Polizei 2010 01:01 po110 titel v1

mercedesbenz

Polizei 2010 01:01 po110 titel v1

Im Heft: Extra-Beilage mit Mercedes-Benz Vertriebsnetz und Ansprechpartnern

Hotline 110

Branchenspecial – Rettungs- und Einsatzfahrzeuge Mai 2010

Ganovenjagd mit der neuen E-Klasse

Das Anforderungsprofil an Polizeifahrzeuge ist hoch – doch nicht zu hoch für Mercedes-Benz

Messe-Premiere

Mercedes-Benz präsentiert

die neue blau-silberne

E-Klasse als T-Modell

auf der Fachmesse GPEC ® .

Aufgebaut für

die Polizei

Waffenkasten,

Sondersignalanlage, blaue

Beklebung – so entsteht

ein Polizeifahrzeug.


Robert Wilhelm, Leiter

Verkauf Sonderfahrzeuge

Mercedes-Benz Pkw

Deutschland.

Partnerschaft setzt auf Vertrauen. Das Wissen,

ohne den anderen schwächer und nur gemeinsam

stark zu sein, lässt im besten Fall eine ideale Symbiose

entstehen. In einer funktionierenden Beziehung

profitiert jeder – auch weil man gegenseitig Höchstleistung

einfordert und gleichzeitig motiviert.

Mercedes-Benz hat in der Polizei einen langjährigen

Partner gefunden. Die neue blau-silberne E-Klasse als

T-Modell resultiert daraus und wird erstmals einem

Expertenkreis auf der internationalen Fachmesse für

Polizei- und Sicherheitsausrüstungen GPEC ® vorgestellt.

Das T-Modell tritt an, um die hohen Ansprüche bei Komfort,

Qualität, Wirtschaftlichkeit und vor allem Sicherheit

zu erfüllen.

Ansporn für Höchstleistungen setzt die breite Anforderungspalette

der täglichen Polizeiarbeit. Geländeeinsätze,

Streifendienste, Verfolgungs- oder Observationsaufträge,

nicht zuletzt Großveranstaltungen in Mannschaftsstärke

– Mercedes-Benz bietet für jeden Zweck das probate

Fahrzeug und ist Full-Line-Anbieter. Überzeugen Sie sich

selbst mit einem Besuch auf der GPEC ® an unserem Messe

stand B02.

Ich freue mich auf Sie!

Robert Wilhelm

2

Editorial Inhalt

Herausgeber Daimler DaimlerChrysler AG AG

Mercedes-Benz DaimlerChrysler Vertrieb Deutschland

D-10878 Vertriebs Berlin organisation

V.i.S.d.P. Peer Deutschland Christian Näher

Verlag Springer D-10878 Fachmedien Berlin München GmbH

Verantwortlich Aschauer für Straße 30

den Herausgeber D-81549 Claudia München Schöttle

Verlag Tel.: drivemedia +49 (0)89 20 30 43-11 22

Springer Springer Fachmedien Transport München Media GmbH GmbH

ist ein Neumarkter Teil der Fachverlagsgruppe

Str. 18

Springer D–81664 Science München + Business Media.

Impressum Impressum HelfersHelfer Hotline 110 | 2006 2010

Chefredaktion Redakt. LeitungChristian Thomas Ort Maier

CvD Redaktion und Claudia Saskia Koch Meier

Schlussredaktion

Projektkoord. Saskia Meier, Matthias Pioro

Redaktions- Reinhold Leiprecht,

beirat Redaktions- Alexander Kleistner, Anja Reich

beirat Arndt Robert Svendsen Wilhelm, Gerhard Mytzka

Autoren Holger Bahlmann,

Autoren Hans-Joachim Jan Westphal, Bielke, Susanne Löw,

Dieter Saskia Göllner, Meier Gerhard Grünig,

Fotos Claudia Daimler Koch, AG, ddp©, Patrick Michael Neumann Ehritt,

Martin Heying, Archiv

Die Polizei vertraut der neuen Mercedes-Benz E-Klasse.

3 Mercedes-Benz als Partner der Polizei

Den Sterne-Bauer und die Polizei verbindet eine intensive Partnerschaft.

Dies zeigt auch der 13. Europäische Polizeikongress.

4 Premierenfeier des neuen T-Modells

Auf der diesjährigen Polizeifachmesse GPEC ® präsentiert Mercedes-Benz

erstmals die neue E-Klasse als T-Modell für die Exekutive.

5 Interview: „Erfolgsfaktor Intimität“

„Hotline 110“ im Gespräch mit dem Veranstalter der GPEC ® ,

Dr. Uwe H. Wehrstedt. Er verrät, was es in Leipzig Neues geben wird.

