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Online-Ausgabe - Eisenbarth-Kurier

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<strong>Ausgabe</strong> 9<br />

Schuljahr 2009/2010<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong><br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

Grund- und Hauptschule mit M-Zug, Ganztagsschule<br />

www.doktor-eisenbarth-schule.de<br />

www.eisenbarth-kurier.de<br />

www.vsovi.de


Danke!<br />

Die Leitung der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach und das Redaktionsteam<br />

der Schülerzeitung „<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ bedanken sich bei allen aufgeführten<br />

Spendern, Sponsoren und Gönnern, die sie unterstützten, die neunte<br />

Nummer der Schülerzeitung herauszugeben. Ohne ihre großzügige finanzielle<br />

Hilfe wäre ein Erscheinen in dieser Form nicht möglich gewesen.<br />

Architekturbüro Schönberger, Oberviechtach / Tännesberg<br />

Bäckerei Weigl, Cafe-Pension, Marktgasse 2, 92526 Oberviechtach<br />

Bauer, Möbelhaus-Schreinerei, Zum Bahnhof 17, 92526 Oberviechtach<br />

Bauer Karl, Schulkiosk Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

Baumer, Stihl-Dienst, Viking Geräte, Nunzenried 16, 92526 Oberviechtach<br />

Blumen Baumer, Bahnhofstr. 24, 92526 Oberviechtach<br />

Blumen Lurbiecki, Muracher Str. 7, 92526 Oberviechtach<br />

Busunternehmen Bauer, Wutzelskühn 6, Neunburg v. Wald<br />

Debeka Versicherungen, Helmut Leeck, Am Wanderweg 2, 92431 Neunburg v. W.<br />

Druckerei Forstner, Nunzenrieder Str. 9, 92526 Oberviechtach<br />

Electronic Partner Dietmar Hein, Kastlstr. 21, 92526 Oberviechtach<br />

Elektro Raab, Zum Bahnhof 3, 92526 Oberviechtach<br />

Fahrschule Rudolf Leibl, Schönseer Str. 1, 92526 Oberviechtach<br />

Firma Neuber, Muracher Str. 3, 92526 Oberviechtach<br />

Fischer Busreisen, Am Wiesengrund 8, 92552 Teunz<br />

Alois Früchtl, Versicherungskam. Bayern, Schönseer Str. 13, 92526 Oberviechtach<br />

Gärtnerei Baumer, 92526 Oberviechtach<br />

Getränke Gebhard, Nunzenrieder Str. 10, 92526 Oberviechtach<br />

Herzog Karl GmbH, Baustoffgroßhandel, Industriestraße 1, 92526 Oberviechtach<br />

Josef Maier, Bestattungsunternehmen, Kastlstr. 39, 92526 Oberviechtach<br />

Karl-Heinz Stoppa, Bay. Landesbausparkasse, 92526 Oberviechtach<br />

Klug - integrierte Systeme, Lindenweg 13, 92552 Teunz<br />

Krämer, Draht- und Litzenwerk, Am Sandradl 28-30, 92526 Oberviechtach<br />

Metzgerei Schmidt, Marktplatz, 92526 Oberviechtach<br />

Pösl, Gasthof, Kino, Kegelbahn, Marktplatz 4, 92526 Oberviechtach<br />

Raiffeisenbank im Naabtal, Bahnhofstr. 6, 92526 Oberviechtach<br />

Sparkasse Oberviechtach<br />

Steuerbüro Josef Schwarz, Zum Bahnhof 8, 92526 Oberviechtach<br />

Tanzschule VEZARD, Im Ibelnest 5, 92637 Weiden<br />

Weinisch, Pulverbeschichtungen, Gewerbepark 9-15, 92526 Oberviechtach<br />

Wolf Reisen, Georgenberg - Moosbach, Pfreimdhang 1, 92709 Moosbach


Inhalt<br />

Vorwort des Schulleiters .................................................................................................................................... 5<br />

Rektor Rudolf Teplitzky feiert 60. Geburtstag .............................................................................................. 6<br />

Gertraud Portner Vorsitzende beim Förderverein ....................................................................................... 8<br />

Richtfest an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule .................................................................................................. 9<br />

„Du bist nicht allein“ - Anfangsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche ................................................. 10<br />

Tanzgruppe „Polisyanochka“ aus Rivne (Ukraine) zu Gast an der DESO .............................................. 11<br />

Aus dem Kunstunterricht ................................................................................................................................. 12<br />

Seite 13 ................................................................................................................................................................... 13<br />

7. Comenius-Konferenz in Peilstein ............................................................................................................... 14<br />

Besuch des Museums „Villa Sinnenreich“ .................................................................................................... 15<br />

Comenius - Europa wächst zusammen: Festakt mit den vier europäischen Partnerschulen und<br />

Präsentation des gemeinsamen Jahrbuchs ................................................................................................ 16<br />

Comenius-Buch ................................................................................................................................................. 18<br />

Blick der Jugend auf Europa geschärft: Diskussionsrunde mit Pädagogen und Bürgermeistern zu<br />

Erfahrungen und Chancen von Comenius ................................................................................................. 18<br />

Die Gewinner des Comeniusrätsels 2009 ....................................................................................................19<br />

Die vier Jahreszeiten ........................................................................................................................................ 20<br />

Besuch im Geo-Zentrum KTB in Windischeschenbach (M9/M10) ......................................................... 21<br />

Blauer Dunst ....................................................................................................................................................... 22<br />

Freundschaft beim Rodeln vertieft ............................................................................................................... 24<br />

Herr Teplitzky zu Besuch bei der 5C und 6C in Schönsee ........................................................................ 25<br />

Projekt „Ich helfe dir“ ....................................................................................................................................... 25<br />

Was macht eigentlich Frau Lang? ................................................................................................................. 26<br />

Englischunterricht mit „Down Under“ ........................................................................................................ 26<br />

Klassengemeinschaftstag (7B und 7C) ......................................................................................................... 27<br />

Schreibwerkstatt und literarischer Abend mit Nevfel Cumart .............................................................. 28<br />

Aus der Schreibwerkstatt ............................................................................................................................... 30<br />

Von den Profis inspiriert ................................................................................................................................... 31<br />

„Deutschland – ein kinderfeindliches Land?“ ............................................................................................ 32<br />

„Dürerhase“ (Kunstunterricht) ...................................................................................................................... 32<br />

Vertiefte Berufsorientierung beim Kolping-Bildungswerk in Schwandorf ........................................ 34<br />

Vierte Klassen besuchen Rathaus ................................................................................................................. 35<br />

Landwirtschaft hautnah erlebt ..................................................................................................................... 36<br />

„Abonnementsieger“ <strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong> vom „Neuen Tag“ erneut ausgezeichnet ......................... 37<br />

Woher kommt unsere Tageszeitung „Der Neue Tag“? ............................................................................. 38<br />

Unterhaltung mit <strong>Eisenbarth</strong> Junior ............................................................................................................ 39<br />

Golfspielen – macht Spaß .............................................................................................................................. 40<br />

Klassensprecherseminar – eine tolle Sache ................................................................................................ 41<br />

Schüler bauen Litfaßsäulen ............................................................................................................................ 42<br />

Streitschlichter ................................................................................................................................................... 43<br />

Kerzenverkauf der Klasse 7c - ein voller Erfolg! ........................................................................................ 44<br />

Schüler verdienen sich Bestnoten beim Abschlussball .......................................................................... 44<br />

Ohne Jugend ist kein Staat zu machen – Planspiel Kommunalpolitik M9 ........................................ 46<br />

1


2<br />

Hoher Besuch in der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule ....................................................................................... 49<br />

Den eigenen Fähigkeiten auf der Spur ....................................................................................................... 50<br />

Wikipedia – die freie <strong>Online</strong>-Enzyklopädie .................................................................................................. 51<br />

Junge Flötenspielerinnen bereichern Adventsaktion ............................................................................. 53<br />

„future point“ serviert Gyrossuppe mit Fladenbrot ................................................................................. 54<br />

Förderverein und Schülerfirmen auf dem Christkindlmarkt .................................................................. 55<br />

Wie funktioniert ein Verbrennungsmotor? ................................................................................................ 55<br />

Bäume (Kunstunterricht) ................................................................................................................................. 56<br />

Adventsgottesdienst 2009 ............................................................................................................................ 57<br />

Strom aus Biomasse ......................................................................................................................................... 57<br />

Weihnachtsfeier am 22.12.2009 im Altenheim .......................................................................................... 59<br />

Was hat der Nikolaus mit Schnaps und Polizei am Hut? ........................................................................ 61<br />

Besinnliche vorweihnachtliche Schulfeier .................................................................................................. 62<br />

Studienfahrt nach Regensburg – Schüler der DESO erkunden gemeinsam mit den Förderschülern<br />

verschiedene Kulturen und Weltreligionen ................................................................................................ 63<br />

Im Müllkraftwerk ZMS .................................................................................................................................... 64<br />

Volleyball-Schulmannschaft knapp an Sensation vorbei ........................................................................ 65<br />

Aus dem Kunstunterricht ............................................................................................................................... 66<br />

Besuch bei der Feuerwehr ............................................................................................................................... 67<br />

Don Karlos – Machtspiele und Intrigen im Velodrom (M9, M10A, M10B) ........................................... 67<br />

Wintersporttag 2010 ....................................................................................................................................... 68<br />

Winterbild der Klasse 2a ................................................................................................................................. 69<br />

Eine tolle Skiwoche am Fuße des Großen Arber ...................................................................................... 70<br />

Frühstücken wie ein Kaiser … .......................................................................................................................... 71<br />

Schneekunst ....................................................................................................................................................... 72<br />

Hilfe für Erdbebenopfer in Haiti .................................................................................................................... 72<br />

Kinderarbeit ........................................................................................................................................................ 73<br />

Wie wird Milch verarbeitet? ........................................................................................................................... 74<br />

„Nascha Pfinsda“ an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule ................................................................................ 74<br />

Schulverpflegung im Fokus ............................................................................................................................. 75<br />

Blasorchester im Klassenverbund ................................................................................................................. 76<br />

Wichtige Hilfe für Berufswahl - Betriebspraktikum der 9. Klassen ..................................................... 78<br />

Frühling (Bilder Klasse 3a) ............................................................................................................................... 79<br />

„Frühlingserwachen“ ...................................................................................................................................... 80<br />

Vizemeister in Handball .................................................................................................................................. 81<br />

AWT-Unterricht der neunten Klassen in der Sparkasse .......................................................................... 82<br />

Vom Baumstamm zum Schrank .................................................................................................................... 82<br />

Kreuze (Bilder Klasse 3a) .................................................................................................................................. 83<br />

Besuch der Klassen M10A und M10B in der KZ Gedenkstätte Flossenbürg ...................................... 84<br />

Besuch in der evangelischen Auferstehungskirche .................................................................................. 85<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild ............................................................................................................................. 86<br />

Lehrerkollegium Schuljahr 2009/2010 ....................................................................................................... 94<br />

Wohin gelangt unser Abwasser? ................................................................................................................... 95


Wasser – ein sehr kostbares Gut .................................................................................................................. 96<br />

Aus dem Kunstunterricht - Schiffe ................................................................................................................ 97<br />

Berufswahlseminar 2010 ................................................................................................................................ 98<br />

Bilder Betriebspraktikum M 8a/b ............................................................................................................... 100<br />

Bei den Indianern ............................................................................................................................................. 101<br />

Für Schokolade gibt‘s keine Eins .................................................................................................................. 102<br />

Kontakt mit der Praxis ................................................................................................................................... 103<br />

Maifest bei den Oberviechtacher Werkstätten ....................................................................................... 104<br />

Besuch im BIZ in Amberg ............................................................................................................................. 105<br />

Radfahrprüfung in der 4. Klasse ................................................................................................................. 106<br />

Schnuppertag an der DESO .......................................................................................................................... 107<br />

Besuch in der Stadtbücherei Oberviechtach ............................................................................................ 107<br />

Zertifikate für europäischen Computerführerschein erworben ......................................................... 108<br />

Jedem Vogel eine Villa ................................................................................................................................... 109<br />

Ostwind Minimarathon in Regensburg ...................................................................................................... 110<br />

Klettern in der Fränkischen Schweiz ............................................................................................................ 111<br />

Impressum<br />

Impressum AG-Schülerzeitung, Klasse M 7<br />

Betreuungslehrer: Alois Köppl<br />

Schulanschrift Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

Martin-Luther-Str. 5 - 7<br />

92526 Oberviechtach<br />

Tel. 09671 / 9 15 07<br />

Internet www.eisenbarth-kurier.de<br />

www.doktor-eisenbarth-schule.de<br />

www.vsovi.de<br />

www.eisenbarth-print.de<br />

Druck Druckerei Forstner, Oberviechtach<br />

© 2010 Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

3


4<br />

Folgende an der Sanierung beteiligten Firmen unterstützten die Schule<br />

Adolf Meindl Fliesen-Naturstein, Kellerbergstr. 36, 93499 Zandt<br />

Albert Bierler, Schulweg 10, 92548 Schwarzach<br />

Bauunternehmen Josef Bauer GmbH, Rottendorfer Str. 38, 92545 Niedermurach<br />

Bauspenglerei Schieber, Weidinger Str. 6, 92539 Schönsee<br />

Bettina Hänsch GmbH, Industriestr. 22a, 93176 Beratzhausen<br />

Brandl Innenausbau GmbH, Regensburger Str. 76, 93309 Kelheim<br />

Breu Metallbau GmbH, Arnbrucker Str. 3, 93444 Bad Kötzting<br />

Breu Moderne Bürotechnik, Grabitzer Str. 1, 93437 Furth im Wald<br />

Danner Trockenbau GmbH, Pettendorf 11, 92431 Neunburg v.W.<br />

Dieter Kohl GmbH & Co. KG, Auenweg 4, 92265 Edelsfeld<br />

Dillinger + Sielaff GmbH & Co. KG, Industriestraße 5, 92237 Sulzbach-Roenberg<br />

DK Bau GmbH, Von-Miller-Straße 3, 93092 Barbing-Unterheisung<br />

Elektro Hösele, Perschener Str. 18, 92507 Nabburg Venedig<br />

Elektro Holler, Bahnhofstr. 4, 92539 Schönsee<br />

Elektro Raab, Zum Bahnhof 3, 92526 Oberviechtach<br />

Ernst Wutz GmbH, Schmitzdorfer Str. 1a, 93482 Grafenkirchen<br />

Gallitzendörfer Innenausbau & Fassade GmbH, Bienenweg 1, 92714 Pleystein<br />

Garten- und Landschaftspflege, Johann Kick, Grünau 1, 92706 Luhe-Wildenau<br />

Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Kahl GmbH, Götzendorf 10, 92546<br />

Schmidgaden<br />

Graf GmbH, Klardorfer Str. 39-41, 92421 Schwandorf<br />

Grüneissl GmbH, Fuhrmannstraße 15, 93413 Cham<br />

Gürtler GmbH & Co. KG, Gewerbepark 17 + 18, 92526 Oberviechtach<br />

Hampel GmbH, Ziegelhüttenweg 10, 93483 Pösing<br />

Hafenrichter GmbH, Watzlikstr. 10, 92526 Oberviechtach<br />

Heinz Bausanierung GmbH, Wunsiedeler Str. 46, 95478 Kemnath<br />

Höhbauer GmbH, Kohlberger Str. 2, 92706 Luhe-Wildenau<br />

Lindner FensterBau, Industriestr. 2, 92526 Oberviechtach<br />

Ludwig Schweiger, Stadlerner Str. 16, 92557 Weiding<br />

Malerbetrieb Schiller, Fabrikstr. 2-4, 93449 Waldmünchen<br />

Marmor Berger GmbH, Oskar-von-Miller-Str. 4, 92507 Nabburg<br />

Michael Baumer, Am Sandradl 25, 92526 Oberviechtach<br />

Michael Spichtinger, Dietersdorfer Straße 2, 92539 Schönsee<br />

Muhr GmbH, Mönchshofstr. 44, 94234 Viechtach<br />

Multiwal-Hohnholt GmbH, Kleinrudestedter Str.14, 99195 Großrudestedt<br />

Paul Schmidt, Hengsbecke 19, 59964 Medebach<br />

Pesa-Blitzschutz GmbH, Auenstraße 10, 90602 Pyrbaum-Selingporten<br />

Project Schul- und Objekteinrichtungen GmbH, Gerbstedter Chaussee 13,<br />

06295 Lutherstadt Eisleben<br />

Rudolf Rupp GmbH, Eichenhofer Str. 11, 92358 Seubersdorf<br />

Reisinger Siebdruck GmbH, Oskar-von-Miller-Str. 7, 92507 Nabburg<br />

Sagner Services GmbH, Max-Planck-Weg 7, 95676 Wiesau<br />

Schreinerei Andreas Süß, Schreinergasse 1, 92552 Teunz / Fuchsberg<br />

Schreinerei Kreuzer & Sohn, Dietersdorfer Hauptstr. 11, 92539 Schönsee-Dietersdorf<br />

Schreinerei Mathias Hofstetter, Oberaich 1, 92543 Guteneck<br />

Seitz Gerüstbau GmbH, In der Au 2, 92367 Pilsach<br />

Sperber GmbH & Co. KG, Gerber Str. 8, 92670 Windischeschenbach<br />

Steinmetzbetrieb Kurt Flöttl, Schießanger 18, 92526 Oberviechtach<br />

uli-Trennwände Günter Gruber, Schmiedstr. 7, 93449 Waldmünchen<br />

Utz-Bau GmbH, 92537 Schönsee<br />

Wackersdorfer Gerüstbau GmbH, 92440 Wackersdorf<br />

Wildner Metallwaren GmbH & Co. KG, Kolpingstr. 24, 92533 Wernberg-Köblitz<br />

Willi Stoiber GmbH, Woppmansdorf 12, 93185 Michelsneukirchen<br />

Zimmerei Christian Kraus, Ödmiesbach 30, 92552 Teunz<br />

Zimmerei Michael Süß, Rottendorf 28, 92545 Niedermurach


Vorwort des Schulleiters<br />

Die Redaktionsarbeit an unserer Schülerzeitung<br />

„<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ ist sicher<br />

eine spannende Erfahrung – für<br />

das Redaktionsteam unter Lehrer Alois<br />

Köppl einerseits, für die „schreibenden“<br />

Schüler aus den Klassen 1 bis 10<br />

und deren Lehrkräfte andrerseits.<br />

Viele Eltern teilen diese Erfahrung und<br />

blicken gerne auf ihre eigene Schulzeit<br />

zurück. Zahlreiche Informationen<br />

für das spätere Berufsleben können so<br />

schon in der Schule gemacht werden,<br />

abseits vom regulären Unterricht und<br />

auf die persönlichen Interessen abgestimmt.<br />

Dabei macht jeder unserer jungen Schülerzeitungsmacher im Rahmen seiner<br />

Bemühungen Erfahrungen, die den „<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ voranbringen. Zu oft<br />

gehen diese Erfahrungen aber verloren, wenn der Macher, egal ob Schüler oder<br />

Lehrkraft, die Redaktion verlassen muss. Nachfolger müssen diese Erfahrungen<br />

erneut sammeln und verlieren dabei teils kostbare Zeit – unser neues junges<br />

Redaktionsteam hat sich bis heute jedenfalls von seiner besten Seite gezeigt.<br />

Unsere Schule, fest basierend auf einer zukunftsorientierten Grundschule, vereint<br />

zwei Richtungen: Als Bayerische Mittelschule bietet sie begabten Schülerinnen<br />

und Schülern von der 5. Klasse bis zur Mittlere-Reife-Prüfung in der<br />

10. Klasse in Deutsch, Mathematik und Englisch ein herausragendes Unterrichtsangebot.<br />

Diese neue Schulform, verbunden mit dem Schwerpunkt „Berufsorientierung“,<br />

weist unsere Schule als „Schule besonderer pädagogischer<br />

Prägung“ aus.<br />

Das allgemeinbildende Profil stellt die zweite Richtung bis zum Quali dar (Regelklassen).<br />

Beide Profile ergänzen sich in idealer Weise und ermöglichen ein<br />

besonders vielfältiges Angebot. Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, Projekte<br />

und besonders die EU-Partnerschulen im Rahmen des Comeniusprojekts ergänzen<br />

den Schulalltag.<br />

Unsere Zukunft:<br />

Im Frühjahr 2007 begannen der Umbau der ehemaligen Turnhalle zur Ganztagsschule<br />

und die Sanierung des Hauptschulgebäudes mit einem Investitionsvolumen<br />

von über 6 Millionen Euro. Diese aufwändigen Arbeiten sind<br />

2011/2012 abgeschlossen. Die Fassaden erstrahlen heute schon in neuem Glanz,<br />

alle Sanitärbereiche, alle Fenster, die Heizung, der Schulhof und die Zweifachturnhalle<br />

werden komplett saniert bzw. umgestaltet. Damit werden nicht nur<br />

wir Lehrkräfte, sondern auch die ganze Schulregion Oberviechtach für alle unsere<br />

„<strong>Eisenbarth</strong>ianer“ zukünftig die besten Bedingungen haben.<br />

Auf den folgenden Seiten informiert Sie der „<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ über Perspektiven<br />

einer spannenden Arbeit an einer repräsentativen Schule.<br />

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken unserer Schülerzeitung <strong>Ausgabe</strong> Nummer<br />

9!<br />

Der Schülerschaft, dem Lehr- und Erziehungspersonal, der gesamten DESO-<br />

Schulgemeinschaft wünsche ich erholsame Ferien- und Urlaubstage.<br />

Alles Gute unseren Absolventen der Klassen 9A, 9B, M10A und M10B für ihre<br />

berufliche und persönliche Zukunft: Das ist es, was ich euch jungen Menschen<br />

mit auf euren Lebensweg geben möchte: Habt Mut!<br />

Rudolf Teplitzky<br />

Rektor und Schulleiter<br />

5


6<br />

Rektor Rudolf Teplitzky feiert 60. Geburtstag –<br />

und die Schule feiert mit!<br />

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herr Teplitzky. Die Klasse 2a<br />

wünscht Ihnen alles Gute und weiterhin viel Freude bei Ihrer Arbeit an der<br />

Schule.“ Mit diesen Worten gratulierte Klassensprecherin Annika Hammerer<br />

Schulleiter Rudolf Teplitzky zum 60. Geburtstag. Mit ihr waren am Dienstag<br />

nach den Pfingstferien die weiteren 27 Klassenvertreter ins Rektorat gekommen<br />

und überbrachten die Glückwünsche der Schüler. Jeder von ihnen hatte<br />

eine Rose und ein Puzzle-Teil mitgebracht, was sich einerseits zu einem imposanten<br />

Blumenstrauß, andererseits zu einem großen Bild mit allen Klassen zusammenfügte.<br />

Rektor Teplitzky war sichtlich erfreut und bedankte sich mit sehr persönlichen<br />

Worten bei den Gratulanten, wobei er besonders die gelungenen Formulierungen<br />

lobte. Er hatte aber auch eine süße Überraschung für die Schüler: Jeder<br />

Gratulant bekam für seine Klasse einen Gutschein überreicht, mit dem jede<br />

Gruppe sich im Schülercafe mit Eis versorgen kann. Musikalisch wurde der<br />

kleine Festakt von den Lehrern Christian Knott (Posaune) und Gerhard Kühner<br />

(Akkordeon) umrahmt.<br />

Am Abend waren das Lehrerkollegium, Schulpersonal, Elternbeirat und Förderverein<br />

zu einem gemütlichen Beisammensein in der Mensa eingeladen. Sogar<br />

eine Abordnung der Partnerschule Základí škola Pobššovice war aus Tschechien<br />

angereist. Der Lehrerchor unter der Leitung von Paulinus Lesser eröffnete<br />

den Abend mit einem musikalischen Glückwunsch.<br />

Konrektor Horst Bittner übermittelte die Wünsche des Kollegiums und dankte<br />

dem Jubilar für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schule: „… Es ist uns,<br />

dem Kollegium der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule, ein Anliegen, Dir, lieber Jubilar,<br />

Anerkennung und Verbundenheit auszusprechen und für die mit großem professionellen<br />

Können, mit großer Liebe und erzieherischer Fürsorge zu den Dir<br />

anvertrauten Schulkindern, mit hohem Idealismus, mit Energie und Einsatzbereitschaft<br />

geleistete Arbeit, die keine Stunden zählt und Holprigkeiten und<br />

Widrigkeiten überwindet, zu danken. Dein berufliches Engagement sei heute<br />

gewürdigt – als Manager, der im Schulalltag erfolgreich ist, als Visionär, der<br />

durch Integrierung der Musikschule und auch bei der Einführung der Ganztagsschule<br />

mit Mensa ein neues pädagogisches Konzept verwirklicht hat, als


Pionier, der durch die Einführung<br />

der Bayerischen Mittelschule<br />

nicht nur eine Aufwertung<br />

Oberviechtachs als<br />

Schulstandort, sondern auch<br />

eine Aufwertung der politischen<br />

Region vollzog, und<br />

nicht zuletzt als ‚Motor der<br />

Schule’, der als Teamchef vorangeht<br />

und Mut macht, neue<br />

Wege zu beschreiten wie z.B.<br />

beim Europa verbindenden<br />

Vierländerprojekt Comenius<br />

oder bei der Schulhausneugestaltung,<br />

bei der das<br />

Kollegium eingebunden ist,<br />

um zukunftsorientierte neue<br />

Lehr- und Lernmöglichkeiten<br />

umzusetzen. …“<br />

Nach den Grußworten von Elternbeirat, Förderverein, offener Ganztagsschule,<br />

Anton-Bruckner-Musikschule und Partnerschule und einem weiteren Ständchen<br />

des Lehrerchors trug Lehrer Gerhard Zimmermann in seiner unnachahmlichen<br />

Art ein Gedicht auf den Jubilar vor, welches zugleich auf die Geschenkübergabe<br />

hinleitete.<br />

Sichtlich bewegt bedankte sich der Schulleiter für die Glückwünsche, Beiträge<br />

und Geschenke. Schließlich überreichte der stellvertretende Leiter der Musikschule,<br />

Jürgen Rohr, den „Stein der Weisen“ und der Jubilar konnte in der<br />

Gruppe junger Musikschüler sein Rhythmusgefühl beim Steine-Klopfen unter<br />

Beweis stellen.<br />

Diesem mehr offiziellen Teil folgten ein gemeinsames Essen und ein gemütliches<br />

Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und Musik. Familie Gillitzer trug<br />

köstliche Speisen auf, die Schülerfirma „future point“ servierte Leckeres aus<br />

ihrem Angebot und Helmut Wolf untermalte die regen Tischgespräche durch<br />

unaufdringliche musikalische Weisen auf der „Ziach“. Das waren natürlich ideale<br />

Voraussetzungen, den Abend etwas länger werden zu lassen.<br />

Am nächsten Tag ließ es sich die Bläserklasse<br />

nicht nehmen, nochmals extra ihrem Förderer<br />

– Rektor Teplitzky hatte die Einrichtung der<br />

Bläserklassen veranlasst – ein Ständchen zu<br />

spielen.<br />

7


8<br />

Gertraud Portner Vorsitzende beim Förderverein<br />

„Der Förderverein ist unverzichtbar für die Schule geworden“, sagte Rektor<br />

Rudolf Teplitzky bei der Jahreshauptversammlung. Er blendete zurück auf den<br />

Beginn im Jahr 2006 und auf die Übernahme der Trägerschaft für die offene<br />

Ganztagsschule. Bei den Neuwahlen kandidierte Uwe Spandau nicht mehr als<br />

Vorsitzender; seine Nachfolge tritt Gertraud Portner an.<br />

„Wir können es heute zügig machen, da beim Mitgliederevent in der Aula<br />

schon ein ausführlicher Rückblick erfolgte“, meinte Vorsitzender Uwe Spandau<br />

im Lehrerzimmer der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule. Er berichtete von 133 Mitgliedern<br />

und einer Kasse mit „Handlungsspielraum“.<br />

Kurz nannte Spandau die Aktivitäten seit 2006:<br />

> 2006 Stand beim Bürgerfest<br />

> Flyer<br />

> Elternvorträge<br />

> Abschlussfahrt für Ganztagsschule<br />

> Gesponsert wurden Lernsoftware, Flip Chart, Holzkiste für Schachfiguren,<br />

Ballonwettbewerb, T-Shirts für die Bläserklasse.<br />

Es gab Zuschüsse für Klassenfahrten und Mittagessen für einige finanziell<br />

schwache Familien. Zehn Flachbildschirme wurden über Firmenspenden organisiert.<br />

Für das Projekt „Gewaltprävention“ mit externer Lehrerfortbildung<br />

habe 2. Vorsitzender Karl-Heinz Stoppa die Spenden gesammelt.<br />

Kassier Michael Karl gab einen umfassenden Kassenbericht ab, wozu die Kassenprüfer<br />

Christian Schneider und Josef Hauer die saubere Führung der Finanzen<br />

lobten. Einstimmig wurde die Satzung um den Vorstandsposten „Beauftragter<br />

der Stadt für die offene Ganztagsschule“ ergänzt. Dieser wird die<br />

finanzielle Abwicklung ohne Außenvertretung des Vereins übernehmen.<br />

Alexander Flierl leitete die Neuwahlen. Uwe Spandau und Michael Karl hatten<br />

im Vorfeld schon erklärt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen.<br />

Die Neuwahlen erbrachten folgendes Ergebnis:<br />

> Gertraud Portner, 1. Vorsitzende<br />

> Karl-Heinz Stoppa, 2. Vorsitzender<br />

> Lydia Eckert, Schatzmeisterin<br />

> Hildegard Wolf, Schriftführerin<br />

> Michael Schneider und Michael Karl, Kassenprüfung<br />

> Ferner gehören Kraft ihres Amtes dem Vorstandsgremium an: Rektor, Elternbeiratsvorsitzender,<br />

Schülersprecher und Beauftragter der Stadt<br />

„Danke für die großartige Arbeit für den Förderverein“ lobte Rektor Teplitzky<br />

den engagierten Kassier Michael Karl. An Uwe Spandau überreichte er ein Arbeitszeugnis<br />

und meinte: „Wir sind Ihnen sehr zu Dank verpflichtet“. Auch Bürgermeister<br />

Heinz Weigl dankte der alten Vorstandschaft.


Richtfest an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule – Schul-Richtspruch<br />

„Verhallet sind des Beiles Schläge,<br />

verstummt ist die geschwätzige Säge;<br />

nun preiset laut der Zimmermann<br />

den herrlich schönen, stolzen Bau,<br />

der sich erhebt zum Himmelsblau,<br />

Nun müssen andre noch vollenden<br />

den Bau, mit kunstgeübten Händen,<br />

das Innere sorgsam schmücken aus,<br />

dann wird´s fürwahr ein prächtig´ Haus.<br />

Mög´ Eintracht und Zufriedenheit<br />

darinnen herrschen allezeit<br />

Mög´ Gott in diesem Hause sein! –<br />

Darauf trink ich den Becher Wein.<br />

Dem Bauherrn und allen Anwesenden<br />

ein dreifaches Hoch! Hoch! Hoch!“<br />

von Zimmerermeister Christian Kraus<br />

9


10<br />

„Du bist nicht allein“<br />

Unter diesem Motto stand heuer der Anfangsgottesdienst<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule, zu<br />

dem sich am zweiten Schultag die Klassen 2 bis<br />

10 in der Stadtpfarrkirche einfanden.<br />

Schüler der Klasse M7 und die Bläsergruppe unter<br />

Leitung von Christian Knott und Paulinus<br />

Lesser gestalteten den Gottesdienst mit.<br />

Zum Schluss wurde an jede Klasse eine Gebetsmappe<br />

übergeben, mit dem Wunsch, dass diese<br />

Mappen ihren festen Platz in jeder Klasse finden<br />

und möglichst täglich beim Schulgebet verwendet<br />

werden.<br />

Zusammengestellt wurden die Gebetsanregungen<br />

von Elfriede Weiß für die Grundschule<br />

und Gertraud Hutzler und Anne Bräuer für die<br />

Hauptschule.


Tanzgruppe „Polisyanochka“ aus Rivne (Ukraine)<br />

zu Gast an der DESO<br />

28 Kinder, das Trio „Silver Third“ und weitere Begleitpersonen aus Rivne (Ukraine)<br />

sind seit Freitag (18. September 2009) zu Besuch in der Patenstadt Oberviechtach.<br />

Am Montag stand ein Besuch der DESO auf dem Programm. In der Doppelturnhalle<br />

gaben die professionell wirkenden jungen Künstler den Oberviechtacher<br />

Förder-, Grund- und Hauptschülern eine Kostprobe ihres Könnens.<br />

Diese Deutschlandreise war für die Kinder ihre Auslandspremiere. Organisiert<br />

und begleitet wird der Aufenthalt durch die beiden Ukrainehilfevereine. Auch<br />

Altbürgermeister Neuber und Bürgermeister Weigl waren beim Auftritt der<br />

Tanzgruppe an der DESO anwesend.<br />

Rektor Rudolf Teplitzky dankte am Ende der Veranstaltung den Akteuren und<br />

wünschte ihnen einen schönen Aufenthalt in der Patenstadt Oberviechtach.<br />

Er wies darauf hin, dass die Schule das „Rivne-Projekt“ mit einer Spende von<br />

Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften der DESO unterstützt.<br />

11


12<br />

Frühlingsblumen: Jennifer Dietz, Klasse M9 Frühling: Theresa Ringlstetter, Klasse M9


Herr Knott fragt: „Wer war Garibaldi?“ – Darauf der<br />

kleine Jochen: „Der Erfinder des Schnellkochtopfes!“<br />

„Rechnet die Aufgabe mehrmals durch, damit ihr eine<br />

Kontrolle habt“, sagt Herr Krämer zu seinen Schülern.<br />

„Sollen wir dann sämtliche Ergebnisse hinschreiben?“,<br />

tönt es aus der hinteren Reihe.<br />

Herr Köppl fragt:<br />

„Christian, was<br />

haben wir letzte<br />

Stunde gemacht?“ -<br />

Christian: „Wer? Sie<br />

oder ich?“<br />

Die Lehrerin findet den Sohn des Elektrikers<br />

mit einem verbundenen Finger vor. „Aber<br />

Kurt, was ist dir passiert? Hast du dich geschnitten?“<br />

– „Nein, ich habe bloß eine<br />

Biene gefangen und die war an dem einen<br />

Ende nicht isoliert.“<br />

Frau Bollermann holt nach der vierten Unterrichtsstunde die kleine<br />

Hilde von der Schule ab. Herr Senft von der Oberviechtacher Polizei<br />

hält sie an und meint: „Auf dem Beifahrersitz dürfen Kinder erst ab<br />

zwölf sitzen!“ Frau Bollermann entgegnet: „Seien Sie doch nicht so<br />

kleinlich Herr Senft – die paar Minuten bis zwölf Uhr!“<br />

„Ich hätte gerne eine Katze“,<br />

erzählt Adelheid ihrer Freundin<br />

in der Schule. „Ich darf<br />

aber nicht, weil mein Vater<br />

einen Vogel hat!“<br />

„Herr Messbauer,<br />

was soll das heißen,<br />

wie viele Anschläge<br />

ich in der Minute<br />

mache? Suchen sie<br />

einen Terroristen<br />

oder lernen wir bei<br />

Ihnen Textverarbeitung?“<br />

13


14<br />

7. Comenius-Konferenz in Peilstein<br />

Seit dem 01. August 2008 beteiligt sich die Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

(DESO) am Comenius-Bildungsprogramm der Europäischen Union.<br />

COMENIUS-Schulpartnerschaften gehören zum EU-Programm für lebenslanges<br />

Lernen und sie unterstützen und fördern Schulpartnerschaften finanziell.<br />

In der Festspiel- und Garnisonsstadt Oberviechtach geschieht das derzeit<br />

durch die DESO-Partnerschaft mit den Comenius-Schulen in Peilstein (Österreich),<br />

Pobezovice / Ronsperg (Tschechien) und Sterzing / Südtirol (Italien).<br />

Die Programme der bisherigen sieben Comenius-Konferenzen 2008 bis 2010<br />

in den vier Partnerschulen zeugten von internationaler Ausrichtung und programmatischer<br />

Vielfalt.<br />

Völkerverständigung im gemeinsamen Europa bleibt nur eine leere Worthülse,<br />

wenn sie nicht mit direkten und persönlichen Erlebnissen erfüllt wird. Gerade<br />

ein längerfristiges Zusammenarbeiten ermöglicht Schülerinnen und Schülern<br />

die Aufnahme von Kontakten und den Abbau von Vorurteilen. Deshalb wurde<br />

auch in den gemeinsamen schulischen Aktivitäten Wert auf ein „Miteinander“<br />

gelegt.<br />

Alle vier waren sich schnell einig, die Comenius-Partnerschaft mit der Herausgabe<br />

des Völker verbindenden Jahrbuchs „Grenzen überwinden – Kultur bewahren“<br />

krönen zu wollen: Ein Jahrbuch mit regionaltypischen Kochrezepten,<br />

Liedern, Brauchtum und literarischen Texten - grenzüberschreitend, in deutscher,<br />

tschechischer und italienischer Sprache.<br />

Die siebte und damit vorletzte Comenius-Konferenz fand Anfang April in Peilstein<br />

(Österreich) statt. Ein internationaler Abend, gestaltet von den teilnehmenden<br />

Partnerschulen, stand am Anfang des Treffens. In der am nächsten<br />

Tag folgenden Konferenz wurden letzte Details des gemeinsamen Jahrbuchs<br />

besprochen, während die Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen<br />

Ländern gemeinsam mit dem Künstler Michael Laus aus Wegscheid vier „EU-<br />

Köpfe“ fertigstellten.


Besuch des Museums „Villa Sinnenreich“<br />

Im Rahmen der 7. Comenius-Konferenz in Peilstein besuchten alle Teilnehmer<br />

aus den vier Partnerländern das Museum „Villa Sinnenreich“ in Rohrbach<br />

(Oberösterreich). Auf rund 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche konnten die<br />

Besucher in eine Welt zwischen Wirklichkeit und Illusion eintauchen. In dem<br />

außergewöhnlichen Museum der Wahrnehmung werden alle Sinne angesprochen,<br />

sogar die Eintrittskarte kann gegessen werden.<br />

Bei der Reise in das „Reich der Sinne“ wurden die Besucher aus den Comenius-<br />

Schulen in Oberviechtach (Deutschland), Pobezovice / Ronsperg (Tschechien),<br />

Sterzing / Südtirol (Italien) und Peilstein (Österreich) auf eine lehrreiche Entdeckungsreise<br />

geschickt. So kamen aus „Mister Ohrlovskys“ Ohren überraschende<br />

Töne, in „Barragans Haus“ veränderte sich die Größe der Menschen. Sogar<br />

einen plastischen Abdruck ihres Körpers konnten die Besucher machen. Sich<br />

scheinbar drehende Bilder, ein „Fühlschiff“ zur Entspannung bis hin zum „Betrunkenen<br />

Würfel“, in dem man ungewöhnliche Gleichgewichtserfahrungen<br />

machen konnte, weckten das Interesse der Besucher.<br />

Für alle Teilnehmer war der Museumsbesuch zum Abschluss der 7. Comenius-<br />

Konferenz eine interessante Erfahrung und zugleich eine Entdeckungsreise in<br />

das Reich der Sinne.<br />

15


16<br />

Comenius - Europa wächst zusammen<br />

Festakt mit den vier europäischen Partnerschulen und Präsentation<br />

des gemeinsamen Jahrbuchs<br />

Mit einem glanzvollen und fröhlichen Festakt in der Zweifachturnhalle der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule wurde am Sonntagabend die zweitägige 8. Comenius-Konferenz<br />

durch Rektor Rudolf Teplitzky eröffnet.<br />

Der Hausherr hatte während der zweijährigen Arbeit am ebenfalls präsentierten<br />

Jahrbuch 2008/2010 die Bemühungen darum koordiniert und die neben<br />

seiner Schule beteiligten drei Schulen aus dem benachbarten Pobezovice (Ronsperg<br />

- Bezirk Pilsen), Peilstein (Oberösterreich, im Mühlviertel, 44 Kilometer<br />

von Passau entfernt) und dem Südtiroler Sterzing hatten neben den Schulleitern<br />

auch ihre Bürgermeister in die Oberpfalz geschickt.<br />

Über zwei Jahre hinweg<br />

Alle vier Schulen brachten freilich quirlige und sichtlich begeisterte und interessierte<br />

Schülergruppen mit. Sie schafften es, mit ihren Gesangs- und Tanzbeiträgen<br />

(Sterzing, Peilstein und Pobezovice) und einem kabarettistischen<br />

Beitrag der Gastgeberschule dem Festakt neben zahlreichen Gruß- und Dankbeiträgen<br />

von Politikern und Pädagogen eine fröhliche Leichtigkeit zu geben.<br />

Oberviechtachs Bürgermeister Heinz Weigl bezeichnete die Anwesenheit sei-


ner internationalen Kollegen – nur die Sterzinger hatten angesichts der am<br />

selben Tage stattfindenden Kommunalwahlen daheim bleiben müssen – als<br />

„wertvollen Beitrag für ein zusammenwachsendes Europa“, Rektor Teplitzky<br />

die Anwesenheit des kompletten Oberviechtacher Gemeinderats als Zeichen<br />

dafür, „dass wir vorbehaltlos unterstützt werden.“ Dr. Elisabeth Scheiber-Salzburger<br />

charakterisierte den bei jedem Wortbeitrag, jedem Statement und jeder<br />

Aufführung spürbaren Gehalt des Abends am treffendsten: „Aus Distanz<br />

ist Nähe geworden.“ Bei allem berechtigten Stolz auf das Geleistete wurde<br />

bedauernd registriert, dass die Sterzinger aus personellen Gründen bei einer<br />

angedachten Fortsetzung des Projekts unter dem Motto „Sport ohne Grenzen“<br />

wohl nicht mehr dabei sein werden. In einer kurzen Präsentation skizzierten<br />

die Bürgermeister am Jahrbuch-Kapitel „Frühling“, wie eine jede Schule das<br />

zentrale Thema des 194-seitigen Buchs angeht.<br />

Kultur und Brauchtum<br />

Rektor Vladimir Voist (Pobezovice): „Wir führen nach jahrzehntelanger Herrschaft<br />

des Sozialismus den Fasching wieder ins Brauchtum ein.“ Direktor Franz<br />

Saxinger Peilstein hat mit seinen Lehrkräften und Schülern den heutigen<br />

Umgang mit einer Fronleichnamsprozession thematisiert und die Sterzinger<br />

arbeiten in Bild und Text einen Almabtrieb auf, wie er in Südtirol zum gesellschaftlich-wirtschaftlichen<br />

Leben genauso zählt wie zum Wirtschaftsfaktor<br />

Tourismus. Viel von dieser gegenseitigen Achtung, dem Respekt voreinander<br />

in den jeweiligen Kulturen und der freundschaftlichen Zuneigung drückten<br />

die Geschenke aus, die man sich überreichte: Vom oberpfälzischen Geräucherten,<br />

Wein aus Südtirol, oberösterreichischem Bier bis zum böhmischen Kristall<br />

reichte das breite Spektrum.<br />

Freundschaften gute Basis<br />

Für jeden Schulleiter und für die Bürgermeister gab es jeweils ein Buch, wobei<br />

ein jeder betonte, dass er das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik,<br />

einer engagierten Lehrerschaft und begeisterungsfähigen Schülerinnen<br />

und Schülern in Händen halte. Alle Redner betonten überzeugt, dass<br />

die entstandenen Freundschaften die Basis dieser und „hoffentlich künftiger<br />

Beziehungen“ seien und dass „der Umgang und die Praxis mit und in den jeweiligen<br />

Landessprachen die Pfeiler sind, auf denen nur die Schulpartnerschaften<br />

auch in Zukunft existieren können.“<br />

Insieme<br />

Nur vom Licht der Kerzen auf den Tischen erhellt fand der Festakt nach drei<br />

Stunden einen anrührenden und intimen Abschluss: In ihren Sprachen sangen<br />

die Kinder aus Tschechien, Südtirol, Österreich und der Oberpfalz das gemeinsame<br />

Schlusslicht „Insieme“. Das ist Italienisch und heißt „Gemeinsam“. Und das<br />

Gefühl, einen Abend<br />

in völkerverbindender<br />

Gemeinschaft<br />

verbracht zu haben,<br />

das konnte man wirklich<br />

mit nach Hause<br />

nehmen, während<br />

die letzten Klänge der<br />

Stadtkapelle Oberviechtach<br />

verebbten<br />

vor dem Abendessen<br />

und einem gemütlichenBeisammensein.<br />

17


18<br />

Comenius-Buch<br />

„Grenzen überwinden – Kultur bewahren“ steht<br />

auf dem durchaus repräsentativen Titelblatt des<br />

Jahrbuchs 2008 – 2010. Dem gemäß haben sich<br />

die Lehrer und Schüler thematisch Brauchtum und<br />

Traditionen ihrer jeweiligen Länder zugewandt.<br />

Selbstredend und höchst effektiv in drei Sprachen<br />

entstand ein farbig bebilderter Zug durch den Jahreslauf<br />

mit den Kapiteln Frühling, Sommer, Herbst<br />

und Winter. Die traditionellen Feste werden ebenso<br />

beschrieben wie kirchliche und geschichtliche, Gedichte<br />

von Schülerinnen und Schülern findet man<br />

ebenso wie auch Rezepte und Arbeitsanweisungen<br />

für österliche oder weihnachtliche Bräuche oder beispielsweise<br />

Aktivitäten der Raunächte.<br />

Im Internet ist ein elektronischer Streifzug durch das 198 Seiten starke Buch<br />

möglich, viel besser aber ist noch der Kauf. Über die Internetadresse www.vsovi.de<br />

ist auch das möglich, zumindest ist dort zu ergründen, wie und wo das<br />

Jahrbuch zu kaufen ist (z.B. im Sekretariat der Schule, bei den Geldinstituten,<br />

bei der Stadtverwaltung).<br />

„Lebenslanges Lernen“ ist die Grundidee des Philosophen, Theologen und Pädagogen<br />

Johann Amos Comenius. Bei einer von Georg Köppl, Leiter der Oberviechtacher<br />

Redaktion der Tageszeitung „Der neue Tag“; moderierten Podiumsdiskussion<br />

mit Pädagogen und Bürgermeistern traf Riha Rynek, Oberhaupt<br />

des Schulstandorts Pobezovice den Nagel auf den Kopf: „Die vier Schulen zeigen<br />

der Politik, wie es in der Praxis aussehen soll.“ Gemeint hat der böhmische<br />

Kommunalpolitiker beim Comenius-Festakt“ damit die grenzüberschreitende<br />

Zusammenarbeit. „So schaffen wir ein Europa, das der Rahmen für die Zukunft<br />

unserer Kinder sein kann“ und, so Bürgermeister Franz Lindinger aus Peilstein:<br />

„Die Kinder sind da schon wesentlich weiter und unbefangener als unsere Generation<br />

und von ihnen ist auch die gegenwärtige Krise Europas am ehesten<br />

zu bewältigen.“<br />

Blick der Jugend auf<br />

Europa geschärft<br />

Diskussionsrunde mit Pädagogen<br />

und Bürgermeistern zu<br />

Erfahrungen und Chancen von<br />

Comenius<br />

Wertvolle Hilfe<br />

Wege dorthin zeigten ansatzweise die Rathauschefs von Peilstein und Oberviechtachs<br />

Bürgermeister Heinz Weigl: „Wir haben einige Projekte im Ort zugunsten<br />

unserer Schulen zurückgestellt, nur mit Schul- und Weiterbildung<br />

können wir unsere jungen Menschen auch in der Region halten.“ Der Mühlviertler<br />

Schuldirektor Franz Saxinger will seine Schule zur Europaschule machen:<br />

„Das Comenius-Projekt und die geplante Fortsetzung unter dem Titel<br />

„Sport ohne Grenzen“ leisten auf diesem Wege wertvolle Hilfe.“ Kollege Voist<br />

aus Böhmen schilderte die Perspektive, die Comenius seiner Schule und seiner<br />

Gemeinde gegeben habe: „Wir sind die mit Abstand kleinste Schule im Projekt<br />

und haben auch noch den größten Nachholbedarf auf schulischem wie auf<br />

gesellschaftlichem Gebiet. Aber mit der Beteiligung am Projekt war uns mit<br />

einem Schlage klar, dass wir nicht mehr unmittelbar hinter der Grenze leben,<br />

sondern mitten in Europa.“ Moderator Köppl formulierte als Fazit „eine positive<br />

Grundstimmung unter allen Beteiligten, die einen verhaltenen Optimismus<br />

für Europa, aber auch für das Projekt erkennen lassen.“


„Europa ist die Zukunft“<br />

Zwar nicht Diskussionsteilnehmer auf dem Podium, dafür aber in seinem<br />

Grußwort lenkte MdB Karl Holmeier die Aufmerksamkeit auf die Hauptakteure<br />

im Projekt wie auch am Buch: „Europa ist trotz der augenblicklichen Krise<br />

die Zukunft. Die lässt sich nur mit der Jugend erreichen. Projekte wie dieses<br />

schärfen den Blick der jungen Menschen auf Europa, das sich nur verwirklichen<br />

und mit Leben erfüllen lässt, wenn die Menschen zusammenkommen.“ Dafür<br />

wünsche er allen Beteiligten Glück, Mut und Ausdauer.<br />

Die Gewinner<br />

des Comeniusrätsels 2009<br />

Thomas Ebnet, Maximilian Hanauer, Jana Hansowitz, Katrin Bauer, Anna-Lena<br />

Kuhn<br />

19


20<br />

Die vier<br />

Jahreszeiten<br />

(Klasse 4)<br />

Der Frühling<br />

Die<br />

Die Blumen<br />

Die Blumen springen<br />

Die Blumen springen auf<br />

Die Blumen springen auf und<br />

Die Blumen springen auf und blühen.<br />

Der Sommer<br />

Die<br />

Die Sonne<br />

Die Sonne scheint<br />

Die Sonne scheint hell<br />

Die Sonne scheint hell vom<br />

Die Sonne scheint hell vom Himmel<br />

Die Sonne scheint hell vom Himmel.<br />

Der Herbst<br />

Es<br />

Es weht<br />

Es weht ein kühler<br />

Es weht ein kühler Wind<br />

Es weht ein kühler Wind und<br />

Es weht ein kühler Wind und die<br />

Es weht ein kühler Wind und die Blätter<br />

Es weht ein kühler Wind und die Blätter fliegen<br />

Es weht ein kühler Wind und die Blätter fliegen umher.<br />

Der Winter<br />

Die<br />

Die Kinder<br />

Die Kinder fahren<br />

Die Kinder fahren den<br />

Die Kinder fahren den Berg<br />

Die Kinder fahren den Berg mit<br />

Die Kinder fahren den Berg mit dem<br />

Die Kinder fahren den Berg mit dem Schlitten<br />

Die Kinder fahren den Berg mit dem Schlitten hinunter.


Besuch im<br />

Geo-Zentrum KTB<br />

in Windischeschenbach (M9/M10)<br />

Im Rahmen des Wandertags besuchten<br />

die M-Klassen der 9. und 10.<br />

Jahrgangsstufen das Geo-Zentrum<br />

an der KTB bei Windischeschenbach.<br />

Gleich mehrere Superlative<br />

erwarteten dort die jungen Besucher:<br />

das tiefste Bohrloch (9.101 m),<br />

der höchste Landbohrturm (83 m)<br />

der Erde und dazu das wohl bedeutendste<br />

geowissenschaftliche und<br />

geotechnische Forschungsprojekt<br />

(Kontinentales Tiefbohrprogramm). Die Zeit der aktiven Bohrungen ist zwar<br />

seit 1994 beendet, aber das Geo-Zentrum bleibt eine moderne Informations-,<br />

Bildungs- und Begegnungsstätte der Geowissenschaften.<br />

Zunächst wurden die drei Klassen von Herrn Bauer, dem Ausstellungsführer, in<br />

die Hintergründe des Kontinentalen Tiefbohrprogramms der Bundesrepublik<br />

Deutschland (KTB) und seine geowissenschaftliche Zielsetzung eingeführt. Die<br />

Erkenntnisse aus der Bohrung fanden direkten Eingang in die modernen Vorstellungen<br />

zum Aufbau und den Eigenschaften der kontinentalen Erdkruste<br />

als Grundlage allen Lebens. Die Besucher erhielten einen Einblick in die vielfältigen<br />

Beziehungen im dynamischen System Erde und ihre Bedeutung für die<br />

Menschheit. Anhand der ausgestellten bohrtechnischen Gerätschaften erläuterte<br />

Herr Bauer die ungeheuren technischen Anstrengungen und innovativen<br />

Entwicklungen, welche Bestandteil dieses Projektes waren und immer noch<br />

sind.<br />

In der Dauerausstellung System Erde werden auf anschauliche Weise Erkenntnisse<br />

dargestellt, die den modernen Stand der geowissenschaftlichen<br />

Forschung zeigen. Interaktive Darstellungsformen ließen die Schüler spontan<br />

tätig werden und regten auf spielerische Weise dazu an, über das System Erde<br />

nachzudenken. Besonders begehrt und umlagert waren z. B. der Erdbebensimulator<br />

oder die Computersimulation zur Kontinentaldrift.<br />

Auf dem Bohrplatz, unmittelbar neben dem Bohrturm, werden in einer großen<br />

Ausstellungshalle die Themen „Bohrtechnik“ und „Anwendung geowissenschaftlicher<br />

Bohrverfahren“ übersichtlich gezeigt. Unser Ausstellungsführer<br />

erläuterte die verschiedenen Komponenten des ausgestellten KTB-Bohrstrangs<br />

und vor allem die Bohrgeräte selbst.<br />

Im Getriebehebewerk des Bohrturms schließlich erhielt jeder Besucher einen<br />

Sicherheitshelm für die Besichtigung des Bohrturms. Derart ausgerüstet bestieg<br />

man über eine Außentreppe die in 17 m Höhe befindliche Besucherplattform<br />

des Bohrturms. Dort erklärte Herr Bauer die verschiedenen Einrichtungen<br />

der Arbeitsplattform. Einen intensiven Eindruck der Arbeitsabläufe im Bohrturm<br />

vermittelte dann am Ort des Geschehens ein kurzer Film über die Bohrarbeiten.<br />

Der Abstieg vom Bohrturm bildete zugleich den Abschluss dieses kurzweiligen<br />

und sehr interessanten Vormittags. Um viele Eindrücke und Erkenntnisse reicher<br />

ging es zurück nach Oberviechtach.<br />

21


22<br />

Blauer Dunst Klassen M7 / 8b<br />

Aus der Geschichte des Tabakrauchens<br />

500/<br />

600 v. Chr. Älteste Darstellung von rauchenden Maya-Priestern<br />

1497 Erster Bericht in Europa über Tabakpflanzen in Amerika<br />

(Columbus)<br />

1560 Jean Nicot (französischer Arzt und Botschafter am portugiesischen<br />

Hof) bringt die Tabakpflanze nach Westeuropa<br />

(= nicotiana tabacum)<br />

1561 Tabakschnupfen als früheste Form des Tabakkonsums am<br />

französischen Hof<br />

1586 Siedler aus Virginia bringen das Tabakrauchen nach England<br />

(Pfeife)<br />

16./17. Jh. Bekämpfung des Tabakkonsums = „Rauch trinken“ (Strafen:<br />

Verbannung bei Zar Michael Romanow; Exkommunikation<br />

durch den Papst; Hinrichtung beim Sultan Murad IV)<br />

1625 Tabaksteuer und staatliches Tabakmonopol in England<br />

1670 Gründung des Tabakmonopols in Österreich. Schnupfen bei<br />

Hofe, Pfeife bei den Soldaten, Kauen u. a. bei den Seefahrern.<br />

Zigarre vor allem in Spanien und Portugal<br />

1865 Zigarettenrauchen kommt durch englische und französische<br />

Soldaten von Rußland nach Mitteleuropa<br />

1881 Erste Zigarettenmaschine in USA patentiert (200 Zigaretten<br />

pro Minute)<br />

1910 Beim Deutschen Patentamt sind etwa 20.000 Zigarettenmarken<br />

eingetragen<br />

1913 Beginn der industriellen Fertigung von Zigaretten in USA<br />

(Reynolds)<br />

In der Form, in der Tabak geraucht wird drückt sich auch der Entwicklungsstand<br />

der Industrialisierung aus. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Pfeife geraucht, zu<br />

wam die Zigarre dazu. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Siegeszug<br />

der Zigarette. Durch sie wird der Rauchvorgang verkürzt. In dem Maße, in dem<br />

sich die Produktivität in allen Wirtschaftsbereichen steigerte, entwickelte sich<br />

auch der Zigarettenkonsum.<br />

> 1930 konnte man sich in Deutschland von dem Lohn für eine Stunde Arbeit<br />

19 Zigaretten kaufen. Pro Kopf der Bevölkerung wurden jährlich 450 Stück<br />

geraucht<br />

> 1960 waren es 32 Zigaretten für eine Stunde Arbeit und pro Kopf der Bevölkerung<br />

wurden jährlich 1.250 Stück geraucht<br />

> 1990 gab es 92 Zigaretten für eine Stunde Arbeit und es wurden 2.000<br />

Stück Zigaretten jährlich pro Kopf der Bevölkerung geraucht<br />

Gesundheitsschäden durch das Rauchen<br />

Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind gut untersucht. Rauchen beeinträchtigt<br />

die Gesundheit wie keine andere Gewohnheit. Von den etwa 4.000<br />

Bestandteilen des Tabakrauchs haben sich ca. 50 Substanzen als krebserregend<br />

für Menschen oder Tiere erwiesen. Man geht davon aus, dass in Deutschland<br />

mindestens 95.000 Männer und 17.000 Frauen jedes Jahr an tabakbedingten<br />

Krankheiten sterben, überwiegend an Krebs und Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems.<br />

Dies entspricht in etwa einem Zehntel aller Gestorbenen. Schätzungen<br />

zufolge sterben jährlich weltweit etwa 3 Millionen Menschen an den<br />

Folgen des Tabakkonsums. Etwa 30 % aller Todesfälle durch Herzerkrankungen<br />

und 30 % aller Krebstoten gehen zu Lasten des Zigarettenrauchens. 90 % aller<br />

Personen, die an Lungenkrebs erkranken, sind Raucher. Lungenkrebs war am<br />

Anfang des letzten Jahrhunderts eine extrem seltene Krankheit. Nachdem 1913<br />

die erste Zigarettenmanufaktur mit der Marke Camel entstand, begünstigte<br />

dies die Entwicklung einer neuen Mode des Rauchens, die dann ungefähr 20<br />

Jahre später zu einer deutlichen Steigerung des Lungenkrebses führte. Die Lebenserwartung<br />

bei einem 25 Jahre alten Raucher, der 1-2 Packungen Zigaretten<br />

am Tag raucht, liegt 8,3 Jahre unter der Lebenserwartung gleichaltriger Nichtraucher.


Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs<br />

Zigarettenrauch ist ein Gemisch von ca. 3.500 bis 4.000 Substanzen, von denen<br />

zahlreiche als Reizstoffe bekannt sind. Etliche dieser Tabakrauchbestandteile<br />

sind auch in Haushalts- und Industriechemikalien enthalten, die als bedenklich<br />

oder gefährlich eingestuft werden.<br />

Tabakrauchbestandteile (Auswahl)<br />

Tabakrauchbestandteile (Auswahl)<br />

Azeton (T)<br />

Ammoniak (R)<br />

Arsen (C)<br />

Benzol (C)<br />

Blausäure (T)<br />

Blei (T)<br />

Butan (C)<br />

Cadmium (C)<br />

Formaldehyd (T)<br />

Kohlenmonoxid (T)<br />

Methanol (T)<br />

Methyl-Isocyanat (R)<br />

(verursachte das Bhopal-Desaster)<br />

Polonium 210 (C)<br />

Radon (C)<br />

Schwefelsäure (R)<br />

Teer (C)<br />

Toluol (T)<br />

Vorkommen/Anwendungsbereich<br />

Lösungsmittel<br />

Reinigungsmittel<br />

Gift<br />

Lösungsmittel, Benzin-Zusatzstoff<br />

Gift<br />

Autobatterien<br />

Camping-Gas, Zigarettenanzünder<br />

Trocken-Batterien<br />

Möbelindustrie<br />

Auspuffgas<br />

Raketentreibstoff, Lösungsmittel<br />

Chemisches Zwischenprodukt<br />

Radioaktives Isotop<br />

Zerfallsprodukt von Radium<br />

Ausgangsstoff chemischer Produkte<br />

Straßenbelag<br />

Lösungsmittel<br />

Hauptwirkstoff des Zigarettenrauchs ist das Nikotin. Es beeinflusst die Aufmerksamkeit,<br />

dient der Stressbewältigung und hat eine Hunger stillende Wirkung.<br />

Nikotin führt zur Abhängigkeit. Hierdurch wird die Rauchgewohnheit<br />

aufrechterhalten.<br />

Umfrage zum Thema Rauchen<br />

(Klasse 8b)<br />

Rauchen ist in den sozial niedrigen Schichten weiter verbreitet als in höheren<br />

Sozialschichten. Die Daten aus der Deutschen-Herz-Kreislauf-Präventionsstudie<br />

zeigen, dass Männer mit Abitur nur halb so häufig rauchen wie Männer mit<br />

Hauptschulabschluss. In bundesdeutschen Studien konnte beispielsweise gezeigt<br />

werden, dass bei Siebt- und Achtklässlern im Gymnasium 7% rauchten,<br />

während es aber an der Hauptschule 35% waren.<br />

Wir verteilten 158 Fragebögen in den 7., 8.und 9. Klassen (Altersgruppe 11-16<br />

Jahre) der DESO. Die Auswertung ergab, dass 118 Schüler und Schülerinnen<br />

nicht rauchen. 40 Mitschüler und - schülerinnen gaben an zu rauchen. Das sind<br />

ca. 25 % aller Befragten. Von den 40 Rauchern sind 23 Jungen und 17 Mädchen.<br />

Das waren unsere Fragen, die die Mitschülerinnen und Mitschüler anonym beantworten<br />

sollten.<br />

1. Rauchst du?<br />

Ja Nein<br />

2. Geschlecht?<br />

Junge Mädchen<br />

3. Wie alt bist du?<br />

Ich bin Jahre alt<br />

4. Wo rauchst du?<br />

Schule Schulweg daheim<br />

5. Woher bekommst du deine Zigaretten?<br />

bei Freunden<br />

Automat Eltern/Familie<br />

Tschechische Republik Freunde<br />

6. Wie viel Geld gibst du im Monat aus?<br />

bis 2 EUR bis 5 EUR bis 10 EUR bis 20 EUR<br />

7. Wie viele Zigaretten rauchst du am Tag?<br />

1 – 2 Zig. ca. 5 Zig. ca. 10 Zig. 1 Schachtel<br />

mehr als eine Schachtel<br />

23


24<br />

8. Was halten deine Eltern davon?<br />

wissen Bescheid einverstanden<br />

dagegen rauchen selbst<br />

9. Bist du dir der Gefahren bewusst, die mit dem Rauchen<br />

verbunden sind?<br />

ja nein<br />

Freundschaft beim Rodeln<br />

vertieft<br />

Auf Einladung der tschechischen<br />

Partnerschule Pobescovice (Ronsberg)<br />

machten sich die Schülerinnen<br />

und Schüler der beiden M8-<br />

Klassen auf den Weg zum Hohen<br />

Bogen bei Neukirchen Hl. Blut.<br />

Dort wurden sie von Konrektorin Mirka Sebestova herzlich empfangen. Nach<br />

einer kurzen Begrüßung hatte sie interessante Spiele zum Kennenlernen parat<br />

und schnell waren alle Sprachbarrieren überwunden. Anschließend stand der<br />

Freizeitpark Hoher Bogen auf dem Programm, wobei die Rodelbahn sowohl<br />

von den deutschen als auch den tschechischen Kindern bevorzugt wurde.<br />

Zum Abschluss des kurzweiligen Vormittags überreichten die tschechischen<br />

Lehrkräfte den Oberviechtacher Schülern ein T-Shirt mit allen Unterschriften<br />

der tschechischen Schüler und eine Urkunde für die Teilnahme an den Spielen.


Herr Teplitzky zu Besuch<br />

bei der 5C und 6C in Schönsee<br />

Herr Teplitzky kam extra nach Schönsee um uns, die 5. und 6. Klasse, zu begrüßen,<br />

was uns natürlich schon sehr freute. Dabei gab er uns die besten Wünsche<br />

und einige Gedanken und Ratschläge mit auf den Weg in das neue Schuljahr:<br />

Es sei wichtig, dass wir im Unterricht gut mitarbeiteten. Auch die Hausaufgaben<br />

immer sauber und zuverlässig zu machen schärfte er uns ein. Sie dienten<br />

der Übung und könnten eine Hilfe bei der Vorbereitung auf Proben sein. Ganz<br />

besonders hob er die Bedeutung der Fremdsprache Englisch hervor. Für die 6.<br />

Klasse stehe in diesem Jahr außerdem eine „Weichenstellung“ an, die den Zug<br />

„Schule und Ausbildung“ auf das richtige Geleise bringen solle.<br />

Für die Rektorin der Grundschule, Frau Reimer, hatte er einen Blumenstrauß<br />

mitgebracht. Er bedankte sich damit bei ihr, dass sie sich um uns, die wir ja<br />

eigentlich nur Gäste hier in Schönsee sind, so gut kümmert. Auch Herr Mösbauer<br />

wurde mit einer Rose beschenkt, denn er hatte gerade an diesem Tag<br />

Geburtstag.<br />

Projekt „Ich helfe dir“<br />

Da ließen wir uns nicht zweimal bitten und packten an. Auch im Schuljahr<br />

2009/10 sollte unser Projekt „Ich helfe dir!“ die ABC-Schützen der Grundschule<br />

Schönsee unterstützen. Wieder machten wir es uns zur Aufgabe, den Kindern<br />

der 1. Klasse in den ersten Schultagen und -wochen zu helfen, sich im Schulhaus<br />

zurechtzufinden, richtig angezogen und schnell in die Pausen zu kommen<br />

und den Schulbus rechtzeitig zu erreichen.<br />

Zunächst stellten wir uns der 1. Klasse vor und hatten dazu eine selbst gebastelte<br />

Blume mit unserem Vornamen drauf mitgebracht. Dann malten wir zusammen<br />

mit unseren Schützlingen ein leichtes Mandala aus, um uns dabei näher<br />

kennenzulernen. Bald war ihre Anfangsscheu überwunden und die Kleinen<br />

kamen mit größeren und kleineren Problemchen zu uns.<br />

Frau Ditz, die Klassenlehrerin der 1. Klasse, ist natürlich sehr froh darüber für<br />

ihre 29 Schüler wenigstens vor und nach dem Unterricht sowie in den Pausen<br />

eine kleine Unterstützung zu erhalten.<br />

25


26<br />

Was macht eigentlich Frau Lang?<br />

Besuch im Sekretariat der Schule<br />

Klasse 5A (AWT)<br />

Wir, die Schüler der Klasse 5A besuchten im Fach AWT Frau Lang im Sekretariat,<br />

um die Arbeit von Frau Lang zu erkunden. Wir fragten, welche Aufgaben sie als<br />

Sekretärin an der DESO hat.<br />

Frau Lang arbeitet seit 1971 an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach als<br />

Sekretärin. Sie berichtete uns, was sie alles machen muss. Sie nimmt oft Anrufe<br />

entgegen. Besonders viele sind es am Morgen, wenn Eltern anrufen, weil ihr<br />

Kind krank ist. Sie macht Bestellungen für Sachen, die an der Schule gebraucht<br />

werden. Auch für Durchsagen ist Frau Lang zuständig. Sie vereinbart für den<br />

Schulleiter Herrn Teplitzky Termine und erledigt Dinge, die für die Schule wichtig<br />

sind.<br />

Die Arbeit einer Sekretärin ist abwechslungsreich. Sie hat viel mit Menschen<br />

zu tun. Am Ende des Besuches bedankten sich unsere Klassensprecher Marika<br />

Irlbacher und Philip Högerl bei Frau Lang.<br />

Englischunterricht mit<br />

„Down Under“<br />

Englischunterricht einmal ganz anders. Am 09.10. besuchte der Australier Brian<br />

McCarthy die Klassen M9 und M10. Der Einladung der Schulleitung war der<br />

Australier, der privat zu Gast beim Förderlehrer Jürgen Dietl ist, gerne nachgekommen<br />

und stellte sich den zahlreichen Fragen der Schüler, die durch Herrn<br />

Winderl und Herrn Bittner auf den Besuch gut vorbereitet waren. Brian, wie ihn<br />

die Schüler nennen durften, kommt aus Melbourne, der zweitgrößten Stadt<br />

Australiens. Anhand einer Karte konnte er den Jugendlichen erklären, wo sich<br />

zum Beispiel der Uluru (Ayers Rock) befindet oder wie das Leben der Aborigines<br />

im Outback aussieht.<br />

Fragen zur Tier- und Pflanzenwelt wurden gestellt, aber auch das Schulsystem<br />

interessierte die Schüler sehr. Ebenfalls wurden persönliche Fragen zur Familie<br />

und seiner Arbeit hier in Deutschland beantwortet.<br />

Viele der Schüler merkten,<br />

dass ihre Englischkenntnisse<br />

für ein Gespräch<br />

bereits ganz gut sind und<br />

sie Mr. Brian McCarthy<br />

sehr verstehen konnten.<br />

Zum Abschluss forderte<br />

er alle auf weiter hart im<br />

Englischunterricht zu arbeiten,<br />

da in der heutigen<br />

Zeit der Globalisierung<br />

besonders die Fremdsprachen<br />

wichtig sind.


Klassengemeinschaftstag<br />

(7B und 7C)<br />

Für die Klassen 7B und 7C ging es letzten Mittwoch raus aus der Schule, hin<br />

zum Pfarrheim Teunz (7B) bzw. Pfarrheim Oberviechtach (7C). Dort warteten<br />

bereits Mitarbeiter der katholischen Jugendstelle Schwandorf auf die Schüler,<br />

Herr Lill und Frau Schmidt.<br />

Auf dem „Stundenplan“ stand heute die Klasse selber: der Umgang miteinander,<br />

die Art der Zusammenarbeit, fühlen sich alle in die Gemeinschaft eingebunden?<br />

Mit verschiedenen Spielen, Diskussionsrunden und zum Teil kniffligen<br />

Arbeitsaufträgen, die die Schüler gemeinsam lösen mussten, wurde an<br />

dem Thema gearbeitet.<br />

In der Mittagspause gab es zur Stärkung Wienerlsemmeln, später noch Kuchen<br />

und Tee. Um frische Luft zu schnappen, wurde nachmittags eine Außenspielrunde<br />

eingelegt, die allen viel Spaß machte, aber wegen der Kälte doch recht<br />

kurz ausfallen musste.<br />

Vielen Dank an die Verantwortlichen in den Pfarreien Teunz und Oberviechtach,<br />

die uns kostenlos die Pfarrheime benutzen ließen und allen Helfern, die<br />

für die Verpflegung sorgten.<br />

27


28<br />

Schreibwerkstatt und literarischer Abend mit Nevfel Cumart<br />

Der überregional bekannte Schriftsteller Nevfel Cumart, der vor Jahren bereits<br />

einmal an der Schule war, besuchte uns heuer erneut auf Einladung von Lehrerin<br />

Gertrud Waldherr. „Eure Schule ist eine Insel mit ruhigen und fleißigen<br />

Jugendlichen“, meinte er zur positiven Atmosphäre. An drei Vormittagen hatte<br />

er in den neunten und zehnten M-Klassen in einer Art Schreibwerkstatt die<br />

Freude am Schreiben von eigenen Texten geweckt.<br />

Zunächst habe er mit Meditationstexten versucht, die Baugeräusche und die<br />

Schule auszuschalten, um danach mit einem Ideenkreisel in eine Art Gefühlsgedicht<br />

(„Was ist schlimm“) und in eine Tiermeditation („Ich bin ein Vogel“)<br />

einzusteigen. In der Klasse musste nur vorlesen, wer freiwillig wollte. „Die Ju-<br />

gendlichen sollten sich wohl fühlen“, betonte der Schriftsteller, der sowohl als<br />

bodenständiger Schreibhandwerker, als auch als Intellektueller überzeugte.<br />

„Zweckfreies Schreiben bringt Spaß“, verdeutlichte er seine Herangehensweise<br />

ohne jeglichen Zwang. Manche Schüler hätten dann aber plötzlich so viel<br />

Freude am Dichten und Denken gefunden, dass sie auch die Pause dazu nutzten.<br />

Sogar ein Fernsehteam vom Sender SAT 1 kam in die Schreibwerkstatt und berichtete<br />

im regionalen Fenster der Sendeanstalt davon. Da war natürlich die<br />

Aufregung bei den jugendlichen Dichtern schon sehr groß, aber die Anspannung<br />

wuchs noch an, als es galt, bei einem literarischen Abend der Öffentlich-


keit die eigenen Texte zu präsentieren. Denn dabei las nicht nur der schreibende<br />

Profi aus seinen Gedichtbänden; auch einige Schüler stellten ihre Texte vor.<br />

Zu dieser Lesung bildete die Mensa der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule einen würdigen<br />

Rahmen.<br />

Rektor Rudolf Teplitzky freute sich über das große Interesse vonseiten der Eltern,<br />

die zahlreich zu diesem literarischen Abend mit Nevfel Cumart gekommen<br />

waren. „Cumart versteht sich als ein Wanderer zwischen zwei Welten,<br />

aber auch als Brücke“, stellte Teplitzky den türkisch-stämmigen Schriftsteller<br />

vor und begrüßte unter den Anwesenden auch einige Bürgermeister aus dem<br />

Schulverband sowie Sponsoren, welche das Unterrichtsprojekt ermöglichten.<br />

„Es ist sehr viel Aufregung hier im Raum“, begann Cumart und deutete auf die<br />

zwölf Jugendlichen, welche sich zum Vorlesen gemeldet hatten. Schon nach<br />

wenigen Worten hatte der sympathische Autor den Draht zum Publikum geknüpft.<br />

Obwohl in Norddeutschland geboren und jetzt in Bamberg wohnhaft,<br />

hat sich im dunklen Timbre seiner Stimme eine orientalische Färbung erhalten.<br />

„Ich bin heute als Dichter und Moderator da“, sagte er und erzählte den Eltern,<br />

wie er die Schüler in der Schreibwerkstatt dazu inspirierte, selber Gedichte und<br />

Texte zu verfassen. „Die Ergebnisse sollen nicht fertige literarische Kunstwerke<br />

sein, sondern Vertrauen in das eigene Können schaffen“, hob er hervor.<br />

Zum Auftakt las Cumart drei Liebesgedichte und zwei Texte aus „Reisegedanken“,<br />

bevor die Schüler an der Reihe waren. „Liebe schmeckt wie Zucker und<br />

duftet nach Rosen“. So poetisch lasen Vincent und Yasin ebenso wie Nicole,<br />

Marina, Florian und Nicole II aus ihren eigenen Werken vor. „Der Text lebt,<br />

wenn man konkret schreibt“, hatte ihnen einen Vormittag lang Nevfel Cumart<br />

nahe gelegt und die Freude am kreativen Schreiben geweckt. Dabei tauchten<br />

die Schüler tief in ihre Gefühlswelt ein und vermittelten bei der Lesung „Gänsehaut<br />

pur“, als sie beispielsweise ihre Gedanken zu „Schlimm ist“ vortrugen<br />

oder auch zu der weisen Erkenntnis gelangten: „Die Eifersucht zerstört alles“.<br />

Nach der Pause waren Julia, Anja, Christina, Jennifer, Andrea und Franziska an<br />

der Reihe. Die Texte trugen die Handschrift der Jugendlichen, da Cumart nur<br />

sehr wenig eingriff.<br />

In der Pause unterhielten Gerd Schwab und Jürgen Rohr von der Anton-Bruckner-Musikschule<br />

und auch das Schülercafe hatte geöffnet. Rektor Rudolf Teplitzky<br />

dankte für den wunderschönen Abend und viele Jungs und Mädels<br />

verabschiedeten sich sehr persönlich von Cumart. Dieser hatte es in wenigen<br />

Stunden geschafft, ihre Sympathien zu gewinnen.<br />

Die Texte werden in den nächsten Wochen im Fach KtB noch formatiert und<br />

gestaltet und zu einem eigenen „Gedichtband“ zusammengefasst.<br />

29


30<br />

Aus der<br />

Schreibwerkstatt<br />

Ich bin eine Katze.<br />

Ich lebe in einem Stall,<br />

dort ist es sehr warm und kuschelig.<br />

Alle Tage hüpfe ich von hier nach da.<br />

Meine Schwester und meine Mutter leben auch mit im Stall.<br />

Zwischen Kühen, Kälbern und Schweinen.<br />

Jeden Tag umgeben von ihnen.<br />

Und dann gibt‘s noch die zwei Stunden,<br />

eine von sechs bis sieben und die andere von fünf bis sechs,<br />

wo Menschen mit im Stall sind und die anderen Tiere füttern.<br />

Und dann, endlich, nach ihnen bin ich dran, mit frischer Milch und Trockenfutter.<br />

Das bekomme ich von den drei Mädels, die mit auf dem Hof wohnen.<br />

Mit denen ich jeden Tag kuscheln und spielen kann.<br />

Nach dieser Stunde ist dann Totenstille im Stall, nur ich, meine Schwester und meine Mutter.<br />

Dann scherzen und kuscheln wir und irgendwann später gehen wir schlafen.<br />

Zwischen Heu und Stroh und Kühen.<br />

Kerstin Reisinger, M9<br />

Hallo,<br />

ich bin ein Affe,<br />

esse den ganzen Tag Bananen,<br />

springe und klettere auf einem Baum umher.<br />

Ich lebe im Dschungel.<br />

Bin bedroht von Menschen und anderen Tieren,<br />

muss den ganzen Tag auf der Hut sein,<br />

immer und immer wieder.<br />

Tag für Tag.<br />

Ich brauche Freiheit<br />

vom Menschen.<br />

Matthias Gresser, M9<br />

Ich bin ein kleiner Hund<br />

und lebe seit fünf Jahren in einer Familie.<br />

Ich gehe sehr gerne Gassi.<br />

Am liebsten fresse ich ganz normales Hundefutter.<br />

Den restlichen Tag schlafe, spiele und faulenze ich.<br />

Sehr gerne fahre ich mit dem Auto mit oder bin draußen.<br />

Im Winter sitze ich die meiste Zeit am warmen Kachelofen.<br />

Nadine Portner, M9


Von den Profis inspiriert<br />

„Warum pfeift der Schiri jetzt? Wieso hat der eine Spieler ein anderes Trikot?<br />

Warum springen da alle gleichzeitig am Netz hoch? ...“ Fragen über Fragen<br />

musste Herr Reinhardt – Betreuer der Volleyball-Schulmannschaft der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule – beantworten.<br />

Am vergangenen Wochenende besuchten die Schüler der AG Volleyball ein<br />

Heimspiel des TSV Nittenau. Schon das Warmspielen und Einschmettern begeisterte<br />

die Zuschauer. Mit einem unglaublichen Sprungvermögen ausgestattet,<br />

knallten die Spieler die Bälle spektakulär ins gegnerische Feld. Als dann<br />

der Schiedsrichter die Partie gegen den ASV Neumarkt anpfiff, wurde deutlich<br />

wie sich die Spieler gegenseitig motivieren und anfeuern. In einem Team gibt<br />

es kein Lamentieren oder Geschimpfe, wenn einer einen Fehler macht. Schon<br />

deswegen und vor allem um einmal aus nächster Nähe den sehr komplexen<br />

und technisch sehr anspruchsvollen Sport beobachten zu können, wollte Herr<br />

Reinhardt den Nachwuchstalenten dieses Erlebnis ermöglichen. Er ließ dafür<br />

seine Kontakte zum TSV Nittenau, die er in seiner aktiven Laufbahn als Volleyballer<br />

beim FC Neunburg geknüpft hatte, wieder aufleben. Der damalige Abteilungsleiter<br />

Georg Seidl freute sich sehr, die Gäste aus Oberviechtach begrüßen<br />

zu dürfen und wünschte ihnen viel Spaß beim Zuschauen und viel Erfolg<br />

bei ihren ersten Wettbewerben.<br />

Das Spiel endete 3:1 für den TSV Nittenau, der unbeirrt Richtung Aufstieg in<br />

die Regionalliga steuert. Fasziniert und für die nächste Trainingseinheit an der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule inspiriert traten die Jungvolleyballer nach dem Erinnerungsfoto<br />

die Heimreise an.<br />

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32<br />

„Deutschland - ein<br />

kinderfeindliches<br />

Land ?“<br />

Anja Praß M10B<br />

Solche und ähnliche Aussagen werden immer lauter, wenn man die aktuellen<br />

Statistiken zur Geburtenrate in der Bundesrepublik liest. Doch was führte zu<br />

dieser drastischen Senkung?<br />

Einen großen Anteil an diesem fragwürdigen Trend trägt unsere junge Generation<br />

und ihre Ansichten von Prioritäten. So war es zum Beispiel vor zehn Jahren<br />

undenkbar, dass die Frau sich im Berufsleben etablierte und der Mann im<br />

Gegenzug die erzieherischen Tätigkeiten oder auch den Haushalt übernahm.<br />

Die heutige Generation hat und wird noch einen großen Wandel im Bereich<br />

Familie und Beruf durchleben. So gewinnen Mobilität und Unabhängigkeit immer<br />

mehr an Wert, während ein Reihenhaus mit Garten und Kindern bzw. das<br />

Bedürfnis nach Geborgenheit mit einer festgelegten, gesicherten Zukunft sich<br />

immer weniger an Beliebtheit erfreuen. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt,<br />

welcher für Paare mit Kinderwunsch eine große Bürde sein kann. Zu Zeiten einer<br />

Wirtschaftskrise tendiert die Mehrheit am Ende doch auf die sichere Seite.<br />

Welche Zukunftsperspektiven könnte man dem Kind ohne dementsprechende<br />

Förderung und finanzielle Mittel schon bieten?<br />

Selbstverständlich hängt die Entscheidung für Kinder von verschiedenen Faktoren,<br />

wie zum Beispiel vom Partner, Beruf, Lebensstil usw. ab, doch sollte man<br />

sich nicht zu sehr durch diese verwirren lassen und dabei den Wunsch einer<br />

Familie ganz aus den Augen verlieren.<br />

(Schriftlich fixierter Diskussionsbeitrag zum obigen Thema)<br />

„Dürerhase“ Mathias Herold, Klasse M9


„Dürerhase“ Nadine Portner, Klasse M9<br />

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34<br />

Vertiefte Berufsorientierung<br />

beim Kolping-Bildungswerk in Schwandorf<br />

„Welche Anforderungen kommen auf mich in meinem späteren Beruf zu? Welche<br />

Fähigkeiten brauche ich unbedingt im späteren Berufsleben?“ Solche und<br />

ähnliche Fragen stellen sich viele Jugendliche, die auf der Suche nach ihrem<br />

„Traumberuf“ sind. Doch oft besteht zwischen „Traumberuf“ und „beruflicher<br />

Realität“ ein himmelweiter Unterschied. Viele brechen nach der harten Landung<br />

auf dem Boden der Tatsachen die Ausbildung ab und stehen ohne beruflichen<br />

Abschluss da, den Betrieben fehlen die Fachkräfte.<br />

Um einen ersten Einblick in die Realität zu erhalten und Hilfestellung bei der<br />

Berufsorientierung zu geben, besuchen alle vier siebten Klassen der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach jeweils eine Woche lang eine Veranstaltung<br />

zu dieser Thematik beim Kolping-Bildungswerk in Schwandorf. Von Montag bis<br />

Freitag waren die Teilnehmer gefordert. Bereits im Vorfeld wurde der Ablauf<br />

mit den teilnehmenden Klassen auf deren Interessen und Bedürfnisse abgestimmt.<br />

Nach der Vorstellung des Kolping-Bildungswerkes als Einrichtung für Erwachsenenbildung<br />

und Berufswahl sowie der Erledigung organisatorischer Punkte<br />

erfolgte eine Betriebserkundung im Warenhaus Globus. Während sich die Teilnehmer<br />

mit Warenplatzierung, Einkaufszonen und Mitarbeiterbefragung bei<br />

Globus auseinandersetzten, beschäftigte sich eine zweite Gruppe mit Berufsfeldern,<br />

in welche die Wunschberufe der Schüler einzuordnen sind.<br />

Nach dieser fundierten Vorarbeit am Montag folgten am Dienstag und Mittwoch<br />

im Wechsel eine Holzarbeit und eine Metallarbeit, die am Ende des<br />

zweiten Praxistages zu einem Stövchen zusammengebaut wurden. Nicht das<br />

Ausprobieren eines „Traumberufes“ stand im Vordergrund, sondern Grundtugenden<br />

wie sauberes Arbeiten, Konzentration, Ausdauer und handwerkliches<br />

Geschick. Den meisten Teilnehmern war am Nachmittag die Müdigkeit ins Gesicht<br />

geschrieben. Aber auch diese Erfahrung gehörte dazu, genauso wie das<br />

Tragen von Sicherheitsschuhen oder längeres Stehen an der Werkbank.<br />

Am Donnerstag und Freitag konnten die Teilnehmer aus verschiedenen Angebotsbereichen<br />

wie Elektrobereich, Hauswirtschaft, Friseur, Hotel- und Gaststättengewerbe,<br />

Behindertenbetreuung und Bürobereich auswählen. Nach der<br />

Abschlussbesprechung am Freitag erhielten die Teilnehmer der Veranstaltung<br />

durch die Referenten ein Arbeitszeugnis ausgestellt.


Vierte Klassen besuchen Rathaus<br />

Auf Einladung von Bürgermeister Heinz Weigl besuchten die vierten Klassen<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule mit ihren Lehrkräften Gertrud Steger und Waltraud<br />

Eichstetter das Rathaus. Das Thema „Gemeinde“ wurde im Unterricht<br />

bereits theoretisch behandelt. Bürgermeister Weigl begrüßte die jungen Bürger<br />

und führte sie in einem Rundgang durch das Haus, von Einwohnermeldeamt,<br />

Gewerbeamt und Kasse bis zum Trauungszimmer. Die Stadtbücherei<br />

war den Viertklässlern von zahlreichen Besuchen schon bekannt. Im großen<br />

Sitzungssaal wurde eine Stadtratssitzung nachgestellt, bei der die Schüler<br />

zahlreiche Fragen stellten. „Scherben in der Kneipp-Station am Radweg“ und<br />

„Unrat und Belästigungen am Spielplatz durch Jugendliche“ waren Themen,<br />

die dem Stadtoberhaupt vorgebracht wurden. Nach einer Brotzeit bedankten<br />

sich die Klassensprecher beim Bürgermeister.<br />

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36<br />

Landwirtschaft hautnah erlebt Klassen M8A / M8B<br />

Schülerinnen und Schüler der beiden M8-Klassen besuchten den Hof der Familie<br />

Kleber in Dietersdorf. „Wie viel Milch gibt eine Kuh am Tag?“ – „Wohin<br />

verkaufen Sie Ihre Produkte?“ ... Das Ehepaar Kleber stellte sich geduldig den<br />

Fragen der wissbegierigen Achtklässler. Eine Betriebserkundung im Fach Arbeit/Wirtschaft/Technik<br />

führte diese zum landwirtschaftlichen Anwesen der<br />

Familie Kleber in Dietersdorf bei Schönsee. Die Klassenleiterin Elisabeth Reinhardt<br />

wählte diesen Betrieb aus, weil unter ihren Schülern der Sohn der Familie<br />

die Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule besucht.<br />

Im Vorfeld wurden die wirtschaftlichen Begriffe Beschaffung, Produktion und<br />

Absatz im Unterricht besprochen und mit Inhalt gefüllt. Daraus ergab sich<br />

dann auch die Gruppeneinteilung der Schüler, die ihr Augenmerk auf die verschiedenen<br />

Schwerpunkte eines Agrarbetriebes richteten.<br />

Alles dreht sich im Betrieb der Familie um die Milchproduktion. Melkmaschine,<br />

Milchtank und natürlich die Bestimmungen der Tierhaltung standen dabei<br />

im Zentrum des Interesses. Weitere Einnahmequellen der Familie stellen die<br />

Eierproduktion durch die etwa 200 Hühner und die Investition in eine große<br />

Photovoltaikanlage dar. Dazu gehört natürlich auch die Produktion der Futtermittel<br />

auf den eigenen Feldern und Wiesen, die Pflege und Wartung der Maschinen<br />

und Fahrzeuge. Am Ende der Betriebserkundung standen dann noch<br />

die Vor- und Nachteile des Berufsbildes „Landwirt“ zur Diskussion und einige<br />

Schüler konnten sich durchaus vorstellen, einen Beruf zu ergreifen, der viel mit<br />

Tieren und der Natur zu tun hat. Natürlich kam im Laufe der Diskussion auch<br />

der Milchpreis zur Sprache, der für viele Landwirte eine existenzbedrohliche<br />

Entwicklung genommen hat. Wie im Flug war der sehr informative Vormittag<br />

zu Ende gegangen und die Klassensprecher bedankten sich mit einem Präsent<br />

bei dem Landwirtsehepaar, welche ihrerseits die Besucher zu einer schmackhaften<br />

Brotzeit einlud.


