Premiere in Paris

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Premiere in Paris

Seehafen Wismar: In der Mitte die Kaianlagen des Überseehafens, in dem die Seehafen Wismar GmbH ansässig ist. Links davon der Alte Hafen, in dem hauptsächlich Fischereiboote

und private Anleger festmachen. Ganz links die Aker MTW Werft, größter Arbeitgeber in der Hansestadt mit seinem mächtigen überdachten Trockendock, das mit 72 m Höhe und

395 m Länge das Stadtbild des heutigen Wismar erheblich prägt

Mercedes-Benz Unimog:

neue Impulse für die Umschlaglogistik

Die zwei Unimog U 400 mit Bahntechnik von

Zwiehoff-Zagro als Zug- und Rangierfahrzeuge

für 800 t Anhängelast sind heute flott unterwegs.

Sie haben nach den Worten von Eckhard

Kurfeld, Bereichsleiter Hafentechnik der Seehafen

Wismar GmbH, „neue Impulse für die

Umschlaglogistik gebracht“. Hier hat sich sehr

schnell gezeigt, dass die 2-Wege-Fahrzeuge in

vielfältiger Weise eingesetzt werden können.

Einer der beiden Unimog verfügt über eine

Funkfernsteuereinrichtung zum sicheren Rangieren

des Fahrzeuges im Ein-Mann-Betrieb.

Beide U 400 sind außerdem mit einem Kamera–

system (vorne und hinten) zum schnellen Aufgleisen

ausgestattet. Auch die Wandlerschaltkupplung

für ruckfreies Anfahren mit hohen

Anhängelasten erweist sich als vorteilhaft. Die

Abnahme der Fahrzeuge erfolgte nach §50 der

„Anordnung über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen

(BOA)“.

Als man im Jahre 2006 die Überlegungen zur

Neubeschaffung von Rangiermitteln nicht mehr

länger aufschieben konnte, da die bisher eingesetzte

Technik die reibungslosen Abläufe des

steigenden Rangierbedarfs nicht mehr sicherstellte,

kam nach umfangreichen Recherchen

sehr bald auch der Unimog ins Gespräch. Das gesamte

Beschaffungsprojekt wurde dabei durch

den Landesbevollmächtigten für Bahnaufsicht

(LfB) des Landes Mecklenburg-Vorpommern

begleitet, der stets darauf achtete, dass die neu

zu beschaffende Technik alle Zulassungskriterien

für den Betrieb bei der Anschlussbahn des

Seehafens erfüllt. Alle Alternativen wurden intensiv

vor Ort erprobt. Die daraus gewonnenen

Arbeitsergebnisse führten letztlich zu einer

positiven Entscheidung für den Mercedes-Benz

Universalisten mit Zwiehoff-Zagro-Rangier-

ausstattung. Die wesentlichen Kriterien des

Unimog im Vergleich zum Wettbewerb waren

dabei seine Wirtschaftlichkeit, die Reduzierung

der Kuppelzeiten, eine verbesserte Arbeits-

sicherheit und Flexibilität im Hinblick auf einen

schnellen Wechsel zwischen Straße und Schiene

sowie die zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten,

wie hier das Kehren.

Zusammen mit dem erfahrenen Mitarbeiterstamm

bilden die Unimog heute mit Brücken-,

Portal- und Mobilkranen, Bandförderern,

Zugmaschinen, Trailern, Gabelstaplern und

Radladern das Rückrat einer hocheffizienten

Umschlaglogistik. Die Fahrzeuge haben „ein

großes Betätigungspotential“, so Reiner Stein-

„Nachdem unsere Mercedes-Benz

Unimog fest in die Logistikprozesse integriert

sind, können wir sagen, dass sich

die 2-Wege-Technik bestens bewährt“

Eckhard Kurfeld, Leiter Hafentechnik

ke, Betriebsingenieur Flurfördertechnik. Und

damit der Unimog innerhalb seines Aktionsradius

auch jederzeit bereit ist, wurden die

Fahrzeugreifen extra ausgeschäumt. Wäre dies

nicht der Fall, wäre wohl gerade am Südkai, wo

der Schrott verladen wird, ein Reifenservice regelmäßig

beschäftigt.

Eckhard Kurfeld, Chef der gesamten Hafentechnik,

zieht nach den ersten Monaten eine

erfreuliche Bilanz: „Nachdem unsere Mercedes-

Benz Unimog seit sechs bzw. neun Monaten

in die unterschiedlichsten Logistikprozesse

integriert sind, können wir feststellen, dass

sich diese Technik bestens bewährt. Insbeson-

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dere die Funkfernsteuerung, die Reduzierung

der Kuppelzeiten sowie der sehr hohe Standard

hinsichtlich der Arbeitssicherheit haben uns

vom Gesamtkonzept des 2-Wege-Unimog überzeugt.“

Reiner Steinke ergänzt: „Wir erledigen

heute die klassischen Aufgaben einer Rangierlokomotive

mit unseren 2-Wege-Unimog. Die

Funkfernsteuerung erlaubt einen flexiblen

Mitarbeitereinsatz und alles funktioniert zuverlässig.“

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Projektvorstellung: Matthias Fischer (Firma Zwiehoff, 2. v. l.) und Hans-Jörg Wulff (ganz

links) vom Unimog Vertriebspartner Sietrac in Sievershagen präsentieren Eckhard Kurfeld

(Mitte) und Reiner Steinke (2. v. r.) die technischen Möglichkeiten einer Doppeltraktion.

Ganz rechts Peter Flindt, Landesbevollmächtigter für Bahnaufsicht des Ministeriums

für Verkehr, Bau und Landesentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen der Hafenerweiterung 2012 werden

die Rangierbedarfe weiter steigen. Bereits

heute denken die Verantwortlichen in Wismar

daher über die Anschaffung eines dritten

2-Wege-Unimog nach, der dann voraussichtlich

für das Rangieren in Doppeltraktion ausgelegt

wird. Denn dann wären noch höhere Anhängelasten

möglich, mit denen, so Reiner Steinke,

die Arbeitsprozesse noch weiter optimiert werden

könnten. n

RUD ist offizieller Ausrüster der Deutschen Ski-Nationalmannschaften

Alpin, Biathlon und Nordisch des DSV

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