www.bayer-frank.de Betriebsanleitung Simson AWO 425 T ...

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Die Ventilsteuerzeiten des Motors Typ 425 sind im Steuerwinkeldiagramm (Bild 9) dargestellt.

Die im Gesenk geschmiedete Nockenwelle ist oberflächengehärtet und geschliffen. Zwischen den beiden Steuernocken befindet sich

eine Schneckenverzahnung, die zum Antrieb der Ölpumpe dient.

Die hohlgebohrten Ventilstößel aus Hartguß gleiten in Führungsbuchsen aus Stahl. Dieselben sind in das

Motorgehäuse fest eingezogen und durch ein Sicherungsblech gegen axiale Verschiebung gesichert. Die Stoßstangen sind aus

knickfesten Duralstangen gefertigt. Sie sind an beiden Enden mit Stahlkappen versehen, die in die entsprechenden Kugelpfannen von

Kipphebel und Ventilstößel eintreten.

Die hängenden Ventile sind im Zylinderkopf V-förmig angeordnet. Durch die Anwendung von Haarnadel-Ventilfedern wird erreicht, daß

auch bei höchsten Drehzahlen ein sicheres Arbeiten der Ventile und somit ein einwandfreier Gaswechsel stattfindet. Das beruht darauf,

daß bei Haarnadel-Ventilfedern geringere Massenkräfte auftreten als bei Schraubenfedern. Schraubenfedern neigen dazu, bei

Drehzahlsteigerung in Eigenschwingungen zu geraten, wodurch dann das sogenannte Ventilflattern auftritt.

Da das Auslaßventil wesentlich höheren Wärmebeanspruchungen unterworfen ist als das Einlaßventil, werden einmal unterschiedliche

Einbauspiele zwischen Ventilschaft und Ventilführung vorgesehen, und zum anderen finden unterschiedliche Werkstoffe für die beiden

Ventile Verwendung. Aus diesem Grunde sind Ventile und Ventilführungen für Ein- und Auslaß besonders gekennzeichnet.

Die Einstellung des Ventilspiels wird durch Verstellen einer Druckschraube mit Gegenmutter ermöglicht.

Die Kipphebellagerung im Zylinderkopf ist als Nadellagerung ausgebildet, wobei die Lagernadeln auf gehärteten Lagerbolzen laufen.

Zum Ausgleich von etwa auftretendem axialem Spiel der Kipphebel wurde eine Federscheibe in Verbindung mit einigen Distanzscheiben

eingebaut, die dieses Spiel automatisch ausgleicht; das trägt mit zur Erzielung der gewünschten Laufruhe des Motors bei.

Es bedeuten:

EÖ = Einlaß öffnet

ES = Einlaß schließt

AÖ = Auslaß öffnet

AS = Auslaß schließt

OT = oberer Totpunkt

UT = unterer Totpunkt

Die angegebenen Winkel beziehen sich auf die Kurbelwelle

2.1.8 Einstellen des Ventilspiels

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Bild 9. Steuerwinkeldiagramm

Als Ventilspiel bezeichnet man den Luftspalt zwischen den Druckschrauben der Kipphebel und deren Druckflächen an den Schaftenden

der Ventilschäfte. Eine regelmäßige Überprüfung des Ventilspiels ist bei allen Viertaktmotoren eine unbedingte Notwendigkeit, wenn die

volle Leistungsfähigkeit und die Laufruhe des Motors erhalten bleiben sollen.

Besonders bei neuen Maschinen ist während der Einfahrzeit ein häufiges Nachprüfen des Ventilspiels wichtig.

Das Ventilspiel soll so klein wie möglich sein, womit jedoch nicht gesagt ist, daß ein großes Ventilspiel unbedingt schädlich ist. Zu

großes Ventilspiel äußert sich jedoch deutlich durch unerwünscht lauten Gang (Rasseln). Je größer das Ventilspiel ist, desto größer wird

auch die dadurch auftretende Stoßbeanspruchung, außerdem sinkt mit größer werdendem Ventilsiel die Leistung des Motors.

Als obere Grenze sind die von uns angegebenen Richtwerte zu betrachten, also

Ventilspiel für Einlaßventil 0,1 mm,

Ventilspiel für Auslaßventil 0,1 mm.

Im allgemeinen wird man versuchen, unter diesen Werten zu bleiben, wobei zu beachten ist, daß das Spiel beim Auslaßventil

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