www.bayer-frank.de Betriebsanleitung Simson AWO 425 T ...

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Die Haltekappe vereinigt in sich das Polgehäuse mit Polen und Feldspulen und trägt die Bürstenhalter mit Bürsten (Bild 16). Außerdem

ist der Reglerschalter an das Polgehäuse angeschraubt.

Der Anker sitzt auf dem vorderen Wellenstumpf der Kurbelwelle, wird also mit Kurbelwellendrehzahl angetrieben.

Ist es aus einem zwingenden Grunde erforderlich, einmal ohne Batterie zu fahren (mit dieser Lichtmaschine durchaus möglich), so ist

unbedingt zu beachten, daß das Fahrzeug über der Nenndrehzahl des Motors gefahren wird, da sonst der Rückstromschalter zerstört

wird. Auf jeden Fall ist dabei das Pluskabel (30, Batterieanschlußkabel) zu isolieren. Bekommt es Verbindung mit Masse, so brennt die

Sicherung im Scheinwerfer (Bild 17) durch. Diese kann nach Herausschrauben der Schlitzschraube im Scheinwerfer ausgewechselt

werden.

Bild 17. Auswechseln der Sicherung

Wartung

Vor Beginn jeder Arbeit an der Lichtmaschine ist das Minus-(Masse-)Kabel der Batterie abzuklemmen.

Alle 5000 km sind die Bürsten und der Kollektor auf Abnutzung und Sauberkeit zu überprüfen; dazu ist der Elektrikdeckel abzunehmen.

Die Bürsten (Bild 16, a) müssen sich in ihrer Führung leicht bewegen lassen. Verschmutzte Bürsten und Bürstenhalter sowie der Kollektor

sind mit einem sauberen Tuch zu reinigen.

Abgenutzte Bürsten sind rechtzeitig zu erneuern. Dabei ist zu beachten daß die Bürsten gut eingeschliffen werden. Man läßt dies am

vorteilhaftesten in einer Elektrodienst-Werkstatt ausführen, bei welcher auch rauhe und unrund gewordene sowie eingelaufene

Kollektoren fachmännisch nachgearbeitet werden müssen.

An der Einstellung des Reglerschalters darf unter keinen Umständen eine Änderung vorgenommen werden. Störungen, die auf ein

Versagen des Reglerschalters schließen lassen, sind in einer Vertragswerkstatt des IKA-Autoelektrikdienstes zu beheben.

Bei der Überholung des Motors soll auch die Lichtmaschine in einer IKA-Elektrodienst-Werkstatt gründlich überprüft werden.

Nickel-Kadmium-Batterie 6V, 8Ah

Batterie Nr. 9126.1 Zellentype: NK 6 V/8 Ah Zellenzahl 5. Batteriespannung: 6 Volt Kapazität: 8 Amperestunden.

Normale Entladestromstärke: 1,6 Amp.;

zeitweilig höchstzulässig: 3 Amp.

Normale Ladung: 8 Stunden mit Nennladestrom 1,6 Amp. Ladespannung regulierbar von 7 bis 9,1 Volt.

Höhe der Kalilauge über Plattenoberkante etwa 10 mm.

Erforderliche Kalilauge für eine Neufüllung etwa 0,3 kg.

Die NK-Batterie (Bild 18) hat die Aufgabe, bei Stillstand des Fahrzeugs die Stromverbraucher mit Strom zu versorgen.

Sie wird während der Fahrt von der Lichtmaschine aufgeladen, wobei sich der Ladestrom dem Ladezustand der Batterie anpaßt. Die

Ladespannung wird durch den Regler konstant gehalten.

Die NK-Batterie wird mittels Batteriespannbandes auf dem Batteriehalter festgezogen. Sie sitzt auf einer stoßdämpfenden Gummiplatte.

Der Batteriehalter ist an günstiger Stelle in der Mitte des Fahrgestells (in Schwerpunktnähe) angebracht, wodurch die Batterie (so gut,

wie bei einem Zweiradfahrzeug möglich) von den Fahrbahnstößen verschont bleibt.

Inbetriebnahme:

Nach dem Auspacken und Reinigen der Batterie überprüfe man die Zellenverbinder auf festen Kontakt sowie den Stand der Kalilauge

und verschließe die Zellen fest mit dem Füllverschluß. Wurde die Batterie ungefüllt und ungeladen angeliefert, so fülle man zunächst die

Zellen vorschriftsmäßig mit Kalilauge und lasse die Batterie bis zur Ladung einige Stunden stehen.

Ladung:

Bei mit Kalilauge gefüllten und geladen angelieferten Batterien erfolgt die erste Ladung wie bei der normalen Ladung.

Sind die Batterien ungefüllt und ungeladen geliefert worden erfolgt die erste Ladung mit der doppelten Ladezeit und mit dem

Nennladestrom. Alle Ladungen werden mit gleichbleibender Ladestromstärke ausgeführt, indem der Pluspol der Batterie mit dem

Pluspol der Ladeleitung und der Minuspol der Batterie mit dem Minuspol der Ladeleitung verbunden werden.

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