Wohnungen mit Denkfaktor - StuRa Universität Leipzig

stura.uni.leipzig.de

Wohnungen mit Denkfaktor - StuRa Universität Leipzig

StuRatgebeR

StudentInnenRat

der Universität Leipzig

Infos für ErstIs

2011/12

AuslAndsAufEnthAlt Im studIum


2 StuRatgeber 2011/12

INFOS für ERSTIS

1. Mögliche Studienabschlüsse an der Uni Leipzig ............................................ 4

1.1 Bachelorstudiengänge ............................................................................ 4

1.2 Masterstudiengänge ............................................................................... 5

1.3 Das Leipziger Modell der Lehramtsausbildung ........................................... 7

1.4 Staatsprüfung ......................................................................................... 7

2. Der offizielle Studienstart ............................................................................ 7

3. Die ersten Tage an der Universität................................................................ 9

4. Beratungsinstanzen und AnsprechpartnerInnen ...........................................11

5. Studiengangwechsel, Beurlaubung, Studienplatztausch, Doppelstudium ........14

6. Uni ABC .................................................................................................16

AUSLANDSAUFENTHALT im STUDIUM

1. Teilstudium im Ausland .............................................................................25

1.1 DAAD .................................................................................................25

1.2 Fulbright ..............................................................................................26

1.3 Erasmus ..............................................................................................27

1.4 Universitätsverträge und bilaterale Vereinbarungen ..................................28

1.5 Auslands-BAföG ...................................................................................29

2. Praktikum im Ausland ...............................................................................30

2.1 ERASMUS-Praktikum in Europa ..............................................................30

2.2 Fahrtkostenzuschüsse des DAAD ............................................................31

2.3 DAAD-Kurzstipendien für Praktika ..........................................................31

2.4 AIESEC Praktika weltweit .......................................................................31

StuRatgeber - Infos für Erstis & Auslandsaufenthalt im Studium

1. Auflage, 2000 Exemplare, September 2011

Herausgegeben vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des StudentInnenRates der Universität Leipzig.

Universitätsstraße 1, 04109 Leipzig, roef@stura.uni-leipzig.de, www.stura.uni-leipzig.de

Druck: Druckerei Friedrich Pöge e.K. Leipzig

V.i.S.d.P.: Martin Liborak, Layout: S. Kees, Titelfoto: CC Flickr Yannic Meyer


Infos für Erstis

Herzlich willkommen liebe Erstis,

wir, Eure gewählte studentische Vertretung an der Uni Leipzig, begrüßen

Euch herzlich. Da der Beginn Eures Studiums auch ein Schritt zur Selbstständigkeit

ist, heißt es nun, das Leben selbst in die Hand zu nehmen: Selbst

bestimmen, was gut und wichtig ist! Das ist nicht immer ganz einfach und

kann eineN auch zunächst sehr verunsichern. Vielleicht kommen sich einige

von Euch verloren vor oder verwirrt. Aber das ist normal und Ihr seid

nicht allein, wenn es darum geht, die kleinen und großen Herausforderungen

im Studienalltag zu bewältigen. Wir sind für Euch da und um Euch den

ersten Einstieg zu erleichtern, haben wir diese Broschüre zusammengestellt.

Wichtig dabei ist: Gebt Euch selbst etwas Anlaufzeit, Ihr werdet Euch

schneller an alles gewöhnen, als Ihr es am Anfang für möglich haltet und

vor allem herausfinden, dass es wirklich schön sein kann, zu studieren. Und

wenn es doch einmal hakt, Ihr Anregungen habt, oder Euch selbst an der

Uni engagieren wollt: Kommt vorbei und macht mit!

Einen guten Start wünscht Euch euer

Der StudentInnenRat ist immer für Euch erreichbar:

Referat für Öffentlichkeitsarbeit

studentInnenrat der universität leipzig (stura),

universitätsstr. 1, 04109 leipzig

gf@stura.uni-leipzig.de

tel.: 0341/ 97 37 850

fax: 0341/ 97 37 859

www.stura.uni-leipzig.de

3


4 StuRatgeber 2011/12

1. Mögliche Studienabschlüsse an der Uni Leipzig

Herzlichen Glückwunsch! Da Ihr im Wintersemester 2011/12 das Studium

begonnen habt, gehört Ihr wahrscheinlich nicht zu den Ersten, die

sich in Euren Bachelor- oder Masterstudiengang immatrikulieren konnten

(sofern Ihr nicht Medizin, Pharmazie, Rechtswissenschaft, Veterinärmedizin

oder Zahnmedizin studiert). Ihr seid bereits der sechste Jahrgang in

einigen Fachbereichen dieser „ad hoc-Umstellung“ und es hat sich ein Bewusstsein

um resultierende Problematiken entwickelt, welches Euch auch

zum Vorteil gereichen kann – aber natürlich nicht muss... Wir wollen hier

nicht „schwarz malen“, sondern einfach einen kleinen Überblick über die

Geheimnisse: „Was verbirgt sich hinter Bachelor?“ und „Wie ist das an der

Universität Leipzig organisiert?“ geben.

Zum Wintersemester 2006/07 begann an der Universität Leipzig die

endgültige Umsetzung des Großprojektes, das unter dem Schlagwort

„Bologna-Prozess“ begann und mit der Einführung (nicht-)konsekutiver

Bachelor- und Masterstudiengänge endete. Von der großen Idee zur

Schaffung „eines europäischen Hochschulraumes“ blieben bisweilen nur

die Einführung des European Credit Transfer System (ECTS), welches zur

Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen führen soll und

an der Universität Leipzig mit Leistungspunkten gezählt wird, weiterhin die

Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie der Akkreditierungsprozess,

welcher die Qualität [sic!] der Umstellung gewährleisten soll.

Soweit erscheint die Idee des „europäischen Hochschulraumes“ doch

recht nett, aber wie immer weichen Theorie und Praxis voneinander ab.

Also herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit mit der Universität Leipzig,

denn es sollte nicht verschwiegen werden, dass die stark voneinander abweichenden

Formalien der Hochschulen in Europa, Deutschland und selbst

in Sachsen einen Wechsel nicht gerade erleichtern. Aber hier hilft auch

keine Sentimentalität - früher war auch nicht alles besser, also macht das

Beste aus dieser Umstellung. Sofern Ihr auf Probleme stoßt, findet Ihr im

StuRa immer einen Kaffee und den/die richtigeN AnsprechpartnerIn.

1.1 Bachelorstudiengänge

Nach Beschlussfassung der Kultusministerkonferenz (KMK) von 2003

soll der Bachelor zum „Regelstudienabschluss“ werden. Dabei wird in Erwägung

gezogen, dass eine Mehrzahl (50 Prozent bis 80 Prozent) der

StudentInnen die Hochschulen zukünftig mit diesem Grad verlassen. Ob


Infos für Erstis

diese das auch wollen, steht auf einem anderen Blatt.

Allgemein stellt der Bachelor im neuen europäischen Hochschulraum den

ersten berufsqualifizierenden Abschluss dar. Er wird nach einem sechs- bis

achtsemestrigen Studium an einer Hochschule erreicht und soll zur Vorbereitung

auf Euer zukünftiges Berufsleben dienen. Im Vordergrund steht

im weiteren Sinne eine Qualifizierung durch fundiertes Grundwissen, gute

Methodenkenntnisse, soziale Kompetenzen, Kreativität, Flexibilität und

Praxisnähe. An der Universität Leipzig umfasst das sechssemestrige Bachelorstudium

180 Leistungspunkte (LP) und gliedert sich in den Bereich des

Kernfachs, in den meisten Studiengängen den Bereich des Wahlbereichs

sowie den der Schlüsselqualifikation. Diese Bereiche werden in Form von

Modulen angeboten. Hinter Modulen verbirgt sich die Zusammenfassung

von Stoffgebieten zu thematisch und zeitlich abgerundeten sowie in sich

geschlossenen – mit Leistungspunkten versehenen – abprüfbaren Einheiten.

Sie können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen

und erstrecken sich i. d. R. über ein Semester. Die Bachelorprüfung setzt

sich aus studienbegleitenden Modulprüfungen und der Bachelorarbeit zusammen.

Prinzipiell weisen die gestuften Studiengänge (Bachelor/Master)

eine Kompetenzorientierung aus, d. h. es wird angegeben, für welche

Berufsfelder der jeweilige Abschluss qualifiziert, welcher Umfang an Fachwissen,

Methodik und Fähigkeiten im „Normalfall“ erworben wurde und

welche Erwartung mit diesem Abschluss verknüpft ist.

Ihr merkt sicherlich schon am Vokabular des Bologna-Prozesses (Kompetenzorientierung,

Qualifizierung, Arbeitsmarktbefähigung, etc.), dass es

hier weniger um selbstbestimmtes Lernen als um Arbeitsmarktvorbereitung

geht. Versucht Euch von dieser Struktur nicht vereinnahmen zu lassen und

schaut über den Tellerrand des Bachelors. Studieren heißt auch Persönlichkeitsbildung!

1.2 Masterstudiengänge

Mit einem erfolgreich bestandenen Bachelor oder einem anderen ersten

berufsqualifizierenden Abschluss könnt Ihr Euch für einen Masterstudiengang

bewerben. Zu beachten ist, dass es für die meisten Masterstudiengänge

eine Eignungsfeststellungsprüfung (wer auch immer Eure Eignung

feststellen kann) gibt (i.d.R. bedeutet dies NCU) und nicht alle BachelorabsolventInnen

eine Zulassung zum Masterstudiengang erhalten werden.

Die Uni Leipzig bietet diesen Studienabschluss in diesem Semester in den

meisten Fächern zum dritten Mal an und wir als StuRa evaluieren gerade,

5


6 StuRatgeber 2011/12

an welchen Stellen es noch besonders klemmt. Der Master ist ein weiterer

berufsqualifizierender Abschluss, wobei die Studiengänge neben der

Profilbildung in konsekutive, nicht-konsekutive und weiterbildende Masterstudiengänge

untergliedert werden. Konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge

sind Studiengänge, die nach der Maßgabe der Studien- und Prüfungsordnung

inhaltlich aufeinander aufbauen und einen Gesamtrahmen

von fünf Jahren Regelstudienzeit (zehn Semester) bis zum Masterabschluss

nicht überschreiten. Der Masterstudiengang kann den Bachelorstudiengang

fachlich fortführen und vertiefen oder - soweit der fachliche Zusammenhang

gewahrt bleibt – fachübergreifend erweitern.

Nicht-konsekutive Masterstudiengänge sind solche, die inhaltlich nicht

auf einem bestimmten Bachelorstudiengang aufbauen. Sie sind zumeist

schwerpunktverlagernd und in der Regel interdisziplinär angelegt. Die Anforderungen

und das Qualifikationsniveau unterscheiden sich dabei nicht

von den konsekutiven Masterstudiengängen. Für nicht-konsekutive gilt die

Beschränkung der Gesamtregelstudienzeit von fünf Jahren nicht, jedoch

sollte vor Antritt eines solches Studiums geprüft werden, ob die Studienfinanzierung

im Sinne des BAföG weiterhin gesichert ist. Es kommt erschwerend

hinzu, dass für sie ggf. Gebühren erhoben werden könnten. Wer

Bildung „erwirbt“, muss auch dafür zahlen...

Weiterbildende Masterstudiengänge setzen nach einem qualifizierten

Hochschulabschluss qualifizierte berufspraktische Erfahrung von in der Regel

nicht weniger als einem Jahr voraus. Die Inhalte des weiterbildenden

Masterstudiengangs sollen die beruflichen Erfahrungen berücksichtigen

und an diese anknüpfen. Bei der Konzeption eines weiterbildenden Masterstudiengangs

legt die Hochschule den Zusammenhang von beruflicher

Qualifikation und Studienangebot dar. Weiterbildende Masterstudiengänge

entsprechen in den Anforderungen den konsekutiven Masterstudiengängen

und führen zu dem gleichen Qualifikationsniveau sowie zu denselben

Berechtigungen. Weiterbildende Masterstudiengänge sind gebührenpflichtig.

Masterstudiengänge setzen sich - wie die Bachelorstudiengänge - aus

Modulen zusammen, die einem Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlbereich

zuzuordnen sind. Die Masterprüfung erfolgt in Analogie zur Bachelorprüfung,

d. h. es wird eine Gesamtnote aus dem gewichteten arithmetischen

Mittel der studienbegleitenden Modulprüfungen und der Masterarbeit gebildet.

Ein Masterstudium in Leipzig ist auf einen Zeitraum von vier Semestern

angelegt, so dass ein studentischer Arbeitsaufwand (Workload) von

120 Leistungspunkten zugrunde liegt. Ihr seid also um 120 Punkte klüger

geworden.


Infos für Erstis

1.3 Das Leipziger Modell der Lehramtsausbildung

Seit dem Wintersemester 2006/2007 ist die erste Phase der Lehramtsausbildung

in Sachsen - das Lehramtsstudium - an der Universität Leipzig

auf die gestuften Studiengänge umgestellt. Es gliedert sich für alle Lehramtsabschlüsse

in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang. Im letzten

Wintersemester liefen erstmals die „schulformspezifischen Masterstudiengänge“

an. Die massive Umstrukturierung des Lehramtsstudiums liegt also

noch gar nicht so lange zurück. Das wird auch daran ersichtlich, dass

noch ziemlich viele Studierende der sogenannten „alten Studiengänge“

anzutreffen sind.

Bei Fragen zum Aufbau des Studiums, verbunden mit Hinweisen zu allgemeinen

Problemen, die aus Sicht Studierender dabei auftreten, sowie

Positionen der Lehramtsstudierendenvertretung und vieles mehr könnt Ihr

euch jederzeit an das Referat für Lehramt des StudentInnenRates wenden:

lehramt@stura.uni-leipzig.de und www.stura.uni-leipzig.de/lehramt

1.4 Staatsprüfung

Mit dem Abschluss Staatsprüfung werden die Studiengänge Medizin,

Pharmazie, Rechtswissenschaft, Veterinärmedizin und Zahnmedizin abgeschlossen.

In diesen Fächern besteht das Studium ausschließlich aus einem

Studienfach. Diese Studiengänge sind alle durch einen Zentralen Numerus

clausus der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) oder Örtlichen

Numerus clausus der Universität Leipzig zugangsbeschränkt.

2. Der offizielle Studienstart

Nachdem Ihr das für Euren Studiengang vorgesehene Bewerbungsverfahren

durchlaufen habt, erhaltet Ihr Ende August oder im September einen

Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid. Im Falle des Zulassungsbescheides

kann auf postalischem Wege die Einschreibung vollzogen werden. Spätestens

zur Immatrikulation müssen die Hochschulzugangsberechtigung (meist

das Abiturzeugnis), ein Krankenversicherungsnachweis und ggf. weitere

Bescheinigungen in Abhängigkeit vom gewählten Studienfach oder dem

persönlichen Werdegang vorliegen. Dies geschieht jedoch meist schon im

Zusammenhang mit dem Online-Bewerbungsverfahren.

Mit der Zulassung (Immatrikulation) werdet Ihr Studentin oder Student an

unserer Universität, mit allen Rechten und Pflichten. Um die Einschreibung

7


8 StuRatgeber 2011/12

rechtskräftig abschließen zu können und damit Mitglied der Uni Leipzig

zu werden, muss der so genannte Semesterbeitrag von zurzeit 92 Euro

bezahlt werden. Dies geschieht bei der Einschreibung zunächst mit einem

vorgedruckten Überweisungsformular, wobei der erstmals ausgewiesene

Betrag auch 10 Euro Pfand für den maschinenlesbaren Studienausweis

enthält, der für Euch nach Eingang der Zahlung umgehend hergestellt wird.

Nach Eingang der Zahlung erhaltet Ihr auch eine vorläufige Immatrikulationsbescheinigung,

die zur Vorlage bei diversen Ämtern benötigt wird,

und weitere Hinweise zum Semesterbeginn.

Seit Sommersemester 2006 gibt es die UniCard. Mit Ihr könnt Ihr nicht

nur in den Mensen der Universität Leipzig bargeldlos bezahlen, sondern

auch in der Mensa Academica der Hochschule für Technik, Wirtschaft und

Kultur (HTWK). Neben den Zahlungen in der Mensa könnt Ihr ebenfalls das

Kopieren vor allem in den Uni-Bibliotheken managen - ein entscheidender

Vorteil. Nach wie vor Zukunftsmusik ist das Aufladen der Karte mit Mensageld

und Kopiergeld an ein und derselben Aufladestation.

Im Zuge der allgemeinen Kosteneinsparungen spart natürlich auch die

Uni, und zwar an uns, den Studierenden. Ging man früher zur Rückmeldung,

zum Bescheinigungsausdruck usw. an eine der mehrfarbigen Boxen,

die an mehreren strategisch günstig gelegenen Standorten der Uni standen,

ist heute das Heimbüro – auch liebevoll home-office genannt – Dein

Platz, um Deine Unibelange selbst zu verwalten.

Unter https://sb.uni-leipzig.de muss mittels Benutzername und Passwort

sowie TransAktionsNummern (TAN) unter anderem der Druck von Bescheinigungen,

die Adressänderung sowie das Bezahlen des Semesterbeitrages

(im Lastschriftverfahren) und damit zugleich die Rückmeldung zum Beispiel

vom heimischen Computer aus erledigt werden. Die ebenfalls angebotene

„TAN-Verwaltung‘‘ ermöglicht Euch, eine neue TAN-Liste zu drucken,

da für jede Nutzung einer der angebotenen Funktionen jeweils eine TAN

verbraucht wird.

Trotzdem bleibt Dir der Gang zu einer Box – oder besser gesagt ein Böxchen

– nicht erspart: Der aktualisierte Aufdruck kann schließlich nicht am

heimischen Drucker auf Deine UniCard aufgebracht werden. Diese stehen

in der Goethestraße 6, sowie in der Chemiefakultät an der Johannisallee

29, im GWZ der Beethovenstraße 15 und der Medizinischen Fakultät auf

der Liebigstr. 27b.

Einen gültigen Studienausweis haltet Ihr also erst in den Händen, wenn

nach der Rückmeldung das Gültigkeitsdatum (Zeitraum für das zurückgemeldete

Semester) auf dem Studienausweis lesbar ist. Ein Drucker zusam-


Infos für Erstis

men mit einer Internetverbindung ist aber essentiell, um obige Funktionen

ausführen zu können!

Gerade für ErstsemesterInnen eine häufige Hürde: Eben in der neuen

Wohnung angekommen, ist Internet nicht unbedingt Standard, geschweige

denn ein Drucker. Ist das auch bei Dir der Fall, bleibt Dir nur der Gang in

einen PC-Pool des URZ (Uni-Rechenzentrum), oder einer der drei PC-Plätze

im SSZ (Student Service Zentrum). Doch aufgepasst: Im URZ sind Ausdrucke

kostenpflichtig, und hier schließt sich dann auch der Kreis zu den Einsparungen

der Uni, bzw. das Abwälzen auf Dich! Klar, ein paar Cent

für ein Blatt Papier ist nicht viel, doch all der Stress und Ärger, der damit

häufig verbunden ist, kostet Zeit und Nerven! Sämtliche Bescheinigungen

werden also von Dir auf Papier gedruckt. Damit der Dokumentencharakter

dieser Ausdrucke nicht verloren geht, erscheint eine so genannte Verifikationsnummer

auf den Ausdrucken. Anhand dieser Nummer können Ämter

und Behörden die Gültigkeit des Dokumentes online überprüfen.

3. Die ersten Tage an der Universität

Zu Beginn des Semesters wird es zentrale und dezentrale Einführungsveranstaltungen

geben, die zum einen den allgemeinen Aufbau und den

Umgang mit dem Online-Einschreibe-System und zum anderen die fachspezifischen

Anforderungen darlegen werden:

Die genauen Termine und weitere Details entnehmt Ihr der Broschüre

„Informationen für Neuimmatrikulierte – Wintersemester 2011/12“ der

Zentralen Studienberatung der Universität Leipzig, welche Ihr mit eurem

Zulassungsbescheid bekommen habt. (http://www.zv.uni-leipzig.de/

fileadmin/user_upload/Studium/zentrale_studienberatung/pdf/Broschuere_fuer_Neuimmatrikulierte.pdf).

Eine Teilnahme ist auf jeden Fall zu empfehlen,

da Ihr dort wertvolle Informationen zum Studienaufbau und zu organisatorischen

Angelegenheiten erhaltet. Auch die einzelnen Fachschafsräte

geben oft Hilfestellungen. Schaut einfach nach Aushängen an den schwarzen

Brettern in Euren Instituten, Fakultäten, bei Euren Fachschafsräten und

dem StudentInnenRat und besucht deren Homepages www.zv.uni-leipzig.

de und www.stura.uni-leipzig.de.

Zu Beginn Eurer Studienzeit steht die Einschreibung in die Module an,

die Ihr im Semester belegen wollt. Das ist einmal online möglich, oder aber

ganz persönlich bei Eurem Kernfach. Die nötigen Informationen über die

Moduleinschreibung findet Ihr hier:

http://www.uni-leipzig.de/bama/anmelden.htm

9


10 StuRatgeber 2011/12

Die Stundenplanung ergibt sich implizit durch das Belegen von Modulen

und das Auswählen geeigneter Zeitfenster, wobei Ihr darauf achten solltet,

dass es zu keinen Überschneidungen kommt. Bei der Auswahl der Module

solltet Ihr Euch gleich zu Beginn des Studiums darüber informieren, welche

Dinge unbedingt belegt werden müssen, damit bspw. die Zulassungskriterien

für einen bestimmten Masterstudiengang erfüllt werden. Die Einschreibung

zu Euren Modulen wird manuell erfolgen, das heißt, dass Ihr das

entsprechende Institut oder die entsprechende Fakultät aufsuchen solltet,

bei der Euer Kernfach beheimatet ist. Dort könnt Ihr mittels eines Tools Modulwünsche

für das Kernfach und den Wahlbereich abgeben.

Neben den online abrufbaren Informationen geben die meisten Institute

noch eine kommentierte Printversion des Vorlesungsverzeichnisses für Ihre

Studiengänge heraus, in denen Ihr eine Empfehlung findet, welche und wie

viele Module inklusive Seminaren/ Vorlesungen/ Übungen Ihr in welchem

Semester belegen solltet. Neben dem Studienablaufplan und den Modulbeschreibungen

ist das kommentierte Vorlesungsverzeichnis meistens eine

gute erste Orientierung.

Ganz wichtig sind auch die Studiendokumente:

Wenn Ihr beispielsweise wissen wollt, welche Prüfungen Ihr ablegen

müsst, ob die Klausur Multiple-Choice-Fragen enthalten darf, oder ob Ihr

tatsächlich von einer Prüfung ausgeschlossen werden dürft, weil Ihr nicht

immer zu den Lehrveranstaltungen gehen konntet, dann ist ein Blick in die

Studiendokumente unabdingbar.

Mit Studiendokumente sind im Allgemeinen Prüfungsordnung (PO) und

Studienordnung (SO) gemeint, die es für jeden Studiengang gibt und die

Euer Studium regeln. Darin findet Ihr die Antworten zu Euren Fragen. Es gilt

natürlich immer nur, was drin steht und wenn zum Beispiel zur Anwesenheitspflicht

explizit nichts in den Dokumenten steht, dann gibt es sie auch

nicht. Ganz einfach. SO und PO sind zu Eurer Rechtssicherheit gedacht.

Also, guckt einfach mal rein. Du findest die aktuell gültigen Versionen auf

der Uni-Homepage http://www.zv.uni-leipzig.de/uni-stadt/universitaet/

entwicklungen/amtliche-bekanntmachungen.html?kat_id=13.

Ach so, über die Studienkommission könnt Ihr natürlich auch Einfluss darauf

nehmen, was letztlich in den Dokumenten steht. Falls Ihr dazu oder

nach dem Blick in SO und PO noch Fragen habt, könnt Ihr Euch an Euren

Fachschaftsrat (FSR) oder das Referat für Hochschulpolitik (hopo@stura.unileipzig.de)

wenden.

Achtet außerdem darauf, dass Eure Noten registriert/ notiert werden und


Infos für Erstis

besteht auf einen „Schein“. Prinzipiell habt Ihr beim Prüfungsamt und im

Selbstbedienungsportal der universitären Homepage die Möglichkeit, Eure

Prüfungsergebnisse und belegten Module einzusehen.

Wenn Ihr Hilfe bei der Zusammenstellung Eures Studienablaufplans

braucht, könnt Ihr Euch auch an Euren Fachschafsrat, die zentrale Studienberatung

oder an die Studienfachberatung wenden.

Infos unter: www.uni-leipzig.de/zsb

4. Beratungsinstanzen und AnsprechpartnerInnen

JedeR in Leipzig Studierende musste sich irgendwann einmal einschreiben.

Die wichtigsten AnsprechpartnerInnen für diese und alle anderen

Fragen zu einem Studium an der Universität Leipzig sind die Zentrale Studienberatung

(ZSB) und das Studentensekretariat. Dort bekommt Ihr allgemeine

Informationen zum Studienfach Eurer Wahl und darüber hinaus

wichtige grundsätzliche Informationen zu vielen Fragen rund ums Studium.

Für nähere Informationen zum Studienfach wendet Euch bitte an die StudienfachberaterInnen

der Fakultät und/ oder an die Fachschafsräte, die

manchmal auch eine Studienberatung anbieten. Das Studenten Service

Zentrum (SSZ) ist die zentrale Serviceeinrichtung für alle Studieninteressenten,

BewerberInnen und Studierende der Universität Leipzig. Es bündelt die

Informations-, Beratungs- und Serviceangebote des Studentensekretariats,

der Zentralen Studienberatung und des Studentenwerkes Leipzig.

Während der Öffnungszeiten können alle studentischen Angelegenheiten

(wie z.B.: Beurlaubung, Studiengangwechsel oder Exmatrikulation) erledigt

und persönliche Beratungsgespräche zu Fragen des Studiums wahrgenommen

werden. Außerhalb der Sprechzeiten des Amtes für Ausbildungsförderung

findet im SSZ auch eine BAföG-Beratung statt.

11


12 StuRatgeber 2011/12

studenten service Zentrum

Goethestraße 6 (Erdgeschoss rechts)

Öffnungszeiten:

montag 12 - 15 uhr, dienstag und donnerstag 9 - 17 uhr

mittwoch 9 - 15 uhr, freitag 9 - 12 uhr

telefonsprechzeiten: 0341 97 32 059

montag, mittwoch und freitag 8 - 9 uhr, montag, mittwoch 15 - 16 uhr

Genaue Infos findet Ihr unter:

www.zv.uni-leipzig.de/studium/angebot.html

Der StudentInnenRat der Universität Leipzig steht Euch ebenso zur Seite:

studenInnenrat der univerität leipzig (stura)

universitätsstr. 1

04109 leipzig

0341 97 37 850

gf@stura.uni-leipzig.de

www.stura.uni-leipzig.de

Der StuRa hat auch mehrere BeraterInnen, die Euch kompetent zur Seite

stehen. Die aktuellen Sprechzeiten findet Ihr unter

www.stura.uni-leipzig.de/beratung

Für eine unabhängige und sachkundige Beratung zur Studienfinanzierung,

die auch über BAföG-Angelegenheiten hinaus geht, steht

Euch Ina zur Seite:

BAföG-Beratung des stura

Ina schulz

universitätsstr. 1 raum s011

sprechzeit: mi 10-13 uhr oder nach Vereinbarung

0341 97 37 851

bafoeg@stura.uni-leipzig.de

Beratung für Studierende mit Kind oder zur Studienfinanzierung:

sozialberatung des stura

universitätsstr. 1 raum s001

0341 97 37 875 (während der sprechzeiten)

sozialberatung@stura.uni-leipzig.de


Infos für Erstis

Unterstützung bei psychischen Belastungen & Problemen:

Beratung bei Rechtsfragen:

lebensberatung des stura

universitätsstr. 1 raum s001

0341 97 37 875 (während der sprechzeiten)

lebensberatung@stura.uni-leipzig.de

rechtsrat des stura

universitätsstr. 1 raum s001

sprechzeit: mo 18-20 uhr

0341 97 37 875 (während der sprechzeiten)

rb@stura.uni-leipzig.de

Für Ausländische StudentInnen mit Fragen zur Bewerbung und Immatrikulation

stehen folgende Institutionen zur Verfügung:

Akademisches Auslandsamt (AAA)

Goethestraße 6, Erdgeschoss und 4. Etage

04109 leipzig

0049 341 97 320 20

aaa@uni-leipzig.de

referat Ausländischer studierender des stura

http://www.stura.uni-leipzig.de/ras

ras@stura.uni-leipzig.de

Falls jemand ein Anliegen bezüglich BAföG, Wohnen, Jobs oder Mensa hat,

so ist das Studentenwerk Leipzig ein möglicher Ansprechpartner und wie

folgt zu finden:

studentenwerk leipzig

Goethestraße 6

04109 leipzig

www.studentenwerk-leipzig.de

13


14 StuRatgeber 2011/12

5. Studiengangwechsel, Beurlaubung,

Studienplatztausch, Doppelstudium

Unter einem Studiengangwechsel versteht man eine inhaltliche Änderung

des Studienganges, welcher im Sinne des BAföG auch beim Wechsel des

Studienabschlusses, z. B. vom Magister in den Master, gegeben ist. Der

Studiengangswechsel ermöglicht es, die Entscheidung für einen bestimmten

Studiengang noch einmal zu korrigieren. Obwohl ein Studiengangwechsel

eine inhaltliche Entscheidung darstellt, sind auch bestimmte Beantragungsmodalitäten

einzuhalten.

Studiengangwechsel sind in der Rückmeldefrist zu beantragen und werden

mit Beginn des neuen Semesters wirksam. Es ist zu beachten, inwieweit

das neu beantragte Studium einem bundesweiten oder universitätsinternen

Numerus Clausus unterliegt. Dann sind die Fristen für die Beantragung

unbedingt einzuhalten (Wintersemester bis zum 15.07., Sommersemester

bis zum 15.01.) – unabhängig davon, ob der Antrag bei der ZVS in Dortmund

oder im Studentensekretariat der Universität Leipzig vorliegen muss.

In Studiengängen der freien Einschreibung sind Umschreibungen noch bis

Vorlesungsbeginn möglich.

Studiengangwechsel sollten möglichst früh und nicht zu häufig vorgenommen

werden, zumindest wenn man in den Mustern der Studienreform denkt

und sich selbst als Angebot auf dem Arbeitsmarkt anpreisen möchte. Prinzipiell

wird es im Zuge der BA/MA-Reform schwieriger werden, die Studiengänge

zu wechseln, da es keine Nebenfächer o. ä. mehr gibt, sondern es

wird (der polyvalente Bachelor ausgenommen, in welchem die studierten

Fächer gewechselt werden können) der komplette Studiengang gewechselt,

der zumeist einem NCU-Verfahren unterliegt. Daraus resultiert, dass

der/die StudentIn sich komplett von neuem für den Studiengang der Wahl

bewerben muss und letztendlich kein Studienplatz gesichert ist. StudentInnen

die Ausbildungsförderung erhalten, müssen Ihre Studiengangwechsel

unbedingt mit dem BAföG-Amt abstimmen, da Studiengangwechsel „förderungsschädlich“

sein können. In der Regel muss der Wechsel vor Beginn

des vierten Fachsemesters erfolgen, damit eine weitere Förderung beantragt

werden kann. Zu prüfen ist in jedem Fall, ob es sich um Schwerpunktverlagerung

oder Studiengangwechsel mit der Option auf Anrechnung von

Leistungen handelt.


Infos für Erstis

Studiengangwechsel sind unter Beachtung

des Immatrikulationsrhythmus der

Universität Leipzig zu beantragen. Neben

dieser ausführlichen Darstellung der

Formalitäten zur Beantragung eines Studiengangwechsels

sollen die inhaltlichen

Gründe für einen Studiengangwechsel

nicht nebensächlich werden. Bei einer

gefestigten Studienmotivation – auch

begründet durch Sachkenntnis aus dem

Studium der Studien- und Prüfungsordnungen

– und klaren Vorstellungen, wie das

neue Studium individuell organisiert werden

soll, können Konfliktkonstellationen

bei der Zusammenarbeit von StudienfachberaterInnen,

Studentensekretariat, dem

Prüfungsamt und den Prüfungsausschüssen

vermieden werden. Beurlaubung, Studienplatztausch

und Doppelstudium sind

Themen, zu denen Euch die MitarbeiterInnen

des Studentensekretariates Auskunft geben können. Auf deren Homepage

erhaltet Ihr Informationen und die Antragsformulare zum Download:

studentensekretariat

Goethestraße 6

Erdgeschoss, 4. und 5. Etage, 04109 leipzig

0341 97 32058, fax: 0341 97 320 59

studentensekretariat@uni-leipzig.de

www.uni-leipzig.de/studsek

15


16 StuRatgeber 2011/12

NI ABC

Akkreditierung

eigentlich „Beglaubigung“; Bestätigung durch eine allgemeine Einrichtung

(z. B. Akkreditierungsagentur), dass ein Studiengang allgemeine Standards

und spezielle Kriterien erfüllt. An diesem Prozess sind auch StudentInnen

beteiligt (studentischer Akkreditierungspool).

Akkreditierungsrat

Der Akkreditierungsrat überwacht die Akkreditierung der Studiengänge

durch die Akkreditierungsagenturen und akkreditiert seinerseits diese

Agenturen. Ihm gehören vier HochschulvertreterInnen, vier LändervertreterInnen,

fünf VertreterInnen der Berufspraxis (davon ein Vertreter, der für das

Dienst- und Tarifrecht zuständigen Landesministerien), zwei StudentInnen

und zwei internationale VertreterInnen an – damit wirken Hochschulen,

Staat und Berufspraxis bei der Qualitätssicherung der Studiengänge durch

Akkreditierung zusammen. Toll, alle für einen...

Anwesenheitspflicht

Mit den neuen Studiengängen wurde in vielen Fächern eine Anwesenheitspflicht

etabliert. Lehrende rechtfertigen das mit dem Workload, den sie natürlich

überprüfen wollen. Diese Anwesenheitspflicht ist meist nicht rechtmäßig

(beispielsweise in Prüfungsordnungen festgelegt) und auch insgesamt

nicht justiziabel, d.h. prinzipiell anfechtbar und dient vielmehr einer ganz

ordinären Kontrolle der Studierenden. Gebt den Fachschaftsräten oder uns

Bescheid, wenn wie in der Schule Eure Anwesenheit kontrolliert wird.

Bachelor

Akademischer Grad; erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, der

i.d.R. nach sechs Semestern Studium erlangt wird. Es gibt zum einen den

B.A. (Bachelor of Arts) nach Abschluss eines musik-, kunst- oder geisteswissenschaftlichen

Bachelorstudiums und den B.Sc. (Bachelor of Science) nach

Abschluss eines naturwissenschaftlichen bzw. wirtschaftswissenschaftlichen

Bachelorstudiums.

Bologna-Prozess

Bezeichnet einen seit 1999 laufenden Prozess zur Etablierung eines europäischen

Hochschulraumes bis 2010. Blöd nur, dass bei diesem Prozess


Infos für Erstis

die Studis als Versuchskaninchen herhalten müssen und im Studiumsreformprozess

nicht integriert wurden.

CHE

Das Centrum für Hochschulentwicklung aus Gütersloh ist eine GmbH (gegründet

von der HRK und Bertelsmannstiftung), die die Hochschulen liberalisieren

und für den Markt reformieren will. Jährlich gibt sie ein Ranking

heraus, das die Qualität von Hochschulen wiedergeben soll. Die Kriterien

für dieses Ranking und die Umsetzung sind jedoch sehr umstritten.

c.t. & s.t.

„cum temporae“, ist eine Zeitangabe, die das sogenannte „Akademische

Viertel“ mit einbezieht. 15 Uhr c.t. ist „übersetzt“ 15:15 Uhr. Das Gegenteil

ist „sine temporae“ (s.t.), also eine Zeitangabe, die das Akademische

Viertel nicht mit einbezieht. 15 Uhr s.t. ist also 15:00 Uhr.

Diplom

Akademischer Grad, Hochschulabschluss. Ab dem Wintersemester

2006/07 wurden die meisten Diplomstudiengänge an der Universität Leipzig

durch BA/MA ersetzt.

Diploma Supplement

Das Diploma Supplement ist eine englischsprachige Zeugnisergänzung mit

einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen. Es informiert

über die absolvierten Studieninhalte, den Studienverlauf und die

mit dem Abschluss erworbenen akademischen und beruflichen Qualifikationen.

Mit dem Diploma Supplement soll die internationale Einstufung und

Anerkennung deutscher Hochschulabschlüsse erleichtert werden.

ECTS

Abk. für „European Credit Transfer System“; bezeichnet das europäische

System zur Anrechnung von erbrachten Studienleistungen; siehe Leistungspunkte.

Dazu werden ein europäischer sowie ein nationaler Qualifikationsrahmen

entwickelt, die die ECTS-Noten der unterschiedlichen Länder oder

Hochschulen vergleichen und definieren, was als gleichwertig anzusehen

ist.

17


18 StuRatgeber 2011/12

ECTS-Note

Die ECTS-Bewertungsskala gliedert die StudentInnen nach statistischen

Gesichtspunkten, auch wenn diese nicht darum gebeten haben, statistisch

gegliedert zu werden. Daher sind statistische Daten über die Leistung der

StudentInnen Voraussetzung für die Anwendung des ECTS-Bewertungssystems.

Die erfolgreichen StudentInnen erhalten folgende Noten:

A die besten 10 %

B die nächsten 25 %

C die nächsten 30 %

D die nächsten 25 %

E die nächsten 10 %

Diese Bewertungsskala unterstellt eine Normalverteilung und misst sich

nicht an objektiven Kriterien. Stattdessen werden Studierende ins Verhältnis

zueinander gesetzt und so in eine Wettbewerbssituation gezwungen.

Eignungsfeststellung / EFO

Die sogenannte „Eignungsfeststellung“ dient dazu, BewerberInnen für den

Master und manchmal auch für den Bachelor auf Ihre „Eignung“ für das

entsprechende Studium zu überprüfen. Um die begrenzten Studienplätze

zu vergeben, reicht der Bachelorabschluss häufig nicht aus, sodass die

Eignungsfeststellungsprüfung ein zusätzliches Selektionskriterium darstellt.

Nach welchen Kriterien die Eignung attestiert wird, ist in EFOs, den Eignungsfeststellungsordnungen,

formuliert. Genau genommen sind diese

Ordnungen nicht mit dem Hochschulgesetz vereinbar, da nur künstlerische,

sportwissenschaftliche und sprachwissenschaftliche Studiengänge eine

EFO haben dürfen, in Leipzig aber fast jeder Masterstudiengang derart

zulassungsbeschränkt ist.

Exkursion

Exkursionen können Teil eines Moduls sein. Hier werden wissenschaftliche

Fahrten unternommen, um Studierenden vor Ort bestimmte Thematiken

erklären zu können. Sind sie nach der Studien- und Prüfungsordnung verpflichtend,

muss die Hochschule eine Teilnahme für jedeN StudentIn gewährleisten.

Das bedeutet auch, dass kostenpflichtige Pflichtexkursionen

nicht zulässig sind.

Exzellenzinitiative

Exzellenzinitiativen sollen herausragende Hochschulen prämieren und

„Leuchttürme“ schaffen. Durch den sonstigen Kürzungswahn des Bundes und

der Länder bleibt dann nur leider noch weniger für die „normalen“ Unis.


Infos für Erstis

Fachschaft (FS)

Eine Fachschaft ist die Gesamtheit von StudentInnen innerhalb einer Fakultät

oder eines bzw. mehrerer Institute. Die Fachschaft wählt einmal im

Jahr Ihren Fachschafsrat. Welcher Fachschaft Ihr angehört, könnt Ihr in der

Satzung des StudentInnenRates nachlesen.

Fachschaftsrat (FSR)

Der Fachschaftsrat ist die gewählte Vertretung der StudentInnen einer Fachschaft.

Der Fachschafsrat wird einmal im Jahr gewählt. JedeR kann sich

engagieren, auch ohne im FSR gewähltes Mitglied zu sein.

Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Die Hochschulrektorenkonferenz ist der freiwillige Zusammenschluss der

Hochschulen in Deutschland. Diese werden aber nur von den HochschulrektorInnen

bzw. HochschulpräsidentInnen vertreten. Das ist insofern kritisch,

als die HRK Beschlüsse zu Studium und Forschung fasst, wozu sie in

der Regel jedoch nicht legitimiert ist. Diese Beschlüsse werden vor allem

von der Politik und der KMK aufgegriffen. Die HRK befürwortet Studiengebühren

und den Bolognaprozess und war an der Gründung des CHE

beteiligt. Aufgrund der bestehenden Schwierigkeiten bemühen wir uns um

die Abschaffung der HRK.

Klausur

Schriftliche Prüfungsform, die innerhalb eines Moduls als eine oder eine

von mehreren Modulabschlussprüfungen in die Modulnote eingehen kann.

Kultusministerkonferenz (KMK)

Die KMK ist ein Zusammenschluss der für Bildung und Erziehung, Hochschulen

und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen

MinisterInnen bzw. SenatorInnen der Bundesländer. Eine ihrer wesentlichen

Aufgaben besteht darin, durch Konsens und Kooperation in ganz

Deutschland für die StudentInnen, Lehrenden und wissenschaftlich Tätigen

das erreichbare Höchstmaß an Mobilität zu sichern. Die KMK fällt darüber

hinaus Beschlüsse, die direkten Einfluss auf die Hochschulpolitik in den

einzelnen Bundesländern hat. Einer ihrer bekanntesten Beschlüsse ist das

Bachelor-/ Master-System einzuführen.

Lehrveranstaltung

Es gibt verschiedene Arten von Lehrveranstaltungen: Vorlesung, Seminar,

Praktikum, Übung, Exkursion. Verschiedene Lehrveranstaltungen werden zu

Modulen thematisch zusammengefasst.

19


20 StuRatgeber 2011/12

Leistungspunkte (LP)

„Bewertungspunkte“, die den Arbeitsaufwand (siehe Workload) zum Erzielen

der Leistung widerspiegeln sollen; für einen erfolgreichen Leistungsnachweis

wird stets die volle vorgesehene Punktzahl angerechnet, daher

sind Leistungspunkte nicht identisch mit Noten als „Beurteilungen von persönlichen

Leistungen“. Ein Leistungspunkt soll dabei etwa 30 Arbeitsstunden

entsprechen, so ungefähr und im Durchschnitt zumindest...

Magister Artium (MA)

Akademischer Grad, Hochschulabschluss. Ab dem Wintersemester

2006/07 wurden die meisten Magisterstudiengänge an der Universität

Leipzig durch BA/MA ersetzt.

Master

Akademischer Grad, wird nach einem in der Regel viersemestrigen Studium

verliehen, das nach erfolgreichem Absolvieren eines Bachelorstudiums

aufgenommen werden kann. Dabei gibt es

• M.A. (Master of Arts), nach Abschluss eines musik-, kunst- oder

geisteswissenschaftlichen Masterstudiums - nicht zu verwechseln

mit der Abkürzung MA (ohne die Punkte), welche den Hochschulabschluss

Magister Artium ausweisen

• M.Edu. (Master of Education), nach Abschluss eines Masterstudiengangs

in Lehramtsstudiengängen, ist äquivalent zur bisherigen

ersten Staatsprüfung.

• M.Sc. (Master of Science), nach Abschluss eines naturwissenschaftlichen

oder wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudiums

Modul

In einem Modul sind Lehrinhalte thematisch zusammengefasst. Diese

sollen in sich didaktisch abgeschlossen sein. Mit dem Bestehen der

Modulabschlussprüfung(en) werden Leistungspunkte an die StudentInnen

vergeben, die für das Erreichen des Bachelor oder Master erforderlich

sind. Für die Modulabschlussprüfungen müssen allerdings oftmals Prüfungsvorleistungen

erbracht werden. Module werden durch Klausuren, mündliche

Prüfungen, Praktikumsleistungen, Vorträge usw. abgeschlossen.


Infos für Erstis

Modulnote

Wenn alle Modulabschlussprüfungen abgelegt sind, wird die Modulnote

ermittelt. Diese geht zu einem bestimmten Prozentsatz in die Bachelor- bzw.

Masternote ein. Sie setzt sich aus einer oder mehreren Noten in einem

Modul zusammen.

Multiple Choice (MC)

Ist ein Prüfverfahren, bei dem aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten für

eine Frage ausgewählt wird. So wird allenfalls Faktenwissen abgeprüft,

Zusammenhänge oder Begründungen können dadurch nicht abgefragt

werden. Diese Methode wird aufgrund des geringen Aufwands bei der

Kontrolle und seiner Massentauglichkeit gern verwendet. In der Regel sind

solche Prüfungen jedoch durch die Prüfungsordnungen ausgeschlossen.

NC

„Numerus clausus“, Zulassungsbeschränkung nach der Abiturnote für Studienplätze,

die von der ZVS vergeben werden.

NCU

„Numerus clausus universitatis“, Zulassungsbeschränkung für Studienplätze,

die von der Universität Leipzig vergeben werden. So sind an der

Universität Leipzig die meisten Bachelorstudiengänge mit einem NCU beschränkt

worden.

Praktikum

Besonders in naturwissenschaftlichen Studiengängen ist der Anteil der

praktischen Ausbildung sehr hoch. In manchen Studiengängen werden

Praktika in eigenen Laboratorien usw. durchgeführt. In manchen Studiengängen

müssen Praktika in der Industrie bzw. freien Wirtschaft oder landwirtschaftlichen

Betrieben nachgewiesen werden, damit der Hochschulabschluss

erlangt werden kann.

Prüfungsamt

Das Prüfungsamt ist eine wichtige Verwaltungsanlaufstelle in Eurem Studium.

Hier werden alle prüfungsrelevanten Daten für Euch zusammengeführt

und die BA/MA-Arbeit wird hier angemeldet. Über Entscheidungen zu Prüfungen

entscheidet der Prüfungsausschuss

21


22 StuRatgeber 2011/12

Prüfungsordnung (PO)

Die Prüfungsordnung legt die Rahmenbedingungen für eine Prüfung an

einer Hochschule fest, d.h. Zugangsvoraussetzungen, Dauer, PrüferInnen,

Korrekturzeiträume, Anmeldefristen usw. Sie ist rechtsverbindlich, ihre Einhaltung

kann vor einem Verwaltungsgericht eingefordert werden. Auf Basis

von je einer Prüfungsordnung gibt es in der Regel jeweils eine Studienordnung,

die den Aufbau eines Studiums, das zum erfolgreichen Ablegen

dieser Prüfungen befähigen soll, beschreibt.

Prüfungsvorleistung

In den neuen Studiengängen werden häufig Prüfungsvorleistungen für die

Teilnahme an der Modulprüfung vorausgesetzt. Hier denken sich Lehrende

häufig Leistungen aus, die in der Prüfungsordnung gar nicht vorgesehen

sind. Auf diese kann man sich dann aber berufen.

Schlüsselqualifkation (SQ)

Ein besonderer Wert wird heutzutage auf Schlüsselqualifikationen, auch

liebevoll Softskills genannt, gelegt, die – über das eigentliche Fachwissen

hinaus – Kompetenzen vermitteln sollen, die AbsolventInnen für die Breite

anderer Tätigkeiten als die ihres disziplinären Kernbereichs befähigen. An

der Universität Leipzig wird zwischen drei Arten von Schlüsselqualifikationen

unterschieden: Methodenkompetenz, anwendungsnahe und überfakultäre

SQs.

Selbststudium

Selbststudium bezeichnet den Anteil am studentischen „Workload“, der

für die eigenständige Erarbeitung und Aneignung von Studieninhalten

(Vor- und Nachbereitung, Lektüre, Hausarbeiten, Prüfungsvorbereitung,

Abschlussarbeit) aufgewandt wird.

Semester

Ein Semester besteht i.d.R. aus 15 Wochen Vorlesungszeit und elf Wochen

vorlesungsfreier bzw. Prüfungszeit. Das Wintersemester dauert vom 1. Oktober

bis 30. März, das Sommersemester vom 1. April bis 30. September

eines Jahres. Das akademische Jahr beginnt immer mit dem Wintersemester.


Infos für Erstis

Seminar

In Seminaren werden Inhalte von Vorlesungen vertieft oder Themen von

Studierenden ausgearbeitet und vorgetragen. Seminare sind Teil eines Moduls.

Studienkommission (StuKo)

Die Studienkommission ist paritätisch besetzt, sodass gleich viele studentische

VertreterInnen und Lehrende darin sitzen. Das ist auch gut so, da die

Studienkommission über die Studiendokumente entscheidet und die Studierende

so selbst mitbestimmen können, was an ihrem Studium zu verändern

ist.

Studienordnung (SO)

Die Studienordnung für ein Studienfach an einer Hochschule legt die Rahmenbedingungen

und Regelungen für ein ordnungsgemäßes Studium fest.

Anhand der Studienordnung können die Studierenden ihr Studium planen

und Stundenpläne für jedes Semester erstellen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen

sind in den dazu gehörigen Prüfungsordnungen geregelt. Im

Zusammenhang mit der Studienordnung ist der Studienablaufplan zu nennen,

der als Empfehlung zu verstehen ist. Die Studienordnung wird von der

Studienkommission bearbeitet.

StudentInnenRat (StuRa)

Der StudentInnenRat ist das höchste Gremium in der Studierendenvertretung

an der Universität Leipzig. In seiner Sitzung, auch das Plenum

genannt, treffen die Entsandten der einzelnen Fachschafsräte sowie die

separat vom Plenum gewählten ReferentInnen und SprecherInnen zusammen.

Der StuRa hat sich nach einem Räteprinzip am 9. November 1989

konstituiert im Gegensatz zu den westlichen Studierendenvertretungen, die

sich nach einem parlamentarischen System (Studierendenparlament, AStA)

zusammengesetzt haben. www.stura.uni-leipzig.de

Übung

In Übungen werden meist bereits in einer Vorlesung vermittelte Inhalte einstudiert

oder ausprobiert. Übungen sind Teil eines Moduls. Sie werden häufig

von Studentischen Hilfskräften durchgeführt. In diesem Fall dürfen in den

Übungen keine Prüfungsvorleistungen abgenommen werden.

