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DIE WIRTSCHAFT April 2015

DIE WIRTSCHAFT April

Branchen &Betriebe: Armacell und der Klimaschutz Seite 9/10 Ausgabe 2/15 Geld &Geschäft: Für Aktien ist es nie zu spät Seite 17 Münster |Münsterland www.die-wirtschaft-muensterland.de Leben &Wissen: Der Weg zum gesunden Unternehmen Seite 25/26 DIE WIRTSCHAFT Preis: 2,00 Euro Ohne Breitband gehen Zukunftspläne baden Um ganz Deutschland bis 2018 ans schnelle Internet anzuschließen, müssten eigentlich 20 Milliarden Euro investiert werden. Das Münsterland ist mehr und mehr auf die eigene Kreativität angewiesen. Es sind Geschichten wie die aus Metelen, Gescher oder Heek,die man in Düsseldorf gerne erzählt: Wie diese Gemeindenihr Schicksal selbst in die Hand genommen und um den Anschluss an die digitale Entwicklung gekämpft haben. Inzwischen ist dort für die meisten Haushalte der komfortable Zugang zum schnellen Internet über Glasfaserkabel keine Zukunftsmusik mehr. Entscheider und Bürgerhaben hier nämlich nicht auf Bund oder Land gewartet, sondern sie haben sich Partner gesucht. „Wir möchten, dass wir die am besten versorgteländliche Region sind“, formuliert Engelbert Rauen, Vorsitzender des Regionalrats und Bürgermeister in Metelen, die Maßgabe. So klingen Erfolgsgeschichten, und die sind willkommen in der Landeshauptstadt, wo Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum Jahresauftakt den digitalen Aufb ruch in den Mittelpunkt gestellt hat. Das zentrale Werkzeug für die beschworene Industrie 4.0 ist eine ausreichende Breitbandversorgung. Fortsetzung auf Seite 2/3 OFFEN GESAGT Radikal schnell Dort, wo man an der vernetzten Welt von morgen arbeitet, das alles umfassende „Internet der Dinge“ vordenkt, wird man auf das Münsterland kaum warten. Die Änderungen erfolgen im Vergleich zu vergangenen Entwicklungsschritten in der digitalen Welt inzwischen rasend schnell und sind längst von einer ungemeinen Radikalität. Geschäftsmodelle, die lange funktioniert und bisher Stürme der Zeit überstanden haben, werden von Hochleistungsmaschinen, die unablässig miteinander kommunizieren und dazulernen, geradezu weggefegt. Wer nicht mitkommt, ist draußen. Eine Zukunftsvision, die durchaus Realität werden könnte. Industrie 4.0 –das Projekt der Bundesregierung aus der Hightech-Welt hat die „intelligente Fabrik“ zum Ziel. Sie soll mehr denn je wandlungsfähig sein, Ressourcen höchst effizient nutzen, Kunden und Partner in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse einbinden. Doch ohne breitbandige Internetanbindungen wird das nicht gehen. Der Zugang zur Datenautobahn ist –sosagen unisono Fachleute –existenzsichernd. Fehlt es auf diesem Feld an der Infrastruktur, wird das Wirtschaftswachstum empfindlich gebremst. Das Münsterland ist wachsam geworden, kämpft immer energischer um den Anschluss. Wohlwissend, dass man sich aus einer digitalen Wüste heraus nicht behaupten kann. Die Arbeitswelt von heute hat längst einen digitalen Kern, ohne den Weiterentwicklungen kaum noch vorstellbar erscheinen. Vom Markt- und Kundenverhalten ganz zu schweigen. Dies alles sollte Grund genug sein, das Münsterland beim Thema Breitband dauerhaft und weit nach vorne zu bringen. wk Wirtschaft ist in Topform Experten fordern neben Schuldenabbau jetzt auch niedrigere Steuern für Arbeitnehmer Die deutsche Wirtschaft ist aktuell in Topform: Trotz weltweiter Risiken sagen die führenden Konjunkturforscher für 2015 und 2016 einen kräftigen Aufschwung voraus. Der niedrige Ölpreis lässt den Deutschen mehr Geld für den Konsum, der niedrige Euro schiebt die Exporte an“, sagte der Konjunkturchef des Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, jetzt bei der Vorstellung des neuen Frühjahrsgutachtens in Berlin. Die Institute, die im Herbst noch düster in die Zukunft geschaut hatten, hoben 4 198869 002009 2 0 0 1 8 ihre Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr von1,2 auf 2,1 Prozent deutlich an. Weil der Staat bis 2016 voraussichtlich über 50 Milliarden Euro an Überschüssen erwirtschaftet, fordern die Experten neben dem Schuldenabbau nunmehr auch Steuersenkungen für Arbeitnehmer. Im nächsten Jahr soll die deutsche Wirtschaftsleistung den Prognosen zufolge um 1,8 Prozent anziehen. Womöglich ist sogar noch weit mehr drin, weil der Absturz der Ölpreise und die Geldschwemme der Notenbanken die Konjunktur stärker als zunächst kalkuliert befeuern könnten. Laut den Forschern gibt es ausnahmsweise einmal ein „Aufwärtsrisiko“ –obwohl umgekehrt der Russland-Ukraine-Konflikt, die Nahost-Lage oder das griechische Schuldendrama die Stimmung rasch wieder eintrüben könnten. Um die Kaufkraft der Verbraucher weiter zu stärken, wünschen sich die Institute eine rasche Reform der Lohn- und Einkommensteuer. Der Arbeitsmarkt eilt weiter von Rekord zu Rekord –obwohl der vonSchwarz-Rot zum Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde nach Ansicht der Institutebis zu 220 000 Minijobs vernichten könnte, besonders in Ostdeutschland. Die Arbeitslosenquote soll laut dem Gutachten von 6,7 Prozent (2014) auf 6,3 Prozent und 2016 dann auf 5,9 Prozent sinken. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein. Der Ifo-Index stieg im April zum sechsten Mal in Folge und verbesserte sich von 107,9auf 108,6 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilte. Vorallem ihreLagebeurteilten die Firmen erneut besser. Die Energie zum Wohlfühlen. » Heizen mit Holzpellets » Klima schonen » Kosten sparen Erhältlich im handlichen 15 kg-Sack oder als lose Ware Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH ·Industrieweg 110 ·48155 Münster Tel.: 0251 .682-2389 ·Fax: 0251 .682-2978 pellets@raiffeisen-bio-brennstoffe.de ·www.rpellets.de