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Puffern, bis es zum Arzt kommt Die mittelständische Erbe Elektromedizin GmbH setzt auf Automatiklager Wenn Ärzte irgendwo auf der Welt bei Operationen Geräte für die Hochfrequenz- und Kälte-Chirurgie, für die Gefäßversiegelung oder für Verfahren zur berührungsfreien Stillung von Blutungen einsetzen, handelt es sich dabei oftmals um Produkte der Erbe Elektromedizin GmbH. Denn das familiengeführte Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 90 Millionen Euro ist in mehr als 100 Ländern mit Tochterunternehmen oder über den medizinischen Fachhandel vertreten. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent. Damit das breite Produktspektrum noch schneller und reibungsloser an die OP- Tische kommt und die Serviceleistungen weiter verbessert werden, hat Erbe seine Logistikprozesse auf den neuesten Stand gebracht. Dafür lieferte viastore den automatisierten Lagerbereich. Logistik als weitere Kernkompetenz Erbe wurde 1847 in Tübingen (Baden-Württemberg) gegründet. Heute wird das Unternehmen in fünfter Generation geführt und ist in der Hochfrequenz- und Wasserstrahltechnologie weltweit führend. Vom Erfolg einer intensiven Forschungsarbeit zeugt nicht zuletzt die hohe Zahl an Patenten, die jedes Jahr angemeldet werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktion, die höchst effizient nach dem KAIZEN-Prinzip ausgerichtet ist. Auf die Logistikprozesse dagegen wurde bis dato ein eher geringes Augenmerk gelegt. „Gelagert wurde, wo Platz war“, bringt Michael Ankele, der bei Erbe den Bereich Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik leitet, die frühere Situation auf den Punkt. Die Anforderungen stiegen jedoch. Denn im Zuge der zunehmenden Internationalisierung waren die Kunden auch weltweit schnell und zuverlässig mit den rund 1.800 verschiedenen Verkaufsartikeln zu versorgen. Das erforderte eine effiziente und zukunftsfähige Lagerlösung. Hinzu kam, dass dezentrale Lagerstandorte erst in Deutschland, später europaweit aufgelöst werden sollten, um redundante Bestände zu vermeiden und mehr Transparenz zu erzielen. Zudem übernimmt die Materialwirtschaft mehr und mehr logistische Aufgaben aus der Fertigung. Zertifizierte Anlage Gemeinsam mit dem Logistikfachmann Martin Sayer, der heute Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungs- und Planungsunternehmens mips Consulting GmbH ist, entwickelte Erbe ein neues Materialfluss- und Lagerkonzept. Wesentlicher Bestandteil davon ist ein neuer Lagerabschnitt. Zusammen mit den umgestalteten Bestandsflächen, dem Lagerneubau und den neuen Büroräumen ist der Logistikbereich jetzt etwa 5.000 m² groß bei einem umbauten Raum von 38.000 m³. Das neue Gebäude wurde direkt an die bisher als Lager- und Umschlagbereich genutzte Halle angegliedert, wo jetzt der Wareneingang sowie die Verpackung der im Haus produzierten Geräte erfolgt. Das neue Logistikzentrum und die neuen Prozesse entsprechen den strengen Anforderungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde „Food and Drug Administration“, die unter anderem Richtlinien für die Handhabung von medizintechnischen Geräten erlässt – für Erbe ein sehr wichtiger Faktor, weil der amerikanische Markt für das Unternehmen noch enormes Wachstumspotenzial bietet. 4 intralogistik News 2|09

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