6 Hamburg im Jagdfieber mit der neuen E-Klasse

Die ersten Einsätze der neuen E-Klasse im hohen Norden zeigen:

Sicherheit duldet keine Kompromisse.

9 Interview: „Jeder Punkt zählt “

Der Fuhrparkleiter der Hamburger Polizei, Thorsten Krumm, erklärt, nach

welchen Kriterien er Flottenfahrzeuge für den Einsatz auswählt.

10 Wie entsteht ein Polizeifahrzeug?

Den Aufbau des ersten T-Modells zum Polizeifahrzeug hat „Hotline 110“

bei der CARS Technik & Logistik GmbH in Wiedemar begleitet.

Direkt nach der Fertigstellung des ersten T-Modells geht das Fahrzeug

zur Polizeifachmesse GPEC ® .

Fotos Art Director/ Autoren, DaimlerChrysler AG,

Layout Dierk Martin Naumann Heying, Manfred Steib

Art Director Dierk Naumann

Layout Druck F Arno & W Mediencenter

Krämer

Druck Holzhauser F & W Mediencenter Feld 2

D-83361 Holzhauser Kienberg Feld 2

D-83361 Kienberg

Alle Rechte vorbe vorbehalten. halten. Nachdruck Nachdruck und elektronische und

elektronische Verarbeitung nur Verarbeitung mit schriftlicher nur Zustimmung mit schriftlicher des

Zustimmung Herausgebers. des Herausgebers.


Aktuelles

Freund des Freund und Helfers

Mercedes-Benz und die Polizei eint seit vielen Jahren eine Partnerschaft unter gutem Stern.

Ein Beispiel: der 13. Europäische Polizeikongress in Berlin.

Globale Sicherheit – Heraus forder

ungen für Europa“ – unter diesem

Motto tagten die europäische

Polizei sowie Vertreter aus Industrie und

Politik am 2. und 3. Februar 2010 in Berlin

im Rahmen des 13. Europäischen Polizeikongresses.

Auf der Agenda stand unter

anderem das Stockholmer Programm, das

als gemeinsamer Fahrplan die Sicherheitsfragen

in der Europäischen Union für

die kommenden Jahre regeln soll. Das

Medieninteresse war groß. Kein Wunder,

schließlich zählten auch brisante Themen

wie die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit

in Drittstaaten und die

damit verbundene Frage, was man von

Streitkräften lernen kann, zu den diskutierten

Inhalten. Mercedes-Benz durfte als

langjähriger Partner der Polizei und Sponsor

des Kongresses bei einem derart

bedeutenden Branchenereignis nicht fehlen:

Mit drei Fahrzeugen der S-Klasse –

eines davon gepanzert – strahlte der Stern

in Berlin.

Full-Line-Angebot für die Polizei

Doch nicht nur die Präsenz des Herstellers

Mercedes-Benz bei Branchentreffen dieser

Größenordnung beweist die partnerschaftliche

Verbundenheit des Automobilherstellers

mit dem Freund und Helfer der

Nation. Mercedes-Benz ist zusätzlich Full-

Line-Anbieter für die Exekutive. Denn der

Stuttgarter Hersteller hat für jeden Polizeieinsatz

das passende Fahrzeug im

Angebot – sei für abwegiges Gelände,

Großveranstaltungen in Mannschafts -

stärke oder auch für die klassische Streifenfahrt.

Gepaart mit integrierten Sicherheits

systemen wie ABS, ESP ® , Bremsassistent

BAS oder der elektrohydraulischen

Bremse SBT eignen sich die Fahrzeuge

von Mercedes-Benz ebenfalls perfekt für

Diensteinsätze, die gelegentlich auch mal

rasanter ausfallen können. Die dynamischen

Motoren, ganz gleich ob als CDI-

Motor oder als Benziner, sorgen dabei für

einen schnellen Antritt und ein dynami-

sches Fahrverhalten – ideal für Polizeieinsätze

auf den über 11.000 Kilometern

des deutschen Autobahnnetzes.

Auf Kundenwunsch können auch in alle

Modelle Sonderausstattungen direkt ab

Werk verbaut werden. So versehen die

Aufbau experten von Mercedes-Benz ebenfalls

die neue E-Klasse für die Polizei mit

allen für den Dienst wesentlichen Extras

(siehe Reportage, Seite 10). Doch es muss

nicht immer die leistungsstarke E-Klasse

sein. So befördert beispielsweise der

Sprinter Polizisten in voller Gruppenstärke

samt Ausrüstung zum Einsatzort.

Inkognito mit Zusatzschutz

Je nach Einsatz ist manchmal ein Inkognito-

Fahrzeug der beste Schutz. So bieten die

Stuttgarter auch Polizeiwagen, die als solche

nicht erkennbar sind und trotzdem

über die höchsten Schutzklassen B6/B7

verfügen. Ein Spezialist unter diesen: die

Limousine S 450 CDI Guard. �

3


Aktuelles

Premiere im

Expertenkreis

Auf der Polizeifachmesse GPEC ® können die

Branchenkenner zum ersten Mal einen Blick auf

die blau-silberne E-Klasse als T-Modell werfen.

Besser hätte der Zeitpunkt nicht

sein können: Zum 10-jährigen

Jubiläum der internationalen Fachmesse

GPEC ® , General Police Equipment

Exhibition & Conference, präsentiert die

Daimler AG zum ersten Mal einem ausgewählten

Expertenkreis die E-Klasse als

T-Modell für den Polizeieinsatz. Ausgestattet

mit bekannter Sondersignalanlage,

blau-weißer Beklebung und zahlreichen

teils getarnten Sondereinbauten können

die ersten Interessierten im T-Modell Probe

sitzen, sich so selbst vom hochwertigen

Innenleben überzeugen und den bekanntlich

ganz eigenen unberührten Geruch

neuer Fahrzeuge genießen.

Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern

tauschen sich vom 4. bis 6. Mai im

Congress Center Leipzig Zoll, Grenzschutz,

Strafvollzug, Feldjäger und staatliche

Sicherheitsdienste sowie Spezialeinheiten

über weitere Trends und Neuheiten

im Bereich Polizeiausrüstung und Sicherheitstechnik

aus. Die vom Veranstalter

Auf der letzten GPEC ® zeigten die Stuttgarter

Autobauer unter anderem den Vito.

4

erwarteten rund 6.000 Besucher aus mehr

als 40 Ländern veranschaulichen den

Status der Messe als Leitveranstaltung der

Branche – und dies, obwohl die GPEC ®

nicht öffentlich ist. Zutritt haben nur

Behörden und staatliche Institutionen mit

einem Dienst- sowie Besucherausweis.

Fahrzeugtechnik hoch im Kurs

Ein entscheidender Produktbereich für die

Experten ist in diesem Jahr auch wieder

die Fahrzeug- und Verkehrstechnik. Den

wesentlichen Entwicklungen auf diesem

Gebiet widmet sich das Polizeitechnische

Institut der Deutschen Hochschule der

Polizei in einer Tagung im angrenzenden

Kongressgebäude. Live können sich auch

alle Besucher am Stand B02 der Daimler AG

von den Innovationen auf vier Rädern

überzeugen. Im Fokus der diesjährigen

Polizeimesse steht jedoch die neue

E-Klasse als T-Modell. Das elegante Heck

bietet eine hohe Ladefunktionalität und

In diesem Jahr dreht sich alles um die neue

blau-silberne E-Klasse als T-Modell.

Vom 4. bis 6. Mai streben die Fachbesucher durch den modernen

Bau der Messe Leipzig – auf dem Weg zur Polizeifachmesse GPEC ® .

mehr Raum – auch für Passagiere auf den

hinteren Sitzreihen. Das neu entwickelte

Fahrwerk DIRECT CONTROL, der weite

Radstand und der großzügig proportionierte

Innenraum machen jeden Polizeieinsatz

zu einem besonderen Erlebnis. Das

gewisse Extra darf natürlich auch bei der

Sicherheit nicht fehlen: Für den Schutz

der Beamten auf Ganovenjagd sorgen

unter anderem Aufmerksamkeitsassistent

ATTENTION ASSIST, PRE-SAFE ® , Bremsassistent

BAS und adaptives Bremslicht.

Neben der E-Klasse als T-Modell hat

Mercedes-Benz auch zwei weitere Highlights

vor Ort in Leipzig: den Sprinter

als bewährten Mannschaftswagen im

Mehrpersonentransport sowie die Sonder -

schutzlimousine S 450 CDI Guard. Mit

dem hochmodernen V8-CDI-Triebwerk

kommt das Guard-Modell aus jeder Gefahrensituation

schnell und sicher heraus.

Die verbauten Schutzelemente ensprechen

den Schutzklassen B6 /B7 und sind

von außen unsichtbar unter der serien -

identischen Außenhaut integriert.

Hightech für den Polizeieinsatz

Ob Funkstreifenwagen, Transporter oder

Geländewagen: Mercedes-Benz ist Full-

Line-Anbieter für die Polizei. Zusätzlich

entwickeln die Stuttgarter Sonderausstattungen

für spezielle Anforderungsprofile.

Damit lässt der schwäbische Hersteller

keine Wünsche offen und hat allen

Messebesuchern etwas zu bieten. �


Erfolgsfaktor Intimität

Geschlossen für die Öffentlichkeit, aber offen für nationale

und internationale Behörden – die Polizei- und Sicherheitsmesse

GPEC ® . Zum 10-jährigen Jubiläum spricht „Hotline 110“ mit dem

Veranstalter Dr. Uwe H. Wehrstedt.