„Abonnementsieger“<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong> vom „Neuen Tag“ erneut ausgezeichnet<br />

Beim 6. Schülerzeitungswettbewerb des Verlagshauses „Der Neue Tag“ zählte<br />

die Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule wieder zu den „Abräumern“. Das Blatt, das bisher<br />

als einzige Schule in jedem der sechs Wettbewerbe ausgezeichnet wurde<br />

(insgesamt neun Preise), konnte sich wieder in zwei Kategorien durchsetzen.<br />

Das spricht für die konstante Qualität der Schülerzeitung und die tolle Leistung<br />

der Macher.<br />

Im Medienhaus „Der Neue Tag“ in Weiden durften eine Auswahl der neuen<br />

Redaktionsmitglieder aus der Klasse M7, die in Begleitung von Konrektor Werner<br />

Winderl und Alois Köppl angereist waren, die Preise in Empfang nehmen.<br />

Insgesamt beteiligten sich 22 Schülerzeitungen und 19 Homepages am sechsten<br />

Schülerzeitungswettbewerb. Die Jury, bestehend aus Hans Klemm, Clemens<br />

Fütterer, Wolfhang Houschka, Ralf Gammanick, Frank Stüdemann, Tobias<br />

Schwarzmeier und Andrea Rossner, hatte keine leichte Aufgabe.<br />

„Respekt, wie es den Machern immer wieder gelingt, den Leser visuell zu überraschen“,<br />

lobte Redakteur Clemens Fütterer in seiner Laudatio die Schülerzeitung<br />

„<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ aus Oberviechtach. Inhalt und Gestaltung machen<br />

die Zeitung der DESO zu einem „Magazin mit beachtlicher Güte“.<br />

Der Internetauftritt der Schule zählt zu den besten der Region. „Ein verdienter<br />

Hattrick“ fand <strong>Online</strong>-Redakteur Tobias Schwarzmeier, „denn das abwechslungsreiche<br />

Schulleben findet detailliert auch online statt.“ Mit dieser Leistung<br />

ließen die „Abonnementsieger“ aus Oberviechtach „die Konkurrenz weit<br />

hinter sich.“ Man darf auf die nächste <strong>Ausgabe</strong> gespannt sein.<br />

37


38<br />

Woher kommt unsere Tageszeitung „Der Neue Tag“?<br />

Tagtäglich liegt sie im Postkasten oder kann in Geschäften gekauft werden –<br />

die Tageszeitung „Der Neue Tag“. Täglich neu gefüllt mit Berichten, täglich eine<br />

Fülle von neuen Informationen aus aller Welt und aus der Region, auch aus<br />

Oberviechtach.<br />

Wie entsteht eine solche Zeitung? Dieser Frage gingen einige Jungredakteure<br />

der Schülerzeitung „<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>“ aus der Klasse M7 bei einem Besuch<br />

des Medienhauses „Der Neue Tag“ auf den Grund. In einem der vielen Redaktionsbüros<br />

erfuhren die Besucher Wissenswertes über Nachrichtenagenturen<br />

und die Vielzahl der Meldungen, die jeden Tag in der Redaktion auflaufen. Nur<br />

ein Teil der Informationen kann über die Tageszeitung weitergegeben werden.<br />

Anschließend erhielten die Schüler aus Oberviechtach einen Einblick in die<br />

Technik. Von der Herstellung der Druckplatten für den Druck der nächsten <strong>Ausgabe</strong><br />

bis zum Druck in der gewaltigen Druckmaschine konnten die Besucher<br />

die Entstehung der Tageszeitung „Der Neue Tag“ verfolgen.<br />

Der Besuch der Auslieferungsabteilung bildete den Abschluss der interessanten<br />

Besichtigung in Weiden.


Unterhaltung mit <strong>Eisenbarth</strong> Junior<br />

Scherzfragen<br />

Wer hört alles und sagt nichts?<br />

Welcher Mann hat kein Gehör?<br />

Eine E-Lok zieht einen Zug in nordwestlicher<br />

Richtung. In welche Richtung zieht<br />

der Dampf?<br />

Welche Bilder kann man nur im Dunkeln<br />

sehen?<br />

Wie wird ein Chinese, wenn er ins Rote<br />

Meer fällt?<br />

Weil fast jeder eine Bank besitzt.<br />

Eine E-Lok hat keinen Dampf.<br />

Der Schneemann<br />

Die Sternbilder<br />

Das Ohr<br />

Er wird nass.<br />

Warum sind Schüler so reich?<br />

Im Deutschunterricht versucht<br />

die Lehrerin, den Schüler<br />

durch Beispiele die Zeiten<br />

zu erläutern. Lehrerin: „Wenn<br />

ich sage, ich bin schön, welche<br />

Zeit ist das?“ Ein Schüler antwortet:<br />

„Vergangenheit!“<br />

Außer sich vor Wut schreit<br />

der Lehrer: „Wenn ich dein<br />

Vater wäre, würde ich dir<br />

jetzt ordentlich den Hintern<br />

versohlen, du Rotzbengel!“<br />

– „Glaub’ ich kaum.<br />

Sie würden nämlich gerade<br />

in der Küche stehen und<br />

Geschirr spülen!“<br />

Der Lehrer fragt: „Rebecca!<br />

Was weißt du von den alten<br />

Römern? “ Sie überlegt und<br />

antwortet: „Sie sind alle tot!“<br />

Fragte der Neue in<br />

der Klasse: „Wann<br />

macht ihr Pause?“<br />

– „Nie! Wir schlafen<br />

durch.“<br />

„Ich bade. Du badest,<br />

er, sie, es badet. Was ist<br />

das für eine Zeitform,<br />

Magdalena?“, fragt<br />

Frau Högerl. „Samstagabend“<br />

entgegnet<br />

Magdalena.<br />

39


40<br />

Golfspielen – macht Spaß<br />

Schluss mit dem Vorurteil, Golf sei nur etwas für Erwachsene. Dass Golf auch<br />

einen außergewöhnlichen Reiz auf Kinder ausübt, beweisen derzeit mehrere<br />

Schüler der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule. In Kooperation mit dem Golfclub Oberpfälzer<br />

Wald bietet Fachoberlehrer Michael Günther Golf im differenzierten<br />

Sport für die gebundenen Ganztagsklassen (6 und 7) an. Harmonie, Sport, Disziplin<br />

und der Umgang mit der Natur sind Werte, die eine wichtige Rolle im<br />

Golf aber auch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule spielen.<br />

„Der Golfsport eignet sich hervorragend, Fähigkeiten wie Toleranz, Fairness,<br />

Teamgeist und Leistungsbereitschaft zu fördern und zu festigen“, so Fachoberlehrer<br />

Michael Günther, selbst begeisterter Golfer und Inhaber der Übungsleiterlizenz.<br />

Um die Attraktivität des Schulsports zu erhöhen, nimmt die Schule<br />

zunehmend Trendsportarten in den Unterricht auf. Den Schülern wird auf diese<br />

Weise ermöglicht, neue Erfahrungen in unterschiedlichen Bewegungsfeldern<br />

zu sammeln.<br />

Wissend, dass das beste Lernalter zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr liegt,<br />

ist das Erlernen der golfspezifischen Technik die wichtigste Zielsetzung des<br />

Grundlagentrainings. Durch didaktisch-methodisch wohldurchdachte Übungen<br />

erlernen die Kinder zunächst die Grobform und teilweise die Feinform der<br />

Golftechnik. Im Vordergrund stehen Übungen, die besonders folgende Fähigkeiten<br />

ausprägen helfen wie Gewandtheit, Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen.<br />

In den Trainingsstunden werden den Kindern neben golfspezifischen<br />

Spielformen auch erste Kenntnisse in der Handhabung der Golfregeln und Golfetikette<br />

vermittelt.<br />

Golflehrer Michael Günther versteht es ausgezeichnet, die einzelnen Schwünge<br />

ohne lange Reden zu erläutern und zu demonstrieren. Das eigene Ausprobieren<br />

ist jedoch der absolute Höhepunkt. Da hört man flotte Sprüche: „Eh,<br />

geil, wie der fliegt!“ Stolz macht sich breit, wenn der Ball gut getroffen wird.<br />

Schon sehr gut gefallen hat den Schülern der Ausflug zu dem Minigolfplatz des<br />

Soldatenheims. Höhepunkt der Ausbildung wird der Ausflug zur Driving Range<br />

des Golfclubs Oberpfälzer Wald sein, auf den sich alle Kinder bereits jetzt freuen.<br />

„Cool, echt scharf, super ...!“, so die Kommentare der Kids, die sich schon auf<br />

die nächste Trainingseinheit freuen.


Klassensprecherseminar – eine tolle Sache<br />

Schon zur Tradition und festem Bestandteil zu Beginn eines neuen Schuljahres<br />

gehört das alljährlich stattfindende Klassensprecherseminar. Als Tagungsort<br />

wurde wie bisher das als Soldaten-Freizeitheim bekannte Emil-Kemmer-Haus<br />

in Oberviechtach ausgewählt. 54 Klassensprecherinnen und Klassensprecher<br />

von der zweiten bis zur zehnten Jahrgangsstufe sowie die SMV-Sprecher Vinzent<br />

Popelka, Marina Albang und Anja Praß verbrachten zusammen mit Vertrauenslehrer<br />

Jürgen Dietl einen intensiven Seminartag.<br />

Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Herrn Horst<br />

Bittner und einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer begann die eigentliche<br />

Arbeit, die aus zahlreichen Diskussionen und Ergebnispräsentationen von<br />

mehreren Arbeitsgruppen bestand. Doch eine wichtige Rolle nahm auch das<br />

gemeinsame Mittagessen ein.<br />

In einer ersten Runde wurden die Pflichten, aber auch die Rechte von Klassensprechern<br />

erarbeitet und an Beispielen aus dem Alltag erläutert. In der folgenden<br />

Kleingruppenarbeit, die jeweils von den Schülersprechern geleitet wurde,<br />

ging es um die Neugestaltung des HS-Pausenhofes, mögliche Veranstaltungen<br />

der SMV und einen Heißgetränkeautomat für die Schüler. Danach ging es im<br />

Plenum darum, die erarbeiteten Vorschläge zu bewerten und zu besprechen.<br />

Nach dem leckeren Mittagessen gab es noch eine kurze Feedbackrunde, die<br />

allen zeigte, dass der Tag gelungen war und sich alle Klassensprecher noch ein<br />

Seminar dieser Art im laufenden Schuljahr wünschten.<br />

Die Schülersprecher überreichten Herrn Rektor Teplitzky die Ergebnisse und<br />

auch in der ersten Schulforumssitzung sollen die Vorschläge und Ideen der<br />

Schüler vorgebracht werden. Ebenfalls wurden die Ergebnisse in der Lehrerkonferenz<br />

von Herrn Dietl vorgestellt und besprochen.<br />

Die sehr intensive Beteiligung der Klassensprecher an den Diskussionen und<br />

Arbeitsgruppen, die angenehme Atmosphäre des Hauses, das ausgezeichnete<br />

Essen, die Freundlichkeit der Mitarbeiter um Thomas Gundlach trugen dazu<br />

bei, dass dieses Klassensprecherseminar als sehr erfolgreich einzustufen ist.<br />

41


42<br />

Schüler bauen Litfaßsäulen<br />

Immer wieder wurde von<br />

Schülern angefragt, Plakate<br />

oder sonstige Informationen<br />

der Schülerfirma „Teen<br />

Traders“ oder der SMV in<br />

unserer Schule besonders zu<br />

präsentieren. Hieraus entwickelte<br />

sich die Idee, statt<br />

einer herkömmlichen Pinnwand,<br />

Litfaßsäulen zu fertigen.<br />

Neben dem Nutzen, den<br />

die Litfaßsäulen nun erfüllen,<br />

stellen sie auch einen besonderen Blickfang im Eingangsbereich unserer Schule<br />

dar. Die Herstellung und Verzierung der Litfaßsäulen wurde von der Klasse<br />

M8 im Kunstunterricht unter Anleitung von Fachoberlehrer Michael Günther<br />

übernommen. Die Bilder geben einen Überblick über die Arbeiten, die von den<br />

Schülern hierbei erledigt wurden und an denen sie sichtlich Spaß hatten. In einem<br />

offiziellen Akt wurden diese an die Schülerfirma „Teen Traders“ und an die<br />

SMV, durch Herrn Rektor Teplitzky, Herrn Günther und den Schülern der Klasse<br />

M8 übergeben.<br />

Herkunft des Namens Litfaßsäule (Wikipedia):<br />

Erfunden wurde sie von dem Berliner Drucker Ernst Litfaß (* 1816 in Berlin, †<br />

1874 in Wiesbaden). Behörden bezeichnen sie auch neutral als Anschlagsäule.<br />

Die Idee, Plakatsäulen aufzustellen, entstand, um der damals um sich greifenden<br />

Wildplakatierung entgegenzuwirken. Litfaß schlug den Behörden vor,<br />

überall in der Stadt Säulen aufzustellen, an denen die Menschen ihre Plakate<br />

anhängen konnten. Nach jahrelangen Verhandlungen erteilte der Berliner Polizeipräsident<br />

Karl Ludwig von Hinkeldey Litfaß am 5. Dezember 1854 die erste<br />

Genehmigung für seine „Annoncier-Säulen“. Er bekam von der Stadt Berlin ein<br />

bis 1865 gültiges Monopol für die Aufstellung seiner Säulen.<br />

Dies geschah allerdings unter der Auflage, auch die neuesten Nachrichten zu<br />

publizieren. Im Jahre 1855 wurden die ersten 100 Litfaßsäulen in Berlin aufgestellt<br />

und dem Erfinder zu Ehren nach ihm benannt. Im Jahre 1865 wurden<br />

weitere 50 Säulen aufgestellt. Sowohl die Behörden als auch die Werbekunden<br />

erkannten schnell die Vorteile des neuen Werbemediums: Von staatlicher Seite<br />

war eine vorherige Zensur der Inhalte möglich. Werbekunden konnten sich darauf<br />

verlassen, dass ihre Plakate auch wirklich für die gesamte gemietete Zeit<br />

ohne Überklebungen zu sehen sein würden.


Streitschlichter<br />

1. Was ist Mediation (= Streitschlichtung)?<br />

Wörtlich übersetzt bedeutet „Mediation“ Vermittlung. Das Streitschlichterprogramm<br />

ist ein Beitrag zur Entwicklung einer Konfliktlösungskultur an Schulen.<br />

Es soll die Schüler befähigen, ihre Konflikte eigenverantwortlich zu lösen. Ziel<br />

ist es, dass die Streitbeteiligten durch die Vermittlung einer neutralen Person<br />

(eines Schüler - Konfliktlotsen) eine einvernehmliche und für beide Seiten akzeptable<br />

Lösung finden.<br />

2. Entscheidende Merkmale des Mediationsverfahrens sind:<br />

> Vermittlung durch unparteiische Dritte<br />

> Einbeziehung aller Konfliktparteien<br />

> die außergerichtliche Ebene<br />

> freiwillige Teilnahme<br />

> absolute Vertraulichkeit<br />

3. Praktische Umsetzung an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach:<br />

Ab Mitte Oktober werden ausgebildete Streitschlichter der Jahrgangsstufe<br />

M9 der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach einen sogenannten Pausendienst<br />

übernehmen. Die Streitschlichter sind somit Ansprechpartner für Schüler<br />

der Klassen 1-7. Sollten Konflikte auftreten, so versuchen die Streitschlichter<br />

in einer ruhigen Atmosphäre (Streitschlichterzimmer) den Streit zu lösen. Die<br />

Streitschlichter arbeiten nicht als Feuerwehr und nicht zu lösende Konfliktfälle<br />

werden an die Lehrkräfte weitergegeben. Es werden im kommenden Schuljahr<br />

auch neue Streitschlichter in den 8. Jahrgangsstufen ausgebildet, um ein Fortbestehen<br />

der Streitschlichter zu sichern. Betreut und ausgebildet werden die<br />

Streitschlichter von Förderlehrer Jürgen Dietl.<br />

Rolle des Mediators = Streitschlichter/innen<br />

> Der Streitschlichter/in muss akzeptiert und respektiert werden.<br />

> Der Streitschlichter/in ist neutral.<br />

> Der Streitschlichter/in urteilen nicht.<br />

> Der Streitschlichter/in ist für den Ablauf des Mediationsgesprächs verantwortlich<br />

– die Kontrahenten für den Inhalt.<br />

> Der Streitschlichter/in geht mit dem Gehörtem vertraulich um.<br />

> Der Streitschlichter/in kann das Gespräch von sich aus abbrechen, wenn<br />

keine vernünftige Lösung gefunden wird.<br />

43


44<br />

Kerzenverkauf<br />

der Klasse 7C - ein voller Erfolg!<br />

Im Rahmen des AWT-Projektes „Markt in der Schule“ bot die Klasse 7C am<br />

1. Elternsprechtag Kerzen zum Verkauf an, die von den Beschäftigten der Naab-<br />

Werkstätten Oberviechtach hergestellt wurden. Tatkräftig unterstützt wurde<br />

die Klasse dabei von Frau Wetzel.<br />

Bereits seit der 5. Klasse sind die Schüler in dem Kooperationsprojekt „Wir<br />

packen‘s miteinander an, jeder wie er kann“ Partner der Naab-Werkstätten.<br />

In gemeinsamen Projekten, die Sozialkompetenz und vor allem auch berufliche<br />

Orientierung bieten, konnte eine gute Zusammenarbeit aufgebaut werden.<br />

Der gesamte Erlös aus dem Verkauf geht natürlich an die Naab-Werkstätten<br />

Oberviechtach. Vielen Dank an alle, die mit ihrem Kauf die soziale Einrichtung<br />

unterstützt haben.<br />

Schüler verdienen sich<br />

Bestnoten beim<br />

Abschlussball<br />

Ein herrlicher Abschlussball war der Lohn für die Schüler der neunten Jahrgangsstufe,<br />

die in den vergangenen Wochen fleißig im Tanzkurs geübt hatten.<br />

An diesem Abend zeigten die jungen Damen und Herren ihren Eltern und den<br />

zahlreichen Gästen, was sie unter der Leitung der Tanzschule Sylvia, Jerôme<br />

und Sascha Vezard aus Weiden alles gelernt hatten. Schon bei der Polonaise<br />

legten die jugendlichen Paare einen perfekten Auftritt hin, der durch das festliche<br />

Outfit der Schülerinnen und Schüler zu einem Augenschmaus wurde.<br />

Rektor Rudolf Teplitzky konnte in der voll besetzten Zweifachturnhalle der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule, die vom Elternbeirat unter der Mithilfe von Karl<br />

Bauer und Reinhard Klein in einen ansprechenden Ballsaal umdekoriert worden<br />

war, Eltern, Verwandte und Freunde der Tanzschüler begrüßen. Er betonte<br />

die Wichtigkeit richtigen gesellschaftlichen Auftretens und wünschte allen<br />

Ballbesuchern schöne Stunden.


Dann spielte die Band „Sunny Sound“ zum Tanz auf und die Schülerinnen und<br />

Schüler zeigten auf dem Parkett ihr Können. Dabei hatten sie ein umfangreiches<br />

und anspruchsvolles Programm zu bewältigen:<br />

> Bachata + Cha Cha<br />

> Tango + Wiener Walzer<br />

> Discofox + Rock<br />

> Langsamer Walzer + Bachata (zusammen mit den Eltern)<br />

> Berliner Polka + Bayrischer + Zillertaler<br />

> Francaise<br />

> Tango im Kreis + Linedances + Cupid Shuffle<br />

Die Tänzerinnen und Tänzer überzeugten durch ihr sicheres und schon recht<br />

elegantes Auftreten und wurden immer wieder mit großem Applaus bedacht.<br />

Aber auch die Eltern und die weiteren Gäste, unter ihnen viele Lehrer und ehemalige<br />

Schüler, durften in den Zwischenrunden ihre Tanzkünste präsentieren,<br />

sodass die Tanzfläche immer voll ausgelastet war. In froher und ausgelassener<br />

Runde verging der Abend wie im Flug.<br />

Zu der gelungenen Atmosphäre trug auch die bestens organisierte Bewirtung<br />

der Gäste bei. Mitglieder des Elternbeirats hatten den Verkauf von Speisen und<br />

Getränken übernommen, serviert wurden diese von den Schülerinnen und<br />

Schülern der zehnten Klassen, die sich ebenfalls großes Lob verdienten. Für die<br />

Zubereitung der Speisen zeichnete in bewährter Manier das Gasthaus Gillitzer<br />

verantwortlich.<br />

So konnte Rektor Rudolf Teplitzky auf eine rundum gelungene Veranstaltung<br />

zurückblicken, als er zu mitternächtlicher Stunde allen Beteiligten seinen Dank<br />

aussprach. Besonders erwähnte er auch das Engagement von Lehrerin Gertrud<br />

Waldherr, welche die Rahmenorganisation der Veranstaltung und die Service-<br />

Einweisung für das jugendliche Personal übernommen hatte. Sie alle haben<br />

dazu beigetragen, dass dieser Abschlussball wiederum zu einem gesellschaftlichen<br />

Ereignis höchsten Ranges wurde!<br />

45


46<br />

Ohne Jugend ist kein Staat zu machen –<br />

Planspiel Kommunalpolitik M9<br />

In der Öffentlichkeit wird immer wieder beklagt, dass Jugendliche politikverdrossen<br />

seien und kein Interesse am politischen Geschehen hätten. Um dieses<br />

Vorurteil zu widerlegen, beschäftigten sich die Schüler der Klasse M9 im Rahmen<br />

eines Planspiels intensiv mit der Arbeit des Stadtrats von Oberviechtach.<br />

Unterstützt wurden die 26 Jugendlichen von der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin,<br />

welche für Jugendgruppen ab 14 Jahren das Planspiel „Kommunalpolitik“<br />

bundesweit anbietet. Dazu reisten aus der Bundeshauptstadt Projektleiterin<br />

Yvonne Lehmann und Mitarbeiterin Magda Zynda an. Verstärkt wurde das<br />

Team vor Ort durch Nikolai Welnhofer, der nach entsprechender Schulung als<br />

Referent bei der Stiftung eingetreten ist und das Projekt für die Oberviechtacher<br />

initiiert hatte.<br />

Am ersten Tag waren die Jugendlichen<br />

am Vormittag<br />

und am Abend gefordert. Zunächst<br />

erhielten sie eine Einführung<br />

mit Erläuterungen<br />

und Informationen zum Ablauf<br />

des Projekts. Bei der inhaltlichen<br />

Arbeit ging es um<br />

die Einführung in die Kommunalpolitik<br />

mit Erklärungen<br />

zur Gewaltenteilung und<br />

zur Gliederung der kommunalen<br />

Ebene vor Ort. Dadurch<br />

bekamen die Teilnehmer einen<br />

guten Überblick über die<br />

Funktionsweise der Politik in<br />

ihrer Kommune und lernten<br />

Grenzen und Möglichkeiten<br />

des Gestaltungsspielraums<br />

kennen. Um „Stoff“ für die<br />

anstehende eigene Sitzung<br />

zu haben, wurden fleißig<br />

Themen und aktuelle Fragen<br />

gesammelt, und anschließend<br />

wurden vier Fraktionen<br />

gebildet. Nach dieser<br />

Themensammlung folgte noch die Vorbereitung auf den Besuch der „echten“<br />

Stadtratssitzung am Abend desselben Tages.


Diese Sitzung fand aber ausnahmsweise nicht im Rathaus, sondern in der<br />

Mensa der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule statt. Bürgermeister Heinz Weigl begrüßte<br />

die Klasse M9 sowie Rektor Rudolf Teplitzky und Konrektor Werner Winderl.<br />

Auf der Tagesordnung standen ein Sachstandsbericht zur Schulsanierung und<br />

ein Antrag für eine Solarparkanlage beim Industriegebiet. „Dieser Besuch soll<br />

für die Schüler ein Ansporn sein, etwas für ihre Heimatgemeinde zu bewegen<br />

oder sich später einmal für ein Kommunalamt zu bewerben“, sagte der Bürgermeister.<br />

Mit der Tagesordnung in den Händen verfolgten die Schüler aufmerksam<br />

die Sitzung. In der Pause wurden Stadträte und Gäste von den Mädchen<br />

der Schülerfirma „future point“ mit Sandwiches und Getränken verwöhnt.<br />

Der zweite Projekttag war für die<br />

Schüler ein erster Höhepunkt,<br />

denn fünf Stadträte kamen in<br />

die Schule und halfen den „Jugendfraktionen“,<br />

die Anfragen<br />

und Anträge auszuarbeiten. „Der<br />

Stadtrat möge beschließen, dass<br />

die Bushaltestelle vor der Schule<br />

überdacht wird“, so beginnt<br />

zum Beispiel ein Beschlussvorschlag<br />

für die Stadtratssitzung<br />

eine Woche später. Diese Sitzung<br />

wird unter dem Vorsitz der zweiten<br />

Bürgermeisterin Christa Zapf<br />

am Montag darauf nur „gespielt“.<br />

„In kleinen Gemeinden ist die<br />

Chance groß, dass Themen aus<br />

der Schülersitzung im Stadtrat<br />

übernommen werden. Nicht nur<br />

die Schüler, auch die Politiker sollen etwas lernen“, sagte Yvonne Lehmann von<br />

der Friedrich-Ebert-Stiftung im Klassenzimmer. „Politik braucht verschiedene<br />

Denkweisen“, meinte Gertrud Waldherr und Peter Forster erläuterte: „Ich<br />

möchte mitgestalten!“ Stefan Schwander erzählte, wie er über einen Freund<br />

bei der Kommunalpolitik landete und Josef Blödt möchte alles dafür tun, seine<br />

Heimatstadt nach vorne zu bringen. „Es ist wichtig, alles zu erhalten, was wir<br />

haben“, lautete der Schwerpunkt von Ludwig Berger. Die Jugendlichen hatten<br />

bereits am Tag zuvor vier gleich starke Parteien gebildet und ihre Fraktionssprecher,<br />

Stellvertreter und Schriftführer bestimmt. Nun durften sie sich jeweils einen<br />

Stadtrat „angeln“, um in einer Art Fraktionssitzung die Stadtratssitzung<br />

vorzubereiten. Jede Partei hatte dazu bereits ein Thema für einen Antrag so-<br />

47


48<br />

wie Themen für zwei Anfragen<br />

festgesetzt. Die Experten halfen<br />

kompetent bei der Formulierung<br />

und die Jugendlichen arbeiteten<br />

engagiert an den Anfragen und<br />

Anträgen. Sie waren sichtlich mit<br />

Stolz erfüllt, dass sie mit „echten“<br />

Räten zusammenarbeiten<br />

durften, die ihr Wissen gerne und<br />

mit sichtlicher Freude weitergaben.<br />

Nun stand das große Finale an: Die Schülerinnen und Schüler waren selbst<br />

Stadträte und durften über ihre Fraktionen Kommunalpolitik gestalten. Zweite<br />

Bürgermeisterin Christa Zapf leitete die Sitzung, die wiederum in der Mensa<br />

stattfand, und begrüßte die jungen Damen und Herren Stadträte am Ratstisch.<br />

Unterstützt wurde sie von Amtsrat Peter Spichtinger, der zu einigen Themen<br />

Hintergrundinformationen lieferte. Da konnten auch alte Hasen noch was lernen!<br />

Die Jugendfraktionen hatten einen Katalog an Themen ausgearbeitet,<br />

wobei sie ja von „echten“ Stadträten unterstützt worden waren. Diese saßen<br />

nun auf den Zuschauerplätzen, als die Schüler ihre Anfragen und Anträge so<br />

vorbrachten, wie auch ein regulärer Stadtrat in einer Kommune handeln würde.<br />

Waren sie am Anfang noch etwas nervös, so lebten sie sich im Laufe der<br />

Sitzung in ihre Rolle ein und diskutierten und argumentierten sehr sachorientiert.<br />

Der Beschlussvorschlag der Fraktion weiß lautete: „Der Stadtrat möge<br />

beschließen, dass die wenig genutzten Spielplätze abgebaut und die stark frequentierten<br />

Plätze mit neuen und modernen Geräten ausgestattet werden.“<br />

Der Antrag wurde mit Kosten- und Arbeitsersparnis begründet und angeregt,<br />

sich auf wenige und attraktive Spielplätze zu konzentrieren. „Welche Spielplätze<br />

sollen hergerichtet werden?“, wollte der Sprecher der Fraktion blau wissen.<br />

Amtsrat Peter Spichtinger half aus und ergänzte den Beschlussvorschlag mit<br />

den Worten „nach einer Erhebung durch die Stadt“. Mit 15:12 Stimmen wurde<br />

der Antrag angenommen.<br />

Die Fraktion orange stellte den Antrag, dass mehr Abfallbehälter aufgestellt<br />

werden und diese Beutel für Hundekot vorhalten. Umweltsünder, die Abfall<br />

auf Straßen werfen, sollen angezeigt und das Bußgeld erhöht werden. „Eine<br />

schmutzige Stadt ist kein Aushängeschild für Touristen. Wir wollen ein sauberes<br />

Stadtbild!“, so die Begründung. Der Beschluss ging mit den Gegenstimmen<br />

einer Fraktion durch. Ein weiterer Antrag lautete auf Überdachung der Bushaltestelle<br />

an der Grund- und Hauptschule. „Das ist ein guter Vorschlag. Den<br />

sollten wir an den Stadtrat weitergeben und den Architekten einbeziehen“,<br />

sagte Bürgermeisterin Christa Zapf. Sehr kontrovers und erfrischend diskutierten<br />

die jugendlichen Stadträte den Antrag der Fraktion Grün um Anschaffung<br />

eines neuen Feuerwehrlöschfahrzeuges. Viele sind in den Jugendwehren der<br />

Gemeinden Oberviechtach, Gleiritsch, Niedermurach, Schönsee, Teunz und<br />

Winklarn aktiv und warteten mit Fachwissen und Alternativvorschlägen auf.<br />

Da noch Klärungsbedarf bestand, wurde der Antrag vertagt. „Vielen Dank für<br />

die konstruktive Mitarbeit. Ich hoffe, ihr betrachtet die Arbeit im Stadtrat nun<br />

aus einer anderen Sichtweise“, sagte Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf am<br />

Ende der Sitzung. Und als Klassenlehrer Werner Winderl fragte, wer sich später<br />

einmal in der Kommunalpolitik engagieren möchte, schnellten 14 Finger in die<br />

Höhe.<br />

Das Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin beschäftigte also die 26 Mädchen<br />

und Jungen der M9 nicht nur drei Tage lang intensiv, sondern vermittelte<br />

detailliertes Fachwissen und gab Einblick in Entscheidungen der Stadt- oder<br />

Gemeinderäte. Abschließend verteilten Nikolai Welnhofer und Detlef Staude<br />

von der Friedrich-Ebert-Stiftung an die Jugendlichen noch Zertifikate, welche<br />

diese als engagierte Teilnehmer des Planspiels Kommunalpolitik ausweisen.


Hoher Besuch in der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

Auch in diesem Jahr besuchte der Heilige Nikolaus wieder unsere Schule. Bereits<br />

am Freitag, den 4. Dezember, während der Unterrichtszeit war er unterwegs<br />

zu der 1. Klasse. Dort wurde er mit einem Gedicht begrüßt. Als er aus<br />

seinem goldenen Buch vorlas und sowohl Lob als auch Tadel an die Kinder austeilte,<br />

war es mucksmäuschenstill. Die Furcht war jedoch schnell verflogen, als<br />

sich der Nikolaus nach einem Lied wieder verabschiedete und einen großen<br />

Sack mit süßen Sachen im Klassenzimmer zurückließ.<br />

49


50<br />

Den eigenen Fähigkeiten auf der Spur<br />

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule verbringen<br />

eine Woche in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen.<br />

„Jeder von euch hat einzigartige Fähigkeiten“, so die Leiterin des Seminars<br />

„Vertiefte Berufsorientierung“ Nadine Schmidbauer. Diese zu eruieren und sie<br />

dann mit konkreten Berufsprofilen in Einklang zu bringen, war das Ziel dieser<br />

Woche. Die vier achten Klassen machten sich deshalb mit ihren Klassenleitern<br />

Peter Münch, Hans Wutz, Karl-Heinz und Elisabeth Reinhardt auf den Weg<br />

nach Waldmünchen.<br />

Das Thema des ersten Seminartages stand ganz im Zeichen der Suche nach<br />

den eigenen Fähigkeiten. Hoch im Kurs steht dabei in der heutigen Berufswelt<br />

die Teamfähigkeit. Übungen und Spiele dazu führten den Teilnehmern deutlich<br />

vor Augen, dass für die Leistung einer Gruppe jeder mitverantwortlich ist.<br />

Seine besonderen Fähigkeiten durfte dann jeder Schüler am nächsten Tag der<br />

Gruppe in einer sogenannten Selbstdarstellung präsentieren.<br />

Welche Berufe passen nun zu meinen Neigungen, Interessen und Voraussetzungen?<br />

Dieser Frage gingen dann die Teilnehmer unterstützt von ihren Betreuern<br />

nach, suchten nach ihren „Traumjobs“ und analysierten diese nach<br />

Ausbildungsinhalten, Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten und vielen weiteren<br />

Kriterien.<br />

Um die Ausbildungsstelle zu<br />

bekommen, gilt es allerdings<br />

die schwere Hürde „Vorstellungsgespräch“<br />

zu meistern.<br />

Auf dieses wurden die Teilnehmer<br />

am vorletzten Tag intensiv<br />

vorbereitet. Dabei lernten<br />

sie, wie man sich in dieser<br />

Situation vorteilhaft kleidet<br />

und richtig verhält. Natürlich<br />

musste sich dann jeder vor<br />

den „Personalchefs“ beweisen<br />

und konnte so wichtige<br />

Erfahrungen sammeln.<br />

Neben dem anstrengenden<br />

Tagesprogramm war in der<br />

Freizeit auch einiges geboten.<br />

Ein Besuch im Aqua-Fit mit<br />

Herrn und Frau Reinhardt, ein<br />

Kicker-Turnier mit Herrn Wutz<br />

und Herrn Münch, Billard,<br />

Tischtennis, Spiele im urigen<br />

Schlosskeller und als absolutes Highlight die Schlossdisco am letzten Abend<br />

ließen keinerlei Langeweile aufkommen.<br />

Alle Achtklässler waren sich letztlich einig: Dieses Seminar stellt sowohl für<br />

den Zusammenhalt in der Klasse als auch für die individuelle Berufsorientierung<br />

eine große Hilfe dar. Manche wollten sogar noch eine Woche verlängern<br />

...


Wikipedia – die freie <strong>Online</strong>-Enzyklopädie<br />

Klasse M7 (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia)<br />

Welcher Schüler kennt sie nicht – die Seiten von Wikipedia? Das Entstehen vieler<br />

Referate geht auf diese <strong>Online</strong>-Enzyklopädie zurück. Was aber ist Wikipedia,<br />

wer stellt die Artikel ins Netz und wie gut sind die Beiträge? Diesen Fragen<br />

ging die Klasse M7 nach.<br />

Was ist Wikipedia?<br />

Die Wikipedia ist eine 2001 gegründete freie <strong>Online</strong>-Enzyklopädie in zahlreichen<br />

Sprachen. Der Name Wikipedia ist ein Kofferwort, das sich zusammensetzt<br />

aus „Wiki“ (der mit dem hawaiischen Wort für „schnell“ bezeichneten<br />

Technik zur gemeinsamen Erstellung von Internetseiten) und „Encyclopedia“,<br />

einer der englischen Schreibweisen des Wortes Enzyklopädie. „Freie Enzyklopädie“<br />

bedeutet, dass jeder Internetnutzer auf die Berichte und die Bilder zugreifen<br />

und diese auch nutzen kann. Allerdings sind dabei die Nutzungsbedingungen<br />

zu beachten.<br />

Die Artikel der <strong>Online</strong>-Enzyklopädie werden von einer weltweiten Autorengemeinschaft<br />

unentgeltlich erstellt. Der Klassenlehrer der M7 ist einer der<br />

Mitarbeiter von Wikipedia. Von ihm wurden bisher eine Reihe von Beiträgen<br />

neu angelegt und mehrere hundert Artikel bearbeitet. Jeder Internetbenutzer<br />

kann Wikipedia-Artikel nicht nur lesen, sondern auch selbst bearbeiten. Dies<br />

ist auch anonym möglich. Dabei wird allerdings die IP-Adresse des Computers<br />

unwiderruflich gespeichert und ist für jeden Besucher einsehbar. Die meisten<br />

Autoren schreiben unter ihrem Namen oder verwenden ein Passwort. Alle Beiträge<br />

werden von Mitarbeitern überprüft, verbessert, ergänzt oder gelöscht.<br />

Die Gemeinschaft der Mitarbeiter diskutiert und entscheidet diese Dinge.<br />

Bisher haben international etwa 1.016.000 angemeldete Mitarbeiter (Stand:<br />

31. Oktober 2009) und eine unbekannte Zahl nicht angemeldeter Nutzer zur<br />

Wikipedia beigetragen. Mehr als<br />

6700 Autoren (Stand: 31. Oktober<br />

2009) arbeiten regelmäßig bei der<br />

deutschsprachigen <strong>Ausgabe</strong> von<br />

Wikipedia mit.<br />

Betrieben wird die Wikipedia von<br />

der Wikimedia Foundation, Inc., einer<br />

US-amerikanischen Organisation<br />

mit Sitz in San Francisco, Kalifornien.<br />

Die Ziele des Unternehmens sind nicht gewinnorientiert. Der Betrieb<br />

von Wikipedia wird durch Spenden finanziert. In vielen Ländern gibt es zudem<br />

unabhängige Wikimedia-Vereine, die mit der Stiftung zusammenarbeiten. In<br />

Deutschland ist dies „Wikimedia Deutschland“.<br />

Entstehung von Wikipedia<br />

Anfang 2001 wurden Larry Sanger und Jimmy Wales auf das Wiki-System aufmerksam,<br />

mit dessen Hilfe Benutzer einer Website diese nicht nur lesen, sondern<br />

auch direkt im Browser verändern können. Am 15. Januar 2001 war das<br />

Wiki der Nupedia unter der eigenständigen Adresse wikipedia.com abrufbar,<br />

was seither als die Geburtsstunde der Wikipedia gilt.<br />

Ursprünglich war die Wikipedia als Spaß-Projekt („fun project“) neben der<br />

Nupedia angekündigt worden. Dank ihrer Offenheit jedoch entwickelte sich<br />

Wikipedia überraschend schnell. Sie blieb und bleibt aber werbefrei. Deshalb<br />

wurde von der wikipedia.com-Website-Adresse zu der für nicht-kommerzielle<br />

Organisationen reservierten Top-Level-Domain „.org“ gewechselt. Am 20. Juni<br />

2003 kam es zur Gründung der gemeinnützigen Wikimedia Foundation. Die<br />

Namensrechte und die Server für den Betrieb der Webseiten wurden an die<br />

Stiftung überschrieben. Mittlerweile gibt es die Wikipedia in über 260 Sprachen.<br />

51


52<br />

So entstehen Beiträge<br />

Das Wiki-System erlaubt es jedem Benutzer der entsprechenden Website der<br />

Wikipedia, Artikel und Beiträge zu verfassen und Texte zu ändern, ohne sich<br />

anmelden zu müssen. Bestimmte, in der Regel umstrittene Artikel können von<br />

nicht angemeldeten oder von neu angemeldeten Benutzern nicht bearbeitet<br />

werden; es kommt auch vor, dass ein Artikel so stark umstritten ist oder mutwillig<br />

entstellt wird (Vandalismus), dass er für jegliche Bearbeitung gesperrt<br />

wird.<br />

Eine eigentliche Redaktion gibt es nicht, das Prinzip basiert vielmehr auf der<br />

Annahme, dass sich die Benutzer gegenseitig kontrollieren und korrigieren.<br />

Die deutschsprachige Wikipedia hat 2008 das System der Sichtung eingeführt.<br />

Dadurch wird allen unangemeldeten Benutzern automatisch die letzte gesichtete<br />

Version eines Artikels angezeigt. Neuere ungesichtete Versionen bereits<br />

gesichteter Artikel werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.<br />

Jede Seite verfügt über eine eigene Diskussionsseite, auf der jeder Benutzer<br />

seine Anregungen notieren kann. Sie gibt zudem Aufschluss über die Entwicklungsgeschichte<br />

eines Artikels und eventuelle Streitpunkte. Jede ältere Version<br />

kann aufgerufen und mit anderen Versionen verglichen werden. Dabei ist der<br />

stets der Name des Autors oder bei anonymer Bearbeitung die IP-Adresse des<br />

Computers, von dem aus die Seite verändert wird, unwiderruflich angegeben.<br />

Einmal abgespeicherte Beiträge können nicht mehr gelöscht werden.<br />

Grundsätze<br />

Vier Grundsätze sind unumstößlich und können auch nach Diskussionen nicht<br />

geändert werden:<br />

> Wikipedia ist eine Enzyklopädie<br />

> Beiträge sind so zu verfassen, dass sie dem Grundsatz des neutralen Standpunkts<br />

entsprechen<br />

> Geltendes Recht – insbesondere das Urheberrecht – ist strikt zu beachten<br />

> Andere Benutzer sind zu respektieren und die Wikiquette einzuhalten<br />

Die Grundsätze „neutraler Standpunkt“, „Nachprüfbarkeit“ und „Keine Theoriefindung“<br />

legen die inhaltliche Ausrichtung der Artikel fest. In der Wikipedia<br />

arbeiten Autoren mit unterschiedlichen politischen, religiösen und weltanschaulichen<br />

Ansichten zusammen. Als offene Enzyklopädie schließt sie niemanden<br />

wegen seiner Anschauungen aus.<br />

Verbreitung von Wikipedia<br />

Wikipedia ist gegenwärtig das meist benutzte <strong>Online</strong>-Nachschlagewerk und<br />

rangiert auf Platz Sieben der meistbesuchten Webseiten. Die englischsprachige<br />

Version ist mit Abstand die am häufigsten aufgerufene, sie wird gefolgt von<br />

der japanischen und der deutschsprachigen Version. Neben ihrer Funktion als<br />

Enzyklopädie spielt die Wikipedia zunehmend eine größere Rolle als Medium<br />

für die Verbreitung von aktuellen Nachrichten, zum Beispiel auch in Krisensituationen.<br />

Wikipedia im Vergleich<br />

Im Dezember 2007 veröffentlichte die Zeitschrift Stern einen Vergleich zwischen<br />

Wikipedia und der <strong>Online</strong>-<strong>Ausgabe</strong> des Brockhaus. Der Recherchedienst<br />

„Wissenschaftlicher Informationsdienst WIND GmbH“ in Köln überprüfte 50<br />

zufällig ausgewählte Einträge zu den Themen Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft,<br />

Kultur, Unterhaltung, Erdkunde, Medizin, Geschichte und Religion<br />

auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit. Wikipedia er-


zielte über alle Bereiche eine Durchschnittsnote von 1,7 nach deutschen Schulnoten,<br />

während die Brockhaus-Einträge zu den gleichen Stichworten nur auf<br />

eine Durchschnittsnote von 2,7 kamen.<br />

Bei 43 Artikeln gaben die Tester der Wikipedia bessere Noten als der kostenpflichtigen<br />

Konkurrenz, in einem Fall erhielten beide Nachschlagewerke die<br />

gleiche Note, bei sechs Stichworten lag der Brockhaus vorn. Ebenso bei der<br />

Verständlichkeit; einige Wikipedia-Artikel fanden die Tester zu kompliziert, andere<br />

zu weitschweifig und zu lang. Lobend erwähnte der Stern das besonders<br />

gute Abschneiden der Wikipedia in der Kategorie „Aktualität“, während er sich<br />

überrascht zeigte, dass die Wikipedia auch in der Rubrik „Richtigkeit“ siegte,<br />

„angesichts der Tatsache, dass hier Freiwillige gratis gegen professionelle Redakteure<br />

antreten, sei dies nicht zu erwarten gewesen“.<br />

Junge Flötenspielerinnen<br />

bereichern Adventsaktion<br />

Auf Einladung des DESO-Kooperationspartners, der ortsansässigen Norma-<br />

Filiale, trat die Flötengruppe unter Leitung von Alois Schneeberger bei der Aktionswoche,<br />

welche der Lebensmitteldiscounter zum Beginn der Adventszeit<br />

veranstaltete, auf. Die jungen Musikerinnen spielten adventliche Weisen und<br />

ernteten vom zahlreichen Publikum anerkennenden Applaus. Große Augen<br />

machten die Kinder, als sie nach dem Auftritt von der Marktleitung mit Geschenkpäckchen<br />

belohnt wurden.<br />

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54<br />

„future point“serviert<br />

Gyrossuppe mit Fladenbrot<br />

In Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Norma-Filiale bewirtete die Schülerfirma<br />

“future point“ Kunden des Lebensmittelhändlers mit Gyrossuppe und<br />

Fladenbrot. Die erforderlichen Zutaten wurden vom Kooperationspartner, von<br />

der Bäckerei Beer und von der Metzgerei Kuttner kostenlos zur Verfügung gestellt,<br />

zubereitet wurde die vollwertige Mahlzeit von den Schülerinnen in der<br />

Schulküche unter der Leitung von Fachlehrerin Margaretha Eckl. Viele Kunden<br />

waren an diesem Nachmittag überrascht, als ihnen von den Schülerinnen in<br />

gekonnter und charmanter Weise dieses Gericht für nur einen Euro angeboten<br />

wurde. Die Kundschaft war mit dem Angebot so zufrieden, dass alle vorbereiteten<br />

Portionen reißend Absatz fanden. Die Gäste lobten die Kochkunst<br />

und den Service und fragten immer wieder nach dem Rezept und der Art der<br />

Zubereitung. Gerne gaben die Mädchen Auskunft und freuten sich, dass diese<br />

Aktion zu einem solchen Erfolg wurde.<br />

Gyrossuppe für vier Personen<br />

Zutaten und Zubereitung<br />

300 g Schweineschnitzel, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Speiseöl, 1 EL Gyrosgewürz:<br />

Das Fleisch waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Die gepresste<br />

Knoblauchzehe zusammen mit Öl und dem Gyrosgewürz zum Fleisch geben<br />

und mischen, anschließend 2 bis 3 Stunden marinieren.<br />

200 ml Schlagsahne:<br />

Das Fleisch wird portionsweise in einer Pfanne von allen Seiten angebraten<br />

und mit der Sahne übergossen.<br />

1 Zwiebel, 1 grüne und 1 rote Paprikaschote, 2 EL Olivenöl:<br />

Die Zwiebel wird in Halbringe, die Paprikaschoten werden in Streifen geschnitten<br />

und beides wird in Öl angedünstet.<br />

1/2 Dose Gemüsemais, 1 Beutel Zwiebelsuppenpulver, 400 ml Wasser:<br />

Der Gemüsemais, das Zwiebelsuppenpulver und das Wasser werden dazugegeben<br />

und zum Kochen gebracht. Anschließend lässt man es dann etwa 10 Minuten<br />

köcheln.<br />

1 Glas (200 ml) Zigeuner- oder Chilisauce, 60 g Schmelzkäse:<br />

Die Zigeuner- bzw. Chilisauce, der Schmelzkäse und das marinierte Fleisch werden<br />

nun in die Suppe gegeben und unter Rühren zum Kochen gebracht, bis sich<br />

der Käse aufgelöst hat.<br />

Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 1 TL Thymian:<br />

Zum Abschluss wird die Gyrossuppe mit Salz, Pfeffer und Thymian abgeschmeckt.<br />

TIPP:<br />

Den Schmelzkäse erst mit etwas Suppe glatt rühren und dann unter die Suppe<br />

rühren: So können sich keine Klümpchen bilden!


Förderverein und Schülerfirmen<br />

auf dem<br />

Christkindlmarkt<br />

Die Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-<br />

Schule war auf dem<br />

31. Oberviechtacher<br />

Christkindlmarkt mit<br />

einer Bude vertreten:<br />

Der Förderverein informierte,<br />

die Schülerfirma<br />

„future point“ bot<br />

Plätzchen und Punsch<br />

aus der Schulküche an<br />

und die Schülerfirma<br />

„eisenbarth-print“ hatte<br />

Blöcke und T-Shirts<br />

mit lokalen Motiven<br />

im Verkauf. Dieses Angebot der Schule fügte sich gut in die Atmosphäre des<br />

weihnachtlichen Dorfes am Marktplatz ein und es war den ganzen Tag über<br />

reger Betrieb am DESO-Stand. Der Christkindlmarkt insgesamt war auch heuer<br />

wieder ein Besuchermagnet und das trockene, kalte Wetter bot beste Voraussetzungen<br />

für das Gelingen. Ein reichhaltiges Angebot an kulinarischen<br />

Spezialitäten und ein gelungenes und abwechslungsreiches Programm auf der<br />

Bühne sprachen Besucher aller Altersgruppen an, sodass man mit Familie oder<br />

Freunden die vorweihnachtliche Stimmung in vollen Zügen genießen konnte.<br />

Wie funktioniert ein<br />

Verbrennungsmotor<br />

Verbrennungsmotoren sind<br />

Energiewandler, wobei chemische<br />

Energie (z.B. Benzin- oder<br />

Dieselkraftstoff) in Wärme und<br />

Bewegung umgewandelt wird.<br />

„Aber wie funktioniert so ein<br />

Motor tatsächlich?“, fragten<br />

einige Schüler im PCB-Unterricht<br />

der M9. „Kein Problem!“,<br />

meinten Matthias Gresser und<br />

Mathias Herold. Beide Schüler<br />

brachten zur nächsten PCB-<br />

Stunde jeweils einen Motor<br />

mit: einen Vier-Takter aus einem<br />

Rasenmäher und einen<br />

Zwei-Takter aus einem Moped. Gekonnt und fachmännisch zerlegten die beiden<br />

Experten die Motoren, sodass die Mitschülerinnen und Mitschüler auch<br />

Einsicht in das Innenleben der Maschinen nehmen konnten. Anschaulich wurden<br />

ihnen die Funktionsweisen der Motorteile wie Kolben, Zündkerze, Ein- und<br />

Auslassventil und Pleuelstange vor Augen geführt, und es gab keine Frage, welche<br />

die Motorexperten nicht beantworten konnten. Und wer dachte, es würde<br />

knifflig werden, die Motoren wieder fachgerecht zusammenzusetzen, wurde<br />

eines Besseren belehrt: In kürzester Zeit bauten die beiden Jungs die Motoren<br />

wieder zusammen!<br />

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56<br />

Alexander Dekin, Klasse M7<br />

Bäume<br />

Florian Lehner, Klasse 5b


Adventsgottesdienst<br />

2009<br />

„Worauf wartet ihr eigentlich?“ war das Motto des ökumenischen Adventsgottesdienstes<br />

für die 1. – 10. Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule. Klar, momentan<br />

warten sicher alle auf Weihnachten, auf die Ferien, auf viele Geschenke.<br />

Aber wir müssen darauf achten, dass wir über all der Geschäftigkeit (wie Martha)<br />

nicht das Wichtigste verpassen: Jesus kommt zu uns!!!<br />

Der Gottesdienst wurde zelebriert von Stadtpfarrer Kaufmann und Herrn Prädikant<br />

Zirkelbach. Mitgewirkt haben viele katholische und evangelische Schüler<br />

von der zweiten bis zur zehnten Klasse unter der Leitung von Herrn Weiß<br />

und Frau Hutzler.<br />

Herr Lesser und Herr Knott übernahmen mit der Bläsergruppe wieder die musikalische<br />

Umrahmung. Besonders schön war es, dass die zwei vierten Klassen,<br />

die Lieder mit Herrn Teplitzky besonders gut geübt hatten und alle Schüler mit<br />

ihrem begeisterten Singen und Klatschen ansteckten. Zum Abschluss wurden<br />

noch die zwei Adventskränze geweiht, die jetzt die Aulen der Grund- und<br />

Hauptschule zieren.<br />

Strom aus Biomasse<br />

M8-Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule nehmen Biogasanlage in Raggau<br />

unter die Lupe.<br />

„Früher haben wir Kühe gefüttert, heute füttern wir Bakterien.“ Schon der erste<br />

Satz des Biogasanlagenbetreibers Bernhard Lottner aus Raggau versetzte<br />

die Schülerinnen und Schüler der beiden M8-Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-<br />

Schule ins Staunen. Als Ausweitung des Themas „Urproduktion“ im Fach AWT<br />

(Arbeit/Wirtschaft/Technik) durften sich diese in Begleitung ihrer Klassenleiter<br />

Karl-Heinz und Elisabeth Reinhardt mit der neuartigen Technologie vor Ort<br />

auseinandersetzen. Zu Beginn der Führung erklärte Herr Lottner, warum er seinen<br />

Betrieb vor vier Jahren in diese Richtung spezialisierte. Die fallenden Preise<br />

für landwirtschaftliche Produkte spielten dabei unter anderem eine wichtige<br />

Rolle. Anschließend erläuterte er bei einem Rundgang die Funktionsweise seiner<br />

Anlage.<br />

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Ausgangstoff ist die sogenannte Biomasse, welche zum größten Teil aus Silage<br />

besteht und aus Pflanzen hergestellt wird, die auf den eigenen Feldern<br />

angebaut werden. Diese kommt dann in den Vorfermenter, wo sie so lange lagern<br />

muss, bis sie „sauer“ genug ist, um an die Bakterien verfüttert werden zu<br />

können, die im Hauptfermenter schon sehnsüchtig auf neue Nahrung warten.<br />

Die kleinen fleißigen Helfer zersetzen die Biomasse und als „Abfallprodukt“<br />

entsteht das kostbare Biogas. Ständige Labortests überwachen dabei den<br />

Hunger und die Verdauungstätigkeit der kleinen Nutztierchen. Sie sind äußerst<br />

sensibel und reagieren sofort auf Veränderungen ihrer Umgebung. „Im<br />

schlimmsten Fall stellen sie sogar die Arbeit ganz ein, was mir allerdings noch<br />

nicht passiert ist“, führte Herr Lottner aus. Das Biogas besteht hauptsächlich<br />

aus Methan und Kohlendioxid. Es wird dann aus dem Fermenter zu einem 300<br />

PS starken Motor gepumpt, welcher einen Generator antreibt. Den dadurch<br />

erzeugten Strom nutzt der Landwirt zum einen Teil um seine Anlage zu betreiben,<br />

den Rest speist er in das öffentliche Stromnetz ein. „Die Anlage läuft<br />

computergesteuert das ganze Jahr über – falls ein Fehler auftritt, werde ich<br />

sofort über Handy benachrichtigt“, so der Besitzer.<br />

Im Anschluss an die Führung stand Herr Lottner noch für Fragen zur Verfügung.<br />

Die Schüler wollten natürlich wissen, wie viel so eine Anlage kostet, ob<br />

sie CO2-neutral arbeiten kann, wie viel Strom sie am Tag produziert und vieles<br />

mehr. Nachdem der Wissensdurst der äußerst interessierten Achtklässler gestillt<br />

war, bedankten sich die Klassensprecher mit einem Präsent und traten<br />

mit vielen neuen Informationen den Heimweg an.


Weihnachtsfeier am 22.12.2009 im Altenheim<br />

Projekt der Klassen 10 AB<br />

Gerlinde Lohrer<br />

In der letzten Woche vor Weihnachten gestalteten die Schüler der Klassen M10<br />

A und M10 B einen Adventsnachmittag im Altenheim.<br />

Die Schüler im Fach Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich begannen dieses Projekt<br />

im November mit einer Besichtigung des Alten- und Pflegeheims in Oberviechtach.<br />

Die Heimleiterin, Katharina Schneider, führte die Schüler durch das<br />

gesamte Haus und sie waren von den seniorengerechten und freundlich eingerichteten<br />

Zimmern der Bewohner sehr beeindruckt.<br />

Durch Gespräche und Hilfestellungen zur Bewältigung der alltäglichen Probleme<br />

wollten die Schüler den Senioren eine Freude bereiten und gestalteten<br />

einen Nachmittag im Altenheim.<br />

Mit dem Lied „Alle Jahre wieder“ stimmte Rektor Rudolf Teplitzky mit den<br />

Schülern die Senioren musikalisch auf den bevorstehenden besinnlichen<br />

Nachmittag ein. Weitere Lieder wie „Wir sagen Euch an den lieben Advent“,<br />

„Leise rieselt der Schnee“ oder auch „We wish you a Merry Christmas brachten<br />

Abwechslung in den gemütlichen Nachmittag.<br />

Unterstützt von ihren Mitschülern bereiteten sie zusammen mit ihren Klassenleitern,<br />

Gertraud Waldherr und Horst Bittner sowie Gertraud Hutzler im<br />

Fach Religion verschiedene Programmpunkte vor. So studierte man mit den<br />

Schülern verschiedene Theaterstücke wie „Das falsche Geschenk, „Die Stille<br />

Nacht“, ein, wobei sich die Senioren sichtlich über die Schauspielertalente freuten.<br />

Die „Geschichte mit den 4 Kerzen“ deutete den Bewohnern, dass man die<br />

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Hoffnung nie aufgeben darf und so wurden die Kerzen „Liebe“, „Glaube“ und<br />

„Frieden“ von 2 Mädchen erneut entzündet. Die Geschichte „Schwefelhölzer“<br />

und verschiedene Mundartgedichte versetzten manchen Bewohner wieder in<br />

frühere Zeiten und ließen ihre Gemüter aufblühen.<br />

Ein weiterer Höhepunkt war die Geschichte „Zehn Englein“, welche von den<br />

Schülern vorgetragen wurden, veranschaulicht durch selbst gemalte Plakate.<br />

In vielen Stunden falteten die Schüler Engelchen aus Papier, womit sie die<br />

Heimbewohner überraschten und diese sichtlich erfreut waren.<br />

Fachlehrer Josef Messbauer übernahm mit seiner Gruppe im Fach Kommunikationstechnischer<br />

Bereich die Gestaltung der Einladungskarten und des Programms.<br />

Katharina Schneider freute sich über die mitgebrachten Geschenke<br />

für das Altenheim. Dies waren ein Sternmobile aus Holz, welches die Gruppe<br />

unter der Leitung von Fachlehrer Friedrich Schwarz mit viel Mühe herstellte,<br />

sowie ein selbstgebundener Türkranz der HsB-Gruppe.<br />

Die Schüler der HsB-Gruppe waren mit ihrer Fachlehrerin Gerlinde Lohrer für<br />

das leibliche Wohl zuständig. Eifrig wurden Stollen, Kokoskuchen und vieles<br />

mehr gebacken und weihnachtlich verziert. Während die Schüler die Heimbewohner<br />

mit Kaffee und Kuchen bewirteten, entstand doch des Öfteren ein kleines<br />

Gespräch zwischen Jung und Alt.<br />

Am Ende eines besinnlichen und für alle Beteiligten gelungenen Adventsnachmittags<br />

stimmten Jung und Alt das Lied „O du fröhliche“ an.<br />

Durch diese Feier wurde einerseits den älteren Menschen Freude in den Alltag<br />

gebracht, die jungen Menschen durften andererseits erfahren, wie man mit<br />

kleinen Aufmerksamkeiten, sei es durch ein nettes Wort oder auch liebevolle<br />

Geste, Großartiges leisten kann.<br />

In einem weiteren Praktikum im Altenheim werden die Schüler einen Einblick<br />

in die verschiedenen Pflegebereiche bekommen und auch die Arbeitsbereiche<br />

eines Altenpflegers kennenlernen!


Was hat der Nikolaus mit Schnaps und Polizei am Hut?<br />

Vorweihnachtszeit, 18. Dezember 2008, 11:25 Uhr. Durchsage von Frau lang:<br />

„Alle Schülerlotsen und Schulbuslotsen treffen sich jetzt mit den Streitschlichtern<br />

in der Mensa!“<br />

Nanu? … Polizei ist da! - Streitschlichter? Was ist da los? … Herr Dietl und Herr<br />

Friedrich im Stress! – Rektor Teplitzky eilt aufgeregt dazu! … Da ist was los! …<br />

endlich … aber: Wir wissen es nicht, wir haben (leider) Unterricht! - Neugier?<br />

Neugier? Neugier? …<br />

Haben die Lehrer (die beiden eben genannten vielleicht gar) über die Stränge<br />

geschlagen? …<br />

Wir wissen es nicht! … Wir wissen es nicht! … Wir wissen es nicht! … ach ... Aber<br />

„Mensa“; was soll das? - Fragen über Fragen und keiner sagt uns was!<br />

Nicht verzagen, Internet befragen! Und da ist die Lösung; Tim Fleischmann von<br />

der „M9“ hat einen Bericht geschrieben:<br />

Weihnachtsfeier für „Ehrenämtler“<br />

Am vergangenen Freitag trafen sich Schülerlotsen, Schulbuslotsen und Streitschlichter<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule zu einem besinnlichen Zusammensein<br />

in der Schulmensa.<br />

In diesem Jahr nahmen auch zum ersten Mal die Streitschlichter daran teil. Und<br />

zum ersten Mal gab es für einen solchen Anlass auch ein tolles Essen auf feierlich<br />

gedeckter Tafel für die geladenen Gäste. Die Metzgerei Gillitzer versorgte uns mit<br />

Schnitzel und Pommes, während die Mädchen der Schülerfirma „future point“<br />

Punsch servierten.<br />

Natürlich ergriffen alle Ehrengäste das Wort, um den Schülern dafür zu danken,<br />

dass sie eifrig ihren Job erledigten, obwohl keine Verpflichtung sie dazu zwingen<br />

würde.<br />

Um dem Beisammensein einen besinnlichen und freudigen Ausklang zu geben,<br />

las Polizeioberkommissar Senft eine Weihnachtsgeschichte von Toni Lauerer vor.<br />

Aber was hat nun der Nikolaus mit Schnaps und Polizei am Hut? …das ist immer<br />

noch nicht klar!<br />

Nun, unser Schülerlotsenausbilder, Herr Senft hat dann noch eine Geschichte<br />

von Toni Lauerer vorgelesen, wie es dem Nikolaus nach all den Hausbesuchen<br />

ergangen ist. Leider haben ihm die Leute immer ein Schnäpschen angeboten<br />

- nach vollendeter Arbeit - er musste aber nach Hause fahren, und wie das<br />

Schicksal es so will, die Polizei – wie originell – hat ihn kontrolliert! …<br />

Man kann sich vorstellen, wie es ist, wenn ein Polizist erzählt, was ein Be(tr).<br />

offener erlebt! …<br />

Einige Bilder auf dieser Seite (v)ermitteln das Geschehen!<br />

Und wo ist „der Verkehrslehrer Friedrich“ auf den Bildern? Hat ihn gar Polizist<br />

M. aus dem Verkehr gezogen, weil er ohne Sicherheitsgurt unterwegs war? …<br />

nein, ganz und gar nicht! - Er hat (nur) die Bilder gemacht!<br />

Kurz und bündig:<br />

Es war eine nette Abwechslung im tristen Schulalltag, ein kleines Dankeschön<br />

in Form einer gelungenen Weihnachtsfeier, einmal anders als sonst üblich, als<br />

kleine Anerkennung für alle, die sich ehrenamtlich, uneigennützig, zuverlässig<br />

und gewissenhaft für das Wohl ihrer Mitschüler einsetzen.<br />

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Besinnliche vorweihnachtliche Schulfeier<br />

Mittwoch, 23. Dezember 2009 – 09:15 Uhr bis 10:45 Uhr (Doppelturnhalle)<br />

Begrüßung R. Teplitzky<br />

Gedicht: Vorweihnachtstrubel 5D K. Baier<br />

Instrumentalstücke Bläserklassen 3/4/6 A. Schneeberger – G. Schwab – K. Senft<br />

Wir sagen euch an 2A+2B S. Högerl – A. Schneeberger<br />

Licht ins Dunkel 3C A. Prokisch<br />

Hirtentanz 2A+2B A. Schneeberger<br />

Instrumentalstücke (J. Rohr) ABMS Schüler D. Reger, M. Roßmann, S. Spachtholz<br />

Sketch: Stein der Wahrheit 7A D. Wachtel<br />

Instrumentalstücke (J. Rohr) ABMS Schüler S. Keil, A. Hechtl<br />

Weihnachtsgeschichte 9A+9B P. Blaschke – N. Friedrich<br />

Weihnachtslied der SzL 3/4/5 Abdullah – R.<br />

Krippenspiel 5B G. Zimmermann<br />

Instrumentalstück 4A G. Steger<br />

Grußworte M. Brunner – G. Portner<br />

Weihnachtsgrüße international 4A G. Steger<br />

Wünsche zur Weihnachtszeit 4A+4B G. Steger – W. Eichstetter<br />

Schlusswort R. Teplitzky<br />

Stille Nacht Alle P. Lesser


Studienfahrt nach Regensburg – Schüler der DESO<br />

erkunden gemeinsam mit den Förderschülern verschiedene Kulturen<br />

und Weltreligionen<br />

Kurz vor Weihnachten machten sich Haupt- und Förderschüler gemeinsam<br />

auf den Weg nach Regensburg, um die im Religionsunterricht besprochenen<br />

Weltreligionen Islam und Judentum einmal hautnah zu erleben. Die Förderschüler<br />

mit Frau Strahberger und Frau Zwack ließen sich vom Regensburger<br />

Rabbiner die Synagoge zeigen und natürlich erhielten sie von ihm auch jede<br />

Menge Informationen über das jüdische Brauchtum und das alltägliche Leben<br />

eines Juden.<br />

Für die Hauptschüler der Klassen 7A und 7B, die noch von Frau Wachtel und<br />

Herrn Kainer begleitet wurden, hatte Frau Hutzler einen Besuch in der größten<br />

Regensburger Moschee geplant. Dieses muslimische Gotteshaus ist nur<br />

ein paar Hundert Meter vom Regensburger Dom entfernt und sieht von außen<br />

aus wie ein ganz „normales“ Haus. Innen befindet sich im Untergeschoss ein<br />

riesiger Gemeinschaftsraum, wo die Schüler nach der Besichtigung zu Plätzchen<br />

und türkischem Tee eingeladen wurden. Der Gebetsraum der Muslime<br />

befindet sich im Obergeschoss, er ist mit Teppichen ausgekleidet und mit schönen<br />

Mosaiken verziert. Eine Gebetsnische zeigt die Richtung nach Mekka an.<br />

Geduldig antwortete der Imam (Gemeindevorsteher) auf alle Fragen der Schüler,<br />

allerdings in türkischer Sprache. Ein Moscheeführer übersetzte alles auf<br />

Deutsch. Eine sehr interessante Stunde, in der man sich wirklich wie in einer<br />

anderen Welt vorkam.<br />

Mit einer Gruppe türkischer Jugendlicher, die auch zu Besuch in Regensburg<br />

waren, ergab sich nachher beim Tee ein reges „Gespräch“, zum Teil auf Englisch,<br />

zum Teil mit „Händen und Füßen“. Was uns vor allem in Erinnerung bleibt, ist<br />

die Offenheit, die Freundlichkeit und die große Gastfreundschaft der Muslime,<br />

so konnten bestimmt ein paar Vorurteile und Berührungsängste auf beiden<br />

Seiten abgebaut werden.<br />

Nach unserem Ausflug in fremde Kulturen trafen wir uns dann alle wieder in<br />

unserem schönen Regensburger Dom, dort interessierten vor allem die bunten<br />

Glasfenster (Kunstunterricht) und natürlich die beeindruckende neue Orgel.<br />

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Im Müllkraftwerk ZMS<br />

Alexia Stracke und Andreas Hechtl, Klasse 4A<br />

Die Schüler der beiden 4. Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

machten mit ihren Klassenleitern Frau Steger (4A) und Frau Eichstetter (4B)<br />

einen Unterrichtsgang der besonderen Art: Einen Rundgang durch das Müllkraftwerk<br />

in Schwandorf. „Abfallentsorgung“ war das Thema im Heimat- und<br />

Sachunterricht. Zu Beginn der Führung erklärte uns ein Herr den Betrieb.<br />

Bereits seit 1979 gibt es den ZMS. Am 24. Oktober wurde er 30 Jahre alt. Es gibt<br />

15 Verbundsmitglieder. Die Autokennzeichen der einzelnen Landkreise und<br />

kreisfreien Städte von Hof, Kulmbach, Bayreuth und Neumarkt i. d. Opf. über<br />

Tirschenreuth, Weiden, Neustadt a. d. W., Amberg-Sulzbach bis nach Cham, Regensburg<br />

und Straubing zeigten uns, dass das Entsorgungsgebiet der ZMS in<br />

der Oberpfalz, in Niederbayern und in Oberfranken groß ist. Pro Stunde kommen<br />

23 Tonnen Müll ins ZMS.<br />

Nach so vielen Informationen wurde es für uns Kinder spannend. Wir durften<br />

„Wer wird Müllionär?“ spielen. Bei der 15. und auch letzten Frage setzten wir<br />

den Telefonjoker ein und – erfuhren die richtige Antwort. Die Freude war groß!<br />

Alle Kinder durften sich jetzt „Müllionäre“ nennen und bekamen als Geschenk<br />

echte kleine Mülltonnen, Memory-Spiele und Plakate.<br />

Bevor nun die gesamte Anlage besichtigt wurde, durften wir uns noch mit<br />

spendierten Getränken stärken. Besonders beeindruckt waren wir beim anschließenden<br />

Rundgang von den großen Greifern im Müllbunker, vom Feuer,<br />

das wir durch kleine Luken sehen konnten und von der Aussicht vom 45m hohen<br />

Werksturm aus. Dabei wurde allerdings so manchem Kind etwas mulmig<br />

und schwindelig.<br />

Nach dieser Fahrt waren alle begeistert und stellten fest, dass sich der Unterrichtsstoff<br />

auf diese Weise viel besser einprägt.<br />

Volleyball-Schulmannschaft knapp an Sensation vorbei


Volleyball-Schulmannschaft<br />

knapp an Sensation vorbei<br />

Viel Mut bewies die Volleyball-Schulmannschaft der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

mit ihrer Meldung zum Bezirksfinale. In Amberg<br />

erwarteten sie zwei ganz schwierige Gegner, aber die Jungen um<br />

Betreuer Karl-Heinz Reinhardt schlugen sich besser als erwartet.<br />

Im ersten Spiel gegen das Erasmus-Gymnasium Amberg präsentierte<br />

sich das Team gegen die mit Vereinsspielern gespickten<br />

Gegner als absolut gleichwertig und konnte im ersten Satz<br />

bis zum 20:20 sehr gut mithalten. Dann spielten allerdings die<br />

Nerven den Oberviechtachern einen Streich und so ging der erste<br />

Durchgang mit 20:25 an die Amberger. Auch im zweiten Satz<br />

blieb es lange Zeit sehr spannend, bis ein paar leichte Fehler beim<br />

Aufschlag und im Spielaufbau die Gymnasiasten, die sogar Bayernauswahlspieler<br />

in ihren Reihen hatten, wieder auf die Siegerstraße<br />

brachten. So musste auch der zweite Satz mit 18:25 und<br />

somit das Spiel verloren gegeben werden.<br />

Im zweiten Match des Tages hieß der Gegner Realschule Parsberg.<br />

Auch hier konnten sich die Oberviechtacher Hauptschüler<br />

sehr gut verkaufen und hielten über weite Strecken gut mit.<br />

Letztendlich fehlte allerdings auch in diesem Match etwas die Erfahrung,<br />

die die Vereinsspieler auch in diesem Team mitbrachten.<br />

Am Ende zollten sogar die beiden gegnerischen Teamchefs der<br />

Oberviechtacher Mannschaft Respekt, da sie nicht erwartet hatten,<br />

dass ein Team ohne Vereinsspieler ihre „Profis so ärgern“<br />

könne. Auch Herr Reinhardt zeigte sich mit der Leistung seiner<br />

Jungs sehr zufrieden und hofft nun im Wettbewerb der Jungen<br />

III/2, bei dem nur Hauptschulen teilnehmen dürfen, auf die ersten<br />

Siege.<br />

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Alexander Dekin, Klasse M7<br />

Aus dem<br />

Kunstunterricht<br />

Sophia Dirnberger, Klasse M7


Besuch bei der Feuerwehr Don Karlos – Machtspiele<br />

Einen Unterrichtsgang zur Feuerwehr machten die dritten Klassen der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule. Dort wurden sie von Vorstand Reinhold Pronold im Schulungsraum<br />

erwartet. Dieser ging zunächst in einer Bildschau auf die Aufgaben<br />

der Feuerwehr ein und erklärte den wissbegierigen Kindern die Funktionen<br />

der Ausrüstung der Feuerwehrleute. Großes Interesse zeigten die Drittklässler<br />

beim Besichtigen der verschiedenen Feuerwehrautos. Pronold erklärte die<br />

technische Ausrüstung jedes Autos und beantwortete geduldig die Fragen der<br />

Schüler. Das 41-jährige „Oldtimer“-Feuerwehrauto wurde ebenso interessiert<br />

begutachtet wie die Schlauchwaschanlage und die Schutzanzüge mit den<br />

Helmen. Zum Abschluss erläuterte der Vorstand noch die Ausbildung der Jugendfeuerwehr,<br />

der man mit zwölf Jahren beitreten kann. Spontan bekundeten<br />

einige Jungen und Mädchen ihr Interesse daran. Krönender Abschluss des<br />

informativen und anschaulichen Unterrichtsganges war sicher die Fahrt zur<br />

Schule in den Feuerwehrautos.<br />

und Intrigen im Velodrom<br />

(M9, M10A, M10B)<br />

Anlässlich von Schillers 250. Geburtstag im letzten Jahr stellt das Theater Regensburg<br />

eines seiner markantesten Dramen vor. In „Don Karlos“ verbinden<br />

sich die Ebenen des Privaten und des Politischen, sie bedingen und zerstören<br />

einander. Dadurch wird eine Familientragödie zum spannenden Politthriller.<br />

Eigentlich sollte Don Karlos Elisabeth von Valois heiraten – so wollte es sein<br />

Vater, König Philipp II. von Spanien. Aus politischen Gründen heiratete Philipp<br />

dann jedoch selbst Elisabeth. Die Gegenwart der Geliebten an der Seite seines<br />

Vaters sowie die Geringschätzung, die er durch Philipp erfährt, stürzen Karlos in<br />

eine tiefe Krise. Der familiäre Konflikt wird zum Motor einer Intrige, die weit in<br />

das Gefüge des Staates eingreift. Karlos hat am Hof nur einen einzigen Freund,<br />

den Marquis von Posa. Er bittet Posa, ein heimliches Treffen mit seiner rund um<br />

die Uhr überwachten Stiefmutter zu organisieren. Posa willigt ein, hat aber eigentlich<br />

ganz andere Pläne. Er will Karlos für den Freiheitskampf der von Spanien<br />

unterdrückten Niederlande gewinnen. Eine Intrige von Prinzessin Eboli, die<br />

weiß, dass Karlos Elisabeth liebt, verhindert eine weitere Verständigung zwischen<br />

Vater und Sohn, König und Thronfolger. Philipp, an der Spitze der Macht<br />

einsam und allein und angewidert von den unzähligen Machtspielen und der<br />

Falschheit bei Hofe, findet in Posa einen Menschen, der ihm ohne Verstellung<br />

begegnet. Dieser fordert vom absolutistischen Herrscher „Gedankenfreiheit“.<br />

Durch seine Offenheit gewinnt Posa schnell das Vertrauen des Königs. Philipp<br />

sieht in ihm einen Vertrauten und beauftragt ihn, Karlos zu überwachen. So<br />

ist Posa gezwungen, ein doppeltes Spiel zu spielen – sowohl mit König Philipp<br />

als auch mit seinem Freund Karlos. Doch seine riskanten Manöver bringen<br />

schließlich ihn selbst, Karlos und auch Elisabeth zu Fall. Mit der bravourösen<br />

Umsetzung dieses Stoffes ist dem Theater Regensburg ein würdiges Geburtstagsgeschenk<br />

zu Schillers 250. gelungen. Die Inszenierung ist auf allen Ebenen<br />

stimmig, vom Bühnenbild über die Kostüme bis zur Choreografie! Und die<br />

Leistung der Schauspieler? Sie agieren auf höchstem Niveau und machen das<br />

Drama zu einem einmaligen Erlebnis. Und wir, die Schülerinnen und Schüler<br />

der M-Klassen 9 und 10, waren bei dieser Sternstunde des Theaters dabei!<br />

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Wintersporttag 2010<br />

Während bereits zwei fünfte Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule in Begleitung<br />

der Lehrkräfte Fritz Schwarz, Michael Günther, Gerhard Zimmermann,<br />

Hans Mösbauer und Lena Ostermeier über eine ganze Woche hinweg an einem<br />

Skikurs am Arber teilnahmen (die nächste fünfte Klasse fährt Anfang Februar),<br />

nutzten die anderen Schüler der DESO die weiße Pracht und konnten sich über<br />

einen Wintersporttag freuen.<br />

Rektor Rudolf Teplitzky hatte die Veranstaltung<br />

in bewährter Zusammenarbeit<br />

mit Monika Lang lag bestens<br />

organisiert. Mehrere Busse wurden<br />

eingesetzt, um die Teilnehmer an die<br />

gewünschten Wintersportziele zu<br />

bringen.<br />

Voller Erwartungen fieberten die<br />

Schülerinnen und Schüler dem Auftakt<br />

entgegen, denn das Angebot sah<br />

für jeden etwas vor: Schi alpin am Fahrenberg,<br />

Schlittschuhlaufen im Weidener<br />

Eisstadion oder ganz einfach<br />

eine Wanderung durch die Oberviechtacher<br />

Winterlandschaft oder Schlittenfahren<br />

für die kleineren Klassen.<br />

Der Fahrenberg bot für diese Veranstaltung<br />

beste Voraussetzungen und<br />

die Fläche des Eisstadions in Weiden<br />

war bisweilen voll wie eine Heringsbüchse.<br />

Gut in Winterkleidung eingepackt<br />

trotzten alle der Kälte und<br />

waren zur Mittagszeit nach ausgiebiger<br />

Bewegung mehr oder weniger geschafft<br />

wieder zurück an der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule.


Laura Diaz, Klasse 2a<br />

69


70<br />

Eine tolle Skiwoche am Fuße des Großen Arber<br />

Vom 01.Februar bis 05. Februar 2010<br />

Klassen 5A und 5D in Lohberg<br />

Der lange, lange Winter ist endlich vorbei und<br />

fast schon vergessen. Unvergessen jedoch<br />

bleibt uns Schüler/innen die Wintersportwoche<br />

am Großen Arber.<br />

Schon seit Wochen fieberten wir, die Kinder<br />

der beiden 5. Klassen, dem 01. Februar entgegen.<br />

Nicht das Zeugnis war der Grund für unsere<br />

Aufregung, sondern das Erlebnis einer ganzwöchigen<br />

Klassenfahrt.<br />

Endlich war es soweit. Der Fischer-Bus mit Hr.<br />

Baier stand bereit, das Gepäck war verladen<br />

und nun hieß es Abschied nehmen von der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule, von<br />

Oberviechtach und natürlich von Mama. Rektor Teplitzky gab uns noch viele<br />

guten Wünsche mit, dann ging’s auf in Richtung „König des Bayerischen Waldes“<br />

(=Großer Arber).<br />

Die Busfahrt führte die beiden Klassen am Montag über Neukirchen beim Hl.<br />

Blut (hier wurde noch Skiausrüstung zugeladen) über Lam nach Lohberg. Dort<br />

bezogen wir schnell Quartier im herrlich gelegenen Hotel „Arberblick“, das seinen<br />

Namen nicht umsonst hat. Für eine ganze Woche wurde die harte Schulbank<br />

gegen Ski und Rodel ausgetauscht. Die Voraussetzungen waren einfach<br />

traumhaft, Pulverschnee in Hülle und Fülle!<br />

Kursleiter Michael Günther, Sportlehrer Fritz Schwarz, die beiden Klassenleiter<br />

Konrad Baier und Josef Wachter, als weibliche Betreuungskraft Frau Christina<br />

Herzog sowie als „externer“ Skilehrer und Unterhaltungskünstler Herr Peter<br />

Zandt aus Neunburg hatten für uns ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.<br />

In den folgenden Tagen absolvierten wir in verschiedenen<br />

Gruppen jeweils unterschiedliche Kurse rund um den Arber. Auf dem Sportprogramm<br />

standen Ski-alpin, Ski-Langlauf und Rodeln. Bei vielen stellten sich<br />

schon nach kurzer Zeit achtbare sportliche Erfolge oder zumindest Fortschritte<br />

ein. Natürlich kämpften manche auch „mit der Tücke der Materie“, sodass so<br />

mancher Sturz einfach dazugehörte und lachend in Kauf genommen wurde.<br />

Sehr gute Verpflegung, ein vielfältiges Abendprogramm sowie eine tolle Disziplin<br />

aller Schüler/innen führten dazu, dass wir uns alle pudelwohl und bestens<br />

fühlten. Bis auf ein bisschen Heimweh, das wir gar nicht verschweigen wollen.<br />

Aber auch das gehört eigentlich zu solch einem Erlebnis. Großartig fanden wir<br />

die Lieder, Spiele und Zaubertricks, die uns vor allem Herr Zandt beibrachte.<br />

Zum Repertoire der Woche gehörte am Mittwoch neben Skifaohrn, Rodeln und<br />

Langlaufen auch ein wunderbarer Aufenthalt im Osserbad in Lam. Da waren<br />

dann die „Fische“ den Skigrößen überlegen. Den Tag schloss eine spannende<br />

Fackelwanderung rund um das nächtliche Lohberg ab. Nach dem Schmettern<br />

von Bayernhymne und Deutschlandhymne schlichen wir müde ins Bett.<br />

Am Donnerstag stand neben der Skiausbildung auch die Bildung auf dem Programm.<br />

Wir besuchten den nahen Tierpark Lohberg und bestaunten Luchs,<br />

Wolf, Wisent und viele andere „Naturwunder“. Auch ein Bummel in Kleingruppen<br />

durch den Markt Lam gefiel uns sehr. Und dann kam ein weiterer Höhepunkt<br />

der erlebnisreichen Woche: Disco war angesagt! Heiße Musik dröhnte<br />

durch die Räume, und so mancher entdeckte bei sich ein ungeahntes Bewegungspotential.<br />

Es war einfach cool und toll! Klar, dass wir die „Sperrstunde“<br />

(=Bettruhe) verlängern durften. Am Freitag, dem Tag der Heimreise, packten<br />

wir schon vor dem Frühstück ganz aufgeregt unsere Koffer. Nach dem Frühstück<br />

hieß es Abschied nehmen von unserem vorübergehenden Zuhause „Arberblick“.<br />

Auf der Heimfahrt durften wir noch in Arnbruck haltmachen, um den<br />

Glasbläsern zuzuschauen und uns noch mit Mitbringseln für Eltern oder Omas<br />

und Opas einzudecken. So kamen wir alle pünktlich und fidel wieder in Oberviechtach<br />

an, wo uns unsere Eltern schon sehnsüchtig und gespannt erwarteten.<br />

Und wir konnten zufrieden und begeistert von einer sehr erlebnisreichen<br />

Woche berichten, die wir sicher so schnell nicht vergessen werden und an die<br />

wir auch später immer wieder mal denken werden.


Frühstücken wie ein Kaiser …<br />

Die Klasse 6C lädt zum „Zweiten Frühstück“<br />

Nun wissen wir es, was zu einem gesunden, nahrhaften, vitaminreichen und<br />

köstlichen Frühstück gehört. Wir hatten es uns bei Frau Lohrer in WTG erarbeitet:<br />

Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Saft und Tee.<br />

So ist man gerüstet für einen harten Schultag.<br />

Erst begrüßten Ines und Sandra unsere Gäste: Herrn Teplitzky, Frau Reimer,<br />

Herrn Stadtpfarrer Dietz, unseren Klassenlehrer Herrn Schneider, die Schüler<br />

der 1. Klasse mit ihrer Klassenlehrerin Frau Ditz, Frau Bayer und den Zeitungsreporter<br />

Herrn Scharnagl.<br />

Danach stellten wir in lustigen Versen, die uns Frau Lohrer gedichtet hatte, die<br />

wichtigen Bestandteile eines gesunden Frühstücks vor. Nach einem kurzen<br />

Tischgebet von Pfarrer Dietz warfen wir uns in die „Schlacht am Frühstücksbüfett“.<br />

Besonders kümmerten wir<br />

uns dabei natürlich um unsere<br />

Schützlinge der 1. Klasse, die<br />

wir ja auch sonst während des<br />

Jahres noch betreuen. Sie bedankten<br />

sich für die Bewirtung<br />

mit einem Lied, begleitet von<br />

Frau Ditz auf der Gitarre und<br />

einer Schülerin auf der Flöte.<br />

Nach einer guten Stunde waren<br />

alle Teller und Platten leer<br />

geräumt. Zum Schluss stellten<br />

wir fest: Es war ein schönes,<br />

harmonisches Beisammensein.<br />

71


72<br />

Schneekunst Hilfe für Erdbebenopfer in Haiti<br />

Ausgerüstet mit dicken Schneeanzügen, Handschuhen, Schaufeln und Kratzern<br />

gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5B der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-<br />

Schule auf den schneebedeckten Sportplatz. Kunstunterricht stand auf dem<br />

Stundenplan und so machten sich die Fünftklässler gleich daran, aus den riesigen<br />

Schneemengen Figuren zu gestalten. Nach einer Stunde waren schon<br />

die ersten Erfolge zu sehen. In Teamarbeit entstanden Krokodile, Pinguine, ein<br />

Mammut, ein Elefant, ein Hund, eine Couch und eine Schnecke. „Neben dem<br />

plastischen Gestalten lernen die Kinder auch soziale Kompetenzen. Sie müssen<br />

sich auf einen Gegenstand einigen und gemeinsam daran arbeiten“, erklärte<br />

Fachlehrer Josef Messbauer, der von Praktikantin Theresa Schulze unterstützt<br />

wurde. In der Pause wärmte Fachlehrerin Gerlinde Lohrer die Schüler mit<br />

heißem Tee wieder auf, und anschließend bekamen die Figuren den „letzten<br />

Schliff“.<br />

Das Erdbeben in Haiti hat auch die Kinder der Klasse 4B der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

so betroffen gemacht, dass sie spontan helfen wollten. Christina<br />

Schopper hatte die Idee, in der Schule zu sammeln, und ihre Mitschüler und<br />

Klassenleiterin Waltraud Eichstetter unterstützten sie sofort. Also klopften<br />

vier Schülerinnen mit einem Spendenaufruf und einem Briefumschlag an jede<br />

Klassenzimmertür und erklärten ihr Vorhaben, für die Erdbebenopfer zu sammeln.<br />

Die Klassenleiter der einzelnen Klassen unterstützten diese Aktion, und<br />

nach einer Woche konnten die gut gefüllten Briefumschläge von den fleißigen<br />

Sammlerinnen abgeholt werden. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Genau<br />

997,98 Euro kamen zusammen, die - auf 1000 Euro ergänzt - an das „Bündnis<br />

Entwicklung Hilft“ überwiesen wurden. Dies ist ein Zusammenschluss der<br />

fünf deutschen Hilfswerke Brot für die Welt, medico international, Misereor,<br />

terre des hommes und Welthungerhilfe und wird auch von der ARD unterstützt.<br />

Über diese Aktion freute sich auch Rektor Rudolf Teplitzky. „Ein Super-<br />

Ergebnis, das nicht zustande gekommen wäre, wenn ihr nicht so eifrig gesammelt<br />

hättet“, lobte er die Viertklässler und ergänzte: „Ich bin sehr erfreut, dass<br />

ihr an die Kinder gedacht habt, denen es nicht so gut geht wie euch.“


Kinderarbeit Klasse M7<br />

Geschichte der Kinderarbeit<br />

Kinderarbeit gibt es schon immer. Mit der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert<br />

nahm sie in Europa und den USA Ausmaße an, welche die Gesundheit<br />

der jungen Menschen massiv beeinträchtigte. Kinder ab sechs Jahren arbeiteten<br />

in dieser Zeitepoche nicht nur als Hilfskräfte und Dienstboten, sondern<br />

auch zu einem großen Teil in der Textilindustrie und in Kohlegruben. Die tägliche<br />

Arbeitszeit betrug bis zu 16 Stunden. Manche Arbeiten im Bergbau konnten<br />

nur von Kindern wegen ihrer geringen Körpergröße ausgeführt werden.<br />

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war ein Drittel der Fabrikarbeiter in den USA<br />

zwischen sieben und zwölf Jahren.<br />

Kinder, die arbeiteten, hatten neben Problemen mit der Gesundheit keine oder<br />

nur eine geringe Schulbildung. In Bayern wurde 1806 die allgemeine Schulpflicht<br />

eingeführt. Viele Eltern sahen nicht ein, dass sie ihre Kinder in die Schule<br />

schicken sollten, da so deren Arbeitskraft fehlte. Nach einer Untersuchung<br />

im Jahr 1819 konnten von 715 Kindern, die arbeiteten, nur 455 lesen, 351 ein wenig<br />

schreiben und 234 etwas rechnen.<br />

Die Kinderarbeit ermöglichte den Familien ein zusätzliches und oft dringend<br />

notwendiges Einkommen. Die Unternehmen, die Kinder beschäftigten, fühlten<br />

sich daher als Wohltäter. Dabei beuteten sie die Kinderarbeiter aus, die<br />

meist nur den Bruchteil des Lohnes eines erwachsenen Arbeiters bekamen.<br />

Die Armee hatte wegen der vielen kranken Kinder oft Probleme, gesunde, neue<br />

Soldaten zu finden. Preußen erließ deshalb 1839 ein Gesetz das Kindern unter<br />

neun Jahren die Arbeit in Fabriken verbot. Die neun bis sechzehnjährigen durften<br />

nicht mehr als zehn Stunden täglich arbeiten, nicht mehr an Sonntagen<br />

und nicht mehr nachts. Im Jahr 1853 wurde das Mindestalter für die Fabrikarbeit<br />

auf zwölf Jahre angehoben.<br />

Kinderarbeit heute<br />

Nach Angaben von UNICEF arbeiten heute rund 200 Millionen Kinder zwischen<br />

fünf und 14 Jahren. Die meisten davon sind in der Landwirtschaft, in<br />

kleinen Werkstätten, als Arbeiter in Steinbrüchen, als Straßenverkäufer oder<br />

Dienstmädchen beschäftigt. Besonders viel Kinderarbeit gibt es dabei in Asien,<br />

im Pazifikraum und in Afrika.<br />

Asien und Pazifik: 128 Millionen<br />

Afrika: 50 Millionen<br />

Lateinamerika: 7 Millionen<br />

sonstige Gebiete: 15 Millionen<br />

Ursachen für die<br />

Kinderarbeit<br />

Die wichtigste Ursache für Kinderarbeit<br />

ist die Armut der Eltern. So<br />

würden nach Untersuchungen die<br />

meisten Eltern ihre Kinder nicht<br />

zur Arbeit schicken, wenn sie nicht äußerste Not dazu zwingen würde.<br />

Laut Angaben der Vereinten Nationen hatte 2004 in den Entwicklungsländern<br />

jeder Fünfte weniger als einen Euro pro Tag zur Verfügung. Das reicht nicht, um<br />

eine Familie zu ernähren. Die Eltern können sich einen Schulbesuch der Kinder<br />

nicht leisten oder sehen auch gar keine Notwendigkeit dazu. In manchen Ländern<br />

gilt es als selbstverständlich, dass Kinder als Zeichen ihrer Dankbarkeit<br />

mitarbeiten müssen, um die Familie zu ernähren. Die Kinderarbeit führt aber<br />

auch zu einem höheren Angebot an billigen Arbeitskräften und damit zu niedrigen<br />

Löhnen. Die Kinderarbeit ist also auch eine Ursache für die Armut der<br />

Eltern – ein Teufelskreis.<br />

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74<br />

Wie wird Milch verarbeitet? „Nascha Pfinsda“<br />

Wie wird Milch verarbeitet? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler<br />

der vierten Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule bei der Betriebsbesichtigung<br />

der Molkerei „Goldsteig“ in Cham nach. Die Schüler konnten den Produktionsablauf<br />

verschiedener Käsesorten wie Camembert und Mozzarella verfolgen.<br />

Dabei beeindruckte sie das 15 Meter tiefe Salzbecken, in dem der Käse<br />

schwimmt, genauso wie der Roboterarm, der die Verpackung automatisch<br />

durchführt. Auch die Frage nach den Löchern im Käse wurde beantwortet. Natürlich<br />

durften die Kinder den Käse auch probieren und bekamen Kostproben<br />

mit nach Hause. Die Klassensprecher bedankten sich mit einem kleinen Geschenk.<br />

an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

Am „Naschn Pfinsda“ ging es wieder hoch her in der Mehrzweckhalle, als die<br />

Garden von „Grün-Weiß“ mit ihrem Präsidenten Michael Welnhofer in der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule auftraten. Auch die Schüler der Förderschule Oberviechtach<br />

waren mit ihrem Konrektor Josef Bodensteiner zu Gast.<br />

Rektor Rudolf Teplitzky begrüßte die Faschingsgarde zum mittlerweile schon<br />

traditionellen Auftritt. Präsident Welnhofer erzählte zunächst etwas über die<br />

Geschichte des Faschings und bekundete, dass Oberviechtach 1953 als Hochburg<br />

des Faschings galt. Die Vizepräsidentin der Grün-Weißen, Marion Dietz,<br />

schnitt fachgerecht die Krawatten von Rektor Teplitzky und Konrektor Bodensteiner<br />

ab. Dann legten die Jugend- und die Juniorengarde mit ihren Gardetänzen<br />

los. Es folgten Showtänze und die herausragenden Leistungen der beiden<br />

Tanzmariechen Stefanie Lößl und Sophie Last. Die gut 600 Schülerinnen und<br />

Schüler belohnten den Auftritt mit kräftigem Applaus. Zum Faschingspotpourri<br />

von Musikerin Andrea Wild bildeten die Kinder eine Polonaise. Da platzte die<br />

Mehrzweckhalle fast aus allen Nähten.


Zum Abschluss des „närrischen Treibens“ bedankte sich Rektor Teplitzky bei der<br />

Faschingsgesellschaft mit den Worten: „Was wir heute gesehen haben, ist ein<br />

Beispiel für die hervorragende tänzerische und sportliche Ausbildung in der<br />

Garde Grün-Weiß und verdient höchstes Lob!“<br />

Schulverpflegung im Fokus<br />

Fortbildungsveranstaltung für Fachlehrerinnen - Referat und Bewirtung<br />

In ganz Bayern gibt es 190 Schülerfirmen, welche eine Essensausgabe organisieren.<br />

Im Landkreis Schwandorf ist das Schülercafe an der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-<br />

Schule die einzige Einrichtung dieser Art. Rund 30 Fachlehrerinnen für Ernährung<br />

und Gestaltung trafen sich deshalb im Februar zur Fortbildung in der<br />

Mensa der Hauptschule.<br />

„Es gibt sehr viel Arbeit. Aber wenn man sieht, wie engagiert die Mädchen bei<br />

der Sache sind, macht man es gerne“, betonte Margaretha Eckl. Sie hatte die<br />

Schülerfirma „future point“ im Jahr 2008 ins Leben gerufen und stellte diese<br />

ihren Kolleginnen aus dem gesamten Landkreis vor. Auch die Schülerinnen berichteten<br />

von ihren Erfahrungen. „Mir gefällt der Umgang mit den Gästen sehr<br />

gut“, meinte ein Mädchen und Rektor Rudolf Teplitzky sprach die praxisorientierte<br />

Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf an. Ein Lob des Schulleiters galt<br />

auch Fachlehrerin Margaretha Eckl, welche sich zusätzlich seit 1995 als Fachberaterin<br />

im Schulamt engagiert und jährlich zwei Fortbildungen organisiert.<br />

Dr. Simone Eckert von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Oberpfalz referierte<br />

über die Förderrichtlinien des bayerischen Landesamtes für Gesundheit<br />

und Lebensmittelsicherheit zum Projekt „Essen, was uns schmeckt“. Maximal<br />

70 Prozent der Investitionskosten werden übernommen. Für den Rest müssen<br />

die Schule oder Sponsoren aufkommen. Hier gab es zahlreiche Nachfragen, die<br />

zeigten, dass sich mehrere Lehrerinnen mit dem Gedanken tragen, ebenfalls<br />

eine Verpflegung von Schülern für Schüler zu organisieren. Margaretha Eckl<br />

führte anschließend durch das Cafe und gab einen Einblick in die Organisation<br />

der Schülerfirma. Der Verkauf findet jeweils Dienstag (nur Getränke und<br />

Nachspeisen) und Donnerstag (Mittagessen auf Bestellung aus der Schulküche)<br />

statt. Dafür leisten die Mädchen zusätzlich zwei Stunden ab, da der normale<br />

HSB-Unterricht nach Stundenplan läuft. Diese Woche gibt‘s Kartoffelpuffer<br />

mit Apfelmus und Apfelmuffins „Helau“. Das engagierte Team von „future<br />

point“ bewirtete natürlich auch die Teilnehmer an der Fortbildung und bot verschiedene<br />

Kaffeespezialitäten, Tee, leckere Kuchen und herzhaftes Gebäck an.<br />

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76<br />

Blasorchester im Klassenverbund<br />

Von Querflöte bis Tuba: Instrumentalunterricht auf dem Stundenplan - 70 Kinder<br />

eifrig dabei<br />

Rund 70 Mädchen und Buben erlernen derzeit im Musikunterricht der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule ein Blasinstrument. Zwei Bläserklassen und eine Big-Band<br />

sind mit Instrumenten im Wert von über 60 000 Euro ausgestattet. „Das gibt‘s<br />

in dieser Form weit und breit nicht“, lobt Musiklehrer Gerhard Schwab die organisatorische<br />

Leistung von Rektor Rudolf Teplitzky.<br />

Start war im September 2007. Die erste Bläserklasse, die damalige 4B wagte<br />

das Experiment. Die Instrumente mit Koffern und Noten (27 000


Euro) bezahlte die Max- und Margret-Schwarz-<br />

Stiftung. Die Sache lief gut und so wurde zum<br />

Schulanfang 2008/2009 die zweite Bläserklasse<br />

(jetzige 4B) ins Leben gerufen. Die Rechnung für<br />

die Musikinstrumente beglichen mehrere Sponsoren.<br />

Im laufenden Schuljahr wurde im September<br />

eine weitere Bläserklasse in der dritten Jahrgangsstufe<br />

gegründet. Zwölf Hauptschüler<br />

aus der Anfangstruppe bilden mittlerweile die<br />

„Big-Band“ der Schule. Im Musikraum der Ganztagsschule,<br />

dort wo vor der Sanierung das Lehrschwimmbecken<br />

vor sich hindümpelte, treffen<br />

sich jeden Mittwoch die Mädchen und Buben<br />

mit ihren Instrumenten. Viele sind direkt aus der<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Stadt und die Eltern fahren die teils<br />

sperrigen Koffer zur Schule. Um 8 Uhr startet die<br />

dritte Jahrgangsstufe; nach der Pause ist die 4<br />

b für zwei Stunden an der Reihe. Diplom-Musiklehrer<br />

Gerhard Schwab, Chef der Anton-Bruckner-Musikschule<br />

in Eslarn, ist der musikalische<br />

Leiter der Bläserklassen. Dazu gibt‘s auch einen<br />

Kooperationsvertrag mit der Musikschule.<br />

Christopher und Fabian ölen ihr Waldhorn und<br />

schon laufen die Ventile besser. „Das war noch<br />

nichts“, meint Schwab und lässt alle gemeinsam<br />

ein paar Mal die Tonleiter rauf und runter klettern,<br />

egal ob im Bass- oder Violinschlüssel. Egal<br />

ob Querflöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Flügelhorn,<br />

Tenorhorn, Bariton oder Tuba. Danach<br />

schlagen sie das „Te Deum Prelude“, ein schon<br />

sehr anspruchsvolles Stück auf. Schwab, der einen<br />

Lehrgang für Bläserklassen besucht hat,<br />

hält sich nicht stur an die Vorgaben. Obwohl die<br />

Kinder vom ersten Ton an gemeinsam spielen,<br />

macht er vieles wie im Einzelunterricht: „Ohne<br />

Tonleiter und Notenlehre fehlt der Überblick.“<br />

Damit die Puste nicht ausgeht, gibt‘s zwischendurch<br />

Theorieunterricht an der Tafel.<br />

„Man muss auch mal Druck machen, sonst bekommt<br />

man keine Richtung“, erklärt Gerhard<br />

Schwab seine oftmals „klaren Ansagen“. Doch<br />

er ist sehr zufrieden: „90 Prozent der Kinder arbeiten<br />

gut mit.“ Für die Blaskapellen der Region<br />

wird so im Musikunterricht Nachwuchs herangebildet.<br />

Andere Grund- und Hauptschulen beneiden<br />

die Oberviechtacher schon mal um ihre<br />

Bläserklassen. Der Rektor erinnert sich da an einen<br />

Auftritt bei der Verabschiedung von Schulamtsdirektor<br />

Anton Stierstorfer in Burglengenfeld.<br />

Wenn bei Weihnachts- oder Frühlingsfeiern<br />

in der Mehrzweckhalle die gesamte Truppe mit<br />

rund 70 Kindern antritt, beeindruckt dies akustisch<br />

und optisch. Am 2. Juli, beim „Tag der offenen<br />

Schulbaustelle“ spielen die jungen Blasmusikanten<br />

für alle Gäste einige flotte Stücke.<br />

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78<br />

Wichtige Hilfe für Berufswahl – Betriebspraktikum<br />

der 9. Klassen<br />

Welcher Beruf ist der richtige für mich? Eine Frage, die für die Neuntklässler der<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule längst akut ist. Eine wichtige Orientierungshilfe bot<br />

nun ein weiteres Betriebspraktikum in der Woche vom 8. bis 12. März.<br />

Dafür verließen die Schülerinnen und Schüler ihr Klassenzimmer und tauschten<br />

es gegen Laden, Baustelle, Werkstatt, Praxis oder Krankenhaus. Hautnah<br />

erlebten die Jugendlichen dabei die Anforderungen ihres gewählten Berufs:<br />

Langes Stehen, spätes Heimkommen, Umgang mit Kollegen und Kunden, Lärm<br />

und Hitze. Durch diese Erfahrungen konnten die Schüler ihre Vorstellungen,<br />

Erwartungen und Fähigkeiten an der Wirklichkeit überprüfen. Ziel ist, dass die<br />

Schüler ihre Berufswahl fundiert treffen können.<br />

Außerdem bietet so ein Praktikum die Möglichkeit, Kontakte zu Betrieben zu<br />

knüpfen. Ein positiver Eindruck kann bei einer Bewerbung in den nächsten<br />

Wochen (9A, B) oder im nächsten Jahr (M9) durchaus hilfreich sein. Schullei-<br />

tung und Klassenleiter freuen sich,<br />

dass alle Schüler problemlos eine<br />

Praktikumstelle gefunden haben:<br />

„Alle Schüler wurden freundlich aufgenommen,<br />

in den Betrieb integriert<br />

und gut betreut.“ Ihr Dank, auch im<br />

Namen der Eltern, gilt allen beteiligten<br />

Betrieben, die den Schülern<br />

bereitwillig einen Einblick in den Arbeitsalltag<br />

ermöglicht haben.


Lea Becher, Klasse 3a<br />

Sophie Last, Klasse 3a<br />

79<br />

Frühling


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„Frühlingserwachen“<br />

Schulfeier mit Wort- und Liedbeiträgen in der Zweifachturnhalle<br />

Freitag, 26. März 2010 – 09:15 Uhr<br />

Programm<br />

„Frühlingsgedicht“ (Klasse 3A, Fr. Weiß)<br />

Bläserklassen (3B+4B+6B, Hr. Rohr)<br />

„Frühlingsankunft“ (Klasse 5D, Hr. Kühner)<br />

„Hans, bleib da“ (Klassen 2A+2B, Hr. Schneeberger)<br />

„Frühlingsgedicht“ (Klasse 1, Fr. Pronold)<br />

„Kleiner Tanz“ (Klassen 2A+2B, Hr. Schneeberger)<br />

„Frühlingsgedicht“ (Klasse 2A, Fr. Högerl)<br />

„Gitarrenklänge“ (Musik-7, Hr. Knott)<br />

„Frühlingsanblasen“ (Bläsergruppe, Hr. Knott)<br />

„Nun will der Lenz“ (Alle, Hr. Teplitzky)<br />

Nun will der Lenz uns grüßen,<br />

von Mittag weht es lau.<br />

Aus allen Ecken sprießen<br />

die Blumen rot und blau.<br />

Draus wob die braune Heide<br />

sich ein Gewand gar fein<br />

und lädt im Festtagskleide<br />

zum Maientanze ein.<br />

Waldvöglein Lieder singen,<br />

wie ihr sie nur begehrt.<br />

Drum auf zum frohen Springen,<br />

die Reis‘ ist Goldes wert!<br />

Hei, unter grünen Linden,<br />

da leuchten weiße Kleid‘,<br />

heija, nun hat uns Kinden<br />

ein End all Wintersleid!<br />

Text: Neuere Fassung nach Neidhard von Reuenthal - 13. Jahrhundert<br />

Melodie: in Anlehnung an das alte Geusenlied Wilhelm von Nassauen, 17. Jahrhundert


Vizemeister in Handball<br />

In einem packenden Endspiel um die Oberpfalzmeisterschaft<br />

in Handball verloren die Mädchen der Wettkampfklasse<br />

III/2 der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

nach Verlängerung mit 17:14. Voller Anspannung wurde<br />

dem Spiel gegen die Erich–Kästner Schule in Postbauer-<br />

Heng bei Neumarkt entgegengefiebert. Die Nervosität<br />

war den Spielerinnen beider Mannschaften in den ersten<br />

Minuten des Spiels ins Gesicht geschrieben und technische<br />

Fehler auf beiden Seiten waren die Folge. Doch im Laufe der<br />

ersten Halbzeit gewannen die Oberviechtacher Spielerinnen<br />

immer mehr die Oberhand und gingen so verdient mit<br />

einer 6:3 Führung in die Halbzeit. Leider verloren die Schülerinnen<br />

aus Oberviechtach in der 2. Halbzeit den Faden und<br />

der Gegner konnte Tor um Tor aufholen und kurz vor Ende<br />

der Partie sogar in Führung gehen. 3 Sekunden vor Ende der<br />

regulären Spielzeit erzielte die überragende Tina Lottner<br />

mit einem sehenswerten Sprungwurf den Ausgleich und<br />

erzwang somit die Verlängerung. Angefeuert von 180 Zuschauern<br />

konnten die Schülerinnen der Erich-Kästner Schule<br />

zum Schluss, die größeren Kraftreserven aufbieten und<br />

die Partie knapp für sich entscheiden. „Die Schülerinnen<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule errangen hochverdient die<br />

Vizemeisterschaft in der Oberpfalz im Bodensee Schulcup<br />

und zeigten über die volle Spielzeit großen Einsatz und eine<br />

enorme kämpferische Leistung“, zeigte sich der betreuende<br />

Lehrer Jürgen Dietl mehr als zufrieden.<br />

81


82<br />

AWT-Unterricht der 9. Klassen in<br />

der Sparkasse<br />

Als der Themenbereich „Aufgaben und Bedeutung der Geldinstitute“ kurz vor<br />

dem Quali angesagt war, gab es die einmalige Gelegenheit absolut wirklichkeitsnah<br />

dieses Thema vor Ort näher zu betrachten. Kurzfristig bot uns der Leiter<br />

der örtlichen Sparkasse, Herr Josef Hauer an, die Kreissparkasse in Schwandorf<br />

zu besuchen und sogar die Hälfte der Fahrkosten zu übernehmen.<br />

Vor Ort führte uns die äußerst kompetente Sparkassenmitarbeiterin Frau Ulrike<br />

Lorenz durch die Räumlichkeiten des Geldinstitutes und brachte uns neben<br />

einem historischen Werdegang der Sparkasse und deren Bedeutung für den<br />

Landkreis auch die Lerninhalte: Zahlungsverkehr, Geldanlage und Kredit auf<br />

anschauliche und recht motivierende Weise bei. Herr Hauer übernahm ebenfalls<br />

einen Teil der Informationsveranstaltung, indem er den Schülern Möglichkeiten<br />

aufzeigte, wie sie ihr erstes verdientes Geld bereits gewinnbringend<br />

anlegen könnten. Sehr interessant war der Vortrag von Herrn Herbert Faderl,<br />

der es verstand, den an und für sich recht trockenen Themenbereich „Aktien,<br />

Geldanlage und Börse“ überaus motivierend zu erklären. Nach einem abschließenden<br />

Imbiss war es leider schnell wieder an der Zeit, die Heimreise nach<br />

Oberviechtach anzutreten.<br />

Vom Baumstamm<br />

zum Schrank<br />

M8-Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach erkunden Schreinerei<br />

in Sallach. Der Lehrplan im Fach AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) schreibt<br />

Betriebserkundungen in allen drei Wirtschaftsbereichen vor. So sollen die<br />

Schüler jeweils einen Betrieb der Urproduktion, des Handwerks oder der Industrie<br />

und des Dienstleistungssektors näher unter die Lupe nehmen.<br />

Die Geschäftsleitung der Schreinerei Hutzler in Sallach zeigte sich auf die Anfrage<br />

durch die beiden Klassenleiter Herrn und Frau Reinhardt äußerst aufgeschlossen<br />

und lud die Schülerinnen und Schüler in ihren Betrieb ein. Anfangs<br />

erläuterte Schreinermeister Hutzler unterstützt von seiner Gattin, mit welch<br />

vielfältigem Material es ein Schreiner zu tun hat. Von den verschiedenen Holzarten<br />

angefangen erstreckt sich die Palette der benötigten Werkstoffe über<br />

Lacke, Lasuren, Schrauben, Nägel bis hin zu den Scharnieren. Nach diesem bewusst<br />

kurz gehaltenen Theorieteil folgte eine beeindruckende Demonstration<br />

von der Planung über die Produktion bis zum fertigen Aufbau eines Möbelstücks.<br />

Dabei erklärte Schreinermeister Hutzler die Funktionsweise der benötigten<br />

Maschinen, deren Einsatz im Anschluss deutlich beobachtet werden<br />

konnte. So erhielten die Schülerinnen und Schüler einen gründlichen Einblick<br />

in die zu leistenden Arbeitsschritte und erkannten, dass eine solide Ausbildung<br />

mit hohen Ansprüchen unabdingbar für dieses Berufsfeld ist. Nachdem<br />

die maschinellen Arbeiten und die Montage der Scharniere erledigt waren,<br />

folgte schließlich der Zusammenbau der Einzelteile, wobei die Schüler die<br />

Handwerker tatkräftig unterstützten.<br />

Entstanden waren<br />

zwei Regalschränke, die jetzt<br />

die Klassenzimmer der beiden<br />

M8-Klassen zieren und jeden<br />

Schultag an den sehr anschaulichen<br />

und lehrreichen Vormittag<br />

erinnern.


Alexander Gürtler, Klasse 3a Carolin Dobmeier, Klasse 3a<br />

Kreuze 83


84<br />

Besuch der Klassen M10A und M10B in der<br />

KZ Gedenkstätte Flossenbürg<br />

Im Religionsunterricht sprachen wir über<br />

den jüdischen Glauben und die Judenverfolgung<br />

während des Zweiten Weltkriegs.<br />

Einige Schüler brachten ihr Wissen über die<br />

so genannten „Todesmärsche“ (Räumung<br />

des KZ Flossenbürg, Marsch der Häftlinge<br />

nach Dachau) ein, von denen ja ein Zug ganz<br />

nah an unseren Wohnorten vorbei führte.<br />

So beschlossen wir das ehemalige KZ Flossenbürg<br />

gemeinsam zu besuchen, um uns<br />

die damaligen Geschehnisse besser vorstellen<br />

zu können. Begleitet von Frau Hutzler,<br />

Frau Waldherr und Herrn Pfarrer Kaufmann,<br />

der viele Jahre Pfarrer in Flossenbürg war,<br />

machten wir uns auf den Weg.<br />

Bei der sehr beeindruckenden Führung hörten wir, dass es im KZ Flossenbürg<br />

ab 1938 das Ziel war, die Menschen durch Arbeit (z.B. im Steinbruch), Hunger<br />

und Schikanen (z.B. stundenlanges Stehen auf dem Appellplatz) zu töten. Nicht<br />

nur jüdische Häftlinge wurden in Flossenbürg eingewiesen, es waren auch<br />

sehr viele politische Häftlinge (Regimegegner) dort, die Menschen stammten<br />

aus vielen verschiedenen Ländern. Insgesamt waren etwa 100.000 Gefangene<br />

in dem Lager. Besonders berührt hat uns die Besichtigung des Krematoriums<br />

im so genannten „Tal des Todes“, wo die Leichen der ermordeten oder an<br />

Schwäche und Krankheiten gestorbenen Gefangenen verbrannt wurden. Die<br />

Führung endete im ehemaligen Häftlingsbad, wo die neu angekommenen Ge-


fangenen sich nackt ausziehen<br />

und all ihre persönlichen Sachen<br />

abgeben mussten, von da an<br />

hatten sie keinen Namen mehr,<br />

sondern waren nur noch eine<br />

„Nummer“.<br />

Nach der Führung hatten wir<br />

noch Gelegenheit einen Film anzusehen,<br />

in dem Zeitzeugen von<br />

ihren Erlebnissen in Flossenbürg<br />

berichteten und die Ausstellung<br />

zu besichtigen.<br />

Besuch in der evangelischen<br />

Auferstehungskirche<br />

Sophia Dirnberger und Marina Pretzl, Klasse M7<br />

Am 16.04.2010 ging die Klasse M7 mit Frau Hutzler in die evangelische Auferstehungskirche.<br />

Dort angekommen setzten wir uns alleine in die Kirche und<br />

beantworteten dann die Fragen aus dem Buch. Wir mussten zum Beispiel<br />

beantworten, wie es uns in dem Raum geht und wie er auf uns wirkte. Wir<br />

schrieben als Antworten, dass die Kirche ein bisschen fremd war und kleiner<br />

als unsere Kirche ist. Wir bemerkten auch, dass es sehr viele Unterschiede gibt,<br />

nämlich gibt es keinen Tabernakel, keine Sakristei und keinen Beichtstuhl.<br />

Als wir alle Fragen beantwortet hatten, setzten wir uns in die erste Reihe und<br />

verglichen die Antworten. Wir stellten Frau Hutzler noch einige Fragen, die sie<br />

uns alle beantwortete. Dabei erfuhren wir sehr viel über den evangelischen<br />

Glauben. Danach gingen wir wieder in die Schule zurück und der Unterrichtstag<br />

nahm seinen Lauf. Unser kleiner Ausflug war sehr interessant.<br />

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86<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

Klasse 1, Annelies Pronold<br />

Klasse 2b, Alois Schneeberger<br />

Klasse 2a, Susanne Högerl<br />

Klasse 3a, Elfriede Weiß


Klasse 3b, Claudia Bittner<br />

Klasse 4a, Gertrud Steger<br />

Klasse 3c, Andrea Prokisch<br />

Klasse 4b, Waltraud Eichstetter<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

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88<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

Klasse 5a, Josef Wachter<br />

Klasse 5c, Hans Mösbauer<br />

Klasse 5b, Gerhard Zimmermann<br />

Klasse 5d, Konrad Baier


Klasse 6a, Jürgen Krämer<br />

Klasse 6c, Karl Schneider<br />

Klasse 6b, Marco Kerscher<br />

Klasse 7a, Elisabeth Dobmeier<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

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90<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

Klasse 7b, Johann Zwack<br />

Klasse M7, Alois Köppl<br />

Klasse 7c, Christian Knott<br />

Klasse 8a, Peter Münch


Klasse 8b, Hans Wutz<br />

Klasse M8b, Elisabeth Reinhardt<br />

Klasse M8a, Karl-Heinz Reinhardt<br />

Klasse M9, Werner Winderl<br />

Die Klassen 1 bis 10 im Bild<br />

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92<br />

Die Klassen 9a und 9b<br />

Klasse 9a, Peter Blaschke<br />

Alles Gute unseren Absolventen der Klassen<br />

9a, 9b, M10a und M10b für ihre berufliche und<br />

persönliche Zukunft: Das ist es, was ich euch<br />

jungen Menschen mit auf euren Lebensweg<br />

geben möchte: Habt Mut!<br />

Rudolf Teplitzky<br />

Rektor und Schulleiter<br />

Klasse 9b, Norbert Friedrich


Die Abschlussklassen M10 des Jahrgangs<br />

2009/2010 verabschieden sich an dieser Stelle<br />

von der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule und danken<br />

allen, die uns durch Ihre jahrelange Unterstützung<br />

geholfen haben, einen erfolgreichen<br />

Schulabschluss zu erreichen.<br />

Klasse M10b, Horst Bittner<br />

Die Klassen M10a bis M10b im Bild<br />

Klasse M10a, Gertrud Waldherr<br />

Besonderer Dank gilt Frau Lang, Herrn Bauer<br />

und natürlich unseren Klassenleitern, die uns<br />

immer hilfsbereit zur Seite standen. Wir hoffen,<br />

wir bleiben Ihnen nicht nur als lernbereite<br />

und fleißige Schüler in Erinnerung …<br />

Vinzent Popelka Anja Praß<br />

Klassensprecher, Klassensprecherin,<br />

M 10a M 10b<br />

93


94<br />

Lehrerkollegium Schuljahr 2009/2010<br />

Das Lehrerkollegium der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule im Schuljahr 2009/2010


Wohin gelangt unser Abwasser?<br />

Klasse 6C, Schönsee<br />

Was passiert in unserer Kläranlage in Schönsee eigentlich mit dem Schmutzwasser,<br />

wenn es im Gully oder in der Toilette verschwindet? Das wollten wir,<br />

die 6C, genauer wissen und uns nicht nur mit Bildern aus Büchern zufriedengeben.<br />

Deswegen machten wir uns zur Kläranlage auf den Weg. Herr Hammerer,<br />

einer der Klärwärter, führte uns durch die Anlage.<br />

Das Schönseer Klärwerk ist eine Tropfkörperanlage mit mechanischer und<br />

biologischer Reinigung. Sie wird in absehbarer Zeit durch einen Neubau ersetzt.<br />

In der mechanischen Reinigung werden aus dem ankommenden Abwasser<br />

alle Gegenstände im Rechen zurückgehalten und herausgefischt, die<br />

einen reibungslosen Ablauf der Klärung behindern könnten; das reicht von<br />

Handtüchern bis zu jungen Hunden oder Katzen. Sand und Fette werden im<br />

Sandfang mit Fettabscheider dem Abwasser entnommen. Die biologische<br />

Reinigung findet hauptsächlich im Schlacketurm statt. Dort befindet sich Lavagestein,<br />

das sehr porös ist. In den unzähligen Hohlräumen leben Bakterien,<br />

die das Schmutzwasser reinigen. Schließlich erfährt das vorgereinigte Wasser<br />

im Nachklärbecken und im Schönungsteich den letzten „Schliff“. Nun ist das<br />

Wasser zu mindestens 80% sauber und kann in die Ascha eingeleitet werden.<br />

Der anfallende Klärschlamm wird in regelmäßigen Abständen abgeholt und<br />

entsorgt. Die letzte Station war das Labor, in dem der Klärwärter die Anlage<br />

überwachen kann und ständig die Qualität des gereinigten Wassers überprüfen<br />

muss.<br />

Den Kopf voller Informationen verabschiedeten wir uns mit einem süßen Dankeschön<br />

von Herrn Hammerer.<br />

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96<br />

Wasser – ein sehr kostbares Gut<br />

Teilnahme der 6C an der Oberpfälzer Weltwasserwoche 2010<br />

Klasse 6C, Schönsee<br />

Es hatte geklappt: Wir bekamen trotz eines aussichtslosen Platzes auf der Warteliste<br />

noch einen Besuchstermin bei der Oberpfälzer Weltwasserwoche 2010<br />

im Freilandmuseum in Neusath - Perschen. In einem Parcours durchliefen wir<br />

vier Stationen, von denen jede einen anderen Aspekt über unser Trinkwasser<br />

zum Thema hatte.<br />

An der 1. Station ging es um unseren Erdboden:<br />

> verschiedene Arten von Böden<br />

> Entstehung von Humus<br />

> Bildung von Grundwasser<br />

Über Fließgewässer in Bayern, das Leben in diesen Gewässern und den nötigen<br />

Schutz für diese Gewässer erfuhren wir in der 2. Station Neues und Wissenswertes.<br />

Ein kleines Geschicklichkeitsspiel mit Wasser und einem umgestalteten<br />

Surfbrett rundete diesen Parcours ab.<br />

Wie rar unser Süßwasser ist, wurde uns auf Station 3 eindringlich vor Augen<br />

geführt. Eindrucksvoll zeigte uns Herr Kurz die immense Wasserspeicherung<br />

durch Moose. Er hatte einen wenn auch nur ausgestopften Gesellen dabei, der<br />

immer häufiger an unseren Bachläufen anzutreffen ist, den Biber.<br />

Die 4. Station, betreut vom Geo-Zentrum Windischeschenbach (tiefstes Bohrloch<br />

der Welt mit 9191 m) führte uns vor Augen, wie lange es dauert, bis aus<br />

dem Gestein der Erdoberfläche Humus entstanden ist, nämlich mindestens<br />

8000 Jahre. Hier erprobten wir in einzelnen Versuchen die Filterwirkung und<br />

Wasserdurchlässigkeit von Sand und Humus.<br />

Dieser Vormittag im Freien bei schönstem Frühlingswetter brachte schon so<br />

manch Nachdenkliches, Erstaunliches und viel Interessantes mit sich.


Aus dem Kunstunterricht<br />

Susanne Scherr, Klasse M8a<br />

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98<br />

Berufswahlseminar 2010<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach Berufswahlseminar – Donnerstag 29.April 2010<br />

Beginn/Zi.: 8A 8B M8A M8B M9<br />

8.15 Uhr<br />

9.00 Uhr<br />

Berufe in der Glasindustrie Karrieremöglichkeiten bei<br />

der Bundeswehr<br />

ReferentIn Herr Graf Irlbacher<br />

Blickpunkt Glas GmbH<br />

09.30 Uhr<br />

10.15 Uhr<br />

Wehrdienstberater<br />

Kreiswehrersatzamt<br />

Fachinformatiker/in Maurer-/in<br />

Straßenbauer-/in<br />

Referentin Frau Angela Klotz<br />

Personalleiterin Klug GmbH<br />

Integrierte Systeme<br />

10.45 Uhr<br />

11.30 Uhr<br />

Physiotherapie<br />

Ergotherapie Masseurin/<br />

med. BademeisterIn<br />

Referentin Frau Sybille Bodensteiner<br />

Stellv. Schulleitung, Physiotherapie,<br />

Döpfer-Schulen<br />

Schwandorf<br />

12.00 Uhr<br />

12.45 Uhr<br />

Ausbildungen im<br />

pflegerischen Bereich<br />

Referentin Frau Ulrike Kleber<br />

Schulleitung Pflege<br />

Döpfer-Schulen Schwandorf<br />

Herr Baumer senior<br />

Baumer-Bau<br />

Hoch- und Tiefbau GmbH<br />

Hauswirtschafter/-in<br />

Kinderpfleger/-in<br />

PflegefachbetreuerIn<br />

Frau von Glasow-Meier<br />

Schulleitung, Berufsfachschule<br />

Oberviechtach<br />

Referentenzimmer, Treffpunkt, Anlaufstation: Silentiumraum<br />

Begrüßung – Begleitung – Verabschiedung: M7-Service-Team<br />

Kraftfahrzeug-<br />

mechatroniker-/in<br />

Herr Max Zwack<br />

Autohaus Zwack<br />

Medizinische/r<br />

Fachangestellte/r<br />

Frau Dr. Najjar<br />

Praktische Ärztin<br />

Oberviechtach<br />

FOS Gestaltung<br />

Inhalte und Möglichkeiten<br />

Herr Haubelt<br />

FOS Weiden<br />

Vom Quali zum Abitur Anlagenmechaniker/in für<br />

Sanitär-, Heizungs- und<br />

Klimatechnik; Vortragsort:<br />

Halle im Gewerbegebiet<br />

Frau Maria Dirschedl Herr Hafenrichter<br />

Hafenrichter GmbH<br />

Erzieher/In Fachangestellte/r für<br />

Arbeitsförderung<br />

Herr Jürgen Werse<br />

Schulleitung<br />

Fachakademie für Sozialpädagogik,<br />

Schwandorf<br />

Döpfer-Schulen<br />

Förderlehrer/n Fachlehrerin<br />

Ernährung u. Gestaltung<br />

Werken, TZ, KT u. Kunst<br />

Herr Josef Messbauer<br />

Frau Margarethe Eckl<br />

Herr Jürgen Dietl DESO<br />

Metall- und Elektroberufe<br />

in der Industrie<br />

Herr Thomas Hagl<br />

Münchner-Medizin-<br />

Mechanik GmbH<br />

Verwaltungsfach-<br />

angestellte/r<br />

Kommunalverwaltung<br />

Frau Baumer, Frau Lindner,<br />

Frau Meller, Stadtverwaltung<br />

Oberviechtach<br />

Frau Seitz-Dobler<br />

Agentur für Arbeit<br />

Schwandorf<br />

Berufe bei der F.EE GmbH<br />

Industrieautomation<br />

Herr Gert Weymayr<br />

Personal und Controlling<br />

F.EE GmbH<br />

Industrieautomation<br />

Zimmerer Zimmerin<br />

Herr Christian Kraus<br />

Zimmerei Ödmiesbach<br />

Bankkauffrau /<br />

Bankkaufmann<br />

Herr Gebhardt<br />

Personalentwicklung<br />

Sparkasse Schwandorf


100<br />

Betriebspraktikum M8A und M8B


Bei den Indianern<br />

Indianer nennen wir die Ureinwohner Nordamerikas. Sie lebten dort schon<br />

viele tausend Jahre vor der Ankunft der Europäer. Denken wir an „Indianer“<br />

stellen wir uns vor allem die Präriebewohner mit ihren Pferden und Zelten<br />

vor. Doch die meisten Indianer lebten ganz anders. Es gab über fünfhundert<br />

Stämme mit unterschiedlichen Lebensgewohnheiten. Manche waren sesshaft,<br />

andere zogen umher. Sie lebten teils friedlich, teils kriegerisch in dem riesigen<br />

Land zwischen Atlantik und Pazifik.<br />

Sehr viel über die Indianer erfuhren die Schüler der 2. Klassen beim Indianerprojekt.<br />

Im Fach WTG stellten sie mit Fachlehrerin Margaretha Eckl ein Indianerstirnband<br />

und eine Federkette her. Für den Kopfschmuck wurde ein Stoffband<br />

mit vielen Stichen bestickt und mit Indianerfedern geschmückt. Federn<br />

haben bei den Indianern eine große Bedeutung. Sie sind die Antennen zum All<br />

und in ihnen wohnt eine große magische Kraft.<br />

Im selbst erstellten Indianerbuch sind Indianerbilder und -geschichten mit indianischen<br />

Zeichen zu finden. Eigene Indianergeschichten durften die Schüler<br />

im Fach Deutsch bei Frau Högerl schreiben. Das Projekt wurde mit einem großen<br />

Indianerfest abgeschlossen.<br />

101


102<br />

Für Schokolade gibt‘s keine Eins<br />

Gesunde Ernährung als Vier-Wochen-Projekt<br />

Zum Abschluss ein Frühstück für 110 Schüler<br />

„Früchtemüsli schon am Morgen gibt dir Kraft, vertreibt die Sorgen. Pommes,<br />

Chips und Schokolade machen dick, du fühlst dich fade.“ Mit diesem Rap und<br />

vielen Informationen über gesundes Essen begrüßten Fünftklässler der Doktor-<br />

<strong>Eisenbarth</strong>-Schule über einhundert Kinder zum Frühstücksbuffet in der Mensa.<br />

„Darum ist Frühstück und Pausenbrot so wichtig“ war auf einem Plakat zu lesen<br />

und einige Mädchen und Buben erklärten ihren Mitschülern, dass Kinder<br />

zu bestimmten Zeiten essen sollten: „Es ist wichtig für die Versorgung von Körper<br />

und Gehirn. Die Leistungsfähigkeit steigt an.“<br />

Allerdings sollten statt „leerer Kalorien“ lieber Vollkornprodukte, Obst, Gemüse<br />

und Milch bevorzugt werden.<br />

Natürlich gab‘s nicht nur graue Theorie. Die Kinder durften sehen und schmecken,<br />

wie gut gesundes Frühstück sein kann. Mehrere Tische bogen sich regelrecht<br />

vor lauter herrlich bunten Speisen. Belegte Vollkornstangen, Brot am<br />

Spieß, Eierquark, Obstsalat und natürlich Milch und Kaba für den Kalziumhaushalt<br />

waren aufgebaut. Die Fünftklässler hatten sich mit ihren Fachlehrerinnen<br />

Margaretha Eckl und Margit Capillera schon zwei Stunden vorher in der Schulküche<br />

und in der Mensa kräftig ins Zeug gelegt und die leckeren Sachen zubereitet.<br />

Als Gäste waren die 6a und 6b geladen sowie auch die Viertklässler aus<br />

Schönsee, Winklarn, Teunz und Niedermurach, die zum „Schnuppern“ an die<br />

Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule gekommen waren.<br />

Vier Wochen lang „geisterte“ ein Ernährungskoffer durch alle fünften, sechsten<br />

und siebten Klassen. Hier lernten die Kinder bei 22 verschiedenen Brett- und<br />

Würfelspielen, Riechen und Zuordnen sowie der Zuckerpyramide jede Men-<br />

ge über gesundes Essen. „Nenne drei Nahrungsmittel die fast ausschließlich<br />

Kohlenhydrate erhalten“, stand da auf einer Fragekarte, was Nicole von der 6b<br />

sofort mit „Brot, Kartoffeln und Reis“ beantwortete. „Ziel ist, dass die Schüler<br />

begreifen, dass eine gesunde Ernährung wichtig für Fitness und Wohlbefinden<br />

ist“, meinte Margaretha Eckl. Sie sollten erfahren, was die Kennzeichnung von<br />

verpackten Lebensmitteln verrät und wie man die Esskultur fördern kann.<br />

Denn wenn das Frühstück zwischen Tür und Angel verzehrt wird, Tiefkühlpizza<br />

und Burger das Mittagessen ersetzen und das Abendbrot vor dem Fernseher<br />

verschlungen wird, dann wird Essen zur Nebensache und Gedanken an eine<br />

vernünftige Ernährung bleiben auf der Strecke.


Kontakt mit der Praxis<br />

Die 8. Klassen der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach sammelten Erfahrungen<br />

im Betriebspraktikum<br />

Im Rahmen des Unterrichtsfachs Arbeit Wirtschaft Technik gewannen die<br />

Schüler erste Eindrücke, Kenntnisse und einen Orientierungsrahmen für die<br />

anstehende Berufswahl. Am 12. April schwärmten die Schülerinnen und Schüler<br />

der vier achten Klassen in alle Richtungen aus, um die verschiedensten Betriebe<br />

und deren Arbeitsabläufe genau unter die Lupe zu nehmen. Motiviert<br />

ging es unter anderen beim Bäcker, Landmaschinenmechaniker, in der Gärtnerei,<br />

in der Schreinerei, in der Kfz-Werkstatt und im Kindergarten zur Sache.<br />

Nicht nur zuschauen, sondern auch anpacken, lautete die Devise. Denn man<br />

kann zwar über Berufe viel lesen, aber wirklich im Betrieb zu stehen, hier die<br />

Atmosphäre zu erleben, das ist etwas ganz anderes. In den zwei Wochen wurden<br />

die Praktikanten sowohl durch die Meister der Betriebe als auch durch die<br />

Klassenlehrkräfte betreut. Alle Jugendlichen nutzten nach ihren Kräften die<br />

Chance, einen guten Eindruck am Praktikumsplatz zu hinterlassen. Ziel der<br />

Schule ist es, dass jeder Schüler am Ende seiner Schulzeit die Ausbildungsreife<br />

erlangt und einen Anschluss im Berufsleben findet, der seinen Interessen und<br />

Fähigkeiten entspricht. Dank gebührt den Ausbildungsbetrieben der Region,<br />

die die Schule bei diesem Bemühen tatkräftig unterstützten.<br />

103


104<br />

Maifest bei den Oberviechtacher Werkstätten<br />

Die Beschäftigten der Oberviechtacher Werkstätten und die Schülerinnen<br />

und Schüler der Klasse 7C der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule hatten im Rahmen<br />

ihres Kooperationsprojekts zu einem Maifest in die Werkstätten eingeladen.<br />

Werkstattleiter Hermann Prüfling begrüßte besonders Rektor Rudolf Teplitzky,<br />

die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Er hob das Projekt „Wir<br />

packen’s gemeinsam an, jeder wie er kann“ hervor und freute sich, dass die Zusammenarbeit<br />

bereits seit drei Jahren besteht. Bevor der Maibaum, der zuvor<br />

geschmückt wurde, aufgestellt wurde, dankte er der Stadt Oberviechtach und<br />

Bürgermeister Heinz Weigl für den Baum. Mit Unterstützung des Technischen<br />

Hilfswerks war der Maibaum schnell aufgerichtet und Lehrer Christian Knott<br />

spielte dazu mit seiner Bläsergruppe. Der Maibaum erhielt noch Schilder mit<br />

den Abteilungen Metall, Holz, Montage und Küche sowie dem Wappen von<br />

Oberviechtach und dem Logo der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule. Anschließend gab<br />

es für alle eine Maifeier im Speisesaal. Aus der Küche der Werkstätten wurden<br />

Brote und Getränke gereicht, Fachlehrerin Gerlinde Lohrer servierte verschiedene<br />

Kuchen, die die Siebtklässler gebacken hatten. Birgit Stangl sorgte mit<br />

den Beschäftigten der Werkstätten für die musikalische Umrahmung, und bei<br />

einem gemeinsamen Tanz wurde klar, dass sich die Siebtklässler und die Beschäftigten<br />

sehr gut verstehen und Freundschaften geschlossen haben.


Besuch im BIZ in Amberg<br />

Die Klassen 8a, 8b und M9<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule<br />

besuchten im April mit ihren<br />

Klassenlehrern das Berufsinformationszentrum<br />

(BIZ) in<br />

Amberg. Unter der bewährten<br />

Leitung von Berufsberater<br />

Wolfgang Mager wurden zu<br />

Beginn die Grundfragen zu<br />

Berufsorientierung, Bewerbung<br />

und Berufsausbildung<br />

erklärt und besprochen.<br />

Nachdem den Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Möglichkeiten der<br />

Informationsbeschaffung zu ihren Lieblingsberufen aufgezeigt worden waren,<br />

durften sie an den Computern des Informationszentrums ihre Recherche<br />

starten. Begonnen wurde mit einem Selbsterkundungsprogramm unter www.<br />

planet-beruf.de, bei dem die Jugendlichen nach ihren Stärken und Schwächen<br />

befragt wurden und so eine große Auswahl an Berufen gezeigt bekamen, für<br />

die sie geeignet wären. Daraufhin durchwühlten die Schüler die verschiedenen<br />

Angebotsseiten der Bundesagentur für Arbeit, um sich zu informieren und so<br />

ihrem Traumberuf einen Schritt näher zu kommen. Dabei wurde schnell klar,<br />

dass Bewerbung, Erkundung der Interessen und Praktika wichtige Bestandteile<br />

der Berufsfindung sind.<br />

Abgerundet wurde der Aufenthalt in Amberg durch einen kurzen Besuch der<br />

Innenstadt, wo die Jugendlichen bei herrlichem Wetter durch die Fußgängerzone<br />

flanieren konnten.<br />

Und das gibt’s im BIZ!<br />

> Computer zur Nutzung der <strong>Online</strong>-Angebote der Bundesagentur für Arbeit<br />

sowie für andere berufliche Recherchen im Internet<br />

> Ein vielseitiges Angebot an berufskundlichen Filmen<br />

> Illustrierte Infomappen mit spannenden, abwechslungsreichen Berichten<br />

aus der Berufspraxis<br />

> Bücher und Zeitschriften zum Schmökern rund ums Thema Berufswelt<br />

> Auslandsinformationen zu Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der<br />

Ferne<br />

> Informationsmaterial zum Mitnehmen<br />

105


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Radfahrprüfung in der 4. Klasse<br />

Vivien Bergner und Alexia Stracke (Klasse 4a)<br />

Die Klassen 4a und 4b lernten in drei Übungseinheiten das Rad fahren. Wir<br />

konnten auf dem Gelände der Firma Zinser mit Herrn Senft, Herrn Bindl und<br />

Herrn Kuhn von der Polizei üben.<br />

1. ÜE: Verlassen eines Grundstücks, Anfahren, Vorbeifahren am Hindernis,<br />

Abstand halten.<br />

2. ÜE: Vorfahrtsregel „rechts vor links’’ und Linksabbiegen (1. Teil)<br />

3. ÜE: Linksabbiegen (2. Teil), Vorfahrtsregelung durch Verkehrszeichen,<br />

Abknickende Vorfahr und Vorfahrtsregelung durch Lichtzeichen.<br />

4. ÜE (zusätzlich!) Wir durften nochmals üben!<br />

Für die Prüfung mussten zuerst einen Fragebogen ausfüllen (Theorie-Prüfung).<br />

Danach kam die praktische Prüfung. Einige von uns waren schon ziemlich aufgeregt.<br />

Aber alle kamen glücklich mit ihrem Fahrradführerschein nach Hause!<br />

Fünf Klassenkameraden bekamen sogar einen Ehrenwimpel für besonders<br />

gute Leistungen! Eine Fahrt im Realverkehr haben wir noch vor uns. Da können<br />

wir nochmals zeigen, was wir gelernt haben.


Schnuppertag an der DESO Besuch in der Stadtbücherei<br />

Oberviechtach<br />

Gelegenheit für Viertklässler, sich in der Hauptschule umzuschauen<br />

Wie jedes Jahr hatten interessierte Schüler aus den vierten Jahrgangsstufen<br />

der Grundschulen Oberviechtach, Teunz, Schönsee, Winklarn und Niedermurach<br />

wieder die Gelegenheit, sich „den Betrieb“ in der für sie relevanten Hauptschule<br />

an der DESO anzuschauen und sich ein eigenes Bild von dem zu machen,<br />

was eventuell auf sie zukommt. An zwei Tagen und in zwei Gruppen besuchten<br />

die Schüler den „normalen“ Unterricht in der fünften und sechsten Klasse<br />

sowie Fachunterricht in Sport oder WTG. Glück hatten die „Schnupperer“<br />

aus Schönsee und Niedermurach am Mittwoch, 24.03.2010, da sie nicht nur<br />

das Projekt „Gesundes Frühstück“ theoretisch mitverfolgen konnten, sondern<br />

auch gleich zu einem deftigen, herzhaften und natürlich gesunden Frühstück<br />

in die Schulmensa eingeladen wurden. Da ließ man sich nicht zweimal bitten!<br />

Ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus, was die Fünftklässler der DESO in<br />

den Hauswirtschaftsgruppen vor- und zubereitet und wahrlich hergezaubert<br />

hatten! Da konnte man wahrhaftig sagen: So schmeckt Schule!<br />

Am Donnerstag, den 25.03.2010, waren die Viertklässler aus Teunz, Winklarn<br />

und Oberviechtach in den Unterricht der geschlossenen Ganztagesklassen eingeladen,<br />

zuerst in der 6 d, anschließend in der 5 d. Lehrer Konrad Baier dürfte<br />

sich wohl an längst vergangene Zeiten erinnert haben, als er in „seine“ Klasse<br />

schaute. Da saßen wie früher stolze 55 Kinder und warteten gespannt auf das,<br />

was sie erwartete. In einer Lesestunde erarbeiteten die Kinder gemeinsam das<br />

nicht alltägliche Märchen von Johann Peter Hebel „Seltsamer Spazierritt“. Sie<br />

erfuhren, wie verschiedene „Wanderer“ (siehe Bilder) die beiden Hauptpersonen<br />

der Geschichte total beeinflussten und so zu einem Verhalten bewegten,<br />

das nicht mehr „normal“ war. Oder ist es etwa normal, dass man auf einem Esel<br />

nicht reitet, sondern dass man diesen trägt? Die Schüler erkannten die Lehre,<br />

dass man so handeln muss, wie man es selber für richtig hält. Denn soweit<br />

kann’s kommen, wenn man es allen Leuten recht machen will! Sichtlich zufrieden<br />

und auch beeindruckt fuhren die auswärtigen Besucher in ihre Schulorte<br />

zurück. Die Schüler können erwarten und sicher sein, an der Hauptschule der<br />

DESO gut betreut und unterrichtet zu werden.<br />

Klassen 4a und 4b<br />

Wie viele Klassen unserer Schule besuchten auch wir, die Klassen 4a und 4b<br />

immer wieder die Stadtbücherei in Oberviechtach, in der uns Frau Stigler stets<br />

willkommen hieß. Sie kümmerte sich rührend um unsere Bücherwünsche und<br />

beantwortete geduldig alle unsere Fragen.<br />

Ist dieses Buch in Antolin?<br />

Wo stehen denn die Witzebücher?<br />

Gibt es hier auch Bücher in englischer Sprache?<br />

Wo finde ich Sachbücher zum Thema Wasser? …<br />

Und immer wusste sie eine passende Antwort oder hatte einen guten Tipp,<br />

damit es uns nicht so erging wie einem Besen von Frau Reisig in dem Gedicht<br />

von Michael Flaig.<br />

107


108<br />

Zertifikate für europäischen Computerführerschein<br />

erworben<br />

Auch in diesem Schuljahr nutzten wieder Schülerinnen und Schüler der 8., 9.<br />

und 10. Klassen die zusätzliche Möglichkeit, den European Computer Driving<br />

Licence zu erwerben. Der Europäische Computerführerschein ist ein international<br />

anerkanntes Zertifikat über grundlegende Computerkenntnisse. Für besonders<br />

begabte Schülerinnen und Schüler der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule stellt<br />

er eine sehr gute Möglichkeit dar, ihr Wissen und Können am PC zu beweisen.<br />

Damit steigern sie nicht nur ihre Computerkompetenz, sondern vor allem ihre<br />

Chancen auf einen möglichen Arbeitsplatz, da sie sich mit diesem zusätzlichen<br />

Zertifikat von vielen Bewerbern positiv abheben können. Seit dem September<br />

2007 ist die Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Testzentrum und bietet so die Möglichkeit,<br />

die externen Prüfungen online unter der Aufsicht der Fachlehrerinnen<br />

Marina Schießl oder Rosmarie Schauer abzulegen.<br />

Bis zum Redaktionsschluss konnten bereits mehrere Schülerinnen und Schüler<br />

der DESO den ECDL-Start erwerben. Das bedeutet, dass sie vier der sieben<br />

Prüfungen in den Teilbereichen Grundlagen der Informationstechnologie, Betriebssysteme<br />

(Windows XP), Textverarbeitung (Word), Tabellenkalkulation<br />

(Excel), Datenbanken (Access), Präsentation (PowerPoint) sowie Internet und<br />

E-Mail bestanden haben. Sie haben zusätzlich zum normalen Unterrichtsablauf<br />

Zeit, Mühe und Geld investiert, um die Zusatzqualifikation zu erwerben.<br />

Im Bild die Teilnehmer der 10. Klassen.


Jedem Vogel eine Villa<br />

Jasmin Winter, Klasse 7c<br />

Die Klasse 7 c überlegte im Fach PG (Praktisches Gestalten) etwas<br />

für den Naturschutz zu tun und wir beschlossen, Nistkästen für<br />

Höhlenbrüter zu bauen.<br />

An einem Dienstagnachmittag gingen die Schüler mit Ihrem<br />

Werklehrer Herr Günther zum Oberviechtacher Bauhof, um für<br />

ihre Nistkästen Holz zu bestellen. Herr Bürgermeister Weigl hatte<br />

uns großzügigerweise zugesagt, das Holz dazu zu spenden. Der<br />

Bauhofleiter Herr Ruml und der Schreiner der Stadt Herr Ebnet<br />

erklärten uns den Bau eines solchen Nistkasten und allerlei Wissenswertes<br />

über Holz und versprach, das Material vorzubereiten.<br />

Im Anschluss an die Ferien wurden aus den Fichten- und Kiefernbrettern<br />

das Dach, der Boden, die Seiten-, Rück- und Vorderfront<br />

für Star- und Meisenkästen gesägt, an den Kontaktstellen wasserfest<br />

verleimt und dann verschraubt, nachdem Löcher vorgebohrt<br />

und mit dem Versenker ein Reißen des Holzes vermieden wurde.<br />

Dann mussten wir, je nach Vogelart, in die Vorderwand ein Einflugloch<br />

mit 30 bzw. 45 mm Durchmesser mit einem Schälbohrer<br />

bohren und der Starenkasten bekam noch eine Sitzstange für den<br />

Starenvater und der Meisenkobel eine kleine Anflugleiste zum<br />

Festkrallen. Nachdem dann das Dach befestigt war, wurde noch<br />

die Aufhängeleiste aus Kiefernholz mit zwei Befestigungslöchern<br />

versehen und ganz fest verschraubt. Zum Schluss flammten wir<br />

noch unsere Häuschen, damit sie noch besser aussehen und viel<br />

länger halten und gleich darauf haben wir sie zuhause aufgehängt.<br />

Selbstverständlich haben auch unsere Sponsoren eine Villa<br />

für Meise und Star als kleines Dankeschön geschenkt bekommen.<br />

109


110<br />

Ostwind Minimarathon in Regensburg<br />

Auch heuer wieder nahmen Schülerinnen<br />

und Schüler der DSO am Minimarathon in<br />

Regensburg teil.<br />

Am 15. Mai war es endlich soweit. Nachdem<br />

sich die Schülerinnen und Schüler zuhause<br />

schon auf dieses Riesenevent mit über<br />

2000 Läufern vorbereitet hatten, starteten<br />

vom Gymnasium aus 2 Busse mit den Teilnehmern<br />

aus Niedermurach, des Ortenburg<br />

Gymnasiums und der Doktor- <strong>Eisenbarth</strong><br />

Schule nach Regensburg. Dort, auf dem Infinion<br />

– Parkplatz am Westbad war die Minimarathonstrecke<br />

abgesteckt, die dann<br />

die Läuferinnen und Läufer je nach Alter<br />

ein- oder mehrmals durchlaufen mussten.<br />

Bei guten Wetterbedingungen (es war lange<br />

nicht so heiß wie letztes Jahr) erzielten<br />

unsere Starter beachtenswerte Ergebnisse,<br />

geht man davon aus, dass die Top Ten und folgende durchwegs von Spezialisten<br />

der Regensburger Leichtathletik - Vereine eingeheimst werden konnten.<br />

Erstmals starteten bei dieser Veranstaltung unsere Kleinen Jahrgang 2001 und<br />

2002 die ohne Zeitmessung mit Teilnehmerurkunden und Medallien belohnt<br />

wurden. Julian Blab, die Gebrüder Christoph und Johannes Schneider, Nico Troglauer<br />

und Florian Uschold waren hier dabei. In den Altersgruppen 2000 und<br />

1999 stellten wir 9 Teilnehmer, von denen sich Fabian Frank auf Platz 33 bei<br />

189 Teilnehmern am besten schlug. Auch Nicolas Blab mit Platz 39, Elias Schießl<br />

52., Dominik Uschold 73., Alexander Fleischer 113., Laurenz Rahm 129., und Lukas<br />

Schwendner 152. starteten in dieser Gruppe. Kerstin Roth, die schon mehrmals<br />

dabei war errang bei den Mädchen 1999 Platz 77. Ganz beachtlich liefen unsere<br />

großen Mädchen. Errangen doch Carolin Roth Platz 21, Tina Lottner Rang<br />

22, Kerstin Reisinger 24 und Saskia Schwarz den 48. Platz. Nach der erbrachten<br />

Leistung war noch viel Zeit für ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit<br />

Tombola und Siegerehrung, bis man sich um 18 Uhr wieder auf den Heimweg<br />

machte und einstimmig gelobte man, auch nächstes Jahr sind wir wieder dabei,<br />

beim Ostwind Minimarathon 2011 in Regensburg


Klettern in der Fränkischen Schweiz<br />

Prüfungsvorbereitung einmal ganz anders: Statt im Klassenzimmer machten<br />

sich einige unerschrockene Schüler mitten in den Pfingstferien auf einen ganz<br />

besonderen Weg!!! Förderlehrer und Erlebnispädagoge Jürgen Dietl hatte nun<br />

bereits zum zweiten Mal die Idee, Schüler in der freien Natur auf die bevorstehenden<br />

Prüfungen vorzubereiten. In der Fränkischen Schweiz stand Klettern<br />

am Höhenglücksteig auf dem Programm. Begleitet wurde die Maßnahme von<br />

dem Erlebnispädagogen Günter Hanauer. Auf dem Weg zum Einstieg in den<br />

Klettersteig im Hirschbachtal erklärten die Begleiter was man unter Lernen<br />

in einem schwierigen Umfeld versteht. Auch die Überwindung von Angst vor<br />

Prüfungen und die Stärke des eigenen Willens waren Themen, die unter freiem<br />

Himmel mit den Schülern besprochen wurden.<br />

Nachdem man die Sicherheitsausrüstung (Helm, Klettergurt, Klettersteigset)<br />

angelegt und die verschiedenen Verhaltensregeln besprochen hatte, ging es<br />

auch schon los. Zu Beginn war der rettende Boden nur einige Meter unter uns,<br />

doch schon nach kurzer Zeit waren wir in einer Höhe von 15-20 Metern über<br />

dem Boden angelangt, was fast allen Schülern Überwindung kostete. Die anschließende<br />

Brotzeit auf dem Gipfel hatten sich alle redlich verdient und an<br />

der frischen Luft bei herrlichem Wetter schmeckte sie gleich doppelt so gut.<br />

Doch bereits nach kurzer Zeit wurde auch schon der zweite Teil des Klettersteigs<br />

begangen. Viel Spaß hatten die Schüler hier bei dem großartigen Ausblick,<br />

der sich den Schülern über die Fränkische Schweiz ermöglichte. Auch den<br />

dritten und schwierigsten Teil nahmen Alle in Angriff und auch ein Eintrag ins<br />

Gipfelbuch durfte nicht fehlen. Erschöpft aber gut gelaunt fuhren die Schüler<br />

in die Oberpfalz zurück und nahmen viele Eindrücke mit, angefangen von Naturerlebnis<br />

bis hin zu einem gestärkten Selbstwert- und Gruppengefühl. Vielen<br />

Dank geht hierbei an die Stadt Oberviechtach, die es ermöglichte Kletterausrüstung<br />

für die Schüler zu besorgen. Diese ist auf der einen Seite ein unabdingbarer<br />

Sicherheitsfaktor auf der anderen Seite sehr motivierend für die Schüler<br />

sich den großen Anstrengungen auszusetzen.<br />

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Allen Entlassschülern<br />

viel Glück und alles Gute für die Zukunft,<br />

vor allem beruflichen und privaten Erfolg,<br />

schöne und erholsame Ferien allen<br />

Schülerinnen, Schülern, der Schulleitung,<br />

den Lehrerinnen, Lehrern und Bediensteten<br />

der Doktor-<strong>Eisenbarth</strong>-Schule Oberviechtach<br />

und einen guten Start in das Schuljahr 2010/2011 wünscht<br />

das Team der Schülerzeitung „<strong>Eisenbarth</strong>-<strong>Kurier</strong>”!


Viviane Licha, Klasse 2b Viviane Licha, Klasse 2b


Geistertreffen (WTG 2a/b)<br />

Mathias Hummer, Klasse 2b Madleen Schwarz, Klasse 2a Ramona Schwabenbauer, Klasse 2b<br />

Jushua Fröhlich, Klasse 2a<br />

In der WTG – Gruppe 2a/b (Fr. Paulus) begann es während des Lernbereiches<br />

„Weben“ zu spuken. So wurden aus Wolle mithilfe eines Webrahmens und Schiffchens<br />

Geister zum Leben erweckt.<br />

Es entstanden Feuergeister, Wassergeister und Erdgeister, die immer bestrebt<br />

sind Gutes zu tun, zum Beispiel Wasser herbeizuschaffen, wenn es benötigt wird;<br />

Feuer zu machen, wenn jemandem friert; oder mit fruchtbarer Erde Pflanzen besser<br />

gedeihen zu lassen.

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