Gemeinsam nach vorn

fischery

04795 | 71. Jahrgang | 05.2015

Nachrichten der Industrie-und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet

Gemeinsam

nach vorn

Positionspapier

Mehr Geld für die Infrastruktur

Schnelle Verbindung

RRX-Auftrag geht an Siemens

Fachkräfteinitiative 2015

Bei Visus lebt man (s)einen Traum


Wir fördern

das Gute in NRW.

Nils und Julian Stentenbach, zukunftsorientierte Unternehmer

dank der Fördermittel der NRW.BANK

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Vorab bemerkt

Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Vorab bemerkt

50 Jahre

Erfolgsgeschichte

© Volker Wiciok/Lichtblick

Christoph Burghaus

Die Ruhr-Universität Bochum feiert in diesen

Tagen ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu

kann man guten Gewissens allen gratulieren:

der RUB, der Stadt, der Region. Ein

halbes Jahrhundert Lehre und Forschung

im „Malocher-Revier“ Ruhrgebiet – Audimax

statt Förderturm! Ein Beispiel des

Strukturwandels.

Durch die Ruhr-Uni, aber auch dank

aller anderen Hochschulen der Stadt und

der Region ist das (mittlere) Ruhrgebiet

inzwischen auch zu einer Wissensregion

geworden. Wichtig dabei ist: Die Betonung

liegt auf dem Wörtchen „auch“. Denn das

mittlere Ruhrgebiet ist immer noch (auch)

eine Industrieregion.

Wissenschaftliche Forschung und Lehre

sind kein Selbstzweck. So wie die duale

Ausbildung unverzichtbar für die langfristige

Sicherung des Fachkräftebedarfs der

Unternehmen ist, leisten auch die Hochschulen

einen unverzichtbaren Beitrag zur

Sicherung des qualifizierten beruflichen

Nachwuchses. Darüber hinaus sind sie

durch Hochschul-Ausgründungen Wiege

neuer Unternehmen und sichern durch

den Technologietransfer die Zukunftsfähigkeit

der Wirtschaft.

Aber: Sind die Absolventen so qualifiziert,

wie sie sein müssten? Ist die Zahl der Ausgründungen

so groß, wie es wünschenswert

wäre? Und: Funktioniert der Wissenstransfer

zwischen Wissenschaft und

Wirtschaft tatsächlich im Alltagsgeschäft?

Oder gibt es immer noch Hemmschwellen?

Vorbehalte?

Fragen, die man auch in Feierlaune stellen

darf.

Unsere Hochschullandschaft ist herausragend.

Sie lockt Menschen ins Revier, die

ohne Hochschulen nicht kommen würden.

Unsere Hochschulen haben aber auch die

Verpflichtung, ihr Wissen in die Wirtschaft

zu tragen – und die Unternehmen

haben die Verpflichtung, dieses Wissen

nachzufragen und abzuholen. Das Revier

der Zukunft lebt auch und gerade von

wissensbasierter Produktion. Eine Erfolgsgeschichte

der nächsten 50 Jahre für das

mittlere Ruhrgebiet wird dies nur dann,

wenn Wissenschaft und Wirtschaft eng

zusammenarbeiten.

Christoph Burghaus

Hauptgeschäftsführer i.V.

IHK Mittleres Ruhrgebiet

1


Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Positionspapier | 06

Die IHK hat ihr „Verkehrspolitisches Positionspapier“ vorgelegt.

Erarbeitet vom Verkehrsausschuss und verabschiedet von

der Vollversammlung stellt es die zentralen verkehrspolitischen

Forderungen der IHK auf und richtet sie an die verschiedenen Entscheidungsträger.

Schnelle Verbindung | 16

Kurz notiert

03 Profi und Macher

IHK aktuell

04 Den Technologietransfer fördern

06 Kein „fernes Problem“

08 2016 bis 2019

09 Infos aus erster Hand

10 E-Bike als Alternative

11 Strafen drohen

12 Alles Kakao, oder was?

13 Bildungspreis würdigt Engagement

14 Die Kanzlerin kam

© www.siemens.com/presse

Siemens macht’s: Die am neuen Schienenverkehrskonzept Rhein-

Ruhr-Express (RRX) beteiligten Zweckverbände – darunter federführend

der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – haben den

Konzern mit dem Bau und der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen

vom Typ Desiro HC sowie mit der Wartung über einen Zeitraum

von 32 Jahren beauftragt.

Fachkräfteinitiative 2015 | 26

Aus der Region

16 Köln – Bochum – Dortmund

18 Das ressourceneffiziente Produkt

20 Kein eigenes Klima

22 Angemessen berücksichtigt

24 Ein Vorzeigeprojekt

25 Was tut das Land?

IHK-Fachkräfteinitiative 2015

26 Ein Traum, der bleibt

Unternehmen im Blickpunkt

32 Firmenjubiläen

36 Arbeitsjubiläen

Aus den Hochschulen

37 Noch (viel) zu teuer

Bericht und Hintergrund

39 „Berliner Erklärung“ zur Zuwanderung

40 Neues aus Berlin und Brüssel

41 Künftig Pflicht: Energieaudits

IHK-Schwerpunktthema:

42 Kooperation ist der Schlüssel

Verlagsspezial: Personalmanagement

44 Es geht um Zufriedenheit

© Matthias Graben

Nirgendwo lässt sich der rasante Fortschritt von anwendungsbezogener

Forschung anschaulicher nachvollziehen als in der Medizintechnik

und Gesundheitswirtschaft. Visus Technology Transfer

ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Im Jahre 2000 als Ausgründung

der Privaten Universität Witten/Herdecke ins Leben gerufen, entwickelte

sich der IT-Dienstleister dank seiner engagierten Mitarbeiter

zu einem international tätigen Anbieter.

Infos für die Praxis

47 Auf die Beziehung kommt es an

48 Wirtschaft in Zahlen/Impressum

49 Recht & Steuern

51 Börsen

54 Handelsregister

2 2


Kurz notiert Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Profi und

Macher

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet bekommt

einen neuen Hauptgeschäftsführer: Die

Vollversammlung wählte am Mittwoch,

15. April, den Bürgermeister der Stadt

Wermelskirchen, Eric Weik, in dieses Amt.

Der 44-jährige Weik wird seine neue

Aufgabe zum 1. November dieses Jahres

antreten. Er folgt auf Helmut Diegel, der

am 31. August 2014 aus gesundheitlichen

Gründen aus dem Amt ausgeschieden war.

Weik – verheiratet, drei Kinder – setzte

sich unter mehr als 200 Bewerbern durch.

Der neue IHK-Hauptgeschäftsführer

wurde 1970 in Stuttgart geboren

und studierte in Tübingen und

Bonn Rechtswissenschaften. Erste

unternehmerische Erfahrungen sammelte

er als Assistent der Geschäftsleitung

einer Textilfirma in Reutlingen, von 2002

bis 2004 war er Alleingeschäftsführer

einer mittelständischen medizinischen

Beratungsfirma in Köln. Dazwischen – von

1995 bis 2000 – arbeitete das FDP-

Mitglied als persönlicher Referent der

damaligen finanz- und steuerpolitischen

Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion.

2004 wurde Eric Weik erstmals zum

Bürgermeister der Stadt Wermelskirchen

gewählt, fünf Jahre später erreichte er bei

der Wiederwahl ein Stimmenergebnis von

62,5 Prozent.

„Meine Amtszeit läuft erst im Oktober

aus, und die will ich ordentlich und

mit ganzer Kraft zu Ende bringen. Eine

Aufgabe hinschmeißen, um etwas anderes

zu machen, ist nicht meine Art. Deshalb

fange ich erst zum 1. November in

Bochum an“, so Weik.

„Die IHK Mittleres Ruhrgebiet braucht

einen Macher. Und mit einem Profi wie

Eric Weik haben wir einen Hauptgeschäftsführer

gefunden, der trotz seiner

Jugend schon an vielen Stellen bewiesen

hat, dass er Herausforderungen meistern

kann. Dass er in Wermelskirchen seine

Aufgabe erst erfüllen will, bevor er nach

Bochum kommt, ist anständig und wird

von uns voll akzeptiert“, ist IHK-Präsident

Jürgen Fiege zufrieden.

© Volker Wiciok/Lichtblick

Bedankte sich bei der Vollversammlung für seine Bestellung – zur sichtbaren Freude des Präsidiums: Eric Weik (am Pult).

3


IHK aktuell

Den

Technologietransfer

fördern

Natürlich hatte die Sitzung

der IHK-Vollversammlung am

15. April einen Höhepunkt: die

Bestellung von Eric Weik zum

neuen Hauptgeschäftsführer.

Aber nachdem der Vorsitzende

der Findungskommission,

Vizepräsident Christopher

Schäfer, das Auswahlprozedere

ausführlich geschildert, der

Kandidat sich vorgestellt, die

Vollversammlungsmitglieder

diskutiert und in offener

Abstimmung – auf Wunsch der

Vollversammlung – Eric Weik

bei zwei Enthaltungen bestellt

hatten, ging das Parlament der

Wirtschaft schnell wieder zur

Tagesordnung über. Und fasste

dabei einen grundlegenden

Beschluss …

4

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet

wird sich nach dem Willen der

Vollversammlung mit einer

einmaligen Zustiftung in Höhe von

20.000 Euro als Kuratoriumsmitglied

in der Stiftung Bochumer Institut für

Technologie (Bo.I.T.) engagieren. Durch

diese Kuratoriumsmitgliedschaft sieht

die IHK die besten Chancen, die Stiftung

zu fördern und damit die Interessen der

gewerblichen Wirtschaft wirksam zur

Geltung zu bringen.

Rouven Beeck, Geschäftsbereichsleiter

Industrie der IHK Mittleres Ruhrgebiet,

begründete diesen aus Sicht der IHK

wichtigen Schritt: Für die Entwicklung

der gewerblichen Wirtschaft im

Kammerbezirk sei ein funktionierender

Technologietransfer aus den Hochschulen

in die industrielle Anwendung von hoher

Bedeutung. Man müsse aber feststellen,

dass die dafür wichtigen Förderprogramme

seitens der Wirtschaft nur unzureichend

abgerufen würden – gerade weil kleinen

und mittleren Unternehmen sehr oft die

Kapazität fehle, Förderanträge zu stellen.

An den Hochschulen sei dies nicht viel

anders.

Diese „Lücke“ sollte das Bochumer

Institut für Technologie füllen:

mögliche Partner aus Wissenschaft und

Wirtschaft zusammenbringen, kompetent

Förderanträge stellen, die bewilligten

Projekte begleiten. Oder wie Beeck es

formulierte: „Das Bo.I.T. schließt also

die Lücke zwischen wissenschaftlicher

Grundlagenforschung und

industrieller Anwendung, wodurch der

Technologietransfer in Bochum zukünftig

deutlich verbessert wird“. Um die Stiftung

„ins Laufen zu bringen“, engagiert sich die

IHK gemeinsam mit anderen Partnern.

Hauptgeschäftsführer i. V. Christoph Burghaus

nutzte seinen Bericht an die Vollversammlung

in erster Linie, um die laufende

Fachkräfteinitiative 2015 der IHK Mittleres

Ruhrgebiet vorzustellen, in deren Rahmen


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

© Volker Wiciok/Lichtblick

Hauptgeschäftsführer i. V. Christoph Burghaus (am Rednerpult) stellte den Vollversammlungsmitgliedern die IHK-Fachkräfteinitiative vor.

es eine Reihe von Workshop-Veranstaltungen

gibt, die sich mit den spezifischen

Problemen bestimmter Branchen auseinandersetzen,

geeigneten Nachwuchs zu

finden. „Der Mittelstand muss sich mühen,

im Kampf um die klugen Köpfe nicht ins

Hintertreffen zu geraten.“ Schon heute

hätte ein Viertel aller Betriebe große

Probleme, freie Lehrstellen zu besetzen –

dies habe nicht selten branchenspezifische

Ursachen. Hier nach Lösungswegen zu

suchen, sei das Anliegen der IHK mit ihrer

Fachkräfteinitiative.

Präsident Jürgen Fiege konnte auf der

Sitzung auch vier neue Mitglieder begrüßen,

die ab sofort in der Vollversammlung

einen Sitz haben und von ihm „verpflichtet“

wurden: Dr. Wolf J. Köhler, Geschäftsführer

der TER HELL PlASTIC GmbH, Herne;

Detlef Koller, Geschäftsführer der Bärwolf

Beteiligungsgesellschaft mbH, Herne;

Wolfgang Kowalczyk, Geschäftsführer

Deutsche Edelstahlwerke Karrierewerkstatt

GmbH, Witten; und Ralph Tüllmann, Leiter

der Niederlassung National-Bank Aktiengesellschaft,

Zweigniederlassung Bochum.

Mit ein wenig Stolz konnte Burghaus den

Vollversammlungsmitgliedern berichten,

dass die IHK Mittleres Ruhrgebiet

mit Raphael Jonas nun den „Federführer

Gesundheitswirtschaft“ unter den

nordrhein-westfälischen IHKs stellt. Diese

Federführung ist zunächst auf zwei Jahre

befristet – „und es ist für uns auch durchaus

ehrenhaft, das Vertrauen der anderen

Kammern zu genießen, diese Federführung

zu bekommen“, so Burghaus.

© Volker Wiciok/Lichtblick

Begründete das Engagement der IHK in der Stiftung Bo.I.T.: Rouven Beeck.

5


IHK aktuell

Kein

„fernes Problem“

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Bei der Vorstellung des Verkehrspolitischen Positionspapiers: der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses Jörn Stratmann (2.v.l.), sein

Stellvertreter Rolf Unger (2.v.r.) sowie die IHK-Mitarbeiter Kerstin Groß und Rouven Beeck.

„Es geht nicht allein darum, mehr Geld für

den Erhalt der Infrastruktur auszugeben.

Und es geht auch nicht allein darum,

endlich mehr Geld für den Ausbau dieser

Infrastruktur auszugeben. Sondern es

geht ebenso darum, dass die Politik im

Bund, im Land und in unseren Kommunen

erkennt, dass Infrastrukturpolitik erste

Priorität genießen muss – sonst nimmt

das mittlere Ruhrgebiet, nimmt NRW,

nimmt ganz Deutschland nachhaltig

Schaden im weltweiten Wettbewerb der

Wirtschaftsstandorte.“

Mit diesen Worten bringt Rouven Beeck,

zuständiger Geschäftsbereichsleiter

für Industrie, Energie, Verkehr und

Umwelt der IHK Mittleres Ruhrgebiet,

das in diesen Tagen aktuell vorgelegte

„Verkehrspolitische Positionspapier“

der IHK auf den Punkt. Erarbeitet vom

Verkehrsausschuss und verabschiedet von

der Vollversammlung der IHK Mittleres

Ruhrgebiet stellt es die zentralen

verkehrspolitischen Forderungen der IHK

auf und richtet sie an die verschiedenen

Entscheidungsträger.

In diesem Zusammenhang erneuert die

IHK Mittleres Ruhrgebiet ihre Forderung

nach einem sechsstreifigen Ausbau der

A 42 zwischen dem Autobahnkreuz

Herne und dem Anschluss Bottrop-Süd.

„Die Strecke befindet sich seit Jahren

im Schatten der berühmt-berüchtigten

A 40 jenseits der Kapazitätsgrenze.

Unter den Projektanmeldungen für

den Bundesverkehrswegeplan 2015

findet sich der Streckenabschnitt – wir

halten es für unverzichtbar, dass sich

die A 42 dann auch im beschlossenen

Bundesverkehrswegeplan wiederfindet“,

so Beeck.

Dabei spielen für den Verkehrsausschuss

aber auch andere Aspekte eine wichtige

Rolle: „Wenn einmal eine Entscheidung

für den Ausbau der Infrastruktur gefallen

ist, muss man sich als Unternehmer auch

darauf verlassen können, dass der Bau

zügig über die Bühne geht und genügend

Personal und Geld für die Umsetzung zur

Verfügung gestellt wird. Es kann doch

nicht sein, dass man teilweise mehrere

Jahrzehnte warten muss, bis ein solches

Projekt endlich abgeschlossen ist – ich

würde jedenfalls gerne noch als aktiver

Unternehmer über eine sechsstreifige

A 43 rund um Bochum, Witten und

Herne fahren“, geht Jörn Stratmann,

geschäftsführender Gesellschafter der

Wittener Transport-Kontor GmbH,

Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses

und Mitglied der Vollversammlung,

kritisch mit Politik und Verwaltung ins

Gericht.

6


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Des Weiteren erinnert die IHK daran, dass

Brückensperrungen – wie etwa auf der

A 1 in Leverkusen – kein „fernes Problem“

sind. Auch zahlreiche Brücken in

den Städten Bochum, Herne, Witten und

Hattingen sind marode, manche sind

auch heute schon für Lkw nur eingeschränkt

nutzbar. „Die kommunale sowie

die Landes politik muss sich mit diesen

Schwachstellen auseinandersetzen und

bei allen finanziellen Sorgen priorisieren

– Sperrungen wären ansonsten nur

eine Frage der Zeit, der Aufschrei nicht

nur in der Wirtschaft riesengroß und der

Imageschaden als Standort dauerhaft“,

mahnt Beeck.

Für die IHK Mittleres Ruhrgebiet ist eine

konsequentere Verzahnung der verschiedenen

Verkehrsträger von hoher Wichtigkeit.

Dafür müssen allerdings überall die

„Hausaufgaben“ gemacht werden. Eine

stärkere Verlagerung von Lkw-Verkehren

auf das Wasser kann beispielsweise nur

gelingen, wenn veraltete Schleusenanlagen

– wie in Wanne-Nord – erneuert und

die Durchfahrtshöhe vieler Brücken im

Kanalnetz ausgeweitet wird. „Ganz abgesehen

davon, dass Güterverkehrszentren,

in denen Verkehre miteinander

vernetzt werden, auch erreichbar sein

müssen – und nicht Beschränkungen für

den Lkw-Verkehr die Nutzung dieser Zentren

einschränken“, so Stratmann beispielsweise

mit Blick auf die Umweltzone am

Herner Hafen.

Der Erhalt der Funktionsfähigkeit gilt

übrigens auch für den ÖPNV: „Der ÖPNV

ist Daseinsvorsorge, er ist Standortfaktor

für eine attraktive und lebenswerte

Region und er ist bei wachsenden

Verkehrsmengen eine der wenigen

Möglichkeiten, Personenverkehre zu

bündeln und damit dem drohenden

Verkehrsinfarkt auf unseren Straßen

entgegenzuwirken. Hier sind Bund und

Land aufgefordert, langfristig verlässliche

Finanzierungsgrundlagen zu schaffen“, so

Beeck.

„Es kommt darauf an“, ist Beeck

überzeugt, „den Bürgern wie den

Politikern zu verdeutlichen, wie

unverzichtbar Investitionen in die

Infrastruktur sind. Wir müssen für die

Akzeptanz derartiger Projekte werben,

wir müssen den enormen Nutzen

verdeutlichen. Denn wenn wir unseren

Fokus nicht auf die Infrastruktur

ausrichten, dann stehen wir künftig nicht

nur noch länger im Stau, sondern werden

als Region auch immer unattraktiver. Und

das will keiner.“

Zweckmäßig? Repräsentativ? Ausgeklügelt.

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lange Sicht allen Anforderungen Ihrer Betriebsabläufe

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7


IHK aktuell

2016 bis 2019

Marode Straßen, enormer Instandhaltungsbedarf,

notwendige Ersatzbauten,

Ausbaumaßnahmen – und deshalb

überall und (fast) immer Baustellen: Die

Mitglieder des Verkehrsausschusses der

IHK Mittleres Ruhrgebiet, die sich am

14. April auf Einladung ihres Mitglieds

Oliver Moll, Leiter Logistik bei der Einrichtungshaus

Ostermann GmbH, vor Ort in

Witten trafen, bekamen aus erster Hand

einen Überblick über das, was Pkw- und

Brummi-Fahrern in den nächsten Jahren

auch auf den Autobahnen des mittleren

Ruhrgebiets droht.

Zu Gast auf der Sitzung war Mario Korte,

Baustellenkoordinator bei Straßen.NRW,

dem landeseigenen Straßenbau-Betrieb. Er

stellte die geplanten Baumaßnahmen auf

den für das mittlere Ruhrgebiet besonders

bedeutsamen Autobahnen A 40, A 42

und A 43 vor. Darüber hinaus berichtete

er über die Brückenbaumaßnahmen an

der A 1 bei Leverkusen und der A 40 in

Duisburg.

Insgesamt sind in NRW pro Jahr etwa

60 große Baumaßnahmen geplant,

darüber hinaus noch 100 kleinere und

damit kürzere Maßnahmen. Zusätzlich

belasten die kommunalen Baumaßnahmen

das Straßennetz, was zur Folge hat,

dass auch auf den Ausweichstrecken fern

der Autobahnen häufig Engpässe entstehen.

Korte zitierte Minister Groschek, der

wenige Tage vorher auf einer Pressekonferenz

gesagt hatte, dass ein „Jahrzehnt der

Reparaturen“ bevorstehe.

Die Arbeiten für den sechsstreifigen

Ausbau der A 43 werden auf dem ersten

von vier Streckenabschnitten in den

Jahren 2016 bis 2019 erfolgen.

Die vorbereitenden Maßnahmen laufen

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses konnten auf ihrer Sitzung das Zentrallager der Einrichtungshaus

Ostermann GmbH kennenlernen.

inzwischen. Straßen.NRW überprüft

derzeit etwa 800 Brückenbauwerke in

NRW – man gehe davon aus, so Korte,

dass jedes zweite Bauwerk ersetzt werden

müsse.

Informationen zu allen Baumaßnahmen

gibt es im Internet unter http://baustellen.

strassen.nrw.de/baustellen.php

Im Anschluss an diesen Vortrag stellte

Oliver Moll das Zentrallager der

Einrichtungshaus Ostermann GmbH vor.

Am Standort in Witten sind allein

350 Mitarbeiter in der Logistik beschäftigt

und zusätzlich 80 im Lager. Jeden Tag verlassen

etwa 100 Fahrzeuge das Lager, um

täglich ca. 500 Kunden zu beliefern. Das

Lager wurde 2011/2012 unter laufendem

Betrieb umgebaut und mit einer neuen

Fördertechnik ausgestattet, die die intralogistischen

Abläufe im Lager bestimmt.

Im 120.000 m² großen Logistikzentrum

können seit dem Umbau 25.000 Rollcontainer

ihren Platz finden.

Jörn Stratmann, Vorsitzender des

Verkehrsausschusses, konnte zur Sitzung

auch vier neue Mitglieder begrüßen, die –

durch die Vollversammlung bestätigt – die

Arbeit des Verkehrsausschusses unterstützen

werden: Jochen Geis, Teilnetzmanager

DB Regio AG; Maximilian Holthaus,

Geschäftsführer Meinolf Jacobi Spedition

GmbH; Thomas Soest, Leiter Vertrieb

BOGESTRA AG; und Christian Weidmann,

Vorstand der Taxi Bochum eG.

8


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Infos aus

erster Hand

Premiere geglückt – Zweitauflage

wahrscheinlich: Die Messe „Ausbildung

in Hattingen“, die vom Regionalbüro

Hattingen der IHK Mittleres Ruhrgebiet

organisiert wurde, ist auf große Resonanz

gestoßen – sowohl bei den Unternehmen

als auch bei Schülerinnen und Schülern.

Am 27. März hatten die nämlich im

Reschop Carré mehrere Stunden die Gelegenheit,

direkt mit Ausbildungsbetrieben

ins Gespräch zu kommen und sich aus

erster Hand darüber zu informieren, wie

man in Hattingen seine Karriere mit einer

dualen Ausbildung starten kann.

Innerhalb weniger Tage nach dem

Aufruf des Regionalbüros hatten

30 Aussteller aus den unterschiedlichsten

Branchen und Bereichen zugesagt, sich bei

„Ausbildung in Hattingen“ zu präsentieren

– und so konnten die Schulabgänger

in spe ihre Gesprächspartner aus einem

großen Angebotsspektrum auswählen.

Den Aufwand für die Unternehmen

hatte Organisator Jörn Kleinelümern,

Leiter des Hattinger Regionalbüros,

bewusst gering gehalten: „Wir wollten

keine großen Messestände. Wir wollten

Stehtische und kleine Roll-up-Displays,

damit Aussteller und Besucher wirklich

hemdsärmelig miteinander ins Gespräch

kommen konnten. Auch angesichts der

räumlichen Situation im Reschop Carré

war dies der richtige Gedanke.“ Das

Konzept des direkten Kontakts und des

persönlichen Gesprächs ging jedenfalls

auf. „Viele haben mir gesagt, dass sie

es klasse fanden, direkt mit Vertretern

der Firmen ins Gespräch zu kommen.

Und mancher Schüler“, so Kleinelümern,

„hatte tatsächlich sogar seine

Bewerbungsunterlagen dabei.“

„Ausbildung in Hattingen“ versteht sich

ausdrücklich als ergänzendes Angebot

zu den etablierten Ausbildungsmessen

in Ennepetal und Bochum, die jeweils im

Oktober stattfinden. Und da sowohl das

Management des Reschop Carrés als auch

zahlreiche Aussteller bereits signalisiert

haben, dass sie an einer Zweitauflage

interessiert sind, spricht vieles dafür, dass

„Ausbildung in Hattingen“ im Februar

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

2016 in die nächste Runde geht. Stand an Stand: Das Spektrum der ausstellenden

Firmen bei „Ausbildung in Hattingen“ war groß.

9


IHK aktuell

E-Bike als Alternative

Hattingen künftig eine E-Bike-Hochburg?

Auch diese Frage beschäftigte die fast

30 Beiratsmitglieder, die am 21. April

der Einladung zur vierten Sitzung des

IHK-Regionalbeirates Hattingen in die

Birschel-Mühle gefolgt waren, die von

IHK-Vizepräsident Christopher Schäfer

geleitet wurde. Schwerpunkt neben der

Elektromobilität: das Thema Ausbildung.

Zunächst stellte Sascha Wurm, Inhaber der

Firma Fahrrad Wurm, dem Regionalbeirat

ein neues Mobilitätskonzept für Hattingen

vor. Ziel des Projektes „numo“ ist es,

in den nächsten Monaten in Hattingen

ein Netz von Ausleih- und Ladestationen

für E-Bikes aufzubauen, damit Hattinger

Bürger künftig einfach und schnell ein

E-Bike nutzen können und ihr eigenes

Auto häufiger stehen lassen oder ganz

darauf verzichten. Neben der Firma Wurm

engagieren sich an dem Projekt die hwg,

die Stadtwerke Hattingen, die Firma Voll

digital und die Hattinger Provinzial Geschäftsstelle

Gerhardt & Wiegand.

Dabei hatten die „numo“-Initiatoren

unterschiedliche Anforderungen zu bewältigen:

So gibt es künftig sogenannte

„numo“-Stationen, die einem geschlossenen

Nutzerkreis vorbehalten sind. Hier

können sich die Teilnehmer mittels einer

App oder einer Chipkarte jederzeit ein

funktionstüchtiges und gewartetes E–Bike

ausleihen. Da das „numo“-Projekt auch

E-Bike-Touristen, die nach Hattingen

kommen, nicht ausgrenzen möchte, können

diese an den sogenannten „numo“-

Points ihr E-Bike aufladen, während sie

beispielsweise in der Hattinger Altstadt

bummeln gehen.

Die Herausforderung bei den „numo“-

Points besteht jedoch darin, dass tatsächlich

alle E-Radler die Ladestationen

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Engelbert Dörr, Teamleiter Arbeitgeberservice des Jobcenters EN (stehend), stellte dem Regionalbeirat das

Leistungsspektrum seines Teams vor.

nutzen können, da es über ein Dutzend

verschiedene Varianten gibt, ein am Markt

befindlichen E-Bike zu laden. Darüber

hinaus musste geklärt werden, wie die

E-Bikes und die Stationen gegen Diebstahl

und Vandalismus versichert werden

können und wie es gelingen kann, die

einzelnen Leihstationen und die Räder

digital zu vernetzten. Diese und andere

Herausforderungen wurden aus dem Weg

geräumt, so dass die „numo“-Initiatoren

in den nächsten Monaten den Aufbau der

Infrastruktur in Angriff nehmen können.

Zweiter Themenblock der Sitzung war das

Thema „Ausbildung“. Zunächst zog Jörn

Kleinelümern, Leiter des IHK-Regionalbüros

Hattingen, eine Bilanz der Ausbildungsmesse

„Ausbildung in Hattingen“,

die am 27. März erstmals im Hattinger

Reschop Carré stattfand und an der auch

zahlreiche Mitglieder des Regionalbeirates

teilnahmen. Die positiven Rückmeldungen

zu dieser Auftaktveranstaltung sind für

Jörn Kleinelümern und Thomas Gdanietz,

stellv. Leiter des Geschäftsbereichs Berufliche

Bildung der IHK, Anlass, die Messe

auch 2016 wieder durchzuführen und zu

einem festen Angebot der IHK in Hattingen

werden zu lassen.

Daran anschließend erläuterte Engelbert

Dörr, Teamleiter des Arbeitgeberservices

des Jobcenters EN, den Mitgliedern des

Regionalbeirates, welche Angebote das

Jobcenter EN den Unternehmen des EN-

Kreises machen kann. Auch wenn das Jobcenter

auf der Ausbildungsmesse vertreten

war, vermittelt das Team von Engelbert

Dörr nicht nur potenzielle Auszubildende.

Auch Fachkräfte mit den unterschiedlichsten

Qualifikationen und Berufsabschlüssen

werden vom Jobcenter EN dem Arbeitsmarkt

angeboten.

Obwohl Dörr die gute Zusammenarbeit

der Bundesagentur für Arbeit und dem

kommunalen Jobcenter herausstellte,

wurde von den Unternehmern in der sich

anschließenden Diskussion kritisch angemerkt,

dass die Unterschiede zwischen

dem Jobcenter und der Bundesagentur

nach außen nicht deutlich werden und

man von beiden Institutionen eine noch

bessere Kooperation einfordere.

10


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Strafen drohen

Die Lieferung sensibler, waffentauglicher

und möglicherweise für die Herstellung

von Massenvernichtungswaffen und deren

Trägersysteme geeigneter Güter unterliegt

in der Bundesrepublik Deutschland

wie in vielen anderen Staaten der Welt

auch einem Genehmigungsvorbehalt.

Unternehmen, die wissentlich und

willentlich derartige Güter ohne eine

solche Genehmigung außer Landes

bringen, drohen empfindliche Strafen.

Unternehmer haben jedoch auch Sorge

dafür zu tragen, dass sensible Waren

nicht über Scheinfirmen, Strohleute und

scheinbar unverdächtige Drittländer

gekauft und in Embargostaaten geliefert

werden.

Seriosität von unbekannten Neukunden

prüfen kann.

Die Mitglieder des Außenhandelsausschusses

gingen weiter der Frage nach, ob

es sich bei technischen Produkten lohnt,

eine ästhetisch ansprechende Internetseite

in mehreren Sprachen zu entwickeln.

Benjamin Gregor Zaczek, Geschäftsführer

der Conceptpartner GmbH in Bochum,

stellte zeitgemäße Konzepte vor, wie eine

kundenfreundliche Internetseite aufgebaut

werden sollte.

Er erläuterte auch Analysewerkzeuge, mit

denen sich das Verhalten von Besuchern

der Internetseiten statistisch nachvollziehen

lässt. Aus diesen Erkenntnissen heraus

lassen sich die Seiten dann weiterentwickeln

und optimieren.

Einige im Ausschuss vertretene

Unternehmen stellten ihre jeweils für

den internationalen Markt konzipierten

Internetseiten vor. Anhand dieser

Beispiele entwickelte sich ein reger

Erfahrungsaustausch im Ausschuss.

Wie man derartige illegale

Beschaffungsversuche erkennen kann,

zeigte Sebastian Schovenberg vom

Ministerium für Inneres und Kommunales

des Landes Nordrhein-Westfalen anhand

vielfältiger Beispiele aus der Arbeitspraxis

des Verfassungsschutzes in der April-

Sitzung des Außenhandelsausschusses

auf. Ziel seines Vortrags war es, die

Vertreter der Mitgliedsfirmen für derartige

Umgehungsstrategien zu sensibilisieren

und den Vertriebsabteilungen

Verfahrensschritte an die Hand zu geben,

wie man mit vertretbarem Aufwand die

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Vor Beginn der Sitzung: der Ausschussvorsitzende Wilfried Neuhaus-Galladé, sein Stellvertreter Friedrich

Appelberg und Dr. Hans-Peter Merz, Leiter International der IHK Mittleres Ruhrgebiet (v. l.), mit dem

Referenten Benjamin Gregor Zaczek (2. v. r.)

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11


IHK aktuell

Von A bis Z

Gut 300 Besucher informierten sich auf

der Gründungsmesse „StartUP Mittleres

Ruhrgebiet“ am 17. April rund um das

Thema Selbstständigkeit. Das regionale

Format fand bereits zum 18. Mal statt und

wird federführend von der IHK Mittleres

Ruhrgebiet in Zusammenarbeit mit

den Wirtschaftsförderungen der Städte

Bochum, Herne, Witten und Hattingen

sowie der Handwerkskammer Dortmund

organisiert.

cherung – für die Unternehmer wesentlich

mehr Eigenverantwortung tragen – bis

Z wie Zahlenwerk, das spätestens zur

Erfüllung der steuerlichen Pflichten zu

erstellen ist.

Das Motto: Mit Ausdauer und der

richtigen Mannschaft an seiner Seite

ist man als Existenzgründer gut

aufgestellt – die rewirpower-Lounge

des VfL Bochum 1848 als etablierter

„Austragungsort“ eignete sich daher

bestens für den „Anstoß zum Erfolg“.

Gründungsinteressierte fanden ein

kompaktes Angebot und konnten sich an

mehr als 20 Informationsständen beraten

lassen.

© Wirtschaftsförderung Bochum GmbH

Die IHK-Mitarbeiter Matthias Neugebauer (l.) und Christian Sautter bei der Beratung auf der Gründermesse in

der rewirpowerLOUNGE

Alles Kakao, oder was?

Der Ideenwettbewerb „LogistiKids“ geht in

die dritten Runde: „Wie kommt mein neues

Spielzeug zu mir nach Hause?“ und „Wo

kommt der Kakao her und wie kommt er

auf unseren Frühstückstisch?“ lauten die

Frage, die Kinder aus Kitas und Kindergärten

sowie Kinder aus Grundschulklassen

in diesem Jahr beantworten müssen. Der

Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft

von NRW-Wirtschaftsminister

Garrelt Duin.

2013 hatte die IHK Mittleres Ruhrgebiet

erstmals den Wettbewerb „LogistiKids“

aufgelegt. Wegen des Erfolges wurde

daraus im Jahr 2014 ein gemeinsames

Projekt der sechs Ruhr-IHKs mit dem

LogistikCluster.NRW. Ziel ist es, Kindern

schon sehr früh die „tollen“ Seiten der

Logistik zu vermitteln und so Interesse an

der Branche und ihren Berufen zu wecken.

12

Teilnahmeberechtigt sind Kinder

aus Kitas und Kindertagesstätten im

Alter von fünf bis sechs Jahren sowie

Grundschulgruppen. Sie sollen spielerisch

(und künstlerisch) die Welt der Logistik

erklären, indem sie eine der beiden

Fragen beantworten. Man kann Filme

drehen, Theaterstücke inszenieren,

Bilddokumentationen erstellen, malen –

der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Kitagruppen und Grundschulklassen

können sich ab sofort zur Teilnahme an

den „LogistiKids 2015“ bewerben – die

Bewerbungsfrist endet am 26. Juni.

Die Beiträge kann man dann bis zum

30. Oktober 2015 einreichen. Prämiert

werden die Sieger beim „Jahresauftakt“

des LogistikClusters NRW im Januar 2016.

Nähere Informationen und die Möglichkeit

zur Anmeldung finden sich unter

Die Themen, mit denen sich angehende

Unternehmer beschäftigen müssen, sind

außerordentlich vielfältig. Entsprechend

breit angelegt war auch das gut

besuchte Vortragsangebot von A wie Absi-

http://www.bochum.ihk.de/industrieenergie-verkehr-umwelt/verkehr/aktuelles.

html im Internet. Dort steht ein Flyer zum

Download bereit.

Ansprechpartnerin

bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet ist

© Lichtblick/Volker Wiciok

Kerstin Groß

Tel.: (02 34) 91 13-2 20

E-Mail: grossk@bochum.ihk.de


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Bildungspreis würdigt Engagement

Der Wettbewerb läuft: Seit dem

27. April können sich Unternehmen aus

ganz Deutschland wieder für den

„IHK-Bildungspreis“ bewerben. Der

„IHK-Bildungspreis” würdigt das ganzheitliche

Engagement eines Unternehmens im

Bereich der betrieblichen Bildung. Prinzip:

Aus- und Weiterbildung gehören zur

Firmenphilosophie und werden von Unternehmensleitung

und Mitarbeitern aktiv

gelebt. Betriebliche Bildung als kreatives

Konzept, um Fachkräfte auszubilden und

fit für die Zukunft zu machen: ein Mittel,

den Erfolg des Unternehmens voranzutreiben.

Der „IHK-Bildungspreis“ zeichnet Unternehmensprojekte

aus, die sich besonders

innovativ auf dem Gebiet der Beruflichen

Bildung hervortun und damit entschlossen

neue Wege gehen.

Denn: Fachkräftesicherung muss mit kreativen

Ideen auf die Herausforderungen

reagieren – was heute gilt, wird morgen

überlebenswichtig sein. Das Verlassen

der bekannten Wege und Möglichkeiten

erfordert Mut und kann gleichzeitig

richtungsweisend sein für andere

Unternehmen.

Um auch die Anstrengungen kleiner und

mittlerer Unternehmen angemessen zu

würdigen, wird der „IHK-Bildungspreis”

nach Unternehmensgrößen an kleine (bis

50 Mitarbeiter), mittlere (zwischen 50 und

500 Mitarbeiter) und große Unternehmen

(mehr als 500 Mitarbeiter) vergeben.

Neben Kreativität und Innovation

gehört die Einbindung und Förderung

aller gesellschaftlichen Gruppen in

einem Unternehmen in den Fokus.

Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen

Realität, die Suche nach qualifizierten

Arbeitskräften wird zunehmend

schwerer. Daher müssen alle Potenziale

gehoben werden, um Menschen mit verschiedenen

Hintergründen in Ausbildung

und Arbeit zu integrieren. Der „IHK-Bildungspreis”

möchte daher Unternehmen

identifizieren, die sich um die Qualifizierung

aller gesellschaftlichen Gruppen

verdient machen.

Die von der Fachjury ermittelten drei

Finalisten pro Kategorie werden zur

Preisverleihung am 15. Februar 2016 nach

Berlin eingeladen.

Nähere Informationen gibt es unter

www.ihk-bildungspreis.de

Fit für den Export

68 Unterrichtsstunden gelernt – am Ende

hatte es sich gelohnt: Alle 13 Teilnehmer

des Lehrgangs „Fachkraft Zoll (IHK) –

Ex- und Import: Zollverfahren und deren

Abwicklung“ bestanden ihre Prüfung

und konnten sich Ende April über ihren

Lehrgangs-Erfolg freuen.

In zwei Monaten wurden sie im IHK-

BildungsCentrum (BiC) mit den außenwirtschafts-,

zoll- und steuerrechtlichen

Grundlagen sowie allen wichtigen Dokumenten

vertraut gemacht und sind so

vorbereitet auf qualifizierte Fachaufgaben

im Bereich Export.

Nicht nur die Teilnehmer strahlten,

sondern auch Lehrgangsleiter Bernhard

Morawetz (hinten links) und Gabriele J.

Langer, Weiterbildungsorganisatorin des

BiC (hinten rechts).

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

13


IHK aktuell

Die

Kanzlerin

kam

© IHK FOSA / Thomas Geiger

Die Kanzlerin und Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (r.) mit Heike Klembt-Kriegel, Geschäftsführerin IHK FOSA (l.),

und Dirk von Vopelius, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

besuchte am Donnerstag, den

16. April zusammen mit der

Bundesministerin für Bildung und

Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, die

IHK FOSA in Nürnberg, das bundesweite

Kompetenzzentrum der Industrie- und

Handelskammern zur Feststellung der

Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse.

Stellvertretend für alle zuständigen

Anerkennungsstellen informierte sie sich

dort über die Durchführung des Anerkennungsverfahrens.

Im Anschluss diskutierte

die Bundeskanzlerin mit Antragstellenden

und weiteren Beteiligten des Anerkennungsverfahrens

– wie Vertretern der

Bundesagentur für Arbeit, des Bundesamtes

für Migration und Flüchtlinge

sowie Arbeitgebern – über Motivationen,

Erfahrungen und Herausforderungen.

Es sei eine gute Idee der Industrie- und

Handelskammern gewesen, sich zusammenzuschließen

und die Anerkennung

nicht reglementierter Berufe an einer zentralen

Stelle zu prüfen. „Ich finde, das ist

eine bemerkenswerte Arbeit, eine Arbeit,

die uns allen nützt“, so die Bundeskanzlerin.

14


Stärken Sie Ihren

Mitarbeitern den Rücken!

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Wirtschaft im Revier 05 | 2015

„ Gesunde Mitarbeiter sind

zufriedene Mitarbeiter.

Es lohnt sich, in die Gesundheit

der Belegschaft zu investieren!“

Dr. Dorina Böhm

Geschäftsführerin MicroDissect GmbH

Rückenprävention: Nur was für die „Großen“?

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer von

kleinen und mittleren Betrieben sind der Meinung:

Nur große Unternehmen können sich Maßnahmen

zur Rückenprävention leisten. Doch sie

irren sich. Rückenprävention muss weder teuer

noch aufwendig sein. Nachhaltige Erfolge lassen

sich schon mit Bordmitteln erzielen. Wie das geht,

zeigt die Präventionskampagne „Denk an mich.

Dein Rücken“. Hier erhalten insbesondere kleine

und mittlere Betriebe konkrete Hilfestellung und

finden alle erforderlichen Informationen und

Materialien, um die Rückengesundheit ihrer

Belegschaft zu fördern – praktisch, kompakt und

auf die betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten.

Ein Tag für die Gesundheit

Ein Angebot, das bereits zahlreiche Unternehmerinnen

und Unternehmer in Deutschland

wahrgenommen haben. So wie Dr. Dorina Böhm.

Die Geschäftsführerin der Firma MicroDissect

aus dem hessischen Herborn verknüpfte einen

Erste-Hilfe-Kurs für ihre 20 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter mit einem Gesundheitstag zum

Thema Rücken. Dazu lieh sie sich kostenfrei Veranstaltungsmodule

der Präventionskampagne,

darunter ein Koordinations-Parcours mit fünf

verschiedenen Übungsstationen. Zudem konnte

sie eine Trainerin aus ihrem Fitness-Studio dazu

gewinnen, eine kostenlose Gymnastikstunde

durchzuführen. „Die Resonanz war durchweg

positiv“, berichtet Dorina Böhm. „Wir haben im

Anschluss sogar eines der Module aus dem

Koordinations-Parcours selbst angeschafft. Es

steht nun im Pausenraum und wird sehr häufig

genutzt.“ Für sie steht fest: „Die Aktion werden

wir künftig regelmäßig wiederholen.“

Gute Argumente für die Rückenprävention!

Studien belegen: Nicht (nur) das Gehalt entscheidet

heute über die Zufriedenheit von Beschäftigten.

Sicherheit und Gesundheit wissen

Beschäftigte ebenfalls zu schätzen! Mit passenden

Präventionsangeboten, zum Beispiel zur

Rückengesundheit, können sich gerade kleine

und mittlere Unternehmen von Wettbewerbern

abheben. Zudem sorgen sie für mehr Gesundheit

im Betrieb. Dies wirkt sich für alle positiv aus:

Denn gesunde Beschäftigte sind zufriedene Beschäftigte.

Und zufriedene Beschäftigte arbeiten

mit mehr Engagement und sind seltener krank.

Gute Argumente also für die Rückenprävention!

Denk an mich. Dein Rücken

In der Präventionskampagne „Denk an mich.

Dein Rücken“ arbeiten die Berufsgenossenschaften,

Unfallkassen, ihr Spitzenverband

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

(DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft,

Forsten und Gartenbau und die Knappschaft

zusammen.

Weitere Informationen unter:

www.deinruecken.de

Digitale Aktionsbox

Sie wollen das Thema „Rücken“ im Unternehmen

platzieren, wissen aber nicht wie?

Die digitale Aktionsbox erleichtert Ihnen

den Start: Von vielfältigen Informationsmaterialien

bis hin zu Konzepten für Aktionsoder

Gesundheitstage enthält die digitale

Box alles Wichtige, um für das Thema

Rückengesundheit zu sensibilisieren.

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Veranstaltungsmodule

Sie wollen einen Gesundheits- oder Rückentag

durchführen? Bei der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

sowie bei vielen Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen gibt es hierzu Angebote!

Die durchweg kostenlosen Angebote der

DGUV finden Sie unter

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IHK Aus aktuell der Region

Köln –

Bochum -

Dortmund

Siemens macht’s: Die am neuen

Schienenverkehrskonzept Rhein-

Ruhr-Express (RRX) beteiligten

Zweckverbände – darunter

federführend der Verkehrsverbund

Rhein-Ruhr (VRR) – haben

den Konzern am 26. März mit

dem Bau und der Lieferung

von 82 Elektrotriebzügen

vom Typ Desiro HC und der

Wartung über einen Zeitraum

von 32 Jahren beauftragt. Das

Unternehmen setzte sich bei der

europaweiten Ausschreibung

gegen zwei Mitbewerber mit dem

wirtschaftlichsten Angebot durch.

Der Auftrag im Gesamtvolumen

von über 1,7 Milliarden Euro ist

für Siemens der bisher größte

aus dem Bereich des regionalen

Schienenverkehrs in Deutschland.

„Das ist ein Riesenerfolg für das

Bahngeschäft von Siemens. Wir sichern

und schaffen dadurch hochwertige

Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen.

Unser moderner Zug ist eine gute

Nachricht für Millionen Pendler an Rhein

und Ruhr, der bevölkerungsreichsten

Region Deutschlands“, sagte Jochen

Eickholt, Chef der Bahnsparte von

Siemens. Das Unternehmen liefert nicht

nur die neuen Züge, sondern ist auch mit

der Instandhaltung beauftragt – das ist in

dieser Größenordnung ein Novum in der

deutschen Bahnindustrie. Dafür wird in

Dortmund-Eving ein Instandhaltungswerk

für die gleichzeitige Betreuung von bis zu

vier Zügen gebaut, rund 100 Stellen für

Fachkräfte im Mehrschichtbetrieb werden

geschaffen. Neben einer Fahrzeughalle,

Spezialwerkstätten und einer Außen-

Waschanlage sind Abstellgleise für bis zu

zehn Züge geplant. Insgesamt investiert

Siemens in die Bahntechnikstandorte an

Rhein und Ruhr rund 150 Millionen Euro.

Durch den gezielten Ausbau der

Schienenwege und die damit mögliche

Verkehrsverlagerung von der Straße auf

die Schiene wird erwartet, dass der RRX

mehrere zehntausend Autofahrten pro

Werktag überflüssig macht. Geplant ist,

dass Ende 2018 die ersten RRX-Züge mit

Spitzengeschwindigkeiten von bis zu

160 Kilometern pro Stunde im Großraum

Rhein-Ruhr verkehren.

Der Auftrag für Siemens umfasst neuentwickelte,

auf hohe Kapazitäten ausgelegte

Doppelstock-Züge. Jede Zugeinheit

besteht aus vier Wagen. Auf 105 Metern

Länge verteilen sich 400 Sitzplätze. Im

Betrieb sollen jeweils zwei Einheiten verbunden

werden, damit entsteht ein Acht-

Wagen-Express mit 800 Sitzplätzen.

Hinter dem Rhein-Ruhr-Express

(RRX) verbirgt sich ein System von

beschleunigten Regionalzügen, das als

Premiumangebot des Regionalverkehrs

mit gehobener Ausstattung zwischen

16


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

© www.siemens.com/presse

Noch Zukunftsmusik: Die Designstudie der Siemens AG zeigt den RRX im Kölner Hauptbahnhof. Von Köln nach Dortmund soll er im 15-Minuten-Takt fahren.

Regional-Express (RE) und Fernverkehr

angesiedelt werden soll. Die Züge sollen

zum Nahverkehrspreis genutzt werden

können, zwischen Köln und Dortmund

(mit Halt in Bochum) ist ein 15-Minuten-

Takt geplant.

Die Volleinführung des RRX soll bis Mitte

der 2020er Jahre dauern. Die neuen doppelstöckigen

Elektro-Triebzüge sollen aber

bereits ab 2018 auf den bereits bestehenden

Regionalexpress-Linien RE 1, RE 4,

RE 5, RE 6 und RE 11 fahren. Zur Vorfinanzierung

der insgesamt 900 Millionen Euro

teuren Fahrzeugbeschaffung stellt das

Land NRW 60 Millionen Euro bereit. Nach

dem vollständigem Ausbau des Rhein-

Ruhr-Express sollen die großen RE-Linien

dann in sechs RRX-Linien aufgehen.

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System: wirtschaftlich,

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IHK Aus aktuell der Region

Das ressourceneffiziente Produkt

Produkte, die sich durch hohe Materialund

Energieeffizienz über ihren gesamten

Lebensweg auszeichnen, sind längst zu

einem Erfolgsfaktor für den produzierenden

Mittelstand geworden. Die Weichen

dafür stellen Gestaltung und Design.

Mit dem „Effizienz-Preis NRW“, der alle

zwei Jahre verliehen wird, prämiert die

Effizienz-Agentur NRW 2015 innovative

ressourcenschonende Produkte „Made

in Nordrhein-Westfalen“. Aufgerufen

zur Teilnahme sind Unternehmen aller

Branchen mit einem Standort in NRW.

Bewerbungen sind bis zum 8. Juni 2015

unter www.effizienzpreis-nrw.de möglich.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro

dotiert. NRW-Umweltminister Johannes

Remmel wird die Preisträger am 21. Oktober

2015 in festlichem Rahmen in Essen

auszeichnen.

Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur

NRW: „Die Produktgestaltung und das

Design sind der Schlüssel zum effizienten

Material- und Energieeinsatz über den

© Effizienz-Agentur NRW

Wird alle zwei Jahre vergeben: der Effizienz-Preis NRW.

gesamten Lebenszyklus eines Produktes

hinweg. Das umfasst alle Aspekte von

Rohstoffgewinnung über den Herstellprozess

und die Gebrauchsphase bis hin

zur Wiederverwertung. Angesichts der

aktuellen Herausforderungen im Klimaschutz

und in der Ressourcenschonung

ist dies schon heute ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Mit dem Effizienz-Preis

NRW erhöhen wir die Wahrnehmung für

das Thema sowohl bei den Entscheidungsträgern

in der Industrie als auch bei den

Konsumenten.“

Für den „Effizienz-Preis NRW 2015 – Das

ressourceneffiziente Produkt“ können sich

mittelständische Unternehmen bis

1.000 Mitarbeiter und Unternehmenskooperationen

aller Branchen mit

Standort in NRW bewerben. Prämiert

werden Produkte für Endverbraucher und

Industrie sowie Serviceleistungen. Zum

Zeitpunkt der Bewerbung müssen die

Produkte bereits am Markt platziert sein

oder mindestens als marktfähiger Prototyp

vorliegen. Die Effizienz-Agentur NRW, das

Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz

des Landes Nordrhein-Westfalen, ist

Ausrichter des Preises.

Detaillierte Informationen zum Preis und

den Bewerbungsbogen gibt es unter

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Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Im Jahr 2 nach Snowden

Unter der Schirmherrschaft von

Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft,

Energie, Industrie, Mittelstand und

Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen,

fand am 22. April in der rewirpower-

LOUNGE des VfL Bochum 1848 bereits zum

elften Mal der Fachkongress „IT-Trends

Sicherheit“ statt. Über 220 Teilnehmer

besuchten die verschiedenen Fachvorträge

und diskutierten miteinander über

aktuellen Themen aus dem Bereich IT-

Sicherheit. Die Referenten informierten in

verschiedenen Vorträgen über qualifizierte

Lösungen gegen denkbare IT-Sicherheitsbedrohungen

und standen für Fragen an

den Ausstellerständen zur Verfügung.

In seiner Begrüßung legte Hermann Banse,

Vorstandsvorsitzender des „networker

NRW“, großen Wert auf den Hinweis, dass

sich Unternehmen und vor allem deren

Mitarbeiter der im Internet lauernden

Gefahren bewusster werden müssen und

frühzeitiger Vorsorgemaßnahmen ergreifen

sollten. In seiner Keynote schilderte

Prof. Dr. Thorsten Holz, leitender Direktor

des Horst-Görtz-Instituts für IT-Sicherheit

© sae Institute Bochum

Information und Diskussion prägten die 11. IT-Trends Sicherheit.

an der Ruhr-Universität Bochum, eindrucksvoll,

wie die Welt „im Jahr 2 nach

Snowden“ aussieht, und was die Menschen

daraus gelernt haben sollten. Zwei parallel

durchgeführte Vortragsforen rundeten die

Veranstaltung ab.

Der Fachkongress mit Begleitausstellung

wird von Anfang an vom „networker NRW“

organisiert. Mitveranstalter sind die IHK

Mittleres Ruhrgebiet, die Wirtschaftsförderung

Bochum und eurobits. Hauptsponsoren

und Partner des diesjährigen Fachkongresses

waren der eco Verband der

deutschen Internetwirtschaft e.V. mit dem

europäischen Projekt ACDC, die G Data

Software AG, die proRZ Rechenzentrumsbau,

die TMR Telekommunikation Mittleres

Ruhrgebiet GmbH und die Wirtschaftsförderung

Bochum. Weiterhin informierte das

Projekt nrw.units über die verschiedenen

IT-Sicherheitsaktivitäten in Nordrhein-

Westfalen.

19


Aus der Region

Kein eigenes

Klima

IHK NRW begrüßt, dass sich die

Landesregierung in ihrem im April

vorgestellten Klimaschutzplan

zum Energie- und Industriestandort

NRW bekennt und auf zusätzliche

Belastungen verzichten will.

„Es ist positiv, dass die Landesregierung

von rechtsverbindlichen

Festlegungen des Klimaschutzplans

Abstand genommen hat.

Letztlich führt freiwilliges Engagement

der Wirtschaft besser

zum Ziel“, so der Präsident von

IHK NRW, Ralf Kersting.

Missverständlich könnte jedoch interpretiert

werden, dass zu einem

späteren Zeitpunkt rechtsverbindliche

Maßnahmen ergriffen werden

können. „Wenn die Landesregierung mit

dem vorgestellten Klimaschutzplan richtungsweisende

Weichen stellen will, so

muss dies über das Ende der Legislaturperiode

2017 hinaus gelten“, sagt Stefan

Schreiber, IHK-Federführer Energie und

Klimaschutz NRW.

Der Entwurf des Klimaschutzplans enthält

zudem keineswegs nur Angebote in Form

von Förderung und Beratung. So bekennt

sich die Landesregierung z. B. klar zu

zusätzlichen CO2-Minderungsbeiträgen

durch konventionelle Kraftwerke. Die dazu

ausformulierten Pläne von Bundesminister

Sigmar Gabriel zu einem „Klimabeitrag“

von Kraftwerken hatten aus Sorge um

tausende Arbeitsplätze in NRW zuletzt

auch innerhalb der Landesregierung Widerspruch

hervorgerufen.

Noch Klärungsbedarf sieht IHK NRW

insbesondere bei Kosten und Finanzierung

der Maßnahmen. Da NRW auf bundesoder

EU-weite Rahmenbedingungen nur

begrenzt Einfluss nehmen kann, stellt

der Plan selbst zudem viele enthaltene

Maßnahmen unter Vorbehalte. „Finanzielle

Belastungen oder bürokratische Vorgaben

für die Unternehmen sind in jedem Fall

zu vermeiden – und zwar langfristig“,

erklärt Präsident Kersting. So richtig und

20


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

© Hans Blossey

Am Kraftwerksstandort Niederaussem plant RWE (noch) ein Braunkohlekraftwerk modernster Prägung, das in erheblichem Umfang CO2 einsparen soll.

begrüßenswert Anstrengungen um den

Klimaschutz auch sind, aus Sicht von IHK

NRW gilt es doch anzuerkennen, dass

NRW das Klima nicht im Alleingang retten

kann. „NRW hat kein eigenes Klima. Daher

brauchen wir ein auf internationaler Ebene

abgestimmtes Vorgehen“, so Kersting

weiter.

Nun wird IHK NRW die Maßgaben des

Plans im Detail prüfen und sich in die

Beratungen einbringen.

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IHK Aus aktuell der Region

Ehrenmitgliedschaft als Dank

Zur 18. Mitgliederversammlung hatte

der „networker NRW“ am 24. März

nach Bochum in die Räume der IHK

Mittleres Ruhrgebiet eingeladen. Knapp

30 Mitglieder folgten der Einladung.

Vorstand und Geschäftsführung gaben

einen Überblick über die verschiedenen

Aktivitäten seit der letzten Versammlung.

Der Haushalt wurde einstimmig

genehmigt, der Vorstand entlastet.

Höhepunkt der Mitgliederversammlung:

Joachim Hähnel, Vorstandsvorsitzender

des „networker NRW“ von 2008

bis 2014 wurde aufgrund seiner

jahrelangen Verdienste und seines

persönlichen Engagements von der

Mitgliederversammlung einstimmig zum

Ehrenmitglied des Vereins „networker

NRW“ ernannt.

Turnusgemäß fanden Wahlen statt.

Zum neuen Vorstandsvorsitzenden für

die Wahlperiode 2015 bis 2017 wurde

Hermann Banse, geschäftsführender

Gesellschafter der Genesis Software

GmbH aus Bochum, gewählt. Er war bisher

stellvertretender Vorsitzender.

© networker NRW e.V.

Vorstandsmitglied Jörg Meyer (r.) überreichte dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Joachim Hähnel die

Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden

wählten die Mitglieder Dr. Martin H.

Ludwig aus Gelsenkirchen. Weitere

Vorstandsmitglieder sind Jörg Meyer

aus Hünxe, Franz-Josef Nölke von der

Unify GmbH & Co. KG aus Essen, und

Frank Putzmann, geschäftsführender

Gesellschafter der concedra GmbH aus

Bochum.

Die IHK in den sozialen Netzwerken

www.facebook.com

/IHKMittleresRuhrgebiet

www.xing.to

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Angemessen berücksichtigt

„Bundesverkehrswegeplan 2015 – Ein

Gewinn für NRW“ ist der Verkehrskongress

IHK NRW überschrieben, der am 8. Juni

im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in

Düsseldorf stattfindet. Unter Moderation

von Tom Hegermann (WDR) geht es

zwischen 11 und 15 Uhr um die Frage,

wie sich das Infrastrukturdilemma der

„Logistikdrehscheibe Nr. 1“ (NRW) lösen

lassen kann.

Die Arbeiten zur Aufstellung des

neuen Bundesverkehrswegeplans

(BVWP) laufen. Der neue BVWP legt die

Infrastrukturbedarfe der nächsten zehn bis

15 Jahre fest – alle Ausbaumaßnahmen,

die nicht im Bundesverkehrswegeplan

stehen, werden vermutlich bis zum

22

Jahre 2030 nicht angegangen. Die IHK

Mittleres Ruhrgebiet drängt beispielsweise

darauf, den sechsstreifigen Ausbau der

A 42 zwischen dem Autobahnkreuz

Herne und dem Anschluss Bottrop-Süd

im Bundesverkehrswegeplan 2015 zu

verankern.

Die zentrale Frage für IHK NRW-Präsident

Ralf Kersting lautet: „Wird NRW im BVWP

2015 angemessen berücksichtigt? Und

falls ja: Wie kann sichergestellt werden,

dass für die Umsetzung der Projekte

ausreichende Planungs- und finanzielle

Ressourcen zur Verfügung stehen?“ Um im

Kampf der Bundesländer um die knappen

Infrastrukturmittel des Bundes nicht den

Kürzeren zu ziehen, müssen alle Akteure in

NRW nach Ansicht von IHK NRW an einem

Strange ziehen – und dies in dieselbe

Richtung.

Als Redner haben sich Enak Ferlemann,

Parlamentarischer Staatssekretär im

Bundes-Verkehrsministerium, und für

das Land NRW Verkehrsminister Michael

Groschek angesagt.

Nähere Informationen gibt es auf

der Internetseite der IHK Mittleres

Ruhrgebiet (www.bochum.ihk.de) unter

der Rubrik „Verkehr“. Anmeldungen zur

Veranstaltung, die kostenfrei ist, sind

unter huv@ihk-nordwestfalen.de möglich.


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Der Startschuss ist gefallen

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt

Duin hat auf der Hannover Messe

Industrie den Startschuss für den

Leitmarktwettbewerb MobilitätLogistik.

NRW gegeben. 60 Millionen Euro aus

Landes- und EU-Mitteln stehen zur

Verfügung, um technische Innovationen

in der Logistikbranche zu entwickeln. Ziel

des Wettbewerbs ist es, die Mobilität von

Menschen und Gütern effizienter und

nachhaltiger zu gestalten.

„Unsere Logistikunternehmen versorgen

Unternehmen und Menschen des Landes

pünktlich, zuverlässig und zügig mit

den Waren, die sie benötigen. NRW als

Logistikzentrum will die Branche dabei

unterstützen, technische Innovationen

zu entwickeln – gerade, wenn sie sich

dem Zukunftsthema Digitalisierung

widmet. Wir fördern die besten

Projekte, an denen Unternehmen und

Forschungseinrichtungen gemeinsam

arbeiten“, sagte der Wirtschaftsminister.

Projektvorschläge müssen sich dabei

einer der beiden thematischen Säulen des

Wettbewerbs zuordnen lassen: „Innovative

/ Integrierte Mobilitätskonzepte /

Logistikleistungen – (technische)

Grundlagen für Geschäftsmodelle“

oder „Technologische Innovationen,

insbesondere im Hinblick auf die

Digitalisierung von Mobilität und Logistik“.

Mit dem Aufruf „MobilitätLogistik.NRW“

unterstützt die Landesregierung auch

die starke Automobilzuliefererindustrie

in Nordrhein-Westfalen. Unternehmen

und Forschungseinrichtungen können

Fördermittel erhalten, um technologische

Innovationen zu entwickeln und

umzusetzen: zum Beispiel, um

Verkehrsträger besser mit ihrer Umwelt zu

vernetzen, effiziente und kostenoptimierte

Produktionsabläufe zu schaffen oder die

Elektromobilität weiter zu entwickeln.

Anträge für den Aufruf können bis zum

16. Juli 2015 eingereicht werden. Weitere

Informationen gibt es im Internet unter

www.efre.nrw.de oder

www.leitmarktagentur.nrw.de.

Der Aufruf „MobilitätLogistik.NRW“ ist der

sechste NRW-Leitmarktwettbewerb in der

aktuellen Förderperiode des Europäischen

Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Er ergänzt thematisch die Wettbewerbe

„Produktion.NRW“ (März 2015) und

„IKT.NRW“ (Juni 2015).

Die Leitmarktwettbewerbe sind Teil der

Regionalen Innovationsstrategie der

Landesregierung. Bis zum Jahr 2020

stehen in Nordrhein-Westfalen insgesamt

rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel

zur Verfügung, um Wachstum und

Beschäftigung zu unterstützen.

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23


IHK Aus aktuell der Region

Ein

Vorzeigeprojekt

© Ernesto Ruge, ruhrmobil-E e.V.

Zogen in Bochum eine erste Zwischenbilanz: die Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet des „Mobil.Pro.Fit.-Modellprojektes.

Betriebe und deren Beschäftigte müssen

mobil sein. Der damit verbundene

Verkehr belastet jedoch sowohl

Unternehmensbilanzen als auch Umwelt

und Klima. Wie moderne Konzepte

aussehen können, die mit innovativen

Angeboten die betriebliche Mobilität

verbessern und gleichzeitig die Umwelt

schonen, soll das Modellprojekt „Mobil.

Pro.Fit.“ verdeutlichen.

Am 16. April stellten acht Betriebe und

Einrichtungen aus dem Ruhrgebiet, die

sich an dem bundesweiten Vorhaben

beteiligen, im Bochumer Uni-Center ihre

Zwischenergebnisse vor. Wolfgang Jung,

Geschäftsführer der Landesinitiative

KlimaExpo.NRW, lobte das Modellprojekt

dabei als Vorzeigeprojekt für den

Klimaschutz. Für die beteiligten Städte

Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen

und Herten ist „Mobil.Pro.Fit.“ ein

wichtiger Baustein sowohl für die

regionale Wirtschaftsförderung als auch

24

für den Umwelt- und Klimaschutz im

Ruhrgebiet.

Durch den Transport von Menschen und

Waren entstehen erhebliche Klimagasund

Schadstoffemissionen. Im Ruhrgebiet

ist der Verkehr zu 29 Prozent an den

Stickoxid-Emissionen beteiligt. Doch es

bestehen vielfältige Möglichkeiten, auf

die betriebliche Mobilitätsgestaltung

einzuwirken. Das Projekt „Mobil.Pro.Fit.“

verknüpft dabei ökonomische, soziale

und ökologische Vorteile miteinander:

Die Unternehmen können Kosten

sparen und durch die Erweiterung der

Verkehrsmittelwahl ihre Belegschaft

stärker binden, motivieren und deren

Gesundheit fördern und zugleich die

Umwelt entlasten. Neue Technologien

und Angebote (wie z.B. Elektromobilität)

werden dabei einbezogen.

Seit November haben acht Betriebe

und Einrichtungen eine erste

Bestandsaufnahme durchgeführt

und verschiedene Ansatzpunkte

zur Verbesserung ihrer Mobilität

untersucht. Dabei zeigte sich, dass die

Möglichkeiten vielfältig sind: Carsharing-

Angebote schaffen mehr Flexibilität

im Fuhrpark, Elektromobilität ist in

manchen betrieblichen Einsatzbereichen

bereits eine interessante Option, der

Umstieg auf Fahrrad und öffentliche

Verkehrsmittel ist für viele Beschäftigte

möglich und entlastet Straßen sowie

Parkraum. Es wurde deutlich, dass die

Mitwirkungsbereitschaft der Beschäftigten

bei diesem Thema groß ist – ein zentraler

Erfolgsfaktor für das betriebliche

Mobilitätsmanagement.

Bis zum Herbst tüfteln die Teilnehmer

nun weiter an ihren Konzepten. Bei

erfolgreicher Durchführung werden die

Teilnehmer von den beteiligten Städten als

„Mobil.Pro.Fit.- Betrieb“ ausgezeichnet.


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Was tut das Land?

Das „BranchenForum Personal in der

Logistik“ feiert ein kleines Jubiläum:

Seit zehn Jahren gibt es diese

Veranstaltungsreihe, die gemeinsam vom

last mile logistik netzwerk, den Industrieund

Handelskammern im Ruhrgebiet

(Ruhr-IHKs) sowie dem LogistikCluster.

NRW getragen wird. Und passend

zum Jubiläum erwartet man deshalb

auch einen besonderen Gast: NRW-

Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Ein Angebot nur für gewerbliche Kunden:

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„Was tut das Land für die Logistikbranche?“

ist der Impulsvortrag überschrieben,

den Duin auf dem BranchenForum am

Freitag, 19. Juni 2015, halten wird. Die

Veranstaltung läuft von 15 bis 19 Uhr in

der Stadt-Parfümerie Pieper GmbH,

Baukauer Str. 45, 44653 Herne.

Zum Jubiläum ist natürlich ein Rückblick

auf die letzten zehn Jahre ebenso geplant

wie der Blick in die Zukunft. Nach wie

vor ist die Wettbewerbssituation für die

Unternehmen in der Logistikbranche

schwierig. Referent Martin Gaedt

wirft in seinem Bestseller „Mythos

Fachkräftemangel“ passend die Frage auf,

ob dieser hausgemacht sei? Provokant

soll hier der Arbeitswelt der Spiegel

vorgehalten werden.

Zugleich bleiben die Rahmenbedingungen

der Branche problematisch: das Image am

Boden, das Ausbildungsniveau steigt nur

langsam, die technischen Anforderungen

nehmen rasant zu, ebenso Termin- und

Leistungsdruck. Die Logistik ist als

Querschnittsbranche das „Schmiermittel“

der Wirtschaft. Was würde passieren,

wenn der Logistik personell die Luft

ausginge, fragt Joachim Grollmann,

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Herne?

Antworten auf diese und andere Fragen

werden in Herne gesucht …

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Fachkräfteinitiative 2015

© Matthias Graben

Hat „Visus Kultur und mehr“ ins Leben gerufen: Alf Meyerratken.

© Matthias Graben

Anna Mallek (r.) und Sve

Ein Traum, der bleibt

Nirgendwo lässt sich der rasante

Fortschritt von anwendungsbezogener

Forschung anschaulicher

nachvollziehen als in der Medizintechnik

und Gesundheitswirtschaft. Visus Technology

Transfer ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Das Bochumer Unternehmen bietet

Arztpraxen wie Krankenhäusern intelligente

Software für die Bearbeitung, den

Austausch und die Archivierung von Patientendaten

wie Röntgen-, CT- oder MRT-

Aufnahmen. Im Jahre 2000 als Ausgründung

der Privaten Universität Witten/

Herdecke ins Leben gerufen, entwickelte

sich der IT-Dienstleister dank seiner engagierten

Mitarbeiter zum Marktführer in

Deutschland und zu einem international

tätigen Anbieter bis in die USA und nach

China.

26

Ein Klick – und der schwarze Bildschirm

der Work-Station baut das digitale

dreidimensionale Bild eines menschlichen

Beckens auf. Ein weiterer Klick – die

Ansicht dreht sich und zeigt den Skelett-

Ausschnitt im neuen Blickwinkel. Melanie

Dessel demonstriert, wie ein Radiologe mit

Hilfe der Visus-Software die Läsion eines

Körperteils besser erkennen und beurteilen

kann. Dabei hatte sie anfangs gar keine

Ahnung von IT. „Die Materie war mir zu

komplex, ein Alptraum“, sagt die 46-jährige

Quereinsteigerin aus der medizinischen

Praxis, die Krankenschwester gelernt und

anschließend Pflegemanagement studiert

hat. „Jeder bei Visus hat mich sofort

akzeptiert, keiner hat mir zu verstehen

gegeben, dass ich so gut wie nichts weiß.“

Heute betreut die Produktmanagerin die

webbasierte Software, mit der sich der

Arzt von überall in das Programm einloggen

kann, und einen Teil des medizinischen

Archivs. Sie fährt zu Kunden raus, erkundet

deren Wünsche und überlegt, wie diese in

das digitale Programm integriert werden

können. Eine anspruchsvolle Führungsaufgabe.

Sie bringt die notwendigen fachlichen

Innovationen ins Team, zu dem neben

dem Teamleiter vier Entwickler gehören.

Beide Bereiche lernen voneinander.

Vor drei Jahren ist Melanie Dessel in diese

Männerdomäne vorgedrungen. Als sie

anfing, war sie die einzige Frau in der

Entwicklungsabteilung – eine unter 35.

Sie hat sich durchgebissen. Daran nicht

ganz unschuldig dürfte eine bestimmte

Frau sein – ihre Mentorin im Programm


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

nja Hooge stehen auch für die sportliche Seite bei Visus.

„Cross Mentoring NRW Ruhr“. Dieses

Frauenförderprogramm bereitet junge

weibliche Talente auf Führungspositionen

in traditionell männlich dominierten

Arbeitsbereichen vor. Die Firma trägt die

Kosten und sorgt für die notwendigen

zeitlichen Freiräume für Gespräche mit der

Mentorin und die regelmäßigen Workshops.

„Als ich ein Jahr im Unternehmen

war, fragte mich mein Abteilungsleiter,

ob ich nicht Lust hätte mitzumachen, und

ich bekam meine Mentorin. Eine gestandene

Geschäftsfrau, Physikerin, Mitte 50,

rhetorisch und psychologisch versiert. Alle

vier Wochen haben wir uns getroffen. Sie

hat mir tausend Tipps gegeben: wie ich

mit IT-Entwicklern kommuniziere, wie ich

meinen Arbeitsbereich abgrenze, wie ich

Konfliktgespräche führe.“

Das Geschäft von Visus ist service- und

betreuungsintensiv. Persönliche Beratung

am Telefon oder per Fernwartung ist

gefragt und macht neben dem qualitativ

hochwertigen Produkt den Erfolg aus. Und

der kann sich sehen lassen. 115 Mitarbeiter

zählt die Firma inzwischen, sie platzt aus

allen Nähten. Noch sitzt sie im Biomedizin-Zentrum

am Rande des Uni-Campus.

Gelbe, blaue und grüne Rechtecke auf der

Fassade signalisieren dem Besucher: Grau

wie Beton ist alle Theorie – hier geht es

aber um die Praxis, um die Anwendung,

um den Patienten. Das eigene Gebäude ist

schon auf dem benachbarten Gesundheitscampus

geplant und soll im Spätsommer

2016 bezugsfertig sein.

Alf Meyerratken (52) hat seinen Anteil am

Erfolg, er leitet die Abteilung Helpdesk.

Mit seinen 15 Mitarbeitern ist er erste

Anlaufstelle bei Kundenfragen. Der Fachinformatiker

hat „Visus Kultur und mehr“ ins

Leben gerufen. „Ich bin gern ein kleiner

Einmischer, und auf einmal hatte ich den

Posten“, grinst er. Aber natürlich geht das

Interesse tiefer; Musik, Gitarre spielen und

Kultur überhaupt sind seine Hobbys. Wer

Lust hat, geht zu den regelmäßigen abendlichen

Ausflügen mit: ins Schauspielhaus

Bochum, zur Stadionbesichtigung oder zur

Weinprobe. In diesem Jahr steht eine Fahrt

mit einer historischen Straßenbahn auf

dem Programm. Die Firma bezuschusst den

Abend.

27


Fachkräfteinitiative 2015

© Matthias Graben

Lebt seinen Traum: Oliver Brocks.

© Matthias Graben

Hat immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter:

Jörg Holstein.


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Überhaupt ist die Reihe der gemeinsamen

Aktivitäten lang. Die Leute bringen ihre

Hobbys ein. „Wir haben hier Menschen,

die sagen, ich spiele gern Fußball; lass

uns eine Fußballgruppe aufmachen. Es

gibt verschiedene Sportgruppen, eine

Tauchgruppe und vieles mehr“, erzählt Alf

Meyerratken. Einmal im Quartal treffen

sich Mitarbeiter zum „Visus-Abend“: zum

Kegeln oder gemeinsamen Restaurant-

Besuch. Die „Visus-Tour“ bietet Ausflüge

mit Familie, Kind und Kegel: Kanu fahren

auf der Ruhr, Klettern mit Grillen hinterher

– alles, was auch Kindern Spaß

macht. „Family&friends“ wiederum ist eine

Großveranstaltung für Geschäftspartner,

Kunden und Lieferanten, zu der auch Mitarbeiter

und ihre Familien gern gesehen

sind. „Es ist halt was anderes, als immer

nur miteinander zu telefonieren“, weiß

Alf Meyerratken. Das Sport-Programm

„fit&fun“ ist ein Angebot mit Rückenund

Kardio-Kursen plus Krafttraining im

benachbarten Reha-Center „Wirbelwind“.

Beim Spendenlauf, zu dem ein Visus-Team

regelmäßig antritt, gibt es fünf Euro pro

gelaufenen Kilometer. 5.000 Euro und

mehr kommen da schon mal zusammen,

die an die Aktion Lichtblicke, das Franz-

Sales-Haus in Essen und die Kinderklinik in

Datteln weitergeleitet werden.

Natürlich ist so ein Engagement mit

gehörigem Eigennutz verbunden. In der

IT-Branche sind gute Fachkräfte knapp,

da muss sich eine ambitionierte Firma um

sie bemühen. Und sie profitiert davon.

Die Kommunikation läuft einfacher und

schneller, wenn man sich auf der persönlichen

Ebene kennt. Davon ist auch Jörg

Holstein, Mitbegründer von Visus und

als Geschäftsführer zuständig für Strategie

und Marketing, überzeugt: „Unsere

Arbeit ist sehr arbeitsteilig. Wir sind nur

deswegen erfolgreich, weil wir belastbare

und vertrauensvolle Beziehungen untereinander

und auch zu unseren Kunden

und Lieferanten pflegen. Das erreichen

wir durch ein soziales Miteinander; wenn

die Leute auf dem Flur eben nicht einfach

aneinander vorbeilaufen.“ Auch für ihn

© Matthias Graben

Ist auch als „Seiteneinsteigerin“ sofort akzeptiert worden: Melanie Dessel.

als Geschäftsführer gilt: Die Tür seines Arbeitszimmers

steht immer offen. Immerhin

ein Drittel seiner Zeit geht für Gespräche

mit Mitarbeitern drauf. „Jeden Tag drehe

ich mit meinem Kaffee in der Hand eine

Runde durch die Büros. Oft sehe ich den

Leuten schon an, da besteht Gesprächsbedarf“,

erklärt er.

Anna Mallek (29) und Svenja Hooge (25)

haben beide ihre Ausbildung als Kauffrau

im Vertriebsinnendienst bei Visus absolviert

und sind der Firma treu geblieben.

„Wir sind sofort als vollwertiges Mitglied

ins Team integriert worden und haben

vom ersten Tag an Wertschätzung erfahren“,

erzählen sie. Das zeigt sich ganz

konkret darin, dass sie gleich Eigenverantwortung

übernommen haben. Jeder

kaufmännische Azubi muss beispielsweise

den Vertriebsschrank pflegen und dafür

sorgen, dass er stets mit den Marketing-

Utensilien gefüllt ist, die die Vertriebler

mit auf Kundenbesuch nehmen. Der Azubi

allein ist verantwortlicher Ansprechpartner.

So etwas macht stolz; genauso wie die

Organisation des Spendenlaufs, die Svenja

Hooge erfolgreich übernommen hat.

Ein ganz und gar ungewöhnlicher Azubi

war Oliver Brocks. Der 38-Jährige hat

gerade seine Ausbildung zum Fachinformatiker

abgeschlossen. Verkürzt, nach

zweieinhalb Jahren, auf gutes Zureden

seines Ausbildungsleiters. Und er ist

direkt übernommen worden und jetzt

schon stellvertretender Teamleiter in der

Qualitätssicherung – ein wirklich steiler

Aufstieg. „Ich muss mich wohl geschickt

angestellt haben“, sagt er. Es klingt ein

wenig zweifelnd, Ängste waren da, er hat

hohe Ansprüche an sich. Der eingefleischte

Schach-Fan hat zudem nach eigenen

Worten einen „holprigen Lebensweg“

hinter sich. Die Stationen: Justizfachangestellter,

Computertechniker, Koch,

fünf Jahre in der Gastronomie, zuletzt

Chefkoch. Ein enorm stressiger Job, der

ihn zusammen mit privaten Problemen

beinahe von den Beinen geholt hätte, wie

er sagt. „Ich war komplett gastronomiegeschädigt.

Mein Teamleiter bei Visus

sagte mir: ‚Mach doch mal ruhig, Oliver.

Hier herrscht eine andere Gangart, ein

anderer Ton.‘“ Oliver Brocks ist wohl der

lebendige Beweis dafür, wie sich ein

Engagement in Mitarbeiter auszahlt. „Was

Visus uns bietet, die berufliche Sicherheit,

die vielen Freizeitangebote, macht es jedem

Einzelnen leicht, sich mit dem Betrieb

zu identifizieren“, meint er. „Manchmal

denke ich, es ist ein Traum, den ich lebe.

Ich warte darauf, dass ich aufwache. Aber

der Traum bleibt.“

Ulrike Wahl

Freie Journalistin

29


IHK Unternehmen aktuell im Blickpunkt

Acht Mal siegreich

G DATA INTERNET SECURITY hat im

Vergleichstest der renommierten

Verbraucherorganisation Stiftung

Warentest den ersten Platz belegt und

die Ergebnisse der Vorjahre bestätigt.

Als einzige Sicherheitslösung im

Vergleichsfeld schützt die G DATA

INTERNET SECURITY „sehr gut“ vor

Schadprogrammen und Online-Attacken.

Damit ist die Sicherheitssoftware zum

achten Mal in Folge der beste Virenjäger.

Weitere Pluspunkte: Das schnelle Update

der Virensignaturen, Scan der Festplatte

mit einer sehr hohen Erfolgsquote, guter

Schutz beim Surfen und beim Zugriff auf

USB-Speicher.

„Wir freuen uns sehr über den eindeutigen

Sieg bei der renommierten Stiftung

Warentest. Das hervorragende Resultat

sehen wir als Bestätigung für die Qualität

unserer Sicherheitslösungen und zugleich

als Ansporn, weiterhin die besten

Security-Technologien zu entwickeln,

damit Verbraucher einfach und sicher

die Möglichkeiten des Internets für sich

nutzen können“, erklärt Walter Schumann,

Vorstand der G DATA Software AG.

Insgesamt 17 Sicherheitslösungen wurden

von der Stiftung Warentest geprüft – die

Ergebnisse wurden im Magazin test,

Ausgabe 04/2015, veröffentlicht.

Seit 2005 testet die Stiftung Warentest

Internet Security-Lösungen. In allen acht

Tests, die von 2005 bis 2015 durchgeführt

wurden, erreichte G DATA die beste

Virenerkennung.

Die G DATA Software AG gilt als Erfinder

des AntiVirus. Das 1985 in Bochum

gegründete Unternehmen hat vor mehr

als 28 Jahren das erste Programm gegen

Computerviren entwickelt. Heute gehört

G DATA zu den weltweit führenden

Anbietern von IT-Security-Lösungen.

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Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Netzwerken im Stadion

Es ist bereits gute Tradition beim VfL

Bochum 1848, einmal im Jahr zu seinem

VFLNetzwerk-Erlebnis zu bitten – eine

Messe, zu der alle Partner, Sponsoren und

Unternehmen, die sich der VfL-Familie

zugehörig fühlen, eingeladen werden.

Bei der dritten Auflage in diesem Jahr

richtet sich die Einladung darüber hinaus

ausdrücklich auch wieder an Entscheider

und Meinungsbildner aus dem mittleren

Ruhrgebiet, die noch nicht dem „VfL-

Umfeld“ angehören.

Das 3. VfLNetzwerk-Erlebnis findet

am Donnerstag, 21. Mai, ab 10 Uhr im

rewirpowerSTADION an der Castroper

Straße statt. Es werden etwa 70 Aussteller

erwartet, die sich und ihre Produkte

den anderen VfL-Partnern und weiteren

interessierten Unternehmern vorstellen

möchten. Der Tag wird natürlich auch mit

Show-Elementen garniert – die Zweitliga-

Mannschaft des VfL lädt zum Show-Training,

man bekommt Stadion-Führungen

geboten, es gibt Musik und, und, und …

Unternehmer, die Interesse am

Netzwerken haben, brauchen am Messetag

nur ihre Unternehmensvisitenkarte

vorzulegen und bekommen darauf

freien Eintritt. Insgesamt rechnet der VfL

Bochum 1848 mit 2000 Besuchern.

Die in der Rubrik „Unternehmen im

Blickpunkt“ veröffentlichten Beiträge sollen

einem breiten Leserkreis einen Überblick über

besondere Ereignisse und Entwicklungen

in den Mitgliedsfirmen der IHK Mittleres

Ruhrgebiet vermitteln.

Um möglichst umfassend darüber berichten

zu können, ist die „Wirtschaft im Revier“

jedoch auf die Mithilfe der Unternehmen

angewiesen. Sie werden gebeten, der

Redaktion ihre Pressemitteilungen,

Veranstaltungseinladungen,

Geschäftsberichte und sonstigen

Veröffentlichungen zu senden sowie

über besondere Investitionsvorhaben,

außergewöhnliche Aufträge beziehungsweise

andere Aktivitäten und Ereignisse außerhalb

des Alltagsgeschäftes zu informieren.

Firmenjubiläen, etwa anlässlich des 25-, 50-,

75- oder 100-jährigen Bestehens, werden

ebenfalls in der „Wirtschaft im Revier“

vermeldet. Willkommen sind auch für den

Druck geeignete Fotos – sie können die

Aufmerksamkeit des Lesers erhöhen.

Nähere Informationen bei

Jörg A. Linden

Tel. (02 34) 91 13-1 51

E-Mail: linden@bochum.ihk.de

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Sprechen

wir über Ihre

Zukunft!

Wir machen den Weg frei.

Mehr Informationen erhalten Sie vor Ort

oder unter vr.de/firmenkunden

Volksbanken

Raiffeisenbanken


IHK Unternehmen aktuell im Blickpunkt

Firmenjubiläen

Auch beim BVB

Seit mehr als 100 Jahren ist die Wittener

Gülich Gruppe in der Reinigungsbranche

aktiv. Vor einem viertel Jahrhundert

zeichnete sich in Kundengesprächen der

Wunsch nach „Service aus einer Hand“

ab. So entschied sich Jürgen Gülich

für die Gründung der Gülich Gruppe

Sicherheitsdienste GmbH. Mit inzwischen

350 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz

von rund 10 Millionen Euro ist das

Unternehmen in den letzten 25 Jahren

gewachsen.

Das führt Jürgen Gülich in erster Linie auf

seine Mitarbeiter zurück, die er als Partner

sieht. Daher zahlt das Unternehmen die im

Tarifvertrag festgelegten Löhne nicht nur

aus Überzeugung, sondern investiert gezielt

in die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Transparenz, Offenheit und Flexibilität gehören

dabei genauso zu den Werten des

Unternehmens wie die für alle Mitarbeiter

geöffneten Türen des Managements.

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Gülich, IHK-Regionalbüroleiter Christian Kolb und Einsatzleiter

Heinz Fischer (v. l.) trafen sich am 30. März in Witten zur Übergabe der Jubiläumsurkunde.

Unter anderem ist die Gülich Gruppe für

die Sicherheit im Öffentlichen Personen-

Nahverkehr in Dortmund mitverantwortlich

und mit hohem Personalaufwand im

Einsatz, damit bei Heimspielen des BVB

rund 40.000 Fahrgäste sicher zurück nach

Hause kommen.

Jürgen Gülich setzt auf die ständige Weiterentwicklung

seines Unternehmens: „Vor

anderthalb Jahren sind wir in die Sicherheitstechnik

eingestiegen und kümmern

uns auch um Brandmelder, Videotechnik

und Zutrittskontrollen.“

Nur noch sieben Jahre …

Jeder hat seine Zählweise – Hauptsache,

das Ergebnis stimmt. Als Kerstin Groß,

stellvertretende Leiterin des IHK-

Geschäftsbereichs Industrie und Verkehr,

am 17. April der Bochumer TKD Logistik

GmbH die Urkunde der IHK zum

25-jährigen Firmenjubiläum überbrachte,

war Geschäftsführer Hans-Peter Exner

schon einige Jahre weiter. „Eigentlich sind

es ja schon 33 Jahre“, ist Exner stolz, denn

die TKD Unternehmensgruppe, aus der die

TKD Logistik GmbH entstanden ist, wurde

bereits am 1. Oktober 1982 gegründet.

Als Dienstleister und Partner für die

Logistik arbeitet die TKD GmbH im Postund

Paketbereich sowie der Feinverteilung.

Die Unternehmensphilosophie ist für

jeden der 25 Mitarbeiter Programm:

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Über die Urkunde zum 25-jährigen Firmenjubiläum freuten sich Prokurist Stefan Kube, Chefdisponent Andreas

Gidaszewski, Geschäftsführer Hans-Peter Exner sowie Prokurist Aleksandr Puntus (v. l.).

„Kunden mit erstklassigem Service und

maßgeschneiderten Lösungen durch

unsere Dienstleistungen überzeugen und

sie an uns binden.“

Groß feiern will Hans-Peter Exner das

40-jährige Jubiläum. Und nach seiner

Rechnung sind es ja auch nur noch sieben

Jahre…

32


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Die Erweiterung geplant

Bei einem 50-jährigen Firmenjubiläum

hat in der Regel nicht nur eine Generation

Grund zur Freude. Dies gilt auch für den

Garten- und Landschaftsbau Tewes-

Kampelmann in Herne. Denn bei diesem

Familienbetrieb ist die zweite Generation

schon vor vielen Jahren erfolgreich in die

Fußstapfen des Gründers getreten. Grund

genug zur Gratulation durch Raphael

Jonas, Leiter des IHK-Regionalbüros in

Herne, der die Jubiläumsurkunde der

IHK Mittleres Ruhrgebiet überreichte.

Das Unternehmen war 1965 durch Johannes

Tewes-Kampelmann gegründet worden,

1995 stieg das Ehepaar Siller in das

Unternehmen ein. Simone und Thorsten

Siller, beide haben Landschaftsarchitektur

studiert, arbeiten mit rund 25 Mitarbeitern

an hochwertiger Garten- und Landschaftsgestaltung

in

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Erfolgreich und auf Wachstumskurs: Simone und Thorsten Siller mit der Jubiläumsurkunde der IHK Mittleres

Ruhrgebiet.

Wanne-Eickel, Herne und der Region.

Und setzen dabei auch auf Ausbildung:

Drei Auszubildende lernen derzeit in dem

Betrieb.

Seit dem Jahr 2002 hat die Firma ihren

Sitz an der Hülsstraße in Herne. Die Betriebsfläche

möchte man kurzfristig erweitern,

das benachbarte Grundstück bietet

dazu die Gelegenheit.

Nachfolge schon geregelt

Bis ins Jahr 1955 reichen die Wurzeln der

Elektro Wieshoff GmbH, die in ihrer

heutigen Form seit 1990 besteht, zurück.

Damals gründete der Vater des heutigen

Eigentümers sein Unternehmen.

1974 machte Günter Wieshoff die Ausbildung

im Familienbetrieb. Später übernahm

er die Geschäftsführung und das Unternehmen

von seinem Vater.

Über die Jahrzehnte hat sich das

Unternehmen immer wieder an die

Entwicklungen und Kundenwünsche

angepasst und bietet heute

neben Gebäude- und Haustechnik auch

Kommunikations- und

Sicherheitslösungen sowie Arbeitsbühnen

an. Bewusst setzt man auf langfristige

Geschäftsbeziehungen. „Die

Kundenzufriedenheit ist uns besonders

wichtig. Nur, wenn alles funktioniert,

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Firmeninhaber Günter Wieshoff, seine Frau Cornelia und Sohn Heinrich freuten sich am 1. April über den

Besuch von IHK-Regionalbüroleiter Christian Kolb (l.).

melden sich die Kunden beim nächsten

Auftrag wieder“, beschreibt Günter

Wieshoff (56) seine Strategie. Besonders

wichtig sind ihm dabei die Qualifikation

und die Serviceorientierung der inzwischen

15 Mitarbeiter.

Auch die Zukunft des eigenen Betriebs

haben Günter Wieshoff und seine Frau

Cornelia geregelt. Ihr Sohn Heinrich (25)

hat vor zwei Jahren den Bachelor als

Betriebswirt im Handwerk gemacht und

arbeitet aktiv mit im Unternehmen.

33


IHK Unternehmen aktuell im Blickpunkt

Ein (System)-Haus für alle(s)!

Wie vielseitig Hard- und Software genutzt

werden können, war Athanassios Karnassiotis

und Pantelis Radouniklis schon bei

der Gründung des Unternehmens im Jahre

1990 bewusst: „Schon bei der Namensfindung

haben wir also die vielfältigen

Möglichkeiten eines IT-Systemhauses mit

einbezogen“, sagt Geschäftsführer Karnassiotis

schmunzelnd. „Unser Anspruch war

es von Beginn an, Hard- und Softwareschmiede

für jedes Unternehmen sein zu können“,

ergänzt Mitgeschäftsführer Radouniklis.

Seit der Gründung als Elektronisches

Systemhaus entwickelte und spezialisierte

sich die multi-RAK Karnassiotis &

Radouniklis OHG immer weiter –

in Zusammenarbeit mit führenden

Herstellern aus der EDV-, Elektro- und

Elektronikbranche – um den Bedürfnissen

ihrer Kunden gerecht zu werden.

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Ein Grund zu feiern an der Bochumer Universitätsstraße: IHK-Sachgebietsleiterin Jennifer Duggen überbrachte

den Geschäftsführern Athanassios Karnassiotis und Pantelis Radouniklis die Jubiläumsurkunde.

Ob im Bereich der Notstrombeleuchtung,

der Entwicklung eigener Produkte im Softwarebereich,

der Werbeindustrie oder bei

der Dynamischen Fahrgastinformation

– das Unternehmen ist heute breit

aufgestellt.

Keine Plastikfolie

Zwei Jahre nach Abschluss ihrer Ausbildung

in einem Wittener Unternehmen, eröffnete

Tanja Lerch im Alter von 22 Jahren

ihr eigenes Blumengeschäft. Mit der Gründung

von „Blumen florissimo“ verwirklichte

sie ihren Traum, wirtschaftlich auf

eigenen Beinen zu stehen und kreativ mit

Pflanzen und Blumen zu arbeiten.

Über 25 Jahre ist sie dabei der Annenstraße

in Witten treu geblieben.

Nicht nur aus Witten, sondern auch aus

den umliegenden Städten kommen Kunden.

Tanja Lerch führt das auf den „besonderen

Stil“ ihres Geschäftes zurück. Bei ihr

gibt es nicht nur Topf- und Schnittblumen

wie Fair Trade Rosen, sondern auch Dekoration

für Haus und Garten sowie einzelne

Möbelstücke. „Wir haben alles so dekoriert,

dass die Kunden sich vorstellen

können, wie es bei Ihnen zu Hause wirkt“,

beschreibt Tanja Lerch ihre Philosophie.

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Kein Aprilscherz: IHK-Regionalbüroleiter Christian Kolb überbrachte am 1. April Glückwünsche und Urkunde

der IHK an Tanja Lerch.

Zusammen mit drei Aushilfen kümmert

sie sich um die fachkundige Beratung der

Kunden und die Zusammenstellung von

Blumensträußen und Arrangements. Ein

besonders Anliegen ist der Unternehmerin

die Natürlichkeit. Schon seit 15 Jahren

gibt es in ihrem Geschäft keine Plastikfolie

mehr …

34


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

In die Wiege gelegt

Das Unternehmertum war Egbert Kogelheide

in die Wiege gelegt. Sein Vater war

Betreiber der Wittener Kleinzeche Egbert.

Auch dem Sohn war von Kindesbeinen an

klar, dass sein Ziel ein eigenes Unternehmen

ist. Auf diesem Weg entscheid er sich

gegen ein Studium und für eine Karosseriebaulehre.

In seinen heutigen Betrieb stieg Kogelheide

bereits als Lehrling ein, wechselte das

Unternehmen jedoch nach wenigen Monaten.

Mit erfolgreich abgeschlossener Lehre

und Berufserfahrung kehrte er Jahre später

zurück und übernahm den Betrieb von

seinem früheren Chef. Die ersten Jahre mit

einem Geschäftspartner und seit mittlerweile

25 Jahren alleinverantwortlich, entwickelte

Egbert Kogelheide das Unternehmen

immer weiter.

© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Egbert Kogelheide (r.) nahm die Jubiläumsurkunde der IHK am 24. März von Regionalbüroleiter Christian Kolb

entgegen.

Heute bietet er mit seinen 15 Mitarbeitern

Karosseriebau, Lackiererei und Mechanik

an und ist damit gerade ein gefragter

Ansprechpartner für Großkunden, die ihm

ihre Fahrzeugflotten und Fuhrparks anvertrauen.

Auch für die Zukunft hat die EK

Fahrzeugtechnik GmbH mit Sitz in Witten-

Herbede einiges geplant. Egbert Kogelheide

investiert in einen Anbau und das

Erscheinungsbild seines Firmensitzes.

35


IHK Unternehmen aktuell im Blickpunkt

Arbeitsjubiläen

Für die nachstehend aufgeführten Jubilare wurden aus Anlass ihres Arbeitsjubiläums Ehrenurkunden ausgestellt.

Breuer Motoren GmbH & Co. KG,

Bochum

Elke Naumann

25 Jahre

Deutsche Benkert GmbH & Co.

Kommanditgesellschaft, Herne

Sven Rehbein

25 Jahre

Einrichtungshaus Ostermann Gesellschaft

mit beschränkter Haftung & Co.

Kommanditgesellschaft, Witten

Volkmar Pahle

25 Jahre

Siegmund Pradella

25 Jahre

Manfred Seidler

25 Jahre

Ute-Maria von Klonczynski 25 Jahre

Faiveley Transport Witten GmbH, Witten

Hans-Hubert Stoff

25 Jahre

GEA Energietechnik GmbH, Bochum

Anton Neisen

25 Jahre

GEA Luftkühler GmbH, Bochum

Uwe Luft

Thomas Sandhöfer

25 Jahre

25 Jahre

GÜLICH GRUPPE Gebäudedienste GmbH

& Co. KG, Witten

Rolf Schlaugat

25 Jahre

horo Hartmetallwerkzeuge Handelsgesellschaft

mbH, Witten

Markus Lücking

25 Jahre

J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG, Witten

Christian Lehmann

25 Jahre

Keller Grundbau GmbH, Zweigniederlassung

Bochum-Wattenscheid, Bochum

René Kunzmann

25 Jahre

Joachim Müsch

25 Jahre

Langbein & Engelbracht GmbH, Bochum

Christiane Hinz

25 Jahre

NWB Verlag GmbH & Co. KG, Herne

Wanda Knocke

25 Jahre

Reineke Meß- und Regeltechnik GmbH,

Bochum

Jürgen Nehring

40 Jahre

SPITZKE LONGO GmbH, Bochum

Markus von Zachotzki

25 Jahre

Vogelsang Elektromotoren GmbH,

Bochum-Wattenscheid

Lothar Vogt

40 Jahre

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36


IHK Aus aktuell den Hochschulen

Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Noch (viel) zu teuer

Elektroautos gewinnen Fans: Von den über

500 Testfahrern, die für die Wissenschaft

je zwei Wochen lang E-Mobil gefahren

sind, denkt jeder dritte danach über den

Kauf eines Elektroautos nach, fünf Prozent

besitzen inzwischen eines und weitere

25 Prozent würden den Kauf in Betracht

ziehen, wenn die Autos billiger würden.

Das ist eines der Resultate des nun abgeschlossenen

dreijährigen Forschungsprojektes

zur Langstreckentauglichkeit von

Elektroautos unter Leitung des Instituts

für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik

der Ruhr-Universität Bochum

(RUB).

Die Forscher unter Leitung von

Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis

werteten die Fahrten von über 500 Personen

verschiedener Berufsgruppen aus,

wobei ein Hauptaugenmerk auf der Gruppe

der Langstreckenpendler lag – jene

Autofahrer, die mit Abstand die meisten

Kilometer zurücklegen und dabei auch für

den größten CO2-Ausstoß sorgen. Fragen

unter anderen: Sind Elektroautos für

Pendler überhaupt geeignet? Genügt die

Reichweite des Akkus? Machen sich Autos

mit Range-Extender – ein zusätzlicher

Verbrennungsmotor, der die Reichweite

erhöht – vielleicht besser oder reicht sogar

eine Schnellladefunktion?

Die Ergebnisse: Der typische Fahrbedarf

der Langstreckenfahrer für Einzelstrecken

liegt bei rund 50 Kilometern, die durchschnittlich

pro Tag gefahrene Strecke

bei 130 Kilometern. Die Fahrer luden

ein- bis zweimal pro Tag ihr Fahrzeug auf.

Neben der allnächtlichen Ladung bietet

die Schnellladung eine Möglichkeit für

Nutzer, die nicht am Arbeitsplatz aufladen

können, die einfache Reichweite im Tagesverlauf

zu vervielfachen. „An einer normalen

Steckdose dauert eine Vollladung

für die meisten Fahrzeuge fünf bis sieben

Stunden, wenn der Akku leer ist“, so

© RUB, Foto: Schirdewahn

Flott unterwegs – und schont die Umwelt: ein Testfahrzeug der RUB-Forscher.

Dipl.-Ing. Philip Dost vom Forscherteam,

„ein schnellladefähiges Fahrzeug braucht

dazu an einer entsprechenden Säule nur

etwa 20 Minuten.“

Schwierigkeiten machten den Fahrern bei

der Ladung noch die Inkompatibilität von

Steckern sowie die umständliche Anmeldung

bei verschiedenen Stromanbietern.

Defekte, belegte oder zugeparkte Ladesäulen

stellten gelegentlich auch ein Problem

dar.

Die Forscher untersuchten außerdem

verschiedene Einflüsse auf die Reichweite

der getesteten Fahrzeuge. Dabei

kam heraus, dass das Fahrprofil und die

Fahrweise entscheidend den Energieverbrauch

mitbestimmen. „Wer Strecken mit

vielen Höhenänderungen fährt, oft stark

beschleunigt und abbremst, verbraucht

mehr Energie als jemand, der ebene Strecken

auf der Autobahn mit gemäßigter,

gleichmäßiger Geschwindigkeit fährt“,

erläutert Dipl.-Ing. Philipp Spichartz. Daneben

spielt das Wetter eine große Rolle:

Bei 15 bis 26 Grad fahren die Autos am

günstigsten. Liegt die Temperatur darunter

oder darüber, werden Heizung oder Klimaanlage

eingeschaltet und fressen Strom.

Diese Faktoren spielen bei Fahrzeugen mit

Range Extender eine größere Rolle als bei

reinen Elektrofahrzeugen. „Wir erklären

uns das so, dass die Fahrer reiner Elektrofahrzeuge

beim Komfort von vornherein

bereit sind, Abstriche zu machen, um die

Reichweite nicht einzuschränken“, so Dost.

Fahrer von Autos mit Range Extender bekommen

die leere Batterie nicht direkt zu

spüren, weil sie benzingetrieben weiterfahren

können, wenn der Akku leer ist.

Für künftige Elektrofahrzeuge raten die

Forscher dazu, mehr individuelle Auswahlmöglichkeiten

in Bezug auf den Akku zu

bieten. Er ist es, der die E-Autos in der

Anschaffung verhältnismäßig teuer macht.

„Die Mehrkosten des Akkus gegenüber konventionellen

Fahrzeugen amortisieren sich

maßgeblich über die komplette Ausnutzung.

Ein Vielfahrer kann die Mehrkosten

innerhalb kurzer Zeit durch die günstigeren

Betriebs- und Energiekosten einsparen“, so

Prof. Constantinos Sourkounis. Zum einen

kostet der gefahrene Kilometer nur etwa

ein Drittel, zum anderen entfällt ein großer

Teil von Reparatur- und Wartungskosten,

die bei Elektromotoren in wesentlich

geringerem Maße anfallen als bei Verbrennungsmotoren.

Das Bochumer Demonstrationsprojekt war

Teil der Elektromobilitäts-Modellregion

Rhein-Ruhr und wurde durch das Bundesministerium

für Verkehr und digitale

Infrastruktur (BMVI) gefördert. Im Einsatz

waren Elektroautos verschiedener Hersteller.

Untersucht wurden unterschiedliche

Ladetechnologien und Antriebe sowie die

Energieeffizienz und Nutzerakzeptanz.

37


IHK Aus aktuell den Hochschulen

Sich selbst reflektieren

Viele Gründer und Nachfolger begeben

sich in Abhängigkeiten, die ihrer unternehmerischen

Selbstständigkeit entgegenstehen.

Das IUU Institut für Unternehmer-

und Unternehmensentwicklung

unterstützt Gründer und Nachfolger auf

ihrem Weg, selbstständiger Unternehmer

zu werden.

Unternehmertum ist weder lehr- noch

lernbar, darauf hat bereits 1950 Erich Gutenberg,

der Begründer der deutschen Betriebswirtschaftslehre,

hingewiesen. Ein

Studium ist in keiner Weise hinreichend,

um Unternehmer hervorzubringen. Es bereitet

auf die abhängige Beschäftigung vor

und bildet nicht das Selbstbewusstsein aus,

das man für die unternehmerische Selbstständigkeit

braucht. Selbstbewusstsein ist

das persönliche Wissen, wer man ist und

als Unternehmer sein kann. Es reicht nicht

aus, ein start-up zu gründen, einen Auftraggeber

oder Investor zu finden oder

sich zum Geschäftsführer einer GmbH zu

machen.

der Coaching-Funktion entgegen. Auch

das „gegenseitige Coaching“ von Gründern

funktioniert ohne Moderation nicht,

da eine gemeinsame Gründung oft bereits

Abhängigkeiten mit sich bringt.

Während für Gründer die Gefahren der

Abhängigkeiten in den Beziehungen zu

Mitgründern, wichtigen Kunden und Investoren

liegen, besteht die Herausforderung

für Nachfolger insbesondere in der

dierenden und Hochschulabsolventen eine

unabhängige Reflexionsmöglichkeit an.

Im Erfahrungsaustausch von Gründern

und Nachfolgern kann jeder seinen Weg,

selbstständiger Unternehmer zu werden,

reflektieren und persönliche Kontakte zu

anderen knüpfen. Die Teilnahme ist seit

2015 für Studierende von allen Hochschulen

möglich und ist für Studierende kostenlos.

Nähere Informationen gibt es bei

Ralf Neise (ralf.neise@iuu-uni-wh.de).

Unternehmerisches Selbstbewusstsein bildet

sich, indem man mit sich und dem eigenen

Angebot praktische Erfahrungen

macht und diese reflektiert. Diese Reflexionstätigkeit

ist harte Arbeit. Es gilt, die

Konsequenzen des eigenen Tuns für das

Unternehmer-Werden herauszuarbeiten,

um sich in ein selbstständiges und nicht in

ein abhängiges Verhältnis zu anderen zu

setzen. Dazu bedarf es eines Reflexionspartners,

auf Neudeutsch: eines Coaches.

Seine Fremdwahrnehmung ermöglicht, die

eigenen Wahrnehmungen und Einschätzungen

zu prüfen.

Viele Gründer suchen sich z.B. einen Business

Angel als einen solchen Reflexionspartner.

Deren Interessenlage steht jedoch

38

© A.HAMMER/FREISTIL FOTOGRAFIE

Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger

Gestaltung der Beziehung zu den Eltern

und Geschwistern sowie Kollegen und Beratern,

die dem Nachfolger an die Seite

gestellt werden.

Das IUU Institut für Unternehmer- und

Unternehmensentwicklung an der Universität

Witten/Herdecke bietet unter Leitung

von Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger Stu-

Das IUU Institut für Unternehmer- und

Unternehmensentwicklung bildet Studierende

aus und berät Gründer, Nachfolger

und Unternehmer auf ihrem persönlichen

Weg, Unternehmer zu werden.

Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger, Geschäftsführender

Direktor des IUU, ist Professor für

Betriebswirtschaftslehre – Unternehmensführung

und Unternehmensberatung.


IHK Bericht aktuell und Hintegrund

Wirtschaft im Revier 05 | 2015

„Berliner Erklärung“ zur Zuwanderung

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) und der Zentralverband des

Deutschen Handwerks (ZDH) haben am

26. März die „Berliner Erklärung“ zur

Debatte um die verstärkte Einwanderung

nach Deutschland veröffentlicht. Die

Erklärung in Auszügen …

Deutschland ist ein Einwanderungsland.

Das zeigen die in den letzten Jahren deutlich

gestiegenen Zahlen von zugezogenen

ausländischen Staatsbürgern. Das zeigt

die wachsende Zahl von bereits dauerhaft

eingewanderten Menschen mit Migrationshintergrund.

Diese neuen Mitbürger

helfen Deutschland, die Auswirkungen

des demografischen Wandels zumindest

abzufedern. Deutschland braucht eine

arbeitsmarktorientierte Einwanderung, um

auch zukünftig Wohlstand und Wachstum

zu schaffen.

Doch es geht um mehr. Offenheit und

Toleranz sind unabdingbare Voraussetzungen

für ein friedliches Miteinander und

machen Deutschland zu einem Land, das

attraktiv zum Leben und Arbeiten ist. (…)

Die mittelständisch geprägte deutsche

Wirtschaft und das Handwerk spielen eine

Schlüsselrolle für eine erfolgreiche Integration

in Arbeit und Gesellschaft. (…) Die

beiden Organisationen tragen auf vielfältige

Weise zur Integration bei: Beteiligung

an zahlreichen lokalen oder regionalen

Initiativen und Netzwerken zur Integration

von Zuwanderern und Menschen mit

Migrationshintergrund; Beschäftigung

von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,

die Ansprechpartner für potenzielle

Auszubildende, ausländische Fachkräfte

oder Existenzgründer sind; Unterstützung

von Unternehmen bei der Suche nach

ausländischen Fachkräften auch über die

Dienstleistungsangebote der Auslandshandelskammern

und Bereitstellung von Ausund

Weiterbildungsmöglichkeiten gezielt

für Personen mit Migrationshintergrund;

Prüfung und Anerkennung ausländischer

Bildungsabschlüsse mittels Feststellung

ihrer Gleichwertigkeit mit deutschen

Qualifikationen.

Zur Flankierung des Engagements der

Wirtschaft für eine Willkommenskultur

und zur besseren Nutzung der Chancen bei

der Integration, ist aus Sicht von ZDH und

DIHK Folgendes notwendig:

Sprache als Schlüssel zur Integration.

Bund und Länder sind gefordert, drohende

Förderlücken für berufsbezogene

Deutschkurse für ausländische Fachkräfte

zu schließen. Darüber hinaus sind Deutschsprachkurse

für Asylbewerber zu einem

möglichst frühen Zeitpunkt intensiver zu

fördern.

Anerkennung von Qualifikationen weiter

optimieren. Nicht nur ausländische Fachkräfte,

auch Asylbewerber müssen bei der

Identifizierung ihrer Berufserfahrung sowie

der Anerkennung ihrer Abschlüsse besser

unterstützt werden. Unsicherheiten bei

der Anwendung der Landesgesetze müssen

beseitigt und das Anerkennungsgesetz des

Bundes bekannter gemacht werden.

Rasche Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Vielzahl an Aufenthaltstiteln, komplexe

und unbekannte Verfahren erschweren die

Aufnahme einer Erwerbstätigkeit für ausländische

Fachkräfte. Dringend erforderlich

sind administrative Erleichterungen,

vor allem eine bessere Abstimmung der

beteiligten Institutionen.

Gleichzeitig müssen die Zugangsoptionen

zum deutschen Arbeitsmarkt für ausländische

Fachkräfte verbessert und verstärkt

kommuniziert werden. So haben betrieblich

Qualifizierte aus Drittstaaten nur dann

Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt,

wenn sie einen Mangelberuf vorweisen,

der auf der Positivliste steht. Die Erfahrung

zeigt aber, dass diese Liste zu eng ist.

Sie muss erweitert werden. Ferner ist es

nötig, das gesamte Zugangsverfahren zum

deutschen Arbeitsmarkt von der Visabeantragung

bis zur Arbeitsaufnahme zu

verkürzen und transparenter zu gestalten.

Bessere Ausbildungsbedingungen. Der

Zugang junger Menschen zu einer beruflichen

Ausbildung muss erleichtert werden.

Für Drittstaatsangehörige sollte die Vorrangprüfung

zumindest für solche Mangelberufe

entfallen, in denen schon heute

Lehrstellen unbesetzt bleiben. Auch für

ausländische Studierende, die ihr Studium

abbrechen, sollte der Weg in eine duale

Ausbildung vereinfacht werden. Ebenso

müssen Asylbewerber und geduldete Ausländer,

die eine Ausbildung in Deutschland

aufgenommen haben, diese auch abschließen

und wenn möglich anschließend

beschäftigt werden können. Unternehmen

brauchen Planungssicherheit (…).

Asylverfahren beschleunigen. Trotz der

jüngsten Verbesserungen bei der Verfahrensdauer

sowie bei der gesetzlichen

Wartezeit zur Arbeitsaufnahme brauchen

wir weitere Anstrengungen, denn die

Wartezeit stellt die Asylbewerber und die

Unternehmen vor große Unsicherheiten.

Möglichkeiten für eine Beschäftigung in

Deutschland besser kommunizieren. Für

die bereits umfänglichen vorhandenen

Möglichkeiten für sowohl hoch als auch

beruflich qualifizierte ausländische Fachkräfte,

eine Beschäftigung in Deutschland

aufzunehmen, muss im Ausland verstärkt

geworben werden. (…)

Deutschland verfügt bereits über insgesamt

gute Rahmenbedingungen sowohl

für den Zuzug ausländischer Fachkräfte als

auch Asylsuchende. Gemeinsam mit der

Politik wollen wir daran arbeiten, die aufgezeigten

weiteren Verbesserungsansätze

zu realisieren. Zu diesem Zweck wollen wir

gemeinsam mit allen gesellschaftlichen

Akteuren an einem Strang ziehen – für

eine erfolgreiche Integration, für eine starke

Wirtschaft, für eine offene Gesellschaft.

39


IHK Bericht aktuell und Hintegrund

Neues aus Berlin und Brüssel

Erbschaftsteuer: Verschonung großer Betriebe möglich

Das Bundesverfassungsgerichtsurteil von

Dezember 2014 lässt es zu, auch große

Familienunternehmen ohne Rückgriff auf

das private Vermögen von der Erbschaftsteuer

zu verschonen. Zu diesem Ergebnis

kommt ein aktuelles Gutachten des Steuerrechtlers

Karl-Georg Loritz. Der Inhaber

des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht,

Arbeits- und Steuerrecht an der Universität

Bayreuth hatte im Auftrag von DIHK

und BDI die gesetzgeberischen Entscheidungsspielräume

untersucht, auch große

Unternehmen in die Verschonungsregelungen

im Erbschaftsteuergesetz einzubeziehen.

„Das Gutachten bestätigt, dass unser

Vorschlag ein praxisgerechter und zugleich

verfassungsfester Weg ist“, betont

DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Kriterien

wie die Übertragung innerhalb der Familie,

starke gesellschaftsvertragliche Bindungen

und die persönliche Haftung der Erben

seien geeignet, das Bedürfnis einer Verschonung

von der Erbschaftsteuer nachzuweisen.

„Ich empfehle Herrn Schäuble

deshalb, unser Modell zu übernehmen“, so

Schweitzers Appell. „Es stellt sicher, dass

unsere weltweit einmalige Unternehmenslandschaft,

die gerade in Krisenzeiten die

Arbeitsplätze gesichert hat, in der nächsten

Generation erhalten bleibt.“

IHKs als Multiplikatoren

Initiativen zur Stärkung des europäischen

Mittelstandes sollen durch die Industrieund

Handelskammern unterstützt werden.

Dafür spricht sich das Europäische Parlament

Mitte März in einer entsprechenden

Entschließung aus. Die IHKs sollen als

Multiplikatoren bei der Umsetzung von

Mittelstandsinitiativen wirken und so auch

zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze

beitragen. Das Europa-Parlament forderte

die EU-Mitgliedstaaten auch auf, Unternehmen

besser in die berufliche Bildung

einzubinden – etwa durch duale Ausbildungsmodelle.

So soll die hohe Jugendarbeitslosigkeit

in Europa gesenkt werden.

Berufskraftfahrer: EU-weite Lösung gefordert

Eine EU-weite Lösung für die vorgeschriebene

Weiterbildung der Berufskraftfahrer

fordert der DIHK. Grenzgänger sollten

einen Qualifizierungsnachweis beantragen

können, der dann in jedem EU-Land

anerkannt wird. Bislang müssen Fahrer mit

ausländischem Führerschein, die bei einem

deutschen Arbeitgeber angestellt sind und

in Deutschland die Weiterbildung absol-

© Thinkstock by Getty Images

Qualifizierungsnachweise statt Bußgelder –

das fordert der DIHK.

viert haben, damit rechnen, dass diese

im EU-Ausland nicht anerkannt wird. Vor

allem für Fahrer, die regelmäßig im Grenzverkehr

unterwegs sind, führt diese Regelung

zu Problemen. Den Fahrern drohen

ohne den für das spezielle Land richtigen

Nachweis hohe Bußgelder. Derzeit sind

doppelte Schulungen erforderlich.

Mehr Geld für Straßen und Wasserwege

„Die Mittel für Verkehrsinfrastruktur

müssen um jährlich gut zehn Milliarden

Euro erhöht werden“, fordert DIHK-

Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Er stützt sich dabei auf eine vom DIHK in

Auftrag gegebene Studie, die diese Summe

als Instandhaltungsrückstau ermittelt

40

hat. Dabei geht es längst nicht mehr nur

um Komforteinbußen und verlängerte

Fahrzeiten. „Sperrungen von Brücken

und Schleusen zeigen, dass wir für unsere

arbeitsteilige, mobile Gesellschaft dringend

die Verkehrsinfrastruktur langfristig

sichern müssen“, warnt Wansleben.

Am größten sei die Finanzierungslücke

beim Bund, aber auch bei Ländern und

Kommunen müsse dringend gehandelt

werden. Hierfür gelte es, die öffentlichen

Haushalte stärker auf Investitionen in die

Infrastruktur auszurichten.


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Künftig Pflicht:

Energieaudits

Mit dem Energiedienstleistungsgesetz

(EDL-G) in seiner im Frühjahr

2015 novellierten Fassung

wird für alle Unternehmen, die nicht unter

die KMU-Definition der EU fallen,

die Durchführung von Energieaudits zur

Pflicht.

Durch die späte Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie

in Deutschland, die

eigentlich bis Mitte 2014 hätte erfolgen

müssen, sind die betroffenen Unternehmen

nun gehalten, schnell zu handeln, da

sie ihr Energieaudit erstmalig bereits bis

zum 5. Dezember 2015 zu erstellen haben.

Für diese Unternehmen wird weiterhin

vorgeschrieben, alle vier Jahre ein Energieaudit

nach DIN EN16247-1 durchzuführen

oder ein Energiemanagementsystem

nach DIN ISO 50.001 – wahlweise

auch das Europäische Managementsystem

EMAS – einzuführen.

Um den Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem

(oder EMAS) einführen

wollen, zeitlich mehr Spielraum zu geben,

sieht das EDL-G eine um gut ein Jahr längere

Erfüllungsfrist zur Umsetzung vor:

bis zum 31. Dezember 2016. Mit der Einführung

des Systems müssen die Unternehmen

jedoch bereits bis zum

5. Dezember dieses Jahres begonnen

haben – dann sollten auch bereits erste

energetische Bewertungen vorliegen.

Der Nachweis darüber erfolgt – falls gefordert

– durch Abgabe einer schriftlichen

Erklärung der Geschäftsführung über den

Beginn der Maßnahme.

Zu den wesentlichen Inhalten eines

Energieaudits nach DIN EN16247-1

gehört der Nachweis, dass es auf aktuellen,

kontinuierlich oder zeitweise

gemessenen Verbrauchswerten basiert.

Überdies hat eine eingehende Prüfung

des Energieverbrauchsprofils von Gebäuden

bzw. Gebäudegruppen einschließlich

der Betriebsabläufe oder Anlagen zu

erfolgen. Dabei ist nach Möglichkeit auf

Lebenszyklus-Kostenanalyse anstelle

einfacher Amortisationszeit abzustellen.

Das Energieaudit sollte verhältnismäßig

und zugleich repräsentativ sein, so dass

sich ein zuverlässiges Bild der Gesamtenergieeffizienz

ergibt und sich daraus

die wichtigsten Verbesserungsmöglichkeiten

zuverlässig ableiten lassen. Es ist von

einer fachkundigen Person durchzuführen,

wobei neben externen auch unternehmensinterne

Energieauditoren zulässig

sind, wenn diese neben gleicher fachlicher

Qualifikation in ihrer Funktion weisungsfrei

gestellt sind.

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet beabsichtigt,

die Möglichkeit des betriebsinternen

Energieaudits mit einer Qualifizierungsmaßnahme

zum Energieauditor zu unterstützen.

Die Aufgabe der Durchführungskontrolle

für das Energieaudit ist dem

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

(BAFA) übertragen worden. Ein

Merkblatt des BAFA informiert über die

näheren Einzelheiten (www.bafa.de).

Ansprechpartner

zum Thema Energieaudits ist bei der IHK

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Lothar Pollak

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41


IHK-Schwerpunktthema: Wirtschaft digital. Grenzenlos. Chancenreich.

Kooperation

ist der Schlüssel

Als fortschrittliche Industrienation

müssen wir den Anspruch haben,

die digitale Revolution zu

gestalten. Denn weder können

wir die Digitalisierung aufhalten,

noch unsere Geschäftsmodelle

davor abschotten.

Eine Vision für die digitale Vernetzung

unseres industriellen Kerns haben

wir mit Industrie 4.0 entworfen.

Intelligente Produkte, Maschinen und Lagersysteme

kommunizieren miteinander

und steuern die Produktion aktiv mit.

Produktionsprozesse können in Echtzeit

optimiert werden. Sie werden ressourcenschonender

und hochflexibel. Wollen

wir diese Revolution gestalten statt von

ihr getrieben zu werden, ist der Transfer

von Industrie 4.0-Konzepten in kleine und

mittlere Unternehmen eine zentrale Voraussetzung.

Doch Umfragen zeigen, dass

erst 40 Prozent der Unternehmen in diesem

Bereich aktiv sind. Die Vorreiter, die

mit innovativen Einzeltechnologien oder

Modellfabriken den Wandel als Chance

nutzen, sind deshalb sehr wichtig.

Doch die digitale Transformation macht

nicht an den Fabrikzäunen halt. Sie reicht

tiefer, betrifft alle Branchen und stellt deren

etablierte Geschäftsmodelle auf den

Kopf. Der Ausgangspunkt ist das Internet

der Dinge: Moderne Autos sind vernetzte

Multisensoren mit über 150 Computerchips,

ein großer Teil der hierzulande

hergestellten Maschinen ist im Betrieb

bereits online. Nahezu alle Produkte sind

digital anschlussfähig. Die Dinge vernetzen

sich, sie tauschen Informationen

über sich und ihre Umwelt aus und sie

kommunizieren mit uns. „Soll ich Ihnen

Restaurants in Ihrer Nähe anzeigen?“

wird in Zukunft noch eine der trivialeren

Fragen sein. Heute sind bereits 15 Milliarden

Objekte vernetzt. Im Jahr 2020 wird

ein Anstieg auf 50 Milliarden vernetzte

Objekte erwartet.

Die Daten, die im Internet der Dinge entstehen,

treiben einen Paradigmenwechsel.

Gute Produkte reichen langfristig nicht

aus: Erfolgreich ist, wer das größte Verständnis

für die Kunden, ihre Bedürfnisse

und Vorlieben entwickelt, denn zukünftig

stellen sie sich individualisierte Produkt-

Service-Pakete – Smart Services – via

Internet zusammen. Im Konsumentenbereich

ist das schon Alltag. Mit Mobilitäts-

Apps kombinieren wir die passenden

Verkehrsmittel für den schnellsten Weg

zum Ziel. Auktionsplattformen und

Online-Marktplätze haben den Handel

tiefgreifend verändert, Hotel- und Reisebuchungsportale

den Tourismussektor.

Wer aus Kunden- und Betriebsdaten passgenaue

Smart Services schafft, bestimmt

das Geschäft.

Auch in den Beziehungen zwischen Unternehmen

werden Smart Services immer

wichtiger. Industrieanlagen werden ‚as

a service‘ geleast, Technologiedaten auf

Marktplätzen gehandelt. Müssen Anlagen

heute noch mit hohem personellem und

zeitlichem Aufwand optimiert werden,

könnten zukünftig Anlagenhersteller,

-betreiber und Materiallieferanten eine

Plattform schaffen, auf der sie Prozessparameter

für komplexe Produktionssysteme

42


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

© acatech

Prof. Dr. Henning Kagermann

handeln und zum Download bereitstellen.

Das Risiko für etablierte Produzenten und

Dienstleister besteht im Verlust der Kundenschnittstelle.

Der Wettlauf um diese

Schnittstelle und Daten ist bereits entbrannt.

Er wird sich in den kommenden

fünf Jahren entscheiden. Mit einem Maschinen-

und Anlagenbau von Weltrang,

hochmodernen Produkten, qualifizierten

Fachkräften und einer leistungsfähigen

Forschungslandschaft verfügt Deutschland

über gute Ausgangsbedingungen.

Doch schon heute investieren IT- und Internetunternehmen,

die im wesentlichen

Daten besitzen, rund um den Globus in

Bereichen der ‚Hardware‘ wie Produktion,

Logistik, Handel und Automobil. Gelingt

es ihnen, sich zwischen Hersteller und

Kunden zu setzen, könnten traditionsreiche

Unternehmen sich langfristig als

deren Dienstleister wiederfinden.

Oft reichen die eigenen Kompetenzen als

Produzent oder Dienstleister nicht aus,

um den Paradigmenwechsel vom produktzum

servicegetriebenen Geschäftsmodell

zu vollziehen. Kooperation ist deshalb der

Schlüssel zum Erfolg. Marktteilnehmer

und Branchen, zwischen denen vormals

keine geschäftliche Beziehung bestand,

vernetzen sich. Gerade kleine und mittlere

Unternehmen können sich in der Smart-

Service-Welt als spezialisierte Anbieter

positionieren. Für sie könnte eine von

der Bundesregierung initiierte und im

IT-Gipfelprozess verankerte Innovationsplattform

den Wissenstransfer und die

Konsortialbildung fördern.

Wir müssen auch die Beschäftigten mitnehmen,

etwa durch Weiterbildungsmöglichkeiten.

Dabei spielen die Industrieund

Handelskammern eine wichtige Rolle,

denn sie genießen gerade bei kleinen und

mittleren Unternehmen großes Vertrauen

in diesem Bereich.

Wenn wir entschlossen die Digitalisierung

gestalten, schaffen wir Wertschöpfung,

Arbeitsplätze und Wohlstand. Verharren

wir in Nischen der Marktführerschaft,

dann könnten unsere Marktführer von

heute die austauschbaren Zulieferer von

morgen werden. Wir müssen in die Smart-

Service-Welt aufbrechen, indem wir

uns öffnen und über Branchengrenzen

hinweg kooperieren. Abschotten ist keine

Alternative.

Prof. Dr. Henning Kagermann

Präsident acatech

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IHK Verlagsspezial: aktuell Personalmanagement

Es geht um Zufriedenheit

Der wichtigste Faktor eines jeden Unternehmens

sind die Menschen – betriebswirtschaftlich

ausgedrückt: „das Personal“.

Um die richtigen Mitarbeiter zu finden,

weiterzuentwickeln und sie zu motivieren,

sich mit dem Unternehmen zu identifizieren

und sich somit dauerhaft dort

wohl zu fühlen, spricht man gerne vom

Personalmanagement. Aber was genau ist

das eigentlich?

Nachhaltigkeit kann nur durch Langfristigkeit

entstehen. Diese wiederum folgert

im Personalbereich nur aus Zufriedenheit.

Ein zufriedener Mitarbeiter identifiziert

sich mit seinem Unternehmen, dessen Zielen

und prägt somit die Unternehmenskultur.

Eine gute Unternehmenskultur wirkt

ansteckend – intern wie extern. Sie spricht

sich herum und führt zu dem neudeutschen

Begriff „Employer Branding“ (dt.

Arbeitgebermarkenbildung). Unternehmen

mit einem guten Employer Branding tun

sich leichter, neue Mitarbeiter zu gewinnen

und an sich zu binden.

Die Bedeutung der sozialen Kompetenz

von Mitarbeitern wird häufig unterschätzt.

Viele Personalentscheider orientieren sich

nach wie vor bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter

an Zeugnissen, Ausbildung und

Fachwissen. Dabei spielt die sogenannte

„Chemie“ eine wesentlich größere Rolle.

Insbesondere bei Führungskräften hängt

der berufliche Erfolg zu etwa 80 Prozent

von der beruflich-sozialen Kompetenz ab.

Um diese realistisch zu bewerten, braucht

man strukturierte Interviewtechniken.

Auch gibt hier die Eignungsdiagnostik

Sicherheit, sofern sie wissenschaftlich

fundiert ist. Gutes Personalmanagement

zielt immer auf den Unternehmenserfolg

als Summe der Teamleistungen ab.

„Der kann woanders bestimmt mehr

verdienen …“, lautet oft die These, wenn

jemand ein Unternehmen verlässt. „Geld

ist in der Rangliste der Wechselgründe

ganz weit unten angesiedelt“, sagt

Andreas Kerschl vom HellwegManager. Die

am häufigsten genannten Wechselmotive

seien nicht eingehaltene Zusagen, keine

Entwicklungsperspektiven, fehlende Akzeptanz

und Anerkennung und teilweise

auch noch ein patriarchischer Führungsstil.

Manche Kandidaten sind sogar zu

finanziellen Zugeständnissen bereit, wenn

Entspannter starten.

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Wirtschaft im Revier 05 | 2015

„alles andere wieder stimmt“. Natürlich

gibt es auch die Fälle, wo durch Verkauf,

Schließung oder Standortverlagerung der

Wechsel notwendig wird, aber eben nicht

primär.

„Ist doch ganz einfach – Anzeige online

stellen und fertig.“ Wer eine hohe Bekanntheit

an einem attraktiven Standort

hat, mag damit erfolgreich sein. Was aber,

wenn mein Unternehmen eher zu den

sogenannten Hidden Champions gehört

und in seiner Marktnische führend, aber

außerhalb kaum bekannt ist?

Ähnlich wie andere Prozesse – z. B. das

Qualitätsmanagement – sollte auch das

Personalmanagement als solcher definiert

und gesteuert werden. Dies beginnt bei

der Suche mit der Erstellung eines detaillierten

Anforderungsprofils, welches auch

die o. g. weichen Faktoren beinhaltet. Bei

der Auswahl gilt es, Eignungs- und Anforderungsprofil

sorgfältig in strukturierten

Interviews und auch mittels Eignungsdiagnostik

abzugleichen. Ein ehrliches

Stärken-/Schwächenprofil hilft, rechtzeitig

zu erkennen, wo gezielt mit qualifizierten

Entwicklungsmaßnahmen unterstützt

werden kann.

Zielvereinbarungen sind ein bewährtes

Instrument der kooperativen Führung.

Diese sollten aus den Unternehmenszielen

abgeleitet und in abgestimmter, nachvollziehbarer

Weise auf die Abteilungen und

einzelnen Mitarbeiter heruntergebrochen

werden. Das macht erstmalig zwar Arbeit,

lohnt sich aber und macht die Gespräche

effizienter.

Mindestens einmal pro Jahr sollte sich

der Vorgesetzte ausreichend Zeit für ein

Mitarbeitergespräch nehmen. Auch hier

sind eine Strukturierung durch einen

Gesprächsleitfaden sowie eine gute Vorbereitung

beider Gesprächspartner hilfreich.

Jeder Mitarbeiter ist empfänglich für

ein offenes Gespräch mit Lob, Kritik und

Angeboten für Entwicklungsmaßnahmen

und Perspektiven. Und auch der Vorgesetzte

sollte für sich ein Feedback des

Mitarbeiters erbitten. Denn insbesondere

Führungskräfte sollten vorleben, dass sie

sich im Sinne der Nachhaltigkeit für das

Unternehmen weiterentwickeln.

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45


IHK Verlagsspezial: aktuell Personalmanagement

Doch ein bisschen anders

Bei den Löhnen ist die Zeitarbeit eine

ganze normale Branche. Wie aber sieht es

bei der Mitarbeiterstruktur aus? Gibt es da

Unterschiede zum sogenannten Gesamtarbeitsmarkt?

Für Menschen ohne Berufsabschluss gibt

es immer weniger Jobs. Aber ist das überall

so? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

Laut Bundesagentur für Arbeit haben mindestens

29 Prozent der Zeitarbeitnehmer

keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Ganz anders sieht es auf dem Gesamtarbeitsmarkt

aus: Nur 13 Prozent sind

Menschen ohne Berufsabschluss. Und das

heißt? Dass die Zeitarbeit mehr als doppelt

so vielen Geringqualifizierten Perspektiven

eröffnet wie andere Branchen. Damit

übernehmen die Personaldienstleister eine

wichtige gesellschaftliche Aufgabe, denn

sie bringen diejenigen in Jobs, die es auf

dem Arbeitsmarkt immer schwerer haben.

Und das fast ausschließlich in sozialversicherungspflichtige

Vollzeitstellen, denn

auch da unterscheidet sich die Zeitarbeit

vom Gesamtarbeitsmarkt: Es dominieren

mit 86 Prozent Vollzeitstellen; der Gesamtarbeitsmarkt

kommt dagegen „nur“ auf

74 Prozent.

Auch für Arbeitsuchende und Langzeitarbeitslose

ist die Branche ein Sprungbrett

in Beschäftigung. Die Personaldienstleister

rekrutieren nämlich acht Prozent ihrer

Mitarbeiter aus der Gruppe der Langzeitarbeitslosen

und 47 Prozent aus denen, die

bis zu einem Jahr ohne Arbeit waren.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die

Branche ein wichtiges Arbeitsmarktinstrument

ist. Zumal es noch einen weiteren

Personenkreis gibt, der über Zeitarbeit den

Einstieg in Arbeit schafft: Menschen ohne

jegliche Berufserfahrung. Aus dieser Gruppe

rekrutieren die Zeitarbeitsfirmen zehn Prozent

ihrer Beschäftigten.

Die Zeitarbeit unterscheidet sich also bei

der Qualifikation und dem beruflichen Werdegang

ihrer Mitarbeiter vom Gesamtarbeitsmarkt.

Doch wo hebt sich die Branche

noch ab? Auffällig ist zum Beispiel, dass die

Zeitarbeit eine „junge Branche“ ist: Fast

37 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind

jünger als 30 Jahre. Auf dem Gesamtarbeitsmarkt

trifft das dagegen nur auf etwas

mehr als 22 Prozent zu. Und bei der Integration

ausländischer Beschäftigter: Hier

kann die Zeitarbeit mit 21 Prozent einen

mehr als doppelt so hohen Ausländeranteil

vorweisen wie der Gesamtarbeitsmarkt, wo

es etwas mehr als acht Prozent der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten sind.

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Infos für die Praxis

Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Auf die Beziehung kommt es an

Die schnelle technologische Entwicklung,

die Umstrukturierung der Märkte und der

intensive Wettbewerb in allen Branchen

stellt Unternehmen vor große Herausforderungen

– auch im Vertrieb. Eine Reihe von

Unternehmen setzt auf externe Vertriebspartner

und schaltet Handelsvertretungen

ein.

Handelsvertreter sind externe Vertriebsspezialisten,

die Geschäfte für ein anderes

Unternehmen vermitteln oder sie in

dessen Namen abschließen. Sie vermitteln

Waren zwischen Unternehmen auf allen

Wirtschaftsstufen und in nahezu allen

Branchen. Der von Handelsvertretungen in

Deutschland vermittelte Warenumsatz beläuft

sich auf etwa 178 Mrd. Euro im Jahr.

Ein Plus im externen Vertrieb ist die

Vergütung. Handelsvertretungen werden

erfolgsabhängig – in der Regel durch eine

Provision, also einem bestimmten Prozentsatz

vom vermittelten Umsatz – vergütet.

Damit entfällt für die Unternehmen der

gesamte Fixkostenblock.

Zur Kerntätigkeit, der reinen Vermittlung

von Waren, kommen vielfältige Dienstleistungen

hinzu, z.B. Beschaffung von

Informationen, technische Beratung und

Entwicklungsarbeiten, Reklamationsbearbeitung,

Führung eines Auslieferungslagers

und vieles mehr. Darüber hinaus ist die

persönliche Kundenbeziehung die größte

Stärke von Handelsvertretungen.

Ein Alleinstellungsmerkmal des selbstständigen

Vertriebs ist der umfassende Marktüberblick

durch mehrere Vertretungen (im

Durchschnitt vertreten Handelsvertretungen

4,6 Unternehmen). Durch ihre breite

Aufstellung erhalten Handelsvertreter Informationen

über die Märkte insgesamt.

Letztlich muss im Einzelfall entschieden

werden, wie ein Unternehmen seinen

Vertrieb strukturiert. Ein bedeutender

Erfolgsfaktor ist nach wie vor eine stabile

vertrauensvolle Kundenbeziehung, und die

muss oft über Jahre hinweg aufgebaut und

vor allem gepflegt werden. Der menschliche

Kontakt, das miteinander Umgehen,

spielt immer noch eine wichtige Rolle.

Dazu gehört auch Kontinuität.

Unternehmen, die sich für den Vertriebsweg

der Handelsvertretung interessieren,

können sich am 26. Juni 2015, ausführlich

im Webinar „Vertriebsweg Handelsvertretung

– Handelsvertreter als externe Spezialisten

für den Warenabsatz“ informieren.

Das Webinar, das um 11 Uhr beginnt, ist

ein Online-Seminar, das sich Teilnehmer

bequem über das Internet anschauen können.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit,

auch Fragen an den Referenten zu

stellen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen über:

https://attendee.gotowebinar.com/

register/7536065156765449986

Nähere Informationen zu diesem

Webinar gibt es bei

© Volker Wiciok/Lichtblick

Jennifer Duggen

Tel. (02 34) 91 13-2 48

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Infos für die Praxis

Umsatzsteuer-Umrechnungskurse

März 2015

Euro-Referenzkurs Errechneter Euro-Wert

Australien 1 EUR = 1,4008 AUD 1 AUD = 0,7139 EUR

Brasilien 1 EUR = 3,3997 BRL 100 BRL = 29,4144 EUR

Bulgarien 1 EUR = 1,9558 BGN 1 BGN = 0,5113 EUR

China (VR) 1 EUR = 6,7623 CNY 10 CNY = 1,4788 EUR

Dänemark 1 EUR = 7,4593 DKK 100 DKK = 13,4061 EUR

Großbritannien 1 EUR = 0,72358 GBP 1 GBP = 1,3820 EUR

Hongkong 1 EUR = 8,4081 HKD 100 HKD = 11,8933 EUR

Indien 1 EUR = 67,7387 INR 100 INR = 1,4763 EUR

Indonesien 1 EUR = 14152,16 IDR 10000 IDR = 0,7066 EUR

Israel 1 EUR = 4,3325 ILS 10 ILS = 2,3081 EUR

Japan 1 EUR = 130,41 JPY 100 JPY = 0,7668 EUR

Kanada 1 EUR = 1,3661 CAD 1 CAD = 0,7320 EUR

Korea, Republik 1 EUR = 1205,92 KRW 1000 KRW = 0,8292 EUR

Kroatien 1 EUR = 7,6467 HRK 10 HRK = 1,3078 EUR

Malaysia 1 EUR = 3,9889 MYR 1 MYR = 0,2507 EUR

Mexiko 1 EUR = 16,4941 MXN 1 MXN = 0,0606 EUR

Neuseeland 1 EUR = 1,4506 NZD 1 NZD = 0,6894 EUR

Norwegen 1 EUR = 8,6434 NOK 100 NOK = 11,5695 EUR

Philippinen 1 EUR = 48,227 PHP 100 PHP = 2,0735 EUR

Polen 1 EUR = 4,1259 PLN 100 PLN = 24,2371 EUR

Rumänien 1 EUR = 4,4339 RON 1 RON = 0,2255 EUR

Russland 1 EUR = 65,1401 RUB 100 RUB = 1,5352 EUR

Schweden 1 EUR = 9,2449 SEK 100 SEK = 10,8168 EUR

Schweiz 1 EUR = 1,0608 CHF 100 CHF = 94,2685 EUR

Singapur 1 EUR = 1,4913 SGD 100 SGD = 67,0556 EUR

Südafrika 1 EUR = 13,0756 ZAR 100 ZAR = 7,6478 EUR

Thailand 1 EUR = 35,355 THB 100 THB = 2,8285 EUR

Tschechien 1 EUR = 27,379 CZK 100 CZK = 3,6524 EUR

Türkei 1 EUR = 2,8077 TRY 1 TRY = 0,3562 EUR

Ungarn 1 EUR = 303,45 HUF 1000 HUF = 3,2954 EUR

USA 1 EUR = 1,0838 USD 1 USD = 0,9227 EUR

Wirtschaft in Zahlen

Verbraucherpreisindex für Deutschland 2015

Basisjahr 2010 = 100

2015 2014

Veränderung gegenüber

dem Vorjahr in Prozent

Januar 105,5 105,9 - 0,4

Februar 106,5 106,4 + 0,1

März 107,0 106,7 + 0,3

Verbraucherpreisindex für NRW 2015

Basisjahr 2010 = 100

2015 2014

Veränderung gegenüber

dem Vorjahr in Prozent

Januar 105,9 106,3 - 0,4

Februar 106,8 106,8 +/- 0

März 107,3 107,1 + 0,2

Seit dem Monat Januar 2013 wird der Verbraucherpreisindex nur noch auf

der Grundlage des bundeseinheitlichen gültigen amtlichen Warenkorbs des

neuen Basisjahres 2010 berechnet. In der Statistik der Verbraucherpreise

wird damit dem im Zeitablauf sich ändernden Konsumverhalten der privaten

Haushalte Rechnung getragen. Ein unmittelbarer Vergleich mit den bis

Dezember 2012 auf alter Basis (2005 = 100) veröffentlichten Ergebnissen

ist nicht möglich. Das Statistische Bundesamt informiert im Internet (www.

destatis.de) über den Preisindex zum aktuellen Basisjahr. Weitere Auskünfte

sind außerdem über die Service-Nummer (06 11) 75 47 77 oder über E-Mail

an verbraucherpreisindex@destatis.de erhältlich.

Impressum

Herausgeber

Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet

44787 Bochum, Ostring 30-32

Telefon: (02 34) 91 13-0 Fax: (02 34) 91 13-1 10

www.bochum.ihk.de | ihk@bochum.ihk.de

Redaktion

Jörg A. Linden (verantwortlich)

Druck, Verlag, Anzeigenverwaltung und Herstellung

Koerdt PROMO4YOU GmbH

59609 Anröchte, Südring 1

Telefon: (0 29 47) 97 02-0, Fax: (0 29 47) 97 02-50

www.koerdt.de | wirtschaft@koerdt.de

Anzeigenleitung

Fritz Thöne (verantwortlich)

Telefon (0 29 47) 97 02-77

E-Mail: fthoene@koerdt.de

Wolfgang Thöne

Telefon 0171 - 5631604

E-Mail: wthoene@koerdt.de

Erscheinungsweise

monatlich, Doppelausgabe Juli/August

Druckauflage

14.826/1. Quartal 2015

Anzeigenpreisliste Nr. 36, gültig ab 1. Januar 2015

„Wirtschaft im Revier“ ist das offizielle Organ der

IHK Mittleres Ruhrgebiet. Der Bezug der

IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der vom Gesetzgeber

geregelten Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

Für andere Bezieher beträgt der Bezugspreis im

Jahresabonnement 24,50 Euro inklusive gesetzlicher

Mehrwertsteuer. Mit Namen gezeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Auffassung der

IHK Mittleres Ruhrgebiet wieder. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Quellenangabe und Genehmigung

des Herausgebers. Für den Nachdruck signierter Beiträge

ist die Genehmigung des Verfassers erforderlich.

ISSN 0724-4142

48


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Recht & Steuern

Unterhaltspflicht und Betriebszugehörigkeit

bei Sozialauswahl

Gewichtet ein Arbeitgeber im

Rahmen der Sozialauswahl bei einer

Änderungskündigung eine längere

Betriebszugehörigkeit deutlich höher

als mehrere Unterhaltspflichten,

bestehen Zweifel an der ausreichenden

Berücksichtigung der vom Kündigungsschutzgesetz

vorgeschriebenen

sozialen Gesichtspunkte. Das hat das

Bundesarbeitsgericht im Fall eines

Arbeitnehmers in einem Unternehmen

für den Vertrieb interaktiver

Unterhaltungssoftware entschieden.

Im Rahmen einer betriebsbedingten

Änderungskündigung erhielt ein

Arbeitnehmer mit unterhaltspflichtiger

Ehefrau und zwei Kindern eine

Änderungskündigung mit Reduzierung

der Wochenarbeitszeit von 38,75 auf

zehn Stunden mit Gehaltsanpassung.

Eine vergleichbare ledige, kinderlose

Arbeitnehmerin wurde aufgrund drei

Jahren längerer Betriebszugehörigkeit

begünstigt. In seiner Begründung

weist das Gericht darauf hin, dass eine

Änderungskündigung sozial ungerechtfertigt

sei, wenn bei der Auswahl

die Dauer der Betriebszugehörigkeit,

das Lebensalter, Unterhaltsverpflichtungen

und Schwerbehinderungen

nicht ausreichend berücksichtigt

seien. Dem Arbeitgeber komme ein

Wertungsspielraum zu. Dieser sei

vorliegend überschritten. Bei einem

Altersunterschied von eineinhalb

Jahren und einer lediglich drei Jahre

längeren Betriebszugehörigkeit liege

eine annähernde Gleichrangigkeit

dieser Kriterien vor, sodass der erhebliche

Unterschied bei den Unterhaltspflichten

stärker zu berücksichtigen

gewesen wäre.

(Urteil des Bundesarbeitsgerichts –

BAG – vom 29. Januar 2015;

Az.: 2 AZR 164/14)

Praxistipp: Arbeitgeber müssen im

Rahmen der Sozialauswahl die vier

gesetzlich vorgegebenen Auswahlkriterien

(Dauer der Betriebszugehörigkeit,

Lebensalter, Unterhaltsverpflichtungen

und Schwerbehinderungen)

ausreichend berücksichtigen und dabei

abwägen. Es besteht ein Wertungsspielraum.

Dabei fällt ein Kriterium

relativ umso stärker ins Gewicht, je

größer dabei der Unterschied zwischen

vergleichbaren Mitarbeitern ausfällt.

Die Mittelstandsberater

Wir beraten und prüfen mittelständische Unternehmen.

Zu unserem Leistungsspektrum gehört u.a.:

■ Freiwillige und gesetzliche

Jahres abschluss prüfungen für

alle Rechts formen

■ Unternehmensbewertungen

■ Prüfung von Sanierungskonzepten

Holger Schmidt | Diplom- Betriebswirt,

vereidigter Buchprüfer, Steuerberater

■ Prüfen von Betrieben der

öffentlichen Hand

■ Prüfen nach Makler- und

Bauträgerverordnung

■ Due Diligence Prüfungen

■ Betriebswirtschaftliche Beratung

Dirk Reiser | Diplom-Betriebswirt,

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

ReiserSchmidt | Westfalen-Treuhand GmbH | Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Westfalenstr. 118 (im Centrovital) | 58453 Witten | Fon + 49 (0) 23 02/9 30 00-0

Fax + 49 (0) 23 02/9 30 00-39 | www.reiserschmidt.de

Grenze für nachvertragliches

Wettbewerbsverbot

Vereinbart ein Arbeitgeber mit

einem Vertragspartner ein nachvertragliches

Wettbewerbsverbot, darf

dabei aufgrund der grundgesetzlich

geschützten Berufsausübungsfreiheit

das notwendige Maß nicht überschritten

werden. Die Grenze beträgt

in der Regel zwei Jahre. Das hat

der Bundesgerichtshof im Fall einer

Gesellschaft entschieden, die Arbeitnehmerüberlassung

betrieb und deren

Gesellschafter sich bei der Trennung

auf ein Wettbewerbsverbot von fünf

Jahren geeinigt hatten. Nachdem der

ausgeschiedene Gesellschafter gegen

das Verbot verstoßen hatte, forderte

der Vertragspartner eine Vertragsstrafe

in Höhe von 101.000 Euro. In seiner

Begründung weist das Gericht darauf

hin, dass nachvertragliche Wettbewerbsverbote

mit Rücksicht auf die

grundgesetzliche Berufsausübungsfreiheit

nur gerechtfertigt seien, wenn

sie notwendig seien, um einen Vertragspartner

vor der illoyalen Verwertung

seiner Arbeitserfolge durch den

Vertragspartner zu schützen. Daher

dürfe sie räumlich, gegenständlich und

zeitlich das notwendige Maß nicht

überschreiten. Dafür seien zwei Jahre

regelmäßig ausreichend. Das vorliegend

vereinbarte Wettbewerbsverbot

von fünf Jahren sei daher nichtig.

(Urteil des Bundesgerichtshofs

– BGH – vom 20. Januar 2015;

Az.: II ZR 369/13)

Praxistipp: Wettbewerbsverbote

unterliegen Beschränkungen, die sich

aus der grundgesetzlich geschützten

Berufsausübungsfreiheit ergeben.

Der Schutz soll nur so lange gelten

können, wie die Beziehungen zu den

ehemaligen Kunden fortdauern. Dafür

sieht die Rechtsprechung zwei Jahre

regelmäßig als Grenze an. Abweichungen

nach oben sind zwar nicht ausgeschlossen,

müssen aber gesondert

begründet werden.

Berücksichtigung der Unterhaltspflicht

bei Sozialauswahl

Hat ein Arbeitgeber Kenntnis davon,

dass ein Arbeitnehmer gegenüber zwei

Kindern unterhaltspflichtig ist, kann

er sich bei der Sozialauswahl nicht

darauf berufen, dass auf der Lohnsteuerkarte

des Arbeitnehmers nur ein

Kind vermerkt ist. Das hat das Landesarbeitsgericht

Rheinland-Pfalz im Fall

eines Montageschlossers entschieden,

dessen Arbeitgeber infolge von

Auftragsrückgängen betriebsbedingte

Kündigungen aussprach. Ein mit dem

Betriebsrat vereinbarter Sozialplan sah

Kündigungen nach einem Punkteschema

vor. Der Arbeitgeber kündigte dem

Montageschlosser und berücksichtigte

bei ihm lediglich ein minderjähriges

Kind, wobei er sich auf die Angabe auf

der Lohnsteuerkarte bezog. In seiner

Begründung weist das Gericht darauf

hin, dass sich die für die Sozialauswahl

entscheidenden familienrechtlichen

Unterhaltspflichten nicht zuverlässig

der Lohnsteuerkarte entnehmen

ließen. Maßgeblich seien für die

Sozialauswahl (vgl. Paragraf 1 Abs. 3

Satz 1 KSchG) die tatsächlichen Unterhaltspflichten.

Vorliegend habe der

Arbeitgeber aufgrund der Tatsache,

dass der Arbeitnehmer zwei Elternzeiten

beantragt habe, Anlass zu der

Annahme gehabt, dass die Angabe auf

der Lohnsteuerkarte unzutreffend sei.

Da der Arbeitnehmer unter Berücksichtigung

der zusätzlichen Punkte

nicht zur Kündigung angestanden

habe, sei die Kündigung unwirksam.

(Urteil des Landesarbeitsgerichts –

LAG – Rheinland-Pfalz vom 29. Januar

2015; Az.: 5 Sa 390/14)

49


Infos für die Praxis

Recht & Steuern

Lohnzuschlag bei Dauernachtschicht

Ist ein Arbeitnehmer dauerhaft als

Lkw-Fahrer in Nachtschicht tätig,

hat er einen Anspruch auf einen

angemessenen Zuschlag für das ihm

zustehende Bruttoarbeitsentgelt.

Angemessen ist dafür ein Zuschlag

in Höhe von 30 Prozent. Das hat das

Landesarbeitsgericht Düsseldorf im

Fall eines bei einem Paketzustelldienst

im Nachtdienst tätigen Lkw-Fahrers

entschieden. In seiner Begründung

weist das Gericht darauf hin, dass

Nachtarbeitnehmer Anspruch auf für

die während der Nachtzeit geleisteten

Arbeitsstunden haben. Dafür stünden

ihnen eine angemessene Zahl bezahlter

freier Tage oder ein angemessener

Entgeltzuschlag zu. Der Gesetzgeber

habe Nachtarbeiten wegen ihrer

Belastung für die betroffenen Arbeitsnehmer

spürbar verteuern wollen,

um sie möglichst zu vermeiden. Die

Angemessenheit hänge von den Umständen

des Einzelfalls ab. Regelmäßig

könne von 25 Prozent ausgegangen

werden, wobei Bereitschaftszeiten

oder Entspannungszeiten mindernd,

Dauernachtschichten erhöhend zu

berücksichtigen seien. Vorliegend sei

aufgrund des dauerhaften Nachteinsatzes

ein Bruttolohnzuschlag von

30 Prozent angemessen.

(Urteil des Landesarbeitsgerichts

– LAG – Düsseldorf vom

19. November 2014; Az.: 7 Sa 645/14)

Begrenzte Rücksichtnahmepflicht

Hat ein Arbeitgeber im Rahmen der

Rücksichtnahmepflicht auch unter

Berücksichtigung der grundrechtlich

geschützten Güter von Ehe und

Familie Belange von Arbeitnehmern

zu beachten, lässt sich daraus kein

Anspruch auf Einrichtung eines

befristeten Halbtagsarbeitsplatzes an

einem anderen Arbeitsort oder eines

Home-Office-Platzes ableiten. Das hat

das Landesarbeitsgericht Rheinland-

Pfalz im Fall einer Sachbearbeiterin

bei einem Versicherungskonzern

entschieden. Die Arbeitnehmerin

hatte nach dreijähriger Elternzeit eine

Reduzierung ihrer Arbeitszeit und

einen Arbeitsplatz an ihrem Wohnort

verlangt mit der Begründung, ihr Sohn

sei aufgrund besonderer Betreuungsbedürftigkeit

für einen ganztägigen

Kindergartenbesuch ungeeignet. In

seiner Begründung weist das Gericht

darauf hin, dass es zwar eine arbeitsvertragliche

Rücksichtnahmepflicht

des Arbeitgebers gebe. Dem stehe aber

das Recht des Arbeitgebers gegenüber,

bei der Gestaltung des Unternehmens

festzulegen, an welchem Standort

welche arbeitstechnischen Ziele verfolgt

werden. Dem widerspräche die

Einrichtung eines Arbeitsplatzes am

Wohnort der Arbeitnehmerin oder ein

Home-Office-Arbeitsplatz.

(Urteil des Landesarbeitsgerichts

– LAG – Rheinland-Pfalz vom

18. Dezember 2014; Az.: 5 Sa 378/14)

Krankheitsbedingte Kündigung bei

ungewisser Genesung

Kündigt ein Arbeitgeber einer

langjährig beschäftigten Mitarbeiterin

in einem Kleinbetrieb mit fünf

Arbeitnehmern nach einer längeren

Krankheitsdauer ohne absehbaren

Zeitpunkt der Genesung fristgerecht,

ist diese Kündigung nicht treuwidrig.

Das hat das Landesarbeitsgericht

Schleswig-Holstein im Fall einer Reno-

Fachangestellten in einer Rechtsanwalts-

und Notariatskanzlei entschieden.

Sie war 2,5 Monate krank und

konnte auf Nachfrage keine Angaben

zu einer möglichen Genesung machen.

Da eine befristete Ersatzeinstellung

auf dem Arbeitsmarkt nicht möglich

war und die Arbeitskraft dringend benötigt

wurde, kündigte der Arbeitgeber

fristgemäß. In seiner Begründung

weist das Gericht darauf hin, dass ein

Kleinunternehmer bei der Kündigung

einer langjährigen Mitarbeiterin den

Grundsatz von Treu und Glauben

berücksichtigen müsse. Es müsse ein

einleuchtender Kündigungsgrund vorliegen.

Das sei vorliegend der Fall. Und

der Arbeitgeber habe die dringend

benötigte Arbeitskraft nicht durch

eine befristete Ersatzeinstellung vom

Arbeitsmarkt ersetzen können. Auch

angesichts einer langen Beschäftigung

der Mitarbeiterin von 19 Jahren falle

die Interessenabwägung zugunsten

des Betriebs aus. Die Kündigung sei

wirksam.

(Urteil des Landesarbeitsgerichts

– LAG – Schleswig-Holstein

vom 14. Oktober 2014;

Az.: 1 Sa 151/14)

Praxistipp: Kündigungen in Kleinunternehmen

(mit regelmäßig nicht mehr

als zehn Arbeitnehmern) unterliegen

nicht der dreistufigen Prüfung nach

den Grundsätzen der sozialen Rechtfertigung

bei einer Kündigung wegen

Krankheit nach dem Kündigungsschutzgesetz

(vgl. Paragraf 1 Abs. 2

KSchG). Grenze ist hier der Grundsatz

von Treu und Glauben. Dabei ist ausreichend,

wenn es für die Kündigung

einen „irgendwie einleuchtenden“

Grund gibt.

Kündigung nach falschen Angaben

zu rechtfertigen

Macht ein Arbeitnehmer in einem

Arbeitsrechtsstreit bei einer eidesstattlichen

Versicherung falsche Angaben,

kann das grundsätzlich eine ordentliche

oder außerordentliche Kündigung

rechtfertigen. Das setzt aber voraus,

dass falsche Tatsachen aufgestellt

wurden und nicht nur Wertungen.

Das hat das Bundesarbeitsgericht im

Fall Teamleiterin für Direktvertrieb bei

einem Unternehmen für Medizinprodukte

entschieden. Der Arbeitgeber

hatte nach einer Erkrankung der Mitarbeiterin

in einem Personalgespräch

informiert, dass ihre Weisungsbefugnis

beendet sei und ihr ein Einzelbüro

zugewiesen. In einem einstweiligen

Verfügungsverfahren beantragte die

Arbeitnehmerin die Wiedereinsetzung

in ihre Teamleiterfunktion und gab

dazu eine eidesstattliche Versicherung

ab. Der Arbeitgeber nahm das zum

Anlass für eine ordentliche Kündigung

und machte geltend, die Mitarbeiterin

habe eine falsche eidesstattliche Versicherung

abgegeben. In seiner Begrün-

dung weist das Gericht darauf hin,

dass eine falsche eidesstattliche Versicherung

in einem Rechtsstreit mit dem

Arbeitgeber Anlass für eine Kündigung

sein könne. Eine falsche Tatsachenbehauptung

sei auch nicht durch das

Recht auf Meinungsfreiheit geschützt.

Anders sei es aber bei Äußerungen,

die ein Werturteil beinhalten oder

die eine Mischung von Tatsachen und

Meinungen bilden, wenn sie von der

Meinungsäußerung geprägt seien.

Vorliegend seien die Äußerungen

keine reinen Tatsachenfeststellungen,

sondern enthielten auch Wertungen.

Vorwerfbar sei allenfalls, dass die

eidesstattliche Versicherung nicht

vorsichtig genug formuliert sei und

teilweise leichtfertig falsche Angaben

enthalte. Insofern sei die Kündigung

unverhältnismäßig, da eine vorherige

Abmahnung unterblieben sei.

(Urteil des Bundesarbeitsgerichts

– BAG – vom 31. Juli 2014;

Az.: 2 AZR 434/13)

50


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

© Heino Patschull – Fotolia.com

Börsen

Existenzgründung

Angebote

BO 181213

Die Betriebsstätte befindet sich in

NRW (Ruhrgebiet). Das Fertigungsunternehmen

konstruiert, produziert

und liefert Fördereinrichtungen und

-maschinen nach Kundenvorgabe und

hat sich spezialisiert auf: verschiedene

Förder- und Filtersysteme, Entsorgung

von Metallspänen, Schrottteilen,

Stanzteilabfällen und Stanzteilplatinen.

BO 183713

Führender Online-Anbieter von regionalen

Freizeitangeboten sucht eine/n

Beteiligung/Nachfolger. Neben einem

umfangreichen Kundenstamm verfügt

das Unternehmen über zahlreiche

langjährige Kooperationspartner. Entsprechend

gute Suchmaschinen-Rankings

und Kundenbewertungen liegen

vor. Bekannt aus regionalen Film-,

Funk- und Printmedien. Die Plattform

verfügt über eine Shopfunktion und

umfangreiche Admintools. Das Unternehmen

wird in der Rechtsform einer

GmbH betrieben. Eine angemessene

Einarbeitung ist gewährleistet.

BO 184114

Fachgeschäft (Lotto, Tabak, Zeitschriften

und mehr), circa 34 Quadratmeter

und Lager, zentrale Lage, 95 Prozent

Stammkundschaft, lieferantenfrei, aus

Altersgründen zu vermieten oder zu

verkaufen.

BO 184314

Mittelgroßer Elektroinstallationsbetrieb

im mittleren Ruhrgebiet

(einschließlich Handel), sieben

Mitarbeiter, zusätzliche Schwerpunkte

im Bereich Mess- und Regeltechnik,

Industrieanlagenbau sowie Neu- und

Altbauinstallation sucht Nachfolger.

Zusätzlich verfügt das Unternehmen

über eine Lampenausstellung mit

Designerleuchten.

BO 185014

Gut eingeführtes Süßwarengeschäft

mit langjährigen Stammkunden, über

50 Jahre vor Ort, in einer Stadt mit

100.000 Einwohnern, zentrale Lage

in der Fußgängerzone, möchte den

Betrieb aus Altersgründen an einen

jungen, kreativen Kaufmann oder eine

Kauffrau übergeben. Die Hinzunahme

eines Ausschanks von Kaffee, heißen

Schokoladenspezialitäten o. ä. ist

platzmäßig möglich. Eigenkapital:

25.000 Euro.

BO 185114

Online-Shop für Sportartikel, Outdoorartikel

und Textilwaren zu verkaufen.

Die Vermarktung der Produkte erfolgt

über eine eigene Webseite und Amazon

mit professionellem Shop-System.

Bild- und Marketingtexte können

komplett übernommen werden. Das

Text- und Bildmaterial wird von den

Herstellern kostenfrei zur Verfügung

gestellt. Der Online-Shop verfügt über

folgende technische Anbindungen:

Sofortüberweisung, Paypal, Billpay

(Kauf auf Rechnung), DHL, google,

eBay, idealo.de, günstiger.de.

Ein eingeschlossenes, teilautomatisiertes

Warenwirtschaftssystem

verwaltet ausschließlich Kunden,

Aufträge, Rechnungen, Produkt-

Versand inklusive E-Mail Anbindung

für Kundenkontakt und Dropshipping.

Aktueller Warenbestand wird übergeben.

Kundenstamm: 80 Prozent aus

Deutschland, Rest international, vor

allem Schweiz und Australien.

BO 185214

Seit sechs Jahren gut geführtes

Schreibwarengeschäft mit Schulbedarf,

Buchhandlung, Bogestra-Ticket-

Shop, DPD-Paket-Shop sowie Reinigungsannahme

und Verkauf von Wolle

aus privaten Gründen zu verkaufen.

Feste Stammkundschaft. Preis VS.

BO 185314

Immobiliengesellschaft und Architekturbüro

zu verkaufen. Die GmbH

ist eine bekannte Projektentwicklungsgesellschaft

mit einem seit über

15 Jahren eingeführten Namen. Die

angeschlossene Bauunternehmung

kann/soll ebenfalls mit übernommen

werden.

51


Infos für die Praxis

BO 185614

Nachfolger für Babyfachgeschäft

(Einzelhandel) gesucht. Das Geschäft

besteht seit 28 Jahren in A-Lage der

Fußgängerzone. Es bestehen verschiedene

Kooperationen, unter anderem

mit dem Jugendamt. Verschiedene

Teilnahmen an Projekten wurden aufgebaut

und sind äußerst vielversprechend.

Das Geschäft ist zu günstigen

Konditionen angemietet und hat eine

Gesamtfläche von 220 Quadratmetern,

wobei 140 Quadratmeter als Verkaufsfläche

genutzt werden. Das Sortiment

erstreckt sich von Kinderwagen und

Autositzen (ausgewählte Hersteller)

bis hin zu Spielzeug und Textilien. Auf

Wunsch unterstützte ich Sie in der

ersten Zeit.

BO 185714

Alteingesessene Szenegastronomie

in Top-Lage aus Altersgründen zu

veräußern.

BO 185914

Lottoannahmestelle mit Reisebüro aus

Altersgründen zu verkaufen. Einrichtung

komplett im Kaufpreis enthalten.

Keine Warenbestandsübernahme.

VB 30.000 Euro, Kapitalnachweis

erforderlich.

BO 186114

Seit über 40 Jahren eingeführtes

Ladengeschäft in exponierter Lage

im Bereich Geschenkartikel, Uhren,

Lederwaren, Bekleidung, Lampen sowie

Outdoor-Artikel kurzfristig wegen

Erkrankung abzugeben.

BO 186214

Kosmetik- und Nagelinstitut sucht

Nachfolgerin. Durch Ihre Adern fließen

Wirkstoffe? Sie denken und leben

Kosmetik und Schönheit? Sie wollen

Erfolg? Setzen Sie sich ins gemachte

Nest. Witten und Umgebung.

BO 186714

Gardinenfachgeschäft mit Gardinenneuanfertigung,

-dekoration und -reinigung

zu verkaufen. Darüber hinaus

werden im Sortiment Geschenkartikel

und Tischdecken geführt.

BO 186814

Teile eines alteingesessenen Personenbeförderungsunternehmens

im

mittleren Ruhrgebiet aus Altersgrün-

den abzugeben. Neben mehreren Taxikonzessionen

steht ein umfangreicher

Fuhrpark von Mietfahrzeugen sowie

Krankentransport- und Rollstuhlwagen

zur Veräußerung. Zur Übernahme des

Unternehmens sind die finanzielle

Leistungsfähigkeit, die persönliche

Zuverlässigkeit und die fachliche

Eignung notwendig.

BO 186914

Alteingesessenes Reisebüro (10 Jahre)

im mittleren Ruhrgebiet, in unmittelbarer

Nähe zur Haupteinkaufsstraße,

aus Altersgründen an eine Einzelperson

oder als Filialbetrieb abzugeben.

Das Unternehmen arbeitet mit

allen Reiseveranstaltern der Branche

zusammen.

BO 187115

Restaurant/Gastronomie im EN-

Kreis (Stadt Hattingen) mit großer

Außenterrasse sucht Nachfolger mit

Ideen und Elan. Das Restaurant liegt

zwischen Bochum (Kemnader Stausee)

und Essen (Baldeneysee) in unmittelbarer

Nähe zum Ruhrtalradweg (circa

100 Meter), stadtnah, vier Kilometer

zwischen Wald und Wasser. Gastronomische

Erfahrungen sind vorteilhaft.

Ich biete ein Geschäftshaus

(inklusive Wohnung) mit Gastraum

(40 Plätze), abgetrenntem Saal

(80 Plätze) und großem neu angelegtem

Biergarten; ausreichend Parkplätze

sind vorhanden. Die Gastronomie

ist brauerei- und vertragsfrei, guter

Umsatz durch Feiern, Stammgäste und

zahlreiche Laufkundschaft, steigende

Anzahl durch Tourismus und viele sich

wiederholende Events. Ferienwohnungen

sind geplant. Einarbeitungsphase

erwünscht. Übernahme Inventar, Haus

und Grundstück (2.000 Quadratmeter)

zum Kauf oder zur Pacht, Rentenbasis

möglich. Nach 25 Jahren möchte

ich in Zukunft etwas kürzer treten,

der Zeitraum der Übergabe ist nach

Absprache vereinbar.

BO 187215

Suche aus privaten Gründen einen

Nachfolger für ein seit 2007 gut laufendes

Computer-Fachhandelsgeschäft

in zentraler Lage in der Herner Innenstadt.

Sie übernehmen einen großen

privaten/gewerblichen Kundenstamm.

Das Ladengeschäft liegt an einer stark

frequentierten Hauptstraße, in einem

Einkaufsgebiet. In Anbetracht der Lage

ist die Miete sehr günstig. Das Gebäude

verfügt über ein Parkhaus, in dem

die Kunden kostenlos parken können.

Vor dem Ladenlokal sind Parkbuchten

zum Be- und Entladen. Das Tätigkeitsfeld

umfasst den Vertrieb von

Hardware mit ausführlicher Beratung,

Reparaturen von PCs, Notebooks,

Smartphones und Tablets. Wir sind

auch vor Ort bei Kunden tätig. Kaufpreisvorstellung:

VB 35.000 Euro inklusive Warenbestand,

Inventar, Technik und Computer.

Auf Wunsch wäre auch eine ausgiebige

Übergabe und Einarbeitungsphase

möglich.

BO 187315

Etabliertes Reisebüro aus Altersgründen

zu verkaufen. Über 20 Jahre am

Ort, Innenstadt, Nähe Fußgängerzone,

gutes Kundenklientel, alle wichtigen

Agenturen.

BO 187415

Lotto-Toto-Fachgeschäft ab sofort zu

verkaufen. Umsatz Warensortiment:

circa 360.000 Euro, Umsatz Lotto:

circa 285.000 Euro jährlich. Das Objekt

liegt in einem kleinen Einkaufszentrum

mit sehr guter Infrastruktur.

Verkaufspreis: VB 29.500 Euro.

BO 187515

Ein seit Jahrzehnten etablierter Spezialanbieter

der Mess- und Regeltechnik

sucht altersbedingt einen Nachfolger.

Wir produzieren Zug-, Druck- und

Differenzdruck-messgeräte für kleine

Messbereiche nach einem speziellen,

inzwischen nur noch von uns

verwendeten Messprinzip. Unsere

Kunden kommen aus den Branchen

Pharma, Ofenbau/Kesselbau, Gebäudeautomatisierung

und Biogas. Als

alleiniger Geschäftsführer stehe ich

zur Übergabe des Geschäftsbetriebs

für eine ausreichende Übergangszeit

zur Verfügung. Der Geschäftsbetrieb

muss nicht am Standort Bochum bleiben,

sondern kann beliebig verlagert

werden. Eine Anmietung der bestehenden

Räumlichkeiten über mehrere

Jahre ist möglich. Der Verkauf erfolgt

provisionsfrei.

BO 187615

Bildungsunternehmen mit ausgezeichnetem

Ruf sucht Nachfolger. Das Unternehmen

verfügt über einen großen,

gewachsenen und treuen Kundenstamm

und ein breites und bewährtes

Produktportfolio. Zu den Tätigkeitsfeldern

gehören unter anderem Seminare

für Schüler, Auszubildende, Erzieherinnen,

Studierende usw. Zum Veräußerungsvolumen

zählen sämtliche

Seminarkonzepte sowie umfangreiche

Seminarmaterialien. Auch das Konzept,

die Beobachtungskriterien sowie

eine große Materialsammlung für die

Durchführung von Potenzialanalysen

werden veräußert. Vorhandene

Aufträge aus teilweise langjährigen

Projekten und Kooperationen können

ebenso übernommen werden wie der

Unternehmensname (Markenwirkung!).

Tätigkeitsbereich: Großraum

Ruhrgebiet und Niederrhein.

BO 187715

Bauelemente-Fachbetrieb (Fenster,

Haustüren, Innentüre, Tore) im mittleren

Ruhrgebiet, sehr gute Lage, seit

15 Jahren erfolgreich am Markt tätig,

mit großer Ausstellung, Verkauf und

Montage exklusiver Markenprodukte,

fünf Mitarbeiter, sucht aus Altersgründen

Nachfolger. Einarbeitungsbegleitung

kann erfolgen.

BO 187815

Reifenhandel im Ruhrgebiet, alteingesessen,

aus Altersgründen zu

verkaufen. Großer Kundenstamm

und umfangreiche Einlagerungen

vorhanden.

BO 187915

Außergewöhnliche Confiserie mit

kleinem Café und einer Außenterrasse

in sehr guter Lage einer Ruhrgebiets-

Großstadt aus Krankheitsgründen

an ambitionierte jüngere Nachfolger

abzugeben.

BO 188115

Online-Shop (Markteintritt 2003)

für professionelle Elektrowerkzeuge,

Handwerkzeuge und Gartenwerkzeuge

zu verkaufen. Hierbei handelt es um

einen Magento 1.9 Online-Shop mit

Responsiv Design (100 Prozent mobil

optimiert). Das Sortiment umfasst

unter anderem die Produkte der Marken

Bosch, Makita, Dewalt, Kärcher,

Fein, Dremel etc. Diese sind in einer

übersichtlichen Kategoriestruktur im

modernen Design integriert. Weitere

52


Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Produkte und Marken können einfach

hinzugefügt werden. Der Gesamtumsatz

über den Shop betrug im Jahr

2014 circa 250.000 Euro brutto. Telefon-,

Fax- und E-Mail-Bestellungen

sind hierin nicht enthalten. Der Käufer

sollte aus dem Bereich Werkzeuge

oder Online-Handel kommen und

bereits etwas Erfahrung im Online-

Marketing mitbringen. Gut geeignet

für Fachhändler oder Hersteller, die

sich schnell im Markt etablieren

möchten.

BO 188815

Lotto-Fachgeschäft, circa

45 Quadratmeter (Laden und Lager),

gelegen in großem Stadtteil mit

90 Prozent Stammkundschaft, geführt

seit 30 Jahren, aus Altersgründen zu

verkaufen.

Nachfragen

BO 248114

Kaufmann (Handel und Dienstleistung),

langjährige Berufserfahrung,

sucht Unternehmen zur Übernahme

oder tätige Beteiligung.

BO 248314

Immobilien- und Hausverwaltung

aus Bochum sucht zwecks Expansion

Hausverwaltungsfirmen zum Kauf.

Diskretion wird zugesichert. PLZ-

Gebiete 42, 44, 45 und 58 bevorzugt.

BO 248514

Möchte mich nach sehr langer Zeit

im Einzelhandel neu orientieren und

suche im Raum Witten/Hattingen ein

Café und/oder Biergarten/Pub zur

kurzfristigen Übernahme.

BO 248715

Kompetenz in der Immobilienverwaltung!

Zur Verwirklichung eines Traums

sucht ein im Ruhrgebiet (Essen, Bochum,

Herne, Gelsenkirchen) bestens

vernetztes, führungserfahrenes und in

der Wohnungseigentumsverwaltung

absolut routiniertes Immobilientalent

ein Verwaltungsunternehmen zur

Übernahme. Die Weiterbeschäftigung

vorhandener Mitarbeiter ist möglich.

BO 248815

Wir möchten wachsen – und suchen

daher ein weiteres Genuss-Fachge-

schäft möglichst mit den Schwerpunkten

Essige/Öle, Confiserie, Weine und

Whisky. Die bevorzugten Städte wären

Dortmund, Bochum, Essen. Neben

gutem Fachwissen steht bei uns die

Freundlichkeit und absolute Kundenorientierung

an erster Stelle. So können

wir versichern, dass IHR vorhandener

Kundenstamm weiterhin erstklassig

bedient wird.

BO 248915

Diplom-Kaufmann mit 20-jähriger

Berufserfahrung als Unternehmer

und Manager in den Bereichen

Medizin, Immobilienmanagement und

-sanierung sowie Automotive und

Restrukturierung sucht Unternehmen

zur Übernahme bzw. Nachfolge. Von

Interesse sind mittelständische Unternehmen

mit einer etablierten Marktstellung

und nachhaltigen Rentabilität,

bei welchen eine gegebenenfalls

technische und zulassungstechnische

Komponente durch entsprechende

Mitarbeiter im Unternehmen langfristig

abgesichert ist. Umsatz zwischen

2,5 und neun Millionen Euro. Es bestehen

herausragende strategische wie

organisatorische Kompetenzen sowie

eine weit überdurchschnittliche Kundenorientierung,

welche mittels Referenzen

belegbar sind. Das technische

Verständnis ist ausgeprägt. Der Fokus

liegt auf einer mittel- bis langfristigen

Einarbeitung und Übergabe, damit das

Unternehmen im Sinne des Unternehmers

fortgeführt wird und das

Lebenswerk erhalten bleibt. Absolute

Vertraulichkeit wird zugesichert.

Kooperation

BO 29813

Modeeinzelhandel in zentraler Lage

von Hattingen sucht dauerhafte

Kooperation mit Modeherstellern und/

oder Modeeinzelhändlern. Ladenlokal

in Eigentum, barrierefrei, steht eingerichtet

zur Verfügung. Geeignet auch

als Outlet für Aktionsverkäufe.

BO 30013

Selbstständige Buchhalterin sucht

dauerhafte Kooperation mit einem

Steuerberater/Steuerbüro im Raum

Bochum, Herne, Recklinghausen. Biete

langjährige Erfahrung als Finanzbuchhalterin.

BO 30113

Unternehmen aus der Umweltbranche

sucht einen tätigen Teilhaber. Das

Unternehmen besitzt Alleinstellungsmerkmale

durch Patentanmeldungen.

Spätere Übernahme möglich.

BO 30213

Wir suchen Kooperationspartner für

unsere frei werdende Lagerfläche von

1.000 Quadratmetern. Wir übernehmen

für den Partner Lagerung,

Transport und eventuell andere

Dienstleistungen.

BO 30313

Wir sind ein Lieferant für technische

Befestigungssysteme und möchten

Firmen für eine potenzielle Kooperation

oder Akquisition identifizieren.

Unser Fokus liegt auf ähnlich geartete

Unternehmen, idealerweise Lieferanten

oder Großhändler mit einem

entsprechenden Distributionszentrum.

Ein geeignetes Unternehmen sollte

Potenzial für einen Umsatz zwischen

zwei und zehn Millionen Euro haben.

BO 30414

Existenzgründung für Um- und Einsteiger

– auch als zweites Standbein.

Starten Sie mit einem brandneuen

Marketingkonzept in eine erfolgreiche

Zukunft. Absolute Seriosität ist

garantiert.

BO 30514

Seit 1939 bestehender, Metall verarbeitender

Betrieb (15 Mitarbeiter) in

Bochum bietet interessierten Partnerunternehmen

freie Kapazitäten in

folgenden Bereichen an: konv. Drehen,

Bohren und Bohrwerkarbeiten, MAG-

Schweißen und Montage.

BO 30614

Etabliertes Unternehmen aus der IT-

Branche sucht zwecks Expansion einen

dauerhaften Kooperationspartner

aus dem Bereich Systemintegration.

Selbstständige Kundenbetreuung unserer

Klientel aus Wirtschaft, Medizin

und Recht wird angestrebt.

Mit der Existenzgründungsbörse, aus

deren Bundesliste die auszugsweise

veröffentlichten Offerten stammen,

soll Unternehmen die Suche nach

einem geeigneten Nachfolger oder

tätigen Teilhaber erleichtert werden.

Die Kooperationsbörse, die ebenso wie

die Existenzgründungsbörse im Internet

auf www.bochum.ihk.de unter der

Rubrik „Service von A bis Z“ recherchierbar

ist, richtet sich an Betriebe,

die zur Verbesserung ihrer Leistungsund

Wettbewerbsfähigkeit eine zwischenbetriebliche

Zusammenarbeit

mit in- oder ausländischen Partnern

anstreben. Die aus dem IHK-Bezirk

eingehenden Angebote und Nachfragen

beziehungsweise Kooperationswünsche

werden chiffriert unter der

zutreffenden Rubrik veröffentlicht.

Interessenten für die veröffentlichten

Offerten werden gebeten, sich unter

Angabe der entsprechenden Rubrik

und Chiffre-Nummer schriftlich an

die IHK Mittleres Ruhrgebiet,

Ostring 30–32, 44787 Bochum, zu

wenden, die die Zuschriften an die

Inserenten weiterleitet.

Auskünfte erteilt

Sabine Kupfer

Telefon: (02 34) 91 13-1 43

E-Mail: kupfer@bochum.ihk.de

Bei Inseraten aus IHK-Börsen gelten

die Bedingungen der jeweiligen Börse.

Diese finden sich unter www.nexxtchange.org/pdf/agb.pdf

beziehungsweise

www.ihk-kooperationsboerse.

de/agb im Internet.

53


Infos für die Praxis

© fotodo – Fotolia.com

Handelsregister

In dieser Rubrik werden die Nachrichten

über die Eintragungen von

Firmen in die Handelsregister des

IHK-Bezirks Mittleres Ruhrgebiet

veröffentlicht. Diese Informationen

sind als kurze Hinweise für interessierte

Leser gedacht. Daher werden

lediglich die Handelsregister-Nummer,

der Firmenname, die Anschrift, das

Stammkapital und der Geschäftsführer

bei Kapitalgesellschaften wiedergegeben.

Für weitere Einzelheiten wenden

sich Interessierte bitte entweder an

das Firmenregister der IHK oder an

das zuständige Amtsgericht, Abteilung

Handelsregister. Für diese Mitteilungen

aus dem Handelsregister kann die

IHK Mittleres Ruhrgebiet keine Gewähr

übernehmen.

Erläuterungen:

AG: Amtsgericht

GF: Geschäftsführer/in

PhG: Persönlich haftende/r

Gesellschafter/in

StK: Stammkapital

GK: Grundkapital

Neueintragungen

AG Bochum

18. Februar 2015

B 15343: Jännekes Immobilien Verwaltung

GmbH, Gewerbestraße 15.

StK 25.000,- €.

GF: Dirk Werner Jännekes, Bochum.

4. März 2015

B 15375: B&O Haustechnik GmbH,

Lohrheidestr. 1. StK 100.000,- €.

GF: Stefan Lohwasser, Willich,

Ralf Güdding, Gladbeck.

AG Bochum (für Herne)

2. März 2015

B 101531 (AG Saarbrücken): Kuntz

Soziale Dienste GmbH Zweigniederlassung

Herne, Westring 151.

Veränderungen

AG Bochum

4. Februar 2015

B 14283: büscher kuntscher piorr

(bkp) Team GmbH: Die Gesellschaft

ist aufgelöst. Liquidator:

Dr. Rüdiger Piorr, Köln,

Dr. Dirk Michael Kuntscher, Herten.

4. März 2015

B 10489: GEDIM Aktiengesellschaft:

Formwechsel in GEDIM GmbH,

HRB 15376, StK 50.000,- €.

GF: Dr. Martin Heiko Ludwig,

Gelsenkirchen.

16. März 2015

A 2366: Wilhelm Oschmann: Formwechsel

in Wilhelm Oschmann oHG

A 5973: Malerbetrieb Schumacher

Inh. D. Ohmenzetter und

D. Kruse OHG: Formwechsel in

Malerbetrieb Schumacher

Inh. D. Ohmenzetter e.K.

B 7414: Hesse & Chilinski Bauplanungs

GmbH: Umfirmierung in Hesse

& Chilinski Architekten GmbH

18. März 2015

B 14703: A & C exclusive GmbH: Die

Gesellschaft ist durch Ablehnung des

Insolvenzverfahrens von Amts wegen

aufgelöst.

23. März 2015

B 7664: „Im intermedia gmbh“: Die

Gesellschaft ist durch Eröffnung des

Insolvenzverfahrens aufgelöst.

B 15174: TURKCROWD GmbH: Umfirmierung

in Kalemdo Crowdfunding

GmbH

25. März 2015

B 11548: Cortina GmbH Bochum: Die

Gesellschaft ist durch Ablehnung des

Insolvenzverfahrens von Amts wegen

aufgelöst.

B 14541: S. Böger Heizung Klima Sanitär

GmbH: Umfirmierung in S. Böger

Heizung Elektro Sanitär GmbH

1. April 2015

B 7921: Ev. Kinder- und

Jugendhaus gGmbH: Umfirmierung in

Evangelische Kinder- und

Jugendhaus gGmbH

2. April 2015

B 14697: V.A.T.A.N. Klinik GmbH:

Umfirmierung in V.A.T.A.N. Sünnet

Praxis GmbH

B 12249: Deutsche Annington Regenerative

Energien GmbH: Umfirmierung

in Vonovia Elbe Wohnen GmbH

7. April 2015

B 3611: ESA Vermietungs- und

Verwaltungsgesellschaft mbH: Die

Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator:

Hans-Joachim Henkel, Bochum.

B 13823: Tanzbar GmbH: Die Gesellschaft

ist durch Ablehnung des

Insolvenzverfahrens von Amts wegen

aufgelöst.

B 5866: CaBi Gastronomie GmbH: Die

Gesellschaft ist aufgelöst.

8. April 2015

B 11718: „PATTBERG“ Maschinenbauteile

Verwaltungs GmbH: Die

Gesellschaft ist aufgelöst.

AG Bochum (für Herne)

12. März 2015

B 14548: AB Innenausbau UG (haftungsbeschränkt),

jetzt: AB Innenausbau

GmbH, Erhöhung des Stks auf

25.000,- €.

16. März 2015

B 12820: Spedition Graf GmbH:

Umfirmierung in Th. Graf & Cie. Mein-

Reisering GmbH und Sitzverlegung

nach Bochum, Vorm Felde 7.

AG Essen (für Hattingen)

17. März 2015

B 26198: Bozan GmbH, Werksstraße

3-5. StK 75.000,- €. GF: Seref Töre,

Bochum. Sitzverlegung von Bochum,

vorher AG Bochum, HRB 14498.

B 25673: PRIVATKLINIK MOLTKE-

STRAßE UG (haftungsbeschränkt):

Formwechsel in PRIVATKLINIK MOLT-

KESTRAßE GmbH und Erhöhung des

StKs auf 25.000,- €.

25. März 2015

HRB 22522: Hornung Gastro.-

Einrichtungsgesellschaft mbH: Die

Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator:

Herbert Hornung, Hattingen.

17. April 2015

B 15230: Aeromix Misch- und Aufschlagtechnik

GmbH: Erhöhung des

StKs auf 27.000,- €.

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Wirtschaft im Revier 05 | 2015

Löschungen

AG Bochum

16. März 2015

A 6693: ADOVENU GmbH & Co. KG

17. März 2015

B 10403: Hasenkamp Elektrotechnik

GmbH: wegen Vermögenslosigkeit

gelöscht.

B 11212: BCS GmbH Beschaffung-

Consulting-Service

19. März 2015

B 5696: UFG Gesellschaft für Unterhaltung,

Freizeit, Gastronomie mbH:

wegen Vermögenslosigkeit gelöscht.

B 14498: Bozan GmbH: Sitzverlegung

nach Hattingen, jetzt AG Essen,

HRB 26198.

20. März 2015

B 14572: MAZERO Consulting GmbH:

Sitzverlegung nach Essen,

jetzt AG Essen, HRB 26205.

27. März 2015

B 13016: KISSbusiness GmbH

B 11370: Lifestyle Import & Export

GmbH: wegen Vermögenslosigkeit

gelöscht.

B 11735: morsbach und tosun gmbh

integrative transportsysteme: wegen

Vermögenslosigkeit gelöscht.

30. März 2015

A 6313: Stephan Schulze Services e. K.

31. März 2015

B 14793: MAR Autovermietung

GmbH: Sitzverlegung nach

Castrop-Rauxel, jetzt AG Dortmund,

HRB 27273.

A 6512: Go Between Net GmbH &

Co. KG

1. April 2015

A 2423: Ruth Gabriel GmbH & Co. KG

7. April 2015

B 3474: K + H Bau GmbH.: wegen

Vermögenslosigkeit gelöscht.

20. April 2015

B 8864: Drakkar Entertainment

GmbH: Sitzverlegung nach Hamburg,

jetzt AG Hamburg, HRB 136157.

AG Essen (für Hattingen)

23. März 2015

B 25345: CMG Classic Motorcycle

GmbH: Sitzverlegung nach

Düsseldorf, jetzt AG Düsseldorf,

HRB 74480.

B 25469: Oliver Klewin Beteiligung

GmbH: Sitzverlegung nach Sankt

Augustin, jetzt AG Siegburg,

HRB 13363.

25. März 2015

B 17399: COMPAGNONS Verwaltungs

GmbH: Sitzverlegung nach

Münster, jetzt AG Münster HRB 15452.

Insolvenzen

Eröffnet

Der nächste

Anzeigenschluss ist am

15. Mai 2015

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GmbH: verschmolzen auf die ComputerKomplett

MTC GmbH, AG Nürnberg,

HRB 12462.

B 5941: Heisterkamp Sportstudio Gesellschaft

mit beschränkter Haftung:

wegen Vermögenslosigkeit gelöscht.

24. März 2015

B 13917: MO Bochum UG (haftungsbeschränkt):

wegen Vermögenslosigkeit

gelöscht.

B 14239: CC Capital Consulting UG

(haftungsbeschränkt): wegen Vermögenslosigkeit

gelöscht.

25. März 2015

B 7707: ESN innovo GmbH: Sitzverlegung

nach Wörrstadt, jetzt AG Mainz,

HRB 46058.

B 12495: Astral Server UG (haftungsbeschränkt)

B 10943: X-Herford Veranstaltungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung:

Sitzverlegung nach Herford,

jetzt AG Bad Oeynhausen, HRB 14435.

AG Bochum (für Herne)

16. März 2015

B 9550: Heros GmbH Gesellschaft für

Rohrleitungs- und Stahlbau

7. April 2015

HRB 11192: HAM 3 GmbH: Sitzverlegung

nach Herdecke, jetzt AG Hagen,

HRB 9939.

AG Bochum (für Witten)

16. März 2015

B 11512: Dienwiebel Grundstücksverwaltungs

GmbH

17. März 2015

B 14927: Pivazo GmbH: Sitzverlegung

nach Oberursel, jetzt AG Bad Homburg,

HRB 13194.

27. März 2015

B 8553: Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum

FEZ Witten GmbH

31. März 2015

A 6251: CS GmbH & Co. KG

AG Bochum

16. März 2015

HRB 7664: „Im intermedia gmbh“: Das

Insolvenzverfahren ist eröffnet.

Eingestellt/

aufgehoben

AG Bochum

27. Januar 2015

B 6866: e.MEDIRECT GmbH: Das Insolvenzverfahren

ist aufgehoben.

4. Februar 2015

B 11961: R. Abel Heizung und

Sanitär-GmbH: Das Insolvenzverfahren

ist aufgehoben.

AG Bochum (für Herne)

3. Februar 2015

B 9918: Planeta Engineering GmbH:

Das Insolvenzverfahren ist aufgehoben.

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wegen Vermögenslosigkeit

gelöscht.

B 8663: Lorenz-Polygon-

Ausbau GmbH: Sitzverlegung nach

Iserlohn, jetzt AG Iserlohn, HRB 8271.

14. April 2015

B 8601: Theodor Wilke GmbH: wegen

Vermögenslosigkeit gelöscht.

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