Forschungsprojekte der DSHF 1998 bis 2011 - Deutsche ...

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Forschungsprojekte der DSHF 1998 bis 2011 - Deutsche ...

Deutsche

Herzstiftung

Jahresbericht 2011

Deutsche Stiftung

für Herzforschung


Abkürzungsverzeichnis:

DHS: Deutsche Herzstiftung e.V.

DSHF: Deutsche Stiftung für Herzforschung

KHS: Kinderherzstiftung

ABNR: Aktionsbündnis Nichtrauchen

ADFC: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.

AG: Arbeitsgruppe

AHF: Angeborene Herzfehler

ALKK: Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte e.V.

ANKK: Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Kinderkardiologen e.V.

APP: Applikation

AUS: Australien

BE: Belgien

BNK: Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V.

BMBF: Bundesministerium für Bildung und Forschung

BVG: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

CPU: Chest Pain Unit (Herznotfallambulanz)

DGK: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

DGN: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

DSG: Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft

DGTHG: Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

DGPK: Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.V.

DGPR: Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation

von Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.

DGSP: Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention

DHZB: Deutsches Herzzentrum Berlin

DSHS Deutsche Sporthochschule Köln

EDV: Elektronische Datenverarbeitung

EMAH: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler

ESC: European Society of Cardiology

EHN: European Heart Network

EW: Einwohner

G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss

GRC: German Resuscitation Council (Deutscher Rat für Wiederbelebung)

HLW: Herz-Lungen-Wiederbelebung

KHK: Koronare Herzkrankheit

MEP: Members of the European Parliament Heart Group

NRW: Nordrhein-Westfalen

PCI: Perkutane Coronarintervention

SKAH: Sektion Kinderherzstiftung/Angeborene Herzfehler

STEMI: ST-Hebungs-Myokardinfarkt

TAVI: Transkatheter-Aortenklappen-Implantation

UK: United Kingdom (Vereinigtes Königreich)

VDBW: Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.

VR: Vereinsregister

WHF: World Heart Federation

ZA: Südafrika


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

INHALT

Deutsche Herzstiftung e.V.

Schirmherrschaft 2

Vorwort 3

Aufgaben und Struktur 4

Aufklärung – Information 26

Kinderherzstiftung 32

Projekte und Projektförderung 35

Forschungsförderung 39

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 45

Spenden – Benefiz – Zuwendungen 49

Erbschaften – Vermächtnisse – Stiftungsfonds 51

Ausblick 52

Jahresabschluss 54

Deutsche Stiftung für Herzforschung

Aufgaben und Struktur 61

Stifterinnen und Stifter 63

Zustiftungen und Spenden 63

Segnitz-Ackermann-Stiftung 64

Gertrud-Spitz-Stiftung 64

Stiftungsfonds Dr. Ortwin Rusche 65

August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis 66

Forschungsförderung 67

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 72

Ausblick 74

Forschungsstandorte 2011 75

Jahresabschluss 76

Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Herzstiftung 79


SCHIRMHERRSCHAFT

Schirmherrschaft Barbara Genscher

Mit ihrem Wirken an der Spitze der Deutschen Herzstiftung ist Barbara

Genscher als Schirmherrin maßgeblich an der Entwicklung der

Organisation beteiligt. Dass die Herzstiftung am Jahresende 2011 auf rund

70 000 Mitglieder – dieser so wichtigen Säule für ihre Unabhängigkeit –

gewachsen ist, ist auch Barbara Genscher zu verdanken (siehe S. 14 f).

Seit 1987 übt sie ihr Ehrenamt mit großem Engagement aus. Seither setzt

sie sich leidenschaftlich für eine bessere Versorgung von Herzpatienten,

ganz besonders von herzkranken Kindern, ein und vertritt ihre Interessen

in der Öffentlichkeit.

Auf vielfältige Weise wirbt die Schirmherrin in der Öffentlichkeit für den

gemeinnützigen Verein, für seine Aufgaben und Ziele. Barbara Genscher

besucht Vorträge und regionale Herz-Seminare zur Aufklärung der

Bevölkerung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beim Weltherztag

sprach sie auf dem Gesundheitsforum im Plenarsaal des Deutschen

Bundestags in Bonn, das die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit dem

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte und dem Universitäts -

klinikum Bonn veranstaltete. Sie nimmt an Benefizveranstaltungen teil, ist

zu Gast in Talkshows und sammelt Spenden. Als Gesprächspartnerin in

Zeitungs- und Fernsehinterviews ist die Schirmherrin ebenfalls gefragt

und repräsentiert die Deutsche Herzstiftung. „Wir wollen eine Brücke

zwischen dem Arzt als Experten und dem gut informierten Patienten sein.

Wir sind eine Bürgerinitiative für Gesundheit“, betonte sie gegenüber der

Neuen Westfälischen Zeitung bei der offiziellen Begrüßung des

70 000sten Mitglieds (Foto) in Bad Oeynhausen.

2

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

VORWORT

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Deutschen Herzstiftung,

das Gesundheitswesen ist zunehmend von marktwirtschaftlichen Prinzipien

gekennzeichnet, während der Zeitdruck bei den Ärzten in Kliniken und

Praxen wächst. Immer mehr Patienten beklagen die fehlende Zeit für das

Arztgespräch, das im Schnitt nur wenige Minuten dauert. Für Millionen

Herzkranke in Deutschland entstehen so Informationslücken. Diese mit

Fachkompetenz wieder zu schließen, sieht die Deutsche Herzstiftung als eine

ihrer Kernaufgaben. Als Patientenorganisation für Herz-Kreislauf-Erkrank ung

en ist es ihr Ziel, Herzpatienten und herzgesunde Menschen über die Vor -

beugung, Diagnose und Therapiemöglichkeiten von Herz-Kreislauf-

Erkrankungen so aufzuklären, dass sie gut informiert zu mehr Selbst ver -

antwortung innerhalb des Arzt-Patienten-Verhältnisses gelangen. Das gelingt

aber nur, wenn sie unabhängige Experteninformationen nach aktuellstem

medizinischem Kenntnisstand erhalten.

Wie wichtig unabhängige Informationen zu aktuellen Fragen der Versorgung

von Herzpatienten sind, zeigte 2011 ein Expertengespräch der Herzstiftung

zum Thema Aortenklappenstenose: Operation oder Kathetereingriff?

Kardiologen und Herzchirurgen diskutierten, unter welchen Voraussetzungen

das neue Katheter-Verfahren zum Aortenklappenersatz, die Transkatheter-

Aortenklappen-Implantation (TAVI), zum Einsatz kommen sollte und wann

ein operativer Klappenersatz besser geeignet ist. TAVI war angesichts einer

rasanten Ausweitung des Anteils an der Gesamtzahl aller Eingriffe wegen

Aortenklappenstenose in Deutschland und kontroverser Debatten in

Fachkreisen in die Kritik geraten. Viele Herzpatienten wurden verunsichert.

Mit dem Expertengespräch hat die Herzstiftung dazu beigetragen, eine

Transparenz und Informationslage zu erzeugen, die den Patienten bei ihrer

Entscheidungsfindung mit dem Arzt für eines der Verfahren zu mehr

Mündigkeit verhilft.

Es sind aber noch viele weitere Aufgaben jedes Jahr zu stemmen, die zu einer

besseren Versorgung von Herzpatienten beitragen. So fördert die Deutsche

Herzstiftung dank der wachsenden Mitgliederzahl und der finanziellen

Unterstützung durch Stifter und Spender patientennahe Herz-Kreislauf-

Forschung. Mit ihrer Tochterorganisation, der Deutschen Stiftung für Herz -

forschung, stellt sie sicher, dass kardiovaskuläre Erkrankungen auf hohem

Niveau erforscht werden. Das Fördervolumen beider Organisationen betrug

allein 2011 über € 1,4 Mio.

Allen, die es der Herzstiftung ermöglichen, ihr Leistungsspektrum auszubauen

und neue Projekte zu finanzieren, danke ich im Namen des Vorstands ganz

herzlich. Dazu bedarf es eines engagierten Teams aus den ehrenamtlich

Tätigen im Vorstand, im Wissenschaftlichen Beirat, Kuratorium und den über

100 Beauftragten und vielen Helfern. Ihnen danken wir ganz besonders.

Großer Dank gilt unserer Schirmherrin Barbara Genscher für ihr tatkräftiges

Engagement. Ganz besonders danken wir den Mitgliedern und Spendern für

ihr Vertrauen in unsere Arbeit.

Frankfurt am Main, Juni 2012

Prof. Dr. med. Thomas Meinertz

Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Herzstiftung

3


AUFGABEN UND STRUKTUR

Aufgaben und Struktur

Die Deutsche Herzstiftung ist Deutschlands größte Patientenorganisation

auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der gemeinnützige

Verein engagiert sich vielfältig:

■ Information der Öffentlichkeit über einen gesunden Lebensstil

■ Aufklärung über Möglichkeiten der Behandlung und über aktuelle

Entwicklungen der Herz-Kreislauf-Medizin

■ Angebote für herzkranke Kinder und deren Eltern sowie für

Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler

■ Aufklärung und Programme zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-

Erkrankungen

■ Förderung der patientennahen Herz-Kreislauf-Forschung auch in

Ver bin dung mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung

Auf internationaler Ebene vertritt

die Deutsche Herzstiftung die

Interessen herzkranker Menschen

in Deutschland in der World Heart

Federation (WHF), der internationalen

Gemeinschaft der kardiologischen

Fachgesellschaften und

Herzstiftungen (gemeinsam mit

der Deutschen Gesellschaft für

Kardiologie – Herz- und Kreislauf -

forschung, DGK) sowie auf euro -

päischer Ebene im European

Heart Network (EHN), der Dach -

organisation europäischer Herz -

stiftungen.

Die Deutsche Herzstiftung e.V.

wurde 1979 gegründet und ist im

Vereinsregister als gemeinnütziger

Verein mit Sitz in Frankfurt am

Main eingetragen (Amtsgericht

Frankfurt am Main VR 7412;

Finanz amt Frankfurt am Main III,

Steuernummer 045 250 88866, Frei -

stellungsbescheid vom 30.11.2011).

Gemäß § 6 der Satzung sind die

Organe des Vereins der Vorstand,

das Kuratorium, die Mitgliederver -

sammlung, der Wissenschaftliche

Beirat und der Wahlausschuss.

4

Aufklärung/Information

Mitgliederbetreuung

HERZ HEUTE/ HERZBLATT

Publikationen

Sprechstunde

Informationsdienst

Klinik- und

Praxismitgliedschaften

Selbsthilfegruppen

Kinderherzstiftung

Kuratorium

Büro Berlin

Projekte Kommu

Seminare/Vorträge

Herzwochen

Herzinfarktprojekte

Weltherztag

Gesundheitstage

Prävention

Gesundheitsförderung im Betrieb

Ernährung

Mittelmeerküche im

Krankenhaus/Betrieb

Rauchzeichen

Be smart – don’t start

Skipping Hearts

Herz-Lungen-Wiederbele -

bung/Frühdefibrillation

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

D

Presse-/

Öffentlichkei

Internet

Soziale Netzw

Newsletter

Gesundheitsp

Kooperatione

International


eutsche Herzstiftung e.V.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Geschäftsstelle: In der Geschäftsstelle der Deutschen Herzstiftung in

Frankfurt am Main arbeitete 2011 ein Team von 30 hauptamtlichen

Mitarbeitern, sechs Aushilfen und sieben ehrenamtlichen Helfern, im

Berliner Büro eine weitere hauptamtliche Mitarbeiterin, zwei Aushilfen

und zwei ehrenamtliche Helfer. Geschäftsführung: Martin Vestweber,

Renate Horst (stv.).

nikation Forschung Fundraising Verwaltung

sarbeit

erke

olitik

n

e Projekte

Schirmherrin

itgliederversammlung

Vorstand Wissenschaftlicher Beirat

Geschäftsführung

Stipendien

Wissenschaftspreise

Forschungsförderung

Spendenaufrufe

Benefizaktionen

Geldbußen

Anlass-Spenden

Trauerspenden

Geburtstage

Jubiläen

Wirtschaftlicher

Geschäftsbetrieb/Verkauf

Deutsche Stiftung für

Herzforschung

Projektförderung

Wissenschaftspreise

Treuhandstiftungen

Ehrenamtliche Beauftragte

Finanzen/Controlling

Personal

Mitglieder- und

Spendenverwaltung

Nachlassverwaltung

EDV/Technik

Datenschutz

Treuhandstiftungen

Stiftungsfonds

Post

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AUFGABEN UND STRUKTUR

Vorstand

Der Vorstand besteht gemäß § 7 der Satzung aus mindestens sieben,

höchstens neun Personen. Er setzt sich aus Kardiologen und

Herzchirurgen, Wirtschaftsvertretern und Rechtsexperten zusammen.

Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Gemäß § 7.3

arbeiten die Mitglieder des Vorstands ehrenamtlich.

Sie erhalten die notwendigen

Aufwen dungen, die ihnen durch ihre

Tätigkeit für den Verein entstehen, auf

Nachweis erstattet – dies gilt für alle ehrenamtlich

Tätigen in der Gremien- und

Vereinsarbeit. Der Vorstand tagte am 28.1.,

12.5., 7.7., 22.9. und am 24.11.2011.

Auszeichnungen: Für seine lang jährigen wissenschaftlichen

Ver dienste insbesondere auf

den Gebieten der Herzrhythmus stör ungen

und der koronaren Herz krank heit wurde der

Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung,

Prof. Dr. Thomas Meinertz, mit der Carl-

Ludwig-Ehrenmedaille, der höchsten

Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für

Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung

e.V. (DGK), ausgezeichnet.

Der ehemalige Vorsitzende (1998-2010) und

Ehrenmitglied des Vorstands der Deutschen

Herz stiftung, Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker,

hat die Bruno-Kisch-Medaille der DGK für

seine großen Verdienste in der Prävention

und Behandlung von Herz-Kreislauf-

Erkrankungen erhalten.

6

Der Vorstand der Deutschen Herzstiftung 2010 – 2014

Prof. Dr. Thomas Meinertz, Hamburg, Vorsitzender

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Herne, stv. Vorsitzender

RA Gunter Anders, Dreieich, Schatzmeister

Prof. Dr. Dietrich Andresen, Berlin

Prof. Dr. Helmut Gohlke, Ballrechten-Dottingen

Prof. Dr. Jan F. Gummert, Bad Oeynhausen

Dipl.-Ing. Gerhard Müller, Mainz

Dr. rer. pol. Irene Oswalt, Frankfurt/M.

Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Mainz

Beratende Mitglieder

Prof. Dr. Ingeborg Aßmann, Erfurt

Ehrenmitglieder

Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Hanau

Prof. Dr. Konrad Bühlmeyer, Schondorf

Prof. Dr. Martin Kaltenbach, Dreieich

Assoziierte Mitglieder sind die Präsidenten der Fachgesellschaften

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG)

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.V. (DGPK)

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation

von Herz- und Kreislauferkrankungen e. V. (DGPR) (seit 2011)

Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK)

Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte e.V. (ALKK)

Sprecher der ehrenamtlichen Beauftragten

Klaus Schmerbach, Heiligenhaus

Der Vorstand (v.l.n.r.):

Prof. Dr. Dietrich Andresen, Dr. Irene Oswalt,

Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Prof. Dr. Helmut

Gohlke, Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe,

Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, RA Gunter Anders,

Prof. Dr. Martin Kaltenbach, Dipl.-Ing. Gerhard

Müller, Prof. Dr. Thomas Meinertz,

Prof. Dr. Jan F. Gummert.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Herzinfarktatlas 2009

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Bremen

Hessen

Baden-Württemberg

Nach: E. Bruckenberger/P. Winkler, Hannover, August 2011

Sterbeziffern

beim akuten Herzinfarkt

Altersbereinigte Abweichung vom

Bundesdurchschnittswert in %

≥ -52,0 - < -20,0 (72 SL)

≥ -20,0 - < 0,0 (128 SL)

≥ 0,0 - < 20,0 (114 SL)

≥ 20,0 - < 126,0 (98 SL)

SL = Kreisfreie Städte und Landkreise

Schleswig-Holstein

Hamburg

Niedersachsen

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Thüringen

Dunkel- und Hellgrün bedeutet eine Unter -

schreitung der bundesdurchschnittlichen

Sterbeziffer von 68,7 und damit eine niedrigere

Infarktsterblichkeit als Orange und Weinrot

(Überschreitung des Bundesdurchschnitts).

Bericht des Vorstands

AUFGABEN UND STRUKTUR

Die Versorgung von Herzpatienten in Deutschland flächendeckend zu verbessern

und die Herzinfarktsterblichkeit zu senken, ist das vorrangige Ziel

der Deutschen Herzstiftung neben der Vermeidung von Herz-Kreislauf-

Erkrankungen durch Vorbeugung (Prävention). Jedes Jahr werden bundesweit

über 207 000 Menschen wegen eines akuten Herzinfarktes in ein

Krankenhaus eingeliefert, über 56 000 sterben daran. Aufgrund einer enormen

Verbesserung der medizinischen Patientenversorgung in den vergangenen

50 Jahren durch moderne Diagnose- und Therapieverfahren ist

zwar die Infarktsterblichkeit deutlich zurückgegangen:

Starben 1980 in Deutschland noch 92 801 Menschen am

akuten Herzinfarkt, waren es 56 226 im Jahr 2009.

Allerdings: die Versorgung von Herzkranken in den

verschiedenen Regionen Deutschlands ist nicht

gleich gut. So schwankt die Infarktsterblichkeit

regional stark, etwa zwischen Hamburg mit 53,5

Gestorbenen pro 100 000 Einwohner gegenüber

Sachsen-Anhalt mit 111,5 im Jahr 2010.

Mecklenburg-Vorpommern

Sachsen-Anhalt

Berlin

Auch bei der Verbreitung von Herznotfallambulanzen,

sog. Chest Pain Units (CPUs) im

Bundesgebiet zeigen sich deutliche Versor -

gungs unterschiede. CPUs dienen der Be -

handlung von Patienten mit unklarem Brust -

schmerz und stehen allen Patienten mit akuten

Brustkorbbeschwerden 24 Stunden an allen sieben

Tagen der Woche offen. Noch mehr CPUs müss -

ten gerade in Regionen wie z. B. Brandenburg und

Sachsen-Anhalt angesiedelt werden, also dort, wo die Herz -

infarktversorgung noch nicht ausreichend ist, gemessen an

der Zahl der Erkrankungen und an der Infarkt -

sterblichkeit.

Brandenburg

Sachsen

Bayern

Daher widmet sich die Deutsche Herzstiftung in

ihrer Aufklärungsfunktion konzentriert der Be kämp -

fung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Senkung

der Herzinfarktsterblichkeit durch regionale Initiativen.

Das im Berichtsjahr gemeinsam mit mehreren Partnern

Sterbeziffern gestartete Aktionsbündnis „Lübeck gegen den Herzinfarkt“

beim akuten Herzinfarkt

informierte Altersbereinigte Abweichung die Einwohner vom Lübecks über den Notruf 112 als erste

Bundesdurchschnittswert in %

Notfallmaßnahme bei Verdacht auf Herzinfarkt oder CPUs als

≥ -52,0 - < -20,0 (72 SL)

≥ -20,0 - < 0,0 (128 SL)

Anlaufstelle bei akuten Brustkorbbeschwerden.

≥ 0,0 - < 20,0 (114 SL)

≥ 20,0 - < 126,0 (98 SL)

Die Senkung der Herzinfarktsterblichkeit setzt eine Bevölkerungs -

SL = Kreisfreie Städte und Landkreise

aufklärung voraus, die auch die Hausärzte einbindet, um so ein möglichst

breites Spektrum an Patientengruppen zu erreichen. Deshalb kooperierte

die Deutsche Herzstiftung erstmalig mit dem Deutschen Haus ärzte -

verband bei den bundesweiten Herzwochen, die sich unter dem Motto

„Herz unter Druck“ dem Volksleiden Bluthochdruck und seiner

Vorbeugung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten mit rund 1 100

Veranstaltungen widmeten.

7


AUFGABEN UND STRUKTUR

Eng verbunden mit der Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

sind Anstrengungen der Herzstiftung in der Prävention, die aufgrund der

aktuellen Studienlage nicht nur in strategischer Hinsicht, sondern auch in

der Finanzierung insgesamt mehr ins Gewicht fallen. Präventionsprojekte

richten sich gezielt und mit erneut aufgestocktem Budget an Erwachsene

sowie verstärkt an Kinder und Jugendliche. So werden Herz-Kreislauf-

Risiken bei Kindern und Jugendlichen in dem Projekt „Erstellung von

Referenzparametern der Gefäßsteifigkeit mittels Pulswellenanalyse im

Kindes- und Jugendalter“ der AG Prävention der DGPK erforscht. Das

Projekt wird mit kooperierenden Schulen durchgeführt und von der

Herzstiftung unterstützt. Ein Bewegungsprogramm für übergewichtige

Kinder umfasst das Programm „KidsTUMove“ der TU München, das die

Herzstiftung seit 2011 fördert.

Seit Jahren erfolgreich etabliert ist das Präventionsprojekt der Herzstiftung:

„Seilspringen an Grundschulen (Skipping Hearts)“ – sechs

Bundesländer beteiligen sich inzwischen daran. Weitere Projekte widmen

sich der Förderung des Nichtrauchens an hessischen Schulen („Rauchzeichen“

und der bundesweite Wettbewerb „Be smart – don’t start“).

Damit auch in Betrieben die Bedeutung der Herzgesundheit mehr

Aufmerksamkeit erhält, veranstaltete die Herzstiftung in Zusammenarbeit

mit verschiedenen Unternehmen und Behörden Gesundheitstage. Einen

ungebrochen hohen Stellenwert im Bereich Prävention der Herzstiftung

hat die Mittelmeerküche, deren vorbeugende Wirkung gegenüber kardiovaskulären

Risiken vielfach durch Studien belegt ist.

Die interdisziplinäre Annäherung zwischen Kardiologen und Herz -

chirurgen und die Bildung von Herzteams zur Vermeidung von Risiken für

Patienten und zur Verbesserung neuer Therapieverfahren ist – spätestens

seit der Kontroverse um die Anwendung der PCI als neue Option zur

Bypass-Operation – ein zentrales Anliegen der Herz stiftung und vieldiskutiertes

Thema seitens der kardiologischen und herzchirurgischen

Fachgesellschaften. Das Expertengespräch Aorten klappen stenose:

8

Das Großflächenplakat zum

Aktionsbündnis „Lübeck gegen den

Herzinfarkt“.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Operation oder Kathetereingriff?, das die Deutsche Herzstiftung

im Zuge einer Debatte in Fachkreisen um das neue kathetergestützte

Verfahren für den Aortenklappenersatz (TAVI) initiierte,

rückte die Annäherung beider Fachdisziplinen mehr in den

Diskussionsfokus. Wichtige Folgerungen aus der Expertenrunde

waren:

■ Die Klinik, in der TAVI durchgeführt wird, sollte über eine

Kardiologie, Herzchirurgie und einen Hybrid-OP zur Durchführung

eines Eingriffs verfügen.

■ TAVI sollte nur bei Patienten mit einem hohen Operationsrisiko

zum Einsatz kommen und der Eingriff am besten von Kardiologen

und Herzchirurgen gemeinsam vorgenommen werden.

Das Expertengespräch wurde in HERZ HEUTE und in der

Deutschen Medizinischen Wochenschrift publiziert, um in

Fachkreisen auf kritische Aspekte in der klinischen Anwendung des neuen

Verfahrens hinzuweisen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Nicht nur bei Expertengesprächen übernimmt die Herzstiftung die Funktion

des neutralen Mittlers zwischen den Fachgesellschaften und gewährleistet

so einen kritischen, da unparteiischen Umgang mit kontroversen

Themen der Herzmedizin. Diese Mittlerfunktion wird der Deutschen

Herzstiftung auch für den neuen „Deutschen Herzbericht 2011“ als zukünftige

Herausgeberin zuteil. Der Report ist die wichtigste sektorenübergreifende

Analyse der kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung

in Deutschland.

Ein verantwortungsvoll kritischer Umgang mit medizinischen Informationen

für Herzpatienten ist ein Wesensmerkmal der Aufklärungsarbeit der

Herzstiftung. Angesichts des seit Jahren zunehmenden Zeitdrucks bei

Ärzten in den Kliniken und niedergelassenen Praxen ist medizinischer Rat

von hoher Bedeutung. Diesen bietet der Informationsdienst der

Herzstiftung mit den Herzspezialisten des Wissenschaftlichen Beirats in

einer schriftlichen und telefonischen Sprechstunde. Angesichts des deutlichen

Mitgliederzuwachses im Berichtsjahr stieg auch die Anzahl der

Sprechstunden. Dieser zuverlässige Service für Patienten macht laienverständliche

Informationen auf Basis eines durch unabhängige Spezialisten

gesicherten Fachwissens jederzeit verfügbar.

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt Initiativen und Aktionsbündnisse,

die sich dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung widmen. Gesund heitspolitische

Themen auf nationaler und internationaler Ebene waren u. a. der

Nichtraucherschutz, die Lebensmittelkennzeichnung sowie der Kampf

gegen nichtübertragbare Erkrankungen (z. B. Krebs, Herz-Kreislauf-

Erkrankungen und Diabetes). Intensiv ist die internationale Zusammen -

arbeit der Herzstiftung mit der World Heart Federation (WHF), der internationalen

Gemeinschaft der kardiologischen Fachgesellschaften und

Herzstiftungen, insbesondere im Rahmen von Veranstaltungen zum Welt -

herztag. Mit dem European Heart Network (EHN), der Dach organisation

europäischer Herzstiftungen, wurden 2011 Änderungsvorschläge des EHN

an EU-Abgeordnete zur Verbesserung der Lebensmittel kennzeichnung

unterstützt.

9


AUFGABEN UND STRUKTUR

Ein Thema von gesundheitspolitischer Bedeutung, dem sich die Deutsche

Herzstiftung seit 2011 verstärkt widmet, ist die medizinische Versorgung

von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH). Eine bundesweit

flächendeckende Behandlung von EMAH-Patienten durch Spezialisten ist

derzeit nicht gewährleistet. Die Herzstiftung setzt sich hier intensiv für

Veränderungen auf gesundheitspolitischer Ebene ein.

Unter besonderer Berücksichtigung patientenbezogener Fragestellungen

in der Herz-Kreislauf-Forschung fördert die Deutsche Herzstiftung

gemeinsam mit ihrer Tochterorganisation, der Deutschen Stiftung für

Herzforschung (DSHF), klinische Forschung und Grundlagenforschung

auf den Gebieten der Vorbeugung, Diagnostik, Therapie und

Nachbehandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allein 2011 konnten

junge Wissenschaftler durch Stipendien und Wissenschaftspreise sowie

durch Forschungsprojekte auch in Verbindung mit der DSHF mit einem

Gesamtvolumen von mehr als € 1,4 Mio. gefördert werden. Dies wird

ermöglicht durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Vermächtnisse. Das

Forschungsspektrum der geförderten Projekte erweitert sich ständig und

umfasst die Kardiologie, die Herzchirurgie, die Kinderkardiologie und

Kinderherzchirurgie sowie die Arzneimittelforschung.

Mit der Unterstützung ihrer Mitglieder und Förderer sowie aufgrund testamentarischer

Verfügungen erreichte die Deutsche Herzstiftung Erträge

von € 8,66 Mio. Die Aufwendungen beliefen sich auf € 7,61 Mio. Eine neue

Bestmarke wurde bei den Mitgliedereintritten erzielt. 7 205 Männer und

Frauen haben sich der Deutschen Herzstiftung im vergangenen Jahr als

Mitglied angeschlossen, die Gesamtmitgliederzahl stieg auf 70 885, davon

1 761 in der Sektion Kinderherzstiftung/Angeborene Herzfehler.

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DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Transparenz, Unabhängigkeit und Kompetenz sind nicht nur die

Richtschnur für die Arbeit der Deutschen Herzstiftung, sondern auch der

Grund, warum ihr großes Vertrauen entgegenbracht wird. Das gute

Jahresergebnis und der anhaltende Mitglieder zuwachs sind nur möglich,

weil Mitglieder, Spender und Stifter großes Vertrauen in den Umgang mit

Spenden, in die Unabhängigkeit der Herzstiftung, in die Kompetenz und

somit in die Glaubwürdigkeit des Vereins legen. Vorstand und

Geschäftsführung sind in der Pflicht, die eigene Arbeit immer wieder kritisch

zu hinterfragen, zu verbessern oder an einzelnen Stellen neu auszurichten.

Im „Spendenmonitor“ von TNS Infratest wurde die Arbeit der

Deutschen Herzstiftung erneut überprüft. Auf Basis einer repräsentativen

Befragung von 4 000 Bundesbürgern wurden der Herzstiftung

Spitzenwerte u.a. in den Kategorien „Kompetenz“, „Sorgfalt im Umgang mit

Spendengeldern“, „Transparenz“, „Nachhaltigkeit“ und „Wirkung“ ihrer

Arbeit bescheinigt.

Durch die regelmäßige Teilnahme am „Transparenzpreis“ der Wirtschafts -

prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers stellt die Herzstiftung die

Transparenz ihrer Tätigkeit und die damit verbundene Berichterstattung in

Form des Jahresberichts auf den Prüfstand.

Um der Bevölkerung die Arbeit der Herzstiftung zugänglich zu machen,

erhält das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) jährlich den

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Wirtschaftsprüfungs -

gesellschaft, den Freistellungsbescheid sowie alle neu aufgelegten Infor -

mations schriften der Herzstiftung.

Ferner engagiert sich die Patientenorganisation als Mitglied im Bundes -

verband Deutscher Stiftungen für bessere Rahmenbedingungen für ge -

meinnützige Organisationen in Deutschland.

Ausblick des Vorstands

Aufklärung über Herzkrankheiten, Verbesserung und Ausbau der

Informations- und Serviceangebote sowie die Förderung der Herz-

Kreislauf-Forschung werden auch im Jahr 2012 die wichtigsten Aufgaben

für die Arbeit der Deutschen Herzstiftung sein. Besondere Schwerpunkte

sollen die Themen regionale Herzinfarktsterblichkeit, bundesweite

Präventionsprojekte und die Aufklärung über die Koronare Herzkrankheit

bei den bundesweiten Herzwochen im November darstellen.

Um die Versorgung von Herzinfarktpatienten langfristig zu verbessern und

die Zeit vom Erstkontakt mit dem Rettungsdienst bis zur Wiederöffnung des

verschlossenen Herzkranzgefäßes („Contact-to-Balloon-Zeit“) zu verkürzen,

sind für das Jahr 2012 weitere regionale Aktionsbündnisse und bundesweite

Projekte gegen den Herzinfarkt geplant. Das Projekt „FITT-STEMI“

(für „Feeback-Intervention and Treatment Times in ST-Elevation Myocardial

Infarction“), das die Kardiologie des St. Bernward-Krankenhauses in

Hildesheim unter Teilnahme mehrerer Kliniken aus ganz Deutschland leitet,

soll bundesweit die Versorgung von Herzinfarktpatienten nachhaltig

verbessern. Behandlungsergebnisse von Patienten mit akutem ST-

Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) werden erfasst und analysiert.

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AUFGABEN UND STRUKTUR

Ein nationales Register zur Erfassung von Todesfällen durch plötzlichen

Herztod bei Sportlern unter der Leitung des Instituts für Sport- und

Präventivmedizin, Universität des Saarlandes, wird die Deutsche

Herzstiftung finanziell unterstützen. Das Register wird Todesfälle erfassen,

die während oder kurz nach einer sportlichen Aktivität eingetreten sind, um

bestehende Vorsorgeverfahren insbesondere im Bereich des Amateur- und

Freizeitsports zu optimieren.

Mit dem bundesweiten Angebot einer kostenlosen Herznotfall-App (für

engl. Application = Anwendung) für internetfähige Mobiltelefone sollen ab

Herbst 2012 möglichst viele Menschen lebensrettende Informationen zum

Notfallverhalten bei Herzinfarkt abrufen können.

