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Kirchgeld 2008 - Pfarrei Untergriesbach

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Ihr Pfarrbrief<br />

Pfarrbrief zu Pfingsten der <strong>Pfarrei</strong><br />

St. Michael in <strong>Untergriesbach</strong><br />

Nr. 2/<strong>2008</strong><br />

vom 11. Mai bis 20. Juli 08<br />

Sag Du<br />

Warum Du glaubst<br />

Mit Feuerzungen redest<br />

Angehaucht von seinem Geist<br />

Weil´s das Leben leichter macht<br />

Nicht einfacher<br />

Und weil es eine Hoffnung gibt<br />

Die beflügelt<br />

Auch wenn Du nicht<br />

auf Wolke sieben schwebst<br />

Und weil das Leben wieder Sinn macht<br />

Wo Vielen Vieles sinnlos erscheint<br />

Und weil Christus<br />

Dir und mir<br />

Ein Leben in Fülle<br />

Versprochen hat<br />

Und nicht das Blaue vom Himmel<br />

Der Pfarrbrief wird zu Pfingsten <strong>2008</strong> an alle kath. Haushaltungen<br />

der <strong>Pfarrei</strong> St. Michael <strong>Untergriesbach</strong> kostenlos verteilt


die Seite 2<br />

GIB DEINEM LEBEN RICHTUNG<br />

Gedanken von Pater Dr. Anselm Grün<br />

„Mit Jugendlichen war ich im Steigerwald<br />

unterwegs. Wir hatten die Richtung<br />

verloren. Da holte ein junger<br />

Mann einen Kompass aus der Tasche.<br />

Er vergewisserte sich, wo wir<br />

standen und wo der Ort lag, zu dem<br />

wir wollten. Und nun folgten wir seinem<br />

Kompass. Das gab der müde<br />

gewordenen Gruppe wieder neue<br />

Kraft. Ohne Orientierung durch das<br />

Leben zu laufen, das ermüdet. Wir<br />

brauchen eine klare Richtung, damit<br />

wir unsere ganze Kraft für den Weg<br />

einsetzen, der uns an das Ziel führt.<br />

Die frühen Christen haben Jesus als<br />

den Anführer des Lebens und als den<br />

Anleiter zu gelingendem Leben erfahren<br />

und erkannt. Sie haben offensichtlich<br />

gespürt, dass dieser Jesus<br />

ihrem Leben Richtung gibt, dass er<br />

ihnen den Weg weist, wie ihr Leben<br />

gelingen kann. Im Johannesevangelium<br />

nennt sich Jesus daher selber<br />

den Weg, die Wahrheit und das Leben.<br />

Wer Jesus begegnet, der macht<br />

sich auf den Weg. Der bleibt nicht<br />

stehen. In der Begegnung mit Jesus<br />

wird ihm auf einmal klar, worum es in<br />

seinem Leben überhaupt geht.<br />

Und worum geht es in unserem Leben?<br />

Die Antwort Jesu heißt für mich:<br />

Grabe deine ganz persönliche Lebensspur<br />

in diese Welt ein! Jeder<br />

Mensch ist einmalig. Jeder Mensch<br />

ist ein einzigartiger Gedanke Gottes,<br />

ein einmaliges Wort, das Gott nur zu<br />

diesem Menschen spricht. Und unsere<br />

Aufgabe besteht darin, dass wir<br />

2<br />

dieses einmalige Wort,<br />

das Gott nur in uns<br />

spricht, in dieser Welt<br />

hörbar und erfahrbar machen. Wie<br />

erkenne ich meine Lebensspur? Ich<br />

entdecke sie, wenn ich in mich hineinhorche.<br />

In mir ist ein innerer Kompass,<br />

der mir die Richtung zeigt. Dort,<br />

wo ich stimmig bin, mit meinem innersten<br />

Wesen übereinstimme, dort<br />

bin ich auf der richtigen Spur.<br />

Manche meinen, die Welt würde heute<br />

von den Politikern und Wirtschaftlern<br />

bestimmt. Doch meine persönliche<br />

Lebensspur prägt diese Welt genauso<br />

mit. Sie hinterlässt in dieser<br />

Welt ihre Spuren, die man nicht mehr<br />

rückgängig machen kann.<br />

Gott segne deine Lebensspur, dass<br />

durch deine Spur diese Welt heller<br />

und liebevoller und menschlicher<br />

wird. Jesus begleitet dich auf deinem<br />

Weg. Sein Heiliger Geist ist der innere<br />

Kompass, der dir die Richtung angibt.<br />

Höre in dich hinein. Dort schlägt<br />

der Kompass aus. Dort, wo in dir Frieden<br />

ist, Lebendigkeit, Freiheit und<br />

Liebe, dort ist die Richtung, in die der<br />

Geist Jesu dich weist, damit dein Leben<br />

gelingt und Frucht trägt für diese<br />

Welt.“ (P. Anselm Grün)<br />

Ein frohes und geist-bewegtes<br />

Pfingstfest auch im Namen meiner<br />

pastoralen Mitarbeiter wünscht Ihnen<br />

Ihr Pfr. Erwin Blechinger


Aus dem Inhalt:<br />

Seite 4<br />

<strong>Kirchgeld</strong> <strong>2008</strong><br />

Der Brief der <strong>Pfarrei</strong> an Sie<br />

Seite 6<br />

Pfarrgemeinderäte-Einkehrtag<br />

Räte aus <strong>Untergriesbach</strong> und Gottsdorf<br />

treffen sich<br />

Seite 8<br />

Ostern<br />

Kleiner Rückblick auf Die Zeit um Ostern<br />

Seite 10<br />

Künstlerisches Engagement<br />

Seite 11<br />

Frauenbund<br />

Seite 12<br />

Mutter-Kind-Gruppen<br />

Seite 14<br />

TEENAGER-Seiten<br />

Seite 16<br />

Ich träume von einer Gemeinde<br />

Seite 17<br />

Einladung zum Pfarrausflug<br />

nach Regensburg<br />

Seite 28<br />

Pfingstfest<br />

Ludwig Donaubauer erinnert sich<br />

Seite 24<br />

Menschen für Menschen<br />

Karl-Heinz Böhm feierte seinen 80.<br />

Seite 26<br />

Wandervorschlag<br />

zuden Kapellen und Kreuzen<br />

Seite 30<br />

Das Glaubensbekenntnis<br />

2. Folge<br />

Seite 32<br />

Neuer Sevice<br />

beim Kirchensteueramt<br />

Seite 33<br />

Familiennachrichten<br />

Seite 36<br />

das Letzte<br />

Wichtige Änderung !<br />

Ab August werden die Beerdigungen umgestellt.<br />

Die Beisetzung am Grab wird dann nach dem<br />

Gottesdienst sein.<br />

Das Pfarrbüro ist vom 13. Mai - 20. Mai <strong>2008</strong> geschlossen!<br />

3


An die Pfarrangehörigen<br />

der <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong><br />

Sehr geehrte, liebe Pfarrangehörige,<br />

4<br />

<strong>Kirchgeld</strong> <strong>2008</strong><br />

auch für das laufende Haushaltsjahr <strong>2008</strong> treten wir wieder mit der Bitte<br />

um das <strong>Kirchgeld</strong> an Sie heran.<br />

<strong>Kirchgeld</strong>pflichtig ist, wer im Pfarrgebiet seinen Hauptwohnsitz hat,<br />

über 18 Jahre alt ist und ein jährliches Einkommen von mehr als<br />

1.800 EURO hat.<br />

Da der Kirchenverwaltung in vielen Fällen nicht bekannt ist, ob z.B. Ehefrauen,<br />

Jugendliche in Ausbildung etc., das genannte Einkommen haben, ergeht der<br />

<strong>Kirchgeld</strong>bescheid grundsätzlich an alle volljährigen Katholiken. –<br />

Bitte prüfen Sie selbst, ob Sie kirchgeldpflichtig sind.<br />

Das <strong>Kirchgeld</strong> beträgt je nach Einkommenshöhe pro Person zwischen € 1,50 und<br />

€ 15,--.<br />

Eine Festlegung seitens der Kirchenverwaltung erfolgt nicht. Bitte bestimmen Sie<br />

den Betrag selbst.<br />

In vielen <strong>Pfarrei</strong>en wird als<br />

Untergrenze der Betrag von € 5,-- empfohlen.<br />

Das <strong>Kirchgeld</strong> verbleibt zu 100% in unserer <strong>Pfarrei</strong>!<br />

Passauer Str.9<br />

94107 <strong>Untergriesbach</strong><br />

Tel: 08593 213<br />

Fax: 08593 8433<br />

Im Jahr 2007 hat unsere Kirchenstiftung einen <strong>Kirchgeld</strong>- und Spendeneingang<br />

in Höhe von € 22.300,00 erzielt.<br />

Für Ihre Großzügigkeit möchten wir uns bei Ihnen sehr herzlich<br />

bedanken!


Eingegangenes <strong>Kirchgeld</strong> dient der Kirchenstiftung zur Deckung der<br />

laufenden Unterhaltskosten der kirchlichen Gebäude (Heizung,<br />

Strom, Wasser- Kanalgebühren und Abfallentsorgung), zur Besoldung<br />

der Angestellten der Pfarrkirchenstiftung (Mesner, RaumpflegerInnen,<br />

Organisten) sowie anderer Dienstleistungen (z. B. Kirchenwäsche,<br />

Wartungsverträge für Glocken, Heizung und Reparaturen).<br />

Wir treten nun auch in diesem Jahr wieder an Sie heran und bitten<br />

um das <strong>Kirchgeld</strong> für das Jahr <strong>2008</strong> und, wenn Sie es ermöglichen<br />

können, um eine Spende.<br />

(Wenn Sie das <strong>Kirchgeld</strong> <strong>2008</strong> bereits bezahlt haben, so betrachten Sie diese Aufforderung<br />

bitte als gegenstandslos!)<br />

Ihre Spende ist gegenüber dem Finanzamt in voller Höhe absetzbar. Als Nachweis<br />

genügt der Einzahlungs- (Überweisungs-) Beleg.<br />

Für Beträge über 100,--Euro werden Spendenquittungen zugesandt. Zur Erleichterung<br />

des ganzen Vorganges liegt im Pfingstpfarrbrief ein Überweisungsvordruck bei.<br />

Bitte geben Sie Ihre genaue Anschrift mit Straße und Hausnummer an. Sie können<br />

das <strong>Kirchgeld</strong> auch bar im Pfarrbüro einzahlen oder - für unsere Verwaltung am Einfachsten<br />

- durch Einzugsverfahren (Einzugsermächtigungen können im Pfarrbüro<br />

ausgefüllt werden).<br />

Für Ihre Unterstützung von Kirche und <strong>Pfarrei</strong> sagen wir Ihnen ein herzliches<br />

Vergelt`s Gott.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

(Erwin Blechinger, Pfarrer) (Franz Binder, Kirchenpfleger)<br />

5


6<br />

Einkehrtag des Pfarrgemeinderates<br />

mit Herrn Domkaptitular Monsignore Striedl<br />

m 05. April traf sich der<br />

A Pfarrgemeinderat der <strong>Pfarrei</strong><br />

St. Michael, <strong>Untergriesbach</strong>,<br />

mit den Räten der <strong>Pfarrei</strong> St.<br />

Jakob, Gottsdorf, zu einem gemeinsamen<br />

Einkehrtag im Jugendheim<br />

in <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

Die Leitung dieses wunderschönen<br />

„Events“ hatte H. H. Domkapitular<br />

Msgr. Hans Striedl aus<br />

Passau. Mit von der Partie waren<br />

Herr Pfarrer Kümmeringer<br />

aus Gottsdorf, Herr Pfarrer Blechinger<br />

und Herr Pfarrvikar<br />

Klosterhuber, beide aus <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

leich zu Beginn wurden die<br />

G Mitglieder beider „Räte“ mit<br />

Kaffee, Brezen und Gebäck<br />

empfangen, was wiederum den<br />

üblichen fleißigen Bienen und<br />

„Brummern“ des Pfarrgemeinderates<br />

zu verdanken war.<br />

Den Vormittag gestaltete Herr<br />

Striedl mit vielerlei Texten aus<br />

Bibelstellen. Sogar vom Heiligen<br />

Vater, Papst Benedikt, wurden<br />

Auszüge aus Reden anlässlich<br />

seines Deutschlandbesuchs zitiert.<br />

ach dem gemeinsamen Mit-<br />

N tagessen fand ein kleiner<br />

Workshop statt, der – im Hinblick<br />

auf den kommenden Pfarrverband<br />

mit Gottsdorf – die künftig<br />

notwendigen organisatorischen<br />

Änderungen zum Thema hatte.


