„ Ich lach’ mich gesund!“

bkk2015provita

2. AUSGABE JUNI 2015

Ihr aktuelles Gesundheitsmagazin

So macht Baden

richtig Spaß

Tipps für Ihre Sicherheit

Fitness für Füße

Barfußgehen und -training

Leckere Aromareise

Vegetarische Mittelmeerrezepte

gegen Reisehunger

Tolle Kochbücher

& Sprachkurse

zu

gewinnen!

MEHR GLÜCKSGEFÜHLE:

Ich lach’

mich gesund!


Exklusiv für BKK-Mitglieder

Anzeige


Jetzt

sichern!

www.bkk-reiseschutz.de/provita

0202 438-3560

Gratis: 3-teiliges

Reise-Set!

1

Beitrag für die Altersgruppe der 18- bis 59-jährigen im Tarif BKKR.

Ein Angebot der Barmenia Krankenversicherung a. G. –

Kooperationspartner Ihrer BKK.


EDITORIAL / INHALT

Liebe Leserinnen und Leser,

Andreas Schöfbeck

Vorstand BKK ProVita

Sie kennen das Sprichwort Lachen ist gesund – und erfreulicherweise

stimmt das ja auch. Wenn wir lachen, so wirkt sich das unmittelbar positiv

auf unseren Körper aus, aber auch Seele und Geist profitieren von unseren

frohen Gedanken und Empfindungen. Lachen kann Stress effizient abbauen,

kann uns die oft ersehnte Entspannung bringen und lindert sogar Schmerzen.

Ihre aktiv & gesund gibt Ihnen daher heute Tipps, wie Sie Spaß und

Freude gezielt in Ihr Leben lassen können.

In der Rubrik Gesund leben erfahren Sie mehr über die neuesten

Erkenntnisse zu unseren Selbstheilungskräften – und lesen Sie, wie man

diese stärken kann.

Unseren Füßen wird über einen langen Tag hinweg doch einiges abverlangt;

gesunde Füße sind daher wichtig. Damit Sie immer fest im Leben stehen

und Ihren eigenen Weg beherzt gehen können, haben wir Übungen für

ein spezielles Fußtraining im Angebot. Und natürlich gibt es weitere Anregungen

für ein gesundes Leben mit viel Spaß und Freude – gerade in dieser

schönen Jahreszeit.

Ich wünsche Ihnen viele Glücksmomente, in denen Sie den Augenblick

genießen können, und viele Gelegenheiten, um beherzt lachen oder

zufrieden lächeln zu können.

Ihr

So schmeckt Urlaub rund ums

Mittelmeer. Schwelgen Sie vor

– mit aromatischen Rezepten.

Inhalt

4 Gesund leben: Mit unseren Meldungen

aus der Gesundheitswelt

wird der Sommer herrlich easy

6 Aktiv werden: Frag nach: Tipps

für mehr Schwimmvergnügen

Center in Berlin, hilfreiche Broschüren,

Satzungsänderung, Newsletter

16 Aktiv werden: Leichter Fremdsprachen

lernen für die Ferien +

Sprachkurs zu gewinnen

8 Aktiv leben: Ich lach mich gesund!

Mit Lachyoga, Klinikclowns

und Tricks für mehr Freude im Alltag

18 Gesund leben: Kosten Sie vor:

Rezepte gegen Reisehunger

+ Gewinn: frische Kochbücher

8

Titelbild: Getty

12 Gesund leben: Das Placebo-

Prinzip – unsere Selbstheilungskräfte

und wie wir sie stärken

15 Intern/Impressum: Service-

20 Aktiv werden: Gut zu Fuß - dank

Barfußgehen und Fußtraining

22 Aktiv werden: Test: Wie hoch

steigt Ihr Glücksbarometer?

20

aktiv & gesund 02.15 3


GESUND LEBEN

Sommerglück

Wärmende Sonnenstrahlen, süße Früchte, satte Farben und jede Menge freie Zeit:

Summertime and the living is easy – erst recht mit unseren Tipps, Ideen und Infos.

TOPTHEMA

Hilfe gegen Neurodermitis

Rote Pustelhaut macht keine Freude. Sie juckt, kann Scham auslösen und

oft quälen die Patienten noch weitere allergische Reaktionen wie Asthma

oder Heuschnupfen. Wer unter Neurodermitis oder einem atopischen Ekzem

leidet, tut dies nicht nur körperlich. Die psychische Belastung der Erkrankten

ist sehr hoch und ihre Zahl steigt stetig an. Am häufigsten betroffen sind

Babys und Kleinkinder – bei ihnen besteht jedoch auch die Hoffnung, dass

die Symptome während der Pubertät wieder verschwinden. Mehr über unser

Topthema Neurodermitis – eine Erkrankung, die unter die Haut geht erfahren

Sie ab 1. Juli 2015 mit einem Klick auf www.bkk-provita.de/topthema.

Ding-dong, Kirschenzeit!

Sie sehen aus wie kleine Glöckchen und läuten den Sommer ein:

Kirschen. Ab Juni laden sie mit ihrem lackierten Leuchtrot und dem

saftig-süßen Fruchtfleisch wieder dazu ein, öfter mal von der Hand in

den Mund zu leben. Denn nach dem Pflücken halten sich die kleinen

Vitaminbomben im Kühlschrank gerade mal zwei bis drei Tage. Neben

den Vitaminen C und B versteckt die Kirsche unter ihrer knackig-zarten

Haut viel Folsäure, Eisen, Kalium, Calcium und Magnesium. Gichtpatienten,

die täglich zwei Handvoll dieser kleinen Früchtchen zu sich

nehmen, können die Bildung von Harnsäure hemmen und so laut einer

US-Studie ihren schmerzhaften Gelenkattacken vorbeugen. Und wer

nach dem Kirschkernweitspucken die Kerne wieder aufsammelt, kann

sie heiß abwaschen, trocknen

und für ein Kirschkernwärmekissen

in kleine Baumwollsäckchen

stecken.

Kleine Copiloten

Brauche ich im Flugzeug einen

Kindersitz? Auf diese Frage stoßen

wohl alle Eltern, die zum ersten

Mal mit Baby oder Kleinkind in den

Urlaub fliegen wollen. Die Antwort

lautet Jein – für das Thema sollte

man sich etwas Zeit nehmen. Denn

es gibt keine Einheitsregelung für

alle Fluggesellschaften, außer der,

dass nirgends Kindersitze gestellt

werden. Wem es also zu unsicher ist,

seinen Nachwuchs nur auf den Schoß

zu nehmen, der muss einen extra

Sitzplatz für sein Kind buchen und

braucht eine Sitzschale, die dort mit

einem Zweipunktgurt gesichert werden

kann. Die Flugzeugzulassung der

Schale ist an dem Button For use in

aircraft zu erkennen. Darüber hinaus

gibt es unterschiedliche Regelungen

je nach Reiseziel und Airline. Der erste

Infoklick sollte also auf die Website

der Fluggesellschaft führen, die meist

darüber aufklärt, welche Sitze auf

welchen Flügen erlaubt sind und wo

man sich dafür anmelden muss. Übrigens:

Auf anderen Kontinenten sind

europäische Kindersitze nicht immer

fürs Auto zugelassen – erkundigen Sie

sich dazu am besten auch gleich ...

4 aktiv & gesund 02.15


Fußballfieber

Am 6. Juni wird in Kanada die 7. FIFA-Frauen-WM angepfiffen. Wer vor dem heimischen Bildschirm

oder beim gemeinschaftlichen Viewing mit Freunden nicht nur Daumen drücken mag, schafft mit ein

paar Vorbereitungen auch eine eigene Spaß-WM: Eine selbst gebastelte Torwand aus einem großen,

stabilen Karton oder ein simpler Dosenstapel und indoor ein weicher Schaumstoffball,

schon kann‘s losgehen mit dem Zielkicken. Dazu brauchen Sie nur noch eine Punkteliste

mit den Teilnehmernamen und einen netten Preis für den Gewinner.

Übrigens: Wussten Sie, dass es vor nicht langer Zeit verpönt war, wenn

weibliche Füße das Runde ins Eckige kicken wollten? Wer sich für

die Geschichte des Frauenfußballs interessiert, könnte daraus

Rätselfragen für andere Zuschauer erstellen ...

Friede geht durch den Magen

Wir kommen alle nicht drumherum: Ab und zu muss man

mit dem oder der Liebsten auch mal kritisch Klartext reden.

Des lieben Friedens willen sollten Sie der Diskussion zu Hause

aber erst ein leckeres Mahl voranstellen. Denn Forscher

der Ohio State University haben herausgefunden, dass

ein leerer Magen Paare aggressiver macht – der geringe

Blutzuckerspiegel nimmt dem Gehirn die nötige Energie zur

Selbstkontrolle. Also: erst tafeln, dann sanft tadeln!

Veganes Wissen

Gut informierte Veganer kennen Cobalamin, denn für

sie ist dieser Nährstoff – besser bekannt als Vitamin

B12 – besonders wichtig, da er in größeren Mengen fast

nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Cobalamin ist z. B. an der Bildung von

roten Blutkörperchen, Erbsubstanzen

und Nervenfasern beteiligt sowie

an Zellteilung und -wachstum. Weil

B12

unser Körper weiß, wie wichtig diese

Funktionen sind, legt er sich in der

Leber einen Vorrat an Vitamin B12

an, mit dem er einen Mangel bis zu

drei Jahre lang ausgleichen kann. Veganer

füllen ihren Speicher durch angereicherte Lebensmittel

oder Supplemente. Unterstützend enthalten einige Algen

sowie milchsauer vergorenes Gemüse wie Sauerkraut kleine

Mengen des Fitmachers.

B12

B12

TOPTHEMA

Plötzlich Krankenschwester

FOTOS: Thinkstock, iStockphoto (6)

Nächstenliebe und Pflichtbewusstsein treibt die meisten Menschen dazu an,

pflegebedürftige Verwandte selbst zu Hause zu versorgen. Doch nicht selten

folgt dem ersten Engagement eine große Ernüchterung: Die Arbeit ist körperlich

anstrengend und psychisch belastend, die Kosten sind hoch, pflegerische Fachkenntnisse

meist nicht vorhanden. Neben dem eigenen Alltag mit Job, Familie

und Haushalt muss zusätzlich Papierkram erledigt werden und das bisherige

Leben stellt sich auf den Kopf. Falls sich der gute Wille mit Ratlosigkeit paart,

finden Betroffene auf unserer Website kompakt zusammengestellte Informationen

rund um das Thema: Häusliche Pflege – wenn die Herausforderung zur

Belastung wird. Ab 1. August 2015 unter www.bkk-provita.de/topthema.

aktiv & gesund 02.15 5


AKTIV WERDEN

6 aktiv & gesund 02.15


Frag nach!

Gesunder Badespaß

Gute Tipps von Ihrer BKK ProVita: Mitglieder fragen, Experten antworten.

FOTO: Getty

1Wie gut ist die Wasserqualität

deutscher Badeseen?

Karl-Heinz M. aus Bielefeld

In den letzten Jahren erfüllten unsere

Badegewässer, die nach der EG-Badegewässerrichtlinie

überwacht wurden,

zu über 90 Prozent die Qualitätsanforderungen.

Naturbedingt kann

es aber Unterschiede geben: Starke

Regenfälle, Hochwasser, Blaualgen

oder viel Besuch von Mensch und Tier

können die Wasserqualität regional

beeinträchtigen. Aktuelle Infos geben

die Bundesländer bzw. Landratsämter.

2Wie pflege ich meine Haut

nach dem Bad im See, Meer

oder Pool? Ulla K. aus Weil

Wasser entzieht der Haut Fett und

trocknet sie so aus – egal ob Pool-,

Meer- oder Seewasser. Nach dem

Schwimmen sollten Sie sich gründlich

abduschen und durch Lotionen mit

Urea oder Glycerin die Feuchtigkeitsspeicher

wieder auffüllen.

3Chlor ist reine Chemie –

kann das gesund sein?

Christl L. aus Nürnberg

Chlor ist ein gutes und momentan

das günstigste Mittel, um Wasser zu

desinfizieren. In Schwimmbädern

tragen Badegäste Keime und potenzielle

Krankheitserreger ins Wasser –

das beigemengte Chlor verbindet sich

dort mit diesen Keimen und macht

sie unschädlich. Reagiert Chlor mit

Harnstoffen aus Schweiß oder Urin,

entsteht jedoch der Reizstoff Trichloramin.

Das Gas macht den typisch

chlorigen Schwimmbadgeruch aus

und steht im Verdacht, bei Babys und

Kleinkindern Asthma auslösen zu

können. Frischwasserzufuhr und Belüftung

eines Schwimmbads sind also

sehr wichtig für die Gesundheit.

4 7

Wie kann ich helfen, wenn

ein Schwimmer in Not gerät?

Martin V. aus Fulda

Zunächst einmal über den Notruf 112

Rettungskräfte herbeirufen. Dann die

Gefährlichkeit der Situation abschätzen

– je nach Entfernung, Wellengang

etc. geht der Eigenschutz vor. Nur sehr

gute Schwimmer können im Meer

versuchen, dem Ertrinkenden einen

Rettungsring, ein Schwimmbrett o. Ä.

zuzuwerfen und ihn vorsichtig von

hinten anzuschwimmen (damit er sich

nicht an ihn klammert und ebenfalls

hinabzieht). Dann die Person beruhigen,

schnell an Land bringen, wärmen

und Erste Hilfe leisten.

5Was kann ich gegen Wasser

im Ohr tun? Svea I. aus

Wismar

Ein bisschen Akrobatik: auf einem

Bein mit zur Seite geneigtem Kopf

hüpfen! Bitte nie Gegenstände ins

Ohr stecken, auch keine Wattestäb-

chen. Wollen die Tropfen gar nicht

raus, lieber zum HNO-Arzt gehen.

6Ab wann kann man Kinder

allein ans Wasser lassen?

Manu K. aus Cham

Erst wenn sie sichere Schwimmer sind

und auch besonnen reagieren, falls

sie mal ins Wasser geschubst werden.

Kleinkinder auch im Planschbecken

nie aus den Augen lassen!

Bei welchen Erkrankungen

tut ein Meerurlaub besonders

gut? Gina W. aus Erbach

Von der Heilwirkung des Meerwassers

und der salzhaltigen Luft profitieren

vor allem Patienten mit Hautekzemen,

Allergien und Atemwegserkrankungen.

Lassen Sie sich am besten

von Ihrem Arzt beraten.

ONLINETIPP

Beste Badewässerqualität

Auf der Website des Umwelt Bundesamtes

finden Sie eine Deutschlandkarte,

die Sie zu Seen und Flüssen in

Ihrer Umgebung und Informationen

zur aktuellen Badewasserqualität

führt. Aber auch die Resümées zu den

vergangenen Jahren sind fast überall

erfrischend gut. Mehr bei

www.bundesumweltamt.de - einfach

anklicken und weiter zu Wasser,

Schwimmen-Baden, Badegewässer...

aktiv & gesund 02.15 7


AKTIV WERDEN

Ich lach’ mich gesund

Ein herzliches Lachen kann alles verändern, denn es hat eine wunderbare Kraft. Und das

Schönste ist: Man kann sie selbst einsetzen. Mit diesen Tipps haben Sie gut lachen.

TEXT Claudia Götz

S

ie stehen in der U-Bahn, auf

dem Weg zur Arbeit, und

denken an den frühen Morgen

dieses Tages: der kurze Slapstick-

Moment, als Sie niesen mussten und

Ihnen deshalb das Brötchen aus der

Hand flog. Ihre Mundwinkel wandern

langsam nach oben. Vor Ihrem inneren

Auge sehen Sie nun den Moment,

als Sie beim Versuch, das Brötchen

aufzufangen, gleich noch die Teetasse

umkippten. Dabei schleicht sich ein

Grinsen in Ihr Gesicht. Sie blicken

hoch und siehe da: Ihr Gegenüber

lächelt zurück. Das haben Sie gut

gemacht! Wer über sich selbst lachen

kann – und sei es mit etwas zeitlichem

Abstand – hat eine Menge

erreicht. Denn die Lachforscher sind

Mit einem Lachen sehen Sie

alles im neuen Licht. Und das

Schönste ist: Es steckt an.

sich einig: Über sich selbst lachen zu

können, ist genauso toll, wie seinen

Humor unter Stress zu behalten. Dieses

Lachen hilft uns, in unserer Mitte

und voller Kraft zu bleiben und somit

unseren Alltag leicht und stressfrei

zu bewältigen. Die beste Nachricht

ist aber: Dieses Lachen kann man

lernen. Wer es schafft, ein Missgeschick

vor seinem inneren Auge

humorvoll zu betrachten, hat schon

einen wichtigen Schritt getan. Auch

wenn es vielleicht in dem Moment,

als es passierte, noch ärgerlich war.

Sie können sogar ältere Erlebnisse mit

einem Lachen anschauen und damit

in völlig neuem Licht sehen. Stellen

Sie sich vor, Sie betrachten sich von

außen und beobachten, wie Ihnen ein

Fehler passiert und Sie dabei über sich

selber lachen. Fühlt sich das gut an?

Probieren Sie es mit einer anderen,

vermeintlich peinlichen oder ärgerlichen

Situation und bald werden Sie

jedes Ereignis bereits im selben Moment

mit Humor nehmen können!

Lachen lernen leicht gemacht

Das Schöne am Lachen ist: Es verselbstständigt

sich, wenn man einmal

damit anfängt:

Schon die Mundwinkel

für eine

halbe Minute nach

oben zu ziehen,

verändert etwas in

uns: Es entspannt

und macht fröhlicher. Und wer

entspannter ist, lacht mehr – Kinder

bis zu 400-mal am Tag, Erwachsene

nur noch 15-mal. Wer sich in

einer Art Tagebuch seine lustigsten

Erlebnisse aufschreibt – idealerweise

jeden Tag mindestens eines –, stärkt

die Fähigkeit zu lachen enorm. Denn

mit jeder Notiz ändert sich der Fokus

in Richtung mehr Fröhlichkeit und

Vergnügtheit. Das allein ist es schon

wert, aber das Lachen hat noch viel

mehr positive Effekte auf unseren

Körper und unsere Psyche.

Erfreuliche Lachforschung

Heute weiß man dank der Gelotologie

weitgehend, was im Körper beim

Lachen passiert. Der wissenschaftliche

Name der Lachforschung leitet sich

vom griechischen Wort gelos für

Lachen ab. Sie entstand 1964, als der

Psychiater William F. Fry begann, die

körperlichen Aspekte zu erfor- »

MEHR ÜBUNGEN

• Heute schon gelacht?

Erinnern Sie sich an Ihren letzten

richtig großen Lachanfall? Holen Sie

ihn sich vor Ihr inneres Auge und

genießen Sie ihn erneut.

• Kurze Lachpause: In der Mittagspause

schnell den Lieblingscomedian

(und sei es der Kollege), witzige

Cartoons oder Tiervideos anschauen

– das macht fröhlich und wach.

• Lassen Sie sich anstecken: Wenn

Sie Kollegen auf dem Gang oder

Kinder im Bus lachen hören, ärgern

Sie sich nicht über die Störung oder

den Lärm. Lassen Sie sich anstecken

und zumindest ein Lächeln ins

Gesicht zaubern.

• Nach einem harten Tag: Lachen

Sie Ihre Familie und Freunde an,

albern Sie einfach mal rum und

schämen Sie sich nicht, falls andere

die Augenbrauen hochziehen.

8 aktiv & gesund 02.15


Kinder

lachen ungezwungen

und tun es viel

öfter als Erwachsene.

Dabei ist es leicht, ganz

bewusst wieder mehr

Fröhlichkeit bei sich

einziehen zu

lassen.

aktiv & gesund 02.15 9


AKTIV WERDEN

Zu

zweit macht

es noch mehr Spaß:

Wer gemeinsam mit

Freunden oder Familie

lacht, bekommt nicht nur

gute Laune, sondern

stärkt gleichzeitig

auch den Zusammenhalt.

schen: Lachen lockert die Gesichtsmuskeln

und durch die stakkatoartige

Unterbrechung der Atmung das

Zwerchfell und den Brustkorb. Die

Vibrationen, die so entstehen, können

auch helfen, verspannte Zwischenrippenmuskeln

zu lösen, wie sie nach

Erkältungen oder Atemwegsproblemen

auftreten könnten. Zudem wird

der Sauerstoffaustausch im Gehirn

erhöht, das Herz-Kreislauf-System

angeregt und dabei der Stoffwechsel

in Schwung gebracht. Der Immunologe

Lee S. Berk konnte zeigen, dass

Lachen positiv auf das Immunsystem

wirkt, indem es Antikörper vermehrt.

Noch Tage nach dem Ansehen eines

lustigen Films waren die Werte im

Blut messbar höher. Zudem wird

durch Lachen die Ausschüttung körpereigener

Hormone – vor allem

Adrenalin und Noradrenalin – angeregt.

Diese können Entzündungen

hemmen und Schmerzen lindern.

Lachen wirkt aber auch auf die Psyche,

indem es Stress abbaut. Es löst

Hemmungen und regt nachweislich

die Fähigkeit an, Probleme zu lösen.

Freude für Kranke

Die Heilkraft des Lachens nutzen die

Klinikclowns. Vorbild für den heute

weit verbreiteten Weg, Lachen in

Krankenzimmer Schwerstkranker,

Heitere Stimmung und eine

rote Clownsnase bewirken

oft mehr als Medikamente.

psychiatrische Einrichtungen und

Altenheime zu bringen, ist der USamerikanische

Arzt Patch Adams. Seit

über vierzig Jahren wirkt sein Lebensmotto

Nimm das Leben doch von

der humor- und lustvollen Seite bei

Kranken. Adams ist überzeugt: Heitere

Stimmung und eine rote Clownsnase

können oft mehr bewirken als

ein Medikament. Ein Beispiel ist

ein schwerkrankes Mädchen, das zu

sprechen aufhörte. Die Sechsjährige

verschloss sich so vollständig, dass

ihre Ärzte die Klinikclowns baten, bei

ihr vorbeizuschauen. Silke Eumann,

als Klinikclown Flocke vor allem in den

Zimmern von kleinen Krebspatienten,

war damals bei ihr: Flocke neckte

ihren Partner Pampel wegen seines

mädchenhaften

Köfferchens. Das

spielerische Wortgefecht

der beiden

drehte sich um den

Inhalt des Koffers,

den Pampel nicht

herzeigen wollte. Wir spielen das

Kind nicht direkt an, denn es soll selber

entscheiden, ob es aktiv wird oder

nicht, so Eumann. Eltern, eine zufällig

anwesende Ärztin und die beiden

Clowns waren zu Tränen gerührt, als

das Mädchen schließlich sein Schweigen

brach, weil sie unbedingt sehen

wollte, was im Koffer war.

Die Kliniken bringen uns viel Vertrauen

entgegen, sagt Eumann,

10 aktiv & gesund 02.15


die stolz darauf ist, dass der Verein

Clownsvisite, für den sie tätig ist,

einen Ethikkodex geschaffen hat.

Dieser beinhaltet den Respekt vor der

Arbeit des Klinikpersonals sowie der

Würde, der Persönlichkeit und der

Privatsphäre der Patienten und deren

Familien. Das Wichtigste für mich

ist das In-Beziehung-Treten bei dieser

Arbeit – mit den Patienten, mit den

Eltern, den Ärzten und dem Klinikpersonal.

So schaffen wir es, die Atmosphäre

zu verändern. Das sehe ich als

wichtigsten Teil unserer Arbeit.

Lachen Sie sich frei!

Einer der Wegbereiter des therapeutischen

Lachens war der US-amerikanische

Wissenschaftsjournalist

Norman Cousins, der sich von einer

schmerzhaften entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung

heilte, indem er

sich selbst mit lustigen Filmen, Witzen

und Comics zum Lachen brachte. Er

entdeckte aber auch die reine Motorik

des Lachens für sich und gilt damit

als der Begründer des Lachyogas.

Bei dieser Yogaform lacht man erst,

indem man so tut als ob. Probieren

Sie einfach auf Haha oder Hihi zu

lachen, indem Sie quasi Ihr eigenes

Lachen imitieren. Auf ähnliche

Art lernen auch Schauspieler und

Haha! Im Lachyoga werden

Sie schnell merken, wie sich

Lachen verselbstständigt.

Sprecher, jederzeit zu lachen: Sagen

Sie Haha und lassen Sie den Mund

in dieser Stellung. Mit dem nächsten

Ausatmen pressen Sie die Atemluft

regelrecht aus sich heraus und lassen

den Laut ebenfalls zu. Sie werden

schnell merken, wie sich das Lachen

verselbstständigt. Kurse in Lachyoga

beinhalten auch Klatsch-, Dehn- und

Atemübungen sowie spielerische Elemente,

die zum Lachen

anregen. Mit

diesen hat der indische

Arzt und

Yogalehrer Madan

Kataria die Selbstversuche

Cousins

ergänzt. Üben Sie am besten täglich

– und sei es nur für wenige Sekunden.

Sie werden merken, was auch die Teilnehmer

von Lachseminaren berichten:

Danach sind Sie besserer Laune,

wacher und kreativer. Viel Spaß! «

Beim

Lachyoga

lernt man nicht

nur, gezielt zu

lachen, sondern

auch lustige Leute

kennen.

FOTOS: Imago (2), Thinkstock, Picture Alliance

In

immer mehr

Ländern zaubern

Klinikclowns ein Lachen

für Schwerstkranke

und

Behinderte.

MEHR LACHTIPPS

• www.lachverband.org: Lachyoga

vom Berufsverband mit nach Postleitzahlen

aufgeführten Kursleitern.

• www.jerkov.de: Das Institut des

Lächelns unterrichtet methodisch

mit dem Wissen alter Meister.

• www.lachseminare.de/

lachtipps.php: Der Gründer des

Regensburger Lachclubs hat Links zu

Videos und Tipps zusammengestellt.

• Das kleine Lachyoga-Buch

mit Lachübungen für Glück und

Entspannung: Christoph Emmelmann

beschreibt viele Übungen und

Hintergründe. dtv, 4,95.

• All you need is laugh: Heiner

Ubers Hör-Essay über das Lachen

enthält auf zwei Audio-CDs Lachtechniken

und -meditationen.

aktiv & gesund 02.15 11


GESUND LEBEN

Das erstaunliche

Placebo-Prinzip

An jeder kleinen Wunde können wir erleben, wie Selbstheilung fast wie von

selbst funktioniert. Zeit, das Vertrauen in unsere natürlichen Kräfte zu stärken!

TEXT Antoinette Schmelter de Escobar

12 aktiv & gesund 02.15


S

ehr tief ist der Ritz nicht, den die Schere in Leons

Hand hinterlässt. Trotzdem durchzuckt den Fünfjährigen

ein scharfer Schmerz, als er beim Ausschneiden

einer Pappschablone abrutscht. Sekunden später

tropft etwas Blut aus der Wunde am Zeigefinger – bis der

Junge erschrocken zu seiner Mutter läuft, die die Verletzung

vorsichtig abtupft, beruhigend Heile, heile Segen

singt und dem Sohn ein Stück Traubenzucker schenkt, das

das Aua wegzaubern soll. Fünf Minuten später ist nur

noch ein schmaler roter Schlitz in der Haut zu sehen, den

Leon kaum mehr spürt, als er sich wieder in seine Bastelarbeit

vertieft. Das Missgeschick des Kleinen macht zwei

Dinge klar: Zum einen weiß sich unser Körper durchaus zu

helfen, wenn ihm etwas zustößt. Bei einem Schnitt zum

Beispiel schwemmt zuerst Blut eventuelle Schmutzpartikel

weg, um die Wunde zu reinigen. Kurz darauf ziehen sich

die Gefäße zusammen und Thrombozyten verkleben sie,

um übermäßigen Blutverlust zu vermeiden. Parallel wehrt

Heile, heile, Segen– schon ist

das Aua weggezaubert.

das Immunsystem eindringende Keime ab. Im Fall von Leon

hilft dabei Mamas Zuwendung, ein süßes Trostpflaster und

die Aussicht darauf, dass alles bald wieder gut wird.

Einfach pusten, wenn sich Ihr

Kind verletzt hat! Denn eine

kleine Wunde heilt meistens

fast von selbst.

Placebo-Effekt und Selbstheilungskräfte

Genauer ausgedrückt handelt es sich dabei um eine Kombination

von Selbstheilungskräften und Placebo-Effekt.

Beide Phänomene können über harmlose Alltagssituationen,

wie eingangs geschildert, hinaus auch bei ernsthafteren

Gesundheitsproblemen so viel bewirken, dass ganze

Sachbücher über sie geschrieben werden und Wissenschaftler

in den letzten Jahren verstärkt darüber forschten.

Von Natur aus ist unser Körper nämlich eine lebendige

Baustelle, auf der unentwegt (...) Unbrauchbares entsorgt,

vieles repariert und auf Vordermann gebracht wird, so

Brigitte Hamann in ihrem Buch Wie Sie Ihre Selbstheilungskräfte

aktivieren. Idealerweise sollte man nach

Ansicht der Gesundheitsjournalistin die automatisch ablaufende

Arbeit des inneren Arztes nicht durch ungeeignetes

Verhalten wie Überbeanspruchung oder negativen

Stress stören. Darüber hinaus ließen sich die angeborenen

Fähigkeiten fördern – angefangen beim richtigen Atmen

über bewusste Ernährung und Entspannungsübungen bis

hin zu ausreichendem Schlaf. Von besonders wohltuender

Wirkung seien dabei in unserer einflussreichen Schaltzentrale

Gehirn positive Gefühle wie Freude, Vertrauen und

Optimismus, die man nicht einfach herbeizitieren, aber

trainieren und stärken könne. »

aktiv & gesund 02.15 13


GESUND LEBEN

Die eigene

Kraft wieder

spüren, bis wir

uns baumstark

fühlen – dabei

unterstützt uns

auch die Natur.

Die Pille ist nur

ein Teil des Heilungsprozesses.

Wie groß die Kraft des Glaubens ist, macht der Einsatz von

Placebos klar. Vor der Zulassung neuer Arzneimittel werden

solche Scheinmedikamente im Rahmen vergleichender

Studien seit Langem Versuchspersonen ohne deren Wissen

verabreicht. Im Glauben, mit echten Wirkstoffen behandelt

worden zu sein, berichtet in der Regel ein Teil der Testteilnehmer

von mehr oder minder spürbaren Folgen. Ähnliche

Effekte sind u. a. von Knieoperationen bekannt, bei denen

unter Narkose vermeintlich

ein Eingriff

vorgenommen

wurde, in

Wahrheit aber das

Gelenk unangetastet

blieb. Auch

Schmerzen wurden bereits erfolgreich gelindert, obwohl

lediglich eine Kochsalzlösung injiziert oder eine harmlose

Salbe auf die Haut aufgetragen worden war. Kein Wunder,

dass sich seit 2010 eine überregionale Forschergruppe

der Wirkung von Placebos widmet, die sich an messbaren

körperlichen Vorgängen wie der Hirnaktivität ablesen lässt.

Die vom Arzt verordnete Pille ist nur ein Teil des Heilungsprozesses

bei Krankheiten; viele weitere Einflüsse tragen

zum Behandlungserfolg bei, die jedoch in Forschung und

Anwendung bislang zu wenig beachtet wurden, bestätigt

der Marburger Psychologe Professor Dr. Winfried Rief,

Sprecher des Verbunds. Placebo-Effekte können durch aktuelle

Erwartungen und frühere Erfahrungen des Patienten

mit einer Erkrankung ausgelöst oder verstärkt werden,

aber auch durch den Behandlungskontext und die Arzt-

Patienten-Interaktion.

Zeit und Zuwendung sind besonders wirksam

Nicht umsonst widmet Antje Maly-Samiralow in ihrem

Buch Das Prinzip Placebo ein Kapitel der verbalen und

nonverbalen Kommunikation. Nun sind Worte unstrittig

ein starkes, in manchen Situationen vielleicht sogar

das stärkste Heilmittel, über das Mediziner verfügen,

schreibt sie darin. Aber es nützt wenig, wenn Ärzte sich

lediglich in der Kunst der rechten Wortwahl üben (...).

Es geht um die grundsätzliche Haltung, die Mediziner

Patienten gegenüber an den Tag legen – nämlich genug

Zeit, Aufmerksamkeit und Interesse. Kranke können den

Placebo-Effekt als unglaublich effizienten Heilmacher

laut Antje Maly-Samiralow aber auch selbst nutzen. Mittel

zum Zweck sind innere Bilder von einem besseren Gesundheitszustand,

die die Selbstheilungskräfte dahingehend

anregen. Als Beleg beschreibt sie eine Studie von Dr. med.

Karin Meissner vom Institut für Medizinische Psychologie

an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Patienten

mit chronischer rheumatoider Arthritis lernten dabei,

mithilfe einer Hypnosetechnik in Trance zu fallen und sich

ihr beschwerdefreies Leben vor der Erkrankung vorzustellen.

Resultate waren sowohl eine deutliche Abnahme der

Schwellungen als auch eine geringere Steifheit der Gelenke

– ganz ohne synthetische Medikamente, allein mit körpereigenen

Mitteln aus der inneren Apotheke.

«

GESUNDHEITS- UND AKTIVTIPP

Fünf Tipps, um Ihre Selbstheilungskräfte zu stärken:

Erkennen und bekämpfen Sie schädlichen Dauerstress. Hilfreich

sind dabei Entspannungstechniken wie Meditation,

Yoga oder autogenes Training. Die BKK ProVita unterstützt

zwei Präventionskurse zu 80 Prozent – bis zu 189 Euro pro

Jahr –, für Kinder von sechs bis elf Jahren zu 100 Prozent.

Mehr Infos unter www.bkk-provita.de/kursdatenbank.

Nutzen Sie die Macht innerer Bilder. Wer eine positive Vision

hat, setzt Energien frei und öffnet sich für neue Wege.

Gehen Sie achtsam mit Ihrem Körper um: Respektieren Sie

seinen Rhythmus, bewegen Sie sich regelmäßig, gönnen Sie

sich mehr Licht und Luft in der Natur.

Ein sinnerfülltes Leben macht zufriedener. Fehlen die Ziele,

suchen Sie sich neue, z. B. eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Gemeinschaft tut erwiesenermaßen gut – egal ob mit Familie

oder Freunden. Setzen Sie auf Miteinander statt Egotrip!

FOTOS: Getty, iStockphoto

14 aktiv & gesund 02.15


INTERN

Service-Center

Hennigsdorf: Wir sind

umgezogen!

Liebe Versicherte aus Hennigsdorf

und Umgebung! Unsere Mitarbeiter

aus dem Service-Center Hennigsdorf

sind nach Berlin umgezogen.

Die neue Anschrift lautet:

Lychener Straße 20,

10437 Berlin.

Ihre bekannten Ansprechpartner,

Frau Sandra Kersten und Herr Mario

Wagner, bleiben Ihnen erhalten

und freuen sich über Ihren Besuch!

Telefonisch erreichen Sie das Service-

Center in Berlin unter der Rufnummer:

030 - 8172946-0.

Broschüre Gesund in den Urlaub

Die Broschüre beinhaltet alle wichtigen Gesundheitstipps

für Ihre nächste Urlaubsreise. Von der Reisevorbereitung

bis zum Aufenthalt vor Ort. Für eine erholsame Reise

und eine gesunde Rückkehr. Bestellen Sie die Broschüre

kostenlos per E-Mail bei info@bkk-provita.de oder

telefonisch unter Tel. 08131 6133-0.

Bleiben Sie auf dem

Laufenden – mit

dem Newsletter der

BKK ProVita

Alle zwei Monate erhalten unsere

Versicherten auf Wunsch den E-

Mail-Newsletter der BKK ProVita.

Er informiert über aktuelle Gesundheitsthemen

und Leistungen

der BKK ProVita. Möchten auch

Sie immer von Ihrer BKK auf dem

Laufenden gehalten werden und

kostenlose Broschüren angeboten

bekommen? Dann melden Sie

sich jetzt an! Ganz einfach unter

www.bkk-provita.de/

newsletter. Der Newsletter ist

natürlich kostenfrei.

ABC-Schützen

In wenigen Wochen ist es wieder so

weit: Die diesjährigen ABC-Schützen

starten ihre Schullaufbahn. Mit der

Schulzeit beginnt für Ihr Kind ein

spannender neuer Lebensabschnitt. Ihr

kleiner ABC-Schütze muss plötzlich viele

Dinge allein schaffen, bei denen Sie ihm

vorher geholfen haben. Für unsere diesjährigen

Schulanfänger können Sie die

Faltblätter So erleichtern

Sie Ihrem Kind den

Schulstart kostenfrei

bei uns anfordern.

Senden Sie uns einfach

eine E-Mail an info@

bkk-provita.de oder

rufen Sie uns an unter

08131 6133-0. Wir

freuen uns auf Ihre

Rückmeldungen!

FOTOS: iStockphoto

Impressum

Herausgeber:

BKK ProVita, Münchner Weg 5,

85232 Bergkirchen, www.bkk-provita.de

Objektleitung:

Stefan Pulver, Peter Hanrieder

Verlag: Journal International

Verlags- & Werbegesellschaft mbH,

Hanns-Seidel-Platz 5, 81737 München,

www.journal-international.de

Verlagsleitung: Stefan Endrös,

Gerd Giesler, Christian Schwalbach

Redaktionsleitung: Karen Cop

Grafik: Bernhard Biehler

Bildredaktion: Jürgen Stoll

Autoren: Karen Cop, Claudia Götz, Cora

Keller, Barbara Lang, Antoinette Schmelter

Schlusskorrektur: Norbert Misch-Kunert,

Nicole Grinzinger, Sabine Amar

Produktion: Tina Probst

Reproduktion: PMI Publishing Verlag

GmbH & Co. KG, München

Druck: Bechtle Druck & Service, Esslingen

über Druckservice Brucker, Mainburg

PEFC-zertifiziert

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig

bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten

Quellen.www.pefc.de

Satzungsänderungen

Unsere Satzungsänderungen aus der Sitzung des Verwaltungsrates vom

5.3.2015 können Sie wie gewohnt unter www.bkk-provita.de/

verwaltungsrat nachlesen. Dort finden Sie auch Informationen zu Wahl,

Aufgaben und Zusammensetzung des Verwaltungsrates.

Reisefieber?

Denken Sie an Ihren Impfschutz!

Wir schützen Sie bei Ihren Reisen! Bei einer

privaten Auslandsreise beteiligen wir uns

an den Kosten für die in Ihrem Urlaubsland

empfohlenen Schutzimpfungen, z. B.

Hepatitis A und B. Welche Impfungen für

Ihr Urlaubsland empfohlen werden, finden

Sie unter www.crm.de. Denken Sie auch

an eine private Auslandszusatzversicherung,

die im Krankheitsfall weitere Kosten

abdeckt, welche nicht durch die BKK ProVita

erstattet werden. Gerne informieren wir

Sie auch persönlich unter der kostenfreien

Rufnummer 0800 6648808.

aktiv & gesund 02.15 15


AKTIV WERDEN

Sprachen lernen leicht gemacht

Träumen auch Sie davon, in ein fremdes Land zu fahren und gleich mittendrin zu sein,

indem Sie mit den Einheimischen sprechen? Jetzt ist es noch leichter geworden, Fremdsprachen

zu lernen – ganz spielerisch, mit Apps und Babbel und anderen neuen Lernhilfen.

Ein kleiner Überblick.

TEXT Antoinette Schmelter de Escobar

W

ie sagt man Entschuldigung,

Gute Nacht,

Willkommen und Auf

Wiedersehen auf Holländisch? Dank

Gratis-App zum Reiseführer kann

man sich beim Stadtbummel durch

Amsterdam via Smartphone einen

Audiotrainer für die wichtigsten

niederländischen Begriffe anhören.

Schwierigere Begriffe lassen sich z. B.

im Van-Gogh-Museum unproblematisch

mit einem kostenlosen Online-

Übersetzungsservice ins Deutsche

übertragen. Den Wortschatz erweitert

während der Verschnaufpause in

einem gemütlichen Grachtenlokal ein

Vokabeltrainer zum Downloaden.

Interaktiv flirten lernen

Egal ob via Handy, Smartphone oder

Laptop – immer mehr Menschen

feilen unterwegs mit digitalen Medien

an ihren Fremdsprachenkenntnis-

sen, statt zu Hause über Büchern zu

brüten. Lernort, -zeit und -tempo

können individuell gewählt, Vokabeln

und Lektionen so oft wiederholt werden

wie gewünscht, erklärt Christian

Hillemeyer, Head of PR bei dem 2007

gegründeten Berliner Start-up Babbel,

das virtuelle Kurse für 14 Sprachen

anbietet. So könne das Lernen in jede

Situation integriert werden, wobei

alle vier Kommunikationsebenen

Spielerisch von einem Level zum nächsten

– das hat total viel Spaß gemacht!

interaktiv angesprochen würden: Lesen,

Schreiben, Hören und Sprechen.

Durch die Abwechslung wird es nie

langweilig, so Hillemeyer. Kontextuelle

Inhalte mit kleinen Einheiten,

die alltagsnah und direkt anwendbar

sind, sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse.

Im Klartext bedeutet das,

z. B. interaktiv in eine Flirtsituation

einzutauchen. Sie klicken eine schöne

Formulierung an, mit der Sie sich

vorstellen würden, bekommen

die richtigen Worte vorgesagt, und

wenn Sie nach wenigen Minuten klingen

wie ein Einheimischer, rücken Sie

auf das nächste Level vor – mit einem

längeren Gespräch. Auch traditionelle

Anbieter orientieren sich deshalb zunehmend

an dem, was technisch

aktuell ist, sagt Christiane Schanzleh,

die als Teamleiterin bei Langenscheidt

u. a. verantwortlich ist für digitale

und crossmediale Produktentwicklung.

Wie E-Books, PC-Software oder

ONLINETIPP

Und hier können Sie gleich für Ihren

Urlaub im Ausland üben:

• Virtuelle Sprachkurse:

www.babbel.com

www.duolingo.com

• Übersetzungsprogramme:

www.translate.google.de

www.dict.cc

• Tipps zum Fremdsprachenlernen

online und generell:

www.online-sprachen-lernen.com

www.fremdsprachen-lernen.net

16 aktiv & gesund 02.15


Hallo, wo kommt ihr denn

her? Mit den richtigen Apps

und einem kleinen Sprachkurs

vor der Reise ist es kein Problem,

unterwegs ins Gespräch

zu kommen – in der Fremdsprache!

Testcenter im Internet auf Fehler,

Stärken und Schwächen des einzelnen

Schülers eingehen, ist einfach toll.

FOTOS: iStockphoto (2)

Kurze Lektionen per App

Wie erfolgreich sie sind, weiß Katharina

Limmer aus Erfahrung. In

der Schule, an der Universität, im

Selbststudium und vor Ort in Ländern

von Kolumbien bis Ungarn – insgesamt

sieben Fremdsprachen hatte

die 35-Jährige bereits im Lauf ihres

Lebens gelernt. Ein Novum war für

die Kunsthistorikerin, sich vor einem

längeren Florenz-Aufenthalt 2014 per

App von Duolingo Italienisch für den

Alltag anzueignen. Ausgerüstet mit

ihrem iPad, übte sie sechs Wochen

lang im Bett, im Café oder beim Warten

auf die U-Bahn Wortschatz und

Grammatik – spielerisch von einem

Level zum nächsten und motiviert

durch kleine Belohnungen. Es hat

total viel Spaß gemacht, resümiert

die vielsprachige Münchnerin. Durch

die kurzen Lektionen lief das Lernen

wie von selbst, war mühelos und

weniger anstrengend als ein konventioneller

Unterricht. «

GEWINNSPIEL

Gewinnen Sie einen

von fünf Kursen für 14

Sprachen bei Babbel!

Englisch, Spanisch, Indonesisch?

Bei Babbel wählen

Sie zwischen 14 Sprachen

und lernen sie leicht

online. Z.B. wenn Sie einen

von fünf Gutschein-

Codes gewinnen. Nach der Registrierung

eingeben, Wunschsprache anklicken

und sechs Monate gratis lernen!

Teilnahmeschluss: 15. August 2015.

Einfach QR-Code einscannen

oder auf

www.bkk-provita.de/

gewinnspiel mitmachen.

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Mitarbeiter

der BKK ProVita, des Verlags

und des Sponsors sowie Angehörige

können nicht teilnehmen. Alle Gewinne

sind von unseren Kooperationspartnern gesponsert

und nicht aus Mitgliederbeiträgen finanziert.

aktiv & gesund 02.15 17


GESUND LEBEN

Wir kosten köstlich vor:

Rezepte gegen Reisehunger

Bestimmte Gerichte können die schönsten Erinnerungen an die Ferien wecken: warme

Abende draußen, die Aromen des Südens, das fröhlich-leichte Sommerleben. Hier finden

Sie fünf Rezepte zum Nach- oder Vorschmecken der schönen Zeit und gegen Fernweh.

Pizzoccheri della Valtellina

Zutaten für 4 Personen: 250 g festkochende

Kartoffeln, Salz, 300 g Wirsing, 300 g Pizzoccheri

(Buchweizennudeln), 250 g Fontina-Käse (ähnlich

Greyerzer), 1 Handvoll Salbeiblätter, 2–3 Knoblauchzehen,

60 g Butter, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver

Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. In Salzwasser

ca. 20 Min. gar kochen. Den Wirsing waschen, putzen,

in Streifen schneiden und die letzten 10 Min. zu den

Kartoffeln geben. Die Nudeln in Salzwasser al dente

garen. Den Fontina-Käse in Scheiben schneiden. Den

Salbei abbrausen, Blätter abzupfen, trocken tupfen. Den

Knoblauch abziehen, in feine Scheiben schneiden. Abgegossene

Nudeln und Wirsing-Kartoffeln in eine Schüssel

geben, den Käse locker untermengen. Kurz warm halten.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, Knoblauch

darin anschwitzen, Salbei kurz mitbraten. Mit Salz,

Pfeffer und Paprika würzen. Die Pizzoccheri auf die

Teller verteilen und mit Salbei-

Knoblauch-Butter beträufelt

servieren.

Beates Dolma

Zutaten für 8–12 Dolma:

150 g Rundkornreis,

2–3 Zwiebeln, 60–80 ml

Olivenöl, 30 g Pinienkerne,

25 g Korinthen,

1 EL Zucker, Meersalz,

8–12 grüne Dolma-Paprika (je kleiner, desto besser), 2 Tomaten, 1 EL

Zimtpulver, 1/2–3/4 EL gemahlenes Piment, 1 EL getrocknete Minze

Den Reis in einem Sieb gründlich abbrausen und abtropfen lassen. Die Zwiebeln

schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf 2–3 EL Olivenöl

erhitzen, darin die Zwiebeln andünsten. Sobald sie glasig sind, Pinienkerne

zugeben und so lange mitdünsten, bis alles gleichmäßig gebräunt ist und

duftet (8–10 Min.). Reis untermischen, 2–3 Min. mitdünsten, bis er ebenfalls

glasig ist. Mit 200 ml Wasser ablöschen, Korinthen, Zucker und 2 TL Salz

unterrühren. Alles aufkochen, den Pilaw bei geringer Hitze 10 Min. zugedeckt

garen, dabei ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt.

Paprikaschoten waschen, Stilansätze entfernen, Kerngehäuse herauszupfen

oder mit einem kleinen Löffel herausschaben. Zum Verschließen der Dolma

Tomaten waschen, rundherum 8–12 Scheiben abschneiden. Pilaw mit Zimt,

Piment und Minze würzig (!) abschmecken und nachsalzen. Kurz abkühlen

lassen, dann mit einem kleinen Löffel locker, aber ohne Hohlräume bis knapp

unter den Rand in die Schoten füllen. Mit je 1 Tomatenscheibe verschließen.

Die gefüllten Paprikaschoten mit dem Tomatendeckel nach oben aufrecht

nebeneinander in einen passenden Topf stellen.

Ca. 100 ml Wasser dazugießen, 2–3

EL Olivenöl darüberträufeln,

wenig salzen. Die Paprika

zugedeckt ca. 20 Min.

garen, bis die Schoten

weich sind und kein

Wasser mehr im

Topf ist. Im Topf

auskühlen lassen

– diese Dolma werden

kalt gegessen.

FOTOS: aus dem vorgestellten Buch (2), Stockfood (3)

18 aktiv & gesund 02.15


Vegane Gemüse-Paella

Zutaten für 4 Personen: 2 Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen,

2–3 EL Olivenöl, 350 g Paella-Reis, 150 ml trockener

Weißwein, 1 Msp. Safran, Salz, Pfeffer, ca. 400 ml Gemüsebrühe,

250 g passierte Tomaten, 2 rote Paprikaschoten, 400 g

eingeweichte Kichererbsen, 2 EL frisch gehackte Petersilie

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen, das Grün schräg in Ringe schneiden. Das Weiß

fein hacken. Den Knoblauch schälen, fein hacken. Beides in einer (Paella-)Pfanne in

heißem Öl glasig anschwitzen. Den Reis untermischen, kurz mitschwitzen, mit dem Wein

ablöschen. Mit Safran, Salz und Pfeffer würzen. Die Brühe angießen, die Tomaten untermischen,

aufkochen lassen. Die Paprikaschoten waschen, halbieren, putzen, in Stücke

schneiden. Die Kichererbsen abbrausen und abtropfen lassen. Beides zum Reis geben, bei

milder Hitze ca. 20 Min. garen, ab und zu umrühren. Nach Bedarf Brühe zugeben, die am

Ende vollständig aufgesogen sein sollte. Während der letzten 2 Minuten das Frühlingszwiebelgrün

und die Petersilie untermischen und abschmecken. Zitronenspalten dazu reichen!

Quiche mit Champignons, Tomaten, Zucchini

Zutaten für 1 Springform (ca. 22 cm): 200 g Blätterteig (TK), 1 Zucchini, 150 g

Kirschtomaten, 3 Zweige Rosmarin, 3 Eier, 150 g Crème fraîche, 200 ml Sahne, 4 EL

geriebener Gruyère, Salz, Pfeffer, Muskat, 300 g frische Champignons, 1 Schalotte,

1 Knoblauchzehe, 1 TL Olivenöl, 1 TL Butter, 1 TL Thymianblättchen, Mehl, Butter

Blätterteig auftauen. Zucchini waschen, putzen, in dünne Scheiben schneiden. Tomaten

waschen, trocken tupfen. Rosmarin abbrausen, trocken schütteln. Eier mit Crème fraîche,

Sahne und Käse verrühren, mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen. Champignons putzen, klein

schneiden. Schalotte und Knoblauch abziehen, fein hacken, in einer heißen Pfanne mit Öl

und Butter glasig schwitzen. Pilze zugeben, braten, bis die Flüssigkeit

verdampft ist. Thymian unterrühren, salzen, pfeffern, abschmecken,

vom Herd ziehen, abkühlen lassen. Zucchini in einer leicht geölten

Grillpfanne goldbraun braten. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Blätterteig auf bemehlter Fläche ausrollen, gebutterte Form damit

auskleiden. Pilze auf dem Boden verteilen, mit Eiersahne begießen,

mit Zucchini, Tomate und Rosmarin belegen, ca. 40 Min. backen.

Buntes Ofengemüse

Zutaten für 4 Personen: für das Gemüse: 1–1,2

kg gemischtes Gemüse (z. B. Auberginen, Karotten,

Kartoffeln, Zwiebeln), 200 g Halloumi, 1 Handvoll schwarze

Oliven, 75 g Walnüsse, 2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander, 1 TL Zimt,

1/2 TL Chili, 1 TL Meersalz, 2 TL weiße Sesamsamen, 4 EL Olivenöl, 1 EL Honig

Backofen auf 200 °C vorheizen. Gemüse schälen, putzen, in dicke Stücke schneiden.

Halloumi in Würfel, Oliven in Stückchen. Walnüsse grob hacken. Alle Gewürze, Salz

und Sesam in einer kleinen Schüssel vermischen. Gemüse auf einem Backblech verteilen,

mit Öl und Honig beträufeln, mit der Gewürzmischung bestreuen und mit den

Händen vermengen. 35–40 Min. im Ofen garen,

ab und zu umrühren, nach 25 Min. Walnüsse

und Olivenöl zugeben. Für die letzten Minuten

Grillfunktion anschalten und Halloumi zugeben.

Dazu schmeckt Tsatsiki mit Joghurt und Gurke!

GEWINNSPIEL

Gewinnen Sie eines von fünf

Büchern! Nicole Stich ist Foodbloggerin

mit internationalem Renommé

und viel unterwegs. Mit ihrem

Kochbuch Reisehunger (GU, 24,99

Euro) reist Ihre Zunge von den USA

über Europa bis nach Dubai und

Singapur. Die Dolma und das bunte

Ofengemüse auf diesen Seiten geben einen kleinen

Vorgeschmack. Teilnahmeschluss: 15. August 2015.

Einfach QR-Code einscannen oder auf

www.bkk-provita.de/gewinnspiel

mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter der BKK ProVita, des Verlags

und des Sponsors sowie Angehörige können

nicht teilnehmen. Alle Gewinne sind von unseren

Kooperationspartnern gesponsert und nicht aus

Mitgliederbeiträgen finanziert.

aktiv & gesund 02.15 19


AKTIV WERDEN

Zeigt her eure Füße,

zieht aus eure Schuh

Im Sommer freuen sich unsere Füße über frisches Gras zwischen den Zehen und das Laufen

in weichem Gras oder Sand. Barfußlaufen stärkt unsere Füße und spezielle Übungen

lösen Verspannungen und erhöhen ihre Beweglichkeit und ihre Kraft.

Der Einstieg

Wenn wir nach längerer Zeit wieder

anfangen, barfuß zu laufen, autscht

es vielleicht – jedenfalls auf eckigen Steinchen.

Gras ist schon besser, Sand sowieso. Wer nie damit

aufhört, könnte sogar Weltrekorde aufstellen, wie die

südafrikanische Langstreckenläuferin Zola Budd in den

1980er-Jahren. Sie nicht? Dann fangen Sie am besten auf

weichem Boden, im Gras oder im Wald auf Moos an. Einfach

beim Spazierengehen die Schuhe für einige Minuten

aus- und dann wieder anziehen. Bereits nach wenigen

Tagen werden Sie merken, dass es Ihnen immer leichter

fällt und Sie viel länger barfuß gehen können. Lassen

Sie sich von einem kleinen Muskelkater in den

Fußgewölben oder den Waden nicht abschrecken

und steigern Sie sich allmählich zu

härteren Untergründen.

Vorstellen

Um die Balance zu fördern

und die Füße zu kräftigen, können

Sie das Gehen auf unterschiedlichen

Untergründen auch simulieren:

Stellen Sie sich z. B. vor, auf Moos oder

in tiefem Schlamm zu laufen. Fragen Sie

sich dabei: Wie bewege ich mich dort?

Die Übung können Sie auch drinnen

machen und später im Freien, etwa

auf einem Barfußpfad, richtig

nachspüren.

Hineinspüren

In festen Schuhen tritt man

zuerst mit der Ferse auf. Geübte

Barfußgeher und -läufer setzen

mit dem Vorderfuß auf. Bei diesem

sogenannten Ballengang wirken nachweislich

weniger Kräfte auf den Fuß ein.

Achten Sie beim Barfußgehen auf diesen

Unterschied. Spüren Sie nach, wie Ihre

Balancefähigkeit sich verbessert,

weil Sohlen Unebenheiten

gut wahrnehmen können.

Wassertreten

Gehen im Wasser macht nicht

nur unglaublich Spaß, es regt auch die

Durchblutung an. Das tut den Füßen gut und

auch dem Rest des Organismus, denn es stärkt

das Immunsystem. Altbekannt ist Wassertreten mit

dem typischen Storchengang, den Pfarrer Sebastian

Kneipp erfunden hat. Dafür wird der Fuß mit nach unten

hängender Fußspitze ganz aus dem Wasser gezogen. Wer

keinen Bach in der Nähe hat, kann ein Planschbecken mit

kaltem Wasser füllen oder auch eine große Wanne, in

der man auf der Stelle tritt. Bleiben Sie nicht länger als

zwei Minuten im kalten Wasser, lieber die Übung ein-,

zweimal wiederholen. Nach dem Wassertreten das

Wasser nur mit den Händen abstreifen und die

Füße durch Gehen oder Fußgymnastik

wieder erwärmen. Oder die Füße

massieren.

FOTO: iStockphoto

20 aktiv & gesund 02.15


Fußgymnastik

Auch ohne Hilfsmittel kann man

im Freien vieles tun, um die Füße zu

kräftigen: Drücken Sie sich auf die Zehenspitzen

hoch, verharren Sie einen Moment und gehen

Sie langsam wieder herunter. Oder ziehen Sie stehend

die Zehenspitzen so weit wie möglich nach oben und

laufen Sie einige Schritte. Gemütlich im Liegestuhl sorgen

folgende Übungen für mehr Beweglichkeit: Beugen und

strecken Sie die Zehen im Wechsel. Sie können die Zehen

auch so weit wie möglich voneinander abspreizen. Fortgeschrittene

lassen einen Fuß die jeweils entgegengesetzte

Phase zum anderen Fuß durchlaufen. Wechseln Sie

alle Übungen häufig ab und machen Sie sie jeweils

nur so lange, dass die Füße nicht verkrampfen.

Zwischendurch schütteln Sie sie locker aus

dem Sprunggelenk heraus aus.

Schöne

Massagen

Nehmen Sie Ihr Fußgewölbe

in die Hand und massieren Sie es

mit dem Daumen von unten in kleinen

Kreisen, die langsam wandern – ein- oder

beidhändig. Dann mit beiden Händen einen

Fuß an den Zehen fassen und mit festem Druck

schön langsam zum Knie hochstreichen. Zum

Schluss mit Daumen und Zeigefinger jede

Zehe langsam in die Länge ziehen, indem Sie

vom Ansatz bis zur Spitze an ihr entlanggleiten.

Alle drei Massagen lösen

Verspannungen und regen die

Durchblutung an.

Training mit

Stöckchen und Papier

Im Sitzen kann man das Fußtraining

gut mit Gegenständen fortsetzen: Greifen

Sie Stöckchen, Steine oder Tücher mit den Zehen.

Immer wieder die Füße wechseln! Oder legen Sie

ein Blatt Zeitungspapier auf den Boden und reißen Sie

Stücke ab. Steigern Sie die Übung, indem Sie die Stücke

so klein wie möglich machen. Übungen für Fortgeschrittene

sind das Schreiben mit den Füßen oder das Verknoten

eines Seils. Sie können auch versuchen, ein Blatt Papier

erst zu einem Ball zu knüllen und anschließend wieder

zu glätten. Bei allen Übungen ist wichtig, eine Pause

einzulegen, damit der Fuß sich nicht verkrampft. Ein

Tennis- oder Massageball, den Sie unter dem

Fußgewölbe kreisen lassen, gleicht aus.

Wählen Sie einen Druck, der für Sie

angenehm ist.

aktiv & gesund 02.15 21


AKTIV WERDEN

Wie sonnig ist

Ihr Glücksbarometer?

Glück ist messbar. Das hat der Happiness-Test der Universität Oxford herausgefunden.

Fragt sich nur: Wie glücklich fühlen Sie sich gerade? Können Sie das Leben in vollen

Zügen genießen? Oder Ihre Glücksgefühle noch steigern? Machen Sie unseren Test und

erfahren Sie mehr über Ihre sonnigsten Seiten auf der Homepage Ihrer BKK ProVita.

1. Hatten Sie eine glückliche Kindheit?

Ja, sie war wunderschön.

Mir ging es schon gut.

Na ja, nicht nur, leider.

2. Wie zufrieden macht Sie Ihre Arbeit?

Ich arbeite in meinem Traumberuf!

Meine Berufswahl folgte praktischen

Überlegungen.

Noch habe ich meine Ziele nicht

erreicht, aber ich bin auf dem Weg.

3. Können Sie mit Familie und/oder

Freunden Persönliches besprechen?

Eigentlich ja. Ich versuche auch,

meine Freundschaften zu pflegen,

obwohl ich nicht viel Zeit habe.

Ja, ich habe sehr liebevolle Menschen

um mich.

Ich bin Single. Und mein Freundeskreis

ist etwas geschrumpft.

4. Treiben Sie Sport?

Ja, Sport zu treiben, gehört zu

meinen Hobbys.

So oft es geht. Bewegung muss ein!

Ich hab’s lieber gemütlich.

5. Essen Sie gerne?

Das kann ich mit allen Sinnen

genießen.

Ich esse, wenn ich Hunger habe.

Das Drumherum ist nicht so wichtig.

Ich kaufe sehr bewusst ein und versuche,

jede Zutat wertzuschätzen.

6. Wie fühlen Sie sich in Ihrem Körper?

Ich wohne wirklich gerne in mir.

Der von Bar Refaeli wäre mir lieber

gewesen.

Meistens gut, wenn er gesund ist.

7. Wie ausgefüllt ist Ihr Liebesleben?

Ich warte noch auf das Wunder,

meiner zweiten Hälfte zu begegnen.

Ich lebe glücklich mit meiner großen

Liebe zusammen.

Es ist gut, wie es ist.

8. Verbringen Sie viel Zeit vor dem

Fernseher oder PC in der Freizeit?

Eher selten.

Regelmäßig, aber nicht täglich.

Sehr häufig, fast jeden Abend.

9. Sind Sie gerne draußen in der

Natur unterwegs?

Gerne, nur leider klappt es nicht so

oft, wie ich will.

Ja, in der Natur geht mir das Herz

auf und mich überschwemmen

Wogen von Glück.

Mir ist es nicht so wichtig, draußen

zu sein.

10. Welche Eigenschaften schätzen

Außenstehende öfter an Ihnen?

Dass ich sage, was ich denke.

Meine ungezwungene, extrovertierte

und optimistische Art.

Gelassenheit und zuhören können.

11. Lachen Sie auch über sich selbst?

Aber ja, ich lache viel und albere

auch gerne rum.

Ich pflege einen schwarzen Humor.

Manchmal brauche ich einen Moment,

um Missgeschicke wegzustecken,

aber dann kann ich lachen.

12. Freuen Sie sich über kleine Dinge?

Die Exotik im Alltag fasziniert mich.

Ich bin nicht so schnell entzückt.

Absolut: ein Schmetterling, ein

drolliges Kind, das Lächeln eines

Fremden ... 1.000 Dinge!

Hier können Sie die Gesamtanzahl

der Nennungen eintragen:

ONLINE-TIPP

Zählen Sie die

Symbole zusammen.

Sollten Sie bei

mehreren Symbolen

in etwa gleich viele

Kreuzchen gemacht

haben, lesen Sie bitte beide Beschreibungen.

Sie finden sie auf unserer BKK

ProVita-Website unter

www.bkk-provita.de/mitmachtest.

Der QR-Code führt Sie direkt dorthin.

Gerne können Sie das Ergebnis auch

per Post anfordern. Rufen Sie uns einfach

an unter Tel. 08131 / 6133-0!

22 aktiv & gesund 02.15


DHU Schüßler-Salz Nr. 7 ®

Denken Sie an

Ihren Mineralstoffhaushalt.

Anzeige

Schue_0115_1_EV

Praktisch als Sachet

zum Mitnehmen

Magnesium für leistungsfähige und entspannte Muskeln

www.schuessler.dhu.de

oder besuchen Sie uns auf www.facebook.com/dhuSchuesslerSalze

Das Original seit 1873

DHU Schüßler-Salz Nr. 7® Magnesium phosphoricum D6. Anwendungsgebiete: Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation.

Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Deutsche Homöopathie-Union DHU Arzneimittel GmbH & Co. KG


Anzeige

100 €

Mitglieder-

Vorteil

BKK PräventionPlus

Ab 99 € pro Person –

BKK ProVita Gesundheitstage 2015

im VAL BLU Resort SPA & Sports

Gesundheit ist das Ziel. Gesund handeln der Weg.

Ernährung und Bewegung VAL BLU Berge und Bewegung

(5 Tage, Sonntag-Donnerstag)

• Vitale Aktivierung

• Gesundheits-Training

• Cardio-Training

• Einführungsvortrag zu gesunder und

vegetarischer Ernährung

• Gesundes- und gemeinsames Kochen

Reisetermine 2015

Ernährung und Bewegung:

12.4. - 23.8. I 30.8. - 13.9. I 27.9. - 17.12.

(4 Tage, Donnerstag-Sonntag)

• Einführung gesundheitssportliche

Aktivität

• Aktivieren, stabilisieren und

trainieren in der Natur

• Vertiefung: Aktivieren, stabilisieren

und trainieren in der Natur

Berge und Bewegung:

16.4. - 23.8. I 30.8. - 13.09. I 27.9. - 22.11.

Preis pro Person 4 Tage: 99 €*

*Der Kassenzuschuss von 100 € bei erfolgreicher Teilnahme wurde bereits verrechnet.

Inklusivleistungen:

• Gesundheitsprogramm sowie 3x oder

4x Übernachtung mit Halbpension.

• unbegrenzte Nutzung des Alpen-Erlebnisbades

und des Saunalandes während

Ihres Aufenthaltes

• 1 Relaxmassage 20 Minuten

• Mehr Infos unter:

www.bkk-provita.de/valblu

Preis pro Person 5 Tage: 139 €* Buchungen unter

T 0180/6006010

(0,20 € je Anruf aus dem Festnetz; 0,60 € je Anruf

aus dem Mobilfunknetz)

Informationen: Die Gesundheitsprogramme von

BKK PräventionPlus sind Präventionsmaßnahmen und

entsprechen den gesetzlichen Rahmenbedingungen nach

§ 20 SGB V. Sie dürfen deshalb bezuschusst werden.

Bitte beachten Sie: BKK PräventionPlus soll dazu

beitragen, Ihre Gesundheit zu stärken.

BKK ProVita

Münchner Weg 5 • 85232 Bergkirchen

www.bkk-provita.de

T 08131/6133-0

Ähnliche Magazine