sind vom Gross Income noch<br />
nicht abgezogen.<br />
GRP (Gross Rating Points)<br />
Entspricht der Brutto-Reichweite oder der durchschnittlichen<br />
Sehbeteiligung in Prozent und ist ein<br />
Maß für den Werbedruck. Zur Feststellung der<br />
Gesamtleistung einer Kampagne werden die GRP-<br />
Werte aller Einzelschaltungen kumuliert, wobei das<br />
Prozentzeichen weggelassen wird. Ein GRP bedeutet,<br />
dass die Kontaktsumme einem Prozent der<br />
Zielgruppengröße entspricht, bei 200 GRPs ist die<br />
Kontaktsumme also doppelt so groß wie die Zielgruppengröße<br />
– was allerdings nicht bedeutet, dass<br />
jede einzelne Person der Zielgruppe erreicht wurde.<br />
Grundgesamtheit<br />
Alle Personen oder Haushalte, aus denen zu Marktforschungszwecken<br />
eine Stichprobe gezogen wird<br />
und die durch diese Stichprobe repräsentiert werden<br />
(zum Beispiel „Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren“).<br />
148<br />
Guerilla Marketing<br />
Hier wird statt Geld vor allem Energie eingesetzt.<br />
Schritt für Schritt versucht der Guerilla Marketer,<br />
Marktanteile zu gewinnen, ohne den Marktführer<br />
auf sich aufmerksam zu machen und einen großen<br />
Werbegegenfeldzug auszulösen.<br />
H<br />
Hard Selling<br />
Bezeichnung für aggressives Verkaufen, hat heutzutage<br />
kaum mehr eine Chance.<br />
Hit<br />
Erfolgreicher Zugriff auf ein bestimmtes Dokument,<br />
zum Beispiel bei Suchvorgängen.<br />
Host<br />
Ein Rechner innerhalb des Netzwerkes, der Internet-<br />
Services an andere Rechner oder Internet anbietet.<br />
Hypertext<br />
Damit kann jeder Text bezeichnet werden, der Verweise<br />
auf andere Dokumente oder Teile des gleichen<br />
Dokuments enthält, die interaktiv aufgerufen<br />
werden können.<br />
Hypertext Markup Language (HTML)<br />
Eine Sprache, die Formatierungsanweisungen und<br />
Hypertext-Elemente enthält und auf deren Architektur<br />
die Dokumente des WWW aufbauen.<br />
I<br />
Icon<br />
Kleines Symbolbild, das eine bestimmte Funktion<br />
symbolisieren soll, zum Beispiel einen Ordner oder<br />
ein Programm.<br />
Impact-Test<br />
Test zur Erinnerung an eine Anzeige.<br />
Incentive<br />
Leistungsanreiz zur Motivation von Mitarbeitern,<br />
Absatzmittlern und Endabnehmern. Incentives können<br />
materieller oder ideeller Natur sein.
Infotainment<br />
Kunstwort aus Information und Entertainment.<br />
Initial Public Offering (IPO)<br />
Börsengang eines Unternehmens. Das Initial Public<br />
Offering, auch Going Public genannt, bezeichnet<br />
die Neuemission von Aktien zum Kurs, der von den<br />
Banken festgesetzt wird.<br />
Integrated Services Digital Network<br />
(ISDN)<br />
Digitales Netzwerk, in dem Daten mit einer Geschwindigkeit<br />
von bis zu 128.000 Bits pro Sekunde<br />
übertragen werden können. Weil drei Kanäle zur<br />
Verfügung stehen, können über eine ISDN-Leitung<br />
beispielsweise gleichzeitig Telefonate geführt und<br />
Daten übertragen werden.<br />
Interaktive Medien<br />
Der Zuschauer empfängt nicht nur passiv das Fernsehprogramm<br />
vom Sender, sondern kann aktiv am<br />
Programm teilnehmen und es beeinflussen, sodass<br />
Kommunikation und nicht nur Konsum stattfindet.<br />
Interstitial<br />
Unterbrecherwerbung: Bevor man auf die eigentliche<br />
Homepage gelangt, können Websites eine Werbeseite<br />
zwischengeschaltet haben.<br />
Investor Relations<br />
Pflege der Beziehungen eines Unternehmens zu seinen<br />
Investoren. Der Kurs einer Aktie wird maßgeblich<br />
von der positiven Einschätzung des Unternehmens<br />
von Seiten der Investoren beeinflusst.<br />
J<br />
Jeopardy Marketing<br />
Gefährliches, risikoreiches Marketing.<br />
Joint Photographic Experts Group (JPEG)<br />
JPEG ist ein Format, das eine große Farbtiefe in<br />
komprimierter Form speichern kann. Es ist besonders<br />
gut geeignet, um Bilder auf Websites abzuspeichern.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
K<br />
Key Accounts<br />
Die Key Accounts sind die wichtigeren Kunden,<br />
die für den meisten Umsatz sorgen. 20 Prozent der<br />
Gesamtkunden machen erfahrungsgemäß 80 Prozent<br />
des Geschäftserfolgs aus.<br />
Key Visual<br />
Englisch für Schlüsselbild als prägender bildlicher<br />
Eindruck einer Werbebotschaft.<br />
Killer-Applikation (Killeranwendung)<br />
Die Killeranwendung beschreibt ein Produkt, ein<br />
Projekt oder ein Ereignis, das einer neuen Technologie<br />
zum Durchbruch verhilft. Jene für den PC waren<br />
Kalkulations- und Textverarbeitungsprogramme,<br />
für das Internet die Browser.<br />
Klickbetrug<br />
Missbrauch des Pay-per-Click-Vergütungsmodells.<br />
Bei Klickbetrug werden die Werbeflächen manuell<br />
geklickt oder auch über spezielle Programme ein<br />
Klickvorgang simuliert, um die Abrechnungssysteme<br />
zu manipulieren.<br />
Kontakt<br />
Dabei handelt es sich um einen Begriff aus der Mediaforschung,<br />
unter dem der tatsächliche Kontakt<br />
einer Person mit Anzeigen oder Spots (Werbemittelkontakt)<br />
oder mit einem Medium wie Fernsehen<br />
oder Print (Werbeträgerkontakt) verstanden wird.<br />
L<br />
Labelling<br />
Dieser Begriff definiert Zielgruppen oder Lifestyle-<br />
Typen aufgrund eines exemplarischen Konsumverhaltens,<br />
welches Rückschlüsse auf andere Konsumvorlieben<br />
offenbaren soll. Die durch eine Vorliebe<br />
für eine Marke eruierte Kategorie steht also symptomatisch<br />
für eventuelle andere Präferenzen.<br />
Laminieren<br />
Laminieren beschreibt das ein- oder beidseitige Beschichten<br />
von Vorlagen (Papier, Pappe, Poster, Plakate)<br />
mit durchsichtigem Kunststoff. Das Laminat<br />
149
ietet Schutz vor Feuchtigkeit und Gebrauchsspuren.<br />
Leporello<br />
Falt-Technik, kommt häufig bei Prospekten vor, bei<br />
denen aneinanderhängende Seiten zickzack artig<br />
gefaltet werden.<br />
Lohas<br />
Ausgeschrieben „Lifestyle of Health and Sustainability“,<br />
steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp,<br />
der durch sein Konsumverhalten und gezielte<br />
Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit<br />
fördern will. Lohas sind beispielsweise Natur- und<br />
Outdoor-Urlauber oder Kunden von Bioläden.<br />
Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem<br />
Einkommen. Ihre Motive ähneln denen<br />
der Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz<br />
ist geil“-Mentalität strikt ab.<br />
Lumbecken<br />
Verfahren der Klebebindung von Druckerzeugnissen<br />
(Fächerklebebindeverfahren).<br />
M<br />
Mantelprogramm<br />
Von Dritten vorproduzierte Programminhalte in<br />
TV und Radio oder auch vom Sender selbst produzierte<br />
Formate, die über mehrere lokale Sender mit<br />
Gebietsschutz parallel ausgestrahlt werden.<br />
Mapping/Mind Mapping<br />
Kreativmethode, um sich Lösungen einer bestimmten<br />
Aufgabenstellung zu nähern.<br />
Markt-Media-Analyse<br />
Analytisches Verfahren, bei dem Erhebungen über<br />
das Kaufverhalten mit Erhebungen zur Mediennutzung<br />
verglichen werden.<br />
Media-Analyse<br />
Im Rahmen der Media-Analyse werden vornehmlich<br />
Mediennutzung und Demografie, flankierend<br />
auch Konsummerkmale erhoben.<br />
150<br />
Mediaplanung<br />
Die Mediaplanung befasst sich mit der Auswahl<br />
der Werbeträger, die den angestrebten Marketing-<br />
Zielen am besten gerecht werden, sowie der Bestimmung<br />
des optimalen Media-Mix. Angewandte<br />
Techniken reichen von der bloßen Intuition eines<br />
Mediaplaners bis hin zu hoch formalisierten Media-<br />
Selektions-Programmen und Optimierungsmodellen.<br />
Merchandising<br />
Im Medienbereich bezieht sich das Merchandising<br />
vor allem auf den Verkauf von Begleitmaterial zu<br />
Programmen oder Kinofilmen. Von den öffentlichrechtlichen<br />
Rundfunkanstalten wird Merchandising<br />
zur Imagepflege eingesetzt.<br />
Meta Tags<br />
Meta Tags sind eine Möglichkeit der Beschreibung<br />
des Website-Inhalts im HTML-Code im Kopf der<br />
Seite, die im Browserfenster nicht angezeigt werden.<br />
Begriffe, die dort aufscheinen, werden von Suchmaschinen<br />
bevorzugt indexiert.<br />
Me-too-Produkt<br />
Wenn ein erfolgreiches Produkt kopiert wird, spricht<br />
man von einem Me-too-Produkt. Das Plagiat versucht<br />
als Trittbrettfahrer an den Erfolg des Originals<br />
anzuknüpfen. Dabei kann das Produkt selbst,<br />
der Name, das Design oder ein anderer Aspekt kopiert<br />
werden – natürlich immer nur im Rahmen des<br />
Marken-, Patent- und Urheberrechts.<br />
Microsite<br />
Teil einer Website, der gesondert beworben wird<br />
und dabei weitgehend unabhängig bleibt. Eine Microsite<br />
ist unter ihrer eigenen URL zu finden und<br />
verfolgt individuelle Bestimmungen. Oft ist sie die<br />
digitale Begleiterscheinung und als solche auch auf<br />
den Zeitraum der dazugehörigen Marketingaktivität<br />
beschränkt.<br />
Mobile Commerce (M-Commerce)<br />
Ausdehnung des elektronischen Handels (E-Commerce)<br />
auf den mobilen Handel via drahtlose<br />
Endgeräte wie zum Beispiel WAP-Handys, UMTS-<br />
Handys, iPhones oder PDAs mit Internet-Zugang.<br />
Derzeit bereits gängige Applikationen für M-Com-
merce sind das Bezahlen per Handy, mobiles Online-Banking,<br />
Hotelreservierungen oder Internet-<br />
Auktionen.<br />
Motion Pictures Engineering Group (MPEG)<br />
Ein Standard für die Datenreduktion bei Bewegtbildverarbeitung<br />
in Computern zur Komprimierung<br />
und Codierung von bewegten Bildern und<br />
Audio-Teilen.<br />
MPEG Audio Layer 3 (MP3)<br />
MP3 ist ein Audio-Format, das Musikdateien auf<br />
ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe komprimiert.<br />
So können Musikdateien problemlos über<br />
das Internet versendet werden.<br />
N<br />
Negativanzeige<br />
Eine Anzeige, deren Schrift statt in Schwarz oder<br />
in Farbe in Weiß auf schwarzem oder farbigem<br />
Grund erscheint. Empirische Untersuchungen der<br />
Lesbarkeit von Negativ- und Positivschrift haben<br />
den ziemlich eindeutigen Befund erbracht, dass Negativschrift<br />
etwas schwerer zu lesen ist.<br />
Netto-Reichweite<br />
Die Netto-Reichweite bezeichnet in der Kampagnenplanung<br />
und -kontrolle die Mediennutzer in<br />
Millionen oder Prozent, die mindestens einmal<br />
erreicht wurden. Bei Mehrfachbelegung eines Mediums<br />
werden alle Nutzer, die mindestens einmal<br />
erreicht wurden, nach Abzug von internen und externen<br />
Überschneidungen addiert. Jede Person wird<br />
also unabhängig davon, wie oft sie erreicht wurde,<br />
nur einmal gezählt. Somit ist die Netto-Reichweite<br />
in der Kampagnen planung und -kontrolle die im<br />
Vergleich zur Brutto-Reichweite „härtere“ Währung.<br />
Im Bereich der TV-Programmplanung bezieht<br />
sich die Netto-Reichweite auf die kumulierte<br />
Anzahl der Seher, die im Durchschnitt an einem<br />
Tag des Betrachtungs zeitraums innerhalb eines<br />
bestimmten Zeitintervalls mindestens eine Minute<br />
konsekutiv ferngesehen haben. Das heißt: Seher, die<br />
eine Minute ferngesehen haben, werden genauso<br />
gewichtet wie jene, die zwei Stunden ferngesehen<br />
haben.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
O<br />
On Board <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Werbung</strong> in Flugzeugen, Bussen und Zügen.<br />
One-to-One-Marketing<br />
Die Interaktivität und Zielgenauigkeit des Internets<br />
ermöglicht die gezielte Ansprache von einzelnen<br />
Personen. Der Erfolg des One-to-One-Marketings<br />
hängt von einer guten Datenbank (CRM), dem<br />
Profiling und einem geschickten Datamining ab.<br />
Die Marketingmaßnahmen werden auf den Kunden<br />
zugeschnitten und orientieren sich an seinen<br />
individuellen Bedürfnissen. Darüber hinaus soll ein<br />
Dialog entstehen.<br />
Online Coupons<br />
Verbraucher können diese bei einem Einkauf nützen,<br />
um einen Rabatt zu erhalten. Online Coupons<br />
bieten sehr gute Schnittstellen zur Offline-Welt.<br />
Beispielsweise werden online gesammelte Coupons<br />
offline eingelöst oder andersherum.<br />
Overspill/Overflow<br />
Bezeichnet die Empfangbarkeit oder die Nutzung<br />
ausländischer Werbeträger im Inland bzw. inländischer<br />
Werbeträger im Ausland. Overspill/Overflow<br />
ist vor allem im TV- und Online-Bereich ein Thema.<br />
P<br />
PageImpressions (auch PageViews)<br />
Eine zur Reichweitenmessung im Internet verwendete<br />
Maßgröße für die Anzahl der einzelnen Seiten,<br />
die von den Usern bei all ihren Besuchen auf einem<br />
einzelnen Webangebot innerhalb eines bestimmten<br />
Zeitraumes aufgerufen wurden. Im Zusammenhang<br />
mit den Visits geben sie Aufschluss über die<br />
quantitative Verweildauer auf einer Website: Je<br />
höher das Verhältnis Visits zu PageImpressions ist,<br />
desto mehr Subseiten einer Website wurden bei einem<br />
einzigen Besuch im Durchschnitt angeklickt.<br />
Paginieren<br />
Mit Seitenzahlen versehen, Seiten nummerieren.<br />
151
Panel<br />
Bezeichnung für eine Erhebung der Marktforschung,<br />
die bei einem gleichbleibenden Kreis von<br />
Einheiten in regelmäßigen Abständen wiederholt<br />
zum gleichen Thema vorgenommen wird.<br />
Pay per View<br />
Fernsehkanal, der nur mit einem Decoder zu empfangen<br />
ist. Der Kunde wählt aus dem gesamten Programmangebot<br />
aus und zahlt nur für die tatsächlich<br />
angesehene Sendung. Abgerechnet wird über einen<br />
Rückkanal im Kabelnetz.<br />
Performance Marketing<br />
Als Performance-Marketing bezeichnet man alle<br />
Marketinginstrumente digitaler Medien, die auf<br />
eine direkt messbare Aktion des Nutzers abzielen.<br />
Nur gelieferte Klicks (Cost per Click – CPC), Interessentenadressen<br />
(Cost per Lead – CPL) oder<br />
Vertragsabschlüsse (Cost per Order – CPO) werden<br />
vom Kunden bezahlt.<br />
Permission Marketing<br />
(Erlaubnismarketing)<br />
Form des Marketings, bei der der Verbraucher dem<br />
werbetreibenden Unternehmen die Erlaubnis erteilt,<br />
ihn mit Informationen zu versorgen. Aufgrund<br />
der zunehmenden Wirkungslosigkeit der Massenwerbung<br />
hat Seth Godin diesen Ansatz in seinem<br />
gleichnamigen Buch entwickelt.<br />
Pitch<br />
Ein Pitch ist eine Wettbewerbssituation, in der<br />
sich ein Unternehmen bei der Auftragsvergabe<br />
durch einen potenziellen Kunden gegen seine<br />
Mitbewerber durchzusetzen versucht; zu Deutsch<br />
Wettbewerbspräsen tation.<br />
Point-of-Information-Systeme (POI)<br />
Der Point of Information (POI) ist eine Art Informationskiosk<br />
oder Informationsstation, die dem<br />
Benutzer über eine leistungsfähige Multimedia-<br />
Plattform eine interaktive Informationssuche ermöglicht.<br />
POS<br />
Abkürzung für Point of Sale, Handelsplatz, oder<br />
aus Kundensicht Point of Purchase (POP).<br />
152<br />
Product-Placement<br />
Unter Product-Placement versteht man die gezielte,<br />
werbewirksame Einbindung von Produkten,<br />
Dienstleistungen, Marken oder Unternehmungen<br />
als Requisiten in die Handlung eines Kinospielfilms,<br />
einer Fernsehsendung oder eines Videoclips. Häufig<br />
platzierte Produkte und Marken sind vor allem Autos,<br />
Uhren, Getränke und Bekleidung.<br />
Profiling<br />
Das Profiling beschreibt die Sammlung und Auswertung<br />
von Daten, um sich ein möglichst akkurates<br />
Bild der anvisierten Zielgruppe machen zu können.<br />
Primär geht es beim Profiling darum, Verbraucher<br />
möglichst genau kennenzulernen, um Marketingaktivitäten<br />
optimieren zu können.<br />
Proof<br />
Englische Bezeichnung für Korrekturfahne, Korrekturbeleg.<br />
Der Begriff wird meist für Farbausdrucke,<br />
etwa von Anzeigen, verwendet. Es wird<br />
zwischen Analog- und Digitalproof unterschieden.<br />
R<br />
Rating<br />
Branchenüblicher Begriff für Sehbeteiligung.<br />
Recall<br />
Erinnerung an Werbemittel und deren Inhalte. Man<br />
unterscheidet Aided Recall und Unaided Recall.<br />
Recognition<br />
Beschreibt das Wiedererkennen von Werbemitteln<br />
und deren Inhalten bei Vorlage des Originals.<br />
Reichweite<br />
Die Reichweite eines Werbeträgers wird in Millionen<br />
oder Prozent ausgewiesen und bezeichnet ganz<br />
generell den Anteil der Bevölkerung oder einer<br />
bestimmten Zielgruppe, der zu einem bestimmten<br />
Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum<br />
Kontakte mit diesem Werbeträger hatte.<br />
Relaunch<br />
Ein Titel (Zeitschrift, Fernsehsendung) wird nach<br />
einigen Jahren seines Erscheinens überarbeitet und
mit neuem Layout und neuen Schwerpunkten herausgegeben.<br />
Response<br />
Reaktion von Zielpersonen auf eine Werbemaßnahme<br />
bei direkter Ansprache.<br />
Retention Marketing<br />
Marketingmaßnahme, die auf Kundenbindung<br />
statt auf Akquisition ausgerichtet ist.<br />
Return on Investment (ROI)<br />
Maß für die Rentabilität einer Investition. Dabei<br />
wird das investierte Kapital in Beziehung zum<br />
Nettogewinn gesetzt. Über den ROI lassen sich<br />
unterschiedliche Anlagemöglichkeiten miteinander<br />
vergleichen: die mit dem höchsten ROI ist dabei<br />
immer vorzuziehen.<br />
Rich Media Banner<br />
Nachfolger des Animated GIFs. Bannerart, die<br />
durch HTML- oder Flash-Programmierung multimediale<br />
Elemente wie Video, Audio und 3D-Welten<br />
ermöglicht.<br />
Robinson-Liste<br />
In diese Liste kann sich jede Person eintragen lassen,<br />
die keine unverlangten Werbezuschriften oder<br />
Direkt-Marketing-Aussendungen mehr erhalten<br />
möchte.<br />
S<br />
Schachbrettanzeigen<br />
Dabei handelt es sich um Kleinanzeigen, die zueinander<br />
versetzt auf einer Seite platziert sind, sodass<br />
ein schachbrettartiges Muster entsteht. Dazwischen<br />
befindet sich ein redaktioneller Teil.<br />
Schleichwerbung<br />
Unter Schleichwerbung versteht man eine Form der<br />
getarnten <strong>Werbung</strong>, durch die eine Werbebotschaft<br />
an Rezipienten adressiert wird, ohne dass diese auf<br />
Anhieb oder überhaupt den werblichen Charakter<br />
der Botschaft erkennen können.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Seeding<br />
Nach der Erstellung von Grassroots beziehungsweise<br />
Viral-Marketing-Werbebotschaften müssen diese<br />
in der gewünschten Zielgruppe platziert werden.<br />
Diesen Vorgang bezeichnen Experten als Seeding<br />
– das zielgruppengerechte Säen.<br />
Share of Voice<br />
Anteil der AdImpressions, die ein <strong>Werbung</strong>streibender<br />
innerhalb eines definierten Zeitraumes schaltet,<br />
an den Gesamt-AdImpressions, die eine Site in diesem<br />
Zeitraum ausliefert.<br />
Sinus-Milieus<br />
Sie sind die Basiszielgruppen für das Marketing.<br />
In den Milieus werden Menschen zusammengefasst,<br />
die sich in Lebensauffassung und Lebensweise<br />
ähneln. Grundlegende Wertorientierungen gehen<br />
dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen.<br />
Unberücksichtigt bleiben hingegen formale<br />
demographische Kriterien wie Schulbildung, Beruf<br />
oder Einkommen. Als Alternative zu bisherigen<br />
Zielgruppenauswertungen, die überwiegend auf<br />
soziodemografischen Merkmalen beruhen, kann<br />
Fernsehnutzung nun milieubezogen analysiert<br />
werden.<br />
Smart Shopper<br />
Smart Shopper sind Personen, die nach bestmöglichem<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis einkaufen, wobei<br />
sie eine bestimmte, hohe Mindestleistung voraussetzen.<br />
Es geht dabei nicht um den Erlebniskauf mit<br />
Hinnahme höherer Preise oder den Versorgungskauf<br />
mit Verzicht auf Markenattribute, sondern<br />
beides soll gemeinsam realisiert werden.<br />
Social Media Marketing<br />
Vereinfacht gesagt geht es hierbei um <strong>Werbung</strong> in<br />
„sozialen Netzwerken“.<br />
Spam (Send Phenomenal Amounts of<br />
Mail)<br />
Spam steht im Internet für massenhaft unaufgefordert<br />
zugesandten Datenmüll, der die Mailbox verstopft<br />
und die Empfänger nervt. Meist handelt es<br />
sich bei Spams um Werbesendungen.<br />
153
Sperrfrist<br />
Ist eine Pressemitteilung/Agenturmeldung mit einer<br />
Sperrfrist versehen, darf deren Inhalt nicht vor<br />
dem angegebenen Termin veröffentlicht werden.<br />
Split Screen<br />
Zeitgleiche Ausstrahlung von <strong>Werbung</strong> und Programm,<br />
die seit April 2000 zulässig ist. Dabei ist<br />
eine eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung<br />
der <strong>Werbung</strong> erforderlich. Die <strong>Werbung</strong> im<br />
Split Screen ist unabhängig von deren Größe auf<br />
die Dauer der Spotwerbung anzurechnen.<br />
Station Branding<br />
Station Branding umfasst unterschiedliche Werbemöglichkeiten<br />
in U-Bahn-Stationen, die miteinander<br />
koordiniert und komponiert werden: ummantelte<br />
Säulen, Fußbodenbeklebungen, beklebte<br />
Wandpaneele, interaktive Terminals, Geräusch-<br />
Inseln, besondere Sound- und Lichtinszenierungen<br />
etc. Die U-Bahn-Station wird so zur multimedialen<br />
Erlebniswelt und Markenlandschaft. International<br />
etablierte Werbeform, die vor allem in Metropolen<br />
hochwertige Kontakte und hohe Werbewirkung garantiert.<br />
Storyboard<br />
Konzept einer Publikation oder Werbekampagne<br />
(zum Beispiel für einen Werbespot).<br />
Streaming Banner<br />
Bezeichnung für Banner, die Animation und Videos<br />
anzeigen. Die Daten für die bewegten Bilder, die in<br />
Echtzeit auf dem Bildschirm erscheinen, werden in<br />
einem ununterbrochenen Datenstrom (Stream) auf<br />
den Rechner geladen.<br />
Supplement<br />
Zeitschriften- oder Zeitungsbeilage, zum Beispiel<br />
TV-Programmhefte oder Veranstaltungsmagazine,<br />
aber auch Themenbeilagen.<br />
T<br />
Tagged Image File Format (TIFF)<br />
Ein Format, mit dem Bilder und Grafiken abgespeichert<br />
werden können.<br />
154<br />
Targeting<br />
Targeting beschreibt ein Marketing, das speziell<br />
und trennscharf auf eine Zielgruppe zugeschnitten<br />
ist. Auf diese Weise ist es möglich, den Wirkungsgrad<br />
der <strong>Werbung</strong> zu optimieren und Streuverluste<br />
zu minimieren.<br />
Tausendkontaktpreis (TKP)<br />
Er gibt an, welcher Geldbetrag bei einer Werbemaßnahme<br />
(etwa für Fernsehspots, Online-<strong>Werbung</strong><br />
oder Printwerbung) eingesetzt werden muss,<br />
um 1.000 Personen einer Zielgruppe per Sichtkontakt<br />
(im Radio Hörkontakt) zu erreichen. Dabei<br />
wird üblicherweise von der Brutto-Reichweite (auch<br />
Mehrfachkontakte einer Person mitgerechnet) eines<br />
Mediums ausgegangen. Im Online-Bereich, beispielsweise<br />
bei Bannerwerbung, gilt eine AdImpression<br />
als Kontakt.<br />
Teaser<br />
Ein Teaser ist ein Appetitmacher, bei dem zunächst<br />
nicht ersichtlich ist, für welches Produkt er wirbt.<br />
Die spätere Auflösung bewirkt einen Aha-Effekt.<br />
Technische Reichweite<br />
Empfangbarkeit in Millionen oder Prozent. Haushalte<br />
oder Personen, die einen TV- oder Radio-<br />
Sender terrestrisch, über Kabel oder Satellit empfangen<br />
können.<br />
Trendscout<br />
Dabei handelt es sich um einen Dienstleister, der<br />
neue Trends frühzeitig aufspürt und diese Erkenntnisse<br />
an Werbetreibende und Werbeberater (gegen<br />
Honorar) weitergibt.<br />
U<br />
Unique Clicks<br />
Unique Clicks sind die Anzahl der AdClicks von<br />
unterschiedlichen Besuchern innerhalb eines bestimmten<br />
Zeitraums. Mehrere Klicks desselben Besuchers<br />
auf denselben Werbeträger innerhalb dieses<br />
Zeitraumes werden bei den Unique Clicks nur<br />
einmalig gezählt.
Unique Selling Proposition (USP)<br />
Die USP ist das einzigartige Verkaufsargument. Sie<br />
zeichnet ein Produkt gegenüber anderen aus und<br />
kann nicht einfach kopiert werden.<br />
Der amerikanische Werbefachmann Rosser Reeves<br />
hat mit dem Ansatz der USP einst die Voraussetzung<br />
für eine erfolgreiche Produktpositionierung<br />
geschaffen.<br />
Unique Visitors<br />
Ist ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetes<br />
Messkriterium für die Anzahl der einzelnen<br />
User, die eine Website mindestens einmal innerhalb<br />
eines bestimmten Zeitraums besucht haben.<br />
Upselling<br />
Beim Upselling werden einem Käufer zusätzliche<br />
Artikel aus dem Sortiment des Verkäufers angeboten<br />
– zum Beispiel ein Reiseführer passend zur<br />
Reise.<br />
V<br />
Valenz<br />
In der Markt-, Media- und Werbeforschung bezeichnet<br />
Valenz die Fähigkeit eines Produkts, einer<br />
Pa ckung, eines Designs, eines Werbemittels usw., die<br />
Konsumenten für ein Produkt zu interessieren, zu<br />
Käufen anzuregen oder Leser an sich zu ziehen.<br />
Verbraucher-Analyse<br />
Dies ist eine Markt-Media-Analyse mit jährlich<br />
15.000 Fällen zur Abfrage von Mediennutzung,<br />
Konsumverhalten und Demografie.<br />
Verwertungsgesellschaft<br />
Verwertungsgesellschaften übernehmen im Auftrag<br />
einzelner Urheber als zentrale Organisation die<br />
Wahrung der Urheberrechte.<br />
Video-on-Demand<br />
Auf Verlangen eines Zuschauers wird ein Film aus<br />
dem Archiv eines Zentralcomputers von einer Sendezentrale<br />
nur an ihn übertragen. Die Anforderung<br />
kann per Telefon, Computer oder Fernbedienung<br />
erfolgen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
Virales Marketing<br />
Marketingansatz, bei dem Werbebotschaften so lanciert<br />
werden, dass sie sich wie ein Virus selbstständig<br />
verbreiten. Virales Marketing lässt sich allerdings<br />
nur schwer steuern und oft ergibt es sich einfach aus<br />
dem Zufall heraus.<br />
Visits<br />
Ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetes<br />
Messkriterium für die Anzahl der Zugriffe aller<br />
User auf eine Website innerhalb eines bestimmten<br />
Zeitraums, das heißt: Wie oft wurde eine Website<br />
beispielsweise in einem Monat insgesamt von allen<br />
Nutzern besucht?<br />
W<br />
Wear Out<br />
Durch häufiges Senden eines Spots (TV oder Radio)<br />
nützt sich die Werbewirksamkeit ab, da die Aufmerksamkeit<br />
und dadurch bedingt auch der Erinnerungswert<br />
nachlassen.<br />
Web 2.0<br />
Der Begriff Web 2.0 bezieht sich primär auf eine<br />
veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets.<br />
Die Benutzer erstellen, bearbeiten und verteilen<br />
Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem<br />
Maße selbst, unterstützt von interaktiven<br />
Anwendungen. Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert<br />
von großen Medien unternehmen erstellt<br />
und über das Internet verbreitet, sondern auch von<br />
einer Vielzahl von Nutzern, die sich mithilfe sozialer<br />
Netzwerke (zum Beispiel Facebook, Xing) zusätzlich<br />
untereinander vernetzen.<br />
Im Marketing wird versucht, vom Push-Prinzip<br />
zum Pull-Prinzip zu gelangen und Nutzer zu motivieren,<br />
Webseiten von sich aus mitzugestalten. Zum<br />
Web 2.0 werden auch Anwendungen wie Wikipedia,<br />
Blogs und Podcasts gezählt.<br />
155
Stichwortverzeichnis<br />
Von Abgabe bis Zuschüsse. Rund 200 Stichworte erleichtern Ihnen die Suche in diesem Handbuch.<br />
A<br />
Abgabe 10–15, 89–93<br />
Abgabenbelastung 91<br />
Abschreibung 90<br />
Adressenverlag 62, 63<br />
Ambient Meter (AM) 110, 137<br />
Ankündigungsunternehmen 13, 61, 64<br />
Anmeldung 7–11, 34<br />
Apps 74–77<br />
Art Buyer 68<br />
Art Director 53, 64, 66–68, 115<br />
Augmented Reality 77<br />
Ausbildung 14, 23–35, 38<br />
Austrian Internet Monitor (AIM) 73, 75, 137<br />
B<br />
Bemessungsgrundlage 89, 90, 91, 93<br />
Beratung 7, 10–26,<br />
47, 49, 54–60<br />
Beschwerden 59<br />
Betriebsausgaben 90<br />
Betriebsmittelbedarf 9<br />
Bewegtbild 74, 85<br />
Bildungsfreibetrag 90, 91<br />
Bildungsprämie 90, 91<br />
Blog 54, 80, 145<br />
Brand Manager 69<br />
Briefing 45, 60, 65, 70, 71<br />
Buchhaltung 45<br />
Businessplan 47–49, 92<br />
156<br />
C<br />
CAWI-Print 137<br />
Client Service Director 66<br />
Controller 55, 66, 68<br />
Corporate Design (CD) 60, 116, 126, 146<br />
Corporate Identity (CI) 146<br />
Creative Director (CD) 52, 53, 66–68, 119<br />
Crossmedia 74, 119<br />
Customer Relationship Manager 69<br />
D<br />
Datenschutz 93, 97<br />
Dialogmarketing 117, 119, 124<br />
Digital 33, 34, 42, 56, 68, 72–74, 79–84,<br />
95, 96, 116–118, 126–128, 136, 141–152<br />
Direct Mailing 62, 122<br />
Direct Marketing (DM) 54, 97, 112, 116,<br />
117, 124, 126, 140<br />
Direktwerbung 62<br />
E<br />
Eigenkapital 9–11, 92<br />
Ein-Personen-Unternehmen (EPU) 45<br />
Einkommensteuer 47, 87<br />
Erhebungstechniken 63<br />
Etat Director 66<br />
Ethik 59<br />
Event-Agentur 64<br />
Event-Marketing 54, 56, 64, 90<br />
Event-Management 64
F<br />
Fachhochschule 18–34, 38, 130<br />
Fachkongresse 133, 135, 136<br />
Fachpresse 46, 47, 134, 135<br />
Fernsehen 67, 89, 93–96, 107<br />
122 ,138, 139, 147, 149<br />
FFF Producer 67<br />
Finanzierung 7–11, 48, 87, 89, 92, 95<br />
Focus Werbebilanz 137<br />
Förderungen 7–11, 35, 38, 39, 50–54, 73-79<br />
82, 92, 95, 96, 137<br />
Frauen 59, 95, 100, 105, 106, 119, 123<br />
Fremdkapital 9<br />
Full-Service-Werbeagentur 60<br />
G<br />
Gesundheit 40, 59, 65, 150<br />
Gewalt 59<br />
Gewista Außenwerbe-Media-Analyse<br />
(GAMA) 136<br />
Grafiker 45, 52, 53, 66, 67<br />
Gratispräsentationen 49, 50<br />
Gruppenbesteuerung 87<br />
Gewerbeberechtigung 7<br />
H<br />
Haftung 7–11, 61, 87, 93<br />
Hörfunk 89, 93, 96, 108, 109, 112, 122, 147<br />
HTML5 52, 74, 76, 77<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
I<br />
Impact 79, 126, 131, 133,<br />
135, 138, 148<br />
Investition 7–11, 47, 76, 90–92,<br />
117, 124, 153<br />
Infoscreen 110, 111, 130, 137<br />
K<br />
Kammerumlagen 89<br />
Kapital 8–11, 48, 54, 55,<br />
87, 88, 91, 92, 153<br />
Kapitalgesellschaften 8, 87, 88, 91<br />
Kennzeichnungsgebot 96<br />
Kinder 59, 85<br />
Körperschaftsteuer 87, 88<br />
Kommunikationsziele 70<br />
Konsumentenschutz 93, 97<br />
Kontakter 66, 68, 133<br />
Kostenplan 69, 71<br />
Kreation 50–54, 59, 69<br />
Kredite 9–11, 17, 47, 92<br />
L<br />
Lehrgang 18–29, 34, 35, 38, 91, 130<br />
Leistung 63, 70, 88, 89, 120<br />
Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) 138<br />
157
M<br />
Marke 40, 46, 52, 55, 69, 71,<br />
82, 83, 95, 94, 113, 135, 147<br />
Markenschutz 93, 94, 95<br />
Marketingleiter 69<br />
Marktforschung 38, 63, 65, 67, 76,<br />
128, 137, 138, 148, 152<br />
Marktstudien 133, 137<br />
Media-Analyse (MA) 57, 99, 100,<br />
104–106, 110, 138, 150, 155<br />
Medienaufsicht 95<br />
Media Buyer 67<br />
Mediaplaner 66, 150<br />
Mediengesetz 87, 89, 93, 95, 97<br />
Mediennutzung 136–138<br />
Meinungsforschung 63<br />
Mentoring 42, 43<br />
Mitbewerber 46–49, 93, 145, 152<br />
Mobile Marketing 74, 77, 84, 136<br />
Mobile <strong>Werbung</strong> 74, 137<br />
Mogelpackung 93<br />
Multimedia-Agentur 64, 65<br />
N<br />
Networking 42, 46<br />
Netzwerke 38–40, 66, 74, 79, 82,<br />
148, 153, 154<br />
Neugründung 7–10, 46<br />
Nielsen Handelspanel 138<br />
O<br />
Online Anzeigenmonitor 138<br />
Onlinewerbung 120, 121<br />
ORF-Gesetz 95<br />
Österreichische Auflagenkontrolle<br />
(ÖAK) 50, 56, 104, 105, 138<br />
158<br />
Österreichische Verbraucheranalyse<br />
(ÖVA) 138<br />
Österreichische Webanalyse (ÖWA) 57<br />
Österreichischer Rundfunk (ORF) 95, 96, 99,<br />
100, 137, 139<br />
Österreichischer Werberat 57<br />
Outsourcing 46<br />
P<br />
Personalkosten 9, 148<br />
Personengesellschaften 8, 87, 88<br />
Plakat Impact Test (PIT) 138<br />
Positionierung 45, 54, 55, 67, 69, 70, 155<br />
Postwurfsendungen 62<br />
PR-Budget 62<br />
Prämien 90, 91<br />
Print Producer 67, 68<br />
Product Placement 152<br />
Public Relations 54, 62, 130<br />
Public-Relations-Berater 62<br />
Q<br />
Qualifikationen 30<br />
Qualität 27, 35, 62, 66,<br />
69, 81, 116, 119, 130<br />
R<br />
Radiotest 100–102, 108, 109, 139<br />
Re-Briefing 60, 65, 71<br />
Rechtsdatenbanken 97<br />
Regioprint 100, 139<br />
Repräsentationsaufwand 90<br />
Restriktionen 71<br />
Rücktrittsrecht 97
S<br />
Schadenersatz 93, 95, 97<br />
Selbstbeschränkungskodex 59<br />
Selbstständigkeit 7–11, 45, 46<br />
Smartphone 52, 73, 74, 77<br />
Social Media Marketing 84, 85, 142, 143, 153<br />
Social Media 34, 39, 42, 49, 52,<br />
54, 72–76, 79–85<br />
Soziale Netzwerke 82<br />
Sozialforschung 63<br />
Sponsoring-Agentur 65<br />
Statusanalyse 70<br />
Steuern 47<br />
Steuerplanung 87<br />
Strategic Planner 67<br />
Suchmaschinen-Marketing 76, 84<br />
SWOT-Analyse 48<br />
T<br />
Tablet 52, 73, 77, 78<br />
Targeting 76, 77, 81, 84, 154<br />
Teletest 100, 107, 139<br />
Tonalität 71<br />
Trends 42, 52, 53, 66 ,67, 84<br />
U<br />
Umsatzsteuer 88, 89<br />
Umwelt 59, 65<br />
Unique Selling Proposition (USP) 49, 53, 155<br />
Universität 23–34, 120<br />
Urheberrechtsgesetz 94<br />
Usability 74, 78<br />
V<br />
Verlustausgleich 87<br />
Verträge 97<br />
Vervielfältigung 94<br />
Verwertungsrechte 94<br />
HANDBUCH WERBUNG 2011<br />
W<br />
Web-TV 85<br />
Weiterbildung 23–34, 39, 42, 90,<br />
91, 135<br />
Werbe Akademie 29<br />
Werbeabgabe 89, 93<br />
Werbeagentur 35, 50, 53, 60, 63, 67–69,<br />
87, 89, 126<br />
Werbearchitekt 60<br />
Werbeformen 36, 40, 61, 74,<br />
83, 110, 137<br />
Werbegrafik-Designer 60<br />
Werbegrundsätze 59<br />
Werbeleiter 69<br />
Werbemaßnahme 153, 154<br />
Werbemittel 60–63, 75, 98, 99, 104, 111<br />
118, 119, 146, 152<br />
Werbemittelhersteller 64<br />
Werbemittelverteiler 61<br />
Werbepreise 115–132<br />
Werbespots 131, 146<br />
Werbetexter 45, 63<br />
Werbeträger 61, 76, 141<br />
Werbewirkung 54, 60, 61, 65<br />
Werbezeit 145<br />
<strong>Werbung</strong>smittler 60<br />
<strong>Werbung</strong>svertreter 64<br />
Werkschutz 94<br />
Wettbewerb 50, 93, 94, 115–126, 145<br />
Wissenstest 40<br />
Z<br />
Zeichen 93, 94<br />
Zeitplan 70<br />
Zielgruppen 36, 37, 54, 62,<br />
67, 70, 149<br />
Zusammenarbeit 62, 63, 64, 69–75,<br />
77, 97<br />
Zuschüsse 9, 10, 92<br />
159
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Tel +43 (0)2742 802-0, service@np-druck.at, www.np-druck.at<br />
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