23


24 StuRatgeber 2011/12

Urlaubssemester

JedeR StudentIn hat Anspruch auf zwei Urlaubssemester. Urlaubssemester

zählen nicht als Fachsemester, es können aber Studien- und Prüfungsleistungen

erbracht werden, sofern es sich nicht um Abschlussarbeiten handelt.

Vorsicht: Während eines Urlaubssemesters seid Ihr nicht BAföG-berechtigt

und Hartz IV erhält man nur, wenn man keine Prüfungsleistungen ablegt.

Vorlesung

In einer Vorlesung vermitteln DozentInnen Inhalte zu bestimmten Themen.

Meist sind Studierende in Vorlesungen nur Zuhörende. Vorlesungen sind

Teil eines Moduls.

Workload

Workload ist der eigentlich sinnfreie Versuch, den zu erwartenden studentischen

Arbeitsaufwand in Zeitstunden auszudrücken, zu messen, und so das

gesamte Studienpensum zu berücksichtigen. Er bildet die Grundlage für

die Zuordnung von Leistungspunkten zu Modulen bzw. Lehrveranstaltungen

und setzt sich zusammen aus der Präsenzzeit und dem Selbststudium. Nach

einem Beschluss der KMK vom 24.10.1997 sollte für den Workload eines

Vollzeitstudiums eines Jahres eine Höchstgrenze von insgesamt 1800 Stunden

angesetzt werden. Daraus ergibt sich, dass man bei einer 40-Stunden-

Woche für einen Leistungspunkt 25–30 Stunden anrechnet.

Zeugnis

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird ein Zeugnis ausgestellt,

auf dem die Abschlussnote verzeichnet ist. Zusätzlich erhält der/ die AbsolventIn

noch ein Diploma Supplement.

ZVS

Zentrale Vergabe von Studienplätzen; diese vergibt bundesweit Studienplätze

für Veterinärmedizin, Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Tiermedizin.

In einem neuen Serviceverfahren werden dort auch weitere Wünsche

bearbeitet und koordiniert.


Auslandaufenthalt im Studium

1. Teilstudium im Ausland

Du bist StudentIn der Universität Leipzig, neugierig auf die Welt, willst

eine neue Sprache lernen und auch mal schauen, was das Studierendendasein

jenseits des Leipziger Allerleis zu bieten hat?

Wichtig ist, dass Du Dich rechtzeitig über Deinen gewünschten Auslandsaufenthalt

informierst und ihn gründlich vorbereitest. Mindestens ein Jahr

vorher solltest Du Dir darüber Gedanken machen – einige Bewerbungszeiträume

liegen teilweise mehr als 12 Monate vor dem Zeitraum, auf den

Du Dich bewirbst. Kläre zunächst folgende Fragen: Was möchte ich im

Ausland machen – z.B. ein Studium, ein Praktikum, einen Fach- oder einen

Sprachkurs. In welches Land möchte ich gehen, welche Hochschule

eignet sich für meine Studienrichtung am besten, spreche ich die jeweilige

Landessprache und wie werde ich meinen Auslandsaufenthalt finanzieren?

Nutze für die Recherche das Internet. Die meisten Förderprogramme werden

online ausführlich vorgestellt. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst

(DAAD) konzipiert jährlich eine dicke kostenlose Broschüre „Studium,

Forschung, Lehre im Ausland: Förderungsmöglichkeiten für Deutsche“

mit vielen Fördermöglichkeiten (inkl. nicht-DAAD-Programmen). Sie ist beim

DAAD bestellbar, online einsehbar oder im Akademischen Auslandsamt

(AAA) erhältlich. Dein Akademische Auslandsamt ist die Stelle vor Ort an

der Uni, stellvertretend für den DAAD.

Hast Du Dir erste Gedanken gemacht, wird es Zeit, entsprechende Beratungsstellen

aufzusuchen. Erste Anlaufpunkte sollten das AAA (Frau Moros)

bzw. die Studienberatung Deiner Fachrichtung sein. Frau Moros berät allgemein

zum Auslandsstudium und gibt Auskunft über die verschiedenen

Austausch- und Förderprogramme. Die Kosten für ein Studium im Ausland

sind fast überall höher als in Deutschland. In einigen Ländern kommen außerdem

Studiengebühren hinzu. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten

der Förderung, die Ihr unbedingt wahrnehmen solltet.

1.1 DAAD

Die Stipendien des DAAD sollen StudentInnen helfen, einen geplanten

Auslandsaufenthalt zu realisieren. Dabei werden Jahresstipendien (Vollstipendien)

direkt vom DAAD vergeben. Darüber hinaus kannst Du Dich für

Teilstipendien im DAAD-Programm PROMOS, das direkt an der Universität

Leipzig ausgeschrieben und vom AAA betreut wird, für Semesteraufenthal-

25


26 StuRatgeber 2011/12

te, Abschlussarbeiten im Ausland, Sprachkurse, Praktika und Fachkurse bewerben.

Die Anzahl der BewerberInnen für DAAD-Stipendien ist allerdings

groß. Dennoch solltest Du den Versuch einer Bewerbung wagen, denn die

Förderung durch den DAAD fällt in der Regel recht großzügig aus. Dabei

ist eine lange Vorbereitungszeit (etwa ein Jahr) vor allem bei den Jahresstipendien

einzuplanen. Die DAAD-Programme gelten weltweit.

Informationen zu DAAD-Stipendien: www.daad.de/ausland.de

DAAD-Programm PROMOS: www.uni-leipzig.de/international/promos

Frau Moros vom Akademischen Auslandsamt berät Dich gern:

Goethestraße 6, raum 434

0341 97 320 32

jane.moros@zv.uni-leipzig.de

1.2 Fulbright

Die deutsch-amerikanische Fulbright Kommission vergibt Jahres- und Reisestipendien

zur Fortsetzung und Vertiefung der in Deutschland verfolgten

Studiengänge an einer Hochschule in den USA. Die StipendiatInnen sollen

Ihre Kenntnisse über die Vereinigten Staaten vertiefen und in den USA das

Verständnis für Ihren eigenen Kulturkreis fördern.

Die Aufenthaltsstipendien werden jeweils zu Beginn des Sommersemesters

(April) für deutsche Studierende und Graduierte ausgeschrieben, die in

der Regel einen halb- bis einjährigen Studienaufenthalt in den Vereinigten

Staaten von Amerika verbringen möchten. Die Ausschreibung läuft jeweils

eineinhalb Jahre vor Beginn des Studienaufenthaltes (August des folgenden

Kalenderjahres). Das Programm ist stark leistungsorientiert. Die Stipendien

werden im allgemeinen Wettbewerb vergeben. Doch muss Dich das jetzt

nicht unbedingt abschrecken. Die Bewerbungsunterlagen und Hinweise zur

Antragstellung für Studierende sind über die Fulbright-Homepage abrufbar.

Studierende reichen Ihre Bewerbungsunterlagen im Akademischen Auslandsamt

bei Frau Jane Moros ein.

fulbright

www.fulbright.de/tousa/index.shtml

Ansprechpartnerin/Beraterin im AAA: Jane moros

Goethestraße 6, raum 434

tel.: 0341 97 32 032

jane.moros@zv.uni-leipzig.de


Auslandaufenthalt im Studium

1.3 ERASMUS

Das Bildungsdachprogramm der EU fördert die partnerschaftliche Kooperation

im Hochschulbildungsbereich und den damit verbundenen Student-

Innenaustausch. Ein ERASMUS-Studienaufenthalt ist an Partnerhochschulen

der Universität Leipzig, in Mitgliedsstaaten der EU, in den EFTA/EEA Ländern

Island, Liechtenstein, Schweiz und Norwegen sowie in der Türkei

möglich. Ziel des ERASMUS-Programms soll es sein, StudentInnen die Möglichkeit

zu geben, im Rahmen eines Teilstudiums im Ausland (maximal 2

Semester; minimal 3 Monate) Ihren Erfahrungshorizont fachlich, sprachlich

und kulturell zu erweitern. Bewerben können sich alle (unabhängig der

Staatsbürgerschaft) Studierenden (inkl. Promovierenden), die an der Universität

Leipzig zum Abschluss eines Studiums immatrikuliert sind, sofern

folgende Bedingungen erfüllt sind:

• Mindestens ein vorher absolviertes Studienjahr in der entsprechenden

ERASMUS-Fachrichtung

• Ausreichende Kenntnisse in der Landes- bzw. Unterrichtssprache

• Keine vorherige Teilnahme am ERASMUS-Studienprogramm (unabh.

vom ERASMUS-Praktikum)

Die Bewerbung erfolgt in 4 Schritten

1. Bewerbung um Nominierung bei den FachkoordinatorInnen am

Institut

2. Nach erfolgreicher fachlicher Nominierung Bewerbung an der

Gasthochschule

3. Erstellung des Studienplans

4. Online-Antrag auf ERASMUS-Förderung

Weitere Informationen und Beratung gibt´s hier:

Akademisches Auslandsamt

Christiane schmidt

Goethestraße 6, raum 403

0341 97 32 067

christiane.schmidt@zv.uni-leipzig.de

www.uni-leipzig.de/erasmus/out

Komplexes InformationsSystem für Studierende

www.uni-leipzig.de/kiss

sprechzeiten (Vorlesungszeit):

di 09 - 11. uhr und 13.- 17 uhr

do 13 - 15 uhr

fr 09 - 11 uhr

sprechzeiten (vorlesungsfreie Zeit):

di 13. – 17 uhr

fr 09 - 12 uhr

27


28 StuRatgeber 2011/12

1.4 Universitätsverträge und bilaterale Vereinbarungen

Die Universität Leipzig führt mit mehreren Universitäten im Rahmen bilateraler

Vereinbarungen einen StudentInnenaustausch durch. Das Akademische

Auslandsamt schreibt in jedem Jahr Studienplätze für einen

Studienaufenthalt an Universitäten aus, mit denen eine bilaterale Partnerschafsvereinbarung

außerhalb von ERASMUS zum StudentInnenaustausch

besteht. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November für einen Aufenthalt

innerhalb des nächsten akademischen Jahres im folgenden akademischen

Jahr. Bewerbungen sind im Wesentlichen in allen Fachrichtungen entsprechend

der Studienangebote der Partneruniversitäten für einen Aufenthalt

von einem oder zwei Semestern möglich. Generell ausgeschlossen sind

jedoch Austauschplätze in den Fachrichtungen Medizin und Jura an einer

Hochschule in den USA. Informationen findet Ihr unter:

http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/studium-international/auslandssemester-weltweit.html


Auslandaufenthalt im Studium

1.5 Auslands-BAföG

Für deutsche StudentInnen besteht grundsätzlich ein Anspruch auf eine

Teilförderung des Studiums im Ausland über das Bundesausbildungsförderungsgesetz

(BAföG). Grundlegende Voraussetzungen für die Förderung

sind:

1. Absolvierung von mindestens 2 Semestern Studium in Deutschland

vor Beginn des Auslandsaufenthaltes: Innerhalb der EU kann die

Ausbildung bis zum Erwerb des ausländischen Ausbildungsabschlusses

gefördert werden.

2. Unabhängigkeit von inländischer Förderungshöchstdauer: Das

Auslands-BAföG wird nicht auf die inländische Förderungshöchstdauer

angerechnet, es sei denn, der Auslandsaufenthalt ist Bestandteil

der Studienordnung.

3. Anrechenbarkeit: Generell wird die Auslandsausbildung ein Jahr

gefördert. Dabei müssen die im Ausland erbrachten Studienleistungen

zumindest teilweise auf die Inlandsausbildung anrechenbar

sein. Der Mindestzeitraum, der für einen Aufenthalt im Ausland

eingeplant werden sollte, beträgt sechs Monate bzw. ein Semester,

für ein Praktikum oder ein Studium im Rahmen einer Hochschulkooperation

zwölf Wochen. Beachte bitte, dass die Anträge

für Auslands-BAföG mindestens sechs Monate (bei Vereinigten

Staaten 12 Monate) vor Beginn des Auslandsaufenthalts gestellt

werden müssen! Je nach Zielland sind außerdem verschiedene

Studentenwerke zuständig.

Mehr Informationen zum Auslands-BAföG und die Liste der zuständigen

Studentenwerke erhälst Du unter www.auslandsbafög.de.

Lass Dich im Amt für Ausbildungsförderung Leipzig beraten:

studentenwerk leipzig

Amt für Ausbildungsförderung

Goethestraße 6 1., 2. Etage

04109 leipzig

0341 96 59 5 (Zentrale)

www.studentenwerk-leipzig.de

29


30 StuRatgeber 2011/12

2. Praktikum im Ausland

Neben einem Studienaufenthalt im Ausland ist es ebenso interessant,

ein Praktikum außerhalb von Deutschland zu absolvieren. Jede einzelne

Fachrichtung bietet Dir ganz unterschiedliche Praktikumsmöglichkeiten, die

zusätzlich von Deinen Vorstellungen hinsichtlich Land, Termin, Dauer, Praktikumsinhalt

usw. abhängen. Was die Welt Dir alles so zu bieten hat, lässt

eine erste Recherche in verschiedenen Praktikumsbörsen des Internets erahnen.

Auch einige Institute der Universität Leipzig haben Listen von Praktika

sowie Erfahrungsberichte von PraktikantInnen auf Ihren Webseiten.

2.1 ERASMUS-Praktikum in Europa

Das ERASMUS-Programm fördert neben Studienaufenthalten auch selbst

organisierte Praktika in Europa (27 Mitgliedsstaaten sowie Türkei, Norwegen,

Island, Liechtenstein, Kroatien, Schweiz). Die Praktikumseinrichtung

kann dabei von jedem Studierenden individuell gewählt werden. Ausgenommen

von der Förderung sind lediglich Praktika bei EU-Institutionen,

Einrichtungen, die EU-Programme verwalten, sowie bei diplomatischen

Vertretungen des Heimatlandes. Das Praktikum muss darüber hinaus als

„studienrelevant“ gelten.

Beratung und Antragsstellung erfolgt im Akademischen Auslandsamt.

Akademisches Auslandsamt

Christiane Pschierer

Goethestraße 6, raum 433

04109 leipzig

0341 97 32 067

erasmus.praktikum@uni-leipzig.de

www.uni-leipzig.de/erasmus/praktikum

Informationsseite des DAAD zum Praktikum in Europa

http://eu-community.daad.de/

Forum "raus geht ... geht raus" zum Auslandssemester

http://aaaforum.uni-leipzig.de


Auslandaufenthalt im Studium

2.2 Fahrtkostenzuschüsse des DAAD

Die DAAD-Fahrtkostenzuschüsse sind durch die Neustrukturierung der

DAAD Programme in PROMOS übergegangen (-> siehe 1.1. DAAD). Für

Praktika im Ausland können allerdings weiterhin Fahrtkostenzuschüsse direkt

vom DAAD gewährt werden, wenn die Besetzung der Praktikumsplätze

über die Austauschorganisationen IAESTE, AIESEC, ZAD und DCGM

erfolgt.

2.3 DAAD-Kurzstipendien für Praktika im Rahmen von

auslandsbezogenen Studiengängen

Das Programm soll deutschen StudentInnen ein zwei- bis dreimonatiges

Fachpraktikum im Ausland ermöglichen. Das Auslandspraktikum muss als

Pflichtpraktikum bzw. vom Fachbereich als dringend empfohlenes Auslandspraktikum

anerkannt werden.

2.4 AIESEC Praktika weltweit

Wir bieten dir die Möglichkeit, an unserem Praktikantenprogramm „International

Development“ teilzunehmen, wo du für 6-8 Wochen in eine

fremde Kultur eintauchen und dich als Mitarbeiter im Entwicklungshilfebereich

und bei kulturellen Projekten neuen Herausforderungen stellen kannst.

Zusätzlich haben unsere Mitglieder die Chance, nach erfolgreicher Mitarbeit

Praktika in den Bereichen Wirtschaft, Informationstechnologie und

Pädagogik durch unser „Global Exchange Program“ zu machen. Alle Infos

findest du auf www.aiesec.de/leipzig.

AIEsEC leipzig

Campus Augustusplatz, Institutsgebäude

Grimmaische straße 12, raum I401

04109 leipzig

0341 97 33 648

leipzig@aiesec.de

31


Wohnungen

mit Denkfaktor

Für Studis die passende Wohnung!

Jetzt Mieter werden!

0341 - 9 92 39 99

Leipziger Wohnungs- und

Baugesellschaft mbH

Prager Straße 21, 04103 Leipzig

Telefon: 0341 - 9 92 39 99

www.lwb.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine