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Ich lebe und auch ihr sollt leben." - Pfarrei Untergriesbach

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Ihr Pfarrbrief<br />

Der Pfarrbrief zu Ostern<br />

<strong>Pfarrei</strong> St. Michael in <strong>Untergriesbach</strong><br />

Nr. 2/2011<br />

vom 17. April bis 12. Juni 2011<br />

<strong>Ich</strong> <strong>lebe</strong> <strong>und</strong> <strong>auch</strong> <strong>ihr</strong><br />

<strong>sollt</strong> <strong>lebe</strong>n."<br />

(Joh 14,19)


die Seite 2<br />

Das ist die Nacht, die auf der Erde alle, die an Christus glauben aus dem<br />

Dunkel holt, Lasten nimmt <strong>und</strong> von Schuld befreit.<br />

Dies ist die heilige Nacht, in der Christus die Grenzen des Todes durchbrach<br />

<strong>und</strong> aus der erdenklichsten Tiefe allen Menschen sein Licht schenkte.<br />

Dies ist die Nacht, in der Gottes grenzenlose Liebe Zeugnis wurde für alle<br />

Menschen, indem er ihnen mit seinem Sohn neue ewige Hoffnung schenkte.<br />

Dies ist die Nacht, in der Trauernde Freude finden, Hass vertrieben wird <strong>und</strong><br />

Himmel <strong>und</strong> Erde sich versöhnen.<br />

Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der<br />

Tag, <strong>und</strong> wie strahlendes Licht wird die Nacht uns umgeben.“<br />

Bald feiern wir die Helle Nacht, Ostern, das Fest der Auferstehung des Menschensohnes.<br />

Ostern ist das Fest des Lebens, der Tod ist besiegt, durch eine<br />

einzige Person, die für uns das Leben ist: Jesus Christus.<br />

Gottes Liebe geht über den Tod hinaus, das Kreuz <strong>und</strong> Leid erstrahlt in neuem<br />

Licht, aus dem Symbol des Todes <strong>und</strong> des Leidens wird ein Zeichen voll<br />

Hoffnung <strong>und</strong> Licht, voll Leben <strong>und</strong> Liebe.<br />

Ja: Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung!<br />

Denn: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja!<br />

Du Für Mich (Kathi Stimmer-Salzeder):<br />

Du für mich, wie so groß ist die Liebe. Du für mich, Deine Arme so weit.<br />

Du am Kreuz, das ist mehr, als ich fassen kann,<br />

eine Quelle der Gnade – <strong>und</strong> so ziehst Du mich an.<br />

Du für mich, wie so groß ist die Liebe. Du für mich, Deine Arme so weit.<br />

Du am Kreuz, das ist Ohnmacht, die stärker ist,<br />

als der Hass <strong>und</strong> das Dunkel. Welch ein Licht Du doch bist.<br />

Du für mich, wie so groß ist die Liebe. Du für mich, Deine Arme so weit.<br />

Du am Kreuz, das ist Kraft zur Versöhnung hin.<br />

So wie Du zu vergeben, alle Hoffnung darin.<br />

Du für mich, wie so groß ist die Liebe. Du für mich, Deine Arme so weit.<br />

Du am Kreuz, das ist Weg <strong>und</strong> ist Ziel zugleich,<br />

will das Leben ich finden, in der Armut so reich.<br />

Ein frohes, gesegnetes, <strong>lebe</strong>nsbejahendes <strong>und</strong> in Kreuz <strong>und</strong> Leid lichtreiches<br />

Osterfest<br />

wünscht Ihnen im Namen aller Mitarbeiter Pfr. Erwin Blechinger<br />

2


Aus dem Inhalt:<br />

Seite 4<br />

Kleinkindergottesdienst<br />

Seite 5<br />

Familiengottesdienst<br />

Seite 6<br />

Pfarrgemeinderäte<br />

Einkehrtag<br />

Seite 8<br />

Kommunionkinder<br />

stellen sich vor<br />

Seite 9<br />

Kommunionkinder<br />

in der Backstube<br />

Seite 11<br />

Termine<br />

Seite 12<br />

Vergeltsgott-Ecke<br />

Seite 13<br />

Das Osterei<br />

Liturgische Zeichen <strong>und</strong> Symbole<br />

Kirchenzählung am 2. Sonntag in der Fastenzeit<br />

530 Kirchgänger 2010<br />

488 Kirchgänger 2011<br />

Seite 15<br />

Frauenb<strong>und</strong> - Weltgebetstag<br />

Seite 16<br />

Die Gottesdienste<br />

in der Karwoche <strong>und</strong> zu Ostern<br />

Seite 18<br />

Teenagerseiten<br />

Seite 20<br />

Aus der Volksbücherei<br />

Seite 22<br />

Erinnerungen<br />

von Ludwig Donaubauer<br />

Seite 26<br />

Ostern, wo anders<br />

Seite 27<br />

Ministrantenseite<br />

Seite 30<br />

Familiennachrichten<br />

Seite 32<br />

das Letzte<br />

Nehmen füllt die Hände,<br />

Geben füllt das Herz<br />

M. Seemann<br />

3


4<br />

Kleinkindergottesdienst am Faschingssonntag<br />

Z um monatlichen Kleinkindergottesdienst am Faschingssonntag war<br />

der Pfarrsaal gut gefüllt. Eine große Zahl von Eltern waren mit <strong>ihr</strong>en<br />

Sprösslingen gekommen um bei der halbstündigen Andacht dabei zu<br />

sein. Passend zum Tag war Maskerade angesagt. So waren Prinzessinnen,<br />

Elfen, Pummukel gekommen. Andrea Kehrer <strong>und</strong> Barbara Homm<br />

gestalteten das Thema mit der Arche Noah sehr kindnah. Im ersten Teil<br />

des Kleinkindergottesdienst durften sich die Kleinen vorstellen, ehe die<br />

beiden Leiterinnen mit Liedern die Arche beschrieben haben. Alsbald<br />

durften sich dann die Kinder in die von den im Kreis aufgestellten Stühlen<br />

dargestellte Arche setzen. Die herumstehenden Eltern stellten die Wellen,<br />

den Wind <strong>und</strong> das Wasser dar. Zum Abschluss gratulierten die Anwesenden<br />

noch den Geburtstagskindern.


Familiengottesdienst am 2. Fastensonntag<br />

er Liturgieausschuss im Pfarrgemeinderat hat zum Weltmissionsson-<br />

D tag einen Familiengottesdienst gestaltet. Thema war das Hungertuch<br />

des togolesischen Künstler Sokey A. Edorh. Das Tuch zeigt in einer collageartigen<br />

Darstellung aus afrikanischer Erde, Wellpappe, Kohle <strong>und</strong> Acryl<br />

die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Slums. Anknüpfend<br />

an die Verse von Mt 25,35ff nimmt Sokey Edorh diese Randgruppen der<br />

Gesellschaft in den Blick <strong>und</strong> zeigt sie als Akteure <strong>ihr</strong>es eigenen Lebens.<br />

Ihre Kraft, <strong>ihr</strong> Einfallsreichtum <strong>und</strong> <strong>ihr</strong>e Spiritualität können uns ein Vorbild<br />

sein. Wer sich jedoch der Menschen in Not entzieht, entzieht sich Gott.<br />

Auch die Mitglieder im Pfarrgemeinderat befassten sich mit der unmenschlichen<br />

Situation der Menschen, in den Slums der Südkontinente.<br />

Bezugnehmend auf das Evangelium zum Tage brachten die Vortragenden<br />

die Worte Jesu, wenn er sagt: „<strong>Ich</strong> war hungrig, <strong>und</strong> <strong>ihr</strong> habt mir zu<br />

essen gegeben“, oder „<strong>Ich</strong> war durstig <strong>und</strong> <strong>ihr</strong> habt mir zu trinken gegeben.“<br />

Auf der Leinwand konnten die Kirchenbesucher das Hungertuch<br />

sehen, <strong>und</strong> <strong>auch</strong> die Möglichkeiten, den Menschen dort helfen zu können.<br />

Das diese Möglichkeiten mit Menschlichkeit zu tun hat, darauf hat dann<br />

Pfarrer Blechinger in den Sätzen „Werden wird menschlich“, „Bleiben wir<br />

menschlich“, „Hoffen wir menschlich“, „Denken wir menschlich“, „Glauben<br />

wir menschlich“ hingewiesen. Am Ende des Gottesdienstes haben die<br />

Mitglieder im Pfarrgemeinderat an die Kirchenbesucher „Post it‘s“ mit der<br />

Aufschrift „Menschlich sein“ ausgegeben.<br />

Mitglieder des Pfarrgemeinderates führten die Kirchenbesucher<br />

durch das Bild der afrikanischen<br />

Slums<br />

5


6<br />

Einkehrtag<br />

der Pfarrgemeinderäte Gottsdorf <strong>und</strong> <strong>Untergriesbach</strong><br />

Am Samstag, den<br />

26.03.2011, trafen<br />

sich die Mitglieder<br />

der Pfarrgemeinderäte<br />

Gottsdorf <strong>und</strong><br />

<strong>Untergriesbach</strong> im<br />

Pfarrheim zu Gottsdorf.<br />

Anlass war<br />

ein gemeinsamer<br />

Einkehrtag. Pfarrer<br />

Erwin Blechinger<br />

ließ es sich trotz<br />

seines übervollen<br />

Die R<strong>und</strong>e der Räte von Gottsdorf <strong>und</strong> <strong>Untergriesbach</strong><br />

Terminkalenders<br />

nicht nehmen, ebenfalls daran teilzunehmen, Diakon Frank Plechinger<br />

leitete die Veranstaltung.<br />

Die Teilnehmer wurden mit einem kleinen Frühstück, das von den<br />

Gottsdorfer Pfarrgemeinderatsmitgliedern bereitet wurde, begrüßt.<br />

Der offizielle Teil begann mit einem Morgenlob, sodann besprachen<br />

die Pfarrgemeinderäte einige Bibelstellen. Bei den angeregten Diskussionen<br />

verging die Zeit wie im Flug; die Pause beim Mittagessen kam<br />

dennoch gelegen <strong>und</strong> wurde – nach der morgendlichen Anstrengung –<br />

ganz einfach zum „Ratschen“ genutzt.<br />

Frisch gestärkt durch die köstlichen Speisen machte man sich am<br />

Nachmittag über die Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz<br />

„Im Heute glauben“ Gedanken. Bei<br />

dem regen <strong>und</strong> sehr kritischen Meinungsaustausch<br />

wurden die Ursachen<br />

der zahlreichen Kirchenaustritte diskutiert;<br />

es wurde versucht zu durchdenken,<br />

ob <strong>und</strong> gegebenenfalls wie, man sie verhindern,<br />

beziehungsweise wie man da-<br />

Die Vorsitzenden der Räte, Herr Anton Kornexl von<br />

Gottsdorf <strong>und</strong> Trixi Atzinger (Mitte) vom Pfarrgemeinderat<br />

<strong>Untergriesbach</strong>.


mit umgehen könne. Großes Interesse fand der<br />

Ausblick für eine Zukunft im Glauben.<br />

Die Ergebnisse wurden in Stichpunkten festgehalten<br />

<strong>und</strong> von beiden Pfarrgemeinderäten als<br />

„Hausaufgabe“ mitgenommen.<br />

Nach getaner Arbeit wurde von den<br />

„Gottsdorfern“ Kaffee <strong>und</strong> Kuchen gereicht, bevor<br />

die Veranstaltung mit einer Vesper in der<br />

w<strong>und</strong>erschönen Gottsdorfer Pfarrkirche ausklingen<br />

konnte. (Trixi Atzinger)<br />

Mittelpunkt des Einkehrtages, das Kreuz <strong>und</strong><br />

die heilige Schrift.<br />

Am Mittwoch vor dem Caritassonntag nach dem Hausfrauengottesdienst<br />

waren die Caritassammler in den Pfarrsaal zu einem kleinen Frühstück<br />

eingeladen. In lockerer Atmosphäre referierte Fr. Haselböck von der Caritas<br />

Hauzenberg über die Tätigkeit der Organisation. Bei dieser Gelegenheit<br />

war <strong>auch</strong> die Listenausgabe für die CaritasHaussammlung.<br />

7


Kommunionkinder stellten sich der Gemeinde vor<br />

m 4. Fastensonntag war ein erster großer Tag vor dem Erstkommu-<br />

A niontag. Im 10 Uhr-Gottesdienst stellten sie sich der Gemeinde vor.<br />

In der Messfeier, den der Samico gestaltete, wie Pfarrer Erwin Blechinger<br />

auf das Motto der heurigen Erstkommunion hin. „Kommt, lasst uns Jesu<br />

Hände sein“, hier kann sich jeder, <strong>auch</strong> wir Erwachsenen, einbringen,<br />

Gutes zu tun. Auch die Kinder selbst beteiligten sich aktiv an der Gottesdienstgestaltung.<br />

Nach dem Evangelium rief der Pfarrer jeden Einzelnen<br />

bei seinem Namen, um sein Konterfei auf die Fläche des bereitgestellten<br />

Jesusbildes zu k<strong>lebe</strong>n.<br />

Die angehenden Erstkommunionkinder<br />

gestalteten den Gottesdienst<br />

aktiv mit.<br />

8<br />

Adrian-Tobias klebt sein Bild an die dafür vorgesehene<br />

Stelle.


Kommunionkinder sehen<br />

wo das Brot herkommt<br />

Mit großer Freude <strong>und</strong> Begeisterung<br />

machten sich die diesjährigen Kommunionkinder<br />

wieder daran, sich auf<br />

<strong>ihr</strong>en großen Tag, die erste heilige<br />

Kommunion, vorzubereiten.<br />

Bei der durch Herrn Pfarrer Blechinger<br />

geführten Fackelwanderung zum<br />

Höhenberg konnten die Kinder eindrucksvoll<br />

erfahren, wie wertvoll <strong>und</strong><br />

wichtig uns Licht ist. Gleichzeitig gelang<br />

es Herrn Pfarrer Blechinger recht<br />

gut <strong>und</strong> vor allem anschaulich, Parallelen<br />

zu Jesus, unserem Lichtbringer<br />

im christlichen Glauben, aufzuzeigen.<br />

In einer weiteren Gemeinschaftsaktion<br />

durften die angehenden Kommunionkinder<br />

zusammen mit <strong>ihr</strong>en Müttern<br />

im Pfarrheim <strong>ihr</strong>e individuellen Tischkerzen<br />

gestalten. Die sorgsam gewählten<br />

christlichen Symbole <strong>und</strong><br />

kunstvollen Verzierungen verliehen<br />

jeder einzelnen Kerze <strong>ihr</strong>en besonderen<br />

Wert. In der Lichtmessfeier am<br />

zweiten Februar wurden diese Kerzen<br />

schließlich von Pfarrer Erwin Blechinger<br />

gesegnet.<br />

Bei einem Besuch in der Bäckerei<br />

Obermüller wurde unserer Tischgruppe<br />

fachk<strong>und</strong>ig <strong>und</strong> mit viel Geduld<br />

erklärt, wie sich ausgehend vom Korn<br />

<strong>und</strong> verschiedenen anderen Zutaten<br />

Brot herstellen ließ. Da das Motto lautete<br />

„ learning by doing“ durften die<br />

Kinder <strong>auch</strong> die einzelnen Schritte<br />

des Brotbackens selbst erproben <strong>und</strong><br />

zum Schluss sogar ein schmackhaftes<br />

Sonnenblumenbrot genießen. Ein<br />

gemeinsam gesprochenes Dankgebet<br />

<strong>und</strong> ein paar besinnliche Gedanken<br />

ließen uns wieder einmal bewusst<br />

werden, wie wertvoll das tägliche, von<br />

Gott geschenkte Brot war <strong>und</strong> welche<br />

Kraft es uns schenken konnte.<br />

Voller Anspannung wurde der Tag der<br />

ersten heiligen Beichte von den Kindern<br />

erwartet. Gewissenserforschung<br />

<strong>und</strong> gute Vorsätze für die Zukunft<br />

kreisten schon Tage zuvor in <strong>ihr</strong>en<br />

Köpfen <strong>und</strong> verursachten so man-<br />

Tischgruppe vor dem Backofen mit Bäckermeister Max Obermüller<br />

9


chem Kind ein etwas mulmiges<br />

Gefühl. Allerdings konnte<br />

dank einer sehr einfühlsamen<br />

Durchführung der<br />

Beichte bei allen Kindern<br />

schon bald ein deutliches<br />

Gefühl von Befreiung <strong>und</strong><br />

Erleichterung erlebt werden.<br />

In positiver Erinnerung blieb<br />

den Kindern <strong>auch</strong> die von<br />

Herrn Pfarrer Blechinger im<br />

Anschluss an die Beichte<br />

organisierte Kirchenführung.<br />

Hierbei konnten Einblicke in<br />

bislang verborgene Ecken<br />

der Kirche gewonnen werden:<br />

So mancher war überrascht,<br />

dass hinter dem Mittelaltar<br />

eine richtige „ Bühne“ versteckt<br />

lag. In der Sakristei<br />

rochen die Kinder begeistert<br />

an den verschiedenen Ölen<br />

<strong>und</strong> staunten über die wertvollen<br />

Stickereien an den<br />

Priestergewändern. Besonderen<br />

Eindruck hinterließ<br />

<strong>auch</strong> ein Gang auf die sonst unerreichbare Kanzel oder das kräftezehrende<br />

Bedienen des Blasebalges an der Orgel. In diesem Zusammenhang Herrn<br />

Pfarrer Blechinger nochmals herzlichen Dank für die geduldige <strong>und</strong> sehr kindgerechte<br />

Kirchenführung.<br />

10<br />

Erst muss,<br />

bevor die Welt<br />

sich ändern kann,<br />

der Mensch sich ändern.<br />

Berthold Brecht<br />

Nach getaner Arbeit. Kommunionkinder präsentieren stolz<br />

<strong>ihr</strong>e selbstgefertigten Kunstwerke.


Jugendfußwallfahrt nach Altötting<br />

vom 06. - 07. Mai 2011<br />

Anmeldung bitte persönlich bei den Busunternehmen<br />

Escherich oder Seibold in Wegscheid.<br />

Für die Fahrt zur Marienweihe am 07. Mai in Altötting<br />

sind ebenfalls die Busunternehmen zuständig.<br />

Bittgänge der <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong><br />

Am Ostermontag, den 25.04. (Markus-Tag), Abmarsch<br />

um 14:00 Uhr.<br />

Emmausgang der <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong> mit Firmlingen<br />

u. Kommunionkindern nach Obernzell.<br />

Anschließend Vesper in der Friedhofskirche. Rückfahrt mit dem Bus!<br />

Bittgang der <strong>Pfarrei</strong> nach Schaibing<br />

Dienstag, den 31. Mai um 08:00 Uhr von der Pfarrkirche, anschl. Hl. Messe in<br />

der Pfarrkirche Schaibing<br />

Flurumgang 2011<br />

Pfingstmontag, den 13.06. Flur- <strong>und</strong> Felderumgang<br />

06:30 Uhr Heilige Messe, anschl. Flur - <strong>und</strong> Felderumgang<br />

Route I: Röhrndl - Würmholz - Haberstorf - Haunersdorf - Kroding - Gotting -<br />

Röhrndlkapelle<br />

Erstkommunion<br />

<strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong> am Sonntag, den 08. Mai um 10:00 Uhr.<br />

Firmung<br />

für den Pfarrverband <strong>Untergriesbach</strong> <strong>und</strong> Gottsdorf, am Mittwoch, den 08.<br />

Juni, um 09:00 Uhr mit H. H. Prälat Ludwig Limbrunner<br />

Röhrndl-Kapelle<br />

Am Dienstag, den 03. Mai ist um 19:00 Uhr Hl. Messe im Röhrndl<br />

Maiandachten<br />

Pfarrkirche<br />

Jeden Sonntag um 19:00 Uhr in der Pfarrkirche.<br />

Hofkapelle<br />

Jeden Dienstag, Donnerstag u. Sonntag um 19:30 Uhr<br />

Sonntag, den 29. Mai um 19:00 Uhr (Trachtenverein Immergrün)<br />

Röhrndl<br />

Sonntag, den 01. Mai um 19:00 Uhr<br />

Dienstag, den 10. Mai um 19:00 Uhr (Frauenb<strong>und</strong>)<br />

11


Dienstag, den 31. Mai um 19:00 Uhr<br />

Maiandachten...<br />

Kapelle Kaltenbrunn<br />

Freitag, den 06. Mai um 19:30 Uhr (Waldverein)<br />

Stollberg<br />

Dienstag, den 17. Mai um 19:00 Uhr<br />

Pfaffenreuth<br />

Dienstag, den 24. Mai um 19:30 Uhr<br />

Kapelle Endsfelden<br />

Mittwoch, den 25. Mai um 19:00 Uhr<br />

12. Mai Gelöbniserneuerung<br />

19:45 Uhr Fatimarosenkranz<br />

20:15 Uhr Feierliche Maiandacht <strong>und</strong> Gelöbniserneuerung mit H. H. Msgr.<br />

Domkapitular Dr. Hans Bauernfeind,<br />

anschl. Lichterprozession durch den Markt.<br />

Musik. Gest. Kirchenchor <strong>Untergriesbach</strong>.<br />

dafür sagen wir „Vergeltsgott“...<br />

Ein herzliches Vergelts´s Gott an Frau Therese Kainz für die Geldspende von<br />

150,00 € aus dem Erlös der Buchausstellung für Erstkommunionkinder <strong>und</strong><br />

Firmlinge.<br />

Caritas Frühjahr – Sammlung<br />

"Wer sich einsetzt, bewegt nicht nur sich selbst"<br />

Unter diesem Motto stand die diesjährige Caritas Frühjahrssammlung 2011.<br />

Wie Sie ja wissen, bleiben 40% von der Kirchenkollekte <strong>und</strong> Haussammlung<br />

bei uns in der <strong>Pfarrei</strong>. 60% werden an die Caritas weitergeleitet, fließen aber<br />

wieder in unsere <strong>Pfarrei</strong>en zurück z.B. in Kindergärten <strong>und</strong> andere Betreuungsstätten.<br />

Vielen DANK an alle Spender sowie an alle unsere fleißigen Sammlerinnen<br />

<strong>und</strong> Sammler.<br />

Kirchenkollekte 421,74 €<br />

Haussammlung 3.158,30 €<br />

12


Das Osterei - Liturgische Zeichen <strong>und</strong> Symbole<br />

as Ei galt schon im alten Ägypten <strong>und</strong> in der gesamten Antike als<br />

D Sinnbild des Lebens <strong>und</strong> fand als solches schon früh <strong>auch</strong> in die<br />

christliche Symbolwelt Eingang. Bereits der heilige Augustinus deutet in<br />

einer Predigt das Ei als Symbol der Hoffnung. Zum Zeichen der Auferstehung<br />

Christi wurde das Ei im frühen Mittelalter. Seit dem 12. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

werden in der Ostermesse Eier gesegnet.<br />

Die Chinesen kannten schon vor 5000 Jahren den Br<strong>auch</strong>, sich im Frühling<br />

gegenseitig Eier zu schenken. Auch auf dem jüdischen Passahtisch<br />

fehlten Eier nicht, neben Kräutern <strong>und</strong> anderen Nahrungsmitteln. Eier galten<br />

in der christlichen Fastenordnung als „flüssiges Fleisch“, deshalb wurde<br />

das Fastengebot <strong>auch</strong> auf Eier ausgedehnt. Zudem legten die Hennen<br />

im Frühjahr mehr Eier als sonst, sodass es zu einer Eier-Überproduktion<br />

kam. Der Br<strong>auch</strong>, Eier zu färben, verbreitete sich in Deutschland seit dem<br />

13. Jahrh<strong>und</strong>ert. Die zunächst übliche Eierfarbe war Rot, die Farbe des<br />

Lebens <strong>und</strong> des Opfertodes Jesu. Von „Ostereiern“ sprach zum ersten<br />

Mal eine in Straßburg erschienene Schrift von 1617. Ebenfalls seit dem<br />

17. Jahrh<strong>und</strong>ert erzählten Eltern <strong>ihr</strong>en Kindern, dass der Osterhase die<br />

Eier bringe. Die Osterhasen-Legende war aber vorwiegend im evangelischen<br />

Stadt-Bürgertum verbreitet, erst Ende des 19. Jahrh<strong>und</strong>erts kam<br />

sie <strong>auch</strong> auf das katholische Land.<br />

Von außen sieht ein Ei wie tot aus, doch aus seinem Inneren kann sich<br />

neues Leben entwickeln. Auf diese Weise ließ sich symbolisch das Ostergeheimnis<br />

erklären. Wer ein Osterei verschenkt, will den<br />

anderen am neuen Leben aus der Auferstehung teilhaben<br />

lassen.<br />

Auf künstlerischen Osterdarstellungen finden sich kaum<br />

Ostereier. Allerdings malten italienische Renaissance-<br />

Künstler in Marien-Darstellungen gerne ein Ei hinein, als<br />

Hinweis darauf, dass Maria <strong>ihr</strong>en Sohn vom Heiligen<br />

Geist empfangen hat.<br />

Richard Schleyer<br />

erschienen in: "Der Dom" - Kirchenzeitung des Erzbistums<br />

Paderborn, www.derdom.de<br />

http://www.pfarrbriefservice.de/materialien/texte.html<br />

13


14<br />

WELTGEBETSTAG<br />

Am 4.3.2011 trafen wir uns in der Pfarrkirche<br />

zum Weltgebetstag. Heuer zum erstenmal zusammen<br />

mit dem Frauenb<strong>und</strong> Gottsdorf.<br />

Das Motto des diesjährigen Weltgebetstages<br />

lautete: "Wieviele Brote habt Ihr". Im Mittelpunkt<br />

stand das Land Chile.<br />

Andrea Kehrer <strong>und</strong> Melanie Fesl hatten für uns<br />

den Gottesdienst vorbereitet <strong>und</strong> den Altarraum<br />

gestaltet. Gemeinsam beteten <strong>und</strong> sangen wir im Geiste vereint mit Frauen<br />

aller Konfessionen.<br />

In einem Rollenspiel wurde auf die<br />

Situation der Frauen in Chile hingewiesen.<br />

Bei der Kollekte durfte<br />

sich jeder eine Karte mit einem<br />

Gebet mit nach Hause nehmen.<br />

Anschließend trafen wir uns noch<br />

zur Agape im Pfarrheim.


KREUZWEG<br />

AM 27.03.2011 machten wir unseren Kreuzweg zur Hofkapelle.<br />

Abwechselnd lasen wir die Kreuzwegstationen vor. Gemeinsam<br />

sangen <strong>und</strong> beteten wir.<br />

E benfalls am 4. Fastensonntag<br />

haben die Firmlinge<br />

zur jährlichen Fastensuppe<br />

in den Pfarrsaal. Neben den<br />

schon bekannt guten Suppen<br />

standen Kuchen <strong>und</strong> Torten<br />

zum Verkauf bereit. Da an diesem<br />

Tag <strong>auch</strong> der <strong>Untergriesbach</strong>er<br />

Frühlingskirta stattgef<strong>und</strong>en<br />

hat konnte mit viel Besuch<br />

gerechnet werden. Der<br />

Erlös der Fastensuppe wird für<br />

einen sozialen Zweck verwendet.<br />

Fastensuppe<br />

Anschließend trafen wir<br />

uns noch bei Isolde Hartl<br />

zu Kaffee <strong>und</strong> Kuchen.<br />

15


16<br />

Gottesdienste in der Karwoche <strong>und</strong> an Ostern<br />

Sa. 16.04. Hl. Bernadette<br />

19:00 Pfarrkirche Heilige Messe mit Orgel<br />

Verkauf <strong>und</strong> Segnung der Palmbuschen<br />

So. 17.04. Palmsonntag<br />

09:45 Marktplatz Segnung der Palmbuschen<br />

Anschl. Zug zum Pfarrgottesdienst in<br />

der Pfarrkirche<br />

Musikal. Gestaltung Kirchenchor<br />

„St. Michael“<br />

Palmbuschenverkauf vor dem Gotts<br />

dienst<br />

14:00 Höhenberg Kreuzweg v.a. der Erstkommunikanten<br />

<strong>und</strong> Firmlinge des Pfarrverban<br />

des zum Höhenberg<br />

Treffpunkt um 13:45 Uhr am Badparkplatz<br />

in Gottsdorf - Abmarsch um<br />

14:00 Uhr<br />

14:00 Pfarrkirche Kreuzweg Kindergarten<br />

Mo. 18.04. Montag der Karwoche<br />

09:00 Pfarrkirche Laudes, anschl. Beichtmöglichkeit<br />

15:00 Dom zu Passau Chrisam-Messe<br />

Di. 19.04. Dienstag der Karwoche<br />

09:00 Pfarrkirche Laudes, anschl. Beichtmöglichkeit<br />

Mi. 20.04. Mittwoch der Karwoche<br />

09:00 Pfarrkirche Heilige Messe mit integrierter Laudes,<br />

anschl. Beichtmöglichkeit<br />

Do. 21.04. Gründonnerstag<br />

09:00 Pfarrkirche Laudes, anschl. Beichtmöglichkeit<br />

18:30 Pfarrkirche Beichtmöglichkeit<br />

19:30 Pfarrkirche MESSE VOR LETZTEN ABENDMAHL<br />

Musik. Gest. Kirchenchor<br />

„St. Michael“<br />

Mit Fußchwaschung <strong>und</strong> Kommu-<br />

Nionempfang unter beiderlei Gestalt.<br />

Übertragung des Allerheiligsten,<br />

anschl. Ölbergwache bis Mitternacht<br />

21:00-22:00 Ehem. Gemeinden Oberötzdorf + Lämmersdorf<br />

22:00-23:00 Marktgemeinde<br />

23:00-24:00 Jugend


Fr. 22.04. Karfreitag<br />

07:00 Pfarrkirche Kreuzweg mit 4 Stationen v.a. für<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendliche<br />

Start in der Pfarrkirche (Stationen:<br />

Südumgehung, Grub, Röhrndlkapelle,<br />

Pfarrkirche, anschl. kleines Frühstück<br />

im Pfarrheim. Für Frühstück<br />

bitte im Pfarrbüro anmelden!)<br />

09:00 Pfarrkirche Laudes<br />

15:00 Pfarrkirche FEIER VOM LEIDEN UND<br />

STERBEN CHRISTI<br />

Musik. Gest. Kirchenchor<br />

„St. Michael“<br />

18:30 Pfarrkirche Andacht der sieben Worte Jesu am<br />

Kreuz<br />

Sa. 23.04. Karsamstag<br />

08:00 Pfarrkirche Laudes<br />

anschl. bis 14:00 Uhr Anbetungs-<br />

St<strong>und</strong>en<br />

ab 9:00 bis 12:00 Marktgemeinderat<br />

So. 24.04. Hochfest der Auferstehung<br />

des Herrn<br />

05:00 Pfarrkirche OSTERNACHT<br />

Musik. Gest. Kirchenchor<br />

„St. Michael“<br />

08:30 Pfarrkirche Pfarrgottesdienst<br />

Musik. Gest. Kirchenchor<br />

„St. Michael“<br />

Do. 21.04. Ostermontag<br />

10:00 Pfarrkirche Pfarrgottesdienst<br />

Musik. Gest. SAMICO<br />

13:00 Lämmersdorfer Bad Georgiritt; Abritt um 13:30 Uhr<br />

14:00 Pfarrkirche Emmausgang - 1. Bittgang am Markustag<br />

nach Obernzell; (heuer zur<br />

Friedhofskirche)<br />

Abmarsch um 14:00 Uhr von der<br />

Pfarrkirche<br />

!!! Herr Pfarrer Blechinger<br />

ist vom 26. April bis einschl. 02. Mai in Urlaub !!!<br />

17


Manchmal traue ich mich nicht, ich selbst zu sein.<br />

<strong>Ich</strong> ziehe mich in mich zurück, werde verkrampft <strong>und</strong> scheu.<br />

Manchmal schließe ich mein Innerstes ein, weil ich Angst habe,<br />

etwas Falsches zu tun oder zu sagen, ausgelacht oder nicht<br />

ernst genommen zu werden. Dann bin ich verschlossen, ich<br />

mag nicht sehen <strong>und</strong> nicht hören was um mich herum passiert.<br />

18<br />

Christina W.<br />

Herr, dann ist es nötig, dass du mir beistehst in der Not,<br />

dann br<strong>auch</strong>e ich deine Nähe <strong>und</strong> Liebe,<br />

dass ich wieder munter werde, Vertrauen besitze, Helles <strong>und</strong><br />

Hoffnung sehe, ich wieder stark werde <strong>und</strong> richtig durch-<br />

starten kann.<br />

Herr, öffne mich durch deine Hand, deine Macht <strong>und</strong> dein<br />

Herz, den Schlüssel deiner Herrlichkeit, deine Barmherzigkeit<br />

<strong>und</strong> durch dein Licht.<br />

Amen.<br />

Klasse 5a


Gottes Vorgehensweise<br />

<strong>Ich</strong> bat den Herrn um frische Blumen,<br />

aber stattdessen gab er mir einen hässlichen Kaktus<br />

mit vielen Dornen.<br />

<strong>Ich</strong> bat den Herrn um schöne Schmetterlinge,<br />

aber stattdessen gab er mir<br />

viele hässliche <strong>und</strong> widerliche Würmer.<br />

<strong>Ich</strong> fühlte mich bedroht. <strong>Ich</strong> war enttäuscht. <strong>Ich</strong> trauerte.<br />

Aber nach vielen Tagen plötzlich sah ich den Kaktus blühen<br />

mit vielen w<strong>und</strong>erschönen Blumen<br />

<strong>und</strong> aus jenen Würmern entstanden w<strong>und</strong>erschöne<br />

Schmetterlinge, die in der Luft fliegen.<br />

Gottes Weise ist die beste Weise.<br />

(Gebet von Pfarrer Dr. Chun-Ming Kao, geschrieben im Gefängnis, als er<br />

politischer Gefangener war.)<br />

Anna-Lena S.<br />

Gottes Trauer<br />

<strong>Ich</strong> bat den Herrn um einen Baum mit grünen Blättern<br />

<strong>und</strong> Blüten, aber stattdessen gab er mir einen<br />

hässlichen, welken Baum ohne Blüten <strong>und</strong> Blätter.<br />

<strong>Ich</strong> trauerte, ich fühlte mich bedroht.<br />

Aber nach vielen Tagen plötzlich sah ich, dass der Baum<br />

grüne Blätter bekam <strong>und</strong> Blüten.<br />

Da wusste ich, dass Gott da ist, wenn ich Angst habe.<br />

Gottes Gnade für uns alle!<br />

Andrea L.<br />

19


20<br />

Volksbücherei <strong>Untergriesbach</strong><br />

Jahresrückblick 2010<br />

Wieder auf ein sehr erfolgreiches Jahr kann die<br />

Volksbücherei <strong>Untergriesbach</strong> zurückblicken.<br />

Trotz Rückgang der staatlichen Zuschüsse kann<br />

sich das Jahresergebnis sehen lassen.<br />

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 701 Medien dem Bestand<br />

zugefügt.<br />

318 Bücher – Kinder- u. Kindersachbücher<br />

347 Bücher – Jugend- u. Erwachsenenliteratur<br />

36 Bücher – Sachbücher<br />

Der Buchbestand beläuft sich derzeit auf einen Bestand<br />

von 8.693 Medien.<br />

An Entleihungen konnten wir im Jahr 2010 verzeichnen:<br />

17.322 Ausleihungen im Jahr 2010.<br />

Zu den eifrigsten Lesern gehören in unserer Bücherei<br />

die Kinder.<br />

Durch den monatlichen Besuch der<br />

Schulklassen in der Bücherei sind<br />

es die Kinder, die am meisten lesen.


Vorankündigung<br />

Unser nächster Literaturkreis findet statt am<br />

Donnerstag, den 5. Mai 2011 um<br />

19.30 Uhr<br />

In der Bücherei.<br />

Es werden folgende Bücher besprochen:<br />

„tschick“ von Wolfgang Herrndorf<br />

Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller<br />

Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.<br />

„Tante Julia <strong>und</strong> der Kunstschreiber“ von<br />

Mario Vargas Llosa<br />

Die Geschichte des 18jährigen Mario, der in Lima Jura<br />

studiert, in einem R<strong>und</strong>funksender Nachrichten-<br />

redakteur ist <strong>und</strong> versucht, Schriftsteller zu werden.<br />

Interessierte sind herzlich willkommen!<br />

„Um das Gute zu lesen, ist es eine Bedingung, dass<br />

man das Schlechte nicht lese. Denn das Leben ist<br />

kurz, Zeit <strong>und</strong> Kräfte beschränkt.<br />

[ Arthur Schopenhauer ]<br />

21


Die gute, alte Reichsbahn!<br />

Mein Onkel, Herr Matthias Fesl aus<br />

Grögöd erzählte uns hier in Unterötzdorf<br />

des Öfteren vom Bahnbau von<br />

<strong>Untergriesbach</strong> bis Wegscheid. Er<br />

war in diesem Bauabschnitt vom Beginn<br />

an bis zum Bauabschluss dabei.<br />

Es waren nur wenige, die bis zum<br />

Schluss durchgehalten haben. Der<br />

gesamte Bauabschnitt dürfte von Erlau<br />

bis Wegscheid gereicht haben.<br />

So erzählte er einmal: Als der Lokschuppen<br />

in Wegscheid fertig gestellt<br />

war, fuhr die ankommende Lok ganz<br />

langsam in den Schuppen ein. Dabei<br />

sind die Gleise mitsamt der Lok sichtlich<br />

etwas in den vermeintlich <strong>und</strong> gut<br />

verdichteten Untergr<strong>und</strong> eingesunken.<br />

Es dürfte die Bauzeit von 1900-<br />

1905 gewesen sein.<br />

In Ficht wurde eine Haltestelle für<br />

Personen <strong>und</strong> eine Verladerampe für<br />

Güter ausgebaut.<br />

Diese Haltestelle bekam den Namen:<br />

O b e r ö t z d o r f. Auch wurde ein<br />

Gleisanschluss für das Sägewerk von<br />

Herrn Andreas Pils aus Oberötzdorf<br />

ausgebaut.<br />

Nach Fertigstellung der gesamten<br />

Baumaßnahme entwickelte sich<br />

rasch reger Personen- <strong>und</strong> Güterverkehr.<br />

Um diese Zeit bestand <strong>auch</strong> damals<br />

schon das Graphitwerk von Herrn<br />

Ludwig Pilsl aus Oberötzdorf in der<br />

Peternmühle. Der Nachfolger war<br />

22<br />

Erinnerungen<br />

damals Frau Kathi Wagner aus Oberötzdorf.<br />

Dieses Werk wurde 1898 am<br />

Rannabach erbaut <strong>und</strong> wurde mit<br />

einem kräftigen, oberschlächtigen<br />

Wasserrad angetrieben. Das Wasser<br />

lieferte der „Rannabach“.<br />

Im Werk waren 5 Gänge eingebaut<br />

<strong>und</strong> es wurde immer in drei Schichten<br />

gearbeitet. Wenn ich die früheren<br />

Arbeitsabläufe verfolge, so wurden in<br />

den Anfangsjahren lediglich der wertvolle<br />

"Flinz", die Fachsprache heißt<br />

Flocken, nach dem Mühlengang<br />

durch die Sichter heraus gefiltert. Der<br />

Rest wurde auf einer Halde entsorgt.<br />

Später wurde der noch wertvolle Graphitstaub<br />

in Säcke abgefüllt <strong>und</strong> per<br />

Reichsbahn nach Sachsen zu einer<br />

Abnehmerfirma gesandt.<br />

Um diese Zeit bestand <strong>auch</strong> schon im<br />

unteren Ficht ein Graphitwerk mit<br />

Graphitgrubenbetrieb. Es war scheinbar<br />

ein Zweigbetrieb vom Werk in<br />

Kropfmühl. Auch dieser Betrieb verlud<br />

<strong>ihr</strong>e Produkte, seien diese roh<br />

oder verarbeitet, am Bahnhof Oberötzdorf<br />

in Waggons zum Abtransport<br />

per Bahn.<br />

Siehe das auf Seite 19 zu sehende<br />

Bild, das ein von einem Maler angefertigt<br />

wurde. Dieser musste die damalige<br />

Situation erlebt haben. Anmerkung;<br />

Bild aus dem Heimatbuch von<br />

Herrn Stutzer.<br />

Um diese Zeit wurde von manchen<br />

Bauern in <strong>ihr</strong>en Wäldern, vor allem in<br />

den Wintermonaten nach Graphit ge-


graben. Bekannt sind mir<br />

noch: Herr Johann Ratzinger<br />

aus Unterötzdorf,<br />

Herr Johann Jellbauer<br />

aus <strong>Untergriesbach</strong>. Dieser<br />

hatte Waldgr<strong>und</strong>stücke<br />

im Unterötzdorf<br />

Berg. Herr Matthias<br />

Schurm aus Paulusberg,<br />

Frau Kathi Wagner aus<br />

Oberötzdorf <strong>und</strong> Herr<br />

Georg Kainz aus Diendorf.<br />

Diese lieferten <strong>ihr</strong>en gesamten,<br />

gegrabenen Graphit hinunter<br />

ins Werk. <strong>Ich</strong> habe selber dort drei<br />

Jahre in diesem Werk gearbeitet.<br />

Der angefallene Graphitstaub wurde<br />

im Werk in Säcke abgefüllt <strong>und</strong> im<br />

Werk gelagert. Desgleichen <strong>auch</strong> der<br />

wertvolle Flinz. In geräumigen Abständen<br />

wurden die 80 kg schweren<br />

Säcke auf Pferdefuhrwerke verladen<br />

<strong>und</strong> über einen zum Teil sehr steilen<br />

Feldweg zum Bahnhof in Ficht gefahren<br />

<strong>und</strong> in geschlossene Waggons<br />

verladen.<br />

Die benötigten Waggons mussten<br />

beim Bahnhofsvorstand in Wildenranna<br />

angefordert werden. Diese Fracht<br />

ging in verschlossenen Waggons<br />

nach Sachsen. Später schickte diese<br />

Firma von <strong>ihr</strong>em Graphitwerk Graphitstaub<br />

zu uns her ins Werk Peternmühle.<br />

Wir mussten <strong>ihr</strong>en Graphitstaub<br />

laut Anweisung aus den<br />

Laborwerten gezielt in unsere Mischanlage<br />

geben <strong>und</strong> mit dem aus unseren<br />

Werk vermischen <strong>und</strong> am Ende<br />

wieder absacken. Mit Pferdegespannen<br />

wurde das neue Gemisch über<br />

den zum Teil sehr steilen Feldweg<br />

zum Verladebahnhof in Ficht gefah-<br />

ren <strong>und</strong> verladen. Die Abfertigung<br />

dieser Fracht erfolgte, wie immer,<br />

über den Bahnhofsvorstand in Wildenranna.<br />

Um diese Zeit waren mein Bruder<br />

Paul, geb. 1912, <strong>und</strong> ich, geb. 1922,<br />

in diesem Werk beschäftigt. Beim<br />

Ausbruch des unseligen Krieges 1939<br />

-45 wurde ein Arbeiter nach dem anderen<br />

zum Kriegsdienst einberufen.<br />

Am Tag der Mobilmachung wurde<br />

mein Bruder in der Peternmühle vor<br />

Schichtbeginn um 5.45 Uhr durch<br />

einen "Briefboten" überrascht. Dieser<br />

händigte ihm ein Schreiben des<br />

Wehrbezirkskommandos von Passau<br />

aus. Er wurde aufgefordert, diesen<br />

umgehend zu öffnen. Darin war zu<br />

lesen, dass er sich sofort in Marsch<br />

zu setzen hat <strong>und</strong> die Meierhofkaserne<br />

in Passau als Ziel gilt. Vom Wehrbezirkskommando<br />

von Passau aus<br />

wurde unser Graphitwerk nicht als<br />

kriegswichtig eingestuft oder erachtet.<br />

Auch die Gewinnung von Graphit in<br />

den bäuerlichen Betrieben wurde notgedrungen<br />

eingestellt.<br />

In den Kriegswirren wurden die Verbindungen<br />

zur Fa. Gerhard <strong>und</strong> Jung<br />

23


eingestellt. Lediglich die Ehefrauen<br />

der Firma kamen in den Kriegswirren<br />

als Flüchtlinge hierher nach Oberötzdorf<br />

zur Frau Kathi Wagner. Sie fanden<br />

hier eine gute <strong>und</strong> angenehme<br />

Bleibe. Die Frau Jung war evangelisch<br />

<strong>und</strong> malte das erste Fatimabild<br />

vom Gelöbnis vor Kriegsende.<br />

Nun wieder zurück zum Bahnbau<br />

Da die Trasse von <strong>Untergriesbach</strong><br />

nach Obernzell oder umgekehrt von<br />

Obernzell nach <strong>Untergriesbach</strong> eine<br />

enorme Steigung oder Gefälle aufweist,<br />

musste dieser Abschnitt mit<br />

einer Zahnradbahn betrieben werden.<br />

Folglich musste <strong>auch</strong> die Lok mit einer<br />

Sonderausrüstung versehen werden.<br />

Zwischen den üblichen Schienen<br />

wurde in der Mitte eine Zusatzschiene<br />

mit Zähnen montiert. Der Lokführer<br />

fuhr an dieser Stelle immer ganz langsam<br />

am Beginn der Zahnradschiene.<br />

Auch die Strecke <strong>Untergriesbach</strong><br />

nach Obernzell fuhr der Lokführer<br />

immer gezielt langsam.<br />

Dieser Umstand verleitete einmal einen<br />

Marktbürger zu einer Wette. Er<br />

behauptete, dass er zu Fuß, natürlich<br />

im Laufschritt, eher zu Fuß nach<br />

Obernzell komme als der Zug. Nach<br />

der Überlieferung musste dieser<br />

Mann die Wette tatsächlich gewonnen<br />

haben, da ihm der Name „Galloppschuster"<br />

geblieben ist. Demnach war<br />

diese Mannsperson von Beruf Schuster.<br />

In Obernzell musste geländebedingt<br />

im Marktbereich ein mächtiger<br />

Viadukt errichtet werden. Auch diese<br />

Stelle überfuhr der Lokführer immer<br />

behutsam.<br />

Hier ein Tatsachenbericht!<br />

So gegen 16.00 Uhr kam der planmä-<br />

24<br />

ßig fahrende Güterzug von Wegscheid<br />

nach Passau in <strong>Untergriesbach</strong><br />

an. In <strong>Untergriesbach</strong> wurde<br />

zwischenzeitlich Kleinvieh zur Verladerampe<br />

am Bahnhof gebracht, um<br />

es bei Ankunft des Güterzuges, in<br />

den für Kleinvieh vorgesehenen Waggon,<br />

zu verladen. Es waren Schweine<br />

<strong>und</strong> Kälber. Da an diesem Tage hochsommerliche<br />

Temperaturen herrschten,<br />

hat jemand die Schiebetüre am<br />

Waggon nicht ganz zugemacht <strong>und</strong><br />

den Hebel am Schiebetor so einrasten<br />

lassen, dass noch Frischluft in<br />

den Waggon kommen konnte.<br />

Wahrscheinlich hat ein Schwein diesen<br />

Hebel während der Talfahrt mit<br />

dem Rüssel angehoben <strong>und</strong> ein<br />

Schwein eines Landwirts aus unserem<br />

früheren Gemeindebereich<br />

sprang ausgerechnet über dem Viadukt<br />

aus dem Waggon <strong>und</strong> stürzte auf<br />

die Marktstraße. Dass dieses Unternehmen<br />

kein Glückssprung sein<br />

konnte, lag schon im Voraus auf der<br />

Hand. Aufgr<strong>und</strong> dieses Aufpralls lag<br />

das Schwein schwer verletzt auf der<br />

Straße <strong>und</strong> ein Metzger musste eine<br />

Notschlachtung vornehmen.<br />

Aber die Transportversicherung übernahm<br />

den Schaden für das Schwein,<br />

mit dem vollen Marktpreis. Aber die<br />

Unkosten für die Notschlachtung oder<br />

Metzger wurden nicht übernommen.<br />

Soweit meine Informationen.<br />

Nachtrag aus dem Jahre 1935<br />

Mein zwei Jahre älterer Bruder <strong>und</strong><br />

ich fuhren mit dem planmäßig fahrenden<br />

Personenzug von Wegscheid<br />

nach Passau. Dort fand am Faschingssonntag<br />

alljährlich der Haupttaubenmarkt<br />

statt. Es wurden allerlei<br />

Geflügel <strong>und</strong> vor allem Tauben zur


Schau gestellt <strong>und</strong> <strong>auch</strong> zum Kauf angeboten.<br />

Ankunft des Zuges in <strong>Untergriesbach</strong><br />

war planmäßig um 6.10 Uhr. Wir beide<br />

gingen daheim so zeitig weg, dass wir<br />

auf jeden Fall unseren Bahnhof sicher<br />

erreichen konnten. Als wir beide an der<br />

Stelle waren, wo heute das Sägewerk<br />

von Herrn Hartl steht, hörten wir überraschend<br />

schon von hinten unseren<br />

Personenzug daher pusten.<br />

Da in diesem Bahnabschnitt die Gleisführung<br />

in einem Geländeeinschnitt<br />

verlief, waren wir beide auf Augenhöhe<br />

mit dem Lokführer. Wir begannen an zu<br />

laufen, damit wir auf keinen Fall unseren<br />

Zug versäumten. Wir waren ja auf<br />

jeden Fall noch zeitig genug dran. Da<br />

uns der Lokführer sah, wie wir zu laufen<br />

beginnen, schrie er zu uns auf die Straße<br />

herüber:<br />

„Br<strong>auch</strong>t’s net a so renna, i muaß ja<br />

sowieso nu rangiern!“<br />

Also: K<strong>und</strong>endienst einmalig!<br />

Der Personenzug hatte ausnahmsweise<br />

einen Güterwagen von Wegscheid bis<br />

<strong>Untergriesbach</strong> mitgenommen <strong>und</strong> in<br />

<strong>Untergriesbach</strong> abhängen lassen.<br />

Am Bahnhof angekommen, kauften wir<br />

uns die Fahrscheine. Der Fahrpreis betrug<br />

pro Person -.95 Reichsmark. Der<br />

Rückfahrschein musste in Passau gelöst<br />

werden.<br />

Hier muss ich anmerken, dass um diese<br />

Zeit ein Arbeiter auf dem Straßenbau<br />

einen St<strong>und</strong>enlohn von etwa 35 Pfennig<br />

verdienen konnte.<br />

(Bild oben: originale Fahrkarte von<br />

1935:<br />

Donaubauer Ludwig, Unterötzdorf<br />

Wir danken Herrn Donaubauer für<br />

seine Erinnerungen <strong>und</strong> für seinen<br />

Beitrag zu unserem, Ihrem Pfarrbrief.<br />

Sollten <strong>auch</strong> Sie sich an Sachen aus<br />

früheren Jahren erinnern, lassen Sie<br />

dies uns zukommen. Wir wären froh<br />

darum.<br />

25


" ... Traditionell nimmt man Osterkuchen<br />

<strong>und</strong> Eier mit in die Kirche, um sie<br />

zu weihen. Schon am Samstagabend<br />

versammeln sich festlich gekleidete<br />

Menschen, gläubige <strong>und</strong> Atheisten,<br />

Kinder <strong>und</strong> Erwachsene zu der festlichen<br />

Messe. Diese Tradition stammt<br />

von sehr alten Zeiten, wenn man geglaubt<br />

hat, dass die Teufelskreaturen<br />

in der Nacht vor Ostern besonders<br />

böse wurden. Nach dem Sonnenuntergang<br />

trauten sich die Leute nicht mehr<br />

auf die Straße, weil sie in jeder Katze<br />

eine Hexe <strong>und</strong> in jedem H<strong>und</strong> einen<br />

Teufel sahen. Die Kirche war dagegen<br />

ein sicherer Zufluchtsort. Diese Tradition<br />

konnte erstaunlicherweise sogar<br />

die Sowjetischen Zeiten über<strong>lebe</strong>n,<br />

wenn alles "kirchliches" verboten war.<br />

Der Gottesdienst am Abend vor Ostersonntag<br />

der wichtigste des ganzen<br />

Jahres. Doch diese mehrstündige Prozedur<br />

in der Osternacht erfordert von<br />

den Gläubigen einiges Durchhaltevermögen.<br />

Meist dauert er von halb zwölf<br />

Uhr nachts bis drei Uhr morgens. Sitzplätze<br />

gibt es in orthodoxen Gotteshäusern<br />

nur wenige.<br />

Fast mystisch wirkt die Zeremonie auf<br />

den fremden Besucher. Gegen Mitternacht<br />

tritt der Geistliche mit einer großen<br />

Kerze in der Hand in die versammelten<br />

Reihen <strong>und</strong> spricht die nahezu<br />

magischen Worte "Christus ist auferstanden".<br />

Die Gläubigen antworten<br />

ihm im Chor: "Fürwahr, er ist auferstanden."<br />

Ein wenig später schreitet der Pope<br />

gemäßigten Schrittes durch die Massen<br />

Richtung Ausgang. Es ist Zeit für<br />

den Kreuzgang. Er symbolisiert den<br />

Weg der Jünger, die dem auferstande-<br />

26<br />

Ostern... wo anders<br />

nen Christus entgegen gingen. Zusammen<br />

mit seinen Gläubigen geht<br />

der Geistliche einmal um die Kirche -<br />

entgegen dem Uhrzeigersinn. Mitgeführt<br />

werden neben den Kerzen <strong>auch</strong><br />

Flaggen, das Evangelium <strong>und</strong> die Ikone<br />

der Auferstehung Christus. Nach<br />

dem Gang um die Kirche wird der Gottesdienst<br />

fortgesetzt. Gegen drei Uhr<br />

nachts gehen <strong>auch</strong> die letzten nach<br />

Hause ...<br />

Ostersonntag <strong>und</strong> Friedhofbesuch: Am<br />

Ostersonntag feiern sie weiter im Kreise<br />

der Familie. Und zusammen mit<br />

allen Verwandten wird der (geweihte)<br />

Kulitsch oder Osterbrot angeschnitten.<br />

Jahr für Jahr pilgern Millionen Russen<br />

am Ostersonntag auf die Friedhöfe<br />

<strong>und</strong> trinken an den Gräbern <strong>ihr</strong>er Angehörigen<br />

ein Gläschen Wodka. Der<br />

Gang auf den Friedhof ist ein Überbleibsel<br />

aus der Sowjetzeit. Weil es<br />

damals verpönt oder gar verboten war,<br />

in die Kirche zu gehen, besuchten die<br />

Gläubigen die Gräber <strong>ihr</strong>er Nächsten<br />

<strong>und</strong> begingen dort das Osterfest.<br />

Schnell entwickelte sich daraus eine<br />

Art Volksfest, so dass bis heute viele<br />

Menschen, ob gläubig oder nicht, zum<br />

Friedhof spazieren <strong>und</strong> dort ein Picknick<br />

mit Kulitsch, Pascha <strong>und</strong> Ostereiern<br />

veranstalten. Viele sitzen <strong>auch</strong> auf<br />

den Friedhofsbänken <strong>und</strong> füttern Vögel<br />

mit ein paar Brotresten. Die Stimmung<br />

der meisten Besucher ist ausgelassen.<br />

Ostern ist schließlich Tag der<br />

Wiederauferstehung, also ein Festtag<br />

der Lebenden <strong>und</strong> nicht der Toten.<br />

Eine andere Erklärung für den Br<strong>auch</strong>,<br />

an Ostern auf den Friedhof zu gehen,<br />

besteht darin, dass das Fest oft mit


Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen<br />

Werwolfnacht (voraussichtlich vom 27.04. – 28.04.2011)<br />

In der zweiten Osterferienwoche ( voraussichtlich vom Mittwoch,<br />

27.04. bis Donnerstag, 28.04.2011) wollen wir wieder eine<br />

Werwolfsnacht im Pfarrheim anbieten.<br />

Gemeinsame Maiandacht der Ministranten (Freitag, 20.05.2011)<br />

Nach einer gemeinsamen Maiandacht um 15.00 Uhr in der Röhrndlkapelle<br />

treffen wir uns zum Grillen im Pfarrgarten.<br />

Bunter Abend (Samstag, 04.06.2011)<br />

Als „Danke schön“ an alle Ministranteneltern werden wir wieder einem<br />

„Bunten Abend“ im Pfarrheim um 20.00 Uhr veranstalten.<br />

Ministrantenwochenende in Riedelsbach (Freitag, 29.07. bis Sonntag,<br />

31.07.21)<br />

An diesen Tagen ist ein Ministrantenwochenende in Riedelsbach geplant.<br />

Für alle Veranstaltungen wird es noch genauere Hinweise geben.<br />

Verbindliche Anmeldungen sind notwendig, um die Planungen darauf<br />

abstellen zu können.<br />

dem Beginn des eigentlichen Frühlings zusammenfällt, der Schnee gerade<br />

geschmolzen ist <strong>und</strong> viele Gräber tatsächlich gepflegt werden müssen. Für das<br />

Andenken an die Verstorbenen gibt es bei der orthodoxen Kirche einen speziellen<br />

Gedenktag, der zehn Tage nach Ostern begangen wird. Doch da dieser<br />

"Tag der Eltern" auf einen Werktag fällt, sind viel weniger Menschen auf dem<br />

Friedhof als zu Ostern.<br />

Auch die Behörden haben sich mit der Sitte schon abgef<strong>und</strong>en. Moskaus Bürgermeister<br />

Juri Luschkow richtete in den vergangenen Jahren wegen des großen<br />

Andrangs zusätzliche Buslinien zu den Friedhöfen der russischen Hauptstadt<br />

ein. Die orthodoxe Kirche ist mit diesem Br<strong>auch</strong> allerdings nicht einverstanden.<br />

Einige beschuldigten den Bürgermeister, die Verletzung des Kirchenkanons<br />

mit seinen Aktionen zu unterstützen ... "<br />

27


näheres unter: http://www.bdkj-passau.de/jugendfusswallfahrt.htm<br />

28


Verwenden Sie bitte für Ihre Messintention die in der Seelenkapelle aufliegenden<br />

Kuverts. Füllen Sie den Aufdruck aus <strong>und</strong> legen Sie den anfallenden<br />

Betrag in<br />

den Umschlag.Diesen<br />

werfen<br />

Sie bitte in<br />

den Briefkasten<br />

beim<br />

Pfarrbüro.<br />

Der neue Anmeldeschluss 01. Juni 2011<br />

29


Familiennachrichten<br />

Taufen<br />

30<br />

Jakob Michael Graml, Taubing<br />

Bastian Manuel Weishäupl, Vorholz<br />

Anna Sophia Reischl, Badgasse<br />

Wir gratulieren zum Geburtstag<br />

Steininger Maria, Diendorf ............................... 19. Apr .... 86 Jahre<br />

Donaubauer Lydia, Unterötzdorf ...................... 21. Apr .... 85 Jahre<br />

Dorner Johann, Kappelgarten .......................... 23. Apr .... 90 Jahre<br />

Beismann Heinrich, Ratzing ............................. 24. Apr .... 84 Jahre<br />

Kneidinger Anna, Lämmersdorf ........................ 27. Apr .... 86 Jahre<br />

Moser Karolina, Gotting ................................... 27. Apr .... 84 Jahre<br />

Andorfer Gertrud, Passauer Straße .................. 28. Apr .... 81 Jahre<br />

Füchsl Josef, Stollberg..................................... 28. Apr .... 80 Jahre<br />

Kehrer Lidwina, Vorholz ................................... 29. Apr .... 81 Jahre<br />

Mairinger Anna, Schönleiten ............................ 02. Mai .... 91 Jahre<br />

Graf Wilhelmine, Ratzing ................................. 06. Mai .... 82 Jahre<br />

Pilsl Maria, Spechting ...................................... 15. Mai .... 88 Jahre<br />

Donaubauer Johann, Lerchenstraße ................ 20. Mai .... 81 Jahre<br />

Fischer Josef, Saxing ...................................... 20. Mai .... 84 Jahre<br />

Escherich Elisabeth, Pilslgasse ........................ 22. Mai .... 82 Jahre<br />

Stoiber Elisabeth, Marktstraße ......................... 24. Mai .... 82 Jahre<br />

Schreiner Katharina, Stollberg ......................... 30. Mai .... 99 Jahre<br />

Schurm Joseph, Gotting .................................. 30. Mai .... 87 Jahre<br />

Perr Joseph, Scherleinsöd ............................... 04. Jun .... 82 Jahre<br />

Preis Rupert, Marktstraße ................................ 04. Jun .... 84 Jahre<br />

Wilhelm Adolf, St. Michael-Strasse .................. 05. Jun .... 82 Jahre<br />

Lolacher, Passauer Straße .............................. 06. Jun .... 80 Jahre<br />

Lindlmaier Hildegard, Postweg......................... 08. Jun .... 83 Jahre<br />

Pilsl Otto, Haunersdorf ..................................... 12. Jun .... 80 Jahre


Familiennachrichten<br />

Sterbefälle<br />

Wilhelm Binder, Badgasse, im Alter von 84 Jahren<br />

Johann Schurm, Gotting, im Alter von 63 Jahren<br />

Joseph Peter, Stollberg, im Alter von 76 Jahren<br />

Anna Schätzl, Kusserstraße, im Alter von 80 Jahren<br />

Rosa Praml, Lerchenstraße, im Alter von 80 Jahren<br />

Benno Haugeneder, Badgasse, im Alter von 95 Jahren<br />

Karolina Fesl, Bahnhofsiedlung, im Alter von 86 Jahren<br />

Der Mensch ist für<br />

die Freude<br />

<strong>und</strong> die Freude für<br />

den Menschen<br />

Hinweis zum Datenschutz<br />

Auch im neuen Kalenderjahr 2011 beabsichtigen wir, Taufen, Geburtstage,<br />

Hochzeiten <strong>und</strong> Trauerfälle im Pfarrbrief zu veröffentlichen. Wer dies<br />

nicht möchte, möge das bitte im Pfarrbüro melden. Andernfalls gehen wir<br />

davon aus, dass die Personen mit der Veröffentlichung im Pfarrbrief in<br />

Wort <strong>und</strong> Bild einverstanden sind.<br />

31


Redaktionsschluss für<br />

den nächsten Pfarrbrief:<br />

2. Juni 2011<br />

Herausgeber: <strong>Pfarrei</strong> <strong>Untergriesbach</strong>,<br />

Passauer Str. 9; 94107 <strong>Untergriesbach</strong><br />

Inhalt: Pfarrbriefteam – Redaktion<br />

Druck: Gemeindebriefdruckerei<br />

Martin-Luther-Weg 1<br />

29393 Gr. Oesingen<br />

Öffnungszeiten des Pfarrbüros:<br />

Montag - Donnertag: 8.00 - 12.00 Uhr<br />

Freitag: geschlossen<br />

Telefon: 08593 / 213<br />

Fax: 08593 / 8433<br />

e-Mail: Pfarramt.<strong>Untergriesbach</strong>@bistum-passau.de<br />

home: www.pfarrei-untergriesbach.de<br />

Diakon Frank Plechinger<br />

Röhrndl 40<br />

94107 <strong>Untergriesbach</strong><br />

Telefon: 08593 / 93244 ab 19:30 Uhr<br />

e-mail: Diakon_Plechinger@email.de<br />

32<br />

Der nächste Pfarrbrief<br />

erscheint am<br />

12. Juni 2011<br />

In eigener Sache: Da mit der Zustellung von Beiträgen erfahrungsgemäß oft<br />

bis zuletzt gewartet wird – ist der o.g. Termin wirklich <strong>auch</strong> der letzte Termin<br />

für Ihre Beiträge.<br />

Impressum:

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