Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

JohannaJuergensen

Bericht über die geplanten Maßnahmen 2015 und 2016

Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte

Husum-Schwesing

Geplante Maßnahmen 2015 und 2016

STIFTUNG NORDFRIESLAND

1 Juni 2015

Verfasst von: Johanna Jürgensen, Geschäftsführerin


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-

Schwesing

Geplante Maßnahmen 2015 und 2016

Vorbemerkungen

Das Interesse, Husum-Schwesing zu einer Gedenkstätte weiterzuentwickeln, die

aufgrund eines sehr guten Vermittlungskonzepts und einer einfachen, aber

zweckmäßigen Ausstattung von vielen Menschen besucht wird, ist in

Nordfriesland deutlich zu spüren. So hat die Trägerin, die Stiftung Nordfriesland,

in den letzten drei Jahren rund 250.000 Euro in ihre Gedenkstätte investiert. Im

folgenden Bericht wird der Planungsstand 2015/2016 vorgestellt und ein

Überblick über die vor kurzem realisierten Maßnahmen gegeben. Ferner werden

die Geschichte des Lagers sowie in einem kurzen zeitlichen Abriss die Entstehung

der Gedenkstätte vorgestellt.

1


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Geschichte des Außenlagers

Die Baracken auf der Gemarkung „Engelsburg" der Gemeinde Schwesing

entstanden im Zusammenhang mit dem Bau des Scheinflugplatzes in Schwesing,

der von 1939 bis 1940 von einem Luftwaffen-Baubataillon errichtet wurde.

Dieses Lager wurde später der in Husum stationierten Ausbildungseinheit der

Marine unterstellt. Das Barackenlager war für eine Belegung von höchstens 400

Personen konzipiert worden.

Im Zusammenhang mit dem Bau des sogenannten Friesenwalls, einer sinnlosen

Befestigungsanlage, wurde das Barackenlager am 26. September 1944 zum

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme, es wurden zunächst 1.500

Häftlinge hierher verlegt, weitere ca. 1000 folgten im November. Die Häftlinge

waren größtenteils niederländischer, französischer, dänischer und polnischer

Nationalität, weitere Häftlinge kamen u.a. aus der Sowjetunion und Deutschland.

Der Lageralltag war geprägt durch Zwangsarbeit, Unterernährung, Krankheiten

und Misshandlungen, alles in extremer Ausprägung, so dass in der kurzen Zeit

des Außenlagers über 300 Menschen Opfer des verbrecherischen Regimes und

seiner Schergen wurden. Am 29. Dezember 1944 wurde das Lager aufgelöst.

2


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Nach Ende des 2. Weltkrieges dienten die Baracken zeitweise als

Flüchtlingslager, um dann öffentlich kaum noch wahrgenommen zu werden. Dies

änderte sich erst 1983 mit der Veröffentlichung der Geschichte des Lagers durch

die KZ-Arbeitsgruppe Husum-Schwesing sowie deren Gedenkveranstaltung am

30. Januar 1983 in Husum, bei der ehemalige Häftlinge von ihrem Leiden im

Lager berichteten.

Die nachfolgende politische Debatte führte letztlich zur Trägerschaft des Kreises

für die dann entstehende Gedenkstätte.

Entwicklung der KZ-Gedenkstätte seit Trägerschaft des Kreises

Nordfriesland, bzw. der Stiftung Nordfriesland

1985 Erwerb eines Teils des Lagergeländes durch den Kreis Nordfriesland.

1987 Einrichtung der Gedenkstätte. Bau des Mahnmals.

1994 Erwerb weiterer Teile des Geländes mit den Fundamentresten und dem

Hydranten, die unter Denkmalschutz gestellt werden.

1998 Installation der Informationstafel am Parkplatz

2000 Die historische Lagerstraße wird freigelegt.

2001/2002 Errichtung des Stelenfeldes.

2007 Erwerb der zwischenzeitlich zum Wohnhaus umgebauten ehemaligen

Küchenbaracke.

2008 Symposium zur Weiterentwicklung der Gedenkstätten in Nordfriesland. Der

Bau eines Dokumentenhauses wird (vorbehaltlich der Finanzierung durch Dritte)

vom Kreistag beschlossen

2011 Der Kreistag beschließt einen Pflegeprojektplan mit kurz- und

mittelfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Funktionalität und Pflege

2012 Abriss der nicht historischen Teile der Küchenbaracke und Sicherung des

Kellergeschosses. Sanierung des Mahnmalgebäudes.

3


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

2013 Erstellung von 15 hochwertigen Edelstahl-Schildern mit Namen,

Lebensdaten, Nationalitäten und Berufen der Opfer, sowie 6 Informationstafeln.

Bau einer barrierefreien Zuwegung.

2014 Der Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Husum- Schwesing wird

gegründet. Der historische Keller wird durch eine Betonplatte gesichert. Der

Kreistag beschließt die Erstellung einer wetterfesten Außenausstellung sowie

einen Arbeits- und Prüfauftrag für die Errichtung eines Gebäudes.

Außenausstellung

Seit Beginn 2015 ist die Hamburger Historikerin Nina Holsten damit beauftragt,

eine wissenschaftlich fundierte Ausstellung für den Außenbereich der KZ-

Gedenkstätte Husum-Schwesing zu erstellen. Möglich geworden ist diese Projekt

durch eine Spende in Höhe von 100.000 Euro des Geschäftsmannes Uwe

Carstensen. Die Vermittlung des Geldgebers erfolgte durch Karin Penno-

Burmeister des Fundraising- und Modernisierungsprojekts ProGedenkstätten, die

das Vorhaben auch in der weiteren Umsetzung betreut. Das Vorhaben ist in vier

Phasen aufgeteilt: Von Januar bis Mai 2015 werden die Grundlagen und ein

4


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

inhaltliches Grobkonzept erstellt; von Mai bis Oktober 2015 erarbeitet die

Historikerin ein Detailkonzept für die Ausstellung; von November 2015 bis März

2016 findet die Detailplanung und Ausführungsplanung statt; schließlich wird die

Ausstellung von März bis Juni 2016 aufgebaut. Die Ausstellungsplanung wird von

einer Lenkungsgruppe begleitet. Diese besteht aus Gary Funck, dem

Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Nordfriesland (Trägerin der

Gedenkstätte), Johanna Jürgensen, der Geschäftsführerin der Stiftung, einem

Vertreter der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund sowie den Experten

Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl und Dr. Ulrike Jureit. Der neu gegründete

Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing ist durch die

Vereinsvorsitzende Maria Jepsen vertreten.

Besucherzentrum

In gemeinsamen Gesprächen über die Zukunft der Gedenkstätte haben Trägerin

und Freundeskreis die Idee entwickelt, die Aufenthaltsmöglichkeiten auf der

Gedenkstätte zu verbessern, indem eine Sanitäranlage sowie ein Gruppen- und

Schulungsraum errichtet werden sollen. Dieser Bau soll eine zentrale Rolle im Ver

mittlungskonzept einnehmen, da er die Möglichkein schafft, auf der Gedenkstätte

selbst, aber in einem geschützten Raum, mit Gruppen zu diskutieren und einen

gewissen Medien- und Materialbestand vorhalten zu können. Hinzu kommen die

sanitären Anlagen, die bisher komplett fehlen, jedoch die Voraussetzung für eine

stärkere Nutzung und offensivere Angebotspolitik sind. Grundlage ist ein Neubau

mit den Abmessungen von 5,00 m Breite und einer Länge von 8,00 m

In dem Gebäude sind bislang folgende Einrichtungen geplant:

1. Schulungsraum für Gruppen (Gedenkstätte als außerschulischer Lernort)

2. Herren WC mit zwei Urinalbecken und einem WC.

3. Damen WC mit zwei WC-Kabinen.

4. Behinderten WC

Von Seiten des Kreises Nordfriesland kann nachfolgende grobe Kostenschätzung

zu dem Vorhaben abgegeben werden:

Baukosten Sanitäranlagen: 78.000,-

5

Baukosten Gruppenraum: 55.000,- €


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Kläranlage / Entwässerung: 9.000,- €

Außenanlagen: 6.000,- €

Strom- und Wasseranschluss: 8.500,- €

Baunebenkosten: 15.500,- €

Gesamtbaukosten ca.180.000 €

Nina Holsten (Historikerin), Elisabeth Mehwaldt (Denkmalpflege) und Heiko Stöven (Hochbau)

Räumliche Gesamtplanung

Durch die baulichen Maßnahmen seit den 80er Jahren, den derzeit geplanten und

beabsichtigten weiteren Maßnahmen auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte

sowie den darüber hinausgehenden Beschlüssen ist es zwingend geboten, hierzu

eine räumliche Gesamtplanung zu entwerfen. Ziel muss es dabei sein, einerseits

die bestehenden Anlagen, wie das Mahnmal, das Stelenfeld, die Lagerstraße

6


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

sowie die Küchenbaracke weiter in ihrer derzeitigen Wirkung auf die Besucher zu

erhalten, den künstlerischen Ansprüchen Rechnung zu tragen, anderseits die

neuen baulichen Anlagen, die stärker auf Funktionen und Erläuterungen

ausgerichtet sind, in die gesamte Anlage zu integrieren. Hierbei wird es

notwendig sein, die bestehende Ausschilderung einer Überprüfung und ggf.

Überarbeitung zuzuführen.

Didaktisches Konzept, Unterrichtsmaterialien

In engem Zusammenhang mit der Außenausstellung und dem Besucherzentrum

steht das Vorhaben, ein didaktisches Konzept zu entwickeln. Die Bürgerstiftung

Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten hat für die Entwicklung des Konzepts

bereits 7.000 Euro bewilligt. Ursprünglich sollte eine noch zu beauftragende

Lehrkraft das Konzept erstellen. Mittlerweile gibt es einen Alternativvorschlag,

der darauf zielt, die Erarbeitung in die Hände von Oberstufenschülern an den

Gymnasien oder Beruflichen Schulen (mit gesellschaftspolitischem Profil) zu

geben. Konkret ginge es darum, einen Wettbewerb durchzuführen, die besten

Gruppenarbeiten auszuzeichnen und als zusätzlichen Anreiz Geldprämien zu

vergeben. Diese Lösung hätte den Vorteil, auf diese Weise Kontakt zu den

Schulen aufzubauen und durch die frühe Einbeziehung möglicherweise eine

Identifikation mit der Gedenkstätte und dem pädagogischen Konzept

anzustoßen. Hinzu käme der Kostenaspekt, da die vorhandenen Mittel

vorwiegend für die Erstellung der Materialen und nicht für Personalkosten

ausgegeben werden müssten. Eine Entscheidung hierüber steht noch aus.

7

Einführung eines Lotsensystems

Ein Ziel der Weiterentwicklung der Gedenkstätte besteht darin, Jugendliche als

Guides für Führungen zu gewinnen. Zu diesem Zweck soll ein Lotsensystem

entwickelt werden, das insbesondere Jugendliche dazu befähigt soll, Führungen

auf der Gedenkstätte anzubieten (Peer Guides). Die Altersgruppe der jungen

Leute steht hierbei besonders im Fokus, weil deren Blick auf die historischen

Geschehnisse ein gänzlich anderer ist als der älterer Personen. Auch ist die

Akzeptanz von nahezu Gleichaltrigen insbesondere bei Schülergruppen höher,

was die Nutzung der Gedenkstätte als außerschulischer Lernort befördern


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

könnte. Das geplante Lotsensystem soll gemeinsam mit dem pädagogischen

Konzept entwickelt werden, da es thematisch zusammengehört.

Internetauftritt

Die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing wird auf der Internetseite des Kreises

Nordfriesland vorgestellt und Erläuterungen gegeben. Ferner gibt es einen

zusätzlichen Internetauftritt des Freundeskreises, welcher mit nordfriesland.de

verlinkt ist, sowie eine Homepage der BGSH, die alle schleswig-holsteinischen

Gedenkstätten und Erinnerungsorte beinhaltet. Mit diesen Angeboten wird ein

redaktionell leistbarer moderner Standard angeboten.

Im Zusammenhang mit der festen Außenausstellung wird aber angestrebt,

darüber hinausgehende Angebote an den Informationssuchenden zu bieten, so

bspw. Angebote in weiteren Fremdsprachen, die auf den Tafeln nicht zusätzlich

möglich sind, weitere Hintergrundinformationen sowie ggf. auch audiovisuelle

Angebote. Hierbei sollen auch neuere technische Möglichkeiten genutzt werden,

die bis hin zur Nutzung von QR-Codes auf den Schautafeln gehen könnten.

Diese Umsetzung eines neuen bzw. überarbeiteten Internetauftritts für die KZ-

Gedenkstätte wäre inhaltlich sinnvoll, sobald die Außenaufstellung sowie das

pädagogische Konzept umgesetzt ist, d.h. 2016.

Erlass einer Gedenkstättenordnung für die Besucher

Zwar ist es ausdrückliches Ziel, möglichst viele Menschen auf die Gedenkstätte

aufmerksam zu machen und durch einen Besuch vor Ort die organisierten

Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch das NS-Regime ins Bewusstsein der

Öffentlichkeit zu bringen. Gleichwohl ist es notwendig, Regelungen zu erlassen,

um unangemessenes Verhalten von Besuchern oder Besuchergruppen

unmittelbar möglichst zu vermeiden oder gegebenenfalls sanktionieren zu

können.

Der Inhalt der Gedenkstättenordnung zielt neben allgemein üblichen

Verhaltensregeln wie auf das Verbot von lauter Musik auch auf das Verbot von

Äußerungen, Darstellungen oder Verhalten auf der Gedenkstätte, die

geschichtsverfälschend oder entwürdigend für die Opfer und deren Angehörige

8


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

sind. Ebenso sollen alle öffentlichen Veranstalten auf der Gedenkstätte nur mit

Zustimmung des Eigentümers zulässig sein.

Den Opfern einen Namen geben

Besonders hingewiesen werden soll auf eine vieldiskutierte Maßnahme, die 2013

umgesetzt worden ist. So ist der lange beklagte Zustand der Anonymität der

Opfer auf der Gedenkstätte endlich vorbei. Entstanden war das Problem dadurch,

dass auf dem Stelenfeld die Namen auf den Cortenstahl-Stelen nur noch schwer

zu lesen waren. Die Stiftung Nordfriesland hat für 55.000 Euro zusätzlich 15

Edelstahltafeln herstellen und darin die Namen, Lebensdaten, Nationalitäten und

Berufe der namentlich bekannten 297 Ermordeten eingravieren lassen. Diese

Tafeln stehen im Eingangsbereich der Gedenkstätte. Weitere Verbesserungen in

der Orientierung und Vermittlung ermöglichen Hinweisschilder, die an den

wichtigsten Orten des vormaligen Lagers aufgestellt worden sind. Diese sind teils

sehr einfach gehalten, da sie in Hinblick auf weitere Maßnahmen nur für eine

Übergangszeit aufgestellt worden sind, zum Teil aber auch hochwertig. Letztere

fügen sich in das künstlerische Konzept ein und sind in enger Zusammenarbeit

mit dem schon lange die Gedenkstättengestaltung prägenden Bildhauer Uli

Lindow entstanden. Für diese Tafeln ist eine längere zeitliche Perspektive

vorgesehen.

Die Namen, Lebensdaten, Nationalität und Berufe der Opfer am Eingang

der Gedenkstätte

9


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Kosten- und Finanzierungsplan für die neuen Maßnahmen

Kosten

Bau des Besucherzentrums 180.000 €

Außenausstellung, gesamt 110.000,- €

- Werkvertrag einschl. Reisekosten 35.000 €

- Erstellung der Tafeln, Tiefbauarbeiten, Audioguide 75.000,- €

Pro Gedenkstätten 26.250 € (25% für Nachhaltigkeitsfond)

Didaktisches Konzept und Lotsensystem 11.000 €

Internetauftritt 5.000 €

Summe 332.000 €

Finanzierung

Jumi Land Schleswig-Holstein 180.000 € („Kulturelles Erbe“)

Private Spende 100.000 € (über „pro Gedenkstätten“)

Bürgerstiftung schleswig-holsteinische Gedenkstätten 17.000 €

NOSPA-Kulturstiftung Nordfriesland 5.000 € (über „pro Gedenkstätten“)

Eigenanteil Stiftung Nordfriesland 30.000 €

Summe 332.000 €

Abschlussbemerkungen

Die für 2015 und 2016 vorgesehenen Maßnahmen runden das Gedenk- und

Vermittlungsangebot auf der Gedenkstätte ideal ab. Insbesondere durch die in

Aussicht gestellte Förderung durch das Land Schleswig-Holstein sowie die bereits

zugesagte großzügige Förderung durch einen privaten Spender, ist es der

Stiftung Nordfriesland nun möglich, eine zeitgemäße und wissenschaftlich

anerkannte Gedenkstättenarbeit zu betreiben. Ermutigend dabei ist auch das

ehrenamtliche Engagement des 2014 gegründeten Freundeskreises, der in der

kurzen Zeit seines Bestehens bereits viel erreicht hat und als starker Partner zur

10


Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing | 01.06.2015

Verfügung steht. Als ideal ist zusätzlich der Umstand zu werten, dass auch in

Ladelund eine Neukonzeption der Dauerausstellung sowie des

Vermittlungskonzepts vorbereitet wird, so dass der Zeitpunkt, die Gleichzeitigkeit

der Erneuerung beider nordfriesischen KZ-Gedenkstätten, für den Ausbau der

Gedenkstätte in Schwesing eine sehr glückliche Fügung ist. Die beiden

Auftragnehmerinnen für die Ausstellungen, die Historikerinnen Königseder

(Ladelund) und Holsten (Schwesing), stimmen sich bereits bezüglich ihrer

wissenschaftlichen Arbeit und Forschung ab und auch in organisatorischen und

gestalterischen Entscheidungen wird eine Zusammenarbeit bzw. ein

Gedankenaustausch erfolgen.

Der nordfriesische Kreistag hat in seiner Sitzung am 29. Mai 2015 dem oben

aufgeführten Kosten- und Finanzierungsplan zugestimmt, so dass die Verwaltung

jetzt damit beauftragt ist, sich für die Umsetzung der Maßnahmen einzusetzen.

Der Zeitplan sieht den Bau des Besucherzentrums bereits für 2015 vor. Ein

Projektplan ist in Arbeit und wird nach Fertigstellung allen Projektbeteiligten

vorgelegt.

Ende

11

Weitere Magazine dieses Users