Schnell war klar, dass die zentrale<br />

Aufgabe, die sich den Verantwortlichen<br />

stellt, die Änderung<br />

der Gottesdienstzeiten<br />

sein wird. Alle Beteiligten waren<br />

sich aber einig, dass dies im<br />

guten Einvernehmen stattfinden<br />

soll.<br />

Der Ausklang des Tages war<br />

ein feierlicher Abendgottesdienst,<br />

den Herr Pfarrer Striedl<br />

und unser Herr Pfarrer Blechinger<br />

zelebrierten und von Mitgliedern<br />

beider Pfarrgemeinderäte<br />

mitgestaltet wurde.<br />

Zum Schluss fanden sich einige<br />

„Übriggebliebene“, die sich –<br />

praktisch als Ausklang dieses<br />

schönen Tages - in geselliger<br />

Runde noch ein Feierabendbier<br />

im Jugendheim genehmigten.<br />

Abschließend sei den “Gottsdor<br />

-fern“, wie den<br />

„<strong>Untergriesbach</strong>ern“ für die Bereitschaft<br />

des friedlichen künftigen<br />

Miteinanders gedankt.<br />

(TA)<br />

S eit nunmehr seit 20 Jahren werden in<br />

der <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong> 2 mal pro<br />

Jahr Krankenmessen gefeiert. Zuletzt war<br />

dies am 10. April der Fall. Pfarrer Blechinger<br />

ging in seiner Predigt speziell auf die Kranken<br />

und alten Leute ein. Auch die Krankensalbung<br />

ist bei den Leuten immer sehr willkommen.<br />

Im Anschluss daran schließt sich<br />

dann eine Bewirtung im Pfarrsaal an. Organisiert<br />

wird dies alles von der Frauenbereitschaft<br />

<strong>Untergriesbach</strong> in Zusammenarbeit<br />

mit der Leiterin der Rot-Kreuz-Sozialstation<br />

in Hauzenberg, Frau Maria Bosch.<br />

7


8<br />

Ein kleiner Rückblick auf Ostern<br />

in Bildern<br />

Karfreitag und Karsamstag waren dem Gebet am<br />

Kreuz sowie am Heiligen Grab gewidmet. Viele<br />

Gläubige kamen in die Kirche um an die Leiden<br />

Jesu für uns zu denken und für unsere Erlösung<br />

zu beten.<br />

Die Palmweihe war, wegen des<br />

schlechten Wetters in der Pfarrkirche.<br />

Beim Einzug weihte Herr Pfarrer<br />

Blechinger die mitgebrachten Palmbuschen.<br />

Im Gedenken an den Beginn<br />

der Karwoche hörten die anwesenden<br />

Gläubigen die Leidensgeschichte.<br />

Zum „Vater Unser“ waren die Kinder<br />

eingeladen, mit den Palmbuschen an<br />

den Altar zu kommen. Natürlich folgten<br />

dem Ruf eine große Anzahl der<br />

Kinder, ist doch dass Kommen an<br />

den Altar in den letzten Jahren eher<br />

eine seltenheit geworden.<br />

Am Gründonnerstag wusch Herr<br />

Pfarrer Blechinger ausgewählten<br />

Männern symbolisch die Füße, im<br />

Andenken an die gleiche Handlung<br />

Jesu beim Abendmahl.


Zur Osternachtfeier war die Pfarrkirche<br />

bis auf den letzten Platz gefüllt.<br />

Vor der Kirche sorgte Michael Andorfer<br />

dafür dass das Osterfeuer für<br />

die anschließende Auferstehungsfeier<br />

kräftig loderte. Nach der Weihe<br />

und dem Entzünden der Osterkerze<br />

trug der Altardienst die Kerze in die<br />

finstere Kirche.<br />

Während der feierlichen Auferstehungsfeier<br />

konnte Herr Pfarrer Blechinger<br />

durch die Taufe, Niclas<br />

Henri Firnys in die Gemeinschaft<br />

der Gläubigen aufnehmen.<br />

Nach derm Festgottesdienst überraschte<br />

die <strong>Pfarrei</strong> die Gottesdienstbesucher<br />

mit einem geweihten Osterei<br />

und gesegneten Osterwünschen<br />

aus den Händen von Pfarrer<br />

Blechinger.<br />

Für die feierliche gesangliche Gestaltung<br />

der ganzen Karwoche sowie der<br />

Osterfesttage sei dem Kirchenchor recht herzlich gedankt. Die Gottesdienste<br />

waren wirklich ein musikalisches Erlebnis und sollte so dann und<br />

wann auch einmal mit einem Applaus bedacht werden. Den bekam der<br />

Samico für die Umrahmung des 10 Uhr Gottesdienstes am Ostermontag.<br />

9


Künstlerisches Engagement in der Kirche<br />

ie bereits im letzten Jahr stand<br />

W auch heuer wieder eine Osterkerze<br />

in unserer Pfarrkirche, die Frau<br />

Sandra Lang aus Willersdorf entworfen<br />

und gefertigt hat.<br />

Die Osterkerze zeigt, wieviel Liebe und<br />

Mühe hier in der Symbolik von Ostern<br />

und Auferstehung steckt.<br />

Ein herzliches Vergeltsgott an Frau<br />

Lang die sich bei der Gestaltung der<br />

Kerze bestimmt viele kreative Gedanken<br />

gemacht und ebenso viele Arbeitsstunden<br />

für die <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong><br />

investiert hat.<br />

Jede, der von Frau Lang gestalteten<br />

Kerzen zeugt von kreativer Symbolhaftigkeit<br />

und viel Liebe in der handwerklichen<br />

Gestaltung.<br />

ass wir in unserer Kirche eine Os-<br />

D terkerze, die ein echtes „Unikat“ ist,<br />

haben, soll nicht so ganz unerwähnt<br />

bleiben. An ihr läßt sich bei näherer Betrachtung,<br />

der tiefere Sinn von Ostern<br />

erkennen.<br />

Auf Wunsch gestaltet Frau Lang auch<br />

Kerzen für die Anlässe jeglicher Art.<br />

10


7.3.<strong>2008</strong> Weltgebetstag<br />

Das Motto des diesjährigen Weltgebetstags<br />

lautete: "Gottes Weisheit<br />

schenkt neues Verstehen"<br />

Im Mittelpunkt stand das Land GUYANA. Andrea Kehrer<br />

und Melanie Fesl hatten für uns den Gottesdienst<br />

vorbereitet u. den Altarraum gestaltet.<br />

Gemeinsam beteten uns sangen wir<br />

im Geiste vereint mit Frauen aller<br />

Konfessionen. In einem Rollenspiel<br />

wurde die Begegnung Jesu mit Marta<br />

und Maria nachgestellt.<br />

Anschließend trafen wir uns noch zur<br />

Agape im Pfarrheim.<br />

6.4.<strong>2008</strong> Frühlingskirta<br />

Wegen der unbeständigen, kalten<br />

Witterung verlegten wir unseren Kuchen-<br />

u. Tortenverkauf kurzerhand<br />

ins Pfarrheim. Unsere selbstgebackenen Versuchungen fanden wieder<br />

regen Anklang. Viele sind unserer Einladung gefolgt und haben sich bei<br />

einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte aufgewärmt.<br />

An dieser Stelle herzlichen Dank allen Helferinnen sowie Kuchen- u. Tortenspenderinnen.<br />

16.3.<strong>2008</strong> Vortragsabend<br />

Vollbesetzt war der Pfarrsall beim Vortrag mit dem Thema: ZU FUSS AUF<br />

DEM JAKOBSWEG, 1000 km Santiago de Compostela.<br />

Pfarrer Georg Duschl aus Tiefenbach war 7 Wochen lang allein auf dem<br />

Jakobsweg unterwegs. Seine Eindrücke und Erlebnisse erzählte er sehr<br />

anschaulich. Díe gezeigten Bilder vertieften den Einblick in diese interessante,<br />

beschwerliche Pilgerreise.<br />

ACHTUNG:<br />

DER FEHLERTEUFEL HAT SICH IM PROGRAMM EINSCHLICHEN!!!<br />

DIE MAIANDACHT IN DER RÖHRNDLKAPELLE FINDET STATT AM:<br />

DIENSTAG, 06.05.<strong>2008</strong> um 19.30 Uhr<br />

11


Mäusegruppe<br />

m Rahmen einer Kinderbuchvorführung ha-<br />

I ben unsere Mütter eine breite Palette an Kinderbüchern<br />

erfahren, die von einfachen Bilderbüchern<br />

bis hin zu informativen Sachbüchern für<br />

Geschwisterkinder reicht und somit unterschiedliche „ Bücher-Vorlieben“ bedienen<br />

kann.<br />

Bei einem gemeinsamen Spaziergang startete die Mäusegruppe mit viel<br />

Schwung und Elan in den neuen Frühling. Dabei konnten wir die ersten warmen<br />

