klassik - Note 1

note1

klassik - Note 1

Verdiente

Renaissance

Passionsmusiken

von Homilius

Einschmeichelnd

Das Amphion Bläseroktett

spielt Rosetti

Mitteilungen im Oktober Februar 2004 2007

2 •07

... tonangebend

Tastenlöwen

Jos van Immerseel

und Claire Chevallier

brillieren mit Rachmaninoff


Liebe Musikfreunde,

dass wir im Februar mit einer relativ schlanken Ausgabe antreten,

soll nicht heißen, dass wir bereits zu Jahresanfang unser Pulver verschossen

haben. Vielmehr brauchen viele unserer Labels nach dem

hektischen Weihnachtsgeschäft eine kleine Verschnaufpause. Zudem

hat die Vorbereitung der MIDEM Ende Januar gerade bei den kleineren

Labels einiges an personeller Kapazität gebunden. Nichtsdestotrotz

können wir Ihnen aber eine ganze Reihe interessanter Neuheiten

anbieten, von denen hier wie immer nur drei kurz vorgestellt seien:

Es ist in erster Linie ein Verdienst des Labels CARUS, dass dem

Dresdner Kreuzkantor Gottfried August Homilius in den letzten

Jahren eine verdiente Renaissance zuteil wurde. Einen weiteren Impuls

dürften die beiden Passionsmusiken bedeuten, die diesen Monat

vorgelegt werden.

Nicht nur Freunden klassischer Bläsermusik empfehle ich die neue

CD des Amphion Bläseroktetts, denn das Spiel der jungen Musiker

ist ebenso frisch und mitreißend wie die Musik Rosettis.

Mit der Ravel-CD haben Jos van Immerseel und Claire Chevallier

für Aufsehen bzw. Aufhorchen gesorgt. Diesen Monat legen die

beiden nach und bescheren uns einen äußerst hörenswerten Rachmaninoff,

doch diesmal ohne Orchester, denn hier ist auch Jos van

Immerseel als Pianist zu hören.

Weitere Informationen und noch mehr interessante Titel finden

Sie im Heft!

Viel Spaß und Entdeckerfreude wünscht Ihnen Ihr

Bernhard Blattmann

Impressum

Note 1 Musikvertrieb GmbH • Heuauerweg 21 D-69124 Heidelberg

Tel. 0 62 21 / 72 03 51 Fax 72 03 81 info@note-1.de www.note-1.de

Redaktion: Bernhard Blattmann Herstellung: Jakob Text + Bild, Heidelberg

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Marketing: Sandra Kohlheyer kohlheyer@note-1.de Tel. 0 62 21 / 72 03 74

Administration: Renate Sauer sauer@note-1.de Tel. 0 62 21 / 72 03 51

Presse&Repertoire: Bernhard Blattmann blattmann@note-1.de Tel. 0 62 21 / 72 02 67

2

präsentiert

1

CAR

83233

2

ZZT

060901

3

ACC

24167

4

SBT

41391

5

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83211

6

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7

CHR

77286

8

ROP

400910

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COV

40613

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ROP

4023

14

CAR

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15

FUG

520

die TOP 15

des Monats Dezember 2006

Vom Himmel hoch – Weihnachtsmusik

aus der Dresdner Frauenkirche

Kammerchor & Ensemble der Frauenkirche

Dresden / Matthias Grünert

Maurice Ravel: Bolero / Pavane /

Konzert für die linke Hand

Anima Eterna /

Jos van Immerseel

Telemann: Kantaten für Bass

Klaus Mertens/il Gardellino

Wagner: Götterdämmerung

Keilberth/Varnay/Windgassen/+

Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Hebe deine Augen auf (Vol. 7)

Kammerchor Stuttgart /

Frieder Bernius

C.P.E. Bach: Sinfonien für Streicher

Café Zimmermann

Taizé: Christe lux mundi

Bach: h-Moll Messe

Biller/Thomanerchor Leipzig/+

Homilius:Weihnachtskantaten

Kopp/Körnerscher Singverein/+

Sketches of Greece

Stella Doufexis/Bauni

Fischer: Musica Sacra

Ochs/Rastatter Hofkapelle/+

Bach: h-Moll Messe

Bernius/Kammerchor Stuttgart/+

Gerhardt: Die großen Choräle und

geistlichen Lieder

Sander/Biller/Thomanerchor Leipzig/+

Fux: La Grandezza della musica imperiale

Freiburger Barockorchester/

von der Goltz

Telemann: Weihnachtskantaten

Dombrecht/Il Fondamento/+


Homilius: „Ein Lämmlein geht“ - Passionskantate

Mauch/Bartosz/Brutscher/Begemann/Näf/Basler

Madrigalisten/Neue Düsseldorfer Hofmusik

CAR 83262 (R02) 2 SACD

2 Hybrid SACDs, DDD, 2006

Gottfried August Homilius (1714-1785) gehört zu

den Komponisten, bei denen der Ruhm zu Lebzeiten

und der heutige Bekanntheitsgrad in krassem

Missverhältnis zueinander stehen. 1790, noch

wenige Jahre nach seinem Tod, bezeichnete

Gerbers Musiklexikon den Dresdner Kreuzkantor

als den größten deutschen Kirchenkomponisten

überhaupt. Es war wohl die

übertriebene Bach-Verehrung ab der Mitte des

19. Jahrhunderts, die offenbar einen protestantischen

Kirchenmusiker nach Bach nicht ertrug

bzw. die fehlende Anerkennung Bachs zu dessen

Lebzeiten mit der Geringschätzung von Homilius

wieder gut zu machen trachtete. Zwei der Werke, die so zu

Ehren Bachs „geopfert“ wurden, sind die Passions-Cantate und

die Johannespassion (letztere liegt hier zum ersten Mal auf Ton-

Ebenfalls erhältlich:

Homilius: Motetten

Bernius/Kammerchor Stuttgart

CAR 83210 (T01)

DDD, 2004

CARUS

Verdiente Renaissance

3

Homilius: Johannes-Passion

Roederer/Vitzthum/Berndt/Kreile/Dresdner Kreuzchor/Dresdner

Barockorchester/+

CAR 83261 (Q02) 2 CD

2 CDs, DDD, 2006

träger vor). Besonders seine Passionskantate scheint

im 18. und frühen 19. Jahrhundert überaus verbreitet

gewesen zu sein, wie zahlreiche Abschriften

belegen. Die Verbindung von traditioneller

Form und der empfindsamen, frühklassischen

Tonsprache Homilius’ verleiht hingegen der

Johannes-Passion ihren besonderen Wert.

CARUS entreißt die beiden Werke der unverdienten

Vergessenheit und macht uns mit der

Faszination der empfindsamen Kirchenmusik

nach Bach bekannt. Auf dieser Expedition in

die Kirchenmusik nach Bach begleiten uns namhafte

Solisten und Ensembles wie Monika Mauch,

Bogna Bartosz, der Dresdner Kreuzchor mit Homilius’

Amtsnachfolger Roderich Kreile und die Neue Düsseldorfer

Hofmusik.

Homilius: Kantaten

Kreile/Dresdner Kreuzchor/+

CAR 83183 (T01)

DDD, 2004


Fiocco: Pièces de Clavecin (Brüssel 1730/32)

Balbastre : aus Pièces de Clavecin, 1 er Livre (Paris 1759)

Ewald Demeyere, Cembalo

ACC 24176 (R02) · 2 CD, DDD, 2005

Fürstinnen-Freizeit

ACCENT

4

Belgische Pralinen

Im Gegensatz zu belgischen Pralinen erfreuen sich belgische Komponisten hierzulande

nicht unbedingt einer breiten Popularität, was keinesfalls an der Qualität der

Musik liegt. ACCENT macht uns diesen Monat mit einem belgischen Komponisten

des 18. Jahrhunderts bekannt: Joseph Héctor Fiocco (1703-1741) ist der bekannteste

Spross einer belgischen Musikerfamilie, deren Anfänge in Venedig liegen. Seine Ende

1730 Anfang 1731 in Brüssel veröffentlichten Pièces de Clavecin erfreuten sich ob ihrer

musikalischen Qualitäten selbst in Paris großer Beliebtheit und wurden dort auch nach

seinem Tod noch nachgedruckt. Ewald Demeyere hat diese Sammlung eingespielt, die

trotz ihrer Qualität die einzige im Druck veröffentlichte Musik Fioccos blieb.

HR-MUSIK.DE

Das Lautenbuch der Elisabeth von Hessen (1596-1625) enthält Lautenstücke und

Solomadrigale, die die älteste Tochter von Landgraf Moritz „dem Gelehrten“ Anfang

des 17. Jahrhunderts gesammelt hat. Die anlässlich des 425-jährigen Jubiläums der

Kasseler Universitätsbibliothek im Faksimile veröffentlichte Handschrift stellt eine

bedeutende Quelle der Lautenmusik um 1600 dar und spiegelt zugleich den europäi-

schen Rang der Musikpflege in der Residenz Hessen-Kassel wider. Eine Auswahl der

schönsten Stücke der Sammlung

stellen Klaus Mertens und Lautenvirtuose

Joachim Held auf

dieser CD in Ersteinspielungen

vor.

Martini: Magnificat/Te Deum/Introitus/Concerti/Utz/

Düchtel/Ensemble Cantissimi/L’arpa festante

AM 1408 (T01) · DDD, 2006

Chi mi sente cantar – Das Lautenbuch der Elisabeth von Hessen

Werke von Schimmelpfennig/Caccini/Di Foggia/

Moritz von Hessen/+

Mertens/Held

HRMK03506 (R01) · DDD, 2005

ARS MUSICI

Ehrenrettung

Wie Johann Mattheson, so leidet auch Padre Giovanni Battista Martini (1706-

1784) unter dem Phänomen, dass seine Bedeutung als Musiktheoretiker und väterlicher

Lehrer berühmter Musikerpersönlichkeiten (darunter Johann Christian Bach

und Wolfgang Amadé Mozart) zwar unumstritten ist, sein kompositorisches Schaffen

dagegen vollkommen vernachlässigt wird. Als „Maestro di capella“ an seinem Konvent

St. Francesco in Bologna gehörte das Komponieren von Musik jedoch zu seinen

regulären Amtspflichten. Dass Martinis Kompositionen auch heute von Interesse sind,

belegen die Werke dieser CD auf beeindruckende Weise. L’arpa festante und das En-

semble Cantissimi geben uns einen Einblick sowohl in das vokale wie auch in das

instrumentale Schaffen Martinis, zeigen aber auch, auf welch hohem Niveau sich das

Musikleben eines Klosters im 18. Jahrhundert bewegen konnte – zumindest wenn der

bedeutendste Musiktheoretiker der Zeit den Posten des Kapellmeisters inne hatte…


Charme und Esprit

Ähnlich wie sein Zeitgenosse Joseph Martin Kraus erhielt

auch Antonio Rosetti (ca.1750-1792) in den letzten Jahren seine

verdiente Renaissance auf Tonträgern. Zu seinen Aufgaben als

Kapellmeister am Hof des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-

Wallerstein gehörte auch die Komposition der so genannten

Harmoniemusik. In diesem Bereich hat Rosetti eine stattliche

Anzahl an ausgesprochen reizvollen Bläserwerken geschrieben.

Verschieden besetzt, erweitern sie die reguläre Oktettbesetzung

gelegentlich um zwei Flöten, wodurch ein fast orchestraler

Klang erzielt wird. Das Amphion Bläseroktett ist seit Jahren

ohne Zweifel die erste Adresse bei Harmoniemusik auf historischen

Instrumenten und so vermittelt ihre Einspielung auch

sehr schön den Charme und Esprit der Musik Rosettis.

Ebenfalls erhältlich:

Triebensee: Musik für Bläseroktett

PC 10125 (T01)

DDD, 2000

„Die preisgekrönten

jungen Bläser überzeugen

im Zusammenspiel

ebenso wie mit feinen

solistischen Figurationen;

ihr zupackendes Spiel

begeistert.“

FONO FORUM 1/2002

PAN CLASSICS

Krommer: Musik für Bläseroktett

PC 10142 (T01)

DDD, 2001

„Eine feine Visitenkarte für

Harmoniemusik auf alten

Instrumenten!“

CONCERTO 10/2003

5

Amphion Bläseroktett

klassik

Rosetti: Harmoniemusiken

Partiten Murray B 2*, 13, 18*, 21*

Amphion Bläseroktett/Semerádova/Braná/Schaller

PC 10194 (T01) · DDD, 2006

* Weltersteinspielungen

Mozart: Serenaden KV 375 und 388/+

PC 10179 (T01)

DDD, 2005

„Das Resultat ist ein

herrlich warmer, runder,

ausgewogener und

transparenter Bläser- und

Ensembleklang sowie

ein spritziger, ungemein

federnder Mozart.“

PARTITUREN NR. 2/2005


ALPHA

Mittelalterliche Volkspassion

Der Wechsel zum ersten Jahrtausend wurde von den Menschen der Zeit nicht mit

Furcht vor einem drohenden Weltuntergang betrachtet, sondern war vielmehr mit

der Hoffnung auf eine Erneuerung der Welt verbunden, als ein Versprechen für einen

neuen Frühling. In diesem Zusammenhang wurde die Passion Christi als Wieder-

auferstehung der Kirche begriffen, was letztendlich zu einer großen Reform führte.

Vor diesem Hintergrund erhält die von

Brice Duisit im Sprechgesang vorgetragene

mittelalterliche Lyrik erst ihre

volle Bedeutung als Volkspassion.

Pachelbel: Arien & Geistliche Konzerte

Kirkby/Wessel/Kobow/Mertens/London Baroque

CCD 332 (P01)

DDD, 2006

La Passion de Clermont

Brice Duisit, Stimme und Fidel

ALP 520 (T01)

DDD, 2005

CAVALLI RECORDS

6

Spanisches Neapel

Der Spanier Diego Ortiz (um 1510-1570) wirkte von 1555 bis

zu seinem Tod als Kapellmeister der spanischen Vizekönige in

Neapel. Seine beiden einzigen Publikationen sind das bekannte

Gambenlehrbuch Tratado de Glosas von 1553 und eine bedeutende

nach dem Kirchenjahr zusammengestellte Sammlung

geistlicher Vokalmusik. Eine Auswahl dieser polyphonen Meisterwerke

haben Marco Mencoboni und das Ensemble Cantar

Lontano zu einer Marienvesper zusammengestellt. Die Werke

weisen viele spanische Charakteristika auf, besonders in der Verwendung

gregorianischer Melodien.

Ortiz: Ad vesperas

Mencoboni/Cantar Lontano

ALP 108 (U01)

Hybrid-SACD, DDD, 2005

Plädoyer für Pachelbel

Die Musikwissenschaft stellt Johann Pachelbel (1663-1706) heute in eine Reihe mit

Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach, während die breite Öffentlichkeit ihn

leider nur als Komponisten des berühmten „Kanon“ kennt. Dabei war er wie die beiden

anderen Meister ein herausragender Orgelvirtuose, der mit seinem eigenen Personalstil

Bach entscheidende Impulse in dessen Orgel- und Vokalmusik gab. Eine erlesene Solistenschar

um die „Queen of Early Music“, Emma Kirkby, und das schon legendäre Ensemble

London Baroque bieten uns anhand einiger geistlicher und weltlicher Arien und Konzerte

einen Einblick in das bedeutende aber immer noch weitgehend ignorierte Vokalschaffen

Pachelbels, das hauptsächlich in Erfurt und Nürnberg entstand. Die hier aufgenommenen

Arien erscheinen übrigens 2007 als erster Band der Gesamtausgabe seiner Vokalwerke

beim Verlag Bärenreiter in Kassel.


Brillanz, Spielfreude, Klangfarben

Rachmaninoffs Musik für zwei Klaviere bzw. Klavier zu vier

Händen steht nach wie vor im Schatten seiner Soloklavierwerke

und teilen somit das Schicksal vieler Werke dieses Genres, dem

stets ein wenig der Ruf bedeutungsloser Unterrichtsmusik anhängt.

Diese Gefahr besteht bei einem Komponisten wie Rachmaninoff,

der wie kaum ein anderer um die Möglichkeiten des

Klaviers wusste, natürlich nicht. Eher sind es die technischen

Anforderungen die der Popularität der Werke im Weg stand.

Jos van Immerseel und Claire Chevallier erfreuen nicht nur mit

technischer Brillanz und virtuoser Spielfreude, sondern dank

ihrer Erard Flügel von 1897 und 1905 auch mit einer Fülle an

Klangfarben, die ein moderner Flügel nun einmal nicht bieten

kann.

ZIG ZAG TERRITOIRES

Claire Chevallier und

Jos van Immerseel

7

Rachmaninoff: Suiten Nr. 1 und 2 für zwei Klaviere/

Six morceaux Op. 11 für Klavier zu vier Händen

Immerseel/Chevallier (Piano Erard 1897 und 1905)

ZZT 061105 (T01) · DDD, 2005

klassik

Pressestimme ZZT030903

CD des Monats

„Eine unkoventionelle Einspielung, die nicht nur den bisherigen Zeitrahmen

„Alter Musik“ sprengt: in gewisser Weise wieder einmal eine Revolution, doch eine

der stillen Art. Nachdem der Vortrag der beiden Künstler exorbitant gut gelungen

ist, die beiden Erard-Flügel einen wunderschönen Klang haben und die

Kompositionen mit viel Feingefühl gewählt wurden, folgt man dieser CD mit

Genuss.“

Toccata 7/8 2004

Außerordentlich gelungen

Bach schrieb seine drei Sonaten für Gambe und obligates

Cembalo BWV 1027-1029 zwischen 1717 und 1723 als Hofkapellmeister

in Köthen. Adressaten waren entweder der Hofvirtuose

Christian Ferdinand Abel oder der Gambe spielende Fürst

Leopold von Anhalt-Köthen (sofern er den technischen Anforderungen

der Werke überhaupt gerecht wurde). Der italienische

Gambenvirtuose Guido Balestracci und die unvergleichliche

Blandine Rannou ergänzen ihre Einspielung um eine Transkription

der Orgelsonate BWV 528, die man nur als außerordentlich

gelungen bezeichnen kann, was im Übrigen auch für

die ganze Aufnahme zu gelten hat.

Bach: Sonaten für Viola da gamba und Cembalo

BWV 1027-1029/Triosonate BW 528

Guido Balestracci, Viola da gamba

Blandine Rannou, Cembalo

ZZT 070101 (T01) · DDD, 2006


Beethoven: Kammermusik mit

Klarinette

Trios Op.11 und Op.38/Sonate

Op.18 (bearbeitet für Bassetthorn)

Magistrelli/Bracco/Andriani

BR 100366 (T01)

DDD, 2003

Den italienischen Klarinettisten Luigi Magistrelli darf man

getrost als den „italienischen Klöcker“ bezeichnen. Wie sein

deutscher Kollege Dieter Klöcker hat er sich um die Erschließung

seltenen und vergessenen Klarinettenrepertoires verdient

gemacht. Seine Diskographie bei BAYER RECORDS umfasst

mittlerweile 16 Titel, die allesamt interessante Raritäten des

Klarinettenrepertoires präsentieren. Diesen Monat erscheinen

BAYER RECORDS

Der italienische Klöcker

8

Schumann: Kammermusik mit

Klarinette

Fantasiestücke Op.73/

Märchenerzählungen Op.132/

Drei Romanzen Op.94/

Adagio und Allegro Op.70/+

Magistrelli/De Soldà/Hojo

BR 100375 (T01)

DDD, 2003

gleich drei Veröffentlichungen von denen sich zwei mit Originalkompositionen,

historischen oder modernen Arrangements

von Werken Ludwig van Beethoven und Robert Schumann

beschäftigen. Zu hören sind dabei Beethovens eigene Einrichtung

eines Septetts für Trio oder Raritäten wie die zeitgenössische

Bearbeitung seiner Hornsonate Op. 17 für Bassetthorn

von José Friedlowski (1777-1859).

Operngala im Salon

Im 19. Jahrhundert bedeutete in Italien Musik fast zwangsläufig Oper. Selbst die wenige

Instrumentalmusik bekam nicht selten ihre Impulse aus der Theaterwelt: Ein reiches

Repertoire an Duetten, Trios und anderen Bearbeitungen für kleine Ensembles ersetzte

damals die heutigen Medien und ermöglichte den Genuss der eingängigsten Opernmelodien

und plakativsten Passagen auch im musikalischen Salon. Der künstlerische Eigen-

und Unterhaltungswert dieser Stücke blieb trotz des technischen Fortschritts erhalten und

so bescheren uns Klarinettenschatzgräber Luigi Magistrelli und seine Musiker einen kurzweiligen

italienischen Opernabend.

Ein italienischer Opernabend

Kammermusik und Opernarrangements von Ponchielli, Bellini, Rossini und Verdi

Magistrelli/Solisten der Accademia del Lario

BR 100356 (T01) · DDD, 1991, 1992 & 2002

Bach und…

Hinter dem Titel versteckt sich die Idee von Lajos Lencsés, dem universellen Genius

Bach einen anderen bedeutenden, aber weniger bekannten Zeitgenossen aus derselben

Stadt gegenüberzustellen. Es handelt sich dabei um Adam Falckenhagen (1697-1761), ei-

nen großen Lautenisten und Repräsentanten der Leipziger

Lautentradition. Die beiden hier eingespielten

viersätzigen Concerti für Oboe, Laute und Violoncello

zeigen den Komponisten als Meister, dessen melodische

und harmonische Erfindungsgabe weit über dem damaligen

Durchschnitt liegt.

Bach und…

Werke von J.S. Bach und A. Falckenhagen

Lencsés, Lajos & Leo/Halubeck/Vogt

BR 100362 (T01) · DDD, 2002/2005


Musik aus dem Goldenen Zeitalter

Durch die neuen Kolonien in Amerika herrschte Kaiser Karl

V. (1500-1558) von Spanien aus über ein Reich, in dem die Sonne

nie unterging und folglich auch ständig Musik zu hören war.

Musik spielte stets eine große Rolle im Leben des Monarchen

und seine Hofkapelle galt in jeder Hinsicht als beste ihrer Zeit.

Der Schwerpunkt der vorliegenden CD liegt auf der zeremoniellen

Bläsermusik, die in Spanien mehr als anderswo in Europa

ebenso bei geistlichen wie weltlichen Anlässen erklang. Das Programm

zeichnet anhand der Stücke aber auch den Lebensweg

des Kaisers nach: Von der flämischen Musik seiner Kindheit

bis zu einer anonymen Requiemsequenz aus dem Liber Usualis

aus seinem Todesjahr. Die Capella de la Torre sorgt für die

entsprechend farbige Ausführung der Musik aus dem Goldenen

Zeitalter Spaniens.

COVIELLO

BAYER RECORDS CAVALLI RECORDS

Tiefenrausch

Tiefenrausch -

Werke für Kontrabass

Werke von Beethoven/

Kühnl/Fuchs/Bruch

Triquart/Nakai/Hayashi/

Urban

BR 100360 (T01)

DDD, 2006

Der CD der jungen Kontrabassistin Katrin Triquart stellt

Nabil Shebata, der 1. Solokontrabassist der Berliner Philharmoniker,

ein exzellentes Zeugnis aus: „Ich kann nur hoffen, dass in

Zukunft noch mehr solcher qualitativ hochwertiger Kontrabasseinspielungen

auf dem klassischen CD-Markt erscheinen, womit zu

guter Letzt auch das gesamte solistische Kontrabassspiel in einem

angemessenen Licht dargestellt wird.“ Lassen wir uns also von Katrin

Triquart in Tiefenrausch versetzen…

9

klassik

Musik für Kaiser Karl V.

Werke von Praetorius/Arbeau/de Milan/+

Capella de la Torre

COV 20701 (T01) · DDD, 2006

Arno Raunig singt Kastratenarien

Arien von Stradella, Händel,

Gluck, Hasse, Mozart, Pleyel,

Rossini

Raunig/Angerer/Concilium

musicum Wien

CCD 333 (P01)

DDD, 2006

Näher am Kastratenklang

Der österreichische Sopranist Arno Raunig erfüllt sich mit

dieser CD einen langersehnten Herzenswunsch: Eine Sammlung

seiner Lieblingsarien, begleitet auf Originalinstrumenten

vom Concilium musicum Wien. Die ausgewählten Stücke lassen

sehr gut die Vorzüge seiner einzigartigen Stimme zur Geltung

kommen, die sich klanglich und gesangstechnisch deutlich vom

herkömmlichen Countertenor unterscheidet und sich stärker

dem Klangideal der Kastraten annähern möchte.


CAVALLI RECORDS

RBM IMPROMPTU

10

Harfen-Operntraum

Die Harfenistin Sarah Christ bietet uns einen Querschnitt durch das gängige Opernrepertoire

anhand virtuoser Paraphrasen, Fantasien und Arrangements. Hierbei sind

„Säulenheilige“ der Gattung, die heute die Spielpläne bestimmen, vertreten: Von Mozarts

Figaro über den Belcanto von Bellini bis hin zu Wagners Musikdramen. Die faszinierende

La Passione dell’Opera – Die schönsten Harfenfantasien

der Opernliteratur

Paraphrasen, Fantasien nach Bellini, Wagner, Mozart,

Gounod, Donizetti, Humperdinck und Puccini

Sarah Christ, Harfe

CCD 143 (P01) · DDD, 2006

Auf dem Wasser zu spielen

Barcarolen nennt man Stücke oder Lieder, die sich

an die venezianischen Gondellieder anlehnen. Der wiegende

Rhythmus dieser Stücke ist ideal dazu geeignet,

einmal ganz entspannt die Seele baumeln bzw. „gondeln“

zu lassen. Der Flötist Marcos Fregnani-Martins und sein

Begleiter Georg Schütz nehmen uns mit auf eine Gondelfahrt,

auf der es garantiert keine Kentergefahr gibt.

Mozart: Oboenkonzert KV 314

Strauss: Oboenkonzert Op. 144

Barta/Lombard/Orchestra della

Svizzera Italiana

RBM 463041 (I01)

DDD, 2001/2004

Jugendwerk und Alterswerk

Die beiden Konzerte gehören zu den meistgespielten Oboenkonzerten

der Konzertliteratur. Ein optimistisches, quirliges

Jugendwerk das eine, ein abgeklärtes, melancholisches Alterswerk

das andere. Der ungarische Oboist Miklós Barta und das

Orchestra della Svizzera Italiana unter Alain Lombard vereinen

die beiden scheinbar unvereinbaren Charaktere der beiden

Werke.

La Barcarolle – Barcarollen für Flöte

und Klavier

Werke von Ferté/Tschaikowsky/

Gaubert/Casella/Chopin/Fauré/+

Marcos Fregnani-Martins, Flöte

Georg Schütz, Klavier

CCD 259 (P01) · DDD, 2006

Harfe schafft aus bekannten Opernmelodien

kleine Traumgebilde, die, obgleich

aus flüchtigen Tönen bestehend, sich

doch unwiderruflich ins Gedächtnis einprägen.

Concerti all’italiana

Camerata Vivaldi

Werke Vivaldi/Telemann/

C.P.E. Bach/Boccherini

IM 75019 (D01)

DDD, 2004

Italianità aus Deutschland

Dass Italianità in Solokonzerten beileibe nicht nur eine Sache

der Italiener ist, beweist uns die Camerata Vivaldi anhand

dieser CD. Die Gattungsbeiträge von Telemann und C.P.E.

Bach stehen in puncto Temperament den Werken ihrer italienischen

Zeitgenossen Vivaldi und Boccherini zweifellos in Nichts

nach.


Mitreißend

Die Themen Mut, Freiheit und eheliche Treue regten Beethoven

zu einem der mitreißendsten Meisterwerke des Musiktheaters

an. LSOlive veröffentlicht diesen Monat den Mitschnitt

einer kongenialen konzertanten Aufführung vom Mai 2006. Sir

Colin Davis und das London Symphony Orchestra gelang mit

einer ausgesuchten Sängerriege, darunter Christine Brewer und

John Mac Master, eine Aufführung, die die Londoner Presse

erneut zu euphorischen Superlativen hinriss.

Sir Colin Davis

Pressestimmen des Konzerts

„Die beste Auff ührung, die ich je gehört habe.“

Ropartz: Streichquartette Nr. 4-6

Quatuor Stanislas

TIM 1C1115 (T01)

DDD, 2005/2006

Mail on Sunday

LSO LIVE

TIMPANI

11

klassik

Beethoven: Fidelio

Brewer/Mac Master/Sigmundsson/Matthews/Davis/

LSO/+

LSO 0593 (M02) · 2 Hybrid SACDs, DDD, 2006

„Eine Off enbarung, die den visionären Qualitäten

dieser erstaunlichen Partitur gerecht wird.“

The Guardian

Französische Quartettkunst

Die fast hundert Jahre auf beiden Seiten gepflegte Mär von

der Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich hat

verhindert, dass eine Reihe von sehr guten französischen Komponisten

in Deutschland bekannt wurde. Zu ihnen gehört

Joseph-Guy Ropartz (1864-1955), dessen Wiederentdeckung

eines der Hauptanliegen des französischen Labels TIMPANI

ist. In der zweiten Folge der Gesamteinspielung aller Quartette

mit dem Quatuor Stanislas erscheinen jetzt seine drei letzten

Streichquartette. Kompositionen, die den Meister auf der Höhe

seiner Kunst zeigen.

Pressestimme TIM 1C1099 Streichquartette Nr.2 & 3

„Die Wiederentdeckung der Musik von Joseph-

Guy Ropartz war überfällig. Man darf auf die

angekündigte Fortsetzung der Einspielung aller

Quartette gespannt sein.“

Fono Forum 9/2006


Sunday Evenings mit Pierre Monteux –

Rundfunkaufnahmen aus Kalifornien 1941-1952

Werke von Beethoven/Walton/Mozart/Respighi/+

Monteux/The Standard Symphony Orchestra/+

MACD 1192 (E13)

13 CD, AAD, 1941-1952

Der Mozart-Pianist

MUSIC & ARTS

Artur Schnabel hat sich für die Musik Mozarts unermüdlich eingesetzt

und war schon ein unermüdlicher Anwalt seiner Musik, als

man sie noch technisch und intellektuell als zu einfach abtat. Diese

Box präsentiert die legendären EMI-Aufnahmen Schnabels und einige

seiner besten Konzertmitschnitte mit Werken von Wolfgang Amadé

Mozart. Alles, wie immer bei MUSIC&ARTS, klanglich bestens

restauriert und ausführlich kommentiert.

Artur Schnabel

Sonntagabends mit Pierre Monteux

Music & Arts veröffentlicht diesen Monat eine mehr als repräsentative

Box mit Aufnahmen des französischen Dirigenten Pierre Monteux,

die dieser 1941-1952 für die Sonntagabendkonzerte des Rundfunks

in Kalifornien aufgenommen hat. Für Sammler lassen sich in

dieser umfangreichen Box wahre Trouvaillen finden, die Monteux

sonst nirgends aufgenommen hat. Auffallend ist die Vielzahl an Ou-

12

vertüren und Sinfonischen Dichtungen,

die aus den besonderen Vorgaben der

Sponsoren resultieren. Die Stücke

sollten nämlich möglichst

nicht länger als 20 Minuten

sein….

Pierre Monteux

Artur Schnabel spielt Mozart – Die kompletten EMI-Aufnahmen

Artur Schnabel, Klavier/Verschiedene Orchester und Dirigenten

MACD 1193 (H05)

5 CD, AAD, div. Aufnahmedaten


Schwarzweißporträt

WERGO

Die neue CD des Klavierduo Bugallo-Williams bietet einen

Überblick hinsichtlich Stil, Genre und Chronologie über das Werk

von Igor Strawinsky. Die Werke reichen vom Skandalerfolg Le Sacre

du Printemps (1913), über das neoklassizistische Dumbarton Oaks

Concerto (1938) bis hin zu den seriellen Mouvements (1959) und

zeugen von dem enormen Reichtum und der großen Vielfalt seines

künstlerischen Vermächtnisses. Als Blickwinkel dient hier die

„Schwarzweiß“-Perspektive von Bearbeitungen für Klavier zu vier

Händen bzw. zwei Klaviere, die ausnahmslos vom Komponisten

selbst erstellt wurden.

Strawinsky: Strawinsky in Black and White –

Bearbeitungen für Klavierduo vom Komponisten

Le Sacre du printemps/Drei Stücke für Streichquartett/

Dumbarton Oaks-Concerto/Septet/+

Bugallo-Williams Piano Duo

WER 66832 (T01) · DDD, 2007

ONDINE

13

Experiment

klassik

Die experimentelle Musik von Thomas Stiegler lädt den Hörer ein, sich in ungewohnte

akustische Umgebungen zurechtzufinden. Stieglers Musik zu hören ist, als

käme man in eine fremde Stadt, in der man sich ganz neu orientieren muss. Frühere

Erfahrungen mit anderen Städten können hilfreich sein, reichen aber nicht aus. Das

Wiedererkennen bestimmter Details führt unwillkürlich in das Bemerken von Unterschieden,

was wiederum ein Sicheinlassen erfordert. Gelingt dies, so kann man

sich von der Musik Stieglers berühren lassen. Eine Hilfe dabei ist ohne Zweifel die

Heiterkeit in seiner Musik.

Stiegler: Und. Ging. Außen. Vorüber. – Stücke 1992-2006

sonata facile/Wasserschloss/decage-decade/unisono/Namenlose Gärten/+

Stiegler/Van der Poel/Lieck/Thürmchen Ensemble/Oña/+

WER 65612 (S01) · DDD, 2007

Sinnliches Meisterwerk

Jouni Kaipainen gehört zur selben Generation finnischer Komponisten wie Magnus

Lindberg und Kaija Saariaho und ist wie diese einer der wichtigsten finnischen Komponisten.

Seine dritte Sinfonie (1999-2004) wurde von der finnischen Presse nach der

Uraufführung als Energie geladenes, intensives, virtuoses, ekstatisches und ausgesprochen

sinnliches Meisterwerk gefeiert. Sein Fagottkonzert aus dem Jahre 2005 ist das jüngste

Werk in einem Zyklus von Solokonzerten des Komponisten. Kaipainen gelingt es hier,

mit dem Klischee des Clowns unter den Orchesterinstrumenten aufzuräumen, stattdessen

betont er die virtuosen und ausgesprochen lyrischen Fähigkeiten des Instruments.

Kaipainen: Sinfonie Nr. 3 / Fagottkonzert

Virtanen/Lintu/Tampere Philharmonic Orchestra

ODE 1089 (T01) · DDD, 2006


Konzertkalender 2007

Ort Datum Künstler Programm Label

Aachen (Dom) 24.02. Bosch/Sinfonieorchester Aachen N.N. COVIELLO

Aachen (Eurogress) 21.03. Bosch/Sinfonieorchester Aachen „Die Macht des Schicksals“ COVIELLO

Aachen (Eurogress) 22.03. Bosch/Sinfonieorchester Aachen „Die Macht des Schicksals“ COVIELLO

Berlin (Komische Oper) 04.02. Stella Doufexis Hoffmanns Erz. (Muse/Niklas) COVIELLO

Berlin (Kirche Maria Gnaden) 24.02. Capella de la Torre Musik für Kaiser Karl V. COVIELLO

Berlin (Musikinstrumentenmuseum) 25.02. Capella de la Torre Musik für Kaiser Karl V. COVIELLO

Berlin (Dom) 18.03. Bernius/Kammerchor Stuttgart Bach: Motetten CARUS

Bremen (Die Glocke) 13.02. Eschenbach/NDR-Sinfonieorch. Mozart/Zemlinsky ONDINE

Dortmund (Konzerthaus) 23.02. Eschenbach/Orchestre de Paris Beethoven/Strawinsky ONDINE

Essen (Philharmonie) 24.02. Immerseel/Anima Eterna Mozart ZIG ZAG

Essen (Philharmonie) 24.02. Immerseel/Anima Eterna Mozart ZIG ZAG

Frankfurt/Main (Alte Oper) 02.03. Doufexis/Wolff/Hr-Sinfonieorch. Strawinsky: Pulcinella COVIELLO

Frankfurt/Main (Dom) 16.03. Bernius/Kammerchor Stuttgart Bach: Motetten CARUS

Hamburg (Laeiszhalle) 11.02 Eschenbach/NDR-Sinfonieorch. Mozart/Zemlinsky ONDINE

Hamburg (Laeiszhalle) 12.02. Eschenbach/NDR-Sinfonieorch. Mozart/Zemlinsky ONDINE

Hannover (v. Benningen-Halle) 15.02. Tzimon Barto/NDR-Sinfonieorch. Ravel ONDINE

Hannover (v. Benningen-Halle) 16.02. Tzimon Barto/NDR-Sinfonieorch. Ravel ONDINE

Hannover (Marktkirche) 17.03. Bernius/Kammerchor Stuttgart Bach: Motetten CARUS

Karlsruhe (Brahmssaal) 18.02. Tzimon Barto, Kavier Rameau/Haydn/Chopin/+ ONDINE

Krefeld (Burg Linn) 23.02. Eric Le Sage, Klavier Schumann: Kammermusik ALPHA

Köln (Philharmonie) 03.02. Adams/London Symphony Orch. Adams LSOlive

Köln (Philharmonie) 22.02. Eschenbach/Orchestre de Paris Beethoven/Berlioz ONDINE

Köln (WDR-Sendesaal) 23.02. Festa/Ensemble Daedalus Dowland/Byrd/Holborne ACCENT

Köln (Philharmonie) 25.02. Mustonen/Gürzenich Orchester Haydn/Hindemith/Strauss/+ ONDINE

Köln (Philharmonie) 26.02. Mustonen/Gürzenich Orchester Haydn/Hindemith/Strauss/+ ONDINE

Köln (Philharmonie) 27.02. Mustonen/Gürzenich Orchester Haydn/Hindemith/Strauss/+ ONDINE

Leverkusen 22.02. Eric Le Sage, Klavier Schumann: Kammermusik ALPHA

Magdeburg 04.02. Bob van Asperen Telemann und Bach AEOLUS

München (Gasteig) 26.02. Eschenbach/Orchestre de Paris Mozart/Berlioz ONDINE

Stuttgart(Liederhalle) 17.02. Goltz/Freiburger Barockorch. Pisendel/Fasch/Ristori CARUS

Stuttgart(Liederhalle) 24.02. Eschenbach/Orchestre de Paris Mozart/Berlioz ONDINE

14


Wir

gratulieren

zum

Sieger im Bereich Vokalmusik/Solo

Soile Isokoski, Reijo Kiilunen (Labelchef ONDINE),

Iiris Lehtonen (Marketing ONDINE)

Sieger im Bereich Ersteinspielung

Gregor Willmes (FonoForum), Dr. Johan nes Graulich

(Labelchef CARUS), Julia Ortmann (ARS MUSICA),

Georg Grün

15

Sibelius: Luonnotar/Orchesterlieder

Isokoski/Segerstam/Helsinki Philharmonic Orchestra

ODE 1080-5 (U01) · SACD, DDD, 2005

J. M. Haydn: Requiem B-Dur MH 838

Grün/Kammerchor Saarbrücken/Kammer philharmonie Mannheim

CAR 83353 (U01) · SACD, DDD, 2006


label im portrait

An dieser Stelle möchten wir Ihnen monatlich ein Label aus dem Vertriebsprogramm von Note 1 kurz vorstellen.

Verbunden ist das Portrait mit einem ausgewählten Titel zum attraktiven Sonderpreis.

Der 1972 von Günter Graulich gegründete CARUS-Verlag

dürfte jedem Chorsänger bekannt sein. Im Zentrum des

Interesses stand von Beginn an die Publikation unbekannter

Chorwerke aller Epochen in kritischen Erstausgaben sowie

die Neuveröffentlichung von Werken, die nicht mehr in

zeitgemäßen oder zuverlässigen Ausgaben vorliegen. Heute

Dr. Johannes Graulich

CD-Empfehlung

des Monats

Pressestimmen

Nur diesen

Monat

€ 9,99

*unverbindliche

Preisempfehlung

inkl. MwSt.

„Die Freiburger musizieren mit Spielfreude,

Virtuosität und Entdeckerstolz.

Ein interpretatorischer Volltreff er.“

Interpretatorische Volltreffer

steht CARUS weltweit als ein

Synonym für höchsten Anspruch

und Qualität auf dem

Gebiet geistlicher Chormusik.

Das betrifft nicht nur die zuverlässigen

Noteneditionen,

sondern auch die von CARUS

produzierten CDs. Es war dem

Verlag, der nun vom Sohn Dr.

Johannes Graulich geleitet

wird, ein besonderes Anliegen,

das Verlagsprogramm in exemplarischen

Interpretationen

*

nmz 10/1999

16

durch hochrangige Interpreten und Ensembles vorzulegen.

Die Zusammenarbeit mit erstklassigen Interpreten führte

zu einer hohen Klangkultur, die mit der Verleihung vieler

internationaler Preise honoriert wurde. So erhielt CARUS

allein 2005 gleich vier Mal den begehrten Preis der deutschen

Schallplattenkritik in der Rubrik Chormusik.

Der weltweite Erfolg des Labels führte bald zu einer Erweiterung

des Katalogs, und so findet man mittlerweile

neben Chormusik, die weiterhin den Schwerpunkt bilden

wird, auch barocke Instrumentalwerke, Orgelmusik und

zeitgenössische Musik.

2005 startete man eine intensive Zusammenarbeit mit der

Dresdner Frauenkirche, die sich in regelmäßigen Produktionen

niederschlagen wird. Die Beschäftigung mit dem musikalischen

Erbe Dresdens geht freilich schon weiter zurück,

wie zahlreiche, bemerkenswert erfolgreiche CDs mit Musik

aus Dresden belegen. Ein Titel dieser erfolgreichen Dresden-Serie

ist die CD mit Instrumentalwerken des Dresdner

Konzertmeisters Johann Georg Pisendel (1687-1755).

Pisendel: Dresdner Konzerte

Freiburger Barockorchester

CAR 83301 (T01)

DDD, 1998

„Die phantastischen Konzerte Pisendels

erfahren hier eine qualitativ sehr

hochstehende Wiedergabe.“

Concerto 2/2000

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