Unter dem Motto „Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit erkennen und

behandeln“ hat der Vorstand die Koronare Herzkrankheit (KHK) zum

Thema der bundesweiten Herzwochen 2012 gewählt. Die KHK zählt weltweit

zu den häufigsten Herzerkrankungen. Millionen von Menschen leiden

an Verengungen der Herzkranzgefäße. Ziel ist es, die Bevölkerung über die

Vorbeugung und aktuelle Untersuchungs- und Behandlungsverfahren der

Koronaren Herzkrankheit zu informieren.

Ein Expertengespräch zur Verbesserung der medizinischen Versorgung

von jungen Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH), die das 18.

Lebensjahr erreicht haben, ist im Mai 2012 geplant. Vertreter der Fachgesell -

schaften und Kinderherzspezialisten sollen die Frage diskutieren: 18 und

wohin jetzt? Wie kann eine patientengerechte Weiterbehandlung von

EMAH-Patienten in Deutschland flächendeckend gesichert werden?

Alarmierende Zahlen in einem aktuellen Bericht des European Heart

Network (EHN), der Dach orga nisation europäischer Herzstiftungen, zu

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Herzinfarktsterblichkeit in Europa

sind Anlass für eine Tagung der europäischen Herzstiftungen und deutscher

Gesund heits organisationen in Berlin Anfang 2012. Den Vorsitz der

Tagung übernimmt die Deutsche Herzstiftung.

Die Ausweitung des Seilspringprojekts in Grundschulen „Skipping Hearts“

auf sechs Bundes länder ist mit deutlich höheren finanziellen An -

strengungen verbunden. Deshalb wird die Deutsche Herzstiftung in

Zusammenarbeit mit der TU München das Projekt wissenschaftlich

evaluieren, um seine Wirkungsweise zu bewerten. Erste Ergebnisse werden

2012 erwartet.

Eine neue Satzung mit der Überarbeitung und Neufassung aller Geschäfts -

ordnungen für Vorstand, Kuratorium, Wahlausschuss und Geschäfts füh -

rung des Vereins, die modernisiert und den Gegebenheiten und Vor gaben

des Gemeinnützigkeitsrechts angepasst sind, wird der Vorstand im Entwurf

der Mitgliederversammlung Mitte 2012 zur Beschlussfassung vorlegen. Die

Satzung wurde zuletzt 2000 geändert und bildet nicht mehr die

Entwicklungen der vergangenen Jahre ab; zudem soll das Ehrenamt in der

neuen Satzung fest verankert werden.

12

DIET, PHYSICAL ACTIVITY

AND CARDIOVASCULAR DISEASE PREVENTION IN EUROPE

NOVEMBER 2011

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


AUFGABEN UND STRUKTUR

Mitglieder

Am 18. Juni 2011 fand in Frankfurt am Main die jährliche Mitglieder -

versammlung statt. Vorstand und Geschäftsführung legten satzungsgemäß

(§ 12.3) den Jahresbericht 2010 vor. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Im Jahr 2011 sind der Deutschen Herzstiftung 7 205 neue Mitglieder beigetreten.

Sie wurden durch die Zeitschrift HERZ HEUTE, durch Herz-

Seminare und Vorträge und über das Internet gewonnen. Allein über den

Internet-Bereich sind 3 722 (2010: 2 277) Mitgliedschaftsanträge eingegangen.

Das entspricht einem Anteil von 52 % (2010: 37 %) der Eintritte im Jahr

2011. Zum Jahresende zählte die Deutsche Herzstiftung 70 885 Mitglieder,

davon 1 761 in der Sektion Kinderherzstiftung/Angeborene Herzfehler.

Mitgliederentwicklung 2000 – 2011

Jahr

35 000

5 300

39 400

5 700

43 300

5 300

46 800

5 400

50 000

5 600

52 900

5 300

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Neueintritte pro Jahr

14 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

55 500

5 300

58 640

5 200

61 502

5 162

63 763

Mitglieder Gesamtzahl

5 826

66 786

6 107

70 885

7 205


Herkunft der Mitglieder

Jahr

2011

2010

2009

2008

2007

Alles begann beim Hausarzt im

Wartezimmer. Denn genau dort

kam das 70 000ste Mitglied der

Deutschen Herz stiftung zum

ersten Mal mit der Patienten -

organisation in Berührung. Vom

fachlich hohen Niveau der Bei -

träge in der ausliegenden Zeit -

schrift HERZ HEUTE war Michael

Klamt, Amtsgerichts direktor a. D.

aus der niedersächsischen Klein -

stadt Sulingen, sofort überzeugt:

„Die können Sie mit nach Hause

nehmen“, bot ihm sein Arzt an.

Besonders schätzt der Jurist die

Unab hängigkeit der Herzstiftung,

die eine kritische Berichterstattung

in HERZ HEUTE ermög-

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

3483

3830

4133

4300

4432

Die Herzstiftung begrüßt ihr 70 000stes Mitglied

„Eine der tragenden Säulen der Herzstiftung“

licht. „Über eine solche Zeitschrift

erhofft man sich eine medizinisch

fundierte Anleitung und Be -

gleitung für das eigene Gesund -

heits verhalten“, sagt das neue

Mitglied der Herzstiftung. Patien -

ten würden dank der Auf -

klärungs arbeit einer Patienten -

organi sa tion wie der Deutschen

Herzstiftung nicht alleine gelassen.

Bei der offiziellen Begrüßung von

Michael Klamt im Herz- und Diabeteszentrum

NRW in Bad Oeynhausen

(HDZ NRW) während der

Herzwochen empfing Schirm -

herrin Barbara Genscher das neue

AUFGABEN UND STRUKTUR

1029

768

1526

2277

3722

Anträge über Printmedien der

Deutschen Herzstiftung

Anträge über Website

Herzstiftungs-Mitglied mit den

Worten: „Ihre Mitglied schaft ist

einer von vielen Bausteinen, und

zwar ein sehr wichtiger, der zur

Aus führung der vielfältigen Aufgaben

der Deutschen Herzstiftung

beiträgt. Die Mitgliedschaften

sind neben den Spenden,

Erbschaften und Vermächt nissen

eine der tragenden Säulen für die

Finanzierung der Aufklärungsarbeit

der Herzstiftung.“ Der Ärztliche

Direktor des HDZ NRW und

Mitglied des Wissen schaftlichen

Beirats der Herzstiftung, Prof. Dr.

Dieter Horstkotte, gratulierte der

Herzstiftung zum 70 000sten

Mitglied.

V.l.n.r.: Prof. Dr.

Thomas Meinertz,

Michael Klamt,

Barbara Genscher,

Prof. Dr. Dieter

Horstkotte, Prof.

Dr. Jan F. Gummert.

15


AUFGABEN UND STRUKTUR

Klinik- und Praxismitgliedschaften

JAHR HERZKLINIKEN ARZTPRAXEN

2011 127 68

2010 126 60

2009 111 48

2008 105 --

2007 98 --

Klinikmitgliedschaften:

Aachen Universitätsklinikum Aachen

Annaberg-Buchholz EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg

Aurich Ubbo-Emmius-Klinik Ostfriesisches Krankenhaus

Bad Berka Zentralklinik Bad Berka

Bad Ditzenbach Vinzenz Klinik

Bad Driburg Caspar Heinrich Klinik · Kath. Hospital ver einigung

Weser-Egge – St. Josef Hospital · Knapp schafts-Klinik ·

Park Klinik Bad Hermannsborn

Bad Dürrheim Vital-Kliniken Schloss-Klinik Sonnenbühl

Bad Hersfeld Klinikum Bad Hersfeld

Bad Homburg v.d.H. Hochtaunus-Kliniken – Krankenhaus Bad Homburg

Bad Kösen Saale Reha-Klinik II

Bad Krozingen Herz-Zentrum Bad Krozingen · Reha-Klinik

Sinnighofen – Klinik Lazariterhof/Klinik Baden

Bad Lauterberg Kirchberg Klinik

Bad Liebenstein Kurpark-Klinik Dr. Lauterbach-Klinik · m&i-Klinikge -

sellschaft Bad Liebenstein

Bad Lippspringe Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad

Lippspringe - Klinik Martinusquelle

Bad Münster Drei-Burgen-Klinik,

Bad Nauheim Kerckhoff-Klinik · Klinik am Südpark

Bad Oeynhausen Gollwitzer-Meier-Klinik · Herz- und Diabeteszentrum

Nordrhein-Westfalen

Bad Pyrmont DAK Fachklinik „Haus Weserland“

Bad Rothenfelde Klinik im Kurpark · Klinik Teutoburger Wald ·

Schüchtermann-Schiller’sche Kliniken

Bad Salzungen Klinikum Bad Salzungen

Bad Schandau Falkenstein-Klinik

Bad Schwalbach Rheingau-Taunus-Klinik

Bad Suderode Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode

Bad Wimpfen SRH Gesundheitszentrum Bad Wimpfen

Bad Wörishofen Klinik Bad Wörishofen der DRV Schwaben

Bergisch Gladbach Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach

Berlin Charité Campus Virchow-Klinikum · Medical Park

Berlin Humboldtmühle · Vivantes Rehabilitation

Bernau Brandenburg Klinik Bernau-Waldfrieden ·

Herzzentrum Brandenburg in Bernau

Bischofsgrün Höhenklinik Bischofsgrün Klinik der DRV Nordbayern

Bonn Ambulante Herzkatheter-Kooperation Bonn

Brandenburg Städtisches Klinikum Brandenburg

Braunschweig Krankenhaus St. Vinzenz

Burg Reha-Zentrum Spreewald

Castrop-Rauxel Ev. Krankenhaus Castrop-Rauxel

Celle Allgemeines Krankenhaus Celle

Dernbach Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach

Ebersberg Kreisklinik Ebersberg

Eisenach St. Georg Klinikum Eisenach

Eisenhüttenstadt Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt

Essen Universitätsklinikum Essen

Esslingen Klinikum Esslingen

Flechtingen MEDIAN Klinikum Flechtingen

Frankfurt/Main CCB Cardioangiologisches Centrum Bethanien

Frechen St. Katharinen-Hospital

Freiburg Universitätsklinikum Freiburg

Göttingen Herz- und Gefäßzentrum am Krankenhaus Neu-

Bethlehem

Groß-Umstadt Kreisklinik Groß-Umstadt

Haan St. Josef Krankenhaus Haan

Halberstadt AMEOS Klinikum St. Salvator

Halle/Saale Universitätsklinikum Halle (Saale)

Hamburg Albertinen-Krankenhaus · Universitäres Herzzentrum

Hamm St. Marien-Hospital Hamm

Hannover Klinikum Region Hannover – Klinikum Oststadt-

Heidehaus · Vinzenzkrankenhaus Hannover

16

Auch Kliniken und Arztpraxen können Mitglied der Deutschen

Herzstiftung werden. 127 Herzkliniken in Deutschland dokumentieren

durch ihre Klinikmitgliedschaft ihre besondere Verbundenheit mit den

Zielen und der Arbeit des Vereins, ebenso die 68 Arztpraxen. Der jährliche

Mitgliedsbeitrag für Kliniken beträgt € 500,–, für Arztpraxen € 150,–.

Hilden St. Josefs Krankenhaus Hilden

Hildesheim Klinikum Hildesheim

Holzminden Ev. Krankenhaus Holzminden

Höxter Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge – St. Ansgar-

Krankenhaus

Hoyerswerda Lausitzer Seenland Klinikum

Itzehoe Klinikum Itzehoe

Karlsruhe Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe

Kassel Klinikum Kassel

Kempten Klinikum Kempten-Oberallgäu

Koblenz Stiftungsklinikum Mittelrhein Gesundheitszentrum

Evang. Stift Sankt Martin

Köln St. Vinzenz-Hospital

Königstein i.Ts. Klinik Königstein der KVB

Landshut Klinikum Landshut · Krankenhaus Landshut-Achdorf

Leer Klinikum Leer

Leipzig Herzzentrum Leipzig Universitätsklinik

Lübeck Sana Kliniken Lübeck · Universitätsklinikum Schleswig-

Holstein Campus Lübeck

Magdeburg Klinikum Magdeburg

Mannheim Klinikum Mannheim Universitätsklinikum

Merseburg Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis

Mettnau-Radolfzell Medizinische Reha-Einrichtungen d. Stadt Radolfzell ·

Werner-Messmer-Klinik

München Klinik Augustinum München

Mutlangen Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd

Neuruppin Ruppiner Kliniken

Oberstdorf Stillachhaus Privatklinik

Offenbach Klinikum Offenbach

Oldenburg Klinikum Oldenburg

Ottobeuren Kreiskliniken Unterallgäu – Kreisklinik Ottobeuren

Paderborn St. Vincenz-Krankenhaus

Perleberg Kreiskrankenhaus Prignitz

Pinneberg Regioklinikum Pinneberg

Radevormwald Johanniter-Krankenhaus Radevormwald

Rastatt Klinikum Mittelbaden - Kreiskrankenhaus Rastatt

Riesa ELBLANDKLINIKUM Riesa

Rosenheim RoMed Klinikum Rosenheim

Rotenburg/Fulda Herz- und Kreislaufzentrum

Saarbrücken Klinikum Saarbrücken

Salzkotten St. Josefs Krankenhaus

Seligenstadt Asklepios Klinik Seligenstadt

Siegburg HELIOS Klinikum Siegburg

Sömmerda DRK-Krankenhaus Sömmerda

Speyer Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer Eins · St.

Vincentiuskrankenhaus

Steinheim St. Rochus Krankenhaus

Stuttgart Sana Herzchirurgie Stuttgart · ZAR Stuttgart Klinik für

ambulante Rehabilitation · Kliniken Südost Bayern –

Klinikum Traunstein

Trier Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Uelzen Kliniken Uelzen

Ulm Universitätsklinikum Ulm

Unna Katharinen-Hospital

Vechta Kath. Kliniken Oldenburger Münsterland – St.

Marienhospital

Waldbronn RULAND KLINIKEN – Klinik Falkenburg,

Warburg St. Petri-Hospital Warburg

Westerstede Ammerland-Klinik

Wiesbaden Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken

Wilhelmshaven Reinhard-Nieter-Krankenhaus

Wolfsburg Klinikum der Stadt Wolfsburg

Wuppertal Cardiowell – Zentrum für Rehabilitation u. Prävention

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Praxismitgliedschaften:

Aschaffenburg Kardiologische Praxis Dr. med. Matthias Salefsky

Bad Bentheim Überörtliche kardiologische Gemeinschaftspraxis

Sigrid Büscher

Bad Dürrheim Kardiologische Praxis Dr. med. Hans-Jürgen Lieschke

Baden-Baden Zentrum für Kardiologie/Kinderkardiologie Prof. Dr.

med. Oliver Strohm

Bad Säckingen Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Lud wig

von Savigny, Dr. med. Lutz Sinn

Bad Salzungen Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med.

Ute Kopplin

Berlin Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Meike

Engelsing, Dr. med. Jürgen Schmidt-Engelsing · Kar -

dio logische Praxisgemeinschaft Dr. med. Katja Przy -

tarski, Dr. med. Jochen Glaß · Kardiologisch-angiologische

Praxisgemeinschaft Dr. med. Djafar Nowzohour,

Dr. med. Maria Klose, Dr. Marjam Mani · Ambulantes

Rehazentrum Hubertus Dr. med. Waltraut Fahrig

Bochum Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med.

Michael Tenholt, Dr. med. Gerold Metzger, Dr. med.

Bettina Dexling · Praxis für Herz- und Gefäßkrank -

heiten Dr. med. Peter Staubach · Kardiologische Praxis

Dr. med. Hans-Joachim Christofor

Bonn Kardiologische und internistische Praxisgemeinschaft

Dr. med. Dieter Mons, Elwine Zscherlich

Bottrop Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Hans

Georg Gieretz, Dr. med. Günter Werner Kempkes, Dr.

med. Gert Kerkhoff, Dr. med. Thomas Nau, Dr. med.

Thorwald Waidner, Dr. med. Ralf Warkentin

Bremen Gemeinschaftspraxis für Kardiologie und Innere

Medizin Dr. med. Stefan Maierhof, Dr. med. Thomas

Beckenbauer

Brunsbüttel Internistische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Stefan

Krüger, Dr. med. Andrea Bräuer-Bercx

Darmstadt Kardiologisches Zentrum Dr. med. Matthias Zander,

Dr. med. Raimund Lotter, Dr. med. Harald Küx, Dr.

med. Gabriele Lorch, Dr. med. Udo Frees, Prof. Dr.

med. Martin C. Heidt, Dr. med. Nina Wunderlich

Dorfen Medizinisches Versorgungszentrum Dr. med. Walter

Ruckdeschel, Dr. med. Carsten Husemann, Dr. med.

Julia Kiskalt, Dr. med. Percilla Mellenthin, Dr. med.

Antonie Pointl, Dr. med. Emil Rudolf, Dr. med. Ludwig

Rudolf, Dr. med. Inga Selbertinger, Dr. med. Christian

Zillinger

Dortmund Kardiologische Praxis Dr. med. Felix-R. Golling

Düsseldorf Ambulantes Rehazentrum für Herz-Kreislauf-und

Gefäßerkrankungen Dr. med. Karel Augusta, Dr. med.

Claudia Rüttger, Dr. med. Martin Kister · Cardiopraxis

Dr. med. Ulrich Karbenn, PD Dr. med. Jürgen Grötz,

PD Dr. med. Frank-Chris Schoebel · CardioCentrum

Dr. med. Ulrich Keil, Dr. med. Ingo Bläse, Dr. med.

Susanne Berrisch-Rahmel, Dr. med. Stefan Perings, PD

Dr. med. Thomas Lauer, Prof. Dr. med. Rüdiger Liersch

Dresden Praxisklinik für Herz und Gefäße Prof. Dr. med. Stefan

G. Spitzer, Dr. med. Rolf Dörr, Dr. med. Brigitta Krosse,

Prof. Dr. med. Reinhardt Sternitzky, Dr. med. Jürgen

Stumpf Dr. med. Clemens Themba Kadalie

Eisenach Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Ines Härtel

Eutin Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Frank Winkler

Gifhorn Kardiologische Praxisgemeinschaft Dr. med. Thomas

Eisen, Dr. med. Rolf Träger, Michael Wachtarz, Dr.

med. Andreas Libner

Großräschen Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dipl.-Med.

Ute Swoboda

Hannover Internistische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Lars

Hildebrandt, Dr. med. Hans-Jürgen Struckmeyer, Dr.

med. Klaus Reißmann, Dr. med. Reinhard Lange ·

Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Klaus

Fischer, Dr. med. Volker Laske, Dr. med. Gunter

Rosenberger, Dr. med. Peter Bogenstätter, Dr. med.

Christian Hasert, Dr. med. Arnd Weide

Heckelberg-Brunow Praxis für Innere Medizin Sabine Matena-Pöschke

Hennef Sieg-Reha Dr. med. Hildegard Korth

Herford Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med.

Wilfried Rein, Dr. med. Johann-Wilhelm Klöpper, PD

Dr. med. Matthias Spindler

Holzminden Gemeinschaftspraxis für Kardiologie Dr. med.

Eberhard Bub, Dr. med. Heinrich Habbel, Dr. med.

Andreas Brandt

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Kassel Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Ilsbe

Salecker, Dr. med. Andreas Meinel, Dr. med. Frank-S.

Jäger · Ambulantes Herzzentrum Dr. med. Andreas

Utech, Dr. med. Thomas Arnold, Dr. med. Karl-

Friedrich Appel, Dr. med. Sabine Appel, Rudolf Voge,

Dr. med. Marco Schmiedl, Dr. med. Ulrike Neumayer,

Dr. med. Jörg Geletneky, Dr. med. Darius Dyarmand,

Dr. med. Elizaveta Hermann · Kardiologische

Gemeinschaftspraxis Dr. med. Ulrich Rüdell, Dr. med.

Seyfettin Dereli

Kempten Medizinisches Versorgungszentrum Dr. med. Franz

Heigl, Dr. med. Reinhard Hettich, PD Dr. med. Norbert

Lotz, Dr. med. Harduin Reeg, Dr. med. Bernadette Eder,

Dr. med. Karin Steckholzer-Kroth, Dr. med. Michael

Browatzki, Dr. med. Kerstin Harre, Dr. med. Dorothea

Schupp, Dr. med. Axel Bergler, Dr. med. Meinolf Serafin

Kiel Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Hermann Johannes Alexander

Köln Gemeinschaftspraxis für Kardiologie Dr. med. Huber -

tus Günther, PD Dr. med. Thomas Eggeling, Dr. med.

Adelgrunde Kux, Dr. med. Carmen Felder, Dr. med.

Ansgar Peters, Dr. med. Katrin Müller

Kronach Kardiologische Praxis Dr. med. Gerhard Brühl

Lehrte Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Gerhard Sónyi

Limburg Kardiologisch-Internistische Praxis Dr. med. Wilfried

Thiel

Ludwigsburg Praxis für Kardiologie Dr. med. Irmtraut Kruck, Dr.

med. Gerhard Kruck, Dr. med. Hellmut Krause-

Allmendinger, Dr. med. Michael Simon, PD Dr. med.

Ralph Bosch

Mainz Kardiologische Praxis Dr. med. Konstantinos Katsaros,

Dr. med. Josef Rittgen

Mannheim Kardiologische Praxis Prof. Dr. med. Jens Kaden

Neuss Fachpraxis für Kardiologie Dr. med. Raimund J.

Müller, Dr. med. Christoph Steffens

Olpe Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Matthias Adler

Peine Kardiologisches Zentrum Dr. med. Uwe Gremmler,

Michael Krumm, Dr. med. Matthias Sturm, Prof. Dr.

med. Otto A. Beck, Jacqueline Kallmeyer, Dr. med.

Sandor Gonda

Plauen Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Normann Haßler

Recklinghausen Kardiologische Praxis Dr. med. Wolfgang Weber, Dr.

med. Annette-Maria Feja

Rotenburg Kardiologische Praxis Dr. med. Eva Maria Wilk, Dr.

med. Holger Werner, Dr. med. Andreas Hering, G.

Trauernicht, Dr. med. Erhard König

Schleswig Kardiologische Praxis Dr. med. Martin Falk

Schorndorf Praxis für Kardiologie Dr. med. Cornelia Mästle

Schwetzingen Praxis für Kardiologie und Innere Medizin Dr. med.

Manfred Dillschneider

Siegburg Facharztzentrum Rhein-Sieg - Kardiologie/Angiologie

Dr. med. Rami Rabahieh, Dr. med. Thomas Schmidt,

Norbert Esser, Dr. med. Alexander Bitzen

Starnberg Kardiologische Praxis Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel

Frey

Stuttgart Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Hans

Joachim Grawunder, Dr. med. Michael Linden, Dr.

med. Kersten Putze, Dr. med. Matthias Woll · Praxis für

Kardiologie und Innere Medizin Rüdiger Hahn

Sylt Praxis für Innere Medizin/Nephrologie Dr. med. Bodo

Stoschus, Dr. med. Kerstin Vogel

Waiblingen Gemeinschaftspraxis Dr. med. Kamil Calik, Dr. med.

Nicole Foulquier-Russ

Weinstadt Praxis für Kardiologie Dr. med. Gabriel Meinhardt

Waldshut-Tiengen Facharztzentrum Aarberg Dr. med. Carsten Kurth, Dr.

med. Jörg Schnierda

Werneck Internistische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Michael

Philipp, Dr. med. Regine Bohn, Dr. med. Peer Ziemssen

Wiesbaden Herz-Kreislauf-Praxis Dr. med. Eckart Listmann, Dr.

med. Jürgen Essig, Dr. med. Michael Kraus, Dr. med.

Peter Mahr, Dr. med. Klaus Dönges · Kardiologische

und angiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med.

Florian Lang, Dr. med. Michael Stellwaag, PD Dr. med.

Thomas Menzel, Prof. Dr. Dr. med. Heinz Lambertz ·

MedKonsil - Kardiologie Dr. med. Markus Sotiriou, Dr.

med. Kristin Zinkel

Wilhelmshaven Praxis für Innere Medizin Martin Tillmann

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Prof. Dr. Johannes Bauersachs

Klinik für Kardiologie und Angiologie,

Medizinische Hochschule Hannover

Prof. Dr. Stefan Blankenberg

Klinik für Allgemeine und Interventionelle

Kardiologie, Universitäres Herzzentrum

Hamburg GmbH

Prof. Dr. Peter Boekstegers

Medizinische Klinik für Kardiologie/Angio -

logie, HELIOS Klinikum Siegburg

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Wissenschaftlicher Beirat

AUFGABEN UND STRUKTUR

Dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung gehören 455

führende Kardiologen, Herzchirurgen und Wissenschaftler an, die auf

dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig sind. Das Gremium

berät den Vorstand in allen medizinischen und wissenschaftlichen Fragen

bei der Mittelvergabe. Die jährliche Beirats sitzung fand am 30. April 2011 in

Mannheim statt. Derzeitiger Vorsitz en der ist Prof. Dr. Werner G. Daniel,

Erlangen (Foto), sein Stellvertreter Prof. Dr. Herbert E. Ulmer, Heidelberg.

Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats unterstützen den Verein über

ihre ehrenamtliche Arbeit in den Gremien hinaus:

■ als medizinische Experten in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

■ als Autoren der Publikationen

■ als Referenten bei Herz-Seminaren und Vorträgen

■ bei der Beantwortung schriftlicher und telefonischer Mitglieder anfragen

■ bei der Mitgliederwerbung

■ bei der Spendenakquisition

■ bei der Organisation von Benefizveran staltungen

■ bei der Begutachtung von Projektanträgen und Wissenschaftspreisen

NEUE MITGLIEDER IM WISSENSCHAFTLICHEN BEIRAT 2011

Prof. Dr. Annette Geibel-Zehender

Abteilung Kardiologie und Angiologie,

Universitätsklinikum Freiburg

Prof. Dr. Andreas Götte

Medizinische Klinik II-Kardiologie,

St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn

Prof. Dr. Eike Hoberg

Innere Medizin-Kardiologie,

Mühlenbergklinik Holsteinische Schweiz

Prof. Dr. Wolfgang Rottbauer

Klinik für Innere Medizin II,

Universitätsklinikum Ulm

PD Dr. Michael Weber

Klinik für Innere Medizin II-Kardiologie,

Kreisklinik Groß-Umstadt

Prof. Dr. Thomas Wichter

Klinik für Innere Medizin/Kardiologie,

Marienhospital Osnabrück GmbH

Prof. Dr. Stephan Willems

Klinik für Kardiologie-Elektrophysiologie,

Universitäres Herzzentrum Hamburg

GmbH

Sektion: Kinderherzstiftung/Angeborene Herzfehler

Erstmalig trafen sich 22 Kinderkardiologen aus dem Wissenschaftlichen

Beirat der Deutschen Herzstiftung, Sektion Kinderherzstiftung/Angebor

ene Herzfehler (SKAH), auf dem Kongress der Deutschen Gesell -

schaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) in Weimar, um die Zusam -

men arbeit mit der Kinderherzstiftung auf dem Gebiet der angeborenen

Herzfehler bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu intensivieren.

Kernanliegen der Deutschen Herzstiftung ist es, die fachliche

Unterstützung und aktive Mitarbeit der Beiratsmitglieder mit kinderkardiologischer

Expertise noch weiter zu verstärken, z. B. als Veranstalter

und Referenten bei Herz-Seminaren, als Autoren der Publikationen der

Kinderherzstiftung (HERZBLATT, Broschüren, Sonderdrucke) oder bei

der Begutachtung von Projektanträgen.

19


AUFGABEN UND STRUKTUR

Kuratorium

NEUE MITGLIEDER IM WISSENSCHAFTLICHEN BEIRAT 2011 (SKAH)

Prof. Dr. Hashim Abdul-Khaliq

Klinik für Pädiatrische Kardiologie,

Universitätsklinikum des Saarlandes,

Homburg/Saar

Prof. Dr. Matthias Gorenflo

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin,

Klinik für Kinderheilkunde II, Pädiatrische

Kardiologie, Universitätsklinik Heidelberg

Prof. Dr. Ralph G. Grabitz

Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Kardiologie,

Universitätsklinikum Halle (Saale)

PD Dr. Andreas Heusch

Kinderkardiologie und -pneumologie,

Helios-Klinikum Wuppertal

Dr. René Höhn

Kinderkardiologie, Universitätsklinikum

Rostock

Prof. Dr. Trong-Phi Lê

Klinik für Angeborene

Herzfehler/Kinderkardiologie, Klinikum

Links der Weser, Bremen

Dr. Reinald Motz

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin/Kinderkardiologie,

Klinikum

Oldenburg gGmbH, Oldenburg

Das Kuratorium setzt sich aus Persönlichkeiten und Unternehmen des

öffentlichen Lebens zusammen und steht dem Vorstand beratend – allerdings

ohne Stimmrecht – zur Seite. Seine Mitglieder werden vom

Vorstand für die Dauer von drei Jahren gewählt. Derzeitige Vorsitzende

des Kuratoriums ist Lieselotte Becht (Foto) aus Hochheim a. M. Das

Kuratorium hatte im Berichtsjahr 34 Mitglieder, darunter sowohl Firmen

als auch Privatpersonen. Der Jahresbeitrag für Firmen beträgt € 3 600,–.

Die jährliche Kuratoriums sitzung fand am 24. November 2011 in

Frankfurt am Main statt.

Firmenmitgliedschaften:

Abbott Arzneimittel GmbH, Hannover, Dr. Wolfgang Dankert · Asklepios Kliniken

Verwaltungsges. mbH, Königstein, Dr. Bernard gr. Broermann · AstraZeneca GmbH, Wedel,

Dr. Kai Richter · Bayer Vital GmbH, Leverkusen, Liam Condon · Boehringer Ingelheim

Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim, Dr. Helga Maria Jakob · Robert Bosch Healthcare

GmbH, Waiblingen, Dr. Ralf von Baer · Commerzbank AG, Frankfurt, Ulrich Löwer · Daiichi

Sankyo Deutschland GmbH, München, Dr. Wolfhard Erdlenbruch · Deutsche Post AG,

Bonn, Dr. Andreas Tautz · Deutsche Telekom AG, Bonn, Dr. Anne-Katrin Krempien · E.ON

Ruhrgas AG, Essen, Dr. Andrej Stevka · Evonik Industries, Essen, Dr. Ulrich Küpper ·

Frankfurter Sparkasse, Frankfurt/Main, Stephan Bruhn · Fraport AG, Frankfurt am Main,

Dr. Walter Gaber · Heraeus Materials Technology GmbH & Co. KG, Hanau, Dr. Hendrik

Mertens · Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg, PD Dr. Martina Manning · Medtronic

GmbH, Meerbusch, Dr. Armin Klesius · Pfizer Pharma GmbH, Berlin, Dr. Anke Strunz ·

Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim, Dr. Michael Ratka · Sana Kliniken AG,

Ismaning, Dr. Ingo Hüttner · Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, Prof.

Dr. Jochen Maas · Siemens AG, Forchheim, Dr. Heinrich Kolem ·Unilever Deutschland

GmbH, Hamburg, Ute Altenhain

Persönliche Mitgliedschaften:

Lieselotte Becht, Hochheim a. M. · Harald C. Bieler, Frankfurt am Main · Manfred Boersch,

Hamm · Prof. Dr. Dr. Rudolf Hammerschmidt, Köln · Peter Maffay, Tutzing · Dr. Michael

Pfingsten, Düsseldorf · Dr. Gerhard Rüschen, Bad Soden · Klaus Schickhaus, München · Dr.

Harald Voß, Bad Homburg · Ursula und Wilhelm P. Winterstein, Hanau · Christian Wolff,

Aschau

Dr. Marc Schlez

Kinderkardiologe, Neustadt a.d.W.

Prof. Dr. Brigitte Stiller

Zentrum für Kinderheilkunde und

Jugendmedizin, Abt. Angeborene

Herzfehler/Pädiatrische Kardiologie,

Universitätsklinikum Freiburg

Dr. Frank Uhlemann

Zentrum für Angeborene Herzfehler,

Pädiatrische Kardiologie und

Intensivmedizin, Olgahospital, Stuttgart

20 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Ehrenamt – Beauftragte – Selbsthilfegruppen

Das Ehrenamt nimmt in der Deutschen Herzstiftung eine zentrale Rolle

ein. Neben der Koordination der bundesweiten Aufklärungskampagnen

(Herzwochen) organisieren ehrenamtliche Mitarbeiter Herz-Seminare

und Vorträge oder werben Mitglieder und Förderer. Insgesamt 104 Be auf -

tragte arbeiten ehrenamtlich über ganz Deutschland verteilt jeweils in

ihrer Region als „Botschafter“ für die Deutsche Herzstiftung und tragen

durch ihre Tätigkeit zur Bekanntheit der Herzstiftung bei. Dabei werden

sie von rund 600 Helfern unterstützt. Die Interessen der Beauf tragten werden

durch ihren Sprecher bei den Sitzungen des Vorstands vertreten.

Beauftragtensprecher 2010 – 2014: Klaus Schmerbach, Heiligen haus.

Neue Beauftragte 2011: Dieter Sieg, Husum · Gerfred Boldt, Bad

Zwischenahn · Gerti Koch, Paderborn · Günther Arndt, Braunschweig ·

Hans Jörg Thräne, Colbitz · Rudolf Nußbaum, Hückelhoven · Herbert

Ternes, Nörtershausen · Peter Zeitz, Alsdorf · Markus Kulla, Neu-Ulm ·

Volker Mehr, Schwarzach.

Im Lauf des Jahres schieden die langjährigen Beauftragten aus Altersbzw.

gesundheitlichen Gründen aus: Fred Oppotsch, Gera · Jutta

Grummer, Oldenburg · Karin Wiedenhoeft, Bremerhaven · Klaus Stephan,

Staßfurt · Heinz Feldmeier, Usingen · Fritz-Folkard Willms, Alzenau ·

Rosemarie Volpp, Stuttgart · Peter Drescher, Holzgerlingen · Roland Rund,

Bellheim · Ursula ten Bruggencate, München · Margarete Sommer,

Holzgerlingen · Helmut Seiwert, Neuhaus · Franz-Joseph Riebartsch †,

Papenburg · Bernhard Wieder †, Straubing · Wolfgang Sistig †, Köln.

Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement: Für ihr besonderes ehren -

amtliches Engagement für die Herzstiftung wurden 2011 geehrt:

■ Siegfried Cambeis, Limburgerhof (Diözesanehrung des Kolpingwerks

Rheinland Pfalz)

■ Walter Bernhard, Morschen (Ehrenbrief des Landes Hessen)

21


AUFGABEN UND STRUKTUR

Beauftragtentreffen: Das alljährliche Beauftragtentreffen fand am 17. und

18. Juni 2011 in Frankfurt am Main statt. 92 der insgesamt 104 Beauftragten

trafen sich zum Erfahrungsaustausch und informierten sich über den Stand

bestehender und neuer Projekte und deren Umsetzung in den 304 Stadtund

Landkreisen, in denen die ehrenamtlichen Beauf tragten tätig sind.

Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Thomas Meinertz stellte Themenaspekte

der Herzwochen 2011 vor und informierte über das zu erwartende

Begleitmaterial. Neben der ausführlichen Vorstellung von Projekten

standen die Gesundheitsförderung im Betrieb sowie die Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund. Wie sich Beauftragte bei Projekten

einbringen können und welches Vorgehen bei der Umsetzung vor Ort

geboten ist, waren zentrale Fragen des Treffens.

Selbsthilfegruppen: Die Deutsche Herzstiftung fördert und unterstützt 91

Selbsthilfegruppen (2010: 97), indem sie Ratsuchende darüber informiert,

welche Gruppen es in ihrer Nähe gibt, den entsprechenden Kon -

takt herstellt und praktische Hilfestellung bei der Gründung einer Selbst -

hilfe gruppe leistet sowie organisatorische Unterstützung und Weiter -

bildung anbietet. 2011 haben sich unter dem Dach der Deutschen Herz -

stiftung neue Gruppen in Siegen, Kassel und Lübeck gebildet.

Zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen und zur Vertiefung von Selbst -

hilfekompetenzen bot die Deutsche Herzstiftung am 11. und 12. Sep -

tember 2011 in Frankfurt a. M. ein Wochenendseminar zum Thema

Dialog und Gefühl in der Gruppenarbeit an. Über 30 Personen aus rund

30 verschiedenen Selbsthilfegruppen nahmen daran teil.

22 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Herznotfallambulanz (CPU)

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Kooperationen

AUFGABEN UND STRUKTUR

Die Deutsche Herzstiftung arbeitet national und international mit Fach ge sell -

schaften und Organisationen mit ähnlichen Zielen zusammen. Wichtigster

nationaler Partner ist die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und

Kreislaufforschung (DGK), die ärztliche Fachgesellschaft der Kardiologen in

Deutschland. Die Präsidenten der Deutschen Herzstiftung und der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie sind automatisch auch

Vorstandsmitglieder der Partnerorganisation. Die enge Zusammenarbeit

zeigt sich vor allem dadurch, dass ausgewählte Informationsschriften,

Presseverlautbarungen oder Patientenausweise miteinander abgestimmt

werden, um neueste Behandlungsleitlinien zu berücksichtigen. So geschehen

etwa bei der Herausgabe des Koronaren Stent-Passes,

des Herzklappen-Passes (erscheint 2012) und Ende 2011

in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Herzstiftung,

der DGK, der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

angesichts der Verunsicherung vieler Herzpatienten im

Zusammenhang mit dem neu zugelassenen Wirkstoff

Dabigatran (Pradaxa). Ferner unterstüzt die Deutsche

Herzstiftung die Einrichtung von Herznotfallambulanzen

(CPUs, s. Foto) in Kliniken bundesweit, die nach den

Kriterien der DGK zum Betrieb von CPUs zertifiziert wurden

und das Prüfsiegel der DGK erhalten haben.

Eine enge Zusammenarbeit findet mit der Deutschen Gesellschaft für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) statt, um gemeinsam für eine

weitere Zustimmung zur Organspende in der Bevölkerung zu werben oder

für eine bessere Versorgung von Patienten bei herzchirurgischen Eingriffen

einzutreten. Ein Expertengespräch zur Frage Aortenklappenstenose:

Operation oder Kathetereingriff? veranstaltete die Herzstiftung unter der

Leitung ihres Vorstandsvorsitzenden Anfang 2011 in Frankfurt. Auch

Vertreter der DGTHG nahmen an der Expertenrunde neben DGK- und

ALKK-Repräsentanten teil.

Die bundesweite Einführung einer Qualitätssicherung in der Behandlung

angeborener Herzfehler durch eine interdisziplinäre Projektgruppe der

DGPK und DGTHG wird finanziell von der Herzstiftung unterstützt. Die

Pilotphase des Projekts, in der eine internetgestützte Datenbank zur Samm -

lung und Auswertung von Daten aus 14 Zentren zur operativen und/oder

interventionellen Behandlung von Patienten mit angeborenem Herzfehler

getestet wurde, ist bereits abgeschlossen. An dem Projekt ist das

Kompetenznetz Angeborene Herzfehler (AHF) beteiligt.

Für mehr Sicherheit bei kathetergestütztem Klappenersatz unterstützt die

Herzstiftung das seit Juli 2010 arbeitende Deutsche Aortenklappenregister

von DGK und DGTHG. 92 Kliniken nehmen daran teil. Die Leiter des

Registers rechnen mit rund 20 000 in das Register eingeschlossenen Patienten

bis Jahresende 2012. Mit den Daten aus dem Deutschen Aortenklappen -

register ergibt sich eine weltweit einmalige Situation, die auch bei der internationalen

Gesell schaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie auf Interesse

gestoßen ist.

23


AUFGABEN UND STRUKTUR

Mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) ist die

Deutsche Herzstiftung insbesondere im Rahmen der Verbesserung der

Behandlung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern eng verbunden, z. B.

in der Leitlinienarbeit: In einer von der DGPK eingesetzten Arbeitsgruppe

mit Experten der DGPK, DGK und DGTHG für die Aktualisierung von

Behandlungsleitlinien war die Kinderherzstiftung der Deutschen

Herzstiftung als Patientenvertretung von Februar 2011 an aktiv beteiligt.

Gemeinsam mit der DGPK erfolgt die Gerd Killian-Projektförderung für

angeborene Herzfehler. Sie richtet sich an junge Ärztinnen und Ärzte, die in

Deutschland ein patientennahes Forschungsprojekt auf dem Gebiet der

angeborenen Herzfehler durchführen.

Die Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte (ALKK)

und der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) werden regelmäßig

in die Aufklärungskampagnen (Herzwochen) der Deutschen

Herzstiftung eingebunden oder es finden gemeinsame Aktionen für niedergelassene

Kardiologen statt.

Mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herzund

Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) hat die Deutsche Herzstiftung eine

engere Zusammenarbeit vereinbart. Gemeinsame Strategien auf gesundheitspolitischer

Ebene sollen erarbeitet werden, zudem sind auf Landes- und

Regionalebene gemeinsame Herz-Seminare und Vorträge geplant.

Gemeinsam mit der DGK ist die Deutsche Herzstiftung die offizielle Vertre -

tung Deutschlands in der World Heart Federation (WHF), der internationalen

Gemeinschaft der kardiologischen Fachgesellschaften und Herz -

stiftungen.

Außerdem ist sie Mitglied im European Heart Network (EHN), der

Dachorganisation europäischer Herzstiftungen. Als Mitglied des EHN nimmt

sie an Diskussionsrunden im Europäischen Parlament teil, um die Herz-

Kreislauf-Gesundheit deutschland- und europaweit zu verbessern. Das EHN

beteiligt sich an Projekten zur Förderung der Herzgesundheit, die von der

Europäischen Kommission unterstützt werden.

Um darüber hinaus Kräfte im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten

zusammenzuführen, Informationen auszutauschen oder länderübergreifende

Projekte zu initiieren, ist die Deutsche Herzstiftung Mitglied oder

Kooperationspartner weiterer Verbände, Netzwerke und Aktionsbündnisse:

■ Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVG)

■ Bundesverband Deutscher Stiftungen

■ Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE (BAG SELBSTHILFE),

Landesverband Hessen

■ Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW)

Deutscher Hausärzteverband

Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz

■ Kompetenznetz Angeborene Herzfehler

■ Kompetenznetz Vorhofflimmern

■ German Resuscitation Council (GRC) – Deutscher Rat für Wiederbelebung

DGPK

24 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFGABEN UND STRUKTUR

Dem Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) hat sich die Deutsche

Herzstiftung im Jahr 2011 angeschlossen. Das ABNR ist ein

Zusammenschluss aus zehn nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen,

die ihre politischen Aktivitäten im Bereich Förderung des

Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens bündeln.

Mitglieder sind:

Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V., Bundesärztekammer,

Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V., Deutsche

Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Deutsches Krebsforschungszentrum,

Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Deutsche Krebshilfe e.V., Deutsche

Lungenstiftung e.V., Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und

Beatmungsmedizin e.V. und Deutsche Gesellschaft für Kardiologie.

Gesundheitspolitik

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt Initiativen und Aktionsbündnisse, die

sich dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung widmen. Sie nimmt in

Kampagnen, Pressemitteilungen und Briefen an Abgeordnete Stellung zu

gesundheitspolitischen Problemfragen. Themen, für die sich die

Herzstiftung 2011 engagierte, waren u. a.:

Nichtraucherschutz: Die Herzstiftung tritt für ein strenges flächendeckendes

Rauchverbot in der Öffentlichkeit ein. Gemeinsam mit der DGK und anderen

Fachgesellschaften forderte sie am Weltnichtrauchertag eine Umsetzung

der Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle.

Lebensmittelkennzeichnung: Im Vorfeld von Beratungen des EU-

Umweltausschusses zur Lebensmittelkennzeichnung unterstützte die

Herzstiftung Änderungsvorschläge des EHN an EU-Abgeordnete zur

Verbesserung der Nahrungsmittelkennzeichnung.

Nichtübertragbare Krankheiten: Persönlichen Einsatz von deutschen

Politikern für konstruktive Verhandlungen beim UN-Gipfel in New York zu

den nichtübertragbaren Krankheiten (z. B. Krebs, Herz-Kreislauf-

Erkrankungen und Diabetes) forderte ein Bündnis aus Patientenorganisationen

in Deutschland gegen nichtübertragbare Krankheiten, dem sich die

Herzstiftung angeschlossen hat.

Tag der Organspende: Angesichts des extremen

Mangels an Spenderherzen in Deutschland

appellierte die Deutsche Herzstiftung in einer

Presseerklärung an die Spenderbereitschaft in

der Bevölkerung und griff darin auch das

Thema der Widerspruchsregelung als einen

möglichen Weg auf, die Spenderzahl zu

erhöhen.

25


AUFKLÄRUNG – INFORMATION

Aufklärung und Information

Die Aufklärungs- und Informationsarbeit der Deutschen Herzstiftung

setzt sich aus einer Vielzahl an Informationsschriften, Projekten und

Kampagnen zusammen. Besonderen Wert legt sie auf die Erfassung der

Reichweite und Wirkung ihrer Arbeit in der Bevölkerung. In die Projekt -

planung und Ausrichtung künftiger Aufklärungsmaßnahmen fließen

deshalb die Reaktionen von Nutzern der Patientensprechstunden und

Teilnehmern der Herz-Seminare ein. Ebenso berücksichtigt wird, wie

hoch die Beteiligung an Veranstaltungen während und außerhalb der

Herzwochen und wie die Medienresonanz zu den Themen der

Herzstiftung gewesen ist.

Herzwochen 2011: Herz unter Druck – Unter diesem Motto stand die bundesweite

Aufklärungskampagne der Herzstiftung im November. Zentrales

Thema war die Information der Bevölkerung über Bluthochdruck und

seine Gefahren für Herz und Gefäße. Nach Schätzungen haben in

Deutschland zwischen 18 und 35 Mio. Menschen Bluthochdruck, der

bedeutendste Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen. Mehr als

1 100 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet mit vielen tausend

Interessierten und mit rund 2 000 Aktionspartnern verdeutlichen die große

Resonanz. Unikliniken und Herzzentren, Krankenhäuser und niedergelassene

Kardiologen, Apotheken, Krankenkassen, Ge sund heitsämter usw.

veranstalteten Vorträge, Herz-Semi nare, Herz-Tage, Blut druckmessund

Telefon aktionen. Mit Groß flächen plakaten an 4 000

Stand orten in 59 Städten, einem TV-Spot und Presse -

akti vitäten wurde über die Gefahren des Bluthoch -

drucks informiert. Erstmalig gelangen Koopera tionen mit

dem Deutschen Haus ärzteverband und der Ärzte Zeitung,

so dass mehr als 2 500 Hausärzte und 1 500 Leser der Ärzte

Zeitung das Informationsangebot nutzten. Grundlage der

Herzwochen war die neue Broschüre Bluthochdruck heute –

Lebensstil, Medika mente, neue Verfahren (Auflage: 70 000 Ex./88 S.).

Ausgewählte Blut hoch druckexperten informieren in dem Ratgeber

laienverständlich über Ursachen, neue Therapieverfahren, medikamentöse

Behandlung und notwendige Lebensstiländerungen.

26 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFKLÄRUNG – INFORMATION

Aktionsbündnis gegen den Herzinfarkt: Mit dem Start des

Aktionsbündnisses „Lübeck gegen den Herzinfarkt“ unter dem Motto

„Jede Minute zählt! Bei Herzinfarkt sofort 112“ informierte die Deutsche

Herzstiftung die Lübecker Bevölkerung über richtiges Notfallverhalten

bei Herzinfarkt. Gemeinsam mit der Medizinischen Klinik II am

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, der Klinik für

Kardiologie der Sana Kliniken Lübeck, dem Lübecker Ärzteverein 1809,

dem Rettungsdienst und der Stadtverwaltung der Hansestadt intensiviert

die Herzstiftung zudem ihre Bemühungen um eine bessere

Herzinfarktversorgung in Lübeck.

Weltherztag 2011: Herzgesund in Beruf und Familie: Unter dem Motto

„One World, One Home, One Heart – Herzgesund in Beruf und Familie“

wurde von der World Heart Federation (WHF) der Weltherztag ausgerufen.

Zur Herzgesundheit in Familie und Beruf mahnte die Herzstiftung in

einer Presseerklärung und mit einem Angebot von Informationsmaterial

zur gesunden Pausenverpflegung. Die Initiative knüpfte an die bundesweite

Gesundheitsaktion „Herzgesund arbeiten“ an, die 2010 mit einer

Kooperation mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte

(VDBW) gestartet wurde. Darin wurden über das Internet verstärkt

Informationen zur Herzgesundheit am Arbeitsplatz an Betriebe gestreut.

Fortgesetzt wurde diese Aktion mit den Oberfinanzdirektionen

Rheinland und Münster in 49 Finanzämtern und vielen weiteren

Kooperationspartnern wie z. B. dem Bundeskriminalamt an drei

Standorten und dem Unternehmen Ritter Sport in Waldenbuch. Auch

veranstaltete die Herzstiftung im Plenarsaal des Deutschen Bundestags

in Bonn gemeinsam mit dem VDBW und dem Universitätsklinikum

Bonn ein Gesundheitsforum zu den Themen „Herzgesundheit im Beruf“

und „Herzrhythmusstörungen“.

Herzbericht: Den 23. Herzbericht 2010 von Dr. Ernst Bruckenberger hat

die Deutsche Herzstiftung, erstmals federführend, gemeinsam mit den

Präsidenten der DGK, DGTHG und DGPK sowie dem Autor in Berlin

vorgestellt. Ab 2012 soll der jährliche Herzbericht von der Deutschen

Herzstiftung in Zusammenarbeit mit den drei Fachgesellschaften erstellt

und herausgegeben werden. Dr. Bruckenberger zieht sich nach 23 Jahren

von dem Projekt zurück.

Wissenschaftsjahr 2011: Bei einem Bürgerdialog des

Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

diskutierten Braunschweiger Bürger im Helmholtz-

Zentrum für Infektionsforschung gemeinsam mit Experten

aus der medizinischen Forschung und dem Gesundheits -

wesen das Thema Hightech-Medizin und damit verbunden

die Frage Welche Gesundheit wollen wir? Neben weiteren

hochkarätigen Experten nahm das Vorstandsmitglied Prof.

Dr. Jan F. Gummert (Foto) teil.

Der Bürgerdialog „Hightech-Medizin“ ist Teil eines Aus -

tauschs zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft, Wirtschaft

und Politik, den das BMBF organisiert.

27


AUFKLÄRUNG – INFORMATION

HERZ HEUTE: Die Zeitschrift der Deutschen

Herzstiftung erschien vierteljährlich in einer

Auflage von 150 000 Exemplaren. Ziel der

Berichterstattung in HERZ HEUTE ist es, über

aktuelle Entwicklungen in der Herzmedizin und

Herz-Kreislauf-Forschung zu informieren und kritisch zu

kommentieren – die Patienten dabei stets im Mittel punkt. Sie sollen

laienverständlich und auf dem neuesten Kenntnisstand der Medizin

informiert werden. Wichtigstes Anliegen der Redaktion ist es, eine

Brücke zwischen Patient und Arzt zu schlagen. Die Artikel für die

Zeitschrift werden von ausgewählten Experten geschrieben, überwiegend

Kardiologen und Herzchirurgen, aber auch Internisten und

Psychotherapeuten. HERZ HEUTE ist unabhängig, deshalb werden

keine Anzeigen veröffentlicht. Die Ausgaben von HERZ HEUTE beinhalten

auch feste Rubriken wie die Sprechstunde: Patienten fragen – Ärzte

antworten. Die Rubrik Im Blickpunkt: Neues aus der Medizin fasst

neue Forschungsergebnisse aus nationalen und internationalen

Fachzeitschriften zusammen, die für Patienten von Bedeutung sind. Um

von den Mitgliedern der Deutschen Herzstiftung zu erfahren, welche

Informationen und welche Forschung für sie wichtig sind, führte die

Redaktion HERZ HEUTE im Berichtsjahr eine Leserumfrage durch. Jeder

konnte beliebig viele Themen ankreuzen. 1 577 der 68 000 Mitglieder

haben geantwortet. Das am häufigsten gewünschte Thema lautete

„Medikamente in der Therapie der Koronaren Herzkrankheit (KHK).

Im Jahr 2011 standen folgende Themen im Mittelpunkt der Berichter -

stattung:

Man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht: Über den Umgang mit hohem Blutdruck · Unerwartete

Risiken bei Multaq: Was bedeutet das für den Patienten? · Ich muss stehen bleiben: Schaufenster -

krankheit · TAVI oder Operation? Worauf sollten Patienten mit Aortenklappen sten ose achten? ·

Was leistet die Magnetresonanztomographie bei Herzpatienten? · Altern, Stress, Lebens stil ·

Wirbel um Pradaxa: Was sind die Fakten? · Statt Marcumar ein neues Medikament? Dabigatran

bei Vorhofflimmern · Unterschätzt, oft unerkannt: Diabetes · Wenn die Halsschlag ader sich verengt:

Diagnose und Therapie der Carotisstenose · Herznotfallambulanzen (CPUs): Wo sie am

meisten gebraucht werden, fehlen sie.

HERZBLATT: Die Zeitschrift für Eltern herzkranker

Kinder sowie für Jugendliche und junge

Erwachsene mit angeborenem Herz fehler

erschien alle drei Monate mit einer Auflage von

5 500 Exemplaren mit Beiträgen von Kinder kar -

dio logen und Herzchirurgen. Zentrales Anliegen der

Redaktion ist es, den Eltern komplexe medizinische

Sachverhalte ver ständlich darzustellen, so z. B. in 2011

Informationen zur Aorten isthmusstenose, Transposition der

großen Arterien und Fallot’schen Tetralogie. Im Be richts jahr

übernahm Dr. med. Ulrich Scharmer aus München die

Chefredaktion. Damit die Zeitschrift noch mehr den thematischen

Anfor derungen und der allgemeinen Ent wicklung der

Leserinteressen gerecht wird, hat die Redaktion für die Zeitschrift

ein neues Konzept mit weiteren Themen rubriken erstellt, das verstärkt

die Interessen der Jugend lichen und jungen Erwachsenen

mit angeborenem Herzfehler (EMAH) berücksichtigen wird.

28 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


BEISPIELE HERZ-SEMINARE

Mannheim

Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen

Leitung: Prof. Dr. Martin Borggrefe, Prof. Dr. Thomas

Meinertz – im Rahmen der 77. Jahrestagung der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und

Kreislaufforschung (DGK)

Wiesbaden

Hab’ ein Auge auf Dein Herz! Infarkt, Klap -

pen erkrankungen, Rhythmusstörungen

Leitung: Prof. Dr. Jürgen Meyer, Prof. Dr. Hans-Jürgen

Becker – im Rahmen des 117. Kongresses der

Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Konstanz

Herzrhythmusstörungen: Harmlos oder

gefährlich?

Leitung: Dr. Hans Büttner – im Rahmen des

48. Kongresses der Südwestdeutschen Gesellschaft für

Innere Medizin

Düsseldorf

Aktuelle Behandlung der wichtigsten

Herzerkrankungen

Leitung: Prof. Dr. Malte Kelm – im Rahmen der MEDICA

2011

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFKLÄRUNG – INFORMATION

Sprechstunde: Im Jahr 2011 hat die Deutsche Herzstiftung 2 186 Anfragen mit

der Bitte um medizinischen Rat erhalten. In all diesen Fällen haben die

Experten des Wissenschaftlichen Beirats den Patienten geholfen, ihre Krank -

heit besser zu bewältigen, auf Eingriffe oder Operationen vorbereitet zu sein

und mit Nebenwirkungen von Medikamenten umzugehen. Die telefonische

Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung, die 2-mal im Monat stattfand,

wurde von 1 944 Anrufern genutzt. Als Experten antworteten insgesamt 201

Ärzte auf die Fragen der Anrufer. Themenschwerpunkte waren Herz -

rhythmusstörungen, Koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck.

Herz-Seminare und Vorträge: 2011 wurden außerhalb der Herzwochen

165 Veranstaltungen mit freiem Eintritt darunter auch Herz-Seminare im

Rahmen wissenschaftlicher Fachtagungen durchgeführt (siehe Kasten). In

der Regel werden die Herz-Seminare von einem Rahmenprogramm

begleitet (z. B. Puls- und Blutdruckmessaktionen, Cholesterin- und

Blutzuckertests).

Gesundheitstage und Aufklärungsaktionen in Betrieben: Die Deutsche

Herzstiftung führt gemeinsam mit Firmen Gesundheitstage und

Aufklärungsaktionen durch, sie berät Firmen und setzt sich für die

Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein. So wurde eine Kampagne mit der

Oberfinanzdirektion Rheinland (OFD) durchgeführt bei der u.a.

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestimmt wurden. 3 116

Mitarbeiter wurden untersucht, 640 Mitarbeitern wurde daraufhin die

haus ärztliche Weiterbehandlung empfohlen. Weitere Beispiele für be -

trieb liche Gesundheitstage in Zusammen arbeit mit der Herzstiftung:

Berlin: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Bundeskriminalamt (BKA); Bundes ministe -

rium des Innern; Bundesministerium der Justiz; Bundespräsidialamt; Bundes -

ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit · Bersenbrück: Kreisspar -

kasse Bersenbrück · Bonn: Bundes ministerium der Finanzen; Bundesamt für zentrale

Dienste und offene Vermögens fragen · Dortmund: RWE Kraftwerk · Frankfurt am

Main: Polizei Frankfurt am Main · Kiel: Bundesagentur für Arbeit mit vier Dienststellen

· Meckenheim: Bundeskriminalamt (BKA) · Neu-Isenburg: Fa. Jeppesen GmbH ·

Offenbach: Energie versorgung Offenbach · Waldenbuch: Fa. Ritter Sport ·

Wiesbaden: Hessisches Ministerium des Inneren und für Sport; Hessisches

Landeskriminalamt; Bundes kriminalamt (BKA).

29


AUFKLÄRUNG – INFORMATION

Herz-Lungen-Wiederbelebung/Frühdefibrillation: Bei einem Herznotfall

ist schnelle und gezielte Hilfe derer, die zufällig anwesend sind, lebenswichtig

für den Notfallpatienten. Wissenschaftliche Studien der letzten

Jahre haben ergeben, dass auch Herzdruckmassage allein – ohne

Beatmung – effektiv Leben rettet. Die Deutsche Herzstiftung hat im

Berichtsjahr insgesamt 11 Lebensretter geehrt, die sofort geholfen haben.

Prof. Dr. Dietrich Andresen, Vorstandsmitglied der Herzstiftung (Foto l.),

ehrte Günter Lukas (2.v.r.) und Andreas Zeiser (r.) aus Berlin. Sie retteten

Henrik Fritzsche (2.v.l.) das Leben.

Informationsdienst: Im Jahr 2011 erhielt die Deutsche Herzstiftung mehr

als 61 000 Anfragen von Mitgliedern, Spendern und Interessierten mit der

Bitte um Zusendung von Informationsmaterial.

Die Herzstiftung hat dabei etwa 210 000 Artikel verschickt. Die Zahl der

erstmalig an den Publikationen der Deutschen Herzstiftung interessierten

Personen erreichte mit 32 270 einen hohen Stand. Anlässlich der

„Herzwochen“ wurden mehr als 21 000 Broschüren Blut hochdruck

heute – Lebensstil, Medikamente, neue Verfahren an Einzelan for derer

verschickt.

Klinikverteiler: In regelmäßigen Aussendungen

sind im öffentlichen Bereich der Kliniken,

Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen und

Arztpraxen zur Auslage vorgesehene Informa -

tions schriften verteilt worden.

Service für Ärzte: Das vielfältige Informations -

angebot der Deutschen Herzstiftung richtet sich

nicht nur an Patienten, sondern auch an Ärzte, das

sie an ihre Patienten weitergeben können. Die

Deutsche Herzstiftung bietet zudem umfangreiche

Unterstützung bei Vortragsveranstaltungen.

Über die Angebote informiert die Rubrik Für

Ärzte auf www.herz stiftung.de.

JAHR ERSTANFORDERER

2011 32 270

2010 32 107

2009 44 296

2008 30 683

2007 23 178

2006 20 690

2005 21 300

2004 11 361

2003 15 103

2002 20 649

2001 10 692

2000 14 253

1999 13 259

30 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUFKLÄRUNG – INFORMATION

Internet/Newsletter

www.herzstiftung.de: Die Homepage der

Deutschen Herzstiftung wurde auch im

Jahr 2011 weiterentwickelt und das medizinische

Informationsangebot zur Herzge -

sundheit deutlich ausgeweitet. So können

sich Interessierte neuerdings auch in

Filmbeiträgen (Video-Podcasts) informieren.

Die Seiten sind so gestaltet, dass sie

einen einfachen und schnellen Zugriff auf

Informationen ermöglichen. Sie werden den

laufenden Kampagnen (Herzwochen) und Aktionen

(Weltherztag) mit eigenen Seiten und Links angepasst.

Internetbeiträge mit den besten Leserbewertungen*

1. Plötzlicher Herztod: Ist Sport gefährlich oder schützt Sport vor dem

fatalen Ereignis?

2. Metoprolol: Bei Nebenwirkungen (Potenzprobleme und Gewichts -

zunahme) auf anderen Betablocker wechseln?

3. Welche Bewegungen sind nach Bypass-Operation erlaubt? Wie

lange sind Schmerzen normal?

4. Schutz vor Herzrhythmusstörungen: Darum sind Kalium und

Magnesium so wichtig

5. Aus der Sprechstunde: „Sind MRT-Untersuchungen bei Menschen

mit einem Stent verboten?“

6. Für wen kommt bei einer Herzschwäche eine Resynchronisationstherapie

in Frage?

7. Möchten Sie mit Ausdauersport beginnen? Bewährte Einsteiger-

Tipps der Herzstiftung

8. Vorsicht vor Herzinfarkt und plötzlichem Herztod: Welche

Herzpatienten müssen bei Kälte vorsichtig sein?

9. Wichtige Mitteilung zu MULTAQ (Dronedaron): Informationen über

schwere Leberschädigungen und über notwendige Kontrolluntersuchungen

10. Aus der Sprechstunde: „Medikamente lieber morgens oder abends

einnehmen?“

* Dieser Aufstellung liegt die Zahl der positiven Bewertungen im Verhältnis zur Gesamtzahl

der für den jeweiligen Beitrag abgegebenen Bewertungen zugrunde.

Soziale Netzwerke: Nachdem die Deutsche

Herzstiftung seit 2010 auch bei Facebook zu finden

ist, kamen 2011 Google+ und Twitter hinzu.

Auf diesen Portalen der sozialen Netzwerke

informiert die Herzstiftung regelmäßig über

aktuelle Themen rund um Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Facebook

gelang der Deutschen Herzstiftung im Jahr 2011 der Sprung auf über

1 000 Nutzerinnen und Nutzer, die die dortigen Meldungen beziehen.

31


KINDERHERZSTIFTUNG

Kinderherzstiftung

Studien zufolge kommen in Deutschland jedes Jahr etwa 7 000 Kinder mit

einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Für die betroffenen Eltern ist es

in dieser Situation besonders wichtig, objektive und laienverständliche

Informationen zu erhalten, um eine optimale Versorgung ihres Kindes zu

ermöglichen. Die Kinderherzstiftung bietet diese Informationen in der

Zeitschrift HERZBLATT, die viermal im Jahr erscheint und in der

Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen aus dem Wissenschaftlichen

Beirat der Herzstiftung die Herzfehler und deren Behandlungsoptionen

erläutern. Die Experten stehen auch als Autoren für Broschüren und

Sonderdrucke sowie als Ansprechpartner für die medizinische

Sprechstunde zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Kinderherzstiftung

Arzt-Eltern-Seminare und Freizeitangebote an. Innerhalb der Deutschen

Herzstiftung erhalten etwa 1 800 Familien zusätzlich regelmäßig die

Informationen der Kinderherzstiftung.

Kooperationen: Um eine optimale Versorgung herzkranker Kinder zu

erreichen, wird die Zusammenarbeit mit anderen Patientenorganisationen,

die sich um die Belange der Menschen mit angeborenen Herzfehlern kümmern,

immer wichtiger. Deshalb werden in regelmäßigen Treffen die

unterschiedlichen Aktivitäten der Organisationen koordiniert und bei

wichtigen Fragestellungen gemeinsame Positionen und Stellungnahmen

erarbeitet, z. B. zur EMAH-Versorgung oder zur Früherkennung von

Herzfehlern durch Pulsoxymetrie.