� 110: Herr Dr. Wehrstedt, welchen

Anspruch verfolgt die GPEC ® als Messe für

Polizeiausrüstung und Sicherheit?

Dr. Uwe H. Wehrstedt: Die GPEC ® ist als

General Police Equipment Exhibition &

Conference mit ihrem Konzept als Spezialmesse

für Behörden einzigartig – und

möchte dies natürlich auch bleiben.

In den vergangenen zehn Jahren wurde die

GPEC ® zu Mitteleuropas Leitmesse für

Polizei- und Spezialausrüstung. Dieser

Branchentreffpunkt entspricht einem

neutralen interministeriellen Forum für die

gesamtstaatliche Sicherheit.

� 110: Welche Trends konnten seit Messebeginn

im Jahr 2000 beobachtet werden?

Wehrstedt: Die GPEC ® fördert besonders

den interministeriellen und interdisziplinären

Informationsaustausch verschiedener

Sicherheitsbehörden. Das Ziel besteht

darin, die Sicherheit zu stärken und

die Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung

sowie den Bevölkerungsschutz

zu unterstützen.

� 110: Was macht den Erfolg der GPEC ® mit

ihren ständig wachsenden Aussteller- und

Besucherzahlen – auch durch internationale

Beteiligung – aus?

Wehrstedt: Die Interessen sowohl von

Behörden als auch den Ausstellern konnten

in den letzten Jahren vereint werden. Die

Messe konzentriert sich dabei genau auf die

Belange der öffentlichen Sicherheit.

Insbesondere für die ausländischen Aussteller

kommt hinzu, dass das komplizierte

Beschaffungssystem auf Bundes- und Länderebene

schwer zu verstehen und nur

Interview

Bereits seit dem Jahr 2000 findet die GPEC ® an wechselnden Ausstellungsorten statt. Anfang

Mai ist sie für drei Tage diesmal zu Gast im Leipziger Norden.

sehr aufwändig zu erschließen ist. Und für

Behördenbesucher aus dem Ausland ist

dies das einzige umfassende Schaufenster

deutscher Angebote.

Und schließlich ist ein wichtiger Faktor für

den Erfolg der geschlossene, vertrauliche

und dadurch intime Charakter der GPEC ® .

� 110: Damit haben Sie bereits angesprochen,

dass die Messe an keinem Ausstellungstag

öffentlich ist – warum?

Wehrstedt: Auf dieser Fachmesse werden

zahlreiche sensible Produkte, die beispielsweise

der Kriminalitäts- oder Terrorismusbekämpfung,

dem Schutz von Beamten

sowie dem Geheimnisschutz oder der

gesicherten Kommunikation dienen,

Dr. Uwe H.

Wehrstedt,

Geschäftsführer

der Exhibition &

Marketing

Wehrstedt GmbH.

präsentiert und mit Behörden diskutiert.

Das kann naturgemäß nicht in der Öffentlichkeit

funktionieren. Außerdem gibt es

mehr als ausreichend öffentliche Veranstaltungen,

wo allgemein zugängliche

Themen und Produkte präsentiert werden.

� 110: Welche Highlights stehen im Mai in

Leipzig an?

Wehrstedt: Die Hersteller, aber auch die

Behörden stellen ihre Neuheiten vor.

So demonstriert die Bereitschaftspolizei

Sachsen den neuen Wasserwerfer WaWe 10.

Als Fahrzeugaufbau soll auch ein Hightech-

Beweissicherungs- und Dokumentationssystem

für die Bereitschaftspolizei erstmals

auf der Messe präsentiert werden. �

5


E-Klasse

Im Visier der Polizei:

die neue E-Klasse

Das Jagdfieber mit der neuen Mercedes-Benz E-Klasse ist im hohen Norden bereits

ausgebrochen. Ein Einsatzbericht der Hamburger Polizei über die Arbeit mit dem Stern.

Wer freut sich nicht über einen eleganten,

funktionalen und sicheren

Arbeitsplatz, umso mehr,

wenn er von Mercedes-Benz ist? Deshalb

strahlt Polizeihauptmeister Michael Goltz,

als er per Fernbedienung die Türen entriegelt.

Die 220 CDI-Limousine wird sein

neuer Arbeitsplatz. Ebenso der von Kollege

und Polizeihauptkommissar Martin Okomonski.

Beide sind Beamte der Hamburger

Schutzpolizei. Ihre flotten dunkelblauen

Uniformen ergänzen farblich die silber

lackierte E-Klasse mit der blauen Polizeibeklebung.

„Zusammen mit unseren Uniformen

vermitteln die Mercedes-Benz Fahr-

6

zeuge bei den Bürgern verstärkt den Eindruck

kompetenten, entschlossenen und

sicheren Einschreitens unsererseits“, weiß

Okomonski.

Der individuellste Arbeitsplatz

140 E-Klasse Limousinen sollen in den

nächsten drei Jahren den Landesfuhrpark

der Polizei Hamburg ergänzen. Sie werden

gekauft – nicht geleast – und lösen ältere

E-Klasse Fahrzeuge der Vorgängerbaureihe

ab, die im Jahr 2006 ihren Dienst anrollten.

Auch T-Modelle sind unter den neuen.

Thorsten Krumm, Leiter des Fuhrparks der

Das Raumangebot der neuen E-Klasse Limousine hat die Beamten in Hamburg bereits

überzeugt. Toppen kann dies nur noch das T-Modell.

Polizei Hamburg, berichtet: „Allein in diesem

Jahr kommen 30 neue Mercedes-Benz

zur Auslieferung zu uns, um in den Polizeirevieren

Innenstadt, Wilhelmsburg, Bergedorf

und Davidwache Streife zu fahren.“

Die Bandbreite der täglichen Einsätze

reicht von Routinemeldungen wie der Feststellung

der Personalien bis hin zum

Tötungsdelikt. Herr Krumm ist stolz, dass

die Freie und Hansestadt Hamburg in

Abwägung mit dem wirtschaftlichen Einsatz

der Steuergelder für die Belange der

Polizei immer ein offenes Ohr hat und den

Arbeitsplatz ihrer Beamten sicher und

zweckmäßig gestaltet.

Polizeihauptkommissar Martin Okomonski

bringt den Sitz in die gewünschte Position.


Platz nehmen im Peterwagen HH 7074:

Okomonski und Goltz machen es sich bequem

an ihrem klimatisierten Arbeitsplatz.

Das Raumangebot überzeugt. Leise summend

fährt die elektrische Sitzverstellung

in die gewünschte Position. Sitzkontur und

-kissenlänge passen sich optimal an. Goltz’

rechter Ellenbogen ruht entspannt auf der

vorderen Mittelarmlehne. 170 PS laufen

sich warm. Okomonski streckt seine Beine

aus. Links am Tunnel ist das Funkgerät

platziert. Selbst wenn er demnächst von

seinem Platz aus das Notebook mit dem

Polasmobil-System bedient, wird er sich

nicht beengt fühlen müssen. Sicherheitsgurt

anlegen, auf geht’s ...

Im Polizeifuhrpark laufen ausschließlich

Dieselfahrzeuge, fast alle mit Automatikgetriebe.

Das stufenlos durchschaltende

Fünf-Gang-Getriebe erlaubt Michael Goltz,

sich noch besser auf den Verkehr zu konzentrieren.

Der beruhigende Schutz durch

Airbags, Sidebags und den Pelvisbags –

einem in die Sitzblende integrierten Airbag,

der bei seitlichen Kollisionen Belastungen

im Beckenbereich reduzieren kann – begleitet

die Besatzung des Funkstreifenwagens.

Selbstverständlich auch ESP und Brems-

E-Klasse

Die Mercedes-Benz E-Klasse passt optisch

perfekt vor das Hamburger Polizeipräsidium.

assistent. Neben dem fest integrierten Waffenkasten

für die Maschinenpistole finden

die für den Sicherheits- und Ordnungsdienst

erforderlichen Utensilien wie Such -

schein werfer, Messgeräte, Absperrhütchen

und Besen in stabilen Kisten im Kofferraum

Platz. Eine kleine Anekdote zum Thema

Platzangebot hat Martin Okomonski

parat: „Vor längerer Zeit fuhren wir in knapper

dimensionierten Fahrzeugen Streife.

Und mussten einen Mann zur Feststellung

seiner Personalien mit zur Wache nehmen.

Er war friedlich, doch sehr groß gewachsen

und sehr kräftig. 'Das wird nichts’, meinte

7


der schon beim Versuch, auf dem Rücksitz

hinter dem Beifahrer Platz zu nehmen.

‘Passt schon’, sagte ich und arretierte den

Beifahrersitz noch weiter vor. Tatsächlich

zwängte sich der Mann hinein. Da krachte

es schon. Er hatte mit den Knien die Lehne

des Vordersitzes zerbrochen.“

18 Millionen Kilometer pro Jahr

Michael Goltz berichtet von einem weiteren

Vorteil: „Viele Festgenommene, denen

wir keine Handschellen anlegen dürfen,

versuchen während der Fahrt zu randalieren,

Sachen aus dem Auto zu werfen oder

selbst zu fliehen. In der E-Klasse jedoch

lässt sich der Innenraum entsprechend

verriegeln – fast wie in einer Zelle.“

Gerahmte Fotos und Zeitungsausschnitte

in Fluren und Vitrinen der Polizeidirektion

dokumentieren, dass Mercedes-Benz

seit vielen Jahrzehnten die Hamburger

Polizei beliefert. Die passenden Zahlen zur

Historie hat Thorsten Krumm parat: „Rund

1.050 Fahrzeuge – vom Krad bis zum ge -

panzerten Pkw – umfassen unseren Fuhr -

8

E-Klasse

Die Bedienung der Sondersignalanlage und

des Funkgeräts muss praktisch sein.

park. 18 Millionen Kilometer legen sie pro

Jahr zurück. 500 Autos sind getarnt als

Zivilfahrzeuge zugelassen, aber nach polizeilichen

Erfordernissen ausgerüstet. Von

Mercedes-Benz stammt ein guter Teil.“

Behörden, die sich für das neue T-Modell

der E-Klasse entscheiden, profitieren zu -

sätzlich von typischen Kombivorzügen

wie der Variabilität im Innenraum: Das

neue T-Modell verfügt über ein in diesem

Marktsegment beeindruckendes Ladevolumen

von maximal 1.950 Liter. Außerdem

sind die Rücksitzlehnen noch viel stärker

ausgelegt, als es der Gesetzgeber ohnehin

fordert. Rohbaufestes Laderollo mit Ladeabdeckung

und Sicherheitsnetz, sechs serienmäßige

Verzurrösen sowie das erweiterte

Bremssystem ADAPTIVE BRAKE optimieren

auf hohem Niveau die Sicherheit im

T-Modell. Denn die Anforderungen durch

den täglichen Polizeialltag sind hoch. In

dem 755 Quadratkilometer großen Stadtstaat

Hamburg leben fast 1,8 Millionen

Menschen. Im Vergleich zu einem Flächenland

wie Nieder sachsen sind die Anforderungen

an Dienstfahrzeuge und deren Aus-

Polizeihauptkommissar Martin Okomonski

testet das Funkgerät.

rüstung da anders zu bewerten. „Kurze

Strecken, Großstadtverkehr und noch

intensivere Nutzung wirken stärker auf

das Fahrzeug und seine Baugruppen ein“,

berichtet der Fuhrparkleiter.

Sicherheit ohne Kompromisse

Deshalb ist die optimale Lösung gefordert.

„Gestaffelt in fünf verschiedenen Losen

schreiben wir unseren Fahrzeugbedarf

europaweit aus“, beschreibt der Fuhrparkchef

das Auswahlprozedere der Hamburger

(siehe Interview, Seite 9). Knapp 1.000

Beamte testen die neuen Autos unter der

Prämisse „Aus der Praxis für die Praxis“.

Weitere Fachdiskussionen und Bewertungen

schließen sich an. Weil es um Steuergelder

geht, müssen Aufwand und Ertrag

stimmen. Oft ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen

– doch auch diesmal machte der Stuttgarter

Hersteller das Rennen. Und Martin

Okomonski ergänzt: „Wenn unser Arbeitsplatz

effizienter ist, profitiert auch der Bürger.

Denn Sicherheit duldet keine Kompromisse!“


Herzstück des Polizeifahrzeugs: die noch

windschnittigere, neue Sondersignalanlage.

18 Millionen Kilometer legt die Hamburger Polizei in ihren Einsatzwagen im Jahr zurück.

Mercedes-Benz bietet für alle Anforderungen des Großstadtverkehrs die ideale Ausstattung.


Jeder Punkt zählt

� 110: Wer und was entscheidet beim Kauf

neuer Fahrzeuge?

Thorsten Krumm: Wir schreiben jede

Investition europaweit aus. Fahrzeughersteller,

die die von uns skizzierten Minimalbedingungen

erfüllen, können sich

beteiligen. Unsere Mitarbeiter testen und

bewerten die in Frage kommenden Modelle

und Arbeitsgruppen definieren die

Anforderungen. Nach der Nutzwertanalyse

wird die Investition vergaberechtlich

geprüft. Ein Punktesystem entscheidet

schließlich. In diesem Jahr hat sich die

E-Klasse von Mercedes-Benz in der Kategorie

Mittlere Funkstreifenwagen durchgesetzt.

� 110: Was passiert nach der Bestellung?

Krumm: Dann beginnt das Finetuning. Im

Herstellerwerk besprechen unsere Fachleute

mit den Autobauern die konkrete

Ausgestaltung des Arbeitsplatzes. Wie

Als Fuhrparkleiter weiß Thorsten Krumm,

was bei Polizeifahrzeugen wichtig ist.

lässt sich der Waffenkasten sichern, wo

platzieren wir den Alkotester sowie die

Bedienelemente für das Funkgerät und die

Sondersignalanlage? Diese und ähnliche

Details sind im Dialog auch unter Kostengesichtspunkten

zu klären.

Interview

Die Hamburger Polizei entscheidet bei der Auftragsvergabe mittels eines Punktesystems über

neue Fahrzeuge. Fuhrparkleiter Thorsten Krumm erklärt, worauf es dabei ankommt.

� 110: Nach welchen Kriterien mustern sie

die Fahrzeuge wieder aus?

Krumm: Im Schnitt sind die Streifenwagen

vier Jahre im Einsatz. Laufleistung

und der Grad der Abnutzung spielen ebenfalls

eine Rolle. Unser Fuhrparkmanagement

findet den optimalen Zeitpunkt,

denn wir haben ja einen gewissen Wiederverkaufswert

in unsere betriebswirtschaftlichen

Rechnungen einkalkuliert.

� 110: Was geschieht mit den Gebrauchtfahrzeugen?

Krumm: Bis zur letzten Minute sind sie im

Einsatz, werden in den Vertragswerkstätten

oder der Werkstatt der Landesbehörde

gepflegt und gewartet. Wir bauen

das Polizeiequipment zurück, entfernen

die Beschriftung und versteigern sie über

eine Internetbörse. Weil sie noch top in

Schuss sind, erzielen sie dann auch regelmäßig

gute Preise. �

9


Reportage

Die Aufbauexperten

„Hotline 110“ hat den Kfz-Technikern der CARS Technik und Logistik GmbH bei der Umrüstung

des neuen T-Modells über die Schulter geschaut und gefragt: Wie entsteht ein Polizeifahrzeug?

Zum ersten Mal schrauben die Kfz-Techniker auf das neue T-Modell die Sondersignalanlage.

Werkstattmeister Andreas Zillmer

umrundet mit großen Schritten

das neue Mercedes-Benz T-Modell

Einsatzfahrzeug – das erste bundesweit. Es

steht auf dem Hof der CARS Technik

und Logistik GmbH in Wiedemar bei

Leipzig, einer 100-prozentigen Tochter der

Daimler AG. CARS ist neben der Horst

Mosolf GmbH & Co. KG einer der beiden

strategischen Partner der Daimler AG, wenn

es um Polizeiaufbauten geht.

„Da steckt schon eine Menge Arbeit drin“,

erklärt Zillmer mit unverhohlenem Stolz

über den Stern vor ihm. Andreas Zillmer ist

bei CARS als Mann der ersten Stunde seit

Firmengründung im Jahr 2002 dabei.

10

Eigentlich hat er alle Mercedes-Benz Fahrzeuge

vom Sprinter bis zum Vito schon mindestens

einmal umgerüstet. Doch bei neuen

Modellen ist alles etwas anders, denn erst

müssen die Umrüstexperten den Einbau -

ort festlegen. Sie entscheiden auf Basis

langjähriger Erfahrung und nach Kundenwunsch,

wo und wie Waffenkästen, Funkgeräte

oder Kameras platziert werden. Nicht

zu vergessen das Herzstück: die Sondersignalanlage.

Im Fachjargon nur Sosi genannt.

Für viele Verkehrsteilnehmer der erste Kontakt

zu den Ordnungshütern, wenn im

Rückspiegel „Halt, Polizei!“ aufleuchtet.

Handling, Unauffälligkeit, nicht zuletzt die

Wirtschaftlichkeit beeinflussen die genaue

Platzwahl der Einbauten ebenfalls. „Nach

diesem Prozedere einfach alles in Serie einzubauen,

geht aber nicht“, berichtet der

Werkstattmeister. Erst muss der Vorserienwagen

mit den Sondereinbauten eine Testreihe

durchlaufen, um den sehr hohen

Qualitäts- und Sicherheitsstandards von

Mercedes-Benz zu entsprechen. Windkanal,

Crash-Simulationen und Frontal-Auffahrunfälle.

Drückt die Sosi durchs Wagendach?

Löst sich der Waffenkasten? Werden die

Knautschzonen beeinflusst?

Das Go zum Verbau gibt das Herstellerwerk

erst, wenn alle Tests erfolgreich

waren. Dann startet der Umrüstprozess, der

„schon mal bis zu einem Tag dauern kann“,


Bereit für die große Premiere: die umgerüstete

Mercedes-Benz E-Klasse als T-Modell.

Reportage

Ganz routiniert beklebt Kfz-Techniker Falk

Sporbert das neue Fahrzeug. Getarnt: Die Lautsprecher und Frontblitzer werden hinter dem Kühlergrill eingebaut.

weiß Kfz-Techniker Falk Sporbert – und, je

nach Leistungsumfang der Behörden, unterschiedlich

ausfällt. Zuerst kommt die Farbe.

Nach europäischem Standard bekleben die

CARS-Techniker den Silberpfeil blau, wobei

jedes Bundesland eigene Wünsche hat.

Logo und Internetadresse – kein Problem

für die Wiedemarer. Nach der Außenbeklebung

widmet sich Falk Sporbert den Türen.

Auch hier werden Klebestreifen angebracht,

damit die Waffen beim Ein- und Ausstieg

nicht den Lack verkratzen.

Jetzt folgen die Sondereinbauten nach

Kundenwunsch. Standard sind: Schonbezüge,

Trennnetze oder -gitter, Feuerlöscher, ein

zweiter Innenspiegel, Kameras, die Vorrüstung

für die Funkgeräte, Stauraum in Form

von Kästen oder Fächern sowie der wahre

Alleskönner, die Sosi mit Bedienelement.

Vorprogrammierte Texte, Schauschilder,

Scheinwerfer und das markante LED-Blinklicht

als Markenzeichen der Kontrollorgane

begleiten den Einsatz bei Tag und Nacht.

Nicht alle verbauten Elemente sind dabei so

offensichtlich angebracht wie das Multi-

Funktionstalent auf dem Dach: Der Frontblitzer

versteckt sich hinter dem Kühlergrill

und teilt sich dort den Platz mit den Lautsprechern.

Die Kamera der Videoüberwa-

chung fällt auch nur nach Fingerzeig des

Experten auf. Sie befindet sich in der Frontscheibe

und startet automatisch die Aufnahme,

sobald die Sosi „Halt, Polizei!“

anzeigt. Damit wird jeder Kontrollstopp zur

rechtlichen Vorsorge aufgezeichnet.

Vertrauen ist gut, Kontrolle …

Ein Reinigungstrupp poliert das Fahrzeug

nach Abschluss aller Arbeiten nochmals

gründlich auf. Zwei Qualitätsstufen folgen:

die interne Endabnahme und das externe

Qualitätsmanagement von Mercedes-Benz

– bestückt mit weißem Handschuh. „Kein

Fahrzeug verlässt bei uns ungeprüft das

Gelände“, sagt Marc Stößer, Betriebsleiter

der CARS GmbH. Er kennt wie kein Zweiter

die hohen Anforderungen und die exakte

Arbeitsweise von Mercedes-Benz, hat er

doch selbst im Mutterkonzern in Stuttgart

gearbeitet. „Bleibt der weiße Handschuh

sauber, ist für uns die Arbeit noch nicht

beendet“, schildert Stößer den weiteren

Ablauf. „Wir können die Autos nicht einfach

auf die Straße schicken, auch ein Servicenetz

gehört natürlich dazu.“ Aber einige

Fahrzeuge sind nur vorübergehend blausilber

im Einsatz – per Leasing. Diese rollen

nach Ablauf der Frist wieder durch das

Werkstor. Falk Sporbert und seine Kollegen

bauen aus, was sie eingebaut haben.

Doch das von den Mercedes-Benz Experten

fertig aufgebaute T-Modell geht direkt

ab Werk erst einmal nach Leipzig. Dort wird

es als Premiere auf der Fachmesse GPEC ®

präsentiert. �

Aufbaupartner der Daimler AG

Horst Mosolf GmbH & Co. KG

Der Systemdienstleister für Fahrzeuglogistik

ist ebenfalls ein langjähriger Partner der

Daimler AG. Zum Leistungsangebot gehören

bei Mosolf ebenso Technik-, Prüfungs-, Montage-

und Ausstattungsdienstleistungen für

Fahrzeughersteller. Auch der Umbau von

Sonderfahrzeugen für z. B. Behörden ist für

die Experten von Mosolf kein Problem. Mehr

Informationen unter: www.mosolf.de

CARS Technik und Logistik GmbH

Zum Leistungsangebot von CARS gehört

Schadensbegutachtung, Autogasumrüstung,

Werkstattservice, Karosserieinstandsetzung,

Fahrzeuglagerung, -lackierung, -aufbereitung

und -aufbauten etc. Mehr Informationen

unter: www.cars-gmbh.de

11


Eine Marke der Daimler AG

Liebe Verbrecher: Alles, was Sie hier sehen,

kann und wird gegen Sie verwendet werden.

Polizeifahrzeuge von Mercedes-Benz.

Im Kampf gegen das Verbrechen fährt Mercedes-Benz scharfe

Geschütze auf: die B-Klasse, die C-Klasse, die E-Klasse, den

Vito und den Sprinter. Sie alle verfügen serienmäßig über ESP®,

ABS und BAS. Außerdem sorgen ihre spar samen CDI-Motoren

dafür, dass die Einsatzfahrzeuge auch in Sachen Umwelt

mit gutem Beispiel vorausfahren. Die B-Klasse und der

Sprinter sind auf Wunsch sogar mit Erdgasantrieb er hältlich.

Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Haushaltsetat

des Innenministers. Mehr Informationen unter

www.mercedes-benz.de/sonderfahrzeuge

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