DMG-informiert 3/2015

dmginterpersonal

Spannende und bewegendet Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 3/2015

wie Gott

multipliziert...


Thema

wie Gott

multipliziert...

Paulus schreibt: „Jeder von uns hat getan, was der Herr ihm

aufgetragen hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott

aber hat das Wachstum geschenkt. Auf wen kommt es denn nun

an? Doch nicht auf den, der pflanzt, oder auf den, der begießt,

sondern auf den, der das Wachstum schenkt; auf Gott.“

Die Bibel, 1. Korinther 3,5b–7

Wenn Papa Lumbela in seiner Muttersprache

Gottes Wort erklärt, hören alle

staunend zu. Er erzählt so treffend und

verständlich; aus seinem Mund klingt die

Botschaft von Jesus lebendig. Papa Lumbela

ist einer der ersten Christen vom

Atetela-Volk im Urwald des Kongo.

Er hat kaum Schulbildung, nur mit

Mühe lernt er lesen und schreiben.

In vielen Stunden machen ihn die

Missionare mit der Bibel vertraut.

Doch wenn er in seiner Sprache

anfängt, den Glauben zu erklären,

spüren alle, dass der Geist Gottes

selbst ihn gelehrt hat (vgl. 1.Kor

2,13).

Tagelang marschiert Papa Lumbela

zu Fuß durch den Dschungel,

um jedem Dorf von Jesus zu

erzählen. Immer nimmt er jüngere

Christen mit, die von ihm lernen.

Und wieder zu Hause, studiert er

mit Evangelisten die Bibel. Dank Papa

Lumbelas unermüdlichem Einsatz kennen

heute viele Atetelas Jesus als ihren

Herrn und Retter.

Ein Lied umrundet die Welt

Gott hat einen Plan mit der

Welt, er will Glauben multiplizieren.

Von Anfang an war

das seine Absicht. Sein

Name sollte sich über

den gesamten Erdkreis

ausbreiten.

Schon Adam,

dem ersten

Menschen,

befahl

er, sich zu

vermehren und die

Erde mit Nachkommen zu

füllen (1.Mose 1,28). Dabei ging

es Gott nicht nur um Menschenkinder,

sondern um sein Bild in uns. Rund um die

Welt sollten die Menschen ein Loblied

auf Gott singen. Die Anbetung sollte sich

ausbreiten. Leider versagte der Mensch

kläglich.

Jahrtausende später, als der vom Tod

auferstandene Jesus Christus vor seinen

Nachfolgern stand, gab er ihnen densel-

ben Auftrag: „Geht

zu allen Völkern und macht

die Menschen zu meinen Jüngern“ (Matth

28,18ff). Er wünscht sich Wachstum.

Seine Gemeinde soll den Namen Jesus in

allen Kulturen und Sprachen rund um die

Erde bekannt machen. Durch Jesus wird

das wahre Bild Gottes in uns Menschen

wiederhergestellt. In Jesus lernen wir, auf

Gott als unseren Herrn zu hören. In Jesus

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erkennen wir, wer unser Schöpfer ist.

Jesus gab uns den Missionsauftrag, damit

Menschen aller Sprachen und Nationen

das Lob Gottes anstimmen.

In diesen Plan Gottes sind wir nicht

nur eingeweiht; wir sind direkt daran

beteiligt. Gott hat uns geschaffen, damit

wir sein Wort in die Welt hinaustragen:

„Christus macht durch uns an jedem Ort

bekannt, wer er ist, sodass sich diese

Erkenntnis wie ein wohlriechender Duft

überallhin ausbreitet“ (2.Kor 2,14b). Gottes

Wort, Erkenntnis und Lob sollen sich

um den ganzen Globus verbreiten.

Gottes Lob will sich mehren

Im vergangenen Jahr haben wir als

DMG unsere Prioritäten und Ziele neu

justiert. Was ist am wichtigsten? Worauf

legen wir besonderen Wert? Einer dieser

neuen Schwerpunkte ist: Multiplikation!

Alles, was unsere 350 Mitarbeiter in 80

Ländern weltweit tun, soll dazu dienen,

dass sich Gottes Lob vermehrt. Wie bei

Papa Lumbela im Kongo.

Jesus selbst lebte uns die Grundprinzipien

der Multiplikation vor, indem

er zwölf Männer als Schüler bei sich

aufnahm. Drei Jahre lang durften sie alles

sehen und hören, was Jesus tat. So konnten

sie begreifen, ja wirklich mit Händen

anfassen, wer Jesus ist. Sie erlebten live

die Bedeutung und Wirkung seiner Botschaft.

Als Schüler von Jesus konnten sie

sein Handeln ins eigene Leben übertragen

und einüben. Diese Art Wachstum

erforderte Zeit und die Begleitung durch

gute Vorbilder.

Das Wort Gottes multipliziert sich

im Leben anderer Menschen auf vielerlei

Weise: Ob durch persönliche Jüngerschaftskurse,

Schulungsangebote in

Gemeinden, Gestaltung von Radiosendungen,

Betreuung von Fernbibelkursen

oder Anleitung zur Hilfe für Notleidende;

der Einsatz unserer Missionare dient

immer dem Wachstum von Gottes Wort

in anderen Menschen.

Auch der Apostel Paulus betonte die

intensive Begleitung durch Mitchristen. In

der engen Gemeinschaft, im Miteinander,

kann Gottes Wort verstanden, gelebt

und treu weitergegeben werden. Paulus

hatte diese Form des Glaubenlernens

selbst erlebt, insbesondere durch Barnabas.

Er war schon seit Jahren Christ,

als Barnabas ihn in seiner Heimat Tarsus

aufsuchte. Die wachsende Gemeinde in

Antiochia benötigte dringend Mitarbeiter.

Barnabas wählte sich Paulus aus und

führte ihn in die Gemeindearbeit ein.

Wachstum erfordert Ausdauer

Wir können nur erahnen, welche

Bedeutung diese Erfahrung für Paulus und

seinen späteren Dienst in den Gemeinden

gehabt hat: Was sind Gottes Gedanken

für meine Gemeinde? Wie gehe ich mit

Mitarbeitern um? Wie soll das Gemeindeleben

gestaltet werden? Antworten auf

solche Fragen fand Paulus unter der Begleitung

von Barnabas. Auch seine erste

Missionsreise begann Paulus gemeinsam

mit seinem Mentor und Freund Barnabas.

Gottes Wort breitet sich besonders

aus, wo Christen verfolgt werden. Von

China über Nigeria bis zu den Persern im

Iran wachsen die Gemeinden. Nicht nur,

weil Christen durch die Flucht verstreut

werden, sondern weil Gottes Wort in

Verfolgung lebendig wird. Die Flammen

der Bedrängnis brennen Überflüssiges

weg. Dass Gott seine Versprechen hält,

zeigt sich besonders im Alltag verfolgter

Christen. Das ermutigt und verleiht ihren

Worten Kraft, wenn sie von Jesus reden.

Und wenn es langsamer geht?

Ja, manchmal vermehrt sich Gottes

Wort 30-, 60- und 100-fach, wie es die

Bibel in Matthäus 13,23 beschreibt. Das

erleben wir bis heute. Doch an vielen

Orten geschieht Multiplikation langsamer.

Dort breitet sich die Botschaft stetig

über Generationen aus, was Geduld und

Ausdauer erfordert.

Vor 30 Jahren kamen erste DMG-Missionare

zu den Fulanis, einem muslimischen

Hirtenvolk in Westafrika. Jahre waren

nötig, um ihre Sprache und Lebensweise

zu verstehen. Mühsam übersetzten Mitarbeiter

die Bibel, sie gingen in die Dörfer

und führten endlose Gespräche. Es gab

aufmerksame Zuhörer, aber nur wenig

Zustimmung. Ein Fulani ist Muslim, jede

andere Vorstellung schien in diesem Volk

undenkbar.

Obwohl die Botschafter Fremde waren,

haben einzelne Fulanis ihr Leben im

Lauf der Zeit Jesus anvertraut. Die jungen

Christen wurden über Jahre begleitet.

Loblieder in ihrer Sprache entstanden, sie

lernten die Bibel kennen. Trotz Ausgrenzung

und Benachteiligung in ihren

Familien clans begannen die Fulani-Christen

mit der Zeit selbst, anderen von Jesus

weiterzusagen. Ihr Glaube multiplizierte

sich. 30 Jahre in der Hitze der Halbwüste

sind eine lange Zeit, doch es hat sich

gelohnt. Heute gilt: Fulanis können auch

Christen sein! Mehr als 500 singen inzwischen

von Jesus, als ihrem Retter. Die

Bibel entfaltet sich in ihrem Leben, sie

prägt ein neues Denken und Handeln.

Gebet gießt den Samen

Der Same von Gottes Wort wird mit

Gebet gegossen! Der Fürbittedienst

vieler treuer Beter ist genauso wichtig

wie das Aussäen von Gottes Wort. Ohne

Wasser keimt der Same nicht! Gott bleibt

der, der für Wachstum sorgt, das betont

Paulus in 1. Korinther 3. Doch im Gebet

will Gott uns an seinem Handeln beteiligen.

Wir beten für Menschen und Völker,

die Jesus nicht kennen. Wir beten um

Mitarbeiter, die bereit sind, sich senden

zu lassen. Um Männer und Frauen, die

ein offenes Herz für die Botschaft haben.

Um Bewahrung für junge Christen. Um

Weisheit für ihre Vorbilder im Glauben

und vieles mehr. An dieser Stelle ein herzliches

Danke allen, die im Stillen diesen

Dienst tun. Gott sucht unsere Mitarbeit,

weil er uns an der Vermehrung seines

Lobes in der Welt beteiligen will. Was für

ein Segen!

Gott weitet unseren Blick

Ich bitte Sie, sich etwas Zeit zur Stille

vor Gott zu nehmen. Fragen Sie ihn, wie

er die Ihnen anvertrauten Gaben mehren

will, damit Sie anderen zum Segen

werden. In der Stille führt Gott uns vor

Augen, was er uns persönlich oder als

Gemeinde an Begabungen, Möglichkeiten

und Erfahrungen anvertraut hat. Er

weitet unseren Blick für seine Gedanken

über uns. Wenn wir ehrlich vor Jesus

stehen, zeigt er uns, was ihm wichtig ist

– was Jesus unter seiner Regie durch uns

wachsen lassen will.

Als DMG hat Gott uns besonders

die hunderttausende Asylbewerber

in Deutschland aufs Herz gelegt. Und

die neue Bereitschaft vieler Christen,

konkret zu helfen. Wir haben Missionare,

die seit Jahren Migranten helfen, sie

haben Erfahrung im Umgang mit anderen

Kulturen. Wir beten, wie Jesus das

gebrauchen will, um seine Gemeinde hier

in Europa durch Begleitung und Seminare

zu unterstützen. Wenn Gott segnet, wird

das Wenige, was wir haben, in anderen

Menschen vermehrt. Damit alle Welt sein

Lob anstimmt …

Andrew Howes

Personalleiter

Afrika

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Europa

Spanien/Frankreich

Kirsten Dollen

Die Basken

Unerreichte Volksgruppe

Die Basken sind ein freiheitsliebendes

Volk. Sie leben beidseits der Pyrenäen,

und ihr Ursprung verliert sich in Legenden.

Das Baskengebiet umfasst die autonomen

Provinzen Alaba, Biskaia, Guipuzkoa

und halb Navarra in Spanien sowie

drei kleine Provinzen in Frankreich. Hier

sprechen rund 1,5 Millionen Menschen

Baskisch. Äußerlich unterscheiden sich

die Basken von den Spaniern: Sie sind

klein, blass, manchmal blond und haben

markante Gesichtszüge.

Bis heute pflegen sie das Matriarchat.

Frauen haben das Sagen, Kochen

hingegen ist Männersache. Berühmt

sind sie für ihre Folkloremusik. Was

zutiefst berührt, sind ihre Solidarität und

Echtheit. Traurig dagegen macht mich

ihre Verschlossenheit Jesus gegenüber.

Immer wieder ist ihnen der Glaube von

autoritären Regierungen aufgezwungen

worden. Schon die Römer brachten

Gewalt, Diktatur – und die Kirche ins

Land. Durch ihre wechselhafte Geschichte

ist Basken alles Religiöse suspekt. Sie

pflegen kirchliche Traditionen, doch ihre

Herzen sind oft weit entfernt.

Es gibt kleine ev. Gemeinden; unsere

in Amara (300 Gottesdienstbesucher) ist

mit Abstand die größte. Wir haben einzelne

Basken unter uns; meist Familien,

von denen ein Partner Baske und der/

die andere Spanier oder Südamerikaner

ist. Ganz langsam kommen hier und da

auch Basken in Hauskreise und Gottesdienste.

Bitte beten Sie, dass Gott die

Herzen der Basken berührt und noch

viele die Freiheit in Jesus

entdecken.

4

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9

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16

RS

Inhalt

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Neue Kurzzeitmitarbeiter

Veranstaltungen

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Kirsten mit

baskischen

Jugendlichen

Deutschland

Horst und Monika Pietzsch

Sie fand Glauben

und Hoffnung

Die Afrikanerin saß immer hinten

links, in der Nähe der Tür, wo Platz für

ihren Rollator war. Ihr Sohn und ihre

Tochter kamen öfters mit in den Gottesdienst.

Der Junge sah immer traurig

zu Boden und vermied jeden Augenkontakt.

Wenn der Pastor „Amen“

sagte, waren die Drei

auch schon bei der Tür

und gingen.

Wir waren noch neu

in der Gemeinde. Als

ehemalige Afrika-Missionarin wollte

ich die Frau aus dem Kongo mit ihren

Kindern natürlich kennenlernen. Jeden

Sonntag versuchte ich, sie noch zu

erwischen und mit ihnen ins Gespräch

zu kommen. Manchmal bin ich ihr bis

auf die Straße nachgelaufen. Ihre Eile

war verständlich; sie mussten den

Bus bekommen, um nach Hause zu

fahren. Mit der Zeit entstand ein loser

Kontakt.

Der Durchbruch kam, als ich sie

zu Hause besuchte. Zufällig hatte ich

erfahren, dass sie Geburtstag hatte.

Mit einem kleinen Geschenk fuhr ich

zu ihnen. Die Kongolesin freute sich

riesig, das Eis war gebrochen. Seitdem

sind wir Freunde. Es war für unsere

Beziehung natürlich hilfreich, dass

wir 30 Jahre im südlichen Afrika gelebt

haben. Das verbindet. Wir kennen

die Kultur und wissen aus eigener

Erfahrung, wie schwierig das Einleben

in Deutschland sein kann.

Sie sind schon 13 Jahre in der Bundesrepublik,

haben aber immer

noch keine permanente Aufenthaltsgenehmigung.

Gemeinsam kämpften

wir uns durch

den Papierdschungel.

Der Durchbruch

kam, als ich sie zu

Hause besuchte.

Die

Flüchtlingsdramen

der letzten

Wochen im Mittelmeer

und Nahen Osten berühren

uns tief. Gott fordert uns

auf: „Den Ausländer, der bei euch

wohnt, sollt ihr wie einen von euch

behandeln und ihr sollt ihn lieben wie

euch selbst“ (3. Mose 19,34). Inzwischen

helfen 20 DMG-Mitarbeiter Flüchtlingen und

Einwanderern in Europa (meist in Deutschland) seelsorgerlich

und bei der Integration. Danke, wenn Sie diesen Dienst fördern.

Stichwort: P50233 Migrantenhilfe

D M G - P r o j e k t : M i g r a n t e n h

Weitere Informationen:

www.DMGint.de/Migrantenhilfe

Nun bete ich, dass der Antrag endlich

genehmigt wird. Auch die Integration

in die Gemeinde ist besser. Sie

kommt jetzt in die Frauenstunde

und wird von Gemeindegliedern angesprochen.

Die Tochter besucht seit

Monaten den Bibelunterricht; auch

der Sohn schaut fröhlicher

in die Welt. Er war traurig

und aggressiv, weil sein Vater

die Familie verlassen hat

und seine Mutter so schwer

behindert ist (Beinamputation).

Heute ist er nicht mehr so in sich gekehrt.

Selbst seine Lehrer haben das

bemerkt. Sie sagten es beim Elternsprechtag,

zu dem ich mitging.

Das schönste sind die geistlichen

Gespräche mit ihr. Die Psalmen bedeuten

der Afrikanerin viel. Kürzlich

sprachen wir über Psalm 23. Am Tag

darauf hatte sie eine Operation. Als

ich sie im Krankenhaus besuchen

kam, zeigte sie mir begeistert ihren

Abreißkalender. Auf dem Kalenderblatt

vom Tag ihrer Operation stand

eine Andacht zu Psalm 23. Und

gestern war Psalm 27 ihr Trost, dass

Gott uns liebt, selbst wenn Vater und

Mutter (und Ehemann) uns verlassen.

Inzwischen braucht sie ihren Roll

ator und die Krücken nicht mehr

und geht aufrecht auf ihrer Prothese

durchs Leben. Der Glaube an Jesus

verändert Leben!

i l f e


Deutschland

Linda Stark (ehem. Jahreseinsatz)

Italien

Stephano und

Katharina Carlomagno

Auf Jesus

bauen lohnt sich!

Linda Stark (22) absolvierte

2011/12 einen Jahreseinsatz mit der

DMG in Ghana, um ihren Horizont zu

weiten und bewusst als junge Christin

Erfahrungen mit Jesus zu sammeln.

Damals hat sie Ghana und die Afrikaner

ins Herz geschlossen. Sie entdeckte

eine Welt, in der Gott lebendig ist.

Und dass es sich lohnt, in Menschen

zu investieren.

Zurück in ihrer Heimatstadt Bünde

staunte sie nicht schlecht, als sie Ghanaer

auf der Straße traf, Asylbewerber,

die in ihrem Viertel untergebracht

waren. Gemeinsam mit ihrem Bruder

vereinbarte sie einen Besuch und

lernte die Familien

kennen. Als Hilfe

gegen deren Langeweile

organisierten

die beiden von

nun an regelmäßig

ein Fußballtraining.

Immer mehr

Asylbewerber

nahmen daran teil. Noch heute wird

zweimal in der Woche gekickt. Ein

Aufruf in der Stadt um finanzielle

und materielle Unterstützung zeigte

Erfolg. Innerhalb kurzer Zeit kamen

genügend Fußballschuhe, Trikots und

Bälle zusammen, und mit dem gespendeten

Geld konnten ausreichend

Trinkflaschen gekauft werden.

Helfen Sie mit!

Sie möchten selbst

Flüchtlingen und

Einwanderern helfen?

Praktische Tipps gibt

das Infoheft „Flüchtlinge

willkommen

heißen“ des Arbeitskreises

AMIN (amin@

ead.de). Weitere

wertvolle Informationen

finden Sie auf der

DMG-Internetseite:

Damals hat sie Ghana und die

Afrikaner ins Herz geschlossen.

Sie entdeckte eine Welt,

in der Gott lebendig ist. Und

dass es sich lohnt, in Menschen

zu investieren.

Horst

Pietzsch

Linda bat auch ihre Gemeinde,

die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde

Bünde, um Unterstützung.

Sie richteten einen wöchentlichen

Wäschedienst für die Trikots ein.

Doch sie wurden auch mit Fragen

und Situationen konfrontiert,

auf die sie keine Antwort hatten.

Daher ging die Gemeinde auf DMG-

Mitarbeiter Horst Pietzsch zu und

bat um Hilfe.

Horst ist Referent des Arbeitskreises

Migration und Integration

(AMIN) der Deutschen Ev. Allianz.

Er kam ein Wochenende nach Bünde

und hielt einen Vortrag über die

aktuelle Migrationssituation

in

Deutschland mit

wichtigen Tipps

für Gemeinden

und jeden persönlich

im Umgang

mit Neubürgern.

80 Personen aus

verschiedenen christlichen Gemeinden

der Stadt nahmen daran teil.

Jetzt überlegen sie, einen regionalen

AMIN-Kreis zu bilden und ihr Engagement

für Migranten gemeinsam

zu gestalten.

Daran dachte Linda sicher noch

nicht, als sie sich vor vier Jahren

nach Ghana auf den Weg gemacht

hat. Aber Jesus kannte ihre Zukunft!

Die Männer von Avellino

Bei unserem Männertreff diesen

Freitag reden wir über den biblischen

Helden Nehemia. Wir ziehen Vergleiche

zwischen dem Bau der Stadtmauer von

Jerusalem damals und unserer Gemeinde

heute. Ich will den Männern zeigen, wie

wichtig der gemeinsame Einsatz aller ist.

Die Bibel berichtet von Goldschmieden,

die freiwillig als Maurer aushalfen, um

Gottes Stadt wieder aufzubauen. Gott

will alle gebrauchen, jeder Christ ist zur

Mitarbeit berufen.

Unser Ziel ist, unsere Gemeinde in

Avellino in die Selbstständigkeit zu führen.

Deshalb fördern wir aktiv Mitarbeiter.

Das wissen die fünf Männer vor mir.

Nachdenklich berührt sagt der sechzigjährige

Roberto: „Bei uns ist es schwieriger

als bei Nehemia – wir sind Maurer

und sollen Goldschmiede werden.“ Seine

Worte treffen den wunden Punkt.

Unser Ziel ist, unsere Gemeinde

in Avellino in die Selbstständigkeit

zu führen. Deshalb fördern

wir aktiv Mitarbeiter.

In schlauen Büchern über Jünger- und

Leiterschaft steht der Rat, genau auszuwählen,

in wen man investiert. Was jedoch,

wenn man keine Wahl hat? Unsere

Männer sind nicht die besten Kandidaten,

aber andere haben wir nicht! Also ist unsere

Aufgabe, sie bestmöglich zu fördern.

Mit Bibelstudium formen wir gemeinsam

unsere Charaktere, stärken Wissen und

Glauben. Gott will sie gebrauchen!

Missionare setzen oft unbewusst hohe

Maßstäbe, wie Gemeindearbeit und

Verantwortliche sein müssen. Die eigene

Stärke kann Mitarbeiter entmutigen! Es

ist so wichtig, ihnen zu zeigen, dass auch

wir mal klein angefangen haben. Gott

kann sie verändern und

begaben. Er wird keine

anderen, perfekten

Mitarbeiter herzaubern,

sondern mit

ihnen seine Gemeinde

voranbringen. Bitte

beten Sie für unsere

Männer in Avellino,

die Gott wirklich von

Herzen dienen.

DMGint.de/Fluechtlingen-helfen

Männerrunde in Avellino

DMG-informiert | 3 | 2015

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Europa

Kroatien

Frank und Angelika Bosch

15 Jahre

unterwegs mit Jesus

An Franks Geburtstag vor 15 Jahren,

am 02.02.2000, kamen wir in Kroatien

an und begannnen unsere Musikmission.

Anfangs war Frank nur in Zagreb tätig,

heute fährt er zu Auftritten im ganzen

Land. Tausende Kinder und Erwachsene

haben unsere christlichen Konzerte,

Familyshows und Freizeiten miterlebt.

Und seit Jahren arbeiten wir mit einem

wunderbaren Team unter Romakindern,

um die sich sonst

keiner kümmert.

Vor zehn Jahren Tausende Kinder und

startete ich die Erwachsene haben unsere

Frühstückstreffen christlichen Konzerte, Familyshows

und Freizeiten miterlebt.

für Frauen in Kroatien.

Viele unserer

Gäste haben mit

Glaube und Kirche wenig am Hut, und sie

staunen über die Botschaft, dass Jesus sie

liebt. Wir konnten im Fernsehen, Radio

und in Tageszeitungen davon berichten.

Auf diese Weise sowie über Plakate und

Facebook haben viele davon erfahren.

Wir bekommen etliche „Likes“ (Zustimmung)

und Briefe, teilweise sogar aus

dem Ausland.

Junge, gut ausgebildete Menschen verlassen

in Scharen unser Land, weil sie hier

keine Perspektive sehen. Beispielsweise

die 29-jährige Journalismusstudentin

Martina. Sie schrieb in unser Facebook:

„Endlich hab ich eine Festanstellung in

Deutschland. Ich bin überglücklich …

aber auch traurig. Zitternd habe ich den

Vertrag unterschrieben, denn er trennt

mich auf unbestimmte Zeit von Rijeka,

meinen Freunden und Liebsten. Das ist

nicht leicht.“

Wie gut tut so jemand, fern der Heimat,

ein freundliches

Wort. Alleine im Ausland

sind die Menschen

offen für den Glauben

und lassen sich gerne

etwas schenken. Sie

freuen sich über Klänge

aus der Heimat,

zum Beispiel unsere deutsch-kroatische

Musik-CD „Unterwegs – na putu“, die Sie

über die DMG bestellen können. Oder

das Buch „Otac zaboravljene djece“ (Vater

der Vaterlosen) über das kenianische

Straßenkind Charles Mulli. Es war mir

ein Herzensanliegen, dieses wunderbare

Buch auf Kroatisch herauszugeben (für 14

Euro inkl. Porto bestellen bei: angelika.

bosch@gmail.com).

Wenn Sie mehr über unsere Familie,

Arbeit und Kroatien erfahren möchte,

melden Sie sich per E-Mail oder Facebook

bei uns. Ab Mai 2015 sind wir im

Reisedienst und besuchen gerne Ihre

Gemeinde.

Romakinder für Jesus begeistern

Frauenfrühstückstreffen

-App für

Smartphones

Holen Sie sich Neuigkeiten aus der DMG-Zentrale,

unsere Nachrichten und Informationen über Projekte

in aller Welt als App auf Ihr Android-Smartphone oder

iPhone. Jetzt auch fürs Windows Phone erhältlich! So

können Sie Aktuelles, Fotos und Veranstaltungshinweise der

DMG per Fingertipp abrufen.

Außerdem werden Sie bei

Neuigkeiten automatisch

informiert (selbstverständlich

deaktivierbar). Über den QR-

Code rechts können Sie die

App installieren.

6 DMG-informiert | 3 | 2015

www.DMGint.de/App

Musik und Familyshows mit biblischem Inhalt


Asien

Bulgarien

Simone Flad

Menschen prägen

und begleiten

Philippinen

Andreas und Angela Staigmiller

„Es ist genug.

Wir geben auf!“

Dodos Sohn

mit den Jungs

von Staigmillers

… ist wichtig in der theologischen

Ausbildung. Allerdings erfordert es viel

Zeit und ist schon deshalb angefochten.

Da sich nur wenige Bulgaren eine Vollzeitausbildung

leisten können, hat unser

Theologisches Seminar seine Abendschule

ausgebaut.

Einmal im Monat fahren wir Lehrer

eine Woche oder ein verlängertes

Wochenende zu Studenten in ihre Städte

und geben Blockunterricht vor Ort.

Für die Teilnehmer bedeutet das, nach

einem harten Arbeitstag abends noch

drei Stunden und samstags den ganzen

Tag Unterricht. Persönliche Gespräche

haben wir nur in den kurzen Pausen. Ein

Kennenlernen und wirkliches Begleiten

ist nur eingeschränkt möglich.

Manchmal frage ich mich, macht das

überhaupt Sinn? Dann erinnert Gott mich

daran, dass es besser ist als nichts und

ich die Studenten ja ihm anbefehlen kann!

Sie betonen, wieviel ihnen unser Unterricht

bedeutet. Sie sind dankbar, weil

wir extra zu ihnen kommen. Manchmal

entstehen unverhofft Gelegenheiten zum

ausführlicheren Gespräch mit einzelnen.

Beispielsweise wenn sich ein Großteil der

Gruppe verspätet, was in Bulgarien öfter

vorkommt.

Sie sind dankbar, weil wir

extra zu ihnen kommen.

Etwas besser können wir die Studen -

ten hier in der Hauptstadt Sofia begleiten.

Einmal im Monat treffe ich Irena,

eine Frau mit schwieriger Vergangenheit

und etlichen Problemen. In Gesprächen

mit ihr fühle ich mich oft überfordert und

kann nur zuhören. Eigentlich bräuchte

sie professionelle Seelsorge, was es hier

in Bulgarien leider nicht gibt. Trotzdem

hat sich in den drei Jahren ihres Studiums

etwas getan: Im Umgang mit uns Lehrern

hat sie Selbstvertrauen gewonnen und

sich verändert. Inzwischen hat sie ihr

Studium abgeschlossen. Ich begleite sie

weiter, weil Gott sichtbar an ihr arbeitet.

Übrigens: Im Sommer werde ich ans

Theologische Seminar Rheinland wechseln,

das mich als Dozentin berufen hat.

Ich möchte weiterhin Studierende begleiten,

damit das Evangelium zu Menschen

in aller Welt gelangt.

„Dodo“ (Name geändert) ist Lehrer an

unserem Ausbildungszentrum für interkulturelle

Gemeindegründung. Wir sind

schon lange befreundet, ich begleite ihn

bereits seit meinem Kurzeinsatz 2003.

An unserer Einrichtung bilden wir gemeinsam

Filipinos zu Pastoren und Missionaren

aus; Dodo arbeitet seit 2009 mit.

Damit die Studenten sich

später in den Dörfern, wo

sie Gemeinden aufbauen,

selbst versorgen können,

haben wir eine landwirtschaftliche

Abteilung und

schulen sie darin. Im Lauf

der Zeit konnten wir

Dodo die Gesamtverantwortung

für diesen Bereich übertragen.

Es macht Freude, wie er sich einsetzt.

Eine örtliche Gemeinde hat ihn als Ältesten

berufen. Inzwischen unterrichtet er

auch mein früheres Fach „Persönliches

geistliches Leben“. Seine Studenten benutzen

unser Material in Hausbibelstunden

im Dorf. So gibt hier eine Generation

Gläubige Gottes Wort an die nächste

weiter.

Dodos Leben sah verheißungsvoll aus,

bis letztes Jahr plötzlich alles auseinanderzufallen

drohte. Probleme in der Familie

und Gemeinde schnitten ihm die Luft

ab. Er kam zu uns und weinte: „Es ist

genug. Wir geben auf und ziehen zurück

in unser Dorf. Wir können nicht mehr.“

Was sollten wir tun? Konnten wir noch

helfen, oder sollten wir das junge

Mitarbeiterehepaar einfach

ziehen lassen? Er war völlig

am Ende.

Wir baten Freunde in Deutschland,

für Dodo zu beten – und Gott half! Es

war ein langer Prozess, bis Dodo uns die

wahre Not anvertraut hat: Er war zornig

über Unrecht, das seinen Eltern und Geschwistern

widerfahren war. Am liebsten

hätte er sich an den Schuldigen gerächt.

Der Frust hatte ihn bitter und müde

gemacht. Über Wochen

tobte sein innerer Kampf.

Immer wieder habe ich mit

ihm geredet und gebetet.

Es ist ein Wunder, dass er

Römer 12,19 angenommen

hat: „Rächt euch

nicht selbst, liebe Freunde,

sondern überlasst

die Rache dem Zorn Gottes …“ Dieser

Bibelvers hat sein Herz verändert. Er

konnte die Sache Gott in die Hand legen

und seinen Zorn als Sünde bekennen. So

wurde die Bitterkeit aus seinem Herz

genommen. Die Situation hat sich

nicht verändert, aber Dodo ist

innerlich gefestigt worden.

Heute arbeitet er wieder

voll mit und ist treu in seiner

Aufgabe als Lehrer und

Ältester.

Die

DMG hat

Partner in Pokhara

und Kathmandu, die

helfen. Sie fahren täglich

in die betroffene Bergregion,

wo 80 Prozent der Häuser zerstört

sind, und versorgen tausende

Notleidende. Darüber hinaus unterstützen

wir die nepalesische Kirche, die

500 Todesopfer und den Verlust einiger

Versammlungsräume beklagt. Ein Kirchenleiter

schrieb: „Wir sind sehr ermutigt, dass Sie uns in

dieser schwierigen Zeit nicht im Stich lassen.“

Zudem war DMG-Chirurg Dr. Eckehart Wolff zehn

Tage in Nepal und hat Verletzte behandelt.

E r d b e b e n - N o t h

Wir baten Freunde in

Deutschland, für Dodo

zu beten. Es war ein

langer Prozess, bis er

uns seine wahre Not

anvertraut hat …

i l f e

Stichwort: P50403 Nepal-Erdbeben

Aktuelle Berichte:

www.DMGint.de/Nepalhilfe

i n

Dodo mit

seiner Familie

N e p a l

DMG-informiert | 3 | 2015

Dr. Wolff

7


Asien

Thailand

Heidrun Böhm

Zentralasien

Über ein Mitarbeiter-

Ehepaar der DMG

Von Praktikantin

Fanny Volland

Was ein Rollstuhl

bewirken kann …

Kürzlich hatten wir in unserem Rollstuhlprojekt

einen Großeinsatz. Aus

Deutschland kam die beste Containerladung,

die wir je erhalten haben: Rollstühle

und Sportrollstühle in sehr guter

Qualität. Es war eine Freude, die Sachen

auszuladen und kostenlos an Bedürftige

weiterzugeben.

Meine Kollegen vermittelten einen der

Rollstühle an eine arme, behinderte Frau,

die vor zwei Jahren einen Schlaganfall

hatte. Bisher besaß sie nur einen provisorischen

Plastikgartenstuhl mit Rädern als

fahrbaren Untersatz. Unser Team passte

den neuen Rollstuhl auf sie an, und ich

gab ihr ein Neues Testament mit.

Beim anschließenden Erläutern des

Rollstuhles fand ich heraus, dass die Frau

bei sich zu Hause noch nicht einmal ein

Bett hatte. Wir fanden ein passendes in

unserem

Lager und

schenkten

es

ihr. Sie

konnte

ihr

Glück

kaum

fassen,

Tränen

standen

ihr in den

Augen.

Kurz darauf

musste die Frau ins

Krankenhaus. Ihre Mitpatientin im

Zimmer bekam mehrfach Besuch von

Mitgliedern einer christlichen Gemeinde.

Gespannt hörte die Frau zu, was die

Christen ihrer Mitpatientin erzählten.

Das hatte Wirkung. Als meine Kollegen

sie ein paar Tage später besuchten,

erklärte sie ihnen freudestrahlend: „Ich

habe jetzt Jesus in meinem Leben und

lese jeden Tag die Bibel.“ Gott wirkt

wunderbar!

Sie hatte nur

einen umgebauten

Gartenstuhl

Von hellen Lichtern und deutschem Brot

Ich bin zum Interview bei einem

Ehepaar, das viel zu erzählen hat. Sie

arbeiten in einem Krisengebiet Zentralasiens

und helfen denen, die wenig

Hoffnung haben. Es ist ein Land,

wo Gewalt, Armut und Korruption

an der Tagesordnung sind, fließend

Wasser, Strom und Zentralheizungen

dagegen gibt es selten. Dennoch

sind sie glücklich, in ihrer kleinen,

gemütlichen Wohnung mit Holzofen,

mitten in einer Millionenstadt, und

vielen Menschen um sie her, die ihnen

Dankbarkeit entgegenbringen.

Trotz der Gefahren und Ängste,

die ihnen jeden Tag begegnen, fliegen

sie gerne wieder ins Einsatzland.

Auch früher in Deutschland beschäftigten

sie sich mit Flüchtlingen. Vor

allem Einwanderer aus Zentralasien

hatten in ihren Herzen einen Platz.

In ihrem Einsatzland

führen

sie englischsprachige

Bildungsprojekte

durch,

die gut besucht

werden. Außerdem

helfen sie

Armen und Witwen.

Sie unterstützen

sie, wunderschöne Stickereien

und selbstgefertigten Schmuck zu

vermarkten (die sind übrigens auch

bei großen Festen der DMG zu erwerben),

und helfen beim Aufbau von

Kleingewerben, wie der Gewinnung

von Rosenöl. Außerdem verteilen sie

im Winter Hilfsgüter: Lebensmittel,

Kleidung und Heizmaterial.

Wunder? Da müssen sie nicht

lange nachdenken. „Natürlich haben

wir welche erlebt!“ Zum Beispiel die

Bewahrung ihrer Kinder bei einem

Terroranschlag auf deren Schule. Kleine

Wunder sind für sie auch, wie sich

die Leben von Menschen manchmal

zum Guten wenden. Etwa von einem

Mann, der als mittelloser Vertriebener

einen Job als Nachtwächter fand.

Sie konnten ihm helfen, sein Medizinstudium

zu finanzieren. Mittlerweile

Warum sollten wir nicht

gehen, solange wir noch

können, wo wir die nötige

Erfahrung haben? Unser

Leben liegt in Gottes Hand,

und wir fühlen uns sicher.

ist er Chirurg und hat eine eigene

Praxis. Zusammen mit seiner Familie

folgt er nun Jesus nach, dem besten

aller Ärzte.

Das Leben im Krisengebiet ist nicht

ungefährlich. Einheimische Frauen

werden unterdrückt und leiden oft

unter den Männern. Attentate und

Übergriffe auf Einheimische wie

Ausländer sind keine Ausnahme. Ihr

Haus verlassen sie nur, um zur Arbeit

zu gehen und Besuche zu machen. An

Spaziergänge oder Ausflüge ist kaum

zu denken. Die wenigen ausländischen

Christen treffen sich wöchentlich,

jedoch im kleinen Kreis. Die

Predigt empfangen sie über Podcast.

Ob sie nicht im ungefährlicheren

Deutschland bleiben wollten? „Warum

sollten wir nicht gehen, solange

wir können, wo unsere Kinder doch

schon erwachsen

sind und wir die

nötige Erfahrung

haben? Unser Leben

liegt in Gottes

Hand, und wir

fühlen uns sicher.“

Gefahr sei kein

Grund, Gott nicht

zu gehorchen. Sie

möchten Lichter sein: „Wir leuchten

in einer dunklen Umgebung heller als

wo schon viele Lichter brennen.“

Besonders freuen sie sich über

die Veränderung in Deutschland. In

jüngster Zeit setzen sich die Christen

hierzulande immer aktiver für Flüchtlinge

aus aller Welt ein. „Die hat Gott

nach Deutschland gebracht“, davon

sind sie überzeugt. „Migranten sind

offen für die Liebe und Hilfe Gottes

durch seine Leute.“

Über meine Frage, was sie in Zentralasien

vermissen, müssen sie etwas

nachdenken: „Uns fehlt eigentlich

nichts“, lächeln sie. Mittlerweile gibt

es fast alles zu kaufen. Irgendwann

fällt ihnen doch etwas ein, was es nirgends

in ihrem Einsatzland zu kaufen

gibt, und sie kommen ins Schwärmen:

„Frisches deutsches Körnerbrot!“

8 DMG-informiert | 3 | 2015

Heidrun Böhm

verhilft Bedürftigen

zu Rollstühlen


Afrika

Burkina Faso

John und Elisabeth Joyce

Naroogo auf

dem Jesus-Weg

„Es ist alles deine Schuld!“ Mit diesen

Worten überbrachten sie Naroogo vor

zehn Jahren die Nachricht vom Ertrinken

seines Sohnes. Als Einziger in seinem

Fulani-Dorf hatte er sich für den Jesus-

Weg entschieden. Selbst von seiner Frau

konnte er keinen Trost und Beistand

erwarten. Sie stand an der Seite der

Dorfbevölkerung, die ihn als Schuldigen

anprangerte. Naroogo verlor an diesem

Tag nicht nur seinen Sohn, sondern die

ganze Familie.

Ein steinharter Weg lag vor ihm.

Trotz des Geredes ließ er nicht ab von

seinem Glauben. Er hatte begriffen, dass

nur Jesus Sünden vergibt und inneren

Frieden schenken kann.

Und diesen Frieden

spürte er im Herzen –

selbst jetzt, in völliger

Einsamkeit, von allen

verstoßen.

Jahre vergingen.

Naroogo begann, unsere jährlichen

Jüngerschaftsschulungen zu besuchen. Er

brachte auch seine Familie mit, die inzwischen

alle den Jesus-Weg gehen. Vor zwei

Jahren kamen acht weitere Fulanis aus

ihrer Gegend mit, die durch ihn Jesus

kennengelernt haben. Dieses Jahr kam

er wieder mit einer ganzen Gruppe

Fulani an.

Naroogo wurde als Christ von

seiner Familie verstoßen

Er hatte begriffen,

dass nur Jesus inneren

Frieden schenken kann.

Naroogo tut sich schwer im Lesen.

Deshalb lernt er Bibelverse auswendig,

um anderen in seinem Dorf von Jesus zu

erzählen. Er ist genial darin, das Gehörte

zu behalten und so

lebendig wiederzugeben,

dass alle gerne zuhören.

Was für ein Geschenk.

Mit einem Kurzeinsatzteam

unserer

amerikanischen Heimatgemeinde

hatten wir Freizeiten geplant,

eine davon in Naroogos Dorf, verstreut

zwischen Feldern. Als sein Schwiegervater

von unseren täglichen Kinderstunden

erfuhr, fragte er, ob wir sie nicht in

seinem Gehöft halten könnten. Er ist der

Dorfchef und war früher Naroogos ärgster

Feind. Gerne sagten wir zu. Der alte

Mann verpasste keine Kinderstunde und

war unser aufmerksamster Zuhörer.

Naroogo ist uns ein Vorbild. Trotz Verachtung

und Ausschluss aus der Dorfgemeinschaft

hat er seinen Glauben an Jesus

nicht aufgegeben.

Tage

30Gebet

FÜR DIE ISLAMISCHE WELT

RAMADAN

18. Juni – 17. Juli 2015

30 TAGE GEBET FÜR DIE ISLAMISCHE WELT –

GEBET VERÄNDERT DIE WELT UND UNS DAZU

Beten Sie mit: www.30TageGebet.de

Bitte senden Sie mir kostenlos:

Absender:

Exemplar/e „30 Tage Gebet für die islamische Welt“

Exemplar/e Ausgabe für Kinder und Familien

Name

Anschrift

DMG-informiert | 3 | 2015

9


Afrika

Kenia

Thomas und Helga Goldsche

Tansania

Andrea Hellemann

Gott hat uns multipliziert!

Robert und Caroline teilen ihr landwirtschaftliches

und schulisches Wissen mit den Lopit.

Dabei erzählen sie ihnen von Jesus

Seit wir in Kenia arbeiten, ist der Bibelvers

2. Timotheus 2,2 unser Motto.

Wir begleiten Ostafrikaner für zwei,

drei Jahre, um sie auf ihren Dienst als

Missionare und Pastoren vorzubereiten.

Das geschieht im Klassenraum am

Missionary College, wenn wir ihnen

Wissen vermitteln; und indem wir Tag

für Tag unser Leben

mit ihnen teilen.

Wir waren ja früher

20 Jahre DMG-Missionare

im Urwald

von Papua Neuguinea

und elf Jahre

in Belgien. Unsere

Studenten schätzen

sehr, was wir ihnen an Lebens- und

Diensterfahrung weitergeben können.

Robert und Caroline Bett begannen

ihr Studium 2008. Robert ist als Missionarskind

aufgewachsen und wollte

eigentlich eine Farm bewirtschaften

und viel Geld verdienen – weil seine

Eltern als Missionare nie viel hatten.

Doch Jesus hat ihm deutlich gemacht,

dass Geld nicht alles ist und ihn

berufen. Zuerst wollten sie Pastoren

werden, mit diesem Ziel begannen sie

ihre theologische Ausbildung.

Bald hatten wir einen guten Draht

zueinander. Eines Abends zeigten

wir allen Studenten den Film „Das

Friedenskind“ aus unserem ehemaligen

Missionsdienst in der Südsee.

Am Ende kam Caroline zu uns und

sagte, dass Gott durch den Film in ihr

den Wunsch geweckt habe, einmal in

einem Volksstamm zu arbeiten, der

noch nie von Jesus gehört habe. Das

war außergewöhnlich für sie. Eigentlich

hatte sie schreckliche Angst vor

Unbekanntem, Schmutz und fremden

Kulturen. Doch sie wolle es wagen –

und Robert wollte eh lieber Missionar

sein als Pastor.

Heute arbeitet

Familie

Bett im Volk

der Lopit im

Südsudan, wo

das Evangelium

noch

weitgehend

unbekannt ist. Sie sind im Sprach- und

Kulturstudium. Doch Robert und

Caroline haben bereits den Respekt

der Dorfbewohner gewonnen, weil

sie ihnen landwirtschaftliche Beratung

und Schulunterricht geben. Wir sind

weiterhin ihre Mentoren; wir ermutigen,

beraten und unterstützen sie.

Regelmäßig schildern sie uns per E-Mail

ihren Alltag. Einmal mussten sie wegen

des Bürgerkriegs kurzzeitig evakuiert

werden, doch sie sind baldmöglichst

wieder zu den Lopit zurückgekehrt.

Es macht Freude, wie sich einzelne

unserer Studenten entwickeln, zu

Persönlichkeiten heranwachsen,

und wie sie selbst unter widrigen

Umständen Gott dienen. Der

Aufwand hat sich gelohnt.

Was du von mir in Gegenwart

vieler Zeugen gehört hast, das

gib jetzt an zuverlässige Christen

weiter, die fähig sind, auch andere

im Glauben zu unterweisen.

2. Timotheus 2,2

Ein Treffen

der „Lopit“

Jedes Kind ist einzigartig

Unser Team hilft obdachlosen Kindern

und Jugendlichen in der Hauptstadt

Dodoma. Oft hören wir von Passanten:

„Diese Kinder können nichts, sie sind verdorben!“

Doch jedes Kind ist einzigartig

in Gottes Augen. Selbst das Schwierigste

kann erstaunliche Führungsqualitäten

entwickeln. Einige unserer ehemaligen

Straßenkinder sind heute Klassen- oder

Schulsprecher. Einer leitet inzwischen

sogar die Filialen einer Bäckereikette in

der Millionenstadt Daressalaam.

Manche Jugendlichen entwickeln sich

so gut, dass wir sie in die Straßenkinderhilfe

mit einbeziehen können. Jeden Tag

kommen bedürftige Kinder nach der

Schule zu uns. Sie erhalten eine warme

Mahlzeit, und viele bleiben auch zur

gemeinsamen Andacht. Inzwischen halten

ehemalige Straßenkinder die Bibelimpulse

selbst. Eine Handvoll dieser jungen Mitarbeiter

luden wir kürzlich für ein Wochenende

zu einem Leitertraining ein.

Ein Teilnehmer war A., der schon viel

durchgemacht hat. Wir konnten ihn bei

einem Pastor unterbringen. Zu diesem

Zeitpunkt war er bereits Christ und

hochmotiviert. Gerne nahmen wir ihn

und weitere Jugendliche in die Mitarbeit

hinein. Sie halfen uns in vielen Aufgaben.

A. besuchte gemeinsam mit einem

Kollegen die obdachlosen Kinder auf der

Müllhalde und am Busbahnhof, um ihnen

zu helfen. Als der Kollege wegzog, übernahm

A. die wöchentlichen Andachten

auf dem Müllplatz.

Nach seinem Schulabschluss musste er

für die Ausbildung selbst in eine andere

Stadt ziehen. Kaum am neuen Ort, bat

er die Ausbildungsstätte, ob er einen

Schülerbibelkreis beginnen dürfe. Der

läuft gut heute, und die Gruppe vernetzt

sich mit den örtlichen Gemeinden.

Der frühere Straßenjunge A. hält heute

regelmäßig Andachten auf dem Müllplatz

10 DMG-informiert | 3 | 2015


Mosambik

Inge Michel / Angelika Maader

B a u

Frauenheld

wird Bibellehrer

Unser theologisches Institut INTENA bildet fähige Mitarbeiter

wie Armando, Saraiva und Abel aus. Es ermutigt, was Gott aus

ihrem Leben und Glauben hervorbringt. Derzeit bewegt uns

ein Bauprojekt: Wir bauen zwei weitere Klassenzimmer, Büros

für die Verwaltung, eine Kapelle und Aula. Möchten

p r o j e k

Sie mithelfen? Spenden nimmt die DMG unter dem

Stichwort „P30411 INTENA“ entgegen.

Herzlichen Dank.

t B

i b

e l i n s t i t u t

I N T E N A

Wir bilden bei INTENA, einem theologischen

Seminar im Norden Mosambiks,

junge Christen zu Pastoren und

Evangelisten aus. Es macht Freude, wie

sie nach ihrem Abschluss das Gelernte

in ihren Kirchen anwenden – drei

Beispiele:

Abel leitet seit Jahren eine Gemeinde

am Rande unserer Stadt Nampula. Fünf

Männer und Frauen bereitete er nun vor,

um mit ihm von Haus zu Haus zu gehen

und Nachbarn von Jesus zu erzählen.

Sie stießen auf erstaunliches Interesse,

besonders bei muslimischen Frauen.

Leider erlauben deren Männer nicht, dass

sie die Bibel lesen oder eine Gemeinde

besuchen. Das hat die Gruppe betroffen

und traurig gemacht. Sie baten Abel, in

der Gemeinde einen Kurs anzubieten,

damit alle lernen, über Jesus zu reden. Ihr

Plan: „Wenn die Frauen nicht in unsere

Kirche dürfen, dann besuchen wir sie und

erzählen ihnen die Bibel!“

Saraiva, einer unserer ersten Studenten,

ist heute stellvertretender Leiter seines

Gemeindeverbandes. Einmal im Monat

fährt er in ein vom Evangelium kaum

berührtes Gebiet außerhalb der Stadt.

Dort erzählt er einer Schar Interessierter

im Schatten eines Baumes von Jesus. Sein

Gebet ist, dass dort Gemeinde entsteht.

Er nimmt jüngere Mitarbeiter mit, um sie

in die Evangelisation einzuführen.

Besuchen Sie die DMG-Infostände bei:

28.06.2015: Landesmissionsfest in Blaufelden

05.–09.08.2015: Allianzkonferenz in Bad Blankenburg

28.12.2015.–02.01.2016:

Mission-Net Kongress

in Offenburg

Studenten von

Inge Michel und

Angelika Maader

Jetzt anmelden

zu Mission-Net,

dem ultimativen Jugendkongress

an Silvester. Wir sind dabei!

Armando war ein Frauenheld, als er

das Studium begann. In den ersten zwei

Jahren zeigte er kaum Interesse, oft

kam er gar nicht in den Unterricht. Das

änderte sich mit dem Tod seines Vaters.

Plötzlich begann er über den Sinn des

Lebens nachzudenken und las intensiv die

Bibel. Seine Worte spiegelten eine tiefe

Sehnsucht nach Geborgenheit wider. Im

dritten Studienjahr nahm er Jesus an –

das änderte alles: Er entschuldigte sich

bei den Frauen, die er verführt hatte,

und übernahm Verantwortung für die

daraus entstandenen Kinder. Schließlich

heiratete er. Armando lebt treu seinen

Glauben. Inzwischen hat ihn seine Kirche

zum theologischen Lehrer berufen, und

er schult selbst junge Christen.

DMG-informiert | 3 | 2015

11


Afrika

Amerika

Mosambik Namibia Peru

Matthias Hoffmeier

Dagmar Henchoz

Annekathrin Dörffel

Wie Gemeindeleiter

heranwachsen

Als ich hier in Maputo anfing, hatte ich

eine ganz besondere Klasse. Die 32 Studenten

hatten seit Monaten keinen

Unterricht gehabt, weil keine

Lehrer da waren. Sie waren so

hungrig nach Gottes Wort. Motiviert

unterrichtete ich sie vier

Monate lang den Römerbrief,

fünf Stunden am Tag.

Einer der Studenten hieß Alfonso.

Er kam aus einem „christlichen Elternhaus“

in Catembe, einer Ortschaft auf

einer Halbinsel. Doch seine Familie ist

auch sehr verwurzelt in Ahnenkult und

Zauberei – eine Tante war berühmt als

Lehrerin solcher Sachen. Während der

Monate am Seminar wuchs Alfonsos

Vertrauen zu mir. Immer wieder kam er,

um über seine Familie zu reden, und wir

beteten gemeinsam. Die Situation belastete

ihn sehr. Er kannte Gottes Wort und

wollte Jesus dienen. Doch ihn quälte ein

Gefühl, wie wenn er immer wieder gegen

eine Wand laufen würde.

Nach der Ausbildung lernte er eine

junge Frau kennen. Sie wurde schwanger

und die Hochzeit war schon geplant.

Leider starb das Kind bei der Geburt.

Alfonsos Eltern und Schwiegereltern

verlangten, dass er sich einer rituellen

Reinigung mit Feuer und Rauch unterziehen

solle, damit „die bösen Geister

verschwinden“ sollten. Er lehnte ab, weil

er dieses Ritual nicht mit seinem Glauben

an Jesus vereinbaren konnte. Das hatte

gravierende Auswirkungen, seine Ehe

wurde geschieden. Ein harter Schlag.

Wir blieben weiterhin in Kontakt. Ab

und zu kam er bei mir vorbei, um zu

reden und zu beten. Oder ich besuchte

ihn in seinem Dorf. Inzwischen ist er

wieder verheiratet und hat zwei Kinder.

Weil er jedoch die traditionellen Riten ablehnt,

konnte er seine Frau nicht offiziell

ehelichen.

Ich freue mich sehr über seinen

festen Glauben. Seit September arbeite

ich vermehrt auf seiner Halbinsel. Die

Gemeinden in den Ortschaften Catembe

und Bela Vista sind zusammengebrochen.

Nun suche ich neue Grundstücke, und

dann soll es in den Dörfern einen Neuanfang

geben – mit Alfonso als Mitarbeiter.

Bitte beten Sie für ihn.

Lohnt sich

die Investition?!

In Namibia sind wir ein kleines Team.

Doch wir erhalten oft Verstärkung durch

junge Leute aus England, Neuseeland,

Australien, USA, Schweiz und Deutschland.

Viele kommen nur kurz. Und man

könnte fragen: Lohnt sich der Einsatz?

Schon die Zeit, die erforderlich ist, um

ihre Visa zu beantragen, einzureichen,

immer wieder nachzufragen, nur um

manchmal alles nochmal einreichen zu

müssen …

Folgt meinem Beispiel, so wie

ich dem Vorbild folge, das

Christus uns gegeben hat.

1. Korinther 11,1

Dann die Orientierungsphase. Ich helfe

ihnen, sich in Windhoek zurechtzufinden

und stehe ihnen die ersten Tage im

Dienst zur Seite. Lohnt sich das? Wenn

wir gemeinsam Kontakte knüpfen und

eine Gemeinde suchen. Danach die

wöchentlichen Treffen, um ihre Fragen zu

beantworten und zu sehen, wie es ihnen

geht. Ob sie im Glauben wachsen, im

Dienst und ihren Freundschaften. Lohnt

sich die Mühe für die paar Wochen und

Monate ihrer Mitarbeit?

Ja, es lohnt sich! Wenn junge Kurzeinsatz-Teilnehmer,

die nicht sehr sicher

im Englischen waren, plötzlich mit dem

Taxifahrer über ihren Glauben reden.

Wenn sie einfach helfen, ohne dass man

gefragt hat. Wenn sie hart an neuen Ideen

für ihren Unterricht arbeiten, nachdem

sie – eben noch Abiturienten – plötzlich

als Lehrer vor einer afrikanischen Grundschulklasse

stehen. Es lohnt sich, weil sie

interkulturelle Freundschaften schließen,

die Gastkultur lieben und Neues akzeptieren

lernen. Und sie erleben Gott.

Lohnt es sich, in diese junge Leute zu

investieren? Ja! Denn sie sind unsere zukünftigen

Missionare – im Ausland oder

in ihren Heimatländern.

Wie eine

Zeltlagerarbeit entsteht

Die Achtjährige umarmt mich stürmisch,

um sich zu verabschieden.

„Machst du wieder mal ein Kinderwochenende

mit uns?“, fragt sie mit großen

Augen. Sofort gesellen sich andere Kinder

zu ihr und bestürmen mich ebenfalls:

„Können wir nächstes Wochenende wiederkommen?

Oder mal eine ganze Woche

zusammen sein? Besser einen ganzen

Monat!“ Die Begeisterung und Freude an

neugewonnenen Freunden spiegelt sich in

ihren strahlenden Gesichtern.

So entstand die Idee, in Abancay eine

Zeltlagerarbeit zu beginnen: Wochenendfreizeiten

für Kinder und Jugendliche.

Die Teilnehmer der ersten Freizeit waren

Mitarbeiter verschiedener Gemeinden in

Abancay. Viele konnten sich kaum vorstellen,

wie so eine Freizeit abläuft. Die

einfachste Lösung war, sie eine erleben

zu lassen. Die Gemeinden und Mitarbeiter

fingen Feuer. In den Monaten darauf

fanden die ersten Kinder- und Jugendfreizeiten

statt.

Wir haben Zelte und einen Campingplatz.

Kinder und Jugendliche wollen

teilnehmen. Doch es fehlt an geschulten

Mitarbeitern. In den nächsten vier Jahren

möchte ich die Zeltlagerarbeit aufbauen

und Mitarbeiter schulen.

Eine ist Elizabeth. Sie ist Anfang 40 und

koordiniert die Sonntagsschulklassen ihrer

Gemeinde. Sie liebt Jesus, hat immer

einen Blick für Kinder und leitet Jugendliche

in der Arbeit mit Kindern an. „Wir

müssen von Jesus reden. Die Jugendlichen

müssen Verantwortung in der Gemeinde

übernehmen.“ Solche Sätze höre ich oft

aus ihrem Mund. Sie betet, dass Kinder

Jesus kennenlernen.

César ist einer der jungen Leute, die

Elizabeth in die Mitarbeit hineingenommen

hat. Er hatte eine schwere Kindheit

und keine Liebe von Eltern und Großeltern

erfahren. Es dauerte lange, bis er

Gott als liebenden Vater sehen konnte:

„In Abancay gibt es viele Kinder, die das

Gleiche durchmachen wie ich, ihnen will

ich Liebe geben“, sagt er. Elizabeth

hat das Potential, einer

der fünf Leiter der Zeltlagerarbeit

zu werden.

Und César könnte als

treuer Mitarbeiter

ein Segen für viele

sein.

12 DMG-informiert | 3 | 2015

Annekathrin (links)

mit Elizabeth


Brasilien

Andreas und Gabriela Fuchs

Gottes Wort

für alle Völker

Der Tag der Entscheidung

Ehepaar Fuchs bildet Brasilianer zu Bibelübersetzern aus, die auch in Afrika und Asien zum Einsatz kommen

Paulo aus Südbrasilien wollte Missionar

in Afrika werden. Sein Herz schlägt

für Völker, die noch keine Bibel in ihrer

Sprache haben. Also schickte ihn seine

Gemeinde nach Brasilia, um unseren

Sprachmethodikkurs zu absolvieren. Zu

seiner Überraschung musste er monatelang

das Zimmer

mit einem indianischen

Schamanen teilen. Eine

fremde Organisation

hatte den Medizinmann

in unsere Kurse eingeschleust,

um uns auszuspionieren.

Die Eröffnungsfeier begann mit Liedern,

Gebet und Andacht. Mit finsterer

Miene und gekreuzten Armen stand der

Schamane auf und sagte: „Ich bin nicht

hier, um bekehrt zu werden, also lasst

mich in Ruhe!“ Unser Kursdirektor sah

ihm ruhig in die Augen und entgegnete

mit fester Stimme: „Gut, das akzeptieren

wir, aber wir bestehen darauf, dass du

uns nicht beeinflusst, ja?!“ Der Indianer

nickte und setzte sich wieder.

Wochenlang beobachtete der Schamane

unsere Studenten, besonders seinen

Zimmerkollegen Paulo. Der las regelmäßig

seine Bibel und betete täglich vor

einer Afrikakarte. Nach mehreren Monaten,

als unser Kurs zu Ende ging, sprach

der Schamane Paulo an: „Ich habe dich

beobachtet, du meinst dein Christsein

ernst. Das finde ich gut, und die Bibel ist

ein gutes Buch. Mein Volk hat es nicht.

Ich will, dass du meinen Kindern, Enkeln

Paulo war völlig überrumpelt,

er wollte doch

Missionar in Afrika

werden. Was nun?!

und Verwandten dieses Buch übersetzt.

Komm zu uns!“

Paulo war überrumpelt, er wollte

doch nach Afrika. Was nun?! Er war

weder Krankenpfleger noch Lehrer, was

im Urwald von Vorteil gewesen wäre.

„Weißt du“, wagte er zu widersprechen,

„ich bin so unpraktisch. Ich

kann kein Haus bauen, nicht

fischen und jagen und nichts

pflanzen. Wie soll ich überleben?!“

Der Schamane

dachte kurz nach:

„Ich werde dein Haus bauen

und dich versorgen. Du

wirst sehen!“

D M G - P r o j e k t • D M G - P r o j e k t

Lateinamerikanische

Missionare ausbilden

In Lateinamerika sind die Christen im Aufbruch,

und sie wollen sich in die Mission einbringen. Deshalb

investieren wir dort verstärkt in theologische Schulung,

Ausbildung von Missionaren und die Entwicklung einheimischer

Missionswerke; Andreas und Gabriela Fuchs beispielsweise

beim brasilianischen Missionswerk ALEM. Sie bieten

Absolventen theologischer Seminare eine Zusatzausbildung zum

Sprachforscher, Bibelübersetzer und Gemeindegründer an. Viele

ihrer Studenten werden in anderen Kulturen tätig, einige sogar in

Afrika und Asien. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Ausbildung

südamerikanischer Missionare.

Stichwort: P50231 Lateinamerikanische

Missionare ausbilden

Mehr zum Projekt:

www.DMGint.de/P50231

So kam es, dass Paulo heute im tiefs -

ten Amazonas-Regenwald arbeitet. Er

bekam ein Häuschen, und die Verwandtschaft

des Schamanen versorgt ihn mit

Essen und Früchten. In Rekordzeit von

nur sechs Jahren hat Paulo das Neue Testament

in ihre Sprache übersetzt.

• D M G - P r o j e k t

DMG-informiert | 3 | 2015

13


Amerika

Brasilien

Thomaz und Mayra Litz

Gott ist dir näher

als du denkst!

Die alten Klamotten sind zerrissen, die

Hände verkratzt und blutig, das dreckverschmierte

Gesicht geschwollen. Aus

tiefen Höhlen starren zwei dunkle Augen

ins Leere. Der hagere Mann liegt am Straßenrand,

sein Magen knurrt. Er versucht,

wieder auf die Beine zu

kommen.

Poroca* lebt im

Sertão, der unwirtlichen

Weite im Nordosten

Brasiliens. Aufgewachsen

ist er bei seiner geistig

gestörten Mutter und einer

Tante, den Vater hat

er nie kennengelernt. Wenn es regnet,

gehen Poroca und sein Onkel zuerst aufs

Feld – und nach der schweren Arbeit in

die Bar. In der Trockenzeit gibt es keine

Arbeit, dann gehen sie schon früh in die

Bar und saufen bis in die Nacht hinein. Ab

und zu nimmt Poroca Drogen. Normalerweise

ist er schüchtern und in sich

gekehrt. Doch wenn er trinkt und kifft,

wird er gewalttätig. Immer wieder verwickelt

er sich in Schlägereien und hat auch

schon Bekanntschaft mit Messerklingen

gemacht. Einmal versuchte er im Rausch

sogar, einen Menschen zu töten.

Wenn Poroca einen klaren Kopf hat,

liest er manchmal die Bibel. Es ist das

einzige Buch im Haus. Er kann nicht gut

lesen und versteht kaum. Doch das Buch

übt große Anziehungskraft auf ihn aus.

Eines Nachmittags döst Poroca gerade

in seiner Hängematte vor sich hin, da

klatschen zwei junge Menschen in die

Hände. „Bestimmt wieder Straßenverkäufer“,

brummt er. Aus Höflichkeit lädt

er sie ein, sich zu ihm unter den Baum in

den Schatten zu setzen.

Das junge Paar

trägt Hemden mit

der Aufschrift: „Nur

Jesus kann den Sünder

retten!“

Poroca weiß, dass

er ein Sünder ist.

Schließlich säuft er,

nimmt Drogen und ist immer wieder in

Schlägereien verwickelt. Eigentlich will er

ein guter Mensch sein. Doch das schaffen

nur wenige von Gott auserwählte

Menschen, meint er. Er spricht mit den

Fremden über Land und Leute – und

schließlich über Gott. „Gott ist gut,

aber weit weg und hat wenig Interesse

für Menschen wie mich“, sagt Poroca.

Erstaunt hört er, dass Gott ihn liebt und

seinen einzigen Sohn für ihn am Kreuz

hat sterben lassen.

Ihm kommt die Bibel in den Sinn.

Schnell holt er sein einziges Buch und

zeigt es stolz den Fremden. Sie bieten

ihm an, gemeinsam mit ihm darin zu lesen.

Die Bibel interessiert ihn, trotzdem

ist er unsicher. Beim Abschied laden die

Fremden ihn zu einer Abendveranstaltung

auf dem Dorfplatz ein.

Nach diesem Besuch bleibt

Poroca nüchtern. Vieles aus

dem Gespräch ist ihm unbegreiflich.

Besonders, dass

Gott ihn liebt, wie er ist.

Poroca* mit

seinem Gemeindegründungsteam

Nach diesem Besuch bleibt Poroca

nüchtern. Vieles aus dem Gespräch ist

ihm unbegreiflich. Besonders, dass Gott

ihn liebt, wie er ist. Am Abend duscht

und parfümiert er sich und zieht die beste

Kleidung an. Auf dem Dorfplatz sieht

er sofort die zwei Fremden. Und noch

viele andere mit demselben Hemd. Sie

sind fröhlich, singen, beten, tanzen und

lachen. Dann führen sie ein Theaterstück

auf. Einer erzählt aus seinem Leben. Ein

anderer liest Bibelworte und erklärt sie.

Wieder sagt er, dass Gott jeden Menschen

liebt, egal was er getan hat. Gott

will die Sachen aus der Vergangenheit

vergeben! Ein Neuanfang ist möglich.

Jetzt ist sich Poroca sicher, er will mit den

Fremden die Bibel lesen.

Nach einigen Tagen reisen die Besucher

in ihre Heimat zurück. Eine junge Frau

bleibt und macht weiterhin Hausbesuche.

Später zieht eine Familie dazu. Der Mann

ist Pastor und hält Gottesdienste auf

seiner Terrasse. Poroca ist immer dabei.

Nach einiger Zeit begreift er, dass er

durch Jesus einen Neuanfang wagen kann.

Seitdem hat er keine Freude mehr am

Alkohol und den Drogen. Poroca wird

zu einem der ersten Christen der jungen

Gemeinde im Dorf und lässt sich taufen.

Er steht fest zu seinem Glauben und

erzählt allen, wie Jesus ihn von Süchten

und Bindungen befreit hat, zuerst den

Nachbarn, dann beim Fußball. Schließlich

leiht er sich ein Motorrad und besucht

auch Nachbardörfer.

Durch Porocas Einsatz werden viele

seiner Freunde Christen. Die Gemeinde

wächst und beschließt, ihn zur theologischen

Ausbildung zu schicken. Heute

hilft er beim Aufbau einer christlichen Gemeinde

mit Calón-Zigeunern. Sein Leben

ist, Menschen von Jesus weiterzusagen.

* Name geändert

Auch Thomaz Litz bildet

südamerikanische Missionaren aus

14 DMG-informiert | 3 | 2015


Brasilien

Esther Barczaitis

Brasilien

Stefanie Rauscher

Andrezas Feuertaufe

Andreza ist eine von zehn ehrenamtlichen

Mitarbeitern, denen ich in den

vergangenen zwei Jahren helfen konnte,

ihren Platz im Team unserer Straßenkinderarbeit

zu finden. Sie begann mit 19

und ist unsere jüngste freiwillige Helferin.

Bei ihrem ersten Einsatz besuchten wir

zu dritt eine Gruppe obdachlose Kinder

an ihrer Schlafstatt. Plötzlich brach unter

ihnen ein heftiger Streit aus. Der Boss

des Viertels wollte einen jungen Dieb

vor unseren Augen umbringen. Gott sei

Dank fand ich die richtigen Worte, um

den aufgebrachten Mann zu beruhigen,

sodass der Jugendliche unversehrt fliehen

konnte. Andreza war tief erschüttert, bat

mich aber noch am selben Tag, ins Mitarbeiterteam

aufgenommen zu werden.

Seither arbeiten wir zusammen. Vertrauen,

Aufrichtigkeit, Lachen und unsere

Beziehung zu Gott kennzeichnen unsere

Freundschaft. Hier beschreibt sie selbst

ihre Aufgabe:

„Hallo, ich heiße Andreza,

bin 20 Jahre alt und noch

Schülerin. Seit einem Jahr

arbeite ich im Tageszentrum

für Straßenkinder mit. Ich

liebe diese Aufgabe, weil ich Kindern und

Jugendlichen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen

sind, Gottes Wort weitersagen

kann. Dabei bin ich geistlich und charakterlich

gewachsen. Ich fühle mehr und gehöre

nicht mehr zu dem Teil der Gesellschaft,

der auf die obdachlosen Jungen herabschaut.

Ich verstehe sie, ja ich habe sie lieb.

Heutzutage fällt es mir schwer, in ihnen

‚Straßenkinder‘ zu sehen. Sie sind ‚meine

Jungs‘, fast Freunde und einfach nur Kinder.

Die Arbeit fordert alles von uns. Du leidest,

wenn du liebst, und erträgst es kaum, wenn

die Kinder falsche Dinge tun. Trotzdem

gibt mir die Arbeit viel. Du lernst. Es ist der

Mühe wert! Im Umgang mit den Straßenkindern

fühle ich mich Jesus viel näher und

erlebe, was er wirklich getan hat. Statt zu

warten, ob jemand kommt, gehen wir los,

helfen konkret und sagen das Evangelium

weiter. Einfach perfekt!“

In junge Einheimische wie Andreza zu

investieren, lohnt sich auf jeden Fall. Bis

September 2015 bin ich im Heimatdienst,

Monate fern der Arbeit. Doch in Belém

führt ein gutes Team den Dienst weiter.

Wer mehr erfahren möchte, kann mich

gerne in seine Gemeinde oder Hauskreise

einladen.

Ein Junge

lernt Vertrauen

Seit 13 Jahre sind wir als Team

der Straßenkinderarbeit „Pró Vida“

(Für das Leben) bis in die hintersten

Winkel der Millionenstadt Belém

unterwegs, um vernachlässigten

Kindern und ihren Familien zu helfen

und von Jesus zu erzählen. M. war

von zu Hause

abgehauen. Mit

seiner Schildmütze

tief ins Gesicht

gezogen und völlig

mittellos kam er vor

einem Jahr bei uns

an. Drei Tage hat

der 13-Jährige kaum

etwas gegessen und nur das Nötigste

geredet. Es stellte sich heraus, dass

er noch nie beim Arzt war, auch der

Frisör machte ihm Angst und die

Schule hatte er schon lange nicht

mehr besucht.

Was er dagegen zu Genüge kannte,

war Ablehnung. Er war sehr vorsichtig

und misstrauisch. Es dauerte

lange, bis er erkannte, dass wir nichts

Böses wollten. Ich erzählte ihm von

Jesus, der ihn bedingungslos liebt.

In ihm hat M. einen neuen Freund

gefunden, mit dem er immer rechnen

kann.

Eines Tages erzählte er von seinen

Geschwistern und seiner Mutter.

Nach einigen Versuchen fanden wir

die Familie weit außerhalb der Stadt

in einer Hütte. Die drei Brüder (5, 7

Drei Tage hat der 13-Jährige

kaum gegessen und nur das

Nötigste geredet. Es stellte

sich heraus, dass er noch

nie beim Arzt war, auch der

Frisör machte ihm Angst.

und 15 Jahre) saßen im Garten und

entfernten mit spitzen Messern die

Isolierung von Stromkabeln, die sie

auf dem Müll gefunden hatten. Die

Kupferdrähte wollten sie zu Geld

machen. Keiner von ihnen ging zur

Schule. Ihre Mutter handelte mit

Drogen und ließ

sie viel alleine.

Die Zähne der

Jungen waren

teils schwarz und

ihre Körper übersät

mit eitrigen

Wunden.

Immer wieder

besuchten wir die Kinder, brachten

ihnen Kleider und Essen und machten

die Sozialbehörden auf ihre Situation

aufmerksam. Leider fühlte sich

niemand verantwortlich. Eines Tages

trafen wir die Familie nicht mehr an.

Nachbarn sagten, dass sie weggezogen

seien, und keiner wusste wohin.

Ich konnte zumindest ihrem Bruder

helfen. Und ich bete, dass unsere

Besuche einen Unterschied in ihrem

Leben gemacht haben.

Übrigens: Ich bin im Reisedienst in

Deutschland. Gerne besuche ich Ihre

Gemeinde und erzähle mehr aus der

Straßenkinderhilfe (Kontakt über die

DMG).

Stefanie Rauscher und ihre

Kollegin Keylla im April beim

Jahresfest der DMG

Mehr dazu:

www.DMGint.de/Jahresfest

Besuch bei der Familie von M.

DMG-informiert | 3 | 2015

15


F

Kurzzeitmitarbeiter

DEin einsatz bringt’s!

Interesse an

einem Kurzeinsatz?

www.kurzeinsätze.de

Name des Ko

Wir bitten Sie um Gebet für die

Teilnehmer eines Jahreseinsatzes 2015/2016:

Konto-Nr. de

Frankreich

Irland

Deutschl.

Lina

Migrantenhilfe

Cosima

Migrantenhilfe

Anna

Kinder- und

Jugendarbeit

Sophie

Kinder- und

Jugendarbeit

Lena

Soziale Arbeit

Silas

Soziale Arbeit

Ellen

Kinder- und

Jugendarbeit

Tabea

Rixfähren

Kinder- und

Jugendarbeit

Eugen Pietras

Verwaltung

Bitte geben

Spendenbe

Freundesn

vorhanden

Namen un

Italien

Georgien

Philippinen

Thailand

Hannah

Gästehaus

Hanna

Berufliche

Workshops

Marco

Studentenarbeit

Robin

Soziale Arbeit

Kilian

Lernhelfer

Jonathan

Rollstuhlprojekt

Lukas

Rollstuhlprojekt

Senegal

Burkina Faso

Tansania

Karl und Annerose

Internatseltern

Christina

Hebamme

Immanuel

Straßenkinderhilfe

Pascal

Nachhilfeunterricht

Vincent

Nachhilfeunterricht

Franziska

Kinderbetreuung

Melissa

Kinder ­

betreuung

Angola

Namibia

Alaska

USA

Simona

Lernhelferin

Anna-Lina

Hilfslehrerin

Tabea

Hilfslehrerin

Daniel

Gemeindepraktikum

Danilo

Soziale Dienste

Simone

Verwaltung

Chile

Jessica

Kinderhilfe,

Verwaltung

Anna

Kinderhilfe,

Verwaltung

16 DMG-informiert | 3 | 2015

Ecuador

Marie

Radioarbeit

Nils

Radioarbeit

Manche

Kurz zeit mitarbeiter haben bereits

einen tragfähigen Freundeskreis;

bei anderen ist dieser noch schwach – weil

sie aus einer kleinen Gemeinde oder einkommensschwachen

Regionen kommen. Bitte ermöglichen

Sie jungen Christen einen Auslandseinsatz, damit

sie dort und zu Hause ein Segen sind. Herzlichen Dank

für Ihre Spende.

Stichwort: P19981 Kurzeinsatz

U n t e r s t ü t z e n S

i e u n s e r e

K u r z z e i t l e r


des annehmenden Kreditinstituts

des

Vielen DAnk!

ntoinhabers

Helfen Sie, damit Menschen Gott begegnen

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d Ihre Anschrift an.

DMG interpersonal e.V.

(ehem. Deutsche

Missionsgemeinschaft)

Buchenauerhof 2

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Tel.: 07265 959-0

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Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

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Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt

anerkannt. Spenden

werden im Rahmen der Satzung

entsprechend der Zweckbestimmung

für missionarische oder mildtätige

Zwecke eingesetzt. Stehen

für ein Projekt ausreichend Mittel

zur Verfügung, wird die Spende

für einen ähnlichen satzungsgemäßen

Zweck verwendet.

Herzlichen Dank

für Ihre Spende

Wir freuen uns über

Ihre Unterstützung der

missionarischen und

sozialen Arbeit der DMG.

Damit lindern Sie Not und

bringen Menschen in aller

Welt die Liebe Gottes auf

verständliche Weise nahe.

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vierteljährlich

01. / 15. des Monats

Meine Freundesnummer:

(Falls bekannt. Siehe auch sechsstellige Zahl im rückseitigen Adressfeld)

SEPA-Lastschriftmandat:

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D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

G E N O D E 6 1 W I E

Unterschrift(en)

halbjährlich

erstmals ab:

(frühestens 15 Tage nach Eingang dieses Mandats bei der DMG)

Geburtsdatum

Unterschrift

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

Einzugsermächtigung

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an.

ggf. ggf. Stichwort

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E-Mail

DMG interpersonal e.V., Buchenauerhof 2, 74889 Sinsheim

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE84ZZZ00000848177

Mandatsreferenz-Nr.: Wird von der DMG vergeben und Ihnen separat mitgeteilt.

Ich ermächtige DMG interpersonal e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift

einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von DMG interpersonal e.V. auf

mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.

Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des

belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

Bank

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BIC

jährlich

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

Staaten in in Euro. Euro.

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für den Beleg/Quittung für den Auftraggeber

Empfänger

bei

Konto-Nr. bei

BLZ BLZ

EUR EUR

06 06

SPENDE

SPENDE

Auftraggeber/Einzahler:

Verwendungszweck:

Abzugsfähige Spende

zur beim Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung


Veranstaltungen:

31.05.2015: Missionsfest

31785 Hameln,

Tel. 05151 24614

21.06.2015: Missionstag

75223 Niefern-Öschelbronn,

Tel. 07233 4290

21.06.2015 Gebetssonntag – Amerika

10 Uhr: Buchenauerhof,

Tel. 07265 959-0

10.–12.07.2015: Missionswochenende

24640 Schmalfeld,

Tel. 04191 3844

12.07.2015: Missionstag

67433 Neustadt

a. d. Weinstraße,

Tel. 06321 2678

25.–26.07.2015: JUMI-NIGHT 2015

Buchenauerhof,

Tel. 07265 959-0

(siehe rechts)

Weitere Veranstaltungen auf:

www.DMGint.de/veranstaltungen.html

Freizeit:

08.–15.08.2015

Auszeit mit Inhalt

in den französischen

Ardennen

Neues Konzept für

Erholungssuchende, die

gerne auch ihren Geist

nähren. Bibelarbeiten:

Günther Beck (DMG-

Mitarbeiter in Frankreich).

Seminare zur

Auswahl:

www.auszeit-mit-inhalt.de

Ab 345 Euro (Vollpension, eigene Anreise).

Information und Anmeldung:

Doris Keller, Tel. 07135 963713

E-Mail: Doris.Keller@t-online.de

Bestellen Sie kostenlos Einladungen

und Plakate zu diesen Veranstaltungen:

Grafik: freevector/Vecteezy.com

What‘s

Mission

God's

MY

Worship mit der Band „A-Team“

?

J U M I - N I G H T 2 0 1 5

Erntezeit!

Das Jugend-missions-event

25. » 26. Juli 2015

74889 SINSHEIM-Buchenauerhof

www.jumi-night.de

Herbstmissionsfest

Ab 10 uhr

27. September 2015

Sinsheim-Buchenauerhof

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