Land ohne Leute

mut.magazin.at

Land ohne Leute

www.mut-magazin.at

03.2011

Märkte. Unternehmen. Trends.

Erscheinungsort Klagenfurt . Verlagspostamt 9020 Klagenfurt am Wörthersee . P.b.b. 11Z038904M

Part of the

Shame

Mit den Freiheitlichen

zog der Missbrauch in

die höchsten Ämter von

Staat und Land ein

Land ohne Leute

Geburtenrückgang, Abwanderung,

Brain drain – sterben

Kärntens Täler aus?

M.U.T.

kann man

nicht kaufen.

Aber M.U.T.

braucht

man.

Harte

Landung

Trotz Millionen für

Billigflieger verliert der

Kärnten Airport den

Anschluss


Inhalt

Editorial

03.2011

4 Wer | Was | Wo

Die Kärntner Business-Szene im Überblick.

6 Weibsbilder | Mannsbilder

Wieso Frauen und Männer einander auch ohne High-

Heels auf Augenhöhe begegnen sollten, erklärt Bestseller-Autorin

Cornelia Topf.

11 Alles außer gewöhnlich

Heimliche und unheimliche Leidenschaften von Kärntner

Unternehmerpersönlichkeiten. Diesmal im Porträt:

Gernot Jud, der Philosoph am Rennrad.

13 nah | fern

Immer mehr Russen investieren hierzulande. Welches

Bild sie von Österreich haben, weiß Universitätslektorin

Tatiana Koryakina.

22 Chefsachen

Passt zum Herbst: Das Leben ist bunt, erinnert Isabella

Schöndorfer an die Trends der – farblich gesehen –

schrillen 80er.

38 Techno

Streifzüge durch die wunderbare Welt der Kommunikationstechnologie:

Walter Wiedenbauer über das

Marketinginstrument Mailbox

40 Bettgeflüster

Im Visier der härtesten Tourismustesterin, seit es Urlaub

gibt: Isabella Schöndorfer checkt das Seminar- und

Wellnesshotel Moselebauer

41 Mittagstisch

Gaumenfreuden vorgekostet von Karin Waldner-Petutschnig,

diesmal im Biedermeier Schlössl Lerchenhof

42 Business | Class

Autos für Chefs sind Herzensangelegenheit und Rechenaufgabe

zugleich. Mobile Annäherungsversuche

von Peter Schöndorfer

44 Niveau ist keine Handcreme

…und Stil nicht der Griff eines Besens: Zeitgemäß unterrichtet

Anstands-Dame Maria Radinger

45 Pitch

Die heimische Werbeszene unter dem gestrengen Blick

von Top-Werber Mario Schönherr

45 Bücherecke

Gediegene Lektüre für Herz, Hirn und Seele, ausgewählt

von Helmut Zechner

46 Fit | Gesund

Was Sie im Büroalltag für Ihre Gesundheit tun können,

rät Christian Brunner

47 Bund | Bühne

Kärntens Business-Familie auf dem Höhepunkt: Sonne,

Szene, Matinee

50 Meine Meinung

Martin Zandonella, Obmann der WK-Sparte Information

und Consulting, über die Baustellen auf dem Datenhighway

in Kärnten

Wirtschaft | Politik

7 25 29

Titelthema

Selbstbedienungsladen Landespolitik

Korruption, Schmiergeldskandale und Freunderlwirtschaft gab es immer, besonders

in der Politik. Aber der Aufstieg der FPÖ hat dem Missbrauch politischer

Ämter für private Zwecke völlig neue Dimensionen eröffnet. Die Rede ist nicht

einmal von Buwog und Telekom; hier ist der Versuch eines Kärntner Sündenregisters.

10 In Turbulenzen

Der Kärnten Airport Klagenfurt am Wörthersee hat Millionen für Billigflieger

ausgegeben – jetzt ist das Geld weg, die Airlines und die attraktiven

Flugverbindungen auch.

12 Durch die Blume

Wie sich eine Bezirksstadt als Hotelier versucht, viel Lehrgeld zahlt und der

Steuerzahler dabei beinahe um 1,6 Millionen Euro umfällt – eine Kärntner

Posse zum Thema „öffentliches Unternehmertum“.

14 Handel kommt von Handeln

Alle Trends für den Handel, zeitgerecht zum großen Fest: Von der hippen

Weihnachtsdeko bis zur Kärnten-Premiere des Life & Style-Outlet

24 Weihnachtsfeier-Checklist

Wer ein kreatives Firmenfest erleben will, sollte jetzt mit der Planung beginnen

36 Branchenkonvent

Bei der IT Carinthia kommen Anfang Oktober die Profis des IKT-Business

zusammen

39 Megatrend Mountainbiking

Mit Verspätung setzt Kärnten auf das Bergradeln – und entdeckt dabei

Schwächen in der touristischen Infrastruktur. Coole Apps fürs Smartphone

sollen das Angebot verbessern

Impressum/Offenlegung gem. §25 Mediengesetz

Medieninhaber/Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsbund, Landesgruppe Kärnten,

BahnhofstraSSe 59, 9020 Klagenfurt am Wörthersee. T +43 463 287828, E office@wirtschaftsbund-ktn.at,

W www.wirtschaftsbund-ktn.at.

Projektkoordination&Redaktion: Wörtersee Textstudio | Layout: Karin Urbani-Späth, Mars TM

The Advertising Group | Ein Produkt aus dem Druckland Kärnten

DRUCKL A N D

e KA RNTEN | Auflage: 26.371

P E R F E CT PRI NT

M.U.T. ist ein Kärntner Wirtschaftsmagazin im Sinne des Modells der ökosozialen Marktwirtschaft.

Foto: WTS

intern

Neuigkeiten aus Kärntens größter

freiwilliger UnternehmerInnenorganisation

25 An die Arbeit!

Viele Arbeitslose trotz vieler offener

Stellen? Machen wir uns an

die Arbeit, appelliert WB-Direktor

Markus Malle – denn die geht

uns nie aus.

26 Wie attraktiv ist unser Wirtschaftsstandort?

Machen Sie mit bei der größten

Unternehmerumfrage Kärntens

28 Neu an Bord

Michaela Kaltenbacher,

K&P Immobilien

27 Gewinnen Sie...

einen Gutschein im Wert von

100E zur Verfügung gestellt vom

Trend Store Villach.

Foto: WB

Thema

Titelthema

Bilder einer Ausstellung

1995 war sie der vielzitierte „Impuls für

die Region“ und sollte die Zukunft des

Tals retten. Heute ist die Landesausstellung

„Grubenhunt und Ofensau“

nur mehr eine schemenhafte Erinnerung,

und ihre preisgekrönten Bauten

verfallen.

Titelthema

32 Land am Lemper

Kärntens Bevölkerung schrumpft,

die Menschen aus den Tälern ziehen

in die Ballungsräume oder

gehen ganz weg. Gibt es für die

Regionen noch Hoffnung?

35 GASTKOMMENTAR

von Achill Rumpold

Bessere Vernetzung zwischen

Stadt und Land sowie eine schlankere

Gemeindeverwaltung sollen

die Attraktivität gesunder Lebensräume

abseits der Städte erhalten.

Werte Leserin,

geschätzter Leser!

Erfolg macht dick. Das gilt vielleicht nicht für moderne

Managertypen, jedenfalls aber für Magazine wie M.U.T.:

Wegen des großen Zuspruchs erscheinen wir künftig mit

52 statt mit 36 Seiten. Dicker ist in diesem Fall auch besser,

denn für Sie bedeuten mehr Seiten auch mehr interessanten

Lesestoff, für uns eine größere Spielwiese. Was

Sie bei uns aber auch in Zukunft nicht finden werden, sind

PR-Texte: Wir beschränken uns auf bewährte journalistische

Handarbeit und klar zuordenbare Inserate, unlesbare

PR-Wüsten überlassen wir gerne anderen.

Foto: WTS

Foto: Trend store/aeronautica

„Wir haben uns dazu entschlossen, auszusterben!“ Dieser

Satz des Theologen Paul Zulehner soll aufrütteln. Nun

stirbt Kärnten wohl nicht in absehbarer Zeit aus – dennoch

ist es befremdlich, dass alle übrigen österreichischen

Bundesländer wachsen, nur das südlichste nicht. Da ist

es ein schwacher Trost, dass auch die anderen nur mit

Zuwanderung über ihre niedrigen Geburtenraten hinwegtäuschen

können. Was das für die alternden Gesellschaften

bedeutet, welche Herausforderungen auf die Politik

zukommen, wie die Wirtschaft mit dem künftigen Rückgang

an Arbeitskräften umgeht, beleuchten wir mit unserem

Themenschwerpunkt: Land ohne Leute, ab Seite 29.

Nicht nur die Betriebe, auch die Politik hat Nachwuchsprobleme:

Wie früher SPÖ und ÖVP kaum Antworten auf den

blauen Überflieger Jörg Haider fanden, zerbricht nun dessen

eigene Partei am schwierigen Erbe des Übervaters.

Uwe Scheuch, erstinstanzlich wegen Korruption verurteilt,

ist dabei nur die Spitze eines Systems, das im vergangenen

Jahrzehnt mit dem Aufstieg der FPÖ (in ihren unterschiedlichen

Farben und Namen) zur entscheidenden

politischen Kraft in Kärnten salonfähig geworden ist. Das

Sündenregister, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber

mit der Hoffnung auf Abschreckung, ab Seite 7.

Rechtzeitig vor der für den Handel alljährlich entscheidenden

Weihnachtszeit haben wir internationale Experten befragt

und präsentieren Ihnen die Verpackungstrends für die

stressigste Zeit des Jahres. Auch einige Neuvorstellungen

werden Sie in unserem gewachsenen Seitenumfang entdecken:

Wir stellen ab jetzt in jeder Ausgabe ein Business-

Hotel, ein für Unternehmer interessantes Auto und die

geschmackvollsten Büros Kärntens vor.

Einen bunten Herbst wünschen Ihnen

Isabella Schöndorfer und ihr MUTiges Redaktionsteam

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M.U.T. Magazin 03.2011

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Wer | Was | Wo

1 Nach umfassenden Baumaßnahmen

eröffnete Böden Rainer

neu: Seit 1. Juli ist das

umfangreiche Angebot an Parkett-,

Teppich- und PVC-Böden

sowie Terrassendielen der

Firma Rainer am neuen Standort

in der Pischeldorferstraße

263 zu finden. Von Qualität

und Auswahl überzeugten sich

beim Unternehmerpaar RAI-

NER und ANJA MAGEK ÖVP-

Geschäftsführer THOMAS

GORITSCHNIG und Wirtschaftsbund-Bezirksobmann

ALEXANDER HÖFINGER.

2 Vor zehn Jahren hat ARMIN

MESSIER den Betrieb von seinem

Vater übernommen – den

Betrieb selbst gibt es bereits

seit 48 Jahren in Klagenfurt. Zu

dieser Firmengeschichte gratulierte

BO ALEXANDER HÖ-

FINGER herzlich.

3 Über 100 Gäste folgten der

Einladung zum Agentur-Opening

von „Die Flüsterer“ nach

St. Veit. Die neuen Räumlichkeiten

am Karl-Wagner-Platz

bieten den drei Unternehmern

NICOLE M. MAYER, WOLF-

GANG ZEICHNER und BEAT-

RIX WERZER-LENARTOWSKI

haufenweise Raum für kreative

Ideen und außergewöhnliche

Produktionen. Gemeinsam mit

den Flüsterern feierten unter

anderem WK-Vizepräsidentin

SYLVIA WOSTAL, Fachgruppenobmann

VOLKMAR FUSSI,

sein Stellvertreter GÜNTHER

STEINWENDER und WB-Bezirksobmann

FREDDY BEIN.

4 Zahlreiche UnternehmerInnen

holten sich kürzlich vom Strategieberater

HARALD MAH-

RER (l.) Tipps zum Thema

Erfolgsbeziehungen. Mahrer,

selbst erfolgreicher Unternehmer,

meinte, dass Einfluss

nur sehr selten eine Frage des

Glücks ist, sondern fast immer

das Ergebnis der richtigen

Kombination unterschiedlicher

Ressourcen. Wobei unter

Ressourcen nicht nur Geld,

sondern vor allem Ideen und

Visionen zu verstehen sind,

die Mahrer leider in der Politik

vermisst. Mehr dazu gibt’s in

seinem Buch „Die Formel der

Macht“, einen Vorgeschmack

holten sich, WK-Bezirksstellenobmann

SIEGFRIED ARZT-

MANN, BARBARA KREINER

von der Buchhandlung Nest in

Spittal und WK-Referent PE-

TER DEMSCHAR.

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Foto: WKK

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Foto: Peter Lindner

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Foto: FiW

Foto: wts

5 NATHALIE MEYER aus

Wolfsberg wurde mit „Die

Goldstücke – Agentur für Seniorenbetreuung“

von FiW-

Landesgeschäftsführerin TAN-

JA TELESKLAV im Namen von

Frau in der Wirtschaft für ihre

Leistungen als Unternehmerin

des Monats ausgezeichnet. Mit

den „Goldstücken“ hat Meyer

Foto: Wkk/fritzpress

Foto: fuchs

Wer | Was | Wo

ihr Hobby zum Beruf gemacht

und einen Traum verwirklicht.

„Hinter diesem Beruf stecken

viel Kraft und Liebe“, so Meyer.

Sie beweist, dass in der Wirtschaft

Respekt, Wertschätzung

und auch viel Herz möglich

sind. Auch Wolfsbergs FiW-

Bezirksvorsitzende Gabriele

Radl gratulierte.

6 Ein exzellenter Fachmann, engagierter

Standesvertreter, erfolgreicher

Unternehmer und

jetzt auch noch Kommerzialrat:

KARL HEINZ LAURE wurde

vom Bundespräsidenten mit

dem Berufstitel ausgezeichnet.

Im Rahmen der feierlichen

Verleihung strich Präsident

FRANZ PACHER sein Engagement

hervor: „Dieser Titel

ist eine Anerkennung für untadelige

Arbeit und hervorragende

Leistungen im Interesse

der Kärntner Wirtschaft.“ Es

gratulierten herzlich der Klagenfurter

WK-Bezirksobmann

MAX HABENICHT (l.), Spartenobmann

KLAUS PETER

KRONLECHNER, Vizepräsidentin

SYLVIA WOSTAL

und WK-Direktor MICHAEL

STATTMANN.

7 HEIKE FUCHS eröffnete in St.

Veit ihr Fotostudio. Die hervorragende

Arbeit der Fotografin

wird durch ihre Visagistin

RAPHAELA KUCHERNIG ergänzt.

Zur Eröffnung gratulierten

Innungsmeister MICHAEL

LINZER, BARBARA BEIN von

Biostetique, WK-Bezirksstellenleiter

ROBERT MEISSLIT-

ZER und die Kärntner Elite

Models herzlich.

8 Der Sommer ließ heuer lange

auf sich warten – für SILVIA

KARGL, Immobilientreuhänderin

aus Klagenfurt, kam er

genau richtig: Eine trendige

Michael-Kors-Sonnenbrille

ist der Preis unseres M.U.T.-

Gewinnspiels in der zweiten

Ausgabe, übergeben aus den

Händen der Optik Brandstätter-Geschwister

ANDREAS

und SILVIA BRANDSTÄTTER.

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M.U.T. Magazin 03.2011

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Weibsbilder | Mannsbilder

Wirtschaft | Politik

Foto: Privat

Seit über zwanzig Jahren unterstützt

Cornelia Topf als internationale

Managementtrainerin und zertifizierter

Businesscoach namhafte

Unternehmen aller GröSSen und

Branchen. Zu ihren Schwerpunkten

gehören zielführende Kommunikation

und erfolgsorientierte

Körpersprache. Insbesondere die

Förderung von Frauen liegt der promovierten

Wirtschaftswissenschaftlerin

am Herzen. Die Geschäftsführerin von „metatalk

Kommunikation & Training“ in Augsburg ist Autorin

vieler Fachbücher und Ratgeber, die in zahlreiche

Sprachen übersetzt wurden.

Normalverbraucher“ und nicht nur im Rahmen von großer Politik und

internationaler Wirtschaft. Es ist spannend, zu beobachten und zu verstehen,

wie Menschen versuchen, ihren Einflussbereich zu vergrößern

oder aber sich die Butter vom Brot nehmen lassen (müssen), sich klein

oder groß machen, sich aufblasen oder unterordnen, ihr Licht unter den

Scheffel stellen oder auftrumpfen. Und wie manche Menschen echte

oder vermeintliche Überlegenheit eher von innen heraus holen und andere

es eher mit der stylischen Sonnenbrille, der teuren Uhr oder dem

angesagten Automodell versuchen. So oder so Einfluss nehmen zu wollen,

Sicherheit gewinnen. Nur wenn man die Spielregeln durchschaut,

kann man sich entscheiden, mitzuspielen oder aber sein eigenes Spiel

zu spielen.

Wieviel Frau sind Sie im Business?

Ich sehe und lebe das so: Ich bin eine Frau. Im Business bin ich dann

eben Businessfrau, im Privatleben eine private Frau. Die Frage ist eher,

inwieweit unterscheidet sich die professionelle

Rolle von der privaten

Rolle. Wichtig ist mir hier, nie die

Authentizität zu verlieren.

Part of the Shame

Mehrere parallel. Vor kurzem habe ich Krimis wiederentdeckt: Etwa

von Nele Neuhaus, weil die Bücher im Taunus spielen, das ist meine

alte Heimat. „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn – eine wunderbare

Entwicklungsgeschichte und „Das Ende der Weltwirtschaft

und ihre Zukunft“ von Nouriel Roubini.

Vorträge, Seminare und Trainings bedeuten, viel zu reisen. Von wo erhalten

Sie besonders gerne Aufträge und was verbindet Sie mit der Heimat?

Ich reise viel und gerne – in diesem Jahr stehen neben zahlreichen Zielen

in Deutschland noch Österreich, die Schweiz, Liechtenstein und

Südtirol auf dem Programm. Für mich ist eine gute Mischung wichtig;

zwischen mir neuen, aufregenden Zielen – zum Beispiel meine Tätigkeit

in Kabul oder auf einem Kreuzfahrtschiff nach Norwegen – und

Orten, die ich kenne und schätze. Mit meiner Wahlheimat Augsburg

verbinden mich meine beiden erwachsenen Kinder, viele Freunde und

das Internet.

Am Ende des Tages: Ist auch mal Schluss mit Kommunikation? –

Wie schalten Sie ab?

Schluss mit Kommunikation ist nie wirklich, wohl aber mit der Kommunikation

mit anderen. Ich schalte beim Wandern ab, bevorzugt in

den Kärntner Nockbergen oder in der hessischen Rhön, zur Überraschung

vieler Gruppengeher immer alleine. Da ist dann Zeit und Ruhe

für den inneren Dialog – meditatives Brombeeren- oder Schwammerlsammeln

ist auch sehr gut geeignet. Ansonsten Joggen, Yoga, autogenes

Training und Meditation.

Was bedeuten für Sie die Worte Macht & Status?

Ein hoch interessantes Spielfeld im Wortsinn, vor allem für „Otto-

Die Emanze im Wald

Wie sind Sie zu Ihrer heutigen Berufung gekommen?

Stöckelschuhe oder Ballerinas?

Das kommt darauf an, welche meiner Berufungen ich betrachte. Ballerinas nie, ich gehe darin wie eine Ente. Flache Schuhe bei körperlicher

Arbeit und beim Sport. High Heels gerne, wenn der Absatz stabil

Der Wunsch, als Unternehmerin tätig zu sein, liegt mir sozusagen im

genug ist, um meine große Energie zu absorbieren. Und, wenn möglich,

Blut und hängt mit meiner Familientradition zusammen.

eine Variation der Absatzhöhe je nach der Größe meiner Gesprächspartner,

von wegen Augenhöhe. Ich messe 1,75 m, da muss ich manch-

Als Wirtschaftswissenschaftlerin mit nur mäßigem Interesse für ZDF

(Zahlen, Daten, Fakten), aber großer Leidenschaft für Menschen und mal den Rücken zu sehr krümmen, wenn die Schuhe zu hoch sind.

ihre Entwicklung, bin ich schnell darauf gestoßen, dass nicht nur ich,

sondern alle anderen Menschen ebenso oftmals kommunikative Neandertaler

sind. Das wollte ich ändern. Bei mir ist mir das sehr gut sollte?

Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Unternehmer haben

gelungen, bei den anderen arbeite ich noch daran – als Trainerin, Coach Tatkraft – schließlich heißt es Unternehmer und nicht Unterlasser.

und Autorin. Meine Berufung als Kärntner Waldbäuerin an meinem Kreative Ideen entwickeln und den Mut, sie gegen Widerstände zu verteidigen

und durchzusetzen.

Zweitwohnsitz hier ist meinen zahlreichen langjährigen Aufenthalten

in diesem schönen Land geschuldet.

Risikobereitschaft, ohne waghalsig zu sein.

Sie schreiben selbst Bücher. Welches lesen Sie gerade?

AVISO

Bestseller-Autorin Cornelia Topf live in Kärnten

Ohne Stöckelschuhe auf Augenhöhe!

Sicher & souverän im Umgang mit Macht und Status

Donnerstag, 20. Oktober 2011

18:30 Uhr

Raiffeisenlandesbank Kärnten

Raiffeisenplatz 1

9020 Klagenfurt A. W.

Foto: istockphoto

Foto: fritzpress

Mit einer (an)griffigen Politik gegen Ausländer und Parteienfilz und

für den anständigen kleinen Mann stieg die FPÖ unter Jörg Haider

unaufhaltsam von einem ideologischen Überbleibsel zum mitbestimmenden

politischen Faktor auf. Mit ihr hielten aber auch Korruption,

Parteienwillkür und Freunderlwirtschaft in bis dahin ungekannter

Unverschämtheit Einzug in die Politik auf Bundes- und Landesebene.

Ob Uwe Scheuch, stellvertretender Kärntner Landeshauptmann und

in erster Instanz wegen Geschenkannahme nicht rechtskräftig verurteilt,

zurücktritt oder bis zum Urteil des Oberlandesgerichts Graz

im Amt bleibt, ist gleichgültig. Der Schaden für das Land ist bereits

angerichtet, lediglich die weitere Beschädigung der Partei könnte der

selbsternannte Erbe des politischen Zieh- und Übervaters Haider

durch den raschen Rückzug vermeiden. Die Rolle des Justizopfers,

das sich für seine Partei persönlichen Anfeindungen aussetzt, hat

Scheuch von Haider übernommen; dessen Geschick nicht, wie die

Verurteilung zeigt.

Dass Scheuch die Härte des Urteils nicht versteht, kann bei näherer

Betrachtung nicht verwundern: Warum sollte ausgerechnet er

für eine politische Praxis den Kopf hinhalten, die seit Jahren in der

Kärntner FPÖ und ihren diversen Nachfolgeorganisationen zum daily

business gehörte? Weshalb soll er sein gutbezahltes Amt verlieren

und ins Gefängnis gehen für ein im Umfeld Jörg Haiders ganz normales

politisches Geschäft, das – im Gegensatz zu vielen anderen

– noch nicht einmal zustande gekommen ist?

Die Rache des Journalisten an der Politik ist – einem alten Branchensprichwort

zufolge – das Archiv: Hier lesen Sie, was ein kurzer

Blick in die Skandalchronik der Freiheitlichen in Kärnten zu Tage

fördert – selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber

dennoch das eindrucksvolle Sittenbild eines grundlegenden Irrtums

im Selbstverständnis einer politischen Gruppierung. Es gilt – wie

in diesen Kreisen mittlerweile nicht mehr wegzudenken - die Unschuldsvermutung.


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Wirtschaft | Politik

Wirtschaft | Politik

Foto: gert eggenberger

Foto: Bernhard Horst

Foto: STEINTHALER

Foto: WIKImEDIA.ORG

Foto: WIKIPEDIA.ORG

Foto: Chris helgren

Foto: wikimedia.org Foto: wikimedia.org

Connect-Affäre

Enthüllungsjournalist Kurt Kuch vom Magazin News deckt im März

2011 einen der größten Parteienfinanzierungsskandale Österreichs auf:

Die Agentur mit dem bezeichnenden Namen Connect, zur Gänze der

FPK gehörend und an der Adresse der Landespartei gemeldet, hat

jahrelang Geld kassiert für die Anbahnung politischer Kontakte und

Geschäfte. Einer der schillerndsten Netzwerker im FPÖ-Geflecht,

Rechtsanwalt Gert Seeber, muss daraufhin sein Amt als Messepräsident

zurücklegen, Connect-Geschäftsführer Manfred Stromberger tritt

als Landtagsabgeordneter zurück. Bis heute ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Euro-Millionen

Acht Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds fließen auf konkreten

Wunsch von Landeshauptmann Haider über die Kärnten Werbung und

den – bis zum Auftauchen von Unstimmigkeiten mit Kreditkartenabrechnungen

– dort beruflich geparkten Haider-Intimus Franz Koloini

in die Bewerbung der Fußball-Europameisterschaft 2008. Ein großer

Teil davon verschwindet im Büro des ominösen und mittlerweile verstorbenen

Fußballberaters Dr. Garofalo in Mailand; der Verdacht von

Kick-Back-Zahlungen steht im Raum, kann aber nie bewiesen werden.

Freunde der Seebühne

Was als ambitionierte Idee einer Musicalbühne am Wörthersee – als

Ergänzung zur Oper in Bregenz am Bodensee und zur Operette im

Mörbisch am Neusiedler See – begonnen hatte, wurde zum künstlerischen

und finanziellen Debakel. Statt im Feuilleton fand die Berichterstattung

ausschließlich auf den Politikseiten der Medien statt. Kein

Wunder, gelang es doch trotz erheblicher Investitionen, wechselnder

politischer Zuständigkeiten und mehrerer Geschäftsführer nicht, die

Bühne künstlerisch und kaufmännisch sinnvoll zu betreiben – zum Teil

auch wegen Haiders Weigerung, dem erfolgreichen Stadttheaterintendanten

Günther Pflegerl die Seebühne als Sommerspielstätte zur Verfügung

zu stellen. Allein das Musical Tosca verursachte 2004 einen Verlust

von zwei Millionen Euro, nach Expertenschätzungen sind über die

Jahre mehr als sieben Millionen Euro im Wörthersee versenkt worden.

Ein guter Teil davon kam durch die Verpflichtung von Renato Zanella

als Seebühnen-Intendant zustande: Haider warb den ehemaligen Chef

des Staatsopernballetts mit einem Dreijahresvertrag um ein Monatssalär

von monatlich 9500 Euro brutto sowie zusätzlich 4000 Euro „Mehrleistungszulage“,

14-mal jährlich. Weiters stand ihm pro Vertragsjahr eine

Spesenpauschale von 30.000 Euro sowie ganzjährig eine "repräsentative

Mietwohnung nach seinen eigenen Wünschen" zur Verfügung. Zanella

trat diesen Posten aber gar nicht erst an, seine kolportierte Abfertigung

8

von 150.000 Euro bezahlte angeblich nicht der Steuerzahler, sondern

anonyme „Freunde der Seebühne“. Womit Haider diesen Freunden ihre

Großzügigkeit vergolten hat, wurde nie ermittelt. Der attraktive Festspielgedanke

am Wörthersee ist jedenfalls durch den Dilettantismus im

Kunstbetrieb und die kulturelle Großmannssucht einiger Provinzpolitiker

auf ewig gestorben: Statt international beachteter Musicalproduktionen

sollen nun Volksmusikinterpreten mit stattlichen öffentlichen

Förderungen auf der Seebühne die „Starnacht am Wörthersee“ feiern.

Freunde der Formel 1

Nicht nur kulturell, auch sportlich scheinen die diversen Freunde der

FPÖ interessiert gewesen zu sein: Als Patrick Friesacher 2005 in der

Formel 1 für Kärnten werben sollte, trieb Haider das fehlende Geld

bei einbürgerungswilligen Russen auf. 900.000 Euro flossen nach dem

Einbürgerungsbeschluss in der letzten Sitzung der ÖVP-BZÖ-Bundesregierung

am 10. Jänner 2007, der Verbleib von 200.000 Euro ist

unklar. Deshalb steht „der schöne Franz“ Koloini ab Oktober vor Gericht.

Laut Medienberichten sagte Haider auf Koloinis Frage, was er

denn mit dem Geldbündel im Kuvert tun solle, lediglich: „Dalassen.“

Gaddafi-Connection

Eine der schillerndsten Figuren in der an Auffälligkeiten reichen Welt

des FPÖ-BZÖ-FPK ist zweifelsohne Gerald „Gerry“ Mikscha. Der

mittlerweile 40-jährige ehemalige Privatsekretär Haiders ist verdächtig,

mit dem Schwarzgeldvermögen der FPÖ – das zum Teil auch aus

den guten Beziehungen Haiders und Mikschas zum Sohn des libyschen

Diktators Muammar Gaddafi, Saif al-Islam, stammen soll – im

Werte von etwa 20 Millionen Euro abgesetzt zu haben. Mikscha wurde

in der Schweiz vermutet, dürfte aber seit Jahren in Paraguay leben.

Er soll angegeben haben, die Millionen an der Börse verspekuliert

zu haben, mehrere Emissäre Haiders sollen beim Versuch der Kontaktaufnahme

gescheitert sein. Aufgrund privater Umstände soll sich

Mikscha mehrmals in Kärnten aufgehalten haben, schließlich gibt es

keine Anzeige der FPÖ und auch keinen Haftbefehl gegen ihn. Die

FPÖ-Millionen bleiben verschwunden.

Kärnten-CD

Seit mehr als einem Jahr ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft

wegen mutmaßlich illegaler Wahlkampffinanzierung gegen die FPK-

Politiker Landeshauptmann Gerhard Dörfler, seinen Stellvertreter

Uwe Scheuch, den Landesfinanzreferenten Harald Dobernig und den

heute zum BZÖ gehörigen „Lebensmenschen“ des EX-LH Haider,

Stefan Petzner. Der Verdacht: Amtsmissbrauch und Untreue im Zusammenhang

mit einer aus öffentlichen Mitteln finanzierten Werbeb-

roschüre, die kurz vor der Landtagswahl 2009 an alle Kärntner Haushalte

verschickt wurde. Die Hochglanzbroschüre ging unter dem Titel

"Wir bauen das neue Kärnten. Garantiert" wenige Tage vor der Landtagswahl

2009 an rund 200.000 Kärntner Haushalte. Das Design der

aus Landesmitteln finanzierten Broschüre kopierte die Wahlkampflinie

des BZÖ, deren Spitzenpolitiker Dörfler, Scheuch und Dobernig

darin auch mit einem an die BZÖ-Plakate angelehnten Foto zu sehen

waren. „Inhaltlich gestaltet wurde das "Standortmarketing-Projekt"

(so die offizielle Bezeichnung) von Stefan Petzner, damals auch BZÖ-

Wahlkampfleiter“, schreibt die APA. Die Gesamtkosten von mehr

als einer halben Million Euro wurden von fünf Landesgesellschaften

übernommen.

Millionen aus Bayern

Was in Bayern bereits zu Klagen gegen Bankmanager und zu Hausdurchsuchungen

geführt hat, regt im juristisch hartgesottenen Kärnten

offenbar noch lange niemanden auf: Zwei Millionen Euro soll LH

Haider von der Bayerischen Landesbank als Begleitmusik beim Hypo-

Deal verlangt haben, um die Übersiedlung des Bundesligaklubs Paschings

samt seiner erstklassigen Lizenz nach Klagenfurt bezahlen zu

können. Das nennen die bayerischen Behörden schlicht Bestechung.

SK Austria Kärnten

Fachleute schätzen, dass in Summe mehr als 20 Millionen in Haiders

erfolglosen Retortenklub geflossen sind. Im Vereinsvorstand saß von

der Landeshauptmanngattin Claudia abwärts alles, was im Haiderreich

Rang und Namen oder zumindest Hoffnung darauf hatte. Stadt und

Land war nichts zu teuer, um das Fußballabenteuer im neuen Wörtherseestadion

(Kostenpunkt; 71,12 Mio. Euro, eine knappe Milliarde

Schilling!) zu genießen: Die besten Trainer wurden eingekauft und

teuer bezahlt, wie etwa Walter Schachner, der laut Medienberichten

seine kolportierte Monatsgage von 30.000 Euro auch noch ein halbes

Jahr nach der Trennung vom Verein bezogen haben soll; oder Frenkie

Schinkels, der nur 19.000 Euro brutto im Monat verdiente, allerdings

versüßt mit einer Jahresprämie von 88.000 Euro. Der Verein war dennoch

sportlich und kaufmännisch nicht zu retten und ist heute in jeder

Hinsicht im Konkurs.

Styrian Spirit

Was tut man nicht alles, um guten Freunden zu helfen? LH Jörg

Haider bemühte sich 2005 um eine Betriebsansiedlung des Magna-

Konzerns in Klagenfurt. Unter anderem sorgte er dafür, dass Frank

Stronach das Schloss Reifnitz und sieben Hektar Grund (!) um überaus

günstige 6,4 Mio. Euro kaufen konnte. Zum Vergleich: Ein Haus im

gegenüberliegenden Pörtschach mit 100 Quadratmetern Wohnfläche

und 3000 Quadratmetern Seegrund wird derzeit um drei Millionen

angeboten. Doch auch dem Magna-Manager Siegfried Wolf griff

Haider selbstlos mit Steuergeld unter die Arme: Wolf hielt Anteile an

einer konkursreifen steirischen Fluglinie. Drei Millionen steckte das

Land Kärnten, zwei weitere die Hypo in die „Styrian Spirit“ – ehe diese

endgültig abstürzte.

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M.U.T. Magazin 03.2011 9


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Wirtschaft | Politik

Auch wenn der deutsche Ferienflieger Condor die von Air Berlin aufgeg ebenen Verbindungen nach

Düsseldorf und Hamburg übernimmt: Der Klagenfurter Flughafen stec kt in der Krise.

522.000 Passagiere fertigte der Kärnten Airport Klagenfurt am Wörthersee

im Jahr 2005 ab, mehr als je zuvor. Doch die hochfliegenden

Träume haben sich nicht erfüllt, die Zahlen sinken seitdem beharrlich

und werden auch heuer 350.000 Fluggäste

kaum übersteigen. Jetzt hat auch noch Air

Berlin, die Mutter von „Fly Niki“ und offenbar

selbst in größeren Turbulenzen, Kärnten

die Heckflosse gezeigt. Die Ursachen für die

Airportkrise sind vielfältig, einige kann man

getrost festmachen.

Der Wettbewerb

Graz, Laibach, Venedig,

Treviso, Salzburg – vielfältig

sind die Möglichkeiten

der Kärntner, in

die Luft zu gehen.

Vor allem das slowenische Luftdrehkreuz

in Brnik hat in den vergangenen Jahren

mächtig zugelegt: Ein großangelegter

Ausbau katapultierte den

„Jože-Punik-Flughafen Ljubljana“

von 991.000 Passagieren (2000) auf

1,7 Millionen (2008) und immerhin

1, 4 Millionen im vergangenen

Jahr. Eine noch beeindruckendere

Entwicklung kann der

ehemalige Militärflugplatz in Treviso,

25 Kilometer vor Venedig, vorweisen:

2,2 Millionen Passagiere 2010. Dagegen ist

der Kärnten Airport eine bessere Segelfliegerwiese.

Noch deutlicher ist allerdings der Vergleich bei der

Luftfracht (lt. wikipedia, 2010): KLU 24 Tonnen, TSF

2.932 t, LJU 17.310 t.

„…bis die Lichter nach und nach

ganz im Regengrau verschwimmen…“

Meine Augen haben schon jene

winz’gen Punkt verloren,

nur von fern klingt monoton

das Summen der Motoren.

Reinhard Mey,

Über den Wolken

Der Tourismus

Nur wenige Hoteliers setzen auf Fluggäste, das stimmt.

Was Flughafenchef Johannes Gatterer prompt zum

Anlass nahm, sich beim Tourismus für die schlechte

Auslastung der Billigflieger abzuputzen. Sogar Tourismusreferent

Josef Martinz, als großer Campingplatzbetreiber selbst

Touristiker – wenn auch nicht im Flugsegment –, assistierte: Nur zwei

bis drei Prozent der Hoteliers würden das Flugangebot nutzen, das sei

zu wenig. Das wiederum wollte die Sprecherin

der Hoteliers in der Wirtschaftskammer,

Eva Hoffmann, nicht auf sich sitzen lassen

und forderte, umgehend mit den fruchtlosen

Schuldzuweisungen aufzuhören und lieber

mit der Arbeit zu beginnen. Selbstverständlich

würden auch die Kärntner Hoteliers einen

starken Flughafen bevorzugen, bei dem die

nötige Kontinuität gegeben sei. Naturgemäß

müsse aber auch den Gästen sowie den Veranstaltern

das Flugangebot zusagen, sowohl

hinsichtlich der Anbindungsqualität als auch

der Preise. Hofmann unterstrich, dass sich

das Fluggeschäft nicht auf Knopfdruck hochfahren

lasse, sondern ein längerer Atem notwendig sei: „Aus Sicht

des Tourismuslandes Kärnten hat es keinen Sinn, sich in unschöner

Regelmäßigkeit von einer Billig-Airline nach der anderen finanziell

abgrasen zu lassen. Woran es fehlt, ist der langfristige Aufbau einer

Flugdestination Kärnten, was die Hoteliers seit Jahren einfordern.“

Denn mit Flugpreisen je nach Buchungslage zwischen 19 und 249

Euro könne der Hotelier bei seiner Angebotsgestaltung rein gar

nichts anfangen. Den Vorwurf Gatterers, kein einziges Kärntner Incoming

Reisebüro biete Packages im Ausland an, wies auch Reisebürosprecherin

Andrea Brennacher-Springer empört zurück: „Über 20

Kärntner Incoming Reisebüros haben sich darauf spezialisiert, Gäste

nach Kärnten zu bringen - darunter selbstverständlich auch Fluggäste!“

Dass sie dabei oft auf andere Flughäfen wie Laibach ausweichen

müssten, sollte Gatterer eigentlich zu denken geben, spielte Springer

den Ball an den Flughafendirektor zurück.

Infrastruktur und Eigentümer

Von 2013 bis 2015 muss in KLU – so der IATA-Code für den Flughafen

Klagenfurt – die Start- und Landebahn um kolportierte zehn

Millionen Euro erneuert werden. Der „PCN-Wert“ – der die Tragfähigkeit

von Flugbetriebsflächen beschreibt – liege bei 37,5. „Demnach

geht die Boeing 737-800 gerade noch, vielmehr ist aber nicht

möglich“, so Gatterer auf der Internet-Seite von Austrian Aviation

Net. Der Flugbetrieb soll dabei durch Nachtarbeit und schnell härtende

Beläge nicht gestört werden. Ebenfalls saniert werden sollen die

beiden in die Jahre gekommenen Hangars. Ein schönes Stück Arbeit

und heftige Finanzierungskosten, die auf die Eigentümer, die Kärntner

Landesholding – in der das Land Kärnten seine Beteiligungen

parkt – (80 Prozent) und die Stadt Klagenfurt (20 Prozent) zukommen.

Insider berichten, dass es die Inflexibilität der Eigentümer und

deren behäbige Reaktionszeit sei, die vielen Fluglinien die „Lust am

Leben“ mit dem Flughafen Klagenfurt vertreiben würden.

Tourismuslandesrat Martinz hat wohl recht, wenn er meint, jetzt

gehe es darum, die verbleibenden Fluglinien – AUA, Lufthansa,

Germanwings, Ryanair und Condor – abzusichern. Doch günstig

sind die Billigflieger höchstens für Frühbucher, das Land Kärnten

kommen sie teuer zu stehen: Der „Marketingbeitrag“ für Air Berlin

betrug für April 2008 bis April 2013 2,7 Mio. Euro, der offene Rest

soll nun wohl für die Condor-Kooperation herangezogen werden.

Ryanair soll für den Zeitraum 2007 bis 2012 ebenfalls mit mehreren

Millionen an Steuergeld angefüttert worden sein. Das wären also

nach konservativer Schätzung mindestens fünf Millionen Euro, mit

der sich die öffentliche Hand das Trugbild eines frequentierten Airport

leistet. In Salzburg ist man einen anderen Weg gegangen und

hat den Carriern nicht Geld, sondern aktive Tourismusunterstützung

angeboten. Dieses „Airline-Marketing“ verhilft dem Flughafen

Salzburg, mit dem übermächtigen Nachbarn München auch in einer

sehr exponierten Lage, zu mittlerweile zwei Millionen Passagieren

pro Jahr. Nach dem Abflug von Air Berlin wird man also nicht nur

den roten Tower frisch färbeln, sondern auch die Gesamtstrategie

des Flughafens überdenken müssen. Sonst: siehe Zitat.

1 Dunkle Wolken über dem Klagenfurter Flugfeld, das um

zehn Millionen Euro erneuert werden muss.

2 Nach dem Ausstieg von Air Berlin wird man den Tower

in Klagenfurt wohl neu färbeln müssen.

1

Fotos: WTS

alles ausser gewöhnlich

Fest im Sattel

Vom harten Rennrad aus lässt es sich trefflich

über die Wirtschaft philosophieren,

meint „business Solutions“-Chef Gernot Jud.

Zugehört und aufgeschrieben hat

PETER SCHÖNDORFER

1

2

„Wir nehmen jedes Jahr an einem Vierer-Mannschaftszeitfahren

teil, da braucht man eigene Dressen – und einen Vereinsnamen.

Bei offiziellen Radtrainingslagern in Italien gibt es

200 Leute in verschiedenen Leistungsgruppen – und die langsamste

ist die Gruppo Cappuccino. So ist unser Name entstanden,

wir sind seit fünf Jahren als Verein angemeldet, eine

gemütliche Truppe, und Kaffeetrinken bei unserem Sponsor

Lavazza gehört auch ein bissl dazu. Jedes zweite Jahr machen

wir ein Rad-Charity, die letzten Male sind wir für den Maxi

gefahren, ein Kind in Velden.

„Wenn man dreißig Jahre im Sattel sitzt, zieht man gewisse

Parallelen zwischen Rad fahren und Wirtschaft: Es geht nicht

nur immer mit Rückenwind bergab, sondern auch bergauf; es

gibt oft Gegenwind, und wenn man bergauf auch noch angegriffen

wird, wird es noch härter. Aber man muss halt im

Leben dagegen halten, und irgendwann rollt es wieder locker

von alleine – das ist in der Wirtschaft so und auf dem Radl.“

„So wie am Rad, wenn du sagst, heut‘ geht nix, gibt es in der

Wirtschaft auch Tage, da reagierst du oft nur, kannst nicht

vorausschauen. Gehst du mit in die Ausreißergruppe, gibst alles,

heißt es nicht, dass du auch Erfolg hast. So gebe ich auch

meine Angebote ab und weiß nicht, ob ich den Auftrag bekomme.“

„Die Traumstrecke ist immer noch um den See – ganz im

Frühjahr und im Herbst. Im Sommer gibt es andere Routen,

nach Liebenfels, nach St. Urban, von der Simonhöhe wieder

hinunter nach Tigring, Maltschacher See, Ossiacher Tauern

– da gibt es viel interessantere Straßen. Aber das schönste für

den Radfahrer ist immer, wenn er am Wasser fährt.“

Sie haben ein interessantes

Hobby? Bitte erzählen Sie uns

mehr davon unter

redaktion@mut-magazin.at

Fotos: WTS

1 Nur schade, dass Lieblingshund Cora bei den

Radausfahrten nicht dabei sein kann.

2 Eine Zeitrennmaschine als Leihgabe von

Rad-Profi Bernhard Eisel. Allein die Carbonfelge

kostet über 2000 Euro, aufheben

kann man das Fahrzeug mit dem kleinen

Finger. „Besonders leicht ist es nicht“, findet

Profi Jud.

10

M.U.T. Magazin 03.2011 11


Wirtschaft | Politik

Nah | Fern

Wirtschaftsbundobmann

Pacher erpart

dem Steuer-zahler

1,6 Mio. Euro: Auf diese

Summe hätte der

KWF beim Verkauf des

umstrittenen Blumenhotels

in St. Veit

beinahe verzichtet.

Fotos: Blumenhotel

Der österreichische Humor findet

Anklang: Fischer und Medvedev

bei einer Pressekonferenz

im Kreml, Moskau, am 19. Mai

2011.

отпуск bei Freunden

Foto: SERGEI CHIRIKOV / EPA / picturedesk.com

„Es zählt nicht zu den Aufgaben einer Kommune, ein Hotel zu errichten.“

Schon 2007 machte WB-Obmann und WK-Präsident Franz

Pacher keinen Hehl daraus, dass er die geplante KWF-Förderung des

Blumenhotels St. Veit für einen ausgemachten wirtschaftspolitischen

Unfug hielt. Ein Hotelprojekt, das von einer zu 100 Prozent im Besitz

der Stadtgemeinde St. Veit stehenden Gesellschaft errichtet werde,

mit 1,6 Millionen an öffentlichen Förderungen zu unterstützen, sei

geradezu kurios, kritisierte Pacher: „Jetzt beginnt die öffentliche Verwaltung,

sich selbst zu fördern.“

Schon grundsätzlich sei es völlig abzulehnen, dass eine Stadtgemeinde

mit Steuermitteln ein Hotel errichte, zumal das erste Hotel am

Platz, der Fuchs-Palast, in permanenten wirtschaftlichen Schwierigkeiten

stecke. Pacher wurde schon damals deutlich: „Eine solche

Schnapsidee noch dazu aus Mitteln des KWF hoch zu fördern, ist

wirtschaftspolitisch sinnlos, allen privaten Hoteliers gegenüber unfair

und eine lupenreine Wettbewerbsverzerrung.“ Würden private Investoren

− wohl aus gutem Grund − ein Projekt nicht realisieren wollen,

sei eine Kommune schlecht beraten, zu glauben, dass sie der bessere

Unternehmer sei.

Es freut uns, dass es gemeinsam

gelungen ist, eine Lösung

zu finden, die dem Steuerzahler

1,6 Millionen Euro erspart hat.

Franz Pacher,

Wirtschaftskammerpräsident

Blumige Privatisierung

Vier Jahre und einige bittere kaufmännische Erfahrungen der Stadtgemeinde

St. Veit später haben sich nun die händeringend gesuchten

privaten Investoren gefunden. Die um zwölf Millionen Euro errichtete

Immobilie sei Salzburger Investoren immerhin sechs Millionen

wert, berichtete die Kleine Zeitung am 5. August. Allerdings: „Der

KWF soll auf die Rückzahlung einer Förderung über 1,6 Millionen

Euro verzichten.“ Nicht mit Pacher: „Wenn ein Politiker wie Bürgermeister

Mock meint, dass er der bessere Unternehmer ist als alle anderen,

dann muss er auch im Fall des Misserfolges dafür geradestehen

und kann nicht den Steuerzahler zur Kasse bitten.“ Man unterstütze

die Privatisierung, protestiere aber gegen den großzügigen Nachlass

bei Förderungsrückzahlungen zu Lasten des Steuerzahlers.

Pachers Appell in den Medien zeigte Wirkung: Der KWF vertagte

die Entscheidung, Bürgermeister Mock verkaufte das Blumenhotel

ohne Verzicht auf die KWF-Rückzahlungen – um 5,7 Millionen

Euro an Gesellschaften aus Salzburg und Wien, hinter denen wiederum

Firmen in der Schweiz und Polen stehen. Pacher: „Es freut

uns, dass es gemeinsam gelungen ist, eine Lösung zu finden, die dem

Steuerzahler 1,6 Millionen Euro erspart hat.“

Russland ist für Kärnten viel mehr als nur Herkunftsort oft fragwürdiger Investoren und Staatsbürgerschaftswerber.

Einen erhellenden Einblick in das Bild Österreichs in Russland gibt Tatiana Koryakina*.

Wenn ein Russe mehr über Österreich erfahren will, führt der erste

Weg oft über google. „Австрия“ (Österreich) scheint dabei mit rund

41.300.000 Einträgen auf (Stand August 2011). Als erstes erscheint der

Artikel über Österreich in Wikipedia. Russen zieht es aus ganz unterschiedlichen

Gründen nach Österreich.

Urlaub

отпуск [otpusk]

An erster Stelle steht Österreich als Urlaubsland,

in letzter Zeit vermehrt Kärnten: Mit einem

Nächtigungsplus von 19,4 % ( Juni 2011) und

33,9 % (Februar 2011) im Vergleich zum Vorjahr.

Erklärbar ist das vor allem durch aktive Werbemaßnahmen

russischer Anbieter. Österreich wird

vor allem als das Land der Berge, Seen, Schlösser,

Nationalparks, Museen, Sportmöglichkeiten und

Kurorte präsentiert.

Studium in Österreich

учёба в Австрии [utschjoba v avstrii]

Das Studium in Österreich ist nicht nur in Internetforen, in denen sich

Absolventen und Interessenten über bürokratische Hindernisse und

Möglichkeiten austauschen, ein häufiges Thema. In Russland herrscht

die Meinung vor, dass das Studium in Österreich günstiger sei als in

Deutschland. Zusätzlich war bis vor kurzem keine Aufnahmeprüfung

von Tatiana Koryakina*

Tatiana Koryakina ist staatlich

geprüfte Russischtrainerin,

Universitätslektorin an

der Alpen-Adria-Universität und

Autorin in Klagenfurt. Wenn Sie

Interesse an der russischen

Wirtschaftssprache für Ihr

Unternehmen haben, nehmen Sie

bitte Kontakt unter 0680 1449534

oder russischsprachkurs@

hotmail.com auf.

abzulegen. Einem Abschluss in Österreich werden hohe Qualität und

Prestige zugeschrieben.

Immobilien in Österreich

недвижимость в Австрии [nedvishimost v avstrii]

Die Aussicht, ein Grundstück mit Blick auf die Alpen oder den Wörthersee

zu besitzen, lockt vor allem die besser Situierten.

In manchen Fällen ist das günstiger als

eine Wohnung im Moskauer Nobelviertel. Der

höhere österreichische Lebensstandard (trotz der

Verbesserungen in Russland in den vergangenen

Jahren) ist besonders für jene attraktiv, die an ein

Älterwerden und bereits heute an die sehr gute

ärztliche Versorgung denken.

Geschäft in Österreich

бизнес в Австрии [bisnes v avstrii]

Russen zeigen Interesse an Hotels oder Minihotels

in den österreichischen Bergen. Die Hauptgründe,

weshalb sie vermehrt in Österreich geschäftlich

aktiv sind, liegen in der Ruhe des Landes, im guten Klima

und darin, zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten zu finden. Immer mehr

österreichische Handelspartner erkennen, dass die Kenntnis der russischen

Sprache künftig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in

ihrem Segment bedeutet.

. . . schneller am Ziel!!!

8. Maistrasse 47 - 9020 Klagenfurt - Telefon: 0 46 3/563 93 - www.alpenland.co.at - Facebook: www.facebook.com/alpenland

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Handel | Special

wir handel(n)!

Der Handel als Impulsgeber für

Wirtschaft und Gesellschaft

Der Handel als Impulsgeber für

Wirtschaft und Gesellschaft

Geht’s dem Handel gut geht’s uns

allen gut – So einfach dieser Satz

klingt, so richtig ist er.

Die Kärntner Handelslandschaft

umfasst über 10.000 Unternehmen.

Vom Import-/Exporthandel,

über Ladengeschäfte bis hin zu den

Versicherungsagenten reicht der

weite Bogen von unterschiedlichsten

Branchen innerhalb der Sparte

Handel.

In der Wirtschaftskammer Kärnten

nimmt der Handel einen führenden

Platz in der Mitgliederstatistik

ein und auch für die Kärntner

Volkswirtschaft ist seine Bedeutung

enorm. Etwa 30 % der marktorientierten

Wirtschaft sind dem Handel

zuzuzählen und auch bei den Neugründungen

ist die Handelssparte

führend. In den letzten Jahren kam

es zu einer dynamischen Entwicklung

bei den Handelsbetrieben. Besonders

der Großhandel verzeichnete

einen deutlichen Anstieg an

Unternehmen. Aber auch der Zuwachs

der Betriebe bei neuen Vertriebsformen

wie im Direktvertrieb

oder bei E-Commerce-Händlern

zeigt, dass der Handel von starken

Veränderungen betroffen ist.

Trotz seiner überwiegend kleinbetrieblichen

Struktur (fast 90 %

der Handelsbetriebe beschäftigen

weniger als zehn Mitarbeiter) ist

Foto: WKK

der Handel insgesamt der zweitgrößte

Arbeitgeber der Kärntner

Wirtschaft. Auch im Bereich der

Lehrlingsausbildung ist der Handel

vorbildhaft: Die Gesamtbetrachtung

zeigt, dass das Ausbildungsniveau

der Beschäftigten im Handel

über dem

Durchschnitt

der österreichischen

Bevölkerung

liegt.

Der Umsatz

der Kärntner

Handelsbetriebe

beträgt rund

7 Milliarden Euro (ca. ein Drittel

der in Kärnten erzielten Umsätze).

Aufgrund dieser herausragenden

Stellung sind die Forderungen des

Handels nach einer Verbesserung

der rechtlichen Rahmenbedingungen

mehr als gerechtfertigt.

Die berechtigte Forderung nach

einem Widmungs- und Baustopp

für innenstadtrelevante Sortimente

auf der „grünen Wiese“ sichert die

bestehenden Handelsstrukturen

und ermöglicht dem Handel seine

wichtigen Funktionen – die Sicherung

der Nahversorgung und die

Aufrechterhaltung der Attraktivität

von Orts- und Stadtkernen – zu

erfüllen. Bereits heute ist das Angebot

von Verkaufsfläche pro Kopf

in Kärnten weit über dem europäischen

Durchschnitt. In Kärnten

kommen auf jeden Einwohner 1,9

m 2 Verkaufsfläche – in Deutschland

sind es z.B. nur 1,4 m 2 (und

dabei gehen Handelsexperten in

Deutschland von einem Überangebot

von 40% bei der Verkaufsfläche

aus). Jede zusätzliche Erweiterung

bei der Verkaufsfläche führt unweigerlich

zu einem Sinken der Flächenproduktivität.

Wenn Politiker

sich daher für ein weiteres Wachstum

von Verkaufsflächen entscheiden,

sind sie dafür, dass Vertriebsformen,

mit großen Flächen und in

Relation dazu wenig Mitarbeitern,

die Betriebe des Handels verdrängen,

die „mitarbeiterintensiv“ geführt

werden.

Die Forderung, die Öffnungszeiten

nicht weiter zu liberalisieren, geht

von derselben Überlegung aus. Bei

unbeschränkten Offenhaltemöglichkeiten

und den derzeitigen kollektivvertraglichen

Zuschlägen für

die „erweiterten Öffnungszeiten“,

wären die Handelsfirmen im Vorteil

(und würden ihre Konkurrenten

verdrängen), die ihre großflächigen

Betriebe mit wenigen Mitarbeitern

führen.

Geht’s dem Handel gut

geht’s uns allen gut –

So einfach

dieser Satz klingt,

so richtig ist er.

Auch das entschiedene Auftreten

gegen moderne Formen der „Wegelagerei“

in Form einer Citymaut

dient dem

Schutz der bestehenden

Handelslandschaft

in

den Innenstädten.

Verkehrsbeschränkungen

in

den Orts- und

S t a d t k e r n e n

führen nicht zur Vermeidung von

Verkehr, sondern im wesentlichen

nur zur Verlagerung auf die grüne

Wiese – die Umweltbelastung findet

dann einige Kilometer außerhalb

der Zentren statt, ohne dass

der Feinstaub sich durch künstliche

Verkehrsbarrieren aufhalten lässt.

Eine Verkehrsberuhigung unter

Einbindung der innerstädtischen

Händler kann demgegenüber eine

sinnvolle Einzelmaßnahme darstellen.

Die Zukunft des Handels

bleibt die Veränderung.

Das einzige, das beständig ist, ist

der Wandel – diese Weisheit trifft

besonders auf den Handel zu. Der

„Smart-Shopper-Trend“ führt

dazu, dass die Konsumenten/innen

beim Einkaufen das Internet und

den stationären Einzelhandel zunehmend

verbinden. Information

im Internet und Kauf im Geschäft

genauso wie Information im Geschäft

und online Einkaufen sind

Trends, die den Handel verstärkt

prägen werden. Wesentliche Veränderungen

werden in Zukunft

auch von der Verschiebung der

Altersstruktur, vom langsamen

Wachstum der Bevölkerung, von

unterschiedlicher Verteilung von

Einkommenszuwächsen ausgehen.

Am Point of Sale werden Technologien

wie Selfscanning, RFID

und automatisierter Bargeldfluss

verstärkt eingesetzt werden – dennoch

wird auch das Geschäft der

Zukunft durch Menschen geprägt

bleiben.

Um alle diese Entwicklungen positiv

zu adaptieren, ist es wichtig den

Handel auch durch die Fördertöpfe

der öffentlichen Hand bei der Einführung

neuer Technologien, bei

dem verstärkten Engagement im

E-Commerce und dem Erschließen

neuer (Auslands-)märkte kräftig

zu unterstützen.

Herzlichst

Ihr Spartenobmann

Jürgen Mandl

Handel | Special

Die totale

Inszenierung

ExotischE Extravaganz, feminine Verspieltheit, archaische Kräfte und

minimalistische Klarheit sind in dieser Festsaison angesagt. Lassen

Sie sich von innovativen Deko-Ideen für die Weihnachtszeit in Ihrem

Laden mitreiSSen. Es erfordert viel Geschick, den Kunden vor dem

Schaufenster abzuholen und in die Weihnachtswelt Ihres Geschäfts

zu entführen. Profitieren Sie von den exklusiven Eindrücken der angesagten

Designer.

Der Kunde des 21. Jahrhunderts wünscht sich, von Ideen, Eindrücken

und Phantasien überrascht, ja sogar überwältigt zu werden.

Mitgerissen von den verschiedenen Stimmungen, lässt er sich

auf ein Abenteuer zwischen Identität und Tradition ein. Ob detaillierte

Farbmuster oder pure Natur – der Mensch von morgen

bleibt hybrid.

Auf der Christmasworld in Frankfurt, der Weltleitmesse für Dekoration

und Festschmuck, präsentierten Aussteller alljährlich Produktneuheiten

für das Fest der Feste und die begleiterscheinenden

Feierlichkeiten. Erstklassige Orientierung bietet die Trendschau

mit den vier stylishen Themenwelten der Designer vom bora.herke

Stilbüro: Was sind die Farben, For men und Materialien der Deko-

Saison 2011/12?


14

M.U.T. Magazin 03.2011

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Handel | Special

Handel | Special

Elemental Force

Kraftvoll, rau und archaisch

Diesen Stil prägen Gebrauchsspuren und Alterungsprozesse. Sie zeigen

sich auf Produkten aus natürlichen Materialien wie Stein, Ton, Lehm

und Kupfer sowie Rinde, Grobstrick und Geflochtenem. Ein harmonisches

Bild entsteht durch starke Farben wie Meeresgrün, Marineblau,

Ocker, Rostrot und Steingrau. Raue Felslandschaften dienen hier als

Vorbild. Die Patina von korrodierten und unregelmäßigen Klippen ist

Inspirationsquelle für die Oberflä-chen von Kugeln, Bändern, Textilien,

Vasen und Keramiken.

Die Christmasworld:

Für den Fachhandel aber auch für

Dekorateure und Designer

bietet die Trendschau eine große Inspirationsquelle

für die Geschäfts- und Schaufensterdekoration.

Außerdem gibt sie ganz konkrete Anregungen

für die Sortimentsgestaltung,

da Produkte von Ausstellern

hier unmittelbar im Kontext zu sehen sind.

Bountiful Scenery

Exotisch, extravagant und raffiniert

Eine leuchtende Farbreihe bestimmt dieses Trendthema. Sie reicht

von Karmin- und Bordeauxrot bis hin zu Lemongrün und Petrol. Asien,

Afrika aber auch Europa dienen als Inspirationsquelle für Dessins.

Asiatische Kimonomusterungen mit feinen Blüten, Folkloreelemente

und Ethno-Prints aus Afrika zieren die Produkte. Typisch afrikanische

Flechttechniken kommen beispielsweise mit modernen Materialien

zum Einsatz. Dekoriert wird mit Edelsteinen, Perlen, Pailletten und

Satinbändern. Die festlich überbordende Dekoration in Kombination

mit der exotischen Farbpalette macht aus der Stadtwohnung einen stilsicheren

„Melting Pot“ und gibt jedem Fest einen weltoffenen Charakter.

Designerin Claudia Herke im Interview:

Über die Entstehung der

Trends, Veränderungen am Markt

und den Einfluss der Wirtschaftskrise.

Billig ist out,

Homing ist in

Welche Themen beeinflussen die Weihnachtsdeko-Trends

2011/12?

Wir beobachten: Was passiert in der Kunst,

Architektur und beim Möbeldesign? Auch die

Entwicklungen auf der Straße, das so genannte

Streetlife, schauen wir uns an. Bei unserer

Recherche berücksichtigen wir auch neue Produkte

von wichtigen Designfirmen, Ideen von

Nachwuchsdesignern und Künstlern. Ein großer

und wichtiger Impulsgeber ist die Mode.

Vom 27. bis 31. Jänner 2012

ist die Christmasworld

in Frankfurt am Main

der Treffpunkt für die internationale

Dekorationsbranche.

Infos unter:

http://christmasworld.messefrankfurt.com

Delightful Garden

Verspielt, feminin und sportlich

Hier wird mit dem nostalgischen Charme der 50er Jahre gespielt, der

in ein modernes Umfeld versetzt wird. Eine Pastellreihe aus Gelb,

Hellblau, Lachs, Pastis und Weiß gibt den Ton an. Für kontrastreiche

Akzente sorgen ein sportives Rot und ein intensiver Blauton. Ka ros,

Streifen und florale Motive haben auf Bändern und Servietten eine

dekorative Wirkung. Dazu passen Emaille, Glas und Porzellan sowie

Spitze, Tüll und Satin. Der Stil ist inspiriert von der Leichtigkeit eines

lichtdurchfluteten Waldes. Durch die ländlichen Anklänge lässt er sich

gut mit floralen Arrangements umsetzen.

Gentle Horizon

Sachlich, klar und minimalistisch

Modern und puristisch geht es in diesem Trendthema zu. Das unterstreicht

die zurückhalten de Farbpalette aus Grau- und Brauntönen.

Akzente setzen feines Rosé und ein lebhaftes Safrangelb. Vorbild sind

hier weite Horizonte. Eine vergleichbare Klarheit entsteht durch wenige,

ausgewählte Objekte in Kombination mit großen, teils glänzenden

Flächen. Glatte und polierte Oberflächen stehen bewegte Strukturen

wie Tweed, Jute oder Cord gegenüber. Aufwendige dekorative

Verarbeitungsdetails wie Einfassstiche im Farbkontrast zum Material

treten in den Vordergrund. Der reizvolle Wechsel zwischen Feinem und

Rustikalem bewirkt ein einladendes Ambiente.

Fotos: Bora.herke

Welche Rolle spielen gesellschaftliche Veränderungen?

Natürlich schauen wir uns auch die Gesellschaft

an. Wir entfernen uns von einer Wegwerfgesellschaft

hin zu einer, der es auf langlebige

und qualitativ hochwertige Produkte mit

gutem Design ankommt. In engem Zusammenhang

damit stehen auch die Orientierung

an der Natur und das Bewusstsein für nachhaltige

Produkte.

Ist der Auslöser dafür die Wirtschaftskrise?

Die Veränderung des Kaufverhaltens hat

schon vor der Krise begonnen. Die Menschen

haben das Bedürfnis, sich zurückzuziehen und

sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Gefragt sind jetzt authentische, reduzierte

und individuelle Produkte, Handwerkliches

und natürliche Materialien. „Homing“ wird in

diesem Zusammenhang oft genannt, freundschaftliche

Beziehungen werden intensiver gepflegt.

Da die Menschen mehr Zeit zu Hause

verbringen, legen sie auch mehr Wert darauf,

es individuell zu gestalten.

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M.U.T. Magazin 03.2011

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Handel | Special

Foto: istockphoto

Handel | Special

Foto: Fotolia

359 km südlich

von Parndorf

%Aufbau:

Nachmittag des 28. Oktober 2011

Öffnungszeiten

des „Life & Style“-Outlets:

Samstag, 29.10. 2011

von 9 bis 20 Uhr

Sonntag, 30.10. 2011

von 9 bis 17 Uhr

Foto: gettyimages

Alles neu macht der…? Nein, in diesem Fall ist es der herbstliche Monat Oktober, der den Kärntner Einzelhandel

ordentlich umkrempeln wird. Anhand des weltweit erfolgreichen Konzeptes des Upselling bietet

die Sparte Handel ihren Mitgliedern eine Kärntner Premiere, die den Handelsunternehmern eine zusätzliche

Absatzmöglichkeit eröffnet: ein zweitägiges Outlet.

In den vergangenen Jahren hat dieser Trend auch Österreich erreicht,

in vielen Städten sind Verkaufsoutlets entstanden. Eines der erfolgreichsten

Center ist das „Designer Outlet Parndorf“: Seit der Eröffnung

im Jahre 1998 haben mehr als 20 Millionen Besucher den

modernen Marktplatz besucht und das Projekt zum größten privaten

Arbeitgeber im Burgenland gemacht. Den Kunden werden Restbestände

oder Vorjahresmodelle zu günstigen Preisen geboten, was den

Unternehmen beträchtliche Umsätze bringt.

Am 29. und 30. Oktober 2011 (Sa/So) öffnet erstmals das exklusive

„LIFE & STYLE Outlet“ am Gelände der Kärntner Messen in der

Halle 4 seine Tore. Gemäß dem Outlet-Gedanken finden Kärntner

Unternehmer hier das passende Umfeld, um ihre Lagerbestände oder

Vorjahresmodelle auf ansprechende Weise dem Kunden zu besonders

günstigen Preisen anzubieten, ohne dabei die Anmutung eines

„Ramschflohmarktes“ aufkommen zu lassen. Darüber hinaus ist diese

Aktion auch zur Sortimentsbereinigung gut geeignet und in Anbetracht

des nahenden Weihnachtsgeschäfts eine willkommene Möglichkeit,

Platz für neue Ware zu schaffen. Nun liegt es an den Betrieben,

das erste „LIFE & STYLE Outlet“ erfolgreich mitzugestalten.

Der Bogen des Angebots ist bewusst sehr breit gefasst und geht weit

über Mode hinaus: So finden neben diesem Thema auch Waren aus

dem Bereich Freizeit, Sport sowie Schuh- und Lederwaren ihre Interessenten

und Abnehmer. Auch das Thema Living ist abgedeckt,

angedacht ist weiters der „Second Hand“-Verkauf in Form einer

„Ski- und Rad-Börse“, bei der die gekauften Sportartikel gleich vor

Ort auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden können.

Die Idee wurde aus der täglichen Praxis des

Einzelhändlers geboren: Im Modebereich haben

die Händler viel Überhänge. Demnach ist

diese Veranstaltung als Ventil zu sehen, um den Lagerdruck

loszuwerden. Zudem kann man die Ware gut an

den Mann bringen, da beim „Life & Style“-Outlet

auf dem Klagenfurter Messegelände eine sehr hohe

Kundenfrequenz erwartet wird. Neue Kunden zu

gewinnen – die vorher nicht in mein Geschäft gekommen

wären –, ist ein weiterer positiver Effekt. Das Einzigartige:

mehrere Händler mit mehreren Marken

präsentieren sich an einem gemeinsamen Ort. Das ist die

Chance für Händler, neue Wege zu gehen.

Ergreifen wir sie!

Siegfried Rauter

Textilhandel-Sprecher, Inhaber „LeChic“ in Völkermarkt

Um die Teilnahme für die Kärntner Unternehmerschaft

besonders attraktiv zu gestalten, übernimmt

die Sparte Handel einen GroSSteil der anfallenden

Kosten wie z.B. für die Bewerbung, Security u.a.. Lediglich

ein symbolischer Beitrag ist von den teilnehmenden

Firmen auszulegen.

Foto: Fotolia

Wie schon in den Vorjahren werden die herausragenden Leistungen

des service- bzw. versicherungsagenturfreundlichsten Versicherungsunternehmens

prämiert. Die renommierte Verleihung wird heuer mit

frischem Wind um eine weitere Auszeichnung bereichert, denn erstmalig

wird auch die beste Versicherungsagentur innerhalb der Kärntner

Versicherungsbranche ermittelt und gekürt.

Grundlage für die Verleihung des Service Award 2011, die alle zwei

Jahre stattfindet, bildet eine Umfrage unter den etwa 800 Kärntner

Versicherungsagenten und deren Kunden. Bewertet werden Kundenzufriedenheit,

Produktportfolio und Service- bzw. Qualitätskriterien.

Die Kärntner Versicherungsagenten stellen sich einer spannenden

Wahl – freuen Sie sich mit uns auf die Sieger und die feierliche Verleihung

des Service Award 2011, die am 11. November 2011 in einer

exklusiven Location am Wörthersee stattfindet.

Als schiffbruch-sicherer Gastgeber führt der bekannte Entertainer,

Kabarettist und „Dancing Stars“-Teilnehmer Dieter Chmelar durch

das Regatta-Programm. Nach den Vorjahressiegern Wüstenrot (2009)

und UNIQA (2007, 2005) findet auch dieses Abenteuer ein gutes

Ende: Wer übernimmt den renommierten Preis für das Jahr 2011?

Volle Fahrt voraus!

Das Landesgremium der Kärntner Versicherungsagenten

setzt Segel zur Verleihung des Service

Award 2011. Unter dem Motto einer „Segelregatta“ spiegeln

sich fairer Wettkampf, Teamspirit, persönliche Stärken

und das Setzen des Kurses bestens wider.

In den kommenden drei Monaten wird es

in der Versicherungsagentur-Szene und sicherlich

auch in der gesamten

Versicherungsbranche heiSS hergehen.

Im Zuge des serviceaward der

Kärntner Versicherungsagenturen werden wir die

Versicherungsunternehmen einladen, an einer

umfassenden Befragung teilzunehmen,

werden das Voting durchführen und planen ein

Mystery-Shopping direkt vor Ort bei den

Landesdirektionen.

Werner Stornig

Gremialobmann

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M.U.T. Magazin 03.2011

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Handel | Special

Office | Story

Die Jugendlichen sind sehr engagiert bei der Sache,

weil Ihnen spätestens hier bewusst wird,

dass dies ihre Chance ist, sich weiter zu entwickeln und

sich am Arbeitsmarkt auch durch

hohe soziale Kompetenz abzuheben und ihren eigenen

authentischen Verkaufs-Stil zu erarbeiten.

Barbara Graber

Quantenraum

Foto: WKK

Diesmal besuchten wir Hans Hueter von POOL

& SERVICE in Klagenfurt. Er ist stolz auf das

Resultat seines neuen Bürointerieurs. Der M.U.T.-

Redaktion gewährt er exklusiven Einblick in seine

schöne Bürowelt.

Unternehmer

am Arbeitsplatz

Lehrlinge:Total lebendig!

Das Verkaufsgespräch ist das Um und Auf im Handel. So wurden die Besten der

Besten aus Kärntens Betrieben im Juni 2011 in der Wirtschaftskammer ausgezeichnet.

Nach dem groSSen Erfolg des Junior Sales Champion Kärnten 2011geht

es nun zum Bundeswettbewerb nach Salzburg.

Handelslehrlinge im zweiten und dritten Lehrjahr aus ganz Kärnten

haben an der Aktion „Pepper your Service“ in diesem Frühjahr teilgenommen.

Diese Schulung zielt auf die Technik des Verkaufsgesprächs

ab und gilt bereits als besonderes Aushängeschild der Sparte Handel,

die dadurch die ausbildenden Handelsbetriebe durch gezielte Aktivitäten

unterstützt. Äußerst positiv, dass viele Unternehmen ihrem Lehrling

die Möglichkeit gaben, an dem Wettbewerb teilzunehmen und ihm

vorbildhaft durch ihr Fachwissen beistanden.

Ein Navigationsgerät hat Patrick Kogler aus St. Primus, dem Sieger des

Junior Sales Champion Kärnten, Glück gebracht. Bei seinem auf einer

Bühne simulierten Verkaufsgespräch sollte der Kärntner Handelslehrling

zeigen, wie sich ein Produkt seiner Wahl am besten verkaufen lässt.

„Dabei ist es wichtig, die Individualität des Kunden zu berücksichtigen.

Dann sollte man Verkaufspsychologie anwenden und über die richtige

Arbeit mit Wortbildern den Kunden für ein Produkt überzeugen“, beschreibt

der Schüler der Berufsschule Völkermarkt gekonnt seine Vorgehensweise.

Er arbeitet im Rutar-Center in Eberndorf.

Nun werden Kärntens Sieger Patrick Kogler und Zweitplatzierte Eva

Vejvar zum internationalen Berufswettbewerb „Junior Sales Champion

International“ am 19. Oktober 2011 nach Salzburg entsandt.

Was hat Sie zum jetzigen Zustand Ihres

Büros bewegt – wie sah es vorher aus?

Vorher war es ein „normaler“ Besprechungsraum

mit einem großen Besprechungstisch,

vielen Stühlen und wenig Charme/Atmosphäre.

Ein modernes Büro muss für mich den unterschiedlichen

Gesprächssituationen Rechnung

tragen. Das gilt für Kunden gleich wie

für Arbeitskollegen. Daher haben wir bei

der Gestaltung auf drei unterschiedliche Situationen

Wert gelegt und davon abgeleitet

auch drei Büroteile geschaffen. Dies war auf

Grund der gegebenen relativ geringen Fläche

nicht einfach.

· Der erste Teil für die Kontaktfindung bzw.

das gemütliche „Zwischendurch-Gespräch“

ist die Kaffee-Bar.

· Der zweite Teil mit den beiden modernen

Sofas dient der gemütlichen Kommunikation

und Information. Etwa im Kundengespräch

der Klärung der Kundenwünsche

oder der Präsentation von Lösungsmöglichkeiten.

Sich wohlfühlen und entspannen

stehen im Vordergrund.

· Der dritte Teil mit dem Besprechungstisch

ist der Platz für Verhandlungen und konzentrierte

Gespräche.

Die Firma Taurer aus Klagenfurt hat die Gestaltung

sehr gut geschafft. Abgerundet wird

das Ganze durch interessante Accessoires,

Bilder und einen Großbildschirm für Präsentationen.

Was ist Ihr Lieblingsstück?

Das ist die Kaffee-Bar und für mich der Platz

hinter der Bar.

Wer war schon da?

Viele Kunden – und natürlich finden alle

Mitarbeiterbesprechungen in dem Raum

statt. Die VIPs sind für mich unsere Kunden

und Mitarbeiter.

Fotos: WTS

Automobilkaufmann/-frau für den Einzelhandel,

Kraftfahrzeuge und Ersatzteile

Neuer Lehrberuf

Foto: gettyimages

ab Herbst 2011!

INFOS UND KONTAKT

Für Lehrbetriebe und

Interessenten:

Landesgremium des Kärntner

KFZ-Handels

Angelika Anwald

T 05 90 90 4 - 335

E angelika.anwald@wkk.or.at

Die KFZ-Branche hat sich in den letzten

Jahren rapid verändert. Dies hängt in erster

Linie mit einer beeindruckenden Weiterentwicklung

des Marktes aber auch mit einer

neuen Erwartungshaltung unserer Kunden

zusammen. Das Auto ist nicht mehr ausschließlich

Fortbewegungsmittel, sondern

Ausdruck eines besonderen Lebensgefühls.

Ein Ende der Entwicklung von Design und

Technologie ist kaum abzusehen. Der internationale

Markt reagiert auf die Wünsche

der Konsumenten und fordert daher auch

vom KFZ-Händler höchste Flexibilität und

Kenntnis der aktuellen Trends. Der zeitgemäße

KFZ-Händler verkauft nicht nur,

sondern vermittelt Emotionen und ist auch

umfassender Dienstleister geworden. Die

neuen Herausforderungen erfordern einen

neuen Zugang zum Beruf Automobilkauffrau/mann.

Der KFZ-Handel ist eine faszinierende Branche,

die jungen Menschen interessante

Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung

aber auch für vielversprechende Zukunftsperspektiven

erlaubt. Nützen Sie die

Chance, steigen Sie ein, seien Sie von Anfang

an dabei!

Allgemeine Fragen

zum Lehrberuf:

Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer

Kärnten

Mag. Birgit Ebner

T 05 90 90 4 - 871

E birgit.ebner@wkk.or.at

Das Büro wurde von Taurer Wohn-Büro-

Objektmöbel (www.taurer.com) geplant

und ist mit Möbeln von BLAHA und

Serralunga ausgestattet.

Möchten auch Sie ein besonderes Büro

vorstellen? Dann schreiben Sie uns Ihren

Vorschlag an redaktion@mut-magazin.at

20

M.U.T. Magazin 03.2011

21


Chefsache(n)

Magnetische Maus von

ALESSI

Nicht nur für die üblichen

Büroklammern geeignet.

Probieren Sie es doch mal

mit Schlüsseln, Pins und Co..

Lassen Sie Ihrer Kreativität

freien Lauf!

www.kikaustore.it

Foto: Alessi

Card Case von ÖGON Designs

Dieser Tausendsassa hat es in sich: jede Menge

Karten. Bankomatkarte, Kundenkarte oder

Visitenkarte. Da passt alles rein und kommt

nichts durcheinander. In vielen bunten Farben

und Designs. Praktischer geht’s nicht mehr!

Erhältlich im Lederhaus Pflüger in der

10. Oktoberstraße 8 in Klagenfurt am

Wörthersee.

www.pflueger.at

myColour Ordner von ELBA

Schafft Ordnung im Schrank. Die neue,

stabile Serie bringt Farbe ins Spiel.

Das erfrischende zweifarbige Design

– innen und außen! – ermöglicht Ihnen

die bunte, originelle Aufbewahrung von

gelochtem Schriftgut.

Erhältlich in der Papierfachhandlung

Strein in der Bahnhofstraße 35 in

Klagenfurt am Wörthersee.

www.strein.at

Das Leben ist bunt!

Wie in den 80ern, nur stilvoller: So lebendig hätte

man den neuen Farbtrend in heimischen Büros

nicht eingeschätzt. Damit auch der graue Büroalltag

so bunt wie der Herbst wird, stellen wir

Ihnen 10 Must-Haves vor, die nicht zu übersehen

sind. Gute Laune an trüben Tagen garantiert!

Foto: ÖGON Designs

chefsache(n)

uslu airlines Nagellack

Zumindest mit den Fingernägeln

verreisen. Das Berliner Label

mit dem touristisch-klingenden

Namen kann alleine bei einer

Nagellack-Serie mit 34 verschiedenen

Farben aufwarten! Großes

Frauenplus: Jedes Business-Outfit

hat seinen eigenen Nagellack!

www.usluairlines.com

Buntes Rakuobjekt

„Wächter“ von Beate Will

Diese Kunst macht Sinn. Ob als

Dekoration im Büro, Warteraum oder

als Geschenk. Nachdenklich & lebensbejahend

sind die Ra kuobjekte

und Tonplastiken von Beate Will. Die

Künstlerin aus Althofen hält Workshops

und mischt begeistert eigene Glasuren

für ihre Werke.

Keramik-Atelier Beate Will

Ringstraße 23 · 9330 Althofen

E beatewill@gmx.at

von ISABELLA SCHÖNDORFER

Foto: ELBA/ Hamelin GmbH

Foto: uslu airlines

Foto: BOOMBUZ Foto: Anita Schnurpfeil

Lolla Naked

von BOOMBUZ

Für mich bitte 100% Nature

and Style, wenn’s geht. Gerne:

BOOMBUZ heißt der Trend. Bunt

und aus vollkommen natürlichen

Bestandteilen spazieren diese

angesagten Flip Flops durch den

Spätsommer. BOOMBUZ haben

eine ebenso lange Lebensdauer

wie herkömmliche Schuhe,

verrotten aber, wenn sie eines

Tages ausgedient haben, auf

natürlichem Weg. Praxis-Tipp

der Redaktion: Nach langen

High-Heels-Tagen gleich in die

freiheitsliebenden BOOMBUZ

schlüpfen und ganz relaxt Richtung

After-Work-Drink flanieren.

www.boombuz.at

Lunch Bag „HUNGER“ von

FraeuleinGrete

Eine klare Ansage ist dieses

Jausen-Sackerl in moderner

Polka-Dots-Optik! Damit verteidigt

man sein Revier im Büro –

zumindest essenstechnisch – vom

ersten Tag an. Praktisch viel Platz

für den Hunger für zwischendurch.

Achtung: Neider unter Kollegen

garantiert!

www.dawanda.at

Gewinnspiel

GEWINNEN SIE

einen Gutschein im Wert von 100€

zur Verfügung gestellt vom

Trend store Villach.

Wie viele Menschen beschäftigen Kärntens Unternehmer

und sorgen so für Arbeit und Wohlstand um Land?

A) ca. 18.000 B) ca. 180.000 C) ca. 800.000

Um zu gewinnen, senden Sie die richtige Antwort

per E-Mail (Name & Adresse angeben)

mit dem Betreff „Gewinnspiel“ bis 1. November an

redaktion@mut-magazin.at

Foto: WTS

Foto: Magis

Chefsache(n)

Pilz-Dekoration von Blumen

Pucher

Damit es nicht nur vor der Bürotüre,

sondern auch dahinter herbstlich zugeht,

sollte man die Firmenräumlichkeiten

rechtzeitig mit entsprechender

Deko behübschen. Diese Keramik-

Pilze finden ganz schnell ihren

Lieblingsplatz und zahlreiche

Fans. Feinste Handarbeit aus

Deutschland.

Erhältlich bei Blumen Pucher

in der Ebentaler Straße 169

in Klagenfurt am Wörthersee.

www.blumen-pucher.at

AERONAUTICA MILITARE

im Trend Store

in Villach, Bahnhofstraße 5.

Welcher Unternehmer sieht sich nicht

als Pilot? Aeronautica Militare steht

für eine Kollektion im authentischen

und unverwechselbaren Pilotenstil.

Made in Italy sind auch die Patches

und Wappen – Originale der Luftwaffe

und Frecce Tricolori. Besondere

Exklusivität für Anspruchsvolle!

www.trendstorevillach.at

Easy Chair von Magis

Stapelbar & peppig: Der

formschöne Stuhl spricht für

seine italienische Herkunft.

Er ist auch ideal für den

Außenbereich geeignet, da

er Wind & Wetter standhält.

Sitzhöhe: 44 cm. In

den Farben rot, anthrazit,

olivgrün, gelb, lila, fuchsia,

beige, hellblau oder weiß.

Erhältlich bei TAURER Wohn-

Büro-Objektmöbel in der

Villacher Str. 1A in Klagenfurt

am Wörthersee.

www.taurer.com

Das Chefsachen-Thema unserer nächsten

Ausgabe lautet „LUXUS: Man gönnt sich ja sonst nichts!“

Ihr Unternehmen hat ein passendes Produkt, das Sie

gerne vorstellen möchten? Die Redaktion freut sich

über konstruktive Beiträge an redaktion@mut-magazin.at

Foto: Trend store/aeronautica

22

Foto: beate will

M.U.T. Magazin 03.2011

23


Foto: Fotolia

Wirtschaft | Bunt

Alle Jahre wieder: Die Weihnachtsfeier in der Firma. Selbst in Krisenzeiten

setzt sich normalerweise wenigstens die Abteilung zusammen,

um Weihnachten bei selbst gebackenen und mitgebrachten Plätzchen

zu feiern und am Glühwein zu nippen. Andere Unternehmen machen

aus diesem Anlass ein richtiges "Event", laden Ihre Mitarbeiter

an einen anderen Ort ein und organisieren eine umfangreiche Veranstaltung.

Der Anlass bietet die Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl,

die Identifikation mit dem Unternehmen und die Motivation

der Mitarbeiter zu steigern. In vielen Unternehmen dient die Weihnachtsfeier

auch als Abschluss und Dankeschön eines Geschäftsjahres

und bietet die Gelegenheit, das letzte Jahr Revue passieren zu lassen.

Erfolge, Probleme, stressige Situationen und gemeinsame Erlebnisse

können in lockerer Atmosphäre angesprochen werden.

Gut zu wissen:

Seitens der Unfallversicherung wird eine

Weihnachtsfeier wie eine normale, versicherte

Tätigkeit im Betrieb behandelt. Voraussetzung

ist, dass die Unternehmensleitung die

Feier genehmigt und dazu einlädt, ein wesentlicher

Teil der Mitarbeiter anwesend ist und auch

ein Beauftragter des Arbeitgebers. Ort und Zeit

der Veranstaltung können frei gewählt werden.

Der Schutz besteht bis zum offiziellen Ende und

auch auf dem direkten Heimweg. Kein Versicherungsschutz

besteht bei einem Unfall, der durch

Alkohol- oder Drogeneinfluss wurde.

Maßgeschneiderte Weihnachtsfeier

ganz nach Ihren Bedürfnissen:

Individuelle Menü- & Tafelgestaltung

Dekoration nach Wunsch

Parklounge als Partybereich

Wie Weihnachtsfeiern für

Chef & Co. gelingen –

Inklusive Checkliste.

Checkliste für die Organisation

◦ Legen Sie den Termin fest. Jetzt haben Sie noch die

freie Wahl. Überlegen Sie, welcher Wochentag

und welche Uhrzeit am besten geeignet sind.

◦ Teilen Sie den Termin früh genug Ihren Mitarbeitern

mit und tragen Sie ihn in den betrieblichen

Terminplaner ein.

◦ Überlegen Sie, wie viel die Sache kosten darf.

◦ Wählen Sie ein geeignetes Lokal aus und reservieren

Sie dort einen Tisch bzw. Nebenraum; lassen

Sie sich die Reservierung vorsichtshalber per Fax

bestätigen. Wollen Sie ein Menü auswählen, können

Sie das an einem späteren Termin (meist eine

Woche vor der Veranstaltung) erledigen.

◦ Oder wollen Sie im Betrieb feiern und sich das Essen

liefern lassen? Das kann durchaus gemütlich

sein und ist meist billiger als eine Feier im Lokal.

Sie bzw. Ihre Mitarbeiter haben dann allerdings

mehr Arbeit mit dem Dekorieren und Aufräumen.

◦ Ein auSSergewöhnlicher Rahmen ist natürlich in

erster Linie von der Höhe des Budgets abhängig.

Spezielle Agenturen bieten Veranstaltungen auf

Berghütten, in Zirkuszelten, Theatern und Opernhäusern,

im Casino u.ä. an.

◦ Möchten Sie auSSer dem Essen noch ein Programm

anbieten? Auf jeden Fall müssen Sie einige Worte

sagen; dazu können Sie bereits ein paar Stichpunkte

notieren. Vielleicht wollen auch Ihre Mitarbeiter

z.B. Musik oder einen Sketch beisteuern.

◦ Wollen Sie Ihren Mitarbeitern bei der Feier auch

Weihnachtsgeschenke überreichen? Dann sollten

Sie jetzt schon überlegen, was das sein könnte

und es ggf. bestellen.

◦ Oder soll z.B. gewichtelt werden (die Mitarbeiter

ziehen Lose, auf denen steht, welchen Kollegen

sie – anonym – mit einem kleinen Geschenk bedenken

sollen)?

Parkcafé Gastronomie & Touristik GmbH

Moritschstraße 2, A-9500 Villach

Tel.: 0699 / 15 177 178

Fax: 04242 / 23279

office@parkcafe.at | www.parkcafe.at

intern

An die Arbeit!

Die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt

bringen wieder einmal

plagende Neuigkeiten: Die Arbeitslosigkeit

steigt seit mehr als

vier Monaten in Kärnten an und

fällt höher aus als in Österreich.

Besonders bedrückend dabei ist der

Anstieg der Langzeitarbeitslosen

über sechs Monate, der mit + 2,1

% in Kärnten deutlich ausfällt (Österreich:

-4,5%). Bereits über 4200

Personen sind länger als sechs Monate

beschäftigungslos.

Aber gleichzeitig vergeht kein Tag,

an dem sich nicht ein Unternehmer

darüber beklagt, wie schwierig es

doch ist, gut ausgebildete Arbeitskräfte

zu bekommen. Wie soll man

mit dieser Situation umgehen?

Die reine Verwaltung der Arbeitslosigkeit

ist in einer solchen

Situation sicherlich zu wenig. In

wirtschaftlichen Zeiten, wie wir

sie im Moment alle erleben, ist es

unbedingt notwendig, die Betriebe

dabei zu unterstützen, alle potentiellen

Aufträge auch erledigen zu

können. Denn die Unternehmen –

und nicht die Politiker – sind es, die

die größte Last und Verantwortung

für das Gemeinwohl in Österreich

tragen. Dazu gehört aber, dass jene

Arbeitskräfte, die gebraucht werden,

auch mit anpacken – und nicht

aufgrund einer späteren Wiedereinstellungszusage

bis dahin einfach

Arbeitslose kassieren und öffentlich

bezahlten Urlaub machen, während

Betriebe händeringend nach qualifizierten

Leuten suchen. Wer trotz

eines möglichen Jobs gerade keine

Lust am Arbeitsleben hat, sollte

mit freundlicher Bestimmtheit zurück

in den Arbeitsmarkt gebracht

werden.

Paul Kellermann, Soziologieprofessor

an der Universität Klagenfurt,

würde an dieser Stelle wohl

einwenden, dass ich den Begriff

Arbeit falsch gebraucht habe. Denn

Arbeit haben wir in Kärnten genug

– nur eben nicht genügend bezahlte

Dienststellen. In den vielen

Vereinen oder Gemeinden gibt es

Arbeit ohne Ende. Ob es um die

Verschönerung des Ortsbildes, die

Pflege von älteren Menschen oder

die Betreuung von Kindern und Jugendlichen

geht – die Gesellschaft

kann jede Arbeitsleistung gut gebrauchen.

Und hier bietet sich die

Lösung eines zweiten Problems

an: der Langzeitarbeitslosigkeit.

Wer über einen längeren Zeitraum

trotz intensiver Bemühungen keine

Stelle findet, könnte im Rahmen

der sogenannten Bürgerarbeit in

gemeinnützigen Projekten bis hin

zur Übernahme unbesetzter Zivildienststellen

beschäftigt werden.

Solche Tätigkeiten stärken sicher

einerseits das Selbstbewusstsein

mehr als der TV-Soap-Marathon

und bringen zudem auch die Motivation,

etwas leisten zu können.

Darüber hinaus hält diese Bürgerarbeit

geistig wie körperlich fit und

dient oft auch als Sprungbrett zurück

in den regulären Arbeitsmarkt.

Diese aktivierende Sozialpolitik

könnte zu einem tatsächlichen Vorzeigeprojekt

werden. Eine Voraussetzung

dafür ist allerdings, dass die

Politik sich weniger mit sich selbst

und wieder mehr mit ihren eigentlichen

Aufgaben beschäftigt. Und

die Performance und das Selbstverständnis

unserer politischen Vertreter

ist im Moment ja wirklich nur

mehr beschämend.

Also: Zurück an die Arbeit für das

Land und die Menschen, liebe

Volksvertreter!

Mag. Markus Malle

Direktor

M.U.T. Magazin 03.2011

25


Marktforschungsprojekt

Zufriedenheitsanalyse mit dem Wirtschaftsstandort Kärnten

intern

Als gröSSte Unternehmervertretung Kärntens würden wir gerne Ihre Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort

Kärnten erheben. Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und senden Sie den ausgefüllten Bogen an:

Wirtschaftsbund Kärnten

BahnhofstraSSe 59

9020 Klagenfurt

FAX: 0463/287828-40

E-Mail: office@wirtschaftsbund-ktn.at

3. Prognosen

Füllen Sie bitte aus!

Denken Sie an das Geschäftsjahr 2011 und geben Sie die geschätzten Veränderungen im Vergleich zum Jahr 2010 an!

1. Wirtschaftsstandort Kärnten

Kreuzen Sie bitte an!

Umsatzveränderung (+/- %)

Investitionsveränderungen (+/- %)

_____________

_____________

Denken Sie an den Wirtschaftsstandort Kärnten und beurteilen Sie, wie zufrieden Sie mit den folgenden Punkten sind.

sehr zufrieden zufrieden weder noch eher sehr keine

unzufrieden unzufrieden Beurteilung

Ich bin mit ... (1) (2) (3) (4) (5) möglich

den Einrichtungen für Forschung & Entwicklung

den Weiterbildungsmöglichkeiten für meine Mitarbeiter

der Anzahl der Fachkräfte

dem Lohn- & Gehaltsniveau

der Höhe der regionalen Abgaben

den Energiekosten

den Grundstückspreisen und Mieten

der Unternehmerfreundlichkeit der Verwaltung

der Anzahl und Kosten von Gewerbeflächen

dem Straßennetz

dem Flug- und Bahnanbindungen

der Verfügbarkeit von Breitband-Internet

der Lebensqualität

den Freizeitmöglichkeiten

dem Image des Landes Kärnten

Gewinnveränderungen (+/- %)

_____________

Veränderung der Mitarbeiterzahl (+/- Personen) _____________

4. Demografische Faktoren

Kreuzen Sie bitte an!

Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, benötigen wir noch einige demografische Informationen.

In welcher Sparte haben Sie Ihr Hauptgeschäft?

Banken und Versicherungen

Gewerbe und Handwerk

Handel

Industrie

Information und Consulting

Tourismus und Freizeitwirtschaft

Transport und Verkehr

In welchem Bezirk befindet sich Ihr Hauptstandort?

Feldkirchen

Hermagor

Klagenfurt

Klagenfurt Land

Spittal

St. Veit

Villach

Villach Land

Völkermarkt

Wolfsberg

2. Wirtschaftspolitische Situation

Kreuzen Sie bitte an!

Anzahl der Beschäftigten mit September 2011

Anzahl der weiblichen Mitarbeiter

_____________

_____________

Anzahl der männlichen Mitarbeiter

_____________

Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Situation in der Landespolitik?

sehr zufrieden zufrieden weder noch eher sehr keine

unzufrieden unzufrieden Beurteilung

(1) (2) (3) (4) (5) möglich

Welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach die Landespolitik auf den Wirtschaftsstandort Kärnten?

sehr gut gut befriedigend genügend nicht keine

genügend Beurteilung

(1) (2) (3) (4) (5) möglich

Welche Themen finden Sie für den Wirtschaftsstandort Kärnten in Zukunft besonderes wichtig?

sehr wichtig wichtig weder noch eher unwichtig unwichtig

(1) (2) (3) (4) (5)

Regionale Entwicklung (Stadt/Land)

Senkung der Abgaben

Glaubenswürdigkeit/Ehrlichkeit in der Politik

5. Wollen Sie uns noch etwas sagen?

_____________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________

„Danke für

Ihre Teilnahme“

26 M.U.T. Magazin 03.2011

27


Der Wirtschaftsbund ist stolz auf sein

neues Mitglied: Michaela Kaltenbacher

führt tatkräftig & engagiert ihr Unternehmen

K&P Immobilien. Unter ihrem Motto

wird der Kunde zum Architekten seiner Zukunft.

Eine Netzwerk-Königin mit Herz für

die Träume ihrer Kunden spricht über ihre Welche Hürden haben Sie in der Gründungsphase genommen?

Erfahrungen in der Gründungsphase. Diese Herausforderungen habe ich gemeinsam mit meinen Partnern sportlich

genommen. Und

Neu an Bord

der Erfolg hat mir bis

heute recht gegeben.

Erzählen Sie von

einem positiven Erlebnis

in Ihrer Gründungszeit!

Der erste Umsatz in der eigenen Firma durch den gemeinsamen, erfolgreichen

Verkauf mehrerer Liegenschaften war ein schönes Gefühl.

intern

Fotos: WTS

Thema

Wie kam es zur Gründung Ihres Unternehmens – was macht es besonders?

Da ich schon Jahre vorher erfolgreich in der Immobilienbranche tätig gewesen

bin, war es für mich nach der Befähigungsprüfung umso klarer, dass

ich meinen Traum, mein eigenes Unternehmen zu gründen, verwirklichen

würde.

Das Besondere an meiner Firma: Wir identifizieren uns, indem wir mit dem

Kopf des Kunden denken, mit seinem Herzen fühlen und mit seiner Seele

träumen. Wir stehen für das Gemeinsame, Zusammenarbeit, gegenseitige

Achtung und Respekt. Der Kunde ist als Mensch und Geschäftspartner

stets im Mittelpunkt. Unsere Devise lautet: „Werden Sie mit uns zum Architekten

Ihrer Zukunft!“

Wir haben viele Partner, wie Rechtsanwälte, Notare, Finanzexperten und

andere Kooperationspartner. Dadurch war die Namensfindung meines Unternehmens

nicht schwierig K & P Immobilien steht für Kaltenbacher &

Partner Immobilien. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Foto: Simone Attisani

Gibt es einen Tipp, den Sie anderen Gründern mitgeben möchten?

1. Setze dir ein Ziel, plane den Weg zur Erreichung des Zieles und halte

unbeirrt daran fest!

2. Baue dir Netzwerke auf und suche dir Partner, die mit dir gemeinsam ein

Stück des Weges gehen.

3. Ein Unternehmer braucht Mut!

Fotos: K & P Immobilien

Wie lange haben Sie über die Gründung nachgedacht, um dann schlussendlich

den ersten Schritt zu tun?

Mein Beruf ist meine Leidenschaft, weshalb ich den Entschluss fasste, mein

eigenes Unternehmen zu gründen und den Weg der Selbständigkeit zu gehen.

Die Vorbereitung dafür dauerte lediglich sechs Monate.

In ist,

wer drin ist

K & P IMMOBILIEN

Michaela Kaltenbacher ·

Bruno- Kreisky- Strasse 33, 1.OG · 9500 Villach

T + 43 42 42/ 359 74 · F + 43 42 42/ 359 74

M + 43 699 111 038 36 · E km@kp-immo.at

W www.kp-immo.at

Wir sind die größte freiwillige UnternehmerInnenorganisation in Kärnten

und in Österreich. Als starke Interessenvertretung erzielen wir wichtige

Erfolge für die Wirtschaftstreibenden und bieten darüber hinaus ein

engmaschiges, branchenübergreifendes Netzwerk unternehmerischer

Kompetenz und eine lebendige Business-Szene mit einer bunten Vielzahl

gesellschaftlicher Events.

Sie wissen ja: Wirtschaftsbund – der Bund fürs Unternehmerleben

Machen auch Sie mit beim Wirtschaftsbund – und treffen Sie bei uns

viele Ihrer Freunde wieder!

0463/287828-0 oder www.wirtschaftsbund-ktn.at

Am Ende des Tales

Die Zeit ist stehen geblieben in der Heft, Schauplatz

der viel gefeierten Landesausstellung „Grubenhunt

und Ofensau“ 1995. Und zwar kurz nach halb zwei, wie

die Uhr auf der sichtlich verwaisten Gastwirtschaft

beharrlich anzeigt. Was der vielzitierte „wirtschaftliche

Impuls für die gesamte Region“ hätte werden

sollen, ist verklungen wie die hoffnungsvollen Eröffnungsansprachen,

verhallt wie die hochtrabenden

Nachnutzungspläne der von Berufs wegen zuversichtlichen

Politiker. von PETER SCHÖNDORFER


28

M.U.T. Magazin 03.2011

29


Thema

Fotos: WTS

Thema

2 3 4

1 Fast meint man, ein fernes Echo zu vernehmen von den Urgewalten, die einst wüteten, um

dem Gestein das Metall zu entreißen.

2 Friedrich Münichsdorfer, Oberbergverwalter, Innovationsgeist und Chronist des „Hüttenberger

Erzbergs“, verfolgt mit versteinerter Miene den Niedergang seines Lebenswerks.

3 Im Wirtshaus „Zum Sepp“ war schon mehr los, da suchen sich sogar die Betonplatten andere

Terrassen.

Denn so wenig Leben wie auf dem Zifferblatt herrscht im gesamten

Gebäude, für dessen heute noch imposanten Entwurf Kärntens Star-

Architekt Günther Domenig mit dem Landesbaupreis ausgezeichnet

wurde. 90 Millionen Schilling, heute wären es 6,5 Millionen Euro, hat

es die öffentliche Hand den Staatsbürger kosten lassen. Geblieben ist

eine kühne Stahl- und Glaskonstruktion, von Domenigs Genie eingefügt

in die Reste der historischen Industriekolosse „Johann-Ernst”

und „Pulcheria”, wie die beiden Hochöfen heißen, die der Gegend

einst Arbeit und Wohlstand schenkten. Immerhin war das ferrum

noricum über fast ein Jahrtausend lang ein begehrter Exportartikel, die

Landschaft um Hüttenberg und Knappenberg eines der Bergbauzentren

Österreichs. 1492, als Kolumbus seinen Fuß erstmals an die Küste

einer Karibikinsel setze und glaubte, einen neuen Kontinent entdeckt

zu haben, verlieh Kaiser Friedrich III. den Hüttenbergern bereits ein

eigenes Wappen.

1

5

Vom früheren Glanz ist noch weniger übrig als der ursprünglichen Bausubstanz.

Zitat Wikipedia: „Die Hochöfen in der Heft wurden 1901 und

1908 stillgelegt. Seit der Schließung des Bergbaubetriebes 1978, der im

Zweiten Weltkrieg seinen Höhepunkt erreichte, herrscht wirtschaftlicher

Niedergang, Einwohnerverlust und eine damit einhergehende Überalterung

der Bevölkerung. Unter anderen erfolgte die Abwanderung fast aller

lange verwurzelter Gewerbebetriebe, die Schließung des Bahnhofs und

die Aufgabe des Gleiskörpers.“ Die Eisenbahntrasse, lange Zeit die wirtschaftliche

Lebensader, auf der das aus dem Gestein geschmolzene Metall

das enge Tal verließ, soll nun – wie in anderen Bundesländern vorgezeigt

– als Radweg genutzt werden; wer ihn befahren wird, weiß niemand.

6

4 Was einst die Hoffnungen der Talbevölkerung beflügelte, dient heute als Lager für altes

Frittenfett: Die Eingangshalle, in deren staubblinden Scheiben sich die vergangene Pracht

spiegelt.

5 Anderswo erlangen solche Konstruktionen und Perspektiven Weltruhm, in Kärnten droht

der Dornröschenschlaf ohne Aussicht auf einen erlösenden Kuss. Die letzten potentiellen

Prinzen stammten aus Russland, ihre Pläne eines Tibet-Zentrums in Hüttenberg schienen

gar zu märchenhaft.

6 Domenigs preisgekrönte Symbiose, dem Verfall preisgegeben.

Denn die Zahl der Fans von Heinrich Harrer, des größten Sohnes der

Ortschaft, Tibet-Erkunders und Freund des Dalai Lama, dessen abenteuerliches

Leben sogar mit Brad Pitt in der Hauptrolle verfilmt wurde (Sieben

Jahre Tibet) sind überschaubar. Ein hochfliegendes exotisches Hotelprojekt

mit eigener tibetanischer Universität wurde jahrelang mit Hilfe

dubioser russischer Investoren künstlich am Leben erhalten und kürzlich

von der Landespolitik endgültig eingesargt, und auch der Ansturm der

Freunde österreichischer Bergbaugeschichte hält sich in Grenzen. Aus

den viel versprechenden Nachnutzungskonzepten der Landesausstellung,

aus deren Anlass auch gleich sämtliche Fassaden und Dorfplätze am Ende

des Görtschitztales saniert wurden, ist nichts geworden; zu lasch war die

Politik, zu knapp die Kassa. Im Landesausstellungsgebäude weist ein Plakat

auf die „Biennale Austria“ hin – das war 2006. Domenigs preisgekrönter

Bau aus Stahl und Glas leidet in der Einsamkeit, schon machen

sich erste Spuren des Verfalls bemerkbar. „Johann-Ernst” und „Pulcheria”

harren hier aus seit 1857; auch wenn ihr Herz schon lange kalt ist, werden

sie noch an ihre stolze Zeit erinnern, wenn über die Reste der Landesausstellung

bereits das Gras wächst.

30

M.U.T. Magazin 03.2011

31


Thema

4 Fotos: WTS

Thema

Während Dutzende namhafter Hochglanzmagazine eingestellt

wurden oder mit Schwierigkeiten kämpfen, boomen die Titel

vom einfachen Leben am Land. Vorreiter ist das Magazin „Landlust“,

2005 im deutschen Münster gegründet, das seitdem zweistellige

Zuwachsraten verzeichnet und sich aktuell mehr als

800.000 mal verkauft, davon 300.000 mal im Abo. In Österreich

hat der für Trends aller Art hochsensible Red Bull-Konzern

Witterung aufgenommen und hält mit „Servus in Stadt&Land

dagegen. Das fällt insofern leicht, weil Red Bull mit Servus-TV

bereits über ausreichend Know-how in Sachen Heimatgefühl

verfügt. Nicht nur Medien, auch Veranstalter setzen auf den

Land-, Lederhosen-, Dirndl- und Volksmusiktrend: 200.000 Besucher

werden bei der ersten „Wiener Wiesn“ ab 23. September im

Prater erwartet.

2 Fotos: Fotolia

Die neue

Lust am

Landleben

Land ohne Leute

Vergreist, verwaist und „abgehaust“: Die Bevölkerungsprognosen prophezeien den Kärntner Regionen ein

langsames Aussterben. Die Entscheidung fällt jeden Tag: Fügt man sich in das vermeintlich Unvermeidliche

– oder können Kärntens Talschaften vitale Lebensräume bleiben?

Manchen dezentralen Regionen gehen die

Menschen aus, vorwiegend in der ländlichen

Umgebung von Ballungszentren hat sich der

Trend aber bereits umgekehrt: Vor allem junge Familien

haben hohe Mieten für wenig Raum und das

stressige Gedränge der Großstadt satt – und ziehen

aufs Land. Das grüne Gewissen spielt dabei keine

große Rolle, schließlich erkauft man sich das Landidyll

mit weiten Transportwegen zu Arbeitsplatz und

Schule, und die Zersiedelung der Landschaft mit alleinstehenden

Einfamilienhäusern ist aus Sicht der Raumplaner

überhaupt die Seuche der Neuzeit.

Kärnten ist anders, auch hier: Während in acht von neun österreichischen

Bundesländern die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten

wächst, schrumpft sie in Kärnten. Wien und Niederösterreich

führen die Statistik an mit Zuwachsraten von jenseits der 20 Prozent;

das Burgenland, Vorarlberg und Tirol wachsen im Bundestrend mit

etwa 14 Prozent; unterdurchschnittlich, aber positiv entwickeln sich

Salzburg (+7 Prozent), Oberösterreich (+9 Prozent) und die Steiermark

(+5 Prozent). Die Kärntner werden nicht nur weniger (etwa

ein Prozent bis 2050), sondern im Durchschnitt auch immer älter:

Schon 2030 wird der Anteil der über 65-Jährigen im Bezirk Hermagor

32 Prozent betragen – das ist unrühmliche Österreich-Spitze,

ebenso wie der Prognosewert für das Jahr 2050: 37,8 Prozent in der

Altersklasse 65 plus. „Der starke Anstieg der Zahl älterer Menschen

wird auch regional gravierende Herausforderungen für alle Bereiche

des Sozial- und Gesundheitssystems mit sich bringen. Es werden

geeignete Systeme für die Lebensformen und Betreuung von hochbetagten

Menschen entwickelt werden müssen. Auch budgetär wird

für diese Entwicklungen Vorsorge zu treffen sein“, schreibt Christian

Seidenberger von der Landesplanung der Kärntner Landesregierung

im strategischen Leitbild Kärnten (STRALE!K) zur Gestaltung des

demografischen Wandels in Kärnten.

Die Umkehr der Alterspyramide bekommt Kärnten damit am stärksten

zu spüren. Zitat STRALE!K: „Am stärksten wird sich der Anteil

junger KärntnerInnen in den Bezirken Hermagor (-38,6%), Völkermarkt

(- 38,6%) und Spittal an der Drau (-40,4%) verringern. Ein

ähnliches Bild ergibt sich bei den KärntnerInnen im erwerbsfähigen

Alter zwischen 20 und 64. Auch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung

wird in allen Bezirken sinken (im Kärntner Schnitt um -14,0%), am

geringsten in den zentralen Bezirken Villach Stadt (-7,0%), Klagenfurt

Land (-8,1%), Feldkirchen (-7,7%) und Klagenfurt (-9,0%), am

stärksten in den peripheren Bezirken Wolfsberg (-21,3%) und Hermagor

(-22,7%).“ Das bedeutet: Schon in knapp 20 Jahren werden in

Ober- und Unterkärnten um zehn bis 13 Prozent weniger Menschen

im erwerbsfähigen Alter stehen als heute – der Wirtschaft gehen die

Mitarbeiter aus.

„Die Öffnung Kärntens ist deshalb die größte politische Aufgabe

der kommenden Jahrzehnte“, ist Kärntens Wirtschaftskammerpräsident

Franz Pacher überzeugt. Das Land brauche eine geregelte

Zuwanderung von qualifizierten Menschen, denn ohne Migration

würden der Wirtschaft 30.000 qualifizierte Mitarbeiter fehlen

– mehr als der gesamte produzierende Sektor (Industrie und Gewerbe)

heute beschäftigt. Pacher: „Diese Menschen werden nicht

alleine in Kärnten heranwachsen können, weshalb es eine Änderung

der Geisteshaltung in Kärnten braucht: Ein offenes Klima

samt Infrastruktur wie internationalen Schulen und entsprechenden

Wohnmöglichkeiten, damit gut ausgebildete Menschen von anderswo

zu uns kommen und hier arbeiten wollen.“ Vor allem in der

Ausbildung müsse alles unternommen werden, um profunde, praxisnahe

und mehrsprachige Aus- und Weiterbildungsangebote für

hochqualifizierte Fachkräften bis hin zu spezialisierten Uni- und

FH-Absolventen anbieten zu können. Pachers Warnung: „Mit der

heute auch politisch praktizierten ‚Mir san mir‘-Mentalität werden

wir nicht weiterkommen!“

Aber nicht nur für das private Glück im einfachen Landleben, auch

für ambitionierte Selbstständige wird die Abkehr von der Stadt immer

attraktiver. Eine große Rolle spielt dabei das schnelle Überall- und

Immernet, das die Standortbindung in manchen Branchen mehr und

mehr auflöst. Und selbst umtriebige Netzwerker können ihre sozialen

und geschäftlichen Kontakte via Facebook in der Badehose aus

dem Gartenhäusl deutlich effizienter pflegen als der stärkste urbane

Partytiger.

Während man auf den gehobenen Kulturgenuss am Land eher verzichten

muss, lockt dort die Existenz noch funktionierender Dorfgemeinschaften

und eine Fülle an persönlichen Kontakten, die auch

manche infrastrukturellen Defizite wie den vielleicht fehlenden Kindergarten

durch eine nette, hausfraulich versierte Nachbarin leicht

wettmachen kann. Die neue Lust aufs Land kann für manche Orte

eine Chance sein, die Abwanderung aufzuhalten, bedeutet aber auch

Veränderung durch die neuen Gemeindebürger – und setzt die Bereitschaft

voraus, diesen Wandel zuzulassen und zu unterstützen, bei den

Einheimischen ebenso wie der bei der lokalen und regionalen Politik.

32

M.U.T. Magazin 03.2011

33


Thema

M.U.T.: Die Kärntner Bevölkerung vor allem am Land schrumpft

und wird älter. Was bedeutet das für die öffentliche Infrastruktur

(Schulen, Nahversorgung, Straßen etc.)?

Kreiner: Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: weder Bevölkerungszahl

noch die Altersstruktur waren bisher unveränderliche Konstanten.

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mussten sich an veränderte

demografische Strukturen anpassen. Dies sollte auch in Zukunft

gelten, wenn mit Realismus das antizipiert wird, was mit Sicherheit

vorhersehbar ist. Die Infrastrukturkosten in den peripheren Gebieten

werden immer teurer, wobei die Kosten auf immer weniger Personen

aufgeteilt werden müssen. Dies bedeutet, dass ein dezentrale Zentralisierung,

wie z.B. mit dezentralen Bildungszentren von Kindergärten

bis zur Schulen und gestaffelte Schulbeginnszeiten für die Eindämmung

der Kosten im Öffentlichen Verkehr, unumgänglich ist. Hiebei

spielt die Neubewertung der Zentralörtlichkeit von Orten eine große

Rolle. Nur so können nachhaltig ländliche Regionen gesichert werden.

Dr. Albert Kreiner

Leiter Abteilung 7 – Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und

Infrastruktur beim Amt der Kärntner Landesregierung

Über die Zentralörtlichkeit

von Orten

Im Gespräch: Albert Kreiner, einer der obersten Beamten des Landes, fordert Realismus ein und freut sich

über den Erfolg der Breitbandinitiative.

Für viele Unternehmen im ländlichen Raum ist leistungsstarkes

Internet heute nahezu überlebensnotwendig: Werbeagenturen,

Technische Büros, Zuliefernetzwerke, Unternehmensberater, IT-

Betriebe oder Druckereien und Architekturbüros sind auf schnelle

Leitungen angewiesen. Für die Breitband-Offensive wurden beispielsweise

in Oberösterreich insgesamt mehr als 100 Millionen

Euro investiert, Kärnten hinkt in den Regionen deutlich hinterher.

Wie geht es der groß angekündigten Breitbandinitiative?

Von der Ausgangslage 2003 her betrachtet, wonach lediglich 30%

der KärntnerInnen das Internet nutzten, ist die Analyse rückblickend

richtig. Dies hat sich durch die Breitbandinitiative stark gewandelt,

das BMVIT als zuständiges Ministerium hat dem Land Kärnten in

Österreich die Themenführerschaft mit seinen Investitionen bestätigt.

Der Erfolg der Breitbandinitiative Kärnten ist aber auch daraus erkennbar,

dass sie von vier europäischen Kommissionen ausgezeichnet

worden ist. Schon im Jahr 2009 konnten wir gegenüber 2006 eine

Steigerung der Breitbandinternet-Neuanschlüsse in Kärnten um rund

94 Prozent verzeichnen. Die Zuwachsraten der Neuanschlüsse liegen

um 12% über dem österreichischen Durchschnitt, der Internet-Nutzungsgrad

ist von 30 Prozent auf 76 Prozent gestiegen. Und: Villach

und Klagenfurt sind die einzigen „Cyber-Cities“ in Österreich.

Bandbreite

Coverage von

ca. 230.000 Haushalten

Coverage von

ca. 24.000 Betrieben

1 Mbit/s 98 % 99 %

3 Mbit/s 85 % 95 %

6 Mbit/s 70 % 90 %

10 Mbit/s 65 % 85 %

30 Mbit/s 35 % 55 %

Diese Bandbreite mit dieser Coverage weist kein anderes Bundesland

auf. Überdies wird die Breitbandinitiative fortgeführt.

Kärnten liegt bei der Internetnutzung im hintersten Drittel im

Bundesländervergleich. Warum?

Aufgrund des Aufholprozesses entspricht dies nicht mehr den Tatsachen.

Das GfK Online Monitoring für Österreich zeigt im 2. Quartal

2011, dass Kärnten mit einer Nutzung von 77% der Bevölkerung mit

Oberösterreich gleichauf an 4. Stelle liegt. Leider ist aufgrund der

Kleinstrukturiertheit der Kärntner Unternehmenslandschaft die mögliche

geschäftliche Nutzung von Breitband Internet durch die Kärntner

Unternehmen noch deutlich verbesserbar.

Foto: Fotolia

Foto: AKL

Foto: Sissi Furger Fotografie

Eine Vision

für den

ländlichen Raum oder

Die Überwindung der Angst vor Veränderungen

Der Autor ist im Amt der

Kärntner Landesregierung

zuständig für Gemeindefragen

und die Entwicklung

des ländlichen Raums

Vorweg möchte ich eines klarstellen:

Der ländliche Raum ist ein

unverzichtbarer und starker Teil

Kärntens. Beinahe jeder zweite

Kärntner wohnt in den Dörfern

des ländlichen Raumes. Zugleich

sind ländliche Regionen wichtige

Wirtschaftsstandorte: Neben

Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft

sind viele Handwerksund

Gewerbebetriebe hier ansässig.

Darunter sind hochindustrielle

Betriebe, die sehr leistungsfähig,

zum Teil sogar Weltmarktführer

sind. Man denke an das Mahle Filterwerk

in St. Michael ob Bleiburg

oder an Payer Engineering im oberen

Gurktal. Die ländlichen Gebiete

sind untrennbar mit unserer

Identität verbunden. Sie machen

Heimat aus!

Dennoch steht der ländliche Raum

vor riesigen Herausforderungen.

Neben dem schnell fortschreitenden

wirtschaftlichen Strukturwandel

trifft den ländlichen Raum der

demografische Wandel beinhart.

Die Bevölkerung in den klassischen

Landgemeinden nimmt

seit Jahren rasant ab. Vor allem

strukturschwache Gemeinden haben

zunehmend Schwierigkeiten,

die soziale und technische Versorgungsinfrastruktur

auf einem

ausreichenden Niveau zu sichern.

Sie kämpfen mit einem Mangel

an wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen,

dem Wegzug von jungen

Menschen und dem Rückzug von

privaten und öffentlichen Dienstleistungen.

Allzu oft sind bereits

Geschäfte, Post und andere Einrichtungen

verschwunden, die

ärztliche Versorgung ist bedroht.

Diese Entwicklungen führen zu

einem Rückgang der Einnahmen

der Gemeinden und begrenzen

deren Handlungsspielraum.

von Achill Rumpold*

Die Analyse dieser Trends zeigt

eindeutig, dass ein Weitermachen

wie bisher keine Option sein kann.

Das betrifft Amtsstuben im selben

Ausmaß wie Schulen und Bauhöfe.

Eine Zusammenlegung von

politischen Gemeinden ist aus

meiner Sicht keine Lösung – sie

nimmt Identifikation und mindert

die Bereitschaft zu unbezahlbarer

freiwilliger Arbeit und bürgerschaftlichem

Engagement. Jede

Gemeinde soll also ihren Gemeinderat

und ihren Bürgermeister

behalten – aber wir brauchen nur

mehr eine Verwaltung, einen Bauhof

und eine Amtsstube für ein

Einzugsgebiet von beispielsweise

5000 Einwohnern. Bauhöfe könnten

ersetzt werden durch Dienstleistungsgenossenschaften

von

Facharbeiter und Handwerksbetriebe

einer Region; Arbeitsplätze

könnten damit in der Region nicht

nur gehalten, sondern sogar ausgebaut

werden. Der Bürger müsste

keinerlei Einschränkungen in

Kauf nehmen, das dabei ersparte

Geld sollte vor allem in Mobilität,

also in den Anschluss an den Zentralraum

fließen. Warum?

Die Städte Klagenfurt und Villach

und in etwas abgestufter Form

auch noch die jeweiligen Bezirksstädte

(wobei hier eine Clusterbildung

notwendig wäre) bilden das

Leistungszentrum unseres Landes,

zu dem immer größere – vor allem

jüngere und höher qualifizierte

– Teile der Bevölkerung Zugang

suchen. Gleichzeitig ist aber der

Wunsch vom Haus im Grünen

noch immer stark ausgeprägt. Deshalb

müssen wir eine bessere Vernetzung

zwischen Stadt und Land

schaffen – durch kostengünstigen,

schnellen und umweltschonenden

Personenverkehr ebenso wie mit

zeitgemäßer Informations- und

Kommunikationstechnologie.

Wenn der Arbeitsplatz im Zentralraum

oder seinen „Außenstellen“,

den Bezirksstädten, bequem

in etwa 30 bis 40 Minuten erreicht

werden kann, wäre der ländliche

Raum als Wohnraum mit höchster

Lebensqualität wohl unschlagbar

– sowohl für diejenigen, die schon

jetzt dort leben, als auch für neue

hochqualifizierte Arbeitskräfte aus

Österreich und dem Ausland.

Das heißt: Konzentration und zumutbare

Erreichbarkeit gewährleisten

eine optimale Entwicklung

Kärntens und eine bessere Verteilung

von Wohlstand und Lebensqualität

in Stadt und Land – und

damit eine höhere Attraktivität

für Kärntner, die hier bleiben, und

solche, die wieder nachhause kommen

wollen.

Gastkommentar

34

M.U.T. Magazin 03.2011

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Bits | Bytes

Bits | Bytes

Foto: Fotolia/Google maps

heyday

am e_day

IT-Vollversammlung

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Eine neue Messe am Standort Klagenfurt trägt der wachsenden IT-Branche in Kärnten

Rechnung: Am 6. und 7. Oktober öffnet die IT Carinthia erstmals ihre Tore. Für Aussteller

gibt es sogar eine Förderung des Landes.

Der neue Branchentreff richtet sich vornehmlich an ein Fachpublikum

und wirbt mit direkten Kontakten zu Entscheidungsträgern

ebenso wie durch ein Top-Rahmenprogramm.

So flankiert am 6. Oktober der IT-Sicherheitstag das Messegeschehen:

Für inhaltliche Qualität bürgt die Forschungsgruppe

Systemsicherheit der Institute für Informatik an der Universität

Klagenfurt. IT-Spartenobmann Martin Zandonella: „Generell

versteht sich die IT Carinthia als Präsentations-

und Verkaufsplattform für IKT-Unternehmen

und -Dienstleister – und als optimale

Networking-Gelegenheit, denn hier trifft sich die gesamte

IKT-Branche aus Kärnten und deutlich darüber

hinaus.“

Als besonderen Anreiz hat die Sparte Information und

Consulting gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Josef

Martinz eine Förderaktion für teilnehmende Betriebe

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Sichern Sie sich

jetzt Ihre Förderung

in der Höhe von

300 EURO!

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LR Dr. Josef Martinz

ins Leben gerufen: Jedes IT-Unternehmen aus Kärnten, das einen Messestand

bucht, kann eine Förderung in der Höhe von 300 Euro beantragen.

Martinz: „„Nutzen Sie die Gelegenheit, mit einem Messestand auf der IT

Carinthia vertreten zu sein und präsentieren Sie Ihr Unternehmen sowie

Ihre Produkte und Dienstleistungen einem Fachpublikum. Kärnten ist ein

moderner Wirtschaftsstandort und bekannt für innovative Projekte in der

IT-Branche.“ Der Ablauf ist denkbar einfach: Laden Sie den Antrag auf

www.ubit-kaernten.at herunter, und retournieren Sie

ihn bitte ausgefüllt an die Wirtschaftskammer Kärnten,

Sparte IC. Die Auszahlung der Förderung erfolgt

nach Abschluss der Messe.

IT Carinthia

Fachmesse für Informations- und Kommunikationstechnologie

(IKT)

6. − 7. Oktober 2011 am Messegelände Klagenfurt

Förderantrag zum Download

auf www.ubit-kaernten.at

Ansprechpartner:

Wirtschaftskammer Kärnten

Sparte Information & Consulting

Geschäftsführer Kurt Wolf

T 05 90 90 4 – 760

E kurt.wolf@wkk.or.at

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Zum ersten Mal präsentiert sich der bereits

traditionelle e_day heuer im Rahmen

der IT Carinthia, der ersten IKT-Kongress-Messe

für Südösterreich und

den Alpen-Adria-Raum.

Am 7. Oktober richtet sich der e_day an

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Unternehmer und

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Unternehmenseigentümer, Geschäftsführer und Führungskräfte

sowie an IT-Verantwortliche von Unternehmen, Kommunen, Institutionen

und öffentlichen Einrichtungen. Die Hauptthemenbereiche

2011 sind das heiße Eisen IT-Sicherheit, aber auch Anwendungen, Produkte

und Dienstleistungen, Hardware, Aus- und Weiterbildung, Consulting,

Datenschutz und Outsourcing. Ein Speakers-Corner direkt im

Ausstellungsbereich bietet ausstellenden Unternehmen die Möglichkeit

zu Produktpräsentation.

Der e_day findet heuer bereits zum 5. Mal statt und ist als Fachveranstaltung

für zukunftsweisende Informations- und Kommunikationsthemen

bekannt. Dem interessierten Publikum werden aktuelle Themen aus der

IT- und Informationsbranche näher gebracht, den rund 50 Ausstellern

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stehen dafür 400 Quadratmeter Sonderfläche im Rahmen der IT Carinthia

zur

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Verfügung.

Als Mehrwert wird den Besuchern zum bewährten Veranstaltungsdesign

mit parallel laufenden Workshops zu speziellen Themen und einem großen

Hauptvortrag zum Abschluss heuer mit der IT Carinthia ein zusätzlicher

Nutzen geboten. Der Eintritt zum e_day wie auch zur IT Carinthia

ist für die e_day Besucher selbstverständlich kostenfrei. Darüber hinaus

warten attraktive Workshops zu ausgesuchten Themen, in denen sich die

Besucher individuell informieren können.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet – wie jedes Jahr – der Hauptvortrag,

heuer mit Keynote-Speaker Gerald Reischl. Der österreichische

Journalist und mehrfache Buchautor hat sich als Technologie-Experte

und IT-Fachmann einen Namen gemacht. Seit Oktober 2010 ist Reischl

Chefredakteur der „futurezone“, der größten österreichischen IKT-

Plattform im Internet.

E-DAY 2011

7. Oktober 2011

Messegelände Klagenfurt

Ansprechpartner:

Wirtschaftskammer Kärnten

DI Martin Zandonella,

Obmann der Sparte Information & Consulting

Kurt Wolf

Sparten-Geschäftsführer

Infos: www.kaerntnermessen.at

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Ihre Kunden sind überall.

e_day am Freitag, 7. Oktober 2011:

WWWissen 2.0!

Vier Workshops – vier Experten

_ Marketing 2.0: Social Media-Kanäle optimal nutzen

_ Mobile Strategien: Tipps für mobile Kommunikation

_ Die digitale Welt 2020: Erfolgreich in die digitale Zukunft

_ Enterprise 2.0: Projektkoordination mit sozialer Software

IT-Profi-Workshops

_ Entwicklung von Social Web-Applikationen

_ APPs für iPad & Co.

Special Guest

Eine Veranstaltung der

Kärntner Berater für

Kärntner Unternehmen.

Mag. Gerald Reischl

„Die Kunden sind immer

und überall!“

Freitag, 7. Oktober 2011, ab 12:30 Uhr

IT-Profi-Workshops für IT-Unternehmen

von 9:00 bis 13:00 Uhr

UBIT

Messezentrum Klagenfurt −

Kärntner Messen, Halle 2

Unternehmensberater

Buchhalter

IT-Dienstleister

Exklusiv bei der

IT Carinthia

Rasch anmelden unter: www.ubit-kaernten.at/eday

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M.U.T. Magazin 03.2011

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Bits | Bytes

von Walter Wiedenbauer

Die hohen Ansprüche an Qualität

müssen sich beim ersten

Kundenkontakt

wiederspiegeln.

Foto: STO/T-Mobile

Foto: Kärnten Werbung/Stranner

Rund 15 Jahre nach dem Ausbruch des

Mountainbike-Booms hat der Megatrend

nun auch den Kärntner Tourismus erfasst.

Nicht nur für Mountainbiker, auch für Genussradler

ist Kärnten ein Entwicklungsland,

ärgert sich Franz Hartl, Geschäftsführer

der Österreichischen Hotel- und

Tourismusbank und profunder Tourismuskenner

(www.tp-blog.at).

Reisen | Freizeit

Walter Wiedenbauer

STO

Mailbox als Visitenkarte

Unser Unternehmen hat hohe Ansprüche an Qualität und Kundenorientierung.

Das muss sich beim ersten telefonischen Kontakt

mit unseren Kunden widerspiegeln. Dieses Puzzleteil innerhalb der

Corporate Identity wird oft vernachlässigt – dabei sind die Handy-

Mailboxen ein wichtiger Teil des Auftritts und die Ansage ist oft das

Erste, das ein neuer Kunde vom Unternehmen zu hören bekommt.

Nach zahlreichen Versuchen sind wir als Technologieführer für gebaute

Lebenswelten schließlich bei der Business-Sprachbox-Lösung

von HiProCall von T-Mobile gelandet.

Kompetenter Auftritt

Der richtige Umgang mit Ansagetexten ist nämlich gar nicht so

einfach. Das Resultat: Mitarbeiter aktivieren ihre Mailbox erst gar

nicht oder verabsäumen, in Urlaubszeiten ihre Texte entsprechend

zu aktualisieren. Die Business-Sprachbox lieferte die Lösung: Die

Ansagen sind einheitlich auf die Corporate Identity von Sto abgestimmt

und lassen sich bequem über das Internet oder Handy

verwalten. Dahinter steckt ein patentiertes System: Musik, Stimme

und Ansagetexte wurden nach Wunsch gestaltet und eigens für

Sto produziert. Die fertigen Soundfiles stehen jetzt auf dem Server

bereit und werden auf die Mailboxen geladen. Fährt ein Mitarbeiter

auf Urlaub, stellt er selbstständig seinen Status auf „Urlaub“ – das

System erledigt den Rest.

Hohe Akzeptanz

Ebenso einfach kann man zwischen unterschiedlichen Mailboxansagen

wechseln, die Bedienung ist überaus nutzerfreundlich.

Mittlerweile gibt es niemanden mehr, der seine Mailbox nicht aktiviert

hat. Und auch das Feedback der Kunden war positiv: Wir

sind gleich zu Beginn mehrfach auf unsere Mailboxlösung angesprochen

worden, mit ausschließlich lobenden Worten – ein gutes

Zeichen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Mehr Infos beim Business Service von T-Mobile

unter http://www.t-mobile-business.at/

„Weiterradeln

auf eigene Gefahr“

Was sagen Sie zur aktuellen Debatte um Mountainbikestrecken in

Kärnten?

Der Tourismus in Kärnten hat im längerfristigen Vergleich beträchtlich

verloren. Die guten Jahre wurden nicht genutzt, zusätzlich zur

immer kürzer werdenden Sommersaison Ganzjahreskonzepte zu verwirklichen.

So hat mittlerweile etwa Südtirol seine Hauptsaison im

Herbst (In Kärnten sind da schon wieder viele Betriebe geschlossen.)

und der Gardasee hat aus der Mischung See und Berge etwa im Bereich

„Mountainbike“ die Marktführerschaft in Europa erobert. Zum

Vergleich: Die Region Wörthersee bietet genau eine MTB-Strecke am

Techelsberg an. Die Strecken am Gardasee füllen hingegen Bücher und

ganze GPS-Portale.

Aber Radfahren ist doch schon seit Jahrzehnten ein touristisches

Megathema, oder?

Wer in Kärnten dem Radfahren frönt, der kann im Laufe der Zeit

höchst Unterschiedliches erleben. Da gibt es gut beschilderte und

landschaftlich schön geführte Radwege, wie etwa den Drautal- oder

Gailtalradweg. Daneben finden sich aber wahrlich unverständliche

Einrichtungen wie etwa der Rosental-Radweg, der im Ort Mallenitzen

ganz einfach mit dem Hinweis endet „Rosentalweg - derzeitiges Ende”.

Also Weiterradeln auf eigene Gefahr.

Die Nächtigungen gehen seit Jahrzehnten zurück. Was passt nicht

im Kärntner Tourismus?

Die Tourismusentwicklung hat zu sehr auf Events gesetzt, wie das GTI-

Treffen, Ironman, Beach-Volleyball etc. und dabei die wenig gedankte

Arbeit in die Infrastruktur versäumt: Der Ausbau von Rad- und Wanderwegen,

das Auflegen von Karten, die Erneuerung des über weite

Strecken veralteten betrieblichen Anlagevermögens sind Beispiele dafür.

Der Bau des Klagenfurter Stadions oder des nächsten Millionengrabes

am Pyramidenkogel ersetzen nicht die notwendige Basisarbeit

bei der Ausbildung der Mitarbeiter in den Tourismusämtern oder bei

der Errichtung eines durchgängigen, geschützten Radweges um den

Wörthersee. Aber seit Christian Kresse für die Kärnten Werbung verantwortlich

ist, hat sich schon einiges bewegt.

Was gefällt Ihnen am Kärntner Tourismus?

Imponiert hat mir die grundsätzlich gelungene Kärnten-App, die die

Angebote klar für Mountainbiker, Touren- und Rennradler trennt und

mittlerweile auch eine interessante Auswahl anbietet. Allerdings ist das

Vorhandensein dieses innovativen Angebotes noch nicht zu den Informationsstellen

gekommen: Da werden noch immer den Mountainbikern

freundlich die Tourenradlerpläne in die Hand gedrückt, aber die

teure Entwicklung des GPS-unterstützten Apps nicht einmal ansatzweise

erwähnt.

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Reisen | Freizeit

Die Zeiten bunter, oft schlecht sichtbarer oder überwachsener

Wegmarkierungen sind vorüber: Der Sportler

von heute navigiert mit seinem Smartphone durch

die schweiSStreibende Schönheit Kärntens – vorzugsweise

mit der „Kärnten-App“, vorgestellt von Michael

Umschaden-Neubauer von der Kärnten Werbung.

Die Kärnten App ist ursprünglich als Tourenguide konzipiert worden

und hat das Ziel, Wander-, Rad-, Lauf- u.v.a. Strecken dem Gast näherzubringen.

Derzeit sind über 650 Touren hinterlegt, die auch im

Internet unter http://touren.kaernten.at abrufbar sind und von den einzelnen

Regionsbüros gewartet werden.

Der Gast kann sich so über die GPS-Funktionalität seines Smartphones

die Strecken in seiner Nähe anzeigen lassen, eine Beschreibung

darüber lesen, das Höhenprofil anschauen und Bilder davon als ersten

Eindruck bekommen. Mit Google Maps lässt sich auch die Anreise zur

Tour planen. Die Tour selbst kann auf verschiedensten Karten (Satellit,

Google Karte, Alpstein Karte) dargestellt werden. Befindet man sich

nun auf der Tour, so sieht man durch einen blauen Punkt auf der Karte,

ob man sich noch am richtigen Weg befindet oder allenfalls einmal

falsch abgebogen ist.

Mit der neuen Funktion des Gipfelfinder kann man erstmals auch Augmented

Reality nutzen und sich durch die Kamera des Smartphone die

Bettgeflüster

von Tourismus-Expertin

Isabella

Schöndorfer

Immer wieder beeindruckend, welches touristische Imperium die Familie

Pirker mit den Jahren in einem wunderschönen, naturbelassenen

Seitental an der östlichen Flanke des Klippitztörls geschaffen hat. An

Stelle der sonst üblichen Spezialisierung im Tourismus regiert hier der

Überfluss: Der Moselebauer ist zu ebener Erd‘ ein vollwertiges Seminarhotel

mit erstklassigen Räumlichkeiten (für bis zu 300 Personen!),

einer zeitgemäßen technischen Ausstattung und einem erfrischenden

Getränke- und Häppchenangebot (köstlicher Fruchtsalat), um in den

Pausen geistig wieder zu Kräften zu kommen. Die Incentive-Angebote

für Firmen, die gar nicht selten das ganze Hotel mieten, reichen vom

Seilgarten (indoor und outdoor) über eine der besten Quad-Strecken

Kärntens und mehrstündige geführte Quadausfahrten bis hin zu Tennis

(wetterunabhängig in der Halle), Bogenschießen, Kegeln und Bullenreiten,

um nur einige der Attraktionen zu nennen.

Zwei Stockwerke tiefer ist der Moselebauer ein ausgewachsenes Wellness-Resort

mit Indoor- und Outdoor.Pool, eigener Kindersauna für

die Kleinen und einer Saunalandschaft im freistehenden Knusperhäuschen

für die Größeren, samt Verwöhnpaket im Beauty Vital Center.

Abgerundet wird das kaum überblickbare Angebot von einem Restaurant

mit wöchentlichem Galadinner und Zimmern aller Komfortstufen

umliegenden Berggipfel mit Namen und Höhe anzeigen lassen. Damit

Gäste aus dem Ausland keine böse Überraschung in Form hoher

Abrechnungen für Datenroaming im Fremdmobilnetz erleben, gibt es

auch die Möglichkeit, die gewünschten Touren offline zu speichern:

Einfach vorher z.B. im gratis Wireless-LAN des Hotels downloaden

und dieses Tool ohne spätere Internetverbindung auf der Tour nutzen.

Den Kärnten Tourenguide gibt es kostenlos für iPhone und iPad

im App-Store sowie für Android im Android Market. Einfach nach

„Kärnten Tourenguide“ suchen.

Für den Tourismus sind diese neuen Instrumente wichtig, weil sie dem

Gast vor Ort einen Mehrwert bringen, weil sie ihn detailliert auf das

Freizeitangebot seines Urlaubsortes hinweisen und auch leicht bedienbar

sind. Jeder Gast ist froh über diese Bereicherung seiner Urlaubsinformationen.

Der Tourismus kann so seine Angebote zielgerichteter

zu seinen Gästen transportieren, vor allem wenn es um lokale Themen

am Urlaubsort geht. Früher hat man sich darauf beschränkt, vor dem

Urlaubsantritt im Internet Recherchen über die Destination und das

Die Kombination aus Seminar-, Familien-, Sport- und Wellnesshotel in Verbindung mit einer abenteuerlichen

Erlebniswelt kommt der Erfindung der legendären eierlegenden Wollmilchsau im

Tourismus gleich.

(bis zur Suite mit eigenem Dampfbad), die ihre vier Sterne zu Recht

und mit Stolz tragen.

Vielleicht ist es diese enorme Vielfalt, die vereinzelt dem perfekten

Finish im Wege steht: Abgerissene Gürtelschlaufen beim (kunstvoll

gefaltet präsentierten) Bademantel passen nicht ins üppige Bild. Türschnallen

aus Kunststoff wirken in einer grandios ausgestatteten Suite,

in der von der Saunakabine bis zu den Sensor-Lichtschaltern nirgends

gespart wurde, nicht einmal knausrig, sondern einfach deplatziert. Und

eine mittels Eimer zu befüllende lebensgroße Plastikkuh mit Gummieuter

zum Milchmelken für die Kinder – das geht bei allem Verständnis

für die Herausforderungen im Handling realer Wiederkäuer inmitten

der zum Niederknien schönen bäuerlichen Kulturlandschaft des oberen

Lavanttales gar nicht.

Meine Bewertung

Business

Ambiente

Incentive

Kulinarik

Foto: WTS

Foto: Kärnten Werbung

Hotel einzuholen, mit dem Siegeszug der Smartphones hat man

jedoch das Internet immer in der Hostentasche mit und durch

die inzwischen sehr einfache Bedienung dieser Minicomputer ist

es nicht mehr nur ein Spielzeug für Freaks.

Da der Kärnten Tourenguide von vielen als die generelle

„Kärnten-App“ betrachtet wird, werden wir zukünftig die Informationen

vor allem im Bereich der Hotels, Gastronomie,

Ausflugsziele und Wetter erweitern. Derzeit sind diese Informationen

lediglich auf die Touren bezogen. Weiters wird es

von der www.kaernten.at eine mobile Webseite geben, die von

allen Smartphones aus aufrufbar sein wird. Und auf „Kärnten

News“ kann man unsere aktuellen Urlaubsmagazine als eMagazine

lesen, deren Inhalte um die multimedialen Fähigkeiten des

iPad’s erweitert wurden. Dazu gibt es viele Videos aus Kärnten, die in

hochauflösender Qualität verfügbar sind. Diese App gibts kostenlos für

das iPad im App-Store unter „Kärnten News“.

Die Top Kärnten-Apps im Tourismus

Bad Kleinkirchheim: Bietet alles, damit der Weg von der

Piste in die Therme bestens funktioniert. Plus Wetter- und

Schneeinfos. Facebook Anbindung inklusive!

Balance Hotel: Hier findet man alle Informationen über

das Hotel, die Philosophie dahinter, sowie nach denen das

Hotel eingerichtet ist.

Beachvolleyball: Bei dieser App handelt es sich um ein

Fanprojekt! Man lernt die Beachvolleyball-Regeln

kennen und wird über Events und Partys informiert.

Falkensteiner Club Funimation Katschberg: Auf diesem App

gibt es alles, auSSer Langeweile. Tolle Video- und

Webcamfunktion, die SpaSS machen.

Klopeiner See „southSide“ Südkärnten Reiseführer: Der

persönliche mobile Begleiter für Touristen und Einheimische.

Regionales Plus ist die Rubrik „News“, in der man

über aktuelle Veranstaltungen am Laufenden gehalten

wird. POIs (Points of Interest) können via Facebook, Twitter oder

E-Mail mit Freunden geteilt und kommentiert werden.

Kärnten Card: Die App ist der Schlüssel zu über 100

Ausflugszielen in Kärnten. Eine unverzichtbare, elektronische

Erweiterung für alle, die bereits eine Kärnten

Card besitzen oder sich anschaffen wollen. Inkl.

Verkaufs- und Aufladestellen für die Kärnten Card!

Lokaltipp Kärnten – Restaurant & Gastronomie Guide: Tischt die

kulinarischen Highlights ín der Region auf – von der Berghütte

bis zum Spitzenrestaurant. Speichern der Lieblings-Restaurants

mittels Favoritenfunktion.

MERIAN scout Kärnten und Osttirol: Bietet knapp 800

umfangreiche Informationen und die besten Tipps zu den

Themen Sehenswertes, Übernachten, Essen & Trinken,

Einkaufen, Am Abend, Sport & Freizeit. Die App kann auch

als CityGuide für die wichtigsten Städte in Kärnten verwendet

werden.

PlusClub der Kelag: Kostenloser Eventkalender für

Mitglieder. Immer informiert über Ort, zeit und Ersparnis!

So lassen sich die Gutscheinhefte noch besser nutzen.

Scout- Fahrradnavigation und Wandern mit topographischer

Karte: Ein App für Technikfans! Karten zum

Wandern, Trainingswerte beim Joggen vom Laufcomputer

und eine Tachofunktion für alle Fahrradfans inkl.

Routenaufzeichnung.

Wörthersee-Die schönsten Lauf- und Nordic Walking

Strecken rund um den Wörthersee: Gilt als interaktiver

Urlaubsplaner – egal, ob für die Urlaubsplanung von zu

Hause aus oder als Wegweiser vor Ort. Besonderes: über

30 Nordic Walking und Jogging Touren.

Der Gailtaler Genussteller kann sich sehen

lassen: Hauchfein aufgeschnitten kommt die regionale

Spezialität daher, produziert in der eigenen

Landwirtschaft, der auch eine Hoffleischerei angeschlossen

ist – Gailtaler Speck kann gleich in unterschiedlichen Formen

verkostet werden: als Weinspeck, als Heuspeck u.a.m. zergeht er

buchstäblich auf der Zunge! Speck- und Käse-Jausen

in diversen Variationen sind Standard an

diesem feinen Kraftort, auch wenn der Lerchenhof

nichts mit einer Buschenschank

oder Almwirtschaft zu tun hat! Man speist

im Biedermeierschloss am Stadtrand von

Hermagor – die Terrasse ist großzügig,

das Ambiente herrschaftlich, die alten

Obstbäume in dem idyllischen Garten sind

eine Wohltat für die Seele.

Für´s leibliche Wohl garantieren auch die täglich angebotenen zwei

Mittagsmenüs – um 11,90 Euro mit einem durchaus erfreulichen

Preis-Leistungs-Verhältnis: Zur hausgemachten Rindsbouillon

mit Einlage gibt´s da etwa ein köstliches Rindsragout mit Spätzle

oder geröstete Kalbsleber, anschließend einen saftigen Nuss-Kuchen

zum Dessert. Den Salat holt man sich vom üppig bestückten

Buffet, das in der „Lab´n“ aufgebaut ist – sie ist nicht nur das

Kommunikationszentrum des Hauses, sondern auch Treffpunkt

für Stammtischrunden aus der Umgebung

und rustikales Herzstück des heimeligstilvollen

Schlössls, das mit 20 Gästezimmern

auch als Schlosshotel gute

Figur macht.

Restaurant Biedermeier

Schlössl Lerchenhof

Untermöschach 8

9620 Hermagor

Mittags

www.lerchenhof.at

tisch

von KARIN WALDNER-PETUTSCHNIG

DIE GOURMETKRITIKERIN UND KOCHBUCH-HERAUSGE-

BERIN VERKOSTET VARIANTEN KULINARISCHER GENÜSSE

FÜR ZWISCHENDURCH.

Speisen im

Schloss

Küche: täglich 11:30-14 Uhr und 17:30-21 Uhr

FotoS: Lerchenhof

40 M.U.T. Magazin 03.2011

41


Business | Class

Business | Class

King of the

Fotos: WTS

Schotterroad

Früher war alles einfacher. Auch die Autos: Es gab Limousinen (für fast alle), Coupés

(für die Schnellen), Cabrios (für die Schönen) und Kombis (für Hand- und Heimwerker

oder im Kinderwunsch undisziplinierte Eltern). Dann schuf Mazda den CX-7, und die alte

Ordnung zerbrach.

Allen spaSSbremsenden RuSSpartikelzählern,

Kohlendioxidwiegern und Tempomessern

zum Trotz ist Autofahren auch für Unternehmer

viel mehr als nur Beförderung

oder Transport. Aber was? Erklärungsversuche

anhand konkreter Lustobjekte

aus den Schauräumen der Kärntner Automobilhändler

unternimmt PETER SCHÖNDORFER

Zugegeben, sie wackelte schon lange. Viele Automobilhersteller rühmen

sich, neue Fahrzeugklassen erfunden zu haben, wie Micro-Vans (eine Art

Lieferwagen in Kompaktabmessungen) oder alle Arten von Crossover.

Nun hat auch Mazda quergedacht und eine schnittige Sportkombikarosserie

auf ein hochgesetztes Schlechtwegefahrwerk geschraubt. Ein unauffälliges

Allradsystem, ein in beiden angebotenen Motorvarianten bulliger

Antrieb, feinste Ausstattung – fertig ist der Traum alle jener, die ein SUV

fahren wollen, das nicht wie ein SUV aussieht.

Den „Allrader, der ein heimlicher Sportwagen ist“, nennt Mazda seine Kreation,

und so verläuft auch der Erstkontakt: Der Einstieg ist knapp bemessen

wie bei einem reinrassigen Sportler, liegt aber 30 Zentimeter höher als

erwartet. Ein fetter Seitenschweller macht gleich auf den ersten Blick klar,

dass es hier nicht um Leichtbau für die Rundstrecke, sondern um Verwindungssteifigkeit

für einen Alltag geht, der gerne auch abseits befestigter

Straßen stattfinden darf. Für Vortrieb sorgt ein schaltfreudiges, passend abgestimmtes

Sechsganggetriebe, das die Kraft im Normalfall auf die Vorderachse,

aber bei Bedarf auch bis zu 50 Prozent auf die Hinterachse verteilt.

Die Kraftquelle, im Falle des Testwagens der 173 PS starke Diesel, ist

suchtbildend in seinem Vorwärtsdrang (11,5 auf 100), ein mäßiger Trinker

(9,2 im Test) und ein verlässlicher Freund für alle automobilen Lebenslagen

– sofern man nicht vorhat, den Pfad der Tugend zu verlassen und

sich ins Gelände vorzutasten. Der bärenstarke Vierventiler-Vierzylinder

kommt nämlich aufgrund des relativ bescheidenen Hubraums von 2184

ccm im untersten Drehzahlbereich eher als Waschbär daher; erst mit ein

wenig Drehzahl und Turbohilfe erwacht der Grizzly unter der Haube. Keine

Untersetzung, keine Differentialsperren – die Botschaft ist klar: Aus einem

Allround-Sportler wird kein Alm-Öhi, nur weil er feste Schuhe anhat.

Außerdem ist er viel zu hochwertig verarbeitet, zu duftend beledert und zu

geschmackvoll instrumentiert, als dass man mit dem halben Wald an den

Füßen einsteigen wollte. Autobahn kann der CX-7 perfekt, aber seine artgerechte

Haltung erfolgt zwischen Land- und Forststraße, denn bei jedem

Wetter und allen Fahrbahnverhältnissen ist er der King of the Schotterroad.

Meine Bewertung

Business

Emotion

Vernunft

Familie

SpaSSfaktor

Die nackten

Motor und Antrieb

Reihen-Dieselmotor, 4 Zylinder, 4 Ventile pro Zylinder, Hubraum:

2.184 ccm, max. Leistung: 127 kW (173 PS) bei 3.500 U/min, max. Drehmoment:

400 Nm bei 2.000 U/min. Permanenter Allradantrieb, 6-Gang-

Schaltgetriebe, Kraftverteilung: variabel

Fahrwerk

Spurweite vorn/hinten: 1.615 mm/1.610 mm, Radaufhängung: vorn

McPherson-Federbeine, hinten Multilink-Einzelradaufhängung,

Bremsen vorn und hinten: Scheiben, innenbelüftet. Wendekreis:

12,2 m. Räder und Reifen vorn und hinten: 235/60 R 18. Lenkung:

Zahnstange mit geschwindigkeitsabhängiger servohydraulischer

Unterstützung

MaSSe und Gewichte

Länge: 4.700 mm, Breite: 1.870 mm, Höhe: 1.645 mm, Radstand: 2.750 mm,

Leergewicht: 1.875 kg, Zuladung: 555 kg, Kofferraumvolumen: 455

bis 1.348 Liter, Anhängelast, gebremst: 2.000 kg. Dachlast: 100 kg,

Tankinhalt: 69 Liter.

Messwerte

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h: 11,3

sec., Gesamtverbrauch: 7,5 Liter auf 100 km

Verbrauch im Ort 9,1 Liter auf 100 km, auSSerhalb 6,6 Liter auf 100

km. CO2-Emission: 199 g/km, Schadstoffklasse: Euro 5

Preis und Ausstattung (Auswahl)

Ab 25.713 Euro (netto), ab Niveau „Challenge“ (27.439,- netto) gibt’s

beheizbare Vordersitze, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera,

Reifendruck-Kontrollsystem, Tempomat, Multifunktionslenkrad,

Bose-Soundsystem.

Der Testwagen wurde zur Verfügung gestellt vom Autohaus Ing.

Engelbert Privasnik, Ruden.

42 M.U.T. Magazin 03.2011

43


Tipps | Tricks | Termine

23. September management club Oktoberfest, Schleppe-Eventhalle Klagenfurt, 17:00 Uhr

30. September management club Business Lunch mit Filmer Klaus Graf, Lakesidepark B01, 12:30 Uhr

30. September Gründer- und Jungunternehmertag

2. Oktober Ohne Stöckelschuhe auf Augenhöhe! Sicher & souverän im Umgang mit

Macht und Status, Raiffeisenlandesbank Kärnten, 18:30 Uhr

7. Oktober e_day, Messe Klagenfurt, 09:00 Uhr

11. Oktober GEMEINWOHL oder AUSBEUTUNG – Wirtschaft am Scheideweg: Podiumsdiskussion

mit Mag. Christian Felber, Mag. Markus Malle (WB-Direktor), Mag. Matthias Köchl (Landessprecher der Grünen) und

Mag. Hans Pucker (Arbeiterkammer Kärnten), Kärntner Landesarchiv, 19:00 Uhr

17.-18. November Innovationskongress, Congress Center Villach, 09:00 Uhr

November Maronifest Villach und Villach Land, Gasthaus Steirerhof, 18:30 Uhr

November Maronifest Wirtschaftsbund Klagenfurt und Klagenfurt Land,

Wifi-Saal Wirtschaftskammer Kärnten 18:30 Uhr

Pitch

von MARIO SCHÖNHERR

Auch für die Kreativbranche war der Herbst früher einmal ein

schöner Abschnitt des Jahres. Von Seiten der Auftraggeber erfolgt

die Weichenstellung für die Planung des nächsten Kalenderjahres.

Es wurde evaluiert, gesichtet und recherchiert und dann

ausgeschrieben. Es war die Zeit, in denen es noch reihenweise

Ausschreibungen (Pitches) gab. Die Agenturen wurden dazu eingeladen,

mehr oder weniger (gegen Abstandshonorar), ihre Ideen

für die jeweiligen potentiellen Auftraggeber zu präsentieren. Bekam

man den Zuschlag war eine Teilernte für das darauf folgende

Jahr eingefahren und man konnte

längerfristig die Kapazitäten und

Ressourcen planen und auch zeitgerecht

die richtigen personellen

Weichenstellungen einleiten.

Tipps | Tricks | Termine

Obwohl wir hoffentlich noch einigen schönen Spätsommertagen entgegen sehen, ist die

Zeit des Erntedankes absehbar. Die Bauern werden zufrieden ihre Felder abmähen und die

Früchte ihrer Arbeit einfahren...

Thanksgiving?

„Ohne Erntedank wird die

Branche krank!“

Mario Schönherr,

Inhaber von MARS – the advertising group

Leider ist dieser schöne Brauch in den letzten Jahren immer mehr

abhanden gekommen. Immer kurzfristiger werden die Etats im

Rahmen von Einzelaufträgen vergeben, immer knapper werden

die Budgetmittel für langfristige Betreuungen und immer mehr

Leistungen werden zum Teil von (leider oft fachlich unfähigen)

„Inhouse“-Söldnern abgearbeitet.

Auf der Strecke bleibt dabei nicht nur das schöne Gefühl die

Marktbegleiter in einem Kreativ-Vergleichskampf niedergerungen

zu haben und die Möglichkeit zeitgerecht in eine längerfristige

Planung zu gehen und somit funktionierende

Werbestrategien aufzubauen. Auf der

Foto: privat

Strecke bleibt dabei leider auch die Bereitschaft

in qualitative Agenturmitarbeiter zu

investieren...

Ihre Meinung:

ms@marsagentur.com

Niveau

von Maria Th. Radinger

ist keine Handcreme... und Stil nicht der Griff eines Besens.

DIE AUTORIN DES ALPEN-ADRIA-KNIGGE PRÄSENTIERT ZEITGEMÄSSE UMGANGSFORMEN FÜR MEHR

ERFOLG AUF DEM BUSINESS-PARKETT.

Bücher

von Helmut Zechner

1 Handschlag

Beachten Sie die unterschiedlichen Handreich-Regeln im privaten und

geschäftlichen Bereich. Das Recht, als Erste die Hand zu reichen, haben:

privat die Dame und eine eindeutig ältere Person; beruflich die

oder der auf der „Hierarchieleiter“ eine Stufe (oder mehrere) höher

Stehende. Lassen Sie aber keinesfalls eine Ihnen zum Gruß entgegen

gestreckte Hand „in der Luft hängen“. Das ist sehr unhöflich.

Wenn Sie in der Rolle der Gastgeberin oder des Gastgebers sind, denken

Sie daran, dass es Ihre Aufgabe ist, Gästen die Hand zu reichen.

Geben Sie bei Gleichrangigkeit ausländischen Gästen den Vorrang vor

inländischen. Respektieren Sie Grußgewohnheiten ausländischer Gäste.

Zwingen Sie ihnen keinen Handschlag auf, wenn dieser in dem

entsprechenden Land, beispielsweise in Japan, unbekannt oder unbeliebt

ist.

Vergessen Sie nicht, dass ein Händedruck die Bereitschaft zu einem

Gespräch signalisiert. Falls Sie sehr in Eile sind, entscheiden Sie sich

gegebenenfalls zu einem Gruß.

Denken Sie daran, dass ältere Menschen in dem Wissen erzogen sind:

Nur eine Begrüßung mit Handschlag ist wirklich höflich. Achten Sie

vor allem auf die Qualität Ihres Handschlags: nicht zu lasch, nicht zu

fest, nicht zu kurz, nicht zu lang und nie mit schwitzender Hand – und

nicht schütteln.

Beispiel: Ein Paar kommt auf Sie zu, und der Herr streckt Ihnen – weil

44

etwas vor seiner Frau gehend – als Erster die Hand hin. Maßregeln Sie

ihn dann nicht, indem Sie an ihm vorbeigehen und erst die Dame begrüßen.

Übersehen Sie ganz diskret einen eventuellen Fauxpas anderer.

2 Mobiltelefon

In einem Meeting klingelt das Mobiltelefon. Unangenehm genug. Auf

dem Display erscheint aber auch noch die Nummer eines wichtigen

Geschäftspartners. Wie verhält man sich?

Wenn das passiert, haben Sie den Anruf hoffentlich vorher angekündigt,

denn niemand sollte wichtiger sein, als die Menschen, die Ihnen

in diesem Moment gegenüber sitzen. Haben Sie allerdings vergessen

Ihr Handy auszuschalten, dann gibt es nur eins: sich entschuldigen, den

Raum verlassen und das Gespräch möglichst kurz halten. Dann bitte

auf die Mailbox umschalten, denn beim zweiten Mal wird es wirklich

peinlich. Auch das Lesen und Beantworten von SMS gilt in Anwesenheit

Dritter als unhöflich, selbst wenn Sie den störenden Piepton

ausgeschaltet haben.

In Besprechungen und Konferenzen sollten Sie Ihr Mobiltelefon

grundsätzlich ausschalten, außer, Sie erwarten Anrufe bzw. Nachrichten

(SMS), die sich auf das Meeting beziehen, oder, Sie haben einen

Beruf, der ständige Abrufbereitschaft erfordert. Fassen Sie sich in Gegenwart

anderer immer kurz, denn das Mithören ist nicht nur störend,

sondern kann auch peinlich sein.

Maja Haderlap

Engel des Vergessens

Roman, Wallstein Verlag

E 19,50

Ein großes Romandebüt der

diesjährigen Bachmannpreisträgerin

Maja Haderlap. Es erzählt

mit von einem Leben in der Mitte

Europas. Geschichten, die uns im

Innersten betreffen. Ihr gelingt

etwas, das man heute gemeinhin

für nicht mehr möglich hält: Sie

erzählt die Geschichte eines Mädchens,

einer Familie und zugleich

die Geschichte eines Volkes.

M.U.T. Magazin 03.2011

Jonas Jonasson

Der Hundertjährige,

der aus dem Fenster

stieg und verschwand

Roman, Carl´s Books

E 15,50

Allan Karlsson hat Geburtstag. Er

wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein

Grund zu feiern. Doch während

sich der Bürgermeister und die

lokale Presse auf das große Spektakel

vorbereiten, hat der Hundertjährige

ganz andere Pläne: Er

verschwindet einfach und schon

bald steht ganz Schweden wegen

seiner Flucht auf dem Kopf.

Magazin Esquire

(Hrsg.)

Mann von Welt

Handbuch des sicheren

Stils

Sachbuch, Kein & Aber Verlag

E 25,90

Mann von Welt ist ein komplettes

Verzeichnis der wichtigsten Kleidungsvorschriften,

aber alles andere

als eine Bibel. Die Journalisten

des führenden Männermagazins

Esquire haben eine Landkarte

entworfen, die einen schnellen

Überblick über die klassischen

Männerkleidung gewährleistet

und dem geneigten Leser den Weg

zum eigenen, souveränen Stil weist.

Lothar Seiwert

Thorsten Jekel

Christoph Dirkes

Zeitmanagement mit

dem iPad

Sachbuch, Südwest-Verlag

E 13,40

Immer mehr Menschen nutzen ihr

iPad auch als zeitgemäße Form der

Daten- und Medienverwaltung für

Präsentationen und für Mail- und

Terminverwaltung. Dieses Buch

zeigt, wie auf intuitive Art ein

Kalender geführt werden kann, wie

Aufgaben und Termine verwaltet

werden können, wie man mit dem

richtigen Zeitmanagement viel

Zeit und viel Papier spart.

45

Ecke

Erste Kontakte mit Geschäftspartnern [Teil 2]

Alle Bücher VERSANDKOSTENFREI erhältlich

unter www.heyn.at // Jetzt auch auf


Fit | Gesund

Bund | Bühne

Gesundheit und Lebensfreude:

Erreichbare Wünsche

von Christian Brunner

Foto: privat

2

Es ist eine zutiefst persönliche Entscheidung, ob Sie zu mehr Gesundheit

und Wohlbefinden kommen wollen. Dass unser Lebensstil meist

nicht der richtige ist, wird weder für Sie noch für uns als Mediziner

ein großes Geheimnis sein. Die Frage, die uns alle beschäftigt, ist: Wie

kann ich das Thema Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude in meinen

Tagesablauf einfließen lassen? Es sind immer dieselben Ausreden, die

uns daran hindern, an uns zu denken. Der Job, die Familie und vieles

mehr, das uns in ein Hamsterrad drängt, aus dem es scheinbar kein Entrinnen

gibt. Was also tun? Hier stoßen wir das erste Mal auf unseren

inneren Schweinehund, der uns alles andere wichtiger erscheinen lässt

als die eigene langfristige Gesundheit. Aber genau darum geht es: Wir

müssen verstehen, dass man selbst der wichtigste Mensch in seinem

Leben ist. Wer glücklich, vital und voller Lebensfreude ist, der ist auch

stressresistent und ein wertvoller Partner im Beruf und im Privatleben.

Wir haben in unserer jahrelangen Arbeit „an der Front“ der österreichischen

Wirtschaft tausende Gespräche geführt. Hier wurde uns klar,

dass wir in unserem Tun mit den Menschen nur eines schaffen müssen:

Sie müssen vitale Gewohnheit schaffen. Genau wie beim Rauchen

oder beim Naschen. Wenn Sie zwei oder drei Monate rauchen, wird das

Rauchen zur Gewohnheit. Dasselbe funktioniert aber auch bei den positiven

Themen Bewegung, Ernährung etc. Wenn Sie es schaffen, über

einen längeren Zeitraum Bewegung zu machen, werden Sie immer wieder

das Bedürfnis haben, dieses angenehme Gefühl zu erreichen. Und

der erste Schritt zu Gesundheit und Wohlbefinden ist gemacht.

Brunners Entspannungsübung für den Alltag

Foto: Fotolia

„Das moderne Arbeitsleben verlangt unserem Körper einiges ab. Hohes

Arbeitstempo und hohe Belastungen erfordern auch ein hohes Maß an

Fitness, um mithalten zu können. Kluge Unternehmen – wie Sto – wissen

das. Wir bieten unseren MitarbeiterInnen die Möglichkeit, aktiv

etwas für ihre Gesundheit zu tun. Mit „G.sund im Job“ haben wir den

richtigen Partner gefunden, der uns bei diesem Vorhaben fachmännisch

unterstützt.

Bereits vor drei Jahren waren die Experten von „G.sund im Job“ mit der

Gesundheitsstraße bei uns in der Zentrale in Villach. Fast alle Mitarbeiter

haben die Haltung der Wirbelsäule, den Ernährungsstatus und

das Biofeedback testen lassen. Darüber hinaus wurde eine Stresslevel-

Messung mit EKG durchgeführt. Dieses tolle Feedback hat uns dazu

veranlasst, heuer die Aktion zu erweitern.

Alles in Balance

Begeben Sie sich an einen Ort, an dem Sie einige Minuten ungestört

sind. Sie können sitzen oder liegen. SchlieSSen Sie die Augen.

Konzentrieren Sie sich nun auf Ihren Atem und zählen Sie

die Atemzüge (immer beim Ausatmen).

Zählen Sie von eins bis zehn. Beginnen Sie wieder von vorne,

wenn Sie bei zehn angelangt sind. Konzentrieren Sie sich nur

auf Ihre Atmung! Es wird Ihnen (zu Beginn) nicht immer gelingen,

nur an das Zählen der Atemzüge zu denken. Es werden sich immer

wieder Alltagsgedanken einschleichen und Sie ablenken.

Heften Sie jeden Gedanken, der kommt, an eine kleine, weiSSe

Wolke und lassen Sie diese am blauen Himmel vorbeiziehen, weit

weg, hoch oben.

› Schenken Sie den Gedanken keine Aufmerksamkeit, lassen Sie

sie ziehen. Die Gedanken kommen…und gehen!

› Die Gedanken sind nicht Sie selbst. Sie beobachten sie nur!

Kehren Sie wieder zu Ihrer Atmung zurück, nur diese ist wichtig!

› Es ist nicht nötig, bei der Konzentration gedankenfrei zu sein.

Nur: Kehren Sie immer wieder zu Ihrem Atem zurück. Wenn Sie

diese wenigen Punkte beachten, wird Ihnen die Übung immer

leichter fallen. Sie können sich dann einige Zeit von Ihren Gedanken

entfernen und so wieder in geistige Balance kommen!

Beim Baustoff-Produzenten Sto in Villach bemüht man sich seit vielen Jahren um die richtige Balance aus

Ökologie und Ökonomie. Dass zu diesem Gleichgewicht auch die Work-Life-Balance und folglich die Fitness

der rund 280 MitarbeiterInnen in Österreich zählen, ist für Geschäftsführer Walter Wiedenbauer eine

Selbstverständlichkeit:

Wir lassen fünf unserer Mitarbeiter zu Vitalbeauftragten ausbilden. Sie

erhalten umfassende Infos zu den Themen Ausdauer, Bewegung, Ernährung,

Stress und Kommunikation. Ihr Wissen können sie dann am

Arbeitsplatz ihren KollegInnen weitergeben und sind Ansprechpartner

bei Belangen rund ums Thema Fitness. In einem weiteren Schritt können

dann alle MitarbeiterInnen an Gesundheitstagen teilnehmen und

den Vitalführerschein machen.

Durch diese Maßnahmen soll die Lebensqualität, Produktivität und

Motivation unserer MitarbeiterInnen gestärkt werden. Gleichzeitig

werden Krankenstandstage reduziert und die Bindung (Corporate

Identity) zwischen MitarbeiterInnen und Betrieb gestärkt.“

1

WB Matinée 2011

5

6

Im wunderschönen Ambiente des Schlosses

Ebenau im Rosental fand heuer bereits zum

zehnten Mal die traditionelle Wirtschaftsbund-

Matinée statt. Der WB-Landesgruppenobmann

Präsident Franz Pacher sowie der Uniqa Landesdirektor

Dr. Johannes Kuschnig luden mehr

als 300 Gäste zu diesem köstlichen Brunch ein.

Nicht nur das herrliche Sommerwetter, sondern

auch die Ausstellung von Schlossherrin Judith

Walker sorgten für unvergessliche Stunden. Die

Besucher ließen sich von verschiedenen Werken

der international arrivierten Künstler A. R.

Penck, Jörg Immendorf und Markus Lüpertz

beeindrucken. Auch die jungen Gäste konnten

sich von den Arbeiten in der Galerie bei einer juniorgerechten

Führung überzeugen und bei einer

anschließenden Kunstrallye und einem Malwettbewerb

tolle Preise gewinnen. Auf Wirtschaftsbund-Direktor

Markus Malle wartete auch ein

Geschenk. Anlässlich seines 40. Geburtstags

gratulierte Präsident Franz Pacher herzlich und

wünscht Malle im Namen des Wirtschaftsbundes

weiterhin viel Erfolg.

Für eine musikalische Begleitung sorgten an diesem

Vormittag Bernhard Kreuzer und Thomas

Wallisch mit Guitars & Loops, Jazz- und Latin-

Classics.

3

4

Unter zahlreiche Besucher mischten sich unter

anderem WK-Vizepräsidentin Sylvia Wostal,

Werber Volkmar Fussi, ÖVP-GF

Thomas Goritschnig, Hotelier Helmut

Hinterleitner, JW-Geschäftsführer

Wolfgang Kuttnig, Benimm-Trainerin

Maria Th. Radinger, Hilfswerk-Präsidentin

Elisabeth Scheucher-Pichler,

Busunternehmer Alfred Springer, Wohn-

Büro-Objektmöbelhändler Erwin Taurer

sowie Hausherrin Judith Walker.

1 Luden zur Matinée: UNIQA-Direktor Hannes Kuschnig,

Hausherrin Judith Walker, Präsident Franz Pacher,

Vizepräsidentin Sylvia Wostal und WB-Direktor Markus

Malle

2 Hilfswerk-Direktor Horst Krainz und MC-Gregor-Inhaberin

Margarethe Moritz beim Brunch

3 Busunternehmer Alfred Springer genoss mit Familie das

Ambiente im Schloß Ebenau

4 Hoch konzentriert: Die jüngsten überraschten mit ihren

Kunstwerken beim Malwettbewerb

5 Präsident Pacher und Gastronomin Silvia Häusl-Benz

mit Tochter Viktoria gratulierten WB-Direktor Markus

Malle zum runden Geburtstag

6 Uni-Rektor Heinrich C. Mayr zeigte sich beeindruckt von

der aktuellen Ausstellung

Foto: paparazzi1

46

M.U.T. Magazin 03.2011

47


Bund | Bühne

Bund | Bühne

Die Vizepräsidentin setzt sich für das Aufbrechen von alten

Strukturen ein und möchte die Rolle der Frau stärken.

Bernd Warmuth leitete die Podiumsdiskussion mit Sylvia

Steinitz (Chefredakteurin WIENERIN), Prof. Dr. Gertrud

Höhler (Wirtschafts- und Politikberaterin), Eva Herman

("EVA-Prinzip"-Autorin und TV-Moderatorin), Sylvia

Wostal (Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten) und

Christine Marek (Landesparteiobfrau der ÖVP Wien)

1. FemConomy ein voller Erfolg!

Wulfenia-Golftrophy

Auch die zweite Auflage der Wulfenia-Golftrophy war

ein voller Erfolg! Rund 70 Teilnehmer nahmen am Turnier

um die „Wulfenia Golf- Trophy“ des Wirtschaftsbundes

Hermagor teil. Als Sieger gingen Brigitte Kühne

und Thomas Pernull vom Platz.

Die 1. FemConomy lockte über 200 Gäste ins Casineum

Velden. Das sowohl männliche als auch weibliche

Publikum diskutierte angeregt mit Prof. Dr.

Gertrud Höhler, Eva Herman, Christine

Marek, Sylvia Steinitz und Sylvia Wostal

über die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Unter

den interessierten Zuhörern waren Marketing-Lady

Susanne Gerlitz-Stissen, Hilfswerk-Präsidentin

Elisabeth Scheucher-Pichler,

Bestseller-Autorin Dr. Cornelia Topf, Werbe-

Foto: Leopold Salcher

flüsterin Nicole M. Mayer, Horst Krainz

vom Hilfswerk Kärnten, Wirtschaftsbund-Direktor

Markus Malle, Quantum-Denker Barbara

Graber und Robert Ukowitz, RLB-Marketing-Lady

Maria Wohlgemuth, Trainerin

Andrea Latritsch-Karlbauer, WK-Funktionär

Werner Stornig, Autohaus-Pammer-

Boss Thomas Pammer und Wörtersee-Texterin

Isabella Schöndorfer.

Fotos: WKK

Der Sommer in Kärnten ist nicht vollständig ohne den

Sommercocktail der Jungen Wirtschaft, der heuer im

„Lake´s Beach Club“ in Pörtschach statt fand. Im neuen

Ambiente feierten an die 300 Gäste aus Wirtschaft und

Gesellschaft in angenehm entspannter Atmosphäre.

Neben smoothiger DJ-line gab es als besonderes Highlight

den Liveauftritt von Jean Nolan – dem Gewinner

des Austrian Newcomer Award.

Zu den sommerlich bestens gelaunten Gästen zählten

unter anderem WK-Vizepräsidentin Sylvia Wostal,

Landtagsabgeordneter Rudolf Schober, KSV

1870 Chefin Barbara Wiesler, Monat Geschäftsführer

Norbert Sternad, Klagenfurts

Bezirksstellenobmann Max Habenicht, Top-Caterer

Adolf Kulterer, Wirtschaftsbunddirektor

Markus Malle, „Perfect“-Eventlerin Brigitte

Truppe, Weinprofi Stefan Tschemernjak,

Voarlbergs JW-Geschäftsführer Marco Tittler

sowie viele Jungunternehmer.

1 Rund 300 Jungunternehmer nutzen das

einmalige Ambiente im „Lake’s Beach Club“

zum Netzwerken

2 Meisterstück Dirk Roissl, Vizepräsidentin

Sylvia Wostal, JW-Landesvorsitzender

Gregor Tauschitz, Mrs. Perfect Brigitte

Truppe und JW-Geschäftsführer Wolfgang

Kuttnig genossen die Cocktails

Sommercocktail der Jungen Wirtschaft Kärnten

IMC-Golfturnier

powerd by

Wirtschaftsbund Kärnten

Fotos: Junge Wirtschaft

Das motivierte Team der Sparte

Gewerbe/Handwerk und der Jungen

Wirtschaft

Foto: WKK

Organisator Marko Korač,

Margit Schautzer, Heinz Allesch

und Präsident Franz Pacher

Sieger, Organisatoren und Gratulanten:

WB-Organisator Helmut

Schmid und WB-Bezirksobmann

Hannes Kandolf, die Gewinner

Brigitte Kühne und Thomas

Pernull, Gailtalgolf-Manager

Ferdinand Kühne sowie NRAbg

Gabriel Obernosterer.

Drachenbootrennen 2011

Die Sparte Gewerbe und Handwerk sowie die Junge

Wirtschaft Kärnten wetteiferten um den Sieg beim traditionellen

Drachenbootrennen des RV Nautilus.

Siegeswille und Kampfeinsatz waren gegeben – dennoch

zog das Team im Viertelfinale gegen die FF Krumpendorf

den Kürzeren. Obwohl der Spaß im Vordergrund

stand, ließ Teamkapitän SO Klaus Kronlechner mit einer

Kampfansage aufhorchen: „Nächstes Jahr kommen

wir wieder und holen uns den Titel!“

Vor 10 Jahren setzte der Wirtschaftsbund Kärnten

mit dem ersten „Franz Pacher Golfturnier“ einen

Trend in Sachen Netzwerken. Das heurige Jubiläum

wurde für eine Neuausrichtung genutzt. Erstmals

unterstützte der Wirtschaftsbund Kärnten als

Sponsor das IMC-Turnier (international manager´s

cup & open tour 2011) in Finkenstein. Diese Turnierserie

wird auf 9 verschiedenen Golfplätzen in

7 Ländern gespielt und ermöglicht den Aufbau von

internationalen Kontakten. Mehr als 70 Unternehmer,

darunter rund 25 internationale Vertreter, nutzen

das Netzwerk und genossen das Spiel bei hervorragendem

Wetter. Im Anschluss an das Turnier fand

die Siegerehrung in der Schlosstaverne Finkenstein

statt. Der Gesamtsieg in der offenen Wertung ging an

Schautzer Margit. Die IMC-Trophy konnte sich

Allesch Heinz knapp vor Touristiker Christian

Kresse sichern.

48

M.U.T. Magazin 03.2011

49


Menschen | Meinungen

die Internetinfrastruktur, ergänzt

um qualitativ hochwertige IT-

Dienstleistungen und entsprechend

ausgebildete Benutzer.

Holpriger

Datenhighway

Foto: WKK

von Martin Zandonella

Die Internetnutzung leistet einen

wesentlichen Beitrag zur

nachhaltigen Entwicklung der

österreichischen Volkswirtschaft.

So zu lesen in einer top aktuellen

IHS-Studie! In den letzten Jahren

zeichnete das Internet und seine

Nutzung für 7% unseres Wirtschaftswachstums,

für jährlich ca.

6000 zusätzliche Beschäftigte und

für zusätzliche 1,3 Milliarden der

Exporte verantwortlich.

Daher ist es unumgänglich, dass

die Infrastruktur als Basis für

die Nutzung dieser neuen Technologien

in der Politik einen

gleichwertigen Stellenwert erhält

wie Infrastruktur für Straße

oder Schiene. Doch wenn man

sich bei der für eine erfolgreiche

Zukunft so wichtigen Frage auf

Kärnten konzentriert, sucht man

vergeblich nach einer zuständigen

und kompetenten Stelle im politischen

Umfeld. Man sucht vergeblich

nach Leitprojekten und

man sucht vergeblich nach Visionen

der politisch Zuständigen.

Dem gegenüber stehen glücklicherweise

engagierte Unternehmer,

die mit hohem Aufwand

und mit persönlichem Einsatz

an dieser Zukunft arbeiten, die

Infrastrukturen schaffen, die Anwendungen

entwickeln und die

Benutzer mobilisieren. Hier existieren

Visionen, deren Schlagkraft

aber wesentlich erhöht werden

könnte, wenn die öffentliche

Hand sie unterstützt und verstärkt.

Visionen, die wesentlich

rascher, wesentlich effizienter und

wesentlich nachhaltiger Realität

werden könnten, wenn Sie unterstützt

und nicht blockiert würden.

Es ist schwer verständlich, warum

das Angebot engagierter und

kompetenter Kärntner Unternehmer

und Wissenschaftler aus

dem Kreise des Software Internet

Cluster, diese Themen im Sinne

des Landes voranzutreiben, ausgeschlagen

und ein persönliches

Gespräch vom zuständigen Referenten

als unnötig abgelehnt

wurde.

diese Infrastruktur inzwischen

als Schmalspur-Internet belächelt.

Weder die Ballungsräume

und schon gar nicht der ländliche

Bereich Kärntens sind heute Vorzeigeregionen.

Die Lorbeeren der

Vergangenheit sind längst verwelkt

und die Vision für die Zukunft

ist abhanden gekommen!

Ein Lichtblick in dieser Dunkelheit

tut sich mit der IT-Carinthia

auf. Am 6. und 7. Oktober dieses

Jahres findet die erste IKT-

Kongress-Messe in Kärnten statt.

Hier wird es neben einer Leistungsschau

der Aussteller aus dem

Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie

wichtige

Informationen für alle Unternehmer

zur Nutzung der aktuellsten

Internettechnologien und einen

eigenen Schwerpunkt zum Thema

Sicherheit geben.

Ich lade neben allen Unternehmen

auch alle zuständigen und interessierten

Vertreter der öffentlichen

Hand zu dieser Veranstaltung ein:

Nutzen wir die Gelegenheit, um

gemeinsam an den nötigen Visionen

für ein technologisch konkurrenzfähiges

Kärnten zu arbeiten.

Resolution

des Wirtschaftsbundes Österreich

Beschlossen

am 8. September 2011

Das aktuelle Ranking des Weltwirtschaftsforums zeigt, dass Österreich in seiner Wettbewerbsfähigkeit weiter

an Boden verliert. Damit setzt sich der seit Jahren feststellbare schleichende Rückfall fort. Der IWF fordert

Österreich zu einem rascheren Schuldenabbau auf. In wirtschaftlich kritischen Zeiten, in denen weltweit die

Finanzwirtschaft schwer angeschlagen ist, Europa einen Rettungsschirm nach dem anderen benötigt und in

der Realwirtschaft Märkte, Konsumenten und Investoren verunsichert sind, ist eine verantwortungsvolle Regierungspolitik,

die Sicherheit und Kalkulierbarkeit vermittelt, unabdingbar.

In einer Situation, in der 85 % der Unternehmer die Erhaltung des Wohlstand Österreichs bedroht sehen und

über 90 % aufgrund der überhöhten Steuer- und Abgabenlast wirtschaftliche Schwierigkeiten beklagen, hat

die Regierung massiven Handlungsbedarf, das Vertrauen in die Politik wieder herzustellen. Die derzeit vom

Regierungschef Bundeskanzler Faymann und der SPÖ nahezu täglich initiierten Vorstöße zur Einführung neuer

Steuern einerseits und Angriffe auf Errungenschaften für Betriebe andererseits schaden dem Wirtschaftsstandort

und verunsichern Investoren, Unternehmen und Mitarbeiter. Der Steuererfindungswettbewerb wirkt destabilisierend

auf den Standort Österreich, national wie international. Dazu hemmen diese parteipolitisch motivierten

Forderungen die Investitionsneigung und den Inlandskonsum. Die derzeit stattfinden Gebührenerhöhungen

verschärfen dieses Szenario noch weiter. Das alles hat negative emotionale und faktische Auswirkungen auf

die Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Sie sind inflationstreibend, kaufkraftreduzierend

und wachstumshemmend.

Wir fordern den Herrn Bundeskanzler daher auf, die sachliche Regierungsarbeit im Sinne des Wirtschaftsstandorts

Österreichs wieder aufzunehmen und nicht Parteipolitik und Umfragen im Fokus zu haben, sondern Verantwortungsbewusstsein

dem Land Österreich gegenüber zu zeigen.

Der Wirtschaftsbund fordert daher von der Regierung weiter:

1) Ein klares Bekenntnis dazu, keine neuen Steuern einzuführen

2) Einen Stopp von Gebühren- und Steuererhöhungen

3) Einen konsequenten Schuldenabbau und die Umsetzung der dafür

notwendigen Strukturreformen

Das Internet ist zweifelsohne ein

Wachstumsmotor und hat gesellschaftliche

Änderungen in Gang

gesetzt, wie zuletzt der Buchdruck.

Denken Sie nur an Facebook,

WikiLeaks oder Twitter.

Die Basis für die Nutzung dieser

und zukünftiger Dienste ist

Dieses ahnungslose Dahindämmern

der Politik dauert bereits

Jahre an und die Ergebnisse verschiedenster

Umfragen zeigen

dramatisch auf, wie Kärnten Jahr

für Jahr an Boden verliert. Konnten

wir uns vor zehn Jahren österreichweit

bei der Internetnutzung

noch über Spitzenplätze freuen,

sind wir inzwischen ins Mittelfeld

abgerutscht.

Konnten wir uns vor fünf Jahren

noch als Musterregion bei Breitbandinternet

hervortun, wird

Franz Pacher

Wirtchaftskammerpräsident

Markus Malle

Wirtschaftsbund-Direktor

50

Wirtschaftsbund Kärnten · Bahnhofstraße 59 · 9020 Klagenfurt am Wörthersee · Tel.: 0463 / 28 78 28 · Fax: 0463 / 28 78 28 - 40 · office@wirtschaftsbund-ktn.at · www.wirtschaftsbund-ktn.at


wko.at/bildungsreform

Unsere Betriebe leisten Großartiges in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Sie sind dabei aber auf eine solide Schulausbildung angewiesen.

Daher: Bildungsreform rasch umsetzen.

Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.

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