Premiere in Paris

mercedesbenz

Premiere in Paris

Unimog und Erdwärmegewinnung

Die Firma Johann Wiese & Sohn Brunnen- und Rohrleitungsbau, in Gettorf bei Kiel, engagiert sich stark an der

Entwicklung der Energietechnik mit Erdwärmesonden. In den über 160 Jahren, in denen das schleswig-holstei-

ner Unternehmen nun schon besteht, haben sich die Kunden-Anforderungen an die Brunnenbauer gründlich

gewandelt. Seit nahezu drei Jahrzehnten vertraut das Unternehmen auf den Mercedes-Benz Unimog.

Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der

Erdkruste gespeicherte Wärme. Die Nutzung

dieser Energie gewinnt aufgrund der

zunehmenden Knappheit der Rohstoffe immer

mehr an Bedeutung. Dabei wird Primärenergie

durch die Nutzung einer praktisch

unerschöpflichen also regenerativen Energiequelle

gewonnen. Das schont die Ressourcen

und bringt zusätzlich positive Umwelteffekte

wie z. B. die Senkung von schädlichen CO - 2

Emission mit sich. Matthias Wiese, in der

sechsten Generation Geschäftsführer des Familienunternehmens,

hat die Zeichen der Zeit

für seine Branche erkannt und setzt auf die

Energiegewinnung durch Erdbohrungen: „Mein

Vater und Großvater waren noch hauptsächlich

mit dem Bohren von kleineren Brunnen für die

Landwirtschaft und nach dem Krieg im Brunnenbau

für die öffentliche Trinkwasserversorgung

beschäftigt. Seit aber die Wärmepumpentechnologie

sich so fortgeschritten darstellt wie

heute, sind wir mit Bohrarbeiten für Erdwärmesonden

sehr gut ausgelastet“.

Die Erschließung von Erdwärme mittels Erdwärmesonden

ist heute eine weit verbreitete

Technologie, um Temperaturen, sie liegen in

100 m Tiefe bei etwa 8-9 Grad Celsius, für die

Energiewirtschaft zu nutzen. Im Kreislauf der

Erdwärmesonde zirkuliert eine Wärmeträgerflüssigkeit,

welche die im Untergrund gespeicherte

Wärme aufnimmt. In einem Wärmetauscher

wird dieser Flüssigkeit (Primärkreislauf)

dann Wärme entzogen. Über die Wärmepumpe

(Sekundärkreislauf) wird die Temperatur gesteigert

und die gewonnene Wärme zu energetischen

Zwecken verwendet. Die Wärmesonde

wird innerhalb des Bohrlochs entsprechend

stabilisiert, so dass durch den direkten Kontakt

die Wärme von Gestein und Grundwasser auf

die Sonde übertragen werden kann.

Die Firma Wiese installiert bei dieser Art der

Energiegewinnung, Erdwärmesonden in vertikalen

Bohrungen mit 180 mm Durchmesser.

Dazu hat sich das Unternehmen im vergangenen

Jahr den neuen Mercedes-Benz Unimog

U 5000 mit einem Bohrgerät WD 200 der Firma

Wellco-Drill, Beedenbostel (Landkreis Celle/

Niedersachsen) angeschafft. Mit disem Gerät

können Bohrtiefen von bis zu 240 m erreicht

„Langlebigkeit, Zuverlässigkeit

und hoher Wiederverkaufswert

haben für uns den Unimog über

Jahrzehnte rentabel gemacht.“

Matthias Wiese, Geschäftsführer

werden. Der Bohrturm ist 6,5 m hoch und

das gesamte Gerät hat ein Gewicht von 13,8 t.

Matthias Wiese über die Geräteanschaffung:

„Die bei Wellco haben ganz strahlende Augen

bekommen, als sie erfuhren, dass das Gerät auf

einem Unimog aufgebaut werden soll. Die Begeisterung

rührt daher, dass die Konstrukteure

der Bohreinheit sowohl der Geländegängigkeit

als auch der Tragfähigkeit des Unimog absolut

vertrauen.“ Heute ist die Fahrzeug-/Gerätekombination

der ganze Stolz des Unternehmens

und erregt auf jeder Baustelle Aufsehen. Das

Einsatzgebiet von Wiese und seinem Bohrgerät

mit Unimog Trägerfahrzeug erstreckt sich dabei

von Hamburg bis Dänemark.

Wie schon eingangs erwähnt, arbeitet das

Familienunternehmen seit Jahrzehnten mit

Mercedes-Benz Unimog. Für die Bohrungen

zur Erdwärmegewinnung könnte die Firma alternativ

Kettenfahrzeuge oder Lkw einsetzen,

die in der Anschaffung sogar etwas günstiger

wären. „Doch der Unimog“, betont Matthias

Wiese ausdrücklich, „vereinigt die Vorteile der

beiden alternativen Fahrzeugarten in sich. Und

außerdem: Langlebigkeit, Zuverlässigkeit unter

schwierigsten Bedingungen und der hohe Wiederverkaufswert

machen die Sache auf Dauer

sogar rentabler. Das alles hat dazu geführt,

dass wir dem Unimog jetzt schon über nahezu

drei Jahrzehnte treu geblieben sind.“ Die Firma

Wiese sorgt heute mit ihren Fachpartnern

dafür, dass die Kunden ein komplettes Heizungssystem

mit Erdwärme aus einer Hand

erhalten. Allerdings kann nur dort gebohrt

werden, wo die Grundwasserversorgung nicht

gefährdet ist. n

Der U 5000 mit Wellco-Drill Bohrgerät auf Neubau-Baustellen

in Schleswig-Holstein (links)

Firmenchef Matthias Wiese setzt auf Unimog bei der

Bohrung von Erdwärmesonden für die umweltfreundliche

Heiztechnologie (links)

Überall, wo die Grundwasserversorgung nicht gefährdet

ist, darf gebohrt werden (rechts)

Hoch- und Niederdrucktechnik für den

Unimog U 20 / U 300 / U 400 / U 500

Unimog-Lieferprogramm:

✱ Universal-Hochdruckreinigungsgeräte

für den Front-, Mittel- und Heckanbau

✱ Flächenreinigungsgeräte:

- reine Hochdruckspritzbalkensysteme

- Kombination mit Kehrmaschinen

- Ausleger zur Wand/Deckenreinigung

- zur Reduzierung der Feinstaubbelastung

✱ Kombinierte Saug- und Spülbehälter

bis 5.500 l - Gesamtvolumen

✱ Kommunale Schlammsaugeanhänger

bis 6.000 l - Inhalt

✱ Wasserbehälter bis 7.000 l - Inhalt

✱ Niederdruck-Gießarm (Auslage 5 m)

✱ Sonderaufbauten z. B. Heißwassersysteme

Joachim Leistikow GmbH

Altkönigstraße 2

DE-61138 Niederdorfelden

Telefon +49 (0) 6101 / 53 64-0

Telefax +49 (0) 6101 / 33 46-1

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