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Bild 7. Kurbeltrieb

2.1.6 Kolben

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Der Kolben besteht aus einer Leichtmetall-Kolbenlegierung und ist als sogenannter Vollschaftkolben ausgebildet. Der Kolbenboden ist

gewölbt und hat zwei Aussparungen, um bei OT-Stellung des Kolbens den geöffneten Ventilen Platz zu geben. Die Abdichtung erfolgt

durch zwei Verdichtungsringe aus Sondergußeisen. Außerdem ist noch ein Ölabstreifring vorgesehen.

Der bei der Verbrennung entstehende Kolbendruck wird über den einsatzgehärteten, geschliffenen und geläppten Kolbenbolzen auf die

Pleuelstange und von da auf den Hubzapfen der Kurbelwelle übertragen. Der Kolbenbolzen ist durch Seeger-Ringe gegen seitliche

Verschiebung gesichert.

Das Kolbenbolzenauge der Pleuelstange ist mit einer Pleuelbuchse aus Bleibronze ausgebuchst. Das Pleuellager ist ein einreihiges

Zylinderrollenlager, bei dem die Lagerrollen durch einen Käfig geführt werden.

Pleuelstange und Kurbelhälften bestehen aus hochfesten Vergütungsstählen. An die Kurbelwangen, die gleichzeitig als Gegengewichte

ausgebildet sind, ist der Kurbelwellenzapfen im Gesenk angeschmiedet. Die Kurbelwelle, bestehend aus den beiden Kurbelhälften und

dem Hubzapfen, ist hydraulisch zusammengepreßt. Das Öl für die Schmierung des Pleuellagers gelangt über Aussparungen im

Lagerdeckel der Kurbelwelle in das Ölschleuderblech, wird dort durch die Fliehkraft von den Schmutzteilchen befreit und gelangt dann in

den Hubzapfen und zum Pleuellager. Das hier seitlich austretende Öl wird infolge der Kurbeldrehung abgeschleudert und schmiert auf

diese Weise die Kolbenlaufbahn des Zylinders.

Auf den hinteren Kurbelwellenzapfen ist das Schwungrad aufgesetzt. Es wird durch eine Sechskantschraube, die durch eine

Federscheibe gesichert ist, auf dem Konussitz festgezogen.

2.1.7 Steuerung

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Das Öffnen der Ventile für den Gasein- und -auslaß erfolgt über Kipphebel, Stoßstangen und Stößel von der Nockenwelle aus. Diese

erhält wiederum ihren Antrieb von der Kurbelwelle über zwei schrägverzahnte Stirnräder (sogenannte Steuerräder).

Bild 8. Antrieb der Nockenwelle

Das kleine Steuerrad (Ritzel) sitzt fest auf dem vorderen Kurbelwellenzapfen. Das große Steuerrad (Nockenwellenrad) sitzt fest auf der

Nockenwelle, die in zwei Schulterkugellagern im Motorgehäuse gelagert ist. Beim Einbau der Steuerräder ist darauf zu achten, daß die

Markierungen an beiden Rädern übereinstimmen, andernfalls ändern sich die Ventilsteuerzeiten (Bild 8).

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