Sonnenstrahlen auf unserer Haut geniesen und freuten uns über die<br />

ersten sprießenden Sträucher und Blumen. Beflügelt von unseren Sinneseindrücken<br />

machten wir uns sogleich daran, Teile der sich regenden Natur nachzubasteln. <br />

ken und Massagen zu beschäftigen<br />

und diese zusammen mit<br />

den eigenen Kindern auszutesten.<br />

Bei dieser Gelegenheit kuschelten<br />

unsere Kinder ganz<br />

wohlig und entspannt auf dem<br />

Boden und genossen die intensive<br />

Zuwendung ihrer Mütter, begleitet<br />

von amüsanten Geschichten,<br />

die die laienhaften Massagetechniken<br />

gleichsam veranschaulichten.<br />

12<br />

Mutter-Kind-Gruppen<br />

abei entstanden bunt bemalte Eier-<br />

D schachtel-Raupen und ein Riesenschmetterling<br />

fürs Fenster, dessen transparente<br />

Flügel von den Kindern mit bunten<br />

Schnipseln ausgeschmückt wurden. Die<br />

dadurch entstehenden wahrhaft bezaubernden<br />

Licht- und Farbspiele bestaunten unsere<br />

Kindern am Fenster. Unterhaltsam und<br />

zugleich informativ war die begleitetende<br />

Geschichte der „ Raupe Nimmersatt“, die<br />

zum Schluss ihre wundersame Verwandlung<br />

in einen farbenprächtigen Schmetterling<br />

erfährt.<br />

esondere Begeisterung bei Müttern und<br />

B Kindern fand die Idee, sich mit einfachen,<br />

kindgerechten Entspannungstechni


Rasselbande<br />

ie Kinder der<br />

D „Rasselbande“<br />

wurden im vorhinein<br />

schon auf des Osterfest<br />

eingestimmt. So<br />

hatten sich auch große<br />

Freude am Fest<br />

und dem Feiern in<br />

der Gruppe. Es wurde<br />

stimmungsvoll<br />

gebetet und gesungen.<br />

Außerdem wurde den Kindern der Hintergrund von Ostern in Form einer<br />

Geschichte näher gebracht.<br />

Nach diesem durften die Kinder<br />

die von den Gruppenleiterinnen<br />

gebastelten Neste suchen. Als die<br />

ersten ihre Neste entdeckt hatten<br />

und der Rest den Inhalt erblickte,<br />

legten sie sich so richtig ins Zeug.<br />

Kurz darauf hatten auch sie ihre<br />

Eier und Süßigkeiten gefunden.<br />

Gemeinsam wurden die Köstlichkeiten<br />

in der Gruppe verzehrt.<br />

Bei den folgenden Treffen der<br />

Rasselbande wurde der Schwerpunkt<br />

auf den bevorstehenden<br />

Vater- bzw Muttertag gelegt. Zusammen<br />

wurden kleine Geschenke<br />

für die Eltern gebastelt. Die<br />

Mütter achteten darauf, dass sich<br />

die Kinder selbst kreativ einbringen<br />

und tatkräftig bei der Erstellung der Präsente mitarbeiteten. Es entstanden<br />

wundervolle Aufmerksamkeiten für die Eltern, die mit Sicherheit großen<br />

Anklang finden werden.<br />

13


Pfingsten ist...arbeitsfrei. An Pfingsten lässt sich meist erahnen, dass der<br />

Sommer vor der Tür steht. Deshalb fahren viele weg oder machen Kurzurlaub.<br />

In dieser Frühlings-Aufbruchstimmung vergessen viele, warum es diese<br />

arbeitsfreien Tage gibt.<br />

An Pfingsten feiert die Kirche ihren Geburtstag. Denn vor 2000 Jahren bildete<br />

sich die erste christliche Gemeinde.<br />

Viele Zuhörer aus verschiedenen Ländern waren damals beeindruckt von den<br />

Worten des Apostel Petrus und das was er ihnen von Jesus erzählte. Darauf<br />

beschlossen sie, sich taufen zu lassen – sie schlossen sich also ihm und den<br />

anderen Anhängern Jesu an.<br />

Petrus und den anderen Aposteln gelang es jedoch nicht mit eigenen Mitteln,<br />

die Menschen zu überzeugen: Die Kraft dazu kam vom heiligen Geist.<br />

15


16<br />

Ich träume von einer Gemeinde<br />

Ich träume von einer Gemeinde, in der einer dem anderen hilft,<br />

in der jeder weiß, dass er gebraucht wird, dass er helfen kann.<br />

Ich träume von einer Gemeinde, in der Platz ist für alle,<br />

für die Gesunden und für die Kranken,<br />

für die Starken und die Schwachen,<br />

für die Jugendlichen und die Alten,<br />

und auch für die, die nichts leisten,<br />

die müde sind und resignieren,<br />

die nicht so leben, wie wir uns das vorstellen.<br />

Ich träume von einer Gemeinde, in der jeder mit jedem redet,<br />

in der die Konflikte fair ausgetragen werden,<br />

in der Mutlose ein offenes Ohr finden,<br />

in der Traurige getröstet werden und Einsame Freunde finden,<br />

in der es keinen gibt, der nicht verstanden wird,<br />

in der jeder sich freut, dazu zugehören.<br />

Ich träume von einer Gemeinde,<br />

in der das Evangelium so verkündet wird,<br />

dass es den Menschen hilft zu leben,<br />

in der Menschen von Jesu Botschaft so begeistert sind,<br />

dass sie anderen davon erzählen,<br />

in de r Menschen an das Evangelium glauben,<br />

weil sie Antwort finden auf ihr Suchen und Fragen.<br />

Ich träume von einer Gemeinde,<br />

in der die Gottesdienste Feste sind,<br />

bei denen sich alle wohl fühlen,<br />

bei denen sie Kraft bekommen für ihren Alltag,<br />

bei denen eine richtige Gemeinschaft entsteht,<br />

bei der jeder mitmachen kann.<br />

Ich glaube an diesen Traum.<br />

Er hilft mir, mich einzusetzen in meiner Gemeinde,<br />

dass sie eine Gemeinde wird, in der Jesus lebendig ist.<br />

(W. Rück)


Der Pfarrgemeinderat plant auch<br />

heuer wieder einen Pfarrausflug.<br />

Wir fahren am 03. Oktober <strong>2008</strong><br />

in die Domstadt Regensburg!<br />

eplant sind eine Stadtführung, der Besuch des Schlosses der Fürsten<br />

G von Thurn und Taxis und evtl. bei der Heimreise noch die Besichtigung<br />

der Walhalla.<br />

Die Kosten für die Busfahrt, eine 2-stündige Stadtbesichtigung (zu Fuß durch<br />

die Altstadt) und der Besuch des Schlosses werden ca. 25,00 Euro betragen.<br />

Anmeldung im Pfarrbüro!<br />

Euer Pfarrgemeinderat<br />

17


Das Pfingstfest<br />

as Pfingstfest schließt als der 5o.<br />

D Tag die Osterzeit ab und eröffnet<br />

zugleich das Tor in den Kreislauf des<br />

Jahres in den Alltag der Christen, damit<br />

dieser vom Geist des Herrn geprägt<br />

wird.<br />

Die sieben Gaben des hl. Geistes<br />

sind: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke,<br />

Erkenntnis, Frömmigkeit und Furcht<br />

des Herrn.<br />

Das Pfingstfest war schon früher in<br />

unserer <strong>Pfarrei</strong> ein besonders beliebtes,<br />

kirchliches Fest. Ich kann mich<br />

noch gut daran erinnern, wie früher<br />

auf der Männerseite die Kirchenbänke<br />

bespickt waren mit Frauen mit ihren<br />

damals gebräuchlichen und sehr<br />

schönen und festlichen, schwarzen<br />

Kopftüchern. Soviel ich weiß, wurden<br />

diese sogar an bestimmten Stellen an<br />

der Kopfhaut mit einem Sperl befestigt.<br />

ach alter Tradition wurde und<br />

N wird auch heute noch am<br />

Pfingstmontag in unserer <strong>Pfarrei</strong> der<br />

althergebrachte Flurumgang gehalten.<br />

Es wird um ein gedeihliches Wetter<br />

und um eine gute Ernte unserer<br />

Feldfrucht gebetet. Dabei wurde unsere<br />

<strong>Pfarrei</strong> in zwei Teile, also in zwei<br />

Routen eingeteilt.<br />

Route I<br />

Ab Pfarrkirche <strong>Untergriesbach</strong> um<br />

6:30 an der Röhrndlkapelle vorbei in<br />

Richtung Habersdorf. An der Dorfkapelle<br />

von Herrn Georg Rott war ein<br />

Segen.<br />

Dann gings auf einem kurzen Feldweg<br />

in Richtung Einmündung nach<br />

Taubing und weiter auf der Staats-<br />

18<br />

strasse zur Ortschaft Haunersdorf.<br />

Dort war am Anwesen der Familie<br />

Veicht am vorbereiteten Altar ein<br />

Evangelium mit Segen.<br />

Nun führte der Weg zur Ortschaft Saxing.<br />

Dort war am Anwesen der Familie<br />

Rouge am Altar ein Segen.<br />

So gings nun weiter über die Bergkuppe<br />

zur Ortschaft Pfaffenreuth.<br />

Dort war der Altar vor dem Eingang<br />

zur Kapelle. Hier war wiederum ein<br />

Evangelium mit Segen.<br />

Anschließend gings über den "Gross<br />

Hügel" über Gemeindestrasse nach<br />

Spechting. Am Ortseingang am Anwesen<br />

von Herrn Georg Richtsfeld<br />

begrüsste ein Triumphbogen das Allerheiligste,<br />

das der Priester in der<br />

Bursa mittrug.<br />

Am Anwesen von Herrn Georg Pilsl<br />

war neben dem Wohnhaus ein Altar<br />

errichtet. Hier war wieder ein Segen.<br />

Östlich von Spechting, aber noch in<br />

der Flur Ratzing wurde von der Familie<br />

Reischl aus Ratzing südlich, der<br />

Strasse ein Altar errichtet. Hier war<br />

wieder ein Segen.<br />

Nun führte der Weg ein kleines Stück<br />

weiter bis zu einer Abzweigung eines<br />

mit Graswuchs staubfreien Weges<br />

am Anwesen Hödl vorbei zur Gemeindestrasse<br />

unterhalb Brunnreuth.<br />

Von hier aus gings weiter bis zur Ortschaft<br />

Gotting.<br />

Dort war wiederum Evangelium mit<br />

Segen.<br />

Ab hier gings schnurstracks weiter in<br />

Richtung <strong>Untergriesbach</strong>. An der<br />

Röhrndlkapelle war der Altar vor dem<br />

Eingang zur Kapelle errichtet.<br />

Am Altar angekommen, wurde das


Allerheiligste aus der Bursa entnommen<br />

und in die bereitgehaltene<br />

Monstranz gegeben. Nach dem Evangelium<br />

und den sonstigen Gebeten<br />

wurde der Segen erteilt.<br />

Hier war auch der Sammelplatz für<br />

die dreiund-dreißig Brüder, der Himmelträger,und<br />

der Schwestern aus<br />

unserem Kloster. Diese brachten<br />

auch die Monstranz und Velum von<br />

der Kirche zum Altar hier im Röhrndl.<br />

Auch war es der Sammelplatz für den<br />

Veteranen-und Kriegerverein und der<br />

Freiwilligen Feuerwehr <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

Nachdem sich mittlerweile die<br />

Blaskapelle <strong>Untergriesbach</strong> aufgelöst<br />

hatte, wurden die teilnehmenden Mitglieder<br />

immer weniger und mittlerweile<br />

wurde die Teilnahme der beiden<br />

Vereine ganz eingestellt.<br />

Nach dem Segen begann der feierliche<br />

Einzug zum Markt zur Pfarrkirche.<br />

Dort angekommen, begann der<br />

Priester mit dem sakramentalen Segen.<br />

Mit dem gewaltigen Lied: Grosser<br />

Gott, wir loben dich, endete der feierliche<br />

Abschluss.<br />

Anmerkungen<br />

Bevor ich anschließend die zweite<br />

Route darlege, will ich vorher so allgemeine<br />

Vorgänge anführen.<br />

Damals war es üblich, dass man die<br />

seinerzeitigen, unausgebauten Wege<br />

innerhalb der Ortschaft mit Futtergras<br />

bestreute, auf denen hernach die Prozession,<br />

einher zog.<br />

Es sollte an den Einzug Jesu in Jerusalem<br />

erinnern, bei dem damals die<br />

Bevölkerung Kleider und Zweige auf<br />

die Straße warfen um dem Herrn die<br />

Ehre zu erweisen. So steht es jedenfalls<br />

im Evangelium als Bericht.<br />

Bei uns wurden am Tag vor dem Eintreffen<br />

der Prozession abends links<br />

und rechts neben dem Weg Haselnußstauden<br />

gesteckt. Es sollte zur<br />

Ehre Gottes sein und als Wegeführung<br />

bis zum Ortsausgang dienen.<br />

Neben den Altären wurden links und<br />

rechts je eine junge Birke gesetzt.<br />

Auch diese sollten zur Ehre Gottes<br />

beitragen.<br />

Es ist auch des öfteren vorgekommen,dass<br />

die Pfingstsinger sich einen<br />

Zugang zu einem Anwesen frei gesteckt<br />

hatten. In so einem Falle musste<br />

halt die heraus gezogenen Stauden<br />

wieder befestigen.<br />

Auch kein Problem.<br />

Triumphbögen<br />

Triumphbögen wurden aufgestellt in<br />

den Ortschaften Spechting, ünterötzdorf<br />

und Hastorf. Ein Triumphbogen<br />

bestand aus einem Holzgerüst, welches<br />

so breit war, dass der normale<br />

Fuhrwerksverkehr ungehindert durch<br />

fahren konnte. Er war mindestens 3<br />

Meter breit und 3,5 - 4,5 m hoch. Die<br />

Holzgestelle wurden mit frischen Tannenzweigen<br />

an einer etwas kräftigen<br />

Schnur umwickelt. Oben an der Spitze<br />

des Triumpfbogens war ein Kreuz.<br />

Auch dieses wurde mit Tannenzweigen<br />

umwickelt. Darunter war eine<br />

Tafel mit der Inschrift: "Hochgelobt<br />

und gebenedeit sei das Allerheiligste<br />

Sakrament des Altares!"<br />

Oder: "Gelobt sei Jesus Christus!"<br />

Weiße und gelbe Streifen aus Kreppapier<br />

gaben dem Triumphbogen den<br />

letzten Schliff.<br />

19


Das Herrichten eines Triumphbogen<br />

bedurfte schon die Zeit eines ausgenützten<br />

Sonntag Nachmittag. Dazu<br />

war auch die Mithilfe der Nachbarschaft<br />

notwendig. In Spechting erledigten<br />

die Familie Richtsfeld die enorme<br />

Arbeit. In Ünterötzdorf wurde dieser<br />

im Anwesen von Johann Ratzinger<br />

vom Hauspersonal, der Schwester<br />

der Bäuerin und von meinen<br />

Schwestern gemeinsam angefertigt.<br />

In Hastorf wurde er angefertigt vom<br />

Hauspersonal der Familie Oberneder<br />

und der Nachbarstochter von Familie<br />

Bauer.<br />

In den Jahren unter der Amtszeit von<br />

H. Herrn Pfarrer Koller 1967- 198o<br />

wurde des öfteren darüber Klage geführt,<br />

dass unsere Prozessionswege<br />

zu lange sind und auch über das sehr<br />

flotte Tempo in der Gangart zu wünschen<br />

übrig lasse. Ich war damals im<br />

Pfarrgemeinderat und so haben wir<br />

uns bemüht, hier eine Lösung zu erarbeiten.<br />

Wir einigten uns zum<br />

Schluss auf drei Routen mit je 9 Km.<br />

So sahen die Triumphbögen aus, die<br />

noch bis zum Kriege 1939 - 1945 in<br />

den genanntenOrtschaften<br />

angefertigt<br />

wurden.<br />

Dazu benützten<br />

unsere<br />

Bürger schwachesRundholz<br />

und verarbeiteten<br />

es<br />

unbehauen.<br />

Das Jahr über<br />

lagerten die<br />

20<br />

Besitzer diese Holzrahmen vor Regenwetter<br />

geschützt in ihren Scheunen.<br />

Route II<br />

Ab Pfarrkirche <strong>Untergriesbach</strong> um<br />

6:30 gings zum Röhrndl und an der<br />

Kapelle vorbei ohne anzuhalten bis<br />

zum Würmholz. Am Feldkreuz an der<br />

Einmündung der heutigen Kreisstrasse<br />

von Kappelgarten her, welches im<br />

Besitze des Bauern Herrn Josef Asen<br />

aus Habersdorf war, wurde der Segen<br />

gegeben. Den Blumenschmuck<br />

besorgte die Familie Asen.<br />

Nun gings weiter in Richtung Kinzesberg<br />

durch die "Rotzagelgasse". Hier<br />

muss ich schon ein wenig nachhelfen<br />

im Verdeutschen.<br />

Dieses Stück Hohlweg oberhalb der<br />

heutigen Schäffert Weiher wurde,<br />

solange er bestand, immer die Rotzagelgasse<br />

genannt, weil sich dort gerne<br />

die brütenden und sich aufhaltenden<br />

Rotschwänzchen zeigten. Dieser<br />

Hohlweg wurde so in den 6oer Jahren<br />

eingeebnet,da vom Anwesen Fesl her<br />

eine neue Trasse gebaut wurde nach<br />

Unterötzdorf und damit die alte Zufahrt<br />

nach Kinzesberg überflüssig<br />

war.<br />

Angekommen in Kinzesberg war am<br />

Anwesen der Fam. Oberneder Josef<br />

am Altar unterhalb des Wohnhauses<br />

ein Evangelium mit Segen.<br />

Jetzt gings weiter nach Unterötzdorf.<br />

Die Häuser, an denen die Prozession<br />

vorbei zog, wurden mit Kränzen aus<br />

Tannenzweigen geziert und mit weißen<br />

und gelben Streifen aus Kreppapier<br />

versehen. Etwa in der Dorfmitte,<br />

etwas vor unserem Dorfkreuz, stand<br />

ein mächtiger Triumphbogen. Er soll-


te Christus im Allerheiligsten begrüssen,<br />

das der Priester in der Bursa<br />

mittrug. Nach den Gebeten und dem<br />

Segen vor unserem mächtigen Dorfkreuz<br />

erteilte der Priester den Anwesenden<br />

den Segen.<br />

Hier darf ich bitte ein wenig ausholen<br />

und berichten, dass gerade, als hier<br />

vor zwei Jahren am Altar der Priester<br />

die vorgesehenen Gebete vortrug, die<br />

Vögel in dem bereits voll frisch belaubten<br />

Kastanienbäumen ein Gesangskonzert<br />

anstimmten. Es mögen<br />

Stare und warum nicht auch Spatzen<br />

und Amseln gewesen sein. Hier geschah<br />

in Natur: "Ihr Vögel des Himmels,<br />

preiset den Herrn“.<br />

Eine Teilnehmerin der Prozession<br />

hatte mir davon berichtet,dass sie<br />

direkt angetan war von diesem Ereignis.<br />

Nun gings weiter zur Ortschaft Oberötzdorf.<br />

Über den etwas steilen und<br />

damals ausgefahrenen und ausgeschwemmten<br />

gemeindeeigenen Ortsverbindungsweg.<br />

Dort war am Anwesen<br />

von Frau Agnes Kramer ein Altar<br />

aufgestellt. Hier war wiederum ein<br />

Evangelium mit Segen.<br />

Hier, so habe ich erfahren, stand<br />

ganz unbemerkt zwischen den Kerzen<br />

ein "Stamperl Schnaps" für den<br />

Geistlichen Herrn. Das war natürlich<br />

vorher abgesprochen dahingehend,<br />

dass er sich bedienen durfte.<br />

So ging es nun weiter in Richtung<br />

Ficht. Hier wurde von der Familie Rieger<br />

nahe der Wohnung neben dem<br />

Weg ein Altar errichtet und mit Blumen<br />

geschmückt. Hier war wiederum<br />

ein Segen.<br />

Gerade fällt mir ein, dass sich auch<br />

unser Kirchenchor bei der Prozession<br />

beteiligte. Auf diesen kommen wir<br />

später nochmals zurück.<br />

Ab Ficht gings nun weiter auf einem<br />

kurzen Stück auf der Kreisstrasse,<br />

heute Bundestrasse bis zum Anwesen<br />

von Herrn Stutzer. Ab hier gings,<br />

man kann ruhig sagen, etwas ungeordnet<br />

durch den Fichtwald in Richtung<br />

Hastorf. Es dürften etwa<br />

2-3 km gewesen sein, wo uns ausschließlich<br />

befahrene und unbefahrene<br />

Waldwege vorgegeben waren. Um<br />

der Prozession überhaupt die Möglichkeit<br />

zu geben, sich an der richtigen<br />

Wegeführung zu orientieren,ging<br />

der Bruder des "Hiasl Bauern", der<br />

Hiasl Hansl einige Tage vorher als<br />

ortskundiger Anlieger den Weg durch.<br />

Er musste sich überzeugen, dass<br />

kein Baum oder Astholz auf dem Weg<br />

lagen und ein ungehinderter Durchgang<br />

für die Prozession bestand.<br />

Für die Markierung des jeweils richtigen<br />

Weges an einer Wegegabelung<br />

legte dieser hinter der Abzweigung für<br />

diesen Zweck mitgebrachte Strohhalme<br />

auf den richtigen Weg. Somit war<br />

es dem Kreuzträger leichter, die richtige<br />

Richtung zu begehen. Aber zur<br />

Sicherheit begleitete eine erwachsene<br />

Person den Kreuzträger durch den<br />

Wald. Nach dem Tode des "Hiasl<br />

Hansl" übernahm der Nachbar Herr<br />

Bauer Georg diese Funktion zuverlässig<br />

und getreu.<br />

Ich weiß noch, dass man nach dem<br />

Begehen dieses oft fast verwachsenen<br />

Weges Schmierflecken an der<br />

Kleidung feststellen musste. Das war<br />

ganz einfach. Die damaligen Pferdegespanne<br />

hatten ja nur die eisenbereiften<br />

Wagen zu ziehen.<br />

21


Die Gleitachsen wurden so gelegentlich<br />

mit Wagenfett geschmiert und<br />

das überschüssige Fett wurde eben<br />

seitlich innen heraus gedrückt. Bein<br />

Befahren eines Waldweges wurde<br />

das oft üppige Gras zwischen den<br />

Spuren zum Abstreifer des Schmierfettes.<br />

In Hastorf über einen Hohlweg aus<br />

dem Wald angekommen, atmeten wir<br />

direkt ein wenig auf. Zwischen den<br />

bäuerlichen Anwesen von Herrn Matthias<br />

Oberneder und Herrn Max Bauer<br />

stand zur Ehre Gottes ein mächtiger<br />

Triumphbogen. Auch er sollte<br />

Christus in der Brotsgestalt begrüssen,<br />

die der Priester in der Bursa mitträgt.<br />

Der Altar wurde bereits vor dem<br />

Wohnhaus der Familie Oberneder<br />

Matthias würdig gestaltet und der Blumenschmuck<br />

trug dazu bei, dass der<br />

festliche Anlass der Stunde gewürdigt<br />

wurden. Hier am Altar war wieder<br />

Evangelium mit Segen. Nach einer<br />

Überlieferung wurde früher einmal<br />

eine Stiftung gegründet, in der vereinbart<br />

wurde, dass bei den Flurumgängen<br />

in ihren Bereich an den Altären<br />

an den Anwesen Oberneder in<br />

Hastorf und Kainz in Diendorf ein<br />

Evangelium vorzutragen ist. Unterlagen<br />

dafür gibt es leider nicht mehr.<br />

Nachdem der Priester die vorgesehenen<br />

Gebete vorgetragen hatte, gab er<br />

den Anwesenden den Segen und legte<br />

die Bursa mit dem Allerheiligsten<br />

auf den Altar.<br />

Hier muss ich unbedingt einen Vorgang<br />

anführen.<br />

Die damalige Bäuerin auf dem Hofe<br />

von Matthias Oberneder, Frau Karoli-<br />

22<br />

na Oberneder war außerordentlich<br />

gastfreundlich. Sie ließ es sich nicht<br />

nehmen, dass sie alle zwei Jahre,<br />

also beim Flurumgang im Bereiche<br />

Hastorf den Hochwürdigen Herrn, die<br />

Ministranten, den Chor, die Schwestern<br />

aus dem Kloster <strong>Untergriesbach</strong><br />

und den Kreuzträger einlud ins eigene<br />

Gehöft, also in die Bauernstube.<br />

Auch mein Bruder Georg, der in der<br />

Schulklasse vom Sohne der Bäuerin<br />

war, wurde eingeladen mit dem Auftrag,<br />

auch mich mitzunehmen.<br />

Wie bereits erwähnt, legte der Priester<br />

die Bursa auf den Altar, machte<br />

eine Kniebeuge und begab sich aufgrund<br />

der bekannten Einladung in die<br />

Bauernstube. Die Gläubigen verharrten<br />

aber unbeirrt am Altar und beteten<br />

das Vater unser und Hochgelobt<br />

sei das Allerheiligste Sakrament des<br />

Altares.<br />

In der Bauernstube angekommen,<br />

wurde uns angeboten: Frische Krapfen,<br />

Schmalzgebackenes, Kuchen<br />

und sonstige Leckerbissen. Dazu natürlich<br />

auch Kaffee. Der Grundstoff<br />

dazu war natürlich Vollmilch aus dem<br />

eigenen Betrieb. Aber die Kaffeezubereitung<br />

war früher nicht so einfach<br />

wie heute. Der Kaffee wurde früher<br />

mit einer handgetriebenen Kaffeemühle<br />

gemahlen. Als Zutat gabs früher<br />

den bekannten Stangenzichorie.<br />

Ich glaub, es war mehr ein Geschmacksverstärker.<br />

Der Kathreiner<br />

Malzkaffee war früher schon ein Angebot.<br />

Dass die Frau Oberneder auch<br />

Kaffeebohnen dazu gemahlen hat<br />

das glaube ich bestimmt.<br />

Dass man sich zum Schluss bei der<br />

Bäuerin mit einem Vergelts Gott bedankte,<br />

war so selbstverständlich wie


das Amen in der Kirche. Um deretwillen<br />

haben unsere Vorfahren oft grosse<br />

Werke volbracht. Ein: "Danke<br />

schön!" wäre hier direkt eine Beleidigung<br />

gewesen.<br />

In diesem Zusammenhang erinnere<br />

ich mich an eine Begebenheit,bei der<br />

ich mir das Schmunzeln nicht erwehren<br />

kann.<br />

Wir waren gerade mit der Prozession<br />

in Ficht angekommen und warteten<br />

auf den Segen. Währenddessen ging<br />

der Chor so stillschweigend an uns<br />

vorbei und gingen gleich durch über<br />

den Waldweg nach Hastorf. Als wir<br />

hernach drunten ankamen, saßen sie<br />

schon als "Vorkommando" der Geladenen<br />

in der Bauernstube.<br />

Nach der genossenen,im wahrsten<br />

Sinne des Wortes, Schnaufpause<br />

begaben wir uns wieder nach, draußen<br />

zum Altar.<br />

Nun gings wieder weiter über einen<br />

kurzen Feld-Wald-und Hohlweg über<br />

die Lämmersdorfer Kreuzung und<br />

einen kurzen Teil der Hameterstrasse<br />

zur Ortschaft Diendorf.<br />

Beim Kreuz der Familie Georg Kainz<br />

war bereits ein Altar errichtet. Dort<br />

war wiederum ein Evangelium mit<br />

Segen.<br />

Der Weg führte ab hier in Richtung<br />

Stampf und weiter bis zum "Reischl<br />

Kreuz". Nach der Überlieferung war<br />

früher ein Besitzer Reischl aus dem<br />

Markt <strong>Untergriesbach</strong> Eigentümer<br />

dieses Grundstücks. Infolge eines<br />

Tausches oder Kaufes war bis auf die<br />

letzten Jahre die Familie Andorfer aus<br />

<strong>Untergriesbach</strong> Eigentümer. Die<br />

Tochter Anna sorgte beim Flurumgang<br />

für die Errichtung des Altars und<br />

den Blumenschmuck. Hier war wieder<br />

ein Segen.<br />

Ab hier gings zur letzten Station weiter<br />

über den heutigen Postweg zur<br />

Kapelle am Anwesen Maier, nun<br />

Bichlmeier.<br />

Hier war wiederum die Sammelstelle<br />

für die dreiunddreißig Brüder, der<br />

Himmelträger,und der Schwestern<br />

aus unserem Kloster. Auch die<br />

Monstranz und das Velum brachten<br />

unsere Schwestern aus der Kirche<br />

zum Altar heraus. Auch eine Verstärkung<br />

der Ministranten traf ein.<br />

Nun entnahm der Priester aus der<br />

Bursa das Allerheiligste und übergab<br />

es in die Monstranz.<br />

Nach den Gebeten des Priesters und<br />

dem Segen mit dem Allerheiligsten<br />

begann der feierliche Einzug durch<br />

dem Markt in unsere Pfarrkirche.<br />

Nach dem sakramentalen Segen und<br />

dem gewaltigen Lied: Grosser Gott,<br />

wir loben dich, endete der althergebrachte<br />

Flurumgang der Route II.<br />

Donaubauer Ludwig Unterötzdorf<br />

23


Menschen in eine möglichst selbstständige<br />

Zukunft zu führen..<br />

Wut als Ansporn<br />

ie Arbeit in der Sahelzone habe<br />

D sein Leben radikal und nachhaltig<br />

verändert. Seine Lebensphilosophie:<br />

"Ich versuche Menschen zu bewegen,<br />

oder sogar etwas in ihnen zu<br />

verändern!" Es ist die Wut die ihn an-<br />

Ein Leben für Afrika<br />

treibt, die Wut über die ungerechte<br />

und menschenverachtende Diskre-<br />

ohlstandsgesättigt und doch<br />

panz zwischen Arm und Reich, zwi-<br />

W unzufrieden, drei Ehen gingen<br />

schen Schwarz und Weiß !<br />

in die Brüche, fünf Kinder von mehreren<br />

Frauen, ein Leben im vermeidli- Ein Mann mit Weitblick und Zukunftschen<br />

Luxus. Auf den ersten Blick verorientiertheit, der sich nicht auf dem<br />

wunderlich, eine solche Person im geleisteten ausruht, sondern dieses<br />

Pfarrbrief zu erwähnen, doch es han- Werk erfolgreich in die nächste und<br />

delt sich um keinen geringeren als übernächste Generation weitergege-<br />

Karl-Heinz Böhm !<br />

ben hat. Es ist ihm gelungen den<br />

Geist seines Schaffens an seine we-<br />

Am 16. März feierte Böhm seinen 80.<br />

sentlich jüngere 4. Ehefrau und den<br />

Geburtstag. Ein Mann der Taten und<br />

mittlerweile erwachsenen Sohn wei-<br />

nicht der leeren Worte! 1981 wettete<br />

terzugeben und auch diese dafür zu<br />

er in einer Fernsehsendung , dass<br />

begeistern, Menschen in Not zu hel-<br />

nicht einmal jeder 3. Zuschauer auch<br />

fen.<br />

nur 1 D-Mark für hungernde Menschen<br />

in Afrika spenden würde. „Mister Karl", wie ihn die Äthiopier<br />

nennen, hat sich nicht nur Freunde<br />

Er gewann die Wette und legte damit<br />

geschaffen, besonders als er sich um<br />

den Grundstein für dieses große Pro-<br />

Frauenrecht und Frauenbildung einjekt<br />

„Menschen für Menschen" und<br />

setzte, denn zu Hunger und Armut,<br />

den Werdegang seines eigenen Le-<br />

kommen erschwerend auch noch Disbens.kriminierung<br />

und Gewalt hinzu. Aber<br />

Rund 314 Millionen Euro hat seine er setzte sich durch, aus Wut, die ihn<br />

Stiftung nach eigenen Angaben in so antreibt...<br />

Brunnen, Schulen, Krankenstationen<br />

und Bewässerungsanlagen für Landwirtschaft<br />

investiert, um unzähligen<br />

Menschen ein Überleben zu sichern<br />

bzw. sie vor dem sicheren Hungertot<br />

zu retten. "Hilfe zur Selbsthilfe" lautet<br />

dabei die oberste Devise, um diese<br />

24<br />

Menschen für Menschen


Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter<br />

Lukas 10,25-37<br />

Ein Mann auf dem Weg von Jericho nach Jerusalem geriet unter die Räuber,<br />

die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüberkommender<br />

Priester sah ihn und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit. Schließlich<br />

sah ihn ein Samaritaner, erbarmte sich, versorgte seine Wunden und<br />

transportierte ihn auf seinem Reittier zur Herberge, wo er den Wirt am folgenden<br />

Morgen bezahlte und mit der weiteren Pflege beauftragte, verbunden mit<br />

der Zusage seiner Wiederkehr und der Erstattung weiterer Kosten.<br />

Anschließend fragt Jesus, wer von den dreien dem Überfallenen der Nächste<br />

gewesen sei. Auf die Antwort, es sei der Barmherzige gewesen, fordert Jesus,<br />

ebenso zu handeln.<br />

n der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien am Horn von Afrika im<br />

