Newsletter des Beruflichen Gymnasiums - Schuljahr ... - BBS Soltau

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Newsletter des Beruflichen Gymnasiums - Schuljahr ... - BBS Soltau

Juni 2013

Newsletter des Beruflichen

Gymnasiums

- Schuljahr 2012/2013 -

In dieser Ausgabe:

Zusammengestellt von der BG-P11a

Kennenlernfahrt

nach Zeven

Europaschule BBS

Soltau

Magersucht—

zwischen Schule und

Schönheitswahn

BBS Soltau gegen

Gewalt und Rassismus

Juniorwahlen an den

BBS Soltau

2

2

4

6

6

Wir, die BG-P 11A, haben

uns in den letzten

Wochen im Rahmen des

Deutschunterrichtes bei

Frau Vesper mit verschiedenen

Sachtexten

auseinandergesetzt. Um

unsere Textkenntnisse

und Schreibfertigkeiten

zu erweitern, haben wir

uns der Herausforderung

gestellt, zu bestimmten

Themen Artikel für die

Homepage der BBS

Soltau zu verfassen. Dazu

haben wir Projekte

des vergangenen Schuljahres

Revue passieren

lassen. In einer längeren

Arbeitsphase wurden Informationen

gesammelt,

Personen interviewt, geschrieben,

getippt und

korrigiert.

Im Folgenden präsentieren

wir unsere Ergebnisse

und wünschen viel

Spaß beim Lesen!


Newsletter des Beruflichen Gymnasiums

Kennenlernfahrt nach Zeven

„Rechts Wald. Links

Wald. Vorne Wald.

Hinten Wald.“

Zu Beginn der Klasse 11 findet am

Beruflichen Gymnasium der BBS

Soltau eine dreitägige Kennenlernfahrt

nach Zeven statt. Ziel dieser

Fahrt ist vor allem, gegen die sogenannte

„Grüppchenbildung“ zu arbeiten

und die Klassengemeinschaft

der neuen Klasse zu stärken. Darüber

hinaus soll die Teamfähigkeit

der Schülerinnen und Schüler gestärkt

werden, um vor allem bei

späteren Gruppenarbeiten davon

profitieren zu können.

Dieses soll durch ein sehr ausführliches

Programm erreicht werden,

welches in der Jugendherberge

Zeven stattfindet. Die Jugendherberge

Zeven liegt wunderschön

abgelegen in einem Waldgebiet.

Rechts Wald. Links Wald. Vorne

Wald. Hinten Wald. Doch auch

diese, anfangs schockierende, Tatsache

hat durchaus seine Vorteile.

Wir waren komplett abgeschnitten

von der Außenwelt, und damit hatten

wir auch viel mehr Ruhe uns auf

das Kennenlernen der jeweils anderen

zu konzentrieren.

Nachdem wir nach ungefähr einer

Stunde Fahrt mit dem Bus in der

Jugendherberge angekommen sind,

wurden uns erst einmal unsere Zimmer

zugewiesen. Dann hatten wir

eine Pause von ungefähr 60 Minuten,

bevor das Programm losging.

Es gibt in dieser Jugendherberge

mehrere Räume, die auch für Seminare

benutzt werden und die Kennlernfahrt

könnte man schon als ein

solches bezeichnen.

Und dann fingen sie an. Die Kennlernspiele.

Hierbei ist es wirklich

wichtig, viel mit Humor zu nehmen

und nicht zu denken, man könnte

sich blamieren. Die Erfahrung haben

wir gemacht - es fängt sogar

wieder an Spaß zu machen

„Obstsalat“ zu spielen - wenn man

sich selbst nicht zu ernst nimmt.

Dabei muss man sich immer denken,

dass man nicht der oder die

Einzige ist, der unsicher ist. Neben

den Kennenlernspielen wurde daran

gearbeitet, wie man effektiv in

Gruppen arbeitet, es wurden Regeln

für Gruppenarbeiten aufgestellt und

Rollenspiele durchgeführt.

Hauptsächlich haben wir dort in

klasseninternen Gruppen gearbeitet,

welche von den Lehrkräften eingeteilt

wurden. Am zweiten Tag haben wir

eine Rallye gemacht, welche um das

ganze Gelände führte. Bei dieser Rallye

ist es wichtig, sich auf die anderen

einzulassen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Hier wurde nicht in

den klasseninternen Gruppen gearbeitet,

sondern es wurden gemischte

Teams aller vier Klassen aus den

Zweigen Gesundheit/Pflege und

Wirtschaft gebildet.

Am dritten Tag mussten wir dann in

kleinen Gruppen in Form von vorgeschriebenen

Darstellungen (z.B. TV-

Show) vorführen, was wir in den vorigen

Tagen gelernt haben.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass

diese Fahrt wirklich sehr sinnvoll

war. Unsere Klasse, in der sich anfangs

kleine Gruppen bildeten, fand

extrem schnell zusammen und besteht

seitdem aus einer großen Klassengemeinschaft.

Natürlich hat nicht nur

die Fahrt nach Zeven dazu beigetragen,

aber sie war eine sehr große Hilfe,

sich in der neuen Klasse wohl zu

fühlen.

Nun wünschen wir jedem, dem diese

Fahrt noch bevorsteht, viel Spaß und

hoffen, dass sie euch genauso viel

bringt wie uns.

Charlotte, Saskia, Anne und Dulia

Seite 2

„Wir gehören dazu“

Seit Dezember 2012 kann sich

die BBS Soltau „Europaschule“

nennen. Die Frage ist, was ist

eigentlich eine „Europaschule“?

Sie ist ein Teil des Schulentwicklungsprogramms,

welches

dazu dient, interkulturelle Erfahrungen

zu sammeln, Verantwortung

für sich und Europa zu

übernehmen, Sprachbarrieren

durch aktiven Fremdsprachengebrauch

und soziales Lernen zu

überwinden.

Die letzte Zusammenarbeit zwischen

uns und unseren Partnerschulen

in z.B. Polen, Finnland,

Frankreich und Spanien ermöglichte

die Zielsetzung einer

„Europaschule“ zu erfüllen. Aus

organisatorischen und finanziellen

Gründen ist es der BBS

Soltau nicht möglich einen

Schüleraustausch ohne Unterstützung

anzubieten und durchzuführen.

Daher schließt sich die

BBS bereits existierenden Projekten

an. Hierzu zählen: das

Leonardo da Vinci Austauschprojekt,

bilaterale Programme

mit Frankreich, Polen und Norwegen

und die Ausarbeitung von

e-learning-Programmen für interkulturelles

Lernen.

Nicht jeder Fachbereich der BBS

Soltau ist inhaltlich für einen

solchen Schüleraustausch

geeignet. Die zur Zeit

in Frage kommenden Ausbildungsberufe

sind: kaufmännische

Berufe, z.B. Industriekaufleute,

Großhandelskaufleute

und Einzelhandelskaufleute;

IT-

Berufe; Gastronomische

Berufe; Handwerksberufe

wie z.B. Friseure, KFZ-

Mechatronik, Zimmerer,

Maurer und Metallberufe.


Europaschule

Um Euch einen kleinen Einblick

in das Programm einer

„Europaschule“ zu vermitteln,

haben wir einige Teilnehmer

des Schüleraustausches

interviewt.

Davids Reise nach Polen

Einer von ihnen ist David, ein Schüler aus der Klasse für Lagerlogistik.

Er wurde durch die Vorstellung der Austauschmöglichkeit

durch Frau Barth aufmerksam. Die Vorstellung

der Arbeitsinhalte, die Kultur, die Anwendung der fremdsprachlichen

Kenntnisse und den Kontakt zu Bürgern eines

europäischen Mitgliedstaaten in einem gut organisiertem Rahmen

erleben zu dürfen, all das bewegte David, sich sofort darauf zu bewerben. David

wurde einem Betrieb in Polen zugeteilt. Die Tatsache, dass er sich nicht selbst um einen

Praktikumsbetrieb kümmern musste, erleichterte ihm auch die Entscheidung am Austausch

teilzunehmen. David musste sich auch nicht um seine Unterkunft kümmern. Er

wurde in einem Sportinternat untergebracht. Selbst die Anreise per Bahn war organisiert

worden.

So machte sich David auf eine 9-stündige Anreise hin zum Praktikumsbetrieb. Er wurde

sehr offen und freundlich in Empfang genommen. David lernte die Arbeitsabläufe im

Büro kennen und hatte die Möglichkeit, in seiner Freizeit an unterschiedlichen Freizeitaktivitäten

teilzunehmen. Organisiert wurden diese vor Ort von den polnischen Austauschpartnern.

So sah er sich z.B. gemeinsam mit ihnen ein Basketballspiel an, besuchte

ein Museum und erkundete die Stadt. David hat während seines Aufenthalts in Polen

viele positive Erfahrungen gesammelt und freundschaftliche Kontakte geknüpft.

Cindys Reise nach Finnland

Cindy ist 19 Jahre alt und befindet sich in einer dualen Ausbildung zur Informatikkauffrau. Auch sie

wurde durch Lehrkräfte der BBS Soltau auf den Schüleraustausch aufmerksam gemacht. Ihre Austauschmaßnahme

wurde durch die Europäische Union finanziert.

Cindy reiste per Flugzeug von Hamburg über München bis nach Helsinki. Dort wurde sie in der

schuleigenen Unterkunft Omnia Finns untergebracht.

Cindy sammelte viele positive Erfahrungen im Kontakt mit der Bevölkerung. Sie hat neben den

berufsspezifischen Inhalten auch ihre Sprachkenntnisse erweitert, neue kulturelle Eindrücke gesammelt

und hat es gelernt sich selbständig in einem ihr fremden Land zu bewegen. Das gab ihr so

viel Selbstsicherheit, dass sie sich jetzt sogar für ein Austauschjahr nach Amerika beworben hat.

Cindy empfiehlt jedem einmal an einem solchen Austausch teilzunehmen. Das sei eine super Erfahrung,

bringe viel Spaß und man lerne viele nette Leute kennen.

Wir drücken Cindy für den Amerikaaustausch die Daumen und hoffen, dass sie uns später davon

berichten wird.

Mattis Reise nach Finnland

Mattis ist 22 Jahre alt und befindet sich in der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

Er hatte das große Glück einen der Plätze für den Finnlandaustausch zu erhalten. Dieser Austausch wurde durch

das Projekt Leonardo Da Vinci der Europäischen Union finanziert. So war es auch bei Cindy. Mattis war hochmotiviert

einmal andere Arbeitsbedingungen und eine neue Kultur kennenzulernen. Außerdem wollte er unbedingt

seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern.

Genau wie Cindy reiste er per Flugzeug und öffentlichen Verkehrsmitteln nach Finnland. Er lebte dort in einer

Art Studentenwohnheim, in dem viele internationale Austauschschüler untergebracht waren. Sein Praktikumsplatz

befand sich in der Bibliothek für den technischen Support.

Seine Freizeitgestaltung war auch sehr vielseitig. Er sah nicht nur viele Sehenswürdigkeiten in Helsinki, sondern

nahm z.B. auch an einem Husky-Riding teil. Natürlich unternahm auch einiges mit den anderen Austauschschülern

aus dem Wohnheim.

Mattis hat seine Englischsprachkenntnisse verbessert und die finnische Lebens- und Arbeitsweise genossen. Er

empfindet den Austausch als eine wertvolle Erfahrung und kann das nur jedem empfehlen. Vor einem ständigen

Arbeitsplatz im Ausland hat er aber noch zu großen Respekt. Den Schritt würde er heute noch nicht wagen.

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Newsletter des Beruflichen Gymnasiums

Europaschule

Zusammenfassend stellen wir fest,

alle Teilnehmer waren begeistert!

Wir empfehlen euch, ergreift eure

Chance auf ein Auslandspraktikum,

tut etwas für den europäischen Zusammenhalt

und habt ganz viel

Spaß dabei!

Für uns Schüler des Beruflichen

Gymnasiums gibt es diese Möglichkeit

noch nicht.

Doch es wurde ein Comenius-

Projekt beantragt. Thema des Projektes

ist: „Wo ist unser Platz in der

EU?“ Beteiligt sind die Länder

Spanien, Polen, Türkei und

Deutschland.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren

findet in jedem der Länder ein

gemeinsames Treffen statt. Ziel ist

es, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten

zu erforschen. So

sollen Vorurteile abgebaut werden.

Wir hoffen, dass sich dieses Projekt

bald an unserer Schule etabliert.

