Anhang zum Jahresabschluss 2009 - OstseeSparkasse Rostock

ospa.de

Anhang zum Jahresabschluss 2009 - OstseeSparkasse Rostock

Geschäftsbericht 2009


Inhalt Seite Standorte .............................................................................. 4 Lagebericht ......................................................................... 5 Jahresbilanz ...................................................................... 14 Gewinn- und Verlustrechnung ..................................... 16 Anhang ............................................................................... 17 Bestätigungsvermerk ..................................................... 27 3


4 Unsere Filialen (Stand 31.12.2009) Am Vögenteich 23 18057 Rostock Lange Straße 7/8 18055 Rostock Grubenstraße 48 18055 Rostock Schillingallee 26-28 18057 Rostock Nobelstraße 50/51 18059 Rostock Goerdeler Straße 50 18069 Rostock Ostseepark Sievershagen 18069 Lambrechtshagen Kolumbusring 58 18106 Rostock Bertolt-Brecht-Straße 17a 18106 Rostock Warnowallee 29 18107 Rostock Schiffbauerring 72 18109 Rostock Lichtenhäger Brink 7 18109 Rostock Gerhart-Hauptmann-Straße 14 18055 Rostock Kröpeliner Straße 18 18055 Rostock Ulmenmarkt 6 18057 Rostock Handwerkstraße 1 18069 Rostock Hannes-Meyer-Platz 15 18146 Rostock Fährstraße 2 18147 Rostock Salvador-Allende-Straße 28/29 18147 Rostock Kirchenplatz 4 18119 Rostock-Warnemünde Kurstraße 20 18181 Graal-Müritz Rosengrund 3 18182 Rövershagen Mollistraße 10 18209 Bad Doberan Fritz-Reuter-Straße 7 18239 Satow Poststraße 2 18225 Kühlungsborn Strandstraße 43 18225 Kühlungsborn Am Markt 8 18236 Kröpelin Am Parkplatz 6 18230 Rerik Am Markt 12 18233 Neubukow Karauschensoll 1 18198 Kritzmow St.-Jürgen-Straße 4/8 18195 Tessin Steinbecker Weg 1a 18107 Rostock Gewerbegebiet Roggentin 18184 Roggentin Ehm-Welk-Straße 19 18209 Bad Doberan Hauptstraße 5 18279 Lalendorf Friedrich-von-Flotow-Ring 16 18190 Sanitz Schmiedeweg 4 18196 Dummerstorf Marktplatz 5 17166 Teterow Poggestraße 15 17166 Teterow Friedenstraße 55 17179 Gnoien Neue Straße 1 17168 Jördenstorf Bahnhofsplatz 2 18292 Krakow am See Hauptstraße 25 18299 Laage Lange Straße 35 18246 Bützow Bahnhofsstraße 33a 18246 Bützow Mühlenstraße 3 18258 Schwaan Elisabethstraße 23 18273 Güstrow Goldberger Straße 70b 18273 Güstrow Lindenallee 17 18273 Güstrow Markt 15-16 18273 Güstrow SB-Filialen inklusive Standorte für Geldausgabeautomaten (Stand 31.12.2009) Neptun-Einkaufszentrum Werftstraße 50 18057 Rostock Yachthafen Residenzhotel 1-8 18119 Rostock-Hohe Düne Kröpeliner Tor Center Kröpeliner Straße 54 18057 Rostock


Lagebericht 2009 der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) A. Geschäft und Strategie Gesamtwirtschaftliche Situation Das Geschäftsjahr 2009 stand unter dem Einfluss der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Umfeld waren ganzjährig Unsicherheiten in der Einschätzung des weiteren Verlaufs der Krise zu verzeichnen. Allerdings waren die Folgen in Deutschland und besonders in Mecklenburg- Vorpommern (M-V) sehr unterschiedlich zu spüren. Die Konjunkturdaten in M-V belegen den differenzierten Verlauf der Krise deutlich. Branchen wie der Einzelhandel, das Gastgewerbe und der Dienstleistungssektor haben in unserer Region nicht zuletzt durch die Unterstützung von Konjunkturpaketen eine stabile Entwicklung genommen. Dagegen bewerten Industrieunternehmen ihre Lage schlecht. Es gibt Wirtschaftszweige wie die maritime Wirtschaft, in der Werften und Schiffbauer durch die schlechte Auftragslage besonders unter den Folgen der Krise leiden. Insgesamt verbesserte sich der Geschäftsklimaindex auf ca. 100 Punkte (Vorjahr 92,9 Punkte). Wie in den Vorjahren nahm die Zahl der Arbeitslosen infolge des demografischen Wandels in M-V eine rückläufige Entwicklung. Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Vorjahr nur leicht angestiegen (0,7 %). Die Kaufkraft der privaten Haushalte hat sich auf einem stabilen Niveau gehalten. Der Finanz- und Wirtschaftskrise versuchten die Regierungen und Notenbanken in den USA und Euroland mit massiven und historisch einmaligen Rettungspaketen und Liquiditätsmaßnahmen zu begegnen. Als Antwort auf die konjunkturellen Probleme hat die Europäische Zentralbank (EZB) zunächst an ihrem im Herbst 2008 eingeschlagenen Zinssenkungszyklus festgehalten und den Leitzins für die Eurozone weiter abgesenkt. Seit Mai 2009 notiert der Tendersatz auf dem historischen Tiefstand von 1,00 %. Flankiert wurde die expansive Geldpolitik von einer massiven Liquiditätsbereitstellung, um die europäischen Finanzmärkte zusätzlich zu stützen. Diese Hilfe ist jedoch nicht auf Dauer ausgelegt. In Erwartung zukünftiger Zinserhöhungen und als Ausdruck eben dieser Inflationssorgen ist die Zinsstrukturkurve im Kalenderjahr 2009 von einer hohen Steilheit geprägt gewesen. Auch wenn der DAX das Jahr 2009 letztendlich mit einem deutlichen Plus von 23,8 % und einem Zähler von 5.957 Punkten beendete, war das Jahr von einem dramatischen Kurseinbruch im I. Quartal geprägt. So gerieten die Aktienmärkte im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise zunächst stark unter Druck. Branchensituation In der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es der OSPA gelungen, das Vertrauen der Kunden zu erhalten und weiter zu stabilisieren. Seit vielen Jahren war es erstmals möglich, den Abwärtstrend bei der Entwicklung des Giromarktanteils zu stoppen. Die OSPA hat einen Giromarktanteil von 54,7 % (Vorjahr 53,4 %) erreicht. Im Jahr 2009 standen Rettungsaktionen für einzelne Landesbanken im Fokus der Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang hatten Sparkassen Sonderbelastungen zu tragen, weil sie Sanierungsbeiträge zur Rettung einzelner Landesbanken leisteten. In eine vergleichbare Situation ist die OSPA nicht geraten. Die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) hat die Belastungen aus der Finanzkrise eigenständig getragen. 2009 traten zahlreiche gesetzliche Bestimmungen in Kraft, die direkten Einfluss auf Vertriebs- und Steuerungsprozesse in der OSPA haben und für deren Umsetzung umfangreiche Kapazitäten bereitgestellt werden mussten. So war die Payment Services Direktive (PSD) – Zahlungsdienstrichtlinie der EU – in nationales Recht umzusetzen. Dies führte zu weitreichenden Änderungen der Pflichten der Kreditinstitute beim Angebot, der Entgegennahme und der Abwicklung von Zahlungen und Kontoleistungen. Hieraus wurden grundlegende Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) erforderlich. Das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen ist in Kraft getreten und erfordert besondere Beachtung bei der Bewerbung neuer Produkte. Der Bundestag hat im Jahr 2009 das Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung beschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir in der OSPA alle Vorbereitungen zur Umsetzung dieser Rechtsvorschrift getroffen. Das betrifft insbesondere die Einhaltung der umfangreichen Protokollpflichten im Rahmen der Anlageberatung. Die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen im Fall einer Falschberatung soll sich für den Kunden dadurch wesentlich verbessern. Auf die Stärkung des Verbraucherschutzes ist die Änderung der Verbraucherkreditrichtlinie und die Einführung des Pfändungsschutzkontos gerichtet. Neben den Vorteilen aus der Standardisierung ergeben sich für die OSPA aufwändigere Prozesse bei der Kreditvergabe und zusätzliche Pflichten im Zusammenhang mit der Führung der Pfändungsschutzkonten in Form von Girokonten. Erweiterte Pflichten im Rahmen des 5


6 Kreditvergabeprozesses und strengere Regeln für die Datenweitergabe an Dritte ergeben sich für Kreditinstitute aus der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes, dessen Umsetzung im Jahr 2009 in der OSPA vorbereitet wurde. Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2009 war von der Fortsetzung der Finanzkrise geprägt. Frühzeitig zeichnete sich ab, dass sowohl die Ziele im Einlagen- als auch im Verbundgeschäft eine große Herausforderung darstellten. Trotz schwieriger Marktbedingungen und hoher Fälligkeiten ist es uns im Einlagengeschäft gelungen, den Gesamtbestand weiter auszubauen. Allerdings entschieden sich die Kunden tendenziell eher in täglich fällige bzw. kurzfristig kündbare Produkte zu investieren. Die OSPA entsprach diesem Kundenwunsch insbesondere durch ein Angebot in Form des Tagesgeldes. Letztlich führte die Entwicklung zu vergleichsweise starken Strukturverschiebungen im Rahmen der Kundenverbindlichkeiten. Im Gegensatz zum Einlagenwachstum mussten wir im Kundenwertpapiergeschäft deutliche Rückgänge im Nettoabsatz hinnehmen. Im Verbundgeschäft (Bausparen, Versicherungsgeschäft) sind wir mit den erreichten Ergebnissen zufrieden. Allerdings zeichnete sich im Jahresverlauf frühzeitig ab, dass die hohen Erwartungen reduziert werden mussten. Im Jahr 2009 entwickelte sich das Baufinanzierungs- und Immobiliengeschäft besonders positiv. Unterstützt durch zahlreiche Marketingaktivitäten und Produktinnovationen ist es uns im Privatkundengeschäft gelungen, eine Prolongationsquote von 67,8 % zu erreichen. Das abgeschlossene Neugeschäft übertraf sogar unsere Erwartungen. Im Firmenkundenkreditgeschäft konnten die Vertriebsleistungen erst im zweiten Halbjahr gesteigert werden und so an die Zielstellungen anknüpfen. Im Wertpapiereigengeschäft wurde im Geschäftsjahr 2009 die bereits im Vorjahr begonnene Diversifikation des Portfolios fortgeführt. Die durch Fälligkeiten und Verkäufe von Renten freigesetzte Liquidität wurde genutzt, um variable Refinanzierungsmittel weiter abzubauen. Innerhalb des Sondervermögens OSTSEE- FundMaster (OFM) wurde die Neuordnung der Assetklassen fortgesetzt und die angestrebte Reduzierung des OFM begonnen. So wurden z. B. die „Unternehmensanleihen“ in einen neu geschaffenen Spezialfonds übertragen und werden dort unter einem „Buy-and-Hold-Ansatz“ selbst verwaltet. Insgesamt ist die Bilanzsumme der OSPA weiter zurückgegangen und beträgt 2.783,6 Mio. EUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % gesunken. Aktiva Der Kundenforderungsbestand (inklusive Treuhand und unwiderrufliche Kreditzusagen) re- duzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % auf 1.482,9 Mio. EUR. Der Rückgang betrifft den Personalkreditbestand mit 16,7 Mio. EUR (-2,0 %), den Kommunalkreditbestand mit 18,4 Mio. EUR (-12,9 %) und den Realkreditbestand mit 58,7 Mio. EUR (-12,1 %). Weiterhin reduzierten sich die Treuhandforderungen und unwiderruflichen Kreditzusagen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Im Bestand Forderungen an Kunden sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 15,9 Mio. EUR enthalten (im Vorjahr 3,0 Mio. EUR). Der Bestand der Forderungen an Kreditinstitute beträgt 241,7 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Freie Liquidität wurde in Höhe von 100,0 Mio. EUR in ein Tagesgeld und in Höhe von 40,0 Mio. EUR in Termingelder angelegt. Das Wertpapiervermögen reduzierte sich um 9,5 % auf 978,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist u. a. auf den Verkauf von Spezialfondsanteilen zurückzuführen. Passiva Die Kundenverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 96,0 Mio. EUR auf 2.133,2 Mio. EUR gewachsen. Während sich der Bestand an Spareinlagen um 25,3 Mio. EUR verringerte, erhöhte sich der Bestand an täglich fälligen Einlagen um 180,9 Mio. EUR. Darauf entfielen 80,1 Mio. EUR auf Tagesgeldanlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 127,1 Mio. EUR auf 307,4 Mio. EUR reduziert. Hier widerspiegelt sich die gezielte Rückführung von Refinanzierungsmitteln. Verbundgeschäft Die Entwicklung des Verbundgeschäftes verlief im Geschäftsjahr 2009 sehr differenziert. Im Bauspargeschäft konnten wir mit einer Bausparsumme von 99,6 Mio. EUR an das Ergebnis des Vorjahres (99,8 Mio. EUR) anschließen. Das Ergebnis im Versicherungsgeschäft blieb hinter unseren anfänglichen Erwartungen. Das erreichte Ergebnis im Beitragsaufkommen betrug 57,3 Mio. EUR (im Vorjahr 66,5 Mio. EUR). Ebenso schwierig gestaltete sich das Neugeschäft im Kundenwertpapierhandel. Derivate Im Rahmen des Risikomanagements und zur Rentabilitätssteuerung hat die OSPA derivative Finanzinstrumente in Form von OTC-Produkten und börsengehandelten Produkten eingesetzt. Die Produktpalette beinhaltet im Jahr 2009 Swaps, Swaptions, Credit Default Swaps, Rentenfutures sowie Optionen auf Aktien und Renten-/Aktienindexfutures. Zum 31.12.2009 sind 120,0 Mio. EUR Zinsswaps (Vorjahr 245,0 Mio. EUR), 10,0 Mio. EUR in einer Swaption (Vorjahr 10,0 Mio. EUR) und 7,2 Mio. EUR Credit


Default Swaps – ausschließlich als Bestandteil strukturierter Produkte – (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) im Bestand. Die Swapbestände gliedern sich wie folgt: Verwendungszweck Nominalwerte in Tsd. EUR Micro-Hedge im Anlagebuch 100.000 strategische Positionen im Anlagebuch 20.000 Produktpolitik Im Rahmen der Marketingplanung hat die OSPA Schwerpunktkampagnen definiert, die geeignet waren, den Absatz bestimmter Produkte erfolgreich zu forcieren. Im Bereich der Baufinanzierung standen dabei folgende Themen im Vordergrund: • das Neugeschäft mit den Bestandskunden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen, • die Erhöhung der Kundenbindung durch den Abschluss von Anschlussfinanzierungen • sowie die Neukundengewinnung. Die Rostocker Hausbau-Messe wurde genutzt, um Kunden interessante Angebote zu unterbreiten. Insbesondere wurden ein zinsgünstiges Darlehen mit 10-jähriger Festzinsbindung und das Bau-Kinder- Darlehen erfolgreich beworben. Durch spezielle Versicherungspakete, einen flexiblen Tilgungsrahmen und günstige Bereitstellungsbedingungen haben wir die Attraktivität unserer Baufinanzierungsprodukte erhöht. Zur Unterstützung der Vertriebsziele im Bereich der Neugeldgewinnung wurde im Sommer 2009 das Tagesgeldkonto für Privatkunden eingeführt. Anlässlich des Weltspartages wurde das „Festzinssparen 3 Jahre“ aktiv vermarktet. Grundlage für die Steigerung unserer Ergebnisse im Verbundgeschäft war die Umsetzung der im Vorjahr entwickelten Konzepte. So wurden unter dem Motto „Freie Fahrt ins eigene Zuhause“ gemeinsam mit der LBS in 24 Geschäftsstellen Aktionen durchgeführt. „Sicher. Egal was kommt.“ war das Motto von 22 Aktionen in den Geschäftsstellen, die gemeinsam mit der neue leben Lebensversicherung AG durchgeführt wurden. Spezielle Mailingaktionen zum Zeitpunkt der Jugendweihen, des Kindertages, der Einschulung haben die Förderung des Jugendmarktes unterstützt. Besonderen Anklang unter den Jugendlichen fand auch in diesem Jahr wieder das Planspiel Börse und die „Sparkassen D! Dance Tour“. Wirtschaftlichkeit und Investitionen Im Jahr 2009 betrug das Investitionsvolumen insge- samt 2,0 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (1,0 Mio. EUR). Den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bildeten Aufwendungen für • die Anpassung der Clientinfrastruktur an die Systeme von OSPlus, • Banktechnik in den Geschäftsstellen, • Softwarelizenzen. Durch die bereits 2008 erfolgte Fusion der Sparkassen Informatik (SI) und der FinanzIT (FIT) zu einem einheitlichen Rechenzentrum – der FinanzInformatik GmbH & Co. KG (FI) – steht den Sparkassen in Deutschland ein einheitlicher IT-Dienstleister zur Verfügung. Die OSPA wird im Jahr 2010 auf die Systeme der FI migrieren und damit auf ein neues Kernbankensystem auf der Basis von OSPlus gehen. Mit der Vereinheitlichung sollen hauptsächlich Kosteneinsparungen im Bereich der zentralen IT-Kosten erzielt werden. Daraus ergeben sich für die angeschlossenen Sparkassen und damit auch für die OSPA entsprechende Synergieeffekte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in Vorbereitung auf die Migration vor allem die Veränderungen in den Geschäftsprozessen analysiert und bewertet. Personal- und Sozialbereich Mit Wirkung zum 01.12.2007 ist die OSPA Gastmitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband und somit nicht mehr tarifgebunden. Vor diesem Hintergrund gelten in der OSPA individuelle Arbeits- und Einkommensbedingungen, die im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit dem Personalrat weiterentwickelt wurden. Ergänzend dazu wurden im Rahmen einer Dienstvereinbarung Regelungen zur leistungsund erfolgsorientierten Vergütung getroffen. Im Jahr 2009 wurde erstmals ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgelegt, das ein Angebot zur Zeichnung einer Stillen Einlage der OSPA beinhaltete. Die OSPA hat die Zeichnung mit 360 EUR je Mitarbeiter aus den Personalkosten bezuschusst. Die Stille Beteiligung enthält eine fixe und eine variable Ausschüttungskomponente, so dass die Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg partizipieren können. Darüber hinaus wurden vielfältige soziale Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dabei stand das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Mittelpunkt der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Besonders dem Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten und der Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements wurde besondere Beachtung geschenkt. Wir haben im Jahr 2009 weiter konsequent Mitarbeiterentwicklungsgespräche durchgeführt, die sowohl an den persönlichen Entwicklungen der Mitarbeiter als auch an den Kunden- und Unternehmensanforderungen ausgerichtet waren. 7


8 Die Personalkostenplanung haben wir streng an der Bemessung des Personalbedarfs ausgerichtet. Den risikosensitiven Bereichen wurde dabei besondere Beachtung geschenkt. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich wie folgt entwickelt: Vollzeitkräfte Teilzeitkräfte 2008 254 (45,5 %) 304 (54,5 %) 2009 230 (42,9 %) 306 (57,1 %) Erhebung zum 31.12.2009 Mit der strategischen Zielstellung, erfolgsorientierte und kompetente Mitarbeiter zu haben, verbinden wir das Erkennen individueller Potenziale aller Mitarbeiter und eine aktive Stärkenförderung jedes Einzelnen. Insgesamt 38 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 an einer Qualifizierungsmaßnahme zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt, diplomierten Bankbetriebswirt oder eines vergleichbaren Abschlusses teilgenommen. Außerdem ermöglichen wir per 31.12.2009 insgesamt 46 jungen Menschen eine Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau. Darunter sind 4 Juniorberater, die schon nach 2 Jahren den Berufsabschluss machen und im 3. Jahr einen Studiengang absolvieren, an deren Ende der Sparkassenfachwirt steht. Um die gute Qualität der Berufsausbildung in der OSPA zu halten, haben sich 21 Ausbildungsbeauftragte für diese Aufgabe über einen Lehrgang zusätzlich qualifiziert. 2009 wurden darüber hinaus Traineeprogramme mit Hochschulabsolventen begonnen, um unseren langfristigen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften aus eigenen Reihen besetzen zu können. Mit der Betreuung von mehreren Diplom- bzw. Studienarbeiten haben wir unsere gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungseinrichtungen fortgesetzt. B. Darstellung und Analyse der Lage Vermögenslage Zum 31.12.2009 weist die OSPA eine Sicherheitsrücklage in Höhe von 142,4 Mio. EUR aus. Der Bilanzgewinn beträgt 3,4 Mio. EUR. Trotz der Finanzkrise konnte die OSPA den Fonds für allgemeine Bankrisiken um 4,5 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR aufstocken. Damit wurde eine gute Grundlage zur Erfüllung der Eigenkapitalanforderungen geschaffen. Die Anforderungen gemäß der Solvabilitätsverordnung (SolvV) zu § 10 des Kreditwesengesetzes konnten wir jederzeit erfüllen. Die Gesamtkennziffer beträgt zum Bilanzstichtag 15,3 %. Im Jahr 2009 weist die OSPA erstmals Stille Einlagen in Form von Mitarbeiterbeteiligungen als gezeichnetes Kapital aus. Der Bestand beträgt 0,2 Mio. EUR und wird nicht als haftendes Eigenkapital gem. § 10 Abs. 2 KWG berücksichtigt. Finanzlage Die OSPA konnte zu jeder Zeit ihre Zahlungsfähigkeit nachweisen. Trotz angespannter Marktsituation hatten wir keinen Liquiditätsengpass zu verzeichnen. Die aufsichtsrechtliche Kennzahl gemäß Liquiditätsverordnung haben wir jederzeit eingehalten. Im niedrigsten Stand betrug diese Kennzahl zu Beginn des Geschäftsjahres 2,11. Der Mindestreserveverpflichtung der EZB konnten wir jederzeit nachkommen. Zur Sicherung der Liquidität hat die OSPA im Jahresverlauf zeitweise Tagesgeldrefinanzierungen vorgenommen. Aus Rentabilitätsgründen hat die OSPA im Juni 2009 am Mengentendergeschäft mit vollständiger Zuteilung bei der Deutschen Bundesbank teilgenommen. Ertragslage einschließlich Geschäftsergebnis Die Situation am Geld- und Kapitalmarkt sowie die Strukturveränderungen beeinflussten das Geschäftsergebnis nachhaltig. Für das Geschäftsjahr 2009 stellt sich folgende Ertragslage dar: Position 31.12.2009 31.12.2008 in Mio. EUR in Mio. EUR Zinsüberschuss 67,6 69,9 Provisionsüberschuss Nettoergebnis aus 23,5 25,9 Finanzgeschäften 0,1 0,1 Verwaltungsaufwendungen Sonstiges betriebliches -52,5 -55,2 Ergebnis Ergebnis vor Risikovorsorge, -2,6 0,8 Bewertung, Verlustübernahmen und Steuern 36,1 41,5 Zinsüberschuss Im Zinsergebnis (Zinserträge und -aufwendungen, laufende Erträge) kommt zum Tragen, dass der Zinsaufwand durch die Rückführung von Refinanzierungsmitteln sowie durch Strukturveränderungen und Zinssenkungen im Einlagengeschäft deutlich von 71,2 Mio. EUR auf 58,2 Mio. EUR gesunken ist. Sinkende Kreditbestände und eine gegenüber dem Vorjahr deutlich niedriger ausfallende Ausschüttung aus Spezialfonds führten zu einem Rückgang der Zinsertragskomponenten. Insgesamt verzeichnet die OSPA eine Reduzierung des Zinsüberschusses um 2,3 Mio. EUR. Provisionsüberschuss Mit dem Provisionsergebnis konnte die OSPA zwar nicht an das durch Sondereffekte geprägte Vorjahresniveau anknüpfen, dennoch befindet sich das erzielte Ergebnis in Höhe von 23,5 Mio. EUR auf vergleichsweise hohem Niveau. Verwaltungsaufwendungen Im Geschäftsjahr 2009 ist es der OSPA gelungen, durch Steuerungseffekte im


Sach- und Personalbereich die Verwaltungsaufwendungen weiter zu senken. Die Aufwendungen betrugen 52,5 Mio. EUR (im Vorjahr 55,2 Mio. EUR). Sonstiges betriebliches Ergebnis Das sonstige betriebliche Ergebnis weist einen Bestand von -2,6 Mio. EUR aus. Allerdings enthält die Position höhere Spendenaufkommen – darunter eine Zustiftung an die OSPA-Stiftung in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Aus dem Ergebnis der Betriebsprüfung sind in dieser Position Zinsen auf Steuernachzahlungen enthalten. Steuern vom Einkommen/Ertrag Die Steueraufwendungen betragen insgesamt 9,4 Mio. EUR (im Vorjahr 6,6 Mio. EUR). In diesem Posten enthalten sind 2,5 Mio. EUR, die auf vorangegangene Steuerjahre entfallen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der OSPA Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OSPA ist stabil. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die OSPA gut bewältigt. Das erzielte Betriebsergebnis ermöglichte uns die Durchführung aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen im Kreditgeschäft, gleichzeitig die Aufstockung der Reserven und einen Bilanzgewinnausweis. C. Prognose-, Chancenund Risikobericht Prognosebericht Die strategische Ausrichtung der OSPA wird in der Geschäftsstrategie beschrieben. Die Strategie der OSPA ist nachhaltig auf die Erfüllung ihrer Mission ausgerichtet. Dabei lassen wir uns von Werten und Zielen leiten, die im Unternehmensleitbild verankert sind. Im Rahmen des jährlichen Strategie-Prozesses überprüft die OSPA Veränderungen im Umfeld und im Unternehmen und leitet erforderliche Maßnahmen ab, um strategisch Kurs zu halten. Die dabei in der Geschäftsstrategie definierten wesentlichen Geschäftsaktivitäten werden durch Teilstrategien hinsichtlich ihrer Bedeutung für Risiko und Ertrag der OSPA weiter detailliert, analysiert und limitiert sowie abschließend durch die mittelfristige Unternehmensplanung für einen 3-Jahreszeitraum operationalisiert, d. h. planerisch unterlegt. Des Weiteren leiten wir aus der Geschäftsstrategie eine dazu konsistente Risikostrategie ab. Die Geschäftsstrategie der OSPA ist in Anlehnung an die strategische Leitlinie der Sparkassen-Finanzgruppe überarbeitet worden. In diesem Zusammenhang hat die OSPA ihr geschäftspolitisches Zielsystem für die nächsten drei Jahre, welches in Form der Balanced Scorecard zum Tragen kommt, dem Kennzahlensystem des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) angepasst. In den Bereichen Bilanz, Markt und Risiko sind einzelne Messgrößen definiert worden, die künftig jährlich auf bundeseinheitlicher Ebene von den Sparkassen erhoben werden können und so ein Benchmarking auch innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe ermöglichen. Im Strategieworkshop 2009 wurden dieser Ansatz und die Kennzahlen diskutiert und folgende mittelfristige strategische Zielstellungen für die OSPA festgelegt: 1. Bilanzperspektive • Cost-Income-Ratio < 55% • Bilanzielle Eigenkapitalrentabilität vor Steuern 15% 2. Marktperspektive • Kundenreichweite und Hauptbankverbindung 57 % • Kundenzufriedenheit 85% 3. Risikoperspektive • Risikotragfähigkeit grün • Liquidität nach Aufsichtsrecht 1,5% + x Im Rahmen der Geschäftsstrategie 2010-2012 gehen wir auf der Grundlage der positiven Entwicklung der Frühindikatoren der deutschen Wirtschaft davon aus, dass das Tal der Wirtschaftskrise erreicht ist und keine länger anhaltende Rezession droht. Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir eine stabile Entwicklung der Einkommen und der Kaufkraft im Geschäftsgebiet der OSPA und sehen ausreichend Potenziale, um an der Geldvermögensbildung zu partizipieren. Auf dieser Grundlage möchten wir den Bestand an Kundenverbindlichkeiten weiter ausbauen, um institutionelle Refinanzierungsmittel günstiger zu ersetzen. Im Kundenkreditgeschäft verfolgen wir das Ziel, die anfallenden Regel- und Sondertilgungen durch Neugeschäft zu kompensieren. Vor dem Hintergrund der Zinsprognose, die einen moderaten Anstieg der Zinsstrukturkurve vorsieht, gehen wir davon aus, dass die Neugeschäftskonditionen für prolongiertes Kreditgeschäft niedriger ausfallen werden und gleichzeitig niedrigere Konditionen im variablen Einlagenblock zum Tragen kommen. Im Jahr 2010 werden wir freie Liquidität aus fälligen Wertpapieren zunächst noch zum Abbau institutioneller Refinanzierungsmittel einsetzen, aber in den Folgejahren gehen wir von einer moderaten Entwicklung des eigenen Wertpapierbestandes aus. Insgesamt erwarten wir eine leicht rückläufige Entwicklung des Zinsüberschusses. Die OSPA verfolgt in den nächsten Jahren das Ziel ein stabiles Provisionsergebnis zu erreichen. Die Inanspruchnahme der aus Kundensicht preisgünstigen Kontomodelle wird sich fortsetzen und so zu einer rückläufigen Entwicklung der Erträge aus dem Giroverkehr führen. Dagegen erwarten wir steigende Erträge aus dem Verbundgeschäft. 9


10 Auf der Grundlage der Kostenstrategie streben wir eine stabile Entwicklung der Personalkosten und eine rückläufige Entwicklung des Sachaufwandes an. Es wird ein starkes operatives Betriebsergebnis angestrebt, dass stabil etwa 1,45 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) ausmachen soll. Chancen- und Risikobericht Chancen Mehr als 90 % unserer Kunden sehen in der OSPA einen zuverlässigen, kompetenten und regional engagierten Partner. Durch die Finanzkrise und den „sicheren Hafen“ OSPA konnten entsprechende Imagegewinne und nennenswerte Zuwächse bei den klassischen Spareinlagen verzeichnet werden. Nach der Betreuungsphilosophie der OSPA steht der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt unseres Handelns. Dementsprechend sind alle Tätigkeiten an einer starken externen und internen Kundenorientierung, d. h. dem Erkennen und Befriedigen der Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Qualität sieht die OSPA dabei als einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil an, der sich als Einheit aus Servicequalität, Beratungsqualität, Prozess- und Produktqualität darstellt. Ein Ziel der OSPA ist daher zum einen die Stärkung der Kundenbindung durch Qualitätsführerschaft. Kundenbindung ist zugleich nur möglich, wenn auch die Nähe zum Kunden vorhanden ist. Die OSPA bekennt sich zur Präsenz in der Fläche ihres Geschäftsgebietes. In der konsequenten Ausrichtung als Vertriebssparkasse sieht die OSPA die Chance, den Privatgirokontenbestand zu halten, positiv an der Geldvermögensbildung zu partizipieren sowie den Marktanteil am Kreditgeschäft durch die Gewinnung von neuen Firmen- und Geschäftskunden abzusichern bzw. auszubauen. Darüber hinaus wird das Thema Vorsorge in den Mittelpunkt der Beratung und des gesamten Auftritts der OSPA gestellt. Des Weiteren sollte die OSPA davon profitieren, dass sich die Kaufkraft je Einwohner gegenüber 2008 leicht erhöht hat und die Einwohnerabwanderung innerhalb des Geschäftsgebietes der OSPA geringer ausfällt als im Landesvergleich zu M-V. Darüber hinaus verfügt die OSPA über ein effektives Kostenmanagementsystem, welches über die detaillierte Budgetsteuerung eine hohe Kostentransparenz gewährleistet. In der weiteren Optimierung des betriebsnotwendigen Eigentums und der damit verbundenen Ausgestaltung der Flächenpräsenz sieht die OSPA weitere Einsparpotenziale im Bereich der Sachkosten. Im Zusammenhang mit der Rechenzentrumsmigration zur FI werden die bestehenden Prozesse und Abläufe hinsichtlich ihrer Effektivität überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Im Jahr 2010 wird es entscheidend sein, die Vertriebsleistungen weiter zu steigern. Vor diesem Hintergrund wird es für die OSPA darauf ankommen, die bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2009 beschlossene Grundausrichtung der Geschäftsstellen, die vor allem mit organisatorischen und qualitativen Veränderungen der Rahmenbedingungen im Privatkundengeschäft verbunden ist, im angestrebten Zeitplan umzusetzen und rechtzeitig die geplanten Synergieeffekte zu heben. Risikomanagementziele und -methoden, Risikomanagementorganisation Infolge der 2009 novellierten MaRisk und der im Ergebnis aus der internationalen Finanzkrise zukünftig zu erwartenden höheren Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute hat die OSPA ihre Risikostrategie entsprechend angepasst. Den Vorgaben folgend, wurde die Bereitschaft für das Eingehen von Risiken (Risikoneigung) weiter reduziert. Des Weiteren wurde die grundsätzliche Einstufung der Wesentlichkeit je aufgeführter Risikokategorie entsprechend analysiert und neu bewertet. Neben der Sicherstellung der Unternehmensfortführung steht als weiteres strategisches Ziel die Stärkung der Eigenmittel durch die eigene Ertragskraft im Zentrum unseres Risikomanagementprozesses. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, dass nach Abzug des Risikopotenzials vom Jahresergebnis zur Risikodeckung ein positives betriebswirtschaftliches Ergebnis erzielt werden kann. Folglich muss die Risikotragfähigkeitsberechnung einen entsprechenden Mindestgewinn der Gesamtbank sicherstellen. Risiken gehen wir stets nur in einem Umfang ein, der dies gewährleistet. Dabei rechnen wir innerhalb der Risikotragfähigkeit mit einer internen Mindestsolvabilität, welche oberhalb der aktuell aufsichtsrechtlich geforderten Solvabilitätskennziffer liegt. Die Tragfähigkeit der Risiken beurteilen wir mit der handelsrechtlichen und mit der vermögensorientierten Sichtweise. Zur effizienten Aufgabenerfüllung im Rahmen des Risikomanagements haben wir angemessene Risikosteuerungs- und Controllingprozesse eingerichtet, welche den Anforderungen des § 25 a KWG bzw. den MaRisk entsprechen. Die Aufgaben der Risikosteuerung obliegen weitestgehend den einzelnen Fachabteilungen, in deren Zuständigkeit die jeweiligen Risiken fallen. Dazu korrespondierend, hat die OSPA einen Überwachungsbereich eingerichtet. Die


Revision, die unmittelbar an den Vorstand berichtet, gewährleistet die prozessunabhängige Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit unserer internen Regelungen. Die geforderte Funktionstrennung auch im Vertretungsfall ist bis auf Ebene der Geschäftsleitung sichergestellt. Für 2010 stellt die konkrete Umsetzung und Ausgestaltung der Stresstests einen zentralen Schwerpunkt für das Risikomanagement der OSPA dar. Dabei berücksichtigen wir bestehende Risikokonzentrationen, soweit methodisch möglich und sinnvoll. Risiken Im Vorfeld der Erstellung der Risikostrategie wird jährlich das Gesamtrisikoprofil der OSPA bestimmt. Darauf aufbauend wird die Wesentlichkeit je Risikokategorie festgestellt. Dies ist auch 2009 vor dem Hintergrund der geänderten MaRisk, dem Eindruck der im Zuge der internationalen Finanzkrise sichtbar gewordenen Auswirkungen auf den Geld- und Kapitalmarkt sowie den intern vorliegenden quantitativen und qualitativen Fakten erfolgt. Eine Änderung an der Wesentlichkeitseinschätzung erfolgte nur für die Risikokategorie Liquiditätsrisiken. Demnach stellen Adressenausfall-, Marktpreis- und neu ab 2010 auch die Liquiditätsrisiken wesentliche Risiken für die OSPA dar. Operationelle Risiken und sonstige Risiken bewerten wir hingegen weiterhin als nicht wesentliche Risiken in Bezug auf das Gesamtrisikoprofil der OSPA. Im Rahmen des vierteljährlichen Risikoberichts Gesamtbank werden der Vorstand und der Verwaltungsrat über die aktuelle Risikotragfähigkeit und das daraus abgeleitete Limitsystem informiert. Zudem gibt es weitere Managementberichte, wie der tägliche Risikoreport für den Eigenhandel, der monatliche Barwertreport sowie der vierteljährliche Kreditrisikobericht und die Gesamtbankanalyse. Des Weiteren erhält der Vorstand den internen Regelungen entsprechende Ad-hoc-Mitteilungen. Ferner wurde auch eine Ad-hoc-Meldung für unter Risikogesichtspunkten wesentliche Informationen an den Verwaltungsrat eingeführt. Darüber hinaus hat der Verwaltungsratsvorsitzende, unter Einbeziehung der Geschäftsleitung, ein entsprechendes Auskunftsrecht gegenüber dem Leiter der internen Revision. Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiken steuern und überwachen wir mittels eines abgestimmten Systems einzelgeschäfts- und portfoliobezogener Maßnahmen. Dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt unseres Kundenkredit- und Beteiligungsgeschäfts sowie des Eigenhandelsgeschäfts tragen wir mit einer auf die Risikostrategie aufbauenden Kreditrisiko- und Treasurystrategie Rechnung. 11 Zur einzelgeschäfts- und portfoliobezogenen Risikobeurteilung setzen wir im Kundenkreditgeschäft auf die jeweilige Kundengruppe zugeschnittene DSGV- Rating- bzw. Scoringverfahren ein. Ein differenziertes Limitsystem in Verbindung mit adäquaten Kreditvergabekriterien sichert die Erreichung unserer Ziele im Hinblick auf ein gut diversifiziertes Kreditportfolio. Zur weiteren Verbesserung der Granularität gilt es zum einen, den Privatkundenanteil am Gesamtkreditportfolio auf dem vorhandenen Niveau zu stabilisieren und gleichzeitig bestehende kreditnehmerbezogene Risikokonzentrationen im Hinblick auf die Größenstruktur und bestimmte Branchenschwerpunkte abzubauen. Die jährlich aktualisierte Kreditplanung und die Branchenstrategie unterscheiden zwischen Branchen mit und ohne Neugeschäftslimiten, um somit Impulse zur Portfoliosteuerung ableiten zu können. Das ökonomische Adressenausfallrisiko quantifizieren wir auf der Grundlage des Kreditrisikomodells Credit- PortfolioView. Der mittels dieses Verfahrens bestimmte erwartete und unerwartete Verlust fließt in unser Risikotragfähigkeitskalkül ein. Die Umsetzung unserer Kreditrisikostrategie mündete 2009 erneut in verbesserten Portfoliostrukturen im Kundenkreditgeschäft. Der erfolgte Portfolioabbau entfiel im Wesentlichen auf Adressen mit schlechterer Bonitätsstruktur. Die Bewertungsaufwendungen liegen mit 10,4 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (8,7 Mio. EUR). 2009 hat sich die OSPA zur Absicherung von Kreditrisiken an einer weiteren Baskettransaktion beteiligt. Im Jahr 2010 erwarten wir Bewertungsaufwendungen in Höhe von 16,0 Mio. EUR. Adressenausfallrisiken im Eigenhandelsgeschäft werden mittels gesamtbankbezogener Verlust- bzw. Risikolimite sowie kreditnehmerbezogener Adressenausfalllimite (Volumenlimite) begrenzt. Dabei orientiert sich die Auswahl der Emittenten bzw. Kontrahenten u. a. an der Einschätzung externer Ratingagenturen. Neuinvestitionen dürfen grundsätzlich nur in Adressen mit einem Rating im Bereich des Investmentgrades erfolgen. Des Weiteren werden Schwerpunktbranchen aus dem Kundenkreditportfolio beim Erwerb von Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen bewusst vermieden. Im Mittelpunkt der Vergabe der Volumenlimite steht die Unterscheidung zwischen besicherten und unbesicherten Engagements. Ziel ist es, das Verhältnis „gedecktes : ungedecktes Volumen“ weiter zu erhöhen. Unter der erstgenannten Gruppe subsumiert die OSPA Pfandbriefe nach deutschem bzw. europäischem Hypothekenbankenrecht und Investments mit Kapitalgarantie.


12 Zusätzlich werden die bestehenden Positionen hinsichtlich ihrer Ratingentwicklung laufend analysiert. Insgesamt ist die Bonitätsstruktur unseres Eigenhandelsportfolios nach wie vor sehr gut. Den Schwerpunkt bilden dabei die Emittentengruppen Sparkassen- Finanzgruppe, Bund, Länder und Kommunen sowie die OECD- und EWR-Staaten. Insgesamt schätzen wir das eingegangene Adressenausfallrisiko als vertretbar ein. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko schließt neben dem Zinsänderungsrisiko auch Währungs-, Aktienkurs-, Immobilien- und Optionsrisiken ein. Die OSPA nutzt zielgerichtet die Möglichkeit, durch tendenziell längerfristige Zinsbindungen im Aktivgeschäft gegenüber kurzfristigeren Zinsbindungen im Passivgeschäft Fristentransformationsbeiträge zu erwirtschaften. Steuerung und Überwachung der sich daraus ergebenden Zinsänderungsrisiken stellen einen Schwerpunkt unseres Risikomanagements dar. Wir analysieren regelmäßig die Wirkung von Veränderungen der Geld- und Kapitalmarktsätze auf den zu erwartenden Zinsüberschuss und auf das Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft. Für die dafür notwendigen Berechnungen verwenden wir neben historischen auch hypothetische Zinsszenarien. Unser Zinsrisikomanagement berücksichtigt ebenfalls die Anforderungen gemäß dem Rundschreiben 07/2007 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Unsere Risikostrategie sieht vor, einen Status als Ausreißerinstitut im Sinne des Rundschreibens auch zukünftig zu vermeiden. Zur Umsetzung unserer Ziele im Zinsrisikomanagement setzen wir Finanzderivate ein. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Futures, Zinsswaps, Swaptions, Rentenoptionen und Forward Rate Agreements. Finanzderivate können dabei grundsätzlich den Charakter eines Micro-Hedge, eines Macro-Hedge oder einer strategischen Position tragen. Insgesamt schätzen wir das eingegangene Zinsänderungsrisiko als vertretbar ein. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich sowohl das periodische als auch das barwertige Zinsänderungsrisiko weiter reduziert. 2010 reagiert die Bruttozinsspanne auf Änderungen der Zinsstrukturkurve nur gering. Das periodische Zinsänderungsrisiko wird 2010 durch die Abschreibungsrisiken im Wertpapiergeschäft bestimmt. Das Risikoszenario fällt dabei um 10 % geringer als die Entwicklung im Plan aus. 2009 spielten Aktienkursrisiken für die OSPA aufgrund der geringen Bestände im Jahresverlauf eine untergeordnete Rolle. Für 2010 gibt es hierzu keine geänderte strategische Zielvorgabe. Auch Währungs- und Optionsrisiken sind – aufgrund ihrer Größenordnung – für die OSPA ebenfalls zu vernachlässigen. Im Rahmen der Risikomessung werden sie auf aggregierter Ebene bei den gesamten Marktpreisrisiken mit ausgewiesen. Auf Gesamtbankebene bestimmen und beurteilen wir die sonstigen Marktpreisrisiken zudem mittels des Value-at-Risk-Konzepts. Dabei unterscheiden wir zwischen eigen- und fremdgemanagten Portfolien. Die Berechnungen basieren auf einem Konfidenzniveau von 95,0 % und einer Haltedauer, in Abhängigkeit einer möglichen Liquidierbarkeit, zwischen 63 und 250 Tagen. 2009 wurden sämtliche aus der Risikotragfähigkeit abgeleitete Gesamtlimite im Eigenhandelsgeschäft eingehalten. Bestehende Verlust- bzw. Risikopotenziale sind vollumfänglich durch Risikodeckungsmassen abgedeckt. Im Jahresverlauf wurde das Gesamtlimit für Marktpreisrisiken im Eigenhandelsgeschäft um 37,5 % reduziert. Das Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft beläuft sich 2009 auf +0,5 Mio. EUR (Vorjahr -25,6 Mio. EUR). Neben der guten Performance der Kapitalmärkte im Jahr 2009 ist dieses positive Ergebnis maßgeblich von den bereits 2008 eingeleiteten Maßnahmen zur Konsolidierung des Eigenhandelsgeschäfts geprägt. Die Ausprägung der Marktpreisrisiken 2010 wird im Wesentlichen von zwei Fragen bestimmt werden. Zum einen, wie stark fällt die konjunkturelle Erholung tatsächlich aus und zum anderen, wie gestalten die Notenbanken ihre Geldpolitik in 2010. Insgesamt gesehen weisen die Marktpreisrisiken für die OSPA das zweitgrößte Risikopotenzial auf. Liquiditätsrisiken Unser Liquiditätsrisikomanagement entspricht den Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Als Instrumente zur Identifikation von möglichen Liquiditätsrisiken werden die Kennziffer der Liquiditätsverordnung sowie die Zahlungsstrombilanz verwendet. Die Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten Stresstests zeigen eine stabile Liquiditätsposition der OSPA. Die Liquiditätskennziffer gemäß Liquiditätsverordnung beläuft sich per 31.12.2009 auf das 3,6-fache der Mindestnorm und lag im Jahresverlauf stets oberhalb von 2,0. Dabei ist zu beachten, dass unsere Spezialfonds bei der Berechnung der Kennziffer nicht liquiditätswirksam berücksichtigt sind. Die OSPA refinanziert sich größtenteils über Kundeneinlagen. Darüber hinaus stehen ausreichende unbefristete Refinanzierungsquellen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe zur Verfügung. Als weitere


Möglichkeit der Liquiditätsbeschaffung dient der umfangreiche Bestand an refinanzierungsfähigen Wertpapieren. Im Jahr 2009 wurde der Bestand an institutioneller Refinanzierung um 32,2 % abgebaut. Für 2010 ist ein weiterer Abbau der institutionellen Refinanzierung entsprechend der Treasurystrategie eingeplant. Operationelle Risiken Wir erachten es als wichtig, operationelle Risiken in das Risikomanagement einzubeziehen und derartige Risiken zu minimieren. Dies ist stets auch das Ziel von Veränderungen infrastruktureller, personeller sowie aufbau- und ablauforganisatorischer Art. Das Management operationeller Risiken umfasst die Zuweisung zentraler sowie dezentraler Verantwortlichkeiten. Wir klassifizieren operationelle Risiken auf der Grundlage der seitens des DSGV entwickelten Risikokategorisierung. Schadensfälle aus operationellen Risiken werden systematisch erfasst und analysiert. Einmal jährlich führen wir einen Workshop zur Identifizierung wesentlicher operationeller Risiken durch. Im Jahr 2009 traten keine bedeutenden Schadensfälle auf. Wesentliche operationelle Risiken sind weiterhin nicht erkennbar. Operationelle Risiken haben für die OSPA eine untergeordnete Bedeutung. Sonstige Risiken Auch 2009 haben wir im Rahmen einer Umwelt- und Unternehmensanalyse interne und externe Erfolgsfaktoren im Hinblick auf ihre strategische Wirkung für die OSPA bewertet. Anhaltspunkte für wesentliche Risiken ergaben sich nicht. Gleichwohl haben wir aus Vorsichtsgründen Geschäftsfeldrisiken in Form von Bruttoertrags- und Bruttobedarfsrisiken in die Planung einfließen lassen, um mögliche negative Anlaufeffekte aufgrund der Umstrukturierung im Vertriebsbereich und Mehraufwendungen im Rahmen der Migration risikomindernd zu berücksichtigen. Die sonstigen Risiken haben für die OSPA eine untergeordnete Bedeutung. Zusammenfassende Bewertung Die OSPA verfügt über ein hinsichtlich Umfang, Komplexität und Risikogehalt ihrer Geschäfte angemessenes Risikomanagementsystem. Die Risiken der OSPA waren 2009 stets mit Risikodeckungspotenzial unterlegt. Die eingegangenen Risiken schätzen wir als vertretbar und im Verhältnis zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage angemessen ein. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. Im Anschluss an die Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse bzw. Sachverhalte eingetreten, die eine gesonderte Berichtspflicht im Rahmen eines Nachtragsberichtes erfordern. – Der Vorstand – 13


14 Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009 Aktivseite 31.12.2008 EUR EUR EUR Tsd. EUR 1. Barreserve a) Kassenbestand 46.262.356,98 45.357 b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 29.136.052,10 10.821 75.398.409,08 56.178 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0 b) Wechsel 0,00 0 0,00 0 3. Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig 124.193.257,00 3.796 b) andere Forderungen 117.505.284,79 118.984 241.698.541,79 122.780 4. Forderungen an Kunden 1.422.896.124,87 1.486.038 darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 426.174.285,03 EUR (484.914) Kommunalkredite 124.088.297,14 EUR (142.464) 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere a) Geldmarktpapiere aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0) ab) von anderen Emittenten 0,00 0 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0) 0,00 0 b) Anleihen und Schuldverschreibungen ba) von öffentlichen Emittenten 76.612.495,89 103.760 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 76.612.495,89 EUR (103.760) bb) von anderen Emittenten 670.323.045,62 705.351 darunter: beleihbar bei der Deutschen 746.935.541,51 809.111 Bundesbank 641.445.896,39 EUR (678.189) c) eigene Schuldverschreibungen 178.981,28 81 747.114.522,79 809.192 Nennbetrag 180.000,00 EUR (83) 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 231.732.998,45 272.232 7. Beteiligungen 29.033.436,73 29.291 darunter: an Kreditinstituten 0,00 EUR (0) an Finanzdienstleistungsinstituten 795.442,34 EUR (0) 8. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.397.027,25 5.382 darunter: an Kreditinstituten 0,00 EUR (0) an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0) 9. Treuhandvermögen 13.074.264,67 16.179 darunter: Treuhandkredite 13.074.264,67 EUR (16.179) 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0 11. Immaterielle Anlagewerte 411.145,00 145 12. Sachanlagen 15.866.422,78 16.098 13. Sonstige Vermögensgegenstände 698.363,26 985 14. Rechnungsabgrenzungsposten 296.349,62 202 Summe der Aktiva 2.783.617.606,29 2.814.702


Passivseite Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009 15 31.12.2008 EUR EUR EUR Tsd. EUR 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) täglich fällig 62.177,81 34.747 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 307.350.258,20 399.725 307.412.436,01 434.472 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 998.279.775,05 935.273 ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 138.913.569,01 227.241 1.137.193.344,06 1.162.514 b) andere Verbindlichkeiten ba) täglich fällig 941.356.884,32 760.476 bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 54.608.355,07 114.168 995.965.239,39 874.644 2.133.158.583,45 2.037.158 3. Verbriefte Verbindlichkeiten a) begebene Schuldverschreibungen 60.754.106,76 63.836 b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0 60.754.106,76 63.836 darunter: Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0) eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR (0) 4. Treuhandverbindlichkeiten 13.074.264,67 16.179 darunter: Treuhandkredite 13.074.264,67 EUR (16.179) 5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.409.119,74 5.404 6. Rechnungsabgrenzungsposten 4.807.596,12 4.663 7. Rückstellungen a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.886.124,00 9.505 b) Steuerrückstellungen 3.120.000,00 5.390 c) andere Rückstellungen 12.586.020,57 12.374 25.592.144,57 27.269 8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 64.353.799,63 64.802 10. Genussrechtskapital 0,00 0 darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0) 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 23.000.000,00 18.500 12. Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital 228.400,00 0 b) Kapitalrücklage 0,00 0 c) Gewinnrücklagen ca) Sicherheitsrücklage 142.419.038,94 141.410 cb) andere Rücklagen 0,00 0 142.419.038,94 141.410 d) Bilanzgewinn 3.408.116,40 1.009 146.055.555,34 142.419 Summe der Passiva 2.783.617.606,29 2.814.702 1. Eventualverbindlichkeiten a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0 b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1) 43.585.020,59 43.890 c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0 43.585.020,59 43.890 2. Andere Verpflichtungen a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0 b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0 c) unwiderrufliche Kreditzusagen 46.974.605,69 70.936 46.974.605,69 70.936 1) Über eine weitere nicht quantifizierbare Eventualverpflichtung wird im Anhang berichtet.


16 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 1.1.-31.12.2008 EUR EUR EUR Tsd. EUR 1. Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 87.841.886,37 94.891 b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 29.032.878,14 34.240 116.874.764,51 129.131 2. Zinsaufwendungen 58.201.869,39 71.248 58.672.895,12 57.883 3. Laufende Erträge aus a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.206.638,41 (9.091) b) Beteiligungen 1.529.553,42 (2.851) c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 (87) 8.736.191,83 12.029 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 204.434,97 299 5. Provisionserträge 24.602.086,98 (27.348) 6. Provisionsaufwendungen 1.083.397,43 (1.440) 23.518.689,55 25.908 7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 133.117,86 97 8. Sonstige betriebliche Erträge 4.262.383,35 5.574 9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0 95.527.712,68 101.790 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand aa) Löhne und Gehälter 20.927.235,44 (21.115) ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.988.686,22 (6.453) 26.915.921,66 (27.568) darunter: für Altersversorgung 1.923.567,95 EUR (2.285) b) andere Verwaltungsaufwendungen 25.643.006,78 (27.602) 52.558.928,44 55.170 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.019.174,10 2.098 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.875.578,75 2.674 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 19.262.229,78 (42.516) 13 a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.500.000,00 0 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 (0) -19.262.229,78 -42.516 14 a.Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 (0) 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 310.354,00 (8.225) 310.354,00 8.225 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 20.938,87 12 18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 12.601.216,74 7.545 20. Außerordentliche Erträge 0,00 (0) 21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 (0) 22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.402.576,38 (6.592) 24. Sonstige Steuererstattungen 209.476,04 (56) 9.193.100,34 6.536 25. Jahresüberschuss 3.408.116,40 1.009 26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0 3.408.116,40 1.009 27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 (0) b) aus anderen Rücklagen 0,00 (0) 0,00 0 3.408.116,40 1.009 28. Einstellungen in Gewinnrücklagen a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 (0) b) in andere Rücklagen 0,00 (0) 0,00 0 29. Bilanzgewinn 3.408.116,40 1.009


Anhang zum Jahresabschluss 2009 OstseeSparkasse Rostock (OSPA) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der OSPA wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Aufgrund der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage untergeordneten Bedeutung der Tochterunternehmen wurde entsprechend § 296 Abs. 2 HGB auf die Erstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Ihre Bilanzsummen betragen insgesamt weniger als 0,5 % einer Konzernbilanzsumme. Ihre Umsatzerlöse machen insgesamt weniger als 5,0 % des Konzernumsatzes aus. Bei einer Einzelbetrachtung der Umsatzerlöse liegen die Tochterunternehmen jeweils unter 1,0 % des Konzernumsatzes, bis auf die DS Management GmbH mit 1,8 %. Auch bei der DS Management GmbH ist aufgrund des Bestehens eines Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Gesellschaft und der OSPA sowie der Tatsache, dass die OSPA derzeit einziger Auftraggeber der Gesellschaft ist, von einer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auszugehen. I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Forderungen und Wechsel Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen) wurden mit dem Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wird der Differenzbetrag zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag in den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Bei den Forderungen an Kunden wurde dem akuten Ausfallrisiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit, wurde das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigung zu Forderungen berücksichtigt. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird entspre- 17 chend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 sowie in Anlehnung an die BFA-Stellungnahme 1/90 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) ermittelt. Für das Mengengeschäft bei Privatkunden sind pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden, deren Höhe mit Hilfe eines Stichprobenverfahrens (Auswahl von 25 % der Konten des Stichprobenumfangs) unter Berücksichtigung eines 25 %-igen Abschlages für noch zu erwartende Zahlungseingänge ermittelt wurde. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeit- bzw. Nominalwerten vorgenommen worden. Für die im Anlagevermögen der OSPA befindlichen Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen erfolgte zum Jahresende eine Bewertung des Bestandes. Abschreibungen waren nicht vorzunehmen, da keine dauerhaften Wertminderungen vorlagen. Der Wechselbestand wurde zum Zeitwert bilanziert. Wertpapiere Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Wertpapiere erfolgte nach der Durchschnittsmethode. Während die Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum strengen Niederstwertprinzip erfolgte, sind die Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet worden. Bei Teilen der Wertpapiere des Anlagevermögens sind Abschreibungen, höchstens bis zum Rückzahlungskurs, vorgenommen worden, sofern die Wertminderungen dauerhaft erschienen. Wertaufholungen wurden durch Zuschreibungen auf den höheren Kurs, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten, berücksichtigt. Bei der Bewertung von Wertpapieren und Schuldverschreibungen wurde der beizulegende Wert aus einem Börsen- oder Marktpreis abgeleitet. Die automatisch eingespielten Börsenkurse wurden mit Kursen aus einer Preisagentur verglichen. Bei Überschreitung von festgelegten Grenzwerten bzw. wenn keine Börsenkurse vorlagen, ist der Kurs des Composite Bloomberg Bond Trader (CBBT) als Bewertungskurs angesetzt worden. Sofern in Einzelfällen für die relevanten Papiere kein Kurs über CBBT veröffentlicht wurde, wurden die Kurse des Bloomberg Asset- Bewertungsservice bzw. von BNP Paribas S. A. zur Bewertung angesetzt. Weitere Anmerkungen zur Bewertung stehen im Abschnitt Strukturierte Produkte. Bei den im Bestand gehaltenen Spezialfonds ist für die Bewertung der nach investmentrechtlichen Grundsätzen bestimmte Rücknahmepreis maßgeblich.


18 Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen Entgeltlich erworbene Software wurde nach den Vorgaben des IDW-Rechnungslegungsstandards „Bilanzierung von Software beim Anwender“ (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten „Immaterielle Anlagewerte“ ausgewiesen. Sie ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden, wobei eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt wurde. Das Sachanlagevermögen wurde grundsätzlich mit den höchsten steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Zugang ab 2008 wurden linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes (EStG) bzw. den amtlichen Abschreibungstabellen. Bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens erfolgten die planmäßigen Abschreibungen linear bzw. für alle Neuzugänge ab 01.01.1999 bis 31.12.2007 degressiv mit Wechsel auf linear in dem Jahr, in dem diese Methode höhere Abschreibungsbeträge ergibt als die degressive Methode. Hardware wurde linear abgeschrieben. Bei Mieterein- und -umbauten erfolgte die Abschreibung für Zugänge bis 1997 entsprechend der voraussichtlichen Mietdauer. Für Zugänge ab 1998 richteten sich die Abschreibungen nach den für Gebäude maßgeblichen Grundsätzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter sowie Software mit Anschaffungskosten bis 150,00 EUR sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 1.000,00 EUR sowie Software bis 410,00 EUR wurden in einen Sammelposten eingestellt, der über 5 Jahre, linear den Gewinn mindernd, aufgelöst wird. Die in früheren Jahren vorgenommenen steuerrechtlichen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen wirken sich im vorliegenden Jahresabschluss in deutlich niedrigeren laufenden Abschreibungen aus. Dies hat zu einem entsprechend höheren Steueraufwand geführt, der verbleibende Saldo hat das Jahresergebnis um 468 Tsd. EUR erhöht. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Niederstwert angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert worden. Die Disagien zu Verbindlichkeiten wurden in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen. Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag bei Verbindlichkeiten werden auf die Laufzeit erfolgswirksam aufgelöst. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsvereinbarung. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G gemäß § 6 a EStG mit einem Rechnungszins von 4,0 % ermittelt. Der Rückstellungsbetrag für die Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Bei der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 4,0 % verwendet. Die OSPA ist aufgrund individueller vertraglicher Vereinbarungen verpflichtet, für die Beschäftigten und Auszubildenden eine zur Versorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Die OSPA erfüllt diese Verpflichtung durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Mecklenburg- Vorpommern (ZMV) mit Sitz in Strasburg. Die ZMV ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 18 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Das Vermögen der Kasse wird als Sondervermögen des Kommunalen Versorgungsverbandes Mecklenburg-Vorpommern geführt. Die ZMV erhebt von den Arbeitgebern als Beteiligte Umlagen. Der Umlagesatz wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für den Deckungsabschnitt festgesetzt und betrug im Jahr 2009 1,3 %. Daneben werden Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren erhoben. Dieser Zusatzbeitrag betrug im Jahr 2009 4,0 %. Daran waren die Arbeitnehmer grundsätzlich mit 2,0 % beteiligt. Für 51 Arbeitnehmer gelten individuelle vertragliche Regelungen mit einer Eigenbeteiligung von 1,1 %.