I Osten des Kontinents leben heute ca. 77 Millionen Menschen. Das<br />

Land blickt auf eine jahrtausendalte Geschichte zurück. Nicht umsonst gilt<br />

es als Wiege der Menschheit. Und als Ursprungsland des Kaffee. Kein<br />

Wunder, dass der äthiopische Außenhandel hauptsächlich aus dem Export<br />

von Kaffee besteht. Doch trotz alledem: Unzählige Menschen leben<br />

in Äthiopien noch immer unter menschenunwürdigen Verhältnissen, verhungern<br />

oder sterben an eigentlich leicht zu behandelnden Krankheiten.<br />

Unterstützen Sie uns dabei, den vielen wunderbaren Menschen in diesem<br />

ursprünglich wunderbaren Land zu helfen. Denn Mithelfen ist besser als<br />

Mitleiden.<br />

25


Lieber Leser, lieber Feriengast in<br />

unserer Gemeinde<br />

m it diesem Pfarrbrief versuchen<br />

wir, in loser Abfolge, eine kleine<br />

Reihe von Wandermöglichkeiten in<br />

unserer <strong>Pfarrei</strong> vorzustellen, die Sie<br />

auch zu den vielen Kreuzen, Kapellen<br />

und Steinsäulen führen. Die vorgestellten<br />

Wanderwege sind nicht als<br />

solche ausgeschildert und es besteht<br />

sehr oft auch keine Gelegenheit in<br />

einem Gasthaus eine Stärkung zu<br />

sich zu nehmen. Deshalb schon jetzt<br />

unser Rat, decken Sie sich mit Proviant<br />

ein. Ein Plätzchen in Gottes freier<br />

Natur lässt sich immer wieder finden.<br />

Unser erster Wandervorschlag führt<br />

Sie in die Dörfer nördlich von <strong>Untergriesbach</strong>,<br />

nach Kinzesberg, Unterötzdorf<br />

und Oberötzdorf und wieder<br />

zurück über Grub nach <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

Die große Runde ist ca. 14 km<br />

lang, die Sie aber zwei mal abkürzen<br />

können. (6 u. 10 km) Der Ausgangspunkt<br />

der Wanderung ist der Parkplatz<br />

an der Hauzenberger Straße.<br />

Von hier gehen wir an das nördliche<br />

Ende des Platzes und biegen noch<br />

links ab, hinunter zur Badgasse. Sie<br />

sind hier, wie es der Name der Straße<br />

schon sagt, im <strong>Untergriesbach</strong>er<br />

Ortsteil Bad. Im 14. Jh. hat sich hier<br />

ein Heilbad befunden. Über der Quelle<br />

stand ein Kapellchen. Ob sich die<br />

Badkapelle, an der wir am Ende des<br />

Ortsteil vorbei kommen an dieser<br />

Stelle befindet, kann nicht gesagt<br />

werden. Nach ein paar Metern treffen<br />

wir auf eine Straße die wir vorsichtig<br />

überqueren und uns dann rechts halten<br />

um sogleich wieder nach links<br />

abzweigen. Von weitem sehen wir<br />

dann auch schon die Röhrndlkapelle.<br />

Diese, in der Mitte des 18. Jh. erbau-<br />

26<br />

te Kirchlein ist eine einschiffige Rokokoanlage.<br />

Die Gemälde im Innern der<br />

Kapelle zeigen hauptsächlich Johannes<br />

den Täufer, dem die Kapelle<br />

auch geweiht ist. Auffallend ist das<br />

schmiedeeiserne Glockentürmchen.<br />

Von hier aus machen uns auf den<br />

Weg, entlang der Hauptstraße, vorbei<br />

am Festplatz von <strong>Untergriesbach</strong>,<br />

hinunter Richtung Würm. Nach ca.<br />

1 km finden wir links und rechts der<br />

Straße zwei Kreuze. Das Feldkreuz,<br />

gleich neben dem Gehweg erinnert<br />

an einen Unglückfall im Jahr 1958.<br />

Hier verunglückte ein Beifahrer auf<br />

einem Motorrad tödlich. Das Kreuz<br />

auf der gegenüberliegenden Seite<br />

stand früher weiter oben. Am früheren<br />

Standpunkt soll einmal jemand erschlagen<br />

worden sein.<br />

Unser Weg führt nun weiter, hin zum<br />

Sportzentrum der <strong>Untergriesbach</strong>er.<br />

Ab hier gehen wir entlang der Hauptstraße<br />

bis zur Abzweigung der Straße<br />

nach Hochwinkel. (Vorsicht, hier wird<br />

schnell gefahren). Auf dem Weg dahin<br />

stehen links von uns 2 weitere<br />

Kreuze. Das erste steht etwa zu Beginn<br />

der<br />

Busbucht.<br />

Wie auf<br />

dem<br />

Schild am<br />

Kreuz<br />

nachzulesen<br />

ist,<br />

verunglückte<br />

hier am<br />

30. April<br />

1957 der<br />

Polizist<br />

Karl<br />

Schauer<br />

Kreuz im Würmholz


aus Wegscheid. Ein paar Meter weiter,<br />

direkt an der Abzweigung steht<br />

ein großes Kreuz. Über den Grund<br />

der Aufstellung ist nichts mehr bekannt.<br />

Wir überqueren hier<br />

(vorsichtig) die Straße und gehen<br />

etwa 500 m dieser Teestrasse entlang<br />

bis zu einem Weg der rechts am<br />

Waldrand abzweigt.<br />

Nach weiteren 500 m zweigen wir von<br />

dem Feldweg nach links ab und gehen<br />

die Teerstraße, berg auf, auf Kinzesberg<br />

zu. Vorsicht beim Erreichen<br />

der Hauptstraße, hier gehen wir ca.<br />

50 m links um am Ortseingang die<br />

Straßenseite zu wechseln und in die<br />

Ortsmitte zu gehen. Hier steht seit<br />

1984 eine schicke kleine Kapelle. Sie<br />

beherbergt die Leidenswerkzeuge<br />

eines "Arma Christi-Kreuzes" das ein<br />

Sturm, bald nach dem 2. Weltkrieg<br />

zugrunde richtete.<br />

Kapelle in Kinzesberg<br />

"Arma-Christi-Kreuze" oder "Waffen-<br />

Christi-Kreuze" nennt man eine Darstellung<br />

des Gekreuzigten, der von<br />

verschiedenen Gegenständen umge-<br />

ben ist, die in der Bibel oder in der<br />

legendären Überlieferung mit der<br />

Passion Christi in Verbindung stehen,<br />

z. B. Kelch, Fackel, Geißel, Dornenkrone,<br />

Schweißtuch, Nägel, Würfel,<br />

Gewand Christi, Inschrifttafel usw.<br />

Die Arma-Christi-Kreuze waren vor<br />

allem im Bayerischen Wald seit der<br />

Barockzeit verbreitet u. wurden vorwiegend<br />

als Haus- oder Wegkreuze<br />

verwendet. Sie gelten heute als kostbare<br />

Zeichen der Volkskunst.<br />

Nach einem Vaterunser machen wir<br />

uns wieder auf den Weg, der uns wieder<br />

von der Ortschaft hinaus führt,<br />

hinaus auf die Hauptstraße. Unser<br />

nächsten Ziel ist das etwa 1 km östlich<br />

von Kinzesberg gelegene Unterötzdorf.<br />

Nach dem Erreichen der Ortschaft<br />

gehen vom westlichen Ortseingang<br />

bis zur Dorfmitte. Hier finden wir<br />

ein weiteres großes Kreuz vor. Wie<br />

viele weitere solcher großen Kreuze,<br />

in unserer Gegend, ist auch dieses<br />

Kreuz ein Werk des Josef Weidinger,<br />

einem bekannten Schnitzer im unteren<br />

Bayerischen Wald. Die Kreuze<br />

und Kapellen in unserer Gegend werden<br />

gerne von der Dorfbevölkerung<br />

als Treffpunkte zu den Maiandachten<br />

benutzt.<br />

So, an dieser Stelle können sie sich<br />

zum ersten mal entscheiden, ob sie<br />

noch weiter gehen wollen oder schon<br />

zurück nach <strong>Untergriesbach</strong> wollen.<br />

Dazu gehen Sie vom Kreuz weg, südwärts,<br />

zur Hauptstraße, überqueren<br />

diese und gehen südwärts Richtung<br />

Grub. Von hier sind es noch gut 3 km<br />

bis nach <strong>Untergriesbach</strong> und noch<br />

etwa 11 km auf unserer großen Runde.<br />

(Tourbeschreibung bei 2) weiterlesen).<br />

27


Wir wenden uns nun vom Kreuz<br />

rechts ab und gehen von Unterötzdorf<br />

nach Oberötzdorf. Dazu benützen wir<br />

den geteerten Feldweg, der steil<br />

bergauf führt. Lassen Sie es langsam<br />

angehen, die Steigung hat 15 % und<br />

ist 750 m lang. Ganz oben treffen wir<br />

auf ein weiteres Feldkreuz, das vor<br />

nicht allzu langer Zeit zum Dank für<br />

eine gut vorübergegangene Aufgabe<br />

hier aufgestellt wurde. Hier an dieser<br />

Stelle haben wir auch den höchsten<br />

Punkt unserer Wanderung zu den<br />

Kapellen und Kreuzen in unserer<br />

<strong>Pfarrei</strong> erreicht. Wir benutzen nun<br />

den Weg, der ein paar Meter weiter,<br />

nach dem Kreuz rechts abzweigt.<br />

Nach wenigen Metern bietet sich nun<br />

die Gelegenheit die mitgebrachte<br />

Brotzeit auszupacken und den Blick<br />

auf <strong>Untergriesbach</strong> und das im Hintergrund<br />

liegende Österreich zu genießen.<br />

Nehmen Sie sich ruhig Zeit<br />

dafür. Genießen Sie unsere schöne<br />

Gegend, und seien Sie Gott dankbar<br />

für diesen Tag.<br />

Nach der Stärkung nehmen wir die<br />

nächste Etappe in Angriff. Wir gehen<br />

weiter, bergabwärts, bis wir durch den<br />

Weiler Paulusberg kommen. Uns zu<br />

Füßen liegt linker Hand schon Oberötzdorf.<br />

Hier in der Dorfmitte haben<br />

wieder die Abkürzer Gelegenheit<br />

nach <strong>Untergriesbach</strong> zurück zu gehen.<br />

Sie gehen nun nach rechts hinunter<br />

zur Hauptstraße und auf dieser<br />

weiter bis zum Ort Ficht. (ca. 800 m)<br />

Hier treffen Sie auf den Bahnweg, der<br />

auf der aufgelassenen Bahntrasse<br />

verläuft. Hier vor dem Sägewerk treffen<br />

Sie auf die Strecke die die Wanderer<br />

auf der langen Runde hier<br />

bringt. Von hier sind es noch 4,5 km<br />

bis nach <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

28<br />

Kapelle bei Oberötzdorf<br />

(Tourbeschreibung bei 1) weiterlesen).<br />

Diejenigen, die nun die ganze Runde<br />

zurück legen wollen haben nun noch<br />

8,5 km vor sich. Sie gehen nun in der<br />

Dorfmitte leicht links, zwischen den<br />

Bauernhöfen hindurch und kommen<br />

am östlichen Ortsausgang auf einen<br />

Feldweg der uns auf dem Höhenrücken<br />

und vorbei an einer großen Solaranlage<br />

zur Oberötzdorfer Kapelle<br />

bringt. Geschützt unter hohen Bäumen<br />

steht diese Kapelle nun schon<br />

seit dem 18. Jh. hier. Der kleine Innenraum<br />

lädt uns zum Verweilen ein.<br />

Nach der kleinen Einkehr gehen wir<br />

nun etwa 100 m weiter und wenden<br />

uns nach links, bergab. Am Waldrand<br />

benutzen wir den Weg der sich nach<br />

links abzweigt. Bald erreichen wir eine<br />

Weggabelung, an der wir dann<br />

rechts, bergab abzweigen. Der Feldweg<br />

bring uns in das Rannabachtal.<br />

Nach etwa 200 m treffen wir auf den<br />

Rannatalwanderweg. An dieser Stelle<br />

haben wir etwa die Hälfte unserer<br />

Wanderung geschafft. Hier zweigen


wir rechts ab. Im Schatten der mächtig<br />

hohen Bäume wandern wir nun ca.<br />

1,5 km bis wir einen Blick auf Wildenranna<br />

haben. Hier haben Sie wieder<br />

Gelegenheit Ihre mitgebrachte Brotzeit<br />

auf einer gemütlichen Bank zu<br />

verspeisen. Frisch gestärkt machen<br />

wir uns nun auf die letzte Etappe<br />

nach <strong>Untergriesbach</strong> zurück. Benutzen<br />

Sie die Teerstraße vor Ihnen für<br />

ein ganz kurzes Stück und zweigen<br />

Sie noch vor der Brücke nach rechts<br />

ab. Ein kurzes ansteigendes Wegstück<br />

bringt uns auf den Radwanderweg<br />

dem wir nun bis Grub folgen werden.<br />

Nach weiteren 400 m halten wir<br />

uns bei der Weggabelung rechts.<br />

Bald treffen wir wieder auf ein kleines<br />

Kapellchen, das hier seit dem 18. Jh.<br />

am Wegrand steht. Wir richten unseren<br />

Weg wieder weiter nach <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

Nach einiger Zeit treffen<br />

wir am Sägewerk in Ficht auf die Abkürzerstrecke<br />

von Oberötzdorf her.<br />

(1) Nun geht's gerade aus weiter, auf<br />

der Bahntrasse, etwa 2 km bis wir bei<br />

Grub auch auf die Abkürzerstrecke<br />

von Unterötzdorf her, treffen. (2) Wir<br />

gehen nun hinein nach Grub. Hier<br />

steht rechter Hand, in der Ortsmitte<br />

die Dorfkapelle, die an ihrem alten<br />

Standort im Weg war und bei der Sanierung<br />

der Ortsdurchfahrt hierher<br />

gebaut wurde. Der Grund des Kapellenbaues<br />

geht auf ein Versprechen<br />

eines Gruber Bauern zurück. Unser<br />

Weg führt nun weiter, durch die Ortschaft<br />

Grub, westwärts, bergab, bis<br />

wir im Tal die Anwesen des Ortsteils<br />

Würm sehen, an denen wir zu Beginn<br />

unserer Wanderung schon vorbei gekommen<br />

sind. Von hieraus überqueren<br />

wir nun wieder (vorsichtig) die<br />

Hauptstraße und wenden uns nach<br />

links um dann wieder bergauf auf Un-<br />

tergriesbach zu zuwandern.<br />

Wir hoffen dass wir Ihnen ein wenig<br />

von unserer Heimat zeigen konnten.<br />

Vor allem aber auch ein paar der<br />

Flurdenkmäler, die die Volksfrömmigkeit<br />

der früheren, aber z.T. auch noch<br />

der jetzigen Bevölkerung in eindrucksvoller<br />

Weise wiederspiegeln.<br />

Sind Sie in <strong>Untergriesbach</strong> angekommen<br />

haben Sie sich Ihr Mittag - oder<br />

Abendessen in einem der <strong>Untergriesbach</strong>er<br />

Lokale redlich verdient. Und<br />

dazu wünschen wir Ihnen nun einen<br />

guten Appetit.<br />

Daten zur Strecke:<br />

14 km lang<br />

(bzw. Abkürzerstrecken 6 oder 10 km)<br />

321 Höhenmeter,<br />

lange Strecke für geübte Wanderer,<br />

Wanderwege sind meist abseits des Verkehrs<br />

auf Teerstraßen und Kiesstrassen.<br />

Für die lange Tour sollte der gute Geher<br />

etwa 3,5 Stunden einplanen.<br />

Die Strecke hat der Verfasser<br />

„eigenhändig“ abgegangen. (SH)<br />

29


Im Credo bekennen wir unseren<br />

Glauben zu Gott, dem Vater. Damit<br />

beanspruchen wir eine unerhört nahe<br />

Beziehung zu ihm. Welcher<br />

Mensch ist näher als Vater und Mutter?<br />

Sie sind, wenn es gut geht, von<br />

Anfang an in unserem Leben. Sie<br />

ermöglichen unser Leben erst. Sie<br />

sorgen für uns. Und das in jeder<br />

Beziehung. Sie geben uns Nahrung,<br />

Zuwendung und Erziehung.<br />

Wie kommen wir dazu ausgerechnet<br />

zu Gott Vater zu sagen?<br />

Wie können wir ausgerechnet ihn,<br />

Gott, so nennen. Derjenige, der ihn<br />

am besten kennt, Christus, der von<br />

ihm gekommen ist, hat uns gelehrt,<br />

ihn Vater zu nennen. Das Gebet,<br />

das er uns gelehrt hat, das "Vater<br />

unser", beginnt mit diesen Worten.<br />

Die meisten Christen beten es täglich.<br />

"Vater unser" ist keine bloße<br />

Anrede, es ist der Ausdruck der<br />

tiefsten Beziehung, die uns bestimmt.<br />

Nach dem Zeugnis Christi<br />

ist Gott uns näher als der eigene<br />

Vater, er ist im wahrsten Sinne des<br />

Wortes unser Vater. Diese Beziehung<br />

bestimmt uns ganz und gar.<br />

Zunächst einmal bedeutet Gottes<br />

Vater sein, daß er uns nahe ist. Wir<br />

dürfen jederzeit zu ihm kommen.<br />

Wir dürfen zu ihm beten, wir dürfen<br />

ihm unsere Wünsche und Nöte sa-<br />

30<br />

Das apostolische Glaubensbekenntnis<br />

Ein alter Text neu entdenkt.<br />

Verehrter Leser unseres Pfarrbriefes, im Weihnachtspfarrbrief haben wir<br />

mit einer Reihe zu unserem Glaubensbekenntnis begonnen. In der 2. Folge<br />

lesen Sie nun zu den 2 Worten: den Vater weiter.<br />

gen. Welcher Vater würde wünschen,<br />

daß ihm seine Kinder ihre<br />

Nöte verschweigen? Er ist nicht der<br />

ferne Herrscher, bei dem wir fürchten<br />

müßten ihn zu belästigen. Er ist<br />

uns nahe. Jesus fordert uns sogar<br />

ausdrücklich dazu auf, mit unseren<br />

Bitten zum Vater zu gehen.<br />

Außerdem dürfen wir ihm voll und<br />

ganz vertrauen. Er, unser Vater,<br />

wird uns nicht im Stich lassen. Bei<br />

Gott können wir das sogar besser,<br />

als bei unseren irdischen Eltern. Sie<br />

sind Menschen mit Fehlern, wie<br />

auch wir. Wir erfahren an uns selbst<br />

täglich wie begrenzt unser Verstand<br />

und unser guter Wille sind. Aber<br />

Gott, der Vater ist ohne Fehler. Er<br />

ist der wahre Vater, den die irdischen<br />

Väter ein bißchen nachahmen.<br />

Keiner davon kann ihn erreichen,<br />

aber immer wenn es ein wenig<br />

gelingt, dann wissen wir, wie<br />

Gott zu uns ist. Dann sind Menschen<br />

wirklich Bilder Gottes.<br />

Unser himmlischer Vater ist<br />

manchmal auch unverständlich.<br />

Das kennen wir von unseren irdischen<br />

Vätern, wie wir sie von unserer<br />

Kindheit her kennen, auch. Welches<br />

Kind hat nicht Probleme manche<br />

Entscheidungen der Eltern zu<br />

verstehen? Wer wird schon gern<br />

abends ins Bett geschickt, wer ver-


zichtet schon freiwillig auf Süßes,<br />

und später würde man manchmal<br />

auch gern länger schlafen, als in die<br />

Schule zu gehen. Da ist es gut,<br />

wenn sich die Eltern durchsetzen.<br />

Und trotz allem erklären, verstehen<br />

die Kinder nicht alles. Die Eltern<br />

müssen manchmal so handeln, wie<br />

es dem Kind nicht gefällt. Das ist<br />

bei Gott nicht anders. Nur können<br />

wir bei ihm davon ausgehen, daß er<br />

mehr weiß als unsere irdischen Eltern.<br />

Er wird keine Fehler machen.<br />

Er wird uns auch in den hoffnungslosen<br />

Situationen nicht im Stich lassen,<br />

sondern zu uns halten. Gerade<br />

in den schwierigen Situationen zeigt<br />

sich unser Vertrauen in ihn. Wie<br />

Christus am Kreuz. Er war in der<br />

schrecklichsten Situation, die man<br />

sich vorstellen kann. Aber auf die<br />

Dunkelheit des Todes folgte das<br />

Licht der Auferstehung. Warum sollte<br />

es bei uns anders sein?<br />

Das alles gilt nicht nur für jeden<br />

einzelnen für uns. Er ist unser ge-<br />

manchmal, Gott<br />

bleibt mir<br />

das Wort im<br />

Halse stecken<br />

deine Verheißung<br />

hängt wie ein<br />

Mühlrad an<br />

meinem Hals<br />

die Frohe Botschaft<br />

wie ein Klotz<br />

an meinem Bein<br />

meinsamer Vater. Damit sind wir<br />

nicht nur in irgendeiner übertragenen<br />

Beziehung Brüder und Schwestern,<br />

sondern wir sind es wirklich.<br />

Wir können nicht sagen, der andere<br />

geht uns nicht an. Unser wahrer<br />

Vater ist Gott, unser gemeinsamer<br />

Vater. Damit stehen wir vor einer<br />

doppelten Herausforderung. Zwei<br />

große Beziehungen gilt es zu leben,<br />

die zu unserem Vater, und die zu<br />

den Brüdern und Schwestern. Beide<br />

verwirklichen wir ein bißchen. Ich<br />

glaube nicht, daß Gott will, daß es<br />

auf die Dauer bei dem bißchen<br />

bleibt. Er will, daß wir sie so gut verwirklichen,<br />

wie es nur geht. Damit<br />

erwartet er sehr viel von uns. Aber<br />

ich bin davon überzeugt, daß er<br />

weiß, wann wir überfordert sind.<br />

Und dann wird unser Vater uns helfen,<br />

wenn die Zeit dafür gekommen<br />

ist. Bemühen wir uns, wirklich seine<br />

Kinder zu sein.<br />

Thomas Gerold<br />

manchmal, Gott<br />

schwirren mir<br />

deine Worte<br />

wie ein Bumerang<br />

um die Ohren<br />

der Lärm des Alltags<br />

verschlägt<br />

mir den Atem<br />

Angst zerfrißt<br />

mir das Herz<br />

und ich warte<br />

auf eine zärtliche<br />

Berührung - von dir<br />

Marianne Willemsen<br />

31


Neuer Service beim Katholischen Kirchensteueramt Passau<br />

Telefon-Rufnummern direkt den Finanzamtsbezirken zugeordnet<br />

b sofort bietet das Katholische Kirchensteueramt Passau einen neu-<br />

A en Service: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach klaren Zuständigkeitsbereichen<br />

telefonisch erreichbar. Anliegen, außer Rechtsbehelfe,<br />

werden auch online bearbeitet. „Uns ist wichtig, den Kirchensteuerzahlern<br />

direkt oder deren Steuerberater einen schnellen Service bieten zu<br />

können“, unterstreicht der Finanzdirektor der Diözese Passau, Dr. Josef<br />

Sonnleitner, der gleichzeitig Direktor des Kirchensteueramts ist. Er will<br />

„möglichst kurze Dienstwege“ schaffen und „Informationen schnell transportieren“.<br />

Deswegen auch die Online-Erreichbarkeit unter<br />

kath.kirchensteueramt@bistum-passau.de. Zusätzlich können Fragen per<br />

Telefax unter 0851/393-850 gestellt werden.<br />

32<br />

Die neuen Service- und Telefonzeiten<br />

des Katholischen Kirchensteueramts Passau<br />

Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr,<br />

sowie zusätzlich am<br />

Dienstag und Mittwoch von 13.45 Uhr bis 16.00 Uhr.<br />

0851/393-343 für das Finanzamt Passau mit Außenstellen Griesbach und<br />

Vilshofen<br />

0851/393-344 für die Finanzämter Deggendorf und Grafenau<br />

0851/393-347 für die Finanzämter Burghausen, Dingolfing, Eggenfelden,<br />

Mühldorf, Traunstein und Zwiesel.<br />

www.kerzenstudio-langsandra.de


Familiennachrichten<br />

Die Taufen<br />

Niclas, Henri Firnys<br />

Wir gratulieren zum Geburtstag<br />

Anna-Lena Schnellinger, Röhrndl<br />

Eva-Maria Schnellinger, Röhrndl<br />

Johannes Hell, Hauzenberger Straße<br />

Katharina Amrei Kinateder, Passauer Straße<br />

Preis Elisabeth, Spechting ........................ 11. Mai ... 73 Jahre<br />

Steinbacher Karl, Spechting ...................... 12. Mai ... 74 Jahre<br />

Amann Alfons, Röhrndl ............................. 13. Mai ... 85 Jahre<br />

Ratzinger Otto, Unterötzdorf ..................... 13. Mai ... 71 Jahre<br />

Schurm Marianne, Grubersteg .................. 14. Mai ... 73 Jahre<br />

Pilsl Maria, Spechting ................................ 15. Mai ... 85 Jahre<br />

Pilsl Hermann, Pfaffenreut ........................ 15. Mai ... 70 Jahre<br />

Rott Maria, Habersdorf .............................. 16. Mai ... 74 Jahre<br />

Resch Joseph, Brunnreut .......................... 17. Mai ... 71 Jahre<br />

Oberneder Hermann, Gammertshof ......... 18. Mai ... 70 Jahre<br />

Dommer Anna Maria, Fliederstraße .......... 19. Mai ... 87 Jahre<br />

Hirz Irma, Marktstrasse ............................. 19. Mai ... 73 Jahre<br />

Maier Maria, Endsfelden ........................... 19. Mai ... 88 Jahre<br />

Fischer Josef, Saxing ................................ 20. Mai ... 81 Jahre<br />

Zitzelsberger Josef, Marktplatz ................. 20. Mai ... 84 Jahre<br />

Donaubauer Johann, Lerchenstraße ........ 21. Mai ... 78 Jahre<br />

Escherich Elisabeth, Pilslgasse ................ 22. Mai ... 79 Jahre<br />

Wagner Georg, Hitzing .............................. 22. Mai ... 74 Jahre<br />

Bauer Elvira, Hauzenberger Straße .......... 23. Mai ... 72 Jahre<br />

Stoiber Elisabeth, Marktstraße .................. 24. Mai ... 79 Jahre<br />

33


Familiennachrichten<br />

Luger Josef, Pfaffenreut ............................ 25. Mai ... 70 Jahre<br />

Gattermann Gertraud, Endsfelden ............ 27. Mai ... 71 Jahre<br />

Kickner Alois, Zipf ..................................... 27. Mai ... 72 Jahre<br />

Hutsteiner Gertrud, Marktstraße ............... 28. Mai ... 87 Jahre<br />

Kölbl Maria, Spechting .............................. 28. Mai ... 75 Jahre<br />

Oberneder Maria, Vorholz ......................... 28. Mai ... 71 Jahre<br />

Meisinger Johann, Unteröd ....................... 30. Mai ... 73 Jahre<br />

Schreiner Katharina, Stollberg .................. 30. Mai ... 96 Jahre<br />

Schurm Joseph, Gotting ........................... 30. Mai ... 84 Jahre<br />

Bauer Hermann, Scherleinsöd .................. 02. Jun ... 75 Jahre<br />

Gell Maria, Schreinerhäusl ........................ 02. Jun ... 70 Jahre<br />

Vonrath Margarete, Klosterweg ................ 03. Jun ... 70 Jahre<br />

Werner Luzie, Ringstraße ......................... 03. Jun ... 76 Jahre<br />

Knödelseder Hermann, Pfaffenreut .......... 04. Jun ... 73 Jahre<br />

Perr Joseph, Scherleinsöd ........................ 04. Jun ... 79 Jahre<br />

Preis Rupert, Marktstraße ......................... 04. Jun ... 81 Jahre<br />

Krottenthaler Marianne, Sperrhäusl .......... 05. Jun ... 73 Jahre<br />

Oberneder Angela, Marktplatz .................. 05. Jun ... 74 Jahre<br />

Lolacher Hildegard, Passauer Straße ....... 06. Jun ... 77 Jahre<br />

Pilsl Johann, Scherleinsöd ........................ 07. Jun ... 71 Jahre<br />

Lindlmaier Hildegard, Postweg ................. 08. Jun ... 80 Jahre<br />

Pannholzer Johann, Zipf ........................... 08. Jun ... 71 Jahre<br />

Scholz Adolf, Lerchenstraße ..................... 10. Jun ... 76 Jahre<br />

Pilsl Otto, Haunersdorf .............................. 12. Jun ... 77 Jahre<br />

Lenz Frieda, Rosenstraße ........................ 17. Jun ... 74 Jahre<br />

Miedl Alois, Scherleinsöd .......................... 18. Jun ... 78 Jahre<br />

Schramm Max, Raiffeisenweg .................. 18. Jun ... 82 Jahre<br />

Haslböck Georg, Grub .............................. 21. Jun ... 75 Jahre<br />

Wilhelm Josef, Pfaffenreuth ...................... 21. Jun ... 76 Jahre<br />

Mertl Johann, Postweg ............................. 23. Jun ... 85 Jahre<br />

Rott Josef, Habersdorf .............................. 24. Jun ... 72 Jahre<br />

Schmid Maria, Ratzing .............................. 26. Jun ... 74 Jahre<br />

Weber Wilhelmine, Friedlgrub ................... 27. Jun ... 73 Jahre<br />

Leitner Anna, Röhrndl ............................... 29. Jun ... 73 Jahre<br />

Gell Johann, Fichtwiesen ........................... 02. Jul ... 78 Jahre<br />

Oberneder Josef, Grub .............................. 03. Jul ... 71 Jahre<br />

Pöppel Renate, Marktplatz ......................... 03. Jul ... 77 Jahre<br />

Bauer Ludwig, Lämmersdorf, Im Dorf ....... 04. Jul ... 77 Jahre<br />

34


Familiennachrichten<br />

Haugeneder Benno, Badgasse .................. 04. Jul ... 93 Jahre<br />

Springer Johann, Ficht ............................... 06. Jul ... 81 Jahre<br />

Altendorfer Anna, Fliederstraße ................. 07. Jul ... 78 Jahre<br />

Riedl Paul, Fliederstraße ............................ 09. Jul ... 71 Jahre<br />

Pöppel Engelbert, Marktplatz ..................... 11. Jul ... 77 Jahre<br />

Meisinger Joseph, O. Berneder-Ring ......... 12. Jul ... 74 Jahre<br />

Neudorfer Maria, Passauer Straße ............ 13. Jul ... 94 Jahre<br />

Sterbefälle<br />

Erich Ludwig Donaubauer, Ringelai 63 Jahre<br />

Anna Weidinger, Kroding 93 Jahre<br />

Anna Elisabeth Kronawitter, Zur Au 55 Jahre<br />

Anna Fesl, Kroding 86 Jahre<br />

Albert Hofmann, Gotting 80 Jahre<br />

Patrizia Magdalena Storm<br />

Unser Glaube<br />

Wir glauben an Gott, aus dem und durch den alle Dinge sind. Er erhält<br />

uns im Dasein, weil er seine Schöpfung noch immer liebt.<br />

Wir glauben, dass Jesus Christus auferstanden ist und lebt. Er ist das<br />

Maß und das Ziel unseres Lebens.<br />

Wir glauben, dass der Heilige Geist das Anlitz der Erde verändern kann.<br />

Er ermutigt uns, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.<br />

Wir glauben, dass Gott seine Kirche aus allen Völkern und Nationen zusammenführt.<br />

Sie ist ein Zeichen, dass Gottes Herrschaft naht.<br />

Wir glauben, dass die Zukunft des Menschen in Gottes Hand ist. Gottes<br />

Liebe wird die Macht des Bösen überwinden.<br />

Denn sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Amen.<br />

(Den Glauben wagen, Gebet 24, aus: Kath. Gebet- und Gesangbuch f. Sold. d. dt. Bw, kath.<br />

MilSeelS., 1.Aufl. 2000)<br />

35


Redaktionsschluss für<br />

den nächsten Pfarrbrief:<br />

10. 7. 08<br />

Öffnungszeiten des Pfarrbüros:<br />

Montag: 8.00 - 12.00 Uhr<br />

Dienstag: vormittag geschlossen; Nachmittag 13:15 - 17:15<br />

Mittwoch: 8.00 - 12.00 Uhr<br />

Donnerstag: 8.00 - 12.00 Uhr<br />

Freitag: geschlossen<br />

Telefon: 08593 / 213<br />

Fax: 08593 / 8433<br />

e-Mail: Pfarramt.<strong>Untergriesbach</strong>@bistum-passau.de<br />

home: www.pfarrei-untergriesbach.de<br />

Pfarrvikar Johannes Klosterhuber<br />

Röhrndl 9<br />

94107 <strong>Untergriesbach</strong><br />

Telefon: (0 85 93) 938417<br />

36<br />

Der nächste Pfarrbrief<br />

erscheint am<br />

20. Juli <strong>2008</strong><br />

In eigener Sache: Da mit der Zustellung von Beiträgen erfahrungsgemäß oft<br />

bis zuletzt gewartet wird – ist der o.g. Termin wirklich auch der letzte Termin<br />

für Ihre Beiträge.<br />

Impressum:<br />

Herausgeber: <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong>,<br />

Passauer Str. 9; 94107 <strong>Untergriesbach</strong><br />

Inhalt: Pfarrbriefteam – Redaktion<br />

Druck: Druckerei Fuchs - Hütten – Salzweg – Tel: 08505/771

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