Merle, Merle, Ursula und Julia-

Marie

Magersucht - zwischen Schule und Schönheitswahn

Ein Artikel von Lina, Marina, Anna und Steffen

Magersucht, auch bekannt als Anorexia

nervosa oder Anorexia mentalis,

was so viel bedeutet wie „nervlich

bedingte Appetitlosigkeit“,

ist eine psychische Störung aus dem

Bereich der seelisch bedingten Essstörung.

Laut Statistiken leiden in Deutschland

220.000 Jugendliche und junge

Erwachsene im Alter von 15-24

Jahren unter dieser Krankheit. Hierbei

liegt die Zahl der erkrankten

Frauen bei über 93 %.

Auch Beke Worthmann, eine 17-

jährige Schülerin des Beruflichen

Gymnasiums Soltau, litt mit 13 Jahren

unter Magersucht, welche sie

nach einem schweren Kampf heute

glücklicherweise überwunden hat.

Sie verarbeitete die schlimmen Erinnerungen

der Krankheit, indem sie

darüber ein Buch schrieb.

Es handelt sich hierbei jedoch nicht

um eine

„gewöhnliche Geschichte einer

Magersüchtigen“.

Beke recherchierte über die Krankheit

und interviewte andere Betroffene.

Das Ergebnis war eine Erzählung

über die Magersucht aus elf verschiedenen

Perspektiven von Beke

und zehn erkrankten Jugendlichen,

die sowohl weiblichen, als auch

männlichen Geschlechts waren.

Nachdem die junge Gymnasiastin

im Sommer 2012 mit Recherchen,

Interviews und ersten Schreibversuchen

begann, erschien das Buch am

1. April 2013 unter dem Titel

„Dein Leben hat Gewicht - elf

Porträts junger Magersüchtiger“.

Durch das besondere Einfühlungsvermögen

vermittelt die junge Autorin

einen unverwechselbaren Blick

in die vielen Facetten der Krankheit,

welches sie schon bei ihrer Lesung

an unserer Schule bewies.

Wir durften Beke selbst zu einem

persönlichen Interview treffen und

ihre alle Fragen stellen, die uns auf

der Zunge lagen.

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Interview mit Beke Worthmann

Wie und wann begann die Krankheit?

Es begann 2009 vor meiner Konfirmation. Als mein Vater, auf Anraten von mir, weniger

aß, um abzunehmen und um wieder in seinen alten Anzug zu passen, war ich so verwundert

darüber, dass er sich das so zu Herzen genommen hat, dass ich für meinen Teil auf Süßigkeiten

verzichten und mich gesünder ernähren wollte. Mit der Zeit steigerte sich das Verhalten

durch konkretes Achten auf die Ernährung bis hin zum Auslassen von Mahlzeiten.

Hinzu kam der Schuldruck, Ehrgeiz, Perfektionismus, Unsicherheit im Freundeskreis und

die psychischen und körperlichen Probleme, die das Erwachsen werden mit sich bringen.

Wie hat sich die Magersucht auf deine schulischen Leistungen ausgewirkt?

Meine schulischen Leistungen sind durch die Krankheit deutlich besser geworden, weil ich

dadurch einen ziemlich ausgeprägten Ehrgeiz entwickelt habe.

Wie kamst du auf die Idee, elf Porträts der Krankheit in deinem Buch aufzugreifen

und nicht bloß deine eigene?

Die Krankheit hat ganz viele Gesichter und für jeden etwas anderes zu bedeuten. Manche

verarbeiten dadurch Probleme, andere suchen darin etwas. Da kam mir das erste Mal der Gedanke, ein Buch darüber herauszubringen,

in dem die Betroffenen ihre Geschichten erzählen können. Anfangs waren es nur zehn Porträts, weil ich zu Beginn

gar nicht von meiner eigenen Geschichte erzählen wollte, doch nach einiger Überlegung habe ich mich um entschieden,

weil die Leser sicher auch die Geschichte der Herausgeberin interessiert.

Inwiefern hat das Schreiben über die Krankheit dein Leben verändert?

Es hat mein Leben nicht unbedingt verändert.

Es war zwar eine aufregende Zeit dadurch, dass ich bei vielen Fotoshootings, Presseterminen, Konferenzen und Fernsehauftritten

präsent sein musste, aber ich bin immer noch dieselbe Beke, die zur Schule geht, einen Nebenjob hat und ein ziemlich

normales Leben führt.

Wann kam der Zeitpunkt der Realisierung, dass du wirklich krank bist?

Erst mal habe ich das gar nicht realisiert. Der erste Denkanstoß kam bei meinem ersten Klinikaufenthalt Mitte 2009, als ich

die Diagnose „Anorexia nervosa“ auf dem Anmeldezettel gelesen habe. Nachdem ich ein halbes Jahr in Therapie war und

wieder nach Hause kam, hat es relativ schnell wieder mit dem falschem Essverhalten angefangen. Ich hatte eigentlich gar

nichts verstanden und wollte auch gar nicht richtig gesund werden, da in meinen Augen alles gut lief. Ich dachte, ich hätte

die Kontrolle über alles. Nach einem Klinikaufenthalt 2010 ging es ebenfalls wieder von vorne los. Nach meinem letzten

Klinikaufenthalt 2012 hat es erst „Klick gemacht“.

Du hast auch eine Lesung in der BBS Soltau gehalten vor Schülern und Lehrern. Wie war das Feedback?

Es war eine Lesung vor meinem Jahrgang, somit kannte ich die Schüler und Lehrer auch allesamt. Obwohl ich meine eigene

Geschichte nicht vorgelesen habe, aus sentimentalen Gründen, war es eine sehr positive, persönliche Erfahrung.

Das Publikum war überraschend aufmerksam, Handys blieben aus. Es herrschte eine ruhige und etwas angespannte Stimmung,

so war man froh, wenn durch schmunzelhafte Textpassagen die Stimmung etwas aufgehellt wurde.

Hast du noch Tipps, wie man gerade auch in der Schule mit der Krankheit umgehen sollte?

Auf jeden Fall sollten die Lehrer versuchen einen persönlichen Bezug herzustellen zu dem erkrankten Schüler und nicht versuchen

als Autoritätsperson von oben herab zu reden, das wirkt dann meist eher wie eine Standpauke. Insbesondere Sportlehrer,

denen so etwas eigentlich am ehesten auffallen müsste, sollten ein Auge darauf haben.

Fazit

Unserer Meinung nach ist es nicht nur

eine Glanzleistung mit 17 Jahren ein

Buch über ein so persönliches Thema

zu schreiben, sondern auch der Krankheit

im Buch so viele Facetten zu verleihen.

Es entspricht keinesfalls diesen

„0815“ Büchern über Magersucht und

deren Verlauf. Es ist einfühlsam, ehrlich

und mit einer Prise Humor geschrieben.

Es ist etwas noch nie da gewesenes und

im jeden Fall lesenswert.

Ebenfalls finden wir es sehr gut, dass

ein so brisantes Thema an der BBS

Soltau nicht tot geschwiegen wird, sondern

man sich gegen die Problematik

und für die Aufklärung dieser Krankheit

einsetzt.

Seite 5


Newsletter des Schuljahres 2012/2013

BBS Soltau gegen Gewalt und Rassismus

An den BBS Soltau wurden im vergangen

Schuljahr Projekte zum Thema Rassismus

und Gewalt durchgeführt. Zunächst

wurde im Politikunterricht an

verschiedenen Projekten gearbeitet, die

zur Teilnahme am Schülerwettbewerb

des Vereins „Die gelbe Hand“ gehörten.

Im Verlauf des Schuljahres fand ein

Tanzflashmob statt und es wurden Unterschriften

für die Aktion „Schule ohne

Rassismus – Schule mit Courage“ gesammelt.

Der Verein „Die gelbe Hand“, der vor

25 Jahren gegründet wurde, setzt sich

gegen Rassismus und Rechtsextremismus

ein und ist damit eine der ältesten

Organisationen Deutschlands gegen

Rassismus. Ziel des Vereins ist es, ein

kulturelles Miteinander zu fördern. Darüber

hinaus setzt er sich auch für Chancengleichheit,

Gleichberechtigung und

ein interkulturelles Miteinander ein.

(Quelle: www.gelbehand.de) Jedes Jahr

veranstaltet die Organisation einen

Schülerwettbewerb, bei dem Schülerinnen

und Schüler aufgefordert sind, verschiedene

Beiträge gegen Diskriminierung,

Rassismus und für die Gleichberechtigung

einzureichen.

Hierzu hat auch die Klasse BGP 11a

mehrere Wochen lang verschiedene

Projekte zu diesem Thema ausgearbeitet.

So haben einige Gruppen Plakate

erstellt, oder andere hatten die Idee eines

Flashmobs im Designer-Outlet-

Soltau. Das Ziel des Projektes ist es, die

Menschen dazu zu bewegen, sich mehr

gegen Rassismus einzusetzen. Diese

Projektdurchführung war für uns sehr

positiv, da wir durch die Arbeit an den

verschiedenen Ideen noch einmal für

das Thema Gewalt und Rassismus sensibilisiert

wurden.

Im Februar 2013 wurde dann unter einem

ähnlichen Aspekt – zur Demonstration

gegen Gewalt an Frauen und Kindern

– ein Tanzflashmob in den BBS

Soltau durchgeführt. Unter der Aktion

„one billion rising“ finden weltweit

verschiedene Veranstaltungen statt, die

für das Ende gegen Gewalt an Frauen

und Mädchen einstehen sollen. Die

Sportlehrerin Sandra Schlue-Roth übte

gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern

einen Tanz ein und führte gemeinsam

mit den Schülerinnen und Schülern

und weiteren Kollegen den Flashmob

im Forum der BBS Soltau durch.

Merle, Melina, Jelena, Janine und

Laura

Juniorwahlen an den BBS Soltau

Die „Juniorwahlen“ sind unterrichtlich

vorbereitete „Probewahlen“, welche parallel

zu Landtags,- Bundestags und Europawahlen

stattfinden. Das Projekt wurde

1999 als Anlehnung an die

„Kidsvotings“ in den USA in die Welt

gerufen und ist eines der größten Schulprojekte

Deutschlands. Es bereitet die

Schüler ab Klasse 7 durch ein Unterrichtspaket

mit der Thematik „Demokratie

und Wählen in Deutschland“ ca.

einen Monat auf die Probewahlen vor.

Der eigentliche Wahlakt kann in den

Schulen dann entweder elektronisch oder

durch die typische Zettelwahl mit Urne

durchgeführt werden, um die Schüler an

den Ablauf einer Wahl zu gewöhnen.

Zu den Zielen dieses Projektes gehören

darüber hinaus die Förderung der Meinungsbildung

der Jugendlichen und die

Minderung der Politikverdrossenheit,

welche unter den Jugendlichen herrscht.

Bei der Juniorwahl zum Niedersächsischen

Landtag 2013 wurde ein neuer

Rekord aufgestellt. So nahmen in Niedersachsen

landesweit 354 Schulen mit

mehr als 70.000 Schülern teil.

Auch die BBS Soltau nahm passend zur

Landtagswahl im Jahr 2013 an dem Projekt

„Juniorwahl“ teil. Nach dem erfolgreichen

Abschluss und den positiven

Rückmeldungen von Schülerinnen und

Schülern sowie den Lehrkräften, wird

unsere Schule im September 2013 im

Rahmen der Bundestagswahl das Projekt

erneut durchführen. Geplant ist die Teilnahme

von Klassen aus allen Schulformen,

zum Beispiel aus dem Beruflichen

Gymnasium, der Fachoberschule Wirtschaft

bzw. Technik und den Berufsschulzweigen

„Banken“, „Industrie“,

„Einzelhandel“.

Neben der unterrichtlichen Vorbereitung

im Fach Politik können die Schüler als

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer organisatorisch

in die Wahlprozedur eingreifen,

einen Wahlvorstand bilden und die

Verantwortung für die Wahlbenachrichtigungen,

Wählerverzeichnisse und die

Wahlniederschrift übernehmen.

Unterstützung erhalten die Schüler dabei

von ihren Politiklehrkräften, die mit passend

zugeschnittenen Materialien vom

Kumulus e.V. ausgestattet werden.

An den BBS Soltau betreut die Politiklehrerin

Jana Ziegler die Juniorwahlen,

die sich uns gegenüber folgendermaßen

über das Projekt äußerte: „Die Teilnahme

an der Juniorwahl ermöglichte den

Jugendlichen eine Auseinandersetzung

mit dem deutschen Parteiensystem, eine

realitätsnahe Entscheidungsfindung und

das Kennenlernen und Ausprobieren des

Wahlablaufes. Ein gelungenes Projekt

zum Abbau von ,Wahlhemmnissen‘“.

Gina, Jannis und Julia

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