Kinzigtal Aktiv 1/2014

gesundeskinzigtal

Weitsicht heißt: die Zukunft planen. Im Schwarzwald wird längst an morgen gedacht
Gift oder Genuss
Drüber reden
Stärke zeigen
www.gesundes-kinzigtal.de

Gemeinsam aktiv für Ihre Gesundheit

www.gesundes-kinzigtal.de | 2 - 2014

Weitsicht

heißt:

die Zukunft planen

Im Schwarzwald wird längst an morgen gedacht

Gift oder Genuss

Die Dosis macht auch bei

Alkohol den Unterschied

Drüber reden

Harninkontinenz nicht

unter den Tisch kehren

Stärke zeigen

In der neuen Medienwelt

brauchen Kinder Rückhalt


INHALTSVERZEICHNIS

2 Editorial

Impressum

3 Wohnen im Alter muss auch auf

dem Land möglich sein

4 Wenn das Smartphone bei der

Gesunderhaltung helfen soll:

Worauf zu achten ist

5 Luftige Gefahr: Pollen und Co.

6 Das Kind beim Namen nennen:

Zu Besuch bei der Urotherapeutin

Info-Abend „Arthrose‟ in Zell a. H.

Weiterer Ernährungskurs „Gesundes

Gewicht‟ beginnt

8 Titelthema

Genussmittel und Nervengift:

Auf den Alkoholkonsum achten

11 Am 17. Mai wird Zell a. H. zur

Rennstrecke für Handbikes

Gehirnjogging: Sudoku

12 Für Sie gelesen: Bücherkiste

13 Fitte Mitarbeiter leisten mehr:

Duravit AG setzt auf Gesundheit

Neue Packung: Vor Zigaretten

wird ab 2016 gewarnt

14 Kinder und soziale Medien:

„Starke Eltern sind das A und O‟

Seite 4

Seite 6

Seite 8

EDITORIAL

„Was ist eigentlich Gesundheit?“ Diese

Frage beschäftigt nicht nur uns

von Gesundes Kinzigtal. Gesundheitsexperten,

Mediziner, Arbeitgeber

und -nehmer, aber auch Kinder

und Eltern führen darüber Diskussionen

– und zwar auf unterschiedlichen

Ebenen und

aus verschiedenen

Richtungen.

Aus Sicht eines

Schülers sind leichte

Bauchschmerzen

ein Grund, um zu

Hause zu bleiben.

Eltern sehen das

meist anders. Einer

geht trotz Er-

Patrick Merck

kältung zur Arbeit, weil er nicht als

faul gelten will. Sein Kollege bleibt zu

Hause, auch weil er niemanden anstecken

möchte. Wer hat recht? Wer

bestimmt, was krank ist und welche

Konsequenzen sich daraus ergeben?

Wer darf mit welcher Krankheit zu

Hause bleiben? Wovon hängt das ab?

Wer erhält Unterstützung, eine Reha

etwa? Wer hat sich selbst zu kümmern?

Ist Gesundheit vielleicht auch ein Gefühl,

das sich trotz Krankheit einstellen

kann?

Helfen Sie uns! Teilen Sie uns mit,

wie Sie Gesundheit definieren, wo

fängt sie an, wo hört sie auf? Was

kann jeder einzelne, was wir als Gemeinschaft

tun? Ihre Antworten werden

wir in der nächsten Kinzigtal Aktiv

nicht nur sammeln, sondern gern

gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

16 Die nächsten Vorträge von

Gesundes Kinzigtal

„So gesehen‟ von AE

Seite 11

Auf Ihre Antworten freut sich

Patrick Merck

Gesundes Kinzigtal

Strickerweg 3d, 7716 Haslach

IMPRESSUM „Kinzigtal aktiv“

Das kostenlose Gesundheitsmagazin von Gesundes Kinzigtal

Redaktion:

Patrick Merck (pm)

Saskia Hynek (sh)

Helmut Hildebrandt (hh)

Fotos: Gesundes Kinzigtal (wenn nicht anders benannt) | Cartoon: Andreas Eikenroth | Grafik:

2G-Grafik, Zell a. H. | Druck: Badische Offset, Lahr | Auflage: 26 500 | Erscheinungsweise: viermal

jährlich | Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Gesundes Kinzigtal GmbH

Herausgeber:

Gesundes Kinzigtal GmbH

Strickerweg 3d, 77716 Haslach

Geschäftsführer: Helmut Hildebrandt

Telefon 07832 / 9 74 89 0

info@gesundes-kinzigtal.de

www.gesundes-kinzigtal.de


Wie wollen

wir morgen leben?

Gemeinde Fischerbach und Gesundes Kinzigtal planen für die Zukunft

Es ist ein sperriger Begriff, und er klingt

nach Bürokratie und Lebensferne: demografische

Entwicklung.

Doch dahinter verbergen sich Fragen,

die uns alle beschäftigen: Wo wollen wir,

wo können wir sicher und versorgt leben,

wenn wir vielleicht nicht mehr so fit und

agil sind? Ist das auch auf dem Land und

in der bekannten Umgebung möglich?

Muss ich – nur wegen meines Alters – in

eine andere Stadt umziehen? Denn klar ist:

Wir werden alle älter und leben länger als

unsere Vorfahren.

Konkrete Antworten auf diese Fragen

will das Projekt „Gut leben in Fischerbach“

finden. Dahinter stehen die Gemeindeverwaltung

und Gesundes Kinzigtal.

Es gibt auch ein fassbares Ziel, das Bürgermeister

Armin Schwarz so formuliert:

„Wir möchten die Attraktivität Fischerbachs

als Lebens- und Arbeitsraum erhöhen

und den Wegzug älterer Menschen

verhindern.“ Ein möglicher Baustein dieses

Entwicklungskonzepts ist die Schaffung

eines Mehrgenerationenhauses mit

Angeboten für demente und körperlich

eingeschränkte Mitmenschen, die nicht

mehr allein zu Hause leben können.

Ein Umzug in dieses Haus stellt aber

nur den letzten Schritt dar, sagt Projektleiterin

Dr. Monika Roth: „Der Verbleib

in der gewohnten Wohnung mit Erhalt der

Selbständigkeit spielt in unseren Überlegungen

die wichtigste Rolle.“ Das bedinge

jedoch einen Mix aus unterschiedlichen

Hilfen oder Angeboten, erläutert

die Gesundheitswissenschaftlerin. Dazu

zählten etwa technische Lösungen oder

Umbaumaßnahmen, aber auch „innovative

Dienstleistungen und Konzepte für eine

bedarfsgerechte Versorgungssicherung“,

wie es im schriftlichen Konzept heißt.

Das können, so Monika Roth, technische

Installationen wie intelligente Stromzähler

sein, die an ein Haus-Notruf-System

gekoppelt sind. Diese zeichnen ein Nutzungsprofil

auf und geben Alarm, wenn

dieses deutlich abweicht. Genauso zählen

aber auch Versorgungspartnerschaften

mit der Bürgergemeinschaft Fischerbach,

der Sozialstation Haslach sowie anderer

ambulanter Dienste im Tal dazu. „Es geht

eben um einen Mix“, sagt die Expertin.

Blaupause für andere Regionen

„Fischerbach ist ein lebenswerter Ort. Unsere

Aufgabe besteht darin, alle, die ein

lebenswertes Altwerden auf dem Land

unterstützen, zusammenzubringen. Zudem

müssen wir Kriterien vereinbaren, die

uns und den Betroffenen Klarheit darüber

geben, ob und wie eine Wohnung barrierefrei

ausgebaut werden kann“, fasst die

Gesundheitswissenschaftlerin zusammen.

„Davon werden auch andere Gemeinden

in Deutschland profitieren.“ /pm

Foto: Patrick Merck

Kinzigtal aktiv | 2-2014

3


Das Kleingedruckte ist

ausschlaggebend

Der Markt von Gesundheits-Apps ist unüberschaubar | Doch es gibt Hilfe

Mehr als 40000 Gesundheits-Apps,

also kleine Programme für Smartphones

und Tablet-Computer, sind weltweit auf

dem Markt. Sie sollen beim Abnehmen

helfen, das Trinkverhalten

verbessern oder an die Einnahme

von Arznei erinnern.

Angesichts dieser Zahl stellt sich

die Frage: Welcher App darf ich

vertrauen?

Antworten auf diese und andere

Fragen von Patrick Merck hat

Dr. rer. nat. Ursula Kramer aus

Freiburg. Mit ihrem Team untersucht und

bewertet die Apothekerin Gesundheits-

Applikationen für Smartphones.

Kramer

Worauf sollte ich achten, bevor ich eine

App herunterlade?

Ist die App kostenlos, ist es im Prinzip einfach:

Sie schauen, was die App kann, und

wenn sie nicht gefällt, wird sie deinstalliert.

Machen Sie sich aber bewusst, dass

Sie auch für kostenlose Apps bezahlen, und

zwar bei ihrer Nutzung. Unter Umständen

werden Ihre Daten zu Markforschungsund

Werbezwecke genutzt oder verkauft.

Ich rate daher zu einem Blick in die Datenschutzerklärung.

Fehlt diese, was bei

zwei Drittel der von uns untersuchten

Gesundheits-Apps der Fall ist, sollten Sie

besser auf die Nutzung verzichten.

Und wenn die App Geld kostet und sich

erst nach dem Download herausstellt,

dass sie nicht hält, was sie verspricht?

Wer sich bei Google Play innerhalb von

15 Minuten gegen eine gekaufte App entscheidet,

kann das mit einem Klick rückgängig

machen. Auch im Apple Store kann

der Preis einfach erstattet werden, wenn

der Nutzer über „Report a problem“ den

Grund für seine Unzufriedenheit nennt.

Welche Informationen sollte der

Anbieter angeben, damit ich

mir sicher sein kann, dass meine

Daten (und mein Telefon) nicht

ausgespäht werden?

Damit eine App Sie, beziehungsweise

Ihre Kontaktdaten ausspähen

kann, braucht sie dafür von

Ihnen die notwendigen Berechtigungen.

Diese werden abgefragt, bevor

die App installiert wird. Nehmen Sie sich

Zeit und hinterfragen Sie, ob der Nutzen

der App die geforderten Einschränkungen

Ihrer Privatsphäre rechtfertigt.

Wenn die App eine Arzt-Suchfunktion beinhaltet,

braucht sie dafür Ihre aktuellen

Standortdaten. Soll die App an Termine

Info

Diese sieben Angaben sollte eine Gesundheits-App

nach Ansicht der Initiative

Präventionspartner enthalten:

1. Datenquellen mit Stand der Information

2. Autor mit fachlicher Qualifikation

3. Hinweis zu Datenschutzrichtlinien

4. Hinweis zur Werbepolitik

5. Hinweis zu Finanzierungsquellen

6. Kontakt: Ansprechpartner für Fragen

zu gesundheitsbezogenen Informationen

der App

7. Ein einfach zu findendes Impressum,

das weitere Hinweise zu den oben

genannten Punkten enthält

>www.healthon.de

erinnern, braucht sie Zugriff auf den Kalender.

Wollen Sie sich über tagesaktuelle

Preise von freiverkäuflichen Arzneimitteln

informieren, dann braucht die App einen

vollständigen Internetzugriff. Es liegt an

Ihnen, was Sie zulassen möchten und was

nicht.

Gibt es da Fallstricke?

Wenn eine App Berechtigungen will, die

sich aus ihrem Leistungsumfang nicht erklären,

sollten Sie misstrauisch sein.

Wo kann ich mich informieren, ob eine

App vertrauenswürdig ist?

Es gibt viele Foren, in denen Benutzer

ihre Erfahrungen weitergeben. Oder Sie

schauen in einer Referenzdatenbank nach

getesteten Gesundheits-Apps. Mit Hilfe

von sieben Kriterien, die von unabhängigen

Gesundheitsexperten der „Initiative

Präventionspartner“ mit Kooperationspartnern

aus Wissenschaft und Wirtschaft

entwickelt wurden [siehe Kasten], können

Sie jede App auf Qualität und Transparenz

abklopfen.

Sind Gesundheits-Apps gefährlich?

Das Risiko, das von den meisten Gesundheits-Apps

ausgeht, die über Google Play

oder iTunes angeboten werden, ist überschaubar.

Wenn Sie bei einer Erkältung

auf eine Hausmittel-App vertrauen, deren

Tipps falsch oder veraltet sind, bleibt die

erwartete Wirkung im schlimmsten Fall

aus. Wenn eine Abnehm-App den Kalorienbedarf

nicht korrekt berechnet, nehmen

Sie nicht ab. Kritisch sollten Sie sein,

wenn Ihnen in versteckter Form Präparate

empfohlen werden. Unter Umständen ge-

Foto: Healthon

4 Kinzigtal aktiv | 2-2014


en Sie unnötig Geld für ein wirkungsloses

Mittel aus.

Verantwortungsvolle Anbieter klären ihre

Nutzer über Werbepartner und Sponsoren

auf. Sie geben zudem an, welche Person

oder Institution für die Richtigkeit der gesundheitsbezogenen

Aussagen verantwortlich

ist, wie man diese erreichen kann, und

wie aktuell die Informationen sind.

Blind vertrauen sollte man der App

aber nicht, oder?

Verlassen sollte man sich nie allein auf

seine App. Gerade wenn Dosierungen

Susanne Keller aus Hausach schwört auf die Gesundheits-App „Hydro“. „Sie erinnert

mich regelmäßig daran, zu trinken. Das vergesse ich im Trubel des Familienalltags

nämlich gern“, sagt die 34-Jährige.

Foto: Merck

ausgerechnet werden – etwa Insulin bei

Diabetikern – oder das Smartphone zu

einem Mess- oder Diagnoseinstrument

umfunktioniert wird, um Blutdruck, Blutzucker,

Fieber oder die Gefährlichkeit von

Muttermalen zu messen. Apps, die vom

Hersteller für die Diagnose oder Therapie

von Krankheiten angeboten werden, sind

deshalb zulassungspflichtig und unterliegen

in Deutschland dem Medizinproduktegesetz.

Mehr als 99,9 Prozent der Apps,

die in den Kategorien „Gesundheit & Fitness“

oder „Medizin“ der bekannteren

Stores angeboten werden, gehören nicht

zu dieser Gruppe. Sie suggerieren es vielleicht,

haben aber meist im Impressum einen

Haftungsaufschluss, mit dem sich der

Anbieter im Schadensfall absichert.

Nutzen Gesundheits-Apps in der Therapie

überhaupt etwas?

Chronisch Erkrankte brauchen in erster

Linie die vertrauensvolle Unterstützung

eines Arztes. Ist diese vorhanden, kann

eine Gesundheits-App das Krankheitsverständnis

der Nutzer verbessern und die

Motivation fördern. Wenn Patienten sich

aktiv mit ihren Risikofaktoren beschäfti-

gen und relevante Parameter kontrollieren,

lassen sich diese Daten mit einer App

einfach erfassen und auswerten. Wer seine

Messwerte über die Zeit als Kurvenverläufe

sieht, zieht eher seine Schlüsse daraus,

wo Probleme lauern oder sieht erste Erfolge.

Auch Apps mit denen sich Bewegungs-,

Entspannungs- oder Kräftigungsübungen

einfach und überall durchführen lassen,

oder Apps, die an die Tabletteneinnahme,

die Wiederbestellung von Arznei oder an

das regelmäßige Wassertrinken erinnern,

leisten bei der Krankheitsbewältigung und

im Alltag hilfreiche Dienste.

Die Gefahr

aus der Luft

Vortrag zu Allergien am 13. Mai

Für den einen sind es schöne Aussichten,

wenn Bäume, Blumen und Büsche

blühen, ein anderer rümpft darüber die

Nase. Mehr noch: Er muss sich schneuzen,

kriegt Ausschlag, und die Augen tränen:

Allergische Reaktionen gehören vor allem

im Frühling zum Alltag vieler Menschen.

Das Leiden der Allergiker

beginnt jedoch

meist schon im Winter:

Der Pollenflug von Hasel

und Erle macht den

Anfang. Dann kommen

Ulme, Weide, Pappel,

Birke, und mit der einsetzenden

Wärmeperiode

– meist von Ende

Daxer

März an – gesellen sich Gräser und Getreidesorten

hinzu. Das zieht sich dann bis in

den Herbst hinein.

Welche Auswirkungen der Pollenflug,

aber auch andere Allergene, auszulösen

vermögen, erläutert Dr. med. Christian

Daxer am Dienstag, 13. Mai, um 19 Uhr

im Gengenbacher Charlotte-Vorbeck-Haus

(Seniorentagesstätte am Gemeindezentrum

St. Marien, Klosterstraße 18a). Der

Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

gibt darüber hinaus Einblicke in die Vorbeugung,

Diagnose und Behandlung von

Allergien.

Unter 07832 / 9748933 werden Anmeldungen

entgegengenommen. Für Mitglieder

und Freunde von Gesundes Kinzigtal

ist der Besuch kostenlos.

/pm

>www.gesundes-kinzigtal.de

Blutspende in Haslach

Der nächste Blutspendetermin im Mittleren

Kinzigtal ist am Dienstag, 13. Mai, in

Haslach. Von 14:15 bis 19:30 Uhr lädt der

DRK-Blutspendedienst dazu in die Stadthalle

ein.

/pm

>www.blutspende.de

Kinzigtal aktiv | 2-2014

5


Blasen- und Darmschwäche betrifft Erwachsene und Kinder.

Sie ist behandelbar, aber Betroffene müssen sie auch

ansprechen. Doch es sind Tabuthemen. Nicht für Miriam

Lefèvre: Sie ist Urotherapeutin am Ortenau-Klinikum.

Kinzigtal-Aktiv-Autor Patrick Merck hat sie besucht.

Um Erkennung und Behandlung von Arthrose

geht es am 25. Juni. Foto: Merck

Arthrose im Mittelpunkt

„Arthrose erkennen und behandeln“ ist

der Titel eines Info-Abends am Mittwoch,

25. Juni, im Kulturzentrum Obere Fabrik

in Zell a. H. Beginn ist um 18 Uhr. Im Mittelpunkt

der kostenfreien Veranstaltung

steht ein Vortrag von Dr. med. Artur Feyrer,

Facharzt für Orthopädie. Die im Volksmund

„Gelenkverschleiß“ genannte Erkrankung

betrifft zwar meist Menschen,

die 65 Jahre.oder älter sind, aber das

schützt jüngere nicht vor ihr.

Neben dem Vortrag stellen sich Physiotherapeuten

aus der Region vor. Sie zeigen

zudem Übungen, um besser mit einer Arthrose

umzugehen.

/pm

>www.gesundes-kinzigtal.de

Erst lernen, dann kochen

Am Montag, 2. Juni, beginnt wieder ein

„Gesundes Gewicht“-Ernährungskurs, der

aus theoretischen und praktischen Einheiten

besteht. An acht Abenden, jeweils von

19 bis 21 Uhr in der Geschäftsstelle von

Gesundes Kinzigtal, Strickerweg 3d in

Haslach, geht es um eine bessere Ernährung

sowie um Bewegung. Zusätzlich wird

das Erlernte an zwei Terminen in der Küche

des Hansjakob-Bildungszentrums gemeinsam

erkocht.

Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro,

Mitglieder und Freunde von Gesundes

Kinzigtal zahlen 72 Euro. Für Teilnehmer

am Programm „Gesundes Gewicht“ ist der

Kurs kostenlos. Die Zutaten, mit denen an

den beiden Abenden gekocht wird, werden

auf alle Kursteilnehmer umgelegt. Weitere

Informationen und Anmeldungen unter

07832 / 9 74 89 60. /pm

Das Kind

beim Namen

nennen

Zu Besuch bei Urotherapeutin Miriam Lefèvre

Ihr Lächeln ist offen und freundlich, ihr

Händedruck kraftvoll. Miriam Lefèvre

versprüht Stärke, vermittelt Halt und Sicherheit.

Das ist zwar nicht ihre eigentliche

Aufgabe, aber ohne das ginge es nicht.

Miriam Lefèvre ist Urotherapeutin, ihr

Arbeitsplatz das Ortenau-Klinikum Offenburg.

Ihre Aufgabe: Patienten dabei

unterstützen, mit einer Blasen- oder Darmschwäche

besser zurechtzukommen. Zum

Beispiel vor oder nach einer Operation.

„Es geht vor allem darum, ihnen die Angst

zu nehmen und ihnen das Thema bewusster

zu machen“, sagt sie.

Karlheinz G.* ist so ein Fall. Ihm steht

eine Prostataentfernung bevor. Zur Angst

vor dem Eingriff kommt die Angst vor

einer Belastungsinkontinenz hinzu. Das

heißt, dass es bei körperlicher Aktivität zu

ungewolltem Harnverlust kommen kann.

Und so sitzt er an diesem Morgen im Zimmer

von Miriam Lefèvre und lässt sich

erläutern, wie er dieser aktiv vorbeugen

kann.

In kurzen, ehrlichen Worten bespricht

die Therapeutin die Operation und zeigt

ihm anhand eines Modells, was anschließend

mit seinen Verschlussmechanismen

passiert. Zumal Karlheinz G. mehrere

Wochen einen Katheter tragen wird. Sinnvoll

ist es daher, erläutert sie, die Wahrnehmung

der Beckenbodenmuskulatur zu

schulen und anschließend sehr auf Hygiene

achten. „Der Katheter ist ein Fremdkörper,

der Bakterien leicht Zugang zu den inneren

Organen bietet“, sagt die 39-Jährige.

Karlheinz G. nickt verhalten.

Bloß nicht tabuisieren

Ein großes Problem, wenn es um Blase,

Penis, Scheide und After gehe, liege in der

Erziehung und im Verhalten der Betroffenen:

„Sie sprechen nicht darüber; nicht mit

ihren Freunden, nicht mit dem Arzt und

manchmal auch nicht mit dem Partner. Das

haben sie nicht gelernt.“

Außerdem werde Harninkontinenz oft

als Schwäche interpretiert, die man lieber

verschweigt. Und genau da setzt die

Mutter zweier Jungs im Alter von 15 und

17 Jahren an. Ein Penis ist ein Penis, eine

Scheide eine Scheide, der Hodensack ein

Hodensack. „Man muss das Kind beim


*Name geändert

6 Kinzigtal aktiv | 2-2014


Praxis statt

graue Theorie

Neue Praktikantinnen im Team

Illustration: Andreas Eikenroth

Keine Angst vor Tabus: Urotherapeutin Miriam Lefèvre nennt die Dinge beim Namen:

„Wer drumherum redet, macht die Sache nur schlimmer.“

Foto: Merck

Namen nennen. Immer!“, sagt die Gesundheits-

und Krankenpflegerin, die aktuell

eine Ausbildung zu Beckenbodentrainerin

absolviert. „Alles andere ist

Quatsch.“

Noch schwerer wird es,

wenn über Ausscheidungen geredet

werden muss; also nicht

nur über die Darm- oder Blasenentleerung

an sich, sondern

auch über Stuhl, Kot,

die Wurst, das Pipi oder

den Urin. Und da sieht die

Mutter und Ehefrau junge

Eltern in der Pflicht. „Bloß

nichts tabuisieren“, sagt sie

mit Blick auf die Sauberkeitserziehung

von Kindern.

„Die gehört in den Alltag, nicht

ins Hinterzimmer.“ Und dann

hat sie noch einen Tipp: „Kleine

Jungs sollten nicht gleich lernen,

im Stehen zu pinkeln.“ Hintergrund:

Im Sitzen wird sich

mehr Zeit genommen, was den

Beckenboden entspannt und zu

einer kompletten Entleerung der

Blase führt. „Erwachsene Männer

dürfen natürlich im Stehen

pinkeln, aber sie sollten sich

Zeit lassen und entspannt an die

Sache gehen.“

Mädchen und Frauen sollten sich dagegen

immer hinsetzen. Passiert das nicht,

behält der Beckenboden eine Restspannung,

die eine komplette Entleerung verhindert.

„Optimal ist es, aufrecht zu

sitzen und die Füße abzustellen – auf

dem Boden oder einem Hocker.“

Denn eine inkomplette Entleerung

kann zu einer chronischen

Blasenentzündung führen.

Kommt es zur Infektion, liege

das meist an der eigenen

Keimflora im Intimbereich.

Lefèvre: „Die Entzündung hat

dann nichts mit einer angeblich

unhygienischen Toilette

zu tun, sondern liegt darin begründet,

dass die Blase nicht

leergepieselt wurde.“

Zeit nehmen

Für den Toilettengang solle man

sich Zeit nehmen, sagt Miriam

Lefèvre: „Und gehen Sie, wenn

Sie müssen. Einhalten ist meist

so kontraproduktiv wie das

Husch-husch-auf-Toilette-

Gehen.“ Auf Dauer verlerne

man so die entspannte Entleerung,

die wichtig ist fürs

Wohlbefinden „und für das

Verdauungssystem“. /pm

Vanessa Wirbel und Madlen Fritz gehören

seit März zum Team von Gesundes

Kinzigtal. Die beiden Studentinnen absolvieren

je ein sechsmonatiges Praxissemester

und sind bis Ende August in die tägliche

Arbeit integriert.

Vanessa Wirbel, die

in Ehrenkirchen aufgewachsen

ist, studiert

nach einem Freiwilligen

Sozialen Jahr (FSJ)

im Bildungsbereich

an der Pädagogischen

Hochschule in Freiburg Wirbel

Gesundheitspädagogik.

Die 20-Jährige interessiert sich besonders

für Betriebliches Gesundheitsmanagement

und wird diesen Bereich bei Gesundes

Kinzigtal unterstützen.

Madlen Fritz wird

im Versorgungsmanagement

bei Gesundes

Kinzigtal Praxiserfahrungen

sammeln. Die

27-Jährige aus Schönau

hat nach einer Ausbildung

zu Gesundheits- Fritz

und Krankenpflegerin

ein Gesundheitswissenschaftenstudium an

der Hochschule Furtwangen aufgenommen.

Außerdem war sie bis März bei der

Caritas in der ambulanten Pflege im Oberen

Bregtal aktiv.

/pm

Zwei mal drei Bücher

In der Ausgabe 1/2014 von Kinzigtal

Aktiv haben wir zwei Titel verlost: Ingrid

Dieterle aus Hausach, Luise Herrmann-

Jehle aus Gengenbach und Cornelia Brüstle

aus Hornberg gewannen „Sterben lassen“.

„Heilung aus eigener Kraft“ ging an

Anneliese Kaspar aus Gutach, Mechthilde

Lahn aus Biberach und Gertrud Armbruster

aus Schapbach.

/sh

Kinzigtal aktiv | 2-2014

7


Keine andere Droge ist so allgegenwärtig und gesellschaftlich akzeptiert wie Alkohol: Doch

diese Freiheit hat ihre Schattenseite, denn der Weg vom Genusstrinker zum Abhängigen ist

langsam und schleichend. Die Fachstelle Sucht unterstützt Betroffene und ihre Begleiter.

„Das Thema wird immer wichtiger“, sagt Nervenarzt Dr. med. Horst Michalek.

Vom

Genussmittel

zum Nervengift

Alkoholsucht: Je früher sie erkannt wird, desto besser

Foto: Patrick Merck

8 Kinzigtal aktiv | 2-2014


Es gibt tausend gute Gründe und Erklärungen:

zum Mittagessen eine Viertel

Grauburgunder des Geschmacks wegen;

hinterher – es war halt doch ein wenig fettig

– einen Kräuterschnaps; mit dem Ende

der Arbeitszeit noch ein Feierabendbier.

Und abends auf der Couch gönnt man sich

den Griff in die Weinbrandbohnen oder

nippt an einem schottischen Whiskey.

Schwarzwälderkirschtorte, Grog, Pralinen

mit hochprozentiger Füllung, Jägertee,

Coq au vin, Biermischgetränke aus

der Flasche, Malaga-Eis und Wodkamix

aus der Dose: Alkohol ist – gefühlt – überall,

und ein Rausch hin und wieder wird

gesellschaftlich gern toleriert. Doch die

Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit

ist fließend, warnt Martha Ohnemus-

Wolf. Die Diplom-Sozialarbeiterin leitet

die Fachstelle Sucht in Offenburg und

kennt die Probleme: „Es ist ein schleichender

Prozess, der einem Betroffenen in der

Regel viel zu spät bewusst wird.“

Info

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol

sieht nach aktuellen Zahlen der Deutschen

Hauptstelle für Suchtfragen

(DHS) so aus: Ein Bundesbürger trinkt

im Schnitt pro Jahr 325 Flaschen Bier,

27 Flaschen Wein, 5,5 Flaschen Sekt

oder Prosecco sowie sieben Flaschen

Schnaps. Das entspricht einer Badewanne

voller alkoholischer Getränke.

Dass in der Statistik auch Bürger eingerechnet

werden, die auf Alkohol

verzichten, macht diese Werte noch

erschreckender, kommentiert Diplom-

Psychologe Andreas Birkenberger von

der Fachstelle Sucht in Offenburg.

»Die Dosis macht es aus«

Alkohol wirkt mehrfach, warnt Neurologe Dr. med. Michalek

Die Dosis macht den Unterschied, sagt Neurologe und Nervenarzt Dr. med Horst E.

Michalek: „Menschen haben zu begreifen, dass Alkohol in niedriger Dosis ein Genussmittel

sein kann und in höherer Dosierung jedoch zum Nervengift wird.“

Der Facharzt und Psycho-

therapeut aus Hausach mahnt

deshalb zu Vorsicht. „Durch den

Konsum von Alkohol wird das

Gehirn geschädigt. Darüberhin-

aus können periphere Nervenschäden,

eine sogenannte Polyn-

europathie, auftreten.“ Doch das

ist längst nicht alles, weiß er aus

seinem beruflichen Alltag.

„Die Abhängigkeit bewirkt

Persönlichkeitsveränderungen

und wirkt in ganz typischer Wei-

se auf gesamte Familien und das

familiäre Umfeld.“ Vor allem

Kinder seien davon betroffen

und hätten häufig darunter zu Michalek leiden, sagt er: „Wer in so einem

Familiensystem aufwächst, wird

entsprechend geprägt werden.“

Abhängigkeit und die sogenannte Co-Abhängigkeit würden mit- und weitergelebt.

„Im schlimmsten Fall werden diese Kinder selbst süchtig – wobei das dann nicht unbedingt

auch Alkohol sein muss.“

Für Michalek ist daher klar: „Wir alle haben den bewussten Umgang mit Alkohol

zu lernen und weiterzugeben.“ Denn nur so bleiben Bier, Wein, Sekt und Co. ein Genussmittel.

/pm

Vier Stufen zur Sucht

Aufgeteilt wird dieser Prozess in vier

Schritte: Auf das genussvolle Trinken folgen

der Missbrauch – also das bewusste

Trinken, um betrunken zu werden –, die

Gewöhnung und als letzter Punkt Abhängigkeit.

In der Beratungsstelle in Offenburg und

in den Außenstellen kümmern sich Martha

Ohnemus-Wolf und ihr Team um Betroffene.

Eine Anlaufstelle ist im Hausacher

Rathaus. Montags und donnerstags bietet

Diplom-Psychologe Andreas

Birkenberger dort eine offene

Sprechstunde und Beratungen an.

Wobei mit Betroffenen nicht

allein die Trinkenden gemeint

sind. „Partner, Freunde, aber auch

Kollegen und Arbeitgeber zählen

dazu, weil sie ebenfalls von

der Sucht oder Abhängigkeit eines

Menschen betroffen sind“,

sagt der 42-Jährige. „Wer Unterstützung,

Rat oder Hilfe rund um das Thema Sucht

braucht oder sucht, ist hier richtig.“ In

Hausach werden zudem auch therapeutische

Angebote gemacht.

Ohnemus-Wolf

Unwissenheit schadet

Martha Ohnemus-Wolf weiß, wie

schwierig der Umgang mit Sucht

ist – sowohl für den Süchtigen als

auch für sein Umfeld. „Oft wird

das Suchtverhalten durch das

Umfeld aus Unwissenheit oder

Angst unterstützt.“ Man wolle ja schließlich

den Partner, die Partnerin, den Mitarbeiter,

Freund oder Schwester nicht als

Mensch und Bezugsperson verlieren. Die-

Birkenberger

sen Spagat zu schaffen sei schwierig. Und

es gelinge im Prinzip nur, wenn Angehörige

oder Arbeitskollegen davon

überzeugt sind, durch die konsequente

Haltung einen Leidensweg

zu verkürzen und nur damit dem

Betroffenen letztlich zu helfen.

Das Entwickeln eines konstruktiven

Leidensdrucks für den

anstehenden Veränderungsprozess

steht im Vordergrund. Der Schritt

aus der Sucht braucht „Gute Gründe“,

das heißt eine ausgesprochen große

Motivationsquelle.

„Es geht nicht um Vorwürfe und Beschuldigungen,

sondern um den

Ausdruck der Sorge“, sagt sie und

gibt einen Beispielsatz: „Du bist

mir wichtig, ich habe Angst um

Dich. Ich mache mir Sorgen!“

Damit stehe fest, wer am Zug

ist: „Nur der oder die Abhängige

kann dem anderen diese Sorgen

nehmen. Er muss aktiv werden,

etwas ändern.“

Je enger eine Beziehung, desto größer

sei auch das Veränderungspotenzial.

Flankiert werden müsse diese Auseinan-

Weiter auf Seite 10

Kinzigtal aktiv | 2-2014

9


Weiter von Seite 9

dersetzung von klaren Vorgaben und Verbindlichkeiten,

ganz gleich ob es sich um

das Verhältnis zwischen Vorgesetztem und

Mitarbeiter oder in einer Liebesbeziehung

handelt.

Martha Ohnemus-Wolf: „Letztendlich

steht die langfristige Entscheidung im

Raum: Alkohol oder alles andere. Und das

kann die Arbeitsstelle, eine gemeinsame

Zukunft oder auch eine tiefe Freundschaft

sein.“

Der Weg aus der Sucht erfordere viel

Kraft. Die Fachstelle Sucht unterstützt

Betroffene – Abhängige, deren Partner,

Angehörige, Freunde sowie Arbeitge-

Test: Bin ich gefährdet?

1) Trinke ich häufiger als ein-, zweimal pro Woche Alkohol?

2) Trinke ich dann mehr als ein oder zwei Gläser?

3) Hatte ich schon einmal einen Filmriss aufgrund von Alkohol?

4) Genehmige ich mir auch mal ein Schlückchen während der Arbeitszeit?

5) Fällt es mir schwer, ohne Bier, Wein oder andere Alkoholika zu entspannen?

Je mehr Fragen mit ja beantwortet werden, desto wichtiger wäre es, das Trinkverhalten

kritisch zu hinterfragen.

ber – dabei, diesen Prozess zu meistern.

„Wichtig ist auch das große Potenzial der

vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, häufig

ehemals Abhängige, die sich in Selbsthilfegruppen

und der Angehörigengruppe

engagieren und wichtige Ansprechpartner

und Motivationsquellen für aktuell Betroffene

sind“, so Martha Ohnemus-Wolf.

„Unser Angebot ist kostenlos“, ergänzt

Berater Andreas Birkenberger. „Wer mag,

den beraten wir anonym, und natürlich unterliegen

wir der Schweigepflicht.“ /pm

Hilfe für den ersten Schritt

Angebot »Sozialer Dienst« eröffnet Betroffenen Lösungswege

„Wenn es nur die Abhängigkeit allein

wäre“, sagt Johannes Schrempp ohne den

Satz zu beenden. Die Botschaft ist

dennoch klar: Meist kommen weitere

Belastungen für die Betroffenen

und ihr Umfeld hinzu.

An den Diplom-Sozialpädagogen

werden Patienten verwiesen,

wenn es mehr zur Gesundung

braucht als Medikamente und Ruhe.

Schrempp leitet das Programm

„Sozialer Dienst“ von AOK und

Gesundes Kinzigtal. „Ich versuche den

Betroffenen Handlungsoptionen zu eröffnen,

weitere Unterstützung zu vermitteln

Schrempp

und vor allem Mut zu machen, neue Wege

zu gehen.“ Es geht um Analyse, Klärung,

Unterstützung, Vermittlung und

Begleitung, zum Beispiel in die

Fachstelle Sucht.

Als AOK-Mitarbeiter definiert

Schrempp seine Rolle als Vermittler

und Koordinator auf dem Weg

zu einer weiteren Behandlung.

Und nicht zuletzt als Motivator.

Dabei holt er Partner ins Boot

und lotet aus, welche Institutionen

ebenfalls mithelfen. „Doch der Impuls

geht immer vom Betroffenen aus, ich helfe

ihm nur, den nächsten Schritt zu tun.“/pm

Nützliche Kontakte

Fachstelle Sucht Offenburg

Telefon 0781 / 919 34 80

>www.bw-lv.de

Sozialer Dienst der AOK

Johannes Schrempp

Telefon 07821 / 92 81 21

Jugend- und Drogenberatung DROBS

Telefon 0781 / 948 78 80

Sucht- und Drogenhotline der BZgA

(0,14 Euro/Minute aus dem Festnetz)

Telefon 01805 / 310 31

Weiterführende Informationen

>www.suchthilfenetz-ortenau.de

- Anzeige -

Foto: AOK

10 Kinzigtal aktiv | 2-2014


Im vergangenen Jahr feierte der Black-Forest-Cup Premiere. 2014 zählt das Rennen in Zell zur offiziellen Rennserie der Handbiker.

Initiator Christoph Künstle wird natürlich auch wieder an den Start rollen.

pm/Foto: Benjamin Schmieder

Auf drei Rädern rund um die Altstadt

Handbikerennen in Zell ist nun Teil der nationalen Rennserie | Start ist am 17. Mai um 17 Uhr

Die Altstadt von Zell a H. wird am Vorabend

des Maifests zur Rennstrecke. Bis

zu 50 Handbiker aus Deutschland sowie

aus Frankreich und der Schweiz

gehen auf die Strecke rund um

den Storchenturm.

Initiator des Rennens ist der Unterentersbacher

Christoph Künstle. Der 45-jährige

Sportler ist seit 1989 wegen eines

Kletterunfalls zum Teil gelähmt und auf

den Rollstuhl angewiesen. „Doch das heißt

ja nicht, auf Sport verzichten zu müssen“,

sagt er und lächelt.

Nach vielen Rennen im In- und Ausland

stellte seine Partnerin vor zwei Jahren

die entscheidende Frage: „Was wäre mit

einem Rennen in Zell?“ Die Antwort gab

sich Christoph Künstle selbst und begann

zu organisieren: Im Frühjahr 2013 feierte

der „Black Forest Cup“ Premiere.

In diesem Jahr ist er Teil der NHC-Meisterschaft,

außerdem wird am Samstag,

17. Mai, der Süddeutsche Meister gekürt.

Start ist um 17 Uhr vor dem Rathaus. Gefahren

wird eine Stunde plus eine Runde:

Die Siegerehrung ist gegen 18:30 Uhr. Ein

Preisstifter: Gesundes Kinzigtal. /pm

Sudoku

6 3 2 9 5

9 6

5 2 7 4

7 4 2 6

1 7

7 5 4 3

2 6 7 9

6 3

7 4 3 2

8 5 4

7 3 6 1

2 9 5 1 3 7

4 2 1

4 1 5 2

1 6 9

8 9 7 2

4 5 2 3

1 7 2

So geht‘s: Füllen Sie die leeren Zellen des Feldes mit den Ziffern 1 bis 9 so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und jedem

Teilquadrat nur die Zahlen von 1 bis 9 auftauchen. Das linke Sudoku ist von mittlerer Schwierigkeit, das rechte etwas einfacher.

Kinzigtal aktiv | 2-2014

11


Aus der Bücherkiste

Für Sie von uns gelesen und eingeschätzt

„Wen kümmern die Alten?“, fragt Thomas

Klie in seinem Buch. Foto: Merck

Er gilt als einer der führenden Sozialexperten

in Deutschland: Thomas Klie. Er ist

Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft

an der Evangelischen

Hochschule Freiburg und beschäftigt

sich seit mehr als 20 Jahren mit Fragen

rund um die Pflege und das Pflegerecht.

Das gilt auch für sein aktuelles Buch:

„Wen kümmern die Alten?“, erschienen im

Pattloch-Verlag, ISBN 978 3 629 13041 9.

„Die Biologie ist keine Freundin des

Alters“, schreibt Klie in der Einleitung

SIE MÜSSEN ÖFTER

?

des ersten Kapitels. Dabei werde aktuell

vielerorts von den aktiven Alten gesprochen,

vom „Unruhestand“ und der „späten

Freiheit“. Senioren werden umworben, sie

bilden die größte Gruppe unter den Kreuzschiffpassagieren,

studieren und werden

von „Alten“ zu „Silver Agers“.

Allerdings: Was der Einzelne im Alter

machen kann, hängt nicht allein von seiner

Konstitution ab. Soziale Unterschiede lassen

sich auch im Alter nicht ausblenden.

Mit einer Sockelrente sind manche Aktiviäten

de facto ausgeschlossen. Und: Über

Pflegebedürftigkeit wird der Vorhang des

Vergessens ausgebreitet. Es werden nur

die Potenziale aufgezeigt.

Klie zieht diesen Vorhang zur Seite und

gibt den Blick frei auf die aktuelle Situation

– mit allen Facetten. Von Demenz bis

Sterbehilfe, über Familien als wichtigste

Altenpfleger bis hin zur Frage, warum

die Pflegeversicherung reformiert werden

sollte, und was sogenannte Caring Communities

sind, reichen seine Themen auf

rund 240 Seiten.

Es ist keine einfache Lektüre, nicht nur

wegen der Thematik. Klie arbeitet wissenschaftlich,

zitiert aus Studien und verweist

auf andere Arbeiten. „Wen kümmern die

Alten? Auf dem Weg in eine sorgende Gesellschaft“

ist ein Sachbuch, das ein emotionales

Thema ernsthaft beleuchtet, zum

Nachdenken anregt und mögliche Auswege

aufzeigt. /Dr. Monika Roth

Mitmachen und gewinnen

… mit Ihrem Arzt sprechen!

Blasenschwäche ist behandelbar. Informieren Sie sich!

h

Wir verlosen zwei Exemplare von „Wen

kümmern die Alten?“. Schicken Sie

uns Ihren Namen inklusive Adresse

an gewinnen@gesundes-kinzigtal.de

oder per Postkarte an Gesundes Kinzigtal,

Strickerweg 3d in 77716 Haslach.

Die Gewinner werden ausgelost

und ihre Namen im nächsten Kinzigtal

aktiv sowie auf unserer Website veröffentlicht.

Viel Glück wünscht die Redaktion!

Blasenschwäche ist behandelbar. Informieren Sie sich beim Praxisteam!

12 Kinzigtal aktiv | 1-2014


„Wenn es einem Mitarbeiter gut geht,

zeigt sich das in einer hohen Leistungsmotivation“,

weiß Michael Wenk. Daher unterstützt

die Duravit AG ihre Mitarbeiter

mit flankierenden Angeboten zu Wohlbefinden

und Gesundheit, erläutert der Leiter

des Personalmanagements. Von diesem

Frühjahr an ist Gesundes Kinzigtal mit seiner

Abteilung Gesunde Betriebe dabei: In

den kommenden zwölf Monaten werden

abwechselnd und abgestimmt Workshops,

Vorträge und Kurse rund um das Thema

Gesundheit angeboten.

Rund 720 Mitarbeiter hat Duravit am

Firmensitz in Hornberg und im Werk

Schenkenzell, knapp die Hälfte von ihnen

in der Produktion – darunter Holz- und

Verfahrensmechaniker, Fachkräfte für

Lagerlogistik, Mechatroniker. und Industriekeramiker.

Hinzu kommen die Berufe

in der Verwaltung, bei denen Schreibtischarbeit

im Vordergrund steht; Grafiker,

Kaufleute, PR-Manager und Wirtschaftsingenieure

etwa. „Das erklärt, warum die

Angebote so vielschichtig sind“,

sagt Wenk: „Wir wollen schließlich,

dass jede Mitarbeiterin, jeder

Mitarbeiter etwas für sich findet.“

Wobei es keine Einschränkungen

gibt: „Alle Termine stehen allen

Beschäftigten offen!“

Die Zusammenstellung des

Angebots sei aber nur eine Herausforderung

gewesen, berichtet

Wenk. Die zentrale Frage sei: „Wie motiviere

und erreiche ich genau die Mitarbeiter,

bei denen das Thema Gesundheit noch

nicht so stark im Bewusstsein verankert

ist?“

Wenk

»Gesunde

Mitarbeiter

sind wichtig«

Duravit macht Beschäftigten vielfältige Angebote

Oft sei es doch so, dass Angebote zur

Gesundheit gerade von den Menschen angenommen

würden, die sich bereits dafür

interessierten. „Wir möchten aber alle anregen,

sich mit ihrer Gesundheit zu befassen.“

Ob und wie das gelungen ist, soll im

kommenden Jahr geprüft werden. „Dann

sehen wir, welche Angebote von welchen

Berufsgruppen besonders gut angenommen

wurden.“ Man erfahre natürlich

auch, wo es eventuell Nachholbedarf

gebe.

Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

(BGM) solle

dabei nicht sein, den Mitarbeitern

etwas überzustülpen, sondern ihnen

verschiedene Optionen anzubieten,

ihnen die Wahl zu lassen.

„Jeder muss Verantwortung für

seine eigene Gesundheit übernehmen. Es

ist letztendlich sein Privatvergnügen. Als

Unternehmen sehen wir uns aber in der

Pflicht, unsere Mitarbeiter auch außerhalb

der Arbeitszeit zu unterstützen. Schließlich

profitieren wir von ihrer Gesundheit.“

Die Angebote sind daher für die Mitarbeiter

kostenlos.

Viele Teilnahmemöglichkeiten

Unterstrichen wird dieser Ansatz auch

durch den Veranstaltungskalender. Die

Termine sind bunt verteilt: So beginnt ein

Vortrag zur gesunden Ernährung an einem

Freitag um 16:30 Uhr, einer über Stressmanagement

mittwochs, und ein Körperund

Kopftraining montags. „Das soll dazu

beitragen, dass möglichst viele Mitarbeiter

die Chance haben, teilzunehmen“, erläutert

Bianca Dold von Gesunde Betriebe.

Wenk hofft nun, dass die Angebote von

allen Mitarbeitern angenommen werden:

„Je mehr mitmachen, desto besser.“ /pm

Mehr Information

Gesundheitsmanagement eignet sich

für alle Betriebe. Bianca Dold, Telefon

07832 / 974 89 14, informiert Sie gern.

Mit krassen Bildern gegen das Rauchen

EU-Beschluss sorgt für neue Packungen bei Zigaretten | Zeit der Botschaften ist 2016 vorbei

Foto: Duravit AG

„Rauchen kann tödlich sein“, steht auf

der ein oder anderen Zigarettenpackung.

Doch das ist der EU nicht mehr genug. Von

2016 an wird dann auf Fotos zu sehen sein,

welche Folgen das Rauchen nach sich ziehen

kann.

Schlechte Zähne, Hautkrankheiten,

Raucherlunge und anderes sollen in realistischen

und schonungslosen Bilder

schocken, um die Lust aufs Rauchen zu

vergällen. In Australien, Kanada oder auch

Thailand ist das längst praxis. „Ich finde

das gut“, sagt Thomas Deschler: Der Allgemeinmediziner

aus Steinach kennt die

Folgen von Tabakkonsum. Sie sollten bekannt

gemacht werden, sagt er: „Es muss

ins Bewusstsein gerückt werden, was Rauchen

alles verursachen kann!“ /pm

Kinzigtal aktiv | 2-2014

13


Starke Eltern

sind das A und O

Soziale Netze, Foren, Chats und Co: Für Kinder längst Teil ihres Alltags

„Das Internet ist leider nicht kindgerecht,

sagt Dr. med. Wilfried Diener. Der

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie aus

Offenburg weiß auch, dass online viele

Gefahren lauern.

„Ein Drittel der Angebote dort haben

mit Sex oder Gewalt zu tun – sie sind

Dr. Diener

von Erwachsenen für

Erwachsene gemacht“,

erläutert der Leistungspartner

von Gesundes

Kinzigtal. Doch es sei

ein ganz normaler Vorgang,

dass Kinder in die

Erwachsenenwelt hineinschauen

wollen. „Kinder sind neugierig“,

sagt er, um noch hinzuzufügen: „und

sie müssen dies auch sein dürfen.“

Mit zu viel Einmischung, da ist sich der

Familienvater im Gespräch mit Patrick

Merck von Kinzigtal Aktiv sicher, „kommt

man nicht weit“. Aber es sollte Regeln geben.

14 Kinzigtal aktiv | 2-2014


Fotos: Patrick Merck

KA: Internet und Handy bergen erhebliche

Gefahren und Risiken. Sie bereiten

Eltern Sorgen.

Dr. Diener: Neue Medien, Internet und

Handy sind zuerst einmal wertfreie, aus

unserer Gegenwart nicht mehr wegzudenkende

Begleiter. Kinder sind neugierig auf

die Erwachsenenwelt und wollen sie erfahren

– man kann es ihnen nicht einfach

verbieten. Außerdem sind Kinder im Umgang

mit den neuen Medien zu clever.

Gefahren durch die Medien erwachsen

vor allem von spezifischen, teilweise kriminellen

Nutzern – in der Regel sind das

Erwachsene.

Und was können Eltern tun?

Der Medienkonsum eines Kindes spiegelt

oft den der Eltern. Kinder ahmen Verhalten

nach. Wir Eltern sollten also Vorbild

sein bezüglich Häufigkeit und Nutzung der

eigenen Medien. Wer seinem Smartphone

regelmäßig und viel Aufmerksamkeit

schenkt, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem,

wenn er seinem Kind die Nutzung

verbietet oder davor warnt.

Sollte man problematische Internetseiten

sperren und mit den Kindern über

ihre Interneterfahrungen sprechen?

Richtig, man übt den Umgang und gibt

möglichst sinnvolle Regeln vor – und man

hofft, dass diese dann eingehalten werden.

Vor allem warnt man seine Kinder vor unbedachtem

Verhalten in sozialen Netzwerken

oder Chats durch Kommentare oder

Beiträge.

Das ist so ähnlich wie im Straßenverkehr:

Es gibt Regeln und Verhaltensvorgaben.

Trotzdem passieren Fehler – etwa dass

Kinder bei Rot über die Straße gehen oder

dass ein Autofahrer trotz Zebrastreifens

nicht anhält – dennoch wird niemand in

Deutschland ernsthaft darüber nachdenken,

den Straßenverkehr zu verbieten.

Nicht die Medien sind also die Bedrohung,

sondern rücksichtslose oder kriminelle

Nutzer, die die Medien missbrauchen.

Fällt für Sie da auch Mobbing darunter,

oder hat das eine andere Qualität?

Gegenseitiges Mobbing trifft häufiger

Jugendliche. Sie wissen dabei sehr wohl,

wie sehr sie anderen via Internet weh tun

können. Ob sie es tatsächlich tun, ist Folge

ihrer persönlichen Entwicklung und

Struktur. Für manche wird das resultierende

Machtgefühl zu einem übermächtigen

Drang.

Wie soll man sich in so einem Fall als

Eltern verhalten?

Zuerst gilt es zu klären, ob man nicht einfach

darüber lachen kann.

Aber es gibt Fälle in denen das nicht

mehr geht.

Allerdings! Es kann für das Opfer eine

subjektiv unerträgliche – und damit gefährdende

Situation entstehen. Das gilt

übrigens nicht allein für Kinder und Jugendliche.

Öffentliche Entwürdigung und

sozialer Pranger sind auch für Erwachsene

unerträglich.

Ein ernsthaftes Mobbing muss man öffentlich

machen, auch indem sich die Eltern

vor das Kind stellen, mit dem oder den

Tätern und deren Eltern sprechen, gegebenenfalls

mit den Lehrern und der Polizei.

Ziel sollte sein, die Entwürdigung zu

stoppen sowie eine Entschuldigung des

oder der Täter. Unter Umständen zieht

so ein Fall auch juristische Schritte nach

sich. Wichtig ist dabei, dass es offen gemacht

wird: Richtigstellungen oder gar

Gegenvorwürfe via Internet können dagegen

unkontrollierbar werden und zu einer

weiteren Eskalation führen.

Das heißt, Eltern sollten eher als

Schiedsrichter, nicht als Ankläger fungieren?

Ja. Wir fragen bei Kindern nicht nach, warum

wer angefangen hat; der Ältere muss

auch nicht zwangsläufig gegenüber dem

Jüngeren nachgeben, sondern wir achten

auf die Einhaltung der Spielregeln. Werden

die Spielregeln „nicht schlagen“ und

„nicht beschimpfen“ verletzt, gibt es sofort

eine Spielpause – für alle beteiligten

kleinen Akteure gleichermaßen.

Wichtig ist meines Erachtens, dass Kinder

ihre Konflikte selbst aus der Welt schaffen.

Für die Erwachsenen wären solche

Schiedsrichter manchmal auch nicht

schlecht.

Problematisch bezüglich sozialer Netzwerke

oder Foren ist die fehlende Korrigierbarkeit

unbedachter und ungeeigneter

Netzbeiträge. Hier sollte sich meiner Meinung

nach gesetzgeberisch etwas ändern.

Bei Jugendlichen dürfte die Unterstützung

durch Eltern nicht mehr so einfach

sein?

Jugendliche lassen sich von den Eltern ungern

beraten, und sie reagieren eher skeptisch

auf elterliches Besserwissen. In seelischer

Not öffnen sich Jugendliche aber

durchaus Eltern, wenn diese zuhören und

vermitteln können. Diese Eltern sollten

mit den Jugendlichen auch wichtige Spielregeln

des Zusammenlebens im Konsens

vereinbaren.

Manchmal kommt es zu einer großen Enttäuschung

der Jugendlichen über nicht

so klare und nicht so starke Eltern. Dies

führt oft zu einer Entfremdungsphase mit

Schweigen und Unehrlichkeiten. Die Jugendlichen

suchen bei Problemen dann

eher gute Freunde als Gesprächspartner

auf. Dann brauchen die Eltern und ihre

Kinder Geduld miteinander – oder zusätzlich

einen Fachmann von außen.

Verändern Internet und Handy die Kultur

in Familien und bei Kindern?

Es wird befürchtet, dass die Massenmedien

eine beschränkte kollektive Moral vorgeben

und ein kurzfristiges Konsumdenken.

Handarbeit, Kunst, Tradition und fundierter

Beruf benötigen dagegen individuellen

Triebverzicht – so heißt das wirklich – und

Ausdauer; vor allem daraus erwachsen

Persönlichkeitsbildung und individueller

Lebenssinn. Übermäßige mediale Teilhabe

bedrohe dagegen die persönliche Identität

und führt eher in einen Burnout.

Aktuell scheinen Jugendliche zunehmend

eine kritische Distanz zum dauernden

Smartphone-glotzen zu entwickeln – wie

vor Jahren gegenüber dem Fernsehen.

Veränderungen kommen von unten und

von der Jugend – in manchen Bereichen

der neuen Medien müssen wir einfach darauf

hoffen.

Kinzigtal aktiv | 2-2014 15


Themenreihe 2014

13.05. Allergie & Heuschnupfen

Juckreiz, Rötungen, Ausschläge – die Auswirkungen einer Allergie sind vielfältig und unangenehm.

Der Vortrag zeigt einen Überblick der Allergien und geht besonders auf Heuschnupfen

ein. Möglichkeiten der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung werden aufgezeigt.

05.06. Klar im Kopf bleiben

Schlaganfall, Gehirnblutung oder Gehirntumor und Co. schonend behandeln

Im Vortrag wird erläutert, wie anhand exakter Planung und kleinstmöglicher Eingriffe den

Betroffenen bestmöglich geholfen werden kann.

24.07. Blasenschwäche

Eine unterschätzte Volkskrankheit bei Mann und Frau

Harninkontinenz ist weit verbreitet und kann in allen Altersstufen auftreten.

Der Vortrag vermittelt Erfahrungen und interessante Informationen aus der Praxis.

23.09. Der kranke Rücken

Hilfe und Selbsthilfe bei Rückenschmerz

Verspannungen, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall: Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten

Krankheiten in Deutschland. Wie begegnet man chronischen Rückenschmerzen aktiv?

Die Vortragsgebühr beträgt jeweils 5 €.

Mitglieder und Freunde von Gesundes Kinzigtal haben freien Eintritt.

Vortrag in Gengenbach

Charlotte-Vorbeck-Haus

77723 Gengenbach, Klosterstr. 18a, 19:00 Uhr

Referent: Dr. C. Daxer, Facharzt für HNO

Vortrag in Haslach

Geschäftsstelle Gesundes Kinzigtal

Strickerweg 3d, 77716 Haslach, 19:00 Uhr

Referent: Dr. C. Smely, Neurochirurg

Vortrag in Gengenbach

Café Bistro Rondo im Ortenau Klinikum

77723 Gengenbach, Leutkirchstr. 32, 19:00 Uhr

Referenten: Dr. med. A. Brandt, Gynäkologe

Dr. med. R. Groh, Urologe

Vortrag in Gengenbach

Charlotte-Vorbeck-Haus

77723 Gengenbach, Klosterstr. 18a, 19:00 Uhr

Referent: Dr. med. A. Feyrer, Orthopäde

Anmeldung: Tel. 07832-9748933

anmeldung@gesundes-kinzigtal.de

so gesehen – von AE

16 Kinzigtal aktiv | 2-2014

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine