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Fachbeitrag

Wohngesundheit: greenline Gipsfaser-Platte neutralisiert Schadstoffe

fermacell packt das Schaf in die Platte

Die fermacell greenline Gipsfaser-Platten binden auf natürliche Weise

Schadstoffe und störende Gerüche aus der Raumluft und wandeln diese

dauerhaft in unschädliche Stoffe um. Verantwortlich für diese luftreinigende

Wirkung ist die beidseitige Beschichtung mit einem speziellen Wirkstoff, der

auch in Schafwolle vorkommt. Zur Verfügung stehen Großformate für den

Profibereich zur Decken- und Wandkonstruktion sowie ein spezielles

Estrich-Element. Für den privaten Endverbraucher wird greenline als Ein-

Mann-Platte angeboten. Kennzeichnungsfreie Zubehörprodukte runden das

Programm ab.

Bei steigenden Umweltbelastungen und einem Arbeitsalltag, der zunehmend

hektisch wird, gewinnen Gesundheit und Wohlbefinden an Bedeutung. Dabei

rücken auch die eigenen vier Wände zunehmend in den Fokus: Die häusliche

Umgebung soll optimale Lebensbedingungen schaffen und jenseits äußerer

Negativfaktoren einen gesunden und behaglichen Wohlfühl-Mikrokosmos bieten.

Einer ökologischen und gesundheitsorientierten Bauweise kommt dabei eine

immer größere Bedeutung zu. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund

zunehmender Allergien nimmt die Nachfrage nach umwelt- und

gesundheitsverträglichen Baustoffen kontinuierlich zu. Dahinter steckt die Absicht,

Schadstoffe zu meiden und Emissionsbelastungen der Innenraumluft zu

minimieren.

Besonders für gesundheitsbewusste Bauherren und Modernisierer hat fermacell

jetzt eine neue Platte entwickelt. Über eine spezielle werkseitige Beschichtung

FERMACELL ® ist eine eingetragene Marke und ein Unternehmen der XELLA-Gruppe.


eduziert und neutralisiert sie gesundheitsschädliche Stoffe oder unangenehme

Gerüche, die in der Raumluft enthalten sind und leistet damit einen aktiven Beitrag

zur Wohngesundheit.

Ohnehin bieten fermacell Gipsfaser-Platten Vorteile in diesem Segment. Sie

werden in einem umweltfreundlichen Verfahren ausschließlich auf der Basis von

natürlichen Materialien (recyceltes Papier, Gips und Wasser) hergestellt, die unter

hohem Druck zu stabilen und geruchsneutralen Bauplatten gepresst werden. Die

Umweltverträglichkeit der von Natur aus emissionsarmen fermacell Gipsfaser-

Platten wurde unter anderem vom Institut für Baubiologie mit dem IBR-Prüfsiegel

sowie vom Kölner eco-Institut bestätigt. Beim Big 5 Gaia Award 2008 in Dubai hat

fermacell Silber für die ökologischen Eigenschaften seiner Produkte gewonnen.

Zusätzlich zur hohen Umweltverträglichkeit haben die klimaregulierenden

Eigenschaften von fermacell Gipsfaser-Platten positive Auswirkungen auf das

Wohlbefinden des Menschen und seine Umgebung.

Mit fermacell greenline hat der Marktführer im Segment Gipsfaser-Platten die

ökologischen Qualitäten seiner Produkte konsequent weiterentwickelt. Die

beidseitig mit einem Wirkstoff auf Keratinbasis beschichtete Platte nimmt in einem

natürlichen Prozess Schadstoffe und Emissionen aus der Raumluft auf und

wandelt diese dauerhaft in unschädliche Stoffe um. Dabei geht es besonders um

gängige Innenraum-Schadstoffe wie Formaldehyd (der Trivialname für die giftige

chemische Verbindung Methanal, dem einfachsten Aldehyd). Formaldehyd ist eine

außerordentlich vielfältig einsetzbare Chemikalie, die in einer Fülle von Produkten

des alltäglichen Gebrauchs enthalten ist, wie z. B. in verleimten Produkten aus

Holzwerkstoffen oder in der Konstruktion älterer Häuser. Die Substanz ruft

besonders in hohen Konzentrationen schwere gesundheitliche Schäden hervor.

Aber auch andere Aldehyde und sogenannte Ketone (Oxidationsprodukte

sekundärer Alkohole, die unter anderem in Lösemitteln, Riechstoffen, Lacken und

Linoleum enthalten sind), können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und

werden von fermacell greenline gebunden.

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Der Wirkmechanismus von fermacell greenline

Die Wirkung beruht auf einem spezifischen Molekulargemisch auf Keratinbasis,

das in Form einer beidseitigen Grundierung der fermacell Platten Anwendung

findet und ideal darauf abgestimmt ist. „Keratin,“ so Frank Bode, der als

Produktmanager entscheidend an der Entwicklung beteiligt war, „ist ein wichtiger

Bestandteil der Schafwolle. Aus langjährigen Erfahrungen mit Schafwoll-

Produkten im Baubereich wissen wir von der positiven und lang anhaltenden

Wirkung.“

Das Wirkprinzip ist sehr einfach: Im ersten Schritt lagern sich Schadstoffmoleküle

wie Aldehyde und Ketone an der Oberfläche lose an (Physisorption, reversibel),

um dann – auch durch Oberbeläge hindurch – in tiefere Schichten einzudringen

(Diffusion), wo sie dauerhaft chemisch gebunden und umgewandelt werden

(Chemisorption, irreversibel), so dass sie anschließend nicht wieder an die

Raumluft abgegeben werden können. Da die Schadstoffe dauerhaft abgebaut

werden, sind fermacell greenline Gipsfaser-Platten im Rahmen der Durchführung

späterer Umbaumaßnahmen als absolut unbedenklicher Baustoff zu betrachten.

Frank Bode erklärt das Wirkprinzip plakativ: „Eine Herde Kaninchen wird in ein

Brombeergebüsch (Gipsfaser-Platte) mit umliegender Wiese (Raumluft) gejagt.

Die Kaninchen bleiben im Gebüsch zwar an den Dornen hängen, können sich

aber befreien und hoppeln nach einiger Zeit wieder aus dem Gebüsch heraus

(Physisorption, reversibel). Wenn aber im Brombeergebüsch Fallen aufgestellt

werden (Molekulargemisch auf Keratinbasis), werden die Kaninchen darin

gefangen, so dass sie sich nicht mehr befreien können (Chemisorption

irreversibel). Neue Kaninchen, die ins Gebüsch hoppeln, werden ebenfalls

gefangen. Im Ergebnis sind weniger Kaninchen auf der Wiese (Raumluft) als

vorher.“

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Umfangreiche Labor-Tests

fermacell hat den Wirkmechanismus von greenline im Rahmen von umfangreichen

Testserien beim eco-Institut in Köln geprüft. Um festzustellen, ob die Schadstoffe

tatsächlich gebunden werden, wurden dabei die Platten in einer Prüfkammer

zunächst kontaminierter Raumluft ausgesetzt. Die Schadstoff-Konzentration wurde

anschließend in definierten Abständen von einer Stunde, vier Stunden, 24

Stunden und 48 Stunden gemessen. „Die Messergebnisse zeigten,“ berichtet

Frank Bode, „dass die Schadstoffkonzentration in der Luft sehr schnell sank. Wir

wissen aus diesen Versuchsreihen, dass ein großer Teil der Schadstoffe bereits

innerhalb der ersten vier Stunden gebunden wird.“

Im nächsten Schritt galt es, festzustellen, ob die Schadstoffe tatsächlich dauerhaft

in der Platte gebunden waren. In der zweiten Versuchsserie wurden die Platten

deshalb in der Prüfkammer großer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und einem hohen

Luftwechsel ausgesetzt. Bei Luft-Messungen in Abständen von einer Stunde, vier

Stunden, 24 Stunden und 56 Stunden, konnte dabei keine messbare

Schadstofferhöhung in der Raumluft nachgewiesen werden. „Das bewies uns,“ so

Frank Bode, „dass die Schadstoffe dauerhaft in der Platte gebunden waren.“ Ein

zweites, unabhängiges Testlabor hat Gegenproben durchgeführt und die

Ergebnisse bestätigt.

Lang anhaltende Wirkung

Ein im Labor künstlich eingeleiteter Alterungsprozess zeigte außerdem, dass die

luftreinigende Wirkung von greenline über einen Zeitraum von mehreren Jahren

hinweg aktiv ist. Allerdings ist die Dauer der Wirkung von der

Schadstoffkonzentration im Raum abhängig. „Bei stark kontaminierten Räumen,“

erklärt Frank Bode, „ist die Wirkung über einen geringeren Zeitraum hinweg aktiv

als bei gering oder normal belasteten Räumen.“

Dabei steht die Wirkdauer in direktem Verhältnis zur verarbeiteten Menge von

fermacell greenline. „In diesen Fall gilt,“ so Frank Bode, „mehr hilft mehr. Bei

großen Räumen, in denen nur die Decke mit greenline ausgestattet ist, ist das

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Wirkpotential schneller erschöpft als wenn außerdem noch Boden und Wände

damit beplankt wurden. In keinem Fall aber,“ so betont er ausdrücklich, „muss eine

Komplett-Renovierung erfolgen, sobald die Platte nicht mehr aktiv ist. Es bleibt

eine ganz normale Fermacell Platte zurück.“

Oberbeläge

Die reinigende Kraft von fermacell greenline ist auch unter Oberbelägen aktiv.

Dabei begünstigen diffusionsoffene Oberbeläge wie z. B. Dispersionsfarben,

Raufasertapeten oder eine hochwertige Verspachtelung der

Trockenbaukonstruktion mit anschließendem diffusionsoffenem Anstrich oder

fermacell Rollputz eine schnelle Schadstoffaufnahme. Tests im Labor haben aber

gezeigt, dass die spezifische Wirkung von greenline auch unter normalen

Anstrichen – wenn auch verlangsamt – eintritt. „Grundsätzlich kann man sagen,“

so Frank Bode, „je höher die Diffusionsoffenheit des Oberbelags ist, um so

schneller die Wirkung. Auch für den Fußboden-Bereich gilt: Teppiche sind besser

als ein PVC-Oberbelag.“

Produktpalette

Mit einer breiten Produktpalette und unterschiedlichen Systemlösungen für Boden

Wand und Decke bietet fermacell mit greenline ein Produkt an, das den

Bedürfnissen des privaten Endverbrauchers wie auch den Anforderungen im

Profibereich gleichermaßen entspricht. Speziell für den Profibereich stehen

Großformate (12,5 x 1250 x 3000 mm) für Decken- und Wandkonstruktionen zur

Verfügung, die wie herkömmliche Gipsfaser-Platten als Bau, Feuerschutz- und

Feuchtraumplatte eingesetzt werden können und die ein Höchstmaß an Stabilität,

Brandschutz, Schall- und Wärmedämmung bieten.

Für den Bodenbereich ist das Estrich-Element HF 30 mm verfügbar. Es besteht

aus einer doppelten Lage von 2 x 10 mm greenline sowie einer 10 mm-dicken

Holzfaser-Kaschierung. Es ist geeignet für den Einsatz in den

Anwendungsbereichen 1, 2, 3 und mit einer zulässigen Punktlast von bis zu

3,0 kN belastbar.

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Für Selbermacher steht die Ein-Mann-Platte zur Verfügung. Sie ist mit einem

Format von 1,50 x 1,00 m leicht zu transportieren, gut zu verarbeiten und kann

besonders für Wände, Decken und den Dachgeschossausbau eingesetzt werden.

Kennzeichnungsfreie Zubehörprodukte wie fermacell Estrich-Kleber greenline und

fermacell Fugenkleber greenline runden das Programm ab.

Die Verarbeitung erfolgt wie gewohnt: Die Platten können wie herkömmliche

Gipsfaser-Platten ohne Spezialwerkzeuge durch Ritzen, Brechen, Sägen, Fräsen

oder Bohren bearbeitet werden. Die Befestigung wird mittels Schrauben oder

Klammern auf einer Unterkonstruktion aus Holz oder Metall durchgeführt. Das

Verfugen erfolgt durch Verkleben oder Verspachteln.

Einsatzspektrum

Eingesetzt werden kann fermacell greenline beim Neubau von Häusern ebenso

wie bei der Modernisierung und Renovierung von Wohnungen. Dabei ist der

Einsatzbereich nicht auf das private Wohnumfeld begrenzt. Speziell in Büros,

werden Schadstoffe nicht nur durch Möbel und Teppiche oder über Baustoffe an

die Raumluft abgegeben, sondern kommen auch aus Computern, Druckern und

Kopierern oder aus der Klimaanlage. Ein großflächiger Einsatz von greenline bei

Ausbau und Modernisierung kann hier zu einem gesunden Arbeitsklima beitragen,

das krankheitsbedingte Ausfälle reduziert.

Ähnliches gilt für öffentliche Gebäude. Speziell ältere Schulen und Kindergärten

aus den 60er- und 70 Jahren sind konstruktionsbedingt häufig mit Schadstoffen in

der Raumluft kontaminiert. Durch eine Modernisierung mit greenline kann hier das

Lernklima aktiv verbessert und die Leistungen der Kinder und Schüler positiv

beeinflusst werden. Ebenso in Krankenhäusern: Wenn die Genesung im

Vordergrund steht, sollten schadstoffbedingte Negativeinflüsse aus der Raumluft

möglichst eliminiert werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

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In der Praxis bewährt

Die positiven Laborversuche bestätigen auch Messergebnisse in der Baupraxis.

Als eines der Testobjekte diente ein mit Schadstoffen belasteter Fertighaus-

Bungalow in Holzrahmenbauweise, Baujahr 1970. Über Jahrzehnte erfolgte hier

die Ausgasung von gesundheitsschädlichem Formaldehyd aus den Wand- und

Deckenplatten. Vor der Sanierung des Wohnhauses lag die

Formaldehydkonzentration der Raumluft mit 253 μg/m³ deutlich über dem vom

Umweltbundesamt (UBA) vorgegebenen offiziellen Richtwert von 125 μg/m 3 . Der

von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Maximalwert liegt bei 100

μg/m 3 . Durch die fachgerechte Sanierung des Gebäudes mit fermacell greenline

konnte dieser sogar weit unterschritten werden: es wurden nur noch 52 μg/m³ an

Formaldehydbelastung der Raumluft nachgewiesen, knapp ein Fünftel des

ursprünglichen Messwertes.

Nicht nur hinsichtlich der Lebensqualität, auch hinsichtlich der Kosten rechnet sich

fermacell greenline: Für einen Dachausbau werden rund 120 m² Gipsfaserplatten

benötigt. Dabei kostet nach Herstellerangaben die Ausführung mit greenline nur

210 Euro mehr, als wenn herkömmliche Fermacell Platten eingesetzt werden.

Kontakt für die Redaktion:

Fermacell GmbH

Frau Anja Winterstein – Referentin PR & Kommunikation

Tel.: +49 203 60880-8210, E-Mail: anja.winterstein@xella.com

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Bildmaterial

Quelle: Fermacell GmbH

fermacell greenline ist als Ausbauplatte für

Wand und Decke und als Estrich-Element

für den Boden erhältlich.

Messbar weniger Schadstoffe durch

den Einsatz von fermacell greenline.

In einem natürlichen Prozess werden

Schadstoffe von der beidseitig mit einem

Wirkstoff auf Keratinbasis beschichteten

Gipsfaser-Platte fermacell greenline

aufgenommen und neutralisiert.

Das Wirkprinzip von greenline beruht

auf der natürlichen Eigenschaft von

Schafwoll-Keratin Schadstoffmoleküle

aufzunehmen und in unschädliche Stoffe

umzuwandeln.

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Die Befestigung der greenline Gipsfaser-

Platten erfolgt im Haus der Familie Kaiser

mit Spreizklammern auf den vorhandenen

Spanplatten.

Der fermacell Fugenkleber wird auf die

Kante der befestigten Platte aufgebracht.

Durch die Sanierung mit fermacell

greenline konnte die Formaldehyd-

Belastung des 1970 erbauten Fertighauses

auf einen gesundheitlich unbedenklichen

Wert gesenkt werden.

Mit dem Ergebnis sind auch Daniel und

Antje Kaiser, Besitzer des heute so

attraktiven und wohngesunden

Bungalows, sehr zufrieden. „Die

Messergebnisse haben uns von der

Wirkung von greenline überzeugt. Wir

fühlen uns absolut wohl –

gesundheitliche Bedenken gibt es nicht

mehr.“

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