Leitlinien-Konsentierung: Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft

für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) erstellt und aktualisiert regelmäßig

die Behandlungsleitlinien für kinderkardiologische Krankheitsbilder. Ziel

dieser Leitlinien ist es, eine von Experten verabschiedete Orientierungshilfe

für Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen in Kliniken und

Praxen zu geben. 2011 war die Kinderherz stiftung in den Prozess der

Aktualisierung von Behandlungsleitlinien in der von der DGPK eingesetzten

Arbeitsgruppe als Patientenvertretung aktiv beteiligt. Die Arbeits -

32 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

KINDERHERZSTIFTUNG

gruppe, die aus Experten der Fachgesellschaften DGPK, DGK, DGTHG

und – bei Bedarf hinzugezogenen – weiteren Fachgesellschaften besteht,

traf sich regelmäßig in Frankfurt, um nach streng formalen Regularien die

Überarbeitung folgender Leitlinien vorzunehmen: Familienorientierte

Rehabilitation, Zyanose, Akzidentelles Herzgeräusch, Fallot’sche Tetra lo -

gie, Aortenisthmusstenose, Pulmonal-arterielle Hypertension, Univentri -

kuläres Herz und Primäre Kardio myopathie.

Im Jahr 2012 wird die Bearbeitung der noch zu aktualisierenden Be -

handlungsleitlinien auf dem Gebiet der Kinderkardiologie fortgesetzt.

Gremienarbeit: Die Kinderherzstiftung ist assoziiertes Mitglied in der

Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und beteiligt sich dort

aktiv in den Arbeitsgruppen „EMAH“, „Prävention“ und „Psychosoziale

Belange“.

Selbsthilfegruppen: Die Kinderherzstiftung vermittelt den Kontakt zu

regionalen Selbsthilfegruppen und Elternvereinigungen, unterstützt

diese bei den verschiedensten Aktionen, z. B. Informationsständen,

Ausflügen u.v.m.

www.kinderherzstiftung.de: Einen immer größeren Stellenwert bei der

Suche nach laienverständlichen Informationen nehmen die neuen

Medien ein. Die Kinderherzstiftung reagiert auf dieses

Informationsbedürfnis mit einer eigenständigen Internetpräsenz seit

2010 unter www.kinderherzstiftung.de. Die Gestaltung der Seiten

ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugang auf die

Informationen.

Das bereits seit sechs Jahren bestehende Internetforum ist zu einem

wichtigen Internet-Treffpunkt angewachsen, das betroffene Kinder

und Jugendliche, aber auch deren Eltern nutzen, um sich auszutauschen,

Rat zu holen oder zu chatten.

2011 ist die erste Ausgabe des Kinderherzstiftungs-Newsletter

gestartet. Das neue Medium erweitert das umfangreiche

Informationsangebot der Kinderherzstiftung und kann kostenlos

abonniert werden.

Zum Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai eröffnete die Deutsche

Herzstiftung e.V. gemeinsam mit Herzkind e.V.

eine sozialrechtliche Beratungsstelle für Men -

sch en mit angeborenem Herzfehler. Durchgeführt

wird das Beratungsangebot in Kooperation der

Kinderherzstiftung mit Herz kind. Ziel der

Beratungsstelle ist es, betroffene Familien bei Anträgen für den

Schwerbehindertenausweis oder für Rehabilitationsmaßnahmen zu

unterstützen und ihnen Tipps im Umgang mit der Kranken- und

Pflegeversicherung sowie den Rentenver sicherungsträgern zu geben.

Auch hilft sie Betroffenen bei möglichen Widerspruchsverfahren und

gibt ihnen Auskunft über die rechtlichen Bestimmungen der Integration

herzkranker Kinder in Kindergarten, Schule und Berufsausbildung oder

informiert über Sportmöglichkeiten für herzkranke Kinder.

33


KINDERHERZSTIFTUNG

Freizeitangebote: Jedes Jahr bietet die Kinderherzstiftung drei Freizeiten

für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herz -

fehler an. Die Skiwoche und der Segeltörn werden von einem erfahrenen

Kinderkardiologen begleitet. Die Teilnehmer können unter ärztlicher

Aufsicht ihre individuellen Belastungsgrenzen erfahren, ihr Selbst -

vertrauen stärken und sich gleichzeitig mit anderen Betroffenen austauschen.

Ausblick 2012: Insbesondere die Patientengruppe der Erwachsenen mit

angeborenem Herzfehler (EMAH) soll vermehrte Beachtung bei der

Arbeit der Herzstiftung und der Kinderherzstiftung finden. Der Übergang

von Jugendlichen ins Erwachsenenalter stellt noch immer eine

große Hürde dar und sorgt nicht selten dafür, dass die Betroffenen ihre

kontinuierliche Behandlung abbrechen, mit zum Teil schwerwiegenden

gesundheitlichen Folgen. Ein für Mai 2012 von der Herzstiftung geplantes

Expertengespräch mit Vertretern aller Fachgesellschaften soll hier

Lösungswege aufzeigen.

Ein praktisches „Herzbuch“ für Eltern von Kindern mit angeborenem

Herzfehler ist zum Tag des herzkranken Kindes

2012 geplant. In das Herz buch sollen Eltern von

der ersten Untersuchung in der Schwanger -

schafts phase an sämtliche medizinische

Unterlagen abheften können. Mit

dem praktischen Ordner, der in

mehrere Rubriken durch Register -

blätter unterteilt sein wird, haben

sie bei Arztbesuchen alle Akten

des herzkranken Kindes griffbereit

bei sich. Im weiteren Behandlungs -

verlauf ihres herzkranken Kindes

können sie das Herzbuch weiterführen,

bis es das Kind später im

Jugendalter bei Arztterminen in

Eigenverant wortung benutzt.

34

SEMINARE UND TAGUNGEN

Fachtagung

7. DHZB-Lange-Symposium in Berlin

(22. – 23.01.2011)

Fachtagung

11. Jahrestagung der Gesellschaft für

Pädiatrische Sportmedizin in München

(18. – 20.02.2011)

Symposium

„Transition – Spezielle

Versorgungsanforderungen“ in Berlin

(23.03.2011)

Arbeitsgruppentreffen

der AG Psychosoziale Belange der DGPK in

München (25.03.2011)

Symposium

„18 Jahre Bundesverband herzkranke

Kinder“ in Heidelberg (13. – 14.05.2011)

Arzt-Eltern-Seminar

in Freiburg in Kooperation mit Herzklopfen

e.V. (28.05.2011)

Jahrestagung

der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische

Kardiologie in Weimar (01. – 04.10.2011).

Im Rahmen dieser Tagung fand auch die

erste Sitzung des Wissenschaftlichen

Beirates der Kinderherzstiftung statt (s. S.

19 f.).

Seminar

„Abenteuer Mutter III“ für Mütter herzkranker

Kinder in Bad Endbach

(07. – 09.10.2011)

FREIZEITANGEBOTE 2011

Skiwoche

in Achenkirch/Österreich

vom 13. – 20.03.2011 (17 Teilnehmer)

Familienfreizeit

in Herbstein

vom 23. – 26.05.2011 (13 Familien, 27 Erwachsene

und 33 Kinder)

Segeltörn

auf der Ostsee

vom 31.07. – 10.08.2011 (14 Teilnehmer)

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

PROJEKTE UND PROJEKTFÖRDERUNG

Projekte und Projektförderung

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt patientenorientierte Projekte auf

dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenen- und

Kindesalter. Über die Anträge entscheidet der Vorstand auf der Grundlage

von in der Regel zwei Gutachterbeurteilungen. Über die weitere

Förderung entscheidet der Vorstand stets auf Basis des Ergebnisses und

Erkenntnisgewinns des geförderten Vorhabens und nimmt eine

Umorientierung vor, wenn das Ergebnis das Ziel des Vorhabens verfehlt.

Die Antragsteller verpflichten sich, einen Abschlussbericht und, je nach

Dauer des Projekts, einen Zwischenbericht sowie eine Kostenkalkulation

vorzulegen. Darüber hinaus müssen die Ergebnisse der Förderprojekte in

die Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung einfließen können.

Kathetergestützte Aortenklappenimplantation: Eine Anschub finan -

zierung erhält das Herzzentrum Ludwigshafen für eine Studie, die die

kathetergestützte Aortenklappenimplantation bei Patienten mit hohem

operativem Risiko dem operativen Verfahren gegenüberstellt (kurz

CATSHAVI für „TransCATHeter versus Surgical-Aortic Valve Implantation

in surgical high-risk patients“). Die Studie wird geleitet von Prof. Dr. Ralf

Zahn, Herzzentrum Ludwigshafen. Förderbetrag: € 55 000,–

Zwischenfälle bei Volksläufen: Eine Dokumentation von Anzahl und

Schwere medizinischer Zwischenfälle bei Sportveranstaltungen könnte

helfen, die sportmedizinische Betreuung zu verbessern und damit „Risi -

ko sportler“ besser zu ermitteln. Dieses Ziel verfolgt die Studie „Wissen -

schaftliche Erhebung und Analyse medizinischer Risikoprofile und

Zwischenfälle von Langstreckenläufern“, die von der Herzstiftung für

den Zeitraum 2011/2012 unterstützt und von der Deutschen Sport hoch -

schule Köln (DSHS), Institut für Physiologie und Anatomie, in Koopera -

tion mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention

(DGSP) durchgeführt wird (Leiter: Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk, DSHS, und

Prof. Dr. Herbert Löllgen, DGSP). Förderbetrag: € 10 000,–

35


PROJEKTE UND PROJEKTFÖRDERUNG

Register zu plötzlichem Herztod bei Sportlern: Ein nationales Register

zur Erfassung von Todesfällen durch plötzlichen Herztod bei Sportlern

unter der Leitung von Dr. Philipp Bohm, Institut für Sport- und

Präventivmedizin, Universität des Saarlandes, unterstützt die Deutsche

Herzstiftung mit einer Anschubfinanzierung und übernimmt die

Schirmherrschaft des Registers. Förderbetrag: € 14 000,–

Psychokardiologische Fortbildung: Fortbildungskurse zur psychokardiologischen

Grundversorgung, geleitet von Prof. Dr. Christoph Herrmann-

Lingen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitäts -

medizin Göttingen, werden von der Deutschen Herzstiftung mit einer

Teilfinanzierung unterstützt. Förderbetrag: € 5 000,–

Leitlinienarbeit in der Kinderkardiologie: Um die Zusammenarbeit mit

der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) und

damit verbunden die Patientenarbeit in der Kinderkardiologie zu intensivieren

und zu verbessern, unterstützt die Deutsche Herzstiftung die

Leitlinienarbeit der DGPK. Förderbetrag: € 10 000,–

Präventionsprojekte 2011

Skipping Hearts – Seilspringen in Schulen: In Deutschland sind 15 %, d. h.

jedes 6.-7. Kind bzw. Jugendlicher, übergewichtig und 6,3 % fettleibig.

Um dieser alarmierenden Entwicklung entgegenzusteuern, soll das

Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung dazu beitragen, mehr

Bewegung in den Schulalltag zu integrieren.

Skipping Hearts ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Stufe („Basic“),

wird die sportliche Form des Seilspringens (Rope Skipping) von

Workshop-Leitern der Herzstiftung in Schulen eingeführt. Die Schüler

arbeiten in zwei Stunden auf eine Aufführung vor interessierten Klassen,

Lehrern und Eltern im Anschluss an den Workshop hin.

In der zweiten Projektstufe („Champion“) stellt die Deutsche Herzstif -

tung interessierten Schulen ein kostenloses Materialpaket zur Verfügung,

36

1

5

Basic Jump

(ohne Fehler)

2

10

Basic Jump

Stell Deine Beine dicht

nebeneinander und springe

bei jedem Seildurchschlag

mit geschlossenen Beinen

über das Seil.

3

1

20

Basic Jump

1

4

Criss Cross

(ohne Fehler)

Seilspringen macht Schule!

4

10

Basic Jump

rückwärts

durchschlagen

2

8

Criss Cross

Du springst wie beim Basic Jump

mit geschlossenen Beinen.

Bei jedem zweiten Sprung kreuzt

Du die Arme vor dem Körper.

3

16

Criss Cross

7

4

4

Criss Cross

rückwärts

durchschlagen

Das Trainingsbuch

für Champions

Trage hier Deinen Namen ein.

Schlag das Seil so schnell,

dass es bei jedem Sprung

zweimal unter Deinen

Füßen durchschwingt.

3

3

Double Under

4

direkt

Double Under hintereinander

2

mit Zwischen-

1

Double Under

2 Sprünge 4 x rechts

sprung

Double Under aus mit Zwischen-

dem 2 Side Sprünge Basic Straddle Jump links sprung

1

2

2 x

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

4

10


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

PROJEKTE UND PROJEKTFÖRDERUNG

Skipping Hearts Basic 2006 2007 2008 2009 2010 2011 das 2011 komplett überarbeitet

wurde. Auf diese Weise können

Pfalz 20 92 88 79 68 176

Lehrer das Projekt in Eigenregie mit

Hessen 152 213 213 223

mehreren Klassen durchführen und

Baden-Würtemberg 43 221 203

Kindern ein längerfristiges Training

Berlin 2 7 2

anbieten. Mittlerweile wird das

Saarland 5 3

Projekt in sechs Bundesländern von

Bayern 569 derzeit 58 Workshop-Leitern mit

Summe 20 92 240 337 514 1.176

erfreulich positiver Resonanz – auch

von Seiten der Medien – angeboten

(siehe Tabelle). Neu ist der Internetauftritt www.skippinghearts.de. Hier

können sich z. B. interessierte Schulen einfach anmelden. Mit skippinghearts.de

wird die Koordinierung der Workshops deutlich erleichtert.

Ein schöner Nebeneffekt des Projektes: Viele Schulen zeigen sich

auch als eifrige Spendensammler für die Herzstiftung, so hat z. B. die

Grundschule Türkenfeld, völlig begeistert vom Workshop, Spenden

gesammelt. Es war ein Riesenerfolg, denn € 2 100,– kamen zusammen.

Langfristig soll Skipping Hearts bundesweit angeboten werden. Seit

Herbst 2011 wird das Projekt unter der Leitung von Dr. Thorsten Schulz,

Lehrstuhl für Sport und Gesundheits för de rung, TU München, in

Zusammenarbeit mit der Herzstiftung evaluiert.

Aufwand: € 192 300,–

Spendenerträge: € 28 100,–

(davon € 15 000,– Spende Beck’sche Stiftung)

Herz-Kreislauf-Risiken bei Kindern und Jugendlichen: Die Deutsche

Herzstiftung unterstützt das Projekt „Erstellung von Referenzparametern

der Gefäßsteifigkeit mittels Pulswellenanalyse im Kindes- und

Jugendalter“ der AG Prävention der DGPK. Das Projekt wird mit jeweils

kooperierenden Schulen durchgeführt von Prof. Dr. Renate Oberhoffer

und Dr. Julia Elmenhorst, Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie, TU

München, PD Dr. Robert Dalla Pozza, Abteilung für Kinderkardiologie

und Pädiatrische Intensivmedizin, Universität München, Klinikum

Großhadern, und Dr. Martin Hulpke-Wette, niedergelassener Kinder kar -

dio loge, Göttingen. Förderbetrag: € 80 000,–/1 Jahr

Nichtraucherförderung: „Be smart – don´t start“ ist bundesweit

das wahrscheinlich größte Projekt zur Raucher -

prävention an Schulen, an dem sich die Deutsche

Herzstiftung beteiligt. Trotz sinkender Schülerzahlen haben

im Schuljahr 2010/2011 10 600 Schulklassen mit über

180 000 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. Sie verpflichteten

sich über die Dauer eines Schuljahres nicht zu

rauchen. Zwei Drittel der angemeldeten Schulklassen

schlossen den Wettbewerb erfolgreich ab. Die Leitung des

Projekts hat Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für

Therapie und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), Kiel.

Förderbetrag: € 20 000,–

37


PROJEKTE UND PROJEKTFÖRDERUNG

Rauchzeichen: Seit 2006 führt die Deutsche Herzstiftung das

Präventionsprojekt „Rauchzeichen“ an über 80 Schulen durch. Das

Programm wurde von Prof. Dr. Martin Kaltenbach, Mitbegründer der

Deutschen Herzstiftung und Ehrenmitglied im Vorstand, entwickelt. Mit

dessen Hilfe sollen die Schüler vom Rauchen abgehalten werden. Nicht

der Lehrer, sondern ein Arzt – meist ein Mitglied des Wissenschaftlichen

Beirats – klärt über das Rauchen auf. Das Projekt wird wissenschaftlich

evaluiert. Förderbetrag: € 99 300,–

Kinder-Akademie Fulda: Eine vorbildliche Gesund heits -

erziehung im Kindesalter verfolgt die Kinder- Akademie

Fulda. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen

Herzstiftung fand im Juni 2011 die Jubiläumsakademie

„Herzklopfen“ zum 20-jährigen Bestehen der Akademie

statt, die von der Herzstiftung finanziell unterstützt wurde.

Förderbetrag: € 5 000,–

Herzkurse: Die Deutsche Herzstiftung fördert mit einer

Anschubfinan zierung das Projekt „Herzkurse“ im Rahmen

ihrer Präventions- und Aufklärungsprogramme zur

Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkran kungen. Herzkurse

sind ärztlich geleitete Seminare zur Optimierung des kardiovaskulären

Risikomanagements unter Einsatz einer eigens für die

Risikoabschätzung entwickelten Software: Kursteilnehmer erhalten

Anregungen, wie sie ihren Lebensstil verbessern können, um damit ihr

Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu reduzieren. Entwickelt

wurde das Projekt von der Firma VR Consult AG. Ziel ist es, bis zu 1 000

Ärzte als Kursleiter und ca. 30 000 Kursteilnehmer zu gewinnen.

Wissenschaftlich geleitet wird das Projekt von Vorstandsmitglied Prof. Dr.

Helmut Gohlke. Förderbetrag: € 113 000,–

Einführung der Mittelmeerküche: Auch im Jahr 2011 unterstützte die

Deutsche Herzstiftung Betriebe und Kliniken bei der vollständigen

Umstellung der Ernährung ihrer Mitarbeiter bzw. Patienten auf die

Mittelmeerküche. Sie propagiert die mediterrane Küche als wichtigen

Bestandteil einer herzgesunden Ernährungsweise, weil sie insbesondere

wirksam vor Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch vor Diabetes

schützt. Darüber hinaus trägt die mediterrane Küche dazu bei, bereits

bestehende Erkrankungen günstig zu beeinflussen. Folgende

Einrichtungen haben die Mittelmeerküche in Kooperation mit der

Herzstiftung 2011 eingeführt:

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg

■ Oberfinanzdirektion Münster

■ Rehabilitationszentrum DAK-Fachklinik „Haus Weserland“, Bad

Pyrmont

■ Vinzenz-Krankenhaus, Hannover

38

Rauchzeichen

Rauchen und Gesundheit

Programm für Schulen

Deutsche

Herzstiftung

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


V.l.n.r.: Wilhelm P. Winterstein,

Dr. Susanne Brenner,

Universitätsklinikum Würzburg,

Dr. Sebastian J. Buß,

Universitätsklinikum Heidelberg,

Ursula Winterstein,

Prof. Dr. Thomas Meinertz

Die Standardechokardiographie zeigt einen

ausgeprägten Amyloidbefall, bei dem das

ganze Herz betroffen ist. Das Amyloid befällt

die Klappen und den Herzmuskel, der strukturelle

Veränderungen aufweist.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Forschungsförderung

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Die Deutsche Herzstiftung fördert gemeinsam mit der Deutschen Stiftung

für Herzforschung (DSHF) klinische Forschung und Grundlagenforschung

auf den Gebieten der Vorbeugung, der Diagnostik, der Therapie

und der Nachbehandlung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen unter

besonderer Berücksichtigung patientenbezogener Fragestellungen.

Dank der Unterstützung von Mitgliedern und Spendern konnten im Jahr

2011 Stipendien, Wissenschaftspreise und Forschungsprojekte mit einem

Gesamtvolumen von € 1 420 114,– gefördert werden.

Wilhelm P. Winterstein-Preis: Seit 1985 vergibt die Deutsche Herzstiftung

einen Förderpreis an junge Wissenschaftler. Ausgezeichnet wird eine

wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

bevorzugt aus einem patientennahen Forschungsbereich. Seit 14

Jahren wird die mit € 10 000,– dotierte Auszeichnung durch das Ehepaar

Ursula und Wilhelm P. Winterstein aus Hanau (Foto ganz l. und 2.v.r.)

gestiftet und seit 2002 nach ihrem Stifter Wilhelm P. Winterstein benannt.

Für den Wilhelm P. Winterstein-Preis 2011 wurden sechs Arbeiten eingereicht

und anonymisiert an die Juroren (Mitglieder des Wissenschaft -

lichen Beirats der DSHF) zur Beurteilung weitergegeben. Die Arbeiten

mit der höchsten Punktzahl wurden vom Vorstand ausgezeichnet. 2011

bewertete das Gutachtergremium zwei Arbeiten gleichrangig, so dass

sich der Stifter Wilhelm P. Winterstein insbesondere wegen der ausgeprägten

Patientennähe zu einer Doppelung des Preises entschloss. Die

Preisträger 2011 sind:

■ Dr. med. Susanne Brenner vom Universitätsklinikum Würzburg mit einer

Arbeit über die Diagnostik chronischer obstruktiver Atemwegserkrankung

bei Patienten mit Herzinsuffizienz (Titel: „Obstruction in heart fail -

ure – not always COPD“)

■ Dr. med. Sebastian J. Buß vom Universitätsklinikum Heidelberg. Seine

Studie „Neue nichtinvasive bildgebende Verfahren zur Risikostratifizierung

bei kardialer AL-Amyloidose“ zeigt eine Verbesserung der

Diagnostik bei Patienten mit einer restriktiven Kardiomyopathie infolge

der systemischen Leichtketten-(AL)-Amyloidose (siehe Abb.).

39


FORSCHUNGSFÖRDERUNG

WILHELM P. WINTERSTEIN-PREISTRÄGER 1985 – 2011

(bis 2001 Förderpreis der Deutschen Herzstiftung)

2011

Dr. med. Susanne Brenner, Würzburg

Dr. med. Sebastian J. Buß, Heidelberg

2010

Dr. med. Wibke Hengsten berg, Regensburg

Dr. med. Benjamin Meder, Heidelberg

2009

Dr. med. Frank Edelmann, Göttingen

2008

PD Dr. med. Martin Bergmann, Berlin/Hamburg

2007

Dr. med. Matthias Paul, Münster

2006

Dr. med. Tobias Geisler, Tübingen

2005

Dr. med. Yeong-Hoon Choi, Rostock

2004

Dr. med. Patrick Most, Heidelberg

2003

PD Dr. med. Heyder Omran, Bonn

PD Dr. med. Torsten Sommer, Bonn

2002

Dr. med. Cornel Badorff, Frankfurt a. M.

2001

Dr. med. Stefan Blankenberg, Mainz

Dr. med. Dobromir Dobrev, Dresden

2000

Dr. med. Ulrich Laufs, Köln

Dr. med. Patrick Schauerte, Aachen

1999

Dr. med. Rüdiger von Harsdorf, Berlin

Dr. rer. nat. Birgitt Stein, Hamburg

Lars S. Maier, Göttingen

1998

PD Dr. med. Matthias Maaß, Lübeck

Dr. med. Johannes Ruef, Heidelberg

1997

Prof. Dr. med. Gerhard Bauriedel, Bonn

Dr. med. Clemens Mittmann, Hamburg

1996

Dr. med. Stefan Neubauer, Würzburg

Dr. med. Michael Schmöckel, München

Dr. med. Ludwig Thierfelder, Berlin

1995

Dr. med. Heiko E. von der Leyen,

Stanford/Kalifornien

Dr. med. Johannes Breuer, Tübingen

Prof. Dr. med. Walter Zidek, München

1994

Dr. med. Frank-Ludwig Bertschat, Berlin

PD Dr. med. Klaus Berwing, Bad Nauheim

Dr. med. Matthias Riedel, Hannover

1993

Dr. med. Trong-Phi Lé, Bonn

Prof. Dr. med. Winfried Siffert, Essen

1992

Dr. rer. med. Dipl. Psych. J. Jordan,

Frankfurt a. M.

Prof. Dr. med. H. Weidemann, Waldkirch

Kathrin von Hoyningen-Huene, München

1991

Dr. med. Angelika Bernardo, Bad Berleburg

Dr. med. Martin Halle, Freiburg

Dr. med. Hans-Joachim Roth, Aschaffenburg

1990

Dr. med. Christoph Kadel, Frankfurt a. M.

Prof. Dr. med. Wolfgang Kasper, Freiburg

1989

Dr. med. Wolfram Terres, Hamburg

cand. med. Andrea Schmidt, Hamburg

1985

PD Dr. med. Aloys Berg, Freiburg

Dr. med. habil. Curt Diehm, Heidelberg

40 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


V.l.n.r.: Prof. Dr. Hellmut Oelert, PD Dr. Sohrab

Fratz, Deutsches Herzzentrum München, Dr.

Boris Schmitt, Deutsches Herzzentrum Berlin

GERD KILLIAN-PROJEKTFÖRDERUNG

2011

PD Dr. med. Sohrab Fratz

Deutsches Herzzentrum München

Dr. med. Boris Schmitt

Deutsches Herzzentrum Berlin

2010

PD Dr. med. Joachim Eichhorn

Universitätsklinikum Heidelberg

Dr. med. Oliver Miera

Deutsches Herzzentrum Berlin

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Gerd Killian-Fonds: Nach dem frühen Tod ihres Sohnes Gerd entschied

sich Doris Killian, die Kinderherzstiftung der Deutschen Herzstiftung als

Alleinerbin einzusetzen. Die Erträgnisse aus dem Nachlass sollen nach

dem Willen Doris Killians insbesondere zur Stärkung von Forschungs -

aktivitäten für Kinder mit angeborenem Herzfehler bestimmt sein. Die

Deutsche Herzstiftung hat zu Ehren der Erblasserin den „Gerd Killian-

Fonds“ eingerichtet, der 2009 seine Arbeit aufnehmen konnte. Seit 2010

gibt es die Gerd Killian-Projektförderung, mit der die Deutsche

Herzstiftung gemeinsam mit der DGPK Forschungs vorhaben auf dem

Gebiet der angeborenen Herzfehler fördert. Zwei Projekte auf diesem

Gebiet wurden mit insgesamt € 60 000,– gefördert und im Rahmen der

Jahrestagung der DGPK Anfang Oktober 2011 in Weimar ausgezeichnet:

■ PD Dr. med. Sohrab Fratz, Klinik für Kinderkardiologie und angeborene

Herzfehler, Deutsches Herzzentrum München, entwickelt ein

schonenderes Verfahren für die kathetergestützte Untersuchung von

Kindern mit angeborenem Herzfehler, indem das Vorschieben des

Katheters mithilfe der Magnetresonanztomografie ohne Einsatz von

Röntgenstrahlen kontrolliert werden kann. Eine solche Untersuchung

ist etwa zur Bestimmung von Blutdruckwerten vor einer operativen

oder interventionellen Korrektur eines Herzfehlers notwendig.

■ Dr. med. Boris Schmitt, Deutsches Herzzentrum Berlin, erforscht eine

Methode, wie man Betablocker in der Behandlung der

Herzinsuffizienz individuell optimal dosieren kann. Er nutzt dafür

ebenfalls die Magnetresonanztomografie, die ohne Röntgenstrahlen

auskommt. Mithilfe einer speziellen räumlichen Darstellung (3-D-

Tagging) lässt sich erkennen, wie die verschiedenen Herzmuskelfasern

auf eine bestimmte Medikamentendosis ansprechen. Damit ist

es möglich, bei jedem einzelnen Patienten die optimale Dosis zu

ermitteln.

41


JAHRESSTIPENDIATEN 2011

Marcus-André Deutsch

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie,

Deutsches Herzzentrum München

Massachusetts General Hospital, Boston,

USA

Kardiale Regeneration durch Programmierung somatischer

Zellen zu funktionellen Kardiomyozyten

Dr. med. Aleksander Kempny

Zentrum für Erwachsene mit angeborenen

und erworbenen Herzfehlern,

Universitätsklinikum Münster

Royal Brompton Hospital, London, UK

Gewebebasierte myokardiale Funktionsanalyse bei

Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

Verlängerung für 12 Monate

Dr. med. Josepha Elisabeth Köhne

Klinik für Thorax-, Herz- und thorakale

Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum

Frankfurt a. M.

Cardiovascular Research Unit, Department

of Surgery, Falculty of Health Sciences,

University of Cape Town, Observatory,

South Africa

Tissue engineering of cardiovascular prostheses

Dr. med. Denis Rouven Merk

Stanford University School of Medicine,

Department of Cardiothoraic Surgery,

Stanford/Kalifornien, USA

In vivo inhibition of miR-29b in a Murine Model of

Marfan Syndrom and the Influence on Aortic Root

Aneurysm Development

Dr. med. Christian Prinz

Abteilung für Kardiologie, Herz- und

Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen,

Universitätsklinik der Ruhr-Universität

Bochum

University Hospital Gasthuisberg, Leuven, BE

Hämodynamische Untersuchungen bei Patienten mit

hypertropher Kardiomyopathie mittels Flow-tracking

Echokardiographie

Dr. med. Hendrik B. Sager

Medizinische Klinik II, Universitätsklinikum

Schleswig-Holstein, Campus Lübeck

Harvard Medical School, Boston, USA

Wie reagieren Monozyten auf einen akuten

Herzinfarkt? Untersuchungen zur monozytären

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Jahresstipendien: Die Deutsche Herzstiftung vergibt Stipendien vornehmlich

an junge Ärzte, die sich der Grundlagenforschung oder der klinischen

Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

widmen. Das Stipendium ist mit monatlich € 2 455,– in Deutschland und

Europa dotiert, außereuropäisch mit € 3 700,–. Die Laufzeit des

Stipendiums beträgt in der Regel ein Jahr, in begründeten Fällen ist eine

Verlängerung möglich. Die Richtlinien zur Vergabe von Stipendien stehen

auf der Homepage der Deutschen Herzstiftung. Über die Vergabe

eines Stipendiums entscheidet der Vorstand auf Antrag sowie auf der

Grundlage zweier Fachgutachten und der Empfehlung des Wissenschaftlichen

Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung.

Im Jahr 2011 gingen sechs Anträge auf Jahresstipendien ein, die die

Deutsche Herzstiftung genehmigte. Förderbetrag: € 221 790,–

Kaltenbach-Doktoranden-Stipendium: Die Deutsche Herzstiftung vergibt

seit 2009 Jahresstipendien für medizinische Doktoranden. Das

Kaltenbach-Doktoranden-Stipendium ist benannt nach dem Mitbe gründer

der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. Martin Kaltenbach. Mit dem

Stipendium sollen Arbeiten der klinischen Forschung auf dem Gebiet der

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden. Es soll dazu dienen, dass

Doktoranden, die auf einen Zusatzverdienst angewiesen sind, sich auf ihre

wissenschaftliche Arbeit konzentrieren können. Die Förderung beträgt

€ 500,– pro Monat und hat eine Laufzeit von einem Jahr.

Die Anträge sind formlos mit Angabe des Themas und einer kurzen

Beschreibung des Vorhabens sowie den Unterschriften des Doktoranden

und des Betreuers einzureichen. Die Stipendiaten verpflichten sich, der

Deutschen Herzstiftung spätestens nach sechs Monaten einen

Zwischenbericht über den Stand der Arbeit zu senden. Über die Zuteilung

entscheidet der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung gemeinsam mit

dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Stiftung für

Herzforschung und dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der

Deutschen Stiftung für Herzforschung. Im Jahr 2011 gingen 27 Anträge ein.

17 Stipendien wurden genehmigt. Förderbetrag: € 102 000,–

Nachhaltigkeitserhebung: Im Berichtsjahr hat die Deutsche Herzstiftung

gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung (siehe S. 72)

eine Nachhaltigkeitserhebung zur Forschungsförderung der Jahre 2000-

2009 begonnen, um abzuschätzen, was die Gewährung einer For -

schungs förderung, die Bewilligung eines Jahresstipendiums und die

Vergabe eines Wissenschaftspreises bei den Geförderten und Preis trä -

gern bewirkt haben. Die Erhebung soll aufzeigen, wie nachhaltig die

Mittel aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erbschaften für die

Forschungsförderung zur Entwicklung der Herz-Kreislauf-Forschung beigetragen

haben, inwiefern z. B. aus den geförderten Vorhaben an -

schließend weitere Projekte entstanden. Haben etwa die Mittel den

Stipendiaten nachhaltig geholfen, erfolgreich eine wissenschaftliche

und/oder berufliche Laufbahn auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-

Medizin einzuschlagen? Auch Erkenntnisse für zukünftige Förder -

richtlinien und Fördermaßnahmen sollen gewonnen werden. Ein

Erhebungsbogen wurde 2011 an 173 geförderte Forscher im Bundes -

gebiet und im Ausland versendet, Rückläufe von insgesamt 164 Forschern

fließen in die Erhebung ein. Erste Ergebnisse werden 2012 erwartet.

43


FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Madlin Albrecht

Abteilung für Innere Medizin III,

Molekulare Kardiologie/Atherothrombose,

Universitätsklinikum Freiburg

(Dr. Ingo Ahrens)

Baker IDI Heart and Diabetes Institute,

Melbourne, AUS

Die pro-inflammatorische Rolle von Thrombozyten bei

Herzinfarktpatienten

Thomas Beiert

Institut für Physiologie I, Life & Brain

Center, Rheinische Friedrich-Wilhelms-

Universität Bonn (Jun.-Prof. Dr. Philipp

Saße)

Kein Titel (Arbeit auf dem Forschungsgebiet der

Optogenetik)

Esther Biesenbach

Klinik III für Innere Medizin,

Universitätsklinikum Köln

(PD Dr. Fikret Er)

Langzeitauswirkungen initialer Risikofaktoren auf

primäre und sekundäre Endpunkte nach akutem

Myokardinfarkt

Christian Colberg

Abteilung für Kardiologie und Angiologie,

Universitätsklinikum Freiburg

(PD Dr. Andreas Zirlik)

Baker IDI Heart and Diabetes Institute,

Melbourne, AUS

Funktion und Regulation der microRNA-880 durch

CD40 im metabolischen Syndrom

Kristina M. Dahlem

Klinik III für Innere Medizin,

Universitätsklinikum Köln

(PD Dr. Fikret Er)

Assoziation zwischen der Herzfrequenz nach akutem

Myokardinfarkt und dem myokardialen Schaden

Gabriele Domschke

Medizinische Klinik, Abteilung Innere

Medizin III, Universitätsklinikum

Heidelberg (Dr. Christian Gleißner und Dr.

Heiko Runz)

Untersuchung patientenspezifischer genetischer

Ursachen der Atherosklerose an primären Blut -

monozyten

KALTENBACH-DOKTORANDEN-STIPENDIATEN 2011

Alba Fricke

Baker IDI Heart and Diabetes Institute,

Melbourne, AUS

(Prof. Dr. Karlheinz Peter)

Einfluss vaskulärer Inflammation auf kardiovaskuläre

Erkrankungen

Christian Hausding

Baker IDI Heart & Diabetes Institute,

Melbourne, AUS

(Prof. Dr. Karlheinz Peter)

Das angeborene Immunsystem: Ansatzpunkt zum

Verhindern von Myokardinfarkt und Schlaganfall?

Paul Philipp Heinisch

Klinikum der Universität München,

Campus Großhadern

(PD Dr. René Bombien)

Percutaneous aortic valve replacement: Development

of an active-flow perfusion system for the Aortic Valve

Isolation Chamber (AVIC)

Nadine Herr

Abt. für Innere Medizin III,

Universitätsklinikum Freiburg

(Dr. Daniel Dürschmied)

Die Rolle von SSRI bei der Leukozytenrekrutierung in

der akuten Inflammation

Julian Jehle

Medizinische Klinik, Abteilung Innere

Medizin III, Universitätsklinikum

Heidelberg (PD Dr. Dierk Thomas)

Molekulare Mechanismen der Doxazosin-induzierten

Apoptose im Herzen

Eva Lucanus

Medizinische Klinik und Poliklinik II,

Universitätsklinikum Bonn

(Prof. Dr. Nikos Werner)

Mobilisation endothelialer Progenitorzellen im murinen

Atherosklerosemodell

Weitere Informationen zur Forschungsförderung ab Seite 60 ff.

Amir M. Nia

Klinik III für Innere Medizin,

Universitätsklinikum Köln

(PD Dr. Fikret Er)

Der Einfluss des β1-Adrenozeptor Polymorphismus auf

die antiarrhythmische Pharmakotherapie von Patienten

mit Vorhofflimmern

Franz Ricklefs

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie,

Universitäres Herzzentrum Hamburg

(Prof. Dr. Sonja Schrepfer)

Stem cells after myocardial infarction: Role of mitochondrial

DNA (mtDNA)

Mario Schwarzer

Institut für Biostatistik und Mathe mat ische

Modellierung, Johann Wolfgang Goethe-

Universität Frankfurt am Main

(Prof. Dr. Eva Herrmann)

Statistische Evaluation des Rauchzeichen-Projektes der

Deutschen Herzstiftung

Manuel Seligmann

Klinik für Kinderkardiologie und angeborene

Herzfehler, Deutsches Herzzentrum

München (PD Dr. Sohrab Fratz)

Validität und Reproduzierbarkeit der Flussmessung in

der rechten und linken Pulmonalarterie im

Langzeitverlauf bei Patienten mit angeborenen

Herzfehlern – eine Magnetresonanztomographische

Studie

Felix Wiedmann

Medizinische Klinik, Abteilung Innere

Medizin III, Universitätsklinikum

Heidelberg (PD Dr. Dierk Thomas)

Functional characterization of two-pore-domain K+

Channels in the heart

44 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Pressekonferenz anlässlich der

Vorstellung des „Herzberichts 2010“ in

Berlin. V. l. n. r.: Prof. Dr. Eckart Fleck

(DGK), Prof. Dr. Thomas Meinertz

(DHS), Dr. Ernst Bruckenberger (Autor),

Prof. Dr. Friedrich W. Mohr (DGTHG),

Prof. Dr. Felix Berger (DGPK).

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ziel der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist

es, die Bevölkerung unabhängig, seriös und kompetent nach neuestem

wissenschaftlichen Erkenntnisstand über aktuelle Entwicklungen auf

dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Erhalt der

Herzgesundheit zu informieren. Unverzichtbar ist die fachliche Beratung

der Pressestelle durch die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats und

deren Einbindung bei Experten-Interviews sowie bei der Beantwortung

medizinischer Sachfragen von Journalisten.

Der Pressedienst versorgt rund 1 000 Redaktionen und Medienvertreter in

Deutschland mit Pressemitteilungen. Journalisten von Nachrichtenagen -

turen, TV-, Hörfunk- und Printredaktionen wenden sich regelmäßig an

die Pressestelle mit der Bitte um Vermittlung von Herzspezialisten für eine

unabhängige Einschätzung zu Veröffentlichungen über neue Behandlungsmethoden

oder Diagnoseverfahren. Darüber hinaus nimmt die

Deutsche Herzstiftung zu gesundheitspolitischen Themen Stellung, um

die Interessen der Herzpatienten zu vertreten. Unter www.herzstiftung.de

erhalten Journalisten frei zugänglich zahlreiche Informationen.

Die Herzwochen in den Medien: Mit Großflächenplakaten an 4 000

Standorten in 59 Städten, einem TV-Spot mit der Aufforderung, sich den

Blutdruck zu messen, einer ausführlichen Pressemappe für Tages-, Fachund

Publikumspresse, Internetredaktionen und Nachrichtenagenturen

sowie Radiobeiträgen mit Experten und Gesundheitssendungen der dritten

Programme, informierte die Deutsche Herzstiftung eine breite

Öffentlichkeit über die Gefahren des Bluthochdrucks. Insgesamt strahlten

die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernseh- und

Hörfunkanstalten 103 Sendungen zum Thema aus. Tageszeitungen und

Zeitschriften informierten ihre Leser in Artikeln und veranstalteten

Telefonaktionen mit Experten aus dem Wissenschaft lichen Beirat der

Deutschen Herzstiftung. Die Pressetexte der Herzwochen erreichten

Abdrucke von 65 Millionen Exemplaren.

45


. November 2011

sehgeräte

kommen

nergiepass

die TV-Bildschirme in deuthnzimmern

werden immer

ch die Stromrechnung legt

ftig zu. Ab Ende November

erbraucher stromfressende

eräte auf den ersten Blick

kennen können.

ller von großen Haushaltsgerässen

bereits den Stromverihrer

Geräte durch ein Energieusweisen.

Ab Ende November

un auch die Fernsehgeräteherverpflichtet,

den Energievervon

TV-Geräten auszuweisen.

eue Label wird, wie bei Waschhinen

oder Kühlschränken, die

gieeffizienz in Stufen von A (beste

ertung) bis G einordnen und farbkennzeichnen.

Der Käufer kann

einen Blick erkennen, welche Ferngeräte

besonders energieeffizient

d und somit geringere Betriebskosverursachen

als energieintensivere

-Geräte. Für Fernseher allerdings,

e vor dem 30. November 2011 in den

andel gelangten, gilt das EU-Energiebel

noch nicht.

Der Tüv Süd hat errechnet, dass

ernseher mit einer Bildschirmdiagonale

von über einem Meter im Jahr

rund 600 Kilowattstunden Strom verbrauchen.

Bei durchschnittlichen

Stromkosten für Privatverbraucher von

0,24 Euro je Kilowattstunde sind das

jährlich 144 Euro – oder ein Drittel der

Stromkosten eines Singlehaushalts in

Deutschland. glp

Schutz vor Kostenfallen

im Internet

Im Internet gibt es vieles kostenlos. Doch

hinter manchen Angeboten verbergen

sich Abofallen, die teuer werden können.

„Misstrauisch sollte man immer dann

werden, wenn Daten wie Name, Adresse

oder sogar die Bankverbindung abgefragt

werden“, warnt die Verbraucherzentrale

Bremen. Wer dennoch solche Angaben

mache, gehe damit unter Umständen einen

kostenpflichtigen Abovertrag ein. Das

sei Internetnutzern aber oft nicht bewusst,

denn Gebühren sind meist in den Geschäftsbedingungen

versteckt. Kommen

dann Zahlungsaufforderungen, sollten

Betroffene auf keinen Fall zahlen. Denn

dass ein Vertrag zustande gekommen sei,

müsse letztendlich der Anbieter beweisen.

Erst wenn ein Mahnbescheid vom

Gericht zu Hause ankomme, müssten Verbraucher

aktiv werden. „Dagegen muss

unbedingt Widerspruch eingelegt werden.

Am besten per Einschreiben mit Rückschein.“

dpa

BUCHTIPP

Foto: Verlag

Herz unter Druck

Regelmäßig messen: Nur so lässt sich das Krankheitsrisiko hoher Blutdruck erkennen. Foto: dpa

Wussten Sie, dass

Heidelbeeren gegen

Blasenentzündung

helfen oder Kartoffeln

und Möhren

wahre Wunder bei einem

übersäuerten

Körper bewirken?

Deutsche Herzstiftung startet heute bundesweite Aktionswochen zum Bluthochdruck

HINTERGRUND

Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor

für Herz- und Gefäßerkrankungen.

Nach Schätzungen haben in

Deutschland zwischen 18 und 35 Millionen

Menschen einen zu hohen Blutdruck.

„Leider kennen Millionen von

Frauen und Männern ihren Blutdruck

überhaupt nicht, weil sie ihn nicht messen

lassen – mit der Gefahr einer schleichenden

schwerwiegenden Schädigung

ihrer Gefäße und Organe“, sagt Professor

Bernhard Schwaab, Mitglied im

Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen

Herzstiftung.

Kennen Sie die Ernährungsgeheimnisse,

die Vitalität und

Fitness das ganze Jahr über stärken und

fördern? Ja, ein gesundes Leben hängt

untrennbar mit einer ausgewogenen Ernährung

zusammen. Die guten Vorsätze

sind da, doch oft mangelt es im Alltag an

der Umsetzung. Wir essen falsch und

fühlen uns schlapp, haben Verdauungsbeschwerden,

zu hohen Blutdruck, leiden

an Schlafstörungen und sind anfällig für

Infekte. Was wir essen und trinken, beeinflusst

unseren Körper, unseren Stoffwechsel

und auch unsere Seele.

Mit dem Ratgeber von Roland Possin

„Heilkräfte aus der Küche“ lässt sich

lernen, auf den eigenen Körper zu hören

und ihm die Nahrung zu geben, die er für

ein vitales Leben braucht. Sich gesund

kochen – das geht. Der Autor gibt dazu

umfangreiche Tipps. Der Ernährungsexperte

erklärt, wie man Beschwerden wie

Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder

Bluthochdruck ganzheitlich lindern kann.

Viele Tipps helfen, Krankheiten aktiv vorzubeugen.

So schlemmt es sich mit Hilfe

des Buches genussvoll durch die Jahreszeiten.

Dieser Ratgeber zeigt aber nicht

nur, wie heilsam es ist, sich ausgewogen

zu ernähren, sondern macht schon beim

Lesen richtig Lust auf vitalen Genuss. ao


„Heilkräfte aus der Küche“, Schlütersche

Verlagsgesellschaft, 144 Seiten, Preis

16,95 Euro

ISBN 978-3-89993-598-1

� Was können erste Anzeichen des

„stillen Killers“ Bluthochdruck sein?

„Schlimm ist, dass hoher Blutdruck von

den Patienten lange nicht gespürt wird“,

sagt Bernhard Schwaab. Im Gegenteil,

Patienten, die einen hohen Blutdruck haben,

fühlten sich lange besonders vital,

besonders leistungsfähig, seien eher weniger

müde und besonders im Leben engagiert.

Hoher Blutdruck falle häufig erst

auf, wenn er Schäden an den Organen

verursache. „Manchmal gibt es erste Hinweise

auf den Bluthochdruck, rote Gesichtsfarbe,

Klopfen in den Schläfen,

leichte Kopfschmerzen, Luftnot bei Belastung“,

warnt Schwaab. Meist würden

diese Beschwerden aber nicht richtig gedeutet

und deshalb übergangen.

Dauer-Sodbrennen

Fall für den Arzt

Kommt Sodbrennen nur gelegentlich

vor, ist das unbedenklich. Die Beschwerden

lassen sich mit säurebindenden

und -hemmenden Medikamenten

behandeln. Treten sie aber immer

wieder auf oder halten sie mehr als

zwei Wochen ununterbrochen an, sollten

Betroffene sich untersuchen lassen,

rät die Deutsche Gastro-Liga in Wiesbaden.

Denn die Beschwerden können

zu Entzündungen oder Geschwüren in

der Speiseröhre führen. Eine weitere

mögliche Folge ist Speiseröhrenkrebs.

Sodbrennen und saures Aufstoßen zählen

der Gastro-Liga zufolge zu den häufigsten

Symptomen von krankhaften

Verdauungsbeschwerden, die sich auch

durch chronischen Durchfall, Bauchschmerzen

oder Blähungen bemerkbar

machen. dpa

� Da hilft nur Messen des Blutdrucks?

„Ja, allerdings, mit einer einmaligen Blutdruckmessung

im Lauf des Lebens ist es

nicht getan. Wenn man in jungen und

mittleren Jahren einen normalen oder

niedrigen Blutdruck hat, kann man sich

nicht darauf verlassen, dass das so

bleibt“, informiert Schwaab, der als Kardiologe

in der Klinik Höhenried tätig ist.

Denn der Blutdruck steige mit dem Alter,

unter anderem weil die Gefäße ihre Elastizität

verlieren. Ab 60 hat jeder Zweite

hierzulande einen zu hohen Blutdruck.

� Wann sollte der Blutdruck gemessen

werden? Bei allen regulären Untersuchungen

zum Beispiel bei Kinder- und

Jugendvorsorgeuntersuchungen und bei

Einstellungsuntersuchungen, so Schwaab.

„Vor allem bei allen Besuchen, die wir

beim Hausarzt aus ganz anderen Gründen

absolvieren. Auch Fachärzte, Augenärzte,

Gynäkologen und Urologen, sollten

routinemäßig den Blutdruck messen.“

Unsere Empfehlung: Ab 40 Jahren sollte

jedes Jahr mindestens einmal der Blutdruck

gemessen werden, ab 50 Jahren

halbjährlich. Wer in der Familie Geschwister,

Eltern oder Großeltern hat, bei

denen Bluthochdruck aufgetreten ist, soll-

RATGEBER

Vorfreude mit dem persönlichen Adventskalender

ANRUFEN & GEWINNEN

17. November auf der Homepage eingelöst werden

sollte, damit die Kalender noch für dieses

Jahr rechtzeitig ausgeliefert werden können.

Unsere Verlosung findet heute ab 14 Uhr unter

Tel.: 01805 2181 22* statt.

Vorfreude, verstohlenes Hinter-Türchen-Gucken

und dann

am nächsten Morgen die große

Überraschung – Adventskalender

sorgen 24 Tage lang

für lächelnde Gesichter. Das

nicht nur bei kleinen Naschkatzen.

Fotokasten, ein

Premium-Service für Fotoprodukte

im Internet, bereichert

heimische Wohnzimmer

gleich mit doppelt schönen

Adventskalendern: ZartschmelzendeLindt-Schokolade

und 24 Lieblingsbilder von

Familie und Freunden warten

jeden Tag darauf, entdeckt

und genossen zu werden.

Erst eins, dann zwei ... die

42 Zentimeter hohen und 30

Zentimeter breiten Kalender

machen jedoch nicht nur mit

leckerer Lindt-Schokolade

und schönen Fotos Spaß, sondern

auch mit drei zauberhaften

Weihnachtsmotiven. Egal

ob rot-goldener Weihnachtsstern,

zart-schimmernder

Goldengel oder blaue Sternmarie

– jedes Motiv hat seinen

INFORMATIONEN

� www.herzstiftung.de/termineplz.php

Ja, am Monatsende feiern wir bereits den ersten

Advent. Zeit, Ihnen ein wenig Vorfreude zu schenken.

Gemeinsam mit www.fotokasten.de verlosen

wir drei Gutscheine für individuell gestaltete

Weihnachtskalender. Wer gewinnen möchte, sollte

zumindest über einen Internet-Zugang verfügen.

Denn auf den Gutscheinen befindet sich jeweils

ein Zugangscode, der bis spätestens

*14 Cent/Min. aus dem Festnetz,

Mobilfunk max. 42 Cent/Min.

Richter rügen

Selbstbeurlaubung

Ohne Zustimmung des Arbeitgebers angetretener

Urlaub kann grundsätzlich

eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Ob

diese Maßnahme angemessen ist, hänge

jedoch auch von den Umständen ab, betonten

jetzt die Richter des Arbeitsgerichts

Krefeld. Wie die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht

des Deutschen Anwaltvereins

berichtet, ging es in diesem Fall um einen

schwerbehinderten Mann (50 Prozent

Behinderungsgrad), der seit 15 Jahren als

Schlosser in einem Betrieb tätig ist. Er

hatte 2010 fünf Urlaubstage nicht in Anspruch

genommen, die daher in das erste

Quartal des Jahres 2011 übertragen worden

waren. Mitte März beantragte der

Schlosser die fünf Tage Resturlaub für die

Zeit vom 31. März bis 6. April. Der Vorgesetzte

lehnte aber wegen der langfristigen

Erkrankung zweier Arbeitskollegen

ab. Er bot an, bei der Personalabteilung

nachzufragen, ob der Resturlaub über

den 31. März hinaus übertragen werden

könne. Nach drei Nachfragen erfuhr der

Schlosser Ende März, dass eine Übertragung

nicht in Betracht komme. Daraufhin

kam er in der geplanten Zeit nicht zur Arbeit.

Das Unternehmen kündigte ihm daraufhin

fristlos. Der Beschäftigte klagte.

Auf Vorschlag des Gerichts konnten sich

die Parteien jedoch auf einen Vergleich einigen:

Der Arbeitnehmer erhielt eine Abmahnung,

der Arbeitgeber zog die fristlose

Kündigung zurück. Die Richter wiesen

darauf hin, dass eine eigenmächtige

Selbstbeurlaubung auch ohne vorherigen

Ausspruch einer Abmahnung grundsätzlich

die fristlose Kündigung rechtfertigen

könne. Die Interessenabwägung ergebe

jedoch, dass diese im vorliegenden Fall

unverhältnismäßig sei. ao

Az.: 1 Ca 960/11

TELEFONFORUM

Betriebskosten

im Visier

te seinen Blutdruck schon mit 30 Jahren

oder sogar früher jedes Jahr messen lassen.

„Während einer Schwangerschaft ist

Bluthochdruck ist eine der häufigs- und andere schwere Herz-Kreislauf- die regelmäßige Blutdruckmessung von

ten Erkrankungen in Deutschland Komplikationen zu erleiden, um etwa Bedeutung für die Gesundheit von Mutter

und weltweit. Er ist der wichtigste Ri- 50 Prozent verringert. Um für die Ge- und Kind“, ergänzt Schwaab.

sikofaktor für den Schlaganfall, der fahren eines unbehandelten Blut-

jedes Jahr 250 000 Mal in Deutschhochdrucks zu sensibilisieren, ver- � Wann muss der Blutdruck behandelt

land auftritt. Oft führen erst die kataanstaltet die Deutsche Herzstiftung werden? Wenn der Blutdruckwert in

strophalen Folgen eines unbehandel- vom 1. bis 30. November die bun- Ruhe bei mehrfacher Messung bei 140/90

ten Bluthochdrucks die Menschen desweiten Herzwochen. Experten in- mmHg oder darüber liege. Leider werde

zum Arzt: Schlaganfall, Herzinfarkt, formieren über den Umgang mit Blut- aus erhöhten Blutdruckwerten häufig kei-

Herzschwäche, Herzrhythmusstörunhochdruck, den aktuellen Stand der ne Konsequenz gezogen, sondern man

gen, Nierenversagen oder Erblin- Diagnostik und Therapie. Über die bleibe im Vagen und Unverbindlichen.

dung. Studien belegen, dass eine an interessierte Verbraucher und Pa- Wenn der Arzt sage: „150/90 mmHg, das

dauerhafte Senkung des Blutdrucks tienten gerichteten Vortragstermine ist ein bisschen hoch, wir sollten danach

um 20 mmHg systolisch (oberer auch in Kliniken unserer Region in- mal schauen“, dann glaube der Patient

Wert) und 10 mmHg diastolisch (unformiert die Internetseite der Herz- doch, das sei nicht so schlimm. „Die fehterer

Wert) das Risiko, in den nächsstiftung. ao lende Konsequenz, den Blutdruck zu

ten zehn Jahren einen Schlaganfall

messen und die fehlende Konsequenz,

aus der Messung Folgerungen zu ziehen

– das sind die großen Schwachstellen im

Umgang mit Bluthochdruck“, sagt

Schwaab.

Wie misst man korrekt seinen Blut- Medikamente, neue Verfahren“. Dadruck?

Wie beeinflusst Stress den rin erhalten Patienten wertvolle Rat- � Reicht es, Blutdruckmedikamente zu

Blutdruck? Was bringt Sport bei Blutschläge und Tipps für den Umgang verschreiben? Nein, alle Risikofaktoren

hochdruck? Wie kann man

mit hohem Blutdruck. des Patienten sollten in einer Gesamt-

die Werte mit der Ernährung

Wichtige Checkliste für schau bewertet und behandelt werden.

verringern? Welche Medika-

Menschen mit Bluthoch- Dafür gebe es standardisierte Untersumente

sind gegen Blutdruck

druck bieten Hilfe für den chungsprogramme. Nicht nur die Risiko-

zu empfehlen? Was tun,

Alltag. Alle Beiträge sind faktoren (Rauchen, Übergewicht, Fett-

wenn der Blutdruck plötzlich

von namhaften Kardiolostoffwechselstörungen) würden erfasst,

ansteigt? In welchem Alter

gen, Pharmakologen und sondern auch die Begleiterkrankungen,

sollte der Blutdruck wie tief

Psychologen geschrieben Diabetes, koronare Herzkrankheit, Nie-

gesenkt werden? Und was

– in einer Sprache, die jerenerkrankungen, und die Laborwerte.

muss man über die Nebender

versteht. Der 88-seiti- Auch die Lebensgewohnheiten müsse der

wirkungen von Blutdruck-Medikamenge Band ist gegen 3 Euro in Brief- Arzt kennen: Wie ernährt sich der Paten

wissen? Um diese Fragen geht marken erhältlich. ao tient? Bewegt er sich regelmäßig? Stress

es im neuen Experten-Ratgeber

in Beruf und Privatleben? „Der Arzt sollte

„Bluthochdruck heute – Lebensstil,

auch fragen, ob der Patient Medikamente

einnimmt wie Hormonpräparate oder

Schmerzmittel, die den Blutdruck erhöhen“,

rät Schwaab.

� Gesunder Lebensstil zum Beispiel � Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck in � Was sind Risikofaktoren, an hohem

regelmäßige Ausdauerbelastung regelmäßigen Abständen selbst und Blutdruck zu erkranken? „Für den Blut-

(flottes Gehen, Radfahren, Joggen, halten Sie die gemessenen Werte im druck ist neben der genetischen Veranla-

Schwimmen) möglichst 5 x pro Wo- Blutdruck-Pass fest.

gung die zunehmende Veränderung des In Deutschland landen jährlich bis zu

che je 30 Minuten und die Normali- � Auch wenn der Blutdruck gut einge- Lebensstils zum Ungünstigen wichtig. Zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel auf

sierung des Körpergewichts, gesunstellt ist und Sie sich wohlfühlen, wenig Bewegung, zu viele Kalorien, die dem Müll. Ein Grund: Verbraucher missde

Ernährung (Mittelmeerküche mit sind regelmäßige Kontrollen beim falsche Ernährung, das falsche Trinken, verstehen das Mindesthaltbarkeitsdatum

viel Gemüse, wenig und magerem Arzt etwa in sechsmonatigen Abstän- davon Übergewicht, die Zunahme von (MHD) als Verbrauchsdatum. „Die beiden

Fleisch, mehr Fisch, Raps- und Oliden nötig.

Stressbelastung. Es gibt immer mehr Un- Daten muss man unterscheiden“, sagt

venöl) sparsamer Kochsalzver- � Nehmen Sie Medikamente genau tersuchungen und Zeichen, dass auch die Irmgard Reichhardt, Ernährungs-Experbrauch,

Einschränkung des Alkohol- so ein, wie sie der Arzt verordnet. heutige Arbeitswelt bedeutende Probleme tin beim Online-Portal Netdoktor. Das

konsums, Verzicht auf Rauchen. Ändern Sie die Dosierung und die mit sich bringt“, sagt der Kardiologe. Die Verbrauchsdatum gelte beispielsweise für

� Wenn Sie Blutdruckmedikamente Einnahmehäufigkeit der verordneten Arbeitsverdichtung nehme zu. Die Ent- leicht verderbliche Produkte wie Hack-

einnehmen müssen, dann ermög- Medikamente nie auf eigene Faust.

spannung zwischen den Stressphasen fleisch. Ab diesem Tag gehöre ein Lebenslicht

der gesunde Lebensstil, dass � Falls Sie das Gefühl haben, dass fehle mehr und mehr. Ständig Stress ausmittel nicht mehr in den Mund.

Sie möglicherweise mit einer gerin- die Medikamente unangenehme Negesetzt zu sein, der immer wieder Puls Beim MHD dagegen garantiere der Hergeren

Dosis Ihrer Medikamente ausbenwirkungen auslösen, die Thera- und Blutdruck in die Höhe treibe, könne steller, dass ein Produkt mindestens bis

kommen. Automatisch verringern pie nicht einfach abbrechen, sondern zu chronischem Bluthochdruck führen. zu diesem Zeitpunkt die erwünschte Qua-

sich dadurch die Nebenwirkungen. mit dem Arzt sprechen. ao

Angelika Oswald lität behalte. Dazu gehörten etwa die Farbe,

Konsistenz oder der Geschmack.

Trotzdem könne das Produkt auch nach

Ablauf des MHD noch essbar sein. „Hier

sind die fünf Sinne gefragt“, rät Reichardt.

Rieche das Lebensmittel säuerlich oder

habe sich unangenehm riechende Flüssigkeit

gebildet, stecken Schimmelpilze im

Produkt. Hier gelte: Ab in den Müll! „Bei

Hartkäse kann man den Schimmel allerdings

großzügig entfernen. Generell aber

sollte der Ablauf des MHD kein Wegwerfsignal

sein, sondern eine Aufforderung

zur kritischen Prüfung. Besonders vorsichtig

mit abgelaufenen Lebensmitteln

sollten jedoch Kinder, kranke oder ältere

Menschen sein. ao

Foto: Herzstiftung


TIPPS FÜR PATIENTEN

Adventskalender Goldstern

Fotos (3): Verlag

Bestelladr.: Deutsche Herzstiftung,

Vogtstr. 50 in 60322 Frankfurt/Main

Adventskalender Goldengel Adventskalender Sternmarie

Seite 13

Die einen haben sie für

das vergangene Jahr bereits

bekommen, anderen

steht sie noch ins

Haus und für viele Mieter

ist sie fast wie ein

Buch mit sieben Siegeln

– die Betriebskos

t e n a b rechnung.

Wenn am

Ende der Auflistung

eine ordentliche

Nachzahlung für den Mieter steht,

ist die Verärgerung darüber verständlich.

Erst Recht, wenn es begründeten

Verdacht für eine nicht korrekte Abrechnung

gibt. Wie gut aber kennen

sich Mieter in Sachen Betriebskostenabrechnung

aus? Was darf der Vermieter

eigentlich als Betriebskosten

abrechnen? Wie müssen die Kosten

aufgeteilt werden? Bis wann darf der

Vermieter eine Nachzahlung verlangen?

Und was können Mieter tun,

wenn sie Zweifel an der Abrechnung

haben? Diese und viele weitere Ihrer

Fragen zu den Betriebskosten beantworten

Fachleute des Mietervereins

Leipzig am morgigen Mittwoch, 2. November,

beim Telefonforum dieser

Zeitung. Die Experten sind von 15 bis

17 Uhr zu erreichen. Die Rufnummern

lauten: 0341 2155 871

Lebensmittelhaltbarkeit

sorgt für Verwirrung

eigenen Charme. Hinter den

Türchen warten dann in rote

und goldene Folie verpackte

Vollmilch-Herzchen und Bilder

der Lieben.

Über solch einen individuell

gestalteten Adventskalender

kann sich nicht nur die Familie

freuen. Auch Nachbarn,

Kollegen und Freunden lässt

sich so eine liebe Aufmerksamkeit

in den vorweihnachtlichen

Alltag zaubern.

Und nach Weihnachten? Irgendwie

schade, dass die

schönen Kalender dann meist

verschwinden. Anders bei

diesen Motiven. Der Anbieter

liefert zusammen mit den Adventskalendern

schwarze

Passepartouts, die nach den

Festtagen einfach auf dem

Bildblatt im Inneren des Kalenders

angebracht werden

können. So entsteht eine Bildcollage

aus den Fotos hinter

den Türchen, die nun schick

gerahmt heimische Wände

schmückt. Bis zum nächsten

Fest oder für immer ... ao

0341 2155 872

RATGEBER KOMPAKT

Wer ein internetfähiges Handy ohne Flatrate

kauft, sollte unbedingt die mobile Datenschnittstelle

deaktivieren, sonst könnten

hohe Mobilfunkrechnungen drohen.

Zu geringer Reifendruck beim Auto erhöht

die Aquaplaning-Gefahr. Je schlaffer die

Pneus sind, desto schneller gerät ein Wagen

auf nasser Fahrbahn ins Rutschen, warnt die

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Kinder lernen Eislaufen am besten auf richtigen

Schlittschuhen und ab etwa vier Jahren.

Mit Gleitschuhen gewöhnten sie sich einen

falschen Bewegungsablauf an, erläutert Eislauflehrerin

Petra Dauer in der Zeitschrift

Baby und Familie (Ausgabe 11/2011).


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Bekanntheitsgrad: Auch dank der Berichterstattung in den Medien konnte

die Deutsche Herzstiftung laut Umfrage des Marktforschungsinstituts

TNS Infratest ihren Bekanntheitsgrad von 35,2 % (2010) auf 42,8 % Ende

2011 steigern.

2011 gab die Deutsche Herzstiftung in enger Zusammenarbeit mit den

Experten des Wissenschaftlichen Beirats über 30 Pressemitteilungen heraus,

u. a.:

■ Herznotfall im Ausland: Wie holt man Hilfe?

Abdrucke: 14,4 Mio. (Prof. Dr. Thomas Voigtländer)

■ Risiken auf einen Blick: Gesundheits-Pass der Herzstiftung erleichtert

Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risiken

Abdrucke: 5,1 Mio. (Prof. Dr. Helmut Gohlke)

■ Herzschwäche: Wer sein Gewicht kontrolliert und sich herzgesund

ernährt, kann viel bewirken

Abdrucke: 4,6 Mio. (Prof. Dr. Helmut Gohlke)

■ Deutliche Unterschiede in der Versorgung von Herzpatienten bestehen

fort

Abdrucke: 3,7 Mio. (Prof. Dr. Thomas Meinertz)

■ Bluthochdruck: Richtiges Ausdauertraining kann ihn senken

Abdrucke: 3,2 Mio. (Prof. Dr. Ulf Landmesser)

■ Endlich Frühling – Bei koronarer Herzkrankheit sind Wandern oder

Radeln geeignet

Abdrucke: 1,1 Mio. (Dr. Frank Sonntag)

■ Schlaganfallvorbeugung, Dabigatran und Todesfälle: Patienten sollten

das Medikament nicht vorzeitig absetzen

Abdrucke: 108 546 (DGK, DSG, DGN, DHS)

■ Ehec-Epidemie: Abrupte Essensumstellung kann für Herzpatienten

mit Gerinnungshemmern bedenklich werden

Abdrucke: 256 947 (Prof. Dr. Thomas Meinertz)

■ Pressemappe zu den Herzwochen im November 2011

■ Herz unter Druck – Deutsche Herzstiftung startet bundesweite Herzwochen zum

Bluthochdruck (Prof. Dr. Thomas Meinertz)

■ Bluthochdruck: Man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht (Prof. Dr. Bernhard

Schwaab)

■ Bluthochdruck: Was hilft? Behutsames Abnehmen ist wichtig für die Vorbeugung

und Behandlung des Bluthochdrucks (Prof. Dr. Helmut Gohlke)

Abdrucke der Pressemappe insgesamt: 65 Mio.

Deutsche Herzstiftung in „Circulation“: Das Leitmedium der

Kardiologie Circulation stellte in seiner europäischen Ausgabe

(2011; 123; 67f-72f) die Deutsche Herzstiftung und ihren

Vorstands vor sitzenden Prof. Dr. Thomas Meinertz vor.

Eindrucksvoll schildert der Beitrag, wie es dazu kam, dass sich

die Herzstiftung in rund 30 Jahren von einem kleinen Kreis

engagierter Kardiologen mit dem Ziel einer besseren

Versorgung von Herzpatienten hin zur größten Patienten -

organisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

in Deutschland entwickelt hat.

47


PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Füll-Anzeigen: Zur Aufklärung der Bevölkerung über

Herz-Kreislauf-Erkrankungen setzt die Deutsche

Herzstiftung Füll-Anzeigen ein, die von Zeitungs- und

Zeitschriftenverlagen kostenfrei abgedruckt werden.

2011 erschienen anlässlich der bundesweiten

Herzwochen „Herz unter Druck“ Anzeigen, die auf das

Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko eines unbehandelten

Bluthochdrucks hinweisen und den Experten-Ratgeber

Bluthochdruck heute – Lebensstil, Medikamente, neue

Verfahren zum Bestellen anbieten.

Google-Adwords: Der Marktführer bei Internet-Suchmaschinen Google

hat der Deutschen Herzstiftung kostenfreie Anzeigen zur Verfügung

gestellt. So finden Nutzer schnell den Weg zur Herzstiftung, wenn sie bei

Google nach einem bestimmten Stichwort suchen. Durch diese

Werbemöglichkeit konnte die Herzstiftung die Zugriffe auf ihre

Homepage erheblich steigern.

Journalistenpreis: Für ihre hervorragende

Berichterstattung über Herz-Kreislauf-

Erkrankungen wurde die Journalistin Nina

C. Zimmermann (Foto) auf der DGK-

Frühjahrstagung in Mannheim ge -

ehrt. Die gebürtige Düssel dorferin

ist seit April 2008 verantwortliche

Redakteurin des dpa-Themen -

dienstes der Deutschen Presse-

Agentur. Sie wurde für ihre objektiven

und fachkundigen Veröffent -

lichungen ausgezeichnet.

Wissen Sie, wie hoch

Ihr Blutdruck ist?

Ab 140/90 mmHg

riskieren Sie

Herzinfarkt und

Schlaganfall!

Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Journalisten, die 2011 über

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie über deren Vorsorge,

Erkennung und Behandlung kompetent berichtet haben. Ihre

Berichterstattung hat vielen Menschen geholfen und zum Erfolg der

Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung beigetragen.

Bluthochdruck

Man sieht Man spürt

ihn nicht! ihn nicht!

Bestellen Sie den

Bluthochdruck-Ratgeber

Bluthochdruck

Deutsche

Herzstiftung

www.herzstiftung.de

Telefon 069 955128-0

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und Schlaganfall!

Deutsche

Herzstiftung

Telefon 069 955128-0

www.herzstiftung.de

48 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Aus Dankbarkeit für die erfolgreiche

Behandlung seines Herzkreislaufstillstands

übergab Franz Locher (Foto l.) Vorstandsmitglied

Prof. Dr. Helmut Gohlke Spenden in Höhe von

€ 1 000,–, zugunsten der Arbeit der Herzstiftung,

die er von Gästen zu seinem 60. Geburtstag

erhalten hatte.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

SPENDEN – BENEFIZ – ZUWENDUNGEN

Spenden – Benefiz – Zuwendungen

Die Arbeit der Deutschen Herzstiftung wird von den vielen Mitgliedern,

Spendern und Förderern getragen. Dank ihrer vielfältigen Unterstützung

können die in der Satzung verankerten Aufgaben und Ziele des gemeinnützigen

Vereins umgesetzt werden. Ob 10 Euro, 100 Euro oder

1 000 Euro – die Deutsche Herzstiftung ist für jeden Beitrag dankbar. Im

„Spendenmonitor“ von TNS Infratest wurde die Arbeit der Herzstiftung

mittels Befragung von 4 000 Bundesbürgern überprüft. Dabei erhielt der

Verein Spitzenwerte u. a. in den Kategorien „Kompetenz“, „Sorgfalt im

Umgang mit Spendengeldern“, „Transparenz“, „Nachhaltigkeit“ und

„Wirkung“ seiner Arbeit.

Beispiele für Spenden,

Benefizaktionen und Zuwendungen:

Abbott Vascular Herz-Lauf – eine Initiative

der DGK und Abbott Vascular Deutschland GmbH,

Spendenerlös

im Rahmen der 77. Jahrestagung der DGK in Mannheim € 6 000,–

Nikolaus-Gala, Köln, veranstaltet von Charlotte Feindt (Foto l.) € 12 000,–

Firmenspende TE Connectivity, Bensheim, Aktion „Jeder Kilometer zählt“ € 10 605,–

Klinik Roderbirken, Spendenaktion: Kuchenverkauf auf Frühjahrsbasaren € 2 000,–

Tele 2, Düsseldorf, Spendenaktionen 2011 € 22 000,–

Firmenspende Mediafinanz AG, Osnabrück € 3 000,–

Santa Verlag, Herrenberg, Weihnachtskartenverkauf

Benefizkonzert von Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe und

€ 30 000,–

Prof. Dr. Christiane Tiefenbacher: in Xanten, Dom St. Viktor Erlös € 1 726,–

Wir bitten um Verständnis, dass an dieser Stelle nicht jeder Förderer namentlich

genannt werden kann oder auch will.

Wort & Bild Verlag: Sponsoring und Anzeigenschaltung in Gesundheits -

magazinen, u. a. Apotheken Umschau, Senioren Ratgeber und Diabetes

Rat geber zur Förderung von Aufklärungsprojekten der Deutschen

Herzstiftung. Erlös: € 60 000,–

Anlass-Spenden: Es gibt viele Wege, die Arbeit der Deutschen Herzstif -

tung zu unterstützen. Viele Menschen nutzten Anlässe wie Geburtstage,

Hochzeiten, Taufen oder Abschiede aus dem Berufsleben, um der Herz -

stif tung zu spenden. Zwei Beispiele: Zu einem Golfturnier in Düsseldorf-

Hubbelrath, das zugleich einem guten Zweck diente, lud Dr. Eckard

Wink haus anlässlich des 75. Geburtstags seiner Frau Inge ein.

Erlös: € 7 210,–

Keine Geschenke, stattdessen eine Spende zugunsten der Kinderherz -

stiftung, wünschte sich von den geladenen Gästen zur Feier seines

60. Geburtstags Bernhard Bessel, Bürgermeister der hessischen Gemein -

de Hainburg. Erlös: € 10 650,–

Als Zeichen der Verbundenheit zur Deutschen Herzstiftung wurde 2011

bei zahlreichen Trauerfällen um Spenden für die Deutsche Herzstiftung

anstelle von Blumen und Kränzen gebeten. Erlös: € 245 498,–

49


SPENDEN – BENEFIZ – ZUWENDUNGEN

Bußgelder: Als gemeinnütziger Verein ist die Deutsche Herzstiftung

berechtigt, Geldauflagen aus Gerichtsverfahren zu erhalten. 171 Zuweisungen

mit einem Gesamtwert von € 164 615,– gingen 2011 an

die Herzstiftung. Aufgrund der möglichen Ratenzahlungen sind 2011

€ 107 919,– eingegangen.

Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

Kochbuch „Mediterrane Küche“

Die traditionelle Mittelmeerküche ist besonders gut geeignet, um das

Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Gemeinsam mit

Küchendirektor Gerald Wüchner hat die Deutsche Herzstiftung das

Koch- und Ernährungsbuch „Mediterrane Küche – eine Chance für die

Zukunft“ im Jahr 2011 in der 6. Auflage herausgegeben (Verkaufspreis €

20,– plus Versand). Erlös: € 117 546,–

Benefiz-Orgel-CDs: Auf den Spuren von Albert Schweitzer

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Kardiologe, Vorstandsmitglied und

Organist, spielte 2011 eine neue Orgel-CD zugunsten der

Deutschen Herzstiftung ein: „Die große Cavaillé-Coll-Orgel in

Saint-Sulpice, Paris“ erbrachte zusammen mit „Herztöne –

Musik für die Gesundheit“ den Gesamterlös von € 72 558,–.

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe

an der Cavaillé-Coll-Orgel

Blick auf die Cavaillé-Coll-Orgel in Saint-

Sulpice, Paris

50 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

ERBSCHAFTEN – VERMÄCHTNISSE – STIFTUNGSFONDS

Erbschaften – Vermächtnisse – Stiftungsfonds

Im Jahr 2011 erhielt die Deutsche Herzstiftung € 2,46 Mio. aus Erbschaften

und Vermächtnissen. Die Testamente der Erblasser legen die

Verwendung des Nachlasses oftmals genau fest, beispielsweise zur

Förderung der Aufklärung über Herzkrankheiten, zur Unterstützung der

Forschung oder der Arbeit für herzkranke Kinder. Die Deutsche

Herzstiftung gedenkt in Dankbarkeit:

■ Ilse Marie Berngruber ■ Günter Dalkowski

■ Hedwig Therese Georg ■ Werner Heinz Gottwald

■ Dr. Heinz Grönbeck ■ Günther Grosse

■ Imelda Haus ■ Horst Hensch

■ Hildegard Rosa Hildebrandt ■ Ingrid Kassing

■ Hannelore Helene Kuhnen ■ Edigna A. Lermer-Kugelmeier

■ Ingeborg Lüttich ■ Antonius Ferdinand Mahr

■ Ilse Marie A. C. Neumann ■ Hans-Hermann Pfeffer

■ Irene Poepke-Hädicke ■ Stephan Robertz

■ Eva Rüb-Friend ■ Hilda Schiller

■ Herbert Schmidt ■ Ruth Schön

■ Rudolf Schöpke ■ Michael Stange,

■ Paula Juliana Stein ■ Maria Margrete E. Strauß

■ Auguste Renate Thote ■ Hiltrud Virneburg

■ Reinhard Albrecht Paul Vogt ■ Gisela Vortanz

■ Anneliese Wallmann ■ Elisabeth Weidel

■ Alice Zimmermann

Die Beck'sche Stiftung mit Sitz in Berlin hat die Arbeit der Deutschen

Herzstiftung erneut mit einer großzügigen Spende unterstützt. Dr.

Clemens Beck (Foto), Neffe des im Jahre 2006 verstorbenen

Stiftungsgründers Hans-Oskar Beck und Vorsitzender der Stiftung, stellte

€ 30 000,– für Projekte der Kinderherzstiftung bereit. Die Mittel kommen

der Arbeit für herzkranke Kinder und Präventionsprogrammen im

Kindes- und Jugendalter zugute. 2011 wurden Freizeitangebote für herzkranke

Kinder und das Präventionsprojekt „Skipping Hearts“

(Seilspringen für Kinder in Grundschulen) finanziert.

Herbert und Gertrud Dietze-Stiftung: Unter dem Namen „Herbert und

Gertrud Dietze-Stiftung“ soll das Vermögen von Gertrud Dietze in der

vollen Höhe von € 767 000,– erhalten bleiben. Das hat die Erblasserin in

ihrem Testament verfügt. Aus den Erträgen des Vermögens sind Projekte

zugunsten herzkranker Kinder zu finanzieren. 2010 wurde festgelegt,

dass die Erlöse aus den Jahren 2010-2014 für den Aufbau und Betrieb

einer sozialrechtlichen Beratungsstelle der Kinderherzstiftung für

Menschen mit angeborenem Herzfehler in Kooperation mit Herzkind e. V.

einzusetzen sind. Die Beratungsstelle hat im Mai 2011 ihren Betrieb aufgenommen

(siehe S. 33 ff.).

Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Mitgliedern und Förderern

für die großzügige Unterstützung im Jahr 2011.

51


ERBSCHAFTEN – VERMÄCHTNISSE – STIFTUNGSFONDS/AUSBLICK

Veranstaltungen zu Erbrecht/Testament

Zwei Pilotveranstaltungen zur nachhaltigen Forschungsförderung durch

testamentarische Verfügungen wurden von der Deutschen Herzstiftung

und Deutschen Stiftung für Herzforschung unter dem Titel „Mein letzter

Wille mit Herz“ in Frankfurt am Main und in Hamburg durchgeführt. Ziel

der Veranstaltungen ist es, interessierte Mitglieder und Spender über die

Forschungsförderung der Deutschen Herzstiftung und der DSHF zu

informieren. Ein Fachanwalt für Erbrecht referierte über die

Möglichkeiten von testamentarischen Verfügungen zugunsten der

Deutschen Herzstiftung und der DSHF. Die Vorsitzenden der Deutschen

Herzstiftung und des Wissenschaftlichen Beirats der DSHF stellten die

Herz-Kreislauf-Forschung beider Institutionen vor.

Ausblick 2012

Herzwochen 2012

Die Deutsche Herzstif -

November

tung hat unter dem

Motto „Herz in Gefahr –

Koronare Herzkrank -

heit (KHK) erkennen

und behandeln“ die Deutsche

KHK zum Thema der Herzstiftung

bundesweiten Herz-

www.herzstiftung.de

wochen 2012 gewählt.

Die KHK zählt weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen. Millionen

von Menschen leiden an Verengungen der Herzkranzgefäße. Zu oft wird

die Erkrankung erst dann ernst genommen, wenn sie zu einem

Herzinfarkt geführt hat. Deshalb möchte die Herzstiftung mit ihrer wichtigsten

Aufklärungskampagne, den bundesweiten Herzwochen vom 01. –

30.11.2012, die Bevölkerung über die Prävention, Diagnostik und

Therapie der KHK und damit auch über ein Grundleiden des Herz -

infarkts zu informieren.

Bevölkerungsaufklärung zum Herzinfarkt

Aufgrund der überdurchschnittlichen Herzinfarktsterblichkeit in der

Region Landshut soll 2012 ausgehend vom Klinikum Landshut das

Aktionsbündnis „Landshut gegen den Herzinfarkt“ in Zusammenarbeit

mit der Herzstiftung gestartet werden, um durch umfangreiche

Aufklärungsarbeit und Aktionen insbesondere zu Herzinfarkt, Infarkt-

Alarmzeichen und Notruf 112 zur Senkung der Infarktsterblichkeit beizutragen.

Herznotfall-App

Damit möglichst viele Menschen in Situationen eines Herznotfalls oder

bei unklaren Brustkorbbeschwerden lebensrettende Informationen zum

Notfallverhalten bei Herzinfarkt abrufen können, soll ab Herbst 2012

eine kostenlose Herznotfall-App (für engl. Application = Anwendung)

der Herzstiftung für internetfähige Mobiltelefone verfügbar sein.

52 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Herzwochen 2012


Radfahren –

Deutsche

Herzstiftung

gut fürs Herz und die Umwelt

Mit jedem Kilometer, den Sie auf

dem Fahrrad zurücklegen, tun Sie

sich etwas Gutes.

Egal ob es die kurze Strecke zum

Bäcker, der Weg zur Arbeit oder eine

längere Tour ist: Sie steigern Ihre Fitness,

senken das Risiko für Herz-

Kreislauf-Erkrankungen, verbrennen

Kalorien und trainieren Ihre Beinmuskeln.

Ein weiterer Vorteil: Radfahren

schont Knie und Hüftgelenke.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

AUSBLICK

Mit dem Rad zur Arbeit

Das Präventionsprojekt „Mit dem Rad zur Arbeit“ richtet sich vor allem an

Betriebe und ihre Mitarbeiter und wird von der Herzstiftung in

Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC),

Landesverband Hessen, im Jahr 2012 in Hessen durchgeführt. Weitere

Partner sind die AOK und das Land Hessen als Schirmherr. Ziel ist es,

möglichst viele Teilnehmer zu gewinnen, die innerhalb eines bestimmten

Aktionszeitraums mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Expertengespräch

Ein Expertengespräch zur Verbesserung der medizinischen Versorgung

von jungen Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH), die das

18. Lebensjahr erreicht haben, wird die Herzstiftung zum Tag des herzkranken

Kindes 2012 veranstalten. Vertreter der Fachgesellschaften und

Kinderherzspezialisten sollen die Frage diskutieren: 18 und wohin jetzt?

Wie kann eine patientengerechte Weiterbehandlung von EMAH-

Patienten in Deutschland flächendeckend gesichert werden? Junge

EMAH-Patienten sind in der Übergangsphase von der Versorgung in der

Kinderheilkunde in die Betreuung durch Ärzte für Erwachsene ab dem

18. Lebensjahr mit Herausforderungen von existenzieller Bedeutung

konfrontiert. Eine bundesweit uneinheitliche Abrechnungssituation

erschwert vielen Betroffenen eine kontinuierliche Regelversorgung über

das 18. Lebensjahr hinaus. Infolgedessen gibt es viele „verlorene“

Patienten, die ihre kontinuierliche Behandlung nicht selten zulasten ihrer

Gesundheit mit fatalen Folgen abbrechen.

Deutscher Herzbericht

Die Deutsche Herzstiftung wird von 2012 an Herausgeberin des jährlichen

„Herzberichts“, der wichtigsten sektorenübergreifenden Analyse

der kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung in Deutschland,

sein. Der neue „Deutsche Herzbericht 2011“ wird gemeinsam mit den

Fachgesellschaften der Kardiologen (DGK), Kinderkardiologen (DGPK)

und Herzchirurgen (DGTHG) im Herbst 2012 veröffentlicht.

Kooperation mit dem Hausärzteverband

Eine engere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hausärzteverband

über die Herzwochen hinaus ist für das Jahr 2012 geplant. Mit

Unterstützung des Verbands sollen Hausärzte – und mit ihrer Hilfe die

Patienten in den Arztpraxen – ein breiteres Spektrum an Infor mations -

schriften der Herzstiftung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhalten.

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte etwa auf Gebiet der Herz-

Kreislauf-Erkrankungen sind ebenfalls geplant.

Deshalb soll eine Fortführung der laufenden Kooperation Fortbildungs -

ver an staltungen für Ärzte und die Zertifizierung von Broschüren der

DHS umspannen.

Single-Kochbuch

Um die herzgesunde Mittelmeerküche gezielt Ein-Personen-Haushalten

anzubieten, wird die Herzstiftung zum Tag der gesunden Ernährung im

März 2012 das Single-Kochbuch „Iss gut“ mit 35 Mittelmeer-Rezepten

speziell für Ein-Personen-Haushalte herausgeben.

53


BILANZ zum 31. Dezember 2011

JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

Aktiva 31.12.2011 31.12.2010

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43.994 € 102.651 €

II. Sachanlagen 3.684.857 € 3.739.282 €

III. Finanzanlagen 9.912.558 € 10.107.485 €

Summe 13.641.409 € 13.949.418 €

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 843.731 € 781.061 €

II. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten 4.967.573 € 3.948.738 €

Summe 5.811.304 € 4.729.799 €

Summe Aktiva 19.452.713 € 18.679.217 €

Jahresabschluss

für das Geschäftsjahr 2011

Der Jahresabschluss des Vereins Deutsche

Herzstiftung e. V. für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 ist

in Übereinstimmung mit den Vorschriften

des Handelsgesetzbuches, den

ergänzenden Vorschriften der Abgabenordnung

sowie unter Berücksichtigung

der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung

von Vereinen aufgestellt.

Die Gliederungen von Bilanz und

Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen

den §§ 266 und 275 HGB unter

Berücksichtigung der Besonderheiten,

die sich aus den Zwecksetzungen und

der Struktur des Vereins ergeben.

Bilanzierungs- und

Bewertungsgrundsätze

Die Bilanz und die Gewinn- und

Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung

der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

der §§ 246 ff. und

252 ff. HGB erstellt und gegenüber dem

Vorjahr unverändert fortgeführt.

Die Gegenstände des Anlagevermögens

sind mit den Anschaffungskosten ange-

setzt. Vermögensgegenstände, die der

Abnutzung unterliegen, werden entsprechend

ihrer betriebsgewöhnlichen Nut -

zungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Forderungen sind mit dem Nennwert,

Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag

und Rückstellungen nach vernünftiger

kaufmännischer Beurteilung

mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag

angesetzt.

Die Rücklagenentwicklung ergibt sich

aus den gesetzlichen und satzungsmäßigen

Vorgaben.

Erläuterungen zur Bilanz

Bei den immateriellen Ver mö gens -

gegenständen handelt es sich um eine

Spenden-/Mitglieder-Verwaltungssoftware,

die im Jahr 2007 angeschafft wurde. Im

Geschäftsjahr erfolgten Abschreibungen in

Höhe von 59 T€.

Die Sachanlagen beinhalten neben

dem Bürogebäude der Geschäftsstelle

(1.369 T€) und den geerbten, fremdvermieteten

Immobilien (2.213 T€) noch

103 T€ an Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich

um kurz- und mittelfristige Anleihen (82 %)

sowie um Anteile an Fonds (18 %). Die

Anlagestrategie ist grundsätzlich konservativ,

d. h. auf Sicherheit ausgerichtet;

der Anteil der Aktienfonds beträgt weniger

als 11 %. Den Zugängen im Jahr 2011

in Höhe von 1.840 T€ stehen Abgänge in

Höhe von 2.015 T€ gegenüber. Die vorgenommenen

Abschreibungen (30 T€)

wurden zusammen mit den Kursverlusten

(10 T€) und Kursgewinnen (1 T€) den

Umschichtungsrücklagen entnommen

bzw. zugeführt.

Die Position Forderungen, sonstige

Vermögensgegenstände enthält vorallem

Forderungen aus Umsatzerlösen

(16 T€) und offenen Mitgliedsbeiträgen

(60 T€), Forderungen aus der Abwicklung

einer Immobilienveräußerung (370 T€)

und aus Erbschaften (131 T€) sowie

Vermögenswerte aus der periodengerechten

Zinsabgrenzung (165 T€). Auf die

Forderungen aus Mitgliedsbeiträgen

wurde neben Einzelwertberichtigungen

ein Sicherheitsabschlag in Höhe von 8 %

vorgenommen.

54 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

BILANZ zum 31. Dezember 2011

Passiva 31.12.2011 31.12.2010

A. Eigenkapital

I. Vereinskapital 16.845.000 € 15.264.500 €

II. Rücklagen

1. Umschichtungsrücklagen 325.401 € 363.888 €

2. zweckgebundene Rücklagen 382.150 € 955.677 €

3. sonstige Rücklagen 200.000 € 200.000 €

4. freie Rücklagen 667.917 € 589.256 €

III. Ergebnisvortrag 6.063 € 5.962 €

Summe 18.426.531 € 17.379.283 €

B. Rückstellungen 108.350 € 137.550 €

C. Verbindlichkeiten 917.832 € 1.162.384 €

Summe Passiva 19.452.713 € 18.679.217 €

Bei der Position Kassenbestände,

Gut haben bei Kreditinstituten handelt

es sich neben der Barkasse und den

Girokonten vor allem um Fest- bzw.

Tagesgeld (4.308 T€). Der überwiegende

Teil der ausgewiesenen Beträge unterliegt

einer marktüblichen Verzinsung. Die

Vermögenswerte sind kurzfristig liquidierbar

zu halten, um Projektförderungen

und zweckgebundene Ausgaben vornehmen

zu können.

Das Vereinskapital unterliegt nicht der

Auflage der zeitnahen Mittelverwendung.

Es setzt sich zum überwiegenden Teil aus

Nachlässen zusammen, bei denen die

Erblasser eine dauerhafte Stärkung des

Vereins verfügt haben. Einige Nachlässe,

die ohne Zweckbindung erfolgten, sind in

Übereinstimmung mit der Abgabenordung

dem Vereinskapital zugeführt worden.

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr

Um schichtungsrücklagen gebildet. Sie

setzen sich zusammen aus realisierten

Kursgewinnen und -verlusten sowie aus

Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Anders als das Vereinskapital unterliegen

die zweckgebundenen Rücklagen

der zeitnahen Mittelverwendung.

Sie wurden insbesondere für die

Förderung der Forschung auf dem

Gebiet der Herz- und Kreislauf-Erkrankungen

(190 T€) sowie für Projekte der

Kinderherzstiftung (192 T€) gebildet. Die

im Vorjahr gebildeten Rücklagen wurden

fast vollständig in Anspruch genommen

und projektbezogen verwendet.

Die sonstigen Rücklagen dienen der

Sicherung des Betriebsablaufs in den

ersten Monaten des neuen Geschäftsjahrs

(200 T€).

In der Verwendung der freien

Rücklagen unterliegt der Verein keiner

Restriktion. Sie werden aus einem Drittel

des Überschusses der Vermögensverwaltung

gebildet.

Rückstellungen wurden für noch nicht in

Anspruch genommenen Urlaub der hauptamtlichen

Mitarbeiter (69 T€), für verschiedene

ausstehende Rechnungen und

Abgaben (12 T€), für Aufwendungen für

die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses

(21 T€) sowie Aufbewah -

rungskosten (6 T€) gebildet.

Mit 655 T€ bilden die Verbindlich keiten

aus erteilten Zusagen für Projekte und

Forschungsförderung die größte Position

innerhalb der Verbindlichkeiten.

Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen (165 T€), aus

Steuern (22 T€) und im Rahmen der sozialen

Sicherheit (2 T€). Die übrigen Verbindlichkeiten

betragen 74 T€. Mit Ausnahme

von 54 T€, die eine Fälligkeit von über fünf

Jahren aufweisen, haben sämtliche

Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis

zu einem Jahr.

55


GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010

1. Mitgliedsbeiträge 2.870.339 € 2.736.273 €

2. Spendenerträge 2.303.730 € 2.377.054 €

3. Erbschaften und Vermächtnisse 2.461.011 € 3.273.643 €

4. Bußgelder 107.919 € 201.726 €

5. Erträge Immobilienverwaltung und Finanzanlagen 539.757 € 618.210 €

6. Umsatzerlöse wirtschaftliche Geschäftsbetriebe 219.317 € 268.414 €

7. Sonstige Erträge 154.347 € 174.927 €

Summe Erträge (E) 8.656.420 € 9.650.247 €

8. Druck- und Versandkosten 2.002.617 € 1.896.871 €

9. Forschungs- und Projektförderung 1.640.310 € 1.767.674 €

10. Personalaufwendungen 1.580.589 € 1.504.003 €

11. Dienstleistungen 877.369 € 631.253 €

12. Veranstaltungskosten 203.280 € 75.068 €

13. Abschreibungen 132.684 € 134.504 €

14. Aufwendungen Immobilienverwaltung u. Finanzanlagen 267.546 € 277.887 €

15. Aufwendungen wirtschaftliche Geschäftsbetriebe 186.328 € 248.843 €

16. Sonstige Aufwendungen

a) Werbe- und Reisekosten 396.776 € 322.430 €

b) Rechts- und Beratungskosten 24.818 € 32.013 €

c) Raumkosten 75.724 € 84.610 €

d) Versicherungen, Beiträge 56.147 € 46.501 €

e) Reparaturen, Instandhaltungen 29.720 € 44.309 €

f) Telefon, Telefax 17.199 € 17.674 €

g) Kraftfahrzeugkosten 20.176 € 19.556 €

h) übrige Aufwendungen 97.889 € 176.424 €

Summe Aufwendungen (A) 7.609.172 € 7.279.620 €

Jahresüberschuss (E)-(A) 1.047.248 € 2.370.627 €

17. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 5.962 € 13.077 €

18. Einstellungen in das Vereinskapital -1.580.500 € -2.677.500 €

19. Veränderungen Umschichtungsrücklagen 38.487 € -73.230 €

20. Veränderungen zweckgebundene Rücklagen 573.527 € 310.308 €

21. Veränderungen sonstige Rücklagen 0 € 135.000 €

22. Veränderungen freie Rücklagen -78.661 € -72.320 €

Ergebnisvortrag 6.063 € 5.962 €

56 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Erläuterungen zur Gewinn- und

Verlustrechnung

Erträge

Vor allem aufrgund des Rückgangs der Einnahmen

aus Erbschaften blieben die Erträge

unter den Erträgen des Vorjahrs.

Während die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen

dem Trend der Vorjahre folgen

und kontinuierlich ansteigen (+ 134 T€),

verzeichnen die Spendenerträge einen

geringen Rückgang (- 73 T€).

Die Einnahmen aus Erbschaften und Vermächtnissen

sowie aus Bußgeldern sanken

um 813 T€ bzw. um 94 T€. Dies ist vor

allem darauf zurückzuführen, dass im Jahr

2010 sowohl eine größere Erbschaft wie

auch eine hohe Geldzuweisung zu dem gu -

ten Ergebnis 2010 beigetragen haben.

Die Erträge der Immobilienverwaltung

und Finanzanlagen verteilen sich

auf Mieteinnahmen (210 T€), auf Zins-

(313 T€) und Fonds-Erträge (16 T€) sowie auf

Kursgewinne (1 T€).

Die Umsatzerlöse wirtschaftliche

Geschäftsbetriebe setzen sich zusammen

aus dem Verkauf des Kochbuchs „Mediterrane

Küche … eine Chance für die Zukunft”

sowie dem Verkauf der CD „Herztöne“ und

der CD „Die große Cavaillé-Coll-Orgel in

Saint-Sulpice, Paris“.

Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich

vor allem um Sponsoringerträge (64 T€) und

Einnahmen in Form von zugesendeten Briefmarken

(57 T€).

Trotz eines Rückgangs der Spendenerträge

bestätigt das Geschäftsjahr 2011 die positive

Entwicklung. Vor allem der erneute

Anstieg der Mitgliedsbeiträge bestätigt das

zunehmende und dauerhafte Vertrauen in die

Arbeit und das Wirken der Deutschen Herzstiftung.

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

Aufwendungen

Die Personalaufwendungen entstanden

für durchschnittlich 37 Arbeitnehmer, wobei

die Bezüge der Geschäftsführung bei 175 T€

lagen.

Von den Druckkosten (1.125 T€) entfallen

792 T€ auf die Bereiche der Informations-

und Aufklärungsarbeit, d. h. den Druck

von Informationsmaterialien und Broschüren

sowie der Zeitschriften „Herz heute” und

„Herzblatt”. Der verbleibende Betrag verteilt

sich fast vollständige auf die Bereiche

Spendenservice und Öffentlichkeitsarbeit.

Ein ähnliches Verhältnis findet sich bei der

Aufteilung der Aufwendungen für Porto

und Versand (878 T€).

Neben der Forschungsförderung über die

Deutsche Stiftung für Herzforschung

(737 T€) sind 903 T€ in die direkte Förderung

von Forschungsprojekten, Stipendien,

Förderpreise und Projekten geflossen. Die

Forschungs- und Projektförderung stellt

knapp 22 % der Gesamtaufwendungen dar.

Bei den Dienstleistungen handelt es sich

vor allem um Aufwendungen im Zusammenhang

mit der Erstellung der Mitgliederzeitschriften,

der Informationsbereitstellung und der

Präventionsmaßnahmen, insbesondere der

betrieblichen Gesundheitsförderung und der

Durchführung der Projekte Seilspringen „Skipping

Hearts“ und Nichtrauchen „Rauchzeichen“

an Schulen. Weitere Aufwendungen entstanden

bei der Erstellung von Informations-

/Spenden-Mailings.

Die Höhe der Aufwendungen der Immobilienverwaltung

(170 T€) werden vor

allem durch notwendige Sanierungs-/Renovierungsaufwendungen

(97 T€) bestimmt. Die

verbleibenden Aufwendungen für Nebenkos -

ten, Abschreibungen, Hausverwaltung, Grundbesitzabgaben

etc. blieben auf Vorjahresniveau.

Die Aufwendungen bei den Finanzanlagen

(98 T€) setzen sich zusammen aus

Vermögensverwaltungs- und Transaktionskosten

(55 T€), Kursverlusten (10 T€) und

Abschreibungen (33 T€).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Aufwendungen im Rahmen wirtschaftliche

Geschäftsbetriebe basieren auf der

Herstellung und dem Versand des Kochbuchs

„Mediterrane Küche … eine Chance für die

Zukunft”, der CD „Herztöne“ und der CD

„Die große Cavaillé-Coll-Orgel in Saint-Sulpice,

Paris“.

Bei den übrigen Aufwendungen handelt

es sich neben der Bereinigung uneinbringlicher

Beitragsforderungen (35 T€) um

eine Vielzahl kleinerer Kostenarten, die der

Betriebsablauf des Vereins mit sich bringt. Hierunter

fallen beispielsweise Aufwendungen für

Bürobedarf, Fachliteratur, Nebenkos ten des

Geldverkehrs, Fortbildungskosten etc.

Jahresüber schussverwendung

Aus den im Jahresüberschuss enthaltenen

Erbschaften sind dem Vereinskapital

1.580 T€ zugeführt worden.

Die im Vorjahr gebildeten zweckgebundenen

Rücklagen (956 T€) sind im abgelaufenen

Geschäftsjahr in Höhe von 841 T€ in

Anspruch genommen und aufgelöst

worden. Für die nachhaltige Erfüllung der

satzungsmäßigen Zwecke sind Rücklagen

in Höhe von 268 T€ neu gebildet worden:

für die Förderung der Forschung auf dem

Gebiet der Herz- und Kreislauf-Erkrankungen

(190 T€) und für Projekte der Kinderherzstiftung

(78 T€).

Die zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen

sonstigen Rücklagen (200 T€) für

Betriebsmittel sind in Anspruch genommen

worden. Den sonstigen Rücklagen wurde

eine Betriebsmittelrücklage in Höhe von

200 T€ zugeführt.

Ein Drittel des Überschusses aus der Vermögensverwaltung

wurde den freien Rücklagen

zugeführt.

57


Euro in Millionen

AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Deutschen Herzstiftung

e. V. bezieht sich auf die Erfassung und Bewertung

von Risiken sowie die Handlungsweisen auf festgestellte

Risiken, wobei die Risiken in den Bereichen

der Vereinstätigkeit, der Vermögensverwaltung

und den Geschäftsbetrieben auftreten können.

Maßnahmen zum Risikomanagement:

Gremienaufsicht

• jährlich mindestens fünf Sitzungen des Vorstands,

kurzfristige Präsidiumssitzungen, Sitzung

des Wissenschaftlichen Beirats und des Kuratoriums

• jährliche Mitgliederversammlung

• Geschäftsordnungen für die Gremien und die

Geschäftsführung

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

Jahr

Vermögensmanagement

• viertel-/halbjährliche Treffen mit dem Vermögensverwalter

und Depotverwaltern der Banken

• Richtlinien zur Zusammensetzung der Anlageportfolios;

konservative Ausrichtung

• regelmäßige Treffen mit dem Immobilienverwalter

• Prüfung und Analyse der Quartalsberichte vom

Vermögens- und Immobilienverwalter

Operative Vereinsarbeit

• jährliche Strategiesitzung des Vorstands und

der Geschäftsleitung

• jährliche Erstellung eines Haushaltsplans auf Basis

des laufenden und vorangegangenen Jahres

• jährliche Personalplanung

• monatliche Berichterstattung über die Entwick-

Aufwendungen und Erträge 2007 – 2011

5,59

Mittelherkunft 2011 (8,66 Mio. €)

Mitgliedsbeiträge

33,16 % (2.870 T€)

Sonstige Erträge

1,78 % (154 T€)

Wirtschaftliche

Geschäftsbetriebe

2,53 % (219 T€)

Vermögensverwaltung

6,24 % (540 T€)

6,40 6,44

6,92

6,46

lung von Erträgen und Aufwendungen an den Vorstand

bzw. dessen Vorsitzenden

• regelmäßige Sitzungen der Projektleiter und

der Projektgruppen

• monatliche Mitarbeiterbesprechung

• Reisekostenrichtlinien

• Richtlinie für die ehrenamtliche Tätigkeit

• jährliche Prüfung durch einen unabhängigen

Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

• regelmäßige Fortbildung von Mitarbeitern

• Ausbildung und Einsatz eines Datenschutzbeauftragten.

2007 2008 2009 2010 2011

Aufwendungen Erträge Mitgliedsbeiträge Spenden Erbschaften

Bußgelder

1,25 % (108 T€)

Spendenerträge

26,61 % (2.304 T€)

Erbschaften,

Vermächtnisse

28,43 % (2.461 T€)

58 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

7,95

9,65

Mittelverwendung 2011 (7,61 Mio. €)

Aufklärung und

Information,

Mitgliederbetreuung

54,56 % (4.151 T€)

7,28

*

7,61

8,66

Forschung

17,49 % (1.331 T€)

*Bedingt durch eine Einzelerbschaft von rund € 2 Mio.

Öffentlichkeitsarbeit/

Spendenakquisition

16,08 % (1.224 T€)

Verwaltung 5,90 % (449 T€)

Vermögensverwaltung

3,52 % (268 T€)

Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe

2,45 % (186 T€)


Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Ge -

winn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Ein be -

ziehung der Buchführung des Deutsche Herzstiftung e.V.,

Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis

31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die

Aufstellung von Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften liegen in der Verantwortung

des Vorstands des Vereins. Unsere Aufgabe ist es, auf der

Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine

Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung

der Buchführung abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB

unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung

so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahres -

abschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-,

Fin anz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin -

reichen der Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung

der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld des Vereins sowie die Erwartungen über mögliche

Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden

die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in

Finanzplanung 2012

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

BESTÄTIGUNGSVERMERK / FINANZPLANUNG 2012

Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der

Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die

Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen

Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere

Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beach -

tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein

den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Vereins.

Frankfurt am Main, den 25. April 2012

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nachdem die für das Jahr 2011 gesetzten Ziele erfolgreich umgesetzt und sogar zum Teil übertroffen wurden,

hat sich die Deutsche Herzstiftung für das Jahr 2012 erneut hohe Ziele gesetzt. Die Aufklärung der

Bevölkerung über die Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Möglichkeiten, den Erkrankungen

präventiv zu begegnen, stehen wieder im Mittelpunkt der Arbeit. Insofern wird erneut ein erheblicher Anteil

des Budgets 2012 für die Auflage und Distribution neuer Informationsschriften verwendet werden. Auch in

den bundesweit organisierten Herzwochen 2012 im November werden unter dem Thema „Herz in Gefahr:

Diagnose und Therapie der Koronaren Herzkrankheit“ hierzu eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen

angeboten. Neben den Aufklärungsmaßnahmen wird auch im Jahr 2012 ein besonderer Wert auf die

Förderung von Forschungsprojekten und die Vergabe von Stipendien gelegt. Die Forschungsförderung soll

entsprechend zu der Entwicklung der letzten Jahre weiter ausgebaut werden, damit die dabei erzielten

Erfolge den betroffenen Menschen schnellstens zugute kommen.

Insgesamt sieht das Budget 2012 Aufwendungen von € 7,255 Mio. vor. Dabei dienen 87 % der budgetierten

Aufwendungen der Erfüllung der Vereinszwecke. Die verbleibenden Aufwendungen verteilen sich auf die

Bereiche Verwaltung, Vermögensverwaltung und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Mit den vorsichtig

angesetzten Einnahme zielen in Höhe von € 7,475 Mio. sollen die Aufgaben verwirklicht werden.

Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie die Überschüsse aus der Vermögensverwaltung sollen in erster Linie

die Finanzierung der Vorhaben ermöglichen. Für diese unabhängige Finanzierung, d. h. losgelöst von

öffentlichen Zuschüssen, ist es wichtig, das Vertrauen der Mitglieder und Spender zu haben. Das Vertrauen

der Mitglieder und Spender bestimmt auch im Jahr 2012 das Engagement und die gemeinnützige Arbeit der

Deutschen Herzstiftung. Wir danken allen, die uns ihr Vertrauen schenken.

59


2011

Jahresbericht

der Deutschen Stiftung für Herzforschung

Jahresabschluss und -bericht zur Erfüllung

des Stiftungszwecks für das 24. Stiftungsjahr

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011


DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Aufgaben und Struktur

AUFGABEN UND STRUKTUR

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung (DSHF) wurde 1988 auf

Initiative der Deutschen Herzstiftung gegründet. Sie hat sich seitdem zu

einer wichtigen Förderinstitution auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf -

Forschung entwickelt. Dies wurde dank der Fördermittel, die aus der

Deutschen Herzstiftung in immer größerem Umfang zugeflossen sind,

ermöglicht. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Grundlagenforschung

und der klinischen Forschung in den Be reich en der

Vorbeugung, Aufklärung, Betreuung sowie Diagnostik, Therapie und

Nachbehandlung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.

Der Stiftungszweck wird je nach verfügbaren Mitteln insbesondere verwirklicht

durch Unterstützung und Förderung der Arbeit und der Ziele

der Deutschen Herzstiftung e.V., zum Beispiel durch Preisverleihungen,

sowie Beteiligung an folgenden Maßnahmen:

■ Finanzierung und Vergabe von Forschungsaufträgen (Forschungs -

projekte) insbesondere mit patientenbezogenen Zielsetzungen

■ Finanzierung klinischer Studien

■ Finanzierung wissenschaftlicher Personalstellen und von wissenschaft

lichen Hilfskräften für einen begrenzten Zeitraum und wenn

dies zur Sicherung eines wissenschaftlichen Ergebnisses geboten

erscheint

■ Finanzierung und Vergabe von Forschungsaufträgen (Forschungs -

projekte) im Bereich der Methoden der Aufklärung und Betreuung

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung ist wie die Deutsche Herzstiftung

e.V. Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Vorstand

Der ehrenamtliche Vorstand der Deutschen Stiftung für Herzforschung

verwaltet die Stiftung. Sie wird gerichtlich und außergerichtlich durch

zwei Vorstandsmitglieder gemeinschaftlich vertreten, wobei eines dieser

Mitglieder der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende sein

muss. Nach § 2 der Satzung entscheidet der Stiftungsvorstand über die

Vergabe von Stiftungsmitteln.

Die Vorstandsmitglieder werden von der Deutschen Gesellschaft für

Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK), der Deutschen

Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), der

Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) und der

Deutschen Herzstiftung delegiert.

2011 tagte der Vorstand am 17.05. und am 18.11. in Frankfurt a. M.

61


AUFGABEN UND STRUKTUR

Vorstand (2008 – 2012)

Name Vorname Titel Ort Funktion/Amtszeit

Obladen1 Christoph RA Hanau Vorsitzender

Sechtem2 Udo Prof. Dr. Stuttgart stv. Vorsitzender

Geus Renate Hofheim Schatzmeisterin

Breithardt Günter Prof. Dr. Dr. h.c. Münster

Eschenhagen Thomas Prof. Dr. Hamburg

Figulla Hans-Reiner Prof. Dr. Jena

Hasenfuß Gerd Prof. Dr. Göttingen

Kramer Hans Heiner Prof. Dr. Kiel

Mohr Friedrich W. Prof. Dr. Leipzig

Schrader Jürgen Prof. Dr. Düsseldorf

Ehrenmitglieder:

Geks Franz J. Dr. Bonn

Kaltenbach Martin Prof. Dr. Dreieich

Wissenschaftlicher Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat wird von den ärztlichen Fachgesellschaften

und der Deutschen Herzstiftung für die Dauer von zwei Jahren berufen.

Das ehrenamtlich tätige Gremium berät den Vorstand in allen

Angelegenheiten der Stiftung. Er begutachtet nach strengen Regeln die

Projekt- und Stipendienanträge und beurteilt Wissenschaftspreise. Der

Wissenschaftliche Beirat besteht aus zehn Mitgliedern. Der Beirat tagte

am 30.04. (Mannheim) und am 03.11.2011 (Telefonkonferenz).

Wissenschaftlicher Beirat (2010 – 2012)

Name Vorname Titel Ort Funktion

Oelert1 Hellmut Prof. Dr. Mainz Vorsitzender

Schunkert Heribert Prof. Dr. Lübeck stv. Vorsitzender

Daniel Werner G. Prof. Dr. Erlangen

Erdmann Erland Prof. Dr. Köln

Gorenflo Matthias Prof. Dr. Heidelberg

Grabitz Ralph Prof. Dr. Halle/S.

Hein Lutz Prof. Dr. Freiburg

Kelm Malte Prof. Dr. Düsseldorf

Schulz Rainer Prof. Dr. Gießen

Sievers Hans-Hinrich Prof. Dr. Lübeck

Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde

Prof. Dr. Hellmut Oelert (Mainz), Vorsitzender des Wissenschaftlichen

Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung und bis 2010

Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, für seine außergewöhnlichen

Verdienste um die Wissenschaft und die Gesundheitsfürsorge ausgezeichnet.

62

1

2

1

Der Ministerpräsident des Landes

Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (Foto l.),

überreichte den Verdienstorden in der

Staatskanzlei Mainz.

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Privatpersonen

· Lonny E. Bayer, Köln

· August Wilhelm und Lieselotte Becht,

Hochheim am Main

· Manuel Bertels, Hamburg

· Dipl.-Ing. Gert H. Buck, Bad Reichenhall

· Dr. Axel Hayler, Offenbach am Main

· Dieter Kaltenbach, Lörrach

· Prof. Dr. med. Martin Kaltenbach,

Dreieich

· Katja Kramer-Wollstadt, Hochheim am Main

· Walther Leisler Kiep, Kronberg

· Betty Menk, Berlin

· Dr. Wolfgang Munde, Oberursel

· Wilhelm Ranck, Solingen

· Dr. Ortwin Rusche †, Bad Soden

· Dr. Gerhard Rüschen, Bad Soden

· Marie-Luise Segnitz, Bremen

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Stifterinnen und Stifter

· Franz-Herbert Spitz †, Königstein

· Kurt Stroh †, Ebenau b. Salzburg

· Dr. Karl-Heinz Vogel, Celle

· Max Warburg, Hamburg

· RA Dolf Weber, Frankfurt am Main

· Albert Wittenberg, Burgwedel

Organisationen

· Heinz- und Gudrun-Meise-Stiftung,

Herz- und Kreislauf-Zentrum Rotenburg a.d. Fulda

· Deutsche Herzstiftung e.V.,

Frankfurt am Main

· Deutsche Gesellschaft für Kardiologie -

Herz- und Kreislaufforschung e.V.,

Düsseldorf

Unternehmen

· BASF AG, Ludwigshafen

STIFTERINNEN UND STIFTER

Erst durch die finanzielle Unterstützung der Stifter kann die Deutsche

Stiftung für Herzforschung Projekte in einer Größenordnung finanzieren,

die die Stiftung in der Herz-Kreislauf-Forschung unverzichtbar macht

und ihren anerkannten Ruf als kompetente Förde r institution sichert.

Zustiftungen

STIFTER

· Bayer AG, Leverkusen

· BHF-Bank, Frankfurt am Main

· Hildegard Braukmann Kosmetik GmbH,

Burgwedel

· Commerzbank AG, Frankfurt am Main

· Walter Deschler, Steiger & Deschler, Ulm-

Söflingen

· Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

· Hoechst AG, Frankfurt am Main

· ICI (Europa), Fibres GmbH, Faserwerke,

Östringen

· ICI Lacke-Farben GmbH, Hilden/Rhld.

· ICI Wilhelmshaven GmbH & Co.,

Wilhelmshaven

· Pacesetter, Herzschrittmacherbereich der

St. Jude Medical GmbH, Erlangen

· Schwarz Pharma AG, Monheim

· Siemens AG, München

· ZENECA GmbH, Plankstadt

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung verwaltet die Gelder der ihr

anvertrauten Stiftungen im Sinne der Stifter im Rahmen der satzungsgemäßen

Zwecke. Die Deutsche Stiftung für Herzforschung bedankt sich

bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und

Kreislaufforschung für die regelmäßigen Zustiftungen, um das

Grundkapital der Stiftung aufzustocken. Ein besonderer Dank geht an

Betty Menk, Berlin (€ 20 000,–) und an Katja Kramer-Wollstadt,

Hochheim am Main (€ 6 000,–) für ihre erstmaligen oder wiederholten

Zustiftungen.

Spenden und Zuwendungen

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung kann als intensive Förderin

einer patientennahen Herz-Kreislauf-Forschung erst durch Spenden und

durch die finanzielle Unterstützung der Stifterinnen und Stifter zukunftsweisende

innovative Forschungsprojekte finanzieren. Im Jahr 2011 er -

hielt die DSHF Zuwendungen in Höhe von € 767 740,–. Neben den Zu -

wendungen in den Vermögensstock der Stiftung waren dies Zuwen -

dungen der Deutschen Herzstiftung für die Forschungsförderung

(€ 720 000,–) sowie Einzelspenden (€ 18 210,–) und Zuwendungen im

Rahmen von Trauerfällen (€ 3 530,–). Ferner erhielt die Stiftung die

Zuweisung eines Bußgeldes (€ 50 000,–).

63


ZUSTIFTUNGEN UND SPENDEN

Segnitz-Ackermann-Stiftung

Marie-Luise Segnitz aus Bremen hat 2002 einen Stiftungsfonds unter dem

Dach der Deutschen Stiftung für Herzforschung errichtet. 2006 wurde

das Stiftungskapital auf € 100 000,– erhöht und 2008 um € 50 000,– aufgestockt.

Durch die Erträge des auf insgesamt € 150 000,– angewachsenen

Kapitals soll die Durch führung von For sch ungs projekten auf dem Gebiet

der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrank ungen

ermöglicht werden.

2011 wurde zu diesem Zweck der Wissenschaftspreis der Segnitz-

Ackermann-Stiftung auf der Jahrestagung der Nordwestdeutschen

Gesellschaft für Innere Medizin (NWGIM) in Hamburg verliehen:

■ Dr. rer. nat. Katrin Streckfuß-Bömeke,

Herzzentrum der Universität Göttingen

Generierung von Patienten-spezifischen induzierten pluripotenten

Stammzellen aus Haarkeratinozyten (1. Preis: € 3 000,–)

■ Dr. med. Mareike Lankeit

Herzzentrum der Universität Göttingen

Prädiktiver Stellenwert des neuen hoch sensitiven Troponin T

(hsTnT) Assays im Vergleich zu einem klinischen Score bei

normotensiven Patienten mit akuter Lungenembolie – eine

prospektive externe Validierung (2. Preis: € 1 000,–)

■ Dr. med. Arash Haghikia

Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Das Ubiquitin-Konjugationsenzym Ube2o spielt eine

entscheidende Rolle für die Struktur und das Wachstum der

Herzmuskelzelle (3. Preis: € 500,–)

Gertrud-Spitz-Stiftung

Zum Gedenken an seine verstorbene Frau hat Franz-Herbert Spitz († 2011)

eine unselbstständige Stiftung in der Deutschen Stiftung für Herzforschung

errichtet. Zwei Schenkungen von insgesamt € 175 000,– erfolgten mit der

Auflage, dieses Vermögen der Gertrud-Spitz-Stiftung zuzuführen und die

Erträge für die Förderung der Herz-Kreislauf-Forschung zu verwenden.

Seit 2010 kann aus diesen Mitteln der Best Abstract-Preis der Gertrud-

Spitz-Stiftung verliehen werden. Das Kapital der Treuhandstiftung hat sich

nunmehr auf insgesamt € 575 000,– erhöht, weil Franz-Herbert Spitz

„seine“ Treuhandstiftung mit einem Vermächtnis in Höhe von € 400 000,–

bedacht hat.

Im Jahr 2011 verlieh zum zweiten Mal die DSHF gemeinsam mit der DGK

auf der Jahrestagung der DGK in Mannheim den Best Abstract-Preis der

Gertrud-Spitz-Stiftung:

■ Dr. med. Frank Gindele

Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin, Vivantes Klinikum am

Urban in Berlin

Ablation von Vorhofflimmern: Bringt die Integration bildgebender

Verfahren einen Vorteil? Dotierung: € 2 500,–

64

Marie-Luise-Segnitz (Mitte) und

Prof. Dr. Hellmut Oelert (l.) mit

den Preisträgern Dr. Mareike Lankeit (2.v.l.),

Dr. Katrin Streckfuß-Bömeke (2.v.r.) und

Dr. Arash Haghikia (r.).

Preisträger Dr. Frank Gindele (l.), Prof. Dr.

Hellmut Oellert (2. v.l.), Prof. Dr. Thomas

Meinertz (2.v.r.) und Prof. Dr. Udo Sechtem bei

der Preisübergabe.

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Dr. Markus Krane (Mitte), umrahmt vom

Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats

der DSHF, Prof. Dr. Hellmut Oelert (l.) und

Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf (r.), Präsident

der DGTHG.

Dr. Rusche-

Forschungsprojekt

2011

Dr. med. Markus Krane

Deutsches Herzzentrum München

2010

Dr. med. Hassina Baraki

Medizinische Hochschule Hannover

Differenzierung von

embryonalen

Stammzellen im

Reagenzglas

(Progenitorzellen

grün)

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Stiftungsfonds Dr. Ortwin Rusche

ZUSTIFTUNGEN UND SPENDEN

Aus dem zum Gedenken an den Erblasser im Jahr 2008 eingerichteten

Stiftungsfonds Dr. Ortwin Rusche, der die DSHF als Alleinerbin einsetzte,

wird ganz nach dessen Wunsch jährlich ein Projekt mit herzchirurgischem

Schwerpunkt gefördert. Für ein Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der

kardialen Zelltherapie wurde im Jahr 2011 das Dr. Rusche-Forschungs -

projekt an Dr. med. Markus Krane vom Deutschen Herzzentrum München

vergeben. Die Vergabe erfolgte gemeinsam mit der Deutschen Gesell -

schaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). Das Forschungs -

projekt ist mit einer Fördersumme von € 57 500,– für zwei Jahre dotiert und

trägt den Titel „Kardiomyozytäres Programmieren von embryonalen und

induzierten pluripotenten Stammzellen durch definierte Faktoren“.

Dr. Rusche-Forschungsprojekt

Stammzellenforschung und Stammzellentherapie

Dr. med. Markus Krane, Deutsches Herzzentrum München

Stammzellenforschung bedeutet die Erforschung und Nutzung des

Potentials von Stammzellen z. B. aus dem Knochenmark, um herauszufinden,

wie sich der geschädigte Herzmuskel erholt, die

Gefäßneubildung angeregt und die Herz funktion verbessert wird.

Welche Bedeutung hat das Dr. Rusche-Forschungsprojekt, das an Dr.

Krane vergeben wurde? Prof. Dr. Hellmut Oelert (DSHF): „Das

Grundlagenforschungsprojekt von Dr. Krane hat großes Potential für

eine praktische Bedeutung: Ziel seiner Untersuchungen sind neue

Lösungsansätze, um aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS)

ausreichend verfügbare Vorläuferzellen für eine biologische

Herzmuskelreparatur durch Zelltherapie zu erhalten.“

Der Einsatz von Stammzellen für die Neubildung von

Herzmuskelzellen zur biologischen Herzmuskelreparatur wird

bereits seit einigen Jahren erprobt, insbesondere für die Therapie der

ischämischen Kardiomyopathie. Zu dieser

Erkrankung kommt es bei Patienten, die nach

einem Herzinfarkt Herzmuskelgewebe verloren

haben und infolgedessen an einer Herzmuskelschwäche

leiden. Dabei gelten kardiale Vorläuferzellen,

differenziert aus iPS, derzeit als eine

der aussichtsreichsten Zellpopulation in der

Neubildung von Herzmuskelzellen. Allerdings

müssen sie zuerst in ausreichender Menge innerhalb

eines sinnvollen Zeitintervalls aus iPS

gewonnen werden können.

65


FORSCHUNGSPREIS

August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis

Der August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis,

dotiert mit € 15 000,–, wird alljährlich von der Deutschen

Stiftung für Herzforschung für herausragende Forschungs -

arbeiten auf dem Gebiet der patientennahen Herz-

Kreislaufforschung verliehen.

Nachdem das Ehepaar August Wilhelm und Lieselotte

Becht seit Mitte der neunziger Jahre großzügig das jährliche

Preisgeld stiftete, verleiht die Deutsche Stiftung für

Herzforschung die Auszeichnung seit 2004 als August

Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis. Ausge -

zeichnet werden vornehmlich junge Forscher, die ihre bis

dahin unveröffentlichten wissen schaftlichen Ergebnisse

anonym zur strengen Evalua tion durch den Wissen -

schaftlichen Beirat der DSHF vorlegen.

Im Jahr 2011 wurden 14 Bewerbungen eingesandt. Die anonymisierten

Fassungen wurden mit einer Nummer versehen und vom Beirat der

DSHF beurteilt. Die Arbeit mit der höchsten Punktzahl wurde für den

Preis ausgewählt.

66

August Wilhelm und Lieselotte Becht-Preis 2011

Schutz der vorgeschädigten Nieren vor einem Kontrastmittelschaden

durch Präkonditionierung

PD Dr. med. Fikret Er, Klinik III für Innere Medizin,

Herzzentrum des Universitätsklinikums Köln

Bei Herzkatheteruntersuchungen kommen Röntgen kontrast mittel zum

Einsatz, wenn Herz und Herzgefäße mittels einer Koronarangiographie

dargestellt werden. Diese Kontrastmittel können die Funktion der

Nieren des Patienten verschlechtern. Insbesondere Patienten mit einer vorgeschädigten

Niere sind gefährdet, nach Kontrast mittelgabe eine kontrastmittel-induzierte

Nieren schä di gung (kurz „KIN“ für kontrastmittelinduzierte

Nephro pathie) zu entwickeln. Inwiefern sich die Zahl der KIN-Fälle senken

lässt, indem man die Nieren auf eine kommende Durchblutungs störung

vorbereitet – in der Fachsprache Präkondition ierung genannt – ist

Gegenstand der mit dem August Wilhelm und Lieselotte Becht-

Forschungspreises 2011 prämierten Forschung s arbeit von PD Dr. med.

Fikret Er, Herzzentrum des Universitäts klinikums Köln. In der Studie

„Ischämische Präkonditionierung zur Verhinderung der Kontrastmittelinduzierten

Nephropathie“ wird untersucht, ob die Präkonditionierung bei

Patienten mit vorgeschädigten Nieren, denen eine

Herzkatheteruntersuchung bevorsteht, vor einem Kontrast mittel schaden

schützt. Fazit der Studie: Durch eine Präkondition ierung vor

Kontrastmittelgabe lassen sich die Folgen der Kontrast mittelgabe auf die

Nieren deutlich reduzieren, zumindest bei Patienten mit bereits eingeschränkter

Nierenfunktion.

V.l.n.r.: Lieselotte Becht, Prof. Dr. Udo Sechtem,

Dr. Manuela Kerger, PD Dr. Fikret Er

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


2011

PD Dr. med. Fikret Er, Köln

FORSCHUNGSPREIS/FORSCHUNGSFÖRDERUNG

August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis 1993 - 2011

(bis 2003 Forschungspreis)

2010

Dr. med. Thomas Bitter, Bad Oeynhausen

2009

Dr. med. Christian Werner, Homburg/Saar

2008

Dr. med. Holger Nef, Bad Nauheim

2007

Dr. med. Willibald Hochholzer

Bad Krozingen

Dr. med. Thomas Thum, Würzburg

2006

Dr. rer. nat. Kaomei Guan-Schmidt

Göttingen

Dr. rer. nat. Judith Haendeler

Frankfurt a. M.

Dr. med. Ioakim Spyridopoulos

Frankfurt a. M.

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

2005

Prof. Dr. med. Bodo Levkau, Essen

PD Dr. med. Gregor Theilmeier, Münster

Dr. med. Harald Langer, Tübingen

2004

Dr. med. Jost Schönberger, Würzburg

2003

Jun.-Prof. Dr. med. Katrin Schäfer

Göttingen

Dr. med. Andreas Schober, Aachen

2002

Dr. med. Stefan Blankenberg, Mainz/Paris

Dr. med. Gerold Mönnig, Münster

cand. med. Nils Teucher, Göttingen

2001

Dr. med. Eric Skobel, Aachen

2000

Dr. med. Stephan Rosenkranz, Köln

1999

Dr. med. Nikolaus Marx, Ulm

1998

Dr. rer. nat. Stefanie Dimmeler

Frankfurt a. M.

1997

PD Dr. med. Siegfried Labeit

Heidelberg

Dr. med. Georg Nickenig, Köln

1996

Dr. med. Roland Vetter, Berlin

1995

Dr. med. Holger H. Sigusch, Jena

1994

Dr. med. Ulrich Weigert, Berlin

1993

Dr. med. Andreas Lindeke, Berlin

Präventionspreis: Erstmals wurde 2011 der von Lieselotte Becht gestiftete

und mit € 2 000,– dotierte Präventionspreis verliehen.

Den Preis erhielt Dr. med. Manuela Kerger (Foto S. 66 oben), Klinik für

Chirurgie, Klinikum Frankfurt am Main/ Höchst, für ihre Dissertation

über ein Präventionsprojekt zum herzgesunden Lebensstil bei Schülern.

Forschungsförderung

Mit dem Ziel, die Herzforschung in Deutschland zu fördern, werden jährlich

von der DSHF in großem Umfang Finanzmittel zur Verfügung ge -

stellt. Im Jahr 2011 waren dies € 939 324,–. Mit den Fördermitteln werden

klar abgegrenzte wissenschaftliche Projekte finanziert. Grundsätzlich

sollen die Forschungsziele einen Bezug zu patientennahen Problemen

aufweisen. Mit diesem Prinzip ist keineswegs eine grundlagenwissenschaftliche

Ausrichtung der Vorhaben ausgeschlossen, solange im

Hinter grund eine diagnostische oder therapeutische Zielrichtung

erkennbar bleibt.

67


FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Antragstellung, Richtlinien, Begutachtung: Anträge auf Förderung können

von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die auf dem Gebiet

der Herz-Kreislauf-Forschung in Deutschland tätig sind, jederzeit gestellt

werden. Der Antrag wird mindestens zwei Fachgutachtern zur

Beurteilung vorgelegt. Über eine Förderung entscheidet der Vorstand

der DSHF auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats der DSHF

nach Begutachtung und Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel. In

der Regel werden Projekte in der Größenordnung von € 60 000,- und

einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren unterstützt. Auch Teilprojekte aus

Forschungsverbünden können gefördert werden, allerdings nur, wenn

deren Eigenständigkeit hinreichend begründet ist.

Die bewilligten Mittel werden für Personalkosten und Verbrauchs -

materialien zur Verfügung gestellt. Geräte werden in der Regel nicht

finanziert. Die Antragsteller verpflichten sich, einen Zwischenbericht

zum Stand ihrer Forschungsprojekte einzureichen und nach Ablauf des

Projektes einen Abschlussbericht vorzulegen. Die ausführlichen

Richtlinien zur Forschungsförderung können auf der Homepage der

DSHF eingesehen werden: www.dshf.de/richtlinien.php

Entwicklung des Stiftungskapitals von 1988 bis 2011

68

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Forschungsprojekte der DSHF 1998 bis 2011

60

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Anzahl

50

beantragt

genehmigt

abgelehnt

40

30

20

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

10

0

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

21 13 17 20 26 33 28 31 21 25 41 29 53 39

8 5 7 7 16 18 9 9 8 16 27 24 17 20

13 8 10 13 10 15 19 22 13 9 14 5 36 19

Jahr

beantragt

genehmigt

abgelehnt

69


FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Forschungsprojekte

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung fördert bevorzugt

Forschungsprojekte, die patientennahe Fragestellungen haben und von

denen zu erwarten ist, dass die Ergebnisse in Zukunft einer Vielzahl von

Betroffenen zugute kommen werden. Im Jahr 2011 sind 39 Anträge auf

Forschungsförderung eingegangen. 20 Anträge wurden von der

Deutschen Stiftung für Herzforschung mit einem Gesamtvolumen von

€ 939 324,– bewilligt.

Dr. Mathias Burgmaier

Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie,

Universitätsklinikum Aachen

Die Effekte von GLP-1(7-36) und GLP-1(9-39) auf die

Endothelzellpermeabilität und die Differenzierung und

Migration humaner Monozyten

2 Jahre/€ 48 000,–

Dr. Michael T. Coll Barroso

Fachbereich Sportwissenschaften,

Sportmedizin, Bergische Universität

Wuppertal

Limitierende Faktoren der maximalen Sauerstoff -

aufnahme bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

2 Jahre/€ 56 500,–

Dr. Florian Custodis

Kardiologie, Angiologie, Internistische

Intensivmedizin, Klinik für Innere Medizin

III, Universitätskliniken des Saarlandes,

Homburg/Saar

Effekte einer pharmakologischen Herzfrequenz -

reduktion auf die mechanischen Eigenschaften der

thorakalen Aorta der Maus

2 Jahre/€ 40 106,56

PD Dr. Marc Dewey

Institut für Radiologie, Campus Charité

Mitte – Universitätsmedizin Berlin

Evaluation der koronararteriellen Atherosklerose mit

320-Zeilen CT und Proteommusteranalyse im Urin:

Pilotstudie

2 Jahre/€ 33 960,-

Dr. Daniela Fliegner

Institut für Geschlechterforschung (GiM),

Center for Cardiovascular Research

(CCR), Charité, Universitätsmedizin Berlin

Sex-specific protection in the human heart-role of mitochondrial

function

2 Jahre/€ 59 730,–

70

Carmen Garcia

Advanced Sleep Research GmbH, Berlin

Schlafapnoe und das kardiovaskuläre Risiko

1 Jahr/€ 18 400,–

Prof. Dr. Dipl.-Psych. Franziska

Geiser

Klinik und Poliklinik für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie, Universität

Bonn

Einfluss von Angst und Depression auf die Blutge -

rinnungsfunktionen bei Patienten mit koronarer Herz -

erkrankung

2 Jahre/€ 35 000,–

Dr. Michael Gramlich

Medizinische Klinik III, Kardiologie und

Kreislauferkrankungen, Eberhard-Karls-

Universität Tübingen

Entwicklung einer neuen therapeutischen Strategie für

die familiäre dilatative Kardiomyopathie mittels peptidkonjugierten

Morpholino-Oligomeren

2 Jahre/€ 46 928,–

Dr. Christoph Hammerstingl

Medizinische Klinik II: Kardiologie, Angio -

logie, Pneumologie, Universitätsklinikum

Bonn

Pilotstudie für die Evaluation eines Ultraschallsystems

zur 3-dimensionalen Rekonstruktion der arteriellen

Zugangswege und der Aortenanatomie vor perkutanem

transluminalen Aortenklappenersatz

15 Monate/€ 40 000,–

Dr. Jörg Heineke

Klinik für Kardiologie und Angiologie,

Medizinische Hochschule Hannover

Kardiale Kachexie - Bedeutung von Myostatin als

Biomarker und Identifizierung neuer krankheitsspezifischer

Mediatoren aus dem Skelettmuskel

2 Jahre/€ 42 840,50

Forschungsprojekte 2011

Dr. Alexander Kleger

Institut für molekulare Medizin und Ab tei -

lung für Innere Medizin 1, Universität Ulm

Molekulare Charakterisierung der Funktion Kalziumaktivierbarer

Kaliumkanäle während der Kardiogenese

aus humanen embryonalen Stammzellen

2 Jahre/€ 59 600,–

Dr. Sebastian Nuding

Martin-Luther-Universität Halle-Witten -

berg, Klinik und Poliklinik für Innere

Medizin III, Universitätsklinikum Halle

Die Bedeutung der Inflammationslast („inflammatory/

pathogen burden“) für das kardiale Altern.

Kurzbezeichnung: Anti-CardAgeing

1,5 Jahre/€ 59 532,65

Dr. Melanie Philipp

Institut für Biochemie und Molekulare

Biologie, Universität Ulm

G protein-coupled receptor kinase 5, a potential candidate

gene for heterotaxy und congenital heart disease

2 Jahre/€ 50 000,–

Prof. Dr. Susanne Rohrbach

Physiologisches Institut, Justus-Liebig-

Universität Gießen

Vorzeitige kardiale Alterung bei jungen, adipösen

Patienten - Rolle des epikardialen Fettgewebes

1 Jahr/€ 45 000,–

Dr. Rolf Schreckenberg

Physiologisches Institut, Justus-Liebig-

Universität Gießen

Einfluss eines ischämischen pre- und post-conditioning

auf das Signaling kardialer Rezeptoren im post-infarzierten

Herz

2 Jahre/€ 60 000,–

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Dr. Eberhard Schulz

II. Medizinische Klinik, Universitätsmedizin

Mainz

Rolle der AMP-abhängigen Proteinkinase für die

gefäßprotektiven Effekte von Ausdauertraining

1 Jahr/€ 56 000,–

Dr. Christian Stratz

Herzzentrum Bad Krozingen

Untersuchung des MicroRNA Haushalts von

Thrombozyten bei Patienten mit koronarer

Herzerkrankung und Diabetes mellitus Typ II

1 Jahr/€ 50 522,–

Dr. Annette Wacker-Gussmann

fMEG Zentrum, Universitätsklinikum

Tübingen

Die fetale Magnetokardiographie (fMKG) - eine nichtinvasive

Methode zur Erfassung von fetalen

Herzrhythmusstörungen

1 Jahr/€ 32 550,–

Dr. Cornelia Weikert

Abteilung Epidemiologie, Deutsches

Institut für Ernährungsforschung Potsdam-

Rehbrücke, Nuthetal

Die Rolle von FGF23 bei der Entstehung von kardiovaskulären

Erkrankungen

1 Jahr/€ 45 455,–

Dr. Marc-Michael Zaruba

Medizinische Klinik und Poliklinik I,

Ludwig-Maximilians-Universität München

Untersuchungen zur Rolle und zur therapeutischen

Aktivierung von SDF-1+ Zellpopulationen im ischämischen

Herzen

2 Jahre/€ 59 200,–

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Ein Forschungsprojekt stellt sich vor

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Das Herz verjüngen

Auch in der Herzmedizin wird die Erforschung von Alterungs -

prozessen immer wichtiger. Eine neue Studie untersucht die

Bedeutung der Entzündungslast für die Herzalterung – und wie

man diese verlangsamen kann.

Welche Faktoren beschleunigen das Altern des Herzens, und wie lässt

sich dieser Prozess verzögern? Diesen Fragen gehen Dr. med.

Sebastian Nuding und Kardiologen der Klinik und Poliklinik für

Innere Medizin III der Universität Halle (Saale) nach. Dr. Nuding

betreut als Studienarzt die Teilnehmer der AntiCardAgeing-Studie, die

das Ziel hat, durch zwei einfache Maßnahmen den Alterungsprozess

des Herzens zu verlangsamen. Diese Studie mit dem Titel „Die

Bedeutung der Inflammationslast (inflammatory/pathogen burden)

für das kardiale Altern“ wird von Dr. med. Sebastian Nuding durchgeführt

und von der Deutschen Stiftung für Herzforschung für den

Zeitraum von 1,5 Jahren mit € 59 532,65 gefördert. Dr. Nuding wird

darin die Bedeutung der Entzündungslast für das Altern des Herzens

untersuchen. Denn entzündliche und immunologische Prozesse

beeinflussen den Alterungsprozess.

„Der Einfluss des vegetativen Nervensystems auf entzündliche

Prozesse und umgekehrt wurde bereits nachgewiesen. Wir glauben,

dass die mit dem Alter zunehmende Entzündungsreaktion das Altern

des Herzens mitverursacht“, erläutert Dr. Nuding. In der Studie untersucht

er, ob entzündungshemmende Maßnahmen wie 1. ein aktiverer

Lebensstil und 2. die Einnahme eines Cholesterinsenkers zu einer

Verlangsamung der Herzalterung führen. 400 Teilnehmer zwischen

60 und 75 Jahren werden dazu in zwei Gruppen eingeteilt. Die

Kontrollgruppe behält ihren aktuellen Lebensstil bei, während die

Therapiegruppe regelmäßig Sport treibt und den Cholesterinsenker

Fluvastatin einnimmt. „Nach zwei Jahren kann analysiert werden, ob

tatsächlich eine Hemmung entzündlicher Prozesse den

Alterungsprozess des Herzens verlangsamt hat“, sagt Dr. Nuding.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie im Internet:

www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=2030

71


PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ziel der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Stiftung für

Herzforschung ist es, neben der Fachwelt auch die breite Öffentlichkeit

über die Förderung patientenorientierter Herz-Kreislauf-Forschung

durch die DSHF laienverständlich zu informieren und interessierte

Förderer der Herzforschung zu gewinnen. Diese Informationsarbeit

erfolgt mittels einer regelmäßigen Berichterstattung über aktuelle

Forschungsprojekte und Wissenschaftspreise der DSHF in

Pressemeldungen, Beiträgen in HERZ HEUTE und Forschungs-Mailings

sowie auf Informationsveranstaltungen.

Veranstaltungen zu Erbrecht/Testament

Zwei Pilotveranstaltungen zur nachhaltigen Forschungsförderung durch

testamentarische Verfügungen wurden von der Deutschen Herzstiftung

und der Deutschen Stiftung für Herzforschung unter dem Titel „Mein

letzter Wille mit Herz“ in Frankfurt am Main und in Hamburg durchgeführt

mit dem Ziel, interessierte Mitglieder und Spender über die

Forschungsförderung der Deutschen Herzstiftung und der DSHF zu

informieren (siehe S. 52).

Nachhaltigkeitserhebung

Im Berichtsjahr hat die DSHF eine Nachhaltigkeitserhebung zur

Forschungsförderung begonnen, um abzuschätzen, was die Gewährung

einer Forschungsförderung, die Bewilligung eines Jahresstipendiums

und die Vergabe eines Wissenschaftspreises bei den Geförderten und

Preisträgern bewirkt haben. Mit Hilfe der Erhebung sollen auch

Erkenntnisse für zukünftige Förderrichtlinien und Fördermaßnahmen

gewonnen werden (siehe S. 43).

Internetpräsenz

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung stellt auf ihrer Homepage –

www.dshf.de – die ganze Spannweite der Forschungs förderung dar. Das

Spektrum der geförderten Herzforschung ist breit: Es umfasst die

Kardiologie, Herzchirurgie, Kinderkardiologie und Pharmakologie.

Dabei steht die Patientennähe der Forschung als ein Hauptkriterium für

die Mittelvergabe im Vordergrund.

Hessischer Stiftungstag

Um sich verstärkt einem breiten Publikum vorzustellen und um

Unterstützung für die Forschungsförderung der Deutschen Stiftung für

Herzforschung zu werben, beteiligte sich die DSHF mit einem

Informationsstand am Hessischen Stiftungstag, den die Hessische

Landesregierung am 3.11.2011 in Wiesbaden veranstaltete. Mit dem

Stiftungstag wird in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Medien

für den Stiftungsgedanken und bürgerschaftliches Engagement geworben.

72

Erhebungsbogen

Organisations-Nr:|__|__|__|

Bitte prüfen und ggf. berichtigen Sie zunächst unsere Angaben üb

Forschungsförderung durch die DHS/DSHF:

Nummer des Forschungsprojekt s: F /|__|__|/|__|__|

Nummer des Jahresstipendiums: S /|__|__|/|__|__|

Becht- oder Winterstein- B Preis: |__|__|__|__| ; W|__|__|__|__|

Jahr des Förderungsbeginns: |__|__|__|__|

Höhe der Fördermittel: |__|__ |.|__|__|__| Euro

Zur Vereinfachung umfasst der �Forschungsförderung

Begriff

� im Folgenden

gleichermaßen Forschungsprojekt, Jahresstipendiu

m und Wissenschaftspreise.

1) Haben Sie seit o. g. Forschungsförderung weiterhin wissenschaftlich ge

Ja

Nein

2) Haben sich aus / o.g. nach Forschungsförderung Folgeprojekte ergeben?

Ja, auf dem gleichen Themengebiet

Ja, auf einem anderen Themengebiet

Nein � weiter mit Frage 4)

3) Wenn ja, geben Sie bitte die Herkunft der Mittel sowie die Anzahl

Gesamtfördersumme der Folgeprojekte an:

Herkunft der Mittel Anzahl Gesamtsumme

Klinik- oder Fakultätsmittel E

DFG EUR

BMBF EUR

Landesmittel EUR

Industrie

Stiftungen EUR

EU

andere: EUR

Nachhaltigkeit Forschungsförderung

Deutsche Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzforsch

1 von 4

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Neues aus der

Herzforschung

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

Deutsche

Herzstiftung

PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Publikationen (Presse, HERZ HEUTE, Forschungs-Mailings)

In Pressemeldungen, Beiträgen in HERZ HEUTE und in Forschungs-

Mailings informiert die DSHF die Fach- und Laienpresse sowie die breite

Öffentlichkeit regelmäßig über das gesamte Spektrum ihrer

Forschungsförderung:

Pressemeldungen

■ Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung für drei

Herzforschungsprojekte verliehen (Prof. Dr. Hellmut Oelert)

■ Dr. Rusche-Forschungsprojekt auf dem Gebiet der kardialen

Zelltherapie vergeben (Prof. Dr. Hellmut Oelert)

■ Ablation von Vorhofflimmern: Bringt die Integration bildgebender

Verfahren einen Vorteil? Best Abstract-Preis der Gertrud-Spitz-

Stiftung verliehen (Dr. Frank Gindele)

■ Schutz vor Kontrastmittelschaden bei Herzpatienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion

Deutsche Stiftung für Herzforschung zeichnet Arbeit mit August

Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis aus

(PD Dr. Fikret Er)

Artikel in HERZ HEUTE

■ Neue Tests auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen

(Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Dr. Arne Hansen)

■ Natürliche Bypässe durch Ausdauertraining

(Prof. Dr. Michael Böhm, Dr. Stephan Schirmer, PhD)

Forschungs-Mailing

■ Stammzellforschung und Stammzelltherapie (Dr. Markus Krane)

■ Neue Tests auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen

(Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Dr. Arne Hansen)

■ Angst vor der Bypass-Operation

(Prof. Dr. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf, PD Dr. Matthias Siepe)

■ Muskeldystrophie Typ „Duchenne“ und „Becker-Kiener“

(Dr. Ali Yilmaz)

Anzeigen

Unter dem Titel „Herzforschung rettet Leben!“ schalten Zeitungsverlage

kostenfrei Anzeigen, die darüber informieren, dass Herzforschung allen

nützt, sich aber nicht von alleine finanziert.

73


AUSBLICK

Ausblick 2012

Forschen für die Medizin von morgen

Auch im Jahr 2012 wird eine der wichtigsten Aufgaben der DSHF darin

bestehen, die Versorgung der Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

zu verbessern. 2012 werden neben der Förderung der Projekte aus der

Herzforschung Wissenschaftspreise ausgeschrieben:

■ August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis

■ Dr. Rusche-Forschungsprojekt

■ Wissenschaftspreis der Gertrud-Spitz-Stiftung

Öffentlichkeitsarbeit

Neue Forschungsbroschüre: Die Deutsche Stiftung für Herzforschung gibt

die neue Forschungsbroschüre „Forschen für die Medizin von morgen“

heraus. Darin stellt die Stiftung ihre jüngsten Förderprojekte und

Forschungspreise in der patientennahen Herzforschung der Jahre 2010

und 2011 vor. Leser bekommen ein aktuelles und plastisches Bild von der

Vielzahl der geförderten Forschungsprojekte und -stipendien sowie den

Stifterinnen und Stiftern, Spendern und Erblassern, deren finanzielle

Unterstützung für die Forschungsförderung der DSHF unverzichtbar ist.

Veranstaltungen zu Erbrecht/Testament

Auch im Jahr 2012 sind Veranstaltungen zur nachhaltigen Forschungs -

förderung durch testamentarische Verfügungen geplant. Vorgesehen

sind Veranstaltungen unter dem Titel „Mein letzter Wille mit Herz“ in

Berlin und München. Ein Fachanwalt für Erbrecht wird über die

Möglichkeiten von testamentarischen Verfügungen zugunsten der

Deutschen Herzstiftung und der DSHF informieren.

Neuer Vorstand und

Wissenschaftlicher Beirat

Im Jahr 2012 enden die

vierjährige Amtszeit des

Vorstands und die zweijährige

Amtszeit des

Wissenschaftlichen Beirats

der DSHF. Deshalb werden

2012 die Mitglieder

des Vorstands gemäß § 6

und die Mitglieder des

Wissenschaftlichen Beirats

gemäß § 10 der Satzung

der DSHF neu berufen.

74

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

FORSCHUNGSSTANDORTE 2011

75


BILANZ zum 31. Dezember 2011 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

Aktiva 31.12.2011 31.12.2010

A. Anlagevermögen

76

I. Finanzanlagen 7.724.200 € 7.088.815 €

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 344.736 € 661.836 €

II. Wertpapiere 202.374 € 0 €

III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.530.071 € 1.451.771 €

Summe 2.077.181 € 2.113.607 €

Summe Aktiva 9.801.381 € 9.202.422 €

Treuhandvermögen 578.495 € 101.853 €

Passiva 31.12.2011 31.12.2010

A. Eigenkapital

I. Stiftungskapital

1. Dotationskapital 127.823 € 127.823 €

2. Zustiftungen 4.013.041 € 3.449.041 €

3. Stiftungsfonds 3.347.000 € 3.356.000 €

4. Umschichtungsrücklagen 156.524 € 193.736 €

II. Rücklagen

1. zweckgebundene Rücklagen 1.017.861 € 1.042.624 €

2. freie Rücklagen 380.626 € 334.622 €

Summe 9.042.875 € 8.503.846 €

B. Rückstellungen 2.500 € 3.100 €

C. Verbindlichkeiten 756.006 € 695.476 €

Summe Passiva 9.801.381 € 9.202.422 €

Treuhandverbindlichkeiten 578.495 € 101.853 €

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


Jahresabschluss

für das Geschäftsjahr 2011

Der Jahresabschluss der Stiftung Deutsche

Stiftung für Herzforschung für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. De -

zember 2011 ist in Übereinstimmung mit

den Vorschriften des Handels ge setz -

buches, den ergänzenden Vor schriften

der Abgabenordnung sowie unter

Berücksichtigung der IDW Stellung -

nahme zur Rechnungslegung von

Stiftungen (IDW RS HFA 5) aufgestellt.

Die Gliederungen von Bilanz und

Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen

den §§ 266 und 275 HGB unter

Berücksichtigung der Besonder heiten,

die sich aus den Zwecksetzungen und

der Struktur der Stiftung ergeben.

Bilanzierungs- und

Bewertungsgrundsätze

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlust -

rechnung sind unter Berücksichtigung

der Bilanzierungs- und Bewertungsvor -

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG

schriften der §§ 246 ff. und 252 ff. HGB

erstellt und gegenüber dem Vorjahr un -

verändert fortgeführt.

Gegenstände des Anlagevermögens sind

mit den Anschaffungskosten angesetzt,

Forderungen sind mit dem Nennwert,

Ver bindlichkeiten mit dem Erfüllungs -

betrag und Rückstellungen nach ver -

nünftiger kaufmännischer Beurteilung

mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Die Rücklagenentwicklung ergibt

sich aus den gesetzlichen und satzungsmäßigen

Vorgaben.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Anlagestrategie bei den Finanz an -

lagen ist grundsätzlich konservativ, d. h.

auf Sicherheit ausgerichtet. Das Portfolio

besteht zum überwiegenden Teil aus

kurz- und mittelfristigen Anleihen (90 %)

sowie aus Aktien und Aktienfonds

(10 %). Notwendige Wertkorrekturen auf

einen niedrigeren Stichtagswert und

mögliche Wertkorrekturen auf einen

GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

höheren Stichtagswert wurden vorgenommen.

Bei den Forderungen und sonstigen

Vermögensgegenständen handelt es

sich vor allem um Forderungen gegen

Zuwendungsgeber (171 T€) sowie um

Vermögenswerte aus der periodengerechten

Zinsabgrenzung (143 T€).

Rückstellungen wurden für die Prü -

fung des Jahresabschlusses gebildet.

Die Verbindlichkeiten umfassen

neben den Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen (10 T€)

Verbindlichkeiten aus Projektzusagen

(746 T€), bei denen eine Zweckbindung

vorliegt und die bisher noch nicht vollständig

in Anspruch genommen wurden.

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010

1. Spendenerträge 767.740 € 1.263.096 €

2. Erbschaften und Vermächtnisse 559.191 € 19.259 €

3. Erträge Finanzanlagen 286.741 € 314.220 €

4. Sonstige Erträge 91.522 € 68.114 €

Summe Erträge (E) 1.705.194 € 1.664.689 €

5. Forschungsförderung 1.018.325 € 764.372 €

6. Nachlassaufwendungen 30.423 € 538 €

7. Dienstleistungen, Druckkosten 14.598 € 8.048 €

8. Aufwendungen Finanzanlagen 92.078 € 97.223 €

9. Sonstige Aufwendungen 10.741 € 11.098 €

Summe Aufwendungen (A) 1.166.165 € 881.279 €

Jahresüberschuss (E)-(A) 539.029 € 783.410 €

10. Einstellungen in das Stiftungskapital -564.000 € -40.000 €

11. Entnahmen aus Stiftungsfonds 9.000 € 0 €

12. Einstellungen in Stiftungsfonds 0 € -19.000 €

13. Veränderungen Umschichtungsrücklagen 37.212 € -64.347 €

14. Veränderungen zweckgebundene Rücklagen 24.763 € -631.956 €

15. Veränderungen freie Rücklagen -46.004 € -28.107 €

Ergebnisvortrag 0 € 0 €

77


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Erläuterungen zur Gewinn- und

Verlustrechnung

Erträge

Die sonstigen Erträge beinhalten die

Zuweisung eines Bußgeldes (50 T€) sowie

Auflösungen bzw. Rückzahlungen nicht

verwendeter Fördermittel (41 T€).

Die Aufwendungen Finanzanlagen

umfassen Verwaltungs- und Depotgebühren

(36 T€), Kursverluste (53 T€) und Abschreibungen

auf Wertpapiere (3 T€).

Bei den sonstigen Aufwendungen handelt

es sich um die üblichen Aufwendungen

für Rechts- und Beratungskosten, Reisekosten,

Aufwendungen für Porto und Bürobedarf

etc.

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Ge -

winn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbe zieh -

ung der Buchführung der Deutsche Stiftung für Herz forsch -

ung, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar

bis 31. Dezember 2011 geprüft. Durch § 12 StiftG Hess wurde

der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckte

sich daher auch auf die Erhaltung des Stiftungsvermögens

und die satzungsgemäße Verwendung der Stiftungsmittel.

Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses

nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in

der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Stiftung.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grund lage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss

unter Einbeziehung der Buchfüh rung sowie über den erweiterten

Prüfungs gegenstand abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB

und § 12 StiftG Hess unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze

ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,

mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit

hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die An -

forde r ung en, die sich aus der Erweiterung des Prüfungs -

gegen standes nach § 12 StiftG Hess ergeben, erfüllt wurden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die

Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld der Stiftung sowie die

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen

der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-

78

Dem Stiftungskapital wurden die Zu -

stiftungen (564 T€) zugeführt. Einem

Stiftungsfonds wurden 9 T€ entnommen.

Den Umschichtungs rück lagen,

die sich aus den Gewinnen bzw.

Verlusten aus Wertpapiergeschäften und

den Bewertungskorrekturen der Finanz -

anlagen zum Abschlussstichtag ergeben,

wurden 19 T€ zugeführt und 56 T€ entnommen.

Die im Vorjahr gebildeten zweckgebundenen

Rücklagen sind im abgelaufenen

Geschäftsjahr zum größten Teil (1.001 T€)

für Forschungsprojekte in Anspruch genommen

und aufgelöst worden. Für die nachhaltige

Erfüllung der satzungsmäßigen

Zwecke sind Rücklagen in Höhe von

977 T€ neu gebildet worden.

Treuhandvermögen/

Treuhandergebnis

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung

erhielt im Stiftungsjahr 2008 eine unselbstständige

Stiftung in Höhe von 100 T€, die

als Gertrud Spitz-Stiftung zu führen ist. Die

Erträge der Stiftung sollen zur Förderung

der Forschung verwendet werden. Im

Geschäftsjahr wurden weitere 475 T€ in

das Vermögen der Stiftung zugestiftet. Das

Ergebnis der unselbstständigen Stiftung

beträgt im Geschäftsjahr 478 T€.

bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst

die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen

Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere

Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Stiftung.

Die Prüfung der Erhaltung des Stiftungsvermögens und der

satzungsgemäßen Verwendung der Stiftungsmittel nach § 12

StiftG Hess hat keine Einwendungen ergeben.

Frankfurt am Main, den 25. April 2012

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

DEUTSCHE STIFTUNG

FÜR HERZFORSCHUNG


WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT DER DEUTSCHEN HERZSTIFTUNG E.V.

Vorsitzender:

Prof. Dr. med. W. G. Daniel, Erlangen

stv. Vorsitzender:

Prof. Dr. med. H. E. Ulmer, Heidelberg

Prof. Dr. med. J. Albes, Bernau

Prof. Dr. med. D. Andresen, Berlin

Prof. Dr. med. G. Arnold, Mettmann

Prof. Dr. med. H.-R. Arntz, Berlin

Prof. Dr. med. I. Aßmann, Erfurt

Prof. Dr. med. K. Bachmann, Marloffstein

Prof. Dr. med. J. Barmeyer, Bochum

Prof. Dr. med. E. Bassenge, Staufen

Prof. Dr. med. J. Bauersachs, Hannover

Prof. Dr. med. G. Baumann, Berlin

Prof. Dr. med. H.-J. Becker, Hanau

Dr. med. H. Behr, Wandlitz

Prof. Dr. med. S. Behrens, Berlin

Prof. Dr. med. G. Bein, Nuthe-Urstromtal

Prof. Dr. med. G. G. Belz, Wiesbaden

Dr. med. L. Benesch, Essen

Prof. Dr. med. A. Berg, Waldkirch

Dr. med. L. Bergau, Mörfelden-Walldorf

Prof. Dr. med. M. Bergbauer, Witten

Prof. Dr. med. F. Berger, Berlin

Prof. Dr. med. U. Bernsau, Berlin

Prof. Dr. med. D. J. Beuckelmann, Berg

Dr. med. H. Beyer, Erlangen

Prof. Dr. med. M. Beyer, Augsburg

Prof. Dr. med. Dr. h. c. F. Beyersdorf,

Freiburg

Prof. Dr. med. D. E. Birnbaum,Regensburg

Dr. med. R.-T. Blank, Rüsselsheim

Prof. Dr. med. S. Blankenberg, Hamburg

Prof. Dr. med. M. Block, München

Prof. Dr. med. H. Blömer, München

Prof. Dr. med. U. Blum, Bad Soden

Prof. Dr. med. Ch. Bode, Freiburg

Prof. Dr. med. G. Bodem, Bad Homburg

Prof. Dr. med. P. Boekstegers, Siegburg

Prof. Dr. med. M. Böhm, Homburg/Saar

Prof. Dr. med. H.-D. Bolte, Stadtbergen

Prof. Dr. med. G. Bönner, Bad Krozingen

Prof. Dr. med. T. Bonzel, Fulda

Prof. Dr. med. M. Borggrefe, Mannheim

PD Dr. med. M. M. Borst,

Bad Mergentheim

Prof. Dr. med. J. Brachmann, Coburg

PD Dr. med. M. Braun, Bamberg

Prof. Dr. med. R. C. Braun-Dullaeus,

Magdeburg

Prof. Dr. med. Dr. h.c. G. Breithardt,

Münster

Prof. Dr. med. J. Breuer, Bonn

Prof. Dr. med. K. Brockmeier, Köln

Dr. med. O. A. Brusis, Königsfeld

Dr. med. E. Bub, Holzminden

Prof. Dr. med. T. Budde, Essen

Prof. Dr. med. G. Buheitel, Augsburg

Prof. Dr. med. K. Bühlmeyer, Schondorf

Prof. Dr. med. H.-D. Bundschu,

Bad Mergentheim

PD Dr. med. Ch. Butter, Bernau

Prof. Dr. med. J. Cremer, Kiel

Prof. Dr. med. J. M. Curtius, Weimar

Prof. Dr. med. J. Cyran, Heilbronn

Prof. Dr. med. O. Dapunt, Oldenburg

Prof. Dr. med. H. Darius, Berlin

Dr. med. F. de Haan, Solingen

Prof. Dr. med. E.-R. de Vivie, Hamburg

Prof. Dr. med. P. Deeg, Bad Kissingen

Prof. Dr. med. W. Delius, München

Prof. Dr. med. H.-J. Deutsch, Frechen

Prof. Dr. med. A. Diegeler, Bad Neustadt

Prof. Dr. med. C. Diehm, Karlsbad

Prof. Dr. med. H.-H. Dickhuth, Freiburg

Prof. Dr. med. R. Dietz, Berlin

Prof. Dr. med. T. Dill, Düsseldorf

Prof. Dr. med. H. Ditter, Gütersloh

Prof. Dr. med. H. Dittrich, Münster

Prof. Dr. med. S. Dittrich, Erlangen

DEUTSCHE HERZSTIFTUNG

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Bad Oeynhausen

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Ballrechten-Dottingen

Dr. med. Ch. Gohlke-Bärwolf,

Ballrechten-Dottingen

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Bad Oeynhausen

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79


WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT DER DEUTSCHEN HERZSTIFTUNG E.V.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. R. Körfer, Duisburg

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Bad Nauheim

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Hildesheim

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Bad Oeynhausen

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Rotenburg a.d.F.

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Annaberg-Buchholz

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Heidelberg

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Bad Nauheim

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Bad Rothenfelde

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Stand: Dezember 2011

80 DEUTSCHE HERZSTIFTUNG


Impressum

Jahresbericht 2011

Herausgeber

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Vogtstraße 50

60322 Frankfurt am Main

Tel. 069 955128-0

Fax 069 955128-313

www.herzstiftung.de

info@herzstiftung.de

Redaktion

Michael Wichert (V.i.S.d.P.)

Renate Horst

Pierre König

Martin Vestweber

Gestaltung

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Bildnachweis:

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BMBF (S. 27); Dr. med. Sebastian J. Buß (S. 39); gewoldi/Clipdealer/Deutsche

Herzstiftung (S. 32); Deutsche Herzstiftung

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München (S. 65); W & B/ Ronald Frommann (S. 3);

Thomas Hauss (S. 19, 20, 42, 48, 49, 64, 66); H. Heibel (S.

72); Thilo Jakob, Health Care to Market (S. 49); Kinder-Akademie

Fulda (S. 38); Armin Kühn (S. 2, 15); Ulrich Lorscheider

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Erlangen (S. 17; Universitäres Herzzentrum Hamburg GmbH

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Titelseite (Fotocollage, von links nach rechts): Jan Neuffer; Günter

Bauer/Mitteldeutsche Zeitung; Jan Sobottka; Jan Neuffer;

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