Premiere in Paris

mercedesbenz

Premiere in Paris

Umschlaglogistik mit 2-Wege-Unimog

In einer Urkunde des deutschen Kaisers Otto IV. aus

dem Jahre 1211 wird der „Wissemer“ Seehafen erst-

mals schriftlich erwähnt. Seither entwickelte sich ein

lebhafter Handel zwischen den Ländern des Ost-

seeraumes. Nach den strukturellen Nachteilen und

ökonomischen Problemen der 90er Jahre erfährt der

Hafen heute wieder eine positive Entwicklung.

Am Südkai wird ein Frachter aus Russland gelöscht. Die großen

Greifer des Portalkrans beladen die Eisenbahnwaggons mit Schrott.

Der Mercedes-Benz Unimog U 400 mit Dücker-Vorbaukehrmaschine

ist nicht nur Rangierfahrzeug sondern reinigt während der Rangierpausen

im Hafengelände

Der Unimog positioniert den Waggonverband immer punktgenau an der Entladestelle

Unimog Rangiereinsatz im Hafengelände. Im Hintergrund: Alter Hafen und das Stadtbild Wismar

Der Seehafen Wismar ist der ideale

Import-/Exporthub für unterschiedlichste

Güterströme zwischen Mitteleuropa und Skandinavien,

dem Baltikum und Russland. Die

globalisierte Weltwirtschaft bewirkt ein Übriges,

und der stetige Wachstum bringt sein

Gutes mit sich, denn an jeden Arbeitsplatz sind

im seehandelnahen Gewerbe weitere fünf gekoppelt.

Vor allem Massengüter (Kalidünger,

Soda, Salz) und massenhafte Stückgüter (Rundund

Schnittholz, Holzhackschnitzel, Stahl und

Schrott, Torf und Baustoffe) werden im Seehafen

Wismar umgeschlagen. 4,14 Mio. t. Güter

waren es im vergangenen Jahr und für 2008

wird eine Steigerung von rund zehn Prozent erwartet.

Derzeit nehmen mehr als 1.600 Schiffe

pro Jahr Kurs auf den Seehafen Wismar, der

einen Tiefgang von max. 8,40 m aufweist und

dessen gesamte Kailänge 2.300 m beträgt. Die

Eigentümer der Hafengesellschaft sind die

Hansestadt Wismar mit 90 Prozent Anteil und

das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit

zehn Prozent.

Nach der Wiedervereinigung wurden im Rahmen

von Neuinvestitionen in Höhe von mehr als

100 Millionen Euro im Hafengelände moderne

Gleisanlagen gebaut, um die Zufuhr von Gütern

und ihren Weitertransport auf dem Landweg

auch auf der Schiene zu ermöglichen. Dabei

sind die ausgezeichneten Verkehrsanbindungen

an das DB-Schienenetz von herausragender

Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Seehafens.

Gerade europäische Unternehmen aus

der Holzwirtschaft und Chemie, hat dies dazu

veranlasst, sich auf dem 58 Hektar großen

Hafenareal niederzulassen.

Die Mercedes-Benz 2-Wege-Unimog erweisen

sich auch in diesem Einsatzspektrum als eine

vielseitig anwendbare und nutzbringende Fahrzeuglösung.

Eines der beiden Rangierfahrzeuge

Gerade einmal 5 m Niveauebene Schiene benötigt der

Unimog um aufzugleisen

wird dabei in der Hauptsache in der Ende der

90er Jahren komplett sanierte und in Teilbereichen

neu gebauten Massengutanlage für den

Export von Düngemitteln, Salz, Soda und anderen

chemischen Produkten eingesetzt. Die mit

effizienter Bandförderung ausgerüstete Anlage

ist mit einer Lagereinrichtung mit einem Volumen

von bis zu 90.000 Tonnen (gedeckt) und

8.000 Tonnen Freilager zweifelsfrei eine der

Hauptschlagadern der Hafenlogistik. Diese Umschlageinrichtung

an der Massengutpier verfügt

ebenso über einen direkten Gleisanschluss

wie das Südkai, an dem hauptsächlich Schrott

umgeschlagen wird. Auch dort trifft man wieder

auf einen Unimog U 400, der den entladenen

Schrott an Ort und Stelle rangiert. Dieses

Fahrzeug ist zusätzlich permanent mit einer

zapfwellengetriebenen Vorbaukehrmaschine

der Firma Dücker ausgerüstet, um es während

der Pausen im Rangierdienst als Kehrfahrzeug

einzusetzen.

6 Unimog 1|2008 Unimog 1|2008

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