Während die Leistungen ursprünglich ausschließlich durch Umlagen finanziert wurden, wird die Finanzierung der Kasse durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen über einen langjährigen Zeitraum auf ein vollständig kapitalgedecktes System umgestellt. Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 hat sich für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzversorgung unter der Berücksichtigung des Vermögens der ZMV eine Unterdeckung ergeben. Der auf die OSPA entfallende Ausgleichsbetrag nach § 15 der Satzung der ZMV beträgt zum 31.12.2009 12.341 Tsd. EUR. Die Berechnung wurde auf Grundlage der Satzung der ZMV entsprechend der Richttafeln 1998 von Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durchgeführt. Für den zusätzlichen Zinsaufwand bei Spareinlagen und verkauften Inhaberschuldverschreibungen (IHS) mit steigender Verzinsung wurde durch die Bildung von Verbindlichkeitsrückstellungen Vorsorge getroffen. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste und erkennbaren Risiken berücksichtigt worden. Fonds für allgemeine Bankrisiken Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB. Strukturierte Produkte Die strukturierten Produkte im Aktiv- und Passivgeschäft wurden grundsätzlich ohne Abspaltung der Nebenrechte unter Beachtung der hierfür maßgeblichen handelsrechtlichen Regeln einheitlich bilanziert und bewertet. Im Rahmen der Sparkassen-Kreditbaskets IV und VI erfolgte eine Aufspaltung des strukturierten Produkts in Basisvertrag und eingebettetem Derivat (Abspaltung der in den Investoren- und Originatoren Credit Linked Notes enthaltenen Credit Default Swaps). Die in den Investoren Credit Linked Notes enthaltenen Credit Default Swaps werden als Eventualverbindlichkeit unter dem Bilanzstrich ausgewiesen und nicht als Derivat dargestellt. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich über veröffentlichte Transaktions- oder Börsenkurse. Lagen diese nicht vor, wurden eigene Indikationen zur Bewertung herangezogen. Die zur Absicherung strukturierter Produkte erworbenen Derivate (Swaptions und Zinsswaps) wurden zusammen mit den jeweiligen Grundgeschäften als Bewertungseinheit behandelt. 19 Derivative Finanzinstrumente Das zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossene Zinsswapgeschäft wurde in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen (Zinsbuchsteuerung) und war somit nicht gesondert zu bewerten. Derivate als Sicherungsinstrumente wurden mit den ihnen zugeordneten Grundgeschäften als Bewertungseinheit behandelt. Am Bilanzstichtag sind diese derivativen Finanzinstrumente einzeln bewertet worden. Sofern die Grundgeschäfte (emittierte eigene Inhaberschuldverschreibungen, Sparkassenbriefe und Sparkassenkapitalbriefe) keiner zinsinduzierten Bewertung unterlagen (Festbilanzierung), waren die Bewertungsergebnisse innerhalb einer Bewertungseinheit nicht zu berücksichtigen. Das schwebende Ergebnis der Zinsswaps, welche der Sicherung gekaufter Anleihen dienen, ist bei der Bewertung der Bewertungseinheit berücksichtigt worden. Die in den Originatoren Credit Linked Notes enthaltenen Credit Default Swaps mindern das ungedeckte Kreditvolumen und sind innerhalb der Bewertungseinheit nicht bewertet worden. Währungsumrechnung Auf Fremdwährung lautende Bargeldbestände wurden mit den am Bilanzstichtag geltenden Ankaufskursen der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB) bewertet. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.


20 II. Erläuterungen zur Jahresbilanz Aktivseite: Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an die eigene Girozentrale 121.206.753,16 EUR Posten 4: Forderungen an Kunden In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: - Bestand am Bilanzstichtag 12.942.418,48 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 13.027.738,55 EUR Forderungen an verbundene Unternehmen: - Bestand am Bilanzstichtag 1.477.672,72 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 1.583.801,50 EUR Forderungen mit Nachrangabrede: - Bestand am Bilanzstichtag 1.000.000,00 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 1.000.000,00 EUR darunter Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: - Bestand am Bilanzstichtag 1.000.000,00 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 1.000.000,00 EUR Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind börsennotiert 697.228.431,47 EUR nicht börsennotiert 49.886.091,32 EUR Wertpapiere im Anlagevermögen ohne außerplanmäßige Abschreibungen und somit über dem beizulegenden Zeitwert werden ausgewiesen mit Buchwert 166.065.549,92 EUR beizulegendem Zeitwert 160.037.760,77 EUR Es handelt sich bei den nicht mit dem strengen Niederstwert bewerteten Wertpapieren um festverzinsliche Schuldverschreibungen des Anlagevermögens, die zum Nennbetrag bzw. zum garantierten Rückzahlungsbetrag eingelöst werden. Eine Wertminderung aufgrund eines veränderten Zinsniveaus (Zinsanstieg) ist nicht als dauerhafte Wertminderung anzusehen, weil sich zwischenzeitliche Wertschwankungen bis zur Einlösung der Wertpapiere wieder ausgleichen. Indizien für eine dauerhafte Wertminderung bezüglich der Bonität der Emittenten/Garanten lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Posten 9: Treuhandvermögen Das Treuhandvermögen betrifft jeweils in voller Höhe die Forderungen an Kunden. Posten 12: Sachanlagen Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten haben einen Bilanzwert in Höhe von 9.707.026,34 EUR Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 4.689.026,44 EUR Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind enthalten: Unterschiedsbetrag zwischen Rückzahlungs- und niedrigerem Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten oder Anleihen 4.902,00 EUR Bestand am 31.12. des Vorjahres 16.882,72 EUR Mehrere Posten betreffende Angaben: Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf 12.184,03 EUR


Anlagespiegel Entwicklung des Anlagevermögens (in Tsd. EUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten Zuschreibungen Die Abschreibungen des laufenden Jahres sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels. Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht. Die Fortführung der Spalte Anschaffungskosten ist wegen der Anwendung von § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV nicht möglich. Beteiligungsspiegel Die OSPA besitzt folgende Anteile an anderen Unternehmen in Höhe von mindestens 20,0%: Passivseite: Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 20.663.545,59 EUR Der Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragenen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 120.462.217,57 EUR 21 Abschreibungen Buchwerte 01.01.09 Zugänge Umbu- Abgänge lfd. Jahr kumuliert lfd. Jahr 31.12.09 31.12.08 chungen Immaterielle Anlagewerte 748 451 0 0 0 788 185 411 145 Sachanlagen 95.436 1.644 0 -4.169 0 77.045 1.835 15.866 16.098 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Veränderungen +/- +10.198 617.508 607.310 +31.128 31.128 0 Beteiligungen -258 29.033 29.291 Anteile an verbundenen Unternehmen Name und Sitz +15 5.397 5.382 Beteiligungsquote in % Eigenkapital per 31.12.2008 in Tsd. EUR Ergebnis 2008 in Tsd. EUR CONTAS GmbH, Rostock 24,6 106 -44 Entwicklungsgesellschaft Bad Doberan mbH, Bad Doberan Sparkassenbeteiligungszweckverband Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 48,0 26 0 24,2 66.035 -17 OSPA Immobiliengesellschaft mbH, Rostock 100,0 3.058 +14 TREFFpunkt GmbH, Rostock 100,0 100 0 DS Management GmbH, Rostock 100,0 25 0 S Credit-Management GmbH, Rostock 100,0 38 0 e.n.o. Windpark GmbH & Co. Pritzwalk KG, Ostseebad Rerik 79,6 262 +323 OstseeConsult Management Services GmbH, Rostock 100,0 43 -1


22 Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: - Bestand am Bilanzstichtag 1.960.038,85 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 2.248.775,11 EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: - Bestand am Bilanzstichtag 927.657,68 EUR - Bestand am 31.12. des Vorjahres 1.269.754,63 EUR Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten Die Treuhandverbindlichkeiten betreffen jeweils in voller Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen gegenüber dem höheren Nominalwert sind enthalten in Höhe von 356.740,14 EUR Bestand am 31.12. des Vorjahres 390.834,74 EUR Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr Zinsen und andere Aufwendungen in Höhe von 2.457.922,96 EUR angefallen. Die Bedingungen der Nachrangigkeit bei diesen Mitteln entsprechen § 10 Abs. 5 a KWG. Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10,0 % des Gesamtbetrages übersteigen, sind wie folgt ausgestattet: Betrag EUR Zinssatz % Fälligkeit am vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung 7.500.000,00 5,78 02.03.2011 nein 15.000.000,00 4,44 31.10.2016 nein 10.000.000,00 4,51 23.10.2020 nein Die (sonstigen) Mittelaufnahmen sind im Durchschnitt mit 4,51 % verzinslich. Die Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen 10 und 14 Jahren. Im Folgejahr werden aus diesen Mittelaufnahmen 278.526,27 EUR zur Rückzahlung fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die OSPA hat im Jahr 2006 eine Kommanditeinlage veräußert, die im Vorfeld von 10.000 Tsd. EUR auf 133 Tsd. EUR herabgesetzt wurde. Die OSPA haftet als bisherige Kommanditistin gemäß §§ 171, 172 Abs. 1 und 4 und 174 HGB. Eine Inanspruchnahme aufgrund der bestehenden Haftungsverhältnisse zeichnet sich nach wie vor nicht ab. Im Zusammenhang mit der Unterbeteiligung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) an einer Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG hat der Hauptbeteiligte gegenüber dem Unterbeteiligten Anspruch auf Ersatz seiner Finanzierungskosten, sofern die von der Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG erzielten Erträge hierfür nicht ausreichen. In einem solchen Fall hat die OSPA die Verpflichtung übernommen, anteilig für den anfallenden Aufwendungsersatz einzustehen. Die OSPA hat darüber hinaus die Verpflichtung übernommen, für anfallende Zinsen aus einer Darlehensschuld des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (Unterbeteiligter) einzustehen. Ein Betrag, zu dem die Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis greifen kann, ist nicht quantifizierbar. Die Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt sich an der Rettung der Hypo Real Estate Holding AG durch Stellung einer Rückgarantie zur Garantie des Bundes. Der Ostdeutsche Sparkassenverband hat eine anteilige Untergarantie übernommen. Auf die OSPA würde bei einer Inanspruchnahme ein Umlagebetrag in Höhe von 1.688 Tsd. EUR entfallen.


Termingeschäft/derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag verteilen sich die gemäß § 36 RechKredV noch nicht abgewickelten Termingeschäfte auf zinsbezogene Termingeschäfte (Swaption und Zinsswaps) und auf Termingeschäfte mit sonstigen Preisrisiken (Credit Default Swaps). Ein wesentlicher Teil dieser Geschäfte dient der Absicherung des Zinsänderungs bzw. des Adressenausfallrisikos. Außerdem sind derivative Finanzinstrumente zum Aufbau strategischer Positionen im Bestand. Der Bestand an derivativen Finanzinstrumenten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: Nominalwerte Zeitwerte 1) 1) Positive und negative Zeitwerte enthalten keine Abgrenzungen und Kosten (clean-price). Nachfolgend werden die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten derivativen Finanzinstrumente nach Produktarten dargestellt: 1) Positive und negative Zeitwerte enthalten keine Abgrenzungen und Kosten (clean-price). positiv negativ Tsd. EUR Derivate als Micro-Hedge 117.200 3.797 -1.964 Derivate als strategische Positionen 20.000 573 0 derivative Finanzinstrumente bis ein Jahr Nominalwerte nach Restlaufzeiten Zeitwerte 1) über ein bis fünf Jahre über fünf Jahre Zinsbezogene Geschäfte Tsd. EUR OTC- Produkte Summe positiv negativ Für Zinsswaps wurden die Zeitwerte als Barwerte zukünftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei fanden die Swap-Zinskurven per 30.12.2009 Verwendung. Der Zeitwert der Swaption wurde anhand des allgemein anerkannten Black-Scholes-Modells ermittelt. Die Credit Default Swaps als Bestandteil der Originatoren Credit Linked Notes aus den Sparkassen Kreditbaskets IV und VI wurden mit einem Excel-Bewertungstool der Bayern LB gepreist. Für den negativen Zeitwert des zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäftes war keine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden, da dieser Swap eine Micro-Hedge-Beziehung darstellt. 23 Buchwerte (Bilanz- Posten) Zinsswaps 0 50.000 70.000 120.000 4.223 -1.954 0 Sonstige Zins- Kontrakte Sonstige Geschäfte OTC- Produkte Kreditderivate Summe aller schwebenden Geschäfte 0 10.000 0 10.000 122 0 191 (Passiva 5) 0 7.200 0 7.200 25 -10 0 0 67.200 70.000 137.200 4.370 -1.964 191


24 Restlaufzeitengliederung Die gemäß § 9 RechKredV geforderte Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich für die folgenden Posten: Posten der Bilanz Aktiva 3 b) andere Forderungen an Kreditinstitute Aktiva 4 Forderungen an Kunden Passiva 1 b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist Passiva 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten Passiva 2 b bb) andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist Restlaufzeit bis zu 3 Monaten mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr Angaben in EUR mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren Anteilige Zinsen der jeweiligen Aktiv- und Passivposten werden gemäß § 11 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert. Angabe der Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen): Posten Aktiva 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Posten Passiva 3 a begebene Schuldverschreibungen Im Posten Aktiva 4, Forderungen an Kunden, sind Forderungen in Höhe von 52.123.266,83 EUR mit unbestimmter Laufzeit enthalten. mehr als 5 Jahre 40.000.000,00 190.630,72 762.522,88 75.600.290,90 73.241.659,49 74.632.804,00 339.878.351,24 882.316.099,77 23.438.899,06 35.867.431,83 158.341.791,05 87.108.394,76 20.917.118,63 56.804.498,84 59.919.091,24 0,00 22.292.543,66 10.085.680,59 21.749.259,98 0,00 EUR 153.294.993,40 21.477.000,00


III. Sonstige Angaben Den Organen der OSPA gehören an: Verwaltungsrat Vorsitzender Thomas-Jörg Leuchert Landrat des Landkreises Bad Doberan ab 29.09.2009 Roland Methling Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock bis 29.09.2009 Stellvertretende Vorsitzende Lutz da Cunha (1. Stellvertreter) Landrat des Landkreises Güstrow ab 29.09.2009 Thomas-Jörg Leuchert (1. Stellvertreter) Landrat des Landkreises Bad Doberan bis 29.09.2009 Roland Methling (2. Stellvertreter) Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock ab 29.09.2009 Lutz da Cunha (2. Stellvertreter) Landrat des Landkreises Güstrow bis 29.09.2009 Mitglieder Rainer Albrecht Selbstständiger Immobilienmakler der AIC ab 29.09.2009 Albrecht Immobilien Consult Steffen Bockhahn Mitglied des Bundestages ab 29.09.2009 Manfred Bockholt Diplomingenieur im Ruhestand Sven Bradtke IT-Organisator der OSPA Simone Briese Geschäftsführerin der kunstschule rostock e. V. ab 29.09.2009 Hartmut Grosse Geschäftsführer der Gut Marienhof GmbH Michael Jurr Vertriebsleiter OSPA-Vermögensmanagement ab 29.09.2009 Dieter Labuzinski Vertriebsleiter der Rheingas Handel GmbH & Co. KG Rudolf Rinck Geschäftsführer der Die Unternehmer ab 29.09.2009 Berater Rinck & Kollegen GmbH Peter Sawallisch Abteilungsleiter Zentrale Kreditabteilung der OSPA Helmut Schingen Inhaber der GalaBau Helmut Schingen e. K. ab 29.09.2009 und der Rasenkulturen Helmut Schingen Steffen Seiler Mitarbeiter Unternehmenssteuerung ab 29.09.2009 der OSPA Ivo Steigmann Mitarbeiter Private Banking der OSPA Dr. Klaus-Peter Tasler Geschäftsführer der Dr. Tasler & Partner ab 29.09.2009 Immobilien-Projekt GmbH Heike Werner Mitarbeiterin der OSPA ab 29.09.2009 Personalratsvorsitzende Marianne Eggert Mitarbeiterin Kreditmanagement der OSPA bis 29.09.2009 Liane Ewert Sachgebietsleiterin OSPA ImmobilienZentrum bis 29.09.2009 Bernhard Fritze Diplomsozialwirt im Ruhestand bis 29.09.2009 Diethelm Hinz Vorstandsvorsitzender der Agrar- bis 29.09.2009 genossenschaft „Hellbach“ Neubukow e. G. Götz Kreuzer Diplomingenieurökonom der bis 29.09.2009 Betriebswirtschaft im Ruhestand Prof. Dr. Dieter Neßelmann Diplommathematiker bis 29.09.2009 Professor an der Universität Rostock Thorsten Ries Prokurist der Heinrich Hünicke bis 29.09.2009 GmbH & Co. KG Dr. Harald Terpe Mitglied des Deutschen Bundestages bis 29.09.2009 Detlef Weise IT-Sicherheitsbeauftragter der OSPA bis 29.09.2009 25


26 Vorstand Vorsitzender Frank Berg Mitglied Sönke Reimers bis 03.04.2009 Thomas Metzke ab 01.07.2009 Stellvertretendes Mitglied gemäß § 19 Abs. 1 Satz 3 Sparkassengesetz (SpkG) M-V Thomas Metzke bis 30.06.2009 Der Vorstandsvorsitzende, Herr Frank Berg, ist Mitglied im Aufsichtsrat der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB). Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes 596 Tsd. EUR, die Aufwandsentschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates und des Kreditausschusses 60 Tsd. EUR. An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr Versorgungsbezüge in Höhe von 606 Tsd. EUR gezahlt. Am 31.12.2009 betrugen die Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder des Vorstandes und für ihre Hinterbliebenen 9.185 Tsd. EUR. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Vorschüsse und Kredite sowie eingegangene Haftungsverhältnisse in Höhe von 455 Tsd. EUR und den Mitgliedern des Verwaltungsrates in Höhe von 1.209 Tsd. EUR gewährt. Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: Vollzeitkräfte 224 Teilzeitkräfte 306 Auszubildende 44 Insgesamt 574 Im Geschäftsjahr wurde von dem Abschlussprüfer folgendes Gesamthonorar berechnet: • für die Abschlussprüfungsleistungen 237 Tsd. EUR • für andere Bestätigungsleistungen 19 Tsd. EUR Rostock, den 16. März 2010 OstseeSparkasse Rostock Der Vorstand Frank Berg Thomas Metzke


Bestätigungsvermerk Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OstseeSparkasse Rostock für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Berlin, 19. März 2010 Sparkassenverband für die Sparkassen in den Ländern Brandenburg, Freistaat Sachsen, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt - Prüfungsstelle - Dreyer Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss ist durch den Verwaltungsrat der OstseeSparkasse Rostock in seiner Sitzung am 29. Juni 2010 festgestellt worden. Rostock, 30. Juni 2010 Der Vorstand Offenlegungsbericht nach § 26 a KWG zum 31. Dezember 2009 Der Offenlegungsbericht nach § 26 a KWG der OstseeSparkasse Rostock zum 31. Dezember 2009 ist unter www.ospa.de veröffentlicht. 27


Herausgeber: OstseeSparkasse Rostock Am Vögenteich 23 18057 Rostock Tel.: 0381 643-0 Fax: 0381 643-661208 Internet: www.ospa.de E-Mail: ospa@ospa.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine